FamilienSONNTAG 2-2021 Herbst

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Herbst ° 2021

Wie das Smar tphone das Leben junger Menschen ändert – und wo nicht

evangelisch und sächsisch

Interv ie w: Was Kinder in der digitalen Welt brauchen

Surfen zw ischen den Welten Wie Kinder Leben im Digitalen lernen können M I T   FA M I L I E N -T I P P S , R Ä T S E L   U N D V I E L E M  M E H R


Sonderveröffentlichung

In guten Händen bei einem Notar – © jozsitoeroe/adobeStock

Ihre Notare informieren

Notar Arne Schwerd

Selbstverfasst oder aus dem Internet? – Vorsicht vor privatschriftlichen Vollmachten!

Beyerstraße 28 09113 Chemnitz Telefon: 03 71 / 33 49 31 - 0 | Fax: 03 71 / 33 49 31 - 29 E-Mail: info@notar-schwerd.de

Vollmachten sind sinnvoll, um sich beispielsweise von einem nahen Angehörigen vertreten zu lassen. Insbesondere Vorsorgevollmachten können den Vollmachtgeber davor bewahren, dass im Notfall ein Betreuer bestellt werden muss. Stattdessen wird eine Vertrauensperson bevollmächtigt, im Namen des Vollmachtgebers zu handeln. Handelt es sich jedoch um eine rein privatschriftliche (und keine notarielle) Vollmacht, kann sich die Vollmacht im Ernstfall als nutzlos herausstellen.

www.notar-schwerd.de

Die Vollmacht sollte regeln, wer wen wozu bevollmächtigt. Sie sollte also den Vollmachtgeber, den oder die Bevollmächtigten und die Handlungen, zu denen bevollmächtigt wird (z.B. Abschluss eines Kaufvertrags), genau bezeichnen. „Vorlagen für Vorsorgevollmachten aus dem Internet oder von Nichtjuristen sind inhaltlich oft mangelhaft“ warnt Tim Hofmann, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. Problematisch ist zum einen, wenn die Vorsorgevollmacht nicht als Generalvollmacht ausgestaltet ist und bestimmte Inhalte ausgenommen werden, die vielleicht auf den ersten Blick nicht auffallen oder wichtig erscheinen. Welchem juristischen Laien ist beispielsweise bewusst, dass ein Grundstücksverkauf an einen potentiellen Käufer, der den Kaufpreis fremdfinanziert, nicht möglich ist, wenn die Vollmacht nicht auch die Befugnis zur Unterwerfung des Vollmachtgebers unter die sofortige Zwangsvollstreckung umfasst? Zum anderen ist eine „Internetvollmacht“ häufig dann praktisch unbrauchbar, wenn der Bevollmächtigte laut Vollmacht beispielsweise erst dann handeln darf, wenn der Vollmachtgeber geschäftsunfähig ist. Dann müsste der Bevollmächtigte für jede Vertretungshandlung ein ärztliches Gutachten parat haben, das die Geschäftsunfähigkeit bescheinigt. Und wenn der Vollmachtgeber zwar geschäftsfähig, aber körperlich stark eingeschränkt ist, dann nützt ihm die Vollmacht ebenfalls nichts und es müsste doch ein Betreuer bestellt werden. „Damit die Vollmacht im Vorsorgefall auch wirklich hilft, sollte sie zumindest juristisch geprüft und bestenfalls gleich von einer Notarin oder einem Notar entworfen werden.“ rät Hofmann. Denn selbst die juristisch beste Vollmacht nützt nichts, wenn die Form für das beabsichtigte Rechtsgeschäft ungenügend ist. Privatschriftliche Vollmachten sind vor allem dann problematisch, wenn die Vollmacht im Grundbuchverfahren verwendet werden soll. Hat der Vollmachtgeber beispielsweise Grundbesitz, der veräußert oder belastet werden muss, oder soll ein zu seinen Gunsten eingetragenes Wohnungs- oder Nießbrauchrecht gelöscht werden, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass das Grundbuchamt nur solche Vollmachten akzeptieren darf, bei denen zumindest die Unterschrift des Vollmachtgebers öffentlich beglaubigt wurde. Häufig wird zudem gewünscht, dass die Vollmacht über den Tod hinaus gilt und somit auch Maßnahmen zur Nachlassabwicklung ermöglicht. Beiden Anforderungen kann rechtssicher lediglich durch eine notarielle Vorsorgevollmacht Rechnung getragen werden. „Wenn man auf ,Nummer Sicher‘ gehen will, führt also kein Weg an der Notarin oder dem Notar vorbei“ stellt Hofmann fest und empfiehlt: „Je früher, desto besser. Denn sobald der Vollmachtgeber geschäftsunfähig ist und seine Unterschrift nicht mehr beglaubigen lassen kann, ist die Vollmacht im Grundbuchverfahren wertlos. Nach jüngster Rechtsprechung ist es nicht einmal ausreichend, wenn ein Betreuer später notariell bestätigt, dass der Vollmachtgeber die Vollmacht in der Vergangenheit selbst unterschrieben hat. Dann muss jedes Rechtsgeschäft vom Betreuungsgericht genehmigt werden, was mit Mehraufwand, zeitlicher Verzögerung und inhaltlichen Einschränkungen einher geht.“ Insbesondere wer über Grundbesitz verfügt, sollte das Gespräch mit seiner Notarin oder seinem Notar suchen und sich zum Thema „Vorsorgevollmacht“ beraten lassen, um im Fall der Fälle optimal vorgesorgt zu haben.

