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Winter ° 2020

Ex pertin: Was Kinder zu Weihnachten glauben

evangelisch und sächsisch

Kr ippenspiel: Maria ist ungläubig – dann entdeckt sie et was

Weihnachtsmann, Engel oder Christkind – eine Frage des Glaubens? M I T   FA M I L I E N -T I P P S , C O M I C   U N D  V I E L E M  M E H R

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Sonderveröffentlichung

In guten Händen bei einem Notar – Ihre Notare informieren

Notarin Ulrike Biegel © Goodboy Picture Company/iStock

Bäckerstraße 3 04720 Döbeln Telefon: 0 34 31 / 70 62 09 | Fax: 0 34 31 / 70 62 27 E-Mail: info@notarin-biegel.de www.notarin-biegel.de

Notar Dr. Stephan Gergaut

Erbe über Eck Nach einer Scheidung gehen Eheleute – auch vermögensmäßig – getrennte Wege. Dem geschiedenen Partner kann dennoch nach einem Erbfall noch Vermögen zufallen. Wer dies nicht möchte, muss in einem Testament entsprechende Vorkehrungen treffen. Auch begleitende familienrechtliche Anordnungen zum Sorgerecht können aufgenommen werden. Der geschiedene Ehegatte als „Erbeserbe“ Spätestens mit einem rechtskräftigen Scheidungsurteil bestehen keine gesetzlichen Erb­ ansprüche mehr. Auch gegenseitige Erbeinsetzungen werden zumeist unwirksam. „Sind jedoch gemeinsame Kinder vorhanden, kann es durchaus zu einem ‚Erbe über Eck‘ kommen“, erklärt Tim Hofmann, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. Sollte ein gemeinsames Kind nach einem Elternteil versterben und selbst keine Abkömmlinge hinterlassen, erbt nach der gesetzlichen Erbfolge der noch lebende andere Elternteil mit. Im Erbe enthalten ist auch das vom Kind zuvor ererbte Vermögen. Relevant ist dies insbesondere dann, wenn das Kind den geschiedenen Partner testamentarisch zum Erben bestimmt hat. Wer den Weg seines Nachlasses selbst beeinflussen möchte, kann hierzu erbrechtliche Instrumente einsetzen. Die zu treffenden Regelungen, etwa die Anordnung eines sogenannten „Herausgabevermächtnisses“ oder einer Vor­ und Nach­ erbfolge, sind rechtlich komplex und sollten zumindest von einem auf das Erbrecht spezialisierten Juristen geprüft werden. Beschränkung der Vermögenssorge Geregelt werden kann zudem, wer das Erbe verwalten soll, wenn die gemeinsamen Kinder zum Zeitpunkt des Erbfalls noch minderjährig sind. Die Vermögenssorge ist rechtlich gebunden an das Sorgerecht und steht grundsätzlich dem dann allein sorge­ berechtigten überlebenden Elternteil zu. Das Gesetz sieht allerdings die Möglichkeit vor, für ererbtes Vermögen eine andere Person mit der Wahrnehmung der Vermögens­ verwaltung zu betrauen. Auch können verbindliche Anordnungen für die Verwaltung des ererbten Vermögens getroffen werden. Sinnvoll ist diese Lösung mitunter auch für Großeltern, die ihren Enkeln etwas zuwenden möchten, aber gleichzeitig die Ver­ waltung durch das Schwiegerkind verhindern wollen. Vormundbenennung Sollte der andere Elternteil bereits verstorben sein, kann der alleinige Sorgeberechtigte in einem Testament bestimmen, wer nach seinem Tod Vormund für das minderjährige Kind sein soll. Fehlt es an einer wirksamen Benennung, hat das Familiengericht nach Anhörung des Jugendamts einen Vormund auszuwählen. „Entscheidend ist dabei stets das Kindeswohl“, erläutert Hofmann und weist damit auf eine Einschränkung des elterlichen Benennungsrechts hin. Die Wahl des gewünschten Vormunds sollte daher sorgfältig und nach vorheriger Rücksprache mit der ausgewählten Person erfolgen. Erbe regeln – eine Sache für den Experten Ein „Geschiedenen­Testament“ kann durchaus selbst geschrieben werden. Aller­ dings mahnt die Notarkammer Sachsen in solchen Fällen zur Vorsicht. Hofmann empfiehlt sogar die direkte Erstellung eines notariellen Testaments und erläutert, was oft nicht bekannt ist: „Ein notarielles Testament gewährleistet die richtige Um­ setzung des rechtlichen Willens und ersetzt in der Regel den Erbschein als Erbnach­ weis. Die Gebühr für die notarielle Beurkundung umfasst auch die Beratung, unab­ hängig von Schwierigkeitsgrad und Dauer.“

Markt 6 08451 Crimmitschau Telefon: 0 37 62 / 94 16 - 0 | Fax: 0 37 62 / 94 16 - 29 E-Mail: mail@notar-gergaut.de www.notar-gergaut.de

Notar Dr. Ralf Herzog

Weigangstraße 7 02625 Bautzen Telefon: 0 35 91 / 4 31 09 | Fax: 0 35 91 / 4 20 22 E-Mail: info@herzog.de www.herzog.de

Notar Robert Kopf

Karl-Marx-Platz 2 04860 Torgau Telefon: 0 34 21 / 71 27 80 | Fax: 0 34 21 / 71 27 81 E-Mail: info@notar-robert-kopf.de www.notar-robert-kopf.de

Notar Mathias Löhnert, LL.M. (York)

Kaßbergstraße 26 09112 Chemnitz Telefon: 03 71 / 36 93 50 | Fax: 03 71 / 3 69 35 55 E-Mail: info@notar-loehnert.de www.notar-loehnert.de

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Notarin Annika Schwenk

Karl-Liebknecht-Straße 14 04107 Leipzig Telefon: 03 41 / 3 01 06 03 | Fax: 03 41 / 3 01 06 06 E-Mail: info@notarin-schwenk.de www.notarin-schwenk.de

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Beyerstraße 28 09113 Chemnitz Telefon: 03 71 / 33 49 31 - 0 | Fax: 03 71 / 33 49 31 - 29 E-Mail: info@notar-schwerd.de www.notar-schwerd.de


Inhalt • im Winter

6 Titelgeschichte Weihnachtsmann oder Weihnachtsengel? 11 Engel für Anfänger 14 Interview Was Kinder zu Weihnachten glauben 24 Reportage Melina sucht Maria

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4 Kinderumfrage Christkind oder Weihnachtsmann?

