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TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL

November 2017 69 707 I 6,50 Euro www.dmm.travel www.csr-award.de www.newfleet.de www.newbusinessaviation.de

Mehr Effizienz bei Geschäftsreise I Firmenwagen I Veranstaltung

Businesstrip München – Berlin unter 4 Stunden •••

Zug wie im Flug Reisen zum Kontinent der Chancen ••• Afrika: Wachstumstreiber für Businesstraveller

TAP plant Programm für deutsche KMU ••• Verkaufschefin Alves steht Rede und Antwort

Auf Zeit-Wohnen ist im Wandel ••• Wir sprachen mit DERAG‘s CMO

Mythen um den Elektro-Antrieb ••• Ökologie viel besser als bei Verbrennern


arteon.volkswagen.de

Das Schönste an der Arbeit: die Fahrt dorthin.

Der neue Arteon. Eine Fahrt im neuen Arteon bietet viele Vorteile. Für mehr Komfort sorgen zum Beispiel die 14-Wege-Massagesitze1 oder die innovative Gestensteuerung1. Zusätzlich vermittelt das weiterentwickelte Feature „Emergency Assist“1 ein beruhigendes Gefühl. Der einzige Nachteil: Wenn Sie am Büro angekommen sind, müssen Sie wieder aussteigen.

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Editorial • Unter uns

Am 24. September 2017 wurde der Preis für eine Berliner Politik des Vakuums überdeutlich. Und es besteht Aussicht auf eine höchst ungewisse und nicht nur wirtschaftspolitisch wacklige Jamaika-Regierung. Nicht auszuschließen ist, dass es dann zu einer Instabilität kommen kann mit Folgen für die gesamte Branche der Unternehmensmobilität. •••

SPANNENDE ZEITEN Kommt Jamaika, könnte sich das auf die Luftfahrt und die dienstliche Automobilität auswirken. Denn die Grünen fordern einen Abbau der innerdeutschen Luftfahrtaktivitäten. Mehr Schiene statt Flugzeug, lautet ihr Credo. Und auch beim Thema Geschäftswagen könnte einiges passieren; denn wiederum die Grünen fordern einen Ausstieg aus dem Verbrennermotor bis 2030. Noch etwas, was uns am 24. September aufgefallen ist: Die einschlägigen Meinungsforschungsinstitute haben einmal mehr bewiesen, dass sie keine ernsthaften Prognosen liefern können, sondern nur Spekulationen. Sie wollen die Menschen glauben machen, dass dieses oder jenes eintrifft, im Grunde genommen betreiben die Institute aber nur Scharlatanerie. Denn glauben heißt nichts wissen. Selbiges gilt für nahezu alle Vorhersagen, auch in unserer Branche. Da ist in der Vergangenheit so gut wie nie eingetroffen, was vermeintlich kluge Köpfe uns weismachen wollten. Schon drei Pleiten. Nach Alitalia und Airberlin ist auch die britische Monarch Airlines pleite. Und Skyworks kam am Grounding harrschafr herum. Während die Londoner Regierung knallhart blieb und keinen Überbrückungskredit bereitstellte, nahm die vormalige Bundesregierung einmal mehr den Steuerzahler in die Pflicht, für 150 Mio. Euro geradezustehen. Und im Oktober stellte das Management weitere Forderungen an den Bund. Hammerhart ist auch, dass sich ABCEO Thomas Winkelmann für seine Leistung (???) auch noch fürstlich mit einem siebenstelligen Betrag entlohnen lässt, während gut 1/4

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Mio. AB-Kunden in die Röhre schau’n. Ihre Zahlungen sind in die Insolvenzmasse geflossen, aus der sie wahrscheinlich so gut wie nichts mehr sehen werden. So jedenfalls sieht es das deutsche Insolvenzrecht vor. Und, eine ganze Menge AB-Beschäftigter hat den blauen Brief erhalten bzw. bekommt ihn noch. Was Businesstraveller erwarten. Eine Umfrage des DCC-Forums ergab, dass Geschäftsreisende in zehn Jahren kein Bargeld mehr zum Bezahlen brauchen, dass sie mit Überschalljets in wenigen Stunden von Kontinent zu Kontinent brausen, dass es in Hotels nur noch virtuelle Rezeptionen gibt, sie ihr Smartphone als Zimmerschlüssel nutzen werden, der Reisepass in Form eines Mikrochips im eigenen Körper implantiert ist, es keine Autovermieter mehr geben wird. Das Spannendste wird sicher der Pass... Was Geschäftsreisenden fehlt. Deutsche Firmenreisende vermissen ihr Bett mehr als ihre Kinder, wenn sie unterwegs sind. Das steht in der aktuellen „Business Travel und Technology“-Studie von Egencia. Ihren Nachwuchs vermissen angeblich nur 27 % – im weltweiten Vergleich der mieseste Rang. Unseren französischen Nachbarn fehlen die Sprösslinge hingegen mehr als das Bett. Generell

scheinen die Franzosen ihrem Ruf als romantische Nation gerecht zu werden. Denn noch mehr als ihre Kinder vermissen sie ihren Partner (60 %), wenn sie geschäftlich reisen. Bei den Deutschen sind’s nur 48 %. Ein kleines X im Pass. Kanada ist weltweiter Vorreiter für Weltoffenheit, Toleranz und gelebte Vielfalt. Im Jubiläumsjahr der 150-jährigen Unabhängigkeit gibt das Land Rückenwind für die Gleichstellung von Minderheiten. Mit der von Premierminister Justin Trudeau durchgesetzten Änderung in den Ausweisdokumenten der Kanadier sind seit 31. August 2017 in Kanada drei Geschlechter denkbar: männlich („M“), weiblich („F“) und unbestimmt („X“). Angestoßen wurde diese kleine Revolution auf dem Papier von der LGBTQBewegung (englische Abkürzung für lesbischschwul-bisexuell-transgender-queer), die in Kanada großes Ansehen genießt. Freuen Sie sich auf eine interessante Lektüre und schauen Sie gerne auf dmm.travel und newfleet.de vorbei. Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur

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DIE NEUE UNABHÄNGIG DER NEUE BMW X3. GRENZENLOS INNOVATIV.

Abbildung zeigt Sonderausstattungen.


KEIT.

Freude am Fahren


Inhalt • November 2017

Fotos DB I Derag Livinghotels I Tesla Titelmotiv DB

Deutschland rückt zusammen

Enger Draht zum Firmenkunden

E-Autos viel besser als ihr Ruf

Der 10. Dezember 2017 wird auch für Firmenkunden in fast ganz Deutschland ein markantes Datum. Da nämlich wird die Schnellbahnverbindung München – Berlin durchgängig eröffnet, eine Zäsur für Luftfahrt, Fernbus und Pkw.

Serviced Apartments gelten unter Mobilitätsmanagern als kostengünstige Lösung für ihre Firmenreisenden. Der Vorteil: Auf vom Hotel gewohnte Dienstleistungen muss man nicht verzichten. Unser Interview mit DEARG.

Noch führen Elektroautos in Deutschland ein Schattendasein. Aber der Druck zum Wandel auf innovativere und umweltfreundlichere Antriebe wächst. Und es zeigt sich, dass E-Mobilität allemal besser ist als die mit Verbrennern.

Seite

16

Trendmonitor

Seite

34

Seite

42

5 I Branchen-Beobachtungen

26 I Profitieren von mobiler Lösung Neue Reisekosten-App im Einsatz.

44 I Geräumig, komfortabel, günstig Opels neuer Grandland X.

News

27 I Sensoren ersetzen den Fahrer Autonomes Fahren mit „Olli“.

45 I Mäßiges Ausbildungsniveau Kritisches Wissen von Fuhrparkchefs.

28 I Reisen zum Kontinent der Chancen Afrika bietet immer mehr attraktive Businessziele.

46 I Geschäftswagen des Monats VW‘s neuer Polo ist ein guter Tipp.

8 I Wissenswertes in Kürze

Titelstory 16 I Deutschland rückt zusammen Mit Inbetriebnahme der Schnellverbindung München – Berlin haben Firmenkunden neue Möglichkeiten.

Geschäftsreise 20 I Bonusprogramme November 2017 Der ungenierte Bruch von Regeln. 21 I Neue Dimensionen der Freiheit Mit den Flugautos Transition und AeroMobil staufrei unterwegs. 22 I Die Schiene ist oft im Vorteil Studie: Bahnverbindungen oft schneller und preisgünstiger als Fliegen. 23 I Wohin fliegt Friedrichshafen? Option für Businesstraveller? 24 I TAP plant KMU-Progamm Gespräch mit Marta Alves, neue Verkaufsleiterin für die DACH-Region.

31 I Änderungen bei Flugangeboten Nützliches für die Reiseplanung.

First Class 32 I Promis bitten zu Tisch „Planet Hollywood“ war der Anfang.

Hotel & Veranstaltung 34 I Enger Draht zum Firmenkunden Serviced Apartments sind eine kostengünstige Lösung. Unser Interview. 36 I Neue Betten für Geschäftsreisende Die aktuellen Hoteleröffnungen.

NewFleet 38 I Geschäftswagen-News Wichtiges aus der Branche 41 I Gewerblicher Markt 11/2017 Need to Know für Mobilitätsmanager.

48 I Audi legt die Messlatte hoch A8 – Hightech vom Feinsten. 51 I Die unterschätzte Gefahr Risiko Infotainmentsystem.

Recht & Steuern 52 I Mehr Schutz für Bahnfahrgäste EU-weite Regelung angestrebt. 53 I Rechtsprechung – wichtige Urteile

Vorbild & Modell 54 I Im Obergeschoss durch die Schweiz Im Bahnland Nr. 1 nutzen Geschäftsreisende oft die IC 2000-Züge.

Inside 56 I Köpfe & Skurriles

Vorschau 58 I DMM 12.2017 und Impressum

42 I E-Autos viel besser als ihr Ruf Elektrische Autos sind allemal sinnvoller als jeder Verbrenner.

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Die nächste Ausgabe DMM »Der Mobilitätsmanager« 12.2017 erscheint am 13.12.2017


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Trendmonitor

Foto Astarot /Fotolia.com Online-Info www.amex.de I www.egencia.de I www.yougov.de

ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN

BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN Aktuelle Markt- und Preis­­ent­wick­lungen im Business Travel Marktbeobachtungen von Jürgen Baltes

Der Markt I November 2017

GESCHÄFTSREISEN BILDEN Gut neun von zehn deutschen Geschäftsrseisenden gehen gern auf Dienstreise. Rund 60 Prozent sind sogar der Meinung, dass das Reisen ihren Job interessanter macht. Und ganze 79 Prozent finden, dass sich dadurch ihre Weltanschauung verändert hat. Dies hat eine aktuelle Umfrage von YouGov und American Express unter 2.075 Vielreisenden, darunter 275 aus Deutschland, ergeben. Reisen ist wichtig. Dienstreisen zählen für Mitarbeiter denn auch zu den wichtigsten Nebenleistungen ihres Arbeitsvertrags, zwar deutlich hinter Betriebsrente und flexiblem Arbeiten, aber immerhin knapp vor dem Firmenwagen. Wobei knapp jeder Zweite auch über die negativen Folgen klagt, vor allem Erschöpfung aufgrund langer Arbeitstage, mangelnden Schlaf und Stress. Dienst und Urlaub. Entsprechend wichtig ist den Reisenden denn auch die persönliche Erholung. Immerhin jeder Zweite nimmt sich während Dienstreisen die Zeit für etwas Sightseeing. Fast jeder Dritte reist auch mal früher an, um für anstehende Meetings erholt zu sein, genießt das Hotel-Spa (33%) oder das Fitnessstudio (27%). Unter dem Stichwort „Bleisure Travel“ ist die Verbindung von Dienst- und Privatreise bereits zum feststehenden Begriff geworden.

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1 bis 2 Tage Verlängerung. Auf ein ähnliches Ergebnis kommt auch eine aktuelle Kundenumfrage von HRS. Demnach haben fast vier von fünf Geschäftsreisenden schon einmal ihren Businesstrip für private Zwecke verlängert, nur 21 Prozent haben dies – meist aus Zeitmangel – noch nie getan. Jeder Dritte hängt sogar regelmäßig eine Verlängerung dran, meist von ein bis zwei Nächten. Die Zeit wird vor allem für Essengehen, Sightseeing, Shopping und Kultur genutzt. Besonders häufig werden Business­ trips in attraktiven Metropolen wie Berlin. Hamburg und Köln verlängert. Jüngere wollen entspannen. Entspannungs­ angebote, etwa im Hotel, sind unterdessen vor allem bei jüngeren Reisenden beliebt. Von den unter 40-Jährigen legen 35 Prozent Wert darauf, in den Generationen darüber sind es nur 19 Prozent, hat die jüngste Umfrage Chefsache Business Travel des DRV ergeben. Produktivität zählt. Gleichzeitig wollen Reisende unterwegs aber auch produktiv sein. Schreibtisch, W-Lan und wenn möglich auch ein Drucker gehören für 90 Prozent der Geschäftsreisenden zur Ausstattung eines BusinessHotels, so die DRV-Umfrage. Wobei in der Amex-Studie jeder Zweite angibt, schon mal wegen mangelnder Vorbereitung unproduktiv gewesen zu sein. Und jeder Dritte gesteht, sich meistens zu wenig vorzubereiten.

••• Beliebte Nebenleistungen* Betriebsrente 87% Flexibles Arbeiten

82%

Gesundheits- / Lebensversicherung 75% Geschäftsreisen 75% Dienstwagen 74% *unter Arbeitnehmern 

Quelle: Amex / YouGov

••• Was Reisende vermissen

Welt

Partner

50% 48% 60%

D

F

Kinder

36% 27% 42%

Bett

36% 39% 28%

Quelle: Egencia / GBTA, D = Deutschland, F = Frankreich

Deutsche vermissen ihr Bett. Interessant ist auch ein Blick darauf, was Geschäftsreisende unterwegs am meisten vermissen. Weltweit liegt hier der Partner mit rund 50 Prozent klar vorne, hat eine aktuelle Umfrage von Egencia ermittelt. Es folgen das eigene Bett und die Kinder in etwa gleichauf. Wobei hierzulande 39 Prozent der Reisenden ihr Bett vermissen, aber nur 27 Prozent ihre Kinder – der niedrigste Wert im internationalen Vergleich. Umgekehrt etwa in Frankreich. Dort vermissen 42 Prozent ihre Kinder, aber nur 28 Prozent ihr Bett. Auch an ihren Partner denken die Franzosen (60 Prozent) eher als die Deutschen (48 Prozent). •••

Der Mobilitätsmanager 11.2017


seat.de/firmenkunden

Flexibles Businessmodell. Der SEAT Leon ST. Wartung & Verschleiß für 0,99€1 mtl.

. Business-Paket INFOTAIN mit einem Preisvorteil von bis zu 435 €2 . Bis zu 1.470 Liter Gepäckraum . Voll-LED-Scheinwerfer3 . 8"-Navigationssystem3 . Fahrassistenzsysteme4

Der SEAT Leon ST gibt Ihnen ein Plus an Flexibilität: mit seinem Gepäckraum, seinen Ausstattungsmöglichkeiten und seinem ServicePaket „Wartung & Verschleiß“ zum Aktionstarif. SEAT FOR BUSINESS. Ihre Ziele sind unser Antrieb.

SEAT Leon ST Kraftstoffverbrauch: kombiniert 7,2–4,1 l/100 km; CNG (Erdgas): kombiniert 3,6 kg/100 km; CO2-Emissionen: kombiniert 164–96 g/km. CO2-Effizienzklassen: D–A+. 1 Angebot ist nur bis zum 31.12.2017 gültig und nur für gewerbliche Kunden mit und ohne Großkundenvertrag. Ausgenommen gewerbliche Sonderabnehmergruppen Taxi-/Mietwagenunternehmen und Fahrschulen. Bei allen teilnehmenden SEAT Partnern in Verbindung mit einem neuen Leasingvertrag mit der SEAT Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig, Bonität vorausgesetzt. 0,99 € netto (zzgl. MwSt.) mtl. Servicerate für die Dienstleistung „Wartung & Verschleiß“ bei einer Gesamtlaufleistung von bis zu 120.000 km. Für eine Gesamtlaufleistung zwischen 120.000 km und maximal 180.000 km beträgt die mtl. Servicerate 9,90 € netto (zzgl. MwSt.). Angebot gilt nur für die SEAT Leon Familie. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem teilnehmenden SEAT Partner. 2 Optional ab Ausstattungsvariante Style. 3 Optional ab Ausstattungsvariante Reference. 4 Optional verfügbar. Abbildung zeigt Sonderausstattung.


News • • • Airbus

Airbus erhielt aus dem Reich der Mitte einen Auftrag der China Aviation Supplies Holding Company über 140 Jets. Der Rahmenvertrag hat laut dem europäischen Flugzeugbauer einen Wert nach Liste von rund 20 Mrd. Euro, so Airbus-CEO Tom Enders. In den kommenden Jahren sollen 100

Foto: TAP Portugal

140 MASCHINEN FÜR CHINA

• • • TAP Air Portugal

Foto: G. Uden, Airbus

HOMMAGE AN DAS LAND PORTUGAL

Maschinen der A320-Familie nach China geliefert werden sowie 50 des erfolgreichen DreamlinerKonkurrenten A350. •••

Mit einem A330-300, der genauso lackiert ist, wie die ersten Maschinen von TAP Air Portugal bis in die 70er Jahre hinein, erinnert die portugiesische Luftfahrtgesellschaft an ihre Historie und untermauert so ihr enges Verhältnis zum Heimatland. In den 1950er Jahren trugen zunächst viermotorige Lockheed Super Constellation das markante rot-weiße Design

der Fluglinie, die damals noch „Transportes Aéreos Portugueses“ hieß. Die Bereitstellung der nagelneuen A330 im Retro-Style, die schlicht „Portugal“ heißt, versteht der Carrier als Hommage an das Land. Der Großraumjet ist der zweite, der auf den Namen des Heimatlands getauft wurde. Bei der ersten „Portugal“ handelte es sich um eine B747-200, die 1972

in Dienst gestellt wurde. Der mit der CI der 50er- bis 70er-Jahre ausgestattete Widebody ist der erste von drei neuen A330-300, mit denen die Airline ihre Kapazität erhöht. Die Flugzeuge werden auch auf den Lang­strecken eingesetzt, u.a. auf der am 10. Juni eröffneten Verbindung nach Toronto. Die Flugzeuge bieten jeweils Platz für 285 Passagiere. •••

Mazda Mobil Carsharing. Stationsbasiert stellt der Importeur mit neun Fahrzeugen der Mazda-Flotte flexible Mobilität für Geschäftskunden, Mitarbeiter ansässiger Firmen sowie Hotelgästen vor Ort zur Verfügung. Nutzer können über die intuitive App „Mazda Mobil Carsharing“ flexibel Fahrzeuge für Zeiträume von 15 Minuten bis zu drei Tagen buchen. Mobil Carsharing ist ein komplett digitales Geschäftsmodell.

tembetreiber und Kundenbetreuer. Entsprechend sind die Räder auch über die App von Call a Bike ausleihbar. Der Service ergänzt das Mobilitätsangebot der FordPass-App. Künftig kann man FordPass nutzen, um sich bei Call a Bike zu registrieren, ein Leihrad zu orten und es online zu buchen.

Sky Line-Station C verkürzt Wegzeiten für Transitreisende

••• Luftfahrt

••• Geschäftsreise

US-Flüge: Zusätzliche Interviews aller Passagiere in FRA, MUC und DUS. 1 Stunde mehr Zeit mitbringen.

Avis: Mitglieder des Bonusprogramms Avis Preferred können ihren Mietwagen am Münchner Flughafen direkt im Parkhaus abholen, ohne vorher den Umweg über die Avis Station zu nehmen.

EasyJet: Übernahme von 24 Flugzeugen der Ex-Airberlin und Stationierung in Berlin-Tegel. Finnair: Verbesserte OnlineBuchung über m.finnair.com. Icelandair: Neue Tarifebene „Economy Light“. Reisende können ihre Sitze vorab in der Kabine wählen und dürfen ein bis zu 10 kg schweres Handgepäckstück mit an Bord nehmen. „Economy Class“ heißt nun „Economy Standard“ und „Economy Class Flex“ ist jetzt „Economy Flex“. Beide Tarifoptionen beinhalten ein aufgegebenes und einem Handgepäckstück.

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Flight Centre Travel Group: Weltweites Netzwerk wird weiter ausgebaut, so Inhaber Graham Turner. Heute schon rund 3.000 Standorte und über 20.000 Beschäftigte. In Deutschland ist DER Touristik exklusiver Franchisenehmer und Statthalter der Australier; Partnerschaft endet zum Jahreswechsel. FCM wird selbst aktiv; Standorte Frankfurt und München geplant. Mazda: Zusammen mit dem Mobilitätsdienstleister CCUnirent startet Mazda an zwei Standorten in Köln und Hürth das Pilotprojekt

Foto: Fraport

Am Frankfurter Flughafen fährt das Passagier-Transport-System „Sky Line“ die neue Station C am Terminal 1 an. Die neue Haltestelle verbindet den Bereich C im Ostteil von Terminal 1 mit der Sky Line-Bahn. Die Zeitersparnis liegt z.B. für Transitreisende vom Bereich C zu einem Anschlussflug im Flugsteig A bei etwa 15 Minuten. Passkontrollen entfallen für die Nutzer der neuen Station, da sie während des gesamten Transitvorgangs im Non-Schengen-Bereich bleiben. Die verbesserte Anbindung des Bereichs C kommt vor allem Fluggästen der Lufthansa und weiteren Mitgliedern der Star Alliance zugute, die in diesem Bereich zahlreiche Umsteigevorgänge abbilden.

SB Connect / Ford-Werke: Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn Connect in Sachen Bikesharing. Für Kunden des Fahrradverleihsystems Call a Bike stehen in den Innenstädten von Köln und Düsseldorf insgesamt 3.200 Fahrräder unter dem Namen FordPass Bikes bereit. DB Connect ist Sys-

SnappCar: Einstieg der niederländischen Carsharing-Plattform in deutschen Markt nach Übernahme von tamyca. Das tamyca-Netzwerk umfasst ca. 200.000 Nutzer. Travel Leaders Group: Die US-TMC hat den Wettbewerber Travel Management Partners aus Raleigh (North Carolina) übernommen, die bisher zu HRG gehörten. Travel Leaders ist Partner der Lufthansa City Center.

