__MAIN_TEXT__
feature-image

Page 1


Inhalt Editorial

3

Gottesdienste & Corona

4

Aus dem Presbyterium

5

Abschied von 50 Jahre „informationen“

6-7

Kinder- und Jugendarbeit Kita – Erntedank und neue Erzieherin

8

Jugend – Ev. Beratungsstelle für Jugendliche, Graffiti-Workshop

9

Kirchenmusik-Nachrichten

10

Kleine Kirchenkunde – Ein Blick ins Kirchenjahr

11

Menschen aus Zollstock – Buchhändler Götz Mennenöh

12 - 13

Diakonie – Brockensammlung Bethel

14 - 15

Gott und die Welt – Unverpackt-Geschäft, Frauen-Weltgebetstag

16

Gemeindeleben – Gruppen und Kreise

17

Glaube & Kasualien

18

Gottesdienste – Melanchthonkirche und in den Seniorenhäusern

19

Adressen | Sprechzeiten | Brot für die Welt – Spendenaktion

20

Immer noch gibt es...

Impressum Herausgeber: Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Köln-Zollstock V.i.S.d.P. ist Pfr. Oliver J. Mahn (om) Bornheimer Str. 1, 50969 Köln, Tel. 936436-20, oliver.mahn@ekir.de Druck: Kesseler-Becker-Palm, Hürth Bildnachweis: Titelmotiv Verlag am Birbach/ S. Bahlinger, S. 2, 3, 16 pixabay, S.3 Andreas Sieg, S. 5, 8 Patrick Schubert, S. 12 Brigitte Heming, S. 14 und 15 Bethel, S. 16 Josi Raab

...Menschen in unserer Nachbarschaft, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Wir versuchen zu helfen - auch mit Lebensmitteltüten. Woche für Woche kommen obdachlose Menschen, Hilfsbedürftige und Senior*innen, zu uns und bekommen eine Tüte mit Lebensmitteln – ein Paket Nudeln, Konserven und auch mal ein Pfund Kaffee oder Schokolade. Die Tüten sind ein kleiner Beitrag. Aber sie entlasten, und so bleibt vom wenigen Geld vielleicht etwas übrig. Der Inhalt einer Tüte kostet rund 10 Euro. Gerne können Sie sich beteiligen. Im Gemeindezentrum stehen graue Boxen oder Sie geben etwas im Büro ab.

Die Zeitung erscheint dreimal im Jahr mit einer Auflage von 3.200 Stück und wird an den*die Älteste*n eines Haushalts, den sog. Haushaltsvorstand, in der Gemeinde verteilt. Sie ist auf www.melanchthonkirche.de unter der Rubrik Gemeindezeitung abrufbar. Auf Anfrage senden wir Ihnen ein Exemplar zu. Der Redaktionsschluss für das Gemeindemagazin 1/2021 ist für den 31.01.2021 geplant. Archiv der Kirchenzeitung: https://issuu.com/melanchthonkirche

Gesucht werden: Nudeln & Reis, Konserven mit Obst & Gemüse, trockene Lebensmittel (Hülsenfrüchte), Fisch- & Wurstkonserven, haltbares Brot (Knäcke, Pumpernickel), Dosensuppen, Tee & Kaffee, Marmeladen & Honig, Schokolade, Kekse, Süßigkeiten, Hygieneartikel (Seife, Zahnpflege, Deo, Duschgel ...). Wir können nur Lebensmittelspenden annehmen, deren Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist. Danke für Ihre Unterstützung!

Unsere Bankverbindung Geschäftskonto Bank für Kirche & Diakonie IBAN: DE59 3506 0190 1015 0990 93 Spendenkonto Sparkasse KölnBonn IBAN: DE54 3705 0198 0007 5722 33 2


Editorial Liebe Schwestern und Brüder,

Das kommende Jahr steht unter einem Vers aus dem Johannesevangelium:

vor genau einem Jahr hatten Sie alle die „informationen 2019-3“ in Ihren Briefkästen. Es war damals die erste Ausgabe, die ich als neuer Pfarrer in Zollstock verantwortet habe. Wir haben vom Wechsel in der Gemeinde berichtet und vom bunten Leben in Zollstock, von dem, was der Neuanfang mitbringt und was in Zukunft ansteht.

„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Der Vers aus dem Markusevangelium stand als Losung über dem vergangenen Jahr, auf das wir nun zurückblicken. Es war ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Wir mussten viele neue Wege gehen, von denen wir auf den nächsten Seiten berichten. Das vergangene Jahr hat viel von uns gefordert. Viel ist ins Wanken geraten. Bei einigen sogar der Glaube. Und doch konnten und können wir sagen: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

In dem alten Wort „Barmherzigkeit“ steckt so viel. Es beschreibt eine Grundeinstellung in meinem Leben. Barmherzig sein bedeutet, ein offenes Herz haben, für den anderen, aber auch für sich selbst. Gerade in den heutigen Tagen merke ich, wie wichtig es ist, den Anderen im Blick zu behalten. Die Masken, die wir seit vielen Wochen tragen, sind ein Zeichen für diese Barmherzigkeit. Sie sind das sichtbare Zeichen, dass uns unsere Brüder und Schwestern nicht egal sind, sondern dass wir uns um sie sorgen. Dabei kann ich mir Gottes Barmherzigkeit stets gewiss sein. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

Weihnachten fällt nicht aus!

Vor uns liegt eine besondere Advents- und Weihnachtszeit. Weihnachten fällt nicht aus! Weihnachten kann gar nicht ausfallen. Gott wird Mensch und kommt zu uns. Er sagt: „Fürchtet euch nicht!“ Als Gemeinde wollen wir auch dieses Jahr den Advent und Weihnachten feiern. Es wird anders werden als wir es kennen und lieben. Aber: Weihnachten findet statt! Besondere Highlights sind der Gottesdienst am 3. Advent, der live im WDR-Fernsehen übertragen wird, und die Gottesdienste an Heiligabend, die wir im Südstadion gemeinsam feiern werden.

Weihnachten kann dieses Jahr nicht stattfinden, wie wir es kennen und lieben. In der Kirche können wir keine großen Gottesdienste feiern. Gemeinsames Singen ist nicht möglich. Die Melanchthonkirche sucht nach Alternativen. Fieberhaft wird derzeit an zwei Gottesdiensten am Nachmittag des Heiligabend gearbeitet. Wir brauchen Platz, und nur unter freiem Himmel können wir gemeinsam singen. Aktuell sind daher die Nachtmittags-Gottesdienste im Kölner Südstadion geplant: 15 Uhr: Gottesdienst für die Kleinen mit Krippenspiel und um 17 Uhr: Familiengottesdienst mit Konfirmand*innen (Christnacht um 23 Uhr in der Melanchthonkirche, vgl. auch S. 19) Das belastet die Gemeinde über das Geplante hinaus. Wir rechnen mit rund 6.500 € Kosten für Personal (Sicherheit, Einlass etc.), Technik (u.a. Beschallung), Miete für den Ort und Druckkosten. Schon kurz nach Bekanntwerden der Pläne gab es Angebote, uns zu unterstützen. Danke für Ihre Unterstützung!

Vielleicht ist es gerade dieses Jahr gut, sich einmal auf das Einfache zu besinnen, dankbar zu sein für das, was ich habe und sich einzulassen auf das was Advent und Weihnachten bedeutet: „Fürchtet euch nicht. Gott bei euch!“ Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunde eine besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2021. Bleiben Sie behütet

Ihr Pfarrer Oliver J. Mahn 3


Melanchthonkirche Gottesdienst mal anders –

bei uns in Zollstock und online Die Corona-Pandemie stellt vieles auf den Kopf, das für uns selbstverständlich ist. Dies gilt natürlich auch für Gottesdienste und kirchliches Leben im Allgemeinen. Viele Möglichkeiten, einfach mal persönlich zu feiern und sich zu begegnen, müssen entfallen. Und auch die Gottesdienste sind in Zeiten der Pandemie mancherorts weniger besucht. Wer aber zuhause bleiben und dennoch ein bisschen Kirche erleben möchte, findet viele Möglichkeiten und Angebote; hier in der Melanchthonkirche und andernorts. Eine gute Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen zu schauen und zurückzublicken. Gerade im ersten harten Lockdown hat unsere Gemeinde ihr Angebot breiter zugänglich gemacht und sich neu aufgestellt. Zum einen wurde die wöchentliche Telefonandacht eingeführt, zum anderen wurden in dieser Zeit sämtliche Gottesdienste aufwändig vorproduziert und auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde hochgeladen. Dies stellte Prädikant und Küster Achim Wenzel und Pfarrer Oliver J. Mahn das ein oder andere Mal vor kleinere und größere Herausforderungen. So musste Beleuchtungs- und Mikrofonausrüstung angeschafft sowie Software zum Schneiden der Videos erprobt werden. Neben Aufund Abbau der Ausrüstung, Einspielen der Beiträge und der Kirchenmusik (mit einigen Pannen und Patzern), nahm und nimmt das Schneiden am Computer die meiste Zeit ein, was schon einmal in der einen oder anderen „Nachtschicht“ mit viel Kaffee endete.

