Skip to main content

GastroJournal 17/2009

Page 1

HOTELLERIE

R E S TA U R AT I O N

René Maeder Geht auf Kontroll-Jagd

5

TOURISMUS

HOTELLERIE

Georges Mathis Geht auf Abenteuer-Jagd 20

R E S TA U R AT I O N

Louis Despont L’hommage de Swica 10

TOURISME

Philippe Siffert Un panonceau qui compte 13 Nr. / No 17 / 23. April / 23 avril 2009 / CHF 4.30

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

Roboter Les robots im Angriff attaquent

INHALT

Aktuell

Damit sie anreisen Warum wird ein Betrieb zum Motorradtreff und ein anderer nicht? Um die «Easy Rider» anzusprechen, braucht es mehr als eine Willkommenstafel vor der Türe. Die Motorradfahrer benötigen spezielle Dienstleistungen und Infrastrukturen. 3

Die Automatisierung ist nicht industriellen Verfahren vorbehalten. Die ersten «Gastro-Roboter» sind schon aufgetaucht.

L’automatisation ne s’arrête pas aux processus industriels. Les premiers robots «gastronomiques» ont fait leur apparition.

GastroSuisse

Le menu des 118es assises Un menu copieux mais sans (trop) de surprises attend les participants à l’Assemblée des délégués de GastroSuisse dans le canton de Nidwald où les préparatifs vont bon train. 10

Hotellerie

Gros Plan

Damit sie abreisen

Déguster à Vullyssima

Warum müssen in gewissen Betrieben die Hotelgäste bis am Mittag abreisen und in anderen nicht? Eine vorgeschriebene Checkout-Zeit alleine genügt nicht. Die Gastgeber müssen täglich Flexibiliät und Geduld an den Tag legen. 7

Les vins du Vully, vaudois et fribourgeois, quittent leur mont pour se présenter au grand public et aux fins connaisseurs des fines goutes. Juste en face, à Morat, lors d’une croisière. 11

Hôtellerie & Tourisme

GastroSuisse

Quand le client tarde

Damit sie austauschen Welche Traktanden stehen auf dem Programm der Delegiertenversammlung von GastroSuisse in Stans? «Diskussion und Abnahme der Jahresrechnung» ist nur ein Punkt. Auch Anträge des Vorstandes und der Kantonalsektionen werden be10 sprochen.

17 9 771422 137001

SOMMAIRE

Pas toujours facile de faire libérer les chambres à l’heure. Il faut, face à des clients rénitents, montrer du doigté, de la flexibilité et savoir évaluer la situation. 15

Schon gibt es in der Schweiz Hotelbetriebe, in welchen die Gäste mit Elektronik empfangen und bewirtet werden. Magnetkarte und PIN-Code ersetzen das freundliche Lächeln der Rezeptionistin und die kompetenten Auskünfte des Servierpersonals. Schon bevölkern neuartige Roboter

die Strassen gewisser Städte Italiens: Sie bereiten Pizzas nach dem Gusto der Kunden zu. Gelinde gesagt: verblüffend. Anderswo wird das Menü im Restaurant per Bildschirm bestellt und dem Gast auf Schienen an den Tisch geliefert. Wer hat heute noch Angst vor den Robotern? 2

En Suisse, plusieurs établissements hôteliers ont déjà recours à des moyens électroniques pour accueillir leurs hôtes. Carte à puce, code PIN y remplacent le sourire de la réceptionniste et les bons conseils du personnel de service. Voici que les rues de certaines villes d’Italie voient débouler

des robots d’un genre nouveau: ils préparent des pizzas en un tournemain et devant le client. Sidérant! Ailleurs, les commandes d’un repas au restaurant se font par écran tactyle, les mets étant «apportés» par rail jusqu’à la table des convives. Qui a peur des 11 robots?

Catering und Bankette – unser Ratgeber Service traiteur et banquets – nos conseils www.gastroprofessional.ch

GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch


2

Titel

23. April 2009 Nr. 17

Roboter und Automaten im Gastgewerbe

LEITARTIKEL

Roboter sind Realität Die Hotel-Rezeption ist ein Automat, der Kellner im Restaurant ein Touchscreen: Auch im Gastgewerbe gibt es immer mehr Automaten und Roboter…

thias Nold

Schon unsere Ahnen träumten von einer automatisierten Welt: Im 18. Jahrhundert entstanden die ersten Schach-Roboter, 1903 gab es in Heidelberg offenbar ein «automatisches Restaurant» und bei Jaques Offenbach verliebt sich der Protagonist von Hoffmanns Erzählungen in eine wunderschöne Frau – eine automatische Puppe. Fast unbemerkt haben wir unsere Welt automatisiert. Und selbst vor Dienstleistungsbranchen wie dem Gastgewerbe macht der Trend nicht halt. Selbst im «gewöhnlichsten» Steamer kann der Koch die Garzeiten vorprogrammieren – direkt ab Rezept, das im PC abgespeichert ist. Ein «Self Cooking Center» nimmt einem sogar das noch ab. Das «Vario Cooking Center» eines anderen Herstellers kocht, gart oder frittiert ganz nach Wunsch: «Sie wählen einfach nur das Gargut per Symboltaste. Herkömmliche Eingaben wie Temperatur, Zeit und ständiges Überwachen entfallen vollständig», verspricht die Herstellerfirma auf ihrer Homepage. Ein anderes Unternehmen stellt einen Kochautomaten für Pasta her, den «Spaghetissimo».

als Basismodell für 13 Gäste konzipiert und kann gekauft oder für vier Jahre geleast werden. Offenbar hat solche

Automatisierung ihre

nimmt die Bestellungen auf seinem Touchscreen auf und schickt sie in die Küche, der andere tischt auf. Ihre Kompetenzen sind aber beschränkt und der Gastbetrieb musste schliesslich menschliche Wesen einstellen, um ihnen zu Hilfe zu kommen, und dazu weitere Roboter, um die Kunden mit Table Dancing bis zur Ankunft der Speisen zu unterhalten. Die Robotertechnik im

Berechtigung, wie die vielen Einträge im Gästebuch auf der Internetseite des ‘s Baggers zeigen. In London, im Quartier Soho, verfügt das Inamo-Restaurant über eine andere Art von Tischen. Sie sind beleuchtet und mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm ausgerüstet, mit welchem die Gäste bestellen oder zur Heimfahrt ein Taxi rufen können. Auch in der Schweiz gibt es Beispiele mehr oder minder grosser Automatisierung: Sushi-Bars, in denen das Essen auf Fliessbändern vorbei fährt, oder die Eisenbahn in der Krone Urnäsch, die das Essen zum Gast bringt – und je nach Gästeaufkommen auch die Getränke und den Bestellblock.

FOTOLIA.COM

Marie-Thérèse Page Pinto und Mat-

Haushalt entwickelt s i c h derweil bis in die Küche. In China hat ein Rentner einen Roboter-Koch erfunden, der auf dem Rücken eine Küche trägt und einen Computer zwischen den Beinen. Im Reich der Mitte ist er 2006 anlässlich der chinesischen High-TechMesse als «AIC» (Artificial Intelligent Cooking) vorgestellt worden. Der Roboter ist unter Mithilfe von Küchenchefs konzipiert worden und kann Mahlzeiten zubereiten.

Immerhin sollen sogar die Italiener Doch die Automatisierung des Gast-

anscheinend beginnen, ihre Strassen mit Pizza-Automaten auszu rüsten. Erste entsprechende Meldungen gab es bereits 2002. Was damals noch erfolglos war, soll nun mit einem Konzept der Universität Bologna schneller, besser und vor allem erfolgreicher neu lanciert werden.

gewerbes geht bereits weit über die Küche hinaus. Eines der eindrücklichsten Beispiele gibt es in Nürnberg. Hier steht das ‘s Baggers. Der Gast bestellt mittels eines berührungsempfindlichen Bildschirms (Touchscreen). Hier kann er sich auch informieren, wie lange es noch dauert, bis seine Bestellung geliefert wird und natürlich kann er seine Rechnung mittels Kreditkarte gleich am Bildschirm begleichen. Über ein ausgeklügeltes Schienensystem gelangt die Mahlzeit an den richtigen Platz – quer durch den ganzen Betrieb und ziemlich spektakulär: «mit Leidenschaft und perfekt», verspricht der Internetauftritt des Betriebes. Der spezielle Tisch ist

Neben der Automatisierung ist die Robotisierung im Anzug. Asimo, der Roboter von Honda, hat seine Rolle als Empfangshostess schon erlernt und spielt sie in Unternehmen. Er kann auch Platten und Getränke auftischen. Zwei menschenähnliche Roboter-Serviceangestellte sind seit 2006 im Restaurant Robot Kitchen in Hongkong in Betrieb. Einer

Wintersaison

Eishockey-WM, 24. April bis 10. Mai in Kloten und Bern

Der Kochroboter und an-

dere menschenartige Roboter (Androiden) erlauben es noch nicht, Personalkosten zu reduzieren. Heute steht die Robotisierung noch zwischen Bluff und Notwendigkeit, gleich wie vor kurzem der kabellose Zugang zum Internet. Auf einem verwandten Gebiet vermag aber der technologische Fortschritt wertvolle Dienste zu leisten, nämlich bei der Automatisierung von Hotels, insbesondere durch die

virtuelle Rezeption (siehe Kasten). Wohl eines der ersten Beispiele hierfür lieferte die Accor Gruppe mit ihren Formule 1: Kreditkarteninhaber können hier direkt am «Check Point» bezahlen und erhalten so rund um die Uhr einen Zugangscode zum (schlüssellosen) Zimmer. Die Kehrseite: Einerseits lassen sich

Personalkosten durch immer höhere Automatisierung und Robotisierung einsparen – der erste Androide soll laut Aussagen von Wissenschaftlern übrigens bereits in den nächsten Jahren entstehen. Doch gleichzeitig gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern auch menschliche Servicekompetenz und deren von Innen kommende Freundlichkeit. Zudem steigt die Normierung von der Küche bis in den ServiceBereich. Trotzdem, ob klein oder gross, viele Unternehmer im Gastgewerbe werden sich nicht mehr allzu lang dieser Entwicklung entziehen können. www.sbaggers.de www.inamo-restaurant.com

En français Page 11

Automatische Hotels Die Hotellerie ist ein Bereich, in dem die Automatisierung Personalkosten herabsetzen kann. Virtuelle Rezeption, Getränkeautomaten, Reservations- und Zahlungssysteme stehen den Hoteliers bereits zur Verfügung. Ebenso Minibars, die vermelden, was wann konsumiert wurde und sogar, ob der Gast sein Getränk wieder zurückgestellt hat. In der Ostschweiz hat das Thema vor einigen Tagen für Schlagzeilen gesorgt: In Waldkirch wird der einstige Landi-Turm in ein Hotel mit 14 Zimmern umgebaut. Das so genannte Tower-Hotel ist voll automatisiert. Sein Besitzer Sepp Oberholzer wird es im Juli eröffnen. In der Westschweiz hat die Gruppe Hôtels et Patrimoine im Jahre 2006 ein automatisiertes Hotel mit 26 Zimmern im Herzen von Lausanne eröffnet. Das Boulevard hat die Personalkosten von 68 Prozent auf weniger als 20 Prozent gesenkt. Hier wird die virtuelle Rezeption durch ein anderes Hotel der Gruppe verwaltet, die Couronne in Morges. mtpp

Zu wenig? Hotels gut gebucht für WM Laut dem Spiegel Online locke die

Schweiz «deutlich weniger Besucher an». Der Artikel suggeriert starke Einbrüche im Wintertourismus. Daniela Bär, Mediensprecherin von Schweiz Tourismus, meint dem gegenüber: «Der Winter war sicher nicht schlecht – auch wenn wir Rückgänge zu verzeichnen hatten. Aber man misst an 2007, dem besten Winter aller Zeiten.» Auch für den März rechne man noch mit einem Rückgang. Ostern sei heuer jedoch im April gewesen, die Rückmeldungen seien gut. mn.

Die Buchungsstände rund um die Eishockey-WM seien «soweit voll im Plan», heisst es beim Switzerland Travel Centre (STC). Während der Vorrunde gebe es zwar noch freie Zimmer, aber die Finalrunde «strahlt auch Richtung Interlaken und Zürich aus», meint Moritz Schmid, bei STV für die WM verantwortlich. Problematisch sei vor allem, dass Bern nur über ein fünfstern Hotel verfüge. Marcel Graf von Bern Tourismus be-

stätigt, dass die Stadt sozusagen

ausgebucht ist: «Die Auslastung liegt bei 90 bis 95 Prozent.» Das Fünfsterne-Problem mag er jedoch nicht gleich sehen: «Das Bellevue ist nun halt die Hochburg der Funktionäre, doch auch die Mannschaften sind sehr gut untergebracht.» Selbst die kleinen und mittleren Hotels (KMH) profitierten, ist Graf überzeugt, «bis ins Mittelland hinein», dort jedoch vor allem Mittelklass-Hotels. Bern hat sich zum Empfang der Gäste etwas ganz Besonderes ausgedacht. In jedem Hotelzimmer der Stadt liegt

ein Welcomeset mit Ausgeh- und Restauranttipps. Dazu gehört auch eine Schokolade im Form eines Pucks. «Alle Hotels der Stadt haben mitgemacht», freut sich Graf. mn

Das Berner Welcome-Set.

