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gwverlag.de

Fachmagazin für innovative Hotellerie

SUPERIOR HOTEL Dezember 2019 / Ausgabe 4

www.superior-hotel.net

Refugium

Heimathafen

Behaglichkeit

Designhotel Silena in Südtirol: 1.000 Bücher in der Teebibliothek

Jens Sroka (Beach Motel, Bretterbude): Lighthouse Hotel & Spa in Büsum

Gedämpftes Licht im Gästezimmer Einladende Saunakonzepte


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HOTEL-TV: DIE 5-STERNE-LÖSUNG VON PANASONIC

Mit der innovativen TV>IP-Signalverteilung sparen Hoteliers Kosten und Installationsaufwand. Sie ermöglicht eine smarte und energieeffiziente Hotel-TV-Lösung und bringt heute schon die Zukunft der Vernetzung.

P

anasonic steht seit Jahrzehnten für innovative und qualitativ hochwertige Produkte. Als einziger Hersteller stattet Panasonic fast alle TV-Geräte mit dem innovativen Quattro Tuner aus, der neben Empfängern für Kabel, Satellit und Antenne über TV>IP als vierten Empfangsweg verfügt und auch die TV-Programme aus dem Netzwerk von mehreren Servern empfängt. So kann durch die Nutzung bestehender Infrastrukturen auf teure Installationen und spezielle TV-Empfangsboxen verzichtet werden. Dank enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern wie AVM, Axing, D-Link, GSS, ITZ, Kathrein, TASCAN Systems, Triax und WISI bietet Panasonic zudem maßgeschneiderte und auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Hotel-TV- bzw. Hospitality-Lösungen aus einer Hand. Ein Netzwerk für Ihr Netzwerk sozusagen. Die über Kabel, Satellit oder Antenne empfangenen TV-Programme werden von einem TV>IP Server (mit SAT>IP Standard) ins Netzwerk eingespeist und können mit allen Panasonic TVs über LAN, Powerline oder noch komfortabler kabellos per WLAN empfangen werden. Für Systemintegratoren bzw. Hoteliers bedeutet dies durch die Verwendung des vorhandenen Netzwerkes eine deutliche Kostenreduzierung. Eine teure Empfangsbox in jedem Zimmer sowie eine aufwändige Verkabelung ist mit TV>IP nicht notwendig. TV>IP bietet den vollständigen TV-Komfort mit EPG, HbbTV, Videotext oder USB-Recording ohne jegliche Einschränkung.

Alle aktuellen Modelle verfügen über einen speziellen Hotel-TV-Modus, mit dem individuelle Einstellungen festgelegt werden können, die bei jedem Einschalten des TVs aktiviert werden. Dazu gehören beispielsweise der individualisierbare Begrüßungsbildschirm, ein bestimmtes Programm oder eine vordefinierte Lautstärke. Außerdem werden die Login-Daten der Hotelgäste für VOD- und Streaming-Dienste automatisch beim Ausschalten des TVs gelöscht. Grundeinstellungen können darüber hinaus gegen versehentliche Änderungen gesperrt werden. Der Funktionsumfang variiert dabei je nach TV-Modell. Der einfache Hotel-Mode

beinhaltet bereits die wichtigsten Funktionen für die Individualisierung des Startbildschirms sowie die Einschränkung von Lautstärke und Fernbedienung. Im Hotel-Mode-Plus, mit dem der Großteil der aktuellen Geräte ausgestattet ist, lassen sich sämtliche Individualisierungsmöglichkeiten nutzen, so etwa auch das Sperren von einzelnen Fernbedienungstasten oder der Zugriff auf bestimmte Apps und externe Geräte.

Weitere Informationen unter:

www.panasonic.de/hotel-tv

HOTEL-NETZWERK

Satellitenschüssel

DVB-T-Antenne

Kabelanschluss

TV>IP Server

Zimmer 1

Zimmer 2

Zimmer 3

Lobby

Bar

Wellnessbereich


ED I TO R I A L

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Umsätze ­steigern Eine aktuelle Studie der Telekom nennt sich „Digitalisierungsindex Mittelstand“. Sie ist mit der für unsere Branche relevanten Erkenntnis überschrieben, dass sich Hotels und Gaststätten nur schleppend digitalisieren. Noch immer liegt das Gastgewerbe zwei Indexpunkte hinter dem Durchschnitt anderer Branchen, auch wenn diejenigen, die „mitmachen“, Positives zu berichten haben: Die Hälfte der befragten Hoteliers und Gaststättenbetriebe konnte mit Digitalisierung Umsätze steigern. Als Hemmschuh gelten den Betrieben jedoch immer noch die Investitionskosten und das ­Thema IT-Sicherheit. Als wesentliche Treiber nennt die Studie erstens den souveränen Gebrauch sozialer Medien, womit mehr gemeint ist, als nur die hauseigene Facebook-Seite mit mehr oder minder unterhaltsamen Posts zu befüllen. Der richtige Umgang mit Bewertungsportalen und kritischen Kommentaren auf Social-Media-Kanälen gehört ebenso zum Anforderungsprofil eines modernen Hotelbetriebs wie die Vernetzung mit Gästen vor und nach der Buchung und dem Hotelaufenthalt, die Optimierung der Webseite für mobile Endgeräte oder die Möglichkeit, ein Hotelzimmer, einen Tisch im Hotelrestaurant oder weitere Serviceangebote online zu buchen. Zweitens lohne sich laut dieser Studie die Analyse von Kundendaten. Betriebe, die systematisch Kundeninformationen in einer professionellen Kundendatenbank erfassen oder ihre digitalen Lösungen zur Kundenbindung ausgebaut haben, konnten ihre ­ Umsätze erhöhen. Dank Datenanalyse in Echtzeit und dem Einsatz von Tools für Business Intelligence und Business Analytics können Hotels und Gaststätten Trends im Kundenverhalten besser antizipieren und ihren Gästen personalisierte Produkte und Services anbieten. Drittens kann der Einsatz digitaler Kassensysteme, auch als Tablet- beziehungsweise App-basierte Lösung, die ­Effizienz der

Peter Erik Hillenbach Chefredakteur

Prozesse im Gastgewerbe steigern. Die Buchhaltung auf aktuellem Stand, die Transparenz von Warenein- und -ausgängen gewährleistet, ferner Qualitäts- und Hygienemanagement im Griff – es ist kein Wunder, dass Hotelbetriebe mit einem hohen Digitalisierungsindex überdurchschnittlich erfolgreich performen. Hotelsoftware, Kassensysteme, digitaler Meldeschein, digitale BestPractice-Beispiele – nur einige der Themen, die Sie auf den Seiten 48 bis 53 dieser Ausgabe finden. Lesen Sie außerdem in diesem Magazin, wie Hotelräume einladend mit Licht inszeniert werden, welche deutschen Sekte der Gastgeber reicht – gewinnbringend, versteht sich – und wie ­erfolgreiche Hoteliers wie Jens Sroka, Steffen Schillinger, Sylvia Kaiser, D ­ ominic Müller oder die Brüder Meiser unseren Autoren ihre Konzepte ­beschreiben. Herzlich, Ihr

Peter Erik Hillenbach Übrigens: Superior Hotel ist auch als E-Paper im Internet abrufbar – www.superior-hotel.net


I N H A LT

SU PER I O R H OT EL 0 4 | 19

Hotel & Praxis 14

Silena in Vals / Südtirol

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Hotel Nickisch in Schüttorf

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Refugium für die Seele Geist der Erneuerung

Vital-Hotel Meiser in Neustädtlein Tradition ja, Mainstream nein!

Management & Marketing

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HeimathafenHotels: Jens Sroka Küstenherzen höherschlagen lassen

Hotel Ritter in Durbach

Revolution der Sterneküche

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Revenue Management: Björn Vöhl, Expedia Group

Allen Partnern gerecht werden

Food & Beverages 34

Feinkost & Delikatessen

Feinkost für die kalte Saison

38

Sekt

42

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Anregende Momente mit Umsatzpotenzial

Gourmetwässer Wasser vom Reinsten

Titelfoto: Silena Hotel / StefanSchuetz.com, Bilder Inhalt: siehe die entspr. Artikel

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Ausstattung & Einrichtung 44

Gästezimmer: Ambiente & Lichtkonzepte Mal gedämpft, mal fokussiert

Ausstattung & Technik 48

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Digitalisierung in den Lindner Hotels So wichtig wie das Bett und die Sauberkeit

Hotelsoftware

Guter Ruf durchs Netz

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Spültechnik

Sauber gespült

Sanitär & Wellness 58

Sauna „Heiß“ in spannendem Ambiente

6 BR ANCHE & NE WS | 64 MARK T & PRODUK TE | 66 IMPRESSUM

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BR ANCHE & NEWS

Ameron Frankfurt Neckarvillen Boutique, Frankfurt

the niu Ridge, Halle

Elzland Hotel 9 Linden, Elzach

Rilano 24-7 Hotel, Kevelaer

Maxx by Steigenberger, Potsdam

Baumhaushotel, Otterndorf

The Slaak, Rotterdam

me and all Hotel, Kiel


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Spannende Ergänzungen im Hotelmarkt Zum Jahresende hin boomen die Hotelprojekte. Neben Renovierungen kommen zurzeit vor allem Neueröffnungen der großen Hotelketten und -gruppen auf den Markt. Von Julia Neumann In der Frankfurter Innenstadt liegt das neue Vier-Sterne-Superior Hotel Ameron Frankfurt Neckarvillen Boutique, welches Ende 2019 seine offizielle Eröffnung feiern wird. Mit dem Neuzugang setzt die Marke Ameron, die zur Hotelgruppe A ­ lthoff Hotels­ gehört, erstmalig ein Luxury Boutique Concept um. Die beiden Gebäudetrakte des Hotels beherbergen nach der Restauration und Renovierung 133 Zimmer und Suiten in elegantem, zeitlosem Design mit einem modernen Twist. Seine Lage macht das Hotel für seine Kernzielgruppe der Business-Gäste zusätzlich attraktiv. www.ameronhotels.com

Fotos: Die genannten Hotels, Dahmke Photographie (1), JOI (1)

Seit September 2019 stehen die Türen des Elzland Hotel 9 Linden in Elzach im Schwarzwald offen. Das Haus vereint traditionelles Handwerk und lebendige Moderne miteinander und ist gleichzeitig puristisch. Insgesamt gibt es 33 Zimmer, Appartements, Penthouses und Ferienwohnungen. Die großzügigen Fensterfronten der vier Penthouses gewähren Ausblicke in das Elztal. Nahegelegene Städte wie Freiburg, Basel, Colmar und Straßburg sind in kurzer Zeit erreichbar. www.elzland-hotel-neunlinden.de Am 1. August wiedereröffnet, am 21. Oktober gefeiert – das Maxx by Steigenberger Sanssouci Potsdam ist das dritte Haus der jungen Marke der Deutsche Hospitality. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten vereint das Hotel mit 137 Zimmern nun die für Steigenberger charakteristische Servicequalität mit urbaner Gemütlichkeit. Der Fokus des neuen Maxx liegt auf gemütlichen Betten, dem bewährten SteigenbergerFrühstück sowie dem Maxx Coffee Ritual. Das hiesige Motto lautet: „Maxximize your stay“. www.deutschehospitality.com Im nordrhein-westfälischen Kevelaer hat die Hotelgruppe Gorgeous Smiling Hotels­(GSH) im Oktober ihr neues Rilano 24|7 Hotel Kevelaer mit 73 vollklimatisier-

ten Zimmern sowie fünf Suiten eröffnet. Hier handelt es sich bereits um das zehnte Haus der Eigenmarke Rilano Hotels & Resorts. Mit einem neuartigen Konzept und als Teil eines EU-Förderprojektes stellt der Hotelneubau eine spannende Ergänzung für die idyllische Region dar. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes wird das touristische Angebot des Areals bis zum Jahr 2020 weiterentwickelt. www.gsh-hotels.com Gleich mehrere Häuser seiner Marke the niu eröffnete die Hamburger Hotelgruppe Novum Hospitality im September, Oktober und November. Halle an der Saale, Esslingen und Stuttgart sind die neuen Standorte. Damit wächst die Marke auf 14 Häuser. Das the niu Ridge in Halle verfügt über 186 Zimmer und bietet nahe der Altstadt und des Hauptbahnhofs Übernachtungsmöglichkeiten für Freizeit- und Geschäftsreisende. Der Namenszusatz Ridge (= Kante) ist eine Anlehnung an die Salzgewinnung der Stadt, die im Hotel mit jeder Menge Ecken und Kanten in Szene gesetzt wird. In Esslingen nahm das the niu Timber (= Bauholz) seinen Betrieb auf. Das Hotel in zentraler Lage interpretiert die für die Stuttgarter Region typischen Fachwerkhäuser neu. Haus Nummer 14 ging derweil im Stadtteil Fasanenhof der Landeshauptstadt Baden-Württembergs an den Start. Hier erinnert das the niu Mesh (= Draht, Gitter) an die Stuttgarter Fasanerie, deren Gebäude Anfang des 19. Jahrhunderts unter König Wilhelm I. errichtet wurden und die heute Namensgeber des Viertels ist. www.novum-hospitality.de Im Frühling 2020 eröffnet das me and all hotel kiel in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins mit einem urbanen, rustikalen und zugleich maritim-schicken Design. Es rühmt sich unter anderem mit 164 Zimmern und einer großen Lounge mit bepflanzten Wänden, begehbarem Gewächshaus sowie einem Wellness- und Fitnessbereich. Für Brainstormings, Seminare

oder andere Meetings für bis zu 25 Personen verfügt das Hotel über zwei Boardrooms. Vor dem Panorama einer Segelyacht können hier Ideen und Strategien ausgelotet werden, unterstützt mit neuer Konferenz- und Kommunikationstechnik. www.meandallhotels.com Anfang November hat das B ­ aumhaushotel Otterndorf in der Nähe des Nordsee-/Elbdeiches eröffnet. Es befindet sich auf einem 1,4 Hektar großen, parkähnlichen Gelände und ermöglicht seinen Gästen den Blick ins Grüne sowie auf den Deich und das Meer. Die insgesamt fünf Baumhäuser tragen alle Namen verschiedener Vogelarten und befinden sich in vier Metern Höhe. Das Highlight stellt die jeweils zehn Quadratmeter große Außenterrasse mit Strandkorb dar. Mögliche Freizeitaktivitäten bieten neben kleineren Tagungen und Events zum Beispiel Kanufahrten im Drei-Seengebiet oder das sogenannte „Waldbad“ nach dem Vorbild des japanischen Shinrin Yoku mit viel Nähe zur Natur und großer Achtsamkeit für die Umgebung. www.mein-baumhaus.de Zu Marriott International jüngster Kollektion unabhängiger, charaktervoller Hotels gehört seit Kurzem auch The Slaak Rotterdam, ein Tribute Portfolio Hotel im renovierten Het Slaakhuys. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude diente bis 1976 der Zeitung Het Vrije Volk als Newsroom, was sich auch im Design des 74 Zimmer umfassenden Boutique Hotels widerspiegelt. Das Hotel befindet sich im dynamischen Wohnquartier Kralingen, unweit vom Stadtzentrum. Für ein nahtloseres Aufenthaltserlebnis besteht die Möglichkeit, mobil einzuchecken und einen elektronischen Schlüssel zu nutzen. Für ein Penthouse-Feeling verfügen 14 der Slaak Executive Rooms und Slaak-Suiten über Balkone mit Blick auf Rotterdam. www.marriott.com

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FAC H M E SSEN

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I N T ERG A S T R A

„Die Intergastra erfindet sich neu!“ Ein Gespräch mit Markus Tischberger, dem Projektleiter der Intergastra, über die Vorzüge der Stuttgarter Messe und die IKA/Olympiade der Köche. Von Peter Erik Hillenbach die gut geplant und vorbereitet werden müssen. Viele Details müssen im Vorfeld berücksichtigt werden wie etwa ein Heimspiel des VfB Stuttgart, das eventuell auf

im Stadion dieselben Partnerunternehmen und Personen involviert sind. Wir haben uns deshalb frühzeitig mit allen Verantwortlichen unterhalten und konnten durch intensive Gespräche, eine Verlegung eines möglichen Heimspiels des VfB Stuttgart nach Bochum erwirken. Wir freuen uns sehr, dass alle Beteiligten großes Verständnis für unsere Veranstaltung hatten.

www.hug-foodservice.ch

Und wenn Sie Ihre bisherigen Eindrücke zusammenfassen? Für mich ist die kommende Intergastra mit Gelatissimo und der IKA/Olympiade der Köche bereits jetzt eine TeamheldenOlympiade. Nicht nur die Vorbereitungen der Nationalteams, die bereits intensiv für die Wettbewerbe trainieren, sondern auch der tolle Teamgeist, der die Zusammenarbeit mit unseren Partnern kennzeichnet

Karl Zieres GmbH Tel. 06181 18046-0

das gleiche Wochenende gefallen wäre. Dies hätte uns in Sachen Service- und Sicherheitspersonal vor enorme Herausforderungen gestellt, da auf der Messe und

Fotos: Messe Stuttgart / Intergastra, VKD / IKA / Olympiade der Köche (1)

Herr Tischberger, die kommende Intergastra­erlebt im Vorfeld bemerkenswerte Herausforderungen, die es so noch nie gab. Nicht nur die eigentliche Gastgewerbe-Messe Intergastra sowie die Gelatissimo,­größte Fachmesse für Eisprofis nördlich der Alpen, wollen gestemmt werden, 2020 kommt auch noch die IKA/ Olympiade der Köche dazu. Was sind die Zahlen und Fakten, bei denen selbst Sie kurz mal „Boah“ sagen? Zunächst einmal gilt es im Februar mit der Intergastra und der IKA/Olympiade der Köche zwei Großveranstaltungen parallel zu organisieren und insbesondere die Logistik aufeinander abzustimmen. 22 Profiküchen in vier Tagen einzurichten, 15.000 Einheiten Porzellan im Vorfeld zu sortieren oder ein Servicekonzept für 200 Mitarbeiter zu erstellen – das sind Aufgaben,

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I N TERVI EW M AR K U S T ISC H B E R GE R Württemberg intensiv unterstützt und seine Mitglieder aufgerufen, IKA-Standort zu werden und Hotel- und Küchenkapazitäten bereitzustellen. Die Resonanz war überwältigend, sodass die IKA/Olympiade der Köche rund um Stuttgart erlebbar wird. Die Teams geben dieses Engagement und diese Leidenschaft für die Branche zurück, indem sie beispielsweise für Hotelgäste an einem Länderabend kochen. Hier wird es sicherlich viele spannende Geschichten zu erzählen geben.

und der Spirit im Projektteam der Messen beeindrucken mich immer aufs Neue. Alle ziehen an einem Strang, sind motiviert und versuchen, das Messehighlight aus Intergastra, Gelatissimo und IKA/Olympiade der Köche zu etwas wirklich Besonderem zu machen. Konnten Sie schon Unterschiede zwischen den Nationalteams feststellen? Alle Teams haben eines gemein: Diese unglaubliche Vorfreude auf die IKA/Olympiade der Köche! Die Vorbereitungen laufen rund um den Globus und hinter jedem Team steckt ein immenser Apparat. Die jeweiligen Team-Sponsoren spielen hier eine große Rolle und es lassen sich deutliche Unterschiede beobachten. Wie der Team-Spirit und eine perfekte Vorbereitung das alles ausgleichen können, zeigt der Kinofilm „Der Heilige Gral der Köche“ unserer Nachbarn aus Österreich. Der Film der Jugendnationalmannschaft dokumentiert, wie eine „Underdog“ Nation mit Leidenschaft, Elan und Einsatz beim Culinary Worldcup 2018 die großen kulinarischen Wettbewerbsnationen vom Thron stieß. Das ist hochemotionaler Stoff, der Ende November, Anfang Dezember in Österreich Premiere feierte. Damit wird in Österreich die Leidenschaft, die in dem Beruf steckt, einer breiten Öffentlichkeit präsentiert!

Markus Tischberger ist Projektleiter der Intergastra

Zurück zur Intergastra – welche Rückkopplungseffekte erwarten Sie von der IKA? Die Intergastra gehört zu den Top 3-Messen in Europa. Kurz gesagt: Die Welt der Gastronomie, Hotellerie, Köche und Technik trifft sich im Februar in Stuttgart. Wir bieten hier ein 360-Grad-Abbild der Branche. Die IKA/Olympiade der Köche wird zur

INTERG ASTR A 2020

Auf der Intergastra präsentieren vom 15. bis 19. Februar 2020 mehr als 1.400 Aussteller in Stuttgart ihre Produkte, Trends und Ideen in den Bereichen Küchentechnik, Food, Ambiente und Ausstattung für Hotel und Gastronomie, Dienstleistung, Getränke sowie Kaffee. Rund 100.000 Besucher aus über 70 Ländern werden erwartet. Die Intergastra findet regelmäßig im Verbund mit der Gelatissimo, der größten Fachmesse für die handwerkliche Herstellung von Speiseeis nördlich der Alpen, auf der Messe Stuttgart statt. www.intergastra.de

Was bedeutet also die Teilnahme an der Olympiade der Köche für den einzelnen Koch? Das müssten Sie eigentlich die Köche selbst fragen. Wir organisieren ja, wenn Sie so wollen, nur die Plattform, auf der der Wettstreit der Köche-Teams möglich ist. Ich denke jedoch, dass für die Köche eine große Motivation daraus entsteht, ihre Leidenschaft für den Beruf in so einem internationalen Rahmen zeigen zu können. Bei keinem anderen Kochwettbewerb messen so viele Profiköche ihr Können. Das bedeutet Ansporn durch Konkurrenz, aber auch Gemeinschaft, indem man sich als Teil einer internationalen Koch­ elite erleben kann. Die IKA/Olympiade der Köche bietet ja insbesondere auch jungen Talenten eine Bühne und die Gelegenheit, ihr Potenzial zu zeigen.

Internationalisierung der Intergastra beitragen. Viele Besucher, die die IKA/Olympiade der Köche zum Anlass nehmen, erstmals nach Stuttgart zu kommen, werden feststellen, wie einfach unser Standort zu erreichen ist, was die Intergastra zu bieten hat und in 2022 wiederkommen.

Wo bringen Sie die Teams denn unter? Die Teams sind in der ganzen Region Stuttgart untergebracht. Dabei hat uns der DEHOGA Baden-

Wer muss warum als Besucher zur Intergastra? Ob Hotelier, Gastronom, Koch oder Fachhändler – auf der Intergastra finden sie alle Lösungen, die ihre Betriebe benötigen, um fit für die Zukunft zu sein. Zudem wird die Welt immer digitaler: Der persönliche Austausch ist, insbesondere in unserer Branche, deshalb von großer Bedeutung. Schmecken, fühlen, austauschen, vergleichen. Das alles zusammen, erlebt man nur auf einer Messe. Auf der Intergastra trifft sich die Branche!

I K A / O LY M P I A D E D E R K Ö C H E

Im kommenden Jahr feiert die IKA/Olympiade der Köche, die älteste und größte internationale Kochkunstausstellung, vom 14.bis 19. Februar Premiere in Stuttgart. Wer das olympische Event nicht nur besuchen, sondern auch

geschmacklich erleben will, kann sich bereits heute sein Menü-Ticket sichern für ein kulinarisches Mittagessen oder ein mehrgängiges Abendmenü. www.intergastra.de/ika

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H OT EL & PR A X I S

H OT EL FR I T Z L AU T ER BA D I N FR EU D EN S TA DT

Urban Soul trifft Black Forest Eine knappe Stunde von Stuttgart entfernt liegt „Das Fritz“ inmitten unberührter Schwarzwaldnatur im idyllischen Wellnessdorf Lauterbad bei Freudenstadt. Das erste Smart Luxury Hotel im Schwarzwald wurde im Juli 2019 eröffnet, lockt mit eleganten Zimmern im Feng-Shui-Design und Balkonen mit Blick auf die Wälder des deutschen Mittelgebirges. Von Sabine Zoller

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Da die Giebelseite des alten Gebäudes beibehalten wurde, konnte der geltende Bebauungsplan geändert und ein modernes Baukonzept in die Natur eingebettet werden. Geblieben ist die große Terrasse mit Talblick, die bei Schönwetterlage den Blick auf Burg Hohenzollern freigibt, die dem Hotel einst den Namen Zollernblick gab. Nach drei Jahren Planungs- und Bauphase ist ein Ort der Ruhe, Kreativität und Entspannung entstanden, der sowohl im Innenbereich als auch an der Fassade klare Linien und Formen sowie asymmetrische Strukturen zu einem internationalen Stil verbindet. Zum Neuanfang hat das mit einer Investition von 14,5 Millionen Euro entstandene Luxus-Ensemble den Namen „Fritz“ erhalten. „Mein Großvater hieß Fritz“, erklärt Schillinger, der den Namen als modern bezeichnet, weil das „typisch schwäbische Fritz auch international verstanden wird“ und er zudem mit Zweitnamen so heißt.

Tradition trifft Moderne

Der studierte Hotelmanager, der auch einige Zeit für die vereinigten Wirtschaftsdienste in Frankfurt gearbeitet hat, ist seit 2011 in dritter Generation in der Hotel­

dynastie Heinzelmann-Schillinger tätig und hat durch viele Auslandsreisen neue Ideen in Freudenstadt verwirklicht. Bereits 2014 startete er das Projekt „Tradition trifft Moderne“ und eröffnete nach rund vier Monaten Bauzeit die Wander- und Eventlocation Berghütte Lauterbad. Diese liegt auf 757 Metern und bildet mit ihrer Lage und der landschaftsharmonischen Hüttenarchitektur einen der schönsten Aussichtspunkte in der Region. Während außen mit naturbelassener Holzverkleidung gearbeitet wurde, stammt das Holz für die Räume von einem über 300 Jahre alten Bauernhof. 65 Innenplätze inklusive Tanzfläche sowie 100 auf der Panoramaterrasse bieten Raum für Veranstaltungen aller Couleur – fünf Jahre nach Eröffnung hat sich der Ruf als Top Location in der Region mit über 1.500 Events gefestigt.

