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Themen-Spezial „Human-Project Edition“

Die Zeitung für Medizinstudenten und junge Ärzte

Es ist soweit: Die Skriptenreihe als Komplettpaket in der Human-ProjectEdition. Neben den 33 Skripten gibt es noch viele weitere tolle Extras für dich. Doch aufgepasst: Die Sonderedition ist limitiert.

ZEITUNG

Mehr dazu auf den Seiten 6 und 7

Ausgabe 05/13 · November/Dezember 2013 · In Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag · www.medi-learn.de · ISSN 1860-8590 · 1,90 €

Grüezi!

Den Gifpel erklimmen

Fallbericht – Check

Laura hat uns in einem Interview Rede und Antwort zu ihrem medizinischen Aufenthalt in der Schweiz gestanden. Neben vielen medizinischen Aspekten hat sie auch das schöne Land und das Leben unserer Nachbarn kennengelernt.

Neben seiner Motivation für das Studium und seinen Lieblingsfächern berichtet Christian von seinem ganz besonderen „Baby“: Für seine Doktorarbeit möchte er gemeinsam mit den Probanden den Kilimandscharo besteigen.

Fallberichte enthalten zu wenig Informationen - dies stellte eine internationale Gruppe von Medizinern fest. Um diese z. B. für Studien oder Datenanalysen verwertbarer zu machen, wurde eine Leitlinie mit 13 Checkpunkten festgelegt.

Medizin auf Schweizerisch

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Aus dem kleinen Marburg auf ins große Afrika

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Studienplatz mit Ablaufdatum Das Problem der Teilstudienplätze MEDI-LEARN Redaktion

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ie Bewerbung für das Medizinstudium ist eine Herausforderung. Nicht nur die Abiturnote muss stimmen oder das Wartezeitkonto gut gefüllt sein. Auch die eigentliche Bewerbung über die Stiftung für Hochschulzulassung ist nicht ganz einfach. Auf der Homepage der Stiftung klickst du dich durch zahlreiche Seiten, durchforstet alte Infoblätter nach den Zulassungsgrenzen der letzten Jahre und runzelst über Begriffe wie Wartesemester, Ortspräferenz und AdH vermutlich verständnislos die Stirn. Ein Wort, über das du als Bewerber stolpern wirst, ist der „Teilstudienplatz“. Was soll das sein – ein Teilstudienplatz? Etwa ein Studienplatz, der dich nur teilweise zum Studium berechtigt? Das klingt doch eigenartig. Aber genau das ist die treffende Definition. Teilstudienplätze werden nach Ende des ersten Nachrückverfahrens im Moment noch von den Unis in Göttingen, Marburg, Freiburg und Regensburg verlost. Letztere plant aber die baldige Abschaffung von Teilstudienplätzen. In Mainz wurden zum Wintersemester 2011/12 letztmalig die befristeten Studi-

enplätze vergeben. Mit einem Teilstudienplatz darfst du bis zum Physikum an diesen Hochschulen Medizin studieren und wirst danach automatisch exmatrikuliert. Doch was dann? Du hast als Student zwar dein Physikum in der Tasche, allerdings qualifiziert dich das noch für keinen Beruf. Das Studium wird zur Sackgasse. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, wie es für dich weitergehen kann. Sicherlich am sinnvollsten ist die Bewerbung für das erste klinische Semester an deiner bisherigen Hochschule – also die unmittelbare Fortsetzung deines Studiums. Als solcher Bewerber konkurrierst du allerdings mit allen anderen „Neubewerbern“ (z. B. auch Ortswechslern) um Zulassung für dieses Fachsemester. Am Ende entscheidet meist wieder die Abiturnote über Zu- oder Absage. Im günstigsten Fall kannst du also nach dem Physikum direkt an deiner Uni weiterstudieren. Nicht selten passiert es allerdings, dass Studenten keinen Platz erhalten und die Türen der Klinik für sie verschlossen bleiben. Um die Chancen für eine Zulassung zu erhöhen, ist die Bewerbung für das erste

klinische Semester an möglichst vielen Hochschulen ratsam. Eine weitere Möglichkeit ist die Bewerbung für ein höheres Fachsemester der Vorklinik. Voraussetzung hierfür ist, dass deine bisher erbrachten Leistungen von der Uni, an der du dich bewirbst, auch anerkannt werden. Bei dieser Variante wirst du zwar in ein unteres Semester zurückversetzt, aber wenigstens hast du jetzt einen „Vollstudienplatz“ sicher. Die letzte Option ist die weitere Bewerbung um einen regulären Studienplatz bei der Stiftung für Hochschulzulassung. Das heißt, du bewirbst dich (erneut) für das erste Semester. Die Semester, die du während deines Teilstudiums ansammelst, werden dir übrigens als Wartezeit gutgeschrieben.

Neue Leitlinie soll Nutzen verbessern

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Aber wenn Besitzer eines Teilstudienplatzes mit solchen Problemen konfrontiert werden, wieso wurden dann überhaupt solche Studienplätze mit Ablaufdatum geschaffen? In den achtziger Jahren urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass Universitäten jeden ihrer verfügbaren Studienplätze auch vergeben müssen. In der Praxis führte das dazu, dass

Centrum für seltene Erkrankungen Universitäres Centrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gegründet Christine Trowitzsch (idw-Autorin)

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as Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat ein „Universitäres Centrum für Seltene Erkrankungen“ gegründet, in dem Spezialisten zahlreicher Kliniken und Institute des UKE interdisziplinär zusammenarbeiten. Zu den Behandlungsschwerpunkten zählen angeborene Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen sowie Leber- und Nierenleiden. Mit dem neuen Universitären Centrum will das UKE die Versorgung der Patienten entscheidend verbessern. In Deutschland leben vier Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung. „Universitätsmedizin ist immer dann entscheidend, wenn es um komplexe und seltene Erkrankungen geht. Die im UKE neu gegründeten Centren für Transplantationsmedizin und zur Behandlung von Adipositas sind gute Beispiele hierfür. Auch in dem neuen Universitären Centrum für Seltene Erkrankungen gehen wir über die klassische organbezogene Fächerabgrenzung hinaus und schauen mehr auf die Prinzipien der Krankheitsentstehung und einen ganzheitlichen Betreuungsansatz. In diesen Zentren etablieren wir Strukturen für eine fachübergreifende Zusammenarbeit und ermöglichen so, dass jede hochspezialisierte Disziplin im Austausch mit den weiteren Fächern noch besser wird“, sagt Prof. Dr. Martin Zeitz,

Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. „Das UKE besitzt jahrelange Expertise auf vielen Gebieten seltener Erkrankungen. Für einzelne Krankheitsbilder übernimmt das neue Centrum überregionale Aufgaben auf der Basis besonderer fachlicher und wissenschaftlicher Qualifikationen. Etwa 20 spezialisierte Centren werden derzeit in Deutschland gegründet; mit ihnen streben wir enge Kooperationen an. Außerdem ist eine intensive Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden, Kostenträgern, betroffenen Patienten und deren Selbsthilfegruppen und mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften vorgesehen“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKE. „Innerhalb des UKE haben wir eine übergeordnete Schaltzentrale und zunächst sechs spezialisierte Einheiten eingerichtet. Die Ziele des neuen Centrums sind vielfältig: Wir wollen die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten seltener Erkrankungen erforschen, die Diagnostik, Therapie und Betreuung betroffener Patienten verbessern und die ärztliche Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet seltener Erkrankungen unterstützen“, sagt Prof. Dr. Kurt Ullrich, Ärztlicher Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin.

„Aufgrund der geringen Häufigkeit einzelner Erkrankungen, des speziellen Charakters der seltenen Erkrankungen und der insgesamt hohen Zahl an Patienten erfordert die Versorgung der Betroffenen nicht nur ein nationales, sondern ein internationales Vorgehen“, sagt Prof. Dr. Christian Gerloff, Ärztlicher Leiter der Klinik und Poliklinik für Neurologie. Als ein effizienter Ansatz haben sich Zusammenarbeit und Wissenstransfer zwischen Fachzentren in ganz Europa erwiesen. „Auch wir als UKE streben bei der Erforschung und Behandlung seltener Erkrankungen enge Kooperationen mit den besten europäischen Einrichtungen an“, sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Ärztlicher Leiter der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE. Der Vorstand des UKE hat Prof. Ullrich zum Sprecher des neuen Centrums ernannt. Weitere Mitglieder des Gründungsvorstandes sind neben Prof. Gerloff und Prof. Lohse: Prof. Dr. Margit Fisch, Ärztliche Leiterin der Klinik und Poliklinik für Urologie und Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter der Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie. Das neue, mit Unterstützung der Behörde für Gesundheit und Verbraucher-

schutz gegründete Universitäre Centrum für Seltene Erkrankungen des UKE besteht aus einem übergeordneten A-Centrum, das die Arbeit der Spezialeinheiten, der B-Centren, koordiniert. Jedes BCentrum befasst sich mit einer seltenen Erkrankung, sechs Centren für autoimmune Lebererkrankungen, angeborene Nierenerkrankungen, Gefäßentzündungen (zerebrale Vaskulitiden), Stoffwechselstörungen (lysosomale Speichererkrankungen), Tumoren des Zentralen Nervensystems (Neurofibromatose) sowie für Transgenderentwicklungen sind bereits gegründet, sieben weitere befinden sich im Begutachtungsverfahren. Bis zu 20 verschiedene Kliniken und Institute arbeiten in jedem B-Centrum fachübergreifend eng zusammen. Als seltene Erkrankungen werden Krankheiten bezeichnet, die weniger als 50 von 100.000 Menschen betreffen. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer seltenen Erkrankung. Etwa 20 Zentren für seltene Erkrankungen sollen an Unikliniken in Deutschland geschaffen werden, jedes mit bestimmten Spezialisierungen. Bundesgesundheits- und -forschungsministerium sowie mehr als 25 Partnerorganisationen haben entsprechende Vereinbarungen getroffen.

mehr Studenten für den vorklinischen Abschnitt des Studiums zugelassen werden mussten, als später in der Klinik ausgebildet werden konnten. Diese „überzähligen“ Studenten erhielten dementsprechend nur einen Teilstudienplatz für den vorklinischen Abschnitt des Medizinstudiums. Nicht für jeden ist der Teilstudienplatz ein Glückslos. Nach dem Physikum wartet zunächst die Ungewissheit, wie es mit dem Studium weitergeht. Wer nicht das Glück hat, auf Anhieb einen Platz für die Klinik zu erhalten, muss auf einem der oben beschriebenen Wege einen Vollstudienplatz ergattern. Oftmals bedeutet das nervenaufreibende Wartezeit, „Verlust“ von Semestern und Abschied von lieb gewonnenen Kommilitonen. Auch der Wechsel des Studienortes kann nötig werden. Wer einen Teilstudienplatz erhält, freut sich meist auch nur zum Teil darüber. Viele Interessenvertreter der Medizinstudenten und Fachschaften kritisieren dieses Modell seit Langem. Sie fordern die Abschaffung oder die Umwandlung in Vollstudienplätze. Während andere Medizinstudenten quasi ein Non-Stop-Ticket zum Arztberuf gebucht haben, hängst du mit dem Teilstudienplatz mitunter auf halber Strecke fest – ohne Bordkarte für den Anschlussflug. In welche Richtung die Reise weiter geht, bleibt offen.

