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GastroJournal 28/2010

Page 1

HOTELLERIE

R E S TA U R AT I O N

Thomas Lohmann Gastgewerbe als Paketdienst 7

TOURISMUS

Silvia Lüthi Gastgewerbe als Berufung

HOTELLERIE

8

R E S TA U R AT I O N

Bernard Bovy 3000 Japonais à Chexbres 13

Richtiger Regen?

Aktuell

In Franken und Euro Der Euro hat gegenüber dem Franken an Wert verloren. Damit werden Importe günstiger, ein Grossverteiler wirbt mit entsprechenden Preissenkungen. Wie sieht es bei den Lieferanten des Gastgewerbes aus, die auch von Grossverteilern geprägt sind? 3

Gérald Michellod La fureur de cuisiner 20 Nr. / No 28 / 15. Juli / 15 juillet 2010 / CHF 4.30

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INHALT

TOURISME

Wird die Giesskanne Schweiz Tourismus am richtigen Ort eingesetzt? Oder fliessen zu viele Mittel in den sicheren Heimmarkt?

Une vraie pluie? L’arrosoir Suisse Tourisme est-il utilisé à bon escient? Ou trop de moyens sont-ils consacrés au marché suisse qui est déjà acquis?

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SOMMAIRE GastroSuisse

Formation continue Le séminaire de chef d’établissement G2+ constitue un vrai plus pour les restaurateurs. Cette formation donne en effet droit à un brevet fédéral. 10

Restauration

Aktuell

Avantages d’ouvrir plus

In TVs Küche

Les bars et les clubs biennois qui ont reçu une autorisation provisoire pour prolonger leur horaires les weekends semblent relativement satisfaits. Mais cette satisfaction ne se situe pas du côté du chiffre d’affaires. 14

Kochshows am Fernsehen sind für das Gastgewerbe in der Regel ein Ärgernis, weil sie anspruchsvolle Kenntnisse und Prozesse vereinfachen und zuspitzen. Inwiefern gilt das auch für die jüngste Produktion aus TVs Küche? 5

Hôtellerie & Tourisme

De la parole aux actes

Tourismus

In aller Weile Weltweit gewinnt der Tourismus laut Welt-TourismusBarometer wieder an Fahrt, die 2008 anvisierte Billion US-Dollar an internationalen Einnahmen ist 2009 aber weit verfehlt worden. Erreicht die Branche die Billionengrenze im laufenden Jahr? 9

78 9 771422 137001

Dans son récent rapport touristique, la Confédération dit s’engager en faveur du tourisme. Après ces bonnes paroles, la branche attend cependant des actes concrets. 15

Soll die nationale MarketingAgentur tatsächlich das eigene Land bewerben? Daniel Egloff, Tourismusdirektor in Basel und eines der Schwergewichte der Branche, ist der Meinung: Nein. Mehr Geld sollte in Aktivitäten im Ausland fliessen; auch und gerade deswegen sollte das

Budget von Schweiz Tourismus keinesfalls gekürzt werden. Egloff ist überzeugt von einer lohnenden Investition in die gute Arbeit der Organisation insbesondere im Ausland. Er geht aber noch viel weiter und hinterfragt die Rollenspiele im Tourismus, 2 nicht zuletzt beim STV.

Suisse Tourisme doit-il réellement faire de la promotion en Suisse? Daniel Egloff, le directeur Bâle Tourisme, n’est pas de cet avis. Il estime en effet que l’argent de l’ancien Office national suisse du tourisme devrait davantage profiter aux activités à l’étranger, raison pour laquelle il ne

faut en aucun cas réduire le budget de Suisse Tourisme. Daniel Egloff est en outre convaincu des retombées générées par le bon travail effectué, notamment à l’étranger. Il ne manque cependant pas de s’interroger sur le rôle joué par la Fédération suisse 11 du tourisme (FST).

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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

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2

Titel

15. Juli 2010 Nr. 28

Interview mit Daniel Egloff, Tourismusdirektor in Basel

LEITARTIKEL

Unehrlich und unglaubwürdig

Ringen mit ST und STV GastroJournal: Am Ferientag bekam man den Eindruck, das Schweiz-Tourismus-Budget sei ernsthaft gefährdet. Ist dem so? Daniel Egloff: Ich kann das nur schwer beurteilen. Es muss gelingen, den Beitrag des Bundes als Investition in einen starken Tourismus zu verkaufen und nicht als Subventionsaufwand. Immerhin generiert der Tourismus einiges an Wertschöpfung und Steuereinnahmen – so sollte man gerade jetzt, in einer schwierigeren Zeit, auch investieren. GJ: Trotzdem: 5 Millionen sollen von Schweiz Tourismus (ST) zu Innotour fliessen. Ist die Gefahr weiterer Kürzungen tatsächlich nicht ernst zu nehmen? Egloff: Natürlich ist sie ernst zu nehmen. Bereits jene 5 Millionen wären eine massive, zehnprozentige Budgetkürzung. Hinzu kommt, dass die Inflation in China, Indien, da, wo ST viele Mittel einsetzt, viel höher ist als in der Schweiz. Auch dies müsste ausgeglichen werden. Die Gefahr droht vor allem im Nationalrat, denn hier sind die Städtevertreter in der Mehrheit. Zwischen 2003 und 2008 konnten die Städte und ihre Tourismusorganisationen stark von ST profitieren, nicht zuletzt wegen der Aktivitäten rund um die Euro 2008. Danach und seither beherrschen wieder die Berge sozusagen monothematisch die STKommunikation. GJ: Um beim Budget zu bleiben: Braucht es eine klare Leistungsvereinbarung mit ST? Egloff: Es wäre von Seiten ST taktisch klug, den kritischen Städtevertretern im Nationalrat ein Versprechen in Form einer Leistungsvereinbarung anzubieten. Zum Beispiel, dass ST sich verpflichtet, mindestens 30 Prozent seiner Mittel für Städtepromotionen zu nutzen. GJ: Habe ich das vorhin richtig verstanden: ST hilft den Städten nur, wenns ums eigene Geld geht? Egloff: Wie es scheint, immer dann, wenn es um die Bundesmittel geht. Danach ist wieder für vier Jahre an-

«Der STV ist ein zahnloser, verzettelter Dachverband» deres wichtig. Eine Vereinbarung im Vorfeld wäre sinnvoll: Die Städte suchen sich sonst je länger, je häufiger andere Kooperationspartner. GJ: Auch der Schweizerische Tourismus-Verband (STV) soll beschnitten werden. Stimmt die Rollenverteilung zwischen STV und ST? Egloff: Grundsätzlich ist ST die Marketingorganisation des Bundes und sollte beim eigenen Auftraggeber eigentlich kein Eigenlobbying betreiben müssen; dies sollten die Nutzniesser der touristischen Werbung, das heisst deren «Lobbying-

Verbände», wie es auch der STV sein könnte, machen. GJ: Der STV kommt mir als Organisation fast zu schmalbrüstig vor, um diese Aufgabe wirklich zu erfüllen … Egloff: Der STV ist ein zahnloser, betreffend Lobbying verzettelter Dachverband. Allerdings hat er sich mit dem «Q» und dem Veloland wertvolle Nischen erarbeitet. Es ist gut, dass sich jemand dieser Themen annimmt. Ausserdem ist der STV eine wichtige Austauschplattform für die Branche.

Bezüglich Hotel Revue htr und GastroJournal kann man sich über die Art der journalistischen Leistung, die Themenwahl oder den Schreibstil streiten. Unbestreitbar ist, dass beide Zeitungen als einzige im gastronomischen Blätterwald in einem extrem schwierigen Umfeld redaktionelle und bezahlte Inhalte trennen und ausweisen. Wir von GastroJournal leben den «Code of Conduct». htr und GastroJournal produzieren eigene und eigenständige Inhalte.

GJ: Mal ehrlich: Brauchen wir wirklich einen STV? Egloff: Ja. So wie ich den STV sehe, sollte er sich jener Themen annehmen, die keinen eigenen Anwalt haben. Ich denke da wie gesagt ans «Q» oder ans Veloland, aber zum Beispiel auch an die touristischen Schilder an den Autobahnen – statt eine nationale Lösung anzustreben, wurstelt und kämpft jeder Kanton für sich. Auch die Berufsbildung ist ein Thema. In einzelnen anderen Bereichen nimmt oder nahm sich der STV ja auch schon solcher Themen an. Zuletzt soll er auch als Informations- und Austauschplattform für die Branchenvertreter wirken. GJ: Und was ist die Rolle von ST im Schweizer Tourismus? Egloff: Als ich 2001 von Sils nach Basel wechselte, verabschiedeten die Regionaldirektorenkonferenz, die elf Regionenvertreter der Schweiz, und

«Schweiz Tourismus wird leider immer präsenter in der Schweiz» ST ein gemeinsames Modell in Form einer Charta. Dieses Modell geht davon aus, dass die Destinationen genügend Bekanntheit in der Schweiz aufweisen. Daher können sie die Schweiz auch ohne Hilfe von ST bewerben – teilweise sogar das nahe Ausland. Wir Destinationen brauchen jedoch die Hilfe von ST, um auch in Märkten, die weiter weg sind, werben zu können. ST unterhält Dutzende von Ländervertretungen, die enge und wertvolle Beziehungen zu den Reiseveranstaltern und Reisemedien vor Ort pflegen – und die machen das wirklich gut. Für uns ist ST ein wertvoller Partner gerade in den Fernmärkten. GJ: ST wirbt doch auch – und nicht zu wenig – in der Schweiz? Egloff: Leider gab es in den letzten Jahren eine Entwicklung dahin. ST wird immer präsenter in der Schweiz; ich befürchte, dass es einerseits darum geht, der Politik, dem Parlament, den Medien aufzuzeigen, wie engagiert gearbeitet, wie aktiv geworben wird. Marktbearbeitung in den Fernmärkten wird in der Schweiz, bei den Schweizern selbst, nicht wahrgenommen. Ein weiterer Grund für die Schweiz-Fokussierung liegt wohl darin, dass es einfacher ist, Resultate in Form von Buchungen nachzuweisen: Über 45 Prozent aller Bucher bei STC, der Buchungsstelle von ST, kommen von Schweizern. Die Frage bleibt, ob der Schweizer nicht sowieso Ferien in der Schweiz gebucht hätte – auch ohne die Werbung von ST.

M. NOLD

Seit neun Jahren führt Daniel Egloff Basels Tourismus. Mit einigem Erfolg. Wie ein führender Touristiker im Lande die Branche sieht. Matthias Nold

Der «Code of Conduct» der Schweizer Presse regelt die Transparenz zwischen bezahlten und redaktionellen Inhalten, um der Täuschung des Medienkonsumenten vorzubeugen.

Kritischer Blick auf die Branche und ihre Akteure: Daniel Egloff.

GJ: Was wäre die Lösung? Egloff: Aus meiner Warte wäre es effektiver, wenn ST sich nicht in der Schweiz einsetzen würde, sondern in den Fern- und Zukunftsmärkten. Nicht zuletzt auch, weil das Geld, das in der Schweiz selbst eingesetzt wird, in diesen Märkten fehlt – und dort brauchen wir Support.

einfach Basel, sondern die regionalen und auch lokalen Organisationen – wesentlich weniger Geld generieren können, weil wir Mitglieder verlieren.

GJ: Diese Lösung mag für einen «Grossen» stimmen. Aber was ist mit den Kleinen? Egloff: Die müssen sich zusammenschliessen. In St. Gallen gehts ja auch mit der Dach-Marketingorganisation Ostschweiz Tourismus.

GJ: Für mich klingt das wie Rosinenpickerei, immerhin werden ja nur die «guten» Betriebe angegangen. Egloff: Ja. Eigentlich müssten auch die weniger starken Betriebe mitgetragen werden. Das liegt nicht nur im Interesse von ST, auch und vor allem Hotelleriesuisse, die treibende Kraft hinter dem Vorgehen, müsste daran mehr als interessiert sein.

GJ: ST setzt aber nicht nur Steuergelder ein, sondern muss sich teilweise auch aus Privatmitteln finanzieren … Egloff: Ja, und man muss offenbar immer mehr private Mittel organisieren. Mit dem Segen des Vorstandes, insbesondere mit jenem von Hotelleriesuisse, geht man nun direkt an die Hotels, um für Marketingkampagnen Geld zu generieren.

GJ: Vielleicht will ST einfach nur zentralisieren und im Interesse der ganzen Schweiz handeln? Egloff: Das könnte sein. Man kann das auch durchspielen – aber dann gehören die Karten offen auf den Tisch. Wenn das tatsächlich so wäre, würde im Moment Salami-Taktik betrieben, und das fände ich unfair. Denn plötzlich kämpfen wir mit ST um die Marketingmittel von Betrie-

GJ: Mit anderen Worten: ST beginnt, die anderen Organisationen direkt zu konkurrenzieren? Egloff: Tourismus ist eine Kette: Ganz oben steht ST, dann die Regionen und Destinationen, danach die Stationen oder Orte und als kleinste Einheit die Unternehmen, sprich Hotels. ST durchbricht diese Kette und wendet sich direkt an die Hotels, zum Beispiel indem gemeinsam mit Hotelleriesuisse Hotelkooperationen geschaffen werden. Extrem gesprochen verlieren die Destinationsorganisationen wie Engadin Tourismus, Basel Tourismus und andere Mitglieder, weil diese nun direkt an ST zahlen. Kurzfristig zahlt sich das für ST vielleicht aus, mittelfristig aber wird ST von unserer Seite – und damit meine ich nicht

«Würde Salami-Taktik betrieben, fände ich das unfair» ben. Wenn, dann müsste man über eine Destination Schweiz nachdenken. Wir Destinationsbüros wären dann sozusagen nur noch Auskunftsbüros vor Ort und das Marketing würde für alle Destinationen durch verschiedene Product-Manager von Zürich aus organisiert. Wer mit einzelnen Hotels arbeitet, müsste konsequenterweise auch für eine solche Radikallösung Hand bieten.

En français Page 11

Kürzlich veröffentlichte der Verband Schweizer Presse in seinem Magazin «Flash Extra» die Listen der «grössten» Titel. Weder htr noch GastroJournal sind unter «Mitglieder-Titel der Fachpresse» oder «verkaufte Titel der Fachpresse» aufgeführt. Stattdessen sind alle Gratisblätter aufgeführt, die ihre Auflagen künstlich erhöhen, journalistische und bezahlte Leistungen vermischen, Dumping betreiben und zu gebuchten Anzeigenseiten seitenweise «redaktionelle» Artikel als Bonus verschenken. Das wirft publizistisch ein unverdient schlechtes Licht auf Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Ist das Absicht? Offensichtlich hat der Verband Schweizer Presse kein Interesse an einem ehrlichen und transparenten «Code of Conduct». Romeo Brodmann

BLICKPUNKTE Gastronomie Kanton Luzern

Knatsch ums Hotel Himmelrich Das Hotel Himmelrich in Kriens ist seit letztem Wochenende urplötzlich wieder geöffnet – und sorgt umgehend für Knatsch. Zum einen ist bei der neu eingemieteten Jail Management AG ein bei der Gemeinde ungeliebter Gastronom im Housekeeping tätig. Und: Besitzerin Kingbow Holding AG plant einen umfassenden Neubau als Wellness-Oase. Auch das kommt in der Gemeinde schlecht an.

Marktentwicklungen

EU will Gen-Blockade stark auflockern Gen-Fleisch will die EU zwar nicht (siehe S. 7). Beim Gen-Gemüse jedoch lockert die EU nun die Blockade: Jedem Mitgliedstaat soll freigestellt werden, ob er zulassen will, dass auf seinem Gebiet Gen-Pflanzen angebaut werden oder nicht.


Aktuell

15. Juli 2010 Nr. 28

Tiefer Eurokurs und Cassis-de-Dijon-Prinzip sollten den Einkauf vergünstigten – sollten

BLICKPUNKTE Spielautomaten

Preise sinken kaum Der tiefe Eurokurs behindert zwar den Tourismus in der Schweiz, auf der anderen Seite erhöht der starke Franken die Kaufkraft – könnte man meinen.

