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WOHNEN & LIFEST Y LE

AU S G A BE 10

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OKTOBER 2020

WOHLFÜHL-BAUSTOFF

Holz und seine vielen Formen QUARTIERSBILDUNG

Vom Arbeiten und Wohnen URBAN JUNGLE

Grün macht glücklich

WOHLFÜHL-

WOHNEN

Hereinflaniert ins schöne Leben.


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© MARIAN KRÖLL

eco.edit

Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

AUGEN ZU ... Das heurige Jahr ist definitiv keines wie jedes andere. Dennoch sollten wir bei all den Unsicherheiten und Verwirrungen nicht darauf vergessen, auch die schönen Dinge des Lebens wahr­ zunehmen. Augen zu ... und genießen.

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erade in solchen Zeiten tut es gut, sich zwischendurch eine Ausgabe lang fast ausschließlich mit den schönen Dingen des Lebens zu befassen. Sich sein Zuhause so richtig gemütlich zu gestalten und sich eine eigene kleine Rückzugsoase zu schaffen, macht das Leben ein klein weniger runder und die Seele ein Stückchen glücklicher. Je hektischer das Leben um uns ist, desto wichtiger werden Ankerpunkte, die uns Kraft, Das Leben ist kein WunschEnergie und Halt geben. Das eigene Zuhause sollte so ein Ort sein. Ein Ort, an dem man die konzert, aber manchmal spielt Augen nicht sprichwörtlich schließt, weil man es dein Lieblingslied. die äußeren Umstände ausblenden möchte, sondern sie tatsächlich zumacht, um zur Ruhe zu kommen und Geborgenheit zu spüren. Die Welt da draußen mag bisweilen kompliziert sein, beängstigend oder konfus und ja, manchmal würde man einfach gern die Augen davor verschließen. Doch wir sollten den Blick für das Schöne nicht verlieren und Vertrauen haben, dass schlussendlich alles gut wird. Letztlich sind die schönsten Momente die, in denen man sich entscheidet, das Leben einfach zu genießen. Machen Sie sich‘s fein und wohnen Sie gut, Ihre Redaktion der eco.nova


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FOTOS: ANDREAS WIMMER, PRISMA UNTERNEHMENSGRUPPE, WETSCHER, KARMAN, ZIRBIT

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BAUEN & WOHNEN 08 WOHLFÜHLBAUSTOFF HOLZ

Kulturhistorisch gesehen zählen Gehölze wohl zu den meistgenutzten Pflanzen überhaupt. Warum Bretter vorm Kopf manchmal auch ganz schön charmant sein können. 24 IM FEUER GEBOREN Man möchte zwar hausverstandesgemäß annehmen, Feuer müsse unbedingt der natürliche Feind eines jeden Holzes sein. Doch das stimmt so nicht. 30 DIE KRAFT DER NATUR Um die hohen Anforderungen an die thermische Qualität des Gebäudes zu erfüllen, stehen heute zahlreiche natürliche Dämmmaterialien und umweltverträglichere Heizsysteme zur Verfügung. 38 VOM WOHNEN UND ARBEITEN Historisch betrachtet war es schon immer so, dass in einem Ort die Bereiche Wohnen und Arbeiten streng getrennt waren. Langsam beginnen sich neue Konzepte durchzusetzen, die eine Durchmischung fördern und die Grenzen von damals auflösen. 54 WOHNEN DER ZUKUNFT Kaum etwas bestimmt unser Leben so sehr wie die Räume, die uns umgeben. Die Beschäftigung mit dem, was uns die allermeiste Zeit dieses Daseins umgibt, gewinnt kontinuierlich an Bedeutung: die Qualität der gebauten Realität. 62 RUMBLE IN THE JUNGLE Vor allem der gemeine Städter versucht sich immer öfter mit Pflanzenwerk hoffnungsvolles Grün ins Innere zu holen. Der Trend zum Indoor-Garten hat einen Namen: Urban Jungle.

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WINTERGARTEN

Vorbei sind die Zeiten, in denen unsere Balkone und Terrassen bestenfalls nützliche Flächen zum Wäschetrocknen oder Blumenpräsentieren waren. Die Außenflächen sind zu Genusszonen geworden – auch winters.

LIFESTYLE 98 KUNSTSINNIG

Der Kunst haftet vielfach etwas Elitäres, Unnahbares an. Kunst, das ist etwas für Kenner. Für Eingeweihte. Dabei ist sie so viel mehr. Sie öffnet Räume und Augen, eröffnet neue Perspektiven und Sichtweisen und sie bereichert den öffentlichen Raum genauso wie das eigene Daheim. 104 ALTE DINGE, NEUE GESCHICHTEN Man merkt Handwerkerin Susanne Sieberer ihre (Lebens-)Freude auf den ersten Blick an. Die Augen strahlen, die Hände halten kaum still. Quirlig wuselt sie durch ihren „Little Vintage & Homedecor Shop“. Susanne Sieberer restauriert Möbel und gibt den alten Seelen ein neues Zuhause. 108 ACHTSAM SEIN Wir sollten rücksichtsvoll sein im Umgang mit der Natur ebenso wie mit den Dingen, die uns umgeben. Und schlussendlich mit uns selbst. Im Zuge des Corona-Lockdowns haben zahlreiche Menschen Yoga für sich entdeckt, um zur (inneren) Ruhe zu kommen. 04 EDITORIAL 52 FEIN DAHEIM 78 DRAUSSEN ZUHAUSE 82 KURZ & BÜNDIG 110 ZUM BLÄTTERN 114 IM.GESPRÄCH

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redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi AUTOREN DIESER AUSGABE: Marian Kröll, Caterina Molzer-Sauper, Doris Helweg ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Matteo Loreck, Hannelore Weissbacher L AYOUT: Tom Binder, Conny Wechselberger LEK TORAT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH COVERFOTO: House Doctor Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life­s tyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE S ABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben) // Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BE Z AHLTE ANZEIGEN. UNTERNEHMENS GEGENS TAND: GRUNDLEGENDE RICHT UNG:

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eco.bauen&wohnen

WOHLFÜHL-

BAUSTOFF Manchmal können Bretter vorm Kopf auch ganz schön charmant sein. REDAKTION: MARINA BERNARDI & C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

© BIRGIT KOELL

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Holzhaus in Innsbruck mit betoniertem Keller, Architektur: Christoph Eigentler


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ulturhistorisch gesehen zählen Gehölze wohl zu den meistgenutzten Pflanzen überhaupt. Der Holzbau ist dabei fast so alt wie die Menschheit selbst. Beginnend mit den Pfahlbauten der Jungsteinzeit erlebte Bauen mit Holz im Laufe der Geschichte und je nach Klimabedingung unterschiedliche Entwicklungen. Dies zeigt, wie flexibel der Werkstoff ist. Im Alpenraum setzt man seit jeher auf reine Holzkonstruktionen. Der früh etablierte Blockbau bewährt sich dabei bis heute. Zeitzeugen wie alte Holzhäuser, Hütten oder auch Heustadl lehren uns viel über nachhaltiges Bauen im Sinne der Umweltverträglichkeit. In den flacheren Regionen Europas indes tendier(t)en die Menschen zum kombinierten Bauen mit Holz und Lehm, dem Fachwerkbau. Der Holzbedarf wurde vermindert, indem man das Fachwerk mit Lehm verfüllte. Das mildere Klima ließ dies im Gegensatz zu alpinen Regionen bisweilen auch besser zu. Selbst wenn ein mangelndes Angebot an Holz hierzulande kein Thema ist, so ist Holz dennoch generell ein guter Partner für andere Bau- und Werkstoffe.

HOLZ HAT VIELE FORMEN

Das typische Merkmal der Holzständer- oder auch Skelettbauweise sind die über die gesamte Höhe der Wände durchlaufenden Holzsteher, die bewirken, dass die Grundrisse der einzelnen Geschoße mehr oder weniger deckungsgleich sind. Häuser, die in der Holzständerbauweise erbaut wurden, erkennt man also vor allem daran, dass bei ihnen kein Geschoß über das darunter liegende herausragt, wie man dies bei vielen (alten) Fachwerkhäusern sieht. Der Holzständerbau stammt von der Pfostenbauweise ab, die man bereits bei sehr frühen Hausbauten in besagter Jungsteinzeit findet. Die Nachteile dieser Bauweise waren damals die fehlenden Aussteifungen und das Abfaulen der Pfosten, die direkt in den Boden gerammt wurden. Diese beiden Probleme wurden mit der Erfindung der Holzständerbauweise gelöst und es wurde möglich, auch mehrgeschossige Häuser zu bauen. Ein weiterer Vorteil heutiger Ständeroder Skelettbauten ist die maximale Flexibilität durch nichttragende Innenwände. Die Konstruktion ist durch ihre durchlaufenden Stützen und waagrechten Träger quasi in sich fest, diagonale Streben und Verspannungen sorgen für zusätzliche Stabilität. Traditionell ist Holz ein stabförmiger Baustoff. Aus den Baumstämmen werden Balken, Latten und Pfosten gesägt, deshalb sind Größe und Dimension dieser Teile

gewissermaßen natürlich bestimmt. Die „Stäbe“ werden horizontal, vertikal oder diagonal eingesetzt und formieren so das Tragesystem. Seit Jahrhunderten und bis heute wird so gebaut. Neben dem Skelettbau ist das etwa auch im Rahmen- oder Tafelbau der Fall, bei dem Holzrahmen beidseitig mit Holzwerkstoff- oder Gipsplatten beplankt werden. Diese Platten sorgen gleichzeitig für eine Versteifung der Tragekonstruktion, die Hohlräume werden mit Dämmmaterial gefüllt. Der Holztafelbau ist unter anderem die typische Bauweise für industriell gefertigte Fertighäuser.

VOM PFÄHLEN ZUM MASSIVHOLZBAU

Ende des 20. Jahrhunderts hat sich zu den stabförmigen Holzprodukten ein neues, flächiges dazugesellt: die massive Holzplatte. Moderne Maschinen- und Materialtechnologie haben dies im Laufe der Jahre möglich gemacht. Massive, großflächige Holzbauelemente werden als Wand-, Dach- und Deckenelemente hergestellt. Konstruktiv handelt es sich dabei um Brettschichtholz beziehungsweise Brettsperrholz. Die einzelnen Brettlagen können miteinander verleimt oder mit Holzdübeln oder Drahtstiften verbunden sein. Produktionstechnisch ist bei der Holzmassivbauweise ein hoher Vorfertigungsgrad möglich, dadurch können kurze Bauzeiten realisiert und so die Kosten gesenkt werden. Letztlich ist Bauen und Wohnen mit Holz nachhaltig, ökologisch und vermittelt mehr als jedes andere Baumaterial das Gefühl von Behaglichkeit. Und wo macht es mehr Sinn als in Tirol? Als nachwachsender Rohstoff wächst mehr Holz in den heimischen Wäldern nach als verbaut werden kann. Das Holzhaus profitiert von dieser Entwicklung und immer mehr Bauherren entscheiden sich für eine ökologische Alternative, im Idealfall in Niedrigenergiebauweise. Der moderne, hochqualitative Holzbau findet neben seinem klassischen Einsatz im Einfamilienhausbau, im Dachausbau bei Anbauten sowie bei Hallenbauten mit enormen Spannweiten schon seit einiger Zeit immer mehr Einzug und Anklang auch bei Projekten für den sozialen Wohnbau, im Bau von Kindergärten, Schulen, Altersheimen, Gemeindezentren und vermehrt in der Hotellerie. Mittlerweile sind auch vielgeschoßige und großformatige Gebäude kein Problem mehr. Caterina Molzer-Sauper stellt auf den folgenden Seiten einige heimische Einfamilienhäuser vor und zeigt damit, wie herrlich vielfältig Holzbauten sein können, obwohl der Werkstoff an sich stets ein und derselbe ist.

A L S H O L Z B A U G E LT E N A L L E GEBÄUDE, BEI DENEN MEHR AL S 50 PROZENT DER TRAGENDEN KO N S T R U K T I O N A U S H O L Z B Z W. HOL Z WERKS TOFFEN SIND.

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DER WALD IN ZAHLEN 53,6 % DER BÄUME IN TIROL SIND FICHTEN 70 % aller Bäume sind Nadelhölzer

36%

DES TIROLER WALDES SIND IN PRIVATBESITZ

1 m3

521.000 ha WALDFLÄCHE IN TIROL

HOLZ WÄCHST JEDE SEKUNDE IN ÖSTERREICHS WÄLDERN NACH 10

das entspricht ca. 42 % der Landesfläche, mehr als 60 % davon sind Schutzwald

3.400 ha

UM SO VIEL WÄCHST ÖSTERREICHS WALDFLÄCHE PRO JAHR Dies entspricht mehr als 4.700 Fußballfeldern

24 %

DES JÄHRLICHEN HOCHBAUAUFKOMMENS IN ÖSTERREICH WIRD IN HOLZ GEBAUT

Quelle: pro Holz, www.holzistgenial.at

21. MÄRZ

IST ALLJÄHRLICH DER TAG DES WALDES In Österreich wurde heuer die Erle zum Baum des Jahres gewählt

1.173 Mio. m3 HOLZ STEHEN IN ÖSTERREICHS WÄLDERN ZUR NUTZUNG BEREIT

53 %

DER GEBÄUDE IN HOLZBAUWEISE SIND WOHNBAU Insgesamt sind rund ein Viertel aller Wohnbauten in Holzbauweise errichtet


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HOLZHOTEL

SPRICHWORT DER AUSGABE: HOLZ VOR DER HÜTTE HABEN umgangssprachlich für: große Brüste haben, vollbusig sein Scherzhafte Anspielung darauf, dass sich große Brüste auftürmen wie vor Bauernhäusern/Hütten aufgestapelte Holzscheite.

Elegantere und umfangreichere Erklärung: Früher stapelte man sein Brennholz vor dem Haus, um damit Fleiß und Wohlstand zu belegen – meist vor dem Eingang, wo das Vordach das Holz trocken hält. Die weibliche Brust ihrerseits symbolisierte gleichermaßen Wohlstand (vor allem für Nachkommen, die damit gestillt wurden), es war also durchaus legitim, die weiblichen Sekundärgeschlechtsmerkmale zu betonen und präsentieren, ohne sie freilich tatsächlich zu entblößen.

MULTITALENT WALD Die österreichische Bundesregierung sieht in ihrem Regierungsprogramm die Forcierung des Holzbaus als eine Klimaschutz-Maßnahme auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040 vor. Mit dem Waldfonds und der darin festgelegten Holzbauoffensive folgt nun eine konkrete Umsetzung. Rund 60 Millionen Euro stehen im Rahmen des insgesamt 350 Millionen Euro schweren Waldfonds für die Holzbauoffensive und Maßnahmen zur verstärkten Verwendung des Rohstoffs Holz zur Verfügung.

S C H Ö N N A C H H A LT I G Der im Jänner gestartete Holzbau des Naturquartiers in Kufstein – errichtet nach Qualitätsstandard „klimaaktiv Gold“ – hat in den letzten Wochen Form angenommen. Unterberger Immobilien realisiert mit diesem Projekt tirolweit das erste fünfstöckige Wohngebäude, das zur Gänze in Massivholzbauweise errichtet wird. Holz wird nicht nur zur Konstruktion des Gebäudes und für die Fassade verwendet, sondern im Innenbereich zum Teil sichtbar im Decken- und Wandbereich verbaut. Insgesamt entstehen 34 Eigentumswohnungen zwischen 24 und 135 Quadratmetern. Eine Photovoltaikanlage sichert die Erzeugung des Allgemeinstroms und versorgt die Elektroladestation für Autos und E-Bikes mit Strom. Die Fertigstellung ist für Mai 2021 geplant.

© defrancesco

Das jüngste Fünf-Sterne-Hotel Tirols hebt die Verzahnung von Design und Konstruktion auf ein neues Level. Das Green Spa-Hotel MalisGarten in Zell am Ziller wurde als reiner Holzbau konzipiert, wobei konsequent auf die Verwendung heimischer Hölzer geachtet wurde. Verantwortlich dafür zeichnet das Tiroler Architekturbüro MEISSL Architects. Am Beispiel von MalisGarten wird deutlich, dass der Baustoff Massivholz so gut wie keine Grenzen kennt: Von der Tragkonstruktion bis zum Innenausbau zieht sich dieses Thema konsequent durch das gesamte Haus und schafft den Rahmen für die Positionierung als naturnahes und regional geprägtes Gästehaus. Eröffnet wurde das Hotel im heurigen Juni.

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Gestalterisch lehnten sich die Architekten mit den leicht geneigten Satteldächern an das alte Gebäude an.

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DOPPELWOHNHAUS MIT AUSSICHT Zwei befreundete Familien teilen sich Zufahrt, Garten sowie Pool und genießen dennoch viel Privatsphäre in ihrer eigenen, individuell geplanten Wohnhaushälfte auf einem herrlichen Grundstück am Mieminger Sonnenplateau in Tirol. H O L Z B A U : D A C H + FA C H H O L Z B A U , P O L L I N G

Vor einiger Zeit stand noch ein Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren auf dem länglich geschnittenen Grundstück, Dank der geschickten, sensiblen Planung des Innsbrucker Architektenteams Stöger + Zelger können heute zwei Familien in ihren Doppelhaushälften das Leben genießen. Im Sinne einer gelungenen Nachverdichtung und im Rahmen eines wirtschaftlichen Budgetrahmens wurden die Verkehrsflächen entlang des neuen, kompakten Gebäudes in Massivholz-Bauweise so gering wie möglich gehalten. So blieb auch ausreichend Platz für einen schönen Gartenbereich mit Pool in südwestlicher Richtung. Sogar ein Doppelcarport mit anschließendem Geräteraum fand für beide

Einheiten Platz. Das betonierte Kellergeschoß mit ausreichend Lager-, Technik- und Werkstattflächen ist für beide Familien auch extern vom Carportbereich aus zugängig. Der Wunsch nach einem nachhaltigen und ökologisch wertvollen Holzbau stand von Beginn an bei Bauherren und Architekten an erster Stelle und so sorgen schöne, warme Holzoberflächen an der Fassade und in den Innenräumen für viel Wärme und Wohlbehagen. „Mir war es sehr wichtig, dass sich das Gebäude mit seiner dunklen Holzfassade gut in die herrliche Naturlandschaft einfügt und die schöne Sicht auf die dahinterliegende, helle Kirche nicht zu sehr stört. Auch die Transparenz innerhalb der Häuser und hi-


naus in die Natur war uns als Architekten ein großes Anliegen“, so Architekt Christoph Zelger. Nachdem die beiden Baukörper mit 126 und 136 Quadratmetern Wohnfläche leicht versetzt aneinandergebaut sind, bleiben für beide Hälften geschützte Außenbereiche mit viel Privatsphäre und freie Ausblicke in drei Himmelsrichtungen. Ein bewusst gesetzter Einschnitt zwischen den beiden Obergeschoßen mit intensiv begrüntem Dachgarten verdeutlicht, dass es sich um zwei Baukörper handelt, die individuell funktionieren und doch miteinander harmonieren. In beiden Häusern gelangt man über eine lichtdurchflutete Garderobe, an einer schwebend leicht konstruierten Holztreppe vorbei in den offenen Küchen-Ess-Wohnbereich mit angeschlossener Speis. Auch ein Zimmer mit Bad kann jeweils auf Erdgeschoßniveau von Gästen genützt werden. Eines der beiden Häuser verfügt über einen Luftraum über dem Wohnbereich und hat damit eine Sichtverbindung zum Obergeschoß. Über große Glasschiebeelemente verbinden sich die Wohnräume mit den überdachten Terrassen und weiter mit dem Garten. Im Obergeschoß bleibt beiden Familien viel Platz für ein großzügiges Schlafzimmer mit Schrankraum, Wellnessbad, Sauna und eine weitere Terrasse mit Privatsphäre. Ein Arbeits- bzw. Gästezimmer ergänzt das Raumprogramm auf dieser Ebene.

© ANDREAS WIMMER

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Schlicht und warm erstrahlen die lichtdurchfluteten Wohnräume des Doppelwohnhauses.

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Außen sind die einzelnen Ebenen, die sich an das Gelände schmiegen, schön zu erkennen. Jeder Raum hat seine spezielle Qualität, egal wohin er orientiert ist.

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Die naturbelassenen Holzoberflächen ergeben je nach Lichteinfall ein jeweils unterschiedliches Bild.

TRAUM(H)AUSBLICK Ein Wohnhaus für drei Generationen auf einem sonnigen Hang über der Landeshauptstadt beschert der jungen Bauherrenfamilie das ganze Jahr über Urlaubsgefühle. H O L Z B A U : Z I M M E R M A N N & C O . , WAT T E N S

Das erste Projekt als selbstständiger Architekt sollte für Christoph Eigentler schon etwas ganz Besonderes werden und das ist ihm auch gelungen. Nach kurzen Umbauüberlegungen zum Altbestand auf dem Grundstück im Stadtteil Allerheiligen in Innsbruck war schnell klar: „Um dem Gelände und den Wünschen und Anforderungen der Bauherren gerecht zu werden, konnte nur ein neues Konzept die wahre Lösung sein.“ Die Suche nach einem passenden Fertigteilhaus mussten die Bauherren bald aufgeben, da zwei getrennte Wohneinheiten (eine für eine junge Familie mit zwei Söhnen, eine Wohnung für den Opa) auf mehreren Ebenen nur nach Maß und mit individuellen Lösungsansätzen umzusetzen waren. Die Wahl fiel schließlich auf ein Haus aus Holz mit betoniertem Keller. Die versetzten Ebenen erzeugen dabei unterschiedlichste Raumsituationen, auch in der Blickbeziehung nach außen. Selbst die großzügige Dach-

terrasse hat zwei Niveaus, was einen intimeren und einen öffentlicheren Bereich ergibt. Auf Sichtschutz können die Bewohner trotz der großen Glasflächen beinahe komplett verzichten. Die Zufahrtssituation entspricht dem ursprünglichen Zustand und führt zu drei Garagen samt Keller und Technikräumen. Über einen Sichtbetonkern gelangt man von diesem Niveau hinauf in ein lichtdurchflutetes Foyer, das als wohnlich gestalteter Gang weiter zu den drei Schlafräumen, zwei Bädern und einem Büroraum führt. Dem Geländeverlauf folgend und von Terrassen und Gartenabschnitten umrahmt erreicht man über eine weitere Treppe das offene Wohn- und Küchengeschoß. Der Holz-Massivbau mit kontrollierter Wohnraumlüftung und Solaranlage wirkt durch das Oberflächenspiel von Sichtbeton und Holzoberflächen edel, elegant und zugleich freundlich und behaglich.


Hier entsteht ein Traum aus Holz...

Foto: Schaller Lukas

Foto: Schafferer Holzbau

Foto: Thomas Böhm

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HARMONIE AUS FORMEN UND FARBEN

Dieses Wohnhaus einer fünfköpfigen Familie zeigt, wie gut verschiedene Oberflächen miteinander harmonieren, wenn sie gekonnt aufeinander abgestimmt werden.

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Das auskragende obere Geschoß mit integrierter Loggia schützt die Terrasse darunter.

H O L Z B AU : S C H A F F E R E R H O L Z B AU, N AV I S

Mit seiner Familie hat sich der Bauherr vor einigen Jahren den Traum vom Eigenheim aus Holz auf einem sonnigen, ebenen Grundstück am nördlichen Ende von Kematen verwirklicht. Aufgrund der jahrelangen guten Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Stöger + Zelger aus Innsbruck hat die Bauherrenfamilie dem Planungsteam ihr Vertrauen geschenkt, als Holzbauexperten nahm man sich das Team von Holzbau Schafferer mit ins Boot. Das sogenannte SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus entstand um eine zentrale Sichtbeton-Wandscheibe, die im Erdgeschoß als Trennwand und im Obergeschoß als Brüstung entlang der Holztreppe dient und so einen spannenden Kontrast zu den warmen Holzoberflächen an den Böden, Decken, Türen und Möbeln bietet. Großer Wert wurde auf großzügige, geschützte Freiflächen gelegt, so ergibt sich durch die weite Auskragung des Obergeschoßes eine überdachte Terrasse im Erdgeschoß und darüber eine Loggia, die von allen vier Zimmern aus genützt werden kann. Die drei Kinderzimmer mit eigenem Kinderbad und das Elternschlafzimmer mit Bad und Schrankraum bieten herrliche Ausblicke bis in den Sonnenuntergang im Oberinntal. Der helle, offene Küchen-Essbereich ist durch drei Stufen von der Couchecke

getrennt, wobei beide Ebenen direkten Zugang auf die vorgelagerte, überdachte Terrasse haben. Gestalterisch wurde mit verschiedenen Oberflächen und Farben gearbeitet, was dem schlichten Baukörper seine persönliche Note gibt. Das obere, schachtelförmige Geschoß wurde mittels Fassadenplatten in Anthrazit akzentuiert, die Loggia hebt sich durch eine vertikal verlaufende Holzverschalung gut davon ab. Die Fassade der zurückspringenden unteren Ebene wurde hingegen weiß verputzt. Gut durchdacht ist auch die Positionierung der Tür- und Fensterelemente, parallel zur Treppe verläuft beispielsweise eine große Fixverglasung in Richtung Norden, die für angenehmes Tageslicht und schöne Ausblicke sorgt. Das Wohnhaus steht auf einem massiven Kellergeschoß, in dem sich Technik- und Lagerräume befinden. Beheizung und Warmwasserversorgung des Hauses wurden über eine Tiefenbohrung sichergestellt, Solarpaneele am Dach ergänzen das Energiekonzept. Die Autos der Familie werden unkompliziert in einem Carport aus Sichtbeton mit anschließendem Geräteraum geparkt. Dieser Bauteil grenzt das Gebäude samt Vorplatz auch geschickt zur Straße hin ab.

© ANDREAS WIMMER, SCHAFFERER HOLZBAU GMBH

Zwei voneinander abgesetzte Ebenen trennen den Wohnraum in einen Küchen-Essbereich und eine tiefer liegende Couchzone.


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Leicht und schwebend hebt sich das moderne Haus aus Holz von der dörflichen Siedlungsstruktur ab, ohne mit dieser in Konkurrenz zu treten.

Holz in seiner schönsten und schlichtesten Form wurde hier vom Bauherrn selbst in hochwertiger Art und Weise verarbeitet.

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HOLZBAU VOM PROFI ERDACHT UND GEMACHT Ein gutes Miteinander schafft oftmals Dinge, die alleine nie machbar wären. Dieses Doppelhaus auf dem Grund einer ehemaligen Landwirtschaft zeigt in vielerlei Hinsicht, was gemeinschaftliches Handeln und viel Eigeninitiative zuwege bringen. H O L Z B A U : H O L Z B A U A K T I V, R A N G G E N

Was der Mensch trotz Schicksalsschlägen und Hindernissen zu schaffen imstande ist, zeigt dieses Projekt aus dem Tiroler Oberland. Tischler und Innenarchitekt Daniel Hafele hat vor wenigen Jahren sein Leben nach dem plötzlichen Ableben seiner Frau völlig neu organisieren müssen und das mit einem Kleinkind, einem Säugling und einem halbfertigen Haus. Ein ehemalig landwirtschaftlich genutzter Grund in der Gemeinde wurde parzelliert, in fünf Bauparzellen aufgeteilt und Familie Hafele entschied sich zum Bau eines Doppelhauses mit einem damals noch unbekannten Nachbarn. Das Wohnhaus sollte nicht als Doppelhaus im herkömmlichen Sinne spürbar sein und jede Familie ihr individuelles, unabhängiges Reich bekommen. Die Grundkonstruktion des Massivholzhauses mit einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern wurde mit Hilfe von Holzbau AKTIV aus Ranggen aufgestellt, um den Ausbau kümmerte sich der Bauherr größtenteils selbst. Das schlichte kubische Gebäude mit Flachdach wurde mit natürlichen Materialien wie Zellulose und Holzfaserplatten gedämmt und mit einer stehenden Lärchenfassade ausgestattet. In

Anlehnung an einen Holzstadel gliedert sich das moderne Haus mit seiner dunklen Holzverschalung ohne Lederhosenimage bestens in die dörflichen Strukturen ringsum ein. Der natürlich belichtete, massiv gebaute Keller schafft Platz für eine gut ausgestattete Werkstatt und die gesamte Haustechnik, die für beide Doppelhaushälften gemeinsam konzipiert wurde. Das Erdgeschoß wurde etwas angehoben, um die Sonne ausreichend einzufangen. Auf dieser Ebene befinden sich ein großzügiger Eingangsbereich mit elegantem Treppenaufgang, den Hafele auch als Ausstellungsfläche für seine Fotografien nützen kann, und ein offener Küchen-Ess-Wohnbereich. Darüber liegen die farblich akzentuierten Zimmer für die Kinder, das Schlafzimmer und ein Familienbad. An den vielen perfekt gelösten Tischlerdetails erkennt man die Passion und Liebe des Bauherrn zum Werkstoff – so sind beispielsweise die Türen ohne Rahmen ausgeführt und verschwinden so in den Wandflächen. Die Kombination aus warmen Holzoberflächen, Rohstahl und Glas schafft eine ansprechende Wohnatmosphäre.


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EIN HAUS WIE EINE UMARMUNG © MIRIAM RANEBURGER

Das Einfamilienhaus in Osttirol mit dem bezeichnenden Projektnamen „embrace“ erzählt eine ganz besondere Geschichte.

20 Die Vorgabe der Bauherren war eine behindertengerechte Bebauung mit natürlicher Lichtdurchflutung, überdachtem Freibereich und sichtgeschützter Einbettung. Innen wurde darauf Bedacht genommen, dass alle Räume und Bereiche so konzipiert sind, dass sie sich einerseits zur Sonne hin öffnen und andererseits durch ihre Wandkörper ein Schutzgefühl erzeugen – ähnlich einer Umarmung (engl. embrace).

