homes4future
#H4F
besser bauen energie sparen richtig renovieren klima schützen
NEU, GRÜN + GENIAL
2 Familien + 1 Altbau + Fantasie + Einsatz
EINZIGARTIGES EFFIZIENZHAUS
RECYCLING Baumaterialien mit vielen Leben
HOMEOFFICE
Wohnen & arbeiten unter einem Dach
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no.2 2021
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homes4future
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Wenn’s um Geld geht
S
#editorial
#H4F Verbleib der Recycling-Baustoffe 2016
Asphalt/Betonzuschlag 15,2 Mio. t (21,0 %)
sonstige Verwertung 3,0 Mio. t (4,2 %)
Straßenbau 38,1 Mio. t (52,8 %)
Gesamt: 72,2 Millionen Tonnen
Erdbau 15,9 Mio. t (22,0 %)
Quelle: 11. Monitoring-Bericht Kreislaufwirtschaft Bau, 2018
Da ist noch Luft nach oben Die EU und das deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz schreiben es vor: Wir müssen mehr wiederverwenden und weniger wegwerfen – auch in der Bauwirtschaft. Jährlich fallen in Deutschland bei Errichtung, Umbau, Renovierung oder Abbruch von Bauwerken rund 200 Millionen Tonnen mineralischer Bauabfälle an. Zwar werden circa drei Viertel davon wiederverwertet, zum Großteil jedoch nicht als hochwertiges Recyclingprodukt, sondern zu über 95 Prozent als Füllmaterial oder Zuschlagstoff im Erdund Straßenbau (siehe Graik oben). Da gäbe es bessere Konzepte. Denn viele dieser Bauabfälle könnten erneut als Baumaterialien dienen oder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Das spart Energie und Rohstoffe – und das in besonderem Maß durch Eins-zu-Einsverwertung. Ein Vorzeigeprojekt ist unsere Reportage zum Recyclinghaus in Hannover, das demonstriert, wie man Gebrauchtem ein neues Leben einhaucht. Diese Intensität an Wiederverwertung kann sicher nicht die Regel sein, aber als Ideengeber und Vorbild dienen. Worauf es sonst beim Recycling ankommt, beleuchten wir ausführlich in unserem Topthema in diesem Heft. Vorbildlich zeigen sich auch die zwei Häuser in der Eizienzhausstrecke. Das Neubauobjekt mit Eizienzstandard 40 Plus versorgt sich selbst mit der nötigen Energie und das sanierte Zweifamilienhaus wurde mit einem KfW Award 2020 ausgezeichnet. So liefert auch dieses Heft wieder jede Menge Inspirationen für zukunftsgerechtes Bauen. Viel Spaß beim Entdecken wünscht Ihnen Barbara Stierle, Redakteurin
„Ein Haus mit dem wunderbaren Werkstoff Holz schenkt seinen Bewohnern ein unnachahmliches Raumklima, eine Quelle der Kraft, und einen Ort, an den man sich sicher und geborgen fühlt.” INFOS: Tel.: +49 2247 9172-30 www.stommel-haus.de
#eizienzhaus
INHALT
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60 #lächenheizung
#recycling
#stromsparen
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#vorher_nachher Zwei junge Stuttgarter Familien machten aus einem abbruchreifen Altbau zwei offene Haushälften mit viel Tageslicht und zeitgemäßer Energieeizienz.
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A
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aus alt mach neu Dieses Leuchtturmprojekt zeigt, wie ein Neubau mit maximalem Recyclinganteil realisierbar ist. kreislauffähig Ressourcen schonen, Abfall vermeiden, wiederverwerten und CO2 sparen – oder in einem Wort: zukunftsfähig bauen. ressourcen schonen Im Interview erklärt DGNB-Geschäftsführerin Dr. Christine Lemaitre, warum Recycling auch im Baubereich wichtig ist. nachhaltig wohnen Architektin Heike Brumme modernisierte ein Siedlungshaus, bei dem viel von der alten Substanz erhalten blieb.
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03 06 51 78 83
#stromsparen Unser Experte Reinhard Otter gibt Tipps, wie Sie im Haushalt weniger Strom verbrauchen.
futurehomes #inhalt
#zuhause_arbeiten Homeoice als Chance: Was wichtig ist, damit Sie die Vorteile voll nutzen können.