Rauchzeichen aus der Gartenwirtschaft Premiere. Je nach Kanton ist es der erste Frühling mit rechtsgültigen Rauchverboten für öffentlich zugängliche Räume, also die Innenräume der Gastronomie. Ein beliebtes Diskussionsthema, das rechtzeitig zur Saison die Runde macht, ist das Konfliktfeld zwischen Raucher und Nichtraucher im Gartenrestaurant. Die Basis des Sinnierens bilden dabei einerseits die Benimmregeln für Raucher und andererseits die Toleranz der Nichtraucher. Diese Diskussion ist jedoch komplett überflüssig und müssig, denn der Fall ist so klar wie das Rauchverbot selbst: Der Souverän hat durch die Übermacht der zwei Drittel Nichtraucher entschieden, dass die Bevölkerung durch den Staat bezüglich des Rauchens zu entmündigen und der Verantwortung zu entbinden sei. Das staatliche Verdikt ersetzt ab jetzt Anstand und Verstand – das ist die tragische Konsequenz von Verboten. Die Regeln selbst sind dafür so klar wie nie zuvor. Grundsätzlich gilt: Überall, wo das Rauchen nicht verboten ist, ist es erlaubt. Jederzeit und überall. Ausserhalb geschlossener Räume, also im Gartenrestaurant, ist das Rauchen nicht verboten. Alleine der Gastronom kann, wenn er denn will, auf seinem Grund und Boden allfällige Regeln aufstellen. Wo Aschenbecher auf den Tischen eingedeckt sind und nichts anderes geregelt ist, dürfen Raucher davon ausgehen, dass sie rauchen dürfen. Das ist so und nicht anders zu akzeptieren. Auch von Nichtrauchern. Romeo Brodmann BLICKPUNKTE Deutschland

Unterschriften für reduzierte MWST Der Deutsche Hotelund Gaststättenverband (DEHOGA) sammelt derzeit Unterschriften für den reduzierten Satz der Mehrwertsteuer von sieben Prozent. «Es kann nicht sein, dass das berechtigte Anliegen einer ganzen Branche von der Politik ignoriert wird», begründet DEHOGAPräsident Ernst Fischer. Die EUFinanzminister haben sich letzten Monat geeinigt, dass in Europa eine reduzierte Mehrwertsteuer für Restaurants und Hotels eingeführt werden kann. Die deutsche Regierung macht von dieser Möglichkeit derzeit noch keinen Gebrauch. Wie eine DEHOGA-Umfrage unter 5700 Gastgebern ergeben hat, würde knapp die Hälfte das eingesparte Geld im eigenen Betrieb investieren. Das entspricht einem Investitionsvolumen von knapp 3 Milliarden Franken (siehe GJ 16). www.prosiebenprozent.de


Aktuell

23. April 2009 Nr. 17

Unkompliziert und solvent: Motorradfahrer sind ein attraktives Kundensegment

3

ANZEIGE

Easy Riders als Gäste Um Motorradfahrer anzusprechen, braucht es mehr als eine Willkommenstafel. Zum Beispiel Infrastruktur und Dienstleistungen.

Marco Moser

Waren 1990 in der Schweiz 300000

Motorräder immatrikuliert, so hat sich diese Zahl bis heute auf 650000 mehr als verdoppelt. Und sie wird wahrscheinlich weiter steigen. Mittlerweile wurden auch NestléChef Peter Brabeck und NovartisChef Daniel Vasella von der Leidenschaft für Motorräder erfasst. «Motorradfahrer sind eine unkom-

plizierte und solvente Kundschaft», sagt Carmen Bundi, Präsidentin GastroUri und Gastgeberin im Hotel Central in Hospental. «Motorradfahrer sind Geniesser, die sich etwas gönnen. Aber sie sitzen nicht ewig, irgendwann wollen sie auch weiterfahren.» Gleiche Erfahrungen macht Plinio Meyer vom Münsterhof in Müstair: «Motorradfahrer schätzen das Authentische. Mittlerweile

BLICKPUNKTE Korrigendum

L-GAV-Information in Winterthur

PIXELIO.DE

«Motorradfahrer willkommen»: Pünktlich zum Beginn der Motorradsaison haben Gastgeber solche und ähnliche Schilder an den Wegrand gestellt. «Um Motorradfahrer anzusprechen, braucht es mehr», sagt Ruedi Flückiger. Der Gastgeber im Restaurant zur Eisenbahn in Trimbach bei Solothurn weiss, was Motorradfahrer wollen. 1968 kamen die ersten Motorradfahrer bereits zu seinem Vater und über die Jahre ist daraus der grösste Motorradtreff Europas entstanden: «Manchmal habe ich an einem Donnerstag über 1000 Motorräder vor dem Restaurant.» 1968 war die ideale Zeit, denn ein Jahr später kam der Kinofilm «Easy Rider» auf die Leinwand. «Der Film hat einen Motorrad-Boom ausgelöst.»

«Motorradfahrer sind Geniesser, die sich etwas gönnen. Aber sie sitzen nicht ewig.»

hat ja fast jeder eine ‹Bikers welcome›-Tafel vor seinem Restaurant. Die Frage ist, ob das auch gelebt wird.» Meyer ist Präsident der Star Cruisers Switzerland und sein Münsterhof in Müstair ist Mitglied von Motor Bike Hotels: «Bikers welcome» wird also gelebt! Von den 17 Hotels in ganz Europa zählt in der Schweiz neben dem Münsterhof einzig noch das Hotel Motel Vezia bei Lugano zu den Motor Bike Hotels.

schätzen diese Möglichkeit», sagt Direktionsassistentin Conny Wilke. Den Gastgebern Wilke und Meyer

kommt zugute, dass sie selber leidenschaftliche Motorradfahrer sind. Das abendliche Fachsimpeln kommt deshalb nicht zu kurz und die Gastgeber können Empfehlungen für die nächste Motorradtour abgeben. www.motor-bike-hotels.com

En bref

Beim Kundensegment Motorradfah-

rer steht das Motorrad im Mittelpunkt, wie Meyer sagt: «Der Motorradfahrer schaut zuerst für sein Motorrad, erst danach schaut er für sich.» Deshalb bietet er seinen Gästen gratis Garagenplätze an. Im Hotel Motel Vezia sind Zimmer mit dazugehöriger Privatgarage zu haben – Letztere gratis. «Die Gäste

Au cours des 20 dernières années, le nombre des motards suisses a doublé. Ils sont considérés comme des clients peu compliqués et solvables. Pour cette raison, deux hôtels suisses se sont joints à l'association Motor Bike Hotels, l'hôtel Münsterhof à Mustair et l'hôtel Vezia à Lugano. Tous deux visent les motards comme clients.

Erfolgsfaktoren Lage:

Im besten Fall liegt das Restaurant direkt an einer Motorradstrecke oder zumindest in der Nähe einer solchen. Infrastruktur:

Motorradfahrer, die übernachten, bevorzugen gedeckte Abstellflächen, einen Waschplatz, Trocknungsraum und allenfalls eine kleine Werkstatt mit Motorenöl, Pflegemitteln etc. Service:

Verschiedene Routenvorschläge inklusive Karten sollten zur Verfügung stehen, eventuell Verzeichnis über nahe gelegene Tankstellen, Garagisten etc. www.traumrouten.com

Alkohol um Letzigrund wieder erlaubt

Appenzeller Tourismusmarketing AG stillgelegt

Rote Karte gezeigt

Getrennte Wege

Ab sofort darf rund ums Zürcher Letzigrundstadion wieder uneingeschränkt Alkohol ausgeschenkt und verkauft werden. «Ein Entscheid der Vernunft», wird Ernst Bachmann in der Presse zitiert, Präsident von GastroZürich. Damit ist das Tauziehen um den eingeschränkten Alkoholausschank zu Ende. Die Stadt Zürich akzeptiert den Entscheid des Statthalteramtes. Die rechtlichen Grundlagen für den eingeschränkten Alkoholverkauf seien ungenügend, heisst es in der Begründung des Statthalteramtes. Vom eingeschränkten Alkoholver-

kauf waren gut 35 Restaurants und Verkaufsstellen rund um das Stadion Letzigrund betroffen. Seit Mai 2007 hat die Polizei rund zehn Fussballbegegnungen als Hochrisikospiele eingestuft, mit der Folge, dass Alkohol gar nicht oder nur LightBier verkauft werden durfte. «Man kann nicht immer nur die Wirte für alles verantwortlich machen», sagt Bachmann. «Ich war kürzlich selber an einem Fussballspiel. Und was habe ich gesehen? Einige Fans

haben das Bier bereits bei der Anreise dabei, kommen also bereits betrunken beim Letzigrund an.» Während sich die Zürcher Gastgeber über die wieder erlangte Freiheit freuen können, müssen die St. Galler Gastgeber weiterhin mit eingeschränktem Alkoholausschank leben. Denn wer eine Betriebsbewilligung in der AFG-Arena erhalten wollte, musste sich vorgängig mit den Einschränkungen einverstanden erklären. Gleich verfährt die St. Galler Stadtpolizei bei den Restaurants, die zwischen Stadion und Bahnhof liegen: Die Bierstand-Bewilligung ist mit der möglichen Einschränkung verbunden. Aber im Gegensatz zu Zürich gilt das Alkoholverbot nur für draussen. Im Restaurant drinnen ist der Ausschank ohne Einschränkung erlaubt. mmo

Die Vereine Appenzellerland Touris-

Für den Gast ändert die Stilllegung

mus AI und AR legen ihre gemeinsame Marketing-AG still. Innerrhoden und Ausserrhoden vermarkten die eigene Region künftig selber. Grund für die Trennung seien unterschiedliche Ansichten bezüglich der Strukturen. Während Ausserrhoden eine grosse Organisation anstrebte, ging das Innerrhoden zu weit.

nichts, weiterhin betreuen die Geschäftsstellen der beiden Vereine die Gäste selber. Obwohl nun Appenzellerland Tourismusmarketing AG stillgelegt wurde, werden die beiden Halbkantone auch künftig gemeinsam gegen aussen auftreten. Auch Logo und Slogan werden beibehalten: «Appenzellerland – Vom Bommo densee bis zum Säntis».

Düstere Signale aus der Wirtschaft

Bereits 1223 Konkurse Im ersten Quartal 2009 haben sich bei den Restaurants 5,7 Prozent neu ins Handelsregister eintragen lassen. Gleichzeitig haben die Löschungen so stark zugenommen, dass das Nettowachstum in diesem Bereich einen Fünftel kleiner ist als noch im ersten Quartal 2008. Neu stehen 118 Restaurants mehr im Handelsregister. Allgemein ist der Sektor Dienstleistungen, wozu die Restaurants zäh-

len, im ersten Quartal nicht mehr so stark gewachsen. Gleichzeitig ist die Zahl der Firmenkonkurse explodiert. Die Restaurants kommen mit 14 Prozent mehr Konkursen noch vergleichsweise gut weg. Insgesamt mussten 2009 bereits

1223 Firmen Konkurs anmelden, das ist der zweithöchste Stand in der Geschichte der Schweiz. Eine Trendwende ist gemäss Creditreform noch nicht abzusehen. mmo

In der letzten Ausgabe hat das GastroJournal in dieser Rubrik vermeldet, dass GastroZürich über den Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) informiert. Diese Information unter dem Titel «Neuer L-GAV unerwünscht – erwünscht?» findet am Montag, 27. April um 15 Uhr im Restaurant Schützenhaus statt. Allerdings befindet sich dieses nicht in Zürich wie von uns vermeldet, sondern in Winterthur an der Schaffhauserstrasse 201. Wir entschuldigen uns für diesen Lapsus.

1. Mai 2009

Tag der offenen Weinkeller Am 1. Mai 2009 findet der Tag der offenen Weinkeller in der Deutschschweiz statt. 127 Winzer aus sechs Kantonen öffnen an diesem Tag ihre Kellertüren oder Rebbergtore und laden zur Degustation ihrer neuesten Jahrgänge ein. Von 11 bis 18 Uhr sind Interessierte in allen beteiligten Betrieben herzlich willkommen. Neben den Degustationen werden Rahmenprogramme wie Kellerbesichtigungen, Rebrundgänge, Kutschenfahrten und Verpflegungsmöglichkeiten gewww.offeneweinkeller.ch boten.

Grosser Verlust des Dolder

Die Hälfte des Umsatzes ist Verlust Bei 44 Millionen Franken Umsatz hat die Dolder AG im letzten Jahr 22,9 Millionen Franken Verlust geschrieben. Das berichten mehrere Zeitungen übereinstimmend. Grund für den hohen Verlust sei die schlechte Auslastung: 47 Prozent im ersten Jahr. Allerdings bezieht sich diese Zahl nicht auf alle 173 Zimmer, da zeitweilig ein Teil des Dolder Grand Hotels geschlossen war.

Verlust eines Grosskongresses

Wegen Umbau geschlossen Die europäische Vereinigung der Krankenhausdirektoren kann nicht im Davoser Kongresszentrum tagen. Aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Erweiterungsarbeiten wären die Einschränkungen für den Kongress zu gross.


Restauration

23. April 2009 Nr. 17

Qualität im Gastgewerbe

SZENE

Kritische Ereignisse

Abgeschlossener Umbau

Erneuerung der Kartause Ittingen Die Kartause Ittingen hat von Oktober 2008 bis Ostern 2009 das grösste Umbau- und Renovationsvorhaben seit Gründung der Stiftung realisiert. Beim Umbau galt es, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Seminar- und Bankettgäste, der Individualgäste und der Wohnheimbewohner zu berücksichtigen.

