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TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL

September 2017 69 707 I 6,50 Euro www.dmm.travel www.csr-award.de www.newfleet.de www.newbusinessaviation.de

Mehr Effizienz bei Geschäftsreise I Firmenwagen I Veranstaltung

IAA Pkw in Frankfurt •••

Zukunft erleben Geschäftsreisemarkt Rhein-Main ••• Im September 2017 der Nabel der Welt

Fliegen ohne Airport-Stress ••• Zwischen Geschäftsund Linienluftfahrt

Auf grüner Schiene unterwegs ••• Umweltfreundlichkeit ist hoch geschätzt

Individuell wie ein Fingerabdruck ••• Zu den Perspektiven der Leasingbranche


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„Wir machen nicht alles. Aber was wir machen, machen wir besonders gut.“ Stephen Browne, Projektmanager Produktimplementierung Spezialisierung@airplus.com 0 61 02.204 - 444

Das Business Travel Management ist unser Kerngeschäft. Hier liegt unser Fokus, unsere Expertise. Dem Erfolg unserer über 46.000 Kunden gilt unsere Leidenschaft. Mit modernen Lösungen, die alltagstauglich und zukunftssicher sind. Und für die wir immer wieder ausgezeichnet werden. Das ist Spezialisierung made by AirPlus.


Editorial • Unter uns

Die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse startet. Schwerpunkte auf der 67. IAA in Frankfurt am Main sind Digitalisierung, Automatisierung, E-Mobilität und neue Mobilitätsservices. Hoch interessant sind natürlich auch die vielen neuen Geschäftswagen. Die wichtigsten stellen wir in unserer Titelgeschichte vor. •••

ZUKUNFTSTHEMEN UND PLEITEN Auf der IAA ist die New Mobility World die B2B-Veranstaltung zur Zukunft der Mobilität. Hier treffen Technologieunternehmen, Automobilindustrie, Mobilitätsanbieter, Startups, Digitalwirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und die Gesellschaft aufeinander, um gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu denken, zu diskutieren und erlebbar zu machen. Seien Sie also dabei, es lohnt sich. Um den Diesel ist so richtig Streit entbrannt. Die deutsche Autoindustrie braucht den Selbstzünder auf Teufel komm ’raus, um ihre CO2-Ziele zu erreichen. Andererseits haben die Mauscheleien der Industrie mit Billigung der Bundesregierung, des Verkehrsministers und des VDA zu großer Verunsicherung bei gewerblichen wie privaten Kunden geführt. Folge: Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw sind auf Talfahrt. Und weil‘s so schön ist, gab‘s noch richtig Zoff wegen der Kartellgeschichte. Nach Norwegen (2025), (Holland, ca. 2028) und China (2030) haben nun auch Frankreich und UK den Verbrennern das Aus (ab 2040) erklärt. In Deutschland aber soll erst mal der Dieselaltbestand ausgetauscht werden, am liebsten wieder gegen Diesel. Welch‘ ein Irrsinn. Mehr Zeit mitbringen. Das US-Heimatschutzministerium hat die Sicherheitsanforderungen für alle Flüge mit Ziel Vereinigte Staaten verschärft. Die Vorschriften sind am 19. Juli an ca. 280 Airports in 105 Ländern und bei 180 Airlines umgesetzt worden. Die Airlines müssen Sicherheitsprotokolle vorlegen und es sollen Preclearance-Locations an vielen Airports eingerichtet werden. Das heißt leider auch, dass wir alle mehr Zeit investieren müssen.

www.dmm.travel

LC auf dem Vormarsch. Auch hier zu Lande werben die LC-Flieger verstärkt um die Gunst der Firmenkunden und machen sich immer breiter. Z.B. in Frankfurt. Dort entsteht am künftigen Terminal 3 der neue Flugsteig G für die Billigheimer, von denen sich Fraport weiteres Wachstum verspricht. Und auf der Langstrecke tut sich auch viel: Eurowings, Norwegian, LEVEL, die AF-Hipstermarke Joon und andere starten den Kampf gegen die Golfer. Zwei Pleiten. Es war absehbar, dass Airberlin abstürzt. Mitte August war‘s so weit: Insolvenz. Unfähige Manager, von Joachim Hunold, der aus Airberlin einen sündhaft teuren Gemischtwarenladen ohne Sinn und Verstand machte, über Mehdorn bis hin zu Winkelmann, haben den Karren an die Wand gefahren. Kein Wunder, dass den Scheichs in Abu Dhabi irgendwann der Kragen platzen musste. Nun soll‘s der Steuerzahler richten. Fragt sich freilich, was aus all‘ den Firmenverträgen wird und aus dem Vielfliegerprogramm Topbonus, das ja auch am Ende ist. Ach ja: auch South African Airways ist faktisch pleite, wenn der Staat nicht bis Oktober hilft, zum xten Mal übrigens... Nächster Versuch. Unübersehbar ist der Trend bei Airlines zum Direktvertrieb unter Umgehung der neutralen (GDS, Globales Distributionssystem) Vertriebskanäle. British Airways, Iberia, UIA und auch American Airlines, sofern man nicht über NDC bucht. In einem

offenen Brief haben sich europäische und nationale Verbände – u.a. der Deutsche ReiseVerband (DRV) und der Europäische Reisebüround Reiseveranstalterverband ECTAA – an EU-Verkehrskommissarin Violetta Bulc gewandt, weil sie glauben, dass die GDS-Entgelte diskriminieren und der Transparenz im Ticketvertrieb schaden. Befürchtet wird eine Einschränkung des freien Wettbewerbs: Die Konsolidierung der Fluggesellschaften. Sie gibt einzelnen Airlines zu viel Macht im europäischen Markt. Dies geht zulasten der Verbraucher, die höhere Preise bezahlen müssen. Den interessanteren Weg geht American Airlines; Der US-Carrier bietet Buchung über NDC an, verbunden mit einem Incentive. Gesichtserkennung. Damit wird nicht nur das neue Apple iPhone 8 aufwarten, sondern auch China Southern. Zunächst in der Pilotphase wird künftig Boarding nur mittels GesichtScanning möglich sein. Der Zutrittsbereich zum Flugzeug öffnet sich nur automatisch, wenn die Gesichtsdaten zu 100 % passen. Also beim Screenen keine Grimassen schneiden.... Freuen Sie sich auf eine interessante Lektüre und schauen Sie gerne auf dmm.travel und newfleet.de vorbei. Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur

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Inhalt • September 2017

Fotos VDA I phongphan5922/fotolia.com I BMVI Titelmotiv VDA

Die Zukunft erleben

Einstellen auf Mehrausgaben

Fuhrparks hängen in der Luft

Für Mobilitätsmanager ist die 67. IAA Pkw ein Muss. Nicht nur, weil sie dort neue Geschäftswagen entdecken. Unter dem Motto „Zukunft erleben“ widmet sich die Show den Kernthemen der automobilen Transformation.

In 2018 werden die Preise für Reiseleistungen steigen. Das besagt der 4. jährliche Global Travel Forecast von CWT und der GBTA Foundation. Mobilitätsmanager müssen mit ca. vier Prozent höheren Kosten rechnen.

Autoindustrie und Politik haben gemeinsam den Ruf des Diesels schwer beschädigt. Die Fachwelt ist enttäuscht vom „Dieselgipfel“ und die Sorge bei Mobilitätsmanagern bleibt, dass es 2018 zu Fahrverboten kommen wird.

Seite

14 Trendmonitor

6 I Branchen-Beobachtungen

News 8 I Wissenswertes in Kürze

Titelstory 14 I IAA – Die Zukunft erleben In Frankfurt geht’s um die Kernthemen der automobilen Transformation.

Geschäftsreise 20 I Kreative Ideen gesucht Wettbewerb „Mobil gewinnt“ – DMM ist Medienpartner. 21 I Bitte von Forderungen absehen Fragen zum insolventen Topbonus­ Programm.

Seite

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Seite

30 I Airlines in der Pflicht Annulierte Flüge und Verspätungen – Wie Sie Ihre Ansprüche gegenüber Air­ lines durchsetzen. 32 I Auf grüner Schiene unterwegs 70 % der Bahnkunden ist umwelt­ freundliches Reisen wichtig. 34 I Änderungen bei Flugangeboten Nützliches für die Reiseplanung.

Hotel & Veranstaltung

48 I Athlon lebt grüne Mobilität Helma Karohl zu neuen ökologischen Formen der Mobilität. 50 I Geschäftswagen des Monats Volvos neuer XC60 wird in 2. Generati­ on sicher ein Beststeller.

Recht & Steuern 52 I Erhöhtes Bußgeld Schlechte Karten bei Rechts­ beschwerden

35 I Die Top Mice-Locations Wien, Seoul und Barcelona verzeich­ neten die meisten Tagungsteilnehmer.

53 I Rechtsprechung – wichtige Urteile

36 I Neue Betten für Geschäftsreisende Die aktuellen Hoteleröffnungen.

54 I Automobillogistik per Schiene Die Bahn ist ein starker Partner bei der Distribution neu gefertigter Autos.

NewFleet

22 I Bonusprogramme September 2017 Meilen für die Bildung.

38 I Geschäftswagen-News Wichtiges aus der Branche

24 I Im September der Nabel der Welt Frankfurt und das Rhein­Main­Gebiet erleben einen Boom an Besuchern.

40 I Fuhrparks hängen in der Luft Mobilitätsmanager sorgen sich um Fahrverbote ihrer Automobile.

26 I Fliegen ohne Airport-Stress Flügevermittlung nach dem Vorbild der Mitfahrgelegenheiten.

44 I Individuell wie ein Fingerabdruck Katharina Schmidt im Gespräch mit DMM zum CVO­Barometer und mehr.

28 I Einstellen auf Mehrausgaben 2018 werden in der Branche steigende Preise erwartet.

47 I Ziemlich erwachsen, der Kleine Wir haben den neuen Ford Fiesta gefahren und bewertet.

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40

Vorbild & Modell

Kommunikation 56 I Smartphone-Tod in der Wanne Wasserschäden – Was man tun und was man lassen sollte.

Inside 57 I Köpfe & Skurriles

Vorschau 58 I DMM 10.2017 und Impressum

Die nächste Ausgabe DMM »Der Mobilitätsmanager« 10.2017 erscheint am 05.10.2017


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Trendmonitor

Foto Marko Greitschus /Pixelio.de Online-Info www.bcdtravel.de I www.gbta.org

ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN

BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN Aktuelle Markt- und Preis­­ent­wick­lungen im Business Travel Marktbeobachtungen von Jürgen Baltes

Der Markt I September 2017

STEIGENDE PREISE ZU ERWARTEN London und Wien sind laut aktuellem Cities & Trends Report von BCD Travel nach wie vor die am häufigsten angesteuerten Ziele euro­ päischer Geschäftsreisender. In der Top-10-­ Liste folgen Amsterdam, Zürich und Paris – ebenfalls wie in den Vorjahren. Gewonnen gegenüber 2015 haben Barcelona (von Platz 9 auf 6) und Madrid (neu auf Platz 8). Mailand, Kopenhagen und Stockholm sind leicht rück­ läufig, Frankfurt bleibt auf Platz 10. Türkei fällt ab. Bei den deutschen Geschäfts­ reisenden liegen ebenfalls London und Wien vorne, dann folgen bereits Zürich und Paris. Barcelona hat Amsterdam von Platz fünf ver­ drängt. Betrachtet man ganze Länder (siehe Tabelle), hat Italien die Schweiz von Platz fünf abgelöst, die Niederlande Schweden von Platz acht. Die Türkei, bislang auf Platz zehn, ist nicht mehr unter den Top 10 und durch Ungarn ersetzt worden. Emirate rücken vor. Auf Interkontstrecken bleiben die fünf Top-Ziele deutscher Geschäfts­ reisender weiterhin Shanghai, Peking, New York, Tokio und San Francisco. Auf Ländere­ bene sind die wichtigsten Business-Ziele deut­ scher Unternehmen die USA, China, Indien und Japan. Von Platz fünf indes haben die Vereinig­ ten Arabischen Emirate mit einem gut sieben­ prozeitigen Plus Brasilien verdrängt. Zugelegt haben auch Mexiko, Südafrika und Südkorea, etwas verloren hat Singapur.

