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CLOUD Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

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Porträt: Jana Brunner kombiniert Fussball-Nati und Studium

Digitalisierung: So arbeiten wir morgen.

Bildung: Wird E-Learning virtuell?

NEUE ARBEITSWELTEN DYNAMISCH, FLEXIBEL, AGIL

Mai

18


01 – Editorial

DIE ZUKUNFT GEHÖRT DEM VERNETZTEN ARBEITEN Liebe Leserinnen und Leser Durch die Digitalisierung haben wir die Chance erhalten, ein breites Netz des Wissensaustausches, des Dialogs und der ortsungebundenen Zusammenarbeit aufzubauen. Dies ermöglicht, unsere Arbeit in der ständigen Interaktion zu optimieren und unsere Entscheidungen einerseits in kürzerer Zeit und anderseits auf der Grundlage von mehr Fakten und Meinungen zu treffen. Die zeitnahe und ortsungebundene Kommunikation und der mit den digitalen Möglichkeiten verbundene Datenaustausch eröffnet uns den Weg, schnell und in hohem Masse Wissen und Know-how aufzubauen oder zu erweitern. Digitalisierung im Alltag und in der Bildung ist schon lange kein technologisches Problem mehr, sondern eine Leadership- und Organisationsfrage sowie die Kunst, alle Stakeholder ins Netz bzw. auf die Plattform des Datenaustauschs und des Dialogs der Unternehmung zu bringen. Diese Aufgabe verlangt von der Führung und den Lehrenden, dass sie vermehrt zu Coaches werden und ihre Mitarbeitenden in die Entscheidungsprozesse integrieren bzw. die Studierenden in ihrem Lernprozess begleiten und Vernetzungen und vor allem den Transfer des theoretischen Wissens in die Praxis aufzeigen. Von den Mitarbeitenden werden heute vor allem Skills wie Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, Transparenz und die Fähigkeit des lebenslangen Lernens erwartet. Dasselbe gilt übrigens auch für erfolgreiche Studenten auf allen Schulstufen und in der Weiterbildung.

MICHAEL ZURWERRA Rektor Fernfachhochschule Schweiz

Sie müssen in erster Linie die Eigenverantwortung für ihr Lernen übernehmen, flexibel sein und stets neugierig ihre persönliche Entwicklung im Austausch mit Mitstudierenden, in der Vernetzung mit Fachleuten und mit den Lehrenden, die sie als ihre persönlichen Coaches wahrnehmen lernen müssen, voranbringen. Natürlich ist auch die FFHS als Institution selber in dieser Situation sich zur E-Hochschule weiterzuentwickeln. Alle Mitarbeitenden der FFHS orientieren sich derzeit an diesem Ziel. Dass diese Evolution innerhalb unserer Schule, die alle Bereiche betrifft und auch zu grundlegenden Veränderungen in der persönlichen Arbeitsweise führt, nicht immer einfach ist, versteht sich von selbst. Im Prozess hin zur Arbeit 4.0 ist es daher wichtig, dass man gemeinsam die Transformation angeht und je nach Bedarf und den gegebenen Umständen mit unterschiedlichem Tempo den Prozess umsetzt. Die Erfolgsfaktoren für ein gutes Gelingen sind motivierte Mitarbeitende, die Verantwortung für die Institution übernehmen, transparent und vernetzt arbeiten und in jeder Lage flexibel genug sind, neue Situationen zu meistern. Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre des vorliegenden «Cloud», dass Sie viele Denkanstösse erhalten und für Sie Wissenswertes entdecken.

Freundliche Grüsse

Michael Zurwerra Rektor FFHS

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00 – Inhaltsverzeichnis

INHALT

FFHS Magazin Mai – 18 MEINUNG

EDITORIAL Vernetzt arbeiten

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MENSCHEN Jana Brunner: Fussball-Nati und FFHS-Studium

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FOKUSTHEMA: NEUE ARBEITSWELTEN Digitalisierung: So arbeiten wir in Zukunft

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SUCCESS STORY Studieren in der Schweiz, Leben auf Malta.

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DIGITAL 8

Service: Apps für Job, Studium und Freizeit

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WEITERBILDUNG

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Künstliche Intelligenz: Gefahr oder Chance?

Studienangebot Herbstsemester 2018

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MEINE ABSCHLUSSARBEIT

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Big Data: Mit Zahlen zum Biathlon-Volltreffer 

Start-up: Performance-HR für KMUs

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Bildung: Hält Virtual Reality Einzug ins E-Learning?

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Umfrage: Wie arbeiten wir in 20 Jahren?

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E-HOCHSCHULE INTERNA

Blended-Studium: 6 Challenges, 6 Lösungen

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E-Initiativen: Was bringen E-Assessment und ALMoo?

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Kurzmeldungen26 RÜCKBLICK Agenda27 Medienecho27

Herausgeberin: Fernfachhochschule Schweiz, Überlandstrasse 12, Postfach 689, 3900 Brig Redaktion: Natascha In-Albon und Hannes Tscherrig, FFHS // open up, Zürich E-Mail: cloudmagazin@ffhs.ch Gestaltung: id-k.com, Bern Druck: Mengis Druck, Visp Auflage: 4’200 Exemplare Erscheinung: 2x jährlich Abo-Bestellung oder Änderung: ffhs.ch/cloudmagazin Bildnachweis Cover: Johnny Greig / istockphoto.com CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


Foto: Dominik Erb (Schweizer Nationalteam)

VOM HOBBY IN DIE NATIONALMANNSCHAFT Viele träumen davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Bei Jana Brunner war das nie die Absicht. Vielleicht ging es gerade deswegen plötzlich ganz schnell. Innert kurzer Zeit entwickelte sich die Ostschweizerin von der Hobby-Fussballerin zur Stammspielerin beim FC Basel und verteidigt mittlerweile auch in der Schweizer Nati. Trotzdem geniesst die Ausbildung bei der FFHS-Studentin einen hohen Stellenwert. TEXT: MARIO SCHULER

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Wer ein Aufgebot für die U16-Nationalmannschaft der Ausbildung wegen ablehnt, braucht viel Selbstvertrauen und weiss genau was er will. Bei Jana Brunner war mit einer Bankenlehre und begleitender Berufsmittelschule alles auf eine berufliche Karriere ausgerichtet. Ihre Leidenschaft für den Fussball betrachtete die heute 21-Jährige lediglich als ein intensives Hobby. Nachgetrauert hat die Ostschweizerin der Nati-Absage nie, denn sie war stets überzeugt: «Sollte die Nationalmannschaft weiter an mir interessiert sein, kommt bestimmt nochmals ein Aufgebot. Ansonsten wäre es nicht weiter tragisch, denn ich war sehr glücklich mit der damaligen Situation.» Und das Aufgebot kam. Aber der Reihe nach.


02 – Menschen

Mit Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Talent

Rückhalt im Rheintal

Im Alter von sechs Jahren wollte Jana Brunner unbedingt Fussball spielen. Woher diese Faszination kam, kann sie sich nicht erklären. Weder ihre Familie noch ihr Umfeld hatten etwas mit dem Rasensport am Hut. Ihre Freude ist auch heute noch spürbar. «Am Fussball reizt mich der Teamsport und die Kombination aus Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Talent.» Jana Brunner scheint alle diese Eigenschaften zu vereinen.

Gute Planung, viel Fleiss und Disziplin sind gefragt, um alles unter einen Hut zu bringen. Jana Brunner mag es, wenn etwas läuft. Dennoch sei der häufige Verzicht auf Freunde und Familie am schwersten, denn sie gäben ihr den nötigen Rückhalt. «Ich bin sehr froh, dass sie so viel Verständnis für meine stets knappe Zeit aufbringen.» Wenn immer möglich versucht die Altstätterin im Rheintal vorbeizuschauen. Zugleich sei es eine Herausforderung, sich kleine Oasen zu schaffen, wo sie Zeit für sich selber findet, um auf dem Sofa liegend ein Buch zu lesen.

Nach erfolgreichem Lehrabschluss und eineinhalb Jahren arbeiten war ihr klar: Für weitere sportliche Fortschritte wären mehr Training und ein Vereinswechsel weg vom FC Staad unumgänglich. Sie wollte den Schritt wagen; ganz ohne Druck. Anfängliche Bedenken, die Freude am Fussball zu verlieren, wichen schnell einem zusätzlichen Begeisterungsschub.

Von null auf hundert Seit Februar 2017 steht die Altstätterin beim FC Basel unter Vertrag, einem der Topclubs im Schweizer Frauenfussball. Mit dem Wechsel folgte das erhoffte Aufgebot von der A-Nationalmannschaft. Auf Anhieb erkämpfte sie sich ihren Platz in der Verteidigung. «Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich diese Erfahrung mit der Nati machen darf, auch um zu sehen, wie weit ich es schaffen kann.» Binnen weniger Monate mauserte sich Jana Brunner von der KV-Absolventin zur gestandenen Nationalspielerin. Seit einigen Jahren ist der Frauenfussball in der Schweiz im Aufschwung, insbesondere die Nationalmannschaft. Mittlerweile gehört diese zu den Top 10 Teams Europas und geniesst dank Erfolgen vermehrt mediales Interesse. «Diese Entwicklung tut dem Frauenfussball enorm gut. Schön wäre es, noch etwas mehr Zuschauer zu haben. Aber das ist bestimmt nur eine Frage der Zeit», ist die Verteidigerin überzeugt.

