Kirche.Leben. 2022-2

Page 1

2. Jahrgang 2022 Heft 2 August-November 2022

Gemeindemagazin Melanchthonkirche Zollstock

Stopp

t Mi

re ind K f ür n he ite c r Ki Se


2

Editorial

3

Gemeinde.leiten. „Kirche ist Zukunft“ ?! Neuausrichtung Kinder- & Jugendarbeit „In jede dunkle Ecke stellen wir ein Licht“ - Schutzkonzept

4 6

Diakonie „Stopp!!! Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt. Nur mit einem Koffer

10 12

Menschen im Veedel „Nie“, „nein“, „kein“ gibt es nicht bei Ingrid Bonnat

15

Gemeinde.leben. Religionsunterricht an Kölner Schulen Grüne Raben Zollstock lassen sich nicht stoppen! Stopp Epilepsie

17 19 20

Kirche.Kinder. Kinder- und Jugendleiter John Dahl stellt sich vor Kirche für Kinder - jeden Sonntag Was•Wann•Wo für Kinder Kinderseite Selbst gemachte Insektenhotels

21 22 22 24 25

Glaube.Seelsorge. Stoppzeichen im Leben: Was bedeutet eigentlich der Begriff „Buße“? Freud & Leid / Unsere Konfis 2022

26 27

Unsere Gottesdienste Besondere Gottesdienste

28 28

Frag doch mal den Pfarrer Was ist eigentlich Liturgie?

29

Kirche.Termine.

30

Kirche.Musik.

31

Ökumene Projekte und Veranstaltungen der Nachbargemeinden

32

Zwischendurch Melanchthon spielt! – Spielevorstellungen

34 37

Was•Wann•Wo

38

Adressen

39


Editorial

Liebe Gemeinde, in unserem Alltag ist es immer wieder wichtig auch einmal innezuhalten, „Stopp!“ zu sagen, eine Auszeit zu nehmen vom Trott. Auch Gott nimmt sich eine Auszeit. „Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er gemacht hatte. An diesem Tag ruhte er aus von all seiner Arbeit, die er getan hatte.“ (1. Mose 2,2). Ein Tag Ruhe nach der harten Arbeit. In sechs Tagen soll Gott, laut Bibel, die Welt und alles darauf geschaffen haben. Aber dann ein Stopp, ein Innehalten, eine Auszeit. Gut so! „Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag. Denn an diesem Tag ruhte Gott aus von all seinen Werken, die er geschaffen und gemacht hatte.“ (1. Mose 2,3)

lesen vom Leben und den Menschen in der Gemeinde oder versuchen sich an einer Achtsamkeitsübung. Wie immer haben viele Menschen aus der Gemeinde am Magazin mitgearbeitet. Wir alle freuen uns über Rückmeldungen von Ihnen. Sollten Sie selbst Lust haben, einmal einen Artikel zu schreiben, Fotos zu machen, mitzudenken und mitzugestalten, melden Sie sich gerne bei uns. Die Gemeinderedaktion ist offen für jede:n, der:die mitmachen möchte, ob regelmäßig oder einmalig. Ihnen und Ihren Lieben einen schönen Sommer und immer wieder auch Zeit für „Stopp!“.

Ein heiliger Tag jede Woche, ein Tag der Ruhe. Gott sei Dank gibt es ihn, den Sonntag. Ein Tag ohne Alltag, ohne Stress, ohne Termine und Pflichten. Ein Tag für Familie, für Freunde, für sich selbst. Ein Tag Stopp! Auch der Sommer ist für viele eine Zeit für Auszeit, Ferien und Urlaub. Der:die eine reist in die Ferne, andere bleiben in der Nähe und genießen die Oasen vor der Haustür. Vielleicht nehmen Sie sich in den kommenden Tagen bewusst eine Auszeit für Ihr Gemeindemagazin. Blättern es durch und entdecken spannende Geschichten zum Thema „Stopp!“,

3


Gemeinde.leiten.

Neue Ausrichtung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

! ? t f n u k u Z t is

Unsere Kirchen und Gemeinden sind im Wandel. Mitgliederzahlen und finanzielle Möglichkeiten gehen zurück. Vertraute und bewährte Strukturen kommen ins Wanken und müssen neu gedacht werden. Die Kirche, aber auch wir als Gemeinde stellen uns diesem Wandel und Zukunftsprozess. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat 2020 unter dem Titel „Kirche ist Zukunft“ einen Prozess gestartet und „zwölf Leitsätze zur Zukunft einer aufgeschlossenen Kirche“ veröffentlicht.

4

Darin heißt es: "Wir bauen Gemeinden. Die evangelische Kirche ist offen für neue Formen, gemeinsam christlichen Glauben zu leben. Gemeinden werden bunter und vielfältiger; die geistlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen unterschiedlicher. Die Nähe zu den Menschen bleibt für die kirchliche Arbeit vor Ort grundlegend. (…) Traditionelle „Zielgruppenarbeit“ wird sich weiterhin wandeln und öffnen. Gemeinde als Sammlung um Wort und Sakrament soll dort eine geistliche Heimat bilden, wo Menschen zusammenkommen."


Gemeinde.leiten.

Auch als Gemeinde in Zollstock wollen wir uns diesem Wandel von Kirche und Gesellschaft stellen, ihre Möglichkeiten verantwortungsbewusst wahrnehmen und notwendige Entscheidungen treffen. Das Presbyterium hat weitreichende Beschlüsse für die neue Ausrichtung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gefasst. Dieser Bereich der Gemeindearbeit soll in der Zukunft unter anderem Angebote für Kleinkinder im Krabbelalter, Ferien- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und eine offene Jugendarbeit beinhalten. Im Rahmen dieser Neuausrichtung hat die Gemeindeleitung auch beschlossen, die zweigruppige Ev. Kindertagesstätte in Zollstock zum 31. Juli 2023 zu schließen. Immer weiter steigenden Kosten und zu erwartende sinkende Gesamteinnahmen machten diese Entscheidung nötig. „Die laufenden Kosten sind seit Jahren gestiegen. Auch größere Einzelaufwendungen schlagen zu Buche,“ fasst Finanzkirchmeister Olaf Theis die Situation zusammen. In den Jahren 2008 bis 2021 hat die Kirchengemeinde Trägeranteile in Höhe von mehr als 600.000 Euro in die Kita-Arbeit investiert. Zusätzlich mussten rund 270.000 Euro aus dem Gemeindehaushalt in die Kindertagesstätte investiert werden. „Für diese Kosten gibt es keine Gegenfinanzierung. Es einfach laufen zu lassen, wäre nicht verantwortbar“, sagt Theis. „Die Arbeit mit Kindern gehört auch weiter zu den zentralen Aufgaben von Kirche und Gemeinde“, sagt Pfarrer Oliver J. Mahn. „Wir sind verpflichtet, unsere Möglichkeiten verantwortungsbewusst und realistisch einzuschätzen. Daher bedauern wir, dass wir die Trägerschaft der Kita nicht mehr fortführen können.“ Seit Sommer 2021 war die Gemeinde auf der Suche nach alternativen Lösungen für die Fortführung der Kita. So wurde versucht, die Trägerschaft an einen anderen evangelisch-diakonischen Träger abzugeben. Doch die Verhandlungen zeigten, dass dieser Weg die Schwierigkeiten nicht löst.

Mitarbeitende und Familien im Blick „Wir haben Verantwortung gegenüber den Kindern und ihren Eltern sowie unseren Mitarbeitenden. Diese Verantwortung nehmen wir ernst“, sagt Pfarrer Mahn. So ist das Presbyterium seit längerem in Gesprächen mit anderen Trägern und Einrichtungen. Die Stadt Köln garantiert allen Familien die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Die AWO Köln bietet zudem die Möglichkeit, unter Mitnahme der Mitarbeitenden zum Jahreswechsel eine ganze Kita-Gruppe in eine neue Einrichtung zu übernehmen. So kann für alle Kinder ein neuer Kita-Platz ermöglicht und für die Familien eine Betreuung gewährleitet werden. Die Familien können zwischen den Optionen entscheiden. Einige Kinder werden zum Sommer 2022 in eine städtische Einrichtung wechseln, andere zum Jahreswechsel in die Kindertagesstätte der AWO. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bleibt Schwerpunkt der Gemeinde In der Ev. Kirchengemeinde Köln-Zollstock wird die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft ein Schwerpunkt sein. Die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche sollen neu ausgerichtet, ausgebaut und auch konzeptionell noch einmal tiefer in der Gemeindearbeit verankert werden. „Für uns ist völlig klar, dass die durch die Schließung freiwerdenden Ressourcen in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden. So gibt es zum Beispiel erste Ideen für die neue Nutzung des Gebäudes“, sagt Jugendkirchmeister Boris Raab. Wir bewegen uns Wir bewegen uns. So lautet ein weiterer der zwölf Leitsätze der EKD. Bewegung bedeutet neue Perspektiven und Wandel. Aber Bewegung verursacht auch Reibung und Widerstände. Das müssen wir ernstnehmen. Aber ohne Bewegung und verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln gibt es keine Zukunft. Das Presbyterium

5


Gemeinde.leiten.

Ein neues Schutzkonzept zur Verhinderung sexualisierter Gewalt Man hört es regelmäßig in den Nachrichten: Gerade in der Kirche kommt es immer wieder zu sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen und anderen Schutzbefohlenen – auch in der evangelischen Kirche. Dabei hat die Gesellschaft als Ganzes und auch wir als Kirchengemeinde einen besonderen Schutzauftrag gegenüber den uns anvertrauten Personen – seien es Babys in Krabbelgruppen, Jugendliche bei einer Ferienfreizeit oder Menschen mit Behinderungen in einer kirchlichen Pflegeeinrichtung. Es ist daher nicht nur wichtig, vergangene Versäumnisse aufzuarbeiten sondern auch dafür zu sorgen, dass sie in Zukunft nicht mehr so leicht geschehen. Auch laut Sozialgesetzbuch ist die Kirche als freier Träger von Kinder- und Jugendarbeit zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung verpflichtet. Ein Schutzkonzept für mehr Sicherheit Darum hat die evangelische Kirche im Rheinland ein Schutzkonzept entwickelt, das „Es wird unserer Erfahrung einerseits die Kinder, Junach nicht gedacht: „Da wolgendlichen und Schutzlen wir nicht drüber reden.“ befohlenen besser Sondern eher: „Das gibt es bei schützen soll und das uns doch nicht.“ Wenn wir bei andererseits auch den Schulungen dann allerden hauptamtlichen dings Übungen mit konkreten und ehrenamtlichen Beispielen und verschiedeM itarbeiter:innen nen Handlungsperspektiven mehr Sicherheit durchspielen, dämmert es gibt. Es gibt nämso langsam. Und anschließend lich genaue Regeln wird gesagt: „Gut, dass wir darvor: Was genau ist über gesprochen haben.“ zu prüfen, wenn neue Stefan Jansen-Hass Mitarbeiter:innen dazu kommen? Wer muss ein einfaches und wer ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen? Welche Selbstverpflichtungserklärung sollten sie unterschreiben? Wie gehe ich vor, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher mir von einem Verdachtsfall be-

6

richtet? An wen sollte ich mich damit wenden? Zu diesem Zweck werden vom Vertrauensteam des Kirchenkreises Köln-Süd unterschiedliche Schulungen für Mitarbeiter:innen, aber vor allem auch für Jugendliche angeboten. Mitarbeiter:innen-Schulungen In den Schulungen für Mitarbeiter:innen lernen die Ehrenamtlichen und Festangestellten, was sexualisierte Gewalt bedeutet, wie man verschiedene Situationen abgrenzen kann, wie man sich in einem Verdachtsfall verhält und was man auf keinen Fall machen sollte. Außerdem gibt es genaue Leitlinien zur Dokumentation von Fällen und Hilfe für die Formulierung der Selbstverpflichtungserklärungen. Jede Gemeinde arbeitet so ihr eigenes Schutzkonzept aus, das speziell auf das eigene Angebot und die gegebenen Räumlichkeiten der Gemeinde zugeschnitten ist. Wichtig ist, zu erkennen, an welchen Stellen und in welchem Räumen man ganz genau hinschauen muss. Das Motto ist: „In jede dunkle Ecke stellen wir ein Licht“ Eine der Handlungs- und Verhaltensempfehlungen lautet:

E.R.N.S.T machen! Das bedeutet: Erkennen von Anzeichen sexualisierter Gewalt Ruhe bewahren Nachfragen, aber nicht im Sinne von Detektivarbeit

Sicherheit herstellen Täter stoppen und Opfer schützen Wichtig ist zum Beispiel, dass die Mitarbeiter: innen dem möglichen Opfer vorurteilsfrei Gehör schenken – egal, worum es geht und wie „klein“ der Vorfall erscheinen mag. Auch die Mitarbeiter:innen müssen lernen, die Grenzen des Opfers zu respektieren: Sie dürfen ihr


Gemeinde.leiten.