Inhalt Für dich gelesen

Psychische Erkrankungen nehmen heutzutage immer mehr zu. Deshalb möchten wir dir drei verschiedene Lehrbücher zum Bereich Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie vorstellen. Seite 04

Arzt

Erste Schritte im weißen Kittel

Das Studium liegt hinter ihr, nun geht es für Olga in die Praxis und somit auch ins Gewand des Arztes - den weißen Kittel. Sie berichtet wie die ersten Tage als Assistenzärztin sich gestalten, sich die neue Umgebung anfühlt und wie es ist „Ärztin“ zu sein. Seite 05

Studium

Witten/Herdecke an der Spitze

Platz 1 sagt der Hartmannbund. Die Universität WItten/Herdecke hat den Fakultätenpreis 2013 verliehen bekommen. Regelmäßig zeichnet der Hartmannbund mit diesem Preis die beste ärztliche Ausbildung einer Universität deutschlandweit aus. Seite 10

Preisrätsel

Human Project Bilderrätsel

Du kennst dich mit dem menschlichen Körper aus? Dann dürfte dir unser Quiz zu unserem lebensgroßen Cartoon leicht fallen. Du brauchst lediglich die Bildausschnitte der richtigen Position zuordnen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir tolle Preise. Seite 11


Medizin aktuell

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urgeryNet.de ist eine Web-2.0 Plattform für die chirurgische Fortbildung. Das Projekt ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Physiologie ISBN-13: 978-3-938802-89-2 Umfang: 6 Bände Preis: 34,99 €

November/Dezember 2013

sowie den Europäischen Sozialfonds. Die interaktive Online-Kooperation auf dieser sich entwickelnden bundesweiten Plattform schafft innovative Lerneffekte für die gesamte chirurgische Fach-Community. Es geht insbesondere darum, die Facharztausbildung zum Chirurgen und das persönliche lebenslange Lernen dadurch zu unterstützen, dass aktuelles Fall-Wissen von Anwendern aus Klinik, Wissenschaft und Industrie zeit- und ortsunabhängig online zur Verfügung gestellt und mittels neuer Web-2.0 Technologien kooperativ weiterentwickelt werden kann. Das Projekt zielt auf die individuelle Integration der Fortbildung und den täglichen Arbeitsprozess von Chirurgen durch die interaktive Nutzung und Weiterentwicklung von Video-, 3D- und sonstigem Fallmaterial aus der chirurgischen Praxis. Zugleich entwickelt sich in der SurgeryNet-Community ständig neues fachliches Anwendungswissen durch Nutzer-Kommentare und Diskussionen, z.B. auch im Rahmen von geschalteten Live-Übertragungen von Operationen. In der Entwicklungsphase bis September 2013 liegt der Schwerpunkt des Pro-

jektes auf den multimedialen Inhalten vornehmlich aus der minimal-invasiven Chirurgie. Für das Projekt SurgeryNet. de haben sich folgende Partner zusammengeschlossen: RWTH Aachen – Lehrstuhl Informatik V in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer FIT, St. Augustin, Universität Magdeburg, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Universität Witten-Herdecke, Berufsverband der Deutschen Chirurgen, European Surgical Institute | Johnson & Johnson MEDICAL GmbH, KARL STORZ GmbH & Co. KG sowie die UniTransferKlinik GmbH Lübeck. Nutze die Chance und nimm es in die Hand, ein Teil der Community zu werden! Denn: Wissen kombiniert mit dem Innovationsdreieck zwischen den Medizintechnikentwicklern, Medizintechnikherstellern und den Medizintechnikanwendern spart Zeit und schafft Innovationen. Das richtige Zusammenspiel zwischen den chirurgischen Fachgesellschaften, der Lehre und der Forschung sowie der Industrie ergibt die Web-2.0 Kooperationsplattform SurgeryNet.de mit dem Ziel, den Austausch

unter den einzelnen Akteuren zu vereinfachen. SurgeryNet.de steht für eine klar strukturierte Ausbildung und verknüpft das Mentorenprinzip – mit modernster Innovation und trägt somit sinnvoll zur chirurgischen Fortbildung bei. SurgeryNet.de ist die Kooperationsplattform der Chirurgie – werden Sie ein Teil davon und registrieren Sie sich kostenlos unter: www.surgerynet.de

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Befunddolmetscher jetzt mit Arthroskopiekenntnissen

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er interaktive Befunddolmetscher, der vom Projekt „Faktencheck Gesundheit“ der Bertelsmann Stiftung und dem Team der Website „Was hab‘ ich?“ unter der Adresse befunddolmetscher.de bereitgestellt wird, kann nun auch Befunde von Ultraschalluntersuchungen von Knie und Hüfte sowie Kniespiegelungen erklären. Ergänzt wurden ebenfalls Informationen über die körperliche Untersuchung von Kopf, Wirbelsäule, Hüfte und Knie. Der Befunddolmetscher ermöglicht es Patienten, eigenständig Erklärungen zu unverständlichen medizinischen Fachbegriffen abzurufen. Bereits seit September 2012 steht der Befunddolmetscher kostenlos zur Verfügung – mehr als 100.000 Besuche konnte die Website schon verzeichnen. Neben den neuen Untersuchungsverfahren Sonografie, Arthroskopie und körperliche Untersuchung kann der Befunddolmetscher für Verständnisschwierigkeiten bei Röntgen-, CT- sowie MRT-Befunden eingesetzt werden. Insgesamt ist der Befunddolmetscher derzeit für 19 verschiedene Befundkombinationen nutzbar und umfasst mit über 2.000 nun mehr als doppelt so viele ärztlich erstellte Erläuterungen wie zuvor – weitere Inhalte sollen nach und nach folgen. Der Befunddolmetscher geht dabei über ein reines Glossar weit hinaus – er liefert auch individuelle Gesundheitsinformationen. Ein Beispiel: Die Angabe des Bewegungsumfangs eines Knies kann in einem ärztlichen Befund „E/F 5/0/110“ lauten. Dem Nutzer des Befunddolmetschers wird bei Eingabe dieser Daten nicht nur erklärt, dass die Beugung und Streckung des Knies untersucht wurde, sondern er erhält auch die Information über die genaue Bedeutung der Zahlen – in diesem Fall kann das Knie um 5° gestreckt und um 110° gebeugt werden, während ein gesundes Kniegelenk um etwa 140° gebeugt werden kann.

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Weiterhin bietet die Webseite auch anatomische Abbildungen der verschiedenen Körperregionen. Durch die Verbildlichung von Knochen und Gelenken können Patienten die bereitgestellten Informationen noch besser zum Verstehen ihres medizinischen Befundes nutzen. Der Befunddolmetscher hilft Patienten, unverständliche Begriffe aus medizinischen Befunden selbständig in Alltagssprache zu übersetzen. Der Dolmetscher ist nicht-kommerziell und werbefrei. Er wird vom Projekt Faktencheck Gesund-

heit (www.faktencheck-gesundheit.de) der Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Übersetzungsportal „Was hab‘ ich?“ (www.washabich.de) entwickelt. Der Befunddolmetscher befindet sich in der Aufbauphase. Derzeit ist der Befunddolmetscher für 19 verschiedene Befundkombinationen nutzbar, verfügbar sind Informationen zu Kopf, Wirbelsäule, Hüfte und Knie sowie die zugehörigen Untersuchungsverfahren CT, MRT, Röntgen, Sonografie, Arthroskopie und körperliche Untersuchung. Künftig soll

das Angebot auf andere Körperregionen und Untersuchungsmethoden ausgeweitet werden.

Weblinks

Befunddolmetscher: www.befunddolmetscher.de Übersetzungsportal „Was hab‘ ich?“: www.washabich.de Faktencheck Gesundheit der Bertelsmann Stiftung: www.faktencheck-gesundheit.de

medizinstudenten erklären patienten ihre befunde. sei dabei. dein mediziner-herz schlägt für patienten? dann bist du bei uns genau richtig! Im Team von „Was hab‘ ich?“ arbeiten engagierte und motivierte Medizinstudenten. Ihre Aufgabe ist es, Befunde aller Art patientengerecht aufzuarbeiten und in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Ärzte stehen bei fachlichen Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite. Das ehrenamtliche Engagement ist für alle eine Bereicherung: Neben der Anwendung und Aneignung von fachlichem Wissen bereitet die Befund-Erklärung gut auf das spätere Berufsleben vor. Denn spätestens dort muss man als Arzt in der Lage sein, komplizierte Sachverhalte in einfachen Worten mitzuteilen.

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Lernen im Ausland

November/Dezember 2013

Medizin und Leben in der Schweiz Interview zum Auslandsaufenthalt Interview mit Laura

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aura stand uns im Interview zu ihrem Auslandsaufenthalt in der Schweiz Rede und Antwort. Warum hast du dich entschieden in der Schweiz ein medizinisches Praktikum zu machen? Ich habe bereits einige meiner Famulaturen in der Schweiz verbracht und habe mich immer sehr wohlgefühlt. Ich wurde als Arbeitskraft wertgeschätzt und konnte auch anspruchsvollere Aufgaben als in Deutschland übernehmen. Das Klima war auch immer sehr angenehm und ich wollte die Möglichkeit noch einmal nutzen vor dem Ende des Studiums ins Ausland zu gehen. Welche Art von Praktikum/Weiterbildung hast du in der Schweiz gemacht? Ich habe mein letztes Tertial des Praktischen Jahres in der Chirurgie im Kreisspital Muri in der deutschsprachigen Schweiz verbracht. Wie hast du dich auf die Reise vorbereitet und mit wem hast du während der Vorbereitungsphase Kontakt gehabt? Die Bewerbung war sehr unkompliziert, ich habe mich etwa ein Jahr per Email an die Chefarztsekretärin gewandt und meine Bewerbungsunterlagen mitgeschickt. Diese hat sich dann um alles Weitere gekümmert und mir einen Vertrag zugeschickt. Notwendig für die Bewerbung sind eine Kopie der bestandenen 1. Ärztlichen Prüfung und eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung. Zur Nachfrage der Unterkunft erhielt ich von ihr die Emailadresse der Hauswirtschafterin. Dort konnte ich ein Zimmer im Personalhaus, direkt neben dem Spital reservieren lassen. Welche Formalitäten waren vor Reisebeginn zu erledi-