Bachelor als Sprungbrett Trotz sechs Trainings und mindestens einem Match pro Woche liegt der Rheintalerin die Bildung weiterhin am Herzen. Seit zwei Semestern studiert sie an der FFHS Betriebsökonomie. «Das Studium soll mir nach der sportlichen Karriere als Türöffner dienen. Aber derzeit geniesse ich besonders den perfekten Ausgleich zum Fussball. Da komme ich auf ganz andere Gedanken.» Die 21-Jährige schätzt die Unabhängigkeit und Flexibilität der FFHS. «Ich kann immer und überall lernen und verpassten Stoff aus dem Präsenzunterricht online aufarbeiten. Deshalb eignet sich das Studium vor allem für vielreisende Sportler», meint die Nationalspielerin. Für Jana Brunner bestehen viele Parallelen zwischen Sport und Studium. Um ihre Ziele zu erreichen, müsse sie in beiden Bereichen beharrlich und zielstrebig arbeiten.

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Die Ostschweizerin ist endgültig in Basel angekommen. Sie habe alles, was Lebensqualität ausmache und wagte bereits in den ersten warmen Wochen den für Basler obligaten Sprung in den Fluss. In der Rheinstadt wohnt sie in einer WG mit Sabrina Horvat, einer Teamkollegin, die sie bereits vom FC Staad kennt. «Wir sind auch privat gute Freundinnen, weshalb unsere Themen weit über den Fussball hinaus reichen», erklärt sie schmunzelnd. 5

Jana Brunner, FFHS-Studentin und Fussballerin beim FC Basel und in der Nationalmannschaft

Gute Aussichten Jana Brunner hofft, weiterhin reibungslos durch die Prüfungen zu kommen. Mit der Betriebsökonomie halte sie sich bewusst viele berufliche Optionen offen. Sie könne sich auch gut vorstellen, später als Lehrerin zu arbeiten. Aber das sei Zukunftsmusik. Der sportliche Fokus liegt derzeit auf der Meisterschaft sowie der Qualifikation für die WM-Endrunde 2019 in Frankreich. «Mit harter Arbeit liegt für uns alles drin.» Bereits mit ihren jungen 21 Jahren hält sie alle wichtigen Werkzeuge für eine erfolgreiche Karriere in der Hand – sportlich wie beruflich.


03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

ARBEIT 4.0: UND ALLES BLEIBT IM FLUSS Die Digitalisierung verändert, wie und an was wir arbeiten: Arbeit 4.0 bedeutet ein tiefergreifendes, gesellschaftliches und persönliches Umdenken. Dabei ist noch unklar, wie unser Arbeitsplatz in Zukunft aussehen wird, wie wir rekrutiert werden und was wir künftig können müssen. Im Fokus-Bericht befragen wir Andri Rüesch als obersten Recruiter 6

der Swisscom, wie er gegen den Fachkräftemangel angeht, wie Spezialistinnen intern gefördert werden und warum alles im Fluss bleiben muss (S. 8). Wie die Digitalisierung den Markt der Personalvermittler erschüttern könnte, erklärt FFHS-Student und Gründer des HR-Start-ups Performance Finder, Max Hasler. Die junge Firma will dem Bauchgefühl der Headhunter mit Daten und Algorithmen zu Leibe rücken (S. 11). Auch fürs Lernen werden Technologien wie Augmented und Virtual Reality immer wichtiger. Noch sind sich die Experten allerdings nicht ganz einig, ob und wann die dicken Brillen wirklich für mehr Durchblick im Klassenzimmer sorgen werden (S. 12). Neben neuen Challenges bringt die Digitalisierung auch frische Lösungen (S. 16), macht ein Studium auf der Insel möglich (S. 20) und hilft dabei, im Biathlon statistisch korrekt die Spreu vom Weizen zu trennen (S. 24). Ob beim Training, im Klassenzimmer oder beim ersten – hoffentlich arbeitsfreien – Badeausflug an den nächsten Fluss: Ich wünsche viel Spass beim Stöbern! Hannes Tscherrig

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03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

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CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Illustration: id-k


Andri Rüesch, Head of Sourcing, Skills & Talents bei Swisscom

FOKUS

FLUID, FLEXIBEL, AGIL: ARBEITEN WIRD ANDERS TEXT: HANNES TSCHERRIG

Unsere Arbeit verändert sich gerade «wieder einmal» gemäss den Optimisten, «radikal», wenn man den unkenden Pessimisten glauben will. Fest steht: Die Digitalisierung hat Auswirkungen darauf, wie unser Erwerbsleben aussieht.

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«Eine Tasche mit Laptop ist mein Arbeitsplatz.» Ein einfacher Satz. Und doch so bedeutungsschwer. Kein eigenes Büro mehr, kein Zuhause am Arbeitsplatz mehr. Stattdessen: Ein Büro überall, arbeiten, wo man sich zuhause fühlt und viel Flexibilität. Wenn Andri Rüesch über seine Arbeit «aus dem Handgepäck» spricht, sind die einen geschockt, die anderen begeistert. Er kümmert sich als Head of Sourcing, Skills & Talents bei Swisscom darum, dass die richtige Person mit den richtigen Skills am passenden Arbeitsplatz sitzt. Metaphorisch gesprochen natürlich, denn Arbeitsplätze im klassischen Sinn werden bei Swisscom zunehmend rarer.


03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

Überall Arbeit

Weiterhin Fachkräftemangel

In seinem Unternehmen macht sich die Digitalisierung des Arbeitslebens bereits stärker bemerkbar als vielleicht anderswo. Rüesch zählt auf: «Desk Sharing, Open Space Office, mobile Arbeitsplätze…» Die Gebäude des Schweizer ICT-Unternehmens richten sich nach dieser Art zu arbeiten.

Anders als bei Swisscom dürften viele kleinere Firmen in der Schweiz noch weit weniger gut aufgestellt sein, um die Digitalisierung konstruktiv in Angriff zu nehmen. Und gerade für kleine Firmen ist es schwieriger, Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu rekrutieren. Die HR-Rezepte, welche Digitalisierungs-Vorreiterin Swisscom einsetzt, könnten aber auch für KMU interessant sein.

Was man als Aussenstehender zuerst wahrnimmt, nämlich das kreativ genutzte Bürogebäude, kommt aber eigentlich ganz zum Schluss. Am Anfang   steht immer die Digitalisierung. Andri Rüesch fasst      zusammen: «Routinearbeiten werden zunehmend automatisiert. Und die Anforderungen an Fachkräfte verändern sich.» Beide Aspekte prägen die Art der Arbeit. Gewisse Stellen werden durch die Automatisierung überflüssig. Klar ist auch, viele Arbeitnehmende können voraussichtlich nicht mehr ein Arbeitsleben lang denselben Job machen. Beide Veränderungen lösen Ängste aus: Gibt es meinen Job noch in 20 Jahren? Wie kann ich als Arbeitnehmer konkurrenzfähig bleiben?

Auslaufmodell Mensch? Diese Bedenken kennt Andri Rüesch: «Für Arbeitnehmende bringt die digitale Transformation einen grossen Kulturwandel. Sie verlieren eine gewisse Sicherheit, müssen mehr Eigenverantwortung für die eigene Arbeitsmarktfähigkeit übernehmen.» Die Zeiten, in denen Mitarbeitende 20 oder 30 Jahre ohne Weiterbildung lang denselben Job machen konnten, sind wohl passé. Allerdings – und das betont auch Andri Rüesch mehrfach – bietet die Zukunft der Arbeit auch viele Chancen. Wahrscheinlich werden intelligente Maschinen gewisse Jobs übernehmen. Aber: Stellenverluste waren aber auch bei der Mechanisierung, dem Aufkommen der Massenproduktion und dem Triumphzug des Mikrochips nicht zu vermeiden. Wie bei früheren Umwälzungen des Arbeitsmarkts werden auch jetzt Stellen verschwinden und andere Stellen neu entstehen. «In Zukunft wird jedes Unternehmen auch ein IT-Unternehmen sein, denn Produkte werden zunehmend Software-basiert», begründet Andri Rüesch. Entsprechend wird der Hunger der Wirtschaft nach Data Scientists, App-Entwicklern, Web Designern, Usability Engineers und vielen weiteren Berufsgattungen weiter wachsen.

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Man betreibe etwa ständig «Active Sourcing», eine Art proaktives Ausschauhalten auf dem Stellenmarkt, um kritische Stellen baldmöglichst neu besetzen zu können, sollte das nötig werden. Und wichtiger noch, man unterstütze konsequent die Mitarbeitenden dabei, arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten zu erwerben und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Kompetenzen statt Abschlüsse «Wir haben ein systematisches Skills Management eingeführt», verdeutlicht Andri Rüesch: «Eigentlich ist ein Skill-Profil ein CV mit dem Unterschied, dass er in einer einheitlichen Sprache verfasst wird.» Damit werden die Skills der Mitarbeitenden untereinander vergleichbar – auch maschinell. Diese systematische Ablage von Skills macht es leichter, die Transparenz bei der Jobvergabe zu gewährleisten. In einzelnen Bereichen würden bereits interne Jobausschreibungen mit entsprechenden Anforderungen an das Skillset von Bewerbern ausgeschrieben. Diese wiederum würden sich mit ihrem jeweiligen Skill-Portfolio bewerben.

