__MAIN_TEXT__

Page 1

TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL

Oktober 2017 69 707 I 6,50 Euro www.dmm.travel www.csr-award.de www.newfleet.de www.newbusinessaviation.de

Mehr Effizienz bei Geschäftsreise I Firmenwagen I Veranstaltung Sonderedition in Kooperation mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft

h Einfac r olle sinnv g über

uchun Hotelb e TMCs di

Interview mit BVMW-Präsident Mario Ohoven •••

Wichtiger Mittelstand Flugzeug, Bahn oder doch Geschäftswagen? ••• Mit dem Zug gewinnt man oft genug Arbeitszeit

Quad-Bordkarte und ihre Folgen ••• Vier „S“ = intensive Durchsuchung

Flixtrain – Die neue Kombination ••• Mobilitätsdienstleister tun sich zusammen

Wird Erdgas das neue Diesel? ••• Eine Frage für viele Flottenmanager


benefits.airplus.com

„Eine Partnerschaft basiert nicht auf E-Mails und Warteschleifen. Sondern auf persönlichen Gesprächen.“ Sandra Schymek, Kundenbetreuerin Service@airplus.com 0 61 02.204 - 444

Bei uns sind Kundenbeziehungen vor allem eines: persönlich. Man kennt sich, vertraut sich. Callcenter haben da ebenso wenig Platz wie lange Warteschleifen. Unsere Mitarbeiter geben Ihnen ihre Durchwahl und sind immer direkt für Sie da. Das ist persönlicher Service made by AirPlus.


Editorial • Unter uns

Innovativ und flexibel: Alle reden nur von und über die Autoindustrie als besonders wichtige Branche und Arbeitgeber. Dabei ist es der deutsche Mittelstand, der die Stütze der deutschen Wirtschaft ist. Weltweit lobt man den „German Mittelstand“ und sieht ihn als Treiber des „New Wirtschaftswunder“. Das freilich war und ist ohne Geschäftsreisen nicht möglich. •••

GELOBTER GERMAN MITTELSTAND Die deutsche Geschäftsreisebranche ist ohne den Mittelstand nicht denkbar. Und dessen volkswirtschaftliche Bedeutung lässt sich gar nicht hoch genug einschätzen. Er bietet fast 60 % aller Jobs, bildet nahezu 82 % aller Azubis aus und erwirtschaftet 42 % aller Umsätze. 95 % werden als Familienunternehmen geführt. Und die KMU stellen das Gros aller Businesstraveller, nämlich 90 Prozent. Alle Welt beneidet den deutschen Mittelstand, unter dem sich gut 1.500 „Hidden Champions“ befinden, Weltmarktführer mit starker Innovationsorientierung, die sich auf besondere Techniken oder Verfahren spezialisiert haben und in Marktnischen überaus erfolgreich sind, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in einer Studie. Anders als die meisten börsennotierten Konzerne, deren überbezahlte Manager oft nichts zu Wege bringen, verfolgen die Mittelständler langfristige Strategien. Diese Ausgabe mit Schwerpunkt Mittelstand geht in einer vielfachen Auflage zahlreichen deutschen Mittelstandsunternehmen und deren Mobilitätsmanagern bzw. Dienstreiseverantwortlichen zu. Good News. Flixbus und deren neue Tochter FlixTrain betreiben im Rahmen einer Kooperation mit Leo Express den Fernzug Locomore. Das schlagkräftige „Konsortium“ könnte zum Wohle vieler Firmenkunden den Fernverkehrsmarkt aufmischen und der Deutschen Bahn Beine, pardon, Konkurrenz machen. Bad News. Es war einmal eine Airline, nennen wir sie Air Berlin, die für Firmenkunden im Deutschland- und Europaverkehr eine ordentliche Alternative zum Platzhirschen war. Das war gestern. Heute ist der Carrier pleite und wird wohl zerschlagen. Hauptprofiteur

www.dmm.travel

dürfte die Lufthansa sein. Mitbewerber gibt es einige, z.B. Hans-Rudolf Wöhrl, Niki Lauda u.a.m.. Die Dummen sind neben den Mitarbeitern auch treue AB-Kunden, weil auch das Vielfliegerprogramm Topbonus im Eimer ist. Angeblich soll Sammeln und Einlösen von gesammelter Flugmeilen gegen Gratisflüge oder andere Prämien wieder möglich sein. Für wenig wahrscheinlich halte ich, dass Etihad, dem TopBonus zu 70 % gehört(e), einen Übertrag der Meilen zu einem bestimmten Umrechnungskurs in ihr eigenes Vielfliegerprogramm anbietet. Schon seit Monaten kämpft AB mit einem massiven Passagierschwund und im September waren es viele Piloten, die mit ihren Krankmeldungen ihren Arbeitgeber bis kurz vors Grounding führten. Geschäftsreisespezialisten raten von Buchungen bei AB ab. Fatal: Wer jetzt bei Air Berlin direkt gebucht hat bzw. nur den Flug bucht, muss bei einem Grounding wohl auf Rückerstattung verzichten. Und wer das Ticket mit Kreditkarte bezahlt hat, kann den Betrag beim Kartenherausgeber zurückfordern, Garantie auf Rückerstattung gibt‘s keine. Es bleibt spannend. Wird Fliegen riskanter? Forscher der Columbia University in New York sind in einer Studie zum Ergebnis gelangt, dass die globale Erwärmung der Luftfahrt massive Probleme bescheren wird. Die häufiger auftretenden Hitzewellen zwingen Flugzeuge heutiger Bauart

am Boden zu bleiben bzw. dazu, dass sie weniger Passagiere und Fracht an Bord nehmen dürfen oder nur zu Tages- bzw. Nachtzeiten starten können, da die Außentemperaturen kühler sind. Grundsätzlich liegt das Problem darin, dass sich Luft ausdehnt, je wärmer sie wird. Ist die Luft zu dünn, wird beim Start nicht genügend Auftrieb produziert. Probleme wird es nicht nur beim Start am Boden geben, sondern vor allem in der Luft: Die wärmeren Luftmassen werden künftig zu mehr und heftigeren Turbulenzen führen, vor allem über den Ozeanen. Mehr überaus wackelige Flüge und sogar Abstürze sind denkbar, so die Wissenschaftler. Alles nur Show? Die 67. IAA ist vorbei. Es war eine Messe der Illusionen. Und wie befürchtet, war die „New Mobility World“ erneut gut versteckt und daher kaum besucht. Der VDA hat noch immer nicht verstanden. Alternative Antriebe sollten im Mittelpunkt stehen. Und was haben wir zumeist gesehen? Altantriebe. Genau so, wie sich fast alle Autobauer nach wie vor ihre Zukunft vorstellen. Freuen Sie sich auf eine interessante Lektüre und schauen Sie gerne auf dmm.travel und newfleet.de vorbei. Ihr Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur

3


Inhalt • Oktober 2017

Fotos BVMW I Marriott I VW Titelmotiv Mark/Flickr.com

„German Mittelstand“

Hotels über TMCs buchen

Wird Erdgas das neue Diesel?

Er ist innovativ, flexibel und Treiber des Wirtschaftswunders 2017, der deutsche Mittelstand. Ohne Geschäftsreisen wäre das kaum möglich. Zu Recht steht er im Fokus der TMCs. Wir sprachen mit Mittelstandspräsident Mario Ohoven.

Hotelbuchungsportale sind eher weniger für geschäftliche Reisen geeignet, sagen Experten. Dennoch ist die Tendenz eine andere. Indes gelten Hotelbuchungen außerhalb des Reiseporgramms der Unternehmen als riskant.

Der „saubere Diesel“ als Antrieb von Geschäftswagen bleibt wohl ein Märchen. Die Auobauer setzen daher nicht nur auf die Entwicklung der E-Mobilität, sondern neuerdings wieder einmal auf das Thema Erdgas. Was das bringt.

Seite

14

Trendmonitor 6 I Branchen-Beobachtungen

News

Seite

28

Seite

26 I Bonusprogramme Oktober 2017 Wissenswertes zum Theater um Etihad, Topbonus & Co.

34

43 I Flexiblere Mobilität Projekt von BCG und Sixt.

Recht & Steuern

8 I Kreative Ideen gesucht

27 I Änderungen bei Flugangeboten Nützliches für die Reiseplanung.

Titelstory

Hotel & Veranstaltung

14 I „German Mittelstand“ Der deutsche Mitteltand ist Treiber der Wirtschaft aber auch entscheidend für die Businesstravel-Branche.

28 I Hotels über TMCs buchen lohnt Geschäftsreisebüros sind unterm Strich die bessere Wahl.

45 I Rechtsprechung - wichtige Urteile

30 I Neue Betten für Geschäftsreisende Die aktuellen Hoteleröffnungen.

46 I Flensburger Konto niedrig halten Wie Geschäftsreisende mit Radar- und Blitzwarner klar kommen.

Geschäftsreise 18 I Quad-Bordkarte mit Folgen Wer vier „S“ hat, muss sich auf penible Durchsuchung gefasst machen. 20 I Flug, Bahn oder Geschäftswagen? Untersuchung kommt zum Schluss: Mit dem Zug spart man Arbeitstage. 22 I Mit einem Griff ist alles weg Messe und andere Großveranstaltungen sind Hotspots für Langfinger. 24 I Geschäftsflüge effizient nutzen eWings.com (HRG) bietet eine neue Dimension der Flugbuchnung. 25 I Fernstrecke mit Bahn und Bus Attraktive Reisekombination in Sachen Fernbus und Fernzug.

4

NewFleet 32 I Geschäftswagen-News Wichtiges aus der Branche 34 I Wird Erdgas das neue Diesel? Nach einem beispiellosen Fiasko soll der CNG-Motor forciert werden. 36 I Beginn einer Zukunft Land Rover stellt einen schicken SUV auf die Räder. 38 I Geschäftswagen des Monats WW‘s neuer T-Roc.

44 I Irre Rechnung eines Autohauses Odyssee, die für den Besitzer eines Geschäftswagens gut ausging.

Kommunikation

Vorbild & Modell 48 I Im Twindexx zum ICE Neue Vario-Triebzüge ab Dezember und ihr Pendant in 1:87.

Inside 49 I Köpfe & Skurriles

Vorschau 50 I DMM 11 2017 und Impressum

40 I Langfingern das Handwerk legen Keyless Go und was man tun kann. 42 I Technisch so gut wie alles neu Porsche‘s 3. Generation des Cayenne zunächst nur als Benziner.

Die nächste Ausgabe »DMM - Der Mobilitätsmanager« 11.2017 erscheint am 09.11.2017.


AlphaElectric Um der Zukunft voraus zu sein Profitieren Sie von unserer Erfahrung durch die Elektrifizierung von bereits über 1.200 Flottenkunden. Wir unterstützen Sie von der Fahrzeugauswahl über die Installation von Lademöglichkeiten bei Ihren Mitarbeitern zu Hause bis hin zum intelligenten Energiemanagement an Ihrem Firmenstandort. Starten Sie mit uns erfolgreich in die Zukunft. alphabet.de/alphaelectric #vorausfahren

In Kooperation mit:


Trendmonitor

Foto JenaFoto24.de / Pixelio.de Online-Info www.gbta.org I www.chefsache-businesstravel.de

ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN

BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN Aktuelle Markt- und Preis­­ent­wick­lungen im Business Travel Marktbeobachtungen von Jürgen Baltes

Der Markt I Oktober 2017

SICHERHEIT WIRD IMMER WICHTIGER Wie schütze ich meine Reisenden unterwegs? Darüber machen sich Travelmanager zunehmend Gedanken. Vor allem die Lokalisierung und Information der Mitarbeiter im Krisenfall steht auf der Agenda. Etliche Lösungen dazu sind in jüngster Zeit auf den Markt gekommen, von Geschäftsreisebüros, Buchungsanbietern oder Sicherheitsdienstleistern. Gerade erst haben International SOS und Control Risks ihren gemeinsamen Travel Tracker Incident Support vorgestellt, der automatisch mit betroffenen Reisenden Kontakt aufnimmt. Und der Tübinger Anbieter A3M hat seine Global Monitoring App freigeschaltet. Schnelle Lokalisierung. Einer aktuellen Umfrage der GBTA zufolge weiß in den USA bereits jeder zweite Reiseverantwortliche in maximal zwei Stunden, welche Mitarbeiter sich wo aufhalten und eventuell von einer Krise betroffen sind. Auf der anderen Seite geben aber fast 30 Prozent an, keine Ahnung zu haben, wie lange dies im Fall des Falles dauern würde – eine erhebliche Diskrepanz (siehe Grafik). Jeder Zweite ist besorgt. Hierzulande hat kürzlich der Deutsche Reiseverband Führungskräfte nach ihrem Sicherheitsmanagement befragt. Demnach macht sich jeder Zweite nach der Häufung von Terroranschlägen Sorgen um die Sicherheit seiner Reisenden. Dies gilt auch für die Reisenden selbst, von denen 48 Prozent besorgt sind, besonders Frauen (64 Prozent) und jüngere Rei-

6

sende (57 Prozent). Tatsächlich hatten bereits 42 Prozent aller Reisenden schon mal Probleme im Ausland. Etwa mit abgelaufenen Reisedokumenten oder einem zu spät erteilten Visum (jeweils 18 Prozent), vor allem aber, weil Reisen aufgrund von Instabilitäten im Zielgebiet gestrichen oder umgeplant werden mussten (25 Prozent). TMCs schaffen Sicherheit. Erwartungsgemäß fühlen sich Reisende, deren Travelmanagement durch einen Geschäftsreisedienstleister begleitet wird, besser vorbereitet. Von diesen geben 76 Prozent an, gut auf die Reise und mögliche Krisenfälle vorbereitet zu werden. Bei Unternehmen mit selbst organisierten Reisen sind dies nur 59 Prozent. Mit Unterstützung wissen 69 Prozent der Mitarbeiter, an wen sie sich in Notsituationen wenden müssen, ohne sind es nur 41 Prozent. Risikoziele. Doch wo sehen Geschäftsreisende eigentlich die größten Risiken? In der GBTA-Umfrage haben 57 Prozent die Meinung vertreten, heutzutage könne „praktisch jedes Ziel ein Hochrisiko-Ziel“ sein. Jährlich aktualisierte Sicherheitslandkarten gibt es von Control Risks. Hier ist 2017 unter anderem die Türkei abgestuft worden. Überraschende Ergebnisse. Auch das Schweizer World Economic Forum veröffentlicht regelmäßig seinen Travel & Tourism Competitive Report, der 136 Länder unter verschiedenen Wettbewerbs­aspekten vergleicht. Beim Sicherheitsranking, in das Aspekte wie Verlässlichkeit der Polizei, allgemeine Kriminalität und Gewalt oder

••• Die sichersten Reiseländer

1 Finnland

14 Österreich

2 VAE

18 Spanien

3 Island

51 Deutschland

4 Oman

67 Frankreich

5 Hongkong

78 Großbritannien

6 Singapur

79 Panama

7 Norwegen

84 USA

8 Schweiz

114 Indien

9 Ruanda

116 Türkei

10 Katar

136 Kolumbien

Quelle: World Economic Forum 2017

••• Lokalisierung Wie schnell können Travelmanager ihre Reisenden lokalisieren? In maximal 1 Stunde

26%

In 1-2 Stunden 24% In 3-5 Stunden

14%

Mehr als 6 Stunden Keine Ahnung

7% 29%

Quelle: GBTA Foundation, USA, 2017

auch Terror einfließen, gibt es zum Teil erstaunliche Ergebnisse (siehe Tabelle). Deutschland jedenfalls ist dort um 30 Punkte abgerutscht, ebenso Frankreich und Großbritannien. Die USA liegen nur noch auf Rang 84. •••

Der Mobilitätsmanager 10.2017


DER NEUE RANGE ROVER VELAR

SPRICHT FÜR SICH.

Mit dem ersten Blick ist beim neuen Velar alles gesagt. Seine futuristischen Design-Details verleihen dem Neuzugang der Range Rover Familie eine einzigartige Straßenpräsenz. Im Innenraum ist alles darauf ausgelegt, dass Sie Ihr Ziel immer entspannt erreichen – von seiner konfigurierbaren Ambiente-Innenraumbeleuchtung bis hin zu unserem fortschrittlichsten Infotainment-System Touch Pro Duo. Doch auch die schönsten Worte werden diesem beeindruckenden Fahrzeug in keinster Weise gerecht. Vielleicht ist es besser, Sie gönnen sich einen zweiten Blick. Und zwar einen extra langen.

3-JÄHRIGE LAND ROVER GARANTIE Bis 100.000 km GERINGE CO2-EMISSIONEN Ab 142 g/km KRAFTSTOFFVERBRAUCH Ab 5,4 l/100 km (komb.)

landrover.de/fleet-and-business

Kraftstoffverbrauch Range Rover Velar in l/100 km: 12,7 – 6,2 (innerorts); 7,5 – 4,9 (außerorts); 9,4 – 5,4 (komb); CO2-Emissionen in g/km: 287 – 142. Effzienzklasse: E – A; RL 80/1268/EWG. Abbildung zeigt Sonderausstattung.


