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Unser

Ländle

Mitteilungen der Landwirt­­­schaftskammer Vorarlberg | Ausgabe 29.11.2013 | Nr. 48 | 79. Jahrgang

So sehen Sieger aus

Bei der Ländle Gala wurde der << i luag druf >> 2013 in drei Kategorien vergeben.

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GAP-Reform Drei Jahre dauerten die Verhandlungen zur neuen GAPReform. Jetzt wurde sie vom EU-Parlament beschlossen.

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Leserreise Die „Unser Ländle“-Leserreise führte uns in diesem Jahr in das schöne Bulgarien. Es gab viel zu sehen und zu erleben.

GZ 02Z030536 W | P.b.b. Verlagspostamt 6900 Bregenz


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UNSER LÄNDLE

Freitag, 29. November 2013

GAP-Reform beschlossen Direktor Gebhard Bechter

1000 Interessen – ein Ergebnis

Jetzt steht der Rahmen für die

EU-Agrarpolitik 2014 bis 2020 fest. Ein Tauziehen der Sonderklasse geht in die Endrunde. Ausgangspunkt war das Grundsatzpapier der EU-Kommissare: Der Handel möglichst frei, die Grenzen weit offen, die Spielregeln einheitlich und viel Geld und Macht für die EU-Zentrale.

Der EU-Rat, bestehend aus den

Regierungschefs hat nationale Anliegen hineingedrückt. Eine Hauptforderung der Großen war, die Mitgliedsbeiträge zu senken. Der Agrarministerrat mit den Landwirtschaftministern hat vor allem um die Neugestaltung der Einheitlichen Betriebsprämie gekämpft. Die Europäische Bauernvertretung COPA und die Umweltverbände haben ihre Interessen hinein reklamiert.

Und diesmal kam das Euro-

päische Parlament mit seinen Vertretern aus allen Regionen als starke Kraft dazu. Früher nur mit einem Diskussionsrecht ausgestattet, braucht es jetzt deren mehrheitliche Zustimmung. Hier kommen die unterschiedlichsten Interessen der Heimatregionen der 745 Abgeordneten ins Spiel, müssen sie sich doch zu Hause für ihr Stimmverhalten rechtfertigen. Es war daher ein Diskussionsprozess mit unzähligen Facetten, bis es jetzt endlich eine Mehrheit für die neuen Regeln für 2014 bis 2020 gegeben hat.

Der letzte Akt, nämlich die Be-

schlussfassung im EU-Rat, scheint nur ein formaler zu sein. Denn Änderungen würden wieder die ganze Prozedur mit dem Europa­ parlament auslösen. Jetzt sind die Nationalstaaten an der Reihe, nämlich die Details der Programme zu regeln. Für Österreich ein schlechter Zeitpunkt, ist doch die Regierung mit den Koalitionsverhandlungen beschäftigt. Es wird also noch einige Zeit gehen, bis die Bäuerinnen und Bauern Klarheit haben was für 2014 bis 2020 gilt.

Berlakovich und Köstinger loben neue ökologische Maßnahmen Nach dreijährigen Verhandlungen verabschiedete das Europaparlament (EP) die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die neuen Verordnungen über Direktzahlungen und die Marktordnung erhielten rund 430 JaStimmen – das entspricht rund zwei Drittel von den 680 anwesenden Abgeordneten. Die Fraktionen der Christ- und Sozialdemokraten stimmten der GAP-Reform zu, wohingegen in den Reihen der Grünen, der Linken und zum Teil auch der Liberalen die Kritik überwog. Eine Verabschiedung sei jetzt notwendig, um den Landwirten Gewissheit über den weiteren Verlauf der GAP zu geben, begründeten Abgeordnete ihre Zustimmung. „Für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern ist das ein wichtiger Schritt hin zu Planungssicherheit und stabilen Rahmenbedingungen. Die GAP kann ab 2015 umgesetzt werden”, betonte auch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich.

Umwelt gestärkt Mit der neuen GAP-Reform wäre ein ausgewogener Kompromiss zwischen Bauern, Konsumenten und Umwelt in weiten Teilen gelungen. Für den Minister sei seit Beginn der Verhandlungen der bäuerliche Familienbetrieb und nicht die Agrarindustrie Maßstab gewesen. „Österreich hat sich für die Weiterführung des Weges der österreichischen Landwirtschaft eingesetzt und sich als Vorreiter für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft eingebracht. Durch die GAP-Reform ist ein wichtiger Schritt für eine stärkere Umweltorientierung der europäischen Landwirtschaft gelungen. Dadurch erhalten die Bauern auch in Zukunft die Entwicklungsmöglichkeit, eine flächendeckende, wettbewerbsfähige, nachhaltige und bäuerliche Landwirt-

Agrarkommissar Ciolos begrüßt die Einigung im Sinne der Bauern und Konsumenten.

schaft betreiben zu können”, so Berlakovich. Auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos begrüßte das Abstimmungsergebnis: „Das ist ein wichtiger Tag für die europäischen Landwirte, aber auch für alle EU-Bürger, denen die Qualität der Lebensmittel und die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden ein Anliegen ist.” Ciolos sieht der formellen Zustimmung für das Gesetzespaket im EU-Rat entgegen, während die EUKommission weiterhin die delegierten Rechtsakte in enger Zusammenarbeit mit Experten aus den Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament erarbeitet, um eine effiziente und reibungslose Umsetzung der politischen Einigung abzusichern.

Greening anerkannt Das EP habe dafür gesorgt, dass Agrarumweltprogramme im Rahmen des Greenings anerkannt werden, betonte Elisabeth Köstinger, Agrarsprecherin der ÖVP im EU-Parlament. „Das ist ein Erfolg für die österreichische Landwirtschaft.” Die Kürzung der Mittel habe das EP allerdings nicht verhindern können. Für Österreich gäbe es aber weiterhin starke Rückflüsse in den Programmen

der Ländlichen Entwicklung, so die Agrarsprecherin.

Ländliche Entwicklung EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger erinnert, dass es ein Vorstoß des Parlaments war, dass in Zukunft alle Mitgliedsstaaten Biolandwirtschaft, Agrarumweltmaßnahmen und Landwirtschaft in benachteiligten Gebieten unterstützen müssen. „Durch die Programme der Ländlichen Entwicklung kann das Potenzial der gesamten Wertschöpfungskette genutzt werden. Das garantiert die Versorgung, sichert Arbeitsplätze und wirkt dem Strukturwandel am Land entgegen”, so die ÖVP-Europaabgeordnete.

Marktordnung Für Kontroversen sorgte die EU-Marktordnung. Peter Jahr (CDU) bemängelte, die Kommission habe es verpasst, hier die Richtung vorzugeben. Britta Reimers (FDP) kritisierte, Landwirte würden in ihrer unternehmerischen Freiheit beschnitten. Sie wünscht sich weniger Vorgaben aus Brüssel für die Agrarmärkte. Nach Ansicht der Linken ist eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln nur dann sicherzustellen, wenn die EU auch in Zukunft kleine Landwirte fördert.


Freitag, 29. November 2013

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Arbeit und Soziales Ausschusssitzung / Die Hilfen bei Arbeitsüberlastung in der Landwirtschaft sind vielfältig

Im Ausschuss für Soziales und Betriebshilfe gab es eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Im LK-Ausschuss für Soziales und Betriebshilfe waren am vergangenen Freitag Änderungen beim Betriebshelferdienst, die Vermittlung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern, Lebensqualität Bauernhof, soziale Dienstleistungen der Landwirtschaft und Neuerungen in der Bäuerlichen Sozialversicherung die Hauptthemen. Die abgerechneten Betriebshelfereinsätze sind im heurigen Jahr zurückgegangen. Der Grund liegt laut Geschäftsführer Florian Vinzenz in der Hauptsache darin, dass es für die Aushilfe während des Urlaubes keinen Zuschuss mehr vom Betriebshelferdienst gibt.

Betriebshilfe neu Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern hat ihre Unterstützung für Betriebshelfereinsätze auf neue Beine gestellt. Umsatzsteuerrechtliche Notwendigkeiten werden für die Neuregelung ins Treffen geführt. Wenn bei einem Betriebshelfereinsatz die Voraussetzungen für einen Zuschuss der Sozialversicherungsanstalt der Bauern vorliegen, bezahlt in Zukunft die SVB den Betriebshelfer und hebt dann die um den Kostenbeitrag der SVB reduzierten

Ausgaben vom Einsatzbetrieb ein. Alle anderen Fälle werden wie bisher abgerechnet. Nachdem der Landwirt unter Umständen nicht weiß, ob er einen Anspruch auf Kostenzuschuss von der SVB hat, empfiehlt Florian Vinzenz die Meldung auch in Zukunft beim Betriebshelferdienst der Landwirtschaftskammer zu machen. Gegebenenfalls leitet der Betriebshelferdienst die Meldung samt Antrag umgehend an die SVB weiter. Bei der Abrechnung der Einsatzfälle bezahlt der Betriebshelferdienst zum Kostenersatz der SVB die Differenz auf den bisherigen Kostenbeitrag und das Kilometergeld für den Betriebshelferdienst an den Einsatzbetrieb aus. Für den Landwirt bleibt die Unterstützung dieselbe wie bisher. Es ist noch wichtiger, die Einsatzmeldung umgehend durchzuführen. Beim Einsatz von Zivildienern hat es keine Änderungen gegeben. Durch die Volksabstimmung zu Beginn des heurigen Jahres wurde der Zivildienst gefestigt und in der Folge auch einige Bedingungen für die Zivildiener verbessert. Im Betriebshelferdienst sind 30 Zivildiener im Einsatz, die heuer bereits 50 Betriebe betreut haben. Präsident StR. Josef Moosbrugger über die Bedeutung des Zivildienstes: „Ohne die Zivildiener wäre der Betriebshelfer-

dienst in der derzeitigen Form nicht aufrecht zu erhalten.“

Ausländische Arbeitskräfte Es wird zusehends schwieriger, Arbeitskräfte aus Nicht-EUStaaten zu bekommen. Seit der österreichische Arbeitsmarkt für die EU-Ostländer frei zugänglich ist, wird die Quote für die Ausländerbeschäftigung jährlich gekürzt. Auch ukrainische Praktikanten sind nicht mehr verfügbar.

Lebensqualität Bauernhof „Die Bäuerinnen machen sich Sorgen, die Arbeitsbelastung auf den Betrieben habe stark zugenommen. Wenn dann noch zwischenmenschliche Probleme unter den Generationen oder in der Partnerschaft dazukommen, zehrt das an den Kräften“, so Bundesbäuerin KR Andrea Schwarzmann. Daher haben wir die Kooperation mit dem IFS ins Leben gerufen. Jeder, der Beratung in zwischenmenschlichen Fragen in Anspruch nehmen will, kann das kostenlos beim IFS (siehe diese Ausgabe von „Unser Ländle” S. 5). Aufgrund der Information bei „Die Kammer kommt in die Region“ im heurigen Winter wurde dieses Angebot auch vermehrt von Männern in Anspruch genommen. FL Evy Halder informierte über weitere Angebote zum Entspannen, wie die Bäuerin-

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nen-Bildungswoche, die Bäuerinnentage und gemeinsame Wellness-Wochenenden. Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz machte auf die Möglichkeiten der Bäuerlichen Sozialversicherung (SVB) aufmerksam. Die Aktion 50+ in St. Gallenkirch mit Themen der Hofübergabe, die Gesundheits-Aktiv-Woche in Tirol mit Fragen der Lebensbewältigung sowie der Turnus für pflegende Angehörige in Bezau und ganz allgemein die Kuraufenthalte bei Überlastung können weiterhelfen. Der Ausschuss beauftragte das Bäuerinnen-Referat der LK, sich mit der Frage „Überlastung“ intensiver auseinanderzusetzen und bis zum Frühjahr konkrete Vorschläge zu erarbeiten.

Sozialversicherungsanstalt der Bauern Vorsitzender Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz informierte über geplante Verbesserungen. Zuschüsse für Kieferregulierungen und Zahnspangen sowie die Aufwendungen für Physiotherapeuten und die Zeckenimpfung werden erhöht. Für Mundhygiene und Beratung durch Hebammen wird ein finanzieller Zuschuss eingeführt. Bei der jüngsten Hauptversammlung der SVB wurde der Rechnungsabschluss 2012 beschlossen. Die wichtigsten Kennzahlen: Die Krankenversicherung gebart mit rund EUR 33,8 Millionen Überschuss. Ein Sonderbeitrag aus der Tabaksteuer macht dies möglich. Die Bäuerliche Unfallversicherung produzierte dagegen ein Minus von EUR 22,8 Millionen. Seit der jüngsten Novelle zum Bauernsozialversicherungsgesetz ist der Ausgleich zwischen diesen beiden Sparten möglich. Die Pensionssparte in der SVB gebart bei einer Auszahlungssumme von EUR 2,2 Milliarden und einen Zuschuss des Bundes in Höhe von EUR 1,3 Milliarden mit einem Minus von EUR 200.000,–. An 38.800 Pflegebedürftige werden rund EUR EUR 222 Millionen Pflegegeld ausbezahlt. weiter auf Seite 4


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In diesem Zusammenhang wurde besonders darauf hingewiesen, dass für pflegende Angehörige ab Pflegestufe drei die Beiträge zur Pensionsversicherung vom Staat übernommen werden. Das ist unter Umständen auch für Personen interessant, die in der Bauernpensionsversicherung versichert sind. Eine Beratung seitens der SVB wird empfohlen (Dietmar Buhmann T 05574/4924-7602). Der SVB-Vorsitzende berichtete auch vom Datenabgleich zwischen AMA und SVB. Es gibt bei den Betriebsführern Abweichungen, die derzeit von der SVB aufgearbeitet werden, aber noch mehr bei den Flächen. Mag. Tino Ricker informierte über die geplante BSVG-Novelle, der zufolge der billige Zukauf von Versicherungszeiten während des Schulbesuches, wenn die betreffende Person gleichzeitig am elterlichen Bauernhof mitarbeitete, nicht mehr möglich sein soll. Dies soll nicht für hauptberufliche Beschäftigung während einer land(forst) wirtschaftlichen Heimpraxis oder Heimlehre gelten.

Lebenshilfe-Projekt Wie das Land Vorarlberg vor einiger Zeit informierte, wird in Zukunft ein großer Bedarf an Wohnungen für Menschen mit Beeinträchtigungen – die von Lebenshilfe, Caritas oder IFS in einer Tagesstruktur betreut werden – entstehen, weil die älter werdenden Eltern diese Aufgabe nicht mehr übernehmen können. Direktor Dr. Gebhard Bechter informierte, dass die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit Land, Sozialträgern und Green Care ein konkretes Angebot für „Wohnen am Bauernhof für Menschen mit Beeinträchtigungen“ ausarbeitet. Es wäre jeweils an ein oder zwei Wohnungen auf einem Bauernhof für Menschen mit Beeinträchtigungen gedacht. Derzeit werden die rechtlichen, vertraglichen und finanziellen Rahmenbedingungen geklärt. Es wäre ein Pilotprojekt mit sechs Personen im Jahr 2014 geplant. Wenn die Rahmenbedingungen klar sind, informiert die LK über „Unser Ländle“.