HOLZBAU: ZIMMEREI WEINGARTNER, DÖLSACH

Das 640 Quadratmeter große Grundstück in Debant liegt in einem leicht erhöhten, in Richtung Süden geneigten Ortsteil und ist umgeben von Wohnbebauung. Gemäß einer idealen Positionierung befindet sich der Technik- und Lagerbereich des Bungalows im Nordosteck des Gebäudes, wobei dieser Baukörper sich zu einem Vorplatzbereich erweitert. Dieser bildet den überdachten Zugangsbereich zum Wohnhaus und kann auch als bespielbarer Freibereich genützt werden. Der Wohnbereich bildet mit dem anschließenden Carport und der überdachten Terrasse einen eigenen, höheren Baukörper, der durch ein flaches, außermittig gesetztes Satteldach geschützt ist. Der „Dachkörper“ ist ein wesentliches Erscheinungsmerkmal, im Inneren zieht sich eine abgehängte Decke auf einer Raumhöhe von 2,80 Metern durch den gesamten Bauteil. In Verbindung mit den leicht abgeschrägten Nord- und Südwänden und den vertikalen, drehbaren Cortenlamellen, die den Terrassenbereich kennzeichnen, ergibt sich in westlicher Richtung eine C-Form aus Sichtbeton, die den prägnantesten Bauteil darstellt. Die räumliche Anordnung wird bestimmt durch den zentral liegenden großzügigen Wohnraum, der sich durch Glasschiebeelemente um die überdachte Freiterrasse erweitern lässt. Östlich davon findet sich unter anderem der Schlaf- und Badbereich, im Westen schließen ein Gästebereich sowie ein Carport an.

Die natürliche Belichtung war ein wesentlicher Planungsfaktor, wobei große Fensterflächen im Süden die Sonne ins Haus holen und den Blick frei auf die Lienzer Dolomiten geben. Im Norden bilden höher gesetzte Fensterbänder einerseits Schaubilder vom „Nußdorfer Berg“, andererseits schützen sie vor ungewollten Einblicken. Der Technik-Vorplatz-Bereich sowie die westliche Sichtbetonwand und die Bodenplatte wurden in Betonbauweise, der restliche Baukörper in Holzriegelbauweise mit Sparrendachstuhl errichtet. Die Heizung erfolgt mittels einer Luft-Wärme-Pumpe. Die Farb- und Materialauswahl wurde so getroffen, dass der Vorplatz- und Eingangsbereich im Norden hell und einladend erscheint, während die Südflächen dunkler gestaltet sind, um die Wärme der Sonne zu speichern, und der Terrassenbereich in Lärche zu einem vorgelagerten Wohnraum wird. Als Hommage an den holländischen Designer Gerrit Rietveld wurden einzelne Farbpunkte am Haus in Gelb, Blau und Rot gesetzt, die familiengeschichtlichen Hintergrund und sich durch die Assoziation mit einem Kindergarten in der Nachbarschaft schon zu wesentlichen Sympathieträgern entwickelt haben. Die Bauherren haben sich durchwegs für Firmen aus der Region entschieden, Peter Raneburger hat den Bau bis hin zur Kuscheldecke begleitet.


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EIGENHEIM FÜR EINEN HOLZBAUMEISTER Wenn der junge Chef eines Holzbaubetriebes sein Eigenheim plant und baut, muss das Ergebnis ein ganz besonderes sein. In moderner Formensprache bereichert der traditionelle Baustoff Holz damit den Wohnhausbau im Zillertal.

Die Kombination aus Altholz mit modernen Formen und Materialien gibt dem Wohnhaus einen ganz besonderen Look.

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HOLZBAU: ZIMMEREI-HOLZBAU ERLER, TUX

Die Blickbeziehungen aus dem Haus und zwischen den Räumlichkeiten in Form von Verglasungen bzw. über die Galerie sind wohlüberlegt.

Johannes Erler hat mit seiner Familie in einem kleinen Weiler bei Tux ein ebenes Grundstück gefunden und dort gebaut. Das moderne Haus im Holzmantel beherbergt sowohl die Wohnräumlichkeiten als auch die Physiotherapie-Praxis seiner Frau. Bei der Gestaltung des Hauses griff der Bauherr und Zimmermeister auf ein großes Spektrum an Möglichkeiten des modernen Holzbaus zurück und hat sich damit selbst ein perfektes Referenzprojekt geschaffen. Im betonierten Keller des Hauses sind die gesamte Haustechnik, allgemeine Kellerräume und die Physio-Praxis untergebracht. Ein Geschoß höher liegt das Herzstück des Gebäudes mit Foyer, offenem Küchen-Ess-Wohnbereich, einem Gäste-WC, Abstellraum und dem Aufgang zur Galerie sowie den privaten Schlafräumen der Familie im Obergeschoß. Der große Esstisch mit gemütlicher Sitzbank und ein Ofen als Raumteiler bilden den Übergang zwischen Koch- und Wohnbereich. Über ein Glasschiebeelement gelangt man hinaus auf die überdachte Terrasse und in den Garten. Neben den drei Zimmern finden im Obergeschoß auch zwei Bäder, ein Schrankraum und eine Sauna Platz. Der Massivholzbau mit Lehmanteil im Innenbereich birgt viele Blickfänge. Die Altholz-Holzfassade mit Zirben- und Lärchenanteilen ist absichtlich nicht farbsortiert, fleckig gestaltet und wirkt im Spiel mit den Fassadenplatten in Steinoptik modern und raffiniert. Die dunkelgraue Glasbrüstung am Balkon unterstützt diese Wirkung zusätzlich. Auch im Innenraum gibt Holz den Ton an – Böden und Fenster sind aus Eichenholz gemacht, an Wänden und Decken strahlt heimisches Fichtenholz viel Behaglichkeit aus. Die hölzernen Sicht- und Schallschutzlamellen in Richtung Straße sind sowohl optisch als auch funktionell wirkungsvoll und sorgen für mehr Privatsphäre. Das Dach wurde extensiv begrünt und verändert so je nach Jahreszeit sein Erscheinungsbild. Das Niedrigstenergiehaus im Passivhausstandard ist mit einer Luft-Wärmepumpe, Kollektoren am Dach und einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet. Sogar ein zukunftsweisender Batteriespeicher ist vorhanden. Über ein BUS- bzw. Smart-Home-System funktioniert die gesamte Elektronik im Haus, auch über das Handy sind die einzelnen Bereiche steuerbar.


SCHAFFERER HOLZBAU

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NATÜRLICH WOHLFÜHLEN Mit SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHäusern erzeugen wir Oasen der Ruhe und Entspannung. Der nachhaltige Baustoff Holz spielt hier seine Stärken vollends aus.

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CHAFFERERnatürlichMassivHolzHäuser bieten ein nahezu perfektes Wohnklima und sind eine Oase der Ruhe und Entspannung. Das MassivHolzHaus riecht gut und fühlt sich gut an, vermittelt und speichert Wärme und stärkt die Fähigkeit zur Regeneration und Entschleunigung. Die SCHAFFERERnatürlichMassivHolz-Bauweise ist mit keiner anderen vergleichbar und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus.

Im SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus wird der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert und ein Leben lang andauerndes behagliches Wohnklima geschaffen.

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Die SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHäuser erzeugen ein neues Wohngefühl. Die besonderen Eigenschaften der Holzkonstruktion regulieren die Luftfeuchtigkeit und die Natürlichkeit ausstrahlenden Oberflächen

sorgen für ein behagliches Ambiente. Als CO2-neutrales Baumaterial beweist die Holzbauweise von Schafferer auch in den Bereichen der Nachhaltigkeit und Regionalität ihren unbestrittenen Wert. PR

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SCHWARZBRENNEREI Yakisugi bzw. Shou Sugi Ban ist wohl einer der heißestens Trends im Architekturbereich. Die japanische Konservierungsmethode spielt mit dem Feuer und schützt das derart behandelte Holz vor Witterungseinflüssen und Insektenbefall. Und sieht auch noch heiß aus. Finden wir zumindest. TEXT: MARIAN KRÖLL

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er heutzutage etwas bauen (lassen) möchte, braucht Kohle. Je mehr, desto besser. In erster Linie wortwörtlich, aber genauso metaphorisch. Und da wären wir gleich beim Thema: Bauen mit verkohltem Holz ist derzeit wohl einer der heißesten Trends in der Architektur. Bau-und Wohntrends drehen sich nicht immer um neue Ideen, sondern nehmen gelegentlich Anleihen an der Vergangenheit, indem sie alten Techniken – meist mit verbesserter Technologie – neues Leben einhau-

chen. Shou Sugi Ban bzw. Yakisugi ist dafür ein perfektes Beispiel, das früher oder später auch hierzulande Schule machen dürfte. Yakisugi kommt aus dem Japanischen und bedeutet ungefähr so viel wie gebrannte Zeder bzw. Sicheltanne (yaki = gegrillt, sugi = Sicheltanne, japanische Zeder). Deshalb, weil traditionell meist Holz dieser Baumart verwendet wurde. Bei Yakisugi bzw. Shou Sugi Ban handelt es sich um althergebrachte Techniken, um die oberste Holzschicht bewusst zu verkohlen. Die derart behandelten Hölzer, meist Bretter, machen sowohl im

Außen- als auch im Innenbereich sowie als Möbelholz verbaut gute Figur. Optisch ist das Ganze – je nachdem, wen man fragt – ein absoluter Hingucker oder aber ein Grauen. Yakisugi polarisiert. Großflächig verbaut, kann es im ersten Moment durchaus an einen Brandschaden gemahnen, nur eben nach einem absichtsvoll-ebenmäßigen und – so könnte man argumentieren – damit ästhetischen. Schönheit liegt aber freilich immer im Auge des Betrachters. Es ist nicht alltäglich und setzt schon allein deshalb einen spannenden Reiz.


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„Yakisugi kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie gebrannte Zeder bzw. Sicheltanne (yaki = gegrillt, sugi = Sicheltanne, japanische Zeder). Deshalb, weil traditionell meist Holz dieser Baumart verwendet wurde.

© NAKAMOTO FORESTRY

zumindest und so scheint es in Japan seit Jahrhunderten gut zu funktionieren. Heutzutage wird bereits an anderen Methoden getüftelt, um ohne manuelles Zusammenbinden von Brettern im quasi-industriellen Maßstab Holz derart behandeln zu können. So hat beispielsweise der süddeutsche Holzprofilhersteller Mocopinus für das Verfahren einen industriellen Prozess entwickelt, der karbonisierte Oberflächen in verschiedenen Varianten ermöglicht.

KONTROLLIERTES FEUER IST DEIN FREUND Man möchte zwar hausverstandesgemäß annehmen, Feuer müsse unbedingt der natürliche Feind eines jeden Holzes sein. Doch das stimmt so nicht. Wie in den meisten Dingen des Lebens kommt es auf die Dosierung an. Bauphysikalisch werden nämlich – so steht es geschrieben – durch das Abflammen die Zellen im Material verdichtet. Shou Sugi Ban erhöht folglich tatsächlich die Haltbarkeit und ist eine völlig natürliche Methode, um Holz ohne Chemikalien, Farben und sonstige Oberflächenbehandlungen zu konservieren. Ursprünglich wurden drei Bretter aus Zedernholz zu einer Art Schornstein zusammengebunden. In bzw. unter selbigem entfachte man ein Feuer, durch den Kamineffekt wurden die innenliegenden Holzoberflächen gleichmäßig verkohlt. Am Ende dieses Prozesses wurde das Feuer mit Wasser gelöscht. Durch das Einbrennen entstand an der Holzoberfläche eine feuerhemmende und wasserabweisende Kohleschicht, die das Holz zusätzlich vor Ungeziefer und Schimmel schützte. So erzählt man es sich

KAUM YAKISUGI - KNOW - HOW

YAKISUGI - LOOK OHNE FEUER Wer Yakisugi-Optik möchte, ohne dabei verkohltes Holz zu hinterlassen, sei auf das brandneue Dekor BURNT WOOD LTECH von SUN WOOD aus dem Hause Stainer aus St. Martin/ Lofer hingewiesen. Durch eine spezielle Oberflächenbehandlung wird der typische verkohlte Look und angeblich sogar die Haptik auf heimischen Holzträgermaterialien reproduziert. Dabei entsteht eine detailgetreue, dreidimensionale Fläche, die kaum von original verbranntem Holz zu unterscheiden ist und sich besonders für moderne Inneneinrichtungsprojekte, den Möbelbau, als Wandverkleidung, Tür, Tischplatte oder sogar Parkettboden eignet.

Tirol ist noch so etwas wie ein weißer Fleck auf der Yakisugi-Landkarte. Weder im universitären Bereich noch von wirtschaftlicher Seite hat man sich anscheinend bislang professionell damit auseinandergesetzt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wolfgang Gindl-Altmutter, der das Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe an der Universität für Bodenkultur Wien leitet, kann sich auf Anfrage zwar prinzipiell vorstellen, dass Yakisugi einen gewissen Witterungsschutz darstellt, relegiert das abgeflämmte Holz allerdings zur Geschmacksfrage: „Es gab in den 1980er-Jahren den Trend, Holzmöbel abzuflämmen und oberflächlich zu verkohlen. Mit Yakisugi feiert für mich das ästhetische Grauen dieses Jahrzehnts eine Wiederkehr – gefällt mir gar nicht.“ Vom Wissenschaftler gibt’s also den Daumen nach unten. Zahlreicher werdende Architekten in aller Welt scheinen zumindest dieses ästhetische Werturteil nicht zu teilen. Beforscht wurde Yakisugi hierzulande zwar noch nicht, aber eine Einschätzung bezüglich der Materialbeschaffenheit gibt der Universitätsprofessor dennoch ab: „Da die Oberfläche schwarz ist, spielt die übliche Vergrauung von Holz durch Besiedelung mit Pilzen keine Rolle und die Farbe stabilisiert sich, nur halt im Schwarzen. Darunter ist immer

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VERSCHIEDENE VARIANTEN

Das nichtwissenschaftliche Wissen um das schwarze Holz wurde wahrscheinlich vom niederländischen Unternehmen Zwarthout qua Japan nach Europa gebracht. Firmengründer Pieter Weijnen, selbst Architekt, stieß auf die Bauten des japanischen Architekten Terunobu Fujimori, der dafür bekannt ist, in seinen Projekten häufig Yakisugi einzusetzen, und der diese Methode in die zeitgenössische Architektur eingeführt hat. Doch auch beim Yakisugi-Holz gibt es nicht bloß einen Typ. In unseren Breiten setzt man statt auf die Zeder beispielsweise auf das Holz der Douglasie bzw. Douglasfichte oder Lärche. So ergeben sich unterschiedliche Qualitäten und Aussehen. Lässt man das Holz nach dem oberflächlichen Verkohlen unbehandelt, weist es eine in der Sonne glänzende, charakteristische Zeichnung auf, die ein wenig abfärbt, sich aber nicht auswäscht und im Laufe der Jahre eine schöne Patina entwickelt. Das Holz kann zusätzlich mit natürlichem Öl nachbehandelt werden, was die Kohle- bzw. Ascheschicht weiter aushärtet. Dadurch färbt das Holz nicht mehr ab und man kann sich beruhigt an der Fassade anlehnen. Man kann das Holz nach dem Anbrennen aber auch bürsten und anschließend ölen. So kommt die ursprüngliche Maserung wieder zum Vorschein und dennoch bleibt das Holz erhöht witterungs-

© NAKAMOTO FORESTRY

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Man möchte zwar hausverstandesgemäß annehmen, Feuer müsse unbedingt der natürliche Feind eines jeden Holzes sein. Doch das stimmt so nicht.

noch Holz, sodass die grundsätzliche Pilzgefährdung überall dort, wo Holz dauerhaft erhöhter Feuchte ausgesetzt ist, unverändert bestehen bleibt. Ich würde Yakisugi als Stabilisierungsmaßnahme für die Optik bezeichnen. Keinesfalls ist das ein Schutz gegen biologischen Holzabbau.“ Kein Bauherr oder Architekt, der bei Trost ist, würde sein Holzhaus bzw. auch nur eine Holzfassade – ob nun Yakisugi oder nicht – dauerhafter Nässe aussetzen. Die Popularität der traditionellen japanischen Holzkonservierungsmethode ist in der Akademie allem Anschein nach ausbaufähig. Aber Trends und Moden bedürfen ohnehin nicht der wissenschaftlichen Legitimation, sondern sind primär eine Frage des Geschmacks. Und ob sich aus ersten Yakisugi-Einsprengseln da und dort tatsächlich ein breites Massenphänomen entwickelt, das Ortsbilder prägen kann, steht in den Sternen. In Sachen Antiästhetik dürften die quer über Österreich verstreuten Ansammlungen zitronen- bis lulugelber Häuser jedenfalls das Maß aller Dinge bleiben. Aber auch das ist letztlich wieder eine Geschmacksfrage.

resistent. Und sieht nebenbei recht edel aus. Im Übrigen ist Yakisugi quasi klimaneutral und auch am Ende seines potenziell langen Lebenszyklus im Gegensatz zu mit Chemikalien und Farben behandeltem Holz problemlos und umweltfreundlich zu entsorgen. Etwa im heimischen Ofen. Yakisugi hat auch noch den Vorteil, dass es völlig wartungsfrei ist und die ursprüng-

liche Schönheit der Holzoberfläche besser zur Wirkung gelangt als bei Holz, das mit einer dicken Farbschicht überpinselt wurde. Shou Sugi Ban ist zudem geradezu ideal geeignet für Anwendungen und Designs, bei denen der spezielle Charakter des Holzes zum Tragen kommen soll, aber etwas mehr Spannung und Ausgefallenheit erwünscht ist.


IHR HAUS VON RIEDERBAU Planung, Architektur und Realisierung Das erfahrene Team von RIEDERBAU errichtet wohl durchdachte Häuser, welche die Lebensweise der Bewohner widerspiegeln. Vom persönlichen Erstgespräch bis zur innovativen Planung und der Fertigstellung bietet das familiengeführte Unternehmen in der Rolle des Baumeisters alle Leistungen aus einer Hand. So unterschiedlich die Häuser in Massivbauweise auch sind, haben sie allesamt auch Gemeinsamkeiten: Zum Einsatz kommen ausschließlich wertvolle Materialien in Markenqualität. Dank der integralen Planung BIM können die Hausherren und -frauen ihr künftiges Zuhause begehen, bevor es gebaut wird und diverse Materialien, wie Böden und Wandfarben, vorab testen.

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DIE KRAFT DER NATUR Ein durch und durch ökologisch verträgliches Haus – dieser Wunsch ist immer öfter in den Köpfen vieler Planer und Bauherren fest verankert. Um die hohen Anforderungen an die thermische Qualität des Gebäudes zu erfüllen, stehen heute zahlreiche natürliche Dämmmaterialien und umweltverträglichere Heizsysteme zur Verfügung. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

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er Grundgedanke hinter Naturmaterialien in Kombination mit modernen Heizlösungen ist klar: Sie bieten denselben Wärmeschutz wie erdölbasierte oder mineralische Produkte bzw. ermöglichen eine hocheffiziente Haustechnik, sind dabei aber ökologisch verträglicher und nachhaltiger. Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen und moderne Heizmethoden bieten neben der Verbesserung der Energieeffizienz des Hauses eine weitere wertvolle Zusatzfunktion: Sie verlängern den natürlichen CO2-Kreislauf und bewahren damit das Klima vor zusätzlichen CO2-Emissionen.

DIE PFLANZEN UND DAS CO 2

Jede Pflanze nimmt CO2 aus der Luft auf, in den Blättern wird es mithilfe von Chlorophyll in seine Bestandteile aufgespalten. Den enthaltenen Kohlenstoff lagert die Pflanze zum Wachstum ein. Stirbt sie ab, wird das CO2 bei der Verrottung wieder freigesetzt. Dieser aktuelle CO2-Kreislauf ist ein geschlossenes System, das den natürlichen Treibhauseffekt bedingt, ohne den kein Leben auf der Erde möglich wäre. Erst als der Mensch anfing, Kohle, Öl und Gas zu verfeuern und damit CO2 freizusetzen, das vor Millionen von Jahren gebunden worden war, geriet das Gleichgewicht aus den Fugen. So wie zunehmend mehr CO2 ausgestoßen wird, lässt sich allerdings auch die Speicherung in natürlichen Materialien verlängern. Wird Holz verbaut oder das Haus mit Naturmaterialien gedämmt, verhindert dies das Verrotten der Pflanzen. Der eingelagerte Kohlenstoff bleibt gebunden. Die Dämmeigenschaft von Pflanzen ist bereits in ihrer Struktur begründet. Pflan-

zen bestehen aus Zellen, diese enthalten Luft und Luft ist als schlechter Wärmeleiter bekannt. Das Prinzip der ruhenden Luft ist hier dasselbe, wie es bei synthetischen oder mineralischen Dämmstoffen nachgeahmt wird. Ein Holzhaus hat daher von Natur aus bereits einen guten Dämmwert. Die Holzrahmenbauweise erlaubt durch die Kombination von hölzernem Ständerwerk und dazwischengesetztem Dämmstoff sehr dünne Wandaufbauten, die gleichzeitig höchste Anforderungen an die energetische Qualität erfüllen. Bei Passivhäusern ist daher Holz ein Material, das häufig zum Einsatz kommt.

NATÜRLICH GEDÄMMT

Angesichts stetig steigender Energiepreise ist das Thema Wärmedämmung aktueller denn je. Bei der Wahl der richtigen Wär-

medämmung spielen Naturdämmstoffe eine immer größere Rolle, denn diese sind wasserdampfdurchlässig und weisen damit deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Wärmedämmstoffen auf. Ob Holzfaser, Holzspäne, Hanf, Schafwolle, Flachs, Schilf, Wiesengras, Kokos, Zellulose, Baustroh oder Kork – die Palette an Naturdämmstoffen ist umfangreich. Doch wie jeder Baustoff müssen auch Naturmaterialien zum jeweiligen Bauteil passen. So sind druckfeste Platten ideal für die Dämmung an Wand, Boden oder eine Dachdämmung auf den Sparren. Flexible Matten und Dämmflocken aus Zellulose, Holzfasern oder Holzspänen eignen sich hingegen am besten für die Dämmung unregelmäßiger Hohlräume im Dach oder für eine Fassadendämmung bei hinterlüfteten Fassaden.

Hanf ist eine alte Kulturpflanze mit sehr vielseitigen Verwertungsmöglichkeiten. Auch hinsichtlich Wärmedämmung und Schallisolierung weist Hanf gute Eigenschaften auf, wodurch er immer öfter zur Dämmung eingesetzt wird.

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HAUS IN THIERSEE, PLANUNG: CHRISTINA KRIMBACHER

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Dieses Massivholzhaus wurde mit Hanf gedämmt, zum Teil verputzt und zum anderen Teil mit einer lasierten Holzschalung versehen. Alle verwendeten Materialien sind ökologisch und höchst professionell verbaut worden. Auch im Inneren sorgen Materialien wie eine Holzfaserdämmung, Kalkputz, Kalkfarbe, Massivholzböden ohne Estrich, Vollholzmöbel und biologische Öle für einen gesunden Wohnkomfort. Eine Besonderheit ist die Balkonkonstruktion im Obergeschoß. Hier wurde die Massivholzdecke auskragend eingebaut und jede Platte mit gedämmten Schlitzen ausgeführt, um Luftdichtheit und Wärmebrückenfreiheit zu gewährleisten. So musste man kaum wertvolles Material entsorgen und konnte beinahe alles verwerten. Die Haustechnik wurde auf das notwendige Minimum reduziert und einfach bedienbar gestaltet. Im Erdgeschoß gibt es einen Holzofen, das Obergeschoß wird mit Pellets beheizt. Beide Wohneinheiten haben eine eigene Warmwasserwärmepumpe mit hohem Wirkungsgrad, eine große Photovoltaikanlage am Dach sorgt für ausreichend Strom in beiden Haushalten.

Je nach Einsatzzweck haben Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen unterschiedliche Vorteile: Pflanzen speichern hervorragend Wärme und verbessern so den sommerlichen Hitzeschutz. Hanf kann vorübergehend Feuchtigkeit binden, ohne die Dämmwirkung zu beeinträchtigen, und punktet mit optimalem Schallschutz. Insbesondere für die Dämmung von Böden und Decken sollten feuchtigkeitsstabile Dämmstoffe wie Holzfasern, Hanf, Schafwolle oder Flachs zum Einsatz kommen. Holzfaserdämmstoffe dürfen allerdings nicht im Erdreich verbaut werden.

SCHAFWOLLE Schafwolle als Dämmstoff ist eine Erfindung der Natur. Als vollbiologisch nachwachsender Rohstoff hat Wolle die Eigenschaft, die ein gesunder und natürlicher Dämmstoff braucht. Ob als Dämmmatte zum Isolieren von Dach, Dachboden, Innenwand, Fassade oder Kellerdecke, als Trittschalldämmfilz für Fußböden, als Wollzopf zum Ausstopfen von Zwischenräumen um Fenster, Türen und anderen Hohlräumen oder als Dämmstreifen für Blockhäuser: Schafwolle ist vielseitig einsetzbar und einfach zu verarbeiten. Sie zeichnet sich durch hohe Diffusionsfähigkeit und damit

Atmungsaktivität, gutes Feuchteverhalten, hohe Wärmespeicherfähigkeit, dauerhafte Formstabilität, extreme Elastizität und die Bindung von Schadstoffen aus der Luft aus.

HOLZFASERDÄMMPLATTEN

Holzfaserdämmplatten werden aus entrindetem Restholz hergestellt. Dieses wird zu feinen Holzfasern zerrieben, kurz erhitzt und dann zu Platten gepresst. Als Klebstoff dienen die holzeigenen Harze, sodass keine weiteren Zusätze erforderlich sind. Zur Unterdachdämmung werden Holzfaserdämmplatten imprägniert. Dies


geschieht bestenfalls mit Naturharzen. Holzfaserdämmplatten weisen sehr gute wärmedämmende Eigenschaften auf, hinzu kommt, dass sie durch die hohe Rohdichte eine gute Schallschutzwirkung und hohe Wärmespeicherfähigkeit haben und zudem feuchteregulierend wirken. Sie werden in die Brandschutzklasse B2 – normal entflammbar – eingestuft. Angeboten werden sie in unterschiedlichen Dicken als starre, druckbelastbare sowie als flexible Dämmplatten.

© VIESSMANN

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ZELLULOSEFLOCKEN

Unter den ökologischen Dämmstoffen kommt den Zelluloseflocken im Moment die größte Bedeutung zu. Dies ist sicherlich dem Umstand zuzuschreiben, dass Zellulosedämmstoffe im Hinblick auf Preis und Wirtschaftlichkeit zu konventionellen Isoliermaterialien wie Mineralwolle oder Schaumdämmstoffen voll konkurrenzfähig sind. Hinzu kommt die besondere Eignung beim Holzrahmenbau. Zelluloseflocken werden aus Altpapier hergestellt, das in der Regel von Tageszeitungen stammt. Das Altpapier wird in mehreren Schritten mechanisch zerkleinert und aufgefasert, dabei verändert die Zellulose ihre Struktur – aus einem Papierschnipsel wird eine dreidimensionale Zelluloseflocke, die durch ihre Vernetzung untereinander ein hohes Maß an Setzungssicherheit bietet. Eine Zellulosedämmung hat sehr gute wärmedämmende Eigenschaften und bietet gute Schallschutzeigenschaften. Zelluloseflocken enthalten keine ausdünstenden Chemikalien, sind dampfdiffusionsfähig und wirken feuchtigkeitsregulierend.

Eine moderne, flüsterleise Wärmepumpe auf nur 1,5 Quadratmetern zum Heizen, Kühlen, Lüften und für Warmwasser gilt heute als Standard im Neubau. Wärmepumpen können mit unterschiedlichen Energiequellen betrieben werden, funktionieren aber alle nach demselben Prinzip. Die Funktionsweise einer Wärmepumpe lässt sich mit der eines Kühlschranks vergleichen. Während ein Kühlschrank den Nahrungsmitteln Wärme entzieht und diese nach außen abgibt, entzieht eine Wärmepumpe der Umwelt Wärme und gibt diese an das Haus ab.

HANFDÄMMUNG Hanf ist eine alte Kulturpflanze mit sehr vielseitigen Verwertungsmöglichkeiten: Seile, Textilien, Papier, Dichtmaterial von Rohrgewinden, Öl, Biomasse und eben auch zur Wärmedämmung. Für die Herstellung von Vliesen und Hanfdämmmatten werden die Stängel der Hanfpflanze verarbeitet. Durch Brechen und Walzen werden diese aufgefasert. Hanfdämmung wird als Matten- und als Rollenware in unterschiedlichen Dicken angeboten. Hanf weist hinsichtlich Wärmedämmung und Schallisolierung gute Eigen-

schaften auf. Durch den hohen Gehalt an eingelagerter Kieselsäure sind Hanffasern feuchtigkeitsbeständig und fäulnisresistent. Die flexible Hanfdämmung kann in der Sparrendämmung, zur Wanddämmung im Trockenbau und zur Wärmedämmung und Trittschalldämmung von Decken verwendet werden. Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet sich als Stopfhanf. Er dient der Auskleidung von Rissen und kleineren Hohlräumen zum Beispiel bei Fenstern. Es ist auch möglich, eine Hanfdämmung als hinterlüftete Fassade auszuführen.

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eco.architektur

© ETERNIT

Innovative Rundum-Lösung: sunskin bietet alle Vorteile eines modernen Dachs und erzeugt gleichzeitig Strom mit hohem Wirkungsgrad. Die Glas-Glas-Module sind extrem belastbar, einfach zu verlegen und eine nachhaltige und wirtschaftliche Solarlösung.

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„ A L L E S , WA S G E G E N D I E N AT U R I S T, H AT A U F D I E D A U E R K E I N E N B E S TA N D .“ CHARLES DARWIN

ALTERNATIVE HEIZSYSTEME Der aktuelle Heizungsmarkt wird gerne in die Bereiche der fossilen und der regenerativen Heiztechnik unterteilt. Fossil bezeichnet in diesem Zusammenhang, dass die Befeuerung mit nicht erneuerbaren Kohlenstoffverbindungen erfolgt. Darunter fallen Kohle, Öl oder Gas. Zu den regenerativen Systemen zählt man gemeinhin die Wärmepumpe, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen. Diese Trennung ist allerdings nicht so scharf, wie es erscheint. Denn Brennstoffe wie Erdgas können auch unter Ausnutzung natürlicher oder technischer Prozesse erzeugt werden (Stichwort „Bioerdgas“), während es bei der Wärmepumpe unter anderem darauf ankommt,

ob der Betriebsstrom regenerativ erzeugt wurde (Wind- oder Solarstrom) oder in einem Kohlekraftwerk. DIE moderne Heizung gibt es eigentlich nicht, denn in allen Bereichen hat die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten nicht Halt gemacht. Nur weil eine Heizung fossil befeuert wird, gehört sie nicht automatisch zum alten Eisen.

