IN-direkt KW 21 Mai 2022

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KW 21 • 27. Mai 2022 • Aus INgolstadt und der Region • www.in-direkt.de

Kommt die Messangerdienstauswertung von uns allen? .................. 12

Abitur und Corona Wie war die Abizeit und wie geht es nun weiter? ...................................... 19

Foto: DCStudio/Freepik

Datenüberwachung

Zukunftspläne für die Stadt ngolstadt wächst und wird auch in den nächsten Jahren weiter wachsen so die Prognose der Experten. Bürgerinnen und Bürger, die in Ingolstadt leben und arbeiten, benötigen Wohnraum, Kinder müssen in den Kindergarten und zur Schule gehen können und auch Infrastrukturbereiche wie die medizinische Versorgung müssen gewährleistet sein. Rahmenbedingungen wie der Klimawandel machen auch vor Ingolstadt nicht halt, und müssen langfristig in die Planungen miteinbezogen werden. In gleich mehreren Runden stellte die Stadtspitze nun ihre Pläne für die nächsten Jahre und Jahrzehnte vor. Oberbürgermeister Christian Scharpf präsentierte hierbei drei

seiner Hauptthemen, die er auf seine persönliche Agenda gesetzt hat. Dies ist zum einen ein Gewerbehof für kleine und mittlere Unternehmen insbesondere aus dem Handwerk, die Fortentwicklung des Klinikums zur Universitätsklinik und die Ausgestaltung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Stadt. Bisher gibt es das Existenzgründerzentrum, das Güterverkehrszentrum, das brigk für digitale Startups und das neue IN-Campus Gelände im Süd-Osten. Was bisher jedoch fehlt und auch von Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer angeregt wurde, ist bezahlbare Gewerbefläche für kleine und mittlere

Unternehmen, so der Oberbürgermeister. Ein neuer Gewerbehof an der Manchinger Straße soll diese Lücke mit Platz für etwa 50 Unter-

nehmungen vornehmlich aus dem Handwerksbereich schließen. Lesen Sie die weiteren Teile der Zukunftsagenda auf Seite 4

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Stadtspitze bereitet Ingolstadt auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte vor

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2 | Kurzmitteilungen

AKTUELLES KURZ & WICHTIG

IN-direkt | 27. Mai 2022

Kinderleiche aus Donau geborgen

Kommunalbetriebe verbessern das Kanalnetz Ab dem 24. Mai sperren die Kommunalbetriebe für circa drei Wochen den Mitterweg auf Höhe der Fontanestraße in beide Richtungen. Der Mitterweg sowie die Fontanestraße bleiben in dieser Zeit bis zur Baustelle befahrbar. Außerdem wird die Einbahnregelung in der Fontanestraße aufgehoben. Die INVG leitet den Busverkehr um und verlegt die betroffenen Haltestellen. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich passieren. Anschließend verlegen die Kommunalbetriebe die Bauarbeiten in die Fontanestraße.

Neue Begrünungsund Gestaltungssatzung Eine neue Begrünungs- und Gestaltungssatzung löst am Mittwoch, 1. Juni 2022, die seit 2018 gültige Satzung ab. In der Satzung wird die Gestaltung der Freiflächen auf den unbebauten Flächen der bebauten Grundstücke geregelt. Aus Sicht mehrerer Fraktionen und Gruppierungen des Stadtrates haben der fortschreitende Klimawandel, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen, eine Überarbeitung der Satzung notwendig gemacht.

Die Zentralkläranlage wird 50 Jahre alt! Am 26. Mai 1972 nahm die Zentralkläranlage Ingolstadt ihren Betrieb auf. Seitdem gibt es in Ingolstadt und Umgebung eine geordnete Abwasserreinigung. In diesen Tagen wird nun das 50-jährige Bestehen der Anlage gefeiert. Die ZKA ist natürlich weiterhin bestrebt eine sichere Abwasserbeseitigung auf technisch hohem Niveau für Ingolstadt und die Region zu gewährleisten. Gefeiert wird das Jubiläum dann am 17. September 2022 im Rahmen des Tags der offenen Tür der Stadt Ingolstadt.

Diebstähle in Verbrauchermarkt Am Donnerstag, den 12. Mai 2022, gerieten vier Personen wegen des Verdachts des Bandendiebstahls ins Visier der Kriminalpolizei Ingolstadt. Die Tatverdächtigen wurden noch am selben Tag festgenommen und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Nach derzeitigem Stand stehen die vier Personen in Verdacht, über einen Zeitraum von mehreren Monaten, Konsumgüter, darunter verderbliches Fleisch, Spirituosen und Feinkost, in fünfstelliger Höhe entwendet zu haben.

Am vergangenen Donnerstag 19. Mai 2022 wurde ein Leichnam aus der Donau oberhalb der Staustufe Vohburg geborgen. Eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in München ergab, dass es sich um die Leiche eines Jungen im Vorschulalter handelt. Die Identität des Kindes ist nach Angaben

der Ermittlungsbehörden bisher noch nicht geklärt. Es können derzeit auch noch keine Aussagen zu den Todesumständen getroffen werden, so die Ermittler der Polizei. Um diese Fragen beantworten zu können, bedarf es unter anderem weiterer rechtsmedizinischer Untersuchungen. Zur Klärung

dieses Falls wurde bei der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt die Ermittlungsgruppe „Fluvius“ gebildet. Auch am Montag 23. Mai 2022 folgten weitere Suchmaßnahmen auf und in der Donau. Hierbei kamen auch Taucher zum Einsatz. Die Kriminalpolizei Ingolstadt zielt darauf ab, weitere Spuren und Hinweise, die zur Klärung des Falles beitragen, sicherstellen zu können. Nicht zuletzt ist es auch ein wesentlicher Bestandteil der Ermittlungen zu klären, wo der Junge zu Tode gekommen ist. In diesem Zusammenhang bittet die Kriminalpolizei Ingolstadt um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Ermittler interessiert dabei besonders, wer seit Beginn des Frühjahrs verdächtige Wahrnehmungen im genannten Bereich gemacht hat. Unter Umständen können insbesondere Spaziergänger, Wassersportler oder Angler sachdienliche Informationen liefern, die unter der Telefonnummer (08 41) 93 43-0 von der Kriminalpolizei entgegengenommen werden.

Ingolstädter Kindertag 2022 Am 28. Mai 2022 findet wieder der Kindertag in der Ingolstädter Innenstadt statt. Von 10 bis 18 Uhr verspricht ein abwechslungsreiches Programm jede Menge Spiel, Spaß und Abenteuer. Wer sich austoben will, ist auf der Riesenrutsche oder beim SJR Spielmobil richtig aufgehoben. Alle, die es etwas ruhiger angehen lassen wollen, können sich zum Beispiel das Kasperltheater auf der Showbühne ansehen. Wer kreativ werden möchte, kann Keramik bemalen, Origami falten, mit Trockenblumen basteln, Upcycling Dinos herstellen und noch Vieles mehr. Die Eventbühne ist dieses Jahr am Paradeplatz zu finden – hier zeigen verschiedene Tanzgruppen und die drei Chöre der Ingolstädter Nachtigallen ihr Können. Ab 16 Uhr wird das Maskottchen des Dinosaurier Museums Altmühltal die große Verlosung auf der Bühne am Paradeplatz begleiten. Alle Aktionen und Programmpunkte sind auch auf der Homepage von IN-City www.in-city.de unter Veranstaltungen zu finden.

Impressum Herausgeber / Geschäftsführung: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 • 85051 Ingolstadt (08 41) 14 90 260-0 • info@IN-direkt.de

Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de

Redaktionsleitung: Grafik: Hans-Martin Kurka • presse@IN-direkt.de Helmut Sendldorfer grafik@IN-direkt.de Redaktion: Timo Schoch, Max Foerster, Ulrich Linder Verteilung: Georg Appel, Marie Weiss, Lucia Sindarin Prospektverteilung Bauer info@prospektverteilung-bauer.de Mediaberatung: (08 41) 768 76 Peri Häusler • haeusler@IN-direkt.de Sabine Kerner • kerner@IN-direkt.de Nächste Ausgabe: (08 41) 14 90 260-0 03.06.2022


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4 | Aus der Region

IN-direkt | 27. Mai 2022

AKTUELLES

Quo vadis Ingolstadt?

KURZ & WICHTIG

OB Christian Scharpf stößt weitere Großprojekte an

Wechsel im Audi-Vorstand Bei der Aufsichtsratssitzung der AUDI AG wurde Xavier Ros als Vorstand für Personal und Organisation berufen. Er tritt die Nachfolge von Sabine Maaßen zum 20. Mai 2022 an. Ros studierte Maschinenbau und startete seine berufliche Karriere 1994 bei Audi, bevor er 1999 zu SEAT und später zu Volkswagen wechselte. Seit September 2015 verantwortet er das Personalressort von SEAT in Martorell. Sabine Maaßen, seit April 2020 Vorständin für Personal und Organisation der AUDI AG, verlässt das Unternehmen aus persönlichen Gründen und in beiderseitigem Einvernehmen, wie AUDI mitteilt.

Delegationen aus Legmoin und Grasse in Ingolstadt Vertreterinnen und Vertreter der französischen Partnerstadt Grasse und der Gemeinde Legmoin in Burkina Faso, mit der eine Projektpartnerschaft besteht, werden in der kommenden Woche nach Ingolstadt reisen. Neben Besprechungen zu städtepartnerschaftlichen Aktivitäten stehen bei diesem Besuch die vorbereitenden Gespräche zu einem geplanten Projekt im Fokus. Im Rahmen dieses Vorhabens soll in Legmoin ein „Empfangs- und Unterbringungszentrum“ als Ergänzung und Erweiterung der dort bereits errichteten Einrichtungen für Frauen und Jugendliche entstehen.

Ingolstädter Ärzte unter den besten Deutschlands Erstmals wurden Prof. Babür Aydeniz, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Ingolstadt, und Prof. Andreas Schuld, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Psychosomatik, in die Liste der besten Ärzte Deutschlands durch ein führendes Gesundheitsmagazin aufgenommen. Insgesamt sechs statt bisher vier Chefärzte des Klinikums Ingolstadt finden sich damit auf der Liste.

Umbau von Signalanlagen Ab Dienstag, 31. Mai, werden in Ingolstadt zwei Signalanlagen umgebaut. Deshalb muss die Fußgängerschutzanlage Friedrichshofener Straße / Mittlere Heide vom 31. Mai bis 1. Juni ausgeschaltet werden. In der Beilngrieser Straße Höhe Am Augraben wird die Fußgängerschutzanlage vom 2. bis 3. Juni ausgeschaltet. Im Zuge der Umbaumaßnahme werden die Signalanlagen auf einen modernen und energiesparenden Standard gebracht.

heute ist das Klinikum Ingolstadt größte akademische Ausbildungsklinik der Ludwig-MaximiliansUniversität (LMU) aus München. „Es besteht der politische Wille in Ingolstadt, aus dem Klinikum eine Universitätsklinik zu machen.“ In welcher Form dafür auch die Zusammenarbeit mit der LMU ausgebaut oder andere Partner gewonnen werden, müsse man schauen, so Scharpf. Hierzu stünde er auch in regem Austausch mit dem Bundestagsabgeordnetem Reinhard Brandl und dem Landtagsabgeordnetem Alfred Grob. Ingolstadt wächst stetig weiter. Bis 2040 rechnet man mit 150.000 Einwohnern.