News • • • Fraport

MEHR ENTERTAINMENT In den Flugsteigen A und Z des Frankfurter Flughafens erwartet Reisende in der Movie World eine bunte Auswahl an Kinofilmen, Serien und Dokumentationen. Der kostenlose Service in mehreren Sprachen bietet eine zusätzliche Möglichkeit, den Aufenthalt am Drehkreuz FRA kurzweiliger zu gestalten. In der Movie World sind • • • Lilium

ZUM TERMIN ELEKTRISCH FLIEGEN

bequeme Sitzmöbel für jeweils bis zu drei Personen um einen Fernseher gruppiert. Insgesamt bieten die beiden Movie World-Flächen im Terminal 1 Sitzplätze für 22 Personen in acht separaten TVNischen. Zudem wurde eine zweite Gaming World eröffnet. Neben controllerbasierten Computerspielen sind im Flugsteig A nun auch Spiele, die über Bewegung gesteuert werden, kostenlos nutzbar. Diese wirken dem Jetlag entgegen und machen munter. •••

Das Münchner Unternehmen Lilium will mit einem rein elektrisch betriebenen Flugzeug in absehbarer Zukunft Flüge zum erschwinglichen Preis anbieten und Passagiere mit bis zu 300 km/h von Punkt zu Punkt zu bringen. Die Byern entwickelten den weltweit ersten rein elektrischen „Jet“, der vertikal startet, landet (eVTOL) und die Transition von Schwebe

in Vorwärtsflug erreicht. Kürzlich absolvierte der Prototyp den Übergang vom Schwebemodus in den horizontalen Flug. Das Luftmobil soll mit einer einzigen Aufladung in einer Stunde Distanzen bis zu 300 km emissionsfrei in Hochgeschwindigkeit zurücklegen können. Die hoch effizienten elektrischen Motoren verursachen kaum Lärm. Da zudem keine besondere

Infrastruktur erforderlich ist, kann das umweltfreundliche Luftfahrzeug sowohl in kleinen Städten und Dörfern als auch in großen Stadtzentren und dicht bewohnten städtischen Gebieten zum Einsatz kommen. Das Luftfahrzeug ist so wirtschaftlich und effizient, dass Flüge voraussichtlich weniger kosten als die gleiche TaxiFahrt auf der Straße. •••

Eurowings übernimmt Brussels Airlines-Tagesrandflüge nach Berlin Die Lufthansa-Günstigtochter Eurowings übernimmt ab Winterflugplan 2017/18 an sechs Wochentagen von LH-Tochte Brussels Airlines die Tagesrandflüge nach Berlin. Zum Einsatz kommen per Wetlease von Airberlin eingeflottete Jets nebst Personal. Die Belgier bedienten bisher die Verbindung BrüsselBerlin-Brüssel 30mal die Woche. Die künftig frei werdenden Kapazitäten (Flugzeuge) wird Brussels Airlines für eine Aufstockung ihrer Frequenzen nach Rom und Bordeaux nutzen. Nach Eingliederung der Belgier in die Eurowings bleibt der Markenname Brussels Airlines bestehen, bekommt aber den Zusatz „Member of the Eurowings Group“. Die belgische Fluglinie soll künftig eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung der Eurowings-Gruppe zu einem paneuropäischen Anbieter übernehmen.

••• Luftfahrt Airbus: Entwicklung innovativer „Turblenz-Tragflächen“, die so glatt sind, dass Flugzeuge effizienter (Kerosin sparender) fliegen können. Airberlin: Der insolvente Carrier bietet auf seinen Europaflügen eine vergrößerte Business Class auf zwei Sitzreihen. Vorteile: Einchecken am Priority-Schalter, die Fastlane an der Sicherheitskontrolle, das Priority-Boarding sowie der Zugang zu Lounges und aircafés im airberlin Streckennetz, so lange es das noch gibt. BARIG: Autovermieter Sixt (Pullach) ist neuer Business Partner des Board of Airline Representatives in Germany. Das Businessund Leisure-Mobility-Angebot des Mobilitätsdienstleisters passt zu

8

den vielfältigen Reiseplänen der Manager und Mitarbeiter der BARIG-Mitglied-Airlines.

In der abgespeckten Version würden Gepäck, Platzreservierung und andere Extras dann kosten.

BMI Regional: Mit dem Start des Winterflugplans sechsmal/Woche Rostock-Stuttgart. Ab 06.11.2017 München - Saarbrücken werktags zwei Mal, Sa und So 1x/Tag. Die LH-Partnerin bedient in Deutschland somit Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Nürnberg, Rostock, Saarbrücken und Stuttgart.

Flughafen Düsseldorf: Kostenfreies WLAN rund um die Uhr. Neben dem kostenlosen Internetzugang auch eine Premium-Variante buchbar mit maximaler Surfgeschwindigkeit. Tarife aber superteuer: 4 € für 30 min, 6 € für 60 Minuten (Gültigkeit von sieben Tagen) und 12 € für 4 Stunden (365 Tage gültig).

Condor/Eurowings: Beide übernehmen die Karibikflüge der Air Berlin ab November (ab DUS).

Flughafen Zürich: Passkontrolle mit automatisierter Gesichtserkennung im Test. Nach Ende einer erfolgreichen Pilotphase durchgehende Einführung noch im Oktober. Vorläufig auf freiwilliger Basis an acht installierten ABC-Schleusen (Automated Boder Control).

Emirates: Der unter Passagierschwindsucht leidende Golfcarrier will in seinen A380 Billigbereiche eine Economy Minus - einführen.

Voraussetzung für die Nutzung: Mindestalter 18 Jahre, Besitz eines Biometrischen Passes oder e-Passes (keine ID!) und man muss Schweizer Bürger sein oder Staats­ angehöriger eines EU/EWR-Landes. KLM Royal Dutch Airlines: Fluginformationen jetzt auch per WhatsApp. Service umfasst Buchungsbestätigungen, Check-in-Benachrichtigun­ gen, Bordkarten und FlugstatusUpdates. Das Social Media Team von KLM steht rund um die Uhr für Fragen in zehn verschiedenen Sprachen zur Verfügung, darunter auch Deutsch.   Thai Airways: Vier wöchentliche Nonstop-Flüge Wien-Bangkok ab 16.11.2017. Eingesetzt werden B 777-300ER mit 42 BC- und 306-EcoSitzen.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News

Bundespolizei am Frankfurter Flughafen kann helfen Auf dem Weg zum Geschäftstermin stellt man entsetzt fest, dass der Ausweis nicht mehr gültig ist oder der Reisepass zu Hause vergessen wurde. Die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen kann deutschen Passagieren in vielen Fällen einen Reiseausweis als Passersatz ausstellen. Dieser wird von allen Mitgliedsstaaten der EU sowie von Albanien, Algerien, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und San Marino für die Einreise zu touristischen Zwecken anerkannt. In Verbindung mit einem bis zu einem Jahr abgelaufenen deutschen Reisepass akzeptieren auch Kanada, Südkorea, Malediven, Montenegro, Nigeria, Schweiz, Serbien, Sri Lanka und Tunesien den Reiseausweis als Passersatz. Voraussetzung für die Ausstellung von Ersatzpapieren ist die Vorlage eines anderweitigen offiziellen Identitätsnachweises, wie z.B. ein abgelaufener Reisepass, ein Personalausweis oder eine Geburtsurkunde. Der Passersatz kostet 8 Euro.

• • • Finnair

NEUER VERTRIEBSKANAL MIT „FINN“ Finnair hat seinen ersten auf künstlicher Intelligenz basierenden Chatbot (textbasiertes Dialogsystem, technisch mit einer Volltextsuchmaschine verwandt, weniger mit künstlicher oder gar natürlicher Intelligenz) mit dem Namen Finn, auf seiner Facebook-Seite eingeführt. Finn beantwortet Fragen und begleitet Finnair Kunden

während ihrer Buchung. ChatbotSysteme bieten Nutzern zunehmend auch intelligente Dialoge. Finn lernt als virtueller persönlicher Assistent kontinuierlich und die Finnair-Kunden spielen bei seinem Training eine aktive Rolle. Er kann Flüge verkaufen, weiß ob der Flug pünktlich ist, hilft bei der Kalkulation der Gepäckmenge für

den Flug und hilft dabei, Kunden zur Buchungsseite Manage My Booking zu leiten um zusätzliche Leistungen zu buchen. Der Chatbot antwortet ebenfalls auf häufig gestellte Fragen und falls er die Antwort nicht kennt, wird die Nachricht zu einem Mitarbeitenden des Kundenservice weitergeleitet. •••

Anzeige

Entspannt

neue Ziele günstig entdecken!

Lyon

Porto

Budapest

Birmingham

Krakau

Manchester ie le Z 0 6 top nons

Tel Aviv

Madrid Vilnius

Kiew

Mailand

Rom


News

Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

• • • IntercityHotel

NEUES HAUS FÜR FRANKFURT Anfang 2019 eröffnet das IntercityHotel Frankfurt Hauptbahnhof Süd. Mit über 400 Gästezimmern wird es das größte Haus der Marke sein. Es wird sechs Konferenzräume, eine Bar und ein Restaurant beherbergen. Das Gebäude wird aktuell im Rahmen der Gesamtentwicklung eines größeren Areals auf der Südseite des Bahnhofs errichtet. Das Hotel bietet aufgrund seiner zentralen Lage eine

• • • Best Western

GROSSER DEAL FÜR BEST WESTERN

hervorragende Anbindung an verschiedene Verkehrsmittel wie Fernzüge und -busse sowie den regionalen und städtischen Nahverkehr. So sind z.B. das Messegelände und der Flughafen in wenigen Minuten per S-Bahn erreichbar. Hotelgäste erhalten ein FreeCityTicket, einen kostenlosen Nahverkehrs-Fahrschein. Die HotelbirdApp bietet ihnen die Möglichkeit zum mobilen Check-in und Checkout sowie per Smartphone die Zimmertür zu öffnen. •••

Die beiden weltberühmten Hotels „Stratosphere in Las Vegas“ und das „Aquarius Casino Resort“ in Laughlin haben sich Best Western Hotels & Resorts in den USA angeschlossen. Mit über 4.000 Zimmern sind die zwei Hotelgiganten in Nevada, die nun zum Softbrand BW Premier Collection gehören, die beiden größten Hotels der

Hotelgruppe weltweit. Das 1996 eröffnete „Stratosphere Casino, Hotel und Tower“ in der Gklitzermetropole ragt rund 350 m hoch in den Himmel von Las Vegas und ist damit das höchste Gebäude der Stadt mit der höchsten Aussichtsplattform der USA. Das Hotel verfügt über 2.427 Zimmer und Suiten. Für Adrenalinjunkies ist der

Sky Jump von der Spitze die richtige Wahl – es geht rund 260 m in die Tiefe. Das „Aquarius Casino Resort“ ist das größte KasinoResort in Laughlin mit 1.906 Zimmern und Suiten, Tagungsräumen, zahlreichen Restaurants für jeden Geschmack und einem rund 6.000 m2 großen Kasino mit zig Spielemöglichkeiten. •••

Neues Grand Hotel an der Côte d’Azur Das Grand Hotel Des Sablettes Plage, Curio Collection by Hilton ist eröffnet. Es ist das erste Curio Collection by Hilton Hotel in der Region Provence Alpes Côtes d’Azur. Das Grand Hotel befindet sich in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das über dem Strand in der Küstenstadt La Seyene sur Mer liegt. Es bietet 75 renovierte Gästezimmer und Suiten, drei Restaurants sowie das erste Spa der Stadt. Das Haus verfügt über einen der größten Ballsäle der Stadt. Bis zu 350 Gäste können dort an Veranstaltungen teilnehmen. Zudem stehen drei Tagungsräume zur Verfügung, die in Kombination weitere 600 Gäste unterbringen können.

••• Hotel & Veranstaltung Best Western Premier Collection: Erste Häuser in Europa sind das „The Harmonie Vienna“ und das „V8 Hotel Superior Motorworld“ in Böblingen. Die BW Premier Collection ist ein Soft Brand von Best Western Hotels & Resorts und ein neues Vermarktungsangebot für exklusive Hotels an Topstandorten in Metropolen. Unter dem Dach dieser Kollektion werden Privathotels präsentiert, die vom BW-Dienstleistungsangebot profitieren, ohne das volle Branding der Marke zu übernehmen. CWT: Neue Hotelplattform bietet Unternehmen eine größere Auswahl und Preisvergleiche. Das Portal ist vergleichbar mit einem Metasearcher für Hotels, speziell auf Geschäftsreisen zugeschnitten

10

und mit einem einfachen Buchungsprozess dahinter. Frankfurt/M.: Bis 2020 sind 30 neue Hotels in Bau oder Planung. 14 davon sind 4*-Häuser, 11 sollen 3 Sterne tragen. GS Star: Ende 2017 Eröffnung des ersten Design Long Stay & Boarding House der Arthotel ANA Kollektion, das Arthotel ANA Living Stuttgart Böblingen. 63 Zimmer. IHG: InterContinental Ljubljana hat eröffnet. 165 Zimmer, Sternerestaurant, Spa sowie Tagungsund Banketträume für bis zu 300 Personen. Marriott: Im November eröffnet das 4*-Hotel Nordport Plaza, Hamburg Airport, A Tribute Port-

folio Hotel (188 Zimmer und Suiten). Der Hotelneubau ist über eine gläserne Brücke mit dem Tagungszentrum verbunden. Das Hotel bietet eine Lobby-Lounge, ein Bistro mit Terrasse, ein Restaurant, die Senator Lounge & Sky Bar, eine Well-Fit-Area, Eventund Kongressflächen, BusinessCenter und Shops. Novum: Im April 2018 eröffnet das Niu Rig in Lübeck. 83 Zimmer mit maritimen Motiven. Mitte 2018 soll das Niu Welly Kiel nahe Hauptbahnhof und Kreuzfahrtanleger eröffnen. 113 Zimmer. Scandic: Die Hotels in Hamburg und am Potsdamer Platz in Berlin lassen sich dank moderner Virtual-Reality-Technik jetzt von jedem

Ort aus besichtigen. Die 360°-Rundgänge können mit VR-Brille über das eigene Smartphone abgerufen werden. Das Angebot ist Teil des neuen Meeting-Konzepts der Gruppe. Zudem werden jetzt alle Infos der Bankettmappen auf der Homepage in einem Meeting Hub abgebildet. Travel 24“-Hotel Leipzig: Das Haus des gleichnamigen Reise- und Flugportals am Tröndlring hat nach 5 Jahren Umbauzeit eröffnet. 170 Zimmer. Bauherrin ist die „Travel24. com AG“ (gehört zu rund 78 % der insolventen Unister Holding). Das Günstighotel, entstanden aus dem alten Ring-Messehaus ist im Zuge einer Sale-and-lease-back-Transaktion mit der VICUS GROUP AG finanziert.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


SIE MACHEN DIE GESCHÄFTE. WIR DIE REISE.

News

Hilton Garden Inn in Mannheim In Mannheims Geschäftsviertel entsteht das Hilton Garden Inn Mannheim als Teil des neuen Kepler-Quartiers neben dem Hauptbahnhof. Das Haus wird mit 197 Zimmern Bestandteil eines neuen innerstädtischen Quartiers. Es bietet Geschäftsreisenden mit acht Konferenzräumen viel Platz für Veranstaltungen und Meetings. Außerdem stehen ein Business Center und ein Fitnessstudio zur Verfügung, um auch unterwegs fit zu bleiben. Das Hotel verfügt über eine Tiefgarage und ist dank der direkten Lage am Hauptbahnhof hervorragend an den Bahn-Fernverkehr angebunden.

• • • Waldorf Astoria

NEUERÖFFNUNG IN CHINA Mit dem Waldorf Astoria Chengdu in der luxuriösen in99 Plaza eröffnet Hilton das 200. Hotel im asiatisch-pazifischen Raum. Die 289 Zimmer des Hotels verteilen sich auf die 52 Stockwerke eines vom Art Déco Stil inspirierten Gebäudes, das klassische Eleganz mit modernem Luxus verknüpft. Alle Zimmer sind mindestens 50 m2 groß und verfügen über das charakteristische Waldorf Astoria-Bett, einen

begehbaren Kleiderschrank, ein Badezimmer aus Marmor sowie zahlreiche weitere Annehmlichkeiten. Unter den insgesamt sechs Restaurants sind die Brasserie 99, in der unter üppigen Kronleuchtern die Aromen der Welt serviert werden sowie die Peacock Alley Lobby Lounge and Bar, inspiriert vom Original aus New York und der Limited Edition Grill des bekannten Designers Jeffrey Beers. ••• DERPART Travel Service. Ihr Partner für Geschäftsreisen.

••• Geschäftsreise

www.dmm.travel

• Ihre DTS Geschäftsreise-Profis für alle Branchen und Unternehmensgrößen

tionssuche oder Durchführung ihrer Reise. „Für Geschäftsreisende wird es immer wichtiger, Informationen schnell und übersichtlich abrufen zu können“, sagt Stefan Vorndran, Vors. des Ausschusses Business Travel im DRV. „Vor allem Apps des Geschäftsreisebüros sind hier hilfreich.“ Diese Apps nutzt bereits mehr als jeder Zweite. 38 % vertrauen der Technik nicht und befürchten, dass über die App Unbefugte Zugriff auf vertrauliche Unternehmensdaten haben. Das betrifft vor allem Geschäftsführer. 23 % ist die Nutzung von Apps auf dem Firmenhandy erst gar nicht gestattet. Eine Auswahl an Apps, die von Geschäftsreisebüros empfohlen werden, um Reisende vor Ort zu entlasten und ihnen Orientierung zu geben: Travel App Box (kostenpflichtig): Das Schweizer Taschenmesser für Reisende. Wi-Fi Finder (kostenlos): Hunderttausende öffentliche W-Lans im Überblick Reisekosten & Mobile Spesen (kostenlos).

