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GastroJournal 34/2010

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R E S TA U R AT I O N

J. Schüpfer Kämpfer und Sammler

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TOURISMUS

M. Riedener Jäger und Sammler

HOTELLERIE

24

R E S TA U R AT I O N

M. Hauser Un engagement exemplaire 15

TOURISME

D. de Buman Les rouages de la TVA

Nr. / No 34 / 26. August / 26 août 2010 / CHF 4.30

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

Es wird Ça va ganz heiss chauffer

INHALT

Hotellerie

Die MwStJagd Die Restaurateure bekommen im Kampf gegen die MwSt-Ungerechtigkeit Unterstützung der Hoteliers. Denn auch sie beteiligen sich am Unterschriftensammeln. Warum die MwStInitiative auch die Hoteliers etwas angeht. 7

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Um Restaurateure für die MehwertsteuerInitiative von GastroSuisse zu erwärmen, ist François Gessler manches Mittel recht.

Pour motiver les restaurateurs qui ont l’angoisse de la feuille blanche, François Gessler n’hésitera pas à utiliser la manière forte.

GJRT61814

HOTELLERIE

SOMMAIRE Hôtellerie & Tourisme e

3 journée des PMH

Partager ses expériences et découvrir de nouvelles voies, tels sont quelques-uns des buts de la 3e Journée des petits et moyens hôtels (PMH) que GastroSuisse organisera à Soleure le mardi 21 septembre. 17

Tourismus

Die MwStInitiative

GastroSuisse

Mettre la pression

Vor Jahren schon machte sich der Bundesrat für einen reduzierten MwSt-Satz für das Gastgewerbe stark – dies bis heute allerdings ohne Erfolg. Wie Dominique de Buman für das Einlösen dieses Versprechens kämpft. 9

L’initiative populaire lancée par GastroSuisse constitue un «bon moyen de mettre la pression sur le Parlement», estime Klaus Künzli, le président central de GastroSuisse. 21

GastroSuisse

Vins

Die MwStBilanz

Un vigneron atypique

Seit der Lancierung der MwSt-Initiative durch GastroSuisse ist auch in Bundesbern etwas gegangen: Zur Debatte stehen sowohl der Einheitssatz wie auch das Zwei-Satz-System. Warum die Initiative nach wie vor ihre Berechtigung hat und was Klaus Künzli und Anton Schmutz sagen. 12

84 9 771422 137001

Jean-Daniel Giauque, à la Neuveville (BE), est un vigneron atypique. Il produit environ 30 000 bouteilles par année dont 25 000 de spécialités. 23

Rauchverbote und Promillegrenzen haben Umsatzeinbussen verursacht. Diese Schlachten sind weitgehend geschlagen, doch die nächste steht vor der Tür: die Mehrwertsteuer-Debatte, welche die Diskriminierung des Gastgewerbes endlich aus der Welt schaffen will.

Wie Beispiele in ganz Europa zeigen, geht es dabei nicht nur um Steuergerechtigkeit, sondern auch um die Anerkennung des Gastgewerbes als Arbeitgeber und Exporteur. Für die Branche geht es also um viel; umso wichtiger ist persönliches Engagement, wie von François Gessler. 2

L’interdiction de fumer a entraîné une chute plus ou moins importante du chiffre d’affaires chez la plupart des restaurateurs. Si ce combat n’est aujourd’hui plus que cendres, une autre cause semble tomber à pic: l’initiative populaire sur la TVA. Si elle aboutit, elle permettrait

aux restaurateurs de compenser ces récentes pertes et même d’engendrer des bénéfices. Armé de son bâton, François Gessler, le président de GastroValais, ne comprend pas pourquoi certains ne se mobilisent pas pour un but pourtant si simple à attein13 dre.

Branchenentwicklung, was erwartet uns? Evolution de la branche, qu’est-ce qui nous attend? www.gastroprofessional.ch

GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

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Titel

26. August 2010 Nr. 34

François Gessler und die Mehrwertsteuer-Initiative

LEITARTIKEL

Dass wir fähig sind uns?›, würde ich ihm eine Ohrfeige verpassen. Denn entweder können wir mobilisieren und zu einem erreichbaren Ziel gelangen, oder wir hören auf und machen etwas anderes – eine Brüderschaft, eine Freundeskreis, aber jedenfalls keinen Verband. Es ist schon verrückt, dass der erste Kanton sein Plansoll bereits um 150 Prozent überschritten hat, während der letzte erst bei 17 Prozent steht. Das ist nicht normal.

T. BAGENSTOOS

«Je länger wir zuwarten, desto schwieriger wird es»

François Gessler setzt sich mit Verve für die Mehrwertsteuer-Initiative ein.

Seit der letzten Delegiertenversammlung von GastroSuisse ist François Gessler mit seinem Wanderstab unterwegs: auf dem Weg zu einer gerechten Mehrwertsteuer.

Jasmina Slacanin

François Gessler ist Präsident von GastroWallis. Er glaubt an die erste Volksinitiative von GastroSuisse. Er setzt seinen Wanderstab bei allen ein, die jammern, ohne zu handeln – und zwar jedes Mal, wenn sich dazu eine Gelegenheit bietet.

glaube ich zwar nicht an ein Scheitern. Doch falls dies geschehen würde und ein Mitglied in sechs Monaten zu mir käme, um zu fragen: ‹Was machen Sie eigentlich für

GJ: Wie viele Unterschriften haben Sie selber zusammengebracht? Gessler: Persönlich habe ich 50 Unterschriften gesammelt. Jedes Mal, wenn ich jemanden treffe, biete ich ihm einen Unterschriftenbogen an. Ich unterrichte an der Schweizer Tourismusschule, wo ich ebenfalls meinen Studenten vorschlage, Unterschriften zu sammeln. Wir haben nicht nur 21000 Mitglieder, wir verfügen zudem über ein riesiges Potenzial mit den Gästen und dem Umfeld unserer Betriebe. Wenn ein einziges Mitglied seine Frau, seine Eltern und die Mitglieder seiner Familie dazu bringt, so sind schon rund 20 Unterschriften beisammen – und zwar fast mühelos! Auch die Lieferanten und Produzenten sollten wir nicht vergessen: Wenn Gastgeber jemandem Waren abkaufen,

wird dieser seine Unterschrift nicht verweigern. Deshalb soll man aufhören zu behaupten, dass wir überhaupt keine Chance haben. GJ: Kommen wir zur Motivation der Kunden. Wird eine Herabsetzung des MwSt-Satzes nicht eine systematische Preisreduktion in der Gastronomie nach sich ziehen? Falls dies der Fall wäre, wäre dies doch ein solides Argument, um die Gäste zu motivieren? Gessler: Nein, nicht wirklich. Doch würden die Betreiber über eine gewisse Marge verfügen. Einige würden die Preise herabsetzen, andere die Preise während einem oder zwei Jahren nicht anheben und wieder andere in ihren Betrieb investieren. Auf jeden Fall würde das Geld in den Wirtschaftskreislauf zurückfliessen, wovon alle profitieren. Jeder Betrieb wird selber entscheiden, wofür er das Geld investieren will. Die einfachste Lösung wäre zu behaupten, der Gastronom werde die Preise reduzieren. Wer dies aber verspricht, und danach sein Versprechen nicht hält, der würde im Falle einer ähnlichen Initiative sicher nie mehr eine weitere Unterschrift erhalten. GJ: Wie erklären Sie sich, dass die Politik eine für die Gastronomie so ungerechte Lösung durchgehen liess, ohne diesen Irrtum zu korrigieren, wie dies zum Beispiel in Frankreich der Fall war? Gessler: In Frankreich wurde der Fehler korrigiert, weil auch die Arbeitnehmerorganisationen Druck gemacht hatten. Es war nicht der Staat, der korrigieren wollte. In der Schweiz ist die Debatte über die Mehrwertsteuer nicht dazu da, um Gerechtigkeit zu schaffen, sondern um via Mehrwertsteuer neue Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Dies weil nur wenige mit dem heutigen System zufrieden sind. Wenn

«Wir verfügen über ein riesiges Potenzial»

En français Page 13

Mehrwertsteuer-Initiative: Sammeltag am Wochenende Am kommenden Wochenende findet der 2. Sammeltag für die MehrwertsteuerInitiative von GastroSuisse statt. Dabei sorgen einerseits verschiedene Sektionen mit Ständen für öffentliche Präsenz und Unterschriften. Andererseits bietet sich den einzelnen Betrieben eine gute Gelegenheit, beispielsweise auf Grundlage dieses GastroJournals die Initiative zu thematisieren und Unterschriften zu gewinnen – schliesslich sind es die Gäste, die in unseren Betrieben zu

viel Mehrwertsteuer aufgebrummt bekommen. Diesem GastroJournal liegt ein Unterschriftenbogen bei, weitere Bogen können im Internet heruntergeladen und ausgedruckt werden. Zu beachten ist dabei unbedingt, dass auf einem Bogen ausschliesslich Stimmberechtigte eines Wohnortes unterschreiben dürfen und dass die Stimmberechtigten die Felder eigenhändig und sorgfältig ausfüllen. Wer sich am Sammelwochenende und darüber hinaus engagiert, kann nur gewinnen: Seit dem 26.

Vor einigen Jahren haben die mallorquinischen Behörden den mitteleuropäischen Kampftrinkern und Pauschaltouristen den Krieg erklärt. Unter anderem sollte der Ballermann geschlossen werden. Das Ergebnis: Zwar gibt es ein paar Rauschtrinker weniger, Individualgäste besuchen Mallorca ein bisschen lieber; Ballermann aber ist geblieben. Individualtouristen mit Geld reisen derzeit sowieso lieber gen Arabien. Alkohol ist auch dort ein Thema – es gibt ihn nur in den Enklaven der internationalen Hotels. Zu horrenden Preisen: In Oman kostet ein Glas Wein derzeit rund 30 Franken. In Städten und in Moscheen (so man sie überhaupt betreten darf) hat man sich zu bedecken: Kopftuch für Frauen, lange Hosen für Männer wie Frauen. Das nervt den einen oder anderen (Schweizer) Touristen. Hierzulande gibt es immer mehr chinesische, indische und arabische Gäste. Alle haben sie ihre Bedürfnisse; sei es beim Frühstück, sei es beim selbst Kochen, sei es während des Ramadans. Und wieder nerven wir uns – und möchten jene Gäste am liebsten gar nicht haben. Und wir, Botschafter des Tourismus der Schweiz, merken dabei nicht, dass wir genau jene Gratwanderung nicht schaffen, die andere, angeblich Engstirnigere uns vormachen. Die Gratwanderung, unseren Gästen unsere Kultur zu zeigen und ihre Bedürfnisse mindestens im Hotel doch zu berücksichtigen. Matthias Nold BLICKPUNKTE Volksabstimmung

man die Politik aber nicht unter Druck setzt, wird sich nichts in unsere Richtung bewegen. In einer Diskussion mit den Politikern anerkennen alle, dass es sich für die Branche um einen inakzeptablen Systemfehler handelt.

T

GJ: Die Zielsetzung bis Ende Jahr heisst 140 000 Unterschriften. Wo stehen wir heute? Gessler: Zuerst einmal haben wir dieses Limit auf das Ende des Jahres festgesetzt. Dabei hätten wir Zeit, die ausgefüllten Unterschriftenbogen bis Ende 2011 einzureichen. Je länger wir aber zuwarten, desto schwieriger wird es, die Unterschriften zusammenzubringen.

«Wir müssen den Druck aufrecht erhalten»

/ S t VA MwV A /I

GastroJournal: Inwiefern ist eine solche Initiative für die Mitglieder eigentlich eine Herausforderung? François Gessler: Die wahre Herausforderung liegt darin, unseren Politikern zu zeigen, dass wir fähig sind, zu mobilisieren und Bewegung in die Politik zu bringen. Es genügt nicht, in Bern zu demonstrieren. Wir müssen den Druck aufrecht erhalten, bis wir das gewünschte Ergebnis erreicht haben. Ich mache mich so stark für die Initiative, weil ich glaube, dass sie vordringlich ist. Der Beweis dafür: Seit über 100 Jahren hat GastroSuisse noch nie zu einem solchen Mittel gegriffen.

Zudem würde dies mehr Zeit und Geld kosten. Was mich beunruhigt, ist, dass wir noch nicht drei Unterschriften pro Mitglied haben! Heute

GJ: Und Sie, wie motivieren Sie persönlich Ihre Mitglieder? Gessler: Ich rufe ihnen regelmässig die Initiative in Erinnerung. Zu Beginn habe ich meinen Vorstand gut motiviert. Momentan liegt das Wallis bei der Sammlung an vierter Stelle mit 85 Prozent seines PlanSolls. Wir werden noch einige Aktionen durchführen, wie zum Beispiel an der nächsten Walliser Messe, wo wir Leute aufbieten wollen, um Unterschriften zu sammeln. Doch haben wir im Wallis mit gewissen Sektionen auch Probleme – zum Beispiel mit Zermatt oder Crans Montana, die noch nichts unternommen haben. Es gibt vielleicht eine Erklärung dafür, aber ich bin noch nicht darauf gekommen. Jene, die auf diese Initiative nicht reagieren, verdienen vielleicht genügend viel Geld. Für sie ist die Lage vielleicht nicht katastrophal. Dann sollen sie aber aufhören zu jammern! Vielleicht läuft alles gut für gewisse Gastgeber. Sie sollen es uns aber sagen.

Der schmale Grat der Gastfreundschaft

Juli und vorderhand bis Ende September läuft ein Wettbewerb mit doppelter Gewinnchance: Zum einen gewinnen jene, die am meisten Unterschriften abliefern, wöchentlich einen Warengutschein im Wert von 200 Franken und werden in GastroJournal veröffentlicht. Zum anderen nehmen alle Teilnehmenden eines korrekt ausgefüllten und vollen 5er-Unterschriftenbogens an der Verlosung einer Wochenend-Reise nach Paris für zwei Personen teil. www.gastrosuisse.ch www.schluss-mwst-diskriminierung.ch

GastroSuisse sagt Ja zur Revision GastroSuisse setzt sich ein für ein Ja zur Revision der Arbeitslosenversicherung ALV, die am 26. September zur Abstimmung kommt. Der Vorstand von GastroSuisse hält fest, dass die Vorlage nicht nur ausgewogen und sozialverträglich, sondern zur langfristigen Sicherung und Sanierung der Arbeitslosenversicherung notwendig ist, um die Versicherung wieder auf eine finanziell gesunde Basis zu stellen. Die ALV schreibt ein jährliches Defizit in der Höhe von einer Milliarde Franken; die Schulden werden bis Ende Jahr rund acht Milliarden Franken betragen. Korrekturen sowohl auf Beitrags- als auch auf Leistungsseite sollen die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung wieder ins Lot bringen. GastroSuisse vertritt zudem klar die Ansicht, dass Beitragserhöhungen und Sparmassnahmen grundsätzlich gleichzeitig in Kraft treten müssen. www.gastrosuisse.ch


Aktuell

26. August 2010 Nr. 34

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Diplomfeier G2 und G2+ mit Fachausweis im Restaurant Belvoirpark in Zürich

BLICKPUNKTE

Anerkennung verdient

MWSt-Senkung in Frankreich

Die ersten Gastro-Betriebsleiter G2+ haben ihren eidgenössischen Fachausweis erhalten. Das Gelernte haben sie bereits in der Ausbildung direkt im eigenen Betrieb eingesetzt. Daniela Oegerli Müller

Roger Neff aus Appenzell hat den eidgenössischen Fachausweis zum Betriebsleiter G2+ mit Bestnote erreicht. In einem so genannten Lernreflexionsdossier hat er sich intensiv mit der Theorie aus dem Betriebsleiter-Seminar auseinandergesetzt, kleine Projekte entwickelt und diese gleich im eigenen Betrieb in die Praxis umgesetzt. «Die Gastronomen konnten so direkt Verbesserungen im Betrieb umsetzen», so Thomas Fahrni, Leiter Unternehmerausbildung bei GastroSuisse.

Arbeit gesichert, Preise gesenkt Bernard Boutboul, Direktor des französischen Restaurationsverbandes Gira, hat eine positive Bilanz der MWSt-Senkung in Frankreich gezogen: Im Juli 2009 war der Satz für gastgewerbliche Leistungen jenseits von Alkoholischem von 19,6 auf 5,5 Prozent verringert worden. Die Senkung habe einerseits rund 50 000 Arbeitsplätze gesichert und dazu geführt, dass sich die Branche in einer schwierigen Situation stablisieren konnte. Andererseits seien auch die Konsumationspreise gesunken, resümierte Boutboil.