Umfassende Qualität ist im Gastgewerbe ein ständiges Bemühen. Peter Mathias Grunder

Nach dem Rundgang geht es los. Während das ungeübte Auge im Gasthof Rössli zu Adligenswil vielleicht das gepflegte Gebäude wahrnimmt, die schönen Blumenkästen oder das tolle Wirtshausschild, sehen die Fachleute mehr: Von Büschen ist die Rede, die den Eingang verengen, von einem etwas nachlässig bestückten Menükasten oder dem Container hinterm Haus, der allzu sehr ins Auge sticht.

Euro 2008

P. GRUNDER

Nachspielzeit für Public-Viewing-Tarif

Markus Sager, Gastgeber im Rössli,

nimmt die Kritik aufmerksam entgegen. Die Kritiker sind seine Kollegen von der Schweizerischen Gilde etablierter Köche. Rafael Saupe, Referent von GastroSuisse, hat sie mit dem Auftrag auf den Rundgang geschickt, «kritische Ereignisse» auszumachen. Es sei «Kritik auf hohem Niveau», stellen die Kollegen zuvorderst klar, das Rössli gehört gewiss nicht zu den Betrieben, die zu viel sind im Schweizer Gastgewerbe. Aber als Übungsanlage ist der Gasthof ideal. Kathrin Fässler Grossen, im Vorstand der Gilde zuständig für Weiterbildung, hat die Veranstaltung organisiert; es geht darum, wie

5

Geballte Kompetenz: Referent, Teilnehmende, Gäste und Gastgeber der Gilde bei einer Schulung in Sachen Qualität.

man Qualität messbar und vergleichbar macht, knapp zwei dutzend engagierte Gilde-Mitglieder sind gekommen, darunter der ganze Vorstand um Präsident René-François Maeder. Das Ziel sei letztlich «ein einheitliches, einfaches und messbares Servicequalitäts-Kontrollsystem», sagt Saupe, der seit Jahren Weiterbildungen durchführt. Auf Grundlage des Qualitätsförderungsprogrammes für den Schweizer Tourismus erhalten die Gilde-Mitglieder aus erster

Hand Informationen und konkrete Anleitungen für die Praxis. Schlüssel des Programms sind die Servicekette und ihre schwachen Glieder, die «kritischen Ereignisse». Die Servicekette besteht aus sämtlichen Teilen einer Dienstleistung, wie sie ein gastgewerblicher Betrieb anbietet: von der Information über die Reservation und Anreise bis zum Essen, dem Service, der Rechnungsstellung, Verabschiedung und Nachbetreuung. Mit Blick auf die Gilde fiel dabei besonders auf, wie komplex

und anforderungsreich einerseits das Gastgewerbe ist. Andererseits und insofern mussten selbst bestandene Gastgeber feststellen, wie viele kritische Ereignisse im gastgewerblichen Alltag selbst vorbildlicher Betriebe einfach passieren.

En bref La Guilde suisse des restaurateurs-cuisiniers a organisé un cours de perfectionnement sur la sécurité de la qualité. Il a révélé qu'il est possible de faire mieux, même dans les établissements exemplaires.

Das Bundesgericht hat kürzlich die Beschwerde von Uefa und SRG bezüglich Public-Viewing-Tarif gutgeheissen. Damit geht der Tarifstreit zurück ans Bundesverwaltungsgericht, welches die Sache nun neu beurteilen muss. Nicht vom Urteil betroffen ist der Tarif GT 3a (Hintergrundunterhaltung), der für Bilddiagonalen von weniger als drei Metern gilt. Für grössere Bildschirme will die Uefa neben unverhältnismässigen Sponsoringauflagen auch höhere Gebühren einkassieren als jene, welche die Verwertungsgesellschaften (u.a. Suisa) und die Nutzer (u.a. GastroSuisse) ausgehandelt haben. Erst wenn der Rechtsstreit entschieden ist, herrscht auch Klarheit darüber, wie sich die Tarife und Bedingungen für die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika gestalten.

ANZEIGE

GJGM58482


Hotellerie

23. April 2009 Nr. 17

Der Check-Out kann je nach Saison und Gast zum Stress werden

Es ist Zeit zu gehen ihm aufs Zimmer und bitte ihn höflich, das Zimmer zu räumen», sagt Renata Beeler vom Hotel Siesta in Flumserberg. Sofern aber nicht Hochbetrieb herrscht und das Zimmer nicht reserviert ist, darf der Gast auch für den selben Preis bis am Abend im Zimmer bleiben. Wichtig sei, dass man flexibel bleibe.

Gegen Mittag muss der Gast das Zimmer räumen. Kommt er der Aufforderung nicht nach, muss sich der Gastgeber etwas einfallen lassen. Luzia Hug

Wenn das Hotel nicht ausgebucht und das entsprechende Zimmer nicht für einen anderen Gast reserviert ist, hat Maria Schuler vom Hotel Restaurant Höfli in Altdorf dem Kunden das Zimmer auch schon bis am Abend überlassen. Ohne Aufpreis. Dies sei zwar nicht die Regel, könne aber vorkommen. «Wenn der Gast allerdings ankommt und sagt ‹ich will, ich will›, stehe ich schon mal auf die Bremse.» Im Seminarhotel Spirgarten in

Zürich Altstetten ist der Check-Out-Termin auf 12 Uhr festgelegt. Dann muss der Gast das Zimmer verlassen, den Schlüssel abgegeben und die Rechnung beglichen haben. Ausnahmen werden nach Verfügbarkeit gestattet.

ARCHIV GJ

Im Hôtel Bellevue in Le Sentier geht es gegen Mittag zu. Eine Frau fragt an der Reception, ob sie das Zimmer noch einen Moment behalten darf, weil ihr Bébé einen Mittagsschlaf machen muss. Die Direktorin Dalila Leuenberger zeigt sich verständnisvoll. Sie könne ja die Mutter und das Kind nicht einfach rauswerfen, sagt die Gastgeberin. Wäre die Bitte allerdings von einer Gruppe von Jugendlichen gekommen, hätte sie nicht so galant reagiert. Es hänge immer von der Situation und von der Kundschaft ab.

Bitte den Schlüssel abgeben und die Rechnung begleichen!

«Wenn jemand um 13 Uhr das Flugzeug nehmen muss und wir das Zimmer nicht benötigen, kann der Gast selbstverständlich noch eine Stunde länger bleiben», erklärt die Direktionsassistentin Nikola Fritz. Manchmal werde auch ein Aufpreis verlangt. Fixe Regeln gebe es aber nicht. Wenn der Gast nicht pünktlich auscheckt, ist es Aufgabe der Gouvernante, das Zimmer zu kontrollieren. Findet sie einen gepackten Koffer vor, sei es meist so,

dass der Kunde nicht verlängern möchte. Ist er allerdings nicht im Hotel, bleibt dem Personal nichts anderes übrig, als auf seine Rückkehr zu warten. Ärgerlich besonders dann, wenn das Haus ausgebucht und das Zimmer versprochen ist. «Wir haben auch schon einen gepackten Koffer aus dem Zimmer genommen und am Empfang deponiert», sagt Nikola Fritz.

Flexibel sein , Geduld aufbringen und höflich bleiben. Auch nach Ablauf der offiziellen Check-Out-Zeit bieten die Hoteldirektionen den Gästen die Möglichkeit, ihr Gepäck bis zur Abreise in einem Raum einzustellen. Dalila Leuenberger vom Hôtel Bellevue in Le Sentier hat für eine Gruppe auch schon zwei Zimmer offen gelassen, damit, wer mochte, noch eine Dusche nehmen konnte. Um sich nicht mit verspäteten Abreisern herum zu ärgern, schenkt die Direktorin den Gästen quasi eine Stunde. Obwohl der eigentliche Check-Out auf Mittag festgelegt ist, ist in den Zimmern zu lesen, dass bis 11 Uhr der Schlüssel abgegeben werden muss. «So ist der Kunde bestimmt bis am Mittag draussen und ich gehe kein Risiko ein.»

7

CHECK IN Höchstes Haus in Nidwalden

Ein Spuk-Hotel Der Littauer Immobilienunternehmer Hermann Beyeler will auf der Spychermatt in Stans ein 70 Meter hohes Haus bauen. Im zukünftig höchsten Gebäude von Nidwalden soll ein Vier-Sterne-Hotel mit bis zu 150 Zimmern, zwei Restaurants, Läden, Büros und Wohnungen entstehen. Das Hotel soll ausgerechnet an der Stelle eines bekannten Spukhauses zu stehen kommen. Im Haus hätten sich derart unheimliche Geschehnisse ereignet, dass der ehemalige Eigentümer, Melchior Joller, ein Anwalt und liberaler Nationalrat, 1862 die Flucht ergriffen haben soll. Der Nidwalder Regierungsrat befürwortet das Projekt, es wird zur Volksabstimmung kommen.

Umbau von Best Western Premier Hotel Glockenhof

Bagger sind abgefahren In den letzten fünf Monaten wurde für acht Millionen Franken der Ostteil des Zürcher Stadthotels bei laufendem Betrieb modernisiert. Es war die fünfte Bauetappe in acht Jahren. Mit dem Umbau verringerte sich die Anzahl der Zimmer im Hotel zugunsten mehr Platz für die Gäste, wie der Betrieb mitteilte. ANZEIGE

Auch wenn die Hotels einen Check-Out-Termin festgelegt haben, waltet oftmals Menschenverstand über Uhrzeit. Man müsse sich anpassen, sagt Leuenberger. Es sei ein bisschen wie mit den Gesetzen. Auch wenn etwas vorgeschrieben ist, heisst das nicht automatisch, dass es genau so auch ausführbar sei.

En français

«Wenn ein Gast nicht pünkt-

lich abreist, telefoniere ich

Page 15

Das Hotel Blume in Baden wird von interessierten Besuchern regelrecht überrannt

Die Blume hat sich geöffnet Glückwünsche entgegen und beantworteten immer wieder Fragen der Besucher. Mit diesem regelrechten Ansturm von Interessenten haben die beiden nicht gerechnet. Seit dem frühen Nachmittag bis in die Abendstunden führte Patrik Erne alle 30 Minuten eine Hotelführung durch. Mit Erfolg, wie sich zeigte: «Jede halbe Stunde warteten Personen darauf, das Haus zu besichtigen. Und es waren immer wieder andere.» L. HUG

Der Tag der offenen Türe im Hotel Blume in Baden ist in der Bevölkerung auf grosses Interesse gestossen. «Wir sind völlig überrannt worden», sagt Gastgeber Silvio Erne. Seit fünf Jahren führt er zusammen mit seinem Bruder Patrik in der neusten Generation den Betrieb im Bäderquartier. Nach einer sanften Renovierung haben die Brüder am vergangenen Freitag zum «Tag der offenen Blume» eingeladen. Freunde, Nachbarn, Kunden,

Handwerker sind der Einla-

Das Atrium des Hotels Blume: Ein Hauch von Süden.

Patrik und Silvio Erne (v.l.).

dung gefolgt und haben vom 1840 erbauten Atrium über das hauseigene Römerbad bis hin zur Orchideen-Suite für Verliebte, die aufgeblühte Blume bestaunt. Der Apéro im historischen Haus und die leisen Klänge einer Pianistin

im Jugendstilsaal, vermochten die Gäste in eine vergessene Zeit zu versetzen. Und inmitten der Märchenkulisse bewegten sich die Gebrüder Erne, begrüssten da einen Gast, nahmen hier

1973 übernahmen die Eltern,

Johann und Heidi Erne das Hotel. Oft belächelt, da sie eine solche «Bruchbude» kauften. «Das Geld hätten sie gleich in die Limmat werfen können», zitiert Patrik die Stimmen von früher und ist sichtlich froh darüber, dass seine Eltern dies nicht getan haben. Luzia Hug

GJGM58046


Hotellerie

23. April 2009 Nr. 17

Der Check-Out kann je nach Saison und Gast zum Stress werden

CHECK IN

Es ist Zeit zu gehen

Höchstes Haus in Nidwalden

Ein Spuk-Hotel Der Littauer Immobilienunternehmer Hermann Beyeler will auf der Spychermatt in Stans ein 70 Meter hohes Haus bauen. Im zukünftig höchsten Gebäude von Nidwalden soll ein Vier-Sterne-Hotel mit bis zu 150 Zimmern, zwei Restaurants, Läden, Büros und Wohnungen entstehen. Das Hotel soll ausgerechnet an der Stelle eines bekannten Spukhauses zu stehen kommen. Im Haus hätten sich derart unheimliche Geschehnisse ereignet, dass der ehemalige Eigentümer, Melchior Joller, ein Anwalt und liberaler Nationalrat, 1862 die Flucht ergriffen haben soll. Der Nidwalder Regierungsrat befürwortet das Projekt, es wird zur Volksabstimmung kommen.

