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CLOUD Mai 2022: Barrieren abbauen - Wie Hindernisse überwunden werden

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CLOUD Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Mitglied der SUPSI

Mai

4—5

8 — 10

18 — 19

Nevin Galmarini: Zwischen zwei Karrieren

Forschung: Barrieren für Betreuungsdienstleistungen abbauen

Offen und transparent – der neue Hochschulcampus in Brig

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BARRIEREN ABBAUEN Wie Hindernisse überwunden werden 1


INHALT

FFHS Magazin Mai – 22

EDITORIAL Barrierefreiheit beginnt im Kopf

E-HOCHSCHULE 3

MOOCs für besseres Online-Lernen

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MENSCHEN Nevin Galmarini: Zwischen zwei Karrieren

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FOKUSTHEMA: BARRIEREN ABBAUEN

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Barrieren, Hürden, Hindernisse

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Umfrage: Welche «Barrieren» haben Sie erlebt?

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Führungsposition und Familie: Wie zwei Mitarbeitende beides unter einen Hut bringen

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Porträt: Studentin Anna Dillier erhält tierische Unterstützung

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Barrierefreiheit: Wegweiser für gute Accessibility

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CAMPUS Einblicke in den neuen Hochschulcampus in Brig

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Interview: Yvonne Ganz über die neuen Weiterbildungen im Bau

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ABSCHLUSSARBEIT Onboarding im Homeoffice

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PRAXIS Ernährung und Diätetik: Beratung kann man nicht auf Papier lernen

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FORSCHUNG Interview: Prof. Dr. Sonja Kahlmeier über ihr Forschungsgebiet im Bereich Bewegung und Public Health

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AUS- UND WEITERBILDUNG Neue Studienangebote

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INTERNA Kurzmitteilungen

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Medienecho

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Herausgeberin: Fernfachhochschule Schweiz, Schinerstrasse 18, Postfach 689, 3900 Brig Redaktion: Natascha Ritz und Caroline Aebischer, FFHS E-Mail: cloudmagazin@ffhs.ch Gestaltung: id-k Kommunikationsdesign AG, Bern Druck: Valmedia AG, Visp Auflage: 4000 Exemplare Erscheinung: 2x jährlich Abo-Bestellung oder Änderung: ffhs.ch/cloudmagazin Bildnachweis Cover: id-k Kommunikationsdesign AG Bildnachweis Inhalt: iStock (Seite 7) CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz


01 – Editorial

BARRIEREFREIHEIT BEGINNT IM KOPF MICHAEL ZURWERRA Rektor Fernfachhochschule Schweiz

Liebe Leserinnen und Leser Es ist kein Zufall, dass sich das vorliegende «Cloud» mit dem Thema «Barrierefreiheit» beschäftigt. Die FFHS verfolgt seit ihrer Gründung das Ziel, allen an einem Studium oder einer Weiterbildung Interessierten, soweit dies möglich ist, ein barrierefreies Studieren zu ermöglichen. Wir nutzen die Digitalisierung, um immer bessere Voraussetzungen für ein Studium neben der beruflichen und der familiären Verpflichtung oder neben dem Leistungssport zu ermöglichen. Immer mehr rücken auch Menschen mit Behinderungen in unseren Fokus. Besonders für sie wollen wir individuelle Lösungen anbieten. Darüber hinaus beschäftigen wir uns seit Jahren auch damit, unseren Mitarbeitenden in Teilzeitanstellung Karrieremöglichkeiten zu eröffnen. In den letzten Jahren haben wir zudem die flexible Arbeitszeit und die Homeoffice-Möglichkeit ausgebaut. Diese und weitere Massnahmen haben auch dazu beigetragen, dass wir zum zweiten Mal in Folge das Gütesiegel «familienfreundliches Unternehmen» erhalten haben. Barrierefreiheit hat für uns mit Nachhaltigkeit zu tun. Wissen so aufzubereiten und zu vermitteln, dass viele Menschen davon profitieren, dass berufliche Karrieren entwickelt werden können, dass die Gesellschaft genügend Fachkräfte erhält, dass Lehrangebote in unterschiedlichen Studiengängen verwendet werden können, schafft Nachhaltigkeit. Diese Zielsetzung verlangt aber von allen Mitarbeitenden der FFHS, dass sie auch barrierefrei denken. Wir brauchen neue Lösungen, kreative und innovative Ansätze. Nur weil wir es

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immer so gemacht haben und damit erfolgreich waren, heisst noch nicht, dass die gewohnten Prozesse und Methoden weiterhin zukunftsorientiert unser Studienmodell tragen. Die Perspektive im Denken zu öffnen und bereit zu sein, sich mit neuen Arbeitsweisen und neuen e-didaktischen Modellen vertraut zu machen, fällt nicht immer leicht, ist aber die Voraussetzung für eine personalisierte und gesellschaftsorientierte Entwicklung der Bildung. Schliesslich darf ich am Ende meines Editorials, das ich unter dem Eindruck des Ukrainekrieges und der Gräueltaten von Butscha schreibe, nicht unerwähnt lassen, dass es neben dem Menschen verbindenden und friedensfördernden Handeln in Bezug auf den Abbau von Barrieren aller Art unter bestimmten Umständen trotzdem angebracht ist, Barrieren zum Schutz der unantastbaren Werte wie Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie zu errichten. Unter keinen Umständen darf man in Bezug auf diese Werte Kompromisse eingehen. Hier müssen wir Menschen mit alten Denkmustern dazu zwingen, ihre inneren Barrieren in Bezug auf historische Entwicklungen, religiöse oder kulturelle Unterschiede aus ihren Köpfen zu entfernen. Auch mit Blick auf die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine und der sich daraus ergebenden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Konsequenzen für die ganze Welt glaube ich unverrückbar an das Gute im Menschen. Lassen wir nicht zu, dass Engstirnigkeit und Barrieren im Kopf die Welt regieren.

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02 – Menschen

Ein Kapitel geht zu Ende: Nevin Galmarini verabschiedet sich vom Profisport. (Foto: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

ZWISCHEN ZWEI KARRIEREN Nevin Galmarini schliesst mit dem Ende der Saison auch seine Karriere als Profisnowboarder ab. Jetzt steht er genau an der Schwelle, auf die er sich mit seinem Studium an der FFHS vorbereitet hat: der Einstieg ins Berufsleben.

Schluss. «Ich bin mit mir im Reinen», sagt er zu seinem Entschluss. Gerade im Studium habe er gemerkt, dass es noch so viel mehr zu sehen und zu lernen gibt. Nun steht er zwischen zwei Welten, die erfolgreiche Sportkarriere hinter sich und die berufliche Karriere vor sich.

TEXT: NATASCHA RITZ

2005 schliesst Galmarini das Sportgymnasium ab und setzt von da an alles auf die Karte Sport. Anfangs arbeitet er jeweils im Sommer, etwa im Verkauf oder im Schichtbetrieb am Flughafen Zürich, um Geld zu verdienen. Geld, welches er im Winter für Trainings und Wettkämpfe wieder ausgibt. Mit wachsendem sportlichen Erfolg kommen mehr Sponsoren und finanzielle Möglichkeiten. Vor sieben Jahren entscheidet er sich, die neu gewonnene Zeit in ein Studium zu investieren und schreibt sich an der FFHS für Betriebsökonomie ein.

Wir erreichen Nevin per Video-Meeting im Südtirol, wo er eines seiner letzten Weltcuprennen absolviert, genau an dem Tag, an dem der Olympiasieger von 2018 seinen Rücktritt vom Snowboardsport bekanntgibt. Zahlreiche Anfragen hat er bereits beantwortet; der 36-jährige Bündner war immer ein gern gesehener Gast in den Schweizer Medien. Noch eine Handvoll Rennen, dann ist

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Vorlesungen als Highlight


02 – Menschen

«Ich war kein Musterstudent», gibt er unumwunden zu. Alleine zu lernen im Selbststudium lag ihm nicht besonders, dafür hat er im Präsenzunterricht alles aufgesogen und aufgeholt: «Die Vorlesungen waren mein Highlight. Es hat mich mitgezogen, wenn ein Dozent so ein richtiger ‹Freak› war und stundenlang passioniert über ein Thema wie Finance gesprochen hat.» Nach dem BSc Betriebs­ ökonomie hängt er noch den konsekutiven Master mit Vertiefung in Innovation Management an. Je länger er studiert, umso spannender erlebt er das Studium. Galmarini merkt, dass es ihm neben dem Sport einen zusätzlichen Horizont gibt und ihm hilft, sich besser zu vermarkten. Er versteht besser, was seine Sponsoren von ihm erwarten, wird kreativer und geht gestärkt in Verhandlungen. Das Studium habe ihm auch als Athlet viel gebracht, sagt er: «Ich wusste, ich kann im Sport volles Risiko gehen. Denn wenn es nicht klappt, habe ich noch etwas in der Tasche. Das gab mir Selbstvertrauen.»

«Ich möchte etwas bewirken im Job» Selbstvertrauen, das auch fruchtet. Nach dem OlympiaSilber im Parallel-Riesenslalom 2014 in Sotschi folgt vier Jahre später der grosse Triumph mit der Goldmedaille in Pyeongchang und im selben Jahr siegt Galmarini im Gesamtweltcup. Er hat im Sport mehr erreicht, als er sich je erträumt hatte. Und wovon träumt er in Zukunft? Spass und Passion seien bei ihm an erster Stelle, sagt Galmarini. Er möchte etwas bewirken, Impact haben. Seinen Traumjob sieht er irgendwo im sportlichen Umfeld, in der Sportindustrie oder bei einem Verband. Im Masterstudium haben ihn die Themen Innovationsmanagement, Entrepreneurship und Geschäftsentwicklung fasziniert: «Neue Anreize suchen, nicht auf dem Gewohnten stehen bleiben, Ideen umsetzen. Da gibt es Parallelen zum Spitzensport», findet er. Auch als Sportler müsse man sich neu erfinden und weiterentwickeln. Wo genau Galmarini seine beruf­ liche Karriere startet, ist noch offen. Der FFHS wird er auf jeden Fall als Dozent im Studiengang Betriebsökonomie Sportmanagement erhalten bleiben. Auf diese Aufgabe freut er sich: «Ich werde sicher nicht der Dozent sein, der nur Folien präsentiert. Ich will aus der Praxis erzählen.»

lichen Momente, die sich einbrennen: die Sekunden vor dem Start, wo alles zusammenkommt. Oder ein paar Wochen danach mit seinen Freunden ein Bier zu trinken und zu realisieren, was man erreicht hat. Am meisten vermissen wird Galmarini die regelmässigen Challenges. Jedes Wochenende im Winter gab es einen «Tag der Entscheidung». Man hat nur wenige Chancen, die über das sportliche Jahr entscheiden. Galmarini ist sich sicher, dass ihm viele Fähigkeiten, die er als Athlet gelernt hat, auch in der Berufswelt helfen werden. Feedback annehmen, wertschätzen und nicht als Kritik sehen. Ziele langfristig und mit Geduld verfolgen. Auch der Umgang mit Niederlagen, egal ob im Sport, im Studium oder im Job. «Eine Niederlage heisst nicht, dass ich als Mensch grundsätzlich falsch bin. Genauso wenig wie ein Sieg heisst, dass ich ein besserer Mensch bin», sagt er. Nun endet die Zeit als Athlet und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Seine Boards will er sicher nicht in der Ecke verstauben lassen; das Snowboarden wird seine grosse Passion bleiben. Endlich wird er mehr Zeit fürs Freeriden haben, was immer zu kurz kam während der Wettkampf­saison. Auch für die Familie wird mehr Zeit sein: «Meine Frau Nadja freut sich natürlich riesig, dass ich nun mehr zu Hause sein werde», sagt er und betont, dass sie ihn immer in seiner Karriere unterstützt habe. «Unser Leben war immer unregelmässig, insofern sind wir gespannt auf das, was kommt.» Galmarini fühlt sich bereit für sein neues Leben.