«Diese Diplomfeier war eine spe-

zielle Feier: Die einen erhielten das Diplom zum Gastro-Betriebsleiter, die anderen den eidgenössischen Fachausweis zum Gastro-Betriebsleiter, und die Dritten beides», erläuterte Thomas Fahrni. In ihrer Laudatio erklärte Barbara

Schneider, Präsidentin der Qualitätssicherungs-Kommission, dass es Entdeckergeist brauche, eine neue Tür zu öffnen und für sich selber etwas zu lernen. Und einige hätten sich sogar nach einer längeren Pause dazu entschlossen, noch weiter zu gehen: «Es freut mich speziell, dass wir neben dem Diplom zum Betriebsleiter zum ersten Mal den eidgenössischen Fachausweis überreichen dürfen.» Sie bedankte sich bei allen, die bei der Entwicklung des neuen Lehrgangs mitgewirkt haben, speziell der Abteilung für Berufsbildung bei GastroSuisse.

GastroSuisse

10000 Franken für die Flutopfer

Weitere Informationen und Fotos

des Gastro-Betriebsleiterseminars G2 den eidgenössichen Fachausweis erlangen, also das G2+. Ausserdem können ehemalige G2-Absolventen, die ihr Diplom nach dem 1. Januar 2004 erhalten haben, den eidgenössischen Fachausweis nachträglich erlangen – wie dies auch Roger Neff getan hat.

der Feier: www.gastrosuisse.ch

En bref Depuis peu, le séminaire G2 pour chef d’établissement s’achève avec l’attestation fédérale de spécialiste. La première remise de diplômes, au cours de laquelle quelques candidats ont reçu leur attestation, s’est déroulée la semaine passée.

D. OEGERLI MÜLLER

Seit letztem Juli können Absolventen

Barbara Schneider, Präsidentin der Qualitätssicherungs-Kommission, und Roger Neff aus Appenzell, er erreichte den eidgenössischen Fachausweis mit Bestnote.

Der Verband GastroSuisse spendet für die Flutopfer in Pakistan 10 000 Franken. Das hat der Vorstand an seiner ordentlichen Sitzung vom Mittwoch letzter Woche spontan entschlossen. Die Sitzung fand zufällig am nationalen Sammeltag der Glückskette statt. Das Ausmass der Katastrophe in den Überschwemmungsgebieten in Pakistan sei unvorstellbar und die humanitäre Krise weite sich aus. Die Glückskette biete Gewähr, dass die Hilfe ankomme.

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Restauration

26. August 2010 Nr. 34

Vater der MwSt-Initiative: ein Gespräch mit Josef Schüpfer

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Endlich bissiger werden Er ist ein Kämpfer. Und er möchte Anerkennung für das Gastgewerbe – Gleichberechtigung. Dafür müsse man sich profilieren, sagt Josef Schüpfer – zum Beispiel mit der MwSt-Initiative.

aufmerksam machen, «die meisten unterschreiben dann sofort, weil sie die Ungerechtigkeit erkennen». Ihm und allen Baslern, die sammelten, sei es egal, aus welchem Kanton die Unterschriften auf den Bögen stammten. Es geht um die Sache.

Matthias Nold

Weil auch die Basler Wirte nicht alle mitmachen beim Sammeln, setzt der Wirteverband Profisammler ein, sprich Studenten: «Ich bin aber überzeugt, dass bei uns mehr Gastgeber mitmachen als andernorts.» Drei Franken erhalten die Studenten je Unterschrift – und auch Gastronomen, die mitsammeln und ihre Unterschriften ans Sekretariat des Wirteverbandes einsenden. Schüpfer betont, selbst grösste Parteien mit vielen Mitgliedern seien auf Profisammler angewiesen, um eine Initiative zustande zu bringen.

Der Weg zur Mehrwertsteuer-Initiative sei ein steiniger gewesen, sagt Josef Schüpfer, Präsident des Wirteverbandes Basel-Stadt: «Ich musste viele böse Worte hören, aber ich habe auch viel ausgeteilt. Ich bin ein Nehmer und ein Geber.» Am Anfang stand der Politfonds von

GastroSuisse, das heisst, der Kampf darum: Er habe nicht verstehen können, warum GastroSuisse keine politische Kraft sei, so wenig politisch tätig gewesen sei. Nach mehreren Anläufen seitens Schüpfer, zu Beginn einzig unterstützt durch die Basler und Bündner, wurde Anfang des Jahrtausends der Politfonds «endlich» eingeführt. Damit wurde GastroSuisse relativ schnell auch referendums- und initiativfähig.

Angesprochen darauf, warum auch

(MwSt): «Da gibt es einfach zu grosse Diskrepanzen», sagt Schüpfer: «Zwar zahlt der Gast für Alkohol im Detailhandel und im Gastgewerbe gleich viel. Aber es kann doch nicht sein, dass jemand in der Migros oder im Coop einen Fertigsalat kauft und dafür nur 2,4 Prozent MwSt verrechnet wird, während er im Gastgewerbe für einen Salat 7,6 Prozent zahlt – und ab 2011 gar 8 Prozent.» Dabei werde im Restaurant der Abfall sogar noch entsorgt. Beim Take-away entstehe oft «Littering» – das achtlose Wegwerfen beispielsweise von Take-

M. NOLD

Und dann kam die Mehrwersteuer

Josef Schüpfer: «Bei mir verlässt keiner das Restaurant, ohne zu unterschreiben!»

away-Verpackungen. Es könne doch auch nicht sein, argumentiert Schüpfer, «dass im Comestibles-Geschäft Kaviar oder Entenleber mit 2,4 Prozent besteuert werden und ein einfaches Mittagsmenu im Restaurant mit 7,6 Prozent». Das sahen auch andere so – am

Ende, nach zwei Delegiertenver-

Konkreter Sammel-Nutzen Josef Schüpfer sieht im Sammeln der Unterschriften für die MwStInitiative auch einen Zusatznutzen für den eigenen Betrieb. Er komme so zu vielen interessanten Gesprächen mit Gästen, aber auch zu Adressen und Geburtsdaten: «Ich kann sonst nicht jeden Gast ansprechen und ihn fragen, woher er kommt oder wie alt er ist.» So habe

er einen Eindruck der Altersstruktur und Herkunft seiner Gäste, sehe, dass sein Betrieb im Segment 50-Plus stark sei, jedoch auch jüngeres Publikum anziehe. Gleichzeitig sei seine Gästekartei dadurch wesentlich gepflegter: «Und wenn wir die Unterschriften zusammen haben, kann ich allen einen Dankesbrief schreiben.» mn

sammlungen, stand die MwStInitiative. Und ein Auftakt im April, «der phantastisch war». Man müsse halt aufs politische Parkett, wenn man etwas verändern wolle, ist Schüpfer überzeugt, man müsse sich profilieren. Das geschehe noch zu wenig. So kritisiert Schüpfer heftig jene Gastgeber, die keine Unterschriften sammeln: «200 000 müssten möglich sein, und das innert kürzester Zeit, wenn jeder nur gerade 10 Unterschriften einholt. Ich frage viel herum und höre dann von Gästen, sie seien noch nie gefragt worden. Bei mir verlässt keiner das Restaurant, ohne unterschrieben zu haben!» Viele Gäste wüssten nicht einmal,

dass die MwSt-Sätze in Take-aways und im Gastgewerbe unterschiedlich seien. Man müsse sie nur darauf

in Basel nicht genügend Gastronomen mitmachten, meint Schüpfer lakonisch, «die Schmerzgrenze ist offenbar noch nicht erreicht», die Ungerechtigkeiten täten noch zu wenig weh. Mit Herz und Seele dabei seien – zumindest in Basel – häufig jene mit einer gastgewerblichen Ausbildung. Und was haben Gast und Gastgeber von einem gerechten Satz? Würde der Satz tatsächlich sinken, rechnet Schüpfer zwingend mit Preissenkungen und höheren Investitionen in die Qualität. Das Gastgewerbe hat nun die

Chance zu zeigen, welch grosse Kraft es nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ist – oder sein könnte. «Wir müssen bissiger werden», sagt Schüpfer. Es ist Zeit, zu sammeln: «Bis Ende Jahr haben wir die erforderlichen Unterschriften.» Schüpfer selbst hat – ausserhalb jeglichen Wettbewerbs – bereits gegen 1500 Unterschriften gesammelt.

En bref Josef Schüpfer est un des pères de l’initiative sur la TVA. Il critique violemment les hôtes qui ne récoltent pas eux-mêmes des signatures et déclare: «Personne ne quitte mon établissement sans avoir signé.» Car finalement, il s’agit de justice et de mise au même niveau de la restauration avec d’autres.

10. Semaine du Goût – Genusswoche

Luzern macht regional-kulinarisch vorwärts Über 1500 Veranstaltungen in Res-

Deutschschweizer «Stadt der Genüsse», Botschafterin und Vorreiterin für die Genusswoche. Im Gegensatz zu früheren Jahren scheint sich heuer – nicht zuletzt in und wegen Luzern – in der Deutschen Schweiz einiges zu bewegen. Im Luzerner Programm vereinigen sich nicht nur gastronomische und bäuerliche Be-

T

Luzern wird zudem dieses Jahr

dürfnisse. Auch touristische Anliegen sind berücksichtigt. So ruft «Luzern geniesst» zu genüsslichen Ausflügen in die Region auf: zur Einkehr bei Gastwirten oder in Hotels, aber auch bei Winzern, Bauern und Pro-

/ St A MwV A /IV

taurants und Schulen, bei Produzenten und Lieferanten bietet die Semaine du Goût, die Genusswoche, dieses Jahr dem Publikum der Schweiz. 340 dieser Veranstaltungen finden im deutschen Teil des Landes statt – ein knappes Drittel davon in den Kantonen Luzern und Schwyz.

duzenten. Was einzig fehlt, ist die Veranstaltung «Bürgermeister am Herd», die offenbar in der Westschweiz grossen Anklang findet. Vielleicht wird die 10. Auflage der Genusswoche in der deutschen

Fünf Gästen etwas zuliebe tun

Als Gastgeber bin ich ja auch Seelsorger, ein guter sogar, meinte letzthin der Pfarrer, der hin und wieder vorbeischaut. Insofern nehme ich die Menschen, die bei mir einkehren, natürlich ernst. Aber weder lege ich ihre Worte auf die Goldwaage, noch trage ich meine Seele zuvorderst auf der Zunge.

Dass die MwSt da früher oder später Thema ist, liegt auf der Hand: Es sind meine Gäste, die zu viel bezahlen müssen. Umso mehr wundere ich mich, dass wir angesichts von 20000 Betrieben nicht längst 100000 Unterschriften beisammen haben – schliesslich müsste jeder Gastgeber nur gut 5 Gästen etwas zuliebe tun. Harry Sammler

Schweiz auch nach ihrem Ende mehr Spuren hinterlassen als bis anhin: Das Label «Fourchette verte», Partner der Genusswoche, kündigt an, nun auch die deutschschweizer Gastronomie erobern zu wollen. mn www.gout.ch

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SZENE Betriebsschliessungen

Hart umkämpfter Gourmet-Markt In der St. Galler Gourmet-Szene bewegt sich einiges: Nachdem das David38 Ende Juli seine Türen schloss, gibt Ende Monat auch das Restaurant Vierzehn auf. Nach dem Maximilian ist das Vierzehn bereits das zweite GastroKonzept, das am Hauptsitz der Raiffeisen-Banken nicht funktioniert. Gemäss Branchenspiegel von GastroSuisse kommen auf 1000 Stadt-St.-Galler 3,96 Restaurants, schweizweit liegt der Durchschnitt bei 2,51 Restaurants.

Recycling I

Biogasanlagen allerorten Mitte 2011 ist die Verfütterung von Rüstabfällen und Speiseresten voraussichtlich endgültig verboten. Dies obwohl man in den 1990er-Jahren grosse Anstrengungen unternommen hat, diese sinnvolle Verwertung zuverlässig und sicher zu gestalten. Derweil geht die Entwicklung voran, allerorten schiessen Biogas-Anlagen aus dem Boden. Doppelt engagiert sind im Bernbiet die Abfallverwertungsgesellschaft AVAG und der Stromversorger BKW, die der öffentlichen Hand gehören: Einerseits entsteht zwischen Spiez und Thun für 30 Millionen Franken ein BiomasseZentrum, das noch 2010 den Betrieb aufnehmen soll, andererseits wird im Raum Bern ein Standort für eine Anlage gesucht.

Recycling II

Zermatter Rüstabfall und Speisereste In Zermatt fallen jährlich rund 800 Tonnen Speisereste und Rüstabfälle an. Weil die Verfütterung ab Mitte 2011 verboten ist und eine zentrale Verwertung in einer Biogasoder Verbrennungsanlage das Transportproblem im autofreien Zermatt nicht löst, setzt man auf eine dezentrale Lösung: Die Gemeinde beschafft vorerst zwei Kleingeräte, die täglich je 70 Kilogramm organischen Nassabfall in Dünger umwandeln.


Hotellerie

26. August 2010 Nr. 34

Die MwSt-Initiative von GastroSuisse geht auch Hoteliers etwas an

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CHECK IN

Hoteliers machen mit

KMH-Tag

Zimmer mit Aussichten Brauchen die KMH neue Blickwinkel? Diese Frage und noch viele mehr werden am 3. Schweizer KMH-Tag beantwortet. Der Anlass, der für die kleinen und mittleren Hotels (KMH) ins Leben gerufen wurde, findet unter dem Motto «Zimmer mit Aussichten» am 21. September 2010 im Alten Spital in Solothurn statt. www.hot-c.ch www.schweizdirekt.ch

Hotel Bad Bubendorf

P. GRUNDER

Umbau und Neugestaltung

Eine Unterschrift für die Gerechtigkeit: Hoteliers leiden unter dem Satz von 7,6 Prozent, der mehr als dreimal so hoch ist wie der von Detailhandel oder Take-aways.

Alle wollen Gerechtigkeit und weniger Steuern bezahlen sowieso. Deshalb sammeln auch Hoteliers eifrig Unterschriften, damit die MwSt-Initiative von GastroSuisse zustande kommt. Luzia Hug

Welcher Hotelier führt im Betrieb nicht auch ein Restaurant? Ein Restaurant, in dem Speis und (alkoholfreier) Trank zu 7,6 Prozent versteuert werden. Welcher Hotelier besitzt nicht eine Hotelbar? Eine Bar, an der Mineral und Kaffee zu 7,6 Prozent versteuert werden. Welcher Hotelier verfügt in den Zimmern nicht über eine Minibar? Eine Minibar, aus der die Schokolade und die Chips zu 7,6 Prozent versteuert werden. GastroSuisse fordert «gleich lange Spiesse für alle», und das betrifft nicht nur reine Restaurationsbetriebe. Wer bezahlt schon gerne mehr Steu-

ern? Und wer hat nicht einen Sinn für Gerechtigkeit? Da ist sich die Branche einig. Die beiden Fragen zu bejahen ist in diesem Falle aber

nicht genug. Denn der gute Wille allein zaubert noch keine der benötigten 100 000 Unterschriften auf den Initiativ-Bogen. Der Einsatz jedes Einzelnen ist gefragt. Dass die Unterschriften sich nicht von alleine kumulieren und dass das Der-Nachbar-macht-seine-Hausaufgaben-bestimmt-Denken nicht zum Ziel führt, hat Hotelier Jörg Saner vom Berggasthaus Obere Wechten in Mümliswil erkannt. 111 Unterschriften hat er gesammelt und war damit letzte Woche der fleissigste Unterschriftensammler. «Ich wollte ein Zeichen setzen, dass auch wir vom Berg oben Unterschriften zustande bringen», sagt Saner, der mit seinem Einsatz für mehr Gerechtigkeit kämpft. Das Sammeln sei ihm nicht schwer gefallen. Im Gegenteil: «Es bringt Gesprächsstoff und erlaubt einem, mit den Gästen Diskussionen zu führen.» Auch für Stefan Truschner, Gastge-

ber im Hotel Posthaus Urigen in Unterschächen, ist das Unterschriftensammeln eine Selbstverständlichkeit. «Es ist eine Steuer, die uns sehr belastet. Sie ist mir schon lange ein Dorn im Auge.» Truschner hat

im Betrieb ein entsprechendes Plakat aufgehängt und spricht seine Stammgäste gezielt auf die Initiative an. Marcel Degelo, Gastgeber im Hotel Twing in Hasliberg, beherbergt viele ausländische Gäste. Da versteht es sich, dass es um den Titel bester Sammler schlecht bestellt ist. Trotzdem steckt der Hotelier den Kopf nicht in den Sand: Er sammelt, so gut er kann. Denn jede Stimme zählt. Kommt die Initiative zustande, kann das Schweizer Stimmvolk – Restaurant- und Hotelgäste – beweisen, dass es einen Sinn für Gerechtigkeit hat.

En bref L'initiative sur la TVA de GastroSuisse ne concerne pas seulement les établissements de la restauration mais aussi les hôtels. Car les hôteliers paient aussi des impôts de 7,6% sur les mets et les boissons (sans alcool) vendus au restaurant, au bar, pris dans le mini-bar (vente à l’emporter: 2,4%). Pour cette raison, les hôteliers s’engagent également pour plus de justice et sont assidus dans la récolte de signatures.