Corona-Winter darf sich aber auf weitere digitale Angebote zur Advents- und Weihnachtszeit gefreut werden. Sven Kießig Wer dennoch auch einmal über den Tellerrand Zollstocks hinausschauen möchte, findet viele weitere gute Angebote. Eine Auswahl finden Sie hier:

Zukünftig sollen auch weiterhin Gottesdienstformate über YouTube angeboten werden. Wer schon länger den Kanal der Gemeinde verfolgt hat, wird jedoch bemerkt haben, dass dies nur noch zu besonderen Anlässen erfolgt. Gerade im etwas dunkleren

4

YouTube-Kanal der Melanchthonkirche Köln

Gebete und Andachten, für draußen und zu Hause, ein Angebot der Ev.-Luth. Kirche in Bayern

Kurze geistige Impulse, ein Angebot von evangelische.de

Verschiedene OnlineGottesdienste, ein Angebt von Sublan


Aus dem Presbyterium Warum deine Gedanken bald im Gottesdienst auftauchen?

Gottesdienste gemeinsam vorbereiten

setzten. Das gilt zunächst einmal für die Sonntagsgottesdienste mit Pfarrer Mahn und mir. Vielleicht findet sich hin und wieder auch jemand, der*die Lust hat, alleine oder in einer Gruppe Fürbitten zu schreiben und im Gottesdienst zu beten. Sicher werden viele Eurer Gedanken und Gestaltungsideen in unsere Gottesdienste und Predigten einfließen.

Gemeinsam Gottesdienste feiern – das ist für uns Christ*innen sehr wichtig. Um so schlimmer war es für viele, als im Frühjahr die Kirchen vorübergehend auf Präsenzgottesdienste verzichteten. Neue OnlineFormate entstanden, weil Menschen unserer Gemeinde sich Gottesdienste aus ihrer Kirche wünschten. Unser YouTube-Kanal „Melanchthonkirche Köln“ entstand. Schon zu dieser Zeit hatten viele Lust, mitzumachen. Viele schöne YouTube-Gottesdienste haben wir so gemeinsam gefeiert. Die unterschiedlichen Produktionen haben sehr viel Spaß gemacht.

Habt Ihr Lust, beim neuen Gottesdienstvorbereitungskreis mitzumachen? Coronabedingt müssen wir den geplanten Starttermin zu Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent leider verschieben, bis reale Treffen wieder gefahrlos möglich sind. Ganz egal, ob einmal im Jahr oder wöchentlich – meldet Euch bitte bei Pfarrer Mahn oder mir. Wir werden Euch dann mit großer Freude informieren, wann es losgehen kann.

Diese positiven Erfahrungen möchten wir gerne mit Euch noch erweitern. Der Plan ist es, sich jeweils mittwochs im Gemeindezentrum zu treffen. Wir werden mit der „Mittwochs-Andacht“ um 18 Uhr starten und uns danach bis spätestens 20 Uhr zusammen setzen, um gemeinsam über das Thema des kommenden Sonntagsgottesdienstes nachzudenken und erste Gedanken zum ausgewählten Predigttext auszutauschen. Wir können Gestaltungsmöglichkeiten besprechen und vielleicht sogar gemeinsam um-

Achim Wenzel

Gemeindekirchmeister Tel. 0221- 936 436-12 Achim.Wenzel@ekir.de

„Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1. Kor 3,11), so lautete der Wochenspruch für den Reformationstag. In diesem Gottesdienst am 31.10.2020 stellte Pfarrer Oliver Mahn die Arbeit des im März gewählten Presbyteriums unter Gottes Segen. Die formale Einführung fand bereits im April statt. Unser Presbyterium (v.l.n.r.): Dr. Boris Raab, Nadine Kottke, Dr. Sabine Müller, Barbara Hartmann, Ulrike Pickert, Olaf Theis, Manfred Braun, Achim Wenzel, Pfarrer Oliver J. Mahn, Susanne Schubert und Imke Eckau, die nicht mit auf dem Foto sein konnte. 5


Die schönsten Geschichten beginnen mit Engagement Ein Rückblick. Eine Würdigung. Ein Dankeschön. Wir verabschieden die Gemeindezeitung „informationen“ Wer erinnert sich denn noch an Ereignisse aus dem Jahr 1971? Willy Brand erhält den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen um die Verständigung der Völker sowie sein Engagement zur Verbesserung der OstWest-Beziehungen. Walter Ulbricht tritt als erster Sekretär des Zentralkomitees der SED zurück. Sein Nachfolger wird Erich Honecker. John Lennon veröffentlicht das Lied „Imagine“ auf dem gleichnamigen Album. Der Vietnamkrieg war im sechsten Jahr.

Erich Witschke Pfarrer im Ruhestand kam Anfang der 70er Jahre als Gemeindepfarrer nach Köln-Zollstock und war einer der Herausgeber der „informationen“. Er wohnte mit seiner Familie in der Schwalbacher Straße, wo viele junge Familien, die nach Köln kamen, hinzogen. Zusammen gründete man einen Eltern-Kind-Kreis, und bis heute bestehen hier noch gute Freundschaften.

In Köln findet die Bundesgartenschau im Rheinpark statt. Ursprünglich war übrigens geplant, die Bundesgartenschau in Zollstock und Umgebung auszurichten, dies hätte allerdings zu viel Geld verschlungen, und so entschied man sich für den schon bereits angelegten Rheinpark. Der 1. FC Köln landet auf Platz 11 in der Bundesliga und spielt am 19. Juni 1971 im DFB Finale gegen Bayern… Köln verliert 1:2. Am 7. März 1971 läuft die Sendung mit der Maus das erste Mal über den Bildschirm und ist seitdem ein genialer Mix aus witzigen und informativen Geschichten.

Erich Witschkes Herz schlägt seit 1970 für die Bildende Kunst. Als Kunstbeauftragter des Ev. Kirchenverbandes Köln hat er in der Trinitatiskirche Akzente gesetzt, indem er z. B. Themenausstellungen wie „Schädel / Gerippe“ kuratierte, unter anderem mit einem seltenen Schädel-Bild Bild von Gerhard Richter. Viele internationale Künstler hat Witsche in die protestantische Kirche geholt. 2019 hat Erich Witschke sein Roman-Debüt Debüt vorgelegt mit dem Titel „Hegel, Hölderlin, Schelling“, für das er jahrelang recherchiert hat. Dieses Buch wird auf der Seite www.literaturkritik.de als beeindruckender historischer Roman gefeiert, der nicht in die Falle des Gelehrtenromans tappe. Durchaus lesenswert.

Die 70er waren ohne Zweifel ein wildes Jahrzehnt. Außenpolitisch ein Jahrzehnt des Aufeinanderzugehens. Innenpolitisch waren es Jahre des Umbruchs, der Emanzipation und der Auseinandersetzung. Zu dieser Zeit waren zwei Pfarrer für die Melanchthon-Gemeinde zuständig:

Axel Becker und Erich Witschke, beides Familienväter, modern, neugierig und umtriebig. Sie hatten zudem großes Glück, den jungen Gerhard Binder in ihrem Presbyterium zu haben, der das Amt des Kirchmeisters für Öffentlichkeit bekleidete. Er stellte Fragen, war kritisch und forderte eine klare Haltung nicht nur zu kirchenpolitischen Themen, sondern auch, um eine Orientierung für ein Zusammenleben im Stadtteil oder in der Gesellschaft zu erhalten. In der Melanchthonkirche kam ein Presbyterium zusammen, wie es unterschiedlicher kaum sein konnte: Akademiker, Handwerker, Hausfrauen, Arbeiter, Konservative, Progressive. Dies führte immer wieder zu unterschiedlichen Meinungen in der Kirchenleitung, jedoch wurden die Kontroversen offen ausgetragen. Ja, es gab Spannungen im Mitarbeiter*innenkreis, und es war nicht immer einfach. „Eigentlich wollten wir damals gar nicht politisch sein“, so Prof. Dr. Gerhard Binder, „aber wir waren es dann doch“. Viele nahmen teil an Dorothee Sölles

Axel Becker Pfarrer im Ruhestand war 1971 Pfarrer in der Melanchthon-Gemeinde und einer der Herausgeber der „informationen“. 1973 ging er mit seiner Familie nach Chile. Er war als Pfarrer der Ev.-Lutherischen Kirche in Santiago de Chile tätig und hat den Umsturz durch Pinochet und seine Anhänger erlebt. Er wirkte an der Menschenrechtsarbeit der Kirchen mit und gründete 1975 die „Versöhnungsgemeinde“, die sich den Gleichschaltungsversuchen in der Diktatur widersetzte und die ökumenisch geprägte Menschenrechtsarbeit unterstützte. Nach seiner Zeit in Chile war er bis 1992 Pfarrer in Bergisch Gladbach und dann Leiter des Sozialwerks im Ev. Kirchenverband Köln. Seit 2003 setzt er sich mit seiner Frau für die palästinensische Stadt Beit Jala in der Nähe von Bethlehem ein, und er gehört zu den Initiatoren und Förderern der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala. Quelle: www.lutherkirche-koeln.de 6


„informationen“ 1971 – 2021 Prof. Dr. Gerhard Binder Philologe kam 1962 als Assistent an die Kölner Universität und habilitierte 1968. In Köln wurde er 1971 zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt. Binder war Presbyter in der Kirchengemeinde Melanchthon und hatte hier die Rolle des Kirchmeisters für Öffentlichkeitsarbeit inne. Er war der eigentliche Kopf hinter den „informationen“, bis er 1982 an die RuhrUniversität Bochum wechselte, wo er bis auf einen Zwischenstopp in Nantes als Professor für Latinistik arbeitete. Prof. Dr. Binder nahm an den politischen Nachtgebeten von Dorothee Sölle teil. So hatte er einen „aufklärerischen“ Anspruch an unsere Kirchenzeitung: Wissensvermittlung und Auseinandersetzung auch mit kritischen oder schwierigen Themen. Gerade in diesen turbulenten Zeiten der 70er Jahre waren seine mutigen und progressiven Ideen für die Zollstocker Kirchengemeinde nötig. Er hat es vielleicht auch geschafft, mit seiner fortschrittlichen Einstellung und seinem Engagement unsere Gemeinschaft mit ihrer Diskussionskultur hier in Zollstock nachhaltig zu verändern.