Persönliche Highlights sind wichtiger als Medaillen 2018 wurde Nevin Vater der Zwillinge Eddie und Louie. Sein bisher bester Moment im Leben, sagt er, da könne auch eine Olympia-Medaille nicht mithalten. Zuoberst auf dem Podest zu stehen und die Schweizer Nationalhymne zu hören, sei schon prägend. Aber oft sind es die persön-

Mehr Zeit zu Hause: Nevin mit seinen Zwillingen Eddie und Louie.

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03 – Fokusthema Barrieren abbauen

BARRIEREN, HÜRDEN, HINDERNISSE Barrieren begegnen uns immer wieder. Sei es die Technik, die bei einer wichtigen Präsentation ein Schnippchen schlägt, verschiedene Sichtweisen, die den Dialog erschweren, oder ein physisches Hindernis, das wir buchstäblich erklettern müssen.

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Wie die Finanzierung von Betreuungsdienstleistungen eine Barriere für Menschen mit Beeinträchtigungen darstellen kann und wie Betreuungseinrichtungen damit umgehen, erforschen Prof. Dr. Daniela Mühlenberg-Schmitz und Markus Kirchhofer (S. 8–10). Familiäre Verpflichtungen mit einer Leitungsposition unter einen Hut zu bringen, kann ein Hindernis darstellen, muss es aber nicht. Die FFHS-Mitarbeitenden Patrick Borter und Désirée Guntern Kreuzer berichten über ihre Erfahrungen (S. 12–13). Die FFHS möchte die Hürden für ein Studium möglichst tief legen. Und gleichzeitig Hilfestellungen für bestehende Hürden anbieten. Die Studentin Anna Dillier berichtet, wie ihr Hund dabei ins Spiel kommt (S. 14–15). Barrierefrei sollten auch die digitalen Kanäle der FFHS sein. Ein hoher Anspruch, dessen Ziel der Weg ist. Dr. Andreas Uebelbacher, Dr. Shankar Ram und Dr. Daniel Felix geben Einblick in die Kriterien eines barrierefreien Web-Designs (S. 16–17). Endlich ist auch der Zugang zum neuen Campus in Brig frei. Mit der transparenten Glasfassade und den offenen Räumen lädt das topmoderne Gebäude zur offenen und transparenten Zusammenarbeit (S. 18–19). Wir wünschen Ihnen eine ungestörte und inspirierende Lektüre!

Caroline Aebischer

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03 – Fokusthema Barrieren abbauen

HÜRDEN ÜBERWINDEN – BARRIEREN ABBAUEN TEXT: DANIELA MÜHLENBERG-SCHMITZ UND MARKUS KIRCHHOFER

Pauschalfinanzierung und standardisierte Berechnungen für Betreuungsleistungen können zu Barrieren für beeinträchtigte Personen werden. Daher müssen Betreuungseinrichtungen Möglichkeiten finden, die diese Hürden überwinden. Ein neues Finanzierungsmodell im Kanton Zürich macht Hoffnung, auch für die Stiftung WABE, die mit einem innovativen Weg vorangeht, der gleichzeitig die Selbst­bestimmung der Betroffenen fördert. 8 Wie die bestehenden Finanzierungssysteme von Behinderteneinrichtungen in der Schweiz zu Fehlanreizen führen können, untersucht das FFHS-Institut für Management und Innovation im ERFIBEL-Forschungsprojekt. Nicht nur die Einrichtungen, sondern auch die beeinträchtigten Menschen selbst sind davon betroffen.

Über das Forschungsprojekt «Erfassung und Finanzierung von Betreuung­sleistungen in Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung in der Schweiz» (ERFIBEL) • Projektpartner: FFHS, SUPSI, FHNW • Interdisziplinäre Ausrichtung: Betriebs­ ökonomie, Soziale Arbeit, Heilpädagogik • Projektfinanzierung: u.a. diverse Förder­stiftungen, Vereine, kantonale Lotteriefonds • Methodik: schriftliche Befragung bei 26 Kantonen, schriftliche Befragung bei 229 Institutionen (Rücklauf: 39.1 %), vertiefende Fallstudien in 9 Kantonen und 25 Institutionen • Gesamtprojektleitung: Daniela Mühlenberg-Schmitz (daniela.muehlenberg@ffhs.ch)

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Hintergrund und aktuelles Finanzierungs­system Mit dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) ging im Jahr 2008 die Finanz­hoheit über die Behinderteneinrichtungen vom Bund zu den Kantonen. Viele Kantone haben dies zum Anlass genommen und sind vom Finanzierungsmodell der Defizitdeckung zur Pauschalfinanzierung übergegangen. Hierbei werden den Einrichtungen vom Kanton nur noch Pauschalen abgegolten – in der Regel abgestuft nach den erbrachten Betreuungsleistungen – und es wird nicht mehr automatisch ein Verlust ausgeglichen. Die Kantone fordern gleichzeitig mehr Effizienz und mehr unternehmerisches Denken. Mittels Kennzahlenvergleichen und Normkosten geraten die Institutionen zusätzlich unter Druck.

Betriebswirtschaftliche Ebene versus Betreuungsebene Die schriftliche Befragung bei den Behinderteneinrichtungen zeigt, dass die Ziele auf der betriebswirtschaftlichen Ebene, d. h. mehr Effizienz und mehr betriebswirtschaftliches Denken und Handeln, grundsätzlich erreicht werden (Abbildung 1). Gleichzeitig verdeutlichen die Antworten aber auch, dass sich das neue Finanzierungssystem zusätzlich auf die Betreuungsebene und damit bis zu den beeinträchtigten Menschen auswirkt


Wenn Menschen mit Beeinträchtigung als selbstbestimmte Kunden wahrgenommen werden sollen, muss man sie in Entscheide einbeziehen und ihre Bedürfnisse im Detail kennenlernen. Im Bild: Markus Kirchhofer mit WABE-Bewohnerin Caroline Ott im Gespräch.

Betriebswirtschaftliche Ebene

(Abbildung 1). Konkret kann das beispielsweise bedeuten: Es werden nur noch solche Betreuungsleistungen erbracht, die vom Kanton finanziert sind, oder die Klientenstruktur in den Einrichtungen wird betriebswirtschaftlich optimiert und die Aufnahme einer Person wird danach abgewogen, ob sich die Institution dies finanziell leisten kann. Für beeinträchtigte Menschen mit einem hohen oder unklaren Betreuungsbedarf besteht dann das Risiko, nur erschwert einen Platz zu finden.

3.88 Das Finanzierungssystem fördert das betriebswirtschaftliche Denken und Handeln der Institution.

3.26

Das grösste Spannungsfeld besteht jedoch darin, dass auf der einen Seite die Institutionen die beeinträchtigten Menschen möglichst individuell betreuen wollen, sie aber auf der anderen Seite den Betreuungsbedarf nur mit einem vorgegebenen, standardisierten Raster erfassen dürfen. Dieses Indikatorenraster wird jedoch von den Institutionen stark kritisiert, da eine Vielzahl an Betreuungsleistungen nicht abgebildet werden kann (z. B. schwankende Störungsbilder, Mehrfachbeeinträchtigungen, Leistungen zur Befähigung einer Person) und diese somit letztlich nicht finanziert sind.

Hürden trotzdem überwinden

Das Finanzierungssystem steigert die Effizient der Institution.

2.99 Das Finanzierungssystem ermöglicht eine hohe fachliche Qualität der Betreuung. Betreuungsebene

Individualisierung versus Standardisierung

2.49 Das Finanzierungssystem unterstützt die individuelle Entwicklung der beeinträchtigten Personen.

2.52 Durch das Indikatorenraster lassen sich Massnahmen zur Befähigung der beeinträchtigten Personen abbilden.

3.81 Die Fokussierung auf den vergüteten Betreuungsaufwand führt zu Fehlanreizen auf der Betreuungsebene.

Abbildung 1: Einschätzungen der Institutionen zum Finanzierungsund Erfassungssystem (Auszug) – Mittelwerte zu den Antworten der Institutionen, die dem vorherrschenden IBB-System unterstehen; n=113, 1=stimme nicht zu und 6=stimme voll und ganz zu.

Das ERFIBEL-Forschungsprojekt erfasst aber auch verschiedenste Best-Practice-Ansätze der Einrichtungen, wie diese den genannten Fehlanreizen entgegenstehen. Ausgehend von ihrem Selbstverständnis als soziale Organisation haben sie gute Methoden entwickelt, wie sie das agogische Betreuungskonzept und die standardisierte Bedarfserfassung mit Indikatorenraster überein bekommen, und wie sie die nicht-finanzierten Betreuungsleistungen auffangen (Finanzierung durch private Gelder, z. B. Eigenmittel, Spenden). Auf der anderen Seite stellen die Kantone den Institutionen ein sehr gutes Zeugnis aus; sie erachten die Umsetzung des Finanzierungssystems insgesamt als qualitativ sehr gut.

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03 – Fokusthema Barrieren abbauen

Es soll ein ambulantes Betreuungsangebot entstehen, in welchem Betroffene in einer eigenen Wohnung leben und ihren Betreuungsbedarf in ihrem eigenen Zuhause beziehen können.

Innovative Betreuungsansätze in der Stiftung WABE

Um die konkreten Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit schweren Beeinträchtigungen abzufragen, sind gelegentlich flexible und innovative Ansätze gefragt. Im Bild: WABE-Bewohner Samuel Lopez bei der Programmierung seines blickgesteuerten Kommunikationscomputers.

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Die Geschäftsleitung und der Stiftungsrat der Stiftung WABE begrüssen die Entwicklungen zugunsten der betroffenen Menschen mit Beeinträchtigungen sehr. Die WABE will ebenfalls ambulante Betreuung anbieten – ein für die Stiftung neuer, innovativer Schritt. Dabei muss zuerst das Marktumfeld und die potenzielle Kundenstruktur erfasst werden. In diesem Projekt arbeitet die WABE mit Studierenden im Rahmen des FFHS-Studiengangs MSc Business Administration mit Vertiefungsrichtung Innovation Management zusammen.

Action Research als Methode zur Entwicklung neuer Ansätze Und schon zeichnet sich ein weiterer Paradigmenwechsel in der Finanzierung von Betreuungsleistungen ab: Im Kanton Zürich erhalten voraussichtlich ab 2023 nicht mehr die Einrichtungen die kantonalen Finanzmittel, sondern die Betroffenen selbst erhalten die Gelder und können sich die notwendigen Betreuungsleistungen selbständig einkaufen. Dies hat der Kantonsrat mit Verabschiedung des neuen Selbstbestimmungsgesetzes entschieden.