Hoteliers in Deutschland profitieren

Zürich und Wien

Mehr Investition

Zahlen

In Deutschland gilt seit sechs Mona-

ten der reduzierte MehrwertsteuerSatz für Übernachtungen. Nach Angaben des deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) hat die Senkung der Mehrwertsteuer bundesweit Investionen in Millionenhöhe ausgelöst und Tausende neue Jobs hervorgerufen. «Mit der Mehrwertsteuer-Reduzierung wurde endlich Steuergerechtigkeit in Europa hergestellt», sagt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer (Foto). «Jetzt sind unsere Betriebe in der Lage, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Handwerker, Zulieferungsindustrie, Gäste und Mitarbeiter profitieren.» lh

Massnahmen Resultate einer DEHOGA-Umfrage (4050 Rückmeldungen bis zum 30. Juni 2010) zeigen, welche Massnahmen die Hoteliers seit der Mehrwertsteuer-Senkung ergriffen haben. • Für Neuanschaffungen, Renovierungen und Modernisierungen gaben die Betriebe umgerechnet 944 Millionen Franken aus. • Die Unternehmen schafften zusammen 5747 zusätzliche Arbeitsplätze, davon 21500 Vollzeitstellen, 1793 Teilzeitstellen und 1804 Ausbildungsplätze. • Jeder dritte Betrieb (32,2 Prozent) senkte die Preise um durchschnittlich 6,5 Prozent. • 38,4 Millionen Franken flossen in Lohnerhöhungen, 16,8 Millionen Franken wurden in Schulungsmassnahmen investiert.

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Die beiden Tourismusstädte Zürich und Wien melden für das erste Halbjahr 2010, verglichen mit der Vorjahresperiode, eine Zunahme der Hotelübernachtungen. Gleichzeitig spricht die Landesvorsitzende der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), Michaela Reitterer, von sinkenden Umsätzen. Im Gegensatz dazu konnten in Zürich die Zimmerpreise gehalten oder sogar gesteigert werden, wie Frank Bumann, Direktor Zürich Tourismus, sagt. Die Hotelübernachtungen in der Re-

gion Zürich sind gegenüber dem Vorjahres-Halbjahr um 6,5 Prozent auf 2,29 Millionen Logiernächte angestiegen. Wie Bumann erklärt, haben die Übernachtungspreise, die 2009 gesenkt wurden, 2010 wieder angezogen oder sind zumindest nicht weiter gesenkt worden. In Wien betrug der Umsatz pro Nacht in diesem Jahr 55 Franken, 2009 lag er bei 58 Franken. lh

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Das Hotel Bad Bubendorf in Bubendorf hat in viereinhalb Wochen seinen Wintergarten mit angrenzender Pergola sowie «s’alt Badhüsli», einen Raum, in dem 15 Personen am runden Tisch Platz finden, umgebaut und komplett neu gestaltet.


Dominique de Buman, Präsident des Schweizer Tourismusverbandes

CHECK IN

Wer nicht hören will

Ausflugsberg

Dominique de Buman ist Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes und Mitglied im Komitee der Mehrwertsteuer-Initiative.

Leistungen dürfen aber nicht unter der MwSt leiden, die das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz negativ beeinflusst.» De Buman erinnert daran, dass der MehrwertsteuerSatz für die Gastronomie in vielen Ländern gesenkt worden ist. In Frankreich, wo der Normalsatz bei fast 20 Prozent liegt, stehe der Mehrwertsteuer-Satz für die Gastronomie heute nur noch bei 5,5 Prozent, erklärt de Buman. Angesichts dessen sei «der helvetische Mehrwertsteuer-Teller besonders ungeniessbar».

Laurent Missbauer

Dominique de Buman verpasst keine Gelegenheit, das Räderwerk anzuprangern, das den Bund dazu geführt habe, die Gastronomen zu benachteiligen. «Wer nichts hören will, ist taub», sagt de Buman. «Schon im Jahre 2004 hatte Ständerat Hans Hess eine Motion eingereicht, die verlangte, dass der reduzierte MwSt-Satz von 2,4 Prozent nicht nur bei den Verkaufsstellen, sondern auch bei den Restaurants zur Anwendung gelange. Am 11. März 2005 empfahl der Bundesrat die Motion zur Annahme und am 14. März 2005 befürwortete der Ständerat diese Empfehlung einstimmig. Doch seither ist nichts unternommen worden.»

Luftige Plattform am Stockhorn Das Stockhorn zwischen Simmen- und Aaretal hat Mitte des letzten Jahrzehnts zwar sein Skigebiet verloren. Als Ausflugsziel wird der Berg jedoch gefördert, jüngst mit einem spektakulären Projekt: In die steile Nordwand hinein soll eine begehbare Plattform gebaut werden. Die Kosten werden auf 500 000 Franken geschätzt, Naturschutzkreise wurden früh begrüsst, das Baugesuch ist eingereicht, auf den nächsten Frühling hin möchte man eröffnen.

Pisten-Karussell «Das Schweizer Gastgewerbe ist eine

ARCHIV GJ

Um einer solchen Nachlässigkeit des

Bundes entgegenzuwirken, hätten die Hotellerie und die Restauration beschlossen, eine Volksinitiative zu starten, die das Versprechen endlich einlösen soll, erläutert de Buman. Dementsprechend sagt de Buman auch ganz klar: «Ich muss

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Tourismus

26. August 2010 Nr. 34

Tourismus-Präsident Dominique de Buman unterstützt die MwSt-Initiative.

meine Unterstützung der Mehrwertsteuer-Initiative nicht weiter erklären.»

der wichtigsten Branchen der Schweizer Wirtschaft, die viele Stellen und Lehrplätze schafft», betont de Buman. Überdies sei sie ein wichtiger Bestandteil des Tourismus, «die drittstärkste Exportbranche unseres Landes.» Zwar versichere der Bundesrat immer wieder, dass er beabsichtige, den Tourismus zu unterstützen, erst jüngst wieder mit der Wachstumsstrategie. «Aber wieso behindert er denn das Gastgewerbe, einen der wichtigsten Wirtschaftsakteure?», fragt de Buman.

Die Qualität der Hotellerie und der

En français

Restauration der Schweiz sei ausgezeichnet. «Ihre hervorragenden

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25 Millionen in Melchsee-Frutt Während die Verbindung zwischen Titlis, Hasliberg und Frutt nicht vorankommt, macht das Melchtal vorwärts: Zur Wintersaison 2012 soll die alte Gondelbahn von Stöckalp nach Melchsee-Frutt ersetzt sein. Die Bauherrin Korporation Kerns investiert rund 25 Millionen Franken ins Projekt, das die Förderleistung von 750 auf 1325 Personen pro Stunde erhöht und ein Parkhaus bei der Talstation umfasst. Weil die neue Streckenführung anders ist, kann die alte Bahn bis zur Inbetriebnahme der neuen weiterfahren.

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Thema

26. August 2010 Nr. 34

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Jean-Daniel Giauque, Weinbauer, Besitzer des Domaine du Signolet in La Neuveville

Ein genialer Freischärler Zu Besuch bei einem Weinbauern, der einfach anders ist. Jean-Daniel Giauque aus La Neuveville lebt seine eigene Weinphilosophie.

len kann. «Ich habe auch einige Jünger», ergänzt er schalkhaft. Er, auf den man mit dem Finger gezeigt hat, aber gleichzeitig auch davon träumte, es ihm gleich zu machen. An den Ufern des Bielersees haben junge Weinbauern endlich ihren Ödipuskomplex überwunden und den reaktionären Vater «ermordet».

André Winckler

Jean-Daniel Giauque begann

sehr früh mit einem MikroWeinberg von 638 m². Heute pflegt er 5 Hektaren. Ganz allein. Denn seit jeher scheint der Alleingang dem originellen Weinbauern das richtige Vorgehen. Er verabscheut die Zünfte, die Gilden und andere Vereine dieser Art. Auch wenn er seine Berufskollegen, mit denen er so wenig gemein hat, nie direkt kritisiert.

Nach zahlreichen Versuchen hat der frühere Schüler von Changins aus den vielen Rebsorten, die auf seinem Weinberg gedeihen, eine grosse Schar an Spezialitäten geschaffen. Jährlich produziert Giauque rund 30 000 Flaschen, darunter 25 000 mit Spezialitäten. Diese werden von einer Kundschaft von Weinliebhabern geschätzt und oft von Sommeliers der besten Adressen im Lande ausgewählt. «So viele Spezialitäten zu produzieren, ist nicht unbedingt ein Marketing-Trumpf. Denn die Käufer setzen sich Grenzen. Und Marketing ist nicht gerade meine Vorliebe», sagt der atypische Weinbauer, der auch viel Zeit für eine seiner anderen Leidenschaften aufwendet: die Zucht von Eringerkühen. Zurück zum Weinanbau. Jean-Daniel Giauque gibt zu, dass er seinem Instinkt folgt. Nichts in seinem Vorgehen ist akademisch, das aber im Weinberg und im

Ganz allgemein gesehen, sind

A. WINCKLER

In der Gegend des Bielersees, dort, wo in Sachen Weinbau lange ein strenger Konservatismus herrschte, wird Weinbauer Jean-Daniel Giauque als störender Revolutionär empfunden. Er stochert gerne im Ameisenhaufen der Mehrheit, was dieser selbstredend nicht gefällt. Doch dem 44-jährigen, genialen Freischärler, der seit 26 Jahren als Winzer arbeitet, ist dies egal. Er gehört zur Avantgarde und hat seit jeher dieses Etikett gefordert.

Jean-Daniel Giauque oder die Kunst, sich mit Findigkeit von den anderen abzusetzen.

Keller strengen Regeln folgt. Seine Philosophie ist einfach, denn letztlich fusst sie auf dem Prinzip des Respektes vor der Natur: keine Unkrautvernichtung, sehr wenige Behandlungen, ein Minimum an synthetischen Produkten, kein Mittel gegen den Grauschimmel und keine Insektenvertilger. «Ich will die Vegetation nicht beeinflussen.

PUBLIREPORTAGE

Die Reben selber sollen ihr Gleichgewicht finden», erklärt Jean-Daniel Giauque mit Nachdruck sein Credo. «Der Wein ist immer das Ergebnis der Seele des Produzenten», ist einer seiner Lieblingssprüche. In einer Gegend, die nur den Gutedel kannte, war Jean-Daniel Giauque der Erste, der

Sauvignon blanc anpflanzte, Muskat und auch Cabernet sauvignon, mit dem Risiko, als Ketzer abgestempelt zu werden. Andere Rebsorten folgten, von denen es heute unmöglich ist, eine vollständige Liste zu erstellen. Jedenfalls ist das Ergebnis auf der Höhe der Erwartungen, die man an einen ausgezeichneten Handwerker stel-

die Weissweine von JeanDaniel Giauque angenehm aromatisch und auf einer immer wunderbaren Struktur aufgebaut. Bei den Roten hat der erfinderische Weinbauer das Kunststück fertiggebracht, solide und ausgeglichene Weine herzustellen und dies sowohl bei den Assemblagen als auch mit reinen Rebsorten. «Ich will nicht unbedingt Weine produzieren, die gut altern. Sie sollen aber solide sein.» Im Munde des Perfektionisten bedeutet das Beiwort «solide» ausgezeichnet.

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PUBLIREPORTAGE

Frisch und fruchtig Klein, aber oho Klein die Verpackung – gross der Inhalt. So präsentiert sich die Neuheit im Sortiment von La Cave de Genève.

Das Weinviertel ist dort, wo das Pfefferl wächst, in einer einzigartigen Landschaft. Es ist diese Landschaft, die dem Weinviertel-Wein seinen Charakter gibt. Das Weinviertel wird an drei Seiten von den Flüssen Thaya, March und Donau und im Westen durch den Manhartsberg natürlich begrenzt. Sanfte Hügel und eine vielfältige Kulturlandschaft sowie das pannonisch beeinflusste Klima prägen den Weinviertler-Wein. Heisse Tage, kühle Nächte, wenig Niederschlag und kühlende Winde aus dem Norden geben den Weinen ihre Frische und Fruchtigkeit und somit ihren speziellen Charakter. Löss- und Urgesteinböden lassen viele verschiedene Rebsorten bestens gedeihen – allen voran die Hauptrebsorte Grüner Veltliner, aber auch Riesling, Weissburgunder, Muskateller oder Roter Veltliner liefern hervorragende fruchtige Weine. Fruchtigsamtige Rotweine fühlen sich besonders in kleinen warmen Kessellagen und Tälern wohl, wo sich

Der spezielle Charakter des Weinviertel-Weins wird durch die einzigartige Landschaft beeinflusst. die warme Luft sammelt und für eine optimale Reifung der Trauben sorgt. Unbestritten ist der Erfolg von Weinviertel DAC in Österreich. Ist er doch der erste herkunftstypische Wein in Österreich, der die Herkunft und ein Geschmacksprofil über die Rebsorte stellt. Das bedeutet, dass nur ein Wein mit einem bestimmten, genau definierten Geschmacksprofil die hochwertige Herkunft tragen darf. Im Weinviertel ist der Grüne Veltliner das Herzstück und meist angepflanzte Rebsorte des grössten österreichischen Weinbaugebietes und somit war es nur logisch, diese auch international sehr beliebte Rebsorte zum Aushängeschild des Weinviertels zu machen. Ziel ist es, mit Weinviertel DAC einen weltweit einzigartigen Weinstil zu kennzeichnen. Damit wird dem Weinliebhaber die Auswahl erleichtert, da er eine klare Geschmacksvorstellung von derart bezeichneten Weinen bekommt. Diese Kennzeichnung wird zusätzlich durch eine einheitliche Flaschenkapsel unterstützt.

Weinviertel DAC darf nur aus der Rebsorte Grüner Veltliner gekeltert werden und muss zu 100 Prozent aus dem Weinviertel stammen. Neben einer hell- bis grüngelben Erscheinung, dem typischen Sortenbukett sowie dem fruchtig-pfeffrigen Geschmack darf Weinviertel DAC weder einen Holzton aufweisen noch übertrieben alkoholisch wirken. Mindestens 12 Prozent Alkohol gelten jedoch als Voraussetzung. Ab dem Jahrgang 2010 darf der Alkoholgehalt maximal 12,5 Prozent betragen. Der Reserve-Wein symbolisiert die Schlagkraft und Stärke des Weinviertels. Ein Reserve-Wein ist der Top-Wein, die höchste Qualität eines Betriebes, das Aushängeschild und somit das Herzstück. Weinviertel DAC Reserve muss zusätzlich zum gebietstypischen Geschmacksprofil eines pfeffrigen Grünen Veltliners eine dichte Struktur mit einem langen Abgang und eine kräftige Stilistik aufweisen, ein zarter Botrytis- und Holzton ist dabei zulässig. Der Mindestalkohol liegt bei 13 Prozent vol. www.oesterreichwein.at

Passend zum Herbst stellt La Cave de Genève seinen «Le Réformateur» Assemblage de Nobles Cépages Rouges de Genève AOC vor. Dieser äusserst schicke Wein ist eine rassige Assemblage aus Gamaret, Merlot und Cabernet Franc, in einer 3-LiterBag-in-Box. Dank einem vollkommenen Luftabschluss behält der Wein seine einwandfreie Qualität und bleibt auch nach dem Öffnen noch über sechs Wochen komplett geschützt. Ein Grund mehr also, um diesen fruchtig-korpulenten und ausgeglichenen Rotwein «haut-degamme», der zu einer raffinierten und innovativen Küche passt, im Karton zu präsentieren. Von weiterem Interesse ist in diesem Zusammenhang auch der Umweltgedanke: Gemäss einer kürzlich durchgeführten Studie der Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), sind die Herstel-

lung, der Transport sowie das Recycling vom BIB sechsmal weniger schädlich als bei Glasflaschen. Eine Bag in Box kostet so viel wie eine

leere Flasche, ist mit nur einer Etikette versehen und enthält garantiert keinen Zapfen. www.cavedegeneve.ch


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GastroSuisse

26. August 2010 Nr. 34

Klaus Künzli, Zentralpräsident von GastroSuisse, zur MwSt-Initiative

Jetzt nicht nachlassen Zum nationalen Sammeltag für die MwStInitiative von GastroSuisse zieht Zentralpräsident Klaus Künzli eine erste Bilanz der Kampagne: Es läuft gut, aber…

sie bereits die Motion Hess formuliert und der Bundesrat wie auch der Ständerat anerkannt haben. Die Frage der Mehrwertsteuer-Sätze steht auf einem anderen Blatt, hier ist die Politik gefragt.

