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>junge gemeinde

jg#208 : 2013

4:

p.b.b. erscheinungsort 1090 wien

#208

SondeMit rseiten der E J Sa

EJ Kär lzburg-Tirol , nt E J N i e e n - O s t t i ro l , d e rö s t er EJ HB u n d d e re i c h , F i n s ter r B u rg gr ün

stay online – stay safe Chancen und Risiken neuer Medien

14: Jungschar:Spiele im Schnee 9: Weihnachten in Bethlehem

das evangelische magazin für arbeit mit kindern und jugendlichen


jg#208 : 2013

Editorial Facebook, what’s app und all die anderen Social Media Plattformen – für Kinder und Jugendliche ganz selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags. Auch wenn wir MitarbeiterInnen auf diesen Plattformen vertreten sind, so ganz daheim wie die „digital natives“ sind wir dort trotzdem nicht. Wir nutzen zwar die Vorteile, aber eine gewisse Skepsis bleibt. Auch bei uns im Redaktionsteam haben sich viele Fragen dazu aufgetan, vor allem, was das für die Kinder- und Jugendarbeit bedeutet. Daher möchten wir in i-motion einen Einblick in die digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen geben und stellen dazu konkrete Projekte vor. Wir hoffen, es sind auch für euch Antworten und Anregungen dabei, welche Herausforderungen aber auch Möglichkeiten Social Media mit sich bringen. 

Birgit Roitner-Schobesberger

PS: Ab dieser Ausgabe gibt’s zwei neue Rubriken. Die Themen von i-motion werden mit Medientipps ergänzt, außerdem gibt’s eine neue Musikseite.

Inhalt hot’n fresh

3, 27

i-motion stay online – stay safe

4

Kirche und Social Medias: „Gefällt mir“

6

„Voll dabei ohne immer erreichbar zu sein“

7

Neue Medien über neue Medien

8

e-mission Weihnachten neu übersetzt

rewind

10 11 Es treibt der Wind im Winterwalde

tipps & tricks

die Flockenherde wie ein Hirt

Spiele im Schnee – Schneespiele für viel oder für wenig Schnee

13

sie fromm und lichterheilig wird;

Silvesterbräuche und -spiele

14

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

und manche Tanne ahnt wie balde

streckt sie die Zweige hin – bereit

kochen-reisen-reden-beten Weihnachten mit Checkpoint: Die bunte Nacht in Bethlehem

sites & seiten sonderseiten update

2

editorial

und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit.

15 16 17–25 28

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)


jg#208 : 2013

EJ onklick Adventkalender auf www.ejoe.at Alle Jahre wieder – und dieses Jahr schon zum achten Mal!

„Burschen – Identität und Sexualität“ aus der EJ-Seminarreihe „Burschenarbeit” 25. Jänner 2014, 10 bis 16 Uhr

Bereits seit erstem Advent am 1. Dezember ist unser beliebter Adventkalender wieder online und wird intensiv besucht. 2012 hatten wir über 50.000 BesucherInnen und hoffen auch heuer wieder einen ähnlich großen Besucherkreis ansprechen zu können. Schau doch auch gleich mal rein: Jeden Tag möchte ein neues „Fenster“ von dir geöffnet werden. Und an den „Bonustagen“ 25., 26. und 31. Dezember sowie 1. Jänner und 6. Jänner 14 geht’s noch ein wenig weiter… Hinter jedem adventlichen Banner findest du einen kleinen Text, der von einem unserer vielen ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen vorbereitet wurde und dir anhand von Losungstexten, andächtig, aufmunternd und spannend die Wartezeit bis Weihnachten verkürzt. Persönlich für dich: Die EJ wünscht dir und allen BesucherInnen eine gesegnete und besinnliche Adventzeit, und hofft ein wenig vorweihnachtliche Stimmung auf und vor die Bildschirme bringen zu können.

Erratum In der Herbstausgabe 2013 der jungen gemeinde haben wir die Autorin des e-mission-Beitrags „Nächstenliebe ohne Grenzen“ zwar im Editorial genannt, nicht jedoch beim Beitrag selbst. Den Text verfasste die Rektorin des Diakoniewerks Gallneukirchen, Christa Schrauf. Wir bedauern das Versehen. Die Redaktion.

Unsere Seminarreihe hilft Mitarbeitern, auf die speziellen Bedürfnisse von Burschen einzugehen. Von Experten begleitet werden die Teilnehmer zunächst praxisnah ihre eigene (männliche) Identität reflektieren. Darauf aufbauend betrachten wir vertiefend und exemplarisch das Thema Burschen und Sexualität und wie junge Männer bei ihrer „Entdeckungsreise Sexualität“ begleitet werden können. Das erwartet Dich: nn die eigene (männliche) Identität reflektieren. nn sich mit dem Thema Burschen und Sexualität auseinandersetzen nn voneinander lernen, wie Burschen auf ihrer „Entdeckungsreise Sexualität“ begleitet werden können nn gutes Essen und ausreichend Verpflegung nn praxisnahe und methodische Begleitung von Experten.

H3 – Hamburgerstr. 3 Im neue barreriefreien Bundesbüro der EJ lässt es sich mittlerweile sehr gut arbeiten. Wenn du mal vorbeischauen möchtest, findest du hinter dem qr-code einen kleinen Fotowegweiser… EJ CD – EJ Corporate Design – refurbished Im Moment arbeiten wir gerade an einem neuen Corporate Design. Das Logo und die Schriftzüge wurden genauso überarbeitet wie Farben und grafische Elemente. Save the date! 1. bis 4.Mai 2014: Fahrt nach Berlin für Junge Erwachsene: Mehr in Kürze unter www.ejoe.at.

Ort: Mödling, Ev. Gemeindezentrum, An der Goldenen Stiege 2 Referenten: Romeo Bissuti, Männerberatung Wien Klinischer- und Gesundheitspsychologe Studium der Psychologie in Wien mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung und Grundlagen der psychosozialen Versorgung. Christoph Rose, Evangelisches Jugendwerk Württemberg (EJW) Diplom Ingenieur für audiovisuelle Medien, Mitglied im Fachausschuss für Jungenarbeit im EJW. Die Teilnahme ist kostenlos Anmeldung bis spätestens 21. Jänner 2014 unter www.ejoe.at oder per E-Mail bei c.kolb@ejoe.at

Drei attraktive 100% Jugendreferenten Stellen in OÖ: In Traun, Thening und Wallern/Eferding. Mehr unter ejooe.ejoe.at „Weihnachten im Schuhkarton“ – mit kleinen Dingen Großes bewirken! Den christlichen Verein „Geschenke der Hoffnung“ mit seiner Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ haben wir heuer als Multiplikator und Sammelstelle unterstützt. Seit Jahren führt der Verein diese weltweit größte Geschenk-Aktion für Kinder in Not durch. Alle Infos: www.geschenke-der-hoffnung.at/weihnachten-im-schuhkarton/ Wir haben die Aktion „Gegen Unmenschlichkeit – Für eine menschliche Flüchtlingspolitik“ der Diakonie unterstützt. Unter den über 31.000 Unterzeichnern waren auch viele EJ-MitarbeiterInnen. (gegen-unmenschlichkeit.at)

hot‘n fresh

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jg#208 : 2013

stay online – stay safe Chancen und Risiken neuer Medien Von Zdenko Števinovic´

D

ie Entwicklung von Technologien in den vergangenen 10-

und Risiken, denen man kompetent begegnen soll. Die Formel

15 Jahren schreitet rasant voran. Kaum ist ein neues Handy,

dafür ist recht einfach. Wir brauchen nur folgende „Zutaten“:

Tablet oder Notebook auf dem Markt, gibt es schon einen Ter-

nn

Etwas Basiswissen

min, wann die Nachfolgermodelle präsentiert werden. Für Kin-

nn

Gesunde Portion Hausverstand

der und Jugendliche, die in dieser Zeit auf die Welt gekommen

nn

Einen sicheren Computer

sind, ist das etwas ganz Normales. Sie wachsen mit der Entwicklung mit. So weiß meine knapp dreijährige Tochter

Das Basiswissen können wir uns schnell aneignen durch Aus-

wie man Skype oder einen Touchscreen bedient, und

probieren oder einfache Fachliteratur. Der Hausverstand sagt

dass man auf dem Smartphone Youtube Videos

uns, dass Sachen, die in der Realität verboten sind, auch im In-

schauen kann. Beunruhigt mich das? Eher nicht, aber ich muss mich in Zukunft gemeinsam mit ihr mit diesen Sachen auseinander setzen. Ihr erkläbewegt, was es heißt einen Facebook Account zu haben, wo lauern die Gefahren in

Die Antwort auf die Frage, was Kinder und Jugendliche die

den Chatrooms,….also von klein auf perma-

ganze Zeit im Netz machen, ist schnell beantwortet. Sie nutzen

nent am Ball bleiben. Manchmal kann es läs-

die Technik um mit Anderen zu kommunizieren oder mit Freun-

tig werden, ist aber unumgänglich, wenn wir

den Kontakt zu halten. Junge Menschen suchen in den neuen

nicht wollen, dass sich Kinder und Jugendli-

Medien auch Unterhaltung und Entspannung. Informationssu-

che ohne Begleitung in das World Wide Web

che, vor allem was die Schule betrifft, darf ebenso nicht vernach-

begeben. Viele Erwachsene haben regelrecht Angst davor, dass sie sich Unmengen an Wissen aneignen müssen, damit sie mit ihrem Nachwuchs mithalten können. Diese Angst ist aber völlig unbegründet. Da sich die

lässigt werden. Dafür und für die Selbstpräsentation (z.B. bei Facebook) verwenden Jugendliche viel Zeit. Die Statistiken zeigen, dass fast 100 Prozent der Kinder und Jugendlichen Internet benützen, zuhause, in der Schule oder bei Freunden. Sogar zwei Drittel der Volks-

Technologie so schnell entwickelt, reicht es einfach einzustei-

schüler sind bereits regelmäßig online. Dabei

gen. Außerdem, hat man zuhause richtige junge Experten , die

gibt es keine signifikanten Unterschiede zwi-

man einfach fragen kann. Somit zeigt man Interesse für die Le-

schen Burschen und Mädchen oder Jugend-

benswelt von Kinder und Jugendlichen und lernt gleichzeitig et-

lichen in der Stadt oder am Land. Für den Zu-

was Neues dazu.

gang zum Internet werden hauptsächlich

Wie man sieht, geht ohne Internet und Handy nichts mehr,

4

es losgehen.

Kinder und Jugendliche sind begeisterte Internetund HandynutzerInnen

ren, was passiert, wenn sie sich im Internet

m i >

ternet verboten sind. Um den Computer sicher zu machen, bedarf es einer kostenlosen Anti-Virus-Software und schon kann

PC oder Laptop verwendet. Stark im Kom-

denn sie sind ein wichtiger Teil unseren Alltags geworden. Es

men sind auch die Smartphones welche

gibt unzählige nützliche Sachen, die man im Netz findet oder mit

von knapp 25 Prozent der Jugendlichen

dem Handy machen kann. Jedoch, lauern dort auch Gefahren

zum Internetsurfen verwendet werden.

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jg#208 : 2013

Wir haben gesehen wie viele Jugendliche online sind und

cher Sache und aus welcher Gruppe an, fällt einem ganz schwer.

was sie gerne machen, aber wie lange surft ein junger Mensch

Geschweige davon, wenn Nachrichten mitten in der Nacht ein-

täglich im Internet? Eine aktuelle Studie von ARD/ZDF – online

trudeln.

zeigt, dass durchschnittlich drei Stunden im Netz verbracht wer-

Dieses Verhalten führt immer häufiger in eine Internetsucht.

den. Rechnet man noch die Zeit dazu, die mit dem Smartphone

Nun, wir surfen alle, meistens mehrmals täglich. Sind wir dem-

verbracht wird und die Nutzung verschiedener Apps, erhöht sich

nach alle süchtig?

dieser Wert auf ca. acht Stunden täglich. Kaum zu glauben, aber

Eine einheitliche Definition der Internetsucht gibt es noch

wenn man bedenkt, dass man z.B. über die WhatsApp perma-

nicht, aber die Forscher einer europaweiten Umfrage, definierte

nent erreichbar ist und dass die Facebook Anwendung ständig

die Sucht als Kontrollverlust über eigenes Internetverhalten.

eingeschaltet ist, bzw. auch Informationen für die Schule ge-

Diese Studie der Universität Mainz sagt, dass 1,2 Prozent der eu-

sucht werden und der Computer für die Erledigung der Haus-

ropäischen Jugendlichen bereits süchtig sind und dass weitere

aufgaben verwendet wird, wundern diese Zahlen eher weniger.

13 Prozent gefährdet sind. (http://www.unimedizin-mainz.de/

Durch die intensive Nutzung von neuen Medien und Technologien verändern sich zwangsläufig das Leben und die Art der

fileadmin/kliniken/verhalten/Dokumente/EU_NET_ADB_Broschuere_final.pdf)

Kommunikation von jungen Menschen. Früher hat man sich per

Neben diesen Gefahren gibt es aber viele nützliche Dinge,

Telefon verabredet, um sich real zu treffen. Heutzutage verabre-

die uns das Internet ermöglicht. So können Kinder und Jugend-

det man sich über WhatsApp um sich in Facebook zu treffen. Die

liche viele Informationen in relativ kurzer Zeit finden. Die Schul-

realen Begegnungen reduzieren sich sehr stark auf die Schule,

aufgaben können leicht gelöst werden, nur muss man sich mit

wobei man in der Freizeit immer mehr auf die virtuellen Plätze

den Quellen kritisch auseinandersetzen. Obwohl es online min-

ausweicht. Dabei handelt es sich meistens um Online-Commu-

destens eine Antwort auf jede Frage gibt, heißt es nicht, dass sie

nities oder online Spiele. Die bekannteste Community ist Face-

zwangsläufig stimmt.

book mit mehr als einer Milliarde Usern weltweit. Über 90 Pro-

Außerdem ist die Kommunikation viel schneller geworden.

zent der österreichischen Jugendlichen besitzen ein Account bei

Es lässt sich z.B. mit der Verwandtschaft oder Freunden auf an-

Facebook. Andere soziale Netzwerke wie szene1.at oder Netlog

deren Kontinenten in Echtzeit chatten, sprechen und dabei die

sind weit abgeschlagen.

Gesprächspartner sehen, ohne etwas dafür bezahlen zu müs-

Druck ständig erreichbar zu sein Eine der großen Gefahren von ständiger Erreichbarkeit über so-

sen. Die Smartphone-Apps zeigen uns mit einem Klick was die schnellste Route von A nach B ist oder empfehlen uns das beste indische Restaurant in einer unbekannten Stadt…

ziale Netzwerke wie das Facebook oder die WhatsApp ist die Überforderung von jungen Menschen. Der Druck ständiger Er-

Zusammengefasst: Für viele ist das Internet die größte Erfindung der

reichbarkeit ist bei manchen so groß, dass sie nicht wissen, wie

letzten Jahre. Aber beim Onlinearbeiten, -Spielen oder -Chatten

sie sich helfen sollen. Man fühlt sich schon fast verpflichtet auf

sollte man beide Augen offen halten, denn wie im echten Leben

jede Nachricht zu antworten und dass ist z.B. bei der Mitglied-

hat auch in der virtuellen Welt alles Gute sein Schlechtes.

schaft in mehreren WhatsApp Gruppen beinahe unmöglich. Auch die Übersicht zu behalten, wer schreibt mich wegen wel-

Mag. Zdenko Števinovic war lange in der Jugendarbeit in Tirol tätig. Er ist Referent für Safer Internet und Fachbereichsleiter beim BFI Tirol.

