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FACH SCHRIFTEN VERLAG

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WIE MÖCHTEN SIE LEBEN? Die Entscheidung, ein Haus zu bauen, ist der Anfang einer fantastischen Reise. Ganz unabhängig davon, ob Sie bereits wissen, wohin diese Reise führen soll, müssen Sie unterwegs vieles bedenken. Finanzielle Aspekte, den Grundstückskauf, die neue Nachbarschaft, Entfernungen zu Schule, Arbeit, Einkauf. Und natürlich das Haus selbst: Größe, Aufteilung, Ausgestaltung und Ausstattung. Vor Ihnen liegen viele Entscheidungen. Als Profis mit über 110 Jahren Erfahrung im Hausbau unterstützen wir Sie tatkräftig und kompetent auf jeder Etappe Ihrer Reise. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir das Haus, das der Mittelpunkt Ihres Lebensraums wird. MACHEN WIR UNS GEMEINSAM AUF DIE REISE. Bien-Zenker GmbH Am Distelrasen 2 36381 Schlüchtern

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„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die

Zukunft,

denn in ihr gedenke ich zu leben.“

Fingerhut Haus erfüllt nicht nur Wohnträume. Fingerhut Haus er­ schafft mit Erfahrung, natürlichen Materialien und Know­how aus ganz individuellen Wünschen neue Lebensmittelpunkte – damit sie auch lange lebenswert bleiben.

Albert Einstein, Physiker

Liebe Leserin, lieber Leser, auch wenn der Bau eines Hauses nicht die Komplexität von Einsteins Theorien hat: Auch hier ist die Beschäftigung mit künftigen Entwicklungen und Anforderungen eine sehr wichtige. Denn wenn wir heute bauen, tun wir das doch mit dem Ziel, in unserem neuen Haus möglichst lange und zufrieden zu leben. Dazu gehört nicht nur eine schöne Gestaltung, sondern vor allem eine zukunftssichere Bauweise, ein möglichst sparsames Energiekonzept sowie eine Grundrissplanung, die langfristig flexibel bleibt. Deswegen haben wir uns für diese aktuelle Ausgabe von bauen. unter anderem mit drei Themen intensiv beschäftigt, die jeder Bauherr auf seiner Prioritätenliste ganz weit oben ansiedeln sollte: Die Verwendung umweltschonender erneuerbarer Energien (ab S. 80), Wohngesundheit (ab S. 72) sowie Grundrisskonzepte, die allen Altersklasssen einer Familie gerecht werden (ab S.12). Das klingt zunächst komplex und nicht sehr heimelig: Im Wohnalltag werden diese anspruchsvollen „Zukunftsthemen“ – dank sorgfältiger Planung, dem Einsatz von cleveren und geprüften Bauprodukten sowie moderner Technik – schnell in den Hintergrund treten und das in den Fokus rücken, worauf es eigentlich ankommt: langfristig sorgenfreies und komfortables Wohnen. Die gezeigten Lösungsansätze gesund, umwelt- und generationengerecht zu bauen, sind dabei sehr vielfältig, was Ihnen als Bauherr zeigt, wie viel Spielraum Sie für individuelle Entfaltung haben. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen, herzlichst Ihre

Astrid Barsuhn, Chefredakteurin

Fingerhut Haus GmbH & Co. KG 57520 Neunkhausen/Ww Info-Line 02661-9564-0 info@fingerhuthaus.de www.fingerhuthaus.de

EDITORIAL•


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ALLE ZUSAMMEN – JEDER FÜR SICH

Mehrgenerationenhäuser

12 66 KÜCHEN-REZEPTE: SO GELINGT‘S

36

4  bauen. 6/7-2018


IE

UN

48

Bauen für Generationen

G

E

Architektur

IC H E E N E L R ND

12 Reportage: Wohnen mit der Großfamilie 20 Wissen: Alle zusammen – jeder für sich

Küche & Essplatz

80

30 Reportage: Voller Lebensgenuss 36 Wissen: Die Seele des Hauses

Ökologie Keller

unter „Fachschriften“

s ch af t s d i e n st Freund bau e n. vo n

Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie uns auch auf www.facebook.com/bauen

Schön & gut Beispielhaft gesunder Lebensraum

Kostbares Nass clever nutzen

Gesund wohnen 66 Reportage: Schön & gut 72 Wissen: Vorsorge ist besser 76 Reportage: Ein Haus für zwei

56

Technik Regenwassernutzung 42 Reportage: Was Sonne und Regen geben 48 Wissen: Alles Gute kommt von oben

Regenerativ heizen 80 Reportage: Vom Dach auf den Teller 86 Wissen: Grüne Wärme

HAUS MIT TIEFGANG

Flexible Nutzung dank Keller

Geld & Recht

ARCHITEKTUR. ÖKOLOGIE. TECHNIK.

44. Jahrgang, Juni/Juli 2018

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Mehrgenerationenhäuser & Bungalows

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Service

FACH SCHRIFTEN VERLAG

bauen 06/07-2018

51 Bauleistungsbeschreibung: Was nicht drinsteht, kostet extra!

06/07-2018

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56 Reportage: Flexibel mit Aussicht 60 Wissen: Unten, aber oho!

06/07 bauen.

bauen. digital lesen. Abos fürs Tablet unter

GESUND WOHNEN Planung • Baustoffe • Ausführung •

Die Titel-Aufnahme stammt von Schwörer Haus und zeigt das Musterhaus Auggen. Mehr lesen Sie dazu ab

Seite 66.

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bauen. 5


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Das neue Bauvertragsrecht – seit 1.1.2018 in Kraft und gültig für alle seitdem geschlossenen Bauverträge – bringt Bauherren Vorteile, setzt sie aber auch unter Druck. Eine problematische Regelung ist die sogenannte Abnahmefiktion. Mit der Abnahmefiktion bezweckt der Gesetzgeber, dass Bauherren die Abnahme eines im Wesentlichen mangelfrei hergestellten Bauwerks nicht zu Lasten der Baufirma hinauszögern. Damit wollte der Gesetzgeber die Abnahme zwischen Baufirmen und ihren Subunternehmern vereinfachen. Sie gilt aber auch für Bauherren und besagt: Setzt der Unternehmer nach Fertigstellung des Werks den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen erst gar nicht, dann gilt die Abnahme als erfolgt. Als Faustregel gilt: Angemessen können zehn bis 14 Tage sein. Innerhalb dieser Zeit müssen Bauherren handeln und der Firma mindestens einen Mangel nennen, sonst gilt die Abnahme als erteilt. Bauherren dürfen diese Frist keinesfalls ignorieren, denn mit der Abnahme sind weitreichende Konsequenzen verbunden: Zum Beispiel kehrt sich die Beweislast um. Nach der Abnahme müssen die Verbraucher dem Bauunternehmer alle Mängel nachweisen. Das kann kompliziert und teuer werden. Wer seine Baustelle während der Bauphase regelmäßig überwachen lässt, hat damit kaum Probleme. Wer allerdings erst kurz vor Abnahme einen Experten mit der Baukontrolle beauftragt, der entdeckt naturgemäß nur den dann noch sichtbaren Teil der Mängel. Die Abnahmefiktion greift übrigens nur, wenn der Unternehmer die Bauherren vorab über die Rechtsfolgen informiert hat – in Textform. Dazu reicht eine E-Mail! Bauherren sollten solche Schreiben in Zukunft also keinesfalls ignorieren. Mehr unter > www.vpb.de

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VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag, Berlin

Anschriften Seite 71

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WOHNEIGENTUMSQUOTE IN DEUTSCHLAND

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Im europäischen Vergleich der Wohneigentumsquoten liegt Deutschland mit 45 Prozent an vorletzter Stelle. Dies stellte das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer Studie im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall fest. Neben dem mangelnden Angebot an Wohnimmobilien und Bauland in attraktiven Lagen ist laut der Studie zu wenig Eigenkapital ein Hauptgrund für die Stagnation. 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises müssen in die Finanzierung selbst eingebracht werden – vor allem für junge Menschen zu viel. > www.schwaebisch-hall.de

8  bauen. 6/7-2018

Für eine harmonische Gesamtwirkung sollten zum Wohnbereich offene Treppen denselben Belag haben wie der Fußboden. Um dies möglichst unkompliziert umzusetzen, bietet der Holzboden-Spezialist Haro nun spezielle Produkte für die perfekte Treppenverkleidung. Die vorgefertigten Treppenabschlussleisten sowie die seitlichen Verkleidungen sind passend zu allen Haro-Parkettböden sowie den „Disano“-Designböden erhältlich. > www.haro.com

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THE SMARTER E: 20.-22.06.2018. Messegelände München. Mehr als 1200 Aussteller zeigen aktuelle Produkte, neue Entwicklungen und Lösungen zur regenerativen Stromerzeugung, Verteilung, Speicherung und intelligente Nutzung von Energie. > www.messen.de

Garten & Ambiente LebensART: 22.-24.6.2018. Kurhaus Bad Salzuflen. Regionale Erlebnis- und Verkaufsausstellung für Wohnen, Freizeit, Kunst, Kultur und Ambiente. > www.messen.de

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Anschriften Seite 71

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A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • B a u e n f ü r Generatio nen

Wohnen mit der Groß-

familie

Wie gut das Leben mehrerer Generationen unter einem Dach klappen kann, beweist Familie Schmitt eindrucksvoll. Großzügige, separate Wohneinheiten sorgen für ein ausgewogenes Abstands- und Näheverhältnis.

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M

it insgesamt vier Töchtern und einigen Enkelkindern war lange vor den ersten Bauplanungen klar: Familie Schmitt braucht Platz. Wie das neue Heim aussehen sollte, wussten Annemarie und Hjalmar Schmitt auch schon ziemlich genau. Sie wünschten sich ein Haus wie an der Algarve: Seit das Ehepaar einmal zu Gast bei einer Familie in Portugal gelebt hatte, träumte es vom eigenen Zuhause in genau diesem Stil – in kubischer Bauweise und mit großer Dachterrasse. „Das Haus in Portugal ist

uns einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen“, berichtet Hjalmar Schmitt. Seine Frau Annemarie hatte entsprechend erste Skizzen angefertigt – und der Haushersteller Fingerhaus setzte die Wünsche des Paares optimal um. Dabei handelt es sich bei den Schmitts um wahre Familienmenschen: Nachdem Annemarie und Hjalmar Schmitt jahrzehntelang selbst mit ihren Eltern und Schwiegereltern in einem Haus zusammengelebt hatten, planten sie ihr neues Domizil nun widerum mit reichlich Platz für sich, ihre eigenen


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • B a u e n f ü r Generatio nen

Kinder und Enkelkinder: Ihre Erfahrungen, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu wohnen, waren so positiv, dass sie dieses Modell aufgriffen und fast schon wie eine Familientradition fortsetzten. „Wir haben uns immer gut verstanden. Die Oma hat auf unsere Kinder aufgepasst und später haben wir uns um sie gekümmert“, erinnert sich der Bauherr. Heute leben er und seine Frau mit Tochter Pia (23 Jahre) und deren Lebensgefährten Tür an Tür. Das junge Paar bewohnt eine 72 Quadratmeter große Einliegerwohnung, die im Erdgeschoss an die Hauptwohnung grenzt. Die anderen Kinder haben bei Übernachtungsbesuchen Platz im Untergeschoss, wo neben der großen Garage auch ein 15 Quadratmeter großes Zimmer mit Bad vorhanden ist, oder im Gäste- sowie im Arbeitszimmer im Erdgeschoss.

An Esstisch und Küchentresen kommt die Familie oft und gerne zusammen und auch ohne Besuch sind es zwei der liebsten Plätze des Hausbesitzers. Dank der Hanglage des Hauses kann er von hier aus schon morgens den Blick über das angrenzende Edertal schweifen lassen.

Flexibel und weitsichtig Die Wohnung der älteren Generation nimmt den Löwenanteil des Gebäudes ein und erstreckt sich über Erd- und Obergeschoss: Im Erdgeschoss wird gewohnt, gekocht und mit den Kindern zusammengesessen, gegessen und geplauscht, im Obergeschoss liegen Schlafzimmer, Bad, Ankleide sowie ein Herrenzimmer mit Bar und Fernseher als zusätzlicher

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„Der Tisch im Wohnzimmer ist so groß, dass wir alle daran Platz finden. Das ist wichtig, weil wir oft und gern Besuch bekommen.“ Hjalmar Schmitt, Bauherr

Im Obergeschoss liegen Schlafzimmer, Bad und Ankleide von Annemarie und Hjalmar Schmitt. Wie im ganzen Haus lassen sich die Rollläden bequem per Funk fernsteuern. Ebenfalls praktisch: die Türkommunikationsstation. „Fingerhaus hat uns zu diesen modernen Systemen perfekt beraten“, sagt der Hausherr – glücklich über diesen Komfortgewinn.

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A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • B a u e n f ü r Generatio nen

Die Einliegerwohnung ist aufs Wesentliche reduziert und gleichzeitig großzügig gestaltet. Hell und offen fällt auch hier der gemütliche Wohn-Ess-Kochbereich aus, der mit über 50 Quadratmetern den Hauptanteil der Wohnung einnimmt. Ergänzt wird er durch Schlafzimmer, Hauswirtschaftsraum und ein Dusch-WC.

Rückzugsort. Tochter Pias Wohnung befindet sich ausschließlich im Erdgeschoss: Sie hat einen separaten Eingang, verfügt innen aber im Bereich der Diele außerdem über einen direkten Zugang zur Wohnung der Eltern. Neben der vorhandenen Einliegerwohnung von Tochter Pia bietet auch das Untergeschoss noch Raum für eventuelle Umnutzung: Momentan ist in der Garage Platz für vier Autos und es gibt einen großen Technik- und zwei Lagerräume – ein Teil könnte hier problemlos als weitere Zusatz-Wohnung ausgebaut werden. Diese könnte vermietet oder für eine Pflegekraft im Alter genutzt werden. „Eigentlich wollte ich nie ein Fertighaus bauen“, sagt Hjalmar Schmitt, „heute würde ich jedem dazu raten.“ Kein Wunder, hat sich sein großer Traum, ein eigenes Großfamilienhaus zu schaffen, das als Zuhause und Zufluchtsort flexibel auf die wechselnden Bedürfnisse seiner Familie reagiert, kompromisslos erfüllt. cm •

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NEAPEL

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Am Whirlpool auf dem Sonnendeck des Hauses erfreut sich die ganze Familie: Er dient als Badewannenersatz und für die Enkel zum Planschen. Die Dachterrasse misst über 100 Quadratmeter und bietet einzigartige Aussichten auf die malerische umliegende Landschaft.

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A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • B a u e n f ü r Generatio nen

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SCHLAFEN 9,5 DACHTERRASSE

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ANKL. 13

LOUNGE 17

13,22 m

WC 2,5

HWR 14

DIELE 33,5

KOCHEN 8,5 DU/ WC 5

FLUR 3

DU/ WC 4

21,41 m

ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

„Für uns war klar: Wenn wir neu bauen, wird es auf jeden Fall wieder ein Mehrgenerationenhaus.“ Hjalmar Schmitt, Bauherr

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Mehrgenerationenhaus

• WOHNFLÄCHEN:

EG 130 + 72 m2, OG 64,5 m2

• BAUWEISE:

Holzverbundkonstruktion mit Mineralwolledämmung „Thermo +“, Putz-Fassade, U-Wert der Außenwand 0,123 W/m2K; Kunststofffenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert: 0,6 W/m2K; Flachdach, U-Wert Dach 0,191 W/m2K

• TECHNIK:

Erdgas-Heizung, Solaranlage zur Warmwasserunterstützung, Fußbodenheizung, Hausautomationssystem von Somfy „iohomecontrol“, getrennte Wärmemengenzähler, Fensterfalzlüfter

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 80,00 kWh/m2a Endenergiebedarf: 17,8 kWh/m2a

• BAUKOSTEN:

nehmen wurde 1820 als Zimmerei in Frankenberg/Eder gegründet. Seit 1948 Fertighaus-Produktion, bis mehr als 13 000 realisierte Häuser; 732 Mitarbeiter

• LIEFERRADIUS:

Auf Anfrage beim Hersteller

Deutschland, Luxemburg, Schweiz

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Fingerhaus Auestraße 45 35066 Frankenberg/Eder Tel.: 06451/504-0, www.fingerhaus.de

Ein ausführliches Firmenporträt sowie weitere ausgewählte Entwürfe von Fingerhaus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/fingerhaus

Anschriften Seite 71

& FAKTEN

Fotos: Fingerhaus

DATEN

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Alle zusammen –

jeder für sich Das Zusammenleben als Großfamilie kann eine echte Win-winSituation für Jung und Alt sein, aber auch unabhängiges Leben im barrierefreien Bungalow stellt eine attraktive Lösung fürs Wohnen im Alter dar. Die folgenden Wohnkonzepte bieten moderne, flexible Lösungen für sich wandelnde Lebens- und Familienumstände. 20  bauen. 6/7 -2018


Schönes Miteinander Wo Jung und Alt unter einem Dach zusammenleben, können beide Generationen von der Hilfe und Gesellschaft des anderen profitieren. Auch Kosten rund ums Haus können von beiden Parteien getragen werden. Für ausreichend Privatsphäre ist jedoch unbedingt zu sorgen: Jede Wohneinheit sollte komplett ausgestattet sein, reichlich Rückzugsräume sowie separate Eingänge und Terrassen bieten. Besitzverhältnisse und Anteile am Haus sind vorab zu klären und mit einem Anwalt zu besprechen.

Traumhaft schön gelegen, am Genfer See, konnte Jessica Caprez ein Baugrundstück erwerben, auf dem die Gestalterin ihr komfortables Generationenhaus mit zwei kompletten Wohneinheiten für sich und ihre Eltern verwirklichte. Sie selbst bewohnt das Obergeschoss, die Eltern das Erdgeschoss. Separate Eingänge bieten für beide Parteien ausreichend Privatsphäre und die Etagen sind mit Blick auf später altengerecht und barrierefrei gestaltet sowie durch einen Lift miteinander verbunden. > www.regnauer.de

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bauen. 21


A R C H I T E K T U R • WISSEN • B a u e n f ü r G e n e ratio nen

Nichts ist so beständig

wie der Wandel.

Heraklit

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Gut gerüstet Flexible Raumangebote bieten eine gute Basis, um für verschiedenste Lebenssituationen gut gewappnet zu sein: Sei es durch ein Zusatzzimmer, das als Gäste-, Arbeits-, Kranken- oder später Schlafzimmer im ebenerdigen Bereich genutzt werden kann oder durch eine komplette Einliegerwohnung für erwachsene Kinder, die Großmutter oder gegebenenfalls Pflegepersonal. Auch ein Aufzug – oder diesen für später vorzusehen – schafft langfristig Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit im eigenen Haus.

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A R C H I T E K T U R • WISSEN • B a u e n f ü r G e n e ratio nen s c h af t s d Freund bau ienst e n. von www.facebook.com/bauen.magazin

Als das Rentnerehepaar dieses traumhafte Grundstück an einem See in Frankreich fand, war für den Hobby-Segler klar, dass er – zum ersten Mal im Leben – bauen würde. Haus „Seeblick“ bietet auf 170 Quadratmetern vier Schlafzimmer, zwei Bäder, eine Sauna und einen großen Wohnbereich mit geschützter Terrasse: Viel Platz also für Hausbesitzer, Kinder und Enkel. Eine angenehme Zonierung war durch die Winkelform möglich. Das perfekte Feriendomizil für die zehnköpfige Großfamilie. > www.fullwood.de

Bequem eben Bungalows schaffen, da alle Nutzungen auf einer Ebene angeordnet sind, beste Voraussetzungen für barrierearmes Wohnen. Werden Schwellen und Stufen konsequent vermieden, kann sowohl für Kleinkinder als auch für Senioren ein besonders sicheres Zuhause entstehen. Wirklich barrierefrei wird es, wenn breite Flure und Türen vorgesehen werden und noch sicherer ist es außerdem mit Lichtschaltern und Schwellen, die kontrastreich gestaltet sind.

„Ein gesundes Alter ist zugleich lebensfroh.“ Jacob Grimm, Sprach- und Literaturwissenschaftler

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Anschriften Seite 71


Fotos: Stefan Voelker

A R C H I T E K T U R • WISSEN • B a u e n f ü r G e n e ratio nen

Auf einem langen, schmalen Grundstück realisierten die Architekten Hillekamp & Weber diesen eingeschossigen Baukörper mit besonders markanter Südfassade. 24,5 Meter lang und 8,5 Meter breit ist das Wohnhaus mit dem Spitznamen „USB Stick“, dessen Backsteine individuell gefertigt sind. Die auskragende Fassade leitet das Sonnenlicht wie ein Lichtschacht ins Hausinnere. Bewusst einfach strukturiert, liegen auf der Nordseite im hinteren Bereich liegen Schlafund Badezimmer, in der Mitte die Eingangsdiele und Richtung Süden Wohnraum und Küche. Komfortabel, ebenerdig, mit weiten Blickachsen. > www.hiwe.de > www.backstein.com

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Anschriften Seite 71

Soll das neue Heim lebenslang ein maßgeschneidertes Zuhause bieten, kann es auch für junge Familien durchaus sinnvoll sein, beim Bauen schon ans Alter zu denken. So taten es auch Andrea und Enrico Herold, die nach der Geburt ihres Kindes einen Bungalow bauten, der ihnen später barrierefreies Wohnen ermöglichen wird. Das Paar fand einen günstigen Bauplatz mit leichter Hanglage und malerischem Baumbestand. Architekt Rodrigo Abarzúa ermittelte den optimalen Platzbedarf, sodass ein vergleichsweise kompakter, 135 Quadratmeter umfassender Grundriss für bis zu vier Personen entstand. Gebaut wurde das Haus von der oberpfälzischen Zimmermeisterhaus-Manufaktur Riedl Holzbau. > www.zmh.com

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. chinesisches Sprichwort

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A R C H I T E K T U R • WISSEN • B a u e n f ü r G e n e ratio nen

Eine Mutter ist das sicherste Haus. M. Wertenbroek

Greifbar nah In unmittelbarer Nähe und doch jeder für sich: Tür an Tür lebend, haben Eltern wie Kinder viel Privatsphäre in den jeweils eigenen vier Wänden und trotz gewisser Distanz ist der andere schnell zur Stelle, sollte einmal Hilfe nötig sein. Außerdem kann kostbare Zeit für weite Besuchswege gespart werden und stattdessen direkt am Leben des anderen teilgenommen werden: Großeltern können bei der Kinderbetreuung helfen, die jüngere Generation unterstützt bei schwerer Gartenarbeit, Einkäufen und ähnlichem.

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Anschriften Seite 71

Als Jessica und Stephan Drossart Mutter Marianne fragten, ob sie gemeinsam bauen wollten, fiel ihr diese Entscheidung nicht leicht – denn es bedeutete, nach 52 Jahren aus der Stadt zurück in die ländliche Heimat zu ziehen. Doch dann stimmte sie zu. Zunächst hatten die Drossarts über ein Zweifamilienhaus nachgedacht, sich dann aber doch für zwei Häuser auf zwei Grundstücken entschieden. „Durch den gemeinsamen Bau ergaben sich bei der Ausführung viele Synergien, die den Handwerkern und uns zugutekamen.“ Den Garten nutzen beide Parteien und Marianne Drossart sorgt mit Liebe und Begeisterung für blumige Akzente. Die Rentnerin freut sich, hier bald – ganz nah – ihr Enkelkind aufwachsen zu sehen. > www.viebrockhaus.de

WOLF-HAUS GmbH Koppenmühle • 97705 Burkardroth-Gefäll Telefon: 09701 9111-0 • Mail: info@wolf-haus.de www.wolf-haus.de


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Kü c h e & Es sp latz

Voller

Lebensgenuss

Ein Haus für die Sinne: Das schuf sich ein Ehepaar in ruhiger Ortsrandlage in Oberbayern. Perfekt, um Freizeit und Feierabend stets voll auszukosten.

30  bauen. 6/7-2018


Ob drinnen, am großen Essplatz vor der Kücheninsel, oder draußen, auf der angrenzenden Frühstücks- oder Gartenterrasse: Haus „Bad Endorf“ bietet – vom schnellen Frühstück in der Sonne bis hin zum gemütlich geselligen Dinner mit Gästen – für jede Zeit und Gelegenheit den perfekten Ort.

pas ta… a l e r a Cucin


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Kü c h e & Es sp latz

D

as Auge isst bekanntlich mit – so besagt es nicht nur die berühmte Redewendung, tatsächlich beeinflussen Farben und Raumwirkungen unser Befinden, können Stimmungen auslösen und verstärken. Und hierzu gehört zum Beispiel auch der Appetit. Die Bauherren hatten sich ein offenes, lichtdurchflutetes Zuhause gewünscht, in dem sie Erholung und Entspannung finden würden. Ein Haus zum rundum Wohlfühlen. Dass hierzu auch das leibliche Wohl zählt, versteht sich von selbst. So geht es von der Diele entweder linkerhand durch die Garderobe in den Hauswirtschaftsraum oder geradeaus direkt in die offene Küche. Ihr wurde zusammen mit dem dazugehörigen Essplatz beinah die Hälfte der Erdgeschossfläche eingeräumt. Mit weißen, flächenbündig und grifflos gestalteten Schränken nimmt sich das perfekt in den Raum eingepasste Küchenensemble angenehm zurück. Gekocht wird an der gut be-

Das große, offen gestaltete Studio im Obergeschoss bildet einen zusätzlichen privaten Rückzugsort: Hier kann gemütlich ferngesehen und gelesen werden.