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News

Air Berlin ist seit 27. Oktober 2017 Geschichte

Foto: Sputnik international

Im Jahr 1978 wurde die Air Berlin Inc. im US-Bundesstaat Oregon in das Handelsregister eingetragen. Am 28. April 1979 hieß es „Get ready for take-off“ für den Jungfernflug mit 178 Passagieren an Bord einer vierstrahligen Boeing 707 von Berlin-Tegel nach Palma de Mallorca. 39 Jahre nach der Gründung hieß es am 27. Oktober 2017 zum letzten Mal: „Flug AB 6210 von München nach Berlin-Tegel steht zum Einsteigen bereit.“ Damit hat die einst zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands, die auch gerne von Firmenkunden und Geschäftsreisenden genutzt worden war, die Luftfahrtbühne verlassen. Die Airline hat über Jahrzehnte den europäischen Luftverkehrsmarkt mitgeprägt und seit dem Erstflug über 1/2 Mrd. Passagiere sicher an ihr Ziel befördert. Kaputt gemacht wurde sie durch ein schlimmes Missmanagement. Auch das Team von DMM war ab und an mit an Bord der rot-weißen Flieger. Good Bye Air Berlin...

• • • Lufthansa

IM MODERNSTEN LH-JET NACH HONGKONG Geschäftsreisende aus dem Freistaat Bayern und Österreich fliegen seit 12. September mit dem aktuell modernsten Lang-

streckenjet der Lufthansa, einem Airbus A350-900, von München nach Hongkong. Die Businessmetropole wird aufgrund

Foto: Lufthansa

der Distanz von rund 10.000 km im Wechsel mit zwei Jets angeflogen: Mit dem vierten und fünften A350-900, die inzwischen an Europas größtes Luftfahrtunternehmen ausgeliefert sind und die Kennung D-AIXD und D-AIXE tragen. Der Flug startet in der Bayerischen Landeshauptstadt um 22:30 Uhr und landet nach rund elf Stunden Flugzeit 15:35 Uhr Ortszeit in

Hongkong. Seit einigen Tagen sind die A350 von München aus nach Boston, Delhi, Mumbai und Hongkong unterwegs. Die neuesten Airbusse bieten 293 Passagieren Platz: 48 in der BC, 21 in der Premium Economy und 224 in der Eco. Hongkong ist eine bedeutende Destination für Geschäftsreisende und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Asien. ••• Advertorial

• • • Expertentipp

BEI EVENTS AUF EXPERTEN VERTRAUEN Wolfgang Straßer, Geschäftsführer von HRG Germany, einem der führenden Geschäftsreisedienstleister in Deutschland, zeigt anhand von drei Punkten auf, warum Unternehmen im Bereich Meetings, Gruppenreisen und Events auf professionelle Unterstützung setzen sollten. Volle Kostenkontrolle. Meetings und Events sind häufig mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Daher ist es wichtig, diesen Bereich strategisch zu betrachten. Nur so kann der größtmögliche Nutzen bei geringen Kosten erzielt werden. Spezialisierte Eventdienstleister erarbeiten dafür Veranstaltungsrichtlinien und effiziente Prozesse. Sie bieten darüber hinaus transparente Reports und Datenanalysen, um diese für eine ganzheitliche Strategie einzusetzen. Dank der Einkaufskraft größerer Anbieter können Kunden zudem von Spezialtarifen und besonderen Gruppenkonditionen profitieren. Sicherheit auf Reisen. In Anbetracht weltweiter politisch instabiler Situationen und umweltbedingter Ereignisse ist es Unternehmen ein zunehmend wichtiges Anliegen, ihre Mitarbeiter in einem sicheren Umfeld zu wissen. Nur

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ein professioneller Dienstleister kann garantieren, dass reisende Mitarbeiter zu jeder Zeit lokalisiert werden können und im Falle einer Krisensituation unverzüglich die bestmögliche Unterstützung erhalten. Erlebnisse schaffen. Wem es gelingt, nicht nur simple Veranstaltungen, sondern unvergessliche Erlebnisse für alle Beteiligten zu kreieren, wird daraus in puncto Wahrnehmung und Image einen Vorteil ziehen. Auch hier machen sich Know-how, Kreativität und Erfahrung von Spezialisten bezahlt. Sie kümmern sich nicht nur darum, Veranstaltungen zu konzipieren, zu organisieren und durchzuführen. Sie wissen genau, welche Details eine stimmige Atmosphäre hervorrufen und wie man durch moderne Technologie und interaktive Angebote für nachhaltige Begeisterung bei den Besuchern sorgt. •••

Über HRG Germany 1845 in London gegründet, spezialisiert sich die Hogg Robinson Group unter der Marke HRG auf globales Reisemanagement. In mehr als 120 Ländern ist HRG in folgenden Bereichen tätig: Geschäftsreisen, Meetings, Groups und Events (MGE), Consulting, Sports sowie Reisen für den Energie- und Marinesektor als auch für staatliche Organisationen. Ergänzt wird das Angebot von neuesten technologischen Lösungen, Daten- und Beratungsleistungen.

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News • • • Zukunftsprojekt

SCHNELLSTRECKE BERLIN – PRAG

Dänische IC3 statt DB Diesel-ICE

Nach Inbetriebnahme der durchgehenden Hochgeschwindigkeitsverbindung München – Nürnberg – Erfurt – Leipzig/Halle – Berlin wird als nächste Schnellstrecke die Verbindung Dresden – Prag angegangen. Mit den Planungen für den Bau der NBS kann schon bald begonnen werden. Eine entsprechende Vereinbarung, mit der

burg-Kopenhagen. Die DB wollte ihre 605er an die DSB verkaufen, die aber lehnte ab. Die schnellsten Dieseltriebzüge Deutschlands (200 km/h) wurden ab 2001 in den Linienverehr gebracht. In ihrer wechselvollen Geschichte – die Neigetechnikzüge waren u.a. auf der Franken-Sachsenmagistrale Nürnberg-Hof-Dresden im Dienst sowie auf der Allgäustrecke von Zürich über Lindau nach München – landeten sie schließlich im Norden Deutschlands.

Foto: Sebastian Terflott

Zum 30. September hat die Deutsche Bahn ihre Diesel-ICE (Reihe 605) abgestellt. Im Fernverkehr Kopenhagen-Hamburg fahren jetzt dänische IC3-Triebzüge. Sie finden auch als Doppeleinheit auf den Fährschiffen von Puttgarden nach Rodby Platz und bieten so 276 Sitzplätze, 80 mehr als eine 605-Garnitur. Zuletzt fuhren die vierteiligen dieselelektrischen ICE-TD als ICE 1230 Oesterport – Hamburg Hbf und ICE 1233 Ham-

• • • ÖPNV Baden-Württemberg

„BWEGT“ – DACHMARKE FÜR MOBILITÄT

Bestandsstrecke Neubaustrecke

der Bund die Finanzierung von Planungskosten für das europäisch bedeutsame Verkehrsprojekt sicherstellt, soll noch in 2017 erfolgen. Profitieren werden u.a. Geschäftsreisende, die mit dem Zug schneller als mit dem Flieger von Hamburg oder Berlin nach Prag und weiter zu Metropolen Tschechiens müssen. •••

chendeckende, landesweite Einführung des Stundentakts, die Taktverdichtung bei steigender Nachfrage und die Verbindung aller Oberzentren im Land durch ein Expressnetz im Stundentakt bilden die Grund­ lage der Qualitätsoffensive. Auf den Hauptrouten fahren die neuen Metropolexpresszüge (MEX) im Halbstundentakt nach Stuttgart. Zusätzlich wird die Attraktivität

des Nahverkehrs durch einen neuen Standard mit modernen Zügen im landeseigenen Design und hohem Komfort gesteigert: Barrierefreie und klimatisierte Triebzüge mit Fahrrad-Mitnahmekapazitäten und kostenlosem WLAN sind nur einige der neuen Services. Hinzu kommt die Einführung eines einheitlichen Baden-WürttembergTarifs ab Dezember 2018, der es dem Fahrgast ermöglichen wird, mit nur einem Ticket vom Start bis zum Ziel zu gelangen - egal wie oft er umsteigt oder von Bahn auf Bus wechselt. Mit diesen Maßnahmen soll die Anzahl der ÖPNVNutzer bis zum Jahr 2030 deutlich erhöht werden. •••

einander treffenden Strecken München – Rosenheim – Salzburg und München – Mühldorf – Salzburg wird entlastet. Vor allem profitiert der S-Bahn-Verkehr.

steigefreie Zugverbindung mehr zwischen Wien und Berlin. Verbleibende Nachtzüge, die Berlin erreichen: Moskau – Berlin, der wöchent­ liche Schlafwagenzug Moskau – Berlin – Paris. In der nächsten Sommersaison verkehrt noch der Nachtzug Berlin-Malmö.

ICE-T: Wieder mit eingeschalteter Neigtetechnik auf den Strecken Frankfurt-Wien, Frankfurt-Eisenach und Nürnberg-Augsburg.

Foto: Siemens

Neubaustrecke CZ

Unter einer neuen Dachmarke für Mobilität in Baden-Württemberg wird der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in eine neue Ära geführt. Die Dachmarke „bwegt“, löst den bereits seit fast 20 Jahren bestehenden ab. Die neue Dachmarke ist der Beginn einer Angebots- und Qualitätsoffensive, mit der auch Firmenkunden in BW nachhaltig bewegt werden. Die flä-

••• Bahn DB – Mehr Komfort: Deutschlandweit soll eine einheitliche Bahnsteighöhe von 76 cm eingeführt werden, um für den Fernreiseverkehr einen barrierefreien Einstieg zu ermöglichen. DB Regio und NAH.SH: Die neuen Twindexx-Triebzüge starten ab Fahrplanwechsel (10.12.2017) schrittweise im Planbetrieb im Raum Hamburg/Schleswig-Holstein, beim Main-SpessartExpress, beim Main-Neckar-RiedExpress, auf den Relationen Treuchtlingen-Ingolstadt/Augsburg und auf den Verbindungen Rostock/Stralsund-Berlin. Mehr Züge Freilassing-Salzburg: Ab Dezember Übergang Freilassing – Salzburg dreigleisig. Das Nadelöhr der in Freilassing auf­

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SPNV-Angebot nach Wilhelms­ haven: Im Zuge des doppelgleisigen Ausbaus samt Elektrifizierung der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven sollen ab 2022 auch RE von Hannover über Oldenburg nach Wilhelmshaven im Zweistundentakt verkehren. Außerdem wird es eine Regio-S-Bahn Bremen-OldenburgWilhelmshaven geben. Nachtverkehr Berlin-Wien/Budapest: Die Ungarische Staatsbahn MÁV streicht zum Fahrplanwechsel das Nachtzugpaar Metropol EN476/ 477 (Budapest – Wien – Prag – Berlin). Damit gibt es keine um-

HKX: Keine Fernzüge HamburgAltona – Köln bis 10. Dezember. Zu Weihnachten und Neujahr fahren die HKX. Fahrkartenbuchungen hierfür sind auf www.hkx.de sowie bei der Servicehotline möglich. Für das neue Fahrplanjahr soll ein attraktives Angebot für Zugreisen zwischen Hamburg und Köln zusammengestellt ­werden. Bereits erworbene Fahrscheine können kostenfrei unter 0180.6459459 bzw. per E-Mail an info@hkx.de storniert werden.

S-Bahn Rhein-Ruhr VRR: 48 Triebzüge der Reihe 422 von der DB jetzt in grünlichtgrauer Lackierung, mit dynamischen Reisendeninformationssystemen und automatischen Fahrgastzählsystemen. Hochrheinstrecke: Finanzierungsvereinbarung für Elektrifizierung des zweigleisigen Restabschnitts Erzingen-Basel unterzeichnet. Allgäustrecke: Elektrifizierungs­ arbeiten können 2018 starten. ÖBB: In Wels halten ab 10.12.2017 6 Railjets mehr als bisher, dafür werden die ICE-Stops von 12 auf 4 reduziert.

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News • • • Europcar

Foto: ABG

LANGZEIT PLUS FÜR PKW-MIETEN

• • • Avis

Das wär’s für Geschäftsreisende hier zu Lande: Die Avis Budget Group (ABG) hat eine Partnerschaft mit Waymo (Abt. der USHolding Alphabet Inc. für selbstfahrende Autos) geschlossen. Avis soll die autonom fahrende Fahrzeugflotte von Waymo managen. Waymo entwickelt Technologien für autonomes Fahren. Die Soft-

ware heißt „Google Chauffeur“. Das Projekt wurde vom GoogleIngenieur Se-bastian Thrun, deutscher Informatiker und RobotikSpezialist, geleitet. Thrun, ein ehemaliger Professor für Künstliche Intelligenz der Stanford Universität/Kalifornien, ist Miterfinder von Google Street View. Waymo setzt auf umgerüs-tete

Chrysler Pacifica Minivans und baut eine Flotte von 600 Fahrzeugen an verscgiedenen Standorten auf. Mietwagenkunden werden dann von einem solchen autonom fahrenden Wagen von A nach B transportiert. Die Autos bringen sich im Anschluss selbst zurück. Die Anmietung der autonomen Cars erfolgt über Avis. •••

Foto: Europcar

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News • • • Accor

IBIS STYLES IN DEN STAATEN

Foto: Orient Express

AccorHotels hat sein erstes Economy Hotel in Nordamerika eröffnet. Das ibis Styles New York LaGuardia Airport befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen LaGuardia Airport Hotels. Das Design des 93-Zimmer-Hauses ist von der New York City Subway inspiriert. Die Farben der Subway-Linien spiegeln sich in den Zimmern und

• • • Accor steigt bei „Orient Express“ ein

der stylischen Einrichtung, dazu gehören u.a. Arbeitsbereiche oder Wände mit U-Bahn-Plänen. Mit Subway-Tickets erreichen Gäste Manhattan und Big Apple nach kurzer Fahrtzeit und profitieren zudem von der Nähe zum Flughafen LaGuardia. Im Zimmerpreis enthalten sind Frühstücksbuffet, unbegrenzter Wi-Fi-Internetzugang, Extras wie Heißgetränke, Geschenke für Kinder etc. •••

AccorHotels erwirbt eine 50 %ige Beteiligung am Aktienkapital von „Orient-Express“, das bisher vollständig im Besitz der SNCF war. Die Marke Orient-Express ist ein zeitloses Symbol für die luxuriöse Art zu reisen, die Kultur, Pracht und Eleganz verkörpert. Seit 1977 fördert der SNCF-Konzern aktiv

das prestigeträchtige Image der Marke, insbesondere durch die Restaurierung von historischen Salon- und Reisewagen aus den 1920er Jahren. AccorHotels will seine Führungsposition im Luxussegment mithilfe dieser Partnerschaft stärken und neue prestigeträchtige Hotels unter der Marke

„Orient-Express“ aufbauen. Die sieben historischen Wagen im Stil des französischen Art Déco stellen einen außergewöhnlichen Schauplatz für Veranstaltungen dar, die auch gemeinsam mit AccorHotels und Unternehmen wie Potel & Chabot, Noctis und John Paul ausgerichtet werden können. •••

Modernes Business Center für Wiesbaden Dieser Tage hat das First Choice Business Center in Wiesbaden eröffnet, eines der modernsten Business Center in der Rhein-Main-Region. Für Meetings, kleine Tagungen und Konferenzen, konzentriertes Arbeiten während einer Geschäftsreise und zum Networking finden Unternehmen, Start-ups, Freiberufler, Meeting- und Tagungsteilnehmer sowie Longstay-Gäste hier eine optimale Arbeitswelt nahe Hauptbahnhof und neuem RheinMain Congress Center Wiesbaden. 43 hochwertig möblierte Einzel- und Doppelbüros, drei moderne Konferenzräume, modernste Büro- und Tagungstechnik, drei Business Lounges, vier Co-Working Spaces sowie Networking Areas und Rundumservice sorgen für zeitgemäße Arbeitsatmosphäre.

Foto: Sirius Facilities GmbH

Foto: Abaca Corporate, Adam Wiseman

LUXUSHOTELS UND LUXUSREISEN

••• Hotel & Veranstaltung Accor: Mit dem Sofitel Singapore City Centre hat das 800. Haus der Hotel-Gruppe im asiatisch-pazifischen Raum eröffnet. 223 Zimmer. Tagungsfläche knapp 1.860 m2 verteilt auf 10 flexibel gestaltbare Räume, darunter ein 600 m2 großer Ballroom. In Kürze eröffnet noch ein kombinierter Novotel-/ Mercure-Hotelkomplex mit 782 Zimmern. Berliner Boutique-Hotel „Das Stue“ ergänzt das Portfolio von Accorhotels Luxury Brands. Carlson Rezidor: Im „V&A Water­ front‘s Silo District“ in Kapstadt hat das Radisson RED Cape Town eröffnet. Das neue Haus der Upscale Lifestyle-Marke der Hotelgruppe verfügt über 252 ZweibettStudios und Studio-Suiten mit Balkon und Meerblick. Ein- und Aus-Checken sowie Aufgeben

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und Zahlen von Serviceleistungen lässt sich über die innovative RED App steuern. Das Haus bietet multifunktionale Event-Studios. Deutsche Hospitality: Bis 2020 sollen Intercity Hotels in Hamburg, Hannover, Heidelberg, Wiesbaden und Graz entstehen. Zudem soll unter der Dachmarke Deutsche Hospitality eine Budgetmarke kommen. Dormero Hof: Das in der Altstadt gelegene Kaufhof-Gebäude wird zum Dormero Hotel umgebaut, 112 Zimmer, drei Tagungsräume. GHOTELS: 2019 wird in Bochum ein neues Hotel eröffnen. 162 Zimmer. H-Hotels: Hyperion Hotel Basel mit 224 Zimmern und Suiten ­(Etagen 5-14) im Messeturm rund­ erneuert. Für größere Veranstal-

tungen stehen im Meeting- und Eventcenter in der dritten Etage des Gebäudes auf rund 1000 m2 acht Seminar- und Tagungsräume zur Verfügung. Hilton: Das Hotel The Trafalgar St. James London gehört jetzt zur Curio Collection by Hilton. Das ­Hilton Berlin wurde bei den diesjährigen World Travel Awards als „Europe’s Leading City Hotel“ ausgezeichnet. Zudem erhielt es zum 3. Mal in Folge den Preis als „Germany’s Leading City Hotel“. Hampton by Hilton Dortmund Phoenix See, Hampton by Hilton Frankfurt City Centre East, Hampton by Hilton Berlin City East Side Gallery, Hilton Garden Inn Munich City Centre West und Hampton by Hilton Munich City Centre West eröffnen 2018.

Holiday Inn Express Cologne City Centre: Hotel am Kölner Perlen­ graben im ehemaligen Hochhaus der Gothaer Versicherung eröffnet. 323 Zimmer auf 18 Etagen. Empfangsbereich mit Businesscenter; Konferenzraum (bis 25 Personen). Iberostar: 5*-Haus Iberostar Lisboa in der portugiesischen Hauptstadt eröffnet. 166 Zimmer. 7 Besprechungsräume und 300 m2 Ballsaal für Meetings/Veranstaltungen. IHG: Erste Häuser der neuen Marke „Avid“ sollen 2019 eröffnen. Innside by Meliá: Vorerst in drei der 20 Häuser weltweit neues Fitness-Konzept INFIT eingeführt. Z.B. können Bleisure-Reisende 24/ 7 die Fitnessbereiche der Hotels nutzen und via Touchscreen passende Trainingseinheit auswählen.

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News

• • • Accor

••• Hotel & Veranstaltung

NEU: FAIRMONT QUASAR Das 5*-Fairmont Quasar in Istanbul richtet sich an Geschäftsreisende und Urlauber, denn sowohl der Finanzdistrikt, als auch kulturelle Höhepunkte wie die Blaue Moschee, der große Basar und der Taksim Platz liegen nicht weit entfernt. Die Nobelherberge wurde auf der im Art Deco Stil erbauten Anlage der ehemaligen Robert

Leonardo: Aus dem ehemaligen HCC Open Barcelona wird das ­Leonardo Hotel Barcelona Gran Via. 100 Zimmer und Veranstaltungsräume mit Platz für bis zu 80 Personen.

Mallet Stevens Likörfabrik, nördlich von Besiktas, Ortaköy und dem Bosphorus errichtet. Jedes der 209 Zimmer (inkl. 25 Suiten) bietet einen Panoramablick - entweder auf den Bosporus oder die Skyline. Große Veranstaltungen möglich. Durch den hoteleigenen HeliPad ist das Hotel auch von der Luft aus zu erreichen. •••

Marriott: Sopot Marriott Resort & Spa eröffnet. Drei Veranstaltungsräume und geräumiges Foyer bieten mit 2.422 m2 Veranstaltungsfläche beste Voraussetzungen für Konferenzen/Tagungen. Meininger: Neues Haus in Genf geplant. 104 Zimmer. Eröffnung 2020. Motel One: Erstes Haus in Freiburg eröffnet. 252 Zimmer. Novum: 2018 soll ein neues Haus der Midscale-Marke niu in Fürth/ Bayern eröffnen. 103 Zimmer. Premier Inn: In Hamburg sollen Häuser auf der Reeperbahn (225 Zimmer) und im Bezirk Mitte (280 Zimmer) eröffnen. Weitere Standorte sind Düsseldorf (297 Zimmer) und Stuttgart (275 Zimmer). Neues Haus im Stuttgarter Europaviertel. 275 Zimmer in Turmgebäude. Ritz Carlton: Das Hotel de la Paix in Genf wird als The Ritz-Carlton Hotel de la Paix, Geneva neu eröffnet. 74 Zimmer/Suiten. Tagungsbereich für bis zu 100 Personen. Stage 12: Im Dezember eröffnet in der Innsbrucker Innenstadt in TopLage ein für Businesstraveller geeignetes Hotel mit 120 Zimmern. Stuttgart Europaviertel: Neue Hotels noch 2017 bzw. 2018: Aloft (165 Z.), Jaz in the City ( 166 Z.), Hampton by Hilton/Holiday-InnExpress (300 Z., ab 2020) und Premier Inn (275 Z., Mailänder Platz).

Foto: AccorHotels

Welcome Hotels: Allegra Lodge (3*-Hotel) am Flughafen Zürich ab Winter 2018/19. Swiss-urbaner Stil, 60 Zimmer, 16 Lodge-Suiten und 14 Business-Service-Apartments. VIP-Lounge mit Bar für Businessgäste. Yotel: Budgetmarke plant Häuser in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Die Hotels sind weltweit und oft an Airports (Amsterdam, Heathrow, Paris CDG, Boston, NY etc.).

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02.11.17 18:17

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Titelstory • Bahn

Text RED Fotos DB AG I DB Barteld (3) I DB Hajo Dietz (5)

(1)

ICE 3 werden als „Sprinter“ über die neue VDE 8.1 die Stadtzentren von München und Berlin in 3.55 Stunden miteinander verbinden.

