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TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL

Mai / Juni 2017 69 707 I 6,50 Euro www.dmm.travel www.csr-award.de www.newfleet.de www.newbusinessaviation.de

Mehr Effizienz bei Geschäftsreise I Firmenwagen I Veranstaltung

Geschäftsreisemarkt 2017 •••

Vage Prognosen MO>E: Ideen junger Businesstraveller ••• Mobilität von morgen selbst gestalten

Vermiest Trump die Geschäfte? ••• Stimmen zu EinreiseBeschränkungen

Wohnen auf Zeit mit Zuhause-Gefühl ••• Gemeinschaftsbereich und Workspaces

Autonom fahren, ja aber... ••• Noch viele Probleme in der Praxis


benefits.airplus.com

„Eine Partnerschaft basiert nicht auf E-Mails und Warteschleifen. Sondern auf persönlichen Gesprächen.“ Sandra Schymek, Kundenbetreuerin Service@airplus.com 0 61 02.204 - 444

Bei uns sind Kundenbeziehungen vor allem eines: persönlich. Man kennt sich, vertraut sich. Callcenter haben da ebenso wenig Platz wie lange Warteschleifen. Unsere Mitarbeiter geben Ihnen ihre Durchwahl und sind immer direkt für Sie da. Das ist persönlicher Service made by AirPlus.


Editorial • Unter uns

Mit 109.000 Fachbesuchern erschienen deutlich weniger Reiseprofis auf der diesjährigen ITB. Die Messe Berlin macht dafür den Streik des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen verantwortlich. Indes hat die weltweit größte Tourismusmesse an Attraktivität verloren, so jedenfalls hörten wir nicht wenige Stimmen. Trotz abflachendem Fachbesucherinteresse ist Messechef Christian Göke aber überzeugt, dass die persönliche Begegnung gerade in Zeiten geopolitischer Herausforderungen und Unsicherheitsfaktoren an Bedeutung gewinnt. •••

ITB-MINUS, REISEVERBOTE UND BER Brechen Reisen in die USA ein, wie es im Fall der Türkei ganz massiv der Fall ist? Mag sein bei Urlaubern, weniger wohl bei Geschäftsreisen, auch wenn GBTA und VDR so ihre Ängste haben. Dazu sind die Vereinigten Staaten für Deutschland ein viel zu wichtiger Markt. Auch auf der IMEX in Frankfurt dürften die Ergüsse des ungeliebten neuen US-Präsidenten und seiner Mitspielerin Vanessa May ein Thema sein. Als Trump unmittelbar nach seinem Start als 45. US-Präsident den ersten Reise-Bann ausgesprochen hatte, kam es landesweit an den Flughäfen zu Chaos und Verwirrung und weltweit zu Protesten. Trump musste zurückstecken, weil sein Dekret als ungesetzlich zurückgewiesen worden war. Auch der zweite Versuch, „Travel Ban 2.0“, stieß bei der US-Justiz auf Widerstand. Anders als beim ersten Erlass sind aber die Inhaber der Green Card vom Einreiseverbot ausgenommen. Des Weiteren bleiben Inhaber gültiger Visa bzw. permanentem Aufenthaltsstatus unbehelligt. Dritter Akt. Verbot der Mitnahme von mobilen Endgeräten in der Flugzeugkabine für alle Passagiere, die ab Abu Dhabi, Amman, Casablanca, Dubai, Doha, Istanbul, Jeddah, Kairo, Kuwait und Riad nonstop in die Vereinigten Staaten fliegen wollten. Den Amerikanern gleich taten es die Briten: Sie verbieten die Mitnahme von Kommunikationsgeräten in der Kabine für alle Direktflüge aus Ägypten, der Türkei, Jordanien, Saudi Arabien, Libanon und Tunesien mit Ziel UK. Angeblich liegen den Verboten Erkenntnisse der Geheimdienste über eine aktuelle Bedrohungslage vor von Terroristen, die „böse Dinge planen.“

www.dmm.travel

Während die Engländer alle elektronischen Geräte, die größer als 16x9,3 cm sind, verbieten, sind es bei den Amerikanern alle Laptops, Tablets, Kameras und Spielekonsolen. Von der Regelung betroffen sind Emirates, Etihad, Egypt Air, Kuwait Airways, Qatar Airways, Royal Air Maroc, Royal Jordanian Airlines, Saudia und Turkish Airlines. Michael W. McCormick, Executive Director und COO der Global Business Travel Association sagte, der GBTA unterstütze alle Maßnahmen, die zu mehr Sicherheit in der Luftfahrt führen. Allerdings verweist McCormick auf die Tatsache, dass gut 49 % aller Businesstraveller während des Flugs arbeiten möchten und müssen. Mit dem Verbot wird ihre Produktivität massiv eingeschränkt. Auch sind es nicht wenige Geschäftsreisende, die ihre Geräte näher „bei Mann/Frau“ haben möchten, weil auf ihren Laptops oft vertrauliche interne Informationen ihrer Firmen gespeichert sind. Sollte es keine andere Möglichkeit der Verbesserung der Sicherheit an Bord geben, dann will der GBTA dies so akzeptieren. Der Geschäftsreiseverband fordert aber zu einer Ausweitung des Pre-Clearance-Programms an den Ausgangsflughäfen auf, in diesem Fall jenen im Nahen Osten durch US-Sicherheitskräfte.

BER einmotten oder abreißen? Nach dem nächsten Rauswurf eines BER-Geschäftsführers, vergoldet mit zusätzlichen 800.000 Euro, wird der Pannen-Airport nicht vor 2019 eröffnet. Zu kurze Rolltreppen, wieder einzureißende Wände, funktionsuntüchtiger Brandschutz, zu schwere Ventilatoren, klemmende Türen, Korruption, laufende Wechsel von Technikchefs und Geschäftsführern, – der BER ist eine echte Schande. für Deutschland. Aus einem aktuellen Gutachten geht hervor, dass der Hauptstadtflughafen frühestens 2019 startet. Und dann ist er gleich mal viel zu klein, da nur für eine jährliche Passagierkapazität von 27 Mio. ausgelegt. Doch 2016 flogen von Tegel und Schönefeld schon 32 Mio. Reisende ab – Tendenz steigend. Kluge Köpfe wissen, dass man die BER Kapazitäten für 45 Mio. hätte vorhalten müssen. Und sie befürchten, dass noch mehr Dinge auftauchen werden, die nicht funktionieren. Apropos Nicht-Funktionieren: Ich denke da an den Brexit: Mit fast 800 Mio. Euro Miesen in 2016 taumelt Airberlin auch einem Aus entgegen, dem Airxit. Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre und schauen Sie gerne vorbei auf dmm.travel und newfleet.de. Und sehen wir uns auf der IMEX? Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur

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Inhalt • Mai/Juni 2017

Fotos Bayern Tourismus I G. Skidmore I davis /fotolia.com Titelmotiv Peter Schaaf / flickr.com

Sicherheit on Top

Vermiest Trump das Geschäft?

Mitarbeiter wirksam schützen

Keine der Prognosen für die Entwicklung des Geschäftsreisebusiness 2017 ist mit belastbaren Zahlen zu untermauern. Ob GBTA, VDR, DRV oder die TMCs, alle stochern im Nebel. Nur eines ist sicher: Alle wünschen sich mehr Sicherheit.

Mit seinen Forderungen betreffend die Einreise in die USA hat der 45. Präsident für mächtig Wirbel weltweit gesorgt. Die Lufthansa spürt nichts, Emirates z.B. schon. Wir haben viele warnende Stimmen eingefangen.

Viele Chefs vergessen einen der wichtigsten Firmenbestandteile zu schützen: ihre Geschäftsreisenden. Thema Schutzund Fürsorgepflichten. Darum müssen sich auch Mobilitätsmanager vor allem bei Fernreisen kümmern.

Seite

16 Trendmonitor

06 I Branchenbeobachtungen •

News 08 I Wissenswertes in Kürze •

Titelstory 16 I Sicherheit on Top Das Thema Sicherheit ist bei Geschäfts­ reisenden an die erste Stelle gerückt. •

Geschäftsreise 19 I Auf Wachstumskurs AirPlus behauptet sich in einem schwierigen Umfeld. • 20 I Vermiest Trump das Geschäft? Auswirkungen bis dato überschaubar. • 22 I Bonusprogramme Mai-Juni 2017 Ärgerliche Treibstoffzuschläge. • 23 I Skycity am Flughafen Hongkong Neue Anlaufstellen für Reisende in der Boomtown Chinas. • 24 I Ideen junger Businesstraveller New Worker arbeiten überall, wo‘s nicht klappt, wollen sie‘s verbessern. • 26 I Privilegierte Business-Bikes Dienstfahrräder – Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

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Seite

20

Seite

28 I Mehr Kundenkomfort im ICE 3 Hochgeschwindigkeitszüge werden fit gemacht für die nächsten 15 Jahre. • 30 I Veränderungen bei Flugstrecken Nützliches für die Reiseplanung.

Hotel & Veranstaltung 32 I Gästezufriedenheit steigt weiter Interview mit Stephan Demmerle, Managing Director bei NH Hotels. • 34 I Longstay mit Zuhause-Gefühl Innovative Features bei Aparthotels Adagio in Deutschland. • 36 I Neue Betten für Geschäftsreisende Aktuelle Hotel­Neueröffnungen.

Geschäftswagen 38 I Geschäftswagen-News Wichtiges aus der Branche. 39 I Gewerblicher Markt Neues für Fleetchefs und Freiberufler. 40 I Autonom fahren – viele Fragen Unterwegs und gesteuert zu sein wie von Geisterhand ist kompliziert. • 42 I VW Golf – sinnvoller mit dem „e“ Elektrischer Golf im Test. • 44 I Geschäftswagen des Monats Insignia – ein Tick Monza Concept.

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46 I Schlauer, einer, effizienter Der neue Skoda Octavia. 47 I Stelvio – Giulia in Offroadmanier Alfa‘s erstes SUV – ein Top­Auto. 48 I Wie alternativ sind Fuhrparks? Umfrage von Arval und DMM. •

Kommunikation 50 I Must Haves für Vielflieger Flio, App in the air & Co..

Recht I Steuer I Versicherung 52 I Mitarbeiter wirksam schützen Risiken und Fürsorgepflicht. • 53 I Crash mit ausländischem Mietwagen Die Grüne Versicherungskarte. 54 I UMD hilft im Fall des Falles Ein Segen für Dienstwagennutzer.

Vorbild und Modell 56 I Zügig vom Neckar an die Ruhr Geschäftsreisezug Schwabenpfeil.

Inside 57 I Köpfe & Skurriles

Vorschau 58 I DMM 07/08.2017 und Impressum

Die nächste Ausgabe DMM »Der Mobilitätsmanager« 07/08.2017 erscheint am 06.07.2017.


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Trendmonitor

Foto O. Fischer / Pixelio.de Online-Info www.gbta.org I www.amexglobalbusinesstravel.com

ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN

BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN Aktuelle Markt- und Preis­­ent­wick­lungen im Business Travel Marktbeobachtungen von Jürgen Baltes

Der Markt I Mai/Juni 2017

SHARING ECONOMY: TOP ODER FLOP? Die Sharing Economy, namentlich vor allem Uber und Airbnb, ist im Travelmanagement angekommen. Laut Airbnb buchen weltweit bereits 150.000 Firmen über die Plattform. Im vergangenen Jahr habe sich dieses Geschäft verdreifacht, heißt es. Unabhängige Studien bestätigen den Trend. Laut US-Reisekosten­ dienstleister Certify haben sich Airbnb-Trans­ aktionen amerikanischer Firmen von 2014 bis 2016 jährlich verdoppelt. Dennoch machen Sie laut Certify bislang nur knapp ein Prozent aller Übernachtungen aus. Uber dominiert. Ganz anders Uber in den USA. Der Taxi-Konkurrent kommt bei Certify mittlerweile auf 52 Prozent Anteil am Boden­ transport, Mitbewerber Lyft hat auf vier Prozent verdoppelt. Dies geht vor allem auf Kosten der Taxis, deren Anteil 2016 von 20 auf elf Prozent gesunken ist, sowie der Mietwagen, die von 38 auf 33 Prozent verloren haben. Starkes Wachstum. In Europa scheinen vor allem britische Geschäftsreisende Airbnb zu mögen. Concur hat knapp 50.000 deutsche, französische und britische Reisekostenabrech­ nungen zwischen 2014 und 2016 ausgewertet. Der dort ermittelte Airbnb-Umsatz von 8,6 Millionen Euro entfiel zu zwei Dritteln auf Großbritannien. Die Airbnb-Nutzung hat in dieser Zeit in Frankreich um 74 Prozent, in UK um 61 und in Deutschland um 32 Prozent zugelegt. Laut Concur nutzen vor allem jün­ gere Reisende Airbnb.

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Nutzung erlaubt. Laut aktueller Umfrage des Verbandes GBTA erlaubt mittlerweile jedes zweite Unternehmen seinen Mitarbeitern die Nutzung von Uber. Rund 30 Prozent gestatten Übernachtungsplattformen wie Airbnb oder Homeaway. Dies korreliert mit aktuellen Daten von International SOS. Demnach nutzen zwei von fünf Geschäftsreisenden die Sharing Economy. Regelungen fehlen. Allerdings hat Interna­ tional SOS auch herausgefunden, dass 75 Pro­ zent aller Firmen keine klaren Regelungen für die Sharing Economy haben. Diese beschere zwar Vorteile, aber auch neue Risiken, heißt es – etwa die Zuverlässigkeit von Fahrern oder Gast­ gebern betreffend. Zustimmung rückläufig. Unterdessen sieht das jüngste European Travel Barometer von American Express den Stern der Sharing Eco­ nomy bereits wieder im Sinken begriffen. Der Anteil der Unternehmen, die „niemals“ einen Anbieter der Sharing Economy nutzen würden, ist demnach von 32 (2015) auf 38 Prozent (2016) gestiegen. Für 21 Prozent (2015: 30 Prozent) kommen diese Angebote vielleicht „in ein bis zwei Jahren“ in Betracht. Thema Sicherheit. Kritisch sehen auch die knapp 1.000 Teilnehmer der Amex-Studie vor allem das Thema Sicherheit. Als Haupthinde­ rungsgründe werden fehlende Sicherheits­ garantien und fehlende Daten fürs RisikoManagement genannt (siehe Tabelle).

••• Fakten zu Sharing Economy Firmen, die Uber erlauben

50 % 1)

Firmen, die Airbnb erlauben

30 % 1)

Firmen ohne klare Regelung für Sharing Economy

75 % 2)

Firmen, die Sharing Economy „niemals“ nutzen würden

38 % 3)

Quellen: 1) Certify, USA, 2) International SOS, weltweit, 3) American Express, Europa

••• Hinderungsgründe für die Nutzung Offene Fragen zur Sicherheit

58 %

Fehlende Daten fürs Risiko-Management

38 %

Storno-, Erstattungsund Preispolitik

25 %

ZahlungsAbwicklung

23 %

Quelle: American Express European Travel Barometer

Rechtliche Hürden. Gleichzeitig bekommt die Sharing Economy Gegenwind von recht­ licher Seite. Uber ist bereits in mehreren Län­ dern verboten oder durch gesetzliche Auflagen ausgebremst worden, darunter Deutschland, Frankreich, Belgien, Spanien, Italien oder Dänemark. Gegen die Airbnb-Vermietung regt sich vor allem auf kommunaler Ebene ver­ mehrt Widerstand. •••

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


DER NEUE LAND ROVER DISCOVERY

AUF DER IDEALLINIE. VOR ALLEM UNTER DEM STRICH.

Der neue Discovery bringt Sie souverän an jedes Ziel. Dank zahlreicher innovativer Features, der gewohnt hohen Geländegängigkeit und bis zu 7 vollwertigen Sitzen bietet er ein Höchstmaß an Vielseitigkeit. Und das bei beeindruckender Effizienz. 480 kg leichter als sein Vorgänger, verbraucht er weniger Kraftstoff und reduziert zudem die CO2-Emissionen um bis zu 22 %. So werden berufliche Verpflichtungen zum privaten Vergnügen.

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Kraftstoffverbrauch Land Rover Discovery vom 3.0l Si6 bis 2.0l Td4 in l/100 km: 14,2 – 7,1 (innerorts); 9,3 – 5,4 (außerorts); 10,9 – 6,0 (komb.); CO2-Emissionen in g/km: 254 – 159; CO2-Effizienzklasse: E – A; RL 80/1268/EWG. Abbildung zeigt Sonderausstattung.


News

Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel • • • Steigenberger

Foto: Hilton

RIVERSIDE IN BANGKOK 2019 geht in der Hauptstadt Thai­ lands das Steigenberger Hotel Riverside an den Start. Das 5*-Haus befindet sich am Ufer des Flusses Chao Phraya in einer ruhigen und doch zentralen Lage der Mtropole. Es wird über 259 Zimmer (Deluxe, Suiten, Superior- und Honey­ moon-Suiten sowie Präsidenten­ suite) verfügen. Der Tagungs- und

• • • Hilton

In Deutschland starten 2017 sechs neue Hotels. Das Hampton by Hil­ ton Freiburg (175 Zimmer) ist im Bau und wird Teil der Neuent­ wicklung des ehemaligen Fracht­ eisenbahnterminals. Das Hamp­ ton by Hilton Hamburg City Centre (161 Z.) startet im Sommer, genau so wie das Hampton by Hil­

ton Berlin City Alexanderplatz . Im Sommer 2018 folgt das Hampton by Hilton Berlin City East (344 Z.). Das Hilton Garden Inn Frankfurt City Centre (167 Zimmer) öffnet seine Türen im Herbst. In Planung sind in Frankfurt das Hampton by Hilton Frankfurt City Centre East und Hampton by Hilton Frankfurt

Airport. Ab Herbst ist das Hamp­ ton by Hilton Aachen Tivoli (164 Z.) in Betrieb. Das Hampton by Hilton Dortmund Phoenix See (128 Z.) grenzt an das neue Aus­ bildungszentrum der Sparkasse an. Zudem plant Hilton zusätzli­ che Häuser in Konstanz, München und Stuttgart. •••

Eventlocation Flughafen

Foto: Deutsche Hospitality

Der Frankfurter Flughafen bietet für jedes Event eine beeindruckende Kulisse. Nun steht auch die Besucherterrasse am Terminal 2 als ausgefallene Event-Location zur Verfügung. Die faszinierende Aussicht auf das Vorfeld des Flughafen Frankfurt wird die Teilnehmer/Gäste einer Firmenveranstaltung beeindrucken und sorgt für absolutes Weltenbummler-Flair. Durch das integrierte Beleuchtungssystem werden das moderne Design der Terrasse unterstrichen und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen. Ob Get-together, CorporateEvent oder After-Work-Party – Eventmanager können hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Für alles Organisatorische verfügt Betreiber Fraport über ein breites Dienstleister-Portfolio und bietet Beratung und Unterstützung durch das firmeneigene Event-Team.

Foto: Deutsche Hospitality

NEUE PROJEKTE IN DEUTSCHLAND

Bankett-Bereich erreicht eine Größe von insgesamt 900 m2. Das gastronomische Konzept umfasst unter anderem ein Pool-Restau­ rant sowie eine Bar, ein Restaurant auf der Dachterrasse und eine VIPLounge. Der Spa- und Fitnessbe­ reich erstreckt sich auf 1.200 m2 und beinhaltet sowohl Innen- als auch Außenpools. Die Nobelher­ berge wird auch mit einem Steg für Rundfahrten mit Shuttle-Boo­ ten ausgestattet. •••

••• Hotel & Veranstaltung Accor: Der DEHOGA, Berlin hat das Mercure Hotel Berlin Wittenbergplatz mit 4-Sternen ausgezeichnet. Ibis Styles Basel (186 Zimmer) hat eröffnet. 3 Park Inn by Radisson werden zu Mercure-Hotels (insg. 420 Zimmer). Sie befinden sich in Düsseldorf-Süd, BielefeldJohannisberg und Mannheim am Friedensplatz. Franchise-Nehmer ist die GCH Hotel Group, die schon 14 Häuser unter Accor-Marken betreibt. Partnerschaft mit Rixos Hotels. Dies ist Teil der Strategie von AccorHotels, seine Präsenz im gehobenen bzw. Luxus-Markt auszubauen. Rixos-Resorts und Hotels sollen weltweit gemeinsam weiterentwickelt werden. Adina: Neues Haus in Leipzig, das 10. auf europäischem Boden.

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Aldiana: Reisebüro-Partner können eine der 8 Clubanlagen für eigene Events komplett buchen. Angedacht sind auch Veranstaltungen aus dem MICE-Bereich. Airbnb: Marktanteil in Berlin von 5,3 % in 2015 auf 8,5 % in 2016 (68 %) gestiegen, das waren 1.735.000 Übernachtungen. Aufgrund des Wohnungsmangels in der Hauptstadt ist inzwischen verboten, ganze Wohnungen oder Häuser über die Plattform anzubieten. Die meisten airbnb-Gäste übernachten in Mitte, Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg. Zimmerrate im Schnitt 66 Euro/Nacht, in der Hotellerie Berlin 106 Euro. Apartmentservice Consultant + Agent for Serviced Apartments: Das Beratungsunternehmen Boar-

dinghouse Consulting und die Vermittlungsplattform Apartment­ service firmieren jetzt unter dem gemeinsamen Namen „Apartmentservice. Consultant + Agent for Serviced Apartments”. Firmeninhaberin Anett Gregorius nimmt damit Abstand vom missverständlichen Begriff des ‚Boardinghouse‘, dessen Definition in Deutschland erheblich von der internationalen Bedeutung abweicht und sowohl branchenintern als auch auf Verbraucherseite Verwirrung stiftet. B&B Hotels: Am Trierer Hauptbahnhof entsteht bis 2018 ein gehobenes 2*-Haus mit 120 Zimmern. Best Western: Im April 2017 hat das Best Western Tokyo Nishikasai Grande eröffnet. 105 Zimmer und 24/7 Business-Center.