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Konjunktur befeuert Preise. In vielen Desti­ nationen dürften Geschäftsreisen indes teurer werden. Dies prognostiziert zumindest der jährliche Global Travel Forecast von CWT und dem Geschäftsreiseverband GBTA. Weltweit sollen Flugpreise 2018 demnach um rund 3,5, Hotelpreise um 3,7 Prozent steigen. Nur Bahn, Bus und Taxi mit 0,6 Prozent annähernd stabil bleiben. Die höheren Preise spiegelten den all­ gemeinen Wirtschaftsaufschwung und die stei­ gende Nachfrage wider, heißt es von CWT. Europa-Flüge teurer. Besonders kräftig stei­ gen sollen die Preise in Europa. Flüge würden in Westeuropa im Schnitt 5,5, in Osteuropa 7,1 Prozent teurer, in Deutschland 6,7 Prozent. In Asien und Nordamerika sollen die Flugpreise um 2,3 bis 2,8 Prozent steigen, in Lateinameri­ ka dagegen etwa gleichbleiben. Auch Hotelpreise steigen. Die Hotelpreis­ steigerungen sollen laut GBTA und CWT eben­ falls in Europa besonders stark ausfallen, mit plus 6,6 Prozent in Ost- und 6,3 Prozent in Westeuropa. In Deutschland seien gar Preisan­ stiege bis 8,3 Prozent möglich, heißt es. Die höchsten Aufschläge werden in Norwegen mit 14 Prozent erwartet. Das zwölfprozentige Plus in Russland ist vor allem der Fußball-Weltmei­ sterschaft geschuldet. Entwicklung uneinheitlich. Im Nahen Osten und in Afrika werden eher stagnierende Hotel­ preise erwartet. In Asien indes sieht die Prognose

••• Top-Business-Ziele 2016 Europa

Interkont

1 Großbritannien

1 USA

2 Österreich

2 China

3 Spanien

3 Indien

4 Frankreich

4 Japan

5 Italien

5 VAE

6 Schweiz

6 Mexiko

7 Polen

7 Brasilien

8 Niederlande

8 Südafrika

9 Schweden

9 Südkorea

10 Ungarn

10 Singapur

Quelle: BCD Travel, Top-Ziele deutscher Geschäftsreisender, ­Veränderung 2016 / 2015

eine differenzierte Entwicklung – im Schnitt plus 3,5 Prozent, in Japan minus vier. Ähnlich Latein­ amerika: In Brasilien und Argentinien sollen die Preise fallen, in Chile und Peru steigen. Übrigens: Geschäftsreisen sind zwar übers Jahr gesehen relativ gleich verteilt. Dennoch finden die meisten Business Trips jetzt im Sep­ tember statt, mit 9,5 Prozent des Gesamtvolu­ mens. Der Dezember ist, vor allem aufgrund der Feiertage, der schwächste Geschäftsreise­ monat (5,6 %). ••• Näheres zum Thema finden Sie ab Seite 28.

Der Mobilitätsmanager 09.2017


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News • • • Sofitel Frankfurt Opera

MAGNIFIQUE MEETINGS

Drittes Hilton in München

Abbildung: Weickenmeier, Kunz + Partner

Direkt an der Donnersberger­ bücke zwischen Landsberger Straße und den Bahnanlagen entstehen in München auf einem 10.500 m2 großen ehemaligen Bahn­areal ein Hampton by H ­ ilton bzw. ein Hilton Garden. Eröffnung voraussichtlich im zweiten Quartal 2018. Geplant wurde das Projekt vom Münchner Architektur- und Ingenieurbüro Weickenmeier, Kunz + Partner. Insgesamt entstehen 356 Zimmer plus Konferenzmöglichkeiten.

Das Sofitel Frankfurt Opera ist eine Hommage an die französischen „Hôtels Particuliers“ des 17./18. Jahrhunderts. Die Veranstaltungs­ räume sind nach Pariser Stadtteilen benannt. Schmuckstück der Tagungs- und Banketträumlichkeiten des 5*-Superior-Hotels ist Le Marais. Der Ballsaal hat 320 m2 und eignet sich für außergewöhnliche

Events. Der Boardroom SaintHonoré erinnert an eine Bibliothek und gewährt einen exklusiven Rah­ men für vertrauliche Meetings. Das Magnifique Meetings Team unter­ stützt bei Konzeption, Vorberei­ tung und Durchführung der Veran­ staltungen und stellt modernste, Tagungstechnik sowie Audio- oder Video-Equipment bereit. •••

InterContinental Hotels Group (IHG): Einheitliche Frist für Stornos seit 28. Juli in Europa und USA eingeführt, Rest der Welt folgt bis Ende September. Kostenloses Canceln bis einen Tag vor Ankunft gilt dann für die meisten Marken der Intercon­ tinental-Gruppe. In Planung: Indigo Frankfurt (236 Zimmer), Indigo Dresden Wettiner Platz (132 Z.).

Hotel Telegraaf in Tallin ist erstes Haus der Autograph Collection in Estland. 83 Zimmer, Tagungsraum. Die Ritz-Carlton Hotel Company tritt in die Yacht-Kreuzfahrten-Branche ein. Die erste von drei luxuriösen Yachten (190 m lang, Platz für 298 Passagiere) soll 2019 in See stechen.

i31: Im Berliner Hotel übernachten Gäste in vier Schiffscontainern (je 25 m2), die sich auf dem Dach des Nebengebäudes befinden.

Mövenpick: Bis 2019 neues Flagship-Hotel in Basel. 264 Zimmer. Meeting-Kapazitäten auf 1.800 m2. Ballsaal für bis zu 600 Personen.

Louvre Hotels: Check-In, Öffnen des Zimmers, Check-Out und Bezahlung per Smartphone.

Panoramahotel Oberjoch: 4* Superior Hotel eröffnete in Bad HindelangOberjoch ein Dorf mit 13 luxuriösen Alpin-Chalets.

• • • prizeotel

2020 soll am neu gestalteten Hauptbahnhof das prizeotel Münster-City eröffnen. Nur wenige Meter sind's in die Innenstadt und zur Kongresshalle. Das Hotelprojekt ist das neue Tor zum Hansaviertel der NRWMetropole. Dabei gehen moderne Hotelarchitektur und städtisches Wohnen eine einzigartige Symbiose ein: Die drei von kadawittfeldarchi­ tektur entworfenen Baukörper (1x Hotel/prizeotel, 2x studentisches Wohnen) mit insgesamt 8.000 m² verfügen im Erdgeschoss über vielsei­ tige Einzelhandels-, Büro- und Gastronomieflächen. Das Hotel wird 195 Economy-Design-Zimmer bieten sowie innovative Technologien wie kostenfreies Highspeed-Internet oder Mobile-Check-In. Das Haus ist das vierte Hotelprojekt in Kooperation mit der Rezidor Hotel Group. •••

Foto: Abaca Corporate Vangelis Paterakis

NEUES HOTELPROJEKT IN MÜNSTER

••• Hotel & Veranstaltung Accor: Mit Hilfe des Programms „Revenue Solution“ von Ideas ­sollen weltweit die Zimmerraten optimiert werden. Die Software analysiert Preise und deren Ein­fluss­ faktoren von ca. 1 Mio. Zimmern in rund 9.000 Hotels. Swissôtel Sarajevo soll 2018 als Teil des Sarajevo City Centers eröffnen. 218 Zimmer, 500 m2 Veranstaltungsund Meetingfläche. Pullman Tokyo Tamachi soll 2018 als erstes Haus der Upscale-Marke in Japan eröffnen. 143 Zimmer sowie ­Meetingräume. American Express Global Business Travel (GBT): Banks Sadler, eine internationale Event-ManagementAgentur in London ist jetzt ganz offiziell Teil des GBT-Geschäftsbereichs. Ascott: Durch eine Partnerschaft mit Aegide-Domitys sind für 2019 zwei neue Serviced Residences in Nantes und Straßburg geplant. CWT Solutions Group: Nutzung von Last-Room-Availability-Raten führt nicht immer zu Einsparung. Tatsächlich gibt es eine Diskrepanz von 5 % zwischen angenomme­ nem und tatsächlichem Nutzen der Hoteltarife. Dadurch können Mobilitätsmanager/Unternehmen hohe Verluste machen, weil sie Tarife mit Last Room Availability falsch einschätzen.  

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Dormero: Hotel Andante in Rust nahe des Europaparks übernommen. Jetzt 4*-Superior Hotel mit 26 Suiten, Pool, Restaurant und Tagungsraum. Übernahme des NHHotels in Dessau zum 01.01.2019. Hilton Worldwide: In USA und Kanada muss der Preis für eine Übernachtung gezahlt werden, wenn das Zimmer nicht mindestens 48 Stunden vor Anreise storniert wird. 2018 3. Hotel in München. Luxushotelkette Conrad Hotels & Resorts weiter auf Expansionskurs. Noch in 2017 eröffnen Häuser in New York und Fort Lauderdale sowie in Indien und Kolumbien. Hampton by Hilton Aachen Tivoli: 164 Zimmer, 2 Konferenzräume. Hilton Munich Airport: Auf 8.800 m2 Gesamtkapazität um 162 Zimmer erhöht (jetzt insgesamt 551 Zimmer). Zusätzlich Ostflügel des Konferenzzentrums modernisiert: 17 renovierte und teils neu gebaute Veranstaltungsräume. Neu eröffnet: Aleph Rome Hotel, Curio Collection by Hilton (88 Zimmer inkl. 14 Suiten); Hampton by Hilton Hamburg City Centre (161 Zimmer). HNA Group: 25 % der HiltonAnteile von Blackstone übernommen. Ins Hilton Management müssen einige HNA-Vertreter nun übernommen werden, so CEO Christopher Nasetta.

Lufthansa/TUI: Veranstalter­ geschäft der TUI direkt an LHBuchungssysteme angebunden. Leonardo: Übernahme der schottischen Portland Gruppe. Portfolio­ erweiterung um insgesamt fünf Häuser in Schottland. Mallorca: Kongresspalast Palau de Congressos mit 4*-Hotel Meliá Palma Bay (268 Zimmer) in Palma eröffnet. Highlight ist das Auditorium für über 1.900 Personen. Marriott: Kostenfreie Stornierung nur noch bis zu 48 h (zuvor 24) vor gebuchtem Termin möglich. Delta Hotel by Marriott Toronto Airport & Conference Centre eröffnet. 633 Zimmer, 5.600 m2 Tagungsfläche.

Motel One: Zweites Haus in Manchester (302 Zimmer).

Ryanair Rooms: Neue Hotelbuchungsplattform ab 2018. Vermittlung kostet Hoteliers nur 50 % der bei den Hotelbuchungsplattformen verlangten Provisionen. Im ersten Schritt will sich der irische Billigflieger an Hoteliers in 207 europäischen Destinationen wenden. Scandic: Übernahme der Restel Hotels in Finnland (43 Stk.). Scandic wird so zum größten Hotelbetreiber in Finnland. Star Inn Hotel und Suites Premium Heidelberg by Quality: Eröffnung Frühjahr 2018 nahe Hbf; mit geplan­ tem Kongresszentrum; 215 Zimmer, 85 Boardinghaus-Einheiten.