Ihnen können sich vielleicht noch gut erinnern, andere waren damals noch nicht geboren. 1971 wurde noch mit Schreibmaschine getippt, bei Fehlern wurde geklebt und viel Tipp-Ex wurde benutzt. In den letzten Jahren fehlte es vor allem an Ressourcen und Mitwirkenden. Für die letzten Ausgaben haben vor allem Oliver Mahn und Bärbel Kramer die Köpfe zusammengesteckt, Zeit und Arbeit investiert und mit weiteren engagierten Gemeindemitgliedern eine informative Zeitung auf die Beine gestellt. Die 70er Jahre sind nun wieder erstaunlich präsent und aktuell. Auch heute möchten wir innovativ sein und wünschen uns mehr Interaktion, mehr Engagement und mehr Miteinander mit Ihnen, unseren Leser*innen – gerade in der heutigen verrückten Zeit, in der wir Abstand voneinander halten und aufeinander aufpassen müssen. Wir nehmen uns ein Vorbild an dem Geist und der Idee der Entstehung der „informationen“ und danken an dieser Stelle von Herzen Prof. Dr. Gerhard Binder, Erich Witschke, Axel Becker und den damals Aktiven für ihr großartiges, mutiges Engagement. Dorothee Sölles Nachtgebete Ab Oktober 1968 beherbergte die Antoniterkirche in der Kölner Innenstadt das „Politische Nachtgebet“, durchgeführt von einem ökumenischen Arbeitskreis, dem u. a. Dorothee Sölle und Heinrich Böll angehörten. Die Politischen Nachtgebete basierten laut Sölle auf den Grundpfeilern „Information, Meditation, Diskussion und Aktion“. Sie beschäftigten sich engagiert mit der Verbindung von Glauben mit aktuellen Themen wie Santo Domingo und Vietnam, Diskriminierung der Frau, Bodenspekulation, Mitbestimmung, DDR, Schuldige Christen, Strafvollzug, Entwicklungshilfe usw. Viele Mitglieder der Kirche empfanden diese Verknüpfung von Christentum und Politik als skandalös. Trotz aller Kritik setze sich die Idee durch und fand viele Anhänger. Quelle: www.antoniterkirche.de

politischen Nachtgebeten, immer wieder pol gab es Vorladungen zum Stadtsuperintendenten inklusive Strafvisitationen. Und in dieser Atmosphäre der „verrückten Zeiten“ (E. Witschke) war ziemlich schnell klar, dass etwas anderes her musste als das damalige „Gemeindeblättchen“. Herr Binder und die Pfarrer Witschke und Becker setzten sich zum Ziel für die neue Kirchenzeitung, den Menschen in der Gemeinde wirklich etwas mitzuteilen – über Kirchentermine hinaus. Das war hochinnovativ und einmalig zu dieser Zeit – zumindest im Kölner Süden, wo die Zollstocker Melanchthongemeinde bereits als zu progressiv und auch als „Abweichler“ verschrien war. Zur gleichen Zeit wurde im Übrigen auch der Eingang der Kirche mit Tischen und Stühlen ausgestattet und der Kirchen-Kaffee eingeführt. Es ging den verantwortlichen Treibern immer wieder um Austausch, um Kommunikation, um Beteiligung und letztendlich um soziale Verantwortung.

Das Redaktionsteam ist in neuer Besetzung startklar und freut sich nun sehr, Sie weiterhin kritisch und umfassend zu informieren. Wir möchten mit Ihnen in den Dialog treten. Um dem Zeitgeist gerecht zu werden, wird es ab 2021 ein neues Format sowie einen neuen Titel geben. Auch machen wir uns schlau, welche sozialen Medien für Sie und uns gut nutzbar sind. Wir können Ihnen momentan noch nicht mit Konkreterem dienen, sind aber selbst schon ganz neugierig, was uns alles einfallen wird. Und wenn Sie Ideen haben, dann teilen Sie uns diese doch einfach mit. Sonja Grunau

50 Jahre sind seitdem vergangen. Ein halbes Jahrhundert. Eine lange Zeit. Viele Menschen haben mitgewirkt an unseren „informationen“, es gab kleine und größere Redaktionsteams, längere und kürzere Redaktionssitzungen. Es gab im wahrsten Sinne informative Ausgaben und aber auch eher blasse. Fünf Jahrzehnte sind ins Land gezogen. Manche von 7


Melanchthon-Kita Erntedank-Gottesdienst

Kinder und Eltern spenden reichlich für Diakonie-Lebensmittetüten

Traditionell findet der Erntedank-Gottesdienst am ersten Sonntag nach Michaelis (29.09.) statt. Dieses Jahr feierten wir unter freiem Himmel, an einem windigen, aber trockenen Tag vor dem Hauptportal der Kirche. Wie üblich beteiligte sich der Kindergarten an der Gestaltung des Familiengottesdienstes.

unterwegs ist. So ist dies eine Form der Nachbarschaftshilfe, die uns Menschen in Zollstock auch gedanklich näher zusammenbringt. Beim Gottesdienst im Freien wurden die vorgeschriebenen Abstände gewahrt, trotzdem war der Gottesdienst gut besucht und es entstand ein schönes Gemeinschaftsgefühl. Die Kinder hatten mit den Erzieher*innen zusammen zwei Lieder und ein englisches Gebet einstudiert, außerdem haben sie die Fürbitten formuliert und auch selbst vorgetragen. Pfarrer Mahn nutzte den Anlass, zwei neue Mitarbeiter*innen des Kindergartens, Neele Harder und Lisa Schwab, in die Gemeinde einzuführen. Die beiden jungen Erzieher*innen sind hier bei uns im Kindergarten gut angekommen und bereichern das Team mit wichtigen, frischen Impulsen für unsere pädagogische Arbeit. Wir haben Ihnen Neele schon in der letzten Ausgabe der „informationen“ vorgestellt. Brigitte Heming, Foto: Patrick Schubert

In jedem vergangenen Jahr haben die Kinder vorher geerntet, um den Ertrag in großen Körben an den Altar zu bringen. In diesem Jahr war es eine Ernte der etwas anderen Art: Für die DiakonieSprechstunde, die jeden Dienstag für bedürftige Menschen Lebensmittel bereithält, brachten Kinder, Eltern und Gemeindemitglieder haltbare Lebensmittel, um die Menschen damit zu unterstützen. Eine etwas andere Art der Erntedankgaben, die aber den Kindern deutlich machte, dass es durchaus auch in ihrer Nähe Menschen gibt, die Hilfe brauchen. Vielleicht schaut das eine oder andere Kind jetzt etwas aufmerksamer um sich, wenn es in Zollstock

Neu in der Kita… Mein Name ist Lisa Schwab, ich bin 27 Jahre alt und vor kurzem mit meinem Freund nach Köln-Sürth gezogen. Seit Juli 2020 arbeite ich als Erzieherin in der MelanchthonKita und unterstütze die DelfinGruppe. Vorher habe ich in der Kita Kartause in der Südstadt gearbeitet. 2019 habe ich meine Ausbildung zur Erzieherin am Berufskolleg Michaelshoven abgeschlossen. Auch wenn durch die aktuelle Situation vieles anders ist als sonst,

freue ich mich sehr auf die bevorstehende Zeit als Teil der Kita in Zollstock und dieser Gemeinde. In meiner Freizeit lese ich gerne und höre Musik oder ich verbringe Zeit mit Familie und Freunden. Der Erntedank-Gottesdienst, der draußen vor der Kirche stattgefunden hat und vom Team und den Kindern der Melanchthon-Kita mitgestaltet wurde, war für mich ein besonderes Erlebnis in der Gemeinde. Die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. 8


Junge Gemeinde Kirche ist wichtig fürs Gemeinwesen

Evangelische Beratungsstelle & Neugestaltung des Jugendkellers mens aus, erhielten wertvolle Tipps von Onkel Dose und hatten schon bald wirklich vorzeigbare Ergebnisse. Doch sollte es nicht nur beim „taggen“ bleiben, schließlich waren die Jugendlichen doch gekommen, um sich an der Spraydose auszuprobieren. Dazu wurde eine große Malerplane auf dem Gelände gespannt, auf der sich die Jugendlichen verewigen durften und ein erstes Gefühl für den Umgang mit der Spraydose kriegen konnten. Wenn das dann einigermaßen funktionierte, gab es die Möglichkeit, in Zweier-Teams eine eigene Leinwand zu gestalten. Mit einfachen Mitteln wurde große Wirkung erzielt – es entstanden Galaxy-Motive, Neonbilder und Wolkenlandschaften.