• Individuelle Beratung – mit über 70 DTS-Büros, auch in Ihrer Nähe • Globales Geschäftsreise-Netzwerk Radius Travel • Intelligente Reiseplanung und ganzheitliches Prozessmanagement • Keine Call-Center-Anonymität und dennoch sehr kosteneffizient • Modernste Buchungssysteme und Auswahl an Online-Booking-Tools Kontaktieren Sie uns: DERPART Travel Service Tel.: 069 95884506 www.DTS24.de E-Mail: dts24@derpart.org Anzeige

Keine Geschäftsreise ohne Apps. Egal ob per Flugzeug, Auto oder Bahn – 60 % aller Geschäftsreisenden nutzen Apps für die Planung und Durchführung ihres Aufenthalts. Dabei werden meistens drei bis vier verschiedene digitale Unterstützer zu Rate gezogen. Das sind Ergebnisse der Studie „Chefsache Business Travel 2016“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Apps auf Geschäftsreisen haben einen entscheidenden Vorteil: Der Geschäftsreisende behält die Kontrolle über seinen Aufenthalt, kann schnell agieren und reagieren, statt auf Informationen von Dritten aus dem Unternehmen zu warten. 2016 informierte sich nur jeder Dritte via Apps zu seiner Reise. Die Top-Favoriten unter den digitalen Helfern sind Apps zur Navigation (66 %), zum Abrufen der aktuellen Reisedaten (61 %) und die Möglichkeit zum Online-Check-in (52 %). Geschäftsreisende, die häufig unterwegs sind, nutzen tendenziell mehrere Apps zur Informa-


News

Einen Monatsbeitrag gibt es als Dankeschön zurück

Wien-Salzburg im 30-Minuten-Takt

Eine unbürokratische Kulanzregelung setzt DB regio Baden-Württemberg um: Jahreskarteninhaber der Linien Franken-, Rems-, Filstalbahn und am Hochrhein, die in den letzten Monaten von massiven Beeinträchtigungen betroffen waren, erhalten einen Monatsbeitrag ihres Jahres-Abos zurück. Wegen der Qualitätsprobleme auf den genannten Linien hatten der Verkehrsministers des Ländles und der Vorstand Personenverkehr der DB einen 10-Punkte-Aktionsplan zur nachhaltigen Verbesserung der Qualität beschlossen, darunter die Kulanzregelung. Die betroffenen Jareskarteninhaber, die keine Mobilitätsalternative mit S-Bahn oder Fernverkehr hatten, müssen sich für die Rückerstattung registrieren unter www.bahn.de/entschudigungsaktion. Binnen 14 Tagen gibt‘s dann Geld zurück. Inhaber einer Bahncard 100 erhalten einen Pauschalbetrag über 75 Euro für die zweite Klasse und 125 Euro für die erste Klasse. Zusätzliche Info: Tel.: 0711.65 22 26 67 (Mo. - Fr.)

Dank Verdichtung des Angebots der WESTbahn wird das Reisen zwischen Wien und Salzburg für Firmenkunden noch attraktiver auf der Schiene. Das private Fernverkehrsunternehmen bietet künftig zwei Linienführungen von und nach der österreichischen Hauptstadt: Wie bisher vom Westbahnhof über Hütteldorf geht WESTgreen auf Fahrt. WESTblue startet in Wien Praterstern über Hauptbahnhof. Alle Doppelstock-Triebzüge halten in St. Pölten, Amstetten, Linz, Wels und Attnang-Puchheim, bevor sie die Mozartstadt erreichen. Von Wien-Hütteldorf nach Linz beträgt die Fahrzeit nur 1:06 Stunden. Pro Tag und Richtung können Mobilitätsmanager bzw. Geschäftsreisende allein bei der WESTbahn unter mehr als 30 Zugabfahrten wählen. Hinzu kommen zahlreiche Railjet-Verbindungen der ÖBB, die teilweise nach München sowie nach Lindau und Zürich führen.

• • • Deutsche Bahn

FAHRKARTENKONTROLLE PER APP

• • • UK-Geschäftsreisen

BREXIT-FOLGEN Bei der Einreise nach Großbritannien genügt bisher der Personalausweis. Nach dem EU-Ausstieg im März 2019 müssen Geschäftsreisende von Kontinentaleuropa den Reisepass vorlegen. Und wie geflogen wird, ist auch noch unklar. Ferner plant die britische Regierung, die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aufzuheben. Das träfe auch deutsche Expatriats. •••

In zwei ICE-Zügen zwischen Dortmund und Stuttgart testete die DB erstmals den „Komfort Check-in“, mit dem die physische Fahrkartenkontrolle im Zug entfällt. Funktionsweise: Alle Fahrgäste der beiden Testzüge mit ausgewählten Handy- oder Online-Tickets mit einer Sitzplatzreservierung und der aktuellsten Version des DB Navigators können den neuen Service testen. Dafür klicken sie im Handy-Ticket auf den Reiter „Reiseplan“ und bestätigen über den Button „Komfort Check-in“ ihren Sitzplatz, und dass sie die Fahrt angetreten haben. Bei einer Online-Buchung muss das Ticket vorher über die Auftragsnummer und den Nachnamen in die App gela-

den werden. In der ersten Testphase kann der Komfort Check-in für entsprechende Tickets genutzt werden, die ab dem 11. Juni 2017 gebucht worden sind. Eine Übersicht über die teilnehmenden

Züge und weitere technische Hintergrundinformationen zum Komfort Check-in gibt es unter www. bahn.de/komfortcheckin. Die Zugbegleiter können sich um andere Dinge kümmern. •••

und dort seit Jahren elektrisch gefahren wird, beginnen die Elektrifizierungsarbeiten Richtung Süden nach Marktredwitz und die Vorplanung für die Elektrifizierung der Reststrecke bis Nürnberg ist beauftragt. Von Marktredwitz sollen auch die Strecke nach Eger sowie nach Regensburg mit Oberleitung versehen werden.

Train4you: Die Unternehmensgruppe betreibt einen Autozug Hamburg-München mittwochs Richtung Süden und donnerstags nach Norden. Zunächst noch bis 18.09.2017.

••• Bahn DB: Reiseplanung von zu Hause/ Büro aus noch leichter: Wagenreihung von ICE am Start-, Umstiegsund Zielbahnhof auch in der Verbindungsauskunft auf bahn.de erkennbar. DB Navigator und bahn.de zeigen jetzt auch ausgewählte Service- und Ausstattungsmerkmale der ICE an: im Wagenreihungsplan Rollstuhlplätze und rollstuhlgängige Toiletten. Weitere Merkmale wie Ruhebereiche oder Kinderabteile werden ergänzt. Während der Buchung auf bahn. de und im DB Navigator erhalten Reisende im grafischen Wagenplan von IC und EC Sitzplatzvorschläge, die ihren Reservierungswünschen entsprechen. Falls keine entsprechenden Plätze verfügbar sind, sehen sie Alternativen. Außerdem wird in dem Plan auch die Fahrtrichtung angezeigt. DB Fernverkehr: Ausgesuchte Fernverkehrszüge werden künftig

12

in Baden-Württemberg auch für Nahverkehrskunden freigegeben. DB: „Gäubahn“ Stuttgart-Singen wird für Neigetechnik ausgebaut. Zum Einsatz kommen sollen Züge der SBB. Die Reisezeit Zürich-Stuttgart soll auf 1.15 Std. sinken. Auf der Strecke Stuttgart-Ulm ab September ein zusätzlicher Doppelstockzug, um verspätungsanfällige Kurzwenden in Stgt. Hbf zu entspannen. DB Regio Schleswig-Holstein: Ab Fahrplanwechsel (10.12.2017) auf den RE-Linien 7 Flensburg/KielNeumünster-Hamburg und 70 KielNeumünster-Hamburg neue DostoTriebzüge Twindexx Vario. DB Netz: Knoten Frankfurt wird ausgebaut. Erstes Projekt ist der zweigleisige Ausbau des Homburger Damms zwischen F.-Höchst und Hbf. Franken-Sachsen-Magistrale: Nachdem der Fahrdraht schon von Dresden bis Hof/Saale hängt

Hamburg-Köln-Express (HKX): Der private Fernzugbetreiber setzt seinen Betrieb bis Mitte Dezember 2017 aus. Zu Weihnachten und Neujahr soll der HKX in gewohnter Weise zwischen Hamburg und Köln verkehren. Fahrkartenbuchungen hierfür sind ab Ende Oktober auf www.hkx.de sowie bei der Servicehotline möglich. Bereits erworbene Fahrscheine für den Zeitraum bis 09. Dez. 2017 können unter 0180.6459459 bzw. per E-Mail an info@hkx.de storniert werden.

CRC: Die chinesische Bahngesellschaft betreibt jetzt auf der Strecke Peking-Shanghai supermoderne 16-teilige Schlafwagenzüge für 800 Passagiere. Bei Tempo 250 km/h legen die schlafenden Reisenden die Riesenentfernung in knapp 12 Stunden zurück. ÖBB: Nightjet-Konzept wird ab Dez. 2017 geändert. Nachtzug EN 470/471 Zürich-Berlin-Hamburg wird in Göttingen gesplittet. Halle und Erfurt verlieren Nachtzugverbindung, neuer Halt wird Magdeburg. FS: Die italienische Staatsbahn hat ihre Intercity-Garnituren in ein neues Farbschema umfoliert. Die weißroten Waggons erinnern an die Fernverkehrsfarben der DB.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News • • • Mit Hightech-Loks

PRAG-HAMBURG MIT VECTRONS Die tschechische Staatsbahn ˇ eské dráhy (C ˇ D) hat bei Siemens C zehn Siemens Vectrons zur Beförderung der 200 km/h schnellen Eurocity-Züge Prag-Dresden-Berlin-Hamburg (EC-Linie 27) bestellt. In die EC sind komfortable Wagen (besser als ICE!) eingestellt. Die Dreisystem-Vectrons werden von der österreichischen • • • Austrian Airlines und ÖBB

ZWEITE AIRAIL-STRECKE ERÖFFNET Austrian Airlines und ÖBB haben ihr Kooperationsprogramm „AIRail“ nach der erfolgreich etablierten Verbindung Linz Hbf. – Flughafen Wien um die Linie Salzburg Hbf. – Flughafen Wien erweitert. In Kombination mit einem vorangehenden/anschließenden Austrian Flug können AUA-Passagiere zukünftig drei tägliche Railjet Ver-

KOMFORT KOMFORT KOMFORT FLEXIBILITÄT FLEXIBILITÄT

bindungen mit AUA-Flugnummer zwischen der Mozartstadt und dem Airport Wien nutzen. Fahrzeit: 2:49 Stunden. Das bereits bestehende AUA-Flugangebot mit sechs täglichen Flügen auf der Salzburg-Wien-Route bleibt unverändert und wird um die drei AIRail Verbindungen ergänzt. Parallel zu den Flugverbindungen

3

können AUA-Gäste im Rahmen des Miles & More Programms auch bei AIRail Meilen sammeln. Im Railjet können Businesstraveler u.a. dank WLAN arbeiten. Darüber hinaus profitieren sie von einer garantierten Anschlussverbindung, egal ob die Weiterreise mit dem Flugzeug oder mit der Bahn erfolgt. •••

ELL (European Locomotive Leasing) auf zehn Jahre gemietet und sind europaweit einsetzbar. •••

Anzeige

magische Wörter, die magische Wörter, die TAP Air Portugal ausmachen TAP Air Portugal ausmachen KOMFORT: Kostenlose Bordverpflegung | Menü von renommierten Sterneköchen | Digitaler Kiosk | Neue Lounge am Flughafen Lissabon | KOMFORT: Kostenlose Bordverpflegung | Menü von renommierten Neue Kabinenausstattung der A320-Familie | Upgrades | Fast Track Sterneköchen | Digitaler Kiosk | Neue Lounge am Flughafen Lissabon | Neue Kabinenausstattung dertäglich A320-Familie | Upgrades Track FLEXIBILITÄT: Bis zu 16-mal nach Lissabon | Ab| 7Fast deutschen Flughäfen | Exzellente Anschlüsse in Lissabon zu Zielen weltweit | FLEXIBILITÄT: Bis zu 16-mal täglich nach Lissabon | Ab 7 deutschen Innovatives Tarifkonzept für Urlauber und Geschäftsreisende Flughäfen | Exzellente Anschlüsse in Lissabon zu Zielen weltweit | IVIELFALT: nnovatives Sitzplatzauswahl Tarifkonzept für U| rRail&Fly lauber u|nBom d GesDia chäLisboa ftsreiseProgramm nde bei flugplanbedingter Übernachtung | 7 Ziele in Portugal | 5 Ziele in VIELFALT: Sitzplatzauswahl | Rail&Fly | Bom Dia Lisboa Programm Nordamerika | 11 Ziele in Südamerika | 16 Ziele in Afrika bei flugplanbedingter Übernachtung | 7 Ziele in Portugal | 5 Ziele in Nordamerika | 11 Ziele· Frankfurt in Südamerika | 16 Ziele in Afrika· München · Ab Berlin · Düsseldorf · Hamburg · Köln/Bonn Stuttgart Ab Berlin · Düsseldorf · Frankfurt · Hamburg · Köln/Bonn · München · Stuttgart

tapagents.com

VIELFALT VIELFALT VIELFALT

TAP-Trade-Anzeige 210x148 DE.indd 1

tapagents.com 28.08.17 15:19


Titelstory • Mittelstand

Interview GZ Fotos Dragan Tatic (1) I Maurice Weiss (2) I Marco Jentsch (3) I Christian Kruppa (4)

(1)

(2)

(3)

Stets im Licht der Öffentlichkeit: BVMW-Präsident Mario Ohoven mit Sebastian Kurz, Bundesaußenminister Österreich (links), auf einer Chinareise mit Sigmar Gabriel und Minister Xu Shaoshi (mitte) und mit dem Ex-Bundesaußenminister und heutigem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (rechts).

WACHSTUMSMOTOR MITTELSTAND Es sind viele Kernpunkte, die sich der Bundesverband mittelständische Wirtschaft auf die Fahnen geschrieben hat: „Markt vor Staat“, „High-Tech-Offensive“, „Bürokratieabbau“, „Umwelt“, „Informations- & Kommunikationstechnologie“ usw.. Grundsätzliches Anliegen des Verbands mit Präsident Mario Ohoven an der Spitze ist die nachhaltige Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs des Standorts Deutschland. Wir sprachen mit Ohoven.

Der Mittelstand in Deutschland trägt wesentlich zum Erfolg der Wirtschaft Deutschlands bei. Das gilt sowohl in technologischer Hinsicht als auch mit Blick auf die Globalisierung, die starke Position deutscher Unternehmen auf den Weltmärkten. Um diesen Erfolg in den nächsten Jahren zu sichern, muss sich der Mittelstand aber etlichen Herausforderungen stellen. Mit der hohen Innovationskraft und Finanzstärke sowie dem unternehmerischen Denken im Mittelstand sind die Voraussetzungen dafür gegeben. Es braucht aber auch ein positives Klima für Innovationen. Der Mobilitätsmanager: Zu den großen Herausforderungen für den Mittelstand zählt an vorderster Stelle die Digitalisierung. Wie weit sind Ihre Mitglieder diesbezüglich? Mario Ohoven: Beim Thema Digitalisierung hatte Deutschland die erste Halbzeit komplett verschlafen. Der Mittelstand hat aber inzwischen eine rasante Aufholjagd gestartet. Heute setzt schon jedes zweite Unternehmen digitale Prozesse ein. Es bleibt aber leider immer noch zu viel Potenzial ungenutzt. Ein Drittel der Mittelständler hält die Digitalisierung des eigenen Unternehmens für nicht notwendig – für mich völlig unverständlich. Ich kann solche Unternehmer nur warnen: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit… Deutschlands Wirtschaftswachstum könnte bis 2025 um 0,3 Prozentpunkte pro Jahr steigen, wenn der Mittelstand konsequent die Digitalisierung nutzt. Das klingt im ersten Moment wenig, entspricht aber einem zusätzlichen Wertschöpfungspotenzial von 126 Milliarden Euro.

14

Eine Studie des Digitalunternehmens 7leads hat die Internetauftritte von 434 KMU auf Mobil-Freundlichkeit untersucht. Über die Hälfte der Webseiten ist untauglich. Die Gefahr laut Google: 81 % wandern zur Konkurrenz über. Was tun Sie als Verband zur Verbesserung? Mit der eigenen Homepage allein ist es nicht getan, keine Frage. Der Internetauftritt muss gepflegt werden. Und er muss den Kundenwünschen entsprechend gestaltet werden. Das Stichwort heißt responsives Webdesign. Unser Verband arbeitet intensiv daran, dass die Unternehmer ihre Potenziale erkennen und ausschöpfen. Dazu müssen sie aber oft erst verstehen, mit der Technik umzugehen. Hier spielen die bundesweit über 300 Repräsentanten unseres Verbandes eine wichtige Rolle. Sie betreuen die Unternehmer direkt, in Seminaren und auf Veranstaltungen vor Ort. Ganz wichtig ist unser Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Berlin, das die Mittelständler ganz konkret und praxisnah bei der Digitalisierung unterstützt. Zu Webseiten und deren optimaler Gestaltung hat das Kompetenzzentrum beispielsweise eine eigene Checkliste erstellt. „Der German Mittelstand“ gilt international als Modell für andere Volkswirtschaften. Worin besteht Ihrer Meinung nach das Erfolgsgeheimnis? Das Erfolgsgeheimnis unseres Mittelstands ist seine Bodenständigkeit und das Bewusstsein der Unternehmer dafür, dass die Menschen die wichtigste Ressource in den Betrieben sind. Daraus erwächst eine enge, fast familiäre Verbindung zwischen Beschäftigten und Unternehmern. Die

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Online-Info www.bvmw.de Video https://www.youtube.com/watch?v=OKKSrTS9JPE

Interview

(4)

Engagierter Streiter für den deutschen Mittelstand: Mario Ohoven als Redner im Rahmen der Initiative „Der Mittelstand – Melkkuh der Nation“

