IN-direkt KW 24 Juni 2022

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KW 24 • 17. Juni 2022 • Aus INgolstadt und der Region • www.in-direkt.de

125 Jahre TSV Ingolstadt-Nord Interview mit dem Vorsitzenden Christian De Lapuente .......................... 8

Ab in die Berge Mit dem 9-Euro-Ticket fahren wir an den Schliersee ................................. 16

Großbaustelle Gießereigelände as Kavalier Dalwigk schlägt die Brücke zwischen Historie und Moderne. Kürzlich wurde in diesen geschichtsträchtigen Mauern das Digitale Gründerzentrum „brigk“ feierlich eröffnet. Doch das Gebiet rund um das Kavalier Dalwigk steht für Veränderung. Auf dem ehemaligen Gießereigelände realisiert die IFG gleichzeitig ihr aktuell größtes Projekt. Aktuell entstehen dort ein CongressCentrum und -hotel. Auf einer Gesamtnutzfläche von etwa 6.600 Quadratmetern beherbergt das CongressCentrum in Zukunft unter anderem einen großen Kongresssaal sowie multifunktionale

Seminar-, Konferenz- und Veranstaltungsräume für insgesamt 2.200 Besucher. Das künftige Hotel verfügt auf sechs Bettengeschossen, rund 220 Zimmer sowie eine große Terrasse. Außerdem werden nach dem Umbau in der Gießereihalle künftig das „Museum für konkrete Kunst und Design“ untergebracht sein und auch die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) erweitert in diesem Umfeld, unter anderem mit dem Digitalbau. Die einzelnen Bauwerke werden in den kommenden Monaten fertiggestellt, die meisten Gebäude im nächsten Jahr. Als finales Bauwerk ist die Eröffnung des Digitalbaus der THI

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Eröffnung des Digitalen Gründerzentrums „brigk“ war nur der Anfang im Jahr 2026 terminiert. Die detaillierte Übersicht der einzelnen Bauwerke sowie den aktuellen

Baustand und auch die geplante Fertigstellung finden Sie in dieser Ausgabe auf der Seite 4.

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2 | Kurzmitteilungen

IN-direkt | 17. Juni 2022

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Bürgerbegehren zugelassen Das Verwaltungsgericht München hat das Bürgerbegehren „Hände weg vom Grünring“ zugelassen. Die Stadt ist damit verpflichtet, den Bürgerentscheid mit der vom Bürgerbegehren „Hände weg vom Grünring“ verwendeten Formulierung durchzuführen: „Sind Sie dafür, den Bebauungsplan Nr. 613 Ä vom 14. Dezember 2020 der Stadt Ingolstadt aufzuheben und die Raumsuche für die Mittelschule Nordost außerhalb der Grünringe neu aufzusetzen?“ Ausdrücklich wird dabei darauf verwiesen, dass das am 23. Juli 2021 bei der Stadt eingereichte Bürgerbegehren weder durch die am 25. August 2021 erfolgte Bekanntmachung des Bebauungs- und Grünordnungsplans Nr. 613 Ä „Mittelschule Nord-Ost – südlich Augraben“ noch durch die zuletzt am 28. April 2022 beschlossene Durchführung eines Ratsbegehrens mit der Fragestellung „Sind Sie dafür, dass die neue Mittelschule Nord-Ost südlich des Augrabens gebaut wird?“

erledigt und auch die Fragestellung des Ratsbegehrens eine andere sei. Seitens der Initiatoren des Bürgerbegehrens bestanden nie Zweifel an der Zulässigkeit, betont Franz Hofmaier als einer der drei Vertreter des Begehrens und bedauert, dass sich die Stadt leider für ein Ratsbegehren ohne Abstimmung der Formulierung mit den Klägern entschieden habe. „Von städtischer Seite wird immer wieder die Dringlichkeit betont, voranzukommen. Doch der Bürgerentscheid könnte mit einvernehmlichen Formulierungen schon längst über die Bühne sein: wir haben jetzt vollkommen unnötig knapp ein Jahr Zeit verloren“, so Hofmaier.

Wasserrohrbruch am Brückenkopf Aufgrund von Reparaturarbeiten der Radwegoberfläche am Brückenkopf bleibt der rechte Gehund Radweg stadtauswärts auf Höhe der Berufsschule gesperrt. Im weiteren Verlauf kommt es ab Montag, 20. Juni, für ungefähr zwei Wochen zu Behinderungen für Fußgänger und Radfahrer. Die Bushaltestelle ist davon nicht betroffen. Am Sonntag, 12. Juni, brach gegen halb sechs Uhr früh eine Wasserhauptleitung im Gehweg am Brückenkopf. Dabei wurde die gusseiserne Leitungstras-

se aus dem Jahr 1951 mit einem Durchmesser von 25 cm auf einer Länge von 3,30 Meter beschädigt. Das austretende Wasser unterspülte den Gehweg, überflutete die nebenliegende Fahrspur und trat ferner in das angrenzende Schulgebäude ein. Der Wasserbereitschaftsdienst sowie die Feuerwehr brachten die Situation vor Ort unter Kontrolle. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten konnten die Kommunalbetriebe die betroffenen Haushalte in der Park- und Luitpoldstraße wieder mit Trinkwasser versorgen.

Impressum Herausgeber / Geschäftsführung: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 • 85051 Ingolstadt (08 41) 14 90 260-0 • info@IN-direkt.de

Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de

Redaktionsleitung: Grafik: Hans-Martin Kurka • presse@IN-direkt.de Helmut Sendldorfer grafik@IN-direkt.de Redaktion: Timo Schoch, Max Foerster, Ulrich Linder Verteilung: Georg Appel, Marie Weiss, Lucia Sindarin Prospektverteilung Bauer info@prospektverteilung-bauer.de Mediaberatung: (08 41) 768 76 Peri Häusler • haeusler@IN-direkt.de Sabine Kerner • kerner@IN-direkt.de Nächste Ausgabe: (08 41) 14 90 260-0 24.06.2022


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4 | Aus der Region

IN-direkt | 17. Juni 2022

AKTUELLES KURZ & WICHTIG

Umbau der Signalanlage Jahnstraße/Taschenturm Ab Montag, 20. Juni, wird die Signalanlage Jahnstraße / Taschenturm umgebaut. Deshalb muss die Fußgängerschutzanlage vom 20. bis 21. Juni ausgeschaltet werden. Im Zuge der Umbaumaßnahme wird die Signalanlage auf einen modernen und energiesparenden Standard gebracht. Dabei wird sie in LED-Technik umgerüstet. Zusätzlich wird die Verkabelung und das Steuergerät für die Einführung der Smart City-Schnittstelle ausgetauscht. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich auf Behinderungen einzustellen. Aufgrund von Witterungseinflüssen können sich die Termine ändern.

Stadtteiltreffs laden wieder ein Nach langer Pause finden im Konradviertel, Augustinviertel und Piusviertel erstmalig wieder die beliebten Stadtteilfeste statt. Veranstaltet und organisiert werden die Stadtteilfeste von den Stadtteiltreffs, zum Leben erweckt werden sie von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie von Akteuren und Vereinen aus den Vierteln selbst. Das Konradviertel eröffnet am Samstag, 25. Juni, die Stadtteilfest-Saison, gefolgt vom Augustinviertel am Sonntag, 26. Juni und dem Piusviertel am 3. Juli.

Großbaustelle rund um das Kavalier Dalwigk auf dem ehemaligen Gießereigelände.

Baustellenbesuch

Bis 2026 sind die Arbeiten rund ums Kavalier Dalwigk abgeschlossen Kavalier Dalwigk und Anbau „Im Bereich des sanierten Kavalier Dalwigks laufen noch Restarbeiten und Mängelbeseitigungen”, sagt Nicolai Fall, Geschäftsführer INKoBau. „Im Bauteil B (Makerspace) laufen ebenfalls Restarbeiten und Mängelbeseitigungen, es ist geplant im Juli mit der Montage der Fassade zu beginnen.” Im Bauteil C (Turm) wird im Bereich Innenausbau, technische Anlagen und an der Pfosten-Riegel-Fassade gearbeitet. Im Bauteil D liegt der Fokus zur Zeit auf den Reinigungsarbeiten und Schadensbehebungen nach dem Brandfall. „Der Makerspace soll im Juli dem Nutzer übergeben werden, bei den

Bezieht endlich die Donau mit ein!

Kommentar von Timo Schoch

R

und um das Kavalier Dalwigk entsteht etwas. Für Ingolstadt entsteht dort etwas Großes. Ein Hauch von Großstadt zieht ein, auf diesem Areal, mit dem Neubau des CongressCentrums und -hotels, dem „Museum für konkrete Kunst und Design“ und dem Digitalbau. Nun fehlt nur noch, dass die Donau, die so unbeteiligt, abseits und doch mitten durch Ingolstadt fließt, endlich in die Stadt miteingebunden wird. Wie das funktionieren kann? Ganz einfach: die Schlosslände für den motorisierten Verkehr tiefer legen.

Eine Unterführung also. Darüber eine Flaniermeile, mit Cafés, Restaurants, edlen Boutiquen und Wohnhäusern – direkt bis zum Donauufer. Das hätte etwas. Da würde Flair, Wohlbefinden und Charme einziehen. Das wäre ein riesiger Schritt in Richtung Großstadt. Es wäre ein Meilenstein. Und mit Sicherheit würde das eine enorme Aufwertung der Innenstadt bedeuten. Das klingt eigentlich einfach und ist doch gleichzeitig so schwer. Denn dafür braucht es neben Geld auch viel Mut. Und ob das Ingolstadt hat, ist mehr als fraglich.

restlichen Flächen sind wir abhängig von den Auswirkungen des Brandfalls“, sagt Fall.

CongressCentrum und -hotel Die Aktivitäten sämtlicher am Bau des Hotel und CongressCentrums beteiligter Akteure wie Teil-Generalunternehmer, Projektsteuerer und örtliche Bauaufsicht laufen auf Hochtouren, teilen die Bauherrengemeinschaft Hotel-Kongress Ingolstadt, bestehend aus den Gesellschaftern IFG Ingolstadt und KHI Immobilien, mit. Der Bautenstand sei weit fortgeschritten und die Arbeiten würden zügig abgearbeitet. Der Übergabetermin wird derzeit mit dem Mieter bzw. Pächter Maritim abgestimmt. „Unser Kenntnisstand ist aktuell die Eröffnung Anfang 2023“, sagt Harriet Eversmeyer, Direktorin Public Relations bei Maritim. Bislang war von einer Eröffnung im Laufe diesen Jahres die Rede. Doch Komplikationen wie Materialknappheit und teilweiser Personalausfall aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges in Verbindung mit dem allgemeinen Fachkräftemangel belasten die Baustelle auf dem Gießereigelände.

Gießereihalle Museum für konkrete Kunst und Design: „Für das Museum für Konkrete Kunst und Design in der ehemaligen Gießereihalle werden aktuell die Streifenfundamente für die Bodenplatte erstellt und die Sauberkeitsschicht für die Bodenplatte eingebracht“, sagt Gero Hoffmann, Baureferent Stadt Ingolstadt. Neben den laufenden

Rohbauarbeiten werden ab Herbst die Innenausbaugewerke starten, die Putzflächen werden saniert und die Dacheindeckung wird fertig gestellt. Im Jahr 2023 werden neben den Ausbaugewerken die Außenanlagen errichtet. Die Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung Ende 2023 fertig gestellt sein, die Eröffnung des Museums könnte dann voraussichtlich im 1. Halbjahr 2024 stattfinden. „Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Situation in der Baubranche zu Kostensteigerungen führen wird. Momentan wird vom Projektsteuerer mit bis zu vier Millionen Euro Mehrkosten gerechnet. Die genaue Höhe ist aber von den weiteren Ausschreibungsergebnissen abhängig.“

Technische Hochschule Ingolstadt (THI) Der Modulbau am CarissmaAußengelände der THI steht für 2023 an. Dort werden vor allem Laborgebäude und in geringerem Umfang Forscherbüros entstehen. Hier erfolgt derzeit die Planung und die Ausschreibung wird vorbereitet. Parallel dazu schreitet der Digitalbau in Ingolstadt voran. „Das Vorhaben wird wegen der Hightech-Agenda mit hoher Priorität behandelt“, Severin MantelLehrer, von der Stabsstelle Hochschulkommunikation. „Derzeit stehen die Gründungsarbeiten an, also die archäologischen Voruntersuchungen und die Fundamenterstellung.“ Die voraussichtliche Eröffnung des Digitalbaus wird 2026 sein. Dabei wurde der Digitalbau aufgrund der derzeitigen Baukosten mit Risikozuschlag kalkuliert. (tis)


Menschen | 5

IN-direkt | 17. Juni 2022

S o gesehen Ein Dach über dem Kopf

M Werner Roß 1978 als Schiedsrichter beim Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den MSV Duisburg.