Nach Berghütte ein eigenes Hotel

In direkter Nachbarschaft entstand dann das Fritz Lauterbad als architektonisches Glanzlicht mit durchdachtem Lifestyle-Konzept. Die Idee „Großstadtflair trifft auf Schwarzwälder Gemütlichkeit“ zieht sich durch das gesamte Haus und bildet einen ganz eigenen, neuen Stil in der Region. Während

Fotos: Nikolay Kazakov, Hotel Fritz Lauterbad

Das Fritz ist mehr als „nur“ Hotel: Es ist die gestaltete Vision von Hotelchef Steffen­ Schillinger, der mit seiner Philosophie „urban soul meets black forest“ den „Style der Großstadt mit der Ruhe und Gemütlichkeit des Schwarzwalds“ verknüpft und mit einem Designhotel aufwartet, das sowohl baulich als auch konzeptionell neue Wege beschreitet. „Wir glauben daran, Luxus, Ruhe, Lifestyle und Wellness jedem zu ermöglichen, der den Wunsch danach hat“, argumentiert der 36-jährige Eigentümer. Im Jahr 2016 hat er mit dem Um- und Ausbau des elterlichen Betriebes Waldhotel Zollernblick begonnen. Bereits seit 1896 prägt der historische Altbau des Hauses, das zuvor als Grandhotel Stockinger Gäs­te beherbergte, das Landschaftsbild und gilt mit seinem von extravaganter Eleganz geprägten Schwarzwaldhaus als architektonisches Kulturdenkmal. Mit der Idee, das Ortsbild sowie die Bausubstanz in ihrer Qualität zu erhalten und das unter Denkmalschutz stehende Hotel zukunftsfähig weiterzuentwi­ ckeln, plante Steffen Schillinger­den Abriss des aus den 1950er-Jahren stammenden Anbaus, um einen modernen viergeschossigen Neubau mit Flachdach und Wellnessbereich entstehen zu lassen.


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im Bestandsgebäude kleine Veränderungen genügen und mit hohen Glasfronten ein neues Lounge- und Büfettkonzept entsteht, trifft im Neubau der Fortschritt der Großstadt auf die Natur im Schwarzwald. Hochwertig verarbeitetes Holz ziert hier die Außenfassade und knüpft an die Vergangenheit an. „Seit Jahrhunderten findet man in Japan verbranntes Holz an Außenfassaden. Es wird kontrolliert verbrannt und bekommt so eine verkohlte schwarz-silbern schimmernde Struktur, die als Schutz gegen Witterungseinflüsse fungiert.“ Schillinger­ legt Wert auf hochwertige Materialien und so sind im Hotel Eichenholzdielen mit dunklen Decken aus Heraklit mit Ortbeton kombiniert, was für den industriellen Look der Großstadt sorgt. Rund drei Millionen Gäste besuchen die Hauptstadt im Schwarzwald, wobei wachsende Übernachtungszahlen aus Nord- und Südamerika sowie Asien zu verzeichnen sind. Für das Fritz hat Schillinger neben den Urlaubern Wellness- und Tagungsgäste im Visier. Mit dem Fritzwell-Angebot wird der über 1.000 Quadratmeter große Spabereich auch für externe Gäste geöffnet. Beim Brunch mit Live-Cooking können sie den Ausblick in die Natur genießen. „Wir freuen uns über jeden, der eine Pause vom Alltag sucht“, sagt er.

Produkte aus der Region

Als belebter Platz mit Aufenthaltsqualität ist die Rezeption ausgestattet. Unaufdringlicher Luxus mit Rolf-Benz-Sofainseln und -sesseln lassen Gäste entspannen. Dort können sie bei individueller Beleuchtung und Loungemusik eine Schwarzwälder Kirschtorte genießen oder an der integrierten Fritz Bar mit Signature Drinks in die Auszeit starten. Per Rad, Nordic Walking oder Wandertouren lässt sich die Natur erkunden; wer hungrig geworden ist, wählt abends à la carte. „Wir kombinieren den Puls der Großstadt mit traditionellen, nachhaltigen Produkten aus der Region“, so Schillinger, der mit Höfen aus der Umgebung kooperiert und damit den Schwarzwald auch kulinarisch in Szene setzt.

Die großen Zimmer mit klaren Formen und Farben sind von der Feng-Shui-Harmonielehre inspiriert und treffen auf urbanes Interieur. Insbesondere die Fensterfronten laden ein, den Fernblick zu erleben. Mit professionell konzipierten Soundsystemen sind pumpende Beats im Fitnessraum und medi­tative Melodien im Spa programmiert. Ein Gefühl von Freiheit bietet der 20 Meter lange Infinity Outdoor Panorama Pool. Kosmetikanwendungen, Sound- oder Holzfäller-Sauna, Dampfgrotte sowie Massageanwendungen lassen Gäste den Alltag vergessen und bestätigen das Fritz Lauterbad schon kurz nach Eröffnung mit dem bundesweit anerkannten Qualitätssiegel als zertifiziertes Vier-Wellness-Stars-Hotel. PROFILE

n Das Hotel Fritz Lauterbad wurde im Juli 2019 nach dreijährigem Umbau eröffnet

n Eigentümer Steffen Schillinger übernahm den Steffen Schillinger und seine Lebenspartnerin

Lara Deininger mit der

Zertifizierungsurkunde für das Fritz Lauterbad als Vier-Wellness-

elterlichen Betrieb Waldhotel Zollernblick und führt ihn als „Das Fritz“ in die Zukunft n Motto: urban soul meets black forest n Investition: 14,5 Millionen Euro n Rund 1.000 Quadratmeter großer Spa mit Infinity Pool, diverse Saunen und Dampfgrotte n Zertifiziert als Vier-Wellness-Stars-Hotel n www.fritz-lauterbad.de

Stars-Hotel

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H OT EL & PR A X I S

F O R S T H AUS G EO RGSH Ö H E I N T H A L E / H A R Z

Kanada mitten im Harz Über der einstigen Industriestadt Thale am nordöstlichen Rand des Harzes thront regelrecht Sylvia Kaisers kleines Reich der Ruhe. Abgeschieden von der Hektik des Alltags, mitten im Wald, können im Forsthaus Georgshöhe Gäste entspannen, saunieren und dabei sogar Wildtiere beobachten. Von Yvonne Ludwig-Alfers „Muss ich da wirklich lang? Bin ich richtig?“, dürfte sich der eine oder andere Gast der Pension Forsthaus Georgshöhe fragen, wenn er nach einer serpentinenartigen Fahrt von Thale aus von seinem Navi aufgefordert wird, rechts in den Wald abzubiegen. Zumindest bei der ersten Anreise. Wer sich auf den abenteuerlichen, zwei Kilometer langen Weg einlässt, auf dem einem schon einmal Füchse, Rehe und andere Wildtiere begegnen können, der wird mit einem bezaubernden Kleinod der Ruhe mit kanadischem Charme belohnt. Schon bei der Ankunft springt Gästen das imposante Blockhaus im Stile Kanadas ins Auge. Der Naturstamm-Bau birgt vier der insgesamt neun Zimmer der Pension. Von hier begrüßt Glenn, ein aus Massivholz gefertigter Elch mit echtem Elchgeweih, Neuankömmlinge oder Wiederkehrer und gerne auch deren Hunde. Im Inneren des Hauses setzt sich der kanadische Stil fort. In jeder Ecke, egal ob Flur, Treppenhaus oder Zimmer, spielt die liebevoll gestaltete Dekoration auf die Themen Jagd, Wald oder Kanada an. Oft sind es Erinnerungsstücke an vergangene Reisen oder „Jagdtrophäen“ von Hans-Jürgen Kaiser, dem Vater von Sylvia Kaiser. Er übergab vor acht Jahren die Pension an seine Tochter; zuvor hatte er sie zusammen mit seiner Frau Helga ab 1993 aufgebaut und sich 1998 den Traum eines kanadischen Blockhauses erfüllt. Zimmernum-

mern sucht man in dem für den Harz einzigartigen Gebäude vergeblich, stattdessen sind Wolf, Elch, Luchs und Bär Namenspaten. Die Tiermotive der Holztüren im oberen Stock aus reiner Handarbeit weisen auf das Elch- beziehungsweise Wolfzimmer hin. Die untere Etage soll folgen. In den liebevoll dekorierten Räumen dominieren die riesigen Baumstammbetten, während das restliche Mobiliar Gemütlichkeit ausstrahlt.

Frühstück als Highlight

Fünf weitere Zimmer finden sich im vis-a-vis liegenden Harzer Gäs­tehaus, das seinerzeit aus einem ehemaligen Pferdestall entstand. Zuvor hatten Hans-Jürgen und Helga Kaiser einzelne Räume ihres Wohnhauses, dem Forsthaus, vermietet. Heute dient dieses als reines Wohnhaus für die Gastgeber-Familie. Die untere Etage des Harzhauses beherbergt den Frühstücksraum für die Gäste, der ebenfalls mit Elementen ausgestattet ist, die an den Wald erinnern. Auch außerhalb der Frühstückszeiten ist der Raum für die Pensionsgäste geöffnet. Kaffee und Tee stehen hier bereit, im Blockhaus gibt es eine weitere Station, an der sich Gäs­ te mit Heißgetränken versorgen können. Bekannt ist die Pension für ihr Frühstücksangebot. Viele der Köstlichkeiten bereitet Sylvia Kaiser zu und so kommen die Gäste in den Genuss von selbstElch Glenn begrüßt neue und altbe-

kannte Gäste bei

ihrer Ankunft vor dem Blockhaus.

Die Thematik Kanada setzt sich im Inneren fort

Bereits der Weg zur Pension Forsthaus

Georgshöhe im Harz führt zwei Kilometer durch den Wald.

Am Ende warten

ein Blockhaus im kanadischen Stil

(links) und das Harzer ursprüngliche Forsthaus (rechts) dient

als Wohnhaus für die Gastgeberfamilie Kaiser

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Fotos: GW Verlag/ylu

Gästehaus (Mitte). Das


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gemachten Dips, Aufstrichen, Marmeladen oder Bananen-Muffins. Oft seien ihre Gäste die Versuchskaninchen, wenn sie neue Rezepte ausprobiere, berichtet Sylvia Kaiser mit einem Augenzwinkern. Genau wie bei den Dekorationen in den Zimmern legt die Chefin auch bei den Speisen Wert auf das liebevolle Anrichten.

Netz? Nein. Doch, jetzt. Nein, doch nicht.

Sylvia Kaiser brennt für ihren Betrieb, das bemerkt man sofort, wenn man mit der findigen und kreativen Gastgeberin spricht. Ihre Augen strahlen, wenn sie von einzelnen Stücken spricht, die sie rein zufällig entdeckte oder für ihren Betrieb anfertigen ließ. Sei es Glenn oder die Bank am Rand des Grundstückes, von der sich Besuchern ein außergewöhnlicher (bei schönem Wetter weiter) Blick ins Tal offenbart. Dieser bleibt auf jeden Fall den zwei Gästen nicht verborgen, die das Baumzelt gemietet haben, das zwischen den Bäumen auf dem Grundstück hängt. Oder jenen, die ihr eigenes Zelt mit Erlaubnis von Sylvia Kaiser dort aufschlagen. Ihre Augen spiegeln aber auch den Stolz wider, wenn sie beispielsweise über ihre digitale Gästemappe via App spricht, die für ihre Gäste Informationen zum Haus und Ausflugstipps bereithält, oder anderen digitalen Möglichkeiten wie Buchungen und Social Media. So setzt sie geschickt Facebook und Instagram beim Personalrecruiting und Marketing ein. In das neue Jahr 2020 will das Team mit einem neuen Buchungsportal starten. Gerne würde die gelernte Buchhalterin mehr in dieser Richtung machen, wird aber durch den schlechten Netzausbau in Deutschland – besonders in den ländlichen Gegenden – ausgebremst. Oft sei man sehr langsam im Netz unterwegs oder gar nicht online. Für den beruflichen Alltag der Pension ein Graus, für die Gäste in vielen Fällen ein Segen.

Viele Ideen

In die Ruhe der Georgshöhe fiel 2016 ein Fernsehteam ein. Ein Anruf des Senders VOX für die damalige Sendung „Mein himmlisches Hotel“ sorgte bei Sylvia Kaiser, selbst großer Fan der Serie, für Herzklopfen. Schnell fiel die Entscheidung, einer der vier Kandidaten dieser Staffel zu werden, die dem Forsthaus Georgshöhe ein hohe Buchungswelle während und nach der Ausstrahlung bescherte. Noch heute kommen Gäste, die 2016 durch die Sendung auf das Harzer Anwesen aufmerksam wurden. Auch in der nächsten Zeit wird es wieder unruhig: Im Frühjahr 2020 sind umfassende Baumaßnahmen geplant, der Betrieb bleibt dann geschlossen. Hört man von Sylvia Kaisers Plänen für die weitere Zukunft, werden diese aber nicht die letzten Arbeiten gewesen sein. Ideen hat die Chefin des Forsthaus Georgshöhe reichlich.

PROFILE

n Das Grundstück der Georgshöhe umfasst das Forsthaus Georgshöhe, ein Blockhaus im kanadischen Stil (vier Gästezimmer) und das Harzer Gästehaus (fünf Gästezimmer). Erweiterungen sind geplant n Gäste können die Sauna und einen Grillplatz nutzen n Den Betrieb führt Sylvia Kaiser. Sie übernahm die Pension vor acht Jahren von ihren Eltern Hans-Jürgen und Helga Kaiser, baut sie stetig aus und bringt neue Ideen ein n Neben Sylvia Kaiser arbeiten drei weitere Mitarbeiterinnen im Team. Diesen bietet die Chefin faires Gehalt mit Kindergartenzuschlägen und Fahrgeld sowie weitere gute Rahmenbedingungen n www.forsthaus-georgshoehe.de

Das Harzer Gästehaus bietet fünf Gästezimmer

Im unteren Stockwerk befindet sich der

­Frühstücksraum, der Gästen auch außer-

halb der Frühstücks-

zeiten zur Verfügung steht

Eins der Highlights:

Der Blick nach Thale

Für Gäste steht auch

eine Sauna bereit, von deren Terrasse aus

sich sogar Wildtiere beobachten lassen

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Refugium für die Seele In dem kleinen Dorf Vals in Südtirol auf einem Sonnenplateau in 1.354 Metern über dem Meeresspiegel fügt sich das Designhotel Silena regelrecht organisch in die Natur der Hochmoorlandschaft ein. Der Name des Hauses steht für die Geschwister Magdalena und Simon Mair, die 2017 den bis dahin von ihren Eltern geführten, 350 Jahre alten Moarhof übernahmen. Von Eva Mittner Als die Geschwister SI-mon und Magda-LENA Mair im Dezember 2017 das von ihren Eltern geführte Hotel Moarhof übernahmen, unterzogen sie das Gebäude nach einer intensiven Planungsphase einer beinahe mystischen Transformation. Aus dem 350 Jahre alten Traditionsbetrieb wurde behutsam das neue Hotelkonzept gestaltet: Ein Einklang aus Südtiroler Tradition und asiatischer Wohlfühlatmosphäre – überall liebevoll, aber nicht alpenkitschig komponiert. Verwirklicht wurde die beeindruckende Verwandlung von den noa* Architekten aus Bozen und Berlin.

Hochmoor-Landschaft trifft Feng-Shui

Mit den Erfolgsfaktoren Kreativität, Teamgeist und professioneller Planung haben die Architekten zusammen mit den Bauherren das Silena behutsam saniert. Die Architekten wollten keinen Fremdkörper in die Natur setzen. Stattdessen fügten sie das Designhotel subtil und organisch in die Bergwelt ein. Mit dem Fokus auf natürliche Materialien unterstrichen sie die Verschmelzung des Gebäudes mit der Südtiroler Landschaft. Die geheimnisvollen Eigenschaften des Moors als magischer Ort waren die zentrale Entwurfsidee für die Umgestaltung der Oase im Moorfeld. Spannend für Naturbegeisterte: In die Hochmoorlandschaft eingelassen, wirkt das Haus, als würde es aus dem unsteten Boden wachsen. Die sumpfartig getönte Fassade besteht aus sogenannten Aluminium-Pattern, die für eine ungewöhnliche optische Wirkung sorgen. Wie ortstypische Gräser und Äste „wächst“ die Fassade am Gebäude empor. Diese Nestkonstruktion wirkt so frisch und schwerelos wie ein filigranes Kunstwerk. Im Zuge der Neugestaltung im Dezember 2017 bauten die Architekten von noa* den ehemaligen Moarhof

bis auf die tragenden Strukturen und Zwischendecken zurück, nur der 2011 hinzugesetzte Südostflügel blieb in seiner Struktur erhalten. Dem naturalistischen Gesamtbild des Designhotels entsprechend sind auch die aufgestockten Etagen aus dem hier bevorzugten und vielseitigen Holzbau errichtet. Genutzt hat man die Leichtbauweise, die mit erheblicher Gewichtseinsparung und Ressourceneffizienz punktet. Auf insgesamt mehr als 5.000 Quadratmetern verfügt das umgestaltete Silena jetzt über 40 großzügige Zimmer und Suiten, ein durchdachtes Design-Restaurant und eine asiatische Teebibliothek – verknüpft mit der Literatur-Lounge, die immerhin 1.000 Bücher zum Schmökern bereithält.

Rund 1.000 Bücher

beherbergt die Litera-

tur-Lounge des Hotels. Sie ist verknüpft mit

der asiatisch gestalteten Teebibliothek

(großes Bild rechts)

Einklang außen und innen

Die Gastgeber lieben, was sie tun, und das spürt man als Gast sofort. Auf den Zimmern fühlt man sich mit handgeschriebener Begrüßungskarte sofort willkommen. Innen dominieren überall Naturtöne. Braun, Beige und Grün treffen hier und dort auf graue und türkise Farbnuancen. Die Gastgeber inszenierten selektiv natürliche Materialien wie Holz, Stein und Samt und kombinierten mit schweren Elementen aus Glas und kühlem Beton. Dem Prinzip des Feng-Shui entsprechend gilt für die Geschwister Mair: „Weniger ist mehr“. Die Konzentration auf das Wesentliche soll den Gast in eine Oase im Hochmoor entführen und zur Entspannung einladen. In den Gästezimmern verleihen abgestimmt blaue Tapeten und Himmelbetten mit weißen Bezügen ein weiches, fast schwereloses Ambiente. Offen im Zimmer platzierte Duschen und Badewannen sind elegant und zugleich ungewöhnlich arrangiert. Fräsungen in

Prächtige Lage am

Talende von Vals: Das Designhotel Silena.

Die Idee der Gastge-

ber: Ein bis ins Detail

durchdachter Ort, der

die Ruhe und Kraft der archaischen Natur der Südtiroler Berglandschaft mit der Seele

der Kultur Südostasi-

ens zusammenbringt

Die erdfarbene

aus sogenannten

Aluminium-Pattern und soll an Sumpf-

pflanzen erinnern. Die nestartige Konstruktion kreiert die Illusion eines mystischen

Hochmoors. Je nach

Lichteinfall schimmert

sie anders. Im Inneren bestimmt ein Stilmix aus Südtiroler Berg-

landschaft und Asien

14

Fotos: Eva Mittner (1), StefanSchuetz.com (12), Marc Beder (1)

Fassade besteht


15

Im Jahr 2017 unterzog sich der ehemalige

­Moarhof einer Verwandlung. Zwischen dem

Ursprung – dem histori-

schen Bergbauernhof –,

der späteren Pension und Hotel Moarhof und dem heutigen Silena liegen rund 350 Jahre

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Der Spa-Bereich befindet sich im Untergeschoss und auf dem Dach des Hauses

Das Silena bietet­ verschiedene

Zimmerkate­gorien,

darunter die Rooftop Suite (großes Bild

unten). In allen setzt sich der Stilmix aus

südtirolischen und asiatischen Details fort

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

Bezug zur regionalen

Küche mit asiatischem Touch bestimmen die Kulinarik des Silena

Hingucker im Restaurant: Der begehbare

Weinschrank, welcher 400 Weine fasst

16


17 den Holzverkleidungen der Duschen zeigen typische Moor- und Lebensblumen. Mit Samt bedeckte SitzmĂśbel wurden nach dem Prinzip der asiatischen Harmonielehre des Feng-Shui ausgerichtet, stellenweise vertiefen GrĂźn- und BlautĂśne die Optik.

Erden, Ankommen, Loslassen

Der Spa- und Wellness-Bereich präsentiert sich zweigeteilt auf insgesamt 1.550 Quadratmetern. Auf der Gartenebene gibt es Indoorund Outdoor-Pools, mehrere Saunen, Waldduftdampfbad und Ruheräume. Als besondere Ăœberraschung und dem Himmel etwas näher liegt das Dachterrassen-Spa mit Panorama-Sauna, Ruheraum und Dachgarten inklusive herrlichem Rundumblick in die Bergwelt. Highlights gibt es ohnehin, wohin man schaut, zum Beispiel einen 18 Meter langen Outdoor-Infinity-Pool, den angeknĂźpften Indoor-Pool und den Sein-Garten, der die Kreise aus dem Hotellogo nachbildet. Erden, Ankommen, Loslassen – unverwechselbare, asiatische WohlfĂźhlrituale und Treatments wurden von den Gastgeber-Geschwistern eigens entwickelt. Mit Pure Silena kreierten sie zudem eine eigene Naturkosmetikserie, die auf asiatische und heimische Kräuter und Pflanzen zurĂźckgreift. Die Pflegelinie aus LindenblĂźten und Kampfer, Zitronengras oder grĂźnem Tee findet in den Spa- und Wellness-Bereichen des Hotels Anwendung.

Kulinarik mit Wow-Effekt

Die Zutaten, die KuĚˆchenchef Alex Hackhofer fuĚˆr seine Kreationen aussucht, kommen aus heimischer und nachhaltiger Produktion und von Lieferanten, die Familie Mair bereits uĚˆber Jahre kennt und wertschaĚˆtzt. Schon beim FrĂźhstĂźck gibt es eine groĂ&#x;e Auswahl an Joghurts, Obst, NĂźssen und Samen, TrockenfrĂźchte, MĂźslis, Wurst und Käse­ sorten, GemĂźse und Sprossen, Säfte, Smoothies und Sekt fĂźr GenieĂ&#x;er. Nachmittags laden frischgebackene Kuchen, Torten und Kekse zum Kaffee oder in die Lounge zur Teezeremonie. Das AbendmenĂź lässt ebenfalls keine WĂźnsche offen. In fĂźnf Gängen fĂźhren die Gastgeber durch SĂźdtiroler Spezialitäten und nicht selten durch die Rezepte ihrer GroĂ&#x;mĂźtter. Ergänzt werden die Speisen durch eine Ăźberaus umfassende Weinauswahl. Beeindruckend: Der begehbare Weinschrank mit 400 edlen Tropfen aus SuĚˆdtirol und der Welt. Besonders beliebt sind exklusive WeinverkĂśstigungen bei den Gästen.

Neu konzipiert und groĂ&#x;zĂźgig erweitert haben die Gastgeber das Design-Restaurant, das am Gebäude durch die geschwungene AuĂ&#x;enterrasse geschmĂźckt wurde. Passend hierzu kann sich die ideenreiche KĂźche sehen lassen: Hier kreiert und kredenzt man natĂźrliche abwechslungsreiche und ortstypische sowie asiatisch JJDarboven Gastro Anzeige Beratung Superior Hotel Intergastra 210x148mm.pdf inspirierte Speisen.

PROFILE

n Das Designhotel Silena erfuhr 2017 eine umfassende Renovierung, nachdem die Geschwister Magdalena und Simon Mair das Haus Ăźbernahmen n Umgesetzt wurde das neue Gebäude vom preisgekrĂśnten Architektur- und Designstudio noa* in Bozen/SĂźdtirol sowie Berlin (2011 gegrĂźndet von Lukas Rungger und Stefan Rier) n Das Haus verfĂźgt Ăźber 49 groĂ&#x;zĂźgige Zimmer und Suiten n Teebibliothek, Sein-Garten, Lese-Lounge, Restaurant und Bauernstube n Spa: Wellness-Oase und aufgestockte vierte Etage mit Panorama-Sauna und -Ruheraum, Lounge sowie Dachterrasse n www.silena.com; www.noa.network 1

20.11.19

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Geist der Erneuerung Das Hotel-Restaurant Nickisch hat seit vier Generationen seinen festen Platz in der Grafschaft Bentheim nahe der niederländischen Grenze. Geschäftskunden, Radfahrer, Heiratswillige und Stammgäste aller Altersgruppen fühlen sich hier in Schüttorf wohl. Schon immer trieb der Geist der Erneuerung die Familie zu Höchstleistungen an, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.

Judith Tolomello ist schwer zu erreichen. Gerade heute wird das neue Musterzimmer für die Komfort-Zimmer in Augenschein genommen. Das Kopfende des Bettes ist als Fliesenspiegel gestaltet – alles außer gewöhnlich. Links davon ziert eine Tapete mit überdimensional großen Gräsern den Raum. Fast glaubt man, in die Naturlandschaft der Umgebung einzutauchen. Das passt ganz zum Credo, das die Gastgeber in drei Worten auf den Punkt bringen: detailverliebt, bodenständig, anders. Seit zweieinhalb Jahren ist Judith Tolomello mit im Geschäft. Die Lebensgefährtin von Hotelinhaber Eric Nickisch war zuvor bei einer regionalen Tageszeitung als Produktmanagerin tätig, doch als das Geschäft im Hotel immer mehr wurde, wechselte sie die Seiten. Wenn sie spricht, merkt man, wie sehr sie den Geist des Unternehmens inzwischen inhaliert hat. Hier kann sie ihr organisatorisches und kreatives Talent voll ausleben – von der Anzeigengestaltung über die Veranstaltungsplanung bis hin zur Weiterentwicklung des Hauses in Zusammenarbeit mit ihrem Partner.