5 Aktuelles

18 Comic: L ena und der Engel 20 Rätsel 21 Reingeblättert

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Titelillustration: Orlando Hoetzel

22 Tipps zum Lesen und Vorlesen

28 Selber machen Weihnachtliches und Winterliches 28 Impressum

30 Fabian Vogt: Engelsgleich

© Steffen Giersch

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, dieses Weihnachtsfest wird anders. Mit dem Coronavirus, mit Ängsten und Sorgen, nur im kleinen Kreis, vielleicht auch mit Masken-Streit. Wird Weihnachten gar ausfallen? Ganz im Gegenteil. In diesem Jahr wird der Ernstfall von Weihnachten eintreten. Denn seinen Kern brauchen wir jetzt mitten in der Corona-Pandemie so sehr wie lange nicht: Hoffnung, Licht, Wärme. In den Tagen des Lockdowns ist für viele Menschen die dunkle Jahreszeit doppelt dunkel. Ohne Besuche, ohne Weihnachtsfeiern, ohne Lieder. So dunkel muss man sich die Nacht der Hirten bei Bethlehem vorstellen. Und genau in dieses Dunkel, so erzählt es die Bibel, trat ein Engel mit der göttlichen Botschaft: »Fürchtet euch nicht!« In dieses Dunkel war ein Kind namens Jesus geboren. Aus diesem Dunkel strahlt ein Licht, das Menschen bis heute zu Weihnachten wärmt – ob sie sich gläubig nennen oder nicht.

Die Einen suchen diese weihnachtliche Wärme heute in Kirchen, die Anderen kleiden sie in die Gewänder von Engel oder Weihnachtsmann. Und Kinder haben sowieso ihre ganz eigenen Vorstellungen von all dem. Doch welche Hoffnung liegt dahinter? Und was lässt sich mit ihr im Herzen zu Weihnachten entdecken? Danach suchen wir in diesem FamilienSONNTAG. Eine frohe Advents- und Weihnachtszeit trotz allem wünscht Ihnen im Namen von Redaktion und Verlag

Andreas Roth

Verantwortlicher Redakteur

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Bei uns bringt der Weihnachtsmann die Geschenke und zwar in der Zeit, wenn wir in der Kirche sind. Wir stellen ihm immer ein Glas Milch und Plätzchen hin. Bis jetzt hat er auch jedes Jahr etwas davon gegessen und getrunken … dieses Jahr wird auf jeden Fall das Krippenspiel im Gottesdienst fehlen! Oskar, 11

Wer bringt die ­Geschenke: Christkind oder Weihnachtsmann? Und was wird dir an diesem Weihnachten besonders fehlen? NACHGEFR AGT Wir haben unsere jungen Leser zum Thema Weihnachten befragt.

Bei uns bringt der Weihnachtsmann die Geschenke, während wir in der ­Kirche sind. Und am nächsten Tag die Oma noch welche. Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie es dieses Jahr wird, ohne volle Kirche, Krippenspiel und der ganzen großen Familie, die sich sonst bei meiner Oma trifft. Alexander, 11

Mir fehlt, dass wir an Weihnachten wahrscheinlich keinen Kindergottesdienst machen. Felix, 8

An Weihnachten kommt bei uns immer das Christkind, und sicher auch dieses Jahr – das Christkind ist ja ein Kind und die bekommen nicht so schnell Corona. In diesem Jahr wird sonst aber viel anders, ich vermisse bestimmt das schöne Krippenspiel und das Singen mit den anderen Kindern in der Kurrende. Johann, 10

• I nterview: Karola Richter und

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Runa Sachadae, Fotos: privat


© PeopleImages/iStockphoto

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Aktuelles • Winter

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Mehrheit für Kinderrechte im Grundgesetz

Alleinerziehende Mütter sind in der Pandemie besonders belastet Unterricht und Arbeiten zu Hause in der Corona-Krise müssen vor allem die Mütter schultern? Das wird oft vermutet – doch die Realität sieht etwas besser aus, zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Der Anteil der Väter an Haus- und Familienarbeit hat sich im Lockdown samt Kurzarbeit von 33,3 Prozent auf 41,5 Prozent erhöht. Und viele dieser Männer gaben in der Umfrage sogar – anders als kinderlose Männer – eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Familienleben an. Dennoch sind Mütter immer noch am stärksten belastet von der Virus-Situation. 26 Prozent der befragten Frauen mit Kindern unter 16 Jahren fühlen sich angesichts von Stress und Ängsten an mindestens ein bis zwei Tagen pro Woche niedergeschlagen oder depressiv. Unter alleinerziehenden Müttern sind sogar 60 Prozent besonders stark von der Pandemie belastet.

© Gordon Johnson/Pixabay

Was Mütter stresst Und was dagegen hilft: Nicht zu viel Erwerbsarbeit stresst Mütter am meisten – sondern zu wenig Geld. Das fand das Deutsche Jugend­ institut in einer Befragung von über 12 000 Frauen mit Kindern unter 18 Jahren heraus. Mütter mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von weniger als 3000 Euro netto haben demnach deutlich mehr Stress als Besserverdienende. Auch die Sorge um eine pflegebedürf­ tige Person, wenig Zeit für die Familie und gemeinsame Rituale erhöhen das Stress-Level. Was die Belastung senkt? Mehr Freiraum für Kinder, Partner und Hobbys. Und eine gleiche Verteilung von Haushalt und Kinderbetreuung zwischen Müttern und Vätern. Doch wenn Männer den Großteil davon übernehmen, steigt der Stress bei Müttern wieder. Das könnte an traditionellen Rollenmustern liegen, vermuten die Forscherinnen.

Gemeinsames Essen ist nicht out Kinder und Jugendliche mögen Mahl­zeiten in Familien. Auch heute ist Kindern und Jugend­l ichen das gemeinsame Essen mit der Familie noch wichtig. Vor allem schätzen junge Menschen an Mahlzeiten mit den Eltern die gemeinsam verbrachte Zeit und die Möglichkeit für ein Gespräch, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage für das Deutsche Kinderhilfswerk. Knapp zwei Drittel der befragten Kinder und Jugendlichen frühstücken wochentags mit mindestens einem Familienmitglied und sogar 90 Prozent essen an drei bis vier Tagen oder öfter gemeinsam mit ihrer Familie zu Abend.

© Holger Langmaier/Pixabay

Corona lässt Väter aktiver für Kinder und Haushalt sein

Umfrage: In der Corona-Pandemie bekommen die Jüngsten zu wenig Gehör. Eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ist für die Festschreibung von Kinderrechten im Grundgesetz. In einer repräsentativen Umfrage für das Deutsche Kinderhilfswerk sprachen sich 71 Prozent dafür aus, um die Interessen von Kindern bei politischen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen. Ein Grund: Rund Dreiviertel der Befragten meinen, dass die Bedürfnisse der Jüngsten in der Corona-Krise bisher zu wenig beachtet wurden und Bildungschancen für Kinder aus armen Familien gesunken seien.

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Titelstory

Weihnachtsmann Der Weihnachtsmann steht nicht in der Bibel, ist aber für die meisten Familien in Sachsen unverzichtbar am Heiligen Abend. Beim Engel ist es andersherum. Beide können sich viel erzählen – über glänzende Augen, große Geschenke und eine Hoffnung.

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trifft Weihnachtsengel Weihnachtsmann und Weihnachtsengel müssen keine Sekunde überlegen, wenn man sie nach dem Zauber des Heiligen Abends fragt. Wohnt er unter Geschenkpapier oder gar im Glühwein? In den Augen wohnt er, sagen die beiden. Bei Kindern wie Alten. Nur wie kommt er dahin? Es ist ein Geheimnis. So viel ist unstrittig. Ein Geheimnis wie das, wo der Weihnachtsmann wohnt. Keiner käme darauf, dass es ein bürgerliches Mietshaus im Chemnitzer Norden sein könnte. Und dass der Weihnachtsmann dem Tod einst sieben Mal von der Schippe gesprungen ist als Eisenbahnschienen-Schweißer, dass er wegen der Bandscheibe zum Clown umschulte und unter der Woche als Tagesvater sein Geld verdient. Sechs Weihnachtsmann-Kostüme hat Michael Schreinert (50) auf der Kleiderstange und zwei billige Ver­ sionen dazu im Schrank. Vom silbern durchwirkten Nikolausmantel bis zum blauen Väterchen Frost ist alles dabei.