gen (z.B. Visum, Letter of recommandation etc.)? Für die Schweiz benötigte ich nur einen gültigen Personalausweis oder einen entsprechenden Reisepass. Die notwendige Aufenthaltsgenehmigung wurde von der Personalabteilung automatisch für mich beantragt, so dass ich nichts weiter erledigen musste. Eventuell ist es sinnvoll sich in Deutschland schon einige Franken zu besorgen. Welche Impfungen und weitere Gesundheitsvorsorge hast du im Vorfeld durchgeführt? Die normale Hepatitis B Impfung musste ich schon für die Klinik in Deutschland nachweisen. Für die Schweiz gibt es sonst keine weiteren notwendigen Impfungen. Wie hat man dich aufgenommen, als du an deinem Ziel angekommen bist? Wurdest du von jemandem betreut? Wie warst du untergebracht? Ich wurde sehr freundlich von der Personalabteilung empfangen. Diese erledigte alle bürokratischen Dinge mit mir. Ich bekam einen Ausweis mit Foto, ein mobiles Telefon sowie die Arbeitskleidung ausgehändigt. Dann wurde ich zur Chefarztsekretärin gebracht, welche mir einen Leitfaden für Unterassistenten aushändigte und mich dann an einen anderen Studenten übergab, der mich dann in unsere Aufgaben einwies. Ich hatte immer einen Ansprechpartner bei Problemen und es gab sogar einen Verantwortlichen für uns Studenten unter den Ärzten. Untergebracht war ich in einem Appartement im Personalhaus, direkt neben der Klinik. Es war etwa 30m2 gross, hatte eine eigene Küchenzeile mit Mikrowelle und Herdplatte sowie ein Bad mit Dusche und einen Ankleideraum. Internet war über Kabel im Preis inklusive. Waschmaschinen konnten im Keller für etwa 1 Franken benutzt werden. Alles war sehr neu und gepflegt und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Wie war der erste Tag im eigentlichen Praktikum? Ich wurde von allen sehr freundlich willkommen geheißen. Die anderen beiden Studenten zeigten mir meine Aufgaben und ich wurde gleich mit der Arbeit im Ambulatorium vertraut gemacht. Es war ziemlich viel Neues, aber ich hatte immer einen Ansprechpartner, den ich fragen konnte. Auch die Assistenzärzte empfingen mich sehr positiv. Bis zum Chefarzt waren wir alle per du, was für das Arbeitsklima sehr angenehm war. Auch die Sekretärinnen, welche mit im Ambulatorium saßen, waren sehr offen und herzlich. Wie klappte die Kommunikation? In welcher Sprache konntest du dich mit Kollegen und Patienten unterhalten bzw. die Untersuchungen durchführen? Da ich schon mehrere Praktika in der Schweiz verbracht habe, hatte ich keine großen Probleme mit dem Schweizerdeutsch. Wenn jemand zum ersten Mal in die deutschsprachige Schweiz kommt, wird es sicher anfangs seine Zeit brauchen, alles zu verstehen. Aber die meisten Patienten können auch hochdeutsch und reagieren auf Nachfragen sehr freundlich. Da ein großer Teil der Assistenzärzte auch aus Deutschland kommt, gab es da ebenfalls keine Probleme mit der Kommunikation. Wo wurdest du genau eingesetzt und was durftest du während deines Praktikums alles machen? Für uns Studenten, oder auch Unterassistenten wie wir hier genannt wurden, gab es 3 Aufgabenbereiche: Das Ambulatorium: Hier sah man die Patienten, welche am nächsten Tag operiert werden sollten, im 30min Takt. In dieser Zeit sollte man in einem eigenen Sprechzimmer die Patienten aufnehmen, eine

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Anamnese und den Status erheben. Weiterhin musste man alle notwendigen Befunde für die Anästhesie (Labor, EKG, Röntgen etc.) zusammentragen und gegebenfalls noch nachfordern. Alles musste dann noch im Computer im Patientenspiegel notiert werden. Das war mit der anstrengendste Job, da die 30 Minuten ziemlich knapp bemessen waren und man am Tag etwa 12 Patienten sah. Am Nachmittag erstellte man den Operationsplan für den nächsten Tag und stellte bei Rapport um 15.45 Uhr dann den Ärzten die Patienten vor. Auf Station: Hier wurde man als Assistenz den verschiedensten Operationen zugeteilt, bei Interesse konnte man auch Wünsche äussern. Je nach Operateur durfte man auch einmal nähen. Für Chirurgie Begeisterte sicher interessant. Am Nachmittag machte man dann noch die stationären Aufnahmen und breitete am PC die Patientenspiegel für das Ambulatorium am nächsten Tag vor. Im Bereich Notfall: Auf dem Notfall arbeitete man mit dem zuständigen Assistenzarzt ziemlich selbstständig und konnte demnach viel an Diagnostik und Therapie lernen. Bei Schnittverletzungen durfte man die Wundversorgung nach einmaliger Anleitung selbstständig durchführen. Bei hohem Patientenandrang konnte es schon einmal sehr stressig werden. Aber der Lerneffekt war dafür groß. Am Wochenende hatte auch immer ein Unterassistent Dienst auf dem Notfall und in der Nacht Bereitschaft für eventuelle Operationen. Dafür konnte man dann auch in der Woche 2 Kompensationstage nehmen. Kannst du nachfolgenden Kommilitonen Hinweise zu besonderen Eigenarten des Landes geben (z.B. Dinge, die bei uns selbstverständlich sind, in der Schweiz aber zu Problemen führen)? Die Menschen in der Schweiz sind generell höflicher und freundlicher als in Deutschland. Vor

allem bei den Schwestern merkt man einen viel respektvolleren Umgang mit den Patienten. In der Schweiz sagt man aber auch nicht immer direkt was man denkt, deshalb kann man als Deutscher schnell einmal unhöflich wirken, obwohl man es gar nicht so meint. Sonst ist das Klima auf Arbeit eher ein miteinander auch mit den Schwestern und nicht so stark von einem Konkurrenzdruck belegt wie in Deutschland. Das kann aber auch in einem grösserem Haus schon wieder anders sein. Welche Tipps würdest du zukünftigen Studenten geben, die planen in der Schweiz ein Praktikum zu machen? Wichtig ist es auf jeden Fall sich rechtzeitig zu bewerben, da die Stellen oft schon bis zu 2 Jahre im voraus vergeben sind. Informiert euch auch bei PJRanking über die Bewertungen. Aus meiner Erfahrung würde ich eher kleinere Krankenhäuser empfehlen. Dort ist meist eine familiäre Atmosphäre und die Bandbreite der Aufgaben ist vielfältiger. Da in der Zukunft von Deutschland das Einkommen im Praktischen Jahr begrenzt ist, ist es empfehlenswert sich vorher beim zuständigen Prüfungsamt zu erkundigen, ob die Klinik auch anerkannt wird. Das Gehalt liegt meist über dieser Grenze, die Lebenserhaltenskosten sind aber auch deutlich höher als in Deutschland. Wenn du deinen Aufenthalt in fünf Sätzen zusammenfassen solltest, wie würdest du ihn abschließend beschreiben? Mein letztes Tertial in der Schweiz war mit eines der besten. Auch wenn ich später keine Chirurgin werden will, habe ich mich in dem Team sehr wohl und anerkannt gefühlt. Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und auch die Atmosphäre war sehr locker und freundlich. Ich bin schon traurig, jetzt wieder nach Deutschland zu fahren, die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Ich überlege aber vielleicht, wieder zurück zu kommen, dann aber in die Innere Medizin. Vielen Dank, Laura!


Für dich gelesen

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Klar, kompakt, kliniknah: Lehrbuch Psychiat-

Viel Freiheit.

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Das liebe Geld

Eine der Kernfragen vor dem Studium sind die Finanzen. Viele fragen sich, welche Finanzierungsmöglichkeiten es neben den Bekannten, wie beispielsweise Bafög, für das Studium gibt. Lässt sich das Studium mit einem Nebenjob vereinbaren? Reicht ein Nebenjob? Was für ein Nebenjob passt am Besten? Wie verhält es sich mit Stipendien? Antworten und Tipps von anderen Studenten findest du hier:

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Kurzbeschreibung Mit dem „Lehrbuch Psychiatrie“ stellt das österreichische Autorenteam das

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Klagen oder nicht?

Trotz entsprechender Voraussetzungen hast du keinen Studienplatz erhalten – nochmal warten? Neben einem späteren neuen Bewerbungsversuch gib es auch die Möglichkeit der Studienplatzklage. Was kommt dabei auf mich zu? Wann lohnt es sich? Wie ist die Erfolgsquote? In unserem Forum wird das Thema eifrig diskutiert:

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beiten des Lernstoffes wird auf vielfältige Art gefördert: Merkekästen zeigen das Wesentliche auf einen Blick und viele Tabellen schaffen systematischen Überblick über die Fakten (z.B. Diagnosekriterien). Positiv fallen auch die detaillierten Schemata und Illustrationen auf, die Zusammenhänge veranschaulichen. Nicht fehlen dürfen natürlich klinische Fallbeispiele, um ein praxisnahes Lernen zu ermöglichen. Alle prüfungsrelevanten Inhalte sind farbig markiert und erleichtern den gezielten Informationszugriff. Das Layout des Buches ist angenehm und wirkt nicht überfrachtet. Aufbau Das Buch ist in insgesamt 17 Kapitel unterteilt: nach drei allgemeinen Kapiteln (Einführung, Diagnostik, Therapie) werden in den weiteren Abschnitten des Buches die verschiedenen Gruppen psychiatrischer Krankheitsbilder (z. B. Affektive Störungen, Schizophrenien, Angst- und Zwangskrankheiten, Persön-

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Inhalt Das „Lehrbuch Psychiatrie“ orientiert sich in der Darstellung der Inhalte klar an den typischen klinischen und geläufigen Erscheinungsformen (z. B. Psychosen, affektive Störungen, Verhaltensstörungen, Abhängigkeit, Kinder- und Jugendpsychiatrie). In insgesamt 19 Kapiteln werden alle wesentlichen Aspekte aus den wesentlichen Teilbereichen der Psychiatrie ausführlich vorgestellt.

für Medizinstudenten und junge Ärzte vor, das die Psychiatrie in Form eines „Intensivkurses“ erarbeitet.

Hier ist es am Schönsten

300 Seiten mehr oder weniger – das verbirgt sich hinter dem ominösen „plus“ bei der Bezeichnung der Arzneimittelpockets. Doch lohnt es sich das Gewicht mehr in seiner Kitteltasche umherzutragen? Sollte man nicht doch lieber auf die LightVariante zurückgreifen? Welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Varianten haben und was unter Studenten empfohlen wird:

Zielgruppe Das Buch richtet sich sowohl an Medizinstudenten während des Studiums als auch an junge Fachärzte in der Weiterbildungszeit, die einen grundlegenden Einstieg, eine vertiefende Erarbeitung oder eine auffrischende Wiederholung des Stoffes benötigen.