Aufbau eines ambulanten Betreuungsangebotes Eine der wichtigsten Änderungen, welche das neue Selbstbestimmungsgesetz erreichen will, ist, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung nicht mehr in einem Heim leben müssen, wenn sie vom Kanton finanzierte Betreuungsleistungen beanspruchen möchten.

Bei der Entwicklung neuer Ansätze in Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis bietet sich die Methodik des Action Research an. Dabei handelt es sich um einen Prozess zur Sammlung von Beweisen für die Umsetzung von Veränderungen in der Praxis. Action Research ist situations- und kontextbezogen und beinhaltet iterative Reflexionspraktiken auf Basis der von den Teilnehmenden vorgenommenen Interpretationen. Das Wissen entsteht während und durch die Handlungen und kann auf der Lösung von Problemen basieren. Im Einklang mit der Forschungsmethode Action Research können Veränderungen und Verbesserungen iterativ eingeführt werden, was der vorliegenden Thematik sehr entgegenkommt.

MARKUS KIRCHHOFER

DANIELA MÜHLENBERG-SCHMITZ

MSc BA SUPSI Vertiefungsrichtung Innovation Management, FFHS-Dozent und Geschäftsführer der Stiftung WABE

Prof. Dr. oec., Forschungsfeldleiterin am Institut für Management und Innovation

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03 – Fokusthema Barrieren abbauen

1 FRAGE AN 3 PERSONEN

In welcher Situation haben Sie eine «Barriere» erlebt? LUNA LEMPÉRIÈRE Studentin BSc Betriebsökonomie Sportmanagement und Fussballspielerin GC, Baden

BARBARA METZGER Dozentin in den Dept. Informatik und Gesundheit, Landschlacht a. B.

NORMAN QUEDENBAUM E-Learning-Experte, Brig

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Als Fussballspielerin treffe ich immer wieder auf Barrieren und Herausforderungen. Ein Beispiel, welches mir aber spontan einfällt und auch in anderen Sportarten häufig anzutreffen ist, sind schwerere Verletzungen. Jede Verletzung ist ein Rückschlag und hindert einen daran, das zu machen, was man liebt. Obwohl es meist temporäre Barrieren sind, erfordern sie viel Geduld und Disziplin, um überwunden zu werden. Ich bin selbst auch schon mehrere Monate verletzt ausgefallen und musste zusehen, wie die anderen kickten, währenddem ich zum gefühlt tausendsten Mal in den Kraftraum watschelte. Man darf aber nicht vergessen, dass, auch wenn die Barrieren uns dazu zwingen, einen Gang runterzufahren oder Umwege zu gehen, sie trotzdem auch positive Aspekte mit sich bringen. Ich habe in dieser Zeit viel über mich und meinen Körper gelernt, konnte mich auf andere Dinge fokussieren und bin reifer geworden.

Die Frau in der IT oder die Krux mit dem Doppelpunkt. Die in Medien hitzig geführten Auseinandersetzung über den «:» als gendergerechte Schreibweise hat bei mir eher Schmunzeln ausgelöst. Als erste weibliche Dozentin im Departement Informatik seit 2005 habe ich mich in Sachen Genderfrage ja eh schon an vieles gewöhnt – so auch an das Raunen in den Reihen männlicher Studenten wie «Was? Eine Frau? Kann die das überhaupt?» bis zur üblichen Anrede «Sehr geehrter Herr Barbara Metzger». In dieser Domäne geniesst man (oder frau?) hingegen einige auch nicht wegzudiskutierende Vorteile: Man braucht sich nur minim ungeschickt anzustellen, um den Stecker unten hinter dem Tisch einzustecken – und schon bekommt man Hilfe. Das habe ich aber erst mit der Zeit herausgefunden. Mir ist es wichtiger, dass man mich als (Fach)person:in akzeptiert, als dass Texte gendergerecht bis zur Unlesbarkeit gequält werden mit Verstolperern wie «Sehr geehrte/r Kund:in».

Im Alltag begegnen uns unterschiedlichste Arten von Barrieren. Beispielsweise, wenn ich mich als Deutscher beim Gipfeli-Kauf im Schweizerdeutsch versuche. Das Überwinden dieser «kleinen» Sprachbarriere kann auch eine Herausforderung für mein Gegenüber bedeuten. Auch im beruflichen Umfeld erlebe ich häufiger Barrieren, zum Beispiel bei der Weiterentwicklung unseres Online-Prüfungssystems. Hier ist einerseits eine «Absperrung» des Prüfungssystems vor unerlaubten Zugriffen erforderlich, andererseits sollen alle Studierenden, unter gleichen oder zumindest ähnlichen Bedingungen an Online-Prüfungen teilnehmen können – ganz im Sinne eines barrierefreien Studiums. Generell habe ich im täglichen Umgang mit Barrieren gelernt, diese nicht als Hindernis zu sehen, sondern vielmehr als eine temporäre Haltestelle, an der man kurz innehält, sich über den weiteren Weg vergewissert, um dann gezielt den nächsten Schritt zu gehen.


03 – Fokusthema Barrieren abbauen

«FLEXIBILITÄT, DIE MAN ERHÄLT, GIBT MAN AUCH ZURÜCK» Familie und Job unter einen Hut zu bringen, ist eine Herausforderung. Mit familienfreundlichen Strukturen unterstützt die FFHS ihre Angestellten, diese zu meistern. Zwei Mitarbeitende erzählen, wie Teilzeitarbeit auch in einer Führungsposition funktioniert und wo heute noch Hürden liegen. TEXT: NATASCHA RITZ

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«Eine normale Arbeitswoche gibt es bei mir eigentlich nicht», sagt Désirée Guntern Kreuzer. Die 45-Jährige ist Direktorin Lehre an der FFHS, leitet das Departement Wirtschaft und Technik und ist zudem Co-Studiengangsleiterin Betriebsökonomie. Drei Rollen, die sie in einem Teilzeit-Pensum wahrnimmt. Guntern Kreuzer arbeitet bereits seit 2003 bei der FFHS, seit 2011 als Mitglied der Direktion. Vor fünf Jahren wurde sie Mutter eines Jungen und reduzierte ihr Pensum von 100 auf 60 Prozent. Aktuell arbeitet sie 70 Prozent.

Familie und Beruf unter einem Hut: Désirée Guntern Kreuzer, Direktorin Lehre, Departementsleiterin und Co-Studiengangsleiterin an der FFHS.

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Die Walliserin unterstreicht, dass sie sich von der FFHS sehr gut unterstützt fühlt, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Sie nehme nur wenige Barrieren wahr, wenn es um die Vereinbarkeit von Privatem und Beruflichem gehe. Etwa, wenn Sitzungen ausserhalb ihrer definierten Arbeitstage stattfinden. Mit der Hilfe ihres Mannes, der 80 Prozent arbeitet, sind ausserplanmässige Termine machbar, bleiben aber eine organisatorische Herausforderung. Für Guntern Kreuzer ist es selbstverständlich, dass sie in einer leitenden Rolle eine gewisse Flexibilität zeigt. «Ich kann Teilzeit arbeiten, aber ich muss da sein, wenn es nötig ist. Es ist ein Geben und Nehmen», sagt sie. Die FFHS bietet mit Angeboten wie flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice überdurchschnittlich familienfreundliche Strukturen an (siehe Infobox). An der FFHS arbeiten insgesamt 86 Frauen, 65 davon in Teilzeit. Von den 66 männlichen Mitarbeitern hingegen arbeiten «bloss» 24 in Teilzeit. Damit spiegelt sich auch an der FFHS das aktuell vorherrschende Muster in der Schweiz, dass der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit erwerbstätig ist. Gleichzeitig sind Frauen in höheren Führungspositionen in der Schweiz stark untervertreten. Nicht so an der FFHS. Der Frauenanteil in Leitungspositionen ist überdurchschnittlich hoch und – was noch bemerkenswerter ist – der Grossteil dieser Frauen arbeitet Teilzeit.


03 – Fokusthema Barrieren abbauen

muster», stellt Borter fest. Diese Beobachtung teilt auch Désirée Guntern Kreuzer. Sie spricht von einer Generationenfrage, denn solange die Meinung herrsche, dass Teilzeit für Frauen, jedoch nicht für Männer geeignet sei, sei man noch weit entfernt von einer Gleichstellung.

Präsent sein, aber nicht zwingend vor Ort

Patrick Borter ist Leiter Finanzen an der FFHS und Vater von zwei Kleinkindern.

Karriere oder Familie sollte keine Frage sein «Die FFHS will ihre Mitarbeitenden nicht vor die Wahl stellen, ob sie Karriere machen oder eine Familie gründen», sagt HR-Fachspezialistin Adrienne Schnyder. Als Hochschule, für welche das lebenslange Lernen im Mittelpunkt steht, will die FFHS den Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, ihr Wissen auch lebenslang in die Praxis umzusetzen. «Durch familienfreundliche Strukturen verlieren wir wertvolle Mitarbeitende nicht und können attraktive Anstellungsbedingungen für Familienväter und -mütter anbieten», so Schnyder. Argumente, die auch Patrick Borter überzeugt haben, sich für die FFHS zu entscheiden. Er leitet seit bald einem Jahr die Finanzabteilung in einem Pensum von 80 Prozent. Einen Tag in der Woche widmet er sich seinem einjährigen Sohn und der zweieinhalbjährigen Tochter. «Der Mittwoch ist mein freier Tag, der ganz den Kindern gehört», so der 43-Jährige. Sein Pensum lasse sich problemlos mit seiner Position vereinbaren, findet Borter. Je höher der Beschäftigungsgrad, desto tiefer sind die organisatorischen Hürden. Auffallend ist es, dass vor allem Frauen tiefere Arbeitspensen leisten: Im nationalen Durchschnitt weisen sie einen Beschäftigungsgrad von 53 Prozent auf, die Männer sind bei 85 Prozent. «Als Mann nur 50 Prozent zu arbeiten, ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Es herrscht ein altes Rollen-

Dass sich Führungspositionen auch mit Teilzeit vereinbaren lassen, ist für Guntern Kreuzer keine Frage. Teilzeit-Führung mache sogar wirtschaftlich Sinn: «Wenn ich Teilzeit arbeite, bin ich fokussiert. Ich zeige mehr Sensibilität für ineffiziente Arbeitsabläufe.» Durch mehr Delegation entstehe mehr Raum für die Mitarbeitenden, sich weiterzuentwickeln. Die Präsenzkultur, dass eine Führungsperson immer vor Ort anwesend sein muss, ist ihrer Meinung nach überholt: «Als Führungskraft muss ich präsent sein, aber nicht immer zwingend vor Ort.» Das sei heute auch kaum mehr möglich, da ihr Team an zwei Standorten und teils im Homeoffice tätig ist. Guntern Kreuzer sieht in den digitalen Möglichkeiten eine Chance, die persönliche Arbeitsweise zu überdenken: «Was bringt es, wenn ich im Büro hocke und den halben Tag in Teams-Meetings verbringe?» Es sei ihr persönliches Ziel, ihre Zeit bewusster einzuteilen, etwa die Anwesenheit vor Ort für persönliche Gespräche mit Mitarbeitenden zu nutzen. «E-Mails kann ich auch zu Hause beantworten, notfalls auch, wenn mein Sohn schläft.»