Centerparcs: In den nächsten fünf Jahren werden in Deutschland fünf weitere Ferienparks in Betrieb gehen, darunter in Ostbayern, ­Thüringen, im Umland von Berlin und an der Ostsee. Ende 2018 soll der Park in Leutkirch im Allgäu fertig sein. Das 350 Mio.-Euro-Projekt umfasst auf 184 ha 1.000 Ferienhäuser mit 5.000 Betten. Dorint Park Hotel Bremen im ­Bürgerpark: Aufwändige Sanierung, um für Geschäftsreisende attraktiver zu werden. 50 der insgesamt 175 Hotelzimmer sollen modernisiert, mit größeren Betten und begehbaren Kleiderschränken ausgestattet werden. Ferner soll das Haus ein deutlich sichtbares „Facelifting“ bekommen. Insgesamt werden 3 Mio. Euro investiert.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


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Renault Mégane Grandtour ENERGY dCi 110: Gesamtverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert (l/100 km): 4,2/3,4/3,7; CO2 -Emissionen kombiniert (g/km): 95. Renault Mégane Grandtour, Renault Scénic und Renault Talisman Grandtour: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 6,0–3,5; CO2 -Emissionen kombiniert (g/km): 135–90 (Werte nach EU-Messverfahren). Zzgl. 19 % USt., Angebot enthält einen Renault Full Service Vertrag, bestehend aus der Abdeckung aller Kosten der vorgeschriebenen Wartungs- und Verschleißarbeiten sowie Hauptuntersuchung (HU) inkl. Mobilitätsgarantie für die Vertragsdauer von 48 Monaten bzw. 40.000 km ab Erstzulassung gemäß Vertragsbedingungen, nur in Verbindung mit einem Leasingvertrag der Renault Leasing. 3 Z. B. Renault Mégane Grandtour: 2 Jahre Renault Neuwagengarantie und 3 Jahre Renault Plus Garantie (Anschlussgarantie nach der Neuwagengarantie) für 60 Monate bzw. 100.000 km ab Erstzulassung gem. Vertragsbedingungen. Abb. zeigt Renault Mégane Grandtour BUSINESS Edition, Renault Scénic BUSINESS Edition, Renault Talisman Grandtour BUSINESS Edition, jeweils mit Sonderausstattung. Renault Deutschland AG, Postfach, 50319 Brühl. 1

www.dmm.travel Renault empfiehlt

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Abbildung: Andreas Heller Architects & Designers

News

• • • The Liberty

In Bremerhaven entsteht das Hotel The Liberty (98 Zimmer) im 4*+Segment. Merkmale: Restaurant, Bar mit Lounge im Dachgeschoss, Spa mit Fitnessbereich und Terrasse sowie Tiefgarage. Eröffnung soll 2018 sein. Inhaltlich ist das The Liberty als Themenhotel in Ver­ bindung mit dem Deutschen Aus­ wandererhaus aus-gelegt. Betrei­ ber wird die Liberty Hotel GmbH. Hauptadressaten sind Geschäfts­ reisende. •••

ERSTER BUSINESS PLAYGROUND Nach der erfolgreichen Einfüh­ rung des „Business Playground“ in den Hotels Pullman London St. Pancras, -Paris Montparnasse und - Tour Eiffel ist das neue MeetingKonzept der Marke mit dem Pull­ man Berlin Schweizerhof erstma­ lig auch in Deutschland vertreten. Das neue Meetingkonzept ist ein ansprechender und funktionaler

Workspace. Zentrales Element ist der „Poker Table“, der eigentliche Arbeitstisch, mit schalenförmigen „Tool Boxes“, die individuell, z.B. mit Büromaterial, gefüllt werden können. Die mit lokalen Objekten dekorierten (z.T. vom Gast selbst bestückbaren) „Curiosity Boxes“ an der Wand sollen den Blick für neue Ideen öffnen. Für kreative

Pausen entwickelt ist die „Canopy Break Zone“ ein separater Bereich unter einem „Schirm“ aus grünem Laub mit Vogelgezwitscher. Teil der „Business Playground“-Erfah­ rung ist auch der „Business Play­ ground Welcomer“: Er steht Gästen für die Dauer des Meetings als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung. •••

ebenen (Gesamtfläche über 8.800 m2). Dabei wurde der bestehende Gebäudekomplex verlängert und über einen Verbindungsgang an das Hotel angeschlossen. Parallel zur Erweiterung wurden die Flächen der ehemaligen Hotelverwaltung im Hauptgebäude zu einem neuen Konferenzzentrum umgebaut.

2020 deutlich wachsen. Zur Expansion des Angebots für Langzeitaufenthalte sollen mehr als 30 neue Häuser der Marken Residence Inn und Elements sorgen. Moxy London Excel nahe Messegelände ExCeL London und ­London City Airport hat eröffnet. 164 Zimmer und kleiner Tagungsraum. Zwei neue Serviced-Apartments sollen in London eröffnen, noch im zweiten Quartal das Residence Inn London Bridge und im vierten Quartal das Residence Inn London Kensington. Beide u.a. mit 24h-Lieferdienst, Gym und WLAN. Bis 2020 strebt Marriott die Führung im gehobenen Segment europaweit an.

2018 wird es nach umfassender Renovierung als nhow Hotel neu eröffnet. 150 Zimmer und 15 Ver­ anstaltungsräume.

Fotos: Abaca Corporate, Didier Delmas

THEMENHOTEL IN BREMERHAVEN

• • • Pullman Hotels & Resorts

••• Hotel & Veranstaltung Eventhotel Gruppe: Das Dresdner Hotel „Ibis Lilienstein“ auf der Prager Straße wurde geschlossen. Die beiden benachbarten Häuser „Bastei“ und „Königstein“ öffnen künftig unter dem gemeinsamen Namen „Ibis Hotel Dresden Zentrum“. Für beide Hotels gibt es nur noch eine Rezeption. Hintergründe der Schließung sind der verschärfte Wettbewerb und die Wiedereinführung der Bettensteuer. GS Star: In Oberhausen soll im Herbst mit dem Bau eines Super8-Hotels (156 Zimmer) begonnen werden. H-Hotels: Alle Häuser in der DACHRegion werden international durch Wyndham Worldwide vertrieben. Alle 34 Ramada-Häuser werden zu Hotels der Eigenmarken Hyperion, H4 Hotels und H+ Hotels. Hilton: Hilton Saint Petersburg ExpoForum eröffnet. 169 Zimmer sowie 65 Executive Zimmer und Suiten. 8 multifunktionale Meeting-Räume und Ballsal für bis zu 550 Gäste. Direkter Zugang zum ExpoForum, in dem jährlich mehr als 400 Veranstaltungen statt­ finden. Hilton Munich Airport: 162 zusätzliche Zimmer (im Alpenlook) und ein neuer Tagungsbereich im 5*-Haus in Betrieb genommen. Jetzt 551 Zimmer. Neuer Ostflügel entstand auf 7 Geschoss­

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Hyatt: Ende 2017 eröffnet das Centric Gran Vía Madrid. 159 Zimmer. Das zweite Haus der jungen Marke in Europa soll sich durch eine zentrale Lage sowie durch eine Mischung aus modernem Design- und Boutique-Charakter auszeichnen. IHG: Verträge für acht neue Hotels der Holiday Inn Markenfamilie in Deutschland unterzeichnet.

Louvre Hotels: Première Classe Frankfurt Airport hat in FrankfurtNiederrad eröffnet. Das BudgetHotel verfügt über 140 Zimmer.

Mövenpick Hotels & Resorts: Neues Bettenkonzept „Sleep ­individually different“ mit inno­ vativer Technologie, absoluter Dunkelheit und Ruhe im Zimmer. „SLEEP-Zimmer“ gegen Aufpreis buchbar. Inklusive sind Schlafmaske, Ohrstöpsel, Lavendelkissen und Sticker zum Abkleben von möglichen Lichtern elektronischer Geräte. Ferner stehen in den Schlaf-Zimmern weitere Schlummer-Helfer wie Kräutertee und Schokolade bereit.

Marriott: Portfolio des Konzerns in sämtlichen Segmenten, von Luxus bis Economy, soll in Europa bis

NH Hotel Group: Bis Oktober 2017 wird das Palm Beach Hotel in Marseille als NH Hotel geführt.

Leonardo: Neues Hotel in Warschau eröffnet. Das zuvor als „JM Hotel Warsaw Center“ geführte 4*-Haus mit 178 Zimmern befindet sich in den Stockwerken 18 bis 27 des JM Tower Gebäudes und verfügt über 6 Veranstaltungsräume. NYX Prague eröffnet. 91 Zimmer.

Novum: Neue Marke niu im Mid­ scale-Segment. Übernahme des Apple Park Hotels in Maastricht. Das Businesshotel bietet 165 Zimmer und Suiten sowie mehrere Tagungsräume. 2019 eröffnet das Novum Style Hotel Berlin Airport Schönefeld mit 168 Zimmern. Plaza Hotelgroup: Übernahme des Admira Hotels in Weiden. Das 4*-Hotel mit 104 Zimmern und Anbindung an das Kongresszentrum wird seit dem 01.04.2017 als Best Western Amedia Hotel geführt. Zielgruppe sind Tagungsgäste und Geschäftsreisende. Primestar Hospitality: 2018 soll ein Dual Brand Hotel in München eröffnen. Holiday Inn (118 Zimmer) und Holiday Inn Express (189 Zimmer). Star Inn: Das Star Inn Hotel Premium Hannover, by Quality hat eröffnet. Besonderer Fokus liegt auf Geschäftsreisenden. 179 Zimmer, davon 122 Business-Zimmer. The Leading Hotels oft the World: 5*-Hotel Camiral in der Immobilienentwicklung PGA Catalunya Resort im spanischen Girona ist jetzt Mitglied der weltweiten Allianz unabhängiger und individueller Luxushotels.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News • • • BMW Group

Foto: The Fontenay

EVENT FORUM ERWEITERT In der BMW Welt wurde die neue Premium Lounge nebst medien­ technischem Refresh eröffnet. Die Lounge bietet Veranstaltern eine exklusive Event-Fläche für bis zu 100 Personen. Rund 20 individuell bespielbare Eventflächen, auch miteinander kombinierbar, bieten für jede Veranstaltungsanforde­ rung unterschiedliche Realisie­ rungsmöglichkeiten. •••

• • • The Fontenay

Das „beste Hotel Deutschlands und eines der besten Europas“ soll mit dem 5*- Superior“-Haus „The Fontenay“ an der Hamburger Außenalster entstehen. Eigner wird Klaus-Michael Kühne. Der 79-Jäh­ rige Hamburger Unternehmer ist Mehrheitseigner sowie größter Einzelaktionär des internationalen Logistikdienstleisters Kühne + Na-

gel und Anteilseigner des HSV. In das Projekt investiert Kühne über 100 Mo. Euro. Im Herbst 2017 ist Eröffnung. Das Fontenay liegt im Stadtteil Rothenbaum, wo einst das Interconti stand. Kühne ließ den Altbau abreißen und die Architekten Störmer, Murphy & Part­ ners ein achtgeschossiges Gebäu­ de mit geschwungener Silhouette

entwerfen. Es gibt im ganzen Haus keine gerade Wand“, sagt SalesManagerin Stefanie Brückner. Es gibt auch keine klassische Rezep­ tion: Die Gäste werden an Schreib­ tischen empfangen. Das offene und helle Haus verfügt über 131 Zimmer und Suiten. Der 20-MeterPool über den Dächern Hamburgs liegt zum Teil im Freien. •••

Foto: BMW

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News • • • British Airways

AUTOMATISIERTE FLUGSTEIGE

Fotos: Air France

Mit der Eröffnung von drei Flug­ steigen für selbständiges Boarding führt British Airways die automa­ tisierte biometrische Technologie im Terminal 5 des Flughafens Lon­ don Heathrow ein. Mit den inno­ vativen Flugsteigen gestalten sich die Abläufe für die Fluggäste rei­ bungsloser. Das Gesicht des Rei­ senden wird bei der Sicherheits­ kontrolle digital gescannt und

• • • Air France

Foto: BA

NEUE LOUNGE MIT WOHLFÜHLAMBIENTE dungen nach Deutschland, die u.a. von HOP für Air France durchge­ führt werden. Die Lounge ist 730 m2 groß, gut fünfmal größer als die bisherige. Man findet darin ausla­ dende Sofas und komfortable Ses­ sel. Beleuchtung und Möbel geben den Gästen ein Gefühl von zuhause. Diese Geborgenheit setzt

sich auch im Wellnesscenter mit Dusche und Ruhezonen fort. Im Speisebereich im Stil einer Pariser Brasserie genießen die Gäste frisch zubereitete, warme und kalte Gerichte aus der offenen Küche. Die Lounge ist wie der gesamte CDG mit Gratis-WLANEmpfang ausgestattet. •••

LATAM fliegt jetzt mit A 350 ab Paris LATAM Airlines bedient neuerdings die Strecke Paris CDG – São Paulo Guarulhos mit A 350. Der Jet bietet 318 Sitze in der Economy sowie 30 in der Premium Business. Dank fortschrittlicher Technologie genießen Reisende mehr Platz, Panoramafenster und mehr Stauraum für Handgepäck. Paris ist die dritte Destination in Europa, die die führende Fluggesellschaft Lateinamerikas mit dem innovativen Großraumflugzeug bedient, so Rodrigo Contreras, Managing Director Europa von LATAM Airlines. Flüge ab Paris CDG starten täglich ab 22.55 Uhr mit Ankunft in São Paulo um 5.45 Uhr am Tag darauf.

Foto: LATAM

dann beim Eintreffen am Flugsteig bei der Bordkartenkontrolle mit dem Scan verglichen. Der Fluggast scannt bei diesem Vorgang seine Bordkarte selbst und geht dann an Bord des Flugzeugs. Bis Mitte Juni eröffnet British Airways wöchent­ lich drei neue Flugsteige für selb­ ständiges Boarding an jedem Abflugpunkt für Inlandsflüge. •••

Ihre neue Lounge eröffnete Air France im Terminal 2G in ParisCharles de Gaulle. Passagiere der Business-Class sowie SkyTeam Elite-Plus-Kunden dürfen sie kostenfrei nutzen. Von diesem Termi­ nal der kurzen Wege, das eigens für Flugzeuge bis 100 Sitzplätze kon­ zipiert wurde, starten viele Verbin­

••• Luftfahrt Bundespolizei: Ab sofort werden alle Passagiere und ihre Papiere an allen deutschen Airports genauer kontrolliert. Das geht auf eine Änderung des Schengen-Abkommens im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise und vielen zuwandernden Kriminellen zurück. Berliner Flughäfen: Erst 2021 wird das zusätzliche Terminal T1-E am BER fertig. Der Abfertigungstrakt ist für eine Kapazität von 8 Mio. Passagieren/Jahr geplant.

Grupo Aeromexico. Geplant ist eine weitere Aufstockung auf 49 %. Deutsche Flugsicherung DFS: Vereinbarung mit der Schweizer Flugsicherung skyguide, in der die gegenseitige Unterstützung mit CISM (Critical Incident Stress Management) im Fall von Großschadensereignissen festgelegt wird.

Cathay Pacific: Mit A350-900 ab Oktober 2017 vier zusätzliche Flüge Hong Kong - San Francisco (dreimal täglich!). In Q4 2017 je ein zusätzlicher Flug von Hong Kong nach Madrid, Manchester und Paris.

Emirates: Neue Kabinen-Features und überarbeitete Produktangebote an Bord der A380- und B 777Flotte. Die neue A380-Bord-Lounge bietet 8 Sitzmöglichkeiten in neuer Anordnung auf beiden Seiten der Bar. Inspiriert von Luxus­ yachtkabinen verfügt jede der neuen Sitzgruppen über einen Tisch und freie Sicht aus dem Fenster. Abtrennung zu den anderen Kabinenbereichen durch Geräusch dämpfende Vorhänge.

Delta Airlines: Für 620 Mio. USD jetzt 36,2 % der Anteile an der

Eurowings: Kostenfreier Besuch der Lufthansa-Lounges gilt jetzt

Flughafen Bremen: Jetzt mit Beinamen des langjährigen Stadtoberhaupts Hans Koschnik (SPD).

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nur noch für Kunden, die die Tarife „Smart“ oder „Best“ gebucht haben. Flughafen Dortmund: Fünf neue E-Autos für zusammen 150.000 Euro beschafft, die auf dem Vorfeld und der Landseite zum Einsatz kommen. Flughafen Innsbruck: Terminal aus dem Jahr 1964 soll ab 2019 ausund umgebaut werden, um internationalen Standards zu genügen. Korean Air/Delta: Die beiden SkyTeam-Gründungsmitglieder verstärken ihre Zusammenarbeit im transpazifischen Raum mit dem Ziel, die Reisemöglichkeiten zwischen Asien und den USA zu verbessern sowie den Wettbewerb auf diesen Routen zu erhöhen. Geplant sind die Schaffung eines voll integrierten Joint Ventures: Zwischen beiden Fluggesellschaften werden Kosten und Umsätze

der Flüge geteilt und die Flugpläne abgestimmt und es gibt ein gemeinsames Streckennetz. Vorteile für Vielflieger: Meilen sammeln bei Delta Sky Miles und Korean Air SKYPASS. Swiss: Passagiere der BC der Tripleseseven-Flotte müssen bei Buchung eines der Privacy Seats mit ein klein wenig mehr Komfort zwischen 99 bis 199 CHF (ca. 93 bis 187 Euro) zusätzlich bezahlen. Die neue BC in der B 777-300ER bietet mehr Privatsphäre. Durch versetzte Anordnung ist am Fenster stets ein Einzelplatz, gefolgt von einem Doppelplatz, dahinter kommt wieder ein einzelner Sitz usw.. Diese einzelnen „Throne Seats“ sind vor allem bei vielfliegenden Businesstravellern sehr beliebt. United: München-San Francisco ab 24. Mai mit Dreamliner B787-8. UA 195 startet um 12:10 Uhr und landet um 14:55 Uhr Lokalzeit in SF.

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News

• • • Boeing

FAMILIE KOMPLETT

Foto: IAG

pore Airlines. Die Auslieferung erfolgt ab 2018. 149 dieser um 5,5 m gestreckten Version haben neun Kunden bestellt. Die B787­10 ist etwas mehr als 68 m lang und hat Platz für nahezu 330 Passagie­ re. Weil das Flugzeug durch den gestreckten Rumpf schwerer ist, kann es weniger Treibstoff mit­ nehmen. Die Reichweite be­ trägt 11.910 km, 3.000 km weniger als die mittellange B 787­9. •••

Level startet mit Tiefstpreisen

Foto: Boeing

Boeing präsentierte im Werk South Carolina den ersten superlangen B787­10. Die dritte Version kom­ plettiert die Dreamliner­Familie. Gebaut wird sie ausschließlich im Werk in South Carolina. Bei der Vorstellung sprach der Chef des Flugzeugbauers von einer echten amerikanischen Erfolgsstory. Freilich wäre die keine ohne die zahlreichen ausländischen Zulie­ ferer. Launch Customer ist Singa­

Die International Airlines Group IAG (British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus) startet ihre Billig-Langstreckentochter „Level“ mit Flügen ab Barcelona. Laut IAG-Chef Willie Walsh soll die katalanische Metropole nicht der einzige Hub für Level bleiben. Interkontinentale Strecken will Level in absehbarer Zeit auch ab anderen europäischen Großflughäfen offerieren. Zum Erstflug hebt ein A330-300 am 02. Juni ab mit Ziel Los Angeles. Am gleichen Tag startet der andere A330 nach Oakland (bei San Francisco). Am 10 Juni folgt Punta Cana und am 17. Juni Buenos Aires. Richtung Bay Area und argentinischer Hauptstadt wird dreimal die Woche geflogen, nach LA und in die Dom.Rep. zweimal/Woche. Zunächst werden zwei A330-300 „operated by Iberia“ eingesetzt. Die Jets verfügen über insgesamt 314 Sitzplätze (293 Eco, 21 Premium Eco). Im Tarif für die bessere Klasse enthalten sind ein dreigängiges Menü, Drinks und Snacks. In der Eco muss man fürs Essen bezahlen. Generell ist im Preis nur wenig enthalten. www.flylevel.com.

Advertorial

• • • Expertentipp

PROFESSIONELLES TRAVEL MANAGEMENT: EIN ECHTER MEHRWERT FÜR UNTERNEHMEN Wolfgang Straßer ist Geschäftsführer von HRG Germany, einem der führenden Geschäftsreisedienstleister in Deutschland. Nachfolgend erklärt er, warum es sich lohnt, die Organisation von Geschäftsreisen zu professionalisieren. Das Thema Einsparungen steht weiterhin stark im Fokus von Travel Managern. Die Möglichkei­ ten, die Nachverhandlungen mit den Leistungs­ trägern dabei bieten, sind jedoch häufig schon recht ausgeschöpft. Doch nicht nur die direkten Reisekosten für Flug, Hotel, Transfers und Ver­ pflegung schlagen kostenmäßig im Travel Mana­ gement zu Buche. Auch indirekte Kosten, etwa die für die Genehmigung, Buchung, Abwicklung und Abrechnung einer Geschäftsreise anfallende interne Arbeitszeit, belasten die Budgets. Integrierte Lösungen ohne Prozessbrüche. Doch wie können diese Kosten reduziert werden? Prozessoptimierung ist hier der Schlüssel. Einer aktuellen HRG Germany­Umfrage zufolge geben 96,3 Prozent der befragten Travel Manager großer Unternehmen in Deutschland an, einen End­to­ End­Prozess einführen zu wollen. Er garantiert eine bereichsübergreifende Transparenz – vom

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Zeitpunkt der Anfrage bis zur Abrechnung der Reise. Geschäftsreiseexperten verfügen über das nötige Know­how und verschiedene innovative Tools, die Firmen dabei helfen, dies umzusetzen und so eine Kostensenkung zu erzielen. Risikomanagement auf Reisen. Der Sicher­ heit von Reisenden wird in den Unternehmen heute eine deutlich höhere Priorität als früher eingeräumt. International aufgestellte Travel Ma­ nagement Companies (TMCs) wie HRG bieten mit ausgereiften Sicherheitskonzepten und ­paketen umfangreiche Unterstützung. Diese geht weit über die Vermittlung von Versicherungen, Infor­ mationen zu einzelnen Reisezielen und Erreich­ barkeit rund um die Uhr hinaus. Kunden stehen heute detailliert ausgearbeitete Notfallpläne und Systeme zur Verfügung, die die aktuellen Stand­ orte der Geschäftsreisenden jederzeit per Maus­ klick orten können. •••

Über die Hogg Robinson Group (HRG) Vor 170 Jahren in England gegründet, spezialisiert sich die Hogg Robinson Group (HRG) heute auf die Geschäftsfelder Reise-, Kosten- und Datenmanagement. Mit eigenen technologischen Lösungen unterstützt HRG Unternehmen in allen Bereichen des Geschäftsreise-Managements. Weltweit ist HRG mit rund 14.000 Mitarbeitern in mehr als 120 Ländern tätig – mit lokalem Marktwissen, globaler Expertise und persönlichem Engagement.