Didaktik Dem Buch ist der starke Anwendungsund Praxisbezug anzumerken, der Text liest sich flüssig und anschaulich. Positiv sind die zahlreichen, wirklich anschaulichen Fallbeispiele aus der psychiatrischen Praxis zu erwähnen, die dem Anspruch, das Fachwissen auf didaktisch anschauliche und klinik-nahe Weise näherzubringen, gerecht werden. Das Layout des Buches ist angenehm und klar strukturiert gehalten, so dass keine Überfrachtung mit „bunten Bildern“ die Erarbeitung des Lernstoffes erschwert und der Leser sich ohne ein Zuviel an Ablenkung den Inhalten widmen kann. Ein Glossar am Ende des Buches liefert gelungenen Erläuterungen wichtiger Fachbegriffe aus der Psychiatrie.

Psychiatrie im Intensivkurs

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November/Dezember 2013

Titel: Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Autoren: Möller, Laux, Deister Verlag: Thieme ISBN: 978-3-13-128545-4 Preis: 49,99 Euro

Kurzbeschreibung Die Duale Reihe Psychiatrie aus dem Hause Thieme deckt auch in ihrer fünf04.05.12 08:29

Inhalt Das Werk ist in fünf große Bereiche gegliedert: Nach einer Einführung in die Grundlagen des Fachgebietes werden im weiteren die klassischen psychischen Erkrankungsfelder (z. B. affektive Störungen, Psychosen etc.) ausführlich beleuchtet. Ein gesonderter Therapieteil stellt die grundsätzlichen Formen der Behandlung (z. B. Pharmakotherapie, Psychotherapie) umfassender dar. Abge-

rundet werden die Inhalte durch Erläuterungen zu wichtigen juristischen Aspekten und einen Anhang mit Glossar. Die Duale Reihe kann über den Thieme campus-Zugang auch auf mobilen Endgeräten (iPhone, iPad) gelesen werden. Didaktik Neben bewährten und üblichen didaktischen Lernhilfen (Hinführungen zur Thematik, Definitionen, Merke-Kästen) ist die „Schnell-Leser-Spalte“ am Rand mit Zusammenfassung der wesentlichen Fakten des Textes hervorzuheben: sie erleichtert das Wiederholen des Gelesenen merklich. Die zahlreichen in den Text integrierten klinischen Fallbeispiele sorgen für eine anschauliche Darstellung der Themen. Erläuterungen aus Patientensicht sind ebenso positiv zu erwähnen wie die klar strukturierten Tabellen und aussagekräftigen Grafiken und Fotos, die die Aneignung des Lernstoffes erleichtern. Aufbau Den weitaus größten Teil an den Inhalten des Buches nimmt die Darstellung der ty-

pischen Krankheitsbilder aus der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie ein: nach einem Einstieg in das Gebiet werden jeweils die klassischen Symptomatiken samt klinischer Subtypen vorgestellt. Im weiteren Kapitelverlauf werden Diagnostik und Differentialdiagnose samt Therapie- und Verlaufshinweisen ausführlich erläutert. Preis Die Duale Reihe Psychiatrie umfasst 660 Seiten, enthält über 300 Abbildungen und ist zu einem „studentenfreundlichen“ Preis von 49,99 € erhältlich. Fazit Mit Erwerb dieses Werkes erhalten Medizinstudent oder junger Assistenzarzt eine erfrischend lebendige und sehr anschauliche Darstellung des Fachgebietes. Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw446


Leben & Lernen

November/Dezember 2013

Die ersten Schritte von Dr. Olga Kogan nd auf einmal ist das Studium vorbei und ich laufe wieder durch die Klinik. In einem weißen Kittel und einer weißen Hose. Als hätte sich nichts geändert. Doch in Wirklichkeit ist alles anders. Auf meinem Namensschild steht nicht mehr „PJ“, sondern „Dr. med.“ und „Assistenzärztin Innere II“. Mit der Last der Verantwortung sind sogar meine Schritte scheinbar schwerer, fester geworden. Die Patienten tuscheln leise in meinem Vorbeigehen: „Guck mal, was für eine junge Ärztin.“ und scheue, aber neugierige Blicke huschen von meinem Gesicht zu meinem Namensschild und zurück. Kann es wirklich sein, dass so ein junges Mädchen schon Ärztin ist? Schon Verantwortung übernehmen, Menschenleben retten kann? Nein, kann ich nicht. Aber ich muss. Vor allen Dingen muss ich so aussehen, als ob. In meiner kurzen Zeit als Ärztin ist das Erste, was ich gelernt habe, dass der Schein gewahrt werden muss. Die Patienten wollen einen allwissenden, allmächtigen Gott in weiß sehen, um sich sicher zu fühlen, um vertrauen zu können. Meine Hauptaufgabe ist, ihnen diese Göttin in weiß zu bieten. Und es interessiert auch keinen, dass ich vor der Visite die Kurven durchgehe und die Kollegen befrage: „Soll ich das Medikament reduzieren? Kann man die Werte noch tolerieren? Was würdest du machen?“ Es darf auch keiner wissen, dass ich bei jeder Visite mit Herzklopfen in die Zimmer gehe, weil ich Angst habe, etwas gefragt zu werden, was ich nicht beantworten kann. „Darüber muss ich noch Rücksprache mit meinem Oberarzt halten.“ Eine Standardantwort. Sehr professionell, autoritär.

SCHWESTER ALS BEGLEITUNG Eine Schwester muss bei mir immer mitgehen, denn die Schwestern wissen noch viel mehr als ich jetzt. Sie können mich unauffällig unterstützen. Und nur wenige sind so gemein, dass sie sagen: „Du hast doch studiert und musst das wissen.“ Man darf auch hier nicht zeigen, dass man unsicher, ängstlich ist. Man möchte sich einfach nur beraten. Und trotzdem, wie ich es auch zu verstecken versuche, merken die Leute meine Unsicherheit. „Seien Sie mutiger.“ „Seien Sie selbstsicherer.“ „Glauben Sie mehr an sich.“ Dies höre ich nicht nur von Schwestern und Kollegen, sondern auch von meinen Patienten. Wie sollten sie es denn auch nicht merken, wenn meine Hände bei jedem Zugang-Legen zittern wie ein Blatt im Wind? Und wenn ich die Handschuhe ausziehe, läuft mit der Schweiß als Rinnsal über die heißen Handflächen. Und wem kann man sagen, dass es einfach zu viel wird, wenn man schon Sonntag beim Gedanken an Montag physische Übelkeit verspürt? Weil man weiß, dass da 13 neue Leute auf einen warten und hoffen, dass man die richtige Entscheidung trifft. Und montags fängt man dann nicht um 9, sondern um 11 Uhr mit der Visite an, weil man einfach nicht durchkommt und sich die Krankengeschichten alle im Kopf vermischen. Nach zwei Tagen hat man dann alles gerade geordnet, da müssen die Leute auch schon entlassen werden. Und für einen Entlassenen kommen drei Neue. Und die Pflege macht sich auch noch einen Spass und erzählt, dass noch ein paar Aufnahmen mehr kommen und das 10min vor Feierabend. Da wird man schon gut konditioniert. Schließlich sollte der Adrenalin-

spiegel auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Umso mehr freut man sich dann, wenn der Pfleger beim Anblick deines verzehrten Gesichts in Lachen ausbricht. „Es war doch nur ein Witz! Aber wer weiß, vielleicht kommt ja gleich wirklich noch eine Aufnahme…“ Augenzwinkern. Entlassung. Das ist auch so eine große Frage. Wann darf man jemanden entlassen? Und man sammelt allen Mut und ruft den Oberarzt an. In 80% der Fälle hat er keine Zeit oder er geht nicht dran oder er ist genervt, weil es schon das fünfte Mal an diesem Tag ist, dass man ihn anruft. Der andere Oberarzt verweist an deinen, denn er sei ja nur für seine Assistenten verantwortlich. Und so irrt man den ganzen Tag wie ein verlorenes Hündchen auf der Suche nach seinem Herrchen, durch die Klinik, auf der Suche nach jemandem, der einem hilft. Hat man dann einen gefunden, so möchte man ihm am liebsten um den Hals fallen.

KOLLEGEN UNTERSTÜTZEN Was würde ich nur ohne meine älteren Kollegen tun? Sie nehmen mich wie einen Welpen am Nackenfell hoch und leiten mich an, bringen mich ein Stück voran. Und vor allen Dingen schenken sie mir etwas sehr Wertvolles – ihr Wissen. Und obwohl ich nun nicht mehr jede fünf Minuten etwas nachfragen muss, so überrollt mich die Verzweiflung oft mit großen Wellen. Wie ein Ertrinkender versuche ich aus dem Chaos der Neuaufnahmen nach Luft schnappend, aufzutauchen. Wenigstens mit dem Kopf herauszukommen, um durchzuatmen. Aber fürs ziellose Strampeln und Schreien bleibt keine Zeit. Auch wenn ich mich manchmal einfach nur unter den Akten verstecken , die Augen schließen und mir die Ohren zuhalten möchte. Ich bin kein Straußenvogel. Man muss entscheiden. Verantwortung tragen. Strukturiert und ruhig. Ohne Struktur geht man unter, versinkt im Chaos der eigenen Hilflosigkeit und Panik. Es bleibt keine Zeit fürs Panikmachen. Nur mit Struktur geht man nicht unter. Nur mit gezielten Bewegungen kann man schwimmen. Ganz oft frage ich mich: „Werde ich es jemals schaffen? Werde ich jemals allein entscheiden können und einen Plan im Kopf haben?“ Nach einem guten Tag denkt man. „Ab jetzt wird alles besser.“ Aber dann fängt man wieder an, im Hamsterrad zu laufen. Manchmal schaue ich mir die Patienten an, dich mich alle mögen und mir vertrauen. Und dann frage ich mich, ob ich mir selbst vertrauen würde. Die antwortet lautet ohne langes Nachdenken – nein. Nicht, weil ich nicht gewissenhaft arbeite, sondern, weil mir einfach die Erfahrung fehlt. Weil das pseudosichere Auftreten nur ein Schein, eine Illusion ist. Und jeden Tag wird mir aufs Neue bewusst, dass man nur so wenig tun kann. Dass die Natur doch letztendlich siegt. Da hilft auch die hohe Schule der Medizin nichts. Nehmen wir nur ein Beispiel.