Peter Grunder

GJ: Warum hat die Politik das nicht längst korrigiert? Künzli: Die Politik reagierte, im Dezember 2004 reichte der Obwaldner Ständerat Hans Hess eine entsprechende Motion ein, die vom Bundesrat zur Annahme empfohlen und vom Ständerat diskussionslos überwiesen wurde. Doch durch die Absicht des Bundesrates, eine generelle Revision des Mehrwertsteuer ins Auge zu fassen, geriet das Anliegen auf die lange Bank. GJ: Musste man deshalb zum Mittel der Initiative greifen? Künzli: In einer Demokratie braucht die Gesetzgebung Zeit, doch wir konnten und wollten nicht länger zuwarten und haben deshalb

«Wir konnten und wollten nicht länger zuwarten» parallel zur laufenden Revision der Mehrwertsteuer im Parlament im Frühling die Volksinitiative lanciert. Unsere Forderung verleiht damit auch den parlamentarischen Diskussionen Nachdruck und ich glaube, wir dürfen davon ausgehen, dass der Bundesrat bei der Verfassung der Botschaft zur Revison des Mehrwertsteuer-Gesetzes wohl be-

reits einen gewissen Druck von unserer Initiative gespürt hat. Unsere Initiative bewirkte also bereits, dass die Vorschläge des Bundesrates zumindest in die richtige Richtung gehen.

«Unsere Forderung stösst in der Öffentlichkeit auf viel Sympathie»

GJ: Was ist seit dem Frühling passiert? Künzli: Der Startschuss war die eindrückliche Manifestation in Bern. Mit vielen Parlamentariern aus allen Lagern, mit Hoteliers, Touristikern und Arbeitnehmervertretern, die unser Anliegen unterstützen und

GJ: Was ist zu tun? Künzli: Priorität haben ein schnelles Erreichen der Unterschriften und eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit, doch auch in der Folge müssen wir dranbleiben, damit das Anliegen nicht vergessen wird und die Politik weiss, dass wir bereit sind.

«Wir dürfen feststellen, dass wir auf Kurs sind» Mitglieder des Komitees sind, aber vor allem mit zahllosen Gastgeberinnen und Gastgebern sowie gastgewerblichen Mitarbeitenden aus der ganzen Schweiz haben wir diese Initiative auf dem Bundesplatz lanciert. Das war das Vergnügen, doch dann folgte die Arbeit, die noch nicht abgeschlossen ist. GJ: Wo stehen wir? Künzli: Inzwischen sind vier Monate vergangen, und wir dürfen feststellen, dass wir auf Kurs sind. Insofern ist es mir ein Anliegen, den Mitgliedern, den Sektionen und dem Organisationskomitee mit seinen Fachgruppen für ihren grossen Einsatz zu danken. Denn sich für diese Initiative ins Zeug zu legen, ist neben dem Tagesgeschäft und weiteren Engagements nicht selbstverständlich. Umso erfreulicher ist, dass die Unterschriftensammlung gut angerollt ist und einige Kantone ihr Unterschriftensoll bereits übertroffen haben. GJ: Alles wird gut? Künzli: Vorsicht, denn auch wenn wir auf Kurs sind, dürfen wir jetzt nicht nachlassen. Unser Ziel ist es nach wie vor, bis Ende Jahr die notwendigen 100 000 Unterschriften

T. BAGENSTOOS

GastroJournal: Im Frühling hat GastroSuisse zum ersten Mal überhaupt eine Volksinitiative lanciert, die der Diskriminierung des Gastgewerbes bei der Mehrwertsteuer ein Ende machen will. Wie ist es dazu gekommen? Klaus Künzli: Seit 1995 die Mehrwertsteuer eingeführt wurde, ist das Gastgewerbe insbesondere gegenüber dem Detailhandel schlechter gestellt, weil gleiche Leistungen zu ungleichen Sätzen behandelt werden. Die Delegiertenversammlung von GastroSuisse 2003 in Lausanne hat in der Folge eine Resolution verabschiedet, die eine Gleichbehandlung fordert.

Klaus Künzli: «Nach dem Vergnügen die Arbeit, die noch nicht abgeschlossen ist.»

unter Dach und Fach zu haben. Das erfordert Einsatz für die Initiative und Solidarisierung mit der Branche. Nach wie vor zählt jede Unterschrift.

«Nach wie vor zählt jede Unterschrift»

GJ: Wie ist die Initiative im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umfeld angekommen? Künzli: Wir konnten in diesen ersten Monaten feststellen, dass unsere Forderung in der Öffentlichkeit auf viel Sympathie stösst, dies umso mehr, als ein Grossteil der Bevölkerung und unserer Gäste gar nicht weiss, dass sie in gastgewerblichen Betrieben für gleiche Leistungen mehr Mehrwertsteuer bezahlen müssen als im Detailhandel. In der Hotellerie, im Tourismus und in den

Wirtschaftsverbänden ist das Anliegen ebenfalls unbestritten und geniesst viel Unterstützung. In der Politik schliesslich sieht man diese Ungleichbehandlung zwar auch, zaudert jedoch angesichts der möglichen Folgen einer entsprechenden Korrektur im Gefüge der Mehrwertsteuer-Gesetzgebung. GJ: Geht es darum, wer mehr oder weniger bezahlen muss? Künzli: Unser Ziel ist die Gleichbehandlung mit dem Detailhandel, wie

GJ: Wie beurteilen Sie die weitere politische Entwicklung? Künzli: Der Bundesrat schlägt dem Parlament den Einheitssatz vor, den auch wir grundsätzlich unterstützen, weil er nicht nur unsere Forderung erfüllt, sondern zusammen mit dem bereits realisierten Teil A der Revision die Mehrwertsteuer massiv vereinfacht. Unser Anliegen würde jedoch auch mit dem ZweiSatz-Modell erfüllt, das der Bundesrat als Variante vorsieht, sofern das Gastgewerbe wie vorgesehen mit dem Detailhandel gleichgestellt würde. Vielleicht kommt man aber auch auf die Motion Hess zurück, die Detailhandel, Hotellerie und Gastronomie auf einfache Weise gleichgestellt hätte. GJ: Womit rechnen Sie? Künzli: Wir müssen mit dem Widerstand jener rechnen, die vom jetzigen System profitieren. Obwohl der Einheitssatz steuerpolitisch und volkswirtschaftlich unbestritten ist, dürfte er es schwer haben, weil er vom Detailhandel bis zum Gesundheitswesen viele betrifft. Das ZweisatzSystem hat insofern wohl einen einfacheren Stand, aber damit drohen jene Kompromisse, die dazu führen, dass die angestrebte einfache Lösung nicht mehr möglich ist.

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Anton Schmutz, Direktor von GastroSuisse, zur MwSt-Initiative

Die Initiative ist genau das richtige Mittel

Anton Schmutz: «Druck des Gewerbes.»

GastroJournal: Herr Schmutz, GastroSuisse macht eine Volksinitiative, was macht eigentlich die Politik? Anton Schmutz: Die Politik musste schon 1995 bei der Einführung der Mehrwertsteuer mit unterschiedlichen Steuersätzen Kompromisse machen, um diese Konsumsteuer überhaupt durchzubringen. Das Re-

zuletzt auch auf Druck des gesamten Gewerbes unterbreitete der Bundesrat 2008 dem Parlament zwei Gesetzesentwürfe zur Totalrevision der Mehrwertsteuer: einen Teil A mit administrativen Fragen, die inzwischen beantwortet sind und eine bedeutende Erleichterung gebracht haben, und einen Teil B, bei dem es um die Steuersätze geht.

«Die Politik musste schon 1995 Kompromisse machen»

GJ: Wo steht die Politik heute? Schmutz: Die Botschaft des Bundesrates ist seit Längerem bereit. Der Zusatzbericht, der letzten Herbst in Aussicht gestellt worden war, führte zu Verzögerungen. Aber jetzt liegen die Fakten auf dem Tisch, und als erstes beschäftigt sich Ende August die zuständige Kommission des Nationalrates mit dem Geschäft.

sultat war unter anderem, dass das Gastgewerbe benachteiligt wurde, was die Branche 2004 mit der Motion Hess korrigieren wollte. Nicht

GJ: Was steht zur Debatte? Schmutz: Einerseits der Einheitssatz, der die Diskriminierung des Gastgewerbes aufheben würde. Andererseits das Zwei-Satz-System, bei

«Damit sich die Politik ernsthaft um eine Lösung bemüht» dem ebenfalls vorgesehen ist, gleiche Leistungen von Gastgewerbe und Detailhandel gleich zu besteuern. GJ: Wozu also eine Initiative? Schmutz: Die Initiative ist genau das richtige Mittel, damit sich die Politik ernsthaft um eine Lösung bemüht,

und nicht aufgrund der Schwierigkeiten plötzlich den Kopf in den Sand steckt und alles beim Alten lässt. GJ: Wer ist für uns, wer gegen uns, wer muss überzeugt werden? Schmutz: Der Einheitssatz ist administrativ und steuerpolitisch die beste Variante, aber höchst umstritten, weil Bereiche wie das Gesundheitswesen neu der Mehrwertsteuer unterstellt würden. Um mit einem Einheitssatz zu überzeugen, darf er also nicht zu hoch sein – hier ist das pièce de résistance. Darum ist die Zwei-Satz-Variante eine Alternative – vielleicht auch als Zwischenschritt, der zwar administrativ und politisch nicht befriedigt, aber wenigstens endlich die Diskriminierung des Gastgewerbes aufhebt. pg


Pages en français

26 août 2010 No 34

François Gessler, le président de GastroValais, est très engagé pour l’initiative sur la TVA

Par la force et l’humour Depuis la dernière assemblée des délégués de GastroSuisse, François Gessler n’a pas lâché son bâton pour motiver les restaurateurs à se battre pour une TVA plus juste.

menteraient dans ce cas. GJ: Et le restaurateur devra aussi payer ses produits plus cher … F. G.: Tout à fait. Il perdrait d’un côté ce qu’il gagne de l’autre. L’idéal pour nous serait deux taux, un taux de 7,6% ou de 8% pour certaines marchandises et un taux de 3% pour le reste. Cela augmenterait un petit peu les prix de produits de première nécessité avec de nombreuses baisses sur d’autres produits. Le consommateur pourra alors s’y retrouver. Et dans ce cas-là, je pense qu’il n’y aura pas d’opposition trop importante. Afin de ne pas se mettre à dos la grande distribution, il faut éviter de s’attaquer trop fortement au panier de la ménagère. Personnellement, ça ne me dérangerait pas de payer un peu plus pour des produits de luxe. En France par exemple, certains produits peuvent atteindre 17% de TVA.

Jasmina Slacanin

François Gessler, le président de GastroValais, croit en cette première initiative populaire de GastroSuisse. Il utilise la méthode du bâton avec tout ceux qui se plaignent sans agir lorsque l’occasion leur est enfin offerte. Entretien. GastroJournal: Quel est le véritable défi pour les membres de GastroSuisse à travers une telle initiative? François Gessler: Au-delà de la baisse des charges qui serait une véritable bouffée d’oxygène pour nos membres, le vrai défi réside dans le fait que nous montrerions ainsi à nos politiques que nous sommes capables de nous mobiliser

«Cet argent va retourner dans le circuit économique»

«Le 1er canton est à 150% de son quota et le dernier n’en est qu’à 17%»

J. SLACANIN

et de faire bouger les choses. Manifester à Berne ne suffit pas, il faut maintenir la pression jusqu’à ce que l’on obtienne le résultat souhaité. Je trouve cette initiative primordiale. La preuve: GastroSuisse n’en a jamais lancé en plus de 100 ans d’existence. François Gessler ne tolère pas l’attitude de ceux qui se plaignent sans agir.

GJ: Pour motiver la récolte de signatures GastroSuisse, a utilisé la méthode de la carotte en mettant en place un concours hebdomadaire. Est-ce un moyen efficace, selon vous, pour accélérer le processus? F. G.: C’est toujours difficile de juger, mais ce qui est sûr, c’est que la participation au concours a permis, à elle seule, de récolter plus de 15000 signatures. GJ: L’objectif est fixé à 140000 signatures d’ici la fin de l’année. Qu’en est-il à l’heure actuelle? F. G.: Tout d’abord nous avons fixé cette limite à la fin de cette année alors que nous pourrions nous permettre de ne déposer les formulaires remplis qu’à la fin 2011. Mais plus on attend, plus on aura de la peine à trouver des signatures et plus cela nous coûtera cher en temps et en argent. Actuellement, nous n’avons pas encore atteint les 50%. Ce qui m’inquiète et me révolte le plus, c’est que nous n’avons même pas trois signatures par membre! Bien que je n’y croie pas, actuellement, la possibilité d’un échec existe. Mais si cela se produisait et qu’un membre venait à me demander dans six mois ‹Qu’est-ce que vous faites pour nous?›, je le gifflerais. Car soit on arrive à se mobiliser et atteindre un but qui est réalisable, soit on arrête tout et on fait autre chose, une confrérie, une amicale, etc. Ce qui est dingue, c’est que le 1er canton est à 150% de son quota et le dernier n’en est qu’à 17%. Ce n’est absolument pas normal. GJ: Et vous, comment parvenezvous à motiver vos membres?

F. G.: Je leur rappelle simplement et régulièrement l’existence de cette initiative. J’ai bien motivé mon comité au départ. Pour le moment, le Valais est 4e avec 85% de son quota. Nous allons encore lancer plusieurs actions. Ainsi, tout prochainement, à la Foire du Valais, où nous engagerons des gens pour récolter des signatures. Mais en Valais aussi, nous avons des problèmes avec certaines sections telles que Zermatt ou Crans

«Ceux qui ne réagissent pas gagnent peut-être très bien leur vie» Montana qui n’ont encore rien fait! Il existe peut-être une explication à laquelle je n’ai pas réfléchi. Ceux qui ne réagissent pas à cette initiative gagnent peut-être suffisamment bien leur vie. Pour eux, la situation n’est peut-être pas si catastrophique. Alors qu’ils arrêtent de se plaindre! GJ: Et vous, combien de signatures avez-vous obtenu? F. G.: J’en ai récolté 50 personnellement. A chaque fois que je rencontre quelqu’un je lui propose un formulaire. J’enseigne à l’Ecole Suisse de Tourisme où j’ai également demandé à mes étudiants d’en récolter. Nous n’avons pas seulement 21000 membres, nous avons aussi un bassin potentiel de signataires énorme, représenté par les clients des établissements. Si un seul membre fait signer sa femme, ses parents, des membres de sa famille,

etc., cela représente déjà une vingtaine de signatures sans beaucoup d’efforts! Et n’oublions pas les producteurs: lorsque vous achetez votre marchandise, le vendeur ne va pas vous refuser une signature. Il faut donc arrêter de dire que nous n’avons aucune chance! GJ: Concernant la motivation des clients, est-ce que la baisse de la TVA entraînera systématiquement une baisse des prix de restauration? F. G.: Non, pas forcément. Par contre, cela laissera une marge de manœuvre aux patrons. Certains baisseront leurs prix, d’autres ne les augmenteront pas pendant une année ou deux, certains paieront mieux leur personnel et d’autres encore réinvestiront dans l’établissement. De toute manière, cet argent sera utilisé pour être réinjecté dans circuit économique, ce qui profitera à tout le monde. Chaque établissement décidera comment investir cet argent. La solution de facilité serait de dire que si la TVA baisse, le restaurateur baissera les prix. Mais celui qui le promet et qui, ensuite, ne respectera pas sa promesse, ne parviendra pas à obtenir une signature pour une prochaine initiative similaire du client qui s’en souviendra. GJ: Concernant le taux unique dont on parle beaucoup en ce moment, at-il une chance d’être accepté? F. G.: Je ne pense pas. Si l’on adopte un taux unique, cela correspondrait à une TVA d’environ 6%. Il y aurait alors un référendum lancé par tous les défenseurs des consommateurs, car tous les produits de bases aug-

GJ: Et en France quels effets positifs a eu la baisse de la TVA dans la restauration ? F. G.: Les tenanciers ont pu augmenter le salaire des employés et créer un certain nombre d’emplois. On a critiqué le fait qu’en France la TVA dans la restauration a baissé mais que les prix n’ont pas suivi. La baisse de la TVA a été répercutée sur d’autres choses en parallèle, ce qui a profité à beaucoup de gens. Je suis plus sensible à l’aspect global de la notion économique. C’est à mon avis un élément dont on a besoin actuellement. Il s’agirait d’une relance économique de proximité. GJ: Comment expliquez-vous que d’un point de vue politique on ait laissé passer une TVA injuste pour la restauration sans corriger cette erreur, comme ça a été le cas en France? F. G.: En France, l’erreur a été corrigé parce que le syndicat des hôteliers et des restaurateurs a mis la pression. Ce n’est pas l’Etat qui a souhaité le corriger. Et en Suisse, les discussions sur la TVA ne sont pas là pour corriger les injustices mais pour trouver un nouveau mode de financement via la TVA, car très peu de personnes sont satisfaites du système actuel. Mais si nous ne mettons pas la pression, rien n’avancera dans notre direction. Lorsque l’on discute avec les politiciens, tous reconnaissent qu’il y a un disfonctionnement par rapport à notre branche qui est inadmissible.

