FamilienSONNTAG 4-2021 Winter

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Winter ° 2021

Reportage: Nicht getauf t und trotzdem im Kirchenchor

evangelisch und sächsisch

Interv ie w: Das Singen in Familie neu entdecken

O du fröhliche

Warum Singen für viele Familien zu Advent und Weihnachten gehört M I T   FA M I L I E N -T I P P S , R Ä T S E L   U N D V I E L E M  M E H R


Sonderveröffentlichung

In guten Händen bei einem Notar –

Vererben oder Verschenken – Gibt es einen Königsweg? Die eigene Immobilie wird mit zunehmendem Alter oft zur Last. Gleichzeitig besteht der Wunsch, das meist mühe- und liebevoll errichtete Familienheim in der Familie zu erhalten oder zumindest so lange weiter zu bewohnen, wie es der Gesundheitszustand erlaubt. Wann aber ist der richtige Zeitpunkt, die eigene Immobilie an die nächste Generation weiterzugeben, wenn ein Verkauf nicht gewollt ist? Um eins vorwegzunehmen: einen Königsweg gibt es nicht. Beweggründe für eine Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge zu Lebzeiten können etwa das Ausnutzen von steuerlichen Freibeträgen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer oder auch die Vermeidung eines etwa drohenden Sozialhilferegresses sein. Daneben spielt oft der Wunsch der älteren Generation eine Rolle, die Verantwortung für die Immobilie abzugeben. Um jeweils den richtigen Weg zu ermitteln, müssen die individuellen Interessen sämtlicher Beteiligter unter rechtlichen, steuerlichen und persönlichen Gesichtspunkten geklärt und abgewogen werden. Bei der Planung zu berücksichtigen sind unterschiedliche Fristen, die alle eines gemeinsam haben: Sie betragen in der Regel zehn Jahre. „Nicht selten treiben Menschen Fristen um, von denen sie einmal gehört haben und sich nun unter Zeitdruck gesetzt fühlen“, erläutert Tim Hofmann, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. Bei vermögenden Personen geht es dabei oft um steuerliche Fristen. Ziel ist die Vermeidung unliebsamer Steuern im Erbfall. So sind beispielsweise Kinder grundsätzlich berechtigt, von jedem Elternteil Geschenke im Wert von insgesamt bis zu 400.000 EUR anzunehmen, ohne Schenkungssteuer bezahlen müssen. Tatsächlich steht dieser Freibetrag zehn Jahre nach einer Schenkung wieder unbelastet zur Verfügung, sodass weiteres Vermögen nach Ablauf der zehn Jahre steuerfrei übertragen oder vererbt werden kann. Viele befürchten wiederum mit Blick auf eine etwaige eigene Pflegebedürftigkeit, das selbst errichtete Familienheim zur Deckung der Pflegekosten später verkaufen zu müssen. Dieses Problem tritt häufig dann auf, wenn die Immobilie das wesentliche Vermögen darstellt. Hier kommt ebenfalls eine Zehn-Jahres-Frist ins Spiel: Schenkungen können durch den Sozialhilfeträger nach zehn Jahren grundsätzlich nicht mehr wegen Bedürftigkeit des Schenkenden zurückgefordert werden. Eine auf die eigenen Kinder übertragene Immobilie ist folglich nach zehn Jahren „sicher“ und kann im Falle von Sozialleistungen durch den Staat weder zurückgefordert noch im Rahmen von etwaigen Ausgleichsansprüchen herangezogen werden. Zu beachten ist aber, dass das verschenkte Vermögen dem Schenker dann tatsächlich nicht mehr zur Verfügung steht und die eigene Absicherung damit „aufgebraucht“ ist. Hier bieten sich unter Umständen zusätzliche Vorkehrungen an. Schließlich kommt es auf eine Zehn-Jahres-Frist dann an, wenn Ansprüche von unliebsamen gesetzlichen Erben reduziert werden sollen. Als Pflichtteilsberechtigte können etwa „enterbte“ Kinder nach dem Tod des Erblassers selbst dann Ansprüche wegen einer Immobilie gegenüber den Erben oder dem Beschenkten geltend machen, wenn diese bereits zu Lebzeiten vom Erblasser übertragen wurde. Da sich durch die Übertragung in der Regel der spätere gesetzliche Pflichtteil reduziert, billigt das Gesetz dem Pflichtteilsberechtigten einen Ergänzungsanspruch zu. Dieser schmilzt innerhalb eines ZehnJahres-Zeitraums von Jahr zu Jahr um jeweils ein Zehntel ab, so dass die Schenkung bereits nach fünf Jahren nur noch zur Hälfte und nach zehn Jahren gar nicht mehr zu berücksichtigen ist. Vorsicht ist aber geboten, wenn sich der Schenker – wie oft – umfassende Nutzungsrechte vorbehält, die wirtschaftlich betrachtet dem Eigentum nahestehen (z. B. Nießbrauch). Hier beginnt die Frist erst mit Aufgabe der Nutzungsrechte. Jeder Fall ist anders. Ihre Notarinnen und Notare beraten Sie ausführlich zu Ihrem individuellen Fall.