Auch im Bereich der Gesundheitsfachberufe sieht Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf eine große Notwendigkeit die bisherigen Möglichkeiten der medizinischen Ausbildung auszubauen. Nicht nur vor dem Hintergrund, dass viele Berufe, die bisher am Berufsbildungszentrum am Klinikum erlernt werden konnten, zukünftig aufgrund zunehmender Akademisierung die Ausbildung an Hochschulen und angegliederten Kliniken absolviert werden müssen. Das heißt aber auch, so OB Scharpf, dass diese Fachkräfte, wenn sie das nicht in Ingolstadt erlernen können, auch nach der Ausbildung eher nicht in unserer Region arbeiten werden. Das gilt es zu verhindern, so der OB. Hierzu soll es in Zukunft

eine intensive Zusammenarbeit zwischen Technischer Hochschule Ingolstadt (THI), dem Berufsbildungszentrum am Klinikum sowie der Stadt geben. Dies soll im Rahmen der an die THI durch den Freistaat Bayern zugesagten 10.000 Studienplätze möglich werden. Auch wenn Oberbürgermeister Scharpf persönlich nur sehr wenig von der Tendenz zur Akademisierung in vielen Bereichen hält und nicht verstehen kann, warum zukünftig jeder für seinen Beruf an einer Universität gewesen sein muss, muss er sich doch mit diesen Veränderungen beschäftigen. Dazu gehört neben der medizinischen Fachberufsausbildung auch die Ärzteausbildung. Schon

Das dritte große Thema auf Scharpfs Agenda für die nächsten Jahre ist das Thema „Bezahlbarer Wohnraum“. Bis 2040 soll die Stadt auf bis zu 150.000 Einwohner oder gar noch mehr weiter wachsen. Neben dem Beschluß von weiteren Baugebieten, wie westlich des Westparks oder beim Staudinger Areal, bedürfe es in Ingolstadt eines Grundsatzbeschlusses über sozialgerechten Wohnungsbau. Dies gebe es in Ingolstadt bisher nicht, so Oberbürgermeister Scharpf. Die städtische Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) alleine könne die nötigen Bauvorhaben nicht stemmen. Durch die Abstimmung von Eckpunkten mit der Bauwirtschaft soll auch in Ingolstadt die gesamtgesellschaftliche Aufgabe „Bezahlbarer Wohnraum“ erleichtert werden. (Haku)

Es gibt viel zu tun, packen wir’s an! Kommentar von Hans-Martin Kurka

F

ür gewöhnlich baden sich Politiker gerne in ihren Erfolgen, doch schon beim Pressegespräch über die letzten zwei Jahre Amtszeit von Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf machte er schnell klar, dass ihm der Ausblick mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger sei. Mit den Themengebieten bezahlbarer Wohnraum, Univer-

sitätsklinik und Gewerbehof für Handwerksbetriebe hat sich der Ingolstädter OB drei Mammutthemen auf die persönliche Agende der weiteren Amtszeit gesetzt. Er will, und das nimmt man ihm unumwunden ab, Ingolstadt für die Zukunft gut aufstellen und vorteilhafte Rahmenbedingungen für die Stadt schaffen. Das konkrete Ziel hat er dabei immer vor Augen und verliert sich nicht in allgemeinen Worthülsen. Flankiert wird seine

Agenda von Rahmenbedingungen wie dem Klimawandel und dem auch für die kommenden Jahre prognostizierten Zuwachs in der Stadt, um den sich Bürgermeisterin und Stadtbaurätin kümmern. Auch diese Themen, die uns nicht nur über Jahre sondern Jahrzehnte begleiten werden, entscheiden über die Zukunftsfähigkeit der Schanz. Das geht – auch im Stadtrat – nur gemeinsam. Es gibt viel zu tun packen wir’s an.


Menschen | 5

IN-direkt | 27. Mai 2022

Vier Phasen, vier Persönlichkeiten Ingolstädter Bloggerin und Coach Jessica Roch über den Tag der Menstruation am 28. Mai 2022

Jessica Roch ungeschminkt mit Brille, Dutt und Wollpulli. Jessica Roch ernst, in klassisch hochgeschlossener, schwarzer Kleidung. Jessica Roch lächelnd, in einem bunten Kleid, lockeren, leicht zerzausten Haaren. Jessica Roch bauchfrei, sexy gekleidet mit knappem Top, rotem Sakko, perfekt geschminkt. „Der Zyklus sorgt dafür, dass du jeden Monat vier verschiedene Persönlichkeiten hast“, steht unter den Videos, die in kurzer Reihenfolge aneinandergeschnitten sind und sich laufend wiederholen. Die Bilderserie auf Instagram stellt die verschiedenen Facetten einer Frau plakativ dar. Doch was sich dahinter verbirgt, ist höchst komplex – und genau das erklärt Jessica Roch anschaulich, detailliert und kompetent bei „Bodysynchron“.

Corona-Pandemie wuchs das Projekt, inzwischen ist sie selbstständig und ihr Tag dreht sich fast ausschließlich um dieses in der Öffentlichkeit selten offen zutage getragenen Thema. (tis)

Lesen Sie hier das ausführliche Interview mit Jessica Roch

Z ur P erson

Jessica Roch (33) arbeitet als Hormon-Coach und Bloggerin. Ihr Abitur schloss sie am Ingolstädter Christoph-Scheiner-Gymnasium ab, anschließend studierte sie Kultur- und Medienwissenschaften in Regensburg. Sie ist verheiratet und lebt in Ingolstadt.

Die Ingolstädterin ist Bloggerin, Autorin, Redakteurin – aber vor allem Rat- und Impulsgeberin als Zykluscoach. „Der Zyklus ist nichts, wofür man sich schämen muss, auch wenn er teilweise noch als Tabu-Thema behandelt wird“, sagt die 33-Jährige. Mit „Bodysynchron“ klärt sie auf. Hilft. Berichtet von ihren eigenen Erfahrungen. Als ihr beispielsweise nach dem Absetzen der Pille die Haare ausgingen und sie extrem unreine Haut bekam. Sie lässt ihre knapp 60.000 Follower auf Instagram an ihrem Leben teilhaben. Denn obwohl der Zyklus einer Frau vielschichtig ist, schließt er ein natürliches, gesundes, unabhängiges und emanzipiertes Leben nicht aus. Jessica Roch ist seit vielen Jahren Veganerin. „Dadurch habe ich mich mit Gesundheitsthemen stark auseinandergesetzt“, erzählt sie. „Irgendwann kam ich zu dem Punkt als ich mich fragte: ,Warum schlucke ich jeden Tag diese blöden Hormone?‘“ Gemeint ist die Pille. Als sie noch als festangestellte Redakteurin und später als Leiterin der Öffentlichkeit des Ingolstädter Stadttheaters arbeitete, entstand ihr erster Blog. In der

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20.06. bis 29.06.2022 11.06. bis 18.06.2022

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Zahl der Woche

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IT-Fachmann für Office-Anwendungen (HWK) Samstagkurs Prüfung

04.06. bis 25.06.2022 02.07.2022

Betriebsinformatiker (HWK) Teil: Professionelle/r EDV-Anwender Abendkurs

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Gepr. Betriebswirt/in (HwO) Abendkurs

26.09.2023 bis 19.12.2024

D

ie Zeiten royaler Regentschaften ist hierzulande schon längst vorbei. Manche Anhänger monarchischer Strukturen bedauern dies ausdrücklich. Dabei gibt es doch Menschen, die sich als Botschafter zahlreicher Spezialitäten krönen und Produkte vermarkten. So gibt es beispielsweise in Deutschland eine Nudel- und eine Nussknackerkönigin sowie einen Bratwurstkönig. Egal bei welchem Wettbewerb – bei der Auswahl der Kandidaten geht es bereits um die Wurst. So auch bei der Wahl zur neuen Altmühltaler Lammkönigin. Katja Geiger heißt die neue „Mähjestät“ – und hatte bereits mit ihrer Gefolgschaft den ersten offiziellen Auftritt. Beim legendären Lammauftrieb in Mörnsheim wurden rund 1.000 Schafe auf die Weide getrieben. Positive Aufmerksamkeit garantiert. Wo wir gerade schon einmal dabei sind: Wenn man mit Königinnen und Königen so schnell ein tolles Bild generieren kann, dann wäre das sicherlich auch etwas für Ingolstadt. Wie wäre es mit einem Grünring-König, einer Kammerspiele-Prinzessin oder einer Innenstadt-Baronesse? Charmant werden dann auch problematische Themen schön verpackt an den Bürger verkauft. So betrachtet: Es braucht einfach mehr Monarchie in der Region.

Ihr Stadtbummler

21.06. bis 30.06.2022

21.06. bis 30.06.2022

Die „Mähjestät“ als Markenbotschafterin

Eine schöne Woche wünscht

21.06. bis 30.06.2022 02.07. bis 09.07.2022

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Auf dem Festgelände an der Dreizehnerstraße kann sich das Publikum beim diesjährigen Ingolstädter Pfingst-Volksfest ab dem 3. Juni auf über 60 Schausteller und Fahrgeschäfte freuen. Darunter eine Premiere: Der Bayern-Tower, der bisher nur auf dem Oktoberfest in München und dem Nürnberger Volksfest zu erleben war, wird erstmals in Ingolstadt die Gäste in eine Höhe von über 90 Metern bringen und damit auch einen großartigen Blick über die Stadt ermöglichen.


6 | Aktuelles | Anzeige

IN-direkt | 27. Mai 2022

Erwartet uns eine neue Pandemie? Das Affenpockenvirus breitet sich aus

Die Freude war groß, als nach zwei Jahren Corona-Pandemie die meisten Einschränkungen und Vorgaben aufgehoben werden konnten. Nur kurze Zeit später ist nun eine neue Krankheit in aller Munde: Die Affenpocken. War zu Beginn nur von wenigen Fällen die Rede, vermelden die Behörden in einigen Ländern nun eine vermehrte Ausbreitung. Auch in Deutschland und auch in Bayern gibt es erste erwiesene Fälle einer Erkrankung an Affenpocken. Um eine bessere Einschätzung der momentanen Lage und aktueller Meldungen zu bekommen, haben wir uns mit der kommissarischen Leiterin des Gesundheitsamts Ingolstadt, Frau Astrid Grundbrecher, über das Thema Affenpocken unterhalten. Wie gefährlich ist die Affenpockenkrankheit für den Menschen? Insgesamt wird die Prognose als günstig eingeschätzt. Schwere Verläufe sind allerdings möglich,

insbesondere bei Kindern und immungeschwächten Personen. Die zentralafrikanische Variante weist eine höhere Letalität (Sterblichkeit) auf, als die westafrikanische Variante. Jeden Tag stecken sich Menschen mit den verschiedensten, auch schlimm verlaufenden Krankheiten an. Wieso erhält das Thema Affenpocken seit kurzem eine solche Aufmerksamkeit? Dafür habe ich keine Erklärung. Gibt es schon Fälle in Ingolstadt? Bisher nicht. Was kann man tun, um sich vor der Affenpockenkrankheit zu schützen? Das individuelle Risiko einer Infektion nach Kontakt mit an Affenpocken erkrankten Patienten hängt von der Art und Dauer des Kontakts ab. Haushaltskontakte, Sexualpartner und andere enge Kontaktpersonen sowie (medizinisches) Personal ohne entspre-

chende Schutzmaßnahmen haben – nach derzeitigem Wissensstand – ein hohes Ansteckungsrisiko. Schutzmaßnahmen gegen Kontakt- und Tröpfcheninfektion Aufgrund der Ähnlichkeit der Viren schützen Impfstoffe, die zum Schutz vor den echten Pocken entwickelt wurden. Das RKI aktualisiert derzeit seine Empfehlungen. Ist bei Affenpocken eine ähnliche Pandemie zu befürchten wie bei Covid-19? Schwierig zu beantworten, man muss die Entwicklung des Geschehens abwarten. (HaKu)

R K I E mpfehlung Seit dem 24. Mai empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) für AffenpockenInfizierte und ihre Kontaktpersonen eine angeordnete 21-tägige Isolation. Um eine neue Pandemie würde es sich nicht handeln.

Kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes Astrid Grundbrecher Foto: Stadt Ingolstadt Rössle

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Ehrenamt | 7

IN-direkt | 13. Mai 2022

Der

Brotverein

Ingolstädter Jonas Haid bäckt ehrenamtlich Brote für seine Mitglieder mit biologisch angebauten Rohstoffen und reinem Natursauerteig

Es gleicht ein wenig dem Flechten von Zöpfen. Links, rechts, wieder links. Umdrehen. Im Nu formt Jonas Haid geschickt den Teig zu einer ovalen Masse und legt diesen in den Garkorb. Etwas Mehl darüber. Fertig. Nächster Teig. Mit dem Schlesinger trennt der 35-Jährige die abgewogenen Teiglinge. Dann klingelt es an der Türe. Wieder einmal. Es ist viel los an diesem Mittwochnachmittag in der Beckerstraße 9. Haid öffnet die Türe. Sylvia Schwarz betritt den Raum. „Herrlich, wie das duftet“, schwärmt sie. In ihrer mitgebrachten Tüte verschwindet ein Bauernbrot. „Darauf freue ich mich tierisch. Der Verein ist etwas ganz besonderes hier in Ingolstadt. Soetwas muss man unterstützen“, sagt die Frau. Jonas Haid hat mit seinem Ende Januar gegründeten Verein „Mit Laib und Seele“ offenbar den Nerv vieler Ingolstädter getroffen. Immer mittwochs vermischt sich die wohlige Wärme der Backstube mit frisch duftendem Brot. Wer Mitglied ist beim Verein, erhält ein Brot pro Woche. Das holen die Mitglieder dann im Vereinsheim, also der Backstube in der Beckerstraße, ab. Im Gegenzug zahlen sie einen Mitgliedsbeitrag – eben wie bei anderen Vereinen auch. Statt Sport, Gesang oder Kunst erhalten die Mitglieder bei „Mit Laib und Seele“ eben Brot aus biologisch angebauten Rohstoffen, mit reinem Natursauerteig und viel Handarbeit. Die Einnahmen dienen aktuell erst einmal dazu, die bislang entstandenen Kosten