„In jede dunkle Ecke stellen wir ein Licht.“

7


Gemeinde.leiten.

Gegenüber nicht durch geschlossene Fragen in eine „Bei einem Verdacht auf sexuabestimmte Ecke dränlisierte Gewalt gehen wir ins Gegen und sollten keispräch, wir hören uns alle Seiten ne Mutmaßungen der Situation intensiv an und geüber die Gründe ben anschließend eine Einschätund Zusammenzung zu dem Fall und geben es hänge des Vorgegebenenfalls auch an die Polifalls anstellen. zei weiter. Durch die Schulungen Niemals sollte in den Gemeinden lernen uns der Täter oder die Menschen kennen – uns andie Täterin unmitzurufen ist leichter, weil man uns telbar konfrontiert kennt, als eine anonyme Nummer werden. Stattdeszu wählen.“ sen sollten sich die Siggi Schneider Mitarbeiter:innen immer so schnell wie möglich Hilfe bei den Schutzbeauftragten des Kirchenkreises holen.

ziehen möchte. So werden Grenzverletzungen sofort bemerkt. Taten im Bereich sexualisierter Gewalt werden als solche erkannt und können verfolgt werden. Dadurch entsteht zwar keine Garantie, dass es in der Gemeinde niemals zu Grenzverletzungen kommt. Aber die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen und das Presbyterium der Gemeinde lernen, wie wichtig ein wertschätzender und respektvoller Umgang mit Kindern und Jugendlichen und ein aufmerksames Hinsehen ist und sie können konsequent handeln, wenn das Wohl von Schutzbefohlenen in Gefahr ist. Dorothea Horn

Workshops für Kinder und Jugendliche In den verschiedenen sexualpädagogischen Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche lernen die jungen Menschen, mit ihrer eigenen Sexualität verantwortungsvoll umzugehen. In der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirche ist jede:r herzlich willkommen und wird respektvoll behandelt – unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Glauben. In den Workshops werden die Kinder und Jugendlichen im Hinblick auf ihre Sexualität sprach- und handlungsfähig gemacht. Denn: Über Sexualität sprechen zu können, schafft Bewusstsein für die eigenen Grenzen, die jede Person für sich

8

„Wir sprechen oft mit jugendlichen ehrenamtlichen Teamern* über ihre Rolle – sie müssen mit den Jugendlichen, für die sie bei einer Gruppe oder Freizeit verantwortlich sind, anders umgehen, als wenn sie sich mit anderen Jugendlichen auf einer Augenhöhe bei einer Party treffen. Oder: Wie gehe ich als Pfarrer damit um, wenn sich Teilnehmende bei Ferienfreizeiten in Teamer oder Teamerin verlieben? Da ist der Beratungsbedarf sehr hoch. Pfarrer müssen den Spagat zwischen Seelsorge, Seelsorge-Geheimnis und Verantwortung als Chef für Team und Ehrenamtler schaffen.“ * Teamer = jugendliche Ehrenamtliche Siggi Schneider


Gemeinde.leiten.

Das Vertrauensteam des Kirchenkreises Köln-Süd Das Team besteht aus Stefan Jansen-Haß (Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Brühl) und der Kreisjugendreferentin Siggi Schneider. Sie sind Kontaktpersonen für Kinder und Jugendliche in den Gemeinden, die selbst Opfer, Mitwisser:in oder Zeugen sexualisierter Gewalt wurden bzw. für deren Eltern. Sie sind zudem erste Anlaufstelle für die Haupt-, Neben- oder Ehrenamtlichen in den Gemeinden, für Verantwortliche bei Ferien- und Freizeitmaßnahmen, die eine Vermutung oder einen konkreten Verdacht über sexualisierter Gewalttätigkeiten gegen Kinder und Jugendliche hegen und für Gemeindemitglieder, die Fragen bzw. Informationsbedarf zum Thema „sexualisierte Gewalt“ haben. Sie haben die Funktion von „Lotsen im

System“: Sie informieren über Verfahrenswege und Hilfsmöglichkeiten. Sie stellen entsprechende Kontaktdaten zur Verfügung und unterstützen bei Bedarf bei der ersten Kontaktaufnahme zu Beratungsstellen, Polizeibehörden und Jugendämtern. Sie führen zudem Schulungen und Bildungsveranstaltungen durch.

Kontakt: siggi.schneider.1@ekir.de, 0152-04740266 stefan.jansen-hass@ekir.de, 0177-5358751

Quellen: •

Die Zitate von Siggi Schneider und Stefan Jansen-Haß stammen aus dem Artikel „Prävention sexualisierter Gewalt: Vertrauensteam jederzeit kontaktieren“ auf der Website „Evangelisch leben in Köln und Region“ www.kirche-koeln.de/praevention-sexualisierter-gewalt-das-vertrauensteam-kann-jederzeit-kontaktiert-werden/

„Schutzkonzept zur Verhinderung sexualisierter Gewalt“ von Siggi Schneider aus dem Brühler Gemeindebrief

Das Schutzkonzept des Kirchenkreises Köln-Süd' www.kkk-sued.de/ueber-uns/schutzkonzepte-zur-praevention-sexueller-gewalt

Das Schutzkonzept der Melanchthon-Kirche Zollstock www.melanchthonkirche.de/wp-content/uploads/2022/01/Schutzkonzept-KKKsud.pdf

9


Diakonie

STOPP!!! Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt. United4Rescue - Bündnispartner unserer Gemeinde

Seit März 2021 ist die Ev. Melanchthonkirche in Köln Zollstock Bündnispartner von United4Rescue, übersetzt „Gemeinsam für Rettung”. Das Presbyterium als Gemeindeleitung hatte der Bündnispartnerschaft in seiner Sitzung vom 09.03.2021 zugestimmt. Aus unserer christlichen Verantwortung heraus haben wir uns entschlossen, dem guten Beispiel anderer zu folgen und die Partnerschaft einzugehen. United4Rescue wird von einem unabhängigen gemeinnützigen Verein getragen, der nicht zur Kirche gehört. Der Verein wurde aber von Menschen aus der evangelischen Kirche initiiert und gegründet. Entsprechend gibt es viele Unterstützerinnen aus dem kirchlichen Raum. Die EKD, die Ev. Kirche im Rheinland (EKiR) und viele andere Landeskirchen und Kirchengemeinden sowie viele andere Organisationen sind bereits Bündnispartner.

10

Fotos: https://www.flickr.com/photos/united4rescue/

Das Bündnis wurde im November 2019 gegründet, um die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zu unterstützen. Viele Mitglieder des Vereins setzen sich bereits seit Jahren für die zivile Seenotrettung ein und helfen mit ihrer Expertise und ihren Kontakten. Das Bündnis finanziert sich aus Spenden und Fördermitteln von Personen und Organisationen. Wir von der Kirchengemeinde in Zollstock unterstützen das Projekt ebenfalls ideell und durch Kollekten und Spenden. Weil eine staatliche Seenotrettung fehlt und Fluchtursachen nicht wirksam genug bekämpft werden, erhebt das Bündnis vier Forderungen an die deutsche und die europäische Politik: United4Rescue schreibt dazu: „Menschen rettet man. United4Rescue ist das breite Bündnis zur Unterstützung der zivilen Seenotrettung. Wir verbinden alle gesellschaftlichen Organisa-


Diakonie

Das Bündnis vertritt deshalb diese vier Forderungen: 1. Pflicht zur Seenotrettung: Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben ist nicht verhandelbar. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen dies auf dem Mittelmeer gewährleisten. 2. Keine Kriminalisierung: Die zivile Seenotrettung darf nicht länger kriminalisiert oder behindert werden. 3. Faire Asylverfahren: Bootsflüchtlinge müssen an einen sicheren Ort gebracht werden, wo sie Zugang zu einem fairen Asylverfahren haben. Dazu haben sich die europäischen Staaten verpflichtet. Das Non-Refoulement-Gebot (Grundsatz der Nicht-Zurückweisung) ist zwingendes Völkerrecht. Menschen dürfen nicht zurück in Länder gebracht werden, wo ihnen Gefahr droht und sie rechtlos sind. 4. Sichere Häfen ermöglichen: Städte und Kommunen, die zusätzliche Schutzsuchende aufnehmen möchten, sollen diese Möglichkeit erhalten.

tionen und Gruppen, die dem tausendfachen Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zusehen wollen. Durch Spendenaktionen unterstützen wir Rettungsorganisationen, die dort humanitär handeln, wo die Politik versagt. Solange die Politik versagt, handeln wir.” Und weiter: „Alle Menschen, die auf ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen. Solange die Fluchtursachen nicht wirksam bekämpft werden und staatliche Seenotrettung fehlt, ist sie unsere humanitäre Pflicht.”

UNITED4RESCUE Gemeinsam Retten e.V. betreibt keine eigenen Rettungsschiffe, sondern unterstützt die Seenotrettung insgesamt. Für das erste Bündnisprojekt „#wirschickeneinSchiff” wurde mit der Hilfsorganisation “Sea-Watch” ein Kooperationspartner gewonnen, der seit 2015 Erfahrung in der Seenotrettung hat. Ihm stellt das Bündnis sein mit Hilfe von Spenden erworbenes Schiff zur Verfügung, das seit dem Sommer 2020 unter dem Namen „Sea-Watch 4” im Einsatz ist. Auch die Hilfsorganisation „Sea-Eye” ist in der Seenotrettung geflüchteter Menschen im Mittelmeer aktiv. Ebenso wie SeaWatch ist auch Sea-Eye Kooperationspartnerin. Ulrike Pickert Presbyterin und Diakoniekirchmeisterin

Falls Sie das Bündnis unterstützen möchten, hier das Spendenkonto: United4Rescue – Gemeinsam Retten e.V. Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93 BIC: GENODED1KDB

11


Diakonie

Anfang März erreichte uns per Mail ein Aufruf unserer evangelischen Nachbargemeinde aus Raderthal mit der Bitte um Unterstützung. Es ging um die Versorgung und Unterbringung von vier dort „gestrandeten” Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine. Konkret: Erstversorgung, Wohnungssuche, Möbel und Haushaltsgegenstände, Geldspenden und „Peoplepower”. Wir konnten mit Spenden helfen. Ein Gemeindemitglied hat spontan 300 Euro im Gemeindebüro vorbeigebracht. Außerdem haben wir ein Friedenskonzert veranstaltet. Bei diesem Konzert haben wir 372 Euro an Spenden zugunsten der Flüchtlingshilfe erhalten, die wir auf das Spendenkonto in Raderthal eingezahlt haben. Durch die Unterstützung unseres Küsters Achim Wenzel war es möglich, für eine besonders betroffene Familie mit einer hochschwangeren Frau und drei kleinen Kindern schnell eine Wohnung in Frechen zu finden. Unser Gemeindebus brachte Möbel, Hausrat und Spielzeug in die neue Wohnung.

reanischen Hanbit-Gemeinde aus Raderthal, dem CVJM Köln Süd sowie den Vereinen „Allgemeiner Bürgerverein Köln Zollstock” und „Zollstock lääv”. Jede Gemeinde und jeder Verein hat bis zu drei Vertreter:innen benannt. Hier in Zollstock sind das Imke Eckau und ich (Ulrike Pickert). Wir haben uns Mitte März unter Leitung von Manuel Jakobi und Tanja Wilhelmi aus Raderthal in einem ZoomMeeting online getroffen, uns vorgestellt sowie Informationen darüber zusammenge tragen, wie jede einzelne Gruppe helfen kann. Als Informationstool haben wir ein Padlet, ein digitales schwarzes Brett erstellt, mit dem wir alle relevanten Informationen sammeln und für alle Beteiligten online abrufbar machen können.

