Unser Salzkammergut Winter 2022

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Österreichische Post AG, MZ 17Z041121 M, Neu-Media GmbH, Bahnhofplatz 2, 4600 Wels, Retouren an „Postfach 100, 1350 Wien“, Foto: © Shutterstock

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WINTER 2022 / Nr. 24 / € 7,00

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Österreichische Post AG, MZ 17Z041121 M, Neu-Media GmbH, Bahnhofplatz 2, 4600 Wels, Retouren an „Postfach 100, 1350 Wien“, Foto: © Shutterstock

WINTER 2022 / Nr. 24 / € 7,00

UNSER SALZKAMMERGUT erscheint 4 x im Jahr.

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Winter im Salzkammergut

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er Winter ist die ruhigere Zeit im Salzkammergut. Wenn leise der Schnee in dicken Flocken vom Himmel fällt, kann man dieses schöne Fleckchen Erde von einer ganz anderen Seite genießen. Naturliebhaber und Wintersportler kommen in der traumhaft schönen Winterlandschaft ganz besonders auf ihre Kosten. Egal, ob man mit Schneeschuhen durch Wälder zu Almen wandert oder mit Langlaufskiern durch die Lande gleitet – in der traumhaft schönen Landschaft kann man noch Ruhe und Natur pur genießen. Aber auch Skifahrer und Snowboarder finden in und um die Dachsteinregion ein wahres Paradies vor. Äußerst beliebt ist das Salzkammergut vor allem auch für seine vielen sonnigen Hänge, die für eine ausgiebige Skitour bestens geeignet sind.

Von sämtlichen sportlichen Aktivitäten kann man sich in lässigen Rückzugsorten mit Hüttencharme erholen. Ob luxuriöses Chalet, k.u.k. Jagdhaus oder urige Almhütte – eines kann ich Ihnen versichern, bei diesen Unterkünften wird Ihnen sicher warm ums Herz! Wann immer Sie die Ruhe gegen eine vorweihnachtliche Shoppingtour tauschen wollen, sollten Sie sich auf nach Gmunden machen. Die Traunseestadt bietet von kleinen Läden über nette Lokale bis hin zu stylishen Geschäften einfach alles, was das Herz begehrt. Und wie immer, haben wir auch in dieser Ausgabe von „Unser Salzkammergut“ wieder einigen Handwerkerinnen und Handwerkern über die Schulter geschaut. Wir besuchten Robert Hellmeier, der in seiner Werkstatt in Gmunden Kachelöfen als Gesamt-

kunstwerke restauriert, und durften den zwei kunstsinnigen Frauen Anna Taxis und Teresa Leodolter in ihrem Atelier in Attersee zusehen, wie sie mittels Stempeldruck wunderschöne Tischtücher, Pölster und Vorhänge gestalten. Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Josef Rumer Herausgeber

Schreiben Sie mir unter: unser.salzkammergut@neu-media.at

Impressum UNSER SALZKAMMERGUT Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter der URL http://www.dieoberoesterreicherin.at/de/ impressum/651.html abgerufen werden. Herausgeber: Josef Rumer Medieninhaber und Hersteller: Neu-Media GmbH Bahnhofplatz 2, 4600 Wels E-Mail: office@neu-media.at, Tel.: 07242 / 9396 8100, Fax: 07242 / 9396 8110

Geschäftsführung: Josef Rumer, Mag. Andreas Eisendle Prokuristin: Astrid Gruber Assistentin der Geschäftsführung: Kerstin Artmayr Büroorganisation: Slavica Haminger Lehrling: Anna Eder Redaktionsleitung: Mag. Ulli Wright E-Mail: redaktion@neu-media.at Redaktion: Zivana de Kozierowski, Nicole Madlmayr, Mag. Petra Kinzl, Laura Zapletal BA, Linnéa Harringer MA, Dr. Maria Russ Lektorat: Mag. Christa Schneider, Dr. Maria Russ Anzeigenleitung: Josef Rumer,

E-Mail: anzeigen@neu-media.at Anzeigen: Mag. Dietlinde Wegerer, Lisa Becker, Victoria Felice, Ing. Mag. Richard Haidinger, Michaela Pöllmann Grafik: Karin Rosenberger, Ana Mrvelj, Thom Trauner, E-Mail: grafik@neu-media.at Fotos: Monika Löff, Thom Trauner, Shutterstock Verlags- und Herstellungsort: Bahnhofplatz 2, 4600 Wels Druck: Druckerei Berger, A-3580 Horn Vertrieb: PGV Austria Trunk GmbH, 5412 Puch, Morawa Lesezirkel

www.neu-media.at

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Die nächste Ausgabe von UNSER SALZKAMMERGUT erscheint am 21. April 2023. Besuchen Sie uns auch auf www.unsersalzkammergut.at

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10 Hüttencharme

Inhalt 10

HÜTTENCHARME

104 Der Schwegelbauer

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Die lässigsten Hütten und Chalets im Salzkammergut

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DIE ENDLS VON DER ALM OH DU FRÖHLICHER ADVENTBUMMEL! Unterwegs in der Traunseestadt Gmunden

KUNST, DIE „ANZIEHEND“ IST Sabine Linke näht und bemalt Dirndlschürzen

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Eine Familie im Einklang mit Mensch und Natur

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Foto: Oberösterreich Tourismus GmbH / Robert Maybach

Foto: Thom Trauner

Foto: Alps Resorts/adw_fta

54 Advent im Salzkammergut

THOMASNACHT & LIEBESORAKEL Originelle Winterbräuche, die nicht jeder kennt

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NATÜRLICH WEIHNACHTLICH Nachhaltige Ideen zum Dekorieren und Genießen

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Foto: Katrin Kerschbaumer

82 Ein Winter wie damals Foto: Franz Sieghartsleitner

Foto: Monika Löff

66 Historische Kacheln

126 Totes Gebirge

62 Ein süßer Hauch

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EIN SÜSSER HAUCH

Foto: Kathrin Gollackner

Foto: Karin Lohberger

Coverfoto: Shutterstock

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Rezepte zum Nachbacken von Ingrid Pernkopf

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MIT LIEBE VERSTEMPELT

Bernhard Huemer über sein neues Leben als Almwirt

104 DER SCHWEGELBAUER

Zwei Frauen hauchen Stempeldruck neues Leben ein

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EIN WINTER WIE DAMALS Wintersportzauber im Salzkammergut

AUF DER GJAID ALM

Zu Besuch bei Dietmar Derschmidt in Scharnstein

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SCHMECKTAKULÄRES ALMTAL Genuss-Botschafter Christoph „Krauli“ Held im Porträt

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Hüttencharme

Von urig bis exklusiv: Die lässigsten Hütten und Chalets im Salzkammergut, in denen uns warm ums Herz wird.

Text: Petra Kinzl Fotos: Shutterstock 10 | Unser Salzkammergut 10-21_Coverstory.indd 10

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rige Holzhäuser mit Waldromantik und einem Hauch von k.u.k.Nostalgie, familiäre Hüttendorf-Atmosphäre im Ausseerland, Lodge mit atemberaubender Aussicht vom Krippenstein oder edle Design-Chalets mit Hot Tub und Sauna am Grundlsee: Wem der Sinn nach Gemütlichkeit und Wärme steht und wer sich nach einer Auszeit in den Bergen sehnt, dem können wir in diesem Winter einen Urlaub in einer Almhütte oder einem Chalet besonders ans Herz legen. Doch nicht nur für Ruhe und Kuscheln mit den Liebsten ist in diesen Oasen der Ursprünglichkeit gesorgt, sondern auch für reichlich Aktivitäten an der frischen Luft. Die Hütten sind herrliche Ausgangspunkte für Skitouren, um Pisten hinunter zu carven, für eine Rodelpartie, eine Langlaufrunde oder eine wunderschöne Winterwanderung in der Natur, vorbei an angezuckerten Baumwipfeln. Wie schön, wenn bei der Rückkehr eine warme Stube auf uns wartet!

Wir haben uns im Salzkammergut umgesehen und ein paar richtig lässige Rückzugsorte mit Hüttencharme ausfindig gemacht. Die (Betten-)Vielfalt hätte selbst Frau Holle überrascht und sie bestimmt ganz schön ins Schwitzen gebracht. Nicht nur wurden ausgediente Sennhütten oder Jagdhütten liebevoll herausgeputzt, da und dort sind auch schicke Hüttendörfer und neue Chalets mit exklusiver Ausstattung wie Schwammerl aus dem Boden geschossen. Lange Rede, kurzer Sinn. Machen Sie sich selbst ein Bild! Ob man lieber mit Luxuslimousine oder Pferdekutsche anreist, bleibt jedem selbst überlassen. Unser Salzkammergut | 11

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Urig

olaredulie! Urig urlauben lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes bei Sandra und Fred auf der Knödl-Alm in Bad Mitterndorf. Wer die Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Das „Waldhäusl“ liegt am Knoppenberg mitten im Wald und bietet Platz für zwei bis drei Personen. Nicht nur eine gemütliche Stube mit Küche und Holzherd, sondern auch eine Zirben- und Infrarotsauna tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei. Das Gute liegt auch kulinarisch nah. Denn nur einen Spaziergang entfernt, am 300 Jahre alten Knödl-Alm Bergbauernhof, betreibt Familie Pohn eine einzigartige Bio-Land- und Gastwirtschaft, deren Herzstück eine Brennerei ist. Der BioZirbenschnaps ist als begehrte Spezialität des Ausseerlandes bekannt und beim Verkosten wird einem garantiert warm. Doch was wäre ein echter Winter ohne Schnee – und da zieht es Natur-

liebhaber natürlich raus an die frische Luft. Schneeschuhe angeschnallt und los geht’s! Zwischen den zwei Skibergen Tauplitz und Loser befindet sich das ideale Gebiet dafür und direkt bei der Knödl-Alm lassen sich Schneeschuhe genauso wie Rodeln ausleihen. Wer mit Familie oder Freunden anreisen möchte, findet mehr Platz im Knödl-Alm Landhaus oder in einem Ferienhaus im Tal, wo der Skibus zur Tauplitzalm, Loipeneinstieg und Eislaufplatz praktisch vor der Haustür liegen. www.urig.at

AUSSEERLAND: Wer Ruhe sucht, findet sie im romantischen Waldhäusl auf der Knödl-Alm.

© Knödl-Alm

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AUF DER KNÖDL-ALM

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Knisterndes Holzfeuer im alten Bauernherd, originale Deckenbalken, die knarzende Hüttentür, alte Trophäen und Bilder an den Wänden: Die Klaushofstube entführt auf eine romantische Reise zurück zu Kaisers Zeiten.

© Jagdhaus Klaushofstube

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K.U.K. JAGDHAUS KLAUSHOFSTUBE

it Hüttenromantik und Komfort: so begrüßt einen das Jagdhaus Klaushofstube in Gosau am Dachstein. Und es ist nicht nur irgendeine alpine Hütte, sondern eine mit Geschichte, diente sie doch einst als k.u.k. Jagddomizil Kaiser Franz Josephs. Beim Eintritt durch die schwere, knarzende Hüttentür weht einem sogleich die besondere Atmosphäre entgegen. Antiquitäten, alte Bilder und Trophäen, geschmackvolles Geschirr und Tischwäsche erwarten den Gast in der Ferienwohnung im Obergeschoss, die über einen eigenen Eingang verfügt. Die Kaiserstube selbst ist zwar privat, kann aber während eines Aufenthalts besichtigt werden. Dabei wäre die Hütte einst beinahe ihrem Untergang geweiht gewesen, denn Plumpsklo, nur kaltes Wasser und Einheizen per Hand entsprachen nicht mehr dem Zeitgeist. So erwies es sich als glückliche Fügung,

dass ein deutsch-schweizerisches Ehepaar durch Zufall auf dieses historische Kleinod im Skigebiet Dachstein-GosauAnnaberg aufmerksam wurde und es in Abstimmung mit den Österreichischen Bundesforsten behutsam und mit Fokus auf CO2-Neutralität modernisierte. So entstand ein komfortables Gästehaus für bis zu sechs Personen (auch Gäste auf vier Pfoten sind willkommen), wel-

ches ganzjährig genutzt werden kann – um im Winter ganz ohne Hektik mit Schneeschuhen zu wandern, die sonnigen Loipen zu genießen (Einstieg direkt bei der Klaushofstube), den alten Bauernherd einzuheizen oder einfach die kristallklare Bergluft zu inhalieren, ganz nach dem Motto „Slow Winter“. www.klaushofstube.at GOSAU: Das ehemalige k.u.k. Jagdhaus wurde liebevoll und nach klimaschonenden Kriterien revitalisiert.

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Mit Dorfcharakter

DACHSTEIN WEST: Hüttenurlaub in Marcel Hirschers Heimat.

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nmitten der Skischaukel Annaberg – Zwieselalm – Rußbach – Gosau, dem Heimatgebiet von Weltklasse-Skifahrer Marcel Hirscher, schmiegt sich das Alpendorf Dachstein West in Annaberg im Lammertal an den Hang. Mit 142 Pistenkilometern ist es das größte Skigebiet des Salzkammerguts und der Einstieg erfolgt direkt vom Resort. Auch Fuxi’s Kinderclub, direkt in der neuen Talstation Donnerkogelbahn, ist nicht weit. Die rund 100 freistehenden

Häuser mit Blick auf die Bischofsmütze, den Dachstein oder den Gosaukamm bieten einen perfekten Ausgangspunkt für Winteraktivitäten aller Art. Die Unterkünfte „Gamsblume“, „Alpenrose“, „Enzian“ oder „Edelweiß“ für sechs, acht oder zehn Personen sind gemütlich eingerichtet und verfügen über vollausgestattete Küchen, gemütliche Wohnund Essbereiche sowie mindestens drei Schlafzimmer, Balkon oder Terrasse. Da sich die Chalets im Besitz von Pri-

vateigentümern befinden, unterscheidet sich die Ausstattung der Häuser zum Teil. Der Wellness & Spa-Bereich mit großem Hallenbad im Hauptgebäude ist für Bewohner des Feriendorfes kostenfrei nutzbar. „Das Hannes“ bekocht vor Ort die Gäste oder packt die Speisen zum Mitnehmen ins Ferienhaus ein – für alle, die beim Essen lieber unter sich sind. www.alps-resorts.com

© Alps Resorts/adw_fta

ALPENDORF DACHSTEIN WEST BY ALPS RESORTS

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ALTAUSSEE: Die Hagan Lodge am Fuße des Losers erstrahlt im typischen Ausseer Stil.

© AlpenParks Hotels & Residences

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mposant steht er da, der Loser, ein mächtiger sagenumwobener Berg im idyllischen Altaussee. Am Fuße dieser eindrucksvollen Erhebung lässt man sich gerne nieder – wie gut, dass genau hier ein charmantes Hüttendorf die Gelegenheit dazu bietet. 62 Ferienhäuser aus Holz bilden zusammen die AlpenParks Hagan Lodge, die allesamt im lokalen Ausseer Stil errichtet wurden. Das Auto kann man getrost stehen lassen, denn die Wege sind kurz und vieles zu Fuß erreichbar. Drinnen geben wohliges Holz und kuschelige Materialien den Ton an. Draußen lädt die einzigartige Natur des Salzkammerguts zum Entdecken und Träumen ein. Ob direkt vom Chalet ab ins Familienskigebiet, Langlaufen auf insgesamt 200 Kilometer Loipen im Ausseerland (Loipeneinstieg zur Blaa-Alm direkt beim Hüttendorf ), Ski- oder Schneeschuhtouren unternehmen, die Kinder bei

HAGAN LODGE ihren ersten Schwüngen beobachten (Skischulen und Lifte direkt im Resort) oder malerisches Eislaufen am Altausseer See: für Sport und Abwechslung ist ebenso gesorgt wie für Entspannung und Gemütlichkeit. Voll ausgestattet mit Küche und Wohnräumen befindet sich in zahlreichen Lodges eine eigene Sauna und das Frühstück wird auf

Wunsch geliefert. Wer abends nicht selber den Kochlöffel schwingen will, kann am Lodge-Gelände im Restaurant Alpen Stub’n speisen (Tipp: Grillabend vom Smoker) oder nur wenige Gehminuten vom Hüttendorf entfernt in der Après-Ski-Bar AlpenTenn. www.alpenparks.at

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Eingebettet im Hochtal der Zloam, im steirischen Salzkammergut, liegt das Narzissendorf Zloam mit seinen charmanten Häusern nach dem Vorbild Ausseer Architektur.

ie Zloam ist ein Ort, an dem die Menschen gern zusammenkommen. Deshalb wurde das Chaletdorf am Grundlsee in der schönen Steiermark so konzipiert, dass hier alles Hand in Hand geht: Wohnen in einem traditionellen Ausseerhaus, Genießen und Erleben für die ganze Familie und sich gemeinsam mit den Ausseern an einem aktiven Dorfleben erfreuen. Grund zum Feiern gibt es regelmäßig. Zuletzt, als das Narzissendorf im Oktober 2022 seine drei Dorfteile Fischerwiese, Eibenwald und Musikantenwald mit 28 Ausseerhäusern und 24 Apartments offiziell eröffnete. Im typischen Stil mit Zierbrettern und Giebelschnitzereien geschmückt tragen sie liebevolle Namen wie „Troadkostn“ oder „Toplitzsee“. Vom kleinen Studio bis zum geräumi-

gen Haus mit 181 Quadratmeter sollte jeder für den Familien-, Paar- oder Generationenurlaub mit bis zu zwölf Personen das Passende finden. Besonders Kinder werden hier ihre Freude haben: Skilift und Skischule liegen direkt vor der Haustür, Natur-Eislaufplatz und Indoorhalle laden zum Pirouetten-Drehen ein, in der Holz- und Kreativwerkstatt dürfen sie ihr eigenes Vogelhaus oder Schiff bauen, Glas schmelzen oder sich in der Sportarena austoben. Ihre helfende Hand reichen auch heimische Künstler und Handwerker. Währenddessen können Eltern die Zeit zu zweit am Kaminfeuer genießen, die private Sauna aufheizen oder Zloam Wirt und Wiesencafé besuchen. www.zloam.at

GRUNDLSEE/ZLOAM: Einkehren im urigen Zloam Wirt.

© BMI Austria Narzissendorf Zloam, Karl Steinegger/Narzissendorf Zloam

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NEU: NARZISSENDORF ZLOAM

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Hüttenkulinarik © SalzburgerLand Tourismus, Oberoesterreich Tourismus/Michael Grössinger

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HÜTTENFINDER FÜR DEN URLAUB

Weitere lässige Almhütten, Skihütten, Chalets und Ferienhäuser sind auf den nachfolgenden Webseiten zu finden. Bitte hier entlang! www.salzkammergut.at • https://chaletdorf.info • www.huettenpartner.com • www.urlaubaufderalm.com

HÜTTENDORF MITTEN IM SKIGEBIET

D © Alpenparks Hagan Lodge

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

Ferienhäuser aus Holz am Loser as Hüttendorf, direkt im Skigebiet Loser, erwartet Sie mit 62 im Ausseer Stil errichteten Ferienhäusern aus Holz. Die Häuser, teilweise mit Sauna, vermitteln vom ersten Moment an Gemütlichkeit mit hochwertiger Ausstattung. Im Winter geht’s nach einem herrlichen Skitag am Loser auf Skiern bis

KONTAKT

direkt ins Resort. Ski-Kinderland, Skischule, Skiverleih und ein Restaurant befinden sich direkt im Resort. Ein weiteres Highlight ist die längste Rodelbahn der Steiermark: Es erwartet Sie eine aussichtsreiche Abfahrt auf der neun Kilometer langen Loser Panoramastraße.

ALPENPARKS HAGAN LODGE Lichtersberg 84, 8992 Altaussee, Österreich Tel.: 03622/72323 E-Mail: hagan-lodge@alpenparks.at www.hagan-lodge.at Unser Salzkammergut | 17

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Aussichtsreich

uf 2.063 Metern Seehöhe ist der Kuschelfaktor besonders hoch. Dazu kommt eine Aussicht, die ihresgleichen sucht. Nach dem Motto „Komm rauf und komm runter“ liegt die Lodge am Krippenstein wohl an einem der schönsten Plätze der Alpen, im Herzen der UNESCO-Welterberegion Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut. Der Dachstein und sein Nebengipfel, der Krippenstein, an dessen Spitze sich die Lodge befindet, lassen die Freiheit regelrecht erspüren. Familie Rosifka/ Unterdechler hat den Dachstein als ihren Lebensmittelpunkt auserkoren und teilt die Magie der Berge mit ihren Gästen, indem sie in der Lodge am Krippenstein Kost und Logis im urigen Restaurant und an aussichtsreichen Schlafplätzen anbieten. Puren Luxus bietet etwa die Panoramasuite mit 180 Grad-Panorama-Weitblick und privater Zirbensauna. Ob ein Gewitter aufzieht, der Schneesturm tobt oder bei strahlend-blauem Himmel: Hier erlebt

man die Naturgewalten hautnah. Auf Wunsch überraschen besondere Specials: Candle-Light-Dinner bei Sonnenuntergang oder Heiratsanträge mit Champagner-Begleitung – hier ist alles möglich. Neben der Panorama-Suite kann man in vier weiteren Zimmerkategorien in duftenden Zirbenbetten oder im „Matratzenlager“ im Schlafsack nächtigen. Da kommt richtiges Hütten-

feeling auf! Und für Unternehmungen an der frischen Luft ist die Gegend sowieso ideal: Unzählige Tourenmöglichkeiten und Abfahrten eröffnen sich ausgehend von der Lodge. Und wer es nicht so sportlich mag, kommt einfach, um auf der großen Sonnenterrasse das Bergpanorama zu genießen. www.lodge.at

KRIPPENSTEIN: Selten genießt man so eine atemberaubende Aussicht vom Bett aus wie hier in der Lodge am Krippenstein.

© lodge.at, Joachim Gamsjäger

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LODGE AM KRIPPENSTEIN

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Ein weiterer Rückzugsort mit Hüttencharme: das Hüttendorf Feuerkogel in Ebensee.

© Hüttenurlaub24.at

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HÜTTENRESORT FEUERKOGEL

in weiterer Rückzugsort mit Hüttencharme befindet sich auf 1.625 Metern Seehöhe am Feuerkogel in Ebensee. Die Aussicht grandios. Der Aufstieg dank Seilbahn komfortabel. Das charmante Hüttendorf am Hochplateau bietet 13 bestens ausgestattete Selbstversorgerhütten für bis zu 14 Personen – ideal für Familien oder Gruppen – und einen traumhaften Blick bis zum Dachsteingletscher. Naturhungrige starten im Winter di-

rekt vor der Haustür auf die Pisten des Familien-Skigebiets oder nutzen die zahlreichen Winter- und Schneeschuhtrails für ein unvergessliches Abenteuer. Auch sonst wird man am Berg sicher nicht verhungern: Drei Berggasthöfe liegen nur einen Steinwurf vom Hüttendorf entfernt, ein weiterer ist in zehn Gehminuten erreichbar. Events wie Nostalgie-Skirennen, Nightrace für Kinder oder Saukopfspringen heizen immer wieder die Stimmung an.

Wer sich genug ausgepowert hat oder die Seele in der Sonne baumeln ließ – dem Feuerkogel wird nachgesagt, einer der sonnenreichsten Punkte Oberösterreichs zu sein – zieht sich am Abend in eine der nostalgischen Berghütten zurück, heizt Schwedenofen oder Holzsauna ein und erfreut sich am typisch rustikalen Ambiente. Und an der Ruhe am Berg. www.huettendorf-feuerkogel.com Unser Salzkammergut | 19

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Exklusiv

Elf Chalets in zwei Größen und das Haupthaus mit fünf Studios gruppieren sich um einen Dorfplatz mit Trinkbrunnen.

ier trifft Hüttencharme auf Luxus: Das MONDI Resort im bezaubernden Ausseerland weiß, was Verwöhnen auf hohem Niveau heißt. Gleichzeitig wartet zwischen Bergen und Seen eine Auszeit ganz privater Natur – die einen nutzen sie für romantische Stunden zu zweit, andere um etwa dem vorweihnachtlichen Trubel zu entfliehen. Wie dem auch sei: Elf Chalets in zwei Größen und das Haupthaus mit fünf Chalet-Studios gruppieren sich um einen Dorfplatz mit Trinkbrunnen. Gelegen in unmittelbarer Nähe zum Grundlsee, „dem Meer der Steiermark“, sind allesamt mit hochwertigen Altholzmöbeln und edlen Stoffen ausgestattet und verfügen über einen Kamin und eine eigene Sauna. Als besonderes Highlight gilt der traumhafte Hot Tub aus Zedernholz auf der Terrasse – eine Art „Heiße Liebe auf den ersten Blick“. Nächtliche Stille und dazu ein Sternenhimmel zum Niederknien. Eine Idylle, in der jeder seine kostbarste Zeit individu-

ell gestalten kann. Tagsüber ist ein Concierge gerne behilflich, individuelle Ausflüge oder Aktivitäten zu planen. Wer gerne schwimmt, kann seine Bahnen im Hallenbad des 4-Sterne-Hotels ziehen, denn Chalet-Gäste profitieren von allen Einrichtungen und Annehmlichkeiten des Resorts. Für Luxusmomente sorgen nicht nur Lage und Ambiente, sondern auch die exquisite Kulinarik. Der Kü-

chenchef mit kreativem Geist kreiert eigens für Chaletgäste ein besonderes Gericht, das direkt ins Chalet geliefert wird. Wer lieber ausgehen möchte, um steirische Spezialitäten zu verkosten, speist klassisch-modern im Gasthaus Seeblick oder extravagant auf Haubenniveau im Restaurant Wassermann. www.grundlsee.mondihotels.com

GRUNDLSEE: Die Chalets im MONDI Resort zählen wahrhaftig zu den luxuriösesten Chalet-Unterkünften im Salzkammergut – mit Private Spa und Urlaubsberatung eines Concierge.