Unternehmer denken eben in Generationen, Höchstarbeitszeit helfen. Die Bildungspolitik muss „Deutschlands Wirtschafts­ und nicht in Quartalszahlen wie Konzernmasich auf den Wert der beruflichen Bildung besinwachstum könnte bis 2025 um nager. Für den deutschen Mittelstand gilt seit nen, sonst gehen Deutschland die Handwerker langem „think global, act local“. Die Hälfte 0,3 Prozentpunkte pro Jahr steigen, und Facharbeiter aus. Am meisten leiden die Mitder rund 2.700 Hidden Champions, also Welttelständler aber unter der ständig wachsenden Büwenn der Mittel­­stand konsequent marktführer, kommt ja aus Deutschland. Sie rokratie. Sie belastet die Betriebe inzwischen mit orientieren sich mit ihrem Produktportfolio an über 45 Mrd. Euro pro Jahr, mit dieser Summe liedie Digitalisierung nutzt.“ der Nachfrage auf den Auslandsmärkten und ßen sich hunderttausende Arbeitsplätze schaffen. fertigen im Hochlohnland Deutschland. Häufig liegen ihre Firmenzentralen dann noch in ländlichen Regionen ohne Wie sinnvoll erachten Sie Motivationsmodelle wie etwa einen schicken Breitbandanschluss. Erfolgsfaktoren sind natürlich auch die konsequenGeschäftswagen, um Mitarbeiter noch mehr anzuspornen, sich für den te Kundenorientierung und der Erfindergeist der Mittelständler. Arbeitgeber ins Zeug zu legen bzw. um interessante Leute anzulocken? Im Kampf um die besten Köpfe punkten nur attraktive Arbeitgeber Wo liegen mittelfristig die größten Herausforderungen für den Mittelaus dem Mittelstand. Bei der Höhe der Gehälter können sie oft nicht stand? Stichworte demografische Entwicklung, Internationalisierung, mit den Konzernen mithalten, dafür bieten sie viele andere Vorteile: Fachkräftemangel, steigende Preise für Energie und Rohstoffe, politisch familiäre Arbeitsatmosphäre, schlanke Hierarchien, schnelle Aufoft instabile Lage in den rohstoffreichen Ländern, ausufernde Bürokrastiegsmöglichkeiten usw.. Mit Incentives haben sie ein weiteres Ass tie, immer höhere Arbeitskosten usw.? im Ärmel. Unter unseren Mitgliedsunternehmen gibt es dafür zahlIn praktisch allen von Ihnen genannten Bereichen. Riesige Probleme, das reiche Praxisbeispiele. Dazu gehört der klassische Geschäftswagen zeigen aktuelle Umfragen, bereitet den Unternehmen der Fachkräfteebenso wie ein firmeneigener Kindergarten oder Angebote zur Kinmangel. Fast 90 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Besetzung freier derbetreuung auch in der Ferienzeit. Fest steht, der Mittelstand nimmt Stellen. Wir brauchen einfach mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. KonMotivationsmodelle als Chance wahr und muss sich auch auf diesem kret würden uns zum Beispiel Jahresarbeitszeitkonten statt einer täglichen Feld nicht verstecken. >>>

www.dmm.travel

15


Titelstory • Mittelstand

Fotos Fabian Matzerath (5) I Christian Kruppa (6 /9) I Flash Mitte / Baris Akdag (7) I BVMW (8)

(5)

Betriebsbesichtigung bei der Berlin Heart GmbH

(6)

Verleihung des Mittelstand Media Award an Stefan Aust (7)

(8)

(9)

Diskussionsforum „Junger Mittelstand“, Treffen mit Premierminister S. Sarandji (Zentralafrikanische Republik) und Verleihung des Ehrenpreises des Dt. Mittelstandes an W. Clement.

Die Marke „Made in Germany“ hat durch den wieder aufzubauen. Dazu müssen die betroffenen „Durch den Dieselskandal Dieselskandal gelitten. Gerade der Mittelstand Kunden entschädigt werden, sonst ist das Ganze hat das internationale Ansehen ist betroffen, mahnen Sie. nicht glaubhaft. Den Mittelstand trifft es sogar dreifach. Zuerst des Wirtschafts­standortes einmal als Käufer von Dieselfahrzeugen, die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind auch nach Deutschland insgesamt massiv vielleicht bald nicht mehr in die Innenstädte dem Software-Update von EU5/6-Diesel-Autos fahren dürfen. Dann die vielen mittelständinicht ausgeschlossen, sagen namhafte Vertreter Schaden genommen.“ schen Zulieferer, deren Abhängigkeit von den der Justiz. Wie würden Sie darauf reagieren? Konzernen schamlos ausgenutzt wurde. Das Es kann nicht sein, dass Autohersteller ihre Kunkriminelle Kartell konnte den Mittelständlern womöglich jahrelang die den betrügen, die Politik offenbar jahrelang wegschaut – und jetzt sollen Preise diktieren. Und natürlich leiden auch die Zulieferer, wenn insgedie KMU für den Schaden aufkommen. Der BVMW wird gegen Fahrversamt weniger Autos verkauft werden. Die Autoindustrie darf jetzt nicht bote für Dieselfahrzeuge mobil machen und notfalls auch klagen. Denn einfach zur Tagesordnung übergehen. Ich sage ganz deutlich, die betrefunter jeder Art Aussperrung würde vor allem das örtliche Handwerk und fenden Hersteller müssen auch Nachrüstungen an der Hardware überGewerbe leiden. Viele umweltbewusste Kleinunternehmer sind in gutem nehmen. Und sie sollten bereit sein, den geschädigten Kunden die FahrGlauben auf sparsame Dieselfahrzeuge der Euro-5-Norm umgestiegen. zeuge zum Listenwert vor dem Dieselskandal zurückzukaufen. Ein Fahrverbot für sie käme einer Enteignung von Betriebsvermögen gleich. Dagegen muss und wird der Mittelstand sich wehren. Sie sagen, der Diesel-Skandal trifft den Mittelstand sogar dreifach. Wie intensiv sind denn die Rückmeldungen aus Kreisen Ihrer Mitglieder? Norwegen verbietet ab 2025 die Neuzulassung von Verbrennerautos. Unsere Mitglieder sind entsetzt. Jeder Unternehmer wird bei kleinsten Holland will dies ab 2028 einführen, ebenso China. Und auf 2040 festVerstößen sofort belangt, während die Automobilindustrie den Skandal mit gelegt haben sich die Briten und Franzosen. Bei uns wird über die der Umweltprämie auch noch als Marketingaktion missbraucht. Kein WunEinführung einer E-Quote diskutiert. Was halten Sie davon? der, dass sich in einer verbandsinternen Umfrage über 86 % für eine Nichts, die Forderung nach einer Quote für Elektroautos war ein WahlBestrafung der Konzerne ausgesprochen haben. Und ich finde völlig zu kampfgag von Martin Schulz. Elektromobilität muss durch Anreize Recht. Es geht nicht „nur“ um manipulierte Motoren. Sie erwähnten die gefördert werden, nicht durch Zwang. Und ohne den flächendeckenden Marke „Made in Germany“. Dieses weltweit anerkannte Gütesiegel steht Ausbau der Ladeinfrastruktur geht sowieso nichts. für Produkte von höchster Qualität, zumeist aus dem deutschen MittelEine E-Quote wäre außerdem absolut überflüssig. Die EU hat bereits ein stand. Durch den Dieselskandal hat das internationale Ansehen des Flottenziel von 95 Gramm CO2 pro Kilometer für neu zugelassene PKW ab 2020 festgesetzt. Momentan liegt der Durchschnittswert deutscher NeuwaWirtschaftsstandortes Deutschland massiv Schaden genommen. gen bei 127 Gramm. Ich bin überzeugt, die Autohersteller werden die CO2Emissionen allein schon deshalb senken, um Strafzahlungen zu vermeiden. Sie fordern eine Rückkaufpflicht für Hersteller bei manipulierten, gewerblich genutzten Dieselfahrzeugen. Welches Druckmittel haben Zu guter Letzt: Wie halten Sie persönlich es mit „grüner Mobilität“, Sie denn; denn die Autobauer lehnen das ja rundweg ab ? sprich, mit innovativen Antrieben, mit ÖPNV, Carsharing, Bahn und Warten wir’s ab, der Druck auf die Autoindustrie wird zunehmen. Zwei Flugzeug, wenn Sie zur Arbeit fahren oder geschäftlich verreisen? Drittel aller in Deutschland neu zugelassenen Dieselfahrzeuge werden Ich bin da offen, Hauptsache ich erreiche meine Ziele schnell, und das gewerblich genutzt. Viele Unternehmer wenden sich enttäuscht von Verkehrsmittel ist zuverlässig und möglichst umweltfreundlich. Privat ihrer Stammmarke ab und suchen sich einen anderen Hersteller. Das bin ich am liebsten im Smart unterwegs. Der ist wie unsere mittelstänwird sich bei den Umsätzen bestimmter Autobauer bemerkbar machen. dischen Unternehmen: klein, aber oho! ••• Die Autoindustrie sollte deshalb versuchen, das zerstörte Vertrauen

16

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Ford Mondeo Hybrid

Einfach reibungslos umschalten. Beeindruckende Leistung, geringe Verbrauchs- und Emissionswerte und aufregendes Design – in Zahlen ausgedrückt: bis zu 137 km/h im Elektrobetrieb; Systemleistung von 138 kW (187 PS) und ein Durchschnittsverbrauch von 4,0 Litern/100 Kilometer. Eben das Beste aus zwei Welten.

Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach VO (EG) 715/2007 und VO (EG) 692/2008 in der jeweils geltenden Fassung): Ford Mondeo Hybrid, 2,0-l-Benzinmotor, 138 kW (187 PS), 16-Zoll-Bereifung, Automatikgetriebe, 4,6 (innerorts), 2,7 (außerorts), 3,9 (kombiniert). CO 2 -Emissionen: 89 g/km (kombiniert).


Geschäftsreise • Luffahrt

Text RED Fotos SGM I DMM

Jeden Passagier kann es bei Reisen in die Vereinigten Staaten mit einer Quad-Bordkarte treffen.

„QUAD-BORDKARTE“ MIT FOLGEN Statt über das im Frühjahr spekulierte Laptop-Verbot auf Flügen von Europa in die Vereinigten Staaten setzen die US-Sicherheitsbehörden seit einigen Wochen auf strenge Auflagen. Dazu werden alle Fluggesellschaften, die Flüge in die USA anbieten, gezwungen, schärfere Sicherheitsvorschriften umsetzen. Das bedingt mehr Zeitaufwand und wenn man dann auf seiner Bordkarte dann auch noch „SSSS“ vorfindet, wird’s besonders ärgerlich. Die USA haben mit Wirkung zum 19. Juli 2017 strengere Kontrollen der Fluggäste von allen Airlines, die Flüge in die Vereinigten Staaten anbieten, angeordnet. Es handelt sich dabei um sichtbare und unsichtbare Maßnahmen. Die neue Regelung verkündete das US-Ministerium für Heimatschutz (DHS) Ende Juni 2017 in Washington. Das zeitweise diskutierte Kabinenverbot für sämtliche Elektrogeräte größer

Folgenschwer: Bordkarte mit vier „S“.

18

als Smartphones ist zum Glück passé: Es hätte erhebliche Auswirkungen auf die Abläufe an den Airports gehabt. Das US-Heimatschutzministerium verlangt u.a. erweiterte Scans aller elektronischen Geräte größer als Smartphones – also Laptops, Tablets, E-Book-Reader oder Kameras. Außerdem gehe es um eine genauere Überprüfung der Passagiere und um den Einsatz von mehr Sprengstoff-Spürhunden.

Mehr Zeit mitbringen. Die großen Hubs München, Frankfurt, Düsseldorf, Wien und Zürich empfehlen den Passagieren mit Ziel USA, drei Stunden vor Abflug am Airport einzutreffen. Als Richtwert empfehlen die Fluggesellschaften bis zu 60 Minuten zusätzliche Wartezeit an der Security einzuplanen. Die Lufthansa z.B. erhöhte den Annahmeschluss beim Check-in auf allen Transatlantikflügen ab MUC, FRA und DUS für die Economy Class auf 60 Minuten vor Abflug, für die Business und First Class auf 40 Minuten. An den drei Airports ist die Bundespolizei für die verschärften Durchsuchungen zuständig. Eigens hierfür wurde das Personal aufgestockt. In Zürich müssen US-Reisende einen separaten Sicherheitscheck am Gate durchlaufen. Welche Passagiere in Zürich zusätzlich kontrolliert werden sollen, teilen die US-Behörden der Sicherheitsfirma Checkport mit, die im Auftrag von Swiss tätig ist. Über Mittag wird ein bestimmter Bereich im Dock E für die Abfertigung der US-Flüge von Swiss und Edelweiss gesperrt und die Passagiere werden bereits früher per Durchsage ans Gate gebeten. In Wien ist die externe Sicherheits-

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Luffahrt

Online-Info www.dhs.gov I www.tsa.gov

Die großen Hubs München, Frankfurt, Düsseldorf, Wien und Zürich empfehlen den Passagieren mit Ziel USA, drei Stunden vor Abflug am Airport einzutreffen. Als Richtwert empfehlen die Flug­gesellschaften, bis zu 60 Minuten zusätzliche Warte­zeit an der Security einzu­planen.

Wer die vier „S“ auf seiner Bordkarte hat, erfährt eine „Spezialbehandlung“...

firma G4S für die verstärkten Kontrollen im Auftrag der AUA tätig. Ob Fluggäste der LufthansaGruppe oder anderen Gesellschaften, alle müssen sich seitdem auf intensivere Kontrollen einstellen, besonders, wenn sie elektronische Geräte dabei haben und erst recht, wenn sie von den US-Behörden „ausgewählt“, sprich den Vermerk „SSSS“ auf ihrer Bordkarte tragen. Letzteres kann jeden treffen. Der muss sich dann u.a. eingehenden Fragen stellen und alles durchsuchen lassen, was er mit sich führt, vor allem aber seine elektronischen Geräte. SSSS. Sie ist schon eine spezielle Maßnahme, die „Secondary Security Screening Selection“, die auf Anweisung der US-Sicherheitsbehörden auch in Europa von Fluggesellschaften angewandt wird. Wer die Buchstabenfolge „SSSS“ auf seiner Bordkarte findet (links oben und rechts unten in der Ecke), muss wissen, dass damit den Sicherheitskräften signalisiert wird, ihn besonders gründlich zu filzen. Dabei werden Passagiere beim Einchecken aufgrund von bestimmten Kriterien ausgewählt und die Bordkarte mit dem Kürzel „SSSS“ versehen. Insider nennen die Bordkarten mit dem Vermerk SSSS auch „Quad“. Ein Hinweis darauf, ausgewählt zu werden ist, dass man seine Bordkarte nicht zuhause ausdrucken kann. SSSS kann sich für Geschäftsreisende als Fallstrick erweisen; denn laut Sicherheits-Abteilung der TSA kann es einen dann treffen, wenn man auf dem Flugticket nicht identisch ist mit der Person, die das Ticket gekauft hat. Dabei handelt es sich häufig um von Dritten (z.B: Travel-/Mobilitätsmanagern) gebuchte Tickets, etwa für Dienstreisen, geordert von der Firma des Reisenden.

www.dmm.travel

Wenn man als Businesstraveller in ein anderes als sein Heimatland weiter reist. Beispiel: Deutscher Staatsbürger reist von Frankfurt nach Los Angeles und von dort weiter Sao Paulo. Weitere Gründe für den Vermerk SSSS: • Wenn man ein One-Way-Ticket (ohne Rückflug) gebucht hat • Wenn man sein Ticket bar bezahlt hat • Wenn man sein Ticket am Abflugtag gebucht/ gekauft hat • Wenn man bei vorherigen Einreisen in die USA aus welchen Gründen auch immer abgewiesen worden ist • Wenn man auf früheren Flügen Probleme bereitet bzw. sich ausfällig benommen hat. Der Großteil der Passagiere mit SSSS-Vermerk wird per Zufall ausgewählt, glauben Insider zu wissen. Vereinzelt gibt es auch Anfragen von der US Transport Security Administration (TSA), bei bestimmten Passagieren eine zusätzliche Kontrolle durchzuführen. Warum diese Personen ausgewählt werden, wissen die Airlines in aller Regel nicht. U.a. sollen Listen von Passagieren im Umlauf sein, die grundsätzlich ein SSSS erhalten. Wie diese Fluggäste zu dieser zweifelhaften „Ehre“ kommen, weiß auch niemand außer denen in den USA, die dafür verantwortlich sind. Gerade in Vielflieger-Kreisen wird immer wieder über SSSS diskutiert – inklusive Horrorgeschichten zu intensiven Leibesvisitationen und verpassten Flügen. Watchlist. Zur Einreise in die USA wird vom State Department auch eine Watchlist (darunter die „No Fly List“) geführt. Darauf finden sich die Namen von Personen, die nicht Staatsbür-

ger der USA sind und dort unerwünscht sind. Den erfassten Personen wird die Einreise in die Vereinigten Staaten unter allen Umständen verwehrt. Die Aufnahme einer Person in die Watchlist kann verschiedene Gründe haben; häufig handelt es sich um Personen, die unter dem Verdacht krimineller Aktivitäten stehen. Für einen Eintrag sind keine konkreten Fakten oder Beweise nötig, genügen könnten Indizien wie Postings auf Twitter oder Facebook. Die Liste selbst, die Gründe und das Datum des Eintrags sind nur der Transportation Security Administration (Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Innere Sicherheit mit Sitz in Pentagon City/Virginia und dient der Öffentlichen Sicherheit im Verkehr) bekannt. ••• ••• Politiker mit SSSS Selbst Politiker kann SSSS erwischen. Das musste der vormalige FDP-Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher lernen. Als Mitglied im Tourismus-Ausschuss war er auf Dienstreise nach Costa Rica. Mit der LH ging es von Frankfurt nach Dallas, wo er auf American Airlines umsteigen musste. Sein Gepäck musste er neu einchecken, erhielt dazu eine neue Bordkarte. Nach der Routine-Sicherheitskontrolle wurde er in einen gesonderten Bereich gewunken, wo sein Handgepäck penibel untersucht wurde. Burgbacher protestierte, verwies auf seinen Abgeordnetenstatus und die damit verbundene Immunität. Sein Diplomatenpass steckte im Handgepäck. Der US-Beamte war unbeeindruckt. Immerhin war der Officer so nett, Burgbacher nach ergebnisloser Durchsuchung über den Grund der Sonderbehandlung aufzuklären: Es waren die vier „S“.Vielleicht war‘s aber auch Burgbachers kräftiger Schnurrbart, der ihn zur auffälligen Person abstempelte.