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Das ist das Schöne: In einen Engel kannst du die Hoffnung reinlegen. Nur mit Hoffnung bleibst du am Leben. Michael Schreinert Schreinert wählt den rot-weißen Zweiteiler. Der Mantel ist nicht so gut, der klemmt zu leicht in der in der Autotür. Er schlüpft in die Samtjacke mit den fellbesetzten Ärmeln und goldenen Borten zieht, die Samthose über die Jeans. »Da haben es Engel einfacher, die können fliegen«, murmelt Schreinert. Stimmt ja auch. Doreen Lämmel (42), im Alltag freiberufliche Veranstaltungskünstlerin, steht längst in ihrem weißen Engelsgewand da, Michael Schreinert hilft ihr in die fedrigen Flügel. Dafür zieht sie ihm den weißen Bart gerade und die silbrige Lockenpracht über den Kopf. Eine Verwandlung: Sie spielen nicht, sie sind jetzt Weihnachtsmann und Weihnachts­ engel. Manche Chemnitzer Familien laden am Heiligen Abend einen Engel ein, weil sie an Gott in diesem kleinen Kind Jesus glauben und Engel seine Boten sind. »Aber ich werde auch gebucht, wenn Kinder Angst vorm Weihnachtsmann haben«, sagt Engel Doreen. »Grauenhaft«, grummelt neben ihr der Weihnachtsmann. So war die ganze Sache doch nicht gedacht. Der Ur-Nikolaus lebte vor gut 1700 Jahren als Bischof in Kleinasien und hatte sein ererbtes Vermögen unter den Notleidenden verteilt. Drei Töchter eines armen Mannes, so geht eine

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Legende, rettete er vor dem Weg in die Prostitution, indem er ihnen des Nachts je einen Goldklumpen in das Fenster warf. So entstand der Brauch mit den gefüllten Stiefeln am Nikolaustag. Martin Luther hatte etwas gegen die Verehrung der Heiligen und verlegte das Schenken auf Weihnachten. Die Menschen aber hielten an ihrem Nikolaus fest und machten aus ihm über die Jahrhunderte den Weihnachtsmann. Der muss nun mit der Digitalisierung klarkommen. Die Bescherung wird live bei Instagram gepostet, die Gedichte zum Aufsagen werden vom Handy abgelesen. Öfter übrigens von Eltern als von Kindern, beobachtet Engel Doreen. Und Weihnachtsmann Michael kann manchmal die Säcke kaum noch schleppen. »Materiell ist es eine ganz schöne Schlammschlacht geworden«, sagt er. »Die Kinder sind ganz überfordert mit so vielen Geschenken.« Engel Doreen fragt am Heiligen Abend mitunter die Kinder, ob sie sich noch an ihre Geschenke im letzten Jahr erinnern. Meist können sie es nicht. Mit den Luftballon-Herzen und selbstgebastelten Engelfiguren, die sie mitbringt, spielen die Kinder unterm Tannenbaum manchmal mehr als mit teurer Technik.


Titelstory • Weihnachtsmann trifft Weihnachtsengel

Am heiligen Abend soll die Welt heil sein. Ganz besonders dort, wo sie es gerade überhaupt nicht ist. Engel Doreen trifft auf geschiedene Eltern, die sich mit Geschenken gegenseitig übertrumpfen wollen. Weihnachtsmann Michael trifft auf Eltern mit wenig Zeit, die sich die Liebe und all das Versäumte mit Paketen freikaufen möchten. Und die übers Jahr verpasste Erziehung soll eine weihnachtsmännische Standpauke richten. Beide wissen: Das kann nicht funktionieren. Der Geist von Weihnachten weht anders. Engel Doreen hat ihn gespürt bei dem schwer kranken Mädchen im Rollstuhl, das nur einen Wunsch hatte: wieder laufen zu können. Heute kann sie es. Oder der kleine Junge von der Krebsstation, dessen Eltern kein Geld mehr übrig hatten für Geschenke. Weihnachtsmann Michael brachte ihnen mit dem Chem­n itzer Lukas Stern e. V. einen Scheck für die Mietschulden und ein elektrisches Spielauto dazu. »Die hatten Tränen in den Augen, aber wir auch.« Gar nicht unwahrscheinlich, dass es dem Heiligen Nikolaus einst ganz ähnlich erging, als er die Botschaft des Kindes aus der Weihnachtskrippe wörtlich nahm.

Die freilich kennen auch in Chemnitz immer weniger. Selbst die Strophen der Weihnachtslieder und -gedichte versinken von Jahr zu Jahr mehr in Vergessenheit, das spüren Weihnachtsmann und Engel. Anders ist es nur bei den Alten im Pflegeheim, trotz Demenz. Dort treffen sie auf Menschen, die als schwierig gelten, die einsam sind, manche verbittert und verschlossen. Dann halten sie deren Hand. »Lieber Weihnachtsmann, das ist ja schön, dass Du mich besuchst. Dass ich das noch erlebe«, hört Michael Schreinert hier, »ich habe gleich keine Schmerzen mehr.« Der Eispanzer der Einsamkeit taut in solchen Momenten. Engel und Weihnachtsmann müssen manches Mal selbst dabei schlucken, als seien sie die Beschenkten. Das Coronavirus hängt in diesem Jahr auch über Weih­ nachten. Besuche in Heimen stehen in Frage. Ängste überschatten das Fest. Engel Doreen hat im Herbst noch keine einzige Einladung zum Fest von einer Familie.

Ich werde auch gebucht, wenn Kinder Angst vorm Weihnachtsmann haben. Doreen Lämmel

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Titelstory • Weihnachtsmann trifft Weihnachtsengel

Aber Weihnachten ist größer. Engel wissen das. In der biblischen Geschichte schlagen sie eine Brücke zwischen Himmel und Erde. So wie an jenem Heiligen Abend, als Engel Doreen an der Tür einer Familie klingelte, deren Vater gestorben war. Sie hatte für die Kinder gefaltete Engelsfiguren mit Botschaften ihres Papas im Gepäck und las sie vor – und die Kinder spielten Klavier und sagten: Der Papa hört uns. Es ist der Ernstfall von Weihnachten. Dieser Geschichte, in der Gott in die Tiefe und Dunkelheit der Menschen gestiegen ist. Und gerade dort ein Licht anzünden will. »Das ist das Schöne: In einen Engel kannst du die Hoffnung reinlegen«, sagt selbst der Weihnachtsmann Michael und blickt fast etwas neidisch zu Doreen. »Nur mit Hoffnung bleibst du am Leben.« Das ist es auch, warum Weihnachtsmann Michael in die Kirche geht, wenn es ihm nicht so gut geht. Obwohl er sich als Atheist bezeichnet.

