IN-direkt KW 39 September 2020

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KW 39 09 | 2020

BIO?

100% RECYCLING-PAPIER

LOGISCH!

S.4

NEU DENKEN ERWÜNSCHT Angela Mayr sitzt für die Freien Wähler im Stadtrat. Und was sie gar nicht leiden kann, ist das Wort „alternativlos.“

A

FREUDE BEI DEN FANS

S.9

Der FC Ingolstadt 04 ist in die neue Saison der 3. Liga gestartet. Und endlich sind wieder Zuschauer zugelassen.

S.14

Das THW war und ist in der Corona-Pandemie ein wichtiger Logistik-Profi. Jetzt gabs Unterstützung von Audi.

SCHLEIER DER ZEIT

S.19

Eine szenische Erlebnisführung im Stadtmuseum auf den Spuren der bayerischen Herzöginnen.

(Foto: Arzenheimer)

HILFE FÜR DIE HELFER

DIE HALLERTAUER HOPFENKÖNIGIN ZU GAST AUF DEM LGS-GELÄNDE

uf der Landesgartenschau wurde der Hopfen geerntet, auf dem Ingolstädter Rathausplatz fand die erste regionale Bio-Messe statt und am 9. Oktober beginnen in Ingolstadt die „virtuellen Tage der Nachhaltigkeit“. Alles dazu finden Sie Informationen in dieser Ausgabe von IN-direkt, die ja auch zu den regionalen Erzeugnissen gehört. AB SEITE 10

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Den Body wieder in Form bringen

Lydia Grünberg beim EMS-Training Foto: Arzenheimer

Warum Lydia Grünberg zu Bodystreet zurück gefunden hat

„Ich dachte nicht, dass ich so schnell wieder mit solchen Werten trainieren kann!“ freut sich Lydia Grünberg. Seit Juni kommt sie wieder jede Woche zum EMS-Training bei Bodystreet in das Studio Süd in der Münchener Straße. Sie hat dabei bemerkt, dass ihre Muskulatur trotz drei Jahren Pause (davor war sie über

sieben Jahre lang Bodystreet Kunde in Ingolstadt!) eine gewisse grundsätzliche „Power“ behalten hat: „Obwohl ich in dieser Zeit so gut wie nichts gemacht habe, hat der Körper einiges gespeichert.“ Deswegen musste sie mit dem Training nicht bei Null einsteigen, sondern konnte schnell wieder im Fortgeschrittenen-Modus

Das effizienteste Training weit und breit. Und das hygienischste. Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93 85051 Ingolstadt Tel.: 0841 / 99 38 99 90 Bodystreet Ingolstadt West

Friedrichshofener Str. 18 85049 Ingolstadt Tel.: 0841 / 99 34 75 00 Franchisepartner: Fitness IP GmbH

Gas geben: „Ich spüre nach jedem Training, dass etwas passiert ist!“ Fett abbauen und die Figur straffen – das ist das Ziel von Lydia Grünberg, denn in den drei Jahren ohne Bodystreet hatte sie schlichtweg zugenommen. Ein wenig schmeichelhaftes Feedback aus ihrem Umfeld war letztlich der Auslöser, wieder etwas für ihren Körper zu tun. „Ich bin aber nicht der Sportmensch, der regelmäßig ins Fitnessstudio rennt,“ gibt sie offen zu. Die Zeit dafür hat sie auch gar nicht, denn neben ihrem Vollzeit-Job als Logopädin in einer Praxis arbeitet sie zusätzlich als Bedienung im Diagonal. Das Bodystreet Studio Süd liegt direkt auf ihrem Arbeitsweg und so lassen sich 20 Minuten Training einmal die Woche optimal im engen Zeitplan unterbringen: „Das klappt ausgezeichnet!“ Apropos ausgezeichnet: Bodystreet (gegründet 2007

in München) ist inzwischen Weltmarktführer unter den EMS Boutique Fitness Studios und wurde jetzt zum 3. Mal in Folge mit dem Preis „Deutschlands bestes Fitnessstudio“ von Focus Money ausgezeichnet. Probieren Sie es aus! Vereinbaren Sie ein unverbindliches Probetraining: Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93 Tel.: 0841 / 99 38 99 90 Bodystreet Ingolstadt West Friedrichshofener Straße 18 Tel.: 0841 / 99 34 75 00

Inhaberin Iris Porstendörfer


IN diskret Biberprobleme und Problembiber von Melanie Arzenheimer

Hoppla. Jetzt hatte ich mich glatt verlesen. Was so ein kleiner Buchstabe für einen Unterschied machen kann. Das ist ja kein Biberbrater, sondern ein Biberberater, der da seinen Dienst angetreten hat. Na schön, für mich würde dieser eine Buchstabe kaum was ändern. Aber aus Sicht des Bibers sähe das wohl weitaus dramatischer aus. Dabei stelle ich mir vor, was so ein Biberberater wohl macht. Er/sie berät Biber. Das ist vermutlich wie bei einem Immobilienmakler, der ein Wohnhaus an den Mann, die Frau oder den Biber bringen möchte. Obwohl: Der Biber baut seine Buden ja lieber selbst. Also geht es eher um das Grundstück: „Wertes Ehepaar Biber, hier sehen Sie einen ausgesprochen idyllisch gelegenen Seitenarm der Schutter, ideal für Ihr Bauvorhaben. Die Materialbeschaffung im Maisfeld nebenan ist unkompliziert und nahezu barrierefrei zu bewältigen. Die Sicht auf den Sonnenuntergang – ein Traum! Und wenn Sie Nachwuchs planen, dann gibt’s hier viel Platz zur freien Entfaltung!“ Der Biberberater vereinbart

dann noch einen Termin beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt für die Familie, damit die Maximalhöhe der DIN ISO Schießmichtot zulässigen Wasser-Aufstauungen geklärt werden können. Man will mit dem Neubau an der Schutter ja nicht gleich ganz Dünzlau unter Wasser setzen. Zudem gilt es für Familie Biber viel zu beachten: Neigungswinkel des Biberbaus, Geschossund Gesamthöhe (bloß nicht höher als das Münster!), Ausgleichsflächen, Abstand zum nächsten Biber und und und. Die Verwendung von ökologischen Baumaterialien dürfte dabei allerdings selbstverständlich sein. Nach Einreichung der Pläne bei der Biberbaubehörde durch den Biberberater steht dann das Genehmigungsverfahren an. Und der Biberbauausschuss muss noch zustimmen. Auch hier ist der Biberberater als Fachmann gefragt. Und im Falle eines Problembibers muss er energisch einschreiten und das Subjekt nach Tschechien ausweisen. Ich stell mir das als total irren Job vor, diesen Biberbrater äh Biberberater.

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Alles außer alternativlos FW-Stadträtin Angela Mayr und der Mut, Projekte neu zu denken geführt werden müsse, aber nicht gewinnorientiert. In diesem Zusammenhang ist für sie die Veranstaltungs GmbH ein zweischneidiges Schwert: „Ich verstehe, warum es sie gibt, wenn es um wirtschaftliche Sicherheit, die Absicherung der Mitarbeiter, Haftungsfragen oder auch Transparenz geht. Aber sie hat auch viele Kinderkrankheiten.“ Auch hier müsse es erlaubt sein, neu zu denken.

Das Unwort nicht nur des Jahres, sondern des Jahrzehnts ist für sie der Bergriff „alternativlos“. Diese Aussicht gäbe es wirklich nur dann, wenn es um Leben und Tod gehe. Deswegen sind für Neu-Stadträtin Angela Mayr (Freie Wähler) auch Projekte, die in Ingolstadt als „alternativlos“ kategorisiert werden, durchaus diskutierbar. Da wäre beispielsweise das Kongresszentrum, eine „Altlast“, die der neue OB Christian Scharpf („Es wird sich zeigen, ob er weiter punkten kann“) mit übernommen hat: „Was passiert, wenn Audi das auf den Prüfstand stellt. Werden sie wirklich noch das erste Stockwerk übernehmen? Können wir da etwas neu denken, stornieren, verschieben?“ Mutige Entscheidungen seien jetzt gefragt und diesen Mut erwartet Angela Mayr von Stadtspitze und Stadtrat. Man müsse Projekte auf den Prüfstand stellen. Als Vorbild nennt sie Alt-OB Peter Schnell, der kurz bevor die Bagger kamen den innerstädtischen Standort für den Klinikumsneubau in Frage gestellt hatte. Als „völlig falsch“ bezeichnet Angela Mayr den geplanten Standort für die Mittelschule Nordost, denn u.a. die gefährliche Nähe zum Bahngleis, die Verkehrssituation und die eingeengte Lage („zu klein für eine Dreifachturnhalle“) sprächen dagegen. Außerdem habe man beschlossen, den zweiten Grünring nicht zu bebauen und da sollte auch keine Ausnahme gemacht werden. Die Stadträtin sähe es lieber, wenn man sich Gedanken darüber machen würde, wie man die Bestandsschulen erweitern und zusätzliches Lehrpersonal gewinnen könne. 4 - POLITIK

FW Stadträtin Angela Mayr (Foto: Arzenheimer)

Und beim Themenkomplex Theatersanierung – Neubau der Kammerspiele wünscht sie sich eine Entkoppelung der beiden Bereiche. Ein Konzept für die Sanierung des Stadttheaters sollte möglichst schnell in Angriff genommen werden, unabhängig von den Kammerspielen: „Irgendwann wird das Stadttheater nicht mehr bespielbar sein!“ Das Theaterrestaurant ist dabei auch so ein diskussionswürdiges Objekt. Vielleicht wäre es sinnvoller, die Räumlichkeiten dem Theater zuzurechnen und z.B. nur eine kleine Bar im Haus zu belassen. Zudem wäre es ihrer Ansicht nach

nötig, einen Überblick über alle verfügbaren, städtischen wie privaten Säle, Hallen etc. zu bekommen, um für die Zeit der Schließung planen zu können: „Vielleicht wäre ja das Altstadttheater an einigen Tagen in der Woche zum Beispiel für die Werkstattbühne verfügbar.“ Wovon man sich aber verabschieden sollte, sei der Wirtschaftlichkeitsgedanke. Gerade ehrenamtlich Tätige wie z.B. der Konzertverein würden etwa durch steigende Saalmieten ausgebremst. Ein städtischer Saal, eine städtische Bühne – das zählt für Angela Mayr zur Infrastruktur, die zwar wirtschaftlich