Nur mit einem Koffer Flüchtlingshilfe mit einem Bündnis für die Ukraine

Daraus hat sich sehr schnell das „Bündnis Flüchtlingshilfe Köln Süd“ konstituiert, bestehend aus den drei evangelischen „Gürtelgemeinden” Raderthal, Bayenthal und Zollstock, unseren katholischen Nachbargemeinden am Südkreuz, der persischen Gemeinde, der ko-

12

Was ist seitdem alles passiert? Das können Sie hier nachlesen im Bericht von Manuel Jakobi und Tanja Wilhelmi aus Raderthal: „Der Krieg in der Ukraine, der am 24.02.2022 begann, hat natürlich auch bei uns große Bestürzung ausgelöst. Alle fragten sich, was können wir neben dem Friedensgebet noch tun? Die Mitglieder der persischen Gemeinde haben schon seit sehr langer Zeit Kontakte in die Ukraine. Und so kam es, dass wir am 4. März um 13 Uhr einen Hilferuf der persischen Gemeinde


Diakonie

bekamen mit der Bitte um Unterstützung. Eine Stunde später wurden Flüchtlinge erwartet. Keiner wusste genau, wie viele und welches Alter. Spontan wurden viele Menschen kontaktiert, die an einem Freitagmittag Zeit zum Helfen hatten. Sehr schnell wurden Brötchen, Brotbelag und Suppe gekauft. Brötchen geschmiert, Tische rausgestellt und Spielecken hergerichtet. Außerdem hatten wir zwei Dolmetscherinnen. Etwa gegen 15 Uhr kamen dann vier ukrainische Familien in unserer Gemeinde an. Insgesamt 17 Kinder und acht Erwachsene. Nachdem sie sich auf unserem Kirchvorplatz nach der sehr anstrengenden Flucht erst mal stärken konnten, musste nun schnell entschieden werden, wo wir die Familien unterbringen können. Eines war schnell klar. Obwohl es sehr viele Unterbringungsmöglichkeiten im gesamten Kölner Süden gab (nach einem Aufruf im Internet haben sich spontan so viele Menschen gemeldet!), wollten wir die Familien bei allem, was sie erlebt hatten, nicht auseinanderreißen. So war die Jugendherberge zunächst die beste Adresse. Der einzige kleine Haken an der Sache war, dass wir so schnell keine Vollpension für die vier Familien buchen konnten. Es gab lediglich Übernachtung mit Frühstück. Immerhin: Den Speisesaal durften wir mit den Familien auch zu anderen Zeiten benutzen. So organisierten wir die restliche Verpflegung einfach selbst. Immer wieder kamen liebe Menschen, um die Familien zu bekochen. Sowohl von der persischen Gemeinde, der Hanbit-Gemeinde und dem Verein „Raderberg und -Thal”. Wir selbst haben am Freitagabend für alle Familien

vier Partybleche mit Pizza bestellt. Was vor allem bei den Kindern leuchtende Augen hervor rief. Nach dem Wochenende ging es dann mit allen zusammen zum Ausländeramt. Alle vier Familien bekamen einen Platz in zwei unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften. Flüchtlingsunterkunft heißt in Köln jedoch eine eng belegte Lagerhalle mit Etagenbetten und Toiletten und Duschen im Container auf dem Hinterhof. Die Zustände sind dort prekär und würdelos. Nachts, im März mussten die Familien mit Anziehsachen schlafen, da es kalt und zugig war. Wir mussten erleben, wie dort Masern, Röteln und Corona ausbrachen und selbst für eine schwangere Mutter keine medizinische Versorgung sichergestellt wurde. Kein Ort, an dem man mit seiner Familie längere Zeit sein möchte bzw. aushalten kann. Wir sind glücklich, dass für eine Familie bereits eine Wohnung organisiert sowie renoviert und vor allem (dank vieler Spenden) schön eingerichtet werden konnte. Sie sind darüber sehr glücklich und dankbar. Gerne würden wir auch den drei anderen Familien helfen, aus den Flüchtlingsheimen raus zu kommen und freuen uns über Wohnungsangebote. Neben der Wohnungsfrage ist aktuell die Integration in die Gesellschaft und das Leben in Deutschland ein großes Thema: Behördengänge, Sprachkurse, Kita, Schule, Arbeit. Auch dies ist sehr herausfordernd, nervenzehrend und anstrengend. Doch es lohnt sich und es geht Schritt für Schritt voran!”

Und in Zollstock? Mittlerweile haben wir in Zollstock auch zwei Familien aus der Hauptstadt der Ukraine, aus Kiew, die wir betreuen. Sie sind in entmieteten Häusern, die abgerissen werden sollen, am Zollstockgürtel untergekommen, nur mit dem Nötigsten, von einer anderen privaten Unterkunft kommend. Die Wohnungen wurden seitens einer Leverkusener Immobilienfirma und mit Unterstützung der Stiftung des 1. FC Kölns und IKEA mit Betten, Küche, Tischen und Stühlen ausgestattet und kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Firma erhält von der Stadt dafür keine Miete, sondern fühlt sich aus ihrer sozialen Verantwortung heraus zum Helfen verpflichtet. Hier hieß es nun für uns – Bärbel Kramer vom Gemeindebüro, Imke Eckau und mich – die Familien dabei zu unterstützen, in Köln,

13


Diakonie

speziell in Zollstock, anzukommen: Behördengänge organisieren, Kontakte herstellen zu Kita, Schulamt, Sportvereinen, Ausländeramt, Sprachschulen usw. und in allen Online-Portalen nach weiteren kostenfreien oder günstigen Möbeln und Hausratgegenständen zu suchen und auch unser Bündnis um Spenden zu bitten. Es ist zeitintensiv und manchmal auch anstrengend, aber in die glücklichen Augen von Yulia und Olena, in die Augen ihrer Eltern und ihrer Kinder zu schauen, wenn wir etwas regeln können, wenn wir etwas Schönes und Nützliches für die Wohnungen gefunden haben oder als sie von zwei Raderthaler Seniorinnen und einem Zollstocker Ehepaar tolle Fahrräder erhalten haben – das ist Entschädigung, pure Freude und Dankbarkeit darüber, mit unseren geringen Mitteln helfen zu können. Momentan ziehen weitere Familien am Zollstockgürtel ein. Es sollen in Kürze im Hinterhof Sozialräume für kommunikative Treffen entstehen, ein Spielplatz für die Kinder gebaut sowie Waschmaschinen und Wäschetrockner untergebracht werden. Und es finden wieder wochentäglich Sprachund Integrationskurse des SprachHauses Köln in unserem Gemeindesaal statt. Darunter sind zur Zeit viele Frauen aus der Ukraine. Die zwei Fotos zeigen die beiden Raderthaler Seniorinnen Brigitte Wienand und Friedel Schmidt und die beiden Kiewer Mütter Olena und Yulia mit Tochter Sofia. Ulrike Pickert, Presbyterin und Diakoniekirchmeisterin

14


Menschen im Veedel

„Nie“ „nein“ „kein“ gibt es nicht bei Ingrid Bonnat „Ich nach Zollstock? – Nie im Leben!“ So war die erste Reaktion von Ingrid Bonnat (88), als sie hörte, dass ihr zukünftiger Mann eine Wohnung bei uns im Veedel hatte und hier die gemeinsame Zukunft plante. Gut, dass auch die Mütter etwas zu sagen haben. Gemeinsam wurden Wohnung und Veedel besichtigt. „Du kannst doch nicht ganz normal sein“, meinte die Mutter. Nicht nur war Horst eine gute Partie, auch zu Zollstock entwickelte sie schnell eine Zuneigung. 1934 wird Ingrid Bonnat als Ingrid Kurz in Köln-Mauenheim geboren. Ihr Vater ist Betriebsleiter in einer Fabrik. Als Fabrik und Stadtteil im Krieg schwer getroffen werden, ist klar: „Wir gehen irgendwohin, wo keine Bomben mehr fallen“. So kommt die Familie in das Sudetenland*. Als gebürtiger Mähre findet der Vater schnell Anschluss und wird Leiter einer Schuhfabrik. Doch nach dem Krieg wird die Familie vertrieben und kehrt zurück nach Köln. „Wir haben zuerst in einer kleinen Kammer in einer Werkstatt gewohnt“, erzählt Ingrid Bonnat. „Ein Freund meines Vaters hatte uns den Raum in der Südstadt zur Verfügung gestellt.“ Von ihrer Tante hat Frau Bonnat Klavierspielen gelernt. Damals war sie acht Jahre alt. Nach ihr Konfirmation beginnt sie 1950 in der Kartäuserkirche Orgel zu lernen. Ein Freund der Familie hatte ihr das Angebot gemacht. „Das können wir uns nicht leisten“, meinte ihre Mutter. Doch der Freund wollte kein Geld. Beruflich geht es aber erst einmal in eine andere Richtung. „Ich habe als Sekretärin bei einem Arzt gearbeitet,“ sagt Ingrid Bonnat, „aber mein Lehrer hat mich überzeugt, noch zu studieren.“ So kam es, dass Frau Bonnat nach Abschluss des Kirchenmusikstudiums hauptamtliche

15 15


Menschen im Veedel

Kirchenmusikerin in Weidenpesch wird. Bald wird sie zur kirchenmusikalischen Beauftragten des Kirchenkreises Köln-Nord und zur Geschäftsführerin des Landesverbandes der ev. Kirchenmusiker. 1971 heiratet sie Diplom-Ingenieur Horst Bonnat und kommt nach Zollstock. Ihr Mann war neben seiner Berufstätigkeit als Prädikant* im Kölner Raum tätig. Auch an unserer Melanchthonkirche. Ab 1988 ist auch Ingrid Bonnat in unserer Gemeinde aktiv – an der Orgel und mit ihrem Chor. Heute ist sie kaum mehr wegzudenken aus dem Leben der Gemeinde. Überall kann man ihr begegnen, zu einem anregenden Gespräch oder einem offenen Wort. „Ich habe immer Mut für Neues,“ sagt Ingrid Bonnat, „und auch den Mut, etwas wieder sein zu lassen.“ Sie ergänzt: „Ich muss nicht mehr alles machen und kann Dinge nach und nach abgeben. Das ist wichtig und gut so.“ Oliver J. Mahn

* Die Sudeten sind ein Gebirge, das heute an der Grenze zwischen Polen und Tschechien liegt. Wenn man Sudetenland sagt, meint man ein viel größeres Gebiet in Tschechien. In diesem Gebiet lebten früher vor allem Menschen, die Deutsch sprachen. In den Jahren nach 1945 wurden sie aus ihrer Heimat vertrieben. * Der:die evangelische Prädikant:in (lateinisch praedicare = predigen, abgekürzt Präd., Präd.in) wird auch als Laienprediger:in, Ältestenprediger:in, Hilfsprediger:in und Predigthelfer:in bezeichnet. Er:sie hat eine spezielle theologische Unterrichtung durchlaufen. Quelle: Wikipedia

16


Gemeinde.leben.

Religionsunterricht – zeitgemäß oder überholt?