Noch mehr einarmige Banditen Zum einen sind Spielautomaten aus den Restaurants verschwunden, zum anderen torpedieren die Casinos juristisch auch Geschicklichkeitsspiele, die ausserhalb von Casinos erlaubt wären. Nun sollen die kleinen Casinos, die stark auf Spielautomaten setzen, gar noch belohnt werden: Ein Entwurf der Eidgenössischen Spielbankenkommission sieht vor, dass B-Casinos künftig 250 statt 150 Automaten aufstellen und den Jackpot von 100 000 auf 200 000 Franken erhöhen dürfen. Diese Massnahmen zielen auf das ohnehin umstrittene Massengeschäft, während die spielerische Komponente zum Ärger der kleinen Casinos in Tourismusgebieten nicht berücksichtigt sind. Während Arosa und Zermatt längst verschwunden sind, wünschten sich St. Moritz und Davos lieber tiefere Abgabesätze – 250 Automaten haben hier sowieso keinen Sinn.

Marco Moser

Coop und Spar haben medienwirk-

sam ihre sinkenden Verkaufspreise verkündet. «Im Detailhandel wird viel geredet. Aber wenn man genau hinschaut, bleibt nicht mehr viel vom Gesagten», erläutert Frank Furrer, Leiter Marketing und Category Management bei Prodega, die Marktmechanismen. Denn der tiefe Eurokurs habe nur auf Produkte aus dem Euro-Raum einen Effekt: «Weichkäse aus Frankreich, Teigwaren aus Italien oder Wein aus der EU haben wir bereits abgeschlagen», versichert Furrer. Auch Howeg hat die Einkaufsvorteile beim importierten Wein an die Kunden weitergegeben. «Wo wir können, senken wir die Verkaufspreise fortwährend», sagt René Kalt, Leiter Kundenmarketing bei Howeg. Aber teilweise verhinderten langfristige Verträge die erwünschten Preisabschläge. Seitens TopCC heisst es: «Aufgrund des Euro-Tiefs gab es bei TopCC Preissenkungen in den Bereichen Grundnahrungsmittel, Kosmetik, Waschmittel und Reinigung. Betroffen sind vor allem Produkte, welche wir direkt aus dem EU-Raum einführen.» Neben dem tiefen Eurokurs gilt seit dem 1. Juli das Cassis-de-DijonPrinzip. Produkte, die bisher speziell für den Schweizer Markt produziert, umgepackt oder neu etikettiert werden mussten, können

1,5

Entwicklung des Euro-Wechselkurses im 2010

nun einfacher in die Schweiz importiert werden. So weit das Prinzip. Aufgrund der Ausnahmeregelungen für 60 Produktegruppen verpufft das Cassis-de-Dijon-Prinzip nahezu. «Ich bin enttäuscht. Zehn Jahre haben wir an der Einführung herumdiskutiert und jetzt sehe ich, wie wenig wir davon profitieren», sagt Frank Furrer von Prodega konsterniert. Hinzu komme, dass die Lieferanten auch kein offenes Ohr für Preissenkungen hätten – sei es wegen des Eurokurses oder des Cassis-de-Dijon-Prinzips. Die gleiche Erfahrung macht TopCC: «Seitens Lieferanten wurde der Forderung nach günstigeren Preisen aufgrund des Euro-Tiefs nur in wenigen Ausnahmen entsprochen.» Einführung des Cassis-deDijon-Prinzips führt also die gewünschten Preissenkungen nicht herbei. Anfänglich schätzten die Behörden das Einsparpotenzial auf 10 Prozent in den jeweiligen Produktegruppen, insgesamt 2 bis 3 Milliarden Franken jährlich für die gesamte Schweiz.

1,4

1,3

Die

Einziger Trost ist, dass die Schweiz die Preisaufschläge nicht so stark spürt wie die umliegenden Länder. Die lange Regenzeit Anfang Mai hat verbreitet zu Ernteausfällen geführt und die Preise ansteigen lassen, Kaffee und Kakao sind zwei Beispiele hierfür. Der starke Franken fängt diese Preissteigerung teils auf. Und das Staatssekretariat für Wirtschaft kündigt an, in den nächsten Jahren anhand von 150 Fallbeispielen zu untersuchen, inwieweit das Cassis-de-Dijon-Prinzip das Preisniveau in der Schweiz tatsächlich senke.

Mehrwertsteuer

Unverständliche Steuersätze

1,2

1,1

1,0 1. Februar 1. März

En français Page 13

1. April

1. Mai

1. Juni

1. Juli

Seit Anfang 2010 hat der Euro im Vergleich zum Franken 13 Prozent Wert verloren.

Mehrwertsteuer-Initiative: Sammelwettbewerb

10 Gastgeber, 2900 Unterschriften Wer sich für die Volksinitiative

«Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!» einsetzt, macht die Erfahrung, dass praktisch alle die Unterschriftenbogen ohne weiteres unterschreiben. Das hängt in erster Linie mit den

So verwundert es nicht, dass engagierte Gastgeberinnen und Gastgeber Hunderte von Unterschriften zusammenbringen. Dies zeigte unter anderem der Wettbewerb, bei dem bis Ende Juni Unterschriftenbogen eingeschickt werden konnten (siehe Kasten).

er erhält einen Gutschein von 1500

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbes Betrieb

Gastgeber

Ort

Restaurant Rebstock Restaurant Dörfli Scheidegger Restaurant Post Restaurant Freudenberg Restaurant Ziegelei Restaurant Obernau Restaurant Hohe Lust Gasthaus zum weissen Kreuz Restaurant Seegut Restaurant Manoir Restaurant Krone

Urs Hagmann Erika Rickli Esther Forster Hans Oertle Daniela Liebi Thomas Häfliger Beat Barmettler Richard Engel Maria Kilchenmann Marie-Adèle de la Faraz Monnet Hasan Türksoy

4658 Däniken 3098 Schliern b. Köniz 8452 Adlikon 9507 Stettfurt 3612 Steffisburg 6012 Obernau 9426 Lutzenberg 5646 Abtwil 8806 Bäch 1914 Auddes-sur-Riddes 3011 Bern

Unterschriften

487 448 349 326 249 239 237 152 149 145 141

T

Der 1. Preis geht an Urs Hagmann –

Franken für Beherbergung und Konsumation in einem Hotel, das Mitglied von GastroSuisse ist. Als 2. und 3. Preis winken je 1000 Franken, als 4.und 6. Preis je 800 Franken, und als 7. bis 11. Preis je 500 Franken-Gutscheine. pg

/ St A MwV A /IV

starken Argumenten der Volksinitiative zusammen: Zum einen erkennen alle die Ungerechtigkeit, beim

Take-away weniger Mehrwertsteuer abliefern zu müssen als im Restaurant. Zum anderen stösst die Bevorteilung von anonymen industriellen Grossverteilern gegenüber den gewerblichen und persönlichen Restaurants vielen sauer auf, und nicht zuletzt sind es die Gäste, die im Restaurant die diskriminierende Mehrwertsteuer letztlich bezahlen müssen.

QUELLE: WEB / GRAFIK: O. KREJCI

Der Euro schwächelt. Kostete er Anfang Jahr noch knapp 1.5 Franken, ist er heute für etwas mehr als 1.3 Franken zu haben. Das entspricht einem Wertverlust von 13 Prozent. Um diese Prozentzahl verteuert sich das Ferienland Schweiz für ausländische Touristen. Erfreulich ist hingegen, dass sich die Schweizer Kaufkraft erhöht, nicht nur im Ausland.

3

Das deutsche Magazin «Stern» hat kürzlich dem Tohuwabohu der Mehrwertsteuer breiten Raum eingeräumt. Um den Irrsinn auszudrücken, hat das Blatt dabei just jenen Fall hervorgehoben, den das Schweizer Gastgewerbe mit der Mehrwertsteuer-Initiative bekämpft: Mit völligem Unverständnis kommentierte das Magazin den Umstand, dass für einen Hamburger mit Pommes im Restaurant weit mehr Mehrwertsteuer abgeliefert werden müsse als an einem Imbissstand. Dass die Politik handelt, scheint aber in Deutschland unwahrscheinlich: Hier hat schon die Reduktion des Satzes für die Hotellerie für böses Blut gesorgt – notabene auch im «Stern».

Gastroszene Zürich

Badi-Restaurant unerwünscht Eigentlich sollte in der Badeanstalt am oberen Letten in Zürich ein neues Restaurant entstehen. Dagegen macht sich aber heftiger Widerstand breit: Der Betrieb wäre nahe am so genannten Frauendeck, zu dem nur Frauen Zugang haben; «zum fröhlichen Spanner», nennen Gegner das Restaurant bereits heute. Andere monieren, dass Gäste mit Strassenschuhen über die Barfusszone laufen würden. Ausserdem sei das GastroAngebot überdimensioniert, heisst es.

Dumme Sprüche reichen nicht

Ich kann diese Sprüche drüben bei den Kollegen nicht mehr hören: Was tut GastroSuisse überhaupt für uns? Die sitzen doch bloss rum und verprassen unsere Beiträge! Beim Rauchen war mir das schon aufgefallen, jetzt bei der Mehrwertsteuer ist es wieder so: Dumme Sprüche, hinter denen nichts steckt als die Faulheit derer, die sie rauslassen. Beim Rauchen hatte der Verband sich von allem Anfang an für die unternehmerische Freiheit ge-

wehrt und schliesslich eine gesetzliche Vorlage durch das nationale Parlament gebracht, die das Möglichste herausholte. Und jetzt haben wir mit unseren 20000 Mitgliedern die Chance, in einem Ruck eine Initiative zusammenzubringen, um die unsägliche Benachteiligung unserer Restaurants und Gäste aus der Welt zu schaffen! Meinst du, die Kollegen drüben haben Unterschriften gesammelt? Denkste, initiativ sind sie nur bei dummen Sprüchen! Harry Sammler


Aktuell

15. Juli 2010 Nr. 28

Neue Kochsendung unter der Lupe eines professionellen Kochs

BLICKPUNKTE

Erfahren, was hip ist

Renaissance

Politiker kaufen Restaurant Eine spezielle Variante öffentlichen Engagements für ein Dorfrestaurant praktiziert Urtenen nahe Bern. Der 400 Jahre alte Gasthof Ochsen hat sich quasi umgekehrt parellel zum Dorf entwickelt: Während Urtenen zur zunehmend anonymen Agglomerationsgemeinde anwuchs, verlor der Ochsen, der einst sogar Napoleon zu Gast hatte, an Bedeutung – seit 1999 ist er geschlossen und stand zuletzt jahrelang leer. Nun hat eine politisch breit abgestützte Gruppe um den ehemaligen Regierungsstatthalter Urs Wüthrich mit einer Stiftung, zu der auch die Burger- und die Einwohnergemeinde Urtenen beigetragen haben, das denkmalgeschützte Haus übernommen – der Ochsen soll als Restaurant samt kultureller Nutzung wiedererstehen.

Bei «Swiss Dinner» verkostet der gelernte Koch Erik Haemmerli die Menüs der Kandidaten. Er nutzt diese Arbeit, um «in den Markt zu hören» und Neues zu entdecken.

M. MOSER

Marco Moser

Eine Wohnung in Fehraltdorf im Zürcher Oberland. Das Fernsehteam dreht gerade die dritte Folge der Sendung «Swiss Dinner» für die private Fernsehstation Tele Züri. Vier einander unbekannte Personen schlagen je ein Menü vor, dieses wird einem Kandidierenden zugelost, und dann bekocht man sich gegenseitig. Die Kandidierenden bewerten den Drei-Gänger, und aus der Gesamtpunktzahl ergibt sich der Gewinner. Das deutsche Pendant «Das perfekte Dinner» ist bereits seit mehreren Jahren erfolgreich auf Sendung, genauso wie andere Kochshows auch.

Koch Erik Haemmerli (mit schwarzer Mütze) verkostet die Gerichte der Kandidierenden, die Kamera ist immer dabei.

Kandidierenden lediglich für fünf Personen kochen, sei eine Mise en place gar nicht notwendig.

Bei «Swiss Dinner» werden die Me-

nüs zusätzlich von Erik Haemmerli verkostet. Er hat sein Handwerk bei Heinz Witschi gelernt, unter anderem in Horst Petermanns Kunststuben gekocht und ist heute Pächter und Koch des Bederhofs in Zürich Enge. Die Unterschiede zwischen seiner Profiküche und den Küchen der Kandidierenden stechen ins Auge: engere Platzverhältnisse und andere Küchengeräte. Aufgrund dieser unterschiedlichen Ausgangslage ist es logisch, dass die Kandidierenden ganz anders arbeiten (müssen). «Das kochtechnische Handwerk beschränkt sich auf zwei bis drei Grundzubereitungsarten: Nichts wird blanchiert, nichts wird pochiert», stellt Haemmerli fest. Da die

Die bisher grössten Fehler ortet Haemmerli bei den Zubereitungsarten. Und dann gibt es Dinge, die jeder Koch weiss, aber in breiten Bevölkerungskreisen völlig unbekannt sind: «Tomaten gibts nur einmal in einem Menü. Wenn ich wieder etwas Rotes brauche, muss ich mir ein anderes Gemüse suchen.» Oder dass der Teller dem Gast gehöre. Oder dass saisonale Zutaten verwendet werden und aus der Region stammen sollten. Haemmerlis Beurteilungen zählen nicht zur Gesamtpunktzahl. Er erzählt seine fachliche Einschätzungen direkt in die Kamera, unhörbar für die Kandidierenden, interessant für die Zuschauer.

Gastgeber und Profiköche können insofern von der Sendung profitieren, als dort ähnliche Fehler geschehen wie in einer Profiküche. Haemmerli rät beispielsweise: «Man muss immer alle Komponenten eines Ganges aufschreiben, sonst geht etwas vergessen.» Und beim Wein zeichnet sich seit längerem ab, dass die Bevölkerung immer besser über einzelne Tropfen informiert ist: eine Herausforderung für jeden Gastgeber und Service-Mitarbeitenden. Der Spitzenkoch Erik Haemmerli ist

froh, sich bei «Swiss Dinner» zu engagieren. «Ich mache aus reiner Neugier mit», sagt er. «Für mich ist spannend, was die Kandidierenden ihren Gästen servieren.» Haemmerli nutzt seine Arbeit, um «in den Markt hineinzuhören», wie er es ausdrückt. «Schliesslich könnte

jeder der Kandidierenden ein künftiger Kunde des Bederhofs sein.» Haemmerli hat bereits neue Rezepte und Produkte entdeckt, die er vielleicht in seinem Restaurant verwenden wird. «Ich habe das Eine und Andere gesehen, das ich wahrscheinlich auf meine Winterkarte nehmen werde.»

En bref Une nouvelle émission culinaire voit le jour dans l’agglomération de Zurich. Ce qui est nouveau, c’est qu’un cuisinier professionnel évalue les menus des candidats et qu’elle offre le regard d’un professionnel sur la cuisine des ménages. Ainsi, les candidats se limitent à quelques préparations de base et il n’y aura guère de mise en place. En partie, cela s’explique par d’autres appareils de cuisine et la plus grande étroitesse des lieux.

5

Benzin-Tourismus

Der kleine Grenzverkehr Weil Benzin in der Schweiz in den letzten Jahren günstiger war als in den Nachbarländern, hat sich ein florierender Benzin-Tourismus entwickelt, der dem Bund laut eigenen Angaben allein im Jahr 2008 Mehreinnahmen durch Mineralöl- und Mehrwertsteuern von über 340 Millionen Franken eingebracht hat. Die Entwicklung folgt dabei natürlich den Preisen: Die Preisdifferenz hat von 15 bis 20 Rappen pro Liter im Jahr 2001 auf 45 bis 50 Rappen im Jahr 2008 zugenommen, der Tank-Tourismus beim Benzin entsprechend von 260 Millionen Liter im Jahr 2001 auf 386 Millionen im Jahr 2008.