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Kirche und Social Medias: „Gefällt mir“ Von Stefan Janits

D

ie Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in Scheinfeld

in den Social Medias, etwa auf Facebook, aktiv ist. „Die Social

staunten nicht schlecht, als plötzlich „ihr“ evangelischer

Medias gehören immer mehr zur Lebenswelt der Menschen.

Bischof Anfang November am Computer-Bildschirm erschie-

Darum ist es gut und wichtig, dass Kirche dort ist, um mit den

nen ist. Aus dem 8800 Kilometer entfernten Busan in Südkorea,

jungen Menschen zu kommunizieren und für sie ansprechbar zu

wo sich zu der Zeit gerade Christinnen und Christen aus aller

sein“, erklärt Mayer-Edoloeyi.

Welt zur Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen

So präsentiert sich etwa auch die Evangelische Jugend Öster-

trafen, meldete sich der bayerische Bischof Heinrich Bedford-

reich auf Facebook, um mit ihren Mitgliedern Kontakt zu halten

Strohm, um mit einer Handvoll Gymnasiasten aus Franken zu

und sie über neueste Dinge zu informieren. Bereits 461 „Fans“

skypen. „Warum ist die katholische Kirche bei dem Treffen nicht

haben bei dieser Seite auf „Gefällt mir“ geklickt. Die Beiträge da-

dabei?“, „Was sind denn die großen Differenzen zwischen den

rauf sind ganz unterschiedlich, geboten wird von informativen

Kirchen?“ oder „Was verstehen Sie unter Gerechtigkeit“ – die

Postings und vielen Veranstaltungstipps auch witzige Comics

überraschten Jugendlichen hatten die Möglichkeit, Fragen an

und spannende Videos. Auch die evangelische Kirche selbst ist

den Bischof zu richten und bekamen prompt eine Antwort. Ein

dort mittlerweile vertreten und versucht, ein buntes Angebot an

Musterbeispiel dafür, wie Kirchen das Internet für sich nutzen

Information, Inspiration und Unterhaltung anzubieten.

können. Gleichzeitig zeigt dieses Beispiel aber auch deutlich,

6

wozu sich die neuen Medien, das Internet und die Social Medias

Gottesdienste und Andachten online feiern

am besten eignen: es geht darum, mit Menschen zu kommunizie-

Doch nicht nur Bücher können im Internet bestellt oder Videos

ren, sich auszutauschen, Beziehungen zu pflegen.

hochgeladen und getauscht werden, sogar Gottesdienste wer-

Schon vor vielen Jahren haben die Kirchen begonnen, das In-

den heute schon online gefeiert. „Wir feiern schon seit längerer

ternet für sich zu entdecken. Undenkbar, dass heute die evange-

Zeit Online-Andachten, immer am ersten Samstag im Monat“,

lische Kirche etwa keine Internetseite betreiben würde. Musste

erklärt Pfarrerin Daniela Schwimbersky aus Wien-Ottakring

man früher oft mühsam herum telefonieren, um beispielsweise

(www.markuskirche.com). Mit dieser einzigartigen Form, Got-

in Erfahrung zu bringen, ab welchem Alter man konfirmiert wer-

tesdienst im Internet zu feiern, sorgten sie sogar in Deutschland

den kann oder wo die nächste Pfarrgemeinde ist, reicht heute

für positive Aufregung. Vom Computer aus kann man weltweit

ein Blick auf www.evang.at.

via Live-Stream die halbstündige Andacht mitfeiern, über Twit-

Doch nicht nur auf klassischen Homepages findet man Kirchen

ter ist es sogar möglich, Kommentare abzugeben oder Fürbitten

heute. Auch in den sogenannten Social Medias wie Facebook,

abzuschicken. „Das Angebot richtet sich speziell auch an Leute,

Youtube und Twitter sind Kirchen, kirchliche Gruppierungen

die vielleicht sonst den Weg nicht in die Kirche finden würden.“

und Pfarrgemeinden zu finden. Mittlerweile leisten sich immer

Derzeit würden vor allem junge Erwachsene zwischen 25 und

mehr Kirchen sogar eigene Expertinnen und Experten auf die-

45 Jahren vor dem Bildschirm mitfeiern. Eine eigene Jugendan-

sem Gebiet. Eine davon ist Andrea Mayer-Edoloeyi, Social Media

dacht sei derzeit zwar noch nicht in Planung, gesteht Schwim-

Managerin für die Katholische Kirche in Oberösterreich. Nicht

bersky. Dazu müsse man noch mehr Erfahrungen sammeln. Al-

nur unter Kirchenleuten gilt sie als eine der besten Expertinnen

lerdings würden bereits schon jetzt zwei Jugendliche bei der

auf diesem Gebiet. Für sie ist es selbstverständlich, dass Kirche

Gestaltung und Übertragung der Andacht mitarbeiten.

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jg#208 : 2013

Ohne Jugendliche würde vermutlich auch der Gottesdienst der Evangelischen Pfarrgemeinde Judenburg in der Steiermark (www.evang-judenburg.eu) nicht den Weg ins Internet finden. Seit ein paar Jahren schon streamt die evangelische Pfarrgemeinde ihren Gottesdienst. Gemeinsam mit einem Team aus vier Jugendlichen überträgt man die sonntägliche Feier in die ganze Welt. Rund 60 Menschen seien bei den vierzehntägigen Gottesdiensten live dabei, zwischen 300 und 700 Personen würden sich diese im Nachhinein anschauen, so die offiziellen Zahlen. Trotz der modernen Möglichkeiten, Gottesdienste auch im Internet zu feiern und mittels Social Media miteinander zu kommunzieren, sind sich alle TheologInnen und ExpertInnen ei-

„Voll dabei ohne immer erreichbar zu sein“ Thorsten Behrens über die Herausforderungen und Chancen von Social Media in der Jugendarbeit

nig, dass diese Formen nicht die persönliche Kommunikation, die Beziehungen von Mensch zu Mensch und die Gottesdienste in der Kirche ersetzen können. „Die sozialen Medien ermögli-

Was ist das Besondere an Sozialen Medien?

chen Kontaktpflege mit jenen Menschen, die vielleicht nicht je-

Social Media sind vor allem ein weiteres Kommunikations-

den Sonntag in die Kirche gehen oder sonst regelmäßig in der

mittel, das die persönliche Kommunikation ergänzt. Neu

Pfarre sind. Aber auch hier steht die persönliche Kommunika-

sind die Technologien, das Tempo und dass viel mehr öf-

tion im Vordergrund“, ist Mayer-Edoloeyi überzeugt. Dennoch

fentlich ist. Kommunikation ist jetzt zu jeder Zeit und überall

sei es wichtig und notwendig, das kirchliche Engagement in den

möglich. Von den Jugendlichen werden diese Medien nicht

sozialen Netzwerken auszubauen, um noch mehr Menschen für

bewusst genutzt, sondern da werden nebenbei schnell mal

die frohe Botschaft des Glaubens begeistern zu können. Oder

Fotos gepostet oder ein Begriff gegoogelt.

wie es der bayerische Landesbischof auf seiner Facebook-Seite so treffend beschrieben hat, als er von einer Begegnung mit lu-

Welche Vorteile siehst Du für die Jugendarbeit?

therischen Jugendlichen auf der Kirchenversammlung in Südko-

Über Social Media kann man sehr schnell und gut verbreiten

rea berichtete: „Ich habe gerade beim Treffen der Lutheraner auf

was man macht, z.B. Infos über Projekte oder Events. Auch

der Versammlung Thais, Kathleen und Joel getroffen. Wir haben

erreicht man mit einfachen Mitteln relativ schnell eine große

unter anderem darüber gesprochen, wie sie vom Weltkirchen-

Anzahl von Leuten.

rat erfahren haben. Facebook spielte dabei eine wichtige Rolle.

In der Jugendarbeit lassen sich lässige Sachen umsetzen, wie

Das hat mich ermutigt, dass wir diese Kanäle wirklich nutzen…“.

z.B. eine Schatzsuche via Smartphone. Was heißt das für MitarbeiterInnen?

Der Autor ist Redakteur des Evangelischen Pressedienstes für Österreich (epdÖ) und der Kirchenzeitung „SAAT“ sowie Social Media Manager von evang.at.

Für MitarbeiterInnen ist es wichtig zu wissen, was Jugendliche bewegt und welche Medien

weiter auf Seite 9 >>

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jg#208 : 2013

Neue Medien über neue Medien Auf dieser Seite stellen wir künftig Medien rund um das Thema der „jungen gemeinde” vor. Theorien und Praxis. Cooles und Abgefahrenes. Bücher. Filme. Musik. Spiele und mehr… Movies/Filme

Eine Dokumentation mit ganz anderem Zugang findet sich bei

Viele kennen ihn, fast alle nennen ihn wenn es um Filme und

„The naked brand“:

neue Medien geht:

Der Film beschreibt den wachsenden Einfluss der Verbrau-

In „The Social Network“ wird massentauglich die Entstehungs-

cherInnen auf das Geschäftsgebaren der großen Markenfirmen.

geschichte des Social-Network „facebook“ dargestellt. Vieles im

Führende US-Firmen- und Wirtschaftsexperten kommen in der

Film beruht auf Fakten, wenngleich Facebook-Gründer Mark Zu-

Doku zu Wort, die die KonsumentInnen ermutigt, ihren Einfluss

ckerberg nicht an der Verfilmung mitwirkte.

geltend zu machen. Denn, so die These des Films, keine Firma

Für alle vor 2000 geborenen ein Nostalgie-Trip, für alle Nach-

kann es sich angesichts moderner Medien heute noch leisten,

geborenen eine Reise in ein unbekanntes

die Kunden hinters Licht zu führen. Vertrauen und Transparenz

Land (das ohne Internet) und den rasanten

wird so zum Schlüssel des neuen Marketings.

Wandel der letzten 20 Jahre. The Social Network USA 2010, Spielfilm, engl./(deutsch);

The naked brand

Regie: David Fincher

USA 2012, Doku, engl. Regie: Jeff Rosenblum, Sherng-Lee Huang

Einen anderen Blickwinkel auf soziale Netzwerke wirft die Dokumentation „The Real Social Network“: Sie beschreibt die breite studentische Protestbewegung in Großbritannien am Ende des Jahres 2010, als die Britische Regierung ihre Absichten umsetze, die Studiengebühren zu erhöhen.

virtueller und realer Kommunikation, von social Network und „echtem“ Leben: Der Kurzfilm „Acht Blumen“ spielt in einem Züricher Vorort

Kurz vor dem „Arabischen Frühling“ und den globalen Pro-

im Jahre 2015. Benjamin Lewis hat seinen gesamten Freundes-

teste für soziale Gerechtigkeit entwickelten die Britischen Stu-

kreis auf der Internet-plattform „Tracebook“. Dass er alleine in

dentInnen bereits die Methoden, die die neue Welle des Protestes

einem Haus unter einer Autobahnbrücke wohnt, stört ihn daher

kennzeichnen würde: Die Organisation in Echtzeit durch Soziale

nicht. Am Tag, an dem er seinen tausendsten Freund akzeptiert,

Medien; die Übernahme der Universität (occupy), die Ausweitung

möchte er sich zu ersten Mal mit seiner virtuellen Freundin tref-

ihrer Forderungen zur Integration weitreichender sozialer Ziele.

fen. Doch die Realität wird Benjamins virtuelle Welt verändern,

„The Real Social Network” bannt die Leidenschaft, die Wut und die Technik, die das Spiel zwischen den Machthabenden

8

Gleich drei kurz- und Langfilme widmen sich dem Verhältnis von

sodass alles anders kommt als es auf „Tracebook“ geplant ist. „Acht Blumen“ ist eine Geschichte über unsere modernen

und den 99 Prozent für immer veränderten.

Freunde, die Liebe und die Einsamkeit.

The Real Social Network

Acht Blumen

GB 2012, 76 Min., Doku, engl.;

CH 2011, Kurzfilm, 29 Min., dtsch.

Regie: Ludovica Fales, Srdjan Keca, Isis Thompson

Regie: Timo von Gunten

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Fortsetzung von Seite 7 >> und Kanäle sie nutzen. Man muss nicht unbedingt überall selbst dabei sein aber man sollte wissen was da passiert. Man darf durchaus einen kritischen Zugang haben aber man sollte nicht den Fehler machen, zu verbieten oder zu verteufeln. Besser ist es z.B. gemeinsam mit den Jugendlichen zu diskutieren wo und warum das Handy stört. Also einen verantwortungsvollen Umgang thematisieren? Ja, es ist sicherlich eine Form der Medienerziehung notwendig. Ähnlich die autobiografische Doku „Face 2 Face“ von Katherine

Dazu gehören z.B. Regeln im Umgang mit Handy und Co.

Brooks: Nach einer OP sucht die gefeierte Hollywood-Autorin

Wann ist es erwünscht und erlaubt, wann sind Zeiten wo es

nach wahrer Nähe. Denn trotz ihrer über 5.000 Facebook Fans

stört. Das sollte klar angesprochen und begründet werden.

fühlt sie sich noch immer isoliert. So macht Brooks sich auf die

Die neuen Medien haben viele Vorteile die sich für die Jugend-

Reise quer durch die USA. Sie will 50 Facebook-Friends, die ihr

arbeit nutzen lassen. Gleichzeitig gibt es aber auch Grenzen

zum Teil offline gänzlich unbekannt sind, persönlich treffen und

und die müssen einfach auch angesprochen werden.

sich bei den Begegnungen filmen lassen. „Ich komme in deine Stadt, um dich zu treffen – face 2 face“. Eine

Was ist noch kritisch?

anrührende Reise zu den Menschen hinter

Problematisch ist die ständige Erreichbarkeit und damit der

den Computern.

Druck auch ständig online sein zu müssen. Die große Gefahr dabei ist die Angst etwas zu verpassen oder ausgeschlossen

Face 2 Face

zu sein wenn man mal offline ist.

USA 2012, 107 Min., Doku., engl.; Regie: Katherine Brooks

Wie können wir in der Jugendarbeit darauf eingehen? Ich sehe für die Jugendarbeit die Aufgabe, das zu begleiten

Weniger an- als aufrührend dagegen der Spielfilm „InContact“.

und auch zu thematisieren. Es sind ja nicht die Plattformen

Er beschreibt die widersprüchliche Wirkung moderner Medien

und Medien das Problem sondern deren Nutzung. Die sollte

an drei Personen, die in einer Dreiecksbeziehung stehen. Ver-

kritisch hinterfragt werden. Ein Jugendkreis ist ein guter

bunden sind sie über die Internetplattform “InContact”, die eine

Platz, die ständige Erreichbarkeit mal aufzugreifen und zu dis-

Mischung aus facebook und Reality-TV darstellt: Sie bietet ihren

kutieren und dabei den Jugendlichen mitzugeben, dass man

Nutzern dauerhafte online-feeds ihrer „Freunde“. So ist jedeR

voll dabei sein kann ohne dass man immer erreichbar ist.

UserIn zugleich AkteurIn und ZuschauerIn – oder ExhibitionistIn und VoyeurIn.

Worauf sollten wir als MitarbeiterInnen aufpassen?