Was ist da los in Deutschlands Schulen? Konfessionellen Unterricht gibt es fast in jeder Schule in Deutschland. Wurde jedoch früher evangelische Religion und katholische Religion unterrichtet, so gibt es heute auch buddhistischen, christlich-orthodoxen, islamischen, alevitischen und jüdischen Religionsunterricht. Sogenannte „Ersatzfächer“ wie Ethik und Philosophie kommen noch hinzu, in denen etwa ein Viertel der Schüler:innen unterrichtet werden. Es scheint, dass die Vielfalt an unterschiedlichen Religionsunterrichtsangebot den Veränderungen in der Gesellschaft gerecht wird – aber ist das wirklich so? Seit Ende der 60er Jahre haben Eltern mehr und mehr damit begonnen, ihre Kinder vom konfessionellen christlichen Religionsunterricht abzumelden. Hier sollte seitens der Bildungsministerien durch Reformen entgegengewirkt werden. Das Ergebnis ist, dass das Fach Religion von Land zu Land, zum Teil von Schule zu Schule unterschiedlich ist. Bildung ist Ländersache. Der Religionsunterricht ist aber außerdem, anders als alle anderen Fächer, im Grundgesetz, Artikel 7 gesetzlich verankert: „Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der

bekenntnisfreien Schule ordentliches Lehrfach“. Es ist bestimmt kein Zufall, dass ausgerechnet der Religionsunterricht im Grundgesetz geschützt ist. Der Religionswissenschaftler Junginger merkt hierzu kritisch an: „Dass der Religionsunterricht im Grundgesetz verankert wurde, war im Prinzip ein Erfolg der Kirchen, ihren Unterricht im staatlichen Schulwesen behalten zu dürfen.“ Darüber hinaus ist die Einbettung des Religionsunterrichts ins Grundgesetz aber auch ein Ergebnis unserer deutschen Geschichte. Erinnert sei hier an die Zeit des Nationalsozialismus, in der das Unterrichten von Religion an Schulen und damit auch die Religionsfreiheit massiv eingeschränkt waren. Der Einfluss der Kirchen auf den Religionsunterricht an staatlichen Schulen reicht weit zurück. Das Fach Religion wurde schon im Kaiserreich durch die Kirchen unterrichtet. Auch in der Weimarer Republik lehrten die Kirchen Religionsunterricht. Die Bundesrepublik steht in dieser Tradition, kooperiert aber natürlich seit vielen Jahrzehnten darüber hinaus mit weiteren Religionsgemeinschaften. Aber müssen der Staat und damit auch die Schulen nicht weltanschaulich neutral sein? Beim Religionsunterricht führt der Staat zwar die Aufsicht, muss sich aber bezüglich der Inhalte mit den

17


Gemeinde.leben. Kirche.Geschichte.

Religionsgemeinschaften abstimmen. Das ist problematisch, weil durch diesen Zustand Kinder weltanschaulich beeinflusst werden können. Deswegen ist es so wichtig für alle Schulen und Religionslehrer:innen, eine Haltung gegenüber Religionsunterricht zu entwickeln und sich klarzumachen, wofür Religionsunterricht letzten Endes steht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu befähigen, sich frei und selbständig orientieren zu können. Die Kirchen verweisen auf gute Zahlen: Laut Kultusministerkonferenz nehmen derzeit rund 60 Prozent aller Schüler:innen am christlichen Religionsunterricht teil. Das ist ein Prozentsatz, der höher ist als der der Kirchenmitgliedschaften in der Gesamtbevölkerung (2021). Problematisch ist jedoch der Lehrer:innenmangel. Seit vielen Jahren fehlt es an ausgebildeten Lehrkräften für evangelische und katholische Religion. Das Fach wird also häufig fachfremd unterrichtet. Bundesweit gibt es diverse Modellprojekte. Manche Schulen legen den evangelischen und katholischen Religionsunterricht zusammen, in einigen Ländern gibt es „Religionsunterricht für alle“, der sich an alle Schüler:innen wendet, unabhängig davon, ob sie einer Religionsgemeinschaft angehören oder welcher. Wir werden in den folgenden Ausgaben unseres Gemeindemagazins entdecken, wie es um den Religionsunterricht der Zollstocker Schulen bestellt ist. Wir möchten wissen, was das Angebot ist, wie die Bedingungen sind, so dass sich unsere Kinder kritisch mit Religionskunde auseinandersetzen dürfen. Wenn Sie hierzu spezifische Fragestellungen haben, die Sie besonders interessieren, freuen wir uns über ihre Anregungen. Sonja Grunau

18


Gemeinde.leben..

Grüne Raben Zollstock lassen sich nicht stoppen! Kirche lebt vom Mitlachen und Mitmachen. Und von vielen freiwillig Engagierten, die sich auch „nur“ für ein einzelnes Thema engagieren wollen. Ein zunehmend wichtiges Thema der Gemeindearbeit ist die Ökologie als wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeit. Schon ein kleiner Rundgang um die Kirche lässt Fragen und Wünsche entstehen: Wäre es nicht möglich, irgendwo eine kleine Blumenwiese anzulegen? Wo ist Platz für Nistkästen oder Insektenhotels? Deshalb schaffen wir ein neues Angebot für Jung und Alt. Seit März 2022 gibt es ein neues Angebot für Alle. Eine kleine Gruppe von Menschen trifft sich, um das Umfeld der Melanchthonkirche ökologisch aufzuwerten. Es sollen viele kleine Oasen für alle Lebewesen neu entstehen und nachhaltig gepflegt werden. Am besten überall in Zollstock! Unsere monatlichen Treffen samstags setzen wir auch in der zweiten Jahreshälfte fort (4. Samstag im Monat, 10-12 Uhr). Zusätzlich wollen wir uns sporadisch, je nach Wetter und Laune, mittwochs um 18 Uhr treffen. Was haben wir schon gemacht? Jede Menge Müll wurde in der Umgebung gesammelt. Viele kleine Grünflächen mit und ohne Straßenbäume eignen sich für eine Patenschaft, bevorzugt mit Nachbarn, die zur Pflege bereit sind. Wir haben schon mal angefangen, und es sind auch bereits einige Kontakte zur Nachbarschaft entstanden. Der Vernetzungsgedanke ist dabei wichtig. Es gibt weitere Gruppen und Initiativen, die vor ihrer Haustür die ökologische Vielfalt verbessern wollen. Zum Beispiel die Initiative „Vorgebirgsgärten“, die rund um den neu gestalteten Spielplatz am Vorgebirgsplatz aktiv ist (www.vorgebirgsgarten.de) Und wir haben konkrete Pläne und Ziele für die Zukunft: Aus der Grünfläche am Eingangsportal soll eine Blühwiese werden. Auch im benachbarten Park entstehen demnächst blühende Flächen auf Initiative der Politik und der Stadtverwaltung. Im Gemeindegarten wird ein Hochbeet mit essbaren Pflanzen und Kräutern aufgestellt. In Absprache mit dem Unternehmen Grube & Räther – einem Tochterunternehmen der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH – soll das gesamte Kirchengrundstück ökologisch aufgewertet werden. Auch hier sind unser Einsatz und unsere Ideen gefragt. Wir suchen z.B. geeignete Plätze für Nistkästen und Insektenhotels. Wir gießen bei Trockenheit regelmäßig die Bäume in den umliegenden Straßen und umhüllen sie mit Pflanzsäcken. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, sich im Gemeindebüro zu melden. Sabine Müller, Presbyterin und Ökumenekirchmeisterin von links nach rechts: Claudia Nothelle, Sabine Müller, Doris Porschen und Ulrike Pickert

19


Gemeinde.leben.

STOPP EPILEPSIE starken Blutzuckerverschiebungen oder Alkoholismus, kann es zu einzelnen epileptischen Anfällen kommen, die nach Abklingen der akuten Krankheitssituation nicht wieder auftreten. Solche Anfälle nennt man „Gelegenheitsanfälle“. Im Prinzip kann jeder Mensch epileptische Anfälle bekommen. Von Epilepsie spricht man nur dann, wenn sich Anfälle von selbst ohne besonderen Anlass wiederholen. Epileptische Anfälle belasten die Betroffenen unterschiedlich. Die „Schwere“ einer Epilepsie hängt von mehreren Umständen ab: Ungefähr ein Prozent aller Menschen erkranken an einer Epilepsie. Damit sind Epilepsien so häufig wie die Zuckerkrankheit oder das Gelenkrheuma. Obwohl Epilepsien so häufig sind, wird nur wenig über diese Erkrankung gesprochen. Desinteresse, Unwissenheit, Verunsicherung und Angst haben zu vielen Vorurteilen geführt, unter denen Menschen mit Epilepsie leiden. •

Dabei kann jeder an einer Epilepsie erkranken.

Man kann in jedem Lebensalter an einer Epilepsie erkranken.

Epilepsien kommen in allen Kulturen gleich häufig vor.

Epilepsien betreffen Menschen aller sozialen Schichten.

Art der Anfälle

Häufigkeit der Anfälle

Umstände des Auftretens (nachts, tagsüber usw.)

persönliche Belastung durch die Anfälle (u.a. bei Beruf, Schule, Familie, Führerschein)

Behandelbarkeit

soziale Diskriminierung

Es wird erst von der Erkrankung Epilepsie gesprochen, wenn wiederholt epileptische Anfälle auftreten. Fünf bis acht Prozent aller Menschen haben einmal im Leben einen epileptischen Anfall. Unter bestimmten Umständen, z.B. bei hohem Fieber im Kleinkindesalter, bei Vergiftungen,

Foto: „ Epilepsie - Gut beraten?" Tag der Epilepsie 2022 20

Thomas Porschen

Gespräche helfen Ergänzend zur medizinischen Betreuung durch den:die Facharzt:in für Neurologie mit einem Schwerpunkt in der Epileptologie helfen Gespräche und der Austausch mit gleichgesinnten Menschen mit Epilepsie und deren Angehörigen („Peer Counseling”). Der Gesprächskreis Epilepsie Köln-Süd im Gemeindezentrum der Melanchthonkirche wird jeden 3. Mittwoch im Monat im KonfirmandenRaum angeboten. Eine Anmeldung vorab ist erforderlich unter: epilepsiekoeln@email.de oder 0221-3605767 bei Thomas Porschen.


Kirche.Kinder.

Hallo Zollstock,

r neue Jugendleite r de en rz ku it l und se Jahre alt, ich bin John Dah llstock. Ich bin 27 Zo e nd ei em G en der evangelisch Köln zuhause. pädagoge und in al zi So er rt ie ud st nschaft e in eure Gemei m ah fn Au e di r h fü Kinder- und Ich bedanke mic n Kräften für die ne ei m l al it m h tionen, und werde mic Mit Projekte, Ak n. ze et ns ei ck to Zolls nder- und JuJugendarbeit in werde ich die Ki fs ef tr nd ge Ju ative AllFreizeiten und ltige und inform fä el vi ne ei d un ern gendarbeit förd bieten. e tagsalternativ d Freii Jugendtreffs un be e rn ge er od habt h gerne an Fall ihr Fragen et, sprecht mic ht öc m n he ac zeiten etc. mitm h vorbei: oder doch einfac

John Dahl Telefon 0163 1760619

rten) a g en ch ir (K eff tr d en Offener Jug r donnerstags ab 14 Uh

er Segelfreizeit Ijsselme 9. – 14. Oktober 2022 eff Zollstock lädt

ndtr gehen. Der Juge Lasst uns segeln Herbst ein. zum Segeltörn im d steuern alle ir den Wellen un w n ze ot tr am chen, Gemeins gelschiff. Wir ko Se s ne ge ei r se zusammen un Niederländische zusammen das en nd ku er d un der Nordlachen schönen Inseln e di n be le er d Ijsselmeer un see.

- 27 Jahre im Alter von 14 he lic nd ge Ju ? Wer rpflegung - und Abreise, Ve An . kl in ro Eu 0 Kosten? 28 und Unterkunft. h unter: melde dich einfac n an D e? ss re te In 60619 de oder 0163 17 john.dahl@ekir.

21


Kirche.Kinder.