Inspiriert von der Natur

Wie sich Tradition und Innovation im Hause Nickisch ergänzen, zeigt sich in vielen Details: Seit Renovierung des Restaurants Ende 2018 gibt es keine Tischdecken mehr, aber trotzdem wird zu besonderen Anlässen mit silbernen Platztellern, Stoffservietten, Weingläsern und Besteck eingedeckt – direkt auf den Tischplatten aus massiver Eiche. Die schon in der Bar vorherrschenden Erdtöne spiegeln sich nun auch in der Restauranteinrichtung wider. Als Jäger sind alle Familienmitglieder naturverbunden: Die Holzwand besteht aus dem aufgearbeiteten Holz einer benachbarten Scheune, auch eine alte, schwarz gestrichene Dielentür wurde in das Interieur integriert. Holzparkett und vertäfelte Wände

18

geben dem Raum einen wertigen, warmen Charakter. Schwarz-Weiß-Fotos von alten Weinfässern schaffen Atmosphäre. Die dunkelgrünen Fliesen wecken Erinnerungen an alte Markthallen und brechen das Licht der verschiedenen Lichtquellen auf interessante Weise. So wurden zum Beispiel alte Fotoleuchten aufgearbeitet und als Wandleuchten verwendet. Die grünen Emaille-Lampen scheinen aus einer Küche der 70er Jahre entsprungen zu sein und passen somit ideal zum Restaurantstuhl Cary von A.B.C. Worldwide, der sich in hochglänzendem Schwarz präsentiert. Und weil Gegensätze sich anziehen, kombiniert das Hotel Nickisch hierzu den Polstersessel Miramar in Flaschengrün und cognacfarbenem Kunstleder. Die astigen Tischplatten aus massiver Eiche passen in ihrer Ursprünglichkeit ideal zum Look. „Überall im Haus finden sich Möbel von A.B.C. Worldwide“, kommentiert Judith Tolomello.­ Mit dem Gastro-Möbelanbieter verbindet das Haus eine langjährige Beziehung, – „weil Preis und Leistung stimmen“. Die Umgebung prägt die Einrichtung: In der Grafschaft finden sich Moor, Venn, Wald – und ein dichtes Fahrradwegenetz. 30 Prozent der Gäste sind Lang- oder Kurzurlauber, die per Fahrrad oder auf Schusters Rappen die Umgebung erkunden oder einen Ausflug über die nahe Grenze auf den beliebten Enscheder Markt machen, um dort stilecht „Kibbeling“ – Backfisch – zu essen. Auch die Städte Münster, Osnabrück und das Ruhrgebiet sind von hier aus gut zu erreichen.

Regional und frisch

Abends lockt dann die regionale Frischeküche des Res­taurants. Großen Wert legt die Familie auf die regionalen Lieferanten, von denen die frischen Zutaten stammen. Es gibt hier keinen Chefkoch, sondern

Fotos: Hotel Nickisch / Marion Jansen

Von Silvia Geuker


19

Ende des Jahres 2018 investierte das Hotel

Nickisch in die Renovierung des Restau-

rants. Die Möblierung kam vom Anbieter

A.B.C. Worldwide, mit dem das Haus eine

langjährige Beziehung pflegt

Das Restaurant bietet nun 85 Plätze, der

Wintergarten zusätzliche 120

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ein Team mit verschiedenen Verantwortlichkeiten, das nun im Winter leckere Gerichte von Gans bis Wild – natürlich aus der eigenen Jagd – auf den Teller zaubert. Nicht nur Hotelgäste genießen die Produkte der Küche, auch in der Region ist das Restaurant beliebt. So kommen drei Viertel des Publikums aus der näheren oder ferneren Umgebung. Das Restaurant bietet 85 Sitzplätze, die Bar-Lounge namens Raummeter 45 Plätze und im Sommer finden Gäste auf der Terrasse noch einmal 120 Sitzplätze. Der Führungsstil ist insgesamt teamorientiert, wobei die Familie stets die anstehenden Ziele und die Weiterentwicklung des Unternehmens fest im Auge hat. Mitarbeiteranregungen, wie zuletzt etwa die Verwendung von Glastrinkhalmen, werden gerne umgesetzt. „Ich bin sehr dankbar, dass ich ein so engagiertes Team um mich habe, das uns bei der Realisierung unserer Ziele tatkräftig unterstützt“, freut sich Eric Nickisch. Etwa 15 Mitarbeiter arbeiten in der Küche, im Service ungefähr 20 und in der Verwaltung etwa zehn. Im Hotel sind noch einmal 15 Mitarbeiter tätig. Obwohl sich das Haus ländlich und außerhalb jeglicher Ballungszentren befindet, mache die Mitarbeitergewinnung keine Mühe,

20

Die 34 Hotelzimmer sind komfortabel eingerichtet

weil das Hotel einen guten Ruf genießt. Auch kommen viele frühere Auszubildende nach ihren Wanderjahren wieder zurück in die Grafschaft.

Leidenschaftliche Gastgeber

Der Bankettsaal ist für 120 Gäste ausgelegt. Bei der Renovierung

wurde das Holz unter

anderem weiß lackiert und mit edlem Grau kombiniert

Seit 2012 hat Eric Nickisch das Ruder des Familienbetriebes in der Hand. Als gelernter Hotelfachmann und staatlich geprüfter Betriebswirt der Fachrichtung Hotellerie und Gastronomie bringt er hierfür die ideale Ausbildung mit. Angefangen hat alles mit den Urgroßeltern Clara und Paul Werner Nickisch, die mit Tochter Margarete­und einem Handwagen aus Schlesien in die Grafschaft kamen und 1951 die „Gaststätte zur Erholung“ gründeten. Später übernahm erst die Tochter zusammen mit ihrem Mann Erich Nickisch den Betrieb, mit dem späteren Erwerb eines Grundstücks auf der gegenüberliegenden Seite wurde der Grundstein für den heutigen Betrieb gelegt. Vor der Übergabe an Eric Nickisch leiteten die Eltern, Erhard und Gerda, das Unternehmen und erweiterten den Familienbetrieb in den 1990ern durch den Bau des Hotels. Die Familientradition prägt das Verständnis von Gastgeberschaft. Wichtig ist Eric Nickisch und Judith


21

Tolomello, dass die Gäste exzellenten Service erleben und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Sie definieren sich als Gastgeber aus Leidenschaft: Sie sind nah am Gast, hören zu, nehmen Wünsche auf. Durch die Ausbildung von Hotel- und Restaurantfachleuten sowie Köchen wird dieses Selbstverständnis von Generation zu Generation weitergetragen. Zurzeit sind fünf Hotelfachleute und drei Köche in der Ausbildung. ­Judith Tolomello: „Darauf sind wir sehr stolz, und es ist uns wichtig, dass unsere Auszubildenden Freude an ihrem Job haben.“

Behutsame Erneuerung

Tolomellos ganz persönliche Leidenschaft ist das Durchführen freier Trauungen für Paare, die nach der standesamtlichen Trauung eine Feierstunde ohne religiösen Hintergrund zelebrieren möchten. Auf der Wiese hinter dem Haus gibt es hierfür einen Traubogen. Diese freie Trauung kann auch unabhängig von einer Hochzeitsfeier im Hotel gebucht werden. Eric Nickisch und ­Judith Tolomello

führen den Familien­ betrieb in vierter Generation

Nicht nur das Restaurant wurde neu erfunden, seit Eric Nickisch die Zügel in der Hand hält, 2016 wurde auch der Bar-Lounge-Bereich Raummeter zusammen mit dem Innenarchitekten Thomas Hinsche umgestaltet. Es folgte die Renovierung der Lobby, des Frühstücksraums, einiger Hotelzimmer sowie des Banketts in Eigenregie. Jede Renovierung erfolgt behutsam unter dem Gesichtspunkt, die langjährigen, älteren Stammkunden ebenso anzusprechen wie das junge Publikum. Nicht alles wird auf links gedreht, sondern überlegt, welche Bestandteile der qualitativ guten Substanz weiter erhalten bleiben. So wurde bei der Renovierung des Bankettsaals das Holz an den Wänden erhalten und weiß lackiert, die Fläche darüber erhielt ein edles Grau. Da das Fundament der Theke in einem top Zustand war, baute man die neue Theke darauf auf. So wird ressourcenschonend und wirtschaftlich investiert. Die Lage und Ausstattung des Hotels mit seinen 34 komfortablen, 22 Quadratmeter großen Zimmern abseits der Großstadthektik ist geradezu prädestiniert für Tagungen und Seminare. Aber es wird auch oft für Trauungen, runde Geburtstage und Silberhochzeiten gebucht. Selbst wenn die Gäste aus der nahen Umgebung kommen, nutzen sie die Übernachtung, um am nächsten Tag noch zusammen zu frühstücken. J­udith

Mund zu Mund

Seit der Renovierung des Bankettsaals präsentiert sich das Hotel auf regionalen Hochzeitsmessen. Auch in überregionalen Medien, wie etwa im Ruhrgebiet, erscheint Werbung für das Hotel. Und auch auf Facebook und Instagram ist man unterwegs. Ansonsten leben Vier-Sterne-Hotel und das Restaurant vom guten Ruf und der Weiterempfehlung der Gäste, von denen viele Stammgäste sind. Im Moment wird es im Garten wieder gemütlich, denn seit Mitte Oktober ist Erics Hütte um die OutdoorBar herum aufgestellt. Rundherum ist alles mit Hackschnitzeln ausgestreut, und Flammschalen schaffen ein einladendes Ambiente. Hier können Gäste einen wärmenden Glühwein trinken, bevor es anschließend zum Abendessen geht.

PROFILE

n Familiengeführtes Vier-Sterne-Hotel in vierter Generation. Traditionsbewusstes Haus in ständiger Weiterentwicklung

n Gastgeber sind Eric Nickisch und seine Lebensgefährtin Judith Tolomello n 34 Hotelzimmer in einer Größe von 22 Quadratmetern n Ausbildungsbetrieb in den Bereichen Hotelfach, Restaurantfach und Koch n Restaurant mit regionaler Frische-Küche: 85 Plätze im Restaurant, 45 in der Bar-Lounge „Raummeter“, 120 Plätze im Biergarten

n Bankettsaal für 120 Gäste n Möblierung: A.B.C. Worldwide n www.hotel-nickisch.de ; www.abc-worldwide.de

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Tradition ja, Mainstream nein! Der Focus kürte Dinkelsbühl zur schönsten Altstadt Deutschlands. In Neustädtlein, nur fünf Minuten davon entfernt, liegt das Vital-Hotel Meiser, welches sich als Familienbetrieb und Vier-Sterne-Superior-Wellnesshotel gleichermaßen Gastfreundschaft und Einfallsreichtum auf die Fahne geschrieben hat. Von Kirsten Sulimma Die Geschichte des Hauses Meiser begann 1880 mit einer kleinen Gaststätte in Neustädtlein, die Senior Fritz Meiser in den 70erJahren übernahm und zur überregional bekannten „Tanzmetropole Neustädtlein“ ausbaute. Inzwischen führen seine Söhne Armin und Thomas die Geschäfte. 2003 begannen sie, in unmittelbarer Nähe zum Stammhaus das Vital-Hotel Meiser zu errichten. Peu à peu schritt die Erweiterung voran, 2013 schließlich folgte der Ausbau zum Wellness-Hotel der Kategorie „Vier-Sterne-Superior“. Heute verfügt das Haus über 76 Zimmer und Suiten, einen 1.000 Quadratmeter großen Spa- und Vitalbereich sowie PremiumTagungsräume.­Weitere Standorte der Hotelgruppe Meiser sind das Stammhaus Hotel Rosenstuben, das Hotel am Weinmarkt und das erst im September eröffnete Meiser Design Hotel.

Blick für die kleinen Dinge

„Die Liebe zum Detail und das Persönliche liegen uns sehr am Herzen“, erklärt Armin Meiser. „Wir möchten mehr bieten, als der Gast erwartet.“ Im gesamten Hotel wurde viel mit Holz gearbeitet, modernes Interieur setzt gezielt Akzente. „Mein Bruder Thomas und seine Frau Susan sind für den Weiterentwicklungsbereich zuständig und mehrmals im Jahr weltweit unterwegs, um neue Ideen und Inspirationen zu sammeln.“ Die 76 nach Süden gerichteten Unterkünfte reichen vom 32 Quadratmeter großen, hochwertig eingerichteten Comfort Zimmer bis zur Premium Suite im Alpen-Stil mit 65 Quadratmeter und über zwei Etagen. Für erholsamen Schlaf stattete das Hotel die Betten mit einem exklusiven Deep SleepSystem aus den USA aus.

Das Restaurant

bietet verschiedene heimelige Stuben

für unterschiedliche

Anlässe – vom CandleLight-Dinner bis zu Feierlichkeiten

Das Vital-Hotel zeichnet sich durch einen

gelungenen Mix von

Tradition und modernem Design aus. Die

Liebe zum Detail und eine gelebte Freund-

lichkeit stehen hier an erster Stelle

Hotel-Bar und Lobby sind am Nachmittag oder in den Abend-

stunden ein beliebter Treffpunkt

22


23 Wer sich nach seinem Hotelbesuch vom „Meiser-­ Design“ inspiriert fühlt, findet in der Dinkelsbühler Altstadt das Dekorationsgeschäft Meiser´s Lieblingsstücke und dort von der Familie ausgewählte Möbel, Dekorations- und Geschenkideen. Die Liebe zum Detail zeigt sich für die engagierten Brüder aber vor allem in der Interaktion zwischen Mitarbeiter und Gast. „Unsere Angestellten schenken wirkliche Aufmerksamkeit und begegnen jedem mit einer ehrlichen Freundlichkeit. Und auch uns als Familie ist der Bezug zum Gast sehr wichtig. Wir sagen, wir sind ganzjährig für unsere Gäste da – und das wortwörtlich, denn ein Familienmitglied ist immer im Hotel anwesend.“

Ankommen und wohlfühlen

Frische Küche in alpinem Ambiente

Das Restaurant im Vital-Hotel präsentiert in verschiedenen Stuben und dem lichtdurchfluteten Wintergarten eine umfangreiche À-la-carte-Auswahl und ein OpenKitchen-Konzept: frische Produkte, die das Küchenteam vor den Augen der Gäste zubereitet. Das Credo lautet: regionale Tradition gepaart mit mediterranen Einflüssen sowie moderner, ernährungsbewusster Ausgewogenheit. „Die Produkte kommen zum großen Teil aus der Region und von Produzenten des fränkisch-

Die geschwungenen

Formen des durchgehenden Innen- und

Außenpools schaffen eine beruhigende

und entspannende Atmosphäre

Fotos: Vital-Hotel Meiser, Daniel Zangerl

Der Spa-Bereich umfasst einen durchgehenden Innen-­ und Außenpool mit 250 Quadratmeter Wasserfläche, ein Saunadorf mit Schwarzwälder Kachelofen, VitalSauna mit Infrarot, Außen-Blockhaus-Sauna und orientalischem Sole-Dampfbad sowie eine TechnoGym Fitness-Area. Außerdem stehen Ruheräume mit Wasserbetten und Südblick und eine Außen-Liegewiese samt Liegestühlen, ebenfalls in Südrichtung, zur Verfügung. „Auch hier legen wir viel Wert darauf, dass sich der Gast direkt beim Betreten des Spa-Bereichs wohlfühlt. Das verarbeitete Holz und die geschwungenen Formen

schaffen sofort eine angenehme Atmosphäre“, weiß der Hotelinhaber von den Rückmeldungen seiner Gäste zu berichten. Ebenfalls erwähnenswert: Die Wellness-Area sowie alle anderen Bereiche des Hotels können eine nahezu CO2-neutrale Wärmeversorgung vorweisen. In elf Räumen sind zudem verschiedene Anwendungen bei ausschließlich hoteleigenen Mitarbeitern buchbar, etwa Massagen mit warmem Traubenkernöl oder mit Mandel-, Aprikosenkern- und Sesamöl angereicherter Schokolade. Körperbehandlungen, auch nach ayurvedischen Ansätzen, verwöhnen die Wellnessgäste hier ebenso wie Schönheitsbehandlungen mit der Produktlinie Doctor Babor der Marke Babor, die mit HighPerformance-Rezepturen spezielle Lösungen für ganz spezifische Hautbedürfnisse bietet.

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Die Brüder Thomas (links) und Armin

Meiser führen das

Vital-Hotel Meiser und die weiteren Häuser der Gruppe

Das Haus verfügt

über großzügig und

luxuriös ausgestattete Zimmer und Suiten

mit Wohlfühlcharakter

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hohenlohischen Umlands“, erzählt Meiser. So findet der Gast auf der Karte zum Beispiel einen heißgeräucherten heimischen Rehrücken im Kräutermantel mit Carpaccio vom Butternut-Kürbis, Topinambur-Trüffel-Creme, Kernöl und marinierten Feldsalat oder auch ein Filet vom Steigerwälder Bauernschwein, am Stück sous-vide gegart, mit Kürbiskruste und geräucherter WhiskeySauce, flankiert von eingelegtem jungen Kraut, gebratenen Steinpilzen und selbstgemachten Speckknöpfle. Die Weinkarte offeriert nahezu 200 Positionen, die im hauseigenen Weinkeller in Ruhe reifen können. Ein weiteres außergewöhnliches Restaurant der MeiserGruppe befindet sich im Hotel am Weinmarkt in Dinkelsbühl. Meiser‘s Café Restaurant Lounge verbindet drei verschiedene Stilrichtungen zu einer gelungenen Einheit: das Grand Café mit dem Flair eines Wiener Kaffeehauses, das Restaurant im eleganten Dolce VitaAmbiente und die Lounge im gemütlichen, modernen Wildlife-Stil mit schönen Sonnenterrassen. Stehen größere Feiern bis zu 80 Personen an, kann das Restaurant im Vital-Hotel gemietet werden. Mit dem im Stammhaus befindlichen Bankettsaal Rosengarten verfügt Familie Meiser zudem über einen Raum für Hochzeits-, Familien- oder Firmenfeiern von 60 bis 240 Personen. Für Events, Seminare und Firmenfeierlichkeiten bieten sich außerdem elf technisch modern ausgestattete Tagungsräume an. Auch hier zeigt das Hotel wieder „das gewisse Etwas“, beispielsweise im Tagungsraum Gipfeltreffen, der sich komplett in einem Turm befindet und mit seinem Panoramabalkon die Pausen versüßt. Und so durfte sich das Vital-Hotel in diesem Jahr bei der Wahl der besten Tagungshotels in Deutschland in der Kategorie Klausur über den 15. Platz freuen.

Effiziente Tools

Um bestimmte Arbeitsgänge zu erleichtern, setzt die Hotelgruppe auf eine digitale Infrastruktur mit optimierten Abläufen. In allen Häusern kommt das Kreditorenmanagementsystem HGK-BackOffice zum Einsatz,

welches das Rechnungsmanagement effizient gestaltet. Meiser: „Unser Betrieb ist in allen Bereichen fast komplett digitalisiert, eine Arbeit ohne das System können wir uns schon gar nicht mehr vorstellen.“ Jeder Abteilungsleiter hat jetzt die Möglichkeit, seine Rechnungen unkompliziert zu prüfen, die Zahlen im Überblick zu behalten und transparent zu arbeiten. Die Einführung führte außerdem zu nahezu papierlosen Abläufen: „Wir haben über 4.000 Rechnungen im Jahr, nun kommt fast keine Rechnung mehr bei uns an, die Organisation läuft komplett über das BackOffice-System.“ Seit einem halben Jahr vereinfacht zusätzlich HGK-­ Order die Arbeitsschritte. Hiermit können Daten aus den in HGK-BackOffice hinterlegten Eingangsrechnungen für eine erneute Beschaffung der Waren oder Dienstleistungen direkt in Bestelldaten umgewandelt werden. Sämtliche Bestellungen laufen über eine einzige Orderplattform. „Ein weiterer Vorteil ist, dass wir mit dem System die Produktpreise im Blick behalten und sofort sehen, ob sich diese gegebenenfalls geändert haben.“ Meiser selbst nutzt außerdem die HGKBackOffice-App, um immer und überall auf das digitale Kreditorenmanagementsystem zugreifen zu können: „So kann ich in Sekundenschnelle, sogar unterwegs, Sachverhalte nachschlagen und kontrollieren.“ PROFILE n Familiengeführt über sechs Generationen hinweg n Ländliche Gegend Fichtenau-Neustädtlein bei Rothenburg o. d. Tauber n 76 Zimmer und Suiten, großer Spa-Bereich, Restaurant n Elf Tagungsräume mit professioneller Tagungstechnik n Weitere Standorte: Stammhaus Rosenstuben in unmittelbarer Nähe zum Vital-Hotel, Hotel am Weinmarkt und das neue Meiser Design Hotel in Dinkelsbühl n Die Hotelgruppe nutzt das Kreditorenmanagementsystem HGK-BackOffice sowie das Bestellsystem HGK-Order und die HGK-BackOffice-App n www.meiser-hotels.de, www.h-g-k.de


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H EI M AT H A FEN H OT EL S

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Küstenherzen höherschlagen lassen Aus dem ehemaligen Pagen im Hamburger Kempinski Hotel Atlantic ist ein erfolgreicher, mit Preisen ausgezeichneter Hotelier geworden: Mit seinen jungen und bezahlbaren Konzepten kurbelt Jens Sroka, Geschäftsführer der HeimathafenHotels, den Tourismus an und erweckt Standorte zu pulsierendem Leben. Von Susanne Plaß

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I N TE RV IE W J E N S SR O KA Sein erstes eigenes Beach Motel ging 2013 in St. Peter-Ording an den Start, 2016 folgten in Heiligenhafen ein weiteres Beachmotel sowie die Bretterbude, das erste Surf- und Skate-Hotel Deutschlands und „Hotelimmobilie des Jahres 2017“. In diesem Jahr eröffneten bereits zwei Häuser: das Boutiquehotel Fliegerdeich Hotel & Restaurant in Wilhelmshaven und im September das Lighthouse Hotel & Spa am Büsumer Hafen. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel an der Nordseepromenade sorgt mit seinem Gastronomie- und Wellnessangebot ganzjährig für eine neue Gästestruktur im überalterten Büsum. Srokas unkonventionelle Übernachtungskonzepte sprechen mit der Bandbreite von entbehrungsgewohnten Surfern über Familien, Hundehalter bis zu Wellness-Fans und anspruchsvollen Senioren ein breites Gästespektrum an.

Die Politik, so kann ich bisher sagen, ist für uns eine wichtige Stütze und für die reibungslose Umsetzung eines Projektes ganz elementar. Ich würde kein Projekt gegen den Willen oder ohne die Unterstützung der lokalen Politik umsetzen. Welche Standortvoraussetzungen müssen für Sie gegeben sein? Eine gute Anbindung an Autobahn sowie an öffentliche Verkehrsmittel. Es sollte ein Mindestmaß an Infrastruktur im Ort vorhanden sein – also Shopping, Restaurants, Banken, Ärzte etc. – und möglichst ein 1A-Standort mit tollem Blick sein. Wenn dann noch eine nahe Anbindung an den Ortskern vorhanden ist – super! Jens Sroka ist

Geschäftsführer der

Herr Sroka, wie entstehen Ihre Hotelprojekte? Treten die Gemeinden an Sie heran oder Sie an die Gemeinden? Sowohl als auch. Meist sprechen uns Gemeinden an, aber ab und zu bin ich selbst an einer bestimmten Destination interessiert. Dann kommt von uns die Initiative.

HeimathafenHotels

Die Bretterbude er-

öffnete 2016 als Surfund Skatehotel und

wurde als Hotelimmobilie des Jahres 2017 ausgezeichnet

Sie reisen viel, unter anderem nach Budapest, London, Madrid, Paris und Stockholm. Welches

Fotos: HeimathafenHotels, Andrea Flak, Christian Perl, Susanne Plaß, Mo Wüstenhagen

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt Ihre Hotelprojekte mit 35.000 Euro pro festangestelltem Mitarbeiter. Welchen Stellenwert nimmt die Politik für Sie ein?

Sie sind Tourismus-Visionär, woher holen Sie die Ideen und Impulse? Ich sehe mich nicht als Visionär. Es gibt immer ein Team, bis ein Projekt von der Idee bis zur Umsetzung geführt wird. Zuerst kommt der Standort – die Mikrolage des Grundstücks! Die Grundidee stammt meist von mir, dazu kommt das Team, der Name wird entwickelt und daraus wird dann ein hoffentlich spannendes Konzept. Wichtig ist uns, dass sich ein Roter Faden durch das komplette Projekt zieht und viel Liebe zum Detail vorhanden ist.

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M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

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Land liegt bei Hotelangeboten und zukünftigen Gästeansprüchen vorn? Deutschland ist schon ganz weit vorne, aber hier ist noch viel zu tun und es gibt viele Chancen. Weitere Länder und Orte gibt es auch, aber – psssst, nicht dass uns einer zuvorkommt – ich werde meinen Mitbewerbern hier keine Tipps geben (lacht). Ihre Hotelprojekte kosten viel Geld, 49 Millionen Euro für die Häuser in Heiligenhafen, 39 Millionen für Büsum, und werden aus eigenen Mitteln gebaut und betrieben. Mit wem finanzieren Sie Ihre Träume? Ich habe zwei Partner: Stephan Johannsen, der sich meist um die Finanzierung kümmert, und Sönke Kähler, der als Bauunternehmer für die Umsetzung

Die Beach Motels in

St. Peter Ording und

Heiligenhafen bieten Zimmertypen für

jeden Geschmack:

der Bauphase verantwortlich ist. Ich bin für das Konzept und die Umsetzung zuständig. Wir sind je zu einem Drittel beteiligt, Investoren und Betreiber zu gleichen Stücken, auch wenn ich alleiniger Geschäftsführer bin.

ob für Paare oder vier Freunde

Das Lighthouse Hotel & Spa ist das neueste Projekt. Wie kamen Sie auf Büsum und das neue Konzept? Das Grundstück hatte hohe grundstücksspezifische Neben- und Baukosten. So war uns klar, dass wir ein Projekt in einer höheren Wertigkeit als die bisherigen Hotels bräuchten. Büsum hat fast zwei Millionen Übernachtungen, ist gut erreichbar und hat einfach zu wenig Hotelbetten. Wir haben die beste Lage im Ort – warum also nicht Büsum?!