Unsere Kirche hat viel zu bieten. Einmal hier in Zollstock, wo wir versuchen für unsere Gemeindemitglieder ein möglichst buntes und breites Angebot zu schaffen. Aber auch auf Seite von Kirchenkreis und Kirchenverband gibt es viele Angebote, die in der allgemeinen Wahrnehmung manchmal untergehen. Kirche nimmt nicht nur ihre theologische Aufgabe war, sondern war und ist eine wichtige Institution unseres Gemeinwesens. Von den Gruppen und Kreisen vor Ort, über die Kindergärten in evangelischer Trägerschaft bis hin zu den vielen evangelischen Einrichtungen unseres Sozialwesens. Man kann also getrost sagen: „Hier findet man alles unter einem Dach.“ Eine dieser Einrichtungen, die Evangelische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wollen wir Ihnen kurz vorstellen. Mit ihren Standorten in Köln, Frechen und Bensberg ist die Evangelische Beratungsstelle breit aufgestellt. Die dortigen Fachkräfte aus den Bereichen Psychologie, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik und Recht bieten Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in so ziemlich allen Lebenslagen. Kindern und Jugendlichen steht die Beratungsstelle bei ihren individuellen Problemlagen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Angebote umfassen dabei sowohl therapeutische und beratende Maßnahmen als auch die Vermittlung in zielgruppenspezifische Angebote. Auch für Erwachsene hat die Beratungsstelle ein entsprechendes Angebot: bei Erziehungsfragen, bei Problemen in der Paarbeziehung, bei allgemeinen Lebenskrisen und Trennungsangelegenheiten. www.beratungsstelle.kirche-koeln.de

Zum Ende des Workshops hin bot sich nochmal Zeit, eines der Ziele unsere Workshops, die Neugestaltung einer Wand des Jugendkellers, wieder ins Auge zu fassen. In zwei Gruppen setzten sich die Jugendlichen zusammen, überlegten gemeinsam am Motiv und fertigten erste kleine Zeichnungen an. In der Gesamtgruppe wurden die erarbeiteten Motivideen vorgestellt und zu einer gemeinsamen Idee, mit der sich alle identifizieren können, zusammengeführt: Es soll eine durchbrochene Mauer entstehen, die den Blick auf das Weltall freigibt. Am nächsten Tag ging es weiter und gerade, als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und die Jugendlichen sich gerade die Spraydosen geschnappt haben, hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten nicht weitersprayen. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht und Onkel Dose hat uns zugesichert, uns im Jugendtreff zu besuchen und das Graffiti gemeinsam mit den Jugendlichen fertigzustellen. Darauf freuen wir uns schon sehr und warten bis dahin gespannt auf das Ergebnis! Philip Spelter

Graffiti-Workshop mit Onkel Dose

Am 22. und 23. Oktober war es endlich soweit: Nachdem unser lange geplanter Graffiti-Workshop bereits einmal verschoben werden musste, konnten wir diesen in den Herbstferien endlich umsetzen. Gemeinsam mit unserem Referenten Onkel Dose, einem professionellen Graffiti-Künstler aus Ehrenfeld, und elf Jugendlichen sind wir Donnerstagmorgen in den Graffiti-Workshop gestartet. Los ging es mit einer kurzen Einführung in die Geschichte des Graffiti, das Thema Legalität und Illegalität sowie die verschiedenen Stilrichtungen, die man in der Graffiti-Kunst finden kann. Dann wurde es aber auch schnell praktisch: Die Jugendlichen sollten ihren Namen als „tag“ darstellen und sich damit ein eigenes Namensschild gestalten. Als „tags“ bezeichnet man im Graffiti unter anderem die typischen Schriftzüge, mit denen die Künstler sich an ihren Kunstwerken verewigen. Mit aller Kreativität tobten sich die Teilnehmenden um die Gestaltung ihres Na9


Kirchenmusik-Nachrichten Vater und meiner Schwester gemeinsam Blockflöte gespielt. Im Rückblick weiß ich, dass diese Zeiten Qualitätszeiten waren, bei denen so viel mehr mit vermittelt wurde als nur das richtige Abspielen von Tönen. Wagt es einfach! Ich wünsche viel Freude.

Die Corona-Pandemie nimmt ihren nicht planbaren Verlauf und schränkt unser Leben auf verschiedenen Ebenen wieder ein. Aber einen Lichtblick oder Lichtklang hatten wir: Lieder- & Lyrik-Abend und Corona Am Freitag, 9.10., hat der Lieder- & Lyrik-Abend mit acht Mitwirkenden vor einem erlesen kleinen Publikum stattgefunden. Die solistischen Beiträge von Achim Wenzel (Gesang & Gitarre) und Hartmut Neubauer (Flügel) wurden umrahmt vom Ad-hocChor, der eine Percussion-Klanginstallation und Chorlieder zum Thema „Liebe und Freundschaft“ beitrug. Wie sehr sehnen sich die Menschen nach kulturellen Veranstaltungen, hier ganz besonders nach Konzertmusik. Sie gibt uns Zeit, in eine ganz andere Welt einzutreten, die die Probleme dieser Welt verwandeln kann in ganz neue Sphären. Wie sehr tut das der Seele gut – nicht nur für die Zuhörenden, sondern auch für die Mitwirkenden.

Eins bleibt doch: Singen im Gottesdienst und Corona Vor dem November-Lockdown haben wir als Gemeinde im Gottesdienst nicht singen dürfen, aber nach dem Gottesdienst haben wir mit größerem Abstand auf dem Kirchenvorplatz nochmal alle Lieder zur Klavier- oder Bandbegleitung im Block gesungen. Jetzt ist das auch untersagt. Für die Gemeinde darf ein*e Vorsänger*in oder eine Vorsingegruppe mit den bekannten Abstandsregeln im Gottesdienst singen. Da Gospelchor und Ad-hoc-Chor nur aus sieben bis acht Menschen bestehen, dürfen sie im Gottesdienst mitwirken. So hat der Gospelchor den Buß- und Bettag-Gottesdienst mitgestaltet. Der Adhoc-Chor wirkt beim WDR-Fernseh-Gottesdienst (So 13.12. um 10.15 Uhr) mit.

Umso mehr schmerzt dieses: Orgelkonzert und Corona ORGELKONZERT „Zwischen zarten Flötentönen und voller Orgel“, das für den 8.11. angelegt war, muss nun ein weiteres Mal verschoben werden. Der momentane November-Lockdown erlaubt keine kulturellen Veranstaltungen. Es wird wieder aufgerufen, wenn im Frühjahr die Infektionszahlen (hoffentlich) wieder sinken werden.

Wir wagen es: Musikalische Advents-Vesper und Corona Am 2. oder 3. Advent ist viele Jahre unser alljährliches Adventskonzert mit allen kirchenmusikalischen Gruppen unserer Gemeinde und Solist*innen über die Bühne gegangen; mit Liedern zum Zuhören und Mitsingen für die Gemeinde. Durch die strengen Abstandsregeln und das Ansteckungsrisiko für die hauptsächlich ältere Generation kann es dieses Jahr nicht in der traditionellen Form stattfinden. Insbesondere der Melanchthon-Frauenchor mit Ingrid Bonnat, der Zollstocker Bläserkreis mit Walter Raab und das Zollstocktett mit mir können unter den derzeit herrschenden Beschränkungen und Risiken nicht proben. Wir wünschen euch alles erdenklich Gute, haltet durch, auf dass ihr bald wieder gemeinsam proben und mitgestalten könnt! Wir laden alle herzlich zur Musikalischen Advents-Vesper ein:

Was bleibt? Zuhause und Corona Wir werden zurück verwiesen auf das eigene Zuhause. Die Zerstreuung draußen ist herunter gefahren, und ich höre: nichts. Keine Weihnachtsmarktmusik, ob von CD oder von Musikgruppen, keine Weihnachtskonzerte, weil die Chöre im Moment nicht proben dürfen, wenig Stimmengewirr von Weihnachtsgeschenke einkaufenden Menschen in den Fußgängerzonen, weil vieles ja über das Internet gekauft werden kann, keine Weihnachtsfeiern in den verschiedensten Zusammenhängen und Gruppen… Ich habe den Verdacht, dass es dieses Jahr eine sehr stille Advents- und Weihnachtszeit wird. Eigentlich ist genau das ja gemeint: Advent als Zeit zum Innehalten, Advent als Zeit zuhause.

Musikalische Advents-Vesper

„In der Dunkelheit leuchtet uns ein warmes Licht“

Sonntag, 6. Dezember um 16 und 18 Uhr Geistliche Worte & festliche Musik zum Zuhören mit: Melanchthon-Gospelchor, Ad-hoc-Chor, „Mein Streichquartett“ (mit Susanne Schubert) Barbara Bannasch, Leitung/Orgel. Bitte melden Sie sich für 16 oder 18 Uhr im Gemeindebüro, Tel. 0221936436 - 10 oder koeln-zollstock@ekir.de, an.

Und darin sehe und höre ich eine große Chance: Hausmusik und Corona Wie wäre es, wenn Sie in Ihren Familien und Lebenssituationen ganz einfach die vertrauten Adventsund Weihnachtslieder singen oder spielen? Zuerst wird es vielleicht ein wenig kratzig klingen oder ein wenig stolpernd gespielt sein. Aber vielleicht kommt das Selbstvertrauen in die eigenen musikalischen Fähigkeiten wieder und es entsteht im eigenen Zuhause eine wärmende Gemeinschaft. Früher hat sich die Familie ganz selbstverständlich zu solchen Hausmusikrunden getroffen. Auch ich habe mit meinem

Eine besinnliche und friedvolle Adventsund Weihnachtszeit wünscht Barbara Bannasch 10


Kleine Kirchenkunde Warum ist Ostern immer sonntags und Weihnachten nicht? Ein Blick ins Kirchenjahr

samstag und die österliche Freudenzeit, von Ostersonntag bis Pfingstmontag.

Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt? Jedes Jahr ist Ostern an einem Sonntag. Weihnachten aber ist Jahr für Jahr am 25. Dezember, ganz egal, welcher Wochentag gerade ist. Was dahintersteckt zeigt ein genauer Blick auf das Kirchenjahr.