Angela Mayr ist bei der Ingolstädter Tafel, der Bürgerhilfe und im Tierschutzverein engagiert, seit 1997 ist sie Mitglied der Freien Wähler, von 2002 bis 2015 war sie Fraktionsgeschäftsführerin. Was nun auf sie als Stadträtin zukomme, war ihr daher immer klar: „Die Arbeit im Stadtrat macht Spaß!“ betont sie. „Es sind fünf Monate vorbei und keiner hat die Partei gewechselt oder eine Gruppierung verlassen,“ fügt sie schmunzelnd hinzu. Noch habe man ja wegen Corona auch nicht die Terminfülle zu bewältigen, die einen Kommunalpolitiker normalerweise ereilt. Schwierig sind für sie als Berufstätige (die ehemalige Anwältin arbeitet als Lehrbeauftragte an der Maria-Ward-Fachakademie für Sozialpädagogik in Eichstätt) allerdings die häufigen Änderungen der Sitzungstermine, seit Mai seien es bereits 14 Verschiebungen gewesen: „Und Stadtratssitzungen an einem Freitag sind für mich eine Katastrophe.“ Dass sie mit 52 Jahren das jüngste Mitglied in ihrer Fraktion ist, hält sie im Übrigen für durchaus bedenklich. „Ich finde es Schade, wenn keine jungen nachkommen,“ meint sie auch mit Blick auf andere Parteien. Schließlich ist nichts alternativlos. Auch kein Stadtratsmitglied. (ma)


Rund vierzig Teilnehmer begaben sich mit dem Fahrrad auf eine Baustellentour durch Ingolstadt (Foto: Stadt Ingolstadt / Rössle)

Tiefe Einblicke Der Stadtrat auf herbstlicher Baustellentour „Das Format macht Spaß und man ist an der frischen Luft. Daran könnten wir unabhängig von Corona festhalten,“ meinte Bürgermeisterin Dorothea Deneke-Stoll an der „Endstation“ der Baustellenfahrt bzw. Radltour des Ingolstädter Stadtrats. Angelangt in der Taschenturmstraße hatten sich zuvor rund 40 Personen aus Stadtverwaltung und Stadtrat auf den (Radl)Weg gemacht, um aktuelle Bauprojekte zu besichtigen. Sammelpunkt war der Rathausplatz, wo die Radler von Bürgermeisterin Deneke-Stoll und Baureferent Alexander Ring, der die folgenden Baustellen jeweils erläuterte, begrüßt wurden – und schon gings los. Stationen machten die Damen und Herren an der Roßmühlstraße („beinahe ein shared space“), der Lessingschule („klein und schüchtern war gestern“), dem Parkplatz an der Eichendorffstraße, der Christoph-Kolumbus-Schule („eine Baustelle, die Freude macht“), an der KiTa in der Waldeysenstraße (mit „Kin-

oben: Endstation der Tour war an der Taschenturmstraße. unten: Blick in die Baustelle am Reuchlin-Gymnasium. (Fotos: Arzenheimer)

der-Kühlung“), vor der spektakulären Baugrube des Reuchlin-Gymnsiums und zuletzt in der Taschenturmstraße. Zum Abschluss wurde dem OrgaTeam des Hauptamtes für die Organisation der Radroute gedankt. Und wer weiß, vielleicht bleiben die Ingolstädter Stadträte ja auch künftig bei ihren Baustellenbesichtigungen dem Zweirad treu. „Man sieht vieles aus einer ganz andere Perspektive,“ meinte dazu zum Beispiel Patricia Klein (ausführlicher Bericht unter www.in-direkt. de/category/stadtgeschehen/) P.S.: Womöglich ergibt sich durch diese Form der radelnden Stadtratssitzung auch ein ganz neues Bild vom Stadtrat. Eingeteilt wird nicht nach Fraktionen, sondern nach EBikern und Analogradlern. Oder nach Helmträgern und „oben ohne Fahrern“. Und der älteste Radler ist dann logischerweise automatisch ein Ältestenrad/t.

POLITIK - 5


Advent ohne Christkindlmarkt! Unsere aktuelle Frage an die Ingolstädter Parteien Die Weihnachtsmärkte stehen in Deutschland wegen Corona auch auf der Kippe. Wenn die auch nicht stattfinden dürfen, ist das für die Vieranten wieder eine Bedrohung der Existenz. Ist ein in der Innenstadt verteilter Christkindlmarkt eine Möglichkeit, die Vieranten und Gastronomen wirtschaftlich zu unterstützen? (Fortsetzung von KW37) +++++++++

Die BGI-Stadtratsgruppe begrüßt jede Möglichkeit, die Fieranten und Marktbeschicker zu unterstützen. Dazu gehört aus unserer Sicht auch ein Art Christkindlmarkt im gesamten Innenstadtbereich. Ich glaube, dass dieses Vorgehen sogar eine gute Möglichkeit ist, die Vorweihnachtszeit attraktiv zu gestalten. Denn wir können Marktstände an Stellen geneh-

migen, an denen sie sonst nicht zu finden sind. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, den Bereich um den Platz an der Hohen Schule mit Kanalstraße, Goldknopfgasse und westlicher Theresienstraße zu nutzen, um dort Adventsstimmung zu bekommen. Aber auch in der Milchstraße, der Harderstraße oder der Donaustraße sind ein paar solcher Marktstände sicherlich sehr gut aufgehoben. Wir sollten insgesamt nichts unversucht lassen und den Vorschlägen der Fieranten und Gastronomen folgen. Denn es ist aus meiner Sicht unsere Aufgabe als Kommunalpolitiker, den Fieranten Möglichkeiten zu bieten, die entgangenen Umsätze in diesem Jahr wenigstens ein bisschen aufzuholen. Wir brauchen schließlich die Marktbeschicker und Fieranten in den nächsten Jahren wieder, um schöne Volksfeste und eine romantische Adventszeit auf dem Christkindlmarkt erleben zu können. Christian Lange, BGI Stadtratsgruppe

Gefragter Wohnraum Nicht nur der Stadtrat (siehe Bericht rechte Seite) begab sich auf Baustellentour, sondern auch die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) hatte über verschiedenste Bauprojekte auf dem Stadtgebiet informiert. In einem „Cabio-Bus“ ließen sich u.a. Aufsichtsratsmitglieder und Mitglieder des Mieterbeirats von GWG Geschäftsführer Alexander Bendzko an verschiedenen Haltepunkten auf den aktuellen Stand bringen, darunter die ehemalige Flüchtlingsunterkunft in der

6 - FORUM DER PARTEIEN

Gustav-Adolf-Straße, die zur Kindertagesstätte umgebaut wird. Haltepunkte waren auch die Wohnanlage in der Fliederstraße, das GWG-Hochhausprojekt in der Stargader Straße und das inklusive Wohnprojekt in der Stinnesstraße. Die GWG verfolgt derzeit ein ehrgeiziges Bauprogramm: Von aktuell 7300 Wohneinheiten soll der Wohnungsbestand bis 2022 auf rund 8500 Wohneinheiten gesteigert werden. „Die Nachfrage ist groß,“ bestätigt Alexander Bendzko.

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Die Corona bedingten Absagen von Volksfesten und Märkten haben bei den Schaustellern und Fieranten zu großen Einnahmeeinbußen geführt. Die Durchführung des, in den vergangenen Jahren stark besuchten Ingolstädter Christkindlmarktes, wäre ein Hoffnungsschimmer für diese Berufsgruppe. Sowohl den Veranstaltern als auch den Schaustellern ist es aber klar, dass dafür ein anderes Konzept gefunden werden muss, damit die Hygienevorschriften eingehalten werden können. Ich bin überzeugt, dass die Stadt Ingolstadt in Zusammenarbeit mit den Schaustellern ein entsprechendes

Konzept vorlegen wird. Die Verteilung der Christkindlmarkstände auf einen Teil der Innenstadt wird sicher eine Möglichkeit darstellen. Ich befürchte aber, dass Glühweinstände an denen sich dutzende von Besucher eng aneinanderdrängen, keine Zulassung erhalten werden. Aber vielleicht gibt es ja auch für die Glühweinstände noch eine Lösung. Ich hoffe, sicher mit vielen Bürgerinnen und Bürgern, dass der Christkindlmarkt 2020, in welcher Form auch immer, stattfinden kann. Ein zusätzlicher Anziehungspunkt würde auch die Geschäfte und die Gastronomie in der Innenstadt beleben. Wir alle können durch die Einhaltung der Hygienevorschriften dazu beitragen, die Einschränkungen für die Durchführung des Christkindlmarktes 2020 zu minimieren. Jürgen Köhler Mitglied des Stadtrates Vorsitzender Unabhängige Demokraten Ingolstadts e.V.


Arbeitsplätze in der Automobilindustrie sichern Gemeinsame Erklärung von OB Scharpf, IG Metall und Audi-Betriebsrat Bei einem gemeinsamen Treffen von Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf, dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall, Bernhard Stiedl, und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der AUDI AG, Peter Mosch, verständigte man sich auf eine gemeinsame Erklärung zur Umweltprämie. „Als Automobilstandort setzen wir hier ein gemeinsames Zeichen. Wir wollen mit der Prämie den sicheren Übergang hin zu einer neuen Technologie gewährleisten“, so der Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, Dr. Christian Scharpf. Die IG Metall setzt sich seit Beginn der Krise dafür ein, die Kaufprämie auch auf Verbrennungsmotoren der Abgasnorm EU 6d temp und EU 6d zu beziehen. Laut Bernhard Stiedl hätte diese Maßnahme durch den Austausch älterer Fahrzeuge dazu beigetragen, den CO2- und NOX-Ausstoß der

Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI AG, OB Christian Scharpf und der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Bernhard Stiedl (Foto: IG Metall)

Fahrzeuge auf den Straßen signifikant zu senken und die Beschäftigung in den Werken und bei den Zulieferern zu sichern. „Wir erleben insbesondere in der Zulieferindustrie derzeit einen enormen Stellenabbau. Fast alle Unternehmen begründen diesen Abbau mit der schwachen Nachfrage

und Auftragslage in der Automobilindustrie. Die von uns geforderte Umweltprämie würde hier einen schnellen, unkomplizierten wirtschaftlichen Impuls liefern“, so der Erste Bevollmächtigte. Peter Mosch betonte auch die Bedingungen, die an eine Förderung gekoppelt sein sollten:

„Die staatliche Impulsprämie sollte einen Eigenanteil der Hersteller voraussetzen, und je nach Antriebsart – Elektro, Hybrid oder Verbrenner – zeitlich und in ihrer Höhe nach ökologischen Gesichtspunkten gestaffelt sein. Darüber hinaus fordern wir auch, dass diese Hilfe mit einer Garantie für Arbeitsplatzsicherung verbunden sein muss. Es darf nicht sein, dass staatliche Hilfen fließen und die Unternehmen, speziell in der Zulieferindustrie dennoch Arbeitsplätze abbauen.“ Scharpf, Stiedl und Mosch verabschieden die gemeinsame Erklärung mit dem Ziel der Arbeitsplatzsicherung für die Region Ingolstadt. Anfang Oktober werden Bernhard Stiedl und Peter Mosch diese Positionierung mit nach Berlin zu einem Gespräch mit der Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion nehmen.

Karikatur von Helmut Kaiser POLITIK - 7


Wir wollen kein Harakiri begehen Jürgen Arnold, Aufsichtsratsvorsitzender der PENNY DEL, zum Eishockey-Saisonstart 14 Clubs in die neue Saison gehen können. Das hat für uns oberste Priorität, aber nur wenn uns bis zum 2. Oktober verbindliche Zusagen vorliegen, werden wir am 13. November 2020 in die Saison starten.