32  bauen. 6/7-2018

leuchteten Rückwand, gespült vorne an der Insel – und dabei der freie Blick in den Garten genossen. Der im gesamten Wohn-Ess-Kochbereich verlegte Holzboden gibt dem Raum eine wohnliche Wärme. Besonders komfortabel: Hinter der Küche liegt, unterhalb der Treppe, die angegliederte Speisekammer. So sind die Wege – von der Haustür in Hauswirtschaftsraum und Küche oder von hier aus in die Speisekammer – rundherum kurz gehalten.

Geschmackvoll auf ganzer Linie Auch die direkte Anbindung zur Terrasse ist praktisch und schön: Der Innenraum erweitert sich so automatisch ins Freie. Frühstück, Abendessen oder Kaffee können ganz bequem nach draußen verlegt werden und je nach Sonnenstand direkt vor der Küche oder auf der Gartenseite genossen werden. Innen geht der Essbereich fließend ins Klavierzimmer mit Kamin und gemütlicher Sofaecke über, wo es sich nach Feierabend


Da im oberen Treppenbereich ein über die gesamte Breite des Treppenauges laufendes Fensterband vorgesehen wurde, wird die geradläufige Treppe angenehm mit Tageslicht versorgt.

Von Stützen und Wandscheiben umrahmt, werden die Küchenschränke und -insel beinah wie ein Raum im Raum optisch zusammengefasst. Die Kücheninsel ist Stauraum, Spüle, Trenn- und Verbindungselement zum großzügigen Essplatz.

… far ere soff rigg roncino e p e p e ag lio d’o liva in o lio

ngere … agg iu e pe sale e p larli … e mesco

wunderbar entspannen lässt. Die privaten Rückzugsräume – Schlafzimmer, Ankleide und Bad – sowie der Wohnbereich sind im Obergeschoss untergebracht. Hier setzt sich die helle und klare Raumgestaltung fort. Gekonnt gesetzte Farbakzente schaffen jedoch auch hier eine freundliche Wohnatmosphäre. Ein Büro bietet dem Anwalt Gelegenheit, auch zu Hause, in entspannter Atmosphäre diverse Arbeiten zu erledigen. Doch am liebsten hält sich der ambitionierte Hobbymusiker ganz sicher in seinem Musikzimmer in der großen Garage auf. Wenn das Ehepaar Besuch empfängt und seine Frau die Gäste kulinarisch verwöhnt, gibts vom Hausherrn, bei in Richtung Garten geöffneten Fenstern, den ein oder anderen Ohrenschmaus als Dinnerbegleitung dazu. cm • 6/7-2018

bauen. 33


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Kü c h e & Es sp latz

SPK. 3,5

WC 3,5 HWR 7,5

DIELE 9,5

8,00 m

12,00 m

KOCHEN 8,5

WOHNEN/ ESSEN 46

na … la ce è pronta

BAD 10,5

ANKLEIDE 5,5 STUDIO 33

SCHLAFEN 15

BÜRO 13

OBERGESCHOSS

Dank der vielen großen Glasschiebetüren ist der Übergang zwischen Haus, Terrasse und Garten fließend. Die symmetrische Fassadengestaltung zeichnet auch äußerlich ein geradliniges, klares Bild.

DATEN

& FAKTEN

Haus Bad Endorf

• WOHNFLÄCHEN:

• BAUKOSTEN:

• BAUWEISE:

• HERSTELLER:

EG 78,5 m2, OG 77 m2

Holzverbundkonstruktion mit Holzfaserdämmung, Putz-Fassade, U-Wert der Außenwand 0,15 W/m2K; Holz-Alu-Fenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert: 0,6 W/ m2K; Satteldach, 18 Grad Neigung, Tondachziegel, U-Wert Dach 0,18 W/m2K

• TECHNIK:

Gas-Brennwertheizung, Solaranlage, Fußbodenheizung, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Regenwassernutzungsanlage

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 56,5 kWh/m2a Endenergiebedarf: 44,6 kWh/m2a

34  bauen. 6/7-2018

Auf Anfrage beim Hersteller Regnauer Hausbau GmbH & Co. KG Pullacher Str. 11, 83358 Seebruck Tel.: 08667/72-222 www.regnauer.de

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Das Familienunternehmen wurde 1929 als Zimmerei gegründet und wird heute in dritter Generation von Michael Regnauer geführt. Der Haushersteller beschäftigt ca. 220 Mitarbeiter und baut jährlich etwa 100 Einfamilienhäuser. Neben schlüsselfertigen Wohnhäusern in Holz-Fertigbauweise, realisiert Regnauer auch Objekt- und Gewerbebauten, Verwaltungsgebäude, Schulen und Kindergärten u.a.

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich Ein ausführliches Firmenporträt sowie weitere ausgewählte Entwürfe von Regnauer Hausbau finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/regnauer

Fotos: Regnauer Hausbau; Illus: adobestock.com: godessrising; saint_antonio; melamory5; Epine

Anschriften Seite 71

ERDGESCHOSS


STUTTGART

FRANKFURT

MÜNCHEN

200

MUSTER HÄUSER


Die

Seele

Zu Recht bilden Küche und Essplatz heute oft das Zentrum des Hauses und des familiären Geschehens. Welche Zutaten man für eine wirklich gelungene Gestaltung braucht, verrät diese Übersicht. Man nehme...

des Hauses

GUTE AUFTEILUNG Platzbedarf und Raumteilung richten sich stark nach persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben: Laden Sie oft Gäste zum gemeinsamen Kochen und Essen ein, bietet sich eine offene, eventuell durch eine Schiebetür abtrennbare oder Raumteiler zonierte Küche mit großem angrenzenden Essplatz an. Dies trifft auch für Familien mit kleinen Kindern zu: Beim Kochen hat man die im Wohnraum spielenden Kleinen im Blick, dreckiges Geschirr und Essensgerüche bleiben hinter der bei Bedarf zuziehbaren Tür. Wer eine separate Wohnküche vorzieht und dazu einen weiteren Essbereich plant, sollte diesen ebenfalls angliedern. So oder so ist für die Küche ausreichend Raum vorzusehen, die Normgrößen von Küchenmöbeln zu beachten wie auch unbedingt genügend Bewegungsfläche einzuplanen, damit man sich nicht schon zu zweit ins Gehege kommt.

36  bauen. 6/7-2018

KLARE OFFENHEIT

Wo Wohnraum und Küche offen ineinander übergehen, sind zum Wohnambiente passende Küchenmöbel gefragt. Geschlossene Fronten schaffen Klarheit und Ordnung. > www.leicht.de

Foto: djd/www.erasco.de

A R C H I T E K T U R • WISSEN • Kü c h e & Es spl atz


EIGENER CHARME Eine Wohnküche, die mindestens 15 Quadratmeter misst und Raum für einen Essplatz bietet, kann besonders einladend und gemütlich sein. Stilvolle, individuelle Möblierung und Ausstattung geben ihr Persönlichkeit. > www.graff-faucets.com

UNTER DER HAUBE

Der Dunstabzug „Summilux“ bietet eine perfekt auf Umgebung und Kochfeld abgestimmte Beleuchtung und sorgt gleichzeitig für frische Luft: Sensoren erkennen Kochart und Dunstmenge und passen die Absaugstärke automatisch an. > www.elica.com

LICHT & LUFT Um in der Küche gut arbeiten zu können, bedarf es einer guten Beleuchtung: Sei es durch gut platzierte Fenster, z.B. über Arbeitsplatte oder Spüle, als auch mittels durchdachter, professioneller Beleuchtungsplanung. Entsprechende Auslässe für Arbeits- wie Allgemeinbeleuchtung sind in jedem Fall frühzeitig vorzusehen. Auch bezüglich guter Belüftung sind die Anforderungen in der Küche hoch: Komplett öffenbare Fenster sind ebenso obligatorisch wie das Vorsehen eines Dunstabzugs, vor allem bei offenen Küchen. Ihr Einbau bedarf einer speziellen technischen Infastruktur. Möglich sind Abluft- (komplette Ableitung der Küchendünste), Umluft- (plus Zurückführung der gereinigten bzw. gefilterten Luft) oder Hybrid-Technik.

KOCH-AMBIENTE Auch mit offener Verbindung zum Essbereich wird die Küche zum Wohnraum und für ein wohnliches Ambiente ist die Wahl der Materialien entscheidend. Mit sauber integrierten Küchengeräten und raumhohen, viel Stauraum bietenden Schränken wirkt der Raum stets aufgeräumt. > www.baufritz.com/de

IMMER FRISCH Damit Feuchtigkeit zuverlässig aus dem Raum gelüftet wird, gibt es heutzutage eine Reihe ausgereifter technischer Lösungen. Eine ist u.a. sich bei Überschreiten von Luftfeuchtigkeits-Messwerten selbstständig öffnende und wieder schließende Fenster. > www.velux.de

6/7-2018

bauen. 37


A R C H I T E K T U R • WISSEN • Kü c h e & Es spl atz

AUF DEN PUNKT

SCHLAU VERSTAUT

Ob in der Speisekammer oder der Küche selbst: Intelligente Schrankund Ordnungssysteme mit Innenschubkästen bieten vielfältige Lagerkapazitäten. > www.amk.de

STAU- & LAGERRAUM Vor allem in der Küche kann man nie genug Platz haben. Ein durchdachtes Stauraumkonzept ist hier also besonders wichtig. Denn nicht nur Küchengeräte, Koch- und Essgeschirr wollen gut sortiert, nach Nutzungshäufigkeit griffbereit verstaut werden, auch Lebensmittel müssen zu guten Lagerbedingungen unterkommen. Wo es der Platz erlaubt, ist eine angegliederte Speisekammer, in der Vorräte und selten genutzte Dinge – wie Vasen, Fondue, große Servierplatten u.ä. – untergebracht werden, ideal. In der Küche selbst bieten maßgefertigte Einbauschränke und Möbel von Marken-Herstellern clevere, ausgeklügelte Stauraumlösungen, die wirklich jeden Winkel optimal ausnutzen. So behalten Hobbyköche leichter den Überblick – und die Freude am Kochen.

IMMER IN KONTAKT Auch unterwegs gibt‘s kein Zweifeln mehr, ob Ofen und Herd wirklich aus sind: Die „Home Connect App“ weiß die Antwort. So lässt sich der Backofen auch aus der Ferne ab- und anstellen: Ein ausgewähltes Rezept an den Ofen senden und Temperatur und Backzeit werden eingestellt. > www.home-connect.de

GRIFFBEREIT Offene Aufbewahrung im industriellen Stil bietet das von Profiküchen inspirierte, flexible Wandsystem Kungsfors. Es bietet Platz für Einlegeböden aus Holz und Edelstahl sowie allerlei Behälter und Utensilien, Rezepte und Fotos. > www.ikea.de

MIT VERSTECK

Zusätzliche Arbeitsfläche, die im Handumdrehen wieder dezent verschwindet, bietet die ausziehbare Arbeitsplatte „Work’n’Roll“. Da sie nur bei Bedarf zum Vorschein kommt, wird sonst Platz gespart. > www.schmidt-kuechen.de 38  bauen. 6/7-2018

Kochen auf einem Induktionsfeld spart Zeit und Energie, ist besonders sicher und hier auch auf das Grad genau. Drei der fünf Kochzonen passen sich perfekt der Topfgröße an und da nur der Topfinhalt erhitzt wird, bleibt das weitere Kochfeld kühl. > www.panasonic.com


CLEVERE HELFER

Haustür Thermo65

Sei es der intelligente Kühlschrank, der automatisch seinen Inhalt protokolliert und so einen leichteren Überblick über vorhandene Vorräte bietet oder per App kontrollier- und steuerbare Backöfen, Herde und Dunstabzüge: Smarte, vernetzte Funktionen und Features bieten auch in der Küche ein Mehr an Komfort und Sicherheit. Denn Geräte, die auch aus der Ferne bedienbar sind oder gar automatisch reagieren und mit speziellen (Kinder-)Sicherungen versehen sind, schaffen eben genau das – Sicherheit. Bequem und ergonomisch passend wirds beispielsweise mit auf Knopfdruck höhenverstellbaren Arbeitsflächen, und auch ein per Sprachbefehl, also trotz belegter Hände, bedienbarer Wasserhahn kann sehr komfortabel sein.

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Zuhause ist, wo wir uns sicher fühlen

GENUSS-GARANTIE Für garantiertes Gelingen bieten die Sensor-Backöfen der „Serie 8“ von Bosch hilfreiche Features wie den „PerfectBake“ Backsensor: Er misst permanent die Feuchtigkeit im Garraum und passt den Backvorgang automatisch an. Sind Kuchen, Pizza & Co. fertig, schaltet sich der Ofen selbst aus. > www.bosch-home.de

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A R C H I T E K T U R • WISSEN • Kü c h e & Es spl atz

TRITTSICHER Fliesen sind besonders pflegeleicht, hygienisch und robust und eignen sich damit besonders als Küchenboden. Die reliefierte Oberfläche betont die lebendige Steinstruktur der Fliesenserie Càdiz. Beide Ausführungen, matt oder anpoliert, sind rutschsicher. > www.deutschefliese.de

HELL ERSTRAHLT

40  bauen. 6/7-2018

Für alle, die die Wertigkeit eines reduzierten, modernen Landhausstils schätzen, bietet das Spülbecken „Cronos“ in handverarbeitetem Edelstahl eine moderne Interpretation des traditionellen Spülsteins. > www.blanco-germany.de Illus: adobestock.com: saint_antonio

SCHÖN ANRICHTEN Wer gerne kocht und es mag, in Gesellschaft zu essen, kann mit einem an Raum und KochVorlieben individuell angepasstem Koch-Essbereich einen besonderen Lebensraum im eigenen Zuhause schaffen. Damit das Gesamtpaket dann auch wirklich stimmig ist und es am Ende nicht doch irgendwo hakt, sollte möglichst früh ein Küchenfachmann oder Innenarchitekten mit ins Boot geholt werden. Diese Experten helfen bei der Raumorganisation, Beleuchtung, Farb- und Materialwahl und wissen, ob Schränke und Fenster passen und genügend Platz für einen Küchentresen oder eine -Insel bleibt. Soll letztere z.B. auch mit Herd und Dunstabzug ausgestattet werden, müssen hierfür schon bei der Planung die nötigen Leitungen berücksichtigt werden. Kompetente Ansprechpartner gibt es z.B. unter > www.kuechenspezialisten.de

NEUES LANDHAUS

Anschriften Seite 71

Zusätzliche Arbeitsbeleuchtung und gleichzeitig schönen Schutz bietet diese Rückwand aus 6 mm starkem Sicherheitsglas. Sie ist maßgenau gefertigt, wird auf der Rückseite mit Unifarben oder Motiven bedruckt und mit per App steuerbarer LED in verschiedenen Farben hinterleuchtet. > www.sprinz.eu


PERSÖNLICHE NOTE

Frische Wandfarben und Tapeten verleihen der Küche ein besonderes, freundliches Ambiente. Offene Regale, Deko und schönes Geschirr kommen so noch besser zur Geltung. > www.littlegreene.de

BLITZBLANK

Eine Kücheninsel ist verbindendes und gliederndes Element. Mindestens 1,20 Meter Platz sollten umlaufend zu anderen Möbeln bleiben, um Engstellen zu vermeiden. „Ego“ bietet eine Vielzahl praktischer, in sich unterteilter Fächer. > www.abimis.com

/hufhaus


T E C H N I K • REPORTAG E • Re ge nwa sse r n u t zung

Mit durchgehender Lärchenholzfassade und ziegelrotem Satteldach passt sich das moderne Ökohaus perfekt an die ländlich geprägte Umgebung an. Bodentiefe Verglasungen öffnen es weit in Richtung Garten.

42  bauen. 6/7-2018


Was Sonne

und Regen

geben Mit der Nutzung von Sonnenenergie sowie dem Einbau einer Regenwassernutzungsanlage erfüllt dieses Familienhaus hohe ökologische Ansprüche.

W

6/7-2018

Tropfen: Designed by macrovector / Freepik

as man einem Haus äußerlich nur wenig ansieht, sind seine inneren Werte. Punktet das Haus „Design 193“ bereits mit einem stimmigen Außenbild, überzeugt es noch einmal mehr mit seinem ökologischen und familienfreundlichen Gesamtkonzept: Gebaut aus überwiegend natürlichen Materialien, wie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, nutzt es zur Wärmegewinnung eine Gasbrennwertheizung, ergänzt durch Solarthermie. Diese Kombination ist sparsam und nutzt mit der Sonne hauptsächlich erneuerbare Energie. Abgerundet wurde der nachhaltige Entwurf durch den Einbau einer Regenwasserzisterne. Sie fasst ganze 7 000 Liter Regenwasser, mit dem zum einen der große Garten bewässert bauen. 43


Selbst an heißeren Tagen ist das Innenraumklima – vor allem dank der vornehmlich aus natürlichen Materialien bestehenden Außenwände – sehr angenehm. Im Winter sorgt ein Kamin für behagliche Strahlungswärme und noch mehr Gemütlichkeit.

„Es freut mich immer wieder zu sehen, dass unsere Kunden ein Holzhaus nicht nur zum Wohlbefinden bauen, sondern es auch bewusst nach außen zeigen. Ein Haus, geschaffen für Natur, Umgebung und Bewohner.“ Paul Frammelsberger, Geschäftsführer

44  bauen. 6/7-2018

und zum anderen auch das WC gespült wird. Hierdurch kann die immerhin sechsköpfige Familie viel kostbares Trinkwasser einsparen. Doch nicht nur ihrem ökologischem Verantwortungsbewusstsein sollte das neue Haus gerecht werden, als Eltern von vier Kindern hatten die Hausbesitzer außerdem hohe Ansprüche an die Wohnqualität. Die diffusionsoffene Außenwandkonstruktion, bei der komplett auf Kunststofffolien verzichtet wird und die so für ein natürliches, angenehmes Raumklima sorgt, war ausschlaggebend für den Bauherren, ein Frammelsberger Holzhaus zu bauen.

Natürlich familienfreundlich Inspiriert vom Musterhaus in Bad Vilbel wurde der Grundriss gestaltet und den persönlichen Bedürfnissen und Anforderungen der Familie entsprechend modifiziert. Erschlossen wird das zweieinhalb geschossige Gebäude im Untergeschoss, wo sich neben


Zentrum des Familiengeschehens ist der offene Wohn-EssKochbereich im Erdgeschoss. Er bietet der sechsköpfigen Familie viel Raum für Gemeinsamkeit. In Richtung Garten öffnet er sich mit großen Glasschiebetüren, wodurch er gleichzeitig mit viel Tageslicht verwöhnt wird.

Eingangsdiele und Technikraum auch das Zimmer des ältesten Kindes – mit eigenem Bad und Terrasse – befindet. Der Gemeinschaftsbereich der Familie liegt auf der mittleren, also der Erdgeschossebene. Wohnen, Essen und Kochen nehmen hier mehr als die Hälfte der Fläche ein und werden durch eine übereck verlaufende, vorgelagerte Terrasse und einen weitläufigen Garten nach draußen erweitert. Highlight des großzügigen Wohnbereichs ist ein kubischer, weiß verputzter, wasserführender Kamin. Als Wärmequelle bietet er angenehme Strahlungswärme und erzeugt außerdem Warmwasser, mit dem die Fußbodenheizung unterstützt wird. Gestalterisch ist er zudem raumgliederndes Element zwischen Wohnen, Essen und Flur. Sein Flammenspiel kann sowohl aus der Sofaecke als auch vom Essplatz beobachtet werden. Extra hohe Decken und große, bodentiefe Verglasungen sorgen hier wie im gesamten Haus für eine weite, lichte Innenarchitektur. Viel 6/7-2018

bauen. 45


T E C H N I K • REPORTAG E • Re ge nwa sse r n u t zung

Das geräumige Familienbad bietet auf 17 Quadratmetern ausreichend Platz für eine frei stehende Badewanne, ein Doppelwaschbecken, Dusche, WC und Bidet. Viel Licht und Luftigkeit versprechen zudem ein bodentiefes sowie zwei große Dachflächenfenster.

Tageslicht, weiße, glatte Innenwände, mit hellem Fichtenholz verkleidete Zimmerdecken und das im fast gesamten Haus verlegte Eichenparkett dominieren die schlicht eleganten Innenräume. Auch für private Rückzugsorte ist gesorgt: Drei geräumige Kinderzimmer, ein luftig gestaltetes Familienbad sowie das Elternschlafzimmer sind im Obergeschoss untergebracht. Der hohe Kniestock und die bis unter den First offenen Räume verleihen der gesamten Etage eine weite und großzügige Atmosphäre. Mit viel Raum für Privatheit wie auch fürs Zusammenkommen mit der ganzen Familie besteht das Familienhaus selbst die erhöhten Alltagsanforderungen einer Großfamilie mit Bravour. cm •

8,65 m

13,17 m

WC 3 DIELE/ GARD. 15

FLUR 8

HWR 10

TECHNIK 17

FAHRRAD/ MÜLL KIND 24

KOCHEN 18

KELLER

BAD 7

UNTERGESCHOSS

46  bauen. 6/7-2018

ERDGESCHOSS

BÜRO 17

FLUR 9

WOHNEN/ ESSEN 40


ECHTE KERLE PFLANZEN EINEN TANK.

& FAKTEN

Haus Design 193

• WOHNFLÄCHEN:

• BAUKOSTEN:

• BAUWEISE:

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

KG 71 m2, EG 97 m2, OG 96 m2

Auf Anfrage beim Hersteller

Holzverbundkonstruktion mit HolzfaserEinblasdämmung, Lärchenholzverschalung, U-Wert Außenwand 0,18 W/m2K; Holz-Alu-Fenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,7 W/m2K; Satteldach, 35 Grad geneigt, mit Holzfaserdämmung, U-Wert Dach 0,22 W/m2K

• LIEFERRADIUS:

Ca. 300 Kilometer rund um den Firmenstandort

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 47,49 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 38,9 kWh/m2a Endenergiebedarf: 44,9 kWh/m2a

Weitere ausgewählte Entwürfe von Frammelsberger finden Sie unter www.bautipps.de/frammelsberger

Regenwassernutzung mit System l

• HERSTELLER: Frammelsberger Holzhaus Esperantostr. 15, 77704 Oberkirch Tel. 07802/9277-0 www.frammelsberger.de

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Festland BRD, Bordsteinkante unabgeladen

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Gas-Brennwertheizung mit Solarkombispeicher, Fußbodenheizung, Regenwasserzisterne

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RU

• TECHNIK:

Der 1984 gegründete Familienbetrieb baut wohngesunde Ein- und Mehrfamilienhäuser unter Berücksichtigung von Kriterien nach Feng Shui und bietet Ingenieur- und Dachdeckerarbeiten, Aufstockungen, Komplettsanierungen, Carport, Gewerbebau, montagefertigen Abbund, Dachfenster und Dachausbau. Produktion, Verwaltung und Bemusterung finden in Oberkirch statt.

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DATEN

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FRÜHJAHRSA

KTION

6.2018

FLUR 14

BAD 17

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SCHLAFEN 18

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Fotos: Frammelsberger

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Alles Gute

kommt von oben

Wasser ist eine kostbare Ressource. Wer Regenwasser für Toilette, Waschmaschine und Gartenbewässerung einsetzt, senkt seine Wasserkosten, schont die Umwelt und handelt garantiert nachhaltig.

48  bauen. 6/7-2018

M

ehr als die Hälfte des Wasserbedarfs kann in einem Haushalt durch Regenwasser ersetzt werden. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Bauherren für eine Regenwassernutzungsanlage entscheiden. Ihr Einsatz ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern schont auch die Umwelt und hilft darüber hinaus, bei Starkregen die Niederschlagsmenge zurückzuhalten. Immerhin fallen jährlich im Durchschnitt rund 700 Liter Niederschlag auf jeden Quadratmeter in Deutschland. Wer nachhaltig denkt, sammelt einen Großteil dieses Regenwassers in einer Zisterne und kann dann bei Trockenheit den Trinkwas-

serhahn für den Garten geschlossen halten. So wird nicht nur das kostbare Lebensmittel Trinkwasser gespart, Regenwasser aus der Zisterne ist dazu noch besonders gut für Pflanzen geeignet – egal ob im Blumenbeet, Gemüsegarten oder Pflanzkübel. Regenwasser ist natürlich, frei von Kalk und entspricht der Umgebungstemperatur. Daneben kann es für viele weitere wasserintensive Anwendungen im Außenbereich eingesetzt werden, wie z.B. für den Gartenteich, zur Rasenbewässerung und zur Reinigung der Terrasse. Auch im Haus ist der Einsatz von Regenwasser sinnvoll, da bei vielen Wassernutzungen im Haushalt

Fotos/Illus: fbr; shutterstock: Kzenon; adobestock.com: dina_asileva, palau83

T ECH N I K • W I SSEN • Re ge nwa sse r n u t z u n g


keine Trinkwasserqualität notwendig ist – z.B. zum Wäsche waschen, Putzen oder auch für die Toilettenspülung. Wenn man bedenkt, dass Trinkwasser ein teuer aufbereitetes Lebensmittel ist, kommt man schnell zu der Einsicht, dass für die Toilettenspülung gefiltertes Wasser aus der Zisterne eine völlig ausreichende Alternative bietet. Und auch zum Wäschewaschen ist Regenwasser bei Textilien und Maschine willkommen. Hier gibt es keinerlei Bedenken, im Gegenteil: Regenwasser ist besonders weich, wodurch Waschmittel gespart und auf Weichspüler und Entkalker ganz verzichtet werden kann. So wird das Abwasser weniger belastet und die Umwelt geschont. Die Technik dazu ist einfach und kann maßgeschneidert als Systemanlage geordert werden. Neben dem Speicher mit Filterung und be-

ruhigtem Zulauf ist bei einer Hausanlage der Regenwassermanager mit der Trinkwassernachspeisung das Herzstück der Anlage. Von hier aus werden Toilette und Waschmaschine mit einer separaten Regenwasserleitung versorgt. Sollte es tatsächlich vorkommen, dass der Regenspeicher leer ist, stellt eine automatische Umschaltung auf Trinkwasser sicher, dass immer Wasser für die Verbraucher zur Verfügung steht.