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Freitag, 29. November 2013

Wir sind keine Bittsteller! Expertenrunde tagte im BSBZ Hohenems über regionale Nahversorgung Vor kurzem fand im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems eine Fachtagung zum Thema „Anklang – Impulse zur Belebung unserer Dörfer“ statt. Die hochkarätig besetzte Tagung wurde gemeinsam vom Verein für Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung und der Landwirtschaftskammer Vorarlberg organisiert. 40 Teilnehmer, darunter Vertreter des Vereins, der Landwirtschaftskammer, der Wirtschaftskammer, mehrere Bürgermeister, Nahversorger und Direktvermarkter, sowie zahlreiche Netzwerkpartner beschäftigten sich einen Tag lang mit der brisanten Thematik. Dazu Vereinsobmann und Bürgermeister Ludwig Mähr: „Unserem Verein gehören derzeit 48 Vorarlberger Gemeinden an. Das Überleben der kleinen, selbstständigen Nahversorgungsgeschäfte ist nämlich mehr als der Erhalt eines Lebensmittelgeschäftes im Ort. Es ist sozialer und zentraler Treffpunkt, Arbeitsplatz und Seele eines Dorfes. Hier müssen auch von der Politik klare Bekenntnisse und Schritte zum Erhalt dieser Strukturen erfolgen. Ich bin froh, dass wir neben der Wirtschaftsabteilung des Landes auch die Landwirtschaftskammer als engagierten Partner an unserer Seite haben.“

Wichtige Partner vor Ort In seinen Begrüßungsworten legte LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger den Standpunkt aus Sicht der Landwirtschaft dar.„Lebensmittel-Nahversorgung beginnt auf dem Bauernhof. Über Handelspartner aber auch Direktvermarkter werden diese hochwertigen Lebensmittel zum Konsumenten gebracht. Hier gilt für uns: Je kürzer der Weg, desto besser für Konsumenten und Umwelt. Wichtige Vertriebspartner vor Ort sind

Zur Begrüßung verwiesen die Gastgeber Bürgermeister und Vereinsobmann Ludwig Mähr und LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger auf die Notwendigkeit der regionalen Vernetzung im Sinne der Nahversorgung.

für die heimischen Bauernfamilien die regionalen Nahversorgungsgeschäfte. Das Problem der Einzelkämpfer gegen Weltmarktpreise und der Druck der Lebensmittelindustrie sind auch der heimischen Landwirtschaft mehr als bekannt. Da sitzen wir im selben Boot und engagieren uns gerne.“ Im Rahmen der Tagung wurden verschiedene Initiativen und Beispiele funktionierender Nahversorgung präsentiert. Nach einem Impulsreferat von Dr. Matthias Ammann zum Thema „Chancen und Grenzen von Kooperationen“, wurden in Arbeitsgruppen die brennendsten Fragen in der Nahversorgung erörtert und Lösungsansätze erarbeitet.

Themenschwerpunkte Dabei haben sich folgende Themen herauskristallisiert, die in den kommenden Monaten vertieft werden: • Logistik und Vertrieb mit Handelspartnern sowie die Vermarktung in den Geschäften selbst. • Bewusstseinsbildung bei Ge­ meinden und der Bevölkerung im Ort. Wollen/brauchen wir überhaupt einen Dorfladen? Die Entscheidung

liegt bei den Kunden. • Regionalentwicklung, Raumplanung und Förderungen. • Gemeinsamer Auftritt, Einkauf, Bewerbung nach außen – als Zukunftsmodell? Z.B. „Errichtung des besten Nahversorgerkonzepts Europas bis 2025“ • Stärkere Kooperation mit regionalen, landwirtschaftlichen Produzenten. • Die Nachfrage nach regionalen Spezialitäten ist bei den Nahversorgern derzeit größer als das Angebot. Hier müssen wir ebenfalls ansetzen. Bis zur Jahreshauptversammlung des Vereines Anfang 2014 werden diese Ansätze und neue Modelle konkretisiert und dort zur Diskussion gestellt. „Mit dieser Veranstaltung haben wir nicht nur erstmals alle wichtigen Player im Bereich regionaler Nahversorger an einem Tisch gehabt, sondern äußerst konstruktiv an verschiedensten Lösungsmodellen gearbeitet. Das hat auch eine äußerst positive Stimmung bei den Teilnehmern ausgelöst, was sich in der Bewertung der Tagung widerspiegelte“, so Obmann Ludwig Mähr und LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger in einem abschließenden Resümee.


Freitag, 29. November 2013

Bäuerinnen

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Lebens.Werte schaffen.

Der direkte Draht für Lebensfragen Lebensqualität am Bauernhof / Bäuerliches Sorgentelefon gibt Rat und Hilfe Für spezifische bäuerliche Anliegen und Fragen im persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich wurde in Zusammenarbeit von Bäuerinnenorganisation, Landwirtschaftskammer und IfS „der direkte Draht für Lebensfragen“ eingerichtet. Unter der Telefonnummer 05/17 55 560 erreichen Sie diskret und unkompliziert erfahrene ifs Beraterinnen und -Berater, die Ihnen bei Ihren persönlichen Fragen gerne weiterhelfen! Gerne stellen wir Ihnen diese Personen vor:

Carla Rudigier, ifs Vorarlberg

Werner Kündig, ifs Vorarlberg

Ulrike Müller, ifs Vorarlberg

„In meiner eigenen kleinen Landwirtschaft und in meinem Umfeld kann ich die Leidenschaft und Liebe spüren, die Menschen mit der Landwirtschaft verbindet. Dort wo die Leidenschaft zur Belastung wird, kann eine kompetente Sicht von außen sehr hilfreich sein.“

„Informationen und eine andere Sichtweise auf Fragen zur Familie, Partnerschaft, Verschuldung, Haushaltsführung u.a. Themen schaffen Raum für Veränderung und erleichtern eine Auseinandersetzung mit den eigenen Problemen. So können neue Perspektiven formuliert und gemeinsam Lösungen gefunden werden.“

„Psychosoziale Beratung unterstützt in vielen belastenden Situationen wie z.B. Familienprobleme und Generationskonflikte, Überbelastung durch Arbeit, Fragen zu Selbstwert, Trennung, Verlust und Alltagsbewältigung.“

T 05552/62303-20 Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 und 13:00 bis 17:00 Uhr

Andrea Schwarzmann, Bundesbäuerin „Nicht das Betriebswirtschaftliche allein ist maßgebend für den Erfolg des Betriebes, sondern vordergründig wie es den Menschen in den Betrieben am Bauernhof geht. Das Besondere der bäuerlichen Lebenssituation besteht darin, dass der Bauernhof für seine Bewohnerinnen und Bewohner zugleich Arbeitsplatz und Zuhause ist.“

Gebietsausflug der Hinterwälder Bäuerinnen Wir, eine 51-köpfige Bäuerinnengruppe, fuhren mit einem Bus am 24. und 25. Oktober bei herrlichem Wetter ins Südtirol. Von Algund wanderten wir 1,5 Stunden den Tappeinerweg entlang. Dieser schlängelt sich dem Küchlberg entlang durch die vom 1902 verstorbenen Meraner Arzt und Botaniker Dr. Franz Tappeiner gestaltete Park- und Gartenlandschaft. Hier hat man eine wunderbare Sicht über die Stadt Meran und das Etschtal mit schöner Bergkulisse. Die Weinberge zeigten sich in einer bunten Farbenpracht. Am nächsten Tag fuhren wir nach Meran auf den Markt und konnten bei sommerlichen Temperaturen gemütlich verweilen. Nach zwei erholsamen Tagen kehrten wir am Abend wieder ins Ländle zurück.


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Nacht der Sieger <<i luag druf>> / Die Siegerprojekte überzeugten auch bei der Ländle Gala

Die Gewinner des <<i luag druf>> 2013 mit den Gratulanten auf der Bühne Ambach in Götzis.

Letzten Freitag wurde auf der Bühne Götzis Ambach im Rahmen der Ländle Gala der landwirtschaftliche Zukunftspreis <<i luag druf>> 2013 in drei Kategorien vergeben. Gut 350 Gäste waren der Einladung gefolgt und erlebten neben einer spannenden Preisverleihung humorige Unterhaltung mit Kabarettist Markus Linder, besinnliche Harfenklänge mit Ulrike Neubacher, und natürlich ein köstliches Ländle Buffet von Kul-t-Catering, serviert von Schülerinnen des BSBZ Hohenems. Durch den Abend führte in bewährter Manier Moderatorin Martina Rüscher, die in ihrer charmanten Art Gäste und Gewinner ins richtige Licht rückte.

Gemeinsam stärker „Mit dem landwirtschaftlichen Zukunftspreis <<i luag druf>> unter dem Motto „Kooperationen“ zeichnen die Landwirtschaftskammer und das Ländle Marketing gemeinsam herausragende Beispiele aus, die zeigen, in wie vielen Bereichen erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und verschiedensten Partnern nicht nur möglich, sondern notwen-

dig ist. Gemeinsam ist man stärker und mit der heutigen Gala und den Preisträgern wollen wir bewusst zur Nachahmung animieren”, so Gastgeber LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger. Und Landesrat Ing. Erich Schwärzler ergänzte: „Unsere Bäuerinnen und Bauern erbringen in enger Kooperation von Produzent-Verarbeiter-HandelGewerbe-Gastronomie-Tourismus unverzichtbare Leistungen, die das unverwechselbare Gesicht unseres Landes als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum inmitten europäischer Zentren prägen.”

Jahressieger geehrt Vor der Verleihung des <<i luag druf>> 2013 wurden auch die Jahressieger aus verschiedenen Bereichen für ihre Leistungen geehrt. Dazu LK-Direktor Dr. Gebhard Bechter: „Es braucht engagierte, innovative Menschen auf den Betrieben und wir sind froh, dass wir davon schon viele haben. Immer wieder werden ganz besondere Leistungen in der Land- und Forstwirtschaft erreicht, die Vorbilder für andere sind.” Als Vertreter der Jury erklärte Mag. Paul Rusching von der Arbeiterkammer die Schwie-

rigkeit aus den eingereichten Projekten die kleinen Unterschiede herauszuarbeiten, die schlussendlich über die Vergabe des Hauptpreises entscheiden. Mitglieder der Jury waren neben Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann auch zwei Vertreter der Hauptsponsoren, nämlich Mag. Brigitte Plemel (V-Tourismus) und Andreas Neuhauser (VKW). Vor der Bekanntgabe der diesjährigen Gewinner erläuterten LK-Direktor Dr. Gebhard Bechter und LK-Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit Bernhard Ammann die Ausschreibungskriterien in den drei Kategorien Schule, Tourismus und Landwirtschaft, die alle unter dem Motto „Kooperationen” standen und jeweils mit der Trophäe <<i luag druf>> sowie EUR 800,– dotiert waren.

Yolo Schuljause Der Hauptpreis in der Kategorie „Schulen” erging an die Polytechnische Schule Kleinwalsertal mit Projektleiter Edgar Österle. Das Projekt „Yolo” überzeugte mit dem Ziel, den Kindern wöchentlich eine gesunde, leistbare Schuljause mit regionalen Lebensmitteln anzubieten. Die Schüler selbst haben die Rolle eines bäuerlichen Vermarkters

Freitag, 29. November 2013

übernommen. Herausgekommen ist ein eigenes Geschäft, wo die Schüler nicht nur die Produkte wie Brot, Käse, Butter, Schinken, Obst etc. von regionalen Produzenten beziehen und verkaufen, sondern eben auch die wirtschaftlichen Aspekte beachten müssen. Kalkulation, Kaufverhandlungen, Preisfestlegung, Verkaufsargumente für regionale Produkte gehören ebenso dazu, wie das Kennenlernen der Betriebe. Mit einem selbst entwickelten Bonsystem werden schon im Vorfeld wöchentlich Bestellungen angenommen und somit Überschussmengen und damit mögliche Abfälle vermieden. Das Angebot ändert sich laufend und bleibt somit attraktiv. Dieses wird auf Wunsch auch an die Eltern per Infomail geschickt und somit auch am Esstisch zuhause thematisiert. In der Schule selbst wird das Thema Landwirtschaft regelmäßig mit Projekten wie „Natur im Kochtopf“ etc. behandelt. Die Jury überzeugte das selbstständige Betreiben eines gesunden Jausensystems durch die Schüler, wo der Spagat zwischen regionalen Lebensmitteln und Wirtschaftlichkeit praktiziert wird. So beschäftigen sich die Schüler intensiv mit dem Thema „gesunde Ernährung” und gewinnen selbst einen Eindruck, was die Erzeugung von gesunden Lebensmitteln kostet.

Talschaft begeistert Den Hauptpreis in der Kategorie „Tourismus” erhielt die Klostertaler Bauerntafel. Was die Klostertaler Bäuerinnen unter der Federführung von Saskia Dünser, Helga Margreitter, Sybille Burtscher und Catrin Zimmermann gestartet haben, ist in dieser Form einmalig im Ländle. Aus einzelnen Projekten wie Weihnachtsaktionen, Märkten oder Angeboten wie die Geschenkskistle entwickelten sich im Laufe der Jahre immer mehr Ideen, wie man die Wertschöpfung, aber auch das Image der Landwirtschaft im Tal verbessern könnte. Nachdem sich immer mehr Partner aus der Gastronomie, dem Handel und dem Tourismus für die Idee begeisterten,


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konnte im Frühjahr 2013 der Verein „Klostertaler Bauerntafel“ der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zwölf landwirtschaftliche Betriebe aus der Talschaft haben sich im Verein zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Produkte besser zu vermarkten. Ob verschiedenste Sorten Fleisch, Gemüse, Obst, Edelbrände, Milchprodukte oder auch handwerkliche Erzeugnisse, das Echo auf die Angebote ist mehr als gut. Zusätzlich bieten viele Betriebe auch Angebote wie „Schule am Bauernhof”, Bauernhofdetektiv, Tag der offenen Tür, Kräuterpädagogik, Hofführungen etc. Auch Teile der Gastronomie und Hotellerie im Tal schätzen diese Initiative als Partner auf Augenhöhe und nutzen dieses Angebot. Gemeinsam werden Genussralleys organisiert, bei der Konsumenten auf einer Genusstour abwechselnd Bauernhöfe und Gastronomiebetriebe kulinarisch erkunden. „Was die Bauerntafel bietet, schmeckt auch unseren Gästen. Die Strukturen sind gut durchdacht und die Qualität der Produkte und des Miteinanders ist vorbildlich“, so Hotelier Christoph Lorünser vom Hotel „Traube“ in Braz. In verschiedenen Arbeitsgruppen wie „Markt“ oder „Gastronomie“, werden die Aufgaben wie Vertrieb, Marketing etc. ständig koordiniert und ausgebaut. Zu den Zielen gehören die Wertschöpfung am Bauernhof, die Bindegliedfunktion zwischen Konsument und Produzent, Werbung und gemeinsame Medienauftritte, zusätzliche Vertriebskanäle, gemeinsamer Einkauf wie z.B. Verpackungsmaterial, gemeinsames Logo und mehr. Die Jury ist beeindruckt, wie das Engagement und die Kreativität einzelner Bäuerinnen eine ganze Talschaft spartenübergreifend in Sachen Wertschöpfung und Vernetzung durch eine Kooperation zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus verändert hat. Die in dieser Form in Vorarlberg bisher einzigartige „Zusammenarbeit“ ist zukunftsweisend und ein Vorzeigeprojekt für die Landwirtschafts- und Tourismusstrategie 2020 und Vorbild

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Kategorie Schulen / Das Poly Kleinwalsertal überzeugt die Jury.