Aufsichtsratsvorsitzender der PENNY DEL Jürgen Arnold (Foto: PENNY DEL)

Keine Frage: Die Teams wollen spielen. Und die Fans würden gerne live dabei sein. Aber die Corona-Pandemie bremst gerade den Zuschauersport Eishockey extrem aus. Nun haben sich die 14 Clubs der PENNY DEL im Lindner Congress Hotel in Frankfurt am Main im Rahmen einer ordentlichen Gesellschafterversammlung getroffen und über das weitere Vorgehen in der Saison 2020/21 beraten. Der Start in die neue Ligasaison ist für den 13. November geplant. Eine Garantie, dass es dann auch los geht, gibt es aber nicht. Dazu erklärt Jürgen Arnold, Aufsichtsratsvorsitzender der PENNY DEL: „Der Austausch untereinander war wichtig und konstruktiv. Aufgrund der aktuellen Vorgaben der Politik sind wir nicht in der Lage, Spieltagserlöse verlässlich zu kalkulieren. Alle Clubs wollen unbedingt spielen, aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ist dies wirtschaftlich nicht seriös darstellbar. 8 - SPORT

Alle Clubs haben im Vorfeld dieser Sitzung auf dieser Basis erneut kalkuliert. Uns fehlen für einen verantwortungsvollen Saisonstart rund 60 Millionen Euro, die wir ohne die Hilfe Dritter alleine nicht aufbringen können. Erschwerend kommt für uns hinzu, dass wir Stand heute nicht sicher mit dem Zuschuss in Höhe von maximal 800.000 Euro pro Club aus dem Konjunkturpaket planen können. Wir können und wollen kein Harakiri begehen. Vielmehr sind wir in der Pflicht, wirtschaftlich verantwortungsbewusst mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Es geht um die gesamte Liga, unsere Nationalspieler, unsere Nachwuchs- und Jugendteams, unsere Fans sowie um tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Clubs und im direkten Umfeld. Die Gespräche, die wir mit der Politik seit mehreren Wochen auf allen Ebenen führen, müssen wir in den

kommenden Tagen nochmals dringend intensivieren. Unser Ziel ist, dass wir mit allen

Selbstverständlich wissen wir, dass sich die Vorgaben zur Zuschauerauslastung in den Arenen nach der derzeitigen Testphase weiter verbessern könnten. Doch wir sowie unsere Partner brauchen im Vorfeld einer neuen Spielzeit Planungssicherheit, die aktuell nicht gegeben ist. Die Liga und die Clubs werden weiterhin in einem engen Austausch stehen und sich anhand der tagesaktuellen Geschehnisse im Rahmen der Corona-Situation abstimmen.“

v.l.n.r., Sportminister Joachim Herrmann und Bezirksrat Michael Kern (Foto: Birgit Grain)

Gratulation zum 100. Geburtstag! Die Freie Turnerschaft Ingolstadt-Ringsee e. V. feierte 100. Geburtstag. Hierzu gratulierte der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann (CSU) per Videobotschaft und signierte gemeinsam mit Bezirksrat Michael Kern (CSU) einen „GlückwunschBall“ für den Vereinsvorstand. Kern begleitete das 100-Jahre-Jubiläum als Schirmherr.


VORFREUDE AUF DAS WAS KOMMT In Ingolstadt drückt man die Daumen, dass die Zahlen der Zuschauer wieder steigen und die Zahlen der Corona Infektionen weiter sinken. Rudi Wagner jedenfalls war zufrieden: „Drei Punkte und ein großartiges Spiel, was will man mehr.“ Auf den FC Ingolstadt kommen wichtige Spiele zu. Aber

Edel-Fan Rudi Wagner war natürlich beim ersten Spiel mit Zuschauern dabei.

Endlich wieder als Fan im Stadion Zuschauer des FC Ingolstadt freuen sich, dass sie wieder live dabei sein können „Was war das schön“, so oder so ähnlich haben sich zahlreiche Anhänger des FC Ingolstadt 04 geäußert, als sie am vergangenen Spieltag gegen den KFC Uerdingen im Stadion ihre Mannschaft anfeuern durften. Einer von ihnen ist Rudi Wagner. In Ingolstadt kein Unbekannter, immerhin ist er Kulturbotschafter der Mongolei und war früher stellvertretender Leiter der Kommunalbetriebe. Rudi Wagner ist aber eben auch Fußballfreund. Und als solcher hat er eine Dauerkarte beim FC Ingolstadt. ZUM ERSTEN MAL SEIT EINEM HALBEN JAHR WIEDER DABEI Seit dem Ausbruch von Corona und den damit einhergehenden Sicherheitsmaßnahmen, waren im Audi Sportpark keine Zuschauer zugelassen. Dies traf natürlich nicht nur Ingolstadt, sondern ganz Fußball-Deutschland. Also mussten Dauerkarteninhaber, im Fall von Rudi Wagner ist es sogar eine „kleine“ VIP Karte, die Spiele ihrer

Schanzer von zu Hause aus anschauen. Umso mehr freuten sich die Zuschauer am vergangenen Spieltag, dass sie ihre Mannschaft wieder direkt vor Ort anfeuern konnten. Immerhin dauerte die „fußballlose“ Zeit fast ein halbes Jahr. HOFFENTLICH BLEIBT ES SO Rudi Wagner jedenfalls war begeistert: „Es war so wie vorher, wenngleich man natürlich einige Sicherheitsempfehlungen und Hygienehinweise beachtet musste.“ Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch, und die drei Punkte, die in Ingolstadt geblieben sind, taten ein Übriges. Die Fans im Stadion waren also sehr angetan, dass sie jetzt wieder mit dabei sein konnten. Eine Frage, die aber alle bewegte war: hoffentlich bleibt es so. Denn, steigen die Zahlen, könnte das auch das Aus für die Zuschauer im Stadion bedeuten. Natürlich hofft man nicht nur bei den Schanzern so, dass nicht weniger, sondern eher mehr Zuschauer ins Stadion dürfen.

natürlich werden die Verantwortlichen und auch die Spieler und Fans genau beobachten, wie es mit den Zuschauerzahlen weitergeht. Geht es nach Rudi Wagner, hat man, so hofft der Ingolstädter, bald wieder volles Haus. Aber egal wie, drei Punkte sind drei Punkte und so kann es auf jeden Fall weitergehen. (jh)

IN tern

Pokal flop - Liga top VON JOSCHI HAUNSPERGER Nach der Pokalbegegnung des FC Ingolstadt 04 gegen Fortuna Düsseldorf, die die Schanzer mit 0:1 verloren haben, kam es jetzt zum ersten Heimspiel in der dritten Liga. Als Anhänger der Ingolstädter Fußballer war man in der letzten Saison einiges gewohnt. Dennoch kehrte mit Tomas Oral, ein alter Bekannter an seine alte Wirkungsstätte zurück. Und was sich im Pokal andeutete, wurde in der Liga deutlich unterstrichen. Es ist wieder eine andere, eine neue, eine bessere Spielweise im Audi Sportpark eingekehrt. Anscheinend haben sich die alten Spieler mit den neuen sehr gut integriert. Und so war es auch einmal mehr schön, die Zuschauer im Ingolstädter Stadion zu sehen, die ihre Elf wieder mal anfeuern konnten. Das Ganze war im Pokal noch nicht der Fall und auch in der vergangenen Saison, zumindest in den letzten Spielen, spielte man vor Geisterkulisse, also ohne Zuschauer. Es scheint wieder was zu gehen in Ingolstadt. Allerdings wollen wir das hier nicht verschreiben. Denn vor Jahresfrist hatten wir auch schon den Eindruck, dass der FC Ingolstadt vorne mitspielen

könnte. Dies hat dann erst der alt-neue Trainer Tomas Oral wieder möglich gemacht. So ist die Überschrift im Pokal flop, in der Liga top sicherlich etwas provokant, unterstreicht aber das, was die Zuschauer gesehen haben. Trotz der Niederlage und damit des Ausscheidens im DFB-Pokal hat man ein gutes Spiel gesehen, aber eben keinen Sieg. Mit dem Sieg gegen den KFC Uerdingen in der Runde ist jetzt schon mal ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Wer also Anhänger der Schanzer ist kann sich sicher auf eine großartige Saison freuen. Naja, natürlich mit Abstrichen, denn momentan sieht es ja nicht so aus, als ob in Zukunft mehr Zuschauer reinkommen würden. Wenn man mit dem sportlichen Ohr genau zuhört, kann man auch heraushören, dass die derzeitigen Corona-Zahlen darauf hindeuten, dass auch die Zuschauer wieder zurückgefahren werden. Das hoffen wir alle nicht, aber damit muss man eventuell auch rechnen. Egal wie, die Schanzer stehen oben und das hat hoffentlich auch in neun Monaten noch bestand, egal wie viel Zuschauer dann zur Aufstiegsfeier in den Audi Sportpark dürfen. SPORT - 9


Dominik Spegel (Demeter Bio Brückenhof) wurde durch seine Hühnerbrücke bekannt.

Petra Kleine, Christian Scharpf und Dorothea Deneke-Stoll trafen am Rande der Veranstaltung auch Michael Olma vom Ingolstädter Slow Food Convivium.

Startsignal für mehr Bio-Bewusstsein Gelungene Premiere für die Bio Regio IN auf dem Rathausplatz Vom Kürbiskernöl bis zum Honig, vom Biowein über Kraut bis zum Ei – es war so einiges vertreten bei der Premiere der Bio Regio IN, die von der Stadt Ingolstadt zusammen mit der Street Art Company veranstaltet wurde. Insgesamt 18 Aussteller präsentierten sich bei herrlichem Spätsommerwetter auf dem Rathausplatz und dem Platz hinter der Sparkasse. Und zusätzlich zu all dem Verzehrbaren wurden die Besucher vor allem mit Infor-

mationen versorgt, die Verbände, Gruppierungen und Bioproduktanbieter bereit hielten. „Die Resonanz ist sehr gut,“ meinte Bürgermeisterin Petra Kleine mit Blick auf einen belebten Rathausplatz. Sie hatte die einzelnen Aussteller nicht nur begrüßt, sondern sie „erkundete“ auch im Gespräch mit ihnen die jeweilige Philosophie, die hinter den Produkten oder Initiativen steckt. Die Bio Regio IN war für die Bürgermeisterin dabei der

Am Stand von Franz Wöhrl wurde natürlich Kraut gehobelt. (Fotos: Arzenheimer)

10 - NACHHALTIGKEIT

„Kick off“ für ein klares Ziel, nämlich in dieser Legislaturperiode den Anteil von Flächen, die für den Bio-Anbau genutzt werden, in Ingolstadt zu verdoppeln. In den vergangenen drei Jahren hat diese Vermehrung schon funktioniert, in Ingolstadt gibt es inzwischen 16 Öko-Betriebe. Damit diese Betriebe aber auch von ihren Produkten leben können, muss die Nachfrage erhöht werden und der Kunde auch zum Produkt

kommen (oder umgekehrt). Hier kann laut Petra Kleine die Stadt tätig werden: „Die Verbraucher benötigen aktuelle, übersichtliche und einfache Informationen, wo sie was bekommen. Dazu müssen wir ein Netz aufbauen und die Vermarktung verbessern.“ So eine Messe mitten in der Stadt ist ein Anfang, damit sich Verbraucher im Bio-Dschungel zurecht finden können (ausführlicher Bericht unter www. in-direkt.de). (ma)

Das Netzwerk IN-Zukunft stellte sich vor. Darin engagiert sind u.a. Christina von Frankenberg, Paul Fuchs und Roland Meier


Ausgezeichnetes Brückenbauwerk „Little Highline“ Gartenamt der Stadt Ingolstadt ist Sieger beim Husqvarna-Förderwettbewerb Erst im Frühjahr ist die „Little Highline“, die vom Gartenamt Ingolstadt umgestaltete Brücke über die Römerstraße, eingeweiht und jetzt ausgezeichnet worden. Mit der Ehrung werden erfolgreiche Grünkonzepte in Städten hervorgehoben. Das Gartenamt hatte sich letztendlich gegen fünf weitere Finalisten durchgesetzt und kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro freuen. „Das zeigt, dass wir mit kleinen Projekten viele Themen aufgreifen können, die aktuell sind“, so Gartenamtsleiter Ulrich Linder und spielt auf den aktuell stattfindenden Klimawandel und die sinnvolle Nutzung von Freiräumen an. Schon lange dient die einstige Eisenbahnbrücke im Nord-Os-

ten der Stadt als Fuß- und Radfahrer-Steg und als Wegeverbindung. Linder sei auch stolz darauf, dass bei den Planungen und bei der Gestaltung die Bürger mit einbezogen wurden.