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Wenn er am Heiligen Abend in die Familien kommt, dann scheint es ihm, als würde das Hamsterrad des Alltags zum Stillstand kommen. Die Geschenke sind gekauft, der Braten ist gekocht, das Jahr ist gelebt. Und doch bleibt etwas offen. Da muss noch etwas kommen, etwas von außen. Etwas, das man sich nicht selbst schenken kann. Etwas Großes. Etwas sehr Liebevolles. »Bin ich jetzt schon gestorben, weil ich einen Engel sehe?«, fragte ein alter Großvater im Kreis seiner Familie Doreen an einem Heiligen Abend. Und es klang ihr, als wäre diese Frage nicht nur ein Spaß. • Text: Andreas Roth, Illustrationen: Orlando Hoetzel, Fotos: Steffen Giersch


Nur geträumt?

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FÜR A NFÄ NGER

Zur Weihnachtsfreude gehören diese geflügelten Boten einfach dazu – und viele Menschen suchen bei ihnen Schutz. Auch wenn sie sonst nicht an Gott glauben. Genau dafür sind Engel da. Von wegen Flügel Ganz unauffällig kommt der Engel, der Jesu Geburt ankündigt. Keine Strahlen, kein Gold, keine Flügel. Maria stutzt erst bei der merkwürdigen Begrüßung: »Sei gegrüßt, du Begnadete!« Sie erschrickt. Das, was da passiert, ist ihr unheimlich. Irgendwie groß, nicht zu fassen. »Fürchte dich nicht, Maria«, sagt der Engel. Das ist seine erste Botschaft. Eine Botschaft von Gott, der so fern scheint und plötzlich so nahe kommt: Habt keine Angst.

Manchmal geschieht etwas, das kaum zu glauben ist. Das einfach nicht wahr sein kann. Der Zimmermann Josef aus Bethlehem muss so etwas denken, als seine Verlobte Maria ihm eröffnet, dass sie schwanger ist. Vor der Hochzeit und nicht von ihm. Skandal. Da erscheint auch ihm ein Engel: »Josef, fürchte dich nicht«. Jesus soll sein Sohn heißen, sagt ihm der Engel, »er wird sein Volk retten von ihren Sünden«. All das geschieht im Traum. In dieser Welt zwi­schen Wünschen und Wirklichkeit. Und doch geschieht danach das kaum zu Glaubende. Und ein Engel hilft, es zu verstehen.

Anstupser Ihren großen Auftritt haben die Engel in der biblischen Weihnachtsgeschichte bei den Hirten. Menschen, auf die viele herabblicken, arm und ausgegrenzt. Ausgerechnet in deren Dunkelheit und Not kommen die Boten Gottes. Und auch hier lautet ihr erster Satz: »Fürchtet euch nicht!« Dann folgt die eigentliche Botschaft: Ein Retter sei ihnen heute geboren worden – und: »Frieden auf Erden«. Das klingt unglaublich, die Welt wirkt ganz anders. Aber in diesem Moment, so erzählt es die Bibel, berührten sich Himmel und Erde. Die Hirten stehen auf, angestoßen von den Engeln, und etwas beginnt.

Unglaublich Was Weihnachten beginnt, endet am Karfreitag mit dem Kreuz. Jesus ist tot. Trotz Engel. Trotz Weihnachten. Drei Freundinnen von Jesus gehen zwei Tage später traurig an sein Grab. Doch es steht leer und ein Engel sagt ihnen: »Jesus ist auferstanden, er ist nicht hier.« Die Frauen fliehen und fürchten sich. Manches ist einfach zu unglaublich für einen Menschen. Es sei denn, ein Engel verleiht ihm seine Flügel und sagt: Fürchte dich nicht, jemand anderes trägt dich. • Text: Andreas Roth

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Interview

Der Weihnachtsmann in der Krippe Kinder können den Glauben an den Weinachtsmann und an das Jesus-Kind gut mit­einander vereinbaren, sagt die Religions­päda­gogik-Professorin Birte Platow. Warum Eltern sie nicht davon abbringen können – und dabei etwas von den Kleinen lernen können.

Frau Prof. Platow, viele Kinder und wohl auch Erwachsene denken am Heiligen Abend zuerst an Weihnachtsmann und Geschenke und nicht an Jesus – sind diese Menschen ungläubig? Birte Platow: Das glaube ich nicht. Meine eigenen Kinder sagen: Das Christkind ist klein und kann die Geschenke nicht tragen, deshalb braucht es den Weihnachtsmann, der sie schleppt. Das ist ihr Erklärungsmodell für dieses Fest. Lenkt der Weihnachtsmann-Glaube ab vom christlichen Kern von Weihnachten? Natürlich ist er ein Konkurrenzprodukt. Doch viele Kinder können ohne Probleme den Weihnachtsmann in die biblische Geschichte integrieren. Dann ist für sie das Christkind der Anlass, um Weihnachten zu feiern – und der Weihnachtsmann ist ihre Erklärung, wie die Geschenke zu ihnen kommen. Religionspsychologisch betrachtet entwickeln Kinder solche naiven Theorien, um sich die Welt und viele unverständliche Dinge in ihr zu erklären. Obwohl Jesus in der Krippe und der Weihnachtsmann eigentlich gar nichts mitein­a nder zu schaffen haben … Kinder haben eine Gabe, die wir Erwachsenen nicht haben: Sie können Widersprüche nebeneinander stehen lassen und haben die Gelassenheit, dass sich alles irgendwann wie ein Mosaik zu einer Erklärung zusammenfügen wird. Es ist ein Erwachsenen-Problem, dass der Weihnachtsmann nicht zum christlichen Weihnachtsfest passt.

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Und trotzdem halten selbst viele Eltern und Großeltern am Weihnachtsmann fest. Jeder von uns hat den Kindheitswunsch nach einem gütigen Vater, der uns alles gibt, was wir uns wünschen. Der Weihnachtsmann erlaubt uns einen kurzen Urlaub von der Realität, als wäre das möglich. Die biblische Weihnachts­ geschichte von der Geburt Jesu ist dagegen so viel komplexer und fordernder. Doch sie kann ein Gewinn sein. Von Weihnachten erhoffen wir uns ja nicht nur ein paar warme Tage, sondern einen Impuls, der uns über diese Feiertage hinaus trägt. Sollten Eltern den Glauben an den Weihnachtsmann entzaubern? Das würde gar nichts bringen. Wenn Kinder ihn brauchen für ihre logische Erklärung von Weihnachten, lassen sie ihn sich nicht nehmen. In unserer Familie erzählen wir am Heiligen Abend die biblische Weihnachtsgeschichte und gehen in den Gottesdienst – das steht dann neben dem Weihnachtsmann, der bei uns auch schon in der Krippe lag. Den meisten Kindern gelingen die Übergänge zwischen beiden Geschichten ganz hervorragend. Doch ich würde nicht alles auf den Weihnachtsmann setzen. Die biblische Weihnachtsgeschichte bietet auch für atheistische Kinder so viele Anknüpfungspunkte: ein Baby, ein Stall – und dann kommen Fragen auf, die eine eigene Dynamik entfalten. Und eine gute Herausforderung für die Entwicklung von Kindern sind.


