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KW 35

- AUGUST 2020

direkt

IMMER AM

BALL

100% Recycling-Papier

GEBURTSTAGSEMPFANG PETRA KLEINE WURDE 60 | S.4

FEMINISTIN UND CHRISTIN STADTRÄTIN STEFFI KÜRTEN | S.5

MANUEL STERNISA IST NEUER GESCHÄFTSFÜHRER DES FCI Foto: FCI

HYGIENE- UND VERKEHRSREGELN SCHULBEGINN IN BAYERN | S.12

WELTKLASSE IM KLEINFORMAT DIE INGOLSTÄDTER JAZZTAGE | S.20

Ein echter Schanzer hat das Ruder beim FC Ingolstadt 04 übernommen: Mit Manuel Sternisa präsentiert der Verein seinen neuen Geschäftsführer und setzt dabei auf eine Mischung aus Schanzer Herzblut und externen Impuls. Der 46-jährige Rechtsanwalt war

bis dato internationaler Chefjurist bei der MediaMarktSaturn Retail Group, spielte einst aktiv für den FCI sowie den MTV und den ESV und ist nun Franz Spitzauer nachgefolgt. Interview auf SEITE 9

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SPORT -

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Mit EMS gegen das „Corona-Wammerl“

Walter Tomaschek Foto: Arzenheimer

Walter Tomaschek ist überzeugt vom Bodystreet Konzept Seit acht Jahren. Jede Woche. Und das mit voller Power: Aus dem Leben von Walter Tomaschek ist das EMS-Training bei Bodystreet in Ingolstadt nicht weg zu denken: „Ich bin zu 100 Prozent überzeugt,“ erklärt der begeisterte Sportler. Und gerade in der Corona-Zwangspause wurde (nicht nur ihm) bewusst, wie wichtig es ist, die Muskeln regelmäßig zu trainieren. Denn es zeigte sich, was passiert, wenn man ohne diese Übungseinheiten auskommen muss: Ein „Corona-Wammerl“ machte sich bei Walter Tomaschek allmählich bemerkbar! Aber das wird nun wieder „abtrainiert“. Bei Bodystreet in der Münchner Straße, versteht sich. „Ich bitte dann den Trainer,

Das effizienteste Training weit und breit. Und das hygienischste. Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93 85051 Ingolstadt Tel.: 0841 / 99 38 99 90 Bodystreet Ingolstadt West

Friedrichshofener Str. 18 85049 Ingolstadt Tel.: 0841 / 99 34 75 00 Franchisepartner: Fitness IP GmbH

meine Wammerl-Übung öfter zu machen,“ schmunzelt der Geisenfelder. Beim EMS-Training ist das kein Problem, denn die einzelnen Muskelregionen des Körpers können gezielt angesteuert werden – also auch das „Wammerl“. Die elektrischen Impulse erreichen dabei auch tiefer liegende Bereiche der Muskulatur, die mit klassischem Krafttraining nur schwer zu trainieren wären. „Man kann außerdem nichts verkehrt machen, denn der Personaltrainer ist immer mit dabei und korrigiert die Übung, wenn nötig,“ erklärt Walter Tomaschek. Intensiv und doch gelenkschonend – das ist der große Vorteil dieser Methode. Und ein weiterer Pluspunkt hat sich gerade in Pandemie-Zeiten gezeigt: Maximal zwei Personen trainieren gleichzeitig in einem Bodystreet Studio. Menschenansammlungen sind also ausgeschlossen. Walter Tomaschek ist das EMS-Training übrigens nach einer Operation zur Reha von seinem Orthopäden empfohlen worden. Seitdem sind die 20 Minuten Training pro Woche die ideale Ergänzung zu seinem Ausdauersportprogramm. Und noch einen Vorteil hat der Bodystreet Besuch: „Ich verbinde das mit einem schönen Tag in Ingolstadt.“ Probieren Sie es aus! Vereinbaren Sie ein unverbindliches Probetraining: Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93 Tel.: 0841 / 99 38 99 90

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Inhaberin Iris Porstendörfer


KOMMENTAR & GLOSSE

Seltsame Öffentlichkeitsarbeit Kommentar von Hermann Käbisch

65 Prozent der Wählerstimmen holte der amtierende Oberbürgermeister Christian Scharpf bei der Stichwahl im März 2020 im Stadtbezirk Südwest, 60,90 Prozent im Ingolstädter Westen und 60,63 Prozent im Stadtbezirk Süd. Nur in der Stadtmitte konnte er mit 66,28 Prozent ein noch besseres Ergebnis erzielen. Diese hervorragenden Ergebnisse dürfte kaum jemand auf Scharpfs Wahlkampf in den sozialen Medien, insbesondere bei Facebook, zurückführen. In den genannten Stimmbezirken (sieht man von der Stadtmitte ab) lebt eine eher konservative Bevölkerungsschicht, deren bevorzugtes Medium Facebook nicht sein dürfte. Die Tageszeitung und andere gedruckte Medien dürften hier eine größere Rolle spielen. Vermutlich wissen das auch der Oberbürgermeister und seine Wahlkämpfer, von denen es zumindest einer – (Martin Schwarzott, Journalist und ehemaliger Lokalchef des Donaukurier)

ins OB-Büro geschafft hat. Um so überraschender ist es, dass Christian Scharpf, wenn er mal seine persönliche Meinung artikulieren möchte, die doch viele seiner Wähler interessieren dürfte, oft ausschließlich den Weg über Facebook wählt. Da verteidigt er einmal die dritte Bürgermeisterin („Lasst endlich Petra Kleine in Frieden“) gegen Kritik in den Medien oder debattiert mit der CSU, ob Ingolstadt sich schuldenfrei nennen durfte, wenn die städtischen Tochtergesellschaften Millionen an Verbindlichkeiten aufzuweisen haben. Das dürfte seine Wähler und zwar auch die, die Facebook nicht lesen, interessieren, wird Ihnen aber aufgrund der seltsamen Wahl des Mediums vorenthalten.

IN diskret

So, so. Wer Bewegungsdaeinen Hund ten gleich an hat, soll mit einen großen diesem jetzt Auf den Hund gekommen Zentralrechner von Melanie Arzenheimer auch regelzu übermitteln, mäßig spazieren gehen müssen. der von Bill Gates persönlich Der Hund wird das verkraften, gebaut wurde. Auf einen Blick bei manch einem Herr/Frau- ist klar: Frauchen Tatjana und chen dürfte das aber schon an Hund Brutus haben sich zu weLeistungssport grenzen, wenn nig bewegt. Tatjana bekommt man/frau sich regelmäßig kein Pedigree Adult mehr. Aber von der Couch erheben muss. hat nicht jeder Mensch ein Im Prinzip ist das ganze doch Recht auf Faulheit und ungeein verkapptes Zwangs-Be- sundes Leben? Auf einen Tod wegungsprogramm für Men- auf dem Sofa mit der Tüte schen! Ja, man kann von einer Chips und einer Flasche WoGesundheitsdiktatur sprechen! dka in der Hand? Hinter der Leute, begehrt auf ! Die Vier- Gassi-Geh-Zwangsmaßnahme beiner werden als fadenscheini- stecken mit Sicherheit Politiker, ges Argument benutzt, um den die von der Gesundheitslobby Zweibeinern Bewegung aufzu- geschmiert worden sind. Aber zwingen. Der Chip des Hundes lasst doch die Tiere raus. Die wird mit der Gesundheitskarte müssen doch eh schon so viel des Besitzers gekoppelt, um die menschlichen Mist ausbaden.

Eine (zusätzliche) ordentliche Pressemitteilung an alle Medien, die er ja nicht als Oberbürgermeister herausgeben muss, wenn es um seine private Meinung geht, würde verhindern, dass das Stadtoberhaupt seinen Kontakt zu den Wählern verliert.

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POLITIK

Petra und ihr Flux Kompensator Empfang zum 60. Geburtstag von Bürgermeisterin Petra Kleine „Ich hätte mir das genauso im Sitzungsaal des Rathauses vorstellen können,“ meinte Bürgermeisterin Petra Kleine angesichts „ihres“ Geburtstagsempfangs im Anatomiegarten. Es habe schon ein wenig Überredungskunst gebraucht, um ihr diese Veranstaltung schmackhaft zu machen – das bestätigte im Übrigen auch der Leiter des Hauptamts, Michael Stumpf. Ausrichter des Empfangs war die Stadt. Andererseits: der herrliche Garten, kleine, aber feine Bio-Häppchen, Musik von „Jazz Please!“ und eine Corona bedingte überschaubare Anzahl an Gästen – das war eine lockere, unaufgeregte Form des Feierns, die dem Anlass wohl gerecht wurde. Erster offizieller Gratulant war Oberbürgermeister Christian Scharpf, der die politische Laufbahn der Grünen-Politikerin kurz Revue passieren ließ. Er bezeichnete Petra Kleine als leidenschaftlich und inspirierend: „Mit 60 startet sie noch einmal richtig durch! Ich freue mich auf die kommenden Jahre der Zusammenarbeit!“ Kulturreferent Gabriel Engert bemerkte, dass so ein 60. Geburtstag nicht weh tue und überreichte der Kunstkennerin ein Kunstwerk von Hans Jörg Glattfelder und gratulierte mit den Worten: „Ich wünsche Dir, uns und der Stadt, dass Du Dein Engagement beibehältst!“ Warum Petra Kleine während der Rede von Christian Scharpf immer wieder auf ihr Smartphone blickte, stellte sich nun

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V.l.: OB Christian Scharpf, Kulturreferent Gabriel Engert und Bürgermeisterin Petra Kleine Fotos: Arzenheimer

heraus: Es war wohl der letzte Versuch, ihr Redemanuskript zumindest digital in Händen zu halten. Aber es half nichts: Die Rede lag zu Hause, die Ansprache musste vor Ort gehalten werden – und das tat die Politikerin dann auch mit Humor. Eigentlich wollte sie kein Zitat eines „alten weißen Mannes“ anbringen, aber der Ausspruch von Martin Buber „Alter sei ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.“ passe einfach sehr gut. Die ersten hundert Tage im neuen Amt sind Petra Kleine wie eine Jagdzeit vorgekommen. Mit den zweiten hundert Tagen beginne nun die eigent-

Die Weggefährten Claus-Michael Hüssen, Angelika Wegener-Hüssen und Gerda Büttner.