Gütesiegel «Familienfreundliches Unternehmen» Die FFHS wurde von Pro Familia Schweiz zum zweiten Mal in Folge als «Familienfreundliches Unternehmen» zertifiziert. Die Zertifizierung erfolgte aufgrund einer Mitarbeitendenumfrage, bei der die FFHS einen überdurchschnittlich hohen «Family Score» erzielte. Mit 81 von 100 möglichen Punkten übertrifft die FFHS den Family Score des Schweizer Durchschnitts von 62 Punkten deutlich und darf das Gütesiegel «familienfreundliches Unternehmen» von Pro Familia Schweiz erneut während drei Jahren tragen.

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14 Die Wirtschaftsinformatik-Studentin Anna Dillier und ihre Shi-Tzu-Hündin Mila.

TIERISCHE UNTERSTÜTZUNG IM UNTERRICHT Studieren trotz einer psychischen Beeinträchtigung. Dies ist möglich – mit der richtigen Unterstützung. Bei Anna Dillier tragen die Hündin Mila und das flexible Studienmodell der FFHS dazu bei, dass sie den Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik besuchen kann. TEXT: CAROLINE AEBISCHER

Anna Dillier ist 26 Jahre alt, hat das KV mit Berufsmatura absolviert und arbeitet zu 50 Prozent beim Kanton Luzern. Gleichzeitig studiert sie im fünften Semester an der FFHS Wirtschaftsinformatik – zusammen mit ihrer Hündin Mila, ebenfalls eine «fleissige Studentin» in der Ausbildung zur Assistenzhündin. Als solche hat die Hündin auch Zugang zum Vor-Ort-Unterricht der FFHS und nimmt als stille Begleiterin teil.

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Auf den Hund gekommen Als Anna Dillier vor ein paar Jahren aufgrund einer psychischen Erkrankung in der Klinik war, bemerkte sie, dass ihr der Kontakt mit Tieren guttat. Mit den Hunden konnte sie immer eine Verbindung aufbauen – auch als sie unter schweren Depressionen litt. Dillier entschied sich, einen eigenen Hund anzuschaffen; ein ruhiger sollte es sein, den sie überallhin mitnehmen konnte. Sie wurde in der Shi-Tzu-Hündin Mila fündig und meldete diese zur Assistenzhundeausbildung an. Nach bestandener Zulassungsprüfung liess Dillier Mila in der Hundeschule «Swisshelpdogs» ausbilden. Swisshelpdogs setzt sich mit der Ausbildung und Vermittlung von Assistenzhunden dafür ein, dass Menschen mit einer physischen oder psychischen Beeinträchtigung unabhängig von menschlicher Hilfe eine Unterstützung im Alltag erhalten.


03 – Fokusthema Barrieren abbauen

Mit Unterstützung geht es besser Mit Mila als Assistenzhund waren für Anna Dillier die Barrieren eines Studiums besser überwindbar. Ihr erstes Studium startete sie als Vollzeit-Studium an der Berner Fachhochschule. Mit der langen Anreise aus ihrem Wohnort im Emmental wurde dies aber zu anstrengend. Deshalb suchte sie nach einer anderen Hochschule und kam auf die FFHS. Mit einem ärztlichen Zeugnis fragte Anna Dillier bei der Studiengangsleitung an, ob sie den Hund in den Präsenzunterricht mitnehmen dürfe. «Ich bin der FFHS sehr dankbar, dass dieser sogenannte Nachteilsausgleich so rasch und unkompliziert gewährt wurde, auch seitens der Gebäudeverwaltung», so Dillier. Aufgrund ihrer Grösse fiel die Hündin im Unterricht zuerst auch gar nicht auf. Erst in der Pause bemerkten die Mitstudierenden die kleine Assistentin. Auch einige Dozierende reagierten überrascht, aber durchaus positiv.

Kleiner Hund – grosse Wirkung Obwohl sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat und es Dillier inzwischen viel besser geht, lösen einige Alltagssituationen verstärkten Stress bei ihr aus. So stellt auch ein Unterrichtstag mit Anreise im Zug, vielen Menschen und Eindrücken eine grosse Belastung dar. In solchen Situationen hilft die Assistenzhündin, indem sie sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Schoss von Frau Dillier setzt. Auch das so genannte «Blocken» ist hilfreich, dabei setzt sich die Hündin zwischen Frau Diller und die anderen Menschen, um Abstand sicherzustellen. Daneben beherrscht Mila noch weitere Kompetenzen eines Assistenzhundes und gehorcht aufs Wort. Beispielsweise schleckt die Hündin auf Befehl «Mila – kiss» die Hand ihrer Besitzerin, wenn sie sich gestresst fühlt. Mit ihrer feinen Spürnase bemerkt sie solche Situationen aber auch instinktiv. «Man ist sich auch unter Experten uneinig, inwiefern diese Fähigkeiten bereits angeboren sind oder antrainierbar sind», so Anna Dillier. Wie dem auch sei, die beiden sind ein eingespieltes Team.

Das passende Studium Das Studium in Wirtschaftsinformatik ist für Anna Dillier der passende Weg, um später im Informatikbereich Fuss zu fassen. «Ich glaube, wenn es die FFHS nicht gäbe, würde ich kein Studium machen», so Dillier. Nebst der Möglichkeit, den Hund mit in den Unterricht zu nehmen, schätzt sie nämlich auch die Flexibilität, den grössten Teil des Studiums selbstständig von zuhause aus absolvieren zu können – in der Coronazeit sogar das ganze Studium inklusive Prüfungen.

«Wenn es die FFHS nicht gäbe, würde ich kein Studium machen» Dies entlastete die junge Frau ungemein. Auch die Tatsache, dass Dillier in ihrem Job seit 2020 von zuhause aus arbeiten kann, gibt ihr viel Ruhe und Stabilität zurück. In der Zwischenzeit hat Frau Dillier die Kennzeichnung für die Hündin wieder abgegeben – weil es ihr besser geht und weil zusätzliche Prüfungen für den Erhalt des Assistenzhunde-Status’ nötig wären. Auch für das weitere Studium, das nach Corona wieder vor Ort stattfindet, ist Anna Dillier optimistisch. Dass die Klassen an der FFHS klein sind, kommt ihr entgegen. Und sonst ist Mila immer noch zur Stelle – nicht mehr als offizielle Assistenzhündin, aber als treue Begleiterin.

Zertifiziert für Chancengleichheit und Inklusion Die FFHS ist mit dem «Modell F» in der Version 3 zertifiziert. Diese Zertifizierung steht für Flexibilität und für einen erleichterten Quereinstieg zu eidgenössisch anerkannten Studiengängen. Neben der Chancengleichheit für Geschlechter beinhaltet die Version 3 des Zertifikats die Inklusion von Menschen mit Behinderung und verlangt barrierefreien Zugang zu Gebäuden, aber auch zu Lehrmitteln, Studienund Prüfungsunterlagen und digitalen Plattformen. ffhs.ch/modell-f

Der Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik Dieser Studiengang verbindet IT, Betriebswirtschaft und Management und befähigt die Studierenden, interdisziplinäre Projekte erfolgreich zu führen. ffhs.ch/bsc-wirtschaftsinformatik

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03 – Fokusthema Barrieren abbauen

BARRIEREFREIE BILDUNG FÜR ALLE TEXT: CAROLINE AEBISCHER

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Ein wichtiger Zugang zu Bildung erfolgt heute über digitale Kanäle wie Webseiten, Lernplattformen und Video-Tutorials. Für Menschen mit Beeinträchtigungen sind diese von besonderer Bedeutung. Umso wichtiger, die digitalen Zugänge sowie die Bildungsangebote im Allgemeinen möglichst barrierefrei zu gestalten. Einblicke aus einer Expertenrunde. Der Ruf nach Barrierefreiheit wird inzwischen zwar lauter, ist aber noch immer zu wenig laut, findet Dr. Andreas Uebelbacher, Leiter Dienstleistungen bei der Stiftung «Zugang für alle», die sich für digitale Barrierefreiheit einsetzt. Zu oft wird Barrierefreiheit als Randthema betrachtet. «Es ist wichtig, Sensibilisierung zu betreiben, vor allem für digitale Zugänglichkeit», so Uebelbacher. Doch was bedeutet Barrierefreiheit (engl. Accessibility) für eine Webseite bzw. für ein digitales Produkt und wie kann diese umgesetzt werden? Klar ist dabei, dass digitale Technologien immer wichtiger werden und sämtliche Lebensbereiche durchdringen. Oft wird es aber nicht verstanden, dass sie für Menschen mit Beeinträchtigungen eine noch grössere Bedeutung haben. «Digitale Kanäle sind mehr als einfach nur bequem, sie stellen für Menschen mit Beeinträchtigungen oft den einzigen Kanal dar, über den sie überhaupt auf Informationen zugreifen können», erklärt Uebelbacher und fügt an: «Digitale Kanäle haben ein enormes Potenzial, Chancengleichheit zu schaffen.»

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Barrierefreiheit bedingt Benutzerfreundlichkeit Wer sich mit Barrierefreiheit beschäftigt, kommt nicht um Usability, also die Benutzerfreundlichkeit herum; ein Gebiet, in dem Dr. Shankar Ram und Dr. Daniel Felix Experten sind. Die beiden FFHS-Dozenten betonen die Wichtigkeit einer umfassenden Benutzerfreundlichkeit, die die Bedürfnisse der unterschiedlichen User im Auge behält. Denn einerseits sind Personen mit Beeinträchtigungen nicht eine homogene Gruppe und andererseits kann jeder Mensch situationsbedingt von einer Beeinträchtigung betroffen sein. Zum Beispiel sind bei starkem Sonnenlicht auch Nicht-Sehbehinderte dankbar, wenn der Kontrast auf einem Display genügend stark ist, um die Inhalte zu erkennen. Auch die Mobile-Fähigkeit von Webseiten ist ein Merkmal guter Usability, das für alle Nutzergruppen hilfreich ist. «Für ältere Leute ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, Mobile- oder Desktop-Inhalte zu vergrössern», so Ram. Wenn eine Seite responsiv gestaltet ist, kann diese per Zoom vergrössert werden – die Benutzeroberfläche passt sich der ver­ grösserten Anzeige an und bleibt navigierbar. Eine benutzerfreundlich gestaltete Anwendung ist die Grundlage für gute Accessibility.