#lächenheizung Heizsysteme im Boden, an der Wand und an der Decke vereinen Komfort und Hygiene mit hoher Energieeizienz.
#eizienzhäuser Worauf es bei der Planung und beim Bau eines Hauses ankommt, das sehr wenig Energie verbraucht. Und wie der Staat dabei hilft.
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knowhow
#eizienzhaus Mit ihrem lexibel nutzbaren Eizienzhaus 40 Plus kann Familie Kleinert beruhigt in die Zukunft schauen.
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ansichtssachen
topthema #recycling
#1haus4meinungen
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#1haus_4meinungen Die Redaktion von #H4F hat das Musterhaus „Lanos 5.1620“ genau im Detail betrachtet.
#mein_beitrag Redakteur Gerd Walther nutzt seine Elektrogeräte, solange sie funktionieren und will damit helfen, unnötigen Elektroschrott zu vermeiden.
#editorial #facts+trends #adressen #grün+genial #ausblick+impressum
homes4future 2/2021 #H4F
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#zukunftstauglich Das als Anbau erstellte Tiny-House von Familie Affelski wird derzeit als Büro genutzt und bietet für später vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
service
futurehomes
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EIN PLUS VON
99 PROZE NT
Foto: www.weinor.de, www.para.itTempotest
bei der Nachfrage von Eigenheimbesitzern nach Solarstromanlagen verzeichnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) auf Grundlage von Daten der Bundesnetzagentur. Grund dafür sind gestiegenes Umweltbewusstsein, gesunkene Solartechnikpreise, der Umstieg auf E-Mobilität sowie der Wunsch nach Unabhängigkeit.
E I N S C H U T Z F Ü R H E I S S E TAG E
SONNE W ILLKOMMEN!
w w w. s o l a r w i r t s c h a f t .d e
Die Neuerscheinungen „Garten ohne gießen“ und „Bienen retten“ vom Ulmer Verlag wecken fundiert, hübsch in Szene gesetzt und nachhaltig die Vorfreude auf das nahende Frühjahr. Je 14 Euro bei www.ulmer.de
Aus einer Kooperation des Weinor Design Studios mit dem italienischen Tuchproduzenten Parà Tempotest entstand die zum Großteil aus Recycling-PET hergestellte Markisentuchkollektion „modern basics blue“.
Das Sonnenschutzgewebe der Markisen aus Polyester wird nachhaltig und ressourcenschonend gefertigt. Durch die Wiederverwertung von etwa 85 Prozent Recycling-PET ist die Produktion besonders energieeizient, das heißt rund 60 Prozent weniger Energieverbrauch, circa 45 Prozent weniger CO2-Emissionen. Weinor bietet die neue Kollektion in 16 verschiedenen modernen Dessins. Neben den klassischen Grau- und Sandtönen sind aktuelle Trendfarben erhältlich, darunter kräftige Sonnenfarben für strahlende Sommertage. w w w.w e i n o r.d e
Foto: Häfele, Nagold
Im Dezember 2020 wurde das Holzhochhaus „Skaio“ in Heilbronn als Modellprojekt für urbanen Holzbau mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur ausgezeichnet. Der DGNB-Präsident und Jury-Vorsitzende Amandus Samsøe Sattler bezeichnet das Gebäude als „architektonischen Pionier und Wegbereiter für den Holzbau in Deutschland“. Es entstand im Rahmen der Bundesgartenschau 2019 und war mit zehn Geschossen und einer Höhe von 34 Metern zum Zeitpunkt der Fertigstellung das erste Holzhochhaus in Deutschland. Der Preis wurde zum achten Mal von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben. w w w.d g n b .d e
Zwischen dem Innenausbau und dem Einzug sollten Bauherren das neue Haus auf Energielecks prüfen lassen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Geeignet dazu ist ein kombiniertes Prüf- und Messverfahren aus Blower-Door-Test und Thermograie. Die Thermograie hilft beim Aufspüren von Wärmebrücken und Feuchteschäden. Sie benötigt dafür beständige Temperaturdifferenzen in- und außerhalb des Gebäudes von mindestens 10 Grad Celsius und kann daher nicht ganzjährig eingesetzt werden. Immer möglich ist dagegen ein Blower-Door-Test, um die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle vor dem Einzug zu testen. Das ist wichtig, denn nur in diesem Stadium lassen sich Energielecks erkennen und auch noch vergleichsweise gut beheben. Bauherren sollten auf die Untersuchung bestehen und sich die unabhängige, abschließende Qualitätskontrolle mit Blower-DoorTest und Thermograie unbedingt schon am Anfang schriftlich im Vertrag zusichern lassen. Wichtig dabei: Nicht die Bauirma sollte die Untersuchungen machen, sondern unabhängige Experten, die auch ein Interesse daran haben, eventuelle Mängel aufzudecken. Bauherren sollten sich die Ergebnisse außerdem genau erläutern und schriftlich aushändigen lassen.