Zwangsversteigerung

Speisereste und Rüstabfälle

Rauchverbot vor Gericht

Vom Nutzen der Biomasse

Klage

Ab Mitte 2011 ist wohl endgültig

Schluss: Auf Druck der EU wird die Schweiz dannzumal endgültig Abschied nehmen von der Verfütterung von Speiserseten und Rüstabfälllen aus dem Gastgewerbe (GJ 27). Zwar ist noch eine Motion des Zuger Nationalrates Marcel Scherer hängig, die das Verbot verhindern will. Doch so viel Unterstützung Scherers Anliegen auch geniesst: Auf Dauer erscheinen Biogas-Anlagen als Königsweg der Nutzung von wert-

voller Biomasse, die im Gastgewerbe sowie anderen Betrieben anfällt.

jährlich sollen Energie für rund 3000 Haushalte liefern. Das Gastgewerbe ist bislang nicht

Im thurgauischen Münchwilen steht

die schweizweit grösste BiogasAnlage vor dem Bauabschluss. Der Recycling-Unternehmer Jaques Hunziker hat rund 25 Millionen investiert, beteiligt hat sich unter anderem die Stadt Wil mit 3 Millionen Franken. Im November will die Biorender AG die Gasproduktion starten, bis 30 000 Tonnen Biomasse

begrüsst worden, wie Ruedi Bartel sagt, Gastgeber im Gasthaus Krone in Balterswil und Präsident des regionalen Gastgewerbes. In der Tat sei man «noch nicht aktiv auf das Gastgewerbe zugegangen», bestätigt Hans Breitenmoser, Leiter Markt und Kunden bei Biorender, «wir sind am Aufbauen.» Das Gastgewerbe geniesse jedoch

«hohe Priorität», betont Breitenmoser. Bis Mitte 2011 solle ein «professioneller Sammeldienst» organisiert sein, der Speisereste und Rüstabfälle abhole. Über Kosten wird dabei noch nicht gesprochen, vorerst brauche es «eine professionelle Lösung» – was im Übrigen auch für die technisch anspruchsvolle Biogas-Erzeugung gilt.

Biogas-Anlagen als Option für die Nutzung von Rüstabfällen und Speiseresten.

Die Rechnung ist fürs Gastgewerbe jedenfalls schnell gemacht: Ist der Aufwand finanziell oder logistisch zu gross, landet die Biomasse schlicht im Kehricht – und produziert beim Verbrennen wenigstens Wärme. pg

Nachdem in Deutschland Rauchverbote um sich gegriffen hatten, sanken in getränkelastigen Betrieben die Umsätze um 20 bis 30 Prozent – bis das deutsche Bundesverfassungsgericht Ausnahmeregelungen für Kleinbetriebe erlaubte und sich die Situation entspannte. In Bayern mit seinen gut 40 000

Gastwirtschaften haben die Stimmberechtigten vorletzte Woche ein scharfes Verbot angenommen, das sogar geschlossene Gesellschaften mit Rauchverboten belegt – in anderen Bundesländern sind ähnliche Volksbegehren in Arbeit. In Bayern beschreiten Gastgeber derweil den Gerichtsweg, beim Bundesverfassungsgericht ist eine Klage eingereicht. Sollte das Gericht das Verbot stützen, fürchtet der Gastgewerbeverband Dehoga ein bayerisches Restaurantsterben spätestens im Winterhalbjahr. pg

Richter entscheiden über «Ende Feuer».

Hotel-Restaurant zu haben Das Hotel Bad in Schwarzsee ist ein ländlicher Betrieb der Mittelklasse mit einer Handvoll Gästezimmern und einem umfassenden Restaurationsangebot samt Sälen und Terrasse. Das Haus am Schwarzsee in den Freiburger Voralpen läuft unter den jetzigen Pächtern zwar gut, doch die Eigentümerschaft um den Treuhänder und vielfachen Verwaltungsrat René Lauper aus St. Ursen sieht sich zum Handeln gezwungen: Das Haus wird auf Begehren des Betreibungsamtes versteigert, die Zukunft des Betriebes ist völlig offen.

Schliessung

Zu dezentral in Kleinbasel Seit Anfang Juni ist das Restaurant Union in Basel geschlossen, die Zukunft des Betriebes, der Teil eines interkulturellen Zentrums ist, erscheint ungewiss. Das Restaurant sei zu dezentral gelegen, es habe an Laufkundschaft und auch an Parkplätzen gemangelt, nannte der scheidende Gastgeber gegenüber der Regionalpresse betriebliche Nachteile. Die Christoph-Merian-Stiftung und der Verein Begegnungszentrum Kleinbasel als Träger denken nun über eine Neukonzeption nach, die auch kulturelle Nutzungen einschliesst.


Restauration

15. Juli 2010 Nr. 28

Restaurants und Hotels nehmen im Namen von DPD Pakete an und händigen Pakete aus

SZENE

Zusatzdienst am Gast

Europa

Richtlinie gegen Klonfleisch Das EU-Parlament hat sich klar gegen Klonfleisch oder Milchprodukte geklonter Tiere ausgesprochen. Nach dem Willen des Parlaments soll nun die EU-Kommission eine Richtlinie erarbeiten, die Nahrungsmittel aus geklonten Tieren oder deren Nachkommen verbietet. Bis zur Inkraftsetzung dieses Gesetzes soll ein Moratorium jeglichen Verkauf verhindern. Mit dieser Haltung vertritt das Parlament einen Grossteil der europäischen Bürger. In einer Umfrage haben sich knapp 60 Prozent gegen das Klonen von Tieren für die Lebensmittelproduktion ausgesprochen.

DPD entdeckt Gastgeber als Paketannahme- und -ausgabestellen. Daraus ergeben sich neue Service-Möglichkeiten.

Marco Moser

Der Paket-Dienstleister DPD Schweiz steht vor der Herausforderung, dass viele Paketempfänger bei der Zustellung der Pakete nicht zu Hause sind. Umso schwieriger ist es für einen Paketdienst, die Pakete dem Empfänger auszuhändigen. Deshalb arbeitet DPD seit mehreren Jahren erfolgreich mit dem Verband Schweizer Papeteristen zusammen: Pakete können in Papeterien abgeholt und aufgegeben werden.

Stäfa

Gemeindeeigentum günstig zu haben ZVG

Gleiches baut DPD derzeit zusammen

Restaurants und Hotels sind ideale DPD-Paketannahme- und -ausgabestellen.

Projektleiterin Ursi Zweifel die Vorteile für die Gastgeber. Von Beginn weg hat sie für DPD den Auf- und Ausbau des DPD-ParcelshopNetzes betreut. «Für unsere Kunden sind vor allem die ausgedehnten Öff-

Gute Geschäftsentwicklung Daniel Lohmann, Pächter des Hotel Restaurants Kronenhof in Zürich Affoltern, betreibt seit 1. April einen DPD Parcelshop. Mit den ersten Erfahrungen ist er hoch zufrieden. GastroJournal: Herr Lohmann, wie läuft Ihr DPD Parcelshop? Thomas Lohmann: Gut. Die Hinweistafeln machen aufmerksam, sie stören niemanden und die Stammgäste sagen: ‹Wieso nicht?› GJ: Haben Sie schon viele Pakete abgesendet oder empfangen? Lohmann: Im Schnitt ist es ein Paket pro Tag. Absender sind eher meine Stammgäste, mein Newsletter hat sie auf unser Angebot aufmerksam gemacht. Die Empfänger kommen aus der ganzen Stadt. Und teilweise haben sie bei mir auch anschliessend etwas konsumiert. GJ: Wie gross ist Ihr Aufwand? Lohmann: Die Kosten-NutzenRechnung ist sehr gut, es ist prak-

«Ich biete meinen Hotelgästen einen Zusatznutzen» tisch kein Zusatzaufwand. Dafür ergibt sich aus dem Parcelshop auch kein riesiger Zusatzertrag. Ich bin sehr zufrieden. GJ: Die Handhabung ist also einfach? Lohmann: Ja, die Handhabung ist tatsächlich einfach. Meine Angestellten wenden das DPD-System einwandfrei an, das Messen mit dem Messband ist sehr einfach. Auch die Verrechnung mit der Kasse ist kein Problem. GJ: Wie haben Sie sonst vom DPD Parcelshop profitiert? Lohmann: Ich wollte meinen Hotelgästen einen Zusatznutzen anbieten, dass diese ihre Pakete gleich bei mir abschicken können. Mein Ziel ist erreicht und das bei mmo sehr wenig Aufwand.

nungszeiten der Restaurants und Hotels am Abend und an den Wochenenden sehr interessant. Privatpersonen und Geschäftsleute können so ihre Pakete auch ausserhalb der Bürozeiten und an Wochenenden ganz in der Nähe aufgeben und abholen.» Einige Gastgeber haben in ihrem Be-

trieb bereits einen DPD Parcelshop eingerichtet. Einer gibt als Grund für sein Engagement den Dienstleistungsgedanken an: «Unsere Gäste fragen uns immer wieder, ob wir nicht etwas versenden könnten. Dank der Zusammenarbeit mit DPD können unsere Gäste das dann gleich hier im Hotel erledigen. Das ist ein Zusatzdienst an unserem Gast. Deshalb betreiben wir einen DPD Parcelshop.» Von der Möglichkeit, Pakete in Restaurants und Hotels aufzugeben, profitieren vor allem Privatkunden und das lokale Kleingewerbe. Dank den DPD Parcelshops bestimmen die Kunden selber, wann und wo sie ein Paket entgegennehmen oder aufgeben wollen.

En bref DPD a découvert les restaurants et les hôtels comme offices de réception et de distribution de paquets. Pour les hôtes, cela ouvre de nouvelles possibilités d’offrir des prestations de service.

Einzelheiten zu den DPD Parcelshops Der DPD Parcelshop wird von aussen gut sichtbar gekennzeichnet. Ein Platz für die Annahme und Abgabe der Pakete ist ebenso notwendig wie gesicherte Bereiche zur Aufbewahrung der Pakete. Der Paketpreis errechnet sich aufgrund der Paketdimensionen, ein spezielles Messband stellt DPD zur Verfügung (siehe Interview). Die Rechnung läuft über die Restaurant-Kasse. Der Kunde erhält eine Quittung, dass er das Paket in einem DPD Parcelshop aufgegeben hat. Sobald der DPD-Fahrer das Paket abholt, hat der Gastgeber seine Pflicht erfüllt. Bei der Paketausgabe ist einfach das Paket gegen eine Empfangsbestätigung dem Paketempfänger auszuhändigen. DPD offeriert eine Entschädigung pro Paket und bewirbt die beteiligten Restaurants auf der eigenen Homepage und weiteren Seiten im Internet, ebenso macht dies GastroSuisse. Im Vorfeld schult DPD den Gastgeber an einem halben Tag. www.dpd.ch www.dpdparcelshop.ch www.dpdgetyourparcel.ch www.gastrosuisse.ch

Mit speziellen Ausbildungslehrgängen wird die Schweizer Bierkompetenz gestärkt

Hopfen und Malz – GastroSuisse erhalts GastroSuisse und der Schweizer Brauerei-Verband bauen derzeit zusammen einen Intensiv-Ausbildungslehrgang zum «schweizerischen Bierberater» auf.

Allein in der Schweiz werden rund 1000 verschiedene Biere hergestellt.

Der Schweizer Brauerei-Verband hat gleichzeitig bekannt gegeben, dass er die Schirmherrschaft über den Diplom-Biersommelier der BrauAkademie Doemens in der Schweiz übernimmt. Die Ausbildung zum Diplom-Biersommelier dauert zwei Wochen und beinhaltet rund 100 Unterrichtseinheiten. An verschiedenen Orten und Brauereien in Österreich und Deutschland eignen sich die angehenden Biersommeliers vertieftes Wissen über Bier an: beispielsweise Geschichte, Herstel-

lung, Artenvielfalt, Sensorik oder Menübegleitung. Ziel sei, «die Vermittlung von Bierwissen, das die geprüften Sommeliers befähigt, sowohl den Kunden einer Brauerei, den Einkäufer als auch den Gast und den Gastronomen zu beraten».

Für die Ausbildung bezüglich Bier

gibt es Potenzial, das zeigt allein die Tatsache, dass in der Schweiz eine wachsende Zahl Brauereien biersteuerpflichtig sind, derzeit knapp 300 Brauereien. Vor zehn Jahren waren es noch 96. mmo

Vor Jahresfrist hatte die Gemeindeversammlung von Stäfa am Zürichsee beschlossen, das gut 13 Hektar grosse Areal rund ums Restaurant Frohberg für 3,2 Millionen Franken zu kaufen. In der Folge versuchte die Gemeinde, einen Gastgeber zu finden für das geschlossene Restaurant, das zuletzt einen Monatszins von 8000 Franken abgeworfen hatte. Der Preis war offenbar zu hoch, inzwischen ist das Restaurant für 2000 Franken monatlich zu haben.

Winterthur

Politiker gegen viele Vorschriften

Das Winterthurer Stadtparlament will beim Leitfaden zur Nutzung des öffentlichen Grunds mitreden und verlangt deshalb eine gesetzliche Grundlage. Der Stadtrat wollte anhand seines sehr detailreichen Altstadt-Leitfadens Gartenbeizen und Auslagen von Geschäften regeln. Die Parlamentarier wehrten sich allerdings gegen die vielen Vorschriften, denn der Leitfaden regelt unter anderem die Farbe der Sonnenschirme oder die Grösse der Bistrotische.

Mels

Mineralwasser verzögert sich Das Melser Mineralwasser aus dem St. Galler Oberland, ehemals Heidiwasser, lässt weiter auf sich warten. Der Betrieb sei operativ voll handlungsfähig, lässt sich der Direktor des Melser Mineralwasser in den Medien zitieren. Allerdings warten die russischen Investoren derzeit noch mit dem Markteintritt, bis Layout und Design fertig kreiert seien. Im Laufe des Sommers soll die Produktion beginnen.

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mit GastroSuisse auf: DPD Pakete werden in ausgesuchten Restaurants und Hotels angenommen und abgegeben, so genannten DPD Parcelshops. «Dank der DPD Parcelshops können Gastgeber ihren Gästen eine zusätzliche Dienstleistung anbieten. Die Restaurants und Hotels profitieren zudem von den DPD-Kommunikationsmassnahmen», erläutert

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Hotellerie

15. Juli 2010 Nr. 28

Best Practise: Hotel-Restaurant Alpenblick, Heiligenschwendi

CHECK IN

Gastgewerbliches Gen

Projekte

Vielleicht sei es «ein Gen, das ich nicht losgeworden bin», sagt lachend André Lüthi, Juniorchef im Hotel-Restaurant Alpenblick in Heiligenschwendi hoch über dem Thunersee. Lange habe er nichts vom Gastgewerbe wissen wollen, erläutert der Sohn von Silvia und Paul Lüthi, die den Alpenblick seit 1977 in dritter Generation führen. Paul Lüthi hatte bei Ernesto Schlegel im Schweizerhof in Bern die Lehre als Koch gemacht, später absolvierte er die Hotelfachschule Belvoirpark und lernte in seinen Lehr- und Wanderjahren die Ostschweizer Bauerntochter Silvia Oberholzer kennen, die am Zürichsee im Service arbeitete. «Ich hatte immer Freude am Gastgewerbe, am Umgang mit den Menschen», nennt sie einen Teil ihrer Motivation, «etwas Eigenes zu haben und zu erhalten», ist ein weiterer. «Wir haben immer wieder in-

vestiert», erläutert ihr Mann Paul, «zu vergrössern braucht man jetzt nicht mehr», meint er schmunzelnd, «nur zu verbessern». Paul, der mit einem Lehrling, einem Hilfskoch und seinem Sohn eine kreative Küche pflegt, führte nicht nur seinen Betrieb 1980 in die Gilde etablierter Schweizer Gastronomen, sondern engagierte sich ausserdem jahrzehntelang im Branchenverband, im Wirtechor Thun und in zahlreichen weiteren Ämtern.

Der Alpenblick ist breit aufgestellt

und tief im Dorf verwurzelt: In den verschiedenen Gaststuben und Sälen des Restaurants pflegen Lüthis vom einheimischen Znüni- und Feierabendgast bis zum eigens anreisenden Gourmet ein weites Feld, Catering ist eine weitere Säule. Das C2-klassifizierte und bei Budget gelistete Hotel zieht vom Wanderer bis zum Motorrad- und Velofahrer eine vielfältige Kundschaft an, rund 80 Prozent der Hotelbuchungen kommen inzwischen per Internet. Der frühe Platz im Alphabet ist für den Alpenblick von Vorteil, desgleichen die guten Qualifikationen, die das Haus von seinen Gästen immer wieder erhält. Für den Betrieb und die Gastgeber spricht nicht zuletzt, dass auch die nächste Generation das Gastgewerbe gewählt hat. Er wolle weitermachen, versichert André, «weil es ein Familienbetrieb ist, ein Lebenswerk».