© Jakub Krechowicz/adobeStock

Ihre Notare informieren

Notar Arne Schwerd

Beyerstraße 28 09113 Chemnitz Telefon: 03 71 / 33 49 31 - 0 | Fax: 03 71 / 33 49 31 - 29 E-Mail: info@notar-schwerd.de www.notar-schwerd.de

Notar Dr. Ralf Herzog

Weigangstraße 7 02625 Bautzen Telefon: 0 35 91 / 4 31 09 | Fax: 0 35 91 / 4 20 22 E-Mail: info@herzog.de www.herzog.de

Notar Dr. Raphael Ehrlich

Marktgäßchen 1 09350 Lichtenstein/Sa. Telefon: 03 72 04 / 25 03 | Fax: 03 72 04 / 8 05 81 E-Mail: info@notar-ehrlich.de www.notar-ehrlich.de

Notar Manuel Kahlisch

Haydnstraße 21 01309 Dresden Telefon: 03 51 / 4 40 07 60 E-Mail: info@notar-kahlisch.de www.notar-kahlisch.de

Notar Mathias Löhnert, LL.M. (York)

Kaßbergstraße 26 09112 Chemnitz Telefon: 03 71 / 36 93 50 | Fax: 03 71 / 3 69 35 55 E-Mail: info@notar-loehnert.de www.notar-loehnert.de

Notar Robert Kopf

Karl-Marx-Platz 2 04860 Torgau Telefon: 0 34 21 / 71 27 80 | Fax: 0 34 21 / 71 27 81 E-Mail: info@notar-robert-kopf.de www.notar-robert-kopf.de


© Steffen Giersch

Inhalt • im Winter

4 Nachgefragt Singt ihr zu Hause in der Familie?

© Steffen Giersch

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5 Aktuelles

6 Titelgeschichte Warum Neele Unglaubliches singt

10 Tipps zum Lesen und Vorlesen

14 Interview Wie Familien das Singen entdecken

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Titelillustration: Katharina Bourjau

16 Advent – die schönste Zeit im Jahr Basteln, Lesen und Rätseln beim Warten

18 Selber machen Unser Basteltipp im Winter 18 Impressum

© Steffen Giersch

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, in christlichen Kreisen und erst recht in Gottesdiensten fühle ich mich oft beobachtet. Als würden es alle merken, alle hören: das, was ich nicht tue. Das Unerhörte. Ich singe nicht. Es geht einfach nicht. DDR-Schaden, sage ich da manchmal zu mir selbst: alles Kollektive ist mir ausgetrieben. Aber wahrscheinlich ist es viel einfacher. Ich bin stimmlich einfach nicht so trittsicher. Und man hat es auch nicht unterlassen, mir das wiederholt zu sagen. In Kirchen. Mit schräger Stimme aufzufallen ist noch peinlicher als mit Schweigen. Aber mit meinen Kindern singe ich. Oder Quatschlieder so für mich selbst. Singen – das ist noch mehr als die Ängste und Konventionen. Mehr als das, was der Kopf sagt. Aber was das ist? Dem wollen wir in diesem FamilienSONNTAG nachgehen. Die 14-jährige Neele hat uns erzählt, warum sie in der Kirche singt – obwohl sie gar nicht getauft ist.

Ab Seite 6 lesen Sie ihre Geschichte. Und die erfahrene Kirchenmusikerin Martina Hergt erklärt ab Seite 12, wie Eltern mit ihren Kindern das Singen neu entdecken können. Und warum es so wertvoll ist. Ich wünsche Ihnen im Namen der gesamten Redaktion, dass Ihnen und Ihren Familien im Advent und in der Weihnachtszeit zum Singen zumute ist – wie und wo auch immer.

Ihr Andreas Roth

Verantwortlicher Redakteur

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Wir singen zusammen in der Familie zu unterschiedlichen Gelegenheiten, egal ob Morgenlieder, Feierlieder, Lobpreislieder oder Ständchen. Wir singen am Sonntag, mitten in der Woche oder bei Festtagen. Clara, 12

Singt ihr zu Hause in der Familie? NACHGEFR AGT Clara, Luis, Marisa, Lennard und Gabriel besuchen die Evangelische Oberschule Hochkirch.

Wir singen die gängigen Weihnachts­ lieder wie »O Tannenbaum«, »Sind die Lichter angezündet« und »Schneeflöckchen, Weißröckchen«. Luis, 11

Zu Hause singe ich nicht so viel, aber an Weihnachten, da gehört es in unserer Familie einfach dazu. Lennard, 13

Wir singen gemeinsam in der Familie Adventslieder in der Vorweihnachtszeit. Gabriel, 11

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Wir singen alle zusammen laut, leise, tief und hoch. Wir singen bei jedem Lied mit, egal ob Popmusik oder mit viel Bass. Marisa, 13

• F otos: privat


© Marisa9/iStockphoto.com

Aktuelles • Winter

Eltern zahlen 1310 Euro jährlich für Kinderbetreuung

Job oder Familie? Eine Frage auch für immer mehr Großeltern Die Zeit für Enkel stellt Omas und Opas vor ähnliche Probleme wie Eltern Menschen in Deutschland arbeiten immer länger und damit stehen zunehmend auch Großeltern im Spagat zwischen Beruf und Familienzeit. Arbeiteten im Jahr 2000 nur 46 Prozent der Männer ab 55 Jahren in ihrem Job, waren es 2019 schon 77 Prozent. Noch steiler ist der Anstieg bei Frauen: von 29 Prozent zur Jahrtausendwende auf 68 Prozent im vorletzten Jahr. Das fand das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in einer europaweiten Studie heraus. Großmütter reduzieren ihre Arbeitszeit für ihre Enkel stärker als Großväter. »Diese unterschiedlichen Reaktionen können für einen Teil der Lücke in der Erwerbstätigenquote zwischen Männern und Frauen im Alter von 55 bis 64 Jahren verantwortlich sein«, so der Bevölkerungsforscher Andreas Backhaus. Damit haben Großmütter wie auch Mütter zwar mehr Zeit für Kinder und sie helfen jungen Eltern bei einer schnelleren Rückkehr ins Berufsleben – doch der Preis für Frauen sind finanzielle Nachteile gegenüber Männern wie eine geringere Rente.