zu decken. Später soll Haid eine kleine Aufwandsentschädigung für seinen ehrenamtlichen Einsatz erhalten, der sich in Höhe eines Mininjobs bewegen dürfte. Haid geht es beim Verein aber nicht ums Geld. Er lebt seine Passion aus. Seine Leidenschaft. „Das Backen hat mich schon immer fasziniert“, erzählt er. „Was man aus Mehl, Wasser und etwas Batzigem alles machen kann, ist schon etwas Besonderes.“ Man nimmt ihm sofort ab, wenn er sagt: „Ich könnte den ganzen Tag Teige kneten und ziehen.“ Sein ehrenamtlicher Dienst bei „Mit Laib und Seele“ beginnt immer am Dienstagabend. Ein bis zwei Stunden lang setzt er die Sauerteige für zwei Brotsorten an. Am Mittwochmorgen um 6 Uhr steht er dann an seinem Arbeitstisch, der direkt an einer großen Glasscheibe postiert ist. Transparenz ist Haid wichtig. Menschen laufen vorbei, bleiben stehen, schauen zu, wie er die Teiglinge knetet. Manche kommen umgehend ins Vereinsheim und wollen sofort ein Brot kaufen. Doch ohne Mitgliedschaft gibt es leider keines. Haid ist studierter Politologe und gelernter Hotelfachmann. Er arbeitete zuletzt im sozialen Bereich. Doch das Bäckerhandwerk hat ihn schon lange interessiert. Aktuell absolviert er im dritten Lehrjahr eine Ausbildung als Bäcker. Eine eigene Bäckerei darf er noch nicht eröffnen, solange er

keinen Meisterbrief hat. Mit dem Verein erlebt er damit quasi schon einmal den Hauch einer eigenen Bäckerei. Sein guter Freund Korbinian Schuster hat es mit „Apfel, Birne, Brot“ in Weichs bei Dachau vorgemacht. Er gründete mit seiner Frau einen nachbarschaftlichen Brotverein und lieferte Haid damit wertvolle Tipps und teilte seine Erfahrung. Inzwischen hat Haid die selbstgesetzte Obergrenze von 50 Broten fast schon erreicht. Chiara Ziller wohnt beinahe nebenan und ist an diesem Mittwoch das erste Mal im Vereinsheim – und sofort ein Fan. „Sehr lecker, saftig, außen knusprig“, schwärmt sie, als sie eine Scheibe Brot kostet. Die andere Scheibe will sie mit nach Hause nehmen. „Da freue ich mich darauf, diese mit einer salzigen Butter zu essen.“ Und der Mitgliedsantrag verschwindet ebenfalls in ihrer Tasche.

Haid arbeitet weiter. Frische Teiglinge verschwinden im Ofen. Die nächsten Mitglieder stehen da. Ein Kommen und ein Gehen. Ein bisschen Smalltalk. Wie es eben typisch ist in einem Vereinsheim. Um 18 Uhr ist der ehrenamtliche Arbeitstag für Haid zu Ende. In einer Woche sieht man sich wieder im Vereinsheim, bei frischem Brot, nettem Plausch und himmlischen Düften. (tis)

Z ur P erson

Jonas Haid lebt in Ingolstadt, ist verheiratet und hat mit seiner Frau Melli die 15 Monate alte Tochter Anna. Ein Antrag für eine Mitgliedschaft kann unter mitlaibundseele@posteo. de per Mail angefordert oder in der Backstube (Beckerstraße 9) abgeholt werden.

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8 | Sport

IN-direkt | 27. Mai 2022

Ein Trainertalent

Beim FC Ingolstadt 04 entwickelt sich Alexander Käs bei den U21 zu einem Top-Mann Der FC Ingolstadt 04 hat schon mehrere Trainerkarrieren beschleunigt. Ralph Hasenhüttl zählt natürlich dazu, der Aufstiegsheld und aktuelle Coach des FC Southampton in der Premier League. Stefan Leitl selbstverständlich auch, der die SpVgg Greuther Fürth in die Bundesliga führte. Nun schreibt ein junger Mann seine eigene Erfolgsgeschichte. Alexander Käs trainiert aktuell die U21 des FC Ingolstadt 04 – und doch ist dem 29-Jährigen viel zuzutrauen. Er ist unbestritten ein Talent. Ein Mensch, der Fußball mit jeder Faser seines Körpers lebt und liebt. Seit einem knappen Jahr steht er nun für die zweite Mannschaft der Schanzer an der Seitenlinie. Der Saisonstart verlief holprig. Es brauchte Zeit, bis das Team mit den zahlreichen Neuzugängen und Käs zusammenwuchsen. Eine Einheit wurden. Der Trainer seine Ideen umsetzen konnte. Anschließend lief es. Lange spielten die Schanzer sogar um die Meister-

schaft in der Bayernliga mit. Am Ende belegte Käs’ Mannschaft den dritten Platz. Käs wurde früh Trainer. „Ich habe immer über den Tellerrand hinausgeblickt und bin auch als Trainer talentierter als ich es als Spieler war“, erinnert er sich. Er kickte in der Kreis- und Bezirksliga. Nebenbei arbeitete er für eine Firma, die Fußballdaten sammelt. Irgendwann fragte ihn sein Heimatverein in Neuburg, ob er nicht Jugendtrainer werden wolle. Zu jener Zeit und spätestens als Jugendtrainer beim FC Ingolstadt 04 merkte er, dass ihn das Trainerdasein reizt. Er Talent hat im Umgang mit den Spielern. Seine Ansprachen motivieren und sein Fachwissen beeindruckt. Inhaltliche Kompetenz, gepaart mit sozialem Einfühlungsvermögen und gut durchgeplanten Trainingseinheiten. Das zeichnet Käs aus. Schnell wurde der

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TSV Rain auf ihn aufmerksam. Mit 26 Jahren trainierte er seinen ehemaligen Verein in der Regionalliga. Ein junger Übungsleiter, bei dem einige Spieler älter sind als der Coach selbst. Akzeptanzprobleme gab es aber nie. „Die Spieler merken, wenn alles Hand und Fuß hat“, erzählt Käs. Respekt komme nicht über das Alter, sondern über gute Arbeit. Und einem authe nti schen Auftreten sowie klaren Ansprachen.

Käs schafft mit Rain den Klassenerhalt und wechselt als Stützpunktkoordinator zum DFB. Er sammelt weiter Erfahrung. Aber die tägliche Arbeit auf dem Platz fehlt ihm. Da passt es perfekt, dass der FC Ingolstadt 04 erneut anklopft und ihm den Job als Trainer der U21 anbietet. Käs muss nicht lange überlegen. „Wir trainieren unter optimalen Bedingungen“, sagt er. „Wir sind quasi ein kleines Profi-Team.“ Käs stammt aus einer fußballbegeisterten Familie. Die schönste Nebensache der Welt ist dort natürlich ein häufiges Gesprächsthema. Sowieso dreht sich bei Käs alles um Fußball. Wenn er nicht an der Seitenlinie steht oder auf dem Trainingsplatz, macht er sich seine Gedanken um die Nachund Vorbereitung über die Gegner- und Videoanalyse. Dazu schaut er natürlich viel Fußball. Und auch dort werden die Teams und die Taktik analysiert. Die Spielweise von Atalanta Bergamo gefällt Käs gut. „Eine spannende Mannschaft“, sagt der 29-Jährige. Ein Trainervorbild hat er dagegen nicht. „Als Jürgen Klopp noch den BVB trainierte, fand ich die Art und Weise, wie er seine Mannschaft spielen ließ inspirierend. Das gilt auch für seinen Umgang mit den Profis“, sagt Käs. Einen Vertrag über ein Jahr hat er noch beim FC Ingolstadt 04. Was danach folgt? „In den vergangenen fünf Jahren hat sich schon viel getan“, sagt er. Großartig in die Zukunft blicken, will er deshalb nicht. Er weiß: Das Fußballgeschäft ist schnelllebig – und seine Trainerkarriere hat erst Fahrt aufgenommen. (tis)

Z ur P erson

Alexander Käs (29) ist studierter Sportwissenschaftler und aktueller Trainer bei der Zweitvertretung des FC Ingolstadt 04.


Sport | 9

IN-direkt | 27. Mai 2022

„Allein wegen Corona gab es keine Insolvenzen“ BLSV-Kreisvorsitzender Tobias Nixdorf über die Auswirkungen von Covid19 auf die Vereine in Ingolstadt Herr Nixdorf, hat die CoronaKrise zu einer Stärkung der Vereinslandschaft beigetragen? Tobias Nixdorf: Nein. Haben die Menschen in der Krise nicht gesehen, wie wichtig Vereine sind? Das ist leider nicht der Fall. Alle 72 BLSV-Vereine in Ingolstadt haben mit demselben Problem zu kämpfen. Nach zwei Jahren Corona war es nahezu unmöglich, jemand Neues für den Verein zu begeistern. Man konnte nicht aktiv auf die Menschen zugehen, weil man niemanden eine Perspektive bieten konnte, wann wieder ein normaler Sportbetrieb möglich ist. Dazu kamen die Einschränkungen in der Kommunikation durch die Lockdowns. Allerdings sind diejenigen, die bereits zuvor in den Vereinen gearbeitet haben, sich engagierten, durch die Corona-Krise noch enger zusammengerückt. Warum tun sich die Vereine in der Corona-Krise so schwer? Natürlich haben sich einige Vereine an die Gegebenheiten angepasst und virtuellen Sport angeboten. Aber ein Vereinsleben braucht Emotionen, ein WirGefühl. Das verkörpern eben nur Menschen. Dafür braucht es aber persönliche Ansprachen und Kontakt, um soetwas zu fördern. Welche Sorgen werden von den Vereinen an Sie herangetragen?

stadt haben eine Tradition. Von dieser Geschichte leben die Vereine. Wenn heute ein Verein, der beispielsweise 1.000 Mitglieder hat, nun 100 Mitglieder verliert, dann ist dies bitter, aber nicht akut existenziell. Allerdings fehlt dadurch die Möglichkeit, die Zukunft zu planen. Denn für große Investitionen, wie Neubauten oder Umbauten, braucht es einfach eine gewisse Kontinuität oder idealerweise einen Zuwachs in den Mitgliederzahlen. Wenn Vereine also nicht in die Zukunft investieren können, werden sie zunehmend unattraktiv. BLSV-Kreisvorsitzender Tobias Nixdorf

Das schwindende ehrenamtliche Engagement gab es bereits vor der Corona-Krise. Neu hinzu kamen finanzielle Mindereinnahmen, teilweise schwindende Mitgliederzahlen und höhere bürokratische Aufgaben, zur Einhaltung der Corona-Auflagen. Gibt es Vereine in Ingolstadt, die nun in ihrer Existenz bedroht sind? Jedenfalls nicht alleine durch die Corona-Krise. Wer jetzt existenzbedroht ist, der hat schon vor Corona schlecht gewirtschaftet. Kein Verein muss also allein wegen Corona Insolvenz anmelden. Aber trotzdem wird die CoronaKrise ihre Auswirkungen haben. Das schon. Aktuell sieht es so aus: Alle BLSV-Vereine in Ingol-

Gibt es denn Hoffnung, dass es künftig mehr staatliche Zuschüsse gibt? In der Corona-Zeit wurde die Vereinspauschale zweimal verdoppelt. Das hat ihnen auch gutgetan. Dadurch konnten sie beispielsweise Pachtausfälle in der Gastronomie ausgleichen. Auf der anderen Seite sind durch die ausgefallenen Spiele und Wettkämpfe aber die Ausgaben zurückgegangen. Aber die Vereine haben nicht nur vom Freistaat Geld erhalten, sondern auch von der Stadt Ingolstadt. In Zukunft wird die Stadt weiterhin helfen, wenn ein Verein in finanzielle Schieflage aufgrund der Corona-Krise kommen sollte. Die Ingolstädter Vereine sind also bislang durch die Corona-Krise mit einem blauen Auge durchgekommen. Das Interview führte Timo Schoch.

Sperrungen durch Triathlon Der „Audi Triathlon Ingolstadt powered by Büchl“ findet an diesem Wochenende statt. Deshalb gibt es rund um Ingolstadt – vor allem am Wettkampfsonntag – verkehrsbedingte Einschränkungen. Eine Übersicht:

Baggersee

Am Samstag, 28. Mai ist keine Zufahrt zum Baggersee möglich. Am Sonntag, 29. Mai ist die Zufahrt zum Baggersee von 7.30 Uhr bis circa 14 Uhr gesperrt.

Ingolstädter Westen

Im Ingolstädter Westen gibt es Beeinträchtigungen ab circa 8 bis 14 Uhr in den Orten Dünzlau, Egweil, Gerolfing, Hennenweidach, Mühlhausen und Pettenhofen.