© Mondi Hotels Resorts

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MONDI CHALETS AM GRUNDLSEE

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HINTERSEE/FUSCHLSEEREGION: Die neuen Chalets und „Zuahäuser“ des Hotels DAS Hintersee heißen wie die Gipfel der Osterhorngruppe.

NEU: DAS HINTERSEE – CHALET UND ZUAHÄUSER

© RENE SCHMITT

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m Langlaufdorf Faistenau-Hintersee in der Fuschlseeregion (www. langlaufdorf.at) lässt sich nicht nur herrlich in die idyllische Winterlandschaft eintauchen, mit Glück entdeckt man auch so manch verstecktes Juwel. So wie das 4-Sterne-Genusshotel DAS Hintersee, das jüngst um exklusive Chalets erweitert wurde. Neun Häuser, aufgeteilt in fünf Chalets und vier „Zuahäuser“, bieten jeweils Platz für bis zu zwölf Personen. Das Besondere: Bei der Benennung standen die imposanten Berggipfel der Osterhorngruppe Pate. So stehen Chalet und Zuahaus Regenspitz vor der Silhouette des Regenspitz. Das Chalet Gruberhorn steht vor dem gleichnamigen Berg, Gleiches

gilt für Gennerhorn, Hoher Zinken und Königsberghorn. In allen Chalets genießt man von der Panoramasauna den Blick auf die malerischen Gipfel. Infrarotkabinen in den „Zuahäusern“, Hot Tub auf den Chalet-Terrassen und komplett ausgestattete Küchen mit Weinkühlschrank sprechen zudem für die exklusive Ausstattung. Zwar könnte man endlos hier verweilen, weil es so gemütlich ist, doch es wäre zu schade, auf die reizende Umgebung zu verzichten. Langlaufen stellt neben Schneeschuhwandern und Tourengehen die wohl schönste Art dar, die Natur in aller Ruhe zu genießen und zu beobachten. Die Osterhorngruppe präsentiert sich mit rund 60 Kilometer Loipen als

wahres Paradies für Langläufer. (Tipp: Gratis-Leihausrüstung für Hotelgäste.) Wie gut, dass der Einstieg in die Dorfloipe von Hintersee quasi direkt hinter dem Hotel liegt. www.dashintersee.at

HEREINSPAZIERT IN DIE ALMSAUNA: Jetzt wird’s richtig warm!

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Die Endls

Alm

von der

Von der Gjaid Alm am Krippenstein über die Ferienhäuser „Heinz“ und „Helena“ in Altaussee bis hin zum biologischen „StaENDL“ am Loser – was Mikela und Patrick Endl anpacken, geht auf! Die beiden stecken so viel Liebe ins Detail, was man auf Anhieb sehen, schmecken und fühlen kann. Text: Linnéa Harringer

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Fotos: Klaus Krumboeck, privat

ie Familie Endl aus Altaussee zeigt, wie ein Leben abseits des „Hamsterrads“ aussehen kann. Verwurzelt im Salzkammergut und doch frei, lebt die fünfköpfige Familie im Einklang mit Mensch und Natur. Ihre drei Kinder Heidi (7), Resi (5) und Fritz (4) verbrachten ihre ersten Lebensjahre auf der Gjaid Alm, im Sommer zwischen Ziegen und Minischweinen auf der Almwiese und im Winter auf den Skipisten. Aktuell sind

die Endls die Hälfte des Jahres mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs, Mikela und Patrick unterrichten dabei die Kinder selbst – am Strand und in den Bergen. Dabei lernen sie ihnen, was alles möglich sein kann, wenn man etwas wirklich will und mit Freude und Liebe dabei ist. Wir haben mit Mikela und Patrick Endl über ihre Liebe zum Salzkammergut, ihre gefühlt tausend Projekte, ihr GastgeberInnen-Gen und ihren besonderen Familienalltag gesprochen.

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Nach sechs Jahren als Hüttenwirtsleute auf der Gjaid Alm am Dachstein-Krippenstein, wissen Mikela und Patrick Endl genau, worauf es bei einem perfekten Urlaub ankommt – auf die Liebe zum Detail. Das spürt man bei ihren Ferienhäusern, wie hier beim „Das Heinz“ (Foto), sofort. Unser Salzkammergut | 23 22-27_Endls_Alm.indd 23

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„Das Heinz“ war früher einmal ein Schafstall, dann eine Nähwerkstätte für Dirndl und Tracht und ist heute – dank der Familie Endl – ein Ruhe- und Glücksplatz für Gäste aus aller Welt.

Sechs Jahre lang haben Sie die Gjaid Alm – eine Schutzhütte am DachsteinKrippenstein – bewirtschaftet. Wie kam es dazu? Mikela: Wir haben schon ein paar Jahre davor bei der Renovierung der Hütte auf der Gjaid Alm geholfen und uns in den Ort da oben verliebt. Als unsere erste Tochter Heidi auf die Welt kam, wurde uns die Bewirtschaftung der Gjaid Alm angeboten. Da wir schon immer von einer Hütte träumten, haben wir uns getraut und die Hütte gepachtet. Kommen Sie aus der Gastronomie? Patrick: Nein, wir hatten keine Erfahrung (lacht). Mikela: Ich habe schon immer mal wieder in der Gastronomie gearbeitet, war dabei aber nie selbstständig. Was war Ihre Philosophie als Hüttenwirtsleute? Patrick: Da wir unsere Heidi hatten, und dann auch noch zwei Kinder nachkamen, haben wir den Schwerpunkt auf Familien gelegt. Natürlich kamen auch täglich Wanderer, Bergsteiger und Skitourengeher zu uns, aber da wir als Familie auf der Alm gelebt haben und das Familienleben verkörpert haben, hat Gleiches auch Gleiches angezogen. Im Sommer hatten wir einen Streichelzoo

auf der Alm mit Ziegen, Minischweinen, Schafen und Minishettlandponys. Das haben die Kinder immer geliebt. Mikela: Unsere Philosophie war es auch, biologische Produkte anzubieten. Wir haben versucht, immer fair zu sein. Fair gegenüber unseren Gästen, mit unseren Mitarbeitern und gegenüber der Natur und den Tieren. Wie funktionierte das auf der Alm mit den Kindern? Patrick: Das konnte nur funktionieren, weil wir immer Unterstützung von einem Au-pair-Mädchen aus Nepal hatten. Die Arbeit auf der Hütte ist ein 24-Stunden-Job. Man ist zwar physisch immer bei den Kindern, aber natürlich ist man als Gastgeber voll eingespannt. Da kann man nicht den ganzen Tag für die Kinder da sein. Mikela: Die Kinder sagen jetzt im Nachhinein, dass das die schönste Zeit in ihrem Leben war. Sie wären gerne auf der Alm geblieben (lächelt). Im Winter waren sie den ganzen Tag Skifahren auf unserem Haushang und im Sommer auf den Almwiesen mit den Tieren unterwegs. Wir hatten oft das Gefühl, zu wenig Zeit für sie zu haben, aber die Kinder selbst haben es als unglaublich schön empfunden. Es waren ja auch jeden Tag ganz viele andere Kinder bei uns oben auf der Alm.

Wo sind die Kinder in die Schule gegangen? Mikela: Als Heidi schulpflichtig wurde, ging die Coronapandemie los. Wir haben uns dann entschieden, Heidi selbst auf der Alm zu unterrichten. Anders wäre es auch gar nicht gegangen, da die erste Seilbahn erst um halb zehn Uhr im Tal ankommt. Das ZuHause-Unterrichten hat uns dann allen so viel Freude bereitet, dass wir es weiterhin machen. Haben Sie das auch mit Resi und Fritz vor? Patrick: Grundsätzlich ja, wenn sie das auch wollen. Mikela: Sie sehen ja, wie wir Heidi unterrichten. Unsere Resi will bereits jetzt immer mitmachen und hat großen Spaß am Lernen. Patrick: Es ist schön, wie selbstständig Heidi durch den Heimunterricht wird. Seit sie flüssig lesen und schreiben kann, kann sie sich viel leichter selbst etwas erarbeiten.

AUFGEWACHSEN AUF DER ALM. Die drei Kinder Heidi, Resi und Fritz haben ihre ersten Lebensjahre auf der Gjaid Alm zwischen Bergen, Natur und Tieren verbracht.

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Vom Balkon der „Helena“ kann man im Sommer wie im Winter einen wunderschönen Weitblick auf den Dachstein genießen.

Warum haben Sie dann den Job auf der Gjaid Alm aufgegeben? Patrick: Es war ein 24-Stunden-Job mit viel Verantwortung und wir hatten das Gefühl, unseren Kindern nicht mehr ganz gerecht zu werden. Als Hüttenwirtsleute ist man immer in Alarmbereitschaft, es kommt auch vor, dass in der Nacht Gäste abgängig sind oder Notfälle im Haus passieren. Es ist ein Knochenjob und mit drei Kindern war das teilweise schon sehr fordernd, auch wenn wir das Leben auf der Alm geliebt haben. Wenn es am schönsten ist, sollte man bekanntlich aufhören. Mikela: Es war ein ungünstiger Zeitpunkt aufzuhören, weil es ja super gelaufen ist. Wir haben über die Jahre viel gelernt und das Bewirten und Beherbergen von Gästen war unsere Berufung. Aber auf Dauer wird man müde und wir wollten die Lebenslust und Freude daran nicht verlieren, daher haben wir uns entschieden, etwas Neues zu machen. Entstand daraus die Idee mit den Ferienhäusern „Helena“ & „Heinz“?

Mikela: Wir haben überlegt, wie es nach der Alm weitergehen könnte, und da es uns immer am Herzen lag, Menschen in unserer schönen Gegend zu beherbergen, hatten wir die Idee mit dem Ferienhaus. Patrick hat das alte Ferienhaus seines Vaters parallel zur Hüttenwirtschaft selbst renoviert und wir haben uns entschieden, es an Gäste zu vermieten. Patrick: Das war „Das Heinz“. „Das Helena“ haben wir später entdeckt und waren von der Lage am Sonnenhang sofort begeistert. Mikela: Obwohl anfangs hat uns „Das Helena“ schon Bauchschmerzen bereitet. Monate nachdem wir ein Kaufangebot abgegeben haben, erhielten wir just am ersten Tag des Corona-Lockdowns den Zuschlag. Damals wussten wir nicht, wie es mit der Gjaid Alm weitergehen soll. Der Lockdown traf uns mitten in der Hauptsaison und wir hatten noch Waren im Wert von mehreren Zehntausend Euro auf der Alm. Da war die Nachricht, dass wir „Die Helena“ kaufen müssen, vorerst einmal ein Schock.

Wir konnten aber nicht mehr zurücktreten, und Patrick meinte, dass wir das schon irgendwie schaffen werden. Ich hatte große Bedenken dabei, aber wir haben uns getraut, und es bisher keine Sekunde bereut. Auch „Das Helena“ ist so ein schönes Haus geworden! Auch hier legen Sie viel Wert auf Nach-

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„Das Helena“ hat eine traumhafte Lage am Sonnenhang in Altaussee.

Auch hier legen Sie viel Wert auf Nachhaltigkeit. Die Ferienhäuser wurden ökologisch saniert, es wird nur mit biologisch abbaubaren Mitteln geputzt und auch die Wäsche ökologisch gewaschen. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit? Patrick: Wenn man Kinder hat, entsteht in einem das Bedürfnis, die Welt so zu hinterlassen, dass es auch die Kinder noch schön haben. Außerdem sorgen natürliche Materialien für ein ganz anderes Raumklima. Mikela: Naturmaterialien fühlen sich viel besser und gesünder an. Wir haben überall, wo es möglich ist, auf ökologische Materialien umgestellt. Wenn wir es nicht machen, wer dann? Worauf können sich Ihre Gäste freuen? Patrick: Es ist total stimmig und heimelig in unseren Häusern – gemütlich, einladend und warm mit vielen liebevoll gestalteten Details. Eingebettet im Ausseerland ist es natürlich auch eine Traumgegend zum Urlauben. Mikela: „Das Helena“ strahlt eine absolute Ruhe aus. Von hier hat man einen traumhaften Weitblick auf den Dachstein und fühlt sich ein bisschen über den Dingen stehend. Wir haben auch einen kleinen Waldgarten gebaut und das gesamte Grundstück strahlt eine ungekünstelte Ruhe aus. „Das Heinz“ könnte man unter „kleines Glück“ zu-

sammenfassen. Unsere Gäste sagen immer, dass sie einfach nur glücklich sind, wenn sie bei uns im „Heinz“ sind. Gibt es noch weitere Ferienhauspläne? Patrick: Ja, wir renovieren gerade ein Haus in Kroatien, das wir künftig vermieten wollen. Das darf gerade step by step wachsen. Sie führen im Winter „Das StaENDL“ am Loser. Was wird den Gästen hier geboten? Patrick: Guter Kaffee, Getränke und Snacks wie Flammkuchen, warme gefüllte Ciabatta-Brote, Avocadocreme, Rote-Rüben-Creme, Suppen, Germknödel, Würstel, Bowles – alles biologisch und auch vieles vegetarisch und vegan.

Sie reisen mit den Kindern viel durch Europa. Wie funktioniert das? Patrick: Seit der Fritz da ist, sind wir nur mehr mit dem Wohnmobil unterwegs. Wir lieben Griechenland, sind aber natürlich auch oft in Kroatien und in Korsika – überall dort, wo es schöne Natur gibt. Mikela: Nächstes Jahr würden wir gerne länger nach Norwegen, Schweden und Dänemark fahren. Gemeinsam so viel Schönes zu erleben und zu sehen, wie die Kinder daran wachsen und wie glücklich sie sind, macht mich sehr zufrieden. Am „StaENDL“ am Loser werden die Gäste mit feinsten Bio-Snacks verwöhnt.

Wie sieht Ihr Familienalltag aktuell aus? Patrick: Das Unterrichten der Kinder steht im Mittelpunkt, rundherum findet dann der Rest statt. Es gibt immer etwas zu tun, zu arbeiten, zu erhalten und zu organisieren. Mikela: Im Winter sind die Kinder jeden Tag auf der Piste. Während wir im „StaENDL“ die Gäste versorgen, sind die drei im Skikurs. Wichtig ist uns, dass sie viel draußen sind, sich bewegen können, mit anderen Kindern zusammen und einfach glücklich sind.

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Im Salzkammergut fühlt es sich so an, als wäre die Welt noch in Ordnung. Das schätzen die Familie Endl und auch ihre Gäste.

Was ist Ihnen in der Erziehung wichtig? Was möchten Sie Ihren Kindern mitgeben? Mikela: Eine gewisse Struktur ist uns wichtig, dabei ist es egal, ob das hier in Altaussee oder in Mazedonien ist. Unsere Einstellung ist: Wenn wir etwas wirklich wollen, dann schaffen wir das, auch wenn es schwierig wird. Mit der Freude am Tun entwickelt man auch ein Durchhaltevermögen. Das sind Werte, die wir unseren Kindern auch mitgeben. Patrick: Ich glaube, das Wichtigste ist, dass sie selbst entdecken können, was ihnen Freude macht. Dass sie sehen, wie ein gutes Miteinander geht, mit großer Achtung und Respekt vor der Natur, den Tieren und den Menschen.

Was lieben Sie am Salzkammergut? Patrick: Die Landschaft mit den vielen Bergen und Seen. Das Salzkammergut ist einfach noch ein Stückchen heile Welt. Das sagen auch unsere Gäste immer wieder. Mikela: Wenn ich im Sommer in den Altausseer See springe, weiß ich gar nicht, was ich vor lauter Glück sagen soll. Diese Schönheit der Natur und auch der Architektur im Salzkammergut ist einfach wunderbar! Haben Sie besondere Wintertipps für uns im Salzkammergut? Mikela: Ich liebe die Langlaufstrecke vom Loser zur Blaa Alm. Das ist für mich eine der schönsten Landschaften der Welt. Da gibt es auch einen Winterwanderweg mit einer Gehzeit von circa 30 Minuten pro Strecke. Patrick: Ich kann die Tiefschneeabfahrten am Krippenstein wärmstens empfehlen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich Guides zur Seite holen, die sich supergut auskennen. Das ist etwas ganz Besonderes! Für die Kinder ist Schlittenfahren am Loser total cool. Die Panoramastraße ist im Winter als Piste präpariert. Man fährt mit dem Lift auf den Berg und flitzt mit dem Schlitten die Familienabfahrt hinunter.

KONTAKT

Ferienhaus Salzkammergut Patrick und Mikela Endl Puchen 128, 8992 Altaussee Tel.: 0680/1245919, 0680/3253138 www.ferienhaus-salzkammergut.com Facebook: DieEndls

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u d Oh öhlicher fr mmel! u b t n e v Ad

Text: Zivana de Kozierowski

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In der schönsten Zeit im Jahr zeigt sich die Traunseestadt von ihrer glanzvollsten Seite: Die liebevoll weihnachtlich dekorierte Altstadt von Gmunden lädt zu einem abwechslungsreichen Adventbummel in Verbindung mit einer Schifffahrt zum Seeschloss Ort ein. Das Angebot reicht von feinster Kulinarik, hausgemachtem Punsch bis zu besonderem Kunsthandwerk – alles aus der Region!

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Geschäften, um ein paar ganz besondere Geschenke zu finden. Ob hochwertige Mode, außergewöhnliche Accessoires oder Handgemachtes aus der Gegend: Lassen Sie sich von der Kreativität und dem Flair dieser einzigartigen Gegend inspirieren und lassen Sie den Charme der Gmundner Altstadt mit ihrer vorweihnachtlichen Stimmung auf sich wirken!

© Karl Heinz Ruber

timmungsvolle Gassen, weihnachtliche Klänge und ein Gefühl der Festlichkeit verwandeln auch dieses Jahr an allen vier Adventwochenenden sowie am 8. Dezember die Gmundner Innenstadt. Ein gemütliches Flanieren von einem Weihnachtsstand zum nächsten, dazu der ein oder andere Einkauf in den umliegenden

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BITTE LÄCHELN! Auch für die Teens und alle Junggebliebenen gibt es viel Spaß aus der Fotobox zum Mitnehmen! Ein Weihnachts-Selfie, das nicht nur Spaß beim Verschenken macht. Requisiten schnappen und verkleiden ist hier die Devise – im Skateshop Hammerschmid in der Sparkassegasse. Unbedingt Freunde mitbringen!

© Thom Trauner

WEITERE ADVENT-HIGHLIGHTS: • ALPAKA-WANDERUNGEN An allen Adventwochenenden und am Donnerstag, 8. Dezember, zu den Öffnungszeiten des Adventmarktes. Treffpunkt: Rathausplatz vor dem Alpakagehege. Die Wanderung durch die historische Altstadt ist kostenlos. • GLUT & EISEN – Traditionelle Schmiedekunst am Marktplatz. An allen Adventwochenenden, ausgenommen Sonntag, 4. Dezember. • HIRTENSPIEL. Traditionelles Hirtenspiel am Sonntag, 4. Dezember, 15 Uhr, am Rathausplatz. • GRATIS TRAUNSEETRAM an den Adventsamstagen und am 8. 12. • Parkplatz Toscanapark kostenlos.

LERNEN SIE GMUNDEN KENNEN! Begleiten Sie die Austria Guides bei einem winterlichen Spaziergang durch die Innenstadt und erfahren Sie mehr über die historische Keramikstadt in Gmunden. Kostenlose Führungen finden an allen Adventwochenenden sowie am Donnerstag, 8. Dezember, statt: samstags: 11:00 und 13:30 Uhr sonntags und an Feiertagen: 11:00 Uhr Treffpunkt vor dem Rathaus Gmunden am Rathausplatz

TIPP: Auch heuer wird der weihnachtlich geschmückte Haas-Hof von 25. November bis Ende Jänner 2023 wieder geöffnet! Am 16.12. um 18:15 Uhr Adventsingen mit dem Doppelquartett Edelweiß

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Freitags von 15 – 18 Uhr, jeden Samstag sowie am Donnerstag, 8. Dezember, von 13 – 18 Uhr

Für alle großen und kleinen Kinder: Am Samstag, 10. Dezember, jeweils um 14 und 16 Uhr, besucht Märchenerzähler Helmut Wittmann das Winter-Wunder-Land am Rathausplatz. Für all jene, die den neuen Band „Das große österreichische Sagenbuch“ von Helmut Wittmann mit Signatur zu Weihnachten verschenken wollen – hier ist die Gelegenheit dazu, denn der bekannte Märchenerzähler gibt anschließend an seine Lesung eine Autogrammstunde!

© Stadtgemeinde

© Shutterstock

Spielen, Basteln, Träumen, Staunen und dazu verzaubernde Geschichten – all das verkürzt heuer am Gmundner Rathausplatz, gleich neben dem Rathaus, das Warten für die Kleinen aufs Christkind. Entdecke dieses abwechslungsreiche Winter-Wunder-Land und besuche das neue Spielzimmer im Herzen von Gmunden. Auch deine Freunde sind willkommen!

WINTERZAUBERMÄRCHEN

© Haas Hüte

ENTDECKE DAS KIDS-WINTERWUNDER-LAND!

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K U LT U R H I G H L I G H T S © musical-frühling

DAS GROSSE MUSICALWEIHNACHTSKONZERT am 17. Dezember / 19:30 Uhr (Dauer 2 Stunden) Stadttheater Gmunden

DIE ADVENT-POP-UP-KONZERTE am 8. und 10. Dezember / 18:00 Uhr (Dauer 1 Stunde) Rathaussaal Gmunden In einem ganz besonderen Rahmen und als feines kleines Konzertformat präsentiert der Musical Frühling seine neue Marke „Musical Frühling goes Christmas“ an zwei ausgewählten Abenden im Dezember (zusätzlich zum großen Weihnachtskonzert). Dabei kann man den Musicalstars ganz nah sein und nebenbei werden Punsch und Kekse kredenzt. Besonders bietet sich dieser besinnliche, vorweihnachtliche Abend nach einem Weihnachtsbummel in der Stadt an. Informationen zu den KünstlerInnen sowie alle weiteren Infos zu den Popup-Konzerten finden Sie unter www. musical-gmunden.com. Tickets unter www.floro.at

Die Stars des Musical Frühlings mit großem Kinderchor des BG BRG Gmunden und Mitgliedern des Musical Frühling Orchesters sorgen für eine besinnlich beschwingte Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Es erwarten Sie die schönsten traditionellen wie auch internationalen Weihnachtslieder sowie stimmungsvolle Hits aus der Welt des Musicals. Sichern Sie sich noch heute Ihre Tickets und profitieren Sie bis inkl. 10. November vom Frühbucherrabatt von zehn Prozent auf Ihre Tickets! Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Veranstalters: www.musical-gmunden.com

ADVENTZAUBER ZU WASSER

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Ein besonderes Erlebnis, das man in Gmunden vor Weihnachten nicht missen sollte, ist der „Adventzauber an Bord der Traunseeschifffahrt“. Nachhaltig beeindruckt ist man hier mit Sicherheit von der großen Seerundfahrt mit großartigem Blick auf Gmunden und die winterliche Gebirgswelt. Bleibende Eindrücke rund um den mystischen Traunsee garantiert! An allen Adventwochenenden sowie am Donnerstag, 8. Dezember. Samstags und Feiertag: 11:00 und 14:30 Uhr Preis: Erwachsene € 27, Kinder € 18 Dauer: ca. 3 Stunden Treffpunkt: Schiffsanlegestelle am Rathausplatz. Gerne kann das Schiff auch als Transfermittel zum Seeschloss Ort genutzt werden.

Weitere märchenhafte Angebote: Samstag, 24. Dezember, 14 Uhr, Weihnachtsmärchen mit Helmut Wittmann am Schiff. Anmeldung erforderlich!