Der Name „Little Highline“ stammt übrigens aus der Inspiration durch den New Yorker High Line Park, einer zum Grünzug umgebauten ehemaligen Hochbahn-Trasse. Das

Genial regional

Frische e h c i l r Natü er Region! aus d

warum in die Ferne schweifen… verleihen, stammen vom sonnenverwöhnten Bodensee. „Bei der Auswahl unserer Lieferanten achten wir darauf, dass sie so regional wie möglich produzieren“, so Stefan Herz, Nordbräu Braumeister. „In die Flasche kommt nur das Beste vom Besten. Pro Jahr werden 870.000 Liter Direktsaft, also die Königsklasse der Fruchtsäfte, angeliefert und zu 3,5 Mio. Flaschen Saftschorle bei uns verarbeitet, erklärt Stefan Herz. Damit die Ingolstädter nicht nur zur Erntezeit in den Genuss gesunder Schorlen kommen, sondern sich das ganze Jahr über an den Vitaminbomben erfreuen können, werden die Produkte gekeltert, also auf natürliche Art und Weise haltbar gemacht. In einem Fruchtsaft dürfen keine Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten sein, vielmehr entspricht der Fruchtgehalt vollen 100 Prozent. Dies alles macht aus unseren Saftschorlen eine gesunde Erfrischung!“

Ihre fruchtige Vielfalt

© stockphoto-graf | stock.adobe.com

…wenn das Gute liegt so nah. Überall springen sie uns aktuell ins Auge: Die rot leuchtenden, prallen Äpfel, die in diesen Tagen geerntet werden. Ein Großteil der Ernte wandert direkt vom Baum in die Kelterei. Dort werden die Äpfel gewaschen, gepresst und anschließend sofort abgefüllt. Diese kurzen Transportwege garantieren ein gesundes Plus an Vitaminen und Mineralstoffen – und schonen gleichzeitig die Umwelt. Auch die JesuitenQuelle steht für natürliche Frische aus der Region. Das zu Nordbräu gehörende Unternehmen produziert seit mehr als 25 Jahren das gleichnamige Mineralwasser - und zwar am Stammsitz in Oberhaunstadt. Das Mineralwasser wird aus einer Tiefe von fast 100 Metern gefördert und anschließend direkt am Quellort abgefüllt und verkauft. Die Äpfel und Birnen z.B., die den Saftschorlen der JesuitenQuelle ihren fruchtigen Geschmack

Besondere an der umgestalteten Brücke ist, dass sie nicht nur die Wohngebiete links und rechts der Römerstraße verbindet, sondern auch ein Ort zum Verweilen ist. So kann man zum Beispiel auf der vierzig Meter langen Bank aus Beton und Holz sitzen, liegen, sich ausruhen, den Blick in die Ferne schweifen lassen oder einfach den Verkehr beobachten. Diese Funktionalität, Ästhetik und der ökologische Wert waren für das Preisgericht ausschlaggebend, den ersten Preis an das Gartenamt zu vergeben. Eine positive Nachricht für Gartenamtsleiter Ulrich Linder, der erst kürzlich Beschädigungen durch Vandalismus an der Anlage feststellen musste.

noch mehr unter www.jesuitenquelle.de NACHHALTIGKEIT - 11


Virtuelle Tage der Nachhaltigkeit 2020 Mitmachen und das Ingolstadt von Morgen jetzt gestalten #ichbinIN Bereits zum vierten Mal finden in Ingolstadt die Tage der Nachhaltigkeit statt – heuer wegen der Corona-Pandemie ausschließlich in virtueller Form. Von Freitag (9. Oktober) bis Sonntag (11. Oktober) können sich alle interessierten Bürger in Livestreams über die aktuellen Nachhaltigkeitsentwicklungen in der Region und über die globalen Herausforderungen informieren oder sich am Samstag von 10.30 bis 17.30 direkt mit lokalen Nachhaltigkeitsakteuren in virtuellen Workshops und Vorträgen austauschen. Eröffnet werden die Tage der Nachhaltigkeit am Freitag, den 9. Oktober von Oberbürger-

meister Dr. Christian Scharpf sowie mit einem Grußwort des Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, Dr. Werner Schnappauf, welcher bereits als Bayerischer Umweltminister die Visionen für Ingolstadt eng begleitet hat. Die abendlichen Diskussionsrunden gehen insbesondere den Fragen auf den Grund, was Wirtschaft und Wissenschaft aber auch jede einzelne Person im Alltag beitragen kann, um die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen zu erreichen. Angelehnt an die SDGs greifen die Nachhaltigkeitstage diese

Ziele auf und behandeln nicht nur einseitig Umwelt- und Klimathemen, sondern betrachten umfassend auch Themen wie Kultur und Bildung: „Wie schaffen wir Perspektiven für kommende Generationen?“ und „Wie erhalten wir zukunftsfähige Strukturen?“ und natürlich auch „Wie geht es mit der Nachhaltigkeitsagenda Ingolstadt weiter?“ sind beispielhaft zu nennen. Wer sich aktiv am Geschehen beteiligen, mitdiskutieren und die Zukunft selbst mitgestalten will, nimmt an den Workshops am Samstag (10. Oktoner 2020) teil. Familien, Kinder und Jugendliche kommen nicht zu kurz. So werden zum Beispiel

eine virtuelle Schnitzeljagd, Informationen zu nachhaltigen Kitas, ein Recyclingworkshop oder Geschichten aus der Mythologie angeboten, die erahnen lassen, dass Nachhaltigkeit bereits vor mehreren tausend Jahren von Bedeutung war. Die Anmeldung zu den Workshops ist auf der Webseite nachhaltigkeit.ingolstadt.de möglich. Hinweis: Im Anschluss an die Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung mit allen Zugangslinks zu den Workshops und Vorträgen für die Tage der Nachhaltigkeit, sodass Sie sich auch nach Ihrer Anmeldung noch in andere Beiträge einloggen können.

Hopfenernte auf der Landesgartenschau Durch die Verschiebung der LGS ergibt sich nun eine süffige Gelegenheit „Es hat sich ein Zeitfenster aufgetan, das wir ohne Corona nicht hätten,“ erklärte Erich Lehmair von der HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft auf dem Gelände der Landesgartenschau. Dass man den Hopfen, der im vergangenen Jahr für den Ausstellungsbereich des Vereins Inspiration Landwirtschaft angepflanzt wurde, nun auch ernten kann, wäre mit Publikumstrieb nämlich gar nicht möglich gewesen. Ohne Besucher siehts jetzt ganz anders aus: Die Hallertauer Hopfensorten Ariana und Hallertau Blanc haben sich bestens entwickelt und wurden nun von Hopfenbauer Johannes Schönauer aus Rohrbach und Garten- und Landschaftsbauer Tobias Pesl geerntet – und das wie in den 1970er Jahren, also noch ohne Abreißgeräte. Wie das Hopfenzupfen funktioniert, demonstrierten zwei kö12 - NACHHALTIGKEIT

v.l.n.r. stehend: Braumeister Peter Kraus, Hans Schranner, Dr. Erich Lehmair (Vorstand der HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft e.G.), Tobias Pesl (Garten- und Landschaftsbauer), Eva Linder (Geschäftsführerin der Landesgartenschau Ingolstadt) und Hopfenbauer Johannes Schönauer, sitzend: Weißbierkönigin Kathrin Gerhard und die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Hagl (Foto: Arzenheimer)

nigliche Hoheiten: Die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Hagl und die Herrnbräu-Weißbierkönigin Kathrin Gerhard zupften die Dolden von der Pflanze - und das unter den wachsamen Augen von Hans Schranner aus Geisenfeld, Hop-

fenexperte und Aktivposten, wenn es um die Bewahrung der Hopfen-Historie geht. Frisch gezupft ging es für knapp 50 Kilogramm Hopfen zunächst nach Rohrbach auf den Hof von Johannes Schönauer. Dann nimmt sich die Brauerei Herrn-

bräu – genauer Braumeister Peter Kraus – der Sache an. „Ich habe in den Rezeptbüchern gekramt. Mir schwebt etwas mit Münchner oder Wiener Malz vor.“ Gebraut wird es vermutlich im kleinen Sudhaus im Gasthaus Daniel und das erste Fassl dürfte im Februar oder März rechtzeitig vor dem Start des Landesgartenschau angezapft werden. „In diesem Fall haben wir ein Jahr gewonnen,“ freute sich LGS-Geschäftsführerin Eva Linder. Die Corona-Pause hat die Ingolstädter Bierlandschaft bereichert und auch die Landesgartenschau: „Es gibt die Idee, einen Tag des Bieres auf der Gartenschau zu veranstalten und das mit dem Besuch der Landwirtschaftsministerin zu verbinden.“ Bis dahin hat das Bier vermutlich auch einen Namen. Vorschläge sind jederzeit willkommen. Prost!


Stadt Ingolstadt

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Machen Sie mit!

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Programm

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Nachhaltigkeit 2020

10.00 – 17.30 Uhr Interaktive Vorträge & Workshops

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oder nutzen Sie unsere zeitunabhängigen Angebote.