Notar Dr. Ralf Herzog

Weigangstraße 7 02625 Bautzen Telefon: 0 35 91 / 4 31 09 | Fax: 0 35 91 / 4 20 22 E-Mail: info@herzog.de www.herzog.de

Notar Dr. Raphael Ehrlich

Marktgäßchen 1 09350 Lichtenstein/Sa. Telefon: 03 72 04 / 25 03 | Fax: 03 72 04 / 8 05 81 E-Mail: info@notar-ehrlich.de www.notar-ehrlich.de

Notar Manuel Kahlisch

Haydnstraße 21 01309 Dresden Telefon: 03 51 / 4 40 07 60 E-Mail: info@notar-kahlisch.de www.notar-kahlisch.de

Notar Mathias Löhnert, LL.M. (York)

Kaßbergstraße 26 09112 Chemnitz Telefon: 03 71 / 36 93 50 | Fax: 03 71 / 3 69 35 55 E-Mail: info@notar-loehnert.de www.notar-loehnert.de

Notar Robert Kopf

Karl-Marx-Platz 2 04860 Torgau Telefon: 0 34 21 / 71 27 80 | Fax: 0 34 21 / 71 27 81 E-Mail: info@notar-robert-kopf.de www.notar-robert-kopf.de

Notarin Ulrike Biegel

Bäckerstraße 3 04720 Döbeln Telefon: 0 34 31 / 70 62 09 | Fax: 0 34 31 / 70 62 27 E-Mail: info@notarin-biegel.de www.notarin-biegel.de


© Steffen Giersch

Inhalt • im Herbst

© Lilli Holzhäuser

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4 Aktuelles

6 Titelgeschichte Für Nähe gibt`s noch keine App 10 Tipps zum Lesen und Vorlesen 12 Interview Kinder in der digitalen Welt begleiten 14 Selber machen Unser Basteltipp für ein Leuchten im Herbst 14 Impressum

12

Titelillustration: Sabine Kranz

15 Rätsel zum Mitmachen

© Steffen Giersch

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, meine Kinder kennen keine Welt ohne Smartphone. Es ist einfach da: ein Tor zum Entdecken und zum Zerstreuen, ein neuer Raum mit den Freundinnen und Freunden, ein eigener Kosmos. Den meisten Erwachsenen geht es nicht anders. Und doch beschleicht viele Eltern Sorge, wenn sie ihr Kind auf dem Smartphone daddeln sehen. Dabei ist dieses kleine Gerät erst einmal nichts anderes als eine neue Technik: weder gut noch schlecht. Es ist etwa so wie bei der Erfindung des Buchdrucks oder der Kernspaltung – das Entscheidende ist, wie wir diese Erfindung gebrauchen. Und wo wir ihr Grenzen setzen. Aber wie? Verbote jedenfalls machen das Verbotene eher noch anziehender, sagt die Leipziger Medienpädagogin Nicole Baumgart in unserem Interview ab Seite 12. Erfolgreicher sind nach ihren Erfahrungen Eltern, die selbst gute Vorbilder beim verantwortungsvollen Nutzen des Smartphones sind. Und die mit ihren Kindern auf Augenhöhe Regeln vereinbaren.

Denn eines kann auch die neueste App nicht ersetzen: eine liebevolle Begleitung bei den Erkundungsreisen in digitalen Welten. Junge Menschen dabei zu stärken, ihnen zuzuhören und ihnen zu vertrauen – das sind gute Zutaten für ein gesundes Leben mit dem Netz, so ist die Er­fahrung des Sozialarbeiters Xaver Herrmann im Dresdner Kinder- und Jugendhaus »Pixel«. Die ganze Geschichte lesen Sie ab Seite 6. Einen schönen Herbst mit vielen bunten digitalen und noch mehr analogen Blättern wünscht Ihnen im Namen der ganzen Redaktion

Andreas Roth

Verantwortlicher Redakteur

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20,5

%

d Jugendlichen der Kinder un d leben in Deutschlan sarmut in Einkommen

Corona verstärkt Geschlechterrollen

Immer mehr Kinder mit wenig Geld und Chancen

Weniger Aufgabenteilung in Familien in der Pandemie Im Corona-Lockdown haben sich die famili­ären Rollen von Müttern und Vätern wieder mehr auseinanderentwickelt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Konrad Adenauer Stiftung, für die sie Eltern befragte. »Die schon bestehende ungleiche Verteilung zwischen Männern und Frauen ist noch traditioneller geworden während der Pandemie«, lautet das Fazit. »Gelitten hat die partnerschaftliche Aufgabenteilung.«

Alleinerziehende und Kinderreiche haben es besonders schwer Die deutsche Wirtschaft boomte in den letzten Jahren und auch der Arbeitsmarkt profitierte davon – doch die Jüngsten scheinen davon abgekoppelt zu sein. 20,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben laut einer neuen Studie des Paritätischen Wohlfahrtsver­ bandes in Familien mit Einkommensarmut. Sie haben weniger als 60 Prozent des Durchschnitts aller Haushalte in Deutschland zur Verfügung. Vor elf Jahren waren es noch 2,3 Prozentpunkte weniger gewesen.

© Ralf Geithe /AdobeStock.com

Mütter übernehmen deutlich stärker die Haus- und Sorgearbeit für Kinder und Väter sehen dagegen mehr ihre Schwerpunkte im beruflichen Erfolg und in handwerklichen Arbeiten – diese Rollenverteilung habe sich in der Corona-Krise noch verfestigt, so die Forscherinnen. So sei die Kinderbetreuung im ersten Lockdown überwiegend von Müttern, seltener von beiden Partnern und nur in Ausnahme­ fällen allein vom Vater geleistet worden – auch wenn die Mehrheit der Frauen mit diesem Arrangement nicht unzufrieden gewesen sei, stellt die Studie fest.

Zugleich ging die Zahl der Kinder und Jugend­ lichen, die von Hartz IV leben müssen, etwas zurück. Wie kann das sein? Die Löhne sind in den letzten Jahren ebenso gestiegen wie die Lebenshaltungskosten und damit die Armutsschwelle – doch nicht in gleichem Maße auch die Grenzwerte der Sozialleistungen. Besonders hart trifft es zwei Gruppen: 30,9 Prozent der Kinderreichen und 42,7 Prozent der alleinerziehenden Familien leben nach der Studie in Einkommensarmut. Was dagegen helfen könnte: höhere Mindest­ löhne und Tarifverträge für die Eltern und eine wirksamere staatliche Grundsicherung für die Kinder, fordert der Wohlfahrtsverband.

Das perfekte Geschenk zum Schulanfang. bereitet Freude durch Spiele, Rätsel, Lese- und Bastelspaß und eine kindgerechte Hinführung zum christlichen Glauben. Kinder brauchen stabile christliche Werte.

Die Priester und Gelehrten sind erstaunt!

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«Gott wohnt nicht du hast gesagt, auf der Erde, nicht im Himmel» hier könnt ihr mich finden, hier , liest einer laut vor. «Auch dieser will ich euch nahe sein.» Ja, denkt Tempel ist zu klein für dich, Gott. Jesus: Hier bin ich meinem Gottvate Aber r nahe.