InContact

Welt sichtbar und kann wahnsinnig schnell verbreitet wer-

2011, 84 Min., Spielfilm, engl.

den. Das heißt, dass ich als MitarbeiterIn gut überlegen muss

Regie: Ann Oren

was ich online stelle. Bei Fotos von Veranstaltungen sollte

Das Internet vergisst nicht. Es ist immer alles für die ganze

man aufpassen dass niemand bloß gestellt wird oder das Bild den abgebildeten Jugendlichen in ein paar Jahren peinlich ist. Eine Orientierung für MitarbeiterInnen, z.B. wie man

Songs/Lieder

sich im Social Web verhalten soll, wo man Grenzen setzen

Was Handy alles leisten können zeigt wunderbar der Song „Mein

darf/muss wäre sicherlich hilfreich.

neues Handy“ der Kölner Accapella-Gruppe Wise Guys, veröf-

Thorsten Behrens ist Geschäftsführer des österreichischen E-Commerce-Gütezeichen und Projektmitarbeiter bei Saferinternet.at und ehrenamtlich in der Evangelischen Jugendarbeit tätig.

fentlicht auf der CD „Klassenfahrt“.

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jg#208 : 2013

Weihnachten neu übersetzt D

ie Kerzen brennen. Die Gans liegt manchen noch schwer

gister] eintragen lassen solle (eingetragen werde)‘.“ „Häh?! Das

im Magen. Das Dunkel draußen wird durch die dichte

versteht ja kein Mensch“ ruft Lara. „Das is’ ja schlimmer als die

Schneedecke abgemildert. Vater Gerhard winkt fordernd in

echte Bibel!“ Sarah lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: „Das

Richtung seines Jüngsten, Paul: „Die Weihnachtsgeschichte!“

ist meine Übersetzung aus dem Griechischen, die muss mög-

Paul steht auf, gar nicht widerwillig. Gerhard, Oma Irmgard und

lichst genau sein. Daraus machen dann andere eine gut lesbare

Mutter Sabine lassen sich zufrieden in ihre Sessel sinken, ge-

Fassung, da können dann alle mitarbeiten. Da steht z.B.: ‚Er [Jo-

spannt auf das Altbekannte.

sef] ging nach Bethlehem in Judäa, die als Stadt König Davids

Paul zieht sein Smartphone aus der Tasche und beginnt zu

bekannt ist, denn Josef stammte aus der Familie Davids. Zusam-

lesen: „Römischer Kaiser will blöde Volkszählung: Alle zur Ge-

men mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete, wollte er

burtsstadt! Josef & Maria (schwanger) nach Bethlehem. 1. Sohn

sich dort registrieren lassen. Doch während sie dort waren, war

geboren in Armut (Krippe).“* Und weiter: „Engel erzählt:

die Zeit für die Geburt ihres Kindes gekommen.‘ Und dann gibt

Christus,der Heiland ist geboren. Hirten eilen zur Krippe,

es bald auch eine Version in extra leichter Sprache, zum Beispiel

finden alles wahr! Verbreiten Botschaft, preisen Gott. Maria glaubt.“*

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m

für dich, Lara!“ Weihnachtsidylle 2.0? Vielleicht mögen einige das Eindringen

Irmgard hatte schon zu Beginn verstört ge-

der Internetkultur in die Weihnachtsstimmung als verstörend

grummelt. „Aber Junge – was soll das denn?“

empfinden. Aber was kann es Besseres geben als eine wieder

fragt sie nun gereizt. Gerhard bleibt humor-

verstörende Weihnachtsbotschaft? Der biblische Gott kommt

voll, wenn auch mit zynischem Unterton:

immer, gerade auch an Weihnachten, verstörend daher. Er wider-

„Im nächsten Jahr dann das Weihnachts-

spricht allen Erwartungen. Die getwitterte Bibel und die „Offene

oratorium in Klingeltönen!“ Nur Sabine

Bibel“ können uns durch ihre unterschiedlichen Ansätze wie-

nimmt Paul in Schutz: „Also ich fand das

der für die ganz einfache, aber ganz verstörende Weihnachts-

nicht schlecht. Die Botschaft von Weihnach-

botschaft öffnen. Sie regen dazu an, nach dem Wesentlichen zu

ten ist doch eigentlich ganz einfach und

fragen. Und dazu, gründliches Nachdenken über Weihnachten

klar! Das Wesentliche von Weihnachten lässt

mit verständlicher Verkündigung zu verbinden – und vor allem:

sich doch auch in 140 Zeichen sagen, wie bei

Selbst mitzumachen beim Übersetzen!

Johannes M. Modeß

einer Twitternachricht. Oder was habt ihr vermisst? Was hat euch gefehlt?“ Die Kerzen brennen auch einige Kilometer weiter. Hier ist die Vorfreude besonders groß. Die Kleinen freuen sich auf ihre große Schwester Sarah. Endlich ist sie wieder einmal zuhause und macht Pause vom Theologiestudium in der großen Stadt. Auch Sarah ist gespannt, sie will heute ihrer Familie ihre eigene Übersetzung der Weihnachtsgeschichte vorstellen. Nach dem Essen führt sie Eltern und Geschwister an den Computer. „Meine Übersetzung steht sogar im Internet“ erklärt sie stolz und tippt ihrer kleinen Schwester Lara auf die Schulter. „Gib mal ein: www.offene-bibel.de! Schaut mal, das habe ich übersetzt, hier: ‚In jenen Tagen erging ein Erlass (Gebot, Verordnung, Befehl, Gesetz, Verfügung) von Kaiser Augustus, dass die ganze Welt sich [in öffentliche Re-

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e-mission

e-mission

Info Das Projekt, die Bibel in Kurznachrichten zu übertragen, stammt vom Portal evangelisch.de und wurde im Umfeld des Bremer Kirchentags 2009 in die Tat umgesetzt. Inzwischen ist die getwitterte Bibel auch als Buch zu haben: „Und Gott chillte. Die Bibel in Kurznachrichten“, edition chrismon, Frankfurt/Main 2009. € 9,90 Das Projekt „Offene Bibel“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Bibel frei zugänglich zu machen. Die drei Übersetzungen – gründliche Studienfassung, alltagstaugliche Lesefassung und Bibel in Leichter Sprache – können unter www.offene-bibel.de mitgestaltet, benutzt und verändert werden.


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Die Konfi-Zeit soll für die Konfis sein! Es war im Jahr 2011, als durch die Initiative des Superintendenten des Burgenlandes, Manfred Koch, eine eigene und damit auch die erste österreichweite (50 Prozent) Konfi-Pfarrstelle eingerichtet wurde. Nach den Vorbildern aus Finnland, Schweden und Deutschland sollten neue Konzepte wie z.B. das Konfi-Camp ausprobiert und für das Burgenland erarbeitet werden. Mit dem Erlebnispädagogen und Pfarrer Stefan Grauwald (Weppersdorf) wurde die Stelle mit jemandem besetzt, der Praxis und Theorie miteinander verbinden kann. Schnell wurde ein diözesanes Team um den Konfi-Pfarrer gebildet, zu dem Seniorin Pfarrerin Evelyn Bürbaumer (Deutsch Kaltenbrunn), Pfarrer Gerhard Harkam (Stadtschlaining) sowie der diözesane Jugendreferent Diakon Oliver Könitz (Rechnitz) gehören. Der erste Erprobungsjahrgang wurde mehr aus der Not des unterbesetzten Mittelburgenlands geboren. Aber hier wurde durch eine umfangreiche Evaluation bei Eltern, Pfarrgemeinden und Konfis, das Fundament und die Richtung ausgelotet. Die simple Formel „Wir machen KonfiArbeit für die Konfis!“ schien gerade im traditionellen Burgenland revolutionär zu sein. So wurde vieles in Frage gestellt, der sonntägliche Muss-Besuch des Gottesdienstes, die Prüfung vor der Konfirmation, ja sogar die Inhalte des Konfirmanden-Unterrichtes wurde ausgiebig überprüft. Ausschlaggebend war hier nicht die Meinung der Erwachsenen, der PresbyterInnen, Eltern oder der Gottesdienstbesucher, sondern die der Konfirmanden selbst. Jetzt im Herbst 2013 begann der dritte Konfi-Jahrgang mit dem Event „i-burg 1.0“. 120 Konfis aus sechs Gemeinden trafen sich verteilt auf fünf Tage auf Burg Finstergrün (www.burg-finstergruen.at) im Lungau. Der wohl größte Unterschied gegenüber herkömmlichen Konfi-Freizeiten war, dass die GemeindepfarrerInnen kaum Vorbereitungszeit gebraucht haben. Sie mussten einfach nur mit ihren Konfis in den bereitgestellten Bus einsteigen und los ging’s. Vor Ort waren durch Pfr. Grauwald und Diakon Könitz sowohl Programm als auch Materialien vorbereitet worden. Ein Team aus diözesanen JugendmitarbeiterInnen machte es sogar möglich, Pfarrgemeindegruppen die wenige bis gar keine MitarbeiterInnen hatten, in Aufsichtspflicht und Betreuung zu unterstützen. Wie viel eine Gruppe von dem angebotenen Programm umsetzen wollte, konnte jede selbst bestimmen. Be-

Church Night 2013 in Oberösterreich In Ried, in Gmunden und im Gemeindeverband Wallern, Eferding, Marchtrenk, Scharten, Thening gab es am Reformationstag Churchnight Veranstaltungen, die von insgesamt 215 Personen begeistert gefeiert wurden. Die Kids-Churchnight unter der Regie von Jugendreferent Sven März in Gmunden lief so ab: 25 Kinder (zwischen 6 und 13 Jahren) 13 MitarbeiterInnen, 2 Super-Köchinnen Programm: Begrüßung, Lieder, Stadtspiel „Findet Junker Jörg“ mit Stationen und der Aufgabe Junker Jörg zu suchen und zu finden, Jause mit Fleischlaberl und Kartoffelsalat und Kaiserschmarrn, kurze Reformationsandacht in der Kirche Zwölf Kinder + vier Mitarbeiter übernachten im Gemeindesaal mit zwei Filmen und vielen Knabbereien + abschließendem Frühstück Werner Graf sonderes Augenmerk wurde dabei auf Arbeit in der eigenen Gemeinde-Gruppe gelegt, da diese Beziehungsarbeit wichtiger ist als jedes bloße „Event“. Doch gab es auch aufsehenerregende Großgruppenaktionen wie das Abseilen von der Burg, Fußballspielen, Disco-Night und den Bau von Gebetsorten. Dieses Aha-Erlebnis „Wir sind viele!“, ist gerade für die Gemeinden und KonfirmandInnen in der Diaspora sehr wichtig und trägt mit dazu bei, ein starkes und selbsbewußtes, evangelisches Profil zu gewinnen. Da KonfirmandInnen-Arbeit die ureigenste Jugendarbeit unser Kirche ist, kann eine solche übergreifende und projektorientierte Arbeit nur mit der Unterstützung des diözesanen Jugendwerkes funktionieren. Als Organisationsplattform bietet es das nötige fachliche Wissen damit Tatkraft, Anträge, Fördermittel dem nicht unerheblichen Budget von über 15.000 Euro zu Gute kommen. So

konnten Zuschüsse in Höhe von über 5000 Euro für das KonfirmandInnen-Projekt „I-Burg 1.0“ lukriert und ausgeschüttet werden. Die Arbeit mit Konfirmandinnen ist uns im Burgenland wertvoll, dies drückt sich auch in der Subventionierung seitens der Superintendentur und der breiten Unterstützung durch die beteiligten Pfarrgemeinden aus. So übernahmen diese meist über 50 Prozent der Kosten für die Teilnehmenden. Ein erstes Resümee zeigt auf, dass die Konfi-Zeit viel zu wichtig und mit einem knappen Dreivierteljahr oft viel zu kurz ist, damit diese einzigartigen Chancen, seinen Glauben zu erleben, Beziehungen wachsen zu lassen und Gemeinschaft zu genießen, möglich werden. Durch die Vernetzung der Pfarrgemeinden und Unterstützung auf diözesaner Ebene, wird in Zukunft gewiss vieles einfacher und machbarer werden. Oliver Könitz

rewind

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jg#208 : 2013

Nähe zulassen Grazer Vinzi-Pfarrer besucht Evangelische Jugend

Advent im Kindergottesdienst Nachschau KiGo-Tagung 2013 Unter dem Motto „Neues zur Advent- und Weihnachtszeit“ trafen sich rund 90 MitarbeiterInnen der Evangelischen Jugend Österreich, die im Kindergottesdienstbereich, im Religionsunterricht, oder in anderen Bereichen mit Kindern arbeiten. Reinhard Horn, Kinderliedermacher aus Lippstadt, war zum zweiten Mal Gast auf der Kindergottesdiensttagung der EJÖ. Nach dem Friedenskreuz, das er 2007 in Matrei, Tirol, zusammen mit Uli Walter vorstellte, ging es bei dieser Tagung ganz um neue Lieder und Krippenspiele. Das JuFa in Bad Aussee war ein Wochenende lang voller Gesang. Mit Geigen, Flöten, Saxofon, Gitarren, Oboe und Trommeln wurden die Stimmbänder unterstützt bei der Einstudierung des Krippenspiels „Mitten in der Nacht“, ein 20-minütiges Minimusical, dass in jede Christvesper passt. Die Kinder in der Kinderbetreuung übten die szenischen Darstellungen ein und spielten uns das Musical Samstagabend nach dem Abendessen vor – leider fehlten uns einigen der jungen Schauspieler durch die späte Stunde. Der Dank fürs Einstudieren und Mitmachen gilt aber jedem Einzelnen der 25 Kinder, die auf der Tagung dabei waren! Wer Lieder von Reinhard Horn kennt weiß, dass sie sofort ins Ohr gehen und so schnell gut mitzusingen sind. Da die Lieder auch auf CD eingespielt zu erwerben sind, können auch Leute, wie die Schreiberin dieses Berichts hier, sie leicht in Kindergottesdienst u.Ä. einsetzten – keine Gitarrenkenntnisse erforderlich! Die Ideenbörse gab beim Basteln von Tonfiguren, Bienenwachsanhängern, Fen­ stersternen, etc. Chance neue Bastelmöglichkeiten ausprobieren.

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rewind

Neben dem Singen, stand aber auch gemeinsamer Austausch auf dem Programm. Abends nach Programmende beim gemütlichen Beisammensein bei der schon obligatorischen „Gridls-Bar“ und in den Pausen bot sich die Möglichkeit, mit bekannten und noch unbekannten Gesichtern Erfahrungen auszutauschen und zu berichten, Ideen zu schmieden und einfach nur Zeit zu verbringen. So wie jedes Jahr ging die Tagung mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntagvormittag zu Ende. Heuer wurde eine Kollekte eingehoben, die der Gemeinde in Jerusalem zugutekommen wird. Reinhard Horn verabschiedeten sich, zusammen mit seiner Frau Ute, bei den TagungsteilnehmerInnen mit einem gro-

ßen Dankeschön. Einem Dankeschön für die tägliche Begleitung von Kindern auf dem Weg „zu Ihren eigenen Sternen“. Und dieser Dank sei an dieser Stelle weitergegeben an alle Mitarbeiter in den Gemeinden in ganz Österreich! Der Arbeitskreis Kindergottesdienst dankt für eine tolle Tagung, für das Mitmachen und Mitsingen und freut sich auf ein Wiedersehen im Zillertal von 24. bis 26. Oktober 2014 mit Jochem Westhoff!