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Gros Plan

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Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE Cépages plus sains

De nouvelles variétés de Changins Le mildiou et l’oïdium de la vigne, tous deux introduits d’Amérique à la fin du 19e siècle, et la pourriture du raisin peuvent causer chaque année des dégâts économiques importants et nécessitent des applications régulières de fongicides pour protéger la plante et la récolte de la plupart des cépages traditionnels. Dès les années 1970, la Station de recherche Agroscope Changins-Wädenswil ACW s’est distinguée par la sélection de cépages rouges résistants à la pourriture du raisin. L’ACW s’est attaqué à la question de la résistance au mildiou et à l’oïdium. Se fondant sur la capacité naturelle des plantules à produire des substances de défense contre les toxiques pour les champignons, les stilbènes, réputés bénéfiques à la santé humaine, notamment dans la prévention des maladies cardiovasculaires ou du cancer, mais toxiques pour les champignons, l’ACW a obtenu des cépages qui pourront être diffusés d’ici trois à quatre ans. Ils ne nécessitent que peu de traitements et contiennent de très grandes quantités de précieux anti-oxydants.

Millénaire de Neuchâtel

Avec la participation de GastroNeuchâtel Du 24 avril au 25 septembre 2011, la ville de Neuchâtel célébrera ses mille ans d’histoire. Plusieurs manifestations se mettent actuellement en place. GastroNeuchâtel, pour sa part, a déposé plusieurs concepts. L’idée de cette collaboration a été lancée par Catherine Reichl, de la Maison des Halles (photo), et les premiers contacts avec les restaurateurs intéressés sont déjà en cours. La participation de GastroNeuchâtel consistera à signaler, par un guide intitulé «Le Millénaire gourmand», une trentaine d’établissements occupant des bâtiments ayant une importance architecturale historique, situés sur tout le territoire communal.

Initiative sur la TVA: journées de récolte La 2e Journée de récolte pour l’initiative sur la TVA aura lieu ce week-end. Plusieurs sections assureront une présence publique sur des stands de collecte de signatures. Quant aux établissements ils disposeront ainsi d’une bonne occasion de faire parler de l’initiative (informations sur GastroJournal) et d’obtenir de nouveaux para-

phes. En fin de compte, ce sont nos clients qui doivent payer trop de TVA. Un formulaire pour la récolte est joint à ce numéro, d’autres peuvent être téléchargés sur internet. Seuls des électeurs d’une même commune peuvent figurer sur le même formulaire. www.gastrosuisse.ch www.stop-discrimination-tva.ch


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26 août 2010 No 34

François Gessler, le président de GastroValais, est très engagé pour l’initiative sur la TVA

Par la force et l’humour Depuis la dernière assemblée des délégués de GastroSuisse, François Gessler n’a pas lâché son bâton pour motiver les restaurateurs à se battre pour une TVA plus juste.

GJ: Et le restaurateur devra aussi payer ses produits plus cher … F. G.: Tout à fait. Il perdrait d’un côté ce qu’il gagne de l’autre. L’idéal pour nous serait deux taux, un taux de 7,6% ou de 8% pour certaines marchandises et un taux de 3% pour le reste. Cela augmenterait un petit peu les prix de produits de première nécessité avec de nombreuses baisses sur d’autres produits. Le consommateur pourra alors s’y retrouver. Et dans ce cas-là, je pense qu’il n’y aura pas d’opposition trop importante. Afin de ne pas se mettre à dos la grande distribution, il faut éviter de s’attaquer trop fortement au panier de la ménagère. Personnellement, ça ne me dérangerait pas de payer un peu plus pour des produits de luxe. En France par exemple, certains produits peuvent atteindre 17% de TVA. GJ: Et en France quels effets positifs a eu la baisse de la TVA dans la restauration ? F. G.: Les tenanciers ont pu augmenter le salaire des employés et créer un certain nombre d’emplois. On a critiqué le fait qu’en France la TVA dans la restauration a baissé mais que les prix n’ont pas suivi. La baisse de la TVA a été répercutée sur d’autres choses en parallèle, ce

Jasmina Slacanin

François Gessler, le président de GastroValais, croit en cette première initiative populaire de GastroSuisse. Il utilise la méthode du bâton avec tout ceux qui se plaignent sans agir lorsque l’occasion leur est enfin offerte. Entretien. GastroJournal: Quel est le véritable défi pour les membres de GastroSuisse à travers une telle initiative? François Gessler: Au-delà de la baisse des charges qui serait une véritable bouffée d’oxygène pour nos membres, le vrai défi réside dans le fait que nous montrerions ainsi à nos politiques que nous sommes capables de nous mobiliser

«Le 1er canton est à 150% de son quota et le dernier n’en est qu’à 17%»

«Cet argent va retourner dans le circuit économique» J. SLACANIN

et de faire bouger les choses. Manifester à Berne ne suffit pas, il faut maintenir la pression jusqu’à ce que l’on obtienne le résultat souhaité. Je trouve cette initiative primordiale. La preuve: GastroSuisse n’en a jamais lancé en plus de 100 ans d’existence. François Gessler ne tolère pas l’attitude de ceux qui se plaignent sans agir.

GJ: Pour motiver la récolte de signatures GastroSuisse, a utilisé la méthode de la carotte en mettant en place un concours hebdomadaire. Est-ce un moyen efficace, selon vous, pour accélérer le processus? F. G.: C’est toujours difficile de juger, mais ce qui est sûr, c’est que la participation au concours a permis, à elle seule, de récolter plus de 15000 signatures. GJ: L’objectif est fixé à 140000 signatures d’ici la fin de l’année. Qu’en est-il à l’heure actuelle? F. G.: Tout d’abord nous avons fixé cette limite à la fin de cette année alors que nous pourrions nous permettre de ne déposer les formulaires remplis qu’à la fin 2011. Mais plus on attend, plus on aura de la peine à trouver des signatures et plus cela nous coûtera cher en temps et en argent. Actuellement, nous n’avons pas encore atteint les 50%. Ce qui m’inquiète et me révolte le plus, c’est que nous n’avons même pas trois signatures par membre! Bien que je n’y croie pas, actuellement, la possibilité d’un échec existe. Mais si cela se produisait et qu’un membre venait à me demander dans six mois ‹Qu’est-ce que vous faites pour nous?›, je le gifflerais. Car soit on arrive à se mobiliser et atteindre un but qui est réalisable, soit on arrête tout et on fait autre chose, une confrérie, une amicale, etc. Ce qui est dingue, c’est que le 1er canton est à 150% de son quota et le dernier n’en est qu’à 17%. Ce n’est absolument pas normal. GJ: Et vous, comment parvenezvous à motiver vos membres?

F. G.: Je leur rappelle simplement et régulièrement l’existence de cette initiative. J’ai bien motivé mon comité au départ. Pour le moment, le Valais est 4e avec 85% de son quota. Nous allons encore lancer plusieurs actions. Ainsi, tout prochainement, à la Foire du Valais, où nous engagerons des gens pour récolter des signatures. Mais en Valais aussi, nous avons des problèmes avec certaines sections telles que Zermatt ou Crans Montana qui n’ont encore rien fait! Il existe peut-être une explication à laquelle je n’ai pas réfléchi. Ceux qui ne réagissent pas à cette initiative gagnent peut-être suffisamment bien leur vie. Pour eux, la situation n’est peut-être pas si catastrophique. Alors qu’ils arrêtent de se plaindre!

«Ceux qui ne réagissent pas gagnent peut-être très bien leur vie» GJ: Et vous, combien de signatures avez-vous obtenu? F. G.: J’en ai récolté 50 personnellement. A chaque fois que je rencontre quelqu’un je lui propose un formulaire. J’enseigne à l’Ecole Suisse de Tourisme où j’ai également demandé à mes étudiants d’en récolter. Nous n’avons pas seulement 21000 membres, nous avons aussi un bassin potentiel de signataires énorme, représenté par les clients des établissements. Si un seul membre fait signer sa femme, ses parents, des membres de sa famille, etc., cela représente déjà une ving-

taine de signatures sans beaucoup d’efforts! Et n’oublions pas les producteurs: lorsque vous achetez votre marchandise, le vendeur ne va pas vous refuser une signature. Il faut donc arrêter de dire que nous n’avons aucune chance! GJ: Concernant la motivation des clients, est-ce que la baisse de la TVA entraînera systématiquement une baisse des prix de restauration? F. G.: Non, pas forcément. Par contre, cela laissera une marge de manœuvre aux patrons. Certains baisseront leurs prix, d’autres ne les augmenteront pas pendant une année ou deux, certains paieront mieux leur personnel et d’autres encore réinvestiront dans l’établissement. De toute manière, cet argent sera utilisé pour être réinjecté dans circuit économique, ce qui profitera à tout le monde. Chaque établissement décidera comment investir cet argent. La solution de facilité serait de dire que si la TVA baisse, le restaurateur baissera les prix. Mais celui qui le promet et qui, ensuite, ne respectera pas sa promesse, ne parviendra pas à obtenir une signature pour une prochaine initiative similaire du client qui s’en souviendra. GJ: Concernant le taux unique dont on parle beaucoup en ce moment, at-il une chance d’être accepté? F. G.: Je ne pense pas. Si l’on adopte un taux unique, cela correspondrait à une TVA d’environ 6%. Il y aurait alors un référendum lancé par tous les défenseurs des consommateurs, car tous les produits de bases augmenteraient dans ce cas.

qui a profité à beaucoup de gens. Je suis plus sensible à l’aspect global de la notion économique. C’est à mon avis un élément dont on a besoin actuellement. Il s’agirait d’une relance économique de proximité. GJ: Comment expliquez-vous que d’un point de vue politique on ait laissé passer une TVA injuste pour la restauration sans corriger cette erreur, comme ça a été le cas en France? F. G.: En France, l’erreur a été corrigé parce que le syndicat des hôteliers et des restaurateurs a mis la pression. Ce n’est pas l’Etat qui a souhaité le corriger. Et en Suisse, les discussions sur la TVA ne sont pas là pour corriger les injustices mais pour trouver un nouveau mode de financement via la TVA, car très peu de personnes sont satisfaites du système actuel. Mais si nous ne mettons pas la pression, rien n’avancera dans notre direction. Lorsque l’on discute avec les politiciens, tous reconnaissent qu’il y a un disfonctionnement par rapport à notre branche qui est inadmissible.

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Gros Plan

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Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE Cépages plus sains

De nouvelles variétés de Changins Le mildiou et l’oïdium de la vigne, tous deux introduits d’Amérique à la fin du 19e siècle, et la pourriture du raisin peuvent causer chaque année des dégâts économiques importants et nécessitent des applications régulières de fongicides pour protéger la plante et la récolte de la plupart des cépages traditionnels. Dès les années 1970, la Station de recherche Agroscope Changins-Wädenswil ACW s’est distinguée par la sélection de cépages rouges résistants à la pourriture du raisin. L’ACW s’est attaqué à la question de la résistance au mildiou et à l’oïdium. Se fondant sur la capacité naturelle des plantules à produire des substances de défense contre les toxiques pour les champignons, les stilbènes, réputés bénéfiques à la santé humaine, notamment dans la prévention des maladies cardiovasculaires ou du cancer, mais toxiques pour les champignons, l’ACW a obtenu des cépages qui pourront être diffusés d’ici trois à quatre ans. Ils ne nécessitent que peu de traitements et contiennent de très grandes quantités de précieux anti-oxydants.

Millénaire de Neuchâtel

Avec la participation de GastroNeuchâtel Du 24 avril au 25 septembre 2011, la ville de Neuchâtel célébrera ses mille ans d’histoire. Plusieurs manifestations se mettent actuellement en place. GastroNeuchâtel, pour sa part, a déposé plusieurs concepts. L’idée de cette collaboration a été lancée par Catherine Reichl, de la Maison des Halles (photo), et les premiers contacts avec les restaurateurs intéressés sont déjà en cours. La participation de GastroNeuchâtel consistera à signaler, par un guide intitulé «Le Millénaire gourmand», une trentaine d’établissements occupant des bâtiments ayant une importance architecturale historique, situés sur tout le territoire communal.

Initiative sur la TVA: journées de récolte La 2e Journée de récolte pour l’initiative sur la TVA aura lieu ce week-end. Plusieurs sections assureront une présence publique sur des stands de collecte de signatures. Quant aux établissements ils disposeront ainsi d’une bonne occasion de faire parler de l’initiative (informations sur GastroJournal) et d’obtenir de nouveaux para-

phes. En fin de compte, ce sont nos clients qui doivent payer trop de TVA. Un formulaire pour la récolte est joint à ce numéro, d’autres peuvent être téléchargés sur internet. Seuls des électeurs d’une même commune peuvent figurer sur le même formulaire. www.gastrosuisse.ch www.stop-discrimination-tva.ch


Restauration

26 août 2010 No 34

Initiative sur la TVA: quelques conseils pour récolter un maximum de signatures

EDITORIAL

Les trucs et les astuces

Sur la corde raide de l’hospitalité

Jasmina Slacanin et Marco Moser

Certains restaurateurs récoltent les signatures plus vite que leur ombre. Mais quel est donc leur secret?

Pour les restaurateurs timides, qui semblent assez nombreux, selon la tenancière du Beausite, et qui se gênent de déranger le client avec ce type de problème, elle conseille de ne pas le faire signer directement, mais de lui présenter les formulaires: «Les clients habituels qui sont assis à leur stamm acceptent volontiers de jouer le jeu. Selon l’importance de leur entourage, je leur donne un objectif. Ainsi, s’il s’agit d’une personne qui travaille dans une grande entreprise et qui est en contact avec beaucoup de monde,

DR

Pour motiver ses membres et faire aboutir l’initiative pour une TVA plus acceptable pour la restauration, GastroSuisse a lancé un concours hebdomadaire. Certains restaurateurs battent des records. C’est le cas notamment de Muriel Hauser, la patronne du Beausite à Fribourg, qui a rapidement récolté plus de 300 signatures. A côté de son travail, qui occupe tout son temps, la restauratrice fait preuve d’engagement, d’une extrême motivation et ne perd pas une occasion pour sensibiliser ses clients et ses proches à sa cause. «Je n’ai même pas pensé au concours, j’ai pris les formulaires et en ai distribué à mes amis, à mes clients et à mes employés», explique Muriel Hauser pour qui la récolte semble être un vrai jeu d’enfant. «Parmi les clients, il y a beaucoup de gens qui comprennent le problème de la TVA, je leur offre un verre et leur demande de faire signer le formulaire. Beaucoup se sentent concernés et aident volontiers», poursuit la patronne.

Muriel Hauser recours qui s’avère performante. Les restaurateurs, qui craignent déranger le client en lui demandant une signature, pourraient lui présenter un formulaire que celui-ci fera signer à ses proches.

je lui propose de récolter 50 signatures. Pour d’autres, la récolte de 20 signatures semble plus adaptée. Il faut proposer un objectif tout en restant réaliste.» En tant que présidente de GastroFribourg, section ville, elle a demandé à chacun des membres du comité de récolter 200 signatures dans un délai bien défini. Car, parallèlement à l’objectif fixé, imposer un délai semble extrêmement efficace et motivant. En effet, de nombreuses personnes ont ainsi relevé le défi en à peine une semaine ou deux. Marcel Riedener (portrait page 24),

ancien tenancier du Restaurant Rheintal (Flurlingen) et vice-président de GastroZurich, fait également

preuve de beaucoup d’engagement dans cette lutte pour une TVA plus juste. Ce chasseur de signatures descend dans la rue afin de faire signer les formulaires. Il met en avant le côté injuste de la situation actuelle, ce qui semble être un argument de taille pour sensibiliser la population suisse. Parmi ses nombreux conseils énumérés à la page 24, Marcel Riedener conseille d’aborder le client après le repas, à l’heure du café, lorsqu’il est détendu et plus ouvert à la discussion. Il conseille aussi de privilégier les signatures en terrasse, lorsque la météo le permet. Il suggère également de faire preuve de tact et de ne pas interrompre les clients en pleine

discussion mais d’attendre le moment opportun. Distribuer les formulaires ou récolter les signatures importe peu. Le défi est d’atteindre l’objectif de 140000 signatures d’ici la fin de l’année. Pour cela, il convient de suivre les conseils des deux professionnels.

In Kürze Unterschriften sammeln, um der MwStInitiative von GastroSuisse zum Durchbruch zu verhelfen, scheint für gewisse Mitglieder ein Kinderspiel zu sein. Ob man direkt auf der Terrasse Unterschriften sammelt oder die Formulare den Familienangehörigen übergibt, ist nicht von Belang. Was zählt, ist das Ergebnis.