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News

Karlsruhe

Neue Züge im Netz Rheintal Geschäftsreisende, die in Freiburg oder Karlsruhe auf ICE/TGV umsteigen wollen, bekommen ab 2020 komfortable Anreisemöglichkeiten. Dazu hat die Nahverkehrssparte der DB 39 Regionaltriebzüge bei Siemens bestellt, 15 Desiro-HC- und 24 Mireo-Züge. Der öffentliche Regional- und Nahverkehr gewinnt immer größere Bedeutung auch als Zubringer zum Fernverkehr, zu Flughäfen etc.. Vom Zweibis zum Sieben-Teiler sind Zuglängen zwischen 50 und 140 m sowie Höchstgeschwindigkeiten bis 200 km/h realisierbar. DB Regio wird ab 2020 das Rheintal-Netz im Südwesten Deutschlands ausschließlich mit Neufahrzeugen betreiben. Die Fahrgäste werden den lichtdurchfluteten, aufgeräumten, behaglichen Gesamteindruck des neuen Mireo sowie des Desiro HC sofort zu schätzen wissen. Der Fahrgastraum besticht durch Offenheit und helle, freundliche Farben, wobei er als möglichst durchgehender Großraum konzipiert wurde.

Abbildung: Siemens / DMM

Offenburg

24 Mireo

15 Desiro

Dreiteiliger Zug Sitzplätze: 220 Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

Vierteiliger Zug Sitzplätze: 410 Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

Freiburg

Basel

• • • Thalys

NEUE S-BAHNEN IM TEST

EISHOCKEY-PARTNER

In den kommenden Jahren stehen bei der Hamburger S­Bahn große Veränderungen an: Dies betrifft vor allem die Großprojekte der S4 Rich­ tung Ahrensburg/Bad Oldesloe und der S­Bahn nach Quickborn/Ulz­ burg/Kaltenkirchen sowie die Erneuerung der Flotte. So hat die S­Bahn Hamburg 72 neue Triebzüge der Reihe 490.0 (41 EinsystemZüge) und 490.1 (31 Zweisystem­Züge) bei Bombardier bestellt. Sie sollen ab Dezember 2018 im Einsatz sein und die 52 inzwischen altersschwachen und störanfälligen Züge vom Typ 472/473 ersetzen. Die Neuen sind Teil des S­Bahn­Verkehrs­ vertrags zwischen den Ländern Hamburg, Schleswig­Holstein und Niedersachsen sowie der DB­Tochter „S­Bahn Hamburg GmbH“. Er soll von Dezember 2018 bis 2033 gelten. Die bis zu 140 km/h schnellen Züge bieten je Garnitur 190 Sitz­ und 280 Steh­ plätze. Die Einheiten werden alleinfahrend als Kurzzug, in Doppeltraktion als Vollzug mit sechs und in Dreifachtraktion als Langzug mit neun Wagen eingesetzt. Hier in Ohlsdorf drei Fahrzeuggenerationen, rechts der erste 490er. •••

Foto: Thalys

• • • S-Bahn Hamburg

Das Hochgeschwindigkeits­Unternehmen Thalys bekennt Farbe als offi­ zieller Partner der 2017 IIHF Eishockey­Weltmeisterschaft: Einer der 26 Thalys­Züge wurde in den offiziellen Farben des Sportereignisses gestal­ tet und fährt auch nach Köln bzw. Dortmund. Die 2017 IIHF Eishockey­ WM findet vom 05. bis 21. Mai 2017 in Köln und Paris statt. Dazu bietet Thalys täglich fünf Direktverbindungen zwischen beiden Städten an: In nur 3:15 Stunden reisen Organisatoren, Teams, Journalisten, Eishockey­ Fans aber auch Busnesstraveller von Köln nach Paris und umgekehrt. Der Thalys wurde für den Verkehr zwischen Frankreich, Belgien, Deutsch­ land und Niederlande gebaut. Seit 21. März 2016 fahren einige Züge bis/ ab Dortmund und halten teilweise auch am Flughafen Düsseldorf. •••

••• Bahn Augsburg Hbf: Bahnhofshalle muss ab Mitte Mai gesperrt werden. Das DB Reisezentrum und einige Geschäfte ziehen für ein paar Jahre in Container auf dem Bahnhofsvorplatz um. Weil die zentrale Bahnsteigunterführung ab Mitte August gesperrt werden muss, ändern sich auch die Laufwege der Fahrgäste zu den Bahnsteigen. Voraussichtlich 2021 wird der Rohbau der Halle und des darunter liegenden Straßenbahntunnels abgeschlossen sein. Regionalstadtbahn Neckar-Alb: Vollständige Elektrifizierung der Strecke Bad Urach-MetzingenReutlingen-Tübingen-Herrenberg incl. Umbau der Bahnhöfe Dettingen, Bad Urach und Metzingen.

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S-Bahn Mitteldeutschland: Fahrgäste erhalten jetzt bereits im Zug neben den bisherigen Informationen zu Anschlusszügen auch Hinweise über die nächsten Straßenbahn- und Busanschlüsse im gesamten S-Bahn-Gebiet. Möglich wird dies durch Daten des Europäischen Fahrplanzentrums (EFZ) und die umfassende technische Ausrüstung von Bussen und Straßenbahnen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Hochgeschwindigkeits-RE: Nach dem Nürnberg-München-Express über die 300 km/h-Rennstrecke Nürnberg-Ingolstadt neuer schneller RE ab 10.12.2017 über den neuen NBS-Schnitt Ebensfeld-Coburg nach Sonneberg mit neuen Vectron-Loks.

Spessart-NBS: Ab 19. Juni Testfahrten auf der neuen Schnellstrecke Laufach-Heigenbrücken im Zuge der ICE-Linie FrankfurtWürzburg. Offizielle Inbetriebnahme: 10. Dezember 2017. Ermstalbahn: Planfeststellungsbeschluss zur Elektrifizierung der Strecke Metzingen – Bad Urach wurde abgeschlossen. Der Abschnitt soll Teil der Regionalstadtbahn Neckar-Alb werden. Frankreich: Neue 182 km lange Schnellfahrstrecke (Vmax 320 km/h) Bretagne-Pays de la Loire wird für den Fahrgastbetrieb am 02. Juli 2017 eröffnet. Sie verlängert die LGV Atlantique westlich von Le Mans bis nach Rennes und Nantes.

PKP: Der 26 km lange Abschnitt Weglincec (früheres Kohlfurt) – Görlitz auf der Verbindung Breslau – Dresden soll auf polnischer Seite bis 2019 wiederelektrifiziert werden. NTV: Die Hochgeschwindigkeitszüge verkehren künftig von Rom über Verona bis Bozen. Für Südtiroler Firmen ergibt sich so eine schnelle Schienenanbindung zu den oberitalienischen Flughäfen. Trenitalia: Die neun ehemaligen V250-Hochgeschwindigkeitstriebzüge, die die Niederländische und Belgische Staatsbahn 2013 an den inzwischen verkauften italienischen Hersteller zurückgegeben haben, verkehren nach umfangreichen Nachbesserungen künftig auf der Strecke Rom – Bari.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


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News

Foto: Bombardier

Neue IC-Loks für neue IC2-Züge

• • • Deutsche Bahn / Bombardier

FERNVERKEHRSOFFENSIVE MIT NEUEN IC2 Inzwischen erfreuen sich die IC2 auch bei Geschäftsreisenden gro­ ßer Beliebtheit. Es ist nicht nur die Laufruhe der Wagen, sondern auch der Blick auf die vorbeiziehende Landschaft durch die großen Pan­ orama-Fensterscheiben, die die IC2 wesentlich attraktiver machen als alle ICE. Die neuen IC2 mit einem etwas geringerem Licht­

raumprofil kommen u.a. auf der Strecke Stuttgart-Rottweil-SingenZürich zum Einsatz sowie auf der Strecke Karlsruhe-Stuttgart-Ans­ bach-Nürnberg. Im Sommer 2018 werden weitere 17 Doppelstock­ züge geliefert. Insgesamt hat die DB mehr als 2.500 TwindexxVario-Wagen und rund 900 TraxxLokomotiven im Einsatz. •••

Foto: Bombardier

Nach der ersten Generation lokbe­ spannter IC2-Züge bestellte die Deutsche Bahn bei Bombardier Transportation auf Abruf 25 weitere Garnituren der zweiten Generation. Sie setzen sich aus 124 Twindexx Vario-Intercity-Doppelstockwagen und 25 Traxx-Lokomotiven der neuen Reihe 147 zusammen. Die Auslieferung soll 2019 beginnen.

Nach der erfolgreichen Zulassung und Abnahme der Regio-Variante der neuen DBEllok Reihe 147 – alle 20 sind in Stuttgart stationiert – ­wurden die ersten Exemplare der Fernverkehrsversion bei Bombardier in Kassel präsentiert. Sie besitzen auch die Schweiz-Ausrüstung, so dass sie ab Dezember 2017 die neuen IC-Doppelstockzüge von Stuttgart über Rottweil und Singen nach Zürich befördern können. Insgesamt wird es 17 weitere (neue) IC2Garnituren geben, die mit Fünf-Wagen-Zügen auch die IC-Line Karlsruhe-StuttgartNürnberg bedienen werden.

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Titelstory • Geschäftsreisemarkt 2017

Text RED Fotos DB (1) I Tray Ratcliff (2) I Nasa (3)

Geschäftsreisen im Inland sind von den zig politischen Querelen weitgehend unberührt.

SICHERHEIT ON TOP Keine der Prognosen für die Entwicklung des Geschäftsreisebusiness 2017 ist mit belastbaren Zahlen zu untermauern. Im Grund genommen sind der „Global Travel Price Outlook 2017“ des Geschäftsreiseverbands Global Business Travel Association (GBTA) und des TMC Carlson Wagonlit Travel (CWT) oder die Weissagungen des Statista-Portals nichts anderes als ein Blick in die Glaskugel. Und im Nebel stochern selbst VDR und DRV. Die Ereignisse des Jahres 2017 haben so manche Vorhersage zu Maku­ latur gemacht. Im Frühjahr sorgten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seinen wüsten Beschimpfungen und Drohungen aber auch der neue US-Präsident Donald Trump mit seinem „America first“ für viele neue Sorgenfalten bei deutschen Firmen, bei Airlines, Geschäfts­ reisebüros und vielen weiteren Suppliern. Werden und können die USA weiterhin Deutschlands wichtigster Handelspartner bleiben? Was wird aus dem Wackelkandidaten China, der entgegen vollmundiger Ankün­ digungen der Regierung in Peking deutschen Unternehmen zunehmend

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das Leben schwer macht? Was wird mit den Handelsbeziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit? Wie geht es weiter mit den Beziehun­ gen zur Türkei? Was macht der Ölpreis? Diese und weitere Fragen haben direkte Auswirkungen auf das Reiseverhalten deutscher Firmen, nicht so sehr das inländische, aber verstärkt das zu Geschäftspartnern im Ausland. Schon zeigt sich nach einer neuerlichen GBTA-Umfrage bei 148 europäischen Travelmanagern, dass 38 % von ihnen weniger geneigt seien, Firmenmitarbeiter nach USA zu entsenden und 45 % betonten, ihre Unternehmen planten keine Meetings und Events in den Vereinig­

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Geschäftsreisemarkt 2017

Online-Info www.vdr-service.de I drv.de I gbta.org I https://de.statista.com

Großbritannien: Keiner weiß so recht, was die Uhr geschlagen hat.

Businesstrips in die USA sind nach der restriktiveren Einreisepolitik 2017 vermutlich rückläufig.

ten Staaten. Allein im März sollen der GBTA­Studie zufolge 17 % der Travelmanager Geschäftsreisen über den Atlantik gestrichen haben. 44 % gaben an, dass in ihren Firmen Mitarbeiter beschäftigt seien, die von den offiziell nicht umgesetzten Einreisebeschränkungen Trumps betrof­ fen sind. 20 % sagten, es gebe Anweisungen in ihren Chefetagen, dass muslimische Beschäftigte nicht in die USA reisen dürfen, jedenfalls so lange nicht, wie die Beschränkungen gelten. 34 % sind sich beim Thema Green Card und Visum unsicher.

in einigen Märkten nach unten korrigiert und für den Nahen Osten sogar niedrigere Preise vorhergesagt. Ferner empfiehlt Advito vor dem Hintergrund aktueller Vorhersagen, Traveler­Engagement­Programme auszubauen. Sicherheit. Sowohl im Leisure­ als auch Geschäftstourismus spielt das Thema Sicherheit eine immer stärkere Rolle. Dies betonten VDR­Präsi­ dent Dirk Gerdom und sein DRV­Kollege, Norbert Fiebig, auf dem Pres­ setreff in Frankfurt/M.. Während die ganz große Mehrheit der größeren Unternehmen (87 %) 2017 darauf achten will, dass ihre Abgesandten heil ans Ziel kommen und auch getrackt werden können, verbindet der Urlaubs­ tourismus den Begriff Sicherheit mehr mit einer Veränderung der Urlauber­ ströme. Die auch 2017 anhaltenden Krisen und die politische Situation in einigen Ländern – Türkei, Ägypten, Tunesien etc. – haben Auswir­ kungen auf das Reiseverhalten auch von Firmenmitarbeitern. Teilweise kam es zu einer Verlagerung der Ziele von Firmenreisenden. Im Ge­ schäftsreisesegment sind die Türkei, nordafrikanische Destinationen und Russland auf dem absteigenden Ast, selbst über den Großen Teich zieht es aktuell weniger Firmenreisende. Die Werte „Sicherheit“ und „Vertrauen“ gewinnen aus Sicht der Kon­ sumenten weiter an Bedeutung. Dies bestätigen Auswertungen der GfK und dies gilt ebenso für die Businesstravelbranche. „Die Sicherheit auf Reisen spielt eine ganz zentrale Rolle. Gerade die Krisen­ >>>

CWT-GBTA-BCD Travel. Noch im Februar sagten CWT und GBTA, dass die Flugpreise in 2017 um 2,5 % steigen werden. Größere Bedeu­ tung gewinnen Zusatzgebühren („Ancilliary Fees“). Die Preise in Euro­ pa steigen im Westen um 0,5 und im Osten um 4,0 %. Hotels bleiben trotz des zunehmenden Interesses an Sharing­Economy­Angeboten (bspw. Airbnb) die beste Wahl für Geschäftsreisende. Ihre Preise stei­ gen in Westeuropa um 1,8 % und sinken in Osteuropa um 2,4 %. Deut­ lich teurer werden Übernachtungen in Nordamerika. Und Mietwagen halten ihre Preise aufgrund des hohen Wettbewerbs in Europa, verein­ zelt können sie sogar fallen. Das vierteljährliche Update zum 2017 Industry Forecast von Advito hingegen kommt zum Ergebnis, dass die Flugpreise in den meisten Märkten (außer Nordamerika) fallen oder stagnieren. Den erwarteten Anstieg der Hotelpreise hat die Beratungsgesellschaft der Reisebranche

Vorraussichtliche Entwicklung der Geschäftsreise-Budgets 2017 Bahnverkehr

4

Flugverkehr

Hotelübernachtungen

9%

10%

12%

Mietwagen

8%

13%

36%

50%

50%

20%

24%

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54%

57%

24%

Gleichbleibend

Quelle: Statista

18%

14%

I

Steigend

I

Sinkend

I

Keine Angabe

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Titelstory • Geschäftsreisemarkt 2017

Fotos Lufthansa (4) I Nasa (5) I GZ (6)

(4)

Bei Auslandsgeschäftsreisen dürfte es 2017 eine Delle geben.

Beim Fliegen weiß man nicht, ob es teurer oder preiswerter wird.

(6)

VDR und DRV sehen das Thema Sicherheit als äußerst bedeutsam.

situationen in der letzten Zeit haben wieder deutlich gemacht: „Die Reiseveranstalter und Reisebüros kümmern sich um den Kunden, wenn’s ungemütlich wird“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. In 2016 beschäftigten sich etwa 85 % der Unternehmen mit mehr als 1.500 Beschäftigten und 2017 sollen es 87 % sein, so Dirk Gerdom. Freilich hapert’s noch beim Tracking, sprich dem Verfolgen bzw. Wissen, wo ••• Zahl der Reisebüros stabil Die Zahl der stationären Reisebüros, die meist auch auf Geschäftsreisen spezialisert sind, blieb 2016 das dritte Jahr in Folge stabil bis leicht steigend. Dies bestätigte erneut, dass das Reisebüro eine unverzichtbare Anlaufstelle auch für Firmenkunden ist. 2016 gab es in Summe insgesamt 9.940 stationäre Reisebüros (einschließlich Geschäftsreise-Büros). Die Zahl der touristischen Reisebüros stieg, die Zahl der Business Travel Büros ging zurück. Die durchschnittliche Dichte der Reisebüros in Deutschland beträgt 11,2 Büros je 100.000 Einwohner. Die höchste Reisebürodichte hat Sachsen, die niedrigste Schleswig-Holstein (15,1 bzw. 9,0 Büros je 100.000 Einwohner). In 10 der 16 Bundesländer stieg die Anzahl der Reisebüros; am stärksten in Bremen, Hamburg und Berlin. Die meisten Reisebüros in den Großstädten (über 100.000 Einwohner) sind in Berlin, gefolgt von Hamburg, München, Köln und Düsseldorf. Ob stationäre Reisebüros zu einer Reisebürokette, einem Franchisesystem oder einer Reisebürokooperation gehören, hat an Bedeutung zugenommen. Inzwischen hat sich der Anteil des systemgebundenen Vertriebs bei rund 93 % eingependelt. Neben den stationären Reise­ büros gibt es 1.480 sonstige touristische Buchungsstellen.

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(5)

sich ein Firmenmitarbeiter gerade aufhält. 33 % der Travel- bzw. Mobi­ litätsmanager wollen sich in Zukunft damit befassen, 33 % tun dies noch gar nicht. VDR-Ausblick. Im Vorfeld der im Sommer zu erwartenden 15. VDRGeschäftsreiseanalyse wagte Gerdom dennoch einen kleinen Ausblick auf die geschäftliche Mobilität 2018. Danach wird sich die Anzahl der geschäftlich motivierten Flugreisen 2018 „mindestens auf dem aktuellen Niveau“ stabilisieren. Auch das eher stiefmütterlich behandelte Thema Nachhaltigkeit soll mehr in den Fokus der Mobilitätsmanager rücken. Sieben von zehn Geschäftsreiseverantwortlichen in großen Unternehmen erwarten für 2018 gleichbleibende oder steigende Flugvolumina. Gerdom warnte in diesem Zusammenhang davor, dass die Luftverkehrsbranche zu einem Spielball unterschiedlicher Interessenlagen wird. Im Klartext: Die Verlässlichkeit sollte nicht der Wirtschaftlichkeit geopfert werden. Gerdom sprach damit die Streiks, etwa bei Lufthansa, Flughäfen (siehe Berlin im März) oder der Deutschen Bahn (GDL & Co.) an. Mehr Fernbus? 41 % der vom VDR Befragten aus Firmen mit mehr als 1.500 Beschäftigten gaben an, dass die Anzahl ihrer Bahnreisen 2018 gleich bleiben wird und ebenfalls 41 % denken, dass die Schiene bei ihnen zulegen wird. Dem VDR zufolge hat die Nutzung von Fernbussen in großen Firmen gegenüber 2015 um 17 Prozentpunkte zugenommen. Demzufolge steigt heute jeder vierte Businesstraveller dieser Firmengröße „auch mal in einen Fernbus“. Dem VDR zufolge ist der Fernbus als Verkehrsmittel bei Geschäftsreisen „gewissermaßen auf der Überholspur und spielt eine immer größere Rolle in den Planungen von Mobilitätsmanagern“. Während des Streiks der Bodenverkehrsdienste an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld nutzten vor allem am dritten ITB-Fachbesuchertag etliche Einkäufer/Businesstraveller das Angebot eines Fernreisebusanbie­ ters. Ansonsten besagen Untersuchungen, dass Fernbus-Geschäftstrips zum absoluten Billigstpreis bei gleichzeitiger Inkaufnahme von unischeren Fahr­ zeiten und problematischen Haltestellen etc. eher die Ausnahme sind. Geschäfts- und Mietwagen. Eher unbefriedigend ist die Entwicklung für Sixt & Co.. Denn die Prognosen für die Nutzung von Mietwagen sind negativ. Laut VDR geht jeder dritte der Mobilitätsverantwortlichen in Firmen davon aus, dass die Anzahl der Dienstreisen mit dem klassisch geliehenen Fahrzeug 2018 weiter sinken wird. Weiter im Aufwind hin­ gegen sind Geschäftsreisen mit Firmenfahrzeugen, so Marktbeobachter Dataforce. Denn der Flottenmarkt eilt von einem Rekord zum anderen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2017 wurden 76 % aller Geschäfts­ reisen in Deutschland mit dem Dienstwagen absolviert. •••

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Text RED Foto AirPlus Online-Info airplus.com

Professionelle Bezahllösungen

Andere machen Tagungen …

„In einem schwierigen Markt­ umfeld, geprägt durch die nega­ tiven Effekte der Interchange Fee­Regulierung, hat sich AirPlus mit einem guten Ergebnis durch­ gesetzt. Die Nachfrage nach professionellen Bezahllösungen für Geschäftsreisen ist weiterhin ungebrochen.“ Patrick W. Diemer I Vorsitzender der Geschäftsführung bei AirPlus

… wir machen CONFERTAINMENT!