Mehr Flexibilität für Arbeitnehmende Für Mitarbeitende bedeutet das, dass sie – je nach Skillset – immer wieder in einem anderen Projekt und in wechselnden Teams arbeiten können. Das Unternehmen erhält so den bestmöglichen Kompetenzpool für eine Aufgabe, Mitarbeitende erhalten eine Gelegenheit ihr Kompetenzprofil zu erweitern und ihr Netzwerk im Unternehmen zu stärken. Die wohl wichtigste Voraussetzung für den Erfolg im heutigen Arbeitsleben sei die stete Veränderung, findet Andri Rüesch: «Ein Arbeitnehmer muss sein Arbeitsleben als eine Lernreise betrachten.» Er müsse sich ständig selbst beurteilen, Verantwortung für seine Karriere übernehmen und sich fragen: «Welche Fähigkeiten habe ich und welche Skills sind gefragt?»

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03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

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Coaching statt Leadership

Adieu Arbeit?

Moderne Unternehmen definieren zusammen mit ihren Mitarbeitenden Ziele und schaffen so eine gemeinsame Wertebasis, die Sinn stiftet und motiviert. Sie unterstützen Mitarbeitende auf ihrer Lernreise. Denn gerade jüngere Arbeitnehmende suchen immer mehr ein Arbeitsumfeld, in dem sie sich weiterentwickeln können, weiss Andri Rüesch.

Wie arbeiten wir in 20 Jahren? Auf diese Frage wissen weder Cindy Eggs noch Andri Rüesch eine abschliessende Antwort. Andri Rüesch glaubt, dass Maschinen mittelfristig viel übernehmen können. Menschen kümmern sich in diesem Szenario um kreative Aufgaben, die nicht lineares Denken und die Fähigkeit zur Abstraktion in den Mittelpunkt stellen.

«Vertrauen, Transparenz, Offenheit und Eigenverantwortung prägen die moderne Unternehmenskultur», stimmt Cindy Eggs zu. Sie verantwortet den neuen Weiterbildungsstudiengang MAS Arbeit 4.0, der 2018 erstmals an der FFHS durchgeführt wird. Der Studiengang richtet sich an Führungspersonen, Personal- und Organisationsfachleute, die noch nicht genau wissen, wie sie ihre Firmen und Teams von eher traditionell-hierarchischen zu flachen, agilen, digital gestützten Organisationen transformieren können.

Cindy Eggs sieht ihrerseits grosse Chancen für Berufe, die auf zwischenmenschlichen Skills und Kollaborationsfähigkeiten beruhen. Sie begründet: «Wir gehen davon aus, dass Diversität und kollektive Intelligenz bessere Resultate hervorbringen als Einzelpersonen.»

«Wir brauchen eine sinnvolle Aufgabe.» Wo auf der einen Seite Arbeitnehmende stehen, die immer unternehmerischer denken müssen, die sich und ihr Skill-Portfolio vermarkten und weiterentwickeln wollen und müssen, stehen auf der anderen Seite Führungskräfte. Auch diese sind von der neuen Ausgangslage manchmal überfordert. «Leader sind mehr und mehr Coach und amtieren immer weniger als klassischer Chef», so die Studiengangsleiterin Eggs. Führungskräfte müssten lernen, den Menschen und seine individuelle Weiterentwicklung in den Vordergrund zu stellen. Denn die «Chefin 4.0» ist empathischer, sie bindet verstärkt Arbeitskräfte, auch wenn diese remote arbeiten, verstärkt und motiviert statt zu kontrollieren.

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Angesprochen auf das Szenario der totalen Automatisierung, das keinen Platz für Menschen in der Wirtschaft mehr bietet, winkt Rüesch ab: «Ich bin überzeugt, dass wir immer arbeiten werden!» Es könne natürlich sein, dass man künftig weniger in Büros sitze als heute, aber ganz ohne Arbeit könne der Mensch wohl auch nicht sein. Denn: «Wir brauchen eine sinnvolle Aufgabe.»


03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

DATEN STATT BAUCHGEFÜHL: REKRUTIEREN FÜR DIE ZUKUNFT Max Hasler tüftelt an der Zukunft der Recruiting-Branche. Mit seinem Start-up will der aus Basel stammende FFHS-Student auf den Kopf stellen, wie Firmen heute zu ihren Mitarbeitenden kommen.

Erfolglose Bewerber erhalten dank der hinterlegten Stellen- und Bewerberprofile automatisch detailliert Feedback zu ihrer Bewerbung. Davon werden Max Haslers Kunden ebenso profitieren wie deren Bewerber. Denn: «Das Feedback unseres Systems ist Employer Branding für die einen, Karriereberatung für die anderen.»

TEXT: HANNES TSCHERRIG

Hart am Wind, genau auf Kurs

«Ein Querdenker, jemand der kein Blatt vor den Mund nimmt.» So beschreiben Freunde den ambitionierten Jungunternehmer. Max Haslers Lebenslauf zeigt: Da ist jemand auf dem Weg nach oben. Leutnant, Immobilien-Makler, Personal Assistant, Sekretär, Projekt-Koordinator: Mit fünfundzwanzig sitzt er mit Stakeholdern am Tisch, wenn diese grosse Entscheide fällen. «Ich habe früh gelernt, wie Business im Grosskonzern funktioniert, habe aber auch viel Optimierungspotenzial gesehen im HR-Management», erzählt er. Ein Mitgrund für sein Start-up.

Inspiration Baseball Der entscheidende Anstoss kam aber aus Amerika: Das Buch «Money Ball» beschreibt, wie Baseball Coach Billy Beane das darbende Team der Oakland Athletics zurück zum Erfolg führt. Beanes Rezept: Die Spieler werden aufgrund von Daten – im Baseball spricht man von Sabermetrics – rekrutiert. Max Hasler will dieses datengestützte, hochautomatisierbare Recruiting vom Sport auf die weit weniger effizienten Personalabteilungen abseits der Stadien ausweiten. Der Nutzen liegt auf der Hand: «Firmen hinterlegen Stellen-Wunschprofile und können diese automatisch mit den Kandidatenprofilen abgleichen.» Im Berg der Bewerbungen entdecken sie Wunschkandidaten schnell – und vor allem zuverlässig.

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Parallel zu seiner Firmengründung drückt Max Hasler noch die Schulbank – wenn auch grösstenteils virtuell. Den Unterricht an der FFHS habe er als Testlabor für sein Start-up nutzen können: «Beim Aufbau der Firma habe ich stark vom Studium profitieren können. Das Feedback meiner Lehrer aber auch die Spannung zwischen HR-Lehre und HR im Alltag sind extrem wertvoll.» Es sei ihm bewusst, dass nur 30 Prozent der Startups langfristig Erfolg haben, gibt Max Hasler offen zu. Er gibt sich 2 Jahre Zeit. Bis dahin will er von seiner Idee leben können. «Jedes Start-up ist ein Risiko. Aber ich bin felsenfest von meinem System überzeugt», sagt er. Und man glaubt es ihm.

Max Hasler lebt in in Basel und den Niederlanden. Er hat 2018 parallel zu seinem Studium der Betriebsökonomie an der FFHS das Start-up Performance Finder (performancefinder.ch) gegründet. Inspiriert vom Profisport sollen künftig auch alltägliche Firmen Bauchgefühl mit Daten ersetzen können, wenn sie Stellen neu besetzen.

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Screenshot des Settings im Projekt VIRLA: Gemeinsam eine Aufgabe lösen.

ARBEITEN IN

VIRTUELLEN WELTEN TEXT: NATASCHA IN-ALBON

Virtual Reality (VR) ist der nächste grosse Schritt, glaubt man den Techgiganten Google und Facebook. Was steckt hinter dem Hype und wie könnte er die Arbeitswelt in Zukunft verändern?

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03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

G

ehören Sie zu den Menschen, die bereits einen Ausflug in die virtuelle Realität unternommen haben? Mit dieser Erfahrung werden Sie nicht mehr lange allein sein. Zumindest, wenn man den Branchenkennern glaubt, die bis 2020 eine Viertelmilliarde VR-Nutzer voraussagen. Die Hardware, allen voran die 3D-Brille, ist in den letzten Jahren zum entscheidenden technischen Durchbruch gelangt und für die breite Masse erschwinglich geworden. Nun übertrumpfen sich die Experten mit dem Potenzial, welches VR oder Augmented Reality für die Unterhaltungsindustrie, aber auch Forschung und Bildung bereithält. In Abgrenzung zu VR, wo der User komplett in eine virtuelle Realität eintaucht, meint Augmented Reality (AR) die erweiterte Realität, in der computergenerierte Inhalte die reale Umgebung überlagern – bekannt durch die Game-App Pokémon go. Doch VR kann weit mehr als Unterhaltung.