DIE PELLETHEIZUNG

Eine sehr beliebte, alternative Heizung ist die Pelletheizung. In den 1980-Jahren bereits vor allem in den USA und Schweden bekannt und damit nicht mehr ganz taufrisch, hat sich das vollautomatische Heizen mit Pellets in den 1990ern auch in Österreich

verbreitet und um die Jahrtausendwende auch in Deutschland Einzug gehalten. Hier gibt es verstärkt Brennwertgeräte auf dem Markt. Die technische Entwicklung konzentriert sich vor allem auf die Erhöhung der Zuverlässigkeit der Komponenten und die einfachere Wartung. Die Pelletheizung ist insofern eine moderne Heizung, da der Brennstoff nicht nur preiswert, sondern auch nachwachsend ist und somit vergleichsweise geringe CO2-Emissionen erzeugt. Deswegen wird sie durch öffentliche Geldgeber mit Zuschüssen gefördert.

DIE WÄRMEPUMPE

Auch die Wärmepumpe ist ein überraschend altes Konzept. Bereits im 19. Jahr-


SONNENENERGIE

Die Solarthermie ist ein weiteres altbewährtes Konzept, das in den vergangenen Jahrzehnten besondere Aufmerksamkeit erfahren hat. Eine Solarthermieanlage gewinnt Wärme aus der Sonneneinstrahlung. Als alleiniges Heizsystem ist eine Solarthermieanlage allerdings nicht ausreichend, sie ist aber ein bewährtes Unterstützungssystem, das man mit allen anderen Heiztechniken kombinieren kann, solange man ein geeignetes Dach und einen Pufferspeicher besitzt. Photovoltaik und Solarthermie sind technische Verfahren, um aus dem Licht bzw. der Strahlung der Sonne Energie (Solarenergie) zu gewinnen. Als Solarenergie kann grundsätzlich sowohl Wärme als auch elektrischer Strom verstanden werden. Bezieht man sich auf Solarenergie zum Heizen, ist genau genommen von Solarthermie die Rede; spricht man von Solarenergie in Form von elektrischem Strom, gewinnt man diesen am direktesten durch Photovoltaik. Auch als Laie ist es möglich, die beiden Energieerzeugungsformen relativ einfach auseinanderzuhalten. Es genügt dabei ein Blick auf die Oberflächen. Handelt es sich um Kollektoren, die für die Erzeugung und Umwandlung von Wärme zuständig sind und somit in der Solarthermie verwendet werden, sind diese parallel („gestreift“) zueinander angebracht. Bei Modulen hingegen, die in der Photovoltaik zur Stromerzeugung verwendet werden, zeigt sich ein „kariertes“ Muster. Quellen: www.sanier.de, www.oekologisch-bauen.info, www.heizungsfinder.de

© FLORIAN LECHNER

hundert gab es erste Prototypen etwa in der Schweiz und in Österreich. Zwischen den Wärmepumpen von damals und heute liegen allerdings Welten, besonders was die Effizienz angeht. Vor allem die Leistungszahl (COP), die das Verhältnis zwischen Wärmeleistung und der erforderlichen Energie angibt, ist in den letzten Jahrzehnten beständig verbessert worden. Ebenso wie die Pelletheizung wird die Wärmepumpe als moderne Heizung mit öffentlichen Geldern gefördert. Eine besonders erwähnenswerte Entwicklung ist, dass die Wärmepumpe zunehmend in Kombination mit Photovoltaikanlagen gefahren wird. So gewinnt man einen Teil des Betriebsstroms der Wärmepumpe umweltfreundlich selbst und spart noch mehr Stromkosten. Ein starker Wettbewerber auf den Titel der Heizung der Zukunft.

Wohlfühl-Wohnen. Wir sorgen für Gemütlichkeit.

PRAXISTIPPS VON DER EXPERTIN DI Christina Krimbacher, planende Baumeisterin und Expertin in Sachen Holzbau, Energieeffizienz und ökologische Baustoffe aus Innsbruck: „Generell muss man sowohl beim Dämmen als auch beim Heizen zwischen Sanierung und Neubau unterscheiden. Eine genaue Gebäudeanalyse, eine Heizlastberechnung nach den erforderlichen Energiestandards und eine Sicht auf den gewünschten Endzustand sind unerlässlich, um ein sinnvolles, wirtschaftliches und individuell passendes Energiekonzept zu erstellen. Dabei sind natürlich auch die Gegebenheiten des Standortes und die Bedürfnisse der Bewohner bzw. Benutzer in Betracht zu ziehen. Jedes Projekt hat unterschiedliche Voraussetzungen und deshalb stellt sich immer die Frage: Was geht und was ist sinnvoll? Im Superpassivhaus sind beispielsweise sogar Stromheizungsmodelle denkbar. Neben dem Blick auf die verwendeten Produkte und Materialien ist auch deren Verarbeitung bzw. Einbau immens entscheidend. Im Innenausbau sind oftmals versteckte Schadstoffe in Kunststoffen, Lacken oder Klebern vorhanden, die man mit dem nötigen Wissen meist vermeiden kann. Auch die Müllvermeidung auf den Baustellen ist mir ein großes Anliegen. Hier gibt es noch viel zu tun. Bei meinen eigenen Projekten und Vorträgen versuche ich, den Blick der Bauherren und aller Interessierten auf diese Dinge zu schärfen und mit individuellen Detaillösungen zu überzeugen.“


In der Gemeinde Virgen werden das Gemeindehaus, der Bauhof/Recyclinghof und das Schwimmbad aus den jeweiligen Photovoltaikanlagen versorgt. Die komplette Abwicklung von der Planung über die Finanzierung, Errichtung, den Betrieb, die Förderabwicklung, Wartung und das Energiemanagement erfolgte über die IKB.

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SONNENSTROM SELBST ERZEUGEN UND KLIMA SCHÜTZEN MIT DER IKB Tirol zählt zu den Bundesländern mit der höchsten Sonneneinstrahlung in Österreich. Das macht sich die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) zunutze und nimmt mit ihren hochwertigen Photovoltaikanlagen und -angeboten österreichweit eine Vorreiterrolle ein. Gemeinden, Gewerbetriebe und Mehrparteienwohnanlagen können mit der IKB vom Strom vom eigenen Dach profitieren und gleichzeitig das Klima schützen, ohne selber investieren zu müssen. T E X T : D O R I S H E LW E G

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or einigen Jahren vielleicht noch belächelt, gehört Photovoltaiktechnik mittlerweile zu den wichtigsten und zukunftsfähigsten erneuerbaren Energielieferanten. Die IKB hat bereits im Jahr 2011 die erste Photovoltaikanlage realisiert und zählt damit zu den österreichweiten Vorreitern bei Photovoltaikprodukten. „Die Kraft der Sonne ist unerschöpflich und für alle zugänglich. Die Photovoltaik (PV) liefert zu hundert Prozent

Ökostrom und ist für Wohnanlagen wie auch für Gemeinden und Gewerbebetriebe hervorragend geeignet. Zudem ist Photovoltaik die einzige Energiequelle, die in verbauten Gebieten lokal und effizient eingesetzt werden kann. Der wohl größte Vorteil von PV-Anlagen ist demnach, brachliegende Dachflächen für eine nachhaltige Energiegewinnung zu nutzen“, ist IKB-Vorstandsvorsitzender DI Helmuth Müller überzeugt.

IKB IST SPEZIALIST IN SACHEN PHOTOVOLTAIK Die Kraft der Sonne auf leerstehenden Dachflächen zu nutzen, lautet die Devise. Laut einer Erhebung des Landes ist auf Tirols Hausdächern eine Fläche von 5.000 Hektar für Solarenergie geeignet, für die Landeshauptstadt geht man von einem Potenzial von 373 Hektar aus. Grund genug, mit intelligenten Sonnenstrom-Kraftwer-


IKB

„JEDER MÖCHTE MEHR ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIEERZEUGUNG. DIE IKB BIE TE T HIER MASSGESCHNEIDERTE L Ö S U N G E N M I T H Ö C H S T E R KO M P E T E N Z .“ IK B -VOR S TA ND S VOR S I T Z ENDER DI HEL MU T H MÜL L ER

ken am eigenen Dach Ökostrom selbst zu erzeugen. Mehr als hundert Anlagen hat die IKB bereits geplant, errichtet und in Betrieb genommen, von Gewerbe- und Tourismusbetrieben über Gemeinden bis hin zu Mieterstrommodellen im Wohnbau. Die erste Mieterstromanlage wurde österreichweit erstmals 2018 von der IKB realisiert.

IKB ALS KOMPETENTER PARTNER FÜR ALLES RUND UM PV

Ganz nach dem IKB-Motto „Eins für alle(s)“ werden Kunden über alle Phasen hinweg von ein und derselben Ansprechperson betreut, ganz egal, ob es sich um beratende Erstinformationen, Förderungen oder die Einbindung von Peripheriegeräten wie zum Beispiel Ladestationen, Wärmepumpen oder Stromspeicher bis zur Umsetzung und Inbetriebnahme der Anlagen geht. Die Kunden der IKB erhalten ausschließlich qualitativ hochwertige, europäische Produkte bzw. Anlagen und keine asiatischen. Damit bleibt die Wertschöpfung in Europa. „Als ersten wichtigen Schritt gehen wir nach ausführlicher Begutachtung in die individuelle Planung der PV-Anlage“, so Müller. Dabei gilt es sehr viele Faktoren zu beachten, etwa die Größe der zur Verfügung stehenden Dachfläche, den aktuellen Strombedarf oder auch die tageszeitliche Nutzung der Energie. Nach den erforderlichen Einreichungen bei den Baubehörden und Förderstellen erfolgt die rasche Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage – je nach Vereinbarung inklusive Wartungs- und Betriebsführung. „Für Gewerbekunden und öffentliche Einrichtungen bieten wir neben dem Sofortkauf auch sogenannte Contracting-Modelle an. Das heißt, die IKB übernimmt die Kosten für Errichtung und Betrieb der Anlage samt Finanzierung. Das heißt keine finanziellen Belastungen für Gemeinden und Betriebe, sondern nur Vorteile aus günstiger Stromlieferung vom eigenen Dach. Und nach Ablauf der Vertragslaufzeit geht die Anlage an den Kunden“, erläutert Müller. Gleiche Modelle bietet die IKB für Mehrparteienwohnanlagen – egal ob Eigentümer-

oder Mietergemeinschaften – an. Das heißt: Die IKB errichtet, finanziert und betreibt die PV-Anlagen, die Eigentümer und Mieter profitieren vom günstigen Strom vom eigenen Dach und nach der Vertragslaufzeit gehen die Anlagen ohne Kosten an die Wohnanlagengemeinschaft. „Das sind Modelle, bei denen unsere Kunden kein Risiko und keinen finanziellen Aufwand haben, jedoch eine Menge von wirtschaftlichen Vorteilen. Und dem Klima tut das auch gut“, erklärt Müller.

TIROLER GEMEINDEN ALS VORREITER

„Als Sonnendorf setzen wir auf die Kraft der Sonne als umweltfreundlicher Energieproduzent“, sagt Dietmar Ruggenthaler, Bürgermeister von Virgen. IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller: „Als kompetenter Ansprechpartner in Energie- und Infrastrukturfragen für Gemeinden bieten wir unser Dienstleistungsportfolio tirolweit an. Virgen ist als e5-Gemeinde für seine Aufgeschlossenheit in Energiethemen bekannt. Insofern haben sich im Rahmen dieses

Vorzeigeprojekts zwei innovative Partner gefunden.“ Die komplette Abwicklung, von der Planung über Finanzierung, Errichtung, Betrieb, Förderabwicklung, Wartung und Energiemanagement, erfolgte dabei über die IKB. „Mittlerweile gibt es unter Einbeziehung aller Anlagen in Virgen rund 2.800 Quadratmeter an Photovoltaikanlagen, die rund 400.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Auch seitens der Gemeinde wollen wir weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen und haben jetzt bei öffentlichen Gebäuden in guter Zusammenarbeit mit der IKB und heimischen Unternehmern drei optimal abgestimmte Photovoltaikanlagen errichtet“, zeigt sich Ruggenthaler erfreut. Ähnliche Projekte wurden bereits in den Gemeinden Schwendt, Weer, Mutters oder Zirl umgesetzt. Der Bereich Energieservices der IKB bietet hier das passende Produktund Leistungsportfolio. „Jeder möchte mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energieerzeugung. Die IKB bietet hier maßgeschneiderte Lösungen mit höchster Kompetenz“, so Müller. PR

IKB-ExpertInnen begleiten Unternehmen und Gemeinden zur maßgeschneiderten Photovoltaikanlage.

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SO GEHT QUALITÄTSVOLLE QUARTIERSENTWICKLUNG

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Auf dem Areal der Rauchmühle Salzburg – dort, wo über 700 Jahre lang Getreide zu Mehl verarbeitet worden ist – entwickelt die PRISMA Salzburg nun Wohnen (ca. 220 Wohnungen frei finanziert und gefördert) und Arbeiten (rund 4.000 m2 Arbeits- und Büroflächen) mit Bezug zur Historie des Ortes, dazu entstehen ca. 4.000 m2 neue öffentliche Grünflächen an der Glan. Das Herzstück des Quartier Rauchmühle bildet die Transformation der alten Mühle und der Villa Ceconi zu einer modernen Arbeitswelt für die Salzburger Digital- und Kreativwirtschaft.

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eco.bauen&wohnen

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VOM ARBEITEN UND WOHNEN Historisch betrachtet war es schon immer so, dass in einem Ort die Bereiche Wohnen und Arbeiten streng getrennt waren. Das liegt vor allem daran, dass Arbeit früher viel Lärm machte und teils horrende Emissionen verursachte. Weil das seit geraumer Zeit – zumindest hierzulande – nicht mehr so ist, beginnen sich schön langsam neue Konzepte durchzusetzen, die eine Durchmischung fördern und die strengen Grenzen von damals auflösen. TEXT: MARINA BERNARDI


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eit Jahren beschäftigen wir uns in der eco.nova mit dem Thema des leistbaren Wohnens und dass wir das schon eine ganze Weile lang tun, zeigt auch, dass umsetzbare Lösungswege rar sind. Im Sommer präsentierte die Wirtschaftskammer Tirol ihren Immobilienpreisspiegel 2020 und mit ihm eine wichtige Unterlage für Treuhänder, alle beratenden Berufe und Konsumenten. Der Immobilienpreisspiegel reflektiert die im vergangenen Jahr erzielten Durchschnittspreise für verschiedene Liegenschaftsarten in allen Bezirken. Insgesamt wurden in Tirol 2019 rund 12.300 Immobilienverkäufe mit einem Verkaufsvolumen von über vier Milliarden Euro verbüchert. Das ist ein Zuwachs von 8,1 Prozent bei der Anzahl und 14,1 Prozent beim Verkaufsvolumen im Vergleich zum Jahr davor. Ein klarer Preistrend nach oben, „allerdings ist bei den einzelnen Objektarten eine sehr unterschiedliche Entwicklung zu verzeichnen“, sagt Tirols Fachgruppenobmann Philipp Reisinger. „Wir haben vor einem Jahr prognostiziert, dass sich die Immobilienwerte auf sehr hohem Niveau seitwärts bewegen werden“, so Reisinger weiter. Die Prognose sollte grosso modo stimmen. Dies trifft aufs Wohnen zu, aber auch auf Gewerbebauten. Grund genug, auch dort einmal genauer hinzuschauen.

Wohnen und Arbeiten vermischen: „Es ist deshalb schon lange unsere Forderung, Gewerbegebiete auch für den Wohnbau zu öffnen. Wichtig für die Perspektive des Lebensraums Tirol wäre es, möglichst im selben Gebiet wohnen und arbeiten sowie seine Freizeit leben zu können.“ Eine Vorstellung, die in Stadt- und Gemeindeentwicklungen in der Vergangenheit undenkbar schien. Man schuf separierte Wohn- und Gewerbegebiete, ein Konzept, das auf diese Art nicht zukunftsweisend sein kann. „Wir sprechen hier nicht von Gebieten, in denen Emissionen entstehen, doch es gibt viele Unternehmen, die praktisch emissionsfrei sind, und dort muss eine Kombination aus Wohnen und Arbeiten möglich sein.“ Und mancherorts ist es das auch schon. Immer mehr gewerbliche Bauträger setzen auf qualitätsvolle Quartiersentwicklung und ein einträchtiges Miteinander. Reisinger: „Es hat sich ja auch die Art der Arbeit verändert. Es gibt hierzulande kaum mehr klassische Fabrikanlagen und wenn ein IT-Unternehmen in einem Gebäude ansässig ist, in dem auch gewohnt wird, sollte das kein Problem sein.“ Das verlangt Flexibilität in der Bodenpolitik und Raumordnung, die den veränderten Bedürfnissen noch stark hinterherhinkt. Vor allem aber braucht es die tiefe (politische) Auseinandersetzung damit, wohin man sich als Standort künftig entwickeln möchte. „Es gibt einen Gestaltungswillen seitens der Politik, nur bemerken wir auch immer wieder Rückschritte“, sagt Philipp Reisinger. Vor allem die Landeshauptstadt ist zum begehrten Lebensmittelpunkt geworden, der Zuzug ist enorm. Was als Kompliment für eine Stadt gesehen werden kann, ist

VERGESSENES GEWERBE

Die Immobilienpreisentwicklung in Tirol hängt mit vielerlei Faktoren zusammen – in erster Linie natürlich damit, dass Grund und Boden naturgemäß beschränkt sind. Das Land aber ist auch wegen seiner hohen Lebensund Freizeitqualität, der Sicherheit oder des perfekt ausgebauten Gesundheitswesens wegen begehrt; Faktoren, die immer wichtiger werden. All das zusammen ist ausschlaggebend dafür, dass Menschen hier leben möchten. Und Menschen, die hier leben, brauchen Arbeit. Das wiederum zieht Unternehmen an. Das Problem ist, dass es kaum mehr Grundstücke für Betriebsansiedlungen gibt, was die Preise in der näheren Vergangenheit teilweise überproportional ansteigen ließ. Es ist ein simples Spiel aus Angebot und Nachfrage. Gewidmete Grundstücke werden am Markt vielfach außerdem nicht verkauft, sondern allenfalls nur mit Baurecht vergeben. Während das Thema Wohnbau im Land höchste Priorität hat, scheint auf das Gewerbe teilweise vergessen worden zu sein. „Das Gewerbe wird zum Teil sehr stiefmütterlich behandelt, weil man es mit Lärm und Belastung gleichsetzt“, bestätigt Reisinger. Doch das ist heute kaum mehr der Fall. Wie für PRISMA-Geschäftsführer Harald Gohm (siehe nachfolgendes Interview) liegt die Zukunft auch für Reisinger in Quartieren, in denen sich

ZOLLERSTRASSE 6, INNSBRUCK Im Innsbrucker Stadtteil Wilten entstanden von August 2016 bis Ende 2017 36 Ein- bis Vierzimmerwohnungen sowie 320 m2 Pfarrflächen. Im Zuge der Entwicklung des Standortes durch die PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH wurden in Kooperation mit der Stadt Innsbruck die umliegenden Freiräume aufgewertet, der Kirchenvorplatz neu gestaltet und ein öffentlicher Platz am Ende der Zollerstraße geschaffen. Weil Stadtentwicklung eben mehr ist als „nur“ Wohnen. Architektur: Scharmer Wurnig Architekten.


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gleichzeitig eine Herausforderung. Nicht nur des Wohnens wegen. Die Leute müssen auch arbeiten. So bedingt Wohnbau quasi die Schaffung von Arbeitsplätzen. „Es ist in erster Linie eine politische Frage, in welche Richtung man sich entwickeln möchte“, sagt Reisinger. „In der Vergangenheit wollte man eine Vermischung aus Wohnen und Arbeiten offensichtlich nicht. Man hat Wert darauf gelegt, beides zu trennen. Das ist in einer Stadt, in der die Wege meist kurz und die öffentlichen Verbindungen gut ausgebaut sind, noch weniger problematisch als am Land, wo die meisten Menschen mit dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren (müssen).“ Und dass jede Gemeinde ihr eigenes Gewerbegebietssüppchen kocht, mag vielleicht ob der Steuerabgaben monetär noch nachvollziehbar sein, Ressourcenschonung und Effizienz indes schauen anders aus.

Philipp Reisinger ist Obmann der Fachgruppe Immobilienund Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Tirol

„M A N S E T Z T B EIM P L A NE N UND E R R IC H T E N VON OB JEK T EN AUF T R A N S F OR M AT ION S M Ö G L IC HK E I T E N. M A N B AU T E IN G E B ÄUDE NIC H T MEHR NUR F ÜR E INE N B E S T IMM T E N Z W EC K , S ONDER N DENK T DIE Z UK UNF T B E R E I T S MI T.“ PHILIPP REISINGER

UND DANN KAM CORONA

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Entwicklung der Gewerbeimmobilien haben wird, lässt sich noch nicht seriös abschätzen. Doch auch wenn das Homeoffice während des Lockdowns einigermaßen gut funktioniert hat, so ist es weder für Philipp Reisinger noch für Harald Gohm ein allgemein zukunftsfähiges Modell. Dass Büroflächen kleiner werden, weil mehr Menschen von zuhause aus arbeiten, glauben beide nicht. Menschen sind soziale Wesen, sie brauchen den sozialen

WIR HALTEN DIE AUGEN OFFEN, DAMIT SIE ES NICHT MÜSSEN.

Austausch. „Das Homeoffice wird die Büroflächen nicht verdrängen“, ist Reisinger überzeugt. Dass sich Büros und Gewerbeimmobilien indes verändern werden (müssen), ist ebenso Fakt. Reisinger: „Man setzt beim Planen und Errichten von Objekten auf Transformationsmöglichkeiten. Man baut ein Gebäude nicht mehr nur für einen bestimmten Zweck, sondern denkt die Zukunft bereits mit.“ Gründerzeithäuser seien ein gutes Beispiel dafür, dass man das auch früher schon gemacht hat. „Die Häuser,

THINK ELECTRIC

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eco.architektur

VOR ALLEM DIE L ANDES H A U P T S TA D T I S T Z U M BEGEHRTEN LEBENS MIT TELPUNK T GEWORDEN. WA S A L S KO M P L I M E N T F Ü R E I N E S TA D T G E S E H E N WERDEN K ANN, IST GLEICHZEITIG EINE HERAUSFORDERUNG.

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die von 1870 bis 1920 errichtet wurden, waren extrem flexibel, sonst würden sie heute auch gar nicht mehr stehen“, sagt der Immobilienexperte. Die Raumhöhen von teils 3,50 Metern sind nicht nur schön, sondern lassen in Kombination mit der Raumaufteilung verschiedene Nutzungen zu. Im Erdgeschoß befanden sich schon immer Geschäftsräumlichkeiten, in den Stöcken darüber wurde früher gewohnt, heute in Kanzleien oder Büros gearbeitet bzw. immer noch oder wieder gelebt. Vom Wohnen zum Arbeiten und zurück quasi. Die Bauten der Nachkriegsjahre ließen diese Transformation nicht mehr zu, heute erlebt der Gedanke seine Renaissance. Gebäude wachsen nicht nur mit der sich verändernden Arbeitswelt mit, sondern mit wechselnden Lebens- und Stadtkonzepten. Dass es bei den Immobilienpreisen in Zuge von Corona Veränderungen geben wird, lässt sich derzeit übrigens noch nicht erkennen. Die gewerblichen Objekte

KULTUR QUARTIER, KUFSTEIN Mit dem multifunktionalen Kultur Quartier (Bauherr: Bodner Bau) hat Kufstein 2016 eine enorme Aufwertung erfahren. Insgesamt entstand am Oberen Stadtplatz auf über 5.200 m2 ein hochwertiger Kultur-, Arbeitsund Lebensraum. Im gesamten Komplex befinden sich eine Bank, das arte hotel, einige Shops, Büroflächen und hochwertige Wohnungen. Ein Teil des Ganzen ist das Kultur-Veranstaltungszentrum, das von der Stadt gekauft wurde. Architektur: Johann Obermoser.

STADTWERK, SALZBURG In unmittelbarer Nähe zur Altstadt Salzburgs, eine Querstraße von der Salzach entfernt, liegt das STADTWERK, ein durchmischter innerstädtischer Arbeits-, Wohn- und Lebensraum mit einer Grundfläche von ca. 64.000 m2. Es bildet die räumliche und inhaltliche Plattform für eine intensive Vernetzung und Förderung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Institutionen. Der südliche Teil wurde von der PRISMA Unternehmensgruppe konzipiert. Mit über 50 Unternehmen und rund 1.200 Mitarbeitern hat sich das STADTWERK als Firmenstandort mit Branchenschwerpunkten in den Bereichen Bildung und Life Sciences etabliert. Außerdem entstanden über 580 Wohnungen, davon 97 Studentenwohnungen. Umsetzungszeitraum: 2009 bis 2019.

und der Handel damit sind stets ein Spiegelbild der Gesamtwirtschaftsleistung. Wenn es den Unternehmen gut geht, wird ausgebaut oder zugekauft. Dies schlägt sich relativ rasch am gewerblichen Immobiliensektor nieder. Philipp Reisinger kann aktuell noch keine großen Verwerfungen erkennen: „Es hat am Immobilienmarkt im zweiten Quartal 2020 österreichweit einen Einbruch von ca. 17 Prozent im gesamten Investitionsvolumen – also Wohnungen und Gewerbe – gegeben. Das ist im Vergleich zu anderen Ländern positiv, in Deutschland oder den Niederlanden lag der Einbruch bei 20 Prozent. Wir sind in Österreich noch mit einem blauen Auge davongekommen.“ Die Wirtschaftsleistung in Tirol war vor Corona hervorragend und gefühlt läuft zumindest der Handel wieder ganz o.k. Philipp Reisinger sieht deshalb auch für die nähere Zukunft keine größeren Umwälzungen. „Wenn in einem Einkaufszentrum beispielsweise der Frisör schließen musste, weil er keine Eigenkapitalvorsorge hatte, was passiert dann mit der frei gewordenen Koje? Ein neuer Frisör belegt sie – einer mit frischem Kapital. Deshalb wird sich an den Mietpreisen vermutlich nicht viel ändern. Es wird wohl punktuell zu Verwerfungen kommen, vor allem in Branchen, die über die Maßen von der Pandemie betroffen sind, wie der Tourismus und hier vor allem die Stadthotellerie, der Entertainmentbereich oder Kunst und Kultur, ich glaube aber nicht, dass dies auf den Immobilienmarkt sowohl bei Wohn- als auch Gewerbeimmobilien nachhaltigen Einfluss haben wird.“ FOTOS: © PRISMA UNTERNEHMENSGRUPPE, BODNER


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IM IEW RV

E INT

STANDORTE MÜSSEN SICH ENTWICKELN KÖNNEN 44

Dr. Harald Gohm, geschäftsführender Gesellschafter der PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH in Innsbruck, über Wohnen und Arbeiten und vieles dazwischen.

ECO.NOVA: Wie haben sich Gewerbezonen in den vergangenen Jahren verändert und wie werden Sie Ihrer Meinung nach in Zukunft ausschauen? HARALD GOHM: In der Vergangenheit verfolgten Gemeinden vielfach die Idee des eigenen Gewerbegebietes, das meist am Ortsrand ausgewiesen wurde. Diese Gewerbezonen haben meist einen hohen Flächenverbrauch und entwickelten sich oftmals ohne zusammenhängendes Konzept. Gleichzeitig wurden Ortskerne geschwächt. Dass sich Industriebetriebe nicht in Wohngebieten ansiedeln, macht schon Sinn, doch aktuell geht der Trend klar Richtung Deindustrialisierung, deshalb wird es künftig vermehrt eine vernünftige Quartiersentwicklung brauchen, in der es um die qualitätsvolle, bodenund ressourcenschonende Durchmischung von Wohnen, Dienstleistung und Arbeiten geht. Die Ziele der Tiroler Raumordnung versuchen nun, gerade diese Zersiedelung zu vermeiden und Ortskerne zu stärken. Somit ist auch das klassische Gewerbegebiet mit Sicherheit in einem starken Umbruch.

Hat man in Tirol in der Vergangenheit den Fokus zu sehr auf den Wohnbau gelegt und aufs Gewerbe vergessen? In der aktuellen medialen Debatte dominiert natürlich das Thema „leistbares Wohnen“. Doch sollten wir nicht darauf vergessen, auch gewerbliche Entwicklungen und Bedarfe mitzudenken. Wir als PRISMA Unternehmensgruppe beschäftigen uns seit 25 Jahren mit qualitätsvoller Standortentwicklung und haben über die Jahre eine spezielle Expertise im Bereich Gewerbe- und Innovationszentren sowie mit Wohnen durchmischten Quartiersentwicklungen aufgebaut. Für uns ist ganz klar, dass es auch für Unternehmen hochwertige Standorte braucht, die flexibel sind, wachsen, aber auch schrumpfen können müssen und sich mit Veränderungen mitentwickeln. Wie offen sind Gemeinden gegenüber solchen Konzepten? Zur Zeit befinden wir uns in einer Umbruchphase. Man fragt sich vermehrt, wie Wirtschaft in Zukunft aus-

schauen kann, wohin sich der Handel entwickeln wird, was mit Ortskernen passiert oder wie es mit dem Tourismus weitergeht. Das klassische Hotel Post oder der Goldene Adler am Dorfplatz funktioniert nicht mehr als touristisches Konzept. Die Frage ist, wohin wir uns als Land gesamthaft entwickeln möchten. Wir haben eine große Sensibilität im Land, wenn es um touristische Erschließungen geht. Wir sollten uns aber auch in der öffentlichen Debatte damit beschäftigen, wie wir mit Flächen am Talboden umgehen. Wir müssen uns überlegen, wie wir mit unserem (Lebens-)Raum künftig umgehen wollen. Eine gehaltvolle Diskussion darüber vermisse ich.

Wo soll es Ihrer Meinung nach hingehen? Der in Tirol gegebene Flächenverbrauch entstand oftmals aus isolierten Einzelbetrachtungen. Das kann man aber nicht den Gemeinden vorwerfen, die sind nur ein kleiner Teil des Ganzen. Bei der Standortentwicklung geht es um die drei Faktoren Grundstück, Idee und Kapital und meist fehlt eines davon.