«Digitale Kanäle haben ein enormes Potenzial, Chancen­gleichheit zu schaffen»


03 – Fokusthema Barrieren abbauen

Wegweiser für gute Accessibility Es müsste der Standard sein, dass eine Webseite barrierefrei ist, sind sich alle Experten in der Runde einig. Doch in der Umsetzung ist dies nicht immer so einfach, fehlendes Know-how bei den Web Developern und eingeschränkte Ressourcen stellen oft «Barrieren» dar. Die Verbesserung der Zugänglichkeit sei als stetiger Prozess anzusehen, so Ram. «Ein Design ist nie fertig. Man muss es ständig verbessern.» Die folgenden Punkte der Guideline, die Andreas Uebelbacher aus seiner langjährigen Erfahrung als sehr wichtig, aber vielfach verletzt einstuft, können bereits viel bewirken und die Zugänglichkeit einer Webseite massiv erhöhen. Ausreichend Kontrast Texte oder Bedienelemente sollten einen starken Kontrast mit dem Hintergrund aufweisen, damit die Lesbarkeit gewährleistet ist. Davon profitieren auch Nutzerinnen und Nutzer, die gesunde Augen haben. Alternativtext für informative Grafiken Dies betrifft Personen, die einen Screenreader nutzen. Grafische Elemente sollten sinngebend bezeichnet werden, beispielsweise Schaltelemente bei einer MobileApp. Sind diese nicht bezeichnet, liest der Screenreader nur «Schalter», was die App unbenutzbar macht. Struktur von Dokumenten und Webseiten Beim Aufbau von Inhalten ist die Semantik bzw. die Beziehung zwischen den einzelnen Inhaltselementen

relevant. Beispielsweise sollen Hierarchiestufen für Überschriften nicht nur sichtbar, sondern als solche formatiert sein. Dies betrifft auch sämtliche Listen, Paragrafen und Tabellen. Dies schafft Orientierung für verschiedene Nutzergruppen, u.a. beim Zugriff mittels Screenreader, aber auch für Sehbehinderte oder Menschen mit kognitiven Behinderungen. Videountertitelung Gehörlose Menschen benötigen zum Verständnis von Videos eine visuelle Unterstützung. Hierzu dienen Videountertitel, die ihnen zum Beispiel eine aufgezeichnete Vorlesung zugänglich machen. Achtung bei automatischer Untertitelung: Diese ist fehleranfällig und insbesondere bei Dialektvideos nicht brauchbar. Tastaturbedienbarkeit Alle interaktiven Elemente sollten nicht nur mit der Maus, sondern auch mit der Tastatur erreichbar sein. Dies betrifft motorisch beeinträchtigte Menschen, bedeutet aber auch gute Usability für alle Nutzerinnen und Nutzer.

Aus- und Weiterbildungen zum Thema Im BSc Informatik sind auch Usability und Accessibility Teil der Ausbildung. ffhs.ch/bsc-informatik Das CAS Web Usability vermittelt die zentralen Aspekte des User-Centered Designs anhand von praktischen UX-Lab-Sessions. ffhs.ch/cas-web-usability

Expertenrunde für digitale Zugänglichkeit

DR. ANDREAS UEBELBACHER

DR. DANIEL FELIX

ist seit über neun Jahren Leiter Dienstleistungen bei «Zugang für alle» und berät zu allen Fragestellungen der Barrierefreiheit. Als Usability-Spezialist hat er langjährige Erfahrung, wie Benutzerbedürfnisse effizient in Projekten integriert werden können. Er ist Co-Leiter der Fachgruppe Accessibility beim Verein eCH.

ist Dozent Human Computer Interaction. Er ist Usability Engineer; CEO der ergonomie & technologie (e&t) GmbH, Leiter der Fachgruppe Software Ergonomics der Schweizer Informatik Gesellschaft SI und im Beirat des MAS HCID der FH Rapperswil / Uni Basel. Daniel Felix ist ein Schweizer Pionier im Bereich Usability und benutzerzentrierte Entwicklung von Produkten.

DR. SHANKAR RAM LAKSHMINARAYANAN ist Dozent Web and Game Development und Software-Entwicklung. Er ist in der Software-Branche als Development Manager mit langjähriger Erfahrung in der Software-Entwicklung und im Leiten von Software-Teams. Shankar Ram hat Freude beim ständigen Lernen und Coachen modernster, aktuellster Technologien.

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04 – Campus

OFFEN UND TRANSPARENT

DER NEUE HOCHSCHULCAMPUS IN BRIG 18 TEXT: CAROLINE AEBISCHER FOTOS: ALAIN AMHERD

Kurz vor dem Jahreswechsel hat die FFHS ihren neuen Hauptsitz bezogen – den Hochschulcampus Brig. Im selben Jahr wie sie auch den neuen Campus in der Gleisarena in Zürich eröffnet hat. Ein wichtiger Schritt für die Walliser Institution mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Freundlich, offen und hell wirkt der sechsstöckige Glasbau im Briger Rhonesandquartier. Die Helligkeit ist der eindrücklichen, durchgängigen Glasfassade zu verdanken. Wenn man das Gebäude betritt, fällt zuerst die kreisförmige Öffnung in der Mitte auf, die ebenfalls viel Licht einlässt und Raum für Begegnungen und für Zusammenarbeit schafft. Jeweils zwei Stockwerke sind so miteinander verbunden. Besprechungs- und Schulungsräume und die wenigen Einzelbüros sind durch Glaswände begrenzt. «Wir durften ein innovatives Gebäude beziehen, in dem wir die Möglichkeit für eine neue Art der Kommunikation haben und Arbeit 4.0 erlebbar wird», so FFHS-Rektor Michael Zurwerra. Die offenen Nutzungszonen im EG sollen dazu beitragen, den Dialog innerhalb des Campus zu ermöglichen und mit der Öffentlichkeit in regen Kontakt zu treten.

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Moderner Glasbau Der neue Hochschulcampus im Rhonesandquartier.

Die Aula und Schulungsräume im Hochschulcampus Brig-Glis können auch von Privaten, Institutionen oder Unternehmen gemietet werden. Mit der neusten digitalen Technik ausgestattet, bieten die Schulungsräume die Möglichkeit für hybride Lehrveranstaltungen oder Meetings, d. h. Teilnehmende können sowohl vor Ort als auch online teilnehmen. Die flexibel nutzbare Aula bietet Raum für bis zu 100 Personen. Verantwortlich für die Bewirtschaftung des Campus ist die Immobilienabteilung der FFHS.

Insgesamt 178 Arbeitsplätze bietet der neue Hochschul­campus, der gemeinsam mit der Fern-Uni Schweiz gebaut wurde und gemeinsam genutzt wird. Zudem beherbergt der Neubau Forschungslabore für Professorinnen und Professoren beider Institutionen. Der Hochschulcampus Brig ist gleichzeitig der Sitz des UNESCO-Lehrstuhls für personalisiertes und adaptives Fernstudium der FFHS. Dieser widmet sich der internationalen Zusammenarbeit im innovativen Forschungsgebiet des adaptiven Lernens. Die entsprechende Anerkennung wurde kürzlich für weitere vier Jahre erneuert. Damit wird der Hochschulcampus Brig zum Wirkungsort einer international vernetzten Forschung und der damit verbundenen forschungsbasierten Hochschulausbildung.

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INTERVIEW

« ARCHITEKTUR, PLANUNG UND BAU VEREINEN » INTERVIEW: CAROLINE AEBISCHER

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Bald starten die ersten Studiengänge des Departements Bau, Real Estate und Facility Management. Dieses ist mit dem Aufbau des Lehrangebots nun komplett – in der Verantwortung des Departements liegen neben der Lehre auch der Betrieb der Immobilien und der Infrastruktur und das Vermietungsmanagement in Zürich und Brig. Die Departementsleiterin Yvonne Ganz im Interview. Frau Ganz, Sie haben einen aktuellen Einblick in die Immobilien- und Baubranche. Was sind die gegenwärtigen Trends? Grundsätzlich ist die Immobilienbranche von einem starken Wandel betroffen. Wir können drei Trends identifizieren: Erstens der zunehmende Wettbewerbsdruck und der daraus entstehende Zwang zur Rationalisierung. Hier unterstützt die Digitalisierung im Bau wesentlich. Zweitens der Trend zur flexiblen Gebäudenutzung. Bedingt durch Corona hat sich die Art, wie wir zusammenarbeiten und die Nutzung von Räumlichkeiten verändert. Dies erfordert neue Konzepte, um mit Leerständen und mit Investitionsdruck umzugehen. Die Immobilienbranche muss sich neu erfinden und, als dritter Trend, neue Servicemodelle anbieten. Gleichzeitig sind alte Werte, gemeinsame Regeln, die das Zusammenarbeiten definieren, sowie das Ethikbewusstsein in der Baubranche zentral.

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Inwiefern beeinflusst die Digitalisierung die Baubranche? Die gesamte Baubranche steht unter einem Rationalisierungs- und Innovationsdruck – damit ändert sich das Berufsbild. Die Digitalisierung wird wichtiger. Ein zentraler Baustein ist die Gebäudedatenmodellierung, kurz BIM (Building Information Modeling) und die Prozessautomatisierung. Mit dieser Methode können die ganzen Planungsprozesse und -schnittstellen sowie die Umsetzung und Bewirtschaftung modelliert, vernetzt und visualisiert werden. Dennoch ist und bleibt das Bauen ein boden­ ständiges Handwerk. Was bedeuten diese Trends für die Weiterbildung? Im Bau geht es immer um viel Geld. Nicht-Wissen und Reibungsverluste generieren zeitliche Verzögerungen und hohe Kosten. Wichtig sind neben den fachlichen Kompetenzen die Kommunikation und soziale Skills. Es braucht ausgesprochene Führungsqualitäten, um mit den viel­ fältigen Stakeholdern zusammenzuarbeiten. Zur richtigen Zeit die richtigen Personen vor Ort zu haben, die zudem das Richtige in der verfügbaren Zeit tun. Sind dies die Kompetenzen, die Sie in den neuen Studiengängen vermitteln? Ja, wir zeigen auf, wie die verschiedenen Anspruchsgruppen zusammengeführt und koordiniert werden, wie Bauprojekte geführt und wie digitale Tools konkret angewendet werden. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche und pünktliche Umsetzung eines Bauprojektes.


04 – Campus

«Frauen müssen das Selbstbewusstsein erlangen, auch in technischen Berufen erfolgreich sein zu können und zu dürfen» Welchen Stellenwert haben die zwei neuen Campus der FFHS in Bezug auf das neu geschaffene Departement? Die FFHS ist seit mehreren Jahren intensiv mit dem Bauen beschäftigt. Im Hinblick auf den Bau, die nachhaltige Bewirtschaftung und Vermietung wurde das neue Departement aufgebaut. Weil der Betrieb und die Infrastruktur der Immobilien in der eigenen Hand ist, haben wir jegliche Nutzungsrechte und Möglichkeiten und können für den Lehrbetrieb die nötige Flexibilität gewährleisten. Die beiden Campus sind sehr wichtig für unser Lehrangebot vor Ort im Allgemeinen und spezifisch natürlich für die neuen Studiengänge im Bereich Bau. Sie starten mit den drei CAS Bauherrenkompetenz, Digital Construction und Bauprojektmanagement. Wie heben sie sich von anderen Hochschulen ab? Viele Studiengänge im Bauwesen werden nur im Präsenzunterricht angeboten. Mit Blended Learning bieten wir ein zeitlich flexibles Studienmodell an. Ausserdem sind wir als Hochschule mit dem Bau von zwei neuen Campus nah an der Baubranche. Der Begriff «Bauherr» ist schwierig zu gendern. Ist die Baubranche eine Männerdomäne? In der Baukommission und am Bau bin ich oft die einzige Frau. In der Architektur sieht es schon anders aus. Woran liegt dies Ihrer Meinung nach? Es ist dieselbe Problematik in allen MINT-Fächern. Frauen müssen das Selbstbewusstsein erlangen, auch in technischen Berufen erfolgreich sein zu können und zu dürfen. Die Baubranche ist sehr technisch orientiert, obschon Architektur auch kreativ ist. In Baukommissionen sind kaum Frauen vertreten. Dabei könnten diese den Kommissionen sehr guttun. Sie haben eine andere Herangehensweise zu fairen Lösungen und könnten den ethischen Aspekt in die Baubranche einbringen. Gut funktionierende Teams erreichen bessere und schnellere Lösungen, was letztendlich kostenrelevant ist.