#facts+trends
EIN HOCH AU F HOLZ
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AUF LECKS PRÜFEN
w w w.v p b .d e
I N 15 M I N U T E N
Die „MerlinOne“-Schnellladestation von Jolt ist speziell für Ladesituationen konzipier t, in denen das bestehende S tromnetz für die Be reitstellung von Hochleistungsladung nicht ausreicht. Die S tationen sollen an bis zu 4 0 von der EG Group betriebenen Essostationen in Süddeutschland installier t werden. w w w. j o l t .e n e r g y
homes4future 2/2021 #H4F
VOLLE L ADU NG IN DE R CIT Y
#facts+trends
ACH T U NG FÖR DER LÜCK E
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2021 ist die neue Bundesförderung für eiziente Gebäude in Kraft getreten. Damit entfallen die Zuschüsse für energieeiziente Einzelmaßnahmen wie z.B. Wärmepumpen durch die Bafa. Im Neubau gelten jedoch noch bis Ende Juni 2021 die alten Regelungen der KfW-Eizienzhausförderung. Deshalb wird es erst ab dem 01.07.2021 möglich sein, zusätzlich zum EizienzhausStandard des Hauses in Genuss höherer Zuschüsse und 30 000 Euro mehr Darlehen zu gelangen, wenn durch die Nutzung erneuerbarer Energie zur Wärmeversorgung des Gebäudes eine sogenannte EEKlasse erreicht wird.
FA S S A D E N I N D I V I D U E L L G E S TA LT E N
homes4future 2/2021 #H4F
SENK R ECHT STA RTER Senkrecht angebrachte Fassadenproile, die in der Breite, der Tiefe und in den Farbtönen variieren können, eröffnen vielerlei Möglichkeiten der Außengestaltung. So bringt Osmo mit seiner Neuentwicklung „Verto“ Vielfalt ins Spiel.
Fassaden aus Holz sind aktuell sehr gefragt, nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung. „Verto“ ist ein Fassadenproil mit senkrechter Ausrichtung und großem Spielraum bezüglich der Größen- und Farblexibilität. Je nach Zusammenstellung der in drei Breiten und zwei Stärken erhältlichen, frei kombinierbaren Proile lassen sich interessante dreidimensionale Effekte erzeugen und individuelle Planungen leicht umsetzen. w w w.o s m o.d e
WOHNR AUM K O M PA K T Zu de n M ö glic hkei te n , im A l te r Wo hnf läc he n nac hhal tige r zu nu t ze n , zähle n et wa de r U mbau vo n zu gro ß gewo rde ne n Häuse r n in m e hre re Wo h nunge n o de r ein U mzug in eine k leine re Wo hnung . L au t U mfrage sind viele äl te re M e nsc he n of fe n für Ve rände r ung . Das IS O E (Insti tu t für sozial - ö ko lo gisc he Fo rsc hung) und das ife u (Insti tu t für E ne rgie - und U mwel tfo rsc hung) hab e n ge m einsam mi t de m K reis S teinfur t ein B e ratungs ko nze pt für äl te re Haus eige ntüm e r * inne n zur Wo hnraumm o bilisie r ung e nt wic kel t . M e hr unte r : w w w.o e ko.d e / l e b e n s r a e u m e
Adressen Seite 51
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Foto: www.osmo.de
w w w. k f w.d e
SO GEHT‘S RICHTIG
ON LIN E-S HOPPING MIT KLIMASCHUTZ Dass Online-Shopping nicht per se schlecht für den Klimaschutz ist, zeigt eine Studie des Umweltbundesamtes. Bis zu drei Viertel der Treibhausgas-Emissionen eines Produkts entstehen bereits bei der Herstellung. Bedeutend ist somit nicht ob, sondern was und wieviel wir online konsumieren. Darüberhinaus ergab die Studie, dass es klimafreundlicher ist, sich ein Produkt nach Hause liefern zu lassen, als selbst mehrere Kilometer zum nächsten Geschäft zu fahren. Fazit: Wichtig ist es, langlebige und umweltfreundliche Produkte zu kaufen, und dies am besten beim Händler um die Ecke.