Gegen Mittag muss der Gast das Zimmer räumen. Kommt er der Aufforderung nicht nach, muss sich der Gastgeber etwas einfallen lassen. Luzia Hug

Wenn das Hotel nicht ausgebucht und das entsprechende Zimmer nicht für einen anderen Gast reserviert ist, hat Maria Schuler vom Hotel Restaurant Höfli in Altdorf dem Kunden das Zimmer auch schon bis am Abend überlassen. Ohne Aufpreis. Dies sei zwar nicht die Regel, könne aber vorkommen. «Wenn der Gast allerdings ankommt und sagt ‹ich will, ich will›, stehe ich schon mal auf die Bremse.» Im Seminarhotel Spirgarten in

Zürich Altstetten ist der Check-Out-Termin auf 12 Uhr festgelegt. Dann muss der Gast das Zimmer verlassen, den Schlüssel abgegeben und die Rechnung beglichen haben. Ausnahmen werden nach Verfügbarkeit gestattet. «Wenn jemand um 13 Uhr das Flugzeug nehmen muss und wir das Zimmer nicht benötigen, kann der Gast selbstverständlich noch eine

Stunde länger bleiben», erklärt die Direktionsassistentin Nikola Fritz. Manchmal werde auch ein Aufpreis verlangt. Fixe Regeln gebe es aber nicht. Wenn der Gast nicht pünktlich auscheckt, ist es Aufgabe der Gouvernante, das Zimmer zu kontrollieren. Findet sie einen gepackten Koffer vor, sei es meist so, dass der Kunde verlängern möchte. Ist er allerdings nicht im Hotel, bleibt dem Personal nichts anderes übrig, als auf seine Rückkehr zu warten. Ärgerlich besonders dann, wenn das Haus ausgebucht und das Zimmer versprochen ist. «Wir haben auch schon einen gepackten Koffer aus dem Zimmer genommen und am Empfang deponiert», sagt Nikola Fritz. «Wenn ein Gast nicht pünktlich abreist, telefoniere ich ihm aufs Zimmer und bitte ihn höflich, das Zimmer zu räumen», sagt Renata Beeler vom Hotel Siesta in Flumserberg. Sofern aber nicht Hochbetrieb herrscht und das Zimmer nicht reserviert ist, darf der Gast auch für den selben Preis bis am Abend im Zimmer bleiben. Wichtig sei, dass man flexibel bleibe. Flexibel sein, Geduld aufbrin-

gen und höflich bleiben. Auch nach Ablauf der offiziellen Check-Out-Zeit bieten die Hoteldirektionen den Gästen die Möglichkeit, ihr Gepäck bis zur Abreise in einem Raum einzustellen. Dalila Leuenberger vom Hôtel Bellevue in Le Sentier hat für eine Gruppe auch schon zwei Zim-

Umbau von Best Western Premier Hotel Glockenhof

Bagger sind abgefahren In den letzten fünf Monaten wurde für acht Millionen Franken der Ostteil des Zürcher Stadthotels bei laufendem Betrieb modernisiert. Es war die fünfte Bauetappe in acht Jahren. Mit dem Umbau verringerte sich die Anzahl der Zimmer im Hotel zugunsten mehr Platz für die Gäste, wie der Betrieb mitteilte. ANZEIGE

ARCHIV GJ

Im Hôtel Bellevue in Le Sentier geht es gegen Mittag zu. Eine Frau fragt an der Reception, ob sie das Zimmer noch einen Moment behalten darf, weil ihr Bébé einen Mittagsschlaf machen muss. Die Direktorin Dalila Leuenberger zeigt sich verständnisvoll. Sie könne ja die Mutter und das Kind nicht einfach rauswerfen, sagt die Gastgeberin. Wäre die Bitte allerdings von einer Gruppe von Jugendlichen gekommen, hätte sie nicht so galant reagiert. Es hänge immer von der Situation und von der Kundschaft ab.

7

Bitte den Schlüssel abgeben und die Rechnung begleichen!

mer offen gelassen, damit, wer mochte, noch eine Dusche nehmen konnte. Um sich nicht mit verspäteten Abreisern herum zu ärgern, schenkt die Direktorin den Gästen quasi eine Stunde. Obwohl der eigentliche Check-Out auf Mittag festgelegt ist, ist in den Zimmern zu lesen, dass bis 11 Uhr der Schlüssel abgegeben werden muss. «So ist der Kunde bestimmt bis am Mittag draussen und ich gehe kein Risiko ein.»

Auch wenn die Hotels einen

Check-Out-Termin festgelegt haben, waltet oftmals Menschenverstand über Uhrzeit. Man müsse sich anpassen, sagt Leuenberger. Es sei ein bisschen wie mit den Gesetzen. Auch wenn etwas vorgeschrieben ist, heisst das nicht automatisch, dass es genau so auch ausführbar sei.

En français Page 15

Das Hotel Blume in Baden wird von interessierten Besuchern regelrecht überrannt

Die Blume hat sich geöffnet Glückwünsche entgegen und beantworteten immer wieder Fragen der Besucher. Mit diesem regelrechten Ansturm von Interessenten haben die beiden nicht gerechnet. Seit dem frühen Nachmittag bis in die Abendstunden führte Patrik Erne alle 30 Minuten eine Hotelführung durch. Mit Erfolg, wie sich zeigte: «Jede halbe Stunde warteten Personen darauf, das Haus zu besichtigen. Und es waren immer wieder andere.» L. HUG

Der Tag der offenen Türe im Hotel Blume in Baden ist in der Bevölkerung auf grosses Interesse gestossen. «Wir sind völlig überrannt worden», sagt Gastgeber Silvio Erne. Seit fünf Jahren führt er zusammen mit seinem Bruder Patrik in der neusten Generation den Betrieb im Bäderquartier. Nach einer sanften Renovierung haben die Brüder am vergangenen Freitag zum «Tag der offenen Blume» eingeladen. Freunde, Nachbarn, Kunden,

Handwerker sind der Einla-

Das Atrium des Hotels Blume: Ein Hauch von Süden.

Patrik und Silvio Erne (v.l.).

dung gefolgt und haben vom 1840 erbauten Atrium über das hauseigene Römerbad bis hin zur Orchideen-Suite für Verliebte, die aufgeblühte Blume bestaunt. Der Apéro im historischen Haus und die leisen Klänge einer Pianistin

im Jugendstilsaal, vermochten die Gäste in eine vergessene Zeit zu versetzen. Und inmitten der Märchenkulisse bewegten sich die Gebrüder Erne, begrüssten da einen Gast, nahmen hier

1973 übernahmen die Eltern,

Johann und Heidi Erne das Hotel. Oft belächelt, da sie eine solche «Bruchbude» kauften. «Das Geld hätten sie gleich in die Limmat werfen können», zitiert Patrik die Stimmen von früher und ist sichtlich froh darüber, dass seine Eltern dies nicht getan haben. Luzia Hug

GJGM58046


GastroIdeen

23. April 2009 Nr. 17

TRENDS Romer’s Hausbäckerei

Leckeres und gesundes Brot Omega-3-Fettsäuren fördern Vitalität, Fitness sowie Wohl-

Stahl Wäschereimaschinenbau und Gehrig Group spannen zusammen

NOTIZEN

Zusammenarbeit

Wirtschaftskrise

Die Firma Stahl Wäscherei-

Epheser Silver Olive

Erneute Auszeichnung Das auf dem Landgut AbU-Hayat hergestellte, feinste Epheser Olivenöl hat auch in diesem Jahr einen Preis am internationalen Olive Oil Award erhalten. Nach den Auszeichnungen in den Jahren 2005, 2007 und 2008 konnte nun die Qualität noch weiter gesteigert werden und es reichte für die sensationelle Silbermedaille. www.deliandmore.com

Museum Luzern

«100% Schokolade» So heisst die neue Sonderausstellung im Historischen Museum Luzern. Bis Ende August informiert sie über Geschichte und aktuelle Möglichkeiten der süssen Verführung. Zentralschweizer Konditor- und Confiseur-Lehrlinge stellen 28 Schaustücke aus. In einem über hundertjährigen Stollwerck-Automaten kann eigenhändig eine speziell für die Ausstellung kreierte Milchschokolade bezogen werden. www.hmluzern.ch

Alles auf einmal

Das neue Jobjournal GastroJournal und GastroSuisse lancieren gemeinsam

mit Gastro Facts das neue Stellenportal für die Branche. Mit einer einzigen Buchung erscheint das Inserat gleich mehrmals – ein voller Erfolg. www.gastrojournal.ch www.gastrofacts.ch

maschinenbau GmbH in Sindelfingen fertigt seit 100 Jahren qualitativ hochwertige Wäschereimaschinen, Wäschetrockner und Mangeln für die professionelle Textilpflege des gewerblichen Bedarfs an. Gehrig Group AG, als führender Partner für professionelle Gastronomielösungen der Hotellerie, Gastronomie, Heime und Spitäler, hat per 1. April 2009 flächendeckend für die ganze Schweiz den Gesamtvertrieb und den Kundendienst von Produkten der Stahl Wäschereimaschinenbau GmbH übernommen. Von den vier Standorten Ball-

wil, Glattbrugg, Renens und Gravesano aus bearbeitet die Gehrig Group AG den gesamten schweizerischen Markt mit einem dichten Netz von 90 Technikern und Kundenberatern.

Die Stahl-Bügelmaschine.

Die Gehrig AG mit Sitz in Ballwil LU ist eine Tochtergesellschaft der V-ZUG Gruppe. Zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft Belimed AG arbeiten rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Gastgewerbe, Industrie, Infection Control und Kundendienst. Mit 15 Lehrlingen in den technischen Berufen ist die Gehrig AG in der Region Seetal ein wichtiger Ausbildungsbetrieb.

leistungsfähige und reaktionsschnelle Serviceund Pikettorganisation in allen Landesteilen stellt sicher, dass Gehrig-Geräte zuverlässig ihren Dienst leisten. Die eigene Entwicklung, Forschung und Produktion erlauben dem Betrieb, in Zusammenarbeit mit dem Marketing, sich in Bezug auf Technologie und Umweltverträglichkeit stets an vorderster Front zu bewegen. Gehrig ist klarer Marktführer bei den

Eine

gewerblichen Geschirrspülern für den Gastronomiebereich. Erfolgreiche Betriebe setzen auf Gehrig und damit auf bewährte, langlebige und robuste Schweizer Technik.

Effizienz-Steigerung realisiert werden. Nestlé Frisco Findus will bewusst in seine Kunden investieren, um sie in der heutigen Zeit als Partner mit

einem wichtigen Beitrag zu unterstützen. Weiterhin steht eine ganzheitliche Betreuung und Versorgung der Kunden im Vordergrund. So können sie auf eine telefonische und persönliche Beratung durch

Nestlé Frisco Findus bietet

Milchproduzenten

eine hohe Produkte-Qualität, welche die Vorgaben der Schweizerischen Lebensmittelgesetzgebung in vielen Aspekten übertrifft. Auch eine umfassende Serviceleistung wie individuell gestaltete Glacé-Karten und Werbematerial gehören zu den Stärken des Anbieters.

Rekordmenge an Milch produziert

www.gehriggroup.ch

www.nestleprofessional.com

FÜR SIE GEFAHREN

FÜR SIE GELESEN

Gewissermassen als Massstab

100 geniale Praxistipps

Einmal mehr demonstriert Chrysler mit dem neuen Grand Voyager, dass das Original der Minivans Massstäbe zu setzen weiss: Mit seinem neuen Innenund Aussendesign und mehr als 30 neuen und verbesserten Komponenten wird die Messlatte im Bereich Minivan sehr hoch gesetzt. Gleichzeitig erlebt sein Sechsgang-Automatikgetriebe sowohl in Kombination mit dem 3,8 LiterV6-Benzin- als auch mit dem 2,8-Liter-Turbodieselmotor seinen grossen Auftritt. Wer sich hinter das Lenkrad des neuen Grand Voyager setzt, sitzt höher als in jeder Limousine und

Der Autor Helmut Kammerer kennt sich aus in Gastronomie und Hotellerie. Er ist jeden Tag selbst in der Praxis tätig, berät Betriebe, entwirft Konzepte und sieht die Fehler, die tagtäglich gemacht werden. Dabei wären häufig nur kleine Veränderungen nötig, um Grosses zu bewirken. Aber «dafür ist doch keine Zeit». Aus diesem Grund hat Helmut Kammerer 100 Praxistipps verfasst, die kurz, klar und präzise den Weg zu mehr Erfolg erläutern. Jeder Tipp ist auf einer Seite abgefasst, so dass sie auch dem gestress-

darf sich einer unvergleichlichen Übersichtlichkeit erfreuen. Ob Gastronom, Hotelier oder Grossfamilie, der neue Grand Voyager vermittelt nicht nur ein sicheres und stabiles Fahrvergnügen, er erfreut auch durch eine exklusive Ausstattung, die jede Fahrt, ob mit Familie oder Geschäftspartner, zu einem Vergnügen macht. Der 3,8-Liter-Benziner ist ab 45990 Franken, der 2,8 CRD ab 48990 Franken zu haben. Der Turbodiesel gibt sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,3 Litern und der 3,8-Benziner mit 12,7 Litern auf 100 Kilometer zufrieden. www.chrysler.ch

Emminent hebt nicht ab

Spezialisten und auf eine zuverlässige, schweizweite Lieferung bis direkt in den Tiefkühler zählen.

Der Betrieb steckt Know-how, Erfahrung, Engagement und Innovationen in seine Produkte und Dienstleistungen – für den Erfolg der Kunden.

Preise unter dem Hammer Nestlé Frisco Findus, der Marktführer im Glacé- und Tiefkühlprodukte-Bereich, unterstützt seine Kunden aus der Gastronomie mit Preisabschlägen auf 88 Tiefkühlprodukte.

Emmis Energy-Drink

Das Milchgetränk mit Früchten, Taurin und Guarana-Extrakt droht bereits ein halbes Jahr nach der Lancierung zu scheitern. Trotz einer millionenteuren Werbekampagne sind die Verkäufe bei Grossverteilern und in Tankstellenshops viel geringer als erwartet. Ein Rückzug aus den Schweizer Läden kommt für Emmi vorläufig nicht in Frage. Im zweiten Testmarkt Portugal wird das Getränk schon bald aus den Regalen verschwinden. www.emmi.ch

Nestlé Frisco Findus: Preisabschlag auf Tiefkühlprodukte

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten will der Betrieb ein starker und verlässlicher Partner sein. Dieses Entgegenkommen konnte einerseits durch die preisliche Entspannung auf gewissen Rohstoffen und anderseits dank einer erneuten

Weniger Wein getrunken Vergangenes Jahr ist weltweit etwas weniger Wein getrunken worden als 2007. Der Konsum ging um zwei Millionen auf rund 243 Millionen Hektoliter zurück. Wie die internationale Weinorganisation OIV in Paris mitteilte, sei dies zum einen auf die Wirtschaftskrise, zum anderen auf die Rodungspraxis in europäischen Weingebieten zurückwww.oiv.int zuführen.