liche Arbeit. Sie dankte treuen Weggefährten wie Gerda Büttner („Danke für die Frauensolidarität“), Claus-Michael Hüssen und Angelika Wegener-Hüssen. Ein „Tröster“ in der Jagdzeit sei ihr Ludwig Hauser gewesen. Den habe sie gefragt: „Warum liege ich den Menschen anscheinend im Magen?“ „Vielleicht sind wir einfach unverdaulich,“ habe er geantwortet. Und so sähe sie sich jetzt als eine Art Flux Kompensator (der aus dem Zurück in die Zukunft Film), der aus Unverdaulichem neue Energie

mache. Ein weiterer Dank galt der Familie, die gerade im letzten halben Jahr auch mal auf sie einwirken musste und sie vor allzu schnellen, womöglich unüberlegten Reaktionen in den sozialen Medien bewahrte. Den Grünen Fraktionsvorsitzenden Christian Höbusch nannte sie „mein grünes Herz“ und bei Christian Scharpf, zu dem sie nur selten Christian, aber oft OB sagt, bedankte sie sich mit den Worten: „Bürgermeisterin ist der schönste Beruf der Welt mit einem OB, der einem so viel Vertrauen und Raum gibt.“ Sie lobte die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, Bürgermeisterin Dorothea Deneke-Stoll und Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle („großartiges Carsharing“), meinte mit Blick auf die JU-Stadträte: „Ihr seid eine Bereicherung“ und bescheinigte den Linken-Stadträten, dass diese sie immer ganz genau beobachten würden. Und sogar die Absagen zu diesem Empfang hätten sie gefreut – aber nicht die Tatsache, dass zwei geladene CSU-Politiker nicht kommen konnten, sondern dass „die Absage von Albert Wittmann voller Respekt und Herzlichkeit war und auch Hermann Regensburger fand positive Worte.“ Zum Abschluss versprach Kleine, nur noch über das zu reden, „was wir als Stadt auf den Weg bringen. Ich hoffe, ich habe Sie alle an meiner Seite.“ (ma)


POLITIK

Feministin, Christin und Stadträtin Steffi Kürten sitzt für die Grünen im Ingolstädter Stadtrat Sie bekommt jetzt noch Gänsehaut, wenn sie an diesen Moment denkt. Den Moment, in dem die neuen Ingolstädter Stadträte ihren Amtseid im Festsaal des Stadttheaters abgelegt haben. „Der Eid hat etwas mit mir gemacht. Das war wow!“ erklärt Steffi Kürten, die für die Grünen in das Stadtparlament eingezogen ist. Insgesamt acht Abgeordnete – doppelt so viele wie in der zurückliegenden Legislaturperiode – plus eine Bürgermeisterin kann die Partei verbuchen. Die Situation ist neu: „Was sind wir jetzt? Nicht mehr Opposition, aber auch nicht Regierung?“ Diese Frage müsse man sich nun stellen und dieser Findungsprozess wird nach Einschätzung Kürtens auch noch eine Weile dauern. Sehr glücklich ist sie dabei über die Fraktions-Doppelspitze Barbara Leininger und Christian Höbusch: „Das ist ein kleines Dreamteam!“ meint sie. Mit ihrer Erfahrung und konzentrierten Arbeit würden sie auch für eine Entlastung der „Neulinge“ sorgen, denn die haben reichlich zu tun. Auf etwa 20 Stunden pro Woche schätzt Steffi Kürten den Zeitaufwand für die Arbeit als Stadträtin („Es ist viel mehr als ich dachte“), die ja auch die Ausschussarbeit und die Mitgliedschaft in verschiedenen Beiräten und Kommissionen umfasst. Die ersten Monate verbrachte sie also auch damit, pro Woche 150 Seiten an Sitzungsunterlagen und mehr durchzuarbeiten. Die derzeitige Sommerpause ist für die Grünen Kreisvorsitzende eine willkommene Gelegenheit, um

Oben: Steffi Kürten (li) bei der stummen Aktion „JUNG.QUEER. GLÜCKLICH“, die von MdB Beate Walter-Rosenheimer (2.v.l) initiiert wurde. Foto: privat

durchzuschnaufen und den Input der Bürger zu verarbeiten, etwa, wenn sie wie zuletzt auf den Zustand von Spielplätzen oder fehlende Sitzmöglichkeiten beim Donauwurm angesprochen wird. Die Nähe am Bürger, das macht Kommunalpolitik aus. Steffi Kürten begrüßt es daher sehr, dass ihre Partei den „Draht“ zu den Bezirksausschüssen weiter intensivieren wird („Die BZAs sind die Königsdisziplin!“) und sich künftig jeder Grünen-Stadtrat um zwei Bezirksausschüsse „kümmert“ – wie, das wird noch ausgetüftelt. Die von den Grünen angestrebte „Klimaänderung“ in der Stadtpolitik sei dabei bereits vollzogen worden. Die Stimmung in den Ausschüssen sei laut Steffi Kürten konstruktiv („Es gibt kein Gebrülle“), die Bio-Städte-Entscheidung

im Stadtrat symbolisiert für sie den Aufbruch in eine neue Zeit und auch Anfragen an die Verwaltung würden stets zuvorkommend, freundlich und mit viel Hilfsbereitschaft bearbeitet. „Christian Scharpf ist einer meiner Lieblingsmenschen,“ gibt Steffi Kürten dazu offen zu. Er höre zu, vertrete aber auch klar und deutlich seine Meinung, die nicht immer mit ihrer übereinstimmen müsse. Und die parteiübergreifenden Gespräche in den Sitzungspausen empfindet sie als sehr angenehm: „Insbesondere bei der CSU sind die Scheuklappen runter gefallen, das finde ich schön.“ Auf der anderen Seite ist sie von „der ein oder ande-

ren Gruppierung“ im Stadtrat ein wenig enttäuscht. Hier und da habe man Parteifeindschaften neu entdeckt und: „Manchmal ist es erschreckend, wie viel Testosteron oder alter weißer Mann noch im Raum ist.“ Überhaupt gebe es in Sachen Gleichberechtigung von Mann und Frau, aber auch bei der Gleichstellung der verschiedenen sexuellen Orientierungen, noch Luft nach oben. Aber es tut sich auch etwas. „Wir haben eine sehr engagierte Gleichstellungsbeauftragte und mit Veronika Peters und Petra Kleine zwei Frauen, die sich sehr für das Thema einsetzen.“ Als man den Christopher Street Day in Ingolstadt eingeführt habe, sei dafür auch beim damaligen OB Christian Lösel eine sehr positive Stimmung vorhanden gewesen. Die Chefredakteurin des Lifestyle Magazins Citicon ist die einzige geoutete Stadträtin. Seit 2014 ist sie mit Steffi Kürten-Ringelhann verheiratet: „Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir wussten nach zwei Tagen, dass wir heiraten werden!“ Söhnchen Fritz wird demnächst fünf Jahre alt. „Ich bin keine Lobbyistin, ich bin Feministin und Christin!“ betont Steffi Kürten, die in Karlshuld im Kirchenvorstand und im Ingolstädter Dekanatsausschuss engagiert ist. „Vor Gott sind alle Menschen gleich.“ Das gilt auch für Stadträte. (ma)

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POLITIK

KARIKATUR -

Johanniter und Malteser gemeinsam auf Streife Erstmals starteten Mitglieder der Motorradstreifen von Johannitern und Maltesern gemeinsam zur Streifenfahrt in der Region 10. Bisher waren beide Organisationen für sich alleine unterwegs, bis vor kurzem bei den Mitgliedern die Idee entstand, gemeinsam auf Streife zu gehen. “Nach wenigen, aber guten Gesprä-

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VON HELMUT KAISER

chen, stand schnell fest die Idee in die Tat umsetzen zu wollen”, so Sven Müller, Ortsbeauftragter der Johanniter-Unfall-Hilfe Ortsverband Ingolstadt. Nun meldeten sich Akkon Ingolstadt 17/1 (Johanniter, auf dem Bild rechts) und Johannes Ingolstadt 17/1 (Malteser, auf dem Bild links) einsatzklar über Funk bei der Leitstelle Ingolstadt. Ausgestattet mit Funk und medizinischem Material stehen sie für Einsätze zur Verfügung. Foto: Müller/Johanniter OV Ingolstadt

Belastung und Entschleunigung durch Corona Bezirksrat Michael Kern (CSU, auf dem Bild links) besuchte den Geschäftsführer des Hollerhaus Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Ingolstadt, Roman Schiele. Zentraler Punkt des Gesprächs war die Bewältigung der Herausforderungen der Corona-Pandemie. Hier hob Geschäftsführer Roman

Schiele hervor, dass dies neben großen Belastungen aber auch zu einem „achtsameren Miteinander-Umgehen und einer erfreulichen Entschleunigung im Einrichtungsalltag“ geführt hat. Bezirksrat Michael Kern würdigte den enormen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Klienten im Hollerhaus und hofft, „dass die positiven Aspekte möglichst auch in der Zeit nach Corona beibehalten werden können“. Foto: Kern


GESELLSCHAFT

Begleiter für Reisende gesucht Ab Oktober wird die Ingolstädter Bahnhofsmission mobil Einfach mal die alte Schulfreundin in Regensburg besuchen, den Arzt in Nürnberg konsultieren, sich einen Ausflug nach München oder Augsburg gönnen. Wer sich eine Zugfahrt alleine nicht mehr zutraut oder Unterstützung unterwegs benötigt, soll auf solche Touren künftig nicht mehr verzichten müssen. Ab Oktober wird die Ingolstädter Bahnhofsmission mobil: Vor allem für Senioren und Menschen mit Einschränkungen wird es damit im Regionalverkehr auf den Strecken nach Augsburg, Nürnberg, München und Regensburg leichter, „auf Achse“ zu gehen. Eigens ausgebildete Ehrenamtliche sollen die ganze Fahrt über an der Seite der Reisenden sein. Sie helfen bei allem, was das

Zugfahren so mit sich bringt und sind, wenn gewünscht und terminlich möglich, auch auf der Rückfahrt dabei. Grundsätzlich begleiten die Ehrenamtlichen die Reisenden immer bis zum Zielbahnhof. Der Service selbst ist kostenlos, eine gültige Fahrkarte allerdings Voraussetzung.