Was möchten Sie mit den neuen Weiterbildungen erreichen? Meine Vision ist es, Architektur, Planung und Bau näher zusammenzubringen und das Verständnis und die Kommunikation der Anspruchsgruppen untereinander zu fördern. Die Studierenden sollen eine Herangehensweise lernen, die sie befähigt, diese Vernetzung herzustellen – zum Beispiel die Kommunikation mit den Architekten, den Fachplanern oder den Handwerkern. Barrieren zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Bau abzubauen und das Vertrauen herzustellen sind wichtige Ziele, die den harten Job attraktiver machen. Welche Zielsetzungen haben Sie für das Departement im Gesamten? Wir möchten weitere CAS aufbauen, um künftig Master-Studiengänge anbieten zu können und die FFHS in der Ausbildung im Bauwesen positionieren. Dies ist eine Innovation, die einer etablierten Fachhochschule ebenfalls Diversifikation im Lehrangebot ermöglicht. Als Dozentin war es immer mein Ziel, dass die Studenten sehr gern lernen und hungrig nach Wissen sind.

Erfahren Sie mehr über die neuen Lehrgänge auf S. 29.

Yvonne Ganz Dipl. Architektin ETH, Immobilienverantwortliche FFHS und Departementsleiterin Bau, Real Estate und Facility Management.

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05 – E-Hochschule

MOOCs für besseres Online-Lernen Das Institut für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) erforscht den Einsatz moderner Technologien in der Lehr- und Lernpraxis und vermittelt die gewonnenen Erkenntnisse weiter. Seit Herbst 2021 mithilfe von so genannten MOOCs, Onlinekursen, die einem grossen Publikum kostenlos zugänglich gemacht werden. TEXT: TANSU PANCAR

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Im Zentrum des Forschungsinteresses steht beim IFeL die lernende Person sowie die Lehrenden und ihre Bedürfnisse. So beschäftigen sich die Forschenden unter anderem mit der Entwicklung adaptiver Lernumgebungen und seit 2017 hält das IFel einen UNESCO-Lehrstuhl für dieses Forschungsgebiet. Wie der Name es erahnen lässt, passen sich diese Lernumgebungen dem Wissensstand oder anderen Merkmalen einer lernenden Person an und geben auf ihr Lernverhalten «zugeschnittene» Rückmeldungen. Ermittelt werden diese auf Basis von Analysen lernrelevanter Variablen wie Vorwissen, Aufmerksamkeit, Lernaktivität und so weiter. Durch die Nutzung von KI werden am IFeL Modelle untersucht, die über 90 solcher Variablen berücksichtigen.

Erster MOOC «The Basics of Adaptive Learning» Ende Oktober 2021 startete das IFeL den ersten Massive Open Online Course (MOOC) über die Grundlagen des adaptiven Lernens. Der fünfwöchige Kurs richtete sich an Lehrkräfte, Lerndesigner, Projektmanager und Forschende und startete mit rund 100 Teilnehmenden, von denen 31 den Kurs erfolgreich abschlossen und ein Abschlusszertifikat erhielten. Der MOOC erläuterte die Mechanismen und Komponenten adaptiver Lernsysteme sowie die didaktischen Aspekte der adaptiven Unterrichtsgestaltung. Auch datenbezogene Themen wie z. B. Lernanalyse und Lernmessung waren Teil des Kurses. «Sowohl für die Lernenden als auch für das Kursteam war der MOOC eine aufschlussreiche Erfahrung», so Tansu Pancar, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kursentwickler beim IFeL. «Es gab viele konstruktive Rückmeldungen und Vorschläge von den Teilnehmenden, um den Kurs zu verbessern und künftigen Teilnehmenden eine bessere Lernerfahrung zu bieten.» Diese Rückmeldungen bilden nun die Basis, aufgrund derer der MOOC aktualisiert und ab Oktober 2022 neu aufgelegt wird. Und bereits ist ein weiterer MOOC zum Thema «Learning Analytics» geplant.

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Neuer MOOC «Learning Analytics für Lehrpersonen» Die Methoden der Learning Analytics können Lehrpersonen zusätzliche Erkenntnisse über die Art des Lernens (z. B. Stärken oder Schwächen) ihrer Studierenden liefern. Die Erfahrung mit bereits entwickelten Systemen hat gezeigt, dass Lehrpersonen diese Erkenntnisse anwenden konnten, um die Leistungen und die Lernerlebnisse ihrer Studierenden zu verbessern. Ziel dieses MOOC ist es, Lehrpersonen die Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, wie sie Methoden der Lernanalyse nutzen können, um das Lernen aktueller oder zukünftiger Lerngruppen zu optimieren und wie sie dazu ihren eigenen Lehraktivitäten überprüfen können. Die Kursteilnehmenden werden auch in grundlegende Analysemethoden, Ethik und Datenschutzstandards eingeführt. Der MOOC wird am 10. Oktober 2022 starten. ffhs-mooc.ch

Dr. Tansu Pancar Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Fernstudienund eLearningforschung UNESCO-Lehrstuhl


06 – Abschlussarbeit

MEINE

ABSCHLUSSARBEIT TEXT: YVES-ALAIN STUDER

Mit seiner Abschlussarbeit des MAS Arbeit 4.0 ist es Yves-Alain Studer gelungen, den Nerv der Zeit zu treffend. Er forschte zum Thema «Onboarding im Homeoffice» und bietet mit seinen praktischen Handlungsempfehlungen einen Mehrwert für das HR-Management. Onboarding im Homeoffice Mitten in der Covid-19-Pandemie in eine mögliche Zukunft zu schauen, um ein relevantes Thema für die Masterthesis zu finden, war nicht ganz ohne, doch als langjähriger HR-Professional wusste ich, wo mehr oder weniger der Schuh drückt. Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel, die Suche nach der «eierlegenden Wollmilchsau» wie auch spezifische Stellenprofile erschweren die Personalgewinnung. Und hat man die passende Person gefunden, ist es wichtig, dass diese erfolgreich im Unternehmen ankommt, eingearbeitet und integriert wird. Daher habe ich mich für das Thema «Onboarding im Homeoffice» entschieden und untersuchte mit qualitativen Methoden, wie dieser Prozess im Homeoffice gestaltet werden kann: wie sich neue Mitarbeitende ins Team integrieren und bestmöglich selbstständig arbeiten können und wie Führungskräfte virtuell die Unternehmensidentifikation fördern können. Bereichert wurde die Masterarbeit mit zehn praktischen Handlungsempfehlungen, die ohne grossen Aufwand umgesetzt werden können.

Fazit der Studie Das Onboarding ist – unabhängig, ob digital oder vor Ort – ein wichtiger Prozess, der strukturiert umgesetzt werden muss. Die fachliche Einarbeitung ist normalerweise online kein Problem, da heute die Arbeitsmittel meistens digital vorliegen. Eine grössere Herausforderung ist die soziale und werteorientierte Einarbeitung. Da die spontane Interaktion im Büro wegfällt, braucht es klare Regeln sowie deutlich mehr Kreativität und den Einsatz aller Beteiligten. Mit Transparenz sowie einem regelmässigen Austausch können Überraschungen vermieden werden. Das Schreiben dieser Arbeit habe ich als lehrreich empfunden und ich habe im Rahmen ihrer Erstellung eine starke persönliche Entwicklung durchlaufen. Ausserdem konnte ich für HR und Unternehmen, die jetzt hybrid unterwegs sind, aufzeigen, was für ein erfolgreiches Onboarding benötigt wird. Doch als ich das Diplom an der Diplomfeier in die Hand nehmen konnte, verspürte ich eine grosse Dankbarkeit und Erleichterung.

Warum braucht es ein professionelles Onboarding? Onboarding trägt dazu bei, dass die Neuen ihren Job möglichst schnell und gut machen können und hat einen sehr handfesten finanziellen und wirtschaftlichen Hintergrund. Unter anderem geht es darum, dass die Frühfluktuation und die Kosten auf tiefem Stand gehalten werden und dass die Reputation des Unternehmens innen und aussen positiv bleibt. YVES-ALAIN STUDER Absolvent MAS Arbeit 4.0

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Die künftige Ernährungsberaterin Billie Josephine Stump hat ihre Berufung gefunden.

«BERATUNG KANN MAN NICHT AUF PAPIER LERNEN» Im Bachelor-Studiengang Ernährung und Diätetik lernen die Studierenden praxisnah, Menschen mit ihrer Ernährung zu helfen. Wie die berufspraktische Ausbildung abläuft und welche Ziele im Vordergrund stehen, erzählen Dozentin Franziska Almer und Studentin Billie Josephine Stump. TEXT: BILLIE JOSEPHINE STUMP, FRANZISKA ALMER UND CAROLINE AEBISCHER

Das Bachelorstudium in Ernährung und Diätetik hat – wie auch das Berufsfeld der Ernährungsberatung – viele Facetten. Typische Arbeitsorte der Absolventinnen sind Spitäler, Rehabilitationszentren, Alters- und Pflegeheime oder eine Beratungspraxis. Doch wie kann professionelle Beratung erfolgreich trainiert werden?

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Schritt für Schritt in die Praxis Bereits im Präsenzunterricht werden Beratungssituationen fleissig geübt, meist in Dreiergruppen, bei denen jeweils die Rolle des Patienten, der Ernährungsberaterin und des Beobachters eingenommen wird. Diese Übungen sind wichtig, denn «Beratung kann man nicht auf Papier lernen», so FFHS-Dozentin und Praxisausbildnerin Franziska Almer. Jede Situation, in der die Studierenden lernen, mit Klienten zu kommunizieren, sei hilfreich. «Die Ansprüche der fachlich-evidenzbasierten Welt mit denjenigen des individuellen Gegenübers zusammenzubringen, erfordert Übung.» Die Studierenden möchten gerne alles perfekt machen, aber da seien auch ein gewisser Pragmatismus und vor allem Erfahrung hilfreich. Und genau zu diesem Zweck werden Gespräche aufgezeichnet, damit die Studierenden sich selber reflektieren und verbessern lernen. Geübt wird auch ausserhalb des Unterrichts in vorgegebenen Gesprächsszenarien, die zum


07 – Praxis

«Zufriedene Kinderherzen: Da sind alle investierten Stunden vergessen» Beispiel mit dem Partner durchgeführt werden können. Den Schritt in die Realität machen die Studierenden dann ab dem siebten Semester, wenn je ein Berufspraktika im klinischen und im nicht-klinischen Bereich absolviert werden muss.