Ein echter Schanzer

Foto: Endres

Werner Roß hinterließ nicht nur auf dem Platz seine Spuren Es gibt Ingolstädter, die jeder auf der Schanz kennt. Werner Roß gehört definitiv dazu. Der ehemalige Bundesliga Schiedsrichter und Sportfunktionär hat weit über den Fußballplatz hinaus seine Spuren hinterlassen. Ein echter Schanzer durch und durch ist er. Am Paradeplatz geboren und noch heute im Herzen der Ingolstädter Altstadt in der Grießbadgasse zu hause. Sitzt man mit ihm zum Gespräch vorm Café Due vergehen keine fünf Minuten ohne dass den ehemaligen hauptberuflichen Postboten nicht jemand aus dem vorbeifahrenden Auto grüßt oder kurz bei ihm stehenbleibt. 29 Jahre lang war er Schiedsrichter und Schiedsrichterbeobachter und hat es dabei bis ganz nach oben geschafft. Werner Roß, der selber nie aktiv Fußball gespielt hat, gilt bis heute als der erfolgreichste Schiedsrichter der Ingolstädter Ortsgruppe. Er pfiff Partien in der Bundesliga aber auch internationale Partien und Länderspiele,

die ihn durch ganz Europa brachten. Und auch nach seiner aktiven Schiedsrichterkarriere kümmerte er sich als Funktionär in vielfältigen Positionen um das Wohlergehen und die Entwicklung der Schiedsrichter.

dem Platz zu leiten. Dass generell der Respekt vor vielem verloren gehen würde, mache es auch im Schiedsrichterwesen nicht leichter und Nachwuchs zu finden, würde immer schwerer, so Roß. Auch als Gründungsmitglied des FC Ingolstadt 04 hat Werner Roß Spuren hinterlassen. Vier Jahre als Präsident und inzwischen noch als Repräsentant für die Schanzer. Für die neue Saison ist er trotz des Abstiegs positiv gestimmt. Zur Vereinstreue gehören ebenso Niederlagen dazu, und auch mal der ein oder andere Abstieg, sagt er.

Werner Roß, ein echter Schanzer

Um ein guter Schiedsrichter zu sein, benötigt es vor allem konditionelle Fitness, Menschenführung und Psychologie um die verschiedenen Charaktere auf

100 Jahre Schiedsrichtergruppe Ingolstadt

Werner Roß selbst kann nächstes Jahr auf seine 60-jährige Schiedsrichterlaufbahn zurückblicken. 70 Spiele gilt es oft an einem Wochenende in der Region zu besetzen. Da ist ihm das Kompliment an die heutigen Funktionäre der Schiedsrichtergruppe wichtig, die auch heute bestrebt sind exzellente Schiedsrichter auszubilden, so wie ihn damals. (Haku)

it dem berühmten Dach über dem Kopf ist das immer so eine Sache. Am Pfingstvolksfest hat sich so manch ein Besucher verwundert die Augen gerieben, weil er selbiges in Form eines Festzeltes sehnlichst vermisst hat. Volksfest ohne Bierzelt – das geht doch gar nicht. Siehe da, es ging doch. Also nur mit Biergarten. Ein Volksfest für Familien jubelt das Kulturamt und man müsse davon auch in Zukunft etwas beibehalten, wenn es definitiv auch wieder ein Festzelt geben soll. Weniger gejubelt haben die Brauereien und Festwirte. Nur ein Fünftel des Getränkeumsatzes macht sich natürlich auch in der Kasse bemerkbar. Beim nächsten Mal soll es dann auch wieder zweimal ein Feuerwerk geben. Ein neues Dach über dem Kopf baut sich auch ein regionales Kreditinstitut direkt neben der Saturn Arena, wo bisher die Parkplätze sind. Das weiß man nicht erst seit gestern. Da Parkplätze in Ingolstadt ja generell Mangelware sind soll nebendran ein Parkhaus her. Irgendwann. Vielleicht oder so. Denn der große Parkplatz, den unter anderem die Eishockey-Zuschauer des ERC nutzen, ist jetzt erstmal abgesperrt. Vom Dach überm Kopf für die Autos aber noch weit und breit keine Spur. Alternative Bus? Zumindest nicht wenn Bully am Sonntag ist da, fährt nämlich fast nie was. Eine schöne Woche wünscht

Ihr Stadtbummler

I nfo

Nach dem 1. Weltkrieg wurde 1918 in München die erste Schiedsrichtergruppe gegründet. Davon motiviert folgte am 11. Juni 1920 im Vereinsheim des MTV Ingolstadt die Gründung einer Ingolstädter Ortsgruppe. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten begann man die Schiedsrichter in Theorie zu schulen und weiterzubilden. Im Juni 1921 gab es dazu auch ersten Prüfungen und es begann ein Austausch mit anderen Regionen wie Altbayern, Schwaben und der Oberpfalz. Die Gruppe wuchs stetig und die Untergruppe Pfaffenhofen wurde in den 50er Jahren gegründet. Die größten Erfolge gab es in den 70er Jahren mit Werner Ross als Schiedsrichter in der Bundesliga und vielen anderen Schiedsrichtern der Ingolstädter Ortsgruppe in der Bayernliga und der Landesliga. 2021 waren in der Schiedsrichtergruppe Ingolstadt rund 260 aktive und passive Schiedsrichter vereint.

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6 | Wirtschaft

IN-direkt | 17. Juni 2022

Claudia Wagner (links) und Kerstin Muhr sind die Gründerinnen von „Windeltou“.

Mit Schultüten haben es die beiden Preisträgerinnen zum Erfolg gebracht.

Mit Schultüten zum Erfolg

Kerstin Muhr und Claudia Wagner gewannen 2016 den Ingolstädter Gründerpreis Der Ingolstädter Gründerpreis war eine Initialzündung. Erst rund sechs Jahre ist es her, dass Kerstin Muhr und Claudia Wagner diesen gewonnen haben. Seither ging es mit ihrer Geschäftsidee „windeltou“ stark bergauf. „windeltou“ ist eine Erfolgsgeschichte zweier Gründerinnen, die sich nach langer Zeit im Jahr 2014 wieder getroffen hatten. „Wir haben unsere Nische bei Schultüten entdeckt“, erzählen sie. Aber

P ublikumspreis Zum dritten Mal wird der Publikumspreis des Ingolstädter Gründerpreises vergeben. Die Abstimmung erfolgt ab Montag, 20. Juni. Aus dem Bewerberfeld mit 26 Unternehmern haben 14 Teams die Möglichkeit genutzt, sich neben dem Urteil der Fachjury, auch dem des Publikums zu stellen. Hierfür hat jedes Team ein maximal zweiminütiges Video produziert, in dem es sich und seine Geschäftsidee vorstellt. Auf www.gruenderpreis-in.de können bis zum 30. Juni die Videos angesehen und die Stimme für die jeweilige Lieblingsidee abgegeben werden. Am 1. Juli wird das Preisträgerteam bekanntgegeben.

nicht irgendwelche. Die Schultüten von „windeltou“ sind anders. Sie sind nachhaltig, innovativ und durchdacht. „Unsere Passion beschreibt am besten der Satz: ,Sie wissen, was sie tun’“, sagt Claudia Wagner. Und so ergänzen sich die ehemalige Inhaberin einer Münchner Design-Agentur und die Diplom-Ingenieurin der Bekleidungstechnik perfekt. Jede bringt ihre Erfahrung und Wissen auch als Marketing-Experten mit ein – genau deshalb sind ihre Produkte auch so durchdacht. Das beginnt beim waschbaren Bezug, geht über die professionelle Verarbeitung bis hin zum Inlettkissen, dass nach dem ersten Schultag in den Bezug gesteckt wird und die Tüte somit zum Kissen wird. Das Kissen ist mit Kügelchen wie bei einem Stillkissen gefüllt und somit ebenfalls waschbar und anti-allergen. Die Schultüten sind damit also kein Wegwerfprodukt, sondern langlebig und haltbar. „Pappe raus, Kissen rein – so ist die Schultüte als Kuschelkissen und Leseknochen nicht nur eine wunderbare Erinnerung an einen sicherlich sehr aufregenden Tag“, sagt Kerstin Muhr. Die beiden Frauen leben „windelou“. Die Liebe zum Detail zeigt sich in jeder Faser ihres Schaffens. Das gilt nicht nur für die 32 verschiedenen tierischen Aufnä-

her, welche einem kleinen Kunstwerk gleichen, sondern auch für die hochwertigen Kollektionen und die kreativen Komponenten. Neben fertig genähten Schultüten, gibt es noch Nähpakete und Zubehör rund um das Thema Schultütengestaltung. Rund 2.000 Kombinationsmöglichkeiten stehen den Kunden zur Verfügung. Neben den komplett individuellen Schultüten gibt es eine große Kollektion an beliebten Schultüten, die bereits perfekt designed sind. „In dieser Saison hatten wir bereits eine derart hohe Nachfrage, dass wir quasi von Aufträgen ,überrollt’ wurden“, sagt Claudia Wagner. „Die Einzelfertigung erfolgt immer exklusiv in unserer Manufaktur, weshalb wir aktuell keine Aufträge für individuelle Schultüten mehr annehmen können. Aber Nähsets, Inlettkissen, Applikationen, Wunschtexte und vieles mehr gibt es natürlich weiterhin.“ „windeltou“ ist also eine Erfolgsgeschichte. Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe von Partner, die den beiden Unternehmerinnen zuarbeiten. Dazu zählen unter anderem ein Versender, eine Näherei, ein Laserschneider und Menschen in einer Behindertenwerkstatt. „Das ist Teil unserer Philosophie, dass wir auch Menschen mit Beeinträchtigungen beschäftigen“, sagt Kerstin Muhr.

Inzwischen hat sich „windeltou“ als einer der Marktführer für hochwertige Schultüten etabliert. Bis zu 120 Nähpakete, Schultüten und Bastelsets verlassen das Ingolstädter Existenzgründerzentrum – wo die Frauen inzwischen arbeiten – pro Tag. Und die Auftragszahlen dürften weiter steigen. „Bis zum Jahr 2025 gibt es zwischen 750 000 und einer Millionen Erstklässler in Deutschland. Dadurch rechnen wir auch mit einer größeren Nachfrage an Schultüten“, sagt Claudia Wagner. Aber weder Muhr noch Wagner rechneten wohl damit, als sie den Ingolstädter Gründerpreis im Jahr 2016 gewannen, dass „windeltou“ innerhalb so kurzer Zeit eine solche rasante Entwicklung nehmen würde. (tis)

Z u den P ersonen

Kerstin Muhr (47) ist studierte Diplom-Designerin (FH), Mutter dreier Kinder und Gründerin von „windeltou“. Sie lebt mit ihrer Familie in Ingolstadt.

Claudia Wagner (48) ist studierte Diplom-Ingenieurin der Bekleidungstechnik (FH), Mutter zweier Kinder und Gründerin von „windeltou“. Sie lebt mir ihrer Familie in Ingolstadt.