Für viele Eltern in Deutschland ist die Fürsorge für ihren Nachwuchs eine Kostenfrage. Sie bezahlten im Jahr 2017 durchschnittlich 1310 Euro jährlich für die Betreuung ihrer Kinder, hat das Bundesamt (Destatis) auf Basis neuester Daten aus der Lohn- und Einkommensteuerstatistik errechnet. Demnach sind die Kosten im Krippenalter am höchsten. Bei den unter Dreijährigen zahlten Eltern durchschnittlich 1710 Euro jährlich, bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren waren es im Schnitt 1630 Euro. Die Betreuungskosten sanken mit steigendem Alter kontinuierlich.

8,5

Prozent weniger abgebrochene Schwangerschaften Im letzten Jahr haben sich weniger Frauen und Paare gegen die Geburt ihres Kindes entschieden. Im zweiten Quartal 2021 wurden rund 22 900 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet, so das Statistische Bundesamt. Damit nahm die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum im Vorjahr um 8,5 Prozent ab. Schon im ersten Quartal 2021 war ein deutlicher Rückgang verzeichnet worden. Über die Gründe für diese Entwicklung im Corona-Zeitraum konnten die Statistiker keine Angaben machen.

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Titelstory

»Eine Übung zum Aufwärmen vor dem Singen. Aber es wirkt auch wie ein Ausstrecken hin zu dem, was da noch so ist zwischen Himmel und Erde.«

Unglaubliches


Singen Neele liebt das Singen in einem Kirchenchor und beim Krippenspiel – dabei ist sie wie ihre ganze Familie gar nicht getauft. Doch die Musik fasst viel mehr zwischen Himmel und Erde. Manchmal lässt sich singen, was man niemals sprechen würde. »Der Müden Kraft, der Blinden Licht, Kyrie eleis!«, singt Neele, denn so steht es in der gelben Mappe mit den Liedblättern auf ihrem Schoß. Klingt rätselhaft. Wer weiß schon, dass dieses »Kyrie eleis« Griechisch ist und übersetzt »Herr, erbarme dich« heißt. Warum Herr, und warum erbarmen? Aber es klingt gut. »Ihr kommt nicht so richtig aus dem Knick«, sagt die Kantorin Sigrid Schiel augenzwinkernd den drei Jungen und sieben Mädchen im Stuhlkreis vor ihr. Die kleine Frau mit den roten Haaren singt es einmal vor: zupackend, wie sie ist. »Das muss ein bissel mit Ellenbogen sein!« Die Jugendlichen kichern, dann singen sie es genau so: »Der Zweifler Mut, der Lahmen Tanz, Kyrie eleis!« Zweifel kennt Neele. Wenn sie redet. Nicht beim Singen. »Ich weiß schon, was ich da singe, aber ich denke mir nichts dabei – ich singe einfach drauf los«, sagt Neele (4. v. links). Jeden Dienstag kommt sie in den Altmügelner Jugendchor zu Kantorin Sigrid Schiel (li.).

Neele, 14 Jahre alt, mit modisch dünner Brille und in Daunenjacke, singt jeden Dienstagnachmittag im stattlichen Pfarrhaus neben der Altmügelner Kirche im Jugendchor. Dabei ist sie gar nicht getauft und Mitglied der Gemeinde. Ihre Eltern sind es auch nicht. »Mein Mann und ich sind typische DDR-Kinder, der Glaube stand nie zur Debatte«, sagt Neeles Mutter Anja Krahmer (48), die in einer Solarenergiefirma arbeitet. Doch als eine Freundin ihr von der evangelischen Grundschule »Apfelbaum« im nahen Schweta vorschwärmte, schickten sie ihre Kinder dahin. Sie entdeckten dort auch das Singen. Zuhause bei Familie Krahmer wurden Schlaflieder gesungen, als die Kinder klein waren. Aber sonst fast nichts. So wie in vielen Familien. Dabei hatte die Mutter Anja Krahmer als Kind selbst in einem Schulchor gesungen. Doch spätestens in der Jugend, beim Vorsingen im Musikunterricht vor der Klasse, ist das Singen vielen nur noch peinlich. Und geht für immer verloren.

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Titelstory • Unglaubliches singen

Rhythmus gehört zum Singen – wenn Neele im Jugendchor mit den anderen Jugendlichen einen Takt spielt, entsteht dabei etwas Großes. Oder etwas Lustiges.