MEINE EIGENE PATIENTIN Zu mir kam eine Neuaufnahme. Eine über-80-jährige alte Dame mit terminaler Niereninsuffizienz, die an der Dialyse eine akute respiratorische Insuffizienz entwickelt hatte. In meiner Abwesenheit haben meine Kollegen lange mit ihren Angehörigen diskutiert und überlegt. Diskutiert, ob man sie ster-

Man hat einfach Angst, einen fatalen Fehler zu machen und diese Angst lässt das Viel Gehirn keine Minute ruhen. Wie eine kaKostenloses Mietaval putte Schallplatte wiederholt es die Se(Kautionsbürgschaft). quenzen des Tages, jeden Patienten und sucht sie nach Fehlhandlungen ab. Und das jede Nacht. Ich verbringe die Nächte www.apobank.de/studenten mit meinen Patienten. Wir sind unzertrennlich geworden. Und das ist normal. Man könnte meinen, wenn man jemandem Kurz notiert 06.09.13 dann die Erlaubnis erteilt, sterben zu dürfen, 130906-apo-AZ_Medilearn-49x32mm-FvB.indd 3 dann könnte man besser schlafen. Aber nein, weit gefehlt. Auch wenn man außer palliatiPJ-Vergütung ven Maßnahmen wie Morphium, Sauerstoff, im Ausland Flüssigkeit etc. nichts mehr tun kann, so fängt 6.000 Medizinstudierende haben das Gehirn an, sich mit existenziellen Fragen an der Blitzumfrage des Hartzu beschäftigen. Man will dieses menschmannbundes zur „PJ-Vergütung“ liche Leben nicht einfach aus der Hand lasteilgenommen. Exakt 90 Prozent sen. Man könnte doch noch etwas tun… So der Teilnehmer haben sich für eine kommt es, dass die Gedanken unwillentlich Aufhebung der im Dezember 2012 die ganze Zeit um den Sterbenden kreisen. vom Bundesrat beschlossenen DeDoch die Patientenverfügung ließ uns keine ckelung der AufwandsentschädiWahl, wir haben uns zu fügen. gung für ein Praktisches Jahr (PJ) im Ausland ausgesprochen. Damit PATIENTEN BEGLEITEN sieht sich Kristian Otte, Vorsitzender der Medizinstudierenden im Hartmannbund, im Vorgehen Am ersten Tag war die Patientin noch lebgegen die Regelung bestärkt. Eine haft, sprach noch adäquat mit uns. Man Übergangsregelung für Studenten, überlegte noch, sie in eine Kurzzeitpflege die bereits Verträge an auslänzu verlegen. Am zweiten dialysefreien Tag dischen Krankenhäusern unterverstand sie zwar noch, was man ihr sagte, schrieben haben, gibt es allerdings reagierte aber nur noch mit den Augen. Vernicht. bal konnte sie sich nicht mehr äußern. Die ältere Schwester holte mich zum Krankenbett, um mir die terminale Schnappatmung App zeigt zu zeigen. Jetzt durfte man sie nicht mehr richtige Ersthilfe verlegen. Die Sterbephase hatte eingesetzt. Die Universität Koblenz hat mit Die Schwestern riefen die Angehörigen an. „Defi Now!“ eine App entwickelt, die Menschen effektiv hilft, auf Notfallsituationen in ihrer UmgeFortsetzung im Digitalen Nachschlag bung adäquat zu reagieren. Schritt für Schritt wird eine Handlungsanweisung gegeben: Der Rettungsspringermedizin.de dienst muss alarmiert, Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden. Zudem zeigt „Defi Now!“ die nächstgelegenen Standorte von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED), die an zahlreichen öffentlichen Orten zu finden sind. Die App funktioniert auch im Ausland und wird ständig um neue Standorte aktualisiert.

Flexibilität.

Wenn es nach dem Studium im weißen Kittel durch die Klinik geht

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ben lassen soll und darf. Neuerdings dürfen Patienten nämlich nur mit einer Patientenverfügung sterben, in der sie bei vollem Bewusstsein erklären, sie möchten im Notfall keine Reanimation mehr. Einerseits versteht man als Mensch, dass ein schwerkranker alter Patient sich nicht quälen möchte, dass die lebensrettenden Geräte und Medikamente für ihn unerträglich geworden sind. Aber andererseits, als Arzt, kann man das nicht akzeptieren. Man kann und will einen Menschen nicht einfach sterben lassen. Man möchte bis zum Ende kämpfen und alle Trümpfe ausspielen, auch wenn der Patient schon zerstochen von Nadeln und vergiftet von Medikamenten ist. Man braucht großen Mut und Kraft, zu sagen: „So, jetzt darf er sterben.“ Interessant, dass sich ein Mensch anmaßt, solch eine Entscheidung zu treffen, wann jemand sterben darf. Diese Erlaubnis gelingt nicht durch rationales Denken. Es ist das Herz, was Erbarmen zeigen muss. Man wird doch ständig darauf hin trainiert, zu helfen. Im Normalfall hat man immer Angst, etwas zu übersehen. Oft wache ich mitten in der Nacht kaltschweißig auf, weil mir ein EKG einfällt, wo ich womöglich einen Herzinfarkt übersehen habe, oder eine Untersuchung, die ich vergessen habe, anzuordnen. Dann ist die Nachtruhe hin, auch, wenn letztendlich noch nie etwas passiert ist.

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November/Dezember 2013

Tutti completti als Sonderedition mit gaaanz viel Mehr Die komplette MEDI-LEARN Skriptenreihe als Paket

Bereits in fünfter Auflage seit 2005 erschienen, erfreut sich die MEDI-LEARN Skriptenreihe zum Physikum weiterhin großer Beliebtheit: rund 75 % der Medizinstudenten nutzen sie für das Physikum, wie eine repräsentative Umfrage unter 5.000 Teilnehmern am Examensservice bei MEDI-LEARN im Sommer 2013 ergab. Bislang waren die Skripte lediglich in Form von acht einzelnen Fachpaketen (Anatomie, Physiologie, Biochemie, Psychologie, Chemie, Histologie, Biologie, Mathe/Physik) erhältlich. Viele Studenten traten mit dem Wunsch an uns heran, ob wir nicht die Skripte in einem Set – natürlich verbunden mit Preisnachlass, denn Studenten sind nicht Krösus – anbieten könnten. Da uns das Anliegen der Zielgruppe am Herzen liegt, haben wir ein wenig überlegt und: Auf Wunsch zahlreicher Studenten bieten wir nun erstmals ALLE SKRIPTE ALLER FÄCHER IN EINEM Komplettset an: die Human Project Special Edition im schicken Schuber ist ab sofort im medizinischen Fachbuchhandel erhältlich! Und da es sich um eine Sonderedition des MEDI-LEARN Verlages handelt, legen wir zur Premiere des Komplettpaketes zusätzlich zu allen Skripten gerne wertvolle Beigaben, die ein examensrelevantes Lernen zusätzlich unterstützen und auch den Humor nicht vergessen, oben auf: das Human-Project-Poster (eine kreativ-lehrreiche Darstellung des menschlichen Körpers), sieben Lernkarten (mit wichtigen Abbildungen und Formeln aller Physikumsfächer), das beliebte Biochemie-Poster (seit Jahren genutzt, um sich das manchmal nicht leichte Wissen der Biochemie bildhaft einzuverleiben) sowie das Skript Lernstrategien (der Klassiker: wer viel lernt, braucht eine effektive Strategie). Damit ist jeder vorklinische Student bestens für Klausur, Testat und Physikum ausgestattet. Und da Studenten bekanntlich über einen eher begrenzten Geldbeutel verfügen, kann sich der Preis mehr als sehen lassen: nur 189 € wird die Human-Project-Sonderedition im Buchhandel kosten, somit spart der Student satte 80 € im Vergleich zum Einzelkauf. Die Regale der medizinischen Buchhändler bundesweit sind pünktlich zu Semesterstart natürlich bereits gefüllt. Ein kleiner Ausblick zum Schluss: Für das kommende Jahr ist übrigens für die Skriptenreihe wiederum eine neue Auflage in Planung, denn uns ist daran gelegen, die Studenten auf dem neuesten Stand durch die

Vorklinik und das Physikum zu begleiten. Am bewährten Prinzip der MEDI-LEARN Skriptenreihe wird sich hingegen nichts ändern: wir werden uns weiterhin bemühen, den Studenten das für das Examen nötige, aktuellste Wissen in didaktisch ansprechender Form versehen mit dem Know-How der Autoren der MEDI-LEARN Repetitorien aus Marburg darzubieten, um das Erklimmen der höchsten Hürde in der Vorklinik merklich zu erleichtern.


Panorama-Seite „Cartoonbuch vier“

November/Dezember 2013

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~ Das MEDI-LEARN Prinzip ~ So entsteht die Skriptenreihe

Wir beginnen mit allen IMPP-Fragen der letzten Examina.

Aussortieren exotischer Inhalte

Ergänzen mündlicher Prüfungsthemen

Verschlagworten der Fakten Sortieren aller Inhalte Verknüpfen der Themen

Eliminieren der Falschaussagen

Erklären des Prüfungsstoffes

Alle 33 Skripte und noch viele mehr jetzt statt 261,89 € nur 189 €.


Leben & Arbeiten

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Von Marburg auf den Kilimandscharo Studienbeginn, Lieblingsfächer, Doktorarbeit und Tipps für Kommilitonen Interview mit Christian Kreisel

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November/Dezember 2013

agst du uns zu Beginn kurz erzählen, wo du gerade im Studium steckst? Also wenn du die Stadt meinst, in der ich stecke, dann im schönen Marburg an der Lahn. Wenn du den Studienabschnitt meinst, in dem ich stecke, am Ende meines zweiten klinischen Studienjahres. Aus welcher Motivation heraus hast du dich entschieden Medizin zu studieren? Gab es Studienalternativen, mit denen du geliebäugelt hast? Na ja, das war bei mir vielleicht nicht ganz so typisch. Ich hatte zuerst Realschule gemacht und dann meinen Zivildienst, dadurch bin ich dann auf die Idee gekommen eine Ausbildung als Physiotherapeut in Konstanz zu machen. Während dieser Ausbildung habe ich aber recht früh bemerkt, dass mich zum einen die Grundlagenfächer wie Anatomie

und Physiologie, die wir von einem emeritierten Professor gelehrt bekommen haben und zum anderen die ärztlichen Fächer wesentlich mehr interessiert haben als die eigentlichen Physiotherapiefächer. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Schimmer, dass ich eines Tages einmal Medizin studieren werde und Arzt werden könnte. Trotzdem ging ich fast jeden Tag direkt um 14:00 Uhr, wenn ich mit meinem Blockpraktikum in der Physiotherapieabteilung fertig war, in den OP oder in den Kreißsaal und assistierte dort den Ärzten. Oft bin ich bis spät abends oder gleich bis zum nächsten Tag in der Klinik geblieben. Es hat mich einfach interessiert und es hat mir tierischen Spaß gemacht. Erst durch die Anregung des Professors, der dann für mich auch so etwas wie ein Mentor wurde, kam ich auf die Idee mein Abitur nachzuholen und Medizin zu studieren. Da ich durch die viele Gespräche mit den Ärzten mitbekommen hatte, wie na-

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turwissenschaftlich das Studium ausgerichtet ist und ich auf der anderen Seite gesehen habe, dass ein guter Arzt weit mehr ist als jemand, der einfach nur Medizin studiert hat, entschloss ich mich, mein Abitur an einem humanistischen Gymnasium nach zu holen. Dort quälte ich mich dann vier Jahre lang durch Latein und Altgriechisch und all die anderen Fächer. Als ich dann mein Abi in der Tasche hatte, gab es natürlich auch keine andere Alternative. Ich hatte ja mein Abi nur zu dem Zweck nachgeholt, Medizin zu studieren. Welche Fächer im Studium magst du besonders gerne? Und welche sind eher nicht so dein Fall? Was liegt dir bzw. liegt dir nicht an ihnen? Geprägt von meiner Ausbildung lagen mir die vorklinischen Fächer wie Anatomie und Physiologie ganz gut. Vor allem Neuroanatomie und Neurophysiologie

haben mir in der Vorklinik sehr viel Spaß gemacht. Was ich absolut schlimm fand war Soziologie. Das war für mich überhaupt nicht greifbar. Jetzt im klinischen Studienabschnitt gefallen mir vor allem die Fächer, in denen ich mein (vorklinisches) Wissen aktiv anwenden kann. Die Physiologie in der Inneren und vor allem in der Neuro und das anatomische Wissen in den chirurgischen Fächern. Eines meiner Lieblingsfächer ist aber Ethik, ich finde dieses Fach auch eins der wichtigsten Fächer überhaupt. Als Arzt stehe ich später jeden Tag vor Entscheidungen, die ich treffen muss. Bestenfalls gemeinsam mit dem Patienten oft aber auch alleine für mich. Und ich denke man wird öfter auch in Situationen kommen, in denen man auf der einen Seite das wohl des Patienten und auf der anderen Seite die Kosten und den Druck der Ökonomen sieht. Dabei Entscheidungen zu treffen, mit denen man den Großteil der Nächte gut schlafen kann, ist etwas, was mir sehr am Herzen liegt.