DEUTSCHLAND RÜCKT ZUSAMMEN Der 10. Dezember 2017 wird vor allem für Firmenkunden in beinahe ganz Deutschland ein markantes Datum: Da nämlich wird es erstmals eine Schnellverbindung von München über Nürnberg, Erfurt, Leipzig/Halle nach Berlin geben. Möglicherweise bedeutet die Aufnahme des 300 km/h-Schnellverkehrs auch eine Zäsur für die Luftfahrt, den Fernbus und den Pkw: Denn schneller als die ICE wird kein anderes Verkehrsmittel sein. Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 beginnt eine neue Ära des Bahnreisens. Die Fertigstellung des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8“, der Neu- und Ausbaustrecke Berlin – München, bedeutet die größte Angebotsverbesserung für die Kunden in der Geschichte der Deutschen Bahn. Rund 17 Mio. Menschen sollen unmittelbar von der neuen Verbindung profitieren, die das deutsche Hochgeschwindigkeits-

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netz komplettiert. Bis zu zwei Stunden schneller als heute werden Reisende ab Dezember zwischen Berlin und Bayern unterwegs sein: Die beiden Metropolen Berlin und München werden mit Sprinter-ICE 3 in 3.55 Std. miteinander verbunden, Berlin und Nürnberg in 2.50 Std.. Damit ist die neue Strecke eine konkurrenzlose Alternative zu Straße und Flugzeug. Dabei wurde besonders auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden geach-

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Online-Info www.vde8.de I www.bahn.de

Bahn

Video www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=4ZyerLkdN2w

(2)

(4)

Erfurt Hbf ist zu einem der modensten IC-Knotenbahnhöfe geworden. (3)

DB-Vorstand Huber testet die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke. (5)

ICE T Baureihe 411 während einer Testfahrt im Thüringer Wald auf der Dunkeltalbrücke

tet: Die ICE 3-Sprinter werden je gegen 6, 12 und 18 Uhr in Berlin bzw. München abfahren. Auch die stündlich verkehrenden Takt-Züge werden zwischen beiden Metropolen rund 90 Minuten schneller sein als heute. Rückblick. Die Inbetriebnahme der NBS Ebensfeld–Erfurt bedeute laut DB die größte Angebotsverbesserung seit der Bahnreform von 1994. Damit einher geht die größte Fahrplanumstellung seit Jahrzehnten. Vergleichbares gab es schon vor 167 Jahren: Damals rollten die ersten Züge von Berlin über Leipzig, Hof und Regensburg in die bayerische Landeshauptstadt. Verantwortlich dafür war seinerzeit Daniel Friedrich List († 30.11.1846 Kufstein), einer der bedeutendsten deutschen Wirtschaftstheoretiker und Eisenbahnpionier, der 1833 eine Bahnmagistrale zwischen Berlin und München vorschlug. Ab 1900 bekam die Führung über Programm „Zukunft Bahn“

Quelle: Deutsche Bahn 12/2015

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die Saaletalbahn (Großheringen-Saalfeld) und die anschließende Frankenwaldbahn (Saalfeld-Nürnberg) zunehmend Bedeutung für den Fernverkehr. In den 1930er Jahren begann die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG) mit der Elektrifizierung der Verbindung Berlin–München. Kriegsbedingt wurde der durchgehende elektrische Betrieb zwischen Leipzig und München erst 1942 aufgenommen. Bis zum Beginn des 2. Weltkriegs wurde die Strecke von Millionen Geschäftsreisenden genutzt, die z.B. die Leipziger Messe nutzten bzw. in der Sachsenmetropole und der Hauptstadt zu tun hatten. Die Fahrzeit von Leipzig nach München lag 1939, mit einem Zwischenhalt in Nürnberg, bei 5.40 Std.. Anfang 1993 lag diese Fahrzeit im Intercity, mit neun Zwischenhalten, bei 6 Std.. Übrigens gab es in den 1930er Jahren schon mal Pläne für eine Hochgeschwindigkeitsbahn mit breiter Spur zwischen Berlin und München. Nach dem Krieg beschränkte sich der elektrische Betrieb aufgrund der Demontage der elektrischen Anlagen als Reparationsleistung an die Sowjetunion auf den Abschnitt südlich von Probstzella (1949 bis 1989 DDRGrenzbahnhof). Ebenfalls als Reparationsleistung beansprucht wurde das zweite Gleis nördlich der Zonengrenze abgebaut. Die Deutsche Teilung reduzierte die Nachfrage auf ein Minimum, weshalb die Deutsche Bundesbahn abschnittsweise ebenfalls das zweite Gleis der Frankenwaldbahn abbaute. In der Zeit der deutschen Teilung verlagerte sich der gesamte Geschäftsreiseverkehr von München nach Berlin auf das Flugzeug, seinerzeit auf Maschinen nicht-deutscher Airlines. Denn die Lufthansa durfte nicht nach Berlin fliegen. Nach der Wiedervereinigung setzte zügig >>>

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Titelstory • Bahn

Video www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=4ZyerLkdN2w Ò

Hamburg

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Lutherstadt Wittenberg

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Halle (Saale)

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Frankfurt (Main)

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Erfurt

Jena/Gera

Ausbaustrecke in Betrieb seit 2006 Ausbaustrecke in Betrieb seit 2011 Ausbaustrecke in Bau

Bitterfeld

Neubaustrecke in Betrieb seit 2003 Neubaustrecke in Betrieb seit 2015 Neubaustrecke in Bau, Test- und Erprobungsfahrten Bestandstrecke Bahnknoten in Bau

Coburg

Halle Saale-Elster-Talbrücke

Bamberg Forchheim

Stöbnitztalbrücke

Erlangen Fürth

Unstruttalbrücke

Nürnberg Ò

Saubachtalbrücke Saubachtalbrücke

München Verona

Neubaustrecke Ausbaustrecke Talbrücke Tunnel

Erfurt Tunnel Augustaburg Tunnel Augustaburg

Apfelstädttalbrücke

Geratalbrücke

hausen

Geratalbrücke Ichtershausen

Osterbergtunnel Osterbergtunnel

Bibratunnel Bibratunnel

der Ausbau der Altstrecken ein, vor allem Scherkondetalbrücke durch Sanierung, Wiederaufbau der noch fehlenden zweiten Gleise und erneute ­Elektrifizierung. Finnetunnel

Gänsebachtalbrücke

Planungsalternativen. In den 1990er Jahren wurden 60 Jahre alte Planun­ Tunnel Sandberg Tunnel Sandberg gen aus der Schublade geholt. Vier Humbachtalbrücke Röstalbrücke Röstalbrücke Humbachtalbrücke Wümbachtalbrücke Wümbachtalbrücke Ilmenau Ilmenau Alternativen wurden diskutiert: Tunnel Tragberg Ilmtalbrücke Ilmtalbrücke Tunnel Lohmeberg Als Ausbaualternative 1 (LückenSchobsetalbrücke Tunnel Lohme Schobsetalbrücke Wohlrosetalbrücke Suhl Tunnel Tragberg Wohlrosetalbrücke schlussmaßnahme D 9) galt ein Tunnel Silberberg Oelzetalbrücke Tunnel Fleckberg Oelzetalbrücke Ausbau zwischen Hochstadt-MarktMassetalbrücke Tunnel Masserberg Rehtalbrücke zeuln, Saalfeld, Jena und Camburg Tunnel Rehberg Dunkeltalbrücke Tunnel Goldberg für 1,1 Mrd. DM, der bis 1996 abgeGrubentalbrücke Tunnel Bleßberg Saubachbrücke schlossen werden sollte. Die FahrTruckenthalbrücke Baumleite TunnelTunnel Baumleite zeit Nürnberg - Leipzig hätte 215 Grümpentalbrücke Grümpentalbrücke Tunnel Müß Minuten betragen, zwischen Talbrücke Froschgrundsee pelholz Talbrücke Pöpelholz TunnelTunnel Reitersberg Reitersberg Nürnberg und Erfurt (über SaalFornbachbrücke Coburg Itztalbrücke Coburg feld) 205 Minuten. Kiengrundbrücke Tunnel Feuerfelsen Füllbachtalbrücke Tunnel Rennberg Als Ausbaualternative 2.1 wurTunnel Höhnberg Tunnel Füllbach Tunnel Füllbach den Maßnahmen zur Steigerung Talbr. Weißenbrunn a.F. Tunnel Lichtenholz Mühlbachbrücke Mühlbachbrücke Tunnel Kulch der Streckenleistungsfähigkeit Stadelbachbrücke Stadelbachbrücke Tunnel Eierberge bezeichnet, die bis 1998 für 1,6 Flutmuldenbrücke Wiesen Mainbrücke Wiesen Mrd. DM umgesetzt werden sollEbensfeld ten. Drei Bausteine waren vorgesehen: Herstellung einer Güterzugstrecke mit Tunnel zwischen Nürnberg-Großmarkt und Erlangen-Eltersdorf, Herstellung eines dritten Bamberg Gleises zwischen Erlangen-Eltersdorf und Forchheim sowie Herstellung eines dritten Gleises zwischen Abzweig Saaleck und Weißenfeld in Verbindung mit einem vierten Gleis von Weißenfels bis Großßkorbetha. Die Fahrzeiten: Forchheim 210 min. Nürnberg–Leipzig und 205 min. Burgbergtunnel Nürnberg–Saalfeld–Erfurt. Die Ausbaualternative 2.2 umfasste Erlangen zwei Bausteine zur ReisezeitverGüterzugtunnel Regnitztalbrücke kürzung: Zunächst sollte entFürth weder die Strecke Jena – WeiSiebenbogenbrücke Nürnberg mar oder Saalfeld – Arnstadt saniert und ausgebaut werden. Als zweiter Baustein war eine Tunnel Behringen

Quelle: Deutsche Bahn

Tunnel Behringen Wipfratalbrücke

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Wipfratalbrücke

NNS Fötschendorf - Saalfeld vorgesehen. Die Fahrzeit Nürnberg - Leipzig hätte 190 min. betragen, von Nürnberg nach Erfurt (über Saalfeld oder Jena je) 145 min.. Die Kosten wurden mit 1,3 Mrd. DM angegeben. Als Ausbaualternative 3 wurden zwei NBS erwogen: von Nürnberg über Bayreuth, Hof und Werdau nach Leipzig (für 9,4 Mrd. DM) sowie von Erfurt nach Leipzig (für 4,5 Mrd. DM). Bitterfeld Als Ausbaualternative 4 (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8) wurde schließlich eine Neu- und Ausbaustrecke von Nürnberg über Ebensfeld und Erfurt nach Leipzig erwogen. Bei Gesamtkosten von 12,4 Leipzig Mrd. DM hätte damit eine Reisezeit von Nürnberg nach Erfurt von 75 min. sowie nach Leipzig von 105 min. (via Erfurt) erreicht werden können. Mit einer Leistungsfähigkeit von 205 Zügen je Tag und Richtung sei die Nachfrageprognose erfüllt worden. Das 10 Mrd.-Euro-Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 wurde 1991 nach der Wiedervereinigung Deutschlands von der Bundesregierung beschlossen. Wittenberg

Streckenverlauf VDE 8

Lückenschluss im Hochgeschwindigkeitsnetz. Die Planung der VDE 8 wurde Anfang 1992 begonnen. Und nun ist die rund 500 km lange Superstrecke nach mehrjährigen Unterbrechungen der Bautätigkeiten in den 1990er und 2000er-Jahren durchgehend fertig. VDE 8 besteht aus: • ABS Nürnberg – Ebensfeld und NBS Ebensfeld-Erfurt (VDE 8.1). ABS: 4 Gleise für Tempo 230 km/h; NBS für Tempo 300 km/h einschließlich der Anbindung Coburgs mittels einer Schleife (ABS: 80 km, NBS 107 km). • NBS Erfurt-Leipzig/Halle (VDE 8.2) 123 km, Tempo 300 km/h • ABS Leipzig Berlin (VDE 8.3) 155 km (Tempo 200 km/h) Weitere Vorteile: Es wird deutlich mehr Direktverbindungen als heute zwischen einzelnen Städten geben – so z. B. Berlin – Frankfurt/Main, Erfurt –und BerlinIC-Linien sowie Erfurtab – Hamburg. Eine neue Direktverbindung gibt ICE10. Dezember 2017 es auch: VonHalte Leipzig aus kommen Reisende künftig zweistündlich ohne Ausgewählte in Mitteldeutschland/Bayern/Hessen/Berlin/Brandenburg nach Eröffnung der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld (bei Bamberg) Umstieg nach Mannheim, Stuttgart oder Ulm. Auch Städte wie MagdeICE- und IC-Linien ab 10. Dezember 2017 ICE-Linien im 2-Stunden-Takt Hamburg–Berlin–Halle–München Hamburg–Berlin–Leipzig–München Berlin–Leipzig–Frankfurt–Stuttgart Dresden–Erfurt–Frankfurt–Wiesbaden ICE Sprinter Berlin–Halle–Erfurt–Nürnberg–München (Täglich drei Züge pro Richtung)

Hamburg Köln Bremen Hannover

Schwerin Rostock Stralsund

Berlin Frankfurt (Oder)

Magdeburg

Berlin–Halle–Erfurt–Frankfurt (Täglich fünf Züge pro Richtung) IC-Linien im 2-Stunden-Takt Leipzig–Hannover–Norddeich Dresden–Hannover–Köln

Halle Erfurt

Kassel

Eisenach Fulda Frankfurt/Main

Coburg Bamberg Würzburg

Nürnberg Mannheim Freiburg Basel

Chemnitz Zwickau

Weimar Jena Gera

Wiesbaden Mainz

Dresden Görlitz

Leipzig

Ausgewählte Halte in Mitteldeutschland/ Bayern/Hessen/ Berlin/Brandenburg nach Eröffnung der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld (bei Bamberg)

Regensburg Passau Wien

Stuttgart Augsburg Täglich fünf Züge pro Richtung über Augsburg

München

Quelle: Deutsche Bahn 06 / 2017

Berlin

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Bahn

Online-Info www.vde8.de I www.bahn.de

burg oder Dresden, die nicht unmittelbar an der neuen Schnellfahrstrecke liegen, profitieren durch kurze Umstiegszeiten in Halle, Leipzig bzw. Erfurt von der neuen Verbindung. Hier reduziert sich die Fahrzeit um mindestens 1 Stunde. Dank guter Anschlüsse in den ICE-Knotenbahnhöfen Berlin, Halle, Leipzig, Erfurt, Nürnberg und München zum Nahverkehr gehören auch die Regionen zu den Profiteuren der NBS. Auch der Nahverkehr gewinnt an Attraktivität. In Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern werden viele Nahverkehrslinien bestmöglich mit den neuen Verbindungen im Fernverkehr verknüpft. Damit profitieren auch die (Geschäfts-)Reisenden, die den Nahverkehr in ihrer Reisekette nutzen, von den deutlich verringerten Fahrzeiten auf der neuen Strecke. In Coburg soll es drei tägliche ICE-Verkehrshalte geben, zu wenig, wie der wichtige Industriestandort meint. Um die oberfränksiche Stadt trotzdem an den Vorteilen der Schnellstrecke teilhaben zu lassen, wurde von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ein schneller Regionalexpress ausgeschrieben. Der FTX wird im Zweistundentakt zwischen Nürnberg über Bamberg und Coburg ins thüringische Sonneberg verkehren. Der FTX fährt mit Vectron-E-Loks an beiden Enden und mit fünf modernen Doppelstockwagen (Kapazität 500 Sitzplätze) Damit sind Bahnfahrer zwischen beiden Städten mit 23 min. doppelt so schnell unterwegs wie bisher. Von Coburg nach Nürnberg dauert die Reise im durchgehenden Regional-Express (RE) künftig nur noch 70 min. – rund 30 min. weniger als derzeit. Die Züge sind mit dem modernen Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet. Weitere Relationen im Nahverkehr werden attraktiver, etwa die von  Mittelfrankenbahn, Mainfrankenbahn, Main-Spessart-Express oder S-Bahn Nürnberg. Auch Verbindungen Richtung Osten z.B. nach Neumarkt/ Oberpfalz profitieren. Profitieren werden zudem Zubringerverkehre nach Nürnberg und Bamberg; dies gilt natürlich analog auch für die Gegenrichtung, z.B. Kulmbach - Erfurt oder Neumarkt/Oberpfalz - Berlin. So verringert sich die Fahrzeit von Kulmbach nach Erfurt um 70 Minuten oder von Neumarkt/Oberpfalz nach Berlin um 80 Minuten. Optimal Umsteigen im Knoten Erfurt. In Thüringen wird Erfurt zu einem wichtigen Eisenbahnknoten ausgebaut. Künftig werden zu jeder ganzen und halben Stunde viele Umstiege zwischen Nah- und Fernverkehr erreicht, so dass sich Reisezeiten für viele Kunden spürbar verbessern. Konkret werden ab Dezember 2017 erheblich mehr Nahverkehrszüge zwischen Erfurt, Weimar und Jena fahren, und zwar ca. halbstündlich zwischen Erfurt und Jena von 6 bis 21 Uhr sowie einem ca. viertelstündlichen Takt zwischen Erfurt und Weimar. Ebenso wird die Relation von Kassel über Bad Langensalza nach Erfurt beschleunigt, so dass auch hier die Anschlüsse an die ICE Richtung München und Berlin verbessert werden. Um die Anschlüsse in Erfurt zu erreichen wurde die Fahrtzeit des Regional-Express um sieben Minuten beschleunigt. Auch der Regional-Express von Magdeburg nach Halle wird mit dem neuen ICE-Angebot harmonisiert und fast durchgehend stündlich mit den ICE der Schnellfahrstrecke Richtung Berlin und München verknüpft. Dies gilt auch für die neuen Regional-Express-Linien 18 von Halle nach Saalfeld und 16 von Halle nach Erfurt, die stündlich Anschluss an die ICE-Linien haben. Besonderheiten: Für die NBS VDE 8.1 wurden insgesamt 22 Tunnel, 29 Brücken und 107 km Strecke gebaut. Auch die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands befindet sich auf der Magistrale: die Elster-Saale-Talbrücke mit 8,6 km Länge. Die beiden NBS Ebensfeld-Erfurt und Erfurt-Halle/ Leipzig werden mit dem modernsten System der Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet. Hier wird die neueste Version des Europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS (die so genannte baseline 3) eingeführt. Mit dem einheitlichen europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS und dem Funksystem GSM können Züge ohne Streckensignale sicher geleitet werden. Die wichtigen Daten werden über Funk zwischen Zug, Streckenzentrale und Transpondern im Gleis übermittelt. •••

www.dmm.travel

••• VDE 8

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

3:55 Std. dauert die Fahrt im ICE Sprinter (dreimal täglich in beide Richtungen) von Berlin nach München. Halte unterwegs in Halle, Erfurt und Nürnberg) Im stündlichen ICE sind es 4:30 Std. 623 km legen die täglichen 35 ICE von Berlin über Halle nach München zurück; über Leipzig sind es 652 km. Höchstgeschwindigkeit der ICE zwischen Leipzig und Ebensfeld: 300 km/h; zwischen Ebensfeld und Nürnberg über die ABS 200 km/h. Bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze täglich zwischen Berlin und München, vor allem durch den Einsatz der neuen ICE 4. 40 % Marktanteil sollen es zwischen München und Berlin werden, doppelt soviel wie heute und mehr als das Flugzeug. 80 ICE pro Tag halten ab Dezember in Erfurt. Der ICE fährt jede Stunde in alle vier Himmelsrichtungen: Norden: nach Berlin und Hamburg; Süden: nach Nürnberg und München; Osten: nach Leipzig (dieser Takt besteht heute schon) und Westen; nach Frankfurt/ Main (Takt besteht heute schon). Mindestens zweistündlich sind Direktverbindungen auch nach Halle und Dresden sowie neu nach Mannheim und Stuttgart. Ein Drittel aller DB-Fernzüge haben ab Dezember einen neuen Fahrplan. Das ist der größte Fahrplanwechsel in der Geschichte der Deutschen Bahn. Von 45 Orten in ganz Deutschland fährt ein direkter ICE mindestens einmal pro Woche über die NBS, z.B. ab Stralsund oder GarmischPartenkirchen. Nürnberg wird ICE-Sprinterhalt. Damit ergeben sich Reisezeitverkürzungen nach Erfurt, Halle und Berlin von bis zu 2 Std.. Berlin ist dann in 2.50 Std. erreichbar, Erfurt in 1.10 Std. Halle bekommt nach zwei Jahren baubedingter Pause wieder zweistündliche Direktverbindungen nach München, Nürnberg, Berlin (teilweise bis nach Hamburg). Leipzig erhält neue, zweistündliche Direktverbindungen nach Stuttgart und Mannheim. Reisen nach Nürnberg und München verkürzen sich um 90 Minuten (Takt allerdings nur zweistündlich, in der anderen Stunde ist Umstieg in Erfurt erforderlich). Frankfurt/Main bekommt je Stunde 2 Fahrten in die Bundes­ hauptstadt (3.40 Std.). Dresden: Reisen nach Nürnberg und München werden dank schnellerer Umsteigeverbindungen über Erfurt rund 1 Std. schneller als heute: nach Nürnberg in 3:30 Std., nach München in 4:45 Std.. Magdeburg bekommt 90 min. schnellere Verbindungen (über Halle) nach Nürnberg und München. Eisenach erhält neue, zweistündliche Direktverbindungen nach Berlin, Stuttgart und Mannheim. Bamberger kommen zwei Stunden schneller nach Erfurt (in 45 Minuten) sowie 90 Minuten schneller nach Leipzig (in 1:30 Std.) und Berlin (in 2:45 Std). Nach weiterem Infrastrukturausbau erhält die Stadt ab Ende 2018 nahezu stündliche Halte. Coburg wird neuer ICE-Halt mit drei Zugpaaren an Werktagen. Nach Berlin geht es dann zwei Stunden schneller (2:30 Std.), nach München 30 Min. schneller (2:15 Std.). Die Fahrten sind jeweils gegen 7, 15 und 22 Uhr geplant. Augsburg erhält deutlich schnellere Verbindungen nach Erfurt, Leipzig, Halle und Berlin (Zeitersparnis: 90 – 100 Minuten).

••• Verkürzung der Reisezeiten

ab Dezember 2017

Strecke

heute künftig Ersparnis

München – Berlin

6:00 Std.

3:55 Std.*

2:00 Std.

Halle – München

4:50 Std.

2:45 Std.*

2:00 Std.

Erfurt – München

4:30 Std.

2:15 Std.*

2:15 Std.

Nürnberg – Berlin

4:50 Std.

2:50 Std.*

2:00 Std.

Nürnberg – Erfurt

3:10 Std.

1:20 Std.

