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100% RECYCLING-PAPIER

(Foto: Jürgen Meyer)

KW 01 01 | 2021

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er ERC Ingolstadt ist endlich in die PENNY DEL-Saison gestartet. Heimspiele ohne Unterstützung der eigenen Fans - nicht nur deswegen ist diesmal alles anders.

HOFFEN AUF 2021 Die Gastronomen sind von der Corona-Krise schwer gebeutelt worden. ANNA SCHLÄGT SIE ALLE Die beliebtesten Vornamen in Ingolstadt lauten Anna, Lukas und Maximilian.

UMGEPARKT Nach 20 Jahren wurde die Dauerausstellung im museum mobile erneuert.

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IN

Nachteile ohne Impfung?

diskret

Kommentar von Hermann Käbisch

Seit der Corona-Pandemie wird diskutiert, ob eine Impfpflicht zur Bekämpfung der Krankheit eingeführt werden sollte. Nach den Äußerungen der politischen Parteien dürfte es allerdings dazu nicht kommen. Eine zumindest eingeschränkte Impfpflicht wäre aber durchaus vorstellbar. So wurde im Jahre 2019 die Einführung einer bundesweiten Impfpflicht gegen Masern für Kinder und Personal in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen wie beispielsweise Kindertagesstätten und Schulen beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht hat im Rahmen des vorläufigen Rechtsschutzes (eine endgültige Entscheidung steht noch aus) bestätigt, dass ein ausreichender Schutz gegen Masern Vorrang vor dem etwaigen Ausschluss von ungeimpften Kindern (deren Eltern das nicht wollen) von der Kinderbetreuung habe. Mit anderen Worten: Wenn Kinder, die nicht geimpft sind, Kindertagesstätten nicht besuchen können, so ist das hinzunehmen. Das Gericht betonte dabei, dass es eben auch auf den Schutz derjenigen ankomme, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten/dürften. Derzeit tobt der Meinungsstreit, ob es Privilegien für die, die sich gegen Corona impfen lassen und Nachteile für die, die dies unterlassen, geben darf. Solange nicht genügend Impfstoff vorhanden ist, um allen Menschen die Möglich-

keit einzuräumen, sich impfen zu lassen, dürfen die nicht geimpften Bürger keine Nachteile erleiden. Wenn aber jedem Bürger die Möglichkeit gegeben ist, sich und andere durch eine Impfung zu schützen, sieht die Sache wieder anders aus. Man kann also darüber nachdenken, ob Geimpfte Vorteile im gesellschaftlichen Leben haben dürfen. Der ein oder andere mag darin eine Beschneidung seiner Freiheitsrechte sehen. Die Abwägung zwischen Freiheitsrechten und Gefahren für andere wurde bereits in der Vergangenheit in vielen Fällen mit unterschiedlichen Ergebnissen vorgenommen. So wurde das Rauchen in Gaststätten verboten, um Nichtraucher und insbesondere die Mitarbeiter in der Gastronomie zu schützen. Wer rauchen will muss raus! Wer ein Auto fährt, muss selbstverständlich über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Grund: Von einem Kraftfahrzeug gehen immer Gefahren aus, so dass mögliche Geschädigte wenigstens im Falle einer Verletzung einen gesicherten Schadensersatzanspruch haben sollen. Autofahren ohne Haftpflichtversicherung ist verboten. Das wird allgemein akzeptiert. Warum soll Menschen, die sich nicht impfen lassen und von denen daher möglicherweise die Gefahr ausgeht, dass sie andere mit Corona-Viren anstecken, nicht der Zutritt zu Bars oder Fußballstadien verwehrt werden?

Einfach mal denken lassen von Melanie Arzenheimer

Immer dieses Gemurmel. Im Gottesdienst zum Beispiel. Immer der selbe Text an der selben Stelle. Gemeinsam runter geleiert. Die enthaltene Botschaft würde eigentlich dazu anregen, etwas Emotion zu zeigen oder wenigstens die wichtigen Wörter zu betonen. Hallo? Es geht um eine erfreuliche Botschaft? Aber nein. Wozu sich mit Inhalten auseinandersetzen – Hauptsache mit machen, bloß nicht auffallen und das tun, was die anderen tun. Das ist ja auch verständlich. Als Teil einer Gemeinschaft fühlt man sich sicher und geborgen. Und deshalb gibt’s dieses Phänomen auch in den sozialen Medien. Einer postet einen halbwegs intelligenten Spruch, der selten von ihm selbst ist (auf eine Quellenangabe wird aber gerne verzichtet, wen interessieren schon Urheberrechte) und in Sekundenschnelle wird der Spruch von sonnenblume23, Huku Haka Horst oder dem Checker von gegenüber geteilt. Ganz oft geht’s da um wichtige Lebensweisheiten wie „Wer aufsteht, hat schon den ersten Schritt zum Kühlschrank gemacht“, „Ich bin wie die Sonne. Alles dreht sich um mich!“ oder „Wahre Nächstenliebe bedeutet, lieber zum Nächsten zu gehen, anstatt beim Alten zu bleiben.“ Vorgekaut und mit bunten Farben aufgemotzt oder wenigstens einem Sonnenuntergang im Hintergrund lassen sich diese Botschaften dann wunderbar

Täglich aktuelle News finden Sie unter:

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an den User und die Userin bringen. Er/sie muss sie dann nur noch nachplappern, das erleichtert schließlich den mentalen Verdauungsvorgang. Will heißen: man muss weniger denken, wenn das die anderen für einen schon erledigt haben. Per Mausklick braucht man nur noch seine Zustimmung zum Fremd-Denk-Vorgang geben und auf einmal fühlt man sich ja so was von verbunden und verstanden von sonnenblume23, Huku Haka Horst oder dem Checker von gegenüber.

Impressum Herausgeber: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 85051 Ingolstadt Geschäftsführung : Christian Bauer (08 41) 14 90 260-0 info@IN-direkt.de Redaktionsleitung: Melanie Arzenheimer presse@IN-direkt.de Redaktion: Joschi Haunsperger Max Foerster weitere Beiträge: Hermann Käbisch / stimme.in Georg Appel Sportredaktion: Joschi Haunsperger, sport@IN-direkt.de Grafik: Gourmedien, Daniela Kornprobst grafik@IN-direkt.de Mediaberatung: 0841/ 1490260-0 Peri Häusler haeusler@IN-direkt.de Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de Verteilung: Prospektverteilung Bauer info@prospektverteilungbauer.de 0841 /76876 Nächste Ausgabe: 21.01.2021

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Mitnehmen anstatt zu bleiben Die Gastronomie in Ingolstadt hat an den Corona-Folgen zu knabbern Sie haben sich rein gehängt, Hygienekonzepte erarbeitet, ihre Betriebe umstrukturiert und angepasst – und doch hängt das Schild „geschlossen“ an Gaststätten und Hotels. „Wir haben im ersten Lockdown im Frühling zwei bis drei Monate intensiv gearbeitet, um alle Vorgaben zu erfüllen,“ erklärt Harald Mödl, Ingolstädter Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA. Man hätte durchaus mit verschärften Hygieneregeln, strengeren Kontrollen oder auch verkürzten Öffnungszeiten leben können. Aber jetzt? Die einen haben erneut komplett zu, andere arbeiten in einem speziellen Corona-Modus. Und für etliche Gastronomen heißt das, auf das „to go Geschäft“ zu setzen. „Das ist eine tolle Sache“, so Mödl. Ganz selbstverständlich bestellen die Kunden eben nicht mehr nur die Pizza zum Mitnehmen, sondern Schweinebraten, Ente und Co. Das halte Betriebe über Wasser, kann aber den regulären Restaurantbetrieb nicht ersetzen. Der Aufwand z.B. in der Küche bleibt nämlich der selbe, was den Wirten aber fehlt, sind die Zusatzbestellungen, die ein Wirtshausgast üblicherweise macht: das zweite Bier, der Cappuccino nach dem Essen, die Nachspeise, die spontane Runde Schnaps. Dieses fehlende Geschäft würden auch die Brauereien zu spüren bekommen, so Mödl. Überlebenswichtig sei es für die Betriebe, dass die angekündigte staatliche Unterstützung kommt. Und zwar nicht nur die Abschlagszahlungen: „Die November- und Dezemberhilfen sollten zu 100 Prozent fließen.“ Und jetzt, da auch der Januar zum Lockdown-Monat 4 - GESELLSCHAFT