Ganz anders kam es in Neeles evangelischer Grundschule. »Wir haben jeden Tag gesungen, es gehörte so dazu«, erinnert sich die Neuntklässlerin. So wie das Erntedankfest, Ostern und die anderen christlichen Feste, die sie in der Klasse zusammen in der Kirche feierten. Und die Eltern feierten mit. Und sangen mit. Da waren keine Scham und keine Hemmungen. »Ich singe schon gern«, sagt Neele. »Wir hätten es ihr gar nicht so nahebringen können«, sagt ihre Mutter. Am Beginn der Chorstunde im Altmügelner Pfarrhaus steht Neele mit den neun anderen Jugendlichen im Kreis. Die Füße in schwarzen Sneakers fest auf dem Boden, die Hände fliegen in die Luft. Dann springen sie. Eine Übung zum Aufwärmen vor dem Singen. Aber es wirkt auch wie ein Ausstrecken hin zu dem, was da noch so ist zwischen Himmel und Erde. Und was sich vielleicht im Singen besser fangen lässt. Neeles Freundinnen haben sie in der fünften Klasse mit zum Kinderchor in das Altmügelner Pfarrhaus genommen. Dass ein Kind aus einer nicht-kirchlichen Familie zu ihr komme, sei keine Ausnahme, sagt die Kantorin Sigrid Schiel. Gerade bei den Jüngeren nicht. Die Schwelle in einen Chor scheint niedriger zu sein als in eine Christenlehre oder in den Konfir-

mandenunterricht. »Gerade bei den Kleinen gibt es oft Fami­ lien, die fragen: Dürfen wir mal vorbeikommen und schauen, ob es unserem Kind Spaß macht?«, sagt die Kantorin. Das Singen scheint offener zu sein, nicht so festgelegt wie das Wort. »Wir könnten unsere Lieder ja auch mal im Gottesdienst singen«, schlägt Sigrid Schiel ihrem Jugendchor vor. Gemeinsam suchen sie einen Termin. Wenn Neele dann mit den anderen vor dem Altar steht, werden auch ihre Eltern in einer Kirchenbank sitzen. Weihnachten tun sie das ohnehin. Denn dann singt und spielt Neele im Krippenspiel in ihrem Heimatdorf Limbach bei Oschatz. Seit sie fünf ist tut sie das schon, eine Frau aus der Kirchgemeinde hatte sie damals gefragt. Neele hat schon vieles gespielt: Maria, den Esel, den Wirt. »Mir macht alles daran Spaß«, sagt die Gymnasiastin. »Die Proben, die Aufführungen – auch wenn du denkst: ich kippe gleich um vor Aufregung. Und auch das Singen.« Als im letzten Jahr der Gottesdienst am Heiligen Abend wegen Corona ausfiel, merkte Neeles Familie erst, wie sehr er ihr fehlte. »Das war nur ein halbes Weihnachten«, sagt Anja Krahmer.

Die

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Alina Bronsky

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Jetzt stimmt die Kantorin in der Chorprobe das Lied mit den Engeln an. Neele verzieht das Gesicht: »Das hört sich so tragisch an«, sagt sie leise zu ihrer Freundin Sophie. Neele schaut in ihren gelben Hefter und singt mit: »Mögen Engel dich begleiten auf dem Weg, der vor dir liegt. Mögen sie dir immer zeigen, dass Gott dich unendlich liebt.« »Ich weiß schon, was ich da singe, aber ich denke mir nichts dabei – ich singe einfach drauf los«, sagt Neele fröhlich. Die Kantorin hat auch schon erlebt, dass ihr jugendliche Sänger eines Tages sagten: eigentlich kann ich das nicht singen. Weil sie es nicht glauben konnten. Sigrid Schiel sucht die Liedtexte sorgsam und kritisch aus – aber erklärt sie nicht, lässt sie wirken. »Ich habe überhaupt oft das Gefühl, dass wir unsere Worte überschätzen und unsere Taten unterschätzen«, sagt sie. Auch das Singen ist ein Tun, etwas Körperliches, Umfassendes. »Natürlich weiß ich nicht, was mit der Saat wird, die man so einstreut – aber wenn mir von nicht-kirchlichen Kindern entgegengesungen wird ›Ich lobe meinen Gott‹, dann freut

sich mein Herz.« Es gab Kinder in ihren Chören, die ließen sich taufen, erzählt Sigrid Schiel. Eines ist später katholisch geworden, ein anderes wieder ausgetreten. »Beim Singen öffnet sich etwas«, sagt die Kantorin. »Aber es kann sich auch wieder schließen.« Neele sagt: »Für mich sind es eigentlich nur schöne Lieder. Ich habe ja familiär nicht so mit Gott zu tun.« – »Wir zele­ brieren es nicht so, trotzdem hat jeder für sich so seinen Glauben«, erwidert ihre Mutter nachdenklich. »Bei mir ist er nicht so da«, meint Neele, »naja, ein kleines bisschen vielleicht.« Sie sucht nach den passenden Worten. »Das Singen gibt mir ein schönes Gefühl.«

» Ich habe überhaupt oft das Gefühl, dass wir unsere Worte überschätzen und unsere Taten unterschätzen.«

Das Lied von den Engeln singt Neele bis zum Ende: »Flügel müssen sie nicht haben, nur ein freundliches Gesicht.« Sie schaut beim Kehrvers gar nicht mehr auf ihr Notenblatt. Sie hat es schon im Kopf. •

• T ext: Andreas Roth, Fotos: Steffen Giersch, Illustration: Katharina Bourjau

Sigrid Schiel, Kantorin

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Der Glaube als »entstehendes Werk« Was und wie kann man heute noch glauben? Der aus TV und YouTube bekannte Priester und Seelsorger Nils Petrat legt hier einen leichten Wegweiser vor, wie man heute an das Thema Glauben herangehen kann. Missbrauchsskandal, schwindende Mitgliederzahlen, Zwiespalt zu modernen Erkenntnissen der Wissenschaft – wie kann man da heute noch an Gott glauben? Wie geht man zwischen der Diskrepanz zwischen Kirche und eigenem Glauben um? Wie nutze ich für meinen persönlichen Glauben die schöpferische Kraft, die dieser in sich birgt? Und wie wichtig ist die Bibel als Grundlage für diesen Glauben. Das Buch der Bücher – wie lese ich es, ohne dabei überfordert zu werden? Die Antworten auf diese Fragen und was mir Glaube für mein Leben eigentlich bringt, versucht Petrat hier aus seinen eigenen Erfahrungen aus Gesprächen in der Seelsorge zu beantworten. Leicht zu lesen und anregend zum Nachsinnen, wo man eigentlich mit seinem Glauben steht.