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Oder zwei. Selbstverständlich möchte jeder Bürgermeister, jede Bürgermeisterin eine florierende Gemeinde, es braucht aber auch die Unternehmen, die entsprechend investieren. Natürlich ist das eine Frage der vorhandenen Grundstücke und vor allem der Preise. Doch man kann sich eben nicht nur auf den Wohnbau fokussieren. Innsbruck zum Beispiel verfügt nur noch über sehr wenige freie Gewerbeflächen, das prognostizierte Wachstum in Bezug auf die Einwohner ist hingegen enorm. Laut Stadtplanung braucht es rund 6.000 neue Arbeitsplätze, denn die Leute brauchen ja auch ein Einkommen für ihren Lebensunterhalt. Die kommen nicht nur, um hier zu wohnen. Dafür braucht es Konzepte, die wir ganz klar in der räumlichen Trennung, aber starken Durchmischung von Arbeiten und Wohnen sehen. Qualitätsvollen Raum zu schaffen, funktioniert nur, wenn man diesen Raum ganzheitlich denkt und auch die Außenräume mit einbezieht. Es ist eine herausfordernde Zeit, aber das macht es auch spannend.

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Quartiere müssen sich mitentwickeln, je nach Bedarf größer und kleiner werden. Wie weit kann man architektonisch in die Zukunft blicken und was muss „gute“ Architektur generell leisten? Hier geht es vor allem um Nachhaltigkeit und nachhaltig ist Architektur dann, wenn sie möglichst lange für verschiedene Nutzungen zur Verfügung steht. Es macht keinen Sinn mehr, singuläre Gebäude für ein einziges Geschäftskonzept zu bauen. Das Competence Center INNSBRUCK, in dem sich die PRISMA hier in der Stadt befindet, wurde zum Beispiel vor 16 Jahren errichtet und ist völlig flexibel. Das Gebäude verfügt über allgemeine Seminarräume, bietet Veranstaltungsmöglichkeiten, im Erdgeschoß befindet sich das Restaurant Rosséo und der Skelettbau ermöglicht für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer maximale Flexibilität. Man kann Büros erweitern und sie nach Bedarf verkleinern. So sollte ein Gebäude sein.

Bei Wohnimmobilien zählt in erster Linie die Lage. Ist das auch im Gewerbe so? Natürlich ist die Lage ein wesentliches Kriterium. Essenziell ist die Erreichbarkeit und damit einhergehend die öffentliche Anbindung, auch Themen wie Kinderbetreuung, Gastronomie- und Freizeitangebote werden immer wichtiger. Aber vor allem auch Synergiepotenziale und der Austausch mit Unternehmen in unmittelbarer räumlicher

„DIE HER AUSFORDERUNG DER ZEIT L I E G T I N D E R Q U A L I TÄT S V O L L E N , DURCHMISCHTEN ENT WICKLUNG V O N S TA N D O R T E N .“ HARALD GOHM

Nähe spielen eine Rolle. In neuen Gebäuden werden manchmal auch Dusch- und Umkleidebereiche eingerichtet, weil Mitarbeiter gerne den Weg von oder in die Arbeit mit Fitness verbinden und etwas radeln oder laufen oder eine kleine Bergtour nach Feierabend unternehmen.

Die Arbeitswelt ist generell im Wandel, durch Corona scheint sich dies noch einmal verstärkt zu haben. Wir alle sind kurzfristig ins Homeoffice übersiedelt, manche Unternehmen haben das Modell wohl längerfristig für sich entdeckt. Welche Auswirkungen hat dies auf die Büroflächen der Zukunft? Die PRISMA vermietet allein in Innsbruck 25.000 Quadratmeter gewerbliche Flächen und auch wir haben im Zuge dessen gesehen, dass viele Unternehmen festgestellt haben, dass Homeoffice gar nicht so schlecht funktioniert. Dennoch ist es eine Frage der persönlichen Lebensqualität, wo man sich hinbewegen möchte. Wir sind durch unsere Smartphones quasi immer erreichbar, Beruf und Privatleben haben sich schon vor Corona stark vermischt. Homeoffice ist nun die nächste Stufe, indem man gar nicht mehr im Unternehmen ist. Das wirft natürlich neue Fragen auf: Wie führt man ein solches Team, in dem jeder in seinem eigenen Zuhause sitzt, wie funktioniert die Zusammenarbeit, wo und wie tauscht man sich aus. Für das

Unternehmen kann das Modell eventuell ganz interessant sein und kurzfristig auch wirtschaftlich sinnvoll, aber langfristig bin ich der Meinung, geht etwas verloren. Der zwischenmenschliche Austausch ist extrem wichtig. Ich glaube, dass es auch künftig Sinn macht, Wohnen und Freizeit und Arbeit räumlich zu trennen. Ich glaube, diese Linie sollte man nicht zu stark aufdröseln. Außerdem: Schaut man sich die Entwicklungen am Wohnungsmarkt an, so werden die Wohnungen in der Regel wieder kleiner, weil man sich die 100-Quadratmeter-Wohnung schlicht nicht mehr leisten kann. Ausschließlich zuhause zu arbeiten, ist als Single eventuell noch machbar, wenn aber beide Partner daheim und vielleicht auch noch Kinder da sind, wird es unmöglich. Kaum jemand hat so viel Platz, dass jeder ungestört arbeiten kann, und der Küchentisch ist dauerhaft keine Lösung. Das Büro ist also noch nicht tot? Ich glaube nicht. Die Konzepte werden sich ändern. Möglichst viele Mitarbeiter in ein Großraumbüro zu setzen, kann nicht die Zukunft sein. Es geht hin zu einer qualitätsvollen Entwicklung mit Rückzugsräumen, um ungestört zu arbeiten, Aufenthaltszonen, Räumen für Besprechungen und um Besucher zu empfangen. Ich bin mir aber sicher, dass man auch künftig nicht in Permanenz von seiner Wohnung aus arbeiten möchte.


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WK TIROL

48 Christian Mühlthaler (re.) hat bereits vor 20 Jahren in seinem Unternehmen begonnen, Haushaltstechnik miteinander zu vernetzen. Heute setzt er sich für den sinnvollen Einsatz im Smart-Living-Bereich ein und vertritt als Obmann die Interessen der Mitglieder des Elektro- und Einrichtungsfachhandels der Wirtschaftskammer Tirol. Als Unternehmer und Geschäftsführer weiß Roman Eberharter (li.) in seiner Funktion als Sprecher des Einrichtungsfachhandels über die Belange der Tiroler Mitgliedsbetriebe und möchte in der Branche einiges vorantreiben.

TECHNIK VERBINDET Die Digitalisierung hält auch in unseren Haushalten immer mehr Einzug. Was ist möglich? Was ist sinnvoll? Und was sollte man bereits in der Planungsphase des Hausbaus berücksichtigen? Wir haben bei den Experten der Wirtschaftskammer Tirol nachgefragt. I N T E RV I E W : D O R I S H E LW E G

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mart Living oder Smart Home sind die gängigen Begriffe, die Systeme oder Verfahren für technisch unterstütztes Wohnen umschreiben. Dabei stehen die Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität, die Sicherheit und eine effizientere Energienutzung im Mittelpunkt. Das kann die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten wie Lichtquellen, Jalousien, Heizung, aber auch Herd, Kühlschrank und Waschmaschine sein als auch Komponenten der Unterhaltungselektronik.

Wir haben Christian Mühlthaler, Obmann des Elektro- und Einrichtungsfachhandels, sowie den Obmann-Stellvertreter und Sprecher des Einrichtungsfachhandels Roman Eberharter zum Gespräch getroffen.

ECO.NOVA: Was sind die Vorteile von Smart Homes? ROMAN EBERHARTER: Technisch unterstütztes Wohnen kann sehr viele Vorteile mit sich bringen. Immer mehr Geräte können in einem Haushalt vernetzt werden, von der Beleuchtung über Jalousien bis hin zu

Küchengeräten wie Kühlschrank und Herd. Neben mehr Komfort und Sicherheit bringen diese Anwendungen vor allem Energieeffizienz und Einsparungsmöglichkeiten.

Wo sehen Sie für die Zukunft ein großes Potential? EBERHARTER: Einerseits wird uns das Thema Homeoffice noch sehr lange und intensiv beschäftigen. Damit geht auch eine Veränderung in der Ausstattung von Wohnräumen einher, was wiederum ein Mehr an „smarten“ Wohnungen bedeuten wird. Ein


WK TIROL

„BEREITS SEHR VIELE G E R ÄT E S I N D M I T SCHNIT TSTELLEN FÜR SMART LIVING A U S G E S TAT T E T, A B E R NUR WENIGE PROZENT D AV O N W E R D E N A U C H TAT S Ä C H L I C H G E N U T Z T.“ C HRIS T I A N MÜHLT H A L ER

weiteres Zukunftsthema ist AAL (Ambiented Assisted Living). Hier ermöglichen technische Produkte und Applikationen älteren Personen oder Menschen mit Einschränkungen ein einfacheres und längeres Wohnen in den eigenen vier Wänden. CHRISTIAN MÜHLTHALER: Es wird in diesem Bereich sehr viel geforscht und getestet. Bereits sehr viele Geräte sind mit Schnittstellen für Smart Living ausgestattet, aber nur wenige Prozent davon werden auch tatsächlich genutzt. Hier ist von Seiten der Hersteller wie auch Händler noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. Oft ist die Hardware weit voraus und kümmert ungenützt vor sich hin.

Was wünscht sich der Kunde? MÜHLTHALER: Der Kunde wünscht sich für sein Smart Home eine oder vielleicht zwei Apps, die alles steuern, nicht eine Vielzahl davon. Derzeit herrscht jedoch ein eher unübersichtliches Angebot am Markt. Hier liegt sicher für uns lokale Anbieter eine große Chance, die Kunden mit Know-how und Service zu unterstützen.

Welche Trends gibt es derzeit am Markt? MÜHLTHALER: Sprachassistenten gehören mittlerweile zu den größten Smart-HomeTrends. Richtig eingesetzt, können sprachgesteuerte Systeme und Komponenten den Alltag enorm erleichtern. Aktuell konkurrieren Amazons Alexa, Googles Assistant, Apples Siri, Microsofts Cortana und Samsungs Bixby um die Gunst von Smart-Home-Fans. Ich rate jedoch immer zu einem kritischen Hinterfragen, denn so viel Positives in diesen Sprachassistenten steckt, so viel Gefahrenpotential verbirgt sich auch darin. Man sollte sich immer fragen: Wo liegen meine Daten? Wer hat Zugriff darauf? Wie sieht es mit Datensicherheit und Fremdüberwachung aus? Fragen, die auch für die Einrichtung von Homeoffices von großer Bedeutung sind. Richtig eingesetzt, bringen diese Systeme einen großen Kundennutzen in Sachen Komfort, aber vor allem auch in puncto Sicherheit. So wird FOTOS: © ANDREAS FRIEDLE

Das eigene Zuhause wird immer mehr technisch unterstützt gesteuert.

zum Beispiel die simulierte Hausbewohnung heute schon intelligent gesteuert, das heißt, das System lernt die Gewohnheiten des Bewohners über Monate und bei Abwesenheit wird genau dieses Programm abgespielt. Aber auch die automatische Gartenbewässerung oder Wasserabschaltung sind durchaus sinnvolle Anwendungen, die zu mehr Sicherheit als auch Ressourcenschonung beitragen.

Kann ein Smart Home in jedem Wohnraum installiert werden oder sollte man schon vor dem Hausbau gewisse Datenleitungen einplanen? MÜHLTHALER: Grundsätzlich kann auch eine Altbauwohnung ein Smart Home werden, keine Frage. Ist man jedoch gerade in der Planung eines Hauses oder einer Wohnung, sollten diese Aspekte jedenfalls schon in der Planungsphase berücksichtigt werden.

In Coronazeiten topaktuell: Der Styler ermöglicht Kleiderdesinfektion, Auffrischen und Bügeln in einem.

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Wie ist Tirol in diesen Bereichen aufgestellt? EBERHARTER: Eigentlich recht gut. Was jedoch noch stark vorangetrieben werden sollte, ist die Vernetzung der Betriebe untereinander. Bei Smart Homes werden die unterschiedlichsten Geräte miteinander vernetzt, das betrifft auch die unterschiedlichsten Anbieter und Hersteller. Hier sehe ich eine Riesenchance für lokale Unternehmen, solche Bedienkonzepte vor Ort umzusetzen und zu warten – das kann ich mir auf diversen Online-Plattformen nicht kaufen. MÜHLTHALER: Die Bedienkonzepte sollten bedarfsorientiert sein. Mancher Kunde mag abends sein Handy nicht mehr bei der Hand haben, so ist er mit einer Fernbedienung besser bedient. Andere wiederum wollen alles von ihrem Handy aus steuern. Das Zusammenführen der vielen Möglichkeiten zu einem bedarfsgerechten Bedienkonzept ist hier derzeit das Gebot der Stunde. PR

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Ein großer Teil des Showrooms des Spechtenhauser Möbelstudios erstrahlt in neuem Glanz und zeigt mit viel Gespür für Details die Planungsstärke des gesamten Teams. Die neue Küche im skandinavischen Design kombiniert warme Grautöne mit hellen Hölzern. Der Strukturlack und die gebürsteten Holzelemente erzeugen ein gemütliches und wohnliches Ambiente. Mit Rolf Benz ist außerdem ein neuer Premiumhersteller ins Möbelstudio eingezogen. Ob als Einzel- oder Anreihsofa, mit oder ohne Funktion: Mit über 200 Stoffen und über 100 Lederarten lässt sich das individuelle Wunschsofa passgenau konfigurieren.

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ie Atmosphäre eines Raumes wird geprägt vom Zusammenspiel aus Oberflächen, Formen und Farben. Es ist die Balance aus Optik und Haptik, die wesentlich zum Wohlbefinden beiträgt – im eigenen Zuhause, bei der Arbeit und in öffentlichen Gebäuden. So verschieden die Anforderungen und Wünsche der Kunden sind, so individuell sind die Lösungen, die Spechtenhauser mit seinen vier Abteilungen – Fenster-, Möbel-, Glasbau und dem Möbelstudio – bieten kann. Das beginnt bei der optimalen Planung, geht über die bauliche Umsetzung auf höchster Qualitätsstufe bis hin zum Rundumservice. Garant dafür sind das über Jahrzehnte ge-

wachsene Know-how sowie qualifizierte und langjährige Mitarbeiter. Das Traditionsunternehmen Spechtenhauser wurde bereits 1930 in Innsbruck gegründet. Innovationskraft, höchstes handwerkliches Können und modernste Maschinentechnik ließen es über die Jahre zu einem Betrieb mit über 100 Mitarbeitern wachsen. Was in Tirol gebraucht wird, wird in Innsbruck produziert. Gearbeitet wird an kleinen Projekten und Einzelstücken genauso wie an groß dimensionierten. Das eigene Möbelstudio bietet zudem Komplett­ ausstattungen oder Einrichtungselemente renommierter Hersteller. Die Ausstellung wurde dabei kürzlich um zwei neue Küchen

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Die Wandleuchte „Cubano“ von Karman nach einem Design von Matteo Ugolini ist im wahrsten Sinne ein Hingucker. Ca. 560 Euro. Erhältlich bei mg interior in Innsbruck.

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Smeg-Liebe: Toaster, Wasserkocher, Küchen- und Kaffeemaschinen gibt’s ab sofort auch im eleganten Slate Gray und drei weiteren matten Tönen (schwarz, champagner, weiß). Gefällt uns sehr! Küchenmaschine um rund 450 Euro zum Beispiel bei Virsalis in Innsbruck.

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Wir mögen die Produkte von Agape ob ihrer wunderbaren Kombination aus Design und Funktionalität. Optisch zurückhaltend und doch richtig schön ist das System „rigo“ von Designerin Patricia Urquiola. Die minimalistischen Balken dienen nicht nur als Auflage fürs Waschbecken, sondern auch als Ablage für allerhand Accessoires. Infos bei Agape 30 in der Innsbrucker Haller Straße.

DA STEH’N WIR DRAUF

Der Ethno-Teppich „Panama“ von liv interior ist aus recycelter Baumwolle. Das mögen wir – auch die Fransen dazu! In verschiedenen Größen ab rund 35 Euro erhältlich bei Tyrolglas in Innsbruck.


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PRIVATSACHE

BUSSI BABY

stress aus. besinnlichkeit an. weihnachtsfeier auf den punkt. schon ab 2. november. grander +43 (0) 52 24 52 6 26 info@das-grander.at das-grander.at

Das Sofa „Bacio“ von Rolf Benz trägt seinen Namen nicht von ungefähr, ist es doch so sinnlich wie ein sanfter Kuss. In verschiedenen Varianten ab ca. 3.000 Euro bei Wohndesign Freudling in Fügen.

Seit geraumer Zeit erobern Boxspringbetten die heimischen Schlafzimmer. Bei „Bero“ von Betten Eberharter in Ramsau im Zillertal trifft üppiger Samt auf luftig-leichte Proportionen. Wer mag, wählt eine praktische Würfelbank dazu. Infos unter www.betten-eberharter.at

BITTE ZU TISCH

Da hätten wir ihn schon, den Tisch, auf dem sich nicht nur das Schnitzel vom buch.tipp wohlfühlt. Der Tisch „echt.zeit“ von TEAM7 verkörpert das Authentische und Ursprüngliche der Natur. Jede der aus zwei durchgängigen Pfosten bestehenden Tischplatten ist ein Unikat mit eigenen charakteristischen Naturmerkmalen. Ab rund 5.000 Euro zum Beispiel bei Wohndesign Freudling in Fügen oder im Einrichtungshaus Föger in Telfs. Dazu passen die lässigen Stühle „lui plus“.

ERLEUCHTUNG

Wenn es draußen kälter wird, machen wir’s uns drinnen wieder kuscheliger und da geht nichts über feines Kerzenlicht. Tristy-Kerzenständer in Messingoptik von House Doctor, gesehen um 49,95 Euro im APFIs in Wattens.

w il d w o c h en. 1 2 .– 2 4 . o k to b e r


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Dem Neo-Biedermeier ist es wichtig, dass das eigene Heim gemütlich und schön ist – die Themen Wohnen und Einrichten interessieren ihn sehr.

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WIE WIR IN ZUKUNFT LEBEN Kaum etwas bestimmt unser Leben so sehr wie die Räume, die uns umgeben. Gut konzipierte und gebaute Räume inspirieren uns, wirken befreiend, helfen uns, fokussiert und gesund zu bleiben. In den vergangenen Jahren haben die Themen Bauen, Wohnen und Gestalten von Räumen, außen wie innen, eine dramatische Renaissance erlebt. Die Beschäftigung mit dem, was uns die allermeiste Zeit dieses Daseins umgibt, gewinnt kontinuierlich an Bedeutung: die Qualität der gebauten Realität. Q U E L L E : W W W. Z U K U N F T S I N S T I T U T. D E

H

äufig bestimmen andere – Architekten, Stadtplaner oder Immobilienentwickler –, wie wir leben und auch in Zukunft leben werden. Das entspricht aber nicht immer unseren Wünschen, wie wir selbst leben wollen. Die beiden Avantgarde-Lebensstile des modernen Nomaden und des Urban Matcha drehen den Spieß um: Sie etablieren neue Wohnkonzepte, indem sie sich nicht an gängige Definitionen von Zuhause als festen Wohnort und an die üblichen Stereotypen von Stadt und Land halten. Hinzu kommt der Lebensstil des Neo-Biedermeiers, der zwar auf den ersten Blick eher konservativ erscheint, jedoch mit seinem starken Bedürfnis nach Gemütlichkeit und Herzlichkeit eine neue Form der Geselligkeit etabliert.  

PIONIERE ZUKÜNFTIGER WOHNKONZEPTE

Diese drei Lebensstile beeinflussen in starkem Maße, wie wir in Zukunft leben wollen. Sie verbinden das Bedürfnis von Mobilität und Flexibilität mit Gefühlen von Gemeinschaft und Heimat. Das Zukunftsinstitut hat sie sich näher angesehen und verknüpft in diesem Beitrag die Erkenntnisse des „Home Report 2019“ (siehe Tipp) mit der „Lebensstile-Workbox“. Der Artikel ist unter anderem auch in den Dossiers „Wohnen“ und „Lebensstile“ erschienen, die Sie nebst vielen weiteren Dossiers zu den großen Themen der Zukunft unter www.zukunftsinstitut.de (Menü / Themendossiers) finden. Reinklicken lohnt sich!

Der moderne Nomade kommuniziert, arbeitet und lebt unterwegs und kann mit dem Konzept Heimat nur noch wenig anfangen. MODERNER NOMADE Niemand steht so sehr für ein urbanes und gleichzeitig globales Mindset wie der moderne Nomade. Er genießt die Vielfalt und Ungezwungenheit, zugleich gestaltet er die Dynamik von Städten ganz entscheidend mit. Moderne Nomaden sind nie lange am selben Ort und versuchen gezielt, die kulturellen und lokalen Eigenheiten der Regionen aufzusaugen, in denen sie sich bewegen. Mit diesem Interesse verstärken sie die Entwicklung, dass sich in Städten und Gemeinden Wirtschaftszweige herausbilden, die genau das liefern: Authentizität, soziale Verbindungen und regionale bzw. lokal gebundene Erlebnisse. Den Megatrend Globalisierung und seine Implikationen begreifen moderne Nomaden als Selbstverständlichkeit; eine Fixierung auf Heimat und Traditionen ist ihnen fremd. Ebenso wie eine klare Trennung von Orten und Räumen in die Kategorien „privat“ und „öffentlich“ oder auch

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„Arbeiten“ und „Wohnen/Leben“: Der moderne Nomade lebt im wahrsten Sinne des Wortes im „Third Home“: Die dritten Orte, die Räume des Dazwischen, sind Orte der Begegnung. Third Places können öffentliche Räume sein, aber auch halböffentliche Orte wie Bahnhöfe, Bildungseinrichtungen, Sport- oder Kulturstätten sowie Geschäfte und Gastronomie. Dadurch bekommen diese Orte neue Bedeutungen, neue Dynamiken und neues Leben. Das Café wird zum Arbeitsplatz und die Straße zum sozialen Treffpunkt.

URBAN MATCHA

Der kreative Lebensstil des Urban Matcha wird durch Kleidungsstil und Konsumverhalten sichtbar. Dabei genießt er die Aufmerksamkeit, die er erzeugt, und nutzt seine Vorreiterrolle, um seine Werte zu vermitteln. Im Gegensatz zum modernen Nomaden sieht er die Übernahme von Verantwortung überwiegend als etwas Positives an. Das lässt Urban Matchas zu nachhaltigen Gestaltern ihrer lokalen Communitys werden, in denen sie sich gerne intensiv und langfristig einbringen. Ob sie Obst und Gemüse in Nachbarschaftsgärten anpflanzen oder gemeinsam Straßenfeste für ihr Viertel planen, der Fokus liegt auf der Gemeinschaft. Damit bringen Urban Matchas ein dörflich-familiäres Lebensgefühl in das Umfeld der Stadt. Trotz allem Engagement opfern Urban Matchas je-

HOME REPORT 2019 Oona Horx-Strathern, Matthias Horx 124 Seiten, EUR 150,00

Im Home Report 2019 – der ersten Ausgabe des nun regelmäßig erscheinenden Reports – wirft Wohnexpertin Oona Horx-Strathern einen kritischen Blick auf die Veränderungen unserer Lebensräume und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei benennt sie die wichtigsten Wohnund Designtrends, zeigt die größten Herausforderungen und zukunftsfähige Strategien im Wohnbausektor auf, legt den wahren Kern von SmartHome-Systemen frei und stellt inspirierende Architekten, Planer und Designer vor, deren innovative Ideen und zukunftsorientiertes Denken zu einem besseren Zuhause der Zukunft führen werden.

www.zukunftsinstitut.de

doch nie ihre Freiheit: Sie wollen sich selbst verwirklichen und ihr Leben und Umfeld ganz individuell gestalten können. Das macht sie auch zu Treibern des Craftwork-Trends, denn sie schätzen die Authentizität handwerklicher Erzeugnisse. Ein großer Freundeskreis ist ihnen wichtig und dient nicht selten als Familienersatz; aus der Vielfalt ihres Netzwerks beziehen Urban Matchas ihre Ideen und greifen neue Entwicklungen auf. Stillstand ist für sie ein Fremdwort, sie lieben den Trubel der Stadt und ihre ständige Veränderung. Dafür verzichten sie gerne an anderer Stelle auf Komplexität – Urban Matchas nutzen gerne Serviceangebote, die ihnen das Leben leichter machen: Lieferservices für Lebensmittel und Alltagsprodukte oder spezielle Abo-Boxen für Naturkosmetik, Craft-Whiskey und Superfoods.

NEO - BIEDERMEIER

Der Lebensstil des Neo-Biedermeiers ist weitgehend ein Gegenentwurf zu den progressiven Lebensstilen des modernen Nomaden und Urban Matchas – prägt die Märkte rund um Leben und Wohnen aber gerade deshalb entscheidend mit. Was ihn auszeichnet, ist die Rückbesinnung auf die Gemütlichkeit und Sicherheit des Hauses, die Idylle des Privaten und der traditionellen Familie als Dreh- und Angelpunkt der Lebensgestaltung.


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Der Lebensstil des Neo-Biedermeiers spiegelt sich in seinem Stilbewusstsein und damit im Konsumverhalten wider: Einfachheit, Funktionalität, klare Linien – die perfekte Gestaltung für das Private, bevorzugt unter der Verwendung von lokalen Materialien und einhergehend mit einer wachsenden Lust an der neuen Gemütlichkeit. Für die Einrichtung seines Zuhauses gibt der Neo-Biedermeier gerne etwas mehr Geld aus: Wertigkeit und Beständigkeit werden geschätzt, denn für die Familie und die engsten Freunde soll es nur das Beste sein. Dabei sieht er sich als Premiumkäufer, der sich an Einfachheit und Eleganz erfreut; bevorzugt greift er auf Markenprodukte zurück, da sie ihm die Sicherheit vermitteln, Qualität zu erwerben. Dieses Mindset harmoniert besonders gut mit dem skandinavischen Lebensgefühl, das seit einigen Jahren auch im deutschsprachigen Raum Einzug hält: In Gestalt von Trends wie „Hygge“, das eine urdänische Lebensart beschreibt – im Wesentlichen das gemeinsame Genießen einer gemütlichen, herzlichen Atmosphäre mit Freunden und Familie. Aber auch „Lagom“, ein Begriff aus dem

Schwedischen, der vor allem das „rechte Maß“ oder eine ausgewogene, positive Balance von Dingen charakterisiert. Natürliche und traditionelle Materialien wie Holz und Stein, kontrastiert von Pastelltönen; dazu eine Tasse heißen Kakao mit Familie oder Freunden, am besten vor dem Kamin: All das sind Elemente der skandinavischen Lebensart, die Sicherheit durch Stabilität und

KOMPETENZ IN DER QUARTIERS- UND STADTENTWICKLUNG

#zukunftorten

Geborgenheit durch Emotionalität vermitteln und daher vom Neo-Biedermeier gerne adaptiert werden. Auch die Rückbesinnung auf handwerkliche Erzeugnisse wird von ihm vorangetrieben – er schätzt das Echte und Zeitlose. Wenig Erfolg hat man dagegen, ihn für kurzlebige Hypes und Moden zu begeistern, und auch in Bezug auf neue Technologien ist er eher zurückhaltend.

Die PRISMA Unternehmensgruppe setzt vielfältige Initiativen und liefert nachhaltige Impulse für Lebens-, Begegnungs- und Arbeitsräume der Zukunft. Die Einbeziehung sozialer Aspekte, die Integration kultureller und traditioneller Werte und die Erfahrungen aus über 60 Standortentwicklungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz führen laufend zu inhaltlichen, baulichen und organisatorischen Innovationen. Mit dem kürzlich fertiggestellten Stadtteilquartier Zollerstraße 6, dem im Bau befindlichen Stadthaus in der Anton-Melzer-Straße, einer Quartiersentwicklung im Westen Innsbrucks und einer in Planung befindlichen Standortentwicklung in Telfs setzt die PRISMA Unternehmensgruppe auch in Tirol sichtbare Impulse für qualitätsvolle Lebens- und Arbeitsräume. www.prisma-zentrum.com/tirol

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NHT

KONJUNKTURPAKET FÜR TIROL ECO.NOVA: Inwiefern hat sich die Corona-

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krise auf die Bauprojekte der NHT ausgewirkt? H A N N E S G S C H W E N T N E R : Eigentlich kaum, unsere laufenden Baustellen wurden unter den vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsstandards fortgesetzt. Die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum ist ungebrochen, Wohnen hat durch die Coronakrise sogar an Bedeutung gewonnen. Entsprechend wollen wir als größter gemeinnütziger Bauträger Tirols das geplante Bauprogramm umsetzen. Wir sind hier auch unseren Kundinnen und Kunden verpflichtet, die sehnsüchtig auf ihr neues Zuhause warten. MARKUS POLLO: Wir haben bis einschließlich September 358 neue Wohnungen – teilweise kontaktfrei – an die neuen Mieter bzw. Eigentümer übergeben. Parallel dazu erfolgte in 14 Gemeinden der Spatenstich für neue Projekte und wir sind bereits in der Planung und Ausschreibung für die im nächsten Jahr geplanten Bauvorhaben. Unsere Abteilungen im Haus arbeiten derzeit auf Hochtouren. Die fortlaufenden Investitionen in die Digitalisierung ermöglichen im Bedarfsfall auch ein reibungsloses Arbeiten aus dem Homeoffice.

Bis Ende 2021 plant die NHT einen neuen Investitionsrekord. GSCHWENTNER: Durch das Vorziehen von Projekten wird das Bauvolumen im nächsten Jahr auf einen neuen Höchststand steigen. In Summe werden wir 2020 und 2021 eine Viertelmilliarde investieren und leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für die Konjunktur in Tirol. Der Großteil der Wertschöpfung bleibt dabei nämlich im Land, über 95 Prozent des Bauvolumens geht an Tiroler Betriebe. Mit einem jährlichen Neubauvolumen von rund 100 Millionen Euro zählt die NHT schon jetzt zu den größten gemeinnützigen Bauträgern in Österreich. POLLO: Die NHT ist finanziell solide und zukunftsfit aufgestellt und kann Eigenmittel unmittelbar für die Ankurbelung der Wirtschaft einsetzen. Tirolweit sind über 50 Projekte mit ca. 1.600 Wohnungen in der Pipeline. Durch das Vorziehen ausgewählter Projekte setzen wir einen wichtigen Impuls in einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit. Schon während der Finanzkrise zählte

© NHT/FORCHER

Die NEUE HEIMAT TIROL (NHT) bleibt auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner der Tiroler Bauwirtschaft und investiert in den nächsten beiden Jahren eine Viertelmilliarde Euro.