Für „Bahnhofsmission Mobil“ werden in Ingolstadt freiwillig Engagierte als Begleitung für Reisende dringend gesucht. „Wer gerne Zug fährt und anderen Menschen helfen will, mobil zu bleiben, ist hier genau richtig“, sagt Heike Bergmann, Leiterin der von der Caritas und Diakonie getragenen Hilfe-

einrichtung. Auf das, was beim Reisen und Begleiten unterschiedlicher Menschen zu achten ist, werden die Helferinnen und Helfer gut vorbereitet. Eine mehrteilige Online-Schulung ab Ende September, Praxiskurse und eine Einarbeitung durch das Team der Bahnhofsmission vor Ort machen die neuen Freiwilligen fit für den Begleitservice. Für den Dienst selbst gibt es eine Aufwandsentschädigung. Es gelten natürlich die aktuellen Corona-bedingten Hygieneund Schutzregeln. (pde) Wer sich für den ehrenamtlichen Begleitdienst interessiert, erhält nähere Informationen bei der Bahnhofsmission unter Tel. 0151/28174118 (Koordinationsstelle), Mail: Bahnhofsmission-mobil-ingolstadt@ dw-in.de. Foto: Bahnhofsmission/Werner Krüper

Audi unterstützt die Wasserwacht 25 000 Euro Spende an die Kreisverbände der Region Ein „Retter in der Not“ – das ist die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes. Audi unterstützt die Arbeit der fünf Wasserwacht-Kreisverbände rund um den Standort Ingolstadt mit einer Spende in Höhe von insgesamt 25.000 Euro. Je 5.000 Euro gehen an die Kreisverbände Eichstätt, Ingolstadt, Kelheim, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen. Zur Spendenübergabe trafen sich an der Wachstation am Ingolstädter Baggersee stellvertretend für die Wasserwachten Michael Goß und David Hendrich vom Kreisverband Ingolstadt, Ute Röding, bei Audi verantwortlich für Corporate Citizenship, und Gertraud

Im Bild (von links): Gertraud Grünwald, Geschäftsführerin Audi-Unterstützungsfonds, Michael Goß (im Boot) und David Hendrich, Wasserwacht Ingolstadt, und Ute Röding, Leiterin Corporate Citizenship bei Audi. Foto: AUDI AG

Grünwald, Geschäftsführerin des Audi-Unterstützungsfonds. „Sommerzeit ist Badezeit und leider auch die Zeit vieler Badeunfälle. Die Wasserwachten leisten hier sowohl in der Rettung – auch in technisch schwierigem Gelände

– als auch mit ihren Schwimmunterrichts-Angeboten herausragende Arbeit, die wir mit unserer Spende gerne unterstützen“, sagt Ute Röding. Michael Goß bedankte sich für die Spende und die damit verbundene Anerkennung des

ehrenamtlichen Engagements der Wasserwacht: „Alle Wasserwachtler sind super motiviert und extrem engagiert – und doch fehlt es manchmal an moderner Ausrüstung. Die Spende der AUDI AG zeigt, dass das Engagement unserer vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer geschätzt wird, und das motiviert uns für die Zukunft.“ (id)

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SPORT Fanbeauftragter Sebastian Wagner ist zu Recht mächtig stolz auf die Malerei im Stadion. Fotos: Haunsperger

Ein Graffiti zeigt auch eine Stadt-Silhouette von Ingolstadt.

Jetzt wird‘s bunt Der französische Graffiti-Künstler Sebastian „Seb“ Toussiant verschönert die Wände in der Fankurve

Es hat keine sportlichen und sogar keine finanziellen Gründe, dass der FC Ingolstadt sein Trainingslager in Südtirol abgesagt hat. Und dabei haben sich schon alle darauf gefreut. Die, wie es der FC nennt: Audi Schanzer Sommertour 2020. Sowas hat es im Ingolstädter Sport noch nicht gegeben. Der Grund ist der gleiche, der für die Geisterspiele verantwortlich ist: Corona! In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und den Verantwortlichen der Schanzer bereitet sich der FC Ingolstadt 04 auf die weiteren Schritte vor. Diese sehen eine 14-tägige Quarantäne für bestimmte Spieler ebenso

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Es war wieder mal unglaublich: was so ein bisschen Farbe ausrichten kann. In der Fankurve des FC Ingolstadt 04 herrschte in der Vergangenheit irgendwie ein Grauton vor. Jetzt ist es den Fans, in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Schanzer gelungen, einen befreundeten französischen Graffiti Künstler

zu überreden, die grauen Wände in der Fankurve schöner zu gestalten. Das ist Sebastian „Seb“ Toussiant auf alle Fälle gelungen. Der Ingolstädter Fanbeauftragte Sebastian Wagner ist zu Recht mächtig stolz auf das Werk seines französischen Freundes. Bei einer kurzen Vorstellung der Bilder machte Wagner aus seiner Freude kein Hehl: „Seb hat sich Ingolstadt und die Umgebung genau angeschaut und dann in seiner Malerei wiedergegeben. Ich finde es ist ihm etwas Hervorragendes gelungen.“ So sind zum Beispiel Hopfendolden ebenso zu sehen, wie das Stadtwappen der Schanz und

IN tern

vor, wie weitere wie es mit den Tests von SpieTrainingsmöglern. Wer bisher lichkeiten der also geglaubt Schanzer weihat, dass Corona tergeht. Schön im Fußball nur zu sehen ist zu Geisterspieauf jeden Fall, len führt, wird dass das Inhier eines Besgolstädter Geseren belehrt. sundheitsamt Von Joschi Haunsperger Durch zwei posiund der höchste tiv getestete Spieler gerät die Ingolstädter Fußballverein ganze Saison-Vorbereitung hier so gut zusammenarbeiin Stocken. Eigentlich ist es ten. Ob es sportliche KonseWahnsinn, was beim FC In- quenzen aus der ganzen Corogolstadt 04 passiert. Zu benei- na-Affäre gibt, wird man mit den sind die Verantwortlichen Sicherheit erst am Ende der um den neuen Geschäftsfüh- Saison sehen, dann nämlich rer Manuel Sternisa auf jeden wenn der FC Ingolstadt trotz Fall nicht. Jetzt geht es darum der sicherlich mangelnden zu sehen, ob und vor allem Vorbereitung (zumindest für

Kein Traingslager für die Schanzer

eine Silhouette der Altstadt. Daneben finden sich die Gründungsvereine ESV und MTV Ingolstadt und natürlich auch der FC Ingolstadt 04. Die teilweise sehr detaillierten Bilder lassen die Stimmung in der Fankurve richtig aufleben. Jetzt können die Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Spiele der Schanzer verfolgen (wenn es Corona wieder zulässt) dies in einer richtig großartigen bunten Atmosphäre tun. Wenn da auch die Schanzer die entsprechenden Spiele zeigen, dann hat sich das Werk von Sebastian Toussiant auch wirklich gelohnt. Sehenswert ist es auf alle Fälle! (jh)

einige Spieler), des ausgefallenen Trainingslagers oder der eventuell ausgefallenen Trainingseinheiten unter Beweis stellt, ob er aufsteigen kann oder nicht. Natürlich ist es wichtig, dass man sich gut gegen Corona wappnet. Dass es jetzt ausgerechnet den FC Ingolstadt 04, das fußballerische Aushängeschild der Schanz, erwischt hat, ist umso tragischer. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Infizierten das Corona Virus bestmöglich verarbeiten und bald wieder zur Mannschaft stoßen können. Diesmal ist also nicht nur ein sportliches Daumendrücken angesagt, sondern auch ein gesundheitliches.


SPORT

„Den Peter habe ich zum ESV gebracht“ Manuel Sternisa stellt sich als Nachfolger von Franz Spitzauer vor Neue Besen kehren gut. Zum einen stimmt dieser Satz, zum anderen nicht. Franz Spitzauer hat hervorragende Arbeit für den FC Ingolstadt 04 geleistet. Aber er hat schon vor einigen Monaten angekündigt, dass er seinen Posten zur Verfügung stellt. Dass jetzt mit Manuel Sternisa ein Ingolstädter Eigengewächs gefunden wurde, kann dem Verein nur guttun. Der neue Geschäftsführer wird versuchen, in die Fußstapfen des alten zu treten und das ist gut so. Wir haben ihn zu seinem neuen Job befragt. IN-direkt: Herr Sternisa, wie war das jetzt mit dem FC Ingolstadt und Ihnen? Manuel Sternisa: Auch hier gilt, dass die schönsten Geschichten immer noch das Leben schreibt. Natürlich kommt auch der Zufall hinzu, so wie auch bei uns. Ich wollte mich beruflich verändern und der FC Ingolstadt hat einen neuen Geschäftsführer gesucht. Da kam eines zum anderen und letztlich haben wir miteinander gesprochen und dann alles weitere fixiert. Das ging alles sehr schnell. Ich freue mich jetzt natürlich, dass sich nach drei Wochen schon einen gewissen Einblick bekommen habe und bin gespannt, was noch alles kommt. Der Vorstandsvorsitzende der Schanzer, Peter Jackwerth, hat sie ja damals zum ESV geholt, schließt sich da wieder irgendein Kreis? Nein eigentlich war es genau umgekehrt, ich habe den Peter zum ESV geholt. Natürlich haben wir auch jetzt wieder mit-

einander gesprochen als es um die Geschäftsführertätigkeit für die Schanzer ging. Mit Peter verbindet mich sehr viel, das war aber nicht ausschlaggebend für das Engagement beim FCI.

Aber Sie waren ja bei beiden Ingolstädter Vereinen aktiv, ist das sowas wie zurück zu den Wurzeln? So könnte man das sagen. Ich war sowohl beim MTV als auch beim ESV Ingolstadt. Und jetzt spiele ich immer noch gerne Fußball, natürlich nicht mehr aktiv in einer ersten Mannschaft, sondern in der Ü 40 des FC Ingolstadt. Also habe ich diese Wurzeln aus den drei Ingolstädter Vereinen auch immer gepflegt. Ich sah das auch früher nicht als gegeneinander sondern ihr als miteinander an. Also spielen sie immer noch gerne selbst Fußball? Natürlich, Fußball ist mein Leben. Neben der Arbeit, die ich mir im Laufe der Zeit aufgebaut habe, habe ich natürlich auch nie mit dem Fußball aufgehört. So gab es auch bei uns in der Familie eine lustige Geschichte. Meinem siebenjährigen Sohn musste ich erst erklären, dass ich nicht jeden Tag zum FC gehe, um Fußball zu

spielen. So ist das eben, wenn man immer Fußball gespielt hat. Bei der Ü 40 spiele ich immer noch gern. Auch von der Spielgeschwindigkeit her, kann ich glaube ich ganz gut mithal-

Der neue Geschäftsführer, Manuel Sternisa (rechts) und Dr. Martin Wagener, der Aufsichtsratsvorsitzende der Schanzer beim Pressetermin. Foto: Haunsperger

ten. Und das Training der Profimannschaft schaue mir natürlich auch immer gern an, wenn es meine Zeit zulässt. Ich sehe darauf immer, was sich von den Übungen her bei uns verändert hat, als ich noch selbst aktiv gespielt habe. Die Jungs sind auf jeden Fall gut im Saft und können diese Saison sicher viel erreichen. Was ist dann das Saisonziel für 2020/2021? Naja, was kann es schon sein? Wenn man so knapp den Aufstieg verpasst, dann glaube nicht nur ich, sondern alle Verantwortlichen bei den Schanzern, dass wir in dieser Saison aufsteigen sollten. Das Ziel ist also klar definiert. Wir wollen mindestens in die zweite Bundesliga und das soll auch am Ende der Saison so sein. So wie ich den Verein in der relativ kurzen Zeit kennengelernt

habe, sehe ich eindeutig, dass wir die Basis haben, mindestens in dieser zweiten Liga zu spielen. Stichwort Corona, wie sieht es dort aus? Natürlich sind wir hier auch stark betroffen, aber wir sind auch im ständigen Kontakt mit dem Gesundheitsamt und allen relevanten Ämtern und Personen. Ich denke das man Corona nie ganz im Griff hat, aber was wir tun können, das tun wir. Was sagen Sie denn dazu, dass sie vielleicht noch lange ohne Zuschauer spielen müssen? Ohne Zuschauer zu spielen ist natürlich nicht so schön, vor allem für die Spieler selbst. Aber ich weiß, dass der FC Ingolstadt nicht unbedingt von den Zuschauereinnahmen abhängig ist. Das hat die gute Arbeit meines Vorgängers und des gesamten Teams unter Beweis gestellt. Die Basis wurde hier also gelegt und ich denke, dass wir mit der ganzen Situation da draußen anders und vielleicht besser umgehen können als andere Vereine, die mehr von den Zuschauereinnahmen abhängig sind. Aber neben dem finanziellen ist natürlich der sportliche Aspekt und da würden wir alle natürlich schon gerne wieder mit Zuschauern spielen. Vielen Dank für das Gespräch der Sternisa. Wir wünschen Ihnen und dem FCI eine möglichst verletzungsfreie Saison und dass ihre Saisonziel, der Aufstieg in die zweite Liga am Ende auch Wirklichkeit wird. (jh)