Sonntage gehören der Familie! Warum sich am Sonntagmorgen bald mehr Kinder und ihre Familien auf den Weg in die Melanchthonkirche machen, das erfahrt ihr hier Was bisher geschah: Sonntagmorgens 9:30 Uhr in Melanchthon. Während sich die Organistin Barbara Bannasch an der Orgel einspielt, werden die Türen am Hauptportal geöffnet. Langsam kommen die ersten Gottesdienstbesucher:innen. Meist sind es Erwachsene und unsere Konfis. Zur Konfirmandenzeit gehört es nämlich auch, den Gottesdienst kennen zu lernen. Kinder sieht man aber eher selten. Höchstens in Familiengottesdiensten, die hin und wieder stattfinden. Das ist schade! „Besonders die Wochenenden gehören doch der Familie,“ da sind sich alle Teilnehmenden der „Zukunftswerkstatt Kinder & Kirche“, einem Workshop in unserem Gemeindezentrum im Herbst 2021, einig. Die Teilnehmenden schwelgten in Erinnerungen, wie es früher in der eigenen Kindheit war. Überlegten und diskutierten, was davon immer noch schön, möglich und zeitgemäß wäre und formulierten erste Ziele, die den Sonntag in der Melanchthongemeinde zu einem Familientag machen können. Ihre Idee: Jeden Sonntag ein regelmäßiges und beständiges gottesdienstliches Angebot für Kinder parallel zum Gottesdienst. Die formulierten Ziele wurden im Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde ebenso weiter vorangetrieben wie im Ausschuss für Theologie, Gottesdienst und Kirchenmusik. Abschließend fasste das Presbyterium der Gemeinde entsprechende Beschlüsse. So musste beispielsweise festgelegt werden, dass von nun an alle Sonntags-Gottesdienste in der Melanchthonkirche um 10 Uhr beginnen, damit Eltern und Kinder zuhause Planungssicherheit haben. Nun ist es soweit!

Einzelne Angebote sind bereits gestartet. Wir freuen uns auf euch, wenn es auch in Melanchthon heißt:

Sonntag ist Familientag!

Achim Wenzel

Dienstag

„Melanchthon Krabbelkäfer“ Eltern-Kind-Gruppe für die Kleinsten Di, 10 - 12 Uhr im Gemeindezentrum, monatlich 5 Euro, Leitung: Sarah Markus Anmeldung: im Gemeindebüro

Mittwoch

„Melanchthon Krabbelkäfer“ Eltern-Kind-Gruppe für die Kleinsten Mi, 10 - 12 Uhr im Gemeindezentrum, monatlich 5 Euro, Leitung: Sarah Markus Anmeldung: im Gemeindebüro Schachtraining für Kinder ab 8 Jahren Mi, 17:30 - 19 Uhr im Gemeindesaal Kontakt: Hubert Sistig, Mail: k-huberts@t-online.de

Donnerstag

Melanchthon spielt! alle 14 Tage donnerstags in den ungeraden Wochen, 18 - 22 Uhr im Foyer − einfach ohne Anmeldung vorbeikommen Jugendtreff ab 12 Jahre Do, ab 14 Uhr im Jugendkeller Leitung: John Dahl Tel. 0163-1760619

22


Kirche.Kinder.

23


Gemeinde.leben.

24


Kirche.Kinder.

Insektenhotel “Zur Wildbiene” Familie Donner aus Zollstock hat die Insektenhotels für Wildbienen, die ihr hier auf den Fotos seht, selbst gemacht. Möchtet ihr auch so ein schönes und nützliches Insektenhotel basteln? Dafür braucht ihr: • leere, saubere Konservendosen, zur einen Seite offen (Achtung: könnte scharfkantig sein) • hohle Pflanzenstängel wie Schilf, Holunder oder Bambus, Durchmesser: 3 bis 6 mm • trockenes Gras, Stroh, Holzwolle oder Laub • Hammer • dünnen Handbohrer • etwas Watte oder Papier • Holzsäge, z.B. Laubsäge • Schnur oder dünnen Draht So geht ihr vor: Kürzt die harten Stängel mit der Säge, so dass sie in die Dose passen. Achtet darauf, dass die Röhrchen bis zum ersten Halmknoten 8 bis 10 cm Länge haben. Sonst bohrt die Stängel mit dem dünnen Handbohrer vorsichtig weiter auf. Pflanzenstängel dürfen aber nicht durchgehend offen sein. Falls doch, verschließt die Rückseite des Stängels mit Watte oder Papier. Füllt nun die Konservendose eng und stramm mit den Pflanzenstängeln, so dass Vögel die einzelnen Röhrchen nicht einfach herausziehen können. Klopft die letzten Stängel mit dem Hammer hinein. Weicheres Schilfrohr stopft ihr fest in die Dose. Nun könnt ihr die Dose zwischen Astgabeln klemmen oder an andere geschütze Stellen legen oder hängen. Hauptsache, das Wildbienenhotel ist gut vor Regen geschützt und an einem sonnigen und warmen Platz. Ihr könnt die Dose auch mit Stroh, Laub, Holzwolle oder trockenem Gras füllen - dann sind stattdessen Florfliegen, Käferlarven und Ohrwürmer zu Gast. Habt ihr keine Dose zur Hand, dann könnt ihr die hohlen Pflanzenstängel auch mit Kordel oder Drahl zu Bündeln zusammenbinden und aufhängen. Viel Spaß!

Quellen:www.NABU.de / www.geo.de/geolino/basteln/13490-rtkl-basteltipp-insektenhotel

25


Glaube.Seelsorge.

Ein Stoppzeichen im Leben: Was bedeutet eigentlich der Begriff „Buße“? Regelmäßigen Kirchgänger:innen ist die „Buße“ sicherlich nicht ganz unvertraut. Der Begriff erscheint jedoch ziemlich sperrig und verstaubt. Wer könnte schon von sich behaupten, dass sie oder er genau wüsste, was dahintersteckt? Das Wort „Buße“ bedeutet zunächst im religiösen Sinne, dass man etwas bereut und den Vorsatz der Besserung fasst. Auch in der Justiz kommt die Buße vor, hier nämlich als Strafe für kleinere Delikte. Diese Auffassung als Strafe ist also von der religiösen Auffassung der Umkehr zu trennen. Sprachlich stammt die „Buße“ vom althochdeutschen Wort buoz(a) ab, was so viel wie „gut“ im Germanischen bedeutet und etwa mit dem heutigen Wort „besser“ verwandt ist. Schon im Alten Testament vollziehen die Menschen zahlreiche Rituale um Buße, also eine Umkehr, zu zeigen. Dazu gehören Opfergaben, Gebete, Fastentage, das Tragen grober, kratzender Kleidung und das Sich-Bestreuen mit Asche. Im Buch Jona verstehen die Bewohner von Ninive die Ankündigung der Zerstörung ihrer Stadt als Gelegenheit, dieses Unglück durch eine innere (geistige) und äußere Umkehr abzuwenden:

„Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle den Sack zur Buße an.“ (Jona 3,3ff) Im Alten Testament sind Umkehr und Bestrafung noch enger miteinander verbunden. Dies ändert sich ab dem frühen Christentum. Ab hier wird die Taufe als einmalige, große Chance der Umkehr zu Gott verstanden. Passend dazu ist auch Jesu Gleichnis vom verlorenen Schaf, in dem der Hirte die ganze Herde kurzzeitig verlässt, um das eine verirrte Schaf zu suchen und zu seiner Freude zu finden. Gott freut sich über unsere Umkehr und wenn wir zurück zur „Herde“ finden. Heutzutage verstehen wir also die „Buße“ vor allem als innere Umkehr und Hinwendung zu Gott. Niemand muss mehr einen groben Wollsack anziehen, sich selbst mit Peitschen schlagen oder in der Asche sitzen. „Buße“ ist das ganze Jahr über möglich, hat aber auch im Kirchenjahr der evangelischen Kirche einen besonderen PlatzWir feiern jeden November den Buß- und Bettag. Ein guter Tag, um den eigenen Kurs im Leben zu überprüfen, sich zu besinnen und zur Ruhe zu kommen. So, wie man in einen Rückspiegel schaut und überprüft, ob alles in Ordnung ist. Sven Kießig

Quellen: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache; EKD: Buße in der Bibel; Kirchenjahr-Evangelisch.de 26


Freud & Leid Taufe Hannah Peterhänsel Zoe-Gioia Okeke Antonia Hietsch Paula Hietsch Louisa Pütz

r Jubelkonfirmation Herzliche Einladung zu 4. September 2022 are, die vor 25, 50, alle Konfirmationsjubil konfirmiert wurden 60, 70 oder 80 Jahren in einer anderen Kir– ob in Zollstock oder ich zum Gottesdienst che – , laden wir herzl ließendem Empfang um 10 Uhr und ansch h im Gemeindebüro, ein. Bitte melden Sie sic Tel. 0221 - 936 436 -10.

Trauungen Christina und Sascha Gläser Carolin und Marco Gabrys Bestattungen Monika Enge • 71 Jahre Lieselotte Sieger • 87 Jahre Jürgen Georgi • 66 Jahre Helga Schmitz • 81 Jahre Christiane Meier • 66 Jahre Gerd Töpffer • 69 Jahre Anna Odenthal • 81 Jahre Manfred Odenthal • 82 Jahre Renate Jünger • 82 Jahre Bernd Dreier • 76 Jahre Charlotte Rehs • 90 Jahre

Konfirmationsjahrgang 2022 Svea Borchert, Lea Grube, Antonia Kluba, Jule Lenzner, Albrecht Moster, Anton Mönch, Tabea Raab, Mia Schenk, Ciana Schnoor, Clara Schmitt, Fridolin Walter, Geogina Wenzel

Kirche statt Trauerhalle Trauerfeiern in der Melanchthonkirche möglich Bei einer Bestattung mit Sarg oder Urne steht Gemeindemitgliedern und ihren Angehörigen der Kirchsaal der Melanchthonkirche für die Trauerfeier kostenlos zur Verfügung. Bitte fragen Sie bei unserem Küster Achim Wenzel oder im Gemeindebüro nach.

Bild: congerdesign, Pixabay

Hausabendmahl Für Menschen, die nicht am Abendmahl im Gottesdienst teilnehmen können oder wollen, bieten wir an, zu Ihnen nach Hause zu kommen und mit Ihnen im kleinen Kreis das Abendmahl zu feiern. Bitte fragen Sie im Gemeindebüro nach. 27


Gemeinde.leben.

Unsere Gottesdienste Jeden Sonntag feiern wir um 10 Uhr Gottesdienst im Kirchsaal der Melanchthonkirche. An jedem ersten Sonntag im Monat mit Abendmahl. An jedem zweiten Sonntag im Monat Krabbelgottesdienst für Kleinkinder und Eltern um 11:15 Uhr im Kirchsaal. An jedem dritten Sonntag ist Familiengottesdienst und es besteht die Möglichkeit der Taufe. An jedem vierten Sonntag im Monat ist um 10 Uhr KinderKirche im Konfirmandenraum (Eingang über Hauptportal). Schulgottesdienst für die Kinder der Zollstocker Grundschulen ist freitags von 8 bis 9 Uhr im Kirchsaal. Andachten aus der Melanchthonkirche am Telefon 0221-29 24 12 90 Senior:innengottesdienste finden monatlich gemeinsam und im Wechsel mit der katholischen Gemeinde statt. Wir kommen zu Ihnen in die Zollstocker Einrichtungen „Zollstockhöfe”, „Johanniterhaus” und „Rosenpark”.

Besondere Gottesdienste Donnerstag, 19. August Einschulungsgottesdienste für die Gemeinschaftsgrundschulen St. Nikolaus und Rosenzweigweg Sonntag, 04. September | 10 Uhr Gottesdienst zur Jubelkonfirmation vor 25, 50, 60, 70 und 80 Jahren; anschließend Empfang für die JubelKonfirmand:innen im Gemeindezentrum Sonntag, 19. September | 10 Uhr Mirjamsonntag | Thema "Initative ergreifen" Donnerstag, 29. September | 18 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl an Michaelis Sonntag, 02. Oktober | 10 Uhr Erntedank-Familiengottesdienst mit Abendmahl Montag, 31. Oktober | 18 Uhr Gottesdienst am Reformationstag

28


Frag doch mal den Pfarrer

Frag doch mal den Pfarrer...