Winterfahrt am malerischen Traunsee: 26.12., 30.12., 31.12., 01. 01. und 05. 01. jeweils um 14 Uhr Unser Salzkammergut | 31

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SEEGRÜN

© Monika Löff

KLEINE KUNSTWERKE FÜR ZU HAUSE Ästhetische Handwerkskunst und schlichtes, handgemachtes Design – das hat es Seegrün angetan! Hier wird mit feinen, kleinen Manufakturen und Künstlern aus Österreich zusammengearbeitet, dabei entstehen Dinge, die lange Freude bereiten. Die Produkte hier sollen nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut anfühlen. Daher ist Nachhaltigkeit und fairer Handel für Seegrün Grundvoraussetzung. Wer auf schöne Materialien und Einzelstücke setzt, bitte kommen! Eine kleine Auswahl an mundgeblasenem Glas, upgecyceltem Design, Fotokunst oder handgefertigtem Schmuck könnte es auch Ihnen antun ... Tipp: Zu Adventbeginn gibt es eine Auswahl an Naturkränzen von Wildflorie. www.seegruen.at instagram: seegruentraunsee

von Material, Farbe und Licht besonders wichtig. Zu ihren Konzepten bietet sie die – teils handverlesene – Ausstattung an und legt dabei besonderen Wert auf sehr hohe Qualität und beste Verarbeitung der Produkte. Natürliche Materialien werden bevorzugt, Böden und Wände in die Gestaltung miteinbezogen. Das richtige Licht rundet dabei ein perfektes Raumkonzept ab. Einen ersten Eindruck bekommt man zu den Öffnungszeiten im Shop, wo auch in ausgesuchten Accessoires gestöbert werden kann. www.lieblingsraeume.at IG: lieblingsraeume_interiordesign

Eine neue Location hat Karin Zugmayer mit ihrem Einrichtungsstudio und dem Lieblingsräume-Shop am Marktplatz 14 gefunden, wo der Fokus auf skandinavi-

schen Marken liegt. Bei den von Karin Zugmayer erarbeiteten Raumkonzepten – für private als auch geschäftliche Bereiche – ist ihr das Zusammenspiel

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„WOHNEN IST EIN GEFÜHL“

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LIEBLINGSRÄUME

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DER ANZUG SITZT. Und das seit 60 Jahren. Anlass genug für die Brüder Michael und Jochen Forstinger, ihren Geschäften in Gmunden am Rathausplatz einen völlig neuen, exklusiven Look zu verleihen. In drei historischen Stadthäusern und entspannter Atmosphäre präsentiert hier Forstinger internationale MarkenMODE für SIE und IHN. Für die Herren

wurde zudem ein neues Maßatelier im Alten Rathaussaal gestaltet. Mit traumhaftem Seeblick! Individuelle Mode nach Maß sitzt perfekt und unterstreicht die Persönlichkeit – „stilvoll & seenswert“ – ganz gleich, ob mit einem Anzug, einem Sakko, einer speziellen Weste oder mit einem perfekt sitzenden Maßhemd! Hochwertige Stof-

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FORSTINGER MODE

fe, ein zeitgeistiger Schnitt und besondere Details verleihen den Hauch von Einzigartigkeit. Das schätzen Kunden von nah und fern und kommen gerne wieder. Die Markenwelt von Forstinger Mode zu entdecken, kann bei erfrischenden Köstlichkeiten aus den zwei besonderen Bars sehr entspannend sein. Viele internationale Marken erwarten Sie: Stone Island, Herno, Jacob Cohen, AlphaTauri, Ralph Lauren, Parajumpers, CP-Company, Van Laack, Eton, Harris Wharf, Marc Cain, FFC, Closed, Baldessarini, Dressler, Phil Petter, Lacoste, Hugo Boss, Ludwig Reiter u.v.m. Öfffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 9.30 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, jeden Sa.: 9.30 bis 17 Uhr Sondertermine nach Vereinbarung! 4810 Gmunden, Rathausplatz 4-5 Tel. 07612/64994 4820 Bad Ischl, Kreuzplatz 20 Tel. 06132/27600 www.forstinger-mode.at

SCHWANTHALER GALERIE

© Kartell

Ab März 2023 wird sich die Geschäftsfläche der Schwanthaler Galerie für namhafte Exklusivlabels wie Alessi, Smeg, Philippi oder Faber-Castell, im neuen Geschäftslokal am Rathausplatz 6, direkt neben Mode Forstinger, verdoppeln! DIE Adresse in Gmunden, wenn es um hochwertiges Design, einzigartige Dekorationsideen, schöne Geschenke und edelste Schreibgeräte geht. Ein besonderer Clou ist Gottfried Hel-

mut Sager mit der Aufnahme des Labels KARTELL gelungen! Das ausgefallene Möbeldesign aus Italien, von herausragenden Designern entworfen, wird das umfangreiche Sortiment der Schwanthaler Galerie ergänzen! www.schwanthaler-galerie.at © Gottfried Helmut Sager

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PHILIPPE STARCK, ZAHA HADID & CO.

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KERAMIKLADEN GMUNDEN

In der Natur-Holz-Galerie von Josef Ganzenbacher bekommen Bäume, die ihre Aufgabe in der Natur erfüllt haben, neues Leben eingehaucht. Außergewöhnlich gewachsene Wurzeln oder ganze Stämme mit einzigartiger Formgebung und Maserung werden hier zu Objekten und Skulpturen. Dabei wird ausschließlich Holz aus dem Salzkammergut verarbeitet. Schenken Sie Natur in Form eines Gutscheines! www.ganzenbacher.at

GANZENBACHER

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SCHÖNES, VON DER WURZEL BIS ZUM STAMM

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Der von der Stadtgemeinde geführte, stilvoll eingerichtete Keramikladen mitten in der Altstadt ist eine Miniaturausgabe des alljährlichen Töpfermarktes in Gmunden und führt handgemachte Unikate von über 25 renommierten und hochqualifizierten Keramikschaffenden aus ganz Europa. Zu finden sind hier formschöne Gefäße, wunderschöne Geschirrkollektionen, Skulpturen und Dekoartikel aus Ton, Porzellan als auch aus Steingut. Die vielfältigen Kunstrichtungen sorgen dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Der Keramikladen hat an sechs Tagen in der Woche geöffnet. Ein besonderer Tipp: der KeramikladenGeschenkgutschein! Facebook: Keramikladen.Gmunden Instagram: keramikladen.gmunden

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stögmüller mode

SO VIEL RAUM FÜR NEUES! Ganz nach dem Motto „Menschen, Mode, Momente“ bietet das Modehaus Stögmüller jetzt noch mehr Freiraum zum Wohlfühlen für die ganze Familie. Denn auf 4.000 Quadratmetern wird das Einkaufen bei Stögmüller Mode zum besonderen Erlebnis. Den Shoppingtag kann man jetzt mit einem gemeinsamen Frühstück im

DACHgarten beginnen und über den Dächern von Gmunden verweilen, bevor man sich den Modeneuheiten auf vier Stockwerken widmet. So großzügig und stylish wie die moderne Architektur im Haus ist auch das Fashion-Angebot. Für die Youngsters findet man alles – von zuckersüß bis cool – bei den stögi-kids und im

Babynest, der „Ankleideraum“ ist der Spot für besondere Anlässe im Haus und das „Frauenzimmer“, welches sich bei der Damenwelt schon einen Namen gemacht hat, ist in den dritten Stock gezogen. Wo man dann gleich wieder den nächsten Snack im DACHgarten einnehmen kann … www.stoegmueller.at

Alles, was es in „Süß & Wertvoll“ in der Traungasse gibt, trägt die Handschrift der Betreiberin Gertrude Wiesner. Ein Geschäft ganz im Trend der neuen Zeit, wo liebevollem Austausch, Inspiration und Nachhaltigkeit Raum gegeben wird. Neben Vintagemode findet man Schmuck und allerlei Schönes und Selbstgemachtes. Ein heißer Tipp: die Mühlviertler Schokolade „Fichtennadel“ mit eigenem Cover. Suess.wertvoll@gmail.com

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EINKAUFEN – ERLEBEN – FRÖHLICH SEIN!

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CWC-SHOP

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Sie sind noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk? Wir haben da etwas für Sie, was jeder Nase schmeichelt und ganz einfach verführerisch duftet. Mit den unisex Nischen-Düften von CWC Österreich schenken Sie Extravaganz für den Alltag! Feminine und maskuline Nuancen gehen hier eine Verbindung ein. Mit Liebe in Österreich gefertigt, vermittelt Ihnen die Duftnote „GRÜNER HIRSCH“ ein Gefühl von Frische und Leichtigkeit, während Sie die Duftrichtung „GRAUGEFLAMMT“ in einen Mantel aus Wärme und Geborgenheit einhüllt. Im Gmundner Keramik sleeve sind beide Unisex-Düfte in 75 ml erhältlich sowie im 20-ml-Flakon (travel size) im Gmundner Keramik Design und spiegeln in ihrer Einzigartigkeit die Vielfalt Österreichs. www.cwc-shop.at

© Outline Pictures Christoph J. Heinzel

ZUM GOLDENEN HIRSCHEN

GASTLICHKEIT PUR Gmundens neues Boutiquehotel ZUM GOLDENEN HIRSCHEN mit 21 Zimmern und Suiten ist ein gelungenes Konzept, bei dem Gastlichkeit, Kompetenz und Herzlichkeit verschmelzen und spannende Gegensätze zueinanderfinden: Vintage trifft auf Zeitgeist und modernste Technik auf Traditionelles und Antikes. Jede Ecke im Haus wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ob in der gemütlichen Wirtsstube, der Weinstube, im Hirschensaal (bis zu 30 Personen) mit Zugang zum Gastgarten oder im Keramikstüberl (bis zu 20 Personen) mit wunderschönem Ziegelgewölbe. Wer eine Location zum Feiern, zum Treffen mit Freunden und mit Sicherheit mit vorzüglichem Essen sucht, der ist hier goldrichtig! Gerne erstellen wir ein individuelles Angebot. www.hirschengmunden.at

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DIE VIELFALT ÖSTERREICHS IM FLAKON

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ES WEIHNACHTET IM BACKHAUS HINTERWIRTH „Backen ist aus Teig geformte Liebe!“ Das schmeckt man auch bei den Vanillekipferln vom Backhaus Hinterwirth. Als besonderer Weihnachtstipp hier das original Hinterwirth-Rezept:

ZUTATEN: 30 g Vanillezucker 2 g Salz 100 g Eier 560 g Butter 200 g Puderzucker 700 g Mehl 400 g geriebene Walnüsse (oder Mandeln oder Haselnüsse) Vanillepuderzucker ZUBEREITUNG: Vanillezucker und Salz mit den Eiern vermengen und mit Butter und Puderzucker mischen.

© Mona Lorenz

VANILLEKIPFERL

Mehl und Nüsse zugeben, fertig mischen und im Kühlschrank ziehen lassen. Teig zu Stangen rollen, in Stückchen schneiden, Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 180

Grad Celsius Backtemperatur hell backen und Vanillezucker darüber sieben. Nach dem Auskühlen nochmals anzuckern. www.backhaus-hinterwirth.at

KULINARISCHER HOCHGENUSS IM HERBST IM RESTAURANT DOLLMANNS

Und ein allerfeinstes Dessert als krönender Abschluss: eine rauchige Schokoladen-Crémeux mit pochierter Birne, Gewürzeis und einer Sauce aus Ahornsirup und Zitronenverbene. © Dollmanns

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© Dollmanns

Ab 11. November zeigt sich der Herbst an der Schiffslände 3 von seiner geschmackvollsten Seite. Ausschließlich ExquisitSaisonales kommt hier auf den Teller, wie etwa Birnen-Kletzen-Chutney mit Ricotta, rotem Chicorée und „Furikake“, einer japanischen Gewürzmischung, bestreut.

Platz bis zu 40 Personen bietet Dollmanns an der Schiffslände 3 und ist ein besonderes Lokal für eine besondere Weihnachtsfeier. www.dollmanns.at Unser Salzkammergut | 37

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Advent und Weihnachten in Gmunden An allen vier Adventwochenenden und am Feiertag, 8. Dezember, lädt ein kleiner, feiner Standlmarkt in der Gmundner Innenstadt zum Flanieren und Bummeln ein …

TERMINE UND UHRZEITEN IM ADVENT Von Freitag, 25. November, bis einschließlich Sonntag, 18. Dezember. Öffnungszeiten: freitags 13 – 20 Uhr, samstags 10 – 20 Uhr und sonntags 11 – 18 Uhr; Feiertag, 8. Dezember, 11 – 18 Uhr

• Kuschelige Alpaka-Wanderungen durch die Innenstadt starten an allen Advent-Markttagen am Rathausplatz. • Kinderprogramm im Winter-WunderLand: freitags 15 – 18 Uhr, samstags und am Feiertag, 8.12., 13 – 18 Uhr •W inter-Zauber-Märchen mit Helmut Wittmann am Samstag, 10.12., 14 und 16 Uhr • Fotobox für Weihnachts-Selfie: „Verkleiden & Spaß haben“ steht im Skateshop Hammerschmid in der Sparkassegasse am Programm. • Winterliche Schifffahrten an allen Adventwochenenden, samstags und feiertags, 11 und 14:30 Uhr, Schiffsanlegestelle Rathausplatz • Ein traditionelles Hirtenspiel wird am Sonntag, den 4. Dezember, um 15 Uhr auf dem Rathausplatz aufgeführt. • Traditionelle Schmiedekunst, Glut & Eisen, an allen Adventwochenenden (außer 4. 12.) am Rathausplatz

WEITERE ADVENTVERANSTALTUNGEN • Nik P. am 25.11. im Toscana Congress, 20 Uhr • „ Nussknacker-Suite“, Familienkonzert der Musikfreunde und Landesmusikschule Gmunden am 26.11. im Stadttheater, 15 Uhr • Eröffnung Krippenausstellung K-Hof, Kammerhof Museum Gmunden, 26.11., 17 Uhr • „Alle Jahre wieder! Was wäre Weihnachten ohne Musik?“ Kammerensemble der Philharmonie Salzburg am 27.11. im Stadttheater, 11 Uhr • East meets West – Theater „Bodi end Sole“ am 1.12. im Stadttheater, 19:30 Uhr • Weihnachtskonzert Nashville am 3.12. im Stadttheater, 20 Uhr, Countrymusik • Nikolausfahrten mit der Traunseetram am Samstag, 3.12., Details unter: stern-verkehr.at • Jeunesse Gmunden, Orgel & Vokal am 14.12. in der Kirche Gmunden Ort • Stimmungsvolle Stadtbücherei am 16.12. ab 16 Uhr in der Traungasse •A dventsingen mit dem Doppelquartett Edelweiß am 16.12. um 18:15 Uhr im Haas-Innenhof • Weihnachts-Tramfahrten im Nostalgie-Triebwagen am Samstag, 10.12., Details unter: stern-verkehr.at • Musical Frühling Weihnachts-Musical am 17.12. im Stadttheater, um 19:30 Uhr • Weihnachtsmarkt im ehemaligen Kapuzinerkloster, 17. und 18.12. • Märchenschiff am Heiligen Abend mit Helmut Wittmann am Samstag, 24. Dezember, um 14 Uhr. Karten nur über Vorverkauf! Schiffsanlegestelle Rathausplatz • Silvesterrummel am 31.12. am Rathausplatz von 10 bis 14 Uhr Alle Veranstaltungen finden Sie auf www.eventsgmunden.at Wir halten Sie auf dem Laufenden: www.facebook.com/schwanenbussis www.facebook.com/traunseealmtal

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RAHMENPROGRAMM ZUM ADVENTMARKT

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6 Gesehen in der Schwanthaler Galerie, Schwanthaler-Gasse/Ecke Rinnholzplatz: 1. BARK FOR CHRISTMAS VON ALESSI. Weihnachtsschmuck aus Edelstahl, vergoldet mit Magneten aus Porzellan. Designer: Marcello Jori, Boucquillon & Maaoui. Höhe ca. 30 cm, € 170. 2. EINE NEUINTERPRETATION VON WEIHNACHTEN BIETET ALESSI mit der Kollektion HOLYHEDRICS von Elena Salmistraro, unter Missachtung der üblichen ästhetischen Regeln und der traditionellen Bildsprache. Krippenfiguren ab € 45. 3. DER LUXURIÖSE „LIMITED EDITION D&G SMEG“ 2-Scheiben-Toaster und Wasserkocher wurden von Dolce & Gabbana für den Hersteller SMEG entworfen. Die hochwertigen Küchengeräte sind von der Heimat des Designer-Duos – nämlich Sizilien – mit seinem kunstvollen und farbenfrohen Design inspirierend und faszinierend. 2-Scheiben-Toaster und Wasserkocher je € 499. 4. GRAF VON FABER-CASTELL SNAKEWOOD Drehkugelschreiber Limited Edition, € 395. Erhältlich in der Schwanthaler Galerie. Gesehen bei Gmundner Keramik, Rathausplatz bzw. bei www.cwc-shop.at: 5. GRÜNER HIRSCH UND GRAUGEFLAMMT sind beides zeitlose Unisex-Düfte und repräsentieren die Vielfalt Österreichs.

Gesehen bei Leder Paschinger, Am Graben: 6. MODELL BLAKE. Supersofter Stutzer in klassischem Design. Das besonders hochwertige und leichte Lammfell unterstreicht den cleanen Stil und schenkt gleichzeitig ein komfortables Tragegefühl, ab € 1.720. 7. MODELL ARGENT. Eleganter, leicht taillierter Lammfellmantel mit Kapuze. Trotz seiner Länge ist dieses Modell federleicht, € 1.590. Unser Salzkammergut | 39

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Alle Jahre wieder

Einzigartige Ideen zum Dekorieren und Verschenken

ADVENT. „Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden machen“ – ein sehr treffendes Zitat in dieser Zeit des italienischen Dichters Francesco Petrarca.

Ein weihnachtlicher Zauber ist im Rinnhölz’l in Gmunden eingezogen.

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eines Weihnachtsgebäck und köstliche Pralinen sind für Sie zur Abholung in der Konditorei bereit – allen voran der traditionelle Adventkalender mit original Klimtpralinen! Sie haben keine Zeit, selbst vorbeizukommen? Die Mitarbeiter der Konditorei arbeiten eng mit dem Christkind zusammen und versenden auch süße Grüße direkt ins Haus! Verschenken Sie zu Silvester ein Stück vom Glück – eine große Auswahl handgefertigter Glücksbringer wartet auf Sie! KONTAKT

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natürlich wohnen und schenken Rinnholzplatz 6, 4810 Gmunden Telefon: 07612/66345, E-Mail: rinnhoelzl@reingruber.at www.rinnhoelzl.at

© Konditorei Ottet

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© Rinnhölz’l

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it ausgewählten Designstücken und edlen Markenfirmen schafft das Rinnhölz’l Trends bei Heimdekor, Tisch- und Küchentextilien, Decken und Kleinmöbeln. Einzigartige Ideen zum weihnachtlichen Dekorieren, Wohnen und Wohlfühlen finden sich ebenso wie besondere Geschenke für Sie und Ihn. Mit feinstem Leitner-Leinen aus dem Mühlviertel, Decken von Steiner1888 und den Tiroler Pantoffeln von MagicFelt bietet das Rinnhölz‘l exklusiv im Salzkammergut auch Regionales und Traditionelles aus Österreich. Und auch für die Kleinen lässt sich Ausgewähltes finden: hochwertige Spielzeuge, kuschelige Decken, Ponchos, Schmusetücher und vieles mehr. Mit dem eigenen Stickservice lassen sich im Rinnhölz’l individuelle Wünsche auf alle Textilien zaubern: persönlich, individuell und einzigartig.

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Kunst,

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die „anziehend“ ist

Ob Schürzen, Dirndl oder Trachtenröcke – was Sabine Linke mit ihrem Pinsel berührt, wird zum Kunstwerk. Die 41-jährige Stadl-Paurerin kreiert in ihrem Atelier „SchürzenLiebe“ im Herzen der Traunseestadt Gmunden mit viel Liebe und künstlerischem Können wahre handgefertigte Unikate. So einzigartig, dass sie fast zu schön sind, um tragbar zu sein. Text: Laura Zapletal

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Award teil. Die Idee: Meine Kunst des Malens mit meiner Leidenschaft des Nähens zu verbinden und auf einem Stück Schürzenstoff zu verewigen. Gesagt, getan. Mit meiner Interpretation über Österreich schaffte ich es unter die Top Ten von über 200 Teilnehmern. Dieser großartige Zuspruch war der Startschuss für die Gründung meines Labels SchürzenLiebe. Es folgten unzählige Modeschauen, Messeauftritte und mein eigenes Atelier im Herzen von Gmunden. Große Unterstützung habe ich dabei stets von meinem wundervollen Mann bekommen. Er hat mir dabei geholfen, meinen Traum zu verwirklichen.

DIE SCHÜRZENKÜNSTLERIN. Schon als Kind war es Sabine Linkes größter Wunsch, ein eigenes Label zu gründen. Vor ein paar Jahren hat sie sich den Traum erfüllt und ihr Atelier „SchürzenLiebe“ mit eigenem Schauraum in Gmunden eröffnet.

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an nehme hochwertige Materialien, die gelebte Leidenschaft zum Nähen und vermische das Ganze mit großem künstlerischem Geschick: Was Sabine Linke in ihrem Atelier im Herzen von Gmunden kreiert, sind mehr als nur Schürzen. Vielmehr sind es tragbare Kunstwerke, die – individuell von Hand bemalt und genäht – eine Geschichte über die persönlichen Werte der tragenden Person erzählen und damit eine Magie erschaffen, die sprichwörtlich anziehend ist. Wir haben die gebürtige Stadl-Paurerin und zweifache Mutter in ihrem wunderschönen Atelier in der Gmundner Innenstadt besucht und mit

ihr über Kindheitsträume, Inspirationsquellen und besondere Auftragsarbeiten gesprochen. Mit viel Liebe und einem Pinsel verewigen Sie Ihr künstlerisches Geschick auf edlen Dirndlschürzen und machen damit jede Tracht zum handbemalten Unikat. Wie kam Ihnen die Idee dazu? Sabine Linke: Schon als Kind träumte ich davon, eines Tages Designerin zu werden und mein eigenes Label zu gründen. Mein größter Wunsch war es, auf die Modeschule zu gehen. Meine Eltern rieten mir allerdings zur Lehre und so blieb es lange Zeit ein Traum. Bis zum 11. September 2016. An diesem Tag nahm ich beim Wiener Wiesn-Fest Trachten

Was inspiriert Sie zu Ihrer DirndlKunst? Meine Designs sind inspiriert von der Natur, Geschichten und dem Leben. Meine Hauptinspirationsquelle ist und bleibt aber immer noch meine Kundschaft. Ich liebe es, ihre herangetragenen Ideen weiterzuspinnen und daraus Kunstwerke zu erschaffen. Vom Rohmaterial bis hin zur fertigen Schürze – wie entsteht ein handbemaltes Unikat auf Auftrag? Gemeinsam mit dem Kunden wird zunächst das Design für die Schürze besprochen. Dieser Termin ist mir sehr wichtig, denn nur mithilfe des Kunden kann etwas Individuelles und ganz persönlich Einzigartiges entstehen. Ist die Wahl des Motivs getroffen, wird das Dirndl, das mit der Schürze getragen werden möch-

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te, abgemessen und die dazu passende Farbe ausgesucht. Danach wird der Rohling von mir angefertigt. Hier kann der Kunde zwischen einer Schürze in Reinseide oder einer Baumwollmischung wählen. Nachdem das Motiv auf dem Stoff vorgezeichnet wurde, wird es mit den gewünschten Konturfarben nachgemalt. Anschließend kommt das Farbenspiel auf die Schürze. Sobald das Motiv fertig ist, werden die Farben fixiert und die Schürze mit einem erlesenen Schleifenband finalisiert. Eine persönliche Signatur sowie der unverkennbare SchürzenLiebe-Anhänger runden das Unikat ab. Welche künstlerischen Motive sind bei den Kunden besonders gefragt? Und was war bisher die außergewöhnlichste Anfrage? Ich bekomme sehr viele Anfragen für Landschaftsbilder sowie Logos und Firmenbranding, aber auch sehr persönliche Motive wie Familienwappen, Hobbys oder auch Hochzeitsschürzen mit dem Namen des Brautpaares sind besonders gefragt. Einmal hatte ich sogar eine Anfrage für ein Porträtbild eines Brautpaares, das war mit Abstand der außergewöhnlichste Auftrag (lacht). Damit das Kunstwerk letztendlich die Person perfekt widerspiegelt, versuche ich, mich beim Malen immer in den Kunden zu versetzen.

Kunden haben bei Ihnen wahlweise die Möglichkeit, eine handbemalte Dirndlschürze im Onlineshop zu beziehen oder ein individuelles Unikat in Auftrag zu geben. Was wird mehr in Anspruch genommen und wo liegen Ihre Schürzen preislich? Die Kunden kommen grundsätzlich mehr mit individuellen Auftragsarbeiten in mein Atelier. Eine Schürze aus dem Onlineshop

© Cornelia Einsiedler

Welche Voraussetzungen stellen Sie an eine gelungene Tracht? Was ist Ihnen persönlich wichtig bei einer Schürze? Bei meinen Schürzen ist es mir besonders wichtig, dass sie sowohl meinen hohen Ansprüchen und Vorstellungen als auch denen des Kunden gerecht werden. Hochwertige Materialien gepaart mit der hohen Kunst der Handarbeit, die in jedes einzelne meiner Stücke fließt, sind für mich hier das A und O. Damit das Kunstwerk auf der Schürze seine Wirkkraft entfalten kann, sollte die Tracht im Gegenzug dazu am besten schlicht ausfallen. JEDES STÜCK EIN UNIKAT. Die Schürzen werden individuell auf Wunsch von Sabine Linke handbemalt und -genäht.

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ist aber nicht weniger ein Unikat. Denn obwohl das Motiv dasselbe ist, gleicht durch die Handbemalung kein Auftrag dem anderen. Diese Philosophie verfolge ich bewusst. Die einzige Ausnahme mache ich bei Großaufträgen in der Hotellerie und Gastronomie. Hier fertige ich auf Wunsch eine handbemalte Schürze an und gebe das Design dann in Druck. Der Preis für eine handbemalte Schürze ist abhängig von Motiv und Materialwahl und fängt bei circa 390 Euro an, gedruckte Schürzen sind natürlich etwas günstiger. Muss man eine Trachtenliebhaberin sein, um Ihre Kunst tragen zu können?

Mit wie viel Wartezeit muss man in etwa rechnen, bis man sein handbemaltes Unikat ausführen kann? Die Wartezeit ist abhängig von der aktuellen Auftragslage und beträgt derzeit zwischen zwischen zwei und vier Monate. Deshalb ist es ratsam, sich so früh wie möglich zu melden. In den meisten Fällen sind jedoch auch spontane Aufträge kein Problem und können rechtzeitig zum großen Tag fertiggestellt werden.