D A S N E U E S T E H AU S M AC H T B Ü S U M J Ü N G E R

Jens Sroka konzipiert Hotels, die mit ihrem relaxten bis coolen Design vor allem ein sich jung fühlendes Publikum begeistern. Mittlerweile gehören fünf Häuser zu seiner 2018 gegründeten Marke HeimathafenHotels. Das neueste, das Lighthouse Hotel & Spa direkt neben dem Büsumer Leuchtturm, avanciert nach Eröffnung Anfang August 2019 zum Volltreffer bei Gästen und Einheimischen. Wo bis 2016 das Gesundheitszentrum Vitamaris stand, bauten Sroka und seine Partner Sönke Kähler und Stephan Johannsen für 35 Millionen Euro einen Gebäudekomplex mit 108 Zimmern und Suiten sowie Themen-Apartments. Ein Tunnel führt vom Hotel zum seitlich liegenden Erlebnisbad Piraten Meer, das nach Totalrenovierung 2021 wiedereröffnet werden soll. „Vor allem die zweistöckige Tiefgarage im Deich hat aufgrund des Hochwasserschutzes viel Geld verschlungen“, erklärt der 43-jährige Sroka, der dieses Jahr mit dem Special Award der AHGZ ausgezeichnet wurde. Das Lighthouse ist das exklusivste Haus der HeimathafenHotels mit einem modernen, frischen Lifestyle und anspruchsvollem Service. Im Visier stehen vor allem Kurzreisende. Für den „nordischen Hafenstil“ zeichnet die Planungsgemeinschaft Ladehoff + Hannemann & Krützfeldt in Hardebek verantwortlich. Das Architekturbüro Ladehoff begleitet Jens Sroka seit Übernahme des elterlichen Betriebs ambassador hotel & spa in St. Peter-Ording bei allen Hotelprojekten.

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In Zusammenarbeit mit der Firma Cosman Interior haben die Architekten auch die Innenarchitektur des Lighthouse geprägt. Auf drei Etagen entstanden unterschiedliche Kategorien an Zimmern, Suiten und Apartments, die teils mit Kooperationspartnern wie dem Autohersteller Mini, dem italienischen Möbel-Designer Gervasoni, TineK Home, Nui, Stiftung Mensch und Brooklyn Soap Company realisiert wurden. Warme Farben treffen klares Design, hölzerne Möbel kontrastieren metallische Formen. Die Zimmer überzeugen mit überraschender Technik – alte Telefone und Radios als moderne Bluetooth Lautsprecher –, großen Betten und überlange Decken, stylischen Bädern mit ebenerdigen Duschen und skandinavisch-praktischer Einrichtung. Vier Tagungs- und Eventräume sollen Firmen nach Büsum ziehen. Rückzugsmöglichkeiten finden die Gäste mit einer Bibliothek, dem hohen Foyer mit Relaxmöbeln am Kamin, im Ocean Spa mit drei Saunen, LiegeWhirlpool, zehn Behandlungsräumen und einem Fitnessraum.

Drei Restaurants und zwei Bars bilden das kulinarische Angebot. Der aus Graz stammende Küchenchef Florian Prelog hat nach Stationen in Schottland, Amerika und auf der Queen Mary II. seinen Hafen an der Nordseeküste gefunden. In Büsum kümmert sich der Österreicher um die Konzeption der drei Restaurants, die aus einer großen Menu System-Küche bedient werden. Im Restaurant Landgang, das auf Deichhöhe liegt und die Promenaden-Spazierer mit windgeschützter Terrasse und zwei Feuerstellen einfängt, wird eine bodenständige Küche der Region geboten. Fisch kommt frisch von den Kuttern und wird teils in der eigenen Räucherei veredelt. „Pro Abend kommen zwischen 100 und 150 Gäste, die wir mit neun Köchen, davon fünf Frauen, bewirten. Seit Eröffnung haben wir 6.000 Gäste bekocht“, sagt der 37-Jährige, der Stationen bei den Sterneköchen Heinz Winkler und Johann Lafer vorweisen kann. „Wir bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit beispielsweise Krabbensuppe für neun Euro, eine Fischplatte für 16


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I N TE RV IE W J E N S SR O KA

„Wir haben flache Hierarchien und das Arbeiten bei uns ist entspannter und teambasierter. Dazu darf bei uns jeder so sein und aussehen, wie er eben ist. Ich bin kein Kontrollfreak und setze Vertrauen in meine Mitarbeiter.“

Welche Vorteile entstehen durch die 2018 in Hamburg gegründete Marke HeimathafenHotels? Mit einer Kernmarke lässt sich mehr Cross-Selling betreiben und die Kosten des Head Offices in Hamburg lassen sich so sinnvoller auf die einzelnen Hotels verteilen. So können wir unseren Stammgästen zeigen, dass wir weitere Häuser mit gleichen Werten auch an anderen Standorten betreiben. HeimathafenHotels birgt auch Vorteile bei der Mitarbeitersuche: Mit unserer Kernmarke bieten wir Mitarbeitern von der coolen Zwei-Sterne Butze bis zur Vier-Sterne-Superior Suite ein breites Spektrum und man hat bei uns gute Aufstiegschancen. Charaktertypen sind Ihre Favoriten. Wie schaffen Sie es in Zeiten von Personalnot, gute Leute mit Lust an Hotel- und GastronomieJobs zu bekommen?

Wir haben flache Hierarchien und das Arbeiten bei uns ist entspannter und teambasierter. Dazu darf bei uns jeder so sein und aussehen, wie er eben ist. Ich bin kein Kontrollfreak und setze Vertrauen in meine Mitarbeiter. Trotzdem: Auch wir haben Probleme, gute Leute zu finden! Neben Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben Sie jetzt auch den Hotelmarkt in Hamburg im Visier. Was für ein Hoteltyp fehlt in der Hansestadt? Ja, wir fangen in 2020 mit dem Neubau eines Projekts an und werden 2022 eröffnen. Fehlen tut in Hamburg nichts mehr, aber wir werden mit einem jungen, unkonventionellem Drei-SterneLifestyle-Projekt versuchen, unsere Nische in der Hansestadt zu finden. www.heimathafenhotels.de

oder Steirisches Backhenderl für 15 Euro“, so Florian Prelog. Im Landgang gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ist das Frühstücksbüfett abgebaut, sind auch Hunde erlaubt. „Rund elf Prozent unserer Hotelgäste kommen in Begleitung ihres Vierbeiners“, sagt Jens Sroka, der Hundebesitzer als wichtige Zielgruppe sieht. Gleich nebenan liegt De Baar, an der sich abends die Cocktail-Genießer zum Schnack treffen. Das FineDine-Restaurant Schnüsch mit 45 Innen- und 30 Außenplätzen soll, wenn genügend Personal an Bord ist, im Januar eröffnen und Produkte aus Dithmarschen und Nordfriesland in raffinierten Menüs anbieten. Die Hafenkantine nutzt derzeit nur das Personal. Doch ab 2020 werden die 65 Innen- und 30 Außenplätzen an der Hafenmole zeitweise auch für das Publikum geöffnet. Nebenan wartet der Alte Speicher auf Gäste, die ein kühles Craft Beer oder Drinks in uriger Kneipenatmosphäre genießen möchten. Für emissionsfreie Ausfahrten stehen zwei Leih-Minis an der Elektroladestation bereit. Das Lighthouse zieht mit seinem durchdachten Konzept eine jüngere Gästeklientel an und verhilft dem überalterten Büsum zu neuem Schwung. www.hotel-lighthouse.de

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M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

H OT EL R I T T ER D U R BAC H

Revolution der Sterneküche Zehn Jahre verteidigte das Restaurant Wilder Ritter im Hotel Ritter Durbach den Michelin-Stern. Seit April verfolgt man im Hotel ein neues gastronomisches Konzept: Bei [maki:‘dan] gibt es keine starre Menüfolge, stattdessen steht der Gast im Mittelpunkt. Von Sabine Zoller Nach positiven Bewertungen im Gusto (sieben Pfannen) und Feinschmecker (FF) hat nun auch der Gault&Millau das [maki:‘dan] mit zwei Hauben und 16 Punkten ausgezeichnet. „Das ist eine Bestätigung unseres neuen Konzeptes“, berichtet Dominic Müller nicht ohne Stolz. Es ist eine Revolution, die Hoteleigentümer Ilka und Dominic Müller mit Küchenchef André Tienelt geschaffen haben. Erst seit April 2019 wird diese neue gastronomische Idee im Ritter präsentiert, die mit einer breiten Angebotspalette ihresgleichen sucht. „Es freut uns besonders, da es natürlich auch mutig ist, aus der Komfortzone herauszugehen und zu sagen: Nach zehn Jahren mit Michelin-Sternen schließen wir das Gourmet­restaurant.“ Dieses wird nun nur noch für individuelle Buchungen genutzt; in der Ritter Stube wird das [maki:‘dan] serviert.

Mit saisonal wechseln-

schaftlichkeit. „Wir haben alle Abläufe für Service und Küchenteam auf den Prüfstand gestellt“, sagt er. „Es gibt kein Papier, denn unsere Servicemitarbeiter arbeiten mit einem digitalen Orderman, um mehr am Gast zu sein und sind so geschult, so dass sie mit dem Gast kommunizieren, nicht mit dem Gerät.“ Auch das Genusskonzept begeistert: Mit saisonal wechselnden Gerichten und individuellen Kompositionen zu „Kleine Köstlichkeiten“, „Köstlichkeiten“ oder „Süß & Salzig“ lässt sich ein eigenes Menü zusammenstellen, das stark auf Nachhaltigkeit, Regionalität und das Geschmackserlebnis setzt. Ein klassisches Sterne-Menü ist mit viel Zeitaufwand, auch für den Gast, verbunden. „[maki:‘dan] bietet dank individueller Möglichkeiten Spielraum bei Genuss und zeitlicher Gestaltung, ohne das Geschmackserlebnis zu trüben“, so Dominic Müller,­der zum Entree zwei Austern, gefolgt von frisch geschnittenem Schinken vom Wollschwein oder eine Gelbschwanzmakrele empfiehlt, um den kleinen Hunger mit einem Glas Champagner zu stillen. Was folgt, sind Freilandkalb-Tatar, Zartes US Beef Flanksteak mit Bulgogi, Kimchi, Shiso, Wildkräuter, Pulled Pork oder Dim Sum mit Hummer sowie süße Variationen mit Sauer­ampfer, weißer Schokolade und Baiser. Das System fordert die Küche, denn jede Woche wird ein Gericht ausgetauscht. Zudem locken Preziosen zum Probieren, die nicht auf der Speisekarte stehen und von den Gästen zwischen die gewählte Menüfolge geschoben werden können. „Das kommt unheimlich gut an“, so Müller, der damit eine lebendige Top-­Gastronomie leger, aber qualitativ hoch angelegt zelebriert. Da die Küche ohne Kohlenhydrate arbeitet, wird das Konzept nicht nur bei Frauen besonders nachgefragt. Es kommen Hausgäste und verstärkt „viele Besucher aus dem nahen Umland, die nie ein Gourmetlokal besucht hätten“, nun aber in der Ritter Stube Tienelts Sterneküche probieren.

inidividuellen Kom-

Ein Erlebnis schaffen

Die Eigentümer des

Hotel Ritter Durbach: Ilka und Dominic Müller

Der Gast entscheidet

den Gerichten und

positionen kann sich

der Gast sein eigenes Menü zusammenstellen

Durch Ilka Müller wurden auch die Räumlichkeiten einer Verjüngungskur unterzogen, ohne den ursprünglichen Charakter der Stube mit Holzvertäfelung und Eichenboden zu verfälschen. Statt weißen Tischde­

Fotos:Hotel Ritter Durbach

Keine Vorspeisen, keine Suppe, kein Hauptgang oder Dessert – die klassische Menüfolge existiert nicht mehr. Die Strategie rückt dagegen sowohl den Gast als auch die Verarbeitung hochwertiger Produkte als Genuss­ konzept in den Mittelpunkt. „Wir wollen uns wieder auf das Wesentliche fokussieren“, argumentiert Müller, der damit dem Trend zur Individualität Rechnung trägt. „Im Sternerestaurant schreibt der Küchenchef das Menü vor, bei uns aber entscheidet der Gast.“ Da die einzelnen Kompositionen eine Portionsgröße von Zwischengerichten haben, laden sie zum individuellen Variieren mehrerer Gänge ein, die dann nach persönlicher Wunsch-Reihenfolge serviert werden. Untermauert wird das Konzept der „Kleinen Köstlichkeiten“ durch die Namensgebung. Diese leitet sich vom persischen Wort Mezze ab und wird nach der Lautsprache [maki:‘dan] gesprochen – daher die eckigen Klammern. „Wir wollten etwas ganz Neues“, sagt Müller, der lange nach einem passenden Namen gesucht hat und laut eigener Aussage weltweit nur bei diesem einen Wort fündig wurde, „das die drei Begriffe Geselligkeit, Köstlichkeit und Gastfreundschaft miteinander vereint“. Mit der Neuerung verbindet Müller nicht nur das Thema Gastlichkeit und Genuss, sondern auch Effizienz, optimierte Personalplanung und eine höhere Wirt-

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cken, beleuchtet nun modernes Lichtdesign die blanken Holztische mit stilisierten Schwarz-Weiß-Bildern an den Wänden. Die Sommeliers Marius Jürke und Marco Feger kredenzen glasweise individuelle Weinbegleitungen und bieten damit zu jedem Gang das passende Gaumenerlebnis. Als markante Besonderheit schaffen es die Weine im Reagenzglas zu hoher Aufmerksamkeit. Denn diese dürfen mit dem sogenannten Basiswein so lange gemischt werden, bis das Weinaroma zur Speise passt. Last, but not least wird Brot bei der kohlenhydratfreien Kost nur noch auf Bestellung extra frisch gebacken – und damit auf Rechnung serviert. „Wir wollen ein Erlebnis schaffen“, sagt Dominic Müller.­Die wesentlichen Eckpfeiler zum neuen Konzept fasst der umtriebige Hotelier und leidenschaftliche Gas­tronom mit wenigen Sätzen zusammen: „Wir wollten zum einen ein Konzept entwickeln, das durch und durch innovativ und unverwechselbar ist, um damit aus dem Mainstream aufzutauchen. Zum anderen bekommen wir keinen Jungkoch aus Hamburg hierher, um Spätzle zu schaben. Daher wollten wir ein Programm, mit dem sich unsere Mitarbeiter identifizieren – und das haben wir erreicht. Keine Fluktuation seit

Das neue kulinarische Konzept [maki:‘dan] wird in der Ritter Stube serviert

Küchenchef André

Tienelt mit Restaurantleiter Marius Jürke

April und keine Zweiklassen­ gesellschaft zwischen Gourmetund Ritterstuben-Team in der Küche.“

Mut für Neues

Im Januar 2008 hatte Dominic Müller das traditionsreiche Haus Ritter, das bereits 1656 erstmals urkundlich erwähnt wurde, übernommen und mit einer Investition von elf Millionen Euro komplett renoviert. Fünf Jahre später wurden weitere sieben Millionen Euro in das Hotel investiert, das mit 87 Zimmern und Suiten sowie 170 Mitarbeitern eine enorme Entwicklung verzeichnet. Seit 2012 betreibt Müller ebenfalls die Bewirtung des markgräflichen Schloss Staufenberg und ist seit 2017 auch für die Weinstube Birnauer Oberhof des Markgrafen von Baden am Bodensee zuständig. Mit seiner Leidenschaft für Musik etablierte er 2018 ein Jazz Festival auf Schloss Staufenberg und organisiert jährlich eine nicht ganz alltägliche Schwarzwald Winter Challenge für Oldtimerfreunde. Daher verfügt sein Haus über eine eigene Oldtimer-Flotte, die über das Hotel vermietet wird. www.ritter-durbach.de

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M A N AG EM EN T & M A R K E T I N G

R E V EN U E M A N AG EM EN T

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Allen Partnern gerecht werden Björn Vöhl, Senior Director Market Management DACH & Nordeuropa bei der Expedia Group, spricht im Interview über Hürden für inhabergeführte Hotels, in Technik zu investieren, über

Herr Vöhl, kleinere, inhabergeführte Hotels stehen eher vor Hürden, in Technologie zu investieren, als größere Häuser. Welche Tools und Lösungen bietet die Expedia Group an, um diese Hürden möglichst flach zu halten? Die Expedia Group geht auf die speziellen Anforderungen der Partner ein und tätigt Investitionen, um allen Partnern gerecht zu werden, sodass selbst die kleinsten Unterkünfte gute Möglichkeiten­finden, noch erfolgreicher zu sein. So stellen wir sicher, dass unsere Lodging-Partner überall und jederzeit über die richtigen Ressourcen verfügen und mithilfe intuitiver, benutzerfreundlicher Tools auf diese Lösungen zugreifen können. Vor Kurzem hat die Expedia Group etwa die Partner-CentralPlattform um neue, benutzerfreundliche Funktionen erweitert.

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So können beispielsweise Anbieter, die mehrere Unterkünfte betreiben, in unserem Supplier-Bereich eine Portfolioansicht ihrer Objekte sehen, mit der sie ihre Leistung effektiver bewerten und den Umsatz optimieren können. Die neue Funktion ist ab sofort für alle Partner mit zwei bis 50 Objekten verfügbar. Wir werden die Leistung hier weiterhin kontinuierlich überwachen, damit wir nicht nur die Funktionen bei Bedarf verbessern, sondern auch das gesamte Tool ständig besser machen können. In der Partner-Central App können Hoteliers ab sofort ganz einfach auf ­Informationen zu Zimmern, Verfügbarkeiten und Raten zugreifen. Außerdem können die Anbieter mobile Benachrichtigungen zu Buchungen, Stornierungen und Gästemitteilungen erhalten und mithilfe von Filtern problemlos Prioritäten setzen.

Fotos: Expedia Group

Revenue Management und die entsprechenden technischen Lösungen der Expedia Group.


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I N TERV IE W B J Ö R N VÖ H L Ein Revenue Management System bietet sich also an. Welche Nachteile hat ein ­Hotelier, wenn er darauf verzichtet? Revenue Management für Hotels gibt es seit mehr als 30 Jahren, aber die Technologie dafür wird bisher nur langsam angenommen. Dabei können Hotels, die wertvolle Einblicke verpassen und bei Mitbewerbern, der Marktnachfrage und täglichen Neuerungen nicht auf dem Laufenden bleiben, einen Wettbewerbsnachteil haben. Denken Sie nur einmal an die Anzahl an Zimmerkategorien in einem Hotel, die an verschiedenen Tagen in der Zukunft und über unterschiedliche Kanäle­angeboten werden, und an die je nach demografischen Gesichtspunkten und Herkunftsland unterschiedliche Preiskalkulation dafür. Die manuelle Verwaltung der Preise ist zweifellos eine Herausforderung, die sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Das Dashboard der Partner-Central-­

Plattform gibt Anwendern einen schnellen Überblick über

betriebsrelevante­ Daten

Welche Vorteile hat ein Hotelier, wenn er mit einem Revenue Management System der Expedia Group arbeitet? Wir zielen darauf ab, das Revenue Management zu demokratisieren und in diesem Bereich im Hotelgewerbe weltweit gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen. Die kostenlose Revenue-Management-Lösung Rev+ steht Hotelpartnern der Expedia Group über das Extranet für Unterkunftspartner, Partner Central, zur Verfügung. Benutzer haben Zugang zu einem der umfassendsten Datensätze der Reisebranche am weltweiten Hotelmarkt, um Daten zu generieren und zu analysieren. Hotels, die Rev+ nutzen, können ihre Effizienz erhöhen, da sie Entscheidungen treffen und damit letztlich die gesamte Umsatzperformance steigern können. Derzeit nutzen über 95.000 aktive User Rev+ und unsere Daten zeigen, dass sie ihren Umsatz durchschnittlich um 20 Prozent schneller gesteigert haben als Hotels in ihrem Konkurrenzumfeld, die das Tool nicht verwenden. Rev+ bietet außerdem eine Verbindung zum weltweiten OnlineReisemarkt der Expedia Group. Daraus ergibt sich ein Zugang zum Portfolio von mehr als 20 Reisemarken auf über 200 Reise-Websites in mehr als 70 Ländern. Deswegen kann Rev+ wichtige Preisinformationen für Hotelpartner und deren Konkurrenzumfeld für die nächsten 365 Tage anzeigen – und das in Echtzeit. Welche Tools und Funktionen bietet ­E xpedia Groups Revenue Management? Neben zahlreichen weiteren nützlichen Funktionen können Hoteliers mittels der

Preis-Kalenderfunktion Preisdaten des Konkurrenzumfelds für bis zu 365 Tage in Echtzeit abfragen. Außerdem haben sie Zugriff auf eine tägliche Detailübersicht über die erwartete Nachfrage, die tatsächlichen Buchungszahlen und bekannte Events für einen bestimmten Tag.

Björn Vöhl ist Senior Director Market

Management DACH

& Nordeuropa bei der Expedia Group

„Preis und Gästebewertungen einer Unterkunft haben mehr Gewicht als der Markenwert“ – besagt eine Studie der ­E xpedia Group. Wie lassen sich die Parameter noch besser steuern? Korrekt, laut einer Studie, die wir zusammen mit Unabashed Research unter mehr als 900 Teilnehmern durchführten, haben­der Preis und die Gästebewertungen mehr Gewicht bei der Auswahl einer Unterkunft als die Markenbekanntheit. Werbe­ aktionen und Rabatte, die einen echten Mehrwert für den Kunden darstellen, ziehen garantiert die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich und tragen entscheidend zur Wahl der Unterkunft bei. Für die Kundenzufriedenheit sind nach wie vor der Service und die Zimmer ausschlaggebend. Unterkunftsbetreiber sollten sich auf die operativen Bereiche Service und Zimmer konzentrieren, wie zum Beispiel einen angemessen freundlichen Service im gesamten Haus, die Qualität der Betten und die Gewährleistung einer erholsamen Nachtruhe für den Gast. Reisende werden immer anspruchsvoller.­ Die Hoteliers haben es zunehmend schwerer, ihnen noch etwas Besonderes zu bieten. Wie können sie Ihrer Meinung nach wieder Pluspunkte sammeln? Mit dem Service am Gast. Die Bewertungen zeigen, dass sich die Gäste glück­ licher und zufriedener fühlen, wenn vor, während und nach der Reise auf eine positive Kundenbeziehung geachtet wird. Der traditionelle Hotelservice, der eine erholsame Nacht in einem sauberen, funktionalen Zimmer und ein hervorragendes Frühstück bietet, ist für die Kundenzufriedenheit nach wie vor von zentraler Bedeutung. In unseren Expedia Group Studien haben wir herausgefunden, dass Gäste, die sich vom Hotelier abgeholt und individuell angesprochen fühlen, mit einer bis zu 40 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit wiederkommen, während ihres Aufenthaltes bis zu 30 Prozent mehr umsetzen und nach der Abreise mit einer um zehn Prozent höheren Wahrscheinlichkeit eine positive Bewertung einstellen. www.expedia.de

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Achenbach Ravioli Rote Bete

Achenbach Geräucherte Entenbrust

Achenbach Rolle Kartoffel mit Kale

Achenbach Delice Kürbis-Mousse

Feines für die kalte Saison Festtage sind Gourmetage. Für die kalte Jahreszeit warten die gastronomischen Lieferanten mit einer großen Auswahl kulinarischer Eindrücke auf, die auch Hoteliers als Inspiration dienen können. Darunter finden sich Klassiker wie Ente und Gans, erfrischende Gerichte wie Fisch und Meeresfrüchte oder Ausgefallenes wie Wildgerichte. Von Julia Neumann

Art of Oil bietet neben dem puren, milden Original und dem starken Olivenöl Strong insgesamt acht Öle an, die mit natürlichen Extrakten wie Zitronengras, Rosmarin, Knoblauch, Chili oder Trüffel veredelt wurden. Darüber hinaus gibt das Unternehmen Olivenölschulungen für Hotels und Restaurants und kreiert ­Olivenölcocktails. Auch die von Hügli angebotene Produktpalette für die Herbstund Wintersaison deckt Bouillons, Suppen, Dressings, Jus & Saucen, Desserts, Gebäcke und Garnituren ab. Für Salate schlägt der

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Hersteller seine servierfertigen Flüssig-Dressings Cassis-Balsamico­ und Kürbis Dressing vor. Abwechslungsreiche Saucen wie eine feine Jus zu Wild, eine aromatische Pfeffersauce oder eine Jus zu Wildgeflügel sollen den Geschmack der saisonalen Hauptgerichte unterstreichen. Hauseigene Desserts sind zum Beispiel die Mousse Amaretti-Mandel mit crunchigen Amaretti-Keksen, oder die Edelpuddingcreme Eierpunsch. Weihnachtliche Dekore gibt es von Hügli aus feiner Schokolade und ebenfalls SaisonGebäck wie die glutenfreien Marzipan-Walnusspralinen, das Stollenkonfekt in praktischer Einzelverpackung sowie winterliche Gebäckmischungen­ sind im Angebot enthalten. Bei Otto Gourmet kann die Stoppelgans seit September wieder vorbestellt werden. Das Gewicht der Tiere liegt in der Regel zwischen zwei und vier Kilogramm. Die Delikatesse, die Otto Gourmet über seinen Online Shop vertreibt, stammen aus der Zucht von Michael Claßen. Die Stoppelgänse leben in einer Offenstallhaltung. So haben sie die Möglichkeit, nach Belieben vom Stall aufs Feld zu wechseln. Das gesamte etwa vier Hektar große Maisfeld steht ihnen zur Verfügung, weshalb sie sich vom gesamten Pflanzenbestand inklusive Gras- und Hirse-Untersaat ernähren können. Ubena bietet seit Oktober drei international bewährte Gewürzmischungen an. Keines der drei Seasonings ist eine Neuerfindung. Im

Fotos: Die genannten Unternehmen

Zum 65-jährigen Jubiläum präsentiert die Delikatessen-Manufaktur Achenbach eine Jubiläums-Edition für Herbst und Winter 2019/2020. Diese ist exklusiv noch bis Februar 2020 lieferbar und übertrifft mit insgesamt 28 Innovationen den Umfang aller bisherigen Saisonangebote. Einige von ihnen stechen mit deutlicher Saisonalität hervor. So bietet der Hersteller unter anderem Vorspeisen wie das Mini-Törtchen Geräucherte Entenbrust an. Unter Warme Komponenten fallen zum Beispiel die Rolle Kartoffel mit Kale und Ravioli Rote Bete. Die Ravioli eignen sich laut Unternehmen sowohl als Beilage zu Fleisch wie auch als Basis für vegetarische Gerichte. Zu den neuen Dessert-Komponenten gehört das Delice Kürbis-Mousse. Für eine weihnachtliche Note sorgen Orange, Anis und Kardamom.