Birte Platow Zur Person Seit 2019 ist Birte Platow Professorin für Religionspädagogik am Institut für Evangelische Theologie der Technischen Univer­ sität Dresden. Die dreifache Mutter hat zuvor in Göttingen und Zürich gelehrt und forscht unter anderem auch zur Begegnung von Mensch und Künstlicher Intelligenz.

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Interview • mit Birte Platow

Man wird weniger ausgelacht, wenn man an Schutzengel glaubt, als wenn man sich zu Gott bekennt. Engel sind für viele Menschen irgendwie greifbarer.

Es gibt auch die Theorie, dass eine zu zeitige Entzauberung eines magischen Welt­bildes Kinder später als Jugendliche anfälliger macht auch für Esoterik und Okkultes. Das ist zu mechanisch gedacht. Aber je mehr man Kindern die Ausdrucksmöglichkeiten für religiöse Gefühle nimmt, desto sicherer werden sie später an einer anderen Stelle wiederkehren: in Form von esoterischen Ritualen zum Beispiel oder von Glücksbringern. Im Advent und zu Weihnachten blüht auch der Glaube an Engel – selbst unter Menschen, die nie einen Gottesdienst besuchen würden. Welche Sehnsucht steckt dahinter? Es ist der Wunsch, wieder Kind zu sein. Der Weihnachtsmann ist eine Vaterfigur und der Engel eine Mutterfigur. Engel kommen ja auch in der biblischen Weihnachtsgeschichte vor. Man wird weniger ausgelacht, wenn man an Schutzengel glaubt, als wenn man sich zu Gott bekennt. Engel sind für viele Menschen irgendwie greifbarer. Problematisch finde ich, dass sie für viele eine Art Gott light geworden sind und ihn abzulösen scheinen. Ist dieser Glaube an Engel und Weihnachtsmann in Ostdeutschland besonders ver­breitet, weil er ein religiöses Vakuum füllt? Wenn es keine Ausdrucksmöglichkeiten für religiöse Gefühle gibt, weil es in der Geschichte

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einen Abbruch bei den Ausdrucksmöglichkeiten religiöser Impulse gegeben hat. Wenn Religion tabuisiert ist, dann suchen sich religiöse Motive ein Ventil. So wie den Weihnachtsmann. Ich glaube, es ist auch nicht zufällig, dass die östlichen Bundesländer den schönsten Weihnachtsschmuck in ganz Deutschland haben. Religiöse Gefühle kommen immer durch die Hintertür zurück. Hat der Weihnachtsmann heimlich auch christliche Werte im Rucksack? Weihnachten kommen Menschen zusammen, beschenken und versöhnen sich. Das ist auch etwas Christliches. Denn alles, was durch dieses JesusKind in der Krippe passiert, ist eine Umkehr des Vorhandenen. Das bringt der Weihnachtsmann mit seinen Geschenken auch ein Stück mit, aber materialistisch und nur in einem kleinen privaten Umfeld. Obwohl, daneben gibt es auch bei vielen Menschen gerade Weihnachten das Motiv, den Armen zu geben und die Türen zu öffnen. Wann sollten Kinder und Eltern aber Abschied nehmen vom Weihnachtsmann-Glauben? Ungefähr im Alter von zehn Jahren verschwinden bei Kindern die Feen und Hexen – dann sind sie auf das verwiesen, was sie wirklich sehen und erfahren können. Wenn sie bis dahin gelernt haben, scheinbare Widersprüche wie die weihnachtliche


Krippe und den Weihnachtsmann zusammen­ zubringen, dann können sie ihn auch gehen lassen. Und sie müssen sich nicht rückblickend von den Erwachsenen veralbert fühlen. Wie können ihnen Eltern dabei helfen? Ich kann sagen: Ich habe schon 43 Weihnachten erlebt, aber ich verstehe immer noch nicht alles. Ich bin jedes Mal aufgeregt, es ist jedes Mal ein besonderes Ereignis für mich – auch wenn ich denke, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Weil alle an diesem Heiligen Abend anders mit einander umgehen und sich etwas schenken. Es ist eine andere Art von Zauber. Kann der Glaube an Weihnachtsmann und Weihnachtsengel Kindern helfen, das Glauben zu lernen? Er kann in einer bestimmten Entwicklungsphase von Kindern ein Wegbereiter sein, auch andere mythische Geschichten wie die Christlichen an-nehmen zu können. Wir würden uns in das eigene Fleisch schneiden, wenn wir für Kinder alles streichen würden, was nicht christlich ist. Als Erwachsene kann ich zu Kindern ja auch sagen: Ich glaube etwas Anderes. Damit können Kinder umgehen? Ja, Kinder können das besser als Erwachsene. Davon können wir Großen durchaus etwas lernen. •

In unserer Familie erzählen wir am Heiligen Abend die biblische Weihnachtsgeschichte und gehen in den Gottesdienst – das steht dann neben dem Weihnachtsmann, der bei uns auch schon in der Krippe lag.

„Dieses Buch macht Mut.“ Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer UNOFlüchtlingshilfe

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Fragen: Andreas Roth, Fotos: Steffen Giersch

Gewinn wird gespendet!*

*Der komplette Gewinn wird an Gruppen gespendet, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen. In Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Sachsen.


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Comic • Lena und der Engel

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Rätsel • zum Mitmachen

Die Seite f ür ausgeschlafene Schlauköpfe Bitte schickt das Lösungswort bis zum 16. Dezember 2020 an familien@sonntag-sachsen.de oder FamilienSONNTAG, Blumenstraße 76, 04155 Leipzig. Zu gewinnen gibt es je ein Exemplar:

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• reingeblättert

Vertrauen Wagen Neu anfangen: Der Schulanfang geschah in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen. Die Zukunft ist ungewisser als in den Vorjahren. Doch als Christen dürfen wir Gott immer mit uns wissen. Wie oft haben Sie sich in den letzten Wochen gewünscht, das Jahr 2020 möge nochmal ganz neu beginnen? Wir müssten keine Konfirmationen, Chorkonzerte und Gemeindefeste verschieben und auf den Familiengottesdienst zu Ostersonntag verzichten. Oder gar den Tod von Menschen betrauern, die an den Folgen von COVID-19 verstorben sind. In diesen Tagen fangen viele Kinder und Jugendliche neu an. Sie werden das erste Mal die Schule besuchen oder in eine neue wechseln, oder beginnen eine Lehre oder ein Studium. Wir Erwachsenen sorgen uns, wie der Neuanfang unter den gerade herrschenden Bedingungen gelingen kann. Ja, die Zukunft ist ungewiss und dennoch gibt es für mich keinen Grund zu verzagen.