Positive Energie ... ... kann man nie genug haben.
w w w.u m w e l t b u n d e s a m t .d e
NACH H A LT IG? OF T A N DERS A LS GEDACH T Papier oder Plastik? Bio oder unverpackt? Kuhmilch oder Hafermilch? Greifen wir nicht oft in bester Absicht nach bestimmten Produkten, in der festen Überzeugung, auf deren Nachhaltigkeit geachtet zu haben? Doch häuig wissen wir nicht, welche Prozesse dahinter stecken, was wirklich nachhaltig ist. Julia Felicitas Allmann, spezialisiert auf die Themen Ernährung und Gesundheit, gibt anhand von 66 Beispielen Antworten auf komplizierte Fragen rund um dieses wichtige Thema. Ihre Anregungen sind im Alltag einfach umzusetzen. Erhältlich für 9,99 Euro bei w w w.g r a e f e - u n d - u n z e r.d e
Home4Future im Standard. Alle unsere Häuser sind mit ökologischer Gebäudehülle, Photovoltaikanlage, Energiespeicher, Frischluft-Wärmetechnik und smarter Haussteuerung ausgestattet. weberhaus.de
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ALLES IST MÖGLICH
Andrea und Torben Affelski haben mit dem liebevoll renovierten Klinkerhaus und dem Anbau für sich die optimale Lösung gefunden.
futurehomes #zukunftstauglich_bauen homes4future 2/2021 #H4F
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Ein multifunktionaler Anbau neben einem traditionellen Backsteinhaus: das geht und sieht auch noch gut aus. Das Tiny-House der Familie Affelski bietet zusätzliche Wohnläche, lässt sich lexibel nutzen und an wechselnde Lebenssituationen anpassen – als Büro, Seniorenwohnung oder Teenagertrakt.
Große und geschickt platzierte Glasflächen lassen viel Tageslicht ins Innere.
Zukunftstauglich ist dieses Tiny-House aufgrund seiner verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. Vor einiger Zeit haben Torben und Andrea Affelski in Kerpen ein altes Klinkerhaus gekauft und liebevoll renoviert: das Sichtmauerwerk, die Sprossenfenster und die Haustür in Bogenform. Ein separater Zugang neben dem Haupteingang führt zu einer Einliegerwohnung. Dort hatte bislang die Mutter des Bauherrn gelebt, doch der Wohnraum für die fünfköpige Familie wurde mit steigendem Platzanspruch der drei Kinder langsam etwas eng. Ein Anbau war im Gespräch. Da kam es gerade recht, dass sich die Mutter ebenfalls neu orientieren wollte. „Das nahmen wir zum Anlass, beides zusammen in Angriff zu neh-
men, die Renovierung der Einliegerwohnung und das Anbauprojekt“, erzählt Torben Affelski. Allerdings wollte die Familie nicht mehr selbst Hand anlegen. Diesmal sollten die Umbauarbeiten für die Bauherrschaften ohne großen Aufwand vonstattengehen. Torben Affelski, der im Immobiliengeschäft tätig ist, kannte die Flying Spaces von Schwörer – schlüsselfertige Tiny-Houses, die an einem Stück an ihren Standort geliefert und dort mit einem Kran aufgestellt werden. Es war ihm bekannt, dass Immobilienexperten dieser Wohnform sehr viel Zukunft voraussagen. Und er wusste, so schnell, sauber und kostensicher würde er kaum anderweitig an zusätzlichen Wohnraum kommen. Für das Anbauprojekt der Familie entschied sich der Bauherr für zwei schmale Module, die leicht versetzt nebeneinander angeordnet sind. So entstand eine geschützte Hofsituation zwischen dem Anbau und dem Haupthaus, mit Blick in und Zutritt zum großen Garten. Auf diese Weise konnte nicht nur der vorhandene Platz gut genutzt werden, sondern auch die Vorteile der schmalen Flying Spa-