Die NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner (re.) und Markus Pollo haben ein millionenschweres Baukonjunkturprogramm geschnürt.

der gemeinnützige Wohnbau zu den Stützen des Wirtschaftsstandorts Tirol.

Welche konkreten Projekte sind geplant? GSCHWENTNER: In Kufstein und Wörgl entstehen derzeit im Rahmen der Modernisierung der alten Südtiroler Siedlungen zeitgemäße Stadtquartiere mit 1.000 neuen Wohnungen. Auch in der Landeshauptstadt Innsbruck stehen mit der nächsten Baustufe Pradl-Ost sowie der Entwicklung des Campagne-Areals zwei Großprojekte an. In der Andechsstraße haben wir kürzlich gemeinsam mit Raiffeisen WohnBau ein neues, hochwertiges Wohnviertel mit 167 Miet- und Eigentumswohnungen termingerecht fertiggestellt und übergeben.

Gibt es eigentlich einen Unterschied in der Wohnqualität bei gemeinnützigen Objekten? POLLO: Die NHT baut günstig, aber nicht billig. Mit unseren modernen, im Passivhausstandard errichteten Häusern schafft die NHT Jahr für Jahr hohe und leistbare Wohnqualität, von der immer mehr Tirolerinnen und Tiroler profitieren. Über 40.000 Tirolerinnen und Tiroler wohnen unter einem Dach der NHT. Wir investieren aber nicht nur in den Neubau. Auch unsere mittlerweile 627 Bestandsanlagen werden

laufend gepflegt und betreut. Die geringe Wechselrate und hohe Kundenzufriedenheit sind wichtige Erfolgsfaktoren. GSCHWENTNER: Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu den privaten Bauträgern ist natürlich der Preis, der bis zu 50 Prozent unter dem Markt liegt. Die Miete für eine nagelneue Zweizimmerwohnung mit circa 63 Quadratmetern in der neuen Anlage an der Andechsstraße beträgt inklusive Betriebs- und Nebenkosten 471 Euro. Das ist ein echter Kampfpreis für Innsbruck. Ohne die gemeinnützigen Wohnbauträger wäre das Wohnen in vielen Regionen Tirols für den Durchschnittsbürger wohl nicht mehr leistbar.

Wie wichtig ist der NHT dabei die Nachhaltigkeit? GSCHWENTNER: Schon jetzt zählt die NHT mit über 4.700 Passivhauswohnungen zu den Vorreitern beim Klimaschutz. Niedrige Betriebskosten sind ein wichtiger Bestandteil des leistbaren Wohnens. In Rum wird demnächst die größte Passivhausanlage Europas errichtet. Ein Pilotprojekt gegen die urbane Hitze läuft aktuell im Campagne-Areal. Dabei wird Grundwasser zum Kühlen der Wohnungen eingesetzt. Auch bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen sind wir ganz vorne dabei. PR


Wohnen am Park

Übergabe Wohnanlage Innsbruck – Andechsstraße Neue Heimat für 118 Familien Raiffeisen Wohnbau für die angenehme Abwicklung des Projekts sowie den Planern und ausführenden Firmen für die hervorragen­ de Arbeit und termingerechte Fertigstellung.

Der Heizwärmebedarf für die Wohnungen beläuft sich laut Energieausweis zwischen ca. 9,6 und 21,9 kWh/m²a.

Mit der feierlichen Wohnungsübergabe wünschen wir den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Nutzern der Ge­ schäftseinheiten viel Freude und Zufrieden­ heit in ihrer „Neuen Heimat“.

Die NEUE HEIMAT TIROL dankt dem Land Tirol für die Bereitstellung der Wohnbauförderungs­ mittel, der Stadt Innsbruck für die jahrelange ausgesprochen gute Zusammenarbeit, der

Finanzierung: UniCredit Bank Austria AG

Wohnbeispiel: 2­Zimmer­Wohnung in dieser Wohnan­ lage mit 62,98 Nutz­m² samt Balkon und Kellerabteil Nettomiete/Monat: € 288,17 (je Nutz­m² € 4,58) Betriebs­, Heiz­, Warmwasserkosten und Steuern: € 182,79 (je Nutz­m² € 2,90) Bruttomiete/Monat: € 470,96 (je Nutz­m² € 7,48)

Bauausführende Firmen: Planverfassung: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT­GmbH, Bregenz • Baumeister: ARGE PORR ­ BODNER, Kufstein • Aufzugsanlagen: Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH, Wien • Bauphysik: Fiby ZT­GmbH, Innsbruck • Bauspenglerarbeiten: IAT GmbH, Kematen in Tirol • Beschichtung Betonböden: Bauschutz GmbH & Co KG, Wels • Bodenbelagsarbeiten: Fischer­Parkett GmbH & Co KG, Innsbruck • Brandschutztüren und ­tore: Tortec Brandschutztor GmbH, Wolf­ segg am Hausruck • Elektroinstallationen: Rohner Elektro GmbH, Innsbruck • Estricharbeiten: KPS Ötztal Putz GmbH, Ötztal­Bahnhof • Fenster: Josef Wick & Söhne GmbH & Co KG, Linz • Fliesenlegerarbeiten: Troyer GmbH, Innsbruck • Glaserarbeiten: Glas Siller GmbH, Fügen • Heizung: Opbacher Installationen GmbH, Fügen • Lüftung: Hiesmayr GmbH, Innsbruck • Malerarbeiten: Armagan KG Star Malerei, Innsbruck • Metallbauarbeiten: Nocker Metallbau GmbH, Navis • Planung Elektro: TB Peter Hanel, Innsbruck • Planung Haustechnik: TB Klimatherm GmbH, Zirl • Sanitäre: Opbacher Installationen GmbH, Fügen • Sonnenschutz: Hella Sonnen­ und Wetter­ schutztechnik GmbH, Abfaltersbach • Statik: DI Gerhard Neuner, Rum • Trockenbauarbeiten: BA ­ Bau GmbH, Innsbruck • Türen: Eller Türen + Möbel GmbH, Matrei am Brenner • Verglaste Rohrrahmenelemente und vorgehängte Fassaden: Nocker Metallbau GmbH, Navis • Zimmererarbeiten: Vorhofer & Lintner GmbH & Co KG, Reith im Alpbachtal Die NEUE HEIMAT TIROL schafft derzeit in weiteren 22 Tiroler Gemeinden leistbaren Wohnraum: Fliess, Fügen, Haiming, Innsbruck, Jenbach, Kauns, Kirchberg, Kufstein, Mutters, Reith bei Kitzbühel, Reith bei Seefeld, Rum, Scheffau, Schönwies, Serfaus, Sölden, St. Anton, Telfs, Umhausen, Vomp, Wörgl und Zams. www.neueheimat.tirol

Arztpraxis in zentraler Lage in Kundl zu vermieten ! Gestaltung der Ordinationsräume noch möglich. Kontakt: Clemens Herdy | Tel.: 0512­3330­552 | herdy@nht.co.at

Bezahlte Anzeige / Fotos: NHT/Pauli/Oss

In Innsbruck, Andechsstraße 72, 74, 76, 78, und 80b, errichtete die NEUE HEIMAT TIROL eine Wohnanlage mit 118 Mietwohnungen und sechs Geschäftseinheiten samt Tiefgarage.


SCHÖNER WOHNEN Die Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut IMAS International für eine Befragung rund um die Wohnsituation der Österreicher vor und in Zeiten der Corona-Pandemie. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Großteil der Befragten ist zwar mit seiner Wohnsituation zufrieden, steigende Wohnkosten aber beunruhigen.

WIE HABEN SICH DIE KOSTEN, DIE SIE FÜRS WOHNEN AUSGEBEN, IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN ENTWICKELT?

60 %

aller Österreicher besitzen Eigentum

49 %

HAUS 49 %

etwas gestiegen

WOHNUNG 11 %

60

27 %

40 %

Tirol: 70 % besitzen eine eigene Wohnung oder ein Haus, 30 % leben in Miete

18 %

aller Österreicher mieten HAUS 11 %

gleich geblieben

stark gestiegen

keine Angabe 1,5 %

WOHNUNG 29 %

3 % etwas gesunken 1,5 %

stark gesunken

DIE KOSTEN FÜRS WOHNEN VERÄNDERN SICH IM LAUFE DER JAHRE. WIE LEISTBAR WAR/IST/WIRD WOHNEN SEIN? WÄHREND IN DEN 1980ER-JAHREN DIE ÖSTERREICHER ZU 77 PROZENT DAS WOHNEN ALS „LEISTBAR“ BEZIEHUNGSWEISE „SEHR GUT LEISTBAR“ ERACHTETEN, SIND ES HEUTE NUR NOCH 25 PROZENT, DIE DAS SO SEHEN. DASS WOHNEN 2030 NOCH LEISTBAR SEIN WIRD, GLAUBEN HEUTE NUR NOCH KNAPP 18 PROZENT.

2030 HEUTE 1980

17 % 4%

38 % 21 %

36 %

8%

56 %

22 %

55 % sehr gut leistbar

eher leistbar

19 % 14 %

eher schwierig leistbar

überhaupt nicht leistbar

Info: Die erste Befragung fand im Zeitraum vom 3. bis 28. Feber 2020 statt, die zweite von 3. bis 16. Juni 2020. Insgesamt wurden 900 Personen (100 pro Bundesland) befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 18 Jahren.

8% keine Angaben


I M M O T I O N E N proudly presented by

WIE ZUFRIEDEN SIND SIE ALLES IN ALLEM MIT IHRER MOMENTANEN WOHNSITUATION? sehr zufrieden

66 %

eher zufrieden

22 %

Who else?

wenig oder gar nicht zufrieden 12 % Tirol: 72 % sind „sehr zufrieden“ mit ihrer Wohnsituation, 17 % „zufrieden“.

11 %

DER BEFRAGTEN MÖCHTEN EIGENTUM ERWERBEN

BESONDERS BEI DER GRUPPE DER 18- BIS 34-JÄHRIGEN HAT DIE PANDEMIE DEN WUNSCH NACH EIGENTUM UM 7 % ZWISCHEN FEBER UND JUNI 2020 ANWACHSEN LASSEN.

Haus mit 5 Einheiten, TELFS, 2 Grundstücksflächen, gesamt ca. 615 m², Wohnnutzfläche über EG / 1. OG / 2. OG ca. 265 m², Möglichkeit von 2 zusätzlichen Einheiten durch Umbau, Baujahr 1915, kernsaniert 2018, 3 Garagen + AAP im Freien für insgesamt 10 Autos, HWB 37,9 kWh/m2a, KP 1.224.000 Euro inkl. 20 % USt.

12 %

DER BEFRAGTEN MÖCHTEN RENOVIEREN Großzügiges Wohnen in ABSAM, 5 Zimmer, Wohnnutzfläche ca. 222 m², Baujahr 2003, Terrasse ca. 55 m², Garten ca. 488 m² mit Pool, Doppelgarage, Energieausweis in Arbeit, KP 890.000 Euro

11 %

DER BEFRAGTEN MÖCHTEN DEN AUSSENBEREICH OPTIMIEREN

MIET- UND IMMOBILIENPREISENTWICKLUNG VS. EINKOMMENSENTWICKLUNG VON 2015 BIS 2019 Immobilienpreis Mietpreis Einkommen

Investmentimmobilie NAUDERS, Grundstücksfläche ca. 3.166 m², 3 Wohnhäuser (20 Wohnungen), Wohnnutzfläche gesamt ca. 1.080 m², Baujahr 1945, 2015 komplett renoviert, große Außenanlage, voll unterkellert, genügend AAP vorhanden, HWB 56,1 kWh/m2a, KP 1.500.000 Euro

+ 27 % + 15 % +5%

IMMOBILIENMANAGEMENT JENEWEIN GmbH Eduard-Bodem-Gasse 8, 6020 Innsbruck Tel.: 0512-26 82 82 E-Mail: office@immobilien-jenewein.at www.immobilien-jenewein.at


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RUMBLE IN THE JUNGLE Vor allem der gemeine Städter, in der Regel umgeben von viel Grau, versucht sich immer öfter mit allerhand Pflanzenwerk hoffnungsvolles Grün ins Innere zu holen. Und auch wenn es draußen wieder kälter wird und sich die Natur zur Ruhe setzt, tun Pflanzen in Innenräumen der Seele gut. Der Trend zum Indoor-Garten hat einen Namen: Urban Jungle. REDAKTION: MARINA BERNARDI

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rends kommen und gehen. Das ist in der Mode so und auch beim Wohnen, wenn es auch ungleich einfacher ist, eine schnöde Jeans gegen eine neue zu tauschen denn ein Sofa. Deshalb finden sich Interiortrends vorrangig in Accessoires und Farben wieder, sodass man das allgemeine Gefüge des Wohnens nicht laufend verändern muss. Schließlich hat man sich bei der Anordnung der Möbel in der Regel etwas gedacht.

GRÜN MACHT GLÜCKLICH

Nicht alle prophezeiten Wohntrends treffen ein und bei manchen ist das auch wirklich gut so. Die Richtung hin zu mehr Grün im Innenraum macht aber durchaus Sinn. Pflanzen sind gut fürs Gemüt, können für ein ordentliches Raumklima sorgen und machen auch optisch was her – einzeln platziert, geordnet oder wild durcheinander können sie punktuell Akzente setzen, Räumen Struktur geben, bestimmte Bereiche des Wohnens abschirmen oder einfach nur schön sein. Ein Superstar unter den Interiortrends ist „Urban Jungle“. Dabei kann es des Grüns gar nicht genug sein. Dschungel eben. Vor allem jene, die keinen eigenen Garten haben, errichten sich ihre grüne Oase eben im Innenraum und jene, die einen eigenen Garten haben, überwintern so manches Gepflänz im Innenraum – quasi als Pop-up-Dschungel. Den hauseigenen Urwald kann man sich mit kreativ drapierten Zimmerpflanzen in lässigen Töpfen schaffen, auch so genannte vertikale Gärten, die sich an der Wand entlangschlängeln, werden immer beliebter, wenn es darum geht, den eigenen Wohnraum erblühen zu lassen. Bei der Auswahl der Pflanzen kommt wie fast überall vorrangig der persönliche Geschmack zum Tragen und erlaubt ist, was gefällt. Und natürlich, was zum Standort passt, damit sich die neuen Mitbewohner auch wohl fühlen. Prin-

TRANQUIL DAWN Die softe und neutrale Version eines Grün wurde von Dulux zur „Farbe des Jahres 2020“ erkoren und ist unglaublich vielseitig. Gut kombinieren lässt es sich mit Sandtönen oder einem neutralen Grau, Spannung bringen Orange und ein pastelliges Rosa. Tranquil Dawn ist ein dankbarer Partner zu Urban Jungle, weil es die Grundfarbe des Trends (eben grün) aufnimmt, dennoch dezent im Hintergrund bleibt und damit nicht in Konkurrenz zu den Pflanzen tritt. Zu beidem – Urban Jungle und Tranquil Dawn – passen Möbel in sanften Naturtönen perfekt.

zipiell eignet sich jeder Raum dafür, in ihm eine kleine grüne Welt zu erschaffen, wenn man die Pflanzen dafür sorgsam auswählt. Besonders aufs Licht kommt’s an. Manche Gewächse lieben die Sonne, andere haben’s lieber dunkel. Sinn macht es auf jeden Fall, Pflanzen in verschiedenen Höhen zu arrangieren – Zimmerpalmen, kleine Töpfe mit Sukkulenten, Kakteen, dazu ein paar Hängepflanzen. Gern wird auch zur Monstera deliciosa, dem so genannten Fensterblatt, gegriffen, an feuchteren Standorten wie dem Bad fühlen sich zum Beispiel Farne wohl. Trotz aller Unterschiedlichkeit sollte man auf ein einheitliches Bild achten, damit es nicht zu sehr nach Chaos aussieht. Hilfreich sind einheitliche Übertöpfe oder verschiedene aus einer Farbfamilie.

WILD UND GRÜN

Urban Jungle ist nicht unbedingt ein Trend, der sich gut mit anderen kombinieren lässt, weil er an sich schon ziemlich aufregend sein kann. Da kann es passieren, dass man den jeweiligen Trend vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Schön ist das grüne Innenleben in Abstimmung mit sanft in Naturtönen gestrichenen Wänden wie dem wunderbaren Tranquil Dawn (siehe Factbox). Modisch begleiten uns seit geraumer Zeit außerdem wild-exotische Animalprints. Leopard, Zebra und Co. haben sich stetig in unsere Wohnungen geschlichen und sind gekommen, um zu bleiben (in Musterform natürlich, sollten Sie echte derartige Tierchen zu Hause haben, sollten Sie dies kurz überdenken – Schlangen in bestimmten Varianten ausgenommen). Gemeinhin passen die Wildtiere gut in den Dschungel, wenn man sie sparsam einsetzt und achtsam mit ihnen umgeht. Tiermuster machen generell immer gute Laune – sofern man es nicht übertreibt. Tigerangriffe sind eher nix, dezenter Leoflausch dafür umso lieber.


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Beim Trend zu mehr Gr체n im Innen muss man sich 체brigens nicht wirklich gleich einen ganzen hauseigenen Dschungel zulegen. Es geht auch klein(er). Pflanzengr체ppchen auf kleinen Tischen, Trolleys oder Regalen drapiert, machen einen Raum gleich viel wohnlicher.

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WILD

AND FREE St채dtischer Urwald trifft auf wilde Tiere.

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NO DRAMA LAMA

O.k., Lamas sind nun keine Wildtiere im klassischen Sinn, trotzdem mögen wir diesen Teppich sehr. Gibt’s in verschiedenen Größen ab rund 130 Euro bei Tyrolglas.

DURCHS LEBEN SCHAUKELN Harte Schale, weicher Kern: Superfeiner Hängesessel „Leya Swingseat“ von freifrau im animalischen Design. Verschiedene Designs ab 1.600 Euro bei mg interior.

WILD SPIRIT

Mehr Tier geht kaum. Wir lieben die „Wild-Spirit“-Kollektion von Taitu, weil sie richtig Lust auf Abenteuer macht. Gesehen in verschiedenen Designs und Ausführungen vom Becher bis zum Teller bei Tyrolglas, z. B.: Henkelbecher mit Deckel um 49 Euro, Teller um 49 Euro.

AB INS TÖPFCHEN Ob Sukkulenten oder Kakteen, Kräuter oder Topfblumen: Der „Concrete“-Blumentopf von Butlers mag sie alle. Verschiedene Größen ab rund 7 Euro.

PERFEKT SERVIERT

Raskog von IKEA ist ein unaufgeregter Servierwagen, den man natürlich ganz klassisch benutzen kann, oder man funktioniert ihn zum Blumen-Rollwagen um, indem man ihn mit vielen kleinen Pflanzen füllt. Zu haben um knapp 50 Euro.

HINEINGESTELLT

Die Drahtkörbe von Korbo sind wahre Allrounder und verstauen so ziemlich alles – auch Pflanzen. In verschiedenen Größen und Ausführungen ab 99 Euro erhältlich bei mg interior in Innsbruck.

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AKZENTSETZER Grün muss nicht unbedingt in einem Topf daherkommen. Einzelne Pflänzchen kommen auch in der Vase toll daher. Gesehen um 15 Euro (klein) und 35 Euro (groß) bei Depot.

HOME GARDENING

FÜRS KÖPFCHEN

Auf einem Kissen von Madam Stoltz legen wir unseren Kopf gerne ab. Gemusterte Varianten lassen sich perfekt mit neutralen Optiken kombinieren. Hülle 60 x 60 cm ab 39,95 Euro, gesehen im APFIs in Wattens.

INSPIRATION

Die aktuelle (Garten-)Ausstellung bei Wetscher in Fügen zeigt, wie Urban Jungle gehen kann. Der Look funktioniert natürlich auch fürs Innen, die Tapete ist für ganz Mutige.

Wenn’s daheim grün wird, kann das ruhig auch mal Sinn haben und nicht nur Deko sein. Im EMSA Click & Grow Smart Garden kann man ganz unkompliziert seine Kräuter anbauen. Das System gibt’s für drei bzw. neun Pflanzen ab rund 100 Euro bei Mediamarkt.


KONZEPTE. PLANUNG. PRODUKTE. Wir machen Innenarchitektur.

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DEZENTER BEGLEITER

Das Sideboard „Self“ von Rimadesio ist dank seiner optischen Zurückhaltung der perfekte Ruhepol für aufgeregtes Drumherum und bietet sich auch als Abstellmöglichkeit für so manche Pflanze an. Erhältlich in verschiedenen Varianten bei Wohndesign Freudling in Fügen.

SEI FRECH UND WILD UND WUNDERBAR

Wem Animalprints too much sind, kann ja mal klein anfangen. Servietten „Stay Wild“ um ca. 3 Euro gesehen bei Tyrolglas.

KAKTEENLIEBE

Natürlich dürfen in den handgemachten Keramiktopf nicht nur Kakteen rein, sie machen aber schon irgendwie Sinn drin. Verschiedene Größen ab ca. 15 Euro bei Tyrolglas in Innsbruck.

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BLUMENFEST

Auch wenn man keinen grünen Daumen hat, muss man auf Blümchen nicht verzichten. Das Espressoset „Blossom Tale“ von ihr ist rundum pflegeleicht. Ca. 15 Euro bei Tyrolglas.

AUFBEWAHRT

Die Schachteln von House Doctor sind aus Seegras und Jute und in verschiedenen Größen erhältlich. Man kann darin allerhand Dinge aufbewahren … oder sie als Übertopf verwenden. Ab 18,95 Euro erhältlich im APFIs in Wattens.

LEO ZUM KUSCHELN

Wir mögen die flauschigen Decken und Kissen von David Fussenegger aus Vorarlberg ja generell sehr. Zum Thema gibt’s das Flanellkissen „Silvretta“ (ca. 20 Euro) mit passender Decke (ca. 40 Euro) auch im kecken Leolook. Gesehen im Einrichtungshaus Föger in Telfs.


FREUT

EUCH NICHT _ ZU _ SPÄT S

APFI

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DER CHARME VON FRÜHER. DER LUXUS VON MORGEN. STADTPALAIS IM SAGGEN

14 exklusive Einheiten 47 – 120 m2 Wohnfläche Große Terrassen Raumhöhen 2,50 bis 4 m

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WINTERGARTEN Vorbei sind die Zeiten, in denen unsere Balkone und Terrassen bestenfalls als nützliche Flächen zum Wäschetrocknen, Blumenpräsentieren oder Kleidunglüften dienten und vielleicht zweimal jährlich begrillt wurden. Die Außenflächen sind zu Genusszonen geworden – auch im Winter. REDAKTION: MARINA BERNARDI

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er Aufenthalt unter freiem Himmel galt nicht immer als erstrebenswert und schick. Lange signalisierte helle Haut: Ich muss nicht draußen arbeiten und essen, denn im Freien nahmen früher nur jene Menschen ihre Nahrung zu sich, die auch im Freien arbeiteten. Und das waren meist Hilfskräfte, verbunden mit harter körperlicher Betätigung. Der Charme des Lebens im Freien hat sich über die Jahr(zehnt)e also erst entwickeln müssen.

WOHNEN IM FREIEN

Viel mehr als der Innenraum eines Hauses ist es der Außenbereich, der sich laufend verändert. Schon von Natur aus. Pflanzen blühen und verblühen, der Abend taucht die Farben ebenso in ein anderes Licht wie das Frühjahr oder der Herbst. Schon seit der Zeit um Christi Geburt übrigens lassen sich Balkonbauten nachweisen. Im Laufe der Zeit hat sich deren Funktion entscheidend gewandelt und an Bedeutung gewonnen. Im Laufe der Jahrhunderte dienten Balkone beispielsweise als Repräsentationsplattformen, als architektonisches Element der Fassadengliederung, als Öffnung zur Welt für arabische Frauen, als Schaltstelle zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit oder als Wirtschaftsraum. Und just der soziale Wohnbau war es, der den sozialen und gesundheitlichen Aspekt privater Freiflächen erkennen ließ. Damit wurde der Balkon und in der Folge auch die Terrasse ein wesentlicher Teil der Wohnung. Der Platz unter freiem Himmel gilt als Ort der Geselligkeit und der Erholung.

DAS AUSSENLEBEN DES INNENLEBENS

Ob ästhetisch, funktional, genießerisch oder nüchtern, kommunikativ oder auf Ruhe bedacht – schlussendlich ist im Gesamtentwurf des Außen auch immer sein Benutzer erkennbar. Gärten sind etwas Organisches, in dem


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Im rechten Licht: Wärmendes Licht sorgt für Behaglichkeit im Außen – egal, zu welcher Jahreszeit. Wir mögen diese mundgeblasenen und tragbaren Glaslaternen von Gloster, die nicht umsonst den Namen „Ambient“ tragen. Das Licht kommt von LEDs. In verschiedenen Varianten und Größen ab rund 750 Euro erhältlich bei Wetscher.

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eco.bauen&wohnen TIPP DER REDAKTION

Schon beim ersten Schritt hinaus ins Freie sollten sich Herz, Geist und Auge wohlfühlen und sich damit das Gefühl einstellen, hier draußen bleiben zu wollen.

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die Fantasien der Bewohner, die baulichen Gegebenheiten und die Möglichkeiten des Raumes zusammenwachsen. Lage und Topografie, Boden, Klima und Gebäude definieren den Rahmen. Die Inhalte aber werden von Planern und Eigentümern definiert. Meist in langen Gesprächen. Materialien, Rasen und Beton, Buxus und Sonnenhut, Stein und Edelstahl – Lebendiges und Starres, Bewegliches und Unverrückbares treten miteinander in eine dauerhafte, wenngleich wechselhafte Beziehung. Der Garten ist schon von Natur aus im steten Wandel und verändert sich mit den Jahreszeiten. Während sich viele Pflanzen im Winter zur Ruhe setzen, geben andere dem Draußen-Zuhause auch in der Kälte Struktur. Die verschiedenen Sitz- und Liegeplätze richten sich in der Regel nach Sonnenständen und Blickfeldern: Wer sich an den Alpen am Horizont nicht sattsehen

kann, hat andere Präferenzen als jemand, der einen Sichtschutz zu Passanten aufbaut. Und weil man moderne Gartenmöbel heute in puncto Optik, Komfort und Qualität kaum mehr von Indoormöbeln unterscheiden kann und sie in aller Regel extrem wetterfest sind, können sie vielfach über den Winter draußen bleiben und mit ein paar Tricks zum gemütlichen Outdoor-Kuschelplatz werden. Sich in flauschige Decken hüllen, dazu ein gutes Buch und einen wohligen Tee – und schon wird’s auch winters draußen ziemlich hyggelig. Naturgemäß spielt sich das Außenleben im Winter vermehrt auf der Terrasse denn im (oft nicht mehr vorhandenen) Grün ab, dennoch ist das Glück unter freiem Himmel ein ganz besonderes, selbst wenn es überdacht ist. Das Grün kann man sich (zwischenzeitlich) ja in den Innenraum holen, wie wir auch in dieser Ausgabe lernen. 

ECO.TIPP

WÄ R M E F Ü R D R A U S S E N

Nicht nur im Privaten steht das Draußensitzen für Lebensqualität. Auch in der Gastronomie macht man es sich am liebsten und wenn möglich unter freiem Himmel bequem. Nicht erst seit der Corona-Pandemie, aber seither ganz besonders. Der Winter stellt die Gastro deshalb vor Herausforderungen. Während es in südlicheren Gefilden fast zur Selbstverständlichkeit wurde, auch winters im Freien zu sitzen, ist das hierzulande ob der fröstelnden Temperaturen nicht ganz so einfach. HL Innovation aus Reutte hat dafür die perfekte Lösung: beheizte Möbel nämlich – erhältlich in Stahl, Beton oder Holz, speziell für den OutdoorGastronomiebereich entwickelt. Die sind nicht nur praktisch, sondern auch richtig stylisch. Die Go Ten Bar in Luxembourg setzt bereits auf die Beton-Heizstühle Stayconcrete, der Quellenhof in Leutasch sorgt mit dem Stahl-Heiztisch für wohlige Wärme auf der Terrasse. Weitere Infos (auch bezüglich der Produkte für den Privatbereich) unter info@hl-innovation.at oder 05672/64064.

PFLANZEN EINWINTERN Auch wenn es widersinnig klingt, so müssen auch so manche winterharte Pflanzen erst winterfest gemacht werden, um sie zusätzlich vor Starkforst, Schnee oder Trockenheit bzw. Wintersonne zu schützen. Manchmal müssen die Pflanzen dazu verpackt werden. Prinzipiell sollte dieses Einwintern nicht zu früh erfolgen, da die Pflanzen möglichst lange ungeschützt stehen sollten, damit die Eigenschaft der Winterhärte erhalten bleibt. Die Einwinterung sollte üblicherweise erst dann erfolgen, wenn nebst Nachttemperaturen auch die Tagestemperaturen nicht mehr als etwa +2 °C betragen, das heißt meistens erst gegen Ende November/Anfang Dezember.

UTENSILIEN ZUM EINWICKELN

Holzkeile oder Styroporplatten dienen als Topfunterlage, damit der Topf nicht auf dem Boden anfriert und so unter Luftabschluss mit Bruch kaputt geht. Weiters verwendet man am besten entweder Kokosmatten, Vlies oder Noppenfolie zum Einwickeln des Topfes, damit die feinen Haarwurzeln der Pflanze am Topf-Außenrand nicht komplett eintrocknen und auch, um den Topf zu schützen. Die Pflanze wird dann einfach (nicht doppelt und dreifach) mit Vlies eingewickelt und gegen Wind mit einem Bast befestigt. Besonders Pflanzen, die in der Sonne stehen, sind gefährdet – zum Beispiel Japanischer Ahorn, Bambus, Rosen, Kirschlorbeer und andere immergrüne Laub- oder Nadelgehölze. Wenn man sie in den Schatten stellt, braucht man meistens nur den Topf und nicht die ganze Pflanze zu schützen. Die Pflanzen verdunsten im Winter Wasser, daher sollte man diese so gut als möglich davor schützen, ohne sie zu sehr zu verwöhnen. Laubabwerfende, empfindliche Pflanzen (wie Blütenhartriegel oder Japanische Ahorne) sollte man, sofern man sie im Topf hält, ebenfalls mit Vlies schützen. Je tiefer das Gefäß, desto größer die Härte, weil meistens ausreichend Wasser für die Pflanze vorhanden ist. Daher vor dem Einwintern: unbedingt ausreichend wässern. Achtung: Hat der Topf kein Bodenloch, ist er nicht winterfest. An wirklich warmen Föhntagen (12–15 °C), die länger als einen Tag anhalten, sollte man das Vlies von der Pflanze herunternehmen, da sich sonst Wärmestaus und Trockenstellen ergeben, die nur mehr schwer auszumerzen sind. Tipp: Eine Herbstdüngung mit Patentkali ist immer gut, weil auch das Pflanzenholz besser ausreift und die Winterhärte zunimmt. Stickstoffhaltige Dünger wie Blaukorn oder Hornspäne hingegen sollten vermieden werden, da dies die Pflanze eher zum Austreiben bewegt und das Pflanzengewebe schwächt. Quelle: Blumenpark Seidemann, www.blumenpark.at


photo by: www.kama-naturstein.at

Wohnen mit Naturstein im Innen und AuĂ&#x;enbereich

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365 TAGE

GARTENGLÜCK In seinem persönlichen Gartenkalender begleitet Dr. phil. Wolf-Dieter Storl mit ganzheitlichem Naturverständnis achtsam durch das Gartenjahr.