Potenzial für Unternehmen Für Unternehmen ist VR ein grosses Experimentierfeld, etwa wenn es um neue Kundenerlebnisse geht. Eine Immobilie schon vor Baubeginn besichtigen, das nächste Urlaubsziel virtuell erkunden oder sein neues Auto im Wohnzimmer ausprobieren – den Marketingstrategen eröffnen sich komplett neue Welten. Aber auch in der Entwicklung, Prozessoptimierung und Mitarbeiterschulung könnte VR neue Wege ebnen. Der Schweizer Konzern Bühler in Uzwil hat bereits mit AR in der Berufsausbildung experimentiert. Die Schüler können im Klassenzimmer die firmeneigenen Schleifmaschinen in 3D erkunden, die Funktionalitäten kennenlernen und so ihr Verständnis vertiefen. Der Flugzeugbauer Boeing unterstützt Mitarbeitende bei komplexen Arbeitsabläufen mit Smart Glasses. In der Medizin wird VR vor einem Eingriff eingesetzt, wenn Chirurgen sich ein präzises Bild von den anatomischen Eigenschaften machen müssen. An der Uni Basel haben Forscher kürzlich eine Technik entwickelt, die in Echtzeit aus Computertomografie-Daten eine dreidimensionale Darstellung für eine virtuelle Umgebung generiert.

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Interpersonale Kompetenzen schulen Dass VR auch für Mitarbeitertrainings eingesetzt werden kann, welche soziale Skills schulen, davon ist Manuel Bachmann von der Berner Fachhochschule überzeugt: «Mitarbeitende können mit VR beispielsweise in interpersonalen Kompetenzen trainiert werden. Sie können lernen und ausprobieren, wie man erfolgreich Präsentationen vor einem Publikum hält. Oder sich in der Gesprächsführung trainieren, etwa für Patienten- oder Mitarbeitergespräche.» Bachmann erforscht gemeinsam mit Marianne Schmid Mast von der Uni Lausanne, wie VR für das Training von sozialen Skills eingesetzt werden kann. Sie haben einen Kurs entwickelt, mit dem Mitarbeitende Public Speaking üben können. Der Mitarbeiter hält seine Rede vor einem virtuellen Publikum, der Trainer kann das Publikum reagieren lassen, indem zum Beispiel jemand den Raum verlässt.

«VR wird den Trainer nie vollständig ersetzen können.» Auch der Ort kann verändert werden und man referiert plötzlich auf einer schmalen Passarelle über dem Abgrund. «Wir erhöhen den Stress um den Faktor Höhenangst und so lernen die Teilnehmenden, mit Stress umzugehen. Einen Vortrag vor Leuten zu halten wird dann vergleichsweise zum Kinderspiel», führt Schmid Mast aus. Natürlich habe die Technik Grenzen, räumt sie ein, denn in der virtuellen Situation geschehe nur das, was vorher programmiert wurde. «VR wird den Trainer nie vollständig ersetzen können, sondern ist als Ergänzung zu sehen.»

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03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

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Gemeinsam im virtuellen Raum

Mein Avatar – Das bessere Ich?

In der digitalisierten Arbeitswelt, wo Arbeitsorte und -zeiten flexibel sind, kann die Technik ausserdem für die Teamarbeit interessant werden. Seit Jahren sind Videokonferenzen Standard, etwa über Skype oder Adobe Connect, mit dem Nachteil, dass kein wirkliches Gefühl von Nähe und sozialer Interaktion entsteht. «In Videokonferenzen fehlt das räumliche Empfinden, weswegen die Situation als unnatürlich empfunden wird. VR hingegen bietet eine 3D-Umgebung», sagt Ivan Moser von der FFHS. Er arbeitet an einem Forschungsprojekt, welches das kollaborative Lernen in VR untersucht (siehe Infobox). In der Studie sitzt der User – beziehungsweise sein Avatar – mit zwei weiteren Teilnehmern im virtuellen Meetingraum. Die Gruppe muss gemeinsam eine Aufgabe lösen. Bewegungen wie Arm heben oder Kopf wenden werden ebenso abgebildet wie die Richtung, aus der jemand spricht (Spatial Audio). Dass das eigene Ich dabei von einem künstlichen Avatar repräsentiert wird, schadet dem Realitätsempfinden offenbar nicht. Gemäss dem Effekt «Uncanny Valley» nimmt die Akzeptanz von Avataren nicht stetig zu, je fotorealistischer sie gestaltet sind. So finden Menschen leicht abstrakte Figuren sogar sympathischer als Avatare, die sehr menschenähnlich wirken. Ob die Teamarbeit mittels VR tatsächlich besser abschneidet als mittels Videokonferenz (oder sogar besser als in der Realität), werden die laufenden Untersuchungen an der FFHS noch zeigen.

Der persönliche Avatar kann Menschen sogar motivieren, über ihre Zukunft nachzudenken und ihr Verhalten zu ändern, wie Forschende in den USA herausgefunden haben. So haben sich Probanden mehr sportlich betätigt, wenn ihr Avatar an Gewicht angesetzt hatte. Ein alternder Avatar hingegen hat Studienteilnehmer dazu bewogen, mehr in die Altersvorsorge zu investieren. Also könnten unsere künstlichen Abbilder in Zukunft dafür sorgen, dass wir bessere und motiviertere Mitarbeitende werden? Noch ist die Vorstellung, dass wir in der Virtuellen Realität mit Avataren lernen und zusammenarbeiten, Science Fiction. Interessant sind die Gedankenexperimente aber allemal.

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PROJEKT VIRLA AN DER FFHS Mittels 3D-Brillen ist es möglich, in simulierten Umgebungen mit anderen Personen zu interagieren und gemeinsam an einer (Lern-)Aufgabe zu arbeiten. Anders als bei klassischen Videokonferenzen ist in der virtuellen Realität eine räumliche Interaktion möglich. Zudem können ablenkende oder störende Einflüsse kontrolliert werden, weil der Bildschirm das ganze Gesichtsfeld ausfüllt. Forschende der FFHS, der Universität Bern und der FernUni Schweiz haben sich das Ziel gesetzt, im Projekt «Virtual Reality and Learning Activities» (VIRLA) die Grundlagen zu schaffen für die Erforschung von VR im Fernstudienkontext. Sie messen, wie tief ein Nutzer in eine virtuelle Welt eintaucht und gleichen die Ergebnisse mit der Leistung beim Lernen ab. Dabei wird der Lerneffekt mittels VR mit Videokonferenzen oder «Face-to-Face»-Situationen verglichen. Das Projekt wird vom Kanton Wallis finanziert.


03 – Fokusthema Neue Arbeitswelten

1 FRAGE AN 3 PERSONEN

Wie wird unsere Arbeitswelt in 20 Jahren aussehen? SABRINA SAUDER Studentin BSc Betriebsökonomie, Sirnach TG

SHANKAR RAM FFHS-Dozent, Zürich

SANDRA COOKE FFHS-Studiengangsleiterin, Zürich

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Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ständig weiter und damit verändern sich auch unsere Aufgabenbereiche. In den kommenden zwei Jahrzehnten werden wir weitere Schritte in Richtung Gleichstellung machen. Frauen stehen nicht mehr vor der Wahl, sich für eine Familie oder Karriere zu entscheiden. «Working Mums» aber auch Väter, die sich zu Hause um die Kinder kümmern, sind dann viel selbstverständlicher als noch 2018. Um das zu ermöglichen, werden sich neue Arbeitsmodelle entfalten. Von diesen profitieren unter anderem die steigende Zahl an Selbständigen sowie Startups, die entsprechend häufiger auf staatliche Unterstützung und solche von Netzwerken zurückgreifen können. Obschon die Digitalisierung zum Nutzen aller vorangetrieben wird und uns vieles erleichtert; der Mensch wird dadurch nicht «abgeschafft». Köpfe und Persönlichkeiten vor und hinter den Computern wird es immer brauchen.

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Schon heute leben wir in einer Welt, in der der digitale Wandel nicht mehr wegzudenken ist. In den kommenden Jahren wird sich dies auch auf weitere Berufsfelder ausdehnen. Die PowerYoga-Stunde wird von Hans-Peter geleitet, einem humanoiden Roboter. Dem Landwirt werden auf die Frontscheibe seines Traktors via «Mixed Reality Dashboard» laufend die aktuellsten Daten zum Pflügen, Säen und Ernten seiner Felder projiziert. Angehende Chirurgen üben simulierte Operationen mithilfe einer Virtual Reality Brille, damit sie im Ernstfall keine Fehler machen. So stammen die grossen Innovationen mittlerweile auch vorwiegend aus kleinen Start-ups und nicht mehr von den «Big Players». Die physische Präsenz am Arbeitsort nimmt weiter ab. Um mit dieser zunehmenden Geschwindigkeit der Digitalisierung mithalten zu können, werden Weiterbildungen on-the-Job in den meisten Branchen unumgänglich sein.

Bereits heute lassen gewisse Trends erahnen, wie wir in 20 Jahren arbeiten werden. In erster Linie setzt sich mehr Flexibilität am Arbeitsplatz durch. Wir kommen weg vom klassischen Bürodasein, wo wir von 8 bis 17 Uhr am Schreibtisch sitzen, so dass noch vermehrter orts- und zeitunabhängig gearbeitet wird. Ein grosser Vorteil ist, dass damit auch dem überlasteten Pendlerverkehr auf den Strassen und im öffentlichen Verkehr entgegengewirkt werden kann. Zudem weisen Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten auf, Führungspositionen mit jungen, ambitionierten Talenten zu besetzen. Denn die moderne Generation ist nicht mehr bereit, ihr Leben komplett für die Arbeit aufzugeben. Die Work-Life-Balance gewinnt weiter an Stellenwert. Folglich ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie keine Seltenheit mehr, sodass Teilzeitpensen die Regel statt die Ausnahme sind – insbesondere auch für Familienväter.