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

News • • • NH Hotel Group

Fotos: Marriott

NHOW AM MAIN

• • • W Hotels Worldwide

W Shanghai – The Bund eröffnet. Mit Blick über den Fluss Huangpu prägt es den nördlichen Teil des Bund, der berühmten Uferprome­ nade der Stadt. Das Hotel vereint kolonialen Glanz und futuristi­ sche Motive. Fast alle Zimmer gewähren dank der geschwunge­ nen Silhouette des Gebäudes Aus­ blicke auf den Fluss. Das Hotel verfügt über 374 Zimmer und 35

Suiten. Alle warten mit LED-Wand und einem freihängenden Bett auf. Das Haus lockt mit zahlreichen gastronomischen Angeboten. Auf 560 m2 erstreckt sich ein Meetingund Eventbereich. Mit über 180 m2 ist der Ballsaal größter Veran­ staltungsraum im westlichen Teil Shanghais mit einer Deckenhöhe von 6,20 m und einer Ausstattung, die von der Opulenz des Goldenen

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Zeitalters inspiriert wurde. Der rund 60 m2 große Mega Room strahlt ebenso wie die Studios und Strategy-Räume modernen Indu­ striecharme aus. Nach getaner Arbeit können sich Geschäftsrei­ sende im AWAY Spa verwöhnen lassen oder im Fitnessstudio FIT auspowern. Auf der Holzterrasse des Hotels werden Yoga- und ThaiChi-Stunden angeboten. •••

Abbildung: CA Immo Rafael de la Hoz

NEUES FLAGGSCHIFF IN SHANGHAI

Im Europaviertel am Frankfurter Messegelände entsteht im Wol­ kenkratzer "ONE" ein nhow bis Anfang 2021. Das 4*-Superior-Hotel wird 375 Zimmer in individu­ ellem Design und mit exklusiver Ausstattung bieten. Der Konfe­ renzbereich umfasst über 1.000 m². Auch Restaurant-, Bar- und Fitnessbereiche nebst Parkmög­ lichkeiten im unterirdisch verbun­ denen Parkhaus sind im Hotelkon­ zept vorgesehen. Das Highlight des ONE ist eine öffentliche Sky­ bar mit umlaufender Dachterrasse und einzigartigem Blick. •••

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© 2017 CWT

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News

Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel

• • • El Al

DREAMLINER IM ANFLUG

Foto: FMG

Der israelische Carrier setzt neu­ erdings den ersten Dreamliner auf Routen von Tel Aviv nach Eu­ropa ein. Ab Oktober folgen Verbindun­ gen nach Nordamerika, dann in den Fernen Osten. Bis 2020 sind 16 Boeing 787­900 bestellt, welche die bestehenden Modelle 747­400 und 767­300 ersetzen sollen. Neu­ heiten an Bord sind die Premium

• • • Flughafen München

Economy Class sowie eine neue Business Class. Die Premium Eco bietet 28 Passagieren Platz. Die finden dort breite, sehr komfortab­ le und ergonomische Sitze, ange­ ordnet in 2­3­2­ Sitzgruppen, vor. Außerdem erwartet die Fluggäste in der neuen Beförderungsklasse persönliche Freiraum und gehobe­ ner Service. Jeder Gast erhält ein hochwertiges Amenity Kit sowie komfortable Kissen und Decken für einen angenehmen Flug. •••

Die Lufthansa bietet auf den Verbin­ dungen von München nach Düssel­ dorf, Berlin­Tegel, Frankfurt/M. und Hamburg einen besonderen Service an, durch den Businesstra­ veller schneller zu ihrem Flug gelan­ gen. "Smart Depart" steht bis zum 31. Oktober 2017 allen Lufthansa­ Passagieren im Terminal 2 des

Münchner Airports zur Verfügung. Täglich von 06 bis 08.30 Uhr sowie von 16 bis 18.30 Uhr gibt es vor den genannten Abflügen eine eigene Sicherheitskontrolle, nahe gelegene Abflug­Gates und verkürzte Einstei­ gezeit. Auf sämtlichen Abflügen zur NRW­Metropole Düsseldorf, in die Hauptstadt, Frankfurt und die Han­

semetropole steht im T2 auch eine eigene Sicherheitskontrolle zur Ver­ fügung für alle, die nur ein Gepäck­ stück mitführen. Ausgeschildert ist diese Kontrolle mit "Smart Depart Fast Lane". Vorteil: Die betreffenden Geschäftsreisenden können etwas später (20 min. vor Start) am Gate eintreffen. •••

Einchecken nur mit gescantem Gesicht China Southern Airlines hat den Testbetrieb zur Erprobung des Boardings am Flugsteig mithilfe von automatisierter Gesichtserkennung gestartet. Als Voraussetzung müssen die Fluggäste ein Gesichtsfoto in der App der Fluglinie hochladen. An den Sicherheitskontrollen wird ein dort gemachtes aktuelles Bild des Reisenden mit dem in der App hinterlegten Foto abgeglichen. Stimmen die Daten der hinterlegten Bilddaten mit den Gesichtsmerkmalen des Reisenden überein, öffnet sich der Zutrittsbereich am Gate automatisch. Die am Gate sonst übliche erneute Vorlage von Ausweisdokument und Bordkarte entfällt. Nach einem erfolgreichen Testbetrieb in Nanyang plant China Southern das System überall einzuführen.

Foto: China Southern

Foto: ELAL

ETWAS SCHNELLER INS FLUGZEUG

••• Luftfahrt Adria Airways Switzerland: Die Ex-Darwin Airline (Sitz in Lugano Agno), die seit Nov. 2013 als Etihad Regional unterwegs war, gehört jetzt dem Münchner Unternehmen 4K Invest AG, Eigentümerin der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways und wurde umbenannt.

basic und chic. Gemanagt wird die AF-Tochter von Jean-Michel Mathieu als CEO. Mathieu gehört fortan auch zum Vorstandsgremium der Konzernmutter. Der 48-Jährige hat einen großen Teil seines Berufslebens bei der Air FranceKLM Group verbracht.

Air France/Joon: Airline-Tochter „Joon“, eine neue Lifestyle-Marke bedient zunächst Mittelstrecken ab Paris CDG, ab Sommer 2018 auch Langstrecken. Zielgruppen sind vor allem Millenials (18 bis 35 Jährige), deren Lifestyle sich vorwiegend um digitale Technologien dreht. Der Name „Joon“ wurde gewählt, weil der weltweit einprägsam ist. Die Farbe „Electric Blue“ soll für Dynamik, für den Himmel, den Raum und die Flugreise stehen. Daran orientieren sich auch de Uniformen des fliegenden Personals,

KLM: Ab 29.10.2017 Mo, Do und So mit B787-9 von Amsterdam nach Mumbai. Ferner tägl. Amsterdam – Bangalore, durchgeführt von Jet Airways. Sie ergänzen die täglichen Verbindungen von Air France zwischen Paris CDG und der Hauptstadt des indischen Bundesstaats Karnataka. Die MumbaiFlüge kommen zu den tägl. Verbindungen, die AF selbst fliegt, hinzu. Ferner gibt's ganzjährig eine tägliche KLM-Verbindung von Amsterdam nach Mumbai (Jet Airways mit B 777-300ER). 

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Boom: Der US-Hersteller hat bereits 76 Vorbestellungen für sein Überschallflugzeug. Die Maschine bietet 55 Sitzplätze und soll ca. 2.700 km/h schnell fliegen können, allerdings nur über dem offenen Meer, wie einst die Concorde. Erstflug soll 2023 sein. Erstkunde wird Virgin Atlantic. Die Reisezeit von Paris nach New York soll nur noch 3:30 Stunden betragen. Eurowings: Übernahme weiterer Zubringerflüge für Langstreckenverbindungen konzernfremder Airlines wie z.B. Singapore Airlines ab Düsseldorf, München, Zürich und Manchester. Passagiere benötigen mit dem Codeshare-Abkommen für eine Umsteigeverbindung mit den beiden Airlines nur ein Ticket und können ihr Gepäck bis an den Zielort durchchecken. Neu: Flexible Tarife für die Zubuchung

von Gepäck: Bei Basis Kurz- und Mittelstrecken 8 bis 30 Euro, Langstrecke ab 25 Euro. 30 Euro ist der höchste Tarif für das erste eingecheckte Gepäckstück. Flughafen Hamburg: VIP-Passagiere können emissionsfrei zu ihren Flugzeugen gebracht und von dort abgeholt werden. Dafür hat der Fuhrpark drei BMW 740Le iPerformance (Plug-in-Hybride) in die Flotte eingestellt. Den Service kann jeder Fluggast buchen. Details und Buchungsformular: www.hamburgairport.de/de/lounges_und_exklusive_services.php. Spätestens in drei Jahren sollen über 50 % des Flughafen-Fuhrparks alternativ angetrieben werden. Bei Standardfahrzeugen wie Pkw, Kleintransportern und Bussen ist ein hundertprozentiger Austausch bis 2020 angestrebt.

Der Mobilitätsmanager 09.2017


News • • • Internet an Bord

••• Luftfahrt

W-LAN VIELEN ZU TEUER Schon vor Jahren hatte Air Berlin angekündigt, in ihren Flugzeugen Internet an Bord anbieten zu wol­ len. Vor kurzem ist der Carrier von dieser Aussage und dem Vorhaben überhaupt abgerückt, wohl der In­ solvenz geschuldet. Die Führungs­ spitze des vor der Zerschlagung stehenden Carriers war noch 2016

Fraport: Europäischer Flughafenverband ACI Europe hat bestätigt, dass das Luftverkehrsdrehkreuz Frankfurt Airport auch 2017 wieder die Nummer 1 in der Kategorie „Total Hub Connectivity“ ist – und das mit einem Vorsprung an Flugverbindungen vor Dallas/Fort Worth und Amsterdam. 2005 erhielt Frankfurt erstmals diese Bewertung und konnte sie im vergangenen Jahrzehnt immer wieder bestätigen. Unter Hub Connectivity (Drehkreuzkonnektivität) versteht man die Anzahl der Umsteigemöglichkeiten auf andere Flugverbindungen, die an einem Flughafen angeboten werden.

Langstrecken. Unterm Strich ist W­LAN an Bord für die Carrier keine erfreuliche Einnahmequel­ le. Von daher sind Stimmen aus Kreisen der Fluggesellschaften nicht verwunderlich, die es für wirtschaftlichen Unsinn halten, die jeweils gesamten Flugzeug­ flotten damit auszurüsten.

Icelandair: Mit Beginn der Wintersaison ab 29.10.2017 erweitert Icelandair seinen Service auf der Strecke von Zürich nach Reykjavík und bedient die Schweizer Metropole ganzjährig, statt wie bislang nur während der Sommermonate. La Compagnie: Die französische Business Class-Airline (fliegt CDG-Newark) ersetzt ihre beiden Boeing 757-200 2019 durch zwei werksneue, geleaste Airbus A321neo. Die Jets in 1-Klassen-Konfiguration erhalten ausschließlich BC-Sitze.

Foto: weedezign/fotolia.com

Primera Air: Der skandinavische Ferienflieger startet im April 2018 mit A321neo tägliche Verbindungen von London Stansted, Birmingham und Paris CDG nach Newark und viermal/Woche nach Boston.

ziemlich euphorisch, was die Nut­ zungsakzeptanz von W­LAN in den Flugzeugkabinen betrifft. Tat­ sächlich arbeiten allenfalls Ge­ schäftsreisende damit. Privatrei­ sende haben kaum Interesse an einer Nutzung. Das ist übrigens bei der Lufthansa nicht anders. Nicht­gewerblichen Passagieren ist der Spaß schlichtweg zu teuer, jedenfalls auf Kurz­ und Europa­ strecken. Und wenn Internet an Bord gefragt ist, dann nur auf

Bei den europäischen Fluggesell­ schaften setzt sich WiFi an Bord ohnehin nur sehr langsam durch. Grund ist, dass fast alle Fluggesell­ schaften auf die sehr teure Satel­ litenverbindung setzen, wohin­ gegen die nordamerikanischen Airlines mit weitaus günstigeren ATG­Netzen (Air­to­Ground) ar­ beiten. Deshalb sind die US­Air­ lines in Sachen Internet in ihren Flugzeugkabinen den Europäern meilenweit voraus. •••

Qatar Airways: CEO Akbar Al Baker durfte auf der Paris Air Show in Le Bourget den Preis der internationalen Air Transport Rating Organisation für Qatar Airways als weltbeste Fluggesellschaft (vor Emirates) entgegennehmen. Und er verkündete, bei OneworldPartner American Airlines mit 10 % (ca. 808 Mio. USD) einsteigen zu wollen. Ob es zum Deal kommt, hängt u.a. vom Go des AA-Verwaltungsrats ab und das steht noch aus. Außerdem muss die USRegierung zustimmen. Singapore Airlines. Die beiden Lowcost-Carrier Tigerair und Scoot werden verschmolzen, und die Marke Tigerair verschwindet vom Himmel. Scoot fliegt Langstrecken mit Dreamlinern, Tigerair Kurzund Mittelstrecken mit Airbus 320. SWISS: Check-in für SWISS Flüge neu an den Lufthansa Group Schaltern der Flughäfen Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Nürnberg und Stuttgart. Am gemeinsamen Check-in-Schalter kann man nun früher für den Flug, der am gleichen Tag abfliegt, einchecken. Alternativen: die Check-in Automaten. Premiumgästen stehen die LH-Lounges offen. TAP: Neue Lounge am Drehkreuz Lissabon (Humberto-DelgadoFlughafen) eröffnet. 825 m2; bis zu 260 Passagiere in Etage 6 des Schengenbereichs. Ruhebereiche, Duschen, Business-Center, Restaurant- und Bar-Bereich. Einrichtung an vielen Stellen mit heimischem Kork. Für alle Passagiere, mit Status Victoria Gold, TAP Corporate TOP, Star Alliance Gold oder TAP Platinum American Express, für Passagiere mit Buchungen in den Tarifklassen executive und topexecutive sowie für Victoria Silver-Passagiere (Interkont-Flüge).