Il y a quelques années, les autorités de Majorque avaient déclaré la guerre à la consommation excessive d’alcool de la part de certains clients européens. Résultat: il y a quelques ivrognes en moins, mais un certain tourisme de masse y est toujours présent. Aujourd’hui, les touristes individuels doté d’un certain pouvoir d’achat préfèrent de toute façon aller au Moyen-Orient. L’alcool y est aussi d’actualité: il y en a uniquement dans les enclaves des hôtels internationaux et à des prix vertigineux. A Oman, par exemple, un verre de vin coûte actuellement environ 30 francs. Dans les villes et les mosquées (si l’on a le droit d’y entrer), il faut se couvrir: foulard pour les femmes, pantalons aussi bien pour les hommes que pour les femmes. C’est qui a le don d’irriter l’un ou l’autre touriste (suisse). Dans notre pays, il y a de plus en plus de touristes chinois, indiens ou arabes. Tous avec leurs propres besoins: que ce soit au petit-déjeuner, en matière de cuisson ou pendant le Ramadan. Et nous, nous énervons une nouvelle fois et aimerions, si possible, ne pas avoir à les accueillir. Et nous, les ambassadeurs du tourisme de Suisse, nous ne remarquons même pas que nous ne réussissons pas l’exercice sur la corde raide dont d’autres, prétendument plus obtus, nous font la démonstration. Cette corde raide qui consiste à montrer à nos clients notre culture et à tenir compte de leurs besoins, au moins à l’hôtel. Matthias Nold

10e Semaine du Goût: 16 au 26 septembre

La TVA réduite pour la restauration en France

HEBDOMADAIRE

Avoir la pêche

Un bilan très positif

Trophée du Raisin

ce qui démontre encore une fois que cette manifestation insiste sur l’aspect pédagogique afin de sensibiliser les plus jeunes à la diversité des saveurs et à leur provenance.

J. Zisyadis: «Manger reste un plaisir.» La conférence de presse de la 10

e

d’Onex, des restaurateurs se sont également investis en obtenant un label «Ville du goût» selon des critères précis: «soutien aux produits locaux», «respect des saisons», «soutien au commerce équitable» ou «poisson provenant de pêcheries responsables». Rendez-vous, partout en Suisse, du 16 au 26 septembre. jsl www.gout.ch

ajoutée pour la restauration en France est passée de 19,6% à un taux réduit de 5,5%. Cela se traduit, selon ce même article, par 11,8% du chiffre d’affaires qui n’est plus versé à l’Etat. Pour palier à ce manque – correspondant à 3 milliards d’euros –, le Gouvernement français avait exigé que les restaurateurs compensent leurs gains en baissant leurs prix, en augmentant les salaires et en créant de nouveaux emplois. Mais il s’est avéré que beaucoup de restaura-

François Gessler, le président de GastroValais (interview en page 13) connaît parfaitement la situation en France et souhaite montrer qu’une baisse des prix n’est pas la seule réponse à apporter et que l’argent gagné par la restauration profitera à un vaste secteur économique. Ce qu’il faut à tout prix éviter, ce sont les fausses promesses. jsl

T

Bien que toute la population soit concernée, un tiers des événements s’adresse strictement aux enfants,

Autres nouveautés dans la ville

Pour rappel, la taxe sur la valeur

teurs n’avaient pas joué le jeu en baissant leurs prix des 3% exigés, ce qui reste à l’heure actuelle la seule ombre au tableau.

/ St A MwV A /IV

Semaine du Goût a eu lieu ce mardi à Onex (GE), élue, aux côtés de Lucerne, «Ville du goût 2010». Le choix d’Onex n’est pas un hasard. Le fait de situer l’événement dans une agglomération – l’habitat d’une grande partie de la population – montre que la Semaine du Goût souhaite toucher «Monsieur et Madame Tout le monde».

L’année de la biodiversité sera également honorée. Josef Zisyadis (photo), président de la manifestation, a d’ailleurs débuté la conférence de presse en posant la question suivante: «Avez-vous mangé 30 aliments différents cette semaine?» Cette démarche permettrait, selon une étude britannique, de préserver la biodiversité.

Depuis sa révision en juillet 2009, «la TVA à un taux réduit a permis de sauver plusieurs milliers d’établissements en difficulté», lit-on dans un article paru le 31 mars dans «le Parisien». Ce bilan, présenté par le cabinet Gira Sic Conseil, a été confirmé par Philippe Labbé, président du Syndicat national de la restauration commerciale, qui estime que «la baisse de la TVA a indéniablement aidé des entreprises et continue sans doute à les sauver».

15

Concours du meilleur cocktail au Calvados La 3e édition du Trophée du Raisin, à Dompierre (FR), aura lieu le 3 octobre. Il s’agira de créer le meilleur longdrink à base de Calvados. Le gagnant du concours est présélectionné pour les Trophées internationaux des Calvados Nouvelle Vogue 2011 qui ont lieu chaque année en Normandie. Une catégorie spéciale «Débutants» sera réservée à ceux qui désirent participer à un concours de création de cocktails. www.raisin-cocktail-house.ch

Récolter dans l’intérêt des clients

En tant que tenancier, je m’occupe aussi du moral de mes clients. Selon le curé, qui passe de temps en temps, je suis même un bon «guérisseur d’âmes». C’est vrai que je prends au sérieux les gens qui s’arrêtent chez moi. Mais je ne mets pas pour autant leur parole en doute, ni ne me permets de porter mon âme sur la langue. Que

la TVA soit un jour ou l’autre sujet de discussion, cela va de soi. Ce sont mes clients qui doivent trop payer. Je m’étonne d’autant plus qu’au vu de nos 20000 établissements, nous n’ayons pas encore récolté les 100000 signatures nécessaires. Car finalement chaque tenancier devrait faire quelque chose dans l’intérêt de cinq de ses clients. Jean Récoltet


Hôtellerie & Tourisme

26 août 2010 No 34

Dominique de Buman, président de la Fédération suisse du tourisme (FST)

HEBDOMADAIRE

Les rouages de la TVA Membre du comité d’initiative «Stop à la TVA discriminatoire pour la restauration», Dominique de Buman fustige les rouages qui ont conduit la Confédération à pénaliser les restaurateurs.

Les mécanismes et les rouages qui font que les restaurants sont assujettis à un taux de TVA trois fois plus élevé que celui des points de vente à l’emporter ont nettement moins de charme que ceux qui animent les célèbres machines de Jean Tinguely. Ce n’est pas Dominique de Buman qui prétendra le contraire! A la fois président de la Fédération suisse du tourisme (FST) et membre du comité d’initiative «Stop à la TVA discriminatoire pour la restauration», il ne manque jamais une occasion de fustiger les mécanismes et les rouages qui ont conduit la Confédération à taxer les restaurateurs de manière non seulement inéquitable, mais également inique. Un poulet acheté dans un point de vente à l’emporter n’est par exemple assujetti qu’à un taux de TVA de 2,4%, alors que le même poulet servi au restaurant est soumis à un taux de TVA de 7,6%.

«Du coup, face à une telle désinvol-

ture de la part de la Confédération, les milieux de l’hôtellerie et de la restauration ont décidé de lancer une initiative populaire pour que la réalité soit finalement mise en conformité avec les discours. Il est inutile préciser que je soutiens cette

Le restaurant a fait peau neuve

«En tant que partie intégrante de

notre économie d’exportation, le secteur de l’hôtellerie et de la restauration ne doit pas être imposé de manière démesurée. Des conditions égales doivent en effet être garanties à l’intérieur du pays pour toutes les branches. Ce n’est finalement que de cette manière que l’on obtiendra une force d’innovation et une propension à investir suffisantes. Actuellement, ce n’est malheureusement pas le cas», déplore le président de la FST.

L. MISSBAUER

Dominique de Buman devant la fontaine de Jo Siffert à Fribourg. Les rouages des «machines à Tinguely» sont nettement moins compliqués que ceux de la TVA.

initiative», poursuit le président de la FST. «La qualité de l’hôtellerie et de la restauration en Suisse est

certes excellente, mais cette excellence ne doit pas avoir à pâtir d’un taux de TVA qui influence négative-

«Cette initiative a au moins trois mérites» Lorsqu’on demande à Dominique de Buman d’énoncer les différentes qualités de l’initiative populaire de GastroSuisse «Stop à la TVA discriminatoire pour la restauration», la réponse du président de la Fédération suisse du tourisme est immédiate: «Cette initiative a au moins trois mérites. Le premier est que cette initiative soulève un problème qui est à la fois réel, facilement identifiable et compréhensible», explique-t-il.

«Cette initiative a donc un mérite didactique car elle met en relation directe la population avec la vie de son économie. Le deuxième mérite est qu’elle met la pression sur le Parlement pour qu’un objectif, admis aussi bien par le Conseil fédéral que par le Contrôle fédéral des finances, soit mené à bien. Enfin, cette initiative forge l’unité et le sentiment d’identité de la branche car c’est tous ensemble qu’il faut se battre.» lm

des branches principales de l’économie suisse, fortement créatrice d’emplois et de places d’apprentissage. C’est une composante importante de notre tourisme qui, ne l’oublions pas, est la troisième branche d’exportation de notre pays. Le Conseil fédéral réaffirme régulièrement son intention de soutenir le tourisme, il l’a encore fait tout récemment. C’est très bien. Mais alors pourquoi entrave-t-il le secteur de la restauration, l’un de ses principaux acteurs», se demande à juste titre celui qui est également conseiller national et vice-président du PDC suisse. En guise de conclusion, Dominique

de Buman n’oublie pas de souligner qu’en soutenant l’initiative de GastroSuisse, c’est tout le secteur touristique que l’on soutient et, partant, que l’on renforce.

Auf Deutsch Seite 9

Assemblée générale de la FST à Lugano

Avec Marco Solari C’est à Lugano que se tiendra ce ven-

Cette assemblée générale coïncidera

dredi 27 août, l’assemblée générale de la Fédération suisse du tourisme (FST). Celle-ci sera marquée par plusieurs allocutions. Marco Solari, par exemple, évoquera la critique du gouvernement grison au sujet de «son» projet Gottardo 2020, a annoncé la FST.

par ailleurs avec la première année de Dominique de Buman à la présidence de la FST. «Depuis ma désignation, il y a douze mois, j’ai déjà pu rendre visite aux troisquarts des treize régions touristiques de Suisse», a-t-il relevé.

Genève

Le programme du STM a été dévoilé

Suisse Tourisme

L’union fait la force

Suivez Jürg Schmid à la trace sur Twitter

www.hot-c.ch

Suisse Tourisme améliore sa communication avec ses partenaires. L’ex-Office national suisse du tourisme a en effet redynamisé la présentation graphique de sa lettre d’information et passe en revue les principales manifestations à venir, les développements et prévisions touristiques en cours, ainsi que les appréciations de Suisse Tourisme sur l’actualité. Il propose en outre de suivre à la trace Jürg Schmid (photo), le directeur de Suisse Tourisme. Ceux qui souhaitent recevoir régulièrement des nouvelles de sa part n’ont qu’à surfer sur son adresse Twitter ci-dessous.

www.suissedirecte.ch

http://twitter.com/MySwitzerland

Philipp Wach, le responsable ro-

Les PMH ont tout intérêt à s’entraider.

qui occuperont la FST ces prochains mois, Dominique de Buman en a identifié quatre: «La révision de la TVA, la prorogation définitive du programme Innotour, le crédit quadriennal accordé à Suisse Tourisme et le programme de consolidation de la Confédération, chaque jour moins nécessaire au vu des comptes de l’Etat 2009.» lm

La 16e édition du Switzerland Travel Mart (STM), le plus important salon consacré au tourisme helvétique qui est organisé tous les deux ans par Suisse Tourisme, débutera le jeudi 28 avril par une soirée inaugurale au Théâtre du Léman du Grand Hôtel Kempinski de Genève. Près de 1500 «acheteurs» (agents de voyages, tour-opérateurs) provenant du monde entier s’informeront, les vendredi et samedi 29 et 30 avril, sur les différentes offres touristiques de toute la Suisse à Geneva Palexpo (photo). La cérémonie de clôture aura lieu à l’Arena de Genève, samedi soir 30 avril. Cette importante manifestation sera suivie par l’assemblée générale de Suisse Tourisme, le lundi 2 mai, à l’hôtel Crowne Plaza de Genève, et par la 14e Journée suisse des vacances, le mardi 3 mai, au CICG, le Centre international de conférences de Genève.

3e Journée des petits et moyens hôtels (PMH) de Suisse

mand de la formation professionnelle de GastroSuisse, évoquera, par exemple, les standards de qualité tels qu’ils sont appliqués en Suisse et à l’étranger. Quant à Matthias Nold, le rédacteur en chef de GastroJournal, il abordera le thème, ô combien important, de la communication dans l’hôtellerie.

Interrogé sur les dossiers majeurs

Marco Solari, Monsieur Gottardo 2020.

Nouvel agencement, nouvelle décoration, le restaurant de l’Hôtel DuPeyrou à Neuchâtel a fait peau neuve. «Notre restaurant a été entièrement revisité, poétisé et renouvelé», expliquent en cœur ses tenanciers, Françoise et Craig Penlington. «Le cadre Vieille-France du rez-de-chaussée a vécu. Il a cédé sa place à un décor contemporain aux teintes chaudes, chocolat, tabac et caviar d’aubergines.» On rappellera que l’Hôtel DuPeyrou date du 18e siècle et qu’il porte le nom de son fondateur, Pierre-Alexandre DuPeyrou, esprit indépendant proche de Jean-Jacques Rousseau. Ses tenanciers actuels sont en place depuis 1998. D’origine australienne, le chef Craig Penlington propose une cuisine à la fois «originale et créative» et «adaptée aux tendances actuelles».

«L’hôtellerie-restauration est l’une

«Il n’est pas plus sourd, dit-on, que

celui qui ne veut rien entendre», relève Dominique de Buman. «En 2004 déjà, le conseiller aux Etats Hans Hess avait déposé une motion demandant que le taux réduit de TVA à 2,4% s’applique non seulement aux points de vente à l’emporter, mais également aux restaurants. Feignant d’avoir compris, le Conseil fédéral avait recommandé, le 11 mars 2005, d’accepter cette motion et, le 14 mars 2005, le Conseil des Etats avait suivi cette recommandation à l’unanimité. Rien n’a cependant été entrepris depuis.»

Hôtel DuPeyrou, Neuchâtel

ment son rapport qualité-prix en comparaison avec la concurrence étrangère.» On rappellera à ce sujet que le taux de TVA applicable à la restauration a récemment été abaissé en Allemagne, en France, en Italie, en Belgique et au Luxembourg. Or, en Suisse, il passera à 8% (+0,4%) à partir du 1er janvier 2011. «En France, par exemple, le taux de la TVA appliqué à la restauration n’est plus que de 5,5% aujourd’hui. Autant dire tout de suite que l’assiette de TVA helvétique s’avère particulièrement indigeste», ajoute Dominique de Buman.

Laurent Missbauer

17

Partager ses expériences et en

acquérir de nouvelles par le biais d’une rencontre entièrement consacrée à la petite et à la moyenne hôtellerie, tels sont quelques-uns des objectifs de la 3e Journée des petits et moyens hôtels (PMH) que GastroSuisse organisera à Soleure le 21 septembre. De nombreuses présentations seront proposées.

Jürg Schmid, le directeur de Suisse Tourisme, présentera pour sa part un exposé intitulé «Quand les soleils brillent dans le ciel hôtelier». En résumé, cette journée s’annonce prometteuse et démontrera que les responsables de PMH ont tout intérêt à à s’informer et à s’entraider. lm


20 Weiterbildung / Formation continue GastroUnternehmerausbildung Informationsabende zur GastroUnternehmerausbildung Montag, 20. September 2010 Montag, 13. Dezember 2010 Jeweils von 16.30 bis 17.30 Uhr bei GastroSuisse, Blumenfeldstr. 20, 8046 Zürich Telefonische Anmeldung genügt

Gastro-Unternehmerseminar mit eidg. Diplom dipl. Restaurateur Prüfungsdaten 18./19. Oktober 2010 25./26. Oktober 2010 Nächstes Seminar: Januar bis Oktober 2011 L-GAV-Ausbildungsbeitrag von Fr. 4000.– GastroSuisse Berufsbildung Tel. 0848 377 111

Gastro-Betriebsleiterseminar mit eidg. Fachausweis GastroBern

Tel. 031 330 88 88

Seminar 2011 Daten auf Anfrage

Formation continue des CafetiersRestaurateurs-Hôteliers Séminaire de chef d’établissement avec Diplôme fédéral de restaurateur(trice) Entreprendre ou laisser entreprendre? 35 jours de cours en période de 2 jours, répartis sur une année. – L’occasion de parfaire ses connaissances en gestion d’entreprise. Prochain séminaire: Entre août 2012 et mai 2013 GastroSuisse – 021 721 08 30

Séminaire de chef d’établissement avec Brevet Fédéral Qui n’avance pas, recule! 30 jours de cours en période de 2 jours, répartis sur une année. – L’occasion de développer ses connaissances en gestion. Prochain séminaire: Entre août 2011 et mai 2012 GastroSuisse – 021 721 08 30

GastroGraubünden Tel. 081 354 96 96 Wahlpflichtmodul Gastronomie 11.–13. und 18.–19. April 2011

GastroLuzern

Tel. 041 240 01 05

Séminaire de base avec Certificat GastroSuisse

Seminar 2011 Daten auf Anfrage

GastroSt. Gallen Tel. 071 274 95 15 Seminar 2011 Daten auf Anfrage

GastroZürich

Tel. 044 377 55 11

10. Januar bis 17. Mai 2011 8. August bis 6. Dezember 2011 Alle Wahlpflichtmodule 29. Nov.–1. Dez. und 6.–7. Dez. 2010

Acquisition des connaissances de base pour l’obtention d’une patente/licence cantonale GastroBerne – 031 330 88 88 proch. cours, contacter le secr. cant.