Schon die Namen der Feste lassen erkennen, dass sie immer an bestimmten Wochentagen gefeiert werden: Aschermittwoch immer an einem Mittwoch, Ostersonntag an einem Sonntag und Pfingstmontag an einem Montag. Nach der biblischen Ostergeschichte wird Jesus an einem Freitag (Karfreitag) gekreuzigt und stirbt. Nach drei Tagen, am Sonntag (Ostersonntag), ist er von den Toten auferstanden. Der Sonntag wird so zum Herrentag und Ostern immer an einem Sonntag gefeiert.

Die erste Besonderheit im Kirchenjahr steckt schon darin, dass es nicht am 1. Januar beginnt. Der kirchliche Kalender beginnt mit dem 1. Advent. An diesem Tag beginnt der sogenannte Weihnachtsfestkreis. Zusammen mit dem Osterfestkreis gliedern diese beiden Festkreise das Kirchenjahr. Mit dem Weihnachtsfestkreis beginnt das Kirchenjahr. Er umfasst den Advent, mit den vier Adventssonntagen, die Weihnachtszeit, von Heiligabend (24. Dezember) bis zum zweiten Sonntag nach Weihnachten und die Epiphaniaszeit, mit dem Epiphaniasfest und den folgenden Sonntagen.

Auch, dass der Gottesdienst jede Woche am Sonntag gefeiert wird und wir sonntags frei haben, liegt daran, dass der Sonntag der Tag der Auferstehung ist. Alle weiteren Feste im Osterfestkreis richten sich nach Ostern. So ist Himmelfahrt, am 40. Tag der Osterzeit, immer ein Donnerstag und Pfingsten, am 50. Tag, immer ein Sonntag.

Dass Weihnachten (25.12.) und Epiphanias (6.1.) dabei immer genau am selben Tag gefeiert werden, liegt daran, dass sich dieses Feste nach dem Sonnenkalender richten, der auch unseren „normalen“ Kalender bestimmt.

Der Ostertermin richtet sich dabei nicht nach dem Sonnen- oder nach dem Mondkalender. Ostern ist immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Da der Weihnachtsfestkreis fest in unserem (Sonnen-) Kalender verankert ist, der Osterkreis aber immer ein wenig durch das Jahr wandert“, muss ein „Puffer“ geschaffen werden.

In etwa 365,25 Tagen kreist die Erde einmal um die Sonne und ordnet so das Sonnenjahr. An Weihnachten wird Jesus, das Licht der Welt, geboren. Das Weihnachtsfest wurde daher auf den Tag festgelegt, an dem die kurzen Wintertage wieder länger werden und es so heller wird. Das Licht der Welt ist da. Nach der Epiphaniaszeit beginnt der Osterfestkreis. Zu ihm gehören die Vorpassionszeit, die Passionszeit, von Aschermittwoch bis Kar-

Dies ist der Grund, warum es jedes Jahr eine unterschiedliche Anzahl an Sonntagen nach Epiphanias und nach Trinitatis, dem Fest der Dreieinigkeit, gibt. Oliver J. Mahn 11


Menschen aus Zollstock Herr Mennenöh, wie hat das Leben Sie nach Zollstock gebracht? Seit zwei Weihnachten sind wir in Zollstock ansässig, aber mit einer langen Zollstocker, Kölner und evangelischen Tradition. Mein Vater lernte meine Mutter auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln kennen, und zwar schon im Jahr 1965. Ich selbst spielte als Kind, wenn ich zu Besuch bei meiner Tante war, auf dem Spielplatz am Kalscheurer Weg. Seit wir nach Zollstock gezogen sind, haben die Kinder viele neue Freunde kennen gelernt. Gleich bei Einzug in die neue Wohnung waren unsere beiden Kinder, sechs und drei Jahre alte Jungen, begeistert: Auf der Straße (!) hatten andere Kinder ein buntes Bild mit Kreide gemalt. Auch wenn das wohl ein Zufall war – die Familie sah es als Willkommensgruß und wir fühlten uns angekommen. An Zollstock schätzen wir als Familie sehr, dass es kein gentrifiziertes, sondern ein bunt gemischtes Viertel ist, in dem viele Nationalitäten und Menschen aller Couleur ihren Platz haben. Das setzt sich auch in der Kirchengemeinde fort, jeder darf sich willkommen fühlen. Da wir vorher mitten in der Innenstadt über der Buchhandlung gewohnt hatten, in deren Nachbarschaft wenige Kinder lebten, erweist sich jetzt Zollstock mit seinen vielen Familien als ideales Viertel, in dem unsere Kinder eine glückliche Kindheit verbringen. Meine Frau ist Übersetzerin und interkulturelle Götz Mennenöh, Buchhändler Trainerin, kommt aus Irland. Sie ist Menschen und verschiedenen Kulturen und Lebensweisen gegen- riert. Dafür musste eine eigene Firma gegründet über schon berufsbedingt sehr aufgeschlossen. Der werden, dann wurden die Planungs- und Verantworgroße Sohn geht bereits in die Nikolaus-Schule, der tungsbereiche aufgeteilt. Rechtlich ist das dann für Kleine ist noch in der Kindertagesstätte in der die wenigen Tage des Kirchentags ein vollwertiges Apostelnkirche, in die mein Bruder und ich schon Buchgeschäft, das danach wieder komplett abgewigegangen sind. Ganz verbunden fühlen wir uns der ckelt wird. 2007, also fast fünfzig Jahre später, stanAntoniterkirche, mein Bruder und ich wurden dort den dann mein Bruder und ich bereit, um als nächsgetauft und konfirmiert. Dort habe ich meiner Frau te Generation mit anderen evangelischen Buchhänddas Jawort gegeben und die eigenen lern der Region Kinder wurden da getauft. Es gibt „Unsere Buchhandlung ist DIE diese Buchhandalso in der Familie eine starke Verevangelische Buchhandlung in Köln. lung des Kirchenwurzelung mit einer Heimatgemeinde. Vor über 150 Jahren von Carl Roemke tages erneut zu Diese starken Wurzeln sollen jetzt organisieren. Insals erste evangelische Buchhandlung auch in der neuen Heimat Zollstock gesamt ca. 120 im katholischen ‚Cöln‘ gegründet“ zu unserer neuen Gemeinde entstePersonen sorgten hen. für einen reibungslosen Ablauf. Für dieses Riesenprojekt mit großem Lernfaktor muss zum Glück Ihr beruflicher Werdegang ? nicht alle zwei Jahre das Rad neu erfunden werden. Meine Eltern sind selbst Unternehmerkinder von Erfahrungen werden in einem Ordner gesammelt evangelischen Buchhändlern. Ich bin mittlerweile und an die Organisatoren der nächsten Kirchentagsmütterlicherseits in vierter Generation Buchhändler, buchhandlung weitergegeben. die Eltern haben sich ja auf dem Ev. Kirchentag 1965 in Köln kennengelernt, als die elterlichen Fir- Unsere Buchhandlung in der Apostelnstraße ist DIE men zusammen mit anderen evangelischen Buch- evangelische Buchhandlung in Köln. Vor über 150 händlern die auf dem Kirchentag übliche Buchhand- Jahren, nämlich 1865, wurde sie von Carl Roemke lung organisierten. Aus der „Vereinigung Evangeli- als erste evangelische Buchhandlung im katholischer Buchhändler und Verleger“ werden die Aus- schen „Cöln“ gegründet. Also zu der Zeit, als in richter des Buchladens für den Kirchentag requi- Amerika Bürgerkrieg herrschte und die Indianer 12


Menschen aus Zollstock Spielen die neuen Medien insgesamt eine wichtige Rolle in der Buchlandschaft? Auch ebook-Reader sind selbstverständlich mit im Sortiment. Vorteil der Reader: in den Urlaub verschiedenste Bücher verschiedenster Genres mitzunehmen und nach Lust und Laune zu switchen. Nachteil ist, dass das Visuelle der Buchgestaltung weniger im Gedächtnis hängen bleibt. Die Verbindung von Buch-Cover mit Titel und Autor des jeweiligen Buches prägen sich nicht mehr so gut ein. Es gibt die meisten Bücher als ebook, die alle in der Buchhandlung bestellt werden können. Nur die Kindle-Reader sind ganz von Amazon abhängig und damit von gängigen Buchhandlungen abgekoppelt.

verfolgt wurden, als Wilhelm Busch sein „Max und Moritz“ schrieb, steckte Herr Roemke im wohlgeordneten Preußen jeden Morgen seinen großen Bartschlüssel in die Tür seiner Buchhandlung. „Die ehemals unterdrückte Minderheit der evangelischen Kölner wird zusehends zu einer selbstbewussten Oberschicht. Gerade einmal fünf Jahre vor Firmengründung wurde die wegen der zu klein gewordenen Antoniterkirche erbaute Trinitatiskirche fertiggestellt.“ (Jubiläumsflyer der Buchhandlung Roemke) Über Kreuzgasse, Hohestraße, Krebsgasse führt der Weg der Buchhandlung 1956 in Apostelnstraße, die im Stil der fünfziger Jahre gestaltet ist. Rein wissenschaftliche Literatur ist bei uns wenig zu finden, da Köln keine theologische Fakultät hat. Aber das Angebot an verschiedenen Bibeln und Bibelübersetzungen ist sehr groß, auch eine große Auswahl an verschiedensten Kinderbibeln sind im Bestand. Literatur zu Alltagstheologie, Lebenshilfe, Glaube, Theologie allgemein und alles für den täglichen Gemeindebedarf findet sich bei Roemke. Auch Herrnhuter Sterne gibt es immer schon, als Kind habe ich sie schon zusammengebaut, damit sie das Geschäft zur Weihnachtszeit schmückten. Eine kleine Island-Abteilung ist aus persönlicher Leidenschaft meines Großvaters für die Insel entstanden.