Wurde auch schon die ein oder andere Persönlichkeit auf Ihr schönes Schürzenkunstwerk aufmerksam? Tatsächlich findet sich schon die ein oder andere österreichische Bekanntheit unter den Trägern meiner handbemalten Schürzen. Für Konditormeisterin Brigitta Schickmaier durfte ich etwa eine Schürze mit Tortenmotiv anfertigen. Moderatorin Maggie Entenfellner besuchte mich wiederum für die Dreharbeiten des ORF-Formats „Zurück zur Natur“ in meinem Atelier, wo wir für sie gemeinsam eine Schürze mit Mohnblumen kreierten.

© Tassilo Edelsbacher

© Tassilo Edelsbacher

Nein, nicht unbedingt. Auf Wunsch bemale ich auch individuell geschneiderte Kleider, Röcke, Blusen, Hemden und TShirts mit dem Lieblingsmotiv der Wahl. Darüber hinaus biete ich seit Kurzem auch eine eigene SchürzenLiebe HomeKollektion an, die von handbemalten Stehleuchten über dazu passende Zierkissen bis hin zur kunstvollen Wandmalerei reicht.

Ist bei der Pflege etwas Besonderes zu beachten? Bei der Pflege sollte unbedingt der jeweilige Materialhinweis beachtet werden, die Farben sind jedoch fixiert und können unbedenklich gereinigt werden. Neben handbemalten Schürzen fertigen Sie auf Wunsch auch das dazu passende Dirndl sowie Hundedirndl. Eine originelle Idee, die wahrscheinlich viel Anklang findet, oder? Absolut. Zunächst war das Hundedirndl eigentlich nur als Gag gedacht, doch es findet regen Anklang bei unserer Kundschaft und ist heute nicht mehr aus unserem Sortiment wegzudenken.

SCHÜRZENLIEBE BY SABINE LINKE Theatergasse 14, 4810 Gmunden Tel.: 0660/1210973 E-Mail: sabine@schuerzenliebe.at www.schürzenliebe.at

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Thomasnacht UND LIEBESORAKEL Fünf originelle Winterbräuche, die nicht jeder kennt.

Text: Petra Kinzl Fotos: Salzburger Land Tourismus, Shutterstock

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räuche bereichern das Leben der Menschen, geben ihnen Halt und begleiten sie durchs Jahr. Bis heute besteht im Salzkammergut eine außergewöhnlich bunte Vielfalt an Bräuchen – entstanden aus purer Freude, aus Notwendigkeit oder durch religiöse Vorgaben. Manche Eigenart hat sich bewahrt, manches wurde an den Zeitgeist angepasst. Bis auf die Liste der Immateriellen Kulturgüter der UNESCO haben es einige geschafft. Dazu zählen eine ganze Reihe überregional bekannter, aber auch stillere, weniger populäre Bräuche. Fünf dieser originellen Winterbräuche, die nicht jeder kennt, möchten wir an dieser Stelle beleuchten.

BUCHTIPP Bräuche im Salzkammergut – Gelebte Tradition im Jahreskreis. (Sandra Galatz) ISBN 978-3-7025-0948-4, Verlag Anton Pustet, € 25

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WER KLOPFET AN? Wetterfleck, Hut, Laterne und Stock: Die Anklöpfler sind wieder unterwegs. Bräuche, die der Seele guttun, haben das Potenzial sich auszubreiten, heißt es. Das Anklöpfeln ist so ein Brauch, der sich über den Salzburger Raum hinaus verbreitet hat. Es handelt sich um einen sogenannten „Heischebrauch“, der es in früherer Zeit den wenig Begüterten ermöglichte, zu Weihnachten nicht hungern zu müssen. Im Salzkammergut wird der Brauch vor allem am Wolfgangsee zelebriert. Als Klöpfelnächte gelten

die drei Donnerstage vor dem Heiligen Abend. Eine Schar Hirten, zum Teil in Begleitung des hochheiligen Paares und manchmal sogar mit Esel, zieht von Haus zu Haus. Adventlieder und kurze Hirtenspiele bringen Weihnachtsstimmung in die Häuser. Anklöpflergruppen formieren sich aus verschiedenen Vereinen, wie Chören. Während man einst Naturalien in mitgebrachten Körben sammelte, belohnt man die Darbietungen der Anklöpfler heutzutage meist mit Geld, das für wohltätige Zwecke gespendet wird.

WUSSTEN SIE, DASS …? Ein Heischebrauch ist ein Brauch, bei dem es um das Erbitten von Gaben geht. Beispiele dafür sind Herbergssuchen, Anklöpfeln oder Sternsingen.

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LIACHTBRADLMONTAG – „DA MICHEL ZÜNDET’S LIACHT AN“

Wenn der Herbst Einzug hält und die Tage kürzer werden, zündet man zu Hause wieder öfter Kerzen an und am Arbeitsplatz wird ab dem späteren Nachmittag wieder bei Licht gewerkt. Als Stichtag dafür gilt seit jeher der 29.

September, der Festtag des Erzengels Michael, der Michaelitag. „Der Michl zündet’s Licht an“, lautet ein bekannter Ausspruch, der auch für Bauern das endgültige Ende des Almsommers markiert. Für die Frauen war Michaeli früher der Zeitpunkt, an dem sie ihre Spinnräder für das Winterhalbjahr hervorholten. Vor allem die Handwerker in ihren Werkstätten waren gezwungen, ab Michaeli bei Licht zu arbeiten, was mit einem Mahl, dem sogenannten Liachtbradl zelebriert wurde, zu dem der Meister seine Gesellen

einlud. Als Termin dafür gilt der Montag danach oder der Michaelitag selbst, wenn dieser auf einen Montag fällt. Der „Liachtbradlmontag“ ist heute wieder in Mode und hat sich zu einem traditionellen Fest für alle gewandelt.

WUSSTEN SIE, DASS …? In der Kaiserstadt Bad Ischl ist der Liachtbradlmontag fast schon ein Feiertag. Altersjubilare werden besonders geehrt (50., 60., 70. Geburtstag und höhere) und ziehen in einem Festzug durch die Stadt. Viele Ischler Arbeitgeber laden seit über 100 Jahren zum „Liachtbradln“ in ein Gasthaus – mit ein Grund, warum dieser Brauch in Bad Ischl 2011 zum Immateriellen Kulturgut der UNESCO wurde.

D’FRAU KIMMT Das Frautragen oder Herbergssuchen gehört eher zu den stillen, weniger bekannten Adventbräuchen. Ein Bild, das die Heilige Familie zeigt, die schwangere Maria, Figuren von Josef und Maria mit einem Esel oder einfach eine Marienstatue, wird als „Herberg“ bezeichnet und allabendlich von Haus zu Haus getragen. Als Quartier für den hohen Besuch dient

meist der weihnachtlich geschmückte Herrgottswinkel oder ein kleiner dafür errichteter Altar. Ist die von einer betenden Schar begleitete „Herberg“ angekommen, wird eine kurze Andacht mit Rosenkranzgebeten und Marienliedern abgehalten. In einem gemütlichen Beisammensein klingt nach der Hausandacht der Abend aus. Der genaue Ablauf variiert von Ort zu

Ort. Mancherorts sucht die heilige Maria vom ersten Adventsonntag bis zum Heiligen Abend eine Herberge, anderswo in den letzten neun Tagen vor Weihnachten. Wenn jemand sagt: „Wir bekommen heut‘ d’Herberg“, heißt das, dass sich diese Familie darauf einstellt, für die Betschar eine kleine Stärkung vorzubereiten. Vor allem die ländliche Bevölkerung erwartet sich durch das Beherbergen des Marienbildnisses Glück, Schutz für Haus und Hof sowie Erntesegen.

WUSSTEN SIE, DASS …? Das Frautragen oder Herbergssuchen kennt man vor allem aus einigen Salzburger Gemeinden, aber auch in Oberösterreich, Tirol und der Steiermark sowie im Salzkammergut in Gmunden, Altmünster, Strobl oder St. Gilgen hat sich dieser Adventbrauch, der bis in die Barockzeit zurückreicht, gehalten.

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ORAKEL DER THOMASNACHT Die Zeit der Raunächte zwischen dem 21. Dezember, der Thomasnacht, und dem 5. Jänner, dem Vorabend zum Dreikönigsfest, war eine Zeit, die unsere Ahnen mit einer gewissen Schaurigkeit erfüllte. Schon immer galt dieser Zeitraum als außerordentlich mystisch. Mithilfe verschiedener Orakelbräuche wird die Zukunft gedeutet. Heiratswillige Mädchen rufen den heiligen Thomas an und führen bestimmte Rituale wie das Bettstaffltreten aus, er möge doch den Zukünftigen in ihrem Traum erscheinen lassen. Neben der Frage nach der Liebe kann das Schicksal aber auch in anderen Belangen konsultiert werden, wie Reichtum, Ernte, Glück, Unglück oder gar Tod. Ein anderer Brauch ist das „Hütelheben“, eine gesellige Form

des „Losens“: Bestimmte Gegenstände wie ein Ring, ein Geldschein, eine Puppe etc. werden unter Hüten versteckt und dann vermischt. Der Gegenstand, der sich beim Heben zeigt, weist auf das Schicksal der kommenden Jahre hin.

WUSSTEN SIE, DASS …? Die erste Raunacht, die Thomasnacht, gilt als „Losnacht“ – ein idealer Zeitpunkt, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Heiratswillige Mädchen rufen den heiligen Thomas an, er möge ihnen ihren Zukünftigen im Traum erscheinen lassen: „Bettstaffl, i tritt di, heiliger Thomas i bitt’ di, lass mir im Traum erschein‘ den Herzallerliabsten mein!“

DIE „WILDE GJOAD“ GEHT UM Mit dem Dreikönigstag endet die sogenannte „Zwölftenzeit“ – die Zeit der rauen Nächte. Die letzte Raunacht vom 5. auf den 6. Jänner, auch „große Raunacht“ oder Perchtnacht genannt, gilt als die gefährlichste von allen. Es gehen alle Dämonen um, welche der Volksglaube zu bieten hat. Hüten sollte man sich vor allem vor der Wilden Jagd, dem „Wilden Gjoad“, denn eine Begegnung mit ihr bedeute den Tod, so der Volksglaube. Schutz gegen die umtriebigen und fluchwürdigen Gestalten konnten nur verschiedene Abwehrrituale bieten. Das Räuchern stellt eines dieser Rituale dar.

WUSSTEN SIE, DASS …? „Raunacht san vier – zwoa foast und zwoa dürr!“ So werden in einem Merkvers die Raunächte nach der Kost des Nachtmahls in „magere“ und „feiste“ Raunächte unterteilt. Als „foaste“ Raunächte gelten die Mettnacht und die Dreikönigsnacht, wo gerne Krapfen und Schmalzgebäck gereicht werden. Als „magere“ die Thomas- und die Silvesternacht.

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Advent im Salzkammergut

© Oberoesterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach

ADVENT, ADVENT, EIN LICHTLEIN BRENNT ...

GMUNDEN

MONDSEE

BAD ISCHL

Tauchen Sie ein in die winterliche Zauberwelt Gmundens und erleben Sie die Adventzeit rund um das einzigartige Schloss am See, in der weihnachtlichen Innenstadt oder auch bei einer romantischen Schifffahrt am Traunsee.

Die Region Mondsee-Irrsee verwandelt sich im Advent in eine Märchenlandschaft mit vielen Möglichkeiten, sich bei Glühwein und Schmankerln aus der Region, Handwerk, Kunst und guter Musik auf Weihnachten einzustimmen.

Mit kaiserlicher Weihnachtsbeleuchtung und den vielen weihnachtlich dekorierten Schaufenstern startet Bad Ischl Ende November in die Adventzeit.

Öffnungszeiten & Highlights: • 25. November bis 18. Dezember • Jeweils freitags von 13 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 20 Uhr und sonntags sowie am 8. Dezember von 11 bis 18 Uhr • Romantische Schifffahrt am Traunsee www.traunsee-almtal.salzkammergut.at

Öffnungszeiten & Highlights: • 18. November bis 18. Dezember jeweils von Fr. bis So. • Adventmarkt am Marktplatz • Gotischer Kreuzgang www.mondsee.at/advent

Öffnungszeiten & Highlights: • Christkindlmarkt der Ischler Handwerker: 19. November bis 19. Dezember, Mi. bis So. von 10 bis 18 Uhr (auch am 6. und 7. Dezember geöffnet) • Schmankerldorf: 19. November bis 9. Januar, Mi. bis So. von 11 bis 20 Uhr (auch am 6. und 7. Dezember geöffnet) • Eislaufplatz: 19. November bis 30. Januar, Di. bis So. von 14 bis 20 Uhr www.badischl.at/advent

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FUSCHLSEE

HALLSTATT

Der „Advent der Dörfer“ hat sich in den letzten Jahren zu dem Familienadvent im Salzkammergut entwickelt – abwechslungsreich, unterhaltsam und stimmungsvoll zugleich.

In der Adventszeit wird das malerische Hallstatt zum Lieblingsort für alle, die eine weihnachtliche Auszeit vom Alltag suchen oder dem Christkind bei seinen Einkäufen helfen möchten. Und so lädt der idyllische Christkindlmarkt im historischen Ortskern von Hallstatt zu einer funkelnden Zeitreise, die man keinesfalls versäumen sollte.

Öffnungszeiten & Highlights: • Guggenthaler Kircherl: 26. November bis 18. Dezember, jeweils Sa. und So. von 14 bis 19 Uhr, am 8. Dezember von 14 bis 19 Uhr • Adventmarkt beim Brunnengarten: 26. November bis 18. Dezember, jeweils Sa. und So. von 13 bis 19 Uhr • Arabella Jagdhof in Hof bei Salzburg: 3. Dezember bis 18. Dezember, jeweils Sa. und So. • Unter der Linde in Faistenau: Sa., 10. Dezember, von 14 bis 21 Uhr, So., 11. Dezember, von 11 bis 19 Uhr • Hirtenspiele, Perchten- und Krampusläufe, Pferdeschlittenfahrten, Handwerksvorführungen, Stubenmusik und Lesungen, Feuerzangenbowle und Turmbläser www.adventderdoerfer.at

WOLFGANGSEER ADVENT St. Wolfgang, Strobl und St. Gilgen erstrahlen im Weihnachtszauber. Unzählige Lichter spiegeln sich im Wasser des Wolfgangsees. Das Friedenslicht im See, Kerzenschein, offene Feuerstellen, traditionelle Klänge – die Wolfgangsee Region verwandelt sich in einen unvergleichlichen Adventzauber. Öffnungszeiten & Highlights: • 18. November bis 18. Dezember • St. Gilgen und Strobl: Do. und Fr. 11 bis 19:30 Uhr, Sa., So. und Feiertage 10 bis 19:30 Uhr • St. Wolfgang: Mi. 11 bis 19:30 Uhr, Do. und Fr. 11 bis 19:30 Uhr, Sa., So. und Feiertage 10 bis 19:30 Uhr • Die 16 Meter hohe schwimmende Laterne im Wolfgangsee • Besuch der drei Orte per Schifffahrt möglich www.wolfgangseer-advent.at

EBENSEER KRIPPERLROAS Einmalige Weihnachtskrippen gibt es bei einem Spaziergang in Ebensee am Traunsee zu bewundern. Öffnungszeiten & Highlights: • 25. Dezember bis 3. Januar, 9 bis 17 Uhr • Neun große Landschaftskrippen in Privathäusern und der Kath. Pfarrkirche (Krippenplan erhältlich im Tourismusbüro Ebensee) www.ebensee.at

Öffnungszeiten & Highlights: • 8. Dezember: 11 bis 18 Uhr • Traditionelle Klänge der Turmbläser, Glühwein, lebensgroße Holzkrippe, heiße Maroni, köstliche Bratwürstln, zünftige Holzknechtnocken und vieles mehr. www.hallstatt.net

ADVENT AUF DER PÜRGG Beim Advent auf der Pürgg finden Sie keine „Stände“ im herkömmlichen Sinne. Die AusstellerInnen präsentieren ihre vielfältigen, traditionellen Handwerkskünste in den Ställen, Garagen, Tennen und Häusern des malerischen kleinen Dorfes. Öffnungszeiten & Highlights: • 26./27. November und 3./4. Dezember, Sa. 13 bis 18 Uhr, So. 11 bis 18 Uhr • Backen und Basteln mit Kindern, Besichtigungen der Landschaftskrippe Fahringer, Musikalisches und Lesungen in der Pfarrkirche, traditionelle Krampusspiele, Glöcklerlauf, Führungen in der Johanneskapelle und eine lebende Krippe erwarten Sie. www.pürgg.at

NUSSDORFER ADVENTFENSTER Seit über 20 Jahren gibt es in der Gemeinde Nußdorf am Attersee den Brauch, dass im Dezember jeden Tag ein anderes Fenster der Privathäuser weihnachtlich gestaltet und bei Einbruch der Dunkelheit stimmungsvoll beleuchtet wird. Öffnungszeiten & Highlights: • 1. bis 24. Dezember • Jeden Tag ein beleuchtetes Fenster www.attersee-attergau.salzkammergut.at

NIKOLAUS AHOI IN OBERTRAUN Wenn sich Anfang Dezember an einem Abend die Kinder des Dörfchens Obertraun am Ufer des Hallstätter Sees versammeln, dann wird der Nikolaus erwartet. Das ist ein ganz besonderer Augenblick, denn in Obertraun kommt der Nikolaus mit einer Fuhre, dem typischen Holzboot am Hallstätter See. Öffnungszeiten & Highlights: • 4. Dezember um 16:30 Uhr • Punsch- und Kekserlstand • Nikolausmarkt ab 14 Uhr • Der Krampus bleibt an diesem Tag zu Hause. www.dachstein.salzkammergut.at

GRUNDLSEE Adventliche Stimmung, der Duft von Tannenreisig, Zimt und Nelken und das Angebot von ausschließlich traditionellen heimischen Waren locken in den über 300 Jahre alten „Kaiserlichen Stall“ direkt am Ortseingang von Grundlsee. Öffnungszeiten & Highlights: • 26. November von 10 bis 17 Uhr • Lenas Keramik, liebevoll gestaltete Krippen aus Altaussee und Gößl, Schachteln, Mappen, Lampen vom Grundlseer Papierhanddruck und eine große Auswahl an Handarbeiten – Genähtes, Besticktes, Gestricktes, Bedrucktes, Gedrechseltes und vieles mehr. • Kulinarisches gibt es von der Grundlseer Fischerei, Fleisch und Molkereiprodukte vom Bauern. Aus den Küchen und Backstuben der Hausfrauen werden köstliche Kekse, Brot und Kletzenbrot, Marmeladen, Honig und Schnäpse geboten. www.salzkammergut.at

STADT SALZBURG Entdecken Sie die verschiedenen Adventmärkte der Stadt! Besonders viele Höhepunkte lassen sich entlang einer vorgeschlagenen Route einfangen (Gehzeit 2 Stunden, www.salzburg.info/advent-walk) • • • • • • • • •

Salzburger Christkindlmarkt beim Dom Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz Salzburger Festungsadvent Hellbrunner Adventzauber Weihnachtswunderwelt St. Peter Sternadvent mit Wintermarkt Adventmarkt Orden der Rupertiritter Adventmarkt St. Leonhard Bauernadventmarkt Glanegg www.salzburg.info

Die Veranstaltungen werden nach den COVID-19-Bestimmungen durchgeführt. Bitte informieren Sie sich über die aktuell geltenden Bestimmungen. Kurzfristige Terminänderungen vorbehalten. Unser Salzkammergut | 55

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NATÜRLICH

weihnachtlich

Von der rustikalen Lebkuchengirlande bis zu Christbaumkugeln aus Papier: Doris Kern präsentiert in ihrem neuen Buch „Natürlich weihnachtlich“ nachhaltige Ideen zum Dekorieren, Verschenken und Genießen. Text: Nicole Madlmayr

Fotos: Doris Kern/Servus

K

ekse backen, im Kerzenschein Weihnachtslieder singen, die wohlige Wärme des Kamins genießen und auf das Christkind warten: Der Advent ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Doch oft machen sich auch Stress und Hektik in den Wochen vor Weihnachten breit. So viel muss organisiert und vorbereitet werden …

BUCHTIPP

„Natürlich weihnachtlich“ Doris Kern Servus Verlag € 22

Dass es dann mit dieser wohligen Stimmung nicht ganz so einfach ist, weiß auch Doris Kern. „Bei mir wirkt ein Spaziergang in der Natur wahre Wunder, um wieder ein Stückchen zu mir selbst zu finden und offen für die Schätze und besondere Augenblicke rund um mich zu sein“, erzählt die gebürtige Linzerin. „Die Kälte und den Schnee unter mir zu spüren, tief einzuatmen, der Stille zu lauschen – oft sind es nur Kleinigkeiten, die diese Zeit zu etwas Zauberhaftem

machen. Zurück in der warmen Stube können das auch eine vorgelesene Geschichte bei Kerzenschein, der Bratapfelduft aus dem Ofen oder das Knistern des Feuers sein.“ In ihrem neuen Buch „Natürlich weihnachtlich“ lädt sie die Leser dazu ein, die Magie von Weihnachten gemeinsam mit ihr neu zu entdecken. Sie präsentiert darin viele Ideen zum Dekorieren, Verschenken und Genießen. Alle sind einfach umzusetzen – mit natürlichen Materialien aus Wald und Garten ebenso wie mit Karton oder aromatischen Früchten. „Mit den eigenen Händen Schönes zu schaffen, schenkt mir immer wieder kurze Auszeiten vom Alltag“, sagt Doris Kern. „Ob Dekorationen, Geschenke für Freunde oder etwas Feines zu essen – auch kleine Dinge können unsere Seelen zum Leuchten bringen.“

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„Auch kleine Dinge können unsere Seelen zum Leuchten bringen.“ Doris Kern

Doris Kern liebt natürliche Materialien zum Dekorieren und Basteln. Sie ist TEH-Praktikerin (Traditionelle Europäische Heilkunde) und betreibt den Kräuter-Blog mitliebegemacht.at.

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Adventkranz im Glas

Traditionell wird der Adventkranz aus Tannenreisig gebunden und mit vier Kerzen geschmückt. Aber es darf auch mal etwas anderes sein: Aus wiederverwendbaren Gläsern und Nüssen entstehen zauberhafte Kerzenhalter, die uns durch die Weihnachtszeit begleiten. Nach Weihnachten können die Gläser dann einzeln aufgestellt werden und sorgen weiterhin für einen gemütlichen Winterausklang. Und danach werden die Nüsse einfach aufgegessen.

DAS WIRD BENÖTIGT: Steckschwamm 4 Marmelade- oder Weckgläser Heißklebepistole 4 Kerzenhalter verschiedene Nüsse mit Schale Zweige oder Bänder zum Dekorieren 4 Kerzen

SO WIRD’S GEMACHT:

1

Aus dem Steckschwamm je nach Größe der Gläser Rechtecke schneiden, die später zur Befestigung der Kerzenhalter dienen. Die Schwammstücke sollten etwas niedriger als die Gläser sein, sodass sie nicht übers Glas hinausragen, und auch nicht zu breit, damit die Gläser anschließend noch gut mit den Nüssen befüllt werden können.

2

Die Steckschwamm-Rechtecke mit etwas Heißkleber in den Gläsern befestigen. Die Kerzenhalter in die Steckschwämme drücken und kontrollieren, ob der Stand fest genug ist.

3 4

Nun die Gläser mit den Nüssen befüllen. Nach Herzenslust mit Zweigen, Bändern, Kugeln und Sternen dekorieren. Zuletzt die Kerzen in den Halterungen anbringen.

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Genussvolle Apfelringe im Blätterteig

Wer es zwischen Lebkuchen und Keksen auch etwas fruchtiger mag, wird die Apfelringe im Blätterteig lieben. Am besten schmecken sie noch heiß, mit etwas Zimt und Zucker bestreut, und dazu vielleicht noch mit einer Kugel Vanilleeis. Ja – so lässt sich die Weihnachtszeit richtig genießen!

DAS WIRD BENÖTIGT: 1 großer Apfel Saft einer Zitrone Blätterteig Zimt brauner Zucker

SO WIRD’S GEMACHT:

1

Den Apfelbutz mithilfe eines Apfelstechers entfernen. Alternativ mit einem spitzen Messer vorsichtig herausschneiden. Den Apfel in Ringe schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

2 3

Blätterteig in etwa ein Zentimeter breite Streifen schneiden und anschließend um die Apfelringe wickeln. Dafür ein Ende des Streifens auf einen Apfelring legen, mit einer Hand festhalten und das andere Ende durch die Öffnung ziehen. Mit dem Überstand den Apfelring weiter umwickeln.

4

Die ummantelten Ringe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Zimt und braunem Zucker bestreuen. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 20 bis 25 Minuten backen.

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EIN süßer HAUCH Das beste Rezept gegen den NovemberBlues? Man nehme feinste Backzutaten, würze mit Vanille und Zimt – und schon umarmt uns der heimelige Duft jener Vorfreude, die von der nahenden Adventzeit erzählt. Text: Angelica Pral-Haidbauer Fotos: Kathrin Gollackner

D

er Historiker und Autor Johannes Sachslehner aus Scheibbs nimmt uns in diesem wundervollen Buch mit auf eine Zeitreise in die weihnachtliche Welt von anno dazumal. Nostalgische Tagebucheintragungen, Memoiren bekannter Familien, Reiseberichte und Erzählungen von alten Traditionen lassen uns in Erinnerungen schwelgen und zaubern – gemeinsam mit köstlichen Rezepten von Ingrid Pernkopf – jene Atmosphäre der Vorfreude, die unsere Herzen alljährlich so sehr berührt.