Musik | 7

IN-direkt | 17. Juni 2022

Der Ton macht die Musik

Klavierstimmer Andreas Herr sorgt für den guten Klang Wenn bei Andreas Herr das Telefon läutet und ein Neukunde am Apparat ist, dann wartet oft ein kleines Abenteuer auf ihn. Oft sind Klaviere schon lange nicht mehr gestimmt worden oder es wurde ein Klavier ersteigert oder gebraucht gekauft. Da kann dann wirklich alles dabei sein. Vom noblen Steinway Klavier bis zum uralt Modell aus der Gründerzeit, das vererbt wurde. Ohne Vororttermin geht nichts, denn eine Ferndiagnose über das Telefon wäre reine Kaffeesatzleserei. Ab und zu ist dann doch die ein oder andere Überraschung dabei und auch die Festlegung was alt ist, kann sehr dehnbar sein. Ausgerüstet mit seinem Stimmkoffer in dem neben allerlei Werkzeug auch das Stimmgerät ist, geht es dann in einem ersten Schritt an die Feststellung der Tonhöhe des Instrumentes, um zu sehen wie schlimm es um das Klavier bestellt ist. Das extremste was dabei bisher auftrat, waren Fälle, in denen die Töne um eine ganze Terz, also drei Töne, verstimmt waren. Ist die Verstimmung durchgehend, kann unproblematisch geholfen werden. Schlimmer wird es, wenn es einzelne extreme Tonausreißer gibt und womöglich der Stimmstock gerissen ist. Dann ist vor Ort nicht viel zu machen und das Klavier muss, so dann sich eine Reparatur noch lohnt, in die Fachwerkstatt. Glücklicherweise passiert das nicht so oft und Andreas Herr kann nach einem ersten Gespräch

mit den Klavierbesitzern loslegen. Ist das Klavier extrem verstimmt, stimmt er bis zu drei Mal alle Töne des Klaviers. Unter zur Hilfenahme des Stimmgerätes und seinem guten Gehör wird der Wirbel gedreht und die Tonhöhe individuell angepasst. Das ist besonders bei den hohen Tönen Millimeterarbeit, wo jedes Grad viel ausmacht. Darüber hinaus nimmt der Klavierstimmer auch den Rest des Instrumentes unter die Lupe. Nicht selten muss in einem ersten Schritt erst einmal der Sauger ran und der Innenraum vom Staub der letzten Jahrzehnte befreit werden. Auch die Kontrolle der Mechanik und des verbauten Filzstoffes wird unter die Lupe genommen. Passt alles und das A erklingt auf 442Hz, ist die Hauptarbeit getan. Dies kann mehrere Stunden dauern. Ist das Klavier extrem verstimmt gewesen, wird nach zwei Wochen noch ein drittes Mal nachgestimmt. „Um ein Klavier auch in seinem Wert zu erhalten, sollte es spätestens alle zwei Jahre gestimmt werden“, verrät Andreas Herr. Klaviere die viel gespielt werden sogar alle sechs Monate. Um die große Enttäuschung beim Klavierkauf zu vermeiden, berät Andreas Herr gerne auch schon vor und beim Kauf zum kleinen Preis. „Augen auf beim Klavierkauf“ ist sein Credo. Auch da kommt es ganz besonders auf die inneren Werte an. Da macht dem gelernten Orgel- und Harmonium-

Andreas Herr beim Stimmen eines Klavieres.

bauer keiner so schnell etwas vor. Seit 2001 hat er sich zum Klavierstimmer weiterqualifiziert und ist in Ingolstadt und der Region aktiv. Auch heute freut er sich, wenn er ein Klavier wieder auf Vordermann bringen darf. Erst kürzlich konnte er einem Mädchen, das mit

Fotos: Kurka

seiner Familie aus der Ukraine fliehen musste und in der Heimat schon eine Vielzahl an Klavierkonzerten spielte, einen Sponsor für ein Klavier vermitteln, welches er natürlich bestens gestimmt dem großen Talent übergeben konnte. (Haku)

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8 | Sport

IN-direkt | 17. Juni 2022

17 Abteilungen gehören zum TSV Ingolstadt-Nord. Der Verein zählt aktuell rund 1.100 Mitglieder.

„Wir leben die Gemeinschaft“

Vorsitzender Christian De Lapuente über das Jubiläum des TSV Ingolstadt-Nord Herr De Lapuente, Sie sind Gewerkschaftssekretär, SPD-Fraktionsvorsitzender im Ingolstädter Stadtrat und Vorsitzender des TSV Ingolstadt-Nord. Wie bekommen Sie das alles unter einen Hut? Christian De Lapuente: Es sind schon einige Stunden am Tag, die das alles in Anspruch nimmt. So arbeite ich rund acht Stunden täglich als Gewerkschaftssekretär,

D er V erein

Der TSV Ingolstadt-Nord entstand im Jahr 1984 aus der Fusion von ESV 1897 Ingolstadt und FrTSV 1913 Ingolstadt. Der Verein hat 17 Abteilungen und rund 1.100 Mitglieder. Die Jubiläumsfeier zu 125 Jahre TSV Ingolstadt-Nord beginnt am Sonntag, 19. Juni, ab 10 Uhr auf der Bezirkssportanlage Nordost mit einem ökumenischen Gottesdienst. Um 11.15 Uhr folgen die Festansprachen. Nach den Ehrungen und dem Mittagessen stellen sich gegen 13.30 Uhr die Abteilungen des Vereins vor. Ab 17 Uhr klingt der Festabend bei Musik und einem Grillabend aus. Jeder Interessierte ist willkommen.

vier Stunden für die SPD und rund zwei Stunden am Tag für den Verein. So ist mein Tag mit 14 bis 16 Stunden Arbeit gut gefüllt. Sie sind seit 15 Jahren Mitglied im Verein und seit zwölf Jahren Vorsitzender. Was bewegt Sie, sich trotz dieses vollen Terminkalenders zu engagieren? Ich liebe den Verein. Mir macht die Arbeit Spaß, mir geht das Herz auf, wenn man nicht nur im Stadtrat über die Tätigkeit der Vereine redet, sondern das tagtäglich mitbekommt. Dazu bin ich keiner, der sich vor der Wahl im Verein engagiert und wenn ich gewählt werde, dann sage ich: „Nach mir die Sintflut.“ Ganz im Gegenteil: Man muss auch nach der Wahl an den Verein denken. Der Verein wird heuer 125 Jahre alt. Wie hat alles begonnen? Der TSV Ingolstadt-Nord ist aus der Fusion zweier Vereine heraus im Jahr 1984 entstanden. Den Ursprung hat der Verein vom 1897 gegründeten ESV 1897 Ingolstadt – dessen Jubiläum wir nun feiern - und dem 1913 entstandenen FrTSV 1913 Ingolstadt. Was waren Meilensteine? Ein riesiger Meilenstein war sicherlich die Fusion der beiden

Vereine. Diese zwei Vereine waren eigentlich grundverschieden und hegten eine gewisse Rivalität. Die Stadt Ingolstadt hat aber gesagt, wenn ihr fusioniert, dann bauen wir die Bezirkssportanlage Nordost. Vielleicht dachte die Stadt, dass sich die beiden Vereine sowieso nicht einig werden. Aber die Vereine einigten sich und somit entstand diese traumhafte Anlage, mit zwei Rasenplätzen, einem Kunstrasenplatz und mit Dreifach-Turnhalle. Die Fusion war sicherlich auch eine Entscheidung mit Weitblick: Denn bereits damals war ersichtlich, dass die Mitgliederzahlen sinken und die Vereine nur gemeinsam eine starke Zukunft haben werden. Welches waren die größten Hürden? Neben der finanziellen Seite vor rund 13 Jahren, kämpfen wir natürlich auch mit dem Mitgliederschwund. Diese Entwicklung hat auch die Corona-Krise verschärft. Wir hatten zwar nicht viele Austritte durch Corona. Wir konnten allerdings durch die Pandemie keinen Sportbetrieb anbieten. Dadurch fielen die Neuaufnahmen weg. Wir haben beispielsweise jährlich zwischen 100 und 150 Kündigungen. Dazu zählen Umzüge, Sterbefälle und reguläre Kündigungen. Die-

se gleichen wir mit 150 bis 200 Neuaufnahmen aus. Wenn aber der Sportbetrieb eineinhalb Jahre ausfällt, gibt es auch keine neuen Mitgliedschaften. Blicken wir voraus: Wie sieht die Zukunft des Vereins aus? Wir sind ziemlich stabil in dem momentanen Niveau, weil die bestehenden Abteilungen gut aufgestellt sind. Wir sind aber immer offen für Anregungen, neue Abteilungen, um weitere Randsportarten abzudecken. Wir wollen also weiter Chancen zulassen. Man muss mit der Zeit gehen und ausprobieren, wenn jemand etwas in die Hand nehmen will. (tis)

Z ur P erson Christian De Lapuente (39) ist Gewerkschaftssekretär und Fraktionsvorsitzender im Stadtrat für die SPD. Er wohnt in Ingolstadt.

Lesen Sie hier das ausführliche Interview!


Sport | 9

IN-direkt | 17. Juni 2022

„Ein großes Team-Workout“

Bastian Häusler über die 24-Stunden-Charity-Aktion „Beat the Company“ am 23. Juli Herr Häusler, wie viele Klimmzüge schaffen Sie? Bastian Häusler: Das kommt auf die Form an. Bei strickten Klimmzügen, also ohne Schwung, schaffe ich vielleicht 15 Klimmzüge am Stück. Mit Schwung schaffe ich an einem guten Tag bis zu 40 Stück. Aber zu meiner Ehrenrettung: Klimmzüge ist meine schwächste Disziplin. Dann brauchen Sie aber tatkräftige Unterstützung, wenn Sie bei „Beat the Company“ 10.000 Klimmzüge innerhalb von 24 Stunden schaffen wollen. Alleine wäre das unmöglich, das stimmt (lacht). Idealerweise brauchen wir an diesem Tag über 100 Leute, um das zu schaffen. Dann kommen wir nach unseren Hochrechnungen gut durch. Aktuell haben sich 60 Mitglieder fix angemeldet. Da wären die Ziele wirklich sportlich. Aber es kommen sicherlich noch Nachmeldungen. Neben Klimmzügen gibt es noch fünf weitere Disziplinen, alle mit äußerst ambitionierten Zielen. Unsere Mitglieder sollen in 24 Stunden neben den Klimmzügen mindestens noch 1.600 Kilometer rudern, 15.000 Liegestütze, 20.000 Kniebeugen, fünf Kilometer Handstandlauf und eine Million Kilogramm Kreuzheben schaffen.

zeitig ein zeitliches Mittelmaß aus guten Athleten und Anfängern berücksichtigt. Die Schwierigkeit ist natürlich noch die zeitliche Auslastung der 24 Stunden. Es bringt beispielsweise nichts, wenn sich in der ersten Stunde knapp 100 Leute beteiligen wollen, aber in der Nacht keiner da ist. Denn außer beim Rudern darf jede Station nur durch eine Person besetzt sein. Ziel ist es, dass unsere Community, also unsere Crossfit-Mitglieder, dieses Ergebnis am Ende schafft. Die größte Hürde sehe ich beim Rudern. Wenn eines der insgesamt fünf Rudergeräte einmal eine Stunde stillstehen sollte, ist es vorbei. Ich bin aber optimistisch, dass alles klappt. Bereits im vergangenen Jahr hatten Sie eine ambitionierte Herausforderung erfolgreich bestanden. Acht Mitglieder sind am 10. Juli in 24 Stunden mit dem Rad von Ingolstadt an den Gardasee gefahren. Insgesamt waren es knapp 450 Kilometer.