Andrea und Harald Mödl in ihrem Biergarten im Schutterhof während des ersten Lockdowns (Bild: Arzenheimer)

wird, verschärft sich die Lage weiter. „Da ist schon Not da. Es wird Betriebe geben, die wir nicht wieder sehen,“ ist sich Mödl sicher, „nehmen wir zum Beispiel das Café Moritz“. Einen kleinen, positiven Nebeneffekt kann der DEHOGA Kreisvorsitzende dem ganzen trotzdem abgewinnen: „Die Wertschätzung gegenüber den Gastronomen ist gestiegen.“ Das Wirtshaus als Ort der Kommunikation und des Beisammenseins – es ist wie bei so vielen Gewohnheiten, die man dann vermisst, wenn sie nicht mehr Gewohnheit sind. „Wir hoffen auf das Jahr 2021,“ erklärt Harald Mödl. Eine Normalität wie vor Corona wird nach seiner Einschätzung aber so schnell nicht eintreten. Und so hat er bereits Ideen für die Weihnachtszeit 2021 im Kopf, etwa eine Wirte-Weihnacht in der Ingolstädter Innenstadt. Dieses Thema soll beispielsweise in die Planungen zur Belebung der Innenstadt einfließen, Gespräche am Runden Tisch auch mit Oberbürgermeister Christian Scharpf sind anberaumt.

Eng damit verbunden ist auch der Tourismus – ein Bereich, der für die Hoteliers immer wichtiger wird. In der Corona-Krise sind die Geschäftsreisenden aus geblieben. Und wer weiß, ob sie angesichts von Home-Office und Zoom-Meetings überhaupt wieder kommen. Um so mehr rücken die Urlauber in den Fokus, die Ingolstadt als Urlaubsstadt (noch) nicht ins Herz geschlossen haben. Das zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Sommer: Während im Landkreis Eichstätt im August die Übernachtungen ein Vor-Corona-Niveau erreicht hatten, lagen sie in Ingolstadt

um 40 Prozent unter den Zahlen des Vorjahres. „Es wäre Zeit, daran etwas zu ändern,“ meint Harald Mödl. (ma) Für betroffene Unternehmen bietet die IFG eine Hotline an, bei der sie sich im Zusammenhang mit dem Coronavirus Auskünfte über Anlaufstellen, Informationsmöglichkeiten und Förderprogramme einholen können. Rufnummer des Corona-Unternehmertelefons: 0841 / 305 - 3003 Eine Übersicht über Corona-Hilfen für Unternehmen finden Sie auf der Webseite der IFG unter www.ingolstadt-ifg.de/corona


Ein Jugendparlament für Ingolstadt Unsere Aktuelle Frage an die Ingolstädter Parteien Die ersten Schritte zu einem Jugendparlament sind gemacht seit dem vergangenen Sommer tut sich etwas. Dass es funktionieren kann, die Jugend bei entsprechenden Themen mit einzubeziehen oder selbst Projekte auf die Beine stellen zu lassen, zeigen die Beispiele in Pfaffenhofen und Neuburg. Ein erstes Konzept für Ingolstadt wurde von Jugendlichen ausgearbeitet und bereits bei einem ersten runden Tisch unter anderem mit Bürgermeisterin Petra Kleine diskutiert. 2021 könnte es nun soweit sein, dass in Ingolstadt ein Jugendparlament eingerichtet wird. Wie steht Ihre Partei / Gruppierung dazu?“ (Fortsetzung in KW03) +++++++++++

Die AfD steht der Einführung eines Jugendparlaments in Ingolstadt kritisch gegenüber. Vor der Einführung eines Jugendparlaments ist von äußerster Wichtigkeit, dass vor allem die politische Neutralität gewahrt und sichergestellt wird. So sind jetzt schon zwei Mitglieder der Initiative Jugendparlament Ingolstadt für die vom Verfassungsschutz als linksextremistische eingestufte Organisation „LARA – La Resistance“ und der Linksjugend Solid, aktiv. Dies wurde von beiden Aktivisten selbst demonstrativ verkündet. Ein Jugendparlament darf nicht zum Spielball der Parteien und deren Vorfeldorganisationen werden. Selbstverständlich dürfen Jugendliche, welche politisch aktiv sind, sich auch beim Jugendparlament engagieren. Dieses soll aber unabhängig sein und die gesamte politische Meinungsvielfalt in Ingolstadt widerspiegeln. Deshalb be-

grüßt die AfD die diskutierte sog. Neutralitätspflicht eines möglichen Jugendparlaments zwar, wird aber anhand der Beschlussvorlage für den Stadtrat entscheiden, inwiefern sie diesem Antrag zustimmen kann. Oskar Lipp, Stadtrat +++++++++++

Die Forderung nach der Einrichtung eines Jugendparlaments war ein wichtiger Punkt im UDI und BGI Wahlprogramm. Als Jugendbeauftragter der neu gegründeten UWG Stadtratsfraktion habe ich seit Juli 2020 am Runden Tisch „Jugendparlament“ teilgenommen. Die Vertreter der Jugendlichen haben bei den Besprechungen konkrete Vorschläge für die Wahl und die Aufgaben eines Jugendparlaments eingebracht. Das erarbeitete Konzept soll dem Stadtrat im Februar 2021 zur Entscheidung vorgelegt werden. Einer der wenigen Streitpunkte wird wohl der Vorschlag der Jugendvertreter sein, auch Jugendliche, die ihren Wohnsitz außerhalb von Ingolstadt haben, aber hier zur Schule oder in der Berufsausbildung sind, ein aktives und passives Wahlrecht zu ermöglichen. Die UWG ist der Meinung, dass der Stadtrat diesem eindringlich von den Jugendlichen eingebrachten Vorschlag zustimmen sollte. In Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stadtjugendring könnte dann noch vor der Sommerpause die Wahl eines Jugendparlaments durchgeführt werden. Vor Ablauf der Wahlperiode des Jugendparlaments sollte gemeinsam mit den Jugendlichen besprochen werden, ob sich die Satzung bewährt hat. Ich

freue mich schon heute auf die konstruktive Zusammenarbeit mit den Jugendvertretern ab Herbst 2021.

sich zur Wahl aufstellen lassen können. Die ÖDP wird den Mut haben, den Jugendlichen mehr Verantwortung zu geben.