Kategorie Tourismus / Die Mitglieder der Klostertaler Bauerntafel haben ein vorbildliches Netzwerk geschaffen.

Kooperation mit der Familie Fessler ideal. Ich kenne die Absatzmengen im Voraus und erziele einen fairen, gemeinsam festgelegten Preis für mein Gemüse. Die Zusammenarbeit funktioniert wunderbar. Je nach Saison bestimme ich den Inhalt der Kiste selbst und bin nicht mehr auf Preisschwankungen von Handelsketten angewiesen. Durch diese Vermarktung ist der Bekanntheitsgrad gestiegen und so haben auch meine Ab-Hof Verkäufe zugenommen.“ Die Jury zeigt sich mehr als beeindruckt, wie aus einer einfachen Idee ein erfolgreiches Projekt ganz im Sinn der Vermarktung regionaler Lebensmittel durch eine gelebte Kooperation auf Augenhöhe geworden ist. Es wurden nicht nur neue Arbeitsplätze geschaffen, und die Wertschöpfung für die bäuerlichen Betriebe erhöht. Vor allem die heimische Bevölkerung wird für saisonale Lebensmittel aus der heimischen Landwirtschaft begeistert. Der Beweis sind 1.500 zufriedene Kunden der Gemüsekiste.

Weitere Vorstellungen In jeder Kategorie gab es auch zwei Anerkennungspreise (siehe Factbox) die in den kommenden Ausgaben von „Unser Ländle” vorgestellt werden. Zahlreiche Ehrengäste wie Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Mag. Christian Schützinger (V-Tourismus), Hausherr Bgm. Werner Huber sowie Vertreter aus Politik und Handel gratulierten den Gewinnern. Weitere Bilder zur Ländle Gala und den Preisträgern finden Sie unter www.diekammer.info

Anerkennungen <<i luag druf>> 2013 Kategorie Landwirtschaft / Gemüsebauer Walter Gehrer und Daniela Fessler (Gemüsekiste) sind eine erfolgreiche Kooperation eingegangen.

für eine erfolgreiche Win-win Situation zwischen Landwirtschaft und Gastronomie.

Mit Gemüse zum Erfolg Die „Ländle Gemüsekiste“ der Familie Gehrer aus Höchst und deren Vertriebspartner Familie Fessler ist eine besondere Art in der regionalen Lebensmittel-

versorgung. Heute werden pro Jahr in rund 36.000 Gemüsekisten gut 200 Tonnen Ländle Gemüse wöchentlich an 1.500 Kunden ausgeliefert und somit ein wesentlicher Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und konsumentenorientierten Nahversorgung geleistet. Walter Gehrer: „Für uns ist die

Kategorie Schulen: l B undesgymnasium Dornbirn l S chulheim Mäder Kategorie Tourismus l F amilie Fitsch, Bartholomäberg l S ennerei Schnifis Kategorie Landwirtschaft l G erhard Dünser, Dornbirn & Berghof Fetz l T heresia Schneider, Egg & Sutterlüty Lebensmittel


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Reise ins Unbekannte Die „Unser Ländle”-Leserreise führte in diesem Jahr nach Bulgarien

Freitag, 29. November 2013

Männer, gerade in der Öffentlichkeit, nicht gerne was sagen. Doch bei Snezhanas Temperament hatte solches Imponiergehabe keine Chance. Wir wurden mehr als einmal Zeugen, wie solch männlicher Widerstand von unserer Reiseleiterin unbürokratisch gebrochen wurde. Das lässt uns für die bulgarischen Frauen hoffen, dass es hinter verschlossenen Türen vielleicht ähnlich funktioniert. Wenn man also vielerorts die Männer untertags untätig vor den Häusern umher sitzen sieht, könnte dies ja im Idealfall auch bedeuten, dass sie von den resoluten Ehefrauen zur Abkühlung des Gemüts vor die Tür gesetzt werden. Aber das ist wahrscheinlich nur so ein schöner Gedanke.

Überraschend schön

Reisegruppe / 32 Leserinnen und Leser von „Unser Ländle” haben sich auf den Weg nach Bulgarien gemacht und eine abwechslungsreiche und beeindruckende Zeit erlebt, so wie hier im Rila-Kloster.

Ein wenig Abenteuerlust war schon dabei, als wir uns entschlossen, dass uns die „Unser Ländle”-Leserreise nach Bulgarien führen sollte. Wie wir heute wissen, war die Entscheidung mehr als gut. von CR Bernhard Ammann Unser Ländle  05574/400-440

wir bestellt haben. Bereits im Landeanflug auf Sofia wurden wir positiv überrascht, denn bei herrlichem Wetter erblickte man das in satte Herbstfarben getauchte hügelige Umland und in der Ferne schimmerten die zum Teil schneebedeckten Bergrücken des Balkangebirges. Am Flughafen erwartete uns bereits unsere Reiseleiterin Snezhana Treneva, die sich bald als äußerst kompetente

und humorvolle Idealbesetzung für diesen Job erwies. Die Kombination aus freundlichem und im Bedarfsfall robustem Auftreten beim Anflug kleinster Schwierigkeiten von bulgarischer Seite, ermöglichte uns während der ganzen Reise ein schnelles und problemloses Vorankommen. Bulgarien ist grundsätzlich ja eine patriachalisch ausgerichtete Gesellschaft und von Frauen lassen sich

So richtig vorstellen konnte sich eigentlich keiner der 32 Teilnehmer, was uns in diesem südöstlichen EU-Land erwartet. Wie schaut das Land aus, wie sind die Menschen, die Unterkünfte, das Essen oder auch der bulgarische Reisebus, den

Höhen und Tiefen

Bulgarien l F läche: 110.992 km2 l E inwohner: 7.305.000 l S taatsform: Demokratie l W ährung: LEW l N achbarn: Rumänien im Norden, Serbien und Mazedonien im Westen, Griechenland und Türkei im Süden, das Schwarze Meer im Osten l H auptstadt: Sofia

Wir wurden aber nicht nur organisatorisch bestens betreut, sondern auch kulturell und geschichtlich auf höchst unterhaltsame Art und Weise auf Vordermann gebracht. Bevor ich thematisch auf das umfangreiche Reiseprogramm eingehe, erlaube ich mir im Namen der ganzen Gruppe ein erstes Urteil über Bulgarien abzugeben. Das Land ist wunderschön und bietet endlose, fruchtbare Ebenen, ein reich an Mischwäldern bewachsenes Hügelland, spektakuläre Schluchten und majestätische Berge; also schöne Landschaften im Überfluss. Kulturell und historisch gibt es viel zu erleben und die Menschen am Land leben, trotz ihrer, für westliche Augen oft mehr als sichtbaren, Armut, ihre Gastfreundschaft als Verpflichtung gegenüber einem Fremden überschwänglich aus.

Reiseleiterin Snezhana (m.) war nicht nur eine perfekte Übersetzerin, sondern auch fachlich bestens vorbereitet.

Zum Thema Landwirtschaft haben wir Höhen und Tiefen erlebt. Vom vorbildlich geführten Milchbetrieb, über sauber geführte Obst- und Gemüsebetriebe, bis zum „EU-geprüften“ agrarindustriellen Skandalbetrieb. Zuerst zum Positiven. Im Raum Zemen besuchten wir den Milchbetrieb von Wasili Nikol. Aus dem kleinen Milchkuhbetrieb seiner Eltern hat der sympatische, unternehmerische Landwirt in den


Freitag, 29. November 2013

letzten Jahren einen vorbildlichen Betrieb mit siebzig Milchkühen und rund 800 Schafen aufgebaut. Gefüttert wird nur mit eigenem Gras und Heu. Der Preis für diese, der höchsten Qualitätsstufe entsprechenden Kuhmilch, liegt bei 35 Cent. Für die Schafsmilch bekommt man 70 Cent. Die ganze Milch wird in der eigenen, modernen und blitzsauberen Kleinmolkerei zu schmackhaftem Käse und Joghurtspezialitäten verarbeitet und bis in die bulgarischen Enklaven in Spanien und Zypern exportiert. In der eigenen Metzgerei werden die Lämmer und Schafe zerlegt und das Fleisch wird zum Teil selbst vermarktet.

Mafia dominiert Staat Das ist umso erstaunlicher, weil uns Snezhana sehr detailliert erklärt hat, wie nach dem Ende des Kommunismus mafiöse Gruppierungen das Land übernommen haben. Ohne Schmiergeld sind auch bei Behörden kleinste Genehmigungen nicht zu erhalten und sobald sich ein wirtschaftlicher Erfolg einstellt, stehen diese „Gruppierungen” zum Abkassieren bereit. Wasili wollte uns darüber nicht näher Auskunft geben, aber sein vielsagender Blick zeigte uns, dass auch er diesen Problemen ausgeliefert ist, in der Hoffnung, dass es eines Tages besser wird. Dafür spricht, dass schon seit Monaten in der Hauptstadt Sofia jeden Abend zehntausende Menschen gegen diese korrupten Machenschaften protestieren.

Vorbildbetrieb / Auch in Bulgarien ist tiergerechte Viehhaltung und Landwirtschaft auf hohem Niveau möglich.

Tierquälerei / Die Tiere liegen ausgelaugt und teilweise krank oder verletzt in Dreckhaufen am Güllesee. Wo sind da die Kontrollen?

Schreckliche Zustände Dass es auch anders geht wurde uns auf einem Milchbetrieb in der Stadt Talapitsa auf schreckliche Weise vor Augen geführt. Hier vegetieren rund 1.200 Tiere, darunter 700 Holstein Kühe unter schrecklichen hygienischen und baulichen Bedingungen vor sich hin. Die 30 Mitarbeiter des „Familienbetriebes” scheint dies aber nicht besonders zu berühren. Auf 100 Hektar werden Mais und Klee zur Fütterung angebaut. Getreide wird zugekauft. Der EU-geprüfte „Vorzeigebetrieb“ machte eines klar. Entweder werden hier die Kontrolleure bestochen oder eingeschüch-

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Innovativ / In einer Obstanlage bewunderten wir die Propeller zur Lufterwärmung gegen den morgendlichen Frost.

tert, oder sie kommen erst gar nicht in die Gegend, denn solche Zustände wären bei ordentlichen Kontrollen nicht möglich. Nur die Jungstiere, die der Schlachtung zugeführt werden, schauten halbwegs sauber aus, die Kühe selbst standen oder lagen in großen Gülleseen mit geschwollen Beinen, blutigen, unversorgten Hornstümpfen und entzündeten Klauen. Wenn man bedenkt, was in Mitteleuropa von verschiedensten Seiten alles skandalisiert wird, empfehle ich diesen Damen und Herren eine Exkursion in solche Betriebe. Man wird dankbar zurückkehren und sich glücklich schätzen, dass unsere Bauernfamilien so arbeiten wie sie arbeiten. Die uns genannten, angeblichen 6.500 Kilogramm Stalldurchschnitt beziehen sich wohl eher auf die Ausscheidungen der Tiere und nicht auf die Milchmenge. Ich entschuldige mich für diese unappetitliche Formulierung aber sie beschreibt nur in Ansätzen, was wir gesehen haben. Für uns war es trotzdem interessant, einen solchen Betrieb zu sehen, um auch die dunkle Seite der bulgarischen und somit auch europäischen Landwirtschaft zu erleben. Ähnliche Erlebnisse kannten wir auch schon von unserer Rumänienreise und man fragt sich: Wo ist die EU? Wo sind die Medien? Wo die Tierschützer?

Mutige Einzelkämpfer Besucht haben wir aber auch einen vorbildlich geführten Gemüse- (Tomaten und Gurken) und einen kleinen Obstbaubetrieb (Zwetschken auf 3,6 Hektar) wo klar erkennbar war, dass sich die Menschen so weit wie möglich um die Erzeugung gesunder und hochwertiger Lebensmittel bemühen. Ein Problem scheint auf der ganzen Welt bei kleinen Betrieben ähnlich zu sein. Die Betreiber haben mit niedrigen Preisen zu kämpfen und sehen nur in der Veredelung wie z.B. Dörrobst und Direktvermarktung eine Chance für eine betriebliche Zukunft. Interessant waren beim Obstbaubetrieb zwei Propelleranlagen, die mit Propangas betrieben werden, um auto-


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matisch bei 1,6 Grad C die kalte Morgenluft in Bodennähe aufzuwirbeln und sie mit wärmerer Luft zu vermischen. Dies soll die Zwetschken vor Frostschäden schützen. Ob das funktioniert, konnten wir vor Ort nicht beurteilen. Bei den besichtigten Betrieben muss man sich aber auf Grund der teilweise düsteren wirtschaftlichen Aussagen schon fragen, warum sie überhaupt noch betrieben werden. Aber vielleicht ist es wie überall. Man spricht öffentlich lieber über die Probleme und weniger darüber, was gut läuft. Auch das Problem der Hofnachfolge scheint international zu sein, zieht es die jungen Menschen auch in Bulgarien in die Städte auf der Suche nach dem Glück. Auch hier muss man sagen, dass wir uns zum Vergleich in Vorarlberg glücklich schätzen dürfen, was Strukturförderungen und Chancen im ländlichen Raum betreffen. Davon kann man in Bulgarien am Land nicht einmal träumen, weil nicht vorstellbar.

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Geschichte / Im Museum von Pleven sieht man die beeindruckende Darstellung der Schlacht gegen die türkische Besatzung von 1877.

sichtigen, was einerseits mit dem Besitzerstolz zu tun hatte, uns anderseits aber auch klar machte, wie unbedeutend wir eigentlich für die Besitzerfamilie sind, da sich sogar unsere „Aufpasserin“ nach kurzer Zeit wortlos aus dem Staub machte. Trotzdem: Rosenöl ist ein duftender Exportschlager des Landes und unsere Damen sorgten in einem darauf spezialisierten Geschäft mit den „männlichen“ Geldtaschen für rege Handelsbeziehungen zwischen Vorarlberg und Bulgarien. Die Ehegatten werden dafür auch in der Winterzeit mit nach Rosen duftenden Frauen verwöhnt. Also eine Win-win Situation für alle.