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Ubena Würzmischung Furikake

Ubena Würzmischung Zatar

Ubena Würzmischung Vadouvan Hügli Mousse-Orange-Zimt

Gegenteil, Zatar gehört sogar zu den ältesten Gewürzmischungen der Welt. Es kommt aus der orientalischen Küche und verfügt über einen besonders luftigen, hocharomatischen Thymian ohne Stielanteil. Die leichte Säure des Sumachs und die nussigen Akzente, die durch gerösteten Sesam entstehen, vervollkommnen das Gewürz. Klassischerweise eignet es sich als Fleisch-, Fisch- und Gemüsetopping, zum Würzen von Dips und Saucen, mit Olivenöl zu Brot, in Salaten und zu Ofenkartoffeln. Beim indisch-französischen Vadouvan verfeinert fermentierter schwarzer Knoblauch subtile Currynoten und enthält auch eine Umami-Komponente. Besonders mit Wokgerichten, Curries, Reis, Kartoffeln, Cremes, Fleisch, Fisch und Gemüse soll dieses Gewürz harmonieren. Das aus der japanischen Länderküche stammende Furikake enthält würzige Wakamealge und schwarzen Sesam. Es schmeckt kräftig würzig nach Umami und hat eine leicht liebliche Note und eine crunchige Textur. Geschmacklich soll es in jedes Gericht passen, in dem ­Umami und neue Geschmacksprofile gefragt sind.

Art of Oil

vationen passen auf Herbst- und Winterspeisekarten sowie zu jahreszeitlichen Anlässen. Friesenkrone garantiert Convenience der Premiumstufe. Denn die Fisch-Rohware wird laut Unternehmen vor der Verwendung vom Friesenkrone-Qualitätsteam begutachtet. Zudem werden ausschließlich hochwertige Partien aus MSC- und ASC-zertifizierten Fängen verwendet. Alle Zutaten werden von Hand zusammengefügt und vorsichtig vermengt. So verteilen sich Fisch- und Gemüseanteile besonders schonend und gleichmäßig. Nur frisches Gemüse und frisch geschnittene Kräuter sollen zum Einsatz kommen. Ein weiteres Highlight sind die cremigen Saucen, die nach ernährungsbewussten Rezepturen hergestellt sind.

Für kulinarische Abwechslung auf Festtagstafel und -büffet sorgen zwei neue Spezialitäten von Grossmann Feinkost. Die Riesengarnelen in Cocktailsauce punkten mit einer klassischen Cocktailsauce, die mit ihrer feinen Cognac-Note die Aromen der Krebstiere ergänzt. Die Riesengarnelen Indian Curry begleitet eine würzige Currysauce, die nach indischem Rezept und mit schwarzem Fisch und mee(h)r Sesam zubereitet werden. Laut Unternehmen sind RiesengarneDie drei Saisonsorten Heringshappen Calvados, Heringshappen len besonders durch ihren feinen, nussigen Geschmack und dem Kürbis sowie Orientalischer Garnelensalat ergänzen seit Mitte Sep- zarten orangeroten Fleisch eine echte Delikatesse. Das Sortiment tember das vielseitige 11er-Happensortiment von Friesenkrone­ präsentiert daher sieben weitere Variationen. Die Rezepturen reium würzig-festliche Geschmacksvarianten. Die drei Produktinno- chen von klassisch bis exotisch, wie die Riesengarnelen in

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Ziesemeyer Wildschinken

ConsorcioSerrano

Dillcreme, deren Aromen eine cremig-frische Dill-Sauce betont, oder die Riesengarnelen Asia, bei denen sich asiatisches Gemüse und ein klares Dressing mit dem Garnelenfleisch vereinen. Zur Verwendung kommen laut Unternehmen nur einheitliche Sortierungen aus nachhaltiger, naturnaher Zucht. Die Produkte werden sorgfältig ohne haltbarmachende Zusätze zubereitet und per Hand abgefüllt. Erhältlich sind die neuen Spezialitäten seit Oktober.

dischen Fischereihafen. Hier hat sich Matthias Gardarsson, Sohn eines Fischers aus Baldudalur, der nachhaltigen Fischzucht verschrieben. Die Weitläufigkeit seiner Anlage, der ersten Lachsfarm Islands, erlaubt eine sehr geringe Dichte von Fischen pro Be­cken. Die Reinheit des Wassers ist maßgeblich, die Verwendung von Chemie absolut verboten. Nach seiner Ankunft bei Transgourmet Seafood in Bremerhaven wird der Lachs nach geheimer altnordischer Rezeptur veredelt und anschließend gebeizt. Er ist in Transgourmet präsentiert eine Neuheit in seinem Ursprung-­ unterschiedlichen Größen sowie als Lachsfilet, Stremellachs und Sortiment: Lachs aus den Westfjorden Islands. Der Lachs Ragnarök Räucherlachs erhältlich. wurde in diesem Jahr mit dem Seafood Star 2019 ausgezeichnet. Der Ursprung-Lachs stammt aus Bildudalur, einem kleinen islänFriesenkrone Heringshappen Kürbis Birne Kardamom

WEB

n www.achenbach.com n www.artofoil.com n www.friesenkrone.de n www.grossmann-feinkost.de n www.huegli.de n www.original-serrano.de n www.otto-gourmet.de n www.transgourmet.de n www.ubena.de n www.ziesemeyer.de 36

Grossmann Feinkost Riesengarnelen

Transgourmet Isländischer Lachs Ragnarök


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Qualitätswild

Das Consorcio del Jamón Serrano Español (kurz: Consorcio­ Serrano) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von insgesamt 29 spanischen Schinkenherstellern. Um das Gütesiegel für zertifizierten ConsorcioSerrano Schinken international weiter zu stärken, gibt es nun eine neue Kampagne. Diese soll die Unterschiede des echten Jamón Serrano hervorheben, welche da wären: Herkunftsland aller Rohwaren ist Spanien, wo auch der gesamte Herstellungsprozess mit einer Reifezeit von 13,5 Monaten stattfindet, damit sich die typischen Aroma- und Geschmackstoffe entwickeln können. Strenge Qualitätskontrollen und die handverlesene Auswahl der Schinken sind weitere Benefits. Neben Frankreich gehört Deutschland zu den wichtigsten Exportmärkten – ein entscheidender Faktor für den Start. Offiziell unterstützt wird die Kampagne vom spanischen Außenhandelsinstitut ICEX. Die Aktivitäten des Zusammenschlusses richten sich primär an Fachleute in Richtung Gastronomie, Einzelhandel und Fleischerhandwerk. Dabei wird der Wissenstransfer zu den wichtigsten Benefits des echten handverlesenen Jamón Serrano über Seminare und Masterclasses vermittelt. So präsentierte sich das Consorcio kürzlich erstmals als Aussteller und Ausrichter einer Masterclass auf der Chef-Sache in Düsseldorf.

Dessert-Rezepte

Wildschinken von Ziesemeyer steht für eine traditionelle, handwerkliche und leidenschaftliche Schinkenherstellung. Für eine hohe Qualität verwendet das Unternehmen laut eigenen Angaben lediglich sorgsam ausgesuchtes Wildkeulenfleisch aus der freien Wildbahn Norddeutschlands. Dieses sei ohnehin viel nährstoffreicher als das von gezüchtetem Rind oder Schwein und zudem nicht durch Medikamente oder andere chemische Mittel verunreinigt.

Der Schinken werde nach überlieferter Rezeptur mit viel Liebe, Salz und Gewürzen eingerieben, immer wieder von Hand umgeschichtet und anschließend schonend über Buchenholz geräuchert. Während des Produktionsvorgangs von etwa drei Monaten verliert der Schinken die Hälfte seines Gewichts, entwickelt durch die Reifung sein leicht nussiges und mildes Aroma und wird besonders zart.

Mit der neuen Ausgabe der Rezeptreihe Glückliche Gäste geht frischli nach der Herbst- nun auch in die Wintersaison. Als Special für die Festtage wartet der Beileger Glücklich zur Weihnachtszeit auf. Die Rezeptreihe zeigt, wie mit saisonalen Zutaten und Gewürzen ansprechende Desserts gelingen. Unter anderem finden sich darin Gerichte wie ApfelSternfrucht-Zauber mit Cashew-Zimt-Granola, die Himbeer-Kefir-Sinfonie mit Mini-Pancakes & Schokosauce sowie das Cheesecake-Brombeer-Trifle mit Vanillekipferl-Crunch. Zusätzlich bietet die Broschüre einen Überblick, mit welchen Toppings sich Desserts optisch und geschmacklich noch attraktiver gestalten lassen. Der Beileger beinhaltet herzhafte Gerichte, wie ein Schweinelachssteak mit Preiselbeer-BirnenChutney, Kartoffelplätzchen, Wirsing & Maronen-Hollandaise oder ein RoteBete-Grapefruit-Tartar auf Feldsalat mit Kürbiskern-Creme. www.frischli-foodservice.de

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Anregende Momente mit Umsatzpotenzial Schäumende Weine wie zum Beispiel deutsche Sekte sind seit jeher Getränke für große Stunden zu festlichen Anlässen. Unabhängig davon passen sie in das Milieu der Lebenskünstler und Frohnaturen, bei denen ein Glas entspannend und anregend zugleich wirkt. Es lohnt sich also, seine Gäste mit mancherlei Maßnahmen zum prickelnden Genuss im Rahmen von Aktionswochen zu verführen. Von Hans-Herbert Seng

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39 Kelch- und Tulpengläser sowie auch Sektflöten sind die optimalen Trinkgefäße für

alle schäumenden Weine und lassen den perfekten Service erkennen

Um Gästen die Auswahl des richtigen Sekts als Aperitif oder zum Menü zu erleichtern und Unterstützung zu bieten, können Aromen-Visualisierungen helfen – zum Beispiel in Form eines Einlegers in der Sektkarte oder plakativ an den Wänden. So wird ansprechend visualisiert, was geschmacklich erwartet werden kann. Hier entsprechende Beispiele der Sektmanufaktur Menger-Krug

Bevor wir uns detaillierter solchen Maßnahmen widmen, lohnt ein Blick auf den deutlichen Erfolg von deutschem Sekt im ersten Halbjahr 2019. So zeichnet sich nach Erhebungen des Verbandes Deutscher Sektkellereien e.V. (VDS) ein positiver Trend ab. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschafteten die deutschen Sekthersteller mit einem Absatz von rund 115 Millionen Flaschen ein Plus von guten 4,5 Prozent, das sind knapp fünf Millionen Flaschen Sekt mehr als im ersten Halbjahr 2018. Im Bereich der klassischen Sekte dominiert weiterhin der weiße Sekt mit einem Anteil von 83,4 Prozent. Favorisiert wird der Genuss von Rosé, eine Absatzsteigerung von rund 30 Prozent verdeutlicht dies recht eindrucksvoll. Da die Branche anlassbezogen einen guten Teil ihres Jahresumsatzes im Dezember notiert, ist laut VDS der Ausblick auf die kommende Jahreshälfte bei der derzeitigen Marktlage optimistisch. Demzufolge ist in den kommenden Wochen bis mindestens weit in den Januar hinein „Sekt-Power“ angesagt. Unter anderem mit Absatz und Umsatz fördernden Ideen, die sich nicht nur auf die Empfehlungen an den Gast konzentrieren, sondern auch – getreu dem Motto „das Auge genießt mit“ – das gesamte Ambiente der Gasträume betreffen. Es ist die Zeit für eine „Happy Time mit deutschem Sekt“.

Fotos: Geldermann (1), Henkell / Fürst von Metternich (3), Menger-Krug (6), Schloss Vaux (3)

Informative Sektkarte

Zu Empfehlungen an den Gast gehört die individuell aufgebaute Sektkarte, die prickelnden Offerten sind somit nicht in die Weinkarte integriert. Soll sie attraktiv und informativ wirken, gilt es – so jedenfalls übereinstimmende Meinungen aus den Sekthäusern – „Grundregeln“ zu beachten. Am Anfang steht die Optik des leicht kartonierten Papiers, auf dem gedruckt wird: Ein sanftes Gelb ist die Grundfarbe. Die Schrift darauf kann leicht geschwungen in einem sich abhebenden helleren Grün gewählt sein. Strukturiert wird die Karte nach Marken und Qualitäten. Deren Auflistung erfolgt typographisch übersichtlich in einem nachvollziehbaren Schema: zuerst die Sekte ohne Jahrgang, danach die Jahrgänge und zum Schluss die Prestige-Cuvées. Rosés und Sondergrößen kommen in extra Kategorien. Besondere Wertschätzung bringen Erläuterungen der einzelnen Qualitäten. Einige erklärende Worte zu den Häusern, den Lagen und den Besonderheiten der angebotenen Marken wie Aroma und Geschmack erleichtern dem Gast die Qual der Wahl – und durch solche Erläuterungen wird ihm auch klar, warum ein besonderer Sekt seinen Preis hat. In der Sektkarte amüsant zu lesen sind sicher auch Anekdoten und Geschichten, die sich um den schäumenden Wein ranken, um Sekt als „frivoles Lustgetränk“. Da passt zum Beispiel von Henri Vidal „Beim Weißwein denkt man, beim Rotwein spricht man, beim Sekt macht man Dummheiten.“ Gerne haben sich immer wieder auch Psychologen mit der verführerischen Wirkung des schäumenden Weins beschäftigt. In der Untersuchung „Alles über den Durst“ des Instituts für psychologische Markt- und Sozialforschung schreibt der Verfasser zum Beispiel: „In Verbindung mit Sekt denkt man immer an Frauen. Sekt ist das ideale Getränk für eine Gesellschaft, in der sich Frauen finden. Frauen lieben die leichte, spritzi-

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In den Gasträumen verteilte kleinere Rüttelpulte für Edelsekte und An-

sammlungen von Korken solcher Sekte lockern das Gesamtambiente auf und laden zum Sektgenuss ein

Flötenform. Hauptsache, das Bouquet hat genügend Raum, um sich nach oben frei entfalten zu können. Deshalb füllt man die Gläser auch nur bis zu etwa zwei Drittel.

ge Art dieses Getränks ... Zum perlenden Lachen einer schönen Frau passt eben ein perlender Sekt besser als jedes andere Getränk ... In einer Sekt-Gesellschaft geht es lustig zu, und oft ist es eine prickelnde, erotische Atmosphäre, die den besonderen Reiz einer solchen Situation kennzeichnet.“ Letztlich kann auch William Shakespeare mithalten, der einst meinte: „Wenn ich tausend Söhne hätte, der erste menschliche Grundsatz, den ich ihnen lehren wollte, sollte sein, dünnem Getränk abzuschwören und sich dem Sekt zu ergeben.“ Ab damit in die Sektkarte.

Animierende Präsentationen

Perfekter Service

Es versteht sich von selbst, dass die Sektkarte den Gästen bereits zur Aperitif-Abfrage gereicht wird. Sinnvoll ist die Empfehlung für die Bestellung „à la Coupe“ und die damit verbundene Hinführung des Gastes zu Spezialitäten wie etwa zu einem Blanc de Blancs oder Rosé, der ja – wie schon erwähnt – immer beliebter wird. Den Ausschank ins Glas sollte der Gast sehen können, damit er sich der von ihm bestellten Marke und Qualität sicher sein kann. Der eingefleischte Sektfreund akzeptiert allerdings nur das langstielige Kelch- oder Tulpenglas, jedoch eignen sich auch hohe Gläser in

Das Verlangen nach Sekt steigern clevere Gastronomen und Hoteliers auch mit animierenden Präsentationen und AmbienteHighlights in den gastlichen Räumen, die zur spontanen beziehungsweise gezielten Bestellung herausfordern. Dazu gehören beispielsweise die breit ausladende Silberschale oder andere hochwertige Schalen auf der Theke oder auf speziellen Displays, gefüllt mit Eiswürfeln oder Crushed Ice und einem Sortiment kühler Flaschen. spezielle Menüs, deren einzelnen Gänge ausschließlich von Sekt begleitet werden.

Die besondere Gestaltung des Gesamtambientes, bezogen auf die Sekt-Aktionswochen ab Anfang Dezember bis in den Januar hinein, gelingt unter anderem mit Arrangements von Sektflaschen, Sektkorken und Kelchgläsern Schaufensterpuppe in Winzerkleidung oder „Kellermeister“Kleidung Rüttelpult(e) mit leeren Sektflaschen

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Positive Aufmerksamkeit Die Forcierung des Absatzes deutscher Sekte auf hohem Niveau in der Gastronomie und Hotellerie wird natürlich von den Sektkellereien äußerst positiv bewertet. Christof Graf, Vertriebsleiter und Geschäftsleitungs-Mitglied der Sektmanufaktur Schloss Vaux in Eltville meint dazu: „Es gibt eine neue, dynamische Zuwendung zum Thema deutsche Spitzensekte. Dies alleine sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit und Attraktivität. Champagner wird Jahr für Jahr teurer, was dazu beiträgt, dass sich immer mehr Gastronomen überlegen, ob sie auf das vergleichbare Produkt aus Deutschland wechseln wollen. Sehr wichtig ist auch, dass die Mitstreiter in Sachen Spitzensekt aus Deutschland vielfältiger, spannender und mengenmäßig bedeutsamer werden. Auch das sorgt für eine positive Aufmerksamkeit hinsichtlich unserer Produkte. Wir

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sind überzeugt, dass in den letzten Jahren das Umfeld für deutsche Spitzensekte und damit natürlich auch für Schloss Vaux nie besser war, als es heute ist.“ Man ist sich bewusst, dass Schaumwein noch immer das Aperitif- und Empfangsgetränk ist: „Entsprechend wichtig ist es, dass wir es schaffen in den glasweisen Ausschank zu kommen. Hier gilt es auch gewisse Preisgrenzen einzuhalten. Der Preis pro Glas ist dann abhängig von Stadt oder Land, von Typ der Gastronomie etc.“. Hoffnungsvoll stimmt es Christof Graf und seine Mitstreiter auch, dass mehr und mehr Restaurants heute eine attraktive Flaschensekt-Karte anbieten – und zwar nicht nur zum Aperitif, sondern auch für spannende Speisebegleitungen: „Hier eröffnen sich gänzlich neue Anlässe und Verwendungszwecke für Sekt.“ www.schloss-vaux.de


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Für eine absatzfördernde Stimmung und Lust auf Schäumendes sorgt die

Präsentation der offerierten Sekte in hochwertigen Sektschalen mit Eiswürfeln oder gestoßenem Eis. Auch Kleinflaschen können optisch zur Geltung kommen – etwa als dekorative Elemente auf den Tischen sowie im Bereich der Theke oder Bar

• einem nachgebildeten Miniatur-Weinberg • großformatigen Fotos/Postern aus der Sekt-Produktion • lindgrünen Seidentüchern in silbernen oder goldenen Bilderrahmen-Teile an den Wänden • hohen silbernen Kerzenständern mit lindgrünen oder hellgelben Kerzen

Menüfolge mit Sekt

Sekt-Menüs stabilisieren natürlich die Aktionserfolge. Allerdings sollte man dabei den Süßegrad, also die Dosage beachten. Empfehlungen: Trockene bis herbe Sekte (brut nature, extra brut, brut) begleiten angenehm salzige bis pikante Kreationen aus der Küche, möglichst nur sanft gewürzt, da die Kohlensäure die Schärfe verstärkt. Ebenso passen solche Sekte gut zu weißem Fleisch (beiRosés haben zwar einen relativ kleinen Anteil am Erfolg deutscher Sekte im Gesamtmarkt, dieser steigt jedoch kontinuierlich von Jahr zu Jahr, im ersten Halbjahr 2019 sogar um rund 30 Prozent

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Mehr Informationen zu den zahlreichen deutschen Sektkellereien und ihren Marken über die Mitgliederliste des Verbandes Deutscher Sektkellereien: www.deutscher-sektverband.de/verband/unsere-mitglieder

spielsweise mit heller Kräutersauce), Sushi, Lachs und ähnlichen Offerten. Auch zu Gemüsegratins und Meeresfrüchte gesellen sich gerne Brut-Schaumweine. Sind Terrinen oder Pasteten angesagt, empfehlen sich trockene Sekte mit Fülle und Aromen. Roter Sekt macht dazu ebenfalls eine gute Figur, nicht weniger ein kräftiger Rosé. Dieser harmoniert darüber hinaus mit Melone und Schinken, mit Gerichten auf der Basis von Ziegenkäse, Mozzarella und diversen Kräutern. Möchte man einen Rosé oder roten Sekt (trocken oder halbtrocken) zu einem Hauptgericht servieren, gefällt dem Gourmet dazu alles aus rotem Fleisch von Ente und Wild, nicht zu verachten sind zudem Geflügel wie Wachteln, Tauben und Gans. Die edelste Kombination ist Kaninchen oder Kalb mit Rosé. Für das Dessert gilt, dass dessen Süße mit dem des empfohlenen Sekts auf einer Ebene liegt. Zurück zur Dosage. Hier der Überblick in Gramm pro Liter: naturherb (brut nature) 0-3, extra herb (extra brut) 0-6, herb (brut) 0-15, extra trocken (extra dry) 12-20, trocken (dry) 17-35, halbtrocken (medium dry, demi-sec) 33-50, mild (sweet, doux) über 50.


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Wasser vom Reinsten Die Qualität und Reinheit des Mineralwassers steht für die unterschiedlichen Brunnen seit jeher an oberster Stelle, aber auch das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Ein Argument, das Gastronomen durchaus auch an ihre Gäste weitertransportieren können. Von Julia Neumann Etwa die Ensinger Mineral-Heilquellen legen hohen Wert auf Qualität und Regionalität. Das Mineralwasser aus Vaihingen-­ Enz empfiehlt sich zu hochwertigen Speisen – besonders als sanft mineralisiertes Bio-Gourmet und als Naturelle. Aber auch die Sorte Medium mit wenig Kohlensäure spült die Geschmacksknospen frei. Dadurch können feine Nuancen besser wahrgenommen werden. Das gesamte Sortiment des Gourmet Bio-Mineralwassers ist in einer von Porsche Design entwickelten Mehrweg-Glasflasche abgefüllt. Das puristisch edle Design soll die extravagante Qualität des Mineralwassers symbolisieren. Währenddessen rentiert sich die Investition von Ensinger in das Glas-Mehrwegsystem der Genossenschaft Deutscher Mineralbrunnen. Denn mit dem Einbau einer ressourcenschonenden Flaschen-Reinigungsmaschine werden laut Unternehmen künftig 50 Prozent Wasser eingespart. Auch bei den bewährten Petcycle-Flaschen überzeuge das Familienunternehmen mit seiner Ökobilanz.

Ahrtalquelle, das Mineralwasser aus dem Sinziger Mineralbrunnen, wird Hotels und Restaurants in formschönen Facettenflaschen bereitgestellt. In den Sorten Classic, Medium und Naturelle bietet der Brunnen die neue Gastro-Linie als „Wasser zum Wein“ an: Es ist magnesiumhaltig und reich an natürlichem Hydrogenkarbonat. Diese Kombination soll Säure neutralisieren und ein harmonisches Geschmackserlebnis garantieren.

Mit feinen Speisen harmoniert Staatl. Fachingen, da das Wasser ausgleichend auf den Geschmackssinn wirkt, indem es neutralisiert und so den Gaumen optimal auf den folgenden Geschmackseindruck durch Speis und Wein vorbereitet. Dank seines hohen Gehalts an Hydrogencarbonat soll das Wasser überschüssige Säuren (wie Weinsäure) im Magen neutralisieren. Hoteliers können ihren Gästen aus der Gourmet-Range von Staatl. Fachingen die Sorten Medium, Still und Naturell bieten. Güstrower Schlossquell Gourmet ist ein Mineralwasser mit mildem Geschmack, das sehr wenig Natrium enthält. Wegen seiner ausgewogenen Mineralisation ist das Wasser als Begleiter zum Essen geeignet, da es den Geschmack von Speisen und Weinen nicht verfälscht. Und auch optisch macht es im Facetten-Gastronomie-Gebinde eine gute Figur. Erhältlich ist Güstrower Schloss­quell in den Sorten Feinperlig und Naturelle.­ Als Partner des Gastgewerbes ist das Unternehmen zudem Initiator und erster Unterstützer der kulinarischen Initiative „So schmeckt Mecklenburg-Vorpommern“. Ziel ist die Förderung einer kreativen, qualitativ hochwertigen Regionalküche gemeinsam mit engagierten Köchen und Gastronomen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. Man will das Bundesland als Genussregion etablieren und Gäste aus ganz Deutschland ansprechen.

Fotos: Die genannten Unternehmen

Die Mineralwässer aus der Rheinfels Quelle­ zeichnen sich durch eine feine, harmonische Mineralisierung aus. Sie überzeugen mit einem frischen, unaufdringlichen Geschmack, ohne zu polarisieren.

Aufgrund der geologischen Rahmenbedingungen im Quellgebiet und eines wissenschaftlich nachgewiesenen Wasseralters von 25.000 Jahren ist Rheinfels Quelle rein und frei von menschengemachten Verschmutzungen. Außer des Zusatzes von Kohlensäure erfolgt laut Unternehmen keine Behandlung oder Veränderung des Mineralwassers. Die seit Mitte 2017 schlanken, kristallklaren Gourmet Glasflaschen sind für eine stilvolle, unaufdringliche Eleganz mit einer dezenten Facettierung versehen. Farbcodierungen auf Etiketten und Verschlüssen, die auch von oben zu erkennen sind, sollen das Handling im gastronomischen Alltag erleichtern. Die Flaschen liegen gut in der Hand, wenn es hinter der Theke hektisch wird. Die Gourmet Range ist in den Sorten naturelle und feinperlig erhältlich.