Jürgen Köhler, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Unabhängige Wähler Gemeinschaft (UWG)

Raimund Köstler, Mitglied des Stadtrates +++++++++++

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Nun kann es endlich passieren: Ingolstadt bekommt (wahrscheinlich) ein Jugendparlament. Nachdem mehrere Runde Tische und Arbeitskreise getagt haben, wird es nun einen Vorschlag der Verwaltung dazu geben, über den der Stadtrat demnächst entscheiden kann. Schon 2014 stellte die SPD den Antrag auf die Einführung eines Jugendparlaments im Stadtrat. Leider wurde dies von der mutlosen Mehrheit im Stadtrat auf die Einführung unverbindlicher Jugendversammlungen reduziert. Selbst 2014 wäre Ingolstadt damit aber nicht Vorreiter gewesen - Pfaffenhofen hat schon 1998 und Neuburg im Jahr 2000 ein Jugendparlament eingerichtet. Ein Jugendparlament erhöht den Einfluss der Jugend auf die Politik, macht diese zukunftsfähig und unterstützt den Meinungsaustausch. Zusätzlich wird das Interesse der Jugend an der Politik und Demokratie gefördert. Das Jugendparlament muss von Jugendlichen gewählt werden und das Recht haben, Anträge im Stadtrat einzubringen. Wichtig für ein wirkungsvolles und unabhängiges Jugendparlament ist die Unabhängigkeit von Parteien. Jede und jeder im entsprechenden Alter muss

DIE LINKE Stadtratsgruppe begrüßt ein Jugendparlament ausdrücklich. Die Zukunft der Jugend hängt im nie dagewesenen Maße von heutigen Entscheidungen ab. Ob wir Klimawandel, Digitalisierung und Migration erfolgreich meistern, entscheidet sich in diesem Jahrzehnt. Gleichzeitig ist ein Großteil der dadurch betroffenen Jugendlichen entweder durch das Alter vom demokratischen Prozess ausgeschlossen oder durch die Überalterung der deutschen Gesellschaft im politischen System massiv unterrepräsentiert. Aus diesem Grund macht es nur Sinn der Jugend eine Struktur und Arbeitsgrundlage zu schaffen, mit welcher sie ihre Stimme erheben und sich am demokratischen Prozess beteiligen können. Wir sehen in unseren Tagen durch Fridays for Future, aber auch die Black Lives Matter Demonstrationen, dass die Jugend für ihre Zukunft kämpft und sollten uns darüber freuen. Nur eine aktive Bürgergesellschaft wird den sozialen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft meistern können. Mit der politischen Förderung unserer Jugend durch ein Jugendparlament können wir diesen Prozess aktiv mit unterstützen und unsere demokratische Gesellschaft stärken. Christian Pauling, Stadtrat POLITIK - 5


Anna, Lukas und Maximilian weiterhin Vornamen-Spitzenreiter Die Bilanz des Ingolstädter Standesamtes für das Corona-Jahr 2020 „Es war ein turbulentes Jahr, im Februar hatten wir viele Trauungen und dann brach das Trauungsgeschäft ein,“ bilanzierte Standesamtsleiter Reinhard Rauscher bei der obligatorischen „Standesamtsbilanzpressekonferenz“. Zum Jahreswechsel wurden die Statistiken präsentiert, die sich mit den „Zahlen der beurkundeten Personenstandsfälle“ (so heißt das offiziell) befassen, also mit Geburten, Sterbefällen und Hochzeiten. Letztere sind durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen deutlich weniger geworden, weil viele Paare ihre Trauung erstmal verschoben haben: „Nur mit zwei Gästen heiraten, das ist nicht das, was man sich unter dem schönste Tag des Jahres vorstellt,“ meinte Rauscher. 547 Eheschließungen in 2020 bedeuten ein Minus um ca. 9% im Vergleich zum Vorjahr. Dafür erwartet man 2021 einen gewissen Nachholeffekt, denn heiraten in Ingolstadt ist beliebt – auch bei Bewohnern der Umgebung. Das zeige sich laut Rauscher auch am neuen Online-Traukalender: „Wir

beiden ersten Vornamen Anna (29-mal) und Emilia (27-mal) zusammen. Aber es gab auch außergewöhnliche Vornamen, die an Ingolstädter Kinder vergeben wurden, etwa Zelda, Erna, Maira, Auri, Smilla, Illaroin, Lewis, Augustin, Keanu, Lio oder Kaspar. DIE MEISTEN STERBEFÄLLE ÜBERHAUPT Standesamtsleiter Reinhard Rauscher (Foto:Arzenheimer)

ES MUSS NICHT IMMER LUKAS SEIN Bei den häufigsten Jungennamen liegen heuer, wie auch im Vorjahr, Lukas und Maximilian gleichauf. Während im vergangenen Jahr jeweils 30 Neugeborene diese Namen als ersten Vornamen erhalten haben, waren es heuer jeweils 36 Jungen,

die Lukas oder Maximilian genannt wurden. Bei den Mädchennamen führt Anna wie in den letzten Jahren die beliebtheitsskala an. Aber eigentlich heißen noch viel mehr Mädchen Maria: Mit zweitem Vornamen wurden insgesamt 58 Mädchen Maria genannt. Dieser Name wurde damit häufiger vergeben als die

Im Jahr 2020 wurden in Ingolstadt 2078 Sterbefälle beurkundet. Das ist der höchste bisher registrierte Wert. „Die Steigerung ist nicht dem Thema Corona geschuldet,“ betonte Stadtpressesprecher Michael Klarner. 60 Todesfälle waren aufgrund einer Covid-19 Infektion 2020 in Ingolstadt registriert worden. Die hohe Anzahl der Sterbefälle sei dem Bevölkerungszuwachs der Stadt zuzuschreiben. (ma)

haben schon Wunschtermine für das ganze Jahr!“ Und als besonderer Trauungsort kommt 2021 ja noch die Apfelbaumwiese auf dem Gelände der Landesgartenschau hinzu – sicherlich ein weiterer Anreiz für eine Hochzeit (mehr: https:// traukalender.ingolstadt.de/).

Karikatur von Helmut Kaiser 6 - GESELLSCHAFT


Förderung von Lastenfahrrädern Stadt Ingolstadt gewährt Zuschuss für umweltfreundlichen Transport Mit dem ersten Januar ist das Ingolstädter Förderprogramm für Lastenfahrräder gestartet. Der Stadtrat hatte beschlossen den Kauf und die Nutzung von Lastenrädern ab dem 1. Januar, zunächst befristet bis 30. September 2021, zu fördern. Wie Umweltbürgermeisterin Petra Kleine betont, haben Lastenfahrräder viele Vorteile: „Sie haben eine gute Umweltbilanz, tragen zur Entzerrung des Verkehrs bei und halten nicht zuletzt die Fahrerin oder den Fahrer fit.“ Gefördert werden Neube- Bürgermeisterin Petra Kleine mit einem Lastenfahrrad schaffung oder Leasing (Ver- (Foto: Stadt Ingolstadt/Michel) tragsdauer von 36 Monaten) von ein- oder mehrspurigen, als integralen Bestandteil der über 36 Monate bis zu einer Fördersumme zulassungs- und versiche- Rahmenkonstruktion vor oder maximalen rungsfreien Lastenfahrrädern hinter der Fahrerin bzw. dem von 750 Euro für Lastenfahrräder und 1.000 Euro für Lasmit und ohne batterieelektri- Fahrer vorsehen. scher Tretunterstützung, die Die Förderhöhe beträgt da- tenpedelecs. Einen Ökobonus mindestens eine Gesamt-Zu- bei 25 Prozent der Net- von 500 Euro extra gibt es bei ladung von 125 Kilo ermögli- to-Anschaffungskosten bzw. der gleichzeitigen Abmeldung Netto-Leasingkosten eines Verbrenner-Kfz. chen und eine Transportfläche der