Innenstadt

In der Innenstadt wird es am Sonntag, 29. Mai, ab circa 6 Uhr wegen Aufbauarbeiten zu Behinderungen kommen. In diesem Bereich können gegebenenfalls Garagen und Stellplätze nicht angefahren werden. Das gilt auch für Parkeinrichtungen. Die Tiefgarage Theater West ist von 8 bis 15 Uhr, die Tiefgarage Theater Ost und die Congressgarage von 8 bis 13.30 Uhr und der Parkplatz Hallenbad von 8 bis 15 Uhr gesperrt. Zu diesen Zeiten ist ein Ein-/Ausfahren der aufgeführten Parkeinrichtungen nicht möglich. Aufgrund der Vorbereitungen für das Ingolstädter Volksfest ist zudem der Parkplatz Festplatz bis einschließlich 20. Juni gesperrt. Der Veranstalter des Triathlons empfiehlt Besuchern außerhalb zu parken und beispielsweise auf die Tiefgarage Reduit Tilly auszuweichen. Zu Beeinträchtigungen kommt es auch im Bereich der Gerolfinger Straße, Friedhofstraße, Jahnstraße, Schlosslände sowie rund um das Rathaus und das Stadttheater.

Z ur P erson

Tobias Nixdorf (53) ist Angestellter, seit zehn Jahren Kreisvorsitzender des Bayerischen LandesSportverbandes (BLSV) und seit Oktober Präsident des MTV Ingolstadt. Nixdorf lebt in Ingolstadt, ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

Triathlon ist sein Traum: Tom Hug


10 | Wirtschaft

IN-direkt | 27. Mai 2022

Wenn‘s schnell GRÜN werden soll Der Begrünungsprofi bringt die Lösung

Diesmal trifft IN-direkt Konrad Lintl, Landschaftsbauunternehmer aus Ingolstadt. Seine Firma ist spezialisiert auf sogenannte Anspritzbegrünungen. Was es damit auf sich hat, die Vorteile einer solchen Begrünungsart, aber auch die Schwierigkeiten, das wollen wir alles vom Firmeninhaber erfahren. IN-direkt: Hallo Herr Lintl! Der Sommer naht und damit etliche Arbeiten, bei denen Sie als Landschaftsgärtner immer auch vom Wetter abhängig sind. Müssen Sie sich als Spezialist für Anspritzbegrünungen frühzeitig über das kommende Wetter informieren? Wir sind tatsächlich vom Wetter abhängig, bei den Ansaaten v.a. vom trockenen Wetter. Starker Regen und Wind würden die Arbeiten behindern. Da sich unsere Baustellen über den gesamten süddeutschen Raum ziehen, informieren wir uns bereits Tage vorher und früh morgens im Regenradar. Auch wenn es in Ingolstadt regnet, kann auf einer Baustelle in Rosenheim das schönste Wetter sein. Erläutern Sie uns doch die Herangehensweise und auch die Vorteile dieser Art der flächenhaften Begrünung. Welche Bestandteile bringen sie aus? Die Anspritzbegrünung, oder auch Nassansaat, ist ein ingenieurbiologisches Verfahren zur schnellen und kostengünstigen Begrünung von großen Flächen. Saatgut, Mulchstoffe, Dünger, Bodenhilfsstoffe und organischer Kleber werden mit Wasser in einem Hydroseeder vermischt. Diese Mischung wird mit Hochdruck auf die zu begrünenden Flächen aufgespritzt. Ein Hydroseeder ist ein geländegängiger LKW, ausgestattet mit einem speziellen Spritzsystem, dessen Sprühkanone eine Reichweite von bis zu 40 Metern erreicht. Die Begrünung im Nassansaatverfahren wird vorwiegend bei Problemflächen wie Böschungen, Depo-

nien, Dämmen oder Steilhängen angewandt. Das ist aber nur etwas für Großkunden, oder? In den USA, woher diese Begrünungsart kommt, werden tatsächlich auch Privatgärten damit begrünt. Einerseits in Gegenden, in denen kein geeigneter Boden für eine normale Ansaat vorhanden ist, andererseits bei Kunden, die ein schnelles Begrünungsergebnis erzielen wollen. Unsere Auftraggeber sind jedoch in erster Linie Ämter, Straßenbauunternehmen und die Industrie. Einer der Vorteile ist ja auch die gute Haftung und das schnelle Begrünungsergebnis, gerade an steilen Böschungen oder Hängen. Was sind die weiteren Vorteile? Das von uns ausgebrachte Saatgut wird durch verschiedene Mulchstoffe wie Zellulose, Holzwolle oder Stroh geschützt. Diese Mulchdecke reduziert die Verdunstung und hält den Boden feucht, d.h. das Saatgut ist geschützt vor Austrocknung und auch vor Frost. Fixiert wird diese Rezeptur mit Hilfe von organischen Klebern, dies bietet Schutz vor starken Regengüssen oder Stürmen. Sie können damit ja auch die unterschiedlichsten Kräuter- und Wiesenmischungen ausbringen. Bei der letzten Gartenschau in Ingolstadt sind Sie hier ja bereits frühzeitig im Vorfeld tätig gewesen. Bei der Landesgartenschau in Ingolstadt wurden von uns u.a.

die Wälle hin zum GVZ in Zusammenarbeit mit dem Gartenamt nachhaltig, schon einige Jahre vor der Veranstaltung, mit speziellen Saatgutmischungen, die aus der Region stammen, begrünt. Die Böschungen um die Parkplätze nördlich des Westparks wurden mit unserem Verfahren mit Blumenwiesen versehen. Momentan sind wir damit beauftragt, die Flächen, welche rückgebaut werden, wieder zu rekultivieren. Diese werden von uns im nächsten Frühjahr mit sogenannten „Regiosaatgut“ begrünt. Von diesem wertvollen Saatgut werden oft nur wenige Gramm pro Quadratmeter verwendet. Diese geringe Menge kann nicht von Hand aber auch nicht mit Sämaschinen ausgebracht werden. Hier kommt die Nassansaat ins Spiel: Mit unserem Verfahren kann man das Saatgut gleichmäßig und kostengünstig verteilen. Wer sind denn hauptsächlich Ihre Auftraggeber, wo ist Ihr Einsatzgebiet? Unsere Auftraggeber sind Autobahndirektionen, Straßenbau- und Wasserwirtschaftsämter oder auch Straßenbau- und Tiefbauunternehmen, für die wir als Subunternehmer tätig werden. Viele Garten- und Landschaftsbauunternehmen beauftragen uns als Dienstleister für die Ansaat, da unser System einfach kostengünstiger ist als die konventionelle Ausbringung. Wie Anfangs schon erwähnt, erstrecken sich unsere Projekte über ganz Süddeutschland. Aktuell sind wir z.B. viel in der Gegend um Deggendorf, hier

wird am Donauausbau und am Hochwasserschutz gearbeitet. Am Schliersee wird eine Mülldeponie rekultiviert, dort wird in der Region gesammeltes Heu von uns aufbereitet und dient als Saatgut. Im Autobahnbau betreuen wir momentan Baustellen rund um Nürnberg und Bayreuth. Bei Aalen arbeiten wir mit dem Regierungspräsidium Stuttgart an einer Umgehungsstraße, die nachhaltig begrünt wird. Auch in unserer Region sind wir mit der Nassansaat tätig: Beim dreistreifigen Ausbau der B300 bei Weichenried, an der B16-Anbindung am Südpark in Neuburg oder in diesem Frühjahr an der Verbesserung des Hochwasserschutzes in Ingolstadt. Und wieviel Quadratmeter schaffen Sie so pro Jahr? Bei guter Auftragslage können wir bis zu einer Million Quadratmeter schaffen. An einem Tag lassen sich bis zu 30.000 m² begrünen. Was war denn bisher Ihr schwierigstes Projekt? Ein sehr anspruchsvolles Projekt war die Wiederaufforstung im Hochgebirge bei Bad Reichenhall. Nach den Schäden des Orkans „Kyrill“ wurde in Zusammenarbeit mit der TU München, mittels Anspritzbegrünung das Gehölzsaatgut ausgebracht. Schwierig war hier natürlich der Transport der Ware über die steilen Bergwege sowie das extrem wechselhafte Wetter. Herr Lintl, wir danken für dieses Gespräch! (ULi, Fotos: Lintl)


Gesellschaft | 11

IN-direkt | 27. Mai 2022

Weltspieltag in Ingolstadt

Am Samstag, 28. Mai, feiert das Bürgerhaus „Neuburger Kasten“ in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk den internationalen Weltspieltag. So verwandelt sich an diesem Tag unter dem Motto „Wir brauchen Spiel und Bewegung – draußen und gemeinsam“ der Garten des Bürgerhauses in der Fechtgasse 6 von 14.30 bis 18 Uhr in eine kunterbunte Spielfläche. Zudem bietet die Grafikerin und Bildende Künstlerin Tanja Stockhammer von 15 bis 17 einen Kreativ-Workshop zum Thema „Steckenpferdbau“ an. Bei diesem können die teilnehmenden Kinder mit Alltagsgegenständen und recycelten Materialien ihr ganz individuelles Steckenpferd herstellen, um damit im Anschluss einen Parcours zu reiten. Es warten tolle Preise. Wer mag, kann zudem von 14.30 bis 18 Uhr gemeinsam mit dem AliBaba Spieleclub e.V. verschiedenste Brettspiele kennenlernen und testen. Eine Besonderheit für Jung und Alt bietet an diesem Tag auch das „Spiele-Er-

innerungsbuch“, das Gelegenheit gibt, die schönsten Spielideen aus der eigenen Kindheit festzuhalten und sie mit anderen zu teilen. Alte Spiele können so mithilfe von Anekdoten der Besucherinnen und Besucher neu entdeckt werden. Das Erinnerungsbuch wird zum Weltspieltag im Bürgerhaus ausgelegt und bis zum Weltkindertag am 20. September gefüllt. Alle Spielideen werden im Anschluss auf dem Kinderportal der Stadt Ingolstadt (www.kidnetting.de) veröffentlicht. Für das leibliche Wohl am Weltspieltag ist auch gesorgt. Während des gesamten Tages werden Spenden für das Deutsche Kinderhilfswerk als Kooperationspartner und Initiator des Aktionstages gesammelt. Das Deutsche Kinderhilfswerk erinnert mit den landesweit statt findenden Aktionen an das Recht jeden Kindes, dem natürlichen Grundbedürfnis des freien Spielens nachzukommen. Vielen Kindern in der Welt ist dies z.B. aufgrund von Kinderarbeit nicht möglich. (Haku)

Foto: pch.vector/Freepik

Bürgerhaus „Neuburger Kasten“ lädt Klein und Groß ein

Unter dem Motto „Wir brauchen Spiel und Bewegung – draußen und gemeinsam“ verwandelt sich der Garten des Bürgerhauses in eine kunterbunte Spielfläche.

¡Viva México!

Mexikanische Volkstanzgruppe trifft sich in Ingolstadt Jeden Montag-Abend verwandelt sich der Übungsraum im Bürgerhaus Neuburger Kasten in einen mexikanischen Mikrokosmos. Schon wenn man den Raum betritt, fühlt man die lateinamerikanische Lebensfreude, die auch im mexikanischen Folkloretanz ihren Ausdruck findet. Roxana und ihre Mittänzerinnen sind allesamt aus Mexiko. Die meisten von Ihnen sind schon viele Jahre in Deutschland und in Ingolstadt zu Hause. Während des Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie war es nicht möglich in die mexikanische Heimat zu reisen oder andere Freundinnen oder Freunde aus dem eigenen Kulturkreis zu treffen. Das Heimweh wurde immer größer. Und so verabredeten sich die begeisterten Tänzerinnen über die „Lateinamerika Ingolstadt“Facebook-Gruppe im Herbst 2021 zu einem ersten Treffen, um gemeinsam mexikanischen Folklo-

retanz zu tanzen und einzustudieren. Während sich Roxana um die Räumlichkeiten kümmerte, übernahm Araceli die Vorbereitung der Choreographien. Wenn die Damen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren in ihren weiten farbenfrohen Kleidern tanzen, wird man sofort vom Anblick und Rhythmus mitgerissen. Die Mariachi-Musik verbindet man sofort mit Mexiko. „Man lernt die Tänze in Mexiko schon

in der Schule als Kind“, berichtet Roxana. „Die Kleider haben in jeder Region eine andere Farbe. Wir haben sie uns einzeln extra für unsere Folkloretanzgruppe gekauft oder schon gehabt. Es ist uns wichtig die Verbindung zu unseren kulturellen Wurzeln aufrecht zu halten und auch hier in Ingolstadt die mexikanische Kultur zu zeigen und zu vertreten.“ Dafür proben sie auch, denn das große Ziel ist der Auftritt der Gruppe auf dem Ingolstädter Fest

der Kulturen im Juli im Klenzepark. Aus den tanzbegeisterten Mexikanerinnen sind mittlerweile auch außerhalb der Tanzabende gute Freundinnen geworden. Um auch anderen in ihrer Heimat etwas Gutes zu tun, planen sie Geld für soziale Kinderprojekte in Mexiko zu sammeln und bei den nächsten Besuchen in der mittelamerikanischen Heimat vor Ort zu übergeben. ¡Viva México! (Haku)