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JÄNNER

FEBRUAR

DER WINTERMONAT

DIE HORNUNG

Im Jänner kann man den Garten planen, die korrekten Fruchtfolgen und Pflanzengemeinschaften durchdenken. Samen oder Knollen, die man nicht selbst zieht, können bestellt werden. Auch Hecken, Beerenstauden und Obstbäume können geschnitten oder ausgelichtet werden – aber Achtung, nicht zu radikal schneiden.

Sobald die Schneedecke den Boden freigibt, kann alter Mulch oder erfrorener Gründünger von den Beeten geharkt werden. Der Feber ist außerdem eine gute Zeit, um Stauden umzupflanzen. Auch die ausdauernden Kräuter im Kräutergarten können versetzt werden.

MÄRZ DER LENZMONAT

Die Natur erwacht, es wird wärmer. Nun, da die Wiesen zögerlich zu grünen anfangen, beginnt das eigentliche Gärtnerjahr. Der traditionelle Stichtag dafür ist der 17. März. In die Freilandbeete können jetzt die robusten Wurzelgemüse (Pastinake, Kohlrüben, Rote Beete, Erbsen …) gesät werden.

MAI DER WONNEMONAT

APRIL DER OSTERMONAT

Alle Gemüsearten können ins Freie gesät werden, außer den wärmebedürftigen wie Bohnen, Gurken, Kürbisse oder Paprika. Anfang April kann man ein Mistbeet bereiten, um die Setzlinge der wärmebedürftigen Sommerpflanzen aufzuziehen.

Wenn die Frostgefahr gebannt ist, kommen die Tomatensetzlinge, Paprika, Auberginen und Sonnenblumen aufs Land. Jungpflanzen aus dem Saatbeet kommen nun in ihre Beete. Wärmeliebende einjährige Kräuter aus dem Mittelmeerraum wie Basilikum, Majoran oder Bohnenkraut werden Ende Mai gesät. Erst wenn sich der Boden genügend aufgewärmt hat, wird er mit Gras, Stroh oder Heu gemulcht.

JUNI DER BRACHMONAT

Die abgeräumten Frühbeete können mit Folgesaaten wie Karotten, Sommersalat, Buschbohnen oder Kohlrabi bestellt werden. Die Setzlinge aller Spätgemüse (Wirsing, Kohl …) werden nun gepflanzt. Im Sommer, wenn die Beete bepflanzt sind, ist es wichtig, regelmäßig zu hacken.


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JULI

AUGUST

DER HEUMONAT

DER ERNTEMONAT

Tipp: Sobald die Salate so richtig schön wachsen, scheinen von überall her Schnecken aufzutauchen. Manchmal helfen Lavendelbüsche rund um den Garten.

Tipp: Blumen und Blütenpflanzen locken Bienen und andere Insekten an. Diese halten einander im ökologischen Gleichgewicht.

Frei gewordene Beete können zum Beispiel noch mit Radieschen, Herbstrettich, Chinakohl oder Feldsalat bepflanzt werden. Tomaten werden aufgebunden und die Geiltriebe ausgegeizt. Schwer behangene Obstbäume stützen.

Zuckererbsen, Schal- und Markerbsen werden reif, auch die ersten Frühkartoffeln. Auf den abgeernteten Kartoffelbeeten können die letzten Buschbohnen, Radieschen, Spinat, Salat oder Wintergemüse ausgesät werden. Die Beete mulchen oder harken und bewässern.

SEPTEMBER

OKTOBER

DER HERBSTMONAT

DER WEINMONAT

Bevor der erste Frost kommt, wird das Lagergemüse geerntet – nun wird die Arbeit des Gärtners belohnt. Obst sollte nur an trockenen Tagen geerntet werden. Im Laufe des Monats werden außerdem Holunderblüten gepflückt. Jetzt ist es auch an der Zeit, die Beete vorzubereiten und das Wintergemüse auszusäen.

Beerensträuche wie Johannisbeeren brauchen im Spätherbst einen Auslichtungsschnitt. Wintergemüse ernten und einlagern. Einige Arten (Lauch, Rosenkohl, Pastinaken …) können Frost vertragen und im Beet bleiben. Erdbeeren, Rosen und andere empfindliche Pflanzen, die im Freien überwintern, werden mit Tannen- oder Fichtenzweigen bedeckt. Frostempfindliche Knollen werden herausgenommen und im kühlen (Wurzel-)Keller zum Überwintern eingelagert.

NOVEMBER DER WINDMONAT

Spätherbstliche Mulchung der Obstbäume, Zierhölzer und Beerenbüsche. Gartennützlinge schützen: Nistkästen aufhängen, Unterschlupfe für Igel anhäufen. In den Hecken reifen noch Hagebutten, die man zu Marmelade, Gelee oder Sirup verarbeiten kann. Viele Gärtner beschneiden nun ihre Obstbäume oder lichten die Hecken aus. Es wäre jedoch besser, diese Arbeit auf das zeitige Frühjahr zu verlegen. Dann sind die Gehölzer weniger frostgefährdet und die Schnittwunden vernarben schneller (siehe Jänner).

DEZEMBER DER HEILIGE MONAT

Wo der Schnee nicht zu tief liegt oder der Boden nicht zu sehr gefroren war, kann man noch Lauch, Feldsalat, Grünkohl oder Pastinaken ernten (ja, echt!). Und schön langsam kann man sich aufs neue Jahr vorbereiten.

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MEIN PERSÖNLICHER GARTENKALENDER WOLF-DIETER STORL GU VERLAG, 216 SEITEN, EUR 19,99

In seinem Gartenkalender begleitet Wolf-Dieter Storl mit seinem langjährigen Wissen und seinen Gedanken zu den Jahreszeiten durch das gesamte Jahr. Die monatlichen Texte und Anweisungen bieten Hilfe und Rat und orientieren sich am phänologischen Kalender, dessen Grundlage das Entwicklungsstadium der Natur ist. Hintergrundwissen zu den Pflanzzeiten und wertvolle Pflanzentipps erleichtern das Gärtnerhandwerk. Die Kalenderseiten bieten ausreichend Platz für eigene Notizen und machen den StorlKalender zu Ihrem persönlichen Gartentagebuch. We love!


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GLÜCK

BRAUCHT KEINEN FESTEN HIMMEL HÄNGELICHT

WETTERTROTZER

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Die solarbetriebene (und alternativ über die Steckdose aufladbare) Outdoor-Leuchte „Ambient Mesh“ von Henrik Pedersen für Gloster fühlt sich im Außenraum zu jeder Zeit wohl. Erhältlich in verschiedenen Varianten, die Stehlampe hat eine Höhe von 176 cm. Ab ca. 1.200 Euro bei Wetscher.

Hängeleuchten sind simple Mittel, um richtig tolle Stimmung zu erzeugen – vor allem, wenn sie in der Gruppe auftreten. „Solvinden“ ist – man könnt’s erahnen – die IKEA-Version davon. Die LEDLeuchte wird mit Solar betrieben, das funktioniert auch winters ganz gut, man sollte sie allerdings unter Dach hängen. Verschiedene Varianten ab 6 Euro.

NUR GUCKEN, NICHT ANFASSEN

Die LED-Stehleuchte der italienischen Leuchtenschmiede Karman nach einem Design von Matteo Ugolini verleitet mit ihren beweglichen Stäben förmlich dazu, sie anzufassen. Der Name sagt aber ganz deutlich, was die Leuchte davon hält: Don’t touch. Ab rund 950 Euro bei mg interior in Innsbruck.

VIMINI STATT MIMIMI

Vimini ist italienisch für Rattan, das erklärt auch den Namen der loungigen Outdoormöbelserie von Kettal. Das Zweiersofa kostet rund 4.500 Euro, wer mehr Platz hat, wählt (dazu) die Dreiervariante. Dazu passt der Sessel Cala ab rund 2.700 Euro. Erhältlich bei Wetscher in Fügen.


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OUTDOOR- DINNER

Optisch und in Sachen Qualität sind moderne Outdoormöbel nicht mehr von ihren InteriorGeschwistern zu unterscheiden. Beim Tisch „Dine out“ von Cassina liegen Latten aus massivem Teakholz auf konischen Zementelementen, das Sitzwerk dazu stammt aus derselben Serie. In verschiedenen Ausführungen erhältlich bei Wetscher in Fügen. Preis auf Anfrage.

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DIAMONDS ARE THE BIRDS BEST FRIENDS

Heute trägt man den Diamantring nicht nur am Finger, man hängt ihn auch in den Baum … um damit Vögel zu füttern. Auf dem Messingring sitzt ein Diamant aus Acrylglas. Nomnom. Um rund 200 Euro bei mg interior.

GROSSER ZWERG

Es gibt wohl kaum einen Hersteller, der so lässige Leuchten entwirft wie Karman. In den Gartenzwerg „Ottavo“ haben wir uns sofort verliebt. Der Kleine ist mit 65,5 cm ganz schön groß und überwacht mit einer Taschenlampe bewaffnet den Außenbereich. Ca. 650 Euro bei mg interior.

REICHWEITENSAMMLER

Eine hohe Reichweite ist generell immer etwas Gutes. Auch bei Leuchten. Die Leuchte „Balad“ von Fermob nach einem Design von Tristan Lohner macht durch ihren versetzten Fuß mit einer Höhe von 1,90 Metern ganz schön weit Licht. Um ca. 260 Euro erhältlich bei Virsalis in Innsbruck.


GARTEN WAMMES

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AUS ALT

MACH BIO

In den vergangenen Wochen und Monaten rückte neben dem Thema der Regionalität auch die Nachhaltigkeit vermehrt in den Fokus. Diese spielt nicht nur beim Essen, sondern auch beim Wohnen eine immer größere Rolle. TEXT: MARINA BERNARDI


GARTEN WAMMES

„Der Living-Pool von Biotop kommt ganz ohne Chlor oder andere giftige Materialien aus und muss im Winter nicht ausgelassen und damit nur einmal befüllt werden. Das kommt der Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit sehr entgegen. Auch ein Chlorpool lässt sich nachträglich unkompliziert umrüsten.“ JOHANNE S WAMME S

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e turbulenter die Welt um uns herum wird, desto mehr steigt in uns das Bedürfnis nach einem schönen Zuhause und einem Rückzugsort, der nur uns selbst gehört. Die Krise hat uns einmal mehr gezeigt, wie sehr unser Zuhause ein Ort sein soll, der uns auffängt, der uns beschützt und in dem wir uns wohl und sicher fühlen. Noch nie wurde uns unser Wohnraum derart bewusst wie in der Zeit, in der wir kaum anderes hatten. Die nahe Vergangenheit hat uns aber auch gezeigt, was (uns) wirklich wichtig ist. Es geht nicht allein um die Quantität an Dingen, sondern um deren Qualität. Sich vom Gedanken des „Mehr von allem“ zu verabschieden, hat jedoch nicht zwangsläufig mit Verzicht zu tun, vielmehr geht es darum, den Dingen wieder Wert zu geben. Wir brauchen nicht viel, sondern das Richtige. Für viele ist dabei der eigene Garten ein Symbol für Wohn- und Lebensqualität. Im hektischen Drumherum bringt die Natur ein Stück Gelassenheit ins Leben. Erdung – im wahrsten Sinne. Das grüne Zimmer so wohnlich wie möglich zu gestalten, hat sich zu einem regelrechten Megatrend entwickelt und immer öfter spielt hierbei das Thema Wasser (s)eine Rolle. Seine Kraft und gleichzeitige Sanftheit geben jedem Garten einen besonderen Charakter. Davon ist auch Gartenplaner Johannes Wammes überzeugt. Er blickt auf einen langjährigen Erfahrungsschatz zurück und hat schon zahlreiche Gartenträume zum Leben erweckt und Ideen auf kreative Weise Realität werden lassen – vom grünen Balkon über den kleinen Hausgarten bis hin zum weit verzweigten Familiengarten. Mit der Firma Biotop hat Garten Wammes außerdem einen starken Partner im Bereich Naturpool. FOTOS: © ANDREAS FRIEDLE, BIOTOP

GUT FÜR DIE UMWELT Biotop bietet unter anderem mit dem so genannten Living-Pool eine naturnahe Alternative zu konventionellen Pools. „Der innovative Living-Pool ist eine Weiterentwicklung des Swimmingpools und bietet dauerhaft die Wasserqualität eines kristallklaren Bergsees mitten im eigenen Garten – optisch ein klassischer Pool und trotzdem voll biologisch“, erklärt Wammes. Der Living-Pool kommt durch eine spezielle Filtertechnik gänzlich ohne Chlor oder andere giftige Chemikalien aus. Außerdem muss die Technik über den Winter nicht ausgebaut und das Leitungssystem nicht entleert werden. Auch das Wasser kann winters im Becken verbleiben. Dadurch braucht der Pool im Frühjahr nicht wieder neu befüllt zu werden. Dies ermöglicht einen sparsamen und sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass der Living-Pool das ganze Jahr über dekoratives Element im Garten bleibt. Das alles zusammen ist nicht nur gut für unsere Haut und unseren Körper, sondern auch für die Umwelt.

UNKOMPLIZIERT NEU ODER EINFACH UMRÜSTEN

Die Varianten für den Living-Pool sind so vielfältig wie die Wünsche der Kunden und die örtlichen Gegebenheiten. Die Palette reicht vom minimalistisch anmutenden Becken bis hin zu Pflanzenbereichen oder als Ergänzung speziell angelegter Seerosenoder Fischbecken. Auf Wunsch lassen sich auch Extras wie eine Gegenstromanlage, Beleuchtungselemente, Massagedüsen oder Unterwasserlautsprecher integrieren. Für ein besonders angenehmes Badevergnügen

sorgt eine Beheizung, die sich mit der Hausheizung kombinieren oder auch unabhängig davon mittels Luftwärmepumpe ausführen lässt. „In Kombination mit einer Lamellenabdeckung kann die Badesaison damit um mindestens zwei Monate verlängert werden. Und das bei sehr wenig Energiebedarf“, so Wammes. Und weil der Pool ganz ohne Regenerationszone auskommt, braucht er relativ wenig Platz und lässt sich so auch auf kleinen Flächen realisieren. Jeder Living-Pool ist ein Einzelstück und passt sich den individuellen Gegebenheiten an. Wer möchte, kann sich seinen LivingPool auch als Fertigbecken im Ganzen liefern lassen. Diese Variante erfordert zwar eine exaktere Planung, dafür ist die Bauzeit erheblich kürzer. Mit dem speziellen Living-Pool-Converter-System kann außerdem ein bereits vorhandener Chlorpool nachträglich und unkompliziert auf biologischen Betrieb umgestellt werden. Der existierende Wasserkreislauf kann weiterhin verwendet werden, einzig die Chlorierung wird stillgelegt. Dafür wird neben dem Pool ein Converter-Schacht eingebaut, in dem alle benötigten Komponenten integriert sind. Auch der braucht übrigens nicht viel Platz. Kurzum: Ein Living-Pool ist maximal flexibel, kann in einem bestehenden Garten nach- und aus einem konventionellen Pool einfach umgerüstet werden. Für das eigene kleine Stück vom Glück.

GARTEN WAMMES Johannes Wammes Schlierenzau 37, 6425 Haiming Tel.: 05266/87 173 info@gartenwammes.at

www.gartenwammes.at

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WOHNEN, ARCHITEKTUR UND ANDERE SCHÖNE DINGE

KURZ & BÜNDIG

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Esther Schiestl sagt’s durch die Blume. Aber nicht nur.

EINFACH ZUM AUFBLÜHEN

DAHEIM BLEIBEN Seit 2016 produziert gloryfy unbreakable neben (Sport-)Sonnenbrillen auch optische Varianten. Und die Auswahl ist ebenso lässig wie vielfältig. Wie die sportlichen Geschwister sind natürlich auch sie superleicht und unzerbrechlich. Seit Kurzem kann man die optischen Gloryfy-Brillen zu Hause anprobieren und sich dann in individueller Sehstärke zusenden lassen. Mit der „Try at Home“-Option kommen die Teile aus dem Zillertal ganz unkompliziert in die eigenen vier Wände – und es ist ein dankbarer Besuch, weil man seine Wohnung vorher nicht mal aufzuräumen braucht. Das Handling ist ganz einfach: Man sucht sich unter www.gloryfy.at (Punkt: „Try at Home“) bis zu drei Modelle aus und nach wenigen Tagen kommen sie geliefert. Anprobieren, sein Lieblingsstück auswählen und alles wieder zurückschicken. Dann wird Ihre persönliche gloryfy mit individueller Sehstärke und dem gewählten Optics-Glas produziert. Die fertige Brille wird innerhalb von zehn Tagen einsatzbereit zugesandt. Bequemer geht’s nicht.

Im Floresther in Kramsach fällt es wortwörtlich leicht, aufzublühen, denn Inhaberin Esther Schiestl setzt auf Kunstblumen: Ihr persönlich gefällt der nachhaltige Gedanke der immer frischen Blumensträuße und Kränze. In ihrem Fall sind es Arrangements, die von Hand hergestellt, liebevoll ausgewählt und von höchster Qualität sind. „Da kommt es schon vor, dass jemand die Blumen einwässert, weil man nicht bemerkt, dass sie gar nicht echt sind“, sagt sie. Blumen liegen Esther im Blut – schon die Großeltern hatten ein Blumengeschäft im Zillertal und ihre Mama eines in Wörgl – und wenn sie von ihren täuschend echten Seidenblumen spricht, merkt man, wie viel Freude ihr der Laden macht. Neben täuschend echten Kunstblumen gibt’s bei Floresther zauberhafte Accessoires, mit denen Esther und ihr Team auch immer wieder Hotels und Cafés behübschen. Und: Bei Floresther findet man allerhand Großartiges für die Kleinsten, das jedes Kinderzimmer zur Wunderwelt macht. www.floresther-shop.at


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ALLES IM PLAN In unmittelbarer Nähe zum Innsbrucker Hauptbahnhof entsteht aktuell das 13-stöckige PEMA-Objekt P3, in das unter anderem die Hotelmarke Motel One mit rund 240 Zimmern einziehen wird. Und auch weitere Mieter stehen mit dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG (2. und 3. Obergeschoß) sowie dem Interiorspezialisten reiter design (Erdgeschoß und Stock darüber) fest. Damit sind die insgesamt 9.400 Quadratmeter Nutzfläche bereits kurz nach Baubeginn vollständig vermietet. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 avisiert, die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Zusammen mit Armin Hilpold gibt Michael Kugler (li.) bereits zum 15. Mal den Immobilienmarktbericht „WOhnen und WIrtschaften“ heraus.

P U R E ( E N T ) S PA N N U N G

ECO.TIPP: WOHNEN MIT KUNST Kunstwerke von Tiroler und österreichischen Künstlern für die eigenen vier Wände: Die Tiroler Landesmuseen stellen eine Auswahl ihrer umfangreichen Kunstsammlung ab sofort wieder leihweise zur Verfügung. Gegen Vorlage eines gültigen Meldescheins und Entrichtung der Leihgebühr in Höhe von 50 Euro können sich Interessierte zwei Mal im Jahr für jeweils sechs Monate ein Kunstwerk ausleihen. Die Reservierungsfrist läuft bis 31. Oktober 2020, die Abholung im Sammlungsund Forschungszentrum in Hall erfolgt im Zeitraum von 9. bis 13. November 2020. Zwischen 10. und 12. Mai müssen die Werke wieder zurückgegeben werden.

GENAU BETRACHTET

© AREA 47

Die AREA 47 am Eingang des Ötztals ist ein riesiger Outdoor- und Abenteuerspielplatz. Auf knapp 9,5 Hektar kann man hier fast 40 Fun-Sportarten ausprobieren. Und weil so viel Action ordentlich müde macht, braucht man danach auch nicht nach Hause zu fahren, sondern kann hier auch übernachten – in einer der urigen Blockhütten aus hellem, duftendem Naturholz nämlich. Zur Verfügung stehen Dreibett- und Doppelzimmer, wobei Letzteres auch mit zwei getrennten Betten zu haben ist, sollte man mal mit Freunden und nicht dem Partner unterwegs sein. Neu hinzugekommen ist kürzlich das „Doppelzimmer Plus“ mit Mega-Aussicht durchs Panoramafenster und möblierter Terrasse, gemütlich entspannt wird am Chillsofa. www.area47.at

Seit 2006 analysiert das prochecked-Team jährlich den Innsbrucker Immobilienmarkt sowie seit 2009 zusätzlich die wichtigsten Tiroler Orte in regelmäßigen Abstand. Grundlage der Markterhebungen bilden die Urkundensammlungen über Kaufverträge aus den Grundbüchern in den Tiroler Bezirksgerichten. Die in den Berichten vorgestellten Ergebnisse entstammen ausschließlich den Daten tatsächlich erfolgter Kauftransaktionen. „Wir können mit der aktuellen Zahl an Wohnungen, die errichtet werden, die Nachfrage in Innsbruck nicht abdecken“, sagt Michael Kugler, Geschäftsführer und Inhaber von CARISMA Immobilien. Innsbruck brauche für einige Jahre zwischen 700 und 1.000 Wohnungen, erst dann käme es zu einer Entlastung des Marktes. Generell werden die hohen Preise aber bleiben: „Durch den knapp bemessenen Raum zum Bauen in Tirol können wir nie genügend Immobilien entwickeln“, so Kugler. Die teuerste Wohnung in Innsbruck kostete übrigens 12.570 Euro pro Quadratmeter. Die globale Corona-Pandemie durch Lockdown und Homeoffice hat den Wunsch nach größeren Eigenheimen, möglichst mit Garten, dennoch größer werden lassen. Der Trend gehe derzeit aber – allein schon aus finanzieller Sicht – zur kleineren Wohnung. Kugler rechnet außerdem damit, dass die Branche im kommenden Jahr, wenn Hilfsprogramme der Regierung auslaufen, in eine Krise rutschen könnte. Mit einer Marktbereinigung, auch unter Bauträgern. Informationen zu den Entwicklungen am Innsbrucker Immobilienmarkt sowie den aktuellen Marktbericht „WOhnen und WIrtschaften in Innsbruck“ gibt’s unter www.prochecked.at.

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© ATM

ATM-Geschäftsführer Alfred Egger, Projektleiterin Maria Ortner und SynCraftGeschäftsführer Marcel Huber

RECYCLING -INNOVATION In vielen Betrieben, aber auch privaten Haushalten fallen Holzabfälle an. Die Schwazer Firma SynCraft entwickelte gemeinsam mit dem MCI ein klimapositives Energiesystem, das aus eben jenem Altholz Aktivkohle produzieren kann. Diese lässt sich zum Beispiel im Reinigungsprozess von Abwässern nutzen. Selbst schwer abbaubare Inhaltsstoffe etwa in Sickerwässern von ehemaligen Mülldeponien filtert die aktivierte Holzkohle heraus, was wiederum die Abfallwirtschaft Tirol Mitte (ATM) freut: „Die fachgerechte Behandlung des Sickerwassers ist ein sehr wichtiges Thema. Die Pilotaktion hat für uns einen großen Nutzen, wenn die Altholz-Aktivkohle dafür geeignet ist“, sagt ATMGeschäftsführer Dr. Alfred Egger.

LUDWIG OHNE LIMIT Die Uhren von Nomos sind wie klug durchdachte Häuser: Zurückhaltendelegant, fokussiert auf das Wesentliche und mit viel Raum für Kreativität. Zum 175-Jahr-Jubiläum der Marke gibt es drei streng limitierte LudwigSondereditionen, weil die aber fast schon ausverkauft sind, gibt es den Uhrenklassiker in zwei Versionen auch in Serie. Erstmals gibt es die Nomos Ludwig dabei in einer „neomatik“Variante, also mit Automatikwerk und einem Durchmesser von 39 mm. Wir mögen vor allem die römischen Zahlen. Ludwig Neomatik 39 um 2.850 Euro zum Beispiel bei den Innsbrucker Juwelieren Witzmann, Leitner oder Schmollgruber.

© ATP/JANTSCHER

IKONISCH Mit der IWC Schaufabrik in Schaffhausen in der Schweiz gewann ATP architekten ingenieure den ICONIC AWARD 2020 für innovative Architektur. Das Manufakturzentrum steht schlicht, filigran und zeitgemäß da. Mit einem gestalterischen Verweis an die pavillonartigen Gebäude der Moderne lehnt sich das Architekturkonzept eng an das hochwertige Corporate Design von IWC an. Elegant in das Gelände gesetzt, hat der schlanke Gebäudekomplex optisch wenig mit einer herkömmlichen Fabrik gemein. Das energieeffizient konzipierte und auf höchste Flexibilität, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Werk vereint sowohl die Fertigung von Werkteilen, Manufakturwerken und Gehäusen als auch einen Showroom für die Besucher unter seinem Dach.

Der IWC-Solitär mit großer Ausstrahlung fügt sich elegant in die Umgebung


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Ingenieurbüros arbeiten unabhängig, neutral und vor allem treuhändisch für ihren Auftraggeber, für den sie beraten, planen, berechnen, untersuchen und überwachen. Sie sind daher keine Hersteller und nehmen an der Ausführung des Werkes selbst nicht teil. www.vorherdenker.at

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FREIZEITTICKET TIROL

URLAUB DAHEIM

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as Konzept des Freizeitticket Tirol ist in dieser Form und zu diesem Preis einzigartig in Österreich und dem Alpenraum. Der Erfolg der letzten Jahre spricht dafür: 63.000 Tirolerinnen und Tiroler sind begeisterte Nutzer. Eine von der Universität Innsbruck unabhängig durchgeführte Studie aus dem Jahr 2019 offenbarte den hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Mehr Bewegung und ein dadurch gesünderer Lebensstil, die große Preisersparnis durch die vielen inkludierten Leistungen und eine höhere Lebensqualität sind nur einige der Punkte, die die Befragten als Kaufgründe für das Freizeitticket Tirol nannten.

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Für den perfekten Start in eine sichere Wintersaison erhält jeder Kunde beim Kauf

des neuen Freizeittickets einen stylischen Schlauchschal gratis dazu. Die Schals schützen bei rasanten Abfahrten vor Wind und Kälte und dienen in den Seilbahnen als idealer Mund-Nasen-Schutz. Mit dem Freizeitticket in der Tasche umgehen Kundinnen und Kunden außerdem das Anstehen an den Kassen und können so größeren Menschenansammlungen leichter ausweichen.

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Als Entschädigung für die Wochen der Nicht- bzw. eingeschränkten Nutzung des Freizeittickets in der Saison 2019/20 durch die behördliche Schließung der Freizeitbetriebe erhalten alle Kunden bei Wiederkauf des Tickets eine Preisreduktion in Höhe von 8 Prozent. Infos: https://www.freizeitticket.at/mein-ticket/covid-19-info/. PR

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© FABIAN KÜNZEL

Am 1. Oktober beginnt das neue Freizeitticket-Jahr! Das Freizeitticket Tirol garantiert ein ganzes Jahr lang – Winter und Sommer – viele tolle Freizeitvergnügen und sportliche Action für die ganze Familie bei 33 Bergbahnen und Kleinliftanlagen, 14 Freibädern und Seen, sechs Hallenbädern, elf Eislaufplätzen und 13 Museen.

WUNDERKAMMER Mitte September eröffnete die BTV im Rahmen ihres Kunst- und Kulturprogramms INN SITU die Ausstellung „Wunderkammer“. Gezeigt werden Werke der in München geborenen und in London lebenden Fotokünstlerin Bettina von Zwehl, die für ihre unverwechselbaren Profilansichten und Silhouetten bekannt ist. Namensgebend für die neue Ausstellung im BTV Stadtforum war die Kunst- und Wunderkammer von Schloss Ambras, die einzige noch am Ort erhaltene Wunderkammer der Renaissance. Inspiriert von der Geschichte, der Architektur und den Werken der Ambraser Sammlung lud Bettina von Zwehl eine Gruppe von Schülerinnen der HTL Innsbruck zu Aufnahmen ins Studio ein, wo diverse Porträts der Jugendlichen entstanden. In London entstanden dann handwerklich brillante Werke, darunter gestochen scharfe Miniaturen, plastische Arbeiten auf Basis raffiniert belichteter Negative und perfekt angepasste Passepartouts. Zu sehen sind die Arbeiten noch bis 23. Jänner 2021 im BTV Stadtforum.