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43 Das Vöslauer Mineralwasser rühmt sich mit ausgewogener Mineralisierung, die für einen neutralen, reinen Geschmack sorgt. In den Sorten prickelnd, mild oder ohne bringt es den Geschmack von Speisen oder Wein zur Geltung. Auch optisch ergänzen die Glasflaschen im lichtblauen Wellen­ design das jeweilige Tafelambiente und vereinen Ästhetik und Kulinarik. Eine Tradition des Unternehmens sind die jährlichen Sondereditionen, 2019 konnte man für die Gestaltung Arthur Arbesser gewinnen. Die Etiketten der 0,75 Liter Glasflaschen wurden in den für den österreichischen Fashion­Designer typischen, farbenfrohen graphischen Mustern unter dem Titel „Ode an die Mode“ entworfen. Daneben ist für Vöslauer Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Viel Energie wird in die Entwicklung von innovativen Glas-Lösungen investiert. Seit 2013 sind die Mehrweg-Glasflaschen mit dem Österreichischen Umweltzeichen des Lebensministeriums ausgezeichnet. Acqua Morelli, das Qualitätswasser aus den ligurischen Alpen, weist den auffällig niedrigen Mineraliengehalt von 39,9 Milli-

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n www.acqua-morelli.com n www.ensinger.de n www.fachingen.de n www.guestrower.de n www.kondrauer.de n www.rheinfelsquellen.de n www.sinziger.de n www.voeslauer.com gramm pro Liter auf. Dadurch besteht ein weicher und reiner Geschmack, der das Wasser in Einklang mit hochwertigen Speisen, Weinen sowie mit Kaffeespezialitäten oder auch Cocktails bringen soll. Etwa 75 Jahre benötigt das Mineralwasser laut Unternehmensangaben, bis es die vielzähligen Gesteinsschichten durchlaufen hat. Es soll die Geschmackspapillen sensibilisieren und den Organismus dadurch optimal auf hochwertige Getränke und Speisen vorbereiten. Das stilvolle Flaschendesign in Tiefblau mit wellenartigen Prägungen und silber-schimmerndem Etikett wurde mehrfach ausgezeichnet und betont die Feinheit

von Acqua Morelli: ein italienisches Mineralwasser für die gehobene Küche rund um den Globus. Für eine langfristige Sicherung des Kondrauer Mineralbrunnen werden Produktion und Innenlogistik Anfang 2020 nach Naila bei Bad Steben in Nordbayern verlegt. Die Mineralwasserquellen dort verfügen über einen äußerst ergiebigen Zugang, an dem seit 1980 ein Teilsortiment des Unternehmens abgefüllt wird. Sitz und Verwaltung verbleiben in Waldsassen in der Oberpfalz. „Wir erwägen diesen Schritt aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Betriebs in Waldsassen. Darüber hinaus kann im Quellenpark nicht mehr ausreichend Wasser für den Bedarf von Kondrauer gefördert werden“, erklärt Jonas Seidl, geschäftsführender Gesellschafter des Kondrauer Mineralbrunnens. Künftig soll sowohl der Wachstumskurs der vergangenen drei Jahre fortgesetzt als auch weiterhin Mineralwasser in den natriumarmen Sorten Prickelnd, Medium, Sanft und ­Naturell – nach wie vor quellenrein – angeboten werden.

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Hotel Europejski

Mal gedämpft, mal fokussiert In einer oft ungewohnten Umgebung wie der eines Hotelzimmers möchte sich der Gast unkompliziert zurechtfinden und dabei auch Atmosphäre und Ambiente genießen. Außer einer harmonischen, funktionalen Raumgestaltung bildet die darauf abgestimmte Beleuchtung die Basis für seinen Aufenthalt, den er gerne in guter Erinnerung behält. Von Hans-Herbert Seng Lichtquellen und -konzepte für den privaten, professionellen und architektonischen Einsatz – somit auch in der Gastronomie und Hotellerie – sind Schwerpunkte von Unternehmen wie Feilo Sylvania mit Deutschland-Büro in Erlangen oder Zumtobel Lighting mit Konzernsitz im österreichischen Dornbirn. Individuelle Praxisbeispiele verdeutlichen deren Kompetenz in der Hotellerie. Das Fünf-Sterne-Hotel Hilton Budapest ist eines der besten Luxushotels der ungarischen Hauptstadt mit Standort im Burgviertel, einem Weltkulturerbe, neben der Fischerbastei und der Matthiaskirche. Modernes Interieur verschmilzt mit den Elementen des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem 13. Jahrhundert. Insgesamt 298 komfortabel ausgestattete Gästezimmer und 23 Suiten bieten einen nicht alltäglichen Panorama­ blick auf die Donau am Fuße der Berge. Die Lichtdesigner von Feilo Sylvania waren verantwortlich für die Schaffung einer eleganten, gedämpften Beleuchtung in luxuriöser, barocker Umgebung, welche diese maximal hervorhebt – und zwar in Form einer warmen Atmosphäre traditioneller Glühbirnen. Die Wahl fiel auf die LED-Produktlinie ToLEDo Retro von Feilo Sylvania. Die Produkte werden mit der ToLEDo RetroLED-Fasertechnologie hergestellt, bei der das Licht aus 1,5 Millimeter breiten und je nach Modell drei bis vier Zentimeter langen LED-Fasern mit je 1-1,5 Watt gewonnen wird. Dank ihrer Technologie geben sie das Licht in alle Richtungen ab, bei Energieklasse A++ sind sie in GLS-, Kugel-, Kerzen- und Sonderformen erhältlich, passen somit in jede Umgebung, ob allgemeine und

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dekorative Beleuchtung, als Wand-, Tischlampen und Kronleuchter. Außerdem bieten sie Vintage-Look für den barocken Stil des Hauses. Mit gleich drei Projekten ist Zumtobel Lighting präsent: Grand Resort Bad Ragaz, Hotel Carlton in Sankt Moritz, Hotel Europejski in Breslau. Auch in deren Räumen unterstreicht die Beleuchtung neben dem rein funktionalen Aspekt insgesamt Stil und Ambiente durch optische Ästhetik. Den Ursprung des Grand Resort Bad Ragaz bilden das – 1869 eröffnete und 1995 neu gebaute – Grand Hotel Quellenhof sowie das Grand Hotel Hof Ragaz. Dieses Ensemble in einer 500.000 Quadratmeter großen Parkanlage hat sich inzwischen um einen neunstö­ ckigen Spa-Tower verjüngt. 56 neue loftartige Zimmer beziehungsweise Suiten mit großen Fensterfronten und Balkonen lassen im puristisch-neuzeitlichen Stil alle Wünsche für einen erholsamen und niveauvollen Aufenthalt in Erfüllung gehen. „Inhaltliche“ Details: kühles, geöltes Nussbaumparkett, weiße Ledersessel, Hightech-Fernseher, härteverstellbares Bett, Whirlpool. Die Beleuchtung wirkt dynamisch im Zusammenspiel mit Schattenbildungen und Kontrasten. In dem Fünf-Sterne-Hotel kommt das Lichtmanagementsystem ZBOX von Zumtobel zum Einsatz: Beim Betreten einladend hell, zum Fernsehen dezent, zum Arbeiten fokussiert und in der Nacht angenehm gedämpft. Vier Bedienstellen an Eingang, Schreibtisch, Bett und im Badezimmer schaffen die gewünschten Stimmungen auf Knopfdruck. Mit viel Sorgfalt sind

Hilton Budapest


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Fotos: Die genannten Unternehmen und Hotels

Hotel Europejski

Hilton Budapest

Hilton Budapest

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zu den Licht-Unternehmen n www.sattler-lighting.com n www.sylvania-lighting.com n www.zumtobel.com

zu den Hotels

n www.carlton-stmoritz.ch n www.europejskiwroclaw.pl/de n www.hiltonhotels.de/Budapest n www.resortragaz.ch w w w. s u p e r i o r- h o t e l . n e t


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Grand Resort Bad Ragaz

auch die Tageslichtbäder entworfen, nicht umsonst heißt der Neubau schließlich Spa Suites: Jedes Badezimmer hat seinen eigenen Ragazer Thermalwasseranschluss, die Duschen verwandeln sich auf Wunsch zum Dampfbad – und fast immer gibt es eine zimmer­ eigene Sauna. Dazu die freistehende Badewanne. Positioniert unter edlen Swarovski-Kristallen, wird jeder „Whirlpool“-Gang zu einem besonderen Genuss: Die über die Kristalle eingebauten LED-Downlights zaubern je nach Wunsch einen rot, grün, gelb oder blau funkelnden Himmel über das Schaumbad. Unkompliziert und mit nur einer Circle Bedienstelle lässt sich die gesamte Beleuchtung aus Slotlight Lichtlinien sowie Micros und Panos Downlights aktivieren. Die dynamische ZBOX-Steuerung von Zumtobel optimiert auch die 60 Suiten des Hotel Carlton in Sankt Moritz. Im Zuge einer zweijährigen Renovierung des Fünf-Sterne-Hauses entstanden seinerzeit aus 100 Zimmern aufwändig gestaltete Suiten. Extravagante Einrichtung, Technik und Farbenvielfalt stehen im Vordergrund, antike Möbel sind mit modernen Elementen kombiniert. Zur funktionalen Bedienung des Lichts gehören, neben dessen mehr oder weniger hellen Anpassung das Abrufen verschiedener vorprogrammierter Stimmungen, auch die Steuerung der Jalousien und Raumtemperatur via selbsterklärender Bedienstellen. Entsprechende Voreinstellungen helfen mit, den Gesamtenergieverbrauch deutlich zu senken. Hotel Carlton

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Grand Resort Bad Ragaz

Die Zumtobel Lichtlösung im Breslauer Hotel Europejski ist – so das Unternehmen – „eines der anspruchsvollsten und komplexesten Beleuchtungsprojekte in ganz Polen“. Dafür speziell hergestellte Sonderleuchten und Klassiker aus dem umfangreichen Portfolio setzen Maßstäbe. Zimmer und Gänge sind mit Downlights der Serie Panos mit einem Durchmesser von 68 Millimeter ausgestattet. Damit sich die Leuchten harmonisch in die Decke einfügen, wurden die weißen Modelle mithilfe des Montagesystems trimless angebracht. Die Zimmer, die mit verspiegelten Decken ausgestattet sind, konnten lichttechnisch in Szene gesetzt werden. Spezialleuchten wurden angefertigt, deren Licht zur Farbe des Glases passt: warm, mit einer Farbtemperatur von 2.500 bis 2.700 Kelvin. Die zweithäufigste Beleuchtungsart im Hotel wird mit LED-Lichtakzenten von Tridonic realisiert. Aneinandergereiht ergeben sie ein kilometerlanges Linearbeleuchtungssystem. Mit ihnen werden einzelne Elemente unter anderem in den Zimmern hervorgehoben und architektonische Akzente betont. Das verwendete Steuerungssystem bietet den Gästen die Möglichkeit, die Lichtstimmung je nach Wunsch zu verändern. Moderne LED-Techniken waren hierfür durch ihre Einfachheit, unauffällige Anbringung sowie Effizienz ideal geeignet. Ein weiteres Beispiel für Lichtambiente in Gästezimmern ist die Inszenierung von Sattler für ein privates Appartement, das gleichwohl auch für die Hotellerie maßgeblich sein kann. Dort nehmen Hotel Carlton


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die Leuchten in bestimmten Hängungen beziehungsweise Platzierungen einen ausdrucksvollen, annähernd skulpturhaften Charakter an. Das breite Spektrum des Unternehmens ermöglicht es, für jeden Bereich eine ganz eigene, individuelle Lösung zu entwi­ ckeln. So wird das Bad – speziell die freistehende Badewanne – von mehreren Pendel- und Ambienteleuchten der Serie Fio erhellt, was erheblich zum Wellness-Charakter des Raumes beiträgt. Dank der Augmented Reality App Luminaire der DEHA Gruppe,­ einer Elektrohandelsgesellschaft in Gerlingen, haben Elektroinstallateure, Lichtplaner und Endkunden – also auch Hoteliers – die Gelegenheit per Smartphone oder Tablet zu erleben, wie die Beleuchtung in realer Umgebung wirkt. Selten war Inspiration so einfach: kostenlose Apple- oder Android-App herunterladen und schon geht es los. Augmented Reality stellt oder hängt die gewählte Leuchte aus dem digitalen Produktkatalog virtuell in einen vorhandenen Raum. Anschließend lässt sich die Wunschleuchte maßstabsgetreu, dreidimensional und von allen Seiten aus betrachten. Der Nutzer weiß danach also ganz genau, wie der Leuchtkörper wirkt. Via App lässt sich auch der Lichtschalter der virtuellen Leuchte betätigen, so dass sie in aus- und eingeschaltetem Zustand zu sehen ist. Mithilfe einer Speicherfunktion können bereits im Raum platzierte Leuchten gesichert werden. Das eröffnet die Möglichkeit, verschiedene Leuchten zu visualisieren und miteinander zu vergleichen. Sattler privates Appartement

Nordport Plaza

Designkonzept in Anlehnung an die 1960er Jahre Designkonzepte der Hotellerie orientieren sich zuweilen gerne am Standort eines Hotels. Das gilt auch für das Nordport Plaza Hotel am Hamburger Flughafen. Der von Premero Immobilien als Projektentwickler und Bauherr realisierte Neubau mit silbergrauer Glasfassade besteht aus einem zehnstöckigen Hauptgebäude, das mit seiner Ellipsenform einem Auge nachempfunden ist, sowie einem einer Augenbraue ähnelnden Nebengebäude mit vier Etagen. Im Inneren des Vier-Sterne-Plus bestimmt das Thema Fliegen die Gestaltung – orientiert an der Designsprache der 1960er Jahre, „als Fliegen noch etwas Besonderes war“. So auch in den 188 Zimmern und Suiten. Ob dort oder im Foyer, im Tagungszentrum und im Restaurant des Hotels: Alles ist mit 19 hochwertigen Sitzmöbel-Serien der Brunner Group ausgestattet. Etliche Sonderanfertigungen unterstützen das stimmige überwiegend grau-weiße Gesamtkonzept. In den Zimmern sind dies der fina lounge Sessel (Fußkreuz mit vier Auslegern in poliertem Aluminium, verchromtes Standrohr, Vollpolsterschale, teilweise mit geschlossenen Armlehnen, drehbarer Sitz mit Rückstellautomatik), der fina lounge Hocker (Fußkreuz mit vier Auslegern in poliertem Aluminium, verchromtes Standrohr, Stoffbezug) sowie der fina Kufenstuhl und der fina bar Barhocker (beide mit Kufengestell auf verchromtem Vollstahl, Sitzschale aus Kunststoff in Weiß, stapelbar). www.brunner-group.com; www.premero-immobilien.com; www.nordport-plaza-hotel.de Nordport Plaza

Pendel- und Ambienteleuchten von Sattler im Bad für mehr WellnessCharakter

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D I G I TA L I S I ER U N G I N D EN L I N D N ER H OT EL S

So wichtig wie das Bett und die Sauberkeit Ein Top-Hotel – für diese Empfehlung eines Gastes braucht es heute mehr als ein sauberes Zimmer und ein leckeres Frühstück. Die Lindner Hotels setzen deshalb auf Digitalisierung, vor und hinter der Rezeption.

Fotos: Lindner Hotels & Resorts

Die Anreise per ICE zur Konferenz verlief erfreulich ereignislos. Der Check-In im Hotel am Ku’damm war per Smartphone schnell gemacht, trotz Touristenansturm. Jetzt noch der Präsentation den letzten Schliff geben – zum Glück gibt es im CoWorking Space schnelles WLAN. Die Links zu den Videos funktionieren und laden schnell, alles bereit für den Vortrag. Jetzt ins Zimmer. Die Tür per QR-Code öffnen und zur Entspannung die gestern angefangene Serie auf Netflix weitergucken, bis die Veranstaltung beginnt. Zu schön, um wahr zu sein? Überhaupt nicht. Damit die Gäs­ te der Lindner Hotels & Resorts und der ebenfalls zur Gruppe gehörigen me and all hotels genau so komfortabel alle digitalen Services nutzen können, hat die Lindner Hotels AG in ihre Digitalisierung investiert.

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Digitales Hotel als Wohlfühlort

Für den selbstständigen Check-In per Smartphone hat Lindner im gesamten Gebäude ein leistungsstarkes WLAN installiert, ein Teil der Zimmer verfügt darüber hi­naus über einen eigenen Hotspot. Auch auschecken und bezahlen können die Gäs­te jetzt per Smartphone – statt morgens an der Rezeption Schlange zu stehen. Auf die gewohnten Streaming-Angebote von Netflix­ und Amazon müssen sie ebenfalls nicht verzichten. „Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung ist heute essenziell und für Gäste ein vergleichbares Auswahlkriterium wie ein bequemes Bett, Sauberkeit und ein freundlicher Service“, sagt Andreas Krökel, Vorstand Operations, Sales und Marketing bei Lindner. In diesem Sinne geht man

auch in der Servicekommunikation digitale Wege: Neben dem Anruf bei der Rezeption sind die Mitarbeiter für ihre Gäste per Chat erreichbar: via WhatsApp, SMS oder Facebook­Messenger. Von der Sojamilch zum Frühstück bis zu den Öffnungszeiten des Spa – hier kann fast alles unkompliziert geklärt werden. „In Zeiten, in denen Chatten zum Alltag gehört, möchten wir unseren Gästen eine zeitgemäße Art der Kommunikation ermöglichen“, sagt Krökel.

Digital? Gewünscht!

Die Erwartungen der Gäste in puncto Online-­ Services sind hoch. Laut der Meinungsforscher von Phocuswright ist es für fast zwei Drittel der befragten Gäste sehr wichtig, dass Hotels kontinuierlich in digitale Technik investieren. 94 Prozent der


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Geschäftsreisenden und 80 Prozent der Urlauber bewerten es positiv, wenn sie über WLAN ihre Smartphones nutzen und per Messenger die Hotelmitarbeiter kontaktieren können. 71 Prozent würden auf diesem Weg außerdem gerne vorab persönliche Angaben wie Ernährungsvorlieben oder Allergien mitteilen. Und zwei Drittel wünschen sich Restaurant-Empfehlungen für einen Abend außerhalb des Hotels – so eine von Oracle beauftragte Umfrage unter 2.700 Reisenden aus den USA und Europa zu den Auswirkungen der Technologie auf das Hotel-Gast-Erlebnis. Hotelbetreiber sollten also investieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Gutes WLAN und viel Bandbreite

Für einen schnellen Internetzugriff ist Lindner­per Glasfaser angebunden. Innerhalb der Gebäude sorgen Switches und Access-­ Points von Cisco Meraki für eine gute Netzabdeckung: Das MPLS-Netz (Multi­ protocol Label Switching), das alle Häuser, die Zentrale und das Rechenzentrum verbindet, hat mehr Bandbreite. „Die Mitarbeiter müssen schnell auf IT-Plattformen in unseren Rechenzentren zugreifen. Aber auch für den externen Zugriff auf ITSysteme im Unternehmen, etwa für IT-Support, ist die Bandbreite sehr wichtig“, sagt Krökel. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung sehen an einem Dashboard, wieviel Band-

breite jeder Hotelstandort zurzeit zur Verfügung hat. Steigt der Traffic an einer Stelle, können die Techniker sofort reagieren und Kapazitäten hinzubuchen. Das Rechenzentrum managt Lindner nicht selbst, hier setzt die Gruppe auf Services der Telekom. Sie begleitet die Hotelgruppe seit mehr als zehn Jahren als Digitalisierungspartner. Darüber hinaus hat Lindner hinter den Kulissen in Telefonie investiert. Alle Anschlüsse sind per MPLS-Netz mit der zentralen Anlage in Berlin verbunden, sodass alle mit derselben Lösung arbeiten. Auch diese wird von der Telekom administriert und gewartet. Für Lindner lohnt sich dies: „Bis zur Installation von klassischen TK-Anlagen sind früher Monate vergangen, was zu Störungen oder Verzögerungen der Arbeitsabläufe geführt hat“, sagt Krökel. „Jetzt lassen sich Ports monatlich hinzubuchen oder auch wieder entfernen. Somit können wir sie der Mitarbeiterzahl in den Hotels flexibel anpassen.“ Auch ihre E-Mail-Security-Lösung bezieht die Hotelgruppe von dem Bonner Konzern. Sie beobachtet den gesamten Mail-Verkehr, filtert Spam heraus, macht Viren und Trojaner unschädlich und wehrt Angriffe auf alle kritischen IT-Infrastrukturen und vertrauliche Daten ab.

Frische Ideen von Startups

Um sich neue Ideen ins Haus zu holen, hat Lindner im Januar 2019 einen Startup-

Day beherbergt. Sechs Jungunternehmer von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom, zeigten dort ihre Lösungen. Den Anfang machte Elbsilber aus Hamburg: Ihre MusicBoxDeluxe versorgt die Hotels jetzt mit individuellen Playlists, die anhand der Bewertungen der Gäste erstellt werden – für den Spa-Bereich auf Sylt eine andere als an der Bar in Frankfurt.

Die technikaffine Zielgruppe ins Visier nehmen

Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Verbrauchern wünschen sich sieben von zehn Befragten, dass der Zimmerservice erkennt, ob sich der Hotelgast im Zimmer befindet. 28 Prozent würden gerne Licht, Temperatur und Musik per SmartphoneApp oder Sprache steuern. Außerdem gewünscht: Empfang und Check-in ohne Wartezeit mithilfe eines Roboters und das Smartphone als Türöffner. Für Hotels, so das Resümee der Studie, wird es also immer wichtiger, sich auf die technikaffine Zielgruppe einzustellen. Für Lindner zahlt sich die digitale Transformation aus: Der Mittelständler erreicht die maximale Punktzahl im Bereich Hospitality im Ranking der Top-Companies für digitale Talente des Wirtschaftsmagazins Business-Punk. www.lindner.de www.telekom.de

Effizientes Co-­

Leistungsstarkes WLAN überall:

dank 1GBit-WLAN

digitale Transformation ihrer Häu-

Wor­king gelingt

etwa im me and all hotel mainz

Die Lindner Hotels AG hat in die

ser investiert. Im Bild: das Lindner Hotel am Ku’damm Berlin

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H OT EL SO F T WA R E

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Guter Ruf durchs Netz Dass die beste Werbung für ein Hotel zufriedene Gäste sind, weiß jeder. Das wird immer so bleiben. Auch das digitale Zeitalter macht sich dieser Erkenntnis zunutze – das Ganze nennt sich Online Reputation Management. Dabei geht es um den guten Ruf eines Hotels. Von Silvia Geuker

Mithilfe der Frage­

bögen von ­Customer Alliance können Hoteliers das

­Stimmungsbild ihrer Gäste erfassen

ten – im Gegenteil. Torsten Sabel ist Geschäftsführer, Chief Operating Officer (COO) und Mitgründer von Customer Alliance, einem der europäischen Marktführer für Customer Experience und Online Reputation Management. Superior Hotel wollte von ihm wissen, wie Online Reputation Management auch – und gerade – in privat geführten Hotels erfolgreich eingesetzt werden kann. Herr Sabel, inwiefern ist das Thema Online Reputation Management auch für privat geführte Hotels interessant? Hotelbewertungen beeinflussen unser Buchungsverhalten wie nie zuvor: Kaum jemand reserviert heute noch ein Hotelzimmer, ohne sich vorher das Feedback anderer Gäste durchgelesen zu haben. Schließlich wirkt dies meist authentischer als die Hotelbeschreibung auf der Webseite. Im hart umkämpften Markt spielt daher die digitale Rufpflege für privat geführte Hotels eine Schlüsselrolle. Sie sollten nichts dem Zufall überlassen, wenn es um den Aufbau eines positiven Images und einer einheitlichen Präsenz im Internet geht. Durch Online Reputation Management können Hoteliers ihre Reputation als Gastgeber

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Fotos: Costumer Alliance

Egal, ob man selbst im Internet unterwegs ist oder nicht: Man kann nicht verhindern, dass die Gäste über Google oder TripAdvisor Bewertungen zum Hotelaufenthalt abgeben. Und das kann im Netz auch schnell mal zum Shitstorm führen. Ein guter Grund, die Online-Reputation proaktiv zu gestalten. Das ist nicht nur eine Sache der großen Hotelket-


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I N TERV IE W TO R ST E N SAB E L

aktiv beeinflussen und mitgestalten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aufmerksamkeit, die das Online Reputation Management erzeugt. Denn im Regelfall steht privat geführten Hotels weder viel Personal noch Budget für große Marketingkampagnen zur Verfügung. Mit einem geeigneten Tool können Hoteliers die eigene Online-Präsenz aber maßgeblich stärken, indem Gästefeedback an die führenden Bewertungsportale wie TripAdvisor, Google oder HolidayCheck distribuiert wird. Zudem ist die Zahl der Bewertungsportale, auf denen Gäste Feedback hinterlassen, immens. Den Überblick zu behalten und diese regelmäßig nach neuen Bewertungen zu durchforsten, ist nicht nur mühsam und zeitaufwändig, sondern fast unmöglich. Dank einer Online Reputation Management-Lösung werden alle Bewertungen in einem Tool gebündelt, die Daten regelmäßig aktualisiert und die neuesten Bewertungen umgehend erfasst. Wie können Hoteliers so auch negativen Bewertungen vorbeugen? Es ist wichtig zu verstehen, dass die Gästekommunikation vor und während des Aufenthaltes einen hohen Einfluss auf die Bewertungen nach der Abreise hat. Dies ist insbesondere für privat geführte Hotels interessant, die so schon vor der eigentlichen Anreise des Gastes das spätere Feedback positiv beeinflussen können. Die Verknüpfung von Online Reputation Management mit der Automatisierung der Gästekommunikation vor und während des Aufenthaltes hilft nicht nur dabei, ein positives Gästeerlebnis zu bieten, sondern auch, den Aufwand für manuelle Arbeit zu reduzieren. Beispielsweise können mit einer PreStay-E-Mail häufig gestellte Fragen proaktiv vorab beantwortet werden. Informationen wie Rechnungsadresse, Newsletter Opt-in und Kontaktdaten werden automatisiert abgefragt und ins System übertragen. Feedback-Fragebögen, die Gäste während des Auf-

enthalts bequem von ihrem Zimmer aus beantworten, helfen Hoteliers, auf Beschwerden rechtzeitig einzugehen – bevor der Gast das Hotel verlässt und man eine negative Bewertung kassiert.