19


Geschäftsreise • Studie

Text GZ Fotos DUS I Siemens I GZ

Die Qual der Wahl haben Mobilitätsmanager und Geschäftsreisende betreffend ihre Verkehrsmittel.

FLIEGEN, BAHNFAHREN ODER AUTO? In Deutschland finden 2017 über 500 Mio. Dienstreisen mit dem Automobil statt, das sind ca. 75 % aller Geschäftsreisen. Wer es als Businesstraveller eilig hat, entscheidet sich selbst bei innerdeutschen Verbindungen oft für das Flugzeug im Glauben, so schneller ans Ziel zu kommen. Ein Irrtum. Wer häufig beruflich unterwegs ist, möchte möglichst schnell von A nach B kommen, dabei aber seine Zeit auch optimal nutzen. Zwei Anforderungen, die vermeintlich zusammenpassen. Also entscheiden sich viele Geschäftsreisende auch auf innerdeutschen Strecken für die Schnelligkeit und damit das Flugzeug. Aber haben Sie damit auch recht? Eine hundertprozentig befriedigende Antwort darauf gibt es nicht. Auf Strecken bis zu 300/400 km konkurriert ja noch das Auto als dritter Verkehrsträger, was die Geschwindigkeit von Tür zu Tür betrifft. Allerdings lassen wir das Automobil (Geschäfts- wie Privat- wie Mietwagen) hier außer Betracht, weil man als Geschäftsreisender während der Autofahrt schlecht bis gar nicht arbeiten kann, wenn man selbst am Steuer sitzt. Auch wenn man ähnlich wie im Fall der Luftfahrt erst mal zum eigentIm Vergleich Strecke

lichen Startpunkt, beim Zug eben der Bahnhof, anfahren muss, sei es mit dem Pkw oder ÖPNV, so bietet der Zug unterm Strich vor allem in Bezug aufs Arbeiten unterwegs einen entscheidenden Vorteil: er lässt seine Fahrgäste unterbrechungsfrei arbeiten, auch dann, wenn man keinen Sitzplatz mit Tisch im IC/EC oder ICE ergattert hat. Während Flugreisende i.d.R. oft nur ein paar Minuten beim Warten am Gate sowie zwischen Start- und Landeanflug Zeit haben, um ihren Laptop zu nutzen, auch während des Flugs lässt es sich nicht durchgängig arbeiten, da während Start und Landung der Rechner ausgeschaltet sein muss, steht Zugreisenden fast die gesamte Reisezeit zum Arbeiten zur Verfügung. Trainline, die nach eigenen Angaben weltweit führende unabhängige digitale Bahnplattform, hat den Test gemacht und populäre Geschäfts-

Reisezeit Bahn/Flug* Bahn

Flug

Reine Zeitpuffer Gesamt- Reine Fahrt- zur reisezeit Flug- Zeit Abfahrts- Bahn Zeit zeit

Fahrtzeit ÖNV vom Hbf. zum Flug- hafen

Fahrtzeit Zeit vor ÖNV Check-in- vom Flug- Schließung hafen zum Hbf.

Gehzeit zum Security- Boarding- Gate (vom ÖNV Check time zum Check-in- Schalter, mit Check-in*

Frankfurt – München

03:13

00:05

03:18

00:55

00:10 00:49 00:40 00:15

00:08 00:12

Düsseldorf – Hamburg

03:07

00:05

03:12

01:00

00:11 00:25 00:30 00:15

00:08 00:12

Berlin – Frankfurt

03:57

00:05

04:02

01:10

00:19 00:11 00:30 00:10

00:08 00:12

Auf vielen innerdeutschen und einigen internationalen Strecken ist die Reisezeit per Bahn kürzer als per Flugzeug. Wer mit der Bahn reist, gewinnt dazu noch

20

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Studie

Online-Info www.trainline.de

••• Zeitvergleich Bahn und Flugzeug* Abfahrt – Ziel

Reisezeit Reisezeit Zeitersparnis Zug Flug mit dem Zug

Nürnberg – München

01:11

03:30

02:19

Stuttgart – München

02:18

03:49

01:31

Frankfurt/M. – Düsseldorf

01:46

03:09

01:23

Nürnberg – Frankfurt/M.

02:09

02:53

00:44

Stuttgart – Düsseldorf

02:45

03:28

00:43

Hannover – Frankfurt/M.

02:24

02:58

00:34

Frankfurt/M. – München

03:18

03:54

00:36

Paderborn – Frankfurt/M.

02:59

03:15

00:16

Düsseldorf – Hamburg

03:12

03:20

00:08

••• Zeitvergleich Bahn und Flugzeug* Abfahrt – Ziel

reise-Routen verglichen. Das Ergebnis: Auf vielen innerdeutschen und überraschend vielen internationalen Strecken (Deutschland-Nachbarländer) ist der Zug schneller als das Flugzeug! Das liegt weniger an der Nettoreisezeit, sondern an vielen versteckten Verzögerungen: Der Reisende muss erst zum Flughafen kommen, wartet bei Check-in, Security und Gepäckausgabe und dann noch am Gate vor dem Einsteigen. Von anderen Vorteilen der Bahn, wie dem bei der City-Option integrierten Nahverkehrsticket, um ans Ziel zu gelangen, ganz zu schweigen. Damit ist die Gesamtreisezeit mit den Fluggesellschaften oft länger: Zwischen Düsseldorf und Frankfurt sind es fast 1,5 Stunden, zwischen Stuttgart und Düsseldorf eine Dreiviertelstunde und zwischen Frankfurt und Hannover mehr als eine halbe. Selbst wer, wie viele Geschäftsreisende, ohne aufzugebendes Gepäck reist, spart auf all’ diesen Strecken Zeit. Das gilt auch international: Auf Routen wie Düsseldorf – Amsterdam, Stuttgart – Paris oder Frankfurt – Brüssel kann die Zeitersparnis beträchtlich sein, wenn man in den ICE/TGV einsteigt. Ein paar Beispiele: Wer einmal pro Woche zwischen Frankfurt und München unterwegs ist, • spart mit der Bahn im Jahr 57 Stunden und 36 Minuten an Reisezeit. Das entspricht 7,2 Arbeitstagen! • gewinnt 23,6 Arbeitstage an produktiver Zeit!

Deutschland

Europa

Reisezeit Reisezeit Zeitersparnis Zug Flug mit dem Zug

Düsseldorf – Amsterdam

02:21 03:50

01:29

Stutgart – Paris

03:35 04:39

01:04

Frankfurt/M. – Paris

03:50 04:13

00:36

Frankfurt/M. – Brüssel

03:11 03:38

00:27

Frankfurt/M. – Amsterdam

03:50 04:20

00:50

Düsseldorf – Paris

03:53 04:14

00:21

Frankfurt/M. – Basel

03:02 03:09

00:12

Zur Berechnung: Verglichen wurden die Reisezeit für Flug- und Bahnreisen am 22. August 2017. Die Reisezeit Zug setzt sich zusammen aus der Fahrtzeit des Zuges und fünf Minuten zum Einstieg. Die Reisezeit Flug beinhaltet den Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hauptbahnhof zum Flughafen, die benötigte Zeit vor dem Check-In, die Gehwege zum Gate und durch Security, die Gepäckausgabe und den Transport vom Flughafen zum Hauptbahnhof. Die Berechnung der jährlichen Arbeitszeit und Reisezeit beruht auf 48 Wochen im Jahr und einer wöchentlichen Hin- und Rückfahrt. Zur Berechnung der Arbeitszeit im Zug diente die reine Zeit der Zugfahrt minus 10 Minuten, zur Berechnung der Arbeitszeit im Flugzeug diente die reine Flugzeit minus 10 Minuten. * Auflistung von innerdeutschen und internationalen Strecken auf denen der Zug den Flieger schlägt. Ausgewählt wurden dabei nur Routen, auf denen es eine direkte Flugverbindung gibt

Bei der längeren Distanz Hamburg – Düsseldorf beträgt die Zeitersparnis • 12 Stunden und 48 Minuten oder 1,6 Arbeitstage, • der Gewinn an Arbeitszeit 21,3 Tage. Und selbst wenn der Zug etwas länger braucht, kann das Reisen per Bahn produktiver sein: Auf der Strecke Berlin – Frankfurt spart der Flugreisende über das Jahr gerechnet zwar 7,4 Arbeitstage Reisezeit ein, verliert aber 36 Tage an Arbeitszeit. •••

Arbeitszeit Bahn/Flug*

Zeit-Ersparnis

Bahn Flug Differenz

Gehzeit am Gesamt- Differenz Differenz Zeit- Arbeitszeit (Std./Min) Ankunfstort Reisezeit reine zusätzliche Ersparnis (vom Gate Flug Fahrt-/Flug- Reise-Zeit Gesamt- zum ÖNV) Zeit Reisezeit pro pro pro Fahrt Woche Jahr

Arbeitszeit (Std./Min) pro Flug

pro pro Woche Jahr

pro Fahrt

00:25

03:34

02:18 F

02:34 B

00:16 B***

02:53 05:46 277:00

00:55

1:50 88:00

01:58 B 03:56 B 189:00 B

00:15

02:56

02:07 F

01:51 B

00:16 F***

02:47 05:34 267:00

01:00

2:00 96:00

01:47 B 03:34 B 171:00 B

00:25

03:05

02:47 F

00:50 B

00:57 F***

03:37 07:14 347:00

01:00

2:00 96:00

02:27 B 06:04 B 251:00 B

Quelle: Trainline

Gewinn an Arbeitszeit beim Reisemittel Bahn pro pro Woche Jahr

deutlich an Arbeitszeit. Wer wöchentlich auf der Strecke München – Frankfurt reist, spart pro Jahr 7 Arbeitstage an Reisezeit und gewinnt 23 Arbeitstage. *Reisedatum 22. August 2017; Reisen ohne Gepäck ab Hauptbahnhof **Check-in ohne Wartezeit *** B = Zeitvorteil mit der Bahn; F = Zeitvorteil mit dem Flugzeug

www.dmm.travel

21


Hotel & Veranstaltung • Buchung

Text RED Fotos Marriott I HbH

Hotels über TMSs buchen ist eine lohnende Investition für Unternehmen aller Größen.

HOTELS ÜBER TMCs BUCHEN LOHNT Haben die Travel Management Companies bei der Buchung von Hotelzimmern noch ein Wort mitzureden? Oder ist dieses Segment bei Geschäftsreisen schon an die Online Portale verloren? Viele Businesstraveller besuchen die ihnen bekannten Portale, um ihr Hotel dort zu reservieren. Dass dieser Weg aber für geschäftliche Reisen nicht unbedingt geeignet ist, äußert sich erst später – in vielerlei Hinsicht, u.a. im Hinblick auf die Kosten. Eine Phocuswright-Studie zeigt, dass angestellte Geschäftsreisende zunehmend ihre Übernachtungsunterkunft außerhalb des Geschäftsreiseprogramms ihres Arbeitgebers buchen. Keine 40 % wickeln Hotelbuchungen über die von ihrem Unternehmen empfohlenen Kanäle ab. Dabei gelten Hotelbuchungen außerhalb des Reiseprogramms für Unternehmen als riskant, wie Mobilitätsmanager immer wieder bestätigen. Wird ein geringeres Hotelvolumen gebucht, wirkt sich das auch auf die Verhandlungsposition gegenüber den bevorzugten Partnern aus. Der Effekt ist immens: Buchungen über ein unternehmensinternes Buchungstool oder eine TMC erzeugen eine Kapitalrendite (Return on Invest – ROI) von bis zu 24 %. Und wenn nicht alle Leistungen (Flug, Hotel, Mietwagen, Bahn usw.) über die TMCs gebucht werden, ist es im Krisenfall unmöglich, den Reisenden über die Tracking-Tools der TMCs zu lokalisieren und mit ihm in Kontakt zu treten. Zudem verliert der Travel Manager die Möglichkeit, sich jederzeit eine Übersicht über die Aufenthaltsorte seiner Reisenden zu verschaffen.

28

Verpflichtung. Zusätzlich zu diesen Risiken erhalten Unternehmen so auch keine Informationen über die tägliche Erfahrung ihrer auf Dienstreise entsandten Mitarbeiter und müssen auf Business Intelligence verzichten, die zur allgemeinen Verbesserung des Programms genutzt werden könnte. Die ausgefeilten und bewährten Tools der TMCs für Pre- und PostReporting können damit nicht mehr in vollem Ausmaß genutzt werden. Der Mobilitätsmanager verliert die Übersicht über die gebuchten Leistungen und ist damit nicht mehr in der Lage, die Auswertungen für die Verhandlung mit den Suppliern, hier Hotels, und eine Optimierung des Einkaufs zu nutzen. Ergo müssen Firmenchefs oder ihre Mobilitätsmanager dafür sorgen, dass die Einbindung ihrer Businesstraveller in das Geschäftsreiseprogramm entscheidend und verpflichtend ist. Lohnende Investition. Was im Einzelfall nicht gleich ersichtlich wird, führt in der Summe im Hintergrund zu einer Schwächung der Travel Management Programme und damit zu einer

Kostensteigerung. Und die Ausgaben für Hotels sind nicht unerheblich: Ca. 30 % der Reisekosten von international tätigen Firmen entfallen auf den Hotelbereich. Bei kleineren Firmen, deren Geschäftsreisen überwiegend im Inland stattfinden, beträgt der Kostenblock von Hotels sogar oft mehr als 50 %. Und deshalb sagen Experten: Die Investition in einen Geschäftsreisedienstleister lohnt sich.  So unterstützen TMCs: Nutzen Geschäftsreisende beliebige Kanäle für ihre Hotelbuchungen, ist das riskant für Unternehmen und kommt sie teuer zu stehen. Diese Vorteile bieten Geschäftsreisedienstleister:  1.Maximale Kosteneffizienz  Daten für beste Konditionen: Buchen die Mitarbeiter eigenmächtig über diverse Wege, kann i. d. R. kaum nachvollzogen werden, in welchem Hotel wie viele Übernachtungen im Jahr gebucht wurden und welche Kosten entstanden sind. Doch diese Informationen bilden die essentielle Basis, um bessere Konditionen ver-

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Online-Info www.hrg.de I www.cwt.de I www.phocuswright.com

handeln zu können. TMCs bieten dafür verlässliche und konsolidierte Daten. Zeitersparnis: Durch ineffizientes Suchen, Vergleichen und Buchen auf diversen Hotelportalen gehen etliche Arbeitsstunden verloren. TMCs verfügen über entsprechende technische Lösungen und Anbindungen sowie fundiertes Wissen, um schnell und gezielt das richtige Hotel anzubieten und zu reservieren – durch einen automatischen Preisabgleich zudem zum bestmöglichen Preis. Gleichzeitig lassen sich in nur einem Schritt alle darüber hinaus benötigten Reiseleistungen aufeinander abgestimmt buchen. So können Zeit und indirekte Kosten eingespart und die Effizienz gesteigert werden.  Einhaltung von Kosten- und Programmvorgaben: TMCs sorgen dafür, dass bei der Hotelauswahl alle vom Unternehmen dafür festgelegten Anforderungen und Richtlinien angewendet werden. Dazu zählt insbesondere die präferierte Buchung von Hotels, mit denen spezielle Konditionen vereinbart sind, z. B. in Form von günstigen Raten oder inkludierten Zusatzleistungen wie schneller Internetzugang, Minibar, sichere Frauenparkplätze o. ä.. Aber auch andere Vorgaben wie z. B. unterschiedliche Preisobergrenzen für bestimmte Länder oder Städte werden berücksichtigt – jedoch nur bei Buchungen via TMC.  Hat ein Kunde keine eigenen Hotelraten, kann er z.B. bei HRG auf exklusive, global verhandelte Raten zurückgreifen. Sie beinhalten einen attraktiven Rabatt gegenüber den „normalen“ Raten oder zusätzliche Leistungen wie beispielsweise Frühstück oder kostenfreies WLAN. Sollte es möglicherweise in der Vergangenheit zu Problemen mit einzelnen Hotels gekommen sein, können diese geblockt und erneute Buchungen vermieden werden. Sämtliche Vorgaben finden sowohl online als auch offline Berücksichtigung.  ••• Gut zu wissen

lisieren zu können. Laufen die Hotelbuchungen über eine TMC, ist neben einheitlichen Reportings auch ein Traveller Tracking möglich. Dies im Ernstfall sehr wichtig, um der Fürsorgepflicht nachzukommen und den reisenden Mitarbeitern helfen zu können.  

