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«Wir setzen uns stets für neue Mitgliedervorteile ein» Nun können kleine Betriebe einkaufen wie die grossen: dank Gastro-Pool, einer Partnerschaft zwischen der Einkaufszentrale Horego und GastroSuisse. Horego-Gründer und Inhaber Robert Meier und GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer erklären die Vorteile für die Mitglieder von GastroSuisse. INTERVIEW CORINNE NUSSKERN — FOTO NJAZI NIVOK AZI

War die Plattform Gastro-Pool Ihre Idee, Herr Meier?

Robert Meier Senior: Eigentlich stammt sie von Casimir Platzer. Als Visio­ när hat er etwas angestossen, das ich mir immer gewünscht habe: dass wir beim Zentraleinkauf gemeinsam stark sind. Die Betriebe haben viele Herausforde­ rungen zu meistern. Es ist fast wie an ei­ nem Marathon, und es gilt, sich ständig weiter zu verbessern. Casimir Platzer: Wir setzen uns stets für neue und attraktive Mitgliedervor­ teile und optimale Konditionen ein. Da­ bei will GastroSuisse nicht an solchen Partnerschaften verdienen, denn alles soll voll und ganz unseren Mitgliedern zugute kommen. Nicht als GastroSuisse-Präsident, sondern als Kunde: Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit Horego?

CP: Ich bin seit über 20 Jahren Horego­ Mitglied. Die Horego handelt bei den Lie­ feranten stets gute Bedingungen aus, kontrolliert die Rechnungen, und ich er­ halte nicht viele Einzelrechnungen, son­ dern eine Gesamtrechnung. So werde ich administrativ entlastet und habe mehr Zeit, um mich um meine Gäste zu küm­ mern. Ich hoffe, dass die Mitglieder von GastroSuisse sich diese Vorteile ebenfalls zunutzen machen werden. RM: Bezüglich der Rechnungen geben wir eine Garantie ab, dass die Zahlen eines Betriebs vertraulich behandelt werden.

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Was hat GastroSuisse an einer Partnerschaft mit Horego überzeugt?

se Lieferung bringt. Es ist sinnvoll, kurze Anlieferwege zu nutzen.

CP: Wir haben auch andere Anbieter ge­ prüft. Doch Horego ist aus unserer Sicht Könnte man mit einer Einkaufsgenosmarktführend und die beste Wahl. Ge­ senschaft nicht auch im Ausland meinsam sind wir stärker: Durch das Vo­ preiswerter einkaufen? Viele Produkte lumengeschäft im Einkauf generieren sind dort günstiger. CP: Ich bekam bereits von Parlamenta­ wir bessere Konditionen. riern gesagt, wir sollten Einkaufsgenos­ Kann der Gastro-Unternehmer nur bei senschaften machen, welche dann in vorgegebenen Lieferanten bestellen? Deutschland einkaufen und die Waren CP: Der Gastronom oder Hotelier kann importieren. Das ist nicht unsere Kern­ Bestellungen und Lieferungen seiner be­ aufgabe! stehenden Lieferanten ebenfalls auf der RM: Und es funktioniert auch nicht. Es Plattform verwalten. Uns ist es wichtig, ist am Ende genau gleich teuer mit dass bestehende Lieferantenbeziehun­ gen weiterhin möglich sind und nicht ★ Robert Meier Senior & Horego aufgegeben werden müssen. RM: Da sind wir offen. Zudem liegt es Die 1989 gegründete Horego ist eine Casimir Platzer und mir am Herzen, re­ Einkaufszentrale für die Gastronomie gionale Produkte der Schweizer Land­ mit Sitz in Zürich und Châtel-St.-Denis wirtschaft zu verkaufen, was der Umwelt FR. Ihr Gründer, Inhaber und Verwalförderlich ist und einen hervorragenden tungsratspräsident ist der Zürcher Qualitätsstandard garantiert. Auf diese Robert Meier Sen. (72). Die Horego hat Weise wollen wir als gutes Beispiel inner­ 16 Mitarbeitende und 170 Lieferanten halb der europäischen Gemeinschaft vor­ im Portfolio. angehen. Es ist wichtig, den Geschenken ★ Casimir Platzer der Natur Sorge zu tragen. Hat der Gastronom die Option: Liefern oder abholen?

RM: Beides. Sinn und Zweck ist es aber, sich die Produkte liefern zu lassen. Die Bestellungen sollen so koordiniert sein, dass nicht fünf Lastwagen nur wenig ab­ laden, sondern ein Lastwagen eine gros­

Der 57-Jährige ist seit 2014 Präsident von GastroSuisse und führt in Kandersteg BE das Belle Epoque Hotel Victoria. Er kennt die Branche mit all ihren Facetten in- und auswendig – sowie die Bedürfnisse und Alltagssorgen von Gastronomen und Hoteliers aus erster Hand.

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GastroJournal 32/2019  

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