Versuchen wir für die Kinder und Jugendlichen, die in diesen Tagen neu beginnen dürfen, Zeugen der Zuversicht zu sein im Vertrauen auf Gott. Er schenkt uns die Kraft dafür. Bettina Westfeld

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Oft scheint der Frieden weit entfernt. Weltweit steigen die Ausgaben für Rüstung und Militär. Die Zahl der Kriege, Konflikte und Krisen nimmt zu. Viele Menschen wollen dies nicht hinnehmen. Sie engagieren sich für eine bessere friedliche Welt. Doch dieses so wichtige und notwendige Engagement für den weltweiten Frieden lässt vielleicht übersehen, dass Frieden auch schon bei jedem Einzelnen anfängt. Und dass wir in unserer unmittelbaren Umgebung etwas bewegen können, um die Gesellschaft und die Welt friedlicher zu machen. Es fängt damit an, wie wir persönlich auf Krisen reagieren. Wir können uns von der Angst bestimmen lassen oder aber eine realistische Einschätzung zulassen und annehmen und der Hoffnung auf eine Lösung der Krise Raum geben. Renke Brahms

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Jeder ist ein Friedensstifter

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Weihnachten damals und heute 50 Kurzgeschichten von 1929 bis zur Gegenwart. Der Weihnachts-Kurzgeschichtenspagat ist wieder gelungen: Die eingereichten Geschichten reichen vom Fest 1929 bis zur Sprachassistentin ALEXA: Auch die weiß genau, der Weihnachtsmann wohnt im Herzen der Menschen. Alles hat hier seinen Platz, Fantasievolles wie der Tausch von Osterhase und Christkind, der Dieb, der etwas zurücklässt, der Weihnachtsbesen, der Kummer wegfegt, der weggetanzte Stress im Supermarkt, Wichtel, Gänse und Spielzeuge, die sprechen, der Streit von Frau Holle und Väterchen Frost um das Wetter zum Fest sowie Reales wie die Erinnerung ans Stollenbacken im Erzgebirge, Stress und Versöhnung mit der Verwandtschaft. Kinderperspektiven sind da, wie die Gabe von Schnuller und Windel statt Myrrhe und der Dino für Opas Krippe. Aber auch um Ausgrenzung geht es, um eine Geflüchtete, die verfolgt wird und bei einer Witwe klingelt, um den Obdachlosen vor der Kirchentür, um Heiligabend 1944 mit dem Gedanken 2020: »Versöhnen mit der

Vergangenheit, Vergeben nicht Vergessen.« Ein sehr gelungenes Generationen-Familienbuch, textlich und mit vier bis acht Seiten jeweils auch zum Vorlesen und zur Gesprächsanregung geeignet. Delia Ehrenheim-Schmidt/eliport Weihnachtsgeschichten am Kamin Barbara Mürmann | Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verl. 2020 | Paperback, 262 Seiten | 10,00 Euro (D) | ISBN 978-3-499-00434-6

Achtsamkeit in kleinen Happen

Mama, Frau, Königstochter – alles in einer!

Die einfachen Dinge wiederentdecken

Ein Buch wie eine Freundin

Stefan Weigand will mit seinem wunderschön aufgemachten Buch unseren Blick auf das Einfache richten und uns neue Blickwinkel für das eröffnen, was uns so selbstverständlich und täglich umgibt. Er sieht ganz genau hin, beschreibt liebevoll und nie mit erhobenem Zeigefinger zum Beispiel Kieselsteine, Postkisten, Espressi, Federn, Bleistifte, Fahrräder oder das Brot. Mit kleinen Geschichten öffnet Weigand den Blick und regt zur Entschleunigung und ganz bewussten Wahrnehmung vieler Details im Alltäglichen an. Man muss die einzelnen Kapitel nicht in der Reihenfolge des Buches lesen, sollte sich aber für jedes Zeit und Muße nehmen, um über das Gelesene nachzudenken und es in den Alltag zu integrieren. Margot Haffke/eliport

Priska Lachmann ist Mutter von drei Töchtern. Was das für sie als Frau bedeutet und wie es sie verändert hat, beschreibt sie in ganz verschiedenen kurzen Texten, die verschiedene Aspekte und Gefühle der Mutterschaft betrachten. Jedes Kapitel beginnt mit einem Bibelspruch und endet mit einem Gebet. Neben den Erzählungen der Autorin kommen nach jedem Kapitel zum beschriebenen Thema andere Mütter kurz zu Wort. Das zeigt, wie vielfältig und wie weitreichend diese Gefühlswelt unter Müttern ist. Wie eine Freundin, die mitfühlt und hilft, versucht Priska Lachmann so für ihre Leserinnen da zu sein. Kein XYZ-Ratgeber, sondern christliche Stärkung in einer Lebensphase, in der Frau Rückhalt und Vertrauen braucht und an der sie wachsen kann. FS

Wunder warten überall Die Wiederentdeckung der einfachen Dinge Stefan Weigand | Fotos vom Autor | München: Kösel 2020 | gebunden, 139 Seiten | 16,00 Euro (D) | ISBN: 978-3-466-37257-7

Mama. Frau. Königstochter Wertschätzungen für Alltagsheldinnen Priska Lachmann | Gerth Medien: Asslar 2020 | Paperback, 176 Seiten | 11,oo Euro (D) | ISBN: 978-3-95734-676-6

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Bücher  • Tipps zum Lesen und Vorlesen

Die Siedler von Herrnhut – ein Brettspiel zum Erkunden

Über den Tod hinaus Geschichten und Gedichte, die Hoffnung schenken

Auf den Spuren der Herrnhuter Missionare Europa entdecken

Petra Hillebrand gibt in diesem Buch anregende Texte in ganz unterschiedlichen Formaten dem Leser als Unterstützung in der Trauer. Die Autorin ist Sozialarbeiterin bei der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Ob ein Gedicht, was sich auf einer Karte verwenden lässt, oder ein kurzer Erfahrungsbericht zu einem Trauerfall – hier findet sich jeder in seiner Trauer in irgendeiner Weise aufgefangen wieder. Die Texte nehmen die Menschen in ihrer Trauer ernst, lassen ihnen Zeit und geben keine vorschnellen Antworten. Stimmungs­volle Zeichnungen der Autorin ergänzen die ­Texte und laden zum Verweilen und Nachdenken ein. FS

Anfang des 18. Jahrhunderts gründeten Glaubensflüchtlinge aus Mähren die Handwerkersiedlung Herrnhut. Dort entstand die Herrnhuter Brüder­ gemeine. Von dort aus zogen die Missionare in die Welt und gründeten Niederlassungen und Missionsstationen auf mehreren Kontinenten. Das klassische Brettspiel ist sehr »niedrigschwellig« und vermittelt gerade dadurch ein breites Wissen zu den Ideen und Vorstellungen der Herrnhuter Brüdergemeine wie zur Kirche insgesamt, da zum Beispiel die Losungskarten Bibelsprüche zitieren. Die Spielanleitung ist mit nur wenigen Zeilen leicht verständlich. Das Spiel ist über den Verein herrnhuter-spiele.de erhältlich, der es gegen eine Spende abgibt, die wiederum der Jugendarbeit der Brüdergemeine zugute kommt. FS

Hinter dem Horizont Kurzgeschichten und Impulstexte für Abschied, Tod und Trauer Mit Zeichnungen der Autorin. Petra Hillebrand | Tyrolia: 2020 | gebunden, 104 Seiten | 14,95 Euro (D) | ISBN 978-3-7022-3832-2

Die Siedler von Herrnhut Zentrum für Kultur und Geschichte Herrnhut | 2–4 Spieler | Spieldauer ca. 45 Minuten | gegen Spende

Das wird eine schöne Bescherung! Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2020 für „Die Bibel. Gelesen von Rufus Beck“

DAS WUNDER AUF DEM WEIHNACHT SMAR K T

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Reportage

Tradition ist wichtig in Schneeberg, besonders zu Weihnachten – doch die Maria beim Krippenspiel in der Hospitalkirche ist nicht getauft und hat viele Fragen.