Blutige Geschichte

Ungewisse Zukunft Im Dorf Kruschovista besuchten wir eine Genossenschaft, die über 1.000 Hektar Ackerfläche bewirtschaftet. Knapp 500 Hektar sind Weizen (5.000 Tonnen), 500 Hektar Sonnenblumen (1.900 Tonnen) und dazu noch etwas Mais und Gerste. Die Ernte wird an Großhändler verkauft. Das Land ist von über 500 Besitzern gepachtet, die sich meist nicht mehr für Landwirtschaft interessieren. Der schon ältere Betriebsleiter sieht deshalb eher düster in die Zukunft. „Die Jungen wollen nicht mehr in die Landwirtschaft. Ihnen fehlt die Liebe und die Leidenschaft zur Arbeit mit der Natur. Unsere 24 Mitarbeiter gehen langsam Richtung Pension und der Druck der ‚Gruppierungen‘ auf solche Genossenschaften wird immer größer. Die Mitarbeiter verdienen rund EUR 400,– im Monat und sind renten- und krankenversichert. Im Winter arbeiten viele Mitarbeiter nur halbtags und bekommen auch nur den halben Lohn. Andere werden im Winter arbeitslos gemeldet. Ich denke, in zehn Jahren ist

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Luxus / Die schwarzen Schwäne haben auf dem Anwesen des Rosenölproduzenten ein eigenes Paradies; etwas wovon die meisten Bulgaren nur träumen können.

hier Schluss, so wie in vielen derartigen Genossenschaften im Land“, so der Leiter traurig.

Reich und arm Einen besonderen Betrieb möchte ich noch erwähnen. Im berühmten Rosental wird das weltbekannte und sündhaft teure Rosenöl produziert. Das Kilo Rosenöl kostet mehr als ein Kilogramm Gold und es verwundert nicht, dass diese Branche nicht den kleinen Rosenzüchtern überlassen wird. Hier dominieren bestimmte Familienclans das Geschäft und in einen dieser Betriebe durften wir für eine Stunde eintauchen. Eine Angestellte zeigte uns die neue hochmoderne Produktionshalle und erklärte uns kurz und gelangweilt die Methode zur Rosenölherstellung, was kurz gesagt ähnlich wie bei Olivenöl funktioniert. Sauber pressen, gut filtern, wieder

pressen wieder filtern etc. – fertig! Die interessanten Fragen zu Umsatz, Gewinn, Marktpreisen etc. wurden ohne Kommentar verweigert. Wir haben nur erfahren, dass der Betrieb 1991 gegründet wurde und ständig wächst. Wie es möglich war, in dieser Zeit so einen imposanten Betrieb aufzubauen und so viele wertvolle Anbauflächen zu kaufen, bleibt ein bulgarisches Geheimnis. Noch imposanter ist die daneben, ebenfalls neu gebaute Besitzervilla mit üppigen Gartenanlagen, Schwimmbecken, Fischteichen, und einer paradiesischen Wasserlandschaft für die extra aus Australien eingeflogenen schwarzen Schwäne. Die ganze Anlage protzte vor Reichtum und die Betriebsvergrößerung hat eher auch mit einer Art „(Er-)Pressung” und weniger mit purem Fleiß zu tun. Wir durften Teile dieses privaten Anwesens be-

Doch nun von der Körperkultur zur Landeskultur. Bulgarien hat eine lange und blutige Geschichte und wurde immer wieder fremdbeherrscht. Meistens stellten sich die Befreier als neue Besatzer heraus und so waren bis auf kurze Perioden auch die jeweiligen Zaren meist auf das Wohlwohlen ausländischer Mächte angewiesen. Ein besonderer Ort ist Pleven, wo im Jahr 1877 in einer blutigen Schlacht mit Hilfe der Russen ein historischer Sieg gegen die Türken errungen wurde. Unglücklicherweise hat das Land auch den Russen gefallen und sie sind gleich im Land geblieben, was nicht auf eine Einladung der Bulgaren zurückzuführen ist. Das Musem im Ort ist gleichzeitig Gedächtnisstätte und die Schlachtenmaler und Modellbauer haben eine unglaublich beeindruckende, detailgetreue aber auch erschütternde Darstellung des Schlachtengemetzels erschaffen. Man befindet sich in der Mitte des Museums wie auf einem Hügel und sieht sich dann von der original nachgebauten und gemalten Landschaft und dem Schlachtengetümmel als Zuschauer in den Bann gezogen. In Kanzanlak besuchten wir ein thrakisches Königsgrab aus dem 4. Jahrhundert. Die Thraker waren für viele Jahrhunderte die dominierenden Stämme in Bulgarien, aber erst langsam wird ihre Bedeutung und ihre Lebensweise historisch aufgearbeitet. Sie waren


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nicht nur erfolgreiche Eroberer, sondern auch große Künstler wie uns die großartigen Grabmalereien einrucksvoll bewiesen. Unsere Reise durch Bulgarien führte uns immer wieder an wunderschönen orthodoxen Kirchen vorbei, mit ihren unverwechselbaren Zwiebeltürmen. Diese Kirchen entgingen auch nicht dem wachsamen Auge unserer Snezhana und sie wusste über jede der Kirchen eine interessante Historie zu erzählen. Kultureller Höhepunkt der Reise war dann sicher der Besuch im weltberühmten Rila-Kloster.

Kultur / Die Damen des „Oma-Chors” haben uns überschwänglich in die bulgarische Tanz- und Gesangskultur eingeführt.

Weltkulturerbe Das Rila-Kloster ist der größte Klosterkomplex in Bulgarien und eine der imposantesten sakralen Stätten auf der Balkanhalbinsel. Es wurde im 10. Jahrhundert vom bulgarischen Mönch Ivan Rilski gegründet, dessen Gebeine in der Hauptkirche aufgebahrt sind. Das Kloster liegt inmitten bewaldeter Hügel in einem Hochtal auf der Westseite des Rila-Gebirges. Wie eine mittelalterliche Festung, umgeben von hohen und dicken Mauern, wirkt es von außen streng, abweisend und uneinnehmbar. Im Inneren jedoch überraschen die heitere und verspielte Architektur, die farbenreichen Ornamente, die sanfte Gemütlichkeit des verwinkelten Innenhofs und die filigrane Schönheit der Kirche. Der Kirchenraum ist ein in prächtigen Farben schimmerndes Schmuckstück, das mit unzähligen Ikonenmalereien ausgeschmückt ist. Dominierend ist auch hier wie bei allen kirchlichen Innenräumen die Farbe Gold. Die Führung durch das Kloster und die Besichtigung des neuen im Keller eingerichteten Museums beeindruckten uns tief. Generell sind die Bulgaren ja ein sehr gläubiges Volk. Eine andere großartige Festungsanlage besichtigten wir in der ehemaligen Hauptstadt Bulgariens, in Veliko Tarnovo. Nach einem Rundgang durch die Altstadt mit zahlreichen kleinen Handwerks- und Souvenierläden, stärkten wir uns bei einer Brauereibesichtigung, bevor wir den Festungshügel

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leichtes Bier gereicht. Obligatorisch gehört zum Start jeder Mahlzeit der landestypische Salat mit Namen „Schopska“. Er besteht aus grob gewürfelten Tomaten, Salatgurken und gerösteten Paprika, die mit geriebenem, köstlichem Weißkäse bestreut werden. Am Tisch kann dann mit Öl, Essig, Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Die wichtigste Zutat aber, und da kennt der Bulgare auch keinen Spaß, ist ein knappes Achtel Schnaps, das zum Salat getrunken wird. Als Gast gilt es höflich zu sein und sich den Gebräuchen anzupassen, was unsere Reisegruppe selbstverständlich auch beim „Salattrinken“ ohne Murren vorbildlich befolgte.

Flotte Omas

Die Nikolauskirche in der Nähe von Skobelevo ist eine der schönsten orthodoxen Kirchen des Landes.

bestiegen. Die riesige Festungsanlage liegt auf einem Hügel inmitten der Stadt und beeindruckte uns sehr. Leider konnten wir nicht alles besichtigen, da aufgrund einer Veranstaltung die Anlage eine Stunde früher als geplant zusperrte. Zum Abendessen zeigte uns eine Folkloregruppe ihre Tanzund Musikkünste womit ich beim nächsten Thema bin.

Essen & Trinken Zum richtigen Kennenlernen eines Landes gehört auch die Erkundung mit Gaumen und Nase und im Fall von Bulgarien auch mit der Leber. Die tiefe Religiosität der Bulgaren hat nämlich auch einen kulinarischen Nebeneffekt. Wie uns Snezhana mit einem leichten Anflug von Ironie erklärte, werden im Jahreskalender unzählige Heilige gefeiert und taucht ein Tag ohne einen Heiligen auf, gibt es Geburtstage, Namenstage

(ganz kompliziertes Feiersystem), mehrtägige Hochzeiten, Beerdigungen und vieles mehr, das „ernsthaft” gefeiert werden muss. Ist der Feiertermin beschlossen und das Fest gestartet, macht die Ernsthaftigkeit der Fröhlichkeit Platz. Da verstehen die Bulgaren nämlich keinen Spaß. Üppige Speisen mit Fleisch vom Huhn, Schwein und Fisch (wenig Rind) werden mit viel Gemüse gereicht. Alles wird kräftig in Öl und Schmalz angerichtet und schmeckt gut gewürzt ausgezeichnet. Eintöpfe und ähnliche nicht genau definierbare Gerichte sorgen für Freude am Gaumen und im Magen. Der Anstand und der Hausverstand haben uns dazu bewogen, nicht nach allen Zutaten zu fragen, denn geschmeckt hat alles sehr gut. Mehr braucht man nicht zu wissen. Zu den Gerichten werden ausgezeichnete regionale Weine und

Eine besondere Begegnung möchte ich noch erwähnen. Im kleinen Örtchen Tobarsko besichtigten wir ein Kirchlein aus dem 12. Jahrhundert, das bis zur Hälfte im Boden eingegraben ist. Der Grund dafür liegt in den damaligen Vorschriften der türkischen Besatzer, dass orthodoxe Kirchen niedriger als andere Gebäude sein mussten. Empfangen wurden wir durch zehn Damen vom regional bekannten „Oma-Chor“, die uns durch ihr gesangliches Können, aber vor allem durch ihre pure Lebensfreude und herzliche Gastfreundschaft in bester Erinnerung bleiben. Auch hier gab es wieder deftige, regionale Spezialitäten zu verkosten und natürlich Schnaps für alle. Nun möchte ich mich noch für die Disziplin und den Teamgeist bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanken. Zusammenfassend kann man mit Fug und Recht behaupten, dass wir viel gesehen, viel gelernt und noch mehr erlebt haben und dass wahrscheinlich keiner von uns im Vorfeld mit einer so schönen und überschwänglichen Begegnung mit dem faszinierenden Bulgarien gerechnet hat. P.S. Der Reisebus war übrigens topmodern und unser Fahrer Ivan perfekt. Mehr Bilder und Videos zur Reise finden Sie unter www.diekammer.info


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Maschinenring

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Winterdienst

Ganz sicher mit dem Maschinenring Nur dann, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend beachtet und eingehalten werden, ist sichergestellt, dass der Winterdienst zu einem interessanten Zusatzeinkommen führt. Landwirt Franz E. betreibt eine Landwirtschaft mit zwölf Hektar Grünland und 20 Milchkühen. In den Wintermonaten setzt er seinen Traktor und seinen Frontlader für die Schneeräumung ein. Vor zwei Jahren hat er damit begonnen, ein paar Einfahrten in der Nachbarschaft zu räumen, in weiterer Folge dann einen Abschnitt der Gemeindestraße und den Firmenparkplatz eines Supermarktes. Gewerbeberechtigung hat er keine. Weil er macht das ja nur so „nebenbei“. Was nicht besonders außergewöhnlich scheint, war für Franz E. dann doch außergewöhnlich: Im Zuge einer Räumung einer Hauszufahrt verursachte er bei Herrn Friedrich M., seinem Nachbarn, einen Schaden am Heck des Autos. Als er, etwas verspätet, bei der Räumung des Gemeindeweges talwärts fährt, sieht er ein bereits in den Graben gerutschtes

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Auto. Auf Nachfrage von Franz E. sagt die Fahrerin, es sei alles in Ordnung, nichts passiert. Franz E. fährt weiter zum Parkplatz des Supermarktes, wo die ersten Kunden bereits geparkt haben. Damit alles rasch geht, legt Franz E. einen Gang zu und schon ist es passiert: Die Granitrandsteine einer Grünflächeneinfassung hat er übersehen, diese liegen jetzt drei Meter weiter vorne, die Vorderachse des Traktors ist völlig verzogen. Was dem Landwirt Franz E. nach diesem Vorfall blieb: EUR 1.800,– Schaden am Mercedes des Nachbarn Friedrich M., EUR 2.500,– Schmerzensgeldforderung von Seiten des Rechtsanwaltes der jungen Fahrerin, die dann doch ein Schleudertrauma hatte, EUR 3.500,– für die Wiederherstellung des verursachten Schadens auf der Parkfläche des Supermarktes und eine Anzeige wegen unbefugter Gewerbeausübung. Hätte Franz E. den Winterdienst über den Maschinenring abgewickelt, dann stünde er jetzt nicht vor diesen Problemen!

des landwirtschaftlichen Nebengewerbes befugt, den Winterdienst auf solchen Wegen und Straßen, die hauptsächlich der Erschließung land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundflächen dienen, durchzuführen. Übernimmt z. B. ein Landwirt den Winterdienst nur auf den ländlichen Zufahrtswegen in seiner Gemeinde, braucht er hierfür kein Gewerbe anzumelden. Werden jedoch auch andere Verkehrsflächen wie Parkplätze, Siedlungsstraßen, Privatgrundstücke, öffentliche Plätze oder dergelichen geräumt, ist dies im Rahmen des Nebengewerbes nicht mehr möglich.

Gewerberecht

Eine Überprüfung der Kfz-Haftpflichtversicherung, ob auch der Winterdienst mitversichert ist, wird empfohlen! Weiters ist zu bedenken, dass ein weitgehender Versicherungsschutz, was etwaige Sach- oder gar Personenschäden anbelangt, gegeben sein muss.

Nach der geltenden Gesetzeslage sind Landwirte im Rahmen

Steuerrecht Grundsätzlich sind die Einnahmen aus dem Winterdienst als Nebentätigkeit der Land- und Forstwirtschaft nicht von der Pauschalierung erfasst. Das heißt, die erzielten Einnahmen sind aufzeichnungspflichtig, in der Einnahmen-AusgabenRechnung zu erfassen und gegebenenfalls in der Steuererklärung anzuführen.

Haftung

Ganz sicher mit dem Maschinenring!

Winterdienst / Immer mehr Landwirte sind über MR-Service bei der Schneeräumung im Einsatz.

Die Abwicklung des Winterdienstes über Maschinenring Service Vorarlberg findet immer breiteren Zuspruch. MRService verfügt neben zahlreichen anderen Gewerbeberechtigungen auch über das Winterdienstgewerbe. Landwirte, die die Schneeräumung über den Maschinenring durchführen,

kommen in den Genuss vieler Sicherheiten und Serviceleistungen.