STILL, STILL, STILL Ein wunderschönes Hausbuch für die ganze Familie! Johannes Sachslehner & Ingrid Pernkopf Styria Verlag, € 30 62 | Unser Salzkammergut 62-64_süßer Advent.indd 62

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Windbäckerei (Baiser)

3 Eiweiß 130–160 g Puderzucker Spritzer Zitronensaft Prise Salz Puderzucker oder Mandelblättchen zum Bestreuen

1.

Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers, Zitronensaft und einer Prise Salz in einer Schüssel über einem Wasserbad bis ca. 50 °C cremig schlagen. Dann von der Hitze nehmen, restlichen Zucker untermischen und steif ausschlagen.

2. 3.

Den Backofen auf 90 °C vorheizen.

Nun die Masse in einen Spritzsack mit glatter oder gezackter Tülle füllen und kleine Gebäckstücke in beliebiger Form (Ringerl, Busserl, Stangerl, Krapferl etc.) mit etwas Abstand auf ein vorbereitetes Backblech aufspritzen.

4.

Nach Belieben mit Puderzucker oder Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei offenem Zug (Backofen bleibt einen Spalt

offen, indem man z. B. einen Kochlöffel zwischen Tür und Rahmen klemmt, damit es zu keiner Dampfentwicklung kommt) 2–4 Stunden antrocknen lassen. Je nach gewünschtem Grad der Trockenheit bei Bedarf noch 1–2 Stunden bei ca. 50 °C nachtrocknen lassen. Die Masse sollte aber dabei nicht zu braun werden! (Nimmt sie leicht Farbe, dann Temperatur drosseln.)

5.

Gut verschlossen aufbewahren, denn Windbäckerei zieht schnell Feuchtigkeit an. Unser Salzkammergut | 63

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Schokoladenzwieback 80 g weiche Butter 150 g Gelb-, Roh- oder Rohrzucker 2 Eier 240 g glattes Weizen- oder feines Dinkelmehl 40 g Kakaopulver 120 g ganze geschälte Mandeln 50 g etwas klein gehackte Schokoladedrops oder Schokolade 50 g getrocknete Preiselbeeren 1/2 TL Natron Prise Salz

1.

Butter mit Zucker in einer Schüssel mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren.

tes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Min. backen.

2.

6.

Mehl und die restlichen Zutaten entweder mit einer Teigkarte, einem Knethaken oder mit der Hand (Einweghandschuhe überziehen, dann bleibt der Teig nicht so kleben!) untermengen.

3. 4. 5.

Teig nur bei Bedarf kurz kühl stellen. Den Backofen auf 165–175 °C vorheizen.

Aus dem Teig 4–5 längliche, flache Rollen formen und diese auf ein vorbereite-

Auskühlen lassen und währenddessen die Hitze auf 150 °C reduzieren.

7.

Die Rollen mit einem Sägemesser in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit einer Schnittfläche nach unten wieder auf das Blech legen. Nochmals ca. 10 Min. trocken ausbacken.

8.

Auskühlen lassen und danach gut verschlossen lagern.

Rumkugerl

ca. 250 g Biskuitreste (hell, dunkel oder Nussbiskuit) 40 g Kokosfett 30 g dunkle Kuvertüre oder Schokolade 20 g fein gesiebter Puderzucker 20 g Vanillezucker 10 g Kakaopulver 50 ml Rum evtl. 30 g passierte Johannisbeermarmelade

1.

Die Biskuitreste in eine Schüssel geben und zerbröseln.

2.

Kokosfett und Kuvertüre bzw. Schokolade in einem Topf über einem Wasserbad schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen.

3.

Nun alle Zutaten gut miteinander vermengen (bei einer zu festen Masse die Flüssigkeitsmenge erhöhen). Anschließend leicht fest werden lassen.

4.

Mit angefeuchteten (oder mit Einweghand-

schuhen überzogenen) Händen kleine Kugerl formen.

5.

Nach Belieben die Schokoladeglasur schmelzen, die handschuhüberzogenen Hände damit benetzen und die Rumkugeln darin hin und her rollen, damit sie vollständig mit Glasur bedeckt sind. Sofort in Streuseln grob gehackter Nüsse oder Kokosflocken wälzen, auf Papier absetzen und fest werden lassen. Gekühlt lagern. TIPP: Für Kinder ersetzt man den Rum durch einreduzierten (eingekochten) Fruchtsaft.

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Im Auftrag der

Liebe

Seit zehn Jahren sorgen die fabelhaften Partner der Hochzeitsgemeinschaft sagJA-im-Salzkammergut mit viel Herz, Engagement und Kreativität für den schönsten Tag im Leben des Brautpaares.

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

© Karl Steinegger, Ralph Fischbacher, Trisquarepictures

N

ach dem Heiratsantrag beginnt für das Brautpaar eine aufregende Zeit. Sei es die Wahl der Location oder das Bestellen der Blumen: So viele Dinge müssen überlegt und entschieden werden. Hier den Überblick zu bewahren, kann zur echten Herausforderung werden. Im Salzkammergut ist das alles ein bisschen einfacher. Heiraten im Salzkammergut. Dort lassen seit November 2012 über 70 fabelhafte Partner der Hochzeitsgemeinschaft sagJA-im-Salzkammergut Hochzeitsträume wahr werden und scheuen dabei weder Engagement noch Kreativität. Zur Auswahl stehen traumhafte Locations in Berg- und Seenkulisse, professionelle Fotografen und Videoteams sowie renommierte Küchen und Backstuben. „Unsere sagJA-Hochzeitsexperten kennen die aktuellen Trends und liefern Ideen für außergewöhnliche Highlights und liebevolle Kleinigkeiten. So entstehen rund ums Jahr großartige Feste mit unvergesslichen Erinnerungen

für Sie und Ihre Gäste“, so Gabi Socher, Hochzeitsplanerin und Initiatorin der Hochzeitsgemeinschaft. DAS Inspirationsfest für Brautpaare. Beim Wedding-Event „sagJa-HochzeitsNACHT & -BRUNCH“ am 4. und 5. Februar 2023 in der Kitzmantelfabrik in Vorchdorf können sich angehende Brautpaare von dem einzigartigen Angebot der sagJA-Partner überzeugen. Ganz ohne Messestress, dafür mit kulinarischen Kostproben, schwungvoller Modenschau und spektakulären Programmpunkten lädt das „WeddingWonderland“ zu einem Vor-Hochzeitsfest der besonderen Art. „Unser Salzkammergut“ verlost 5 x 2 Eintrittskarten für die „sagJAHochzeitsNACHT“ am 4. Februar 2023. Das Gewinnspiel finden Sie unter www.dieoberoesterreicherin.at. Teilnahmeschluss ist der 7. Dezember 2022.

SAVE THE DATE sagJA-HochzeitsNACHT (mit Feuershow) 4. Februar von 18 bis 0 Uhr

sagJA-HochzeitsBRUNCH (mit Kinderprogramm) 5. Februar von 10 bis 15 Uhr

Wo: Kitzmantelfabrik Vorchdorf www.sagJA-im-salzkammergut.at

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Wunderkammer, Werkstatt, SEELENFRIEDEN! In einer kleinen Werkstatt in Gmunden werden historische Kacheln – von der Renaissancezeit bis ins 20. Jahrhundert – Stück für Stück rekonstruiert und auf traditionelle Weise wiederhergestellt. Die Kachelöfen von Robert Hellmeier sind Gesamtkunstwerke, Handarbeit auf höchstem Niveau. Ein Werkstattbesuch …

Text: Zivana de Kozierowski Fotos: Monika Löff

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Robert Hellmeier nennt seine Werkstatt liebevoll seine Wunderkammer.

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ir haben Glück. Es regnet nicht. Noch nicht. Ein Nachmittag im Oktober, an dem die Bäume schräge Schatten auf den mit Laub übersäten Rasen werfen. Um das Gartentor zu öffnen, muss ich mich bücken. Der Garten, den wir betreten, bildet mit dem wunderschönen, in die Jahre gekommenen Steinbau eine Einheit. Ein Gemüsebeet im Vorgarten hält noch eine letzte bescheidene Ernte bereit und in dem kleinen Brunnen daneben ist es still geworden.

Ein Märchenhaus Es dauert einen Moment, nachdem wir den Metallklopfer am Eingangstor betätigt haben, bis uns ein großer, grauhaariger Mann in blauer Arbeitsschürze öffnet. Robert Hellmeier führt uns durch die Hintertür in einen prachtvollen, über die Jahrzehnte gewachsenen Garten. Hier hatte der Großvater der Lebensgefährtin Hellmeiers bereits eine Werkstatt als Kunstschmied. Der großzügige Schuppen war einst ein Stall für ein paar Kühe und Schweine und beherbergt jetzt einen Brennofen für Keramik.

Am Weg zurück ins Haus, wo sich die Hafner-Werkstatt im Erdgeschoss befindet, erzählt uns der Hausherr von den schönen Festen, die hier im Sommer unter den Obstbäumen stattfinden. Und von den Blumen und vom Gemüse, das die Großmutter und die Tante seiner Partnerin hier früher angebaut und am Markt in Gmunden verkauft haben. Das Haus ist das Elternhaus der Lebensgefährtin und wurde um 1800 angekauft. Schon damals ein „Altbau“, denn bereits im Jahre 1750 gehörte der alte Steinbau zum nahe gelegenen

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Das Rekonstruieren jeder einzelnen Kachel bedarf oft tagelanger Arbeit.

Schloss Weyer und diente als Försterhaus. Um in die Werkstatt zu gelangen, müssen wir uns unter den niedrigen Türstöcken bücken. Hellmeier ermahnt uns freundlich: „Passt‘s auf eure Köpf ‘ auf!“ Mit dem Eintritt in die Werkstatt tauchen wir ein in eine ganz eigene, kleine, heile Welt, die einem fast unwirklich erscheint. Das Pendel einer alten Wanduhr tickt und im Hintergrund hört man eine Arie, gesungen von Anna Netrebko. Im gusseisernen Ofen, neben dem Sofa, lodert ein Feuer. Werkstatt-Idylle „Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht in meine Werkstatt gehe“, erzählt uns Robert Hellmeier und fügt hinzu: „Sofern ich nicht unterwegs oder auf Reisen bin.“ Auch am 24. Dezember werde jedes Jahr nach der Weihnachtsfeier im Familienkreis von Hellmeier in der Werkstatt feierlich eine Kerze angezündet und nach alter Tradition eine Ofenkachel gefertigt, die dann signiert werde. Zu diesem Ritual wird

eine Zigarre geraucht und ein Stamperl Schnaps getrunken, schildert Hellmeier fast ein bisschen andächtig. Der Künstler entschuldigt sich, dass er nicht zusammengeräumt hat, aber alles habe da eben seinen Platz auf engstem Raum. Alles, was hier steht, liegt, an der Wand hängt oder lehnt, hat über die letzten 40 Jahre seinen fixen Platz gefunden. Wie etwa die Teekanne aus dem Himalaja, welche am gusseisernen Ofen steht, oder die kleine handgenähte Puppe, die vom Bruder aus Peru mitgebracht wurde und seither aus einem Mauerloch lugt, das eigentlich für eine Steckdose vorgesehen war. Und obwohl Hellmeier noch nie etwas für ausgestopfte Tiere übrig hatte, befindet sich doch ein ebensolcher Buntspecht an der Wand. Der wurde beim alljährlichen Eisstockschießen im Garten gefunden, nachdem er gegen das Fenster geflogen war. Behutsam aufgehoben und sorgsam präpariert, hat auch er seinen Platz in der Werkstatt gefunden. Unser Salzkammergut | 69

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Die Werkstatt Hellmeiers ist ein kreativer Querschnitt der letzten 40 Jahre. Kunstvolle Kacheln zieren die Werkstattmauer.

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Kunstvolle Kacheln Zudem zieren kleine Werkstücke aus der Zeit seines Unterrichts die Regale. Robert Hellmeier war jahrzehntelang Werklehrer in der Hauptschule in Vorchdorf. Die vielen grünen Keramikäpfel in der Schale auf seinem Werktisch hätte er schon unzählige Male verkaufen können, lacht der ehemalige Lehrer. Doch das und einige andere Erinnerungsstücke wie die ägyptischen Urnen, die dazu gedient haben, den Kindern die Zeitepoche der Pharaonen näherzubringen, seien ganz besondere Herzensstücke, die ihn an seine Schüler erinnern. Hellmeier verstand es, den Unterricht lebendig zu gestalten, ließ die Kinder frei mit Materialien experimentieren und erzählt begeistert, wie manche seiner Schüler ihn sogar in ihrer Freizeit in der Werkstatt aufgesucht haben, um gemeinsam kreativ zu sein. „Tolle Sachen sind da entstanden, Vasen, kunstvolle Schalen, Blumen, liebevoll gefertigte und einzigartige Dinge“, erzählt Hellmeier und fährt fort: „Ein Lehrerkollege von mir hatte damals einen Ofenhandel mit alten Kachelöfen. Für ihn habe ich also angefangen, alte Kacheln zu restaurieren“, erinnert sich Hellmeier.

Das sei nun über 40 Jahre her. Mit dem damaligen Kollegen, Erich Spitzbart, begann eine ebenso langjährige wie auch künstlerisch fruchtbare Freundschaft. Gemeinsam wurden über die Jahre viele antike Kachelöfen restauriert. Diese Passion führte die beiden auch an die außergewöhnlichsten Orte. Wie beispielsweise zu einem Grafen, in ein altes Schloss am Gardasee, oder ins Waldviertel, um den Kachelofen des bekannten österreichischen Regisseurs Michael Haneke zu restaurieren.

Prunkstücke wie diese zieren auch jetzt die Werkstatt des Hafners. Insgesamt neun Öfen stehen hier auf engstem Raum in zwei kleinen Räumen. Besonders schöne Exemplare aus der Zeit der Renaissance neben Stücken jüngeren Datums bis herauf ins 19. Jahrhundert. „Ich liebe es, wenn die Öfen hier bei mir in der Nähe sind“, schwärmt Hellmeier und streift mit der Hand etwas Staub vom Gesimse eines Ofens. Die Kacheln dieses Kunstwerks stammen teilweise noch aus der Zeit der Renaissance um 1540 und schimmern in den unterschiedlichsten Grüntönen. Sie zeigen das Motiv des Lebensbaums. Wertvolle Raritäten „Wenn mir ein Antiquitätenhändler einen Ofen zum Restaurieren bringt, dann sind meist nur noch 50 Prozent der Kacheln erhalten“, erzählt Robert Hellmeier. „Der Rest fehlt entweder, ist in einem sehr schlechten Zustand oder nicht brauchbar. Diese Öfen hier – der Hafner zeigt auf die anderen alten Kachelöfen im Raum – sind von mir bereits restauriert und zusammengebaut worden. „Das hier sind aber keine Auftragsarbeiten“, fährt Hellmeier fort. In erster Linie mache der pensionierte Lehrer das aus Freude an der Handwerkskunst. Manchmal werde dann wieder einer der Öfen verkauft, die anderen „Schmuckstücke“ bleiben Teil der Unser Salzkammergut | 71

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Erinnerungsstücke aus Keramik, die Hellmeiers Schüler fertigten (Abb. Äpfel und Blumen), sind dem Künstler besonders ans Herz gewachsen.

Öfen (von li. n. re.): Gmundner Pfeiferl-Ofen, Grüngeflammter Ofen, Ofen mit Kachelmotiv Doppeladler, Tapeten-Ofen.

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Werkstatt, bis sich wieder jemand dafür interessiert. „Die meisten Kacheln dieser Öfen hier sind komplett nachgebaut“, so Hellmeier. Das Rekonstruieren einer einzelnen Kachel bedarf oft tagelanger Arbeit. Wenn also jemand eine alte Kachel bringt, bei der eine Scherbe fehlt, so kann Hellmeier diese in detailverliebter Arbeit wieder ergänzen. „Dabei ist die Zeit, die ich da hineinstecke, eigentlich unbezahlbar. Um des Geldes wegen mache ich das also bestimmt nicht“, lacht er. Will man eine Kachel reproduzieren, so wird zuerst ein Gipsblock erstellt. Die Motive werden dann mit einem speziellen Werkzeug in das weiche Material geschnitten oder geritzt. Die Kacheln werden so genau nachgebildet, dass sogar Hellmeier selbst oft nicht auf Anhieb weiß, welche der Kacheln neu und welche alt sind. „Maschinell wird hier gar nichts gefertigt. Das ist alles reine Handarbeit.“ So seien auch die Glasuren keine fertig gemischten, sondern ausschließlich selbst zusammengestellt. So wie früher werden bestimmte Oxide gemischt, was die eigentliche Kunst dieses Handwerks ausmache. „Im Sommer nehme ich mich der Malerei an den Kacheln an, denn das kann ich dann im Garten machen“, erklärt Hellmeier.

Handwerk ist Kunstwerk Ein blau-weiß gemusterter Ofen steht im Nebenraum, ein sogenannter „Tapetenofen“, weil die Kacheln an ein Tapetenmuster erinnern. Eine zusätzliche Besonderheit dieses Ofens sind die figuralen Beine, kleine verspielte Löwenskulpturen, die über die einfachen Metallbeine des Ofens gestülpt werden. Gegenüber steht ein traditioneller „Gmundner Pfeiferl-Ofen“. Diese Öfen wurden früher ausschließlich in Gmunden von ansässigen Hafnern gefertigt. „Die Kacheln transportierte man damals mit der Pferdeeisenbahn nach Linz und verkaufte sie dort am Markt“, erzählt Hellmeier. Die Rillen in der Oberfläche der Kacheln erinnern an

Orgelpfeifen, daher auch der Name. Die Oberfläche der Kacheln habe dabei nicht nur einen künstlerischen Gestaltungsaspekt, sondern auch einen praktischen Nutzen. Denn die Fläche der ausgestrahlten Wärme vergrößere sich dadurch. „Das ist ja nicht nur ein wunderschönes Handwerk, bei dem einem das Herz aufgeht. Auch die Wärme eines Kachelofens ist so herzerwärmend, wie das kein anderer Ofen zustande bringt“, meint Robert Hellmeier. Zudem liege die Kunst darin, die Verbindung zwischen Alt und Neu zu schaffen. Dinge, die eine Geschichte in sich tragen, wieder so herzustellen, dass sie neues Leben eingehaucht bekommen, das sei die Herausforderung, so Hellmeier. Er zieht einen Vergleich mit dem Altern eines Menschen. „Die Natürlichkeit ist ja das Schöne. Wie kann man nur das Leben, welches in einem steckt, wegbügeln wollen?“ Das Gefühl für die Sache spiele seiner Meinung nach die Hauptrolle. So wie alles im Leben sei die Ausgewogenheit von Gefühl und Vernunft das Wesentliche. Wobei man darauf achten müsse, dass die Vernunft das Gefühl nicht übersteige. Und umgekehrt. Nur so könnten Kunstwerke wie diese Kachelöfen entstehen. Nähere Infos unter: www.kachelofentradition.at Unser Salzkammergut | 73

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Mit Liebe

verstempelt

Unter dem klingenden Namen ttt-blockprint drücken Anna Taxis und Teresa Leodolter edlen Baumwollstoffen, feinstem Leinen und handgeschöpftem Papier ihren Stempel auf und hauchen damit dem uralten Handdruck wieder blühendes Leben ein. Wir haben sie in ihrem kleinen feinen Atelier in Attersee am Attersee besucht.

Text: Laura Zapletal

Fotos: privat

GESTEMPELTE KUNST: Seit 2012 drücken Teresa Leodolter (li.) und Anna Taxis (re.) edlen Stoffen ihren persönlichen Stempel auf.

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ie Tradition und Moderne harmonisch ineinander verschmelzen können, zeigt das Atelier von Anna Taxis (42) und Teresa Leodolter (35) in Attersee am Attersee. Alte und neue Handdruck-Modeln zieren hier die Regale und warten geduldig auf ihren großen Moment. Dann, wenn sie mit viel Liebe und Farbe auf feinsten Baumwollpölstern, Leinentischtüchern und Briefpapier verewigt werden und damit eine Tradition fortführen, die im 14. Jahrhundert ihren Ursprung nahm. Als wir im Atelier eintreten, verwandeln die beiden Dreifach-Mütter gerade einen Leinenstoff in ein Stück Handdruck-Kunst. „Unser nächster Auftrag geht an einen Kunden auf den Philippinen“, erzählen uns die tttblockprint-Gründerinnen und räumen damit gleich vorweg mit einem „Stempel“ auf, den man in ihrem Repertoire vergeblich sucht. „Handdruck hat heute längst nicht mehr nur in Bauernhäusern seine Berechtigung, sondern zieht sich quer durch jeden Einrichtungsstil.“ Während die beiden dem Stoff liebevoll ihren Stempel aufdrücken, erzählen sie uns, wie sie zum Handdruck gekommen sind, worin gerade in der Imperfektion die Perfektion liegt und wie lange man sich für ein Stück Stoffkunst gedulden muss.

bald wurden die Aufträge mehr. Teresa Leodolter: Ich habe Anna immer wieder in ihrem Kreativprozess unterstützt. 2019 haben wir dann beschlossen, uns zusammenzuschließen und aus einem Hobby unser eigenes Business zu machen. Heute sind wir mit unseren Prints in zahlreichen namhaften Häusern wie unter anderem „Zum Goldenen Hirschen“ in Gmunden vertreten.

Mit ttt-blockprint sorgen Sie seit 2012, dass uralte Stempeldruck-Kunst wieder in unseren vier Wänden Einzug hält. Stempel aufs Herz: Wie kam es dazu? Anna Taxis: Alles hat damit begonnen, als ich auf meiner damaligen Reise durch Indien wunderschöne Holzmodeln entdeckt habe. Zu Hause habe ich dann eine edle, bedruckte Dirndlschürze gesehen. Ich fand sie so schön, dass ich selber zu Farbe und Stempel griff und mir meine eigene kreierte. Es folgten weitere Schürzen, zunächst nur für mich, doch schnell wurden auch meine Freundinnen darauf aufmerksam und

Ein Klecks Farbe, ein Stück Stoff und ein Stempel: Mehr braucht es nicht, um magische Drucke entstehen zu lassen, und doch machen die Details den Zauber aus. Stichwort Stempel: Woher beziehen Sie Ihre hölzernen Modeln? Anna Taxis: Das ist ganz unterschiedlich. Da der Stempeldruck ja in Österreich seinen Ursprung hat, sind sehr viele alte Modeln bei uns im Umlauf. Vor allem auf Flohmärkten werden wir immer wieder fündig. Aber auch Indien ist eine wahre Schatzkammer des Stempeldrucks. Ein paar unserer Designs stammen zudem aus unserer Feder.

Haben Sie das Gefühl, dass das Handwerk allgemein wieder eine Renaissance erlebt? Anna Taxis: Ja, definitiv. Das merken wir nicht nur an unseren vollen Auftragsbüchern, sondern auch an unseren beliebten „Do it yourself “-Sets. Generell hat man das Gefühl, dass die Menschen wieder Lust haben, Handwerk bewusst aufleben zu lassen. Teresa Leodolter: Neben uns gibt es in Österreich noch circa drei bis vier Handwerksbetriebe, die sich auf den Stempeldruck spezialisiert haben. Das Tolle ist jedoch, dass jeder seinen eigenen Stil hat. Selbst unsere Druckweise unterscheidet sich voneinander. Vom „nackten“ Stoff bis zum bedruckten Kunstwerk: Verraten Sie uns, wie Ihre einzigartigen Stücke entstehen? Anna Taxis: Zunächst bereiten wir den Stoff für den Druck vor. Dabei entfernen wir in erster Linie die Schutzschicht, die den Stoff vor Schmutz schützt. Im Anschluss bügeln wir die Stoffe und miUnser Salzkammergut | 75

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Das Tolle am Stempeldruck ist die Vielseitigkeit und zugleich diese wunderbare Imperfektion. Anna Taxis

FARBE, STEMPEL & DRUCK: Der Stoff der Wahl wird von Anna Taxis und Teresa Leodolter mit edlen Holzmodeln aus aller Welt liebevoll handbedruckt.

schen die gewünschte Farbe an. Danach kommt die Textilfarbe mit einem Roller auf den Stempel, der in weiterer Folge auf die Textilien gedrückt wird. Sobald der Stoff fertig bedruckt ist, muss er 24 Stunden trocknen und wird im Anschluss hitzefixiert.

noch nicht genau, was sie möchten und sind dann oft von der Vielfalt der Druck- und Farbmöglichkeiten überfordert. Deshalb fungieren wir in vielen Fällen nicht nur als Druckerinnen, sondern auch als Interior-Designerinnen (lacht).

Was ist das Wunderbare und zugleich Schwierige am Stempeldruck? Anna Taxis: Das Tolle am Stempeldruck ist auf jeden Fall die Vielseitigkeit, aber auch diese wunderbare Imperfektion. Kein Laufmeter gleicht dem anderen und bekommt damit erst seinen wahren Charme. Jedes Stück ist damit ein Unikat. Teresa Leodolter: Die Schwierigkeit liegt auf der anderen Seite darin, etwas zu kreieren, was den Geschmack der Kundinnen und Kunden trifft. Die meisten, die zu uns kommen, wissen

Wie gehen Sie hier vor? Teresa Leodolter: In den meisten Fällen zeigen wir der Kundschaft zunächst unsere Stempelmappe. Hier haben wir einige unserer Muster aufgelistet, wo sich KundInnen bereits ein erstes Bild machen können. Danach sehen wir uns an, was farblich am besten in den Raum passen würde. Hierzu bringen uns KundInnen gerne Bilder von ihren Räumlichkeiten mit. Der Designprozess ist dementsprechend der langwierigste, zugleich aber auch einer der schönsten Parts in der Entstehung.