AUF WACHSTUMSKURS

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Das Marktumfeld der globalen Geschäftsreiseindustrie ist in den letzten

EUROPA- PARK ARENA

Jahren schwieriger geworden. Umso bemerkenswerter ist, wie AirPlus

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International, führender globaler Anbieter von Bezahl- und Abrechnungslösungen für Geschäftsreisen, sich dennoch durchsetzte.

Ungebrochene Nachfrage. „In einem schwie­ rigen Marktumfeld, geprägt durch die negativen Effekte der Interchange Fee­Regulierung, hat sich AirPlus mit einem guten Ergebnis durch­ gesetzt“, sagt Patrick W. Diemer, Vorsitzender der Geschäftsführung. Die Nachfrage nach pro­ fessionellen Bezahllösungen für Geschäftsreisen sei weiterhin ungebrochen. 2016 gewann Air­ Plus über 2.400 neue Firmenkunden und erhöh­ te die Gesamtkundenzahl auf 49.000 weltweit. Der umsatzstärkste Markt bleibt Deutschland, gefolgt von Frankreich, Italien und China. Erfolgreiche Travel Expense Card. Im Zuge der Interchange Fee­Kappung ist AirPlus als eines der ersten Unternehmen den Vorschrif­ ten des EU­Parlaments mit einem neuen Kar­ tenangebot gerecht geworden. Um die durch

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die Regulierung verursachten geringeren Ein­ nahmen zu kompensieren, wurde im März 2016 das Kartenangebot um die auf Transak­ tionsgebühren basierende AirPlus Travel Expense Card erweitert. Durch den Verzicht auf die höhere Gebühr erzielte das Unterneh­ men einen Negativeffekt von 12 Mio. Euro. „Nichtsdestotrotz halten wir weiterhin an die­ sem Konzept fest und betrachten den Umbruch im Kreditkartenmarkt auch als Chance. Die Befreiung von Kreditkartenaufschlägen durch Händler im Rahmen der Zahlungsdienstericht­ linie II, aber auch das Nachziehen unserer Wettbewerber, bestätigt uns in unserem Han­ deln“, erläutert Diemer.

- Fläche: 3.000 m2 - Kapazitäten: bis 6.000 Personen

Ausbau der Position. Im Januar gab AirPlus die Vertragsunterzeichnung zur Übernahme von BCC Corporate (in Belgien ansässiger Her­ ausgeber von Visa­ und MasterCard­Firmenkar­ ten, Tochtergesellschaft der Alpha Card Group). „Die Gesetzesänderungen zum Interbankenent­ gelt haben zu einer rasanten Umstrukturierung unserer Branche geführt. Daher bedarf es stär­ ker denn je einer globalen Lösung mit standar­ disierten Produkten und Prozessen“, sagt Die­ mer. „Für die Kunden kommt die Übernahme daher zum richtigen Zeitpunkt. Dank unserer flächendeckenden Lösung, gepaart mit einem klar strukturierten Preismodell, wird ihr euro­ paweites Geschäft noch effizienter.“ •••

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Die Neu­Isenburger haben im Geschäftsjahr 2016 mit ihren Kreditkarten einen Abrechnungs­ umsatz von rund 14 Mrd. Euro erzielt, eine Stei­ gerung von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 13,8 Mrd. Euro). Die Umsatzerlöse bleiben mit 335 Mio. Euro unverändert. Das Jahres­ ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt bei 76 Mio. Euro. Dieser deutliche Zuwachs von 46 % im Ver­ gleich zum Vorjahr (2015: 52 Mio. Euro) erklärt sich durch Erträge aus dem Abgang von Finanz­ anlagevermögen. Mit diesem Einmaleffekt erziel­ te AirPlus einen Profit von 36 Mio. Euro.


Geschäftsreise • Einreisepolitik USA

Text RED Fotos G. Skidmore (1) I BOB (2) I Lufthansa (3) I Garrett Salt L.C. (4)

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Der 45. US-Präsident sorgt mit seinen Dekreten und Ideen auch für Wirbel in der Geschäftsreisebranche.

VERMIEST TRUMP DAS GESCHÄFT? Mit seinen Dekreten zur Beschränkung der Einreise von Menschen bestimmter Herkunft bzw. Religion hat der neue US-Präsident Donald J. Trump weltweit für mächtig Wirbel gesorgt. Auch der zweite Erlass, zwar ebenso zurückgewiesen wie der erste, und die aktuellen Mitnahmeverbote von elektronischen Geräten in der Kabine seitens der US- und der britischen Behörden, haben ihre Auswirkungen auf die Geschäftsreisebranche. Im Jahr 2017 ist der Wurm drin: Auf den Nie­ dergang der Geschäftsreisen Richtung Russland seit 2015 folgte 2016 der Richtung Türkei. Und auch bei den USA ist sich die BusinesstravelBranche bei Weitem nicht mehr so sicher, wie die Reiseentwicklung über den Großen Teich in 2017 ausfallen wird. Die von Donald Trump erlassenen beiden Dekrete betreffend Einreise­ verbote für Bürger aus sieben bzw. sechs mus­ limischen Staaten haben die US-Justizbehörden zurückgewiesen. Anders als beim ersten Erlass wären beim zweiten Inhaber der Green Card vom Einreiseverbot ausgenommen gewesen. Des Weiteren wären Inhaber gültiger Visa bzw. eines „Permanentem Aufenthaltsstatus“ unbe­ helligt geblieben. Auch Doppelstaatler hätten weiterhin ein- und ausreisen dürfen. Des Theaterstücks dritter Akt schließlich ist das Verbot der Mitnahme von mobilen Endgeräten in der Flugzeugkabine für alle Passagiere, die ab Abu Dhabi, Amman, Casablanca, Dubai, Doha, Istanbul, Jeddah, Kairo, Kuwait und Riad nonstop in die Vereinigten Staaten fliegen woll­ ten. Den Amerikanern gleich taten es die Briten:

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Sie verbieten die Mitnahme von Kommunika­ tionsgeräten in der Kabine für alle Direktflüge aus Ägypten, der Türkei, Jordanien, Saudi Ara­ bien, Libanon und Tunesien mit Ziel UK. Den Verboten liegen Erkenntnisse der Geheim­ dienste über eine aktuelle Bedrohungslage zugrunde. Während die Engländer alle elektro­ nischen Geräte (größer 16 x 9,3 cm) für bestimmte Flüge mit Ziel Vereinigtes Königreich verbieten, sind es bei den Amerikanern alle Laptops, Tablets, Kameras und Spielekonsolen. Von der Regelung betroffen sind Emirates, Eti­ had, Egypt Air, Kuwait Airways, Qatar Airways, Royal Air Maroc, Royal Jordanian Airlines, Saudia und Turkish Airlines. Sorgen machen sich durchaus auch mittelstän­ dische Unternehmen in Deutschland und hier ansässige international tätige Großkonzerne, die enge Geschäftsbeziehungen mit den USA pflegen und die Mitarbeiter beschäftigen, die aus muslimischen Staaten kommen. Denn es ist auch in Zukunft nicht auszuschließen, dass sol­ che Mitarbeiter Schwierigkeiten bei Geschäfts­ reisen mit Ziel USA bekommen. •••

••• Vorsorge für USA-Geschäftsreisen Täglich reisen etwa 4.000 deutsche Geschäftsreisende ab Frankfurt, München etc. in die Vereinigten Staaten. Was können Firmen tun, um sich abzusichern, dass ihre Mitarbeiter (z.B. solche muslimischen Glaubens) unbehelligt reisen können? ­Probleme können auch dann entstehen, wenn man Geschäftsreisen in jüngerer Vergangenheit in bestimmte muslimische Ländern unternommen hat.

• Etwaige Schwierigkeiten durch die

­ igene oder beauftragte Rechtsabteie lung prüfen lassen.

• Informationen von einer TMC einholen,

sofern mit einer solchen zusammengearbeitet wird.

• Rechtzeitig über etwaige strengere

Anforderungen informieren, z.B. unter www.cbp.gov/travel.

• Visum für Mitarbeiter ohne ESTA-

Geneh­migung beantragen (https://de. usembassy.gov > Neu und beachtenswert > Änderung des Programms für visumfreies Reisen

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Einreisepolitik USA

Online-Info vdr-service.de I gbta.org I cwt.de I bcd.travel.com/de I lcc-businesstravel.de

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Nichts ist mehr wie es war: Bei Flügen in die USA werden auch Europäer stärker kontrolliert.

Michael W. McCormick, Executive Director und COO der Global Business Travel Association sagte, der GBTA unterstütze alle Maß­ nahmen, die zu mehr Sicherheit in der Luft­ fahrt führen. Allerdings verweist McCormick auf die Tatsache, dass gut 49 % aller Business­ traveller während des Flugs arbeiten möch­ ten und müssen. Mit dem Verbot werde ihre Produktivität massiv eingeschränkt. Auch seien es nicht wenige Geschäftsreisende, die ihre Geräte näher „bei Mann/Frau“ haben möchten, weil auf ihren Laptops oft vertrau­ liche interne Informationen ihrer Firmen gespeichert sind. Sollte es keine andere Mög­ lichkeit der Verbesserung der Sicherheit an Bord geben, dann will der GBTA dies so akzeptieren. Der Geschäftsreiseverband for­ dert allerdings zu einer Ausweitung des PreClearance-Programms an den Ausgangs­ flughäfen auf, in diesem Fall jenen im Nahen Osten durch US-Sicherheitskräfte. Dirk Gerdom, VDR-Präsident: „Eine diskri­ minierende Migrationspolitik stellt auch Geschäftsreisende deutscher Unternehmen unter Generalverdacht.“ Der Verband Deut­ sches Reisemanagement rechnet mit negati­ ven Konsequenzen für die geschäftliche Mobi­ lität deutscher Unternehmen. „Wir betrachten die Entwicklungen in den USA aktuell mit großer Sorge. Die alarmierende Wende in der amerikanischen Migrationspolitik diskrimi­ niert Millionen Menschen muslimischen Glaubens und stellt auch viele Geschäftsrei­ sende deutscher Unternehmen unter Gene­

www.dmm.travel

ralverdacht. Der Erlass des US-Präsidenten schränkt nicht nur die geschäftliche Mobilität der deutschen Wirtschaft ein, sondern fügt dem Ansehen der Vereinigten Staaten von Amerika und ihren freiheitlichen Grundwerten ernsthaf­ ten Schaden zu. Wir fordern den US-Präsiden­ ten im Sinne unserer Mitglieder auf, die unge­ rechte und willkürliche Benachteiligungspolitik sofort zu beenden und appellieren gleichzeitig an die deutschen Unternehmen, sich mit aller Macht für die Belange der betroffenen Mitar­ beiter einzusetzen“, ergänzte Gerdom. Stefan Vorndran, Senior Vice President EMEA, BCD Travel: „Unsere Kunden gehen sehr beson­ nen vor. Eine Verunsicherung in Bezug auf Geschäftsreisen vor dem Hintergrund des Ein­ reisedekrets des US-Präsidenten ist bisher kaum zu spüren. Einige haben vielleicht ihre geschäft­ liche Reise in die USA verschoben oder stor­ niert, geänderte Reisepläne gibt es allerdings immer und sie stehen nicht zwangsläufig mit dem Einreisedekret in Verbindung.“ CWT Germany: Das Einreiseverbot, das von der US-Regierung verhängt wurde, löst bei unseren Firmenkunden durchaus Unsicherheit aus. In Folge dessen fragen die Travel Manager oder die Kommunikationsabteilungen verstärkt bei uns nach weiteren Informationen. Reisenden, die vom Einreisestopp betroffen sein könnten, empfehlen wir, sich an die Einwanderungsbe­ hörden oder Auslandsvertretungen der USA zu wenden. Die entsprechenden Kontaktinforma­ tionen geben wir an unsere Kunden weiter. Zum

Mobilitätsmanager müssen sich mehr informieren.

STIMMEN ZU DEN RESTRIKTIVEN MASSNAHMEN jetzigen Zeitpunkt sind uns hier in Deutsch­ land noch keine Fälle von Reisenden unserer Kunden bekannt, die nicht in die USA einrei­ sen konnten. Natürlich beobachten wir die Situation, informieren pro-aktiv unsere Kun­ den und unterstützen sie bei möglichen Umbuchungen oder Stornierungen. Dominic Adametz, Bereichsleiter Corporate Travel bei Lufthansa City Center (LCC): „Die vom US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump verfügten (und vorerst nicht umge­ setzten) Einreiseverbote für Menschen aus überwiegend muslimischen Ländern in die USA haben Auswirkungen auf das Corporate Travel Geschäft von LCC gehabt. Konkrete Zahlen für ein verändertes Buchungsverhal­ ten lassen sich allerdings noch nicht vorle­ gen, zumal die Einreiseverbote zunächst ausgesetzt sind. Es hat jedoch vermehrt Stor­ nos und Umbuchungen von Geschäftsreisen­ den mit entsprechenden Nationalitäten gege­ ben – und damit auch Geschäftseinbußen für LCC. Oft wurde auf die Reisen zugunsten von Videokonferenzen verzichtet. In anderen Fällen wurden die Meetings auf Orte außer­ halb der USA verlegt, damit Treffen stattfin­ den konnten.“

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Geschäftsreise • Bonusprogramme

Text RED Fotos Johann Knijn I Alaska Airlines I ARubaiyat Online-Info globalflight.de

BONUSPROGRAMME 05 / 06.2017 Treibstoffzuschläge auf Prämientickets bleiben nach wie vor das größte Ärgernis für Vielflieger, auch weil sie bis zur Buchung kaum transparent sind. Lobenswert: Singapore Airlines erhebt seit 23. März 2017 auf ihren eigenen und SilkAir-Flügen im KrisFlyer-Programm keine Treibstoff- und Versicherungszuschläge mehr.

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Singapore Airlines

Im Gegenzug werden allerdings auch die meisten Prämienhöhen leicht erhöht und – was eine viel größere Auswirkung hat – der historische Bonus von 15 % für Online-Buchungen von Prämien wird gestoppt. So kostet ein Economy Class-Prämienflug zwischen Europa und Südostasien hin und zurück neu 76.000 Meilen anstelle vormals 59.500. Als Resultat sind einige Prämienhöhen mit SIA teurer als jene gemäß der Star Alliance-Prämientabelle – aber bei Letzterer finden die Zuschläge nach wie vor Anwendung. Es macht also durchaus Sinn, ein paar Meilen mehr für SIA zu bezahlen, wenn man im Gegenzug beispielsweise bis zu 800 USD für einen Hin- und Rückflug von Europa nach Australien spart. Da SIA graduell auch Treibstoffzuschläge auf bezahlte Tickets eingestellt hat, werden Prämienflüge auch in Partnerprogrammen in Bezug auf die notwendige Zuzahlung billiger werden.

Alaska Airlines

Für ihre kreative Vielfliegerpartnerschaftsstrategie bekannt, hat Alaska Airlines jetzt Deutschlands Ferienflieger Condor in ihren Mileage Plan geholt und damit das beeindruckende Netzwerk von Partnerfluggesellschaften erweitert. Condor selbst hatte bisher kein Vielfliegerprogramm – abge­ sehen vom Lufthansa Miles & More-Programm.Während ein M&M-Mitglied jedoch für einen typi­ schen Hin-und Rückflug von Frankfurt nach Las Palmas/Kanarische Inseln 250 Meilen zu einem Economy Base Tarif verdienen würde, sammelt ein Mileage Plan-Mitglied 2.970 Meilen auf diesem Flug – zwölfmal mehr! Ein Hin- und Rückflug in der Business Class von Frankfurt nach Seattle entspräche 5.000 Meilen bei M&M, aber sagenhafte 25.505 im Mileage Plan. Wie mit allen interna­ tionalen Partnern erhalten Mileage Plan-Statuskunden auch zusätzliche Meilen auf Condor dank ihres Statusbonus.

Etihad

Zusammen mit NBAD drei co-branded Visa-Karten, die zu den besten auf dem Markt gehören. Neben großzügigen Meilengutschriften und Willkommensboni – bis zum 15. Mai auf bis zu 110.000 Meilen verdoppelt – bieten alle Karten erhebliche Zusatzvorteile, von verbilligten Prämienflügen mit Etihad, dem Sammeln von Statusmeilen bis hin zu kostenlosen Airport-Transfers und der Option, einen zusätzlichen Meilenbeschleuniger zu erwerben.

Hainan Airlines

Am 01. Juli gestaltet Hainan Airlines ihr Programm Fortune Wings Club umsatzbasiert um. Das Problem liegt allerdings in der gewählten Gutschrift. Basismitglieder erhalten 10 Punkte pro 10 CNY, Elitekunden bis zu 18. Da das Programm – wie alle chinesischen Programme – auf Kilome­ terbasis funktioniert, übersetzt sich das mit aktuellen Wechselkursen zu 4,3 Meilen pro USD. Die US-Programme bieten 5 Meilen pro USD bei generell höheren Flugtarifen. Während man in den US-Programmen so zu höheren Tarifen deutlich mehr Meilen sammelt als vormals, wird man bei Hainan Airlines in der Business Class ungefähr den gleichen Punktebetrag erhalten, aber ansonsten weniger.

Star Alliance

Eine eher undenkbare Vielfliegerpartnerschaft zwischen einem Star-Mitglied und oneworldMitglied Cathay Pacific ist am 26. April gestartet, wenn auch gegenseitig auf nur ein paar Strecken beschränkt.

Turkish Airlines

Online Europcar-Anmieten in der Türkei qualifizieren für 1.000 Meilen pro Tag in allen Kategorien des Miles&Smiles-Programms, begrenzt auf 4.000 Meilen pro Anmiete. Angebot gültig für Anmie­ ten bis zum 15. Juli und bis zum 30. Juni getätigte Reservierungen.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Luftfahrt

Text RED Fotos Chek Lap Kok Online-Info hongkongairport.com > skycity

Hongkong Airport: Ab 2020 mit futuristischer Flughafenstadt Skycity.

Geplantes Flughafenhotel: Bis zu 750 Zimmer im Angebot. (3)

NEUE SKYCITY IN HONGKONG Ähnlich der Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen entsteht in den kommenden vier Jahren am internationalen Flughafen von Hongkong (Chek Lap Kok) die neue Skycity – eine futuristische Flughafenstadt der Superlative. Mit über 7 Mio. Einwohnern und einem bedeu­ tenden Wirtschafts- und Finanzsektor wird Hongkong besonders häufig auch von deut­ schen Geschäftsreisenden besucht. Sie alle lan­ den (und starten) am 1998 eröffneten interna­ tionalen Airport Chek Lap Kok. Der Flughafen liegt gut 30 km von der eigentlichen City entfernt und wurde schon achtmal als bester Airport der Welt ausgezeichnet. Jetzt soll der Hub von Cathay Pacific ein neues Gesicht bekommen. Denn Chek Lap Kok wird massiv ausgebaut.

Auf einer Fläche von 25 Hektar (250.000 m2) entsteht nordöstlich von Terminal 2 die Skycity, ein neuer Stadtteil mit Bürotürmen, einem super­ modernen Hotel, mit Shopping- und Entertain­ ment-Einrichtungen, zahlreichen Restaurants und einem Ausstellungszentrum. Phase 1 der Arbeiten zur neuen Flughafenstadt soll schon 2021 abgeschlossen sein. Das Hotel auf 2.000 m2 Grundfläche wird voraussichtlich etwa 750 großzü­gige Zimmer aufweisen. Es soll schon in drei Jahren eröffnen.

Aktuelle Prognosen für den Hong Kong Interna­ tional Airport (HKIA) gehen bis zum Jahr 2030 von einem Anstieg der Passagierzahlen auf 100 Mio. jährlich aus. Bis dahin soll nördlich des Flughafens auch eine neue Landebahn errichtet werden. Ferner ist ein weiteres Terminal geplant. Der Bau des Airports war eines der größten Infra­ struktur-Projekte weltweit. Architekt war Sir Nor­ man Forster. Insgesamt fliegen über 68 Airlines den Flughafen an, darunter die Lufthansa und ihre Töchter AUA und SWISS. ••• Anzeige

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Geschäftsreise • New Worker

Text RED Fotos möller pr GmbH

„Wir erarbeiten zurzeit Ideen, die wir auch in unseren eigenen Unternehmen vor­ stellen, a­ usbauen und voran­ treiben. Bisher gab es nur ­positives Feedback zu meiner Teilnahme. Ich denke schon, dass meine Kollegen bereit sein werden, bei konkreten Vor­ schlägen mitzumachen.“ Julius Frederking I Prozess-Berater bei Roever ­Broenner Susat Mazars

Julius Frederking ist mit dem Dienstwagen auf Geschäftsreise...