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News • • • DB Regio

• • • Deutsche Bahn

LOUNGE IN NÜRNBERG IM NEUEN DESIGN

Foto: DB Claus Weber

DB Regio schickt demnächst neue superschnelle Doppelstock-REZüge auf die Strecke NürnbergMünchen. Die neuen von Škoda Transportation gelieferten 36 druckertüchtigten Doppelstock­ wagen sind voll klimatisiert und bieten Internetzugang, Mehr­ zweckbereiche und Videoüberwa­ chung. In der 2. Klasse wird es 679 Sitzplätze geben, in der 1. Klasse 26. 82 Sitzplätze werden als Klapp­ sitze ausgeführt, wodurch Platz für 37 Fahrräder entsteht. •••

Foto: DB

SUPERSCHNELL & KOMFORTABEL

20 Jahre nach Eröffnung der ersten DB Lounge präsentierte die DB ihr neues Konzept mit der modeni­ sierten Lounge am Nürnberger Hauptbahnhof. Auf 220 m2 erwar­ tet Premiumkunden ein exklusiver Rückzugsort. Und das erwartet Businesstraveller in der Lounge: Arbeiten. Für den „Digitalnoma­ den“ stehen am Arbeitstresen etwas

zurückgezogen acht Arbeitsplätze bereit. Für diskrete Telefongesprä­ che wurden drei Telefonnischen gegenüber vom Empfang eingerichtet. Wohlfühlen. Im Wohlfühlbereich im Bistrostil lässt sich zwanglos die Zeit genießen; Steckdosen stehen zur Verfügung. Von der Sofaecke aus lässt sich das Geschehen auf dem Bahnsteig beobachten.

Relaxen. Im Ruhebereich kann man sich aus dem Alltag ausklinken. Die bequemen Ohrensessel im rückwärtigen Teil der Lounge laden zum Abschalten ein. Gastronomischer Service. Es gibt ein kostenloses Angebot an Heißund Softgetränken. Neu installierte WLAN-Zugänge für stabilen Empfang. •••

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••• Bahn

WO DER RUBEL ROLLT.

Alleo: Jeweils 4 ICE 3 (Baureihe 407) und TGV Duplex auf den Verbindungen Frankfurt - bzw. Stuttgart-Paris. Seit Start des Hochgeschwindigkeitsverkehrs auf beiden Relationen 60 % Steigerung bei den Fahrgastzahlen. In den ersten fünf Monaten 2017 erneuter Zuwachs um 20 %. Marktanteil Stuttgart-Paris (Fahrzeit 3:10 Std.) liegt schon bei 65 %.

www.pobeda.aero/de

DB: Bahnchef Dr. Richard Lutz will steigende Kosten im Bahnverkehr künftig nicht mehr einseitig durch Fahrpreiserhöhungen ausgleichen. Stattdessen will er die Auslastung der Züge effektiver gestalten, u.a. über Spartickets.

Von Moskau weiter nach: Jekaterinburg, Krasnoyarsk, Nowosibirsk, Perm, Sotchi, Surgut, Tscheboksary, Tscheljabinsk

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AB MIT POBEDA VON MEMMINGEN DIREKT NACH MOSKAU

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DB: Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung Weimar-Gößnitz jetzt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

ICE 1: Großflächige Grafitti-Schmierereien lassen viele der Hochgeschwindigkeitsgarnituren sehr ungepflegt erscheinen. Wegen Zugknappheit besteht kaum noch Zeit zum Entfernen der Verunzierungen. ICE 4: Fahrgäste stören sich an hochfrequen­tem Vibrieren bei Geschwindigkeiten jenseits der 230 km/h. DB und Siemens wollen das Problem der unangenehmen Schwindungen bis zum offiziellen Fahrgastbetrieb im Dezember 2017 im Griff haben. Länderbahn/alex: Erste „neue“ klimatisierte Reisezugwagen, die zuvor bei der itaienischen Staatsbahn Trenitalia im IC-Einsatz waren, übernommen, die vormaligen 1. Klasse-Wagen laufen als 2. KlasseWagen. Sie sind hochkomfortabel und verfügen üer WLAN, Fahrgastinfosystem und Steckdosen an jedem Sitzplatz. Cˇeské dráhy (Cˇ D): Nach siebenjähriger Pause wieder Tagesdirektverbindung Prag-Krakau mit Ex 114/115 „Cracovia“. WLAN und Minibar an Bord. Privater Fernbahnanbieter Leo Express will die Strecke ebenfalls bedienen wie auch die Strecke Prag-Dresden-Berlin. SBB: Ab 2018 App mit Bestpreisgarantie. Mit der App wird die Bahnreise aufgezeichnet und der Fahrgast bezahlt hinterher. Und zwar ausschließlich den günstigsten Tarif. Genf bekommt Tiefbahnhof. Westbahn: Abwechselnde Führung stündlicher Züge ab Salzburg zum Wiener West- und zum Hauptbahnhof. Dadurch entsteht ein Habstundentakt in direkter Konkurrenz zu den Railjets der ÖBB. Dazu kommen neue KISS 2-Triebzüge.

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SIE MACHEN DIE GESCHÄFTE. WIR DIE REISE.

Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel • • • Statista-Umfrage

AM LIEBSTEN MIT DEM AUTO... Ob zum Kongress in einer deutschen Metro­ Bequemlichkeit (sofern man davon im Flug­ pole oder zu einer der großen Messen hier zeug sprechen kann). Allerdings müssen zu Lande: Auf Geschäftsreisen (innerhalb auch sie erst Auto oder Zug zum Flughafen der Bundesrepublik) fahren die Deutschen nehmen und zur Abreise ab einem Airport am liebsten mit dem ebenfalls. Insofern ist Automobil. das Ergebnis der Stati­ Welches Verkehrsmittel Laut einer aktuellen sta-Umfrage nur be­bevorzugen Sie auf beruflichen Statista-Umfrage nutzen dingt repräsentativ. Kurzstreckenreisen? 25 % der Bundesbürger Für die Umfrage wur­ auf beruflichen Kurz­ den rund 1.030 Perso­ streckenreisen bevor­ nen aus Deutschland zugt ein Geschäftsfahr­ im Februar repräsenta­ zeug, den eigenen Pkw tiv befragt. 25 % oder einen Mietwagen. Tatsächlich beträgt der 35% 21 % nehmen am liebsAnteil des Automobils ten die Bahn und 19 % an allen deutschen bevorzugen das Flug­ Dienstreisen (ca. 600 zeug. Diejenigen, die Mio. pro Jahr) aktuell 21 % gerne fliegen, schätzen 75 %. Die Bahn macht 19 % am meisten den gerin­ 16 % aus und das Flug­ gen Zeitverlust und die zeug 9 Prozent. ••• Basis: 1.029 Befragte aus Deutschland ab 18 Jahren 

Auto

Bahn

Quelle: Statista-Umfrage Flugreisen 2017

Flugzeug

Ich reise nicht beruflich

••• Geschäftsreise

Australien Einreise: Das australische Department of Immigration and Border Protection (DIBP) hat angekündigt, dass es in absehbarer Zeit (ca. 2020) eine vollständig papierlose Ein- und Ausreise geben soll. Danach soll für Ausländer, z.B. deutsche Businesstraveller, das Ausfüllen der orangefarbenen „Incoming Passenger Card“ entfallen. Aktuelle Einreise­ bestimmungen zu Australien: https://www. border.gov.au/Trav/Ente/Goin/Arrival

Hälfte der Buchungen gehen inhouse über ein Online-Buchungs-Tool. HRG: Nachdem Iberia und British Airways dem Vorbild der Lufthansa und UIA’s gefolgt sind und die Einführung von GDS-Gebühren ab 01. November 2017 angekündigt haben, reagiert der Geschäftsreise­dienstleister. Integriert werden der NDC-Standard und damit auch die BA-Buchungssysteme. Indien: e-Business-Visa ausschließlich für Businesstraveller. Ab Tag der Ausstellung für 4 Monate gültig.

DERPART Travel Service. Ihr Partner für Geschäftsreisen.

Malaysia: Eintrittsgebühr. Pro Übernachtung und Zimmer in einem registrierten Hotel fallen zwischen 2,50 und 20 Ringgit (ca. 21 Eurocent bis 4,19 Euro) an.

Carlson Wagonlit Travel: Neue Geschäftssparte für das Hotelgeschäft „RoomIt by CWT“. Kunden wird große Bandbreite an Unterkünften zu wettbewerbsfähigsten Raten angeboten. RoomIt umfasst weltweit einheitliche Hotelbuchun­gen, intuitiv bedienbares Hotelbuchungstool, Reise-Services für Unternehmen jeder Größe, bessere Suchund Buchungsanwendungen für Unterkünfte, Reisemanagement-Tools für Tracking, ­Reporting und Zahlmöglichkeiten, Zugang zu Treueprogrammen.

SAP/Concur: Mittels der eigenen Tools Travel & Expense, Mobile, TripLink, TripIt und elektronischer Belege wird jetzt der Aufenthaltsort von Mitarbeitern bestimmt. Travel Manager haben so eine aktuelle Übersicht, wo sich Mitarbeiter gerade befinden.

DRV: Erklärvideos zu Fragen rund um das neue Reiserecht. Video: unter https://www. drv.de/index.php?id=4039.

Vereinigte Arabische Emirate: Visum bei Einreise in die VAE nur noch mit elektronischem Reisepass erhältlich.

GBTA: Umfrage in Deutschland, Frankreich und England ergab, dass 1/3 der Geschäftsreisenden seine Reservierungen über „alternative Kanäle“ gerne selbst erledigt. Gut die

Vietnam: Bürger aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien, die sich bis 30.06.2018 maximal 15 Tage im Land aufhalten, benötigen kein Visum.

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UNWTO: 2016 wurden 499 Mio. Gäste in den EU-Ländern gezählt. Addiert man die NichtEU-Länder wie Norwegen, Schweiz und andere hinzu, entfallen weltweit mehr als 40 % der internationalen Touristen auf Europa.

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Amex GBT. Wenn schlechtes Wetter oder andere Störfaktoren zu Flugausfällen führen, bucht eine Software entsprechende Alternativrouten. Vom „ultra VIP Service“, den bisher nur Topkunden von American Express nutzen konnten, sollen bis Ende des Jahres 600.000 Unternehmen in zwölf Ländern profitieren.


Titelstory • IAA 2017

Text RED Fotos VDA (1-3) I Flickr.com (4)

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Die IAA ist die weltweit bedeutendste Messe der Automobilität.