Maria umarmt ihr ich muss bei Gott Kind. «Weißt du, Mama, sein», sagt Jesus.

Die Tür geht auf: «Da bist du ja! Es sind seine Eltern. Wir haben dich gesucht!»

©Christliche Kinderzeitschrift Benjamin • www.hallo-benjamin.de

Jesus bleibt den ganzen Tag, er dass bald immer fragt viel, aber gibt mehr Gelehrte kommen und sich auch so kluge Antworten, mit ihm unterhal ten wollen.

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So geht’s: Schneide die Tierkärtchen auseinander. Es gibt zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Tier. Na, weißt du, welche die Bilder darstellen? Nun suche zu dem Anfangsbuchstaben jedes Tiernamens das richtige Buchstabenfeld auf dem ABC-Plan. Nur für X gibt es kein Tier. Aber ein freies Feld, in das du selbst ein x-beliebiges Tier zeichnen kannst!

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wissen: Das Unser Gehirn ist so ist. Aber was wir nicht ganz erforscht rale unseres Körpers. Gehirn ist die Schaltzent von Milliarden die Botschaften alle Reize Hier kreuzen sich Im Gehirn kommen von Nervenzellen. du mit deinen Augen siehst was gean – etwa alles, linken Zeh. Von hier der oder ein Pieken am Kratz dich an (Atme! aus t hen alle Befehle Botschaften verarbeite Nase!). Die vielen alles reibungslos dein Gehirn so, dass Körper absichtlich abläuft, was dein Es ist, als tut. anregt, lernt unbewusst oder Spaß und Spiel spannend ist und deine Fantasie irigent YouTuberin dirigiere ein Meister-DdaAlles, was Spaß macht,deiner Freundin den Stoff wie eine Englischwörter Erzähle ein Riesenorchester, sich von alleine. Singe dir selbst die te aus Pappkarton. Versehen prägt sich mit die Instrumen durch einen Bildschirmein Rechen-Quizheft. Und fast aus nicht durchDinge merken, wenn vor. Bastle und schreibe kannst du dir übrigens bist. einander ein! Besonders gut aufgeregt oder traurig dabei der Lernstoff spielen. wenn du fröhlich, also fühlst, Benjamin ∆ 9 du dabei etwas

Auf dem Heimweg mit den Gelehrte staunen Maria und Josef noch n gesprochen! immer. Ihr kleiner Und Jesus weiß Jesus hat jetzt: Er gehört zu Gott. Benjamin ∆

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Aktuelles • Herbst

© aletia2011 /AdobeStock.com

Fernsehmagazin für Familien in Sachsen

Corona-Krise zeigt vielen Familien, was wirklich wichtig ist Warum sich Menschen trotz Pandemie nicht unglücklicher fühlen Trotz der Corona-Pandemie sind viele Menschen in Deutschland sehr gelassen. Das stellt der Zukunftsforscher Horst Opaschowski in mehreren repräsentativen Befragungen fest. Gaben vor neun Jahren 57 Prozent der Befragten an, dass sie glücklich seien, waren es nach dem ersten Lockdown im Sommer 2020 sogar 60 Prozent. In der Pandemie setze »ein Nachdenken über den wahren Wohlstand ein«, interpretiert der Wissenschaftler das Ergebnis.

»Familienfragen« heißt das evangelische Magazin für Familienthemen bei Sachsen Fernsehen. In der Sendung der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Sachsen geht es in der aktuellen Ausgabe um das Leben von Eltern und Kindern in den ländlichen Regionen des Freistaats. Moderator Jan Witza spricht darüber unter anderem mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sowie Astrid Kuhn und Franziska Woyke von der Familienbildungsstätte Bischofswerda. Außerdem wird zu seinem 30. Geburtstag das Familienzentrum Annaberg vorgestellt. Das Magazin ist auf Sachsen Fernsehen Montag bis Freitag um 8:00 Uhr, am Sonnabend um 18:00 Uhr und am Sonntag um 22:30 Uhr sowie jederzeit auf Youtube zu sehen.

Für 87 Prozent der Befragten seien Familie und gemeinsame Zeit so wertvoll wie Geld, schreibt Opaschowski in seinem Buch »Die semiglückliche Gesellschaft«. Auch der Wert von Gesundheit werde für viele Menschen angesichts der Bedrohung noch höher. Und auch die Bedeutung eines solidarischen Staates. 87 Prozent der Befragten schätzen den fürsorgenden Sozialstaat und 89 Prozent sehen in Zusammenhalt und weniger Egoismus wichtige Ziele auch in der Erziehung.

87

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Bischof wirbt Jugendliche für Kirchenberufe

finden: Zeit Familie und oll sind so wertv wie Geld.

Mit 12 000 Briefen an Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen in Sachsen hat Landesbischof Tobias Bilz im Sommer für Berufe in Kirche und Diakonie geworben. »Du bist wichtig für unsere Kirche«, schreibt er den Jugendlichen. »Ich bin mir sicher, dass Du mit Deinen Begabungen und Ideen die Kirche bereichern kannst. Und ich glaube fest daran, dass das, was Du dabei lernst und erlebst, auch Dich bereichern wird.« Und für alle, die noch keinen konkreten Plan hätten, gebe es Gelegenheiten zum Ausprobieren – in einem Schülerpraktikum, einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einem Auslandsjahr.

Landeskirche stärkt Kinderschutz Die Synode der sächsischen Landeskirche hat im Juli ein Kirchengesetz für einen wirksamen Schutz vor sexuellem Missbrauch wie auch für Aufklärung und Hilfe zur Unterstützung Betroffener beschlossen. Aufgrund von Fällen sexua­ lisierter Gewalt auch im Bereich evangelischer Kirchen in den zurückliegenden Jahren verpflichtet der kirchliche Auftrag alle in der Kirche Mitwirkenden zu einer Haltung der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, des Respekts und der Wertschätzung sowie der grenzachtenden Kommu­ nikation durch Wahrung persönlicher Grenzen gegenüber jedem Mitmenschen, hieß es zur Begründung des Gesetzes.

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Für Nähe gibt’s noch keine App

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Titelstory Digitale Medien gehören für Kinder und Jugendliche selbstverständlich zu ihrer Welt. Trotzdem wünschen sie sich auch ganz analoge Begeg­nungen, beobachtet der Dresdner Sozialarbeiter Xaver Herrmann – und auch gegen die Gefahren im Netz helfen am besten ganz alte Mittel: ehrliches Inter­esse, Stärkung und Vertrauen.