Torsten Sabel ist

Geschäftsführer, Chief Operating Officer

(COO) und Mitgründer von Customer Alliance

Wie viel Zeit müssen Hotelier beziehungsweise Mitarbeiter dafür täglich aufwenden? Tägliches Einloggen ist nicht nötig. Der wöchentliche Aufwand ist überschaubar. Das Einsammeln der Bewertungen funktioniert vollautomatisch, da das System an ein PMS angeschlossen ist und Gäs­ te automatisch im Namen des Hotels zum Abgeben einer Bewertung eingeladen werden. Durch EmailBenachrichtigungen werden Kunden über neue Bewertungen informiert. Wir empfehlen, insbesondere negative Rezensionen zeitnah zu beantworten. Potenzielle Gäste schauen sich diese besonders genau und öfter an. Eine sachliche und freundliche Reaktion seitens des Hoteliers zeigt, dass man die Meinung der Gäste wertschätzt und Feedback ernst nimmt. Dies spielt auch für potenzielle Gäste eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess. Gibt es nachweisbare Umsatzzuwächse durch Online Reputation Management? Ja, Bewertungsmanagement und automatisierte Gäste­ kommunikation beeinflussen den Umsatz in folgenden Bereichen: erstens erhöhte Sichtbarkeit im Internet, zweitens höhere Conversion Rate auf der eigenen Website, um die Direktbuchungen zu erhöhen, und drittens Upselling vor und während des Aufenthaltes. Viele und gute Bewertungen sind essenziell für die Sichtbarkeit im Internet. Nur wenn Hoteliers konstant Bewertungen sammeln, steigen sie im Ranking bei Google oder TripAdvisor. Beispielsweise sind fünf der Top 10 Hotels in Berlin im TripAdvisor CityRanking Kunden von Customer Alliance. www.customer-alliance.com

THE MANDAL A HOTEL UND CUSTOMER ALLIANCE

Um die Erwartungen seiner Gäste besser zu verstehen, nutzt das Berliner Luxus-Designhotel The Mandala Hotel die Lösung von Customer Alliance. Durch den automatisierten Versand von individuellen E-Mails und Feedback-Fragebögen erhält das Hotel Informationen über seine Gäste und ihren Aufenthalt, ohne die Mitarbeiter zeitlich zu belasten. The Mandala Hotel und Customer Alliance haben zunächst begonnen, die Gästekommunikation nach dem Aufenthalt zu optimieren und die Rückmeldungen der Gäste nach der Abreise zu sammeln und zu analysieren. Ziel war ein ganzheitliches Bild von der allgemeinen Gästezufriedenheit.

Für jedes Angebot (Restaurant, Spa, etc.) wurde ein individueller Feedback-Fragebogen entwickelt. Im nächsten Schritt implementierte das FünfSterne-Haus Fragebögen, mit denen das Feedback der Gäste während des Aufenthalts gesammelt wird. Gäste können dadurch bequem von ihrem Zimmer aus Anfragen stellen oder auf etwaige Probleme aufmerksam machen. Gleichzeitig können sie sich sicher sein, dass seitens des Hotels alles getan wird, um das Aufenthaltserlebnis positiv zu gestalten. Die Anfragen werden zentral gesammelt, von den Mitarbeitern strukturiert und zeitnah abgearbeitet, noch bevor der Gast das Hotel verlässt. Mit dem Feedback, das The Mandala Hotel

durch Customer Alliance während und nach dem Aufenthalt einsammelt und auswertet, kann das Haus anschließend gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Gäste eingehen und sich damit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Der Zufriedenheitsindex während des Aufenthaltes lag bei 94,32 und nach dem Aufenthalt bei 92 Prozent. Da es vorher keine Erhebung gab, fehlt zwar der Vergleich, aber die Zahlen sprechen für sich. Das Motto lautet also: Nicht abwarten, bis irgendwer irgendwas über ein Hotel im Internet veröffentlicht, sondern mit gezielten Fragen Feedback einfordern und so die Bewertungen im Internet steuern. www.themandala.de

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Von der Zimmerreinigung bis zum digitalen Check-In Der Verwaltungsaufwand im Hotel ist zeitraubend und Personal teuer. Wie gut, dass es heutzutage Hotelsoftware gibt, die viele Vorgänge automatisiert und einfach erfasst, auswertet und steuert. Auch der digitale Meldeschein ist dabei ein Thema. Von Silvia Geuker Die verschiedenen Zimmerreinigungszeiten in einem Hotel perfekt zu planen, stellt jedes Housekeeping immer wieder vor große Herausforderungen. Die MobileQuality-Check App von Axon Ivy will Zimmerreinigung und Gebäudeverwaltung ins digitale Zeitalter bringen. Zum einen gibt sie Informationen über die zu erledigenden Aufgaben. Zum anderen kann die Reinigungskraft die Aufgaben abhaken und zurückmelden, wenn es Probleme gab oder etwas defekt ist. Die Informationen landen direkt im Backoffice, da die App in bestehende IT-Systeme eingebunden ist. Das bringt Transparenz und ein Plus an Schnelligkeit bei der Abwicklung von Aufgaben und Auswertungen. TrustYou präsentiert neue Funktionen, mit denen Nutzer den Großteil aller Bewertungen direkt beantworten können, ohne die Plattform zu verlassen. Dieses Update

berücksichtigt den wachsenden Bedarf von Hotels, wertvolle Zeit einzusparen und Geschäftsabläufe durch Technologie effizienter zu machen. Durch die direkte Beantwortung von Gästebewertungen, die über Booking.com, Google und die Gästefrage­ bögen von TrustYou eingehen, können Hoteliers bis zu 78 Prozent der gesamten Bewertungen direkt beantworten, ohne die TrustYou-Plattform verlassen zu müssen. Heute es immens wichtig, Bewertungen zu beantworten, da Benutzer erwarten, dass ihr Feedback von den Hotels geschätzt wird. Die Victor’s Residenz-Hotels investieren mit Oracle Hospitality Simphony in eine Lösung, die die Arbeitsabläufe insbesondere im Bereich Kassensysteme und Warenwirtschaft optimiert. Die Software ist eine Plattform für das Hospitality-Management für verschiedene Gastronomiekonzepte.

Sie bietet sowohl mobile als auch cloudbasierte Lösungen an und beinhaltet Point of Sale- sowie Backoffice-Funktionen von der Bestandsverwaltung bis hin zum Inventurmanagement. Die Vorteile liegen in der Zentralität des IT-Systems für alle Abläufe und in der gleichzeitig unternehmensweit dezentralen Nutzung. Die Software lässt mobiles Arbeiten mit der Cloud-Lösung zu und erleichtert Bestellprozesse dank technischer Schnittstellen zu den Lieferanten. Das gleiche Handling sämtlicher Kassen in allen Hotels mit dem einheitlichen System von Oracle vereinfacht auch den Mitarbeiteraustausch, da es keine Hemmschwellen gegenüber fremden Systemen gibt. Für alle Kunden des progros-Einkaufspools gibt es die Progros-App in der iOS- und Android-Version für das digitale Rechnungsportal. Damit bietet das Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen

Der Gästebegleiter Code2Order bietet den

Hotelgästen diverse Informationen, die progrosApp erleichtert Hoteliers dank mobilen Zugriffs auf Rechnungen den Alltag

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Fotos: Die genannten Unternehmen

Code2Order


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einen weiteren Service: Kunden können komfortabel und von unterwegs mit ihrem Smartphone oder Tablet im digitalen Rechnungsportal oder im Kreditorenmanagementsystem arbeiten. Über die kos­ tenfreie App besteht jederzeit Zugriff auf die jeweiligen Rechnungen, die sachlich freigegeben und kommentiert werden können. Mit einer Übersicht kann man offene Rechnungen von solchen zur Freigabe und zur Zahlungsfreigabe unterscheiden. Ein individuell konfigurierbares Dashboard zeigt wichtige Informationen auf einen Blick – von Rechnungen, bei denen Skonto gefährdet ist, und fälligen sowie überfälligen Zahlungen bis hin zu Festpreisen und Letztpreiserhöhungen. Rechnungsdetails, Notizen und Protokolle der Rechnungsbearbeitungen können stets aktuell eingesehen werden. Der digitale Meldeschein kommt zum 1. Januar 2020. Bei der IQ App Check-In ­Terminal von Betterspace checken die Gäste bereits vor Ankunft im Hotel ein. Außerdem unterschreiben sie den Meldeschein direkt auf dem Smartphone. Die Daten werden sicher im digitalen Meldeschein-Tresor aufbewahrt und nach Ablauf der gesetzlichen Frist automatisch datenschutzkonform gelöscht. Die App lässt sich zudem für Pre- und Post-Stay Kommunikation nutzen. So können Hoteliers ihre Gäste vor der Anreise über Angebote informieren und nach dem Aufenthalt daran erinnern, eine Online-Bewertung zu hinterlassen. Alles in allem weniger Verwaltungsaufwand, keine Wartezeit beim Check-In und weniger Papier.

Axon Ivy

zeitgemäßen Gästeservice vorstellen. Unsere Mitarbeiter sind ebenfalls durchweg begeistert, der digitale Begleiter für Hotelgäste bedeutet schon jetzt eine große Arbeitserleichterung”, erläutert Yonca Yalaz, Geschäftsführerin der Plaza Hotelgroup. Durch den Aufbau als Baukastensystem werden auch individuelle Anforderungen der einzelnen Häuser einfach umgesetzt.

Hotelbird arbeitet flächendeckend mit den Achat Hotels zusammen. Im Loginn by Achat Leipzig kommt die Professional PlusLösung zum Einsatz, die neben dem Online-Check-in und -out auch den digitalen Zimmerschlüssel und die mobile Bezahlung beinhaltet. Parallel dazu geht das Achat Premium München-Süd mit der Pro-Lösung an Hoteliers können ihren Gästen dank des den Start: Sie funktioniert unabhängig von digitalen Gäste­begleiters Code2Order­ bestehenden Türschließsystemen, indem ebenfalls unterschiedliche Hotel- und Ser- der Gast einen QR-Code an einem Terminal viceinformationen vor, während und nach in der Lobby einscannt und daraufhin von dem Aufenthalt zur Verfügung stellen. Gäste der Rezeption die Zimmerkarte erhält. Die haben die Möglichkeit, beispielsweise den Gäste in Leipzig und München-Süd buchen Meldeschein, wie bei der IQ App, bereits wie gewohnt über die Hotelwebsite oder von zu Hause oder unterwegs auszufüllen. Während des Aufenthaltes lassen sich über die App Wünsche, Spa-Anwendungen oder der Zimmerservice über den digitalen Begleiter von Code2Order buchen. Alle Anfragen werden zentral aufgeführt und vom Personal effizient abgearbeitet. Das entlas­ tet die Mitarbeiter. Die Plaza Hotelgroup setzt seit Juni 2019 auf die digitale Lösung: „Code2Order ist ein echter Mehrwert für unsere Gäste und wird von Minute eins an super angenommen. Die Lösung bietet alles, was wir uns unter einem modernen,

ein Online-Buchungsportal. Daraufhin erhalten sie eine E-Mail mit der Einladung zum Check-in, der über die Gäste-App oder einen Web-Browser möglich ist. Im Hotel scannen sie den QR-Code am Terminal ein und bekommen daraufhin eine codierte Keycard. Gäste können sich dank des Professional Plus-Produkts auch für einen digitalen Zimmerschlüssel entscheiden, mit dem sie am Anreisetag direkt auf ihr Zimmer gehen. Am Abreisetag bezahlen sie die Rechnung mobil, erhalten diese per E-Mail zugeschickt und checken online aus.

WEB

n www.axonivy.com n www.betterspace360.com n www.code2order.com n www.hotelbird.de n www.oracle.com n www.progros.de n www.trustyou.com/de

TrustYou begegnet mit seinem Update der

Tatsache, dass Hoteliers Zeit einsparen und

Geschäftsabläufe durch Technologie effizienter gestalten möchten

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Parallel spülen

spült werden können, bietet das untere Level Platz für Untertassen, Pfannen, Kochtöpfe, Besteck oder Salatschalen. Mithilfe der Hobart App Washsmart lassen sich Informationen über den Status der Maschine abrufen. Dazu zählt, dass rechtzeitig bevorstehende Wartungsintervalle, die aktuellen Betriebskosten oder die Chemieverbräuche kommuniziert werden. Auf Grundlage dieser Daten können Stillstände vermieden und direkt per App Verbrauchsmittel nachbestellt werden. www.hobart.de

Fotos: Die genannten Unternehmen

Mit einer zweiten Waschkammer, in der parallel gespült werden kann, überzeugt der neue Two-Level-Washer von Hobart. Neben der gesteigerten Kapazität durch die zusätzliche Waschkammer im Unterbau punktet die Weltneuheit durch ihre kompakte Bauweise, die nicht mehr Platz in der Küche benötigt als eine herkömmliche Spülmaschine. Neben dem gesteigerten Fassungsvermögen erhöht sich auch die Flexibilität bezüglich des Spülguts: Denn während in der oberen Ebene beispielsweise Porzellanteller ge-

Sauber gespült Die aktuellen Hauben-, Untertisch- und Gläserspülmachinen auf einen Blick – verschiedene Hersteller, unterschiedliche Lösungen

Neues Flaschenspülsystem Die Komplettlösung zum Spülen von Flaschen bietet Winterhalter: Das aufeinander abgestimmte System – bestehend aus Untertischspülmaschine und speziellem Flaschenkorb – garantiert hygienisch reine Spülergebnisse in unter einer Minute. Mit dem Flaschenkorb und einem speziellen Adapter wird jede Spülmaschine der UC-Serie zum Flaschenspülsystem. Der Korb wurde mit einer klappbaren Flaschenzentrierung ausgestattet und kann so verschiedene Flaschenformen mit einem Durchmesser von bis zu 100 Millimeter aufnehmen. Die eigens entwickelten Flaschenspüldüsen reinigen das Innere von bis zu acht Flaschen pro Spülgang. So sind hygienisch saubere Spülergebnisse in allen Standardprogrammen garantiert. Das Nachrüsten ist für jede Maschine der UC-Serie problemlos möglich. Das Flaschenspülsystem sichert dabei Flexibilität – bei Bedarf kann schnell vom normalen Spülbetrieb in den „Flaschen­modus“ gewechselt werden. Hierzu wird einfach das untere Spülfeld entnommen und der Flaschenkorbadapter eingesetzt. www.winterhalter.de

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Neue Generation Mit einer neuen Spülmaschinenserie setzt EKU Grossküchentechnik die im vergangenen Jahr gestartete Innovationsoffensive fort. Seit Juni ist der neue Typ – aus der Herstellung eines strategischen Partners – als Untertisch-, Durchschubund Gläserspülmaschine erhältlich. Eine Vielzahl von Verbesserungen zeichnen laut eigenen Angaben die neue Spülmaschine aus, darunter vor allem Techniken zur Wasser- und Energieeinsparung sowie eine schnellere, einfachere Reinigung unter anderem durch außenliegende Tank-Heiz-

körper und nur ein zu reinigendes Flächensieb. Die Pumpleistung ist um 50 Prozent höher als bei den Vorgängermodellen. Alle Teile sind aus Edelstahl gefertigt. Hinzu kommt eine umfangreiche Serienausstattung: Dosierpumpe für Reiniger und Klarspüler, eine zusätzliche Druckerhöhungspumpe garantiert optimalen Wasserdruck beim Spülen, eine leistungsstarke Laugenpumpe, Thermo-­ Stopp für ein perfektes Spülergebnis, Spülkörbe aus stabilem Drahtgeflecht und zusätzliche Spülprogramme beim Durchschub-Modell. www.eku-limburg.de

Nicht zu unterschätzen In der Hotellerie fällt diverses Geschirr an – Gläser, Tassen, Teller, Besteck, Töpfe, GN-Behälter – und so divers diese in Material und Oberfläche sind, so sind es auch die Verschmutzungen darauf. Deshalb gibt es Reinigungsmittel mit unterschiedlichen Zusammensetzungen sowie Klarspüler. Die Wahl der Chemie ist entscheidend – und da gibt es einiges an Auswahl: Reiniger für Gläser, Silber und Aluminium beispielsweise mit speziellen Inhaltsstoffe, welche die Oberfläche und das Dekor schonen. Produkte mit Aktivchlor, die etwa oft bei Kaffee- und Teerückständen zum Einsatz kommen, da Aktivchlor eine bleichende Wirkung hat. Alkalische Universalreiniger, die auf typische Verschmutzungen von Geschirr ausgerichtet sind und besonders bei Stärke- und Fettverschmutzungen wirken. Für Teller, auf denen sich stark angetrocknete Speisereste befinden, wird vielleicht ein Konzentrat angewendet mit hoher stärkeabbauender Eigenschaft. Hinzu kommen Klarspüler: Welcher zum Einsatz kommt, hängt wiederum von der regionalen Wasserhärte ab und ob die Maschine mit Umkehrosmose, Teil- oder Vollentsalzung ausgestattet ist. Um das perfekte Zusammenspiel aus Maschine und Chemie zu gewährleisten, bieten die Spültechnikhersteller abgestimmte Reiniger an.

Auf das wichtige Thema Nachhaltigkeit setzt Ackermann Spülmaschinen. David Radermacher, Leiter Vertrieb, sagt: „Sparsamkeit und Effizienz spielen bei Ackermann eine große Rolle, und wir spürten, wie die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen auch unter Gastronomen wächst. Umso mehr freuen wir uns, jetzt unseren ersten Flüssigreiniger mit EU Ecolabel präsentieren zu können. Der ­Flüssigreiniger F 450 green ist chlorfrei, phosphatfrei und trägt das EU Ecolabel. Er wäscht Spülgut aller Art bereits in niedriger Dosierung hoch effektiv.“ Ein komplettes Programm abgestimmt auf Spülgut, Verschmutzungsgrad und Wasserhärte bietet Winterhalter. Der Hersteller entwickelt die Reiniger in eigenen Labors. Die hochwirksamen Konzentrate sind sparsam im Verbrauch und werden in der Entwicklung von Anfang an im Zusammenspiel mit der Maschine getestet und aufeinander abgestimmt. Alle organischen Inhaltsstoffe entsprechen den Kriterien zur vollständigen biologischen Abbaubarkeit, sind frei von krebserzeugenden Stoffen. Zusätzlich gibt es dem Ecolabel gekennzeichnete Reiniger.

Hobart rät, die Chemie auf das jeweilige Spülgut abzustimmen und bietet daher für Gläser, Bistro-Geschirr, Aluminium und Kunststoffe spezielle Reiniger und Klarspüler an. Die durch das Unternehmen entwickelten Hyline Reinigungs- und Klarspülmittel reduzieren mittels ihrer speziellen Rezeptur den Verbrauch und liefern gleichzeitig ein optimales Resultat.

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Sparsam und ressourcenschonend Der Name ist geblieben, ansonsten vieles neu: Die M-iClean U von Meiko wurde weiterentwickelt. Die größten Neuerungen bringt die integrierte Wärmerückgewinnung ComfortAir mit sich. Eine große Oberfläche aus Edelstahl sorgt im Zusammenspiel mit zugeführtem kaltem Frischwasser dafür, dass die Maschinenwände­optimal abkühlen. Laut Meiko spart das Feature bis zu 30 Sekunden pro Spülgang ein, beim Öffnen der Maschine tritt kein sichtbarer Dampf aus. Auch wird ein besseres Trocknungsergebnis erreicht – bis zu 98 Prozent bei Tellern und bis zu 75 Prozent bei Gläsern. Dadurch ist in Verbindung mit der Umkehrosmose-Anlage (GiO-Modul) kein manuelles Nachpolieren nötig, die Gefahr des Glasbruchs wird minimiert und das Spülgut ist schneller wieder im Einsatz. Dadurch, dass heiße Wrasen dem Wasserkreislauf wieder zugeführt werden, verringern sich die Betriebskosten um bis zu 21 Prozent. Sämtliche Bauteile für die Netztrennung sowie das GiOModul sind zusammen mit dem selbst austauschbaren Feinfilter in der Gläser- und Geschirrspülmaschine integriert – bei voller Normkonformität. Das ist laut Meiko einzigartig in der Branche. Der Platzbedarf reduziert sich und Umbaumaßnahmen werden überflüssig, was wiederum Installations- und Wartungskosten spart. www.meiko.de

Nach Euro-Norm getestet Für die Beurteilung von Spülergebnissen im Profibereich gab es bislang keinen neutralen Kriterienkatalog. Die Euronorm EN50593 setzt genau da an: Zum einen wird eine Referenzverschmutzung per Schablone auf 18 Teller aufgebracht. Zusätzlich fordert der Test die Maschine mit Schwebstoffen in Form von Sesam. Die Spülergebnisse verschiedener Modelle sind so objektiv vergleichbar. Das erste vom VDE dafür zertifizierte Testlabor steht in

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der Entwicklung bei Smeg in Norditalien. Mit 45 Prozent mehr Filterfläche und einem patentierten, dreistufigen Filtersystem sorgt die neue Gläserspülmaschine UG425 von Smeg Foodservice für herausragende Spülergebnisse - getestet nach eben dieser Euro-Norm EN50593. Ebenfalls neu ist das Enthärtersystem und die Option, die Maschine mit einem oder zwei Körben zu befüllen - zur Steigerung der Reinigungskapazität für Teller und Tassen. www.smeg-foodservice.de


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Rabatte für die Umwelt Um Betriebe beim Kostensenken zu unterstützen, hat Colged eine Umweltaktion ins Leben gerufen: Bis zum 31. Dezember 2019 erhalten Unternehmen, die ihre alte gegen eine neue, effizientere Maschine ersetzen möchten, Rabatte bei der Neuanschaffung. Wird im Aktionszeitraum eine Anlage ausgetauscht, werden abhängig vom Alter der Maschine zwei Prozent Zusatzrabatt pro Betriebsjahr gewährt – im Höchstfall bedeutet dies einen Preisnachlass von 25 Prozent auf ein Neugerät. Betriebe, die bereits eine ältere Colged-Maschine nutzen und diese ersetzen, erhalten zusätzlich einen Treuebonus von 100 Euro netto. Weitere 100 Euro werden vom Kaufpreis abgezogen, wenn die Entscheidung für den Kauf eines Geräts aus der TopTech-Serie fällt. Diese Anlagen wie auch weitere Geräte von Colged sind mit eigens entwickelten Systemen ausgestattet, die zu einem sparsameren Energie- und Wasserverbrauch und damit zu niedrigeren Betriebskos­ ten beitragen. Außerdem lässt sich unter anderem der Spülmitteleinsatz reduzieren. Auf diese Weise können Unternehmen bereits im ersten Jahr zirka 30 Prozent der Betriebskosten einsparen. www.colged.de

Flexibel beim Catering Ackermann Spülmaschinen erweitert das Portfolio um eine mobile Lösung: Das neu entwickelte Spülmobil ermöglicht Reinigungsleistungen an praktisch jedem Ort – beim Außer-Haus-Catering, auf Festen oder Marktplätzen. „Die Ansprüche an Bewirtung und Logistik bei solchen Anlässen steigen und auch die Hygienevorschriften werden immer anspruchsvoller“, erklärt Ackermann-Vertriebsleiter David Radermacher. „Mit dem Spülmobil können Anwender jetzt nicht nur alle Vorschriften erfüllen, sondern verfügen über maximale Flexibilität für unterschiedliche Einsatzorte, Anforderungen und Häufigkeiten. Auch für unsere Partner im Fachhandel ist es mit Blick auf Kunden wie Geschirrverleiher oder Veranstaltungsdienstleister ein interessantes Produkt.“ Angeboten wird das Spülmobil in zwei Ausführungen als Untertischmaschine und als Haubenspüler. Wie gewohnt hat Ackermann Wert auf eine robuste Technik und einfache Bedienbarkeit gelegt: Der Wasseranschluss kann in beiden Ausführungen über einen handelsüblichen Gartenschlauch erfolgen, im Fall der Untertischmaschine ist die Stromversorgung optional sogar über den Hausstrom möglich. www.ackermann-spuelmaschinen.de

INTERGASTRA, Stuttgart 15. – 19.02.2020 Halle 5, Stand 5C31

PT UND SCHON SAUBER. Die effiziente Durchschubspülmaschine

www.winterhalter.de/pt-serie

Sie ist vielseitig. Sie spült perfekt sauber. Und sie ist schnell. Die Durchschubspülmaschine der PT-Serie ist ein effizienter Allrounder. Erhältlich in drei Maschinengrößen und ausgelegt für unterschiedlichste Spülgüter. Mit geringem Wasserverbrauch und intuitiver Bedienung. Sie möchten Ihren Spülprozess optimieren? Die PT ist die perfekte Lösung. Getrimmt auf maximale Wirtschaftlichkeit. Bereit für Akkordarbeit.


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S AU N A

„Heiß“ in spannendem Ambiente Drei Praxisbeispiele dokumentieren, was bei einer Sauna im Familienhotel inhaltlich und optisch aktuelle innovative Realität sein kann. Das erste bezieht sich auf den ehrwürdigen Traditionsgasthof Ochsen im oberschwäbischen Kißlegg, das zweite auf das Schwarzwälder Wellnesshotel Berlins KroneLamm in Bad Teinach-Zavelstein, das dritte auf das Lifestylehotel Sand, Timmendorfer Strand.