DIE ZUKUNFT ERLEBEN Für Mobilitätsmanager ist die 67. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw ein Muss, nicht nur, weil sie dort neue Geschäftswagen entdecken. Unter dem Motto „Zukunft erleben“ widmet sich die weltweit bedeutendste Autoshow den Kernthemen der automobilen Transformation. Dazu gehören das vernetzte und automatisierte Fahren, die Elektromobilität sowie neue Mobilitätskonzepte für die Stadt der Zukunft. Mobilität entwickelt sich in viele Richtungen. Die intelligente Vernetzung und die Digitalisierung innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs werden künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Sie erweitern das Angebot an vernetzter Kommunikation und erhöhen den Komfort. Vor allem aber sollen sie dazu beitragen, das Autofahren sicherer und effizienter zu machen. Die IAA 2017 (14. - 24. September) präsentiert diese Entwick­ lungen in Echtzeit. Sie wird die bisher digitalste Messe der IAA-Geschichte. New Mobility World. „Die IAA ist ‚der‘ kompetitive Marktplatz für Mar­ ken und Neuheiten, sie zeigt als einzige große Messe weltweit die gesamte Wertschöpfungskette, sagt der VDA als Ausrichter. Und seit 2015 zusätz­ lich mit der New Mobility World die Themen der Mobilität von morgen. Über 50 Pkw-Marken sind präsent, hunderte Zulieferer auch. Die New

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Mobility World 2017 (Halle 3.1) ist der Ort für die Zukunft der Mobilität. Hier treffen Disruptoren und Innovatoren aus Tech- und IT-Unternehmen und Startups auf etablierte Player. Dazu gehören z.B. BlaBlaCar, Harman, IBM, International Industries, Kaspersky, Merck, Moia, NXP, Qualcomm, SAP, Siemens, Sony, TomTom und T-Systems die Daimler-Töchter Moo­ vel, MyTaxi und Car2Go. Die faszinierenden Innovationen im Bereich der Digitalisierung, dem automatisierten Fahren und der Elektromobi­ lität werden nicht nur in Halle 3.1, sondern auch auf dem Freigelände (Agora) auf einer großen Fläche ‚in action‘ zu erleben sein. Facebook ist Partner der New Mobility World (NMW). Das Unter­ nehmen präsentiert sich auf der Innovationsplattform der IAA. Facebook Chief Operating Officer Sheryl Sandberg wird auch vor Ort sein. Soziale

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IAA 2017

Online-Info www.iaa.de I www.vda.de

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Der BMW i3 gilt als einer der Vorreiter künftiger E-Mobilität.

Netzwerke gelten als interessanter Partner für die Automobilindustrie, als Multiplikator, Analyse-Tool und vor allem als innovativer Technolo­ gie-Entwickler. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich Facebook intensiv in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Virtueller Realität. „Die Art und Weise, in der wir uns zukünftig fortbewegen, wird sich massiv verändern. Dies ist ein zentrales Thema unserer Zeit”, so Martin Ott, Managing Director Central Europe bei Facebook: „Innovative Tech­ nologien sind eine Grundvoraussetzung für die Zukunft.“ Eine typische Schnittstelle zur Automobilindustrie sei die Künstliche Intelligenz. „Schon heute nutzen wir künstliche Intelligenz auf unserer Plattform, beispielsweise im Rahmen von Bild- und Videoerkennung”, erklärte Ott weiter. Ähnliche Schnittstellen gäbe es auch in den Bereichen Virtual und Augmented Reality. Große Events. Die IAA ist auch weltweit Benchmark mit ihren großen Events: Fachveranstaltungen, Konferenzen, Fahrdemonstrationen, Mitmachaktionen, Probefahrten, Geländewagenparcours, Sonder­ schauen wie z. B. Oldtimer, Besuche von VIPs und berühmten Sportlern auf den Ständen der Aussteller. Zudem ist die IAA eine große RecruitingMesse mit dem Bereich job and career für Fachkräfte sowie mit goING und workING für Schüler und Studenten. Die Bedeutung der IAA werde auch dadurch unterstrichen, dass das South by Southwest (SXSW, Austin/Texas) und Mercedes-Benz in Frankfurt erstmals gemeinsam die „meConvention“ organisieren; eine Konferenz, die dem gesell­ schaftlichen Diskurs über relevante Zukunftsthemen neue Impulse verleihen soll.

www.dmm.travel

Erfahrungsaustausch auf IAA-Konferenzen

Abwesend. Einige Hersteller werden definitiv nicht nach Frankfurt kommen. Peugeot hat bereits im Dezember 2016 abgesagt. Die Franzo­ sen wollen zukünftig dort vertreten sein, wo Kunden das Auto erleben können. Auch die Citroën-Nobelmarke DS wird keinen Stand auf der IAA haben. Nissan nimmt nicht teil, weil die Marke sich lieber auf der Technologiemesse CeBit im März 2017 in Hannover präsentierte. Volvo zeigt neue Autos nur noch auf einer Messe pro Kontinent, in diesem Jahr war das der Genfer Salon in Europa. Dort hat auch Mitsubishi ausgestellt, den Rest des Jahres will man sich auf kleinere Messen konzentrieren. Auf Infiniti und alle Marken von Fiat Chrysler, Alfa, Fiat, Lancia, Abarth und Jeep, müssen Besucher ebenfalls verzichten. >>> ••• Kontakt Tourismus+Congress GmbH Kaiserstrasse 56, 60329 Frankfurt/M. Tel.: +49 69.212-30808 www.frankfurt-tourismus.de info@infofrankfurt.de Infos zum Aufenthalt und nach dem IAA-Besuch Info-Plattform der Stadt: www.frankfurt-tourismus.de  Tickets: Während der Messe auch vor Ort ab 14 Euro: Tagestickets im Webshop ab 12 Euro. Ermäßigungen gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises gewährt (Studenten, Auszubildende, Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes, des Freiwilligen Sozialen/ Ökologischen Jahres sowie für Bezieher von ALG II). Offizielle IAA App kostenfrei über iaa.de verfügbar. Sie ist die einzige mit den vollständigen und aktuellen Daten zu Ausstellern, Geländeplan, Innovationen und Aktionen.

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Titelstory • IAA 2017

Fotos BMW (5) I Jaguar LandRover (6 /10) I Opel (7) I GZ (8) I Skoda (9)

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Jaguar‘s neue Luxuslimousine XJ. (7)

BMW X3: Das neue SAV aus Spartanburg im BMW-Pavillon.

Opel-Insignia-Country-Tourer: Die dritte Variante des Bestsellers.

NEUHEITENFEUERWERK BEI GESCHÄFTSWAGEN Audi. Mit dem neuen A8 beginnt eine neue Designsprache, eine neue Idee von Bedienung, ein neues Level an Qualität. Markant sind die HD Matrix­LED­Scheinwerfer mit Laserlicht an der Front sowie OLED­Heck­ leuchten kombiniert mit einem LED­Leuchtenband. Die Nobellimousi­ ne präsentiert die Zukunft der Luxusklasse, so die Ingolstädter. Durch das Multimaterial­Space­Frame­Konzept ist die Karosserie die leichteste ihrer Klasse. Um ein Drittel erhöhte Steifigkeit für hervorragende Agilität bei gesteigertem Fahrkomfort. Durch den konsequenten Einsatz von Touch­Displays mit haptischem Feedback bei gleichzeitiger Reduktion herkömmlicher Bedienschalter/­taster erfährt der Nutzer ein komplett neues Bedienerlebnis. Zum Marktstart am Jahresende zunächst nur ein 3.0 TDI (286 PS und 600 Nm) und ein 3.0 TFSI (340 PS und 500 Nm). 2018 folgen zwei Achtzylinder und der W12 sowie der A8 L E­Tron mit 449 PS und 700 Nm Systemleistung und 50 km elektrischer Reichweite. Über optionale Ladeplatte wird die 14,1 kWh­Batterie des Fahrzeugs sofort induktiv mit neuer Energie versorgt. Kein Kabel, kein Hantieren. A6: Studie zum Serienmodell (ab 2018), die sehr sportlich aussieht. Neue Features in Sachen autonomes Fahren, neue Technik im Innenraum. Kommt auch als Plug­in­Hybrid. A7: Sieht aus wie ein Prologue­Coupé. Komplett neue Front des Viertürers nach dem Vorbild der Studie Prologue. Neue Version des „Virtual Cockpit“. BMW. Bei den Münchnern steht Generation 3 des Mittelklasse Premium­ SAV (Sports Activity Vehicle) X3. Auch die dritte Generation kombiniert robuste Offroad­Optik mit einem sportlichen Auftritt. Der mit höchster Ver­ arbeitungs­ und Materialqualität aufwartende Innenraum präsentiert sich im Vergleich zum Vorgänger luxuriöser. Zwei Dieselmotoren und drei Ben­ ziner zum Marktstart. Bei den BMW Personal Co­Pilot Angeboten im Bereich der Fahrerassistenz und des (teil) automatisierten Fahrens bietet der Neuling optional die aktuellste Generation der Active Cruise Control sowie das Sicherheitspaket Driving Assistant Plus inklusive Lenk­ und Spurführungsassistent, Spurwechsel­ (voraussichtlich ab Dezember 2017) und Spurhalteassistent mit Seitenkollisionsschutz. 1er: Mit neuen Editionsmodellen, noch hochwertigerem Interieur, erweiter­ ten Connectivity­Angeboten sowie der neuesten Generation des Bedien­ systems iDrive geht der neue 1er (3­ und 5­Türer) an den Start. Leistungs­ starke Drei­, Vier­ und Sechszylinder­Motoren. Antrieb über die Hinterräder. Optional Allradantrieb. Hochwertig verfeinerter Innenraum, neu gestal­ tetes Armaturenbrett.

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2er Coupé und 2er Cabrio: Facelift mit deutlich geschärftem Blick, serien­ mäßigen LED­Scheinwerfern, einem nochmals aufgewerteten Innenraum sowie neuen Connectivity­Diensten (bereits verfügbar). Für Coupé und Cabrio breite Palette an Drei­, Vier­ und Sechszylinder­Motoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 100 kW/136 PS und 250 kW/340 PS. 6er GT: 6er GT mit mehr Coupé und weniger Limousine. X7: Seriennahe Version des Luxus­7­Sitzers; auch als Plug­in­Hybrid. I3: Facelift. Reichweite deutlich > 300 km. Neues Infotainment. 7er feiert 40. Geburtstag. Dazu 200 Sondermodelle „7er Edition 40 Jahre“ in den Farben Frozen Silver und Petrol Mica und allen 7er Antrieben. Den Innenraum verfeinert BMW mit exklusiven Lederausstattungen. Hyundai. Mit dem i30 Fastback Komplettierung der i30­Modellfamilie. Im Vergleich zum normalen Fünftürer ist der Fastback 3 cm niedriger und 11 cm länger. In Coupéform gestaltetes Heck. Zum Marktstart Anfang 2018 zwei Motorisierungen: Dreizylinder­Turbo mit 120 PS und Vierzy­ linder­Turbo mit 140 PS. Kona: Crossover im B­SUV­Segment, AWD optional, 7­Gang­DSG. Jaguar Land Rover. Zum neuen Modelljahr stattet Jaguar seine Luxus­ limousine XJ mit technologischen Neuerungen in den Bereichen Infotain­ ment und Fahrassistenzsysteme aus. Neu ist auch die High Performance Variante XJR575 (575 PS, 700 Nm, Vmax 300 km/h). Alle XJ technologisch aufgewertet. 4G­WiFi Hotspot, oberhalb der Mittelkonsole nun ein farbi­ ger Touchscreen im größeren Format 10’’ mit Dual View­Technologie. Autonomer Notfall­Bremsassistent mit Fußgängerschutz. Zwei V6­Moto­ ren, 3 l­Diesel in allen Ausstattungsstufen unterhalb XJR575 erhältlich. E-Pace: Neues Kompakt­SUV unterhalb des F­Pace. Beim Design stand der F­Type Pate. Serienmäßig neues Infotainment „Touch Pro“, LED­ Scheinwerfer, Rückfahrkamera und Fahrerassistenten. Zunächst drei Diesel­ und zwei Benzin mit Leistungen zwischen 150 PS und 300 PS. XF Sportbrake. Wie bereits die Limousine hat auch der Kombi an Gewicht verloren und wiegt jetzt nur noch 1.600 kg. Trotz schrägen Hecks Stauraum bis zu 1.700 Liter. Für den neuen XF Sportbrake bietet Jaguar Gesten­ steuerung an, damit Panorama­Dach und Heckklappe bedienbar. Von der Limousine bekannte Vierzylinder­Diesel und Zweiliter­Benziner (Leistungen 163 bis 250 PS) sowie V6­Diesel (300 PS). Ab Frühjahr 2018. Velar: Der neue Midsize SUV ordnet sich zwischen Evoque und Range Rover Sport ein: Der Radstand liegt z.B. mit 2,87 m nur knapp unter dem

Der Mobilitätsmanager 09.2017


IAA 2017

Online-Info www.iaa.de I www.vda.de

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Skoda Karoq: Schicker Yeti-Nachfolger. (10)

Audi A8: Die weltweit innovativste Oberklasselimousine steht auch in Frankfurt.

des RR Sport (2,92 m) und deutlich über dem des kleineren Evoque (2,66 m). Karosserie zu 80 % aus Alu. Scheinwerfer und Rückleuchten sind extra schmal, die Gürtellinie ist durchgehend. Versenkbare Türgriffe, die sich beim Abschließen oder Geschwindigkeiten über 8 km/h automatisch zurückziehen. Zwei 10,2 Zoll große Touchscreens in der Mittelkonsole, sehr modernes Interieur. Mild­Hybrid gilt als gesetzt. Kein Plug­in­Hybrid. Vier Ausstattungslinien. AWD und Achtgang­Automatik sind Serie.