Als katholischer Autor stellt er dabei nicht die Unterschiede zwischen den Konfessionen in den Vordergrund. Für Menschen, die den Glauben (wieder-)entdecken wollen und eine lebendige Beziehung zu Gott aufbauen möchten. Karola Richter/FS Eine Sache des Vertrauens Mitten im Leben Glauben Nils Petrat | Paderborn: Bonifatius 2021 | Gebunden, 191 Seiten | 18 € (D) | ISBN 978-3-89710-892-9

Eine Reise, die weitergeht

Glaube und Wissenschaft

Vom Ankommen in einem neuen Leben, Erinnern und nach vorn Schauen.

Eine Reise erweitert nicht nur den geografischen Horizont.

Enaiatollah Akbari erzählte bereits in »Im Meer schwimmen Krokodile« gemeinsam mit dem italienischen Autor Fabio Geda die Geschichte seine seiner Reise, die mit 10 Jahren in Afghanisten begann und ihn im Alter von 15 Jahren nach Turin führte. Nun erzählt er weiter. Sein Leben hat sich in Italien zum Guten entwickelt, aber die Sehnsucht nach der Familie und die Frage, wie es der Mutter und den Geschwistern ergangen ist, treibt ihn um. Er berichtet, wie er es geschafft hat, Kontakt aufzunehmen, die Familie zu unterstützen und letztendlich sogar einen Teil der Familie wiederzutreffen. Eine berührende und interessante Geschichte über das Suchen, Finden und Ankommen im eigenen Leben und in einer anderen Heimat. Karola Richter/FS

Im frühen 18. Jahrhundert lebt der 13-jährige David in Süddeutschland. David, sein Vater und sein Großvater kümmern sich um die Pferde der Familie. Es wird über das Leben der jüdischen Familie erzählt, und was es damals mit sich brachte. Der Vater möchte die größten Pferde Irlands kaufen und dazu auf eine Reise gehen, auf die ihn sein Sohn begleitet. Eine Reise, die ganz besondere Begegnungen mit sich bringen wird. Über die Niederlande gelangen sie nach England. Auf dem Landsitz Woolsthorpe Manor freundet sich der Junge mit dem Hausherren an – Woolsthorpe Manor ist das Zuhause von Sir Isaac Newton. Und diesen für uns berühmten Physiker treiben auf seine Art Fragen an Gott und die Welt um, die auch David beschäf­tigen. Die Hauptpersonen im Buch basieren auf realen Gestalten. Karola Richter/FS

Im Winter Schnee, nachts Sterne Geschichte einer Heimkehr Enaiatollah Akbari und Fabio Geda | München: C.Bertelsmann, 2021 | Gebunden, 224 Seiten | 20 € (D) | ISBN: 978-3-5701-0443-9

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David. Reisen, Abenteuer und Sir Isaac Susanne Roll | Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlagsgesellschaft 2021 | Gebunden, 184 Seiten | 13 € (D) | ISBN: 978-3-7615-6713-5.


Bücher • Tipps zum Lesen und Vorlesen

Geschichten von Verlust, Trauer und Zuversicht

Nachdenken über die Faszination der Sterne …

Schicksalsschläge, wie das Leben sie schreibt

… und die Bedeutung des Sterns von Betlehem

Dieses Buch liest man nicht und geht danach sofort in den Alltag über. Dieses Buch liest vielleicht auch nicht jeder zu Ende. Aber es ist eine wertvolle Sammlung von Erfahrungen. Eine schmerzhafte, eine grausame, aber eine lesenswerte. Wir alle tragen diese Erfahrungen oder werden sie in unserem Leben machen – die Erfahrungen mit Trauer und Schmerz in unserem direkten Umfeld. Wie Menschen damit kämpfen, wie sie überleben, welchen Funken Hoffnung und was sie für ihr Weiterleben daraus mitnehmen, erfährt man, wenn man dieses Buch liest. Katha­ rina Afflerbach lässt bewusst Menschen zu Wort kommen, die schier unglaublichen Schmerz erlebt haben und dennoch ihr Leben weiterführen und nicht nur zurückschauen. Karola Richter/FS

Seit uralten Zeiten haben Menschen in der Nacht in den Sternenhimmel geschaut, waren fasziniert von seiner Schönheit und zugleich verstört von seiner unendlichen Weite. Kein Wunder, dass auch in der Bibel der Stern von Bethlehem eine ganz besondere Rolle spielt. In einer wunderbar kindgerechten Sprache nimmt Reinhard Ehgartner den Leser hinein in das Erleben der Weihnachtszeit durch den kindlichen Ich-Erzähler, einen begeisterten Sternengucker. Die Erzählung verknüpft Sternenkunde, Alltagserlebnisse, Rituale der Weihnachtszeit mit der Weihnachtsbotschaft. Linda Wolfsgrubers Illustrationen machen das Buch zu einem Kunstwerk, das die Weihnachtsbotschaft auf ganz andere, sehr tiefsinnige Weise erschließt. Erhard Reschke-Rank/eliport