Was mir im klinischen Studienabschnitt nicht so viel Spaß gemacht hat, waren die theoretisch klinischen Fächer wie Pathologie und Pharmakologie. Die waren mir einfach zu trocken. Was war bisher das schönste Erlebnis in deinem Studium, an das du dich noch immer gern erinnerst? Und umgekehrt: was ist dir eher als unschönes Erlebnis im Gedächtnis? Da gibt es eine ganze Menge! Eines der schönsten Erlebnise das ich hatte, war als mein Tisch, den ich als Tutor in der Neuroanatomie betreut habe, komplett auf Anhieb Neuroanatomie und Neurophysiologie bestanden hatte. Das war der Hammer! Und das bei einer Durchfallquote von über 60 %. Was nicht unbedingt schön, aber absolut cool war, war als ich im Rahmen meiner Famulatur an den Wochenenden mit auf den Rettungshubschrauber durfte. Diese Ein-

sätze werde ich glaube ich nie vergessen. Die negativen Seiten meines Studiums lassen sich nicht an so einzelnen Momenten fest machen. Es sind eher die Strukturen, die mich manchmal ärgern. Man hat viel zu wenig Freiräume, viel zu viel Druck und Pflichtveranstaltungen. Wenn ich mich dann manchmal mit meinen Mitbewohnern aus der WG vergleiche, frage ich mich, wo für einen Medizinstudenten denn der Raum bleiben soll, in dem er sich persönlich entwickeln kann. Es stört mich auch, dass das Studium an vielen Ecken so angelegt ist, dass man besser durchkommt, wenn man den Stoff einfach lernt, ohne ihn zu hinterfragen. Widmen wir uns nun deiner Doktorarbeit: Magst zu Beginn kurz schildern, worum es in deiner Doktorarbeit geht? Wie bist du auf das Thema deiner Doktorarbeit und die Art wie die Doktorarbeit durchgeführt wird gekommen? Zuerst bin ich vorgegangen wie der

größte Teil meiner Kommilitonen auch. Ich habe Professoren gefragt, ob sie ein Promotionsthema für mich hätten. Ich wurde zu mehren Gesprächen eingeladen und stellte jedes mal fest, dass die Themen entweder total langweilig oder absolut speziell waren. Irgendwie hatte ich mich nach jedem der Gespräche das Gefühl, der Betreuer möchte in seiner Karriere weiter kommen und ich soll jetzt als Doktorand die Fleißarbeit für ihn übernehmen und bekomme dann als Dankeschön zwei Buchstaben und einen Punkt vor meinen Namen. Nach dem dritten Gespräch habe ich mich dann hingesetzt und mir überlegt, was mich persönlich denn interessiert. Dann war ich recht schnell bei den beiden Themen: alles rund ums Gehirn und alles rund ums Bergsteigen. Als ich das für mich festgestellt hatte, fiel es mir fast wie Schuppen von den Augen. Schlagartig war mit klar, mein Thema ist die akute Höhenkrankheit und das Hö-

henhirnödem. Dann hab ich mich an meinen Rechner gesetzt und gegoogelt, was es denn dazu schon alles gibt: Da war nicht so viel. Also hab ich mich hingesetzt und mir ein Thema überlegt und mir dann einen Doktorvater gesucht, der als Neurochirurg und Höhenmediziner sich auch für das Gehirn und das Bergsteigen interessiert. Wir haben uns vom ersten Augenblick an super verstanden. Dann feilten wir noch ein bisschen am Studiendesign herum bis plötzlich klar wurde, dass ich für die Datenerhebung selbst mit auf den Berg gehen werde. Jetzt werde ich von Ende August an bis nächstes Jahr April nach Tansania fliegen und dort mit insgesamt 30 Probanden auf den 5.893 Meter hohen Kilimandscharo steigen. Die Probanden werden ihr Gehirne sowohl vor als auch nach der Besteigung in einem 3-Teslar Forschungs-MRT in Marburg untersuchen lassen. Ich werde die Probanden begleiten und sie in regelmäßigen Abständen auf klinische Zeichen der Höhenkrankheit untersuchen. Wir


Leben & Lernen

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wollen mit der Arbeit mehrere Dinge herausfinden. Erstens, lassen sich nach einer Höhenexposition morphologische Veränderungen am Gehirn nachweisen? In wieweit korrelieren klinische Symptome und MRT-Befund und zu guter Letzt, kann ich anhand der Aufnahmen, die vor der Besteigung gemacht wurden, eine Voraussage treffen, wer welches Risiko hat, ein Höhenhirnödem zu entwickeln. Wie lange bist du schon mit deiner Doktorarbeit beschäftigt und was hast du bisher schon davon erledigt? Was war bisher die größte Hürde und wie hast du sie umschiffen können? Also von dem Tag an, als ich mich entschlossen hatte, keine vorgegebene Doktorarbeit zu machen, ging alles rasend schnell. Ich hatte eine Idee und unendlich viel Motivation. Seit dem ist gut ein Jahr her. Ich hab fast alles alleine gemacht, das wollte ich auch. Ich hab den Ethikantrag selbst geschrieben, meine Förderanträge selbst geschrieben und sie meinem Doktoraten nur noch der formhalber zum Unterschreiben und Einsenden vorgelegt. Das hat zwar, wenn man das zum ersten mal macht, viel Zeit und Energie gekostet, aber auch unglaublich viel Spaß gemacht. Das war genau das, was mir bei den anderen Arbeiten, die mir angeboten wurden, immer geist fehlt hat. Durch diese Mühen diese Arbeit zu „meinem Baby“ geworden. Es war auch witzig, welche Eigendynamik sich aus dem ganzen heraus entwickelt hat. Plötzlich wurden immer mehr Leute auf die Arbeit aufmerksam, so dass jetzt eine Fernsehberichterstattung geplant ist. Allerdings möchte ich auch die Schattenseiten nicht verbergen. Die zeitraubenden Vorbereitungen und die Tatsache, dass ich jetzt für mehrere Monate nach Tansania gehe, haben mich eine langjährige Beziehung gekostet. Wie wird die praktische Durchführung deiner Doktorarbeit konkret aussehen? Magst du hier ein paar Details schildern? Wie gesagt, die Probanden werden vor und nach der Besteigung des Kilimandscharo in ein spezielles MRT gehen und ihre Gehirne in mehreren Sequenzen durchrannen lassen. Dann werden sie in kleinen Gruppen von 5-6 Personen nach Tansania kommen und ich werde mit ihnen auf den höchsten Berg Afrikas steigen. Der Kilimandscharo eignet sich für diese Studie hervorragend: Da der erloschene Vulkan nicht all zu schwer zu besteigen ist, hat man keine zu große vorab Selektion. Und zum anderen ist eine Besteigung des Kilimandscharo auch bei weitem nicht so teuer wie die Besteigung der Berge im Himalayamassiv. Dadurch, dass der Kilimandscharo nicht so schwer, aber trotzdem schon recht hoch ist, werden viele Höhenmeter pro Tag zurückgelegt, was den Berg wiederum sehr gefährlich macht. Denn durch den schnellen Aufstieg und den damit verbundenen relativ schnellen Abfall des Sauerstoffpartialdruckes steigt das Risiko höhenkrank zu werden massiv an. Ich werde die Probanden alle 300 Höhenmeter und jeden Morgen und Abend klinisch anhand des Lake Louis Sore untersuchen, den ich mit meinem Doktorvater noch um einige Parameter ergänzt habe. Wenn wir dann hoffentlich nach erfolgreichem Aufstieg zum Gipfel alle wieder gesund unten angekommen sind, werden die Probanden wieder zurück nach Deutschland fliegen und wieder ins MRT gehen.

der Abstieg oft das Schwierigere und Gefährlichere ist... Sonst versuche ich mich bei all der Sitzerei, die das Studium von einem fordert, so viel Sport wie möglich zu machen, um fit für den Berg zu bleiben. Also joggen, mountainbiken und Fitness.

In der Zeit, in der ich keine Probandengruppen habe, werde ich in einem kleinen Spital am Fuße des Kilimandscharo hospitieren und mich bei der Etablierung

einer Physiotherapieabteilung in dem Krankenhaus engagieren. Neben Studium an sich und Doktorarbeit bist du auch als Tutor beschäftigt. Was hat dich bewogen, diese Tätigkeit aufzunehmen und in welchen Fächern bist du als Tutor tätig? Es macht mir sehr viel Spaß zu überlegen, wie ich jemandem etwas so erkläre, dass er es versteht. Dabei reizen mich vor allem die vorklinischen Grundlagenfächer. Hier kann man viel erklären durch verschiedene Zugänge zu den Themen den größten Teil der Leute erreichen. Aktuell bin ich dabei ein Wahlfach an den Universitäten Gießen und Marburg zu implementieren, bei dem die Teilnehmer anhand der Höhenadaptation die Physiologie und Biochemie begreifen sollen. Die Teilnehmer sollen sich erst in Kleingruppen theoretisch mit dem thema beschäftigen und dann ihre jeweiligen Werte in Deutschland bestimmen. Höhepunkt des Wahlfaches wird sein, dass wir alle gemeinsam auf die höchste Hütte Europas an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien auf 4.556 Meter aufsteigen und dort die Werte erneut bestimmen. So sieht und spürt jeder, was sich im Körper verändert und kann sich so die Grundlagen besser merken. So ging es mir zumindest immer beim Bergsteigen, wenn man auf einmal feststellt, dass man nicht mehr so viel Sauerstoff bekommt. Medizinstudium, Doktorarbeit, Tutorenjob – wie findest du Entspannung vom Studium und welche Hobbies pflegst du zum Ausgleich? Wenn ich irgendwo Berge in der Nähe hab, muss ich hoch! Wenn ich keine in der Nähe hab, setz ich mich in den Zug und fahre zu ihnen. Für mich gibt es nichts schöneres als in den Bergen zu sein. Es ist einfach ein unbeschreibliches Glücksgefühl, auf einem Berg zu stehen und zu wissen, dass man ihn aus eigener Kraft bestiegen hat. Man steht oben und in dem Moment sind alle Anstrengungen, die der Aufstieg bedeutet hat, weg. Auch wenn