Langfristig sparen Wer Regenwasser auf diese Weise ganzjährig nutzt und Waschmaschine und Toilette im Gebäude mit anschließt, spart mit rund 50 Prozent des gesamten Trinkwasserverbrauchs erheblich. Die Investitionskosten für eine Anlage liegen je nach Anlagengröße bei circa 4 000 bis 5 000 Euro. Das ist gemessen an

Marktübersicht Rund um die Regenwassernutzung gibt es eine große Zahl hochwertiger Produkte von unterschiedlichen Herstellern. In der "fbr-Marktübersicht" finden Sie genau die richtigen Bauteile für Ihr heimisches Regenwasserprojekt. Die Broschüre kann bestellt werden unter > www.fbr.de

Hausdach Für die richtige Dimensionierung einer Anlage ist die Dachfläche ausschlaggebend. Auch Garagen und Dächer von Nebengebäuden können angeschlossen werden. Ein Regenwasserrechner hilft bei der Planung.

Regenwasserzentrale Herzstück einer Anlage ist die Steuerungseinheit mit Pumpe. Darin integriert ist auch die Trinkwassernachspeisung, die bei niedrigem Füllstand des Speichers den Betrieb der Anlage sicherstellt. Versickerung/Überlauf Der Überlauf der Zisterne sollte bevorzugt an eine Versickerung angeschlossen werden. Überschüssiges Regenwasser kann dem Grundwasser zugeführt werden und belastet nicht die Kanalisation.

Regenwasserzisterne Regenwasserspeicher mit Filter und beruhigtem Zulauf garantieren eine gute Wasserqualität. Bei Erdspeichern spielt die Wahl des Materials (Kunststoff oder Beton) eine untergeordnete Rolle. Ein größer dimensionierter Speicher hält bei Starkregen mehr Niederschlag zurück und hilft das Überflutungsrisiko zu mindern.

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bauen. 49


T ECH N I K • W I SSEN • Re ge nwa sse r n u t z u n g

den Gesamtkosten eines Gebäudes sowie auch im Verhältnis zum Nutzen gering. Da Zisternen für eine lange Nutzungsdauer, ähnlich der eines Gebäudes, ausgelegt sind, handelt es sich um eine nachhaltige und langfristige Investition.

Eigenen Ertrag ermitteln

Experten-Tipp Beim Einbau einer Regenwassernutzungsanlage ist auf eine sorgfältige Trennung der Regenwasserund Trinkwasserleitung zu achten. Es empfiehlt sich, für die Regenwasserleitung ein anderes Leitungsmaterial z.B. Kunststoffrohre einzusetzen. Alle nicht erdverlegten Regenwasserleitungen sind farblich zu kennzeichnen, um Verwechslungen auszuschließen. Die Betriebsanleitung Regenwassernutzungsanlagen, Betrieb, Inspektion und Wartung können Sie bestellen unter > www.fbr.de/shop

Einsatz-Möglichkeiten Waschmaschine: Auch die Waschmachine kann ausschließlich mit weichem, kalkfreiem Regenwasser betrieben werden. Das erhöht die Lebensdauer der Maschine, durch weiches Regenwasser wird weniger Waschmittel benötigt und auf Weichspüler kann ganz verzichtet werden.

Reinigen/Putzen: Gartengeräte, Gummistiefel oder die Terrasse reinigen – wozu Trinkwasser verwenden? Für viele Putzarbeiten ist Regenwasser bestens geeignet.

Toilette: Für die Toilettenspülung ist Trinkwasser viel zu schade. Im Schnitt verbraucht allein die Toilette pro Person und Tag ca. 39 Liter Wasser. Regenwassernutzung bringt hier ein Einsparpotenzial von über 14 Kubikmetern pro Kopf und Jahr – oder 3 000 Kisten gefüllt mit Wasserflaschen.

Gartenbewässerung: Rasen und Pflanzen lieben kalkfreies Regenwasser. Wer gezielt und richtig bewässern will, nutzt ein automatisches Bewässerungssystem und wässert seinen Rasen in den Abendstunden.

Teichbefüllung: Für die Befüllung eines Gartenteiches eignet sich Regenwasser besonders gut. Verdunstungsverluste im Sommer lassen sich somit kostenfrei mit Regenwasser aus der Zisterne nachfüllen.

50  bauen. 6/7-2018

Anschriften Seite 71

Dietmar Sperfeld, Fachreferent der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr)

Der Regenwasserertrag ist regional unterschiedlich und hängt zudem von der Größe der Dachfläche ab. Niederschlagskarten oder sogenannte Regenwasserrechner helfen bei der Berechnung, die richtige Größe für Ihren Regenwasserspeicher zu finden. Wegen häufiger auftretenden Starkregenereignis-

sen empfiehlt es sich, das ermittelte Speichervolumen etwas aufzustocken und den nächst größeren Speicher zu wählen. Damit kann bei kurzen und heftigen Niederschlägen mehr Regen abgepuffert werden. Zudem zeigt der RegenwasserRechner an, wie viel Trinkwasser Sie einsparen können. Wie hoch der individuelle Regenwasserbedarf ist, hängt davon ab, wie viele Personen im Haushalt leben und für welche Einsatzbereiche Regenwasser verwendet werden soll. Eine Niederschlagskarte mit Regenwasser-Rechner finden Sie auf > www.fbr.de/regenwasser Dietmar Sperfeld •


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G E LD & R ECH T • W I S S E N • Bauleistung sb esc hreibung

Was nicht drinsteht,

kostet extra

Das seit Anfang des Jahres geltende neue Bauvertragsrecht bringt einige Vorteile für private Bauherren. Dazu gehören die neuen Regelungen für die Bauleistungsbeschreibung. Darin müssen Bauunternehmer detailliert beschreiben, welche Leistungen sie erbringen werden. Dennoch sollten Bauherren hier ganz genau hinschauen. Unsere Expertin, Rechtsanwältin Nadine Peters, erläutert warum. Rechtsanwältin Nadine Peters, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und Mitglied in der ARGE Baurecht

Foto: sveta, adobestock.com

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auherr: „Die Fensterfront haben wir uns aber anders vorgestellt!“ Bauunternehmer: „Andere Fenster sind nicht im vereinbarten Pauschalpreis enthalten, die kosten extra!“ So oder so ähnlich beginnen viele Streitigkeiten zwischen Bauherrn und Bauunternehmer bei der Realisierung des Traums vom Eigenheim. Grund sind die im Vertrag unzureichend definierten Leistungen und der dafür zu entrichtende Preis. Um diesem Ärger vorzubeugen, sollten Verträge nur mit einer umfassenden Bau- oder Bauleistungsbeschreibung geschlossen werden. Seit Anfang des Jahres sind Bauunternehmen verpflichtet, Verbraucherbauverträge mit einer konkreten Beschreibung der zu erbringenden Leistungen auszustatten.

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Das muss drinstehen! Der Mindestinhalt der Baubeschreibung ist aus Art. 249 § 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) zu entnehmen, der folgendermaßen lautet: (1) In der Baubeschreibung sind die wesentlichen Eigenschaften des angebotenen Werks in klarer Weise darzustellen. Sie muss mindestens folgende Informationen enthalten: 1. Allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes oder der vorzunehmenden Umbauten, gegebenenfalls Haustyp und Bauweise, 2. Art und Umfang der angebotenen Leistungen, gegebenenfalls der Planung und der Bauleitung, der Arbeiten am Grundstück und der Baustelleneinrichtung sowie der Ausbaustufe, 3. Gebäudedaten, Pläne mit Raum- und Flächenangaben sowie Ansichten, Grundrisse und Schnitte, 4. gegebenenfalls Angaben zum Energie-, zum Brandschutz- und zum Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik,

Grundlage dafür ist das neue Bauvertragsrecht, das für alle seit dem 1. Januar 2018 geschlossenen Verträge Informationspflichten für Unternehmen vorsieht und privaten Bauherren ein Widerrufsrecht einräumt. Soweit so gut. Allerdings müssen Verbraucherbauverträge bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um als solche gelten zu können: Erstens: Unternehmen müssen mit dem Bau eines neuen Gebäudes oder mit erheblichen Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude beauftragt werden. Und zweitens: Bauherren müssen einen (General-)Unternehmer mit der Errichtung des Gebäudes beauftragt haben. Schließen sie Verträge mit mehreren Unternehmern über jeweils ein Gewerk, liegen schon aus diesem Grund keine Verbraucherbauverträge vor. Auch wenn Sie mit einem Planer auf Basis eines Architektenvertrags bauen und die Bauausführung durch weitere Unternehmen geschieht, liegt also kein Verbraucherbauvertrag vor und die besonderen

Schutzrechte entfallen. Dazu gehört unter anderem auch die Pflicht zur Vorlage einer Baubeschreibung – damit geht ein wesentlicher Vorteil des neuen Bauvertragsrechts für private Bauherren verloren.

Ein Muss: die Baubeschreibung Die neuen Regelungen für den Verbraucherbauvertrag schreiben nämlich vor, dass der Unternehmer rechtzeitig vor Vertragsschluss eine Baubeschreibung in Textform vorlegen muss. Damit kann der private Bauherr prüfen, welche Leistungen Gegenstand des Vertrages sein sollen. Darüber hinaus eröffnet sich ihm die Möglichkeit, einen sachverständigen Dritten einzubeziehen oder das Angebot mit dem von Mitbewerbern zu vergleichen. Die ebenfalls erforderlichen Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung oder der Bauzeit sollen dem Verbraucher eine zulässige Finanzierungsplanung, die Kündigung des bisherigen Mietvertrags und die Planung des Umzugs ermöglichen. Alle in der Baubeschreibung enthaltenen Informationen werden inhaltlich und zeitlich zum Vertragssoll und somit fester Bestandteil rechtlich verbindlicher Vereinbarungen.

5. Angaben zur Beschreibung der Baukonstruktionen aller wesentlichen Gewerke,

7. gegebenenfalls Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen, 8. Angaben zu Qualitätsmerkmalen, denen das Gebäude oder der Umbau genügen muss, 9. gegebenenfalls Beschreibung der Sanitärobjekte, der Armaturen, der Elektroanlage, der Installationen, der Informationstechnologie und der Außenanlagen. (2) Die Baubeschreibung hat verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Werks zu enthalten. Steht der Beginn der Baumaßnahme noch nicht fest, ist ihre Dauer anzugeben.

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Foto: beeboys, adobestock.com

6. gegebenenfalls Beschreibung des Innenausbaus,

Anschriften Seite 83

Foto: beeboys, adobestock.com

G E L D & RECHT • WISSEN • B a u l e i s t u n gsbe s c hreib ung


Klar und verständlich, oder? Auch eine funktionale Baubeschreibung ist nach wie vor zulässig. Diese beschreibt die wesentliche Beschaffenheit des Bauwerks ohne vollständige, detaillierte Beschreibung der geschuldeten Leistung. Dabei müssen nur die wesentlichen Eigenschaften klar erfasst sein, sodass es schwerpunktmäßig um die Informationen geht, die für die Nutzung und den Gebrauch entschei-

dend sind oder die den Marktwert bestimmen. So würde beispielsweise in Bezug auf den Schallschutz die Angabe eines dB-Wertes oder der Hinweis auf die Einhaltung einer einschlägigen technischen Norm ausreichen, während die Angabe der hierfür erforderlichen Bauweise nicht erforderlich ist. Der sich daraus ergebende Schallschutz muss aber zudem für den technischen Laien verständlich beschrieben werden.

Wann können wir einziehen? Im Gegensatz dazu ist die Angabe des Fertigstellungsdatums in der Bauleistungsbeschreibung verbindlich. Ist das Bauwerk an diesem Tag nicht fertiggestellt, befindet sich der Unternehmer ohne Mahnung in Verzug. Um dies zu vermeiden, wird der Unternehmer gern nur die Dauer der Arbeiten angeben, die dann verbindlich ist. Da sie von einem bestimmten Ereignis an berechnet werden kann, kommt auch hier ein Verzug ohne Mahnung in Betracht. Hält der Unternehmer eine Fertigstellungsfrist nicht ein, hat der Verbraucher einen Scha-

Im Internet, unter www.arge-baurecht.com, finden Sie weitere hilfreiche Expertentipps, Ratgeber und Urteilsbesprechungen rund ums Thema Bauen.

Foto: Wisiel, adobestock.com

Die Angaben in der Bauleistungsbeschreibung müssen klar und für einen Verbraucher mit durchschnittlichen Kenntnissen verständlich sein. Der Gesetzesbegründung zufolge, könne der Verbrauchermaßstab für die meist komplexen technischen Informationen allerdings nicht gelten. Es sei lediglich notwendig, klare Informationen zu formulieren, die der Verbraucher bei Bedarf mit Hilfe von Fachleuten „übersetzen“ kann. Unternehmen können ihre Leistungen demnach fachlich „verklausuliert“, also unverständlich, ausdrücken, was dem eigentlich angestrebten Verbraucherschutz entgegensteht. Immerhin gehen Unklarheiten aber zu Lasten des Unternehmers.

ARCHITEKTUR FÜR DIE SINNE

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T +49 2747 8009-0 hallo@davinci-haus.de

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G E L D & RECHT • WISSEN • B a u l e i s t u n gsbe s c hreib ung

Laut Gesetz ist die Bauleistungsbeschreibung nicht Voraussetzung dafür, dass ein Verbraucherbauvertrag wirksam gilt. Da die Leistungen in diesem Fall nicht näher definiert sind, sind die geschuldeten Leistungen Auslegungssache. Basis dafür sind wiederum die vor Vertragsschluss zwischen den Parteien ausgetauschten Informationen. Zu berücksichtigen sind dabei sämtliche vertragsbegleitende Umstände, insbesondere der Komfort- und Leistungsstandard des übrigen Vertrages. Es kommen aber auch Angaben in Prospekten, Exposés und auf Werbeschildern in Betracht, sodass auch anpreisende Aussagen, wie „Villa mit unverbaubarem Blick“ herangezogen werden. Verbleibende Zweifel gehen jeweils zu Lasten des Unternehmers.

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Foto: Rattana.R., adobestock.com

Vertrag ohne Baubeschreibung?

denersatzanspruch, beispielsweise in Form längerer Mietkosten. Außerdem können die Parteien für die Überschreitung der Fertigstellungsfrist eine Vertragsstrafe vereinbaren. Schließlich kann der Verbraucher bei Fristüberschreitung und Abwägung der Umstände des Einzelfalls sogar berechtigt sein, den Vertrag aus wichtigem Grund zu kündigen. Über den gesetzlichen Mindestinhalt hinaus sind weitergehende Informationen in der Bauleistungsbeschreibung, insbesondere eine preisliche Bewertung der aufgeführten Leistungsteile durch den Unternehmer möglich. Diese Preise könnten vom Unternehmer herangezogen werden, um die Höhe von Abschlagszahlungen zu begründen oder um im Falle einer Kündigung die erbrachten und nicht erbrachten Leistungen zu bewerten. Deshalb könnte der Unternehmer die anfänglichen Leistungsphasen höher bewerten als die späteren, um die Vergütung schneller zu verdienen. Verbraucher sollten auf eine angemessene Verteilung achten. Private Bauherren sollten die Bauleistungsbeschreibung des Bauunternehmens durch einen Experten prüfen lassen, um Un-

klarheiten und sprachliche „Beschönigungen“ zu erkennen. So kursieren irreführende Formulierungen wie „Ausführung nach DIN“, wenngleich dies eine Mindestanforderung darstellt, die sowieso nicht unterschritten werden darf, oder „Ausführung nach Statik“, was bedeutet, dass unter den möglichen Ausführungsvarianten die billigste gewählt wird. Begriffe wie „energiesparend“, „hochwertig“ oder „erstklassige Bauweise“ sind dagegen nichtssagend.

Experten einbeziehen Auch bei kleineren Baumaßnahmen, die nicht unter den Verbraucherbauvertrag fallen, sollten Verbraucher Vertragsinhalte so konkret wie möglich beschreiben und bei kostenintensiven Maßnahmen sicherheitshalber einen Experten einbeziehen. Vorab kann auch jeder Bauherr die Baubeschreibungen der Unternehmer anhand von Checklisten der Verbraucherzentralen auf ihre Vollständigkeit prüfen. Ansonsten hilft immer auch ein baurechtlich spezialisierter Rechtsanwalt. Die Kosten dafür sind im Vergleich zu den Baukosten überschaubar. Nadine Peters •


Le s e r s e r v ice

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REPORTAGE DACHAUSBAU

WEGWEISER FÜR

ZukunftsHÄUSER

Das Farbkonzept der Fassaden korrespondiert mit seinen warmen Grautönen und dem dunklen Rot der vorstehenden Elemente mit den anderen Häusern in der unmittelbaren Umgebung.

Text: Susanne Neutzling

Wie wollen wir wohnen? Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Menschen, die man fragt. Trotzdem gibt es Themen, die viele bewegen: Wohngesundheit und bezahlbare Familienhäuser, aber auch intelligent vernetzte Haus- und Sicherheitstechnik stehen bei Bau-Interessenten hoch im Kurs. Aus Sicht der Architekten sind EnergieEffizienz und nachhaltiges Bauen die Trend-Themen für 2017 – das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Bau-Info-Consult. Wir zeigen auf den folgenden Seiten fünf Häuser, die diese Aspekte beispielhaft umsetzen.

In einer typischen Tübinger Häuserzeile wurden Petra Herrig und Ulrich Conzelmann

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fündig: Sie verwandelten ein verwahrlostes, altes und verschachteltes Gebäude in eine wahre Wohnperle.

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Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • Ke l l e r

Das zweigeschossige Holzhaus liegt am Hang, sodass es sich auf der Gartenseite durch das Kellergeschoss mit drei Etagen präsentiert. Das Obergeschoss ist den Eltern vorbehalten, in der Mitte liegen die gemeinschaftlichen Wohnbereiche und unten die Kinderzimmer.

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Flexibel

mit Aussicht Vor den Toren Berlins, auf einem traumhaften Grundstück direkt an der Havel, verwirklichte sich Familie Kluge ihren Traum vom eigenen Haus. Die von den Bauherren gewünschte Flexibilität für künftige Nutzungsänderungen bietet ihnen der Keller.

A

ls Familie Kluge beschloss, sich in Berlin dauerhaft niederzulassen, waren die beiden Söhne bereits im Teenie-Alter. So war es den Eltern schon bei der Planung ihres neuen Hauses klar, dass die Jungs in einigen Jahren den heimischen Herd verlassen würden. Das neue Domizil sollte daher für das spätere Wohnen zu zweit nicht zu groß sein aber dennoch für die verbleibende gemeinsame Zeit allen vier Familienmitgliedern den gewünschten Wohnkomfort und Freiraum bieten.

Bei der Suche nach einem passenden Grundstück für ihr Vorhaben hatten die Kluges schon mal großes Glück. Sie fanden es vor den Toren Berlins, ruhig im Grünen gelegen, dennoch bestens ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden sowie mit guter örtlicher Infrastruktur. Das Highlight: Das Hanggrundstück grenzt direkt ans Wasser und bietet einen unverbaubaren, idyllischen Ausblick. Allerdings war in der Nachbarschaft nur eine zweigeschossige Bauweise zugelassen. Um den 6/7-2018

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Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • Ke l l e r

Platzbedarf der vier Kluges unter das neue Dach zu bringen und weil die Hanglage es praktisch aufdrängte, war schnell klar, dass das Haus durch einen Wohnkeller ergänzt werden sollte. „Unsere Kinder sind in einem Alter, in dem sie nicht mehr mit den Eltern Tag für Tag aufeinander hocken wollen. Ich selbst benötige ein ruhiges Arbeitszimmer, da ich zu Hause arbeite. Mein Mann, der in der Forschung tätig ist, beansprucht für sich ebenfalls eines“, erzählt die Bauherrin.

1

Cleverer Grundriss

1 Große Fenster öffnen die Jugendzimmer im Keller zum Garten und zur Aussicht aufs Wasser und sorgen für eine helle, freundliche Wohnatmosphäre in den Räumen. 2 Das Badezimmer im Untergeschoss wird durch ein Fenster ebenfalls mit Tageslicht versorgt. 3 Über eine Außentreppe gelangt man zu dem separaten Eingang des Kellergeschosses. Somit kann die untere Wohnebene später problemlos gänzlich separat von den oberen Wohnbereichen genutzt werden. 4 Von der Straße aus gesehen zählt das Heim der Kluges nur zwei Geschosse.

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2

So entwickelten sie zusammen mit der Architektin Maret Riemer einen Grundriss, der ihren Ansprüchen gerecht wurde. Die Planerin entwickelte ein sehr kompaktes Haus mit rund 200 Quadratmetern Wohnfläche. Die privaten Räumlichkeiten für die Eltern und die halbwüchsigen Söhne trennte sie dabei: Die Eltern erhielten ihren eigenen, ruhigen Bereich mit Schlafzimmer, Bad, zwei Arbeitszimmern und großer Dachterrasse im Obergeschoss. Die Jungs ihre Zimmer mit eigenem Bad ganz unten im Wohnkeller. Alle Wohnräume orientieren sich zur wunderschönen Aussicht – auch die Zimmer der Söhne im Untergeschoss. Dieses wurde zur Hälfte in den Hang gebaut. Die andere Hälfte, in der heute die Kinderzimmer, der Eingangsbereich sowie das Bad und ein Abstellraum untergebracht sind, steht frei und bietet dank hervorragender Dämmung und der großen Fenster zur schönen Aussicht hin denselben Wohnkomfort wie die oberen Geschosse. In der Mitte, dem Eingangsgeschoss, befinden sich die von allen Kluges gemeinschaftlich genutzen Räume: Eine Bibliothek, ein gemütliches Wohnzimmer sowie der große, offene Koch- und Essbereich, der durch eine üppig bemessene Terrasse nach außen erweitert wird.