„Bucht jeder sein Hotel dort, wo er gerade möchte, werfen Unternehmen bares Geld aus dem Fenster. Eine TMC sorgt nicht nur für transparente Daten und senkt die direkten und indirekten Kosten. Unternehmen profitieren auch davon, dass die Mitarbeiter im Krisenfall lokalisiert und unter­ stützt werden können. Wolfgang Straßer I Geschäftsführer HRG Germany, France & Belgium

2. Sicherheit der reisenden Mitarbeiter Risiken können überall auf der Welt auftreten. Um so wichtiger ist es, für Notfälle gerüstet zu sein. Wird willkürlich gebucht, fehlen relevante Informationen, um Reisende im Notfall loka-

3. Zufriedenheit bei den Reisenden Bedarfsorientierter Beratungsservice: Jede Reise ist anders und damit oft auch die Bedürfnisse des Reisenden. Aber welches Hotel ist für den jeweiligen Reiseanlass am besten geeignet? Ist eine Reise beispielsweise länger, werden ein gutes Umfeld und die Ausstattung wie ein extra großes Zimmer oder Apartment, ein Sport- und Wellnessbereich oder manch‘ zusätzliche Leistung um so wichtiger. Hier übernehmen TMCs mit erfahrenen Spezialisten und modernen technischen Möglichkeiten eine beratende Funktion und machen aktiv Vorschläge.  Rundum-Sorglos-Paket: Buchungen bei TMCs können online oder per Telefon und E-Mail vorgenommen werden. Der Reisende erhält dazu alle relevanten Informationen (nicht nur Hotel, sondern z. B. auch Flug und Mietwagen) in einem einzigen, kompakten Reiseplan dargestellt, der stets per Internet, Smartphone oder App abrufbar ist. Sollte sich an den Reiseplänen einmal etwas ändern, können Umbuchungen aller Reiseleistungen in nur einem schnellen Schritt erfolgen – und zwar rund um die Uhr!  Mit eigens entwickelter Technologie, die den Buchungsprozess optimal unterstützt, erhalten Reisende z.B. bei HRG das ideal gelegene Hotel angeboten sowie detaillierte Informationen zu Anbindung und Ausstattung des Hauses. Auch die Bonusprogramme der Beschäftigten fließen in die Buchung mit ein, was bei vielen bekannten Buchungsportalen so nicht möglich ist. Übrigens können auch während Messezeiten verfügbare Zimmer sichergestellt werden. •••

TMCs mit „Hotelsparten“

Carlson Wagonlit Travel mit RoomIt by CWT. Damit wird der Hotelbuchungsprozess vereinfacht. Angebote von RoomIt umfassen ein intuitiv bedienbares Hotelbuchungstool, Such- und Buchungsanwendungen für Unterkünfte, Zugang zu Treueprogrammen u.a.m.. HRG: Bucht für ihre Kunden Hotels im Rahmen eines Gesamtpakets als auch separat. In den wichtigsten HRG-Märkten zählt die TMC zu den größten Hotelbuchern. HRG verfüget über ein eigenes Hotelbuchungs-Center in Großbritannien, das rund um die Uhr aktiv ist und die günstigsten Zimmer findet. Lufthansa City Center (LCC): Das weltweit größte, unabhängige Franchise System im Reisebüromarkt, setzt zur Durchführung von Online-Hotelbuchungen, insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft, das in Zusammenarbeit mit dem Corporate Rates Club (CRC) betriebene Hotelbuchungsportal LCCHotels.com ein. Merkmale: Kostenlose Nutzung des Hotelinformations- und Buchungssystems, komfortable Hotelsuchfunktionen (nach Orten, Flughäfen, Bahnhö-

www.dmm.travel

Buchung

fen, Adressen), Mehr als 315.000 Unterkünfte weltweit, Buchung von vergünstigten Sonderraten in den weltweiten LCC Vertragshotels aus dem LCC Corporate Hotelprogramm, zusätzlich 80.000 CRC-Partner-Hotels mit besonders günstigen Raten. Die Online-Hotelbuchungsportale bieten keine besseren Preise. Im Gegenteil: Sie vertreten nur ihre eigenen Interessen. Viele treffen eine Vorauswahl der Hotels, die sie anzeigen, und oft listen sie die Angebote in der Reihenfolge, die für sie selbst am rentabelsten ist. Dabei ist außerdem zu prüfen, welche zusätzlichen Leistungen im Preis inbegriffen sind, z. B. Frühstück oder kostenloses WLAN. TMCs vergleichen Hotelpreise verschiedener Buchungsplattformen, um stets den besten Preis anzubieten. Sie schließen außerdem Vereinbarungen mit vielen Hotels, bei denen auch zusätzliche Leistungen wie spezielle Zimmerkategorien und bessere Zahlungs- und Stornierungsbedingungen ausgehandelt werden. Wenn sich Reisepläne zwischenzeitlich ändern, was im Übrigen auf ca. die Hälfte aller über Geschäftsreiseanbieter gebuchten Reisen

zutrifft, bucht die TMC nicht nur den Flug um, sondern kümmert sich auch um die neue Hotel- und Mietwagenbuchung. Die Nutzung von Last-Room-AvailabilityRaten (LRA) führt nicht immer zu einer Einsparung. Laut CWT Solutions Group, gibt es eine Diskrepanz von 5 % zwischen angenommenem und tatsächlichem Nutzen der Hoteltarife. Seit den 1980er Jahren gelten „Tarife mit LRA als Standard für Hotel-Firmenraten, und niemand hat das je ernsthaft in Frage gestellt. Jetzt zeigt sich, dass man i.d.R. drauflegt, wenn man globale Hoteltarife aushandelt. Die zentralen Ergebnisse einer Untersuchung von 7.300 Hotelbuchungen aus 97 Ländern zeigt, dass Firmen hohe Verluste machen, weil sie Tarife mit LRA falsch einschätzen. 44 % der Hotels erheben einen Zuschlag für die Einbindung einer Klausel zur LRA. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 12 % können Reisende trotz eines Tarifs mit LRA nicht zum vereinbarten Tarif übernachten – bedingt durch begrenzte Verfügbarkeiten. Firmen, die mehrere Hotels in einem Zielgebiet nutzen brauchen keine LRA.

29


Hotel & Veranstaltung • Neue Häuser

Text JB Foto SV Hotel Online-Info www.dmm.travel/news/hotel

DMM SERVICE: NEUE BETTEN FÜR GESCHÄFTSREISENDE

BUDGET-BETTEN FÜR STUTTGART Mitte September hat nahe Stuttgarter Flughafen und Messe ein weiteres Hotel eröffnet. Das von Marriott betriebene Moxy Stuttgart in Leinfelden Echterdingen ist ein standardisiertes BudgetDesign-Hotel mit 176 Zimmern für Flug- und Messegäste (Foto). In Böblingen dagegen soll Ende des Jahres ein besonderes Hotel an den Start gehen. Das neue V8 Hotel Superior Motorworld entsteht im Südwesten der Motorworld und hat sich ganz dem Motorsport verschrieben. Das Vier-Sterne-Haus bietet 153 Design- und Themenzimmer, Apartments und Tagungsräume und gehört zur BW Premier Collection von Best Western. Unterdessen musste die Eröffnung des Jaz in the City im neuen Wohn- und Büroturm Cloud N°7 verschoben werden. Das 166-ZimmerHaus ist zwar fertig, aber der gesamte Turm noch nicht behördlich abgenommen. Geplante Eröffnung ist jetzt im Januar 2018.

Deutschland: Fleming’s in Frankfurt, Roomers in München Düsseldorf: Im Andreasquartier öffnet noch im Oktober das Hyatt Düsseldorf mit 102 Serviced Apartments. Frankfurt: Im Ostend nahe EZB hat ein Moxy mit 220 Zimmern und Co-Working-Spaces eröffnet. Am 1. Januar 2018 öffnet das Budget-Hotel Fleming‘s Express am Frankfurter Hauptbahnhof. Freiburg: Motel One hat ein 252-Zimmer-Haus nahe Altstadt eröffnet. Nahe Zentrum entsteht auch ein Hampton by Hilton

mit 175 Zimmern. Hamburg: Im November eröffnet am Flughafen das Nordport Plaza (188 Zi, 4 Sterne). München: In der Landsberger Straße hat ein Roomers mit 281 Zimmern eröffnet, davon 22 mit eigenem Jacuzzi. Es ist das dritte nach Frankfurt und Baden-Baden. Im HugendubelHaus am Marienplatz hat das Beyond by Geisel eröffnet. In Schwabing steht jetzt das achte Münchner Haus von Motel One.

Europa: Hilton in Manchester Bareclona: Iberostar baut gerade die frühere Zentrale der Banesto-Bank zum Hotel um. Genf: Nach Renovierung hat das traditionsreiche Hotel de la Paix als Ritz Carlton wieder eröffnet. Lissabon: Am 1. Oktober hat das Iberostar Lisboa (5 Sterne, 166 Zi) eröffnet. Linz: In der Altstadt hat das Star Inn Promenadengalerien eröffnet. Ljubljana: Ein Interconti hat

auf den obersten Etagen eines Hochhauses im Zentrum eröffnet. London: Südlich des Trafalgar Square hat das The Trafalgar St. James eröffnet. Das 146-Zimmer-Haus gehört zur Hilton-Marke Curio. Manchester: Das Hilton Old Trafford hat mit 150 Zimmern am gleichnamigen Station von Manchester United eröffnet, allerdings ohne Ausblick aufs Spielfeld.

International: Pod-Hotel in Mexiko, Accor in Seoul Austin: Nahe Flughafen eröffnet in Kürze ein Home 2 Suites by Hilton mit 87 Suiten. Chicago: Nahe McCormick Place hat das Marriott Marquis mit 1.200 Zimmern eröffnet. Dubai: Wyndham hat das größte Haus der Marke Tryp mit 650 Zimmern in Viertel Barsha Heights eröffnet. Hongkong: Zum Jahresende öffnet auf Victoria Island The Murry mit 336 Zimmern. Kapstadt: An der Waterfront hat ein Radisson Red mit 252 Studios und Suiten eröffnet. Kuala Lumpur: Für Langzeitreisende haben die Dorsett Residences mit 52 Apartments eröffnet. Mexiko: Ein Pod-Hotel am Flughafen bietet künftig 40 Schlafkapseln, die

30

stundenweise buchbar sind. Nashville: Im Dezember öffnet ein Holston House im Art-Deco-Stil. New York: Am La Guardia Airport öffnet in Kürze das erste Ibis Styles in Nordamerika (93 Zimmer). Seoul: Im Oktober eröffnet Accor im Hotelkomplex Seoul Dragon City gleich vier Hotels der Marken Grand Mercure, Novotel Suites, Novotel und Ibis Styles (insgesamt 1.700 Zimmer). Shanghai: Das neue Hyatt Regency Global Harbor hat mit 318 Zimmern eröffnet. Singapur: Im Oktober eröffnet 20 Autominuten vom Changi Airport das neue Sofitel City Centre mit 223 Zimmern.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


E X K L U S I V

I N

J E D E R

A U S G A B E :

G E S C H Ä F T S W A G E N

D E S

M O N A T S

Oktober 2017

NewFleet Foto: Jaguar Land Rover

Geschäftswagen aktuell

Ersatzschlüssel für Mobilität •••

CNG statt Diesel

www.newfleet.de


Geschäftswagen • Erdgas/CNG

Text RED Fotos Erdgasverband I Audi I VW

Erdgas-Autos sollen künftig vermehrt auf den Straßen zu sehen sein.

Audi baut sein g-tron-Portfolio aus.

KANN ERDGAS DAS NEUE DIESEL SEIN? Die Zulassungszahlen sind ernüchternd: Im Juli wurden deutschlandweit laut KBA ganze 265 Erdgas (CNG) Autos zugelassen. Kein Wunder: Privatkunden lehnen sie ab und auch im gewerblichen Segment bleibt diese Antriebsart zu 99 % unberücksichtigt. Stattdessen gilt der Diesel weiterhin als gesetzt. Ob Erdgas es schafft, das neue Diesel zu werden? Wir haben daran unsere Zweifel.

Herbst 2016 in einem niedersächsischen Städtchen: Beim Tanken krachte es plötzlich. Splitter des geborstenen Gastanks flogen durch die Luft, der Fahrer eines CNG-Vans wurde schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelte und Tankstellenkonzerne empfahlen umgehend ihren Pächtern, fürs Erste kein Erdgas mehr zu verkaufen. Ursache des Unfalls war ein verrosteter Gas-Tank. Das Problem betrifft nicht nur einen Autohersteller. Seit besagter explodierter Erdgastank medienwirksam verbreitet wurde, sind die Halter von CNG-Autos noch mehr verunsichert.

34

Dann kamen die Betrügereien mit der Abgasreinigung von Dieselautos. Das Dilemma: Der Diesel gilt (nur in Deutschland!) unverzichtbar, um die Klimaziele einzuhalten, aber auch wegen seines geringeren CO2-Ausstoßes und geringerer Verbräuche. Aber ihn wirklich sauber zu machen, also auch die für Menschen schädlichen Stickoxide zu eliminieren, das kostet viel Geld und die Industrie ist nicht in der Lage, den Diesel wirklich sauber und gesundheitsverträglich zu machen, auch wenn der VDA das Gegenteil behauptet. Weil es mit dem Durchbruch der E-Mobilität aber noch etwas dauern wird, kleinere Pkw sich als Selbstzünder kaum rechnen, könnten Erdgasmotoren als weitere Brückentechnologien einspringen. Dazu aber braucht es die Akzeptanz des Privatund des Gewerbemarkts. Und da sieht es ganz dunkel aus. Bis heute lehnen die allermeisten Mobilitätsmanager Gas betriebene Autos ab, ob Erd- oder Flüssiggas. Schlüssige Begründungen für ihr Nein liefern nur die wenigsten. Günstiger CO2-Ausstoß. Zwar gehört Erdgas wie Benzin und Diesel auch zu den fossilen Brennstoffen, doch ist der CO2-Ausstoß bei der Gasverbrennung im Auto etwas niedriger als bei Öl. Vor allem aber lässt sich Erdgas, also Methan, auch synthetisch herstellen – und zwar regenerativ aus Biomasse. Die CO2-Belastung sinkt dadurch etwa auf ein Viertel der herkömmlichen Treibstoffe. Indes rätseln Fachleute, warum sich diese Antriebsart in Deutschland nicht durchsetzt. So tankt man 1 kg Erdgas

bester Qualität für rund 1,08 Euro. Und weil die Energiedichte eines Erdgas-Kilogramms deutlich über der eines Liters Diesel liegt, zahlt man für die gleiche Menge Energie sowohl bei Diesel als auch Benzin das Doppelte. Höherer CNG-Anteil angestrebt. Ob sich etwas an der Randerscheinung des CNGAntriebs ändert ist fraglich. Zumindest versucht der VW-Konzern eine Kehrtwende und hat sich dazu Partner aus Energieversorgerkreisen, Erdgas-Netz- und -Tankstellen-Betreibern geholt. Die Mitglieder des Aktionsbündnisses haben erklärt, bis zum Jahr 2025 die Zahl der mit CNG (Compressed Natural Gas) betriebenen Fahrzeuge auf 1 Mio. zu verzehnfachen und das CNG-Tankstellen-Netz auf bundesweit 2.000 Standorte (heute 900) auszubauen. Gemeinsam soll so der alternative Kraftstoff mehr Bedeutung im deutschen Straßenverkehr bekommen. Mit der Nutzung von CNG, das neben konventionellem Erdgas auch Bio-Erdgas sowie mit Öko-Strom erzeugtes synthetisches Erdgas sein kann, wird ein sofort wirksamer Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr geleistet. Das KlimaschutzPotenzial von CNG war auch ausschlaggebend für den jüngsten Beschluss des Deutschen Bundestags über die Verlängerung der Steuerbegünstigung von Erdgas bis 2026. Alle anderen Autobauer schaffen mehr oder weniger halbherzig Anreise zum Umstieg auf modernisierten Erdgas-Modelle. Ob sie damit bei Flottenkunden punkten, ist die Frage. Bei den CNG-Mobi-

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Erdgas/CNG

Online-Info discover-cng.com I erdgas.info

A5 und A4, oft gewerblich genutzt, gibt es jetzt auch mit Erdgasantrieb.

••• Wissenswertes rund ums Gas Erdgas: ist ein Brennstoff, der in Deutschland vielfältige Anwendung zum Heizen, Kochen, Autofahren und in der Industrie findet. Es besteht zum überwiegenden Teil aus Methan sowie anderen Kohlenwasserstoffen und enthält nur geringe Anteile von Stickstoff und Kohlendioxid, weswegen es weitgehend sauber verbrennt.  

Wasserstoff - nächster alternativer Antrieb?

lity-Days in Hamburg, wozu auch Fuhrparkverantwortliche eingeladen waren, beobachteten wir eine sehr verhaltene Reaktion. Günstige Umwelt-Bilanz. Nachdem weiterhin Fahrverbote selbst für moderne Diesel-Pkw im Raum stehen, weil die Industrie die NOx-Problematik auch nach der Softwarenachrüstung nicht in den Griff bekommen kann, könnte die Umwelt von einem Zuwachs bei den Erdgasautos profitieren. Bei Stickoxiden, Feinstaub und vor allem beim CO2 wird dem Treibstoff eine positive Bilanz nachgesagt. Laut VW kann man schon jetzt mit einem Erdgasauto 25 bis 30 % beim Kohlendioxid einsparen. CO2-Reduktion mit E-Gas. Einen Schritt weiter gegangen ist Konzerntochter Audi mit ihrem E-Gas, aus Strom generiertes Methan. Das E-Gas produzieren die Ingolstädter selbst, indem sie von Nordsee-Windkraftanlagen gewonnenen Strom in einer Power-to-Gas-Anlage in Methan umwandeln. Diese Energieform kommt in der Gesamtbilanz dem CO2-Ausstoß von E-Autos sehr nahe. Direktes Tanken von E-Gas ist allerdings nicht möglich. Beim Tanken fließt indes fossiles Methan in den Tank. Audi sichert im Gegenzug aber die entsprechende CO2-Reduktion, indem das Unternehmen die getankte Menge in Form von E-Gas ins Erdgasnetz einspeist. In den ersten drei Jahren ist der Service für Käufer von G-Tron-Modellen kostenfrei. Freilich ist der Spaß für Audi sehr teuer und Flottenbetreiber spielen nicht mit. Ob allerdings der angekündigte Ausbau des Tankstellennetzes kommt, wie von VW prophezeit, bleibt abzuwarten. Denn die aktuell rund 900 CNG-Tankstellen sind für ihre Betreiber eher selten kostendeckend. •••

www.dmm.travel

CNG: steht für Compressed Natural Gas (komprimiertes Erdgas). In dieser Form wird es zum Tanken angeboten. Die Abkürzung CNG findet sich international an allen Erdgastankstellen. H-Gas und L-Gas: In Deutschland sind zwei Erdgassorten gebräuchlich: „H-Gas“ (high-calorific gas) und „L-Gas“ (low-calorific-gas). Die Angaben „H“ und „L“ stehen für den Methananteil im Erdgas, der je nach Herkunft des Gases verschieden ist. H-Gas hat aufgrund des größeren Methananteils einen höheren Heizwert und verbrennt sauberer. Es ist in Deutschland am weitesten verbreitet. L-Gas wird beispielsweise in Niedersachsen gefördert und ist in Norddeutschland an den Tankstellen verfügbar. Beim Tankvorgang macht die Sorte keinen Unterschied – wohl aber in der Reichweite einer Tankfüllung.   Erdgasvorräte: Erdgas kommt in nahezu jedem Teil der Erde als natürliche Ressource vor. Die bisher erschlossenen fossilen Erdgasvorkommen reichen laut Experten noch für ca. 70 Jahre. Gleichzeitig sorgen Bio-Erdgas und synthetisches Erdgas, das aus überschüssiger Wind- und Solarenergie gewonnen wird, für zusätzliche Zukunftssicherheit. Bio-Erdgas: ist ein erneuerbares Erdgas und wird hauptsächlich aus Bioabfällen gewonnen. Es kann ohne Leistungsverlust in alle Erdgasfahrzeuge getankt werden. Dadurch wird die Umweltbilanz dieses Kraftstoffs noch weiter verbessert: Laut dena sinken bei der Nutzung von reinem Biro-Erdgas die CO2-Emissionen um bis zu 97 % gegenüber Benzinern.  Flüssigas bzw. Autogas: LPG: Liquefied Petroleum Gas ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das als Nebenprodukt bei der Erdölraffinierung anfällt. Autogas ist fast doppelt so schwer wie Luft. Als Kraftstoff sind Flüssiggas und Autogas nicht untereinander austauschbar – unterschiedliche Tankstutzen an den Fahrzeugen verhindern eine Verwechslung. Flüssiggas wird in Litern verkauft und hat einen geringeren Energiegehalt als Erdgas. „monovalent“ und „bivalent“: Grundsätzlich gibt es monovalente (mono-fuel) und bivalente (bi-fuel) Fahrzeuge. Monovalent bedeutet, dass der jeweilige Autotyp auf eine bestimmte Kraftstoffart hin optimiert ist. Im Falle von Erdgas erreichen die Fahrzeuge, die ausschließlich mit diesem Kraftstoff betrieben werden, eine bessere Leistung und einen sparsameren Verbrauch als ihr bivalentes Pendant. Der Begriff „bivalent“ kennzeichnet Fahrzeuge, die mit zwei Kraftstoffen betrieben werden. Je nach Ausführung ist eine manuelle oder eine automatische Umstellung vorgesehen. 