IDEEN JUNGER BUSINESSTRAVELLER Sie werden „New Worker“ genannt. Die Generation von Geschäftsleuten, die viel unterwegs ist, überall arbeitet, jederzeit. Julius Frederking ist einer von ihnen. Er fährt Bahn, Auto, Fahrrad, fliegt mit dem Flugzeug. Uneingeschränkte Mobilität. Dass das Arbeiten von unterwegs manchmal an seine Grenzen stößt, will er ändern. Am Gleis 5 des Wolfsburger Hauptbahnhofs ist viel Betrieb. Die Menschen eilen zu ihren ICEs, IC und Regionalzügen. Es ist 17 Uhr, einige kommen von der Arbeit, andere vom Einkaufs­ bummel, nicht wenige gehen auf Reisen. Unter ihnen auch Businesstraveller, die z.B. nach einem Besuch des Autokonzerns Volkswagen die Rück­ reise antreten oder auch solche, die gerade zu ihrem nächsten Meeting müssen. Einer von denen ist Julius Frederking, Prozess-Berater im IT Advisory bei der Prüfungs- und Beratungs­ gesellschaft Roever Broenner Susat Mazars. Er steigt in einen Waggon der 1. Klasse, setzt sich auf seinen reservierten Platz und holt sein Note­ book hervor. „Ich verbringe viel Zeit im Zug, im Auto oder im Flugzeug“, berichtet der junge Mann im Anzug. „Vier bis fünf Mal in der Woche reise ich zu Geschäftsterminen in ganz Deutschland.“ Als Geschäftsreisender fährt Frederking mehr­ mals im Monat mit der Bahn. Warum? „Ich finde es in der Bahn gemütlich. Es gibt Internet, Steckdosen und die Möglichkeit, E-Mails zu versenden und zu telefonieren. Das ist beim Autofahren und beim Fliegen so nicht mög­ lich.“ Frederking muss es wissen. Er zählt zur „new working generation“, mobiles Arbeiten

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ist für ihn gelebte Arbeitskultur. Klar: Die Arbeitswelt verändert sich, nine-to-five war gestern, Arbeiten von unterwegs ist die Norm. Aber funktioniert das in der Praxis? Nicht meckern, machen. Dass die Verkehrs­ träger längst nicht alle Potenziale ausschöpfen, ist Frederking bewusst. Schließlich kennt er die Probleme im Alltag, weiß, an welchen Ecken und Enden es knirscht. Die Gestaltung der Mobilität von morgen will er allerdings nicht allein in den Händen von Konzernfunktionären wissen. Er hat eigene Ideen und Visionen und engagiert sich deshalb im Projekt „MO>E“ (sprich: „Move“). „MO>E ist ein Projekt der Deutschen Bahn mit jungen Geschäftsreisen­ den“, erläutert Frederking. „Dieses Projekt ­bietet uns die Möglichkeit, selbst Ideen zu ­entwickeln, die dann ggf. in neue Produkte für die Mobilität von morgen einfließen.“ Das heißt: Zwei Jahre lang bietet die Bahn den „MO>ERN“ eine Plattform, um modern denken­ de Geschäftsreisende zusammenzubringen, Konzepte zu testen und Ideen umzusetzen. Dies sei keine Einbahnstraße, sondern eine Win-win-Situation betont Frederking: „Wir

erarbeiten zurzeit Ideen, die wir auch in unse­ ren eigenen Unternehmen vorstellen, ausbauen und vorantreiben.“ Frederkings Kollegen und Vorgesetzte unterstützen das Projekt. „Bisher gab es nur positives Feedback zu meiner Teil­ nahme. Ich denke schon, dass meine Kollegen bereit sein werden, bei konkreten Vorschlägen mitzumachen.“ Ein anderer Teilnehmer, so Frederking, arbeite derzeit an einer Art „Mobilitätsbudget“ für seine Firma. Ein Budget, das Carsharing, Mieträder, Mietroller, Bahn- und Bus beinhaltet, könne er sich für sein Unternehmen auch vorstellen. Im unternehmensinternen Intranet berichtet er derweil über Visionen, die in den einzelnen Workshops entstehen. „Ich habe u.a. einmal in der mindbox in Berlin an einem Zukunftswork­ shop teilgenommen und mit 15 anderen Teil­ nehmern – alle um die 30 Jahre alt – darüber diskutiert, wie unser Arbeitsalltag z.B. in 30 Jahren aussehen kann.“ Klassische Büros, die strikte Trennung von Beruf und Privatleben und verstaubte Hierarchiesysteme könnten dann der Vergangenheit angehören. Auch die Geschäftsreise, wie wir sie heute kennen, dürf­ te dann ein Auslaufmodell sein.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


New Worker

Online-Info www.bahn.de > Geschäftskunden

...und sehr oft nutzt er die Bahn, weil sie am komfortabelsten ist.

Aktuell befinde sich das Projekt in der Fin­ dungsphase, so Frederking. „Wir sind mit Teil­ nehmern in ganz Deutschland vernetzt. Das dauert dann natürlich etwas länger, als würde man fünf Leute in einen Raum sperren und sagen ‚Entwickelt mal Ideen‘“, ergänzt er. Durch verschiedene Veranstaltungen wird jedoch der Raum geboten, so der MO>ER, um sich auszutauschen und die klassischen Kon­ zepte von Mobilität und Arbeit auf den Kopf zu stellen. Ein Ansatz, der ankommt: Bereits 23 Geschäftsreisende verschiedenster Branchen nehmen an dem Projekt teil. Während Frederking seinen Laptop aufklappt, betritt ein Zugbegleiter das Abteil, er lächelt freundlich. In der Hand hält er ein Tablett vol­ ler Kaffee­becher, das Rucken der Bahn balan­ ciert er gekonnt aus. Frederking nimmt einen Kaffee, schwarz und ohne Zucker – wie immer. Danach geht der Bahnmitarbeiter weiter zum nächsten Fahrgast.

Frederking hat Ideen für die bessere Mobilität.

www.dmm.travel

Wo liegen die Vorteile von Auto und Flugzeug? Frederking schaut kurz aus dem Fenster und denkt nach, während die Lichter der Stadt am Fenster vorbeifliegen. „Naja, beim Auto hat man die vielzitierte Flexibilität, die jedoch nur bis zum nächsten Stau reicht.“ Selbst Geschäfts­ gespräche am Telefon seien im Auto schwierig, wenn man zur Rush Hour durch deutsche Groß­ städte fahre. „Beim Fliegen reist man klassisch von A nach B. Aber es gibt deutlich weniger Platz und die Reisezeit zum und vom Fluhafen ist wenig produktiv.“ Wie sieht es mit dem Arbei­ ten aus? „Im Flugzeug herrscht Platzmangel, außerdem gibt es gar keine Konnektivität.“ Frederking nippt an seinem Kaffee und grinst: „Hier kann man immerhin noch seinen Kaffee abstellen. Versuchen Sie das mal im Flieger. Da kommt das nächste Luftloch und Sie haben am Ende weder Laptop noch Kaffee auf dem Tisch stehen.“ Den Kaffee stellt er demonstrativ neben seinen Laptop, um kurze Zeit später in die Tasten zu hauen. Ein Anblick, den an die­ sem Tag mehrere Geschäftsreisende in der Bahn bieten. „Bahnbashing ist Mainstream“. Wer an die Bahn denkt, hat nicht unbedingt blütenweiße Züge im Kopf, die lautlos durch Deutschlands schöne Natur gleiten. Volle Züge und Verspä­ tungen sind Szenarien, die stattdessen häufig mit der Bahn verbunden werden. „Bahnbashing ist ja fast Mainstream“, findet Frederking. Schließlich gehöre es fast zum guten Ton, über die Bahn zu schimpfen. „Klar, wenn ein Zug eine halbe Stunde zu spät kommt, bin ich auch nicht begeistert.“ Das komme jedoch deutlich seltener vor, als so mancher behaupte. Im

Auch der Flieger ist für Frederking eine Option.

Gegenteil: Der Standard beim Bahnfahren in Deutschland ist beachtlich, findet Frederking. „Ich kann nicht behaupten, dass es eine Strecke gibt, auf der es bei der Bahn immer zu Verspä­ tungen kommt oder andere hingegen immer pünktlich sind.“ Während der ICE langsam in Berlin einrollt, ver­ staut Frederking seine Sachen. Wie es nach der Bahnfahrt weitergeht? Der MO>ER schaut in die „DB Navigator“-App und schmunzelt: „Ich könnte prinzipiell mit einem Call a Bike nach­ hause fahren – aber als Anzug-Träger bevorzu­ ge ich doch eher den öffentlichen Nahverkehr.“ Call a Bike & Co. Das Mietrad hat Frederking bisher noch nicht ausprobiert. Dennoch findet er die Möglichkeit, auf den letzten innerstädti­ schen Kilometern auf Flinkster oder Call a Bike umzusteigen, sinnvoll. Bei den Mieträdern sieht Frederking allerdings noch Ausbaubedarf. „Es wäre schön, wenn es Call a Bike-Stationen auch im größeren Radius zum Bahnhof gäbe“, resü­ miert er. „In Städten wie Paris oder Warschau finden Sie gefühlt alle 250 Meter eine Fahrrad­ station – hier ist es eher nach jedem Kilometer.“ Dennoch spüre er, dass sich die Bahn im Auf­ bruch befindet. „Vor zwei Jahren hätte auch keiner erwartet, dass die DB ein Startup im Bereich Eco-Mobilität integriert und ausbaut. Von daher bin ich optimistisch, dass die Bahn in Zukunft noch das ein oder andere Ass aus dem Ärmel schüttelt.“ Während sich die Fahr­ gäste im Gang langsam in Richtung Ausgang bewegen, nimmt Frederking einen letzten Schluck Kaffee. Nur noch einmal in die S-Bahn umsteigen, dann hat es auch der MO>ER für heute geschafft. •••

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Geschäftsreise • ICE 3 Redesign

Sitzanzeige: Jetzt wie beim ICE4 an den Kopfstützen.

Text RED Fotos DB Online-Info www. bahn.de

Wie im ICE 4 erhalten die ICE 3 moderne Sitze mit Sitzschalentechnik.

MEHR KUNDENKOMFORT IM ICE 3 Die DB unterzieht ihre ICE 3-Flotte einem Redesign. Die Frischekur soll neben deutlich mehr Kundenkomfort auch eine höhere Zuverlässigkeit der Fahrzeuge bieten. Die 66 Züge erhalten im Werk Nürnberg ihr neues Interieur und werden technisch fit gemacht für die Zukunft. Zudem werden alle Züge mit ETCS ausgerüstet. Die ICE 3 sind über eineinhalb Jahrzehnte im Einsatz, z.T. abgenutzt und nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. Außerdem haben sich die Kundenbedürfnisse verändert. Das Redesign je Zug dauert neun Wochen. Der Zug wird entkernt, technisch überholt und dann nach und nach im Innenraum ausgebaut. Alle drei Wochen wird ein modernisierter Zug fertig. Seit dem Jahr 2000 und bis Jahresende werden die Einstromsystem-403er auf den Strecke München-Nürnberg/Stuttgart-Frankfurt/Flug­ hafen Fernbahnhof-Köln-Ruhrgebiet einge­ setzt, die Mehrstrom-406er auf den Linien Frankfurt-Amsterdam bzw. Frankfurt-BrüsselParis. Ab 17. Dezember werden die 403 auch auf der 300 km/h-Schnellfahrstrecke MünchenNürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle-Berlin verkeh­ ren und dort die Reisezeit auf unter vier Stun­ den drücken. „Die Modernisierung der Baureihen 403 und 406 ist ein weiterer Meilenstein unseres Programms Zukunft Bahn. Mit neuer Innenausstattung und modernster Technik an Bord ist der Zug dann gut gerüstet, ab Dezember auf der neuen Schnellfahr­ strecke zwischen Berlin und München beide Metropolen in weniger als vier Stunden mitein­ ander zu verbinden“, sagt Berthold Huber, DB Vorstand Verkehr und Transport. •••

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••• Was wird neu? Die bisherigen Sitze werden komplett gegen modernere ausgetauscht. Der Clou: Beim Verstellen in die Ruheposition wird die Rückenlehne nicht mehr nach hinten gestellt, sondern innerhalb der Sitzschale nach vorn gezogen – damit werden hintere Sitznachbarn nicht mehr beeinträchtigt. Neu sind auch der integrierte Haltegriff und die Reservierungsanzeige am Durchgang. Mit der Modernisierung entstehen 1.280 neue Sitzplätze. Für Gepäck, Kinderwagen und Rollstühle werden im Großraumbereich neue Gepäck­ regale installiert. Rollstuhlfahrern stehen jetzt pro Zug zwei Plätze mit höhenverstellbaren Tischen zur Verfügung – vor dem Redesign gab es nur einen Platz. Ein neues taktiles Wegeleitsystems bietet bessere Orientierung für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

zen der Sitze /wie beim ICE 4) und damit besser zu erkennen als vor dem Redesign, als sie noch an der Gepäckablage waren. Die Borgastronomie im ICE 3 war mit wenigen Sitzgelegenheiten bislang eher bescheiden. Mit dem Redesign erhalten die Züge ein neues, elegantes Bordrestaurant mit 20 Sitzplätzen. Nach Abschluss des Redesigns sollen die 403 einheitlich über 450 Sitzplätze verfügen, davon 101 in der 1. und 349 in der 2. Klasse. Die 406er sollen über 444 Sitzplätze verfügen, davon 99 in der 1. und 345 in der 2. Klasse. Die Restaurants sollen über jeweils 20 Sitzplätze verfügen. Aufgrund schmalerer Sitze soll der Sitzplatzabstand (Knietiefmaß) um wenige mm auf 82 cm (2. Klasse) bzw. 90 cm (1. Klasse) erhöht werden.

Verzichtet wird auf die Einrichtung von Fahrradabstellplätzen, ein Rückschritt gegenüber Die unterschiedlichen Bereiche des Zuges sind dem neuen ICE 4. Mit einer zugelassenen jetzt innen und außen deutlich besser gekenn- Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h sind zeichnet. Neue Banderolen und Piktogramme sie die schnellsten Reisezüge der Deutschen machen die Orientierung deutlich einfacher. Bahn. Im regulären Betrieb erreichen sie in Informationen zum Reiseverlauf und zu Deutschland planmäßig bis zu 300 km/h und Anschlusszügen finden Reisende auf neuen, in Frankreich bis zu 320 km/h. Von den insgrößeren Monitoren und vor allem: in Echtgesamt 66 Zügen sind 50 (Baureihe 403) auszeit. Damit gehört die Frage „Erreiche ich schließlich für den Betrieb in Deutschland meinen Anschlusszug noch?“ der Vergangen- eingerichtet. Die 17 406er (ICE 3M) sind Mehrheit an. Die Reservierungsanzeigen und Sitz- systemzüge sechs davon sind für den Verkehr platznummern sind jetzt an den Kopfstütnach Frankreich als ICE 3MF umgerüstet.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Foto: Mark / flickr.com

SONDEREDITION I MITTELSTAND

Deutschlands

Mittelstand auf Geschäftsreise

DMM Sonderedition in Kooperation mit „Der Mittelstand – Das Unternehmermagazin“

*aus aktuellem Anlass kann es zu Themenänderungen kommen

Eine Gemeinschaftsproduktion des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft und DMM – Der Mobilitätsmanager

Themen: Gespräch mit Mario Ohoven, Präsident des BVMW +++ Deutschlands Mittelstand – Bodenständig aber innovativ +++ Wie bucht der Mittelstand? +++ Die Reisetrends 2017 – Buchungsklassen und mehr +++ Die bevorzugten Verkehrsmittel Geschäftswagen, Mietwagen, Bahn, Flugzeug, Fernbus +++ Finanzielle Abwicklung: Corporate Cards und mehr +++ Einsparinstrumente: Damit das Kosten-NutzenVerhältnis stimmt +++ Steuerlichen Aspekte +++ Die passende Versicherung +++ Die wichtigsten Ziele bei Auslandsreisen +++ Den Geschäftswagen mieten, leasen, finanzieren? +++ Der Trump-Effekt: Auswirkungen der US-Einreiseregelungen +++ China und das betreute Wirtschaften...* ET 05. Oktober 2017 I Auflage > 60.000

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Thomas Herrmann Tel. 09321. 3885-16 I th@vfm.travel

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Geschäftsreise • Neue Strecken und Frequenzen

Text JB Foto Eurowings Online-Info www.dmm.travel/news/luftfahrt

DMM SERVICE: NEUE STRECKEN & FREQUENZEN

FLIEGENDER WECHSEL IN MÜNCHEN Im April ist LH-Billigflieger Eurowings erstmals von München gestartet und hat bis Mai 30 Ziele aufgebaut, darunter Business-Destinationen wie Amsterdam, Paris, Edinburgh, Genf, London Stansted (je 6x/Wo), Rom, Neapel oder Thessaloniki. 2018 sollen weitere folgen. Eurowings verdrängt damit Transavia, die 2016 mit ähnlich vielen Routen in MUC eingestiegen war. Die KLM-Tochter hat bereits Stockholm, Kopenhagen und Porto gestrichen, Berlin, Lissabon und weitere Ziele werden bis Ende Oktober bedient. Bleiben sollen die Routen nach Paris Orly, Amster­ dam und Eindhoven. Unterdessen startet Eurowings am 14. Juni eine erste innerdeutsche Route ab München. Zunächst 6x/Woche, später 2x täglich geht es nach Weeze.

Europa: Stuttgart – Warschau, Nürnberg – Madrid Belgrad: Wizz Air fliegt neu von Nürnberg. Budapest: Wizz Air fliegt Mo, Mi, Fr u. So von Hannover. Brünn: BMI Regional fliegt jetzt 2x täglich von München. Chisinau: Wizz Air fliegt neu von Berlin-Schö­ nefeld.Danzig: Air Berlin fliegt täglich von Berlin. Iasi: Blue Air fliegt ab 15.6. von München (3x/Wo). Innsbruck: Eurowings startet ab Oktober 2x/Wo von Köln. Istanbul: Turkish Airlines fliegt wieder Di, Do, Sa u. So von Friedrichshafen. Kiew: Wizz Air fliegt neu von Nürn­ berg. Leeds: Jet2 fliegt Mo u. Fr von Berlin-Schönefeld. Lissabon: Ryanair startet ab Oktober von FKB. Lwiw: Ryanair fliegt ab Septmber

von Berlin-Schönefeld, ab Oktober von Memmingen (je 2x/Wo). Madrid: Ryanair fliegt neu von Nürnberg. Plowdiw: Ryanair fliegt ab Oktober 2x/Wo von Hahn. Rostock: BMI Regional fliegt von Mün­ chen jetzt Mo-Fr je 2x täglich zum Tagesrand. Thessaloniki: Aegean startet ab 15. Juli neu von Nürnberg. Ryanair fliegt ab Ende Oktober von Memmingen. Tuzla: Wizz Air fliegt jetzt Mo u. Fr von Köln. Warschau: Ab 1. Juni fliegt LOT von Stuttgart, Mo-Fr je 2x täglich, am Wochenende 1x. Zürich: Ab 19. Mai fliegt Germania Fr u. So von Rostock. Vilnius: Ryanair fliegt ab Oktober von Nürnberg.

Interkont: Berlin – Los Angeles, Leipzig – Moskau Chicago: Wow Air fliegt ab 27.7. von FRA, DUS u. SXF mit Umstieg in Reykjavik. Es ist die 10. US-Destination des Billigfliegers. Königsberg: Ab 5. Juni fliegt LOT wieder von Warschau. Los Angeles: Air Berlin fliegt ab 16. Mai von Berlin. Moskau: Rusline steuert 3x/Wo Domode­ dowo ab Leipzig an (Mo, Mi, Fr). Mumbai: Brussels fliegt 5x/Wo von Brüssel. Philadelphia: American fliegt saisonal tägl. ab Frankfurt. Phnom Penh: Ab 1. Juli fliegt Emirates von Dubai über Yangon. Pittsburgh: Ab 16. Juni fliegt Wow Air 5x/Wo von Reykjavik. San Fran­cisco:

Air Berlin fliegt ab 29. Mai von Berlin. Von 24.5. bis 3.9. fliegt United tägl. ab München. Die Route fliegt auch LH. Seit 28. März fliegt Virgin Atlantic von Manchester. Shenzhen: Air China fliegt direkt ab Frankfurt. Sydney: Vietnam Airlines fliegt neu von Hanoi. Teheran: Germania fliegt jetzt 3 statt 2x/Wo von Berlin-Schönefeld. Tel Aviv: Germania fliegt ab Okt. von Nürnberg. Washington: Brussels Airlines hat die Verbindung ab Brüssel wieder aufgenommen. Woronesch: Turkish Airlines fliegt Di, Do u. Sa via Istanbul.

Gecancelt: Stuttgart – Hamburg, Friedrichshafen – Köln Hamburg-Stuttgart: Air Berlin hat die Strecke zum 2. Mai gestrichen. München-Rotterdam: BMI hat die Strecke eingestellt. Friedrichshafen-Köln: People’s Viennaline hat die Verbindung von Altenrhein

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über FDH nach CDG nach nur fünf Monaten wieder eingestellt. USA: Emirates hat das Angebot ab Dubai ausgedünnt. Grund ist ein Nach­ fragerückgang aufgrund der US-Einreiseauflagen.