Was ist eigentlich

LITURGIE? Das Wort „Liturgie“ begegnet uns im Alltag wohl eher selten. Unter Pfarrer:innen, Küster:innen und im kirchlichen Alltag kommt es dagegen häufig vor. Kurz gesagt meint Liturgie die Ordnung des Gottesdienstes. Sie legt fest, welcher Teil im Gottesdienst auf was folgt, welche Texte gelesen oder gesprochen werden und was der:die Liturg:in (z.B. die:der Pfarrer:in) zu tun hat. „Ordnung“ hört sich für mich immer nach starren Regeln an. Wer regelmäßig Gottesdienste besucht, wird feststellen, dass es so starre Regeln gar nicht gibt. Gottesdienste können sehr unterschiedlich gestaltet sein. Auch das Wort „Liturgie“ erlaubt eine andere Interpretation. Es kommt aus dem Altgriechischen. λειτουργία (leiturgia) bedeutet in etwas so viel wie „öffentlicher Dienst“. Also keine starren Regeln, sondern ein Dienst am Volk. Ein:e Liturg:in soll dienen und nicht einfach nur starr einer Ordnung folgen. „Liturgie“ könnte also auch etwas freier mit „Gottesdienst“ übersetzt werden. Dabei ist dann nicht nur der Gottesdienst am Sonntagmorgen gemeint, sondern auch andere religiöse Feste wie Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen. Obwohl jeder Gottesdienst etwas Besonderes und Einzigartiges ist und jeder Gottesdienst sorgfältig vorbereitet wird, hilft die Liturgie als eine gewisse „Grundordnung“, sich zu orientieren. Bleiben wir der Einfachheit halber einmal beim Sonntagmorgengottesdienst. Dieser Gottesdienst folgt einer Grundierung aus vier Teilen. 1. Eröffnung und Anrufung Nach dem Glockenläuten, dem Vorspiel und einem Lied beginnt der Gottesdienst mit zwei Begrüßungen. Eine Begrüßung ist frei gestaltet, die zweite ist eine liturgische Begrüßung. Wir machen uns bewusst, dass wir „Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ versammelt sind. Es folgen verschiedene Gebete (z.B. Psalm, Tagesgebet, …).

2. Verkündigung und Bekenntnis Der zweite Teil beginnt mit einer Lesung aus der Bibel. Für jeden Sonn- und Feiertag gibt es festgelegte Lesungen, die zum Thema des Tages passen. Die Gemeinde antwortet auf die Lesung mit dem Halleluja („Lobt Gott!“) und dem Glaubensbekenntnis. Es folgt die Predigt, bei der einer der Bibeltexte des Tages ausgelegt wird. Gerahmt wird die Predigt mit zwei Liedern. 3. Abendmahl Das Abendmahl wird nicht in jedem Gottesdienst gefeiert. Gemeinsam isst die Gemeinde Brot und trinkt Wein oder Saft, so wie Jesus es mit seinen Jünger:innen gemacht hat. Eingeleitet wird die Feier mit verschiedenen Gebeten und den Einsetzungsworten, also den Worten, die auch Jesus vor dem Abendmahl gesprochen hat. Nach dem Mahl wird ein Dankgebet gesprochen. 4. Sendung und Segen Am Ende des Gottesdienstes bittet die Gemeinde in den Fürbitten für den Nächsten, die Welt und sich selbst. Mit dem Vaterunser, dem Gebet, das Jesus seinen Jünger:innen beigebracht hat, schließt das Gebet. Noch einmal singt die Gemeinde gemeinsam ein Lied, bevor alle unter dem Segen Gottes in den Alltag entlassen werden und während des Nachspiels die Kirche verlassen. Nach dieser Liturgie, dieser Grundordnung, sind die meisten Gottesdienste gestaltet. Dabei bleibt jedoch stets die Freiheit, auf Elemente zu verzichten oder sie in anderer Form zu gestalten oder an eine andere Stelle zu setzten. Achten Sie doch im nächsten Gottesdienst einmal darauf, ob Sie die Liturgie erkennen oder schauen Sie, ob Sie in einer anderen Gemeinde Elemente Ihrer Gemeinde wiederfinden. Oliver J. Mahn 29


Kirche.Termine.

Gemeindefest in Melanchthon Sonntag, 21. August 2022 Endlich können wir in diesem Jahr wieder ein Gemeindefest feiern. Das Fest findet am Sonntag, 21. August 2022 statt. Wir starten mit einem fröhlichen Sonntag, 1 4. August Familie 2 ngottesdienst um 10 Uhr. Von 022, 18 Uh der Antonit r in erkirche, S 11 bis 16 Uhr feiern wir mit viel Musik, childergass e Thema “Ern mit Aktionen und Spielen für Kinder ährung” und Erwachsene, mit leckerem Essen &.dTrinke n. Und wir erinnern auch an oe ln e www.de ch or -k Philipp Melanchthons 525. en tk el W Geburtse) se rr in dl er (G ita Le itu ng : De ni e) & Fa bi an Sp lin io (V tag. Feiern er Sie mit! nd i Bi Su pp or t: Na om Und natürlich freuen wir uns über tatkräftige Unterstützung aus Ihren Rei.2022 Konzert am 17.9 hen. Es gibt verschiedene Stationen um 18 Uhr E H C IR K N O und H Aufgab T en, für die wir jeweils stunMEL ANCH r Str. 18) ige ren (B ck denweise fleißige Hände suchen. Köln-Zollsto Infos im Gemeindebüro, Tel. 0221 - 936 436-10.

Ökologisch es Abendg ebet "Mensch E rde"

) rff (1 78 8–18 57 91 3–19 88 ) )

d au f 3–18 69 ) al m ag lio (1 80 16 20 82 ) O rff (1 895–19

JAHRE

52 3)

eln.de www.dechor-ko Leitung: enen ere sc ltken Wehi Desnis 87 7 er st m al

01 5

.7 sio n Ch oral No ) h (1 68 5–1750 CHORKONZERT Leitung: ) 56 19 (* er Denise Weltken

M otet s 59 )

ze ns Sc hö ne Ja hr hu nd er t Buchheim, der Kreuzkirche n (* 1959 ), 19 98 in aler Str. 21

Wuppert r Straße Ecke Dellbrücke 51067 Köln rz 2014 Sonntag, 30. Mä um 17 Uhr. nden ist möglich! Eintritt frei – spe

. Ja hr hu nd er t)

2) (u m 1494 –1 55

Al t h sc Bu t gi ar M Ni co le He in en M ar it Kü pe r An tje Ku llr ic h Ju lia M or itz k rg Bi it Pe nc ze g lu Pf e nn Su sa af Si m on e Sc ha So nj a Sl ot ta ei de r Ch ristin e Sc hn nfel d de ei W ea An dr

So pran Gl or ia Be ltz ig Ge rke Ha ffn er Le na Gi m en ez He le na Ka rg l ed y M ic he lle Ke nn h Sa bi ne Pf lit sc st l Ba rb ara Pröp Sa bi ne Re ise r g M el an ie Re isi nk he Sc lin Ka ro an n Re gi na Vo lk m

Ba ss

rg ha us Ch risto ph Be n Jo na s Fran ke urg eb an Kr ph to Ch ris k- Pa ul usse n Th om as Kr uc Le o Le owal d

Te no r Ca rste n Bo ltz M arco Co tz a Ro be rt Kü pe r la ff An drea s Te tz l ol Tr Bj ör n

e S Pfäl ze rstraß r, Au la de r GG Uh 0 :0 20 , er st ag Prob en : Do nn 7 Kö ln 30 –3 4, 50 66 Pfäl ze r St ra ße

CHORKONZERT Leitung: Denise Weltken

e Buchheim, in der Kreuzkirch 21 Wuppertaler Str. r Straße Ecke Dellbrücke n Köl 51067 rz 2014 Sonntag, 30. Mä um 17 Uhr. nden ist möglich! Eintritt frei – spe

30

Gemein deversa mm

l un g Sonntag , 11. Sep tember 2 nach dem 022, Gottesdie nst, gegen 1 1 Uhr Themen : Gemein dekonze und Got ption tesdiens tordnun g. Sie herzli ch dazu eingelad en.


Kirche.Musik.

Stopp im Leben und in der Musik Ich erzähle von einer, von meiner Grenzerfahrung, die nicht treffender mit unserem Thema Stopp zu tun haben könnte. Am Fronleichnamstag wurde meine Dagmar Corona positiv. Sofort isolierten wir uns. Am Freitag spielte ich noch eine Trauerfeier in der Melanchthonkirche nach einem negativen Selbsttest. Am Abend hatten wir eine Bandprobe für den bevorstehenden Familiengottesdienst, den ich zum ersten Mal mit der KinderMusikKiste vorbereitet hatte. Auch dafür war der Schnelltest vom Testzentrum negativ. Am Samstag Morgen habe ich mich wieder selbst getestet und der war - positiv. Schnell- und PCR-Test vom Testzentrum bestätigten alles und zwangen mich in eine mehr als zehntägige Isolation in einem Mehrfamilienhaus....

... Ich konnte in der Isolationszeit nicht an einer Beerdigung einer ehemaligen Sängerin teilnehmen, bekam aber ein Foto von ihrem Grab geschickt mit den Rosen, die für sie dort abgelegt worden waren. Die Tränen rannen mir aus den Augen ins Kissen, weil mir das ganze Ausmaß dieser Covid-Krankheit bewusst wurde: Ich sah all die Toten von Italien, USA und wo auch immer, die im ersten Lockdown zu Tausenden daran verstorben sind - und ich lag im Bett und habe drei Impfungen und mein Körper musste mit aller Kraft allein gegen das Virus kämpfen. So sehr, dass das Gehirn und die Darmfunktion herunter gedimmt wurde. Was wäre, wenn ich diese drei Impfungen nicht gehabt hätte?

Stopp in der Musik

Stopp in der Musik

Es gibt ein Musikspiel für Kinder: die Reise nach Jerusalem. Es werden ein Stuhl weniger als mitspielende Kinder in der Mitte im Kreis oder Oval aufgestellt. Die Kinder laufen um diese Stühle herum, solange die Musik (aus Lautsprecher oder selbst gemacht) erklingt. Stoppt die Musik an überraschender Stelle, müssen alle Kinder so schnell wie möglich einen Stuhl besetzen. Das übrig gebliebene Kind scheidet aus, ein weiterer Stuhl wird heraus genommen und die Musik startet wieder...

Es gibt Musik, die enthält so radikale Stopps, dass der Begriff Musik erweitert wird. Das erste Beispiel ist mein Stück Zeitgrenzen aus den Zeitphilosophiestücken für Orgel. Eine ruhige Folge von sieben Akkorden wird um je einen Akkord verkürzt wiederholt und die Pausen dazwischen von fünf Sekunden beginnend um je fünf Sekunden verlängert, so dass der letzte Akkord nach 30 Sekunden Pause als letztes erklingt. Hier werden die größer werdenden Pausen zu Stellen unhörbarer Musik. Das zweite Beispiel ist das Stück 4'33" von John Cage, spielbar mit jedem x-beliebigen Instrument. Der:die Musiker:in setzt das Instrument an und...

... Nun musste ich alles absagen: die Schülertermine, die Chorproben und vor allem den Familiengottesdienst, auf den ich mich schon so sehr gefreut hatte. Zum Glück konnte Frau Bonnat meinen Part in der Hausband übernehmen. Nun setzten Fieberschübe, Husten und Schnupfen ein, sowie Kopfschmerzen, die ich so nicht kannte. In der Nacht hatte ich Fieberträume und vor allem breitete sich eine abgrundtiefe Erschöpfung aus. Selbst Essen und Trinken waren zu anstrengend. Es blieb fast nur der Schlaf...