••• Als Geschäftswagen geeignete CNG-Autos in Deutschland Hersteller Modell

Motorleist. in kW

Verbrauch CNG in kg

CO2-Ausstoß in g/km

Audi

A3 Sportback 1.4 TFSI g-tron

81

3,3

92

Audi

A4 Avant g-tron

125

4,4

117

Audi

A5 Sportback g-tron

125

4,2

114

Fiat

Punto 1.4 8V Natural Power

51

4,2

149

Mercedes

B 200 c Sports Tourer

115

4,4

119

Opel

Zafira Tourer 1.6 CNG

110

5,1

129 116

Opel Astra

81

4,3

Seat

Leon 1.4 TGI Start&Stop

81

3,6

96

Skoda

Octavia Combi 1,4 l TSI G-TEC

81

3,5

96

VW

Golf TGI BlueMotion

81

3,6

98

VW

Golf Variant TGI BlueMotion

81

3,6

98

VW

Caddy Maxi 1,4-l-TGI BlueMotion

81

4,3

116

35


Geschäftswagen • Fahrbericht • Range Rover Velar

Auto fahren im wunderschönen Norwegen macht Spaß, kann aber schnell sehr teuer werden...

Text RED Fotos Laurence Plancke I GZ I Jaguar Land Rover

Über Stock und Stein auf die Gipfel Norwegens, mit dem Velar kein Problem.

VELAR – BEGINN EINER ZUKUNFT Bei Design und Bedienung weist der neue Range Rover Velar in die Zukunft (der Marke). Und in Sachen Antrieb und Aufbau nimmt er Anleihen beim Jaguar F-Pace. Antreten muss der Velar, angesiedelt zwischen Evoque und RR Sport, bei starken Konkurrenten. Vor fast 50 Jahren feierte der Range Rover seine Premiere in der Automobilwelt – und mit ihm die Klasse der luxuriösen Geländewagen. Weit mehr als 1,7 Mio. Fahrzeuge mit der Typenbezeichnung Range Rover wurden seitdem weltweit verkauft. Nun hat Land Rover das nächste Kapitel der Erfolgsstory aufgeschlagen: mit dem grundlegend neuen Velar. Wir hatten das Vergnügen, das vierte und ziemlich luxuriöse Mitglied der RR-Familie, mit dem der britische ••• Umfassender Versicherungsschutz Der Velar lässt sich bei den Vertragshändlern versichern – zu attraktiven Tarifen: Für 199 Euro/Monat gibt‘s umfassenden Flatrate-Versicherungsschutz mit Haftpflicht, Teilkasko (500 Euro Selbstbeteiligung) und Vollkasko (1.000 Euro Selbstbeteiligung) – unabhängig von Schadenfreiheitsund Regionalklassen. Das Angebot gilt für alle Kundengruppen, ob sie bar zahlen, leasen oder finanzieren. Weitere ergänzbare Produkte: Schutzbrief mit Unterstützung bei Panne, Unfall und Diebstahl, GAP-Versicherung oder „Land Rover Care“.

36

4x4-Spezialist Land Rover sein Modellportfolio noch breiter macht, in Norwegen „erfahren“ zu dürfen. Das ist zwar mit nur mit gebremster Energie zu schaffen; denn mehr als 80 km/h sind verboten und verdammt teuer. Innerhalb des Modellprogramms ist der Velar zwischen Evoque und Range Rover Sport angesiedelt. Zu erkennen am ehesten beim Radstand: Der liegt mit 2,87 m nur knapp unter dem des RR Sport (2,92 m) und 21 cm über dem des Evoque (2,66 m). Exterieur-Design. Frontseitig ist der Neuling unverwechselbar ein Land Rover. Auffallend: die versenkbaren Türgriffe, die sich beim Abschließen oder Geschwindigkeiten über 8 km/h automatisch zurückziehen. Passend zum avantgardistischen Karosseriedesign sind die schmalen Voll-LED-Scheinwerfer. Die Briten bieten die neue Baureihe mit den Modellen Velar und Velar R-Dynamic zu UPE’s ab 56.400 Euro (brutto) an, jeweils kombinierbar mit den Ausstattungsvarianten S, SE und HSE. Attraktive Designpakete für Exterieur und Interieur sowie eine Vielzahl an Optionen machen es einfach, das Fahrzeug auf den persönlichen Geschmack zuzuschneiden. Im ersten Modelljahr können sich die Kunden weiterhin für eine besonders üppig ausgestattete First Edition inklusive einzigartiger seidenmatter Lackierung in Flux Silver entscheiden. Dafür aber müssen sie über 108.000 Euro locker machen... Interieur. Der Innenraum bietet enorm viel Platz (jedenfalls vorne), hochwertige Materialien, ein elegantes puristisches Design und hohe Verarbeitungsqualität. Zudem sinkt die Zahl der Schalter und Bedieneinheiten auf ein Minimum. Naja, das hätte man auch beim Lenk-

rad so umsetzen können; denn da gibt’s noch mehr als genügend Bedienteilchen. Das Cockpit wirkt sehr computerisiert mit Funkionalitäten moderner Smartphones. Man versuche sich z.B. am neuen Infotainment-System Touch Pro Duo: Zwei hochauflösende 10-Zoll-HD-Touchscreens gewährleisten zwar Unterhaltung und Kontrolle, aber man muss erst mal lange herumprobieren, bis man die unzähligen Funktionen einigermaßen kapiert hat. Was uns fehlt: eine richtige Smartphone-Integration.       Zu den Innovationen zählen Sitzbezüge in Form sehr umweltverträglicher Premium-Textilien als Alternative zu Leder. Der PremiumStoff wurde in Kooperation mit Kvadrat entwickelt (dänischer Spezialist für hochwertige Textilien in anspruchsvollem Design). Ob auf dem Premiumstoff, auf Velours oder Leder, auf allen Bezügen fühlt man sich wohl. Das allein schon wegen des üppigen Platzes für Fahrer und Beifahrer. Sind die beiden Vorderleute groß gewachsen, wird’s hinten leider etwas enger. Die Sitze sehen wir als sehr langstreckentaug-

Durchs Wasser, wenn‘s nicht zu tief ist.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Range Rover Velar

Online-Info jaguarlandrover.com

Sieht supermodern aus, man muss sich aber erst mit den Funktionalitäten vertraut machen.

Der Velar ist groß und bietet Hightech ohne Ende.

weils gekoppelt mit einer weich schaltenden ZF-8-Gang-Automatik. Fehlanzeige bei innovativen Antrieben wie z.B. einem Plug-in-Hybrid. Vermissen wird der eine oder andere auch ein 48-Volt-System mit Startergenerator. Angesichts der vielen Fragezeichen rund um den Diesel wollen die Briten ab 2019 nach dem Vorbild Volvos alle neuen Modelle auch mit elektrifizierten Antrieben anbieten und bis 2025 diese als Option in allen Baureihen ermöglichen. Versionen. Die Kunden können unter diversen Ausstattungslinien wählen. Von Haus aus Lederpolsterung haben die S- und SE-Versionen, bei der Einstiegversion sind‘s Velours-Sitze. Das wie beim Evoque leicht abfallende Dach ist in Wagenfarbe oder in Schwarz bestellbar. Wer viel Licht braucht, sollte zur Option des festen Panoramadachs greifen.

Unser Eindruck: Der Velar ist ein toller Wurf.

lich. Vorne lassen sie sich 20-fach verstellen, optional beheizen und klimatisieren. Eine feine und wirklich gut funktionierende Sache ist die Massagefunktion. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen und optional elektrisch in der Neigung verstellen.

Wie fährt sich der Velar? Die verwindungssteife Aluminium-Leichtbau-Konstruktion (80 %) und das Fahrwerk mit Doppelquerlenkern vorn und Integral-Hinterachse sorgen für agiles

Antrieb. Das Motorenprogramm umfasst aktuell sechs Diesel- und Benzinalternativen, je-

Handling und hohen Fahrkomfort. Zugleich ist der Velar ein überaus sicheres Auto, denn neben einem umfangreichen Rückhaltesystem besitzt er ein Heer hochentwickelter elektronischer Helfer, darunter autonomer Notfall-Bremsassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stauassistent, Toter-Winkel-Spurassistent mit Annäherungssensor oder Verkehrszeichenerkennung mit adaptivem Geschwindigkeitsbegrenzer. Nicht zu vergessen für Fahrten abseits des Asphalts z.B. das Terrain Responsesystem. Klar merkt man dem Velar seine 2 t Gewicht an, aber generell ist man überaus entspannt unterwegs, erst recht mit der aufpreispflichtigen Luftfederung. Serienmäßig ist der Allradantrieb samt der Softwaresteuerung Intelligent Driveline Dynamics (IDD). Optional aber empfehlenswert ist die Luftfederung. Maximal 251 mm Bodenfreiheit und 650 mm Wattiefe sorgen für Gelassenheit im Gelände, unterstützt durch Systeme wie Terrain Response 2 Automatik oder die OffroadGe-schwindigkeitsregelung All Terrain Progress Control (ATPC). •••

••• Technische Daten und Betriebskosten Range Rover Velar Motor I Hubraum (cm3)

Leistung (kW/ PS) bei

min −1

••• Unsere Meinung

Ingenium P250 2.0 l Benzin

Ingenium D180 2.0 l Diesel

D300 3.0 l V6 Diesel

R 4/4 I 1.997

R 4/4 I 1.999

V6 I 2.993

184/250 bei 5.500

132/180 bei 4.000

221/300 bei 4.000

Drehmoment (Nm) bei min −1

365 bei 1.200 – 4.500 430 bei 1.500

L x B x H (mm) 1)

4.803 x 2.145 x 1.665 4.803 x 2.145 x 1.665 4.803 x 2.145 x 1.665

700 bei 1.500 – 1.750

Kofferr.- inhalt (l) I Zuladung (kg) 673 – 1.731 I -

673 – 1.731 I -

673 – 1.731 I -

Beschl. (s) 2) I V.max (km/h)

8,9 I 209

6,5 I 241

6,7 I 217

Verbr./100 km (l) I CO2 (g/km) 3) 7,6 I 173 Netto-Preis (€) Basis*

5,4 I 142 6,4 I 167

47.394,96 47.394,96 55.798,32

Betriebskosten (Cent/km) 91,5 4) 88,9 4)

91,5 4)

138,0 5) 134,0 5)

139,2 5)

Versicherung HP / TK / VK - - 1) Breite

inkl. Spiegel

www.dmm.travel

2) von

0 auf 100 km/h

3) nach

NEFZ / EU6

4) 36

Monate, 40.000 km

5) 60

Der Velar soll das aerodynamisch effizienteste Modell der Land Rover-Geschichte sein, und der Urahn der kommenden LR-Generationen. Mit dem Neuling wollen die Briten zwar eine neue Käuferschicht ansprechen, jene, der der Evoque zu klein und der RR Sport zu massig ist einerseits, aber, noch viel wichtiger, es sollen Kunden von deutschen Premiumherstellern abgeworben werden. Zielgruppen sind, auch wenn das LR so nicht konkret sagt, in erster Linie und angesichts der Preisgestaltung Geschäftsleute. Wir finden den Velar rundherum gelungen, auch wenn es ihn vorläufig nur als Diesel oder Benziner gibt.

Monate, 20.000 km

37


Geschäftswagen • Komfort-Schließ-Systeme

Text RED/ADAC Foto/Grafik ADAC

Autodieb A bringt sein Gerät in die Nähe des Autoschlüssels und verlängert so die Funkverbindung zu Autodieb B, der mit dem zweiten Gerät an der Fahrertür steht. Das Auto lässt sich öffnen und starten. Die Wegfahrsperre und meist auch die Alarmanlage werden deaktiviert.

mehrere hundert Meter

Autodieb B

Die modernen Autoschlüssel von heute laden Autodiebe geradezu ein...

Autodiebstahl durch Signalweiterleitung

LANGFINGERN DAS HANDWERK LEGEN Und auf einmal ist der nagelneue Geschäftswagen weg. Er stand vor dem Büro, der Autoschlüssel lag auf dem Schreibtisch. Wie ist das möglich? Autos mit dem KomfortSchließsystem „Keyless“ sind deutlich leichter zu stehlen als Fahrzeuge mit normalem Funkschlüssel. Das zeigt eine Untersuchung des ADAC an über 100 Modellen. Autodiebe haben es zu leicht. Autos sind immer mehr rollende Computer, aber die Hersteller hinken meilenweit hinter den Sicherheitsstandards der IT-Branche hinterher, kritisiert der ADAC. Seitdem der Autoclub die Sicherheitslücken bei KeylessSystemen im März 2016 bekannt gemacht hat, haben die Autobauer beim Diebstahlschutz nicht nachgebessert. Bis heute hat der Club mehr als 100 Neuwagen-Modelle mit Keyless auf diese Sicherheitslücke hin untersucht: Ausnahmslos alle ließen sich mit einfachen Mitteln sekundenschnell öffnen und wegfahren.

40

Autos mit dem Komfort-Schließsystem „Keyless“, bei dem der Fahrer keine Tasten mehr auf seinem Funkschlüssel betätigen muss, sind deutlich anfälliger für Diebstähle als Fahrzeuge mit herkömmlichen Schließsystemen. Das zeigte die Untersuchung an zahlreichen Modellen unterschiedlicher Hersteller. Mit einer selbstgebauten Funk-Verlängerung konnten die mit dem „Keyless“-Schließsystem ausgestatteten Autos sekundenschnell geöffnet und weggefahren werden. Bei den Tests hinterließ dies keine sichtbaren Einbruchs- oder Diebstahlsspuren. Die offenkundige Sicherheitslücke bei den Komfort-Schlüsseln erleichtert Dieben ihr Handwerk ungemein: Die Funkverbindung zwischen Schlüssel und Auto kann problemlos über mehrere hundert Meter „verlängert“ wer-

den. „Wir decken dieses herstellerübergreifende IT-Problem bei immer mehr Marken auf“, sagte Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim ADAC. „Autodiebe nutzen diese Schwachstelle mutmaßlich schon seit Jahren aus, ohne dass die Autobauer Abhilfe schaffen.“ Verborgene Kosten. Diebstähle per Funkstreckenverlängerung hinterlassen meist keine Spuren. Die rückständige IT-Technologie verursacht verborgene Kosten, da die betroffenen Modelle durch häufige Diebstähle und der damit verbundenen höheren Schadensquote in der Typklasseneinteilung schlechter eingestuft werden. Keyless-Systeme werden längst auch bei Klein-und Mittelklassewagen und teilweise sogar als Serienausstattung angeboten.

••• So blockieren Sie den Autodiebstahl

• Die günstigste Methode ist und bleibt

die Alufolie. Den Schlüssel mit der Alufolie dreimal (!) umwickeln. Damit ist das Funksignal nicht mehr abzufangen. Die Alufolie verhindert, dass der Schlüssel Kontakt mit dem Funkwellenverlängerer aufnimmt. Allerdings ist diese Methode nicht sehr praktisch, da man den Schlüssel immer wieder ein- und auspacken muss, wenn man den Wagen nutzen will. Also: Immer etwas Alufolie mit im Auto führen. Verlässt man das Auto, den Autoschlüssel in die Alufolie einwickeln. Das gilt auch für zuhause oder im Büro.

• Zuhause: Entweder die Alufolie oder einen Kochtopf nehmen, Schlüssel hineinlegen und Deckel drauf. Funktioniert 100 %ig.

• RFID Leder-Schlüssel-Schutzhülle, die Funksignale abschirmt (diverse Anbieter).