Manchmal sucht sich das Leben harte Wege Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben Katharina Aff lerbach | Berlin: Goldegg Verlag 2021 | Paperback, 180 Seiten | 19,95 € (D) | ISBN: 978-3-9906-0239-3

Sternenbote. Eine Weihnachtsgeschichte Reinhard Ehgartner, illustriert von Linda Wolfs­ gruber | Innsbruck: Tyrolia 2019 | Gebunden, 32 Seiten | 16,95 € (D) | ISBN 978-3-7022-3798-1

Bücher für die Adventszeit. Advents- und Weihnachtstitel aus Ihrer Deutschen Bibelgesellschaft. Mit CD

JOHANN SEBASTIAN BACH WEIHNACHTSOR ATORIUM

DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE 15,3 × 21,5 cm, 40 Seiten Durchgehend farbig ISBN 978-3-438-04725-0 €(D) 7,95 €(A) 8,20

STILLE NACHT Ein WeihnachtsliederKrippenspiel 21,8 × 26,2 cm, 32 Seiten Pappbilderbuch ISBN 978-3-438-04702-1 €(D) 14,95 €(A) 15,30

DAS WUNDER AUF DEM WEIHNACHTSMARK T Ein Adventskalenderbuch Bilderbuch mit Wimmelbild 14 × 22,2 cm, 108 Seiten ISBN 978-3-438-04703-8 €(D) 12,95 €(A) 13,20

WEIHNACHTEN Die schönsten Texte aus der Bibel. Gelesen von Rufus Beck Lutherübersetzung 1 Audio-CD im Digipack Spieldauer: 55 Minuten ISBN 978-3-438-02266-0 €(D) 9,95* €(A) 10,20* * unverbindlich empfohlener Preis

Balinger Straße 31 A | 70567 Stuttgart | www.die-bibel.de

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Mit einer erstklassigen Einspielung der Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann, auf MP3-CD Spieldauer ca. 150 Minuten 15,5 × 23 cm, 160 Seiten ISBN 978-3-438-04841-7 €(D) 28,00 €(A) 28,80


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n e g n i S m i » Be zeigt sich « e l e e S e r unse

Im Advent und zu Weihnachten singen selbst Singmuffel – aber sonst? Mit ihren Kinder können Eltern das Singen auch im Familienalltag neu entdecken, sagt die Kirchenmusikerin Martina Hergt. Und hat ein paar Tipps.

Frau Hergt, warum ist es gut für Kinder und Eltern zu singen? Martina Hergt: Singen ist eine unmittelbare Lebensäußerung. Schon Babys brabbeln, lallen, seufzen in den verschiedensten Tönen – lange bevor sie sprechen lernen. Ob groß oder klein: Singen tut gut für die Atmung, den Blutkreislauf, es erzeugt eine Resonanz in mir oder bei anderen. Singen ist wie ein Gang auf den Spielplatz dieses Wunderwerks Klang-Körper. Das kann man auch allein – aber warum empfinden es viele Eltern und Kinder als so schön, gemeinsam zu singen? Singen ist eine Kontaktaufnahme, ein Dialog, ein Gespräch. Es erzeugt damit Nähe. Wenn ich singe, zeige ich mich anders als beim Sprechen. Im Klang unserer Stimme zeigt sich wie es gerade unserer Seele geht. Ich kann nicht fröhlich singen, wenn ich nicht fröhlich bin. Seelenuntertöne sozusagen. Dazu gehören auch Missverständnisse und Dissonanzen.

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Wenn Singen eine Sprache der Seele ist – kann es auch die Welt des Glaubens aufschließen? Es gibt einen Spruch des Kirchenvaters Augustinus: Wer singt, betet doppelt. Er meint damit, dass beim Singen noch eine zweite Ebene dazukommt, die nichts mit Sprache oder Intellekt zu tun hat. Lieder können über Melodien, Rhythmus und Gefühle Großes ganz einfach erzählen und Gefühle ausdrücken. Nehmen wir nur einmal das Lied »Der Mond ist aufge­gangen«. Es erzählt unter anderem auch davon, wie wenig wir doch von dieser Welt verstehen können. »… Seht ihr den Mond dort stehen, er ist nur halb zu sehen … so sind wohl mache Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.« Meine Mutter hat es mir als Kind vorgesungen – und je älter ich werde, entdecke ich in der Tiefe dieses Liedes immer wieder Neues.


Interview

Mar t ina Herg t Zu r Person

er in t Kirc henmusik geboren 1969, is g zi ip or in in Le und hat al s Kant en nd ei Kirc hgem und länd lic hen Hochrr ic htet an der te un e gearbeitet. Si esden henmusik in Dr sc hu le fü r Kirc ng itu le or ch gend Kinder - und Ju r de e gt ra ft au und ist Fachbe r fü he rc ki es nd sächsischen La arbeit. Chor - und Sing

» Singen ist eine Kontakt­ aufnahme, ein Dialog, ein Gespräch. Es erzeugt damit Nähe.« Und doch verlieren viele Menschen im Laufe ihrer Jugend den Zugang zum Singen – was läuft da schief? Es gibt 2021 mehr spezialisierte Chöre denn je, es gibt mehr verschiedene Musikstile nebeneinander als früher, in Fußballstadien wird gesungen, es gibt Gesangs-Castingshows im Fernsehen – aber wir verlieren das gemeinsame aktive Singen. Wir leben in verschiedenen Blasen. Vielleicht liegt es auch manchmal daran, dass Musiklehrer oder Kantoren manchem sagen »du singst schief« oder »du brummst« und denken dabei zuerst an ein eher leistungsorientiertes Singen.