Wer im Internet unterwegs ist, muss auf nahezu jeder Website zustimmen, dass der Betreiber seine Daten nutzt. Seit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung, erst recht nach den Urteilen von BGH und EuGH im letzten Jahr, ist bei den Anbietern die Angst vor hohen Bußgeldern gestiegen - und mit ihr die Zahl der Klickfenster quasi explodiert. Oft geht es auch um Tracking-Cookies: Diese winzigen Textdateien ermöglichen es Webservern, einen User wiederzuerkennen und so etwa personenbezogene Daten über Interessen, Präferenzen oder Gewohnheiten zu sammeln und für Werbe- und Verkaufszwecke zu nutzen. Hinter dieser Praxis steht der Grundsatz „notice-andconsent“, also Hinweis und

IN teraktiv

Vorteile, die Einverständsie dadurch nis. Er ist erhalten, dass letztlich eine sie ihre Daten Entscheipreisgeben, dungsfiktion, höher ein als manche Kritidie Risiken ker sprechen für ihre Prisogar von „der Cookies und die vatsphäre. größten Lüge im Inter- „Einwilligungslüge“ Dies verleitet nun die Anbienet“. In einer ter wiederum Umfrage des Die Technik-Kolumne äußerst leichtMeinungsforvon Georg Appel sinnig mit dieschungsinstituts Allensbach etwa gaben ser Notwendigkeit zur Frage 77 Prozent der Befragten an, nach Zustimmung umzugesie hielten es für sinnlos, Da- hen. Dabei ignorieren diese tenschutzbestimmungen zu Anbieter, Webseiten-Erstellesen. Sie müssten ihnen oh- ler, Shop-Betreiber, etc., dass nehin zustimmen, wenn sie die Einwilligung gemäß der Internetdienste nutzen woll- Datenschutzvorgaben grundten. Viele User schätzen die legende Bedingungen erfül-

Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Ingolstadt, Gewerbebetriebe und Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Ingolstadt, in der Stadt Ingolstadt ansässige freiberuflich tätige Personen, gemeinnützig anerkannte Vereine und Organisationen mit Sitz oder Geschäftsstelle in Ingolstadt sowie Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) mit Grundstück in Ingolstadt. Zuständig für die Bewilligung der Förderung ist die Stabsstelle Klima, Biodiversität und Donau in der Mauthstr. 4, 85049 Ingolstadt. Anträge zur Förderung sind dort oder im Internet unter www. ingolstadt.de/lastenrad ab dem 1. Januar verfügbar. Weitere Informationen sind unter der o. g. Internetadresse sowie unter der Telefonnummer 0841 305-2601 erhältlich.

len muss. Eine Untersuchung von Webseiten ergab nun, dass über 80% aller „noticeand-consent“ Eingaben zu einer ungültigen Einwilligung führen – weil falsch aufgesetzt, programmiert und genutzt. Ungültige Einwilligungen führen übrigens nicht nur zu Bußgeldern, sondern auch zu möglichen Schadenersatz Ansprüchen. Noch viel störender dabei ist die Tatsache, dass dieses ungültige „noticeand-consent“ Verfahren ganz einfach und vollautomatisch auf jeder Website gefunden werden kann. Ich bin gespannt, bis wann die ersten Aufsichtsbehörden diese Erkenntnisse einer Verwertung zuführen – Staats-Schulden hätten wir ja bereits in ausreichendem Maß angehäuft! GESELLSCHAFT - 7


Jetzt geht‘s los

mitgenommen wurde und heuer umgesetzt werden kann.

Punktspielbetrieb in der 3. Liga geht weiter – FC Ingolstadt auf Kurs Wenn man in der dritten Liga ein bisschen herumblickt, kann einem Angst und bange werden. Nicht wegen des besagten Virus, das uns nicht nur den Fußballsport vermiest, sondern auch was das Finanzielle angeht. Sowohl der KFC Uerdingen als auch Türk-Gücü München sind eben in extreme finanzielle Schieflage geraten. Das liegt daran, dass sich deren beider Hauptsponsoren, nun zurückziehen. Wie beide Vereine jetzt in der dritten Liga weiterspielen ist noch unklar. LAGE BEIM FCI OPTIMISTISCH Ganz anders sieht das in Ingolstadt aus. Hier geht Geschäftsführer Manuel Sternisa andere Wege. Die finanziellen Verhältnisse sind, auch dank seines Vorgängers, Franz Spitzauer, geordnet. Die Mannschaft von Trainer Tomas Oral kann sich also voll und ganz auf das konzentrieren für was sie angeheuert wurden: auf das Fußballspielen. Seit Jahren gehört es zum Pflichtprogramm eines Sportreporters im Kreis Donau/ Isar, dass er zu Beginn eines jeden Jahres auf die diversen Hallen Fußballturniere geht. Dies ist nicht nur eine lästige Übung, sondern auch ein Stelldichein mit Fußballern und Funktionären aus der ganzen Region. Dieses Jahr hat das Virus, wie bei so vielen Sportveranstaltungen, auch hier einen ganz dicken Strich in den Sportkalender der Redaktion gesetzt. Was bedeutet das genau? Nun, es gibt einfach keine Fußball-Hallen-Spiele. Alles abgesagt. Wer sich also, so wie IN-direkt, auf die Saison in der Halle gefreut hat, schaut leider

Kapitän Stefan Kutschke zeigt immer großen Einsatz, wie hier nicht mit Mund-Nasen-Maske, sondern mit einer anderen Schutzbedeckung des Gesichts. (Foto: Stefan Bösl - kbumm.agentur)

Und das beginnt jetzt tatsächlich erneut. Am kommenden Sonntag rollt der Ball bei den Schanzern wieder. ERSTES SPIEL GEGEN DIE ZEBRAS Das erste Spiel im noch jungen

Jahr, bestreitet der FC Ingolstadt im Audi Sportpark am kommenden Sonntag um 20:00 Uhr. Gäste sind die Zebras des MSV Duisburg. In Ingolstadt hofft man natürlich, dass die gute Leistung vom letzten Jahr, auch über den Jahreswechsel

IN tern

Sponsor, einer in die Röhre. Ingolstädter Aber doch Brauerei, genicht ganz, schuldet, die wenn man in Manching noch einen alstattfanden. tertümlichen Dieses Jahr RöhrenfernPflichttermine kein einziges seher (dabei Spiel. hätte uns der abgesagt Schade eigentKalauer doch lich, denn wir sehr gefalvon Joschi Haunsperger von IN-direkt len) hat. Es gibt auch keinen Fußball in der waren immer gerne bei diesen Halle, der im Fernsehen über- Spielen. tragen würde. Es gibt einfach Auch an das letzte Jahr erinnichts. In den Kalendern der nern wir uns noch gut, als über vergangenen Jahre findet sich diese Spiele hier an dieser Stelkein Jahr, in dem zum Beispiel le berichtet wurde. Dieses Jahr in der Halle des SV Manching wird es keine Berichte und auch kein Hallenturnier gewesen keine Fotos geben. Jetzt weiter wäre. Meist waren es sogar von Hoffnung und Zuversicht Endspiele, wohl auch dem zu sprechen, wäre hier fehl am