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Programm und Anmeldung: nachhaltigkeit.ingolstadt.de

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Künstliche Intelligenz eigentlich mit Nachhaltigkeit zuStadt tun?Ingolstadt – Direktorium Impressum Diskussionsrunden zur globalen Verantwortung – Welchen Impulse von Prof. Dr. René Schmidpeter (CASM) und Prof. Dr. Rathausplatz 2, 85049 Ingolstadt Stadt Ingolstadt – Direktorium E-Mail: nachhaltigkeit@ingolstadt.de 0.30 Uhr Abendveranstaltung im LivestreamEinzelne Christian Stummeyer mitkann anschließender Diskussion gebenund welche Möglichkeiten Beitrag leisten Rathausplatz 2, 85049jede/r Ingolstadt Fotos: Stadt Ingolstadt einen Einblick. In Kooperation mit ft & Wissenschaft für eine nachhaltige Zukunft E-Mail: nachhaltigkeit@ingolstadt.de

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Audi spendet 20 000 Euro an das THW Ingolstadt Ortsverband Ingolstadt schaffte mit dem Geld einen neuen Gabelstapler an Auch so ein „robuster Typ“ wie ein Gabelstapler kommt in die Jahre. Und wenn es mehr als 30 Jahre sind, dann wird es Zeit für einen jüngeren, kräftigeren Kollegen: Der THW Ortsverband Ingolstadt kann sich seit einigen Wochen über eine wichtige Verstärkung im Fuhrpark freuen. „Wir haben den neuen Gabelstapler dringend benötigt,“ erklärt Siegfried Schymala, der stellvertretende Ortsbeauftragte. Abladen, umschichten, aufladen – gerade in der Corona-Krise ist das Technische Hilfswerk als LogistikProfi im Dauereinsatz gewesen (und ist es zum Teil immer noch). Der Ingolstädter Ortsverband hat über 2000 Einsatzstunden geleistet und dabei mehr als 6000 Kilometer mit

fehlten die finanziellen Mittel. Da kam dem THW die AUDI AG zur Hilfe.

V.l.: Stefan Huber (1. Vors. Förderverein), stellv. Ortsbeauftragter Siegfried Schymala, Ute Röding (Leiterin Corporate Citizenship AUDI AG) und Wenzel Smidl (2. Vors. Förderverein) (Foto: Arzenheimer)

den Einsatzfahrzeugen zurück gelegt. Schutzausrüstungen, Desinfektionsmittel und mehr galt es aus einem zentralen La-

ger abzuholen und weiter zu verteilen. Der alte Gabelstapler ist dabei an seine Grenzen geraten. Aber für einen neuen

Das Unternehmen spendete 20 000 Euro aus seinem Corona-Soforthilfeprogramm an den THW Förderverein, der das Geld umgehend für die Anschaffung eines neuen Gabelstaplers verwendete. Mit der Spende würdigt Audi das große Engagement des Ingolstädter THW, das sich auf die gesamte Region und darüber hinaus erstreckt. Bei der Spendenübergabe würdigte Ute Röding, Leiterin Corporate Citizenship bei der AUDI AG, das Engagement der ehrenamtlichen Helfer und wünschte ihnen, dass sie jederzeit gesund aus den Einsätzen zurückkehren. (ma)

Mission: Naturschutz Neue Biberberater und Naturschutzwächter im Einsatz Bürgermeisterin Petra Kleine hat drei neuen Biberberatern und einer neuen Naturschutzwächterin ihre Berufungsurkunden überreicht. Nach der Ausbildung bei der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen und der abgelegten Prüfung unterstützen die vier Ehrenamtlichen nun die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Ingolstadt. Biberberater sind unerlässlich bei Fragen zum Bibermanagement, insbesondere bei Konflikten und der Suche und Umsetzung von Lösungen. Hier sind nicht nur gute Ortskenntnisse, sondern auch Gesprächsbereitschaft mit den Betroffenen notwendig. Naturschutzwächter informieren die Bürgerinnen und Bürger vor Ort über den richtigen Umgang mit der Natur und überwachen die Einhaltung der Naturschutzgesetze. Sie haben 14 - GESELLSCHAFT

die Aufgabe, Verstöße gegen das Naturschutzrecht in der freien Natur festzustellen, zu verhüten und zu unterbinden. Biberberater und Naturschutzwächter sind ehrenamtliche Mitglieder der Unteren Naturschutzbehörde und erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. WEITERE FREIWILLIGE GESUCHT

Von links: Mario Meier-Gutwill (Sachgebietsleiter Naturschutz/UNB, Umweltamt), Iryna Rakitchenkova (Biberberaterin), Umweltamtsleiterin Birgit Müller, Markus Spieß (Biberberater), Manuela Meyer (Naturschutzwächterin), Bürgermeisterin Petra Kleine und Ralph Zange (Biberberater) (Foto: Stadt Ingolstadt / Rössle)

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit z. B. als Hornissenberater/in, Naturschutzwächter/in oder Biberberater/in hat, kann sich bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Ingolstadt melden (Daniela Reinhard, Telefon 0841 305-2577 oder Mario Meier-Gutwill, Telefon 0841 305-2553 oder per Mail an: naturschutzwacht@ingolstadt. de).


Ein wegweisender Barfußpfad Außergewöhnliches Projekt an der Sir-William-Herschel-Mittelschule Planen, gemeinsam anpacken, machen – und die Sache auch durchziehen. Der Barfußpfad an der Sir-William-HerschelMittelschule im schuleigenen Garten (ein herrliches Plätzchen!) ist so ein „Wir-Projekt“, das über die reine „Bautätigkeit“ hinaus für Motivation und ein Erfolgserlebnis bei den Schülern sorgte. Angepackt haben dabei auch die Jungs der Sozialen Trainingsklasse“ (STK), die von Lehrerin Claudia Majehrke geleitet wird. Unterstützt wurde das Projekt von Bianca Vormstein, Mitarbeiterin des Amts für Jugend und Familie. Sie begleitete als Sozialpädagogin der Sozialen Trainingsklasse das Vorhaben von der Planung bis zur Fertigstellung und freute sich nun zusammen mit Claudia Majehrke über die „Inbetriebnahme“, bis zu der es ein arbeitsreicher Weg war. Nicht zuletzt, weil die Barfußpfad-Baustelle im Frühling teilweise zerstört worden ist. „Am besten ist der Sand,“ waren sich die Schüler bei der offiziellen „Erstbegehung“ des Barfußpfades einig. Kitzelig hingegen wird es, wenn man sich auf kleine Steine oder Holzschnitzel begibt. Aber das ist ja so gewollt. Die Schüler hatten ihre Ideen in die Planung eingebracht, die passenden Materialien ausgewählt und das Projekt zusammen verwirklicht – inklusive Baggereinsatz von Thomas Klement, Konrektor der Schule, der die Nachwuchs-Gartengestalter tatkräftig unterstützt hat. Rundhölzer wurden längs gelegt, Felder wurden mit Kies, Sand, Erde gefüllt und mit dicken Baumstämmen bestückt. Auch die Schüler der PraxisKlasse haben besonders bei den Aufräumarbeiten fleißig mitangepackt. „Dieses Projekt unterstützen wir gerne,“ erklärte dazu Sparkassenvorstand Jürgen Witt-

v.l. Leiter des Amtes für Jugend und Familie Oliver Betz, Schul- und Kulturreferent Gabriel Engert, Sparkassenvorstandsvorsitzender Jürgen Wittmann, Schuldirektor Norbert Mair und Bianca Vormstein (Amt für Jugend und Familie) mit Schülern der „Sozialen Trainingsklasse“ (STK) (Foto: Arzenheimer)

mann, „es ist wichtig, dass das Wir-Gefühl gestärkt wird. Herzlichen Dank, dass Sie sich darum gekümmert haben!“ Ermöglicht wurde der Barfußpfad durch 900 Euro aus der Gewinnausschüttung der Sparkasse Ingolstadt-Eichstätt an die Stadt Ingolstadt. Ab sofort können alle Schüler der Sir-William-HerschelMittelschule den Barfußpfad nutzen und dabei laut Schulleitung wertvolle Erfahrungen machen: • mit Engagement und Einsatzfreude, Motivation und Durchhaltevermögen kann miteinander ein gemeinsamer Plan umgesetzt werden, d.h. etwas anfangen und es auch zu Ende bringen, was sonst nicht immer selbstverständlich ist und dabei positive Rückmeldung erhalten, genau das schafft Befriedigung; • die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme, Rücksichtnahme und der respektvolle Umgang miteinander stärken das „WIR“-Gefühl, das wirkt sich wiederum förderlich auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins aus; • die Kreativität und die Gestaltungsfähigkeit der Schü-

ler werden gefördert; • durch Barfußlaufen werden besondere Sinneseindrücke und die damit verbundene

Entspannung erlebt, • die Gesundheit und Bewegungskompetenz werden gefördert.

openheart Workshop

Vertrauen & Loslassen

3. Oktober in Ingolstadt mit Nadine & Margrit Wie kannst du in den Zeiten der Veränderung loslassen, damit etwas Neues in deinem Leben entsteht? Was brauchst du, um dich nicht in den Gefühlen von Angst, Wut und Hilflosigkeit zu verlieren und stattdessen zu erkennen, was dich weiterbringt und stärkt? In diesem Workshop erforschen wir das Bedürfnis nach Zugehörigkeit & Individualität, eigenen Wahrheiten, sowie Prägungen und Gefühlen. Entdecke deine Präsenz & finde deine innere Stärke. Datum: 3. Oktober 2020 • 10 - 17 Uhr • Ort: Theresienstraße 19 • 85049 Ingolstadt • Early Bird 108 € bis 22.9.20 danach 124 € Nadine Burkatzki • nadine@openheart-training.de Mobil: 0151-15 678 362 • www.openheart-training.de

GESELLSCHAFT - 15


Bearbeitung von Bürgeranliegen Erledigungen in den Rathäusern und Dienststellen nach wie vor nur mit Termin Die aktuellen Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie bleiben bestehen. So sollen weiterhin die Wartebereiche der Rathäuser und Dienststellen entlastet und unnötige Kontakte vermieden werden. Aus diesem Grund darf auch zukünftig nur die Rathäuser und Dienststellen wie zum Beispiel die Führerscheinstelle betreten, wer vorab telefonisch oder online einen Termin vereinbart hat.

TERMINVERGABE ONLINE Unter ingolstadt.de/termin können mit wenigen Klicks individuelle Termine für das Bürgeramt, das Ausländeramt, das Straßenverkehrsamt, das Wohnungsamt, das Jobcenter sowie für das Corona-Testzentrum vereinbart werden. Dabei wählt man über Formulare einen der als verfügbar angezeigten Termine.

Die Rathäuser und Dienststellen der Stadt Ingolstadt dürfen weiter nur mit Termin und mit Mund-Nasen-Bedeckung betreten werden.