12 | Meinung

IN-direkt | 27. Mai 2022

Messangerüberwachung? Am 11. Mai stellte die EU-Kommission einen neuen Gesetzentwurf vor, der die Anbieter von Messangerdiensten zur Chatüberwachung verpflichten soll. Dazu soll auch bei E-Mail-, Messenger- und Chatdiensten die Ende-zuEnde-Verschlüsselung aufgehoben werden, die die Überwachung bisher fast unmöglich macht. Als ein Argument der EU-Kommission wird der Kampf gegen Kinderpornographie im Netz angeführt. Nicht nur Datenschützer kritisieren das geplante Vorhaben als wirkungslos und einen Angriff auf das Briefgeheimnis. Die Pläne würden jeden Bürger unter Generalverdacht stellen. Wie es nach dem Vorschlag der EU-Kommission nun weitergehen wird und wie eine Ausgestaltung in Deutschland aussieht, dürfte auch von der Bundesregierung und ihrem Einfluss auf die Europäischen Regelungen abhängen. Die Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen verspricht im Koalitionsvertrag „ein Recht auf Verschlüsselung“. (Haku)

Die Arbeit der Polizei hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv geändert. Bei uns allen im Alltag ist die Verwendung des Internets und die Kommunikation über unsere Handys selbstverständlich geworden. Auch Täter machen hiervor keinen Halt und moderne Kommunikationsformen wie Messangerdienste finden sowohl im Kleinen als auch in der sog. Organisierten Kriminalität große Verwendung. Die Arbeit der Polizei ist damit auch in diesem Bereich unumgänglich geworden. Die meisten Messangerdienste bieten inzwischen einen hohen Verschlüsselungsfaktor an. Darüber hinaus agieren Kriminelle meist in geschlossenen Gruppen. Da die meisten Messangerdienste überdies im Ausland angesiedelt sind, machen es diese Rahmenbedingungen für die Polizei fast unmöglich zu Ermittlungszwecken auf diese Inhalte zugreifen zu können. Anders als bei Briefen oder Telefonaten gibt es hierfür bisher nur eine unzureichende gesetzliche Grundlage, die für die Arbeit der Polizei aber dringend nötig

wäre. Nur so kann die Polizei auch im modernen Informationszeitalter Verbrechen aufklären und schlimme Straftaten wie z. B. Kinderpornographie verhindern und ahnden.

sehen. Die entsprechende gesetzliche Grundlage muss in den Polizeiaufgabengesetzen der Länder und in der Strafprozessordnung verankert werden.

Daher begrüßen wir die Initiative der EU-Kommission die langfristige Speicherung und Durchsuchung von Inhalten aus Messangerdiensten sehr. Aus unserer Sicht muss die Verwendung der daraus gewonnenen Daten durch die Justiz z. B. durch einen richterlichen Beschluss abgesegnet werden. Bei Gefahr im Verzug muss die Polizei überdies hinaus aber auch die Möglichkeit haben, auch ohne eine konkrete Straftat sofort eingreifen zu können. Dies auch unter Berücksichtigung, dass die anfallenden Daten von den Betreibern der Messangerdienste über einen längeren Zeitraum gespeichert werden, um auch später bei den Ermittlungen Zugriff darauf haben zu können. Momentan werden die Chatdaten oft nach nur wenigen Monaten endgültig gelöscht. Dies kann man analog zur bisherigen Ansätzen der Vorratsdatenspeicherung

Für diese neuen Aufgaben in der Ermittlungsarbeit zur Aufklärung von schweren Straftaten benötigt die Polizei auch entsprechend qualifiziertes und ausreichend vorhandenes Personal um diese zusätzlichen Aufgaben übernehmen zu können. Alle Erkenntnisse der Polizei müssen am Ende auch immer vor Gericht Verwendung finden können. Aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft sollte dabei immer in Abwägung stehen, dass die Polizei in ihrer Arbeit so viel wie möglich und so viel wie nötig Möglichkeiten bei ihrer Arbeit hat und bekommt. Generell sollte unsere Gesellschaft noch viel breiter in einen Diskurs zu diesem Thema einsteigen. Wollen wir Täter weiterhin schützen und die Möglichkeit bieten im Verborgenen agieren zu können oder sind wir gewillt dafür auch einen Teil unserer individuel-

len Persönlichkeitsrechte zu hinterfragen? Hierbei muss sich auch die Politik eindeutiger als bisher positionieren. Die Aufgabe der Auswertung der Messangerdienste sollte unserer Meinung nach jedoch in Händen des Staates liegen und nicht durch die von wirtschaftlichen Interessen geführten Messangeranbieter selbst, wie es die EU-Kommission vorschlägt. Der Staat kann sich nicht herausreden, indem er diese notwendigen Auswertungen an die Privatwirtschaft übergibt, sondern sollte selbst dieser Aufgabe nachkommen. Eine gute Ermittlungsarbeit der Polizei sollte in unserer aller Interesse sein.

Z ur P erson

Jürgen Ascherl ist Kriminaloberrat und 1. Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern und Personalratsvorsitzender des Polizeipräsidiums München


Meinung | 13

IN-direkt | 27. Mai 2022

Die EU-Kommission will zukünftig die Verschlüsselung abschaffen und die Inhalte permanent überwachen

Kontra

Es ist schon auffällig: Zur Bekämpfung besonderer Formen von Kriminalität werden zunehmend unsere Grundrechte, Privatsphäre und die Pressefreiheit angefasst. Der jüngste Gesetzesentwurf der EU-Kommission soll den Kampf gegen Kindesmissbrauch stärken, entpuppt sich jedoch als totale Massenüberwachung. Das Anliegen selbst ist unbestritten gut, nur die Art der Umsetzung wirft Fragen bezüglich der Datenschutz-Grundverordnung und unseres Grundgesetzes auf, wie beispielsweise Artikel 10, der sich auf das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis bezieht. Die EU-Kommission schlägt hierzu drastische Maßnahmen vor: Online-Dienste sollen verpflichtet werden, sämtliche Kommunikationen automatisiert nach Missbrauchsdarstellungen und verdächtigen Nachrichtentexten zu durchsuchen. Auch verschlüsselte Messenger nimmt der Entwurf nicht von seinem Geltungsbereich aus und greift damit auch die Grundlage vertraulicher Kommunikation im Arbeitsalltag von Journalistinnen und Journalisten an. Ich eröffne diesen Kontra-Beitrag aus der Perspektive von Journalistinnen und Journalisten.

Bitte stellen Sie sich vor, Sie arbeiten an einer informativen Story, die wichtig ist für die breite Öffentlichkeit. Sie haben dazu eine Person gefunden, die wertvolle Beiträge liefern kann, aber nicht genannt werden möchte, da sie sonst in Lebensgefahr geraten könnte. Sie versprechen dieser Person, also dieser „Quelle“, ihren Namen, Wohnort etc… nicht preiszugeben. Über eine gängige Chat-Plattform tauschen Sie sich unter anderem mit dieser Person aus. Durch die momentane Ende-zu-EndeVerschlüsselung erhalten nur die Kommunikationspartner, also die jeweiligen Endpunkte der Kommunikation, diese Nachricht. Das ist eine Vertrauensbasis. Noch. Für Journalistinnen und Journalisten, die ihre Quellen schützen müssen, stellen verschlüsselte Nachrichtendienste unverzichtbare Werkzeuge im digitalen Alltag dar.

werden“, so Frank Überall, Bundesvorsitzender des DJV.

Alle Chat-Nutzer unter Generalverdacht?

„Die Forderung, vertrauliche Nachrichteninhalte auf den Geräten zu scannen, kommt einem Verbot vertraulicher Kommunikation gleich. Der Vorschlag missachtet zahlreiche Grundrechte und steht dem erklärten Ziel der EU-Kommission, Medienschaffende effektiver zu schützen, fundamental entgegen“, erklärte RSFGeschäftsführer Christian Mihr.

Der Deutsche JournalistenVerband wendet sich gegen die Pläne der EU-Kommission und beschreibt diese als größte europäische Datenüberwachung aller Zeiten. „Der notwendige Kampf gegen schwere Straftaten darf nicht mit gravierenden Einschnitten in die Pressefreiheit erkauft

Er erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der Einsatz von Algorithmen bei der Datenauswertung fehleranfällig sei: „Software kann nicht erkennen, ob ein Foto oder ein Video womöglich ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument ist“. Er fordert deshalb vom EU-Parlament und von den nationalen politischen Entscheidungsträgern, den Überwachungsplänen der Brüsseler Kommission die Zustimmung zu verweigern. Reporter ohne Grenzen (RSF) ist ebenfalls alarmiert und fordert verschlüsselte Kommunikation in der EU und weltweit zu fördern, statt sie durch einen solchen Überwachungszwang zu gefährden.

Fotos: snowing / Freepik

Die Entschlüsselung der Vertraulichkeit

Chatkontrolle ist kein Spamfilter, der unverschlüsselte E-Mails anguckt. Es geht darum, Zugriff auf die Dateien unbescholtener Menschen zu bekommen. Das geht nicht. Auch Will Cathcart, Chef von WhatsApp, sieht die geöffnete Hintertüre für die von der EUKommission verpflichtende Technologie-Software als „furchtbare Idee“, so sein Beitrag auf Twitter. „Das Konzept der Prävention kennt kaum noch Verhältnismäßigkeit. Der Gier nach immer mehr Erfassung und immer mehr Überwachung und immer mehr elektronischem Zugriff muss Einhalt geboten werden. Wenn wir so weiter machen, wenn wir bei jedweder echter oder angeblicher Gefahr Grundrechte einschränken, dann bleibt bald nur noch die Hülle übrig“, sorgt sich auch Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung.

Z ur P erson

Susanne Ehrnthaler ist Vorsitzende des PresseClub Ingolstadt e.V.


14 | Stadt Ingolstadt

IN-direkt | 27. Mai 2022

Integriertes Klimaschutzkonzept Ingolstadt Stadtrat soll Ingolstadt fit für den Klimawandel machen

Die nächste Stadtratsitzung findet am 2. Juni 2022 statt.

Neben großen Infrastrukturprojekten wie einem Gewerbehof, der Fortentwicklung des Klinikums zur Universitätsklinik oder der Ausgestaltung und Schaffung von bezahlbaren Wohnraum beeinflussen auch größere Rahmenbedingungen von außen das notwendige Handeln der Ingolstädter Stadtregierung. Eines dieser großen Rahmenthemen stellen Klimawandel und Energiewende und die damit auch für eine Stadt wie Ingolstadt einhergehenden Herausforderungen dar. In diesem Zusammenhang wurde durch die Stadt das „Integrierte Klimaschutzkonzept Ingolstadt“ (IKSK) entwickelt, welches nun nach erster Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Nachhaltigkeit am 19. Mai auch auf der Agenda der Stadtratssitzung am 2. Juni steht. Bürgermeisterin Petra Kleine (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), in deren Resort das Thema Klimaschutz fällt, übernahm im Entwicklungsausschuss die Einführung in die Thematik und stellte die sich aus dem Konzept ergebenden Herausforderungen dar. Dabei ging sie vom bereits bestehenden Stadtratsbeschluss aus, Ingolstadt bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Im IKSK wird das bisher gültige Ziel der Stadt Ingolstadt, bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu werden, auf das Jahr 2035 vorgezogen. „Kli-

maneutralität kann nur durch den „energetischen Dreisprung“ erreicht werden: Energie sparen, Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien ausbauen“, so Bürgermeisterin Kleine.

Um das ambitionierte Ziel der CO2-Neutralität bis 2035 zu erreichen, seien in den verschiedenen Handlungsfeldern verschiedene Sofortmaßnahmen geplant. Im Bereich Gebäude und Energie die Intensivierung der sog. „Energiekarawane“, einer kommunale Energieberatungskampagne zur Steigerung der Sanierungsrate des privaten Gebäudebestands.

Foto: Rössle

Im Bereich Mobilität und Verkehr die Umsetzung des bereits beauftragten Elektromobilitätskonzepts. Im Bereich Wirtschaft und Industrie die Gründung einer regionalen Klimaschutz- und Energieagentur. Im Bereich private „Haushalte und Konsum“ eine Machbarkeitsstudie zur Erhöhung der Bioquote und des Anteils regionaler Erzeugnisse sowie dauerhafte Mitgliedschaft der Stadt Ingolstadt im bundesweiten Netzwerk der Bio-Städte sowie im Verein Bio-Städte e.V. sowie in der Verwaltung die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses „Klimaneutrale Verwaltung bis 2030“. Das IKSK zeige deutlich, so Bürgermeisterin Kleine, wie anspruchsvoll die Vorhaben für die Stadt sind. Die Flaschenhälse seien immer die gleichen Probleme: Der Fachkräftebedarf und das Handwerk, das mit der Umsetzung von Maßnahmen betraut ist sowie die Märkte, die benötigte Komponenten nur sehr teuer oder auch zeitweise gar nicht zur Verfügung stellen. Kleine rief den Stadtrat dazu auf gemeinsam mit der Stadt zu handeln und das immense Vorhaben auch nach außen mit zu vermitteln. Um auch in Zukunft die Beteiligung am Klimaschutz zu gewährleisten und dadurch die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, schlägt das IKSK die Gründung eines Klimarats vor.