DREIER VOR DER ENGLISCHEN WOCHE Mit einem Sieg, also drei Punkten, würde man im Lager der Schanzer schon gerne in die Restsaison starten. Zumal es bis Ende Januar insgesamt sechs Spiele sind, die die Schwarz-Roten bestreiten müssen. Neben Duisburg, Zwickau, Uerdingen und Halle, gibt es auch zwei Derbys. Zum einen müssen die Schanzer zu den Löwen des TSV 1860 München und zum anderen ist Unterhaching Gastgeber am Monatsende. NATÜRLICH OHNE ZUSCHAUER Und nicht nur die Pressekonferenzen finden derzeit wieder virtuell statt. Auch die Spiele müssen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt werden. Auch hier bleibt dann nur das gute alte Fernsehen. Natürlich kann man sich die Begegnungen auch im Internet anschauen, aber weder Fernsehen noch Internet ersetzen den Besuch am Fußballplatz. Wann es wieder möglich ist steht derzeit in den Sternen. Daumen drücken kann man für die Schanzer trotzdem. (jh) Platz. Natürlich hoffen wir alle, dass der Virus bald besiegt ist, ob das so sein wird wissen wir nicht. Hoffentlich gibt es nächstes Jahr wieder Fußballspiele in der Halle. Nicht nur weil diese Veranstaltungen immer auch Treffpunkt und Besprechungsort für die Zukunft sind, sondern weil sich auch die Spieler, Funktionäre und Fans der einzelnen Vereine immer auf diese Art des Fußballspiels freuen. Also bleibt uns nur wieder nach draußen zu schauen, und selbst dort ist es ungewiss, wann man die Spiele wieder vom Platz aus betrachten kann. Also zurück in den Fernsehsessel und abwarten was passiert. Schade, aber leider nicht zu ändern.


Als Vierter auf das Eis ERC Ingolstadt mit durchwachsenem Saisonstart Trotz eines durchwachsenen Saisonstarts, mit zwei Siegen und zwei Niederlagen, hat man beim ERC Ingolstadt noch den vierten Tabellenplatz inne. Den möchte man natürlich gerne verteidigen und vielleicht sogar noch etwas ausbauen. Die nächsten Spiele haben es also in sich. SIEBEN SPIELE BIS ENDE JANUAR Englische Wochen, wie im Fußball, kennt man ja im Eishockeysport nicht. Da ist das völlig Usus. So auch heuer in der DEL in der ja bekanntlich der ERC Ingolstadt spielt. Und daher müssen die Panther, in einer Zeit, in der es ja keine oder nur ganz wenige Zuschauer vor Ort gibt, ebenso schauen, dass sie die Punkte erreichen, die dann für die Play-offs wichtig sind. Und dazu müssen mindestens

Noch mal kurz beim ERCI-Cheftrainer Doug Shedden nachgefragt, dann kann es weitergehen. (Foto: Jürgen Meyer)

mehr als die Hälfte der sieben Gegner, die noch bis Ende Januar ihre Visitenkarte in der Saturn-Arena abgeben, bzw. als Gastgeber für die Panther fungieren, besiegt werden. Aber, alles ist möglich, denn

ohne Fan-Unterstützung ist jedes Auswärtsspiel wie ein Heimspiel und eben jedes Heimspiel wie ein Auswärtsspiel zu sehen. Das haben die vergangenen fünf Spieltage gezeigt.

ALLES IST MÖGLICH Dass alles möglich ist in dieser Spielzeit, möchte der ERC Ingolstadt auch in den kommenden Begegnungen zeigen. Wie es dann letztlich am Ende dieser sehr seltsamen Saison in der Deutschen-Eishockey-Liga tatsächlich ausschaut, kann man jetzt natürlich noch nicht sagen. Was man sagen kann, ist, dass auch hier das Virus noch einige Wochen das Spielgeschehen dirigieren wird. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Panther davon nicht verrückt machen lassen und ihr Spiel, das Ihnen Trainer Doug Shedden so hervorragend beigebracht hat, durchziehen. Und die zweite Hoffnung ist, dass es irgendwann, wenn schon nicht in dieser Saison wenigstens in der nächsten, wieder Spiele gibt, die nicht mit wenig Zuschauern oder gar unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.(jh)

Besondere Botschaft zum Heiligen Abend FC Gerolfing sammelte Weihnachtskarten für Senioren und Obdachlose Die Bewohner des Seniorenheims St. Josef in Gerolfing durften die Feiertage dieses Jahr leider nicht zusammen mit ihren Familien verbringen, da Besuche wegen der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich sind. Damit sich die Senioren trotzdem nicht alleine gelassen fühlen, hat das FCG-Jugendteam eine tolle Aktion gestartet: Es sollten Weihnachtskarten gebastelt, bemalt und geschrieben werden, welche dann im Sportheim gesammelt wurden. Bis zum Heiligen Abend kamen 160 verschiedene Karten mit schönen, weihnachtlichen Motiven und liebevollen Botschaften beim FC Gerolfing an. Das Ziel von 90 Weihnachtskarten für alle Bewohner des Gerol-

finger Seniorenheims wurde damit weit übertroffen und die Jugendlichen haben sich spontan dazu entschieden, die übrigen 70 Karten zur Straßen-

Magdalena Nißl, Mitarbeiter der Straßenambulanz, Marie Thoma (von links nach rechts) (Foto FC Gerolfing)

ambulanz St. Franziskus zu bringen. Auch die obdachlosen Menschen in Ingolstadt sollen sich an Weihnachten nicht einsam fühlen und sich an einer schön gestalteten Karte mit netten Weihnachtsgrüßen erfreuen können. Der FC Gerolfing möchte sich gerne bei allen fleißigen Karten-Bastlern und -Schreibern und allen weiteren Unterstützern der Aktion bedanken, denn ohne die vielen hilfsbereiten Menschen wäre es nicht möglich gewesen, den Senioren und Obdachlosen an Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten. Über die Hälfte aller Mitglieder beim FC Gerolfing sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Erst im Herbst

diesen Jahres wurde eine Jugendvorstandschaft gewählt, die neben der Weihnachtskarten-Aktion noch weitere tolle Projekte gestartet hat und dabei jederzeit tatkräftig von unserem Hauptsponsor und Förderer des Jugendsports Hörgeräte Langer unterstützt wird. Zur Stärkung des Zusammenhalts außerhalb des Sports soll ein Kickertisch in den Vereinsfarben Grün und Weiß angeschafft werden. Hierfür werden von den Jugendlichen unter www.betterplace.org/ p88261 Spenden gesammelt. Das große FCG-Jugendteam bedankt sich herzlich für jede Spende! (id)

SPORT - 9


„Es gibt keine Alternative zur Impfung!“ Prof. Dr. Siegfried Jedamzik und Dr. Lars Henning Schmidt informierten zur Covid-19 Schutzimpfung „Es gibt keine Alternative zur Impfung!“ Das betonten Prof. Dr. Siegfried Jedamzik, Versorgungsarzt der Führungsgruppe Katastrophenschutz und der Lungenfacharzt Dr. Lars Henning Schmidt, Direktor Medizinische Klinik IV, Klinikum Ingolstadt bei einem Pressegespräch im Neuen Rathaus. Letzterer betonte: „Ich appelliere an jeden, die Impfung wahr zu nehmen.“ Dabei gelte es natürlich auch die Bedenken und Sorgen der Menschen zur Corona-Impfung ernst zu nehmen. Daher informierten die Mediziner rund um das Thema. In Ingolstadt sind derzeit mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen im Einsatz und auch im Impfzentrum wird z.B. medizinisches Fachpersonal geimpft ebenso im Klinikum. „Der Impfstoff ist das zentrale Werkzeug, ja fast schon eine Waffe im Kampf gegen die Pandemie,“ erklärte Prof. Dr. Siegfried Jedamzik: „Die Nachteile einer Impfung sind verschwindend gering. Das kann ich wissenschaftlich belegen.“ Dr. Lars Henning Schmidt erklärte dazu, dass in der Biontech Studie, an der 38 000 Probanden beteiligt waren, in einzelnen Fällen lokale und systemische Nebenwirkungen aufgetreten sind. Diese waren z.B. Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle sowie systemische Reaktionen wie Erschöpfung, Schüttelfrost oder auch Fieber. In ganz seltenen Fällen seien auch allergische Reaktionen aufgetreten. „Ich würde grundsätzlich Patienten mit schweren Allergien von einer Impfung ausschließen,“ meinte Prof. Dr. Siegfried Jedamzik. Und ja, auch langfristige Impfproblematiken können – wie 10 - GESUNDHEIT