Die Gehrig Group AG hat den

Vertrieb und den Kundendienst von Stahl Wäschereimaschinenbau GmbH in der Schweiz übernommen.

befinden und leisten im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung einen Beitrag zur Gesundheit. Romer’s Hausbäckerei bringt ein Brot namens TradiLin auf den Markt, das diese Omega-3-Fettsäuren enthält und eine wohlschmeckende Bereicherung für jeden Frühstückstisch darstellt. www.romers.ch

9

ten Gastronomen und Hotelier hilfreich sind. Jedes Thema steht für sich und kann auch separat gelesen werden: Thema, das interessiert, einfach aufschlagen, lesen und umsetzen. Das Buch behandelt die Gebiete Kaufmännisches, Mitarbeiter, Marketing, Verkauf und Strategie und kostet 49,90 Franken. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

In einem turbulenten Jahr haben die Schweizer Milchproduzenten (SMP) mehr Milch produziert als jemals zuvor. Die vermarktete Milchmenge stieg um 5 Prozent auf über 3,4 Millionen Liter. Grund dafür war, laut Angaben der Schweizer Milchproduzenten, nicht zuletzt die Milchpreiserhöhung im Sommer. www.swissmilk.ch

Nahrungsmittel

Gewinn stagniert Der Nahrungsmittelhersteller Hügli hat 2008 nicht mehr verdient. Trotz eines kräftigen Umsatzwachstums stagnierte der Gewinn bei 18,8 Millionen Franken. Wie das Unternehmen mitteilte, sind vor allem Wechselkurs-Einflüsse daran schuld. www.huegli.com


10

GastroSuisse

23. April / 23 avril 2009 Nr. / No 17

Einladung zur

Invitation à la

Invito a

118. Delegiertenversammlung

118e assemblée des délégués

118a assemblea dei delegati

Interne Delegiertenversammlung

Assemblée interne des délégués

Assemblea dei delegati interna

vom Dienstag, 19. Mai 2009, 9 Uhr, Schulhaus Turmatt, 6370 Stans NW

du mardi 19 mai 2009 à 9 h Schulhaus Turmatt, 6370 Stans NW

martedì 19 maggio 2009, ore 9 Schulhaus Turmatt, 6370 Stans NW

Traktanden Referenten: K. Künzli

Dr. F. Hew

1. 2. 3. 4.

T. Zbinden

5.

Ch. Burri

6.

K. Künzli T. Zbinden K. Künzli

7. 8. 9.

K. Künzli K. Künzli

10. 11.

Ordre du jour

Eröffnungsansprache Wahl der Stimmenzähler Protokoll vom 27. Mai 2008 in St. Gallen Diskussion und Abnahme des Jahresberichtes 2008 Diskussion und Abnahme der Jahresrechnung 2008 Bericht der Geschäftsprüfungskommission und Déchargeerteilung Wahl der Kontrollstelle Festlegung des Jahresbeitrages 2010 Anträge 9.1 Anträge des Vorstandes / der Präsidentenkonferenz 9.2 Anträge der Kantonalsektionen Ehrungen Varia

Öffentliche Delegiertenversammlung von 11.15 Uhr

1. Begrüssung 2. Grussworte aus dem Kanton Nidwalden: Urs Emmenegger, Präsident GastroNidwalden Regierungsrat Gerhard Odermatt, Volkswirtschaftsdirektor 3. Ehrungen 4. Dr. Florian Hew, Direktor GastroSuisse, Zürich 5. Gastreferent: Dr. Rudolf Stämpfli, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes 6. Schlusswort Schluss der Tagung um ca. 12.30 Uhr

Orateurs: K. Künzli

F. Hew

1. 2. 3. 4.

T. Zbinden

5.

Ch. Burri

6.

K. Künzli T. Zbinden K. Künzli

7. 8. 9.

K. Künzli K. Künzli

10. 11.

Trattande

Allocution de bienvenue Election des scrutateurs Procès-verbal du 27 mai 2008 à St-Gall Discussion et approbation du rapport annuel 2008 Discussion et approbation des comptes annuels 2008 Rapport de la commission de contrôle de gestion et décharge Elections de l’office de contrôle Fixation des cotisations 2010 Motions 9.1 Motions du conseil / de la conférence des présidents 9.2 Motions des sections cantonales Hommages Divers

Relatori: K. Künzli

Dr. F. Hew T. Zbinden Ch. Burri K. Künzli T. Zbinden K. Künzli

K. Künzli K. Künzli

1. Discorso d’apertura 2. Scelta degli scrutatori 3. Verbale dell’AD del 27 maggio 2008, tenutasi a San Gallo 4. Discussione e approvazione del rendiconto annuo del 2008 5. Discussione e approvazione del conto annuo 2008 6. Resoconto della commissione di verifica aziendale e scarico del mandato 7. Elezione dell’ufficio di controllo 8. Fissazione della quota annuale 2010 9. Mozioni 9.1 Mozioni del consiglio / della conferenza dei presidenti 9.2 Mozioni delle sezioni cantonali 10. Onoranze 11. Varia

Assemblée publique des délégués à 11h15

1. Allocution de bienvenue 2. Discours de bienvenue dans le canton de Nidwald, Urs Emmenegger, président GastroNidwalden Gerhard Odermatt, conseiller d’Etat, directeur de l’économie publique 3. Hommages 4. Florian Hew, directeur GastroSuisse, Zurich 5. Orateur-invité: Rudolf Stämpfli, président de l’Union patronale suisse 6. Conclusion

Fin de l’assemblée vers 12h30

Assemblea dei delegati pubblica ore 11.15

1. Benvenuto 2. Saluti dal canton Nidwalden: Urs Emmenegger, presidente GastroNidwalden Consigliere di stato Gerhard Odermatt, Direttore del dipartimento economia 3. Onoranze 4. Florian Hew, dr., Direttore GastroSuisse, Zurigo 5. Discorso dell’ospite: Dr. Rudolf Stämpfli, presidente dell’Unione svizzera degli imprenditori 6. Discorso di conclusione Conclusione del convegno alle ore 12.30 circa

Départ à la retraite de Louis Despont, conseiller gastro de SWICA

«Merci beaucoup pour l’engagement exceptionnel» Louis Despont, conseiller gastro de SWICA en Suisse romande, a pris sa retraite le 31 mars 2009. En tant que conseiller gastro, le domaine des assurances de personnes n’avait plus de secret pour lui. En reconnaissance des services rendus à la branche, il a été élu membre d’honneur de GastroVaud en juin 2008. Louis Despont est resté fidèle

à la branche des assurances depuis son apprentissage de commerce à la Vaudoise. Expert en assurances à 26 ans, il rejoint la Caisse-Maladie

Louis Despont.

Suisse d’Entreprises (section hôteliers-restaurateurs) en 1970 qui fusionnera plus tard avec SWICA Organisation de santé. Il y acquiert un grand savoir-faire et est promu fondé de pouvoir le 1er octobre 1985. A partir de ce moment-là, il sillonne la Suisse romande, à l’exception du canton de Genève, en qualité de conseiller gastro pour SWICA. De septembre 2006 jusqu’à son départ à la retraite, il conseille exclusivement des clients du Valais. Son amabilité naturelle et ses compétences ont été très appréciées par de nombreux

hôteliers, restaurateurs et cafetiers. SWICA remercie Louis Despont pour son engagement exceptionnel et lui souhaite une bonne santé et beaucoup de bonheur au sein de sa famille ainsi que dans la pratique de ses activités favorites qui sont notamment le chant et la cueillette de champignons.

Numa Dumoulin.

Son successeur, le conseiller gastro Numa Dumoulin (28 ans), a repris ses fonctions le 1er avril 2009. Sa mission est de conseiller les clients du

Valais, un canton qu’il parcourt déjà pour SWICA depuis le 1er janvier 2009. Nous sommes convaincus que les bonnes relations nouées entre les représentants de l’hôtellerie-restauration et SWICA se poursuivront dans le même esprit qu’avec Louis Despont. Pour tout renseignement complémentaire sur l’assurance de la Fédération SWICA/ GastroSuisse, veuillez contacter: tél. 0800 80 90 80, fax 052 244 22 90, swica@swica.ch, www.swica.ch


Pages françaises

23 avril 2009 No 17

La robotique est appelée à se banaliser dans l’hôtellerie-restauration

Esbroufe puis nécessité appris son rôle d’hôte(esse) d’accueil et s’y adonne dans des entreprises. Il sait aussi servir des plateaux avec des repas et des boissons. Deux autres robots-serveurs humanoïdes ont été engagés l’été 2006 au restaurant Robot Kitchen, à Hong Kong. L’un prend les commandes sur son écran tactile et les envoie en cuisine, l’autre sert les plats. Mais leurs compétences sont limitées et le restaurant a dû se résoudre à engager des humains pour les aider ainsi que d’autres robots pour faire patienter les clients en dansant sur les tables jusqu’à l’arrivée des plats.

Après la borne interactive à l’hôtel ou à l’aéroport, en passant par l’écran tactile de commande au restaurant, l’automatisation est en plein essor. Et la robotisation menace… Marie-Thérèse Page Pinto

Les anciens en ont rêvé: l’automatisation d’un établissement public était, paraît-il, déjà un sujet en 1939, époque où la Suisse s’affirmait à la Landi de Zurich, fière de sa technologie comme de son patriotisme face au voisin d’outreRhin qui avait osé l’Anschluss. Aujourd’hui, l’un des exemples frappants de ce que peut offrir l’automatisation dans un restaurant vient de Nuremberg. Deux générations après le procès qui rendit célèbre la cité de Franconie par ailleurs toujours fort courue pour son marché de Noël.

A Londres, dans le quartier de Soho, le restaurant Inamo possède un autre type de tables. Lumineuses et à écran tactile, elles per-

SBAGGERS.DE

Le ‘s Baggers de Nuremberg est puissamment automatisé. Le client dispose d’un écran tactile pour commander et s’informer du temps jusqu’à la livraison, d’un appareil pour régler sa note avec sa carte de crédit. Le plat parvient ensuite à sa place via un système de rails «avec passion et perfection», selon le site internet du restaurant, qui axe son marketing sur une philosophie basée sur la totale satisfaction du client. Le modèle de base de la table avec des rails est conçu pour treize convives, disponible aussi en leasing sur quatre ans. A l’heure où les Italiens viennent d’équiper les rues de robots à pizza, les tables automatisées ont leur place pour les consommateurs avides de nouveautés et les restaurateurs qui souhaitent restreindre leur personnel.

La domotique se développe aussi en

Le restaurant ‘s Baggers et ses tables munies de rails.

mettent aux clients de commander mais aussi de réserver un taxi pour le retour chez eux.

Après l’automatisation, l’ère de la robotisation est sur le point d’éclore. Asimo, le robot de Honda, a déjà

L’automatisation profite à l’hôtellerie Parmi les secteurs où l’automatisation permet de réduire les frais de personnel, l’hôtellerie. Réception virtuelle, automates à boissons, surveillance électronique, sans parler des systèmes de réservation et de paiement sont autant de moyens à disposition des hôteliers. Le sujet a fait les gros titres de la presse d’outre-Sarine il y a quelques jours. A Waldkirch, dans le canton de Saint-Gall, l’ancienne tour de la Landi se transforme en

un hôtel de quatorze chambres, le Tower-Hotel, entièrement automatisé. Son propriétaire Sepp Oberholzer l’ouvrira en juillet. En Suisse romande, le groupe Hôtels et Patrimoine a ouvert un hôtel automatisé de 26 chambres l’été 2006 au cœur de Lausanne. Le Boulevard a ainsi réduit les frais de personnel de 68% à moins de 20 pour cent. Là, la réception virtuelle est gérée par La Couronne, un autre hôtel du groupe, à Morges. mtpp

cuisine. En Chine, un retraité a inventé un robot-cuistot équipé d’une cuisine dans son dos et d’un ordinateur entre les jambes. Toujours dans l’Empire du milieu, un AIC (Artificial Intelligent Cooking) a été présenté à la foire high-tech chinoise de 2006. Conçu en collaboration avec des chefs cuisiniers, il est capable de préparer divers plats. Certes, le robot-cuistot et autres ro-

bots humanoïdes ne permettent pas encore de réduire les frais de personnel. La robotisation se situe aujourd’hui entre esbroufe et nécessité. Comme, il y a peu de temps encore, l’accès à l’internet sans fil. L’un des secteurs où les progrès technologiques sont capables de rendre actuellement d’éminents service est l’automatisation des hôtels de petite taille, notamment via la réception virtuelle (lire l’encadré). En supprimant des emplois non ou peu qualifiés, les techniques du XXIe siècle en créent d’autres, qui exigent des compétences pointues. Petits ou grands, les entrepreneurs de l’hôtellerie et de la restauration ne pourront longtemps s’y soustraire.