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SPORT

Eine Wunschlösung (mit Kunstrasenplatz) Der FC Ingolstadt kooperiert künftig mit dem VfB Eichstätt Nach „intensiver Suche“ - so heißt es in der Pressemitteilung - ist der FC Ingolstadt 04 sehr stolz, einen der bekanntesten Vereine der Region als neuen Partnerverein verkünden zu können: Der VfB Eichstätt wird nach äußerst positiven und zielführenden Gesprächen mit der Vereins- und Jugendführung neuer Perspektivteamstandort West. Gemeinsam mit dem Regionalligisten soll durch einen intensiven Austausch die Jugendarbeit in der Region gestärkt werden. In dem von Schanzer-Nachwuchstrainern durchgeführten sonntäglichen Perspektivteamtraining sollen die besten Talente vor Ort eine optimale zusätzliche Förderung erhalten. Für dieses stellen die Domstädter mit ihrer tollen Infrastruktur mitsamt Kunstrasenplatz eine absolute Wunschlösung dar. „Wir sind sehr froh mit dem VfB Eichstätt einen perfekten Partnerverein gefunden zu haben. Der regionale Bezug, die Gegebenheiten vor Ort, der sportliche Ehrgeiz, aber auch die Bodenständigkeit und das familiäre Umfeld im Verein passen optimal zur Schanzer Philosophie. Wir freuen uns auf einen konstruktiven sportlichen Austausch und eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, sagt Ingolstadts sportlicher Leiter Roland Reichel über den Start in die Partnerschaft. Das Perspektivteamtraining startet nach den Sommerferien. Die Trainingsgruppe

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Jalen Hawkins in der Wertung nicht mehr berücksichtigt werden konnten." Beide entstammen ebenfalls dem NLZ der Schanzer, sie wurden in der vergangenen Spielzeit aber außerhalb des für die Berechnung gewerteten Zeitraums eingesetzt.

setzt sich zu Beginn aus dem bereits bestehenden Kader West sowie den auffälligen Spielern der Jahrgänge 2011 und 2012 der anstehenden Talenttage zusammen. Eichstätt ist nach Abensberg, Hilpoltstein, Unterföhring, Schweitenkirchen und Ingolstadt bereits der sechste Perspektivteam-Standort. Becherpfand und Fördermittel Gute Nachrichten kamen für den FC Ingolstadt 04 vom DFB: Aus dem Nachwuchsfördertopf 3. Liga für die Sai-

Foto: Stefan Bösl/kbumm.agentur

son 2019/2020 bekommen die Schanzer 245.000 Euro als Belohnung für starke Nachwuchsarbeit. Florian Zehe, technischer Direktor beim FCI meinte dazu: „Zuletzt haben wir doch einige Rückschläge verkraften müssen, umso erfreulicher ist die Nachricht, dass sich der Weg der Schanzer, konsequent auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt macht. Einziger Wermutstropfen bleibt, dass unsere Jungprofis Justin Butler und

Und noch eine erfreuliche „Finanzmitteilung“: Unter dem Motto „Becher spenden - Schanzen geben“ (eine Kooperation von SchanzenGeber, Siftl und Büchl) wurden von den Fans in elf Heimspielen 4.000 Euro Becherpfand gespendet. Auf 6.000 Euro konnte der Betrag durch die Spendeneinnahmen vom 3. SchanzenGeber-Spieltag dann aufgestockt werden. Die Spendensumme von 6000 Euro geht an Förderverein zur Unterstützung Krebskranker in der Region Ingolstadt e.V. (id) V.l.: Reinhard Büchl Junior, Britta Pügerl, Werner Roß, Max Schulmeyr, Sabine Hillmann und Alex Vey Foto: FC Ingolstadt 04


GESUNDHEIT

Wenn das Spiel zur Sucht wird Neue Online-Beratungsplattform PlayChange – Caritas Ingolstadt mit an Bord Mit der neuen Online-Beratungsplattform PlayChange (www.playchange.de) hat die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) ihr Hilfe-Portfolio für Menschen mit glücksspielbezogenen Problemen erweitert. Damit bekommen Betroffene und Angehörige schnell, einfach und online eine direkte Hilfe und Ansprache. Auch die Fachstelle Glücksspielsucht der Caritas Ingolstadt ist mit Thomas Stammberger mit von der Partie. Stammberger: „Mit PlayChange hat die LSG ein ganz neues und tolles Angebot für all jene geschaffen, die ohnehin viel online sind und im Internet an Online-Glücksspielen teilnehmen. Ich freue mich sehr, dass ich als Suchtberater aus Ingolstadt Teil von PlayChange bin und Klientinnen und Klienten aus ganz Bayern ein noch umfassenderes Beratungsangebot bieten kann.“ Und Beratung ist wichtig, denn: Bayernweit zeigen rund 70.000 Menschen ein problematisches oder pathologisches Glücksspielverhalten, viele davon suchen sich keine oder erst viel zu spät Hilfe. Stammberger: „Meist vergehen viele Jahre zwischen dem Beginn einer Glücksspielsucht und der Inanspruchnahme von Hilfe. Die Betroffenen oder deren Angehörige kommen oft erst, wenn es gar nicht mehr anders geht und alles verspielt wurde.“ Der Gang in eine Suchtberatungsstelle ist oft ein Riesenproblem für Betroffene und Angehörige. Die Problematik ist psychisch stark belastend für alle Beteiligten. „Mit PlayChange wollen wir diesen ersten und wichtigen Schritt, sich endlich Hilfe zu suchen,

seinen smarten Funktionen begeistert und überzeugt.“ Ganz nebenbei, so Stammberger, folge man mit PlayChange auch dem Trend der zunehmenden Digitalisierung in nahezu allen Bereichen des täglichen

Lebens. Hilfesuchende finden das neue Angebot der LSG ab sofort unter www.playchange. de. (id) Die kostenlose App von PlayChange für iOS und Android gibt es in den Appstores von Apple und Google.

Suchtberater Thomas Stammberger Foto: Caritas Ingolstadt

deutlich vereinfachen“, erklärt Stammberger und ergänzt, dass die neue Hilfeplattform, die es auch als App für Smartphones gibt, aber auch für Menschen konzipiert sei, die terrestrische Glücksspielangebote in Spielhallen, Sportwettbüros oder Spielbanken nutzen. Auch sie können über PlayChange schnell und einfach Hilfe in Anspruch nehmen. Wer sich über PlayChange beraten lassen will, kann mittels geschütztem E-Mailsystem, Chat oder Messenger mit den Beraterinnen und Beratern in Kontakt treten. Online, anonym und via Smartphone oder PC erreichbar, bietet PlayChange für Betroffene und Angehörige einen niedrigschwelligen Zugang zur Beratung. „Das ist auch in der Zeit von Corona ein großer Vorteil“, weiß der Suchtexperte. Stammberger hofft, dass PlayChange gut angenommen wird und sich schnell als ergänzendes Hilfsangebot etabliert: „Ich will natürlich auch weiterhin viele Klientinnen und Klienten in meinen Sprechstunden haben. Aber wer sich nicht traut, der sollte sich unbedingt PlayChange ansehen, das mit

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SCHULANFANG

Den Sommerkindern gefiel es trotz Schutzmasken und Abstandsregeln. Hier bei einem Workshop mit der Polizei Ingolstadt. Foto: gfi

Schulbeginn mit Fragezeichen Kinder, Eltern und Lehrer stehen vor einem besonderen Schulstart Am 8. September beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Aus den hinlänglich bekannten Gründen müssen sich Eltern und Lehrer auf etliche Unwägbarkeiten einstellen. Derzeit wird von einem „Regelbetrieb unter Hygieneauflagen“ ausgegangen, aber die Covid-19 Infektionszahlen haben da auch noch „ein Wörtchen mitzureden“. Deshalb heißt es aus dem bayerischen Kultusministerium auch: „Sollten die Infektionszahlen eine Rückkehr zum Regelbetrieb im September nicht erlauben, werden Alternativszenarien zum Einsatz kommen. Diese gehen vom jeweiligen Infektionsgeschehen bayernweit, regional, an einer bestimmten Schule oder in einzelnen Klassen aus. Unter Umständen kann daher auch kurzfristig eine Rückkehr zu einem System notwendig werden, bei dem sich Präsenzunterricht in der Schule mit Distanzunterricht zu Hause abwechselt oder eine erneute vollständige Umstellung auf Distanzunterricht kurzfristig

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Foto: Freepik

notwendig wird.“ Es kann also nicht schaden, für ein erneutes „Homeschooling“ so weit möglich gerüstet zu sein. Schüler, Eltern und Lehrer finden auf dem Internetportal des Kultusministeriums alle wesentlichen Informationen für die bayerischen Schulen (www.km.bayern.de). Aktuelle Informationen zum Corona-Geschehen in Ingolstadt sowie Kontakdaten finden Sie auch unter www.ingolstadt.de/corona. Die aktuellen

Infektionszahlen für Ingolstadt veröffentlichen wir auch auf unserer Facebookseite www.facebook.com/INdirektZeitung. Manch ein Schulkind hat die Ferien dazu genutzt, ein bisschen „Wissen drauf zu packen“. Ganz spielerisch natürlich, denn Ferien sind nun mal dazu da, um zu entspannen. Bei den Sommerkindern® und Sommerteens der gfi gGmbH Ingolstadt waren für die Kids von vier

bis sechzehn Jahren jede Menge Workshops, Themen-Blöcke und Ausflüge für jeden Geschmack und alle Kragenweiten geboten. Longboarden, Graffiti sprayen, Handwerken, Programmieren, Kegeln, Zaubern, Golfen, Foto-Workshop, Museumsbesuche – das waren nur einige der Aktivitäten. Organisatorin Jana Thienel ist dabei vor allem die Nachhaltigkeit der neuen Kenntnisse wichtig: „Unsere Sommerkinder und Sommerteens sollen neben der Unterhaltung einen bleibenden Lerneffekt haben. Hierzu vermitteln wir ihnen interessantes Hintergrundwissen und üben Schritt für Schritt die korrekte Handhabung und Anwendung.“ Die Ferienbetreuung fand in den Räumlichkeiten der bfz/ gfi gGmbH in Ingolstadt, in Kooperation mit Vereinen und Einrichtungen sowie in Projekten bei den beteiligten Firmen statt. Das sind derzeit die Audi AG, die Media-Saturn Deutschland GmbH sowie die Danuvius Kliniken. (id)