Johann Achhammer (CSU) betonte in seiner Einschätzung, dass der Klimawandel die bisherigen Stadtratsentscheidungen schneller einholt als gedacht. Da würde einfach nur das Motto des digitalen Gründerzentrums brigk zählen „Machen, machen, machen“. Auch er sei dafür, sich das Jahr 2035 zum Ziel zu setzen, aber man solle nicht vergessen, dass es sehr viele Einflüsse gebe, die man als Kommune nicht in der Hand habe. Was ihm fehle, sei eine Neuausrichtung der Stadtwerke als wichtiger Akteur. Barbara Leininger von den Grünen bemerkte, wie sensibel die heutige Jugend mittlerweile auch durch Unterricht und Ausbildung geworden sei. Christian Pauling (Die Linke) und Dr. Manfred Schuhmann (SPD) legten ihr Augenmerk auf den geplanten Klimarat. Pauling forderte sicherzustellen, dass auch nicht elitäre Bevölkerungsschichten am IKSK Prozess sich beteiligen, wohingegen Manfred Schuhmann geklärt haben möchte, welche Einflussmöglichkeiten der Klimarat überhaupt bekommen soll. Der Entwicklungsausschuss nahm bei seiner für den Stadtrat lediglich empfehlenden Abstimmung das integrierte Klimaschutzkonzept einstimmig an. In der Stadtratssitzung am 2. Juni wird endgültig darüber entschieden. (Haku)


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IN-direkt | 27. Mai 2022

Gründerfestival „Stromaufwärts“

Eröffnung brigk im Kavalier Dalwigk

Foto: Sebastian Birkl

„Stromaufwärts“ im Kavalier Dalwigk Digitales Gründerzentrum brigk feiert Eröffnung und Gründerfestival

Der Name des Digitalen Gründerzentrums brigk ist ein Bekenntnis zu dem aus sichtbaren Backsteinen erbauten Kavalier Dalwigk. Nun ist das brigk endlich in seine endgültige Wirkungsstätte eingezogen. Die feierliche Eröffnung des Kavalier Dalwigk fand am 12. Mai 2022 statt. An den beiden darauffolgenden Tagen veranstaltete das brigk das erste Gründerfestival „Stromaufwärts“.

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind im Trafohaus auf dem Kavalier Dalwigk zusammengekommen, um die neue Wirkungsstätte des Digitalen Gründerzentrums brigk feierlich einzuweihen. Zum offiziellen Teil gehörten Grußworte von brigkGeschäftsführer Dr. Franz Glatz, Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf, Aufsichtsratsvorsitzen-

der Dr. Dorothea Deneke-Stoll und Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Am 13. und 14. Mai fand das Gründerfestival „Stromaufwärts“ statt. „Stromaufwärts, denn Gründen ist wie Schwimmen gegen den Strom“, erklärte Dr. Franz Glatz. Getreu dem Motto „Enter the En-

trepreneurship“ bot das Festival Jederfrau und Jedermann die Möglichkeit, in die Gründerszene Ingolstadts einzutauchen. Zum Programm gehörten informative Gesprächsrunden, inspirierende Vorträge und motivierende Beiträge. „Stromaufwärts“ war die erste und zugleich auch einzigartige Gelegenheit, das Kavalier Dalwigk als neues Zuhause der digitalen Startups in Ingolstadt zu besuchen.

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IN-direkt | 27. Mai 2022

Das 9-Euro-Ticket

Antworten auf häufig gestellte Fragen Die Bundesregierung hat ein Entlastungspaket für die Bürgerinnen und Bürger verabschiedet. Dazu gehören bundesweit gültige, stark vergünstigte Monats-Tickets zum Preis von neun Euro pro Monat, die innerhalb eines Aktionszeitraums von drei Monaten angeboten werden. Uns ist wichtig, dass alle VGIFahrgäste – insbesondere auch unsere Stammkunden – von den Vorteilen des 9-Euro-Tickets profitieren. Auch wenn einige Details noch in der Abstimmung sind, haben wir bereits die häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt und auf unserer Homepage veröffentlicht. Diese FAQs werden wir regelmäßig aktualisieren und ergänzen. Wann gilt das 9-Euro-Ticket? Das 9-Euro-Ticket wird drei Monate lang angeboten: Das Angebot startet am 1. Juni 2022. Der Aktionszeitraum erstreckt sich von 1. Juni 2022 (0.00 Uhr) bis 31. August 2022 (23.59 Uhr). Die Tickets gelten monatsscharf für jeweils einen Kalendermonat (Juni, Juli oder August 2022). Wird beispielsweise das Ticket für den Monat August erst Mitte August gekauft, gilt es bis 31. August. Wo gilt das 9-Euro-Ticket? Das 9-Euro-Ticket gilt für eine Person und ist nicht übertragbar. Kinder ab 6 Jahren benötigen ein eigenes 9-Euro-Ticket. Kinder bis einschließlich 5 Jahre fahren auch während des Aktionszeitraums kostenfrei und benötigen kein eigenes Ticket.

Die Tickets gelten deutschlandweit ganztägig im öffentlichen Personennahverkehr. Dieser umfasst unter anderem Verkehrsmittel wie: n Linienbusse n Straßenbahnen n U-Bahnen n S-Bahnen n Regionalbahnen (2. Klasse) n Regionalexpress-Züge (2. Klasse) n Fähren (z.B. in Hamburg, Berlin) Natürlich können Sie mit einem 9-Euro-Ticket auch im gesamten VGI-Gebiet fahren. Das 9-Euro-Ticket gilt nicht im Fernverkehr (beispielsweise Ingolstädter Airport-Express, ICE, IC, EC oder Flixtrain). Was kostet das 9-Euro-Ticket? Die Kosten für das Ticket belaufen sich auf 9 Euro pro Monat. In Summe stehen für zwei Monate 18 Euro und drei Monate 27 Euro an. Wo kann ich das 9-Euro-Ticket kaufen? Das 9-Euro-Ticket wird ab sofort digital über die INVG-FahrinfoApp, den INVG-Online-Shop das INVG-Kundencenter, an allen INVG-Fahrkartenautomaten und über die rund 70 Vorverkaufsstellen im VGI-Gebiet, sowie in allen Bussen erhältlich sein. Wie profitiere ich als AboBesitzer vom 9-Euro-Ticket? Mit Ihrer bestehenden Jahreskarte, Job-Ticket, Schülerkarte (Schüler, Auszubildene und Studenten), 365-Euro-Ticket sowie Donau-Card-Senior können Sie ganztägig, verbund- und sogar

Für nur neun Euro je Monat kann man von Juni bis August deutschlandweit mit dem öffentlichen Personennahverkehr reisen

deutschlandweit im Nahverkehr fahren. Die Mitnahmemöglichkeiten Ihres Tickets gelten von Juni bis August im gesamten Tarifgebiet des Verkehrsverbund Region Ingolstadt.

erstattet. Wir werden dabei den Aufwand für beide Seiten so gering wie möglich halten und bitten um Verständnis, dass dies erst nach dem Aktionszeitraum für alle einheitlich geregelt und initiiert werden kann.

Die Zeit-Beschränkungen bei der 9.00-Uhr-Karte und der DonauCard-Senior fällt während des Aktionszeitraums weg: In den Monaten Juni, Juli und August 2022 gilt das Abo ganztägig.

Lohnt sich auch bei Einzelfahrten ein 9-Euro-Ticket? Bei einer Einzelfahrkarte in Tarifstufe 1 fahren Sie mit dem 9-EuroTicket günstiger, wenn Sie mehr als drei Mal im Monat fahren.

Rückerstattungen der jeweiligen Differenz. Sobald die letzten offenen Details zur Umsetzung geklärt sind, werden wir auf alle Besitzer von Jahreskarten, Job-Tickets (ggf. über Arbeitgeber), Schülerkarten (für Schüler, Auszubildende und Studenten), 365-Euro-Ticket sowie der Donau-Card-Senior schriftlich zukommen, um die Rückerstattungen für den gesamten Aktionszeitraum mit Ihnen abzustimmen. Selbstverständlich erhalten Sie alle den Differenzbetrag zurück-

Kann man ein gekauftes 9-Euro-Ticket umtauschen? Der Umtausch von bereits gekauften 9-Euro-Tickets und Rückerstattung des Kaufpreises sind deutschlandweit ausgeschlossen. Werden die Kapazitäten im Öffentlichen Nahverkehr erhöht? Eine Erhöhung der Kapazitäten wird nur sehr eingeschränkt möglich sein. Deshalb ist zu erwarten, dass es zeitweise auch zu sehr vollen Bussen und Bahnen kommen kann.

Freifahrten für aus der Ukraine geflüchtete Personen läuft aus Mit Einführung des 9-Euro-Ticket weiterhin verbilligte Möglichkeit, mobil zu sein Mit dem Ausbruch der durch Russland verursachten kriegerischen Handlungen gegenüber der Ukraine hat die ÖPNV-Branche schnell und unbürokratisch freie Fahrten für die geflüchteten Personen ermöglicht. Die DB AG hat für den Fernverkehr sogenannte 0-EuroTickets ausgestellt und im Regional- und Nahverkehr wurde ein

Ausweisdokument als Fahrausweis ersatzweise anerkannt. Zwischenzeitlich hat die Bundesregierung weitreichende Maßnahmen zur Unterstützung der Geflüchteten im Rahmen der Grundsicherung getroffen. Hierzu zählen insbesondere finanzielle Hilfen, die auch ÖPNV-Leistungen umfassen. Im betreffenden Warenkorb befin-

det sich ein Ansatz für Mobilität in Höhe von 40 Euro pro Person und Monat. Die Verkehrsunternehmen sehen es daher als zeitlich angemessen an, die Freifahrten-Regelung im Regional- und Nahverkehr zum 31. Mai 2022 zu beenden – auch um eine Gleichbehandlung aller Personen in der Grundsicherung zu gewährleisten.

Gleichzeitig wird mit der Einführung des 9-Euro-Tickets ab 1. Juni 2022 eine zusätzlich stark verbilligte Möglichkeit geschaffen, um bundesweit im Regional- und Nahverkehr mobil zu sein. Auch dies lässt es als angemessen erscheinen, die FreifahrtenRegelung zum 31. Mai 2022 zu beenden.


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IN-direkt | 27. Mai 2022

Gemeinsam in die Zukunft

Volkshochschule Ingolstadt und Eichstätt planen Verbund Um für die Zukunft bestens gewappnet zu sein, werden die Volkshochschule Ingolstadt und die VHS Eichstätt einen Verbund eingehen. Dafür werden aktuell die Weichen gestellt. Der Zusammenschluss ist nötig, da viele kleine Volkshochschulen sonst nicht oder nur schwer überleben würden. Zwar werden die Einrichtungen staatlich und kommunal gefördert – dies geschieht jedoch nur unter bestimmten Mindestvoraussetzungen, die seit diesem Jahr erfüllt werden müssen. Für die Überwachung und Verwaltung dieser Kriterien ist der Bayerische Volkshochschulverband zuständig, der letztendlich auch die staatlichen Fördermittel verteilt. Genau diese Mindestvoraussetzungen können für kleinere Einrichtungen eine Hürde sein. So zum Beispiel für die VHS Eichstätt. Corona spielt hier ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle.

Sie zählt mit ihren rund 480 verschiedenen Kursen in den Programmbereichen Vorträge und Gesellschaft, Beruf, Sprachen, Gesundheit, Kultur und Spezial zu den gefährdeten Volkshochschulen. Und das trotz der rund 5.300 Teilnehmer und rund 4.600 Schulstunden. Um weiterhin im Bayerischen Volkshochschulverband bleiben zu können und die Fördermittel zu bekommen, haben die Eichstätter im vergangenen Jahr Gespräche mit den Ingolstädtern aufgenommen und um Unterstützung in Form von einer Zusammenarbeit gebeten. Um in Zukunft einen gemeinsamen Weg gehen zu können, müssen die Stadträte in Ingolstadt und Eichstätt dem Verbund zustimmen. Nach dem Zusammenschluss sollen Kräfte und Expertise der Einrichtungen gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden. Das gemeinsame Programm soll so noch attraktiver werden.

(v.l.) Andreas Spreng, Abteilungsleiter Zentrale Angelegenheiten, Stadt Eichstätt, Josef Grienberger, Oberbürgermeister der Stadt Eichstätt, Gabriel Engert, Referent für Kultur und Bildung, Stadt Ingolstadt, Dr. Petra Neumann, Leiterin der Volkshochschule Ingolstadt, Michaela Kracklauer, Leiterin der Volkshochschule Eichstätt, Ingo Jürgens, Bayerischer Volkshochschulverband, Albert Schneider, Verwaltungsleiter der Volkshochschule Ingolstadt (Foto: Stadt Ingolstadt / Betz)

Die VHS Ingolstadt bietet übrigens im Jahr rund 1.700 Kurse mit knapp 20.000 Teilnehmern und rund 40.000 Schulstunden an. Neben der Erwachsenenbildung ist die VHS Ingolstadt vor allem auf die intensive Zusammenarbeit

mit den Schulen im Bereich der Sprachförderung stolz. Die ersten gemeinsamen Kurse der Volkshochschulen Ingolstadt und Eichstätt sollen 2024 stattfinden.