GastroFribourg – 026 424 65 29 proch. cours, contacter le secr. cant.

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GastroGenève – 022 329 97 22

13./14. Dezember 2010 Modulprüfung 22.–25. Februar 2011 Berufsprüfung L-GAV-Ausbildungsbeitrag von Fr. 3000.– GastroSuisse Berufsbildung Tel. 0848 377 111

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GastroAargau Tel. 062 737 90 40 www.gastroaargau.ch (entspricht G1-Modulen 1, 3 und 4) werden laufend angeboten

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Wirteverband Basel-Stadt Tel. 061 271 30 10 www.baizer.ch

GastroJura – 032 421 45 45 proch. cours, contacter le secr. cant.

GastroNeuchâtel – 032 344 80 80 proch. cours, contacter le secr. cant.

GastroValais – 027 322 47 47 proch. cours, contacter le secr. cant.

Alle Module werden laufend angeboten (Tages- und Abendseminare möglich)

GastroFribourg Tel. 026 424 65 29 www.gastro-fribourg.ch Modul 1 wird laufend angeboten

GastroGraubünden 081 354 96 96 www.gastrograubuenden.ch G1-Module 4–6 8. Nov. bis 1. Dez. 2010 G1-Module 1–3 2. bis 25. Mai 2011

GastroLuzern Tel. 041 240 01 06 www.gastro-luzern.ch Entspricht den G1-Modulen 1–6 11. Oktober bis 10. Dezember 2010

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GastroSuisse

26 août 2010 No 34

21

Le président de GastroSuisse s’exprime sur l’initiative populaire «Stop à la TVA discriminatoire pour la restauration»

«Il ne faut pas se relâcher» Klaus Künzli, le président de GastroSuisse, estime que ce n’est guère le moment de relâcher ses efforts en ce qui concerne l’initiative populaire de GastroSuisse.

K. K.: Notre objectif est le traitement égalitaire avec le commerce de détail, tel qu’il avait déjà été formulé dans la motion Hess, ce qu’ont reconnu et le Conseil fédéral et le Conseil aux Etats. L’avenir de la question des taux de la TVA est encore inconnu. Aujourd’hui, la balle est dans le camp de la politique.

Peter Grunder

GJ: Pourquoi la politique n’a-t-elle pas apporté de correctif depuis longtemps? K. K.: La politique a réagi. Au mois de décembre 2004, le conseiller aux Etats obwaldien Hans Hess avait déposé un motion à ce propos, motion que le Conseil fédéral avait recommandé d’approuver. Cette motion a ensuite été transmise sans aucun discussion préalable par le Conseil des Etats. En raison de l’intention

«C’est depuis 1995 que la restauration a été prétéritée par la TVA» du Conseil fédéral d’entreprendre une révision totale de la TVA, cette affaire a cependant été renvoyée sans qu’aucune date ne soit fixée. GJ: Etait-ce une raison suffisante pour recourir à l’instrument de l’initiative? K. K.: Dans une démocratie, le travail législatif prend du temps, mais nous ne pouvions et ne voulions pas attendre davantage. Nous avons donc lancé l’initiative populaire au printemps, en parallèle à la révision en cours de la TVA par le Parlement. Notre revendication fait donc pres-

sion sur les débats au Parlement et je crois que nous pouvons partir de l’idée que le Conseil fédéral a ressenti une certaine pression de notre initiative lors de l’élaboration du message concernant la révision de la loi sur la TVA. Notre initiative a donc déjà eu pour conséquence que les propositions du Conseil fédéral vont pour le moins dans la bonne direction.

«Aujourd’hui, la balle est dans le camp de la politique» GJ: Que faut-il faire? K. K.: La priorité est d’obtenir rapidement les signatures et de sensibiliser l’opinion publique. Mais, par la suite, nous devrons également suivre la question de près.

«Notre initiative a d’ores et déjà mis la pression sur le Parlement» GJ: Que s’est-il passé depuis le printemps? K. K.: Le lancement a été l’occasion de mettre sur pied une manifestation impressionnante à Berne. Avec de nombreux parlementaires de tous bords, avec des restaurateurs et des hôteliers, des professionnels du tourisme et des représentants des employés qui soutiennent notre préoccupation mais surtout avec de nombreux tenanciers ainsi que des collaborateurs de l’hôtellerie-restauration de toute la Suisse, nous avons lancé cette initiative sur la Place fédérale à Berne. C’était la partie plaisante, puis suivit le travail qui n’est pas encore achevé. GJ: Où en sommes-nous actuellement? K. K.: Quatre mois ont passé. Nous pouvons constater que nous maintenons le cap. Il m’appartient de remercier les membres, les sections et le comité d’organisation avec ses groupes de spécialistes pour leur grand engagement. Car se mettre à disposition de l’initiative ne va pas de soi, au vu du travail quotidien et d’autres engagements auxquels ils doivent faire face. Il est d’autant plus réjouissant que la récolte de signatures a bien démarré et que quelques cantons ont déjà dépassé le nombre de signatures qui leur avait été demandé.

PHOTOS: T. BAGENSTOOS

GastroJournal: GastroSuisse a lancé ce printemps une initiative populaire pour la toute première fois de son histoire. Comment en est-on arrivé à lancer cette initiative dont le but est de mettre un terme à la discrimination dont la restauration est victime en ce qui concerne la TVA? Klaus Künzli: Depuis 1995, date de l’introduction de la TVA, la restauration a été prétéritée, surtout par rapport au commerce de détail, car des prestations identiques sont traitées de manière différente. En 2003, à Lausanne, l’assemblée des délégués de GastroSuisse a approuvé une résolution qui exige un traitement identique.

Klaus Künzli: «Notre campagne marche bien, mais il faut continuer à nous battre.»

GJ: Tout va donc pour le mieux? K. K.: Attention. Même si nous respectons nos objectifs, nous n’avons pas le droit de nous relâcher maintenant. Notre objectif reste toujours d’avoir sous toit, avant la fin de l’année, les 100000 signatures nécessaires. Ce qui exige de l’engagement pour l’initiative et la solidarité de toute la branche car, plus que jamais, chaque signature compte. GJ: Comment l’initiative a-t-elle été accueillie dans l’environnement économique, politique et social? K. K.: Au cours des premiers mois, nous avons pu constater que notre revendication avait rencontré beaucoup de sympathie dans l’opinion publique, ce d’autant plus que la très grande majorité de la population et de nos clients sait qu’elle paie, pour les mêmes prestations,

davantage de TVA dans les établissements de l’hôtellerie-restauration que dans les commerces de détail. Dans l’hôtellerie, dans le tourisme et dans les fédérations économiques, notre préoccupation n’est également pas contestée et bénéficie d’un

«L’initiative de GastroSuisse bénéficie d’un grand soutien» grand soutien. Enfin, en politique, on voit aussi l’inégalité de traitement mais on hésite en raison des conséquences d’une correction idoine dans la structure de la législation sur la TVA. GJ: S’agit-il de savoir qui devra payer plus ou moins beaucoup?

GJ: Comment évaluez-vous la suite de l’évolution politique? K. K.: Le Conseil fédéral propose au Parlement un taux unique, ce que, en principe, nous soutenons également. Car ce taux unique satisferait non seulement notre revendication. Il simplifierait aussi grandement la TVA avec la partie A de la révision de la TVA. Notre préoccupation serait aussi satisfaite par le modèle à deux taux que le Conseil fédéral prévoit comme alternative, si, comme prévu, la restauration était mise sur un pied d’égalité avec le commerce de détail. GJ: Qu’attendez-vous pour la suite? K. K.: Nous devons compter sur la résistance de ceux qui profitent du système actuel. Alors que le taux unique n’est pas contesté aux plans de la politique fiscale et de l’économie publique, il rencontrera probablement des difficultés car il touche beaucoup de monde, depuis le commerce de détail jusqu’au système sanitaire. Le système à deux taux bénéficie d’une position plus simple mais, s’il était réalisé, il serait menacé par des compromis qui rendraient impossible la mise en place de la simplicité recherchée.

Auf Deutsch Seite 12

Pour Anton Schmutz, le directeur de GastroSuisse, une initiative est le moyen adéquat pour faire bouger les choses

Mettre fin à la discrimination de la restauration

Anton Schmutz: «Nous sommes bien décidés à maintenir la pression.»

GastroJournal: Anton Schmutz, GastroSuisse lance une initiative, que fait la politique? Anton Schmutz: En 1995 déjà, lors de l’introduction de la TVA, la politique a dû admettre des compromis par des taux différents afin de pouvoir faire passer cet impôt sur la

déral qui, en 2008, a soumis deux projets de révision totale de la TVA au Parlement. Une partie A avec des questions administratives qui, depuis lors, ont trouvé une réponse en apportant un allègement important, et une partie B dans laquelle il est question de taux d’imposition.

«A fin août, la commission du Conseil national s’occupera de la TVA»

GJ: Où en est la politique aujourd’hui? A. S.: Le message du Conseil fédéral est prêt depuis quelque temps déjà. Le rapport complémentaire, qui avait été annoncé l’automne dernier, a entraîné des retards. Mais, aujourd’hui, les faits sont là. Et, à fin août, la commission du Conseil national s’occupera prioritairement de cette affaire.

consommation. Parmi les résultats, signalons notamment les désavantages imposés à l’hôtellerie-restauration. En 2004, la branche avait déjà voulu corriger le tir avec la motion Hess. L’ensemble de l’artisanat a fait pression sur le Conseil fé-

GJ: Quels seront les objets du débat? A. S.: D’une part, le taux unique qui

supprimerait la discrimination de la restauration. De l’autre, le système à deux taux qui prévoit également d’imposer les mêmes prestations de la restauration et du commerce de détail à un taux identique. GJ: Pourquoi donc avoir lancé une initiative? A. S.: L’initiative est précisément le moyen adéquat pour que la politique cherche sérieusement une solution au lieu d’invoquer toute une série de difficultés avant de ne rien changer du tout… GJ: Qui est pour nous, qui est contre nous, qui doit être convaincu? A. S.: La meilleure variante est le taux unique, que ce soit au plan administratif ou au plan politique. Mais elle est extrêmement contestée

car des domaines comme celui de la santé seraient ainsi aussi soumis à la TVA, ce qui n’est pas le cas actuellement. Pour convaincre avec le

«La variante à deux taux peut aussi être considérée comme une alternative» taux unique, il ne doit pas être trop élevé; c’est cela, la pièce de résistance. Pour cette raison, la variante à deux taux peut être une alternative. Elle peut aussi être considéreé comme un pas intermédiaire qui ne satisfait ni au plan administratif, ni au plan politique, mais qui supprimerait au moins et enfin la discrimination de la restauration. pg


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Thème

26 août 2010 No 34

Jean-Daniel Giauque, vigneron, propriétaire du Domaine du Signolet à La Neuveville (BE)

IN VINO VERITAS

Un franc-tireur de génie

Vinea et les jeunes

Une vocation didactique

Le style décapant de Jean-Daniel Giauque est l’un des plus beaux cadeaux que le destin ait offert à la viticulture suisse dont il secoue la torpeur sans tenir compte des modes.

Après avoir multiplié les essais, cet

ancien élève de Changins a créé un kyrielle de spécialités issues des nombreux cépages qui ont trouvé droit de cité sur ses terres. Il produit par année environ 30000 bouteilles dont 25000 sont des spécialités. Ces dernières sont appréciées par une clientèle de connaisseurs et souvent sélectionnées par les sommeliers des meilleures tables du pays. «Mais faire autant de spécialités n’est pas forcément un atout sur le plan commercial. Car les acheteurs se fixent des limites. Et puis, le marketing, je n’aime pas trop…», vitupère ce vigneron atypique qui consacre également passablement de temps à une autre de ses passions: l’élevage de vaches de la race d’Hérens! Pour revenir à la viticulture, JeanDaniel Giauque avoue suivre son instinct. Il n’y a rien d’académique dans sa démarche et pourtant c’est

A. WINCKLER

André Winckler

Dans une région – celle du lac de Bienne – où, en matière viti-vinicole, un conservatisme austère a longtemps régné, Jean-Daniel Giauque passe pour un révolutionnaire qui dérange. Les coups de bâton qu’il a allègrement assénés dans la fourmilière n’ont pas toujours été du goût de tous. Mais ce franc-tireur de génie qui n’a que 44 ans mais qui est viticulteur-encaveur depuis 26 ans n’en a cure. Avant-gardiste, il a toujours voulu l’être et il continue à revendiquer cette étiquette. Jean-Daniel Giauque a débuté très jeune avec un microvignoble de 638 m2. Il en cultive aujourd’hui cinq hectares. Et seul! Car l’«Alleingang» semble toujours avoir été la démarche de ce viticulteur original qui abhorre le corporatisme même s’il ne critique jamais directement ses confrères auxquels il ressemble si peu.

Jean-Daniel Giauque, viticulteur-encaveur depuis 26 ans, maîtrise parfaitement l’art de se démarquer avec ingéniosité.

avec une très grande rigueur qu’il travaille aussi bien à la vigne qu’en cave. Sa philosophie est simple puisque c’est, en fin de compte, celle du respect de la nature. Pas de désherbage, très peu de traitement et avec un minimum de produits de synthèse, pas d’anti-botrytis, pas d’insecticides. «Je cherche à ne pas intervenir sur le végétal. La vigne doit pouvoir trouver elle-même son équilibre», souligne-t-il en guise de credo. «Le vin, c’est toujours le

résultat de l’âme de celui qui le fait», aime-t-il à rappeler. Dans une région qui ne connaissait que le chasselas, Jean-Daniel Giauque, au risque de passer pour un hérésiarque, a été le premier à planter du sauvignon blanc, du muscat ou encore du cabernet sauvignon. Et d’autres cépages ont suivi au point qu’il serait impossible aujourd’hui d’en dresser une liste exhaustive. Le résultat est en tout cas à la hauteur

Une véritable boulimie de connaissances Si Jean-Daniel Giauque participait à un «Questions pour un champion» sur les cépages, il serait incollable. Ses connaissances ampélographiques sont sidérantes. Il passe de la Wachau en évoquant les micro-climats locaux à la Savoie pour parler de la roussette comme s’il avait grandi avec elle. Cette boulimie de connaissances ne revêt toutefois pas qu’un caractère encyclopédique. Outre de grands classiques comme le chasselas dans les blancs et le pinot noir dans les rouges, Jean-Daniel Giauque pro-

Du 12 au 14 novembre à Lugano

pose une multitude de spécialités: chasselas cryo, gewürztraminer botrytisé, muscat vendanges tardives ou encore des vins mutés. Il n’est pas peu fier de son saint-laurent, un cépage dont il découvrit un jour avec consternation un spécimen sur ses terres avant de faire venir des plants d’Autriche. Après l’avoir fait entrer dans ses assemblages, Le Sauvageon (aujourd’hui abandonné) et le Carré Blanc, il en propose une version monocépage assez extraordinaire. Celle-ci ravira plus d’un œnophile. aw

de ce que l’on peut attendre du travail d’un artisan de qualité. «Je fais quand même quelques émules», ajoute malicieusement celui que l’on montre peut-être du doigt mais que l’on rêve surtout d’imiter. Il est vrai que sur les rives du lac de Bienne certains jeunes viticulteurs ont enfin résolu leur complexe d’Œdipe en «tuant» le père rétrograde … Les vins blancs de Jean-Daniel

Giauque sont, d’une manière générale, agréablement aromatiques mais toujours sous-tendus par une superbe structure, ce qui n’est pas toujours la règle ailleurs. Dans les rouges, l’ingénieux viticulteur du Domaine du Signolet a réussi le tour de force de sortir des vins charpentés et équilibrés aussi bien dans les assemblages que dans les monocépages. «Je ne cherche pas forcément à faire des vins qui vieillissent mais des vins qui soient solides.» Et, dans la bouche de ce perfectionniste, l’épithète «solide» ressortit à l’excellence!