Range Rover Velar: Neues SUV der Briten.

Kia. Mit dem Stonic (ab Oktober) neues Crossover­Modell im B­Segment. Design kombiniert scharfe Linien und sanft geformte Oberflächen. Innen wie außen so viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten wie kein Kia zuvor. Interieur geprägt durch moderne Technologien und hohe Ergo­ nomie. Zur Standardausstattung gehört ein Infotainmentsystem mit den Schnittstellen Apple Car Play und Android Auto. Viele Sicherheitssyste­ me. Motorenpalette: drei Benziner und einen Diesel. >>> Anzeige

Erholt ankommen, effizient arbeiten! Egal ob auf dem Weg zum nächsten Meeting oder beim morgendlichen Arbeitsweg: Mit dem richtigen Verkehrsmittel sind Beschäftigte gesund, umweltfreundlich und stressfrei unterwegs. Ein Gewinn – auch für Betriebe. Die Initiative mobil gewinnt unterstützt Sie dabei, Arbeits- und Dienstwege gezielt zu verbessern. Bewerben Sie sich noch bis zum 15. Oktober 2017 um eine Förderung Ihres Mobilitätsprojektes oder um eine von 150 kostenlosen Mobilitätsberatungen.

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Titelstory • IAA 2017

Fotos Porsche (11) I Seat (12)

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Panamera ST und Panamera S E-Hybrid Executive: Nach der Limousine jetzt der erste Kombi der Sportwagenschmiede.

Mercedes-Benz. Neue A-Klasse. Optik dank kürzerer Überhänge stim­ miger. Touchpad statt Comand­Controller in der Mittelkonsole. Mildhybrid zum Marktstart 2018. Kann elektrisch ein­ und ausparken. Opel. Weltpremiere des Insignia Country Tourer. Sportlich­elegantes Styling, top­moderne Assistenzsysteme und innovative Technologien; silberfarbener Unterfahrschutz, schwarze Schutzverkleidung betont robusten Auftritt. Motoren­Portfolio zum Bestellstart ergänzen als Front­ triebler der 125 kW/170 PS starke Zweiliter­Diesel, wahlweise 6­Gang­ Schalter oder Achtstufen­Automatik, sowie der 121 kW/165 PS starke 1.5 Direct Injection Turbo mit 6­Gang­Schaltgetriebe oder Sechsstufen­ Automatik. Zeitgleich geht auch das für Insignia Grand Sport und Sports Tourer erhältliche Individualisierungs­Programm Opel Exclusive an den Start. Am Stand steht auch der Sportler Insignia GSI. Porsche. Panamera ST (Sport Turismo). Mit 5,049 m Länge und 1,93 m Breite (eingeklappte Spiegel) und nur 1,43 m Höhe eine stattliche aber auch sehr dynamische Erscheinung. Bis zur B­Säule entspricht der ST der Limousine. Allrad Serie; leistungsstarke Motoren einer neuen Genera­ tion, auch Plug­in­Hybrid. 4+1 Sitzkonzept. Alle Panamera ST digital vernetzt, technisch fast wie Limousine. 20 Liter mehr Kofferraum. Bei umgeklappter Rücksitzbank fasst der ST 1.390 l (als 4 E­Hybrid ST 1.295 l). Beste Wahl: Der 4 E­Hybrid mit Systemleistung von 340 kW (462 PS). Neuer Cayenne: Bis zu 300 kg leichter. Wankstabilisierung, Luftfede­ rung, Allradlenkung, Plug­in­Hybrid. Seat. Kompakter Crossover Arona auf Ibiza­Plattform. Kleiner Bruder des Ateca mit 4.138 mm 79 mm länger als der neue Ibiza und 99 mm höher. Größere Bodenfreiheit, mehr Kopffreiheit vorne und hinten, Farblich in zwei unterschiedlich lackierte Bereiche eingeteilt. Skoda. Der Yeti­Nachfolger heißt Karoq. 4,38 m lang, Breite und Höhe wie Seat Ateca. Technisch fast baugleich mit Ateca (ursprünglich von Skoda entwickelt). Frei programmierbares und digitales Cockpit; zwei Benziner und drei Diesel mit 115 bis 190 PS. Serienmäßiger Frontantrieb, Topmodell mit AWD. Seat Arona: Das zweite SUV-Modell der Spanier.

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••• Alle Wege führen nach Frankfurt Die IAA Pkw 2017 ist auf allen Wegen mit Auto, Bahn, Bus oder Flugzeug erreichbar. Und in Frankfurt führen viele Wege direkt zur Messe. Die Messe bietet exklusive Angebote der Kooperationspartner. Automobil: Die Zufahrt zu den IAA-Parkplätzen ist im Einzugsgebiet ausgeschildert. Die Verkehrsführung erfolgt dabei durch die Polizei dynamisch je nach Auslastung der Zufahrtstrecken und der Parkplätze. Anfahrt mithilfe persönlicher/individueller Navigationssysteme ist nicht ratsam. Die IAA-Besucherparkplätze liegen außerhalb der Umweltzone Frankfurts und können auch ohne Umweltplakette angefahren werden (Ausnahme: Parkplatz Gleisdreieck). Messe Parkhaus Rebstock bietet 5.400 Stellplätze. Zusätzlich auf dem Rebstockgelände weitere 9.600 Parkplätze. Viele der IAA-Veranstaltungen bieten kostenlosen Pendelbus-Service an. Für Besucher mit E-Autos gibt‘s Gratis-Ladestationen (Anschlüsse vom Typ 2) im Messeparkhaus Rebstock. Da die Plätze begrenzt sind, ist vorab eine Anmeldung unter emobil@messefrankfurt.com nötig. Am letzten Wochenende (23./24. September) eigens ausgewiesene IAA-Parkplätze im Parkhaus „The Squaire“ am Flughafen. Per S-Bahn gelangt man direkt zur Messe. Flyer mit der Webschreibung erhält man im Parkhaus; diese dienen gleichzeitig als Ticket für die S-Bahn. Bahn: DB-Veranstaltungsticket zum exklusiven Festpreis (einfache Fahrt!; 100 % Ökostrom) deutschlandweit in allen Fernverkehrszügen. Achtung: Mit Zugbindung; 2. Kl. 49,50 Euro, 1. Kl. 79,50 Euro. Voll flexibel 2. Kl. 69,50 Euro, 1. Kl. 99,50 Euro. Buchung: Tel. 01806.311153. Flugzeug: Ab Rhein-Main-Airport Taxi (ca. 20 min) zum Messegelände oder mit der S-Bahn bis Hauptbahnhof. Anschließend entweder zu Fuß (ca. 15 min), mit dem Taxi oder dem ÖPNV. Straßenbahnlinien 16 und 17, S-Bahn-Linien S3, S4, S5 und S6 bis Station Messe. Mit der U-Bahn-Linie U4 bis Station Festhalle/Messe. Achtung: Die IAA-Tickets gelten nicht für Fahrten mit dem ÖPNV.

Vokswagen. Generation 6 des Polo verfügt über völlig neues Exterieur­ Design, das den kompakten Viertürer sportlicher und erwachsener wirken lässt. Deutlich mehr Platz im Interieur, Hightech­Features bekannt vom Golf (z.B. die Assistenzsysteme), Vernetzung, optional ; Active Info Display, Funktionalität und Bedienbarkeit der digitalen Instrumente sind in diesem Segment ein Novum. Erstmals gibt es den Polo mit Erdgasantrieb – der neu entwickelte 1.0 TGI leistet 66 kW / 90 PS. Darüber hinaus stehen vier Benziner und zwei Diesel zur Wahl, die alle serienmäßig mit Start­Stopp­System und Rekuperationsmodus ausgestattet sind. Touareg Generation 3: komplett neu. Design ähnlich Tiguan. Auch als Plug­in­Hybrid. T-Roc: Golf­SUV schließt Lücke zwischen Polo­SUV und Tiguan. Tech­ nisch wie Audi Q2. ZF. Der Technologiekonzern zeigt „Vision Zero Vehicle“, ein Auto, das selbstständig das Befahren der Autobahn in die falsche Richtung verhin­ dern soll. •••

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Der Audi A4 Avant. Technologie auf der Überholspur. audi.de/grosskunden

Audi Vorsprung durch Technik

/ Audi Deutschland

*Optionale Ausstattung. Kraftstoff verbrauch in l/100 km: kombiniert 6,7–3,8; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 153–99. Angaben zu Kraftstoff verbrauch und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


Geschäftsreise • Mobilitätsinitiative

Text RED Fotos ACE Online-Info bmvi.de I bmub.bund.de I ace.de I depomm.de / baumev.de

Betriebliches Mobilitätsmanagement braucht kreative Ideen.

Bis zum Dienstrad und mehr reicht das Spektrum möglicher Vorschläge.

KREATIVE IDEEN GESUCHT Mobilitätsmanagement lebt durch das aktive Umsetzen kreativer Ideen und Netzwerkarbeit. Im Wettbewerb „mobil gewinnt“ nehmen das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Bundes­ ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit das Gewinnen wörtlich. Gesucht werden die besten Ideen und Konzepte rund um das betriebliche Mobilitätsmanagement. DMM ist Medienpartner.

Mobilität ist die Basis eines jeden erfolgreichen Unternehmens. In der Folge bedeutet das: viel Verkehr. Zwei Drittel aller Berufstätigen fahren mit dem Auto zur Arbeit und stecken täglich im Verkehr fest. Zeit, die sich besser nutzen lässt. Das Thema Mobilität ist in vielen Firmen zwar mit Travel- und Carpolicies geregelt. Häu­ fig zeigt sich jedoch, dass die vorhandenen Strukturen nicht vernünftig ineinandergreifen. Das Spektrum möglicher Maßnahmen ist breit und reicht von Jobtickets, der Verlagerung von Dienstreisen vom Auto auf die Schiene/ÖPNV, über die Einführung von Mitfahrbörsen bis zum Dienstradleasing, von Vorgaben zum CO2-Ausstoß bei Geschäftsreisen bis hin zu Aufgaben­ bereichen wie der Fuhrparkverwaltung oder dem Nachhaltigkeitsmanagement. Ministerien fördern Mobilitätsmanagement. Um das Wissen um und Herausforderungen in Sachen betriebliches Mobilitätsmanagement in Deutschland weiter voranzubringen, ist im Mai 2017 „mobil gewinnt“ gestartet. Die Initiative von Bundesverkehrs- und Bundesumweltministe­ rium unterstützt mit kostenlosen Erstberatungen zum Thema Mobilität für private und öffentliche Unternehmen. Außerdem können interessierte Betriebe an einem Wettbewerb für innovative Mo-

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bilitätskonzepte teilnehmen. Dessen Ausrichter sind der ACE Auto Club Europa, der „Bundesdeut­ sche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Manage­ ment“ (B.A.U.M. e.V.) und die „Deutsche Platt­ form für Mobilitätsmanagement“ (DEPOMM).

Am Mittwoch, 13. Dezember 2017, werden die besten Mobilitätskonzepte mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Umweltforum Berlin prämiert. ••• ••• Kostenlose Erstberatungen

Anregungen gefragt. Wer Ideen zur Verbes­ serung der Mobilitätssituation in seinem Unter­ nehmen hat, reicht sie bis 15. Oktober über die Website von „mobil gewinnt“ ein. Den Gewin­ nern des Wettbewerbs winken Auszeichnun­ gen und die Chance, Fördergelder (bis zu 500.000 Euro je Einzelprojekt) zur Realisierung ihrer Vorhaben zu erhalten. Informationen: • Die Bewerbungen werden in vier Kategorien gesucht und nach Kriterien wie Innovations­ gehalt, Transferpotenzial, Leuchtturmcharak­ ter und Umsetzbarkeit bewertet. • In jeder der vier Kategorien werden mindestens drei Hauptpreisträger gekürt. • Die 25 besten Bewerbungen werden mit einer Aufwandsentschädigung von je 2.000 Euro honoriert. Die Konzepte werden zur Förde­ rung gemäß Förderrichtlinie des Verkehrsmi­ nisteriums empfohlen, das 4 Mio. Euro für die Umsetzung der Vorhaben bereitstellt. Die aus­ gewählten Bewerber werden bei der Antrag­ stellung für die Fördermittel unterstützt.