En bref

«Eine Zeitlang hat es geheissen, dass

unsere Betriebsgrösse keine Chance habe», beleuchtet Paul die Position des Hotel-Restaurants mit seinen 17 zeitgemässen Zimmereinheiten und dem umfassenden Restaurationsangebot. Indes zeige es sich, «dass es eine Existenz ist», wobei diese von vielen Faktoren abhänge: Kontinuität, eine gute Küche und ein guter

Seit Monaten wartet die Öffentlichkeit vergeblich auf offizielle Informationen zur Zukunft des weitgehend brachliegenden Schlossareals in Thun. Mehrmals hat die Stadt als Eigentümerin der Immobilie Informationstermine verstreichen lassen, gesprochen wurde nur vage von Nutzungen in Hotellerie und Gastronomie. Umso mehr ist inoffiziell bekannt. So weiss man seit längerem, dass der Berner Unternehmer und Bankier Hans-Ulrich Müller hinter dem Projekt steht, das die Stadt favorisiert: Eine vielfältige Nutzung mit Wohnungen, Ateliers, Ausstellungsräumen, einer Kaderschule, einem Restaurant und einem Hostel in den Räumen des ehemaligen Gefängnisses. Offiziell ist das alles aber nicht, was vorab den Trägern des Schlossmuseums, des Kerns der Anlage, missfällt. Dieser steht zwar nicht zur Disposition, doch ist die Zukunft des öffentlichen Schlosses untrennbar mit jener des künftig privaten Areals verbunden.

Service, selbstverständlich Sauberkeit und nicht zuletzt Herzblut. «Man ist auch Seelsorger», findet Paul, «letztlich muss es einem wohl gegeben sein», schlägt er den Bogen zum gastgewerblichen Gen. Die Stunden zähle man nicht, nimmt Silvia den Faden auf, «wir sind einfach da, wenn es uns braucht»: Präsenz sei ein weiterer Erfolgsschlüssel für ihre Art von Betrieb, ist das Ehepaar überzeugt, daran scheiterten viele, die sich im Gastgewerbe mit der Idee versuchten, da sei einfach Geld zu verdienen. Sie jedenfalls seien zufrieden, meint Silvia, es sei ein gutes Gefühl, seine Sache recht zu machen und ein Haus in gutem Zustand zu halten.

Heiligenschwendi est situé pas loin de Thoune au-dessus du lac de Thoune. Depuis 1914, on y trouve l’hôtel-restaurant Alpenblick et sa vue superbe. Il est dirigé en troisième génération par Silvia et Paul Lüthi. La prochaine génération est déjà prête dans cet établissement classé C2 qui appartient à la Guilde des Restaurateurs-cuisiniers.

Hotel Waldstätterhof Luzern P. GRUNDER

Grandios gelegen, grandios abgelegen, gut aufgestellt: Besuch bei Familie Lüthi im Alpenblick in Heiligenschwendi. Peter Grunder

Knatsch auf Schloss Thun

Erhalten und weitergeben: Paul und Silvia Lüthi mit Sohn und Juniorchef André.

Eckdaten im Vergleich Seit 1977 führen Silvia und Paul Lüthi den Betrieb mit drei Gaststuben (ca. 110 Plätze) sowie Terrasse und Garten (ca. 70 Plätze). Sohn André, gelernter Koch, arbeitet in der Küche und im Service mit, Tochter Stefanie absolviert die Hotelfachschule Thun. In der Küche stehen überdies ein Lehrling und ein Hilfskoch, im Service sind neben Silvia eine Festangestellte sowie einige Aushilfen tätig, auf der Etage (17 Zimmer) arbeiten eine Festangestellte und eine Aushilfe.

Laut Branchenspiegel werden gut 38% der Schweizer Restaurants von den Eigentümern geführt, weniger als 8% der Gastgeber führen ihren Betrieb seit mindestens 30 Jahren. Etwa jedes vierte Restaurant hat über 100 Sitzplätze, fast drei Viertel aller Hotels haben höchstens 50 Betten. Gegen drei Viertel der gastgewerblichen Betriebe sind Mikrounternehmen mit höchstens 9 Beschäftigten.

Alpenblick Schweizer Schnitt

Sitzplätze

Hotelbetten 0

10

20

30

40

50

Interlaken Ost: Raiffeisen und Jugendherbergen investieren

Jugendherberge statt Ibis-Hotel Als Interlaken sich für eine jüngst abgeschlossene Kongresserweiterung entschied, wusste man um den Mangel an Betten: Die neue Kongresskapazität ist mit dem bestehenden Angebot kaum auszulasten.

bahnhof weit gediehene Pläne, ein Ibis aufzustellen. Es mangle am Geld, räumte Georges Schneider von Accor gegenüber GastroJournal ein. Zwei guten Interlakner Standorten

drohte also das Aus, doch am Ost-

bahnhof wurden von unerwarteter Seite Nägel mit Köpfen gemacht: Unlängst ist das Baugesuch für eine Jugendherberge der modernen Art publiziert worden, und anders als im Falle Ibis ist an einer Realisierung kaum zu zweifeln.

«Der Standort ist perfekt für uns», sagt Tobias Thut, Kommunikationschef der Schweizer Jugendherbergen, bis 2010 wolle man zusammen mit Raiffeisen, die am Standort eine Bank plant, die Liegenschaft realisieren.

Umso mehr versprach man sich von

zwei neuen Standorten: zum einen gleich neben dem Kongresszentrum auf dem gemeindeeigenen DesAlpes-Areal, zum anderen beim Verkehrsknotenpunkt Interlaken Ost. Hier wie dort wurde geplant, hier wie dort waren von Accor über Rezidor bis zu Steigenberger verschiedene Unternehmen im Spiel. Während am Höheweg Steigenber-

ger aus dem Rennen schied und zurzeit alle Hoffnungen auf dem Einheimischen Rezidor-Chef Kurt Ritter ruhen, zerschlugen sich am Ost-

Am linken Bildrand soll bis 2012 eine Jugendherberge mit 200 Betten entstehen.

Nach dem Davoser Muster des Youthpalace soll in Interlaken ein Haus mit 200 Betten entstehen, davon viele in 2er- und 4er-Zimmern mit Nasszellen. Dass die Jugendherbergen im Gegensatz zu Hotelkonzernen die Investition stemmen können, führt Thut dabei insbesondere auf den Umstand zurück, dass man als gemeinnützige Organisation nicht Aktionäre befriedigen müsse und darum betriebswirtschaftlich besser fahre. Dahingestellt bleibt indessen, ob das neue Bettenangebot die Lücke im Kongressbereich füllt. pg

Umbau für 4,5 Millionen Franken Das Hotel Waldstätterhof in Luzern ist während 13 Monaten für 4,5 Millionen Franken umgebaut worden. Im Totalumbau wurde eine direkte Verbindung zu zwei anliegenden Häusern geschaffen. Auf sechs Etagen entstanden 22 zusätzliche Zimmer im oberen Mittelsegment und im Erdgeschoss wurde ein zusätzlicher 50 m2 grosser Seminarund Bankettraum für 30 Personen geschaffen. Wie Direktor Patric Graber mitteilt, wurde im Juni bereits eine Auslastung von 90 Prozent erzielt.

Kongressgeschäft

Streit auch in Davos Davos gehört wie Interlaken oder Thun zu den Stationen, die massiv in die Kongressinfrastruktur investieren. Während Thun und Interlaken mit ihren Kongresserweiterungen praktisch fertig sind und sich in Sachen Swiss Economic Forum bereits kannibalisieren, schwelt auch in der Landschaft Davos Streit. Dort fliessen rund 40 Millionen weitgehend öffentliche Gelder in eine Kongresserweiterung, die namentlich das World Economic Forum erhalten soll. Noch bevor das erweiterte Zentrum im November eröffnet wird, wächst Kritik am Kongressmanagement – die Davos DestinationsOrganisation arbeite unprofessionell. Der angeschossene CEO Reto Branschi wehrt sich unter anderem mit dem Verweis, man habe eine zweite Vollzeitstelle im Kongressverkauf geschaffen. Indes fehlen, wie in Interlaken (siehe links), fürs ganze Davoser Kongressangebot ohnehin hochklassige Hotelbetten: GrossProjekte von InterConti und Hilton stehen bislang nur auf Plänen.


Tourismus

15. Juli 2010 Nr. 28

Welt-Tourismus-Organisation sieht weltweite Erholung des Tourismus

CHECK IN

Das Barometer steigt

Schifffahrt

Fürs Jahr 2005 summierte die WeltTourismus-Organisation UNWTO internationale Tourismuseinnahmen von 679 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr später stand der Betrag, den Gäste in einem fremden Land ausgegeben hatten, bereits bei 744 Milliarden, 2007 erreichte man 857 Milliarden, im Jahr 2008 dann 942 Milliarden Dollar Einnahmen aus grenzüberschreitendem Tourismus. Der vielgestaltige Wirtschaftszweig wurde weltweit als boomende Branche gerühmt, und es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Grenze von 1 Billion US-Dollar erreicht würde – 2009 sollte es so weit sein. Daraus wurde nichts: Wie das eben erschienene Welt-TourismusBarometer der UNWTO ausweist, sind die Einnahmen 2009 um gut 10 Prozent auf 852 Milliarden Dollar zurückgegangen. Der Blick auf die wichtigsten Tourismusländer zeigt jedoch ein äusserst vielfältiges Bild. Das ist zum einen dem Umstand geschuldet, dass die UNWTO in USDollar bilanziert, was angesichts der Währungsturbulenzen der letzten Monate enorme Verwerfungen zur

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Folge hatte. So mussten einige Länder in Dollar zwar Mindereinnahmen hinnehmen, in ihren dahinschmelzenden lokalen Währungen resultierten 2009 gegenüber 2008 aber dennoch Zuwächse: Schweden (+12,5%), Ungarn (+11,5%) und die Ukraine (+17,2%). Zum anderen entwickelten sich die Einnahmen auch geografisch sehr unterschiedlich. Destinationen wie Australien (+11,2%), Hongkong (+7,1%) oder Malaysia (+9,1%) legten in jeder Hinsicht zu – und gegen den allgemeinen Trend. Sie bilden Ausnahmen von der negativen Regel. Die Schweiz steht mit einem Minus

von 2,8 Prozent vergleichweise gut da: Die USA und Kroatien (–14,6%), Belgien (–11,8%), Griechenland (–10,6%) oder Spanien (–9%) mussten weit grössere Einnahmerückgänge hinnehmen, auch Deutschland (–8,5%), Frankreich (–7,9%), Italien (–7,2%) und Österreich (–5,2%) litten. Die Einbrüche fallen im Euro-Raum umso mehr ins Gewicht, als der weiche Euro die Zahlen im Gegensatz zum harten Franken gut aussehen lässt. Bei den Einnahmen zeichnet das

UNWTO-Barometer bis 2009 zwar insgesamt ein unerfreuliches Bild. Aber einerseits erholen sich inter-

Neues Schiff für den Bielersee Der Solothurner Kantonsrat hat einen 2-MillionenKredit für die Bielersee Schifffahrt BSG gesprochen. Zusammen mit dem 6-Millionen-Kredit des Kantons Bern kann die BSG ein neues Schiff kaufen, das im Frühling 2012 eingeweiht wird, rechtzeitig zum 125-Jahr-Jubiläum. Das Schiff soll 300 Personen fassen, davon 180 im Innenbereich, der für gastronomische Leistungen genutzt werden kann.

nationale Frequenzen und Einnahmen seit dem letzten Quartal 2009 wieder. Andererseits und nicht zuletzt zeigen auch die Hotelpreise und die Zimmererträge nach Tauchern wieder steigende Tendenz: Obschon die UNWTO nur Werte für Grossregionen publiziert und damit bei Destinationen und Hotelkategorien grosse Unterschiede verwischt, machen die Hotelzahlen Hoffnung. Bei den Zimmerpreisen und bei der Moyenne (Beherbergungsertrag pro Zimmernacht) hat in den letzten Monaten nur der überaus teure Mittlere Osten je rund 10 Prozent eingebüsst, während Nordamerika stagnierte. Alle anderen Regionen haben im ersten Semester 2010 zugelegt: am meisten Asien und Ozeanien mit einer Moyenne von 83 Dollar (+24%) und einem Zimmerpreis von 130 Dollar (+11,5%), erfreulich aber auch Europa mit einer Moyenne von 72 Dollar (+8,9%) und einem Zimmerpreis von 127 Dollar (+4,5%).

Kalte Betten

Hohe Auslastung der Zweitwohnungen

www.unwto.org

En bref Les généralisations sont toujours délicates, mais globalement, on peut dire que le tourisme est en reprise dans le monde entier: que ce soient les fréquences, les recettes ou les rendements de l’hôtellerie.

P. GRUNDER

Das aktuelle Welt-Tourismus-Barometer deutet auf Besserung hin.

Peter Grunder

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Gern unterwegs und ausgabefreudig.

In La Punt im Oberengadin haben Zweitwohnungsbesitzer abgeklärt, wie hoch die Auslastung ihrer Domizile ist. Dabei resultierte zwischen Weihnachten 2009 und Ostern 2010 eine Auslastung von 55 Prozent, vergleichbar mit derjenigen der Hotellerie. Die Umfrage war kaum manipulativer als andere, die Zahlen decken sich mit Erhebungen des Wirtschaftsforums Graubünden. Indes entschärft die gute Belegung keineswegs die Grundproblematik: Die Gemeinden können negative Zweitwohnungseffekte den Verursachern nur ungenügend überwälzen.


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GastroSuisse

14 mai 2010 No 19

La formation G2+ de chef d’établissement est sanctionnée par un brevet fédéral

Un plus pour les restaurateurs est également nouveau. «Les étudiants doivent mettre en pratique dans l’établissement ce qu’ils ont appris et le fixer par écrit dans le dossier de réflexion sur l’apprentissage», poursuit le chef de la formation continue et de la formation en entreprise.

Le G2+, le séminaire de chef d’établissement de l’hôtellerie-restauration, offre depuis peu des avantages déterminants. Daniela Oegerli Müller

Le plus grand atout du G2+ est très

certainement le brevet fédéral de spécialiste obtenu à la fin du cours. «De plus, nous avons intégré dans la formation continue quelques contenus supplémentaires d’enseignement», déclare Thomas Fahrni. C’est par exemple la créativité et l’innovation ou le rapport entre le travail et les loisirs qui, au titre de Work-Life-Balance, sont intégrés dans les contenus d’enseignement. La mise en forme de l’espace, la gestion du personnel et la communication interculturelle sont également nouvelles. Avec le grand nombre de collaborateurs de l’hôtellerie-restauration issus de cultures très diverses, ce contenu de l’enseignement prend tout son sens. Le G2+

est par ailleurs une formation en cours d’emploi conçue de manière modulaire. Plus explicitement, le nombre des modules est de six: personnalité, finances, marketing, organisation de l’établissement, direction et administration ainsi que droit. Chaque module se termine par un examen du module. Il a lieu deux fois par an. En plus de ces six modules, les personnes en formation doivent sélectionner un module obligatoire à choix. Ce sont la restauration systématique, l’hébergement et la restauration. «Grâce à ce choix entre les modules obligatoires, on tient beaucoup mieux compte des besoins des diverses formes de la restauration», affirme Thomas Fahrni.

Jusqu’au 31 décembre 2012, les anciens étudiants du G2 qui ont obtenu leur diplôme après le 1er janvier 2004, sont dispensés de tous les examens écrits. Ils ont la possibilité d’obtenir ultérieurement le brevet fédéral de spécialiste. Les premiers examens viennent d’avoir lieu. Les collaborateurs qui sont soumis à la CCNT peuvent profiter d’un financement de la formation. Lorsqu’ils s’inscrivent à l’examen, 3000 francs leurs seront en effet rétrocédés. Les dates des prochains séminaires figurent sur la page consacrée au perfectionnement dans GastroJournal.