Fexibel für alle Fälle Wenn die Jungs flügge geworden sind, möchten sich die Eltern wohnlich auf die beiden oberen Etagen beschränken und den Keller vermieten. Das Untergeschoss verfügt über einen separaten Eingang und in der großzügig bemessenen Eingangsdiele sind bereits die Anschlüsse für eine Küche vorgerüstet. Durch das Einziehen einer einzigen Wand kann hier eine separate, gemütliche Zwei-Zimmer-Wohnung entstehen. „Der Bereich ist damit so separiert, dass ich entweder meine Mutter mit ins Haus nehmen oder aber ein Fremdmieter in Ruhe sein Zuhause genießen kann“, resümiert Bauherrin Kluge sehr zufrieden mit ihrem neuen Zuhause. ab •


3

4

KELLERGESCHOSS

ERDGESCHOSS

KIND 1 16,5

TERRASSE 18,5 WOHNEN 13,5

BAD 5

Fotos: Ines Weitermann

Anschriften Seite 71

DATEN

BIBLIOT. 13,5

ABST. 6,5

& FAKTEN

DIELE 14

SCHLAFEN 18

ARBEITEN 13,5

Individuelles Hanghaus mit Einliegerwohnung

• WOHNFLÄCHEN:

UG 75 m2, EG 76 m2, OG 56,5 m2

• BAUWEISE:

Schadstoffgeprüfte Holzverbundkonstruktion mit biologischer Naturdämmung aus Hobelspan, naturbelassene Holzfasssade, U-Wert der Außenwand 0,20 W/m2K; Holzfenster mit Dreifach-Verglasung, UgWert 0,8 W/m2K; zweigeschossig, Flachdach; Betonfertigkeller Glatthaar-ThermoSafe mit innen liegender Dämmung und gedämmter Bodenplatte; U-Wert der Kellerwände 0,30 W/m2K; U-Wert der Bodenplatte 0,257 W/m2K

• TECHNIK:

BAD 8

WC 3

TECH. 13

ARBEITEN 11,5

FLUR 5,5

KOCHEN/ ESSEN 32 FLUR 17,5

OBERGESCHOSS

11,91 m

KIND 2 16,5

8,16 m

Gasbrennwertkessel mit Solarthermieanlage, kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 54 kWh/m2a Endenergiebedarf: 45 kWh/m2a KfW-Effizienzhaus 55 nach EnEV 2009

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage beim Hersteller

• HERSTELLER HAUS:

Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896 Alpenweg 25, 87746 Erkheim Tel. 08336/9000, www.baufritz.com

• LIEFERRADIUS: Deutschland, Schweiz, Österreich, Großbritanien, Luxemburg, Niederlande Weitere ausgewählte Entwürfe sowie ein ausführliches Firmenporträt von Bau-Fritz finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/baufritz

• HERSTELLER KELLER:

Glatthaar-Fertigkeller GmbH & Co. KG Joachim-Glatthaar-Platz 1 78713 Schramberg Tel. 07402/9294-0, www.glatthaar.com

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Luxemburg, Österreich, Großbritannien, Belgien, Niederland, Schweiz

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Glatthaar Fertigkeller wurde 1980 gegründet und ist auf die Planung und den Bau von hochwertigen Betonfertigkellern und Bodenplatten spezialisiert. Das größte deutsche Fertigkellerunternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter Weitere ausgewählte unterkellerte Häuser sowie ein ausführliches Firmenporträt von Glatthaar-Fertigkeller finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/glatthaar

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Ö KO LO G I E • WI SSEN • Ke l l e r

Lohnt sich ein Keller? „Wer bei seiner Bedarfsanalyse auf mehr als 45 Quadratmeter Nutzfläche kommt, die keiner 1A-Lage im Obergeschoss bedürfen, dem rate ich zu einem Keller“, sagt Bernd Hetzer, Vertriebsleiter beim FertigkellerSpezialisten Knecht. Circa 1 000 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche muss man nach seinen Angaben für einen Keller mindestens einkalkulieren: Dieser ist abgedichtet gegen zeitweise drückendes Wasser, gedämmt und hat einem mittleren Innenausbaustandard. Für den gesamten Keller kommen also je nach Hausgröße etliche Tausend Euro zusammen. „Wenn man es aber richtig betrachtet“, führt Hetzer weiter aus, „lohnt sich ein Keller für viele Bauherren.“ Sein Rechenbeispiel: Eine Familie hat ein Baubudget von 390 000 Euro. Baut sie ein Haus ohne Keller, also direkt auf die Bodenplatte, müsste sie rund 27 000 Euro für deren Erstellung mit Erdarbeiten einrechnen. Für das Haus bleiben also noch 363 000 Euro übrig. Bei einem durchschnittlichen Preis von 2 200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche könnte die Familie sich dann noch 165 Quadratmeter Wohnfläche leisten – alle Nebennutzungen, wie Haustechnik, Abstellraum etc. müssen noch von der oberirdischen Wohnfläche „abgezogen“ werden. Baut dieselbe Familie mit demselben Budget mit Keller, holt sie mehr raus: Insgesamt würde die Grundfläche etwas kleiner ausfallen als bei der ersten Rechnung: Statt rund 80 Quadratmetern Nettogrundfläche, setzt man nun nur noch 70 pro Ebene an. Für den Keller würden vom Baubudget von 390 000 Euro rund 70 000 abgehen, für die Erdarbeiten noch einmal 18 000. Übrig bleiben 302 000 Euro, für die man 137 Quadratmeter Wohnfläche bauen kann. Zuzüglich der 70 Quadratmeter Keller, hätte die Familie hier für dasselbe Geld also 207 Quadratmeter auf drei Ebenen: Das sind 25 Prozent mehr als bei der Variante 1!

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1

MEHR WOHNRAUM

Bei den heutigen, fast überall hohen Baulandpreisen ist eine optimale Nutzung des Baugrundes Pflicht. Dabei hilft der Keller. Bei sehr knappen Platzverhältnissen können im Untergeschoss all die „Nebennutzungen“ wie Haustechnik, Waschküche, Abstellraum etc. untergebracht werden, die dem Wohnen in der oberirdischen 1A-Lage wertvollen Platz streitig machen würden. Aber auch Wohnräume können gut im Untergeschoss untergebracht werden - vorausgesetzt man sorgt für ausreichend natürliche Belichtung. Das geht bei Häusern, die am Hang gebaut werden natürlich besonders einfach: Zur Talseite lässt sich das Kellergeschoss zum Wohnen großzügig öffnen, auf der „eingegrabenen“ Hangseite können ergänzende Nebenräume untergebracht werden.


Dieses schmale Hanghaus erhielt durch den Keller wertvolle zusätzliche Wohnfläche. Besonders ruhig gelegen und mit Aussicht in den Garten, brachten die Bauherren hier ihren Schlafbereich unter. > www.schwoererhaus.de

STAURAUM Bereits 2014 stellte das Statistische Bundesamt fest, dass jeder Deutsche rund 10 000 Dinge in seinen vier Wänden hortet - die wollen untergebracht werden. Für Jäger und Sammler bietet der Keller perfekten Stauraum, um alle Schätze gut und übersichtlich aufzubewahren. Ob Saisonartikel wie Ski- und Golfausstattung, Gartengeräte und Weihnachtsdeko, aber auch Weinsammlung oder Vorräte finden hier ihren Platz und nehmen im Wohnraum keinen weg. Ideal ist es, wenn der Keller unterschiedliche Räume mit den für das Staugut idealen klimatischen Verhältissen bietet.

2 Wein lagert man am besten an einem kühlen Platz – zehn bis zwölf Grad sind ideal – wo die Temperaturen nicht all zu sehr schwanken. Ergo: Am besten in einem unbeheizten Kellerraum. > www.glatthaar.com

Unten, aber oho! Jeder Bauherr muss die Entscheidung für oder gegen einen Keller treffen. Vordergründig sprechen Kosteneinsparungen gegen das Untergeschoss. Aber es gibt auch viele gute Gründe, warum sich ein Keller langfristig lohnt. Wir zeigen Ihnen hier unsere Top Neun.

3

Nicht nur Männer träumen von einer eigenen Werkstatt! Einen Raum im Haus zu haben, wo man nach Herzenslust basteln und werken kann, wünschen sich auch viele Frauen. Sie sollte ausreichend Platz für Werkzeuge und Material und natürlich genügend Bewegungsfläche auch für gemeinsames Werkeln bieten. Während natürliches Tageslicht zwar schön aber nicht unbeding nötig ist, sollte man doch über einen direkten Zugang von außen nachdenken, damit man z.B. Fahrräder, Holzplatten oder sperriges Werkzeug nicht immer erst durch die Wohnräume des Erdgeschosses und die interne Kellertreppe hinab befördern muss.

Foto: adobe Stock/EvgeniiAnd

Anschriften Seite 71

WERKSTATT

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Ö KO LO G I E • WI SSEN • Ke l l e r

Moderne Technik braucht Platz, wie dieser Blick in den Technikraum eines Einfamilienhauses mit Lüftungsanlage, Gasbrennwerttherme und Warmwasserspeicher zeigt. > www.vaillant.de

Richtig dämmen Je nachdem, wie ein Keller genutzt werden soll, muss er gedämmt werden. Die einfachste Variante ist der reine Nutzkeller, der keine beheizten Räume aufweist: Er muss auch keine Wärme vor dem Entweichen abhalten und benötigt daher auch keine extra Dämmung. Allerdings müssen alle an beheizte Räume des Hauses grenzenden Bauteile dann gegen den „kalten“ Keller gedämmt werden, damit über das Untergeschoss keine Wärme verloren geht. Auch interne Verbindungen von Wohnbereich und Keller, also Tür und Abgang zum Keller, müssen entsprechend dicht und gedämmt ausgeführt werden. Im Gegensatz dazu steht der sogenannte Wohnkeller. Dieser wird in der Regel in demselben Effizienzstandard wie das über ihm stehende Haus ausgeführt. Das heißt, dass er rundum gegen das Erdreich gedämmt wird. Der Wohnkeller wird auch geheizt und verfügt über eine lichte Raumhöhe, die eventuelle Wohnnutzungen ermöglicht. Wer heute schon in Erwägung zieht, seinen Keller oder Teile davon später fürs Wohnen oder ähnliche Nutzungen verwenden zu wollen, sollte daher schon beim Bau eine entsprechende Dämmung vorsehen. Nachträgliches Dämmen des Untergeschosses ist ungleich aufwendiger und teurer.

4

HAUSTECHNIK

Gerade moderne Neubauten werden heute oft mit einer sehr umfangreichen Haustechnik ausgestattet. Neben einer Heizungs- oft auch mit einer zentralen Lüftungsanlage, Wechselrichter der Photovoltaikanlage oder einer Hausbatterie. Darüber hinaus benötigt jedes Haus u.a. Platz für den Hausanschluss, die Wasserverteilung, einen Warmwasserspeicher sowie die Elektroverteilung u.v.m.: Kurzum, der Haustechnikraum sollte nicht zu sparsam bemessen werden. Der genaue Platzbedarf hängt natürlich von der individuellen Planung ab - aber sieben bis zehn Quadratmeter sollte man reservieren. Da technische Geräte kein natürliches Tageslicht benötigen und in der Regel nicht täglich besucht werden müssen, sind sie prädestinierte Keller-Kandidaten.

Der „ThermoSafe“-Fertigkeller bietet dank Kerndämmung (hellgelb) schon beste Voraussetzungen für ein energiesparendes, behagliches Wohnklima im Untergeschoss. Um einen Wohnkeller dem Effizienzstandard des darüberliegenden Hauses anzupassen, wird eine zusätzliche Perimeterdämmung (hellgrün) entsprechend individueller Berechnungen ergänzt. > www.glatthaar.com

62  bauen. 6/7-2018


Eine Waschmaschine gibt es in jedem Haushalt und in vielen gleich noch einen Trockner dazu. Auch moderne Geräte möchte man gerne in einem akustisch vom Wohn- und Schlafbereich abgetrennten Ort unterbringen, denn ihre Arbeitsgeräusche gehen schnell auf die Nerven. Eine Waschküche im Keller ist daher ideal. Wer diese mithilfe eines Wäscheabwurfschachtes mit den Schlafbereichen oder dem Badezimmer verbindet, spart sich viele Wege. Außerdem praktisch in der Waschküche ist ein Waschbecken für Handwäsche oder zum Reinigen von Schuhen. Outdoorfans können über einen direkten Zugang zur Waschküche von außen nachdenken: Dreckklamotten auf dem Weg nach drinnen direkt hier ausziehen - dann fungiert die Waschküche gleichzeitig als Schmutzschleuse.

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Mehrgenerationenhaus Vivaro

Waschmaschine und Trockner sind im Keller gut untergebracht. Wer sich keine separate Waschküche gönnen möchte, kann die Geräte auch im Technikraum unterbringen – zum Beispiel unterhalb der kompakten, wandhängenden Lüftungsanlage „Recovair“. > www.vaillant.de

6 Foto: www.glatthaar.com

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WASCHKÜCHE

GARAGE Ob Auto, Motorrad oder Fahrrad: In einer Garage sind Gefährte aller Art inklusive ihres Zubehörs bestens untergebracht. Je nach Grundstücksituation, zum Beispiel bei schmalen Hanggrundstücken, lässt sich letztere auch sehr gut im Keller unterbringen. So kann man sein Auto direkt vom Wohnbereich aus erreichen und umgekehrt z.B. Einkäufe bequem in direkt zur Garage benachbarte Vorratsräume aufräumen. Sperrige Freizeitarikel, wie Surfbretter o.ä. sind dank der großen Tore in der Garage ebenfalls bestens untergebracht.

Mehrgenerationenhaus Vivaro: Architektur, die verbindet! Mehr Infos unter: www.kern-haus.de


Ö KO LO G I E • WI SSEN • Ke l l e r

Foto: www.buerkle-fertigkeller.de

Keller müssen von außen gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich abgedichtet werden. Zum einen um die Konstruktion zu schützen, zum anderen um die Kellerräume und deren Inhalt vor Feuchteschäden, muffigem Geruch und Schimmel zu bewahren. Die nötige Qualität der Abdichtung – und damit auch der Kellerkosten – hängt von der jeweiligen Baugrundbeschaffenheit ab. Diese sollte mithilfe eines Baugrundgutachtens vorab geklärt werden.

Bei gemauerten Kellern kommt häufig eine Abdichtung aus Bitumen zum Einsatz. Solche Keller nennt man Schwarze Wanne. Sie eignen sich nur bei unproblematischen Bodenverhältnissen, z.B. bei den Lastfällen „Bodenfeuchtigkeit“ und „nichtstauendes Sickerwasser“. Keller aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) nennt man Weiße Wanne. Sie ist in der Regel ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen ausreichend dicht – selbst bei Grundstücken mit hohem Grundwasserspiegel, wo Schwarze Wannen nicht mehr geeignet sind. Mehr Sicherheit bietet die sogeannte Braune Wanne: Bei ihr wird auf den WU-Beton eine zusätzliche braune Betonit-Abdichtung aufgebracht, die gegen aufstauendes Sickerwasser oder drückendes Wasser schützt. Fertigkellerhersteller haben außerdem spezielle Keller im Angebot, die so dicht sind, dass sie sogar schwimmen, z.B. der „AquaSafeKeller“ von Glatthaar-Fertigkeller > www.glatthaar.com oder der „Climateq Aqua“ von Bürkle > www.buerkle-fertigkeller.de

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Foto: Andreas Diehl

Abdichtung

HEIMKINO Kein störendes Sonnenlicht, keine Außengeräusche und man selbst kann richtig aufdrehen! Für Heimkinofans bietet ein Keller die idealen Rahmenbedingungen für uneingeschränkten cineastischen Genuss, denn hier sind sie nicht nur ungestört - sondern stören selbst auch niemanden, wenn sie ihr High-EndSoundsystem zu Höchstleistungen auflaufen lassen. Ideal ist, wenn man den Heimkinoraum von Anfang an einplant und mit einer entsprechenden ElektroInfrastruktur versieht.

Eine ebenso einfache wie besonders wirkungsvolle Möglichkeit, Tageslicht in Kellerräume zu leiten, ist der patentierte Lichtfluter von Knecht. Er ist druckwasserdicht und den Anforderungen an einen Wohnkeller entsprechend gedämmt. > www.fertigkeller.de

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ARBEITSZIMMER

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Dieses perfekte private Lichtspielhaus gehört Peter Maffay und wurde mit Original-Kinosesseln sowie mit High-EndHeimkinotechnik des britischen Boxenherstellers Bowers & Wilkins ausgestattet. > www.bowers-wilkins.de


EINLIEGERWOHNUNG

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Ein Keller kostet zwar Geld, kann aber tatsächlich auch bei der Baufinanzierung helfen: Bringt man hier eine weitere Wohneinheit, z.B. Einliegerwohnung unter, können bei Vermietung deren Herstellungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Die Mieteinnahmen helfen außerdem bei der Tilgung der Kredite. Die staatlichen Zuschüsse für ein Gebäude im förderfähigen KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus-Standard (mehr unter > www.kfw.de) können übrigens pro Wohneinheit beantragt werden. Für eine entsprechend energieeffiziente Einliegerwohnung kann also nochmals Förderung in Anspruch genommen werden.

Bei diesem Einfamilienhaus erhält die Einliegerwohnung im Keller über einen großen, als Terrasse genutzten Tiefhof viel Tageslicht. Einen ausführlichen Bericht über dieses Projekt finden Sie unter www.bautipps.de/glatthaar

Umfangreiche Informationen rund um den Kellerbau bietet der „RAL Ratgeber Keller“ auf 34 Seiten. Er kann unter > www.ral-guetezeichen.de heruntergeladen werden.

Auch für konzentriertes Arbeiten kann die Ruhe „unter Tage“ hilfreich sein. Ein heimisches Arbeitszimmer kann somit sehr gut auch im Untergeschoss untergebracht werden. Für natürliches Tageslicht sollte aber dennoch gesorgt werden. Dieses kann über Lichtschächte, Tiefhöfe oder spezielle Kellerfenster gewährleistet werden. Um offiziell als Wohnraum deklariert werden zu können, muss aber auch ein Zimmer im Untergeschoss, die nach der jeweils geltenden Landesbauordnung nötige Mindestfläche an Fenstern, die direkt ins Freie führen, aufweisen.

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Schön  &   gut Wie wollen Familien heute wohnen und wie sollten sie für die Zukunft vorbauen? Dieses neue Musterhaus bietet dafür vielfältige Anregungen. Angefangen von einem variabel nutzbaren Grundriss, über ein innovatives Energiesystem bis hin zu einem gesundheitlich vorbildlichen Gesamtkonzept.

Mit seinem flachen Satteldach, der grauen Holzlamellen-Fassade und den honigfarbenen Holzfenstern präsentiert sich das Musterhaus in Auggen von außen modern, freundlich und einladend. Im Inneren überzeugt es ebenfalls durch zeitgemäße und hochwertige Materialien sowie praktische Details, wie eine Speisekammer mit direkter Verbindung zu Küche und Garten.


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D

as Gute. Einfache, Bewährte immer besser zu machen, eine traditionelle, überall genehmigungsfähige Formensprache mit modernen Details zu verjüngen und innovative Ideen für flexible Grundrisse und sehr praktische Einrichtungslösungen zu entwickeln, ist im besten Sinne zeitlos und zeitgemäß zugleich. Darüber hinaus aber auch künftige Anforderungen, wie einen niedrigen Energiebedarf mit eigener Energieversorgung sowie ein zertifiziert gesundes Baukonzept, zu berücksichtigen, zeugt von Weitblick. All diese Ansätze verbindet das neue SchwörerMusterhaus Auggen, das Lebensraum für eine Familie mit bis zu vier Kindern bietet – und das auf erstaunlich kompakter Grundfläche und „nur“ 167 Quadratmetern clever genutzer Wohnfläche. Seine angenehme Optik erhält das Gebäude durch die homogene Farbgestaltung, die geringen Dachüberstände und die klare Grundform. Dabei setzen helle, teilweise übereck laufende

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Holzfenster spannende Akzente. Auf der einen Seite des Hauses empfängt der überdachte Eingangsbereich, auf der anderen lädt der Outdoor-Lounge-Bereich mit speziell angefertigten Möbeln aus dem Schwörer-Betonwerk zum Entspannen im Freien..

Praktisch & innovativ Innen präsentiert sich das Haus klar gegliedert, mit einem Grundriss, der überraschende Gestaltungsideen aufweist und viel Freiheit für verschiedene Wohnkonstellationen lässt. Das beginnt mit einer familienfreundlichen Diele mit Einbauschränken für viel Stauraum. Schiebetüren erlauben im gesamten Erdgeschoss und teilweise auch oben eine variable Zuordnung der Nutzungsbereiche zueinander. Auch technisch ist das Haus zukunftsfähig: Die hoch gedämmte Gebäudehülle minimiert den Energiebedarf. Eine Photovoltaik-Anlage und ein Stromspeicher ermöglichen die Erzeu-


Die offene Küche mit großem Essplatz bietet viel Platz für das gemeinsame Familienleben. Große FensterSchiebetüren verbinden diesen 30 Quadratmeter großen Raum mit der angrenzenden Terrasse. Der Wohnbereich liegt neben dem Essbereich. Er ist durch eine Wandscheibe optisch vom Zentrum des Familienlebens separiert und kann durch Schiebetüren komplett abgetrennt werden.

„Dieses Musterhaus ist das jüngste Projekt, das im Rahmen einer groß angelegten Praxisstudie an 650 individuellen Bauvorhaben von Schwörer Haus auf seine Wohngesundheit hin überprüft wurde. Die mit Sentinel Haus Institut und TÜV Rheinland durchgeführte Studie bescheinigt Schwörer Haus eine schadstoffarme Bauweise.” Dipl. Ing. (FH) Martin Sauter Leiter Entwicklung & Normierung bei Schwörer Haus

Das Treppenhaus liegt im Zentrum des Hauses. Die Wohnräume auf beiden Ebenen gruppieren sich in einer U-Form um die Erschließung. Ein internes Fenster auf Höhe des Treppenpodestes erlaubt den Blick in den Essbereich.


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gung und Eigennutzung von erneuerbarem Solarstrom, sodass die effektiven Kosten für Heizung, Warmwasser und elektrischer Energie minimiert werden. Dieses Musterhaus präsentiert aber einen weiteren ganz wichtigen Aspekt des zukunftsgerechten Bauens: Es zeigt, wie schick gesundes Wohnen sein kann. Das Haus bietet – vom TÜV Rheinland und Sentinel Haus Institut zertifiziert – ein garantiert gesundes Wohnumfeld. Um dies zu erreichen, wurden bei diesem Haus nur schadstoffgeprüfte Baumaterialien verwendet. Schon das aus nachhaltigem heimischen Anbau stammende Konstruktionsholz des Hauses wird ganz ohne Chemie verarbeitet. Die Materialien für den Innenausbau, die sich unmittelbar auf die Qualität der Innenraumluft auswirken, wurden nicht nur besonders kritisch gewählt, sondern auch von speziell geschulten Mitarbeitern sorgfältig verarbeitet. Das Ergebnis: Die Raumluftmessungen nach Fertigstellung und Einrichtung des Hauses ergaben, dass die Innenraumluftqualität in allen Punkten den strengen Richtlinien der „Innenraumlufthygiene-Kommission“ (IRK) des Umweltbundesamtes entspricht. ne/ab •

9,08 m

11,96 m

& FAKTEN

Musterhaus Auggen

• WOHNFLÄCHEN:

BAD 4

DIELE 10

ARBEITEN 14,5

EG 83 m2, OG 83 m2

• BAUWEISE: SPEIS. 4,5

KOCHEN/ ESSEN 30

WOHNEN 20

Holzverbundkonstruktion mit 240 mm mineralische Dämmung, Holzlamellen-Fassade, U-Wert der Außenwand 0,173 W/m2K; Holz-Fenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,6 W/m2K; 22 Grad geneigtes Satteldach, 263 cm Kniestock, mit 320 mm Wärmedämmung, U-Wert Dach 0,18 W/m2K

• TECHNIK:

Frischluftheizung mit Kleinwärmepumpe (Luft-Luft-Wärmepumpe) kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und elektrischen Nachheizelementen, PhotovoltaikIndach-Anlage mit 5,61 kWp-Leistung, Stromspeicher 10 kWh

OBERGESCHOSS

GALERIE 13

KIND 3 13

BAD 9,5

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 18 kWh/m2a Endenergiebedarf: 10 kWh/m2a KfW-Effizienzhaus 55

• BAUKOSTEN:

SCHLAFEN 17

KIND 1 13,5

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KIND 2 17

Schlüsselfertig wie gezeigt als Null-Energiehaus ab Oberkante Kellerdecke ab 395 441 Euro, zzgl. Schwörer-Basiskeller ab 59 484 Euro

• HERSTELLER:

Schwörer Haus, Hans-Schwörer-Straße 8 72531 Hohenstein/Oberstetten Tel. 07387/16-0, www.schwoererhaus.de

• MUSTERHAUS:

Dieses Musterhaus kann freitags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 07631/1 2948 in der Schmiedestraße 32, 79424 Auggen besichtigt werden.

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Schwörer Haus bietet Einfamilien-, Doppelund Mehrfamilienhäuser und Gewerbebauten in Holzfertig- sowie Hybridbauweise sowie u.a. Beton-Fertiggaragen und Fertigteilkeller an. Profitieren könen Bauherren u.a. auch von Fertigbad-Systemen, Modernisierungsservice sowie der unternehmenseigenen Design-Schreinerei. Gegründet wurde der Familienbetrieb 1950, in der gesamten Schwörer-Unternehmensgruppe sind heute rund 850 Mitarbeiter an acht Standorten beschäftigt.

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien, Italien, Benelux, Dänemark Ein ausführliches Firmenporträt sowie weitere ausgewählte Entwürfe von Schwörer Haus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/schwoerer

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DATEN

ERDGESCHOSS

Fotos: Schwörer Haus

Das Obergeschoss bietet neben dem Bad und Elternschlafzimmer mit Ankleide, drei weitere Zimmer, die als Kinder- oder Gästezimmer genutzt werden können. Verbindungstüren zwischen den Räumen halten die Wege auf dieser Ebene angenehm kurz.


ADRESSEN•

A

Abimis é und marchio Prisma Prisma S.R.L Via dell‘industria, 4 31020 S.Polo di Pive (TV) Italien Tel.0039/0422 8021 www.abimis.com AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. Harrlachweg 4 68163 Mannheim Tel.0621/8506100 www.amk.de Arge Baurecht Deutscher Anwalt Verein, Littenstr. 11 10179 Berlin, Tel.030/726152-0 www.arge-baurecht.com

B

Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896, Alpenweg 25 87746 Erkheim Tel.08336/900-0 www.baufritz.com Bien-Zenker GmbH Am Distelrasen 2 36381 Schlüchtern Tel.06661/98-0 oder 0800/4222228 www.bien-zenker.de Blanco GmbH + Co. KG Flehinger Str. 59 75038 Oberderdingen Tel.07045/44-81100 www.blanco-germany.de Robert Bosch Hausgeräte GmbH, Carl-Wery-Str. 34 81739 München Tel.089/4590-00 www.bosch-home.de BSW – Bundesverband Solarwirtschaft, Lietzenburger Straße 53, 10719 Berlin Tel.030/2977788-0 www.solarwirtschaft.de Bürkle Kellerbau GmbH & Co.KG, Heideweg 8/Industriegebiet West, 77880 Sasbach Tel.07841/68119-0 www.buerkle-fertigkeller.de

IMPRESSUM bauen!