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SCHULANFANG

Der schlaue Schreibtisch „wächst“ mit Die unkaputtbaren Moll Schreibtische gibts im Bürofachmarkt Hillenbrand Gerade heute brauchen Kinder Gesundheit, Sicherheit und Kreativität. Mit Homeschooling werden neue Anforderungen an die Schreibtische und Stühle gestellt. Die Kinder wachsen und der gute Kinderschreibtisch und Kinderstuhl wächst mit den sich stetig ändernden Bedürfnissen der Benutzer mit. Unsere Moll Schreibtische sind vom Kind intuitiv bedienbar und bieten einen Verstellbereich von ganz klein bis ganz groß. Sie sind funktional und ergonomisch bis ins Detail durchdacht und praktisch unkaputtbar. Sie bieten Stauraum und viel nützliche Flä-

die Ingolstädter Tafel und den Zoo Wasserstern. Wir nehmen gerne die alten Schultaschen unserer Kunden, bereiten Sie auf und geben Sie der Ingolstädter Tafel zur Wiederverwendung. Die Kinder freuen sich bereits schon heute auf IHRE Schultasche.

che zum Schreiben, Lesen und Malen. Mit der Express Höhenverstellung ist immer die richtige Arbeitshöhe einstellbar – ob sitzend oder stehend. Für unsere Kunden bieten wir regelmäßig Vorträge über richtiges Sitzen und mitwach-

sende Schreibtische an. Der nächste Vortrag findet am Freitag den 4.9.2020 um 15:00 Fa. Hillenbrand im OG Zainerstr.5, 85053 Ingolstadt statt. Wir unterstützen seit Jahren

Wir sind deutschlandweit ein führender Bürofachmarkt mit dem größten Schulmarkt. Wir sind für Sie da, • Regional • Kundenorientiert • Preiswert HILLENBRAND ist Ihr starker Partner für Büro und Schule in Ingolstadt.

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SCHULANFANG

Bald geht die Schule los Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Schulweg zu üben

Die großen Ferien sind im letzten Drittel angekommen. Langsam rüsten sich Schüler, Eltern und auch Lehrer wieder für den Schulalltag. Für viele ABC-Schützen beginnt eine aufregende Zeit. Für die Eltern heißt das, dass noch einige Vorbereitungen anstehen. Neben den letzten Besorgungen von Schreibwaren spielt auch der Schulweg eine wichtige Rolle. Die Polizeiinspektion Ingolstadt bittet die Eltern daher, den Schulweg mit den Kindern rechtzeitig zu üben. Dabei sollten gerade die Eltern von Schulanfängern den Weg mit den Kindern genau festlegen und darauf achten, dass Straßen immer an den sichersten Stellen überquert werden. Das gilt auch, wenn kleine Umwege entstehen. links-rechts-links Auch bei geringem Verkehr müssen die Kinder erst stehen bleiben und sich vergewissern, dass sich kein Auto nähert. Am

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Sicher mit dem Fahrrad zur Schule Tipps von der Jugendverkehrsschule Generell sollten Schüler erst alleine mit dem Fahrrad in die Schule fahren, wenn sie die Fahrradprüfung in der vierten Klasse bestanden haben. „Dann haben die Schüler alle möglichen Situationen geübt und können richtig reagieren“, so Polizeihauptkommissar Edgar Staniszewski, der mit seinem Team Jahr für Jahr die Prüfungen in Ingolstadt abnimmt. „Gerade im toten Winkel passieren viele Unfälle, was wir mit den Kindern im Rahmen der Verkehrserziehung besprechen.“ Außerdem sind auch auf dem Fahrrad helle Kleidung mit Reflektoren und ein Helm angebracht. „Gerade im Umfeld der weiterführenden Schulen fahren die Helme gerne am Rucksack oder an der Lenkstange mit. Das ist nicht im Sinne des Erfinders und kann bei einem Unfall lebensgefährlich sein“,

so der Leiter der Jugendverkehrsschule Ingolstadt. Eltern sollten ihre Kinder im Grundschulalter mit dem Fahrrad begleiten und auf das Verhalten der Sprösslinge achten. Zu Hause werden dann Gefahrensituationen mit den Kindern besprochen. Außerdem weist Staniszewski darauf hin, dass ältere Schüler und vor allem auch Eltern eine Vorbildfunktion haben. „Das beginnt schon mit dem Absteigen, um einen Zebrastreifen zu überqueren und endet mit dem Fahren als Geisterradler entgegen der Fahrtrichtung bzw. auf dem Gehweg. Das ist verboten.“ Die letzten Ferientage sollten auch noch einmal dafür hergenommen werden, das Fahrrad auf die Verkehrssicherheit zu überprüfen und gegebenenfalls noch reparieren zu lassen.

Sichersten ist die altbekannte Regel erst nach links, dann nach rechts und noch einmal nach links zu sehen. An einem Zebrastreifen ist der Blickkontakt zum Autofahrer unerlässlich, bevor die Fahrbahn betreten wird. Auch an der Ampel sollten sich Kinder trotz grünem Signal vergewissern, dass die Autos anhalten. An den ersten Tagen sollten sich Eltern vergewissern, dass sich die Kinder auf dem Schulweg richtig verhalten und gegebenenfalls noch einmal Schwachpunkte ansprechen und übern. Zu einem sicheren Schulweg gehört auch das rechtzeitige Verlassen des Hauses, um keinen Zeitdruck zu bekommen. Zusätzlich sollen die Eltern laut Polizei auch darauf achten, dass die Schüler helle Kleidung tragen und dass Kleidung und Schulranzen mit Reflektoren ausgestattet sind.


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STADT INGOLSTADT

Attraktiv als Arbeitgeber und Ausbildungsplatz Die Stadt Ingolstadt wurde erneut als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert Fachinformatiker, Gärtner, Brandmeister, Kauffrau für Digitalisierungsmanagement, Erzieher oder Bauzeichner – diese und viele weitere Spezialisten werden bei der Stadt Ingolstadt ausgebildet. Längst vorbei sind die Zeiten, bei denen man mit der beruflichen Laufbahn bei der Stadt reine Schreibtischarbeit verbunden hat. Die Jobs heute sind vielfältig und vor allem eines: sehr anspruchsvoll. 90 neue Auszubildende, Beamtenanwärter, Studierende und Praktikanten starten in den verschiedensten Berufen am 1. September bei der Stadt Ingolstadt in diesen neuen Lebensabschnitt. „Die meisten Auszubildenden können wir nach der Ausbildung übernehmen,“ erklärt dazu Werner Gietl, stellvertretender Personalreferenten der Stadt. Und er zeigt sich zuversichtlich, dass auch in den nächsten Jahren die gleiche Zahl an Ausbildungsplätzen oder sogar mehr angeboten werden kann. Schließlich müssten hier das Wachstum der Stadt und der demografische Wandel berücksichtigt werden. Kurz: Der Personalbedarf steigt. Wie begehrt diese Plätze sind, zeigt der Blick auf die Bewerberzahl: 810 Personen haben sich auf die zu vergebenden Ausbildungs-, Praktikums- und Studienplätze beworben. Damit kommen im Schnitt auf einen Platz etwa

cherung“, so Werner Gietl. 41 % der insgesamt 2700 Beschäftigten bei der Stadt arbeiten derzeit in Teilzeit.

(v.l.) Gleichstellungsbeauftragte Barbara Deimel, Oberbürgermeister Christian Scharpf, Daniela Scheurlen, familieundberuf-Service-GmbH und Werner Gietl, stellvertretender Personalreferent. Foto: Stadt Ingolstadt/Rössle

neun Bewerbungen. Die Gelegenheit sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben bietet sich demnächst wieder. Die Bewerbungsfrist für die gewerblichen Ausbildungsberufe und die dualen Studiengänge 2021 hat begonnen. Auch Bewerbungen für das Berufspraktikum in der Erzieherausbildung sowie für das erste und zweite Sozialpädagogische Seminar ab 2021 sind jederzeit willkommen. Gerne bietet die Stadt nach pandemiebedingter Pause ab September 2020 auch wieder Schnupperpraktika in verschiedenen Berufen an. Weitere Informationen zur Ausbildung und auch der Zugang zum Online-Bewerberportal bei der Stadt Ingolstadt sind unter www.ingolstadt.de/ ausbildung zu finden.

Flexible Arbeitszeiten – künftig mehr Homeoffice Dass die Stadt als Arbeitgeber attraktiv ist, liegt auch daran, dass hier die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle spielt. Seit zehn Jahren stellt man sich dem Zertifizierungsprozess um das begehrte Label „berufundfamilie“, das die berufundfamilie Service GmbH (eine Initiative der Hertie Stiftung) vergibt. Um das Label weiter führen zu können, werden kontinuierlich Programme für zukunftsgerechte Arbeitsbedingungen ausgearbeitet. „Bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber ist die Vereinbarkeit von Berufs- und Lebensphasen heute entscheidend. Das ist für viele Beschäftigte wichtig und zwar unabhängig von Familienstand, Ausbildung und Alter. Für uns ist die Zertifizierung ganz klar ein Beweis für unsere erfolgreiche Personalarbeit und ebenso ein Garant für die Zukunftssi-

Laut Barbara Deimel (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt) nimmt dabei die Möglichkeit der Arbeit von Zuhause einen wichtigen Platz ein. Das ist so auch im Handlungsprogramm für die nächsten drei Jahre, das mit der Projektleitung von Barbara Deimel und mit der Beteiligung von Personalentwicklung und Personalrat entstand, fest gehalten: „Zukünftig soll jeder Arbeitsplatz mit einem Laptop ausgestattet werden, der es dann auch kurzfristig ermöglicht im Homeoffice zuarbeiten. Das ist gerade für erziehende und pflegende Beschäftigte eine Erleichterung. Denn in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Vereinbarkeit ist – wenn Schule, Kindergarten oder Pflegeheim fehlen. Je flexibler hier die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Arbeitgeber reagieren können, desto besser für die Arbeitsabläufe.“ Die „Homeofficequote“ bei der Stadt lag vor Corona bei 200, jetzt ist sie während des Lockdowns auf 600 gestiegen. Und man habe gute Erfahrungen mit der Arbeit von zu Hause gemacht. Zugute komme das letztendlich auch den Bürgern, die ihre Angelegenheiten zunehmend online und damit zeit- und ortsunabhängig abwickeln können. (id)