Unter dem Motto „Nächstenliebe outgesourced?“ fand die diesjährige EJ-Tagung vom 8. bis 10. November im Luise-Wehrenfennig-Haus in Bad Goisern statt. Rund 35 Haupt- Neben- und Ehrenamtliche MitarbeiterInnen aus allen Bundesländern setzten sich damit auseinander, wie man notleidenden Menschen begegnen kann. Eine der zentralen Kernbotschaften: „Nähe zulassen“. Der Grazer Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher ermutigte dazu, die Distanziertheit zu überwinden, wie zum Beispiel, dass man einem Obdachlosen die Hand gibt. Der Bibeltext, dem das Motto der Tagung zugrunde lag, steht in Matthäus 25,40: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern (und Schwestern), das habt ihr mir getan.“ Der Diakonie-Pfarrer Herbert Rolle hob dabei hervor, dass Aufforderung von Jesus, Gott zu lieben und seinen „Nächsten“ zu lieben nicht voneinander trennbar sind. Wie der Einsatz für Menschen in Not aussehen kann, berichteten die MitarbeiterInnen Mitarbeiterinnen der Initiativen „Herzwerk“ und „GO Salzburg“. Bei einem weiteren Programmpunkt entwickelten die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen unterschiedliche Konzepte in Bezug auf diakonisches Handeln für die Kirchengemeinde und die Kinderund Jugendarbeit entwickelt wurden. Bei einer fiktiven Gemeindeversammlung wurden die verschiedenen Konzepte zum Teil heftig diskutiert. Höhepunkt und Abschluss der EJ-Tagung bildete der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Evangelischen Kirche in Bad Goisern. Der Gottesdienst wurde von den Teilnehmenden der EJ-Tagung gestaltet und zusammen mit der Kirchengemeinde von Bad Goisern gefeiert. In ihrer Predigt hob die Diözesanjugendreferentin Kirsten Kemmerer hervor, dass Gott uns als Christen und Kirchengemeinde gemeinsam die Verantwortung gibt, diakonisch zu handeln. Clemens Kolb


jg#208 : 2013

>tipps & tricks

ziehen Schuhkartons als Schneeschuhe an die Füße.

Jungschar

Jeweils ein Mitspielender der Gruppe läuft auf Kommando zur Pyramide, umrundet sie und läuft wieder zurück. Dann der Nächste. Welche Gruppe hat zuerst die Pyramiden umrundet?

z u m

Spiele im Schnee – Schneespiele für viel oder für wenig Schnee

Schneemurmelbahn

Ganz in weiß

Ein Schneehaufen wird aufgeschüttet. Mit einem

Material: weiße Gegenstände, z.B. weißes Papier,

Stock wird eine Murmelbahn mit Tunnel – und even-

weiße Plastiksackerl, Toilettenpapier, weiße Papier-

tuell am Ende mit Schanze – gebaut.

schiffchen, Tischtennisbälle, weiße Luftballons Die Mitspielenden werden in zwei gleich große Grup-

Schneefiguren

pen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt die gleiche

Nicht nur ein Schneemann – Schneefiguren: Zu

Anzahl weißer Gegenstände und soll diese in einem

zweit oder alleine werden Schneefiguren gebaut.

abgegrenzten Gelände verstecken. Nachdem alle Gegenstände versteckt wurden, tauschen die Grup-

Volltreffer

pen das Gebiet und suchen die Gegenstände der je-

Wer schießt dem Schneemann den Hut vom

weils anderen Gruppe.

Kopf? Wer schießt dem Schneemann die Do-

Schneekegeln

sen von den Händen?

Material: Plastikflaschen

Schneeform

Es werden unterhalb eines Abhangs Gegenstände auf-

Verschiedene Gegenstände werden mit ei-

gestellt, die mit einem Schneeball entweder umgerollt

nem dicken Schneeüberzug versehen. Wer

oder abgeworfen werden müssen. Wer wirft die meis-

errät die Figuren (Flasche, Ball, Schuhkarton,

ten um?

Schuh, Mütze…)?

Turmbau zu Schneebel

Schneeschießen

Wer schafft es, den höchsten Turm aus Schneebällen

Ein Schneeball wird in die Luft geworfen, die ande-

zu bauen? (Zeitbegrenzung)

ren versuchen, ihn in der Luft mit ihren Schneebällen

Schneeballpyramide 1 Wer bzw. welche Gruppe baut die höchste Pyramide

H e r a u s t r e n n e n

Folge::44

zu treffen. Variante: Zwei werfen gleichzeitig Schneebälle, die sich in der Luft treffen sollen.

in drei Minuten.

Schneepiraten

Schneeballpyramide 2

versuchen sie, die anderen abzuwerfen. Wer getrof-

Einer oder zwei sind Schneepiraten. Mit Schneebällen

Material: Zwei Schneeball-Pyramiden, zwei Grup-

fen wird, bleibt erstarrt stehen. Wenn zwei Mitspie-

pen, vier Schuhkartons

lende gleichzeitig beide Hände des Erstarrten berüh-

In einiger Entfernung zu den Pyramiden wird eine

ren, kann er erlöst werden.

Startlinie gezogen. Zwei Mitspielende jeder Gruppe

tipps & tricks

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jg#208 : 2013

ej salzburg-tirol > Schneebalance

Zwei Mitspielende müssen mit einem Schneeball auf dem Kopf und in jeder Hand eine bestimmte Strecke zurücklegen.

Schneefresser Schneeballwerfen durch den „Mund“ eines „Pappmanns“.

Schneewerfen In den Schnee eine Zielscheibe „Malen“: In der Mitte ein Loch (100 Punkte, der innere Kreis 50 Punkte, der äußere 25 Punkte.) Variation 1: werfen mit geschlossenen Augen Variaton 2: einer versucht, mit einer Haube oder mit einem Schuhkarton die Schneebälle aufzufangen.

Spurensuche Zwei Gruppen: die eine dreht sich um, die andere läuft über ein unberührtes Schneefeld. Nun muss die jeweils andere Gruppe raten, zu wem welche Spur gehört.

Kinder Silvesterbräuche und -spiele

Werner Graf

Alternativen allerdings viel Arbeit. Oder ihr bestellt Pizza. Am besten verschiedene Sorten, von denen jede/r ein Stück probieren darf. Zum Trinken gibt’s dazu Kindersekt: 125 ml Orangensaft, 125 ml Ananassaft, Zitronenlimonade. Säfte mischen und mit Zit-

Für einen kurzweiligen Kindernachmittag zu Silvester.

ronenlimonade auffüllen.

Silvesterlauf

Silvesterspiele Frohes Neues Jahr wünschen

Immer mehr Menschen verabschieden das Jahr auf Silvesterläufen. Ihr müsst ja nicht

Früher gingen Kinder zu Nachbarn und Verwand-

gleich 15 Kilometer laufen, aber wie wäre

ten und wünschten Ihnen ein gutes Neues Jahr. Sie

es mit einem langen Spaziergang durch den

sagten ein Gedicht auf und bekamen als Dankeschön

Wald. Die Ruhe und die gute Luft entspannen

ein Geldstück oder Süßigkeiten. Geht doch auch in der

die Kinder. Oder ihr nehmt tatsächlich in einem Team

Nachbarschaft des Gemeindezentrums von Tür zu Tür.

an einem der zahlreichen Silvesterläufen teil.

Dadurch wird dieser nette Brauch wieder belebt.

Kirche/Gemeindezentrum schmücken

Ein Neujahrsgedicht:

Schmückt gemeinsam mit den Kindern einzelne Räumlichkeiten

Gesundheit, Frohsinn, Gottes Segen,

vielleicht sogar die Kirche. Luftschlangen und Luftballons zau-

begleite euch auf allen Wegen.

bern zwar eine tolle Partyatmosphäre, sind aber vielleicht in der

Dies Wünschlein bring ich euch dar,

Kirche nicht erwünscht. Checkt die Möglichkeiten daher vorher

zum lieben, frohen Neuen Jahr.

mit euer Pfarrerin/eurem Pfarrer ab. Vielleicht basteln ihr mit den Kindern noch einige christliche „Glücksbringer“ (Kreuze, Engeln,

Bleigießen

Fischsymbole, Kleeblätter) die dann am Altjahresabendsgottes-

Eignet sich nur für größere Kinder (Verbrennungen!). Da Blei giftig

dienst an die BesucherInnen ausgeteilt werden.

ist, greift lieber zu Figuren aus Zinn. Die Form wird über einer Kerze geschmolzen. Diesen Sud in eine Schüssel mit Wasser kippen.

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Essen und Trinken

Jetzt versuchen alle, etwas in diesem bizarren Gebilde zu er-

Bewährt hat sich auch immer ein gemeinsames ungezwungenes

kennen. Schreibt viele unterschiedliche Deutungen auf. Alterna-

Essen bei Fondue oder Raclette. Bei kleinen Kindern empfiehlt sich

tiv könnt ihr einen Schatten des Gebildes an die Wand werfen

Raclette. Für die vorbereitenden MitarbeiterInnen bedeuten beide

und die Abgebildete Form interpretieren.

ej salzburg-tirol tipps & tricks


jg#208 : 2013

ej salzburg-tirol > Silvesterspiele machen Spaß

ten zusammenbindet. Je ein Kind zieht an den Enden bis das Pa-

Macht aus dem Silvesterabend einen Spieleabend. Besonders

pier reißt und der Inhalt herausfällt. Wer das das größere Ende

geeignet sind traditionelle Familienspiele wie “Mensch-ärgere-

nachher in der Hand hält bekommt den Inhalt.

dich-nicht“ oder „Monopoly“.

Nach dem Spiel könnt ihr einen angeregten Tauschhandel anregen.

Knallbonbons basteln Ihr braucht nur leere Toilettenpapierrollen und ein paar Süßig-

Viel Spaß und einen gute Rutsch!

keiten, vielleicht kleines Spielzeug. Gebt die Füllung in die Rollen und wickelt diese in buntes Krepppapier, das ihr an beiden Sei-

kochen-reisen-reden-beten Weihnachten mit Checkpoint: Die bunte Nacht in Bethlehem



Angelika Semter (Spielpädagogin)

Doch zu Weihnachten ist die Stimmung rund um die Kirche gut. Das Weihnachtsfest hier ähnelt eher unserem Fasching als unserer Christnacht. Von Stille ist hier keine Spur, stattdessen sind überall Dudelsäcke und Trommeln in großen Paraden zu hören. Natürlich ist die Stadt zu Weihnachten auch eine Touristenattraktion,

„Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Naza-

sodass sich der freudige Lärm mit Stimmen aus den verschie-

reth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethle-

densten Sprachen mischt. Im letzten Jahr etwa waren zu Weih-

hem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war“. So

nachten etwa 15.000 Menschen zu Besuch – zum Vergleich:

berichtet es der Evangelist Lukas und verlegt damit die Geburt

Bethlehem hat heute etwa 22.000 Einwohner.

Jesu in den kleinen Ort, nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt. Dass Jesus historisch gesehen wahrscheinlich in Naza-

Darunter sind natürlich auch evangelische Christinnen und Christen.

reth geboren ist, wusste wohl auch Lukas. Aber weil der Prophet

Menschen lutherischen Glaubens können Weihnachten etwa in

Micha den Messias aus Bethlehem angekündigt hatte, musste

der Evangelisch-Lutherischen Weihnachtskirchengemeinde feiern,

Jesus hier auf die Welt kommen: „Und du, Bethlehem Efrata, die

die Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und

du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kom-

dem Heiligen Land (ELCJHL) ist. Hier finden Gottesdienste in ara-

men, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von

bischer Sprache statt, englische Liedblätter sind eine Verständ-

Ewigkeit her gewesen ist“ (Micha 5,1).

nishilfe für Touristen. Ein besonderes Angebot bietet auch die „Evangelische Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem“ an.

So ist also Bethlehem die Stadt, die zu Weihnachten im Zentrum

Nach der Christvesper lädt die Gemeinde zu einer wirklich weih-

steht. In unseren Gottesdiensten und Krippenspielen hier in Ös-

nachtlichen Wanderung ein. „Wir folgen dem Stern nach Bethle-

terreich und wohl überall sonst auf der Welt. Grund genug, ein-

hem“, so lautet das Motto der etwa dreistündigen Wanderung

mal zu schauen, wie es denn in Bethlehem selbst zu Weihnach-

von der Jerusalemer Erlöserkirche bis nach Bethlehem. Auch

ten aussieht.

heuer wird es diese Wanderung geben. Pfarrer Michael Wohlrab schwärmt von der besonderen Atmosphäre: „Unser Gottesdienst

Wer sich auf die Spurensuche begibt, muss allerdings von Je-

beginnt um 22:30 Uhr, so dass wir etwa gegen Mitternacht in

rusalem kommend zunächst die bis zu acht Meter hohe Mauer

der Altstadt Jerusalems aufbrechen. Etwa gegen 3:00 Uhr errei-

passieren, die Israel von den palästinensischen Gebieten im

chen wir die Geburtsbasilika in Bethlehem, wo wir dann noch

Westjordanland trennt, zu denen Bethlehem zählt.

eine Andacht feiern. Es nehmen jedes Jahr zwischen 80 und 100

Die größte Spur von Weihnachten ist hier ganzjährig zu besichti-

eindrücklicher Weg, der zwar für lange Strecken an der Haupt-

Menschen an dieser Wanderung teil und es ist immer wieder ein gen, die Geburtskirche. Sie steht an jenem Ort, wo man die Ge-

straße entlang führt und vom Hupen der Autos begleitet wird,

burt Jesu lokalisierte – der Altar steht direkt über der vermuteten

aber eben so auch deutlich macht, dass die heilige Nacht mitten

Geburtsgrotte. Seit dem vergangenen Jahr zählt die Kirche so-

in unsere Welt gehört – mit all ihren Unfertigkeiten. Der Check-

gar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Grund dafür ist allerdings

point, den wir in der Nacht überqueren, gehört sicher auch dazu.“

ein trauriger: Schon lange wurden keine tiefgreifenden Baumaßnahmen an der Kirche mehr durchgeführt, was auch damit zu

Eines ist also klar: Still ist sie nicht, die Heilige Nacht in Bethle-

tun hat, dass die Kirche zwischen verschiedenen zerstrittenen

hem. Aber bunt. Und ein einmaliges Erlebnis an dem Ort, der

Konfessionen aufgeteilt ist.

auch bei uns jetzt bald wieder im Zentrum steht.

Johannes Modeß

ej tipps salzburg-tirol & tricks

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jg#208 : 2013

„Alle Jahre wieder…“ Warum gerade zur Weihnachtszeit singende Kinder die Massen bewegen. Erfahrungen eines Kantors.