Neben Stoffarbeiten bieten die ttt-blockprint-Gründerinnen in ihrem Atelier in Attersee auch feinste Papeterie-Ware an.

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Sprichwörtlich aufgedruckt wird der Stempel auf feinsten Stoffen aus Naturfasern. Woher beziehen Sie diese und wo werden die bedruckten Rohstoffe in weiterer Folge zu Pölstern, Vorhängen und Co. weiterverarbeitet? Anna Taxis: Wir legen großen Wert darauf, dass unser Handwerk so regional wie möglich bleibt. Unsere Leinenstoffe beziehen wir deshalb ausschließlich von Ambiente & Design und Vieböck Leinen aus Oberösterreich. Unsere Baumwollstoffe sowie unsere Farben stammen wiederum aus Deutschland. Teresa Leodolter: Bis auf die Tischtücher, die wir von unseren Stoffhändlern bereits maßgetreu geliefert bekommen, lassen wir zudem alle unsere Interior-Stücke bei einer Näherin in Thalgau fertigen. Gleichzeitig gibt es bei uns aber auch die Möglichkeit, den bedruckten Rohstoff für die persönliche Weiterverarbeitung zu beziehen. Ist es auch möglich, ein bestehendes Tischtuch, Kleidungsstück oder Seidentuch bei Ihnen bedrucken zu lassen? Teresa Leodolter: Grundsätzlich ja, wobei wir es ungerne machen. Aus dem einfachen Grund, da wir unsere hohe Qualität nur garantieren können, wenn wir jede einzelne Komponente kennen und wissen, wie sie miteinander harmonieren. Wenn man sich für den Stoff und den Druck seiner Träume entschieden hat, mit welcher Vorlaufzeit muss man rechnen, bis man sein Unikat mit nach Hause nehmen kann? Teresa Leodolter: Für einen Auftrag benötigen wir inklusive Designprozess sowie der Vor- und Nachbehandlung des Stoffes grundsätzlich circa zwei bis drei Arbeitstage. Wir haben jedoch das große Glück, dass unsere Auftragsbücher immer sehr voll sind. Je nach Saison und Art des Auftrags muss man deshalb aktuell mit zwei Wochen bis hin zu drei Monaten Wartezeit rechnen. Meist fragen wir aber die KundInnen, bis wann sie es bräuchten und reihen danach die Aufträge. Neben Stoffarbeiten führen Sie in Ihrem Sortiment auch wunderschön bedruckte Notizbücher, Briefpapiere, Taschentuchboxen, Weinboxen und vieles mehr. Entstehen diese Papier-Kunstwerke auch hier im Atelier? Teresa Leodolter: Aktuell nicht mehr. Früher hatten wir unser gesamtes Sortiment unter einem Dach, haben aber schnell gemerkt, dass wir die hohe Anfrage nicht mehr bedienen können. Also haben wir uns dazu entschlossen, unsere Papeterie- und Modelinie auszugliedern und in Indien produzieren zu lassen. Qualität ist aber auch hier für uns ein unverhandelbarer Aspekt. Angefangen vom handgeschöpften Papier aus recycelter Baumwolle bis hin zum Stempeldruck wird alles von Hand produziert. Die Stempelmuster tragen unsere Design-Handschrift. Anna Taxis: Die Papeterie- und Modelinie ist nicht nur eine schöne Ergänzung zu unseren Interior-Stücken, sondern gibt uns auch die Möglichkeit, preiswerte und vorhandene Alternativento-go zu bieten. Durch die hohen Preise unserer Rohstoffe haben

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Handwerk muss seinen Wert haben, dennoch ist es uns wichtig, leistbar zu sein. Teresa Leodolter

STEMPELDRUCK À LA TTT-BLOCKPRINT: Gerade im Interieur-Bereich ist die Nachfrage nach einem Stück Handwerkskunst groß.

wir uns bewusst dagegen entschieden, unsere Interieur-Stücke auf Lager zu produzieren. Und wie viel kostet eine Ihrer bedruckten Kreationen? Teresa Leodolter: Bei unseren Auftragsarbeiten orientiert sich der Preis maßgeblich an der Art des Materials, den Laufmetern sowie dem Druckaufwand. Ein Tischtuch aus Baumwolle in Standardgröße mit einfachem Druck kostet circa 300 Euro, eine Version in Leinen liegt in etwa bei 400 Euro. Jeder Kunde erhält vorab aber selbstverständlich einen Kostenvoranschlag von uns. Anna Taxis: Das Papeterie-Sortiment liegt bei circa 30 bis 45 Euro. Unsere Kleider und Jumpsuits kosten zwischen 120 und 150 Euro. Teresa Leodolter: Handwerk muss seinen Wert haben, dennoch ist es uns wichtig, dass unsere Stücke für jeden leistbar sind.

Sie veranstalten auch regelmäßig Popup-Events mit erlesenem Sortiment. Ist in nächster Zeit wieder etwas geplant? Teresa Leodolter: Ja, am 9. und 10. Dezember sind wir mit unserem Sortiment in der Operngasse 4 in Wien vertreten. Nähere Infos dazu gibt es auf unserer Hompage und auf Instagram. Ansonsten kann man sich jederzeit gerne per Mail bei uns melden und einen Termin in unserem Atelier ausmachen. Wo geht die Reise in der Zukunft hin? Anna Taxis: Unser Plan ist es, demnächst einen Onlineshop zu eröffnen und so noch mehr Menschen für unser Handwerk zu begeistern. Dazu wollen wir künftig auch Workshops anbieten. Da sind wir aber aktuell gerade noch in der Planungsphase. Teresa Leodolter: Unser größter Wunsch ist es aber, eines Tages ein kleines feines Geschäft in der Region zu eröffnen.

KONTAKT

ttt blockprint Hauptstrasse 23 4864 Attersee am Attersee E-Mail: office@ttt-blockprint.com Instagram: ttt_blockprint www.ttt-blockprint.com

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IM SCHNEESCHUHSCHRITT Viel Frischluft. Die Landschaft eingehüllt in einen weißen Mantel. Eine Schneeschuhwanderung hat ihren ganz speziellen Reiz. Positiver Nebeneffekt: Es werden irrsinnig viele Kalorien verbrannt. Das richtige Equipment ist das A und O. Da kommen Schneeschuhe ins Spiel, um in jedem Gelände gut Tritt zu fassen.

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Ein Winter

wie damals

© Salzkammergut/Katrin Kerschbaumer

Darf ich zum Flockentanz bitten? Gerne. Endlich wieder unbeschwerte Leichtigkeit des Seins. Endlich wieder Eiskristalle und Pulverschnee. Endlich wieder ausgedehnte Touren. Endlich wieder auspow(d)ern. Endlich wieder Abwechslung. Endlich wieder … ein Winter wie damals. Text: Petra Kinzl

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STOCKEINSATZ

© Salzkammergut/Katrin Kerschbaumer

Da sind sie wieder, die vertrauten Klänge aufeinander prallender Eisstöcke. Per wohldosiertem Schwung über das glatte Parkett geschickt. Welche „Moarschaft“ kommt der „Daube“ am nächsten? Ein geselliger Volkssport, der oft die Gemüter erhitzt. Auf den schönsten Natureisflächen vom Almsee im Almtal bis zum Mondsee.

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SCHIFOAN

© Oberösterreich Tourismus GmbH, David Lugmayr

„Zwoa Brettl, a gführiger Schnee, juchhe!“ Sieben abwechslungsreiche Skigebiete, 300 präparierte Pistenkilometer, haufenweise Freeride-Tiefschnee: Skilaufen in der Bergwelt des Salzkammergutes ist Erlebnis pur. Doch wer nicht beizeiten innehält, um Licht- und Schattenspiele auf sich wirken zu lassen, dem entgeht etwas.

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FREESPORTS

© Oberösterreich Tourismus GmbH, Salih Alagic

Snowboard-Salto. Dieser Könner vom Kasberg hat den Dreh raus. Die schneebedeckten Wipfel klatschen Applaus. Wer zeigt als Nächstes sein Kunststück? Noch mehr Adrenalinkicks per Board oder auf fetten Brettern warten in der Freesports Arena DachsteinKrippenstein – einem Hotspot der Freerider-Szene im Salzkammergut.

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SCHLITTGOASREITN

© Salzkammergut/Katrin Kerschbaumer

Was sich hinter dem für das Ausseerland typischen Begriff verbirgt, klingt nach Spaß. Besser als Rodeln bekannt, ist es ein allseits beliebter Wintersport. Der Aufstieg durch die verschneite Landschaft zu Fuß oder per Lift wird mit einem prächtigen Ausblick belohnt, bevor man auf zwei Kufen zurück ins Tal – oder zur nächsten Hütte – wetzt. Vielerorts stehen Rodeln zum Verleih, wie hier auf der Postalm.

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© Salzkammergut/Katrin Kerschbaumer

WINTERTAUCHEN Der Zauber der Unterwasserwelt muss magisch sein. Was sonst könnte Menschen dazu treiben, in eiskalte Fluten zu steigen? Wenn der Attersee im Winter majestätisch ruht, ahnt kaum ein Spaziergänger, welch Naturschauspiel sich darin verbirgt. Im Gegensatz zum Sommer stört jetzt kein Bootsmotor und kein Trubel von Badenden die Magie des Augenblicks. Das Wasser ist jetzt noch klarer und bietet außerordentliche Sichtweiten.

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MIT SKI AUF TOUREN Auf der Beliebtheitsskala klettert das Tourenskigehen immer weiter nach oben. Märchenhafte Glitzerlandschaften, skurrile Formationen, Rufe von Wildvögeln: Faszinierend, was man beim Aufstieg alles zu sehen und zu hören bekommt, wie hier auf der Tauplitzalm. Meistens macht sich Stille breit. Auch einmal schön.

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© Salzkammergut/Katrin Kerschbaumer

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© Fuschlseeregion, Erber

LANGLAUFLIEBE Langlaufen ist gesund. Es beansprucht beinahe alle Muskelgruppen und tut den Gelenken gut. Stimmen auch Loipe und Umgebung, ist die Langlaufliebe perfekt. Dann auf ins idyllische Langlaufdorf FaistenauHintersee. Oder doch lieber ins sonnige Ausseerland oder auf den Dachstein? Huch, da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll, denn die Auswahl im Salzkammergut scheint schier endlos. 92 | Unser Salzkammergut 82-92_Winter wie damals.indd 92

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Langlaufen – Spuren im Schnee Pauschalangebot: • 3 x Übernachtung inkl. Frühstück • Verleih der Langlaufausrüstung • 3-Tageskarte für das Loipennetz in Faistenau und Hintersee • Salzkammergut Wintercard ab € 299 pro Person im Doppelzimmer Aufenthaltstage können flexibel gewählt werden. Zusätzlich buchbar inkl. Snowtubing am Wochenende und Schneeschuhwanderung.

G E W IN N S PIEL Gewinnen Sie ein „Langlaufen – Spuren im Schnee“-Package für 2 Personen (siehe Kasten rechts). Das Gewinnspiel finden Sie auf www.dieoberösterreicherin.at. Teilnahmeschluss ist der 30. November 2022.

Je nach Schneelage buchbar von 01.12. – 31.03. https://fuschlsee.salzkammergut.at/ angebote

VON SANFT BIS RASANT:

Wintersport in allen Facetten Natur erleben und Schneespaß in der Fuschlseeregion

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

© Michael Groessinger Fotografie

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ur zwanzig Kilometer von Salzburg entfernt liegt das Langlaufdorf Faistenau, das zu den besten Nordic-SportsKompetenzzentren im SalzburgerLand zählt: Über 60 top-präparierte Skatingund Klassik-Loipen sowie eine fünf Kilometer lange, beleuchtete Nachtloipe zeichnen das Angebot aus. Doch auch in den anderen Ferienorten der Region – Fuschl am See, Ebenau, Hintersee, Hof und Koppl – findet man beste Bedingungen zum Langlaufen, Skitourengehen, Rodeln, Schneeschuhwandern oder für eine Fahrt im Pferdeschlitten. Perfekte Infrastruktur. Im Langlaufdorf Faistenau werden täglich 60 Loipenkilometer frisch präpariert. Das Ampelsystem auf der Webseite www. langlaufdorf.at zeigt tagesaktuell den Status der Loipen an. Die Infrastruktur umfasst Duschen, Ankleideräume, ausreichend Gratis-Parkplätze, eine Langlaufschule, Skiverleih und einen Raum zur Skipräparierung. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr nutzen die Loipen gratis.

Der Skitourenlehrpfad. Der erste Tourenlehrpfad in der Tiefbrunnau in Faistenau bietet für Skitourengeher ideale Voraussetzungen, um sich mit dem neuen Terrain vertraut zu machen. Er führt über 650 Höhenmeter in rund zweieinhalb bis drei Stunden auf die Loibersbacher Höhe. Eine Übersichtskarte und sieben interaktive Methodentafeln zu den Themen Sicherheit, Technik, Taktik, Gelände und Schneeverhältnisse liegen auf dem Weg. Geführte Touren werden zu ausgewählten Terminen angeboten. Die gesamte Fuschlseeregion – vor allem die Osterhorngruppe – zählt zu einem der beliebtesten SkitourenRessorts im Salzburger Flachgau. Tipp: Im Winter wird von der Talstation/Parkplatz Hintersee auch eine Aufstiegshilfe auf den Anzerberg für Skitouren- und Schneeschuhwanderer angeboten. Vom Gipfel erreicht man in wenigen Minuten die Latschenalm. Rasant mit der Rodel und dem Snow Tube. Nach einer Hütteneinkehr versprechen die Naturrodelbahnen in der Tiefbrunnau jede Menge Spaß auf zwei Kufen. Schlitten können gegen eine

geringe Gebühr geliehen werden. Nur wenige Gehminuten vom Faistenauer Dorfplatz entfernt befindet sich die Snow-Tubing-Bahn. Drei Schneekanäle mit je einer Länge von 170 Metern bieten Spaß für Groß und Klein. Für Nachtschwärmer gibt’s sogar eine Flutlichtanlage. Sanft und in aller Stille. Geräumte Winterwanderwege und schöne Schneeschuhstrecken laden in Faistenau, Hintersee, Ebenau oder in Fuschl am See dazu ein, die Natur im eigenen Rhythmus und in aller Stille zu erkunden. Auch eine Pferdeschlittenfahrt mit anschließender Einkehr gehört zum Schönsten, was der Winter in der Fuschlseeregion zu bieten hat. KONTAKT

Fuschlsee Tourismus GmbH Dorfplatz 1, A-5330 Fuschl am See Tel.: 06226/8384 E-Mail: info@fuschlseeregion.com Unser Salzkammergut | 93

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© Gjaid Alm

Auf der GjaidAlm Irgendwann geht man dorthin, wo die Wurzeln liegen. Wo man sich zu Hause fühlt. Wo das Herz wie wild pumpert. Das hat auch Bernhard Huemer gemacht. Nach Jahren als erfolgreicher Top-Gastronom in Salzburg hat es den gebürtigen Salzkammergutler in die Heimat gezogen. Um genau zu sein auf die Gjaid Alm. Diese ist Arbeitsplatz, Lebensmittelpunkt und ein lang gehegter Herzenswunsch. Text: Oberösterreich Tourismus/Christina Tropper Fotos: Oberösterreich Tourismus/Martin Fickert

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© Martin Fickert

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ir befinden uns am Krippenstein auf 1.738 Metern Höhe. Die Luft ist frisch. Die Sonne blinzelt verführerisch und die Berge rufen: „Schaut gut her. So sieht die Unendlichkeit aus.“ Mittendrinnen ist ein geschäftiger Mann: durchtrainiert, grau meliert, sichtlich glücklich. Er pendelt zwischen Küche und Wirtsstube, ist Hausmeister und Küchenchef, holt Eier von den Hühnern, überzieht Betten und jätet Unkraut. Dieser Mann heißt Bernhard Huemer. „Meine Tage sind länger als in meinem alten Leben. Aber sie sind erfüllend“, sagt er sichtlich zufrieden.

Lebenstraum erfüllt Bernhard Huemer hat sich seinen Lebenstraum erfüllt. „Ich habe schon als junger Mann gesagt: ,Mit 40 werde ich Almwirt.‘ Mit 44 habe ich es dann wirklich gemacht“, erzählt er zwinkernd. Sein Blick schweift zu den Bergen – der Dachstein schaut ehrwürdig herüber und von der Ferne grüßt die Simonyhütte. Aus der Nähe grüßen die Wanderer: „Servus Bernhard! Habt‘s nu Buchteln?“ Natürlich gibt's die – frisch gebacken mit hausgemachter Vanillesauce. Ein Gedicht – vor allem nach einer auszehrenden Wanderung oder Skitour schmecken sie gleich noch einmal so gut. Die Natur zeigt Zähne Die Gjaid Alm ist eine der ältesten Almen der Welt. Wissenschaftler fanden Feuerstellen, die sich auf das Jahr 1.000 vor Christus zurückführen lassen. Men-

„ALMWIRT ZU SEIN, IST EINE LEBENSENTSCHEIDUNG.“ Bernhard Huemer schen gab es also schon lange in dieser unberührten Gegend, wo die Sterne heller leuchten als anderswo. Und wo die Jahreszeiten ihrer Bezeichnung gerecht werden. „Einmal hatten wir hier oben im Winter zwölf Meter hohen Schnee und Windstärken von 156 Stundenkilometern. Das ist schon spektakulär und kann auch beängstigend sein. Wenn‘s im Winter nebelig ist und man zwei Meter vor der Haustüre steht, kann man vor dem ganzen Weiß schon die Orientierung verlieren. Da zeigt die Natur ihre Zähne.“ Meistens lächelt sie Unser Salzkammergut | 95

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© Gjaid Alm

Nach der Skitour, der Schneeschuhwanderung oder dem Langlaufen lässt es sich auf der Gjaid Alm nicht nur gut essen und trinken, sondern auch perfekt chillen.

aber, die Natur. Genauso wie Bernhard Huemer. Vor seiner Haustüre wachsen Liebstöckel und Wacholder, Rosmarin und Schnittlauch. „Der Schnittlauch schmeckt so intensiv und stark, dass man direkt Tränen in den Augen bekommt. Die Natur hat hier oben eine kurze Vegetationsphase und ich weiß diese zu nützen.“ Vermutlich schmeckt auch deswegen der selbst angesetzte Minzesirup so besonders gut. Liebe auf den ersten Blick Die Almhütte fand er über eine Annonce in einem Magazin. „Und es war gleich Liebe auf den ersten Blick. Den Pachtvertrag habe ich direkt unterschrieben“, erinnert er sich. Dass es der Dachstein sein muss, dafür gab es Zeichen. „Ich hab‘ mir am Flohmarkt ein Bild mit einer klassischen Almszenerie gekauft. Als dann die Gjaid Alm ein Thema wurde, hab ich mir das Bild wieder ange-

sehen und festgestellt: Darauf ist eine Alm und im Hintergrund der Dachstein zu sehen. Der Wahnsinn. Es war Bestimmung.“ Bestimmung – genau das war‘s. Am Abend, wenn Bernhard Huemer mit seinen Gästen einen selbst gemachten Nussschnaps auf der Holzbank vor der Hütte trinkt, dann schaut er zufrieden zu „König Dachstein“ und sagt: „Ich habe meinen Platz gefunden.“ Die Gjaid Alm im Winter Die Gjaid Alm hat vom 25. Dezember 2022 bis 10. April 2023 (Ostermontag) geöffnet. Die komfortablen Hüttenzimmer sind bei Tourengehern und Schneeschuhwanderern sehr beliebt. „Tolle Touren sind für Tourengeher die Rumpler-Runde, der Aufstieg zur Simonyhütte oder der Heilbronner Weg. Für Schneeschuhwanderer bietet sich zusätzlich der Weg zum Wiesberghaus“, verrät der Hüttenwirt.

Echte Begegnungen, wie jene mit Hüttenwirt Bernhard Huemer, finden Sie im Onlinemagazin von Oberösterreich Tourismus. Dort können Sie das schönste Bundesland Österreichs in allen seinen Facetten kennenlernen. Schauen Sie sich um auf oberoesterreich.at/magazin!

KONTAKT

Gjaid Alm Wirt Bernhard Huemer Tel.: 0664/43 33 203 E-Mail: bernhard@gjaid.at www.gjaid.at

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MANGONI Immobilien:

„Wir leben, was wir tun“ Für Alexandra Raffelsberger-Mangoni und Diether Raffelsberger sind Immobilien eine Herzenssache. Warum sie ihre langjährige Leidenschaft nun unter eigenem Namen fortsetzen und über Klasse statt Masse, darüber spricht das Power Couple anlässlich ihres Switches von Engel & Völkers in MANGONI Immobilien. 98 | Unser Salzkammergut 98-102_Mangoni.indd 98

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Text: Petra Kinzl Fotos: Mangoni

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b urbanes Penthouse, Villa mit Seeblick oder Gutshof mit eigenem Reitstall: Was wir beginnen, das machen wir auch fertig. Egal, ob es drei Monate oder drei Jahre dauert.“ Mit dieser Einstellung, vertrauensvoller Diskretion gegenüber ihren Kunden und der Passion für den Vertrieb hat sich das Unternehmerpaar Alexandra Mangoni und Diether Raffelsberger aus vollem Herzen dem Immobilienmarkt verschrieben. Vor 15 Jahren erfüllte sich das Paar den Traum der Selbstständigkeit, damals mit dem Partner Engel & Völkers an der Seite. Als sich im Sommer des vergangenen Jahres die Chance zur Veränderung ergab, zögerte man nicht lange. Als „MANGONI Immobilien“ startet das bewährte Immobilienbüro neu durch. Der Name Engel & Völkers ist passé, nicht jedoch das Hochhalten von Werten wie Stabilität, Qualität und Kundenzufriedenheit. Wofür ihr Herz schlägt und warum sie ihre Leidenschaft nun unter eigenem Namen fortsetzen, erzählen Alexandra und Diether Raffelsberger im Interview.

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

Was hat Sie zur Immobilienbranche geführt? Was haben Sie vor der Immobilienbranche gemacht? Alexandra Raffelsberger-Mangoni (AM): Wir kommen ursprünglich beide aus mehr oder weniger fachfremden Gebieten: Ich habe als Kind viel Zeit mit meinem Papa auf den Baustellen seines Unternehmens verbracht – der Duft von frischem Verputz und Mörtel hat mich nicht mehr losgelassen. Also habe ich meinen Kindheitstraum verwirklicht und Architektur studiert. Schon im Studium habe ich aber festgestellt, dass mich dieser Job nicht auf Dauer glücklich machen wird. Mehr oder weniger per Zufall bin ich dann im inter-

„ES GAB BEI UNS BEIDEN IMMER EINE GROSSE BEGEISTERUNG FÜRS BAUEN UND FÜR AUSSERGEWÖHNLICHE HÄUSER.“ Alexandra und Diether Raffelsberger, MANGONI Immobilien

nationalen Vertriebsmarketing beim Traktorenhersteller FENDT gelandet, wo ich viele spannende und lehrreiche Jahre verbracht habe. Diether Raffelsberger (DR): Als Sohn eines Landmaschinenhändlers habe ich die Passion für den Vertrieb sozusagen schon in der Muttermilch mitbekommen. Das, sowie meine Liebe zur Landwirtschaft, hat mich über viele Jahre in der Landtechnikbranche gehalten. Ich durfte zuletzt als Österreichverantwortlicher für FENDT agieren. Es gab bei uns beiden aber immer eine große Begeisterung fürs Bauen und für außergewöhnliche Häuser. Deshalb haben wir uns im Jahr 2007 zur Verwirklichung unseres gemeinsamen Traumes entschlossen und uns mit einem eigenen Immobilienbüro selbstständig gemacht. Wie lange arbeiten Sie schon zusammen? Was sind die Vorteile, mit dem Ehepartner auch beruflich ein Team zu bilden? AM: Wir arbeiten schon fast 20 Jahre zusammen, im eigenen Unternehmen seit etwas mehr als 15 Jahren. Unsere persönlichen Schwerpunkte und die charakterlichen sowie fachlichen Eigenschaften ergänzen sich optimal. Natürlich entstehen trotzdem auch mal Diskussionen – denn wir selbst sind unsere größten Kritiker.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Ihre Leidenschaft nun unter eigenem Namen fortzuführen? DR: Als wir uns vor etwas mehr als 15 Jahren dazu entschlossen haben, vom US-amerikanischen Großkonzern in die Selbstständigkeit zu wechseln, war gerade die Zeit der Globalisierung. Alles stand unter dem Motto: größer, weiter, breiter. Mit dem Fokus auf hochwertige Immobilien war damals Engel & Völkers der richtige Partner für uns. AM: Entscheidungen immer wieder zu hinterfragen und zu überdenken, ist in einem Unternehmen enorm wichtig. Als Engel & Völkers im Sommer des vergangenen Jahres mehrheitlich an ein Private-Equity-Unternehmen verkauft wurde, war das für uns endgültig der Anstoß, uns zu verändern. Was sich nicht ändert, ist unser hoher Anspruch an die Immobilien in unserem Portfolio. Wir werden auch zukünftig für Klasse statt Masse stehen. Was hat sich für Sie und somit auch für Ihre Klienten geändert? DR: Neu ist das Erscheinungsbild, also Marke, Logo und Farbe. Das, was unsere Klienten schon immer sehr zu schätzen wussten, hat sich jedoch nicht geändert: das Team, die Standorte, die Qualität. Getreu dem Motto: „Never change a running system.“ Abgesehen von Stabilität und Qualität: Worauf kommt es in der Immobilienbranche wirklich an? DR: Zu halten, was man verspricht. Zu „liefern“, was man verkauft und auf Kontinuität. Und genau dafür stehen wir seit 15 Jahren. Welche Art von Immobilien findet man bei Mangoni? Was sind Ihre Spezialbereiche? Unser Salzkammergut | 99

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Alexandra und Diether Raffelsberger tanken am liebsten Energie in ihrem Vierkanthof im Kremstal, der seit mehr als 150 Jahren in Familienbesitz ist.