Wie funktioniert das genau mit Geld und Finanzen? Workshops für Jugendliche in der Fronte 79

„Geld regiert die Welt“ – dieser Spruch hat über die ganzen Jahrzehnte hinweg kaum an Bedeutung verloren. Trotzdem machen sich nicht viele Schüler Gedanken um das Thema Finanzen. Die Begriffe „Gender Pay Gap“ oder „Gender Pension Gap“ sind vielen fremd. Damit keine Ungleichheiten innerhalb von Familien entstehen, ist eine faire Verteilung von einem Beruf nachgehen (Erwerbsarbeit) und der Pflege von Kindern und älteren Angehörigen (Cararbeit) sehr wichtig.

Lücken schließen

Weitere Informationen

Damit Jugendliche sich mit diesem Sachverhalt und weiteren Finanz-Themen auseinandersetzen müssen, arbeitet das Ingolstädter Jugendparlament an Workshops, die in der Fronte 79 oder online stattfinden können. So sollen Lücken geschlossen werden, die dadurch entstehen, dass diese wichtigen Themen im Schulunterricht kaum behandelt werden. Damit will das Jugendparlament

auch dem Anspruch gerecht werden, im Bildungsbereich tätig zu werden.

Finanz-Workshops In diesen Tagen feilen die Jugendlichen an den Seminaren, die unter dem Motto „Fit fürs Leben“ stattfinden sollen. Dabei geht es auch um die Themen Girokonto und Zahlungsverkehr, Mieten und Wohnen, Investitionen, Steuern und Altersvorsorge. Es kommt laut den jungen Parlamentariern immer wieder vor, dass Schülerinnen und Schüler sich unzureichend auf das Erwachsenwerden vorbereitet sehen.

Anmeldung Das mit unterschiedlichen Partnern entwickelte Schulungskonzept, findet jetzt Anwendung. Am 30. Mai, 20. und 27. Juni sowie 4. und 11. Juli 2022 finden die Workshops statt. Interessierte Jugendliche können sich per E-Mail an finanzworkshop@jupa-in.de anmelden.

„Money, Money, Money“ Ein weiteres Projekt, welches die Ingolstädter Gleichstellungsstelle unterstützt, ist „Money, Money, Money – Frauen verdienen mehr“. Unter diesem Motto finden ebenfalls Seminare zum Thema Finanzen statt. Hier geht es zum Beispiel am Samstag (28. Mai) an der Technischen Hochschule um das finanzielle Basiswissen und Informationen für Studentinnen. Welche Versicherungen sind nötig und wie funktioniert das Rentensystem? Anmelden kann man sich per E-Mail: a.von.perponcher@r-kc.de. Am 12. Juli ab 18 Uhr lernen Frauen in verschiedenen Kurzcoachings Wissenswertes zu ihren Berufs- und Karrierechancen. Zur Veranstaltung im Café MittenDrIn können sich interessierte mit einer E-Mail an gleichstellung@ingolstadt.de anmelden. Weitere Termine lesen Sie online auf www.in-direkt.de.


18 | Rätselseite

IN-direkt | 27. Mai 2022

Rätselseite für Groß und Klein

Doppelkontinent

englisches Bier

unbedarft

die Ackerkrume lockern

Anzeige, Inserat

leiten; bewältigen

Feingewicht dieser, für Edel- jener metalle beklemmend; hohl klingend

altes Blasinstrument

Pelz russischer FarbEichhörn- überzug chen schwer auf jemandem liegen

Vorname des Reformators Hus

Vorschlussrunde (Sport)

fließende Elek- Edelgas trizität

strenger Vegetarier

verschönerndes Beiwerk Bedeutung, Wichtigkeit der Fuchs in der Fabel

ein Kunststoff (Abk.)

franz. Stadt an der Mosel

begütert, vermögend

Roman von Michael Ende

zu sprießen beginnen

Adelsprädikat Summe der Lebensjahre

verheiratetes Paar

Fluss zur Wolga Mädchen im OstWunder- slawe land

Kavala Restaurant

süddt.: ohnehin, sowieso (ugs.) Undurchdringbarkeit besitzanzeigendes Fürwort

Vorname des Filmstars Astaire chem. Element, Seltenerdmetall

einer der Erzengel

Feldertrag

Sportwette (Kurzwort)

flaschenförmige Spielfigur musikalisches Bühnenwerk

Papieroder Plastikbeutel norddeutsch Weinfür Ried, stock Schilf

annähernd, ungefähr

Turnübung

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Krafteinwirkung zu sich her

langer, dünner Speisefisch

Niederschlag von Eiskörnern Stärke; physikalische Größe mit den Augen wahrnehmen

antikes arab. Königreich

Landstreitkräfte

Zensur

das Ich (lateinisch) ausgedehnt nach den Seiten

kleine Schüssel

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Zitterpappel

benachbart, nicht weit

Klagelied

altnord. Erzählung in Prosa

auch, überdies

Vorführung

nord. Schicksalsgöttin

Kurort an der franz. Riviera mit Paddeln gefahrenes Sportboot

Segelbefehl

Witzig! Drei alte Männer reden von den letzten Dingen. „Ich bin schon siebzig”, sagt der Erste. „Ich möchte mit Bismarck auf dem gleichen Friedhof ruhen, denn ich habe ihn immer sehr ver­ehrt.“ „Ich”, sagt der Achtzigjährige, „habe immer für Goethe ge­schwärmt. In seiner Nähe möchte ich begraben werden.” „Und ich”, sagt der Neunzigjährige, „möchte neben Brigitte Bardot liegen.” „Dummkopf”, rufen die beiden anderen, „Brigitte Bardot ist doch noch gar nicht tot.” „Ich auch nicht.”

Treffen sich ein Blinder und ein Tauber. Sagt der Taube: „Ich kann Behindertenwitze nicht mehr hören!“ Entgegnet der Blinde: „Sehe ich genauso!“

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Yes I can!

IN-direkt | 27. Mai 2022

Yes I can!

Jugend | 19

Abi 2022

mit dem ersten Jahrgang, der die ganze Oberstufe in der Pandemie erlebte, ist geschafft!

Am 27. April 2022 begannen für rund 35.000 SchülerInnen in Bayern die Abiturprüfungen, nach mehr als zwei Jahren Unterricht unter Pandemie-Bedingungen. Nach dem 27. Mai (der letzte Kolloqiumstag) ist schließlich nur noch das Warten auf die Ergebnisse, die Übergabe der Abiturzeugnisse am 24. Juni und der hoffentlich ENDLICH-mal-wieder-stattfindende Abi-Ball angesagt. Wir haben uns umgehört und einzelne SchülerInnen zu ihrem persönlichen Fazit befragt.

„Ritual“ hab ich keins, ich bin ein Naturtalent“

Für mich waren die letzten zwei Jahre trotz Corona ganz okay und die Prüfungen eigentlich ganz einfach. Corona war zur Prüfungszeit eher weniger das Thema, ist ja gerade wieder fast alles normal. Deswegen hat es die Tests an sich auch nicht sehr beeinflusst. Das Lernen war sehr hart für mich und ich bin einfach nur froh, dass ich das Ganze hinter mir hab, aber was soll man auch erwarten bei „Geschichte“ schriftlich. Meine Erinnerungen an das Abi 2022? Eindeutig die Qual, fünf Wochen Geschichte lernen und die Party nach dem Mathe-Abi. Über meine Zukunft weiß ich noch nicht viel, nur, dass es nicht die Audi werden wird. Lukas Boeck, 17 Jahre, Ingolstadt-Zuchering, Apian-Gymnasium, Abi in Deutsch, Mathe, Geschichte, Kolloquium in Kunst und Englisch

Die Prüfungen sind mir persönlich sehr normal vorgekommen. Es war mehr wie eine deutlich längere Klausur. Da in unserer Turnhalle momentan ukrainische Flüchtlinge untergebracht sind, konnten wir die Prüfung nicht in einem großen Raum schreiben, sondern waren in zehn verschiedene Klassenzimmer aufgeteilt. Die schriftlichen Abiturprüfungen waren alle deutlich einfacher als erwartet. Man stellt sich unter Abitur erstmal etwas Schreckliches vor, aber mit ausreichender Vorbereitung ist es genauso zu bewältigen, wie jede andere Prüfung auch. Schwieriger war da das Englisch-Kolloquium. Hier muss man 30 Minuten am Stück in Englisch reden, was nicht vergleichbar ist mit allem Bisherigen aus meiner Schullaufbahn. Ein Ritual? Eigentlich nicht. Aber es war mir immer wichtig, dass ich genug Essen und Trinken dabei hatte und ich ging immer vorher früh ins Bett, um ausgeruht zu sein. Jetzt freue ich mich erstmal auf sehr viel Pause und Reisen. Anfang Juni fahre ich mit der Jahrgangsstufe für eine Woche nach Kroatien. Dann geht es wahrscheinlich weiter mit einem Wirtschaftsmathematik-Studium in Aachen. David Klem, 17 Jahre, Wettstetten, Gymnasium Gaimersheim, Abi in Deutsch, Mathe, Wirtschaft & Recht, Kolloquium: Englisch und Informatik

„Beim Lernen in den Ferien musste ich auf meinem iPad erst einmal Zeitsperren für einige Apps einrichten“

„Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss!“ Um ehrlich zu sein, waren die Prüfungen gar nicht so schlimm, wie ich es erwartet hab. Unter Freunden sagen wir, das Kultusministerium hat ,,gegönnt“. Im Hinblick auf Corona und die damit erschwerten Lernbedingungen in den letzten zwei Jahren, wurden viele Themenbereiche aus dem Abiturstoff gestrichen und wir hatten immer eine Zeitzulage von 30 Minuten. Mir fielen die Prüfungen in Deutsch und Englisch leicht. Bei meinem Problemfach Mathe sah das aber ganz anders aus. In den Osterferien traf ich mich täglich mit meinen Freunden in der Stadtbücherei, um gemeinsam zu lernen, Abiture aus den Vorjahren durchzurechnen und Aufgaben zu wiederholen. Die Extrazeit kam mir bei der Prüfung auch gerade recht und am Ende geriet ich sogar unter Zeitdruck. Auf meinem Tisch durfte Essen nicht fehlen und vor allem kein Redbull. Da wir für alle Prüfungen über fünf Stunden Zeit hatten, war das auch bitter nötig. Ein Ritual? Tatsächlich hatte ich sogar einen ungewöhnlichen Glücksbringer. In den Vorbereitungen für die Mathe-Prüfung fiel mir irgendwann auf, dass ich täglich dasselbe Haargummi trug, und so dann auch bei den Prüfungen. Bei meinem ersten Kolloquium, Kunst, trug ich ihn leider nicht. Ob das der Grund war, weil es da nicht ganz so gut lief? Naja, das Wichtigste war für mich – die Prüfungen bestehen, der Schnitt relativ egal, Hauptsache Abi. Jetzt habe ich vor, so viel wie möglich zu unternehmen, denn: Wann werde ich denn nochmal so viel freie Zeit ohne Verpflichtungen haben wie jetzt? Klar, um einen Studienplatz werde ich mich auch kümmern, aber darüber mach ich mir Gedanken, wenn ich das Abiturzeugnis in der Hand halte. Caroline Fries, 18 Jahre, Ingolstadt-Ringsee, Christoph-Scheiner-Gymnasium, Abi in Deutsch, Mathe, Englisch, Kolloquium: Kunst und Geschichte

„Das Kolloquium war eine neue, ungeübte Situation. Die Zusatzfragen empfand ich schwierig und hier war ich auch ziemlich nervös!“ Für mich hatte Corona keinen großen Einfluss auf die Vorbereitung. Vor allem für Mathematik habe ich intensiv gelernt, weil das nicht unbedingt mein Lieblingsfach ist. Die Prüfung war nicht unlösbar, aber auch nicht unbedingt einfach, vor allem der Geometrieteil. Die Prüfungsaufgaben empfand ich nicht anders als in den letzten Jahren. Den Zeitzuschlag fand ich angenehm, dadurch konnte ich noch einmal alles kontrollieren. In Deutsch war das Thema angenehm, da der Text modern und gut verständlich war. Englisch war für mich eher entspannend, da ich mich hier kaum vorbereiten musste, weil mir dieses Fach sehr leichtfällt. Das Kolloquium lief eigentlich nach meinem Empfinden ganz gut, aber hier hätte es mir geholfen, wenn wir die Situation in der Schule vorher schon einmal durchgespielt hätten. Vor den Prüfungen hatte ich kein bestimmtes Ritual. Ich habe die Prüfungstage eher wie einen ganz normalen Schultag begonnen. Das Einzige, was mich bei den Prüfungen begleitet hat, war ein kleines, pinkes Plüschschwein, das mir meine Eltern geschenkt haben und eine Box mit Studentenfutter, damit das Hirn funktioniert. Ich habe es danach genossen, sämtliche Materialien, die mit dem Fach zu tun hatten, aus meinem Zimmer zu verbannen. Wenn alles vorbei ist, gönne ich mir erst einmal einige Wochen Auszeit, bevor ich ein Praktikum mache, das für mein Studienfach benötigt wird. Im Wintersemester möchte ich dann gerne mit dem Landschaftsarchitekturstudium anfangen. Leonie Arnold, 19 Jahre, Ingolstadt – Unterhaunstadt, Katharinen-Gymnasium, Abi in Deutsch, Mathematik, Englisch, Kolloquium in Biologie und Sozialkunde


20 | Veranstaltungen | Anzeigen

IN-direkt | 27. Mai 2022

Veranstaltungen Ev e nt s in I ngolstadt und der R egion zzgl. einer Vorverkaufsgebühr über Eventim erwerben. Eine Abendkasse wird es auch geben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Es wird Steak-, Würstlund Käsesemmeln und Getränke geben. Auch der Stand mit Dukes Merchandise wird wieder aufgebaut. Kick-Off: 18.30 Uhr

28. Mai

Ingolstadt Dukes – Wiesbaden

erleben. Hier dreht sich alles um das Leben der Ritter und Landsknechte. Historisches Ambiente mit Spielen, Markt und Tanz bei Fackelschein bis 22 Uhr.