Rechtliche und finanzielle Vorteile Für Landwirte bringt die Abwicklung des Winterdienstes über den Maschinenring aber nicht nur rechtliche Vorteile. Zusätzlich ist die Tätigkeit beim Maschinenring auch aus wirtschaftlicher Sicht inte­ ressant. Neben einer besseren Auslastung der eigenen Maschinen in den landwirtschaftlich ruhigeren Monaten können Landwirte mit ihrer Arbeitskraft ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften. Die Abrechnung und die Auszahlung an die Landwirte erfolgen bei Werkvertragsnehmern (im Rahmen des Nebengewerbes oder bei Besitz der Gewerbeberechtigung) im Laufe des Folgemonats nach dem Einsatz, bei Dienstnehmern wird monatlich der Lohn ausbezahlt. Auch das finanzielle Ausfallsrisiko (wenn der Kunde nicht zahlt) übernimmt der Maschinenring. Ein weiterer Vorteil bietet sich in puncto Haftung. Wenn nämlich auf Grund einer unzureichenden Räumung oder Streuung ein Schaden (Sach- oder Personenschaden) passiert, bietet der Maschinenring einen weitgehenden Versicherungsschutz.

Der MR in deiner Nähe Maschinenring Bregenzerwald T 05/90 60 801 F 05/90 60 8901 bregenzerwald@maschinenring.at Maschinenring Oberland T 05/90 60 804 F 05/90 60 8904 oberland@maschinenring.at Maschinenring Unterland T 05/90 60 805 F 05/90 60 8905 unterland@maschinenring.at Maschinenring Service T 05/90 60 800 F 05/90 60 8900 service.vbg@maschinenring.at


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Traktor-Fahrsicherheitskurs Am ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum in Röthis wird kommendes Jahr wiederum ein TraktorFahrsicherheitskurs angeboten. Dieser Kurs wird von der SVB in Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC durchgeführt und findet am Freitag, 21. März 2014 statt. Dass Lenker von Traktoren bei schwierigen Bedingungen, nicht nur mit Anhängern und im steilem Gelände, sondern auch im Straßenverkehr in kritische Situationen kommen oder gar Unfälle verursachen, ist nicht so selten. Erfahrungsgemäß haben junge Fahrzeuglenker nach Erlangung der Fahrberechtigung für Zugmaschinen vielfach noch wenig Fahrpraxis und Erfahrungen mit Grenzsituationen. Um das notwendige Wissen und Können zum angepassten Fahrverhalten möglichst früh zu erlangen, werden diese Fahrsicherheitskurse angeboten. Sicherheit beim Traktoreinsatz Der Kurs dauert einen Tag und beinhaltet einen kurzen theoretischen Teil und einen umfangreichen Praxisteil auf dem Testgelände. Speziell auf Traktoren eingeschulte Instruktoren zeigen, welche Kräfte beim Traktoreinsatz – auch mit schweren Anhängern – wirken. Auf besonderen Gleitbelägen können extrem rutschige Fahrbahnbeläge wie Eis und Schnee simuliert werden. Ausweichmanöver unter schwierigen Bedingungen und Fahrtechniken werden ebenso trainiert, wie das richtige Verhalten in gefährlichen Situationen. Finanzielle Unterstützung durch die SVB Die Kosten für die Teilnahme am Traktor-Fahrsicherheitskurs werden für Unfallversicherte bei der SVB mit einem Förderbeitrag von EUR 86,– unterstützt. Für den einzelnen Teilnehmer verbleibt somit ein Selbstbehalt von EUR 60,–. Kurstermin in Röthis: 21. März Anmeldung: Sarah Schwendinger, T 05522/81220 beim ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Röthis.

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Die Kammer kommt in die Region Mitgliederservice / Mitreden und Mitbestimmen Die Aktion „Die Kammer kommt in die Region“ geht ab 13. Jänner in das 14. Jahr. Es hat sich eine gewisse Routine entwickelt. Auffrischung ist notwendig. Wir möchten mehr Abwechslung in den Abend bringen und das vor allem durch besseres Eingehen auf die Wünsche der Besucher. Dazu bieten wir die Möglichkeit, dass in jeder Region die Bäuerinnen und Bauern einen Fachvortrag auswählen können. Diese Auswahl wollen wir bei den „Unser Ländle“ Leserinnen und Lesern im Vorhinein abfragen. Daher ersuchen wir euch bereits heute, eure Wünsche und Fragen kund zu tun. Wer konkrete Wünsche für ein Vortragsthema hat, das 2014 in seiner Region bei „Die Kammer kommt in die Region“ behan-

Mitgliederservice / Auch 2014 veranstaltet die Kammer wieder mehrere Informationsabende.

delt werden soll, schickt den untenstehenden Fragebogen bis spätestens 16. Dezember an: Landwirtschaftskammer, Präsidium, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz, oder E praesidium@ lk-vbg.at oder stimmen Sie direkt auf unserer Homepage www.diekammer.info ab. Wir werden die Themenvorschläge sammeln und das Meistgenannte in jeder Region

bei der kommenden „Die Kammer kommt in die Region“ berücksichtigen. Bereits für alle Regionen festgelegt sind die Informationsthemen „Einheitswert-Hauptfeststellung“ und „Inhalte der GAPReform“. Auch den in den letzten Jahren mehrfach geäußerten Wunsch, ein Tiergesundheitsthema ins Programm zu nehmen, wollen wir berücksichtigen.

Die Kammer kommt in die Region 2014 Mitreden und Mitbestimmen Ich wünsche mir ein Referat zum Thema:

Ich besuche „Die Kammer kommt in die Region“ in  Klostertal, Dalaas  Großes Walsertal, Sonntag  Montafon, Gantschier  Mittelwald, Andelsbuch  Vorderwald, Doren  Kleines Walsertal, Riezlern  Hinterwald, Schnepfau  Walgau, Thüringen  Rheintal, Hohenems  Leiblachtal, Eichenberg Einsender: Name: Adresse: PLZ/Ort: Telefon / E-Mail: Einsenden an: Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Präsidium, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz oder E praesidium@lk-vbg.at oder stimmen Sie direkt auf unserer Homepage www.diekammer.info ab.


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Lärmbelästigung durch Laubgebläse In der Landwirtschaft ist es oftmals unvermeidbar, dass anfallende Arbeiten auch außerhalb üblicher Geschäftszeiten erledigt werden. Dabei wird möglicherweise Lärm verursacht, der für Nachbarn oder andere Personen eine Beeinträchtigung darstellt.

von Mag. Alexander Zellhofer Recht & Steuer  05574/400-451 Nach dem Gesetz über Maßnahmen gegen Lärmstörungen und über das Halten von Tieren, darf in Vorarlberg grundsätzlich niemand ungebührlicherweise störenden Lärm erzeugen. Deshalb haben auch landwirtschaftliche Betriebe ihre Tätigkeiten in Vorausschau so zu gestalten, dass andere hierdurch nicht unzumutbar belästigt werden. Wer dabei Grenzen überschreitet, riskiert eine Verwaltungsübertretung. Die Bezirkshauptmannschaften können in diesem Zusammenhang Geldstrafen bis zu EUR 2.000,– verhängen. Durch eine sachliche Rechtfertigung lärmerzeugender Tätigkeiten kann in bestimmten Fällen eine drohende Verwaltungsstrafe abgewendet werden. Für die Behörden sind die jeweiligen Umstände des Einzelfalles entscheidend. So könnten Wetterverhältnisse beispielsweise den Einsatz von Laubgebläsen am Wochenende rechtfertigen, wenn wegen personeller Not nur der Einsatz solcher Maschinen in Frage kommt und nur am Wochenende trockene Arbeitsbedingungen herrschen. Jedenfalls muss eine Abwägung stattfinden. Lärmerzeugende Tätigkeiten, die nur sehr spät oder am Wochenende durchgeführt werden können, sind im Anlassfall durch Dauer des Einsatzes und Wahl der Mittel so zu verrichten, dass eine Beeinträchtigung von Dritten lediglich in geringstem Maße stattfindet. Kommt es zu einem Verwaltungsstrafverfahren, kann Sie die Landwirtschaftskammer bei der Verfassung eines Rechtsmittels unterstützen. Liegt ein Rechtfertigungsgrund vor, kann dies womöglich zur Einstellung des Verfahrens führen.

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Botschafter des Mostes Ausbildung / Zertifikatslehrgang Mostsommelier startet im Jänner LFI und LK Vorarlberg führen zwischen Jänner und Juni 2014 den bundesweit anerkannten Zertifikats-Lehrgang zum Mostsommelier durch. Der 18 Unterrichtstage und 120 Unterrichtseinheiten umfassende Kurs befähigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Mostproduzenten, Direktvermarkter, Gastronomen, Touristiker etc.), selbstständig Mostverkostungen zu organisieren, Most und Speisen zu präsentieren und „Events“ zum Thema Most zu initiieren. Inhalte: Geschichte und Bedeutung des Mostes, besonders in Vorarlberg, Grundlagen der Mostherstellung, Grundlagen der Sensorik allgemein und der Verkostung von Most im Besonderen, Sommelierkunde, Gläserkunde, Kochen mit Most, Kommunikation und Rhetorik u.a. Eine zweitägige Exkursion ins Mostviertel und eine Projektpräsentation bilden den Abschluss des Lehrgangs. Erfolgreiche Absolventen dürfen den Titel „Mostsommelier” führen.

Finanzierungsplan, Markttrends; Kommunikation, Auftreten, Präsentation, Moderation (Ulli Ambrosig, Marktkommunikation, Tirol) Freitag, 28. Februar Produktion und Herstellungsverfahren, Kellerwirtschaft, Mostfehler, Qualitätsparameter mit praktischen Verkostungsübungen zur Fehlererkennung (Ing. Andreas Ennser, LK NÖ) 14. und 15. März Kunden-/Verkaufsgespräch, Verkaufsstrategie und -psychologie (Gerwin Baier, Lauterach), Kommunikation, Auftreten, Präsentation, Moderation (Josef Moser, Stmk.) 28. und 29. März Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Werbemedien /-möglichkeiten (Angelika Cyllok, Organisationsberatung, Ohlstadt/D); Sommelierkunde, Verkostungstechnik/ Produktpräsentation, Trink- und Gläserkunde, Mostsprache (Arthur Nägele, Spirituosenakademie, Gaißau) 11. und 12. April Speisefolgen, Getränkefolge, Gastronomie (Karlheinz Hehle; Hotel Schönblick, Eichenberg);

Gourmetkunde, Kombinationen mit Speisen, Kochen mit Most, ernährungsphysiologische Bedeutung (Anna Fasching, BSBZ) 25. und 26. April Rechtliche Grundlagen (Daniela Taxer-Theurer, LK Vorarlberg), Verkostungstechnik und -präsentation (Arthur Nägele) 9. bis 11. Mai Exkursion ins Mostviertel: Obst- und Mostregionen, Mostmuseen, -keller, Mostspezialitäten und -verkostung, Vermarktung von Most und Mostprodukten (Exkursionsbegleitung: Bertram Nachbaur) 6. Juni Abschlusstag mit Abschlussprüfung Kursort: BSBZ/Hohenems geförderter Kursbeitrag: EUR 998,–, ohne Förderung: ca. EUR 2.000,– Infos und Anmeldung: LFI Vorarlberg, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz, T 05574/400-191, F 05574/400-600, E lfi@lk-vbg.at Anmeldeschluss ist der 14. Jänner 2014

Das LFI Vorarlberg konnte hochkarätige Referenten für die einzelnen Themen engagieren. Für Teilnehmer mit Wohnsitz in Österreich kann der Kurs zu 50 Prozent gefördert werden. Für andere Teilnehmer muss die Möglichkeit der Förderung im Einzelfall geprüft werden. Geplante Kurstermine: (meist Freitag ab 13:30 Uhr, Samstag, 9:00 bis 17:00 Uhr) Freitag, 24. Jänner Einführung, Geschichte und Kultur (Dr. Richard Dietrich, NLE, Lauterach), Kennenlernen, Mostkulinarium live (Bertram Nachbaur, Fraxern, Obmann Mostsommeliers) Freitag, 7. Februar Exkursion zu einem Vorarlberger Mostbetrieb 21. und 22. Februar Kalkulation der Dienstleistung,

Mostsommeliers – Botschafter des Vorarlberger Mostes.


Freitag, 29. November 2013

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Vorbeugen ist besser als heilen Schweinefachtagung / Optimale Bedingungen fördern die Immunabwehr der Tiere Unter dieses Motto wurde der Schweinefachtag in Hohenems gestellt, zu dem die Leiterin und Stationstierärztin der Schweinebesamungsanstalt Gleisdorf in der Steiermark, Frau Dr. Bettina Fasching gewonnen werden konnte. von Ing. Jürgen Hagspiel Vorarlberger Schweinezuchtverband

Leider folgte nur eine bescheidene Anzahl an Schweinehaltern der Einladung, was aber für die Anwesenden nicht zum Nachteil wurde, denn nun konnte fast schon wie bei einem Arbeitskreis individuell auf Fragen eingegangen werden.

Management Man muss sich bewusst sein, dass Schweine abhängig vom Lebensalter ca. 80 Prozent des Tages ruhen, ca. 15 Prozent der Zeit für Fressen aufwenden und ca. fünf Prozent für Kotund Harnabsetzen, Spielen, Wühlen und Suchverhalten nützen. Nicht nur aufgrund des

Tierschutzgesetzes sollte geeignetes Beschäftigungsmaterial vorhanden sein, es steigert das Wohlbefinden, vermindert Stress und erhöht die Tierleistung. Es bietet zwar keinen 100prozentigen Schutz vor Aggressionen wie Schwanz- oder Ohrenbeissen, aber es kann helfen dies zu mindern. Das Beschäftigungsmaterial darf nicht im Schmutz liegen, sonst wird es schnell nicht mehr angenommen, sehr gut bewährt hat sich pendelndes Holz, bei dem die Kette bis knapp über den Boden herunterreicht. Dem Ruheplatz kommt besondere Bedeutung zu – auch im Bezug auf die Bodenbeschaffenheit. Je optimaler dieser gestaltet ist umso besser. Gute Erfahrungen wurden in der Steiermark mit Einwegjutesäcken bei Zuchtsauen gemacht. Dieser wird der Sau in die Abferkelbox gehängt, sie beschäftigt sich mit ihm und kann damit ihren Trieb des Nestbauverhaltens befriedigen. Nach der Abferkelung wird der Jutesack dann ins Ferkelnest gelegt, der anhaftende Geruch der Mutter veranlasst die Ferkel mehr ins Nest und nicht zur Mutter zu liegen was sich posi-

tiv auf die Erdrückungsverluste auswirkt. Mit offenen Augen durch den Stall zu gehen und immer kleine Hilfsmittel wie Viehzeichenstift und Fieberthermometer dabei zu haben, ist unerlässlich, denn schreiben und kennzeichnen ist auf jeden Fall besser als merken und Spitzenleistungen sind ausschließlich nur bei Wohlbefinden des Tieres möglich. Dazu gehört auch, kranke Tiere schnell zu erkennen und zu markieren (wenig Aktivität, verminderte Fresslust, hundesitzige Stellung, gerötete Lidbindehäute, liegen fern der Gruppe, dunkle Augenränder, etc.).