Eurofins NDSC Food Testing Germany GmbH Neuländer Kamp 1 a 21079 Hamburg Tel.040/492949000 www.eurofins.de

KfW Bankengruppe KOMP Kommunikation Palmengartenstr. 5–9 60325 Frankfurt Tel.0800/5399002 www.kfw.de

Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) Havelstr. 7 A 64295 Darmstadt Tel.06151/339257 www.fbr.de

Knecht Kellerbau GmbH Ziegeleistr. 10 72555 Metzingen Tel.07123/944-0 www.knecht.de

F

Fingerhaus GmbH Auestr. 45 35066 Frankenberg/Eder Tel.06451/504-0 www.fingerhaus.de Frammelsberger Holzhaus GmbH, Esperantostr. 15 77704 Oberkirch Tel.07802/9277-0, www. frammelsberger-holzhaus.de Fullwood Wohnblockhaus Oberste Höhe 53797 Lohmar Tel.02206/95337-00 www.fullwood.de

G

Geberit Vertriebs GmbH Theuerbachstr. 1 88630 Pfullendorf Tel.07552/934-01 www.geberit.de Glatthaar-Fertigkeller GmbH & Co. KG Joachim-Glatthaar-Platz 1 78713 SchrambergWaldmössingen, Tel.07402/9294-0 www.glatthaar.com Otto Graf GmbH Kunststofferzeugnisse Carl-Zeiss-Str. 2–6 79331 Teningen Tel.07641/589-0 www.graf-online.de

C

Graff Europe Via Aretina 159 50136 Florence Italien Tel.0039/055 9332115 www.graff-faucets.com

D

Gussek Haus Franz Gussek GmbH & Co. KG Euregiostr. 7 48527 Nordhorn Tel.05921/174-0 www.gussek.de

Camina & Schmid Feuerdesign und Technik GmbH & Co.KG, Gewerbepark 18 49143 Bissendorf Tel.05402/7010-10 www.camina-schmid.de Davinci Haus GmbH & Co. KG Talstr. 1, 57580 Elben Tel.02747/8009-0 www.davinci-haus.de Deutsche Keramische Fliesen u. Platten-Informations GmbH Luisenstr. 44, 10117 Berlin Tel.030/27595974-0 www.deutschefliese.de DUETTE – Hunter Douglas Components Druseltalstr. 25, 34131 Kassel Tel.0561/40998-50 www.duette.de

E

eco-Institut GmbH Schanzenstr. 6-20, Carlswerk 1.19 51063 Köln Tel.0221/931245-0 www.eco-institut.de Elica S.p.A. Via Dante Nr. 288 60044 Fabriano AN Italien Tel.0039/0732 610-1 www.elica.com

H

Schwörer Haus KG Hans-Schwörer-Str. 8 72531 Hohenstein-Oberstetten Tel.07387/16-0 www.schwoererhaus.de Sentinel Haus Institut GmbH Merzhauser Str. 76 79100 Freiburg Tel.0761/590 481 70 www.sentinel-haus.eu www.gesundesbauen.info

Küchen Quelle GmbH Gutenstetterstr. 8e 90449 Nürnberg Tel.0911/50730730

Solarwatt GmbH Maria-Reiche-Str. 2a 01109 Dresden Tel.0351/8895-0 www.solarwatt.com

L

Leicht Küchen AG Gmünder Str. 70 73550 Waldstetten Tel.07171/402-0 www.leicht.com

Joh. Sprinz GmbH & Co. KG Haldenstr. 1 88287 Grünkraut-Gullen Tel.0751/56080-0 www.sprinz.eu

Logoclic – Bauhaus EBusiness GmbH & Co. KG Gutenbergstr. 21 68167 Mannheim Tel.0621/3905490 www.logoclic.info

Stiebel Eltron GmbH & Co. KG Dr.-Stiebel-Str. 33 37603 Holzminden Tel.05531/702 702, 01803/702015 www.stiebel-eltron.de

M

Massa Haus GmbH Argenthaler Str. 7 55469 Simmern Tel. 06761/90303-0 www.massa-haus.de

T

The little Greene Paint Company Ltd., Wood Street M11, 2FB Manchester Gr0ßbritannien Tel.0044/161 2300880 www.littlegreene.de

Meisterstück-Haus – Otto Baukmeier Holzbau – Fertigbau GmbH & Co. KG Otto-Körting-Str. 3 31789 Hameln Tel.05151/9538-0 www.meisterstueck.de

TÜV Rheinland Am Grauen Stein, 51105 Köln Tel.0221/806-0, www.tuv.com

V

Vaillant GmbH Berghauser Str. 40 42859 Remscheid Tel.02191/18-0 www.vaillant.de

N

natureplus e.V. Internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen, Hauptstr. 24 69151 Neckargemünd Tel.06223/866017-0 www.natureplus.org

P R

Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) Chausseestr. 8, 10115 Berlin Tel.030/2789010, www.vpb.de

Panasonic Deutschland GmbH Winsbergring 15 22525 Hamburg Tel.040/8549-0 www.panasonic.de Rathscheck Schiefer und Dachsysteme KG St.-Barbara-Str. 3 56727 Mayen-Katzenberg Tel.02651/955-0 www.rathscheck.de www.schiefer.de

Viebrockhaus AG Grashofweg 11 b 21698 Harsefeld Tel.04164/8991-0 oder 0800/8991000 www.viebrockhaus.de

W

Warema Renkhoff SE Hans-Wilhelm-Renkhoff-Str. 2 97828 Marktheidenfeld Tel.09391/20-0 www.warema.de

Hillekamp + Weber Architekturstudio Sophienstraße 29 41065 Mönchengladbach Tel.02161/98177-20 www.hiwe.de

Regnauer Hausbau GmbH & Co. KG Pullacher Str. 11 83358 Seebruck/Chiemsee Tel.08667/72-222 www.regnauer.de

Hörmann KG Upheider Weg 94–98 33803 Steinhagen Tel.05204/915-0 www.hoermann.de

Rems-Murr-Holzhaus GmbH Wiesenstr. 9, 71577 GroßerlachGrab, Tel.07192/20244 www.remsmurr-holzhaus.de

Huf Haus GmbH & Co. KG Franz-Huf-Straße 56244 Hartenfels Tel.02626/761-0 www.huf-haus.de

K

Kern-Haus AG Sälzerstr. 23-25 56235 Ransbach-Baumbach Tel.02623/884100 www.kern-haus.de

Rensch-Haus GmbH Mottener Str. 13 36148 Kalbach/Rhön Tel.09742/91-0 www.rensch-haus.com

S

Schmidt Küchen GmbH & Co KG Hubert-Schmidt-Str. 4 66625 Türkismühle Tel.06852/887-0 www.schmidt-kuechen.de

Weberhaus GmbH & Co. KG Am Erlenpark 1 77866 Rheinau-Linx Tel.07853/83-0 www.weberhaus.de Wolf GmbH Industriestr. 1 84048 Mainburg Tel.08751/74-0 www.wolf.eu Wolf-Haus GmbH Koppenmühle 97705 Burkardroth-Gefäll Tel.09701/9111-0 oder 0800/1172081 www.wolf-haus.de

Z

ZimmerMeisterHaus Vereinigung ZMH Stauffenbergstr. 20 74523 Schwäbisch Hall Tel.0791/949474-0 oder 0800/9640266 www.zmh.com

FACHSCHRIFTEN-VERLAG GMBH & CO.KG Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Tel. (0711) 5206-1 Tel. Redaktion (0711) 5206-271 Fax Redaktion (0711) 520 6-3 00 Tel. Anzeigen (0711) 5206-236 E-Mail: info@fachschriften.de www.fachschriften.de www.bautipps.de GESCHÄFTSFÜHRER: Tilmann Münch CHEFREDAKTION: Astrid Barsuhn (ab) verantwortlich Oliver Gerst (og) stellvertretend REDAKTION: Christine Meier (cm), Susanne Neutzling (ne), Barbara Stierle (st), Gerd Walther (gw) ASSISTENZ: Ilona Mayer, Evelyn Wangler, E-Mail: bauen@fachschriften.de STÄNDIGE MITARBEITER: Reinhard Otter (rot), Astrid Voss (av), Jürgen Wendnagel (jw), Elke Raff (Zeichnungen) Porträt-Foto Editorial: Oliver Röckle GESTALTUNG: Dolde Werbeagentur GmbH, 70327 Stuttgart, Heike Heinemann, Suzanne Tempes HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.), Julia Skora ANZEIGEN: Jürgen Seiler (Verkaufsleitung) E-Mail: seiler@fachschriften.de Claudia Pastor (Disposition) E-Mail: pastor@fachschriften.de DRUCK: pva, 76829 Landau VERTRIEB: PARTNER Medienservices GmbH, Julius-Hölder-Str. 47, 70597 Stuttgart ABONNEMENT-SERVICE: Abonnement-Service „bauen.“ Medienplatz 1, 76571 Gaggenau Tel. 07225/916190, Fax -916177 E-Mail: abo@fachschriften.de PREIS: Einzelheft 3,50 €, Direktbestellung im Verlag zuzüglich Versandkosten unter www.buecherdienst.de Jahresabonnement ­(6 Hefte) ­inkl. Porto und MwSt. Inland 21 €. (Ausland 27,60 €). Mindestbezugszeitraum 1 Jahr. BANKKONT0: HypoVereinsbank IBAN: DE 72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form – durch Fotokopie, ­Mikrofilm oder andere Verfahren – sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland ist nur mit schriftlicher ­G enehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen g ­ ezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der ­Redaktion dar. Der Fachschriften-Verlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart ISSN-Nummer 0170-0138 Printed in Germany m Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus moderni­ sieren, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, Energ!e, Hausbau, pro fertighaus, Schwimmbad & Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer. Buchbestellungen über www.buecherdienst.de

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Ö KO LO G I E • WI SSEN • G e s u n d wo h n e n Wie wichtig ein gesundes Heim ist, erfuhren Barbara und Bernd Maier und ihre drei Kinder am eigenen Leib: denn ihr altes Zuhause machte sie krank. Erst ein baubiologischer Neubau von Baufritz sicherte ihnen die Rückkehr in ein gesundes Leben. > www.baufritz.com

E

in durchschnittliches Haus besteht aus etwa 400 unterschiedlichen Bauprodukten. Nicht alle davon wirken sich unmittelbar auf die Luft in den Innenräumen aus. Wenn Sie es aber tun, kann das mitunter drastische Folgen für die Bewohner haben: Denn Emissionen aus Baumaterialien können unter Umständen krank machen. Die Liste der Schadstoffe und der daraus resultierenden Beschwerden ist umfangreich: Das beginnt bei unangenehmen Gerüchen, die einfach nur stören, reicht über Hausstaub, der empfindlichen Menschen das Atmen erschwert oder die Augen tränen lässt bis hin zu Ausdünstungen, die lebensbedrohliche Krankheiten, wie Krebs auslösen können.

Was ist gesund?

Vorsorge

ist besser!

Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel. Deswegen sollte unsere Atemluft möglichst frei von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen sein. Diese können wir nicht überall beeinflussen – aber beim Bau unseres neuen Zuhauses durchaus!

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Das Problem bei der Bewertung von wohngesunden Wohnräumen ist, dass natürlich auch die persönliche Disposition der Bewohner eine Rolle spielt. Was bei dem einem schon zu schwerwiegenden Beschwerden führt, fällt dem nächsten, der sich einer robusteren Natur erfreut, gar nicht auf. Viele Luftschadstoffe, die zwar bei geringer Konzentration keine akuten Beschwerden verursachen, stehen außerdem in Verdacht, über eine lang anhaltende Wirkungsdauer zu Gesundheitsschäden zu führen. Ein Beispiel dafür ist der Feinstaub, der in den letzten Monaten für rege Diskussion gesorgt hat. Während aber die Mindestqualität der Außenluft im Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt ist, gibt es für die Güte der Luft in unseren Wohnhäusern keine rechtlich bindenden Vorschriften.


Wer beim Innenausbau selber Hand anlegen will, sollte bei der Wahl der Baustoffe auf deren Emmissionsarmut achten. Anbieter von Ausbauhäusern, wie z.B. Schwörer Haus, bieten geprüfte Ausbaumaterialien auch zum Selbsteinbau an. > www.schwoererhaus.de

Dicke Luft? Erschwerend kommt hinzu, dass die Energieeinsparverordnung, die dafür sorgt, dass die CO2-Belastung der Umwelt durch unsere Gebäude

Stefan Schindele, Baubiologe beim Ökohaus-Experten Baufritz (www.baufritz.com), gibt Tipps für wohngesundes Einrichten

reduziert wird, sehr luftdichte Bauweisen fordert. Konnten Schadstoffe früher durch „undichte“ Bauteile aus dem Wohnraum entweichen, bleiben sie heute drin. Das kann im Neubau zu hohen Schadstoffkonzentrationen führen (siehe Grafik unten). Deswegen ist es für gesundheitsbewusste Neu-Bauherren wichtig, auf schadstoffarme Baustoffe und Bauweisen zu achten. Orientierung bei der Bewertung der vielfältigen gesundheitsrelevanten Aspekte eines Baupro-

Aufgrund der vorgeschriebenen dichten Haushülle bei Neubauten können Luftschadstoffe kaum noch aus den Wohnräumen entweichen. Für ein gesundes Wohnumfeld empfiehlt sich daher die Verwendung von schadstoffreduzierten Baustoffen. Der QR-Code links führt zu einem Erklärvideo. > www.sentinel-haus.eu

Herr Schindele, was empfehlen Sie Menschen, die sich schadstoffarm einrichten möchten? Es lohnt sich, beim Hersteller nachzufragen und Emissionsnachweise anzufordern. Auch Gütesiegel können eine gute Orientierung sein, wobei hier immer zu einem kritischen Blick geraten ist. Wir haben festgestellt, dass zahlreiche Label wohl eher in die Kategorie Marketing fallen, statt eine solide Hilfestellung zu bieten. Daher ist es sinnvoll, ein Auge auf die Prüfkriterien zu werfen. Sie offenbaren relativ schnell, ob

Foto: www.baufritz.com

Die Europäische Bauproduktenverordnung regelt zwar, dass Bauwerke nicht gesundheits- und umweltschädlich sein dürfen sowie hygienischen Anforderungen entsprechen müssen, aber es gibt keine exakte Detailregelung, die angibt, ab welchen Konzentrationen ein Stoff gesundheitsgefährdend oder umweltschädlich ist. In Deutschland arbeitet man stattdessen mit dem Richtwertkonzept des Ausschusses für Innenraumrichtwerte (AIR) beim Umweltbundesamt. Dessen durchaus empfehlenswerten Richtwerte sind aber eben nur Richtwerte und daher nicht allgemein verbindlich.

Expertentipps für gesundes Einrichten

die bewerteten Faktoren und die dahinterstehenden Grenzwerte ausreichend sind. Darüber hinaus sollte man sich durchaus auch auf seinen eigenen Riecher verlassen. Was heißt „eigener Riecher“? Gehen Sie in ein Möbelhaus, öffnen Sie die Tür eines Kleiderschrankes und riechen Sie hinein. Grundsätzlich gilt: Die eigene Nase ist oftmals schon ein guter Berater. Und wenn dieser Berater nicht überzeugt ist, sollten Sie auf ihn hören. Und wenn es doch ein solches Möbelstück sein soll? Dann sollten Sie es wenigstens am Anfang im wahrsten Sinne des Wortes an die frische Luft setzen. Mit

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Ö KO LO G I E • WI SSEN • G e s u n d wo h n e n

Kleine Fläche, große Wirkung: Selbst Dichtungsmaterialien können die Raumluftqualität verschlechtern. Deswegen ist es wichtig, beim Hausbau auch im Detail auf emissionsarme Produkte zu achten. > www.schwoererhaus.de

duktes bieten dem Verbraucher verschiedene Label. Deren Aussagekraft variiert stark, weswegen zu erhöhter Aufmerksamkeit zu raten ist: Denn heutzutage ist „Gesundheit“ ein in der Werbung viel verwendeter Begiff. Aufgrund der mangelnden rechtlichen Standards, sind manche Angebote eben nur relativ gesund. Vier empfehlenswerte Baustofflabel haben wir rechts für Sie aufgeführt.

Wissen ist wichtig Haben Naturprodukte Vorteile? Abgesehen von Schadstoffen unterschiedlicher Art kann sich alles, was synthetisch ist, seien es nun Oberflächen, Böden oder Stoffe, elektrostatisch aufladen. Das wirkt sich sehr deutlich auf das Raumklima aus, da die Luftionisation durch Entladungsvorgänge stark beeinträchtigt wird. Wir Menschen nehmen das dann als schlechte oder verbrauchte Luft wahr. Natürliche Materialien hingegen können sich nicht elektrostatisch aufladen – ein weiterer positiver Nebeneffekt also, den man erzielt, wenn man sich bei der Einrichtung an Naturprodukte hält. Herr Schindele, vielen Dank für dieses Gespräch. Weitere Infos zum gesunden Wohnen finden Sie im Internet unter > www.baufritz.com

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Leider können auch mit diesen Labels ausgezeichnete Produkte in der Summe negative Auswirkungen entwickeln. Ein Beispiel: Durch die chemische Reaktion eines als gesund gelabelten Fußbodenklebers mit einem ebenfalls an sich unbedenklichen Fußbodenbelags können schädliche Emissionen und so ein mangelhaftes Ergebnis entstehen. Daher bedarf es beim gesunden Bauen auch eines entsprechenden Know-hows von Planern und Handwerkern.

Ob man mit ausgewählten Hausherstellern, Architekten oder Handwerkern arbeitet: Die Einhaltung der gewünschten gesundheitlichen Qualität eines Hauses, wie z.B. der AIR-Richtwerte, muss im Bauvertrag stets individuell geregelt werden. Letztere sind übrigens auch nur dafür vorgesehen, dass gesunde Menschen in ihrem Wohnumfeld nicht krank werden. Gesundheitlich bereits vorbelastete Bauherren sollten sich individuell von einem Umweltmediziner bzw. einem Baubiologen beraten lassen. Eventuell benötigen sie zusätzliche, speziell auf ihre Belange zugeschnittene Detaillösungen. ab •

Detaillierten Aufschluss darüber, ob die Raumluft die vertraglich vereinbarte gesundheitliche Qualität aufweist, bringt eine Raumluftmessung. Nach DIN EN 16 000 ff wird sie 28 Tage nach Fertigstellung und Lüftung eines Neubaus und vor Einzug durchgeführt. Anbieter ist z.B. > www.tuv.com

Foto: www.schwoererhaus.de

Foto: www.baufritz.com

oberflächenbeschichteten Möbeln aus Holzwerkstoffen holt man sich oftmals neben Formaldehyd noch weitere flüchtige Schadstoffe, sogenannte VOCs★, ins Haus. Diese können die Raumluft vor allem am Anfang stark belasten, nehmen jedoch in Abhängigkeit mit dem Heiz- und Lüftungsverhalten im Laufe der Zeit ab. Hier sollte man mit dem Hersteller sprechen und ihn bitten, dass er vor der Auslieferung die Möbel möglichst lange in seinem Lager unverpackt lüftet. Das ist eine einfache und dennoch effektive Maßnahme – allerdings sollte immer Naturprodukten wie Massivholz mit lösemittelfreien Beschichtungen, wie etwa Öle, der Vorrang eingeräumt werden.


LABELS FÜR GESUNDE BAUSTOFFE Wer gesund wohnen möchte, sollte beim Hausbau auf gesunde Baustoffe achten. Die hier aufgeführten Label stehen für verlässliche, nachvollziehbare und strenge Prüfungen gesundheitsrelevanter Parameter von Baustoffen und können daher eine gute Orientierung bei der Auswahl bieten.

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natureplus Das von dem gleichnamigen, in zahlreichen europäischen Ländern vertretenen, unabhängigen Verein vergebene Qualitätszeichen gilt als besonders streng und umfassend hinsichtlich Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Wohngesundheit. Die Kriterien reichen von der Gewinnung der Rohstoffe über soziale Arbeitsbedingungen bis hin zu geringen Schadstoffemissionen im Betrieb. Auch das Recycling und die Entsorgung werden bewertet. Insgesamt stellt es qualitativ hohe Ansprüche. Ausgezeichnet werden ausschließlich Produkte, die vorwiegend aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen bestehen. Eine Produktdatenbank gibt zudem viele zusätzliche Informationen. > www.natureplus.org

Baubiologen in Ihrer Nähe finden Sie unter > www.baubiologie.net Gesundheitlich geschulte Handwerker, Haushersteller und Architekten unter > bauverzeichnis.gesünderegebäude.de Weitere Infos rund ums gesunde Bauen > www.eggbi.eu

Eurofins Indoor Air Comfort Gold Die private Eurofins-Gruppe vergibt ein Zeichen für (Bau-)Produkte, die über geringe Schadstoffemissionen verfügen. Die Prüfbedingungen sind öffentlich. In seiner Gold-Ausführung genügt das hohen Ansprüchen. > www.eurofins.de

eco tested product Das Zeichen des privaten eco-Instituts in Köln gibt es für unterschiedliche Produktgruppen, etwa für emissionsarme Bauprodukte aber auch für Möbel und Einrichtungsgegenstände. Auch hier beziehen sich die exakt dokumentierten Prüfbedingungen vor allem auf niedrige Emissionen von Schadstoffen während der Nutzungsphase. > www.eco-institut-label.de

TÜV schadstoffgeprüft – Kooperation mit Sentinel Haus Institut Das Prüfzeugnis des TÜV Rheinland in Kooperation mit dem Sentinel Haus Institut bezieht sich auf die gesundheitliche Wirkung des Baustoffs. Die strengen Richtlinien orientieren sich hinsichtlich Grenzwerten und Prüfverfahren an allgemeingültigen Vorgaben. Die Prüfung erfolgt in akkreditierten Laboren des Prüfdienstleisters entsprechend aktuellen Anforderungen an gesundheitlich gute Produkte. Mit dem Zeichen versehene sowie andere geprüft emissionsarme Bauprodukte finden sich in der Datenbank > www.bauverzeichnis.gesünderegebäude.de

JEDES HAUS EIN MEISTERSTÜCK! einhundertfünfzehn

Jahre Meisterstück-HAUS

jedeshaus@meisterstueck.de www.meisterstueck.de


Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • G e su n d wo h n e n

Ein Haus für zwei

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Die Liebe zueinander und zu den Bergen war für Gaby Huber und Alexander Kaiser Grund zum Bau dieses wohngesunden Hauses mit Blick auf die Chiemgauer Alpen.

E

in Neuanfang: Für Gaby Huber und Alexander Kaiser markiert ihr wohngesundes Holzhaus mit Bilck auf die Chiemgauer Alpen genau das! Die Kinder der beiden aus früheren Beziehungen sind längst erwachsen und gehen eigene Wege. Die junggebliebenen Mittfünfziger haben bereits Bau- und natürlich viel Lebenserfahrung und wussten daher ganz genau, welche Ansprüche sie an ihr neues Heim stellten: Ein Traumhaus für zwei mit viel Platz für „intensives Miteinander“. Den Bauplatz haben sie mit viel Bedacht gewählt. Gaby Huber und Alexander Kaiser lieben die Berge und suchten so am Rande der Alpen in Oberbayern nach dem richtigen neuen Wohnort. „Wir hatten das große Glück, ein Grundstück in der ersten Reihe zu bekommen. Dadurch ist uns der freie Blick auf die Berge sicher“, erzählt die Bauherrin von ihrer erfolgreichen Suche.

Großzügige Kompaktheit Für die Planung und Umsetzung ihres neuen Zuhauses entschieden sich die Bauherren für den Biohaus-Spezialisten Baufritz. Zusammen mit dessen Architekten entwickelten sie ein kompaktes Satteldachhaus, das sich zur Aussicht auf die Alpen großzügig bis unter den First öffnet, sich zur Straße und den Nachbargebäu-

Ihr neues Haus richteten sich Gaby Huber und Alexander Kaiser mit einem sicheren Gespür für Materialien, Farben und Formen komplett neu ein. Passend zum Haus: modern offen und gemütlich. Aus der Vergangenheit wollten sie nichts mitnehmen.


Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • G e su n d wo h n e n

Das Haus öffnet sich mit Blick auf die Berge bis unter das Dach mit großen Glasfassaden. Das Schlafzimmer auf der Galerie sowie die Küche im Erdgeschoss sind Teil des großen, offenen Wohnraumes im Haus-inneren.