DR: Unser Fokus liegt schon immer auf schönen Wohnimmobilien. Wobei „schön“ nicht unmittelbar mit dem Wert zusammenhängt – wir haben Objekte von der kleinen Berghütte um 30.000 Euro bis zur weitläufigen Residenz am See für rund zehn Millionen Euro verkauft. Das gewisse Etwas muss es haben. Was unterscheidet Mangoni von anderen Immobilien-Anbietern? DR: Diese Frage können eigentlich nur unsere Kunden beantworten. Nach den Rückmeldungen, die wir über die Jahre bekommen haben, lässt sich das wohl in drei Worten zusammenfassen: Verbindlichkeit, Echtheit und Diskretion.

auch fertig. Egal, ob es drei Monate oder drei Jahre dauert. Der Prozess nimmt seinen Anfang beim ersten Kennenlernen und endet ganz oft nicht beim gemeinsamen Notarvertrag. AM: Wir leben auch „After Sales“: Es kommt immer wieder mal vor, dass Klienten auch danach noch unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Wir haben schon vieles organisiert – vom weißen Konzertflügel für einen Komponisten über Sicherheitsdienste, Architekten und Handwerker bis hin zum perfekten Traktor für das neue Landgut.

Welche Frage stellen Sie einem Kunden, der eine neue Immobilie sucht als Allererstes? DR: Das ist nicht eine Frage, es sind drei: Was sind die Must-haves? Was sind die Nice-to-haves? Wie hoch ist das Budget, das investiert werden soll?

Wie entscheiden Sie, ob es eine Immobilie in Ihr Portfolio schafft? DR: Das ist relativ einfach. Nach der Analyse der Fakten – der positiven und gegebenenfalls auch negativen Aspekte einer Liegenschaft – wissen wir, wer die Zielgruppe ist. Wir können den richtigen Käufer finden, nicht er-finden. Sind die Erwartungen des Verkäufers zu unrealistisch, erlauben wir uns durchaus, zu einer Liegenschaft auch „Nein“ zu sagen.

Wie lange begleiten Sie Ihre Kunden beim Kauf-/Verkaufsprozess? DR: Was wir beginnen, das machen wir

Und wie finden ein Objekt und ein Käufer bei Ihnen zusammen? DR: Wenn wir die Vermarktung einer

Liegenschaft übernhemen, werden alle relevanten Informationen in ein Dossier zusammengeführt, sozusagen die Visitenkarte der Liegenschaft. Diese stellen wir allen uns bekannten und unbekannten Interessenten zur Verfügung. Nach Abklärung der vorhandenen Must-haves und Nice-to-haves organisieren wir die persönliche Besichtigung. Am Ende entscheidet dann der Kunde. Worauf achten Sie besonders beim Weiterverkauf einer Immobilie? Wie finden Sie die richtigen neuen Eigentümer für ein Objekt? AM: Mit Erfahrung und ganz viel Fingerspitzengefühl. Wissen Sie bei der Präsentation eines Objekts in vielen Fällen schon vorher, wie sich der Kunde entscheiden wird? DR: Ja! Es kommt ganz oft vor, dass wir bei der Besichtigung schon spüren, dass eine Liegenschaft emotional bereits gekauft ist, die Klienten selbst aber erst noch ein bis zwei Nächte darüber schlafen müssen. Wonach soll man entscheiden – Kopfoder Bauchgefühl?

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„VON DER KLEINEN BERGHÜTTE BIS ZUR WEITLÄUFIGEN RESIDENZ AM SEE IN MILLIONENHÖHE: DIE IMMOBILIE MUSS DAS GEWISSE ETWAS HABEN.“

AM: Es gibt beide Typen von Menschen. Der Schwerpunkt bei Wohnimmobilien ist sicherlich das Bauchgefühl.

Was gibt es Schöneres, als wenn nach der Unterschrift Käufer und Verkäufer gleichermaßen glücklich sind?

Welche Immobilie ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? AM: Der Verkauf der schon erwähnten kleinen Berghütte bringt mich immer noch zum Schmunzeln. Hier musste sogar extra die Gemeindegrenze verlegt werden. Die Abwicklung dauerte ganze zwei Jahre. Ein ganz besonderes Gefühl ist auch fast jeder Notartermin.

Hand aufs Herz: Worauf basiert Ihr Erfolg? DR: Ganz einfach: Wir haben das beste Team, die besten Objekte, die besten Klienten (lacht). Auf Ihrer Homepage kann man drei Bereiche auf den ersten Blick klar erkennen: Stadt & Land, Berge & Seen,

Land & Gut. Warum diese ausgeprägte Fokussierung? Wo sind die Unterschiede? AM: Wir haben im Laufe der Jahre gesehen, dass man sowohl bei der Art der Liegenschaft als auch bei der Lage – und nicht zuletzt bei der Zielgruppe – ganz klar bei der jeweiligen Herangehensweise unterscheiden muss. Damit meine ich, dass jeder Bereich ganz spezielles Know-how fordert. Es reicht definitiv nicht, sich auf seiner „klassischen Maklerausbildung“ auszuruhen und bei

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

Die engagierten Geschäftsleute leben auch After Sales und haben schon vieles organisiert – vom Konzertflügel für einen Komponisten bis hin zum perfekten Traktor für das neue Landgut.

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„WIR WERDEN AUCH ZUKÜNFTIG FÜR KLASSE STATT MASSE STEHEN.“ Alexandra und Diether Raffelsberger, MANGONI Immobilien

Standort Linz

jeder Immobilie gleich vorzugehen. DR: Nehmen wir z.B. unseren Bereich „Berge & Seen“ mit klarem Fokus auf

Wie sieht Ihre persönliche Traumimmobilie aus? Was ist Ihnen wichtig bei Ihrem eigenen Zuhause? AM: Für mich muss ein Zuhause Charakter haben und kuschelig sein. Darunter versteht allerdings jeder etwas anderes. Wir leben unseren persönlichen Traum: unser Vierkanthof im Kremstal, der mittlerweile seit mehr als 150 Jahren in Familienbesitz ist. Hier ziehen wir uns in unsere eigene Welt zurück und tanken Energie beim Garteln. DR: … oder beim Holzarbeiten. AM: Meine Wurzeln liegen sowohl in Italien als auch an der Nordsee. Als

„Kind vom Meer“ träume ich vom Blick aufs Wasser, am liebsten auf das Meer. Mal schauen, ob sich diese Sehnsucht eines Tages stillen lässt. Und wenn es nur ein kleines Segelboot wird … KONTAKT

MANGONI Immobilien Linz – Schlierbach – Wels E-Mail: office@mangoni.at www.mangoni.at DI (FH) Arch. Alexandra Raffelsberger-Mangoni, MBA Geschäftsführung Tel.: 0676 841480 101 Ing. Diether Raffelsberger, Geschäftsführung Tel.: 0676 841480 102

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

Standort Wels

das Salzkammergut. Dieses österreichische Naturjuwel zieht die Interessenten weit über regionale Grenzen an. Anfragen aus dem Ausland sind keine Seltenheit. Da kommen dann Fragen wie „Welcher ist der schönste See?“ oder „Welche Seite des Sees ist besser?“ Davon abgesehen gibt es oft spezielle rechtliche Herausforderungen, die zu beachten sind, wie etwa bei Zweitwohnsitzen. Auch in all diesen Belangen stehen wir beratend zur Seite.

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Empfang via Satellit, Kabel oder Internet

Foto: TV1

Frank Tschautscher TV1-Redakteur

MIT TV1 UNTERWEGS IM SALZKAMMERGUT Der Sender mit den Themen, über die ganz Oberösterreich spricht. TV1 Salzkammergut liefert Ihnen Informationen, Unterhaltung und interessante Tipps für Arbeit, Freizeit und Zuhause. Und bringt Ihnen die Seen und Berge einer wunderschönen Region auch in Ihr Wohnzimmer.

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Empfang via Satellit, Kabel oder Internet

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An die Schwegelflöte hat der Instrumentenbauer Dietmar Derschmidt sein Herz verloren.

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Der Schwegelbauer aus Scharnstein Die Schwegel, im Salzkammergut auch liebevoll „Pfeifen“ genannt, ist eine kleine Querflöte aus Holz. An dieses besondere Instrument hat Dietmar Derschmidt aus Scharnstein sein Herz verloren. Jahrzehntelang hat er Schwegeln hergestellt und dabei immer auf guten Klang geachtet. Text: Linnéa Harringer

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Fotos: Thom Trauner

ie Schwegel ist eine für das Salzkammergut typische kleine Querflöte aus Holz. Ursprünglich aus der Militärmusik stammend, wird sie heute auf Schützenfesten und am 15. August, am Schwegelpfeifertag, auf der Alm gespielt. Dietmar Derschmidt war

lange Zeit einer der Letzten, der die Schwegelpfeifen in Österreich hergestellt hat. Wir haben ihn in Scharnstein besucht und uns zeigen lassen, wie er eine Schwegelflöte herstellt. Dabei hat er uns erzählt, was ihn so an dieser besonderen Flöte fasziniert und wie er zum Instrumentenbau gekommen ist.

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KONZENTRIERT BEI DER SACHE. Der Schwegelbauer aus Scharnstein hat sich das komplizierte Handwerk des Flötenbaus selbst beigebracht.

Herr Derschmidt, was können Sie uns über die Schwegelpfeife erzählen? Dietmar Derschmidt: Die Schwegel ist eine einfache Querflöte, die es in verschiedenen Stimmungen gibt. Traditionell wird sie im Salzkammergut gespielt, aber auch in anderen alpenländischen Gegenden ist die Schwegel verbreitet. Ursprünglich kommt diese Flöte aus der Militärmusik. Die Landsknechtmusik bestand aus zwei Pfeifen und einer Trommel. Früher gab es den bekannten Schwegelbauer „Hauser Schmidl“ aus Kärnten, der ganz Österreich mit seinen Schwegeln versorgt hat. Schmidl hat die Tradition von den Salzkammergut Pfeifenmachern übernommen.

Freien sehr gut geeignet. Sie wird traditionell auf Schützenfesten im Freien gespielt. Zwei Schwegelflöten und eine Trommel – so war das früher und auch heute noch. Aus welchem Holz werden Schwegelpfeifen gefertigt? Ich verwende hauptsächlich Zwetschkenholz. Man kann aber auch andere Harthölzer verwenden. Am besten eignet sich Buchs. Schon die Flöten in der Barockzeit wurden aus Buchs hergestellt. Buchsholz

Aus welcher Zeit stammt die Schwegel? Genau weiß ich es nicht. Es gibt ganz alte Gemälde, auf denen man schon die Schwegelpfeifer mit einem Trommler sehen kann. Also es geht mindestens bis in die Landsknechtmusikzeit zurück.

Wie sieht eine Schwegel aus? Wie eine Querflöte mit sechs Grifflöchern und einem Anblaseloch. Sie ist entweder ganz schlicht zylindrisch oder mit Verzierungen an den Enden. Wie klingen die Schwegeln? Die Schwegel hat einen scharfen Flötenton. Deshalb ist sie für das Spielen im

hat den Vorteil, dass es sehr feinfaserig ist und sich sehr gut glätten lässt. Schwegelpfeifen müssen innen sehr glatt sein, um gut zu klingen. Ich poliere die Flöte innen mit Öl, um sie glatt zu bekommen. Im Salzkammergut gibt es auch die Tradition, vor dem Spielen ein bisschen Bier in die Flöte zu gießen, um sie zu befeuchten und damit zu glätten (lacht). Schwegelpfeifen aus Ahorn werden durch das ständige Befeuchten und Auftrocknen rau und wenn man dann vor dem Spielen ein Bier reingießt, wird das Holz wieder glatter und spricht besser an (schmunzelt).

Mindestens drei Jahre muss das Holz getrocknet werden, bevor es weiterverarbeitet werden kann.

Was fasziniert Sie an genau dieser Art von Flöte? Es ist ein ganz einfaches Instrument, auf dem man gute Musik machen kann. Einfach zum Herstellen im Vergleich zu

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LEARNING BY DOING. Das ist schon immer die Devise von Dietmar Derschmidt.

anderen Flöten, aber zum Spielen ist sie genauso anspruchsvoll wie eine moderne Querflöte. Es gibt verschiedene Größen. Die üblichste Größe ist die A-Schwegel, mit Grundton A, wenn alle sechs Grifflöcher geschlossen sind. Im Salzkammergut ist die H-Schwegel beliebt. Im Zusammenspiel mit zwei oder drei Instrumenten nimmt man immer Flöten gleicher Größe (= Stimmung). Wie sind Sie auf die Schwegel gekommen? Mein Vater H. Derschmidt hat schon 1936 in Viechtwang mit seinen Schülern eine Pfeiferlgruppe gegründet. Mir sind die Schwegeln also schon von der Kindheit her bekannt. Damals gab es nur Hauser-Schmidl-Flöten, die dann auch für mich zum Vorbild wurden.

Wann haben Sie mit dem Flötenbau begonnen und wie haben Sie Instrumentenbau gelernt? Ich habe im Handarbeitsunterricht mit meinen Schülern angefangen, Flöten aus Kunststoff-Wasserleitungsrohren zu bauen. Da ich in Hallstatt in der Holzfachschule den Umgang mit Holz gelernt habe, war der Weg, Schwegeln aus Holz herzustellen, nicht weit. In meiner Zeit in Hallstatt – das war in den Jahren von 1951 bis 1954 – gab es noch keinen Instrumentenbau. Learning by doing war angesagt. Haben Sie auch andere Instrumente gebaut? Ja, verschiedene Flöten und auch Geigen. Anfangs habe ich Geigen repariert und dann damit begonnen, auch selbst welche zu bauen. Ich habe mich einfach eingelesen und vieles ausprobiert. Unser Salzkammergut | 107

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DIE ANFÄNGE. Den Umgang mit Holz hat der Scharnsteiner in der Holzfachschule in Hallstatt gelernt.

Können Sie uns erklären, in welchen Schritten eine Schwegel gefertigt wird? Man braucht dazu ein hartes Holz. Wenn man den Baum aufschneidet, sollte man das Holz mindestens drei Jahre trocknen lassen. Je länger, desto besser. Die quadratisch zugeschnittenen Teile müssen dann außen rund gemacht werden. Anschließend folgt die Innenbohrung mit einem Löffelbohrer, erst danach kann ich außen

weitermachen. Die äußere Form kann man ganz einfach gestalten oder etwas aufwendiger verzieren. Das Muster drechsle ich auf der Drehbank und im Anschluss bohre ich die Grifflöcher. Zuerst kleiner, um sie dann beim Flötenstimmen vergrößern zu können, falls es nötig ist. Schließlich braucht man noch einen Korkstoppel oben und dann wird die Flöte ganz lange geschliffen, innen und außen. Ich

schleife die Schwegel innen mit Glaspapier und Leinölfirnis auf der Drechselbank. Durch die Reibung wird das Holz richtig warm. So kann das heiße Öl tiefer eindringen und die Flöte wird glatter. Je glatter sie ist, desto kräftiger sprechen die tiefen Töne an. Das Stimmen ist dann heikel, jede Flöte sollte ja gleich klingen. Heutzutage macht man das mit einem elektronischen Stimmgerät.

Die Größe der Löcher bestimmt den Klang.

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STÄNDCHEN INKLUSIVE. Eine Hörprobe bekamen wir natürlich auch bei unserem Besuch und waren ganz entzückt von den Klängen dieser feinen Holzflöte.

Gibt es traditionell besondere Anlässe, an denen man die Schwegelpfeife spielt? Ja, auf Schützenfesten. Immer wenn ein Schütze trifft, wird mit den Pfeifen und der Trommel ein Schützenmarsch gespielt. Bei den Armbrustschützen in Goisern und in Hallstatt wird das so gemacht. Am 15. August ist der Schwegelpfeifertag. Da treffen sich die Schwegelpfeifer jedes Jahr auf einer anderen Alm im Salzkammergut, um gemeinsam zu musizieren.

immer noch Schwegelpfeifen. Ich bin ja mittlerweile alt und mache nur mehr selten was in der Werkstatt. Ich schicke jetzt die Anfragen immer an den Leo weiter. Ich hoffe, das passt für ihn (lacht). Haben Sie Ihren vier Kindern die Leidenschaft für das Instrument vererbt?

Meine Tochter spielt Schwegel. Ihr Mann Gernot ist in der Salzkammergutmusik stark vertreten und er verbreitet das Schwegelspielen sehr (lächelt). Er ist der Obmann des Turnvereins und alle Mitglieder dürfen Schwegel spielen. Die Enkel spielen auch schon Pfeifen. Meine drei Söhne spielen hauptsächlich Saiteninstrumente: Gitarre, Geige, Bassgeige und mehr.

Kennen Sie Lieder über die Schwegel? In einem Krippenlied aus Ebensee heißt es: „I wü d’Pfeifen a mitnehma, den Dudelsack nimmst du mit dir, wenn des Kind anfaungt zum Flenna, spü ma erm a Tanzerl fia.“ Stirbt diese Art von Flöte aus, oder kann man sie bei uns im Salzkammergut noch erwerben und spielen lernen? Mittlerweile wird die Schwegel wieder sehr beliebt. Ich habe früher auch Kurse gegeben und einer meiner Schüler, der Schiendorfer Leo aus Bad Ischl, macht Unser Salzkammergut | 109 104-109_Derschmidt_Schwegel_B.indd 109

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Einfach

SCHMECKtakulär

Siriuskoglwirt und Spitzenkoch Christoph „Krauli“ Held ist Genussbotschafter des SCHMECKtakulären Almtals. Text: Ulli Wright Fotos: Monika Löff

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b in der Wirtshausküche, am Feld bei der Bäuerin oder in einer örtlichen Manufaktur – wenn man zurzeit im Almtal unterwegs ist, kann es sein, dass man Christoph „Krauli“ Held mit Fotografin Monika Löff antrifft. Das kreative Duo ist in Sachen „SCHMECKtakuläres Almtal“ unterwegs, um das Schaffen dieser Genussregion einmal mehr vor den Vorhang zu holen. Christoph „Krauli“ Held ist aktuell Genussbotschafter der Vereinigung ausgewählter Almtaler WirtInnen, LandwirtInnen und LebensmittelverarbeiterInnen, die im Jahr 2014 gegründet wurde und mittlerweile 22 Mitgliedsbetriebe zählt. „Mir ist es wichtig, nicht nur am Papier Genussbotschafter zu sein, sondern raus zu den Menschen zu fahren, mit ihnen in ihren Betrieben zu arbeiten und aufzuzeigen, wie eine Region völlig autark in Sachen Gastronomie und Genuss zusammenarbeiten kann“, erzählt „Krauli“. Seit 15 Jahren betreibt der 37-jährige Goiserer mit seinem jungen Team das Ausflugslokal am Siriuskogl in Bad Ischl

mit großem Erfolg. Als kulinarischer Visionär und Querdenker hat sich der bodenständige Wirt und Koch weit über die Grenzen des Salzkammergutes hinaus einen Namen gemacht. In seiner eigenen YouTube-Sendung „held&herd“ kocht er mit Prominenten auf, aber auch in diversen Fernsehsendungen zeigt er, worauf es beim Kochen ankommt. Saisonale und regionale Produkte, alte Rezepte neu interpretiert, ehrliche Küche abseits von Schnickschnack, das ist es, worauf „Krauli“ großen Wert legt. Der eigene Speck wird direkt am Siriuskogl geräuchert, die Kräuter wachsen vor der Wirtshaustür und in der Küche wird laufend an neuen Gerichten getüftelt – wer wäre wohl besser als Genussbotschafter geeignet als dieser Held am Herd? „Die Region rund um das Almtal ist in jeder Hinsicht einzigartig. Die schöne Landschaft und die dort lebenden Men-

schen üben auf mich eine unbeschreibliche und faszinierende Anziehungskraft aus“, schwärmt „Krauli“. Begeistert ist er vor allem vom Zusammenhalt und Austausch zwischen der Gastronomie, den LandwirtInnen und den produzierenden Manufakturen vor Ort. Im SCHMECKtakulären Almtal geht es darum, Ressourcen zu schonen und zu bewahren, die lokale Wirtschaft zu stärken, alte Rezepte und Traditionen zu behüten und gleichzeitig mit innovativen und authentischen Ideen das gemeinsame Miteinander zu intensivieren. „Ich bin stolz, dieses großartige Kollektiv als Genussbotschafter repräsentieren zu dürfen und werde die damit verbundenen Projekte in Ehren ausführen“, freut sich „Krauli“ und verweist auf die Homepageschmecktakulaeres.almtal.at, wo man alles zu den Partnerbetrieben und aktuellen Veranstaltungen findet. Unser Salzkammergut | 111

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Blühender Advent Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit erfreuen uns Christrosen, Weihnachtssterne & Co. mit sattem Grün und bunten Blüten. Aber haben Sie gewusst, dass sich um diese Pflanzen oftmals faszinierende Geschichten und Mythen ranken? Im neuen Buch „Naturwissen“ von Miriam Wiegele lässt sich das nachlesen. Text: Nicole Madlmayr Fotos: Shutterstock

BUCHTIPP Heilmittel und Zauberkräfte der Alpenwelt Warum gehören Ostern, Hase und Ei zusammen und welche Magie wohnt den Frühlingsblumen Schlehdorn, Schlüsselblume und Küchenschelle inne? Viele Bräuche haben ihre Ursprünge in christlichen Traditionen, Aberglauben und heidnischen Riten. Andere beruhen auf dem Erfahrungswissen von Heilkundigen wie Hildegard von Bingen oder Hippokrates von Kos, das in die Naturheilkunde einfloss. In „Naturwissen“ hat Expertin Miriam Wiegele gemeinsam mit anderen Beitragenden Hintergrundwissen über Heilmittel und Zauberkräfte der Alpenwelt gesammelt. Entstanden ist ein prachtvoll illustrierter Sammelband, der den Leser mit der Kraft der Natur durch das Jahr führt. Servus Verlag, € 30

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DIE BARBARAZWEIGE Der 4. Dezember hat für viele Menschen eine besondere Bedeutung. Es ist der Tag der heiligen Barbara und es ist jener Tag, an dem Zweige von Bäumen geschnitten und in eine Vase gestellt werden. Die sogenannten Barbarazweige stammen hauptsächlich von Kirschbäumen, können aber auch von Apfel- oder Birnbäumen, einem Hasel- oder Holunderstrauch sein. Wenn sie rechtzeitig zum Christfest erblühen, bedeutet das – je nach Region – Glück und eine reiche Ernte im neuen Jahr oder sogar, dass eine Hochzeit ins Haus steht. Für die Bauern verhieß diese rechtzeitige Blüte zu Heiligabend eine gute Obsternte im kommenden Jahr. Diese Deutung geht allerdings weniger auf Aberglauben zurück als auf aufmerksame Naturbeobachtung. Das erklärte schon Ritter Anton von Perger im Jahr 1864 in seinem Buch: „Da sich sowohl Blatt als auch Blütenknospen für das nächste Jahr schon im Herbst ansetzen, kann man auch aus der großen Zahl der einen oder der anderen auf mehr oder minder Obst schließen.“

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DIE SCHNEEROSE Immergrüne Blätter und zarte weiße Blüten, die sogar der Winterkälte trotzen: Das ist die Schneerose. Sie wird auch Christ- oder Weihnachtsrose genannt und schon die alten Germanen kannten diese Pflanze. Der Legende nach wurde ein armes Mädchen von seiner Tante im Winter in Nacht und Kälte gejagt. Die Göttin Freya erbarmte sich seiner und verwandelte es in eine Pflanze – eben die Schneerose. Sie blüht – je nach Witterung und Standort – von November bis zum Frühjahr, in milden Wintern oft sogar pünktlich zur Weihnachtszeit. Die streng geschützte Pflanze liebt kalkhaltige Böden und kommt in lichten Bergwäldern bis hinauf in die Latschenregion vor. Bei uns ist die Schneerose in den nördlichen und südlichen Kalk- sowie in den Voralpen daheim.

Da Frost und Kälte ihre weißen Blüten nichts anhaben kann, hat man der Pflanze früher magische Kräfte zugesprochen, was wiederum zu vielen Bräuchen führte, um etwaige Schäden abzuwehren. Wurde sie etwa vor dem Viehstall gepflanzt oder als Strauß an die Stalltür gehängt, so sollte sie die Tiere vor Unheil und Krankheiten schützen. Für die Bauern war die Schneerose allerdings auch so etwas wie eine Orakelblume für das kommende Erntejahr, weil ihre Blüte den Beginn eines neuen Wachstumszyklus anzeigte. Auch in der Volksmedizin wurde die Schneerose sehr geachtet. Man wusste zwar um deren Giftigkeit, antike Ärzte setzten sie dennoch gern ein. Der Schriftsteller Pausanias berichtete zum Beispiel vom Einsatz der Pflanze als „chemischer Kampfstoff“ in Kriegen: So soll der griechische Staatsmann Solon im Jahr 600 v. Chr. im Kampf gegen die Stadt Kirrha das Flüsschen Pleisthenes mit Helleborus-Wurzeln vergiften haben lassen, worauf deren Bewohner wegen anhaltenden Durchfalls zur Kapitulation gezwungen waren. Heute wird die Schneerose medizinisch nur noch in der Homöopathie verwendet.