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STADT INGOLSTADT -

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Der Südosten wächst am stärksten Die Ingolstädter Stadtbezirke wurden statistisch unter die Lupe genommen Wo in Ingolstadt leben die meisten Senioren, wo wird am meisten gebaut, wie sieht es mit den Erholungsflächen aus und wo sind die meisten Unternehmen beheimatet? Helmut Schels, Sachgebietsleiter Statistik und Stadtforschung bei der Stadt Ingolstadt, ist unbestritten der „Herr der Statistiken“. Zusammen mit seinen Mitarbeitern hat er sich die einzelnen Stadtbezirke (12 an der Zahl) Ingolstadt vorgenommen und diese nach unterschiedlichsten Aspekten „aufgedröselt“. Hoch interessant, was aus „nackten Zahlen“ - korrekt: kleinräumigen Statistiken – so alles heraus zu lesen ist. Einwohnerentwicklung in den Stadtbezirken Mit rund 1 900 Einwohnern Zuwachs wies der Stadtbezirk Südost laut Statistik die stärkste Bevölkerungsdynamik von 2014 bis 2019 auf und hat jetzt den Nordwesten als zweitgrößten Stadtbezirk abgelöst. Auch die Stadtbezirke Mitte und Nordost mit je einem Zuwachs von über 700 Einwohnern, Friedrichshofen-Hollerstauden mit annähernd 1 000 Personen Zunahme und der Bezirk Süd mit über 800 Einwohnern mehr gehören zu den Wachstumspolen der Stadt in den letzten fünf Jahren. Die Stadtbezirke Etting und Nordwest stagnierten seit 2014, der Südwesten hatte nur rund 150 Personen Zuwachs.

Viele Babys gab es auch im bevölkerungsreichsten Bezirk Nordosten (210) und erstaunlicherweise in der Mitte (180). Dahinter verzeichneten noch die Stadtbezirke Nordwest (175), Münchener Straße (160) und Friedrichshofen-Hollerstauden (150) häufig Nachwuchs. Besonders hohe Zahlen an Sterbefällen gab es in den zentralen Stadtbezirken Mitte (175), Nordwest (180), Nordost (190) und Südost (160). Die Stadtbezirke Südost (+90), Süd (+50),

Münchener Straße (+40) und Friedrichshofen-Hollerstauden (+30) haben den höchsten natürlichen Saldo (Geburten abzüglich Sterbefälle). Aus Bauüberhang (genehmigte, aber noch nicht fertig gestellte Wohnungen) und den Baugenehmigungen der vergangenen zwei Jahre lässt sich laut Helmut Schels ein Trend für die Zukunft erkennen: Demnach wäre in den nächsten Jahren vor allem im Nordosten und Südos-

07 Etting 08 Oberhaunstadt

11 Friedrichshofen-

02 Nordwest

06 West

09 Mailing

01 Mitte

05 Südwest

Im Jahr 2019 war der Stadtbezirk Südost auch derjenige mit den höchsten Geburtenzahlen (250, Werte auf 5 gerundet).

03 Nordost

12 Münchener Straße

04 Südost

10 Süd

16 Kartografie und Geobasis: Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation

Kleinräumige Gliederung und Darstellung: Stadt Ingolstadt; Statistik und Stadtforschung

ten, in etwas geringerem Umfang im Nordwesten, mit einem Bevölkerungswachstum durch Zuziehende und Umziehende zu rechnen. Auch Oberhaunstadt, Friedrichshofen-Hollerstauden, Münchener Straße, Südwest und Mitte hätten mit rund 100 bis über 200 bereits genehmigten Wohnungen ein gewisses Wachstumspotenzial. Mit über 4 000 Einwohner je km² ist der Nordosten übrigens am dichtesten besiedelt. Mit über 3 200 Einwohnern auf dem Quadratkilometer steht der Nordwesten an zweiter Stelle. Würde man jedoch die Fläche des Nordwestens um die vielen Industrieflächen verkleinern (dort wohnt niemand), käme eine wesentlich höhere Besiedlungsdichte zu Tage. Auch der Bezirk Münchener Straße gehört mit annähernd 3 000 Menschen auf einen km² zu den dichter bebauten Stadtbezirken.


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Kinder und Senioren – wo sind sie „dahoam“? Die Anteile an Kindern und Jugendlichen, der Einwohner bis unter 18 Jahren, sind in den am Stadtrand gelegenen Stadtbezirken West, Etting und Süd mit jeweils über 20 bzw. 21% sehr hoch. Am geringsten ist deren Anteil in der Mitte (knapp 13%) sowie in den Stadtbezirken Friedrichshofen-Hollerstauden (gut 15%) und Münchener Straße (knapp 15%). In absoluten Zahlen gibt es allerdings die höchste Anzahl an Kindern und Jugendlichen im Nordwesten (ca. 3 200), im Nordosten (ca. 3 400) und im Südosten (gut 3 100). Damit befinden sich 42% aller unter 18-Jährigen in diesen drei zentralen Bezirken. Bei den Senior*innen sind die Unterschiede zwischen den niedrigsten Anteilen in Süd und in Etting (ca. 16%) und den höchsten Anteilen in Südwest (20,6%) sowie in Oberhaunstadt (19,5%) und Nordwest (19%) nicht so gravierend. Dazwischen reihen sich die restlichen Stadtbezirken mit Werten von rund 17 bis 18,7% ein. Auch hier sind die absoluten Zahlen der Senioren*innen – wie bereits bei den Kindern und Jugendlichen - in den Stadtbezirken Nordwest (gut 3 400), Nordost (rund 3 800) und Südost (knapp 3 400) am höchsten. Auch hier bedeuten die rund 10 600 Personen in diesen drei Bezirken ab 65 Jahren einen Anteil von rund 42% an den 25 200 in der ganzen Stadt. Die meisten Betriebe im Stadtbezirk Mitte – die meisten Beschäftigten (wen wundert´s) im Bezirk Nordwest Auf den ersten Blick vielleicht überraschend ist die hohe Anzahl an Unternehmen im Bezirk Mitte (umfasst die Altstadt, das Areal um den Brückenkopf, die

Gerolfinger Straße, Im Freihöfl und den Probierlweg). Hier sind knapp über 1300 Betriebe gemeldet. „Wir haben eben viele kleine Betriebe in der Innenstadt,“ erklärt Helmut Schels, „aber die meisten Arbeitnehmer finden wir mit großem Abstand im Nordwesten.“ Hier ist die AUDI AG angesiedelt, die von den 53 480 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in diesem Stadtbezirk knapp 45 000 für sich reklamiert. Und noch ein Blick ins Grüne Für die alltägliche Lebensquali-

tät spielt auch die zur Verfügung stehende Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche eine wichtige Rolle. Hier stellen die Statistiker fest: Während im Stadtbezirk Mitte (u. a. Glacis) und West mehr als 100 m² Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche zur Verfügung stehen, sind es im Nordosten nur 13 m², im Nordwesten nur 12 m² und im Stadtbezirk Münchener Straße gar nur 9 m² je Einwohner. Die hohen Besiedlungsdichten ließen offenbar nur noch wenig Platz für Grün, Sport, Freizeit und Erholung.

STADT INGOLSTADT

Luftbild: Stadt Ingolstadt / Schalles

Noch nicht einberechnet ist dabei übrigens des Gelände der Landesgartenschau. Wenn der Bereich ab Ende 2021 frei zugänglich ist, kann er laut Helmut Schels voraussichtlich als Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche gewertet werden. Der Bezirk Nordwest dürfte dann in Sachen Erholungsflächen einen deutlichen Sprung in der Statistik – und in der Lebensqualität - machen. Weitere Informationen zu kleinräumigen Statistiken nach Stadtbezirken und Unterbezirken Unter der Internetseite www. ingolstadt.de/statistik und dort unter „Statistiken nach Stadtteilen“ finden Sie folgende Statistiken und Auswertungen: • Kleinräumige Daten der Stadt Ingolstadt (PDF und Excel, 70 Seiten) • Statistikatlas mit kleinräumigen Daten (Link zu www.statistik.ingolstadt.de) • Karte der Stadtbezirke und der Unterbezirke der Stadt Ingolstadt

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TECHNIK

IN teraktiv

Daten, Dämlichkeit und Kraken Die Technik-Kolumne von Georg Appel

Ingolstädter Verkehrsfluss in der Simulation THI-Studierende entwickeln Projekt zusammen mit EFS Studierende des Masterstudiengangs Informatik haben in einem Praxisprojekt mit dem Technologieanbieter EFS ein System entwickelt, mit dem der Ingolstädter Verkehrsfluss visualisiert und prognostiziert werden kann. Dabei bedienten sie sich Methoden der Künstlichen Intelligenz. Ziel des Projekts war es, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten KI für die Simulation von realem Verkehr bietet. In einem ersten Schritt sichteten die Studierenden Verkehrsdaten über sechs Monate an rund 80 städtischen Kreuzungen mit insgesamt über 900 Fahrspuren, die im Rahmen des Ingolstädter Forschungsprojekts SAVe bereitgestellt wurden. Aufgabe der Studierenden war es zunächst, diese Daten aufzubereiten und zu visualisieren – zuzüglich externer Daten wie Wetterlage, Temperatur sowie Kalenderinformationen, die den Verkehrsfluss beeinflussen, wie Fußball- oder Eishockeyspiele oder Schulferien. Als

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nächstes

analysierten

die Studierenden die aufbereiteten Daten mithilfe von Machine-Learning-Methoden und überprüften, in welchem Maße sich mit ihnen der Ingolstädter Verkehr nicht nur rückblickend, sondern auch vorausschauend darstellen lässt. So fanden sie einen Weg, das Verkehrsaufkommen anhand von Wochentagen, Schulferien oder besonderen Events auch für die Zukunft zu prognostizieren: Sie trainierten ein neuronales Netz mit Parametern für fünf Ingolstädter Kreuzungen. Die Ergebnisse der Studierenden mündeten mithilfe von EFS schließlich in eine Website mit einer interaktiven Karte für alle verfügbaren Kreuzungen von Ingolstadt, auf der jeder Nutzer nun den Ingolstädter Verkehr für einen individuell gewählten Zeitpunkt simulieren kann und mithilfe eines Zeitraffers eine Prognose für die weitere Entwicklung des Verkehrs in den kommenden Stunden erhält. Unter folgendem Link kann jeder die interaktive Verkehrssimulation selbst ausprobieren: https:// intraffic.efs.ai

Unser Gehirn verbraucht für die Denkleistung eine äußerst geringe Menge an Energie, ich kann deshalb nicht verstehen, weshalb manche Zeitgenossen ihr Gehirn nicht oder nur eingeschränkt einsetzen wollen. Beispiel gefällig: Ein Mann kommt von einer Geschäftsreise nach Florida zurück und wird gleich am Flughafen zum Corona-Screening gebeten. Seine Daten gibt er falsch an, weil er die möglichen Folgen (Quarantäne) nicht aushalten will und seine Daten schützen will. Oder: Familie geht zum Essen und gibt auf der Liste beim Restaurant falsche Daten an. Hintergrund: die Familie hat gehört, dass möglicherweise die Staatsgewalt bei entsprechendem Fahndungsdruck die Liste auch ohne Corona Verdacht auswertet. Jedes der oben geschilderten Beispiele beruft sich auf die Notwendigkeit, dass es schließlich nicht jeden etwas angeht, was man mit wem, wann und wo so alles treibt. Stimmt grundsätzlich!