Warum sind die kleinen Buchläden wichtig? Kleine Buchläden bieten gegenüber großen Ketten oder Online-Händlern fachliche Beratung, eine Übersichtlichkeit des Angebotes, eine aktuelle Auswahl und vor allem eine vorausgewählte Qualität einer Sortimentsbuchhandlung, also ein ausgesuchtes Angebot, das mit viel Fachwissen und Mühe zusammengestellt wird. Wie haben Sie die Veränderungen erlebt, die Corona mit sich bringt? Die Corona-Zeit ist für uns Buchläden natürlich auch eine schwierige Zeit. Online-Bestellungen wurden mit dem Fahrrad ausgefahren, denn die Post war überlastet, Amazon war überlastet, aber die Bücher von Roemke kamen zeitnah zum Kunden. Die Stimmung in der Innenstadt war während des Lockdowns gespenstisch, alle Geschäfte waren zu und niemand unterwegs. Ich hoffe, dass uns das nicht wieder droht, denn ein Schwinden der Geschäfte bzw. der Einzelhändler bedeutet schwindende Lebensqualität. Schwierig finde ich, dass durch Corona der andere Mensch nicht mehr als Sozialpartner, sondern als potenzielle Bedrohung gesehen wird, das überträgt sich auch auf die Kinder. Die Fäden des Lebens reißen, weil z.B. regelmäßig geplante Treffen mit Freunden immer wieder abgesagt werden oder der Kindergottesdienst eine Zeitlang nicht stattgefunden hat. Es ist für mich und meine Frau mühsam, die gerissenen Fäden wieder zusammenzubinden und in einen „neuen alten“ Rhythmus zu finden. Das soziale Leben zerfasert, es gibt einen neuen Rhythmus, der aber immer wieder neu gestört wird durch die Einschränkungen der Corona-Reglementierungen.

Welche Literatur liegt Ihnen besonders am Herzen? Ein Buchhändler kommt in einer persönlichen Vorstellung sicher nicht daran vorbei, über Literatur zu sprechen. Wichtige Bücher sind für mich „Der Untertan“ von Heinrich Mann, die „Buddenbrooks“, „Der Zauberberg“, also große Klassiker der deutschen Literatur. Zuletzt habe ich mit Vergnügen das Buch “Konzert ohne Dichter“ von Klaus Modick gelesen, ein Roman rund um die Worpsweder Künstlerkolonie. Es muss aber nicht immer schwere Kost sein, es ist auch schön, sich von einem Buch berieseln zu lassen, zum Beispiel von den Krimis von Volker Kutscher. Sie spielen in der Weimarer Zeit und sollten unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Spannend finde ich Bücher, die in andere Zeiten eintauchen, Geschichte und geschichtliche Zusammenhänge bzw. Parallelitäten zum Thema haben. Das ideale Geburtstagsgeschenk für mich wäre eine Zeitmaschine, in der ich diese Zeiten live und in Farbe besuchen könnte. Welche Bücher sind Ihnen für Ihre Kinder wichtig? Unseren Kindern lesen wir gern deutsche und irische Märchen vor, natürlich auch alles von Ottfried Preußler für den Älteren, unser jüngerer Sohn hat gerade sehr viel Spaß an Tiptoi-Büchern und an seiner Tonie-Box. Beides sind Verbindungen von Geschichten, Büchern und modernen Medien, die schon den Kleinsten auf einfache Weise und kindgerecht zugänglich sind. Hörbücher sind mir für Kinder wichtig, damit sie lernen, zuzuhören, Texte zu erfassen und zu verstehen.

Auch im Kindergarten dürfen die Eltern das Gebäude coronabedingt noch nicht betreten; es ist deutlich spürbar, dass durch die Corona-Einschränkungen das Miteinander anonymer wird, die Eltern haben wenig Einblick in den Kindergartenalltag, die Corona-Situation beeinträchtigt auch hier den vertrauten Umgang. Interview und Foto: Brigitte Heming 13


Diakonie Brockensammlug - wer sammelt hier was und für wen?

Sozial, umweltverträglich und ethisch handeln

rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Bethel eine der größten diakonischen Einrichtungen Europas.

Ich möchte Ihnen heute ein Projekt vorstellen und ans Herz legen, das uns als Gemeindeleitung ein Anliegen ist. Auf dem Grundstück unseres Gemeindezentrums, neben dem Eingang zum Gemeindebüro, stehen drei Sammelcontainer für Altkleider. Viele von Ihnen werden diese kennen und nutzen. Die Kleidersammlung – Brockensammlung genannt – erfolgt im Namen der Stiftung Bethel. „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme“, steht im Johannesevangelium. Mit diesem Leitspruch wurde die Brockensammlung der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel 1890 ins Leben gerufen. Seit über 150 Jahren setzen sie sich für Menschen ein, die Hilfe brauchen: Behinderte, kranke, alte oder sozial benachteiligte Menschen. Die Brockensammlung ist heute der größte Secondhandverkauf in Bielefeld und Umgebung. Und der Leitspruch gilt immer noch.

Recycling ist nicht nur gut für die Umwelt, es schafft Arbeitsplätze und ist auch aus sozialer Sicht empfehlenswert. Was vor 130 Jahren begann, ist heute dank der Hilfe von rund 4.500 Kirchengemeinden und ca. 400 Kleidercontainern in Deutschland aktueller denn je. Knapp 15.000 Tonnen Alttextilien werden der Brockensammlung Bethel jedes Jahr anvertraut. Dank dessen können in der Brockensammlung rund 100 Menschen beschäftigt werden. Davon haben 20 Mitarbeiter*innen eine Beeinträchtigung, die es ihnen erschwert, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Darüber hinaus arbeiten 30 Fahrer und Ladehelfer für die Sammlung. Sie holen die gespendeten Textilien und Schuhe in den Kirchengemeinden ab und bringen diese Die Gründung geht auf eine Idee des damals in zu den Sortierbetrieben. Auch hier wird das Thema Bethel lebenden Karl Schnitger zurück. Er regte sich „Inklusion“ großgeschrieben. darüber auf, dass zu viele Dinge – obwohl nur leicht Die Brockensammlung Bethel ist Mitglied im Dachbeschädigt – einfach weggeworfen wurden. Auf sei- verband FairWertung e.V. Sie setzt sich für einen ne Anregung hin soll Pastor Friedrich von Bodel- sozial- und umweltverträglichen sowie ethisch verantwortbaren Umgang mit geschwingh im Herbst 1890 den brauchter Kleidung ein (vgl. Aufruf unter den Leitvers „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme“, www.fairwertung.de). Die direkt „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme” ge- heißt es im Johannesevangelium. in Bethel ankommenden Sachen werden in der Brockensammlung stellt haben. Man bat die Bevölkerung Bielefelds und der Umgebung um Zusen- „An der Tonkuhle“ in Bielefeld-Bethel sortiert und dung nicht mehr benötigter Kleidung, Bilder, Mün- dort im Second-Hand-Laden verkauft. Die Textilien, zen, Uniformen und ähnlicher Dinge. Die Resonanz die keine Verwendung im Laden finden, werden auf diesen Aufruf war so groß, dass der vorgesehene nach den Kriterien des Dachverbandes an geprüfte Lagerschuppen bald nicht mehr ausreichte. Bereits Sortierbetriebe verkauft. Dort werden sie von ge1891 wurde ein eigenes Gebäude gebaut, in dem die schultem Personal von Hand sortiert. Die Erlöse abgegebenen Spenden repariert und wieder verkauft kommen dann wieder der Arbeit Bethels zugute. wurden. Doch die Werkstätten, in denen Sachspen- Hierbei gilt: je hochwertiger die Spende, desto höher den repariert wurden, lohnten sich auf Dauer nicht. die Erlöse, die mit ihr erzielt werden können. Die Stattdessen sind in Bethel seit den 1970er Jahren Brockensammlung ist darauf angewiesen, dass die immer mehr Werkstätten für Menschen mit Behin- gespendeten Kleider und die Gebrauchsgegenstände derungen entstanden, in denen sie individuell geför- sauber und tragbar sind. Denn nur Ware, die intakt dert werden. Neben der Brockensammlung entstan- ist, lässt sich verkaufen. Und die Ware geht in den den weitere Arbeitsfelder. Mittlerweile ist Bethel in Wiederverwertungskreislauf, ein wichtiger Beitrag acht Bundesländern an 280 Standorten aktiv. Mit zum Umweltschutz. 14