ce-Variante mit 3,32 Metern Breite: geringere Transportkosten und bessere Kombinationsmöglichkeiten. Die beiden Wohnmodule bilden mit ihrer weißen Putzfassade einen modernen Kontrast zu den traditionellen rotbraunen Klinkern des Haupthauses. Der Gebäudeteil mit der Einliegerwohnung schafft einen harmonischen Übergang, da auch hier die Fassade verputzt wurde. Eine leicht erhöhte Lage mit Sockel und Treppen zum Eingang sorgen zusammen mit schmalen Fensterbändern für eine angenehme Distanz zur Straße. Das ganze Ensemble wirkt in Farb- und Materialwahl harmonisch aufeinander abgestimmt. Für Familie Affelski hält der Anbau mehrere Optionen bereit. Derzeit dient es dem Ehepaar als Arbeitsraum. „Endlich haben wir einen ruhigen Platz für Besprechungen. Es stört nicht mehr, wenn der andere nebenan telefoniert“, freut sich Andrea Affelski. Die Finanzexpertin empindet es als Vorteil, von zu Hause aus zu arbeiten: „Ich bin lexibler in meiner Zeitplanung, kann zwischendurch mal kurz weg, um die Kinder irgendwo abzu-
Bauherr Torben Affelski
EG
3,31 m
10,31 m
WOHNEN 26
Version 1
ARBEITEN 9
WC 1,5
3,31 m
BAD 6
Warum haben Sie sich für das Flying SpaceKonzept entschieden? Die Wohnmodule waren ideal für unser Projekt, weil man sie stapeln und in verschiedenen Größen miteinander kombinieren kann. Damit konnten wir die vorhandene Grundstücksläche optimal ausnutzen. Noch dazu hatte ich gleich ein Anschauungsobjekt, das ich Kunden zeigen kann, die Anbauten, Erweiterungen oder Aufstockungen planen. Ein toller Mehrwert! Selbst der Handwerkermangel ist damit kein Thema mehr.
7,21 m
WOHNEN ESSEN/ KOCHEN 26
EG Version 2
WC 1,5
SCHLAFEN 9
Und später? Eines der Kinder könnte später mal im Anbau wohnen oder wir quartieren meine Mutter dort ein, falls sie einmal plegebedürftig werden sollte. Oder meine Frau und ich ziehen später mal dort ein und ein Kind mit Familie lebt im Haupthaus.
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BAD 6
Wie nutzen Sie den Anbau? Zunächst nutzen wir die Räume als unser Büro. Ich wickle darin die Immobiliengeschäfte ab, meine Frau übernimmt die Finanzberatung.
futurehomes #zukunftstauglich_bauen
Nachgefragt bei
Der an das alte Haus angegliederte Anbau dient derzeit als Büro und kann später auch als zusätzlicher Wohnraum genutzt werden.
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ALT & NEU GUT KOMBINIERT
knowhow #wärmepume+lächenheizung
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FÜR ZUKUNFT VORGESORGT
holen oder Besorgungen zu machen.“ Weiterer Vorteil: Der Anbau ist weit genug weg vom Haupthaus, sodass das gewerbliche Büro von allen Familienmitgliedern als eigenständiger Arbeitsplatz akzeptiert wird. Auch die Kundenkontakte sind vom Familienleben getrennt. Darüber hinaus hat Familie Affelski mit dem Anbau auch für die Zukunft vorgesorgt. Für alle Eventualitäten wurde im Anbau ein kompletter eigenständiger Wohnbereich mit Küche vorbereitet. Dort wo heute der Empfang eingerichtet ist würden eine offene Küche und der Wohnbereich gestaltet werden. Seitlich davon, im zweiten Teil des Anbaus, würde das Schlafzimmer platziert werden, vom Wohnbereich getrennt durch den Einbauschrank aus der Schwörer Designschreinerei, der heute schon als Raumteiler zwischen Empfang und Besprechungsbereich dient. Horizontale schmale Fensterbänder schützen diesen Bereich vor Einblicken. Geschickt geplant: Eine Wandscheibe mit Sanitärinstallation hält das Bad mit Dusche und WC außer Sicht – gleichzeitig trendy und platzsparend.