Sonst bin ich noch in der Fachschaft recht aktiv. Dort interessiert mich alles, was mit Studium und Lehre zu tun hat. Auch hier macht es mir sehr viel Spaß Projekte ins Leben zu rufen und umzusetzen. Darüber hinaus bin ich in recht vielen Gremien aktiv und habe so die Möglichkeit Studium und Lehre nachhaltig zu beeinflussen. Alles in allem hätte ich nichts dagegen, wenn mein Tag ein paar Stunden

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mehr hätte, aber es geht mir sehr gut mit all der Aktion. Welche Tipps möchtest du Medizinstudenten – sei es für das Studium oder für die Doktorarbeit – noch mit auf den Weg geben? Für das Studium, lernt mit Freude und versucht euch immer wieder vorzustellen, was gerade jetzt in eurem Körper vor sich geht. Dazu muss man nicht aunbedingt auf einen Berg kraxeln, manchmal reicht es schon aus, wenn man Hunger hat. Was die Doktorarbeit betrifft, macht das, was wirklich interessiert und scheut keine Mühen! Man beschäftigt sich doch eine ganze Weile ganz intensiv mit einem Thema und da sollte es einem größtenteils Spaß machen. Hast du schon konkrete Pläne, in welche Fachrichtung es dich nach Abschluss des Studiums verschlagen könnte? Das ist schwer! Einen konkreten Plan habe ich noch nicht, ich gehe eher nach dem Ausschlussverfahren vor. Also Gyn ist zum Beispiel raus ;-) Sonst bin ich noch recht offen. Da ich nach Tansania vor habe, die Zusatzbezeichnung Gebirgs- und Expeditionsmedizin zu machen – das ist eine der wenigen, die man schon während des Studiums machen kann – möchte ich in diesem Bereich weiter machen. Und eventuell noch die wilderness medicine ranhängen. Mein Ziel ist es, eine 75% Stelle anzunehmen und pro Jahr für drei Monate Expeditionen zu begleiten. Sollte mir eine Uniklinik so etwas anbieten, würde ich total gerne weiter in die Lehre und Forschung gehen. Da ich durch meine Promotion schon jetzt die richtigen Kontakte habe, glaube ich, dass das klappen wird. Haben wir vergessen etwas zu erfragen, über das du gerne noch berichten möchtest? Dann hast du nun Gelegenheit dazu … Nö! Ach doch ja! Ich wünsche allen, die diesen Artikel lesen, alles alles Gute für ihre Zukunft! Vielen Dank Christian!

Blick in die Foren

Buchtipp für die Pädiatrie

Wie bei allen Fächern, stellt sich jeder Student die Frage, welche Bücher sich zum Lernen eignen. So auch im Fach Pädiatrie. Ein Blick ins Buch in der Buchhandlung allein genügt meist nicht. Am besten man fragt Studenten, die bereits mit dem Fach und den Büchern Erfahrungen haben und dir somit verraten können, ob es sich eignet. Informiere dich und tausch dich aus: www.medi-learn.de/MF16576

Ab auf die Insel

Eine Alternative zum Studium in Deutschland ist ein Medizinstudium im Ausland. Eine Option wäre das Studium in England. Wie läuft die Bewerbung ab? Was ist zu beachten? Wo kann ich dort studieren? Brauche ich Sprachkenntnisse? Viele Fragen, die beantwortet werden wollen: www.medi-learn.de/MF58230

T? P? K?

TPK bedeutet: Technisch-Propädeutischer Kurs. Kronen, Prothesen, Bohren. Was genau steckt dahinter? Dies fragen sich vor allem angehende Zahnmediziner. Dieser Kurs wartet auf alle Studenten in der Vorklinik. Konkrete Antworten und Erfahrungswerte haben die bereits studierenden Zahnmediziner für dich. www.medi-learn.de/MF47045

Ab durch die Mitte

Der Quereinstieg ins Studium ist eine weitere Option, um im Medizinstudium Fuß zu fassen. Doch gestaltet sich diese Variante nicht immer ganz so einfach – dennoch können eine Menge Studenten Erfolge verzeichnen. Doch über welches Fach ist es überhaupt möglich? Ist ein Quereinstieg jederzeit möglich? Im Forum werden solche Fragen beantwortet und Tipps und Erfahrungen eifrig ausgetauscht. www.medi-learn.de/MF64252

Fußball, Yoga oder doch einfach Laufen?

IMPRESSUM

Mannschaftssport oder Einzelkämpfer? Leistungsträger oder Amateur? Die Motivation für Sport ist auch unter Medizinstudenten verschieden stark ausgeprägt. So laufen die einen gerne jeden Tag 10 km während andere sich lieber auf die Couch lümmeln. Im Forum wird sich über den „Sportwahn“ unter Studenten ausgetauscht: www.medi-learn.de/MF57470

Herausgeber: MEDI-LEARN Verlag GbR, ISSN 1860-8590 Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn Telefon 04 31/780 25-0, Fax 04 31/780 25-262 E-Mail: redaktion@medi-learn.de, www.medi-learn.de Redaktion: Christian Weier (V.i.S.d.P.), Jens Plasger, Philipp Dahm, Dipl.-Päd. Kare Ahlschwede (Chef vom Dienst), Dr. med. Marlies Weier, Ines Hansen, Nina Dalitz, Miriam Goss, Thomas Brockfeld, Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller, Florian Pyschny Layout & Grafik: Kristina Junghans Berichte: MEDI-LEARN Redaktion, Wolfgang Müller, Marietta Fuhrmann-Koch, Hannah Großebrummel, Rechtsanwalt Patrick Weidinger (Deutsche Ärzteversicherung)

Ich packe meinen….

Druck: Druckerei + Verlag Wenzel, Am Krekel 47, 35039 Marburg/Lahn, Telefon 0 64 21/17 32 60, Fax 0 64 21/17 32 69 Anzeigenbetreuung: Christian Weier, Dorfstraße 57, 24107 Ottendorf Telefon 04 31/780 25-0, Fax 04 31/780 25-262 E-Mail: christian.weier@medi-learn.de. – Es gilt die Anzeigenpreisliste 02/2005. Bildnachweis: www.photocase.com, www.istockphoto.com, www.sxc.hu,, Dani Machlis/ BGU, www.pixelquelle.de, Artikelautoren, www.flickr.com, Thomas Stoffels, baek.de Erscheinungsort: Marburg Die MEDI-LEARN Zeitung erscheint viermal pro Jahr und wird als Beilage der Zeitschrift Via medici aus dem Georg Thieme Verlag, Stuttgart, zugelegt. Der Bezug ist für Abonnenten der Via medici in deren Abonnement bereits enthalten. Der Einzelpreis beträgt 1,90 €. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos etc. kann der Verlag keine Gewähr übernehmen. Nachdruck – auch in Auszügen – nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung. Der Verlag kann für Preisangaben keine Garantie übernehmen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bei allen Gewinnspielen und Aktionen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Anregungen und Redaktionskontakt per E-Mail unter redaktion@medi-learn.de. Verlosung: Bei allen Verlosungen in dieser Ausgabe ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist am 31. Januar 2013. Die Gewinner werden regelmäßig im Internet unter www.medi-learn.de/gewinner bekannt gegeben. Dein Artikel bei MEDI-LEARN? Wir freuen uns über die Zusendung von Erfahrungsberichten und anderen Artikeln und belohnen die Autoren mit Fachbüchern. Alle weiteren Infos findest du unter www.medi-learn.de/artikel.

…Beutel, Tasche oder doch den Rucksack? Welches Transportutensil für die Bücher ist dir am liebsten? Wie viele Bücher habt ihr überhaupt immer zu tragen? Was versteckt sich noch darin? Womit habt ihr gute, womit schlechte Erfahrungen? Empfehlungen und Tipps von und für Studenten: www.medi-learn.de/MF83801

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Recht & Geld

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November/Dezember 2013

Witten/Herdecke vor CARTOONKALENDER Greifswald und Heidelberg

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Hartmannbund verleiht Fakultätenpreis 2013 Redaktion Hartmannbund-Magazin

D

er Fakultätenpreis 2013 des Hartmannbundes für die beste ärztliche Ausbildung geht an die Universität Witten/Herdecke. Deren Departement für Gesundheit belegt mit der Note 1,58 vor den Medizinischen Fakultäten der Universitäten Greifswald (Note 1,73) und Heidelberg (Note 1,78) den ersten Platz des zum dritten Mal ausgeschriebenen Preises des Verbandes. Abgestimmt hatten im Rahmen einer bundesweiten Online-Umfrage von April bis Juni diesen Jahres fast 2.400 Medizinstudierende. 19 der insgesamt 37 Fakultäten schafften es ins Ranking. „Auch wenn es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie handelt, sondern um eine studentische Umfrage“, sagte Kristian Otte, der Vorsitzende der Medizinstudierenden im Hartmannbund, „haben wir versucht, ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen“. Deshalb seien im Ranking nur die Medizinischen Fakultäten berücksichtigt worden, für die jeweils mehr als 45 Medizinstudierende ihre Bewertung abgegeben haben. Die neu gegründete Medizinische Fakultät der Universität Oldenburg wurde nicht erfasst, da das dortige Medizinstudium erst seit einem Jahr angeboten wird. Dass bereits zum zweiten Mal eine Fakultät mit einem Modellstudiengang den Hartmannbund-Fakultätenpreis gewon-

nen hat – 2009 war es Aachen – wertet Kristian Otte als positives Zeichen: „Dies bedeutet, dass die neben dem ursprünglichen Regelstudiengang beschrittenen Wege von den angehenden Medizinern nicht mehr nur als Alternativen angesehen werden, sondern mit dem herkömmlichen Medizinstudium gleichzusetzen sind.“ Im Mittelpunkt der Umfrage, die online über die Homepage des Hartmannbundes erfolgte, standen 45 Fragen zu Themen wie Qualität der Lehrveranstaltungen, Erweitertes Lehrangebot, Lehrkräfte, Unterstützung bei der praktischen Ausbildung, Ausstattung, Verzahnung der Studienabschnitte, Patientenkontakt, Prüfungen/ Promotion oder Dekanat. Die einzelnen Themenkomplexe erhielten nach Auswertung der Einzelfragen Durchschnittsnoten, die dann zu einer Gesamtnote zusammengefasst wurden. Am Ende stand die Fakultät ganz oben im Ranking, für die die beste Gesamtnote ermittelt wurde. „Insgesamt muss man festhalten“, so Kristian Otte, „dass von den Teilnehmern Noten unter 1,5 sehr selten vergeben wurden. Und nur sechs der insgesamt 19 Fakultäten im Ranking haben eine Gesamtnote besser als 2,0 erreicht. Da gibt es für die Fakultäten sicherlich noch jede Menge Luft nach oben, die Qualität ihrer ärztlichen Ausbildung weiter zu verbessern.“

Auch wenn die Fakultäten, für die weniger als 45 Teilnehmer gevotet haben, außer Konkurrenz laufen, sind auch deren Ergebnisse in Kürze auf der Homepage des Hartmannbundes unter www.hartmannbund.de einzusehen. „Auch die Fakultäten sollten ihre Bewertungen einsehen dürfen, die nicht im offiziellen Ranking auftauchen. Denn auch bei einer Bewertung, an der nur 20 oder 30 Studierende teilgenommen haben, können die Fakultäten Rückschlüsse auf ihre Arbeit ziehen“, erläuterte Kristian Otte. Der Fakultätenpreis des Hartmannbundes wurde nach 2005 (Sieger: Universität Leipzig) und 2009 (Sieger: Universität Aachen) bereits zum dritten Mal ausgeschrieben. Da die Resonanz auch auf die

diesjährige Umfrage ungebrochen hoch war – 2009 haben 2100 Medizinstudierende online abgestimmt – wird es in vier Jahren eine Fortsetzung geben. Der Fakultätenpreis 2013 wurde am 18. November an der Universität Witten/Herdecke verliehen.

Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen, dem Ranking, zur Sieger-Universität Witten/Herdecke und vielem mehr findest du unter: www.hartmannbund.de.

Auf ins Ausland Rechtzeitig planen von Rechtsanwalt Patrick Weidinger, Deutsche Ärzteversicherung

E

s sind Erfahrungen fürs Leben. Ob PJ, Famulatur oder Pflegepraktikum für Medizinstudenten – die fachlichen Themen aus einem fremden Blickwinkel zu betrachten, anderen kulturellen und sozialen Zusammenhängen zu begegnen und neue Kontakte zu knüpfen sind der Sinn eines Aufenthaltes im Ausland. Der Sprung in die Ferne ist natürlich auch ein sehr eleganter Weg, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Neben klinischen Erfahrungen locken oftmals auch die Nähe zu Badestränden den angehenden Arzt in die Ferne. Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg und den Nutzen des Auslandsaufenthaltes ist eine sorgfältige Vorbereitung. Die Wahl des Krankenhauses und der Unterkunft, die rechtzeitige Bewerbung, ein ausreichender Versicherungsschutz, korrekter Umgang mit Land und Leuten, das nötige Equipment und nicht zuletzt eventuell notwendige Impfungen sind zu bedenken. Ganz wichtig ist allerdings ist das Basiswissen über das Gastgeberland sowie über dessen Sitten und Gebräuche. Es erleichtert die Kontaktaufnahme und bewahrt vor dem Tritt in so manches Fettnäpfchen. Gründlich informieren ist ein guter Einstieg in die Planung, und damit wird am besten ein Jahr vor dem Auslandsaufenthalt angefangen. Also – die Planung für das Jahr 2013 schon heute beginnen! Nun gibt es eine ganze Reihe nützlicher Informationen und Empfehlungen für Medizinstudenten, die sich die große weite Welt anschauen möchten, bevor es beruflich so richtig los geht. Hierzu gehören unter anderem: 1. Einreisebestimmungen

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2. 3. 4.

Fördermöglichkeiten Reisemedizinische Hinweise Und Erfahrungsberichte von Medizinern Wer sich im Vorfeld einer Famulatur richtig informiert, hat definitiv mehr vom Auslandsaufenthalt und ist gerade für Notfallsituation gewappnet.

Die Deutsche Ärzteversicherung hat unter Berücksichtigung umfangreicher Datenquellen für mittlerweile 32 Länder die sogenannten „Länderinformationen“ erstellt und in 13 umfangreichen Broschüren zusammengefasst – selbstverständlich immer auf dem aktuellstem Stand. Jeweils eine Broschüre mit Informationen zu bis zu fünf Ländern ist für Interessenten kostenlos unter www. aerzteversicherung.de unter „Arbeiten im Ausland“ bestellbar.

Famulatur im Ausland? Aber bitte mit großem Schutz, für kleines Geld! Auch wenn Sie nicht gleich in eine Dschungelklinik gehen – eine Auslandsfamulatur bringt immer Risiken mit sich, für die kein Versicherungsschutz besteht. Haftpflicht, Unfall, Krankheit: Schützen Sie sich mit dem Auslands-Famulatur-Paket der Deutschen Ärzteversicherung. Sichern Sie sich eine sorglose Zeit – schon ab 17,90 Euro im Monat! Rufen Sie uns an unter 02 21 / 14 82 27 00. Oder schließen Sie direkt ab: www.aerzteversicherung.de

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Quiz zum Human Project Poster Deine Aufgabe besteht darin die Ausschnitte aus dem Poster den richtigen Stellen im Gesamtbild zuzuordnen. Insgesamt findest du unter dem Poster 10 Ausschnitte, die du den entsprechenden Nummern zusortieren musst. Jeder Ausschnitt ist mit einem Buchstaben versehen und jedes Feld mit einer Nummer. Am Ende trägst du die Buchstaben entsprechend ihrer Zahl in die offenen Felder im Lösungssatz unten auf der Seite ein.

Rippen spreizer .de

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Das Gewinnspiel findest du online unter:

www.medi-learn.de/hp-poster-quiz

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Gewinnspiel: Trage einfach unter diesem Link die Lösung ein: www.medi-learn.de/hp-poster-quiz

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Diese und mehr als 600 weitere Cartoons gibt es in unseren Galerien unter:

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Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Das Gewinnspiel läuft bis zum 31. Dezember 2014. Wir verlosen insgesamt 5 Cartoonbücher „vier“.

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Tipps & Infos

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Das Gesundheitssystem verbessern Neue Leitlinie für medizinische Fallberichte hilft von Kay Gropp (idw-Autoren)

F

allberichte sind eine eigene medizinische (Literatur-)Gattung. In ihnen veröffentlichen Ärzte ungewöhnliche Beobachtungen. Bei der Entdeckung vieler Nebenwirkungen, neuer Therapie- und Diagnoseverfahren, neuer oder seltener Erkrankungen und ungewöhnlicher Formen bekannter Erkrankungen spielten diese Fallberichte aus der normalen klinischen Patientenversorgung schon in der Vergangenheit eine wesentliche Rolle. Beispiele sind der Zusammenhang von Thalidomid und Fehlbildungen bei Neugeborenen und die Wirkung von Propranolol auf bestimmte Gefäßtumore bei Kindern (infantile Hämangiome). Fallberichte können aber auch Ideen für künftige klinische Studien hervorbringen oder sogar die Ansätze der Medizin in einem neuen Licht erscheinen lassen. Eine international zusammengesetzte Gruppe von 27 Medizinern u.a. mit Dr. med. Gunver S. Kienle von der Universität Witten/Herdecke hat nun diese Fallberichte analysiert. Ergebnis: Sie enthalten häufig zu wenig Informationen, die man auswerten kann. Beispielsweise ergab eine Untersuchung von 1.316 Fallberichten aus vier notfallmedizinischen Zeitschriften mit Peer-Review-Verfahren, dass in mehr als der Hälfte der Berichte wichtige Informationen zur Erstbehandlung nicht beschrieben wurden – was den Nutzen deutlich reduziert. Die neue Publikationsleitlinie setzt hier an, indem sie auch für Fallberichte wichtige Fakten festlegt. Damit werden sie für eine systematische

Datenanalyse, für die Planung klinischer Studien und zur Verbesserung der klinischen Praxis verwertbar. Zwar gibt es bereits Leitlinien speziell für Fallberichte zu Arzneimittelnebenwirkungen, nicht aber allgemeine Fallbericht-Leitlinien. Das Ziel der Kommission war es deshalb, eine solche Leitlinie in einem Konsensusverfahren zu entwickeln, die nun im Deutschen Ärzteblatt und parallel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht wurde. (Siehe Hinweis unten.) Die Leitlinie enthält 13 Checkpunkte: Titel, Schlüsselwörter, Zusammenfassung, Einleitung, Patienteninformation, klinische Befunde, Zeitachse („timeline“), diagnostisches Verfahren, therapeutische Intervention, Ergebnisse und Follow-up, Diskussion, Patientenperspektive, informierte Einwilligung.

Fazit: Die Implementierung der CARE (CAse REporting)-Leitlinie durch medizinische Fachzeitschriften soll die Vollständigkeit und Transparenz publizierter Fallberichte verbessern. Die systematische Sammlung von Informationen aus Fallberichten kann bei der Planung klinischer Studien helfen und frühe Hinweise auf Wirksamkeit und Risiken von Gesundheitsmaßnahmen geben sowie zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen. Die Autoren erwarten, dass man so auch beurteilen können wird, was gegenwärtig welchem Patienten hilft, und dass dabei auch Vergleiche zwischen verschiedenen medizinischen

Systemen und Kulturen erleichtert werden. Wenn deutlich wird, wie neue Einzelfall-Daten zur „Evidenz“ beitragen, wird die erforderliche Unterstützung für die Erzeugung von qualitativ hochwertigen klinischen Daten aus solchen Einzelfällen lohnenswert, und die vorherrschende Haltung gegenüber einer „Beobachtung“ wird sich verändern. Die CARE-Leitlinien bieten einen Rahmen, um die notwendige Genauigkeit, Vollständigkeit und Transparenz von Fallberichten zu gewährleisten.

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Online geht's weiter Wie immer gibt es auch zu dieser Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung wieder eine Extraportion für besonders MLZHungrige: Unser Digitaler Nachschlag präsentiert dir weitere spannende Artikel und die Fortsetzung eines Beitrags aus der gedruckten Version. Er steht kostenlos als PDF im Internet zur Verfügung. Einfach die folgende Seite aufrufen:

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Nachschlag Die Extraportion

Diese Artikel findest du unter anderem im Online-Teil unserer Zeitung: Arzt

Im Kittel durch die Klinik

Nach den „ersten Schritten“ für Olga als angehende Ärzten, berichtet Sie ausführlich von der Behandlung und Begleitung einer Patienten sowie Ihren Gefühlen während der Arbeit und danach. Ob das „Arztsein“ Ihr Traum bleibt und wie Sie die weitere Zeit meistert, erfährst du im zweiten Teil des Artikels im Digitalen Nachschlag.

Forschung

Mensch trifft auf Maschine

Schnittstellen bei Herzschrittmachern oder Prothesen zwischen Technik und Gewebe sind meist kritische Punkte. Jan Hansmann möchte diese Integration in den kommenden Jahren optimieren und hat sich der Forschung rum um dieses Fachgebiet gewidmet.

MLZ 04/2013  
MLZ 04/2013  
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