Tiergesundheit Dr. Fasching ist überzeugt vom hohen Stellenwert von Reinigung und Desinfektion im Zucht- und Mastbereich. Allein durch Waschen, Trocknen und Leerstehen lassen wird eine Reduktion der Keime um 80 bis 90 Prozent erreicht, durch eine nachfolgende Desinfektion kommt es zur Selektion von Keimen, wobei es sich empfiehlt, das Desinfektionsmittel regelmäßig zu wechseln. Voraussetzung ist eine gründliche Reinigung, zudem sollte der Stall bei der Desinfektion trocken sein, um ein Verdünnen und „Aufschwimmen“ zu verhindern, fehlt die Wärme im Stall dann kann das Mittel nicht richtig wirken. Auch mit Kalken werden gute Erfahrungen gemacht. W ichtig ist, dass es sich um gelöschten Kalk handelt, die Fläche trocken ist und der Kalk dann wieder abgetrocknet ist bevor neue Tiere eingestallt werden. Die Temperatur spielt bei diesem Verfahren keine Rolle.

Impfung

Schweinehaltung / Eine Grundvoraussetzung für Spitzenleistungen ist das Wohlbefinden der Tiere.

Impfungen sind zu empfehlen, wenn sie richtig gemacht werden. Dazu gehört ein konsequentes Impfmanagement z.B. bei der Sauenherde mittels Bestandesimpfung ohne Ausnah-

15 me von Tieren (Eber) durchzuführen. Bei Parvo-Rotlauf empfiehlt sie bei Jungsauen eine Grundimmunisierung vor dem ersten Belegen im Abstand von vier Wochen. Eine nachfolgende halbjährliche Auffrischungsimpfung aller Tiere ist ausreichend. Zu wenig beachtet wird oft in der Praxis, dass Impfstoffe nur eine sehr beschränkte Lagerfähigkeit haben, wenn die Flasche geöffnet ist. Dies kann von wenigen Stunden bis zu maximal zwei Tagen gehen. Hier empfiehlt es sich für den Landwirt mit dem impfenden Tierarzt Rücksprache zu halten, wie lange der Impfstoff schon offen ist, den er verwendet, denn hier geht die Wirkung sehr schnell gegen Null und die Impfung ist nutzlos. Beachtet man wichtige hygienische Vorgaben wie Nadelwechsel beim Impfen, kranke Tiere zum Schluss behandeln, entsprechende Hygiene bei Mehrwegmaterialien etc., so sollte eine Durchimpfungsrate von 80 Prozent der Herde erreicht werden. Hier kann man dann von einer stabilen Herde ausgehen. Grundsätzlich kann aber eine Impfung kein Ersatz für Stallhygiene etc. sein, nur optimale Bedingungen fördern die Immunabwehr der Tiere. Bei Eisengaben, welche der Landwirt selber durchführt, ist darauf zu achten, dass es sich um eine Zuckerlösung handelt, die bei angebrochener Flasche und unsachgemäßer Lagerung schnell zu Problemen führen kann. Probleme mit Streptokokken sind, wenn sie einmal im Stall vorhanden sind, nicht mehr ganz wegzubekommen, aber sie brauchen immer eine Eintrittspforte, d.h. l k eine offenen Stellen bei Ferkelgelenken l N abelversorgung mit Jodlösung l Z ähne nur schleifen und das nicht zu kurz Im Namen des Schweinezuchtverbandes darf ich mich nochmals recht herzlich bei Frau Dr. Fasching von der Schweinebesamungsanstalt Gleisdorf für ihren Besuch und ihre informativen Ausführungen bedanken.


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Freitag, 29. November 2013

Mehr heimische Kartoffeln Vorarlberger Kartoffeltag / Kartoffelanbau hat Zukunft im Ländle Der diesjährige Tag der Kartoffel fand im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems statt.

Christian Landzettel zeigt die BioSeite auf.

von Peter Sauer Praktikant

Nachdem Präsident StR. Josef Moosbrugger einige kurze Einleitungsworte gesprochen hatte, klärte DI (FH) Ulrich Höfert, bei der Landwirtschaftskammer Vorarlberg zuständig für Obst, Wein und Kartoffelbau, die organisatorischen Rahmenbedingungen des Tages. Vielversprechend für den Tag waren die drei hochkarätigen Referenten.

Lockerer Boden In seinem sehr dynamischen und gut bebilderten Vortrag führte Mark Mitschke von der landwirtschaftlichen Beratungsstelle in Heilbronn/Baden Württemberg die Anwesenden Kartoffelbauern durch das erste Referat. Die Kartoffel sei ein Schwachwurzler, der guten lockeren Boden braucht um „Fuß zu fassen“. Eine lockere Bodenkrume sei deshalb sehr wichtig. Zum Thema Düngung verwies er darauf, dass jegliche Arten der Bodenuntersuchungen keine genauen Maßnahmen liefern können. Sehr wohl jedoch können diese eine gewisse Richtung vorgeben, in die sich der Kartoffelbauer mit seiner Düngestrategie bewegen kann. Wie kann man eigentlich die Reife seiner gut gehegten Erdäpfel feststellen? Auch darauf lieferte der Experte Mitschke eine einfache sowie praktikable Möglichkeit: „Man schneide eine Kartoffel in zwei Hälften und betrachte die Innenseiten. Im Randbereich setzt sich eine Schicht vom Inneren ab. Die Kartoffel gilt als voll durchgefärbt, wenn diese Randschicht nicht mehr über zwei Millimeter breit ist.“ Die Knolle hat nun ihren optimalen Reifepunkt erreicht.

Weiterbildung / Der Kartoffeltag brachte für die Teilnehmer viele inte­ ressante Details zum Kartoffelanbau.

Vorkeimen der Pflanzkartoffeln Ein gutes Mittel, um den Pflanzzeitpunkt um zwei bis drei Wochen zu verfrühen, sei das Vorkeimen der Knollen. Dabei werden Kisten benutzt, die einzeln zwischen EUR 3,50 und EUR 8,– kosten. Mitschke erklärte, dass man den Vorkeimprozess unterschiedlicher Sorten dadurch steuern kann, indem man die unterschiedlichen Temperaturzonen im Raum ausnutzt. Sorten mit langer Vorkeimdauer sollten hierbei an der wärmsten Stelle platziert werden.

Qualitätsmanagement Nun folgten einige motivierende Worte von Othmar Bereuter von der LK Vorarlberg. Die Marke „Ländle Kartoffel“ hatte 2013 sehr gute Absatzzahlen. Die Konsumenten wissen die Qualität und die eindeutig ablehnende Position zur „Grünen Gentechnik“ zu schätzen und greifen gerne zu dem Regionalprodukt. Um auf dieses Vertrauen weiter aufzubauen, gab Bereuter einige Tipps und Hinweise: Die Sorgfalt in der Anwendung und Lagerung von PSM (Pflanzenschutzmittel) wird immer wieder vernachlässigt. PSM-Schränke müssen aus beständigem Material und gut verschließbar sein, das Spritz-

gerät alle drei Jahre auf Mängel kontrolliert werden. Etwas skurril kam den Zuhörern vor, dass sich einzelne Konsumenten an dem Geruch stören, der von unsachgemäß gelagerter Ware ausgehen kann. Diese Effekt kann nach der Lagerung in Nähe zum Stall oder in Garagen auftreten.

Biologischer Anbau Biologische und konventionelle Anbauweise überschneiden sich in vielen Punkten. Dieser Satz war dem Bioland Fachberater für Kartoffelbau in Süddeutschland, Christian Landzettel, wichtig. Die Kartoffelbauern staunten nicht schlecht, als er ihre geliebte Knolle als „faul“ bezeichnete. Er berief sich dabei auf die Aussage seines Kollegen Mitschke. Aus dem schwachen Wurzelwuchs resultieren hiernach große Schwierigkeiten mit Bodenverdichtung. Anhand eindrücklicher Bilder zeigte Landzettel, wie große Traktoren mit schweren Hängern zu diesem Bodenproblem beitragen. Auch beim Thema „Drahtwurm“ sitzen die Vertreter der beiden Produktionsweisen bio und konventionell „im selben Boot“. Nur durch regelmäßige alljährliche Bodenbearbeitung, bei der der Schädling in seinen frühen Entwicklungsphasen gestört wird, können maßgebliche

Mark Mitschke lieferte einige praktische Tipps.

Resultate erzielt werden. Die Larve des Schnellkäfers, die als Drahtwurm bezeichnet wird, schlüpft im Juni/Juli. Von Mitte August bis Mitte September sind daher Bodenbearbeitungsmaßnahmen vorzunehmen. Für Bio-Produzenten sind präventive Mittel immer von großer Bedeutung. Im Vergleich zu konventionellen können ihre „Erdäpfel“ oft nur mit weniger effektiven Präparaten zur Schädlings- oder Krankheitsabwehr behandelt werden. Der Bio-Experte Landzettel nennt daher die standortangepasste Sortenwahl als erste und bedeutendste Pflanzenschutzmaßnahme. Beim gemeinsamen Mittagessen im BSBZ konnten sich die Teilnehmer über die vielfältigen Informationen der vergangenen Stunden austauschen. Die Referenten standen für weitere Fragen zur Verfügung. Nicht erst am Ende der Veranstaltung wurde allen klar, dass die beiden Experten aus Deutschland bald wieder eingeladen werden sollten. Fast zu jedem Einzelthema könnte eine extra Tagung abgehalten werden. Vielleicht wurde allen Referenten deshalb ein klarer Kirschschnaps aus der Region überreicht…


Freitag, 29. November 2013

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UNSER LÄNDLE

Wir sind Käsekaiser! Drei Vorarlberger Betriebe haben sich bei der Käseprämierung durchgesetzt

gorien vergeben: Frischkäse, Weichkäse, Schnittkäse mildfein, Schnittkäse g’schmackig, Schnittkäse würzig-kräftig, Hart­ käse, Käsespezialität und Innovation. Darüber hinaus wurde der beliebteste österreichische Käse in Deutschland ermittelt sowie Statuen für die schönsten Käsevitrinen des Landes in insgesamt vier Kategorien verliehen.

Klein aber oho Im Bundesländer-Ranking um den Käsekaiser 2014 führen Oberösterreich, Vorarlberg und die Steiermark mit jeweils drei Kategoriesiegern vor Tirol mit einem Käsekaiser. Die schönsten Käsevitrinen des Landes findet man – so das strenge Jurorenurteil – in Niederösterreich, Wien, Kärnten und Tirol.

Großes Lob

Käsekaiser unter sich / (v.l.) Christof Abbrederis und Daniel Marte (Firma Rupp), Othmar Bereuter (Landwirtschaftskammer) und Andreas Geisler (Sulzberger Käserebellen) sowie Raimund Wachter und Luzius Gasser (V-Milch).

Die AMA-Marketing zeichnete letzte Woche im Congress Graz die besten Österreichischen Käseprodukte mit dem Käsekaiser 2014 aus. Allen Grund zum Feiern gab

es für das Bundesland Vorarlberg, das mit drei Käsekaisern ausgezeichnet wurde. Der Alma Kräuterschatz von Rupp ging als Sieger in der Kategorie Schnittkäse g’schmackig hervor, der Ländle Klostertaler von Vorarlberg Milch belegte den ersten Platz in der Kategorie

Österreicher sind Käsetiger Österreich ist in der Spitzenliga der Käse-Genießer angekommen. Erstmals haben wir beim Pro-Kopf-Verbrauch zwanzig Kilo überschritten und damit ähnlich viel Käse gegessen wie die Franzosen, Niederländer oder Italiener. Basis dieser Entwicklung sind die große heimische Käsevielfalt und die Zusammenarbeit mit der Gastronomie. Anlässlich des Milchforums und der Käsekaiser-Gala veröffentlichte die AMA aktuelle Zahlen zum Milch- und Käsemarkt. Im Lebensmitteleinzelhandel wurden im vergangenen Jahr Milch und Milchprodukte im Wert von EUR 1,55 Milliarden gekauft. Ein Haushalt gibt durchschnittlich zirka EUR 38,– pro Monat für Milchprodukte aus, davon EUR 15,– für Käse. Laut Statistik Austria ist der durchschnittliche Käsekonsum in den letzten Jahren stetig gestiegen und hat heuer erstmals die Grenze von zwanzig Kilo überschritten. Überdurchschnittlich hoch ist der mengenmäßige Bio-Anteil bei Milch und Butter. Rund 15 Prozent der Milch und neun Prozent der Butter werden im Lebensmittelhandel in Bio-Qualität gekauft. Bei Käse stammen rund sechs Prozent aus biologischer Milchwirtschaft. Die

Schnittkäse würzig-kräftig, und die Goldstatue in der Kategorie Innovation ging an die Sulzberger Käserebellen für ihren „Heublumenrebell“.

14 Statuen vergeben Insgesamt 14 goldene Statuen wurden in diversen Kate-

Dazu Michael Blass, Geschäftsführer der Agrarmarkt Aus­ tria Marketing GesmbH: „Das Handwerk des Käsens verbunden mit Innovationsgeist und hoher Fachkompetenz zeichnet die heimischen Käseproduzenten aus. Es freut uns sehr, diese hohe Kunst alljährlich durch die Vergabe der Käsekaiser zu würdigen.“ Der Käsekaiser wird seit 1996 vergeben. Alle Gewinner dürfen das Symbol Käsekaiser 2014 für ihre Werbe-, PR- und Marketingaktivitäten im nächsten Jahr einsetzen.

leicht steigende Entwicklung von Heumilchprodukten setzt sich kontinuierlich fort. Derzeit beträgt der Heumilchanteil bei Milch mengenmäßig rund 13 Prozent, bei Butter zwei Prozent, bei Käse acht Prozent. Die meist gekaufte Käsesorte ist Gouda, gefolgt von Emmentaler und Käse auf Gervaisbasis. Für die Konsumenten ist natürlicher Geschmack die wichtigste Anforderung an Käse (72 Prozent). Rund zwei Drittel legen Wert auf Käse ohne Farb- und Konservierungsstoffe, für jeden Zweiten ist das appetitliche Aussehen sowie die Frische entscheidend. Einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung der heimischen Milchwirtschaft leistet der Export, der sich seit Österreichs Beitritt zur EU vervielfacht hat. Rund 75.000 Tonnen Käse verzehren Herr und Frau Österreicher, weitere 115.000 Tonnen wurden im vergangenen Jahr exportiert, davon mehr als 50.000 Tonnen alleine nach Deutschland. Fast jedes Geschäft, jeder Markt in Deutschland führt Käse aus Österreich im Sortiment.