1:50 Std.

Leipzig – München

4:50 Std.

3:15 Std.

1:35 Std.

Dresden – München

6:00 Std.

4:45 Std.

1:15 Std.

*Sprinter

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Geschäftsreise • Studie / Preisvergleich

Text RED Foto Gerard Meilley Online-Info www.zhaw.ch/de/engineering I www.quotas.de

Eine Studie beweist: DieBahn ist mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen oft schneller als der Flieger und auch noch preisgünstiger.

DIE SCHIENE IST OFT IM VORTEIL Eine Studie der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW School of Engineering) zeigt: Bahnverbindungen dominieren den Luft-versus-Schiene-Preisvergleich. In 82 % der mehr als 720 untersuchten Buchungsfälle konnten sich Bahnunternehmen gegen Airlines durchsetzen. Im Vergleich zum Flugpreis lassen sich mit der Zugverbindung durchschnittlich 37 % einsparen. Am deutlichsten fällt der Vergleich beim französischen Bahnkonzern SNCF aus. Hier gewinnt die Schiene sogar in 96 % aller Fälle den Preisvergleich. Auf dieses Ergebnis folgen die spanische Renfe mit 83 %, die Deutsche Bahn mit 79 % und Trenitalia / NTV mit 78 %. Im Fokus des Vergleichs standen ausgewählte nationale und grenzüberschreitende Strecken in Europa, auf welchen die Schiene aufgrund ähnlicher Gesamtreisezeiten eine realistische Alternative zum Luftverkehr darstellt. Grundlage der Untersuchung waren mehr als 2.200 Reisepreise aus mehreren Online-Vertriebsplattformen. Die Studie vergleicht in erster Linie die Tarife von Flugund Bahnreisen, basierend auf drei Nutzertypen und vier verschiedenen Buchungsfristen. Tiefstpreise sind nur selten buchbar. Ein genauerer Blick auf die Studie in Bezug auf Reisearten zeigt eine Korrelation zwischen Preis und Vorlaufzeit der Buchung. Den größten Preisvorteil bieten kurzfristig gebuchte Reisen. Geschäfts- und Wochenendreisen erzeugen vergleichsweise kleinere, aber immer noch erhebliche Einsparungen. Je kurzfristiger die Buchung, desto größer der Preisvorteil der Schiene gegenüber der Luft. Wenig erstaunlich ist,

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dass die Preise bei allen Verkehrsmitteln grundsätzlich tiefer sind, wenn die Buchung drei Monate im Voraus erfolgt. „Die verschiedenen Buchungsfristen zeigen ein heterogenes Bild, aber insgesamt spart man mit Bahnfahren fast immer Geld“, analysiert Thomas Sauter-Servaes, Leiter des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme. „Nur bei einigen Einzelverbindungen sind Fluggesellschaften preisgünstiger als die Eisenbahnunternehmen. Dies aufgrund des intensiven Wettbewerbs im Luft••• Die ZAHW-Studie Die Studie ist eine Zusammenarbeit der ZHAW School of Engineering mit dem unabhängigen Qualitäts- und Marktforschungsinstitut Quotas (unabhängiges Qualitätsund Marktforschungsinstitut, das weltweit Lösungen zur Messung und Optimierung von Leistungs- und Prozessqualität anbietet) im Auftrag des Inter­ationalen Eisenbahnverbands UIC (Paris). Die methodischen Erkenntnisse stellten zugleich die Grundlage für Studierendenarbeiten im Studiengang Verkehrssysteme. Der befasst sich mit dem Gesamtsystem Verkehr auf Schiene und Straße und stellt sich dabei den Anforderungen der mobilen Welt von morgen.

verkehr, beispielsweise auf der Strecke LondonParis. Die Verbindung dominieren die EurostarZüge, die über 80 % aller Geschäftsreisen auf sich vereinen. Das Image der teureren Zugreisen erklärt sich Sauter-Servaes mit dem aggressiven Marketing der Airlines: „Obwohl tatsächlich nur eine kleine Anzahl von Tickets zu den niedrigen Einstiegstarifen zur Verfügung steht, hat das Werben damit eine starke Wirkung auf die öffentliche Wahrnehmung.“ Ein weiteres Resultat der Untersuchung ist, dass die Verkaufspraktiken vieler Online-Flugbuchungsportalen immer noch nicht transparent sind. Bus: Günstig, aber zeitintensiv. Auf den untersuchten Strecken ist der Zug auch im Hinblick auf die Reisedauer wettbewerbsfähig. „In Anbetracht der zusätzlichen An- und Abreise zum Flughafen sowie dem Prozedere vor Ort ist die Zugverbindung manchmal sogar schneller als das Flugzeug“, stellt Sauter-Servaes fest. „Wem die Reisedauer egal ist, für den bieten Busverbindungen eine preisgünstige Alternative.“ Denn im ergänzend durchgeführten Bus-Preisvergleich zeigt sich, dass die Busverbindungen in 95 % aller Fälle am günstigsten sind. Allerdings ist der Fernbus deutlich langsamer. •••

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Luftfahrt

Text RED Foto Sven Schaar/ Wikimedia Online-Info bodensee-airport.de I friedrichshafen.de

WOHIN FLIEGT FRIEDRICHSHAFEN? Friedrichshafen, Lindau, Bregenz, Dornbirn, Feldkirchen, Konstanz, Überlingen – für Firmenkunden aus der Vierländerregion ist der Bodensee-Airport durch seine Lage direkt neben dem Gelände der Neuen Messe Friedrichshafen ideal. Allerdings macht der Regionalflughafen schwere Zeiten durch. Der Regional-Airport ist der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands und liegt in der Vierländer-Region Deutschland-Österreich-SchweizLiechtenstein. Im Winterflugplan 2017/18 gibt der Betreiber, die Flughafen Friedrichshafen GmbH (FFG) Businessziele wie Frankfurt, Berlin und Hamburg (die beiden Letztgenannten jeweils mit Umstieg in Frankfurt/M.), London, Toulouse, Danzig, Kattowitz, Belgrad, Istanbul sowie diverse Ferienziele an. Lufthansa/Eurowings, Germania, British Airways, Easyjet, Norwegian, Turkish Airlines (wieder ab März 2018), SunExpress, Air Bucharest, TwinJet und Wizzair sind die Alternativen. Businesstraveller machen etwa 30 % der Passagiere aus. Wachstum zu generieren ist schwierig; denn seit Jahren leidet der Flughafen unter den Airports München, Memmingen und dem Euroairport. ••• Zubringer Bahn Vielleicht hilft dem Airport der Anschluss an das Fernzugnetz der Deutschen Bahn. Seit 1997 hat der Flughafen einen eigenen Haltepunkt an der benachbarten Südbahn Ulm-Friedrichshafen, die bis 2022 elektrifiziert wird. Auf der Magistrale nach Lindau/ Bregenz verkehren durchlaufende IC, möglicherweise in absehbarer Zeit auch ICE. Mit einem Stopp am Flughafen könnte dieser aufgewertet werden, glauben Experten.

2 Mio. Euro Zuschuss. Ohne Hilfe des Steuerzahlers ist Überleben kaum möglich. Nun haben der Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen mit jeweils 1 Mio. Euro dem Airport unter die Fittiche gegriffen. Die Geldspritze soll gezielt zur Reaktivierung innerdeutscher Flugstrecken, insbesondere nach Hamburg und Berlin, dienen. Ziel der FFG ist es, mit Hilfe dieser finanziellen Mittel einen Mehrjahresvertrag mit einer Regionalairline zu schließen und damit das Angebot an Linienflügen wieder auszubauen. Insbesondere für Geschäftsreisende und Unternehmen der Region sind die Destinationen Hamburg und Berlin von hoher Bedeutung. Bodenseekreis und Stadt Friedrichshafen halten jeweils 39,38 % des Stammkapitals. Weitere Gesellschafteranteile: Land BadenWürttemberg 5,74; ZF Friedrichshafen AG 4,32; Technische Werke Friedrichshafen GmbH 4,11; Luftschiffbau Zeppelin GmbH 3,54; IHK Bodensee-Oberschwaben 1,57; DADC Luft- und Raumfahrt; Beteiligungs GmbH (Airbus / Dornier) 0,98; MTU Friedrichshafen GmbH 0,98. Das Problem. Der Vierländer-Airport hat bis heute gut ein Fünfel seiner Sitzplatzkapazitäten verloren. Zuletzt hatte People´s Viennaline bekannt gegeben, die Strecke von Friedrichshafen nach Köln/Bonn einzustellen. FFG-Geschäfts-

Finanzspritze: Der Bodensee-Airport erhielt 2 Mio. Euro.

führer Claus-Dieter Wehr hofft, dass der Markt in der Region mit seinen intensiven Wirtschaftsverflechtungen nach NRW auch künftig wieder mit einem adäquaten Flugangebot nach Köln oder Düsseldorf bedient werden kann. Schon 2016 „blutete“ der Bodensee-Airport nach den Pleiten von Intersky und VLM. Die Pleite des langjährigen Homecarriers Intersky bedeutete auf einen Schlag ca. 20 % weniger Passagiere für den Bodensee Airport. Dann rutschte auch die belgische VLM in die Insolvenz. Sie bediente einst die Verbindungen nach Düsseldorf, Hamburg und Berlin-Tegel. ••• Anzeige

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Geschäftsreise • Luftfahrt

Interview RED Fotos TAP

A330 neo: Fantastisches Kabinen-Ambiente.

A330: Auf Langstrecken als komfortables Transportmittel u.a. auf Überseestrecken im Einsatz.

Lounge Lissabon: Wir meinen: Eine der Besten.

TAP PLANT PROGAMM FÜR KMU Es sind gut 72 Jahre ins Land gezogen, seit TAP Air Portugal seinerzeit als „Transportes Aéreos Portugueses“ flügge wurde. Heute gilt der Carrier als namhaftes Luftfahrtunternehmen, das Mitglied der Star Alliance ist. Seit Neuestem heißt TAP Portugal wieder TAP Air Portugal. Was Firmenkunden von der Airline zu erwarten haben, darüber unerhielten wir uns mit Marta Alves, neue Verkaufsleiterin für die DACH-Region. Die 37-Jährige Ökonomin hat im Sommer 2017 in der Niederlassung Frankfurt die neu geschaffene Position als Area Sales Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernommen. Marta Alves berichtet in dieser Funktion direkt an den bisherigen General Manager Carlos Lourenço, der an den Hauptsitz Lissabon zurückgekehrt ist und dort die erweiterte Verantwortung als Director Northern Europe und Corporate Sales wahrnimmt. Der Mobilitätsmanager: Ihre ersten 100 Tage als neue Verkaufschefin für die DACH-Region haben Sie nun hinter sich: Ihr erster Eindruck und ein erstes kleines Fazit. Marta Alves: Gemeinsam hat die DACH Region, dass es sich um deutschsprachige Märkte handelt. Andererseits sind diese Märkte doch sehr unterschiedlich und es ist für mich sehr spannend, Deutschland und Österreich nun mit der Schweiz

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zu vergleichen, wo ich die letzten drei Jahre verbracht habe. Zweifellos eine Herausforderung. Weche Bedeutung hat der DACH-Markt für Ihr Unternehmen? Betrachtet man den konsequenten Ausbau des Streckennetzes ab Deutschland sowie die Erhöhung der Frequenzen auf schon bestehenden Routen in den drei Ländern, lässt sich allein daran schon die Bedeutung der DACH Märkte für unser Unternehmen ablesen. In Verkaufszahlen gesehen sind die drei Länder zusammen auf Platz vier der umsatzstärksten Märkte der TAP. Welchen Anteil machen Firmenkunden respektive Geschäftsreisende auf der Verbindungen zwischen Portugal und der DACH-Region aus? Geschäftsreisende sind eine sehr wichtige Zielgruppe für uns. Wir haben Vereinbarun-

gen mit allen großen Firmen und Konzernen, die Reisen in unsere Zielgebiete unternehmen. Übrigens werden wir in Kürze in dem deutschen Markt ein Programm auflegen, das genau auf mittlere und kleine Unternehmen zugeschnitten ist. Bald werden wir dazu mehr Details veröffentlichen können. Worüber wir uns aber schon jetzt sehr freuen, ist, dass wir die Auslastung unserer Business Klasse auf der Mittelstrecke in den letzten 12 Montaten drastisch erhöhen konnten. Waraum buchen Firmenkunden aus Deutschland, Östereich und der Schweiz gerne Flüge bei TAP Air Portugal? Entscheidend ist sicher die Vielzahl der Abflughäfen – insgesamt in der DACH Region 10 – verbunden mit täglich meist zwei oder mehr Flügen zu unserem Drehkreuz Lissabon. Dies

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Interview

Online-Info www.flytap.com

Marta Alves: Immer mehr Premium-Kunden.

Erstflug Lissabon-Köln: Seit Sommer 2017 eine weitere Destination für Firmenkunden aus NRW.

macht gerade für Firmenkunden deren Reisen schnell und bequem.

wiesenes Economy Plus Produkt. Dies ist aber im Zuge der Erneuerung unserer Flotte in den nächsten fünf bis sechs Jahren geplant.

silien. Es ist allerdings eher auf Leisure Kunden zugeschnitten. Im Geschäftsreisebereich spielt es so gut wie keine Rolle.

Sie haben mit Beginn des Winterflugplans 2017/18 die Zahl der Verbindungen von und nach Berlin, Düsseldorf und Hamburg erhöht. Warum gerade diese drei Städte? Unsere Strategie ist es, von allen Abflugshäfen mindestens zwei tägliche Flüge anzubieten, um somit eine reibungslose Anbindung an unser Drehkreuz in Lissabon zu garantieren. Berlin, Düsseldorf und Hamburg waren in den vergangenen Winterperioden nich nicht optimal angebunden.

Mit Ihrem Angebot „Time to think“ kann man mindestens 96 Stunden vor dem gewünschten Abflug buchen und gegen Gebühr einen Flug für maximal 48 Stunden reservieren. Zeit genug, um in Ruhe herauszufinden, ob man den Flug am Ende fix buchen oder dann doch auf die Reise verzichten möchte. Klingt nach viel Flexibilität . Wie aber geht’s weiter, wenn man den Flug dann nicht antreten kann? Time-to-think gibt den Kunden, die auf unserer Website buchen, die Möglichkeit ihre Entscheidung nochmals zu überdenken. Entscheidet sich der Passagier gegen die Buchung, ist die Gebühr nicht erstattbar.

Für Businesstraveller bieten Sie die beiden Tarife Executive und Top Executive an. Wie unterscheiden sich die beiden Angebote und sind sie Teil eines umfangreicheren Firmenkundenangebots bzw. gibt es noch weitere Vorteile? Die Idee der Branded Fares bzw. der verschiedenen Produktgruppen in unserem Tarif­system ist es ja, jedem Passagier das gewünschte Servicepaket zur Auswahl zu stellen. Dies natürlich auch für die Geschäftsreisenden. Im Business Bereich unterscheiden sich die beiden Angebote Executive und TOP Executive in bestimmten Leistungen wie z.B. Umbuchbarkeit, Erstattung oder auch in der Gutschrift der Meilen. Wie stark nutzen Firmenkunden aus der DACHRegion Ihre Airline nicht nur für Verbindungen zum Hub Lissabon oder nach Porto, sondern auch z.B. nach Süd- oder Nordamerikamerika? Es ist natürlich nicht immer leicht, mit den Umsteigeverbindungen, die wir über Lissabon in unser Langstreckennetz anbieten, mit den zahlreichen Direktangeboten unserer Mitbewerber zu konkurrieren. Aber auch auf der Langstrecke sind etwa 20 % aller Passagiere Geschäftsreisende. Wie hat sich in den letzten beiden Jahren der Anteil der Premium-Kunden entwickelt? Dank unser stetigen und gezielten Verkaufsaktivitäten sehen wir hier einen kontinuierlichen Anstieg. Einen weiteren Push erwarten wir uns wie schon erwähnt von dem neuen Programm für kleine und mittlere Unternehmen. Sie bieten auf der Langstrecke drei Klassen, Eco, Economy Plus und Business. Wie intensiv wird die aufgwertete Eco seitens Ihrer Firmenkunden gebucht? Hier müssen wir mit einem Mißverständnis aufräumen. Innerhalb unserer Tarifklassen bieten wir in der Economy ein Plus Produkt an. In den Flugzeugkabinen haben wir noch kein ausge-

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Sie haben ein attraktives Stopover-Programm, in dessen Rahmen die Kunden neuerdings bis zu 5 Tage lang Lissabon oder Porto kennenlernen können. Wie sehr nehmen denn z.B. Businesstraveller diese Offerten an? Das Stopover-Programm ist in der Tat ein sehr innovatives Angebot an unsere Kunden. Es wird insgesamt sehr gut angenommen, insbesondere aus den Quellmärkten Nordamerika und Bra••• Vita

Marta Alves

Seit August 2017 ist Marta Alves (37) bei TAP Air Portugal neue Verkaufsleiterin für die DACH-Region. Alves arbeitet bereits seit 15 Jahren für die portugiesische Fluglinie. Alves begann ihre Laufbahn bei TAP Air Portugal nach Abschluss ihres Wirtschafts­ studiums 2001. Vom Firmensitz in Lissabon aus betreute sie in der Abteilung Revenue Management den Ausbau der Verbindun­ gen nach Brüssel, Luxemburg, Paris und Mailand, später auch der Strecken nach Venezuela und Brasilien. Von Mitte 2012 bis Ende März 2014 war sie als Sales Manager in den Niederlanden eingesetzt. 2014 schließ­ lich wechselte sie als Country Manager in die Schweiz. Marta Alves berichtet direkt an den bisherigen General Manager Carlos Lourenço, der an den Hauptsitz Lissabon zurückgekehrt ist und dort die erweiterte Verantwortung als Director Northern Europe und Corporate Sales wahrnimmt.

Wo sehen Sie Unterschiede bei Ihrem Vielflieger-/Victoria-Programm zu anderen und ist das Programm kompatibel etwa zu Miles and More? Das Victoria Progamm von TAP Air Portugal ist voll kompatibel zu Miles & More und auch zu vielen anderen Vielfliegerprogrammen anderer Star Alliance Partner. An Ihrem Drehkreuz Lissabon haben Sie im Juli eine neue Lounge eröffnet, die nur Premium-Kunden zur Verfügung stehen soll. Haben auch Nicht-Status-Passagiere, die Möglichkeit, sich in der Lounge aufzuhalten? Alle Passagiere, die nicht zu den genannten Kundengruppen gehören, haben gegen eine Gebühr von nur 25 Euro die Möglichkeit, unsere Premium Lounge zu nutzen. Zu Ihnen persönlich: Welche Wünsche hätten Sie an Ihre Airline, die sie noch nicht bietet? Ich denke schon, dass TAP Air Portugal in all` den Jahren immer die beste Antwort auf die Erwartungen unserer Passagiere gegeben hat. In Fällen, in denen das eventuell noch nicht der Fall ist, bin ich sicher, dass unser Unternehmen auch daran arbeitet. •••

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Geschäftsreise • App für DB

Text RED Fotos DB Online-Info Online-Info: www.swisspostsolutions.com/de

DB-Mitarbeiter profitieren von der neue Reisekosten-App.

Die SPS-App für einfache Reisekostenabrechnung.

PROFITIEREN VON MOBILER LÖSUNG Mitarbeiter der Deutschen Bahn können ihre Geschäftsreisekostenabrechnungen jetzt auch mit Smartphone/ Tablet erfassen und abrechnen. Sie profitieren von einer bequemen und zeitgemäßen Lösung und das immer und überall. Dafür wurde gemeinsam mit Swiss Post Solutions (SPS) eine Reisekosten-App entwickelt, die nicht nur mit hoher Nutzerfreundlichkeit überzeugt, sondern auch mit dem zuständigen Finanzamt abgestimmt ist. Damit Reisebelege digital per App eingescannt und nach einer Aufbewahrungsfrist von zwei Monaten durch den Mitarbeiter vernichtet werden dürfen, musste DB Personalservice zunächst steuertechnische Hürden überwinden. Denn Reisebelege mussten bis vor Kurzem, auf Grund einer Auflage des Finanzamtes, im Original eingereicht werden. Jetzt ist das Abrechnen von Dienstreisen deutlich einfacher: Reisedaten in die App eingeben, Belege einscannen und per Knopfdruck an den DB Personalservice senden – fertig. Die Reisedokumente werden anschließend zusammen mit der Reisekostenabrechnung per Tablet oder Smartphone versendet. SPS bereitet alle Daten der eingegangenen Reisekostenabrechnungen auf und übermittelt sie tagesaktuell an die Personalabteilung der DB. Dazu werden die digitalisierten Dokumente mit OCR-Text­ erkennungssoftware ausgelesen, manuell geprüft und bei Bedarf archiviert. HR-Management weiter digitalisieren. „Mit der Reisekosten-App erhalten wir sofort digitale Eingangsdaten, um diese mit Automatisierungsanwendungen direkt weiter verarbeiten zu können. Das lästige Scannen von Papier­bögen entfällt damit“, sagt Oliver Hebold,

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Leiter Projekte und Informationslogistik im Service Center Personal der Deutschen Bahn AG. „Die Mitarbeiter der Bahn profitieren von einem komfortablen und sicheren Service, den sie mobil und international nutzen können.“ Für die Datenübertragung der Reisekostenabrechnungen setzt die DB auf die SecureMail-Lösung der Schweizer Post, IncaMail. So sind die Daten besonders sicher, und die Mitarbeiter können ihre E-Mail-Adresse für den Service nutzen. 1,2 Mio. Dienstreiseanträge pro Jahr. Die Reisekosten App wurde von der Idee bis zum ersten Pilotprojekt innerhalb von drei Monaten entwickelt. „In so kurzer Zeit ein solches Projekt zu entwickeln ist uns nur durch eine agile Projektentwicklung gelungen“, sagt Roland Wacker, Strategic Account Executive. „Statt eines Fachkonzepts für die technische Umsetzung haben wir mit einem Mockup (Dummy der Anwendung), begonnen. So sah jeder sofort, was noch verbessert werden muss.“ Die App erfasst Daten und Belege und prüft diese auch auf Plausibilität und Vollständigkeit. Der Nutzer kann jederzeit den aktuellen Bearbeitungsstand zu seinem Reisekostenantrag einsehen. Seit einigen Monaten

erfreut sich die neue App bei den Beschäftigten rasant wachsender Beliebtheit. Gut die Hälfte aller Anträge wird über diesen Weg eingereicht. Denn die Erstattung der Reise­ kosten ist nicht nur digital, sondern auch einfach und schlank geworden. Insgesamt bearbeitet das Unternehmen rund 1,2 Mio. Dienstreiseanträge pro Jahr. ••• ••• Über SPS Swiss Post Solutions (SPS) ist ein führender Outsourcing-Anbieter für Business Process Solutions und innovative Services im Bereich Dokumentenmanagement. Eine starke internationale Kundenbasis verlässt sich auf die Fähigkeit von SPS, End-to-End-Lösungen zu entwerfen und umzusetzen. Zudem ist SPS ein zuverlässiger Berater für die zentralen Wachstumstreiber im Bereich BPO, d. h. für Standortstrategien, Prozessoptimierung und Technologien wie z. B. intelligente Automatisierung. SPS ist Teil der Schweizerischen Post AG mit Hauptsitzt in Bern (Schweiz). Die 6800 Angestellten von SPS und spezialisierte Partner decken das gesamte Branchenspektrum ab. Im Zentrum stehen Banken, Versicherungen, Telekommunikation und das Gesundheitswesen. SPS ist in über 20 Ländern aktiv.