» Der Wunsch nach sozialen Kontakten ist weiterhin da. Vielleicht nach Corona sogar noch mehr.« 1 . Erkenntnis, Xaver Herrmann

Es ist erst 14 Jahre her, dass das Smartphone in die

Welt kam. Und sie veränderte. Genauso lange ist Xaver Herrmann Sozialarbeiter im Kinder- und Jugendhaus »Pixel« der Diakonie im Dresdner Neubauviertel Prohlis. Wie hat das kleine Digitalgerät die Kindheit und Jugend verändert? Xaver Herrmann hat es aus der Nähe beobachtet.

»Das Smartphone gehört heute einfach zur Lebenswelt junger Menschen dazu«, sagt der Sozialpädagoge. Mit Ende der Grundschule und dem Anfang der weiterführenden Schule haben die meisten Kinder im »Pixel« ein eigenes Handy. 40 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen nutzen das Internet so gut wie täglich und noch einmal 42 Prozent ein- oder mehrmals die Woche, stellte die Studie »Kinder, Internet, Medien« des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest 2020 fest. Ab zwölf Jahren sind es dann so gut wie alle Kinder und Jugendlichen. Dabei wird das Einstiegsalter in die digitalen Welten immer jünger. Unter den Sechs- bis Siebenjährigen bewegen sich laut dieser Studie bereits zwölf Prozent fast täglich im Internet und

52 Prozent ein- oder mehrmals in der Woche. Der Corona-Lockdown hat dieser Entwicklung noch einmal einen Schub gegeben. In einer Umfrage gaben 59 Prozent der Eltern an, ihre Kinder hätten in der Isolation noch mehr an Smartphone und Computer gespielt als ohnehin schon. Auch das »Pixel« war lange geschlossen. Doch seit dem Sommer kommen Nachmittag für Nachmittag wieder gut 30 Kinder in den Computer-Treff des Jugendhauses. »Das Faszinierende ist: Viele Kinder kommen wieder her, obwohl sie das Smartphone, die Playstation oder X-Box zuhause haben«, sagt der Sozialarbeiter Xaver Herrmann. »Der Wunsch nach sozialen Kontakten ist weiterhin da. Vielleicht nach Corona sogar noch mehr.« Den konnte auch das Handy nicht zerstören. Das ist eine erste Erkenntnis nach 14 Jahren Smartphone.

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Titelstory • Für Nähe gibt’s noch keine App Eine Zweite: Reden ist noch immer das Beste. Und Zuhören. Und Vertrauen. Im Computerraum des »Pixel« summt ein Server. An den 13 Bildschirmen sitzen nachmittags Kinder und Jugendliche, um etwas für die Hausaufgaben zu recherchieren, um zu spielen oder Videos zu schauen. Sie dürfen frei surfen. Zuvor müssen sie unterschreiben, wo die Grenze liegt: keine Gewalt, keine Pornographie. Sie sollen diese Grenze selbst halten. Die Sozialarbeiter hier haben sich bewusst gegen technische Blockaden entschieden.

Aber natürlich lockt das Verbotene. Spiele mit Waffen. Frauen verachtender Gangster-Rap. »Es hat keinen Sinn, das zu verbieten. Da ist es pädagogisch viel wertvoller zu schauen, was junge Menschen daran interessiert«, das ist die Erfahrung des Sozialarbeiters Xaver Herrmann. Dann fragen er und seine Kollegen: Was findest du an dem Video spannend? An der Gewalt, an den Geschlechter-Klischees. »Wir versuchen, in Kontakt zu bleiben – und dann erzählen sie auch.« Vertrauen ist auch im digitalen Zeitalter die Basis für Beziehungen. Und für Veränderungen. Auch das hat sich nicht geändert. Deshalb hält Xaver Herrmann wenig davon, wenn Eltern ein Handy generell verbieten. »Wenn es dann als einziges Kind nicht im Klassen-Chat ist, fühlt es sich ausgegrenzt. Und das wiegt genauso schwer wie jede andere Ausgrenzung.« Zumal selbst die Schule seit dem Corona-Lockdown gelernt hat, dass digitale Technik auch nützlich sein kann. Und immer mehr Aufgaben ins Netz verlagert.

Das machen 6- bis 13-Jährige jeden/fast jeden Tag in ihrer Freizeit 70 %

Fernsehen

47 % 45 % 31 %

Smartphone draußen spielen digitale Spiele

16 % 10 %

Buch lesen Sport treiben

Quelle: Studie »Kinder, Internet, Medien 2020« des Medien­pädagogischen Forschungsverbundes Südwest

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» Reden ist noch immer das Beste. Und Zuhören. Und Vertrauen.« 2. Erkenntnis, Xaver Herrmann

Zu Xaver Herrmann ins »Pixel« kommen viele Kinder und Jugendliche, die es schwer haben mit dem Lesen und Schreiben. Aber im Smartphone und am Computer sind diese Fähigkeiten oft unverzichtbar. »Durch diese digitalen Medien bekommen sie neue Motivation, das zu üben«, beobachtet Xaver Herrmann. »Das ist ein ziemlich guter Effekt.« Lehre Nummer drei: Dieses Internet kann auch ein Segen sein. Aber natürlich hat die digitale Welt auch viele dunkle Ecken und Gefahren. Auch im »Pixel« berichten Kinder und Jugend­ liche von Mobbing in digitalen Kanälen. 17,3 Prozent aller Acht- bis 21-Jährigen sind laut einer Untersuchung des Bündnisses gegen Cybermobbing 2020 davon betroffen. Gar 70 Prozent der Mädchen und jungen Frauen in Deutschland erleben Bedrohungen, Beleidigungen und Diskriminierungen in Sozialen Medien, stellte die Kinderrechtsorganisation Plan International bei einer Umfrage im letzten Jahr fest. Auch da helfen Verbote und Vorwürfe wenig. »Die Begleitung ist das Entscheidende«, sagt der Sozialpädagoge Xaver Herrmann. »Es muss darum gehen, Kinder in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken. Dass sie das Gefühl haben: Sie können etwas, sie schaffen etwas – gerade wenn sie sich woanders abgewertet fühlen.« Nur so lernen sie, »nein« zu sagen, rote Linien zu ziehen. Sich zu schützen gegen Mobbing und Übergriffe. Das ist Erkenntnis Nummer vier nach 14 Jahren Smartphone. Dieses Gefühl, etwas zu können, lässt sich auch im Digitalen finden. Xaver Herrmann bewegt auf dem Bildschirm eine wie aus Lego-Steinen gebaute Figur namens Steve mit Spitzhacke und Bausteinen über Wiesen zu einem See. Dort kann er jetzt ein Haus bauen, oder ein Schloss, oder eine ganz neue Welt. »Minecraft« heißt das Spiel, dass auch bei den Kindern und Jugendlichen im »Pixel« seit Jahren ungebrochen angesagt ist.