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UNSER LÄNDLE

Rätsel 642

Freitag, 29. November 2013

RÄTSEL Schreiben Sie nach dem Lösen des Rätsels die Buchstaben der Ziffernfelder zur selben Stelle in die Kästchenreihe. Wenn alles stimmt, entsteht ein anspruchsloses und robustes Getreide. Pflanzenzüchterin

5 gebietlich, 6

Stechflie- Scheitelge punkt …miststall (artgerechtes Viehhaltungssystem)

Teil eines Kopfsalates

persönl. Fürwort Nitrozellulose, Abk.

gebietsweise

Lösung des letzten Rätsels Rätsel 641, Lösung

3

Übrigens ... ... sind schon zwei Monate seit der Nationalratswahl vergangen und die Regierungsverhandlungen dauern immer noch. Dabei wird auch die Größe des Budgetlochs diskutiert. Einmal ist es größer, einmal kleiner, aber niemand will wissen, wie groß es wirklich ist. Ich wüsste da eventuell einen Experten, der vermutlich die Tiefe des Budgetlochs eruieren könnte: Lasst einfach Felix Baumgartner hineinspringen... meint euer „Dängelema“

4 chem. Zn.

verfault, verdorben

9

Pelztier junges Schwein (25 – 50 kg)

f. Erbium Kfz.-Zchn. von Malta

Fortpflanzungszellen (b. Moosen, Pilzen, u.a.) folgt S im Alphabet Holzblasinstrument

Augenflüssigkeitstropfen

1

Komparse Sinnesorgan

7 Oberpoli-

Frosch-, Entenlaut

Luzerneheu, Abk. dann, anschließend

2

zeirat, Abk. Selbstlaut

11

Bäume umschlagen chem. Zeichen für ein Edelgas

Insel

2

3

4

X E L E V A T O R X

K R E T A X E M B A

X H X Z X P X E E N

F O X T R O T T X A

X S Y X I S X E I N

O E L X C S A R D A

X N O C K E N X A S

www.diekammer.info Auf unserer Homepage finden Sie

10 kroatische

1

X D X L I M O N E N

RL641

Feldmaß, Mehrzahl Löschkalk, Abkürzung Mutter der Kriemhild (i. Nibelungenlied)

D E N U D A T I O N

M IMIXEDPICKLES XEDPICKLES

8

alte südamer. Nutzpflanze (Inkakorn)

L X Z X L X V K X

5

6

7

8

9

Aktuelles und Interessantes rund ADAM 10

Die Lösung ergibt ein anspruchsloses und robustes Getreide. (Auflösung in der nächsten Ausgabe)

um die Vorarlberger Landwirtschaft und vieles mehr.

11

R642

„Tag der offenen Tür“ bei der Agrar­ gemeinschaft Altgemeinde Altenstadt Vorarlbergs Waldbesitzer und Forstbetriebe: Wir liefern nachwachsende Baustoffe und Energie aus der Region Samstag, 30. November, ab 14:00 Uhr, Forsthof Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt, Rüttenenstraße/Brettergatter, 6800 Feldkirch/Gisingen Programm l B esichtigung der Wertholzstämme aus der Nadelwertholzssubmission 2013 (Führungen 14:30 Uhr, 15:30 Uhr, 16:30 Uhr) durch Förster Ing. Edgar Häfele, Waldverband Vorarlberg l W aldbewirtschaftung und Waldpflege: Verschiedene Forstgeräte im Einsatz, Führungen durch Ing. Georg Fulterer, Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt l E nergieholzaufbereitung – Vorführungen am Forsthof l B eratung und Information zur Waldbewirtschaftung l K inderprogramm l „ Wertvoll fürs Land“ – Verlosung von Ländle-Christbäumen l Ü berraschungsgeschenk aus Holz (solange der Vorrat reicht!) l F ür eine Bewirtung im Forsthof ist gesorgt Vorarlberg hat einen guten Ruf für sehr gutes Gebirgsholz. Die Wald-

besitzer sind stolz auf die nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung in Vorarlberg. Durchgeführt wird der Tag der offenen Tür im Rahmen der Strategie „Ökoland Vorarlberg“ anlässlich der dritten Vorarlberger Nadelwertholzsubmission in Laterns und Feldkirch/ Gisingen. Beteiligt sind der Vorarlberger Waldverband, die Landwirtschaftskammer Vorarlberg, die Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt und die Gemeinde Laterns.


Freitag, 29. November 2013

Cornelia Rhomberg: T 0664/ 1409913, Michaela Stadelmann: 0664/5356550. Auf euer Kommen freut sich das Team Unterland.

Wochentermine Landjugend Montafon Adventkranzbinden Freitag, 29. November, 19:00 Uhr, Pfarrsaal, Vandans

Innermontafon Klosamarkt Samstag, 30. November, 16:00 Uhr, Dorfplatz Gortipohl

Klostertal Adventsbowlen Samstag, 14. Dezember, 19:30 Uhr Fohrencenter, Bludenz

Vorderwald Preisjassen Sonntag, 1. Dezember, 20:00 Uhr Gasthaus Alpenblick, Lingenau

Bäuerinnen Vorarlberg Denkfrühstück – Montag, 2. Dezember um 9:00 Uhr, BSBZ Hohenems Bäuerliche Betriebe unterscheiden sich oft stark: Haupt- und Nebenerwerb, unterschiedliche Spezialisierungen, mehrere Generationen u.v.m. Klar ist: nur gemeinsam können künftige Herausforderungen bewältigt werden – es braucht gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung innerhalb der Landwirtschaft. Gemeinsam diskutieren wir Möglichkeiten und notwendige Voraussetzungen der Zusammenarbeit und blicken auf zukünftige Themen. Alle Interessentinnen sind herzlich dazu eingeladen. Anmeldung bis 29. November bei FL Evy Halder oder Andrea Huber, T 05574/400-110, E andrea.huber@ lk-vbg.at.

Vorderwald Adventmesse Mittwoch, 4. Dezember, 8:30 Uhr in der Pfarrkirche Doren, anschließend Frühstück im Gemeindesaal

Unterland Gemütlicher Hock im Advent Samstag, 7. Dezember, 20:00 Uhr Panoramarestaurant Karren in Dornbirn. Alle Familienmitglieder, sowie die Eltern und natürlich Bekannte sind herzlich eingeladen. Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 5. Dezember bei:

19

UNSER LÄNDLE

Schruns-Tschagguns Adventfeier – Donnerstag, 5. Dezember, 8:30 Uhr, Pfarrkirche Tschagguns mit anschließendem Frühstück im Gasthof Löwen. Anmeldeschluss 4. Dezember bei der Ortsbäuerin.

SVB Sprechtage Bludenz: Dienstag, 3. Dezember 9:30 bis 11:00 Uhr, Rathaus Frastanz: Dienstag, 3. Dezember 13:30 bis 14:30 Uhr, Gemeindeamt Krumbach: Mittwoch, 4. Dezember 10:00 bis 11:00 Uhr, Gemeindeamt Bezau: Mittwoch, 4. Dezember 13:30 bis 14:30 Uhr, Gemeindeamt Hohenems: Donnerstag, 5. Dezember, 10:00 bis 11:00 Uhr, BSBZ Damit konkrete Auskünfte gegeben werden können, bitte vorher anrufen unter T 05574/4924, damit der entsprechende Akt mitgenommen werden kann.

LandHand verfilzt & verwoben „Klososunntag – s’Märtle a dr Egg“ Sonntag, 1. Dezember von 11:00 bis 16:00 Uhr auf dem Vorplatz des Vereinshauses in Egg Genießen Sie ein Ambiente, in dem Sie Kreatives und Selbstgemachtes bestaunen und kaufen können, sowie sich mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Vollständiges Programm unter www.landhand.at

LFI Erwachsenenbildung Freitag, 10. Jänner 1796 | Produktion von BioChristbäumen Montag, 13. Jänner 1667 | Vertriebsworkshop für Mitglieder von Vorarlberg Holz Freitag, 17. Jänner 1604 | Mein Betriebskonzept Samstag, 18. Jänner 1680 | Kreatives Schaffen mit Metall Freitag, 24. Jänner 1523 | ZLG Mostsommelier Samstag, 25. Jänner 1710 | Obstbaufachtagung Montag, 27. Jänner 1614 | Marketing für ­Direktvermarkter Mittwoch, 29. Jänner 1599 | Zeit- und Stress­ management Infos & Anmeldung Im LFI Vorarlberg unter www.lfi.at/vbg, E lfi@lk-vbg.at oder T 05574/400-191

Braunvieh 663. Absatzveranstaltung für weibliche Zuchttiere Montag, 2. Dezember, Versteigerungshalle in Dornbirn-Schoren Programm: 8:30 Uhr Beendigung des Auftriebes, 9:15 Uhr Versteigerung der Mastkälber, 10:00 Uhr Anschließend Versteigerung der Zuchtkälber und der weiblichen Tiere Angeboten werden: zwölf Kühe trocken, 73 Kühe in Milch, 70 Kalbinnen, 16 Jungkalbinnen, vier HF Kühe in Milch, sechs HF Kalbinnen, sieben BV Nutztiere, drei HF Nutztiere, ein FV Nutztier, zehn BV Kälber, vier HF Kälber

Christbaumverkauf Christbaumverkauf der Agrargemeinschaft Tosters Samstag, 21. Dezember, 8:00 bis 10:00 Uhr Kirchplatz Pfarre Tosters. Es werden ausschließlich „im Mondzeichen geschlägerte Bäume” verkauft. Weiters wird Schmuckreisig angeboten.

Absolventenverein Bregenzerwald – Preisjassen Sonntag, 1. Dezember, 20:00 Uhr Gasthaus Alpenblick, Lingenau Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Landjugend Vorderwald statt.

Ländle Bur Bauernadvent 2013 Freitag, 29. November, 18:00 Uhr, Pfändergold, Familie Kepp, Seilerstraße 5, Lochau Sonntag, 1. Dezember, 15:00 bis 18:00 Uhr, Blaha-Hof, Familie Humpeler, Bonigstraße 19, Höchst Sonntag, 8. Dezember, 13:30 bis 18:00 Uhr, Familie Muxel, Rehmen 33, Au Sonntag, 8. Dezember, 14:00 Uhr, Truthahn Marte,

Familie Marte, Hanenberg 6, Weiler Sonntag, 8. Dezember, 15:00 Uhr, Bickel’s Mostschenke, Familie Bickel, Unterkirchdorfstraße 3, Laterns Donnerstag, 12. Dezember, 16:00 bis 19:00 Uhr, BSBZ, Rheinhofstraße 16, Hohenems Freitag, 13. Dezember, 18:30 Uhr, Familie Summer, Walgaustraße 30, Weiler Samstag, 14. Dezember, 15:30 Uhr, Flötzerhof, Familie Hörfarter, Frickenescherweg 14, Wolfurt Sonntag, 15. Dezember, 12:00 bis 18:00 Uhr, Familie Kalb, Pariserstraße 28, Lauterach Samstag, 21. Dezember, ab 14:00 Uhr, Bovelhof, Familie Mähr, Bovelhof 69, Düns Weitere Informationen auf www.laendle.at

Absolventenverein Oberland – Betriebsbesichtigung Berghof Babel in Wald in Ostallgäu, Samstag, 7. Dezember Infos bei Johannes Stachniss T 0664/4613409

Visionscafé Hohenems Donnerstag, 5. Dezember, 19:30 Uhr, Marktstraße 28 (ehemaliges Beck-Areal) 3. Themenabend – Einladung zum Dialog: ÖKOLOGIE. Zukunftsfähige Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel Ein Dialogabend in Zusammenarbeit mit der Bodensee Akademie & Ökoland Vorarlberg – regional und fair. Impulsstatements: Elisabeth Schmid, HLW Rankweil: „regionale und saisonale Ernährung“ Karl Klien: Die Hohenemser Landund Alpwirtschaft im Spannungsfeld der Erwartungen (Ökoland Vorarlberg). Begleitung: Ernst Schwald und Simone König, Bodesee Akademie

Junglandwirtetagung 2013 Samstag, 14. Dezember 9:00 bis 13:00 Uhr, BSBZ Hohenems Die heurige Junglandwirtetagung bietet wieder ein abwechslungsreiches Programm. Nach dem gemeinsamen Start zum Thema Öffentlichkeitsarbeit werden zwei unterschiedliche Workshops angeboten. Der erste Workshop zum Thema „Nebentätigkeiten“ gibt einen Überblick über die Arbeiten des Maschinenrings und des Betriebshelferdienstes sowie die Ausbildung zum/zur landwirtschaftlichen/hauswirtschaftlichen Meister/-in. Der zweite Workshop entführt uns in die Welt der Kräuter und wir werden mehr darüber erfahren, wie die heimischen Garten- und Wild­ kräuter im Alltag praktisch eingesetzt werden können. Zum gemütlichen Abschluss lädt die Landjugend Jungbauernschaft Vorarlberg zum gemeinsamen Mittagessen ein. Weitere Informationen und Anmeldung: T 05574/400-191, E landjugend@lk-vbg.at, www.landjugend.at/vbg


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UNSER LÄNDLE

Freitag, 29. November 2013

Marktbericht

Woche 48

Totvermarktung (Preise ohne MwSt.) Rinder, Kälber

Ländle Metzg Freiland Bio Weiderind* u. andere Beef**

efef

Schweine

Jungstiere u. Ochsen E 2-3

von bis 3,72 - 4,01

Ø 3,94

Ø 4,90

Ø 5,15

Klasse

U 2-3

3,68 - 3,97

3,86

4,90

5,10

Klasse S

Notierungspreis1 1,65

Zuchten 1,46

MFA2

efef QF

Bio Ländle MetzgSchwein3 Vorarlberg

63 u. mehr

1,94

2,19

Börsenpreis1 1,87

1,93

2,18

1,86

3,61 - 3,90 3,41 - 3,70

3,82 -

4,90 4,05

5,05 --

62 61

1,91

2,16

1,84

Wurststier

2,65 - 3,43

-

--

--

60

1,88

2,13

1,81

Kalbinnen E 2-3

3,54 - 3,72

-

4,90

5,15

59

1,85

2,10

1,78

U 2-3

3,50 - 3,68

3,38

4,90

5,10

58

1,81

2,06

R 2-3

3,43 - 3,61

3,31

4,90

5,05

57

1,77

2,02

1,74 1,70

O 2-3

3,23 - 3,41

3,23

4,05

--

56

1,68

1,97

1,65

Wurstkalbinnen Kühe U 1-4

2,37 - 3,18 1,84 - 2,50

2,88 -

--

--

55

1,63

1,92

1,60

54

1,59

1,59

1,56

R 1-4

1,77 - 2,43

2,33

53

1,55

1,55

1,52

O 1-4

1,62 - 2,28

2,12

52

1,52

1,52

1,49

P 1-4

1,47 - 2,13

1,88

51

1,49

1,49

1,46

E

5,96 - 6,32

6,18

50

1,47

1,47

1,44

U

5,81 - 6,17

6,00

Klasse R

49 u. weniger

1,46

1,46

1,43

R

5,56 - 5,92

5,82

Zuchtsauen

von

bis

O2

5,26 - 5,62

5,63

3,50 - 4,60

-

1,43

1,49

--

1,46

R 2-3 O 2-3

Kälber

Wurstkälber *) **)

wie efef

Klasse E

Klasse U

1) inklusive Vorleistungskosten i.H. v. 10 Cent (Anlieferung, Partienbildung) 2) Muskelfleischanteil 3) Für Lieferanten mit Erfüllung der Ländle-Metzg-Schwein-Kriterien.