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erfolgs.geschichten

Unternehmerfamilie Petra Mussmann und Christian Stolz mit Robert Deflorian, Kundenbetreuung Firmenkunden Hypo Tirol Bank

Recycling am Puls der Zeit

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In allem Alten liegt der Beginn für etwas Neues – dieser Grundsatz ist die Basis der über 70­jährigen Erfolgsgeschichte des Tiroler Traditionsunternehmens RAGG. Mit modernster Technik, viel Know­how und jahrzehntelanger Erfahrung bietet RAGG an den Standorten in Hall, Innsbruck, Reutte und Jochberg innovatives Recycling von Altstoffen. Mit einem kleinen Schrotthandel in Fulpmes im Stubaital legte Robert Ragg 1947 den Grundstein einer Firma, die heute zu den führenden Recyclingunternehmen Österreichs zählt. Dank modernster Anlagen und durch ein zertifiziertes, international anerkanntes Umweltmanagementsystem kann RAGG bei allen Arbeiten höchste Sicherheit im Umgang mit Recyclingstoffen garantieren. Zum Leistungsspektrum des Traditionsbetriebs gehören etwa die Demontage und Aufbereitung von Liftanlagen oder Stahlhallen. Außerdem bietet RAGG individuellen Kundenservice für Gemeinden, Industrie, Gewerbe und Privatkunden. Die „Raggler“ erstellen für ihre Kunden maßgeschneiderte Entsorgungskonzepte. Um am Puls der Zeit zu bleiben, investiert die Ragg GmbH laufend in hochmoderne Recyclingsysteme – im vergangenen Jahr etwa in eine neue hydraulische Schrottschere mit einer Schneidkraft von 1.300 Tonnen und einem Eigengewicht von 323 Tonnen. Nach sechsmonatiger Planungszeit wurde die bestehende Schrottschere von den Mitarbeitern abgebaut und der Grundstein für das neue Scherenareal gelegt. Dieses erstreckt sich nun über unglaubliche 2.700 Quadratmeter. Eine Zukunftsinvestition, die effizientes Arbeiten auf höchstem technischem Niveau ermöglicht. Geschäftsführerin Petra Mussmann ist stolz auf gute, langjährige Partnerschaften, die solche Schritte ermöglichen. „Seit 50 Jahren arbeiten wir mit der Hypo Tirol als unsere Hausbank zusammen. Gerade bei einer so zukunftsweisenden Investition waren wir froh, auf einen verlässlichen Partner bauen zu können“, beschreibt sie die Partnerschaft auf Augenhöhe. PR

REPARIEREN STATT WEGWERFEN Repair Cafés sind in vielen Gemeinden ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender. Mit ihrem handwerklichen Geschick geben ehrenamtliche Reparateure dort so manchem kaputten Gegenstand eine zweite Chance. Nach der coronabedingten Pause wird bei den Tiroler Repair Cafés im Herbst wieder gemeinsam repariert. Trotz aller nötigen und teils aufwändigen Vorkehrungen überwiegt bei den Projektträgern TBF und Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH (ATM) die Freude, dass es wieder losgeht, erklärt Mag. Michaela Brötz: „Wir sehen unsere Repair Cafés als Bildungsveranstaltungen, die auch eine ökologische und eine soziale Komponente haben.“ Die Gastgeber in den einzelnen Gemeinden entscheiden selbst, in welcher Form sie ihr Repair Café abhalten möchten. Die aktuelle Terminliste finden Sie unter www.repaircafe-tirol.at.

Z A H L E N U N D FA K T E N Jeder von uns wohnt irgendwo und irgendwie. Einerseits verändern sich die Wohnformen im Laufe der Zeit, andererseits sind diese stets Ausdruck der persönlichen Individualität sowie ein ganzheitlich soziales Spiegelbild. Gerda Maria Embacher und Georg-Andreas Gridling präsentierten im Sommer das neue Wohnhandbuch und mit ihm jede Menge Zahlen und Fakten zum Wohnen in Tirol. Die achte Auflage bleibt ihrer Aufgabe als Nachschlagewerk für wichtige Kennzahlen treu, beschäftigt sich darüber hinaus aber auch mit dem Teilaspekt des Lebenszyklus einer Immobilie – vom Grundstück bis zur Vermietung bzw. zum Verkauf. Den beiden Autoren war es wichtig, eine branchenkonforme Übersicht aller 279 Tiroler Gemeinden bieten zu können; hinsichtlich allgemeiner Eckdaten wie Fläche, Einwohner oder Dauersiedlungsraum bis hin zu einer Grundstückskostenübersicht inklusive der aktuellen höchstzulässigen Grundpreise der Wohnbauförderung. TIROLER WOHNHANDBUCH 2020, STUDIENVERLAG, 76 SEITEN, EUR 22,90


KAUFHAUS TYROL

Sebastian Schneemann, Center-Manager Kaufhaus Tyrol

Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

EIN NEUER TREFFPUNKT IM KAUFHAUS TYROL Seit 17. September lädt Kastner & Öhler ein, auch in Innsbruck ein besonderes Einkaufserlebnis zu genießen. Auf drei Ebenen begeistern eine breitgefächerte Auswahl an internationalen Modelabels sowie eine hochwertige Beautyabteilung. Die Champagnerbar im 1. OG ist zudem der ideale Ort zum Verweilen in stilvollem Ambiente.

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er 15. Standort von Kastner & Öhler wurde durch die Kombination aus urbaner Modernität und natürlicher, alpiner Gemütlichkeit zu einem ganz besonderen Modehaus. Diese Atmosphäre wird von liebevoll gestalteten Tischen mit Lifestyle-Produkten und Büchern unterstrichen, sodass beim entspannten Schmökern gerne mal die Zeit vergessen wird. Das vielfältige Modeangebot umfasst unterschiedliche Stilwelten für Business, Freizeit und besondere Anlässe. In diesem Ambiente werden Kundinnen und Kunden umfassend betreut und beraten. Filialleiter Christoph Grasser und sein Team freuen sich, das inspirierende Lebensgefühl von Kastner & Öhler in Tirol weiterzugeben. PR

Das lange Warten hat ein Ende – das Traditionsunternehmen Kastner & Öhler hat zu unserer Freude seine Tore im Kaufhaus Tyrol geöffnet. Nach einer kompletten Neugestaltung des Stores dürfen sich Kundinnen und Kunden von tollen Mode-, Accessoires- und Beauty-Labels sowie einer Parfümerie und Kofferabteilung inspirieren lassen. Schon im Rahmen der Eröffnungstage war das besondere Flair des Hauses deutlich spürbar. Zudem bietet die Champagnerbar im 1. OG einen neuen Treffpunkt für alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Das Kaufhaus Tyrol heißt Kastner & Öhler herzlich willkommen! Ihr Sebastian Schneemann

KASTNER & ÖHLER Tel. 0512/556286 innsbruck@kastner-oehler.at

www.kastner-oehler.at

KAUFHAUS TYROL ÖFFNUNGSZEITEN: Shops

Mo.–Fr. 9–19 Uhr, Sa. 9–18 Uhr

Lebensmittel

Mo.–Fr. 8–20 Uhr, Sa. 8–18 Uhr

Gastronomie

Mo.–Sa. ab 8 Uhr

www.kaufhaus-tyrol.at


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ECO.TIPP: ERSTES DUALES STUDIUM IN TIROL

REWOLLUTIONÄR

© PAUL OTT

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Das renommierte Architekturmagazin DETAIL kürte die Akustiklösungen von Whisperwool ob ihrer vollendeten Verbindung von Ökologie und Design kürzlich zum Produkt des Jahres. Gerade in der Baubranche mangelt es massiv an nachhaltigen Produkten. Wir bauen schöne Gebäude, aber das verwendete Material ist enorm ressourcen- und energieintensiv, der Abriss ist Sondermüll und die Raumluft macht uns krank. Whisperwool zeigt, dass es auch anders geht. Der Einsatz von Wolle ermöglicht eine bis zu 100 Prozent biobasierte Raumgestaltung mit hervorragender Akustikwirkung. Außerdem sorgt Whisperwool für gesunde Räume, indem Formaldehyde und andere Gifte in der Raumluft gebunden und neutralisiert werden. Auch die Luftfeuchtigkeit wird ausgeglichen. Durch ein innovatives Verfahren werden dabei aus weichen Wollfasern stabile Paneele gefertigt, die als abgehängte Decke oder Wandvertäfelung eingesetzt werden. Durch die spezielle Faseranordnung werden die Frequenzen im Haupt-Sprachbereich absorbiert, ohne unangenehm zu überdämpfen. Dadurch eignet sich Whisperwool besonders für Räume, in denen eine gute Sprachverständlichkeit, Ruhe und Konzentrationsfähigkeit gewünscht wird. Die Wolle selbst stammt vom alpinen Bergschaf aus kleinstrukturierter Landwirtschaft und wird mit geringem Energieaufwand produziert. Produktionsabfälle, Schnittreste und auch Abrisspaneele werden wiederverwertet. Das mögen wir!

Auf dem Areal der ehemaligen Hummelkaserne in Graz wurde eines der jüngsten und bislang größten Wohnbauprojekte aus Holz in Österreich realisiert. Der Wohnbau umfasst vier jeweils sechsstöckige Holzgebäude mit insgesamt 92 Wohnungen.

Duale Studiengänge sind international rar gesät und fehlen in Tirol bislang völlig. Sie unterscheiden sich von berufsbegleitenden Studiengängen, indem sie Schulabgänger bereits direkt nach der Matura ansprechen und eine integrative Verknüpfung von Studium und Beruf vorsehen. Mehreren Studienmonaten an der Hochschule folgen mehrmonatige Praxisblöcke in Partnerunternehmen. Mit dem dualen Bachelorstudium „Smart Building Technologies“ setzt das Management Center Innsbruck (MCI) einen ersten Schritt in diese Richtung. Im Zentrum des Studiums stehen die Entwicklung, Optimierung und Anwendung von intelligenten Lösungen für die zukunftsorientierten Herausforderungen von Gebäudetechnik, Infrastruktur, Modern Living, Klimaneutralität und ökologischer Nachhaltigkeit. Damit bieten sich Karrierechancen im wachsenden Zukunftsfeld des energieund ressourcenschonenden Bauens mit intelligenten Lösungen in den Bereichen Automatisierung, Informationstechnologie, dem Themenkomplex Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik sowie den neuesten Möglichkeiten moderner Lichttechnologie. Sieben Unternehmen aus Tirol und Südtirol ermöglichen den Start des dualen Bachelorstudiengangs durch Einbringung ihrer Expertise bei der Entwicklung des Studiengangs, die Bereitstellung von Arbeitsplätzen und substanzielle finanzielle Beiträge. Dabei profitieren die Unternehmen vom wissenschaftlichen Know-how, das die Studierenden im Rahmen ihrer Ausbildung sammeln und direkt in den Praxisphasen ihrer Unternehmen anwenden können.

MEHR HOLZ FÜR INNSBRUCK In der Stadt Innsbruck ist der Platz für neuen Wohnraum naturgemäß begrenzt. Umso wichtiger ist es, Baulücken effizient zu schließen, noch vorhandenen Baugrund bestmöglich zu nutzen und bestehende Gebäude aufzustocken. Der ökologisch wertvolle Roh- und Baustoff Holz leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag, denn mit Holz lassen sich auch große Gebäude in kürzester Zeit durch genaue vorgefertigte Elemente realisieren. Deshalb setzt sich proHolz Tirol im Rahmen des EU-Projekts „Buildin-Wood“ gemeinsam mit 20 internationalen Partnern dafür ein, Holz zum gängigen Material für den Bau von mehrstöckigen Gebäuden zu machen. Neben Metropolen wie London und Kopenhagen engagiert sich auch die Stadt Innsbruck als „Early Adopter City“ im Projekt. Österreichweit liegt der Holzbauanteil aktuell bei 24 Prozent, in Tirol sogar etwas darüber (bezogen auf die gesamten errichteten Nutzflächen im Gebäudesektor). Mit dem „Naturquartier Weißache“ in Kufstein befindet sich Tirols größter Holzwohnbau mit fünf Stockwerken derzeit im Bau.


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GUT GEBAUT Seit 1996 zeichnet das Land Tirol gemeinsam mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg sowie dem aut – architektur und tirol alle zwei Jahre vorbildliche Bauten in Tirol aus. Heuer ist es wieder so weit.

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nsgesamt wurden zur „Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2020“ 75 Projekte eingereicht, aus denen die Jury, bestehend aus „Ich finde, dass Architektur eine Anne-Julchen Bernhardt (RWTH grundsätzlich optimistische Kunst Aachen), Peter Haimerl (Archiist. Als Architekt musst du an die tekt und Stadtplaner, München) und Marta Schreieck (Henke Zukunft glauben. Du kannst weder Schreieck Architekten, Wien), 18 Zyniker noch Skeptiker sein, sonst Nominierungen ausgewählt hat. wärst du kein Architekt.“ Welche dieser Projekte schließlich eine Auszeichnung oder AnDANIEL LIBESKIND erkennung erhalten, entscheidet sich im Herbst. Bekannt gegeben wird sie im Zuge der Preisverleihung im November.

AUFSTOCKUNG BRUNECKER STRASSE,

D O R F Z E N T R U M PAT S C H ,

FA L G I N J O C H B A H N ,

INNSBRUCK, 2014–2018

2015–2018

K A U N E R TA L , 2 0 1 9

Architektur: Todorka Iliova, Raimund Wulz Foto: Tobias Christoph

Architektur: Baumschlager Hutter Partners Foto: Albrecht Schnabel

HAUS DER MUSIK,

MARTINSBRÜCKE BEI ZIRL,

O F F I C E . P, F U L P M E S ,

INNSBRUCK, 2014–2018

2015–2019

2015–2020

Architektur: reitter-architekten Foto: Mojo Reitter

Architektur: Erich Strolz, Dietrich – Untertrifaller Architekten Foto: Roland Halbe

Architektur: Hans Peter Gruber, Tragwerksplanung: Thomas Sigl Foto: David Schreyer

Architektur: Robert Pfurtscheller – Madritsch-Pfurtscheller Foto: Daniel Pfurtscheller


Das Qualitätsprodukt ist die Voraussetzung für ein gutes Handwerk! BAU MAN N U N D STARK O E G

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HAUS FÜR PSYCHOSOZIALE

KINDERGARTEN SILZ,

M O M O N E S S TA K E - A W A Y,

BEGLEITUNG, IBK, 2012–2018

2018–2020

INNSBRUCK, 2019–2020

Architektur: Fügenschuh Hrdlovics Arch. Foto: David Schreyer

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Architektur: Armin Neurauter Foto: Günter R. Wett

Architektur: Rainer Köberl Foto: Lukas Schaller

N AT U R PA R K H A U S ,

NEUE REGENSBURGER HÜTTE,

P2 URBANER HYBRID,

LÄNGENFELD, 2017–2019

N E U S T I F T, 2 0 1 1 – 2 0 1 9

INNSBRUCK, 2012–2018

Architektur: Hanno Schlögl Foto: Günter R. Wett

Architektur: Rainer Köberl Foto: Stephan Kranebitter

Architektur: LAAC Foto: Marc Lins

SANIERUNG SCHULEN KETTEN-

S C H U L C A M P U S N E U S T I F T,

S WA R O V S K I M A N U FA K T U R ,

BRÜCKE, INNSBRUCK, 2016–2019

2016–2019

WAT T E N S , 2 0 1 5 – 2 0 1 8

Architektur: STUDIO LOIS Foto: David Schreyer

Architektur: fasch&fuchs.architekten Foto: Hertha Hurnaus

Architektur: Snøhetta Studio Innsbruck Foto: David Schreyer

SCHULCAMPUS HALL IN TIROL,

UMBAU EINES BERGBAUERNHOFES,

T O U R I S M U S I N F O R M AT I O N

2016–2019

KIRCHBICHL, 2015–2018

INNSBRUCK

Architektur: fasch&fuchs.architekten Foto: Hertha Hurnaus

Architektur: b.eder architekten Foto: Sebastian Schels

Architektur: Betina Hanel, Manfred Sandner Foto: Günther Kresser


IQ-TEC

WENN SICH MAGIE ENTFALTET Ein Fernseher, so schön wie in Gemälde: Mit dem Beovision Harmony legt Bang & Olufsen die Messlatte für luxuriöse private Kinoerlebnisse einmal mehr ein gutes Stück höher, auch technisch: Der 88-ZollScreen ist der größe OLED-Bildschirm, der je von LG Electronics gebaut wurde.

Beovision Harmony ist ein Designerstück, das ein­mal mehr den kompromisslosen Ansatz von Bang & Olufsen in Bezug auf Design, Handwerkskunst und Klangleistung demonstriert und jetzt auch in einer 88-ZollVariante und 8K-Auflösung zu haben.

D

er Beovision Harmony ist ein dänisches Meisterstück und die makellose Kombination aus höchster Handwerkskunst und faszinierender Displaytechnologie. Das Ergebnis ist das ul-

timative Heimkinoerlebnis, eine stilvolle Verknüpfung aus Technologie und Kunst. Selbst bei Nichtgebrauch ist der Fernseher ein Statement, das sich zu einer skulpturalen Form zusammenklappt. Wird der Beovision Harmony eingeschaltet, fächern sich die zwei Fronten aus Holz und Aluminium wie Schmetterlingsflügel auf und der flache Bildschirm erreicht seine perfekte Betrachtungshöhe. Wird er ausgeschalten, wird das feinchoreografierte Spektakel in umgekehrter Reihenfolge vollführt. Die handgefertigten Fronten sind jedoch

ZUSEHEN UND STAUNEN Der Beovision Harmony – geschaffen für das ultimative Seherlebnis und mitreißende audiovisuelle Abenteuer. Hören. Sehen. Fühlen.

IQ-TEC Mühlthaler GmbH & CoKG Bundesstraße 18A, 6063 Rum Tel. (05 12) 39 36 10 elektrotechnik@iq-tec.at www.iq-tec.at Öffnungszeiten: Mo., Di. & Fr. von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr Mi., Do. & Sa. nach Vereinbarung. Bitte beachten Sie auch unseren neuen Onlineshop unter www.iq-tec.at/shop

nicht nur eine optische Aufwertung, sie beherbergen unter ihren Flügeln außerdem das leistungsstarke Soundcenter, dessen Klang Filme, Dokus und Sportveranstaltungen zu neuem Leben erweckt. Musik lässt sich über die integrierten Dienste wie TuneIn und Deezer oder direkt vom Smartphone streamen. Im Mai dieses Jahres präsentierte Bang & Olufsen zusätzlich zu der 65- und 77-ZollVariante einen atemberaubenden 88-ZollOLED-Bildschirm, mit dem unter anderem echte 8K-Auflösung Einzug hält. Über 33 Millionen selbstleuchtende Pixel sorgen für ein perfektes Schwarz, intensive Farben und eine fantastische Bildqualität – sogar bei weitem Blickwinkel. Dank der auf KI basierenden Deep-Learning-Technologie kann die Auflösung aller Inhalte auf 8K gesteigert werden. Auf ins Abenteuer. PR

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PROHOLZ

Projektauswahl aus den Einreichungen zum Holzbaupreis Tirol 2019

BEHAGLICH WOHNEN IN HOLZ GEHÜLLT 96

Holz bringt deutlich sicht- und fühlbar die Natur mit ins Haus. Neben diesem Wohlfühlfaktor gibt es viele weitere Vorteile und Pluspunkte, die den modernen Holzbau so beliebt und attraktiv machen. Im Wald vermehrt sich Österreichs Rohstoff Nr. 1 nachhaltig – Holz nützen heißt also auch Klima schützen. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

E

gal ob im Neubau, bei der Sanierung oder Nachverdichtung durch Aufstockungen oder Anbauten: Die Eigenschaften des leichten, flexiblen, im Werk vorfertigbaren und zudem ökologischen Werkstoffes Holz sind schlichtweg überzeugend. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Holzbauweise benötigt rund 40 Kubikmeter Holz, wobei in Österreich an einem Tag die Holzmenge für über 2.000 Holzhäuser nachwächst. Wer mit Holz baut, trägt demnach mehrfach zum Klimaschutz bei, denn ein Einfamilienhaus aus Holz bindet rund 40 Tonnen CO2. Der ökologische Hightech-Baustoff aus der Natur wurde seit jeher vom Menschen genutzt und präsentiert sich heute in einer beachtenswerten Vielfalt und Ästhetik. Forschung, Entwicklung und modernste Verfahren bei der Verarbeitung haben in den letzten Jahren herkömmliche Konstruktionen so sehr optimiert, dass sich vollkommen neue, bisher unbekannte Möglichkeiten eröffnet haben. Die natürlichen Eigenschaften des Holzes begünstigen sämt-

liche Aspekte der Wohngesundheit. Im Wesentlichen wird im Wohnhausbereich mit zwei Konstruktionsvarianten gearbeitet: Massivholz kann beispielsweise ohne chemische Zusätze verbaut und gut mit natürlichen Dämmstoffen wie Hanf, Lehm oder Schafwolle kombiniert werden. Der Massivholzbau wird daher gerne von Menschen gewählt, denen gesundes Wohnen besonders wichtig ist. Bei Holzriegelkonstruktionen besteht der Wandaufbau aus massiven Traghölzern mit dazwischenliegenden Wärmedämmstoffen sowie einer atmungsaktiven Dampfbremse und Winddichtung. Durch den Einsatz von hochwertigen ökologischen Dämmstoffen, kombiniert mit einem effizienten Wandaufbau, sind sehr schmale Wandaufbauten umsetzbar. Die steigende Anzahl an holzbauerfahrenen Planern, Konstrukteuren und Holzbaubetrieben sorgt für eine beachtliche Anzahl an gelungenen Referenzprojekten in Tirol, die immer mehr Bauherren vom Werkstoff Holz überzeugen. PR

FOTOS: © LUKAS SCHALLER, MARTIN LUGGER, DAVID SCHREYER, WOLFGANG RETTER, GÜNTER R. WETT

„HOLZHÄUSER WERDEN IMMER BELIEBTER. IHRE BEHAGLICHKEIT WIRD GEPRIE SEN, IHRE ÖKOBIL ANZ K ANN BEISPIELHAF T SEIN UND G E S TA LT E R I S C H I S T G R O S S E VIEL SEITIGKEIT GEGEBEN. EIN WESENTLICHER GRUND FÜR DIESEN ERFOLG LIEGT AN UNSEREM DICHTEN NETZWERK AN AUSGEZEICHNETEN ARCHITEKTEN UND PL ANERN, HANDWERKSUND INDUSTRIEBETRIEBEN – E I N U M S TA N D , D E R A U C H I N T E R N AT I O N A L V I E L B E A C H T U N G F I N D E T. E I N E S O R G FÄ LT I G E U N D FA C H G E R E C H T E P L A N U N G I S T ALLERDINGS UNERL ÄSSLICH, UM DEN ANFORDERUNGEN DES BAUSTOFFES GERECHT ZU WERDEN. DIESE MÜHEN MACHEN SICH, MIT DER MÖGLICHKEIT ZUR VORFERTIGUNG UND DEN DAMIT VERBUNDENEN KURZEN BAUZEITEN, MIT GROSSER KOS TENSICHERHEIT UND MIT G R O S S E R G E S TA LT U N G S F R E I H E I T, B E Z A H LT.“ ARCHITEKT DI CHRISTIAN HÖLLER, VORSITZENDER DER SEKTION ARCHITEKTINNEN, KAMMER DER ZIV ILT EC HNIKER / INNEN F ÜR T IROL UND VORARLBERG

„ I N U N S E R E N WÄ L D E R N WÄ C H S T MEHR HOL Z ZU AL S GEERNTE T W I R D U N D S O M I T KÖ N N E N W I R HOL Z MIT GUTEM GEWISSEN VERWENDEN. ES IST SOGAR WICHTIG, HOL Z ZU ERNTEN, DENN N U R B E W I R T S C H A F T E T E WÄ L D E R S I N D S TA B I L E WÄ L D E R U N D KÖ N N E N S O M I T D E N K L I M AV E R Ä N D E R U N G E N S TA N D H A LT E N . Ü B R I G E N S : D I E M E N G E F Ü R E I N E I N FA M I L I E N H A U S I N H O L Z B A U W E I S E WÄ C H S T I N T I R O L S WÄ L D E R N I N W E N I G E R A L S 10 M I N U T E N N A C H , Ö S T E R R E I C H S WA L D B R A U C H T S O G A R N U R 4 0 S E K U N D E N D A F Ü R .“ RÜDIGER LEX, GF PROHOLZ TIROL


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© TAXISPALAIS KUNSTHALLE INNSBRUCK – CORITA KENT

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Im Rahmen der ART Walks Innsbruck zeigt das Taxispalais Kunsthalle Tirol die Serie „circus alphabet“ der legendären US-Künstlerin Corita Kent. Sie zählte zu den innovativsten und ungewöhnlichsten Pop-Art-Vertreterinnen der 1960er-Jahre.

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DIE KUNST DES SPAZIERENS Der Kunst haftet vielfach etwas Elitäres, Unnahbares an. Kunst, das ist etwas für Kenner. Für Eingeweihte. Dabei ist sie so viel mehr. Sie öffnet Räume und Augen, eröffnet neue Perspektiven und Sichtweisen und sie bereichert den öffentlichen Raum genauso wie das eigene Zuhause. TEXT: MARINA BERNARDI

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s ist ja nicht so, als interessierten sich nur wenige Menschen für Kunst. Tatsächlich tun es sogar ziemlich viele, nur der Schritt in eine Galerie fällt so manchem schwer; aus Angst, sich nicht angemessen zu verhalten, „dumme“ Fragen zu stellen oder aus dem Gefühl heraus, man dürfe sich die Bilder nicht anschauen, weil man sie sich ohnehin nicht leisten kann. Die so genannten White Cubes – ein Ausstellungskonzept, bei dem vor allem zeitgenössische Kunst in gänzlich weißen und damit farbneutralen Räumen präsentiert wird – schaffen außerdem oftmals eine sterile, unnahbare Atmosphäre, die den

Anschein des Elitären zusätzlich verstärkt. Die neue Galerie „Im Vektor“ in Hall (siehe nächste Seite) hat es geschafft, diese Vorurteile abzubauen und Kunst in einen ganz neuen Kontext zu stellen, einen nahbareren und entspannteren. Und auch die ART Walks Innsbruck haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst auf unkomplizierte Art einer breiteren Schicht zugänglich zu machen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

NEUE HERANGEHENSWEISE

ART Walks Innsbruck ist ein neues Programm für kompetente Vermittlung zeitgenössischer Kunst, bei dem man quasi im

Spazierengehen die Zusammenhänge zwischen Künstler und Werk, zwischen Technik, Material, den ästhetischen Aspekten eines Exponats und der gesellschaftlichen Wirklichkeit erklärt bekommt. Das Programm schließt nahezu nahtlos an die Stadterkundungsreihe „Walks to explore“ an, ergänzt wird das Angebot durch die „Typowalks“ (siehe Factbox), eine besondere Herangehensweise an die typografischen Kleinode der Landeshauptstadt. Gemeinsam mit Kulturguide Alexandra Mairhofer bummeln die Teilnehmer durch Innsbruck, tauchen ein in renommierte Institutionen der zeitgenössischen Kunst


Die ART Walks machen unter anderem beim Kunstpavillon, der direkt am Hofgarten Innsbruck gelegen ist, Station.

und lernen die Akteure dahinter kennen. Die wechselnden Ausstellungen im Kunstraum Innsbruck, im TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol und in den beiden Ausstellungsorten der Tiroler Künstler*innenschaft, Neue Galerie und Kunstpavillon, zeigen aktuelle Kunst, die sich mit Themen der Gegenwart auseinandersetzt. Alle Kunstinteressierten werden von den Direktorinnen der Häuser persönlich durch die jeweiligen Ausstellungen geführt. So sehen die Teilnehmer lokale sowie internationale Kunst und erhalten außerdem einen Einblick in das kulturelle Leben der Stadt. Der ART Walk dauert rund zwei Stunden und führt durch das künstlerische Innsbruck mit seinen Gärten. Im Ticketpreis von 15 Euro sind sämtliche Leistungen als auch die Eintritte in die Ausstellungshäuser inkludiert. Alles was es braucht, ist eine Voranmeldung bis 16 Uhr des Vortages der Tour unter taxispalais@tirol.gv.at oder 0512/50 83 171. Der erste Spaziergang fand am 25. September statt, bis dato weitere fixierte Termine sind jeweils Freitag, 9. Oktober, 20. November und 18. Dezember. Treffpunkt ist jeweils um 15:30 Uhr bei der Tourismus Information am Burggraben. Mitgehen lohnt sich.

© WEI SRAUM

© TIROLER KÜNSTLERSCHAFT

eco.bauen&wohnen

TYPOWALKS Im Rahmen der Typowalks, die vom Atelier WEI SRAUM angeboten werden, können Interessierte Erlesenes aus der Grafikwelt entdecken. Sie porträtieren schon seit einigen Jahren Kunst in ganz spezifischer Form: Die typografischen Spaziergänge durch Innsbruck sind Streifzüge in die Welt der Zeichen und Schriften des öffentlichen Raums. Die gestalterische Vielfalt ist gleichermaßen grenzenlos wie faszinierend. Spannend und aufschlussreich sind die dahinterliegenden Geschichten über Schriftdesigner und Typografie, über wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und kulturelle Aspekte. Informationen zu dieser sprichwörtlichen Herangehensweise an die „Schriftenlehre“ entziffern Interessierte unter www.weissraum.at.

W W W.C R E AT I VB ETON. AT

WIR SAG EN DANKE FÜR 20 CREATIV BETON(TE) JAHRE

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eco.bauen&wohnen

IM VEKTOR In Kooperation mit der Münze Hall bespielt Steinmayr & Co seit heurigem März die dortigen historischen Ausstellungsräumlichkeiten mit zeitgenössischer Kunst. Gänzlich fremd ist dem Versicherer das kulturelle Metier nicht, eine eigene Galerie zu betreiben allerdings ist neu. Das Ergebnis jedoch nicht minder spannend.

© ANDREAS FRIEDLE

TEXT: MARINA BERNARDI

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Christian Steinmayr, Geschäftsführer von Steinmayr & Co, mit Maria Köfler, die unter anderem als Kuratorin für „Im Vektor“ zuständig ist.

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ie Firma Steinmayr & Co ist seit mittlerweile 50 Jahren als erfolgreiches Versicherungsmaklerunternehmen in Tirol bekannt. Schon viele Jahre unterstützt Steinmayr & Co vielfältige Kunst- und Kulturprojekte im Land. Die Tanzcompany des Tiroler Landestheaters zum Beispiel, die Premierentage oder die Veranstaltung „Klangbäume Innsbruck“.