... Mein Körper hat das Virus bezwungen, aber für mich war diese Krankheit eine Grenzerfahrung: Von jetzt auf gleich aus dem routinierten und vorgeplanten Leben herausgerissen, ein komplettes Stopp im Leben. Mir stellt sich die Frage, die ich auch in der Musik spüre: wenn etwas stoppt und nach einer Zeit weiter geht, ist das, bin ich dann noch dasselbe, derselbe Mensch wie vorher? Barara Bannasch

Stopp in der Musik Es gibt in der Musik ganz viele kleine oder größere Stopps. Das sind die Pausen, die Melodien in ihre Teile gliedern, da wo wir atmen innerhalb der Lieder und Choräle, die wir singen. Diese Pausen sind sehr unauffällig. Es gibt aber auch Pausen in der Musik, wo alle Instrumente und / oder Sänger:innen stopp machen. Das sind dann Generalpausen, die die Spannung erhöhen, wann und wie die Musik wohl weitergehen wird... 31


Ökumene

Friedensgebete angesichts des Kriegs in der Ukraine Was viele nicht für möglich gehalten haben, traf ein: Am Donnerstag, 24. Februar 2022 begann der Krieg in der Ukraine. Mit tiefer Betroffenheit nahmen die Menschen den Krieg auch hier vor Ort wahr und wollten spontan ein Zeichen setzen. Noch an demselben Tag wurde daher ein Friedensgebet abends in der Philippuskirche gehalten. Was vormittags noch klein geplant war, entwickelte sich im Lauf des Tages größer. Pfarrer und Menschen aus den evangelischen und katholischen Nachbargemeinden, dem Verein „Raderberg und -thal“ und der Musikband „Churchrocking“ kamen hinzu und gestalteten die Andacht mit. Es war ein bewegender Moment für viele – vor allem das stille Kerzenanzünden im Altarraum. Es wurde an dem Abend klar, dass dies nicht nur bei einer spontanen Einzelaktion bleibt, sondern nun Friedensgebete gemeinsam weitergeführt werden. Jeweils Freitagabend um 19 Uhr finden nun reihum in den evangelischen Kirchen Raderthal, Zollstock und Bayenthal und den katholischen Kirchen am Südkreuz Friedensgebete statt. Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst bekannt gegeben. Wir halten es für wichtig, weiterhin an die vielen Menschen zu denken, die unter dem Ukraine-Krieg furchtbar zu leiden haben und sich nicht an die bedrückende Weltlage zu gewöhnen und beständig für den Frieden zu beten. Wir laden Sie daher von ganzem Herzen ein, an den Friedensgebeten teilzunehmen! Pfarrer Klaus Eberhard, Raderthal

Pilgern by bike – eine ökumenische Radtour Am Samstag, 24. September 2022, planen wir – evangelische und katholische Geschwister – eine Radtour von Köln aus zum Altenberger Dom: Hin und zurück. Gemeindereferentin Martina Niegemann von den katholischen Gemeinden am Kölner Südkreuz, Pfarrer Andere Kielbik und Pfarrer Klaus Eberhard von den evangelischen Gemeinden Bayenthal und Raderthal sind schon dabei. Wir planen den Start gegen 8.30 Uhr und das Ende gegen 17 Uhr. Eine Andacht und Führung im Dom und ein gemeinsames Essen sind vorgesehen. Alle erprobten und erfahrenen Radfahrer laden wir zur Tour ein! Bitte merken Sie sich den Termin schon vor. Genauere Details zur Anmeldung etc. folgen noch später: www.kirche-raderthal.de | www.kirche-bayenthal.de 32


Ökumenische Veranstaltungsreihe "Leben mit Demenz"

Ökumene

für das Leben“, eine Seit 1994 gibt es die „Woche , des Zentralkomiökumenische Initiative der EKD und der Deutschen tees der Deutschen Katholiken rigen Thema „LeBischofskonferenz. Dem diesjäh die evangelische ben mit Demenz“ nähern sich holischen GemeinGemeinde Bayenthal und die kat taltungen, zu deden am Südkreuz mit vier Verans nen wir herzlich einladen: s ist Demenz? 30. August 2022, 19:30 Uhr: Wa r Sicht Eine Einführung aus medizinische , Chefarzt der Klinik für Dr. med. Jochen Gerd Hoffmann enhaus, berichtet über Geriatrie am St. Hildegardis-Krank schung und therapeutische den Stand der medizinischen For Möglichkeiten. ther-Hauses, Mehlemer Str. 27 Ort: Großer Saal des Martin-Lu Demenz von innen betrachtet 2. September 2022, 19:30 Uhr: oßbritannien, Frankreich Filmvorführung „The Father“ (Gr ler), mit anschließender 2020, 97 Min., Regie: Florian Zel Gesprächs- und Fragerunde Oscar-prämierten Film Anthony Hopkins spielt in dem sen Perspektive der für ihn einen dementen Mann, aus des wird. Im Anschluss an die verwirrende Alltag geschildert aus medizinischer Sicht Filmvorführung nimmt ein Arzt Stellung zu dem Film. ther-Hauses Ort: Großer Saal des Martin-Lu Was macht Demenz mit uns? 6. September 2022, 19:30 Uhr: Sicht Die pflegerische und seelsorgliche us-Krankenhaus) und Elmar Ulrike Radeloff-Schaaf (St. Antoni imseelsorge im Dekanat Köln) Trapp (Beauftragter für Altenhe enziell erkrankten Menschen sprechen über die Pflege von dem ausforderungen hierbei. sowie den seelsorgerischen Her igin, Goethestraße 84 Ort: Pfarrsaal von St. Maria Kön Ökumenischer Gottesdienst 9. September 2022, 19:30 Uhr: e Zum Abschluss der Themenwoch mel, Deh Gehalten von Diakonin Barbara Antonius Krankenhaus und Krankenhausseelsorgerin im St. Pfarrer Wolfgang Zierke. latz 1-3 Ort: St. Matthias, Mathiaskirchp Fotoausstellung: 06. – 09.09. in St. Matthias. „Mensch. Demenz. Kirche“, 28. t Michael Uhlmann Zugänge Mit seinen Aufnahmen ermöglich zum Thema Demenz. Tobias Kauer, Bayenthal 33


Zwischendurch

Hätt en Sie's gewuss t ? Kurz & knapp: Verhalten bei einem Stoppschild

Was bedeutet ein Stoppschild? Bei einem Stoppschild müssen Sie mindestens 3 Sekunden anhalten und Vorfahrt gewähren – auch wenn zunächst kein anderes Auto zu sehen ist. Wo müssen Sie bei einem Stoppschild anhalten? Halten Sie bei einem Stoppschild an der Haltelinie, wenn es eine gibt. Wo müssen Sie anhalten, wenn es keine Haltelinie gibt? Bei einem Stoppschild ohne Haltelinie halten Sie an der Sichtlinie. Bußgelder für das Überfahren eines Stoppschilds Verstoß Bußgeld Punkte Stoppschild überfahren 10 € -... und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet 70 € 1 ... und einen Unfall verschuldet 85 € 1 www.bussgeldkatalog.de/bussgeldrechner/

Karikatur: Heiko Sakurai

Ulrike Pickert

34

BücherFlohmarkt im Gemeindezentrum Öffnungszeiten SO 9:30 - 12:00 Uhr MO 19:00 - 21:00 Uhr DI 16:30 - 18:30 Uhr DO 19:00 -20:30 Uhr FR 8:00 - 10:00 Uhr (nicht in den Ferien) 1 Euro Hardcover 50 Cent Taschenbuch vom Erlös kaufen wir Lebensmittel für die Diakoniesprechstunde


Zwischendurch

Stopp!... und was es sonst noch zu diesem Thema gibt! Ihre Suche im Wörterbuch nach stopp ergab folgende Treffer:

stopp Interjektion – halt! … Substantiv, maskulin – 1a. das Anhalten aus der Bewegung … 1b. Unterbrechung, vorläufige Einstellung; 2. Stoppball Stoppen schwaches Verb – 1a. anhalten [und am Weiterfahren hindern]; 1b. dafür sorgen, dass etwas aufhört, … 2. in seiner Vorwärtsbewegung innehalten; seine … Stopper Substantiv, maskulin – 1. Spieler, der in der Mitte … 2. Haltevorrichtung für ein Tau, eine … 3. (vorne am Rollschuh angebrachte) Platte, …

Stoppstraße Substantiv, feminin – Straße, an deren Einmündung in eine andere bevorrechtigte Straße Fahrzeuge vor der Weiterfahrt halten müssen Stopplig Adjektiv – mit Stoppelhaaren bedeckt … Stopping Substantiv, Neutrum – unerlaubtes Verabreichen von Mitteln, die das Leistungsvermögen von Rennpferden herabmindern Stoppeln schwaches Verb – auf abgeernteten Feldern übrig gebliebene Früchte, besonders Kartoffeln, auflesen

Start-Stopp-Automatik Substantiv, feminin – Start-Stopp-System … Stoppsignal Substantiv, Neutrum – Signal, das das Stoppen des Fahrzeugs fordert

Stoppel, Stoppelacker, Stoppelbart, Stoppelfeld, Stoppelhaar, Stoppelhopser & vieles vieles mehr!!!

Stopppreis, Stopp-Preis Substantiv, maskulin – Höchstpreis … Stopp¬ball Substantiv, maskulin – Ball, der so gespielt wird, dass er unmittelbar hinter dem Netz aufkommt [und kaum springt] Stopplicht Substantiv, Neutrum – Bremslicht Stoppschild Substantiv, Neutrum – Verkehrsschild mit der Aufschrift „STOP“, das das Halten von Fahrzeugen an einer Kreuzung, Einmündung vor der Weiterfahrt vorschreibt Stoppuhr Substantiv, feminin – Uhr, deren Uhrwerk durch Druck auf einen Knopf in Bewegung gesetzt und zum Halten gebracht wird, wobei kürzeste Zeiten gemessen werden können 35


Zwischendurch

Einmal kurz innehalten 10 Vorschläge wie du für mehr Achtsamkeit in deinem Alltag sorgst Achtsamkeit ist keine neumodische Erscheinung die sich irgendein gerissener Gwschäftsmann ausgedacht hat. Überall im Alltag gibt (und gab) es kleine Momente und Freuden die du bewusst wahrnehmen kannst und so erfüllt und zufrieden den Alltagsstress bewältigen kannst. Die Vorschläge sind keine Anleitung oder Aufgabenliste. Du kannst sie selbstständig verändern, erweitern oder reduzieren, ganz nach deiner Lebenssituation und deinem Geschmack …

 suche dir Lebensmittel mit einem starken Eigengeschmack und achte genau auf auf ihren Geschmack, achte auch welche Gefühle die Geschmacksnoten in dir auslösen, das kann zum Beispiel ein Kaffee oder eine Orange sein, die Übung funktioniert auch gut mit Gerüchen

einen Sonnenauf- oder -untergang beobachten

eine bewusste Atemübung, vielleicht beim Nickerchen oder beim Einschlafen, dazu durch die Nase einatmen und langsam durch den Mund ausatmen

 wähle bei einem Spaziergang im Freien ein Objekt der Natur und betrachte es genauer: eine Blume, ein Insekt, einen Baum und achte auf Farben, Formen, Strukturen und Geräusche in der Natur 

setze dich bewusst mit jemandem in Verbindung der einen positiven Einfluss auf dein Leben hatte oder hat und bedanke dich, egal in welcher Form: als Anruf, E-Mail, Kurznachricht oder kurzer Besuch

 suche in deinem Haushalt eine schöne Kerze oder kaufe eine und zünde sie an wenn es dunkel ist, schalte das Licht aus und blicke für ein paar Minuten in die Flamme, lass den Gedanken dabei freien Lauf

 achte in deinem Tageslauf auf fünf Dinge, für die du dankbar sein kannst, hinterfrage wieso du für sie dankbar bist und wie sie funktionieren  nehme eine bequeme Position auf dem Sofa, im Sessel oder auf dem Boden ein und schließe die Augen, stell dir vor du verschmilzt komplett mit deiner Umgebung, wiederhole die Übung regelmäßig, es kann dauern bis die Übung wirkt  tue etwas Nettes für jemand anderen, aber anonym, das kann ein Familienmitglied, ein:e Nachbar:in, ein:e Arbeitskolleg:in oder weitere Personen in deinem Umkreis sein  nimm ein entspannendes Bad oder eine entspannende Dusche, suche dir einen Badezusatz oder ein Duschgel mit entspannendem Duft aus und genieße die Wärme des Wassers Sven Kießig