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Text Christian Scherf / Dr. Jürgen Peters Foto InnoZ GmbH/Max Power

WIR FINDEN DEN SCHNELLSTEN WEG FÜR SIE. ÜBERALL.

Fahrerloser Busverkehr

Autonom unterwegs sein, beim Kleinbus schon Realität, beim Pkw wird‘s noch dauern.

SENSOREN FAHREN Für Fachleute und Hersteller steht fest: Das autonome Fahren kommt, aber was denken die Nutzer? Einen Vorgeschmack liefert „Olli“. Der fahrerlose Elektrobus war in Berlin als Shuttle bereits zehn Monate auf einem Forschungscampus im Pilotbetrieb.

Testfeld. In Berlin-Schöneberg befindet sich das erste öffentlich zugängliche Testfeld für hochautomatisierte Shuttles in Deutschland. Ein fahrerloser Kleinbus fuhr zehn Monate unfallfrei mit maximal 8 km/h und bis zu acht Passagieren im Liniendienst. Der Bus – „Olli“ genannt – bewährte sich inmitten von Baustellen-, Besucher- und Lieferverkehr. Möglich machte dies eine Kooperation des InnoZ mit Local Motors, inno2grid, der DB, der Berliner Agentur für E-Mobilität (eMO), der Senatsverwaltung und dem Campus-Besitzer EUREF AG.

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Sensoren steuern. Local Motors ist einer jener jungen Hersteller, deren Prototypen von Beginn an für das hochautomatisierte Fahren entwickelt werden. „Olli“ fährt wie auf virtuellen Schienen. Lenkrad und Bremspedal sucht man vergebens. In Abständen von Sekundenbruchteilen erfassen lasergestützte Sensoren die Umgebung und lassen den Bus bei Kollisionsgefahr augenblicklich bremsen. Zur Sicherheit waren bisher noch Begleiter an Bord, die den Bus nach Vollbremsungen wieder starteten. Positives Feedback. Zwischen November 2016 bis August 2017 wurden ca. 2.300 Fahrgäste befördert und eine Gesamtstrecke von 1.100 km zurückgelegt. Gut ein Drittel der Passagiere wurde nach der Fahrt befragt: Etwa 70 % können sich den Einsatz autonom fahrender Busse im ÜPNV sehr gut bzw. gut vorstellen. Etwas darunter liegen die Positivbewertungen für Fahrkomfort und Nützlichkeit. Dies liegt vor allem daran, dass der Bus aktuell nur ca. 800 m auf einer festen Rundtour fährt und damit noch kein echtes Verkehrsbedürfnis bedienen kann. Zudem lag der Fokus zunächst auf der autonomen Steuerung. Aspekte wie Klimatisierung, Ladetechnik oder Geschwindigkeit sollen daher folgen. •••

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Das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) baute den Piloten auf, verantwortete den Betrieb des Shuttles und führte zusätzlich eine Befragung der Fahrgäste durch. Die Ergebnisse zeigen hohes Vertrauen ins autonome Fahren. InnoZ entwickelt, was die Gesellschaft morgen bewegen wird, gemeinsam mit Akteuren aus Praxis, Wissenschaft und Politik schon heute. Das Unternehmen bezieht Nutzer frühzeitig in den Entwicklungsprozess ein und testet Prototypen unter Realbedingungen. Es begleitet die Überführung innovativer Mobilitätslösungen in den Regelbetrieb der Kunden bzw. gemeinsam mit ihnen über Spinoffs in den Markt. 


Geschäftsreise • Businessdestination

Text RED Bild A. Tusche / Wikimedia (1) I jbdodana / Flickr (2) I C. Marin / Flickr (3) I M. Najm / Flickr (4)

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Kapstadt und Robben Island

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Windhoek Skyline: Viele Unternehmen sind hier in Händen deutsch-namibischer Eigentümer. (3)

REISEN ZUM KONTINENT DER CHANCEN Afrika spielt beim europäischen Außenhandel nach wie vor nur eine kleine Rolle. Insofern ist das Geschäftsreiseaufkommen durchaus ausbaufähig. Zukunftsfähig ist es auch; denn viele Länder auf dem „Schwarzen Kontinent“ haben etwas, was der Rest der Welt, insbesondere auch Deutschland, dringend braucht: Rohstoffe. Nairobi: Wirtschaftszentrum Kenias

••• Handel nur mit sieben Ländern 2017 spielen für den deutschen Außenhandel die Warenverkehre mit Afrika mit Anteilen zwischen 2 und 3 % weiterhin eine nachgeordnete Rolle. Von den deutschen Ausfuhren des Jahres 2017 wurden Waren im Wert von ca. 22 Mrd. Euro in afrikanische Länder exportiert. Dem standen Ausfuhren nach Deutschland (zumeist Rohstoffe und Energieträger) in Höhe von ca. 20 Mrd. Euro gegenüber. In Afrika, dem mit einer Fläche von 30,3 Mio. km² zweitgrößten Kontinent (22 % der gesamten Landfläche der Erde), leben rund 1,1 Mrd. Menschen. Doch nur mit sieben Ländern findet ein nennenswerter Außenhandel Deutschlands statt: Von den deutschen Ausfuhren gingen 2017 ca. 80 % an Empfänger in Südafrika, Ägypten, Algerien, Marokko, Nigeria, Tunesien und Libyen. Bei den Importen aus Afrika waren Güter aus Ägypten, den Maghreb-Ländern (ohne Mauretanien), Nigeria und Südafrika ganz vorn dabei. Nimmt man noch die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) hinzu, so hatten die Importe aus diesen Ländern in 2017 einen Anteil von nahezu 90 % an allen Einfuhren aus Afrika.

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In Afrika liegt die Wiege der Menschheit. Der Homo sapiens stammt gemäß der Out-of-AfricaTheorie aus der Gegend des heutigen Äthiopien, von wo die Nachkommen der Ur-Eva vor 150.000 bis 200.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung die Welt eroberten. Die Vermutung liegt nahe, dass langfristige und übergreifende Transformationsprozesse, an deren Anfang der afrikanische Kontinent steht, Afrika am Ende zu einem Gewinner des 21. Jahrhunderts machen werden, sagt das Zukunftsinstitut. Boom-Region der Zukunft. 2017 beträgt der Anteil deutscher Geschäftsreisender nach Afrika nur 10 % der Firmenreisenden aus dem Reich der Mitte. Grund: Peking investiert auf dem Schwarzen Kontinent mehr als jedes andere Land in den Aufbau der Infrastruktur (Straßen, Bahnstrecken, Mobilfunknetze, Ölraffinerien), in den Erwerb von Ölfeldern und Ölkonzessionen und China schließt mit immer mehr Ländern Verträge. Klar, dass das der deutschen Wirtschaft nicht verborgen bleibt. Und so interessieren sich langsam aber sicher mehr Firmen verstärkt für Afrika. Dafür spricht die wachsende Mitglieder-

zahl des Afrika-Vereins, in dem sich deutsche Unternehmen zusammenschließen, die in Afrika investieren. Inzwischen sind es knapp 700, darunter auch Weltkonzerne wie Siemens und ThyssenKrupp. Vor allem sind es aber mittelgroße Unternehmen, die zum Teil schon sehr lange in Afrika Geschäfte machen. Potenzial wie China. „Dynamischste Wachstumsregion der Zukunft“, „historische Geschäfts­ chancen“ – an lobenden Worten fehlt es in einer neuen Studie über Afrikas Zukunft nicht, die Roland Berger Strategy Consultants verfasst hat. Afrikas wirtschaftliches Potenzial gleiche dem von Staaten wie China und Indien vor 20 Jahren. Die wachsende Mittelschicht eröffne einen riesigen Konsummarkt – eine einmalige Chance für internationale Firmen, schlussfolgert die Untersuchung. Bislang ge-hört der afrikanische Kontinent noch nicht zu den großen Kosummärkten. Aber die Mittelschicht wächst. Ungefähr 60 Mio. Haushalte verfügen über 3.000 US-Dollar pro Jahr, bis 2020 sollen es bereits 100 Mio. sein. Diese Zahlen nennt Germany Trade and Invest, eine Agentur, die im Auftrag des deutschen Wirtschaftsministeriums

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Air Namibia (5) I Ch. Hall / Flickr (6) I Brussels Airlines (7)

Afrika

Online-Info www.dw.com/de/afrika I www.destatis.de I www.afrika-travel.de

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Bedeutende Carrier bedienen den afrikanischen Markt: Air Namibia A330, SAA A340, und Brussels Airlines-Jet auf dem „Sprung“ nach Afrika.

Informationen zur Außenwirtschaft bereitstellt. Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Studie zufolge der Energiesektor. Laut NEPAD, der Entwicklungsinitiative der Afrikanischen Union, gibt es eine drastische Steigerung der Energienachfrage, sowohl von Industrie und Bevölkerung, als auch aus dem Ausland. Dass Afrikas Wirtschaft wächst, ist ein Fakt. Aber: Auch wenn die Wirtschaft in vielen Ländern

des Kontinents wächst, ist der Weg nach Afrika oft schwer: Unsichere Rechtslage, Korruption und Kriminalität sind die wesentlichen Ursachen, weshalb vor allem KMU in Deutschland häufig den Schritt dorthin scheuen. Dabei hat Afrika einiges zu bieten: Während das Wirtschaftswachstum in Europa nur noch mit kleinen Schritten voranschreitet oder stagniert, haben einige afrikanische Länder

Wachstumsraten im zweistelligen Prozent­ bereich. Für den gesamten Kontinent rechnet die Weltbank in 2017 mit einem Plus von über 5 Prozent. Wachstumszentren. Nigeria in Westafrika, Kenia in Ostafrika sowie Südafrika sind die Wachstumszentren Afrikas südlich der Sahara. Johannesburg (Südafrika), Lagos (Nigeria), >>> Anzeige

EIN BONUSSYSTEM, DAS SICH LOHNT: SHOOP.DE Nach Payback setzt sich derzeit ein neuer Trend bei Bonusprogrammen durch: Cashback-Portale wie Shoop.de bieten statt Treuepunkten als Bonus Geld, Wertgutscheine und sogar Bitcoins an. Besonders bei Hotelbuchungen können sich die Bonusstaffeln sehen lassen. Cashback-Loyalty-Konzepte setzen sich mittlerweile auch in Deutschland durch. Gerade für Hotelbuchungen kann sich der Zwischenschritt über einen Cashback-Anbieter lohnen. Der Clou: Bucht man über Shoop.de direkt bei einer Hotelkette wie z. B. Marriott, Accor oder NH Hotels, erhält man Cashback und die gewohnten Statusvorteile des Kundenbindungsprogramms der jeweiligen Hotelkette. Die Anmeldung und Teilnahme sind kostenlos und denkbar einfach.

Cashback / Anbieter

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Marriott

IHG Group

Auszahlung Cashback

7%

7%

8%

4,5 %

6%

5%

12 %

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Kombination mit TreueProgramm möglich?

Ja (hotels.com Rewards)

Ja (kombinierbar mit PaybackPunkten)

Ja (ebookers plus)

kein eigenes Loyalty Program

Ja (Le Club Accor Hotels)

Ja (Marriott Rewards)

Ja (IHG Rewards)

Gruppenbuchungen online möglich?

Ja (max. 8 Zimmer)

Ja (max. 8 Zimmer)

Nein (bzw. max. 4 Zimmer)

Ja (max. 9 Zimmer)

Nein (bzw. max. 3 Zimmer)

Nein (bzw. max. 3 Zimmer)

Ja (max. 9 Zimmer)

Shoop.de (ehemals qipu.de)

www.dmm.travel

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Geschäftsreise • Businessdestination

Fotos BoTG (8) I Paulo C. Santos / Wikimedia (9) Online-Info www.transafrika.org I www.zukunftsinstitut.de

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Lake Malawi: Relaxen am neuntgrößten See der Erde

Nairobi (Kenia), Accra (Ghana) und Luanda (Angola) sind die Brückenköpfe des neuen Wohlstands auf dem Kontinent. Sie ziehen einen Großteil der Direktinvestitionen an und bieten den Menschen eine sich rasant verbessernde kommerzielle Infrastruktur sowie stabile politische Rahmenbedingungen. Ein Beispiel für den raschen Wandel, den afrikanische Metropolregionen durchlaufen, ist das Megaprojekt EKO ATLANTIC CITY. Die neue, dem Meer abgetrotzte Stadt soll schon bald Lebensund Wirtschaftszentrum für 400.000 Menschen in der 20-Mio.-Einwohner-Metropole Lagos werden. EKO ATLANTIC wird dann alles bieten, was man von einer Stadt des 21. Jahrhunderts erwarte: Angefangen von großzügigen und grünen Ruhezonen, bis zu einem erstklassig ausgebauten Nahverkehrssystem. Verwundern sollten solche Investitionen nicht, denn die Anzahl der Haushalte in Lagos, die heute schon mehr als 5.000 USD jährlich für den Konsum ausgeben können, entspricht der An-

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Luanda: Boom getrieben von Petrodollars

zahl von Einwohnern in kleinen europäischen ­Ländern wie Dänemark, Finnland oder Irland. Etwa 600 deutsche Firmen haben sich bis heute allein in Südafrika niedergelassen. Sie beschäftigen mehr als 90.000 Arbeitnehmer. Nahezu alle größeren deutschen Unternehmen sind am Kap vertreten, aber auch diverse Mittelständler. Südafrika ist von strategischer Bedeutung für die Firmen; denn von hier aus lässt sich das gesamte südliche Afrika am besten erschließen. Ansonsten spielen Zentral- und Ostafrika im Geschäftsreisebusiness kaum eine Rolle. Eine Ausnahme bildet im Fall Westafrikas Nigeria, wohin häufige Firmenreisen stattfinden. Win-win. Alles in allem haben die Afrikaner einen großen Nachholbedarf, z.B. bei der Infrastruktur. Die Europäer sollen dafür sorgen, dass die Entstehung der afrikanischen Mittelschicht vorangetrieben wird. Dazu sollten sie den Afrikanern helfen bei der Umwandlung von Rohstoffen in Produkte; denn im Herstellungspro-

••• Auf Nummer Sicher gehen Die Sicherheitslage an afrikanischen Reisezielen kann sich kurzfristig entscheidend verändern. Deswegen sollte der Travel Manager die Lage im Reiseland fortlaufend im Blick behalten und ihren Geschäftsreisenden auf einem vorher verabredeten Weg tagesaktuell zur Verfügung stellen, z.B. über spezielle Internetportale der Travel Management Companies, deren Apps oder per Push-Nachricht aufs Mobil­ telefon. Hinweise des Auswärtigen Amts: Ägypten: Es besteht landesweit ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge und die Gefahr von Entführungen. Diese können sich auch gegen ausländische Staatsbürger richten.

hafen gezielt bis zu ihrer Unterkunft verfolgt und dann direkt bei der Ankunft ausgeraubt. Auch werden Fahrzeuge unter Vortäuschung einer Autopanne zum Halten genötigt und die Insassen dann ausgeraubt. Nur an Tankstellen und belebten Rastplätzen anhalten, wo sich auch andere Personen aufhalten. Nigeria: Das Risiko von Entführungen ist in ganz Nigeria gegeben. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation nehmen Entführungen mit dem Ziel der Lösegelderpressung Zeit zu.

Marokko: Risiko terroristischer Anschläge mit islamistischem Hintergrund; ausländische Staatsangehörige sind besonders gefährdet.

Südafrika: Die Innenstädte von Johannesburg, Pretoria, Durban, Port Elizabeth und Kapstadt und anderer großer Städte sollten nach Geschäftsschluss und insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden; an Sonn- und Feiertagen sollte man sich nur in Gruppen in den Innenstädten aufhalten. Auch ist tagsüber erhöhte Vorsicht angeraten. Auch auf dem Weg von den Flughäfen ist erhöhte Vorsicht geboten.

Namibia: Immer wieder werden Touristen von der Übernahme ihres Mietwagens am Flug-

Tunesien: Weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge.

Algerien: Aufgrund der angespannten Sicherheitslage in der gesamten Region und anhaltender Drohungen von terroristischen Gruppen wird zu erhöhter Vorsicht geraten.

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zess liegt die eigentliche Wertschöpfung. Dazu kann z.B. deutsches Knowhow in Sachen Ingenieurwesen und Organisationstalent dienen. Nur so könnten Arbeitsplätze entstehen und z.B. das Problem der Flüchtlingsbewegung Richtung Europa angegangen werden. Der Präsident des Ostafrikanischen Wirtschafsrats, Audace Ndayizeye umschreibt sein Wunschbild der Zusammenarbeit so: „Nehmt uns nicht die Fische weg, sondern lehrt uns, zu angeln.“ Es soll eine Win-win-Situation sein.“ Siemens z.B. stellt sich darauf ein, dass Länder wie Ghana, Angola und Nigeria in Sachen Energieanlagenbau ihren „local content“ in den kommenden Jahren auf 80 bis 90 % anheben wollen. Chancen bietet auch Äthiopien. Der neue Entwicklungsplan der äthiopischen Regierung für die Jahre bis 2020 legt besonderes Gewicht auf die Weiterentwicklung der Infrastruktur und verarbeitende Industrien. Eine gute Anbindung an Deutschland (verkehrlich z.B. mittels Ethiopian Airlines), stabile politische und rechtliche Rahmen­bedingungen und knapp 100 Mio. Einwohner machen das Land am Horn von Afrika zum Geheimtipp. Wie hinkommen? Noch rast der Hyperloop nicht nach Afrika, weshalb zur An-/Abreise nur das Flugzeug bleibt. Im Grunde genommen ab allen wichtigeren Flughäfen Deutschlands ist man am besten mit Lufthansa-Tochter Brussels Airlines als dem Afrika-Spezialisten für die Regionen Zentral-, West- und Ostafrika bedient. Weitere empfehlenswerte Airlines: • Lufthansa bzw. Eurowings. • Air Namibia • Ethiopian Airlines • Air France-KLM • Turkish Airlines • South African Airways Übernachten/Wohnen. Mit „Afrika“ hat die Best of Travel Group (BoTG) ihren nächsten neuen Katalog für die Saison 2017/18 veröffentlicht. Das 308-seitige Programm wurde vor allem im Hotelsegment ausgebaut. •••

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Neue Strecken und Frequenzen

Text JB Foto Eddie Maloney / Wikimedia Online-Info www.dmm.travel/news/luftfahrt

DMM SERVICE: NEUE STRECKEN & FREQUENZEN

NEW YORK, NEW YORK Das Aus von Air Berlin hat nicht nur in Europa, sondern auch Richtung USA Lücken hinterlassen. Lufthansa hat schnell reagiert und fliegt seit 8. November wieder fünfmal pro Woche von Berlin Tegel nach New York JFK (Mo, Di, Mi, Do, Sa). Im kommenden Sommer soll Eurowings die Strecke übernehmen. Am 25.5.2018 nimmt auch Delta wieder ihre SommerVerbindung von Berlin nach New York auf. Ab Düsseldorf hat Lufthansa den Miami-Flug von Air Berlin übernommen (Mo, Mi, Fr). Auch hier soll Eurowings weitere Strecken übernehmen. Orlando steht ab 18.12. im Eurowings-Flugplan. Ab April sollen die Air-Berlin-Strecken nach New York und Los Angeles folgen. Unterdessen streicht die pakistanische PIA offenbar ihre Pläne für Leipzig-New York wieder. Eine neue New-York-Verbindung bietet indes LOT ab 3. Mai 2018 von Budapest.

Europa: München – Mailand, Saarbrücken – Berlin Aarhus: SAS fliegt ab 9. April tägl. von München in die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Athen: Ryanair fliegt ab 12. Mai 2018 je 2x/Wo von Memmingen und Karlsruhe. Barcelona: Ab April 2018 startet Germania von Dresden. London: Die wiederbelebte VLM fliegt nun 2-4x tägl. von Antwerpen nach London City, nachdem Cityjet die Route Ende Oktober eingestellt hat. Lyon: Neben Stuttgart hat Twin Jet auch eine Verbindung ab Zürich gestartet (Mo-Fr 3x tägl., So 1x). Mailand: Air Dolomiti fliegt täglich

von München nach Malpensa. Pamplona: Seit 06.11. fliegt Lufthansa Mo, Mi, Fr u. So von Frankfurt in die spanische Provinz Navarra. Paris: Die neue Air-France-Tochter Joon fliegt ab 01.12. von Berlin (37x/Wo), Barcelona, Lissabon und Porto nach CDG. Saarbrücken – Berlin: Luxair übernimmt die Route, die Air Berlin bis 28.10. bis zu 4x tägl. geflogen ist. Ab Januar 2018 wird 3x tägl. geflogen. Wien: Im Winter fliegt Austrian öfter von Berlin und Düsseldorf (bis zu 40 bzw. 29x/Wo).

Interkont: Paris – Seattle, Madrid – Managua Atlanta: Ab 25. Mai 2018 fliegt Delta wieder saisonal von Zürich. Detroit: Ab 17. Mai 2018 fliegt Delta wieder saisonal von München. Fes: TAP Air Portugal hat neben Casablanca, Marrakesch und Tanger das vierte Ziel in Marokko aufgenommen. Fortaleza: Air France fliegt ab 3. Mai 2018 von Paris CDG (Fr, So) und Amsterdam (Mo, Do, Sa). Bisher werden in Brasilien bereits Sao Paulo und Rio bedient. Managua: Ab 1.10.2018 fliegt Iberia Mo, Mi u. Fr von Madrid. Der Hinflug erfolgt über Guatemala, der Rückflug nonstop. Monastir: Vom 4.7. bis 29.8.2018 fliegt Nouvelair von Paderborn. Orlando: Ab 30.3.2018 fliegt Delta ganzjährig von Amsterdam. Penang: Qatar Airways fliegt

ab 6.2.18 von Doha (3x/Wo). Philadelphia: Aer Lingus fliegt neu 4x/ Wo von Dublin. Die Einreisekontrolle findet dabei über das US-Preclearance-Verfahren bereits in Europa statt. Seattle: Ab 25. März fliegt Air France 5x/Wo von Paris CDG. Seychellen: Ab 24. März fliegt British Airways 2x/Wo von London Heathrow. St. Petersburg: Ende April bis Oktober 2018 fliegt Germania 2x/Wo von Dresden. Taipeh: Eva Air will ab Sommer 2018 von Wien über Bangkok fliegen. Teheran: Iran Air fliegt jetzt 4 statt 3x/Wo von Frankfurt, 2 statt 1x von Köln und Wien. Tel Aviv: Die El-Al-Tochter Up hat eine zusätzliche Abendverbindung ab Berlin eingeführt (Mo, Di, Mi, Do, So).