bereits Erfahrungswerte aus zehn Jahren aus dem Bereich der Onkologie. Grundlage für jede Impfung sei aber immer eine ausführliche Information. Diese müsse sorgfältig gemacht werden. Eine Schnellinfo in nur drei Minuten funktioniere nicht, außerdem sollte eine Einverständniserklärung eingeholt werden. Prof. Jedamzik appelliert deshalb an seine Kollegen: „Vor allem die Ärzte spielen als Akzeptanz- und Motivationsträger eine große Rolle!“

Die ärztliche Leiterin des Impfzentrums, Miriam Steger, impft einen Mitarbeiter im Rettungsdienst. (Foto: Rössle/Stadt Ingolstadt)

bei anderen Impfungen auch – auftreten. Aber nach 30 Jahren und rund 100 000 durchgeführten Impfungen könne er die Menschen beruhigen, meinte Jedamzik. Gleichzeitig habe die Biontech-Studie aber den außerordentlich hohen Wirkungsgrad des Impfstoffs gezeigt. „Impfen senkt nicht nur das eigene Risiko, zu erkranken. Es kann dadurch auch die Übertragbarkeit reduziert werden,“ so Dr. Lars Henning Schmidt.

ÄRZTE ALS AKZEPTANZUND MOTIVATIONSTRÄGER Immer wieder skeptische Stimmen bekommen auch die Ärzte im Zusammenhang mit der im Biontech Impfstoff verwendeten mRNA (messenger RNA) zu hören. Sie bewirke keine genetische Veränderung beim Menschen, betonte Prof. Dr. Siegfried Jedamzik: „Die mRNA dringt nicht in den Zellkern ein. Sie geht nicht einmal durch die Zellmembran.“ Außerdem sei diese Art des Impfstoffs nicht neu, es gäbe

Prof. Dr. Siegfried Jedamzik und Dr. Lars Henning Schmidt (Foto: Arzenheimer)

ZWEI HOTLINES FÜR IMPFTERMINE UND ALLGEMEINE FRAGEN In Ingolstadt sind seit dem 27. Dezember rund 1100 Dosen verimpft worden. Allerdings hängen die Impftermine von den vorhandenen Impfstoffkapazitäten ab. Zunächst werden alle Ingolstädterinnen und Ingolstädter im Alter von über 80 Jahren angeschrieben und grundlegend zur Impfung informiert. Termine für die vorhandenen Kapazitäten werden zunächst über die Hotline für die Terminvereinbarung (Hotline: 0841 933388, Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) abgewickelt. Die Terminvereinbarung wird dann voraussichtlich ab 15. Januar auch über ein Online-Buchungstool erfolgen können, das vom Freistaat zur Verfügung gestellt werden wird. Die Impf-Hotline (0841 305-41000, Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) wurde für allgemeine Fragen eingerichtet – spezifische medizinische Fragestellungen die den persönlichen Gesundheitszustand betreffen, können hier nicht beantwortet werden. Hierfür werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich an ihren behandelnden Hausarzt zu wenden. (ma)


Der Weihnachtsspeck muss weg! Aber: Funktioniert das Abnehmen ohne Hunger und Jojo-Effekt? Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun oder das ein oder andere Kilo abnehmen möchte, kommt an dem aktuellen Trend des Intervallfastens nicht vorbei: Zahlreiche Menschen verzichten tage- oder stundenweise auf Nahrung. Dieses sogenannte „intermittierende Fasten“ verspricht Abnehmen ohne Hunger und Jojo-Effekt und ist im Gegensatz zum Heilfasten als Dauerkostform gedacht. Erfüllt es diesen Anspruch? „Ob die 5:2-Diät, das Dinner-Cancelling oder die 16:8-Methode, das Fastenfenster erstreckt sich bei den verschiedenen Methoden des Intervallfastens von 16 Stunden auf bis zu zwei Tage“, erklärt Gisela Horlemann, Er-

Die AOK Ingolstadt beteiligte sich am Vorlesetag 2020. (Foto: AOK Ingolstadt)

nährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). „Auch wenn es bisher erst wenig Studien gibt, lassen sich doch einige positive Aspekte des Interva-

llfastens feststellen: Vor allem fällt die gute Akzeptanz des regelmäßigen Kurzzeitfastens bei den Betroffenen auf, die größer ist als bei klassischen Reduktionsdiäten. Durch die

Essenspausen mobilisiert der Körper seine Fett-Reserven. Die Insulinresistenz der Zellen sinkt, und damit sinkt das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2. Intervallfastende berichten, wieder ein Gefühl für Hunger und Sättigung entwickelt zu haben und Portionsgrößen besser einschätzen zu können“, so Horlemann. Was den langfristigen Gewichtsverlust angeht, gibt es wissenschaftlich gesehen bisher noch keine Vorteile gegenüber den klassischen Reduktionsdiäten. Kranke Personen sollten Intervallfasten nur nach Rücksprache mit dem Arzt und unter ärztlicher Aufsicht und strenger Kontrolle durchführen. (VSB) (Foto: ego_tanfreepix)

Wenn die Beschwerden nicht enden Selbsthilfegruppe für Post Covid/Long Covid gründet sich in Ingolstadt Aktuell gründet sich in Ingolstadt eine Selbsthilfegruppe für Betroffene, die lange an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung leiden. Nicht für alle Menschen findet die Erkrankung einen Abschluss, sondern wirft einen langen Schatten, weil einzelne Symptome nicht verschwinden oder sich neue Beschwerden einstellen. Die Begriffe Post Covid oder Long Covid beschreiben eine Fülle von Verläufen, die alle gemeinsam haben, dass man die Erkrankung noch nicht hinter sich gebracht hat. Häufige Beschwerden bei Post Covid/Long Covid sind Erschöpfung (Fatigue), Kurzatmigkeit, Konzentrationsstörung, Beeinträchtigung von Geruchs- und Geschmackssinn und Schlafstörungen. Je nach Krankheitsfall können auch

weitere Symptome im Vordergrund stehen und sich teilweise monatelang halten. Für die Betroffenen kann es schwer sein, damit umzugehen. Statistisch werden sie schnell zu den Genesenen gerechnet, obwohl sie tatsächlich noch nicht genesen sind. So kommen zu den körperlichen Belastungen häufig auch psychische und soziale hinzu. Die sich gründende Selbsthilfegruppe für Betroffene von Post Covid und Long Covid will neben gegenseitiger Unterstützung und Erfahrungsaustausch auch Information und Aufklärung zum Krankheitsbild fördern. Interessierte können sich bei der Selbsthilfekontaktstelle im Gesundheitsamt Ingolstadt, Tel. 0841 305-1465 oder per E-Mail unter selbsthilfekontaktstelle@ingolstadt.de melden.