Bio Vorarlberger Weiderind, Kalbinnen und Ochsen bis 24 Monate Bio Freilandbeef bis 1 Jahr

Lebendvermarktung (Preise ohne MwSt.) Einstellrinder Salzburg männlich 210 - 250 kg 2,28 - 2,92

Ferkelpreis pro Kilogramm LG

weiblich 210 - 250 kg 1,95 - 2,55

Kreuzungsferkel (bis 25 kg)

Rasse

pro kg LG

von - bis

Ø

Braunvieh männlich

1,20 - 1,60

-

-

Braunvieh weiblich

bis 0,90

-

-

Belgierkreuzungen männlich

4,00 - 4,60

-

-

Belgierkreuzungen weiblich

2,70 - 3,00

-

-

sonstige Kreuzungen männlich sonstige Kreuzungen weiblich Fleckvieh männlich

2,00 - 2,50 1,80 - 2,20 -

-

-

-

-

-

40,00 - 90,00

-

-

70,00 - 100,00

-

-

Fleckvieh weiblich Holstein männlich/Stück (45-55 kg) Holstein männlich/Stück (55-90 kg)

Holzmarkt (November 2013)

Versteigerung Dornbirn am

Kälber LVV (Preise ohne MwSt. frei ab Hof)

Stärkeklasse Fi 3a+, Blochholz Fi 2a+, Schwachnutzholz Ta 3a+, Blochholz

Qualität B B/C B

Preis in EUR (exkl. MwSt.) 98,– bis 105,– 96,– bis 100,– 88,– bis 95,–

Preisangaben: Durchschnittspreise, FMO (Festmeter in Rinde angeliefert, ohne Rinde ­gemessen und verrechnet), exkl. MwSt (+12% bei pauschalierten LW+FW), frei Straße Markttelegramm: Nachfrage weiter sehr gut, beste Konditionen des Waldverbandes nutzen, inkl.- und exkl.- Preise beachten! Weitere Infos: Fachbereich Forst, LK Vorarlberg, T 05574/400-461 oder 0664/6025919461, E edgar.haefele@lk-vbg.at, www.waldverband.at Brennholz nach Qualitätssiegel / Preise 2013/14 „Ofenholz“ und „Holzschnitzel“ (in EUR, inkl. MwSt, bis 6 rm, zugestellt) Ofenholz Weichholz ofentrocken 50 cm pro rm 70,– Ofenholz Hartholz ofentrocken 50 cm pro rm 100,– Waldholzschnitzel, fein Fi/Ta > w 30 pro srm 30,– (exkl. MwSt) Infotelefon: 05574/400-462, www.ofen-holz.at

Entwicklung Schweinepreis efef QF, Klasse S, 60 % MFA

Entwicklung Kälberpreis efef Klasse R

Entwicklung Stierpreis efef R 2/3

2,45 - 2,60

2,2

4,2

2,1

6,1 2

6

Euro/kg

Euro/kg

3,8

3,6

5,9

1,9

5,8

1,8

Euro/kg

4

5,7 5,6

1,7

1,6

5,5 3,4

1,5

5,4 1,4

5,3

3,2

5,2

1,3

5,1

3 KW 39

KW 40

KW 41

KW 42

KW 43

Wochen

KW 44

KW 45

KW 46

2012

KW 47

KW 48

2013

KW 39

KW 40

KW 41

KW 42

KW 43 Wochen

KW 44

KW 45

KW 46 2012

KW 47

KW 48 2013

1,2 KW 39

KW 40

KW 41

KW 42

KW 43

KW 44

Wochen

KW 45

KW 46

2012

KW 47

KW 48

2013


Freitag, 29. November 2013

21

UNSER LÄNDLE

Lehrlingswerbung auf der BIFO Messe Das Ringen um motivierte Nachwuchskräfte wird zusehends intensiver. Die Vorarlberger Gärtner nutzten die Chance, um sich bei der diesjährigen Berufsinformationsmesse in Hohenems zu präsentieren.

Bio-Christbäume Freitag, 10. Jänner, 13:00 bis 16:00 Uhr Göfis Nach Weihnachten ist vor Weihnachten! Im Jänner ist der Trubel vorbei und es gilt schon an die nächsten Weihnachten zu denken. Wie in anderen Bereichen steigt auch die Nachfrage nach biologisch produzierten Christbäumen. Doch was ist ein Bio-Christbaum? Welche Vorgaben müssen eingehalten werden? Ein Seminar für alle Christbaumproduzenten und solche, die es noch werden wollen!

Mein Betriebskonzept Freitag, 17. Jänner, 9:00 bis 17:00 Uhr BSBZ Hohenems Das Betriebskonzept stellt, basierend auf der Ausgangssituation des Betriebes, die Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten in den nächsten fünf bis zehn Jahren dar. Das Betriebskonzept ist für jene Landwirte verpflichtend, die für die EU-Erstniederlassungsprämie ansuchen oder eine größere Investition (EUR 100.000,–) planen und den Bonus zur Investitionsförderung erhalten möchten. Nach dem Besuch des Seminars „Mein Betriebskonzept” ist eine einzelbetriebliche Kalkulation und Fertigstellung des Konzeptes mit dem zuständigen Berater der Landwirtschaftskammer Vorarlberg möglich und vorgesehen.

Gute Fachkräfte sind Basis für erfolgreiche Betriebe. In allen Sparten des Handwerks und in vielen Industrieberufen sind gut ausgebildete Fachkräfte unumgänglich. Durch immer schwächer werdende Geburtenjahrgänge und die Tendenz, länger eine schulische Ausbildung zu absolvieren, kommt es am Lehrlingsmarkt vermehrt zu Engpässen. Aus diesem Grund entschieden sich die Vorarlberger Gärtner zur Präsentation ihres Berufes auf der Berufsinformationsmesse. Vom 20. bis 23. November wurden Jugendliche und deren Eltern am Gemeinschaftsstand der Gärtner, Landschaftsgärt-

ner und Karosseriespengler beraten. Eine kurios bepflanzte und auf verschiedene Arten lackierte Autokarosserie zog die Blicke der Besucher auf sich. Auch die Möglichkeit, sich mit dem Auto abbilden zu lassen, wobei das Bild sofort via Social-Media-Box auf facebook hochgeladen wurde, motivierte viele Jungendliche, mit der Standbetreuung ins Gespräch zu kommen. Florian Vinzenz von der Lehrlings- und Facharbeiterstelle, Ing. Harald Rammel vom Bereich Obst & Garten der Landwirtschaftskammer sowie Xenia Dünser und Regina Metzler gaben Auskunft über Berufsmöglichkeiten und Aufstiegschancen im Gartenbau. Mag. Carolin Zajonc von der Wirtschaftskammer koordinierte den Messeauftritt und zeigte sich mit der Zusammenarbeit und dem guten Echo sehr zufrieden: „Der ungewöhnliche Messeauftritt brachte allen beteiligten Berufsgruppen viel Aufmerksamkeit, nicht zuletzt auch durch die ständige Vernetzung mit dem Internet!“

Marketing für Direktvermarkter Montag, 27. Jänner, 13:00 bis 17:00 Uhr BSBZ Hohenems Wie schaffe ich es, dass der Konsument meine Produkte kauft? Wie kann mir Marketing dabei helfen? An diesem Nachmittag erfahren Sie, wie wichtig es ist, den eigenen Betrieb zum Konsument hin klar zu „positionieren”. Sie erarbeiten in praktischen Übungen, wie Sie diese Kenntnisse in ihrem Direktvermarktungs-Betrieb umsetzen und mit welchen emotionalen Zusatzerlebnissen Sie Ihre Kunden gewinnen können!

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Freitag, 29. November 2013

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Lehrbetrieb ausgezeichnet Die Agrargemeinschaft Rankweil darf sich als erste der 56 Vorarlberger Agrargemeinschaften über den Titel „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ freuen. Erstmals wurde es 2013 einem Forstbetrieb ermöglicht, sich für die von Wirtschafts- und Arbeiterkammer sowie Land Vorarlberg vergebene Auszeichnung zu bewerben. Die Grundvoraussetzung: Eine überdurchschnittliche Ausbildungsqualität. Ein Kriterium, auf das die Agrargemeinschaft Rankweil seit jeher großen Wert legt. „Als öffentlich-rechtliche Körperschaft sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst und übernehmen diese gerne. Und das gilt natürlich auch für die Lehrlingsausbildung“,

betont der Betriebsleiter der Agrar Rankweil, Ing. Bernhard Nöckl. In der über 50-jährigen Geschichte wurde bereits 25 Jugendlichen die Ausbildung zum Forstfacharbeiter ermöglicht. Aktuell werden bei der Agrar Rankweil drei Lehrlinge von zwei Ausbildnern betreut. Bei

einem Mitarbeiterstand von zwölf Personen eine große organisatorische Herausforderung. „Ein Viertel unserer Mitarbeiter sind Lehrlinge, das ist sicherlich einzigartig in der Region“, erklärt Nöckl, ohne von seiner Überzeugung abzurücken: „Wir sehen unser Engagement als Zukunftsvorsorge.“

Das Lehrlings-Team der Agrargemeinschaft Rankweil: (v.l.) Betriebsleiter Ing. Bernhard Nöckl und Ing. Arthur Heel (beide Ausbildner) mit den Lehrlingen Edgar Marte, Daniel Fehr und Thomas Bertschler.


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Freitag, 29. November 2013

Rupp ist neuer Vizepräsident

Projektarbeit / Die aktive Landjugend-Arbeit des vergangenen Jahres wurde mit Gold und Silber ausgezeichnet. Gerd Sonnleitner, Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbandes, wurde zum UN-Sonderbotschafter für das „Internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe” berufen.

Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe Vergangenen Freitag hat die UNO 2014 offiziell zum Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe ausgerufen. Die Vereinten Nationen wollen damit im Jahr 2014 das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf die Bedeutung einer von Bauernfamilien getragenen Landwirtschaft für die Überwindung von Hunger und Armut, für eine gesicherte Nahrungsmittelversorgung und für die Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen richten. Mehr als 500 Millionen landwirtschaftliche Familienbetriebe in Industrie- und Entwicklungsländern produzieren Lebensmittel, die Milliarden von Menschen ernähren. In vielen Entwicklungsländern machen bäuerliche Familienbetriebe bis zu 80 Prozent aller landwirtschaftlichen Höfe aus, teilt die UNO mit. Gerd Sonnleitner, Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbandes, wurde zum UN-Sonderbotschafter für das „Internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe” berufen. „Die Bauernfamilien arbeiten hart auf ihren Höfen, um mit nachhaltiger Landwirtschaft den Verbrauchern eine möglichst intakte Umwelt und Kulturlandschaft sowie qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel liefern zu können”, erklärte Sonnleitner in einer Videobotschaft an die UN-Vollversammlung in New York. Sonnleitner zeigt sich überzeugt, dass das Modell der bäuerlichen Familienbetriebe Zukunft hat.

Gold fürs Ländle Gold und Silber gab es vergangenen Samstag für die Vorarlberger Landjugend in Alpbach in Tirol. Bei der Bundesprojektprämierung der Landjugend Österreich wurden heuer rund 30 Projekte von Landjugendlichen aus Orts-, Gebiets- und Bezirksgruppen Österreichs und ebenso sieben Landesprojekte von den Bundesländern eingereicht und bewertet.

Silber und Gold fürs Ländle Vorarlberger Euphorie und Jubel durchhallte den Festsaal des Congress Centrums, in Innsbruck als der Moderator der BestOf-Gala Lukas Schweighofer (ORF Salzburg) verkündete, dass Silber und Gold an Vorarlberg ergehen. Silber gab es für das Projekt der LJ/JB Vorderwald. Motiviert von dem Wunsch, das Thema „Vielfalt Landwirtschaft – mit Bewegung und Ernährung hautnah erleben“ den Kindern der örtlichen Volksschule näher zu bringen,

startete die LJ/JB Vorderwald vergangenen Sommer ihr engagiertes Projekt. Ziel war es, die Schüler/-innen über die Wichtigkeit und den Zusammenhang von Ernährung und Bewegung im Alltag zu informieren und die Konsumenten von Morgen auf Identität, Rationalität und Saisonalität zu sensibilisieren. Gold erhielt das Landesprojekt „Lockpfosten – wir setzen Zeichen für die Alpen“, bei dem vergangenen Sommer rund 90 Lockpfosten auf 87 Alpen Vorarlbergs aufgestellt wurden. „Zum Nachdenken anregen und den Wert der Alparbeit der Bevölkerung ins Bewusstsein zu rufen“ war das Ziel dieses Projektes, welches dank der Mithilfe zahlreicher Landjugendlicher auch geglückt ist. Broschüren über die bundesweit eingereichten Projekte sind im Landjugendreferat unter T 05574/400-130 oder E landjugend@lk-vbg.at erhältlich.

So sehen Sieger aus / Die Landesleitung freut sich über die Auszeichnung für das Landesprojekt „Lockpfosten”.

Dr. Josef Rupp ist neuer Vizepräsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Der Vorstandsvorsitzende der Rupp AG folgt damit Franz Rauch nach, der sich aus seinen Funktionen bei der Wirtschaftskammer zurückzieht. Nach 13 Jahren als Vizepräsident und 28 Jahren als Finanzreferent der Wirtschaftskammer verabschiedete sich Franz Rauch beim Wirtschaftsparlament am 20. November aus seinen Funktionen in der Wirtschaftskammer und übergab die Agenden an seinen Nachfolger Dr. Josef Rupp, der von den Delegierten einstimmig zum neuen Vizepräsidenten gewählt wurde. „Es ist für jede Organisation die größte Herausforderung, Mitstreiter und Funktionäre zu finden, die bereit sind, engagiert mitzuarbeiten. Wir brauchen starke Unternehmer-Persönlichkeiten in unserer Organisation – nur so bringen wir politisch auch Gewicht auf die Waage. Franz Rauch ist so eine Unternehmer-Persönlichkeit und ein leuchtendes Beispiel für Engagement – wie gesagt seit über 40 Jahren“, betonte Präsident Manfred Rein in seiner Laudatio für den scheidenden Vizepräsidenten Franz Rauch. Dr. Josef Rupp, Vorstandsvorsitzender der Rupp AG, ist seit 2010 Obmann-Stellvertreter der Sparte Industrie und seit 1995 Delegierter des Wirtschaftsparlaments der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Dr. Josef Rupp, Vorstandsvorsitzender der Rupp AG.


Unser Laendle KW 48