Ceux qui ont réussi les examens des

Informations supplémentaires:

modules et rempli les conditions d’admission peuvent se présenter à l’examen professionnel. Les étudiants doivent établir un dossier de réflexion sur l’apprentissage, ce qui

GastroSuisse formation professionnelle

SWISS-IMAGE

«Durant l’année écoulée, nous avons complètement révisé le séminaire de chef d’établissement de l’hôtellerie-restauration», rapporte Thomas Fahrni, chef de la formation continue et de la formation en entreprise de GastroSuisse.

Téléphone 0848 377 111 Téléfax 0848 377 112 Courriel info@gastrosuisse.ch

La formation G2+ tient compte des besoins des chefs d’établissement.

www.gastrosuisse.ch

Les experts indemnités journalières de SWICA

Moins d’absences pour une productivité plus élevée De nombreux établissements de

l’hôtellerie et de la restauration n’ont pas touché de prestations de l’assurance d’indemnités journalières en cas de maladie en 2009. Ils en ont récemment été félicités: ils contribuent ainsi au maintien de la stabilité des primes de l’assurance de GastroSuisse. Les experts indemnités journalières de SWICA aident les entreprises à maîtriser leurs absences. SWICA a récemment pu féliciter près

de 4200 établissements de l’hôtellerie et de la restauration pour avoir traversé l’année 2009 en bonne santé, sans percevoir de prestations de l’assurance d’indemnités journalières en cas de maladie. Ce faisant, ces entreprises ont contribué de façon substantielle à l’effort de solidarité et ont donc eu un effet favorable

sur le niveau des primes d’assurance de la fédération, ce qui est exemplaire. En témoignage de leur reconnaissance, SWICA et GastroSuisse ont organisé une tombola dotée de 500 sacs isothermes. Plus de 1600 cartes de participation au concours ont été renvoyées. Des absences coûteuses: dans les

établissements de l’hôtellerie et de la restauration, chaque poste de travail compte. La situation peut s’avérer très difficile lorsqu’un employé vient soudainement à manquer. De plus, les absences coûtent cher: le coût effectif en cas d’absence d’un employé ne se limite pas uniquement à la perte de salaire. Le propriétaire de l’établissement doit en effet prendre un remplaçant et l’initier au travail, ce qui coûte du temps et de l’argent.

Qui plus est, la qualité du service peut éventuellement s’en trouver affectée. Des conseils compétents: SWICA

apporte son soutien aux exploitants d’établissement afin de réduire les absences professionnelles. Si un employé est régulièrement absent de son poste de travail ou se trouve longtemps en arrêt maladie, l’entreprise peut le signaler à SWICA. Les «care managers» de SWICA conseillent l’employé concerné dans le

choix des étapes du traitement médical et examinent avec le propriétaire de l’établissement les possibilités de réinsertion professionnelle. Ceci permet de créer une situation gagnant-gagnant qui profite aussi bien à l’employé qu’à l’employeur. Effet sur le niveau des primes: outre

la diminution du dommage de l’entreprise, la réduction des absences peut également permettre d’alléger l’assurance de GastroSuisse. Il faut

en effet savoir que le montant des prestations d’assurance versées a un effet direct sur le niveau des primes. Une diminution durable de l’ensemble des prestations a ainsi un impact positif pour tous. Il est donc dans l’intérêt de chaque établissement de l’hôtellerie et de la restauration d’avoir à déclarer aussi peu d’absences que possible. Pour toute question de santé, veuillez s.v.p. appeler sante24 au 044 404 86 86

Esperti SWICA per le assicurazioni d’indennità

Poche assenze al lavoro Nel 2009, molti ristoranti e aziende

non hanno percepito prestazioni dall’assicurazione d’indennità giornaliera di malattia. Per questo ci siamo congratulati con loro recentemente. Ciò contribuisce a mantenere stabili i premi dell’assicurazione federativa. Gli esperti SWICA per le assicurazioni d’indennità giornaliera sostengono le aziende Gastro nel tenere sotto controllo le assenze. In questi giorni, SWICA ha potuto complimentarsi con 4200 aziende Gastro per aver trascorso un anno 2009 in salute, senza percepire prestazioni dall’assicurazione d’indennità giornaliera di malattia. Queste aziende hanno fornito un importante contributo di solidarietà, influenzando positivamente il livello

dei premi dell’assicurazione associativa – una prestazione esemplare. Quale piccolo ringraziamento, SWICA e GastroSuisse hanno messo in palio 500 borse termiche. Più di 1600 cartoline di partecipazione sono state inviate per l’estrazione. Assenze costose: nelle aziende della

gastronomia ogni singolo collaboratore è indispensabile. Per questo può essere disastroso quando un collaboratore manca improvvisamente. Le assenze sono costose: i costi effettivi non si limitano alla perdita di salario. Il titolare dell’azienda deve inserire una capacità di lavoro sostitutiva e ciò costa tempo e denaro. In determinate circostanze, l’imprenditore registra anche un calo nella qualità del servizio.

Consulenza competente: SWICA sostiene i titolari delle aziende nella riduzione delle assenze. Se un collaboratore manca ripetutamente dal posto di lavoro oppure se è annunciata una lunga assenza a causa di una malattia, l’azienda può comunicarlo a SWICA. I «care manager» SWICA consigliano il collaboratore interessato nella scelta dei trattamenti medici da seguire e chiarisce

con il datore di lavoro la possibilità di un reinserimento professionale. Con questo viene a crearsi una situazione vantaggiosa per entrambe le parti e ne approfittano sia il collaboratore sia il datore di lavoro. Influsso sul livello dei premi: oltre a

minimizzare il danno individuale per l’azienda, una riduzione delle assenze può sgravare anche l’assi-

curazione associativa. Questo perché l’ammontare delle prestazioni pagate ha un influsso diretto sul livello dei premi. Un abbassamento persistente delle prestazioni totali ha dunque un effetto positivo per tutti. Perciò, è nell’interesse di ogni singolo gastronomo annunciare, per quanto possibile, meno assenze. Per ogni domanda sulla salute, chiamate sante24 al numero 044 404 86 86


Pages en français

15 juillet 2010 No 28

Interview de Daniel Egloff, directeur de Bâle Tourisme

Un plaidoyer touristique Daniel Egloff dirige Bâle Tourisme depuis neuf ans. Avec un certain succès. Il est ainsi bien placé pour nous faire part de ses considérations sur l’évolution du tourisme dans notre pays.

sur les marchés émergents où nous avons besoin d’être soutenus.

GastroJournal: A la Journée des vacances, on a eu l’impression que le budget de Suisse Tourisme était sérieusement menacé. En est-il ainsi? Daniel Egloff: Je ne peux l’évaluer que difficilement. Il doit être possible de vendre la contribution de la Confédération comme investissement dans un tourisme fort et pas comme une dépense de subvention. Car le tourisme génère passablement de valeur ajouté et de recettes fiscales. On devrait donc aussi investir maintenant lorsque les temps sont plus difficiles.

GJ: ST n’engage cependant pas seulement de l’argent de nos impôts mais également des moyens privés. D. E.: Oui et, apparemment, on devra recourir toujours plus à des moyens privés. Avec la bénédiction du comité et en particulier avec la bénédiction d’hotelleriesuisse, ST s’adresse directement à des hôtels pour générer de l’argent pour des campagnes de marketing.

Matthias Nold

GJ: Cette solution peut s’avérer judicieuse juste pour les «grands» offices du tourisme. Mais qu’en estil des «petits»? D. E.: Ils doivent se regrouper. A St-Gall, par exemple, cela se fait au sein d’Ostschweiz Tourismus.

Gros Plan

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Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE

GJ: Malgré tout, 5 millions devraient parvenir de Suisse Tourisme (ST) à Innotour. Le danger d’autres coupes budgétaires ne doit-il pas être pris réellement au sérieux? D. E.: Bien sûr qu’il faut le prendre au sérieux. Ces 5 millions représenteraient une réduction du budget de 10%, c’est beaucoup. Il s’y ajoute encore l’inflation en Chine et en Inde où ST engage beaucoup de moyens. Dans ces pays, l’inflation est beaucoup plus élevée qu’en Suisse et il

«Le danger menace, surtout au Conseil national» faudrait aussi le compenser. Le danger menace, surtout au Conseil national, car les représentants des villes sont majoritaires. De 2003 à 2008, les villes et leurs offices du tourisme avaient beaucoup profité de ST, notamment en raison des activités mises en place autour de l’Euro 2008. Depuis lors, les montagnes règnent de nouveau en tant que sujet pour ainsi dire unique dans la communication de ST. GJ: Pour en revenir au budget, a-ton besoin d’un accord clair sur les prestations de ST? D. E.: De la part de ST, il serait tactiquement intelligent d’offrir, avec les représentants des villes au Conseil national, une promesse sous forme d’un accord sur les prestations. Par exemple que ST s’engage à utiliser au moins 30% de ses moyens en faveur des villes. GJ: Si je vous ai bien compris, ST n’aide les villes que lorsqu’il s’agit de son propre argent? D. E.: Il semble que cela soit le cas à chaque fois qu’il s’agit de moyens de la Confédération. Puis d’autres causes sont de nouveau importantes pour quatre ans. Un accord préalable serait sensé car plus on avance, plus les villes se cherchent d’autres partenaires pour des coopérations. GJ: La Fédération suisse du tourisme (FST) devrait être élaguée. La répartition des rôles entre ST et FST est-elle correcte? D. E.: En principe, ST est l’organisation de marketing de la Confédé-

M. NOLD

Nendaz Tourisme

Daniel Egloff porte un regard pour le moins critique sur le tourisme suisse.

ration et ne devrait pas faire du lobbying auprès de son employeur. Une telle tâche devrait être assumée par une «fédération de lobbying» telle que la FST. GJ: La FST me paraît cependant presque manquer de souffle pour assumer réellement une telle tâche? D. E.: La FST est une fédération qui ne montre pas ses dents et qui travaille en ordre dispersé en ce qui concerne le lobbying. Toutefois, elle s’est créé de précieuses niches avec le Label de qualité et la Suisse à vélo. La FST est en outre une plateforme d’échanges importante. GJ: Honnêtement, avons-nous vraiment besoin d’une FST? D. E.: Oui. Telle que je la vois, la FST devrait s’occuper de sujets qui n’ont pas leur propre avocat. Comme je l’ai dis, je pense au Label de qualité ou à la Suisse à vélo mais aussi à la signalisation touristique

«La FST travaille en ordre dispersé en ce qui concerne le lobbying» sur les autoroutes. Au lieu d’adopter une solution nationale, chaque canton bricole dans son coin. La formation professionnelle est aussi un de ces sujets. Dans certains domaines, la FST s’occupait autrefois et s’occupe encore de tels sujets. GJ: Et quel est le rôle de ST dans le tourisme suisse? D. E.: En 2001, lorsque je suis passé de Sils à Bâle, la Conférence des directeurs régionaux, les onze représentants des régions de Suisse et ST ont approuvé un modèle commun, sous forme d’une charte. Ce modèle part de l’idée que les destinations connaissent un degré de notoriété suffisant en Suisse. Pour cette raison, elles peuvent aussi promou-

voir le tourisme en Suisse sans l’aide de ST. Cela vaut en partie également sur les marchés de proximité. En

«Ce serait plus efficace si ST ne s’engageait pas sur le marché suisse » tant que destinations, nous avons en revanche besoin de l’aide de ST sur les marchés plus éloignés. ST peut compter sur des douzaines de représentations à l’étranger qui disposent sur place de très bons contacts avec les tour-opérateurs et qui font vraiment bien leur travail. Pour nous, ST est un partenaire précieux, spécialement sur les marchés éloignés. GJ: ST effectue pourtant également de la publicité en Suisse et pas à une petite échelle, non? D. E.: Une tendance qui va dans ce sens s’est malheureusement développée ces dernières années. ST est en effet toujours plus présent en Suisse. Je crains qu’il s’agisse de démontrer aux politiques, au Parlement et à la presse à quel point son engagement en faveur de la promotion touristique est actif. Le travail sur les marchés éloignés n’est pas bien perçu en Suisse. Une autre raison de cette concentration sur la Suisse réside sans doute dans le fait qu’il est plus simple de démontrer des résultats sous forme de réservations: plus de 45% de toutes les réservations chez STC, le bureau des réservations de ST, proviennent de Suisses. La question reste de savoir si les Suisses auraient de toute façon réservé des vacances en Suisse, même sans la publicité de ST. GJ: Quelle serait la solution? D. E.: Ce serait plus efficace si ST ne s’engageait pas sur le marché suisse car l’argent qui y est utilisé vient à manquer sur les marchés éloignés et

GJ: En d’autres termes, ST commence à concurrencer directement les autres organisations? D. E.: Le tourisme est une chaîne: tout en haut on trouve ST, puis les régions et les destinations. On trouve ensuite les stations et les localités et, en tant qu’entités plus petites, les hôtels. ST brise cette chaîne et s’adresse directement aux hôtels en créant, par exemple d’un commun accord avec hotelleriesuisse, des coopérations avec des hôtels. A la limite, des destinations, telles qu’Engadine Tourisme ou Bâle Tourisme sont perdantes car elles paient directement à ST. Cela est peut-être payant pour ST à court terme mais, de notre côté, nous pourrions générer sensiblement moins d’argent parce que nous perdrions des membres. Et quand je dis nous, je ne pense pas seulement à Bâle Tourisme mais également aux autres offices du tourisme cantonaux et régionaux. GJ: On se réserve en fait la cerise sur le gâteau car seuls les «bons» établissements sont abordés, non? D. E.: Oui. En fait, ce n’est pas seulement dans l’intérêt de ST mais aussi et surtout dans celui d’hotelleriesuisse, le moteur de cette action. GJ: Peut-être que ST entend simplement centraliser et agir dans l’intérêt de toute la Suisse? D. E.: C’est possible, mais il faut alors jouer cartes sur table. Si c’était

«ST brise la chaîne touristique et s’adresse directement aux hôtels» réellement le cas, on appliquerait actuellement la tactique du salami, ce qui ne serait pas juste à mes yeux. Tout d’un coup, nous lutterions en effet avec ST pour l’obtention de moyens de marketing auprès de mêmes établissements. Nous ne serions alors plus que des bureaux de renseignement et tout le marketing serait organisé pour toutes les destinations depuis Zurich par des «product managers». Ceux qui travaillent séparément avec des hôtels devraient logiquement prêter eux aussi main forte à une solution aussi radicale.

Auf Deutsch Seite 2

Une animation estivale de taille

La 9e édition du Festival international de cor des Alpes, qui se tiendra dans la station valaisanne de Nendaz du 23 au 25 juillet, pourra compter cette année sur la présence d’Eliana Bürki (photo), «qui est une véritable star en suisse alémanique», a annoncé mardi Nendaz Tourisme. Eliana Bürki s’est fait un nom en apportant une touche «funky» au cor des Alpes. Elle avait notamment animé le Switzerland Travel Mart de Lausanne en 2005. On relèvera encore que le Festival international de Nendaz constitue l’un des plus grands rassemblements de cors des Alpes de Suisse. Il s’agit d’une animation estivale qui avait attiré plus de 12 000 personnes en 2009.