Gecancelt: London, Alicante, New York New York: United stellt zunächst den Winter über die Flüge von Hamburg ein. Damit gibt es ab HAM keinen Transatlantikflug mehr. BaselLondon: Skywork hat die Strecke Ende Oktober wegen mangelnder

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Auslastung gestrichen. Alicante: Norwegian stellt die Route ab Köln Ende März 2018 ein. Afrika: SAA streicht sechs regionale Strecken, nach Brazzaville, Douala, Kinshasa, Entebbe, Luanda und Cotonou in Benin.

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First Class • Gastronomie

Text Astrid Schwamberger Fotos Berlin Marriott (1/4) I Evan Sung (2) I Stefan Korte (3) I Flughafen Köln-Bonn (5)

PROMIS BITTEN ZU TISCH Bruce Willis („Stirb langsam“), Sylvester Stallone („Rambo“) und Arnold Schwarzenegger („Terminator“) haben es in den 1990er Jahren mit der Restaurantkette „Planet Hollywood“ vorgemacht. Seitdem haben weitere Schauspieler und andere Prominente ihre Spuren im Gastgewerbe hinterlassen.

R O B E R T D E N IRO

TOUT BERLIN

M IC H AEL M IC HA L S K Y

Der Hollywood-Schauspieler ist kein Neuling im Gastgewerbe. Zu seinen Unternehmungen in New York City gehören das The Greenwich Hotel im Stadtteil Tribeca und – direkt daneben – das Restaurant „Tribeca Grill“. 1990 eröffnet, hat es sich einen Namen gemacht bei Feinschmeckern und Weinliebhabern. Executive (2) Chef Scott Burnett zelebriert eine leichte Küche mit vielen Kräutern und frischen Zutaten. Und Wine Director David Gordon beherbergt die wohl größte Sammlung der Appellation Châteauneuf du Pape. www.myriadrestaurantgroup.com/ restaurants/tribeca/

Der „Grill Royal“ in Berlin-Mitte ist ein Hotspot für Prominente in der Hauptstadt. Fisch und Meeresfrüchte sowie hochwertige Fleischsorten wie zum Beispiel vom Kobe-Rind aus Japan, Wagyu aus Australien und Biofleisch aus dem Biosphärenreservat Schorfheide stehen auf der Karte. Außerdem: täglich wechselnde Specials, klassische Beilagen und verschiedene Soßen, die einzeln geordert werden können, sowie jahreszeitliche Vorspeisen und Desserts. Das (3) Lokal ist täglich ab 18 Uhr geöffnet; Reservierungen werden wochentags ab 10 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr entgegengenommen. www. grillroyal.com

Einen Steinwurf vom Potsdamer Platz entfernt trägt die „Catwalk Bar“ im Berlin Marriott Hotel die Handschrift des Berliner Modedesigners. SchwarzweißFotografien von Supermodels und anderen Ikonen der Modewelt, Zebrafell und warme, dunkle Farben beherrschen das Ambiente. Auch bei der Speisen- und Getränkekarte soll der Stardesigner, der neuerlich auch bei der TV-Castingsendung „Germanys Next Topmodel“ in der Jury sitzt, ein Wörtchen mitgeredet haben: Neben Cocktail-Kreationen steht auch „klassisch-originelles Barfood“ wie Nachos mit Guacamole oder Hähnchenflügel auf der Karte. www.catwalkberlin.com

MI R J A B O ES

P ETER M AFFAY

WENDELIN WIE DE K ING

Essen mit Aussicht verspricht die Komödiantin („Die Dreisten Drei“, Sat.1) den Gästen ihrer „Villa Vue“. Tatsächlich bietet das traditionsreiche Restaurant einen spektakulären Ausblick auf den (8) Baldeneysee und bodenständige Gerichte aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland. Mit dem Restaurant habe sich Mirja Boes „einen Traum erfüllt“, schreibt „Der Westen“ zur Eröffnung im Februar 2012 – 60 Jahre, nachdem die Stadt Essen das Ausflugslokal unter dem Namen „Zur Platte“ eröffnet hatte. Hin und wieder schaut Boes sogar persönlich vorbei und moderiert etwa eine Silvestergala. http://villavue.de

Im Norden Mallorcas hat der Rockstar Wurzeln geschlagen. Direkt an das Stiftungszentrum der Fundacio Tabaluga im Herzen von Pollença grenzt der Garten des von ihm verpachteten Restaurants „Trencadora“ (www.trencadora.com). In der ehemaligen Mandelmühle wird überwiegend italienisch gekocht: Fleischund Fischgerichte, Pizza und hausgemachte Pasta zu moderaten Preisen. Ein weiteres Highlight ist in Deutschland das „Gasthaus Alte Post“ in Pähl im bayerischen (9) Pfaffenwinkel. Maffay hat es erst kürzlich wieder verpachtet. www.facebook.com/altepost.paehl

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Freiburg im Breisgau ist nach Stuttgart, Ludwigshafen und Karlsruhe der vierte Standort der Restaurantkette „Tialini“. Die nächste Eröffnung ist in Wiesbaden geplant. In Zusammenarbeit mit zwei Bloggerinnen wurden zuletzt Pizzen aus Vollkorn- oder Dinkelmehl entwi(10) ckelt, die nun das Angebot ergänzen, zu dem auch Vollkornpasta gehört. Verarbeitet werden original italienische Zutaten, insbesondere Mehl und extra natives Olivenöl kommen aus Italien; auf Geschmacksverstärker wird verzichtet. Hinter dem Konzept steht der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. www.tialini.com

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Jan Schmiedel (6) I luisabc132 (7) I Villa Vue (8) I red rooster (9) I Tialini (10) I Ch. Gaier (11) I Emporio Armani (12) I Versace (13)

Gastronomie

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Catwalk Bar: Die Modewelt stand Pate für die Bar im Berliner Marriott Hotel.

MAR C E L L J A NSEN

JO CHEN SC H WEIZER

LIONEL M ESSI

Ende Juni eröffnete der ehemalige Fußballprofi sein erstes „Ben Green“-Restaurant im Terminal 1 des Köln-Bonner Flughafens. Gemeinsam mit Profikoch Steffen Henssler, der das Konzept entwickelte, will er den Beweis antreten, dass Fast Food auch Good Food sein kann. Zur Wahl stehen vegetarische Gerichte, die mit Fleisch, (5) Fisch oder Scampi kombiniert werden können. Gegart wird im heißen Wasserbad, die anderen Zutaten werden frisch erhitzt. Auf künstliche Zusatzstoffe und Industriezucker werde weitestgehend verzichtet; alle Gerichte seien zu 100 Prozent gluten- und laktosefrei und regionalen Ursprungs. www.hellobengreen.de

Ein „hochwertiges Gastronomieangebot mit Überraschungsqualität“ ist Teil der Jochen Schweizer Arena. Der Unternehmer – Spezialist im Segment Erlebnisreisen und -geschenke und bekannt aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ – konzentriert sich seit dem Verkauf seiner Digitalsparte auf seine neue Erlebniswelt in Taufkirchen bei München. Sein Restaurant „Schweizer’s Kitchen“ bietet Crossover-Küche und modern interpretierte Klassiker mit Fokus auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Außerdem bietet Schweizer Catering für Events und eine Showküche für Firmenveranstaltungen. www.jochenschweizer-arena.de

Wie sein Dauerrivale Cristiano Ronaldo (Real Madrid) um den Titel des Weltfußballers des Jahres ist auch der Starkicker vom FC Barcelona im Gastgewerbe aktiv. Zuletzt kaufte er das Vier-SterneHotel Mim Sitges. Im Sommer 2016 eröffnete er in Barcelona gemeinsam mit seinen Geschwistern Rodrigo und Marisol das Erlebnis(7) Restaurant „El Bellavista del Jardín del Norte“, das einem Dorf nachempfunden ist. Einzelne Gestaltungselemente sowie Positionen auf der Speisekarte wie Empanadas oder Dulce de Leche erinnern an die argentinische Heimat der Familie. http://bellavista.barcelona

L U K A S P O D OL S K I

G I O RG IO ARM ANI

DONATELLA VERSACE

Der Andrang war riesig, als der Fußballweltmeister im Juni seine Eisdiele „Ice Cream United“ eröffnete. Auch wenn Poldi mittlerweile in Japan unter Vertrag ist, bilden sich immer wieder Schlangen vor dem kleinen Laden in der Brüsseler Straße in Köln. Im Angebot sind zwölf Eissorten (100 Prozent natürlich, nur zwölf Prozent Zucker), Klassiker wie Spaghetti-Eis mit Erdbeersoße und Spezialitäten wie den Eis-Burgern oder – in Anspielung auf den (11) 1. FC Köln – der Eff-ZehBecher. Das Konzept tüftelte Podolski mit einem Freund aus, dessen Familie Eis produziert und auch die Nationalelf belieferte. www.facebook.com/ cremadicolonia

In der noblen Galleria Cavour in Bologna eröffnete im Mai das zweite „Emporio Armani Caffè e Ristorante“ in Italien. Das Konzept wurde von dem StarDesigner und einem Architekten-Team entworfen. Auf 300 m2 befinden sich ein Café, ein Restaurant mit 42 Plätzen und ein Außenbereich für 25 Gäste. Die Mittags(12) karte mit klassischen italienischen Gerichten aus frischen Zutaten wird abends durch lokale Klassiker erweitert. Weitere Cafés und Restaurants betreibt die Giorgio Armani Group in München, Paris, Cannes, New York, Santiago de Chile, Abu Dhabi, Doha, Dubai und Tokio. http://armanirestaurants.com

Beim Grand Opening des zweiten Versace Resorts, dem Palazzo Versace Dubai, im November 2016 nahm auch die Modedesignerin und Firmenchefin teil. Donatella Versace hatte das Interieur und die Möbel exklusiv für die luxuriöse Anlage am Ufer des Dubai Creek entworfen. Neben 215 Suiten und 169 Wohnungen umfasst sie (13) einen Spa, sechs Restaurants und zwei Bars. Chefkoch ist der vielfach ausgezeichnete DeutschIraner Mansour Memarian. Seinen ersten Michelin-Stern erkochte er sich im „Jagdhof Glashütte“ im Sauerland, den zweiten im Restaurant „Pavillon“ in Innsbruck. www.palazzoversace.ae

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Hotel & Veranstaltung • Serviced Apartments

DLH am Viktualienmarkt München: Beste Arbeitsmöglichkeiten.

DLH De Medici Düsseldorf. Wohnen beinahe wie zuhause.

Interview RED Fotos Derag Livinghotels

DLH Frankfurt/M.: Im Meetingraum lassen sich viele Fragen klären.

EIN ENGER DRAHT ZU FIRMENKUNDEN Serviced Apartments gelten unter Mobilitätsmanagern als im Vergleich zu Hotels kostengünstigere Lösung für Business-Reisende, die längere Zeit an einem Ort bleiben müssen. Sie sind halb Hotelzimmer und halb ­Wohnung. Der Vorteil: Auf vom Hotel gewohnte Dienstleistungen muss man nicht unbedingt verzichten. Wir unterhielten uns mit DERAG-Chief Marketing Officer (CMO) Tim Düysen. Derag Livinghotels ist seit über 35 Jahren (die erste Eröffnung war 1982 mit einem 330 Zimmer Haus in München) auf dem Markt der Serviced Apartments vertreten und diesbezüglich größter Anbieter in Deutschland. Doch erst in jüngerer Zeit erfährt das Segment mehr Aufmerksamkeit bei Mobilitäts- bzw. Travelmanagern. DMM: Reisen und Auf-Zeit-Wohnen befindet sich im Wandel. Wie sehen Sie die Entwicklung und welches sind die Erfolgsfaktoren? Tim Düysen: Das Segment tritt langsam aber sicher aus seiner Nische. Die beiden wichtigsten Erfolgsfaktoren sind aus meiner Sicht das optimierte Preis-/Leistungsverhältnis im Vergleich zum Hotel und die Flexibilität im Vergleich zu einer Mietwohnung. Ein Serviced Apartment kostet durchschnittlich rund 30 % weniger als ein Hotelzimmer in vergleichbarer Qualität. Und im Gegensatz zu einer Mietwohnung ist der Aufenthaltszeitraum völlig flexibel, muss also nicht am 1. eines Monats beginnen und am Monatsende enden. Hinzu kommen letztendlich noch nicht stattfindende Maklergebühren, Kaution und Reparaturen beim Auszug. Serviced Apartments sind eine Art Zwischenform aus Hotel und Wohnung, für die es keinen gängigen deutschen Begriff gibt. Welchen würden Sie für Ihr Angebot nutzen? Für die Derag Livinghotels trifft es „Apartment­ hotel“ recht gut, da wir in unseren Häusern

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beide Segmente bedienen: Hotel und Apartment. Wir haben unsere Apartments in ein klassisches Hotelumfeld integriert. Somit können wir jede Aufenthaltsdauer bedienen und der Service ist nach Kundenwunsch skalierbar. Beispiel: Möchte der Gast seine Wäsche selbst in der hauseigenen Laundry reinigen oder gibt er einfach seinen Wäschebeutel an der Rezeption ab. Lässt er sich die Brötchen morgens auf’s Zimmer liefern und nutzt die Kitchenette im Apartment oder geht er in den Frühstücksraum? Er hat also immer die Wahl. Das ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Flexibilität und des daraus resultierenden, optimierten Preis-/ Leistungsverhältnisses, das vom Kunden enorm geschätzt wird. Sie sprechen von der Direktbuchbarkeit, die spürbaren Mehrwert bringt. Mehrwert für wen? Nur den Kunden und, wenn ja, wie oder auch für Sie als Anbieter? Beide Seiten profitieren davon, aber in erster Linie der Kunde. Denn er hält nach wenigen Klicks seine verbindliche Buchungsbestätigung für sein Apartment in den Händen. Das ist in der heutigen Zeit einfach wichtig, denn kaum jemand hat mehr Zeit oder die Nerven im Büroalltag eine Anfrage zu stellen und dann mehrere Tage auf ein Angebot zu warten. Wie und in welchem Ausmaß buchen denn Ihre Kunden heute? Und sind Sie auch bei Hotelbuchungsplattformen gelistet?

Es werden aktuell noch alle bekannten Buchungswege in Anspruch genommen. Aber wir sehen eine eindeutige Verlagerung von Email und Telefon hin zum Internet. Wie lange sind denn Ihre durchschnittlichen Vorausbuchungszeiträume. Und sind die Tarife günstiger, je früher man bucht? Klassische Frühbucherangebote haben wir aktuell nur im Hotelsegment. Die Vorausbuchungs••• Derag Livinghotels Die Derag Livinghotels führte 1982 mit ihrem ersten Haus in München die Idee der Serviced Apartment in Deutschland ein, gilt bis heute als Pionier in diesem Segment und ist mit 16 Häusern und rund 3.000 Zimmern in acht Standorten (Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt/Main, München, Nürnberg, Weimar, Wien) Marktführer im deutschsprachigen Raum. Den Fokus richtet Derag dabei auf Firmenkunden. Lage und Infrastruktur sind elementare Kriterien bei der Auswahl der Objekte: zentral, mittendrin, in Reichweite zu allem, was man zum Leben braucht. Hinzu kommt der Aspekt des „Privaten Wohnens auf Zeit“ im eigenen Apartment mit eigenem Schlaf-, Arbeitsund Wohnbereich sowie vollausgestatteter Kitchenette und vielen Service-Annehmlichkeiten (z.B. Brötchen-, Einkaufs-, Waschund Bügelservice etc.). Kurzum, bei Derag Livinghotels erfährt der (Geschäfts)-Gast das Beste aus beiden Welten gemäß dem Firmen-Credo: Nicht nur Wohnen. Leben.

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Interview

Online-Info www.deraghotels.de/serviced-apartments

Tim Düysen: „In Deutschland sind wir im Markt führend und haben das professionellste Angebot.“

zeiträume sind bei Apartments ganz unterschiedlich. Von immens lange im Voraus bis hin zu teilweise auch recht kurzfristig. Wir haben durch unser Vertriebsteam immer eine engen Draht zu unseren Firmenkunden. Man tauscht sich persönlich aus und kennt sich also – und somit auch die Buchungsgewohnheiten seiner Kunden. Dadurch haben wir bisher (fast) jede Apartmentbuchung bei uns unterbekommen. Statische Apartmentpreise und Rabatt-StaffelSystem. Was genau ist darunter zu verstehen? Unsere Apartmentpreise obliegen nicht dem klassischen Hotelpreisgesetz: Schwankende Tagesraten abhängig von der jeweiligen Nachfrage. Wir denken, dass es für die Firmenkunden besser ist mit fixen Raten zu kalkulieren. Und bisher haben wir damit auch gute Erfahrungen gemacht. Abhängig von der Aufenthaltsdauer reduziert sich dann der Preis. Die einfache Faustregel lautet: Je länger der gebuchte Aufenthalt, desto günstiger der Preis pro Übernachtung. Einem Gast kommt plötzlich etwas dazwischen, so dass er seine Buchung absagen muss. Immer mehr große Hotelketten langen beim kurzfristigen Storno kräftig hin. Wie funktioniert Ihr Stornosystem? Natürlich haben auch wir Stornierungsregularien. Aber bei der Gestaltung haben wir ganz bewusst auch aus der Sicht des Kunden gedacht. Wenn man ein Projekt über mehrere

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Monate zu planen hat, kann man am Anfang in der Regel nicht sagen, an welchem Tag genau das Projekt enden wird. Daher haben wir festgelegt, dass unser Apartmentgast bis 14 Tage vor seiner geplanten Abreise seine ursprünglich angedachte Aufenthaltsdauer korrigieren kann. Auch im Falle einer Verlängerung, sprich, sollte das Apartment länger als geplant benötigt werden, garantieren wir die Verlängerung des Vertrages zu selben Konditionen. Wie gewinnen Sie neue Gäste bzw. wie machen Sie Firmen Ihr Angebot schmackhaft? Wir haben viele Touchpoints mit den Kunden innerhalb der Akquisition, sowohl offline wie online. Woher, bezogen auf die Unternehmensgröße, kommen Ihre meisten Longstay-Gäste? Die Konzerne bilden schon den Großteil unseres Auftragsvolumens. Aber man erkennt einen klaren Trend bei KMU und in zunehmendem Maße auch bei der mobilen Generation, Selbstständigen, Epxpats und Städtewechsler. Dass die Bekanntheit und Akzeptanz immer größer wird, merken wir daran, dass wir dieses und letztes Jahr auch diverse Film-ProduktionsFirmen und ein überdurchschnittlich großes Orchester als Gäste begrüßen durften. Nutzen Sie auch (strategische) Partnerschaften, um Ihr Angebot zu erweitern?

••• Vita

Tim Düysen

• Geboren 1972 auf Sylt • Schulausbildung auf Sylt, England, in der Schweiz

• Lehre im „Hotel Stadt Hamburg“, auf Sylt (inhabergeführtes, kleines Luxushotel)

• Anfang der 90er Jahre, Wechsel nach

Berlin ins 5-Sterne-Haus „Schlosshotel Vier Jahreszeiten“ (designed by Karl Lagerfeld) als Rezeptionist • Anschließend Wechsel ins „Crowne Plaza Berlin City Centre“ mit 425 Zimmern, erst als Rezeptionist, danach im Verkauf • Danach „Dorint am Müggelsee“ (Berlin) • 2004 Wechsel zu „Derag Livinghotels“ nach München als Verkaufsdirektor, weiter als Direktor Marketing und Vertrieb und seit März 2015 als CMO* *Chief Marketing Officer

Ja, durchaus. Hier sind wir derzeit in verschiedenen Segmenten aktiv und tätig, die das Leben für unsere Gäste angenehmer machen - wie Technik, Fitness, Musik etc., aber hier haben wir schon noch etwas Luft nach oben. Wenn Sie persönlich auf Geschäftsreise sind, suchen Sie sich dann auch ein Serviced Apartment oder darf es ab und an doch ein reines Hotel sein? Ein klassisches Hotel buche ich selten und eigentlich nur dann, wenn es kein Apartment am Ort gibt. •••

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Hotel & Veranstaltung • Neue Häuser

Text JB Foto Althoff Online-Info www.dmm.travel/news/hotel

DMM SERVICE: NEUE BETTEN FÜR GESCHÄFTSREISENDE

FRANKFURT: BUDGET & BOUTIQUE Im einst verrufenen Frankfurter Bahnhofsviertel entstehen schicke Hotels. Jünges Beispiel ist das Ameron Boutique Hotel Neckarvillen, das mit 133 Zimmern im Sommer 2018 in der Neckarstraße eröffnen soll (Foto). Im Ostend hat gerade das Moxy Frankfurt East Grand Opening gefeiert, in Kelsterbach nahe Airport ein Comfort Hotel (3 Sterne, 234 Zimmer). Im ehemaligen Bundesrechnungshof, der bis Ende 2018 zu den „Kornmarkt Arkaden“ umgebaut wird, soll ein Motel One mit 470 Zimmern entstehen. In Niederrad soll Ende 2018 endlich auch das „Diaoyutai Mansion“, ein Fünf-Sterne-Hotel chinesischer Investoren, eröffnen. Spatenstich war 2008.

Deutschland: Adina in Leipzig, V8 Hotel in Köln Berlin: Das Motel One Alexanderplatz soll noch im November, spätestens Dezember 2017 eröffnen. Hamburg: Am Kapstadtring hat das Holiday Inn City Nord eröffnet (vier Sterne, 297 Zimmer, Skyline-Blick über die Stadt). Das Adina Speicherstadt öffnet am 15. Dezember mit 202 Apartments. Köln: Im Frühjahr 2018 soll in der Eventlocation Motorworld das „V8 Hotel“ mit 110 Zimmern eröffnen. Ein neues Holiday Inn Express mit 323 Zimmern logiert im ehemaligen Hochhaus der Gothaer Versi-

cherung. Leipzig: Noch im November öffnet im Brühlpelz-Hochhaus ein Apartmenthaus von Adina mit 166 Studios. Lübeck: Im Frühjahr 2018 soll die Hansestadt ein Motel One erhalten. München: Am 3. November hat im ehemaligen Oberpostamt am Hauptbahnhof das The Royal Bavarian von 25hours mit 165 Zimmern eröffnet. Rüsselsheim: Mit 160 Zimmern hat in der Stadt das MK-Hotel mit eigener Brauerei („Rüsselsheim Bräu“) eröffnet.