36


Melanchthon spielt! – Spielevorstellungen The King's Dilemma Horrible Guild, 2019 | Autoren: Hjalmar Hach & Lorenzo Silva | 3-5 Spieler:innen, ab 14 Jahre, ca. 60 Minuten

Im Königreich Ankist seid ihr Vertreter:innen einflussreicher Adelsfamilien. Im Rat des Königs vertretet ihr euer Haus und die Interessen des Königreichs. Natürlich dürfen eure eigenen Interessen nie zu kurz kommen. So beratet ihr den König und versucht, seine Entscheidungen in eurem Sinne zu beeinflussen. Ihr müsst das Königreich und euer Haus voranbringen. „The King's Dilemma“ ist ein Legacy-Spiel, das sich im Laufe des Spiels und mit jeder Partie immer weiterentwickelt. In jeder Partie müsst ihr euch mit verschiedenen Dilemmas befassen. Eine Partie endet nach ca. einer Stunde. Doch die Geschichte geht weiter. Beim Spielen merkt ihr schnell, so etwas wie „The King's Dilemma“ habt ihr noch nie gespielt. Die Regeln und Mechanismen sind simpel und schnell verstanden. Die Story aber ist unglaublich tief. Da das Spielmaterial „bearbeitet“ wird, könnt ihr „The King's Dilemma“ nur einmal spielen. Über die vielen Partien hinweg hat man aber sehr lange viel Spaß mit dem Spiel. von Oliver Mahn

mabula Steffen-Spiele, 2021 | Autor: Néstor Romeral Andrés | 2 Spieler:innen, ab 9 Jahre, ca. 15 Minuten

Zwischendurch

Spielfeld. Dabei dürft ihr nur mit euren eigenen Murmeln starten, die am Rand des Feldes liegen. Mit jedem Zug sammeln sich mehr Murmeln im Spielfeld und die Felder am Rand werden leerer. Schiebt ihr eine Murmel ins Spiel, werden alle Murmel, auf die sie trifft, mit weitergeschoben – eure eigenen und die anderen. Achtet also gut darauf, was passiert. Die wenigen Regeln sind schnell gelernt und die Partien trotzdem sehr taktisch und immer wieder aufs Neue überraschend. Nach einer Partie habt ihr sicher sofort Lust auf die nächste. von Oliver Mahn

Puzzle Memo Drei Hasen in der Abendsonne, 2019 | Autor: Günter Burkhardt | 2–4 Spieler:innen, ab 5 Jahre, ca. 20 Minuten

Früh am Morgen geht die Sonne im Dschungel auf. In der Morgendämmerung sind die Tiere noch schwer zu erkennen. Nur schemenhaft erkennt ihr sie auf den Bäumen und in den Ästen. Wo versteckt sich der Orang Utan? Wo hängt das Faultier? Und wo krabbelt die Vogelspinne? Langsam geht die Sonne auf und lässt euch auch die große Anakonda und den Pfeilgiftfrosch erkennen. Lasst die Sonne aufgehen! Der Reihe nach deckt ihr jeweils eine Memorykarte auf. Schaut, ob eure Karte in das Dschungelpuzzle passt. Dabei müsst ihr euch von unten nach oben vorarbeiten. Wenn eine Karte passt, seid ihr gleich noch einmal an der Reihe. Schafft ihr es eines der Tiere komplett zu puzzeln, dürft ihr mit eurer Spielfigur weiterlaufen. Ist der Tag angebrochen und das Puzzle komplett, endet das Spiel und es gewinnt, wer am weitesten vorne ist.

Zu zweit tretet ihr gegeneinander an. Dabei stehen eure jeweiligen Murmeln gegeneinander im Wettstreit. Eure Aufgabe klingt einfach: Ihr müsst am Ende nur möglichst viele eurer Murmeln miteinander verbunden haben. Abwechselnd schiebt ihr eure Murmeln über das

von Oliver Mahn

Mehr Spielekritiken findet ihr auf www.melanchthon-spielt.de 37


MONTAG Kreativteam 2 Basare im Jahr, der Erlös kommt Kindern & Jugendlichen der Gemeinde zugute Mo, 15 - 17 Uhr im Sitzungszimmer Leitung: Ellen Schulz, Tel. 0221-3601816 und Birgitt Baumann Melanchthon-Gospelchor Mo, 19:30 - 21 Uhr im Kirchsaal oder KU-Raum über Hauptportal erreichbar Leitung: Barbara Bannasch, Tel. 02235-461 092

DIENSTAG Yoga Di, 10 - 11:30 Uhr im KU-Raum Infos: Gemeindebüro Melanchthon-Frauenchor Di, 17 - 18:30 Uhr im Kirchsaal Leitung: Ingrid Bonnat, Tel. 0221-366441 Diakonie-Sprechstunde Unterstützung für Obdachlose und hilfsbedürftige Zollstocker:innen Di, ab 18 Uhr im Foyer der Melanchthonkirche Leitung: Manfred Braun und Jürgen Nießen Infos: Gemeindebüro

Epilepsie-Gesprächskreis Köln-Süd 3. Mittwoch im Monat, 17:30 - 19:30 Uhr in KU-Raum Kontakt: Thomas Porschen, Tel. 0221-3605767, Mail: epilepsiekoeln@email.de

DONNERSTAG FrauenTreff 2. + 4. Do im Monat, 15:30 - 17 Uhr im Gemeindesaal Ansprechpartnerin: Margarete Grote, Tel. 02233-923292 Melanchthon spielt! Spielen Sie Brettspiele aller Art mit uns alle 14 Tage donnerstags in den ungeraden Wochen 18 - 22 Uhr im Foyer − einfach ohne Anmeldung vorbeikommen Zollstocker Bläserkreis Do, 19 - 20:30 Uhr im Kirchsaal Leitung: Walter Raab, Tel. 0221-361813 AA - Treffen der Anonymen Alkoholiker Do, 20 - 22 Uhr im Gemeindesaal Kontakt: Klaus, Tel. 0221-427456

SAMSTAG

Schachgruppe für Erwachsene Di, ab 19 Uhr im Gemeindesaal Kontakt: Hubert Sistig, Tel. 0221-384920

„Grüne Raben Zollstock“ treffen sich immer am 4. Samstag im Monat von 10 - 12 Uhr, Treffpunkt vor dem Hauptportal der Kirche - einfach ohne Anmeldung vorbeikommen. Infos: Sabine.Mueller1@ekir.de und im Gemeindebüro

MITTWOCH

SONNTAG

Senior:innenkreis 1. + 3. Mi im Monat, 15 - 16:30 Uhr im Gemeindesaal Leitung: Birgitt Baumann, Tel. 0221-3979844 Musikalische Leitung: Ingrid Bonnat

Kirchencafé nach dem Gottesdienst - alle sind herzlich eingeladen zu Kaffee, Tee & Plausch

Presbyterium - Gemeindeleitung

Kirche.Leben.

trifft sich an jedem 1. Dienstag im Monat. Die Berichte aus den Sitzungen sind auf www.melanchthonkirche.de.

Das Redaktionsteam des Gemeindemagazins trifft sich 4 mal im Jahr und begibt sich auf die Reise zu Ideen, Themen, Texten, Bildern, Tönen rund um Kirche, Religion und das ganze Leben. Infos im Gemeindebüro

Gemeindearbeit - Ausschüsse z.B. für Gottesdienste & Liturgie, Finanzen, Kinder & Jugend, Diakonie, Ökumene, Bauen etc. treffen sich ebenfalls 2 bis 3 mal im Jahr, gestalten aktiv die Gemeindearbeit und suchen auch engagierte Mitstreiter:innen.

38 38

Frauenfrühstück-Team richtet jedes Jahr im Frühling und Herbst zwei ökumenische Veranstaltungen mit Impulsreferaten aus (für Melanchthon und Kirche Zum Heiligen Geist). Infos: Barbara.Hartmann@ekir.de


Ev. Kirchengemeinde Köln-Zollstock Melanchthonkirche Gottesdienststätte | Haupteingang Vorplatz Breniger Straße 18 barrierefreier Zugang über den Garten Gemeindezentrum in der Melanchthon-Kirche | Breniger – Ecke Bornheimer Straße barrierefreier Zugang über den Garten Pfarrer Oliver J. Mahn Bornheimer Str. 1 | 50969 Köln | Tel. 0221 - 936436-20 Oliver.Mahn@ekir.de Gemeindebüro Bärbel Kramer | Bornheimer Str. 1a | 50969 Köln Tel. 0221 - 936436-10 | Fax 936436-60 | Koeln-Zollstock@ekir.de Di 9 - 12 Uhr, Mi 11 - 12 Uhr, Do 11 - 12 Uhr, Fr 10 - 15 Uhr Ev. Kindertagesstätte Breniger Str. 18 | 50969 Köln Tel. 0221 - 936436-40 Melanchthon-Kita@ekir.de | Sprechzeiten: Mo bis Fr jeweils 8 - 9 Uhr Förderverein der Ev. Kindertagesstätte Kontakt über Kita und Melanchthon-Foerderverein@gmx.de Küster und Prädikant Achim Wenzel | Breniger Str. 18 | 50969 Köln | Tel. 0221 - 936436-12 außer Mo | Achim.Wenzel@ekir.de Kirchenmusikerin Barbara Bannasch | Tel. 02235 - 461092 | Barbara.Bannasch@ekir.de Kinder- und Jugendleitung John Dahl | john.dahl@ekir.de | Tel. 0163 - 1760619 Instagram: evangelische_jugend_zollstock Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfe Beratungsbüro neben Gemeindebüro | Bornheimer Str. 1a 50969 Köln | Tel. 0221 - 936436-15 | Di 10 - 12 Uhr Verwaltungsverband Köln-Süd/Mitte Andreaskirchplatz 1 | 50321 Brühl | Tel. 02232 151 01-0

Bankverbindungen der Gemeinde Bank für Kirche & Diakonie IBAN: DE59 3506 0190 1015 0990 93 Sparkasse KölnBonn IBAN: DE54 3705 0198 0007 5722 33 Online spenden für den Kauf von Lebensmitteln für unsere DiakonieSprechstunde: www.gut-fuer-koelnund-bonn.de/projects/85476 Melanchthonkirche.de melanchthonkirche.koeln evangelische_ jugend_zollstock Melanchthonkirche Köln

Impressum Magazin der Ev. Kirchengemeinde Köln-Zollstock Heft 2/2022, 2. Jahrgang Herausgeber: Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Köln-Zollstock V.i.S.d.P. Pfr. Oliver J. Mahn Bornheimer Str. 1; 50969 Köln, Tel. 0221 - 936436-20, oliver.mahn@ekir.de Redaktion: Barbara Bannasch, Sonja Grunau, Dorothea Horn, Sven Kießig, Bärbel Kramer, Oliver Mahn, Ulrike Pickert, John Dahl, Johanna Tillmann, Achim Wenzel Tel. 0221 - 936 436 - 10 Gemeindebüro redaktion.kirche.leben@ekir.de Änderung von Zustellungsdaten: Gemeindebüro Tel. 0221 - 936 436 - 10 koeln-zollstock@ekir.de Gestaltung: Claudia Klein-Adorf Druck: www.gemeindebriefdruckerei.de Das Magazin erscheint dreimal im Jahr in einer Auflage von 3.200 Stück und wird an den:die Älteste:n eines Haushalts, den sog. Haushaltsvorstand, in der Gemeinde verteilt. Es ist auf www.melanchthonkirche.de unter der Rubrik „Gemeindemagazin” abrufbar. Auf Anfrage senden wir Ihnen gern ein Magazin zu. Der Redaktionsschluss für das nächste Gemeindemagazin: 19.09.2022

39


In der nächsten Ausgabe:

Sterben & Tod

40