Vom Rollenspiel in den Beratungsalltag Die Studentin Billie Josephine Stump ist im achten Semester und blickt positiv auf die absolvierten Praktika zurück: «Die Erfahrungen sind enorm wichtig, um die Selbstkompetenz zu fördern. Mit Unterstützung der Praxisausbildner konnte ich Vertrauen in die eigene Tätigkeit als Ernährungsberaterin gewinnen.» Dass zur Ausbildung der klinische sowie der nicht-klinische Bereich gehören, findet sie hilfreich, denn «nur im Berufsalltag lernen wir gezielt, was uns entspricht». Das klinische Praktikum hat Frau Stump im Spital Linth in Uznach absolviert. Während sechs Monaten begleitete sie Patienten durch gezielte Ernährungstherapie. Dabei konnte sie breit gefächerte Massnahmen der Ernährungstherapie umsetzen. Ihr Fazit: «Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Austausch mit den Fachpersonen des Spitals gefielen mir besonders.» Auch die sichtbaren sowie messbaren Erfolge der Genesung waren ein Erfolgserlebnis für sie. Im nicht-klinischen Bereich konnte Billie Stump von unterschiedlichen Beraterinnen und deren individuellen Methoden und Stärken lernen. Auch die Klientel war sehr vielfältig. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an einem Kinder-Diabetes-Lager im Graubünden. «Meine Aufgabe war es, den Kindern entsprechend den Vorgaben die Mahlzeiten abzuwiegen sowie vorzubereiten.» Hier war Mitdenken, Zusammenarbeit im Team sowie Kreativität gefragt. Viele Stunden in der Küche und wenig Schlaf forderten die Studentin heraus, jedoch kam auch viel Wertschätzung zurück: «Ich gewann dankbare und zufriedene Kinderherzen als Entlöhnung. Da sind alle investierten Stunden vergessen.» Ihre Berufung sieht Stump im nicht-klinischen Bereich. «Meine Vision ist es, in einer eigenen Ernährungsberatungspraxis meine Berufung als Ernährungsberaterin auszuüben und Patienten bestmöglich in einer für sie individuell abgestimmten Ernährungsberatung zu unterstützen.»

ERNÄHRUNGSTHERAPIE IM SPITAL 1. Auftrag an Ernährungstherapie Eine stationäre Ernährungstherapie beginnt mit einer Verordnung des Arztes oder Anmeldung durch die Pflege des Spitals. Aufgrund des Screenings des Ernährungszustands und der Diagnoseliste wird die Ernährungstherapie bestimmt. Die vorhandenen anamnestischen Daten werden vor der ersten Ernährungstherapie zusammengetragen. 2. Patientengespräche Im ersten Gespräch geht es darum, das Anliegen der Patienten in Bezug auf Essen und die Erkrankung aufzunehmen. Je nach Beratungsindikation wird die Ernährung im Spital individuell angepasst. Allgemein werden Ernährungsanamnese sowie Gewichtsverlauf erhoben und Ernährungsdiagnose, Therapieziel und der Nutzen für den Patienten formuliert. In der zweiten Sitzung wird das Ziel evaluiert und es werden gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen. 3. Auswertung und Zielüberprüfung Bei einigen Patientinnen ist die Behandlung nach der zweiten Sitzung abgeschlossen, da für den Aufenthalt im Spital alles optimiert wurde. Die Patienten werden auch darauf vorbereitet, wie sie die gelernten Massnahmen weiterhin zuhause anwenden können. Falls eine ambulante Nachbetreuung indiziert ist, wird eine Patientenübergabe der Ernährungsberatung an die anschliessenden Institutionen (Heim, Reha etc.) veranlasst oder eine weiterführende ambulante Ernährungsberatung eingeplant. 4. Nachbetreuung Bei Patientinnen, die über längere Zeit betreut werden, gilt es, regelmässig die Ziele der Therapie anhand von messbaren Daten (etwa Gewichtsverlauf, Energiebedarfsdeckung, Aufnahme von Eiweiss usw.) zu überprüfen.

FRANZISKA ALMER BSc Ernährungsberaterin SVDE und Dozentin

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08 – Forschung

EINE PROFESSUR, DIE VIEL BEWEGT INTERVIEW: NATASCHA RITZ

Dr. Sonja Kahlmeier wurde kürzlich zur Professorin für Gesundheitsförderung unter besonderer Berücksichtigung der Alltagsbewegung ernannt. Was ihr Forschungs­ gebiet beinhaltet und wie sie sich persönlich bewegt, erzählt sie im Interview.

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Frau Kahlmeier, was erforschen Sie?

Ein sperriger Begriff, Verhältnisprävention…

Ich untersuche die unterschiedlichen Aspekte der Bewegung. Sport ist das Naheliegendste, aber ich erforsche auch Alltagsbewegung. Mich beschäftigt die Frage, wie man Städte und Gemeinden so gestalten kann, dass Bewegung gefördert wird.

Er meint ganz einfach, dass man das Umfeld so gestaltet, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, sich den Verhältnissen angepasst zu bewegen. Amsterdam ist ein gutes Beispiel; in der Innenstadt mit dem Auto unterwegs zu sein, ist extrem mühsam, es ist ausgerichtet auf Velofahrer. Das war in den 70er-Jahren ein bewusster politischer Entscheid.

Warum ist es wichtig, auch Alltagsbewegung zu untersuchen? Sport ist nicht für alle attraktiv, sei es aus finanziellen Gründen, da Abos oder Sportgeräte teuer sind, oder weil man Vorbehalte hat. Daher ist die Bewegung im Alltag für viele die bessere Option. Sie ist nicht zeitintensiv, denn man bewegt sich ja ohnehin von A nach B und kann dies oft einfach zu Fuss oder mit dem Velo tun anstatt mit Auto oder öV. Das heisst die Förderung von Bewegung, die eher unbewusst geschieht? Genau. Die Bewegungsförderung hat zwei Ansätze, die Gruppenebene und die persönliche Ebene. Auf der persönlichen Ebene sind Kampagnen ein guter Weg. Wir kennen zum Beispiel die Anti-Raucher-Kampagnen oder die HIV-Kampagne des Bundes. Wenn ein Thema neu auf der Agenda ist, funktioniert das gut. Bei der Bewegung ist es anders. Wir alle wissen, dass es gut wäre. Da ist die Verhältnisprävention der wichtigere Weg.

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Wie sieht es diesbezüglich in der Schweiz aus? In der Schweiz hat man 2020 das Veloweggesetz verabschiedet, das war überfällig. Wir haben eines der grössten Wanderwegnetze in Europa, das wird auf Bundesebene gefördert. Bei Velowegen bisher noch nicht. Die Kantone sind nun in der Pflicht, für ein zusammenhängendes und sicheres Velowegnetz zu sorgen. Kurz zusammengefasst beschäftigen Sie sich mit der Frage, wie man Menschen zu mehr Bewegung motiviert, sei es zu Fuss gehen oder Velofahren? Oder eben Sport. Das ist aber nicht alles. Es geht auch um Bewegung am Arbeitsplatz im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Langes Sitzen über viele Stunden ist nicht gut. Die negativen Gesundheitseffekte müssen kompensiert werden. Höhenverstellbare Pulte sind z. B. sehr hilfreich, oder Drucker zentral in den Stockwerken zu platzieren. Auch Mitarbeitende zum Sport zu motivieren, etwa über eine Jogginggruppe. Aber man muss Massnahmen so umsetzen, dass sie nicht nur jene erreichen, die sich ohnehin schon viel bewegen. Sonst wird die Lücke zu denjenigen, die sich nicht gerne bewegen, noch grösser.


Baut Bewegung in ihren Alltag ein: Prof. Dr. Sonja Kahlmeier.

Wie schaff t man das? Man muss die Mitarbeitenden einbeziehen und fragen: «Was kann dir helfen?». Die Angebote müssen niederschwellig gestaltet sein. Burnout und Stress sind heute ein Riesenthema und Bewegung ist eines der wirksamsten «Medikamente» für mentale und körperliche Gesundheit. Die Investitionen in gut gemachtes BGM lohnen sich, das ist evidenzbasiert. Sie wurden zum Jahresende 2021 zur Professorin für Bewegungsförderung ernannt. Was bedeutet die Professur für Sie persönlich und für die FFHS? Persönlich ist es eine Riesenfreude und Anerkennung. Letztes Jahr habe ich zudem die Habilitation erhalten – zwei Highlights in kurzer Zeit. Für die FFHS bringt die Professur mehr Sichtbarkeit und Anerkennung von aussen und zeigt auf, dass wir wertvolle, akademisch anerkannte Forschung betreiben. Können Sie eines Ihrer Forschungsprojekte kurz erläutern? Ich nenne zwei, um die Vielfalt aufzuzeigen. Für das Bundesamt für Sport haben wir Sportfördermassnahmen für Kinder und Jugendliche von sieben europäischen Ländern identifiziert, die wirksam, nachhaltig, innovativ und auf die Schweiz übertragbar sind. Das zweite betriff t das Health Economic Assessment Tool der WHO, welches eine Kostenschätzung des Gesundheitsnutzens von zu Fuss gehen und Fahrradfahren ermöglicht.

Leben Sie, was Sie forschen? Anders gefragt, welche Rolle spielt Bewegung in Ihrem Alltag? Ich bin als berufstätige Mutter eine von denen, die wenig Zeit für Sport haben. Aber ich versuche darum, soviel Bewegung wie möglich im Alltag einzubauen, wie z. B. im Büro die Treppe zu benützen. Seit zwei Jahren fahre ich mit dem E-Bike zum etwas weiter entfernten Bahnhof. Ausserdem mache ich etwas Krafttraining, laufe viel und fahre Ski. Was sind Ihre Zukunftspläne? In welche Richtung möchten Sie die Forschung im Bereich Gesundheit entwickeln? Das Forschungsfeld Ernährung möchte ich weiter stärken, da sind wir sehr erfolgreich unterwegs. Dann möchte ich den Themenbereich Bewegung ausbauen. Er birgt ein grosses Potenzial, Stichwort Nachhaltigkeitsagenda, Verkehrsplanung, gesunde Städte und so weiter. Mittelfristig soll auch ein Forschungsbereich für Osteopathie entstehen; wir starten hier 2023 mit dem Bachelor, gefolgt vom Master in Osteopathie.

Prof. Dr. habil. Sonja Kahlmeier leitet seit 2018 das Departement Gesundheit als auch die dortige Forschung. Vor der FFHS war sie am Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI, ehemals ISPM) der Universität Zürich und in der Abteilung für Nichtübertragbare Krankheiten und Umwelt des Europäischen Regionalbüros der WHO tätig. Während über 10 Jahren koordinierte sie auch das Europäische Netzwerk für die Förderung gesundheitswirksamer Bewegung (HEPA Europe) und hat an WHO Strategien und Empfehlungen mitgearbeitet.

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09 – Aus- und Weiterbildung

LUST AUF NEUES?