Nun geht Christian Steinmayr mit seinem Team noch einen Schritt weiter und will die heimische Szene nicht nur monetär unterstützen. Eine eigene Galerie zu betreiben, ist ein großer Schritt, aber kein unlogischer. Wenn Kunst und Kultur auf Wirtschaft trifft, können beide Seiten profitieren. Zuständig für „Im Vektor“, so der Name der zeitgenössischen Galerie in den Aus-

stellungsräumen der Burg Hasegg/Münze Hall, ist Maria Köfler, selbst freischaffende Künstlerin und seit 2018 bei Steinmayr & Co tätig. Auch wenn die Kuratorentätigkeit für sie ein Sprung ins kalte Wasser war, brennt sie für die Aufgabe. Und macht sie nicht nur mit ehrlicher Freude, sondern auch mit viel Weitblick. Kultur und Unternehmertum gehen für sie mehr als zusammen: „Was wäre


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„Wir wollen nicht nur etablierte Künstler präsentieren oder Künstler nur wegen ihres Namens ausstellen. Ich möchte, dass jeder seine Werke einreichen kann, fernab von Alterslimits, Ausbildung, Herkunft und Geschlecht.“

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Ausstellungsraum Im Vektor, Ebene 1 © ROLAND MAURMAIR

© GÜNTER R. WETT

ein Unternehmen ohne Unternehmenskultur“, fragt sie. „Es geht nicht nur darum, den ganzen Tag miteinander zu arbeiten, sondern um den zwischenmenschlichen Austausch. Das macht das Leben doch aus und gibt ihm einen tieferen Sinn.“ Eine Galerie zu leiten, kam ihr bis dato zwar nicht in den Sinn, nun sieht sie ihre Aufgabe jedoch als ein erweitertes Medium, noch tiefer in die Gesellschaft zu blicken: „Man setzt alleine mit der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler natürlich immer ein Statement. Als Kuratorin kann ich anderen Künstlern und Künstlerinnen eine Plattform geben und Positionen präsentieren, die in der Gesellschaft etwas bewegen können.“ Geplant sind jährlich vier bis fünf Ausstellungen, 2021 möchte Köfler mit einer ganz speziellen Art der Ausschreibung beginnen: „Wir wollen nicht nur etablierte Künstler präsentieren oder Künstler nur wegen ihres Namens ausstellen. Ich möchte, dass jeder seine Werke einreichen kann, fernab von Alterslimits, Ausbildung, Herkunft und Geschlecht. Eine unabhängige Jury soll dann, ohne die Biographie und den Namen des Künstlers oder der Künstlerin zu kennen, aus allen Einreichungen die qualitätsvollste Arbeit auswählen.“ Das Programm von „Im Vektor“ soll deshalb ein Hybrid aus internationalen und regionalen Künstlern sowie etablierten Namen und Newcomern werden. Allen Positionen sollen die gleiche Aufmerksamkeit und der gleiche Wert zuteil werden. Qualität steht für Maria Köfler auch über dem Geschlecht. „In den vergangenen Jahren wird endlich ein Licht auf die bedeutende Rolle der Frauen in der Kunstgeschichte geworfen und mir ist bewusst, dass wir in vielen Bereichen des Lebens beim Thema Gleichberechtigung nach wie vor ein deutliches Defizit haben – umso mehr achte ich bei der Auswahl der Künstler und Künstlerinnen nicht auf das Geschlecht der Bewerber, sondern auf die Qualität der Werke. Eine Künstlerin nur deshalb auszustellen, weil sie eben weiblich ist,

© GÜNTER R. WETT

MARIA KÖFLER

Roland Maurmair, If you need to be a monkey, be a gorilla, 2020

Ausstellungsraum Im Vektor, Ebene 4

Roland Maurmair, Zwischen den Sternen, exhibition view, 2020


© INNSBRUCK INTERNATIONAL/WEST.FOTOSTUDIO

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Akemi Takeya, Lemonism, exhibition view, 2020

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halte ich für keinen sinnvollen Beitrag zum Thema Gleichberechtigung, denn Quotenfrau zu sein, haben wir Frauen nicht notwendig. Hochwertige Kunst setzt sich durch und bei uns kann jede/r sein Portfolio einreichen. Ich bin immer für Überraschungen zu haben und arbeite mich gerne in verschiedene Œuvres ein.“

RÄUME MIT GESCHICHTE

Die angesprochenen Räume indes sind gar nicht so einfach zu handhaben. Anders als viele Galerien verfügt die Burg Hasegg/Münze Hall über keinen klassischen White Cube. Das macht es nicht unkompliziert, die Räume zu bespielen, unter anderem weil der Münzturm denkmalgeschützt ist und man deshalb nicht einfach beliebig Nägel in die Wände schlagen oder Leuchten montieren kann. „Doch wir haben gesagt, wir lassen uns darauf ein. Jede Ausstellung wird zu einer neuen Herausforderung werden, die Flächen sind riesig, man muss sich das Konzept schon im Vorfeld sehr genau überlegen. Die Gegebenheiten lassen nicht viel Spielraum, doch es macht Spaß, die Räumlichkeiten zu erkunden und ihre Besonderheiten in die Ausstellung mit einzubeziehen. Es ist eine spannende Reise“, sagt Maria Köfler. Die Rittersäle sind prädestiniert für 2-D-Arbeiten wie Malerei oder Grafik, der Turm hingegen eignet sich hervorragend für Medienobjekte, Installationen und Skulp-

turen. Es wird ein ständiger Spagat, doch in dieser Herausforderung liegt auch eine Chance. White Cubes wirken sakral, fast schon steril. Ein weißer Raum, so schön er ist und so sehr er den Blick ausschließlich auf die Kunstwerke lenkt, schafft eine unbewusste Distanz. „Hier sehe ich für uns eine Chance. Ich würde mich freuen, wenn schon beim Aufstieg in den Turm und quasi mit diesem gemeinsamen Tun ein Miteinander entsteht. Kunst soll verbinden. In unserer Galerie darf, ja soll miteinander geredet werden, man darf lauter sein und alles fragen“, öffnet die Kuratorin gedanklich die Räume für jeden. „Ja, Kunst ist etwas Besonderes und sie hat etwas Erhabenes. Doch wir möchten, dass sich die Besucher auf sie und den Raum einlassen. Wir möchten erreichen, dass die Kunst den Betrachter mitnimmt und in ihre Welt holt, unkompliziert und ungezwungen und jeden auf seine eigene Weise.“ Der Ausstellungsauftakt im Frühjahr jedenfalls war knifflig. Die erste Ausstellung erfolgte in Kooperation mit Innsbruck International unter der Leitung von Tereza Kotyk und Franziska Heubacher. Akemi Takeya, eine japanische Performancekünstlerin, die aktuell in Wien lebt und arbeitet, war zu Gast. Eine an sich schon experimentelle Ausstellung wurde schließlich im wahrsten Sinne zum Experiment. Die Ausstellung war aufgebaut und alle waren bereit, am Tag der

Eröffnung folgte der Shutdown. Als mit der Öffnung der Museen auch „Im Vektor“ seine Räume wieder zugänglich machen durfte, waren Aufwand wie Sorgfalt groß. Weil es im Turm schon mal eng werden kann, braucht es besonders viel Fingerspitzengefühl. Die aktuelle Ausstellung – Roland Maurmair’s „Zwischen den Sternen“ – verlief bis dato ein wenig entspannter und endlich konnte man auch die Vernissage (fast) derart gestalten, wie man sie sich vorgestellt hatte. „Wir möchten, dass zu den Ausstellungseröffnungen wirklich jeder kommen kann“, sagt Köfler, auch wenn man die Veranstaltung Mitte September ob der aktuellen Virussituation auf 70 Personen beschränken musste. Nach dem offiziellen Teil wird nämlich noch zum gemütlichen Beisammensein geladen – mit kulinarischer wie musikalischer Verköstigung, um den Künstler noch einmal gebührend zu feiern. Das hat im September bestens funktioniert, konnte der Tisch doch im Innenhof und damit im Freien aufgestellt werden. „Wir überlegen gerade, wie wir damit im Winter umgehen“, plant Köfler schon die nächste Ausstellung. Es wird mit Sicherheit eine Lösung gefunden werden, bis 17. Oktober sind zwischenzeitlich noch die Werke von Roland Maurmair zu sehen, die den Besucher in ein sehr spezielles Kunstuniversum mitnehmen. www.im-vektor.com 

IM VEKTOR Die zeitgenössische Galerie „im Vektor“ befindet sich in den Ausstellungsräumen der Burg Hasegg / Münze Hall. Das Museum Münze Hall, das die in Europa einzigartige Münzgeschichte dokumentiert, möchte dabei eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst unterstützen. Das Unternehmen Steinmayr & Co bespielt in Kooperation mit dem Hall AGBetrieb Burg Hasegg / Münze Hall seit März 2020 die historischen Ausstellungsräumlichkeiten mit regionalen aber auch internationalen Positionen zeitgenössischer Kunst.

NÄCHSTE AUSSTELLUNG Feministische Avantgarde. MADE IN AUSTRIA. Werke aus der SAMMLUNG VERBUND, Wien

Die Ausstellung entstand aus einer Kooperation zwischen der Sammlung Verbund, Wien und der Galerie „Im Vektor – operated by Steinmayr & Co“.


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ALTE DINGE, NEUE GESCHICHTEN Es ist ein Ort, an dem sich das Auge kaum sattsehen kann. Immer wieder entdeckt man etwas Neues, obwohl es die ganze Zeit vor einem liegt. Man stöbert, schaut, schmunzelt … und plötzlich hat man eine Tasche gekauft. TEXT: MARINA BERNARDI


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an merkt Handwerkerin Susanne Sieberer ihre (Lebens-) Freude auf den ersten Blick an. Die Augen strahlen, die Hände halten kaum still. Quirlig wuselt sie durch ihren „Little Vintage & Homedecor Shop“ und plaudert mal hier, mal dort mit ihren Kunden. Susanne Sieberer restauriert Möbel und gibt den alten Seelen ein neues Zuhause. Das Haus in Kundl, in dem sich ihr Shop befindet, wurde 1954 von Susannes Großeltern erbaut, es war zeitlebens ein Gasthaus mit Fremdenzimmern, teils mit Ballsaal, dann mit Kino. Im Ort sind die Sieberers indes schon viel länger heimisch. Der Familienbauernhof feierte schon vor 20 Jahren ein halbes Jahrtausend Geschichte. Alte Dinge haben Susanne also schon von klein auf umgeben. Und sie hat sie geliebt. Restaurateurin zu werden, war zwar ihr Wunsch, aber dann doch nicht der erste Beruf der Wahl. „Es war unmöglich, eine Lehrstelle zu finden, also habe ich Apothekenhelferin gelernt“, erzählt sie. Das habe ihr zwar gefallen, war aber langfristig dann doch nicht ihr Ding: „Ich hab viel ausprobiert, bis ich schließlich zu studieren begonnen habe.“ Europäische Ethnologie. Weil das Studium unter anderem reichlich Zukunftsforschung enthielt, Susanne aber lieber die Vergangenheit mag, war es letztlich nicht das Passende, selbst wenn ihr vieles aus dem Studium heute noch hilft: für die Analyse von Bildern oder die Bewertung von Nachlässen zum Beispiel. Als hochprofessionelle Restaurateurin will sich Susanne jedoch nicht gesehen wissen. „Ich habe mir viel autodidaktisch angeeignet“, erzählt sie. „Man lernt stetig dazu und kommt durch Versuch und Fehlversuch immer wieder auf Neues drauf. Ich bin keine klassische Restaurateurin, die teure Bilder oder Möbel detailgetreu rekonstruiert, aber ich kann kaputte Dinge so weit bearbeiten, dass sie wieder funktionieren. Das mag vielleicht nicht immer ganz perfekt sein, aber darum geht’s mir nicht. Die alten Dinge sollten ihre Patina behalten dürfen, das ist mir wichtig. Wenn ein Möbel alt ist, soll man es ihm ruhig ansehen. Die Möbel, die ich restauriere, sollen noch ihre Geschichte erzählen. Aus so manchem Möbelstück

„Ich hab immer etwas gefunden, aus dem man etwas machen kann. Für mich war DachbodenSticksen das Schönste.“ SUSANNE SIEBERER

mache ich auch etwas ganz Neues, das ist dann der Beginn einer neuen Geschichte – erzählt mit dem Blick in die Vergangenheit.“

FINDEN UND GEFUNDEN WERDEN

Zu ihrem eigenen Geschäft ist Susanne Sieberer letztlich „wie die Jungfrau zum Kind“ gekommen. „Ich hatte ein kleines Kämmerchen, in dem ich immer gewerkelt und mich ausprobiert habe. Ich wollte diese Dinge dann übers Internet verkaufen, hatte aber immer ein paar Sachen ausgestellt. Und den Leuten hat’s gefallen“, schaut sie zurück. Vor fast zehn Jahren hat sie ihren ersten eigenen Shop eröffnet, vor zwei Jahren ist der von 24 auf 60 Quadratmeter angewachsen. „Ich finde es wunderbar, mit meinen Händen etwas zu erschaffen“, sagt die Handwerkerin. Das tut sie seit ihrer Kindheit. Schon als junges Mädel sei sie auf den Dachböden der Familie und Nachbarsbauern herumgekrabbelt. „Ich hab immer etwas gefunden, aus dem man etwas machen kann. Für mich war Dachboden-Sticksen das Schönste.“ Dass ihre Leidenschaft für knarzige Dachböden und dunkle Keller bei ihren Freundinnen vielfach auf Unverständnis stieß, störte die kleine Susanne nicht weiter. Nun also hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die Stücke, die es im Vintageladen zu kaufen gibt, findet Susanne quasi überall – beim Spazierengehen, wenn ein simpler Stock ihre Aufmerksamkeit erregt, bei Wohnungsauflösungen, am Flohmarkt. „Mittlerweile ist es schon so, dass mich die Stücke finden und nicht umgekehrt. Die Leute in meiner Umgebung wissen, was ich mache, und bringen mir Dinge vorbei, wenn sie glauben, ich könnte sie brauchen. Natürlich passt nicht immer alles rein und dann sind sie schon auch enttäuscht, wenn ich es ihnen nicht abkaufe, aber alles geht halt

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nicht. Manchmal ist ein Möbel noch zu jung für mich und ich verkaufe nur Vollholzmöbel.“ Auf Flohmärkten geht das Suchen und Finden indes ganz schnell. „Ich war schon immer flink mit den Augen. Das hab ich von meinem Papa.“ Wenn sie über Märkte schlendert, wird alles blitzschnell gescannt – bsssm, bsssm, bsssm … Die Entscheidung darüber, ob ein Stück mit nach Hause darf oder nicht, ist in Sekundenbruchteilen gefallen. „Da brauch ich nicht überlegen, ich weiß es einfach. Natürlich muss ich es begutachten und schauen, ob alles in Ordnung ist, aber ob es zu mir passt oder nicht, weiß ich sofort“, sagt Susanne. Während also Kunden oft stundenlang staunend durch ihren Laden stöbern, ist Susanne selbst ein flotter Einkäufer. „Mit mir shoppen zu gehen, ist echt nicht fein“, sagt sie mit einem Lächeln. Ihr Lebensgefährte nickt im Hintergrund. Susanne weiß aber nicht nur, wenn ein Stück zu ihr passt, sie weiß auch ebenso schnell, wie das Teil werden soll, wenn sie es bearbeitet hat. Bis auf eine Ausnahme. Nachdenklich steht sie vor einem Hängeschränkchen in ihrem Laden: „Bei dem Kastl hab ich echt nicht gewusst, was ich damit machen soll. Normalerweise hab ich sofort im Kopf, was daraus wird, aber dieses Kastl war eine Katastrophe. Ich bin der Meinung, dass sich aus jedem kaputten Teil etwas machen lässt – und wenn man es nicht reparieren kann, löst man es auf und setzt es neu zusammen. Aber dieses Ding ist mir regelrecht

aufgedrängt worden. Ich hab mich dann erbarmt, bevor es im Ofen landet. Man hat manchmal einfach Mitleid mit den Möbeln. Es kommen mir fast die Tränen, wenn alte Möbel eingeheizt werden.“ Also hat sie das vermaledeite Teil mitgenommen und siehe da: Schön ist’s geworden, hat Ablageflächen bekommen und einen hübschen Knauf und wartet nun neben der Tür hängend auf ein neues Daheim. Susanne steckt viel Herzblut, Kreativität und Arbeit in die Erschaffung neuer alter Dinge. Sie dann wegzugeben, fällt ihr dennoch nicht schwer. Im Gegenteil: „Ich mache das ja nicht für mich, sondern für die Menschen und hoffe, dass sich jemand findet, dem es gefällt. Man darf nicht zu besitzergreifend sein. Mit gar nichts. Diese Möbel gehören mir nicht, sie sind für andere gemacht“, sagt sie. Deshalb gibt es auch kein Stück, das sie lieber mag als ein anderes oder gar am liebsten. „Ich freu mich über alles gleich.“ Zusätzlich zu den selbst hergestellten, bearbeiteten und restaurierten Möbeln finden sich im Laden ein paar zugekaufte Dinge – in der Regel auch alt. Oder zumindest ein bisschen, auf jeden Fall so anmutend. Und immer mit Liebe und Bedacht ausgewählt. Neben einem alten Sessel hängen kleinere und größere Ledertaschen, auf einem bezaubernden Vollholzregal thront ein Schaukelpferd, Wohnaccessoires treffen auf Schnickschnack, den man rational nicht braucht, aber emotional unbedingt haben möchte. Teller, Düfte, Farben, Kerzen, Kleiderhaken, Bilder, Postkarten, Bücher, Vasen, Laternen, Stofftiere, Flaschen, Puppen. Immer wieder neu, immer wieder anders. Das muss auch so sein, denn der Stammkundenanteil ist groß. Manche kommen monatlich vorbei und entdecken sich durch all die kleinen und größeren Wunderdinge. Sogar Stammkundschaft aus Deutschland – Frankfurt und München –, Salzburg oder Südtirol ist dabei. „Bei mir findet man Einmaliges, das in derselben Form nicht auch beim Nachbarn steht. Jeder will heute individuell sein. Das Zuhause wird immer wichtiger. Man trifft sich daheim mit Freunden zum Plaudern, lädt zum Essen ein, da muss natürlich auch das Drumherum passen. Es soll nicht mehr ausschauen wie im Katalog, das eigene Zuhause wird immer persönlicher und darf Charakter haben.“ Und das funktioniert eben nicht mit Stangenware. Wer übrigens ein angeschlagenes altes Möbelstück zu Hause hat, darf es gerne zu Susanne zur Reparatur bringen. Sie verkauft Möbel nämlich nicht nur im Geschäft, sondern macht generell Kaputtes wieder heil. Und beschert ihm damit quasi ein neues Leben.

„Man hat manchmal einfach Mitleid mit den Möbeln. Es kommen mir fast die Tränen, wenn alte Möbel eingeheizt werden.“ SUSANNE SIEBERER


Der vollelektrische

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Achtsam sein Das Thema Achtsamkeit zieht sich – indirekt – wie ein roter Faden durch diese Ausgabe. Es geht um den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur ebenso wie mit den Dingen, die uns umgeben. Und schlussendlich auch um einen respektvollen Umgang mit uns selbst. Im Zuge des Corona-Lockdowns haben zahlreiche Menschen Yoga für sich entdeckt, um zur (inneren) Ruhe zu kommen, sich wieder zu erden und damit Körper und Geist gleichzeitig Gutes zu tun.

as Wort Yoga bedeutet Verbindung und meint damit auch die Vereinigung mit dem eigenen Selbst. Das klingt fast schon esoterisch und vielleicht etwas merkwürdig, ist aber alles andere als das. Es ist eine zauberhafte Reise, die Körper, Geist und Seele erfasst und – wenn man das will – nie wieder aufhört.

ZAUBERHAFT

Yoginī werden weibliche Yoga-Praktizierende genannt. Das Wort bedeutet auch „Zauberin“. Und das trifft im Kern, was Yoga ist, was es mit uns macht – machen kann, wenn wir uns darauf einlassen und es zulassen. Es formt den Körper, es reinigt die Gedanken, es vermag ein Gefühl der Fülle im Inneren zu geben, das schwer zu beschreiben ist. Es bereitet den Weg zu einem Ich, das wir so vielleicht noch gar nicht kennen. Das ist in der Tat zauberhaft. Und überhaupt nicht so esoterisch, wie es sich vielleicht anhört. Man muss nicht etwas werden, was man gar nicht ist. Man muss nicht Oms singen, askeWir nutzen für unsere eigene Yogapraxis seit einiger Zeit die handgefertigten Yogamatten von Zirbit. Die bestehen aus vielen kleinen Zirbenelementen und kommen aus der Heimat – aus Reith bei Seefeld nämlich. Das Holz fühlt sich angenehm an und der Duft ist wunderbar unaufdringlich, aber trotzdem da. Wenn man sie gerade nicht benutzt, macht sich die Matte zusammengerollt auch gut als Dekoelement. Die Matten gibt’s von 179 bis 599 Euro unter www.zirbit.at. Tipp: Wer empfindliche Knie hat, nimmt am besten zusätzlich kleine KniePads zur Unterstützung. Die wirken Wunder.

tisch leben, seine Wäsche mit Waschnüssen waschen, sich in wallende Gewänder hüllen und milde lächelnd quasi über dem Boden schweben. Das alles ist nicht Yoga. Zumindest kein praktikables. Trotzdem kann Yoga vieles verändern. Fängt man mit Yoga an, lohnt es sich, an einem Kurs teilzunehmen, weil ein ausgebildeter Yogi die ein oder andere Haltung an der ein oder anderen Stelle korrigieren kann. Denn: Wenn man es richtig macht, ist es zwar nicht unbedingt leichter, aber es fühlt sich ungleich besser an. (Wobei „richtig“ sich nicht an einem strikt vorgegebenen Standard orientiert, sondern an den körperlichen Voraussetzungen.) Und außerdem: Yoga findet zwar hauptsächlich, aber eben nicht nur auf der Matte statt. Yoga kann einen Sog entwickeln. Bewegt man seinen Körper, bewegt man gleichzeitig auch seine Gedanken, seine Erinnerungen, seine Gegenwart und Vergangenheit. In der Lehre des Yoga und generell in fernöstlichen Betrachtungsweisen ist es nur natürlich, Körper, Geist und Seele als Einheit zu sehen. Die Trennung dessen, was uns als Mensch eigentlich im Gesamten ausmacht, ist eine typisch westliche Sicht der Dinge. Bewegt man also seinen Körper, bewegt man alles. Mittlerweile ist Yoga zum Trend geworden. Man gilt heutzutage als guter, toller Mensch, wenn man sich körperlich in Form hält, eine gute Haltung hat und etwas ausstrahlt. Mit diesem Gedanken jedoch beschränkt man Yoga auf die körperliche Ebene. Das Praktizieren von Yogaübungen ist aber nur die Spitze des Eisberges, unter Wasser gibt es noch sehr viel mehr. Und manchmal ist der Sprung von der körperlichen auf die Seelenebene auch nur ein kleiner Hopser. Aber einer, der viel verändern kann. Nach einer Yogapraxis – egal ob in der Gruppe oder allein zuhause – beginnt man sich frisch und wach zu fühlen, sowohl geistig als auch körperlich präsenter. Und ohne dass man es bewusst angewandt hät-

Yoga ist anstrengend und fordernd, es ist entspannend und liebevoll, es füllt uns auf und macht uns gleichzeitig leer. Yoga ist Leben, dieses ganze, pralle, volle, manchmal auch nicht so tolle Leben mit all seinen Facetten, die wir nicht einfach wegleugnen können. te, beginnt Yoga in den Alltag einzufließen. Die typische ruhige Yogaatmung hilft auch beim Laufen oder Schwimmen oder in Situationen, die einen früher aufregten oder nervös machten – der Effekt war im Kopf da, auch ohne dass man sich dabei als Kobra am Boden windet oder in den herabschauenden Hund sinkt. Das minutenlange Harren in Dehnungen, wie man es etwa im Yin-Yoga praktiziert – nur einer von vielen heute gängigen Stilen – lehrt, dass man aushalten kann. Nicht nur Körperhaltungen, sondern auch Situationen, in denen man sonst vielleicht allzu früh aufgegeben hätte. All das mag banal klingen, tatsächlich ist es aber mehr als faszinierend, zu beobachten, wie tiefgreifend das Ausüben von Bewegungsmustern sich auf die Gesamtheit des Seins auswirken kann. Die Bewegungen auf der Matte bewegen auch das Denken und Sein.

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Sebi ist ein Geschichtenerzähler und nicht so sehr gemacht für körperliche Arbeit. Das ist im Jahr 1313 in einem kleinen Dorf nicht ganz so einfach. Doch er macht das Beste draus. Charles Lewinsky schreibt wunderbar schön und lässt aus Geschichten Geschichte werden.

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Felix Mitterer ist weit mehr als PiefkeSaga. In seinem ersten Roman schreibt er über das Leben eines Afrikaners am Wiener Hof des 18. Jahrhunderts und trifft thematisch einmal mehr den Puls der Zeit. Mit viel Feingefühl stellt Mitterer Außenseiter und von der Gesellschaft Geächtete ins Zentrum und gibt ihnen eine kraftvolle Stimme.

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt. KREIZKRUZEFIX MONIKA PFUNDMEIER, SERVUS VERLAG, 318 SEITEN, EUR 14,00

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Wenn ein Regionalkrimi außerhalb Österreichs spielt, dann sollte er es unbedingt dort tun. Bruno ist Chef de Police im französischen Perigord und ermittelt in seinem bereits zwölften Fall. Es hilft, wenn man die vorigen Teile gelesen hat, muss aber nicht sein, weil jede Geschichte in sich abgeschlossen ist. Dennoch ist es schön, den Protagonisten auf seinem Weg zu begleiten, seine verzwickten Frauengeschichten mitzuverfolgen, seinen zauberhaften Hund kennenzulernen und vor allem, ihm kulinarisch über die Schulter zu lesen.

Oh, wie wir sie mittlerweile lieben gelernt haben, die Regionalkrimis. Man mag sie manchmal für etwas einfältig halten, aber das ist tatsächlich ein böses Gerücht. Autorin Monika Pfundmeier jedenfalls nimmt uns gemeinsam mit ihrer jungen Metzgerin mit Schweinefleischallergie Theres Hack mit nach Oberammergau, eine kleine bayrische Gemeinde und berühmt für ihre alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele. Die sind natürlich Thema im Buch, werden doch die Gin-Produzenten Sophie und Franz Thaller wenige Tage vor deren Beginn ermordet. Ein Buch mit feinem Humor und dennoch der gebietenden Ernsthaftigkeit, die ein Mord eben so mit sich bringt.

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Nicht nur die Nordlichter können Krimi, auch Kanadier kriegen das richtig gut hin. Chevy Stevens nimmt uns mit in ein Verwirrspiel rund um Liebe und Gewalt und in ein neues Leben mit alten Gesichtern.


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Alfred Komarek, Haymon Verlag, 176 Seiten, EUR 17,90 Alfred Komarek kennt man vielfach durch seine Polt-Kriminalromane. Wir mögen seinen Schreibstil ja generell sehr, deshalb haben wir mit seinen seligen, seltsamen, schrullig-schönen Weihnachtsgeschichten so richtig Freude.

Wenn Satire auf Philosophie trifft: Poetry-Slammer Sebastian 23 begibt sich in 18 schlauen Kapiteln auf eine Reise durch die Geschichte der Dummheit und zeigt: Die Menschen hatten schon immer ihr ganz eigenes Pech beim Denken. Das macht der Philosoph und Comedian auf herrlich schräge Weise – fundiert recherchiert mit feinem Humor und einer wohldosierten Portion Spott. Und wieder einmal bewahrheitet sich: Jeder hat sein Päckchen zu tragen ...


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IM.GESPRÄCH

GESPRÄCHSRUNDE

GUTES FRÜHSTÜCK „Frühstücken und helfen“ hieß es im August beim Bäcker Ruetz. Von jedem verkauften Ruetz-Frühstück gingen 50 Cent an die Behindertenarbeit von Roll­ On Austria. Unterstützt wurde die Charityaktion von Julia Moretti und Marco Unterlechner. Insgesamt konnten 20.000 Euro gesammelt und von Christian Ruetz übergeben werden.

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Im August luden die beiden Geschäftsführer des Einrichtungshaus Föger, Johannes Haffner und Stefan Föger, zum Sommertalk nach Pfaffenhofen, im Zuge dessen sie unter anderem eine kurze Bilanz zum außergewöhnlichen ersten Halbjahr zogen. Und die macht Mut: Mit der Kampagne „Kauf lokal, kauf bei Föger“ konnte das Einrichtungshaus offensichtlich viele Menschen motivieren, denn das Umsatzminus aus dem Lockdown konnte fast gänzlich ausgeglichen werden. Möge es so bleiben.

RICHTIGER BLICKWINKEL Ein Firmenjubiläum entsteht erst durch treue Kunden. Und so bedankte sich Nikoletta Zambelis für zehn Jahre „Blickwinkel“ bei ihren Kunden mit einem wunderbaren Fest. Gefeiert wurde im zauberhaften Ambiente des Palmenhauses im Hofgarten Innsbruck. Firmenchefs und NGOs genossen feinen Sound und ausgezeichnete Kulinarik. © CHRISTINA GAIO

RollOn-Obfrau Marianne Hengl mit Bäckermeister Christian Ruetz, Marco Unterlechner und Jurij Pfauser

Nikoletta Zambelis, Clemens Baumgartner (Arbeitsmedizin Hall), Walter Guggenberger (ehem. SPÖ-Parteivorstand) und Isolde Stieg (Tiroler Versicherung)

BETREUUNG FÜR DIE KLEINEN Anfang September eröffnete die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) ihre neue betriebseigene Kinderbetreuung namens MUKKI am Hauptstandort im Stadtforum in Innsbruck. Betreut werden für den Anfang Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren wochentags von 7 bis 17 Uhr, auch von Eltern, die nicht bei der BTV arbeiten. Die Einrichtung ist nur an den gesetzlichen Feiertagen und für eine Reinigungswoche pro Betreuungsahr geschlossen, dazu gibt‘s ausgewogene Mahlzeiten, geliefert vom Restaurant Sitzwohl. Infos unter www.btv.at (Menü / MUKKI Kinderbetreuung).

© ACHENSEE TOURISMUS

Architekt Johann Obermoser, Stadträtin Elisabeth Mayr, BTV-Vorstand Gerhard Burtscher, Pädagogin Sarah Schöpf, Bischofsvikar Jakob Bürgler, Pädagogin Uschi Randolf und Ferdinand, MUKKI-Kind der ersten Stunde

L I T E R AT U R G E N U S S A M A C H E N S E E Lesen und Literatur genießen, das war einmal mehr das Motto der achensee. literatour. Buchpreisträger, Literaturstipendiaten und Publikumslieblinge lockten Literaturfans ans Meer der Tiroler. Die neunte Auflage des Tiroler Literatur­ events, das aufgrund der Corona-Pandemie in verkürzter Form über die Bühne ging, bot nichtsdestotrotz ein buntes Spektrum hochkarätiger Buchkunst. Die Autoren Norbert Gstrein, Bernhard Aichner, Anna Weidenholzer und Robert Prosser mit Karl C. Reiter jun. (Posthotel Achenkirch)


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eco.nova SPEZIAL Wohnen & Lifestyle 2020  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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