M

a, is des liab“: Die alte Dame war sichtlich gerührt und hingerissen, als der Kinderchor voller Inbrunst Ihr Kin-

Kind hat seinen persönlichen Favoriten, seinen eigenen Weih-

derlein, kommet gesungen hat. So wie ihr scheint es einem

nachtshit. Das kann „Als ich bei meinen Schafen wacht“ ebenso

Großteil der Bevölkerung zu gehen. Gerade zur Advents- und

sein wie „Stern über Bethlehem“. Erfahrungsgemäß finden Kin-

Weihnachtszeit bewegen Kinderherzen, und dann auch noch

der all die Lieder toll, die man ihnen mit Liebe und eigener Be-

singend, die Massen. Ob alt, ob jung, alle lassen sich einfangen

geisterung nahe bringt. Wenn man ihnen zeigt, wie wunderbar

von diesem besonderen Charme.

die ein oder andere musikalische Wendung ist oder wie toll ein

Woran liegt es? Da gibt es, denke ich, viele

bestimmter Liedtext ist, sind sie leicht Feuer

Gründe: Kinder an sich rühren die –

und Flamme. Und dann singen sie mit großer

meisten – Menschen. Zudem lösen

Freude „Macht hoch, die Tür“ ebenso wie „In

von Kindern gesungene Weih-

der Weihnachtsbäckerei“ (ja, auch das ist ein

nachtslieder auch Erinnerun-

>ss &

prima Lied!)

gen aus, nämlich an die ei-

Es lohnt sich übrigens, beim Einstudieren

gene Kindheit und alles,

der Lieder Zeit in das Verständnis der Texte

was damit verbunden ist.

zu investieren. Nicht jedes Wort, nicht jede

Und in der Retrospek-

Textzeile ist Kindern verständlich (was ja

tive wird der Mensch halt des Öfteren leicht

mit ein Grund dafür ist, das Kinder manchThomas Wrenger

sentimental, verklärt das Gewesene. Besonders an Weihnachten.

mal die herrlichsten Wortverdreher singen: „Kehrt mit seiner Säge (Segen!) ein in jedes Haus“ oder“ Zu dem die Könige kamen geritten, Gold, Weihrauch, Möhren (Myrrhe!),

Das ist erst einmal nichts Schlimmes, im

brachten sie mitten“). Und sie sollen schon wissen, was sie da

Gegenteil. Zumal es den Kindern selbst ja

singen. Zumal man dabei mit ihnen toll über die Weihnachtsbot-

auch Spaß macht. Kinder singen gern, und an

schaft mit allem drum herum reden kann. Ernsthaft theologisch,

Weihnachten sind sie erfahrungsgemäß beson-

quasi. Kann Missverständliches beseitigen und klärend wirken.

ders motiviert. Das schlägt sich dann in der Viel-

Kindern sind oft die scheinbar einfachsten Wörter nicht geläu-

zahl an Konzerten, Krippenspielen mit Musik etc

fig und verständlich! Und sollte sich dennoch, trotz allen Bemü-

nieder, die in Schulen, Kindergärten oder Pfarrgemein-

hens um das richtige Wort, ein Verständigungsproblem einstel-

den landauf-landab dargeboten werden. Jedoch: Auch in

len, dann ist das halt so. Beziehungsweise einfach nur komisch.

der kommerzialisierten Welt weiß man um die Wirkung von

Den Vogel abgeschossen hat vor Jahren ein Kind mit folgender,

Kindern, die Weihnachtslieder singen. Gerne werden wir als Ge-

ernsthaft vorgetragener Variante zu „Ihr Kinderlein, kommet“:

meindekinderchor beispielsweise von großen Einkaufszentren

Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh. Maria und

gefragt, ob wir nicht an einem Nachmittag im Advent zwischen

Josef beraten es froh. Die reinlichen Hirten knien betend davor.

Kosmetikladen und Schuhgeschäft eine Stunde Weihnachtslie-

Hoch oben schwebt Josef den Engeln was vor…

der singen. Da ich aber Kinder aus rein kommerziellen Gründen

Großartig. Das opus summum aller Missverständnisse.

nicht instrumentalisieren möchte, lehne ich, meist zum Erstau-

In diesem Sinne: Sangesfrohe Weihnachten!

nen der Veranstalter, ab. Gehe stattdessen lieber in ein Pflegeheim und singe dort. Alte, vertraute Weisen ebenso wie neue,

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moderne Lieder. Von beiden gibt es gut und reichlich, und jedes

sites & seiten

Mag. Thomas Wrenger, Kirchenmusiker der Grazer Heilandskirche und steirischer Diözesankantor,von 2003 bis Anfang 2013 Jugendreferent der Steiermark mit dem Schwerpunkt „Musizieren mit Kindern und Jugendlichen“.


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ej burg finstergrün > Des Finsterlings Stricherllisten In der Saison Mai-September 2013 hat der Finsterling auf Burg Finstergrün genau 2852 Gäste gezählt, die auch wirklich auf seiner Burg übernachtet haben. Dabei ist ihm aufgefallen, dass fast die Hälfte davon SchülerInnen waren – was ihn natürlich besonders freut, weil SchülerInnen genau so wissbegierig und neugierig sind wie er. Außerdem war er immer ganz stolz darauf, dass diese jungen Menschen dann einmal seine evangelische Burg zu Gesicht bekommen haben und daheim viel Gutes über sie erzählt haben. Weil der Finsterling sehr genau Buch führt, kann er auch die genaue Anzahl der KonfirmandInnen (160), der Kinder, die singend mit einem Chor auf der Burg waren (69) ja sogar der Pilger (8) nennen. Dazu kamen noch unzählige Tagesgäste und Individualtouristen, Familien und Hochzeitsgäste, Biker und Wanderer, Waldseilgartengeher und Kaffeetrinker. 4418 staunende Augen strahlten bei Führungen durch seinen Rittersaal (wobei der Finsterling etwas neidisch ist, weil er selbst ja nur mehr ein Auge hat). Sechs Menschen haben sich hier das Ja-Wort gegeben (wobei der Finsterling hier wieder ein wenig dankbar ist, dass er vor Rührung nur ein feuchtes Auge bekommt). 5200 Kilogramm Essen wurden in der Küche verkocht und 3450 Klorollen wurden … nun ja … ihrem Zweck zugeführt (wobei der Finsterling da nicht so genau hingeschaut hat). Und jetzt kann die ruhige Zeit des Winters ruhig kommen – denn etwa 34.000 Euro wurden in Sanierungsmaßnahmen und Verbesserungen investiert. Da läßt es sich gut leben. Nicht nur – aber auch – für den Finsterling.

Saisonrückblick 2013 …auf das Erlebnispädagogische Programm der Burg Finstergrün Gerade noch, so scheint es, wurden die Burgtore im Frühling geöffnet und schon ist eine weitere bewegte und erlebnisreiche Saison auf der Burg Finstergrün vorbei. Viele Kinder und Gäste nutzten auch heuer wieder das erlebnispädagogische Angebot der Burg. Egal ob Klettergarten, Sommercamps oder Mehrtagesprogramme für Schulklassen, alles fand auch diese Saison wieder freudigen Anklang. Diese Saison überzeugte das erlebnispädagogische Team der Burg Finstergrün mit Flexibilität in der Organisation und Durchführung der mehrtägigen Programme für Schulklassen. Heuer neu wurde zum ersten Mal ein 3-Tagesprogramm für ältere Kinder (ab Schulstufe 6) angeboten. Unter dem Namen „Ein Ritter kommt selten allein“ wird auf die sozialen Strukturen einer Gruppe eingegangen und diese im Zuge zahlreicher erlebnispädagogischer Übungen gefestigt und verbessert. Ebenfalls als Pilotprojekt startete ein 5-Tagesprogramm für jüngere Kinder (bereits aber der 1. Schulstufe), welches mit sehr positivem Feedback bewertet wurde. Neben den neuen erlebnispädagogischen Angeboten bewegte diese Saison auch wieder das meistgebuchte Programm „Einer für alle, alle für einen“ viele Schulklassen zu einer Buchung und einem Aufenthalt auf der Burg Finstergrün.

Die zwei Sommercamps der Burg Finstergrün standen dieses Jahr ebenso unter einem erlebnispädagogischen Stern. Geplant und durchgeführt wurden diese von zwei ausgebildeten Erlebnispädagogen und einem sehr motiviertem Team an freiwilligen Mitarbeitern. Auf das Motto „4 Elemente“ wurde an verschiedenen Tagen eingegangen. Egal, ob es ein Besuch im Schwimmbad, ein Tag im Wald oder in der luftigen Höhe des Klettergartens war, die Kinder waren immer begeistert bei der Sache. Ein gemütlicher Ausklang am Lagerfeuer wurde genauso gern von den Kindern angenommen wie ein Abend im burgeigenen „Open Air Kino“, oder eine klassische Partie „Werwolf“ vor dem Schlafengehen. Die Reflexion über das Sommercamp er-

folgte in einer Andacht unter freiem Himmel. Das durchgehend positive Feedback der Teilnehmer über das Sommercamp bestätigte dem Team, dass sich das Vorbereiten und Durchführen der Sommerfreizeiten auf jeden Fall gelohnt haben. Die vergangene Saison ermöglichte dem erlebnispädagogischen Team wieder viele neue, spannende und abwechslungsreiche Erfahrungen. Wir freuen uns schon nächstes Jahr wieder mit viel Energie durchzustarten und zahlreiche Kinder auf der Burg Finstergrün willkommen heißen zu dürfen, sowie neue erlebnispädagogische Inhalte präsentieren zu können. Jetzt aber schicken wir die Burg Finstergrün in ihren wohl verdienten Winterschlaf. Das erlebnispädagogische Team der Burg Finstergrün. fil.-mag. Marianne Doubrawa, BEd

ej burg finstergrün hot‘n fresh

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ej h.b. > EJ H.B. in Linz

Kleiner Mann ganz groß Was kleine Leute stark macht Mitte September waren erfreulich viele Kinder mit ihren Familien der Einladung des Kindergottesdienstteams gefolgt und feierten diesen besonderen Gottesdienst miteinander. Pfarrerin Eva-Maria Franke brachte in ihrer Predigt den Heidelberger Katechismus mit der Geschichte des kleinen Zöllner Zachäus in Verbindung. Der Heidelberger Katechismus ist der am weitesten verbreitete Katechismus der reformierten Kirche. Er wurde auf Initiative des Kurfürsten Friedrich III. von Zacharias Ursinus erstellt und im Jahr 1563 in Heidelberg unter dem Titel „Catechismus oder christlicher Vnderricht, wie der in Kirchen vnd Schulen der Churfürstlichen Pfaltz getrieben wirdt“ herausgegeben. Der Katechismus ist zugleich Unterrichtsbuch für Kirche und Schule, Bekenntnisschrift, Trost- und Gebetbuch. Im 450. Jahr seines Erscheinens stand er wiederholt im Mittelpunkt der Gottesdienste. So auch beim diesjährigen Kindergottesdienstsonntag in unserer Gemeinde. Der Heidelberger Katechismus ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil trägt die Überschrift: Von des Menschen Elend. Elend sind Angst, Krankheit, Einsamkeit, Trauer, Armut und viele kleine Sorgen, die uns das Leben schwer machen. Elend wiegt schwer – wie Steine, die als Zeichen auf den Altar gelegt wurden. Das Elend des Zachäus ist, dass er keine Freunde hat, ein Betrüger ist und dazu noch ziemlich klein ist, weshalb ihn die Menschen nicht mögen und über ihn lachen. Der zweite Teil des Heidelberger Katechismus handelt von der Erlösung des

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hot‘n ej h.b. fresh

Menschen und meint damit, dass wir wieder Mut bekommen, gesund werden, Freunde finden und Hoffnung haben, das tägliche Brot zum Leben bekommen. Erlösung ist wie das Licht der Kerzen, die vor den Steinen aufgestellt wurden. Gott will uns erlösen und zeigt uns einen Weg, wie wir leben können. Zu unserer Erlösung hat er uns Jesus Christus geschickt. Die Erlösung Zachäus geschieht durch die Freundschaft mit Jesus, der in sein Haus geht und mit ihm isst und trinkt und ihn nicht verachtet wie die anderen Leute. Im dritten Teil des Heidelberger Katechismus gibt Ursinus Antworten zum Thema Dankbarkeit. Dankbarkeit kann sich ausdrücken in Nächstenliebe, indem wir teilen mit unseren Menschen, beten, trösten, Mut machen. In unserem Gottesdienst wurde sie symbolisch dargestellt durch Blumen. Die Dankbarkeit des Zachäus zeigt sich darin, dass er die Hälfte seines Besitzes den Armen gibt und den Menschen, denen er zu Unrecht zu viel Geld genommen hat das Geld in vierfacher Menge zurückgibt. Er gibt mehr als er genommen hat. Durch die Begegnung mit Jesus hat sich sein Leben verändert. Zachäus ist nicht mehr traurig und einsam, sondern er ist glücklich und hat Freunde. Und was Zachäus stark gemacht hat, kann auch uns stark machen… Jedes Kind bekam ein kleines Büchlein mit der Bibelgeschichte vom kleinen Zachäus (Lukas 19) als Ermutigung und Erinnerung an diesen Kindergottesdienstsonntag geschenkt.  Sabine Streitz

In der Gemeinde Linz HB hat die Jugendarbeit einen sehr großen Stellenwert. Beispielsweise fanden in vier Jahren in Folge mit Begeisterung besuchte, von der Jugend professionell organisierte, Gemeindebälle statt. Zu Mottos wie „Gestrandet – kein Weg zurück?“, „Walk of Fame“ oder „Asian Night“ wurde von Alt und Jung das Tanzbein geschwungen. Aufwendige Einlagen wurden von den Jugendlichen in stundenlanger Arbeit einstudiert, der Gemeindesaal kreativ dekoriert und Preise für die Tombola gesammelt. Der jährliche Gastauftritt der Seniorentanzgruppe unserer Gemeinde verursachte stets einen tosenden Applaus und viele glückliche und stolze Gesichter. Teile der Einnahmen gingen neben einem, von der Gemeinde seit Jahren unterstützten Projekt in Guatemala auch an die Jugendlichen selbst. So konnten jährliche Ausflüge nach Italien, Spanien oder Prag finanziert werden. Heuer allerdings zauberte der Jugendclub stattdessen bei einem Sommerfest Grillspezialitäten jedes Kontinents auf die Teller der hungrigen Besucher. Am Abend des 3. Adventssonntag gibt es immer den „Punschabend“: Der Gottesdienst beginnt an diesem Tag nachmittags um 16:00. Im Anschluss entsteht dann, dank der Jugend, ein munteres weihnachtliches Zusammensitzen bei selbstgemachtem Punsch und Raclettebroten. Auch dieses Jahr werden wieder einige unserer jungen Gemeindemitglieder konfirmiert. Für sie hat ein spannendes Jahr mit Konfi-Unterricht, zwei Freizeiten im Herbst und Frühling, neuen Freundschaften und dem Mitwirken an verschiedenen Gemeindeaktivitäten begonnen. Der eine oder andere von ihnen wird wohl seine ersten Tanzerfahrungen im Seniorentanzclub machen oder den ersten selbst gebackenen Kuchen zum Kirchencafé mitbringen. Der Kirchencafé ist eine weitere Besonderheit unserer Gemeinde. An jedem ersten Sonntag im Monat sind die Gottesdienstbesucher eingeladen, nicht sofort nach Hause zu gehen sonder im Anschluss noch bei Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal ein wenig zu plaudern und den Sonntag zu genießen. 

Victoria Benz


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ej salzburg-tirol > news

… der ejst Der DJR (Diözesane Jugendrat) traf sich Anfang Oktober und hat u.a. folgenden Beschluss gefasst: nn Den Gemeinden wird die Einführung einer „Vereinbarung über ehrenamtliche Mitarbeit“ empfohlen. Dieses steht zum download auf der homepage www.ejst.at bereit. nn Die Kinderschutzrichtlinie (KSR) der EJÖ wurde diskutiert und findet breite Unterstützung. In den Gemeinden soll in den nächsten Monaten Bewusstseinsbildung betrieben werden. Die KSR findet sich auf der homepage der EJÖ www.ejoe.at unter „Kinderschutz“ zum download.

nn Der Konfitag 2014 wird am 2. März unter dem Motto „Echt ich. Voll wir.“ in Wörgl stattfinden. Erstmals werden auch Teilnehmende aus Südtirol erwartet. nn In einer TeilnehmerInnen- und MitarbeiterInnenbefragung wurde das Motto für j-motion 2014 festgelegt: „begeistert“ wird es vom 27. bis 29.06.2014 in Salzburg zur Sache gehen.