NEUE WEITERBILDUNGEN MIT START IM HERBST 2022 28

MSc Business Administration in Sustainability and Circular Innovation Mit dem neuen Master etablieren Sie sich als Führungskraft in der nachhaltigen und digitalen Transformation und verhelfen Ihrem Unternehmen zu einer Vorreiterrolle. Sie lernen, wie Sie die Ziele und Grundsätze der «Circularity» in Ihre Strategien einbeziehen und nachhaltige Werte aus wirkungsvollem Investieren schaffen, um nicht zuletzt auch die Krisenfestigkeit von Unternehmen zu fördern. Zielgruppe ist die neue Generation von Fach- und Führungskräften, die Innovation in Nachhaltigkeit, nachhaltiger Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil nutzen möchten. → ffhs.ch/msc-sustainability-circular

MSc Wirtschaftsinformatik Der konsekutive Master in Wirtschaftsinformatik richtet sich an Bachelorabsolventen, die die digitale Transformation an vorderster Front mitgestalten möchten. Ab September 2022 wird der Master auch an der FFHS angeboten, als gemeinsames Angebot mit der BFH, der OST und der HSLU. Er umfasst 90 ECTS-Punkte und kann berufsbegleitend in vier Semestern absolviert werden, bei einer Berufstätigkeit von 50 bis 60 Prozent. Je nach Modulbelegung kann das Studium gestreckt und das Berufspensum entsprechend auf bis 80 Prozent erhöht werden. → ffhs.ch/msc-wirtschaftsinformatik

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

CAS Sustainability and Finance Der neue Studiengang vermittelt grundlegende Kompetenzen in nachhaltigem Finanzmanagement. Die Studierenden lernen, die aktuellen regulatorischen Entwicklungen zu verstehen und Trends zu erkennen. Sie erwerben die Kompetenz, das Portfolio und Risiko-Management in ihrem Unternehmen auf die Erfordernisse der veränderten Unternehmensumwelt vorzubereiten, strategisch zu führen und Chancen zu nutzen. → ffhs.ch/cas-sustainable-finance

CAS Corporate Inclusion Lernen Sie in diesem CAS nicht nur, wie Sie Inklusion in Ihrem Unternehmen vorantreiben, sondern auch, wie Sie das Gefühl der Zugehörigkeit (Belonging) gezielt schaffen können. Dabei werden Sie mittels diverser Konzepte und Prozesse unterstützt, die Sie auf diesem Weg begleiten. Diversity und Inclusion gewinnen in der heutigen Unternehmenswelt immer mehr an Bedeutung. Nicht nur in Grossunternehmen, sondern auch in KMU entstehen dadurch neue Berufsbilder. Das CAS Corporate Inclusion ist ideal für Fachleute, die im Bereich Gender, Diversity, Inclusion und Belonging tätig sein möchten oder in diesem Bereich eine Zusatzfunktion innerhalb der Unternehmung einnehmen. → ffhs.ch/cas-corporate-inclusion


09 – Aus- und Weiterbildung

CAS Bauprojektmanagement

CAS Bauherrenkompetenz

Mit dem CAS Bauprojektmanagement erhalten Sie einen soliden «Werkzeugkoffer» mit zahlreichen praxiserprobten Instrumenten für die Projektorganisation sowie für das Management der Leistungen, Kosten und der Termine von Bauprojekten. Eine fundierte Einführung in weitere zentrale Aspekte des Projektmanagements wie Kommunikation, Teamarbeit, Leadership sowie Recht sind weitere Bausteine dieser Weiterbildung. Das CAS Bauprojektmanagement richtet sich an Bauherren, Planende und Ausführende.

Mit dem CAS Bauherrenkompetenz eignen Sie sich die Grundlagen für eine zielgerichtete Beauftragung Ihrer Bauprojekte an. Aufbauend auf den Grundlagen des Projektmanagements werden zusätzliche Themen wie Nachhaltigkeit, Projektmarketing, Qualitätssicherung, Finanzierung, Versicherung sowie rechtliche Grundlagen aus der Sicht des Bauherrn vermittelt. Das CAS Bauherrenkompetenz richtet sich primär an Bauherren, Bauherrenvertreter und Baumanager, ist aber auch für Planende und Ausführende offen.

→ ffhs.ch/cas-bauprojektmanagement

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CAS Digital Construction – Besteller Aufbauend auf den Grundbegriffen zu Building Information Modeling BIM und den Grundlagen langfristiger Digitalisierungstrends erlernen Sie das konkrete Handwerk für die Umsetzung von Bestellungen: von Anwendungsfällen bis zu Anforderungen an Dateien und Elementplänen, von Best Practice in Beschaffungsprozessen bis hin zur Honorierung. Der Lehrgang legt Wert auf praxiserprobte Erfolgsrezepte, welche die Projektleitenden sowohl aus Sicht der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer vertiefen. → ffhs.ch/cas-digital-construction-besteller

Der Anmeldeschluss für die Weiterbildungen mit Start im Herbst 2022 ist der 31. Mai (spätere Anmeldungen je nach verfügbaren Studienplätzen möglich). Weitere Infos unter ffhs.ch


FERNFACHHOCHSCHULE SCHWEIZ

INTERNA

Zukunftstag in der Gleisarena Erstmals fand der Zukunftstag im letzten November in der Gleisarena statt. Innerhalb von einer Woche haben die beiden Institute LWS und IMI sowie die Departemente Gesundheit und Immobilien ein bunt gemischtes Programm für die sechs teilnehmenden Kinder auf die Beine gestellt. 30

Ioan-Sorin Comsa mit dem Best Paper Award.

Best Paper Award für Dr. Ioan-Sorin Comsa Für seinen Artikel «Do I Smell Coffee? The Tale of a 360° Mulsemedia Experience» wurde der IFeL-Forscher Ioan-Sorin Comsa mit dem Best Paper Award 2020 von IEEE MultiMedia ausgezeichnet. Zusammen mit Co-Autoren erforschte Comsa Multimedia-Netzumgebungen, die auch den Tast- und Geruchssinn stimulieren, so genannte Mulsemedia-Inhalte.

FFHS wird Partner von BeLEARN

Nicht nur Zuhören, sondern auch aktives Mitdenken war gefragt.

UNESCO-Lehrstuhl für vier Jahre verlängert Seit 2017 führt die FFHS einen UNESCOLehrstuhl für personalisiertes und adaptives Fernstudium und hat ein internationales Forschungsnetzwerk aufgebaut. Nun hat die UNESCO den Lehrstuhl für weitere vier Jahre verlängert. Mit verschiedenen Partneruniversitäten aus Afrika, Ost- und Westeuropa wurden bereits erfolgreich Forschungs- und Netzwerkkooperationen realisiert.

CLOUD – Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz

Das Netzwerk BeLEARN will durch Forschung und Entwicklung sowie Wissens- und Technologietransfer neue Wege in der Bildung aufzeigen – eine Vision, die auch die FFHS teilt. In der neuen Kooperation bringt die FFHS ihre Kompetenzen in der E-Didaktik mit ein. Die Zusammenarbeit konzentriert sich in erster Linie auf gemeinsame Projekte und auf den Wissenstransfer in den Themenbereichen Digital Tools, Digital Skills und Data Science for Education.

Sport-Kooperationen Seit Kurzem spannt die FFHS mit den SportNetzwerken sportlifeone und Swiss University Sports zusammen – mit dem gemeinsamen Ziel, Sportlerinnen und Sportler für ihre berufliche Karriere nach dem Sport vorzubereiten. Mit verschiedenen Angeboten werden die Sportlerinnen und Sportler für eine duale Karriere unterstützt. Die FFHS setzt sich mit dem flexiblen Studienmodell dafür ein, dass das Studium mit der beruflichen Tätigkeit bzw. dem Sport kombinierbar ist.


09 – Medienecho

MEDIENECHO Ein Campus fast wie ein Bergkristall

Neue Brillen braucht das Land

Michael Zurwerra, Rektor der FFHS Schweiz, sagt: «Der Einzug war enorm wichtig für uns. Der Austausch untereinander ist intensiver als zuvor. Hier zu arbeiten ist eine echte Innovation.» Die FFHS stellt im Campus 99 Arbeitsplätze, davon 45 für Mitarbeitende in Services und Verwaltung, 44 in der Hochschullehre und zehn Forschende. Weitere Mitarbeitende der FFHS arbeiten im Campus der FFHS in der Gleisarena in Zürich.

Seien wir ehrlich: Unsere Wahrnehmung der Welt und unserer Mitmenschen, unser Denken, Erinnern und Urteilen sind längst nicht so objektiv, wie wir uns dies wünschen würden. Unsere Handlungsprozesse sind das Resultat eines Zusammenspiels von Erfahrungen, Bauchgefühl, Interpretationen und Bewertungen, die wertvoll sind, jedoch auch von Stereotypen und Vorurteilen gespeist sind. Voreingenommenheit und kognitive Verzerrungen (Unconscious Bias) drohen.

Walliser Bote, 03.02.2022

Nachhaltige Zukunft gestalten Mit dem Master of Science (MSc) Business Administration in Sustainability and Circular Innovation schafft die FFHS ein Angebot für Fach- und Führungskräfte, die in ihrem Unternehmen Innovation in Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung vorantreiben möchten. Der interdisziplinäre Master umfasst Herangehensweisen, Strategien, Technologien für nachhaltige Innovation, Leadership, Entrepreneurship, Investments und Internationalisierung. «Der Studiengang eignet sich für Personen, die das innovative Mindset entwickeln möchten, um mit ihrem Unternehmen eine Vorreiterrolle einzunehmen», erklärt Studiengangsleiterin Ute Eisenkolb. IT Business, 28.01.2022

Personal Schweiz, Fachartikel von FFHS-Dozentin Dr. Irene Pill, 01.02.2022

Wo sind viele Vitamine enthalten? Der Vitamingehalt von Tiefkühlgemüse werde oft unterschätzt, sagt Diego Moretti von der Fernfachhochschule Schweiz in Zürich. Dabei sei der Vitamin-C-Gehalt bei tiefgekühlten Früchten oder Gemüse nur zu 20 bis 50 Prozent tiefer als in frischen Produkten. Und auch Obst und Gemüse in Konserven enthielten noch Vitamine. Problematischer seien tendenziell die wasserlöslichen Vitamine. Diese könnten zusammen mit den Mineralstoffen herausgeschwemmt werden, wenn beispielsweise Früchte und Gemüse im Wasser in Dosen konserviert würden. Das könne aber auch bei der eigenen Zubereitung passieren. Der Bund, 17.02.2022

AGENDA 17.05.2022 Industrieforum 2025: «Digital Industrie» – ist die Vision umgesetzt?, Brugg-Windisch 31.05.–01.06.2022 HR Festival europe, Zürich

10.06.2022 Tagung Natur und Ethik, Brig und Umgebung 20.08.2022 Tag der offenen Tür im Hochschulcampus FFHS und FernUni Schweiz, Brig Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen finden Sie unter ffhs.ch/events

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Mitglied der SUPSI

«Ich glaube, wenn es die FFHS nicht gäbe, würde ich kein Studium machen» Anna Dillier, Studentin Wirtschaftsinformatik ffhs.ch/bsc-wirtschaftsinformatik

Fernfachhochschule Schweiz – FFHS Zürich Basel Bern Brig Tel. +41 27 510 38 00 www.ffhs.ch


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CLOUD Mai 2022: Barrieren abbauen - Wie Hindernisse überwunden werden by Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) - Issuu