Das war die erste richtige „Beat the Company“. Eine halbe Aktion haben wir bereits einmal beim zweitägigen Spendenrudern während des Bürgerfests veranstaltet. Wie kommt man auf solche Ideen? Ich habe eine Herausforderung gesucht. Das „Race Across America“ fasziniert mich. Aber weder zeitlich, noch vom Trainingsaufwand, ist das realisierbar. So kam ich dann auf die 24-Stunden-Radtour und verband das Ganze mit einer Charity-Aktion. Hintergrund ist also eine Art „Wetten, dass...“, bei dem wir eine Charity-Aktion, also eine Spendenaktion an eine sportliche Leistung knüpfen. Den Unternehmen bieten wir als Ge-

genleistung eine kleine Bühne, um sich zu präsentieren. So kamen im vergangenen Jahr beispielsweise 17.000 Euro zusammen. Das war eine bombastische Summe. In diesem Jahr haben wir allerdings eine deutlich kürzere Vorlaufzeit. Wir hoffen deshalb auf insgesamt rund 7.000 Euro – aber suchen noch Unternehmen, die sich beteiligen wollen. Die Spenden sind für den Ingolstädter Verein „Kulturzentrum Besondere Menschen“ bestimmt, die viel mit behinderten Menschen arbeiten. Wie sind Sie nun auf die diesjährige Challenge gekommen? Im vergangenen Jahr war es individuell, an dem mit acht Leuten nur ein kleiner Kreis unserer Community teilgenommen hat. Nun wollten wir möglichst viele unserer Mitglieder einbinden. Es wird ein 24-stündiges, großes Team-Workout. Das Interview führte Timo Schoch.

Wie haben Sie die Zahlen bestimmt? Wenn man ambitioniert ist, weiß man in etwa, welche Zahlen realistisch sind. Diese haben wir dann hochgerechnet und gleich-

D ie A k t i o n Beim Ingolstädter „Wetten, dass...?!“, das den Namen „Beat the Company“ trägt, geht es in diesem Jahr um folgende Aufgabe: Innerhalb von 24 Stunden müssen die Mitglieder von „Crossfit - IN Town“ 1.600 Kilometer rudern (Fünf Rudergeräte), 10.000 Stricte Klimmzüge absolvieren, 15.000 Liegestützen und 20.000 Kniebeugen machen sowie fünf Kilometer im Handstandlauf zurücklegen und eine Million Kilogramm Kreuzheben. Start der Aktion bei Crossfit im Ingolstädter „Am Auwaldsee 75“ ist am 23. Juli um 12 Uhr.

Z ur P erson

Bastian Häusler (37) ist Trainer und Inhaber vom Ingolstädter „Crossfit – IN Town“. Er ist verheiratet und lebt in Gerolfing.


10 | Wirtschaft

IN-direkt | 17. Juni 2022

Rosi Friedl in ihrer Welt der Fuchsien. Links: Jakobstal und Liesl vom Wienerwald. Rechts Chris Lohner und Gronekans Glorie.

Die Welt der Fuchsien

„Der Garten ist ein Himmel aus Sternen und Blumen“ IN-direkt besucht diesmal Rosi Friedl. Sie ist die Inhaberin der Fuchsiengärtnerei Friedl in Straßbach bei Markt Indersdorf. 1985 gegründet umfasst ihr Angebot rund 600 Fuchsien-, 50 Pelargonien- und 40 Efeusorten. IN-direkt: Frau Friedl, als „Mutter“ dieser Nachtkerzengewächse, haben Sie da noch einen Überblick über Ihre vielen Kinder? Aber klar. Ich kenn sie nun doch schon sehr lange. Zur Gattung der Fuchsien gehören über 100 Arten und etwa 12.000 Sorten, von denen die meisten aus den Bergwäldern Mittel- und Südamerikas stammen. Einige wenige Arten kommen auf Tahiti und in Neuseeland vor. Die ganze Welt ist also bei

I nfos Fuchsien-Gärtnerei Rosi Friedl Strassbach 6 85229 Markt Indersdorf Tel.: (0 81 36) 55 45 www.fuchsien-friedl.de

Ihnen in Straßbach vertreten? Fast. Es gibt noch mehr Länder auf der Erde, aber auch noch andere Gärtner, die mit anderen Pflanzengattungen arbeiten. Ich habe meine Leidenschaft für die Fuchsien entdeckt. Darum beschäftige ich mich mit diesen sehr intensiv. Manche Kunden meinen, ich wäre ständig im Urlaub, da ich inmitten der schönsten Pflanzen sein darf. Macht es heute noch für einen Reihenhausbesitzer Sinn, sich eine oder mehrere Fuchsien zuzulegen? Welche Voraussetzungen muss man mitbringen? Ein klares Ja. Fuchsien bevorzugen einen halbschattigen Standort. Am besten gedeihen Sie inmitten vieler Pflanzen. Das entspricht dem ursprünglichen Klimabereich eines lichten Waldrandes. Gießen und Düngen gehört für Topfpflanzen

Gute ist wie ein guter Ziemlich süß, so dass man nicht merkt, wie viel Alkohol drin ist.

dazu. Fuchsien sind mehrjährige Pflanzen. Sie können frostfrei, kühl und sogar dunkel überwintert werden. Seit ihrer Einführung in Europa im 19. Jahrhundert faszinieren Fuchsien Hobbygärtner und Züchter gleichermaßen. Die hübschen, einzigartig aufgebauten Blüten dieser Pflanzen sind ein Blickfang in Gartenbeet und Balkonkasten. Fuchsien werden also schon lange verwendet oder spüren Sie hier auch gewisse Trends? Gelegentlich entstehen Trends wenn Züchtungen aus neu entdeckten Arten herauskommen. Um das Jahr 2000 kamen sehr dunkle Fuchsien heraus, außen dunkelrot, innen fast schwärzlich beim Aufgehen. Sie sind schön, aber nur in Kombination mit hellen Fuchsien in weiß oder rosa. Wir stehen jetzt hier in Ihrem Fuchsiengarten, was macht ihn so besonders? Ich finde es faszinierend inmitten einer Fuchsienvielfalt spazieren zu gehen, die z. T. mannshoch ist. Die Kombination mit Hostas und Farnen und einigen weiteren Raritäten entführt in eine besondere Gartenwelt. „Rosi Friedl‘ gibt es ja nicht nur aus Fleisch und Blut, nach Ihnen ist auch eine Sorte benannt? Tatsächlich habe ich seit 2005 eine Namenskollegin bei den Fuchsien mit einer rosafarbigen Blüte.

Und in einigen Tagen gestalten Sie in Ingolstadt einen kleinen Fuchsiengarten im Deutschen Medizinhistorischen Museum, womit überraschen Sie uns dort? Im Team Gartenamt Ingolstadt und Fuchsiengärtnerei Friedl werden wir Fuchsien und voraussichtlich auch einige Efeus in den wunderschönen Arzneipflanzengarten integrieren Am 3. und 7. Juli wird es von 10 bis 17 Uhr einen kleinen FuchsienMarkt im Arzneipflanzengarten geben. Ihre Fragen rund um die Fuchsien beantworte ich gerne. Frau Friedl, wir danken für dieses informative Gespräch (ULi)

I nfos „Ein Sommer mit Leonhart Fuchs“

Ausstellungsbeitrag im Rahmen des Jubiläums „550 Jahre Wissenschaft in Ingolstadt“. Fuchsienhain im Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums, 23. Juni bis 17. Juli 2022

Eröffnung

Mittwoch, 22. Juni um 18 Uhr Es sprechen Kulturreferent Gabriel Engert, Fuchsiengärtnerin Rosi Friedl und Daniela Hahn M.A., Projektleiterin des „Sommers mit Leonhart Fuchs“. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Kunst | 11

IN-direkt | 17. Juni 2022

Rafael Gerlach (links oben) und Daniel Lange (links unten) sind die kreativen Köpfe hinter dem „Landmarks-Project“, das mit „Shane“ (Mitte) nun in Ingolstadt gestartet ist. Sowohl Gerlach als auch „Shane“ haben in der Vergangenheit ähnliche Projekte umgesetzt.

Atelier im Freien

Ingolstädter „Landmarks-Project“ gestartet: Vier Häuserfassaden werden in diesem Jahr veredelt Daniel Langes Augen glänzen. „Das wird ein Highlight, richtig cool“, erzählt er und die Worte sprudeln nur so aus ihm heraus wenn er über sein neuestes Baby spricht, das „LandmarksProject“. Zusammen mit seinem Kurator, dem Münchner Rafael Gerlach, wird er Ingolstadt visuell verändern. Konkret geht es dabei um vier Häuserfassaden, die vier renommierte und international bekannte Künstler, quer durch Ingolstadt, künstlerisch verändern werden. „Wir wollen die Stadt damit bunt machen“, sagt Lange. Es

D as „ L andmarks P roject “ 1. Projekt, Niemeser Straße 1, bis 21. Juni: Shane, französischer Illustrator, der seine Kunstwerke auf die Fassaden sprayt. 2. Projekt, Prinz-Franz-Straße 1, 20. bis 25. August: Akut, Berliner Maler und Fotograf, der mit einem fotorealistischen Stil arbeitet. 3. Projekt, Münchener Straße 74, 20. bis 25. August: Sebas Velasco, spanischer Maler, der mit seinem Team die Umgebung beobachtet, um daraus eine Inspiration für seine Bilder zu erhalten. 4. Objekt, Äußerer Buxheimer Weg 44, 1 bis 31. Oktober: Rafael Gerlach, der Münchner Künstler und Kurator arbeitet abstrakt.

geht dabei um Wandmalerei, um hochwertige Kunst an der Fassade. Um Stadtentwicklung. Konkret: um Kunst am Bau. Der erste Künstler, Shane, lebt in Paris und arbeitet seit Mitte dieser Woche bereits an der ersten Fassade, einem Wohnhaus in der Niemeser Straße 1. „Er hat mir vorab einen Entwurf geschickt“, sagt Lange. Es wird eine illustrative Malerei, in Blau-Tönen gehalten. Die Künstler sind frei in ihrer Gestaltung. Ob Sprayen, Malen mit Pinsel, sogar Objekte an der Fassade – alles sei möglich. Es soll quasi ein Atelier unter freiem Himmel werden. „Die Leute sollen den Künstlern auch bei der Arbeit zuschauen können“, sagt Lange. Und natürlich hoffen Lange und Gerlach, dass die Menschen nach der Fertigstellung auch extra zu den Häuserfassaden fahren, um diese anzuschauen; sie quasi als offene Galerie im Freien wahrnehmen. Die Idee des Projekts trägt Daniel Lange schon etliche Jahre mit sich herum. Der Stadtjugendring, der sich seit Ende der 1990er-Jahre für die subkulturellen Projekte sehr stark einsetzt, war gleich zur Stelle und fungiert als Projektträger. Auch weitere Unterstützer wurden gefunden. Die Sparkasse Ingolstadt, das Kulturamt und die GWG (Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft) waren genauso überzeugt und das bedeutete den Startschuss für die beiden Künstler.

„Wir erhielten dann von der GWG eine große Auswahl von Fassaden. Diese haben wir an einem JanuarTag alle abgefahren und kategorisiert“, erinnert sich Lange. Vier Häuserfassaden sind in diesem Jahr bereits ausgewählt. Vier weitere Fassaden folgen 2023. „Das Projekt ist für zwei Jahre genehmigt. Wir hoffen allerdings auf eine Weiterführung“, sagt Lange. Die Kunst am Bau soll Identität stiften, ein Markenzeichen von Ingolstadt werden. Dafür nutzen Lange und Gerlach ihr umfangreiches Netzwerk und schaffen es, Künstler nach Ingolstadt zu holen, die internationales Format haben. Sie kommen teilweise alleine, teilweise mit Assistenten. „Wir erhalten vorab eine Liste mit Utensilien, die sie benötigen“, sagt Lange. Dazu wird ihnen auch eine Hebebühne zur Verfügung gestellt. Sie malen teilweise figürlich, teilweise abstrakt. Mit Raster oder Beamer, mit Vorprojekten oder einer Art komplexen Malen nach Zahlen, entsteht zuerst die grobe Skizze auf den Hausfassaden. Teilweise sind die Künstler dann mehrere Tage und Wochen beschäftigt. In der Niemeser Straße 1 wird die Kunst von Shane ab diesem Wochenende bereits konkret ersichtlich. Es lohnt sich also, dort einmal vorbeizuschauen. Mit Sicherheit glänzen dann nicht nur Daniel Langes Augen vor Freude, wenn man das fertige Objekt einmal sieht. Denn die Kunst am Bau wird ein optisches Merkmal

werden. Etwas Neues. Etwas Einzigartiges. Etwas, das Ingolstadt bereichert. (tis)

Z u den P ersonen

Daniel Lange aka „Malun“ (43) ist Künstler, Maler, Gründer des Taktraumfestivals, ehemaliger Macher des Café Tragtraum, der Werbeagentur xhoch4 und von „Schmierage“. Er lebt und arbeitet im Köschinger Gradhof.