• Lenkradschloss: Dies verhindert zwar nicht,

dass die Türen mit einem Reichweitenverlängerer geöffnet werden. Aber es verhindert, dass der Dieb, mit dem Auto wegfahren kann ohne das Lenkrad zu zersägen. Wenn Autodiebe durch die Scheibe sehen können, dass das Auto mit einem Lenkradschloss gesichert ist, lassen sie meist die Finger davon.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Komfort-Schließ-Systeme

Online-Info www.adac.de

••• Im Test

Modell

Alfa Romeo

Giulia

04/2016

Audi

Q2 A3 A4 A4 Avant A5 A6 A6 allroad R8 SQ7 TT RS TTS

05/2016 10/2015 09/2015 09/2015 05/2016 09/2014 01/2012 12/2015 03/2016 08/2016 12/2014

225xe 318i 318d 440i Grand Coupé 520d 530d touring 640d 730d 740 740d i3* i3 94 Ah I3 94 Ah X1 X1 SDrive 18d

07/2016 10/2015 08/2016 03/2017 11/2016 03/2017 01/2016 08/2015 05/2015 03/2016 09/2014 07/2016 05/2016 11/2015 06/2016

DS4 CrossBack C3 Pure Tech C4 Picasso C4 Picasso HDI Spacetourer

11/2015 11/2016 07/2014 05/2014 08/2016

Fiat

124 Spider

05/2016

Ford

Eco-Sport Edge Focus RS Galaxy Kuga Vignale Mustang S-Max

10/2015 05/2016 04/2016 05/2014 01/2017 09/2015 11/2015

Honda

HR-V

06/2015

Hyundai

i10 i30 i30 1.4 T-GDI i40 Ioniq iX35 Fuel Cell Santa Fé

11/2016 04/2015 01/2017 04/2016 01/2017 06/2015 08/2015

Infiniti

Q30**

04/2016

Jaguar

F-Pace

06/2016

KIA

Niro Hybrid Optima Optima Optima Plugin-Hybr.

07/2016 11/2015 08/2016 10/2016

LandRover

Discovery 06/2016 RangeRover Evoque 09/2015

Lexus

RX 450h

12/2015

Mazda

3 Skyactive CX-5 MX-5

04/2016 03/2015 04/2017

Mercedes

E 220d E 220d T-Modell E400 Coupé

12/2015 08/2016 01/2017

mehrere Meter

BMW

Autoschlüssel im Haus oder in der Tasche

So leicht sind „Keyless“-Schließsysteme zu knacken.

Citroen

Böser Verdacht. Die bestohlenen Fahrzeugbesitzer laufen überdies Gefahr, ein zweites Mal zum Opfer zu werden: Wenn ein Dieb den Motor eines gestohlenen Autos oder Motorrads abwürgt, kann er ihn mangels Schlüssel nicht wieder starten – und flüchtet. Wird das Fahrzeug dann von der Polizei aufgefunden und untersucht, gibt es keine Aufbruchs- oder sonstige Diebstahlspuren. Das kann schnell zu dem Verdacht führen, der Besitzer habe den Diebstahl nur vorgetäuscht, um Versicherungsbetrug zu begehen. •••

www.dmm.travel

Erstzulassung

Hersteller

Autodieb A

Simpler Trick. Bei einem Fahrzeug mit KeylessSystem – arbeitet über Funk, in Deutschland meist auf den Frequenzen 125 kHz und 433 MHz – bleibt der Schlüssel in der Tasche. Der Trick bei Keyless-Diebstählen ist simpel: Die Funksignale des Autos zum Schlüssel werden verlängert, und der Dieb greift zu, ohne KryptoAlgorithmen kennen oder brechen zu müssen. Die Sicherheitslücke bei den Komfort-Schlüsseln erleichtert Dieben das Handwerk ungemein: Sie müssen sich nur mit einem kleinen Gerät in die Nähe des Autoschlüssels begeben – und mit einem zweiten Gerät in die Nähe der Autotür. Schon werden die Reichweiten der Signale um hunderte von Metern „verlängert“ und das Auto lässt sich einfach öffnen. Das funktioniert auch dann, wenn der Schlüssel im Haus liegt oder der Besitzer mit Schlüssel in der Hosen- oder Jackentasche beim Geschäftstermin in einem Gebäude oder im Freien sitzt. Das Tückische an diesem Trick: Läuft der Motor einmal, bleibt er auch ohne Schlüssel in Betrieb so lange Sprit im Tank ist. Wenn ein Dieb dann noch bei laufendem Motor nachtankt, kann er das gestohlene Fahrzeug problemlos auch über weite Strecken entführen.

Autos mit Keyless-System, die der ADAC illegal öffnen und starten konnte Erstzulassung

Hersteller

Modell

MINI

Clubman Cooper S Cabrio Cooper Countryman

08/2015 04/2016 01/2017

Mitsubishi

Outlander Outlander Space Star

05/2016 12/2013 03/2016

Nissan

Leaf Leaf Micra Navara Qashqai Qashqai+2

05/2012 05/2016 05/2017 11/2016 02/2016 11/2013

Opel

Ampera Ampera E Astra

03/2012 01/2017 04/2016

Peugeot

508 SW 3008 5008 BlueHDi 150

05/2012 10/2016 05/2017

Renault

Captur Clio Grand Scenic Kadjar Megane Megane Grandtour Scenic Talisman Talisman Grandtour Traffic

03/2016 10/2016 02/2017 05/2015 01/2016 08/2016 10/2016 12/2015 05/2016 11/2015

Seat

Ateca Leon 1.4 TSI

05/2016 11/2016

Skoda

Kodiaq Octavia Octavia Octavia 1.4 TSI Superb 1,6TDi

11/2016 12/2015 02/2016 04/2017 12/2015

SsangYong

Tivoli XDi

09/2015

Suzuki

SX4 S-Cross Baleno Swift Vitara

07/2016 04/2016 03/2017 09/2015

Subaru

Levorg

08/2015

Tesla

Model S P85

11/2014

Toyota

C-HR 1.8 Hybrid Mirai Prius Prius 1.8 Hybrid RAV4 Verso

11/2016 02/2016 10/2007 01/2016 12/2015 07/2015

Volvo

V40 S90 S90 D5 V90 D5 XC90 T8

05/2016 06/2016 09/2016 09/2016 12/2016

Volkswagen Golf 7 TSI Golf 7 1.5 TSI Golf 7 GTD Golf 7 GTD Passat 2.0 TDI Passat GTE Tiguan Tiguan Touran 5T

08/2015 11/2016 10/2013 12/2016 12/2016 11/2016 03/2016 07/2016 12/2015

Untersucht wurden alle Modelle, die den ADAC Autotest absolvieren. Ob sie mit Keyless ausgestattet sind, hängt vom Hersteller ab. Zu Autos, die hier nicht aufgeführt sind, können keine belastbaren Aussagen getroffen werden. Es ist jedoch zu befürchten, dass viele mit Keyless ausgerüstete Fahrzeuge auf diese Weise gestohlen werden können. *nur Keyless-Start, nicht -Open; **nur Keyless-Open, nicht -Start

Quelle: ADAC e.V.; Stand: 12.07.2017

41


Geschäftswagen • Fahrbericht • Porsche Cayenne

Text RED Fotos GZ I Porsche

Das Heck des neuen Cayenne erinnert stark an den Panamera.

Der „Arbeitsplatz“des Cayenne 3 wurde „entkompliziert“.

TECHNISCH SO GUT WIE ALLES NEU Die 3. Generation des Cayenne sieht zwar dem bisherigen Modell sehr ähnlich, jedenfalls von vorne und in der Seitenansicht, das Heck aber ist sehr Panamera-like. Ansonsten ist das SUV tatsächlich eine komplette Neuentwicklung. Wie die Konkurrenzmodelle aus

gängige Leuchtenband auf. Mächtig viel getan hat sich im Innern. Beim Advanced Cockpit aus dem Panamera dominieren die mittigen Instrumente der analoge Tacho und Drehzahlmesser, links und rechts davon sind zwei individuell konfigurierbare Displays. Ein Virtual Cockpit gibt’s noch nicht. Absolut dominant aber ist der 12,3 Zoll große Touchscreen, mit dem alle denkbaren Funktionen gesteuert werden. Was die Zielgruppe angeht, so verkaufte sich der bisherige Cayenne in Deutschland bei den Erstkunden zu 90 % im gewerblichen Segment.

Vorbild 911. Der neue Cayenne orientiert sich stark an der Sportwagen-Ikone 911: Das SUV ist erstmals mit Mischbereifung und Hinterachslenkung zu haben. Zusätzlich verbessern der serienmäßige aktive Allradantrieb, die Porsche 4D-Chassis Control, die Dreikammer-Luftfederung, die elektrische Wankstabilisierung Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) und die neu entwickelte Hochleistungsbremse Porsche Surface Coated Brake (PSCB) die Onroad-Fähigkeiten. Die Offroad-Tauglichkeit des Fahrzeugs bleibt uneingeschränkt erhalten. •••

dem Konzern (Q7, Bentayga) steht

••• Technische Daten und Betriebskosten

der Leipziger nun auch auf der

Porsche Cayenne

MLB-Plattform.

Motor I Hubraum (cm3) V6-Turbo I 2.995

„Wir haben unser Erfolgsmodell komplett neuentwickelt, es in allen Belangen noch einmal spür- und sichtbar verbessert und perfektioniert. Der Cayenne wurde zudem umfassend digitalisiert und vernetzt – und damit konsequent auf die Zukunft ausgerichtet“, sagt CEO Oliver Blume. Trotz erweiterter Serienausstattung wurde der Cayenne durch intelligenten Leichtbau (Kombination aus Alu-Karosserie, Kohlefaser und hochfesten Stählen) bis zu 65 kg leichter. Zum Start werden zwei aufgeladene Sechszylinder-Benzinmotoren mit 250 kW (340 PS) im Cayenne und 324 kW (440 PS) im Cayenne S angeboten. Optisch bleibt fast alles beim alten, an der Front sind lediglich die Lufteinlässe etwas größer. Insgesamt ist der Wagen um 6 cm in der Länge gewachsen, gleichzeitig wurde er etwas flacher. Am Heck fällt das vom Panamera her bekannte durch-

42

Cayenne

Cayenne S V6 Biturbo I 2.894

Leistung (kW/ PS) bei min −1

250/340 bei 5.300 – 6.400 324 /440 bei 5.700 – 6.600

Drehmoment (Nm) bei min −1

450 bei 1.340 – 5.300

550 bei 1.800 – 5.500

4.918 x 2.194 x 1.696

4.918 x 2.194 x 1.696

LxBxH

(mm) 1)

Kofferrauminhalt (l) I Zuladung (kg) 770 – 1.710 I 845

770 – 1.710 I 820

Beschleunigung (s) 2) I V.max (km/h) 6,2 I 245

5,2 I 265

Verbrauch/100 km (l) I CO2 (g/km) 3) 9,2 I 209

9,4 I 213

Netto-Preis (€)

62.880,67 77.280,67

Betriebskosten (Cent/km)

106,5 (36 Mon., 40.000 km) 135,0 (36 Mon., 40.000 km)

162,0 (60 Mon., 20.000 km) 200,0 (60 Mon., 20.000 km)

Versicherung HP / TK / VK 1) Breite

inkl. Spiegel

2) von

0 auf 100 km/ h

23 / 23 / 26 3) nach

23 / 29 / 29

NEFZ / EU6

••• Unsere Meinung Der neue Cayenne orientiert sich beim Außendesign mehr denn je am 911er und innen stark am neuen Panamera. Die Benziner sind noch kräftiger und bissiger, der Plug-in-Hybrid folgt noch, beim Diesel gibt es Fragezeichen. Unter der Haube sowie bei der Bedienung ist vieles anders als bisher; vor allem ist die Flut an Bedienknöpfen verschwunden. Ersetzt wurden sie durch Bedienflächen, was aber die Bedienung nicht unbedingt erleichtert. Angesichts der Kosten gilt: Der Cayenne ist ein tolles Auto für jene, die ihn sich leisten können.

Der Mobilitätsmanager 10.2017


Text RED Fotos Sixt I DriveNow Online-Info www.bcg.de I www.sixt.de I www.mydriver.com

Andreas Dinger: Moderne Mobilität ist gefragt.

DriveNow ist ein Baustein von MaaS.

Mobilitätsservice

Alexander Sixt: Umfassende Mobilität aus einer Hand.

FLEXIBLE MOBILITÄTSANGEBOTE Die Beschäftigten der inter­ nationalen Management-Beratung „The Boston Consulting Group“ (BCG) und der Pullacher Mobilitäts­ dienstleister Sixt haben sich in einem Projekt zusammengeschlossen. Das gemeinsame Produkt „MaaS“ (Mobility as a Service) bietet den BCG-Mitarbeitern eine umfassende Palette an Mobilitätsformen. Über ein Mobilitätsbudget können die BCG-Geschäftsreisenden zwischen diversen Transportmöglichkeiten – vom Carsharing über den klassischen Mietwagen bis zum Transferservice – wählen. Das Angebot gilt für mehr als 60 Länder und soll weitere Mobilitätsdienste einbeziehen. „Mit unserer Kooperation gehen wir auf die modernen Mobilitätsbedürfnisse von Mitarbeitern ein, die weit mehr umfassen als nur den klassischen Dienstwagen“, sagt Andreas Dinger, BCG-Senior Partner . Alexander Sixt, Vorstand für Organisation und Strategie Sixt SE: „Wir haben wir unsere Services in einem Produkt gebündelt und ermöglichen zeitgemäße Mobilität nach Bedarf.“ Flexibles Budget. Das neue Produkt beinhaltet das Mietwagenangebot „Rent a Car“ als auch das Carsharing „DriveNow“ (Joint-Venture von BMW und Sixt) sowie den Transferservice „myDriver“ (professioneller Fahrdienst, mit

www.dmm.travel

Fokus auf komfortable Flughafentransfers). Der Service ist in mehr als 150 Metropolen weltweit verfügbar und bietet Kunden eine PremiumFahrzeugflotte, transparente Festpreise mit bargeldloser Zahlung, die direkte Abholung am Gate sowie elektronische Rechnungsstellung. Unabhängig davon, welche Art von Mobilität ein Mitarbeiter wählt, rechnet er alles über eine digitale Plattform ab, auf der sein Mobilitätsbudget hinterlegt ist. Ergänzt wird das Mobilitätsangebot seitens BCG durch die Möglichkeit, auch Fahrräder und Bahntickets zu nutzen. Während vier von zehn BCG-Beratern aus Öster­reich und Deutschland einen Dienstwagen nutzen, haben sich seit Anfang 2017 weitere 40 % für das neue Mobilitätsangebot entschieden; Tendenz steigend. Damit hat sich die Zahl der Berater verdoppelt, die Mobilitätsangebote von BCG nutzen. Generation Y verlangt Mobilitätsvielfalt. „BCG als auch Sixt spüren den schnellen Wandel der Mobilitätsbedürfnisse. Die rasante Urbanisierung sowie ökonomische und nachhaltige Aspekte gewinnen an Bedeutung bei der Wahl der Fortbewegung. Mitarbeiter wünschen sich heute Angebote, die diese Entwicklungen auf-

MaaS sorgt für bessere Mobilität.

••• Die Kooperationspartner The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Managementberatung. Sie unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachstums­ chancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist heute an 85 Standorten in 48 Ländern vertreten. Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. Weltweit erwirtschaftete BCG im Jahr 2016 mit 14.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,6 Mrd. USD. Die Sixt SE (Pullach bei München) ist ein führender Anbieter hochwertiger Mobilitätsdienstleistungen für Geschäfts- und Firmenkunden sowie Privatreisende. In Deutschland und weiteren Ländern ist Sixt Marktführer in der Autovermietung. Sixt unterhält Kooperationen mit Adressen der Hotelbranche, Airlines und Dienstleistern aus dem Touristiksektor.

greifen. MaaS funktioniert zudem als Incentive für Mitarbeiter und kann steuerlich vorteilhafter sein als eine Gehaltserhöhung. BCG zufolge sind die neuen Mobilitätsangebote speziell bei den jüngeren Mitarbeitern auf Associate- oder Consultant-Ebene stark nachgefragt. Gerade Mitarbeiter aus der Generation Y haben den Wunsch, Mobilitätsangebote frei kombinieren zu können. Nach erfolgreichem Start bei BCG in Deutschland und Österreich plant Sixt, das neue Mobilitätsprogramm MaaS auch für weitere Unternehmen zugänglich zu machen. „Mobility as a Service stößt auf sehr gute Resonanz und belegt damit den Bedarf der Unternehmen nach einer modernen und flexiblen Mobilität für ihre Mitarbeiter“, so der Sixt-Strategievorstand. •••

43


LUST AUF MEHR?


TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL

Oktober 2017 69 707 I 6,50 Euro www.dmm.travel www.csr-award.de www.newfleet.de www.newbusinessaviation.de

Mehr Effizienz bei Geschäftsreise I Firmenwagen I Veranstaltung Sonderedition in Kooperation mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft

h Einfac r volle

sinn g über chun Hotelbu TMCs die

Interview mit BVMW-Präsident Mario Ohoven •••

Wichtiger Mittelstand Flugzeug, Bahn oder doch Geschäftswagen? ••• Mit dem Zug gewinnt man oft genug Arbeitszeit

Quad-Bordkarte und ihre Folgen ••• Vier „S“ = intensive Durchsuchung

Flixtrain – Die neue Kombination ••• Mobilitätsdienstleister tun sich zusammen

Wird Erdgas das neue Diesel? ••• Eine Frage für viele Flottenmanager

ABONNIEREN SIE UNSERE PRINT-AUSGABE Sieben Mal jährlich liefern wir Ihnen aktuelle News und spannende Hintergrundberichte zu den Themenbereichen Businesstravel, Geschäftswagen, MICE und Kommunikation direkt ins Büro.

Verpassen Sie nichts. Abonnieren Sie unsere Print-Ausgabe unter www.dmm.travel/abonnement/

Profile for DMM

DMM – Der Mobilitaetsmanager 1710  

Fachmaganzin für Businesstravel, Geschäftswagen und MICE – In Kooperation mit dem BVMW.

DMM – Der Mobilitaetsmanager 1710  

Fachmaganzin für Businesstravel, Geschäftswagen und MICE – In Kooperation mit dem BVMW.

Advertisement