Salzburg nn Der Vorstand des Salzburger Landes­ jugendbeirates (SLJBR) hat im Oktober seine Schwerpunktthemen für die nächsten zwei Jahre vorgestellt. Geplant ist unter anderem eine Zertifizierung der Arbeit ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, am Beispiel Tirols (s.u.).

Tirol nn In Tirol werden bereits seit zwei Jahren ehrenamtliche MitarbeiterInnen in zwei Kategorien ausgezeichnet: „Frei. willig“ und „Glanzleistung“. Auch heuer sind wieder MitarbeiterInnen der ejst nominiert. Sie werden in der nächsten Ausgabe vorgestellt.

die Seiten der EJ Salzburg-Tirol werden gefördert durch:

ein- und ausblick

Fortbildung mit Stephan Sigg zu „Jugendgottesdienst“ In der Seminarreihe MA UP DATE wird vom 28. bis 29. März 2014 der Theologe und Autor Stephan Sigg in Innsbruck zu Gast sein. (weitere Infos auf Seite 26 oder unter www.ejst.at)

Rückblick zum Reformationsfest Die gute Nachricht für alle Circa 60 Kinder und 20 Mitarbeitende beider Innsbrucker Kirchengemeinden entdeckten beim zweiten Kinderreformationsfest den Stellenwert der Bibel ganz neu: Anspiele, Lieder, Workshops, eine Jause und ein Familiengottesdienst trugen dazu bei. Churchnight im Nördlichen Flachgau 95 Kinder warn‘s nicht und auch nicht 95 Stationen. Dennoch: diejenigen, welche sich nach Neumarkt am Wallersee aufgemacht haben, waren mit Eifer bei der Sache und konnten Luther und seine Zeit mit allen Sinnen kennenlernen und erfahren. Lutherrose mit Zuckerfarbe auf Reiswaffeln malen, Rätsel lösen, etwas verbrennen, Luther (in Form eines Zuckerls) suchen, Burgen bauen, Musik hören, mit Knetmasse gestalten, herausfinden wer Zwingli war – um nur einige der rund 20 Möglichkeiten zu nennen. In der Abschlussandacht drückten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus, was für Luther galt und wie es für uns heute gilt: Es gibt viel Beängstigendes in unserer Zeit. Doch vor Gott brauchen wir uns nicht zu fürchten und mit ihm und dem Geschenk seiner Liebe durchdringt das Licht das Dunkel. Im anschließenden Gottesdienst wurden die neuen KonfirmandInnen vorgestellt.  (Doris Hofstötter; Gemeindepäd.) Die Veranstaltung fand im Rahmen der sog. „Churchnight“ statt, die heuer erstmals auch von der EJÖ unterstützt wurde: www.churchnight.de

angesagt

Wenn nicht wir Seit Monaten geistern Zeilen aus einem Lied von Mischa Marin durch meine Ohren*. Und in Zeiten der NSA-Affären und Flüchtlingsdramen ist es so aktuell wie in den angeblichen Wirtschaftskrisen dieser Welt. Im Alltag auch: Wer hört endlich damit auf, nicht anzufangen und wer fängt an damit, sein Herz zu investiern? Wer tauscht den kalten Krieg um Geld in unsern Köpfen gegen Mitgefühl und gegen Phantasie? Wenn nicht wir / wir Wer kann Liebe in die Waagschalen legen gegen Macht und Korruption und Kapital? Wenn die Gier nach immer mehr unseren Planet zerstört wer steht dann Hand in Hand für Gottes blauen Plan? Wenn nicht wir / wir Endlich aufstehn / endlich losgehn. In diese Zeit reden / wir alle sind Propheten. Jungs und Mädchen / lasst uns die Welt bewegen. Wer wirft den Stein, der ins Wasser fällt? Wenn nicht wir / wenn nicht wir * aus: Mischa Marin. Wenn nicht wir.; CD: Die Mehrzahl von Glück; 2012; http://www.mischamarin.de

Es gibt viel zu tun und manches zu lassen. Die ReferentInnen der EJ-Tagung haben eindrucksvoll gezeigt, wie das aussehen kann. Mein Alltag zeigt oft eindrucksvoll, wie’s nicht geht. Aber damit will ich mich nicht zufrieden geben. Denn, wie heißt es im zweiten Refrain des Liedes: Wer ist das Licht und das Salz dieser Welt? Wenn nicht wir… |ob|

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Zusammen sind wir weniger allein Übergemeindliche Konfi-Freizeiten (ÜKoF) in der Diözese Salzburg-Tirol Ja, es spricht einiges dafür, Konfi-Freizeiten nur mit den Konfis und Mitarbeitenden der eigenen Gemeinde zu machen: Die Gruppe ist überschaubar und Vertrauen wächst meist schneller. Alles kann auf die Bedürfnisse der eigenen Gemeinde abgestimmt werden (Zeitraum, Kosten, Inhalte,…). Der Organisationsaufwand hält sich somit in Grenzen . Dennoch gibt es bereits seit vielen Jahren übergemeindliche Konfi-Freizeiten (ÜKoF) in der Diözese Salzburg-Tirol. Und immer mehr Gemeinden schließen sich zusammen: Zunächst waren es die vier Gemeinden Gastein, Hallein, Saalfelden, Zell/See aus der Region Salzburg-Land. Über Jahre fuhren sie gemeinsam zunächst nach Gallneukirchen, später nach Bad Goisern. Dieses Beispiel machte Schule und weitere Gemeinden schlossen sich an: Bischofshofen, Sbg-nördlicher Flachgau, Kitzbühel. Die Freizeit platzte mit circa 100 Konfis und MA aus allen Nähten. So entstand die Idee einer ÜKoF des Tiroler Unterlandes, bestehend aus Kitzbühel und Kufstein. Heuer fand sie erstmals mit 19 Konfis und zehn MA statt. Eine weitere ÜKoF findet sich in Innsbruck: Bereits seit mehreren Jahren gibt es dort eine gemeinsame „Vor-Konfi-Freizeit“, jeweils in der letzten Sommerferienwoche. (Ibk-Auferstehungs- und IbkChristuskirche). Diese entwickelte sich immer mehr zu einem Start-Up-Camp. Im Verlauf des Konfi-Kurses führt jede Gemeinde dann eine eigenes Wochenendlager durch. Gegen Ende des Konfi-Jahres steht dann nochmal eine weitere gemeinsame Freizeit auf dem Programm. Somit finden derzeit drei ÜKoF’s aus bis zu elf Gemeinden statt. Und auch bei „singulären“ KoF ergeben sich vor Ort – z.B. auf Schloss Klaus – Kooperationen mit anderen Gemeinden. Seit 2012 unterstützt die ejst die ÜKoF jährlich mit € 1500,– aus Mitteln der Bun-

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desjugendförderung (BJF) sowie durch Material und Personaleinsatz. Was zeichnet die ÜKoF in der Diözese Sbg-Tirol aus? Welche Argumente sprechen – zumindest für die beteiligten Gemeinden und die ejst – für diese Art der KoF? 1. Die größere Gruppe Sie bietet andere Gestaltungsmöglichkeiten als die kleinen Gruppen vor Ort: Beispielsweise durch Binnendifferenzierung und Neigungsgruppen, aber auch durch die Attraktivität der großen Zahl („Wir sind viele.“). 2. Die Vielfalt Konfis und Mitarbeitende (Ehrenamtliche wie Hauptamtliche, Jugendliche wie Erwachsene) lernen voneinander. Sie stellen fest, dass es anderswo auch anders geht. Unterschiedliche Frömmigkeiten und Arten des Gemeindelebens werden wahrgenommen. Sie nehmen diese Impulse auf und hinterfragen. 3. Die Teams Sie bestehen aus Jugendlichen, ehrenamt­ lich tätigen Erwachsenen sowie den Hauptamtlichen, in der Regel PfarrerInnen. Alle drei Gruppen bringen spezifische Gaben in die Teams. Gerade da nicht in allen Gemeinden Peers und/oder erwachsene Mitarbeitende in der Konfi-Arbeit tätig sind, finden so bei den ÜKoF wich-

tige Lernprozesse statt: Sowohl innerhalb der Teams als auch von Seiten der KonfirmandInnen: „Ah, so kann man/frau mitarbeiten – Das würde ich mir auch wünschen…“ Die Feedback-Bereitschaft im Gesamtteam ist zudem größer als in den einzelnen Teams. 4. Vernetzung Die Mitarbeitenden bleiben oft über die ÜKoF hinaus in Kontakt und nutzen überregionale Projekte (Konfi-Tag, j-motion,…), Gremienarbeit (DJR) oder Fortbildungen (MABP-Seminare) um diese zu vertiefen. So entsteht – neben einer Vielzahl von persönlichen Beziehungen – ein tragfähiges MitarbeiterInnen-Netzwerk. 5. Die Ressourcen Gemeinsam können sich die Gemeinden z.B. externe Referenten für Erlebnispädagogik leisten. In einer Gemeinde gibt es keine MusikerInnen, bei der ÜKoF jedoch schon – aus einer der anderen Gemeinden. Weitere Beispiele finden sich bei jeder Freizeit. Die ÜKoF sind noch nicht fertig, kritische Anfragen sind nötig: Wer plant und koordiniert wann und wie die ÜKoF? Wie können die Ehrenamtlichen besser in die Vorbereitung eingebunden werden? Wie können die Kosten reduziert und gerecht aufgeteilt werden (hohe Reisekosten; Kosten für ehrenamtliche MitarbeiterInnen)? Wie kann Zeit für die „eigene“ Gruppe eingeräumt werden? Wo bleibt Raum für Ruhe in der Großgruppe? Etc. Dennoch überwiegen aus Sicht der MitarbeiterInnen derzeit die Vorteile. Auch die Rückmeldungen der Konfis sind sehr positiv. Wohl auch deshalb, weil insbesondere in der Diaspora gilt: Zusammen sind wir weniger allein! |ob|


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MABP. MÄP? MAP? MABP! „Susanne, was heißt denn eigentlich dieses MÄP (sprach’s gut englisch aus, der Mann, kein Wunder in unserer von Anglizismen verseuchten Zeit…)?“ fragte mich mein Vater, seines Zeichens pensionierter Pfarrer, stets ein Herz für Kinder und Jugendliche habend. „Mit-ArbeiterInnen-Bildungs-Projekt!“ klärte ich den Unwissenden auf. Aah, klingelingeling im väterlichen Hirn. MABP also. In Salzburg-Tirol. Ich soll/ darf darüber berichten. Vorgabe: 4000 – 5000 Zeichen. (Stand jetzt: 474 Zeichen. Für alle, die schon immer mal wissen wollten, … – Blödsinn. Weiter im Text.) Ende September, Großgmain bei Salzburg: Drei Tage volle Kraft voraus mit 40 begeisterten, motivierten Frisch-Konfirmierten. Auf engstem Raum… – das ist „MABP 1: Start“. Wir lernen: Mit den gegebenen Bedingungen zu leben und zu arbeiten ist schon mal kein so schlechtes Ziel … Wir bieten: Volles Programm, von „Wie leite ich ein Spiel an“ bis zu „Wie funktioniert eigentlich eine Gruppe“. Höchst motivierte und kompetente Referentinnen und Referenten, vielseitig und unterschiedlich. Tolles Teamwork. Intensives Arbeiten in Kleingruppen. Wir erwarten: Begeisterungsfähige Jugendliche. Offenheit. Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wir werden belohnt: Mit guter Stimmung. Mit intensiven Diskussionen. Mit

einem Jugendgottesdienst, zusammengestellt von 40 Jugendlichen in 40 Minuten, Thema „Du hast die Wahl!“ Zum Gänsehaut-Kriegen gut. Schauplatzwechsel. Salzburg-Süd, Ende Oktober. 20 höchst motivierte 16 bis 20jährige nehmen ein geniales Gemeindezentrum in Beschlag. Wir sind willkommen, herz-

lich aufgenommen. „MABP 2: Start“ und „MABP 3: Start“ laufen parallel. Dieser Umstand erforderte ausgeklügelte Vorbereitung. Wir bieten: Durchdachtes Programm. Referentinnen und Referenten, die gerne mit Jugendlichen „out of school“ zusammen sind. Zuhören. Da sein. Kontrastprogramm zu Schule - Hilfe beim selber-Tun. Wir erwarten: Selbstverantwortung und –organisation (gar nicht so einfach, das lehrte gleich der erste Abend, als es um „Speiseplanerstellung“ und dazugehörigen „Einkauf“ ging…). Einen Spiele-Abend, von „den Dreiern“ auf die Bühne gebracht – für alle. Andachten, die „die Zweier“ selber schreiben und mit uns feiern. Da müssen alle durch! Planen von kleineren („die Zweier“) und größeren („die Dreier“) Projekten. Wir … werden belohnt! Mit BeGEISTe­ rung im ursprünglichen Sinn – der Heilige Geist wehte gehörig durch Salzburg-Süd an diesem Wochenende. Wir werden belohnt – mit vollem Engagement der Jugendlichen. Mit einem Spiele-Abend auf höchstem Niveau. Mit Andachten, die unter die Haut gingen und zu Tränen rührten. Und nun? Was bleibt? Wie geht es weiter für die Jugendlichen? Fragen über Fragen…

Rein formal gesehen sind die Jugendlichen jetzt selbständig am Zug – sie sollen im Rahmen der Ausbildung (MABP 1 und MABP 2) noch fünf bzw. vier Tage außerschulische Fortbildung absolvieren, wobei nicht nur Angebote der ejst/ejö angenommen werden müssen. Die vier TeilnehmerInnen von MABP 3 arbeiten an ihren ausgewählten Projekten – und führen sie dann selbständig

durch, natürlich begleitet von jeweils zuständigen und geeigneten Personen vor Ort. Und – JA! Die. Können. Das! Man kann diese Jugendlichen mit gutem Gefühl „loslassen“ auf Gruppen – Ziel erreicht. Ich weiß für mich: ich war an sieben Tagen im Jahr 2013 definitiv am richtigen Ort! DANKE für diese Tage mit Euch allen, ihr Jugendlichen, die ihr, zerstreut in unserer Diözese, unverdrossen euch einbringt und mitarbeitet in diversen Pfarrgemeinden. (Ich hoffe, der eine und die andere liest diese Zeilen … ) Mögen eure

Begeisterung und euer Idealismus lange anhalten. Helfen wir ihnen, so gut es geht – ich rufe alle Pfarrerinnen und Pfarrer, alle Gemeinde-Pädagoginnen und -Pädagogen auf, diese Jugendlichen zu unterstützen, zu begleiten. Sie haben es sich verdient! Susanne Kreuzberger-Zippenfenig, Religions- und Gemeindepädagogin, Lehrerin, verheiratet, vier Kinder

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ej kärnten-osttirol > Schulung für Mitarbeitende in der Konfi-Arbeit gendliche Mitarbeiter/innen in der KonfiArbeit. Das nötige Knowhow gibt es hier: Inhalte: Alles was Recht ist nn Einführung in 1. Hilfe nn Wer ist hier Chef? Einführung in die Gruppendynamik nn Lust  auf ein Spiel? Grundlagen in der Spielpädagogik nn Du und dein Glaube – ein DreamTeamI?! nn

Gastreferent/innen: nn Stefanie Salmen nn Melanie Selke & nn Rotes Kreuz Spittal

Eine Schar Konfis in unserem Gemeindesaal. Es geht heiß her, man kommt sich näher, es wird eng, vier oder fünf Konfis auf einem Sessel. Wann kann wer einen Platz weiterrücken, kommt endlich zurück zu seinem bzw. ihrem Sessel? Mitten drin: unsere sieben jugendlichen Mitarbeiter/ innen. Ihre Distanz zu den Konfis: gering. Und das ist gut so! Abschluss in der Kirche: Alle haben

mit mehr oder weniger Begeisterung einen Bibelvers ausgesucht, der sie wenigstens im Ansatz anspricht. Dann macht ein 16-jähriger Mitarbeiter den Mund auf und erklärt ihnen, warum er so sehr an Psalm 23,1 hängt, was ihm der Vers bedeutet, warum er ihn ausgewählt hat. Die Konfis schweigen, lauschen, verstehen – ihn besser, viel besser als mich. Darum mache ich mich stark für ju-

Sarah Johanna Nicole und die Notwendigkeit von echter Aktivität Neulich bei einer Freundin: Wir sitzen bei einem Kaffee, als die

mit dem ersten Schnee sofort einen Schneemann bauen, des-

14-jährige Tochter Caro hereinkommt: „Mama, komm mal mit!“

sen Bild auf Facebook andere motiviert, es ihnen gleich zu tun…

In ihrem Zimmer lotst sie uns auf den Balkon, wo wir den Kopf

Schöne Vorstellung!

rausrecken und um die Ecke schauen sollen. Ein schier un-

Und wie genial, wenn wir in Sachen Gesellschaftskritik

glaublich schöner Regenbogen! Ich: „Wie hast du den

nicht einfach nur schreiben, dass wir dieses oder jenes

denn entdeckt? Auf Facebook?“ Vermeintlich ein

auch sch… finden, sondern wenn wir außerdem auf die

Scherz. Sie: „Ja.“ Kein Scherz.