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Fotos: Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg

SGE ZE I C AU H T MIT

IC 1 M

„MEET CULINARY“: DAS HOTEL VIER JAHRESZEITEN STARNBERG PRÄSENTIERT SICH AUF DER IMEX H

EL

IN S TE R N

Kaffeepausen mit Live-Cooking, Kochkurse mit dem Sternekoch und gesunde regionale Erfrischungen in der Minibar: Um sich noch klarer zu positionieren und Alleinstellungsmerkmale weiter zu entwickeln, hatte beim Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg im letzten Jahr ein Markenentwicklungsprozess begonnen, in den Mitarbeiter aller Abteilungen involviert sind. Ergebnis ist das „Meet Culinary“- Konzept, dessen erste Projekte in diesem Jahr umgesetzt werden sollen und mit dem sich das Hotel auch auf der diesjährigen IMEX am Stand G160 präsentiert. Die Kombination aus persönlich betreuten Events und Spitzengastro­ nomie soll sich überall im Hotel wiederfinden und Geschäftsreisende, Veranstaltungsteilnehmer sowie kulinarisch affine Urlauber ansprechen. Verstärkte Fokussierung auf Meetings und Kulinarik. Ein Hotel­ restaurant auf Sterne­Niveau? Das kann das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg spätestens seit 2014 von sich behaupten – damals wurde das Gourmetrestaurant Aubergine erstmals mit einem Michelin­Stern aus­ gezeichnet. In zahlreichen Gesprächen mit Gästen und Veranstaltungs­ teilnehmern kristallisierte sich schnell der zweite USP heraus: Besonders individuell betreute Events und Meetings, bei denen ein persönlicher Assistent von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite steht. Zusammengefasst unter dem Slogan „Meet Culinary“ werden die bei­ den Kernkompetenzen 2017 noch stärker herausgearbeitet, etwa durch Brainfood und Live­Cooking statt Cola und Nussecken. In der Minibar gibt es nicht, wie so oft, Chips und Schokolade, sondern gesunde Erfri­ schungen aus der Region. Für Teambuilding und Rahmenprogramme stehen zum Beispiel Kochkurse mit dem Sternekoch zum Angebot, aber auch sportliche Aktionen am Starnberger See – von Segeln bis Stand­up­Paddeln. „MEET US“-Termine informieren über Neuausrichtung. Mitarbei­ ter aller Abteilungen haben bei dem bisherigen Entwicklungsprozess mitgewirkt, indem sie ihre Ideen und Meinungen einbringen konnten. Derzeit kreieren sie in Gruppen unter anderem neue Lunchpakete, kuli­ narische Präsente, das Kaffeepausenkonzept „Break & Shake“ und vieles mehr. Interessierten stehen verschiedene „MEET US“­Veranstaltun­

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••• Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg

Das 4 Sterne Superior Haus liegt im Starnberger Fünf-Seen-Land, nur 25 km südlich von München und verfügt über 117 Zimmer und neun Suiten. Mit 400 m2 flexibler Veranstaltungsfläche bietet es den idealen Rahmen für Meetings und Veranstaltungen bis 256 Personen. Dank seines mit einem MichelinStern ausgezeichneten Gourmetrestaurants „Aubergine“ zieht es auch Gourmet- und Kurzurlauber an.

••• Kontakt Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg I Tel. +49 (0)8151.44 70 0 www.vier-jahreszeiten-starnberg.de I www.aubergine-starnberg.de meeting@vier-jahreszeiten-starnberg.de

gen zur Auswahl, jeweils unter einem anderen Motto: zum Beispiel „MEET US @ Gourmetfrühstück“ oder „MEET US @ Band Night“. Termine und Anmeldung unter www.vier-jahreszeiten-starnberg.de/meet-us/ •••

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Advertorial

NE

Brain- und Superfood wird im Hotel Vier Jahreszeiten in den Meeting-Pausen gereicht.


Hotel & Veranstaltung • Interview

Interview GZ Fotos GZ (1/2) I NH Hotel Group (3/4)

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Stephan Demmerle (l.) im Gespräch mit Gernot Zielonka (DMM)..

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Immer sehr gut besucht, der NH-Stand auf der ITB 2017.

„ZUFRIEDENHEIT STEIGT WEITER“ Die NH Hotel Group ist ein multinationales Unternehmen und zählt mit fast 400 Hotels und 60.000 Zimmern zu den weltweit führenden Hotelgruppen im urbanen Raum. Hotels der Kette gibt es in 30 Ländern in Europa, Amerika, Afrika und Asien – und das in Top-Destinationen. Wir sprachen mit Stephan Demmerle, Managing Director der Business Unit Central Europe bei der NH Hotel Group über Perspektiven und Visionen. Der Mobilitätsmanager: Für den Geschäftsbereich Zentraleuropa melden Sie fürs Geschäftsjahr 2016 beim RevPAR ein Wachstum um 9,2 %, bei der Belegung um 2,6 %. Was außer Messen hat noch zum Wachstum beigetragen und wie läuft aktuell das Jahr 2017? Demmerle: In diesem Jahr fallen mit der Drupa (Druck und Papier), Bauma (Bau- und Bergbau­ branche) und anderen Veranstaltungen einige Umsatztreiber weg. Wir gehen dennoch davon aus, dass wir unseren positiven Trend beibe­ halten können. Wir haben in den vorausgegan­ genen drei Jahren 300 Mio. Euro in die Qualität unseres Hotelportfolios investiert und Hotels wie das NH Düsseldorf City Nord, das NH Wein­ heim oder das NH Hamburg Mitte renoviert. Diese Investitionen entfalten jetzt ihre Wir­ kung: Die Zufriedenheit unserer Gäste ist hoch und steigt weiter. Auf TripAdvisor sind wir bereits mit 25 unserer wichtigsten Hotels unter den Top 30 der jeweiligen Destination. Am Finanz- und Messeplatz Frankfurt entsteht bis 2021 Ihr neues NH Collection Frankfurt Messe . Haben Sie nicht ein bisschen Angst, dass das Hotelwachstum in Mainhattan den Geschäftserfolg dort beeinträchtigen könnte? Der Hotelinvestmentmarkt ist umkämpft. Wir wollen auch in Deutschland weiter wachsen, allerdings nur an Standorten, die für uns wirt­

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schaftlich interessant sind – wie z.B. Frankfurt. Mit aktuell sechs Häusern der Marken NH Hotels und NH Collection sind wir dort bereits hervor­ ragend etabliert. Unser NH Collection Frankfurt City ist beispielsweise als 4-Sterne-SuperiorHotel eine absolute Ausnahme im Stadtzentrum. Wir sind uns sicher, dass wir mit einzigartigen Hotelerlebnissen und individuellem Service auch an der Frankfurter Messe einer steigenden Nachfrage nachkommen. Die Projektentwickler kennen und schätzen die Stärken unserer Pre­ miummarke NH Collection ebenfalls. Sie sprechen von „weiter verbessertem Service“ und „effizienterem Management“. Was heißt das genau in Bezug auf Ihre Gäste? Unsere „Brilliant Basics“ bezeichnen Details unserer Zimmerausstattung, die wir besonders komfortabel gestalten, wie etwa unsere Betten. Wir haben eigens „NH Sleep Better“-Matratzen entwickeln lassen, die sich flexibel an das Kör­ pergewicht anpassen und damit einen besse­ ren, vollkommen entspannten Schlaf ermögli­ chen. In unseren Badezimmern gehören dazu hochwertige Regenduschen, Profi-Haartrock­ ner, oder auch unsere Slipper, die aus recycel­ tem Kunststoff hergestellt wurden. In unseren NH Collection Hotels haben wir Guest Relation Services eingeführt, um auch ausgefallene Wünsche Realität werden zu lassen. Unser

Treueprogramm NH Rewards verbessern wir auf Basis des Gästefeedbacks immer weiter. Zum weiter verbesserten Service zählt auch, dass wir in Kürze eine individuelle Zimmeraus­ wahl und Online-Check-in anbieten werden. Dank unserer neuen, vernetzten IT-Systeme können wir wiederkehrende Gäste noch perso­ nalisierter betreuen. Wir schaffen so für unsere Gäste ein besonderes Erlebnis mit Wiederer­ kennungswert, das sie wertschätzen. Im Madrider NH Collection Eurobuilding wurde vor zwei Jahren das exklusive Kundenservice-Konzept „VIP Level“ vorgestellt. Wen genau sprechen Sie mit diesem Service an, eher Ihre gewerblichen Kunden, also Geschäftsreisende und Tagungsgäste? Dieses Angebot richtet sich vor allem anspruchs­ volle Gäste. Wer persönlichen Service, hoch­ wertige Ausstattung und exklusiven Komfort auf Reisen schätzt, ist in unserem „VIP Level“ garantiert an der richtigen Adresse, unabhängig vom Zweck seines Aufenthalts. In Berlin, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Köln und Nürnberg betreiben Sie NH CollectionHäuser. Bieten Sie dort diesen Service ebenfalls an und was muss man bei der Buchung neben dem Zimmerpreis extra kalkulieren? Wie intensiv wird „VIP Level“ angenommen?

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Online-Info www.nhhotelgroup.com I www.youtube.com/watch?v=Zm6JPTp0NeU I www.nh-hotels.de/meetings/individuelle-event-webseite

Interview

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Die NH Collection Hotels sind die Premiummarke. Und sie bieten Mobilitäts- und Eventmanagern vieles, was man woanders vergeblich sucht.

In unseren NH Collection Hotels in Deutsch­ land bieten wir den Guest Relation Service an. Speziell ausgebildete Mitarbeiter kümmern sich dort exklusiv um das Wohl unserer Gäste. Vom Blumenstrauß zum Hochzeitstag über Theater­ tickets und Insidertipps beim Stadtbesuch bis hin zu speziellen Wünschen hinsichtlich Aus­ stattung oder Ernährung machen unsere Guest Relation Manager alles für unsere Gäste mög­ lich. Dieser Service ist Teil des NH Collection Erlebnisses und in der Zimmerbuchung enthal­ ten, genau wie eine Reihe von Zusatzservices: z.B. ein kostenfreier Kaffeeautomat inkl. Kap­ seln in jedem Zimmer, kostenfreies HighspeedWLAN und, nicht zu vergessen, unser Lazy Sunday. An Sonn- und Feiertagen können Sie in unseren Hotels bis 12 Uhr frühstücken und sich bis 17 Uhr Zeit lassen, bevor Sie auschec­ ken. Unser „VIP Level“ ist im NH Collection Madrid Eurobuilding so beliebt, dass wir prü­ fen, diesen Service auf weitere Standorte in anderen Ländern auszudehnen. Ihre Kunden sollen u. a. von „NH High Impact Events & High Performance Meetings“ profitieren. Was genau verbirgt sich hinter diesen Offerten? Unsere innovative Veranstaltungstechnik ermöglicht Meetings effizienter und effektiver zu gestalten sowie außergewöhnliche Events zu organisieren. Zu unserem „High Tech Made Easy“-Angebot im Rahmen von NH MEETINGS gehören u.a. unsere 3D-Hologramm-Technol­ gie – z.B. im nhow Berlin – , das SMART Room System für Videokonferenzen mit bis zu 150 Remote-Teilnehmern, oder auch der interaktive Veranstaltungsplaner Virtual Planner. Dort können Eventplaner schon vorab ihren Meetin­ graum nach ihren Vorstellungen online konfi­ gurieren und virtuell in 3D besichtigen, bevor sie ein konkretes Angebot anfragen. Auf Wunsch unterstützen wir auch mit einer indi­ viduellen Event-Webseite.

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Stellen Sie Veränderungen im Tagungsgeschäft im deutschsprachigen Raum fest, also z.B. beim Buchungsverhalten, der Dauer von Tagungen, den Anforderungen und Wünschen Ihrer Kunden? Die Digitalisierung hat uns alle flexibler und vernetzter gemacht. Kostenloses, schnelles WLAN wird heute schon vorausgesetzt, genau­ so wie das Möglichkeit, sich über mobile Gerä­ te vernetzen zu können. Unser Easy-AccessWLAN macht es unseren Gästen einfach, sich mit nur wenigen Klicks zu verbinden. Ferner bieten wir die Option Instant Booking im Tagungsbereich an. In 26 Hotels in Deutschland können Sie Tagungsräume für bis zu 50 Perso­ nen inklusive Catering und Zimmern in Echt­ zeit buchen, was eine große Zeitersparnis bedeutet. Sie sehen direkt auf der Webseite, welche Hotels verfügbar sind, können Preise vergleichen und Zusatzoptionen buchen. Mit den NH High Performance Meeting Räumen bieten Sie Videokonferenzen der neuesten Generation mit dem SMART Room System für Skype for business. Wie funktioniert’s und wo wird es angeboten? Aktuell ist das SMART Room System fester Bestandteil im NH Berlin Mitte, im NH Mün­ chen Ost Conference Center, im NH Collection Eurobuilding in Madrid, im NH Amsterdam Zuid und im NH Collection Constanza in Bar­ celona. Das System besteht aus zwei digitalen Touchscreens, die zugleich als Whiteboards fungieren, und einer Kamera, die über Skype for business verbunden werden. Bis zu 150 Teilnehmer können einem solchen Meeting via Link beitreten, egal, wo sie sind und wel­ ches Mobilgerät sie benutzen. Für die Teilneh­ mer vor Ort sind die Gäste an anderen Orten per Video auf einem der beiden Displays des SMART Rooms sichtbar. Sie können – genau­ so wie die Anwesenden – mit den im Meeting geteilten Inhalten interagieren. Alle Änderun­

••• Zur Person Stephan Demmerle (46) leitet seit September 2015 als Managing Director die Business Unit Central Europe bei der NH Hotel Group. Er ist verantwortlich für rund 80 Hotels der NH Hotel Group in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Rumänien. Neben der Verbesserung der wirtschaftlichen Kennzahlen und Wettbewerbsfähigkeit in allen Geschäftsbereichen seiner Business Unit steht vor allem die Steigerung der Gästezufriedenheit im Fokus seiner Tätigkeit. Nach mehreren Stationen innerhalb der NH Hotel Group als General Manager und Regional Director für die Region Ost, übernahm Stephan Demmerle 2010 als Director of Operations die operative Ergebnis- und Führungsverantwortung für die rund 80 Hotels in der Business Unit Central Europe.  Der gebürtige Ludwigshafener startete seine Karriere im Hotelbusiness 1991 als Auszubildender zum Hotelkaufmann. Demmerle hat mittlerweile 24 Jahre Berufserfahrung innerhalb der NH Hotel Group – zehn davon in leitender Position. Seit 2016 ist er Beiratsmitglied des Hotelverbandes Deutschland (IHA). 

gen, die am Whiteboard oder an den freigege­ ben Dateien gemacht werden, sind sofort für alle Teilnehmer sichtbar. Wie unterschiedlich sind denn die Kulturen beim Buchungsverhalten von Geschäftsreisenden, Meeting- und Eventmanagern? Wir beobachten Unterschiede u.a. im Suchver­ halten und in den Lead-Zeiten. Unsere deut­ schen Kunden buchen tendenziell etwas länger im Voraus als etwa Reisende aus südlicheren Ländern. In unseren Hotels in Osteuropa spielt das regionale Geschäft eine stärkere Rolle als in Deutschland, wo wir gerade an Standorten wie Berlin, Frankfurt und Wien sehr viele inter­ nationale Gäste begrüßen. •••

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Hotel & Veranstaltung • Serviced Apartments

Text RED Fotos Aparthotels Adagio (1/3 /4 / 5) I GZ (2)

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Bibliothek der Dinge – Wohn-Accessoires zur freien Auswahl. Mit dem neuen Angebot haben Adagio-Gäste die Möglichkeit, ihr Apartment individuell auszugestalten.

LONGSTAY MIT „ZUHAUSE-GEFÜHL“ Mit fünf Häusern sind die zum Accor-Konzern gehörenden Aparthotels Adagio in Deutschland präsent. Deren Konzept „Wohnen auf Zeit“ wird weiterentwickelt und enthält innovative Features, wie Mathias Dinier (Senior Online Marketing Executive) im Gespräch mit DMM berichtete. Die Marke Aparthotels Adagio wurde 2007 als Joint Venture der beiden französischen Hotel­ ketten AccorHotels und Pierre & Vacances Cen­ ter Parcs gegründet und seitdem im Zukunfts­ markt Aparthotels zu einem europaweiten Netzwerk entwickelt. Aktuell ist Aporthotel Adagio mit 100 Häusern und rund 11.000 Apart­ ments die europäische Nummer 1 im Segment. Das Konzept „Wohnen auf Zeit“ richtet sich vorrangig an Firmenkunden. In attraktiver Innenstadtlage stehen den Gästen großzügige, elegante Studios oder Zwei-Zimmer-Apart­ ments mit voll ausgestatteter Küche sowie einem Arbeitsplatz zur Verfügung. Gleichzeitig genießen sie Hotelservices wie regelmäßige Reinigung, Frühstücksbuffet, freies WLAN, Fitness-Center, Wäscherei und eine 24-Stun­ den-Rezeption.

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Drei Produktlinien. In Deutschland haben Geschäftsreisende bzw. deren buchende Mobi­ litätsmanager die Wahl unter zwei Produkt­ linien, Adagio und Adagio access. Die beiden ersten Häuser der dritten Produktlinie Adagio premium, die geräumige Luxusapartments im Stadtzentrum bieten, sind in den VAE. Die Pro­ duktlinie Adagio steht für Aparthotels der Midscale-Linie in zentraler Lage beliebter Metropolen. Kunden legen laut Dinier hier ver­ stärkt Wert auf Serviceleistungen und gehobe­ nen Komfort. In Deutschland ist Adagio in München (nahe Hauptbahnhof), Berlin (nahe Kurfürstendamm), Köln (nahe Altstadt) und Frankfurt (Westend-Gate) vertreten. Die Eröff­ nung weiterer Aparthotels in Hamburg, Bremen und Düsseldorf ist anvisiert. Das jüngste wurde im September 2016 als Aparthotel Adagio

Frankfurt City Messe im Hotel- und Bürohoch­ haus „WestendGate“ gegenüber der Messe Frankfurt eröffnet. Mit dem Konzept der Economy-Linie Adagio access will Adagio ein Longstay-Angebot für B- und C- Städte zu schaffen. Die Häuser dieser Marke sind jedoch auch in den großen Metro­ polen zu finden, wenngleich sie üblicherweise nicht m Zentrum, sondern in verkehrsgünstiger Lage und im Umfeld größerer Unternehmen zu finden sind. Das Augenmerk liegt auf Funktio­ nalität, Flexibilität und günstiger Preisgestal­ tung. In Frankreich und Belgien gibt es mittler­ weile 49 Aparthotels unter diesem Namen. Im Dezember 2014 eröffnete das erste deutsche Adagio access in München. Das Economy Longstay-Haus folgt in Kiel. Das Münchner Haus ist nahe Olympiapark und BMW-Welt. Es

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Serviced Apartments

Online-Info www.accorhotels.com

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„Das Gütesiegel ‚Certified Serviced Apartment’ bestätigt, dass wir mit unserem Lang­ zeitkonzept eine optimale Lösung für Mobilitäts­manager und Geschäftsreisende ent­ wickelt haben.“ Anja Müller I Director of European Operations Aparthotels Adagio European Markets

Mathias Dinier ist Senior Online Marketing Executive bei Aparthotels Adagio Deutschland.

umfasst 160 Apartments, davon 128 Studios für bis zu zwei Personen und 32 Apartments mit Extra-Schlafzimmer für bis zu vier Personen. Evolution. Im Adagio Frankfurt City Messe (172 Studios und 2-Zimmer-Apartments) wurde erstmals eine Weiterentwicklung des AdagioKonzepts mit Gemeinschaftsbereichen und Workspaces umgesetzt. Zusammen mit der gemütlichen Lounge bietet Adagio den Gästen erstmals einen öffentlichen Bereich, der zum abendlichen Entspannen und lockeren Zusam­ mensein einlädt. Dieser Sharing- und MeetingGedanke setzt sich im Frühstücksraum fort. Dort steht den Gästen eine offene Küche zur freien Verfügung, in der sie abends gemeinsam kochen und das selbst zubereitete Essen in ent­ spannter Atmosphäre genießen – umso mehr, da der Abwasch von Adagio erledigt wird. So sparen sie Ausgaben für gerade in größeren ••• Certified Serviced Apartments Europas Marktführer für Serviced Apartments erhielt das VDR-Gütesiegel „Certified Serviced Apartment“. Der VDR belegt damit die hohe Qualität der Adagio-Apartments. Das Zertifikat dient vor allem für Gäste und Geschäftsreisende, die hochwertige und komfortable Langzeitunterkünfte suchen, als wichtige Orientierung.  Anja Müller, Director of European Operations Aparthotels Adagio: „Das Gütesiegel bestätigt, dass wir mit unserem Langzeitkonzept eine optimale Lösung für Mobilitätsmanager und Geschäftsreisende entwickelt haben. Diese Zertifizierung gewährleistet, dass die Besonderheiten des Produkts abgebildet werden und adäquat in die Bewertung einfließen.“ Bislang wurden in Deutschland vier Adagio Aparthotels in Berlin, München (2) und Köln nach dem „Certified Serviced Apartment“-System des VDR klassifiziert. 