Lucerne

Le KKL de Jean Nouvel a 10 ans

Dix ans! Cela fait déjà dix ans que le KKL, le Centre de culture et de congrès de Lucerne, a été inauguré. Le 10e anniversaire de cette nouvelle icône touristique de Suisse centrale a été fêté en grande pompe le week-end dernier en présence notamment de Jean Nouvel, l’architecte français du KKL et du Monolithe de Morat pendant l’Expo.02. Sur le plan touristique, on rappellera que le KKL génère des retombées annuelles estimées à 57 millions de francs. Sa construction avait coûté 227 millions de francs, soit 10% de plus que prévu. PUBLICITE


Actualité

15 juillet 2010 No 28

La baisse de l’euro et le principe du Cassis de Dijon auraient dû favoriser les achats

HEBDOMADAIRE

Les prix n’ont pas baissé

Val d’Hérens

L’euro est faible. Au début de l’année, il ne coûtait que 1,5 franc. Aujourd’hui, on peut l’obtenir pour un peu plus de 1,3 franc, ce qui correspond à une perte de 13% de sa valeur. C’est de ce taux que la Suisse, pays de vacances, se renchérit pour les touristes étrangers. Par contre, il est réjouissant que le pouvoir d’achat des Suisses augmente, et ce, non seulement hors des frontières nationales. Coop et Spar ont annoncé des prix

de vente en baisse, suscitant des échos favorables dans la presse. «On en parle beaucoup dans le commerce de détail. Mais en regardant de plus près, il ne reste pas grand chose de ces déclarations tonitruantes.» C’est ainsi que Frank Furrer, chef marketing & category management chez Prodega, explique les mécanismes du marché. Car le cours bas de l’euro n’a d’effet que sur les produits de l’espace européen: «Nous avons déjà réduit les prix des fromages mous de France, des pâtes d’Italie ou du vin de l’UE», assure Frank Furrer. Howeg a également fait bénéficier à ses clients des avantages obtenus à l’achat de vins. «Nous abaissons en permanence les prix de vente là, où nous pouvons le faire», affirme René Kalt, chef du marketing clients chez Howeg. Mais les contrats de longue durée empêchent les baisses de prix désirées. Du côté de TopCC, on prétend que «sur la base de la baisse de l’euro, TopCC a introduit des baisses de prix dans les domaines des denrées alimentaires, des produits cosmétiques, détergents et de nettoyage. Ce sont surtout des produits que nous importons directement de l’espace de l’UE qui sont touchés.»

principe du Cassis de Dijon est en vigueur depuis le 1er juillet de cette année. Ainsi, des produits qui avaient été spécialement fabriqués jusqu’alors pour le marché suisse, ont dû être réemballés ou dotés d’une nouvelle étiquette. Aujourd’hui, leur importation en Suisse est facilitée. C’est le principe qui le veut. Sur la base des réglementations pour 60 groupes de produits, le principe du Cassis de Dijon s’estompe presque. «Je suis déçu. Pendant dix ans, nous avons discuté de son introduction et je vois aujourd’hui que nous n’en profitons que très peu», précise, consterné, Frank Furrer de Prodega. S’y ajoute que les fournisseurs ne prêtent guère leur oreille aux baisses des prix, que ce soit à cause du cours de l’euro ou du principe du Cassis de Dijon. TopCC a également fait une expérience identique: «De la part des fournisseurs, la revendication des prix plus avantageux sur la base de la chute de l’euro n’a été satisfaite qu’à quelques très rares exeptions.»

1,5

L’introduction du principe du Cassis de Dijon ne peut donc pas satisfaire les attentes placées dans les baisses des prix. Les autorités estimaient que le potentiel d’économies touchait au départ quelque 100% des groupes de produits concernés, au total 2 à 3 milliards d’économies par an pour l’ensemble de la Suisse. Que les hausses des prix ne soient pas plus fortement ressenties est la seule consolation. La longue période des pluies de début mai 2010 a conduit à des pertes de récoltes et fait fortement monter les prix, par exemple du café et du cacao. Et le Secrétariat à l’économie étudiera, durant la décennie à venir, quelque 150 cas afin de savoir à quel point le principe du Cassis de Dijon pourra réellement abaisser le niveau des prix en Suisse.

1,2

Evolution du taux de change de l‘euro en 2010

1,4

1,3

6e Switzerland Meeting Trophy

L’accent a été mis sur l’environnement

1,1

1,0 1er février 1er mars

1er avril

1er mai

1er juin

1er juillet

Auf Deutsch Par rapport au franc suisse, l’euro a perdu 13% de sa valeur depuis le début de l’année.

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Développer l’offre œno-touristique

SWISS-IMAGE

la Loire en France, du Tokaj en Hongrie, ainsi que des Cinque Terre et de Montalcino en Italie.

Le vignoble de Lavaux, ici du côté de St-Saphorin, est l’un des dix vignobles européens inscrits au patrimoine mondial de l’Unesco.

inscrit en 2007 au patrimoine mondial de l’Unesco. Et cela pas seulement sur le plan national. Après la nomination l’année passée par la Commission intercommunale de Lavaux (CIL) d’Emmanuel Estoppey,

Les communes du Val d’Hérens, dans le canton du Valais, ont décidé d’adopter une nouvelle stratégie touristique. Celle-ci s’est notamment concrétisée par l’engagement au 1er août d’un délégué touristique en la personne de Pascal Charlet et par la création de nouveaux produits. Parmi ces derniers, on relèvera une offre qui propose de découvrir le Val d’Hérens en une journée en bus à travers les points forts suivants: l’église d’Hérémence, le barrage de la Grande Dixence, le patrimoine bâti du village d’Evolène (photo) et une randonnée sur le bisse de Tsa Creta. www.valdherens.ch

En plus du bas cours de l’euro, le

Les participants du projet Vitour, qui réunit les sites inscrits à l’Unesco, ont siégé à Lavaux

Ça bouge du côté du site de Lavaux

Une nouvelle stratégie touristique

un ancien de Villars Tourisme, en tant que gestionnaire du site, Lavaux participe en effet activement au niveau international au projet Vitour. Celui-ci regroupe dix vignobles inscrits au patrimoine mondial de l’Unesco dont ceux de la vallée de

Le projet Vitour entend créer, avec l’appui de l’Union européenne et le financement Interreg, de nouvelles références de développement durable et de renouvellement de l’offre touristique. Il s’articule notamment autour de rencontres internationales organisées sur les lieux-mêmes des paysages viticoles protégés par l’Unesco. Après les Cinque Terre en début d’année, les responsables des sites ont visité du 27 au 30 avril les vignobles de l’île de Pico, dans la région autonome portugaise des Açores, puis, du 8 au 11 juin, ceux de Krems en Autriche. La semaine passée, du 7 au 11 juillet, c’était au tour de Lavaux de les accueillir. «Ces rencontres internationales permettront de créer d’ici trois ans

un guide européen sur la préservation et la mise en valeur des paysages culturels viticoles européens. Ce guide sera assorti d’une collection d’études de cas», a expliqué Emmanuel Estoppey. La présentation à la presse de cette rencontre internationale a eu lieu vendredi passé à Chexbres, dans le domaine de Bernard Bovy, entre deux groupes de touristes japonais qui mitraillaient avec enthousiasme un panorama que certains n’hésitent pas à qualifier «de plus beau du monde». «Depuis que Lavaux est inscrit à l’Unesco nous recevons dans notre domaine quelque 3000 Japonais par année. Le voyagiste Kuoni nous a en effet intégré dans son programme de visite», conclut Bernard Bovy (photo). lm

SOURCE: WEB / GRAPHIQUE: O. KREJCI

Certes, le faible cours de l’euro entrave le tourisme en Suisse mais, d’un autre côté, le franc fort augmente le pouvoir d’achat.

Marco Moser

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L’équipe des pays nordiques a remporté le Switzerland Meeting Trophy organisé le week-end dernier par Suisse Tourisme. Cette manifestation, qui a réuni 83 organisateurs de congrès européens et américains, permet de présenter la Suisse en tant que destination idéale pour le tourisme d’affaires. L’accent a une nouvelle fois été mis sur l’importance accordée en Suisse à la protection de l’environnement. Les transports publics ont ainsi été privilégiés durant le «Meeting Trophy». Les participants se sont notamment déplacés à bord du train spécial «Churchill» et d’un bateau de la Compagnie de navigation sur le lac des Quatre-Cantons (photo).

Tourisme Vaud-Valais

Les deux Chablais ne feront plus qu’un Serge Beslin, directeur d’Alpes Promotion et de Villars Tourisme, et Raphaël Granger, directeur de Chablais Tourisme, tentent de réunir leurs sociétés. Situées d’un côté et de l’autre du Rhône, ces dernières envisagent dorénavant une promotion commune sur les marchés émergents. Elles planifient également de créer une carte Free Access commune dans la région.

Yverdon-les-Bains

La ville fêtera son 750e et ses musées Ce samedi, trois musées du Nord vaudois fêteront leur anniversaire respectif: le Musée Baud (boîtes à musique et orchestrions) ses 55 ans, le Musée du fer et du chemin de fer ses 30 ans et le CIMA (Centre international de la mécanique d’art), connu pour ses boîtes à musique et ses automates, ses 25 ans. Cet événement soulignera aussi les 750 ans de la ville d’Yverdon-les-Bains.


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Restauration

15 juillet 2010 No 28

Des établissements de la ville de Bienne ont la permission de 5 heures, le week-end

EDITORIAL

Ouvrir jusqu’à l’aube

Peu crédible et peu honnête

Certains clubs et bars biennois ont obtenu l’autorisation provisoire d’ouvrir non-stop durant le week-end. Si le bruit dans les rues s’atténue, qu’en est-il du chiffre d’affaires?

Afin de lutter contre les nuisances sonores provoquées par les clients à la sortie des boîtes de nuits, trois établissements, le Club El Coco, la Biella Factory et le Duo Club, situés dans le même bâtiment, ont demandé une autorisation au préfet de la ville afin d’obtenir une prolongation des heures d’ouvertures. Cette mesure était censée réguler le bruit en permettant aux noctambules de sortir à des moments différents afin d’éviter des effets de masse et les nuisances sonores qui en découlent. Quelques mois après un premier essai, un effet plutôt positif était observé (voir GJ 49, 2009) et une prolongation de l’autorisation a suivi. Si les plaintes des habitants du quartier ont sensiblement diminué et que la situation «n’est pas pire qu’avant», comme le souligne Werner Könitzer, le nouveau préfet de Bienne et Nidau, qu’en estil de l’intérêt des tenanciers de ces établissements? Que leur apporte une telle flexibilité horaire? La survie semble être la véritable raison de cette démarche. En effet, si le bruit dans le quartier ne diminue pas, les clubs risquent de déménager, ou pire, de fermer. De plus, depuis cette nouvelle loi du canton de Berne, qui rend possible une telle autorisation, les établissements voisins qui l’ont obtenue sont immédiatement devenus des concurrents féroces. «Sans cette autorisation, j’aurais pu fermer, explique Daniel Zwygart, le gérant de la Biella Factory. Les personnes qui se déplacent des autres villes pour se rendre à mes soirées devaient sortir à 3 heures 30 au plus tard, selon le règlement, et attendre le premier train à l’extérieur. Lorsque d’autres clubs ont ouverts jusqu’à 5 heures, de nombreux habitués sont alors parti.

SWISS-IMAGE

Jasmina Slacanin

Ne plus devoir fermer à 3h30 est un changement chaudement accueilli par les clients. Les tenanciers biennois, quant à eux, ne semblent faire que peu de bénéfices. Leur seule satisfaction: ne pas jouer les rabat-joie mettant fin à une fête qui bat son plein.

Et un bon nombre n’est jamais revenu depuis. J’étais obligé de réagir.» Mais il ne s’agit pas ici d’ouvrir nonstop comme cela a été présenté par les médias. «Nous ne sommes pas à Ibiza. Il faut être réaliste. Je ferme à 5 heures. Au-delà ça n’aurait que peu d’intérêt et cela coûterait trop cher. En règle générale, entre 3 heures 30 et 4 heures les 75% des personnes partent et après 2 heures, la consommation baisse», explique Sascha d’Antonio, le tenancier du Duo Club. Sur le plan de la rentabilité, dans

une petite ville comme Bienne, cette autorisation ne présente presque aucun intérêt et s’avère très coûteuse. Pour obtenir l’autorisation du préfet, il faut tout d’abord posséder un fumoir afin d’éviter les pauses cigarettes à l’extérieur, provoquant du bruit dans le quartier. Ensuite, sur le plan organisationnel, prolonger les horaires, signifie payer ses employés et la sécurité à l’extérieur

des établissements plus longtemps. Et c’est là, la véritable dépense. La Biella Factory a ainsi vu ses frais augmenter de 25%. Elle ne fait aucun bénéfice et parvient simplement à survivre. Le Duo Club ne présente guère un scénario plus réjouissant. «Sur le plan du chiffres d’affaire, rien n’a changé. Je ne fait pas des bénéfices comme l’on pourrait s’imaginer. Cela me demande énormément d’énergie», insiste Sascha d’Antonio.

aucun moment à renoncer à ces horaires flexibles. Car ce qui les motive avant tout dans ce métier est la satisfaction des clients: «Je ne peux pas enlever le bon goût d’une soirée qui bat son plein en allumant la lumière à 3 heures du matin! Certaines soirées ont un succès énorme et à 3 heures 30, lorsque tout le monde fait la fête, il serait totalement absurde de fermer», conclue Sascha d’Antonio. Le préfét n’a toujours pas donné son

Le bar 48, situé 500 mètre plus loin,

a également obtenu une autorisation provisoire. Ce dernier qui est simplement un bar ne fait pas non plus de bénéfices. «Fermer à 3 heures 30 n’était pas intéressant, cela provoquait des rassemblements dans la rue. Je ne vise pas une ouverture non-stop mais simplement prolonger les horaires jusqu’à 4 heures ou 4 heures 30.» Ce manque d’intérêt du point de vue

du chiffre d’affaire ne freine pas ces gérants passionnés qui ne pensent à

verdict final quant à cette autorisation, et les clubs sont menacés de quitter le centre ville ce qui pourraît leur être fatal. A suivre.

In Kürze In Biel gibt es Betriebe, die bis 5 Uhr morgens offen bleiben dürfen. Das führt zu einer gewissen Lärmpause in den anliegenden Strassen. Die erweiterten Öffnungszeiten gefallen den Gästen. Es resultiert zwar mehr Umsatz, aber auch die Kosten steigen. Übrig bleibt höchstens ein minimer Gewinn.

L’édition 2010 des Fêtes de Genève

Fully (VS), 16, 17 octobre

Quand l’appétit a sa fête

Châtaigne

150) seront installés autour de la rade et proposeront de quoi satisfaire toutes les envies: cuisine française, chinoise, thaïlandaise, mexicaine, brésilienne, chilienne, russe, scandinave, italienne, orientale, transylvanienne, grecque et, bien sûr, suisse. Dans tout le périmètre de la fête, seul le vin genevois, choisi pour l’occasion, sera à l’honneur. De plus, tous les stands et bars proposeront trois boissons sans alcool vendues à des prix inférieurs à l’alcool le moins cher de leur assortiment. L’OPAGE, représentant le terroir geLes fêtes de Genève 2010 se dérou-

leront du 29 juillet au 8 août. Comme chaque année, un grand choix de stands culinaires (plus de

nevois fera découvrir sur son stand le meilleur des délices de Genève avec, en première cette année, des galettes à base de farine de blé ser-

vies tièdes ou froides, dans lesquelles on roule de la fricassée genevoise, de la viande hachée de bison, du sanglier, du poisson fumé ou des champignons. Côté cocktails, l’OPAGE offrira un vaste choix de cocktails à base de pommes, de cidre, d’alcool de coing ou encore de liqueur de fraise. Un point fort pour la restauration

se déroulera le dimanche 1er août avec la 14e course des garçons de café. Les candidats qui s’y intéressent peuvent s’inscrire auprès de la Société des cafetiers, restaurateurs et hôteliers, section de Genève, les participants devant être des professionnels issus d’établissements de la région. Attention, cette année le départ sera donné à la hauteur de Baby Plage. rh

La traditionnelle fête automnale est désormais entre les mains d’un nouveau comité d’organisation. Cet événement tant attendu dans la région, qui accueille habituellement 40 000 personnes, compte garder le même esprit en entretenant une ambiance de convivialité et de qualité. Le nombre de stands ne sera pas su-

périeur par rapport aux éditions précédentes mais leur accès sera facilité, selon Sylvie Gsponer, présidente du comité d’organisation qui se bat pour la survie de cet important week-end valaisan qui aura lieu du 16 au 17 octobre. jsl

Le «Code de conduite» de Presse Suisse règle la transparence entre contenus payés et rédactionnels pour prévenir que le lecteur soit trompé. On peut être d’avis divergeant en ce qui concerne l’Hôtel Revue (htr) et GastroJournal (GJ) quant au genre de prestation journalistique, le choix des sujets ou le style d’écriture. Il est incontestable que les deux hebdomadaires soient les seuls parmi les publications sur la gastronomie à séparer strictement les contenus rédactionnels et payés dans un environnement extrêmement difficile et à en faire la démonstration. A GJ, nous vivons le «Code de conduite» entre la presse et la publicité. htr et GJ produisent de manière indépendante leurs propres contenus. Récemment, la fédération Presse Suisse a publié dans son magazine «Flash Extra» la liste des plus grands titres. Ni htr ni GastroJournal ne figurent sous les titres de la presse spécialisée ou sous les tirages vendus par titre de la presse spécialisée. Au lieu de cela, on y trouve les feuilles gratuites qui augmentent artificiellement leurs tirages, qui mélangent les prestations journalistiques et payées et qui font du dumping des prix en offrant gratuitement des pages «rédactionnelles» entières comme bonus avec les pages d’annonces réservées. Ce qui place injustement la restauration, l’hôtellerie et le tourisme sous un mauvais angle. Quoi qu’il en soit, la fédération Presse Suisse n’a apparemment aucun intérêt à un code de conduite «honnête et transparent». Romeo Brodmann HEBDOMADAIRE «Restauration et Cuisine»

Les meilleurs à Brigue en novembre! Les Championnats suisses de «Restauration et Cuisine» se dérouleront à Brigue, du 25 au 28 novembre, en guise de sélection pour les mondiaux des métiers (World Skills Competitions) de Londres en 2011. Pourront y participer les jeunes professionnels en «restauration et cuisine», en provenance de toute la Suisse, âgés de 19 à 21 ans et munis d’un certificat de fin d’apprentissage. Ils doivent avoir prouvé leurs compétences en pratique, par une note moyenne d’au moins 5,3, et passé l’étape de présélection. www.swiss-skills-gastro.ch

La Perle du Lac

Genève se charge des rénovations Le restaurant la Perle du Lac (Genève) cherche un nouveau gérent. Le bâtiment étant en mauvais état, la ville a décidé de le restaurer au préalable. Début des travaux: 2011.