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Le gamay d’Arcenant pointe son nez

Le Mondial du Merlot Une ancienne variété Pour la 3 fois déjà, le «Mondial du Merlot» se déroulera à nouveau à Lugano. Le concours est organisé par Isicom SA à Lugano en collaboration avec Vinea à Sierre. Sa crédibilité est attestée par les soutiens dont il bénéficie. C’est ainsi qu’il est membre de Fédération mondiale des grands concours internationaux de vins et spiritueux (VINOFED) et qu’il est patronné par l’OIV (Organisation internationale de la vigne et du vin), l’Unioninternationale des œnologues (UIOE) et de l’Union suisse des œnologues (USOE). e

Les organisateurs ont prévu trois catégories. Merlots rouges purs (85% minimum de merlot), millésimes anciens

(millésime 2005 et inférieurs avec minimum 85% de merlot) et vins d’assemblages rouges (51% minimum de merlot). La proclamation des résultats et la remise des prix sont prévues à Lugano le jeudi 25 novembre. Le cépage merlot s’adapte manifestement aux terroirs et aux climats de différentes régions du monde. L’an dernier, près de 300 échantillons avaient été soumis au jury. Une seule «Grande Médaille d’Or» avait été attribuée et elle était revenue à un merlot slovène: Capris Merlot Primorska 2005. Mais c’est la Suisse, avec 16 médailles d’or et 32 médailles d’argent, qui avait raflé le plus grand nombre de distinctions. aw

Dans le vignoble suisse, la mode est aux redécouvertes. Et, dans ce domaine comme dans d’autres, le canton de Vaud n’est pas à la traîne. A l’heure où d’aucuns décrètent la déchéance du gamay, due principalement à la mauvaise réputation des beaujolais mais aussi à ceux qui plus près de nous ont trop fait «pisser» la vigne, d’anciennes variétés de ce cépage injustement décrié font florès dans notre pays. On pense notamment au plant Robert qui fut sauvé in extremis de la disparition grâce aux efforts de la famille Monnier à Cully. Le Le gamay d’Arcenant a notamment séduit Jean-Paul Forestier.

gamay d’Arcenant s’inscrit dans la même lignée. Plus épicé et plus puissant que le gamay traditionnel, c’est un cépage qui a séduit un certain nombre de producteurs tels que Christian Dugon à Bofflens, Jean-Paul Forestier à Chardonne et d’autres encore. Originaire de Bourgogne, le gamay d’Arcenant fut introduit en Suisse en 1957 mais ce n’est qu’il y a une dizaine d’années qu’il a véritablement pris son envol sous la férule de viticulteurs désireux d’en limiter le rendement et d’en tirer la quintessence. Et ce avec un bonheur certain car le gamay d’Arcenant recèle des qualités supérieures au gamay traditionnel sans en avoir les inconvénients. aw

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En mettant sur pied pour la première fois un atelier d’initiation à l’art de déguster pour les jeunes de moins de 25 ans, Vinea entend affirmer sa vocation didactique. Sous l’experte direction de Marie Linder, cet atelier sera gratuit et aura pour cadre le prestigieux Château de Villa à Sierre. Il se propose d’aborder le vin de manière ludique et respectueuse. Pressentant les critiques que les ligues de vertu pourraient adresser à Vinea, suspectée d’inciter les jeunes à boire de l’alcool, François Murisier, président, expédie ces impénitents redresseurs de torts dans les cordes: «Depuis le temps, on devrait savoir que ce n’est pas la prohibition et les interdictions qui vont résoudre le problème de l’alcool chez les jeunes. Je suis en revanche convaincu que l’éducation est un bon moyen. Le jeune qui sait apprécier le bon vin ne s’enivre plus!»

Hôte d’honneur de Vinea

Châteauneuf-duPape présent en force L’esprit d’ouverture que manifeste Vinea est attesté par la présence de nombreux vins d’autres régions de Suisse que le Valais mais aussi par celle d’un hôte d’honneur étranger. Cette année ce sont les producteurs de Châteauneuf-du-Pape (photo) qui se déplaceront dans la Cité du soleil du 3 au 5 septembre. Ceux-ci ne seront bien entendu pas tous présents, ce d’autant plus que la période des vendanges battra son plein. Mais l’on connaît désormais les 16 domaines qui seront représentés: Beaurenard, Biscarelle, Brunély, Cellier des Princes, Charbonnière, Font de Michelle, Château Fortia, Les Girard du Boucou, Grand Tinel, Château Mont Thabor, Mordorée, Nalys, Château La Nerthe, Porte Rouge, Saint Paul et Solitude. Des noms qui résonnent familièrement aux oreilles de tous ceux qui apprécient les vins de cette prestigieuse appellation des Côtes du Rhône méridionales.

Guide Hachette

Avec les meilleurs vins vaudois La dégustation destinée à sélectionner les meilleurs vins vaudois qu’organise chaque année l’Office des vins vaudois a récompensé des producteurs dans six catégories différentes. Les lauréats auront ainsi le privilège de figurer dans la prochaine édition du Guide Hachette. Ils seront également en évidence au Swiss Wine Gala à Berne. Les heureux élus sont les suivants: Schenk SA, Domaine du Petit Cottens (chasselas), Cave Beetschen, Fou du Roi (rouges), Domaine de la Brazière, rosé de gamay (rosés), Cave du Château de Valeyres, chardonnay (blancs secs), Domaine de la Ville de Morges, assemblage passerillé (vins doux) et Vins Kursner Frères, Balthazar (mousseux).


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Schlusspunkt / Point final

26. August / 26 août 2010 Nr. / No 34

Porträt: Marcel Riedener, ehemaliger Gastgeber im Restaurant Rheintal, Flurlingen

MARKT / MARCHÉ

Jäger und Sammler

CHF + /– Gemüse / Légumes Aubergine Aubergine kg 3,00 +0% Blumenkohl Chou-fleur kg 4,80 +100% Broccoli Broccoli kg 4,20 +0% Kabis rot/weiss Chou rouge/blanc kg 1,90 +0% Karotten (Bund) Carottes (bouquet) 2,50 +0% Kohlrabi Chou rave 1,00 –9% Krautstiel Côtes de bettes kg 3,50 +0% Lauch grün Poireau vert kg 2,20 +0% Randen Betterave kg 1,80 +0% Spinat (Blatt) Epinards (feuille) kg 4,20 +0% Tomate rund Tomates rondes kg 2,60 –4% Wirz leicht Chou frisé léger kg 2,10 +0% Zucchetti Courgettes kg 2,80 –7% Zwiebeln Oignons kg 1,55 +0%

Marco Moser

Wann und wo lassen sich am besten Unterschriften für die MwSt-Initiative sammeln? GastroJournal ging auf Tour mit Marcel Riedener.

Immer hilfreich sei, wenn die Gastgeber selber die Initiative unterstützen. «Dann wird der unterschiedliche Mehrwertsteuer-Satz für den Gast in seinem Stamm-Restaurant sehr persönlich, dann fühlt sich der Gast selber plötzlich von der Mehrwertsteuer ungerecht behandelt.» Auch die offen-

Bocuse d’Or Europe in Genf, Autobahnraststätte Uri oder Markt in Schaffhausen: Marcel Riedener scheint derzeit überall zu sein. Überall, wo sich Leute treffen, und überall ist er mit Schreibunterlage, Unterschriftenbögen und Kugelschreiber unterwegs. Knapp 3000 Unterschriften hat er für die MehrwertsteuerInitiative von GastroSuisse bereits gesammelt – als «ProfiSammler» tut er dies ausser Konkurrenz.

«Unterschriften zu sammeln ist wirklich einfach»

«Mein Restaurant Rheintal habe ich verpachtet, mir könnte die MehrwertsteuerInitiative egal sein», sagt Marcel Riedener unverblümt. «Ich sammle die Unterschriften für die Mitglieder von GastroSuisse.» Umso enttäuschter und teils schockiert ist er, wenn er Restaurants

Sammelteam Marcel Riedener und sein Sammelteam helfen im Auftrag von GastroSuisse den Sektionen in allen Kantonen bei allen Festen. 044 377 57 77 www.gastrosuisse.ch Marcel Riedener 076 349 28 48 marcelriedener@sunrise.ch

M. MOSER

«Am meisten nerven mich die Lügen der Gastgeber»

sichtliche Ungerechtigkeit bei der Mehrwertsteuer zwischen Take-aways und Gastgewerbe sei ein gutes Argument. Das grösste Hindernis zu unterschreiben sei die Angst, eine Partei zu unterstützen, oder dass die anzugebende Adresse für Werbesendungen missbraucht werde.

Acht Gäste angesprochen und alle acht unterschrieben: Marcel Riedener ist einmal mehr erfolgreich.

besucht, und der Gastgeber der erste ist, der den Unterschriftenbogen unterschreibt. Oder wenn sich der Gastgeber freut, dass endlich einer sammeln komme. «Da frage ich mich schon, was haben die bis jetzt für ihre Mehrwertsteuer-Initiative ge-

«Ein guter Zeitpunkt zum Sammeln ist nach dem Essen» macht. Am meisten nerven mich die Lügen der Gastgeber: Sie hätten keine Unterlagen erhalten und all die anderen Ausflüchte.» Wenn nur die Hälfte der Mitglieder sammeln würde, käme die Mehrwertsteuer-Initiative viel schneller zustande.

«Enttäuscht bin ich von jenen Wirten, die an jede Versammlung und Zusammenkunft gehen, wenn es feines Essen und zu trinken gibt, aber beim Unterschriftensammeln fehlen. Schlimmer sind nur jene, die über den Verband fluchen, aber selber keine Unterschriften sammeln.» Marcel Riedener und sein Sammelteam tingeln seit Wochen quer durch die Schweiz, um Unterschriften zu sammeln. Beispielsweise am St. Galler Fest war Riedener unterwegs. «Am Freitag war das Wetter trocken und damit ideal für die Unterschriften-Sammlung. Aber die Musik hämmerte zu laut aus den Boxen, ich hätte die Leute anschreien müssen, deshalb ha-

NAMEN

ben wir frühzeitig aufgehört», konstatierte er. Am Samstagnachmittag waren er und seine Helfer erfolgreicher, bis es anfing zu regnen. Wichtig sei, die Leute kurz einzuschätzen: nur Volljährige Schweizer dürfen die Initiative unterstützen. «Am meisten Lust zu unterschreiben haben die Leute, wenn sie relaxed sind», beschreibt er. Das kann in einer Fussgängerzone sein, an Gewerbeausstellungen oder in Garten- und BadiRestaurants. Ebenso wichtig sei das Gefühl, ob jemand überhaupt unterschreiben wolle. Gespräche zwischen zwei Personen zu unterbrechen, das gehe natürlich nicht. «Ein guter Zeitpunkt ist jeweils nach dem Essen, wenn sich die Leute entspannen.»

Aber das Verständnis für das Anliegen der Mehrwertsteuer-Initiative sei sehr hoch. Riedener hat am St. Galler Fest innerhalb weniger Minuten an vier verschiedenen Tischen acht Personen angesprochen und acht Mal die Benachteiligung des Gastgewerbes gegenüber den Take-aways erläutert. Alle acht Personen haben die Mehrwertsteuer-Initiative unterschrieben: «Soll noch einer sagen, das Sammeln sei nicht einfach!»

En bref Marcel Riedener récolte inlassablement des signatures en faveur de l’initiative «Stop à une TVA discriminatoire pour la restauration». Son engagement vise à ce que les membres de GastroSuisse ne paient plus une TVA nettement supérieure à celle des points de vente à l’emporter comme cela est actuellement le cas.

Salate / Salades Batavia Batavia 1,20 +0% Chinakohl Chou chinois kg 2,20 +0% Eichblatt Feuille de chêne 1,20 +0% Eisberg Iceberg kg 4,20 +20% Gurke Concombre 1,20 +0% Kopfsalat Laitue pommée 1,20 +0% Lattich Laitue kg 2,50 +9% Lollo grün/rot Lollo vert/rouge kg 4,50 +13% Radieschen (Bund) Radis (bouquet) 1,10 +0% Rucola Roquette kg 10,00 +0% Schnittsalat Salade à tondre kg 12,00 +0% Gemüse/Salat: Nationale Richtpreise franko Grossverteiler Quelle/Source: Bulletin SGA Légumes/salades: prix indicatifs nationaux franco grands distributeurs

LES NOMS T

/ S t VA MwV A /I

Peter Vollmer,

gibt wie sein Präsident Hans Höhener das Amt demnächst in neue Hände: Während sich für Höhener der Freiburger Nationalrat und STV-Präsident Dominique de Buman zur Wahl stellt, ist die Nachfolge Vollmers bereits klar: Im April 2011 übernimmt Ueli Stückelberger, Jurist und beim Bundesamt für Verkehr zuständig fürs Ressort Politik. Rolf Kalbermatten aus dem Walliser Dorf St. Niklaus hat einen besonderen Berufsweg hinter sich: Nachdem er Koch gelernt hatte, zog es ihn von der physischen Nahrung mehr und mehr zu geistlicher Nahrung. Inzwischen ist Kalbermatten Priester, und letzte Woche wurde er am Brigerberg in den beiden Gemeinden Termen

Steffan Heerdt

heisst der neue Chef de Cuisine im Restaurant Parkhuus des Park Hyatt Zürich. Seit Sep-

tember 2006 hat Heerdt verschiedene Posten in der Küche absolviert, wie Commis de Cuisine, Chef de Partie und zuletzt Sous-Chef. Der 26-Jährige Deutsche folgt auf den Österreicher Stefan Resch, der künftig das Restaurant New York Grill im Park Hyatt Tokio leitet und dort die Nachfolge der Schweizerin Nadine Waechter Moreno antritt. Barbara Klossner, derzeit im Appaloosa Saloon in Spiez

zugange, soll erste Gastgeberin im Stock's Bar & Steakhouse Restaurant in Mülenen

werden, das Teil ist der grössten Viehmarkthalle der

Schweiz, für die eben der Spatenstich erfolgt ist (siehe GJ 32). Barbara ist die Tochter von Ueli Klossner, neben Walter Bettschen Geschäftsleitungsmitglied des Sägewerks Bettschen in Reichenbach und mit Bettschen Initiant des 4Millionen-Projektes. Thomas Michel, Gastgeber im Alpin Center Sustenpass und im Hotel Steingletscher ob Gadmen, ist neuer Präsident des Hoteliervereins Haslital.

An der letzten Generalversammlung der Sektion wurde Michel als Nachfolger gewählt von Simon Anderegg, Gastgeber im Hotel Victoria in Meiringen. Manuela Grob, seit 2008 bei der DMO Engadin-St. Moritz,

steht ab August der Infostelle Celerina vor, die sie bereits seit Mai interimistisch geleitet hat. Neu zur DMO gestossen ist Angela Rupp, die im Bereich PR arbeiten wird.

Jean-Marc Regamey, l’un

des associés de la société Little qui gère plusieurs établissements dans le quartier du Flon à Lausanne, ouvrira au mois d’octobre un restaurant de tendance asiatique. «Ce restaurant sera aménagé lui aussi au Flon, au dernier étage du bâtiment de la Miroiterie. Il comportera 60 places ainsi qu’une bibliothèque du vin. Celle-ci comprendra plus d’une centaine de bouteilles à déguster au verre», a expliqué Jean-Marc Regamey au quotidien «24 Heures». Philippe Jeanneret, présentateur

de la météo à la Télévision suisse romande, a été intronisé le week-end dernier à l’Ordre de la channe, première confrérie bachique

du Valais. L’intronisation a eu lieu samedi au Restaurant Rinderhütte à Torrent, audessus de Loèche-les-Bains. Jean-François Copt, président du Grand Conseil du canton du Valais, et Wilhelm Schnyder, président de l’Interprofession raclette du Valais AOC, ont également été intronisés à cette occasion. Nic Aklin présentera, à partir du 4 septembre, la nouvelle mouture de l’émission culinaire Al Dente de la Télévision suisse romande. Celle-ci a indiqué qu’il remplacerait «à titre temporaire» Olivier Villette qui animait jusqu’ici l’émission avec Anita Lalubie. Nic Aklin a déjà assuré l’animation des émissions culinaires Telescoop et Studio Coop de 2002 à 2005. Cuisinier de formation, il sera lui aussi assisté par Anita Lalubie.

/

Seilbahnen Schweiz und Verband öffentlicher Verkehr,

und Ried-Brig feierlich als neuer Pfarrer eingesetzt.

t A wS IV M VA / T

Direktor von

MwSt/TVA

Le gagnant François Berner du Restaurant-Auberge La Tène Plage à Epagnier a gagné le concours de la semaine.

Der Gewinner Das Restaurant-Auberge La Tène Plage in Epagnier am Neuenburgersee liegt an einem Ort, wo sich schon Kelten niederliessen. Umso erfreulicher, dass Gastgeber François Berner à jour ist: als Wochengewinner des Sammel-Wettberwerbs. Nouveau concours/ Neuer Wettbewerb: www.gastrosuisse.ch


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GastroJournal 34/2010 by Gastrojournal - Issuu