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WestendGate Frankfurt: Das jüngste Adagio

Städten oft teure Restaurantbesuche. Und Hand aufs Herz: Wem bereitet es keinen Spaß, mal selbst den Kochlöffel zu schwingen. Selber kochen spart nicht nur Kosten: Das gemeinsa­ me Einkaufen und Kochen macht Freude, der Tagesablauf kann individuell und flexibel gestaltet werden. Übrigens kann man auch einen „Gast-Koch“ nach eigener Wahl engagieren, der dann in der Adagio-Küche z.B. für eine Gästeg­ ruppe Wunschmenüs auf den Teller zaubert. Letzteres ist ein Modul des neuen Konzepts und wird z.B. in Frankfurt schon praktiziert. Mathias Dinier skizierte weitere Pläne, die unter dem Dach eines „Mehr Zuhause-Gefühls“ teil­ weise schon umgesetzt, teils erst noch kommen werden. Dazu zählen z.B. der Entfall der Rezep­ tion. Die Kunden können per iPad ein- und auschecken, sie können sich natürlich auch an MitarbeiterInnen werden, die als Ansprechpart­ ner für alle Fragen zur Verfügung stehen. Wei­ teres Highlight ist die „Bibliothek der Dinge“ in der Lobby. Die Gäste können sich aus besagter Bibliothek (Regal mit netten Gegenständen) heraussuchen, womit sie ihr Zimmer persona­ lisieren können. Das Pilotprojekt dazu startete im Aparthotel Adagio Paris Bercy im Oktober 2016. In Deutschland startet das Projekt im Herbst 2017 in den beiden Münchner Häusern (Adagio München City und Adagio access Mün­ chen City Olympiapark). Vorteile für Firmenkunden. Zu den Vorteilen für Longstay-Gäste zählen kostenloser High­ speed-WLAN-Zugang in allen Bereichen, Apart­ ments und öffentlichen Räumen, zusätzlich buchbar Leistungen vom Frühstück bis zum Wäscheservice. Sie profitieren ferner von einer attraktiven Preisstaffelung: Je länger Reisende ihren Aufenthalt in einer Stadt planen, desto günstiger kann es bei den Übernachtungen werden. Bei Adagio Aparthotels können Gäste

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In der Küche selbst den Kochlöffel schwingen. (5)

Adagio-Konzept mit Gemeinschaftsbereichen

ab der vierten Nacht bis zu 15 % sparen und für ausgedehnte Aufenthalte ab zehn Nächten gibt es bis zu 30 % Nachlass. Schließlich haben Busi­ nesstraveller als Mitglieder des Bonuspro­ gramms Le Club Zugang zu Privilegien. Ent­ sprechend der Anzahl ihrer Übernachtungen bzw. gesammelten Punkten erhalten sie einen höheren Status und noch mehr Service. •••

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Geschäftswagen • Autonomes Fahren

Text RED Fotos Audi (1) I Volkswagen (2/4) I BMVI (3) I BMW (5)

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Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis autonomes Autofahren vollumfänglich möglich sein und funktionieren wird.

AUTONOM FAHREN – VIELE FRAGEN Wenn hoch- und vollautomati­ siertes Fahren kommt – Experten der Automobilindustrie betonten in Gesprächen mit DMM immer wieder, dass das autonome Fahren vermutlich erst in mehreren Jahrzehnten vollumfänglich möglich sein wird – dann ist das Fahren wie von Geisterhand nicht ganz unkompliziert, jedenfalls rechtlich betrachtet. Aber auch die Praxis stellt die Entwickler aktuell noch vor viele Probleme.

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Das autonome Fahren stellt in vielerlei Hinsicht eine attraktive Innovation für die Zukunft der Mobilität, auch der geschäftlichen, dar. Mehr Sicherheit, Gewinn an Komfort, Nutzung der fürs Fahren benötigten Zeit für andere Zwecke und Effizienzgewinne zählen zu den erwarte­ ten Vorteilen. In Systemen und Technologien autonomen Fahrens sind jedoch Fehler nicht auszuschließen, die zu Unfällen mit Sach- und Personenschäden führen können. Während heute alle Kfz meist unabhängig bedient wer­ den, wird der autonom geführte Verkehr zu einem gewissen Anteil durch Leitzentralen und Vernetzung verbunden sein, um ihn optimal durch miteinander verbundene Autopiloten zu lenken. Damit einher geht freilich eine Vielzahl von Risiken. Die Bundesregierung hatte im parlamentari­ schen Verfahren Anregungen von Experten auf­ gegriffen und konkretisiert, welche Tätigkeiten der Fahrer ausüben darf, während der Autopilot das Steuer übernimmt, und wann er wieder das Lenkrad übernehmen muss. Dabei heraus kam die Straßenverkehrs­ gesetz-Änderung. Der Gesetzentwurf stellt klar, dass der Betrieb von Kfz mittels hochund vollauto­ma­ ­tisierter Fahr­ funktion „im Rahmen der bestimmungs­ VW I.D. – Pilotprojekt in Sachen Elektromobilität und autonomes Fahren.

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gemäßen Verwendung“ zulässig ist. Bemerkens­ wert ist der Satz: „...wenn der automatisierte Modus das Fahrzeug steuert, liegt die Haftung beim Hersteller“. Von einer rechtlichen Gleich­ stellung zwischen dem menschlichen Fahrer und dem Computer als Fahrer in einer sich grund­ legend verändernden Mobilität sprach Ver­ kehrsminister Alexander Dobrindt. Blackbox in jedem Auto. Zur Klärung von Haftungsansprüchen bei einem Crash ist es nach Meinung der Politik zwingend erforder­ lich, dass im Auto durchgehend Daten aufge­ zeichnet werden die nachweisen, „ob beim Unfall oder anderen Schäden der Computer oder der Mensch die Fahraufgabe innehatte“. Damit zusammenhängend ist die Frist für die Speicherung von Daten des Fahrgeschehens von geplant drei Jahren auf sechs Monate abge­ senkt worden, es sei denn, das Auto war in einen Unfall verwickelt. Die in autonomen Fahrzeugen verbindlich zu verbauende Black­ box wird speichern, wann der Autopilot und wann der menschliche Fahrer die Kontrolle hatte, ob technische Störungen vorlagen und an welcher Position das Fahrzeug sich zu wel­ chem Zeitpunkt befand. Übrigens wünscht sich laut Bitkom die große Mehrheit der Bundesbürger eine serienmäßige Datenspeicherung, um im Falle eines Unfalls die Schuldfrage zu klären. Für die Polizei- und Justizbehörden hat besagte Blackbox noch den Vorteil, dass damit u.a. das in Deutschland gerne geübte Delikt der Fahrerflucht (weit über 90 % der Autofahrer, die mit ihrem Wagen

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Autonomes Fahren

Online-Info bmvi.de I bitkom.org I vda.de

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Alexander Dobrindt: Verfechter des Automatismus

Der VW I.D. soll ab 2025 auch autonom fahren können.

unbeobachteterweise an einem anderen Wagen hängen geblieben sind, machen sich aus dem Staub) eingedämmt werden kann.

vom System dazu aufgefordert wird. Der Fahrer muss demnach nicht, wie ursprünglich vorge­ sehen, ständig das Verkehrsgeschehen über­ wachen. Dies entspricht auch den Wünschen der vom Bitkom Befragten: 34 % wollen wäh­ rend der Fahrt im autonomen Fahrzeug lesen , 24 % wollen Filme schauen und 15 % arbeiten.

Lesen und Filme schauen? Ferner wird gere­ gelt, dass im Rahmen der bestimmungsgemä­ ßen Verwendung die automatisierte Fahrfunk­ tion zur Fahrzeugsteuerung verwendet werden kann, „wenn der Fahrzeugführer besonders geregelte Pflichten zur unverzüglichen Wieder­ aufnahme der Fahrzeugsteuerung beachtet“. Im Klartext: Der Fahrzeugführer darf sich im Falle, dass die hoch- und vollautomatisierte Fahr­ funktion die Kontrolle über das Auto übernom­ men hat, „vom Verkehrsgeschehen und der Fahr­ zeugführung abwenden“. Er muss gleichzeitig aber so wahrnehmungsbereit sein, dass er die Steuerung wieder übernehmen kann, wenn er

Risiken. Experten wollen nicht ausschließen, dass es aufgrund technologischer Mängel oder in Situationen, auf die die Technologie nicht vorbereitet ist, zu Unfällen kommen kann, die spezifisch für autonomes Fahren sind und die vermutlich mit dem menschlichen Fahrer nicht eingetreten wären. Durch Unfallrisiken des autonomen Fahrens können auch andere Ver­ kehrsteilnehmer gefährdet werden, also nicht nur die Fahrzeuginsassen. Eine kaum lösbare

••• Umfrageergebnisse zum autonomen Fahren Trotz der guten Ausgangsposition und der breiten Zustimmung der Bürger zu selbstfahrenden Fahrzeugen bleiben die Herausforderungen für die Hersteller groß. Eine Befragung zum Thema „Autonome Autos“ durch den Digitalverband Bitkom ergab: Derzeit sehen nur 11 % Prozent der Deutschen keinerlei Nachteile von selbstfahrenden Autos.

• 61 % sorgen sich, dass ein solches Fahrzeug gehackt werden könnte.

• 52 % haben Bedenken, dass persönliche Fahrzeugdaten wie Wegstrecken von Dritten ohne ihr Wissen genutzt werden könnten.

• 30 % trauen der Technik in Gefahrensitu­ ationen weniger zu als dem Menschen.

• Nur 11 % würden ihre Fahrzeugdaten Drit-

ten zur Verfügung zu stellen, 48 % würden dies tun, wenn damit ein gesellschaftlicher Nutzen wie ein besserer Verkehrsfluss oder die Aufklärung von Straftaten verbunden ist. 32 % wäre einverstanden, die Daten spei-

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chern und nutzen zu lassen, wenn er dadurch p ­ ersönliche Vorteile hätte, etwa individuelle Verkehrsmeldungen oder eine Parkplatzreservierung am Zielort.

• 75 % fordern, dass in selbstfahrenden

Autos serienmäßig eine Black Box wie in Flugzeugen eingebaut wird, um bei Unfällen die Ursache aufzuklären.

• Im Falle von Unfällen sieht die große Mehr-

heit (73 %) die Fahrzeug-Hersteller bzw. die Software-Anbieter des Autopiloten in der Haftung, nur jeder Fünfte (19 %) den Fahrer.

• Viele Bundesbürger gehen davon aus,

dass sich Mobilität in Zukunft deutlich verändern wird. Heute sagen noch 62 %, dass es ihnen wichtig ist, ein eigenes Auto zu besitzen. Sollte es aber möglich sein, sich z.B. per App ein selbstfahrendes Auto bei Bedarf zu rufen, wollen 61 % kein eigenes Auto mehr kaufen, nur 6 % planen dies dennoch auf jeden Fall.

BMW 7er: Hinten sitzen und sich chauffieren lassen.

••• Gehirn fürs Auto Geschäftsreisende werden ihr Gehirn nicht ausschalten können, wenn sie in Zukunft mit einem autonomen Dienstwagen unterwegs sind. Unterstützung aber erhalten sie von einem auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Rechner, der gemeinsam von Bosch und dem US-Chef-Produzenten Nvidia entwickelt wird und ab 2019 automatisiertes Fahren ermöglichen soll.

Aufgabe wird sein, dass autonomes Fahren nicht schlagartig das heutige System ablösen wird. Das zu erwartende Mischsystem mit menschlichen Fahrern und autonom geführten Autos wird komplexer und unvorhersehbarer. Nur ein Beispiel: Bei hoher Geschwindigkeit schert ein „manueller Rechtsüberholer vor einem autonom dahingleitenden Fahrzeug ein. Das selbstfahrende Auto leitet dadurch nach heutigem Stand der Technik eine abrupte Voll­ bremsung ein mit allen Konsequenzen für die Insassen. Das Mischsystem wird unendlich viele solche negativen Vorfälle produzieren und zu ungekannten neuen Unfalltypen führen, fürchten Entwickler. Autonomes Fahren geht einher mit technischen und soziotechnischen Umbrüchen. Die Welle der Automatisierung wird vor allem anspruchs­ vollere Tätigkeiten überflüssig machen. Z.B. wird es in Zukunft keine Taxi- und Chauffeur­ dienste mehr geben. Zu denken ist auch an das Thema Bewegungsprofil. Damit kann die räum­ liche Bewegung eines jeden nachverfolgt wer­ den, ein Ende der Privatheit droht. Schließlich wird ein großer Teil der Mobilitätsbedürfnisse vom Funtkionieren der weltweiten Datenkom­ munikationsnetzte abhängen. Ein Blackout, und alles steht, wenn man Autos nicht mehr zur Gänze manuell bedienen kann. •••

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Geschäftswagen • Fahrbericht • VW Golf

Text RED Fotos Volkswagen (1/ 2 / 3/ 5) I GZ (4)

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„Tanken“ an Schnellladesäulen geht sehr flott. (3)

Übersichtliche Instrumentierung im Cockpit mit allen wichtigen Fahrdaten.

Nachvollziehbarer Energiefluss auf dem Screen.

VW GOLF: SINNVOLLER MIT DEM „E“ Mit dem Update des Golfs bekommt dessen rein batterieelektrisch angetriebene Version auch einen neuen Lithium-Ionen-Akku mit 35,8 kWh statt wie bisher 24,2 kWh. Das macht den Wagen schon interessanter für Unternehmen, die vorwiegend innerstädtisch und in Ballungsräumen unterwegs sind – die Reichweite soll nun bei realistischen 200 bis 220 km liegen. Ebenfalls neu ist der Plug-inHybrid GTE, den wir guten Gewissens auch Fuhrparks empfehlen. Das vielfältige Antriebsspektrum des europä­ ischen Topsellers ist der Schlüssel zum Erfolg des Golf – für nahezu jede Mobilitätsfrage gibt es eine passende Lösung. Dabei werden in naher Zukunft Plug-In-Hybride und reine Stromer immer stärker ins Spiel eingreifen. Der e-Golf

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und der Golf GTE stehen mit ihrem Elektrobzw. Plug-In-Hybridantrieb für hohe Entlastung der Umwelt. Permanent emissionsfrei ist der e-Golf unterwegs, temporär über eine Distanz von 50 km (NEFZ) der Golf GTE. Bei der zweiten Generation des e-Golf sind gute 50 % mehr Reichweite drin. Im kundenrelevan­ ten Jahresmittel – je nach Fahrweise, Witterung und Einsatz der Klimatisierung – liegt die Reich­ weite bei etwa 220 km. Damit wird der Stromer z.B. für viele berufliche Pendler zu einer umwelt­ freundlichen Alternative. Rund 80 % aller Auto­ fahrer legen in Deutschland täglich weniger als 50 km zurück, so das Verkehrsministerium. Eben­ so empfiehlt sich die neue Technologie-Genera­ tion des e-Golf für den privaten Einsatz. Dank „Ergänzungsmobilität“ erhalten alle Käufer eines e-Golf in den ersten zwei Jahren ab Erst­ zulassung bis zu 30 Tage per anno einen Miet­ wagen aus dem aktuellen VW Pkw-Programm (außer Touareg) kostenlos. Wie für e-Fahrzeuge üblich, steht die maximale Kraft drehzahlunabhängig und linear zur Ver­ fügung. Die hohe Agilität ist besonders beim Anfahren spürbar. Trotz Leistungs- und Reich­ weitenplus blieb der Durchschnittsstromver­ brauch mit 12,7 kWh konstant niedrig. Bei unseren Testfahrten kamen wir auf ca. 15 kWh.

Eco-Fahrhinweise. Eine neue Assistenz-Funk­ tion (Eco-Fahrhinweise) unterstützt dabei, durch vorausschauende Fahrweise Energie zu sparen. Das System nutzt dazu die prädiktiven Streckendaten des serienmäßigen Navigations­ systems und Daten zur Längsdynamik aus dem Motorsteuergerät. Via Multifunktionsanzeige (MFA) erhält der Fahrer den Hinweis, vom Fahrpedal zu gehen, sobald der Wagen in der nun folgenden Situation – etwa bei anstehen­ den Tempolimits oder vor Kurven – auch ohne „Stromgeben“ schnell genug ist. Wärmepumpe. Um die Reichweite auch im Winter trotz Dauereinsatz der Heizung zu opti­ mieren, gibt‘s für den e-Golf eine optionale Wärmepumpe. Das Zusatzmodul nutzt die Wär­me aus der Umgebungsluft als auch die Abwärme der Antriebskomponenten. Sobald sie zum Einsatz kommt, erhöht sich die Reichweite bei niedri­ gen Außentemperaturen im Vgl. zum konven­ tionellen Heizungssystem um bis zu 30 %. Laden mit CCS geht am schnellsten. Die Zei­ ten für das Aufladen der Batterie richten sich nach der Stromquelle: An der normalen 230-V-Steck­ dose (bei 2,3 kW) sind es 13:15 Stunden, an einer Ladestation mit 7,2 kW etwa 4:15 Stun­

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VW Golf

Online-Info Volswagen.de > Grosskunden / Selbstständige

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e-Golf-Parade: Mit größerer Reichweite ist der Stromer auch für Firmenkunden in Städten eine Alterative.

den, die zum Aufladen bis 80 % der Akkukapa­ zität verstreichen. Per CCS (Combined Char­ ging System) mit 40 kW dauert es bis 80 % lediglich 45 Minuten, bis 100 % genau 1 Sunde. Aber Achtung: An den öffentlichen deutschen Ladesäulen werden unverschämt hohe Strom­ preise abgerufen, nämlich mehr als das Dop­ pelte des üblichen Haushaltspreises. Design. Per Individualisierung der Chromleiste differenzieren sich die Modelle untereinander. Beispiel e-Golf und Golf GTE: Kühlergrill- und LED-Scheinwerfer weisen zusätzlich eine mar­ kant blaue Linie auf (als Kennzeichen der VWe-Mobilität). e-Golf und Golf GTE eint dabei im Stoßfänger die für alle Volkswagen Elektro- und Plug-In-Hybridmodelle typische c-förmige Signatur des Tagfahrlichtes. Mit neuer Waben­ struktur der Kühlergrill-Verkleidungen zeigt der Golf GTE mehr Nähe zum Golf GTI. Digitalisiertes Interieur. Ab Werk ist die zweite Technologie-Generation des e-Golf zudem mit dem komplett neuen 9,2“-Infotainmentflagg­ schiff „Discover Pro“ inklusive Gestensteuerung ausgestattet. Zudem besitzt das Elektroauto

spezielle, auf den e-Antrieb zugeschnittene Instrumente. Erstmals wird dabei auch der e-Golf optional mit einem Active Info Display statt der analogen Instrumente angeboten. Das Active Info Display bildet zusammen mit dem „Discover Pro“ eine neue, digitalisierte Anzei­ gen- und Bedienwelt. Zum Innenraum gehören Komfortsitze vorn, Multifunktionslederlenk­ rad, Lederschalthebelknauf mit blauen Ziernäh­ ten und neu designte Dekoreinlagen. GTE mit vorausschauender Hybridstrategie. Mit seinem Plug-In-Hybridantrieb ist erst recht der Golf GTE eine gute Wahl für Firmenflotten und Freiberufler, die einerseits lange Distanzen zurücklegen, gleichzeitig aber im Start- und Zielgebiet emissionsfrei unterwegs sein wollen. Neu an Bord ist in Verbindung mit einem Navi ab Sommer 2017 die prädiktive Hybridstrategie mittels deren das Auto emissionsfrei durch Ort­ schaften fahren kann. Im „E-Mode“ ist der GTE voll elektrisch unter­ wegs (in der Realität 30 bis 40 km). Ist der Modus „Hybrid“ aktiv, setzt der Golf im Hinblick auf hohe Effizienz automatisch beide Motoren zusammen oder separat ein. Sobald der Fahrer

Golf GTE: Auto der Vernunft für Vielfahrer.

••• Unsere Meinung VW ist mit dem e-Golf und dem Golf GTE auf dem richtigen Kurs. Beide sind Vertreter einer neuen Mobilität, wobei wir vor allem den Plug-in-Hybrid als hoch interessanten Dienstwagen betrachten. Korrekt eingesetzt, ist er der aktuell beste Golf.

den Modus GTE aktiviert, sorgen die Motoren zusammen für ein Höchstmaß an Dynamik. Ferner kann man über weitere Modi den Batte­ rie-Ladestand konstant halten und die Batterie während der Fahrt laden – etwa um am Ziel emissionsfrei in eine Umweltzone einzufahren. Tipp: Charge & Fuel Card. Um das Laden unterwegs so einfach und günstig wie möglich zu gestalten, bietet die Volkswagen Leasing GmbH für alle Elektro- und Plug-In-Hybridmo­ delle der Marken Volkswagen und Audi in Deutschland die Charge & Fuel Card an. Gela­ den wird dabei zum transparenten Einheits­ preis von 11,90 Euro brutto die Stunde für Gleichstrom (DC) bzw. 0,95 Euro brutto pro Stunde für Wechselstrom (AC) bei minutenge­ nauer Abrechnung. •••

••• Technische Daten und Betriebskosten VW Golf Update 2017 Motor I Hubraum (cm3)

Leistung (kW/ PS) bei

min −1

e-Golf

GTE

GTD 2.0 TDI BMT DSG

– – –

R4/4 I 1.395

R 4/4 I 1.968

– – –

110 /150 bei 5.000 – 6.000 135/184 bei 3.500 – 4.000

Drehmoment (Nm) bei min −1

– – –

250 bei 1.500 – 3.500

Verbr./100 km (l) I CO2 (g/km) 1)

– – –

1,8 I 40

4,9 I 129

Leistung (kW/ PS) I Drehm. (Nm)

100 /136 bei 3.000 – 12.000, 209 bei 0 – 3.000

75 /102 bei 2.500

–––

Verbr./100 km (kWh) I Reichw. (km)

12,7 I 200

12,0 I 50

–––

Leistung (kW/ PS) I Drehm. (Nm)

– – –

150/204 I 350

–––

Beschleunigung (s) 2) I V.max (km/h)

9,6 I 150

7,6 I 222

7,4 I 230

L x B x H (mm) 3)

4.270 x 2.027 x 1.482

4.276 x 2.027 x 1.484

4.268 x 2.027 x 1.492

Netto-Preis (€) Basis

30.168,07

31.008,40

28.563,02

Betriebskosten (Cent/km) 22,0 (36 Mon., 40.000 km) 25,0 60 Mon., 20.000 km) 17 / 21 / 20

Versicherung HP / TK / VK Verbrenner

Elektromotor

www.dmm.travel

Systemleistung

380 bei 1.750 – 3.250

37,4 (36 Mon., 40.000 km) 38,5 (36 Mon., 40.000 km) 58,5 60 Mon., 20.000 km)

60,0 60 Mon., 20.000 km)

17 / 20 / 19

14 / 23 / 21 1)

NEFZ / EU6

2)

0 auf 100 km/h 3) inkl. Spiegel

43


Geschäftswagen • Umfrage

Text RED Fotos Linde Group (1/2) I Arval (3) I Porsche (4)

(1)

(2)

Linde Hydrogen Center: Wasserstoffbetriebene Autos könnten eines Tages neben batterieelektrischen ebenso bedeutsam sein.