Hôtellerie & Tourisme

15 juillet 2010 No 28

La stratégie de croissance pour le tourisme suisse

15

PUBLICITE

De la parole aux actes Dans son récent rapport touristique, la Confédération s’engage en faveur du tourisme. Les sentiments sont cependant partagés.

GJRI61531

Peter Grunder

En 1981, les «Limites de la croissance» avaient également atteint le tourisme: se fondant sur des interventions parlementaires, le Conseil fédéral avait approuvé, à la fin d’une période de haute conjoncture, un «Concept pour le tourisme suisse». Les notions clés suscitées par des interventions parlementaires étaient le «tourisme doux» et la «croissance qualitative». Ce concept pour le tourisme suisse devait par ailleurs «promouvoir une croissance ordonnée du tourisme dans notre pays».

Or, le soutien de la Confédération n’est guère plus qu’une promesse du bout des lèvres. Les faits et les

Solar Impulse

L’OTV et les exploits de Bertrand Piccard

Suisse Tourisme, il s’agira une fois de plus de vaincre les réserves des politiciens. A ce sujet, le célèbre franc de Christoph Blocher et l’arrêt de la statistique touristique en 2003 sont symptômatiques. Il faudra en particulier introduire, sans toutefois négliger la TVA, le libre commerce ou la durabilité du tourisme. Cela avec l’appui des forces politiques audelà des partis du centre. Ceux-ci ont en effet toujours soutenu le tourisme.

Juste à temps avant que Solar Impulse ne réalise, les 7 et 8 juillet, au-dessus de Payerne (VD), le tout premier vol diurne et nocturne de 26 heures d’un avion propulsé uniquement par l’énergie solaire, l’Office du tourisme du canton de Vaud (OTV) a rappelé que Bertand Piccard, l’initiateur de Solar Impulse, était l’un des huits ambassadeurs de l’OTV. Dans les récents «Reflets touristiques» de l’OTV, Bertrand Piccard a par ailleurs rappelé son attachement au canton de Vaud en ces termes: «Je me sens profondément bien dans le canton de Vaud et cela me fait très plaisir que les médias associent de plus en plus Solar Impulse à notre canton. Ils en avaient fait d’ailleurs de même avec Château-d’Œx lors de mon tour du monde en ballon.»

In Kürze

Lausanne Palace

L. MISSBAUER

Il y a quelques semaines, le Conseil fédéral a remis l’ouvrage sur le métier en présentant un rapport intitulé «Stratégie de croissance pour la place touristique Suisse». Il y détaille plusieurs «axes pour le développement du tourisme suisse». Ce nouveau rapport passe en revue «la vision et les objectifs de la politique touristique nationale» (lire l’encadré ci-dessous). Au vu de la politique fédérale trentenaire en matière de tourisme, on pourrait croire que la Confédération soutient sans réserve cette branche qui touche de nombreux domaines. Elle offre des emplois plus divers et plus nombreux que la plupart des autres et fait de l’exportation avec chaque dépense des touristes étrangers qui générent quelque 15 milliards de francs de recettes par année.

HEBDOMADAIRE

Le nouveau rapport sur le tourisme suisse donne lieu à des sentiments mitigés. Il comporte en effet plusieurs zones d’ombre.

chiffres parlent un langage on ne peut plus clair. Ainsi, lit-on dans le rapport sur les subventions de 2008 que l’agriculture y figure avec quelque 3500 millions de francs alors que le tourisme n’y est présent qu’en raison du fait que cinq millions de francs ont été économisés au chapitre Innotour. Le fossé entre les actes et les paroles saute aux yeux: le jour même où le Conseil fédéral a publié sa stratégie de croissance pour le tourisme et y a confirmé qu’il tenait à Innotour, il a constaté, dans le cadre de la procédure de consultation sur Innotour, que le montant du financement du programme serait réduit de la somme allouée à Suisse Tourisme. Si cela peut surprendre les personnes

étrangères à la branche, il n’en va pas de même pour les spécialistes. Le Conseil fédéral est en effet obligé de faire des économies. Evoquant les programmes conjonc-

turels, Aymo Brunetti, le chef de la Direction de la politique économique au Secrétariat d’État à l’économie (Seco), s’était exprimé dans notre hebdomadaire sur une politique de frein à l’endettement. Le tourisme suisse peut ainsi s’estimer heureux que la Confédération parle encore d’une politique touristique et qu’elle admette que la branche dispose d’un certain potentiel de croissance. L’exercice final aura cependant lieu non pas au Conseil fédéral mais au Parlement. Concernant Innotour et

Der Bundesrat will sich für den Tourismus stark machen. Ermunternden Worten müssen aber Taten folgen, insbesondere zugunsten von Schweiz Tourismus.

La vision, les principes directeurs et les buts de la politique touristique de la Confédération Voici les quatre principaux axes de la politique touristique fédérale: La Suisse, une place touristique attrayante et gagnante. Notre vision entend faire en sorte que la Suisse exploite à fond son potentiel exceptionnel en tant que destination touristique. La croissance du tourisme crée en effet des emplois et contribue à l’augmentation aussi bien de la prospérité que de la qualité de vie en Suisse. Le tourisme

doit être en mesure d’affirmer son importance pour l’économie suisse. Il doit également parvenir à gagner des parts de marché au sein de l’Arc alpin européen. Une compétitivité de premier ordre. La Suisse fait partie des destinations touristiques les plus compétitives au monde. Elle n’est en effet pas seulement unique et réputée dans le monde entier, mais elle bénéficie également d’une den-

sité extraordinaire d’atouts touristiques. La Suisse occupe une place unique dans le contexte d’une concurrence touristique mondiale. Des entreprises gagnantes. Les entreprises touristiques suisses ont du succès sur les marchés mondialisés. Elles contribuent à la croissance économique aussi bien sur le plan national que régional. Elles aspirent à des gains constants de productivité.

Un tourisme exemplaire sur le plan environnemental. L’offre touristique suisse est d’une qualité exceptionnelle. Elle se distingue aussi bien par l’excellence de ses services que par son rapport qualité/prix. La place touristique suisse est exemplaire sur le plan environnemental et améliore constamment son efficacité dans l’utilisation des ressources. Le rapport complet peut être consulté sur le site www.seco.admin.ch

Léman sans frontière

Lancement de nouvelles offres transfrontalières le déplacement en bateau jusqu’à Evian et retour, y compris deux entrées au Palais Lumière d’Evian et au château de Chillon. Des «forfaits excursions» sont également possibles, toujours avec des sites francosuisses, puisque telle est la vocation de l’association Léman sans Frontières.

L’association Léman sans frontière est active des deux côtés du lac Léman. Grâce aux nouvelles offres présentées la semaine passée par l’association Léman sans frontière, il est désormais possible à tout un chacun

d’acheter sur internet des «forfaits séjours» tels que, par exemple, trois nuits dans un hôtel de Montreux, une excursion aux Rochers-de-Naye,

La mise en place de ces offres a nécessité un budget de 1,5 million de francs réparti sur trois ans (20092011). Ce budget a été couvert grâce notamment aux 730 000 francs versés par l’Union européenne (480000 francs) et par la Confédé-

ration (150000 francs) dans le cadre des subventions du programme Interreg IV France-Suisse. On ajoutera que l’association Léman sans frontière fête son 15e anniversaire en 2010. Regroupant tout d’abord 12, puis 16 sites touristiques français et suisses, elle en regroupe aujourd’hui 40, dont la station de Moléson-Gruyères, le Musée olympique de Lausanne, le château de Chillon, le labyrinthe d’Yvoire (F) et le Palais Lumière d’Evian, pour ne citer cinq sites parmi tant d’autres. lm www.infoleman.org

Un caveau «sélect» à la place du Red Club Le Red Club, le club-discothèque que le Lausanne Palace avait ouvert dans ses soussols en 2004, est fermé depuis le mois d’avril. Il laissera sa place à partir du mois de novembre à un caveau «sélect» qui pourra accueillir des soirées d’entreprises et des présentations dans un cadre élégant. Celui-ci comprendra notamment un bar, des murs en pierres et plusieurs cheminées. La fermeture du Red Club n’est pas complètement étrangère à l’introduction de la loi antifumée. Le bruit causé par la clientèle du Red Club qui sortait fumer juste sous les fenêtres des chambres du Lausanne Palace avait en effet occasionné des problèmes de voisinage.

Région d’Yverdon-les-Bains

Une nouvelle carte des chalets d’alpage Yverdon-les-Bains Région Jura/Lac Tourisme dispose désormais d’une nouvelle carte panoramique des chalets et buvettes d’alpage. Cette carte s’adresse avant tout aux visiteurs qui, en quête de produits du terroir et de grand air, désirent déguster des mets de la région.


GastroIdeen

15. Juli 2010 Nr. 28

TRENDS Mehrwertsteuer

Heute schon gesammelt?

ZAGG Luzern

NOTIZEN

Stil und Ästhetik

Rivella

T

t/ A wS IV M VA / T

www.schluss-mwstdiskriminierung.ch

Auch dieses Jahr finden altbeMarkus Kirchhofer erklärt den Ausstellern die Sonderschau.

Angebote und Entwicklungen der Branche zu informieren. Ein hochwertiges Ausstel-

LaBeCo GmbH

Partner für Hygienekonzept Die LaBeCo GmbH bietet Dienstleistungen rund um die Lebensmittelsicherheit an und unterstützt Lebensmittelbetriebe beim Erstellen und Umsetzen von Hygienekonzepten. Im akkreditierten Prüflabor werden Lebensmittelanalysen für die Qualitätssicherung und Hygieneüberwachung angeboten. www.labeco.ch

Salvis AG

Team-Meeting in Zermatt

Salvis Partner und Händler aus ganz Europa trafen sich Ende Juni für drei Tage in Zermatt zum Salvis-Innovations-TeamMeeting. Salvis führt diese Sitzung seit zwei Jahren durch. Das Wochenende war geprägt durch interessante Präsentationen und Workshops und liess genügend Zeit, um auch wertvolle Kontakte zu knüpfen. www.salvis.ch

Mini Choco-Tartelette

HUG zeigt seine Schokoladenseite Im Ausland hat das Mini Choco-Tartelette von HUG den Markttest bereits erfolgreich bestanden. Nun wird das Tartelette aus feinster Schweizer Schokolade auch bei uns eingeführt. Die Butter verleiht dem Produkt einen noch genussvolleren Schokoladengeschmack. Das Tartelette hat mit 3,8 cm die ideale Grösse für Dessertbuffets und dank dem farblosen AusstreichMedium bleibt es bis acht Stunden nach dem Füllen knusprig und fein. www.hug-luzern.ch

Die ZAGG Luzern, die Fach-

messe für Gastgewerbe, Hotellerie und Gemeinschaftsgastronomie, ist der Treffpunkt für Restaurantbesitzer, Führungspersonen und Opinion Leaders und damit die optimale Plattform, um sich unter einem Dach über die

Markenpflege, Nachhaltigkeit

500 m² im Obergeschoss der Halle 3 in einem ästhetisch attraktiven Rahmen zu vereinen. «Der Besucher findet in der neuen Sonderschau Inspirationen, erhält neue Ideen und kann durch den geschmackvollen Auftritt der Aussteller seine Kreativität beeinflussen lassen. ‹Rondblick› mit seinem Farbenund Formenspiel ist als Plattform für Gesamtlösungen und Konzepte gedacht», sagt Markus Kirchhofer, Inhaber und Geschäftsführer von Bel Etage.

/ S t VA MwV A /I

Im April hat GastroSuisse für das Gastgewerbe im Land eine Mehrwertsteuer-Initiative lanciert. Doch eine Initiative braucht Unterschriften, viele Unterschriften, damit sie auch wirklich zustande kommt. Deshalb ist jede Gastgeberin, jeder Gastgeber im Lande aufgerufen, Unterschriften zu sammeln. Das geht einfach: sich informieren, die Gäste informieren und sammeln. Alles Material ist direkt bei GastroSuisse erhältlich oder unter:

Vom 12. bis 16. September 2010 findet die ZAGG Luzern statt. Sowohl Fachleute aus der Hotellerie und dem Gastgewerbe als auch Profis aus der Gemeinschaftsgastronomie kommen an der Messe in Luzern auf ihre Kosten. Die altbewährte Begegnungsplattform für Aussteller und Besucher gibt einen Überblick über die aktuellen Trends und Neuheiten aus der Welt der Gourmands. Die neue Sonderschau «Rondblick» gewährt auserlesenen Ausstellern die Möglichkeit, ihre Produkte in einem besonders ästhetischen Rahmen zu präsentieren.

lungsangebot, attraktive Rahmenveranstaltungen sowie eine erstklassige Gastronomie runden das Angebot an der Messe in Luzern ab, die sowohl bei den Messebesuchern als auch bei den knapp 260 Ausstellern für einmalige Erlebnisse sorgen wird.

Die Veranstalter haben die Bel Etage aus Willisau beauftragt, einen Rahmen für eine Sonderschau zu schaffen. Mit «Rondblick» ist es Bel Etage gelungen, ein einladendes Konzept zu schaffen mit dem Ziel, verschiedene Aussteller auf rund

währte Highlights im Rahmenprogramm statt. So gehören die Kochkunst- und die Servicekunstausstellung wie auch die Kocharena zu den beliebten Anziehungspunkten der ZAGG Luzern. Zum zweiten Mal nach 2008 hält der European Culinary Challenge in Luzern Einzug: Der europäische Kochwettbewerb wird dem Fachpublikum Kochkunst der Spitzenklasse vorführen.

Spitzenköche und Lernende Wenn Lernende für Spitzen-

Die Idee zum Kochwettbe-

köche kochen, dann ist dies in dieser Form wohl nur am ICD-Award möglich. An der diesjährigen Weiterbildung der Küchenchefs aus aller Welt zum Thema Wasser messen sich die Lernenden auch an einem Kochwettbewerb.

werb der Lernenden ist vor zwei Jahren entstanden und wird jetzt erstmals umgesetzt. Die im Hotel Schatzalp zur Verfügung gestellten Warenkörbe bilden die Basis für die ad hoc zu erstellenden Rezepte. Eine hochkarätige Jury wird die nicht leichte Aufgabe haben, die Kreationen der Kochteams zu bewerten. Und dabei ist gemäss Annen speditives und kreatives Arbeiten genauso wichtig wie richtig backen und die Teller anrichten. www.icd-award.com

nen-Kochwettbewerb während des ICD-Award 2010 in Davos beteiligen sich Lernende aus Graubünden, dem Südtirol und aus Deutsch-

land. «Der Kochwettbewerb ist eine riesige Herausforderung, auf die wir uns sehr freuen», sagen die beiden Lehrlinge Ronny Moser und Sabrina Petriella. Dass die

Jowa AG: Sieben neue Schweizer Gebäcke

Lernenden aus Graubünden ihr Bestes geben werden, davon ist Tony Annen, Fach-Kochlehrer an der gewerblichen Berufsschule in Chur, überzeugt.