Die Initiative „mobil gewinnt“ bietet für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen 150 kostenlose Erstberatungen an. Professionelle Mobilitätsberater analysieren dabei die individuelle Situation jedes Unternehmens vor Ort und leiten darauf aufbauend erste Handlungsempfehlungen ab. Bei einem großen Geschäftsreisebedarf kann es beispielsweise darum gehen, einen Teil der Fahrten mit Firmenfahrzeugen auf den öffentlichen Personennahverkehr zu ver­ lagern. Anreize wie BahnCards oder besondere Konditionen bei Carsharing-Anbietern können dabei auch positiv auf die private Verkehrsmittel­wahl der Beschäftigten auf ihrem Arbeitsweg wirken. Weitere Infos unter www.mobilgewinnt.de

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Text RED Online-Info https://topbonus.airberlin.com

Air Berlin und Topbonus

Advertorial

• • • Experteninterview

MEILENSAMMLER BITTE RUHE BEWAHREN Air Berlin ist pleite und überlebt derzeit nur dank Steuerzahlerhilfe. Auch die Topbonus Ltd., eine eigene Gesellschaft, an der AB zu 30 % und Etihad zu 70 % beteiligt sind, hat Insolvenz angemeldet. Beides ist vor allem auch für Firmenkunden unangenehm und Vielflieger fragen sich, was mit ihren Topbonus-Meilen passiert. Die Topbonus Ltd. bittet alle Mitglieder (Gläubiger), von juristischen Forderungen abzusehen.

„Die Nachfrage für die Tickets einer Airline, die Insolvenz beantragt hat, ist jeweils beschei­ den“ sagt z.B. der Schweizer Kuoni-Sprecher Marcel Schlatter. Der Schweizer Geschäfts­ reisen-Spezialist Finass Reisen verkauft Air­ Berlin-Flüge nur noch auf ausdrücklichen Wunsch. Fatal: Wer jetzt bei Air Berlin direkt gebucht hat bzw. nur den Flug bucht, muss bei einem Grounding wohl auf Rückerstattung verzichten. Und wer das Ticket mit Kreditkar­ te bezahlt hat, kann den Betrag beim Karten­ herausgeber zurückfordern. Aber selbst das soll nicht überall gelten. Garantie auf Rücker­ stattung haben die Kunden keine. Airberlin fährt zwar preisliche „Rettungsaktionen“ mit Schnäppchenpreisen, die aber greifen Insidern zufolge kaum.

Der Zugang zum Topbonus Meilenkonto ist weiterhin unverändert online und über Telefon möglich, so kann man z. B. seinen Meilenstand einsehen und auf sein Profil zugreifen. Diese Darstellung ist Humbug. Beim DMM-Account z.B. funktioniert es nicht, zumal eine völlig unsinnige Adresse registriert ist, die seit Jahren nicht zu korrigieren ist. Im Raum steht seitens der Ltd. weiter die Behauptung, die Partner-Airlines gewährten weiterhin die Statusvorteile (z.B. LoungeZugang, Priority Services, kostenfreie Sitzplatz­ reservierung, etc.) und auslaufende Statuskar­ ten würden erneuert – unter Berücksichtigung der jeweils gesammelten Statusmeilen. Die airberlin VISA Card behält ihre volle Gül­ tigkeit und kann weiter eingesetzt werden.

Ungewissheit. Große Verunsicherung herrscht bei all jenen Topbonus-Mitgliedern, die nicht mehr darauf vertrauen können, dass ihre Mei­ lengutschriften noch sicher sind. Denn die deutsche Insolvenzquote verheißt nichts Gutes. Sie ist der prozentuale Anteil, den die Insolvenzgläubiger (hier: alle Topbonus-Mitglieder) nach Abschluss des Insolvenz­verfahrens an der Insolvenzmasse erhalten. Vielflieger müssen wissen, dass in Deutschland die durchschnittliche Insolvenzquote – die Gefahr, dass ein Schuldner wegen Zahlungsun­ fähigkeit seinen Verpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann – bei unter 3 % liegt.

Meilen-Gutschriften. Nicht verifizierbar ist ferner, ob man seine Topbonus Card weiterhin bei allen Topbonus Partnern einsetzen kann. Laut Lill melden angeblich alle Partner die durch den Einsatz der Karte gesammelten Mei­ len. Das bedeutet, wenn das Meilensammeln z. B. partnerspezifisch im Programm wieder geöffnet wird, werden diese Meilen dem Mei­ lenkonto auch gutgeschrieben. Damit ginge Ihnen dann im Idealfall (!) infolge des Insolvenz­ verfahrens keine Meile verloren.

Beruhigende Worte. In einem Schreiben lässt Topbonus-Geschäftsführer Anton Lill wissen, dass das Topbonus Programm weiter Bestand hat, auch wenn das Sammeln und Einlösen von Meilen infolge des Insolvenzan­ trags von Air Berlin zunächst weiterhin aus­ gesetzt bleiben muss. Laut Topbonus Ltd besteht die Teilnahme der Mitglieder am Vielfliegerprogramm weiterhin.

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Ausblick. Die Topbonus Ltd. will die Gutschrift von Meilen im Programm dann wieder öffnen, wenn ein tragfähiger Weg gefunden ist. Die von Air Berlin „unabhängige“ VielfliegerprogrammGesellschaft arbeitet zusammen mit dem vor­ läufigen Insolvenzverwalter an Möglichkeiten, das Einlösen von Meilen und damit dann auch die Gutschrift von Meilen wieder öffnen zu können. Solange das Insolvenzverfahren nicht eröffnet ist – was voraussichtlich Anfang November 2017 der Fall sein wird – werden die Frequentflyer/Mitglieder gebeten, von Forde­ rungsanmeldungen abzusehen. •••

REISEKOSTEN ABRECHNEN IN DER CLOUD ABER SICHER ! Auf einer Geschäftsreise fallen in der Regel vielfältige Belege und Rechnungen an. Ein einfacher und komfortabler Weg zur Erfassung der Reisekostenabrechnung geht über eine moderne Cloud-Software, die überall und mobil nutzbar ist. Doch welche Fragen ergeben sich daraus?

Diana Pabst ist Geschäftsführerin der i&k Software GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein.

Was kann die Cloud? Einer der größten Vorteile ist die Skalierbarkeit. Die Nutzung kann dem Unternehmenswachstum leicht angepasst werden. Wer sich nicht ständig um eigene Server, Betriebs- und Datenbank­ systeme sowie deren Lizenzen kümmern möchte, ist mit einer Cloud-Lösung fein bedient. Ein gängiger Browser genügt in der Regel zum Zugriff auf die Anwendung. Ein SSL-Zugriff sollte unabdingbar sein. Wo speichert die Cloud meine Daten? Bitte nicht in einer einfachen Public Cloud, sondern im Idealfall in einer Privat Cloud in einem Hochleistungsrechenzentrum in Deutschland. In der i&k-Premium-Cloud ® befinden sich die Daten z.B. ausschließlich auf gesicherten Hochleistungsservern in Deutschland. Worauf sollte man achten? Schauen Sie, wo Ihre Daten liegen und lesen Sie die AGB’s und die Datenschutzinformationen. Das Wichtigste: Ihre Daten gehören Ihnen und nicht dem Anbieter. Im Vertrag sollte eine ordnungsgemäße Rückgabe bei Kündigung des Cloud-Dienstes geregelt sein.

••• Über die i&k Software GmbH Kerngeschäft des Softwarehauses mit Sitz in Schleswig-Holstein ist der Bereich Geschäftsreisemanagement. www.iuk-software.com

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Geschäftsreise • Luftfahrt

Text RED Fotos Diamond Aircraft Industries (1) I Piper Aircraft Inc. (2/4) I Wikimedia (3/5)

Diamond: Beim Anbieter anfragen und schon kommt man als Businesstraveller schnell und günstig ans Ziel.

FLIEGEN OHNE AIRPORT-STRESS Es ist eine neue Form von Mobilitätsangebot und eine Art Zwischenlösung zwischen Geschäfts- und Linien­ luftfahrt, was das Start-up „Wingly“ als Feature der Share Economy anbietet: Wingly vermittelt Flüge, als wären es Mitfahrgelegenheiten: Teilnehmende Privatpiloten können Strecke, Datum und Zeit sowie einen Preis auf der Website publizieren; Will ein Geschäftsreisender mitfliegen, nimmt über die Website Kontakt auf und kann dort auch direkt buchen. Wingly ist in ganz Westeuropa sehr gut aufgestellt, teils sogar in Übersee. Auf der Wingly-Web-Plattform inserieren pri­ vate Piloten, wann sie welche Strecken fliegen. Potenzielle Passagiere können über das System einfach buchen. Neben den Routen gibt es auch zahlreiche Angebote für kurze und ausführli­ chere Rundflüge, was Firmen z.B. für Incentives nutzen können. Das Prinzip funktioniert wie bei einer klassischen Mitfahrzentrale und ist im Fall von Wingly erstaunlich günstig. Die Piloten fliegen mit kleinen Propellermaschinen (Sportflugzeugen) mit meist vier Sitzen. Alles ist ein wenig anders, aber im Endeffekt funktioniert es ähnlich wie bei den großen Fluggesellschaf­

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ten. Allerdings muss man als Geschäftsreisender mit dem Risiko leben, dass man gar nicht erst zu seinem Termin oder Meeting kommt, denn die Flüge können jederzeit abgesagt werden, am häufigsten vor allem wegen schlechten Wetters. Versicherung. Wingly bietet seinen Nutzern eine speziell entwickelte Versicherung an, die gemeinsam mit dem Versicherer und SAAM Verspieren, dem größten, französischen Versi­ cherungsmakler, ausgearbeitet wurde. Die Assekuranz deckt Wingly Flüge auf Kleinflug­ zeugen in ganz Europa ab. Die zusätzliche und

kostenlose Versicherung springt dann ein, wenn die bestehende obligatorische Versiche­ rung des Kleinflugzeugs nicht ausreichend sein sollte. Die Deckungssumme reicht dann bis zu 1 Mio. Euro pro Schadenfall und ist pro Jahr auf insgesamt 5 Mio. Euro begrenzt. Die Versicherung von Wingly deckt Rund- und Streckenflüge auf Kostenteilungsbasis via Wingly, die in einem Kleinflugzeug mit einem Maximal­ gewicht von 5.700 kg ausgeführt werden. Diese Versicherung schließt aber keine Helikopter­ flüge ein. Hier ist auf die bereits bestehende Haft­ pflichtversicherung des Halters zu verweisen.

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Luftfahrt

Online-Info https://de.wingly.io I www.everyair.de I www.diamond-air.at I cessna.txtav.com I www.piper.com

Eine neue EU-Verordnung erlaubt ganz klar die Aufteilung der Kosten unter sogenannten Flügen auf Kostenteilungsbasis. Piloten dürfen Flüge online anbieten, Gäste mit an Bord nehmen und mit ­ihnen gleichermaßen die Kosten aufteilen. Art. 6 I Abs. 4a I VO (EU) I Nr. 965/ 2012

Raus aus dem Auto und rein in den Businessflieger.

Skymaxx: Kleinflieger ideal für Kurzstrecken.

M600: Modernes und schnelles Reiseflugzeug.

Cessna 206h: Oft genutzt als „Mitfliegflieger“.