Saunalux Varioline mit Salzsteinwand

Eine traumhafte Aussicht in luftiger Höhe genießen die Gäste im Spa des Berlins KroneLamm. Im Frühjahr eröffnete dort die erste Hochsitz-Sauna von Baum‘s Holzteam aus Eschweiler. Hotelier Rolf Berlin, ein Fan heimischer Wälder, hatte die Idee für die extravagante Attraktion. Die Saunaprofis setzten sie in handwerklich anspruchsvoller Maßarbeit um: außen witterungsbeständiges Lärchenholz, innen aromatisches Zedernholz. Das neue Highlight des Vier-SterneSuperior-Hotels bietet einen atemberaubenden

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Fotos: Die genannten Unternehmen

Der Verkauf einer Liegenschaft hinter dem Hauptgebäude des Traditionsgasthof Ochsen bot Inhaber Stefan­ Karrer die Möglichkeit, den zusammen mit seiner Schwester geführten Betrieb um ein Wellness-Refugium zu erweitern. Er griff zu. Seit kurzem gesellt sich zu den mehreren Dutzend Hotelzimmern des Drei-SterneSuperior-Hauses mit Restaurant und Hausbrauerei das neue heimatSPA, das sich alles andere als gewöhnlich präsentiert. Karrer reizte der spannende Kontrast zwischen Tradition und einem völlig neuen Weg in Sachen Material und Gestaltung. Seinen Plan setzte er mit den ebenfalls am Ort ansässigen Werkstoffpionieren Out of Space um. Diese verwenden den Holzwerkstoff karuun. Er entsteht aus nachhaltig verarbeiteten indonesischen Rattan-Lianen, die schnell nachwachsend im Überfluss verfügbar sind und unter fairen Bedingungen vor Ort geerntet werden. Thermisch geformt und durchgefärbt ist dieses Material vielseitig einsetzbar. Bei der technischen Realisierung und Ausstattung des heimatSPA setzten der Hotelier und die Rattan-Pioniere dann auf die Expertise der Saunaspezialisten von Klafs in Schwäbisch Hall, die sich intensiv mit dem neuen Werkstoff auseinandersetzten und den veredelten Lianen zu einem großzügigen Auftritt in der Saunalandschaft verholfen haben. Außenverkleidungen, Paravents und sogar Akzente aus karuun im Innenraum der Kabinen schaffen im kompakten Spa-Bereich eine nicht alltägliche Atmosphäre: Innen sind die finnische Sauna und das Sanarium aus Mareiner Fichte gefertigt, für die spannende optische Vollendung sorgen die Zierelemente aus dem verarbeiteten Rattan.


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Die steigende Lust der Deutschen auf Wellness führt zu regelmäßigen Saunagängen. Auch Hotelgäste gönnen sich die eine oder andere erholsame Stunde, um körperlich und psychisch zu entspannen. Vor allem Geschäftsreisende bauen abends gerne ihren Tagesstress in einer Sauna ab. Oft genügen dazu schon Kabinen für fünf bis sechs Personen mit einer angenehm gestalteten Innenatmosphäre. Ist genügend Platz vorhanden, kann die Sauna natürlich auch größer ausfallen. Von Hans-Herbert Seng

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Lifestylehotel Sand Rooftop Sauna

Traditionsgasthof Ochsen karuun heimatSPA

Traditionsgasthof Ochsen karuun heimatSPA

S AU N A

Blick über die Schwarzwaldwipfel. Am Hang in neun Metern Höhe hat der Badegast den Eindruck, über dem Boden zu schweben. Von hier oben sieht er durch die schräg angelegten Fensterflächen auch in die tiefen Täler. Neben der aufregenden Perspektive bietet die Sauna pure Entspannung: Bei 80 Grad Kabinentemperatur ruht man auf Bänken aus Abachi-Holz. Aromatische Aufgüsse aus Tannennadelölen runden das Vergnügen perfekt ab. Zum Komfort gehört auch ein stufenloser Zugang von der Schwimmbadterrasse des Hotels. Planung und Bau der innovativen Sauna erforderte das Know-how eines Meis­ terbetriebs. Baum‘s Holzteam verfügt über fast 75 Jahre Tradition und Erfahrung in der Verarbeitung von Holz. Individuelle und originelle Lösungen sind daher Herausforderungen, denen man sich gerne stellt. Ähnlich hoch geht es für die Nutzer des Dachterrassen-Spa im Lifestylehotel Sand, die dort über den Dächern von Timmendorfer Strand in der Sauna relaxen können. „Nachhaltigkeit mit Stil“ lautet das Credo der Inhaberfamilie. Einst gegründet unter dem Namen „Am Timmendorfer Hof“, wurde das Traditionshotel vor rund sechs Jahren umbenannt, umfassend saniert und erweitert sowie konzeptionell neu ausgerichtet. „Unser Bewusstsein für verantwortungsvolles Handeln spiegelt sich seitdem in allen Sparten wider und reicht von der Energieversorgung über unser kulinarisches Angebot bis hin zum Interieur. Da war es nur konsequent, auch bei der Gestaltung des neuen Dachterrassen-Spas und der Auswahl der passenden Sauna auf höchste Qualität, natürliche Materialien und zugleich einen gewissen Lifestyle-Faktor zu setzen“, erklärt Marion Muller, die das Sand gemeinsam mit ihrem Ehemann Lambertus Muller betreibt. Gemäß der Nachhaltigkeitsstrategie und aufgrund des knappen Platzes on top des Hotels kam für die Gastgeber nur ein System von Blockhausbau Hummel aus Ottobeuren in Frage. Bei einer Gesamtfläche von drei mal viereinhalb Meter ist die Rooftop-Sauna in zwei Bereiche unterteilt: Während sich die Hotelgäste im Vorraum umziehen können, bietet der große Saunaraum bis zu acht Personen Platz. Absolutes Highlight ist das große Panoramafenster, das den Blick auf die Gemeinde Timmendorfer Strand freigibt. Verwendet hat Blockhausbau Hummel dafür sogenanntes ESGH-Glas, das selbst bei großer Hitze nicht platzt und so für die Sicherheit der Hotelgäs­ te sorgt. Mit seinem Flachdach und dem speziellen Farbanstrich fügt sich das neue Saunahaus darüber hinaus nahtlos in die moderne Gebäudearchitektur ein. Gefertigt ist es aus Fichtenholz aus einer ganz bestimmten Region in Finnland. Dem Stil des Lifestylehotels entsprechend, wurde im Vorraum edler Teakholzboden verlegt.

WEB n www.baums-blocksauna.de n www.hummel-blockhaus.de n www.klafs.com

Mehr Glaselemente

n www.saunalux.de n www.schlenker-gmbh.com (TylöHelo)

Einzelne Sauna-Kabinen einschlägiger Hersteller, die sich für unterschiedliche Platzansprüche eignen, entsprechen auch dem Trend nach mehr Glaselementen, damit die Sauna optisch größer wirkt. Im Lampenpärchen in der Aura von Klafs steckt nach Informationen des Unternehmens „eine Menge Entwicklungsarbeit“, auf dass sie auch unter extremen Saunabedingungen ihr stimmungsvolles Licht verbreiten – und im luftigen Lounge-Ambiente der Sauna zum Blickfang werden. Die großzügigen Glasfronten machen die komfortabel große Kabine zum dezenten Highlight in jedem anspruchsvollen Interieur. Die extra für den Saunabetrieb entwickelten

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Kissen und Matten der Textilserie Mollis runden den wohnlichen Look ab. Nicht weniger einladend und gemütlich, fast schon „majestätisch“, präsentiert sich die Aurora mit ihrem funktionalen Facettenreichtum. Klafs positioniert sie als „Flaggschiff einer neuen Sauna-Exzellenz“, ob als Gästemagnet im Spa oder als Highlight in mit üppigem Luxus ausgestatteten Logisbereichen. Auch hier wirken die rahmenlos verbauten Glasfronten opulent. Auffällig sind zudem die komplett schwebend verbauten Liegen. Die Formensprache ist denkbar ruhig – und damit sie sich auch harmonisch in jedes Ensemble einfügt, gibt es sie in zahlreichen Größen und in verschiedenen Holzvarianten von hell bis dunkel. Charakteristisch für jede Einzelanfertigung ist die organisch gewölbte Leuchtdecke Euklid. In aufwändiger Handarbeit gefertigt, wölben sich dem Saunierenden ringförmige Massivholzelemente entgegen, deren Zwischenräume elegante Lichteffekte freigeben. Wie in der Aura sind auch in der Aurora die Matten, Rollen und Kissen der Mollis-Serie nicht nur ein herrlicher optischer Akzent im klaren Design, sie überzeugen darüber hinaus mit Anschmiegsamkeit, äußerst geringer Wärmekapazität (also kein Wärmetransport auf die Haut) und hygienischer Sicherheit.

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Klafs Aura

Ein Thema im Konzept von Saunalux aus Grebenhain ist das Salz beziehungsweise die Salzsteinwand. Dazu heißt es, dass das Himalaya-Salz neben superiorhotels_60x43.indd 1 04.01.2011 15:08:40 Uhr Holz ein weiterer reiner Naturstoff ohne synthetisch erzeugte Zusatzstoffe ist: „Daher entwickeln sich bei höheren Temperaturen, wie zum Beispiel in der Sauna, keine giftigen Gase oder ätzenden Flüssigkeiten.“ Fixiert werden die Salzsteine mit einem innovativen und sehr stabilen System frei von Klebstoffen. Damit wird neben schadstofffreier Luft eine gewisse Mobilität erreicht. Neben den genannten physisch wirkenden gesundheitlichen Vorteilen erzeugt das Salz in der Sauna aber auch visuelle Reize: „Insbesondere im mystischen Schimmer von hinterleuchteten Salzsteinen ergibt sich eine Atmosphäre, die dem Salz als Ursprung allen Lebens annähernd gerecht wird.“ Viele kleine LED-Streifen hinter den Salzsteinen sorgen für eine gleichmäßige und natürliche Beleuchtung, die gleichzeitig eine hohe Energieeffizienz aufweist. Womit wir bei Lichtelementen sind, die in den Informationen von Saunalux ebenfalls in den Fokus rücken. Etwa der Sternenhimmel Ruben Sky – aufgereiht, diagonal oder im absoluten Durcheinander, vielleicht sogar mit astrologischen Sternbildern? Weiter geht es mit diesen Offerten: Sound and Light. Eine Hightech Farblampe mit integrierter Soundfunktion sorgt für wechselnde Farbtöne im Intervall oder per manueller Einstellung. Mit einem USB-Stick oder AuxAnschluss lassen sich individuell zusammengestellte MP3-Titel abspielen. Stereo-Lautsprecher sorgen für einwandfreie Wiedergabe. Das Collaxx Farblicht besticht durch seine kräftig leuchtenden Farben, welche sich beliebig dimmen lassen. Für den Holzrahmen bietet man eine Auswahl von Abachi, Ceder und Erle. Die rahmenlose Gestaltung des Farblichtpaneel ermöglicht einen bündigen Einbau in die Saunadecke mit homogener und flimmerfreier Leuchtfläche sowie einer langen Lebensdauer bei Temperaturen bis zu 125 Grad. Das LED-Lichtband in Weiß- und Farblicht wird als indirekte Beleuchtung in der

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S A N I TÄ R & W EL L N E SS

Klafs Aurora

S AU N A

Decke als auch hinter der Rückenlehne oder unter der Bank eingebaut. Die Rückenlehnenbeleuchtung RGB besteht aus einem Grundset mit drei LEDBeleuchtungselementen, die hinter der Rückenlehne in einem Abstand von zirka 50 Zentimeter voneinander angeordnet werden. Die Farben beziehungsweise Farbwechsel-Intervalle können über die Fernbedienung gesteuert und gedimmt werden. Zurück zur Salzsteinwand. Eine Top-Sauna von Saunalux ist die Varioline zum Beispiel aus Thermobuche mit Aspe, die selbstverständlich diese mit LED-Scheinwerfern hinterleuchtete Wand „beherbergt“. Weitere Ausstattungsdetails sind die Vollglasfront sowie die Lichtelemente Sternenhimmel, VitaE-Strahler und Unterbankbeleuchtung. Seit fast 50 Jahren ist das Unternehmen Klaus Schlenker in Stuhr Ansprechpartner für die Wellnessprodukte von TylöHelo. Eine Sauna mit hohem praktischem Nutzen ist die Harmony Blockbohle Premium. Die Blockbohlen in 58 Millimeter Stärke aus der Holzart weiß Tanne und Fichte sind in kassettenförmiger Bauweise angeordnet. Zu den weiteren angenehmen Details gehören die moderne Ganzglasfront mit zum Beispiel Mitteltür, Saunaofen Espression Rot mit H1 Steuerung, LED Rückenlehnenbeleuchtung. Der Bo-

Eiskalt in der Lounge Das bewusste Wechselspiel aus Wärme- und Kältereizen gilt als eines der elementaren Benefits des regelmäßigen Saunabades. Die Ice Lounge von Klafs leistet dabei stimmungsvolle Hilfestellung, wenn Kälte gefragt ist. Deren Quelle ist der Eisbrunnen Stalagmit, aus dem das Eis nicht von oben fällt, sondern langsam gewissermaßen über sich hinauswächst. Ein kleines frostiges Spektakel, das beruhigt und natürlich dazu einlädt, sich die eine oder andere Eisblüte zu schnappen und in aller Frische der eigenen Abkühlung zuzuführen. Für zusätzliche „Coolness“ sorgt die bauliche Gestaltung der Lounge: Der auf 16 Grad heruntergekühlte Raum ist mit

TylöHelo Jubilee

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hinterleuchteten Acrylglaselementen ausgekleidet – in perfekter Eis-Optik, die sich sogar in den Sitzwürfeln und der Eisbrunnenverkleidung wiederfindet. Die kleine „polare Auszeit“ lässt sich auch olfaktorisch untermalen und zwar stimmungsgemäß beispielsweise mit einer feinen Note von Eisminze, die in dezenten Dosen in den Raum abgegeben wird. Komplett wird die eisige Erfahrung mit dem auf Wunsch verbauten Atmosphere by Klafs, über dessen Screens Naturaufnahmen in die Lounge gebracht werden können wie beispielsweise schneebedeckte Gipfel oder treibende Eisschollen.

denrahmen wird wie bei allen TylöHelo Saunakabinen als Feuchtigkeitsschutz aus Aluminium sein. Durch die nahezu astfreie massive Fichte oder Tanne ist ohne zusätzliche Dämmung ein ideales Saunaklima gewährleistet. Die stilvolle Innenausstattung – classic, classic slim oder Wide Design – wird wie schon erwähnt durch Glastüren sowie auch Fenster ergänzt, alles in allem also ein luftiges, zeitloses Design, das in vielen verschiedenen Layouts erhältlich ist. Die flexible Konstruktion lässt anpassungsfähige Varianten zu. Da die beiden Unternehmen Tylö und Helo, die sich im Frühjahr 2018 zu TylöHelo zusammengeschlossen haben, dieses Jahr 70- beziehungsweise 100-jähriges Jubiläum feiern, darf natürlich eine Jubiläumssauna nicht fehlen. Es ist die Jubilee. Markant sind schwebende Panoramabänke, sichtbar durch eine Glas­ ecke, zusätzliches Seitenglas und eine schwarze Taikaplatte aus finnischem Birkensperrholz. Die Vorderseite des Paneels ist mit einer Substanz behandelt, die üblicherweise in Paneelen für Saunen und Decken verwendet wird. Die schöne Oberfläche von Taika ist hautfreundlich und trägt zu einem angenehmen Sauna-Innenraum bei. Mit schwebenden Bänken in Aspe und Wänden mit schwarzen Taikaplatten dürfte die Jubilee quasi „einzigartig“ sein und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie wird als komplettes Saunapaket mit einem Ofen Himalaya 105 BWT Elite oder Sense Combi Elite 10 angeboten.


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Stilvoll englischer Sitzkomfort Der Loungesessel York von A.B.C. Worldwide ist in handwerklicher Tradition gefertigt und mit komfortablem Polster und Knopfheftung versehen. Sein metallverstärktes Massivholz-­ Buchengestell prädestiniert ihn für den fordernden Alltag in Hotellerie und Gastronomie. Die angedeuteten Armlehnen in sanft geschwungener Optik und die großzügige Sitzfläche erhöhen den Sitzkomfort. York ist in verschiedenen Bezugsvarianten wie mit edlem Samt oder pflegeleichtem Kunstleder erhältlich. Durch eine Sitzhöhe von 46 Zentimetern ist er sowohl für Hotelzimmer, Lounge-, Lobby- und Barbereiche als auch für Restaurants und Cafés geeignet. Dadurch dient er gleichzeitig zum Relaxen, als Schreibtischstuhl oder als Sitzgelegenheit an der Esstafel. www.abc-worldwide.de

Einmalgeschirr für Fingerfood Die Artikel aus dem pure-Sortiment von Papstar sind praktisch, hygienisch in der Handhabung und umweltfreundlich. Sie werden aus der Bagasse, die bei der Verarbeitung von Zuckerrohr entsteht, hergestellt und sind kompostierbar. Zudem bestechen sie durch einen puristischen Look. Auch die Fingerfood-Schalen aus ungebleichtem, FSC-zertifiziertem Holz sind ästhetisch ansprechend und umweltfreundlich, geschmacksneutral sowie frei von Zusatzstoffen. Zum Aufnehmen des Fingerfoods bietet das Unternehmen Spieße und Picker aus Holz, Bambus oder Kunststoff. Zudem gibt es eine Auswahl an formschönen Schälchen, Bechern und Tabletts aus Kunststoff. www.papstar-shop.de

Zinfandel Als Dark Horse bezeichnet man jemanden, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, sich jedoch als überraschender Sieger entpuppt. Für die gleichnamige kalifornische Weinmarke Dark Horse trifft dies sicher zu – die ebenso experimentierfreudige wie exzentrische Winemakerin Beth Liston hat bereits ein außergewöhnliches, mehrfach ausgezeichnetes Produktsortiment aus Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot vorgelegt. Einer ihrer aromatischsten Würfe ist der Zinfandel 2017, ein leuchtend rubinroter Wein aus dem San Joaquin und Sacramento Valley: Seine opulenten Noten von schwarzem Pfeffer, Schokolade und Johannisbeere passen etwa zu Rinderschmorbraten, kräftigem Gulasch und würzigem Lammcurry. Erhältlich sind die Weine unter anderem beim Online-Weinhändler Belvini. www.darkhorsewine.com

Villeroy & Boch bietet mit myTableware personalisierbares Geschirr per 3D-Konfigurator, das direkt bestellt werden kann. Im ersten Schritt wählt der Kunde das zu individualisierende Produkt aus, kann die Ware im zweiten Schritt mit einem Filet oder Dekor veredeln und anschließend mit Logo, Icon oder Text versehen. Wie das Produkt auf dem eigenen Tisch aussehen wird, kann sich dank Augmented Reality auf Smartphone oder Tablet mit iOS-Betriebssystem angesehen werden. Die Mindestbestellmenge liegt bei 50 Teilen. www.mytableware.de

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Fotos: Die genannten Unternehmen

Personalisiertes Gastrogeschirr


M A R K T & PR O D U K T E

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Revolutionärer Chafing Dish Der pimpONE von pimpmychafingdish.de verfügt über einen Massiv­ holzrahmen mit auswechselbaren magnetischen Seitenteilen. So kann die Optik des Büfetts an das jeweilige Event angepasst werden. Doch auch das eigene Logo des Hotels ist möglich. Mit Rücksicht auf etwaige Allergien verfügt eine Seite des zweiteiligen Deckels über eine Beschriftungsfläche, auf der zusätzlich erhältliche Allergen-Magnete haften. Diese kann an einer Seite des Chafing Dishes hochkant eingehängt werden, wodurch die Bezeichnung der Speisen und die Allergenhinweise sichtbar bleiben. Der pimpONE ist B1 behandelt und standardmäßig für 1/1 GN ausgelegt. www.pimpmychafindish.de

Jubiläumsedition Auf Tonka Gin Original und die Fass­ lagerung folgt anlässlich des fünften Geburtstags ein Destiller‘s Cut. Schöpfer Daniel Soumikh verfeinert seinen Klassiker dazu mit einer feinen Zimtnote: „Wir haben uns für besonders hochwertigen Zimt aus Madagaskar entschieden, weil sein feines, zurückhaltendes Aroma sehr komplex und spannend ist und unser Erfolgsrezept nicht überlagert.“ Hergestellt in einer kleinen Destillerie bei Hamburg, kommt der Destiller‘s Cut in der ikonischen Flaschenform und handschriftlich versehenem Etikett – der Kupferton weist auf den Zimt hin. Die Jubiläumsedition ist auf 2.555 Flaschen limitiert. www.tonka-gin.de

Basiswerk für Spa und Wellness Im dfv Matthaes Verlag veröffentlichen Stefan Nungesser, Dagmar Rizzato und Karin Stefanie Niederer unter dem Titel Spa & Wellness-Management ihr Basiswerk für die SpaIndus­trie. Das Fachbuch bietet fundierte Hilfe­für Spa- und Wellness-­Hotels, zwischen qualitativ hochwertigen Leistungen, Positionierung und Differenzierung vom Wettbewerb sowie einer betriebswirtschaftlich erfolgreichen Spa-Abteilung strategische und operative Weichen zu stellen. www.matthaes.de

Elegante Tischwäsche Wäschekrone empfiehlt, bei Tischwäsche auf Vollzwirn-Damast oder Leinen-Qualitäten zu setzen und ein eher zurückhaltendes Dessin zu wählen, um die Table-Top-Ausstattung wirken zu lassen. Im Sortiment finden Hoteliers unter anderem die Tischwäsche Geometrik. Ihr je nach Lichteinfall leicht changierendes, geometrisches Muster sowie die eleganten Farbvarianten Sekt, Weiß, Taupe, Nougat und Beige verleihen der Weihnachts- und Silvestertafel eine entsprechende Optik. Dank zahlreicher Größenvarianten sowie der Umsetzung von Kundenwünschen bis zu einer Breite von 300 Zentimetern sind Hoteliers und Gastronomen bei der kreativen Komposition ihrer Tischarrangements keine Grenzen gesetzt. www.waeschekrone.de

Hotel App Store gelauncht SiteMinder, eine Plattform zur Kundengewinnung, hat Anfang November mit dem Hotel App Store den ersten Marktplatz seiner Art gestartet. Im Gegensatz zu bisherigen Online-Stores dieser Art bietet die Plattform freien Zugang für alle Hotels weltweit. Dort können aus mehr als 100 Applikationen Technologielösungen gewählt werden, die speziell zur Umsatzsteigerung und für bessere Kundenerlebnisse entwickelt wurden. Der bisher in Englisch und Spanisch verfügbare Service empfiehlt Hoteliers relevante Apps basierend auf deren Profileinstellungen und früheren Auswahlpräferenzen. www.siteminder.com

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Impressum

M A R K T & PRO D U K T E

Verlag und Redaktion:

GW Verlag GmbH Theodor-Althoff-Straße 45, 45133 Essen Postfach 23 01 90, 45069 Essen Telefon 0201/87126-14 Telefax 0201/87126-941 info@superior-hotel.net www.superior-hotel.net

Geschäftsführung:

Shervin Pourghaffari, Telefon 0201/87126-14 pourghaffari@superior-hotel.net

Chefredaktion:

Peter Erik Hillenbach, Telefon 0201/87126-949 hillenbach@superior-hotel.net

Redaktion:

Yvonne Ludwig-Alfers, Telefon 0201/87126-859 ludwig@superior-hotel.net Maren Peters, Telefon 0201/87126-869 peters@superior-hotel.net Julia Neumann (Praktikantin)

Ständige redaktionelle Mitarbeiter:

Silvia Geuker (Münster), Susanne Plaß (Hamburg), Hans-Herbert Seng (Frankfurt am Main), Dr. Elena Winter (Düsseldorf)

Anzeigenleitung:

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Layout: skrober.de

Prachtvoller Glanz zum Fest Für die Festtage präsentiert Hotelwäsche ­Erwin Müller Tischwäsche und Dekorationen für ein stimmungsvolles Ambiente. Stark vertreten sind hier die Farbgebungen Rot-Weiß, Schwarz-Gold und natürliches Holz. So werden sowohl eine traditionelle und zeitlose als auch eine moderne Gestaltung ermöglicht. Zum Beispiel kann der schwarze Tannenbaum Bahar mit batteriebetriebener Lichterkette und Holzfuß etwa authentisch vom goldfarbenen Spitz-

kerzenhalter Bamika mit den cremefarbenen Spitzkerzen Chandel ergänzt werden. Bezüglich der Tischwäsche hat sich das Unternehmen besonders auf pflegeleichte Stoffe konzentriert. Für eine klassische Ausstrahlung eignet sich unter anderem die schnell trocknende und bügelleichte rote Tischwäsche Gletsch aus strapazierfähigem Polyester mit ihren Ton-in-Ton eingewebten Eiskristallen. www.hotelwaesche.de

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Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Materialien und Fotos. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Superior Hotel erscheint im zwölften Jahr mit vier Ausgaben.

Bezugspreise:

Einzelpreis/Heft 7,50 € (inkl. 7 % MwSt) Jahresabonnement 24 € inkl. Versandkosten und 7 % MWSt). Luftpostzuschlag Europa 20 €, übriges Ausland 30 €.

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Herstellung:

L.N.Schaffrath GmbH & Co. KG DruckMedien Marktweg 42–50 in 47608 Geldern

Verbreitete Auflage:

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Superior Hotel 1-2020 erscheint am 2. März Lesen Sie dann unter anderem folgende Themen:

•Frühstück, Brunch & Fruchtsäfte •Hotelsoftware •Outdoortrends •Cook & Chill Außerdem: Atlantic Sail City in Bremerhaven, Internorga, ProWein, Pool & Co. als Gesamtkonzept, Berufskleidung, Gästemappen

Fotos: Freestock.com (Vorschau), Hotelwäsche Erwin Müller (2)

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 12 vom 1. Januar 2019. Keine Liefer- und Ersatzansprüche bei höherer Gewalt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des GW Verlages gestattet.


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Superior Hotel 4-2019  

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