Es ist jedoch auch weiterhin möglich, Termine per E-Mail oder telefonisch zu vereinbaren. Eine Liste der Ansprechpartner der städtischen Ämter und Dienststellen ist ebenfalls auf der Website der Stadt Ingolstadt zu finden. Die Nummer für die telefonische Kontaktaufnahme lautet: 0841-305-0. Sollte die Nummer des jeweiligen Sachbearbeiters bekannt sein, können hier auch Termine direkt vereinbart werden. RECHTZEITIGE PLANUNG Um keine Fristen zu versäumen oder ausgebuchte Termine zu Stoßzeiten zu vermeiden, sollte man sich rechtzeitig mit der Planung des Besuchs des jeweiligen Ansprechpartners befassen. Die Stadtverwaltung weist

auch darauf hin, dass Besucher kurz vor dem Termin das Rathaus oder die Dienststelle betreten sollten. So werden lange Warteschlangen am Eingang und in den Wartebereichen vermieden. Zur persönlichen Vorsprache in den städtischen Einrichtungen sind ausschließlich Personen berechtigt, die sich nicht in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten aufgehalten haben, keine behördliche Quarantäne verordnet bekommen haben und auch sonst keine grippalen Krankheitssymptome aufweisen. Natürlich gelten auch hier die allgemeinen Hygienevorschriften, die die Desinfektion der Hände bei Betreten eines Gebäudes und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. (id)

Ein Schwimmbadbesuch in Zeiten von Corona Zeitfenster und Online-Registrierung sorgen für bestmöglichen Schutz Auch wenn der Himmel trüb wird und die Temperaturen ins Herbstliche sinken, können alle Wasserratten und Bahnenzieher in Ingolstadt weiterhin dem Schwimmsport nachgehen. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie erfolgt dies allerdings unter strengen Maßnahmen eines eigens erarbeiteten Hygienekonzeptes, um den bestmöglichen Schutz aller Badegäste und Mitarbeiter/-innen zu gewährleisten. Um die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, werden vorerst maximal 75 Besucher zeitgleich das Sportbad Ingolstadt nutzen können. Im Saunabereich ist die Zahl der Besucher auf 9 Personen zeitgleich

beschränkt. Die regulären Öffnungszeiten sind in Zeitfenster unterteilt.

system erhalten die Badegäste an der Kasse, nach Erwerb

einer regulären Eintrittskarte, Zugang zum Sportbad und der Sauna. Die Zugangsberechtigung gilt nur für den gebuchten Zeitraum. Dieses Vorgehen gilt auch für Halbjahreskartenbesitzer und Geldwertkarteninhaber. Gäste, die ihre Buchung nicht wahrnehmen können, werden dringend gebeten, ihre Reservierung über den Link in der Bestätigungsemail zu stornieren, um anderen Schwimmbegeisterten die Chance auf einen Besuch im Bad zu geben.

In den Pausen zwischen den buchbaren Zeitfenstern wird das Bad geräumt und anschließend durch Richard Becker und seine Kollegen desinfiziert. (Foto: Stadtwerke Ingolstadt)

Und so schaffen wir es gemeinsam, auch in diesen besonderen Zeiten im Herbst und Winter sportlich aktiv weiter zu schwimmen. (id)

ONLINE-REGISTRIERUNG NÖTIG

Um lange Warteschlangen vor dem Sportbad Ingolstadt zu vermeiden, müssen sich Besucher/-innen des Sportbades und der Sauna auch weiterhin vor dem Besuch online unter https://sw-i.de/freizeit/online-reservierung registrieren. So kann eine möglichst schnelle und lückenlose Kontaktrückverfolgung im Falle einer COVID-19-Infektion erfolgen. Nur mit der ausgedruckten oder digitalen Reservierungsbestätigung aus dem Online-

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Rutschgefahr Herbstlaub Straßen und Gehwege müssen frei bleiben Der herbstliche Laubfall gehört zum Kreislauf der Natur und die Bäume in der Stadt verbessern das Kleinklima und tragen zum Wohlbefinden bei. Besonders für Kinder und Spaziergänger ist die Farbenvielfalt eine Freude. So schön das bunt schillernde Laub auch aussieht, birgt es doch Gefahren wenn die Blätter und Früchte von Straßen und Gehwegen nicht entfernt werden. Laubfreie Straßen und Wege sind nicht nur eine Frage der Sauberkeit, sondern vor allem eine Frage der Verkehrssicherheit. Gerade bei starkem Regen und Wind fällt es schnell in großen Mengen von den Bäumen. Ist der Boden nass, kann die Fahrbahn zur unfreiwilligen Rutschpartie für Fußgänger und Radfahrer werden. Besonders für ältere und gehbehinderte Menschen ist es wichtig, dass die Gehwege gefahrlos benutzt werden können. STÄDTISCHE AUFGABE

Öffentliche Hauptstraßen und Straßen, die an der kommunalen Straßenreinigungsanstalt angeschlossen sind, sowie Hauptverkehrsradwege werden von den Mitarbeitern der Kommunalbetriebe das ganze Jahr über gereinigt. Die Reinigung umfasst regelmäßiges Kehren sowie die Entfernung von Wildkrautbewuchs und Laub. Für diese Aufgabe sind die Kommunalbetriebe im Auftrag der Stadt unterwegs. Ein Straßenverzeichnis der Straßenreinigungsanstalt regelt dabei das zu reinigende Anschlussgebiet. ANLIEGERPFLICHTEN

Aber wer reinigt die restlichen Straßen in Ingolstadt? Das ist über die kommunale Reinigungs- und Sicherungsverordnung geregelt. Sie sieht vor,

Laub darf nicht einfach in den Rinnstein oder den Gulli gekehrt werden. Gemischter Kehricht, auch wenn Laubblätter dabei sind, gehört in die Restmülltonne. Reines Laub kann über die Biotonne entsorgt werden. (Foto: INKB)

dass die Anlieger selbst für die Reinigung von Gehwegen und Straßen, vor allem in Wohngebieten, zuständig sind. Sie sind verpflichtet, die Gehwege vor ihren Grundstücken sauber zu halten und, sofern ihre Straße nicht planmäßig von der kommunalen Stadtreinigung gesäubert wird, auch die Fahrbahn bis zur Stra-

ßenmitte. Dabei ist es egal, ob das Laub von den eigenen oder von anderen Bäumen und Sträuchern stammt. Je nach Bedarf sollen die Straßen und Gehwege regelmäßig gekehrt und Wildkrautbewuchs entfernt werden, im Herbst sogar mindestens einmal wöchentlich. Weitere Informationen sind unter www.in-kb.de/rei-

nigung zu finden. Dort können Anlieger erfahren, wer in welchem Umfang zuständig ist. Der konkrete Handlungsbedarf ergibt sich aus der Reinigungsklasse der Straße und den Regelungen der Satzung. Auskünfte geben auch die Mitarbeiter der Kommunalbetriebe unter der Telefonnummer (0841) 305-37 41.

Gelber Sack – Nahrungsquelle für Tiere

Der Inhalt der Gelben Säcke lockt immer wieder Tiere an, die sich eine sichere Nahrungsquelle erhoffen. Sie reißen die Säcke auf und kriechen hinein. Bei den kleinen Igeln ist das fatal, da sich die Stacheln verheddern und die kleinen Nager nicht mehr aus dem Sack herauskriechen können. Bei Ratten sieht es anders aus. Sie finden den Weg wieder aus dem Sack, suchen sich aber in der Nähe eine Brutstätte. Dieses Problem ist jedoch oftmals hausgemacht, denn vielerorts werden die Säcke viel zu früh an den Straßenrand gestellt oder sie werden bis zur nächsten Abholung ohne Lagerraum für jegliche Tierarten offen zugänglich gelagert. Deshalb die Empfehlung der Abfallberater an alle Bürger, die Gelben Säcke für die Abholung so spät wie möglich an die Straße zu stellen. Die gefüllten Säcke können bis dahin geschützt in abgeschlossenen Gitterboxen oder ähnlichen Behältnissen oder in der Garage gelagert werden. Auskünfte geben auch die Abfallberater der Kommunalbetriebe unter der Telefonnummer (08 41) 305-37 21.

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MVA heißt neue Azubis willkommen Die MVA setzt darauf ihre eigenen Fachkräfte auszubilden Neben dem Betrieb einer hochtechnischen Anlage und einer ständigen Innovationsbereitschaft ist es der Mitarbeiter, der für den Erfolg des Zweckverbands Müllverwertungsanlage steht. Darum legt der Betrieb viel Wert auf eine qualifizierte Ausbildung und bildet jedes Jahr junge Nachwuchskräfte aus. QUALIFIZIERTE MITARBEITER FÜR EINE HOCHKOMPLEXE ANLAGE

Die Müllverwertungsanlage Ingolstadt hat eine Doppelfunktion – Sie ist Entsorger und zugleich Energieerzeuger. Eine fortschrittliche technische Ausstattung und ein motiviertes, fachlich sehr gut ausgebildetes Team sind wichtig für die Bewältigung dieser Aufgabe. Eine gute Ausbildung bildet den Grundstein

dazu. Auch dieses Jahr bietet die MVA jungen Menschen aus der Region eine berufliche Chance und freut sich seit dem 01.09.2020 einen Elektroniker mit Fachrichtung Energie-/ Gebäudetechnik und zwei Kaufleute für Bürokommunikation ausbilden zu dürfen. AUSBILDUNG MIT ZUKUNFTSAUSSICHTEN

Nur wenige technische Anlagen sind so komplex wie eine Müllverbrennungsanlage. Vielfältige und abwechslungsreiche Ausbildungsplätze stellt der Zweckverband nicht nur im Anlagebereich. Auch in der Verwaltung erfüllt die Ausbildung Erwartungen an eine fortschrittliche Büroorganisation. Und eine Ausbildung beim Zweckverband bietet eine sichere Perspektive: Nach Abschluss der Ausbildung können nahezu alle Gesellen und Berufsstarter in ein festes

(v.l.) Die neuen Auszubildenen Ben Yüce, Julia Graf und Niclas Filser mit ihren Ausbildern Reinhard Meier und Georg Schmalzl. (Foto: MVA)

Arbeitsverhältnis men werden.