Doch sie spielen es nicht allein. Sie bauen die Siedlungen in der Pixel-Welt gemeinsam, suchen gemeinsam nach Nahrung, besiegen gemeinsam das Böse. Jeder an seinem Rechner, und doch müssen sie sich einigen, abstimmen, Regeln einhalten, sich gegenseitig helfen. Und nicht selten geht das Spiel danach in der analogen Welt auf dem Abenteuerbauspielplatz vor dem »Pixel« weiter.

Fast ganz von selbst entsteht dabei etwas, das ein Schlüssel ist für ein gesundes Leben in der digitalen Welt: die Fähigkeit, sich selbst zu begrenzen. 16,8 Prozent der Jugend­ lichen gaben in einer Studie des Berufsverbandes der Kinderund Jugend­ä rzte an, teilweise Schwierigkeiten mit der Kontrolle ihrer eigenen Internetnutzung zu haben. 72,4 Prozent der Mädchen und 67,8 Prozent der Jungen zwischen neun und 14 Jahren nutzen demnach Smartphone und Internet länger als die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfohlene Höchstdauer von einer Stunde am Tag. Doch wie lernen Kinder und Jugendliche, ihren Medienkonsum selbst zu regulieren? Auch da helfen eine gute Beziehung und Begleitung durch die Eltern, sagt der Sozialpädagoge Xaver Herrmann. Und Alternativen zum Digitalen. Im »Pixel« und auf dem benachbarten Abenteuerbauspielplatz der Diakonie können sie Buden bauen, an Fahrrädern schrauben, Tischtennis und Kicker spielen. Das Interesse daran, sagt Herrmann, hätte nicht abgenommen. Trotz 14 Jahren Smartphone.

So oft nutzen Kinder und Jugendliche das Internet

6–7 Jahre 12 %

52 %

8–9 Jahre 28 %

41 %

10–11 Jahre 40 % ab 12 Jahren

Xaver Herrmann zeigt einen Wolf und einen Hund aus Pappe, wie zusammengesetzt aus groben Bildschirmpixeln. Gebastelt von den Kindern aus dem Jugendhaus, man braucht sehr viel Geschick und Geduld dafür. Es sind der Wolf und der Hund aus dem Computerspiel »Minecraft«. Als wären sie aus dem Bildschirm gesprungen. Ins echte Leben. •

97 % Legende (fast) jeden Tag  ein- oder mehrmals in der Woche  mehrmals in der Woche  Quelle: Studie »Kinder, Internet, Medien 2020« des Medien­pädagogischen Forschungsverbundes Südwest

• Text: Andreas Roth, Fotos: Steffen Giersch, Illustration: Sabine Kranz

Hallo Herz,

Sonderedition chrismonshop

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LUFT NACH OBEN 2022 Der Sonntagskalender hält für jede Woche überraschende Geschichten, Mutmachtexte und stimmungsvollen Fotos bereit. Von Sonntag zu Sonntag tragen sie durch die Woche und durchs Jahr. 55 Kalenderblätter und 12 Postkarten | 21,5 x 13 cm | Bestellnr. 207816 nur 15,95 € (statt 18,00 €)

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42 %


Kaputt: Wenn die Oma zweimal klickt Was passiert, wenn das Internet plötzlich nicht mehr funktioniert Klick, klick – und nichts geht mehr. Die Oma hat das Internet kaputt gemacht. Das ganze Internet? Auf der ganzen Welt? Allerdings! Und nun? Nun stellen Tiffany und ihre großen Geschwister fest, wozu man das Internet so braucht, und wie oft man es nutzt, ohne es so richtig zu merken. Auch Mama und Papa können ohne Internet gar nicht arbeiten und ­ haben frei. Da muss man sich auf einmal ganz altmodisch und analog miteinander beschäf­ tigen. Eigentlich auch gar nicht so schlecht. Es wird gesungen, getanzt und zusammen gespielt. Da ist es fast ein bisschen schade, als dann ein Techniker vor der Tür steht. Wunder­ bar witzig geschrieben von Marc-Uwe Kling, dem Autor der Känguru-Trilogie. Astrid Henn hat den Text in leuchtenden Farben nicht minder lustig illustriert. Auch Erwachsene werden sich beim Vorlesen das Lachen nicht verkneifen können. Hervorragend geeignet, um über das

Das große Unbekannte Was passiert nach dem Tod mit uns? In diesem wunderschön und stimmungsvoll gezeichneten Buch stehen die Tiere aus einem Zirkus im Vordergrund. Auf jeweils zwei Doppelseiten wird ein Tier aus dem Zirkus gezeigt und beschrieben, wie sich genau dieses Tier das Leben nach dem Tod oder das Jenseits vorstellt. Manchmal lässt der Name des Tieres bereits für größere Leser anklingen, welche Weltanschauung oder Religion gemeint ist. Letztendlich findet sich jeder Mensch mit seinen Ansichten in einem der Tiere wieder. Ein sehr leichtes Buch über die verschiedenen Vorstellungen über das »Danach«, was viel Luft lässt. Man kann je nach Alter des Kindes entscheiden, wie ausführlich man über die jeweilige Jenseitsvorstellung spricht, und die Glaubensrichtungen von Christentum bis Buddhismus weiterbehandelt und vergleicht. Karola Richter/FS Und danach. Gedanken über das große Jenseits Silvia und David Fernández | Bohem Press: Münster 2021 | Gebunden, 52 Seiten | 18 € (D) | ISBN: 978-3959390965

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Thema Medienkonsum nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein herrlich witziges Buch zum Vorlesen und für kleine Erstleserinnen und -leser ab 6 Jahren. Maike Linne/eliport Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat Marc-Uwe Kling | Hamburg: Carlsen 2018 | Gebunden, 72 Seiten | 12 € (D) | ISBN: 978-3551516794