homes4future 2/2021 #H4F
gw#H4F
Nicht nur die Eltern fühlen sich wohl. Die gemütliche und gleichzeitig praktische Inneneinrichtung trägt dazu bei.
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Entwurf: Flying Space Hersteller: Schwörer Haus 72531 Hohenstein-Oberstetten Tel. 07387/16-0 Konstruktion: Holzverbundkonstruktion mit Holzfassade, U-Wert 0,151 W/m²K, Flachdach U-Wert 0,150 W/m²K, dreifach verglaste Kunststofffenster, Ug-Wert 0,6 W/m²K Technik: Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, elektrische Direktheizelemente (Vitramo-Elemente), Trinkwasserwärmepumpe, PV-Anlage auf dem Bestandsgebäude zur Kompensation der EnEV-Vorgaben, Elektrozähler. Energiebedarf: Eizienzhaus 55 Wohnläche: EG 42,5 m²
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gewissen Anforderungen genügen, damit sich Familienleben und eine erfolgreiche beruliche Tätigkeit nicht negativ, sondern positiv gegenseitig beeinlussen und Sie zudem einen inanziellen Vorteil aus Ihrer Lebenssituation ziehen. Zeit und Geld sparen Es gibt viele Pluspunkte, beispielsweise bedeutende Einsparungen an Fahrtkosten und Zeit. Und Sie können Ihr Haus eventuell in einer Gegend bauen, wo die Bauplätze wesentlich
günstiger sind als in der Nähe zum meist citynahen Arbeitsplatz. Ihre Flexibilität wächst, Sie können schnell reagieren, wenn zu Hause „Not am Mann“ ist wegen Krankheit oder anderen Unwägbarkeiten. Sie sind nicht an feste „Oice“-Zeiten gebunden und können abends oder am Wochenende noch einmal schnell ins Büro „hüpfen“. Hier liegt natürlich auch eine Gefahr – nämlich keine klare Linie mehr ziehen zu können zwischen Berufs- und Privatleben. Je strikter die Bereiche Wohnen und Arbeiten getrennt sind,
futurehomes #wohnen_und_arbeiten homes4future 2/2021 #H4F
Sicher: Wenn die Pandemie irgendwann einmal vorbei ist, wird sich manch Heimarbeiter freuen, wieder regelmäßig ins Büro zu „dürfen“: Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen, die jahrelang gewohnte Alltagsumgebung...usw. Doch auch wenn sich der eine oder andere Arbeitgeber noch sperrt: Der Trend geht in die andere Richtung. Viele Arbeitnehmer schätzen inzwischen die hinzugewonnene Flexibilität und nicht zuletzt den Wegfall der morgendlichen Fahrt zum Arbeitsplatz und abends wieder zurück – verbunden mit Staus auf der Straße oder überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Aus Klimaschutzgründen ist der Trend zu vermehrter Heimarbeit allemal vorteilhaft, denn der erhöhte Verbrauch an Strom und Heizenergie in den Privathaushalten wird durch den verringerten Berufsverkehr mehr als ausgeglichen. Wenn Sie also gerade ein neues Haus oder eine grundlegende Renovierung planen und den Wunsch sowie die Möglichkeit zur Heimarbeit haben, erscheint es naheliegend, die Tätigkeit, sei sie gewerblich, freiberulich oder fest angestellt, in das Haus zu integrieren. Es kommt nur darauf an, wie. Denn die Verbindung von beidem sollte
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Nicht erst seit Corona: Wohnen und Arbeiten zu verbinden, kann viele Vorteile haben, für das Familienleben und auch inanziell. In der Planungsphase können Sie wichtige Weichen stellen, um damit wirklich erfolgreich zu sein.