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WEG VON ALTEN ROLLENKLISCHEES

Alte Rollenbilder gibt es auch 2020 noch am Arbeitsplatz: Aus diesem Grund ist die MVA besonders stolz, dass im letzten Jahr die erste Elektronikerin Ihre Ausbildung beim Zweckverband erfolgreich abschließen konnte. Dieses Jahr stellt sich ein junger Azubi als Kaufmann für Bürokommunikation dem typisch weiblich

besetzten Rollenbild entgegen. „Wir sehen es als unsere Verantwortung, jungen Menschen die Chance einer fundierten Ausbildung zugeben und damit den Weg hin zu einer beruflichen Zukunft zu eröffnen. Von deren Wissen und Ideen profitiert der Betrieb bereits in wenigen Jahren“, so der kaufmännische Leiter der MVA Ingolstadt, Reinhard Meier, der den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg bei der Ausbildung wünscht. (id)

Laptops übergeben Schulen verleihen Geräte an Schüler Bürgermeisterin Dr. Dorothea Deneke-Stoll und Kulturreferent Gabriel Engert haben die ersten 25 von 80 Laptops für bedürftige Schüler an Norbert Mair, Rektor der Sir-WilliamHerschel-Mittelschule übergeben. Im ersten Schritt erhalten die Real-, Mittel- und Berufsbildenden Schulen die ersten 300 Leihgeräte. Die Schulen entscheiden selbst, an welche Schüler und wie lange die Laptops ausgeliehen werden. “So wollen wir mehr Ausbildungsgerechtigkeit schaffen”, so Deneke-Stoll bei der Übergabe. Insgesamt hat die Stadt Ingolstadt 1.300 Geräte geor-

dert. Das Budget in Höhe von 900.000 Euro stammt unter anderem aus einem Förderprogramm des Bayerischen Kulturministeriums. Ziel des zwischen Bund und Ländern vereinbarten Förderprogrammes ist es, für die Fortdauer eins phasenweisen erforderlichen Lernens zu Hause in Zeiten Corona-bedingter Schulschließungen möglichst vielen Schülern die Teilnahme am Homeschooling zu ermöglichen. “Wir haben während der Zeit der geschlossenen Schulen viele Schüler nicht erreichen können. Die waren vom Schul-

18 - STADT INGOLSTADT | ANZEIGE

Übergabe der Laptops. v.l.: Maria Bürkl, Städtisches Schulverwaltungsamt, Norbert Mair, Rektor Sir-William-Herschel-Mittelschule, Karl Fumy, IT-Abteilung, Edmund Rieger, Staatliches Schulamt, Gabriel Engert, Kulturreferent und Dr. Dorothea Deneke-Stoll, Bürgermeisterin. (Foto: Foerster)

betrieb abgeschnitten”, so Schulleiter Norbert Mair bei der Übergabe der Leihgeräte. Die Schüler sollen nun möglichst rasch den Umgang mit den Laptops lernen, um im

Fall der Fälle dann tatsächlich von zu Hause aus dem Unterricht folgen zu können. Kulturreferent Gabriel Engert bezeichnet die Anschaffung der Laptops auch als Investition in die Zukunft. (mf)


Was für ein Theater in der Sparkasse Das Altstadttheater zeigt „Anderthalb Meter“ in einer Indoor-Version Nach dem großen Sommertheater-Erfolg hat die bisherige Open Air-Produktion „Anderthalb Meter“ einen neuen Spielort gefunden: an sechs Terminen wird die charmante Komödie im Oktober in der Hauptstelle der Sparkasse am Rathausplatz zu sehen sein. Nach der finanziellen Unterstützung zur Realisierung des Projekts geht die erfolgreiche Kooperation zwischen Altstadttheater und Sparkasse Ingolstadt Eichstätt damit nun in die zweite Runde. Auf den ungewöhnlichen neuen Spielort darf man gespannt sein, der Zuschauerraum streckt sich über mehrere Etagen hinweg. Und es gibt noch eine weitere Neuerung: von Isabel Kott, die bisher die weibliche Hauptrolle gespielt hat, übernimmt in den weiteren Vorstellungen

nun Amelie Bauer die Rolle der Aenne. Kolja Heiß ist weiterhin als Felix zu sehen und für Text und Regie zeichnet Leni Brem-Keil verantwortlich. Und worum geht es? Zwei Singles im Lockdown. Aenne und Felix

sind Nachbarn und haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen, mit dieser neuen Situation umzugehen. Eines Abends lernen sie sich kennen und nach einem ersten Knall kommen sie einander näher als sie dürften.

Die Indoor-Premiere ist am Donnerstag, 08.10.2020 um 20.30 Uhr, die weiteren Vorstellungen finden statt am Fr, 09.10., Mo, 12.10., Di, 13.10., Mi, 14.10., Do, 15.10. jeweils um 20.30 Uhr in der Hauptstelle der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt, Rathausplatz 6, 85049 Ingolstadt (Eingang Ost – gegenüber Viktualienmarkt). Karten sind erhältlich per Mail-Anfrage an kontakt@altstadttheater.de oder beim DONAUKURIERTicketservice (Stauffenbergstraße 2a, 85049 Ingolstadt, 0841 9666-800, event.donaukurier.de) Weitere Informationen gibt es unter www.altstadttheater.de oder auf www. facebook.com/altstadttheater & www.instagram.com/altstadttheater Foto: Ina Wobker

Die Schleier der Zeit Szenische Erlebnisführung im Stadtmuseum am 17. und 18. Oktober Die Herren Herzöge – sie sind die „Stars“ der Ingolstädter Geschichte. Und die Herzöginnen von Bayern-Ingolstadt? Ihr Schleier fällt und ihre Schicksale werden bei einer szenischen Erlebnisführung „Die Schleier der Zeit“ im Stadtmuseum wieder lebendig. Wie lebten und dachten Thadäa Visconti, Elisabeth von Kleve, Anna von Bourbon, Katharina von Alecon und Margarete von Brandenburg? Auch treten die Philosophin Christine de Pizan, Laneta von Schmiecher, die Mätresse Ludwigs des Gebarteten, Isabeau de Bavière, Königin von Frankreich, und Beatrice Visconti, Mutter der Thadäa Visconti und Großmutter der Isabeau de Bavière in Erscheinung. Das Stück spielt um 1400 und lässt

Beginn ist am Samstag, 17. Oktober und Sonntag, 18. Oktober im Barocksaal des Stadtmuseums jeweils um 15 Uhr. Es sind jeweils maximal 15 Zuschauer zugelassen. Karten kann man unter www.ingolstadt.de/museen/ reservierung vorbestellen (Reservierungen, die nicht wahrgenommen werde können, bitte stornieren, um anderen die Möglichkeit der Teilnahme zu ermöglichen).

Foto: Pane

die Frauen in einem anderen Licht erscheinen: mit Charme, Witz und mancherlei philosophischem Austausch ganz privat in ihren Gemächern. Gespielt werden sie von Nicole Titus, Ute Lottes und Francesca Pane, die auch die szenische

Erlebnisführung geschrieben und inszeniert hat. Ein lebendiges Stück mit vielerlei historischen Hintergründen, das aber viele Gefühle, Nuancen und Facetten der Frau der damaligen Zeit offen darlegt.

Einen ausführlichen, täglichen Veranstaltungskalender für Ingolstadt finden Sie unter www.ingolstadtleben.de 19


Dienstag, 29. September

Drittes Abo Konzert

GEORGISCHES KAMMERORCHESTER

10, 17 und 20 Uhr, Theaterfestsaal Als warm und kraftvoll, dabei höchst agil wird Darko Brleks Klarinetten-Klang bezeichnet. Unter der Leitung von Ruben Gazarian gestaltet der Slowene im nachgeholten dritten Abonnementkonzert das Klarinettenkonzert KV 622 von Mozart. Der Beiname „Palindrom“ verweist auf den dritten Satz von Haydns Sinfonie Nr. 47, der vorwärts und rückwärts gespielt, gleich klingt. Mit der Ouvertüre zu Haydns Oper „L’Isola disabitata“ erklingt eine besondere Kuriosität. Das Libretto von Pietro Metastasio rückt die „glückliche Unschuld primitiver Völker“ in das Zentrum – eine Reflexion auf den damaligen Hype um Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ von 1719. Einlass für alle Konzerte ist 45 Minuten vor Beginn. Besucher, die kein Abonnement haben, müssen vor Ort ihre Kontaktdaten dokumentieren. Besucher, die bereits vor September Karten für die kommenden ABO-Konzerte im Herbst gekauft haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0841-3052825 (Mo-Do 9-14 Uhr) oder per Mail an georgisches.kammerorchester@ingolstadt. de zu melden, zu welcher der drei Uhrzeiten sie das Konzert wahrnehmen können.Informationen und Tickets unter www. gko-in.de Mittwoch, 30. September

Ein Abend in New York

LESUNG MIT JAZZMUSIK

20 Uhr, Diagonal Dieser Jazzabend kombiniert die Musik mit der Kunst des 20 - VERANSTALTUNGEN

Fotografierens und Schreibens. Der Musikproduzent und Autor Ulrich Balß stellt sein Buch New York – Past & Present erstmals in Ingolstadt vor. Begleitet vom Gitarristen Thomas Jüttner erzählt er so die Geschichte seines Großvaters, der 1927 vor der Arbeitslosigkeit nach New York floh. Der damalige Buchbinder und Fotograf hinterlässt eine Vielzahl an Fotografien und Briefen, die sein Enkel Jahre später zu einem Buch zusammenführt. Ulrich Balß reiste selbst nach New York, um noch besser das Erlebte nachzuempfinden, alte Fotoschauplätze und selbst neue Bilder zu fotografieren. Mit verschiedenen, teils extra für das Buch komponierten Stücken begleitet Thorsten Jüttner die Erzählungen. Karten unter www.ticket-regional. de, bei der Tourist Information am Rathausplatz, DK-Ticketservice. Donnerstag, 1. Oktober

Besser als Fernsehen

DIE LESEBÜHNE IN EINER NEUEN SPIELSTÄTTE

20 Uhr, Kulturzentrum neun Die beliebte Reihe „Besser als Fernsehen“ startet am Donnerstag, 1. Oktober, um 20 Uhr im Kulturzentrum neun. Normalerweise ist diese Reihe im KAP 94 zu sehen, doch wegen Corona zieht die Lesebühne für drei Ausgaben in eine neue Spielstätte um. Die Gemeinnützige Ingolstädter Veran-

staltungs GmbH übernimmt die Rolle des Veranstalters und gibt damit der Lesebühne eine neue Heimat. „Besser als Fernsehen“ vertreibt mit einem Mix aus Literatur, Musik und Comedy und dem unvergleichlichen Gefühl einer Live-Performance die Sorgen des Alltags. Gastgeber der Lesebühne sind Jens Rohrer, Pascal Simon und Dominik Neumayr. Am 1. Oktober begrüßen sie folgende Gäste: den Kabarettisten Bumillo (München), PoetrySlammerin Elisabeth Schwachulla (München) und SingerSongwriter Liann (München). Tickets sind erhältlich in allen DK-Geschäftsstellen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.neun-ingolstadt.de

den wenigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, dem oftmals engen Zusammenleben in ihren Familien, aber auch mit der gesellschaftlichen sowie politischen Auseinandersetzung geht, welche Sorgen sie haben und wie sie sich auch in der Bewältigung der Krise einbringen wollen und können, wird das Junge Theater mit der Regisseurin Ulrike Günther ergründen. Premiere ist am 3. Oktober, Termine und Tickets unter www.theater.ingolstadt.de Donnerstag, 8. Oktober

Kaoshüter ANNA MATEUR

20 Uhr, Kulturzentrum neun Sie tanzt. Sie singt. Sie spontant. Und macht Musik mit der wohl geilsten Stimme seit Nina Hagen …! Anna Mateur ist diese großartige, wundersame Erscheinung, die mit

Foto: Sebastian Donath

Samstag, 3. Oktober

Denn wir wissen, was ihr braucht EIN RECHERCHEPROJEKT

19 Uhr, Kleines Haus Das Virus traf Europa Ende Januar. Mitte März dann rief Bayern den Katastrophenfall aus. Seitdem ging die Eindämmung der Pandemie mit weitreichenden Kontaktbeschränkungen einher, die den Alltag verändert haben. Doch selbst die Lockerungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass junge Menschen davon besonders betroffen sind. Wie es jungen Menschen mit dem zum Stillstand gekommenen Alltag,

ihrem sagenhaften Stimmvolumen und abgrundkomischen Witz-Ernst alles in den Schatten stellt, was sich hierzulande als Groß-Kunst, Klein-Kunst, Neben- oder Zwischen-Kunst zu behaupten versucht. Anna Mateur ist: Sonder-Kunst! Sie enttarnt das Groteske der Normalität, das Monströse des Mittelmaßes und den Zusammenhang von Komfort und Konformismus. All das mit den Mitteln der Gebrauchskunst: Liedgut unchained. Karten gibts an allen bekannten Donaukurier-Vorverkaufsstellen, im Westpark Ingolstadt, in der Tourist Info am Rathausplatz sowie über eventim. Mehr: www.neun-ingolstadt.de Foto: David Campesino


AUSSTELLUNGEN EISZEIT

Stadtmuseum bis 25. Oktober MIND THE GAP!