04 – E-Hochschule

6 E-LEARNING CHALLENGES UND WIE SIE ÜBERWUNDEN WERDEN

Die FFHS ist anders als die übrigen Fachhochschulen in der Schweiz. Verantwortlich dafür ist das Blended Learning-Studien- modell, bei dem Studierende nur rund 20 Prozent ihrer Studienzeit im Klassenzimmer verbringen. Den grössten Teil des Studiums absolvieren sie online, auf Foren, im Selbststudium. Dieser Ansatz bringt Studierenden viele Vorteile, verlangt aber auch ein Umdenken. 6 Denkanstösse für Studierende und Dozierende. 16

Blended was?

So Motivation und so. E-Learning ist langweilig. So die Annahme vieler Studierenden. Allerdings muss das schon lange nicht mehr der Realität entsprechen. Wie jedes Studium klappt auch ein Studium an der FFHS nur, wenn Studierende motiviert sind und es bleiben. Deshalb tüftelt die FFHS ständig an Massnahmen, wie das Studienerlebnis verbessert werden könnte. Man denkt über Microlearning, Gameification und mehr visuelle Medien nach. Speziell ist der Fokus auf adaptives Studieren. In adaptiven Modulen erhalten Studierende auf ihre Vorkenntnisse abgestimmte Aufgaben. In Zukunft sollen auch die individuelle Lerngeschwindigkeit, Lernpräferenzen und bevorzugte Lernmedien einbezogen werden. Wir sehen spannende Lernzeiten auf unsere Studierenden zukommen.

Blended Learning ist das didaktische Konzept, das dem Studium an der FFHS zugrundeliegt. Nicht immer ist Studierenden und Dozierenden aber ganz klar, was das für den Lernalltag bedeutet. Manche Studierende wählen die FFHS in der Annahme, dass man hier 100 Prozent arbeiten und nebenher ein vollwertiges Bachelor-Studium absolvieren kann. Das ist natürlich nicht, was Blended Learning meint. Klar, an der FFHS findet deutlich weniger Wissensvermittlung im Schulzimmer statt. Was aber nicht heisst, dass der Aufwand fürs Studium insgesamt kleiner wäre. Vielmehr wenden FFHS-Studierende 25 Stunden pro Woche fürs Selbststudium auf. Mit einer Vollzeitstelle und Privatleben und Hobbies sprengt das gerne einmal den Rahmen. Wir empfehlen deshalb: Maximal 80 Prozent arbeiten während des Studiums.

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Inhalte, aber zackig! E-Learning steht und fällt mit guten Inhalten. Dass diese allerdings nicht einfach so vom Himmel purzeln, muss sich erst noch durchsetzen. Gut E-Learning will Weile haben. Wer in seinen E-Kursen Microlearning, Gameification und adaptive Elemente einsetzen will, natürlich kombiniert mit entsprechender Didaktik, braucht Zeit. Die FFHS arbeitet deswegen stetig an Prozessen und Methoden, die die Qualität von Kursen effizient erhöhen sollen.


04 – E-Hochschule

Alle neuen E-Dozierenden absolvieren den interaktiven Kurs «Teaching Skills». Dieser bringt E-Teaching-Neulinge schnellstmöglich soweit, dass sie die Technik hinter dem digitalen Unterricht vergessen können. Ob alter Hase oder Frischling; alle FFHS-Dozierenden treffen sich einmal im Jahr zum «Fernstudientag» und tauschen ihre Erfahrungen aus und bringen sich auf den neuesten Stand.

Kommunikatastrophe? Heute kommunizieren Dozierende und Studierende auf zig verschiedenen Kanälen miteinander. Gross ist das Risiko, dass etwas verpasst, wer am falschen Ort auf Empfang geht. E-Mail, WhatsApp, Messenger und Social Media: Die Kommunikation an einer Stelle zu bündeln ist schwierig. Bei einem E-Studium ist die zentrale Kommunikationsplattform aber entscheidend, denn sonst geht schnell etwas – oder jemand – vergessen. Die FFHS investiert aus diesem Grund permanent in die Kommunikationstools ihrer Lernplattform. Studierende sollen alle Lernmaterialien, Konversationen und Inputs an einem Ort haben. Mehr Effizienz beim Lernen in der Gruppe ist das Ziel.

Lesen? Nein danke! Gute Güte so viel Text? Dem Smartphone sei Dank, schalten wir alle in den Scan-Modus, sobald wir Texte vorgesetzt bekommen, die länger als ein zweieinhalb Zeilen sind. Dies gilt auch für Lernmaterialien, Instruktionen und digitale Kommunikation im E-Studium. Kein System ist selbsterklärend. So erfordert auch ein Lernsystem gewisse kommunikativ-flankierende Massnahmen. Allerdings bemerken wir: Erklärende Texte werden – wenn überhaupt – oft nur oberflächlich gelesen, es entstehen Probleme bei der Anwendung. Entsprechend suchen wir ständig nach Wegen, wie wir mit weniger Text und mehr neuen Kommunikationsformen wie Infografiken, Visualisierungen und Videos schneller mehr erklären können.

Gesucht: E-Dozierende! Es gibt sie, die Unterschiede zwischen dem analogen Klassenzimmer und dem teil-digitalen Blended LearningModell. Natürlich gehören Internet und Browser Tabs zum Alltag im E-Learning. Programmieren muss aber niemand können, um an der FFHS zu unterrichten oder zu studieren. Auch Dozierende an der FFHS kommen nicht als E-Dozierende zur Welt. Deshalb setzt die Schule viel daran, aus Fachexperten didaktisch versierte Digitaldozenten zu machen. So steht allen Dozierenden der Weiterbildungsstudiengang CAS eDidactics gratis zur Verfügung. Aus Erfahrung wissen wir: Dieser Kurs bringt’s. Dozierende werden methodisch versierter, Studierende profitieren sofort.

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Illustration: id-k

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04 – E-Hochschule

«DIE DENKWEISE MUSS SICH ÄNDERN» Mit adaptiven, personalisierten Kursen und mit E-Assessments verfolgt die FFHS zwei Initiativen, die zeigen, wie sich E-Learning beispielhaft weiterentwickelt. Vor allem aber sollen Studierende von den neuen Methoden profitieren. Wir haben uns umgehört: Was funktioniert? Was noch nicht? TEXT: HANNES TSCHERRIG

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Gefragt, was für Sie der grösste Vorteil eines E-Assessments sei, antwortet Karoline Sommer: «Das Schreiben am Computer ist für mich sehr viel angenehmer. Ich kann mich voll auf die Fragen konzentrieren.» Sommer studiert Betriebswirtschaft an der FFHS und arbeitet als IT Sales Spezialistin. Für sie waren die elektronischen Prüfungen an der FFHS eine sehr angenehme Premiere.

E-Assessment: Die Prüfung am eigenen Laptop Allerdings hat dieser Komfort auch eine Schattenseite: «Das Risiko, dass am Tag der Prüfung etwas mit dem Laptop nicht in Ordnung ist, geht auf die Studierenden über.» Das sei ein Nachteil, da man halt nie 100 Prozent sicher sein könne, dass die Technik nicht im dümmsten Moment schlapp macht. Die Challenge ist der Verantwortlichen für E-Assessments an der FFHS, Jetmire Sadiki, bekannt. «Es gab Studierende, die veraltete Software installiert hatten», erklärt Sadiki, was zu Verzögerungen  geführt habe. Und trotzdem: «Alle Studierenden konnten ihre Prüfung abschliessen. Das ist ein Erfolg!» Mit jeder Durchführung werden die E-Prüfungen besser.

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Und in Zukunft will man auch mündliche Antworten abnehmen oder Programmieraufgaben testen können. «Ziel ist es, Kompetenzen so realitätsnah wie möglich zu prüfen», schliesst Jetmire Sadiki.

ALMoo: Adaptiv und personalisiert lernen

Die grösste Herausforderung bleibt aber der Mensch: Studierende wie Dozierende müssten ihren Schwerpunkt von der analogen Vorlesung zum digitalen Selbststudium verschieben, so Holthaus: «Die Denkweise muss sich ändern.»

Adaptives Lernen mit Moodle (ALMoo) ist die zweite E-Learning-Offensive an der FFHS. Ein adaptives Lernsystem unterstützt die Studierenden beim Online-Lernen, indem es Kurse den Fähigkeiten und Interessen der Studierenden anpasst, erklärt der Projektverantwortliche Matthias Holthaus. «Ein Studierender mit viel Vorwissen kann einen Kurs sehr schnell absolvieren, während jemand mit grösseren Wissenslücken auch mehr Unterstützung erhält.» Ziel sei es, so der Forscher, dass Studierende eine neue Kompetenz mit möglichst geringem Aufwand erwerben. Student und Produktionsingenieur Mike Azadian sieht als Anwender keinen grossen Unterschied zu anderen Kursen. Man merke halt zum Teil, dass die ALMoo-Module noch Kinderkrankheiten hätten. Aber, so Azadian über seine Erfahrung: «Man wusste immer, was es zu tun gibt und wo man steht.»