Elternratgeber in Kirchenfragen Wofür sind christliche Rituale da und wie bringe ich sie ans Kind? Christine Schniedermann hat in diesem prak­ tischen und übersichtlichen Buch von Taufe bis Tod, über Feste des Kirchenjahres und Alltagsbräuche, aufgelistet, wie sich diese Ereignisse mit Kindern feiern und leben lassen. Was bedeutet es für Kinder, einen täglichen Kontakt zum Christentum zu haben und danach zu leben und vor allem: was bringt es ihnen für ihr Leben? Ohne Zwang und Druck erzählt die Autorin aus dem eigenen Familienalltag. Auch wenn sie mit katholischem Hintergrund schreibt, ist vieles im Alltag evangelischer Familien ebenso umsetzbar. Sehr hilfreich für Eltern, die noch überlegen, inwiefern sie ihre Kinder christlich erziehen möchten. Karola Richter/FS Ich würde Jesus meinen Hamster zeigen Aus dem Glaubensalltag mit unseren Kindern Christine Schniedermann | Herder: Freiburg im Breisgau 2021 | Paperback, 176 Seiten | 16 € (D) | ISBN: 978-3451032899


Bücher • Tipps zum Lesen und Vorlesen

Warum gibt es verschiedene Religionen?

Bleiben oder den Aufbruch wagen?

Große Fragen für kleine und große Leute

Kindlicher Mut überwindet Zweifel und Angst

Religion – was ist das eigentlich? Und was verbindet bzw. unterscheidet Religionen? Welche Religion hat Recht? Warum sieht Beten so unterschiedlich aus? Ganz große Fragen werden in diesem Buch ausführlich durchdacht und diskutiert. Kindgerecht, aber mit dem Ansatz, sie tiefer zu ergründen. Die Autoren sind Theologen verschiedener Religionen, Pädagogen und Schüler. Kapitel für Kapitel werden Fragen aufgeworfen und verschiedene Aspekte erklärt und ergründet. Das Buch eignet sich für Schülerinnen und Schüler zum Selbstlesen, aber auch für Junge Gemeinde, Religionsunterricht oder Gesprächskreise. Aber auch Erwachsene regt die Lektüre vielleicht noch zum Nachdenken an. Karola Richter/FS

Die Geschichte beginnt in einem rauen und unfreundlichen Land, in dem man sich erzählt, was es jenseits davon geben könnte – aber noch keiner gesehen hat: das Land hinter dem kargen und grauen Novemberland. Gibt es dort ein besseres Leben? Lohnt es sich, den vermutlich harten Weg dorthin auf sich zu nehmen? In diesem Buch wagen die Kinder mutig etwas zu tun, wozu die Erwachsenen nicht bereit sind. Harte Strapazen nehmen sie auf sich, mit dem Wunsch, ein schöneres Leben zu haben. Ob es ihnen gelingt? Und was werden die Erwachsenen tun? Wenige Seiten mit viel Spannung und sehr schönen Zeichnungen beantworten diese Fragen. Karola Richter/FS

Sieht Gott auf der ganzen Welt gleich aus? Wissen rund um die Religionen – Kinder fragen – Forscherinnen und Forscher antworten Albert Biesinger |München: Kösel-Verlag 2021 | Gebunden, 128 Seiten | 18 € (D) | ISBN: 978-3466372621

In einem fernen Land Eine Geschichte über den Mut und die Kraft, die in uns stecken Michael Engler | Coppenrath: Münster 2021 | Gebunden, 32 Seiten | 15 € (D) | ISBN: 978-3649637127

Bücher für den Herbst. Besser Leben mit Büchern aus Ihrer Deutschen Bibelgesellschaft. VON FAL AFEL BIS ZIMTSCHNECKE Das Bibelkochbuch für Kinder 16,5 × 19,5 cm, 96 Seiten, Festeinband ISBN 978-3-438-04700-7 €(D) 16,90 €(A) 17,40

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FÜR DICH!

Gedanken für große Sprünge und kleine Schritte 18 × 16 cm, 96 Seiten, mit Einstecktasche für Geldgeschenke ISBN 978-3-438-06299-4 €(D) 9,90 €(A) 10,20

Ein Dankeschön an Lieblingsmenschen und Alltagshelden 18 × 16 cm, 96 Seiten, mit 4 Post karten zum Herausnehmen ISBN 978-3-438-06298-7 €(D) 9,90 €(A) 10,20

111 BIBELTE X TE DIE MAN KENNEN MUSS Broschur 13,5 × 20,5 cm, 240 Seiten, ISBN 978-3-438-04836-3 €(D) 16,95 €(A) 17,50 1 MP3-CD im Digipack Spieldauer: 7 Std. 28 Min. ISBN 978-3-438-02264-6 Preis €(D) 16,95* €(A) 17,50* * unverbindlich empfohlener Preis

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© Lilli Holzhäuser

n e t l l o s n r » Elte n i r e d n i K e r ih n e l a t i g i d r de « n e t i e l g e Welt b

Kinder bekommen immer früher ein Smartphone – doch damit dürfen sie nicht allein bleiben, sagt Nicole Baumgart vom medienpädagogischen Projekt »Drahtseil« der Diakonie in Leipzig. Sie brauchen Regeln, gute Vorbilder und Schutz. Frau Baumgart, viele Eltern und Großeltern klagen, dass Kinder und Jugendliche zu oft auf ihr Handy schauen – hilft Verbieten? Nicole Baumgart: Verbote haben erfahrungsgemäß eher die Wirkung, dass sie es noch attraktiver machen. Ich plädiere lieber für klare Absprachen in einer Familie. Je nach Alter müssen die sicher sehr verschieden sein … Im Grundschulalter ist ein Mediennutzungsvertrag eine gute Idee. Auf der Internetseite www.mediennutzungsvertrag.de können Eltern und Kinder Regeln definieren, an ihre Entwicklung anpassen – und danach zusammen unterschreiben. Für Kinder ist das ein Vertrag auf Augenhöhe, damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. In höheren Klassen und Alters­