Straßen gehen und das leben, was wir geschrieben ha-

Immerhin: Caro hat sich nicht damit zufrieden ge-

ben, wenn wir für das eintreten, was wir liken – eben

geben, den Regenbogen auf Facebook zu bewundern.

nicht nur auf Facebook, sondern auch im echten Leben.

Das find ich klasse!!! Und ich würde mir wünschen, dass genau das Usus wird bei allen FB-Usern. Ja, stellt euch das einmal vor: Unzählige Menschen, die sich an der Farbenpracht des Herbstes wieder „in Echt“ erfreuen, die

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Das wünsche ich mir. Schließlich hat Gott seinen Regenbogen und seine Zusage auch nicht nur auf Facebook gestellt. In diesem Sinne grüßt euch dort draußen im echten Leben 

Eure Sarah Johanna Nicole


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Vorgestellt… Wir möchten in der Jungen Gemeinde auch immer wieder einmal Persönlichkeiten aus unserer Diözese vorstellen, die Interessantes zu berichten haben. In dieser Ausgabe: Nadine Grolitsch (NG)

KK: Nadine, das Themenjahr „Diakonie“ neigt sich dem Ende

Vor na me un d Name: A lter: Nad ine Grol itsch Woh nort: 19 Ja hre Her magor Hobbys: si ngen und le Drei Wor te, sen m it denen m ich mei ne Fa m ilie beschreiben w ürde: au sgeg lichen, fröh lic h, liebenswer t Stunden, di e ich täglich on li ne bi n: ca . 3 Stunde Auf dieses M n ediu m könn te ich nicht ve rzichten: Computer

entgegen. Was bedeutet Diakonie für dich? NG: Hilfsbereitschaft und einander helfen! KK: Du hast ein FSJ gemacht, ein freiwilliges soziales Jahr. Ein Jahr, in dem du Menschen gedient hast – auch das ist Diakonie. Was hat dich motiviert? NG: Vor zwei Jahren war ich noch in der Maturaklasse und so machte ich mir eben Gedanken, wie es nach der Schule weiter gehen soll. Ich wusste, ich will gern etwas mit Kindern, Musik, dem Glauben und im Ausland machen. Ich hab meine Wünsche ins Gebet gesteckt und Gottes Führung erlebt! So kam ich nach Tansania, hab mit Kindern gearbeitet, mit ihnen gesungen und ich durfte das im Rahmen der Mission (SIM-Serving in Mission) machen.

Ich bin auch sehr dankbar für die tolle Zusammenarbeit mit mei-

KK: Du warst also in Afrika. Wie ist es dazu gekommen?

nen beiden Missionarsfamilien. Ich durfte viel von ihnen lernen,

NG: Ja ich wollte unbedingt wieder nach Tansania/Afrika. Ich

hatte gute Gespräche und konnte in ihre Missionsarbeit richtig

war Jahre zuvor schon mal für zwei Wochen dort und so war ich

eintauchen.

in dem Wunsch sehr konkret.

KK: Nadine, es geht in dieser Ausgabe der Jungen Gemeinde

KK: Von Hanna Kirchmeir aus unserer Jugendleitung weiß

um Mediennutzung. Wie war das in Afrika? Warst du ebenso

ich, dass sie ihren derzeitigen Einsatz (mehr davon in einer der

häufig online wie hier?

nächsten Ausgaben) komplett selbst finanzieren muss. Wie war

NG: Ehrlich gesagt war ich sehr überrascht wie groß die Medi-

das bei dir?

ennutzung in Tansania schon verbreitet war. Ein Handy hat so

NG: Mein Einsatz wurde durch meine Kirchengemeinde Herma-

ziemlich jeder, mit der Internetnutzung war es etwas schwieri-

gor, den christlichen Missionsverein und meinen Freunden und

ger. Zum Online gehen musste man sich einen Stick besorgen,

Freundinnen finanziert. Ich bin sehr dankbar für ihre Unterstüt-

der nicht überall funktionierte und bei Regentagen oft gar nicht.

zung – finanziell wie auch im Gebet!

Ich war froh, dass ich trotzdem über Skype immer wieder mit

KK: Du bist jetzt seit einigen Monaten wieder zurück. Was wa-

meiner Heimat in Verbindung treten konnte.

ren die drei schönsten Momente während deiner Afrika-Zeit?

KK: Würdest du sagen, dass es sich für dich gelohnt hat? Wenn

NG: Auf jeden Fall erinnere ich mich sehr gerne an die Kin-

ja: Warum sollten möglichst viele Jugendliche ein solches Frei-

der. Ein schöner Moment mit den Kindern war: Ich konnte

willigenjahr machen? Was haben sie davon? Wenn nein: Wa-

noch nicht gut Suaheli (die Landessprache) sprechen, aber da-

rum nicht?

für konnte ich umso mehr mit den Kindern singen. Und sehr oft,

NG: Ja es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Ein solches Jahr hilft

wenn Kinder mich sahen, fingen sie an ein Lied zu singen, das

neue Perspektiven zu gewinnen. Flexibel zu sein. Man lernt sich

ich ihnen beigebracht hatte.

selbst neu kennen. Auch wächst man in der Beziehung zu Gott.

Ich lernte auch einen alten blinden Mann kennen, der mit

Ich würde das Jahr nicht missen wollen!

seiner Lebensfreude und seiner Liebe zu Jesus sehr ansteckend war. Früher war er Moslem, heute ist er Christ. Ich liebte es, Zeit

KK:

mit ihm zu verbringen, mit ihm zu singen und mein Suaheli zu

an deinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Für deine Zukunft

verbessern.

wünschen wir dir alles Gute und Gottes Segen!

Vielen herzlichen Dank für deine Bereitschaft, uns

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ej niederösterreich > inside EJNÖ

Neuer Jugendpfarrer… lungen durch, assistiert von Menschen, die Michael Simmer schon seit vielen Jahren begleiten. Simmer verbrachte seine gesamte Ausbildung zum Pfarrer in der Diözese Niederösterreich, womit sich bereits viele gute Kontakte zu Gemeinden und MitarbeiterInnen der EJNÖ aufbauen lassen konnten. „Bevor wir – denn es ist immer ein wir – irgendetwas in die Gänge bringen können, braucht es zuerst Beziehungsarbeit mit und Vertrauen zu den Menschen vor Ort. Die ersten Samen sind schon gesät, einiges ist schon am Wachsen und es gibt noch viel fruchtbare Erde.“

Nach langer Suche, einem aussichtsreichen Kennenlernen als Pfarramtskandidat und der einstimmigen Wahl im Juni trat Michael Simmer am 1. September seinen Dienst als Jugendpfarrer der EJNÖ an. Am 15.9. fand seine Ordination in das Amt eines Pfarrers der Evang. Kirche AB in Österreich, sowie die Amtseinführung auf seine Stelle im Rahmen eines großen Festgottesdienstes in Mödling statt. Superintendent Weiland führte beide Amtshand-

…und schneller Marathonläufer Nur einige Wochen nach der Ordination überraschte Michael Simmer in einem ganz anderen, privaten Bereich. Am 15. Oktober lief er in München über die klassische Marathondistanz (42,2km) nach 2:39:46h auf dem 53. Platz über die Ziellinie. Damit ist er einer der schnellsten – der gar nicht so wenigen – geistlichen Marathonläufer im deutschsprachigen Raum. Die inoffizielle Bestmarke hält übrigens ein Pfarrer aus Niederösterreich… |red|

Who is who in der EJ NÖ Ich heiße Veronika Komuczky und bin in der Pfarrgemeinde Wiener Neustadt zu Hause. Als Vertreterin der NÖ Sup-Versammlung und des SupAusschusses habe ich auch die ehrenVeronika Komuczky volle Aufgabe, den Kontakt zwischen Diözese und Jugend zu pflegen. Da mir die Kinder- und Jugendarbeit immer schon ein großes Anliegen war und ist, nehme ich mit viel Interesse und großer Freude weitgehend an den Sitzungen der DJL und des DJR mit beratender Stimme teil. Es erfüllt mich jedes Mal aufs Neue mit Stolz und auch Zufriedenheit, wenn ich miterleben kann, mit welch großem Engagement und Kompetenz sich die Verantwortlichen der Jugend einbringen und welch ein freundschaftliches und re-

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spektvolles Miteinander dabei gepflegt wird. Eine besonders große Freude für die ganze Diözese ist es natürlich auch, dass seit September wieder die Stelle des Jugendpfarrers mit Mag. Michael Simmer besetzt ist und dabei unserer Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen werden. Hauptberuflich bin ich nun seit rund 30 Jahren Religionslehrerin im APS-Bereich in unserer Pfarrgemeinde. Kaum ein Wiener Neustädter-Kind hat also die Chance, mir zu entkommen. Auch in unserer Gemeinde habe ich mich ehrenamtlich viele Jahre um die Arbeit mit Kindern bemüht und unterstütze sie auch heute noch gerne, helfe mit, wenn ich gebraucht werde. Es freut mich sehr, dass seit einigen Jahren dieser Bereich von unserer Pfarrerin Angelika Petritsch mit großem Anklang abgedeckt wird, und ich mich, meinem Alter entsprechend, anderen Aufgaben hingeben kann.  Veronika Komuczky

EJNÖ on the road

Mit dem Mund bekennen… ...und dem Herzen glauben. Um was es eigentlich am Reformationstag geht, das wissen… gar nicht so wenige Menschen. Aber wie kann ich dies auch im Herzen tragen? Mehr als 35 Kinder aus der Pfarrgemeinde Tulln gingen dem zwei Tage lang – getrennt durch den beliebten Kirchenschlaf - auf ganz unterschiedliche Art und Weise nach. Die Rätselrallye führte uns dabei auf den Friedhof – ohne Kürbis. Es wurde hingeschaut, wieso Gott manchmal wie auf einem anderen Planeten wohnt. Oder so fremd ist, wie der Fuchs dem kleinen Prinzen. Und wie Gott uns doch vertraut werden und ans Herzen wachsen kann. Die Kinder rasten bei prächtigem Wetter durch das Tullner Aubad, auf der Suche nach “VERTRAUEN“, um danach erschöpft von „Rittern in Rüstung“ satt zu werden. |red|

How to be whole again? Wie wieder ganz werden, wenn mein Leben in die Brüche gegangen ist? Diese Frage stellten wir uns in der Jugendnacht in der Pfarrgemeinde Strasshof. Gedanken und Ideen dazu kamen aus der Begegnung zwischen Jesus und der Samaritanerin am Jakobsbrunnen, so wie dem Musikvideo „Castle of Glass“ der Nu Metalband Linkin Park. Den Auftakt bildete der Jugendgottesdienst, ehe bis spät in der Nacht im Garten am Lagerfeuer und bei Spielen Zeit für Begegnung, Austausch und jede Menge Spaß war. Nächster Termin: 14. Februar 2014. Thema: Wo gehöre ich hin? (Wake me up, Avicii) |red|

Bible-GEO-Caching mit den Konfis Auch heuer gestalteten die Pfarrgemeinden Horn und Gmünd gemeinsam ihren Auftakt zum Konfirmandenkurs. Die Gegend um Bad Traunstein im Waldviertel eignet sich dabei nicht nur ausgezeichnet, um mit dem Wer, Wann, Was, Wie und vor allem Warum des Gottesdienstes vertraut zu werden. Die weiten Wälder, Wiesen und Wackelsteinfelder sind ein ausgezeichnetes Gebiet, um sich mit den GPS-Geräten bei der Schatzsuche auszutoben. Und sich dabei untereinander besser kennen zu lernen, Vertrauen zu gewinnen und Gemeinschaft zu erleben.  |red|


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Aus dem Leben der Gemeinden…

Wann wird’s endlich wieder richtig Sommer? Eine kleine aber feine Jugendgruppe der Pfarrgemeinde Wiener Neustadt hat im Juli in Banjole (Kroatien) gezeltet. Wir waren auf einem privaten Campingplatz untergebracht, wo wir uns selbst versorgten: Im Klartext heißt das, dass wir von zwei Gemeindegliedern wunderbar bekocht und rundum versorgt wurden.

Da es zum Strand nicht weit war, verbrachten wir unsere Zeit abwechselnd im Wasser und am Land. Über Klippen springen, Wasserball spielen, schwimmen und schnorcheln, in der Sonne entspannen, Karten spielen, Mitbringsel für Daheimgebliebene basteln und in Pula shoppen: Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch. Außerdem konnten wir uns auf einem Platz neben den Zelten auch mit Mannschaftsspielen austoben. Unser Freizeitalltag war damit insgesamt sowohl faul als auch lustig. Mit dem Wetter hatten wir (fast) durchgehend Glück, weshalb wir uns auch mehrmals Abkühlung mit Wasserbomben-Volleyball verschafft haben. Die Abende standen im Zeichen der Erholung von den meist ereignisreichen Tagen. Hin und wieder „störten“ die

Idylle einige Werwölfe aus dem Düsterwald, von deren Besuchen wir uns dann mit Filmen die Zeit vertrieben. Wir freuen uns schon auf die Freizeit im nächsten Sommer.  Angelika Petritsch/Michael Komuczky/red

„Die Wunder Jesu“ beim Sommerlager in Hollenstein

Das Sommerlager der Pfarrgemeinde St.Pölten findet seit zwölf Jahren in Hollenstein an der Ybbs statt. Es ist für Kinder  im Alter von 6 bis 13 Jahren ausgeschrieben, heuer stand es unter dem Thema „Die Wunder Jesu“. Viele Teilnehmende kennen sich schon aus dem Religionsunterricht, was jedes Jahr aufs Neue zu einem spannenden Beziehungsgeflecht führt. Daneben haben wir aber auch eine Gruppe Jugendlicher dabei, die schon von Kindesbeinen an mit nach Hollenstein fahren. Jetzt sind sie eigentlich schon zu alt und nehmen daher als „MiniMitarbeiter“ teil.