KAROLINE SOMMER Studentin CAS Betriebswirtschaft und IT Sales Spezialistin

MIKE AZADIAN Student BSc Wirtschaftsingenieurwesen und Produktionsingenieur


05 – Meinung

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ:

GEFAHR ODER CHANCE?

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erzeit beschäftigt sich sowohl die Fachwelt als auch die Öffentlichkeit verstärkt mit «künstlicher Intelligenz» (KI). Deren Potenzial für die Gesellschaft ist riesig (z.B. im Gesundheitswesen), andererseits hält nun jeder Mobiltelefonbenutzer ein KI-Instrument in der Hand, mit dem er auch beträchtlichen Schaden anrichten kann. Ein häufiges Missverständnis im Gespräch über KI entspringt der Unterscheidung zwischen schwacher und starker KI. Laien assoziieren mit «künstlicher Intelligenz» gerne die starke KI: Eine selbständig denkende, bewusste, aber künstlich erschaffene Maschine. Die schwache KI ist weniger spektakulär: Sie löst genau umrissene Aufgaben, beantwortet zum Beispiel Google-Suchanfragen. Um sich von den überhöhten Erwartungen, aber auch von Ängsten und Terminator-Assoziationen zu distanzieren, benutzen Forscher heute lieber den Begriff des maschinellen Lernens für diese Art der KI.

Diese Missverständnisse stellen eine Gefahr für den technischen Fortschritt im Bereich der schwachen KI dar: Die Ängste vor einer starken KI könnten dazu führen, dass nützliche Anwendungen der schwachen KI oder des maschinellen Lernens auf gesellschaftlichen und politischen Widerstand stossen. Es ist daher wichtig, dass in der Öffentlichkeit neben der Medien- und IT-Kompetenz auch die KI-Kompetenz breit diskutiert wird. Zu dieser gehört, dass maschinelles «Lernen» ganz nüchtern das Finden des Minimums einer Funktion ist. Wie jeder Bürger mit einem Mobiltelefon verantwortlich umgehen können muss, wird derzeit auch die Fähigkeit immer relevanter, die Ausprägungen und Anwendungen von künstlicher Intelligenz nüchtern betrachten und beurteilen zu können.

Sprachlich konsequent sind aber auch Forschende nicht: Wenn Maschinen «lernen» und «Vorhersagen machen», «neuronale Netze Sprache erkennen» können oder «autonom Auto fahren», wird die Maschine durch sprachliche Analogien vermenschlicht. Dadurch ergeben sich bei Laien leicht Irrtümer wie zum Beispiel, dass maschinelles Lernen eine Form der Didaktik sei oder es sich bei künstlicher Intelligenz um Ausserirdische handle. Da selbst Forscher selten verstehen, was die Algorithmen lernen, bleiben komplexe KI-Systeme schwer fassbar.

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DR. BEAT TÖDTLI ist Physiker, Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Laboratory for Web Science (LWS) an der FFHS. Er forscht auf den Gebieten des Machine Learning und Deep Learning und unterrichtet Datenanalyse und Machine Learning. In der Industrie hat er Sensordaten analysiert und Algorithmen zur Klassifikation von Banknoten entwickelt.

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06 – Success Story

LEBEN AUF MALTA, STUDIEREN IN DER SCHWEIZ Sonne, Meer und Badestrände: Die meisten Schweizerinnen und Schweizer kennen die Mittelmeerinsel Malta nur als Feriendestination. Was für viele Touristen ein beliebtes Reiseziel ist, wurde für den Ostschweizer Christoph Häne zu seinem Zuhause. Seit einem Jahr lebt und arbeitet er auf Malta – und studiert daneben bereits zum zweiten Mal an der FFHS. TEXT: DEBORAH BISCHOF

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ls Christoph Häne vor knapp einem Jahr gemeinsam mit seiner Frau auf die Insel Malta zog, wusste er nicht genau, was ihn erwarten würde: «Wir kannten die Insel wie viele andere nur als Ort für Badeferien.» Bereits nach kurzer Zeit erkannte er aber, dass die ehemals britische Kolonie weitaus mehr zu bieten hat: Malta lockt mit altertümlichen Bauwerken, einzigartigen Küstenwegen und einem einheimischen Leben abseits der Touristenhochsaison. «Nach Feierabend im Meer schwimmen, mit Freunden Tennis spielen und am Morgen zu Fuss der Küste entlang zur Arbeit spazieren. Das ist Qualität», erzählt der Schweizer. Das Leben auf der Mittelmeerinsel bietet dem langjährigen Informatiker aber nicht nur privat, sondern auch beruflich neue Perspektiven.

Vom Informatiklehrling zum Spezialisten 1998 begann Christoph Häne seine Lehre als Informatiker: «Technik begeisterte mich von klein an. Das Berufsfeld war um die Jahrtausendwende noch wenig etabliert und es gab kaum Lehrstellen. Ich hatte Glück», erinnert sich der heute 35-Jährige. Mit einer abgeschlossenen Berufslehre war sein Wissensdurst jedoch nicht gestillt und er informierte sich über eine passende Weiterbildung. Da er bereits mit beiden Beinen fest im Berufsleben stand, kam für ihn nur eine Ausbildung in Frage, bei der er weiterhin nebenbei arbeiten konnte: «2005 entschied ich mich für ein berufsbegleitendes Bachelorstudium im Bereich Wirtschaftsinformatik an der Fernfachhochschule.

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Das Studium vermittelte mir ein breites Grundlagewissen und ich konnte eine gute Basis für meine weitere berufliche Zukunft legen», erzählt Christoph Häne. Bei seiner damaligen Arbeitsstelle als System Integrator bei der UBS entdeckte er seine Leidenschaft für die Datenanalyse. Ein Gebiet, das internationalen Austausch erfordert: «Daten halten sich nicht an Landesgrenzen. Wir pflegen vor allem mit englischsprachigen Ländern intensiven Kontakt, weswegen viele Informatiker früher oder später auch mal ins Ausland gehen.» So machte sich auch Christoph Häne auf die Suche nach einer Arbeitsstelle ausserhalb der Schweiz. Nach langem Abwägen verschiedener englischsprachiger Länder fiel der Entscheid schliesslich auf Malta: «Das Wetter hier ist nun einmal besser als in England», lacht er.

Als Data Scientist auf Malta Letztlich war es aber nicht das schöne Wetter, das Christoph Häne und seine Frau auf die Mittelmeerinsel lockte: «Ich erhielt ein sehr gutes Jobangebot als Data Scientist», erzählt der Informatiker. So arbeitet er heute bei Tipico, einem Grossunternehmen im Bereich professioneller Sportwetten. Sein Büro befindet sich im bekannten Portomaso Business Tower, dem ersten und einzigen Wolkenkratzer auf Malta. «Bei meiner Arbeit geht es nicht einfach darum, Daten aufzubereiten. Ich muss sie verstehen und Prognosen ableiten können.» Besonders spannend sei es, wenn eine Vorhersage dann tatsächlich eintreffe: «In solchen Momenten wird mir bewusst, wie viel uns Daten über gewisse Dinge sagen können», hält Christoph Häne fest.


Seit einem Jahr lebt und arbeitet Christoph Häne auf Malta.

Auch bei Tipico merke er die rasante Weiterentwicklung der Technik und damit seines Berufsfeldes. «Es gibt immer mehr Informationen und wir können Daten immer präziser auswerten. Aus diesem Grund wird mir in Kürze ein Team unterstellt, das ich leiten werde», freut sich Christoph Häne. Ganz auf die technische Arbeit als Datenanalytiker verzichten möchte er jedoch nicht: «Gerade weil das Berufsfeld so dynamisch ist, möchte ich keinesfalls den Anschluss verpassen.»

Zurück an die FFHS Um sein Wissen auch theoretisch zu erweitern, studiert Christoph Häne aktuell Web for Business mit dem Schwerpunkt Data Science an der FFHS: «Das Masterstudium gibt mir in diesem sehr dynamischen und komplexen Berufsfeld eine Struktur und hilft mir, die neusten Entwicklungen zu verstehen. Gut finde ich, dass ich beim Leistungsnachweis mein gelerntes Wissen immer gleich anwenden kann und so sicher weiss, dass ich tatsächlich alles verstanden habe.»

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Den Beruf und die Ausbildung gleichzeitig zu meistern, sei ab und zu schon schwierig: «Der Lernplan ist sehr eng und wir müssen viel selbstständig lernen. Gerade wenn man nebenbei Vollzeit arbeitet, erfordert das selbstständige Lernen viel Disziplin.» Gleichzeitig geniesst der Masterstudent die Freiheiten des Fernstudiums: «Ich habe sehr wenig Präsenzstunden. So kann ich auch gut auf Malta leben und in der Schweiz studieren.» Für die Präsenzzeiten fliegt der Informatiker jeweils in die Schweiz zurück: «Ich nutze die Zeit dann auch, um meine Familie und Freunde zu besuchen.» An der Schweiz selbst vermisst er wenig: «Nur die Pünktlichkeit. Hier beginnt ein Meeting selten rechtzeitig, ein Bus hat fast immer Verspätung und Termine werden meist verschoben.» Gründe für eine Rückkehr in die Schweiz sind dies bisher nicht. Ursprünglich planten Christoph Häne und seine Frau ein Jahr auf Malta zu bleiben. Aktuell sehe dies jedoch anders aus: «Irgendwann werden wir vermutlich in die Schweiz zurückkehren. Zurzeit geniessen wir jedoch unseren Alltag auf der Ferieninsel.»