Das haben viele sicher schon gehört – wie können sie wieder Freude am Singen gewinnen? Die Frage ist: warum will ich singen? Wenn ich in einem Chor mit einem Anspruch singen will, muss ich trainieren, das ist klar. Aber wenn ich singen will, um meine Gefühle auszudrücken oder Zeit mit meinem Kind zu teilen, dann kann es auch schief und falsch sein. Das ist egal. Vielleicht hilft dabei auch die Begleitung durch eine CD, durch ein Instrument oder einen Partner und ich singe einfach laut mit an diesem »Geländer«. Singen ist nicht nur, wenn ich die richtige Tonart habe. Singen ist Sing-Sang. Aus der Situation heraus, was mir in den Sinn kommt. Und je öfter ich es tue, desto besser werde ich. Wie können Eltern, die selbst kaum singen, das Singen mit ihren Kindern neu entdecken? Kauft euch ein richtig schönes Liederbuch mit guten Bildern, das werden die Kinder mögen. Man kann sich auch Lieder im Internet drei Mal anhören und dann versuchen mitzusingen. Oder man singt nur Bruchstücke oder summt mit – es darf alles sein. Vor dem Essen, beim Wandern oder beim Schlafengehen. Man darf es bloß nicht nebenbei oder im Vorübergehen tun. In der Advents- und Weihnachtszeit singen Menschen, die es sonst das ganze Jahr über nicht tun – warum ist das so? Weil wir für diese Zeit ein Liedgut haben, in das Alt und Jung einstimmen können. Zu Weihnachten vor der Bescherung und unter dem Tannenbaum gehört selbst für Singmuffel das Singen oft einfach dazu. Das dürfen wir nicht aufgeben, da können wir Kindern viel mitgeben. •

• D ie Fragen stellte Andreas Roth, Foto: Steffen Giersch

Die Geschichte des berühmten Weihnachtsliedes Weimar, im Dezember 1816. Der Waisenjunge Hans irrt in klirrender Kälte umher, auf der Suche nach einer Bleibe und einem Stückchen Brot für den knurrenden Magen. Da begegnet er Johannes Falk, der sich um Kinder in Not kümmert. Bei ihm findet Hans ein warmes Bett, Essen und Schutz vor der Kälte – vor allem aber ein neues Zuhause. Für Kinder wie Hans schrieb Johannes Falk damals „O du fröhliche“, das bis heute jedes Jahr am Heiligen Abend in unseren Kirchen erklingt. Einfühlsam erzählt das Buch die Entstehungsgeschichte des berühmten Weihnachtsliedes.

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Advent – die schönste Zeit im Jahr BASTELN, LESEN UND R ÄTSELN BEIM WARTEN

Zu schön, um wahr zu sein?

Was passiert im Advent?

Die Weihnachtsgeschichte in die Gegenwart versetzt.

Geschichten rund um die Weihnachtszeit.

Es war einmal ... eine Studentin aus dem Westjordanland. Alljährlich reichte das Geld nur für einen Heimaturlaub bei Mann, Familie und Freunden. Die Schwangerschaft überraschte sie und ihr Schwager Jusuf wurde eine wichtige Stütze im fremden Land. Anfang Januar bemerkte sie bei einem Besuch, dass die Wehen einsetzen: Die Geburt ereignete sich noch auf der Fahrt zur Klinik. Jusuf klopft an alle Türen – und sie werden von heutigen Königinnen mit ihren könig­lichen Familien aus fernen Ländern geöffnet. »Fast wie Weihnachten!« Frauke Thees/eliport

Warum feiern wir Weihnachten? Sind Adventskränze immer rund? Wer war eigentlich dieser Nikolaus? Diese und viele weitere Fragen werden in kleinen Geschichten aufgeworfen, diskutiert und – wo möglich – beantwortet. Es macht einen Riesenspaß, diese netten Geschichten zu lesen und vorzulesen und auch als Erwachsene lernt man noch etwas dazu. Die Autorin macht zudem alles richtig: unterhaltsame Geschichten angesiedelt in verschiedensten Familienkonstellationen und sozialen Lebensverhältnisse. Wiebke Mandalka/eliport

Die Geburt. Eine Weihnachtsgeschichte Rafik Schami, Illustrationen von Mehrdad Zaeri | Leipzig: edition chrismon 2021 | Hardcover, 56 Seiten | 12 € (D) | ISBN: 978-3-96038-286-7

Warum ist Weihnachten nicht jeden Tag? Vorlesegeschichten für neugierige Kinder Anne Scheller, illustriert von Lena Heger | Hamburg: Ellermann, 2021 | Gebunden, 123 Seiten | 15 € (D) | ISBN 978-3-7514-0019-0

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Mit unseren Extras für Groß und Klein auf dieser Seite wird die Adventszeit bunt, gemütlich und spannend – eine Einstimmung auf die Tage des Wartens und Heiligabend.