ANKLEIDE 7,5 SCHLAFEN 14,5

FLUR 6,5

BAD 17

GALERIE 13,5

OBERGESCHOSS

78  bauen. 6/7-2018

LAGER

ERDGESCHOSS 11,95 m 8,83 m

EING. 4

WC 4

SPEIS 5,5

DIELE 12,5 WOHNEN 28,5

ESSEN 18

KOCHEN 17

Fotos: Bau-Fritz

den aber eher geschlossen gibt. Offenheit ist auch im Hausinneren das leitende Entwurfsmotiv: Die Bereiche, Wohnen, Essen, Kochen, Schlafen und Arbeiten sind komplett offen zueinander im Erdgeschoss bzw. der darüberliegenden Galerie angeordnet. Lediglich Bäder und WCs, Ankleide und Speisekammer wurden räumlich abgetrennt. Trotz des großen, offenen Raumes, ist das Wohnklima das ganze Jahr über angenehm. Dafür sorgt die hoch gedämmte, diffusionsoffene Hülle des Hauses. Dank baubiologisch einwandfreier Baustoffe und eingebautem Elektrosmogschutz ist es außerdem gesundheitlich besonders zuträglich. Das bestätigt auch die Hausherrin: „In diesem Haus schlafen wir ausgesprochen gut und fühlen uns richtig wohl.“ ab •

GERÄTE

Anschriften Seite 71

GARAGE


„Das Raumklima ist sehr angenehm. In diesem Haus schlafen wir ausgesprochen gut und fühlen uns richtig wohl!“ Gaby Huber, Bauherrin

DATEN

& FAKTEN

Individuelles Zwei-Personen-Haus

• WOHNFLÄCHEN:

EG 89,5 m2, OG 59 m2

• BAUWEISE:

Schadstoffgeprüfte Holzverbundkonstruktion mit patentierter Bio-Dämmung HOIZ aus Hobelspänen, naturbelassene Holzfassade, U-Wert der Außenwand 0,20 W/m2K; Holz-Alu-Fenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,5 W/m2K; 20 Grad geneigtes Satteldach mit 256 cm Kniestock, Tondachziegel, U-Wert Dach 0,20 W/m2K

• TECHNIK:

Gas-Brennwert mit Solarspeicher, Fußbodenheizung, Holzofen, X- und EElektrosmog-Schutztechnik, abgeschirmte Leitungen

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 62,7 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 37,7 kWh/m2a Endenergiebedarf: 63,3 kWh/m2a

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage beim Hersteller

• HERSTELLER:

Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896 Alpenweg 25, 87746 Erkheim Tel. 08336/9000, www.baufritz.com

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

bebauten sowie Ausbauhäuser unter der ausschließlichen Verwendung hochwertiger, zertifizierter Baustoffe; Serviceangebote u.a. Grundstücksanalyse und Gesundheitsberatung

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande Weitere ausgewählte Entwürfe sowie ein ausführliches Firmenporträt von Bau-Fritz finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/baufritz

Der Familienbetrieb, 1896 als Zimmerei gegründet, baut mit ca. 350 Mitarbeitern am Produktionsstandort Erkheim wohngesunde, schadstoffgeprüfte Ein- und Mehrfamilienhäuser, Objekt- und Gewer-

KLB-Mauerwerk KLB-SW1, 49 cm

Hergestellt aus rein mineralischen Bestandteilen mit hoher Speichermasse. Durch die hohe Dämmwirkung lassen sich auch staatlich geförderte KfW-Effizienzhäuser in einschaliger Bauweise errichten.

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T E C H N I K • REPORTAG E • Re ge n e rat i v h e i zen

Die über die hauseigene Photovoltaikanlage erzeugte Energie wird in der Hausbatterie zwischengespeichert und kann von den Bewohnern jederzeit verbraucht werden.

80  bauen. 6/7-2018


Modernster Wohnkomfort, smart gesteuert und versorgt mit selbst erzeugter, grüner Energie: Diesen Haustraum erfüllten sich Antje Gigereit und Stephan Werner mit ihrem neuen Zuhause bei Frankfurt am Main.

Vom Dach

auf den

Teller!

Die promovierte Sportwissenschaftlerin Antje Gigereit und der Maschinenbauingenieur Stephan Werner erfreuen sich an ihrem maßgeschneiderten Neubau.

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bauen. 81


T E C H N I K • REPORTAG E • Re ge n e rat i v h e i zen

Alles im Griff: Stephan Werner kann die smarten Funktionen seines neuen Zuhauses auch ganz einfach über sein Smartphone kontrollieren und steuern - nicht nur zu Hause, sondern auch von unterwegs.

Hell und weit zeigt sich der großzügige Lebensbereich. Das Flammenspiel im Kamin können die Bewohner vom Essplatz wie von der Sitzecke aus genießen.

82  bauen. 6/7-2018


Die futuristisch designte Tahoma-Box ist mit dem hauseigenen Router verbunden. Sie verarbeitet die Informationen, z B. des Windwächters oder der Kamera mit Alarmfunktion. Das System wird über Laptop, Tablet, Smartphone oder einen Funksender gesteuert.

A

ntje Gigereit und Stephan Werner fühlten sich nicht wohl mit ihrer Wohnsituation in einem Reihenendhaus in der Nähe von Frankfurt am Main: Die Umgebung war ihnen zu laut, dazu kam ständiges Treppensteigen durch die Erschließung über vier Etagen. Das Paar wünschte sich mehr Raum für Badezimmer und Küche sowie insgesamt mehr Wohnkomfort. Eine smarte, zukunftssichere Haustechnik stand ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste des Paars. Zum Glück fanden sie ein Baugrundstück in einem wesentlich ruhigeren Ort in der Nähe. Hier konnten sie mit einem Meisterstück-Haus ihre Wünsche exakt in die Realität umsetzen. Das kompakte Satteldachhaus präsentiert sich schon äußerlich als zukunftsweisend: Auf der straßenzugewandten Dachfläche schimmern zahlreiche Solarmodule, die die Strahlen der Sonne für die Versorgung des Energiebedarfs im Haus sammeln.

Dessen Inneres zeigt sich modern und dennoch gemütlich: Im Erdgeschoss des Neubaus ist auf über 60 Quadratmetern der offen gestaltete Bereich zum Kochen, Essen und Wohnen rund um einen dreiseitig verglasen Kaminofen angeordnet. Ein Gästezimmer sowie ein Gäste-WC mit Dusche ergänzen die Etage. Das ist vor-ausschauend geplant, denn bei Bedarf kann das Paar so ebenerdig erschlossen und barrierefrei auf einer Ebene leben.

Großzügig auf beiden Ebenen Ein echter Blickfang im Wohnbereich ist die mit Naturstein-Riemchen verkleidete Wandscheibe. Dahinter führt eine einläufige Treppe hinauf zu den Privaträumen im Obergeschoss. Die geräumige Galerie dort ist gleichzeitig eine platzsparende Erschließung und ein helles Homeoffice. Großformatige Fenster lassen von zwei Seiten Licht herein – perfekt zum konzen-

„Das System lässt sich ganz einfach um weitere Funktionen erweitern.“ Stephan Werner, Bauherr

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bauen. 83


T E C H N I K • REPORTAG E • Re ge n e rat i v h e i zen

trierten Arbeiten und Lesen oder auch um die hochwertige HiFi-Ausstattung zu genießen. Großzügigkeit kennzeichnet auch die anderen Räume auf dieser Etage. Die Ankleide hat fast dieselbe Grundfläche wie das Schlafzimmer des Ehepaares. Durch ein Dachflächenfenster fällt Tageslicht von oben in den Raum und erleichtert den Blick in die Schränke. So bleibt das direkt verbundene Schlafzimmer frei und aufgeräumt. Das geräumige Wellnessbad verfügt neben einer bodengleichen Dusche auch über eine Badewanne mit Whirl-Funktion. Das warme Wasser für luxuriösen Badgenuss wird – wie auch die Raumwärme im Haus – mit-

hilfe einer modernen Luft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt. Die sehr sparsame und umweltschonende Heiztechnik eignet sich perfekt, um das effektiv gedämmte Wohnhaus mit wohliger Wärme zu versorgen. Der Strom für ihren Betrieb wie auch für die anderen elektrischen Verbraucher im Haus wird zum größten Teil über die Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 kWh selbst erzeugt. Eine Hausbatterie speichert den bei Sonnenschein selbst erzeugten, regenerativen Strom für den späteren Verbrauch. Die smarte Steuerung der Haustechnik war den Bauherren ein besonderes Anliegen. Über das verwendete und einfach erweiterbare System

Fotos: Somfy

Anschriften Seite 71

Die Photovoltaikanlage fängt ein Maximum an Sonnenenergie zur Deckung eines Großteils des Eigenbedarfs ein. Durch die Dachgaube wird im Galerieund Bürobereich mehr Raumhöhe geschaffen.

DATEN

& FAKTEN

Haus Gigereit-Werner

• WOHNFLÄCHEN:

EG 96,5 m2, OG 85,5 m2

• BAUWEISE:

Holztafelbauweise aus 25 mm FermacellDoppelbeplankung, 240 mm Holzrahmenkonstruktion mit innenliegendem mineralischen Dämmmaterial WLG 035, 60 mm Holzfaser-Putzträgerplatte, Außenputz, U-Wert Außenwand 0,136 W/m2K; Holzfenster mit Dreifach-Verglasung, Uw-Wert: 1,106 W/m2K; Satteldach 45 Grad geneigt, Kniestock 75 cm, Gipskarton auf Lattung, Dampfbremse, Sparren mit eingelegter Mineralwolle, Unterspannbahn, Dachlattung, Tegalit-Eindeckung, U-Wert Dach 0,149 W/m2K

• TECHNIK:

Luft-Wasser-Wärmepumpe, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung,

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Photovoltaikanlage (9,88 kWp), Hausbatterie, Smarthome-Steuerung TaHoma mit Funkbussystem, Fußbodenheizung

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 26 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 35,03 kWh/m2a Endenergiebedarf: 11 kWh/m2a Effizienzhaus 55

• BAUKOSTEN: Auf Anfrage

• HERSTELLER: Meisterstück-Haus Otto-Körting-Straße 3 31789 Hameln Tel. 05151/9538-0 www.meisterstueck.de

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Das 1903 als Zimmereibetrieb gegründete Holzbauunternehmen wird in der vierten Generation als Familienunternehmen geführt. 1983 wurde die Tochtergesellschaft „Meisterstück-Haus“ für die stetig wachsende Hausbau-Sparte des Unternehmens geschaffen. Meisterstück-Haus baut Architektenhäuser sowie Zweck- und Gewerbebauten aus Holz mit höchstem Anspruch an Qualität, Design und Energieeffizienz.

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Österreich, Schweiz, England Weitere ausgewählte Entwürfe von Meisterstück Haus sowie ein ausführliches Firmenporträt finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/meisterstueck


von Somfy werden Komponenten wie Sonnenschutz und Dachfenster über Sonnen-, Windund Regensensoren erfasst und im Verbund mit der Heizung intelligent geregelt. So lässt sich der Energieverbrauch im Haus weiter optimieren.

Sonnenschlau gesteuert Rauchwarn- und Bewegungsmelder sorgen für Sicherheit, Einbindung der Beleuchtung und der HiFi-Anlage für Komfort. An solches Wohnen kann man sich gewöhnen: Antje Gigereit und Stephan Werner sind sich einig, sie würden „wieder so bauen und das Haus wieder genau so ausstatten“. av •

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KOCHEN 18,5

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SCHLAFEN 18

ANKLEIDE 16,5

OBERGESCHOSS

GALERIE/ ARBEITEN 33,5

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T ECH N I K • W I SSEN • Re ge n e rat i v h e i ze n

Grüne Wärme Holz ist ein regenerativer Energieträger und eignet sich auch zum Heizen moderner Einfamilienhäuser. Holzfeuerstätten mit Wasserführung wie „Lina W“ schaffen eine behagliche Atmosphäre, ohne den Aufstellraum zu überhitzen. > www.camina-schmid.de

Regenerative Energien haben den Vorteil, dass sie entweder nahezu unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich in relativ kurzer Zeit immer wieder erneuern. Sie schonen die Umwelt und machen Häuser zukunftssicher: Für clevere Bauherren also geradezu ein „must have“.

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D

ie Gebäude in Deutschland verursachen laut Bundesumweltamt rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen. Sie bergen gleichzeitig große Einsparpotenziale und stehen daher bei Klimaschutzbemühungen besonders im Fokus. Die sind für uns alle wichtig: Die Klimaerwärmung, endliche fossile Ressourcen und das Problem der Altlasten z.B. von Atomabfall zwingen die Politik und damit auch uns zum Umdenken. Wenn wir unseren Nachkommen die Welt in einem lebenswerten Zustand hinterlassen wollen, müssen wir auf erneuerbare, sogenannte regenerative und umweltschonende Energieträger setzen, wie z.B. Sonne, Wind und Biomasse.

Neubauherren sind bei der effektiven Nutzung von regenerativen Energien klar im Vorteil! Denn neue, nach den Anforderungen der geltenden Energieeinsparverordnung gebaute Häuser sind in der Regel so gut gedämmt und dicht, dass ihr verbleibender, sehr geringer Energiebedarf problemlos zu großen Teilen aus regenerativen Quellen gedeckt werden kann.

Clever kombinieren Hierfür bieten sich die unterschiedlichsten Systeme zur Nutzung der Erneuerbaren an, die meist problemlos miteinander kombiniert werden können und im Idealfall sogar eine komplett regenerative Versorgung des Haushalts mit Strom und Wärme ermöglichen.


Im Ein- und Zweifamilienhaus stehen die regenerativen Quellen Sonne, Umweltwärme sowie Biomasse – hier vornehmlich Holz – im Focus. Die Nutzung von Windenergie ist zwar möglich, hat sich aber bei der individuellen Nutzung nicht etabliert. Das Heizen mit Holz ist die einfachste Art des regenerativen Heizens: Hier wird einfach anstelle eines Öl- oder Gaskessels eine Holzheizung eingebaut, in der Stückholz oder viel komfortabler, Holzpellets verbrannt werden und bedarfsgerecht für Raumwärme und Warmwasser sorgen. Hier muss allerdings Raum für die Lagerung des Brennguts vorgesehen werden. Diesen spart man sich, wenn man auf die

regenerativen Energiequellen Umweltwärme und Sonne setzt. Umweltwärme wird am besten mithilfe von Wärmepumpen nutzbar gemacht. Sie zapfen, je nach System Energie aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser an. Wärmepumpen sorgen vor allem im gut gedämmten Neubau für sehr niedrige laufende Energiekosten. Während Luft basierte Systeme in der Anschaffung bereits ab rund 10 000 Euro zu haben sind, kosten Erd- bzw. Grundwasser basierte Anlagen mit besserem Wirkungsgrad wesentlich mehr. Das liegt vor allem an den Kosten für die Erschließung der Wärmequelle, also den Bohrungen für Erdsonden

Grafik: www.w.camina-schmid.de

HOLZ TRIFFT HIGHTECH Behagliches Feuerspiel im Wohnbereich und regeneratives Heizen des gesamten Hauses, verbinden wasserführende Kamine. Im Gegensatz zu normalen Feuerstätten führt ein moderner Kamin mit Wasserführung einen Großteil der von ihm erzeugten Wärme in den Pufferspeicher der Zentralheizung ab. Das hat zwei Vorteile: Die an den Raum abgegebene Wärme während des Abbrands ist viel geringer, sodass der Aufstellraum des Kamins nicht überhitzt. Die vom Kamin erzeugte Wärme wird gespeichert und auch zeitversetzt im ganzen Haus nutzbar. Ein solcher Kamin muss individuell im Rahmen der Haus- und Heizungsplanung konzipiert werden. Seine Leistung muss auf den Wärmebedarf des Hauses sowie des Aufstellraumes und auf eventuell weitere Komponenten des gewünschten Heizungssystems, wie Wärmepumpen oder Solaranlagen, abgestimmt werden. Eine frühzeitige Beratung durch einen Fachmann, der die gewünschte Häufigkeit bei der Benutzung des wasserführenden Kamins berücksichtigt und auch zum passenden Schornsteinsystem beraten kann, ist daher besonders wichtig. Qualifizierte Fachhändler finden Sie z.B. in der Fachhändlersuche unter > www.camina-schmid.de oder unter > www.ofenwelten.de/ ofenbauer-branchenbuch

Solarthermie Mit solarthermischen Anlagen wird Solarwärme, meist warmes Wasser, erzeugt. Solarthermie wird im Neubau meist als regenerative Ergänzung von Gasheizungen eingesetzt, kann aber auch in Verbindung mit anderen Regenerativen, z.B. einer Holzheizung, den gesamten Wärmebedarf eines Hauses decken. Je nachdem ob die Solarthermie nur zur Unterstützung der Warmwasserversorgung oder auch zum Heizen verwendet werden soll, müssen Bauherren zwischen 3 000 und 12  000 Euro veranschlagen. Diese Investition kann sich im Idealfall in bis zu 15 Jahren durch Einsparungen beim Gasverbrauch amortisieren. Multifunktionsspeicher „BSPSL“ ist speziell für die effiziente Nutzung einer Solaranlage konzipiert. Er speichert die Solarwärme lang anhaltend, sodass sie nach Bedarf genutzt werden kann. > www.wolf.eu

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T ECH N I K • W I SSEN • Re ge n e rat i v h e i ze n

88  bauen. 6/7-2018

SOLARSTROM HILFT Photovoltaik-(PV)-Anlagen erzeugen mithilfe von Sonnenstrahlen elektrische Energie. Stark gesunkene Anlagenpreise machen den auf dem eigenen Dach erzeugten Ökostrom inzwischen günstiger als Netzstrom. Allerdings sind auch die Einspeisevergütungen stark gesunken, weswegen sich neue PV-Anlagen heute nur dann rechnen, wenn man möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbraucht. Eine Möglichkeit die Eigenh oc .w verbrauchsquote zu erhöhen ist, das Haus w : ww Foto per elektrischer Wärmepumpe zu heizen und mit Warmwasser zu versorgen. Eine weitere, den eigenen Strom in einer Hausbatterie für den Verbrauch abends und nachts zu speichern. Die Anschaffung von PV-Anlage und Speicher wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau staatlich gefördert. Mehr Infos unter › www.kfw.de

de r-s on ne.d e

Neubauten müssen sehr strikte gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz erfüllen. In Deutschland heißt das Regelwerk dazu Energieeinsparverordnung. Sie setzt nicht nur klare Energiebedarfs-Obergrenzen für jedes Gebäude, sondern bewertet mit dem sogenannten Primärenergiefaktor auch die Ökobilanz des für die gesamte Energieerzeugung eines Hauses eingesetzten Energieträgers. Dieser Wert schlägt sich bei der Berechnung des Energieeffizienzstandards eines Hauses nieder, der z.B. für die Erlangung von staatlichen Fördergeldern wichtig ist. Den schlechtesten Primärenergiefaktor hat mit 1,1 der „allgemeine Strommix“. Erneuerbare Energien werden besser bewertet: Holz hat den Faktor 0,2, Sonne, Erd- und Umweltwärme den Faktor 0. Weitere Infos › www.kfw.de

Das „Problem“ bei der Nutzung von Sonnenenergie ist, dass diese nicht unbedingt dann zur Verfügung steht, wenn man sie benötigt. Tagsüber eingesammelte Energie muss also für die Nutzung abends oder nachts gespeichert werden. Solar-

e-

Gesetzliche Grundlagen

Foto: adobestock.com: malp

Regenerative speichern

thermieanlagen sollten daher mit einem großen Warmwasserspeicher kombiniert werden. Der Strom aus Photovoltaikanlagen sollte entweder mithilfe einer elektrischen Wärmepumpe in warmes Wasser verwandelt und in einem entsprechenden Speicher gesammelt oder in einer Hausbatterie für die spätere Nutzung zwischengelagert werden. Die dazu nötige Anlagentechnik ist etwas komplexer. Die Wirtschaftlichkeit ist außerdem abhängig vom Standort des geplanten Neubaus. Interessierte Bauherren sollten sich unbedingt zu einem frühen Zeitpunkt der Planung von einem Experten beraten und eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen lassen ab •

Anschriften Seite 71

oder dem Bau eines GrundwasserBrunnens, was schnell mehrere Tausend Euro schluckt. Die wichtigste regenerative Energiequelle ist die Sonne. Ihre Strahlung kann dazu verwendet werden, Wasser zu erwärmen (Solarthermie siehe S. 87) oder Strom zu erzeugen (Photovoltaik siehe unten). Beide Systeme sind technisch ausgereift und weit verbreitet.

1 Der Heimspeicher „MyReserve Matrix“ ist modular aufgebaut. Seine Speicherkapazität lässt sich auch nachträglich erweitern. > www.solarwatt.de 2 Die „Luft-Wärme-Zentrale LWZ“ kombiniert eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Wärmepumpe. > www.stiebel-eltron.de


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Auf den folgenden Seiten finden Sie Partner für den Hausbau – auch in Ihrer Nachbarschaft. In jeder Ausgabe stellt die Redaktion außerdem eine andere Region detailliert vor, informiert über Besonderheiten, Fördermöglichkeiten und Termine.

B

aden-Württemberg zählt zu den noch recht jungen Bundesländern. Es ist erst im Jahr 1952 durch den Zusammenschluss von Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern entstanden. Der Südwesten Deutschlands ist nicht nur für seine herzliche Mentalität, sondern auch für seine Naturlandschaften und vielen Sehenswürdigkeiten bekannt. Auch Stadtmenschen erwartet ein vielfältiges Angebot. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist die sechstgrößte Stadt Deutschlands und hat ihren Einwohnern viel zu bieten. Auch die Univer-

sitätsstädte Heidelberg, Freiburg und Tübingen können mit einem attraktiven Lebensumfeld aufwarten. Für seine kulturelle Vielfalt ist BadenWürttemberg weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, Museen, Oper und Ballett genießen Weltruf. Meilensteine der Architektur sind u.a. die Stuttgarter Weißenhof-Siedlung sowie der Fernsehturm hoch über der Landeshauptstadt oder z.B. der Vitra-Campus in Weil am Rhein. Niedrige Arbeitslosenquoten, eine florierende Wirtschaft und ein sympathischer Mix aus Großstadtleben und ländlicher Idylle ziehen nicht nur Besucher


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in das große Bundesland. Immer mehr Menschen suchen auch ihr Lebensglück im „Ländle“ und werden oft fündig. Zum perfekten Glück gehört natürlich ein Eigenheim. Schließlich befindet man sich hier sozusagen im Kernland der „Häuslebauer“. Sechs von zehn Baden-Württembergern leben in den eigenen vier Wänden. Wie unsere Tabelle zeigt, sind die Grundstückspreise extrem lageabhängig und reichen von gerade mal 80 Euro pro Quadratmeter in Horb am Neckar bis weit in den dreistelligen oder gar vierstelligen Bereich in attraktiven Großstädten wie Stuttgart oder Heidelberg. Ob nun Fertig- oder Massivhaus, frei stehendes Einfamilienhaus oder Reihenhaus, Passiv- oder Plus-Energie-Haus: Die Auswahl an Eigenheimen in allen Architekturstilen in Baden-Württemberg ist groß. Und ebenso groß ist die Auswahl der regionalen Hausbauunternehmen, die ihre Dienste anbieten.

Das „Märchenschloss“ Württembergs: Schloss Lichtenstein am Trauf der Schwäbischen Alb.

EffizienzHäuser

Hausbau

FÖRDERUNG

Baden-Württemberg ist ein Weinland.

Nachfolgend die wesentlichen Rahmendaten für die Eigenheimförderung in Baden-Württemberg: Die für die Wohnraumförderung in BadenWürttemberg zuständige Förderbank ist die Staatsbank für Baden-Württemberg (L-Bank). Die wichtigsten Förderprogramme der L-Bank sind: - Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien -E  igentumsfinanzierung BW – Z15-Darlehen - Wohnen mit Kind

Baulandpreise in Baden-Württemberg Baugrundstücke €/m2

Ausgewählte Städte

von

bis

Aalen

200

350

250

Albstadt

100

160

120

Baden-Baden

200

600

380

Calw

140

310

230

Freiburg

500

900

600

Freudenstadt

140

250

200

Göppingen

170

410

300

Heidelberg

400

1 300

690

80

180

100

Karlsruhe

340

700

400

Konstanz

500

1 180

730

Mannheim

300

780

430

Pforzheim

300

400

350

70

140

110

Stuttgart

700

1 700

1 050

Tübingen

360

700

500

Ulm

240

500

380

Horb

St.Georgen/ Schwarzwald

Wer wird gefördert? Die von der L-Bank angebotenen Förderprogramme richten sich an Privatpersonen, die Investitionen in eine neue Heizung vornehmen. Zudem werden private Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind gefördert, deren positive Einkünfte unter 200 000 Euro, bei Alleinerziehenden unter 100 000 Euro liegen.

häufigster Wert

Was wird gefördert? Die Wohnraumförderung Baden-Württemberg wird angeboten für den Bau oder Erwerb von selbst genutzten neuen oder gebrauchten Immobilien sowie Erweiterungs- und Änderungsmaßnahmen an Bestandsbauten zur Schaffung neuen Wohnraums. Darüber hinaus wird der Einbau von neuen Heizungen auf Basis regenerativer Energien gefördert. Wie wird gefördert? Die L-Bank bietet mit ihren Förderprogrammen langfristige Darlehen mit verbilligten Sollzinsen. Mit dem Darlehen „Wohnen mit Zukunft“ können die Gesamtkosten der neuen Heizung abzüglich der nötigen Eigenleistungen finanziert werden. Der Darlehensbetrag ist allerdings auf 50 000 Euro begrenzt. Einige Förderdarlehen können mit anderen Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg, des Bundes oder der Gemeinde kombiniert werden. Wie erfolgt die Antragstellung? Der Antrag für die Wohnraumförderung Baden-Württemberg ist bei einer Bank oder Sparkasse zu stellen. Diese übermittelt den Förderantrag an die L-Bank. > www.l-bank.de Kommunale Förderprogramme Zusätzlich zu der Wohnraumförderung des Landes gibt es noch Förderungen einzelner Städte, in Baden-Württemberg beispielsweise in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg oder Mannheim.