Rafael Gerlach aka „SatOne“ (45) ist ein international gefragter Künstler. Seine Ausstellungen und Wandprojekte sind unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Australien, Bulgarien, Chile, Deutschland und Kolumbien zu sehen. Er lebt in München.

Die Hausfassade in der Niemeser Straße 1 in Ingolstadt vor der kreativen Umgestaltung. Aktuell malt Künstler „Shane“ dort.


12 | Meinung

IN-direkt | 17. Juni 2022

Muss sich die

Rolle der Frau in der

e h c r i K n e h c s i kathol ändern?

Tatsache ist, dass die Hälfte aller Mitglieder in unserer katholischen Kirche Frauen sind. Und wie ein Priester am Gedenktag der heiligen Katharina von Alexandrien zu Beginn der heiligen Messe sagte: „Es ist schon interessant, dass die Kirche von Männer regiert wird, aber von Frauen am Leben erhalten wird!“ In den letzten Jahrzehnten hat sich das Bild der Frau in unserer deutschen und auch europäischen Gesellschaft stark verändert. Frauen gestalten ihr Leben, ihre Ausbildung und ihre Arbeit selbstbewusster und überzeugender als noch vor Jahrzehnten. Wie sich die Rolle der Frau im Bewusstsein der Gesellschaft verändert hat, - und ich bin überzeugt, dass sie sich zum Besseren entwickelt hat, - so wird sich und muss sich dieses veränderte Bewusstsein auch auf die Kirche auswirken. Denn ich als Frau lebe meinen Glauben als Katholikin nicht neben der Gesellschaft, sondern in der Gesellschaft. Wichtig ist mir dabei auch wie es in der Schöpfungserzählung der Bibel heißt: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Die Frau ist ebenso Abbild Gottes

wie der Mann. Unser Papst Franziskus geht dabei mutig voran. In verschiedenen Leitungsaufgaben hat er bereits Frauen berufen und beauftragt. Auch in unserer Kirche in Deutschland sehe ich ansatzweise Veränderungen. In manchen Diözesen sind auch schon Frauen in verantwortliche Positionen nachgerückt, auf denen bisher Männer tätig waren. Die Rolle der Frau in der Kirche zu stärken, bedeutet für mich, dass unsere Kirche dadurch nur gewinnen kann. Es ist doch eine Tatsache, dass sich Mann und Frau in ihrem Wesen einerseits unterscheiden und andererseits sich trotzdem ergänzen. Meiner Überzeugung nach werden die Atmosphäre und das Miteinander in unserer Kirche bereichert. Frauen – nicht nur in Führungspositionen - gehen mit Problemen oft anders um als Männer. Die Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten erweitert sich durch das verantwortliche Handeln von Frauen. Die Aktion „Maria 2.0“ wie auch „Maria schweigt nicht“ bringt auch das Diakonat der Frau in die Diskussion ein und fordert die Zulassung der Frau zum Diakonat. In unserer Kirche gibt es bereits das unterschiedliche Diakonat des Mannes. Einerseits ist die Wei-

he zum Diakon Vorbedingung für die Priesterweihe. Andererseits kennen wir die Weihe zum ständigen Diakon für meist verheiratete Männer. Meine Frage: wie viele Frauen sind in der Krankenseelsorge in Krankenhäusern, Palliativstationen und Hospizvereinen tätig? Warum können Frauen, ob verheiratete oder ob ehelos, nicht auch die Weihe zum ständigen Diakon erhalten?

zende im KDFB Diözesanverband komme ich in viele Pfarreien. Ich nehme wahr, dass in vielen Pfarrgemeinderäten wesentlich mehr Frauen vertreten sind als Männer. Ich bin der Überzeugung, dass unsere Kirche an Profil und Überzeugungskraft in unserer Gesellschaft gewinnen würde, wenn Frauen nicht nur an der Basis, sondern auch vermehrt in verantwortungsvollen Aufgaben als Frau Verantwortung übernehmen.

„Es ist schon interessant, dass die Kirche von Männern regiert, aber von Frauen am Leben erhalten wird!“

In vielen Pfarreien und Pfarrverbänden sind Frauen als Gemeindereferentin oder als Pastoralreferentin tätig. In Zusammenarbeit mit den Pfarrern und Kaplänen wird dadurch auch die Pastoral wesentlich breiter aufgestellt. Durch meine Tätigkeit als Vorsit-

Z ur P erson

Walburga Kretschmeier aus Denkendorf ist ehrenamtliche Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes


Meinung | 13

IN-direkt | 17. Juni 2022

Immer mehr Menschen wenden sich von der katholischen Kirche ab. Die Zahl der Kirchenaustritte ist so hoch wie noch nie. Eine Vielzahl an Skandalen bestimmt die Schlagzeilen. Dabei geht es meistens um Missbrauch oder den falschen Umgang mit Finanzmitteln. Gesellschaftliche Veränderungen scheinen an der Kirche abzuprallen. Dies betrifft auch und in ganz besonderem Maße die Rolle der Frau in der katholischen Kirche. Aus der Tradition heraus sind Frauen sämtliche Weiheämter verschlossen. Gleichzeitig herrscht großer Priestermangel und immer mehr Pfarreien müssen zusammengelegt und betreut werden. Vor Ort sind es oft Frauen die in verschiedenen Funktionen die Arbeit an der Basis leisten. Sei es hauptamtlich als studierte Religionspädagoginnen oder Gemeindereferentinnen und in unterstützenden Positionen als Mesnerin oder Pfarrsekretärin. Mittlerweile ist ein Kampf um Reformen und Veränderungen entstanden, der im Synodalen Weg eine Struktur bekommen hat und die Notwendigkeit von Änderungen in der katholischen Kirche diskutiert und vorantreibt. Das letzte Wort wird aber auch hier am Ende die Kirchenspitze in Rom haben, was bei einer möglichen Absage an den Reformprozess am Ende zu noch mehr Frustration bei den engagierten und in Hoffnung auf Veränderung beteiligten Kirchenmitgliedern führen könnte. Die Rolle der Frau innerhalb der katholischen Kirche spielt bei allen Diskussionen eine wichtige Rolle. (Haku)

Kontra Als ich gebeten wurde, zu dieser Frage einen Beitrag zu schreiben, ist mir als Antwort in den Sinn gekommen: Ich wünsche mir, dass sich diese „Rolle“ weiterentwickelt im Sinn einer Vertiefung, einer Erneuerung von innen her – aber nicht in dem Sinn, wie es zur Zeit in Deutschland von verschiedener Seite vertreten wird: im Sinn einer Zulassung von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der Kirche einschließlich des Weiheamtes. Als Beispiel für eine solche Erneuerung von innen her steht mir konkret die Initiative „Mütter beten“ vor Augen: Sie kommt ursprünglich aus England, ich habe sie über die Kroatische Katholische Mission in Ingolstadt kennengelernt und es gibt auch eine Gruppe, die sich in der Pfarrei St. Josef trifft. Was tut eine solche Gruppe? Eine Gruppe von zehn bis fünfzehn Müttern kommt einmal in der Woche für etwa eine Stunde zusammen, um gemeinsam zu beten – auf dem Flyer dazu heißt es: „Für Dich, Deine Kinder und Euch als Familie, Musik und Zeit für Austausch“. Eine Mutter aus der kroatischen Gemeinde hat mir erzählt, wie wertvoll diese Stunde für sie ist und wie die Gruppe sogar schon Gebetserhörungen erfahren durfte. Das ist eine Aus-

übung des allgemeinen Priestertums aus Taufe und Firmung, die das Beten in der heiligen Messe ergänzt. Ich wünsche mir, dass viele Frauen und Mütter es als ihre Aufgabe und Berufung entdecken, mit ihren Kindern zu beten – zum Beispiel ein Tischgebet oder ein Abendgebet am Ende des Tages, dass sie ihren Kindern aus der Kinderbibel vorlesen, mit ihnen über den Glauben sprechen und mit ihnen zum Gottesdienst in die Kirche kommen. Natürlich ist das auch eine Aufgabe für die Väter und die Großeltern. Ich glaube, es ist für das Wachstum und die Erneuerung der Kirche wichtiger, dass viele Eltern die Berufung ernstnehmen, in ihrer Familie und mit ihren Kindern einen Weg des Glaubens zu gehen, als dass es möglichst viele Frauen in der Bistumsverwaltung und anderen Ämtern gibt. Das heißt nicht, dass ich für eine „Männerkirche“ bin, die es so nie gegeben hat. Als Pfarrer arbeite ich ständig mit Frauen zusammen: angefangen von den Pfarrsekretärinnen über die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen in den Kindergärten, die Religionslehrerinnen und Gemeindereferentinnen bis zu den Mesnerinnen und den

Ehrenamtlichen bei den Senioren und anderen Gruppen. Selbstverständlich sind auch in der Kirche Männer und Frauen dazu berufen, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu ergänzen – und die Frauen sind berufen, die spezifisch weibliche Perspektive einzubringen. Ich bin überzeugt, dass das Mannsein und Frausein den Menschen in der Tiefe prägt und nicht nur etwas Äußerliches ist. Warum sträubt sich bei mir etwas, wenn gefordert wird, dass Frauen auch den Zugang zum Weiheamt erhalten sollen? Zunächst, weil ich überhaupt bei Veränderungen zurückhaltend bin: Warum soll eine Tradition geändert werden, die jahrhundertelang in der katholischen Kirche gegolten hat? Dann aber auch, weil sich das Lehramt der katholischen Kirche dazu verbindlich geäußert hat und ich es nicht für sinnvoll halte, immer wieder dagegen anzugehen. Das Amt des Priesters steht in Kontinuität zum Apostelamt. Als Apostel hat Jesus zwölf Männer ausgewählt. Bei der Zwölfzahl stehen auch die zwölf Stämme Israels im Hintergrund, die auf die zwölf Söhne Jakobs zurückgehen. So sind die zwölf Apostel wie die „Stammväter“ der Kirche als des neuen Israel, des neuen Volkes Gottes. Und in jeder Diözese ist der Bischof, in jeder Pfarrei ist

der Pfarrer berufen, so etwas wie ein „Stammvater“ des ihm anvertrauten Teiles des Gottesvolkes zu sein. Nicht ohne Grund gibt es für den Priester die Bezeichnung „Vater“ – im Italienischen „Padre“, im Englischen „Father“ oder auch im Deutschen die Bezeichnung „Beichtvater“. Für mich zeigt das eine innere Verbindung zwischen Priesteramt und Vaterschaft im religiösen Sinn – „geistlicher Vaterschaft“ –, die nicht einfach aufgelöst werden kann. Freilich – jeder Priester ist berufen, das ganze Leben lang in diese innere Verbindung hineinzuwachsen und ein „Vater“ zu werden. Auch in diesem Sinn braucht es eine innere Erneuerung. Die Kirche lebt von Männern und Frauen, die nicht nur einen „Job machen“, sondern sich mit ganzem Herzen ihrer Aufgabe hingeben und so dem Aufbau des Reiches Gottes dienen.