Allerdings nutzt jeder der Beteiligten Social-Media; also Facebook, WhatsApp, Instagram, etc. und er nutzt das inzwischen so weit verbreitete Internet. Selbstverständlich auf einem Smartphone, Tablet oder Notebook (mit/ohne SIM-Karte). Der größte Datenkrake im Internet ist inzwischen übrigens Facebook, denn er sammelt überall und alles über jeden, auch ohne Facebook-Account. Wenn Sie also Ihre Daten wirklich (be)schützen wollen, dann bitte nicht beim Fälschen Ihrer Identität während einer Pandemie. Hören Sie doch (einfach) auf Social-Media zu nutzen. Verwenden Sie nur noch das gute alte Nokia 6340 zum telefonieren und kein Smartphone. Surfen Sie im Internet nur noch anonym und es könnte tatsächlich klappen, dass der Aufwand genau Sie zu identifizieren den Sicherheitsbehörden zu aufwendig ist. Ach ja, ich vergaß, das Streaming von Filmen und Serien – auch das lassen Sie dann bitte sein.

Georg W. Appel Geschäftsführer Datenschutzbeauftragter TÜV-CERT Datenschutzauditor TÜV-CERT Wacholderweg 3 85049 Ingolstadt Mobil: +49 171 2035054 Email: appel@app-consulting.gmbh www.app-consulting-gmbh.de


GESCHICHTE

Anton III. Welser - ein Mann der Kirche aus der Welt des Handels (Teil I) Von Gerd Treffer Eine Persönlichkeit von besonderer Herkunft, von außergewöhnlichem Lebensweg, auch von einer gewissen Geheimnissumwitterung ist Anton (III.) Welser aus dem berühmten und wohlhabenden Kaufherrengeschlecht. Anton Welser kam 1563 (oder 1564/65) in Augsburg zur Welt. Sein Vater Johann war Bürgermeister der Stadt und Kaiserlicher Rat. Die Welser waren im Lauf des 13. Jahrhunderts in die Spitze des Augsburger Patriziats aufgestiegen. Ab dem 15. Jahrhundert waren viele Mitglieder der Familie im Kaufmannsberuf tätig geworden. Anton I. Welser (1451-1518) war durch Beteiligung an der portugiesischen Indien-Expedition zu Beginn des 16. Jahrhunderts der wirtschaftliche Durchbruch gelungen und der Einstieg ins Bankgeschäft geglückt. In den Übersee-Handel eingebunden, war den Welsern 1528 die Statthalterschaft über Venezuela übertragen worden. In der Zeit des dritten Anton, von dem hier die Rede ist, und der nicht der handeltreibenden Sparte der Familie, sondern dem hohen Klerus zuzuordnen ist, hatte das Handelshaus seinen wirtschaftlichen Höhepunkt bereits überschritten. Mitglieder des Geschlechtes nahmen aber auch weiterhin bedeutende Rollen und Rang und Ehren im gesellschaftlichen und politischen Leben in Augsburg, Nürnberg und Ulm und in den internatio-

nalen Beziehungen ein. Der Patriziersohn Anton III. aus einer Familie also mit Verbindungen in die ganze bekannte Welt studierte, zunächst in Frankreich, dann in Padua, die Rechtswissenschaften, schlug – entgegen den Wünschen des Vaters – die geistliche Laufbahn ein und trat am 4. Oktober 1587 dem Jesuitenorden

Hausberger in seinem Buch „Jesuiten aus Mitteleuropa im kolonialen Mexiko“ (1995) schreibt, Anton Welser habe „ab 1609 als Rektor in Ingolstadt, 1610-1613 als Rektor in Regensburg amtiert“ , so kollidiert das vordergründig mit seinen nachfolgenden Betrachtungen über Welsers Aufenthalt in Spanien (und seine mög-

Jesuitenkolleg Ingolstadt (Stich von Michael Wening)

bei (an anderer Stelle heißt es, der Eintritt sei bereits 1585 in Rom erfolgt…). Sein Noviziat erfolgte an verschiedenen Orten in Italien. 1592 kommt er nach Ingolstadt zum Studium der Theologie und wird 1595 in Eichstätt zum Priester geweiht. 15951598 (um die 30 Jahre alt oder knapp darüber) doziert er in Ingolstadt Philosophie. 15951608 versieht er das Rektorat des Ingolstädter Jesuitenkollegs. Über die Zeit danach und bis Ende 1610 herrscht ein wenig Verwirrung. Wenn Bernd

liche kurze Reise nach Mexiko). Welsers Nekrolog (verwahrt im Archiv des Jesuitenordens zu Rom, in der Abteilung oberdeutsche Ordensprovinz) erwähnt dessen gute persönliche Beziehungen zu König Philipp III. von Spanien und Königin Margarete („von Österreich“), seiner Gemahlin. Und Hausberger schließt: Welsers „Aufenthalt auf der iberischen Halbinsel scheint somit außer Zweifel zu stehen…“ Aus einem Brief des Ordensgenerals (Pater General an Pater Anton Welser vom 4. Oktober 1608 - im selben Archiv) ist zwei-

felsfrei zu entnehmen, dass Welser nach Spanien beordert wurde. Während Hausberger über die Motive von Welsers Aufenthalts rätselt und denkt, die Gründe für dessen Entsendung nach Spanien lägen „im Dunkeln“, kann als gesichert angenommen werden, dass sich der Jesuit vom Oktober 1608 bis Ende 1610 am spanischen Königshof als Beichtvater der Königin Margarete aufhielt. Margarete, Margarita de Austria-Estiria, (1584 in Graz geboren) war er Erzherzogin von Österreich und durch ihre Heirat Königin von Spanien, Portugal, Neapel Sie war die Tochter des Erzherzogs von Österreich – Steiermark und der Wittelsbacherin Maria Anna, von da her Enkelin des bayerischen Herzogs Albrechts V. (unter dessen Herrschaft das Ingolstädter Jesuitenkolleg entstanden war, das über 200 Jahre lang Pflanzschule des Ordens für ganz Deutschland wurde und noch zu Ignatius von Loyola Lebzeiten entstanden war). Margarete hatte 14 Geschwister, darunter die spätere schwedisch und polnische Königin Anna und den späteren römisch- deutschen Kaiser Ferdinand II., der zusammen mit dem Kurfürsten Maximilian I. katholischerseits den 30- jährigen Glaubenskrieg ausfocht und ohne die vermutlich der Katholizismus nördlich der Alpen untergegangen wäre. Beide Fürsten hatten an der Universität Ingolstadt ihre grund-katholische Prägung erfahren.

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KULTUR

Ein Lebenszeichen der Kultur Die Jazztage finden diesen Herbst in abgespeckter Form statt Ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr! Da hatte der künstlerische Leiter Jan Rottau zu seinen 25. Jazztagen unter anderem den Weltstar Jamie Cullum eingeladen, das Konzert war schon angekündigt und dann kam Corona. Alles auf Anfang. Oder vielleicht sogar auf Null? Nein. So weit wollten es weder er noch die Ingolstädter Veranstaltungs GmbH kommen lassen. Nun ist eine „abgespeckte“ Jazztageversion entstanden, die trotzdem mit Weltklassenmusikern aufwarten kann. „Natürlich hätte ich gern die großen Highlights wie Jamie Cullum und Melody Gardot – die anderen darf ich nicht verraten – da gehabt. Das wäre ein fettes Jubiläum geworden,“ meint Jan Rottau. „Aber wir haben trotzdem aus dem abgespeckten Programm etwas Nettes gemacht und mehr oder weniger die Künstler, die im Hotel gespielt hätten, jetzt in die Neun gebracht.“ Das Kulturzentrum Neun am Ingolstädter Hauptbahnhof ist der zentrale Veranstaltungsort der 37. Ingolstädter Jazztage. Hier finden mit Ausnahme des Jazzgottesdienstes in St. Matthäus alle Konzerte statt (somit gibt es keinen Jazz in den Kneipen, keine Jazzpartys im NH Hotel und auch keine Highlight-Konzerte im Theaterfestsaal). Nachdem das Hygienekonzept der Neun grünes Licht bekommen hat, waren nun zumindest die verkleinerten Jazztage „gerettet“. Durch die Aufnahme des Betriebs in der Neun und insbesondere die Jazztage woll-

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Jan Rottau, künstlerischer Leiter der Jazztage und Tobias Klein, Geschäftsführer der Veranstaltungs GmbH Foto: Arzenheimer

te man auch ein Zeichen setzen, betont Tobias Klein, Geschäftsführer der gemeinnützigen Veranstaltungs GmbH: „Wir als Teil der öffentlichen Hand sind mit entscheidend, dass die Kulturschaffenden, die Künstler, Bühnen- und Tontechniker, aber auch Agenturen zumindest wieder ein paar Aufträge kriegen.“ Die Sponsoren der Jazztage (Sparkasse Ingolstadt Eichstätt, Audi, MediaMarkt, NH Hotel Group, Herrnbräu) sind zudem alle an Bord geblieben, so dass z.B. auch die Förderprojekte und Aktionen wie „Jazz an den Schulen“ durchgeführt werden können. Mit dem Nachwuchsprogramm beginnen die diesjährigen Jazztage denn auch am 25. Oktober. Sie enden am 11. November.