Fotos: adobestock.com: SG- design; tunedin; jarek106

präsentiert von

Quelle: LBS


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Traditionelle Baukunst trifft modernen Anspruch. Unsere modernen Blockhäuser garantieren gesundes Genusswohnen und niedrigen Energieverbrauch. Bei der detaillierten Hausplanung ergänzen sich die Wünsche und Bedürfnisse der Bauherrschaft ideal mit unserem Know-how aus 40 Jahren Erfahrung im Blockhausbau. Unsere im Werk solide gefertigten Kiefernwände sind absolut winddicht und sogar setzungsfrei. Auf der Baustelle werden sie in wenigen Tagen montiert. Neben Produktion und Montage besitzen unsere Häuser auch das RAL-Gütezeichen für „CO2 senkende Bauwerke“. Liefergebiet: Deutschland, Schweiz, Frankreich

Fullwood Wohnblockhaus – SÜD Hallerstraße 42 74549 Wolpertshausen Tel. 207904/9446-0 info@fullwood.de www.fullwood.de

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IHRE REGIONALEN   ❤

BAUPARTNER

Deutschland gesamt plus redaktionellem Schwerpunkt: August 2018: Bayern mit Anzeigenschluss am 04.06.18 Oktober 2018: Norddeutschland mit Anzeigenschluss am 06.08.18 Dezember 2018: Nordrhein-Westfalen mit Anzeigenschluss am 08.10.18


I H R E R EG I O N A L E N BAU PA R T N E R I N BA D E N -W Ü R T T E M B E R G Bittermann & Weiss Holzhaus GmbH BEWUSST LEBEN – BEWUSST BAUEN Holzbautradition seit 1861: Bittermann & Weiss aus Gerchsheim baut Ein- und Zweifamilienhäuser in diffusionsoffener Holzverbundbauweise. Jedes Haus wird mit den Bauherren individuell geplant und mit größter Sorgfalt kostengünstig gebaut. B&W-Häuser zeichnen sich durch beste Wärmedämmung und ein gesundes Wohnklima aus. Als regionaler Baupartner realisieren wir mit Ihnen partnerschaftliches „Miteinanderbauen“. Besuchen Sie unsere Musterhäuser in Mannheim, Fellbach und Gerchsheim/Firmensitz. Liefergebiet: Baden-Württemberg und angr. Länder

Weitere Infos zu Bittermann & Weiss finden Sie auf www.bautipps.de/bittermannweiss

Bau was Gscheids! Seit über 120 Jahren bauen wir gscheide Häuser für gscheide Leut – nachhaltig und aus ökologischen Baustoffen. Mit einem Kitzlinger Haus gönnen Sie sich etwas ganz Besonderes. Ein Haus, das gediegenen Geschmack beweist und ganz offensichtlich individuell für Ihre Lebenssituation geplant und gebaut ist. Ein Haus, das Sie und Ihre Gäste auf den ersten und zweiten Blick durch Qualität bis ins Detail überzeugt. Als zukünftiger Bauherr haben Sie sicher viele Fragen – das gehört einfach dazu. Gscheide Antworten finden Sie unter www.kitzlinger.de Liefergebiet: Baden-Württemberg und angr. Länder

TALBAU-Haus In der Zangershalde 6 71554 Weissach im Tal Tel. 07191/361-177 info@talbau.de www.talbau.haus

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Hauser kombiniert die Schnelligkeit und Trockenheit des Fertigbaus mit der Lebensdauer sowie den Dämm- und Schallschutzwerten des Massivbaus. Profitieren auch Sie von den 38 Jahren Erfahrung des Familienunternehmens ohne Rechtsstreit und der massiven trockenen Fertigteilbauweise, d.h. Rohbauerstellung innerhalb einer Woche mit getrockneten Liapor-Fertigteilelementen in KfW-55-Bauweise inkl. Weißer Wanne. Besuchen Sie unser Musterhauszentrum, wir freuen uns jeden Sonntag von 14 Uhr bis 16.30 Uhr auf Ihr Kommen. Liefergebiet: Baden-Württemberg

Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG Meboldstraße 7 72172 Sulz am Neckar Tel. 07454/9610-70 beratung@kitzlinger.de www.kitzlinger.de

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Moderne Architektur mit Pultdach – außen und im Inneren ein großer Raum als Lebensmittelpunkt für die ganze Familie: Diese Vorstellungen verwirklicht das Unikat 112 von Talbau-Haus. Im Erdgeschoss bietet der geräumige Windfang nicht nur Platz für eine Garderobe. Von hier aus öffnet sich der Eingangsbereich zum Herzstück des Hauses. Auf über 53 m2 bilden Küche, Ess- und Wohnbereich eine Einheit, die sich in L-Form über eine Quer- und Längsseite des Hauses erstreckt. Oben kommen die Vorteile des Pultdaches zum Vorschein: Platz bis unters Dach, mit hohen Stellflächen und großzügiger Atmosphäre. Liefergebiet: Baden-Württemberg, Bayern

Bittermann & Weiss Holzhaus GmbH Am Geißgraben 6 97950 Gerchsheim Tel. 09344/9209-0 info@bw-holzhaus.de www.bw-holzhaus.de

Hauser Massivbau GmbH Robert-Bosch-Str. 18 72189 Vöhringen Tel. 07454/9594-0 Fax 07454/9594-30 www.hausermassivbau.de

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I H R E R E G I O N A L E N B A U P A R T N E R I N B AY E R N KEILHOFER baut massiv in Ziegel oder auch komplett in Massivholz Ein Haus ganz ohne Mineralwolle oder Plastikfolien, ökologisch und wohngesund. Nachhaltigkeit von der Auswahl der Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen über den niedrigen Unterhaltsaufwand bis zur Recyclingfähigkeit der Materialien. Ökologisches Bauen konsequent umgesetzt

Liefergebiet: Bayern und Baden-Württemberg

Keilhofer GmbH Lohmannmühlweg 40 94227 Zwiesel Tel. 09922/509-0 www.keilhofer.com www.lignapur.com

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Häuser anschauen, anfassen und erleben in der Musterhausausstellung Poing bei München. Schlendern Sie durch das 59 000 m² große Areal und verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Angebote führender Haushersteller. Über 55 moderne Häuser in unterschiedlichsten Architekturstilen stehen Ihnen offen – treten Sie ein und erleben Sie, wie Ihr Wohntraum in der Realität aussehen kann. Fachberater vor Ort stehen Ihnen auf Wunsch mit Rat und Tat zur Seite. Erleben Sie eine einzigartige Mischung aus Information und Unterhaltung rund ums Bauen.

Ausstellung Eigenheim & Garten München Poing GmbH & Co KG Senator-Gerauer-Str. 25 85586 Poing/Grub Tel. 089/990207-60 poing@musterhausonline.de www.musterhausonline.de

Öffnungszeiten: 10-17 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, Montag Ruhetag, Eintrittspreise: 4 Euro Erwachsene, 2 Euro ermäßigt

I H R E R EG I O N A L E N BAU PA R T N E R I N S AC H S E N Am Nordrand des Erzgebirges, in der Chemnitzer Musterhausausstellung, präsentieren renommierte Hausbau-Unternehmen 12 Häuser in unterschiedlichen Baustilen. Die gezeigte Vielfalt gibt jedem seiner Gäste genügend Raum zum Träumen, Entdecken, Erleben, Wohlfühlen und Pläne schmieden. Viel Zeit für detaillierte Gespräche nehmen sich die Berater der Musterhäuser und bieten den zukünftigen Bauherren jede mögliche Unterstützung. Sie beantworten gern individuelle Fragen zu Planung, Bauweise, Grundriss, Hausmodell, Sicherheit, Energie und Nachhaltigkeit.

UNGER-Park Chemnitz An der A4, Abfahrt Chemnitz-Mitte Donauwörther Str. 5 09114 Chemnitz Tel. 0371/3700384 www.unger-park.de

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Eintritt 3 Euro (ab 16 Jahren)

I H R E R EG I O N A L E N BAU PA R T N E R I N Ö S T E R R E I C H Blaue Lagune präsentiert Werner Sobeks Aktivhaus Das innovative Modulbaukonzept, das Architekt Werner Sobek mit Unternehmer Klaus Fischer entwickelte, ist jetzt in der Blauen Lagune zu besichtigen. Die Rolle der Blauen Lagune als Europas führendes Ausstellungszentrum und internationaler Trendsetter rund um Bauen, Architektur und Innovation wird somit ausgebaut. Lagune-Eigentümer Erich Benischek trug als Berater der AH Aktiv-Haus GmbH wesentlich dazu bei, das Konzept für die Serienreife weiterzuentwickeln und einen Produzenten zu finden. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag geschlossen, Eintritt frei

Ausstellungszentrum Blaue Lagune 2351 Wiener Neudorf/ Österreich A2 Südautobahn, Abfahrt Mödling/SCS Tel. 0043/(0)1 526 11 03 www.blauelagune.at office@blauelagune.at


Vorschau Die bauen. 08/09-2018 erscheint am 14. Juli 2018

Fotos im UZS: Deutsche Poroton; Keitel Haus; Warema; Duravit

Massiv bauen

Sichern Sie sich die nächsten 2 AUSGABEN zum MINIP REIS VON 6, 00 € frei Haus! Einfach an rufen: +49 (0) 7225 916unter Angab 171 e der Kennziffer VS2018.

Stein auf Stein – das ist für viele Bauherren beim Hausbau die Bauweise der Wahl. Wir zeigen in der kommenden Ausgabe nicht nur schöne Massivhäuser, sondern stellen auch unterschiedlichste mineralische Baustoffe vor.

Besondere Grundstücke – Ob Lücke, Hinbesondere Häuser terhof oder Hang: Der

Bad & Wellness Ein Badezimmer sollte viel mehr sein als nur ein Raum für Körperhygiene. Wir zeigen Ihnen in der kommenden bauen., welche Zutaten Ihr neues Badezimmer zu einer privaten Oase der Regeneration und des Wohlbefindens machen.

Weitere Themen:

derzeitige Baugrund-Mangel zwingt Bauherren zu Kompromissen. Das kann zu besonders schönen Ergebnissen führen. Beispiele dafür finden Sie in der nächsten bauen.

Sonnenschutz Nicht nur unsere Haut, auch unser Haus braucht im Sommer Schutz vor der Sonnenwärme. In der kommenden Ausgabe erfahren Sie, wie Sie Ihre neuen vier Wände komfortabel kühl halten.

- Smarthome Mit Intelligenz mehr Sicherheit und Wohnkomfort

- moderne Heizungssysteme Effiziente und zukunftsweisende Konzepte

- Versicherungen für Bauherren Schützen beim Hausbau vor Unvorhersehbarem

6/7-2018

bauen. 95


NATÜRLICH ZIEGEL! langlebig | wertbeständig | ökologisch | nachhaltig HARMONISCH Ganz natürlich sorgt Ziegel das ganze Jahr für ein prima Wohnklima im ganzen Haus.

NATURSTOFF STATT SCHADSTOFF Worauf Sie beim Bauen achten sollten, um später gesund zu wohnen, erklärt vom Experten.

PREISWERT Warum Wohnhäuser aus Ziegel ihr Geld wirklich wert sind.

DAS BEWÄHRTE ALLROUNDTALENT...

...sorgt in Ihrem Zuhause für optimale Wärmedämmung, besten Brand- und guten Schallschutz.

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ZIEGEL, 10 GUTE GRÜNDE... Wirtschaftlichkeit3 Architekt Oliver-Marc Schrögel führt ins Thema ein

Nachhaltigkeit4 Familienplanung mit Weitsicht – und was das mit nachhaltigem Bauen zu tun hat

Wohnklima6 Wohngesundheit zum Wohlfühlen: Gisela Raab im Interview

Brandschutz8 Ein hohes Maß an Sicherheit schafft Geborgenheit und Vertrauen

Sommerlicher Wärmeschutz10 IMPRESSUM Herausgeber dieses Magazins ist Lebensraum Ziegel, eine gemeinsame Informationskampagne der Deutschen Poroton, Mein Ziegelhaus, Unipor und Thermopor. Angesichts komplexer werdender Bauaufgaben wollen die vier Marken-Hersteller von Ziegel die Vorzüge gebrannten Tons umfassend und informativ darstellen. Weitere Informationen rund um den Baustoff sowie die Kampagne Lebensraum Ziegel finden Sie im Internet unter www.lebensraum-ziegel.de

Harmonielehre: auch im Sommer angenehme Innenraumtemperatur

Feuchteschutz11 Der Naturbaustoff kann noch mehr: Luftfeuchtigkeit wird natürlich ausgeglichen

Wärmeschutz im Winter12 Mit Zukunftspotenzial: Effizienzhaus ist erfolgreiches Forschungsobjekt

Schallschutz14 Optimaler Ruhespender: Ein ruhiges Zuhause ist planbar

Langlebigkeit16 2. Ausgabe / Stand 02/2018 Redaktion & Herstellung: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG, Höhenstraße 17, 70736 Fellbach, www.fachschriften.de; Astrid Barsuhn (verantwortlich); Layout: Dolde Werbeagentur GmbH, Stuttgart; alle Fotos & Grafiken, wenn nicht anders bezeichnet: Lebensraum Ziegel. Das Magazin, seine Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes, auch auszugsweise, bedarf der Zustimmung des Herausgebers bzw. der Bildautoren.

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Perfekt für jedes Alter: gut geplant auf die Zukunft vorbereitet

Wertbeständigkeit18 Wie ein Fels in der Brandung: stabile, langlebige Wertanlage


Foto: M.-O. Schrögel

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, die Frage nach dem idealen Baumaterial für ihre eigenen vier Wände stellen sich Bauherren oft nicht bewusst: Man folgt meist der Empfehlung seines Architekten oder nimmt klaglos, was der Bauträger anbietet. Wandbaustoffe „verschwinden“ in der Regel ohnehin hinter Innenputz und Fassade. Warum sich also damit aufhalten? Als Architekt habe ich schon viele Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbauten realisiert und dabei mit den unterschiedlichsten Materialien gearbeitet. Jedes hat dabei fraglos seine spezifischen Vorteile. Weil es aber – gerade bei der Außenwand – nicht nur darauf ankommt, in einer Disziplin zu glänzen, punktet der Zehnkämpfer Ziegel. Denn die Wände eines modernen Wohnhauses müssen nicht nur statisch belastbar sein: Außenwände sollten gleichzeitig einen guten Schallund Brandschutz sowie eine gute Wärmedämmung aufweisen. Hier ist besonders die monolithische Ziegelbauweise hervorzuheben, die ohne wartungsanfällige zusätzliche Außendämmung, die brandtechnisch und ökologisch oft fragwürdig ist, für niedrige Energieverbräuche sorgt. Diese einstoffliche Konstruktion aus modernen, einfach zu verarbeitenden Planziegeln steht vor allem auch für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – ein wichtiger Aspekt beim Bauen, bei dem die Kosten fast immer ein maßgeblicher Faktor sind. Darüber hinaus profitieren Ziegelbauherren von den guten bauphysikalischen Eigenschaften des natürlichen Baustoffes, der sich positiv auf die Wohnqualität auswirkt. Selbst wenn der Ziegel verputzt ist, sorgt er im Hausinneren für ein gutes Wohnklima, denn er ist schadstofffrei und hilft die Luftfeuchtigkeit sowie die Raumtemperatur zu regulieren. Alles Eigenschaften, die Wandziegel auf hervorragende Weise auf sich vereinen und auf die kein Bauherr verzichten sollte. Denn sie tragen dazu bei, dass ein ZieWer mit Ziegel baut, baut in mehrfacher Hinsicht wirtschaftlich. Aufgrund der hervorragenden Wärgelhaus eine langlebige und wertbeständige medämmeigenschaften erübrigt sich eine zusätzliche Investition in Ihre Zukunft ist. Alle handfesten Außendämmung: Nach der Errichtung der Wand noch Vorteile des Bauens mit Ziegel finden Sie in Verputz anbringen – fertig. Durch die monolithische diesem Magazin ausführlich erklärt.

WIRTSCHAFTLICHKEIT

Beim Lesen wünsche ich Ihnen viel Vergnügen!

Bauweise bleibt das Haus auf lange Zeit wartungsfrei; Ziegelgebäude sind langlebig und äußerst werthaltig.

Dipl.-Ing. (FH) Oliver-Marc Schrögel Oliver Schrögel Architekturbüro, Bad Kreuznach 3


FAMILIENPLANUNG MIT WEITSICHT Beim Bau des neuen, oftmals ersten eigenen Zuhauses stellen Familien und junge Paare hohe Anforderungen. Zu Recht! Denn es sollte nicht nur heute erschwinglich, sondern auch k端nftig ein sicheres, gesundes und flexibles Nest f端r die Familie sein. Beste Grundlage daf端r: Ziegel! Ob charmantes Satteldachhaus oder Bauhausstil: Mit Ziegel lassen sich ganz individuelle Wohnw端nsche realisieren.

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it dem Bau eines neuen Zuhauses verbinden vor allem junge Paare und Familien viel mehr als nur ein neues Dach über dem Kopf: Es gibt ihnen die Freiheit, selbst das eigene Wohnumfeld nach persönlichen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten und ist gleichzeitig gebautes Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft. Dabei gibt es natürlich viel zu bedenken, denn das eigene Haus ist in der Regel auch die größte Investition im Leben und ein wichtiger Teil der Altersvorsorge. Deswegen ist eine rundum nachhaltige Planung so essenziell.

NACHHALTIGKEIT Bestehend aus natürlichen Rohstoffen wie Ton und Lehm sowie dank der regionalen Abbau- und Produktionsstätten und daher kurzen Transportwegen haben Ziegel eine sehr gute Ökobilanz. Ihre wärmedämmenden Eigenschaften sorgen für Energieeinsparungen und mineralische Bestandteile schaffen ein gesundes Wohnumfeld. Ziegel sind extrem langlebig, vollständig recycelbar und schadstofffrei in den Natur- und Wirtschaftskreislauf zurückzuführen.

Ein Familienhaus sollte nicht nur seinen Preis wert sein, sondern auch dauerhaft niedrige Unterhaltskosten garantieren. Ziegelhäuser ermöglichen höchste Flexibilität bei der Verwirklichung individueller Wohnwünsche. Darüber hinaus sind sie sehr langlebig sowie pflegeleicht und garantieren langfristig ein gesundes Wohnumfeld wie auch einen niedrigen Energieverbrauch.

Gerade junge Familien mit kleinen Kindern legen Wert auf eine gesunde, aber auch wirtschaftlich erschwingliche Bauweise. Ein einschaliges Mauerwerk aus Ziegel erfüllt diese Anforderungen besonders gut.

DIE MODERNE MONOLITHISCHE ZIEGELBAUWEISE IST FLEXIBEL, WIRTSCHAFTLICH UND LANGLEBIG. INSBESONDERE FÜR FAMILIEN GILT DAHER: EIN ZIEGELHAUS MACHT GLÜCKLICH! Stefan Jungk, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie e.V. 5


PRIMA KLIMA

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Gisela Raab, Bauingenieurin und Fachfrau für Baubiologie und Wohngesundheit, erklärt im Interview, warum Bauherren auf ein schadstoffarmes Wohnumfeld achten sollten – und wie man dieses erreicht.

arum sollten auch gesunde Menschen auf schadstoffarme Baustoffe Wert legen? Gisela Raab: Ganz klar, damit gesunde Menschen auch gesund bleiben. Wir verbringen bis zu 90 Prozent des Tages in geschlossenen Räumen. Daher ist ein gesundes Raumklima heute wichtiger denn je. Gerade, wenn man bedenkt, dass Häuser heutzutage immer dichter ausgeführt werden und es kaum noch Luftaustausch gibt. Zu trockene, aber auch zu feuchte Räume sind unangenehm, können der Gesundheit schaden und Allergien begünstigen. Ist es überhaupt möglich, Wohnraum zu schaffen, der frei von schädlichen Umwelteinflüssen ist? Gisela Raab: Vollkommen schadstofffrei gibt es nicht. Tatsächlich hat fast jeder Baustoff Schadstoffemissionen – die Frage ist nur, wie viele. Denn das Problem ist, dass sich die Schadstoffe in einem Raum aus allen dort verwendeten Materialien und Produkten so-

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wie der Umwelt summieren. Diese Summe der leicht flüchtigen Substanzen erzeugt Allergien, Kopfschmerzen usw. Um dieses Risiko zu minimieren und weil später auch die Belastung durch Möbel hinzukommt, sollte das Gebäude an sich so schadstoffarm wie möglich sein. Dabei geht es schon mit dem Verhalten während der Bauphase los: Werden hier selbst nur zeitweise Verpackungen, Europaletten oder Styropor abgestellt, können schädliche Emissionen entstehen – und auch das Rauchen auf der Baustelle kann längerfristig Auswirkungen haben. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher eine Schadstoffgrenze vereinbaren und zur Überprüfung eine Raumluftmessung durchführen lassen. Worauf kommt es bei der Auswahl der Baustoffe an? Gisela Raab: Bei den reinen Baumaterialien des Hauses wie auch bei der Wahl der Innenraummaterialien, insbesondere für große Flächen wie Boden- und Wandbeläge, ist darauf zu achten, dass diese emissionsarm sind. Mein Tipp: Fragen Sie nach,


Fotos: www.raab-bau.de

DER BAUSTOFF ZIEGEL IST FREI VON SCHADSTOFFEN, DIFFUSIONSOFFEN UND TRÄGT ZUR FEUCHTEREGULIERUNG BEI. DIESE POSITIVEN EIGENSCHAFTEN MACHEN IHN AUCH FÜR ALLERGIKER BESONDERS GEEIGNET.

WOHNKLIMA

Gisela Raab, Geschäftsführerin Raab Baugesellschaft mbH & Co. KG, Ebensfeld

Ziegel entstehen aus den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer – seine natürlichen Zutaten sind es, die keine Schadstoffe emittieren. Allergiker und Asthmatiker können daher in wohngesunden Ziegelräumen aufatmen, zumal der Ziegel beste Feuchteschutzeigenschaften besitzt und Schimmelbildung vermeidet. Außerdem wirkt er wärmeregulierend: Die dauerhaft gleichmäßige Oberflächentemperatur von Ziegelwänden schafft ein Raumklima, das als sehr angenehm empfunden wird.

lassen Sie sich Unterlagen geben und achten Sie auf Siegel und Zertifizierungen von Wandfarben, Putzen, Bodenbelägen, Tapeten, Estrich, Dämmung und Innentüren. Der „Blaue Engel schadstoffreduziert“ und die Zertifizierung des eco-Instituts sind zum Beispiel vertrauenswürdige Siegel. Warum eignet sich Ziegel besonders gut zum Bau eines wohngesunden Zuhauses? Gisela Raab: Ziegel eignen sich für ein wohngesundes Haus aus mehreren Gründen: Der Baustoff ist frei von Schadstoffen und er kommt z. B. ohne Styropordämmung aus. Zwar könnte man denken, das spiele keine große Rolle, denn die Dämmung liegt ja außen. Aber selbst wenn man das Fenster auf Kipp öffnet, ist die Nähe hierzu durchaus gegeben. Ziegelwände haben sogar sehr positive Eigenschaften: Sie sind diffusionsoffen und tragen zur Feuchteregulierung bei. Das macht sie auch für Allergiker besonders geeignet.

Ist ein gesund gebautes Zuhause viel teurer als ein „normales“? Gisela Raab: Ein zertifiziert wohngesund ausgeführtes Haus ist etwa zehn Prozent teurer. Wenn man unter „normal gebaut“ ein typisches Einfamilienhaus versteht, bei dem nicht vordergründig auf Wohngesundheit geachtet wurde. Ein Teil der Mehrausgaben entsteht dabei durch die Kosten für die bauliche Begleitung und den Dokumentationsaufwand einer Gesundheitszertifizierung. Entscheidend ist letztendlich aber der Baustandard, den ein Unternehmen anbietet. Wie finden Bauherren einen kompetenten Partner, der sie bei der Planung und dem Bau ihres gesunden Hauses berät? Gisela Raab: Eine Möglichkeit ist, sich an Architekten mit baubiologischem Schwerpunkt zu wenden. Wer das ist, kann z. B. beim Institut für Baubiologie (IBN) herausgefunden werden. Hier gibt es Listen zu Beratern und Baupartnern. Außerdem bietet das IBN auch direkte Beratungen bei baubiologischen Fragen an. Herzlichen Dank für das Gespräch! 7


NEUES LEBEN HINTER HISTORISCHER FASSADE Mit viel Liebe zum Detail und Gespür für die regionale Bautradition haben die Planer von HEKI Architektur hinter die historische Straßenfassade dieses schmucken, unterfränkischen Dorfhauses ein zeitgemäßes Domizil gefügt. Trotz seiner beengten, innerörtlichen Lage bietet es modernes Wohnen, kombiniert mit traditionellem Charme und viel Privatsphäre. 8


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TRADITIONELLE BAUFORMEN WERDEN IM STÄDTEBAULICHEN KONTEXT AUFGENOMMEN UND INS 21. JAHRHUNDERT TRANSPORTIERT. IN DIESEM SINNE KOMMEN REGIONALE, NATÜRLICHE MATERIALIEN WIE ZIEGEL ZUM EINSATZ. Hendrik Kircher, HEKI Architektur, Margetshöchheim dämmung versehen und die Neubauwände aus hervorragend dämmendem, monolithischem Ziegelmauerwerk erstellt. Ergänzend sorgt eine Grundwasser-Wärmepumpe mit Fußboden- und Wandheizflächen für umweltfreundliche Wärme im Haus. Alles in allem eine perfekte Symbiose aus Alt und Neu.