14


Diakonie Wiederholt haben Medien negativ über den Export über entscheiden und nicht von Europäern gesagt von Second-Hand-Kleidung nach Afrika berichtet bekommen, was gut und richtig ist. und behauptet, dass Alttextilexporte die einheimischen Textilindustrien zerstören. Dabei hat der Nie- Ein aktuelles Problem der Brockensammlung in dergang der Textilindustrien in afrikanischen Län- Deutschland besteht darin, dass immer mehr minderdern vielschichtige Gründe: Internationale Handels- wertige Bekleidung abgegeben wird, so genannte abkommen wie beispielsweise das Welttextilabkom- Fast Fashion aus „Billigketten“. Das Ganze hat dann men (1995) und der African Growth and Opportuni- natürlich zur Folge, dass die Qualitäten im Altkleity Act (2000) begünstigten die Entstehung der Tex- dercontainer immer schlechter werden und die Mentilindustrie in einigen Ländern Afrikas. Nachdem gen zunehmen. Die Erlöse schrumpfen und man diese Abkommen ausliefen, verschwand auch die muss zusehen, wie man noch rentabel arbeiten kann. lokale Textilindustrie. Dies geschah jedoch unabhän- Aus diesem Grund hat Bethel die Leerung der Congig vom Import der Gebrauchtkleidung. Zudem ver- tainer im Kölner Raum und auch bei uns an den Kolagerte sich in den vergangenen Jahrzehnten die in- operationspartner BreEnt abgeben, der nach denselternationale Textilindustrie weitgehend nach Asien ben Vorgaben des Dachverbandes arbeitet, wie die Stiftung Bethel. Jede Woche kommt der Fahrer und mit kostengünstigen Produktionsstätten. Hunderttausen- „Ich habe schon oft in der Brockensamm- leert unsere Container. Mode Arbeitsplätze wanderten lung gebrauchte Kleidung gekauft. Es ist mentan ist es leider so, dass die Container nicht immer so nicht nur aus Afrika, sondern ein ‚Shoppingerlebnis‘ der besonderen regelmäßig geleert werden. auch aus Europa und Ameri- Art, sehr beliebt in Bethel, Bielefeld und Das ist u.a. auch der momenka nach Asien ab. Umgebung. Man findet immer etwas. tanen Corona-Pandemie geEs ist ein tolles Projekt, in dem viele Men- schuldet. Um diese Thematik besser schen arbeiten, die auf dem Arbeitsmarkt beurteilen zu können, starte- sonst keine Chance haben“, sagt Claudia Corona hat ein neues Phänote FairWertung 2003 mit Lautner, Gemeindemitglied und Diakonis- men gebracht. Die Menschen finanzieller Hilfe des Evanse der Sarepta Schwesternschaft Bethel. haben Zeit und sortieren im gelischen EntwicklungsdienHaushalt alles aus, was nicht stes (EED) das zweijährige „niet- und nagelfest“ ist. DaDialogprogramm „Gebrauchtkleidung in Afrika“. zu kommt, dass auch viele Betriebe (u.a. Partner der FairWertung führte dabei Marktuntersuchungen und Stiftung Bethel) ihre Angestellten in Kurzarbeit geInterviews in Tansania, Kamerun und Mali durch. Es schickt haben und mit der Leerung nicht mehr hinkamen auch Rückmeldungen aus weiteren afrikani- terher kommen. Viele gemeinnützige Sammlerorgaschen Ländern. Das Ergebnis: Secondhand-Kleidung nisationen haben ihre Container schon geschlossen, ist unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingun- weil sie nicht mehr wissen, wohin mit den Spenden. gen in vielen afrikanischen Ländern nicht wegzuden- Das erhöhte Sammelvolumen füllt die Lager und die ken. Hauptgrund ist die geringe Kaufkraft. Außer- geschlossenen Ländergrenzen lassen keinen „Abdem gibt es kein ausreichendes und erschwingliches fluss“ mehr zu. Die Brockensammlung arbeitet im Bekleidungsangebot aus lokaler Produktion. Die auf Moment jedoch noch wie bisher! den Märkten angebotene Neuware kommt überwiegend aus China, ist aber oft von minderer Qualität. Unsere Bitte: Stellen Sie keine Säcke neben die ConDie Kunststofffasern sind für die klimatischen Be- tainer, wenn diese voll sind, sondern geben Sie sie dingungen in Afrika obendrein ungeeignet. Second- im Gemeindebüro zu den Öffnungszeiten ab. Es wähand-Kleidung ist daher weit verbreitet. Der Handel re sehr schade, wenn Ihre Spenden weggeworfen mit Gebrauchtkleidung verschafft vielen Menschen werden müssen, weil Säcke aufgerissen und durchArbeit und Einkommen. Viele Schneider*innen le- wühlt werden und der Inhalt nass wird. Wir samben vom Umarbeiten oder „redesign“ der Gebraucht- meln auch weiter Briefmarken und Brillen. textilien. Ob Neues, Gebrauchtes, Traditionelles oder Über Ihre Fragen und Anregungen freuen wir uns. Ulrike Pickert, Diakoniekirchmeisterin Modernes – in jedem Fall möchte jede*r selbst dar15

15

Infoquelle, Fotos: von Bodelschwingsche Anstalten Bethel


Gott und die Welt Besser unverpackt

Es ist halt ein echt toller Laden geworden! Auf jeden Fall freue ich mich immer, wenn ich da bin. Macht man etwas für die Umwelt, wenn man unverpackt einkauft? Johanna: Ja, auf jeden Fall, weil ich es gut finde, wenn sich Menschen um die Umwelt kümmern. Tabea: Ja, dann sterben weniger Tiere, so wie Delfine und Wale. Mittlerweile glaube ich, da sind mehr Plastikteile im Meer als Tiere.

Viele kennen ja meinen Mann Boris (Presbyter) und mich (Kinderkirche), aber hier möchte ich mal meine Kinder zu Wort kommen lassen! Längst unserem Gemeindekindergarten entwachsen, denken die beiden gründlich über die Schöpfung nach, und seit ich im „ZollstockUnverpackt“-Geschäft auf dem Höninger Weg arbeite, sind sie voller Begeisterung mit dabei. Vielleicht können Tabea und Johanna Sie ansteWelche Produkte kauft Ihr am liebsten? cken mit dem Gedanken, Genuss und ökologisches Tabea: Die Süßigkeiten! Am liebsten die BrombeeBewusstsein zu verbinden. ren in weißer Schokolade. Johanna: Schokokugeln mit Milchknuspercreme, die Herzlichst Ihre Josefa Raab sind sehr lecker! Und Müsli, Seife und eigentlich von jedem etwas. Es gibt dort auch so Brotdosen aus Metall, die wünsche ich mir noch! Wie gefällt Euch die Atmosphäre im Geschäft? Tabea: Sehr schön, weil man da auch wirklich beraten wird. Johanna: Sehr gut! Es sind schöne Farben, auf jeden Fall schön hell. Und das Team ist so nett! Bringt Ihr eigene Gefäße zum Einkauf mit? Johanna: Ja, das mache ich immer. Man kann es halt so machen, aber man muss nicht. Es gibt auch Behälter zu kaufen. Man kann auch gereinigte Gläser (Marmelade, Obst usw. mit Deckel) spenden für andere Einkäufer*innen. Tabea: Ja! Wobei ich die silbernen Metalldosen sehr günstig und schön finde.

Josefa, Tabea und Johanna Raab Was findet Ihr an ZollstockUnverpackt so toll? Tabea: Dass man sich dort selber die Sachen nehmen kann. Johanna: Dass du dort arbeitest, Mama, und dass ich dann auch kassieren kann…

Der 28. Frauentag des Kirchenkreises Köln-Süd 2021 im Berufsförderungswerk Michaelshoven ist abgesagt worden. Das Vorbereitungsteam freut sich darauf, Sie alle 2022 wieder zu sehen.

5. März 2021 ist Weltgebetstag der Frauen - aus Vanuatu „Worauf bauen wir?“, lautet das Motto des Weltgebetstags der Frauen aus Vanuatu, einem Inselstaat im Pazifik westlich von Australien. Im Mittelpunkt steht der Bibeltext Matthäus 7,24-27: „Denn nur das Haus, das auf festem Grund steht, werden Stürme nicht einreißen.“ Die 83 Inseln sind stark vom Klimawandel betroffen, obwohl Vanuatu keine Industrienation ist und kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch ihr Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Weiterlesen: www.weltgebetstag.de Für den Weltgebetstag und für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft engagieren sich Frauen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg seit über 100 Jahren. Auch bei uns finden am 5. März 2021 Gottesdienste statt. Orte und Zeiten erfahren Sie über Plakate und die Homepage. 16


Gruppen und Kreise der Gemeinde AA - Anonyme Alkoholiker

i

Wegen der Corona-Pan demie fallen zur Zeit zahlreic he Veranstaltungen aus. Das betrifft au Gruppen und Kreise. W ch unsere ir Diakonie-Sprechstunde informieren Sie gerne Unterstützung für Obdachlose und hilfsbedürftige Zollstocker*innen Bitte rufenüber den aktuellen Stand. Sie im Gemeindebüro an jeden Di ab 18 Uhr im Foyer der Melanchthonkirche oder schauen auf unser e Homepage.

jeden Do 20 - 22 Uhr im Gemeindesaal (Nebeneingang) Kontakt: Klaus, Tel. 42 74 56

FrauenTreff

im Gemeindesaal, jeden 2. + 4. Do im Monat von 15.30 - 17 Uhr Ansprechpartnerin: Margarete Grote, Tel. 02233 - 92 32 92

Gottesdienstvorbereitungskreis

im KU-Raum, Mi 18.30 Uhr nach der Abendandacht Ansprechpartner: Pfarrer Mahn und Prädikant Achim Wenzel (vgl. S. 20)

Hatha-Yoga

im KU-Raum, Di 10 - 11.30, Leitung: Katharina Huxol, Katharina.Huxol@posteo.de

Jugendtreff ab 12 Jahre

im Gemeindezentrum, wöchentlich donnerstags ab 17 Uhr Leitung: Philip Spelter (vgl. S. 20)

Kidstreff - für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren

im Gemeindezentrum, 1 mal im Monat samstags, am 23.01. | 13.02. | 06.03. | 17.04. Leitung: Philip Spelter