26. bis 29. Mai

17.00 Uhr, ESV Stadion Ingolstadt Das erste Heimspiel der GFL2Saison steht an! Die Gäste der Ingolstadt Dukes sind die Wiesbaden Phantoms. Zum ersten Spiel gibt es eine besondere Aktion: Jede/r die/der in weiß am Gameday auf der Tribüne sitzt und die Herzöge anfeuert, bekommt an der Kasse einen Gutschein für ein FREIGETRÄNK. Tickets könnt ihr vorab

auf einer Länge von etwa 700 Metern zwischen der Donau und dem Stadtteil Haunwöhr im Unterbezirk Brückenkopf erstreckt. Das Motto lautet: Jeden Samstag fünf Kilometer gehen/ joggen/laufen. Kostenlos und mit Zeitmessung für alle Altersgruppen und Fähigkeiten. Ausschließlich von freiwilligen Helfern organisiert. Anmeldung unter www.parkrun.com.de

Grünauer Rittertage 28. Mai

Luitpold Parkrun 9.00 Uhr, Luitpoldpark Ingolstadt Der Luitpoldpark in Ingolstadt ist eine Parkanlage, die sich

Schloss Grünau, Neuburg/Donau Mit allen Sinnen können große und kleine Besucher das einzigartige Jagd- und RenaissanceSchloss Grünau

27. Mai

Geri & the Wagtails 20.30 Uhr, Rosengasse 2 Ingolstadt Gerald Bach, Martin Reichart und Hans Finsterer spielen eine bunte Mischung aus swingiger Jazzmusik a la Frank Sinatra gepaart mit modernen Eigen-

Die 6. Kunstmesse Ingolstadt

Ein etabliertes Highlight für Experten, Sammler, Kunstliebhaber und neugierige BesucherInnen!

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Nach vier Jahren kann nun endlich wieder die Kunstmesse Ingolstadt im Klenzepark (10.-12. Juni 2022) stattfinden. Aufgrund

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ihrer führenden Position als erste Produzentenmesse in Bayern und der durch eine Jury sichergestellten Qualität der gezeigten Arbeiten ist die Kunstmesse Ingolstadt 2022 für ganz Bayern Zugpferd und Ideengeber mit positiver Ausstrahlung für die hier lebenden Kunstschaffenden. 47 professionelle Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Werke. Das Spektrum der ausgestellten Werke reicht von Malerei und Druckgrafik über

Bildhauerei und Objektkunst bis hin zu Keramik und Schmuck und präsentiert die große Bandbreite des zeitgenössischen Kunstschaffens auf. Ohne Förderung wäre das nicht möglich, deshalb danken wir der Stadt Ingolstadt und unseren Sponsoren für ihre Unterstützung! Die Eintrittspreise: Tageskarte inkl. Katalog 8,00 € Dauerkarte inkl. Katalog 15,00 € Kinder bis 14 Jahre frei.

KUNSTMESSE

INGOLSTADT KLENZEPARK - EXERZIERHAUS

Fr 11–20 Uhr | Sa 11–21 Uhr | So 10–18 Uhr Tageskarte inkl. Katalog 8 €, Dauerkarte inkl. Katalog 15 € Kinder bis 14 Jahre frei. www.kunstmesse-ingolstadt.de

10—12

JUNI 2022


Veranstaltungen | Anzeigen | 21

IN-direkt | 27. Mai 2022 interpretationen, lauschigem Barsound und groovigen Rhythmen, die kaum ein Bein stillstehen lassen. Die besondere Atmosphäre in der Rosengasse schafft den passenden Rahmen für einen unterhaltsamen Konzertabend. Eintritt frei.

Bandbreite ist dabei groß: Singer/Songwriter, elektronische Musik, klassische Zither – alles ist möglich. Und wie immer sind die Fensterkonzerte eine kleine musikalische Wundertüte. Dieses Mal mit Ingolstädter Jazzpreisträgerin Birgit Zinner.

es uns ein bisschen einfacher, aber es gibt mittlerweile auch wieder eine Abendkasse für Kurzentschlossene oder unter www.jens-rohrer.org/tickets

2. Juni

beliebt. Händler und Pferdeliebhaber aus ganz Deutschland geben sich hier regelmäßig ein „Stelldichein“. Vor allem Freizeit- und Hobbyreiter kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Eintritt kostet 5 €, Kinder bis 14 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

4. Juni

„Besser als Fernsehen“ 19.30 Uhr, KAP94 Ingolstadt

18.00 Uhr, Künnettegraben KAP94 Ingolstadt Kein Eintritt, keine Tickets, dafür Wohlfühlatmosphäre am Künettegraben: Immer Sonntags sitzen Musikerinnen und Musiker in den Fenstern des alten Festungsbaus an der Schlosslände und spielen für die Passanten und Besucherinnen auf der anderen Seite des Künettegrabens. Die musikalische

Gehen Sie mit uns auf eine spannende Reise ... Freilicht-Festspiele Vohburg vom 7.-24. Juli 2022 Für die diesjährigen Festspiele wurde der bekannte Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen" von Jules Verne für das Vohburger Freilichttheater adaptiert. Es entsteht dabei ein witzigopulentes Schauspiel mit vielen wechselnden Bühnenbildern, aufwändigen Kostümen und eigens komponierter Musik.

Die Handlung: Der englische Gentleman Phileas Fogg wettet im Jahr 1872, dass es ihm gelingen werde, in exakt 80 Tagen um die Welt zu reisen. Noch am selben Abend bricht er mit seinem Diener Passepartout auf. Mit Zug, Dampfschiff und Heißluftballon machen sie sich auf die spektakuläre Reise gegen die Zeit. Doch damit nicht genug: Der umtriebige Detektiv Fix ist ihnen wegen eines vermeintlichen Raubüberfalls auf die Bank von England auf den Fersen.

Ingolstädter Pferdemarkt 8.00 Uhr, Viehmarkthalle Zuchering

17. Fest der Biere

Die Tradition wird groß geschrieben auf dem letzten regelmäßig stattfindenden Pferdemarkt in Süddeutschland. 1883 in München gegründet, findet der Pferdemarkt seit Anfang 2016 in der Donauhalle in Ingolstadt-Zuchering statt. Seitdem ist der erste Samstag im Monat ein Pflichttermin für Pferdeliebhaber. Denn der Handelsplatz ist mittlerweile weit über Bayern bekannt und

16.00 Uhr, Rathausplatz Rohrbach Die Freiwillige Feuerwehr Rohrbach organisiert wieder ein Stelldichein der Brauereien. Neben einer Vielzahl an Bierspezialitäten wird es wieder live Musik mit verschiedenen Blaskapellen und einen großen Biergarten geben. Für Alt und Jung ein schöner Anlass auf dem Rohrbacher Rathausplatz zusammen zu kommen.

F REILICHT- F ESTSPIELE

VOHBURG

80 Tagen In

Infos zu den Aufführungen 2022 und Termine: Freitag, 8. Juli – 20.30 Uhr Samstag, 9. Juli – 20.30 Uhr Sonntag, 10. Juli – 20.30 Uhr Freitag, 15. Juli – 20.30 Uhr Samstag, 16. Juli – 20.30 Uhr Sonntag, 17. Juli – 20.30 Uhr Freitag, 22. Juli – 20.30 Uhr Samstag, 23. Juli – 20.30 Uhr Sonntag, 24. Juli – 20.30 Uhr

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Fenster Konzerte mit Birgit Zinner

4. Juni

7. b i s 2 4 . Ju l i 2 0 2

29. Mai

Nach dem kurzen Exil in der Neuen Welt ist die Lesebühne „Besser als Fernsehen“ wieder zu Hause im schönen KAP94. Oder besser gesagt oben drauf im sehr schönen Dachgarten. Unser Lesegast ist dieses mal ein Latin Lover: Björn Puscha, seit 2012 bekannt aus der TVSendung „Vereinsheim Schwabing“. Seine Freude im Umgang mit römischer Sprache und Kultur steckt sofort an und entführt das Publikum spielerisch in die Welt der Antike. Den Zuschauer erwarten lustige Episoden aus drei Jahrtausenden, Blicke hinter die Kulissen und es wird endlich offenbar, wer der tollste Kerl der Welt ist. Der VVk macht

um die

Welt

Kartenvorverkauf:

Touristinfo Stadtbibliothek Vohburg und Geschenkhaus Rampl in Vohburg. Web: www.freilichtfestspiele.de und über www.okticket.de

www.freilichtfestspiele.de


22 | Kinder

IN-direkt | 27. Mai 2022

KINDERSEITE

C

A

B B asteltipp :

Kräutergarten für zuhause Überall wächst und blüht es gerade. Frische Kräuter finden sich auf jeder Wiese. Und wer einen Garten hat, kann sich selbst ein kleines Beet anlegen. Doch nicht jeder hat einen eigenen Garten. Wie ihr trotzdem ein kleines Kräuterbeet für die Fensterbank oder den Balkon zaubert, erfahrt ihr hier:

Ihr braucht:

è einen leeren Getränkekarton è Steine è Blumenerde è Samen (z.B. Kresse, Schnittlauch, Petersilie) è Schere è Optional: Holzstäbchen oder Stöckchen und Klebstoff oder Farbe

Und so gehts:

Vom Getränkekarton eine der langen Seiten entfernen! Getränkereste mit Wasser und – falls nötig – etwas Seife, entfernen! Dann könnt ihr auch schon loslegen mit Verzieren, zum Beispiel einen Zaun aus Holzstäbchen aufkleben oder einfach je nach Lust und Laune bemalen. Nun füllt ihr ein paar Steine auf den Boden, bevor ihr Erde darüber gebt. Die Steine verhindern eine sogenannte Staunässe. Deshalb immer mit den Fingern testen, ob die Erde schon trocken ist und dann erst gießen! Zum Schluss gebt ihr die Samen auf oder in die Erde. Mit etwas Geduld könnt Ihr bald eure ersten Kräuter ernten.

Rätsel:

Könnt ihr Kresse, Schnittlauch und Petersilie auseinander halten? Was ist was? Fotos: Freepik: racool Studio, lifeforstock, devmaryna, muhamad saevu, callmetak, ollegn

Antwort: A = Petersilie B = Kresse, C = Schnittlauch

Ausmalbild


mmerfest Sommerfest Piuspark im Piuspark

9. Juni 2022

19. Juni 2022

Freundeskreis Piuspark e.V.


GESCHWISTER WELL GESCHWISTER WELL WELLKÜREN UND WELL-BRÜDER WELLKÜREN UND WELL-BRÜDER

Kabarett Kabarett in Wettstetten

Foto: Hans-Peter Hösl Foto: Hans-Peter Hösl

Freitag, 08. Juli 2022 im Festzelt (Festplatz) Freitag, 08. Juli 2022 im Festzelt (Festplatz) Einlass: Einlass: Eintritt: Eintritt:

19:00 Uhr | Beginn: 19:30 Uhr 19:00 Uhr | Beginn: 19:30 Uhr 19,- € (Vorverkauf Vorverkaufim Rathaus)

19,- € (Vorverkauf im Rathaus) 22,- € (Abendkasse) Abendkasse 22,- € (Abendkasse) Vorverkaufsstellen: Rathaus Wettstetten, Getränkemarkt Hörl Wettstetten, WestPark, Raiffeisenbank im Donautal Geschäftsstellen Buxheim, Eitensheim, Gaimersheim, Hitzhofen, Hofstetten und Wettstetten

1200 Jahre 1200 Jahre

Wettstetten Wettstetten Mit freundlicher Unterstützung von IN-direkt, Raiffeisenbank im Donautal und Getränkemarkt Hörl Wettstetten