Panta rhei – alles fließt Vor einigen Jahren fand bereits der erste Generationenwechsel im Team statt und ehemalige Teilnehmende ermöglichten die Fortsetzung des Lagers. Heuer, fünf Jahre später, hat die nächste Generation Ehemaliger eine bunte Woche gestaltet: Wanderungen, baden, Lagerfeuer, Ponyreiten, Theater, Masken modellieren und bemalen, Nachtspiele und täglich wechselnde Workshops. Im Morgenkreis gab es eine Fortsetzungsgeschichte über das spannende Leben der Corrie ten Boom. Zu unserem Gottesdienst haben wir den neuen Jugendpfarrer Michael Simmer eingeladen, dessen Predigt begeistert aufgenommen wurde.

Gemeinsamkeit und Beziehung Wir sind sehr dankbar, dass außerhalb vom Religionsunterricht diese gemeinsame Zeit in dieser wunderbaren Gegend möglich ist. Außerdem ist in den letzten Jahren die Brücke zur Gemeinde noch stärker geworden. Damit das Sommerlager auch weiterhin bestehen kann, bitten wir um Unterstützung durch eure Gebete!  Hendrika Hantsch/red.

Druck gefördert mit finanzieller Unterstützung des Jugendreferates der NÖ Landesregierung

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Werde KinderPate.

Hoffnungsträger www.kindernothilfe.at 01/513 93 30

Niemand darf verloren gehen. Lernen beginnt nicht in der Schule. Die Welt erfahren und entdecken beginnt viel früher. Aber nicht alle Kinder haben die besten Voraussetzungen dazu. Deshalb hilft die Diakonie benachteiligten Kindern und ihren Eltern von Anfang an. Denn wer früh hilft, hilft doppelt. Hoffnungsträger Diakonie. Dank Ihrer Spende.

Geschichte des Adventkranzes:

www.diakonie.at

Bildungsangebote der EJ alle aktuellen Bildungstermine der EJ unter: http://www.ejoe.at/ej-bildung.html Burschenarbeitsseminar 2013 – „Burschen – Identität und Sexualität“ Inhalte u.a.: Reflexion der eigenen (männlichen) Identität, darauf aufbauend vertiefend und exemplarische Betrachtung des Themas Burschen und Sexualität und wie junge Männer bei ihrer „Entdeckungsreise Sexualität“ begleitet werden können. Praxisnahe und methodische Begleitung von Experten. Zielgruppe: EJ-Mitarbeiter und Interessierte  ab 16 Jahren Wann & Wo: 25.01.2014, 10 bis 16 Uhr, Mödling,  Ev. Gemeindezentrum, An der Goldenen Stiege 2 Kosten: Keine! Nur die Anreise nach Mödling  ist selbst zu planen und zu finanzieren. Veranstalter: EJ Österreich Referenten:Romeo Bissuti (Männerberatung Wien)  und Christoph Rose,  Evang. Jugendwerk Württemberg Etc: Infos und Anmeldung:  www.ejoe.at/ej-bildung/burschenarbeit.html MA UP DATE 2014 (Seminar) „Geistreich – Jugendgottesdienste“ Neue Formen, neue Sprache, neue Orte – Anregungen und Praxismodelle für Gemeinde und Schule Inhalte u.a.: Wer heute nach Formen und Methoden sucht, Jugendliche für Spiritualität und Glauben zu begeistern, darf sich nicht vom Medienzeitalter abhängen lassen. Die Art und Weise, wie Jugendliche kommunizieren, hat sich im letzten Jahrzehnt grundlegend verändert – mehr als je zuvor. Das Seminar beinhaltet Ideen, Anregungen und wichtige Tipps – für Gottesdienste mit neuen Medien (z.B. Face-

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book und Twitter), an alternativen Orten und mit aktuellen Themen Zielgruppe: ehrenamtliche MitarbeiterInnen  ab 15 Jahren  PfarrerInnen, Kinder-/JugendreferentInnen,  Gem.päd’s, RU-LehrerInnen,… Wann & Wo: 28./29.3.2014, 17 bis 17 Uhr,  Innsbruck Haus Marillac Kosten: € 60,– (MABP: € 30,–) Veranstalter: EJ Salzburg-Tirol Referent/Leitung: Stephan Sigg (R);  Oliver Binder (L) Etc.: MABP: 2 Bildungstage;  auch als KPH-Seminar buchbar Anmeldung: bis 01.03.2014 bei ejst Take MAK 2014 „Checkpoint Freundschaft“ JungmitarbeiterInnen-Bildungsevent Inhalte u.a.:       Die verschiedenen Ebenen von Freundschaft sind zentrales Thema bei der Take MAK 2014: Freundschaft zwischen Peers Freundschaft zwischen Betreuenden und Betreuten Freundschaft zwischen Mensch und Gott Dabei geht es darum, sich damit auseinander zu setzen, was Freundschaft auf den verschiedenen Ebenen ausmacht. Mehr Details folgen demnächst http://www.ejoe.at/ ej-bildung/take-mak.html Zielgruppe: EJ-Jungmitarbeitende  von 14 bis 18 Jahren Wann & Wo: 11.-13.4.2014, JUFA Bad Aussee Kosten: € 60,– Veranstalter: EJÖ Info & Anmeldung: EJÖ, office@ejoe.at,  01-317 92 66, www.ejoe.at

IBAN: AT492011128711966399 BIC: GIBAATWWXXX

DORT wird unser MUND voll Lachens sein! Vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 wird die Gesamttagung für Kindergottesdienst in Dortmund stattfinden. Die EJÖ wird auch zu dieser, von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veranstalteten Tagung, mit einer Reisegruppe fahren. Wenn du dabei sein willst, findest du den aktuellen Stand der Reisevorbereitungen inkl. Anmeldemöglichkeit auf www.kindergottesdienst.at. Gerade MitarbeiterInnen in der Arbeit sind mit Psalm 126, der gleichzeitig Veranstaltungstitel ist und die Verbindung zur Gastgeberstadt Dortmund herstellt, verbunden. Sie geben dem Lachen und dem Weinen der Kinder Raum und Zeit. Alles was in der kirchlichen Arbeit mit Kindern geschieht, nimmt diese Tagung auf. Sie will dich durch die vielen Bibelarbeiten und Fortbildungsangebote stärken, mit Mitmach-Gelegenheiten und Gottesdiensten ermutigen und für das große Engagement mit einem anregenden, fröhlichen Kulturprogramm danken. Schau dir das umfangreiche Programm auf www.gt2014.de an!


jg#208 : 2013

Einheitlicher Jugendschutz gefordert Die Bundesjugendvertretung fordert einen einheitlichen Jugendschutz für ganz Österreich.  „Dass in Österreich immer noch neun Landesgesetze die Rechte und Pflichten junger Menschen regeln, ist fernab jeglicher Lebensrealität. Bedauerlich ist, dass nun erneut Änderungen bei einem Landesgesetz beschlossen wurden, anstatt auf ein bundesweit einheitliches Jugendschutzgesetz hinzuarbeiten“, so die Kritik von BJV-Vorsitzender Johanna Tradinik. Beim Jugendschutz muss Priorität auf Prävention und Information gelegt werden. Gute Information kann aber nur gelingen, wenn endlich Schluss ist mit dem Gesetzes-Wirr-Warr. Daher ist ein einheitliches Jugendschutzgesetz schon längst überfällig. Für junge Menschen ist es völlig unverständlich, warum für sie ständig andere Gesetze und Regelungen gelten, sobald sie von einem Bundesland ins nächste wechseln. Zum Beispiel bei Jugendlichen die in Grenzregionen leben, und an ihrem Schulstandort in einem Bundesland länger ausgehen dürfen als in ihrem Heimatort ein paar Kilometer weiter. Link zur Jugendschutz-Kampagne der BJV: www.vereinheitlichen.at

Vier attraktive Zivildienststellen in der Evangelischen Jugend in Oberösterreich Wenn du im Salzkammergut wohnst, dann bietet sich dir eine attraktive Zivildienststelle im Luise Wehrenfennig-Haus an. Wenn du in Steyr und Umgebung wohnst, dann findest du eine attraktive Zivildienststelle im Jugendzentrum TAUCHKURS Steyr. Wenn du in Linz-Land wohnst, ist eine eine attraktive Zivildienststelle im Jugendzentrum ARCHE Thening frei. Wenn du im Großraum Linz wohnhaft bist, dann bietet sich dir eine attraktive Zivildienststelle in der Evangelischen Jugend Oberösterreich in Linz an. Achtung: der Zivildienst beginnt an allen vier Stellen immer im Herbst und endet im Frühsommer. Nähere Informationen bei w-graf@aon.at oder unter 0699 18877 441

Fairer Handel sammeln – kreativ sein – und gewinnen sammeln Logos, die auf Packungen von „fair“ gehandelten Produkten angebracht sind. kreativ sein Die Logos herausschneiden und auf originelle Art auf ein Plakat (z.B. Größe DIN A3 oder DIN A4) kleben. Die Logos dürfen mit der Schere bearbeitet werden, müssen aber noch erkennbar sein. und gewinnen Es werden die Anzahl der gesammelten Logos und die Kreativität bewertet. Man kann einzeln oder als Team teilnehmen. Start: 1. Jänner 2014 Einsendeschluss 31. März 2014 Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder und Jugendliche von 5 – 14 Jahre. Einsendung an EJÖ Bundesgeschäftsstelle, Hamburgerstraße 3, 1050 Wien Das FAIRTRADE-Logo gehört einer weltweiten unabhängigen Organisation. Sie heißt FLO und hat das Ziel, die Lebensund Arbeitsbedingungen von Kleinbauern und Plantagenarbeitern in Entwicklungsländern zu verbessern. FLO garantiert den Kleinbauern Mindestpreise, damit die Kleinbauern nicht von den schwankenden Weltmarktpreisen abhängig sind. Damit haben die Kleinbauern die Möglichkeit, sich eine gesicherte Lebens-

grundlage aufzubauen. Für „fair“ gehandelte Kleidung gibt es spezielle Logos: Neben den Logos für „fairen Handel“ gibt es auch BIO-Logos und Umwelt-Logos. Hier geht es zwar nicht in erster Linie um faire Bezahlung. Indirekt wird der faire Handel jedoch unterstützt und die Umwelt geschützt Was bedeutet fairer Handel? Leider muss man für Produkte oft viel mehr bezahlen, als die Herstellung tatsächlich kostet. Zum Beispiel weil die Marke einfach teuer ist, nicht aber das Produkt selbst. Oft ist es aber auch anders herum: Dass man als Käufer für ein Produkt weniger bezahlt, obwohl es mehr kosten müsste, damit die Menschen, die es produziert haben davon leben können. Viele Produkte, die wir kaufen, kommen aus Ländern, wo die Arbeitsbedingungen schlecht und die Löhne viel niedriger sind. Deswegen sind Produkte aus diesen Ländern viel günstiger. Beispielsweise gibt es in Bangladesh tausende ArbeiterInnen, die jeden Tag 16 Stunden in der Kleiderfabrik arbeiten und dabei so wenig verdienen, dass sie kaum davon leben können. Sie verdienen im Monat zwischen 20 und 35 Euro, damit man sich in Österreich für 20 Euro eine Jeans leisten kann.

Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Evangelische Jugend Österreich. Redaktion: Oliver Binder, Thomas Dasek, Karin Kirchtag, Johannes Modeß, Birgit Roitner-Schobesberger. Ständige MitarbeiterInnen: Joachim Hoffleit. Schlussredaktion und Produktion: Thomas Dasek. Alle: 1050 Wien, Hamburgerstr. 3/2 OG, Tel. 01/317 92 66, Fax: 01/317 92 66/16, E-Mail: jg@ejoe.at. Fotos: Acker/pixelio (14), Christ/pixelio (5), Derrfuss/pixelio (1), ej nö (24, 25), flo/photocase (3), Glanz/pixelio (3), Gopp/pixelio (7), Grauwald (17), Hermsdorf/pixelio (10), Hofschlaeger/pixelio (27), Jam/pixelio (14), Klaus/pixelio (5), Kolb (12), Kogler (2), März (11), Minatti (21), privat (7,16, 24), Orendi (20), Schneeweis (12), Streitz (18), Sturm/pixelio (8). Layout: Arno Dudek, www.maas.at. Hersteller: Evang. Presseverband. Offenlegung: Informationen aus dem und für den Bereich evangelischer Kinder-und Jugendarbeit. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Erscheint viermal jährlich. Einzelpreis € 1,45. Bankverbindung: Raiffeisenlandesbank NÖ (BLZ: 32000) Konto 7.474.059.

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>>>>>>>> > update Dezember 14.-15.: Schulung für Mitarbeiter/innen in der Konfi-Arbeit, 10h, Rojachhof (Lendorf bei Spittal/Drau) INFO

März 1.: DJR S-T, Wörgl INFO

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2.: Konfitag, Wörgl INFO

Jänner 10.-12.: Konfirmandenfreizeit mit den Welsern, Weyer INFO

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20.-22.: Konvent für Hauptamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit - Thema: Gruppen führen!, Seitenstetten INFO

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9.: „planlos? “ fire-Abend – JuGoDi, 18h, St. Ruprecht

12.: „fehlerlos? “  fire-Abend – JuGoDi, 18h, St. Ruprecht INFO

EJ Salzburg/Tirol

4.-9.: Visitation Sbg-Christuskirche

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EJ Kärnten/Osttirol

15.: DJR OÖ, Timelkam INFO

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28.-29.: MA UP DATE “Jugendgottesdienst”, Innsbruck INFO

EJ Salzburg/Tirol

24.: Konfiprojekt “Gewalt”, Elixhausen INFO

EJ Salzburg/Tirol

25.: Seminar Burschenarbeit „Identität und Sexualität“, 10-16h, Mödling INFO EJÖ

11.-13.: Take MAK 2014 „CheckpoInt Freundschaft“, Bad Aussee INFO EJÖ

27.: DJL Kärnten-Osttirol,19.30h, Villach INFO

April

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27.: Diözesanjungschartag OÖ, auf der GIS INFO

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29.1.-1.2.: KUF Salzburg-Süd, Bad Goisern INFO

EJ Salzburg/Tirol

Februar 2.: „lieblos? “ fire-Abend – JuGoDi, 18h, St. Ruprecht INFO

EJ Kärnten/Osttirol

7.-8.: DJL-Klausur, Salzburg INFO

EJ Salzburg/Tirol

16.: Treffen der Hauptamtlichen, 10h, St. Ruprecht INFO

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Kontaktinfos INFO EJÖ

01/317 92 66, 0699/188 77 323, office@ejoe.at, www.ejoe.at INFO

EJÖ Burg Finstergrün

01/317 92 66–17, 0699/188 77 074, info@burg-finstergruen.at, www.burg-finstergruen.at INFO

EJ Burgenland

03363/779 61, ej.bgld@ejoe.at, http://ejbgld.ejoe.at INFO

EJ Kärnten/Osttirol

04242/241 31-23, 0699/188 77 205, ej.kaernten@ejoe.at, http://ejkt.ejoe.at INFO

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02742/733 11–13, 0699/188 773 23, ej.noe@ejoe.at, http://ejnoe.ejoe.at INFO

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junge gemeinde 208 - Winter 13/14