Europa: Kempinski in Riga, St. George in Helsinki Amsterdam: Das Motel One Water Looplein eröffnet 2018. Barcelona: Mit dem Motel One Ciutadella will Motel One Anfang 2018 das erste Haus in der katalanischen Hauptstadt eröffnen. Basel: Das ehemalige Ramada hat als Hyperion Basel mit 224 frisch renovierten Zimmern wiedereröffnet. Helsinki: Im Frühjahr 2018 soll das Hotel St. George im ehemaligen Gebäu-

de der Finnischen Literaturgesellschaft von 1840 eröffnen (148 Zimmer, 5 Suiten). Innsbruck: In der Fußgängerzone hat das Hotel Stage 12 mit 120 Zimmern eröffnet. Riga: Im Oktober hat neben der Staatsoper das noble Grand Hotel Kempinski Riga mit 141 Zimmern eröffnet. Wien: Das frühere Atlantis Vienna hat nach dem Umbau als Arte Hotel wieder eröffnet.

International: Moxy in Manhattan, Yotel in Singapur Astana: Mit dem St. Regis Astana hat die Hotelmarke ihr erstes Haus in Kasachstan eröffnet. Chicago: Im Wicker Park District in der City hat das Boutique-Hotel The Robey Hall mit nur 20 Zimmern eröffnet. Coimbatore: In der indischen Stadt steht nun ein Ibis mit 129 Zimmern. Dallas: Das bekannte „The Statler“ hat nach dreijähriger Renovierung unter der Hilton-Marke Curio wieder eröffnet. Denver: Marriott hat in einem 20-stöckigen Tower das Le Méridien Denver Downtown und das AC Hotel by Marriott eröffnet. Los Angeles: Nahe Flughafen hat Hilton eine Doppeleröffnung gefeiert: die Homewood Suites by Hilton und das H Hotel, Mitglied der Curio Collection. Nagoya: In den oberen Etagen des Global Gate nahe Nagoya Station hat ein Prince Hotel mit 170 Zim-

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mern eröffnet. New Orleans: Nahe French Quarter hat das The Cambria Hotel mit 162 Zimmern eröffnet. Es gehört zu Choice. New York: In einem historischen Gebäude in Midtown Manhattan begrüßt ein Moxy mit 612 Zimmern erste Gäste. Im Viertel Nomad bietet das neue Design­ hotel Mondrian 189 Zimmer. Rangun: Das Fünf-Sterne-Hotel Kandawgyi Palace ist abgebrannt. Sao Jose dos Campos: Rund 90 Kilometer von Sao Paulo eröffnet im November das erste B&B-Hotel Brasiliens. Singapur: Im Oktober hat das Yotel Singapore eröffnet. Und am Robertson Quay steht das zweite Interconti der Stadt mit 225 Studios und Suiten. Vancouver: Marriott eröffnet das JW Marriott Parq (329 Zimmer) und das Boutique-Hotel Douglas (188 Zi.).

Der Mobilitätsmanager 11.2017


E X K L U S I V

I N

J E D E R

A U S G A B E :   G E S C H Ä F T S W A G E N

D E S

M O N A T S

November 2017

NewFleet Foto: Jaguar

Geschäftswagen aktuell

E-Antrieb ist keine Frage der Zeit mehr •••

Neue Autowelt

www.newfleet.de


Täglich aktuelle News unter www.newfleet.de

Geschäftswagen • News • • • Hyundai

KONA – NEUES LIFESTYLE-SUV

Foto: Jaguar Land Rover

Der Kona ist das erste Modell von Hyundai Motor für das Segment der kleinen Sports Utility Vehicles im B-Segment. Er verfügt über ein eigenständiges Design, markante Scheinwerfer, viele Individualisierungsmöglichkeiten (u.a. Zweifarblackierung) und Konnektivität. Zur Serienausstattung in der Ausstattungsvariante Pure gehören

• • • Jaguar Land Rover

Foto: Hyundai

PLUG-IN-HYBRID RANGE ROVER SPORT tragen. Beschleunigung: 6,7 s von 0 auf 100 km/h, Vmax: 220 km/h. Rein elektrisch kann der Wagen bis zu 51 km weit fahren. Zwei Fahrmodi stehen zur Wahl: Parallel-Hybrid-Antrieb als Standardfahrmodus und reiner E- Antrieb. Energiespeicher des PHEV ist eine Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit 13 kWh. Den Zugriffs-

punkt für das Ladekabel finden die Nutzer an der Fahrzeugfront. Eine komplette Aufladung vollzieht sich an einer „Wall Box“ mit 32 Ampere in 2:45 Std.. An der Haushaltssteckdose (10 A) dauert es 7:30 Std., bis die Energiespeicher wieder voll sind – über Nacht in der heimischen Garage erhält der Hybrid eine volle Ladung. •••

VW und seine digitalen Services für Fahrer Volkswagen und IBM entwickeln gemeinsam digitale Mobilitätsdienste. Ziel der fünfjährigen Vereinbarung ist es, personalisierte digitale Dienstleistungen für den Fahrer zu entwickeln und damit den Trend der zunehmenden Vernetzung zwischen Fahrzeugen und Fahrern aktiv zu gestalten. „We Commerce“ wird die erste gemeinsame Entwicklung innerhalb des neuen digitalen Ecosystems „Volkswagen WE“ sein. Dabei handelt es sich um einen integrierten Service, der dem Fahrer Handlungsempfehlungen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gibt. Die Dienste werden über eine eigene Cloud von VW sowie eine hybride Cloud von IBM betrieben.

Foto: VW / IBM

aktiver Spurhalteassistent, Aufmerksamkeitsassistent, Audiosystem, Klima- und Temporegelanlage. Weitere Ausstattungslinien: Select, Trend, Style und Premium. Die Topmotorisierung wird stets in Kombination mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) und Allradantrieb angeboten. 2018 folgen ein neu entwickelter 1,6-LiterTurbodiesel mit wahlweise 81 kW/115 PS oder 100 kW/136 PS und der Kona Elektro mit einer Reichweite von bis zu 500 km. •••

Neueste Variante des Range Rover Sport ist das Plug-in Hybrid-Modell RR Sport P400e. Zwei Triebwerke: ein moderner 2.0 l 4-Zyl.Benziner (221 kW/300 PS) und E-Maschine (85 kW/116 PS, in der ZF-Achtstufenautomatik in Fahrzeugmitte verbaut). Die Systemleistung(297 kW/404 PS) wird permanent an alle vier Räder über-

••• Geschäftswagen Audi: A4 Avant g-tron und A5 Sportback g-tron weiten Angebot an umweltfreundlichen Modellen aus. Das Tankmodul besteht jeweils aus vier Gasflaschen (Fassungsvermögen je 19 kg) sowie einem 25 l-Benzintank. Damit haben die Modelle eine Reichweite von jeweils bis zu 500 km im reinen CNG-Betrieb. Die Gesamtreichweite beträgt bis zu 950 km. BMW: Ab Mitte 2018 wird der Sprachassistent Amazon Alexa vollumfänglich und nahtlos in alle BMW und MINI Modelle integriert. Dyson: Der britische Hersteller von Staubsaugern, Haartrocknern und Ventilatoren nimmt sich das kalifornische Unternehmen Tesla zum Vorbild und will bis 2020 auch ein Elektroauto auf den

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Markt bringen. Laut Firmenchef James Dyson soll es völlig anders als aktuelle Modelle sein. Zudem arbeitet das Unternehmen an zwei Batterie-Arten, die effizienter als bisherige sein sollen. Fiat: Nach dem 500X S-Design steht jetzt der Tipo S-Design als sportliche Variante innerhalb der Baureihe zur Verfügung. Zu haben in den Karosserieversionen 5-Türer mit Schrägheck und Kombi. Jaguar Land Rover: Noch bis 31.12.2017 FlexLeasing zu monatlichen Raten zwischen 299 Euro und 425 Euro je nach Modell für die Limousinen Jaguar XE und XF sowie für die SUVs F-PACE, Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport. Der Kunde kann ohne Zusatzkosten sein Fahrzeug

bereits nach 24 statt nach 36 Monaten zurückgeben. 2019 kommt zweite Generation des Evoque. Auch als Plug-in-Hybrid. Design orientiert sich am Velar. Für mehr Platz im Innenraum wird das Dach etwas angehoben. Mercedes: Vierte Generation der A-Klasse ab März 2018. Verlängerter Radstand, Multimedia- und Assistenzsysteme aus der E-Klasse. Alle Verbrenner sind wegen eines 48-Volt-Bordnetz’ Hybriden. Echte Elektro-A-Klasse soll folgen.

eingeführt. Preis wie Klebe­ vignette. Gültigkeit aber erst 18 Tage nach Kauf wegen des euro­ päischen Rücktrittsrechts bei Onlinekäufen. Ab Mitte 2018 ist die E-Vignette mit sofortiger Gültigkeit auch an Tankstellen und Raststätten zu haben. Porsche: Auch in der Modellreihe des Panamera Sport Turismo gibt es jetzt einen leistungsstarken Plug-in-Hybrid. Elektrische Reichweite ca. 50 km.

Opel: Grandland X wird das erste Fahrzeug der Marke sein, das als Plug-in-Hybrid angeboten wird.

SEAT: Nach dem Leon und dem Mii ist jetzt auch der neue Ibiza als Erdgasmodell zu haben. 2018 folgt der Arona.

Österreich: Digitale Vignette für Autobahnmaut, die über Kenn­ zeichen-Erkennung funktioniert,

Subaru: Neue Plattform für den Forester. Auch Hybrid-Version möglich. Marktstart Ende 2018.

Der Mobilitätsmanager 11.2017


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2

Renault Mégane Grandtour ENERGY dCi 110: Gesamtverbrauch (l/100 km): innerorts: 4,2; außerorts: 3,4; kombiniert: 3,7; CO2 -Emissionen kombiniert: 95 g/km (Werte nach Messverfahren VO [EG] 715/2007). Renault Mégane Grandtour: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 6,0–3,5; CO2 -Emissionen kombiniert: 134–90 g/km (Werte nach Messverfahren VO [EG] 715/2007). Zzgl. 19 % USt., Angebot enthält einen Renault Full Service Vertrag, bestehend aus der Abdeckung aller Kosten der vorgeschriebenen Wartungs- und Verschleißarbeiten sowie Hauptuntersuchung (HU) inkl. Mobilitätsgarantie für die Vertragsdauer von 48 Monaten bzw. 40.000 km ab Erstzulassung gemäß Vertragsbedingungen, nur in Verbindung mit einem Leasingvertrag der Renault Leasing. 3 Z. B. Renault Mégane Grandtour: 2 Jahre Renault Neuwagengarantie und 3 Jahre Renault Plus Garantie (Anschlussgarantie nach der Neuwagengarantie) für 60 Monate bzw. 100.000 km ab Erstzulassung gem. Vertragsbedingungen. Abb. zeigt Renault Mégane Grandtour BUSINESS Edition mit Sonderausstattung. Renault Deutschland AG, Postfach, 50319 Brühl.

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Renault empfiehlt


Geschäftswagen • E-Antrieb

Text RED Fotos E-ON – BINE I Vattenfall I GZ

Die E-Mobilität kommt langsam auch in Deutschland in Fahrt.

Strom „nachfüllen“ mit der passenden Tankkarte ist ein Knderspiel.

E-AUTOS VIEL BESSER ALS IHR RUF Auf der IAA zeigte sich, dass der Verbrenner noch das Sagen hat, aber E-Autos im Kommen sind. Noch aber herrscht in 98 % aller deutschen Firmenfuhrparks absolute E-Flaute. Dass Tesla nicht auf der IAA war, spricht Bände. Mit ihrem Model 3 aber haben die Amis einen attraktiven Geschäftswagen auf die Räder gestellt, der die Reichweite bietet, die für Dienstfahrten nötig ist. London und Frankreich wollen den Verkauf neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge ab 2040 untersagen. Norwegen hat sich auf das Jahr 2025 festgelegt, Holland plant dies ab 2028 und China will schon 2018 eine E-Quote einführen. Nun hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel „geoutet“. Sie schließt ein Aus für den Diesel auf lange Sicht nicht aus und sprach von einem „richtigen Ansatz“ mit Blick auf Frankreich und UK. Bemerkenswert die Nachricht aus Zuffenhausen, wo Porsche offen darüber spricht, sich von der Selbstzünder-Technologie verabschieden zu wollen. Vorstandschef Oliver Blume hatte die Debatte ins Rollen gebracht mit der Aussage, einen endgültigen Abschied vom Diesel in Erwägung zu ziehen. Beschlossen ist aber noch nichts.

42

Das könnte für den soeben vorgestellten neuen Cayenne bedeuten, dass eine Diesel-Variante nicht mehr kommt. Die nächste Macan-Generation wollen die Zuffenhausener ohnehin elektrifizieren und auch als reines-E-SUV bauen. VDA- und ifo-Menetekel. Kürzlich erst malten das Münchner ifo Institut und der Verband der Automobilindustrie (VDA) den Teufel an die Wand, sollte das von den Grünen geforderte Zulassungsverbot von Autos mit Verbrennermotoren ab 2030 in Deutschland gelten: Dann wären über 600.000 Industriearbeitsplätze betroffen – 10 % der deutschen Arbeitnehmer in der Industrie. Zudem seien rund 48 Mrd. Euro der Bruttowertschöpfung der Industrie betroffen. Ein Wandel weg vom Verbrenner hin zur Elektromobilität ruiniert den Automobilmarkt in Deutschland, bringt den Wirtschaftsstandort Deutschland in Bedrängnis, orakelt der Verband der Autoindustrie. Ganz anders klingt eine Analyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI: Die Studie besagt, dass es in der Summe gleichbleibende oder sogar positive Arbeitsplatzeffekte durch Elektromobilität geben wird, rechnet man den Gewinn neuer Arbeitsplätze durch die Elektromobilität mit dem Verlust von Jobs beim konventionellen Fahrzeugbau gegen. Erst recht stehen die Chancen gut, wenn es gelingt, die famose Wettbewerbssituation der deutschen Industrie im Bereich der E-Mobilität zu erhalten oder sogar noch auszubauen. Tatsächlich haben die deutschen Hersteller schon im Vorfeld der IAA zahlreiche neue batterieelektrische und Hybridfahrzeuge angekündigt. Die reinen Stromer sollen Reichweiten

zwischen 400 und 600 km bieten. Auch bemerkenswert: Selbst der Fuhrparkverband zeigt sich inzwischen durchaus offen für die kommende E-Mobilität. Indes sind den meisten Flottenbetreibern aktuell die noch zu hohen Kosten der E-Autos, deren noch zu geringe Reichweite und die mangelhafte Ladeinfrastruktur ein Dorn im Auge. Seit Bekanntwerden des Abgasskandals ist klar, dass Diesel – trotz Rußfilter und Kat – viel Giftiges absondern: Stickoxide, Benzole, Feinstaub. Stickoxide werden in Ballungsräumen hauptsächlich (zu über 80 %) von Diesel-Autos erzeugt. Der Rest entstammt Industrie und Heizungen. Stuttgart, München und 14 weitere deutsche Großstädte werden von Gerichts wegen gezwungen, ab 01. Januar 2018 Dieselfahrverbote verhängen, wenn die Luftwerte bis dahin nicht nachhaltig unter die Grenzwerte fallen. Dass dies gelingt, ist zumindest zweifelhaft; daran ändert auch die nur kosmetische Lösung mit dem Software-Update nichts. Wirklich vor dem Durchbruch? Der Chef Stromversorgers Innogy, Peter Terium, ist überzeugt, dass das E-Auto kurz vor dem Durchbruch steht. Der Ansicht schließen sich inzwischen fast alle Autochefs an, obwohl es nach einem großen Erfolg der E-Mobilität in Deutschland nicht aussieht, betrachtet man sich die reinen Zulassungszahlen von E-Autos, denen selbst die E-Kaufprämie wenig genutzt hat. Spannend aber wird’s, wenn 2018 das Tesla Model 3 auf den deutschen Markt kommt. Über 30.000 Kunden haben das innovativste Auto der Welt hier zu Lande bestellt. Eine Herausforderung für die deutschen Autokonzerne und deren Öffentlichkeitsarbeitern, die bei der Prä-

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Online-Info cesifo-group.de I isi-fraunhofer.de I ffe.de I vda.de

E-Antrieb

Nur grüner Strom macht E-Autos interessant.

Giga-Factory von Tesla: In Nevada entstehen Millionen von Batterien für elektrische Automobile.

sentation neuer Modelle (natürlich nur Benziner und Diesel) stets über die auch bei der E-Mobilität nicht existente Umweltfreundlichkeit herziehen.

Kohlenmonoxid stößt es lokal gar keine aus. Indirekt, d.h. bei der Stromerzeugung, entstehen pro km Fahrleistung signifikant weniger Stickoxide und Feinstaub als beim Verbrennungsmotor. Vor allem moderne Diesel machen hier Probleme, heißt es z.B. bei ZF. Je mehr Leistung man bei gleichem Hubraum aus dem Motor holt, desto heißer muss man das Kraftstoffluftgemisch oder eben den Diesel verbrennen, und desto mehr Gifte entstehen, die sich nur schwer aus den Abgasen filtern lassen.

So sieht es um die Ökologie beim Auto mit batterieelektrischem Antrieb aus Saubere Diesel bleiben ein Märchen. Der Strom, den das E-Auto lädt, wird in Deutschland nicht CO2-neutral produziert. CO2 und Schadstoffe entstehen nicht nur beim Fahren, sondern auch bei Herstellung und Verschrottung des Autos. US-Forscher und die TU Dresden kamen bei ihren Untersuchungen im Schnitt auf 8 t CO2, die beim Bau eines E-Autos entstehen, bei vergleichbaren Benzinern auf 7 t. Das hängt mit dem Akku zusammen. Die benötigten Metalle wie Kobalt, Lithium und Nickel zu gewinnen und zu verarbeiten braucht viel Energie. So benötigt der 75 kWh-Akku eines Tesla Model S etwa, der über 500 km Reichweite ermöglicht, allein 100 kg Kupfer, bei einem Oberklasse-Diesel sind es nur 20 kg. Grundsätzlich gilt: Je größer der Akku, desto schlechter die Umweltbilanz. Auf der Straße aber ist das E-Auto umweltfreundlicher als Benziner oder Diesel. Giftige Stickoxide (NOx), Benzol oder

Entscheidender Strommix. Ob das E-Auto indirekt bei der Fahrt weniger CO2 emittiert als ein Verbrenner, hängt vor allem am Strommix: In Deutschland stammen 33 % des Stroms aus Erneuerbaren Energien, 40 % aus Kohle und 13 % aus Atomstrom, der Rest aus Gas und Öl. Bei der Produktion einer Kilowattstunde (KWh) deutschen Durchschnittsstroms entstehen derzeit etwa 555 g CO2. Bezogen auf den Verbrauch eines Tesla Model S entspricht das 124 g CO2/ km bzw. 50 % des CO2-Ausstoßes eines vergleichbaren Benziners. Kleinere E-Autos wie z.B. der BMW i3 erreichen fast die Werte des umweltfreundlichsten Verkehrsmittels Bahn, gut 50 g CO2/Personenkilometer. Eine Studie des Bundesverkehrsministeriums (BMVI)

••• Strom in Hülle und Fülle vorhanden Ewig-Gestrige behaupten, E-Fahrzeuge seien in Wahrheit nicht umweltfreundlicher als ein moderner Diesel oder kleiner Benziner. Noch dümmer ist das Gerücht, dass angeblich das deutsche Stromnetz zusammenbrechen wird, wenn zuviele E-Autos unterwegs wären. Fakt ist: Deutschland produziert ungefähr 650 Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr. Der durchschnittliche Verbrauch eines E-Autos liegt bei 17 kWh Strom/100 km; die durchschnittliche Fahrleistung in Deutschland beträgt 14.000 km/Jahr. Es wird überhaupt keinen feststellbaren Einfluss der E-Mobilität auf Versorgungssicherheit und Netzstabilität geben, besagt eine aktuelle Studie des Forschungszentrums der Energiewirtschaft FfE. Die unabhängige Institution, die sich auf wissenschaftlicher Grundlage mit energietechnischen und energiewirtschaftlichen Fragen befasst, stellt fest: Selbst wenn alle 45 Mio. Pkw in der Bundesrepublik rein elektrisch unterwegs wären, verbrauchten sie alle zusammen nur rund 100 TWh Strom. Das wären ca. 15 % der heute jährlich produzierten Menge. Außerdem wird das deutsche Stromnetz laufend erweitert und erneuert. Und weil ohnehin viel zuviel Strom produziert wird, verkauft Deutschland derzeit fast 50 % davon ins Ausland.

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besagt, dass der Stromverbrauch von 735 E-Autos im Schnitt zwischen 13,1 (Kleinwagen) und 24 KWh (Lieferwagen) lag. Die Behauptung, ein E-Auto emittiere mehr CO2 als ein Diesel, ist schlichtweg falsch. E besser als Benzin. Auch das Fahrverhalten, nach wie vielen km das E-Auto den Verbrenner in der Gesamtumweltbilanz einholt, ist bestimmend: Während ein Verbrenner seine maximale Energieeffizienz auf Langstrecken erreicht, ist es beim Elektroauto umgekehrt: Im Stadtverkehr holt es sich durch das häufige Abbremsen mit dem E-Motor (der dann zum Generator wird) viel Energie zurück. In der BMVI-Studie fiel die CO2-Bilanz der 735 E-Autos im Schnitt nach 59.000 km besser aus als die der Benziner in der Vergleichsgruppe. Sinnvoll auf Mittel- und Kurzstrecken. Auch bei Bauteilen, die nichts mit dem Antrieb zu tun haben, kann sich die Energiebilanz unterscheiden. Viele Elektroautos haben stromsparende LED-Scheinwerfer – doch LEDs sind aufwendiger herzustellen als klassische Glühbirnen. Dennoch verursachen sie über die gesamte Lebensdauer 10- bis 20mal weniger Emissionen. Die meisten E-Autos holen also ihren CO2-Rückstand aus der Produktion im Laufe der Lebensdauer auf. Mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betankt, hat das E-Auto schon nach 20.000 km weniger CO2 emittiert als ein Benziner. Das heißt, für Vielfahrer und auf Kurz und Mittelstrecken sind Elektroautos besonders sinnvoll, z.B. für Taxen, Pflegedienste oder Handwerker. Eine Studie des US-Automobilclubs AAA ergab bei 900 Tesla-Model S-Besitzern, dass nach acht Jahren und bis zu 300.000 km Laufleistung mit dem ersten Akku im Schnitt noch über 90 % der originalen Akkukapazität vorhanden waren, und das bei vielen Schnellladungen, die TeslaBatterien nichts anhaben können. •••

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Geschäftswagen • Fahrpräsentation • Audi A8

Text RED Fotos GZ (1/3) I Audi (2)

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Audi‘s neuer A8 ist mehr als ein Auto; er ist ein Technologieträger für die Mobilität der Zukunft.