Z ur P erson

Pfarrer Dr. Clemens Hergenröder ist Pfarrer von St. Konrad und St. Josef in Ingolstadt


14 | Serie

IN-direkt | 17. Juni 2022

Mein Auto ich

Lastenesel statt Rennsemmel Das Traumauto von Harald Fröhlich ist ein VW Passat

Es ist schon längst wieder alles trocken im Raumwunder. „Dazu kann man alles hineinwerfen und muss auf nichts aufpassen“, sagt Fröhlich. Das gilt vor allem für die Besuche der regelmäßigen Indianer-Zeltlager. Pulman City statt GTI-Treffen am Wörthersee. Heckklappe auf, Dachbox füllen, alle Sachen rein – und los gehts. Das Auto als Gebrauchsgegenstand.

Gasantrieb, über 370.000 Kilometer und praktisch: Ein VW Passat ist das Traumauto von Harald Fröhlich.

Die ersten Autos von Harald Fröhlich hatten alle eines gemeinsam: schnell, breit, tief. Und von VW mussten sie sein. Ob Golf GTI oder Polo – Hauptsache es ging flott um die Kurven. Doch dann kam dieser eine Tag Mitte der 1990erJahre. Ein schicksalhafter Tag. Denn fortan stellte sich der heute 46-Jährige die Frage: „Was ist wirklich wichtig?“ Seine Sicht auf die Fahrzeuge hatte sich durch ein furchtbares Unglück nachhaltig verändert. Es passierte bei Katharinenberg (Großmehring). Fröhlich saß am Steuer. „Vielleicht wäre ich gar nicht gefahren, wenn mein Beifahrer seinen Führerschein nicht hät-

te abgeben müssen“, erinnert er sich. Sie überquerten eine Kreuzung, als ein 7,5-Tonner ein StoppSchild überfuhr und das Auto der beiden Männern rammte. Fröhlichs Beifahrer kam dabei ums Leben. Er selbst erlitt Kopfverletzungen und einen Oberschenkelbruch. „Danach war meine Sicht eine andere“, erzählt er. Die Autos mussten andere Charaktereigenschaften haben: praktisch und zuverlässig war Fröhlich wichtig. Robust natürlich. Lastenesel statt Rennsemmel. 2011 kaufte er sich schließlich seinen Traumwagen: einen VW Passat, Baujahr 1996. Die Rahmendaten sind schnell erzählt: 100 PS, 1,6 Liter-

Motor, viel Ladefläche, Anhängerkupplung. Mehr Praktikabilität geht nicht. 371.000 Kilometer zeigt aktuell der Tacho an. „250.000 sind alleine von mir“, erzählt der gelernte KFZ-Mechaniker. „Ich liebe das Auto.“ Ein treuer Freund also. Dazu Gasantrieb. Billig und praktisch. Am Gardasee war er schon mit dem Passat. Ein Reisemobil ist er also auch. Über Stock und Stein fährt der Passat ohne zu Murren. „Er hat schon viel mitgemacht“, sagt Fröhlich. Ein paar Rostspuren sind ein Zeugnis davon. Dazu die abgedichtete Windschutzscheibe, durch die zweimal das Auto voll mit Wasser gelaufen ist. Schwamm drüber.

Früher tief und breit: Der Autogeschmack von Harald Fröhlich hat sich grundsätzlich gewandelt.

Dazu darf natürlich auch die große Knautschzone nicht fehlen. Eine andersfarbige Stoßstange und ein Außenspiegel erinnern an ein paar Zwischenfälle. „Mal ein Reh und eine Laterne – mehr nicht“, sagt Fröhlich. Zum Glück. Und deshalb soll der Passat noch lange ein treuer Begleiter des Audi-Mitarbeiters aus Sollern (bei Altmannstein) bleiben. Manchmal müssen Traumautos eben nicht nur breit und stark sein. Zumindest nicht mehr für Harald Fröhlich.

U nsere S erie Sie haben eine besondere Beziehung zu ihrem Auto? Sei es zu einem Alltagsfahrzeug, in dem Sie viel erlebt haben, Ihrem ersten Auto überhaupt in Ihrem Leben, zu Ihrem Oldtimer oder Ihrem Sportwagen? Wir suchen sie alle: von Porsche bis VW Käfer. Von Horch bis Mustang. Schreiben Sie uns eine E-Mail unter info@in-direkt.de. Wir freuen uns über Ihre Zuschrift und stellen Sie mit Ihrem Auto in den kommenden Ausgaben bei IN-direkt vor.


Spieletests | 15

IN-direkt | 17. Juni 2022

„Die Abenteuer des Robin Hood“

Spieletest: IN-direkt stellt besondere Gesellschafts- und Brettspiele vor

Darum geht es

In „Die Abenteuer des Robin Hood“ schlüpfen die Spieler in die Rollen Robin Hoods und seiner Gefährten. Das Spiel umfasst einen großen Spielplan, in dem zahlreiche Plättchen zum Wenden integriert sind, Spielfiguren, Holzsteine und -scheiben. Mit Dorfbewohnern sprechen, Gegenstände entdecken, Orte erkunden – im Laufe der einstündigen Spielrunden werden mehr und mehr Geheimnisse gelüftet. Ein Hardcover-Buch führt dabei durch die Geschichte. Ein Einführungs-Spiel führt direkt ins erste Abenteuer.

Die Geschichte um das Spiel

tingham in Sicherheit bringen. Die verschiedenen Aktionen und Geheimnisse sind in den Spielplan integriert und werden erst im Laufe der Geschichte gelüftet. Dabei hat der Spielplan ein „Gedächtnis“ und merkt sich, was die Spieler bereits erkundet oder gefunden haben. Dank des besonderen Materials ist das komplette Spiel sehr schnell auf- und abgebaut. Eine zweiseitige Einführung enthält eine kurze Übersicht. Das enthaltene Buch von knapp 220 Seiten begleitet die Spieler durch die Geschichte, leitet an und begleitet das Abenteuer.

Die Spieldauer Pro Abenteuer sind bei Robin Hood rund 60 Minuten angegeben. Insgesamt ist das Spiel in sieben Kapitel aufgeteilt. In rund acht Stunden dürfte man einmal alle Abenteuer durchgespielt haben. Vermutlich ergibt es Sinn, bei den Kapiteln nicht zuviel Zeit zwischendurch

verstreichen zu lassen, weil diese aufeinander aufbauen. Auch ein Wiederspielwert ist gegeben, weil das Spiel Varianten bietet.

Fazit In „Die Abenteuer des Robin Hood“ werden die Spieler an die Hand genommen, behutsam mit den Regeln des kooperativen Spiels vertraut gemacht. Der Spielplan erinnert etwas an einen Adventskalender, bei dem verschiedene Plättchen aufgedeckt werden. Das Design ist stimmig und die Geschichte Robin Hoods hat etwas Nostalgisches. Man fühlt sich also sofort heimisch in dieser Welt. Für Zwischendurchspieler und Menschen, die schnell mal ein Spiel zocken wollen, ist das Spiel aber wohl zu umfangreich.

steine, 10 Holzscheiben, Holzpfeil, 12 Holz-Sanduhren, Beutel, Starter-Blatt, Begleitheft

Die Übersicht „Die Abenteuer des Robin Hood“ ist ein innovatives Familienspiel von Michael Menzel ab 10 Jahren für 2 bis 4 Spieler. Spieldauer circa 60 Minuten. Preis: 49,99 Euro. Format: 29,5 x 29,5 x 6,8 cm (LxBxH) EAN: 4002 0516 8056 5.

Z ur P erson

Spielmaterial Großer Spielplan, HardcoverBuch, 26 Holzfiguren, 130 Holz-

England 1193. Die Grafschaft Nottingham leidet unter dem Joch des bösen Prinz John und seiner Handlanger. Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Robin Hood und seiner Gefährten Little John, Maid Marian und Will Scarlet. Gemeinsam stellen sie sich dem Unrecht entgegen und kommen dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

So wird gespielt

IN FOTAGE

Auf dem großen Spielplan bewegen die Spieler ihre Figuren völlig frei, sprechen mit Dorfbewohnern und erkunden Gegenstände. Stets müssen sie sich dabei vor den Schergen des Sheriffs von Not-

Michael Menzel wurde 1975 geboren und lebt heute mit seiner Familie am Niederrhein. Seine große Leidenschaft für das Zeichnen begleitet ihn seit frühester Kindheit. Der Einstieg in die SpieleIllustration glückte ihm im Jahr 2004 mit einem Spiel für den Kosmos-Verlag. Seither gestaltet er für verschiedene Verlage sowohl Kinder- als auch Erwachsenenspiele. Sein weltweit erfolgreiches Erstlingswerk „Die Legenden von Andor“ erhielt zahlreiche Preise im In- und Ausland und wurde 2013 auch als „Kennerspiel des Jahres“ ausgezeichnet. Mit „Die Abenteuer des Robin Hood“ hat er ein besonderes kooperatives Spielerlebnis erschaffen.

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16 | Travelling

IN-direkt | 17. Juni 2022

Den Ausblick von oben auf den Schliersee (Bild oben) als Ziel: Mit dem Zug vom Ingolstädter Bahnhof (links) geht es zur Schliersbergalm (Mitte), die im Almbiergarten mit einem großen kulinarischen Angebot aufwartet. Das Almschwimmbad auf der Alm ist zudem etwas ganz Besodneres (rechts).

Kurzurlaub zum Schliersee

Mit dem 9-Euro-Ticket geht es diesmal an einen der schönsten Seen in Bayern Mit dem 9-Euro-Ticket, welches einem für nur 9 Euro im Monat im Juni, Juli und August die Nutzung des regionalen öffentlichen Nahverkehrs gestattet, stehen uns alle Optionen für einen schönen Ausflug in die Berge offen. Dazu gehört neben dem örtlichen Busverkehr, wie z.B. dem der Ingolstädter INVG, auch der Regionalverkehr der Bahn. Und das deutschlandweit, so viel man möchte. Die Tickets gibt es sowohl in den Bussen der INVG, in verschiedenen Handy-Apps wie beispielsweise der Bahn, aber auch klassisch am Ticketautomaten als Papierticket, auf dem der Name eingetragen werden muss.

oder eine kleine Wandertour auf die Schliersbergalm machen.

Unser heute vorgestellter Ausflug führt uns zwar nicht ans Meer, dafür aber zu einem der schönsten Seen in Bayern, dem Schliersee. Umrahmt von der traumhaften Kulisse der bayerischen Voralpen lässt sich der See und der gleichnamige Ort wunderbar von Ingolstadt mit der Bahn in weniger als zwei Stunden erreichen. Im Zielgebiet kann man eine kleine Wanderung um den See machen, bei sommerlichen Temperaturen Abkühlung im See selbst erlangen

In München angekommen, orientieren wir uns an den Gleisen 27 bis 36 im leicht vorgelagerten Teil der Bahnhofshalle. Die Bayerische Regiobahn bringt uns in weiteren 50 Minuten Fahrzeit direkt zur Endstation Schliersee. Oft haben die BRB-Züge verschiedene Teile, die an einem späteren Zeitpunkt getrennt werden. Also sicherstellen, dass man sich im richtigen Zugteil befindet. Schon auf der Fahrt tauchen wir ein ins wunderschöne Panorama der Berge. Am Ziel an-

Unser Ausflug beginnt am Ingolstädter Hauptbahnhof. Hier nehmen wir einen der Regionalzüge Richtung München. Entweder die schnelle Variante im München – Nürnberg Express RE 1, die von Ingolstadt nur ca. 45 Minuten bis München benötigt aber momentan immer sehr gut ausgelastet ist, oder die etwas gemächlichere und sicher stressfreiere Variante mit einer Stunde Fahrzeit in der RE 16 auf der gleichen Strecke. Besonders für größere Gruppen also sicher die bessere Wahl.