Das Konzert Programm Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, Kulturzentrum neun: Eröffnung und Verleihung des Ingolstädter Jazzförderpreises an Malik Diao Donnerstag, 5. November, 20 Uhr, Kulturzentrum neun: Rebekka Bakken und Wolfgang Muthspiel Freitag, 6. November, 20 Uhr, Kulturzentrum neun: Wolfgang Haffner & Band Samstag, 7. November, 20 Uhr, Kulturzentrum neun: Younee Sonntag, 8. November, 11 Uhr, St. Matthäus: Jazzgottesdienst Dienstag, 10. November, 20 Uhr, Kulturzentrum neun: Lisa Wahlandt Band. Mittwoch, 11. November, 20 Uhr, im Kulturzentrum neun: Lukas Lindner Group

Der Kartenvorverkauf für die 37. Ingolstädter Jazztage startet Anfang September, bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen stehen lediglich 50 Karten im Vorverkauf zur Verfügung. Tickets sind erhältlich in allen DK-Geschäftsstellen, in der Tourist Information am Rathausplatz (Moritzstraße 19), im Westpark Ingolstadt und über www.eventim.de. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die bisher geplanten Highlight-Konzerte der diesjährigen Ingolstädter Jazztage verschoben werden. „Wir stehen derzeit mit den Künstlerinnen und Künstlern in Verhandlung. Ersatztermine für 2021 werden zeitnah bekannt gegeben“, sagt Tobias Klein. Weitere Informationen unter: www.ingolstaedter-jazztage.de


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AUSSTELLUNGEN

Sonntag, 30. August

Frische Klänge aus der Klais-Orgel

EISZEIT Stadtmuseum bis 25. Oktober

Festkonzert mit Thierry Escaich Liebfrauenmünster, 20.15 Uhr

Erstmalig nach einer gigantischen Reinigungsaktion in Folge des Brandes im Münster wird die Große Klais Orgel wie eine neue Orgel mit frischen Klängen zu hören sein. Der international bekannt Komponist, Organist und Improvisator Thierry Escaich gilt als einer der originellsten Vertreter der Neuen Musik. Er präsentiert Werke von Jean-Baptiste Lully, Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Jehan Alain, Nicolas de Grigny, Maruice Duruflé und selbstverständlich Werke von ihm selbst. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen, gibt es keine Tageskasse. Eintrittskarten gibt es mit fester Platznummer online über die Website www.orgelmusik-ingolstadt. de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen (DK Geschäftsstellen der Region, Westpark Ingolstadt, Tourist Information am Rathausplatz Ingolstadt). Foto: Auditorium de Lyon (c) Sébastien Erome

Donnerstag, 3. September

Besser als Fernsehen

Open Air Lesebühne KAP 94 (Kugelstoßplatz), 19.30 Uhr Auch im September gibt es die „Besser als Fernsehen“-Lesebühne als temporäre Wald- und Wiesen Open Air Ausgabe über dem KAP94. Dominik Neumayr, Jens Rohrer und Pascal Simon haben wieder

VERANSTALTUNGEN

MIND THE GAP! Museum für Konkrete Kunst 6. 9. bis 11. April 2021 illustre Gäste eingeladen – diesmal aus Franken: Bühnenautor und Comedian Oliver Walter (Spalt) und Musiker Tim Köhler (Bamberg). ACHTUNG: Karten gibt es nur im Vorverkauf über den Ticketlink www. jens-rohrer.org/sho. P Wegen der Corona-Abstandsregeln ist die Kartenanzahl begrenzt. Tickets sind ab sofort verfügbar. Zugang über das KAP94. Freitag, 4. September

„Die Harten im Garten“ JBO Zusatzkonzert Freibad Ingolstadt, 20.30 Uhr Weil man aktuell nur unter ganz besonderen Voraussetzungen Konzerte geben darf, haben sich die Erlanger Comedy Metaller auch etwas ganz besonderes ausgedacht. Unter dem Motto „Die Harten im Garten“ spielen J.B.O. diesen Herbst eine Show, wie man sie in der Form noch nie erlebt hat. Mit „Die Harten im Garten“ kommt das Bierfest quasi doch noch zu euch. Ein Metal-Bierfest in Rosa. Decken, Klappstühle etc müssen selbst mitgebracht werden, das erste Bier ist im Ticketpreis inklusive. Tickets gibt es online zum selber ausdrucken oder über www.eventim.de an den bekannten Vorverkaufsstellen. Zusätzlich steht ein Formular zur Verfügung. Dieses bitte ausgefüllt mitbringen (Name, Tel oder Email). Bitte auch den Personalausweis mitbringen-

Samstag, 5. September

90er vs. 2000er Party und GROOVE COVERAGE live Freibad Ingolstadt, 20.30 Uhr Der deutsche Dance-Pop Act, GROOVE COVERAGE, gegründet 1999 von DJ Novus und Axel Konrad, erreichte bereits mit den ersten Clubveröffentlichungen („Hit me“ & „Are u Ready“; Universal Music) überraschend die ersten Clubund Dancecharts in Deutschland, Österreich & Polen. Der absolute Durchbruch kam 2002. Übernacht, wie es sich damals niemand, der jungen DJ Kombo aus Landshut/Ingolstadt hätte erträumen lassen. Die Veröffentlichung der Single „Moonlight Shadow“, einer Danceversion des 80er Jahre Mike Oldfield Klassikers, brach alle bis dahin aufgestellten Rekorde. Das musikalische Konzept: Neu, brillant und zugleich erfolgreich. Den Party-Sound steuert DJ Daniel Melegi dazu. Infos: www.eventhalle-westpark.de, Tickets gibt es online zum selber ausdrucken oder über www.eventim.de an den bekannten Vorverkaufsstellen. Zusätzlich steht ein Formular zur Verfügung. Dieses bitte ausgefüllt mitbringen (Name, Tel oder Email). Bitte auch den Personalausweis mitbringen. Einen ausführlichen, täglichen Veranstaltungskalender für Ingolstadt finden Sie unter www.ingolstadtleben.de

KONRAD KULKE – MALEREI Städtische Galerie im Theater 6. September bis 4. Oktober VERFLIXT UND ZUGENÄHT Bauerngerätemuseum bis 30. Oktober

Impressum Herausgeber: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 85051 Ingolstadt Geschäftsführung : Christian Bauer (08 41) 14 90 260-0 info@IN-direkt.de Redaktionsleitung: Melanie Arzenheimer presse@IN-direkt.de Redaktion: Joschi Haunsperger Max Foerster Emily Bauer-Pohl weitere Beiträge: Käbisch / stimme.in Sportredaktion: Joschi Haunsperger, sport@IN-direkt.de Grafik: Gourmedien, Daniela Kornprobst grafik@IN-direkt.de Mediaberatung: 0841/ 1490260-0 Ruth Häusler haeusler@IN-direkt.de Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de Verteilung: Prospektverteilung Bauer info@prospektverteilungbauer.de 0841 /76876 Nächste Ausgabe: 11.09.2020

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derseite mit Emy & Julius

Es wird märchenhaft! Der letzte Sonntag in den Sommerferien gehört im Bauerngerätemuseum Hundszell traditionell den Kindern und ihren Familien. Das übliche Kinder-Mitmachfest kann in Zeiten von Corona leider nicht stattfinden. Dafür gibt es aber einen wunderbaren Ersatz: Die Vollblutschauspieler Heinz-Josef Braun und Stefan Murr erzählen am Sonntag, 6. September, zwei altbekannte Märchen in ihrer ganz neuen, bayerischen Lesart: mitreißend temperamentvoll, auf Bayerisch und in anderen deutschen Dialekten, musikalisch und mit ganz neuen Pointen. Sie schlüpfen dabei in alle Rollen und lassen die Figuren quicklebendig werden.Den Auftakt macht um 15 Uhr das „Bayerische Aschenputtel“, um 17 Uhr folgt das „Bayerische Schneewittchen“. Beide Veranstaltungen finden in der Veranstaltungshalle des Bauerngerätemuseums Hundszell statt und dauern jeweils ca. 70 Minuten. Es stehen jeweils maximal 80 Plätze zur Verfügung.

Karten für das „Bayerische Aschenputtel“ sind im Stadtmuseum und im Bauerngerätemuseum Hundszell erhältlich (Tel. 0841 305-1885, stadtmuseum.kasse@ingolstadt. de), für das „Bayerische Schneewittchen“ an der Kasse des Deutschen Medizinhistorischen Museums (Tel. 0841 3052860, dmm-kasse@ingolstadt.de). Foto: Braun/Murr

Dreifacher Nachwuchs im Wildpark Gestatten: Das sind Gustl (geb. 29. Mai 2020), Wiggal (geb. 9. Juli 2020) und Luzi (geb. 17. Juli 2020). Die drei sind die jüngsten Mitglieder der Wiesentherde im Wildpark am Baggersee. Und sie sind eine Sensation, denn seit der Eröffnung des Parks im Jahr 1972 hat es noch nie „drei auf einen Streich“ gegeben. Die Wiesente sind wild lebende Rinder, die man noch im Mittelalter fast überall in Europa gefunden hat. Heute leben sie in speziellen Schutzgebieten oder eben in Wildparks wie bei uns am Baggersee. Diese und alle weiteren großen und kleinen Stars des Wildparks können bei der alljährlichen Führung am Samstag, 5. September, um 10 Uhr bestaunt werden. Interessierte Besucherinnen und Besucher werden zwingend um vorherige schriftliche Anmeldung (Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer) per Mail an Veranstaltung.Sport@ingolstadt.de gebeten . Die Teilnehmerzahl ist auf max. 30 Personen beschränkt. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in geschlossenen Räumen (z. B. Wisenthaus) Pflicht. Wer einfach nur so einen Ausflug in den Wildpark machen möchte, kann das jederzeit tun. Bei ganzjährig freiem Eintritt können Wisente, Wildschweine, Mufflons sowie Rotund Damwild in den Gehegen beobachtet und bestaunt werden. Das ca. 14 Hektar große Areal bietet rings um das Rotwildgehege auch einen etwa einen Kilometer langen Pirschpfad. Hier können sich kleine und große Besucher auf die Pirsch nach zehn heimischen Tierarten begeben. Am Ende des Pfades befindet sich eine Tafel, die auflöst, welche Waldbewohner sich versteckt haben. Wichtig! Die Tiere im Wildpark dürfen von den Besuchern nicht gefüttert werden! Essensreste oder Obst können die Tiere krank machen! Foto: Sportamt Ingolstadt/Much

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Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid

Outlander Plug-in Hybrid BASIS 2.4 Benziner 99 kW (135 PS) 4WD

26.990 EUR1

Vorführwagen, Kilometerstand: 50 km, Erstzulassung: 05.03.2020

* 5 Jahre Herstellergarantie bis 100.000 km bzw. 8 Jahre Herstellergarantie auf die Fahrbatterie bis 160.000 km, Details unter www.mitsubishi-motors.de/garantie

Der meistverkaufte Plug-in Hybrid in Europa2 NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) Messverfahren ECE R101, Outlander Plug-in Hybrid Gesamtverbrauch: Stromverbrauch (kWh/100 km) kombiniert  14,8. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) kombiniert 1,8. CO2-Emission (g/km) kombiniert 40. Effizienzklasse A+. Die tatsächlichen Werte zum Verbrauch elektrischer Energie/Kraftstoff bzw. zur Reichweite hängen ab von individueller Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Klimaanlageneinsatz etc., dadurch kann sich die Reichweite reduzieren. Die Werte wurden entsprechend neuem WLTP-Testzyklus ermittelt und auf das bisherige Messverfahren NEFZ umgerechnet. 1 | Vorführwagen-Hauspreis. 2 | Quelle: European Alternative Fuels Observatory, www.eafo.eu vom 20.02.2020

Autohaus Vieweger GmbH Dr.-Kurt-Schumacher-Ring 28-32 85139 Wettstetten Telefon 0841/994390 www.mitsubishi-vieweger.de


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IN-direkt KW 35 August 2020  

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