Auf Deutsch

11

Gros Plan

Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE «El Bulli» pour la 4e fois

Anglais sous le charme espagnol Ferran Adria (photo), l’inventif patron du «El Bulli», l’établissement de la région de Rosas, en Catalogne, a été désigné, lundi, pour la quatrième fois consécutive «meilleure table du monde» par la revue britannique «Restaurant Magazine». La prédilection des Anglais ne s’arrête pas à la cuisine moléculaire, puisque quatre restaurants ibériques sont classés dans le top ten par les critiques britanniques. Quant à la Suisse, elle se distingue par une 16e place pour Philippe Rochat.

UEFA et SSR insatiables

La question de la redevance rebondit Avant le coup d’envoi de l’EURO 2008, donné en juin dernier, l’UEFA avait contesté le tarif négocié entre les sociétés de gestion des droits d’auteur et les associations telles que GastroSuisse. L’UEFA revendiquait le droit de toucher une redevance pour la retransmission des matches sur des écrans dont la diagonale est supérieure à trois mètres. Le recours de l’UEFA et de la SSR au Tribunal fédéral ayant été admis, le Tribunal administratif fédéral devra rejuger l’affaire.

Seite 2

Jusqu’à lundi 27 avril

Une nouvelle formule pour l’édition 2009 de Vullyssima

Le 2 mai sur un bateau à Morat Depuis trois ans, les vignerons-enca-

bateau qui sera à quai à Morat entre 11 heures et 20 heures.

droit éminemment touristique et les organisateurs espèrent sensibiliser ainsi davantage de monde. Pour le reste, Vullysima 09 reconduira les animations qui font son succès depuis plusieurs années: dégustation et présentation des vins du Vully par les encaveurs, marché aux légumes sur les quais, restauration avec friture du lac et risotto. Sans oublier le grand concours public de dégustation au terme duquel sera remis au meilleur chasselas et au meilleur pinot noir le «Trophée Vullyssima», comme l’a souligné Alain Besse, vigneron à Mur et président du comité d’organisation. Sur inscription, le public pourra goûter à un menu du terroir servi sur le bateau tant pour la course régulière à midi que pour le tour du lac le soir.

Le choix de Morat constitue une

grande première car jusqu’ici Vullyssima avait jeté son dévolu sur Praz ou Salavaux. Cette fête qui se veut populaire aura lieu dans un en-

A. WINCKLER

veurs vaudois et fribourgeois du Vully font cause commune à l’enseigne de Vullyssima pour présenter le nouveau millésime. Et pour l’édition de cette année, fixée au samedi 2 mai, ils innovent puisque la manifestation se déroulera à bord d’un

Un avant-goût de Vullyssima 09 et du millésime 2008 a été donné aux media via Philippe Corthay, Nicolas Schorderet et Alain Besse.

Le millésime 2008 a été présenté récemment aux media avec les commentaires avisés de Philippe Corthay, œnologue et professeur à l’Ecole d’ingénieurs de Changins. Il

se caractérise par une structure fondée en grande partie sur l’acidité. Un millésime qui a exigé beaucoup de patience mais qui a finalement permis aux vins d’exprimer leurs qualités aromatiques, les raisins ayant été récoltés au meilleur de leur maturité phénolique. Si le chasselas dans les blancs et le

pinot noir dans les rouges demeurent des valeurs de référence, le savoir-faire des vignerons-encaveurs vulliérans des deux cantons s’exprime aussi à travers d’autres cépages ainsi que des assemblages extrêmement intéressants. La complexité de certains vins est même étonnante et elle témoigne du formidable dynamisme de cette région, «boosté» par la jeune génération. «Le vin restant une merveille de communication et de partage», comme l’a pertinemment rappelé Nicolas Schorderet, le tout nouveau secrétaire général de l’Office des vins vaudois (OVV). aw

A Morges éphémère capitale suisse du vin Rappelons que c’est cette fin de semaine et jusqu’à lundi soir que se tiend la quatorzième édition d’Arvinis. Ainsi, Morges redevient l’espace de quelques jours la capitale suisse du vin et des oenophiles. ww. arvinis.com

Faillites d’entreprises

La crise continue à faire des ravages La crise continue à faire des ravages: depuis le début de l’année, 5524 entreprises ont disparu en Suisse. En mars, 428 sociétés ont fait faillite, soit 22,6% de plus qu’à la même période de l'année passée. Au cours des trois premiers mois de 2009, 1223 sociétés se sont déclarées en insolvabilité, une hausse de 18,6% par rapport au premier trimestre de 2008, indique Creditreform.


Restauration

23 avril 2009 No 17

Six restaurateurs neuchâtelois et autant de viticulteurs animent le Mycorama

EDITORIAL

Michel Stangl en voisin

Signaux de fumée sur les terrasses

Le Mycorama est bien plus qu’un musée. Cette année pour la première fois, une demi-douzaine de restaurateurs neuchâtelois y animent des ateliers de dégustation. Marie-Thérèse Page Pinto

M.-TH. PAGE PINTO

Venus certains en voisins, d’autres de loin, mycologues avertis ou simples gourmets, ils étaient une bonne trentaine, les dégustateurs de Michel Stangl et Alain Gerber. Ce dernier jeudi de mars, pour la première fois au Mycorama de Cernier, la collaboration entre des membres de GastroNeuchâtel, pour moitié du Val-de-Ruz, et des encaveurs du vignoble neuchâtelois se concrétisait dans la partie cuisine du palais des champignons. Venu en voisin, le patron de l’Hôtel

de Commune de Dombresson Michel Stangl s’est fait, a-t-il confié à GastroJournal, un «devoir de politique économique d’animer cette maison qui a un certain potentiel». Un pensum accompli avec brio pour des participants débordant eux aussi

Michel Stangl officie dans la partie cuisine du palais des champignons devant un public curieux et ravi.

d’enthousiasme. Vinaigrette de panicaut, pieds de griffolas en risotto à l’ail des ours… les plats cuisinés sur place ont été dégustés en alternance

Encore cinq autres ateliers cette année D’autres ateliers de dégustation de champignons et vins auront lieu cette année au Mycorama de Cernier, les jeudis suivants à 16 heures: Le 30 avril: Sylvain Paratte, Hôtel Alpes et Lac, Neuchâtel, Jungo & Fellmann, Cressier; Le 28 mai: Silvio Giani, Restaurant l’Arrosée, Neuchâtel, Roger Sandoz, Neuchâtel;

Le 24 septembre: Christophe Blandenier, Restaurant des Pontins, Valangin, Domaine de Chambleau, Colombier; Le 29 octobre: Yvan Laubscher, Le Panorama, Saules, Olivier Lavanchy, Neuchâtel; Le 26 novembre: Eric Stoudmann, Le Chapeau de Napoléon, SaintSulpice, Grisoni Domaine SA, Cressier. mtpp

avec la présentation judicieusement commentée des vins, notamment un pinot gris 2008, d’Alain Gerber, encaveur à Hauterive.

est consacrée aux craintes qui traversent les âges face à certaines manifestations émanant des champignons. Bioluminescence (observable en salle obscure), ronds de sorcières, feu de Saint Antoine en sont quelques facettes. www.mycorama.ch

D’autres ateliers de cuisine sont destinés aux enfants de la région. Explication de Jean Keller, président du comité de direction du Mycorama: «Cinq cuisiniers professionnels, dont une Coréenne, y participent. Il s’agit chaque fois de préparer puis déguster une autre recette.»

In Kürze Das Mycorama in Cernier (NE) ist mehr als nur ein Pilz-Museum. Heuer engagieren sich erstmals ein halbes Dutzend Restaurants der Gegend, um den Gästen Spezialitäten aufzutischen, die zum Thema passen: Ein gustativer Anschauungsunterricht als echt bereichernde Animation zum Thema Pilz.

L’exposition annuelle du Mycorama vaut elle aussi le détour. Intitulée «Au diable nos vieux démons», elle

La Guilde Suisse des Restaurateurs & Cuisiniers compte un deuxième membre à Avenches

Philippe Siffert est un jeune cuisi-

nier dynamique qui, après avoir obtenu son CFC de cuisinier à Fribourg, alla parfaire sa formation dans différents établissements tout en obtenant parallèlement son

A. WINCKLER

Le Lacotel entre dans le saint des saints La Guilde Suisse des Restaurateurs & Cuisiniers poursuit son développement en Suisse romande et plus particulièrement dans le canton de Vaud où, avec l’admission du Lacotel et de son patron Philippe Siffert, officialisée par la remise du fameux panonceau, elle compte désormais sept établissements. Avenches peut même s’enorgueillir de donner deux établissements à la Guilde. Le Lacotel – avec deux couronnes – vient en effet de rejoindre l’Hôtel des Bains dont le tenancier Moritz Zürcher – qui fut son maître d’apprentissage – a été d’ailleurs l’un des premiers à venir féliciter Philippe Siffert, ce qui témoigne de la solidarité qui règne entre professionnels de la capitale de l’Helvétie romaine. Consciente que la faible proportion de membres romands constituait son talon d’Achille, la Guilde mène, depuis plusieurs années, à l’initiative de son président René Maeder et de son ambassadeur pour la Suisse romande Francis Hadorn, une politique de recrutement résolue qui porte ses fruits.

Philippe Siffert reçoit le panonceau remis par Francis Hadorn.

diplôme de gestion et exploitation hôtelière à l’Ecole hôtelière de Lausanne. Déjà fort d’une certaine expérience au sein d’une boulangerie et d’un traiteur à Dublin quand il commença son apprentissage chez Moritz Zürcher à l’Hôtel des Bains à Avenches, Philippe Siffert travailla ensuite à l’Hôtel Beau-Rivage à Neuchâtel en qualité de night-audit manager puis il devint sous-chef de cuisine au Treyvaud’s Restaurant à Killarney, en Irlande. Revenu en Suisse, il exploita le Restaurant des Grangettes à Noville puis, dès 2006, l’Hôtel-Restaurant Lacotel à Avenches, où il cumule les fonctions de chef de cuisine et de tenancier.

C’est là que Philippe Siffert a décidé de bâtir son avenir. Cet établissement fut créé en 1986.

Classé trois étoiles, il compte 39 chambres pour 79 lits et trois salles de séminaire. A deux kilomètres d’Avenches sur la route de Salavaux, il est proche du lac. Le restaurant peut accueillir 140 personnes tandis qu’en saison 180 clients peuvent prendre place sur la vaste terrasse. Il y a peu, Philippe Siffert, qui dirige une équipe motivée de quelque 25 employés, a inauguré un restaurant gastronomique – l’Agape – qui n’est ouvert que le soir. C’est là qu’il donne libre cours à son imagination

13

avec des créations personnelles qui révèlent un talent d’artiste certain, à l’instar de ses amuse-bouches. Dans le grand restaurant, on déguste des plats plus classiques tels les filets de perches dont le Lacotel vend quelque 2500 kg par an! Conscient que qui n’avance pas recule, Philippe Siffert planche sur de nouveaux projets. Il envisage de rénover les chambres d’hôtel et les salles de séminaire ainsi que de construire une nouvelle piscine extérieure. Francis Hadorn a dit sa fierté de pouvoir remettre le panonceau de la Guilde à ce professionnel dynamique qui entre dans le saint des saints alors qu’il n’est âgé que de 27 ans. L’ambassadeur de la Guilde n’a pas manqué de rappeler les objectifs de cette dernière et les critères très stricts auxquels sont liées les admissions. Il a souligné également les efforts des membres qui forment tous des apprentis et qui assurent ainsi la pérennité de la profession. Sur le plan caritatif, la Guilde est également très active comme en témoigne sa traditionnelle «Journée risotto» prévue le 1er samedi de septembre et dont les bénéfices iront à la Société suisse des malades de la sclérose en plaques. aw www.lacotel-avenches.ch www.gilde.ch

C’est une première. Depuis ce printemps, la fumée est interdite dans des locaux accessibles au public, notamment de restauration de certains cantons. Un sujet de discussion souvent entendu concerne le champ conflictuel entre les fumeurs et les non fumeurs au sujet des terrasses et des jardins. Les règles du savoir-vivre des fumeurs et la tolérance constituent l’objet de ces discussions. Elles sont pourtant inutiles et superflues, car le cas est aussi clair que l’interdiction de fumer elle-même. Par la surpuissance des deux tiers de non fumeurs, l’électorat a décidé qu’il fallait que la population doive être mise sous tutelle et être déresponsabilisée quant à la fumée. Dès à présent, le verdict de l’Etat remplace les bonnes manières et la raison – c’est la conséquence tragique des interdictions. Les règles sont en soi claires comme jamais auparavant. Avec comme principe que la fumée était autorisée partout où elle n’est pas interdite. En tout temps et en tout lieu. En dehors des locaux fermés, donc dans le jardin d’un restaurant, la fumée n’est pas interdite. Seul le tenancier peut établir des règles éventuelles sur le sol qu’il occupe. Lorsque des cendriers sont mis sur des tables, et qu’il n’y a pas d’autre réglementation, les fumeurs peuvent partir du principe qu’ils ont le droit de fumer. C’est à accepter tel quel et pas autrement. N’en déplaise aux non fumeurs. Romeo Brodmann

A LA CARTE Restaurateurs de Morat

Quatorze bistrots et quatorze cantons Jusqu’au 30 avril, quatorze restaurateurs de la ville de Morat (photo) invitent les gourmets à déguster des spécialités culinaires d’autant de cantons. L’an passé, le sujet de ces semaines gastronomiques avait été consacré aux pays de l’Union européenne. Les tenanciers moratois espèrent confirmer le succès de l’édition précédente de cette animation gustative.

Journée nationale du café

Des bars qui savent tirer juste l’expresso L’Italie a célébré le 17 avril sa première journée nationale de l’expresso. A cette occasion, 350 000 dépliants ont été distribués aux professionnels. Le serveur du bar doit par exemple observer «la règle d’or»: remplir la tasse de «25 millilitres de café en 25 secondes».