Museum für Konkrete Kunst bis 11. April 2021 KONRAD KULKE – MALEREI

Städtische Galerie im Theater bis 4. Oktober VERFLIXT UND ZUGENÄHT

Bauerngerätemuseum bis 30. Oktober

Impressum Herausgeber: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 85051 Ingolstadt Geschäftsführung : Christian Bauer (08 41) 14 90 260-0 info@IN-direkt.de Redaktionsleitung: Melanie Arzenheimer presse@IN-direkt.de Redaktion: Joschi Haunsperger Max Foerster weitere Beiträge: Käbisch / stimme.in Sportredaktion: Joschi Haunsperger, sport@IN-direkt.de Grafik: Gourmedien, Daniela Kornprobst grafik@IN-direkt.de Mediaberatung: 0841/ 1490260-0 Ruth Häusler haeusler@IN-direkt.de Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de Verteilung: Prospektverteilung Bauer info@prospektverteilungbauer.de 0841 /76876 Nächste Ausgabe: 09.10.2020

Soziale Stadt

VERANSTALTUNGEN - 21


Anton III. Welser - ein Mann der Kirche aus der Welt des Handels (Teil III) Von Gerd Treffer

Eine Persönlichkeit von besonderer Herkunft, von außergewöhnlichem Lebensweg, auch von einer gewissen Geheimnisumwitterung ist Anton (III.) Welser aus dem berühmten und wohlhabenden Kaufherrengeschlecht. Vom 20. Januar 1631 zum 28. Januar 1634 war Welser Provinzial der oberdeutschen Ordensprovinz. Es war die Zeit der schwedischen Bedrohung Süddeutschlands während des Dreißigjährigen Krieges. Aus den ungelösten konfessionellen Gegensätzen war 1618 ein Krieg entbrannt, der das Reich durch das Eingreifen ausländischer Mächte zum Schauplatz eines europäischen Machtkampfes gemacht hatte. Lange konnte der furchtbare Krieg von Bayern ferngehalten werden. In dieser Zeit lassen sich an den Ingolstädter Festungswerken, dem zentralen Verteidigungsbollwerk Bayerns, keine verstärkenden fortifikatorischen Arbeiten nachweisen. Erst 1631 wurden bedeutende Verstärkungen in Angriff genommen – also hätte man Angst, dass das neu in die Auseinandersetzungen eingetretene Schweden den Krieg nach Süddeutschland tragen würde. In letzter Minute erhielt Ingolstadt einen befestigten Brückenkopf auf dem südlichen Donauufer. Der schwedische König Gustav Adolf, der Löwe aus Mitternacht rückte heran. Der große bayerische Feldherr Tilly erlitt 1632 in der Schlacht bei Rain am Lech eine tödliche Verwundung und starb im Hause eines Ingolstädter Professors. Kurfürst Maximilian zog sich mit den geschlagenen Truppen nach Ingolstadt zurück. Es kam nicht, wie 22 - GESCHICHTE

häufig geschildert, zur „Belagerung“ der Stadt. Gustav Adolf wollte diese Stadt nicht einnehmen, wohl aber den Brückenkopf und die Brücke zerstören, was der bayerischen Armee ihre strategische wichtige Donauquerung gekostet und die Festung nach Süden hin abgeschnitten hätte. Wäre es Gustav Adolf dann noch gelungen, Regensburg, wie beabsichtigt, in die Hand zu

Der Schwedenschimmel im Ingolstädter Stadtmuseum (Foto: Arzenheimer)

bekommen, hätte das wohl seinen Sieg bedeutet. Aber die Angriffe auf den Ingolstädter Brückenkopf schlugen fehl. Und bekanntlich wurde bei einem Erkundungsritt Gustav Adolf sein Schimmel unter dem Leibe weg geschossen. (Das Pferd wurde in die Stadt geschleift, ausgestopft und steht bekanntlich heute im Stadtmuseum). Vielleicht war es dieses Erlebnis, eher aber die Nachricht vom Misserfolg bei Regensburg, die den Schwedenkönig zum Abzug in Richtung Süden, auf München hin, bewog. Ingolstadt war Gustav Adolfs erster mi-

litärischer Misserfolg und ein Wendepunkt in seinem Leben. Die Stadt blieb der einzige Ort von Bedeutung im damaligen Kurfürstentum Bayern, der im dreißigjährigen Krieg nicht von feindlichen Truppen eingenommen wurde. Welser, Verantwortlicher für den Jesuitenorden in ganz Süddeutschland, schickte aufgrund der schwedischen Gefahr einen Großteil der Studierenden, des Nachwuchses seines Ordens in sichere Kollegien in der Schweiz. Ab 1634 war Welser wieder in Neuburg, wo er 1640 noch einmal das Amt des Rektors übernahm. Es bleibt, der Frage nachzugehen: war Anton Welser in Mexiko gewesen? Engleitner schreibt: „Eine gelegentlich behauptete Tätigkeit in Mexiko scheint fraglich“ Hintergrund: wie dargestellt, war Welser 1608 nach Spanien an den Hof geschickt worden (und zur Erinnerung: Ende 1610 nach Bayern bzw. Neuburg zurückgekehrt). Ein Brieffragment (aus dem Jahr 1611) von Anton Welser beschreibt die Feierlichkeiten in Mexiko–Stadt, die anlässlich der Heiligsprechung des Ordensgründers Ignacius von Loyola und zur gleichen Zeit des großen Missionars des Ordens, des Apostels des Ostens, Franz Xaver dort stattfanden. Hausberger schreibt: „Es ist jedoch völlig ungeklärt, wie und warum Welser nach Amerika gelangte…“ und er fügt an: „… es sind berechtigte Zweifel angebracht, ob er überhaupt dort gewesen ist“. Er schränkt ein: „Auf jeden Fall könnte sein Aufenthalt nur sehr kurz gewesen sein“. Er schreibt, dass „die Motive

(eines solchen Mexikoausfluges) im Dunkeln liegen“. Er konzediert aber: Da der Aufenthalt Welsers am spanischen Hof außer Zweifel stehe, hätte dieser ihn in dieser möglicherweise zu „einem Kurzbesuch in Mexiko“ nützen können. Als Hintergrund könnte von Interesse sein, dass Kaiser Karl V. den Welsern 1528 bis 1545 Klein-Venedig (Venezuela) verpfändet hatte (die Provinzhauptstadt war Neu– Augsburg, heute Coro, gewesen, im gleichen Jahr war NeuNürnberg, heute Maracaibo, gegründet worden). Karl V. kündigte 1546 den Vertrag auf - bis1556 prozessierten die Welser um ihren Besitz in der Neuen Welt. Dass es mithin einen Spross dieses Fernhandelsgeschlechtes reizen mochte, eine, wenngleich waghalsige, Stippvisite nach Amerika zu unternehmen, zu erkunden, welche Spuren die Vorfahren des Handelshauses dort hinterlassen hatten, oder vielleicht ganz nebenbei Material zusammen, welche materiellen Ansprüche oder künftigen Handelsperspektiven denkbar schienen, ist nun durchaus nicht abwegig. Man kann sich da her, bis zum Beweis des Gegenteils der Meinung (Hausbergers ) anschließen: „… Wahrscheinlich erscheint…, dass Welser das fragliche Dokument (die Schilderung der Ignatius-Feiern in Mexiko-Stadt) in Spanien in die Hände bekommen und lediglich nach Deutschland weiter geschickt hat“. Man kann es aber mit guten Gründen für plausibel halten, Anton Welser habe die Gelegenheit genutzt, den Atlantik zu queren. Er starb am 30. November 1640 in Neuburg an der Donau und wurde dort bestattet.


Bastelspaß

Die besten Witze Wie nennt man einen Bären, der laut „Kugel“ schreit? Einen Kugel-schrei-Bär ! Was macht der Clown im IN-direkt Büro? Faxen Ich hab ein Brötchen angerufen, aber es war belegt!

Knetseife selber machen Kastanien Anhänger Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter sondern auch Kastanien. Ihr habt Kastanien gesammelt und wisst nicht was ihr damit machen sollt? Was haltet ihr von einem Anhänger? Ihr braucht hier: • ein Stück Wolle • Kastanien • unterschiedliche Materialien wie Kugeln, • Filz oder Moosgummi, etc. • einen dicken Nagel und Hammer • und einen Erwachsenen ! Mit einem Erwachsenen zusammen, mit dem Nagel und einem Hammer ein Loch in die Mitte der Kastanie stechen. Das Loch sollte so groß sein, dass ihr das Stück Wolle durchstoßen könnt. Jetzt könnt ihr nacheinander Kastanien, Kugeln, Moosgummi, Filzblätter auffädeln. Vergesst unten nicht einen Knoten rein zu machen sonst flutschen euch die Sachen durch :-) Ihr könnt den Wollstrang so lange machen wie ihr Lust drauf habt. Natürlich könnt ihr jedes einzelne ganz unterschiedlich gestalten. Wenn diese fertig sind, kann man sie zum Beispiel als Schlüsselanhänger benutzen.

Was wir brauchen • 2 EL Flüssige Seife oder Duschgel • 2EL Speiseöl • 4EL Speisestärke/Maisstärke • 1Prise Salz für die Haltbarkeit • Schüssel & Ausstechformen, Nudelholz Optional Seifenfarbe, Seifenduft, Lebensmittel Glitzer Alle Zutaten miteinander vermengen, bis daraus eine Masse entsteht, die sich so leicht wie Spielknete formen lässt. Sollte die Masse zu feucht sein, kann man noch Speisestärke hinzufügen. Wenn sie zu trocken ist, einfach etwas Duschgel dazu geben. Wenn du bunte Waschknete möchtest, dann kannst du Lebensmittelfarbe oder auch Seifenfarbe hinzugeben. Natürlich darf der Glitzer nicht fehlen. Zusätzlich kann man noch ein paar Tropfen Ätherisches Duftöl hinzufügen. Jetzt sind deiner Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Forme Figuren, Steche die Masse mit Plätzchenformen aus oder flechte einen Zopf und schneide diesen in kleine Stücke. Aufbewahren kannst du deine Seife ca. 2-3 Wochen in einem luftdichten Behälter. Hier haben sich alte Marmeladen Gläser bewährt. Viel Spaß beim ausprobieren.

Viel Spaß damit

BASTELSEITE - 23


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