WIE ALTERNATIV SIND FUHRPARKS? Kraftstoffe aus fossilen Energiequellen belasten die Umwelt und sind irgendwann erschöpft. Auch im Verkehrswesen soll deshalb die Energiewende Einzug halten. Doch wie stehen Fuhrparkverantwortliche in Deutschland dazu? Welche Potenziale, welche Hürden sehen sie? In Kooperation mit DMM fühlte ihnen der Full-ServiceLeasinganbieter Arval im Rahmen einer Umfrage auf den Zahn.

Quelle: Arval Deutschland

••• Aktueller Stand Setzen Sie bereits Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ein oder planen Sie dies für die nähere Zukunft? Ja Nein

48

49 % 51%

„Als Alternative zum Verbrennungsmotor ste­ hen verschiedene Technologien parat: Elektro­ motoren, Hybrid­Plugins, Wasserstoff­Brenn­ stoffzellen. Von flächendeckender Nutzung alternativer Antriebe in den deutschen Fuhr­ parks sind wir jedoch noch weit entfernt. Wir wollten daher den aktuellen Stand der Entwick­ lung, Hinderungsgründe und wünschenswerte Unterstützungsmöglichkeiten in einem Stim­ mungsbarometer abfragen“, erläutert Christian Schüßler, Commercial Director und Prokurist bei Arval, die Intention der Umfrage. Dazu wurden 111 deutsche Flottenverantwortliche zum The­ ma alternative Antriebe befragt. Der Großteil von ihnen (63,22 %) ist für große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern tätig. Vom Maschinen­ und Anlagenbau über Pharma bis hin zur Automobilindustrie sind sie in den unterschiedlichsten Branchen tätig. Einig in der Sache, gespalten in der Umsetzung. Grundsätzlich befürworten die Fuhrparkverant­ wortlichen alternative Antriebe. Eine breite Mehrheit von 81 % der Befragten hält eine Um­ stellung für sinnvoll. Nur 6 % lehnen diese ab; 13 % sind unentschlossen. Deutlich gespaltener sind die Teilnehmer hin­ gegen in der Frage nach der Umsetzung: Denn nur 49 % von ihnen setzt auch bereits alterna­ tive Antriebe ein oder plant deren Einführung für die nähere Zukunft fest ein. Als primären Grund dafür geben sie in erster Linie Umwelt­

bewusstsein (43 %), die Zukunftsfähigkeit der Technologie (23 %) und die Selbstpositionie­ rung als innovationsstarkes Unternehmen (19 %) an. „Dieses Ergebnis überrascht mich nicht“, sagt Christian Schüßler, Gesamtvertriebsleiter bei Arval Deutschland. „Denn vor allem große Unternehmen schreiten hier voran und setzen alternative Antriebe bereits verstärkt ein. Das zeigt auch das CVO Fuhrpark­Barometer 2016. Die kleineren Unternehmen hingegen sind bei der Einführung noch zurückhaltender.“ Für Komplettumstieg noch nicht bereit. Als größtes Hindernis führen die Befragten unaus­ gereifte Technologien (39 %) sowie mangelnde Infrastruktur (33 %) an. Für 10 % sind die hohen Kosten entscheidend. Stünde im Fuhrpark eine vollständige Energiewende unmittelbar bevor, wären Hybride/Plugin­Hybride die bevorzugte Wahl der Entscheider: 57 % würden darauf zu­ rückgreifen, müssten sie ihre Firmenflotte heute komplett auf alternative Antriebe umstel­ len. An zweiter und dritter Stelle folgen Elek­ tromotor (23 %) und Brennstoffzellen (16 %). „Dass die meisten Befragten im Falle des Falles auf Hybrid­Lösungen zurückgreifen würden, zeigt, dass die Weichen für einen Komplettum­ stieg noch nicht gestellt sind. So ist etwa in einem Stadtgebiet mit einer ausgebauten Infra­ struktur ein Elektromotor durchaus eine hand­ feste Alternative zum herkömmlichen Verbren­

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Umfrage

Online-Info www.arval.de

(3)

(4)

Christian Schüssler, Commercial Director bei Arval

••• Motivation

••• Hindernisse

Was ist Ihr Hauptbeweggrund für den Einsatz alternativer Antriebe?

Was sehen Sie generell als das größte Hindernis für den Einsatz?

Umweltbewusstsein

Die Technologien sind noch nicht ausgereift

42,6 %

Zukunftsfähigkeit der Technologie

23,4 %

Innovationsstärke zeigen

Zu teuer

10,2 %

Zu aufwändig

2,0%

Sonstiges

4,3 %

Sonstiges

nungsmotor. Dagegen gibt es für Langstrecken zu wenige Ladestationen. Eine Hybridlösung steigert die Reichweite und gleicht die techno­ logischen und infrastrukturellen Nachteile somit aus“, sagt Christian Schüßler. Förderungsmaßnahmen ergreifen. Verstärkte Maßnahmen zur Förderung alternativer Antrie­ be wünscht sich ein großer Teil der Befragten daher auch von der Politik. 77 % wünschen sich mehr Initiativen zum Ausbau der Infrastruktur. Sie heißen zudem die Finanzierung von For­ schung zur Verbesserung der Technologie und die finanzielle Subventionierung von Unterneh­ men willkommen (49 bzw. 26 %).

Auch die Leasing­Anbieter werden von vielen Befragten in die Pflicht genommen: Das Bereit­ stellen eines adäquaten Hersteller­ und Repa­ raturnetzwerks, umfassende Fahrzeugauswahl sowie gezielte Beratung halten jeweils 50 % der Befragten für sinnvoll. Ein Fünftel der Befragten sieht großen Schulungsbedarf bei den Fahrern im Umgang mit den neuen Fahrzeugen. „Ins­ gesamt bestätigen die Ergebnisse der Umfrage zum großen Teil unsere Erfahrungen“, resü­ miert Christian Schüßler. „Die Unternehmen sind gewillt, im Fuhrpark auf Umweltschutz zu setzen, aber nicht zu jedem Preis. Vor allem die Infrastruktur ist noch nicht soweit ausgebaut, dass flächendeckende Umstellung problemlos

••• Bevorzugte Antriebsarten

••• Arval Deutschland

Wenn Sie heute Ihren Fuhrpark komplett auf alternative Antriebe umstellen müssten, welche Antriebsart würden Sie auswählen?

Der oberbayerische Fullservice-Leasinganbieter Arval Deutschland (Kirchheim bei München) hat 2016 die ehemalige GE Auto Service Leasing GmbH integriert. Das Management-Team besteht aus Führungskräften beider Firmen. Geschäftsführer Marcus Schulz (auch Vorsitzender der Geschäftsführung), Neuzugang Denis Corjon sowie der Ex-Gf der GE Auto Service Leasing, Andreas Lackner, sind jeweils für einen Geschäftsbereich hauptverantwortlich. Seit Jahren zählt das Engagement für Qualität und Umwelt zur Geschäftsphilosophie von Arval Deutschland. Dafür gab es im Feb. 2017 die erneute Bestätigung der Zertifizierungen ISO 9001 für Qualitätsmanagement sowie ISO

Hybrid/ Plugin-Hybrid

Sonstige

www.dmm.travel

Quelle: Arval Deutschland

4,3 %

Brennstoffzelle Elektro/Wasserst.

32,7 %

Mangelnde Infrastruktur

6,4 %

Technikaffinität

Elektromotor

38,8 %

19,1%

Kosteneffizienz

Quelle: Arval Deutschland

Panamera 4E Hybrid: Teuer aber ein Beispiel für einen hervorragenden innovativen Antrieb.

56,8 % 23,2 % 15,8% 4,2%

16,3 %

möglich ist. Punktuell kann eine Einführung alternativer Antriebe in manchen Unternehmen aber auch heute bereits sinnvoll sein.“ Alternative Antriebe in der Praxis. Erfolg­ reich auf Elektromobilität setzt etwa bereits das Unternehmen bridgingIT. Dort wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Full­Service Leasing­ anbieter Arval knapp 13 % der Poolfahrzeuge elektrifiziert, wodurch bisher mehr als 117 t CO2 eingespart wurden (Stand Okt 2016). Die Mobilität der Fahrer wird dadurch nicht einge­ schränkt, da jeder E­Auto­Fahrer eine eigene Ladeinfrastruktur zu Hause hat – privat wie geschäftlich bleiben sie voll einsatzfähig. •••

Führend in Sachen Qualität und Umwelt 14001 für Umweltmanagement. Die Re-Zertifizierung durch den SGS TÜV Saar garantiert, dass die Kirchheimer Fuhrpark und Fahrer optimal und strategisch sinnvoll betreuen. Die Kunden können damit – von einer unabhängigen Prüfstelle bestätigt – auf eine qualitativ hochwertige Rundumversorgung vertrauen. Die ISO 14001 hat Arval wiederum für den Aufbau seines Umweltmanagementsystems erhalten. Dabei gilt es, alle betrieblichen Prozesse möglichst klima- und ressourcenschonend zu gestalten. Relevant sind u.a. die Auswahl von Baumaterialien und Büromöbeln, sowie die nachhaltige IT-Ausstattung und die Umweltverträglichkeit der eigenen Dienstwagen.

49


Recht • Steuer • Versicherung • Dienstreiseversicherung

Text RED Fotos sr. tourette

Viele Businesstraveller kommen sich vor wie beim ersten Sprung mit dem Fallschirm, sichere Landung ungewiss...

MITARBEITER WIRKSAM SCHÜTZEN Ein Mitarbeiter reist ins Ausland und wird in einen Unfall verwickelt. Eine Notversorgung im Krankenhaus ist erforderlich. Die Rückholung nach Deutschland muss durchgeführt werden. Tausende Euro sind für die ­Notversorgung aufzubringen. Mehrere Zehntausend Euro für die notfallmäßige Rückholung ins Heimatland. Wer bezahlt? Richtig – für die entstandenen Kosten haftet das Unternehmen und dies uneingeschränkt. Während Unternehmen ohne lange darüber nach­ zudenken ihre Waren und Betriebsmittel im Aus­ land absichern, vergessen viele Chefs, einen der wichtigsten Firmenbestandteile umfassend zu schützen – ihre Mitarbeiter. 2013 kam die Umfrage „Chefsache Business Travel“„ von Travel Management Companies im Deutschen Reise­ Verband (DRV) zum Ergebnis, dass bei Geschäftsreisen nur 51 % der Firmen ihre Mitar­ beiter aktiv in Bezug auf Reiserisiken und durch eine entsprechende Betreuung bei Problemen während der Reise unterstützen. Im Jahr 2017 sieht es nicht viel besser aus. Neben Firmenchefs/Management müssen auch Mobilitäts-, Travel- und Fleetmanager wissen, dass es eine Fürsorgepflicht gibt. Kümmert sich die Firmenleitung nicht um diese Angelegen­ heit, muss der Mobilitätsmanager ihn darauf aufmerksam machen, am besten schriftlich. In kaum einem anderen Land gehen so viele Menschen auf Dienstreise wie in Deutschland. So werden in 2017 einmal mehr über 650 Mio. Geschäftsreisen von deutschen Unternehmen

52

und Selbstständigen getätigt. Nach wie vor sind deutsche Produkte im Ausland sehr gefragt, entstehen ständig neue Niederlassungen deut­ scher Firmen im Ausland und so folgt ganz natürlich daraus, dass deutsche Mitarbeiter ständig neue Märkte erkunden und Geschäfts­ beziehung im Ausland stärken wollen. Doch um ihre Sicherheit auf Geschäftsreisen sieht es nicht immer zum Besten aus. Schutz- und Fürsorgepflichten. Die Verpflich­ tung der Arbeitgeber, für ihre Mitarbeiter zu sorgen ergibt sich aus §§ 617 bis 619 BGB, den Artikeln zur Pflicht zur Krankenfürsorge, Schutzmaßnahmen und der Unabdingbarkeit der Fürsorgepflichten. Diese arbeitsrechtlichen Schutz- und Fürsorgepflichten gelten für alle Mitarbeiter, solange sie im Auftrag des Unter­ nehmens unterwegs sind. Dabei haben Mitar­ beiter das Recht auf medizinische Krankenbe­ handlung und auf Schutz vor eventuellen Schäden. Der eher allgemein geschriebene Gesetzestext verpflichtet die Arbeitgeber zum

Schadensersatz, falls die Fürsorgeleistungen nicht eingehalten wurden. Geschädigte haben im Fall des Falles Schadensersatzansprüche. Übrigens beschränkt sich die Fürsorgepflicht nicht nur auf eine Krankenversicherung. Gesetzliche Krankenversicherung. Fakt ist freilich auch, dass Mitarbeiter auf Dienstreisen genügend durch die eigene Gesetzliche Kran­ kenversicherung versichert sind, jedenfalls reicht für Businesstrips innerhalb Deutschlands der bestehende (private) Versicherungsschutz für die eigenen Mitarbeiter aus. Dies gilt weit­ gehend auch für alle Reisen innerhalb der EU: Deutsche Geschäftsreisende sind generell mit der European Health Insurance Card, die sich auf der Rückseite der normalen Krankenkas­ senkarte der Gesetzlichen Krankenversiche­ rung befindet, krankenversichert. Schutz besteht ferner in Ländern mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Es bestehen jedoch einige Leistungsein­ schränkungen. So ist z.B. ein Krankenrücktrans­

Der Mobilitätsmanager 05 /06.2017


Dienstreiseversicherung

Online-Info gdv.de

port nachhause nicht mitversichert. Im Fall von Reisen nach Nord­amerika besteht generell kein Versicherungsschutz. Schutz durch Berufsgenossenschaften. Wie sieht es während der Geschäftsreise mit dem Ver­ sicherungsschutz bei der Berufsgenossenschaft aus und was genau deckt er ab? Versicherungs­ schutz besteht laut Berufsgenossenschaften immer dann, wenn der/die Geschäftsreisende Tätigkeiten nachgeht, die für den Antritt der Dienstreise maßgeblich waren. Hierzu gehören insbesondere die Teilnahme an geschäftlichen Besprechungen, Kundenbesuche, der Bezug des Hotelzimmers nach der Ankunft im Hotel. Wäh­ rend dieser betriebsdienlichen Tätigkeiten ist der/die Geschäftsreisende versichert – unab­ hängig davon, zu welcher Zeit er/sie sie verrichtet. Nicht versichert ist der Geschäftsreisende dage­ gen bei Tätigkeiten, die eindeutig der Privat­ sphäre zuzuordnen sind. Hierzu gehören der Auf­ enthalt im Hotelzimmer, Stadtbesichtigungen, Museums­besuche, Baraufenthalte, der Spazier­ gang in der Freizeit, Einkaufsbummel und ande­ re Tätigkeiten, die er beliebig durchführen kann. Rund um die Uhr ist der Geschäftsreisende also nicht versichert. Viele Bereiche, sind durch die Berufsgenossenschaft versichert, andere nicht: 1. Dienstreisevorbereitung: • Reisevorbereitungen wie das Besorgen der Bahnfahrkarte oder des Flugtickets stehen unter Versicherungsschutz. • Wenn ein Unfall auf einer Geschäftsreise ver­ sichert ist, spielt es keine Rolle, ob er sich im Inland oder Ausland ereignete. Eine andere Sachlage besteht, wenn der Arbeitnehmer dauerhaft im Ausland eingesetzt wird. 2. Reise- und Geschäftswege • Auf den Reisewegen ist der Geschäftsreisen­ de versichert, solange er sich auf dem direk­ ten Weg befindet. Dies schließt den direkten Weg zu einer Raststätte ein, um dort zu essen. Der Aufenthalt darin ist nicht versichert! • Macht der Geschäftsreisende auf der Fahrt einen Umweg, z.B. um Verwandte oder Freunde zu besuchen, gilt Ähnliches wie beim Arbeits­ weg: Der Versicherungsschutz endet zunächst und beginnt in der Regel erneut, wenn der direkte Weg wieder erreicht ist. Die Wege am Aufenthaltsort der Geschäftsreise zum Ort des Geschäftstermins sind versichert.

bis Freitag dauernden Geschäftsreise erst am Sonntag zurück, weil die Flugkosten dann um die Hälfte geringer sind, ist die Rückreise ver­ sichert. Sie wurde hier aus internen, firmenei­ genen Kostengründen verschoben. Aber Ach­ tung: Generell nicht versichert sind sämtliche Freizeitaktivitäten am Reiseort.

••• Deckungsschutz durch die Firma und Zusatzversicherungen Es ist zwar nicht ureigene Aufgaben des Mobilitätsmanagements, aber es empfiehlt sich, dass auch Reiseverantwortliche in den Firmen bei der Überprüfung erfahren, welcher Versicherungsschutz durch die Firma bereits abgeschlossen ist und welcher zusätzliche Deckungsschutz durch die Geschäftsreise­ versicherung erforderlich ist. Die vom Arbeitnehmer abgeschlossenen Versicherungen (Auslandskrankenversicherung und/ oder Auslandsreiseversicherung) führen nicht zu einer Entlastung des Arbeitgebers, denn das Versicherungsunternehmen wird immer Regress beim Arbeitgeber nehmen.

www.dmm.travel

Außerdem besteht bei den gesetzlichen Krankenkassen in der EU und in Ländern mit Sozial­versicherungsabkommen keine vollständige Kostenübernahmepflicht. In jedem Fall ist der Krankenrücktransport ausgeschlossen. Bei der privaten KV kommt es auf den vereinbarten Leistungsumfang an. Die Berufsgenossenschaften leisten nur im direkten Zusammenhang mit Ausübung der beruflichen Tätigkeit für die medizinische Versorgung und bei Unfall/Invalidität. Die vom Unternehmen abgeschlossene Betriebshaftpflichtversicherung sollte auch alle Mitarbeiter einschließen, die sich auf Dienstreisen bzw. im Ausland befinden.

••• Tarifoptionen und Anbieter Optionen in der Geschäftsreiseversicherung sind ebenso abhängig vom jeweiligen Anbieter und seinem Tarif wie in allen anderen Versicherungsarten auch. Die Angebote ähneln einer privaten Reisekrankenversicherung, sind jedoch an die besonderen Anforderungen der Gewerbekunden angepasst. Kosten der Geschäftsreiseversicherung sind individuell bestimmte Kosten. Zwar bieten die Versicherungen pauschale Tarife an, es hängt jedoch von der Entscheidung des Arbeitgebers ab, in welchem Umfang und für welchen Zeitraum er seine Mitarbeiter versichert. Optionale Versicherungsleistungen:

• Auslandskrankenversicherung mit unterschiedlicher Laufzeit (mehrere Jahre möglich) • Versicherung von Zahnzusatzleistungen • Versicherungsschutz für eine begrenzte Laufzeit (für Unternehmen, die nur selten oder einmalig Mitarbeiter ins Ausland entsenden)

• Versicherung von längeren Auslandsaufenthalten • Absicherung von Rückholkosten • Familienangehörige können optional mitversichert werden Besonders umfassend aufgebaute Tarifmodelle bieten zugleich Kombiversicherungen an, in denen die klassischen Reiseversicherungen vorhanden sind. Dazu gehören auch:

• Haftpflichtversicherung • Unfallversicherung

• Reiserücktrittsversicherung • Gepäckversicherung

Anbieter: Adler Versicherung AG / Signal Iduna Gruppe Allianz Global Assistance ARAG Reiseversicherungen

www.arag.de

AXA Gruppe

www.axa.de > Geschäftskunden

BDAE Gruppe (Expat Business)

www.bdae.com/geschaeftskunden www.deteassekuranz.de

Deutsche Verkehrs-Assekuranz ERV

www.signal-iduna.de

www.allianz-reiseversicherung.de > Geschäftsreisen

DeTeAssekuranz

3. Reisezeiten Fährt der Geschäftsreisende erheblich früher los, als es die betrieblichen Termine erfordern, oder tritt er die Rückreise deutlich später an, dann sind die Gründe hierfür maßgebend, ob Versicherungsschutz besteht oder nicht. Bei­ spiele: Wird eine Geschäftsreise vom Ruhrge­ biet nach München vier Tage vorverlegt, um ein paar Tage Städteurlaub zu machen, dann besteht für die Anreise kein Versicherungs­ schutz bei der Berufsgenossenschaft. Fliegt der Geschäftsreisende nach einer von Donnerstag

Gruppenversicherung. Arbeitgeber können ihrer Fürsorgepflicht neben Einzel- auch durch Gruppenversicherungen nachkommen. Vorteil: Nicht jede einzelne Geschäftsreise wird nach ihrem individuellen Reisewert versichert , son­ dern mit einer Abrechnung können alle Geschäftsreisen abgedeckt werden. •••

www.dva-assekuranz

www.reiseversicherung.de/de/versicherung/geschaeftsreiseversicherung

HanseMerkur Versicherungsgruppe

www.hansemerkur.de

HDI Global SE

www.hdi.global/de/de

Sekur Assekuranz Generali Versicherung TAS.Reiseversicherungen Kravag

www.sekur-travelcard.de www.tas-reiseschutz.com

Vergleichsportale: Travel Secure.de reiseversicherung.com

www.secure-travel.de/geschaeftsreiseversicherung.php www.reiseversicherung.com

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Vage Prognosen MO>E: Ideen junger Businesstraveller ••• Mobilität von morgen selbst gestalten

Vermiest Trump die Geschäfte? ••• Stimmen zu EinreiseBeschränkungen

Wohnen auf Zeit mit Zuhause-Gefühl ••• Gemeinschaftsbereich und Workspaces

Autonom fahren, ja aber... ••• Noch viele Probleme in der Praxis

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Dmm Der Mobilitaetsmanager 1705  

Fachmagazin für Businesstravel. Geschäftsreise und MICE

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