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GESUNDHEIT - 11


Vom Horch Landaulet bis zum revolutionären A2 Die Dauerausstellung im Audi museum mobile wurde umgestaltet Wer die Geschichte der AUDI AG verstehen möchte, der geht ins museum mobile. Vor gut 20 Jahren wurde es eröffnet. Und das war keine Selbstverständlichkeit, denn die Traditionspflege stand lange gar nicht im Fokus des Unternehmens. Erst mit Franz-Josef Paefgen, der 1995 Mitglied des Audi Vorstands wurde, nahm das Thema Fahrt auf: „Er hat die Traditionspflege und damit auch das Museum als wichtiges Darstellungsmerkmal für die Audi AG in der Außendarstellung gesehen,“ erklärt Thomas Frank, der die neue Abteilung Tradition seit ihrer Gründung 1999 bis zum 31.12.2020 leitete. Drei Monate vor der Museumseröffnung im Dezember 2000 stieß Stefan Felber „zur Truppe“, als „Mädchen für alles“, wie er selbst betont. Er ist gekommen, um zu bleiben, hat seitdem unzählige Sonderausstellungen kuratiert und auch die Umgestaltung der Dauerausstellung entscheidend mitgestaltet. Der Corona-Lockdown hatte dabei auch einen Vorteil: „Da wir eines der wenigen Museen ohne Schließtag sind, war es tatsächlich hilfreich, dass wir die Autos ohne Rücksicht auf Besucher bewegen konnten.“ Nach 20 Jahren wurde es nun Zeit, die jüngere Unternehmensgeschichte mit ein zu beziehen und die historischen Gefährte aus dem Museum zu nehmen, die über die Jahre gelitten hatten. 34 neue Fahrzeuge bereichern die Ausstellung, darunter ein Horch 305 von 1928 und dies in der besonderen Landaulet-Karosserie – einer der letzten Überlebenden dieser Art. Ein echter Hingucker ist auch der Audi Front Roadster von 1936, von dem es nur zwei Exemplare gab und den Audi Tradition vor Jahren originalgetreu wiederaufbauen 12 - KULTUR

den Audi Duo III, mit schon in den 1990er Jahren die Elektromobilität erprobt wurde. Und ein Fahrzeug, das auf den Ingolstädter Straßen immer noch allgegenwärtig scheint, ist ebenfalls bereits museumsreif: der A2. „Das praktikabelste und sparsamste Auto, das zu wenig wertgeschätzt wurde und vielleicht zur falschen Zeit kam,“ meint Stefan Felber, der selbst einen A2 fährt. MOTORSPORT AUF DEM PATERNOSTER

Die 14 Etagen des Paternosters sind ab sofort mit Fahrzeugen aus der höchst erfolgreichen Motorsportgeschichte des Unternehmens zu sehen.

ließ. Im zweiten Stock, der die Firmengeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg abbildet, begrüßt den Besucher ab sofort ein roter DKW F9 - im Hintergrund die Ingolstädter Friedenskaserne, die einer der Produktionsstandorte war. Zu den Neuzugängen auf dieser Ebene

gehören u.a. auch der DKW Munga, das Audi 100 Coupé S, die Design-Ikone Audi TT Coupé, den Audi A8, einen Audi RS 4, das Audi Cabrio mit Fünfzylinder-Motor, den Audi Allroad quattro von 2001, der bei Audi das äußerst erfolgreiche SUV-Segment einläutete und

Der Horch 305 Landaulet von 1928 ist neu in der Dauerausstellung. (Fotos: AUDI AG)

Dort, wo nun die jüngsten Audi-Modelle stehen, befanden sich vor dem Umbau die „Helden“ der Motorsportgeschichte. Um dieses „Sakrileg“ wie Stefan Felber es bezeichnet, wieder gut zu machen, bevölkert der Motorsport nun alle 14 „Parkplätze“ auf dem Paternoster. Zu sehen sind zum Beispiel der Audi A4 DTM-Sieger von 2007, der Audi Le Mans Prototyp R8 LMP von 2002, der Audi A4 STW von 1996, ein Audi Rallye quattro Gruppe 4 von 1980, der Audi Sport quattro Rallye Gruppe B von 1985, der NSU 1300 TT „Jägermeister“ von 1975 sowie ein früher DKW F11/64 Tourenwagen von 1963. Es wäre also angerichtet! Stefan Felber hofft nun, dass baldmöglichst Besucher die umgestaltete Dauerausstellung bevölkern können: „Wir brauchen Menschen, die sich die Geschichten anhören und uns dann auch wieder Geschichten erzählen.“ Viele Zeitzeugen, die bei Audi oder „der Union“ gearbeitet haben, bringen mit ihrem Museumsbesuch Informationen mit, die dann wiederum in die Arbeit der Museumsgestalter einfließen können. Es ist eben ein durchaus lebendiges Museum, dieses museum mobile. (ma)


Ein Sammler und seine Wunderkammer Der Orbansaal in Ingolstadt beheimatete Kostbarkeiten und Kuriositäten Dass man hier einmal Menschen gegen einen Virus impfen würde, hätte sich der Jesuitenpater Ferdinand Orban vermutlich nicht träumen lassen. Der Orbansaal wurde um 1727 für seine Sammlung an Kostbarkeiten und Kuriositäten errichtet. 3500 Gulden investierte das Jesuitenkolleg in einen Neubau direkt am Canisius Konvikt im Garten des Kollegs. Der lange Saal mit seinen Fenstern war dazu angelegt, die unzähligen Objekte zu beherbergen und zu präsentieren. Mit einem modernen Museum kann man diese Wunderkammer nicht vergleichen, aber es muss ein spektakulärer Anblick gewesen sein: Textilien, Waffen, Münzen, Kleinplastiken, Steinschnitte, Gemälde, Mineralien, Muscheln, Insekten, ein

Teil der Türkenbeute aus Wien von 1683 und und und gab es zu sehen. Sogar die Hirnschale von Oliver Cromwell war darunter. Ferdinand Orban brachte seine Sammlung aber nicht nur

Ruhm, sondern auch Ärger mit der Ordensleitung ein. Dem eigenwilligen Jesuiten wurde angesichts seiner Wunderkammer „mangelnde Armut“ vorgeworfen. Am 30. Dezember 1732 stirbt Ferdinand Orban in Ingolstadt. 1773 wird der Je-

suitenorden aufgelöst und die Sammlung geht in den Besitz der Bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt über. 1800 wird die Univesität nach Landshut verlegt, dann 1826 nach München. Orbans „Schatz“ bildet damit den Grundstock der wissenschaftlichen Sammlungen der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Etliches ist allerdings auch verloren gegangen, einige Objekte sind außerdem im Museum “Fünf Kontinente” in München zu sehen und wenige Ausstellungsstücke haben in einer Vitrine im Ingolstädter Stadtmuseum ihre Platz gefunden. Mehr solcher Geschichten aus der Geschichte der Region finden Sie unter www.seltsammelsurium.de