gekommen, entscheiden wir uns entweder für den eher ruhigeren Spaziergang um den See oder den Aktiv-Ausflug auf die Schliersbergalm. Für den Seespaziergang gehen wir vom Bahnhof in nur wenigen Minuten hinunter zum See. Von da geht es gut beschildert vorbei am Campingplatz Lido am Nordwestufer, weiter zur Rixner Alm. Am Südufer vorbei an mehreren Badestränden bis zu den Bootshäusern in Fischhausen. Wem die Tour zu kurz ist, kann hier für einen Abstecher Richtung Fischbachau und Bayrischzell abzweigen. Ansonsten geht es am Nordufer weiter bis zur Vitalwelt in Schliersee. Von dort aus zurück zum Bahnhof. Die Runde ist 7,7 Kilometer lang und dauert etwa 1 Stunde 45 Minuten. Alternativ lockt uns die Schliersbergalm als sehr beliebtes Ausflugsziel oberhalb des Sees mit zahlreichen Attraktionen. Die Wanderung hinauf führt uns gut ausgeschildert aus der Dorfmitte über breite Straßen und Wege in etwa 45 Minuten gemütlich den Berg hinauf. Die gut ausgebaute Route und die

nicht allzu große Steigung macht diese Tour auch zu einer Empfehlung für Familien auch mit Kinderwagen und kleineren Kindern. Wem auch das noch zu anstrengend ist, dem bietet die Seilbahn eine komfortable Alternative. Oben angekommen, genießen wir den wunderschönen Ausblick über den See und die umliegenden Berge und stärken uns mit einer mitgebrachten Brotzeit oder dem kulinarischen Angebot im Almbiergarten. Ein besonderes Highlight auf der Schliersbergalm ist das Panoramaschwimmbecken, welches besonders an warmen Sommertagen für eine willkommene Abkühlung sorgt. Aufgrund der immer noch geltenden Beschränkungen empfiehlt sich eine vorherige Onlinereservierung unter www.schliersbergalm.de. Für sechs Euro kann man hier den ganzen Tag ein ganz besonderes Badevergnügen genießen. Zurück ins Tal und zum Zug geht es entweder zu Fuß oder mit der schnellen Sommerrodelbahn. Nach einem Einkehrschwung geht es mit der gleichen Zugverbindung zurück Richtung München und Ingolstadt. (Haku)


Kolumne | 17

IN-direkt | 17. Juni 2022

INteraktiv Smart-Lock – oder doch nur eine skurrile Ausprägung? Die Technik-Kolumne von Georg Appel Damit die neue Welt gleich an der Haustür beginnt, gibt es verschiedene Produkte, um den Benutzern ihr Leben noch einfacher zu gestalten. Gerade lese ich dazu einen Produkttest zum Thema Schließsysteme, sogenannte Smart-Lock. Diese Dinger sollen auch für bestehende Türen genutzt werden. So erfolgt der Einbau für die bestehende Tür auch ganz einfach. Man prüft das Türschloss, ob es zum neuen SmartLock passt. Wenn nicht, muss das Türschloss zu Beginn einmal ausgetauscht werden. Dann kommt die mitgelieferte SmartLock-Platte aufs Türschloss. Der Schlüssel muss ins Schloss und der Aufsatz des Smart-Lock wird dem Ganzen übergestülpt. Schon sind wir fast am Ende der Installation. Das Einzige was jetzt noch fehlt: Die Handy-App muss in Betrieb genommen werden und beim Kalibrieren dieser App lernt quasi die Handy-App ihr Türschloss kennen. Ganz schön smart: Statt den Schlüsselbund zu zücken, haben Sie die Haustür künftig per Handy im Griff. Die Verbindung läuft meist per Bluetooth. Da der Schlüssel ja dauerhaft steckt, empfiehlt sich ein Schließzylinder mit „Not- und Gefahrenfunktion“ – kostet ca. 30 Euro. Wohnen Sie in einem Altbau, oder haben einen anderen Grund, dass sich Ihre Tür nur mittels ruckeln oder ziehen öffnet? Dann brauchen Sie einen Tischler, denn die Tür muss leichtgängig zu öffnen sein. Bei schweren Eingangstüren empfiehlt sich ein starker Motor im Smart-Lock und es empfiehlt sich eine sogenannte WLANBridge – die kann dann Alexa oder den Google-Assistenten verwenden, bzw. generell den Fernzugriff ermöglichen. Da ich nun ein Akku als Stromquelle für das SmartLock benötige, sollte ich die Akkulebenszeit beachten. Diese liegt zwischen 14 und 374 Tagen.

Das Smart-Lock kostet zwischen 137 und 272 Euro pro Tür, versteht sich. Als Zusatz in der Absicherung kann ich mir noch ein Keypad (70 bis 140 Euro) – die Tür öffnet nach Eingabe einer Ziffernfolge, oder eine Fernbedienung (40 bis 60 Euro) zulegen. Verschwenden wir gemeinsam noch einige Gedanken: Um also meine bestehende Haustür in eine Smart-Home-fähige Version zu verwandeln, brauche ich zusätzlich ca. 150 bis 300 Euro. Damit verwende ich dann zukünftig mein Handy oder per Fernzugriff über mein WLAN das SmartLock, um meine bereits vorher vorhandene, voll funktionsfähige Haustür zu öffnen. Zusätzlich handele ich mir ein weiteres Sicherheitsthema ein, denn meine Tür öffnet sich nun per App. Die externe Steuerung kann also von jedem, der mein Handy oder mein WLAN bedienen kann, übernommen werden. Die damit notwendige zusätzliche Absicherung kostet wieder mehr Geld und meine, bei dem ganzen Thema bisher überhaupt noch nicht berechnete, durchaus wertvolle eigene Zeit! Das wir uns nicht falsch verstehen, es gibt durchaus sinnvolle Anwendungen für eine solche Lösung. Im privaten Umfeld, dem anvisierten lukrativen Massenmarkt, sehe ich dafür keinerlei sinnvolle Einsatzgebiete. Der bereits schon seit langer Zeit existierende Kosten/Nutzen-Effekt hilft auch an dieser Stelle den Realitätssinn zu schärfen. Ich finde es immer wieder skurril, welche Tricks die Industrie bei uns Verbrauchern versucht anzuwenden, um uns letztendlich doch von der absoluten Notwendigkeit ihrer Produkte zu überzeugen. Bleiben Sie skeptisch und gesund!

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AUSTRÄGER GESUCHT! Verteilung: immer freitags Super geeignet für Schüler ab 13 Jahren, Studenten, Hausfrauen und Rentner

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18 | Unterhaltung

IN-direkt | 17. Juni 2022

Rätselseite für Groß und Klein

Zuckerrohrbranntwein

Fibel, Schmuckspange

französischer Maler (Henri)

engl. Dramatiker (John) Gefühl, Verständnis für etwas

dt. Schriftsteller (Günter) Abkürzung für Bataillon

student. Organisation (Abk.)

Fremdwortteil: neu (griech.)

elektronische Post (engl.)

früherer Name Thailands

Schwermetall

Schafjunges Fleck; Zeichen

Seemannsruf von Bäumen gesäumte Straße

vom Üblichen abweichend

Kletterpflanze

aufbrausen (sich ...)

Nachkommenschaft aus Eiern Freund (spanisch)

baschkirische Hauptstadt

erfolgKreuzes- reiches inschrift Musikstück Hornschuh des Pferdes

44. Präsident der USA (Barack)

dickes Seil

Anzeige, Ankündigung (Wirtsch.)

Verkehrsmittel (Kurzwort)

Sinnbild; Kennzeichen

Währungseinheit

Hühnervogel Schauspiel-, Ballettschüler weibliche Ziege (süddt.)

Schusswaffe

feiner Spott

Kavala Restaurant

ein Ostafrikaner

ohne Inhalt

auf sich zu Platz, Stelle

gegorener Traubensaft

Einheit des elektr. Widerstands

unechter Schmuck kroatische Insel

Teigwaren (italienisch)

HandyZusatzprogramm (Kzw.)

franz. Stadt an der Rhone Stimmzettelbehälter

Auslegung, Deutung

spanische Baleareninsel

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Begriff aus Jazz und Popmusik

biblische Gestalt, Stammvater Israels

transportabel

chemisches Element

Fanggerät

Stille

böse, schlimm

kostbar; menschlich vornehm

nach vorn treibende Kraft brit. Schauspieler: ... Guinness

nervöse Muskelzuckung

Weltreligion

Fettgewebe beim Schwein südital. Hafenstadt in Apulien

sittlich, moralisch

kleines, ärmliches Haus

Ausruf des Verstehens

altgriechischer Dichter

Silhouetten erkennen

Was ist auf den Bildern zu erkennen? Silhouetten erkennen: Was siehst du auf den Schreibe dies unter die Abbildungen. Viel Erfolg!

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Bildern?

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Jugend | 19

IN-direkt | 17. Juni 2022

S ommer , S onne … A rbeiten

Ferien kann jeder.

Sonnwende

Nice to know

Am 21. Juni 2022 ist Sommersonnenwende, der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres und auch der Beginn des astronomischen Sommers – also der kalendarische Sommeranfang. In vielen Landkreisen werden am Abend große Sonnenwendfeuer abgebrannt und gefeiert, übrigens auch bei uns im Umland. Interesse an Details? www.brauchwiki.de/sonnwendfeuer

Schlägt man die Zeitungen auf oder verfolgt Posts in Social Media, kommt man nicht daran vorbei: Überall werden in diesem Jahr dringend Aushilfen gesucht. Also, warum nicht auch mal das Taschengeld aufbessern, heiß ersehnte Dinge anschaffen oder einfach nur arbeiten, um sich was zu gönnen? Grundsätzlich gilt in Deutschland zwar das Verbot von Kinderarbeit. Aber keine Regel ohne Ausnahme und so kann jeder Jugendliche ab 13 Jahren – unter bestimmten Auflagen - nebenher dazuverdienen. Nicht jeder schafft es zeitlich während der Schulzeit, aber in den Ferien lässt es sich oftmals leicht einrichten. Grundlage ist das Arbeitsschutzgesetz, das zwingend einzuhalten ist.

Die gängigsten Vorschriften sind: Nice to know

„Entdecke DeutschlandFotowettbewerb“ Motto: „Dein Sommer in Deutschland“

Du machst in der nächsten Zeit ein tolles Bild in Deutschland? Lass dich dafür ehren:

Gewinne Preise im Wert von insgesamt 10.000 Euro! Einsendeschluss: bis 15.9.2022 https://entdecke-deutschland.de/ fotowettbewerb

13-14 Jahre: Max. Arbeitszeit - nur zwei Stunden pro Tag (Ausnahme Landwirtschaft – drei Stunden) innerhalb der erlaubten Arbeitszeit. Die Tätigkeit darf weder die Gesundheit gefährden, noch die schulischen Leistungen beeinträchtigen und die Eltern müssen zustimmen. 15-18 Jahre: Hier dürfen Jugendliche acht Stunden täglich arbeiten, jedoch nicht mehr als 40 Wochenstunden und nur in der Zeit von sechs bis 22 Uhr; außerdem max. vier Wochen pro Jahr. Arbeiten, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen könnten, sind nicht erlaubt. Ab 18 Jahre: Schüler und Studenten dürfen hier bis zu 50 Tage im Jahr einer Beschäftigung nachgehen. Wird diese Zahl überschritten, handelt es sich bei der Beschäftigung nicht mehr um einen Ferienjob.

Ebenfalls wichtig: Schüler zwischen 13 und 15 Jahren dürfen keine Ferienjobs haben, in denen sie mit Alkohol oder Tabak in Kontakt kommen. Außerdem muss der Arbeitgeber sich aufgrund der Schulpflicht eine Erlaubnis der Eltern und eine Schulbescheinigung vorlegen lassen.

Ferienjobs für Schüler ab 16: Wer einen Ferienjob in der Gastronomie hat, darf bis 22 Uhr, in Ausnahmen auch bis 23 Uhr, arbeiten. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Akkordarbeit verrichten, am Fließband arbeiten oder körperlich anstrengende oder gefährdende Tätigkeiten, wie zum Beispiel Tragen von schweren Gegenständen, der Umgang mit Chemikalien, außergewöhnliche Hitze, Kälte oder Lärm, durchführen. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen an Wochenenden nicht arbeiten, es sei denn in der Landwirtschaft, Gastronomie oder Pflege/Krankenhäusern.