105 Millionen Liter Getränke haben die Produktionsanlagen der Rivella Gruppe im vergangenen Jahr verlassen. Das sind 6,4 Millionen Liter weniger als 2008, aber 1,5 Millionen mehr als 2007. Gegenüber dem umsatzstarken 2008 hinterliess das Jahr 2009 einen Umsatz von 143,5 Millionen Franken (–6,9%). Wie die Rivella AG schreibt, haben unter anderem ein «flauer Konsum insbesondere in der Gastronomie» sowie der schwierige Verkauf von Rivella Gelb zu diesem «befriedigenden» Resultat geführt. 2010 liegt der Fokus auf der Pflege der Marke und auf dem Einzug in Berlin. Zudem wird der Verwaltungsrat verjüngt. www.rivella.ch

Schweizer Arbeitsmarkt

Höhere Stabilität

www.zagg.ch

ICD-Award 2010 in Davos

Am ersten Crossover-Natio-

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3. Best of Swiss Gastro Golftrophy

In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit während der weltweiten Wirtschaftskrise weniger stark gestiegen als in den meisten anderen Industrieländern. Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilt, erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in der Schweiz zwischen Frühling 2008 und Frühling 2010 von 3,5 auf 4,5 Prozent. In den OECD-Ländern stieg die Arbeitslosigkeit in dieser Zeit im Durchschnitt von 5,7 auf 8,7 Prozent. Zudem sind in der Schweiz verhältnismässig viele Frauen und ältere Personen erwerbstätig. www.oecd.org

Flumserberg

Bergbahnen sehr zufrieden

Süsse Spezialitäten Zeit zum Golfen Die Jowa AG, welche sich von

Am Montag, 9. August 2010,

der Grossbäckerei zum Lebensmittelhersteller gewandelt hat, erweitert sein Sortiment an feinen Backwaren. Unter dem Label «Qualité par Tradition» lanciert die Jowa AG neu sieben Schweizer Spezialitäten: Linzertörtli, Bündner Nusstörtli, Appenzeller Biberli, Bireweggli, Spitzbube, Mini Tiroler Cake und Vogelnestli.

findet zum dritten Mal das Golfturnier Best of Swiss Gastro statt. Das Golfturnier auf dem Golfpark Otelfingen beginnt um 9 Uhr. Um 17 Uhr dürfen die Sportler einen Apéro auf der Terrasse des Clubhauses geniessen und um 19 Uhr wird das Abendessen aufgetischt. Und dann schlägt die Stunde der Wahrheit: die Preisverleihung.

Die Leckereien sind aufgrund

ihrer Einzelverpackung einfach zu portionieren und dank der kurzen Auftauzeit immer bedarfsgerecht einsetzbar. Ein breites Angebot in bester Qualität, welches

sich vielseitig einsetzen lässt. Egal ob für das Tischwarengeschäft in der Gastronomie oder im Selbstbedienungsbereich direkt neben der Kaffeemaschine, die süssen Naschereien werden das Geschäft beleben. www.jowa.ch

Wer an der 3. Best of Swiss Gastro Golftrophy in Otelfingen teilnehmen möchte, kann sich noch bis am 31. Juli anmelden.

sind: Hcp.0 - PR, ASG Clubmitglieder, Golf Card Migros und PR einer Migros-Golfanlage;

Teilnahmeberechtigt

Hcp.0 - 36.0 ASGI sowie ausländische Clubmitglieder. www.bestofswissgastro.ch

Die Gruppe der Bergbahnen Flumserberg konnte im Geschäftsjahr 2009/10 die Resultate im Ticketertrag sowie in der Gastronomie trotz der schwierigen Wirtschaftslage nahezu halten. Der SommerVerkehrsertrag betrug rund 947 000 Franken, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 14 Prozent entspricht. In der Wintersaison wurde ein Ertrag von 17 Millionen Franken erwirtschaftet, 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Für die gesamte Saison meldet die Gruppe einen Verkehrsertrag von rund 18 Millionen Franken gegenüber 19,5 Millionen Franken in der vorangegangenen Spitzensaison. www.flumserberg.ch


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Schlusspunkt / Point final

15. Juli / 15 juillet 2010 Nr. / No 28

Portrait: Gérald Michellod, cuisinier-restaurateur du Soleil, à Dugny, près d’Ovronnaz (VS)

Savoir repartir à zéro saveurs du terroir: produits locaux authentiques, herbes et baies sauvages fraîchement cueillies par son frère retraité, vins de la région soigneusement sélectionnés pour des mariages harmonieux… Quelques touches d’exotisme et le souci de la création, du travail précis et

Pierrette Weissbrodt

Chassés de Montagnon (VS) par un glissement de terrain, Gérald Michellod et son épouse Manuela ont fini par s’installer à Dugny. A presque 60 ans, Gérald Michellod fait preuve d’un magnifique courage! Il reprend tout à zéro à Dugny, près d’Ovronnaz, après avoir vécu l’angoisse dans son restaurant Le Soleil, à Montagnon, où la terre schisteuse glissait, disloquant les murs des mai-

«Ici, on me fait confiance, y compris pour les vins»

sons. Alors crédité de 13 points au Gault Millau et figurant au Bib gourmand, le cuisinier n’en dormait plus. Il craignait une rupture des conduites dans son établissement. Le bâtiment a depuis lors été rasé. Indemnisé par les assurances et aidé par une banque régionale, Gérald Michellod a pu reconstruire un restaurant très accueillant en terrain sûr, à Dugny. Entre-temps, le couple Michellod a tenu durant cinq ans un restaurant gastronomique à Chamoson, village natal de Gérald Michellod, avec brasserie au rez, bar à vins et chambres. Gérer une dizaine de collaborateurs n’a pas été qu’une partie de plaisir! Les époux travaillent seuls, aujourd’hui, à Dugny, en attendant que leur fils JeanMaurice, cuisinier, les rejoigne. «Il a 22 ans, je l’ai

P. WEISSBRODT

«J’ai formé mon fils de 22 ans qui est également cuisiner»

Gérald Michellod et son épouse Manuela ont repris le chemin du coteau d’Ovronnaz.

formé et il est bien qu’il aille un peu bourlinguer. Angleterre, puis Place du Flon à Lausanne, au Pur (13 points GaultMillau). Ma fille continue de nous aider pour la lingerie et parfois pour le service», explique Gérald. Bâtiment cintré comme une coque de bateau, salle à manger cosy de quatre tables (16 couverts) disposées comme des roses dans un écrin de roche. Terrasse avec vue sur les Alpes. Confortable fumoir, décoré avec goût. «Nos hôtes peuvent commencer leur repas à l’extérieur et le terminer à l’abri», précise Gérald Michellod, laissant entendre qu’en étant seul en cuisine, choyer seize personnes représente déjà un marathon. Ainsi, la formule du Soleil navigue à contre-

courant. Alors que des cuisiniers abandonnent le gastronomique, Gérald Michellod s’y consacre entièrement. Mais il se fixe des limites: «Un seul menu par saison, pas de

«Notre formule? Un seul menu par saison et pas de carte» carte, et seulement sur réservation, cinq jours par semaine.» Il fallait oser. Gérald est convaincu que l’avenir appartient à la spécialisation. «A quoi bon vouloir faire un peu de tout, dit-il, alors qu’il y a déjà bien trop d’établissements en Valais. Il n’y a plus de clause du besoin et plus d’exigences de formation,

NAMEN Urs Messerli (r.), Patron des Restaurants mille sens – les goût du monde in Bern und

orts im Marziliquartier in der Stadt Bern. Hauptgrund für den Wechsel ist der tägliche Arbeitsweg zwischen Bern und Murten.

Interlaken und das Palace SPA in Luzern. Ab Anfang Septem-

Scotty und John Harper verlassen Ende September die Pinte de Meyriez am Murtensee, die zum Hotel Le Vieux Manoir gehört. Das Gastge-

ber-Ehepaar sucht sich nun ein Lokal in der Nähe ihres Wohn-

c’est déplorable! Dans cette jungle, mieux vaut s’afficher clairement, avec des prestations de qualité, quitte à avoir quelques exigences vis-à-vis du client.» Il ajoute: «Ici, on me fait confiance, y compris pour les spécialités de vins que je sers à l’once ou au déci. J’aime faire découvrir.» Son menu d’été trône au milieu de la salle à manger et sur internet (www.lesoleil dedugny.ch): pannequet de perches au pain de coucou, noix de Saint-Jacques au jus de Maracuja, spoom au curaçao bleu, filet de bœuf d’Hérens piémontaine, sélection de fromages et gratin de fraises à la Malvoisie. En amusebouche, un cappuccino de soupe des bergers. Le tout pour 90 francs (130 francs avec les vins). Son dada, les

Toujours la même passion et l’envie de créer. Il se souvient avec bonheur de son apprentissage avec André Dubuis, à l’ancien Hôpital de Gravelone à Sion et de son parcours à Charrat avec Gérard Rabaey. Au cours de sa carrière, il a formé sept apprentis et dit son souci de motiver les jeunes. De petits concours régionaux seraient utiles. Voilà 36 ans qu’il s’active, convaincu que le Valais gagnerait à cultiver moins d’établissements et davantage la qualité.

In Kürze Nachdem ein Erdrutsch sie von Montagnon (VS) vertrieben hatte, haben der Koch Gérald Michellod und seine Ehefrau Manuela einen Neuanfang mit dem GastroRestaurant Le Soleil in Dugny (VS) beschlossen.

LES NOMS

Catherine Zimpfer leitet neu die Victoria-Jungfrau SPA in

im Restaurant mille privé in Kirchdorf, gehört zusammen mit Domingo S. Domingo und Dieter Walliser zu den Berufsleuten, die sich die Ausbildung von Nachwuchs noch nicht haben verleiden lassen. Was auch an den Lernenden liegen dürfte: Aline Born (l.) hat mit einer Gesamtnote von 5,8 den besten Abschluss im ganzen Kanton Bern hingelegt.

de l’empathie. «Le spoom semble si démodé, s’exclamet-il! Pourtant des clients me l’ont redemandé. Avec le filet de bœuf, je sers un tartare au serpolet de mes talus. Avec le gratin de fraises, des souvenirs d’enfance concrétisés dans une glace au bourgeon de sapin et une mouillette, à savoir du pain grillé beurré et des fraises écrasées.»

ber ist sie zuständig für den Wellnessbereich der Hotels in Interlaken und Luzern. Zimpfer folgt auf Martine Fehr, die nach vier Jahren das Unternehmen verlässt. Matthias Fröhlich, Moderator

beim Ostschweizer Privatfernsehen Tele Top, wird GourmetKomiker. Er lanciert eine «fröhliche DinerShow» unter dem Titel «Total Fröhlich», bei der Künstler die Besucher während eines 4-Gang-Menüs unterhalten. Premiere ist am 30. September.

Elsbeth und Fritz Frey ziehen

Pascal Charlet

sich Ende Oktober altershalber aus dem Tea-Room Royal zurück, das als eines der schönsten Lokale in Bern gilt. Nachdem Fritz Freis Vater den Betrieb seit 1958 gepachtet hatte, trat der Sohn 1972 mit seiner Frau die Nachfolge an. Sohn Marc, wie sein Vater gelernter Konditor und im Royal engagiert, will den Betrieb nicht allein weiterführen, das Royal soll gemäss den Eigentümern als Restaurationsbetrieb erhalten bleiben.

occupera à partir du 1er août le poste de délégué touristique de l’ACVH, l’Asso-

Karl Benz, Leiter Gastgwerbe und Veranstaltungen bei der Stadtpolizei St. Gallen, geht

nach 41 Jahren Dienst in den Ruhestand. «Wann immer er kann, ergreift er Partei für die Wirte», resümierte das St. Galler Tagblatt, und Benz brach denn auch eine Lanze für die Branche. Insbesondere hielt er fest, mit dem Fallen der Bedürfnisklausel 1994 hätten Qualität und Ruf der Betriebe gelitten.

ciation des communes du Val d’Hérens à

Euseigne (VS). Pascal Charlet était responsable jusqu’ici, et depuis près de trois ans, du marketing de l’entité touristique Cœur du Valais. Cette entité réunit des stations touristiques telles qu’Anzère, Veysonnaz ou Thyon, ainsi que les régions touristiques d’Evolène et de Maya/Mont-Noble. Dans ses nouvelles fonctions, Pascal Charlet sera notamment chargé de renforcer la marque «Val d’Hérens», de promouvoir et de labelliser les produits régionaux, ainsi que d’impliquer, informer et fédérer les partenaires de la vallée, a annoncé l’ACVH. Magali Bohin et Laurent Landraud sont les nouveaux

exploitants de l’hôtel de Mauvoisin dans le haut val de Bagnes (VS). Rouvert durant l’été 2008, cet hôtel construit en 1862 était resté fermé l’an passé en raison d’importants travaux de rénovation. Gérard-Philippe Mabillard, le

directeur général de la destination touristique Verbier/StBernard depuis seulement huit mois, a présenté sa démission la semaine passée. Selon lui, Verbier/St-Bernard Tourisme est «un bateau dont le cap est modifié au gré des humeurs, des décisions politiques et des luttes d’égos». Christian Marbach est le nou-

veau président de la destination touristique Verbier/StBernard. Cette nouvelle casquette s’ajoute à celles de président des hôteliers et cafetiers-restaurateurs de Verbier et de président de la Société de développement de Verbier.

MARKT/MARCHÉ CHF Gemüse / Légumes Aubergine Aubergine kg 3,00 Blumenkohl Chou-fleur kg 2,50 Broccoli Broccoli kg 2,60 Kabis rot Chou rouge kg 2,10 Kabis weiss Chou blanc kg 2,10 Karotten (Bund) Carottes (bouquet) 2,50 Kohlrabi Chou rave 1,00 Krautstiel Côtes de bettes kg 3,50 Lauch grün Poireau vert kg 2,60 Randen Betterave kg 1,80 Spinat (Blatt) Epinards (feuille) kg 4,20 Tomaten Fleisch Tomates charnues kg 3,00 Tomaten Rispe Tomates en branche kg 2,80 Tomate rund Tomates rondes kg 2,00 Wirz leicht Chou frisé léger kg 2,60 Zucchetti Courgettes kg 1,90 Zwiebeln Oignons kg 1,75

Salate / Salades Batavia Batavia 0,90 Chinakohl Chou chinois kg 1,80 Eichblatt Feuille de chêne 0,90 Eisberg Iceberg kg 2,40 Gurke Concombre 1,05 Kopfsalat Laitue pommée 0,90 Lattich Laitue kg 2,00 Lollo grün/rot Lollo vert/rouge kg 3,00 Nüsslisalat Doucette kg 18,00 Radieschen (Bund) Radis (bouquet) 1,00 Rucola Roquette kg 10,00 Schnittlauch Ciboulette 4,20 Schnittsalat Salade à tondre kg 12,00

+ /–

–9% +14% –7% –13% –13% +0% –9% +0% –11% +0% +0% –6% –7% –31% –7% –27% +0%

+0% +0% +0% +0% –13% +0% +0% +0% +0% +0% +0% +0% +0%

Gemüse/Salat: Nationale Richtpreise franko Grossverteiler Quelle/Source: Bulletin SGA Légumes/Salades: prix indicatifs nationaux franco grands distributeurs

Früchte / Fruits Äpfel Pommes Ø kg Birnen Poires Ø kg Erdbeeren Fraises 500 g

3,20 3,00 5,00

Früchte: Richtpreise Direktverkauf Fruits: prix indicatifs pour la vente directe

Spezielles / En particulier Blattsalate: gute Marktversorgung in allen Produktionsgebieten. Tomate rund: gute Marktversorgung. Der angegebene Preis soll für Ware von 1. Qualität bezahlt werden. Salades à feuilles: bon approvisionnement de tous les marchés. Tomates rondes: bon approvisionnement. Prix pour la 1re qualité.


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