Kopf frei - Gar nicht so einfach? Workshop für Erwachsene der g´scheiterhaufen Theaterschule Die Theaterschule des g´scheiterhaufen theater e.V. bietet wieder Theaterworkshops für Nachwuchsimprovisateure an. Am Wochenende 30./31.01.2021 können Erwachsenen ihr Talent auf der Bühne erforschen. Unter dem Titel: "Kopf frei – sei spontan und schlagfertig!" erlernen die TeilnehmerInnen ihren eigenen Impulsen zu vertrauen und ihre Aufmerksamkeit und Wahrnehmung im Umgang mit sich Selbst und anderen zu verfeinern. Die eingesetzten Methoden aus dem Bereich des Improvisationstheaters wecken Kreativität und Spontanität. Und wie nebenbei erfahren sich die TeilnehmerInnen im Selbst- und Körperbewusstsein. All dies ist Voraussetzung für

fangen hat, in der Aufbaustufe seine Kenntnisse ausweiten und vertiefen. Die Kurse leiteten Andreas Richter, Schauspieler und Trainer und Daniela Richter, Theaterpädagogin (BuT) des g´scheiterhaufen theater e.V. . Die Kurse finden im Kunst-Werk im Klenzepark, Flankenbatterie 105 statt. Die Veranstalter richten sich dabei natürlich nach dem aktuellen Pandemiegeschehen. spontanes und schlagfertiges Handeln, auch im Alltag und im Berufsleben. Dieser Kurs ist für alle gedacht, die den Sprung ins kalte Wasser wagen um nebenbei versteckte Talente zu bergen. Improvisationstheater regt zum Experimentieren mit

der Wirklichkeit, dem Zufall und der eigenen Persönlichkeit an. Und je besser man die Spielregeln dieser Theaterform kennt, desto mehr Spaß macht es, sie zu umgehen! Im Anschluss an diesen Kurs, kann jeder, den das Improfeuer ge-

In Absprache mit den TeilnehmerInnen ist eine digitale Variante des Workshops oder eine Verschiebung möglich. Infos und Anmeldungen unter 0163/2855363 oder theaterschule@gscheiterhaufen.de. Die Workshops können auch über www.yesticket.de gebucht werden.

KULTUR - 13


Die Raths Eine Gelehrten-Dynastie an der Universität Ingolstadt bei (erst 1652 überführte man seine sterblichen Überreste nach Altötting).

Von Gerd Treffer I. PROFESSORENDYNASTIEN Es gab regelrechte Familien-Clans unter den Hochschullehrern an der Universität Ingolstadt – ganz abgesehen einmal davon, dass die Professoren, wenn sie nicht gerade dem geistlichen Stand angehörten, gern die Töchter von Kollegen heirateten. Da waren zum Beispiel die Canisii – voran der berühmte, der heilige Petrus Canisius, der zweite Apostel der Deutschen (1521 bis 1597), sein Neffe Heinrich Canisius (1548 bis 1610) und der Stiefbruder des Heiligen, Theodorich Canisius, der zwar kein Ingolstädter Professor war, wohl aber Rektor des Ingolstädter Kollegs.(Dabei sollte man nicht vergessen, dass sich 2021  der Geburtstag des Heiligen Petrus Canisius zum 5oo. mal jährt). Zum 350. mal  jährt sich 2021 der Todestag des Arnold Rath, 14 - STADTGESCHICHTE

der ein Jahr nach dem Tod des Canisius geboren wurde. Auch die Raths tauchen in der Reihe der Ingolstädter Professoren mehrfach auf. Der erste ist Hieronymus Arnold Rath (…bis 1625), der Arnold Rath (1598 bis 1671), seinen jüngeren Vetter, ihm nach Bayern zu folgen bewogen hat, und dann noch dessen Sohn Ignaz (… bis 1688), der auf Vaters Wunsch der Professorenschaft beitrat. Mit Ausnahme des Sohnes Ignaz, der wohl in Ingolstadt zur Welt kam, stammen die Raths und die Canisii aus der Ecke Brabant, Geldern, Nijmegen, bildeten also gewissermaßen ein belgisch-niederländisches Regional-Cluster.   II. DAS RATH’SCHE ANWESEN – STERBEHAUS DES TILLY   Vorweg: Berühmtheit erlangte das stattliche Haus, das Arnold an prominenter Stelle in der oberen Stadt besaß: keine zehn  Meter von Hauskante

zu Kirchenkante entfernt vom mächtigen Geviert des Kollegs im Schlagschatten der Liebfrauenkirche, das die Jesuiten 1576  bezogen hatten. Ein solches Haus musste man sich erst einmal leisten können. Als der Schwedenkönig Gustav Adolf im Dreißigjährigen Ringen den Krieg nach Süddeutschland trug,  wurde der General der Katholischen Liga, Graf Johann Tserclaes von Tilly (auch er aus dem heutigen Belgien, da zu Villers-la-Ville, Brabant, geboren) in der Schlacht bei Rain am Lech schwer verwundet. Eine Kugel hatte ihm das Bein zerschmettert. Man brachte ihn hinter die schützenden Mauern von Ingolstadt, der einzigen Stadt von Bedeutung in Deutschlands Süden, die der „Löwe aus Mitternacht“ nicht einnehmen konnte, und quartierte ihn im Haus  des Professoren Arnold Rath ein.  Dort starb 1632 der bayerische Generalissimus. Der Krieg aber ging fort. Man setzte Tilly in der Gruft des Jesuitenkollegs

III. INGOLSTADT, WO KÜNFTIGE KAISER, KURFÜRSTEN, KARDINÄLE STUDIERTEN.   Hieronymus Arnold war wahrscheinlich mit dem ehemaligen Erzieher der bayerischen Prinzen Quirinus Leonius  in näherer Bekanntschaft. Der „Erbprinz“, Maximilian (1573 bis 1651) hatte unter Leitung des in ganz Europa berühmten Gregor von Valencia in Ingolstadt Logik, Ethik, Mathematik und schließlich die Rechte studiert. Seine jüngeren Brüder Philipp Wilhelm und  Ferdinand besuchten ebenfalls die Universität (1594 sandte ihnen Maximilian eine Weihnachtskrippe, die erste Erwähnung einer Krippe in Bayern überhaupt und für die Stadt, in der 1570 der älteste Christkindlmarkt Deutschlands erwähnt ist). Auch der junge Erzherzog  Ferdinand von Habsburg erhielt damals an der Universität Ingolstadt seine grundkatholische Prägung. 1594 schloss er seine Studien in Ingolstadt ab. (1619 wird er Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.) Die beiden ehemals Ingolstädter Studenten, Ferdinand von Habsburg und Maximilian von Wittelsbach werden die zentralen Persönlichkeiten der Verteidigung des „alten Glaubens“ im Dreißigjährigen Krieg sein (und Tilly und Wallenstein ihre ausführenden Heerführer). Den kompletten Bericht über die Familie Rath und ihr Wirken in Ingolstadt finden Sie online unter www.in-direkt.de in der Kategorie Stadtgeschehen/Stadtgeschichte


KINDERSEITE

!!! WAS DU ALLES MACHEN KANNST, WENN ES DIR LANGWEILIG IST !!!

Kinderkreuzworträtsel 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

Wie heißt der Freund der Biene Maya? Mit welchem Gefährt rutscht man den Schnee herunter? Zu welcher Jahreszeit fängt die Natur an zu blühen? Eine Ballsportart Welches Tier hat mehr als 25 Beine? Welche Farbe hat der Löwenzahn? Was versteht man unter der 5. Jahreszeit? Welches Spielgerät darf auf keinem Spielplatz fehlen? Wer wohnt in der Villa Kunterbunt? Gefrorene Süßigkeit Wie nennt man junge Menschen?

Was du alles machen kannst, wenn dir langweilig ist Vögel füttern

Haferflocken, Getreide, Kleie,

Skulpturen Feld

Eichstätt

Nachtwanderung

Taschenlampe nicht vergessen

Koffer packen

Seil, Schuhe, Stifte,… Kannst du dir alles merken?

Wildgehege

Köschinger Forst

Wichtelweg

Hofstetten

Bügelperlen

Setz deine Phantasie ein

Waldspaziergang

Lupe, Pinzette und Eimer nicht vergessen

Walderlebnispfad

Schernfeld

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