07 – Digital

DIGITAL SERVICE Fünf Tipps zu Applikationen und Tools, die den Alltag im Studium, Beruf und Privaten in vielerlei Hinsicht erleichtern.

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Ideament

AR MeasureKit

In der Gruppe brainstormen

Dinge vermessen

Das AR MeasureKit vermisst alles Mögliche. Mittels Kamerafunktion berechnet die Applikation Längen von Gegenständen oder Distanzen zu fixen Punkten im Raum und zeigt diese mit fast perfekter Genauigkeit direkt auf dem Display an. Doch die App kann weitaus mehr: Sie misst Winkel, dient als Wasserwaage und kann auch Gegenstände virtuell darstellen, wie viel Platz sie im Raum einnehmen würden. Hinzu kommt die Vermessung von menschlichen Körpergrössen oder Gesichtsattributen. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

Diese App eignet sich bestens für kreative Köpfe, die ihre Ideen schnell und einfach visualisieren möchten – auch unterwegs. Einfälle können mit nur einem Klick in Kacheln aufgeschrieben und mit anderen Gedanken-Kacheln verbunden werden. So ermöglicht Ideament das Erstellen von Mindmaps, Concept-Maps sowie Flussdiagrammen. Bei der App können mehrere Teilnehmer miteinander verbunden werden, womit Brainstormings in Gruppen die Anwendungsmöglichkeiten noch vielseitiger gestalten. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

Slack Effizient zusammenarbeiten Die App vereinfacht strukturierte Teamarbeiten und legt die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Gruppenmitglieder können bei Slack Inhalte teilen, gemeinsame To-do-Listen erstellen und sich miteinander austauschen. Sie erlaubt ausserdem das Versenden von PDF und GIF aber auch die Integration von Dropbox- sowie Google-Hangouts. Slack ist auf jedem Gerät verfügbar, damit alle Mitglieder jederzeit mit dem Team in Kontakt treten und auf ihre Arbeiten zurückgreifen können. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

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Itineris Budget-Alarm Das Budget im Griff behalten Mit dieser Applikation hat man das private Budget jederzeit im Griff. Auf einfache Weise werden die Ein- und Ausgabeposten in einer Liste eingetragen und ein Barometer zeigt stets den aktuellen Stand des Monatsbudgets an. Mittels den Ampelfarben ist ersichtlich, ob das Budget eingehalten wird: Ein grüner Barometer bestätigt, dass das Budget im Lot ist. Bei Orange sind Kürzungen ratsam und Rot bedeutet, möglichst schnell eine Lösung zu finden, da sonst eine Verschuldung droht. Verfügbarkeit: Kosten: gratis

Sicher und informiert reisen Mit Itineris sind Sie im Ausland sicher unterwegs – ebenso offline. Reisende können sich vor ihrer Abreise registrieren und während eines Auslandaufenthalts stets aktuelle Informationen zur Sicherheitslage im jeweiligen Land abrufen. Hinzu kommen Verhaltenstipps und Informationen zu Regionen, welche vermieden werden sollten. Bei Notfällen sind die Adresse der Schweizer Botschaft im Reiseland sowie die Kontaktdaten des Eidgenössischen Aussendepartements jederzeit abrufbar. Verfügbarkeit: Kosten: gratis


08 – Weiterbildung

LUST AUF NEUES? MAS Arbeit 4.0

CAS Data Driven Business

Im Weiterbildungsstudiengang «Master of Advanced Studies (MAS) Arbeit 4.0 – transformierte Organisation und digitales HR» der Fernfachhochschule Schweiz lernen Führungspersonen, Personal- und Organisationsfachleute, wie sie agile Organisationsentwicklung, digitale Führung und zukunftsweisendes Human Resources Management in ihrem Unternehmen anwenden können. ffhs.ch/mas_arbeit40

Längst nicht alle Entscheidungsträger und Führungskräfte wissen, wie sie aus dem Rohstoff Daten Mehrwert für ihr Unternehmen generieren können. Hier setzt das neue «CAS Data Driven Business» an. Es bietet eine Einführung ins Gebiet, einen Überblick über Technologien, zeigt Tools und Methoden und liefert damit die Entscheidungsgrundlagen für Digitalisierungsprojekte und die datengestützte Weiterentwicklung von Unternehmen. ffhs.ch/cas_ddb

WEITERBILDUNGEN MIT START HERBST 2018 INFORMATIK

WIRTSCHAFT

MAS und CAS Business- und IT-Consulting

MAS Arbeit 4.0

MAS Web4Business

CAS Agile Organisation

DAS Data Science

MAS Industrie 4.0

DAS und CAS Web Engineering

CAS Digitale Unternehmenstransformation

CAS Web- & Informationsdesign

CAS Advanced Engineering

CAS Statistische Datenanalyse & Datenvisualisierung

Executive Master of Business Administration (EMBA)

CAS Cloud Computing

DAS General Management

CAS IT Security

CAS Management CAS Leadership

GESUNDHEIT

MAS Wirtschaftspsychologie

MAS Gesundheitsförderung

CAS Marken- und Werbepsychologie

CAS Gesundheitsförderung & Prävention

CAS Behavioral Economics

CAS Gesundheitspsychologie

MAS Business Law CAS Contract & Trade Law

DIDAKTIK & E-LEARNING CAS eDidactics

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CAS Compliance & Corporate Governance Der Anmeldeschluss für die Weiterbildungen mit Start Mitte August/Anfang September 2018 ist der 31. Mai 2018 (spätere Anmeldungen je nach verfügbaren Studienplätzen möglich). Weitere Infos unter ffhs.ch

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09 – Abschlussarbeit

MEINE

ABSCHLUSSARBEIT TEXT: THOMAS MAIER*, AUFGEZEICHNET VON RAHEL PERROT

Semesterarbeiten bilden den fachlichen Abschluss eines Moduls innerhalb einer Aus- oder Weiterbildung. Praxisrelevanz bei der Themenwahl ist dabei das A und O. So auch bei Thomas Maier. Der Sportwissenschaftler befasste sich im Rahmen seines CAS Datenanalyse mit der Vorhersagbarkeit der Trefferquote im Biathlon.

24 Seit fünf Jahren arbeite ich an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ressort Leistungssport. Unter anderem bin ich verantwortlich für die wissenschaftliche Betreuung des Biathlon-Nationalkaders. Um mein berufliches Profil zu erweitern, entschied ich mich 2017 für den Weiterbildungsstudiengang in Data Science. Dabei absolvierte ich im vergangenen Semester den CAS Datenanalyse. Der Kurs war für mich äusserst lehrreich, die Dozierenden sehr engagiert und die Inhalte hoch relevant. Ich war allerdings froh, bereits einiges an Vorwissen mitgebracht zu haben. Das Themenfeld ist sehr komplex und ambitioniert für einen CAS. Das Hauptthema dieses CAS, das maschinelle Lernen, interessiert mich schon länger. Denn im Sport wird der Umgang mit grossen Datenmengen immer wichtiger. Ich finde es faszinierend, wie moderne Analysemethoden Muster und Zusammenhänge in riesigen Datensätzen offenlegen können. Im Biathlon werden vor allem die Schiessleistungen unter Athletinnen, Athleten sowie ihren Trainern häufig diskutiert. Als Sportwissenschaftler interessiert mich, wie vorhersehbar die Schiessergebnisse sind. Welchen Einfluss spielt dabei das eigentliche Können eines Athleten? Wie stark beeinflussen zufällige Schwankungen der Trefferquote das Schiessergebnis?

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In meiner Semesterarbeit ging ich diesen Fragen nach. Mein Arbeitskollege Severin Trösch und mein Chef Jon Peter Wehrlin dienten mir unter anderem als Co-Autoren. Ich schätze deren Know-how in der klassischen Statistik und beim Ausarbeiten von wissenschaftlichen Arbeiten. Zudem holte ich mir bei Daniel Meister Unterstützung, einem Freund, der im Bereich Datenanalyse tätig ist. Mit ihm besprach ich meinen Analyse-Code und profitierte dabei von seiner langjährigen Erfahrung. Externes Feedback finde ich äusserst wertvoll. Es ist meist ehrlicher und objektiver, als der eigene Blick auf die Arbeit. Meine Datenbasis bestand aus öffentlich zugänglichen Schiessresultaten von Weltcup-Veranstaltungen und lag mir teilweise nur als PDF vor. Die Daten dieser Dokumente automatisiert zu extrahieren, entpuppte sich als ziemlich mühsam. Für korrekte Vorhersagemodelle musste zudem die zeitliche Reihenfolge der Schiessresultate beachtet werden: Ich durfte die Modelle nur mit vorher zurückgehaltenen, zukünftigen Resultaten testen, um eine realistische Einschätzung der Vorhersagekraft zu erhalten.

* THOMAS MAIER verfasste seine Semesterarbeit zum Thema «Predicting biathlon shooting performance using machine learning» im CAS Datenanalyse im Rahmen seines DAS Data Science. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift «Journal of Sports Sciences» veröffentlichte die Arbeit in ihrer diesjährigen Aprilausgabe.