Hôtellerie & Tourisme

23 avril 2009 No 17

Le check-out peut devenir stress, en fonction de la saison ou du client de l’hôtel

FLASH

S’il ne redescendait pas

Groupe Accor

Mesures d’économie Le groupe français d’hôtellerie et de services Accor a enregistré au premier trimestre un chiffre d’affaires de 1,61 milliard d’euros, en baisse de 9,6% sur un an, et a décidé de nouvelles mesures d’économies pour 2009 et 2010 afin de contrer la crise, a-t-il annoncé. «Dans un contexte de crise économique sans précédent», le groupe a décidé de ramener à 315 millions d’euros en 2009 et en 2010 ses investissements annuels de rénovation. Ce montant correspond à une réduction de 175 millions d’euros par rapport au montant de 2008.

Le client doit libérer la chambre pour midi. S’il n’obtempère pas, l’hôte doit trouver une astuce pour le convaincre qu’il est temps de partir. Luzia Hug

Si l’hôtel n’est pas complet et

que la chambre n’est pas réservée à un autre client, Maria Studer, du restaurant Höfli, à Altdorf, a eu accepté un client jusqu’au soir. Sans supplément. Ce n’est pas la règle, mais c’est déjà arrivé. «Mais si le client vient et dit ‘je veux, je veux’, je n’hésite pas à tirer le frein à main.» A l’hôtel Spirgarten à Zurich,

spécialisé dans les séminaires, le délai pour le checkout est fixé à midi. Le client doit alors avoir quitté la chambre, rendu la clé et payé la note. Des exceptions sont admises en fonction des disponibilités. «Si quelqu’un doit prendre l’avion à 13 heures et que nous n’avons pas besoin de la chambre, le client peut évidemment rester une heure de plus», déclare

Nikola Fritz, assistante de direction. Parfois, un supplément est demandé, mais il n’y a pas de règle rigide. Si le client n’est pas ponctuel pour procéder au check-out, c’est la tâche de la gouvernante de contrôler la chambre. Si elle trouve une valise faite, c’est généralement parce que le client n’aimerait pas prolonger. Mais s’il n’est pas dans l’hôtel, le personnel ne peut rien faire d’autre qu’attendre son retour. C’est surtout ennuyeux lorsque l’établissement est complet et que la chambre est déjà promise. «Nous avons déjà sorti la valise pour la déposer à la réception», précise Nikola Fritz. «Si un client part ponctuellement, je lui téléphone à la chambre et lui demande poliment de la libérer», affirme Renata Belle, de l’hôtel Siesta à Flumserberg. Mais tant que ce n’est pas la pleine saison et que la chambre n’est pas réservée, le client peut rester jusqu’au soir dans la chambre pour le même prix. Et d’ajouter qu’il est important de rester flexible. Rester flexible, faire preuve de patience et de politesse. Après le délai officiel du check-out, les directions des hôtels offrent à leurs clients la possibilité de déposer leurs bagages dans un local.

Tourisme à Gruyères

Le Tibet dans les Préalpes

ARCHIVES GJ

A l’hôtel Bellevue Le Rocheray (au bord du lac de Joux), c’est bientôt midi. Une femme demande à la réception, si elle peut garder encore la chambre pour un moment, car son bébé doit faire sa sieste. Dalila Leuenberger, la directrice, fait preuve de compréhension. Mais si la demande était venue d’un groupe d’adolescents, elle n’aurait pas eu une réaction aussi attentionnée. Ça dépend toujours de la situation et de la clientèle.

Midi et le client est encore dans sa chambre: il faut réagir, s’adapter à la situation.

Dalila Leuenberger de l’hôtel Bellevue Le Rocheray a déjà laissé ouvertes deux chambres pour un groupe afin que ceux qui le désiraient puissent encore prendre une douche. Pour ne pas avoir d’ennuis avec des clients qui partent tardivement, la directrice offre quasiment une heure à ses clients. Alors même que le check-out pro-

prement dit est fixé à midi, on peut lire dans les chambres que la clé doit être rendue avant 11 heures. «Ainsi, le client est certainement dehors avant midi et je ne prends aucun risque.» Même si les hôtels ont fixé un délai pour le check-out, le bon sens prend souvent le dessus sur l’horloge. Il

Itinéraire gourmand et terroir à travers le canton du Jura et le Jura bernois

Trente restaurants y participent GastroJura et Gastro Jura ber-

nois s’engagent ensemble dans la vaste campagne promotionnelle lancée sous le ti-

tre «Jura, région du goût 2009». Déclenchée par la promotion de Delémont au titre de «Ville suisse du goût

2009», cette campagne, qui bénéficie d’un fort soutien officiel, a pris rapidement une dimension nationale, voire internationale. D’heureuses coïncidences ont en effet contribué à la nomination de la région pour accueillir cet automne deux manifestations d’envergure dans le domaine de la gourmandise. Il s’agit, d’une part, des 6e Olympiades des fromages de Montagnes (19 et 20 septembre à Saignelégier et Bellelay) et de l’autre du 3e Concours suisse des produits du terroir (28 et 29 septembre à Courtemelon/Delémont).

du Jura et du Jura bernois vont, dès juin prochain et jusqu’en novembre, dessiner à travers toute la région un savoureux «itinéraire gourmand». Balisé par autant de tables, cet itinéraire se veut celui de la découverte des saveurs des terroirs jurassiens: de l’Ajoie au Chasseral, en passant par la Prévôté et les Franches-Montagnes, sans oublier les rives du Doubs et la Vallée de Delémont. Pour preuve, chaque partenaire s’engage à «proposer à son menu au moins deux produits reconnus comme produits du terroir régional ou fournis par des producteurs de Bio Jura».

L’attrait et les retombées at-

Résister puis, peut-être, progresser: dans le Jura le bon goût s’affiche.

15

tachés à de tels événements et ceux annoncés par la «Ville du goût 2009» ont tout naturellement amené GastroJura et Gastro Jura bernois à s’associer à cette campagne exceptionnelle dédiée à la célébration des saveurs. Entraînés par leur président respectif Yves Rondez et Fabien Mérillat, une trentaine de restaurateurs du canton

Soucieux d’informer le grand public, GastroJura et Gastro Jura bernois s’apprêtent à s’insérer dans la campagne promotionnelle «officielle» intitulée «Ici, le bon goût fait de la résistance» et à diffuser par milliers un dépliant présentant la carte de «l’itinéraire gourmand» ainsi que les adresses des restaurants partenaires. stad

faut s’adapter, explique Dalila Leuenberger. C’est un peu comme avec les lois. Même si quelque chose est prescrit, cela ne signifie pas automatiquement que c’est de cette façon que cela doit être exécuté.

Auf Deutsch Seite 7

Fin de saison d’hiver

Record Les skieurs n’ont pas boudé

les pistes durant la saison qui s’achève. Ni la crise ni la météo en demi-teinte du weekend dernier n’ont entamé leur enthousiasme. Verbier s’attend à enregistrer un nouveau record. Une hausse de 3% se profile par rapport à l’hiver passé, avec à la clé plus de 1,1 million de journées/skieurs. Cela s’explique en particulier par une forte progression de la clientèle locale. A Morgins, Jacques Nanter-

mod parle également de «très belle saison». Les installations de la station ont fermé dimanche, tandis que celles des autres domaines skiables des Portes du Soleil resteront ouvertes une semaine de plus. Le sourire est aussi de mise côté vaudois. Le bilan de Télé Villars-Gryon a été légèrement supérieur (5%) à celui de l’hiver précédent. Une baisse de 3 à 4% a cependant été constatée au niveau des nuitées dans la station. ats/gj

La ville de Gruyères est riche d’une nouvelle attraction. En effet, un musée consacré au Tibet y a ouvert ses portes. Il présente trente ans de passion pour l’art de ce pays himalayen. Sculptures, peintures et objets rituels se trouvent à la chapelle SaintJoseph, transformée en lieu d’exposition.

Cars postaux suisses

Fréquentation à la hausse en 2009 Près de 115 millions de voyageurs ont emprunté un car postal en 2008. C’est 3,2% de plus que l’année précédente, indique la filiale de la Poste. Les produits d’exploitation de CarPostal ont atteint une valeur record. Le chiffre d’affaires se monte à 604 millions de francs, en hausse de 3,3% par rapport à 2007. Le bénéfice est en revanche en recul de 15%, à 27 millions de francs. Cette baisse est essentiellement due à la hausse des prix du carburant ainsi qu’aux charges supplémentaires de personnel et des matières découlant du renchérissement.

Tourisme fribourgeois

Le directeur puis son second Comme nous l’avions annoncé, Jacques Dumoulin (à gauche sur la photo), directeur de l’Union fribourgeoise du tourisme (UFT), prendra sa retraite à la fin de l’été. Il sera remplacé à la tête de l’organisation faîtière par Nicolas Zapf. Avant même cette nomination, Erich Bapst (à droite), un juriste de 45 ans, vice-directeur de l’UFT, avait fait part de sa volonté de quitter ses fonctions. Après quatorze ans au service du tourisme fribourgeois, il désire donner une nouvelle orientation à sa carrière.


Idées Gastro

23 avril 2009 No 17

NOTICES Danone

Baisse d’activité au 1er trimestre Danone a enregistré au premier trimestre un chiffre d’af-

faires de 3,67 milliards d’euros, en baisse de 2,3% sur un an, en raison de mauvaises ventes en Europe et de la baisse de son activité de produits laitiers frais. A périmètre et taux de change constants, le chiffre d’affaires s’est établi en hausse de 1 pour cent. La baisse du chiffre d’affaires s’explique par un recul des ventes des produits laitiers frais, sa principale activité, et de ses eaux, particulièrement en Europe. www.danone.ch

Bell Holding SA

Objectif de hausse maintenu Le fabricant de produits carnés Bell Holding SA maintient son objectif d’une hausse de 2% du chiffre d’affaires cette année. «Sur les trois premiers mois de 2009, les ventes ont augmenté de 4% en comparaison annuelle», a déclaré Adolphe Fritschi, directeur général. Le chômage partiel n’est pas à l’agenda, pas plus que des licenciements. www.bell.ch

Aryzta AG

Des millions placés à CS La société de participation Lion Capital a vendu l’entier de sa participation à Aryzta AG (ex Hiestand). Les 4 mio d’actions ont été placées par procédure bookbuilding accélérée sous la direction de Credit Suisse Group. www.aryzta.com

Tout en une fois

JobJournal: succès assuré GastroJournal et GastroSuisse lancent ensemble avec Gastro Facts le nouveau portail d’offres d’emploi pour la branche. Avec une seule réservation, l’annonce paraît plusieurs fois – succès assuré. www.gastrojournal.ch www.gastrofacts.ch

19

Cafina ALPHA Coffee Shop

TENDANCES

«Le noir est sexy»

Plus que de l’énergie

De la commande spéciale au

succès en série: le modèle spécial attire vraiment les regards. Il est un bon exemple pour une bonne information aux clients. Depuis 2006, Cafina ALPHA attire l’attention comme machine de prestations très performantes avec ses spécialités de café fraîchement préparées. La fonction et la forme de la Cafina ALPHA sont autant d’étalons dans le monde du design: cinq prix de design de renommée internationale pour le vaisseau amiral témoignent de cet engouement. Car comme fabrication spéciale en noir avec deux récipients pour les fèves qui attirent l’attention, le modèle ALPHA Coffee Shop Cafina connaît une belle popularité. «Le noir est sexy», résume

René Lottenbach, responsable du marketing chez Cafina AG pour décrire la force d’attraction du nouveau modèle. Les deux récipients design pour les fèves font également jaser. Et ce n’est pas tout: ce qui est né comme fabrication spéciale grâce à la collaboration avec un grand de la gastronomique systématique française est, depuis lors, entré avec succès dans la fabrication en série comme modèle spécial produit par centaines. La Cafina AG a été fondée en

Enfin un drink qui plaît, qui rafraîchit et qui approvisionne simultanément le corps avec des vitamines et des sels minéraux équilibrés. Grâce au guarana, une poussée énergétique, saine, naturelle et de longue durée est assurée. Un produit suisse de qualité avec un design cool. www.swiss2drink.ch

Nectar de cranberry

Riche en antioxydants

Le nouveau modèle ALPHA Coffee Shop de Cafina.

1938 et s’est développée depuis en s’adaptant en permanence aux besoins du marché. Le génie dans le développement et la grande volonté de produire les meilleures machines à café ont fait de Cafina ce que l’on peut appeller aujourd’hui tout simplement le design café. Depuis 1988, Cafina est sous

l’étoile du groupe Melitta, une alliance qui ouvre le marché mondial. On peut donc s’attendre encore à de nombreuses inventions et, par

conséquent, à des idées de produits. La vision de Cafina provient autant de la direction de l’entreprise que du service à la clientèle. Aujourd’hui, l’entreprise de Hunzenschwil comprend un centre technologique avec service et logistique ainsi que l’administration et la production avec quelque 150 collaborateurs. Cafina dispose de lignes de production parmi les plus modernes et d’une section de développement parfaitement équipée.

Avec le développement et la

fabrication de machines à café entièrement automatiques, Cafina veut offrir à la restauration et à la restauration d’entreprise la qualité de café la plus élevée. Pour atteindre cet objectif, Cafina réalise avec son équipe de développement des idées qui deviennent des produits novateurs grâce aux analyses et aux observations du marché ainsi qu’au savoirfaire technologique. www.cafina.ch

Romer’s Hausbäckerei

Valser Viva

Petits pains du déjeuner

Création

Un carton contient

Pour un bon départ

dans la journée, un copieux petit déjeuner est indispensable. Mais afin que la performance physique et intellectuelle ne baisse pas jusqu'au repas de midi, il faut un petit coup de fouet énergétique entre deux. Un morceau de pain et une barre de chocolat sont très appréciés.