Melina sucht Maria In Melinas Familie wurde nie gebetet, das Wort »Gott« ist ihr fremd – und doch spielt sie jetzt die Maria im Schneeberger Krippenspiel. Obwohl Fragen bleiben. Doch sie hat etwas entdeckt.

Die Geschichte von Melina und Maria klingt fast wie in der Bibel. Mit einer ganz und gar unwahrscheinlichen Berufung. Mit einer Botschaft, die sie selbst nicht fassen kann. Und einem offenen Ende. So war es mit Maria in der Weihnachtsgeschichte. Und so geschah es der 16-jährigen Schülerin Melina aus Schneeberg, als sie in Marias Rolle schlüpfte. »Alle Jahre wieder« singen die Menschen in der zweitürmigen Hospitalkirche von Schneeberg. Aber eigentlich ist an diesem Heiligen Abend vor einem Jahr etwas anders. Die Maria, die da nach dem Lied die Bühne betritt und mit Josef gemessenen Schritts eine Runde dreht, kann so manches nicht glauben. Getauft ist sie auch nicht. Ernst schaut sie unter ihrem blauen Umhang, der die dunkelblonden Haare bedeckt, und aufgeregt ist sie. Sehr aufgeregt. »Ach, lieber Josef, ich kann nicht mehr! Mir fällt das Gehen so schrecklich schwer. Auch quält mich Kälte, dass Gott erbarm‘.«

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Das Wort »Gott« ist Melina eigentlich fremd. Ihre Familie hat nichts gegen Gott und auch nichts gegen den Glauben. »Wir haben uns einfach für nichts entschieden«, sagt Melina. In die Evangelische Oberschule in Schneeberg ging sie nur, weil sie so nah bei ihrer Wohnung liegt und woanders kein Platz frei war. Dass am Montagmorgen in der Klasse gebetet wird, war ihr am Anfang unangenehm. Dann faltete sie ihre Hände und träumte ein wenig vor sich hin. In der biblischen Weihnachtsgeschichte wird Maria von einem Engel berufen. In Melinas Geschichte war es Christian Sack. Eines Tages rief dieser fremde Mann sie an und fragte: »Hast Du nicht Lust, dieses Jahr die Maria zu spielen?« Christian Sack (42), Meister in der Auer Nickelhütte und nebenbei Brauer mit Hipster-Bart, hatte gerade das Schneeberger Krippenspiel als Regisseur übernommen und suchte nach einigen Absagen dringend neue Spieler. Da hatte ihm seine Frau

Katja (40), die im Evangelischen Schulverein Schneeberg als Sekretärin arbeitet, von dem Mädchen mit der außergewöhnlich klaren Sprache erzählt. Dass Melina nicht zur Kirchgemeinde gehört, störte Christian Sack nicht. »Wenn wir nur unter uns bleiben, verliert sich doch die Strahlkraft unserer Botschaft.« Und Melina sagte ja. Sie zögerte nur kurz. Sie kannte die Weihnachtsgeschichte ein bisschen. »Schon immer wenn mir jemand davon erzählt hat, war ich auf gewisse Art neugierig.« Vielleicht, dachte sie, würde es eine schöne Erfahrung sein. Irgendwie. Es ist die alte und große Geschichte, die am Heiligen Abend in der Schneeberger Hospitalkirche aufgeführt wird. Mit hartherzigen Wirten, einem Paar ohne Obdach, einer Hochschwangeren und am Ende einem Neugeborenen im Stall, weil sonst keine Herberge bleibt. »Komm, lieber Josef, die Stunde ist da!«, spricht Melina als Maria. »Nach Gottes Willen muss alles geschehn. So lass uns getrost in den Stall eingehn!«

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Reportage • Melina sucht Maria

Euch sei ins Herz das heilge Kinde gebettet, das alle Welt von Sünd‘ und Tod errettet! Maria zu den heiligen drei Königen

Bei der ersten Krippenspiel-Probe in den Herbstferien, als Melina und die anderen Spieler die Texte lasen, kam ihr all das doch etwas merkwürdig vor. »Ich habe tatsächlich gedacht, dass diese Geschichte ein bisschen märchenhaft ist – und trotzdem auch ein bisschen was Wahres hat.« Die Geschichte mit den bösen Wirten erscheint ihr wie eine Sage. Die Geburt Jesu im Stall dagegen hält sie für wahr. Aber dass in diesem Baby wiederum Gott in die Welt gekommen sein soll – tja. »Ich weiß noch nicht warum, aber ich mag die Weihnachtsgeschichte trotzdem«, sagt Melina. »Egal ob ich daran glaube oder nicht.« Sie lernte die Verse des Schneeberger Krippenspiels wie ein Gedicht. Geschrieben hat es vor etlichen Jahrzehnten Walter Rau, und seitdem wird es Weihnachten für Weihnachten in der Bergstadt so aufgeführt. Die Alten können es mitsprechen, die Mittelalten, die Jungen. Weil sie es oft selbst einmal mitgespielt haben. »Das ist auch ein Stück Heimatverbundenheit«, sagt Katja Sack, die ehrenamtlich Kirchvorsteherin ist. Viele kommen von weit her zurück in ihren Geburtsort, um das zu erleben. So ist es Tradition in Schneeberg.

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Und dann erscheint eine Maria am Heiligen Abend, die keiner kennt in der Gemeinde. Aus keiner bekannten christlichen Familie, kein bekanntes Gesicht. Manche in den Bankreihen der Kirche beginnen zu tuscheln, manche fragend, manche skeptisch. Eine wichtigere Rolle als Maria gibt es im Krippenspiel kaum zu vergeben. Maria sitzt vor der Krippe, hinter ihr der Halbkreis der EngelMädchen mit den Kerzen, vor ihr die Hirten. Melina darf den Kern der Weihnachtsbotschaft verkünden: »Hier liegt der Herr der Welt im Stroh!« Die Schülerin versucht, nicht nur das blaurote Kostüm der Maria anzuziehen. Sie will ganz in die Figur dieser Maria aus Nazareth schlüpfen. Alles nachvollziehen kann sie trotzdem nicht. Doch seltsam, als sie diese alte Geschichte nicht mehr nur liest, sondern in der Kirche vor all den Menschen spielt, beginnt sie auf einmal einen Sinn zu ergeben. Am Ende kommen die heiligen drei Könige. Und damit wird die Sache doch noch kompliziert. »Euch sei ins Herz das heilge Kinde gebettet«, spricht Melina ihren Maria-Text, und sie musste ihn