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gruppen ist es schwieriger. Da empfehlen wir Eltern, immer wieder zu schauen, welche Apps und Spiele die Jugendlichen nutzen, und über Gefahren, aber auch Chancen ins Gespräch zu kommen. Wie viele Minuten pro Tagen sollten Kinder digitale Medien höchstens nutzen? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt da Empfehlungen, für Zehnjährige sind es 45 bis 60 Minuten pro Tag. Das ist eine gute erste Orientierung. Viele Eltern und Großeltern schauen selbst oft auf ihr Smartphone – lernen Kinder von diesen Vorbildern? Auf jeden Fall. Von Schülern höre ich in unseren Projekten oft: Meine Eltern sehen doch beim Essen selbst auf ihr Handy. Oder wenn wir den Kindern erklären, dass jeder Mensch ein Recht am eigenen Bild hat und solche Fotos nicht einfach an fremde Personen verschickt werden dürfen – dann sagen Kinder schon manchmal: Aber meine Eltern nutzen ein Foto von mir als Profilbild in Sozialen Medien. Da sollten Eltern Vorbilder sein. Im Internet treffen Kinder und Jugendliche auch auf Gewalt und gefährliche Kontakte. Hilft dagegen Kinderschutz-Software besser oder Aufklärung? Eine Mischung aus beidem. Die Internetseite www.medienkindersicher.de zeigt für jedes digitale Endgerät und jedes Alter,


Interview

Nicole Baumgar t Zu r Person

ischen med ienpädagog (3 7) arbeitet im ie on ak Di r de seil« Projek t »Dra ht n m it tio en äv Pr r de reic h in Leipzig im Be ie w d Sc hü lern so Sc hü lerinnen un om . sie ist Dipl und m it Eltern e und sy stem isch n gi Sozialpädago . tin eu Fam ilientherap

welche Einstellungen Eltern vornehmen können für einen technischen Jugendmedienschutz. Aber es reicht nicht, wenn sie ihren Kindern einfach ein Smartphone schenken. Sie müssen es auch gemeinsam einrichten, Regeln aufstellen und ihre Kinder in kleinen Schritten in der digitalen Welt begleiten. In den letzten Jahren ist die sexuelle Belästigung im Netz massiv gestiegen. Sogar Kinder in der fünften Klasse erzählen uns mittlerweile davon. Teilweise vertrauen sie sich ihren Eltern aber nicht an – aus Angst, weil sie vereinbarte Medien­ zeiten und andere Absprachen überschritten haben. Hier wären Erziehende als bedingungslose Ansprechpartnerinnen und -partner wünschenswert. Im Sinne von Verständnis für die Situation vor Sanktion. Viele Kinder glauben wie auch viele Erwachsene im Internet unseriösen Quellen. Wie können sie gemeinsam lernen, worauf man vertrauen kann? Für den Erwerb einer gewissen Medienkritik empfehlen wir im Grundschulalter Kindersuchmaschinen wie www.blinde-

Vielleicht lässt jemand Wunder regnen

kuh.de oder www.helles-koepfchen.de. Für ältere Kinder und Jugendliche gibt es Seiten wie www.mimikama.at, die über aktuelle Fake-News und Gerüchte in Sozialen Netzwerken sehr gut aufklären und Schritte zur Prüfung von Informationen zeigen. Heute haben schon Grundschüler Smartphones – gibt es ein Alter, in dem Kinder reif dafür sind? Es gibt keine feste Altersgrenze. Aber auf der Internetseite www.klicksafe.de finden Eltern eine Checkliste zu der Frage, ob ihr Kind bereit ist für ein Smartphone. Kann es Kosten und Gefahren im Internet einschätzen oder Regeln zur HandyNutzung akzeptieren? Die Fähigkeit, sich zu begrenzen, müssen Kinder lernen. Verlieren Kinder mit dem Smartphone das Interesse an anderen Freizeitbeschäftigungen oder am Lernen? Wenn Kinder sehr stark digitale Medien konsumieren, können sie sich weniger gut konzentrieren oder auf andere Spiele einlassen. Da sollten Eltern mit ihnen die Zeit nach der vereinbarten Mediennutzung aktiv planen. In unseren Projekten sagen uns Kinder oft: Wenn ich keine Alternativen zuhause zum Medienkonsum habe, zocke ich eben weiter. Gibt es einen Punkt im Medienkonsum, an dem Eltern und Kinder Hilfe von außen suchen sollten? Wenn eine Familie das Gefühl hat, etwas läuft aus dem Ruder, dann können und sollten sie das tun. Mediennutzung ist schon ein großer Zankapfel in vielen Familien, der sie auch auseinanderbringt. Sie können sich an das anonyme Elternoder Jugendtelefon sowie Jugend-, Jugenddrogen- und Fami­lienberatungsstellen wenden. Für Jugendliche empfehle ich bei Cybermobbing oder Belästigung im Netz auch gern die Onlineberatung www.juuuport.de. •

• D ie Fragen stellte Andreas Roth

Ein hoffnungsfrohes Lesebuch mit federleichten und poetischen Texten für Alltagslichtblicke, das Lust auf das Leben macht. 120 Seiten | 18 x 16 cm | inkl. 6 Postkarten | ISBN 978-3-96038-270-6 | 12,00 € (D)

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Selber machen • im Herbst

Und so geht es ...

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Selber machen Unser Basteltipp für ein Leuchten im Herbst

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Schattenspiele des Herbstes im Windlicht Wir basteln dieses Mal ein herbstlich-leuchtendes Windlicht für die ersten kühleren Tage, mit dem wir uns ein warmes Licht ins Zuhause holen.