AUDI LEGT DIE MESSLATTE HOCH Der A8 ist natürlich kein Jedermann-Auto, davor bewahrt schon der Preis. Die Nobellimousine ist vielmehr ein Technologieträger für die Automobile von morgen, auch wenn sie noch mit Verbrenner­ motoren ausgerüstet ist. Die Zielgruppen hier zu Lande sind zu weit mehr als 90 Prozent Business­ kunden, oft große Unter­nehmen für ihre Führungskräfte. Bemerkenswert: „Nur“ zwei Drittel der in Deutschland ausgelieferten A8 verfügen über Dieselantriebe. Wir haben das imposante Modell einem ersten Fahrtest unterzogen. 48

Der A8 ist nicht nur ein attraktiv gestylter Wagen, sondern auch ein sehr sicheres Transportmittel. Verantwortlich dafür ist die extrem verwindungsstreife Karosserie und die Multimaterialbauweise. Zusammen bilden sie die Grundlage für das präzise Handling, den exzellenten Fahrkomfort und die akustische Ruhe an Bord. Hinzu kommen 41 Assistenzsysteme. Leider wird der Neuling erst 2018 mit Funktionen wie Parkpilot, Garagenpilot und Staupilot sukzessiv ausgestattet. Damit lässt sich das Auto wie von Geisterhand in Parklücken hineinund hinausmanövrieren. Ein Tipp ist auch das adaptive Fahrwerk. Damit lassen sich Unebenheiten und bis zu 12 cm hohe Hindernisse überfahren, ohne dass man etwas spürt.     Exterieur. Zweifellos strahlt Das Karosseriedesign des 5,17 m langen und 2,13 m breiten aber nur 1,47 mm hohen Modells Eleganz aus. Zuviel experimentiert hat Mark Lichte bei seinem ersten Werk für die Ingolstädter aber nicht. Der A8 ist in Sachen Exterieur ein A8 geblieben. Besonders gelungen finden wir das Heck mit dem durchgehenden Leuchtenband und innovativer LED/OLED-Lichttechnologie (optional). Die Beleuchtung ist state-of-the-art, speziell in

der Top-Version mit HD Matrix LED-Schein­ werfern mit Laserlicht und Heckleuchten in OLED-Technologie. Sie empfangen und verabschieden den Fahrer mit dynamischen Lichtinszenierungen.   Interieur. Die Ingolstädter sprechen beim Innenraum von einer weit geschnittenen Lounge. Das trifft‘s schon und ist begründet in der um 32 mm verlängerten Karosserie (Vgl. zum Vorgängermodell). Im Dunkeln zeichnet eine Kontur- und Ambientebeleuchtung die Designlinien elegant nach. Für den Fond gibt es neue, hochpräzise steuerbare Matrix LED-Leseleuchten. Das Angebot an Ausstattungen und Materialien ist breit gefächert und liegt auf höchstem Manufaktur-Niveau – von der Perforation der Sitzbezüge bis zu den elektrisch öffnenden und schließenden Dekorblenden über den Luftausströmern und dem samtweichen Leder der Komfortkopfstützen.    Der nobelste Platz (nur Langversion), befindet sich hinten rechts – es ist der optionale Ruhesitz im A8 L mit zig Einstellmöglichkeiten. Hier kann der Passagier seine Fußsohlen in mehreren Stufen wärmen und massieren lassen. Zum Ruhesitz-Paket gehören zudem eine Rücken-

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Audi A8

Online-Info www.audi.de

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Aussteigen und den A8 selbst parken lassen.

Audis neuer A8 ist ein rundum intelligentes Fahrzeug, das dem Fahrer viele Aufgaben abnimmt.

massage, elektrisch höhenverstellbare Komfortkopfstützen, Fußstützen, lange Mittelkonsole – optional mit zweifach neigungsverstellbaren Klapptischen, Vierzonen- Komfortklimaautomatik, das aus zwei Tablets bestehende Rear Seat Entertainment sowie das Rear Seat Remote. Mit dieser neuen Bedieneinheit lassen sich Komfort- und Infotainmentfunktionen per Touch bedienen und diskret Telefonate führen.

Benutzeroberfläche, die in einer prägnanten Grafik gehalten ist. Die Menüstruktur ist intuitiv und flach wie beim Smartphone. Der Benutzer kann wichtige Icons frei anordnen. Auf dem großen Display steuert man das Infotainment. Ein zweites Touch-Display auf der Konsole des Mitteltunnels dient zur Steuerung der Klimatisierung und der Komfortfunktionen sowie zur Texteingabe per Handschrifterkennung. Löst der Fahrer mit dem Finger auf einem der beiden Displays eine Funktion aus, hört und spürt er einen Klick als Bestätigung. Was die unschönen Fingerabdrücke auf Touch-Displays angeht, haben die Entwickler das Display mit einem speziellen Überzug versehen, der die Tapser nicht so leicht erkennen lassen und sie einfacher wegwischen lassen soll, aber so richtig gut funktioniert das nicht. Bei Sonneneinstrahlung ist das Problem wie gehabt.  Um die zwangsläufig intensivere Ablenkung von der eigentlichen Fahraufgabe zu minimieren, empfehlen wir, besser die Sprachbedienung zu nutzen. Auch damit lässt sich eine Vielzahl an Funktionen aktivieren. Die Informationen über Ziele und Medien sind entweder onboard vorhanden oder kommen mit LTE-

Bedienung. Auch wenn dieses Luxusmobil in vielen Fällen wohl als Chauffeursauto genutzt wird, sollte man es sich nicht entgehen lassen, selbst Hand (ans Steuer) zu legen. Denn zum „Sich nur transportieren lassen“, ist der A8 nun wirklich zu schade. Und man verliert dann auch ein Stück Bindung zum Auto. Logisch: Das Bedienkonzept ist Ausdruck des digitalen Zeitalters und kommt ohne den Dreh-/Drücksteller und das Touchpad des Vorgängermodells aus – aus MMI touch wurde MMI touch response. Das Zentrum der Instrumententafel bildet ein 10,1“-Touch-Display, das sich durch seine Black Panel-Optik in deaktiviertem Zustand fast unsichtbar in die schwarz-hochglänzende Blende einfügt. Wird das System gestartet, erscheint die

Geschwindigkeit aus der Cloud. Bei Bedarf stellt der Dialogmanager Rückfragen, erlaubt Korrekturen, bietet Auswahlmöglichkeiten und akzeptiert, wenn man ihm ins Wort fällt. Multifunktionslenkrad und optionales Head-up-Display komplettieren das Bedienkonzept.   Infotainment und Audi connect. Als Highend-Medienzentrale fungiert die MMI Navigation plus. Dahinter steht der Modulare Infotainmentbaukasten in seiner neuen Ausbaustufe, der MIB 2+. Er integriert einen topaktuellen K1-Prozessor vom Partner NVIDIA. Ein zweiter K1-Chip generiert die Grafiken im digitalen Virtual Cockpit, das eine Full HD-Auflösung von 1.920 x 720 Pixel bietet. Das Audi connectDatenübertragungsmodul inkl. WLAN-Hotspot bringt den schnellen Mobilfunkstandard LTE Advanced ins Auto.  Die Navigation lernt selbst auf Basis der gefahrenen Strecken und kann intelligente Vorschläge machen. Die Berechnung läuft online auf den Servern des Kartenund Navigationsdienstleisters HERE, die dafür Echtzeit-Daten aus der gesamten Verkehrslage einbeziehen. Die Karte beinhaltet 3D-Modelle von vielen europäischen Großstädten. >>>

••• Technische Daten und Betriebskosten Audi A8

3.0 TDI (A8 50 TDI) - MHEV

3.0 TFSI (A8 55 TFSI) MHEV

A8 L60 e-tron Quattro Plug-in-Hybrid

Motor I Hubraum (cm3) V6 I 2.967

V6 I 2.995

V6 I 2.995

Leistung Verbrenner (kW / PS) bei min −1 210/286 bei 3.750-4.000

250/340 bei 5.000-6.400

250/340 bei nn

Leistung E-Motor (kW/ PS) bei min −1

Generator 70 Ah/3

Generator 70 Ah/3

330/449 bei nn (14,1 kW-Batterie)

Drehmoment (Nm) bei min −1

600 bei 1.250 - 3.250

500 bei 1.370 – 4.500

700+x bei nn

5.172 x 2.130 x 1.473

5.172 x 2.130 x 1.473

5.172 x 2.130 x 1.473

LxBxH

(mm) 1)

Kofferrauminhalt (l) I Zuladung (kg) 505 I 715

505 I 760

505 I nn

Beschleunigung (s) 2) I V.max (km/h) 5,9 I 250

5,6 I 250

4,9 I 250

Verbrauch/100 km (l) I CO2 (g/km) 3)

5,6 (D) I 145

7,5 (D) I 171

ca. 2,0 I ca. 50

Stromverbrauch/100 km (kWh)

3

3

28

Netto-Preis (€)

76.134,45 78.571,43 nn

Betriebskosten (Cent/km)

92,6 (36 Mon., 40.000 km)

94,7 (36 Mon., 40.000 km)

92,0 (36 Mon., 40.000 km)

143,0 (60 Mon., 20.000 km)

140,0 (60 Mon., 20.000 km)

142,0 (60 Mon., 20.000 km)

22 / 29 / 29

20 / 29 / 29

nn

Versicherung KH / TK / VK 1) Breite

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2) von

0 auf 100 km/h

3) nach

NEFZ / EU6

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Geschäftswagen • Fahrpräsentation • Audi A8

Fotos Audi (4) I GZ (5)

Online-Info www.audi.de

(4)

A8 Heck: Leuchten in OLED-Technologie.

Das Dienste-Angebot von Audi connect reicht vom neuen Hybridradio, das je nach Empfangslage nahtlos zwischen UKW-, DAB- und OnlineSendern wechselt, bis zum Not- und Pannenruf. Mit der Verkehrszeichen- und Gefahreninformation umfasst das Portfolio zwei innovative Car-to-X-Dienste, die die Schwarmintelligenz der Audi-Flotte nutzen. Beim Thema Verkehrszeichenerkennung ist uns aufgefallen, dass diverse ausländische Zeichen, vor allem an Baustellen, nicht erkannt werden. Über die myAudi App kann der Kunde viele connect-Dienste direkt einsehen. Sie vernetzt das Auto mit dem Smartphone. So ermöglicht beispielsweise die myAudi Navigation, eine Wegstrecke auf dem Smartphone zu planen und darauf zu starten. Steigt man ins Auto, wird die Zielführung auf dem Bordmonitor fortgeführt. Verlässt man das Auto am Ziel, navigiert einen das Smartphone zum nächsten Ziel – zu Fuß oder im öffentlichen Nahverkehr.  Auch die Telefonie erreicht dank phone box und Voice-over-LTE ein neues Niveau – bei Bedienung, Klang- und Verbindungsqualität.   Drei neue AI-Systeme. Als erstes Serienautomobil ist der A8 für hochautomatisiertes Fahren nach Level 3 entwickelt. Auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen mit baulicher Trennung zur Gegenfahrbahn, das ist Voraussetzung, übernimmt der Audi AI (Artificial Intelligence – künstliche Intelligenz) Staupilot im zähfließenden Verkehr bis 60 km/h die Fahraufgabe.

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Kommandozentrale: Da muss man viele Funktionen erst kennenlernen.

Das System managt Anfahren, Beschleunigen, Lenken und Bremsen in seiner Spur. Hat der Fahrer den Staupilot mit der AI-Taste auf der Mittelkonsole aktiviert, kann er den Fuß vom Gaspedal und die Hände dauerhaft vom Lenkrad nehmen. Er muss das Auto nicht mehr permanent überwachen und kann sich abhängig von den geltenden Landesvorschriften einer Beschäftigung widmen, die vom bordeigenen Infotainmentsystem unterstützt wird. Dabei muss man aber „wahrnehmungsbereit“ bleiben und die Fahraufgabe nach Aufforderung wieder selbst übernehmen können. Achtung: Das System funktioniert nicht auf normalen zweispurigen Bundes-, Land- und sonstigen Straßen mit Begegnungsverkehr!   Zu den neuen Audi AI-Systemen gehören auch der Audi AI (Remote) Parkpilot und der Audi AI Remote Garagenpilot. Sie steuern den A8 selbsttätig in eine Längs- oder Querparklücke bzw. in eine Garage und wieder heraus. Der Fahrer überwacht die Manöver, muss dabei jedoch nicht im Auto sitzen – er startet beide Systeme per Smartphone un der myAudi App. Alternativ kann er den Audi AI Parkpilot über die AI-Taste in der Mittelkonsole aktivieren, sofern er noch am Steuer sitzt.    Mild-Hybrid. Das Topmodell startet in Europa mit einem 3.0 TDI, dem A8 50 TDI und einem 3.0 TFSI, dem A8 55 TFSI. Weitere Motorisierungen wie ein 4.0 TFSI (A8 60 TFSI) mit 338 kW

••• Unsere Meinung Audi hat sein neues Flaggschiff mit unglaublich viel Technik gespickt. Für uns beeindruckend ist, was der Wagen ohne Hinzutun des Fahrers schon alles kann. Level 3 von fünf auf der Skala des autonomen Fahrens hat er schon erreicht. Das Exterieurdesign wirkt sehr ansprechend, die Proportionen sind stimmig. Technologisch betrachtet hebt das Luxusgefährt die Messlatte im Segment auf eine neues Niveau. Schade, dass so wichtige Features wie Park- und Garagenpilot erst im Laufe des nächsten Jahres verbaut werden. Aber da das Auto ohnehin zum allergrößten Teil wohl geleast wird, ist das nicht ganz so tragisch. Genutzt wird das Luxusgefährt bei uns als Reiselimousine für Chefs und Manager und Chauffeurfahrzeug. Noch soll die Dieselmotorisierung bei der Vermarktung zwei Drittel ausmachen; der Plug-in-Hybrid dürfte ihm aber ab 2018 einiges abnehmen. Was die TCO betrifft, so weiß man, dass gerade dieses Segment unglaublich schnell an Wert verliert.

50

(460 PS) und die Top-Motorisierung W12 mit 430 kW (585 PS) für den A8 L folgen. Ferner wird ein Plug-in-Hybrid, der A8 L 60 e-tron quattro, die Palette ergänzen. dessen Lithium-Ionen- Batterie speichert 14,1 kWh Energie für etwa 50 km elektrisches Fahren. Optional wird sie sich später per Audi Wireless Charging induktiv laden lassen (Bodenplatte in der Garage überträgt Strom an eine Empfängerspule im Auto). Von Haus aus ist jeder A8 mit einem elektrifizierten Antriebsstrang versehen. Die Motoren werden dafür mit der Mild-Hybrid-Technologie ausgestattet. Damit kann man zwischen 55 und 160 km/h mit ausgeschaltetem Motor segeln. Bis zu 40 Sekunden fährt der A8 so komplett emissionsfrei. Sobald man wieder Gas gibt, erfolgt über den RSG ein schneller Wiederstart. Das neue 48-Volt-System ermöglicht eine hohe Rekuperationsleistung bis 12 kW und erlaubt zudem einen Start-Stopp-Betrieb ab 22 km/h. Alle Motoren arbeiten mit einer sanft schaltenden Achtstufen-tiptronic zusammen. Fahrwerk. Die Dynamik-Allradlenkung erlaubt, die Lenkwinkel an Vorder- und Hinterachse unabhängig voneinander einzustellen; man kommt damit z.B. leichter in Parklücken. Noch spannender ist das AI Aktivfahrwerk mit vollaktivem elektromechanischen Federungssystem. Je nach Fahrerwunsch und Fahrsituation kann es jedes Rad separat be- oder entlasten und damit den Aufbau aktiv und optimal regeln. Hat der Wagen das ebenfalls optionale pre sense 360˚ im zentralen Fahrerassistenzsteuergerät an Bord, erhöht das AI Aktivfahrwerk zudem die passive Sicherheit. Droht ein Seitenaufprall mit mehr als 25 km/h hebt es die Karosserie blitzschnell um bis zu 80 mm an. Dadurch trifft der Unfallgegner die Limousine in einer noch widerstandsfähigeren Zone. Deformation der Fahrgastzelle und Belastung der Insassen können so um bis zu 50 % niedriger ausfallen als beim Seitencrash ohne Fahrwerksanhebung. Freilich gilt das nur für einen Aufprall eines Pkw. Beim Lkw hilft nichts. ••• 

Der Mobilitätsmanager 11.2017


Studie Ablenkung

Text RED /AAA Fotos GZ Online-Info www.aaa.com/distraction

Moderne Infotainmentsysteme sind eine böse unterschätzte Gefahr.

Die Bedienung von Navis während der Fahrt sorgt für massive Ablenkung.

DIE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR Viele Firmenreisende nutzen während der Fahrt mit ihrem Geschäfts­ wagen ihre Infotainmentsysteme. Dabei begeben sie sich selbst und andere Verkehrsteilenehmer in große Gefahr. Das hat eine aktuelle Studie der AAA Foundation for Traffic Safety (amerikanische AutomobilVereinigung American Automobile Association AAA) nachgewiesen. Moderne Informationssysteme sind heute in den allermeisten neueren Automobilen Standard. Sie übernehmen Aufgaben, die von der Navigation bis zu Hotelbuchung oder Mailversand reichen. Während das Mobiltelefon unter der Fahrt wegen Ablenkungsgefahr nicht benutzt werden darf, sind andere Systeme ständig bereit, von Frau oder Mann am Steuer benutzt zu werden. Die AAA Foundation for Traffic Safety beauftragte Wissenschaftler der Universität von Utah mit der Untersuchung der visuellen (Augen weg von der Straße) und kognitiven (mentale) Auswirkungen unter Berücksichtigung der Bedienzeit der Infotainment-Funktionalitäten bei 30 Automobilen, die 2017 neu auf den Markt gekommen sind. Die 120 Probanden (21 bis 36 Jahre jung) der Studie sollten während der Fahrt über jeweils 3,2 km unter Aufsicht eines Wissenschaftlers zunächst ohne Bedienung der Infotainmentsysteme und danach mit Bedienung hinterm Steuer sitzen und fahren. Die Bedienung erfolgte

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per Sprachsteuerung, durch Berühren der Touchscreens und andere interaktive Technologien. Dabei sollten sie Mails schreiben und versenden, anrufen, Ziele in der Navigation einstellen und Radiosender aufsuchen. „Einige technische Einrichtungen können den Fahrer in kritische Situationen bringen, wenn die Augen nicht mehr auf die Straße gerichtet sind und die Hände nicht mehr das Lenkrad umfassen“, erklärt Dr. David Yang, Direktor des Instituts. Wer nur zwei Sekunden mit den Augen nicht auf der Straße ist, verdoppelt das Risiko eines Unfalls. Gleichzeitig macht Yang auch Hersteller für die wachsende Ablenkung verantwortlich. „Wenn die Technologie nicht vernünftig entwickelt wurde, werden auch einfache Aufgaben kompliziert und verlangen zusätzliche geistige Anstrengungen vom Fahrer.“ Die Auswirkung moderner Infotainmentsysteme auf die Aufmerksamkeit von Autofahrern ••• Infotainment-Sünder Zu den größten „Sündern“ (bewertet wurden nur Fahrzeuge, wie sie in den USA auf den Straßen sind) zählen die Systeme des Audi Q7, Chrysler 300 C, Dodge Durango GT, Ford Mustang GT, GMC Yukon SLT, Honda Civic Touring, Honda Ridgeline RTL-E, Mazda3 Touring, Nissan Armada SV, Subaru Crosstrek Premium, Tesla Model S und Volvo XC60 T5 Inscription. Schlechte Noten erteilten die Forscher ferner den Systemen von Cadillac XT5 Luxury, Chevrolet Traverse LT, Dodge Ram 1500, Ford Fusion Titanium, Hyundai Sonata Base, Infiniti Q50 Premium, Jeep Compass Sport, Jeep Grand Cherokee Limited, Kia Sorento LX, Nissan Maxima SV und Toyota Rav 4 XLE.

sind fatal: Die elektronischen Assistenten ­lenken den Fahrzeugführer mindestens genauso ab wie Mobiltelefone, unabhängig davon, ob sie die Systeme händisch oder sprachgesteuert nutzen. In der Untersuchung der 30 Infotainment-Systeme kam heraus, dass zwölf eine „sehr hohe“ Ablenkung erzeugen, elf erreichten einen hohen Wert und nur sieben wurde eine moderate Ablenkungswirkung bescheinigt. Kein System, so die Wissenschaftler, ist einigermaßen gefahrlos. Am schlimmsten schnitt die Programmierung von Zielen in den Navisystemen ab. Die Probanden benötigten dazu mindestens 40 Sekunden. Wenn sie nur mit Tempo 40 km/h unterwegs waren, legten sie 420 m im Blindflug zurück. Die Programmierung des Navis während der Fahrt war in zwölf von 30 getesteten Fahrzeugen möglich. Kein einziges der Infotainmentsysteme, wies die Studie nach, sorgte für eine nur geringe Ablenkung. Die Autobauer fordert der AAA auf, diese Programme während der Fahrt zu blockieren. Auch das Einstellen von Radiosendern verursacht zusätzliche Ablenkungseffekte. Komplex und frustrierend. Marshall Doney, AAA’s Präsident und CEO, fordert Infotainmentsysteme, die einfach, intuitiv und sicher zu bedienen sind. Aktuell ist das Gegenteil der Fall. In den USA sind einer AAA-Umfrage zufolge nur 24 % der Autofahrer mit den Techno­ logien ihrer Infotainmentsysteme glücklich, 70 % sind es absolut nicht. Doney weiter: Die Autoindustrie muss wissen, dass Mailversand, Surfen im Netz, das Checken von Social-MediaNachrichten etc. während der Fahrt „im Auto nichts zu suchen haben“. Allenfalls Radiohören sei akzeptabel. •••

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