Wie kann Gott die Welt erschaffen haben, wenn er als Jesus von einem Mensch geboren wurde? Melina, 16 Schneeberg

sich an der Krippe als Spickzettel anheften, um nicht zu stolpern, »das alle Welt von Sünd‘ und Tod errettet!« Es ist nicht nur die Sprache, die sie stolpern lässt. »Wie kann Gott die Welt erschaffen haben, wenn er als Jesus von einem Mensch geboren wurde?«, fragt sich Melina. Das kann sie nicht glauben. Da sind noch ein paar Fragen offen für sie. Ernst schaut sie vor der Engelschar als Maria in die Krippe. Darin flackert das Licht einer Kerze. Wie sie spielt, verstummt das Getuschel in den Bankreihen, das Fragende wie das Skeptische. Und viel Lob gibt es nach der Christvesper. Wird sie in diesem Jahr wieder die Schneeberger Maria sein? Sie sagt ja, als wäre das keine Frage. Obwohl sie jetzt in Zwickau lebt und dort eine Pflege-Ausbildung am Klinikum begonnen hat. Seit sie Maria war, sei sie selbstbewusster geworden, sagt Melina. »Und ich habe gemerkt, dass das Krippenspiel vielen Menschen etwas bedeutet – ich konnte es in ihren Augen sehen.« Melina kann nicht in Worte fassen, was es ist. Aber sie kann es spüren. •

Melina spürte die Fragen, als sie am Heiligen Abend als Maria vor die Gemeinde trat – eine Unbekannte und Ungetaufte. Nach dem Krippenspiel gibt es viel Lob.

Text: Andreas Roth, Fotos: Steffen Giersch + Katja Sack

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ANLEITUNG Als erstes überlegen wir, was für eine Form wir für unseren Fensterschmuck wählen möchten – einen Stern, einen Kreis, ein Herz oder (wenn der Pfeiffenreiniger lang genug ist) einen Tannenbaum. Wer keine Idee hat oder sich nicht entscheiden kann, der kann auch zu seinen Plätzchenausstechern greifen und sich auswählen, was am besten gefällt. Diese Form kann dann ganz einfach nachgelegt werden. Beim Formen unbedingt darauf achten, dass der Umriss flach bleibt und nicht in verschiedene Richtungen zeigt. Ist die Form gewählt und der Pfeiffenreiniger in der passenden Farbe in Form gebracht, folgt der nächste Schritt. Wer gerne Perlen auf die Fäden fädeln möchte, der sucht sich nun die passenden Perlen aus. Wir haben sehr kleine Perlen mit kleiner Öffnung gewählt. Dafür war es notwendig, die Wolle in drei dünnere Fäden aufzudröseln, damit die Fäden durch die Perlen passen. Wer Holzperlen nutzt oder einen

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Selber machen • im Winter

Un d so ge ht es ... großen Fensterschmuck mit großen Perlen wählt, der sollte die Stärke der Wolle entsprechend anpassen, damit die Perlen im fertigen Fensterschmuck nicht verrutschen. Sind die Perlen aufgefädelt (gerne in verschiedenen Farben, ungleichmäßig im Abstand) kann der Faden um die Grundform des Schmucks gewickelt werden. Dabei den Anfang verknoten und nicht zu straff von Seite zu Seite verbinden, damit die Form nicht verzogen wird. Es empfiehlt sich, am Rand immer eine Runde den Faden um den Pfeiffenreiniger zu wickeln, damit er nicht verrutscht. Das Ende wieder fest verknoten. Fertig!

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Grund zum Feiern • von Fabian Vogt

Engelsgleich Das Tollste an Engeln finde ich, dass wir Menschen auch welche sein können. Na klar: »Engel« heißt doch »Himmelsbote« – und es steht jeder und jedem von uns frei, zu einer Botin oder einem Boten des Himmels zu werden. Also: Anderen etwas von der Schönheit des Glaubens und von der Liebe Gottes zu erzählen. Die Weihnachtsgeschichte ist übrigens voller menschlicher »Himmelsboten«. Zum Beispiel die Hirten auf dem Feld. Als denen der Verkündigungsengel von Jesus erzählt, machen sie sich sofort auf den Weg und sagen sich: »Das schauen wir uns mal an.« Tja, und dann heißt es: »Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches ihnen gesagt war.« Das bedeutet doch nichts anderes als: Sie sind selbst Engel, Boten des Himmels. Ähnlich ist es mit den Weisen aus dem Morgenland. Die sehen eines Nachts einen ungewöhnlichen Stern und wissen sofort: »Das ist eine Einladung an uns. Wir sollen aufbrechen und

dieses Kind feiern.« Und los geht‘s: Sie ziehen nach Bethlehem, beten Jesus an und zeigen Maria und Joseph dadurch noch mal eindrücklich, dass ihr Baby der Sohn Gottes ist. Engel. Boten des Himmels. Schön ist auch: Als Jesus 30 Jahre später quasi seinen letzten Willen verkündet, da erklärt er: »Gehet hin in alle Welt und erzählt den Menschen, wie gut Gott der Welt tut.« Mit anderen Worten: Werdet Himmelsboten. Man könnte sogar sagen: Eigentlich ist das ganze Neue Testament eine Aufforderung, ein Engel zu sein. Oder wie Jesus es formuliert hat: »Ihr seid das Licht der Welt!« Weil jemand, der anderen vom Himmel erzählt und ihnen dadurch Mut zum Leben macht, die Wirklichkeit »heller« werden lässt. Was übrigens nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Taten funktioniert: Wer Hungernden was zu essen gibt, Mutlose durch ein Lächeln motiviert oder Traurige umarmt, der bringt ganz viel Licht in ihr Dasein. Vielleicht liebe ich die Weihnachtsgeschichte deshalb so sehr: Weil sie mir jedes Jahr Lust macht, den Engel in mir wiederzuentdecken und selbst zum Himmelsboten zu werden. Mal gucken, ob und wie mir das dieses Jahr gelingt. •

IMPRESSUM FamilienSONNTAG | Sonderveröffentlichung von DER SONNTAG – Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens | Internet: www.familiensonntag.org | Herausgeber: Evange­lischer Medienverband in Sachsen e. V. (EMV) | Redaktion: Andreas Roth (verantwortlich), Karola Richter; familien@sonntagsachsen.de | Gestaltung: Anja Haß | Bildredaktion: (Titelgeschichte) Lena Uphoff | Verlag: Evangelisches Medienhaus GmbH, Postfach 22 15 61, 04135 Leipzig, Geschäftsführung: Sebastian Knöfel | Vertrieb: Christine Herrmann, herrmann@emh-­leipzig.de | Anzeigen­service: Liane Rätzer, Telefon (0341) 711 41 35, anzeigen@emh-leipzig.de; Die aktuellen Mediadaten finden Sie auf www.familiensonntag.org. | Druck: Schenkelberg Druck Weimar GmbH, Hergestellt aus 100 %-Recyclingpapier | Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung innerhalb der engen Grenzen des Ur­heberrechts­gesetzes bedarf der Zustimmung des Verlags. Für u ­ nverlangt eingesandte Manus­kripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. | Redaktionsschluss: 12. November 2020

Der Engel auf d e r F e n s t e rb ank

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Mein Hören meinen Erfahr gen tatsächlich bruch von Thürinungen gepräg Anniés« in Moritz t. Vom wissen statt Schockstarre burg. Leserservice Tel. Bewegung ausgel (03 41) 7 11 41 16 <abos Foto: Steffen Giersch er sich als heilsamöst haben, könnte ervice@sonntag-sach sen.de> Redaktion für die Demokratiee Schocktherapie Tel. (03 41) 7 11 41 70 erweisen. <reda

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