Kinderkirchen-Team im KU-Raum, 1 mal im Monat mittwochs 20.15 Uhr, i.d.R. in der letzten Woche des Monats Infos im Gemeindebüro (vgl. S. 20) Kreativteam - 2 Basare im Jahr - der Erlös ist für Kinder & Jugendliche der Gemeinde im Sitzungszimmer, jeden Mo, 15 - 17 Uhr Leitung: Ellen Schulz, Tel. 360 18 16, und Birgitt Baumann Melanchthon-Frauenchor

im Kirchsaal, Di 17 - 18.30 Uhr, Leitung: Ingrid Bonnat, Tel. 36 64 41

Melanchthon-Gospelchor

im Kirchsaal/KU-Raum über Hauptportal, Mo 20 - 21.30 Uhr, Leitung: Barbara Bannasch (vgl. S. 20)

Melanchthon spielt! Spielen Sie Brettspiele aller Art mit uns

alle 14 Tage donnerstags in den ungeraden Wochen! 03.12. | 17.12. | 07.01. | 21.01. | 04.02. | 18.02 jeweils 18 - 22 Uhr im Foyer

Schachgruppe für Erwachsene

im Gemeindesaal, Di ab 19 Uhr, Kontakt: Hubert Sistig, Tel. 38 49 20

Schachtraining für Kinder

im Gemeindesaal, Mi 17.30 - 19 Uhr für Kinder ab 8 Jahre, Kontakt: Jerri Ansari, Tel. 0163 - 5 41 79 18

Seniorenkreis

im Gemeindesaal, jeden 1. + 3. Mi im Monat, 15 - 16.30 Uhr Leitung: Birgitt Baumann, Tel. 39 79 844

Schmetterlinge

Gruppe für Eltern von Kindern mit Wahrnehmungs- und Bewegungsauffälligkeiten 1. Mo im Monat, 19.30 - 21.30 Uhr in der Bücherei, www.schmetterlinge-adhs-koeln.de

Zollstocker Bläserkreis

im Kirchsaal, jeden Do. 19 - 20.30 Uhr, Leitung: Walter Raab, Tel. 36 18 13 17


Glaube & Seelsorge Melanchthonkirche

Taufen 2021

Coronabedingt taufen wir nicht nur in jedem 3. Sonntagsgottesdienst im Monat, sondern bieten zusätzliche Termine auch an Samstagen an. Bitte sprechen Sie mit Pfarrer Mahn, Tel. 0221 - 936 436-20 oder erkundigen sich im Gemeindebüro. Melanchthonkirche

Melanchthonkirche

Neuanmeldungen für die Konfirmation 2022 nehmen wir gerne entgegen. Am einjährigen Konfi-Kurs können alle Jugendlichen teilnehmen, die im Jahr der Konfirmation 14 Jahre alt sind oder werden. Pfarrer Oliver Mahn und Jugendleiter Philip Spelter beantworten alle Fragen. Anmeldung neuer Konfirmanden*innen erbitten wir bis zum 24. März 2021 an das Gemeindebüro. Wir werden auch die aus unserer Sicht in Frage kommenden Jugendlichen anschreiben und ein Anmeldeformular beifügen.

Traugottesdienste im Kirchsaal der Melanchthonkirche können stattfinden. Bitte sprechen Sie mit Pfarrer Mahn, Tel. 0221 - 936 436-20.

Trauungen

Konfirmation 2022

Informationen rund ums Heiraten in der evangelischen Kirche erhalten Sie auch hier www.heiraten.kirche-koeln.de

Aus unserer Gemeinde wurden bestattet Gerd Westhoven

71

Eberhard Geißler

92

Ursula Regenberg

84

Irmgard Furkel

91

Gisela Wehnert

91

Annemarie Lechner 86

Ilse Prautzsch

90

Friedrich Lies

89

Ilse Klein

79

Dr. Annemarie Schönhage

97

Sorgen kann man teilen

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie mit jemandem vertraulich und auf Wunsch anonym über ein persönliches Problem reden möchten. Ein „Ohr“, das Ihnen zuhört, kann Ihnen helfen, wenn Sie einsam sind, Angst haben, sich in einer Lebenskrise befinden, Konflikte in Ihrer Beziehung oder Familie haben, Ihres Lebens müde sind oder einfach mal mit einer dritten unabhängigen Person reden möchten. Sie erreichen uns rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen unter der Nummer. Der Anruf ist gebührenfrei und aus detaillierten Rechnungen nicht ersichtlich. Weitere Infos unter www.ev-telefonseelsorge-koeln.de

18


Gottesdienste in der Melanchthonkirche Datum

Zeit

Prediger/in

10

Mahn

Besonderheiten

06.12.

2. Advent · Nikolaustag

13.12.

3. Advent

10:15

Mahn

WRD-Fernsehgottesdienst

20.12.

4. Advent

10

Brahm

5a-wind-ensemble

24.12.

Heiligabend

15

Wenzel

FamGD im Südstadion + Online-Gottesdienst

24.12.

Heiligabend

17

Mahn

FamGD im Südstadion + Online-Gottesdienst

24.12.

Heiligabend

23

Mahn

Christnacht in Kirche · Bläser Kirchenvorplatz

25.12.

1. Weihnachtstag

10:30

Mahn

Gemeinsamer GD in Bayenthal mit Abendmahl

26.12.

2. Weihnachtstag

10

Mahn

27.12.

1. Sonnt. n. Christfest

10

Kielbik

31.12.

Altjahresabend

18

Mahn

mit Abendmahl

03.01.

2. So. n. Christfest

10

Brahm

mit Abendmahl

10.01.

1. So. n. Epiphanias

10

Mahn

Kinderkirche 11-12 Uhr

17.01.

2. So. n. Epiphanias

10

Wenzel

24.01.

3. So. n. Epiphanias

10

Mahn

31.01.

letzter So. n. Epiphanias

10

Wenzel

07.02.

Sexagesimä

10

Mahn

mit Abendmahl

14.02.

Estomihi

10

Mahn

Karnevalssonntag · Kinderkirche 11-12 Uhr

21.02.

Invocavit

10

Wenzel

28.02.

Reminiszere

10

Mahn

07.03.

Okuli

10

Mahn

mit Abendmahl

14.03.

Lätare

11

Mahn

Familiengottesdienst · Kinderkirche

21.03.

Judika

10

Wenzel

28.03.

Palmarum

10

Mahn

Gemeinsamer GD in Zollstock

mit Taufe

mit Taufe

mit Taufe

(- Gottesdienst Die Mittwochsandachten können Sie auch per Telefon anhören. Bitte wählen Sie ab dem darauffolgenden Donnerstagmorgen die Telefonnummer 0221 - 29 24 12 90 Weitere Gottesdienste in der Melanchthonkirche und Änderungen werden in den Abkündigungen, in den Schaukästen an der Kirche und in Zollstock und auf unserer Webseite www.melanchthon.de mitgeteilt. Gottesdienste in Seniorenzentren Seniorenzentrum Zollstockhöfe: 20.01.,16 Uhr (ökum) | 24.02.,16 Uhr (ev) | 24.03., 16 Uhr (kath) Johanniterhaus Zollstock: 21.01.,15 Uhr (ökum) | 25.02., 15:30 (ev) | 25.03., 16 Uhr (kath) Seniorenhaus Rosenpark: 21.01.,16:30 (ökum) | 25.02.,16.30 (ev) | 15.03., 16:30 (kath) Schulgottesdienste für Grundschulkinder Kl. 3 und 4 ist freitags um 8 Uhr Melanchthonkirche Kinderkirche ist in der Regel jeden 2. Sonntag im Monat von 11 - 12 Uhr im Kirchsaal

19


Ev. Kirchengemeinde Köln-Zollstock Melanchthonkirche Gottesdienststätte | Haupteingang Vorplatz Breniger Straße 18 | barrierefreier Zugang über Pfarrgarten Gemeindezentrum in der Melanchthon-Kirche | Breniger – Ecke Bornheimer Straße | barrierefreier Zugang über den Pfarrgarten Pfarrer Oliver J. Mahn Bornheimer Str. 1 | 50969 Köln | Tel. 0221 - 93 64 36-20 | Oliver.Mahn@ekir.de Gemeindebüro Bärbel Kramer | Bornheimer Str. 1a | 50969 Köln | Tel. 0221 - 93 64 36-10 | Fax 93 64 36-60 Koeln-Zollstock@ekir.de | Di bis Fr 10-12 Uhr | Do 11-12 Uhr | Mo nicht Ev. Kindertagesstätte Leiter Axel Dantschke | Breniger Str. 18 | 50969 Köln | Tel. 0221 - 93 64 36-40 Melanchthon-Kita@ekir.de | Sprechzeiten Mo bis Fr jeweils 8 - 9 Uhr Förderverein der Ev. Kindertagesstätte Kontakt über Kita und Melanchthon-Foerderverein@gmx.de Küster und Prädikant Achim Wenzel | Breniger Str. 18 | 50969 Köln | Tel. 0221 - 93 64 36-12 außer Mo | Achim.Wenzel@ekir.de Kirchenmusikerin Barbara Bannasch | Tel. 02235 - 461092 | Barbara.Bannasch@ekir.de Kinder- und Jugendleiter Philip Spelter | Philip.Spelter@ekir.de | Tel. 0163 - 1760619 | Instagram: evangelische-jugend-zollstock Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfe Beratungsbüro neben Gemeindebüro | Bornheimer Str. 1a | 50969 Köln | Tel. 0221 - 93 64 36-15 | Di 10 - 12 Uhr Verwaltungsverband Köln-Süd/Mitte Andreaskirchplatz 1 | 50321 Brühl | Tel. 02232/151 01-0

Melanchthonkirche.de

Melanchthonkirche Köln

20

evangelische-jugend-zollstock

Profile for Melanchthonkirche Köln-Zollstock

informationen 2020-3  

informationen 2020-3  

Advertisement