Foto: Rudi Seifert

BRANDSCHUTZ Aus gutem Grund gelten Ziegelwände als ideale Trennung von Brandabschnitten sowie zur Sicherung von Fluchtwegen: Der Baustoff ist nicht brennbar und bietet im Brandfall ein hohes Maß an Sicherheit. Selbst schmale Innenwände haben die Feuerwiderstandsklasse F90: Sollte es brennen, dauert es mindestens 90 Minuten, bevor die Konstruktion angegriffen wird.

Foto: Rudi Seifert

Foto: Rudi Seifert

er starke persönliche Bezug von Architekt und Bauherr zum Ort und zur regionalen Bautradition ist diesem Haus sofort anzumerken: Auf den ersten Blick kann man die Straßenfassade des Hauses als Bestand erkennen, fügt sie sich doch perfekt ins Bild der von giebelständigen Häusern mit steilen Satteldächern geprägten Dorfstraße ein. Nur wer durch das große Tor in den Innenhof tritt, erkennt, dass es sich hier um ein modernes Wohnhaus handelt. Im Inneren erstreckt sich die Wohnfläche über drei Ebenen, die durch eine große, zentrale Halle verbunden werden. Sie ist eine Reminiszenz an die Brennerei, die sich im ehemaligen Altbau an dieser Stelle befand. Die zweigeschossige Glasfassade, die das Gebäude zum Hof öffnet, verweist auf das einst hier befindliche Scheunentor. Sie sorgt zusammen mit den Dachflächenfenstern auf der Westseite über der Wohnhalle und den großen Fenstern zum rückwärtigen kleinen Garten für viel Tageslicht im Hausinneren und bezieht den Außenraum optisch ins Wohngeschehen ein. Doch nicht nur gestalterisch präsentiert sich das Architektenhaus sehr zeitgemäß. Auch energetisch ist es up to date: Das alte, erhaltene Bruchsteinmauerwerk wurde mit einer Innen-

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SOMMERLICHER WÄRMESCHUTZ Ziegel haben eine hohe sogenannte thermische Speichermasse. Das bedeutet, dass Ziegelbauteile zum Beispiel an heißen Sommertagen viel Wärme aus Wohnräumen aufnehmen können und so ganz natürlich deren Temperatur regulieren. Im Sommer ist es im Ziegelhaus deswegen lange angenehm kühl – ganz ohne Klimaanlage oder zusätzliche Dämmung.

Es bedarf der Beachtung zahlreicher Rahmenbedingungen, damit ein Wohnhaus nicht nur energiesparend ist, sondern auch ohne viel Haustechnik ein dauerhaft angenehmes Wohnklima bietet. Professor Thomas Auer von der TU München erklärt, wie der Baustoff Ziegel dabei hilft. Herr Prof. Auer, Sie leiten den Lehrstuhl Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen an der Technischen Universität München. Was versteht man unter klimagerechtem Bauen? Geht es dabei in erster Linie um Bauweisen, die das Weltklima schonen oder auch darum, wie sich unterschiedliche Baumaterialien auf das Wohnklima in einem Gebäude auswirken? Prof. Thomas Auer: Sowohl als auch! Es geht um das Wohnklima oder allgemeiner ausgedrückt um die Aufenthaltsqualität im Innen- als auch Außenraum, bei gleichzeitiger Minimierung des Verbrauchs nicht erneuerbarer Ressourcen. Dabei kommt der Materialität eine große Bedeutung zu. Unterschiedliche Baumaterialien haben Auswirkungen auf die Aufenthaltsqualität und können dadurch technische Systeme in ihrer Dimensionierung reduzieren oder gar ersetzen. 10

Foto: Adobe Stock, ptnphotof

KLIMAFREUNDLICH

Ziel Ihrer Forschung ist eine ganzheitliche Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Architektur und Technik, dem Gebäude und seiner Umgebung. Können Sie kurz erläutern, was das bedeutet? Prof. Thomas Auer: Die Gestaltung als auch die Struktur von Gebäuden nimmt entscheidenden Einfluss auf die Aufenthaltsqualität. Beispielsweise wissen wir, dass ein stark verglastes Gebäude tendenziell im Sommer überhitzt. Gebäude, die mit massiven Wänden und Decken gebaut sind, regulieren die Tag/ Nacht-Temperaturschwankungen, was zu einem ausgeglichenen Raumklima führt. Man spricht diesbezüglich von thermisch wirksamer Gebäudemasse. Gleichzeitig hat das Mikroklima – sprich das lokale Außenklima – Einfluss auf das thermische Verhalten des Gebäudes. Zum Beispiel kühlen sich dicht bebaute Städte


MIT MODERNEN MAUERZIEGELN ERZIELT MAN EIN AUSGEGLICHENES RAUMKLIMA BEI SEHR GERINGEN WÄRMEVERLUSTEN. Prof. Thomas Auer, Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen an der Technischen Universität München

FEUCHTESCHUTZ Dass sich in Wohnräumen Feuchte ansammelt ist ganz normal. Wände aus Ziegel sorgen aber dafür, dass die Raumluftfeuchtigkeit stets angenehm ausgeglichen bleibt: Sie können überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Das trägt zu einem besonders guten und gesunden Wohnklima bei.

in Hitzeperioden nachts weniger stark ab als ländliche Gebiete. In unserer Forschung beschäftigen wir uns mit den jeweiligen Wechselwirkungen und untersuchen beispielsweise, ob es auf die Lebenszeit der Komponenten betrachtet sinnvoll ist, technische Systeme durch eine veränderte Fassadengestaltung und/oder eine veränderte Materialwahl zu ersetzen. Moderne Neubauten scheinen mit immer mehr Haustechnik ausgestattet zu werden, um z. B. den Anforderungen der Energieeinsparverordnung gerecht zu werden oder gar die im Haus benötigte Energie selbst zu erzeugen. Was halten Sie von diesen Hightech-Häusern? Prof. Thomas Auer: Es braucht sicherlich eine kritische Reflexion bezüglich eines sinnvollen Maßes, was den Einsatz technischer Systeme in Gebäuden angeht. Es macht einerseits keinen Sinn,

Technik grundsätzlich zu verteufeln (niemand will zurück in die Höhle). Technik führt nicht immer zu Energieeinsparungen und mehr Nutzerzufriedenheit. Dies zeigen einige wissenschaftliche Studien, z. B. die „e% - Energieeffizienter Wohnungsbau“-Studie, die an meinem Lehrstuhl durchgeführt wurde. Gleichzeitig müssen wir auch Dachflächen für die solare Stromgewinnung (Photovoltaik) nutzen, wenn wir die Ziele der Bundesregierung für 2050 erreichen wollen. Es geht also nicht generell um den Verzicht auf Technik, sondern vielmehr um eine Abwägung, welche technischen Maßnahmen für eine spezifische Situation sinnvoll sind. Gibt es empfehlenswerte alternative Lowtech-Konzepte? Prof. Thomas Auer: Eine Einteilung in Kategorien wie Highund Lowtech ist sehr schwierig. Es gibt in dem Sinne keine wissenschaftliche Definition und letztlich hat daher jeder seine 11


eigene Interpretation. Aus diesem Grund arbeiten wir in diversen Forschungsprojekten an einer Definition für eine robuste Optimierung bzw. für robuste Konzepte. Derartige Maßnahmen haben das Ziel, dass veränderte Bedingungen – etwa ein anderes Nutzerverhalten oder der Klimawandel – den Energiebedarf eines Gebäudes oder die Aufenthaltsqualität nur geringfügig verändern. Beispielsweise bilden die wärme- und feuchtespeichernden Eigenschaften von Bauteilen (z. B. Lehm oder Ziegel) ein robustes System, das unabhängig vom Nutzer bis zu einem gewissen Grad selbstregelnd funktioniert. Im Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung des Modellvorhabens „e%- Energieeffizienter Wohnungsbau“ war u. a. zu lesen: „Die Analyse der Verhältnismäßigkeit der Gebäudehülle zum Endenergiebedarf bzw. Endenergieverbrauch zeigt, dass sehr geringe Verbräuche nicht allein über die Reduktion der Transmissionswärmeverluste erreichbar sind. (...) Der Ausnutzungsgrad der solaren Gewinne und die Speicherfähigkeit eines Baukörpers sind Moderne Mauerziegel sind porosiert, d.h. sie enthalten unneben den Hüllflächen die wichzählige kleine Luftporen. Diese sorgen dafür, dass im Winter möglichst wenig Wärme aus Innenräumen verloren geht. tigsten Parameter zur Verringerung Durch unterschiedliche Lochungen der Ziegelsteine entstehen der Verbräuche.“ Lässt sich diese Luftkammern, die den Dämmwert weiter verbessern. Noch efErkenntnis auch auf Einfamilienfektiver sind Ziegel, deren Kammern mit Perlit, Mineralwolle häuser übertragen? oder Holzwolle gefüllt sind. So kann, je nach Gebäudeplanung, Prof. Thomas Auer: Die „e%-Studie“ sogar ganz auf eine zusätzliche Dämmung verzichtet werden. wurde im Kontext des Geschosswohnungsbaus durchgeführt. Letztlich sind die Erkenntnisse prinzipiell auf den gesamten Wohnungsbau übertragbar. sind Lehm, Ziegel und Holz sehr geeignet, aber auch Putz leistet Welche Planungsaspekte sollten Bauherren auf alle Fälle einen Beitrag zur Feuchteregulierung. berücksichtigen, um ihr neues Zuhause ohne viel Technik Welche Rolle spielt dabei die Wahl des Wandbaustoffes und energetisch und wohnklimatisch zu optimieren? welche Vorteile birgt die Verwendung von modernen MauerProf. Thomas Auer: Die Kompaktheit des Baukörpers und ziegeln in diesem Zusammenhang? eine Südausrichtung für eine Optimierung solarer Gewinne Prof. Thomas Auer: Der Wandbaustoff kann einen großen sind aufgrund der heute besseren thermischen Qualität der Beitrag für das Raumklima leisten– vor allem was das thermische Haushülle nicht mehr so entscheidend wie früher. Thermische und hygrische Verhalten angeht. Moderne Mauerziegel haben Speichermasse schafft – vor allem bei Gebäuden mit großen sehr gute Wärmedämmeigenschaften und ermöglichen monoliFensterflächen – ein angenehmes Raumklima. Für eine angethische Außenwandaufbauten – unter Einhaltung der Energieeinnehme Aufenthaltsqualität ist außerdem eine gute Tageslichtsparverordnung bis hin zum Plus-Energie-Haus. Man erzielt damit versorgung in Wohnräumen von großer Bedeutung. Zumindest nicht nur eine Dauerhaftigkeit, sondern auch eine Robustheit ein Teil der Bauteile (Wände) sollte auch hygrisch wirksam sein, hinsichtlich Raumklima bei geringen Wärmeverlusten. sprich zur Regulierung der Raumluftfeuchte beitragen. Hierfür Herr Prof. Auer, vielen Dank für dieses Gespräch.

WÄRMESCHUTZ IM WINTER

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MASSIV BAUEN = ENERGIE SPAREN! Eine Studie bescheinigt Massivhäusern einen deutlich besseren thermischen Komfort als Holzhäusern - und dem Haus aus Ziegel dank seiner Speichermasse das höchste Energiesparpotenzial. Ziel der 2015 vom Alware Ingenieurbüro für Bauphysik und Gebäudesimulation veröffentlichten Studie war es herauszufinden, wie sich die Bauweise eines typischen Einfamilienhauses auf das thermische Verhalten und den Heizenergiebedarf auswirkt. Das Ergebnis des Vergleichs zwischen Holz- und Massivbauweisen: Nicht nur die Temperaturen waren im Massivhaus übers ganze Jahr konstanter, sondern der Heizenergiebedarf in Massivhäusern war durchweg geringer. Die besten Werte beim Heizenergiebedarf erreichte das Ziegelhaus: 8,2 Prozent weniger Energie benötigt es als ein Holzhaus!

HEIZKOSTENEINSPARUNG IM ZIEGELHAUS

Bis zu 8,2 % Ersparnis pro Jahr durch die Speichermasse der Wand (1)

%

Energieverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes: Strom

20 %

Warmwasser

15 %

Raumwärme

65 %

BEISPIELRECHNUNG EINFAMILIENHAUS IM BESTAND 150 m2, Gasheizung, erhöhter Verbrauch, bis 265 kWh/m2 pro Jahr (2)

Einsparung über die Standzeit von 80 Jahren

ca. 19.000 €

(1) www.dgfm.de/technik-normung/archiv.html (Alware-Studie Vergleich Massivhaus-Holzhaus (2015), Referenzhaus Ziegel, Pultdach, 4 Personen) (2) www.heizspiegel.de (Stand November 2017)

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MASSIVE RUHESPENDER Mit Mauerwerk aus Ziegel können Sie Ihr neues Zuhause in aller Ruhe genießen. Der massive Baustoff eignet sich perfekt, um Lärmbelastung einzudämmen – und das nicht nur von außen, sondern auch inner­halb des Hauses.

ZAHLREICHE SCHALLMESSUNGEN IN AUSGEFÜHRTEN ­GEBÄUDEN BEWEISEN, DASS SICH DER GEWÜNSCHTE SCHALLSCHUTZ MIT ZIEGELMAUERWERK VERLÄSSLICH PLANEN LÄSST. Dipl.-Ing. Michael Gierga, Geschäftsführer Ingenieurbüro Kurz und Fischer

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augrundstücke werden immer kleiner und damit der ­Abstand zu Nachbarn sowie zum zunehmenden Verkehr auf Straßen, Bahn­linien und in Einflugschneisen. Eine ständige ­Geräuschkulisse macht jedoch auf Dauer krank. Dies rückt den Lärmschutz verstärkt in den Fokus. Denn eine gute Gebäudehülle mit einem schalldämpfenden Baustoff leistet einen ­wesentlichen Beitrag zu Wohlbefinden und Gesundheit. „Dank der enormen Weiterentwicklung der letzten zehn Jahre ist der gewünschte Schallschutz mit wärmedämmendem Hochlochziegelmauerwerk verlässlich zu planen. Dies lässt sich durch zahlreiche Schallmessungen in ausgeführten Gebäuden nachweisen“, erläutert Dipl.-Ing. Michael Gierga, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Kurz und Fischer. Neben Schallschutzfenstern tragen die Außenwände grund­ legend zu einem ruhigen Wohnumfeld bei. Vor allem moderne Mauerziegel zeigen sehr gute Leistungen bei der Reduzierung


unerwünschter Geräusche. Mit monolithischem, das heißt einschaligem Ziegelmauerwerk hat man gute Voraussetzungen, weit mehr als die bauordnungsrechtlich geforderten Werte zu erreichen. ­Gerade bei tiefen Tönen und niedrigen Frequenzen — typisch für Verkehrslärm — sind Ziegel effektive Schallschlucker. Aber auch die heute häufig auftretenden Lärmemissionen von Luftwärmepumpen werden wirksam abgehalten. Innerhalb des Hauses sorgt der Baustoff ebenfalls für Ruhe. So gibt es für Zonen mit höheren Anforderungen wie Schlafzimmer spezielle Innenwandziegel, die einen besonders guten Schallschutz bieten.

SCHALLSCHUTZ Ob musizierende Nachbarn, schreiende Kinder oder Verkehrslärm – schwere Materialien bewirken eine besonders gute Schalldämmung. Dabei haben sich Ziegel mit ihrer hohen Rohdichte nicht nur bei Außenwänden bewährt, sondern auch bei Trennwänden von Doppel- und Reihenhäusern sowie bei Räumen mit hohen Anforderungen im Innenbereich.

Ob Doppel- oder Reihenhaus – mit Ziegel ­gebaute Häuser erfüllen alle Wünsche an ein ruhiges Wohnumfeld. Speziell entwickelte Produkte entschärfen besonders kritische Stellen.

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EBEN LEBEN – KOMFORTABEL & SICHER Damit wir bis ins hohe Alter komfortabel und sicher im eigenen Heim wohnen können, sollten bei der Hausplanung ein paar ­Regeln beachtet werden. Wie einfach das ist, zeigt Professor T­homas Jocher mit neun Tipps aus der Studie „ready – vorbereitet für altengerechtes Wohnen“.

LANGLEBIGKEIT Für die meisten Bauherren ist der Erwerb von Wohneigentum nach wie vor ein bedeutender Baustein ihrer Altersvorsorge. Hier bewähren sich Ziegelhäuser, die 80 Jahre und länger Wohnkomfort bieten. Sie gelten als sichere Wertanlage und garantieren niedrige Heiz- und Instandhaltungskosten. So trägt ein Ziegelhaus zur Vermögensbildung bei. Wichtig zu wissen ist auch, dass Ziegelhäuser äußerst flexibel nutzbar sind: Grundrissanpassungen an sich ändernde Lebensumstände sind in der Regel problemlos realisierbar. Nicht umsonst heißt mit Ziegel bauen für Generationen bauen. 16


9 TIPPS FÜR

DAS LEBEN OHNE BARRIEREN 1 Eine Wohnebene sollte möglichst keine Schwellen oder Stufen aufweisen. Auch beim Wechsel von Bodenbelagsarten sind Stolperfallen zu vermeiden.

2 Flure sollten mindestens 120 Zentimeter breit sein, damit ausreichend Bewegungs­ fläche vorhanden ist, sodass sich die Bewohner mit einer Gehhilfe wie Stock oder ­Rollator sicher und ungehindert bewegen können.

3 Haus- und Wohnungseingangstüren sollten – ebenso wie Aufzugstüren – ein lichtes Durchgangsmaß von mindestens 90 Zentimetern aufweisen.

4 Bei Zimmertüren beträgt die Mindestanforderung an die nutzbare Durchgangsbreite 80 Zentimeter.

5 Treppen sollten komfortabel und sicher zu begehen sein. Ideal sind beidseitig mit Handläufen ausgestattete, geradläufige Treppen mit einer maximalen Stufenhöhe von 18 Zentimetern und einer Mindestauftrittstiefe von 28 Zentimetern.

6 Auch bei Einfamilienhäusern mit mehreren Wohnebenen ist die Vorbereitung eines Aufzugs empfehlenswert. Bei Gebäuden mit bis zu zwei Geschossen reicht dafür schon eine Fläche von rund 110 mal 140 Zentimetern.

7 Fenster mit einer niedrigen Brüstungshöhe von rund 60 Zentimetern erlauben auch im Sitzen Ausblicke. Fenstergriffe bis zu einer Höhe von 105 Zentimetern sind komforta­ bel zu bedienen.

8 Das Badezimmer sollte mindestens 3,6 Quadratmeter groß sein. Ebenso wichtig ist, dass der Raum annähernd quadratisch ist, um eine optimale Möblierung mit mög­ lichst großer Bewegungsfläche (Durchmesser min.1,20 m) vor den Sanitärgegenstän­ den zu gewährleisten. Eine bodengleiche Dusche (min. 90 x 90 cm) ist empfehlenswert, kann aber auch später anstelle der Badewanne eingebaut werden.

9 W enn Freisitze und Balkone über mindestens 3,6 Quadratmeter und eine Mindesttiefe von 1,70 Metern verfügen, lassen sie sich auch mit Gehhilfe komfortabel nutzen. Weitere Informationen zu „ready - vorbereitet für altengerechtes Wohnen“ sowie eine Down­ load-Möglichkeit der gesamten Studie finden Sie im Internet unter www.readyhome.de

DIE MEISTEN MENSCHEN WÜNSCHEN SICH, AUCH IM ALTER IN IHRER VERTRAUTEN UMGEBUNG ZU WOHNEN. DAFÜR SOLLTEN IHRE WOHNUNGEN VORBEREITET – ALSO READY – SEIN. Prof. Dr.-Ing. Thomas Jocher, IWE, Universität Stuttgart 17


MIT BESONDEREM ANSPRUCH

DAS PURE VERGNÜGEN Mit über 500 Quadratmetern Wohnfläche ist diese Villa alles andere als alltäglich. Das imposante Ziegelhaus erreicht ganz ohne Lüftungsanlage oder zusätzliche Dämmung Effizienzhausstandard.

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it Blick auf die malerischen Weinberge Rheinhessens steht diese Villa in der Nähe von Bad Kreuznach auf einem 2 000 Quadratmeter großen Baugrundstück mit Hanglage. Der ortsansässige, renommierte Architekt Oliver Schrögel plante den Quaderbau mit repräsentativem, haushoch verglastem Eingang, mediterranen Akzenten, drei Wohnebenen und angebauter Doppelgarage. Markant sind die klare Formensprache und das symmetrische Erscheinungsbild des zweigeschossigen, 18

weiß verputzten Hauses mit Zeltdach. Unterschiedliche Fensterformate bringen dabei Spannung in die Fassade. Die Wände der Villa – innen wie außen – bestehen komplett aus Ziegel. Für jeden Verwendungszweck gibt es den perfekt gearteten Stein, der den jeweiligen Anforderungen entspricht: Innen schlankere Steine mit höherer Masse für mehr Schallschutz und Tragfähigkeit, optimale Wärmespeicherung sowie Temperaturregulierung. Außen dagegen Steine mit optimalen Wärmedämmeigenschaften. So hat die 42,5 Zentimeter starke, verputzte Außenwand einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von nur 0,16 W/(m2K). Das führt dazu, dass das Ziegelhaus weder zusätzliche Dämmung noch komplexe Heiztechnik oder automatische Lüftung benötigt. Die monolithische Hülle aus Ziegelmauerwerk, eine moderne Gasbrennwert-Heizung im Keller und eine Solarthermieanlage auf dem Dach machen die Villa zum Effizienzhaus. Der Verbrauch des Gaskessels liegt bei schlappen 41 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Ein Haus also, das in jeder Hinsicht pures Vergnügen bietet.


BAUEN MIT ZIEGEL LÄSST VIEL INDIVIDUELLE GESTALTUNGSFREIHEIT ZU – OHNE KOMPRO­ MISSE BEI DER QUALITÄT UND ENERGIEEFFIZIENZ! Dipl.-Ing. (FH) Architekt Oliver-Marc Schrögel, Oliver Schrögel Architekturbüro, Bad Kreuznach

WERTBESTÄNDIG Das eigene Haus ist eine gute Absicherung gegen Inflation, schützt vor steigenden Mieten und gilt als solide Wertanlage, auch mit Blick auf die Altersvorsorge. Gebäude aus Ziegel lohnen sich dabei doppelt. Zum einen sind sie energieeffizient, langlebig und äußerst werthaltig. Zum anderen bleiben die Instandhaltungskosten dauerhaft niedrig.

Großzügige Räume mit hoher Wohnqualität und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten zeichnen die Villa aus. Gemeinschaftsflächen, Rückzugsbereiche und Wellnesszone sind exakt auf die Bewohner zugeschnitten. 19


WER SUCHET, DER FINDET:

Umfassender Online-Info-Service Informationen rund um den Baustoff Ziegel finden interessierte Bauherren jederzeit im Internet auf der informativen Website von Lebensraum Ziegel. Wer die „Galerie“ aufsucht, kann sich von aktueller Ziegelarchitektur inspirieren lassen. Praktische Hilfe bietet die > hier per QRCode direkt zur „Ziegeldatenbank“, wo Bauherren ziegel- Homepage! affine und -erfahrene Architekten sowie Bauunternehmen in ihrer Nähe finden können. Schauen Sie vorbei unter www.lebensraum-ziegel.de

GUTER RAT RUND UMS BAUEN Der Bauherrenschutzbund e. V. (BSB) ist eine gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation, die Bauinteressenten bei Hausbau, Immobilienerwerb oder Modernisierungsvorhaben unterstützt. Der BSB stellt unter www.lebensraum-ziegel.de/ratgeber.html kostenfrei umfangreiche, gut verständliche Tipps, Ratgeber und Checklisten für Bauherren bereit. Das thematisch sehr weit gefächerte Angebot reicht von den „Prüfsteinen zum Grundstückskaufvertrag“ und ein „Kleines ABC des Kellerausbaus“ über Ratgeber zu moderner Haustechnik bis hin zu Tipps zur Bauabnahme.

WIE SAGE ICH ES MEINEM KINDE? Fast jeder kennt die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen, die sich durch den Bau eines Hauses vor dem bösen Wolf schützen möchten. Elizabeth Shaw hat die Geschichte für Kinder ab drei Jahren mit charmanten Illustrationen versehen. Fazit: Der Ziegel schützt am besten. Das Bilderbuch kostet 6,99 Euro und ist beim Beltz Verlag erschienen.

ZIEGEL AUF

Mit freundlicher Empfehlung überreicht von

www.lebensraum-ziegel.de

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Wer bauen will, muss sich entscheiden wie. So auch Herr Meier, der ein Haus für sich und seine Familie plant, das wenig Energie verbrauchen soll, langlebig, aber natürlich auch gesund sein soll. Rund zwei Mintuten lang ist der Film, bei dem Herr Meier die Vor- und Nachteile verschiedener Bauweisen vergleicht. Sehenswert und zu finden bei www.youtube.com unter dem Titel > hier per QR„Was steckt in der Wand?“ Code direkt zu LRZ auf YouTube!

bauen. 6/7-2018  
bauen. 6/7-2018