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DIE ROSE VON JERICHO Die Rose von Jericho durfte bereits im Mittelalter auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen. Kreuzfahrer und Pilger hatten sie aus Jerusalem nach Europa gebracht. Wer diese Pflanze noch nie gesehen hat, wird von ihrem Äußeren überrascht sein. Denn es handelt sich um eine vertrocknete Knolle, die erst ergrünt und kleine weiße Blüten bildet, sobald sie in Wasser gelegt wird. In Legenden über die Flucht von Maria und Josef wird erzählt, dass Maria die Rose von Jericho auf ihrem Weg gesegnet haben soll und diese dadurch zu „ewigem Leben“ gekommen sei. Hebammen haben die Pflanze früher gewässert, sobald die Wehen einsetzten. Ein alter Glaube besagt, dass dies die Geburt erleichtert und das Kind geboren wird, wenn die Pflanze zu blühen beginnt. Anschließend hat das Neugeborene die Rose von Jericho als Glücksbringer geschenkt bekommen.

Auch beim Weihnachtsfest hat diese besondere Pflanze eine wichtige Rolle gespielt. Am 24. Dezember hat man sie im Wasser ergrünen lassen und sie unter den Christbaum gelegt. Vor Silvester ist sie dann zum Trocknen in eine Kiste gekommen, um sie im nächsten Jahr zur wundersamen Entfaltung wieder herauszunehmen. In einem Haus, in dem die Rose von Jericho aufbewahrt wurde, sollten Glück und Segen herrschen und Reichtum einkehren. Die Echte Rose von Jericho wächst übrigens in den Wüsten von Marokko, Nordafrika, Israel und Jordanien, deshalb heißt sie auch Wüstenrose.

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DER WEIHNACHTSSTERN Kaum eine Wohnung, die diese Pflanze in der Adventszeit nicht ziert: Der Weihnachtsstern mit seinen prächtigen roten Blüten ist eine der beliebtesten Pflanzen, die rund um das Fest als Dekoration oder Gastgeschenk verwendet werden. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko, wo sie auch „flor de Navidad“, also Blume der heiligen Geburt, genannt wird. Dort ranken sich auch zahlreiche Legenden um den Weihnachtsstern. Eine besagt, dass die Pflanze aus einem Tropfen Blut entstanden sei, der aus dem gebrochenen Herzen einer Göttin geflossen ist. In einer anderen Erzählung soll ein Mädchen auf dem Weg zur Christmette ein Unkraut am Wegesrand gepflückt haben, um es dem Jesuskind in die Wiege zu legen. Kaum getan, hat die Pflanze plötzlich strahlend rote Blätter bekommen – der Weihnachtsstern war geboren.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Weihnachtsstern dann nach Europa gebracht, doch seine große Bekanntheit verdankt er dem US-Botschafter Joel Roberts Poinsett. Fasziniert von der Farbenpracht, hat er die Pflanze „Blume der Heiligen Nacht“ getauft und mit nach Amerika genommen. Dort wurde sie in Gärtnereien unter dem Namen „Poinsettia“ gezüchtet. Der Weihnachtsstern gehört übrigens zu den Wolfsmilchgewächsen und ist leicht giftig. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenn man einen Stängel oder ein Blatt abbricht und Milchsaft auf die Finger kommt und man dann zum Beispiel seine Augen berührt.

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Foto: Thom Trauner 118 | Unser Salzkammergut 118-119_Glaskugeln.indd 118

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© Sabine Holzner

Mag. Sigrid Obermair Selbstständige Trainerin und Coach, lebt abwechselnd im Salzkammergut, in Wien und Italien. Im Juni 2022 ist ihr Lyrikband „Lungomare. Gedichte vom Süden“ im Omnino Verlag, Berlin, erschienen.

Die Schachtel mit den Glaskugeln Eine Weihnachtsgeschichte von Sigrid Obermair

Am Tag vor dem 24. Dezember gehe ich von der alten Diele die Treppe hinauf zum Speicher. Das Holz ist alt und knarrt unter meinen Füßen, der Handlauf, rund und abgegriffen, scheint, als hätte eine mir bekannte Hand ihn gerade berührt. Stufe um Stufe erstehen Bilder meiner Kindheit, wie ich jedes Jahr am Tag vor Weihnachten an der Hand meiner Mutter zur Kammer unter dem Dach hochsteige. Wieder bin ich das Kind, aufgeregt und in unbändiger Vorfreude stehe ich vor der Luke zum Dach. Zwei Mal dreht der Schlüssel im Schloss, bis die niedrige Tür nach innen öffnet. Ein Geruch von Moder schlägt mir entgegen, abgestandene, schwere Luft. Der niedrige, gedrückte Raum liegt im Dunkeln, Staub tanzt im wenigen Licht, das schräg durch die kleinen Dachfenster fällt. In den Mauerritzen heult leise der Wind, das alte Dachgebälk knarrt und ächzt. Sonst ist es still. Wahllos liegen Gegenstände in den Ecken, die von einem Leben zeugen, das längst vergangen ist und das in dieser Kammer unter dem Dach wie konserviert scheint. Wie das ruhende Pendel der alten Standuhr, die in einer Nische lehnt, so ist das Fortschreiten der Zeit aufgehoben. Eine feine Staubschicht bedeckt die hölzerne Truhe. Ihre bunte Bemalung ist verblasst, die verschnörkelten Initialen meines Großvaters sind nur noch schwer lesbar. Ich drehe den großen, langen Schlüssel aus Eisen bis zum Anschlag, der Deckel ist schwer, ich muss ihn aufstemmen. In tiefen Fächern liegen wohlgeordnet große und kleine Behälter aus Karton, Beschriftungen verweisen auf die unterschiedlichen Inhalte. Auf einer hohen rechteckigen Schachtel sind rote Kerzen und grüne Tannenzweige gedruckt, in schöner alter Handschrift steht auf ihr Weihnachten. Behutsam nehme ich sie an mich, schließe die Truhe und steige wieder hinunter in die Stube. Das Feuer im Kamin ist erloschen, der Raum liegt in der einfallenden Dämmerung.

Nur die Flammen der vier roten Kerzen am Kranz, der in langen roten Bändern von der Decke hängt, erhellen das Zimmer. Lichtschatten flackern. Im Raum liegt der Duft von Wachs und grünem Tann. Um die Schachtel verknotet ist eine grüne, gedrehte Kordel. Ich löse sie und hebe den Deckel. In kleinen Fächern aus braunem Karton liegt, wie in einem Setzkasten, funkelnd und glitzernd der alte Glasschmuck: goldfarbene Nüsse, silberne Glocken, Tannenzapfen mit weiß verziertem Schnee, pausbäckige Engel, bunte Sterne mit spitzen Zacken, eine Mandoline in verblichenem Braun, die silberne Kapelle mit den bunten Fenstern, der Vogel mit weißem Federschweif. Auf einer einzelnen Schachtel steht in großen Buchstaben Kugeln – Glas – Vorsicht! und die Jahreszahl 1952. Die Handschrift meines Vaters. Einzeln in weißem Seidenpapier verpackt liegt jede Kugel auf einem Stoff aus rotem Samt. Ich wickle sie eine nach der anderen aus. Kugeln aus dünnem, silbernem Glas, bemalt mit grünen Zweigen und rosa Glocken, liegen vor mir auf dem Tisch. An vielen Stellen blättert die Silberschicht, Rost hat sich an den feinen Aufhängdrähten gebildet, Reste von weißem und rotem Wachs zeugen von vergangenen Weihnachten. Die Kugeln – du kauftest sie damals für diese junge Frau und für euer erstes gemeinsames Weihnachten. Das auch euer letztes war. Draußen auf dem Feld gehen die Lichter an, auf Tannenbäumen und in Fenstern, strahlen in das Dunkel des nachtblauen, weiten Himmels. Der Tannenbaum steht im Holzkreuz auf dem Tisch mit dem bestickten Leinenwurf. Kugel für Kugel hänge ich in die Zweige und stecke weiße Kerzen in die silbernen Halter. Bilder von vergangenen Weihnachtsfesten reihen sich aneinander zu einer Kette aus glücklichen, frohen Tagen. Und werden in all dem Gewesenen vor meiner Zeit und meinen Erinnerungen ein einziges immerwährendes Weihnachtslicht. Unser Salzkammergut | 119

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Redaktion: Nicole Madlmayr Fotos: Musical Frühling Gmunden, Shutterstock

Musical Frühling GOES CHRISTMAS

Die Macher des Musical Frühling präsentieren heuer erstmals auch ein vorweihnachtliches Programm in Gmunden.

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Das Intendantenpaar Elisabeth Sikora und Markus Olzinger.

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m Advent wird es in Gmunden wieder musikalisch, denn unter dem Titel „Musical Frühling goes Christmas“ präsentiert das Intendantenpaar Elisabeth Sikora und Markus Olzinger erstmals ein vorweihnachtliches Programm. Neben den großen Eigenproduktionen im Frühling belebt das Künstlerduo nun auch den Dezember mit zwei unterschiedlichen Konzertformaten an insgesamt drei Terminen. Den Auftakt machen zwei kleine, aber feine Pop-up-Konzerte am 8. und 10. Dezember, wo jeweils unterschiedliche Musicalstars ein ganz persönliches Adventkonzert geben. „Im intimen Rahmen des Rathaussaales Gmunden ist das Publikum den Künstlern dabei so nahe wie sonst nie“, betont Markus Olzinger. Beginn ist jeweils um 18 Uhr, sodass man den Konzertbesuch wunderbar mit einem Weihnachtseinkauf in Gmunden verbinden kann.

Das große Musical-Weihnachtskonzert geht dann am 17. Dezember im Stadttheater Gmunden über die Bühne. Dabei sorgen Stars des Musical Frühlings gemeinsam mit dem großen Kinder- und Jugendchor des Gymnasiums Gmunden sowie Mitgliedern des Musical-Frühling-Orchesters für eine besinnlich-beschwingte Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Auf dem Programm stehen die schönsten heimischen wie auch internationalen Weihnachtslieder und natürlich stimmungsvolle Hits aus der Welt des Musicals. Live auf der Bühne zu erleben sind unter anderem Musicalstar Yngve GasoyRomdal und Elisabeth Sikora, die auch das ein oder andere Duett aus vergangenen Musical-Frühling-Produktionen präsentieren werden. Als besonderes Highlight wird ein Auszug aus dem neuen Musical „Briefe von Ruth“ präsentiert, das kommenden Frühling in Gmunden seine Weltpremiere feiern wird. Es ist eine Kooperation mit der New York Opera Society und ein Referenzprojekt der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024.

Die Musicalstars Yngve Gasoy-Romdal und Elisabeth Sikora werden beim großen Weihnachtskonzert auch das ein oder andere Duett aus vergangenen Musical-FrühlingProduktionen präsentieren.

Tickets & mehr Informationen unter www.musical-gmunden.com

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© Rudi Gigler

Von Shakespeare BIS ZUR

VOLKSMUSIK Wilde Leidenschaft und berührende Momente verspricht das brandneue Programm der Salzkammergut Festwochen Gmunden. Vom weihnachtlichen Familienkonzert des Kammerensemble der Philharmonie Salzburg über romantisch-verträumte Shakespeare Sonetten, die Tobias und Julia Moretti im Frühling 2023 nach Gmunden bringen, bis hin zu Multitalent Martin Grubinger wird einmal mehr ein außergewöhnliches Programm geboten. Text: Ulli Wright

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© Simon Pauly

Am 18. März 2023 hat man in Gmunden womöglich die letzte Gelegenheit, Martin Grubinger auf die Finger zu schauen.

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eihnachtlich verspricht das Familienkonzert am 27. November um 11 Uhr im Gmundner Stadttheater zu werden. Das Kammerensemble der Philharmonie Salzburg versetzt große und kleine BesucherInnen mit einem barocken Schneesturm, Weihnachtsliedern zum Mitsingen und Violinen, die am zugefrorenen See eislaufen, in Vorfreude. Schauspielerin Katharina Gudmundsson bindet dabei das Publikum gekonnt ins Geschehen ein. Ein Erlebnis für die ganze Familie. Mit außerordentlichen MusikerInnen beginnt auch das Jahr 2023: Der Wiener Liedermacher Ernst Molden kommt am 17. Jänner um 19.30 Uhr in den Toscana Congress Gmunden, um gemeinsam mit Ursula Strauss, Herbert Pixner, Maria Petrova, Manuel Randi und Marlene Lacherstorfer Sagen und Mythen aus der Heimat in einen musikalisch zeitgemäßen, poetischen Kontext zu setzen. Im neuen Album OAME SÖÖ (Arme Seele) singen sie vom Rosengarten des König Laurin, vom gefährlichen Basilisken in Wien und von Wassermännern, die in jedem Löschteich lauern können.

Am 18. März 2023 folgt um 19.30 Uhr Martin Grubinger mit einem musikalischen Feuerwerk im Toscana Congress Gmunden. Gemeinsam mit The Percussive Planet Ensemble entfaltet der Ausnahmeschlagzeuger eine schier unbegrenzte Klangvielfalt und rückt Schlaginstrumente effektvoll und virtuos ins Rampenlicht. Womöglich eine der letzten Gelegenheiten den MultiPercussionist Grubinger, der als einer der weltbesten in seinem Genre gilt, auf die Finger schauen zu dürfen Wilde Leidenschaft entfesselt am 23. April 2023 um 19.30 Uhr im Toscana Congress Gmunden auch Tobias Moretti mit seinem Shakespeare-Programm „My love is as a fever“. Auf historischen Instrumenten wird dabei Musik von

Purcell, Dowland, Blow mit Texten von William Shakespeare verwoben. Ein betörender Konzertabend mit dem Ensemble „wood sounds“, der Lust auf den Shakespeare-Schwerpunkt im Sommer macht. Mit Alexander Maurer, Stefan Prommegger, Alexander Neubauer und Matthias Schorn teilen wir auch die Liebe zur echten Volksmusik. Mit überraschenden Formationen und Zugängen zu bekannten Stücken oder bislang ungehörten Kleinoden überrascht „Faltenradio“ am 29. April 2023 um 19 Uhr in der Landesmusikschule Gmunden sein Publikum mit heiter-lebensfrohen Klängen, die mitunter ein ironisches Augenzwinkern enthalten.

© Inge Prader

INFOS & TICKETS:

Beim Konzertabend am 23. April 2023 macht sich Tobias Moretti auf Shakespeares Spuren. Mit dabei auch das Ensemble „wood sounds”, dem seine Frau Julia angehört.

Veranstaltungstickets können ab sofort im Festwochenbüro Gmunden (Theatergasse 10), online unter www.festwochen-gmunden.at, via karten@festwochen-gmunden.at oder telefonisch unter 07612/70630-14 gebucht werden.

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ls ihr Blick auf eine exklusive Haute-Couture-Robe von Christian Dior fällt, ist es um Ada Harris geschehen. So etwas Schönes hat Ada noch nie gesehen. Sie beschließt, selbst ein solches Kleid besitzen zu müssen. Auch wenn das bedeutet, dass sie noch härter arbeiten und vielleicht auch hungern und dass ein bisschen Spielglück mithelfen muss, damit sie sich ihren Traum erfüllen und die Reise nach Paris antreten kann. In der Stadt der Liebe angekommen, geht das Abenteuer erst richtig los: Ganz so einfach, wie Ada dachte, ist es nämlich gar nicht, Zugang zum Hause Dior gewährt zu bekommen.

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ls sich Karla entscheidet, alleine ein Kind zu bekommen, gerät ihre eh schon chaotische Beziehung zu ihrer Familie weiter ins Wanken. Ausgerechnet jetzt verliebt sie sich auch noch in den viel zu jungen Ole und ganz plötzlich ist da eine neue, ziemlich große Baustelle in Karlas Leben … Was tun? Weiter warten auf das ersehnte Familienidyll oder neue Träume wagen?

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ie Weihnachtszeit wird ziemlich … strange?! Die Mitglieder der Clades, einer legendären Familie von Entdeckern, sind mittlerweile gar nicht mehr so abenteuerlustig, müssen sich aber für eine überlebenswichtige Forschungsmission zuAKTUELLES sammenraufen. Dabei führt sie ihr Weg in eine FILMPROGRAMM, völlig neuartige, mysteriöse, aber fantastische Welt – eine Welt, wie sie noch nie jemand zuBEGINNZEITEN UND vor gesehen hat. Schaffen sie es dennoch ans RESERVIERUNG Ziel? UNTER

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Das Tote Gebirge

ALS HERZENSANLIEGEN Gemeinsam mit Lutz Maurer und Franz Sieghartsleitner hat der begeisterte Bergsteiger, Ex-Manager und Fachhochschulprofessor Willibald Girkinger aus Molln den hochwertigen Text-Bildband „Das Tote Gebirge“ herausgebracht. Auf 300 Seiten stellen die kundigen Herausgeber mit zahlreichen prominenten Autorinnen und Autoren das höhlenreichste Gebirge der Alpen vor und würdigen dieses Naturjuwel. Was das Faszinierende am Toten Gebirge ist und welche Spuren Heinrich Harrer dort hinterlassen hat, hat uns Willibald Girkinger im Interview verraten. Text: Ulli Wright

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© Lorenz Sieghartsleitner

Traumhaft schön das Grundlsee-Panorama.

Tote Gebirge – Lebenswelten in einem Naturparadies“ ein. Das fast 300 Seiten starke Werk mit Texten von und über ausgewiesene Kenner der schönen Bergwelt – darunter Persönlichkeiten wie Gerlinde Kaltenbrunner, Klaus Maria Brandauer oder Hubert von Goisern – bietet ein Kaleidoskop für Natur-, Berg- und Kunstfreunde und wurde im Trauner Verlag herausgegeben. Herr Girkinger, was hat Sie dazu motiviert, gemeinsam mit Lutz Maurer und Franz Sieghartsleitner das Buch „Das Tote Gebirge“ herauszugeben? Willibald Girkinger: Ich bin seit meiner Jugend Bergsteiger. Am liebsten unterwegs war und bin ich im Toten Gebirge, im Sengsengebirge, im Gesäuse sowie im Kaisergebirge in Tirol. Die Motivation für die Herausgabe des Bild- und Textbandes „Das Tote Gebirge“ liegt insbesondere im Schutzgedanken dieser einzigartigen Berglandschaft und seiner unversehrten Bewahrung für Generati-

© Museum Hüttenberg

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er ein guter Bergsteiger ist, dem rathe ich diese Wüstenei zu besuchen … frei ist der Athem und man denkt sich auch frei, da man so hoch über die übrigen erhoben ist … jeder Gedanke an die große Welt, jeder Kummer schwindet hier.“ Diese tiefe Empfindung drückte Erzherzog Johann nach einer fünftägigen Tour im Toten Gebirge 1810 aus; später zog es ihn sogar auf den Großen Priel, der jahrhundertelang als der höchste Berg Oberösterreichs galt. Wahrscheinlich sind die heutigen Bergsteiger und Tourengeher ähnlich beeindruckt, wenn sie diese imposante Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen zwischen Trauntal und Stodertal überqueren – mit diesen Worten leiten Willibald Girkinger, Lutz Maurer (Regisseur und Miterfinder der ORF-Sendung „Land der Berge“) und Franz Sieghartsleitner (Mitinitiator vom Nationalpark Kalkalpen) ihren Text-Bildband „Das

In einem Kapitel hat sich Willibald Girkinger auf die Spuren von Hans Harrer begeben.

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Die Symbiose von Natur und Kultur dieser Landschaft gibt uns eine Idee davon, was Schönheit und Erhabenheit ist. DDr. Willibald Girkinger

onen. Die Symbiose von Natur und Kultur dieser Landschaft gibt uns eine Idee davon, was Schönheit und Erhabenheit ist und bringt uns ehrfurchtsvoll zum Staunen. Können Sie das Tote Gebirge in fünf Sätzen beschreiben? Das Tote Gebirge ist mit 1.130 Quadratkilometern das größte Plateaugebirge und die größte Karstwüste (quasi das „Tote“ im Toten Gebirge) der Ostalpen, das mit seinen Gegensätzen fasziniert: Öde und Steinwüste, Ausgesetztheit und Einsamkeit einerseits, bunte Bergwiesen, Almen, urige Wälder und Bergseen andererseits. Diese eindrucksvolle „Oberwelt“ mit ihren steilen Bergflanken wird durch eine geheimnisvolle „Unterwelt“ kontrastiert, die als höhlenreichstes Kalkmassiv der Alpen eingestuft werden kann und ein Eldorado für Höhlenforscher ist. Mit seinen unterirdischen Wasserspeichern und mächtigen Quellaustritten stellt dieser Kalkgebirgsstock für die Zukunft eine wichtige Trinkwasserressource dar. Diese Berglandschaft zeichnet sich durch

Der Ex-Manager und Fachhochschulprofessor Willibald Girkinger ist selbst begeisterter Bergsteiger und am liebsten im Toten Gebirge unterwegs. Im Hintergrund die Trisselwand.

eine beeindruckende Biodiversität und Artenvielfalt aus und ist in großen Teilen noch ein Wildnisgebiet, in dem die Natur sich selbst überlassen ist. Das Tote Gebirge ist eine alternative Erlebniswelt für Bergwanderer, Bergsteiger und Kletterer, eine Oase für Ruhe- und Sinnsuchende in unserer getriebenen Welt. Für Wissenschaftler und Künstler ist es eine fruchtbare Inspirationsquelle. Von Sepp Friedhuber über Roland Girtler, Helmut Wittmann bis hin zu Sandra Galatz und Gerlinde Kaltenbrunner

– Sie konnten mehr als 20 Autorinnen und Autoren für das Buch gewinnen. Nach welchen Gesichtspunkten haben Sie diese ausgewählt? Der vielseitige Bild- und Textband über das Tote Gebirge und die Lebenswelten der umgebenden Region sollte durch eine Komposition von naturwissenschaftlichen, ökologischen, erlebnisbezogenen, geschichtlichen und kulturspezifischen Texten und Fotos dargestellt werden, die die Leser auf unterschiedlicher Ebene anspricht. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Autorinnen und Unser Salzkammergut | 129

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© Markus Raich

Der Panorama-Klettersteig „SISI“ trägt den Namen der Kaiserin, weil diese den Loser aus eigener Kraft bestiegen haben soll. Es ist ein sportlich rasanter, meist senkrechter und zugleich aussichtsreicher Klettersteig im Schwierigkeitsgrad D.

Autoren ausgewählt, welche für die unterschiedlichen Themen Fachexpertise, persönliche Erfahrungen, publizistische Leistungen und Begeisterung einbringen. Das Tote Gebirge und die Lebenswelten in dieser Landschaft ist ihnen ein Herzensanliegen. In einem Kapitel haben Sie sich auf die Spuren von Heinrich Harrer im Toten Gebirge gemacht. Was haben Sie dabei entdeckt? Seine Leidenschaft für die Berge führte Heinrich Harrer schon als Geografieund Sportstudent in den 30iger-Jahren

des letzten Jahrhunderts auf die Tauplitzalm und in das Tote Gebirge. Auf der Tauplitz gründete er eine Skischule und führte Ski- und Kletterkurse durch. Von 1933 bis 1934 leitete er die Grazer Hütte, die 1928 errichtet wurde und im Eigentum des Akademischen Turnvereins Graz steht. Noch heute erinnert in der Hütte eine Heinrich-Harrer-Stube mit einer Informationsecke an diese Zeit. Als Hüttenwart und Skilehrer hat er mit seinen Gästen viele Touren im Toten Gebirge unternommen. Um seine ehrgeizigen Berg- und Kletterziele zu erreichen, durchstieg Heinrich Harrer

gemeinsam mit Kurt Wallenfels 1935 erstmals die 200 Meter hohe Westwand des Sturzhahn mit Schwierigkeitsgrad 7 + 8. An einem Wintertag 1932 bestieg er mit seinem Kletterfreund Franz Krauland den Sturzhahn über die Normalroute und beim Abstieg über die Südwand stürzte Harrer durch das Ausbrechen eines Steins 50 Meter ab und verletzte sich schwer. Diese todesnahe Erfahrung hat ihn für sein gesamtes Bergsteigerleben geprägt.

DDR. WILLIBALD GIRKINGER Geb. 1947 in Kirchdorf a. d. Krems, aufgewachsen in Molln. Studium an den Universitäten Salzburg und Linz. Managementpositionen in der Industrie, Studiengangsleiter und Professor an der Fachhochschule Wels. Gründungsmitglied und Vorstand des Vereines zu Errichtung des Nationalparks Kalkalpen, Mitglied der US-amerikanischen „National Geographic Society“. Kulturfreund, Naturliebhaber und Sportler. Mehrere wissenschaftliche Publikationen und Mitherausgeber eines Buches über die Steyr und das Steyrtal. Das Tote Gebirge ist mit 1.130 km2 das größte Plateaugebirge und die größte Karstwüste der Ostalpen. Es erstreckt sich von Hinterstoder mit dem Priel-Gebiet über Spital mit dem Warscheneck-Stock bis nach Bad Ischl, ins Auseerland und bis zur Tauplitz, die eines der größten Almgebiete Österreichs ist.

BUCHTIPP Das Tote Gebirge Lebenswelten in einem Naturparadies Ein reiches Kaleidoskop für Natur-, Bergund Kunstfreunde und ein absolutes Muss für alle Liebhaber des Toten Gebirges. ISBN 978-3-99113-222-6, € 43,80 www.trauner.at

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