4 Material Marmeladenglas • Gräser und Getreideähren Leim, Bastelkleber • Flüssiger oder Heißkleber • Bast oder Strick • Schere •

• Text + Fotos:

Karola Richter

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UND SO GEHT’S: An den Straßenrändern wachsen im Spätsommer reichlich wilder Weizen, Hafer und Gräser. Im Herbst sind sie schön gelb und trocken. Auch an Feld­rändern kann man Reste des geernteten Getreides aufsammeln. Habt ihr etwa zwei Handvoll gesammelt, reicht das locker für ein Windlicht. Legt euch verschiedene Ähren und Gräser zurecht und kürzt mit der Schere die Halme auf die passende Länge. Es muss nicht immer senkrecht auf das Glas geklebt werden, auch schräge Halme machen ein schönes Muster. Beim Anfassen bitte beachten, dass die Getreide­ ähren leicht ausfallen. Daher vorsichtig berühren und beim Ankleben beachten, dass ihr die gesamte Rückseite des Halms bzw. der Ähre mit Leim einstreicht, damit euch später nicht Einzelteile abfallen. Am Ende gerne noch eine dekorative Schleife mit dem Bast um das fertig beklebte Glas binden – fertig! •

IMPRESSUM FamilienSONNTAG | Sonderveröffentlichung von DER SONNTAG – Wochenzeitung für die Evangelisch-Luthe­r ische Landeskirche Sachsens | Internet: www.familiensonntag.org | Herausgeber: Evange­lischer Medienverband in Sachsen e. V. (EMV) | ­Redaktion: Andreas Roth (verantwortlich), Karola Richter; familien@sonntag-sachsen.de | Gestaltung: Anja Haß | Bild­redaktion: ­(Titelgeschichte) Lena Uphoff | Verlag: Evangelisches Medienhaus GmbH, Postfach 22 15 61, 04135 Leipzig, Geschäftsführung: ­Sebastian Knöfel | Vertrieb: Holger Fröhlich, froehlich@emh-­leipzig.de | Anzeigen­service: Liane Rätzer, Telefon (0341) 23 82 14 28, ­anzeigen@emh-leipzig.de; Die aktuellen Mediadaten finden Sie auf www.familiensonntag.org. | Druck: Schenkelberg Druck Weimar GmbH, Hergestellt aus 100 %-Recyclingpapier | Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung innerhalb der engen Grenzen des Ur­heberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlags. Für ­unverlangt eingesandte Manus­kripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. | Redaktionsschluss: 26. August 2021


Öffnung in der Schiffswand

Automobilbauform

ländliche Zugmaschine

ugs.: Greisin

Fortsetzungsfolge

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Erinnerungsbauwerk

Spielkartenfarbe

Überbleibsel

unser Planet

weit weg

Speisewürze

Riffelung der Autoreifen

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Kolloid

musikalisches Bühnenwerk

Reitstock Schiffsroute

Kleidungsstück Viehfutter

jedermann

bestimmter Artikel

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Vater und Mutter

4 Schulfach (Kurzwort) Blätterkleid der Bäume

ür D ie S e it e f fe n e a u s g e s c h la fe S c h la u k ö p wor t das Lösu ngs Bit te sc hic kt an 21 Oktober 20 bis zu m 25. n .de se nntag- sach fam il ien@ so , G nSON N TA oder Fam il ie Leipzig. e 76, 0 41 55 ß Blu menst ra

Nachlassempfänger Ausruf Tierprodukt

Gewässer

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nach unten

handfester Mann

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eine Jahreszeit

Rätsel • zum Mitmachen

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Gewichtseinheit (Kurzw.)

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Teil des Fußes

Kraftfahrzeug (Kurzw.)

geflochtener Behälter

Laden-, Schanktisch, Tresen

ugs.: Düsenflugzeug Speisefett

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gemauertes Ufer Ruf: los, schnell!

Behälter für Paste

Einbringen der Feldfrüchte

3 drohender Hundelaut

künstliche Betäubung

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Auflösung von Heft 2-2021: Das Lösungswort lautet KLATSCHMOHN.

Museen und Ausstellungen Eine Reise um die Welt im größten Naturkundemuseum der Lausitz! Das Senckenberg-Museum für Naturkunde Görlitz lädt zu einer Erlebnisreise von der Lausitz bis ins tropische Korallenriff ein. Lauschen Sie bei einem Spaziergang durch die Ausstellung dem Konzert einheimischer Singvögel und begegnen typischen Tierender Lausitz wie Wolf, Seeadler und Fischotter. Erklärt wird auch, warum die Lausitz Vulkanland ist, wieso hier Meeresfossilien gefunden werden, was es mit der Braunkohle auf sich hat und wie die Eiszeit die Landschaft formte. Auf Ihrer Regenwaldexpedition durch die Dschungelgebiete entlang des Äquators treffen Sie auf Menschenaffen und viele andere exotische Tiere. Die Ausstellung präsentiert, gegliedert nach Kontinenten, große und spektakuläre Vertreter der Regenwaldlebensgemeinschaft, vom Orang-Utan über die Riesenschlange bis zum Tiger. Ab dem 9. Oktober widmet sich eine Sonderausstellung dem „Abenteuer Neiße – Leben am Fluss“. Sie beleuchtet die Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die vom Fluss abhängig sind oder in seiner Nachbarschaft siedeln. Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, Marienplatz, 02826 Görlitz MO geschlossen / DI–FR 10–17 Uhr / SA-SO 10–18 Uhr / in den Herbstferien MO–SO 10-18 Uhr

Der Natur auf der Spur! Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz das Familienmuseum im Herzen der Stadt

museumgoerlitz.senckenberg.de

Auch Ihr Museum / Ihre Ausstellung soll im FamilienSONNTAG erscheinen? Dies ist möglich ab 45 Euro zzgl. MwSt. Wir beraten Sie gern – anzeigen@emh-leipzig.de, Telefon: 03 41 / 23 82 14 28


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76. Jahrgang

Nr. 23 vom 6. Juni

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Meine Kinde wei- Pfarrer, sondern natürl end. Das gilt nicht nur für musste: Chöre und r wisich für alle Christ mal, was es genau Darüb Gespr wird. Aber mit er en. hinaus ist dieses zu essen einem Strahle niorencafés, Krabb ächskreise; SeWort eine riesige n auf dem Gesich geben und ein großes Verspr sie zum gemei Zusage t laden um zum nsamen Essen Gemeindevorträge. elgruppen und echen. Ich gehe ein. Da ist ein gentlich nicht nicht allein, Und natürlich Nein ei- gegen Glauben einzuladen. Wo mir möglich. die Präsenzgotte schlägt, tröstet Ablehnung entsdienste. Das heißt nicht, dass alles es mich: Das Dr. David Keller Gott und vielleic Nein geht gegen ht die Kirche, GrenzenüberschreNeue, Kreative, ist Pfarrer in Altenb nicht gegen mich. itende wiede erg. Leserservice Tel. Ich verschwinden (03 41) 7 11 41 16 <abos wird, denn: »Prüfe r Foto: privat alles, und das t ervice@sonntag-sach Gute sen.de> Redaktion derte schon Paulus behaltet«, forTel. (03 41) 7 11 41 .

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