Pour les gens qui sont actifs

Romer’s Hausbäckerei a réuni

ces deux denrées alimentaires et développé un petit pain pour la pause. Il est de blé de froment et contient de fins morceaux de chocolat.

soixante petits pains pour la pause. Chaque pièce pèse 80 grammes et a donc la taille parfaite pour la petite faim à la pause méritée. La préparation n'est pas compliquée: simplement laisser dégeler et savourer. www.romers.ch

Valser Viva resplendit sous un nouvel emballage design et complète l’assortiment par deux créations fruitées: Valser Viva mangue & goyave et Valser Viva rhubarbe & menthe. Look frais et changement bienvenu pour ce printemps avec des boissons au goût du jour et qui sont de plus pauvres en calories. www.valser.ch

Le nectar de cranberry Ocean Spray® contient des antioxydants (comme de la vitamine C) et du tanin. Son goût doux-amer apporte un changement agréable par rapport aux boissons traditionnelles aux fruits et se prête de façon idéale aux mélanges rafraîchissants. Le nectar est désormais aussi disponible en PET. www.oceanspray.fr

Epheser Silver Olive

Nouvelle distinction L’huile d’olive d’Ephèse extra fine produite par le domaine agricole d’AbU-Hayat a, cette année encore, obtenu un prix de l’Olive Oil Award international. Après les distinctions qui l’ont honoré dans les années 2005, 2007 et 2008, il a été possible d’améliorer encore la qualité de ce produit qui a obtenu une sensationnelle médaille d’argent. www.deliandmore.com


20

Schlusspunkt / Point final

23. April / 23 avril 2009 Nr. / No 17

Porträt

MARKT / MARCHÉ

Georges Mathis

CHF +/– Gemüse / Légumes Gurke Salat Concombre sal. St. 0.90 –5% Kabis rot Chou rouge kg 2.20 +0% Kabis weiss Chou blanc kg 2.20 +0% Karotten (Bund) Carottes (bouquet) 2.50 +0% Kohlrabi Chou rave 1.40 +0% Krautstiel Côtes de bettes kg 4.20 –13% Kresse Cresson kg 10.00 +0% Lattich Laitue kg 3.80 +0% Lauch Stangen Poireau branche kg 4.50 +0% Lauch grün Poireau vert kg 2.80 –13% Randen Betterave kg 1.80 +0% Randen ged/past/vac Betterave sec. kg 2.30 +0% Rübe Herbst weiss Carottes blanches kg 2.50 +0% Sellerie Knollen Céleri pomme kg 2.75 +0% Spinat (Blatt) Epinards kg 4.50 +0% Spargel grün NEU/NOUVEAU Asperges vertes kg 12.50 Tomate Rispe Tomate panic. kg 3.00 +0% Wirz leicht Chou frisé léger kg 2.80 +0% Zwiebeln Oignons kg 1.25 +0%

an der Vielfalt seiner Arbeit. Er habe den schönsten Beruf überhaupt, sagt Mathis mit Zufriedenheit. Er schätzt es, nicht immer «im gleichen

Nach 20 Jahren im Hotel Alexander verlässt der Direktor Georges Mathis nun das Zürcher Niederdorf. Luzia Hug

«Es ist der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann»

«Ich habe immer gesagt, auf die andere Seite des Limmatquais gehe ich nie.» Seither sind 20 Jahre vergangen. Und Georges Mathis ist noch immer «auf der anderen Seite des Limmatquais». Für den gelernten Kellner, der gewohnt war, vor allem Banker und Börsianer zu bedienen, war das Niederdorf stets eine grosse Hemmschwelle gewe-

Sessel sitzen zu müssen». Es sei viel interessanter, im ganzen Haus herumzukommen.

sen. Doch dann habe er sich in der neuen Gegend ganz schnell eingelebt. «Hier ist ein eigenes Dorf», schwärmt Mathis und fügt begeistert an: «Man spricht noch miteinander. Niemand ist neidisch auf den anderen.» Er habe in seinem ganzen Leben noch nie so viele Hotelier-Kollegen gehabt wie hier im Zürcher Niederdorf. 20 Jahre lang ist Mathis geblieben, jetzt gibt er die Leitung in jüngere Hände. «Irgendwann muss man einen Schnitt machen. Ansonsten könnte ich ja auch noch arbeiten, bis ich 80 Jahre alt bin. Nein, jetzt müssen die Jungen ran. Sonst heisst es dann, der arbeitet ja bis er 100 ist.» Um der nachfolgenden Generation nicht den Platz wegzunehmen, hat Mathis beschlossen, sich Ende April zur Ruhe zu setzen. «Am 1. Mai wird der Hausschlüssel übergeben. Danach beginnt der Ernst des Le-

L. HUG

«Auf die andere Seite des Limmatquais gehe ich nie»

Nach 20 Jahren kehrt der Direktor Georges Mathis dem «schönsten Beruf» den Rücken zu.

bens», spottet der langjährige Direktor. Nach all den Jahren im Hotel Alexander fällt der Abschied nicht leicht. Ein Trost sei ihm der gute finanzielle Abschluss vom letzten Jahr: «Darauf bin ich stolz. Es gibt mir das Ge-

«Irgendwann muss man einen Schnitt machen» fühl, etwas erreicht zu haben.» Mit diesem guten Gefühl die Direktion in andere Hände zu geben, sei schön. Fehlen werde ihm das Hotelleben aber bestimmt. Falls es ihm langweilig werden sollte, kehre er als Aushilfe in den Betrieb zurück. «Um Gotteswillen», widerspricht sich

Mathis sofort selbst. Von Langeweile will der langjährige Direktor aber nichts wissen. «Ich sage immer, ich habe sieben Hobbys: Sex und Sport», witzelt Mathis. Der Gastgeber ist ein begeisterter Skifahrer. Auch Biken und Segeln stehen auf der Liste seiner Freizeitaktivitäten. Mit seinen Berufskollegen treibe er hin und wieder Sport. Letzthin hätten sie ein Ski-Wochenende in den Flumserbergen organisiert. Mathis ist begeistert von den gemeinsamen Aktivitäten und will die Kontakte auch nach seiner Pensionierung weiter pflegen: «Da darf man auch noch als graue Eminenz mitmachen», sagt er. Grundsätzlich freut sich der Direktor auf mehr Freizeit: «Ich

hatte seit vier Jahren keine Ferien mehr.» Mathis ist Gastgeber aus Leidenschaft. Lange Zeit hat er im Hotel Alexander gekocht, von Service über Einkauf «alles gemacht». Seit diesem Jahr kümmern sich andere um die zahlreichen Aufgaben. Der Direktor widmet sich ausschliesslich der administrativen Arbeit. Eine Änderung, die ihm nicht einfach gefallen ist: «Man musste mich fast an der Reception anbinden, da ich immer wieder in der Küche gestanden bin.» Sich einzig um die Büroarbeit zu kümmern, sei ihm zu langweilig. «Zum davonspringen», wie er sagt. Dass er 20 Jahre lang nicht «davongesprungen» ist, liege

Das Schönste an seinem Beruf sei aber der Umgang mit den Menschen. «Es gibt Gäste, die seit Jahren immer wiederkehren.» Besonders grosse Freude hatte der Direktor an Besuchen von Models. «Der Typ vom CoolWater-Werbeplakat und Models von Neckermann haben hier übernachtet.» Der Direktor erinnert sich, wie er die Kataloge gesammelt hat. «Und Ende Jahr habe ich voller Stolz gezeigt, was alles für schöne Gäste im Hotel waren.» Die Passion sei das Wichtigste in diesem Metier: «Wenn du die nicht hast, kannst du sofort aufhören.» Das Feuer hat Georges Mathis nach 20 Jahren noch immer und die Leidenschaft nimmt er mit, wenn er am 1. Mai über die Schwelle des Hotel Alexander tritt.

En bref Après vingt ans comme directeur de l’hôtel Alexander, Georges Mathis quittera, le 1er mai prochain, le Niederdorf de Zurich. L’hôte qui considère sa profession comme la plus belle au monde, quitte sa place de travail avec des sentiments mitigés. Mais il se réjouit de ce qui l’attend. Pour ce sportif accompli, l’ennui est un mot inconnu.

NAMEN / NOMS Daniel J. Ziegler (Foto) übernimmt ab dem 1. Mai die Direktion des Relais & Châteaux Hotels Le Vieux Manoir in Murten. Der zukünf-

tige Direktor des Fünfsterne-Hauses ist seit rund 25 Jahren in der Hotelbranche tätig und führte zuletzt während sieben Jahren erfolgreich das Luxushotel Eden Roc in Ascona. Der 2003 vom Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz zum «Hotelier des Jahres» ernannte Ziegler übernimmt mit dem Relais & Châteaux Hotel ein etabliertes Haus, das sich nebst der privilegierten Lage direkt am Murtensee auch mit über 34 Künstler- und Themenzimmern sowie einer hochstehenden Gastronomie auszeichnet. Frank Wubben (Foto 2. Spalte)

ist neuer Managing Director von Starbucks Coffee Schweiz

und Österreich.

Von Volketswil aus wird er die beiden Länder leiten. Bis Ende 2008 war Wubben General Manager bei Délifrance Schweiz AG und davor arbeitete er vier Jahre als Commercial Director im Management von Délifrance Niederlande. Wubben folgt damit auf Urs Schaub, der Ende September 2007 Starbucks verlassen hatte. Interimistisch führte Kris Engskov die Geschäfte in der Schweiz und Österreich. Priska und Hugo Schudel (Fo-

to) feiern am ersten Mai-Wo-

chenende zusammen ihr Gastgeber-Jubiläum. Vor 30 Jahren, am 1. Mai 1979, hat Priska Schudel das «Goldene Schäfli» in St. Gallen übernommen. Als Gastgeberin lernte sie ihren künftigen Mann Hugo Schudel zuerst als Gast kennen. Dabei hat es gefunkt: Sie haben geheiratet, eine Familie gegründet und führen heute zusammen das berühmte St. Galler Restaurant mit dem schiefen Boden. Ernst Fischer (Foto); Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), hat letzte Woche seinen

60. Geburtstag gefeiert. Seit Jahrzehnten setzt sich der schwäbische Hotelier und Gastronom für die Belange der Branche, für Servicequalität und Dienstleistung auf höchstem Niveau ein.

Joyeux apéritif de remise de prix pour Yves Rondez, président de GastroJura, jeudi dernier à l’Hôtel du Bœuf à SaintUrsanne. Heureux du succès

rencontré tant par l’exposition du 30e anniversaire «Les restaurants d’antan» que par le concours qui lui était associé, il a récompensé pas moins de vingt-sept lauréates et lauréats. Le 1er prix – un week-end à Saillon – est revenu à Gérard Reusser (photo), de Porrentruy, chanceux élu du tirage du sort. Détail piquant, Fabien Mérillat, président de GastroJura bernois, figure lui aussi parmi les gagnants.

Daniel J. Ziegler (photo dans

la 1 colonne) reprend, dès le 1er mai, la direction de l’hôtel re

Le vieux Manoir à Meyriez, près de Morat, membre des Relais & Châteaux. Le futur di-

recteur de cette maison 5 étoiles travaille dans la branche hôtelière depuis un quart de sicèle. En dernier, il a dirigé pendant sept ans l’hôtel de luxe Eden Roc à Ascona. En 2003, le magazine suisse Bilanz lui avait décerné le titre «d’hôtelier de l’année». Avec cet hôtel Relais & Châteaux, il reprend une maison réputée avec plus de 34 chambres d’artistes et thématiques ainsi qu’un restaurant renommé. Frank Wubben (photo 2e co-

lonne) est le nouveau managing director de Starbucks Coffee Suisse et Autriche. Il dirigera les deux pays depuis Volketswil. Jusqu’en 2008, il était manager général chez Délifrance Suisse.

Salate / Salades Chicorée Chicorée kg 3.23 Eichblatt grün Chêne vert St. 1.00 Eichblatt rot Chêne rouge St. 1.10 Kopfsalat Laitue pommée St. 1.00 Lollo rot/grün Lollo rouge/verte kg 5.00 Nüsslisalat Doucette kg 12.00 Radieschen (Bund) Radis (bouquet) 1.00 Spinat Salat Epinard salade kg 8.00

+0% –33% –31% –29% –7% –8% +0% –11%

Gemüse/Salat: Nationale Richtpreise franko Grossverteiler Légumes/Salades: prix indicatifs nationaux franco grands distributeurs

Früchte / Fruits Rhabarber Rhubarbe kg 4.30 +0% Zwetschgen Pruneaux Ø kg 3.75 Äpfel Gruppe A Pommes groupe A Ø kg 3.20 Birnen Gruppe A Poires groupe A Ø kg 3.30 Früchte: Richtpreise Direktverkauf Fruits: prix indicatifs pour la vente directe

Spezielles / En particulier Salate: Sehr gute Marktversorgung, Freiland aus Thurgau und Seeland Ende Woche erwartet. Salades: Très bon approvisionnement du marché. On attend des cultures de plein air en provenance du Seeland et de Thurgovie pour la fin de la semaine. ANZEIGE

FÜR DEKO-MIETE 079 218 93 73


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
GastroJournal 17/2009 by Gastrojournal - Issuu