Was für Jobs sind beliebt? Besonders für unter 15-jährige geeignet: Babysitten, Botengänge, Einkäufe erledigen, Flyer verteilen, Gartenarbeit, Hausarbeit, Hunde ausführen, Küchenhilfe, Nachbarschaftshilfe, Nachhilfeunterricht, Prospekte verteilen, Zeitungen austragen. Für die Älteren gut geeignet: Arbeit im Supermarkt, Jobs in der Gastronomie (z. B. Kellnern, Eiscafé, Biergarten), Arbeiten im Hotelgewerbe (Zimmerreinigungsbereich, Frühstücksservice, Rezeption), Betreuung von Kinder- und Jugendfreizeiten (z.B. Fußballfreizeiten, Feriencamps für Schüler, Kursleiter/-betreuer. Außerdem Büroaushilfe, Einpackhilfe, Erntehelfer, Inventurhilfe, Kassierer, Promoter und vieles mehr.

Wie erfahre ich von den Angeboten? Hier gibt’s viele Möglichkeiten: Schaut euch im Internet (Jobportale, sowie Websites ortsansässiger Firmen), die Stellenanzeigen in Zeitungen und Aushänge an Schaufenstern sowie Anschlagbretter in Supermärkten an. Nutzt die Beziehungen von Eltern, Verwandten und Freunden, zeigt Eigeninitiative (z.B. fragt direkt im Geschäft nach) und natürlich stöbert durch die sozialen Medien. Und - auch die Arbeitsagentur für Arbeit hat eine Börse extra für Ferienjobs.


20 | Veranstaltungen | Anzeigen

IN-direkt | 17. Juni 2022

Veranstaltungen E vents in I ngolstadt und der R egion wird den Marktplatz einheizen. Vorheizen wird als Vorband die Band der Mittelschule.

17.-19. Juni

Pfaffenhofener Bürgerfest 12.00 Uhr, Innenstadt Pfaffenhofen Das Finale des Super-Sommers in der Stadt und zugleich der Auftakt des Kultursommers: die Stadt Pfaffenhofen lädt vom 17. bis 19. Juni zum großen Bürgerfest in der Stadtmitte ein. Eine Mischung aus Volksfest, Dult und Open-Air-Konzert erwartet die Besucher an diesen drei Tagen, an denen die Innenstadt zur Festmeile wird. Ein Riesenrad, Fahrgeschäfte, Essensstände, Marktbereiche, Live-Musik und einige Überraschungen gibt es zu erleben.

lights organisiert. Die Grillmeister versorgen alle mit den besten Spezialitäten. Auch die Käsefreunde unter der Besuchern kommen nicht zu kurz. Abkühlen kann man sich mit spritzigen Kaltgetränken oder am Weinstand oder einem guten bayerischen Bier. Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder einen Barbetrieb mit erfrischenden Longdrinks. Damit die Nachtschwärmer nicht zu kurz kommen, wird dieses Jahr sogar wieder bis 2:00 Uhr ausgeschenkt. Das Highlight des Abends die Band Mia & DaAnda

18. Juni

Summertime 2022 18.00 Uhr, Marktplatz Gaimersheim Die JU Gaimersheim möchte dieses Jahr wieder den Gaimersheimer Markplatz rocken. Dafür haben sie ein paar High-

18. Juni

Sonnenwendfeuer 18. Juni

29. Literarische Nacht: Ingolstädter Autorenkreis 19.00 Uhr, Dachgarten KAP94 Ingolstadt Bei der Literarischen Nacht betreten Autorinnen und Autoren aus der Region die Lesebühne und gewähren der Öffentlichkeit Einblick in ihr literarisches Schaffen. Durch den Wechsel sehr unterschiedlicher Textausschnitte mit Live-Musik verspricht es ein kurzweiliger, unterhaltsamer Abend zu werden. Zudem tragen die jeweils Erstplatzierten der beiden höheren Altersgruppen beim Schanzer Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler ihre prämierten Geschichten vor. Musikalisch umrahmt wird die diesjährige Literarische Nacht von Kapuze.

Kochshow mit Alexander Herrmann Alexander Herrmann ist der einzige Zwei-Sterne-Koch, den man in einer Live-Show erleben kann. Eloquent, kompetent und stets mit einer Prise deftigem Humor, kommt er am Freitag, 17. Juni um 20 Uhr in den Festsaal nach Ingolstadt. In seinem gleichnamigen neuen Buch „…und eine Prise Wahnsinn“ erzählt Alexander Herrmann erstmals aus seinem Leben – und aus seiner Küche. Er führt

den Leser wie den Zuschauer zurück zu seinen Anfängen im beschaulichen oberfränkischen Wirsberg, wo er seine einzigartige Karriere als Spitzenkoch startete und zu einem der beliebtesten TV-Köche Deutschlands wurde. Was er in dem Buch amüsant und anekdotenreich schildert, bringt er in seinem neuen Live-Programm ebenso charmant und witzig auf die Bühne.

Tickets

Karten gibt es noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen der Region, bei Eventim unter www.eventim.de kann man die Tickets auch von zu Hause aus kaufen und selbst ausdrucken. Für Kurzentschlossene gibt es auch noch Tickets an der Abendkasse (ab ca. 19 Uhr)

18.00 Uhr, Parkplatz Ochsenmühlstraße Friedrichshofen Die Jugend Friedrichshofen lädt alle herzlich zum Sonnwendfeuer 2022 ein. Ab 18 Uhr geht es mit zünftiger Blasmusik und leckeren Schmankerln los. Um 20:30 Uhr wird das Feuer entzündet und ab 21:45 Uhr beginnt der Barbetrieb mit DJ. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

21. Juni

Orgelschnupperkurs 19.00 Uhr, Liebfrauenmünster Ingolstadt Die Regionalkantoren des Bistums Eichstätt laden zum unverbindlichen Kennenlernen des vielseitigen und facettenreichen Instrumentes ein. Das Angebot richtet sich an alle, die die „Königin der Instrumente“ einmal aus der Nähe erleben


Veranstaltungen | Anzeigen | 21

IN-direkt | 17. Juni 2022

n:

24. – 25. Juni

Afrikasfest 17.00 Uhr, Paradeplatz IN

wollen. Dabei geht es neben den klanglichen Entdeckungen auch um die Frage, wie eine Pfeifenorgel funktioniert. Eingeladen sind auch alle, die gerne das Orgelspiel erlernen wollen.

Das Ingolstädter Afrikafest zeigt zeigt die wunderbare Lebensfreude und reiche Kultur des Kontinents und will mit der Mischung aus Informationen über Schwarzafrika und gelungener Unterhaltung die Veranstaltung zum besonderen Ereignis machen. Afrikanische Musik, Tanz, Trommeln, Kunst, ein vielfältiges Kinderprogramm, afrikanische Speisen und Getränke, afrikanisches Kunsthandwerk, Schnitzereien, Schmuck, Modenschau und vieles mehr sorgen für ein phantasievolles, harmonisches Fest.

Sommerfest im Piuspark 19. Juni 2022

22. Juni

Vortrag Magische Mischwesen 18.00 Uhr, Kelten und Römer Museum Manching

26. Juni

Sunset Orchestra Night 20.30 Uhr, Donaubühne IN

Die reiche Bilderwelt römischer In besonderer Atmosphäre wird Gemmen – also geschnittener das Georgische KammerorSchmucksteine – umfasst auch chester Ingolstadt am 26. Juni phantastische Mischwesen, um 20.30 Uhr auf der Donaudie sich aus Widdern, Eseln, bühne Ingolstadt zu sehen sein. Schnecken, Adlern oder myAuch in diesem Jahr haben die thischen Figuren wie Silenen Musikerinnen und Musiker des und Pegasoi zusammensetzen. Kammerorchesters für das Markus Strathaus beleuchtet Konzert auf der Donaubühne in seinem spannenden Vortrag einen vielseitigen Gast an ihrer eine Auswahl dieserDetails außergezum Beitritt sowie Satzung finden Sie unter Seite –die die junge spanische Viowöhnlichen Darstellungen als www.freundeskreis-piuspark.de/#Download linistin Leticia Moreno. faszinierende Zeugnisse römiFotos: Kastl, Nicolai-Kaestner scher Alltagskultur.

HIGHLIGHT

Das Programm

Programm

13.00 Uhr Eröffnung durch die Schirmherrin, Bürgermeisterin Dr. Dorothea Deneke-Stoll auf der Seeterrasse 13.00-18.00 Uhr Familien- und Sportfest in Zusammenarbeit mit Ingolstädter Sportvereinen, Bastelaktionen, Gewinnspiele, Magical Maskottchen-Parade, Westpark mit Walking Freundeskreis Act und Verlosung von Freifahrten im Westparkballon

Piuspark e.V.

13.15-14.00 Uhr Fantasy Girls vom Pius Stadtteiltreff

14.00-15.00 Uhr Griechischer Kulturverein Ingolstadt, Musik und Tänze (auch zum Mitmachen!) 15.00-16.00 Uhr Ein Nachmittag am See zum Träumen mit dem Duo „Herzbluad“ 16.00-17.00 Uhr Westernfeeling am See mit den Newcastle Dancers 17.00-18.00 Uhr Singer und Songwriter Norbert Müller 18.00-19.30 Uhr Cocktails und Musik mit DJ Sam

24. – 26. Juni

Bürgerfest Kösching Bereits zum 27. Mal findet dieses Jahr das Köschinger Bürgerfest statt. Nach der Corona bedingten Pause freuen sich alle, dass das beliebte Fest wieder stattfinden kann. Am gesamten Wochenende sorgt ein buntes Programm für beste Unterhaltung. Viele Bands spielen und auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Am Sonntag findet zum Abschluss der Gottesdienst und der Festzug der Fahnenabordnungen statt.

19.30-22.00 Uhr „Can you feel the love tonight“, ein Musicalabend aus der Reihe „Dream Concerts“. Stefan Bernhardt am Piano, Moderation Michael Schmatloch 13.00-23.00 Uhr Ausschank, Barbetrieb und Foodtrucks

Eintritt frei!


22 | Kinder

KINDERSEITE

IN-direkt | 17. Juni 2022

Johannifeuer werden vor dem Johannistag, also am 23. Juni 2022 angezündet. Beim Johannisfeuer handelt es sich um einen alten Brauch. Das Feuer wird auch als Sonnwendfeuer bezeichnet und steht in engem Zusammenhang mit der kurz zuvor stattfindenden Sommersonnenwende, also dem längsten Tag des Jahres.

R ezepttipp :

Stockbrot Zutaten: 1 Portion Teig ergibt ca. 8 Stockbrote è 500 g Mehl (helles Weizen- oder Dinkelmehl) è 1 Würfel Frischhefe bzw. 14 g Trockenhefe (entspricht zwei Tütchen) è 250 ml lauwarmes Wasser è 3 EL Pflanzenöl, z.B. Olivenöl è 1 EL Salz

Alle trockenen Zutaten mischen, die Frischhefe im Wasser auflösen und mit dem Öl zur Mehlmischung geben. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Johannifeuer / Sonnwendfeuer in der Umgebung: 16. Juni in Kasing 18. Juni in Riedenburg 24. Juni in Titting 25. Juni in Kinding

Kleine Stücke Teig nehmen und zu langen Würstchen rollen. Diese dann um das obere Ende eines Stocks wickeln und über dem Lagerfeuer backen.

Ausmalbild

Foto: alexbannykh/Freepik

Johannisbeeren

Der Name „Johannisbeere“ leitet sich vom Johannistag (24. Juni) her, um den herum die ersten Sorten reif werden.

Die Teigschüssel mit einem leicht angefeuchteten Tuch abdecken. An einem warmen Ort circa eine Stunde lang gehen lassen, bis der Teig seine Größe etwa verdoppelt hat.


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