Thomas Maier will mit Daten die Trefferquote beim Biathlon prognostizieren.

25 Meine Vermutung war, dass sich die Vorhersage einzelner Schüsse als sehr schwierig herausstellen würde. Die Analyse bestätigte dies: Die einzige relevante Information für die Vorhersage des Schiessergebnisses war die LangzeitTrefferquote einer Athletin oder eines Athleten (jeweils fürs Liegend- und Stehendschiessen). Alle anderen Variablen wie beispielsweise die Rundenzahl, Schiesszeiten oder kurzfristige Trefferquoten scheinen keine grosse Rolle zu spielen. Die Resultate legen somit nahe, dass kurzfristige Schiesserfolge im Rahmen von ein bis zwei Wettkämpfen in der Praxis überinterpretiert werden. Sie können als zufällig erachtet werden und besitzen damit auch kaum Vorhersagekraft. Um die Schiessleistung der Athletinnen und Athleten zuverlässig beurteilen und Vorhersagen für zukünftige Wettkämpfe machen zu können, muss man die Trefferquote von mindestens 200 Schüssen analysieren. Ich habe zusätzlich die Daten der Schweizer Mannschaft genauer analysiert, um individuelle Rückmeldungen geben zu können. Ich stehe zudem in regelmässigem Kontakt mit den Kadertrainern. Wir konnten die Ergebnisse bereits zusammen diskutieren und über die Implikationen sprechen. Gerade im Bereich der Wettkampf- und Kaderselektion sind diese Ergebnisse relevant, zeigen sie doch deutlich, dass man bei der Auswahl die kurzfristigen Schiessleistungen nicht überinterpretieren darf.

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Potenzial für die Verwendung solcher Vorhersagen sehe ich auch bei Sportübertragungen im Fernsehen. Bereits heute werden einige Informationen wie die Anzahl der verbleibenden Patronen im Magazin angezeigt. So könnte zum Beispiel live im TV die Wahrscheinlichkeit eingeblendet werden, dass der nächste Schuss eines Athleten ein Treffer wird. Zumindest Daten-Nerds wie ich fänden das sicher spannend.

NEUER CAS DATENANALYSE Im vergangenen Semester wurde der CAS in Datenanalyse zum ersten Mal durchgeführt. Innerhalb des Moduls lernen die Studierenden die wichtigsten Technologien aus den Bereichen Machine Learning, Deep Learning und Recommender Systems kennen und erfahren, wie sie den Einsatz dieser Technologien für unterschiedliche Anwendungen beurteilen können. Ausserdem werden ihnen entsprechende Werkzeuge zur Lösung konkreter Probleme vermittelt. Gelehrt und betreut wird der CAS von den beiden Dozierenden Dr. Joachim Steinwendner und Dr. Beat Tödtli des Forschungsinstituts Laboratory for Web Science (LWS) der FFHS. Das LWS forscht aktiv auf den Feldern Data Science und Learning Analytics. Ergebnisse aus beiden Forschungsfeldern fliessen durch Projekte in die Industrie ein.


10 – Interna

FERNFACHHOCHSCHULE SCHWEIZ

INTERNA

Emotionen beim Lernen messen

20 Jahre FFHS

Zusammen mit der Middle East Technical University in Ankara erprobt das Institut für Fernstudien- & eLearningforschung (IFeL) seit Anfang 2018 kostengünstige Messmethoden für die automatische Erfassung von Emotionen beim Lernen. Ziel ist es, eine Datenerhebungsmethode zu finden, die Lernende nicht ablenkt. An einem Projektantrag mit demselben Ziel beteiligen sich auch die NorthWest University in Südafrika und die Uni Bern. Die Versuche werden im Rahmen des UNESCO-Lehrstuhls für personalisiertes und adaptives Fernstudium durchgeführt.

1998 ging es los mit der FFHS. Aus einer Schule mit nicht einmal 20 Studierenden und nur einer Handvoll Dozierenden ist eine eidgenössisch anerkannte Fachhochschule geworden, die die Schweizer Bildungslandschaft mitprägt. 2018 feiert die FFHS ihr 20-jähriges Bestehen. Zum runden Geburtstag spricht der ehemaligen Direktor Kurt Grünwald über die Anfänge. Gehen Sie auf Zeitreise und entdecken Sie die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Fernfachhochschule Schweiz. ffhs.ch/20-jahre

Handlungsbedarf im Datenschutz 26

Das 14. FFHS Business Breakfast widmete sich dem Thema Datenschutz. Konkret ging es um die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die ab dem 25. Mai europaweit gilt. Sie sieht vor, die Daten europäischer Bürger zu schützen – auch wenn diese Daten auf Servern ausserhalb der Europagrenzen gespeichert werden. Auch Schweizer Unternehmen sind gefordert: Das Internet kennt keine Landesgrenzen. Zudem soll in zwei Jahren das Schweizer Gesetz voraussichtlich an die europäische Regelung angepasst werden. Die beiden Referenten am FFHS Business Breakfast – Leonie Wasmer, Juristin und Dozentin sowie Mathieu Habegger, technischer Leiter und Partner bei der SwissMediaPartners AG – beleuchteten das Thema aus rechtlicher und praktischer Sicht.

Grosses Interesse am Business Breakfast zum Thema Datenschutz.

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Mehr Menschen: Heute zählt die FFHS über 2000 Studierende.


MEDIENECHO Drei neue PiBS-Praxispartner Die FFHS bietet mit dem PiBS seit 2015 ein neuartiges Studienmodell für den Bachelor in Informatik an; eine Kombination aus Theorie an der Hochschule und praktischer Anwendung in der Wirtschaft Seither konnte die Zahl an kooperierenden Unternehmen kontinuierlich gesteigert werden. Ab Studienstart 2018 bieten neu auch die SBB, die Kantonspolizei Aargau, die Anbieterin für IT-Sicherheitslösungen terreAktive AG sowie das Berner Softwareunternehmen 4teamwork Studienausbildungsplätze in Kooperation mit der FFHS an. Die Zahl der Praxispartner steigt somit auf aktuell 19 Unternehmen, die insgesamt 36 Ausbildungsplätze anbieten.

Die vorhandene Technik bestmöglich nutzen «Eigentlich hatte ich gerade eine berufliche Veränderung hinter mir. Nach sechs Jahren als Fachgruppenleiter übernahm ich intern eine neue Stelle als Lean Manager. Aber da war dieses Schlagwort: Digitalisierung. Meine Neugier war geweckt. Ich wollte wissen, was dahinter steckt. […] Alle scheinen davon zu sprechen, aber was genau bedeutet die Digitalisierung für die Industrie? Was kommt auf sie zu?» (Porträt über FFHS-Student Michael Walther) 

Tages-Anzeiger (Bildungsbeilage), 28. März 2018

Digitale Arbeit: Neue Tools, neue Werte, neues Leadership

AGENDA 06.06.2018 Deep Learning Workshop, SDS 2018 Pre-Conference Event 21.06.2018 Swiss Telecommunication Summit – 44. asut-Seminar 30.07.2018 Hand-In Apéro zur Abgabe der Bachelor-Thesis Bern / Basel / Zürich 22.09.2018 Diplomfeier Brig Simplonhalle 09.10.2018 advanceING Karrieretag für MINT-Berufe in Zürich

Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen finden Sie unter ffhs.ch/events

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«Neue Tools prägen die digitalisierte Arbeitswelt. Entsprechend verändert sich die Art und Weise, wie Menschen zusammenarbeiten. Die digitale Arbeitswelt zeichnet sich aber nicht nur durch neue Hilfsmittel aus. Werte wie Vertrauen, Transparenz und Eigenverantwortung spielen eine wichtige Rolle – auch beim Führungsstil.» (Fachartikel von Cindy Eggs, Studiengangsleiterin MAS Arbeit 4.0) 

Südostschweiz am Wochenende, 17. Februar 2018

Was Deep Learning heute schon kann – und was nicht «Wenn es um IT-Trends wie künstliche Intelligenz (KI) oder Big Data geht, ist Deep Learning oft nicht fern. Doch was kann diese Technik überhaupt? Ist sie dem Menschen gar schon überlegen? Sollten Schweizer Unternehmen darüber nachdenken, sich einen Deep-LearningSpezialisten an Bord zu holen? […] Am Business Breakfast der Fernfachhochschule Schweiz Mitte Oktober haben Fachleute über Deep Learning diskutiert. Referenten zeigten Anwendungsfelder der Technologie und warnten vor ihren Gefahren.» 

Netzwoche, 01. November 2017


Mitglied der SUPSI

«Wir müssen das Arbeitsleben als eine Lernreise betrachten.» Andri Rüesch, Head of Sourcing, Skills & Talents bei Swisscom, über das Umdenken im Zuge der digitalisierten Arbeitswelt. ffhs.ch

Fernfachhochschule Schweiz – FFHS Zürich Basel Bern Brig Tel. +41 27 922 39 00 ffhs.ch

CLOUD Mai 2018: Neue Arbeitswelten – Dynamisch, flexibel, agil  

Cloud - Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz - Porträt: Jana Brunner kombiniert Fussball-Nati und Studium - Digitalisierung: So arbeit...

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