Advent • zum Mitmachen Original

Finde die Fehler in der Krippenszene MARIA, JOSEF, JESUS – alle glücklich versammelt in der Krippe. Die drei Weisen halten die Geschenke bereit und das Schäfchen darf der trauten Stimmung auch beiwohnen. Aber im rechten Bild haben sich fünf kleine Fehler eingeschlichen – kannst Du die Unterschiede zum linken Bild finden? •

Königlich

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Sie nennen uns Könige. Ich fühle mich nicht königlich. Meine Kleider sind gewöhnlich. Meine Gedanken sind gewöhnlich. Eine Krone trage ich nicht. Aber du bist königlich, widerspricht eine Stimme. Sie wiederholt das geduldig. Ich weiß nicht, wo sie herkommt, aber ich beginne, mich an sie zu gewöhnen.

gibt es Zu gew innen e. ar pl dr ei Exem Auflösung von Heft 3-2021: Das Lösungswort lautet ERNTEDANKFEST.

Aus: Luft nach oben. Der Sonntags­kalender 2022. Von Susanne Niemeyer und Matthias Lemme

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Selber machen • im Winter

Selber machen

Und so geht es ...

Unser Basteltipp im Winter

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Basteln für die Zeit der Lichter in der Dunkelheit 3

4 Material 1 alte Flasche von Wein oder Sekt, am besten »bauchig« und aus getöntem Glas • 1 Serviette mit Motiv nach gewünschtem Anlass B • astelkleber, der beim Trocknen unsichtbar wird • Dekoelemente wie Bänder, kleiner Baumschmuck, Glitzer­ puder usw. • 1 LED-Korken •

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• Text + Fotos:

Karola Richter

Heute basteln wir ein dekoratives Licht, nicht nur für den Advent, auch für besondere Anlässe. UND SO GEHT’S: Von der leeren Flasche lösen wir alle Etiketten ab und reinigen sie innen und außen gründlich. Wir wählen uns eine Serviette, die zum Anlass unseres Geschenks passt – ein Weihnachtliches Motiv für den Advent und Weihnachten; fröhliche Tiere, Blumen oder Ballons für einen Geburtstag oder christliche Symbole für eine Taufe. Von der Serviette lösen wir vorsichtig die oberste feine Lage ab. Die Flasche wird nun mit dem Bastelkleber eingestrichen, nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick. Daran drücken wir vorsichtig die Serviette, so dass sie gut hält und nicht knittert. Gerne kann darüber noch eine Schicht Bastelkleber aufgetragen werden. Um die Serviette herum kann nun mit Dekomaterial oder Glitzerpuder das Bild der Serviette eingerahmt werden. Wer möchte, kann auch die ganze Flasche mit Glitzer bestreuen – Hauptsache, an den gewünschten Stellen wurde vorher ebenfalls Kleber aufgetragen. Nun lassen wir die Flasche gut trocknen. Nach dem Trocknen gerne überschüssigen Glitzer abklopfen. Nun kann weitere Deko angebracht werden – Schleifchen, kleiner Baumschmuck usw. Am Ende noch die Lichterkette mit dem LED-Korken einfädeln. Hierbei gerne einen Korken verwenden, bei dem man die Batterien wechseln kann, damit man lange Zeit etwas von dem Licht hat •

IMPRESSUM FamilienSONNTAG | Sonderveröffentlichung von DER SONNTAG – Wochenzeitung für die Evangelisch-Luthe­r ische Landeskirche Sachsens | Internet: www.familiensonntag.org | Herausgeber: Evange­lischer Medienverband in Sachsen e. V. (EMV) | ­Redaktion: Andreas Roth (verantwortlich), Karola Richter; familien@sonntag-sachsen.de | Gestaltung: Anja Haß | Bild­redaktion: ­(Titelgeschichte) Lena Uphoff | Verlag: Evangelisches Medienhaus GmbH, Postfach 22 15 61, 04135 Leipzig, Geschäftsführung: ­Sebastian Knöfel | Vertrieb: Holger Fröhlich, froehlich@emh-­leipzig.de | Anzeigen­service: Liane Rätzer, Telefon (0341) 23 82 14 28, ­anzeigen@emh-leipzig.de; Die aktuellen Mediadaten finden Sie auf www.familiensonntag.org. | Druck: Schenkelberg Druck Weimar GmbH, Hergestellt aus 100 %-Recyclingpapier | Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung innerhalb der engen Grenzen des Ur­heberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung des Verlags. Für ­unverlangt eingesandte Manus­kripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. | Redaktionsschluss: 11. November 2021


KinderZukunftsFonds Auf dem Weg in eine bessere Zukunft für Kinder

Der KinderZukunftsFonds ist ein neuer Publikumsfonds, den die Bank für Kirche und Diakonie in Kooperation mit der Kindernothilfe und Union Investment initiiert hat. Der Fonds berücksichtigt nachhaltige, entwicklungspolitische sowie kinder- und menschenrechtliche Aspekte. Auch die langfristige Anlageperspektive und die Beteiligung von Jugendlichen machen diesen Fonds besonders innovativ. Wie wir vorgehen und ob eine Investition in den KinderZukunftsFonds zu Ihren Nachhaltigkeits- und Anlagezielen und zu Ihrer Risikobereitschaft passt, erfahren Sie in einem individuellen Beratungsgespräch. Mehr Informationen unter: www.KD-Bank.de/KinderZukunftsFonds

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(03 41) 7 11 41 16 <aboservice@sonntag-sach ns und Vertrau des e quisism ens 41) 23 82 14 16 <abose in od sen.de> Redak tion die Entscheidung min ut am veraese quisi. Foto: privat von rvice@sonntag-sach en Gemeinde und Kirchenbezirk. sen.de> Redaktion Tel. (03 41) 7 11 41 70 <redaktion@s Mehr zum onntag

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