Storno und Rückerstattung. Als Passagier hat man bis 24 Stunden vor Abflug Zeit, die Buchung zu stornieren. Danach ist dies nur noch in Absprache mit dem Piloten möglich. Wenn der Flug vom Piloten abgesagt wurde, wird das Geld zu 100 % zurückerstattet.

aufteilen. Das LBA und BMVI hat dies zum Jahresbeginn 2016 erneut schriftlich bestätigt, ebenso die Europäische Agentur für Flugsi­ cherheit (EASA).

sucht: Unter „Exclusive Travel“ sollen Flugan­ gebote inclusive Hotelaufenthalt platziert wer­ den. Die Firma versucht sich als Vermittler da, wo Wingly auf Direktkontakte setzt. Bei Every Air gibt es keine Direktbuchung, sondern es wird ein Formular ausgefüllt mit Datum und Flugstreckenwunsch, und die Frankfurter bie­ ten dann ein maßgeschneidertes Angebot. Zu ihrem Netzwerk zählen 40.000 Flugzeuge an 3.500 Flughäfen in Europa. Aktuell ist lediglich ein Flug von FrankfurtEgelsbach nach Venedig in einer DA40NG buchbar, für zwei Personen hin und zurück für 2.500 Euro. Der Preis liegt weit über dem einer herkömmlichen Linienverbindung, Vor­ teil aber ist, dass der Business­traveller nicht die Mühen moderner Massenfliegerei auf sich nehmen muss. •••

Benutzer-Bewertungssystem. Nach jedem Flug können sich Nutzer gegenseitig mit Ster­ nen von 1 bis 5 bewerten und einen ausführli­ chen Kommentar abgeben. Jeder Nutzer (Pas­ sagier und Pilot) hat sich mit Anschrift, Telefonnummer und (optional) Personalaus­ weis zu identifizieren. Ohne verifizierte Infor­ mationen ist es nicht möglich, einen Flug anzu­ bieten oder an einem solchen teilzunehmen. Zudem haben Piloten ihre Lizenz, medizini­ sches Tauglichkeitszeugnis, Fluglog sowie Flugstunden zu validieren.

Bezahlung. Die Bezahlung läuft ganz einfach über Lastschrift, PayPal oder Kreditkarte. Wenn ein Passagier einen Flug bucht, wird das Konto autorisiert und der Betrag geblockt oder abge­ bucht. Sofern der Pilot dann akzeptiert, wird das Beförderungsgeld vom Kundenkonto ein­ gezogen. Im Falle einer Absage wird die Auto­ risierung einfach aufgehoben, das Geld zurück­ geschickt und die Karte wurde niemals belastet. Laut Wingly werden keine Daten oder Doku­ mente an Dritte weitergeleitet. Ausgenommen davon sind Dokumente zur Verifierzung, die ggf. an staatliche Einrichtungen zur Prüfung geben werden können.

Offiziell anerkannte Beförderungsart. Eine neue EU-Verordnung erlaubt ganz klar die Aufteilung der Kosten unter sogenannten Flü­ gen auf Kostenteilungsbasis (siehe Art. 6 Abs. 4a VO (EU) Nr. 965/ 2012). Piloten dürfen Flüge online anbieten, Gäste mit an Bord neh­ men und mit ihnen gleichermaßen die Kosten

Nächser Mitspieler. Von der trendigen „Share Economy“ versucht neuerdings das Frankfurter Luftfahrtunternehmen Everyair zu profitieren. „Convenience“ lautet deren Zauberwort, also schnelle Verbindungen, keine Wartezeiten am Flughafen, kein Ärger mit dem Gepäck. Wobei sich EveryAir sogar als Reisevermittler ver­

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••• Vorteile für Businesstraveller

• Flüge genau nach Bedarf • Effizienz • Modernste Flugzeuge, top geschulte Piloten

• Günstiger als man denkt

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Geschäftsreise • Preisentwicklung 2018

Text GBTA Foundation Fotos FMG (1) I Mélia (2) I Hertz (3) I DB (4)

(1)

Fliegen soll im kommenden Jahr teurer werden.

(2)

Die Hotellerie zieht ihre Preise wohl kräftig an.

EINSTELLEN AUF MEHRAUSGABEN Das hören Mobilitätsmanager nicht gerne: Im kommenden Jahr werden die Preise für Reiseleistungen steigen. Jedenfalls besagt das der vierte jährliche Global Travel Forecast des globalen Geschäftsreiseanbieters Carlson Wagonlit Travel (CWT) und der GBTA Foundation (Bildungs- und Forschungsstiftung der Global Business Travel Association). Danach müssen sich Geschäftsreiseplaner auf höhere Ausgaben bis zu 4 % einstellen. Der 2018 Global Travel Forecast zeigt, dass die weltweiten Flugtarife in 2018 wahrscheinlich um 3,5 % höher liegen werden, Hotelpreise um 3,7 %, Bahn, Bus und Taxi um 0,6 % – bedeu­ tend weniger als die für 2018 erwartete Inflati­ on von 3 %. „Die höheren Preise spiegeln den Wirtschaftsaufschwung und die steigende Nachfrage wider“, sagt Kurt Ekert, CWT Presi­ dent und CEO. Nach seiner Ansicht sind die weltweiten Zahlen dieser Prognose aussage­ kräftige und führende Indikatoren dafür, was das Jahr 2018 für Unternehmen bringt – wir erwarten höhere Ausgaben.“  „Geopolitische Risiken, Unsicherheiten in Schwellenländern und das sich ständig wan­ delnde politische Umfeld in Europa und den USA bedeuten, dass Travel Manager mehr Aspekte als je zuvor berücksichtigen müssen, wenn sie ihre Reiseprogramme gestalten“, sagt Jeanne Liu, Vice President of Research der GBTA Foundation.   Flug-Prognosen für 2018. Der Aufwärtstrend der weltweiten Flugtarife ergibt sich aus stei­ genden Rohölpreisen trotz der Erwartung, dass die Airlines ihre Kapazitäten um 6 % aufstocken werden. Zur Verkomplizierung der Flugpreise trägt die Segmentierung der Grundtarife durch die großen Airlines bei. Reisende haben jetzt

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die Wahl zwischen eingeschränkten EconomyGrundtarifen und Upgrade-Tarifen, die diverse Serviceleistungen und Preise umfassen. Für die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) erwartet der 2018 Global Travel Forecast ein wachsendes Fluggeschäft mit Prei­ sen, die in Osteuropa um 7,1 %, in Westeuropa um 5,5 % steigen. Länder im Nahen Osten und in Afrika allerdings brauchen nur mit Preisstei­ gerungen von 3 % zu rechnen, da sie unverän­ dert Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt sind. Für Deutschland muss mit Preissteigerungen von 6,7 % gerechnet werden. Auch Währungs­ kursschwankungen in Europa können die Flug­ tarife noch weiter beeinflussen. Vor dem Hin­ tergrund des begrenzten Wettbewerbs und der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland könnte Osteuropa erneut die deutlichsten Preisanstiege der Region verzeichnen.  Für die Region Asien/Pazifik ist für 2018 ein Preisanstieg von 2,8 % zu erwarten mit wach­ sender Inlands-Nachfrage vor allem in China und Indien.  In Lateinamerika und der Karibik werden sich die Preise um lediglich 0,3 % nach oben bewe­ gen. Die Fluggesellschaften haben vorsichtig Kapazitäten gekürzt. Ein erweiterter Blick auf Südamerika zeigt für Ende 2019 ein Fünftel mehr Linienflüge. In Nordamerika werden die

Preise um 2,3 % steigen. Es wird erwartet, dass kanadische Fluggesellschaften einen starken Wettbewerb aufbauen. Es gibt neue Marktteil­ nehmer und die Kapazitäten wachsen 2017 um 11 %, 2018 um 12 Prozent.   Hotel-Prognosen für 2018. Der globale durch­ schnittliche Anstieg der Hotelpreise um 3,7 % verbirgt, was tatsächlich in den Regionen pas­ siert. Leistungsträger führen ihre Firmenkunden aktiv weg von festen, ausgehandelten Hoteltari­ fen und hin zu dynamischen Preisen. In der Region EMEA werden die Hotelpreise 2018 steigen – um 6,6 % in Ost- und 6,3 % in West­ europa. In Deutschland sind Preisanstiege bis 8,3 % möglich. An der Spitze wird aber wahr­ scheinlich Norwegen mit Plus 14 % stehen. Die Hotelpreise in Russland werden um 11,9 % höher liegen, da wegen der Fußball-Weltmeister­ schaft 2018 die Nachfrage steigt.  In der Region Asien/Pazifik liegt die Hotel­ preis-Prognose bei + 3,5 % – mit großen Unter­ schieden, da für Japan ein Minus von 4,1 % erwartet wird, für Neuseeland dagegen ein Plus von 9,8 %. Einkäufer sollten sich auf her­ ausfordernde Diskussionen mit den frisch fusionierten Hotelkonzernen einstellen, besonders in Volumenmärkten wie Bangkok, Peking, Schanghai und Singapur. 

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Preisentwicklung 2018

Online-Info www.gbta.org I www.cwt.de

(3)

Beim Mietwagen wird sich in Sachen Preise wenig tun.

Für Lateinamerika sagt der Global Travel Fore­ cast um 1,2 % fallende Hotelpreise voraus – mit deutlichen Rückgängen in Brasilien (- 8,7 %) und Argentinien (- 2,7 %). Einkäufer könnten 2018 Vorteile haben, da große Marken unab­ hängige Wettbewerber kaufen und ihre Syste­ me auf aktuellen Stand bringen. Die Kapazität wird in der ganzen Region wachsen: Bis 2025 werden ca. 449.500 neue Hotelzimmer gebaut (Angebotssteigerung 57 %). Unterkünfte der Sharing Economy sind noch nicht sehr beliebt unter Geschäftsreisenden in Lateinamerika.  Hotelbetreiber in Nordamerika mögen auf das Wirtschaftswachstum bauen, da sich die Nach­ frage seit Sommer 2016 abgeschwächt hat – das Angebot aber bis 2018 unverändert wächst. Neue Hoteleröffnungen werden sich haupt­ sächlich auf die Westküste und Washington D.C. konzentrieren. Für Kanada wird erwartet, dass Hotels in Toronto, Vancouver und Mon­ treal bei schwachem CAD gute Preise erzielen.   Bahn-, Bus-, Taxi-Prognosen für 2018. Prei­ serhöhungen für Bahn, Bus und Taxi um 0,6 % sind denkbar. Branchenexperten sagen für die kommenden fünf Jahre Verkaufsrekorde für Neuwagen voraus, was die Flottenkosten pro Fahrzeug steigen lässt. Gleichzeitig werden die Preise für Gebrauchtwagen um 50 % fallen, was den Restwert für Secondhand-Mietwagen senkt. Damit ist die gegenwärtige Preisstruktur im Mietwagengeschäft nicht mehr nachhaltig. Wegen marktspezifischer Vorschriften für die Drosselung von Emissionen und steigender Ölpreise haben die Anbieter die Verfügbarkeit „grüner“ Mietwagen bereits erhöht.  Sharing-Economy-Unternehmen wie Uber und Lyft werden wahrscheinlich ein zweistelliges Wachstum über 10 % aufweisen, bevor sie sich 2019 im einstelligen Wachstum einrichten. Ihr Wachstum ist von kostspieligen gesetzlichen und behördlichen Verboten bedroht. 

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(4)

Die Bahn ist in Europa eine sehr gute Alternative zum Flugzeug.

In der Region EMEA bleibt die bodengebundene Personenbeförderung wettbewerbsintensiv. In Europa werden die Preise stabil bleiben. Auch in Deutschland wird es wohl keine Preisverän­ derungen geben. Die Bahn bleibt in ganz Europa weiterhin die Alternative zum Flugzeug, insbe­ sondere wegen der sehr zeitintensiven erhöh­ ten Sicherheitsmaßnahmen an den Airports. Fortdauernde Unsicherheit im Bergbau und eine vorsichtige Erholung der Öl- und Gasbranche werden 2018 in der Region Asien/Pazifik zu stabilen Preisen führen. In China wächst das Geschäft weiter, da die meisten großen Miet­ wagen- und Sharing-Economy-Anbieter vertre­ ten sind. Die Sharing-Economy-Unternehmen Didi Chuxing in China, Ola in Indien und Grab in Südostasien haben Skaleneffekte erreicht, die sie zu ernstzunehmenden Wettbewerbern für klassische Mietwagen- und Taxifirmen machen. Für Lateinamerika werden leicht steigende Prei­ se (1 %) erwartet. Brasilien und Mexiko erwar­ ten für 2018 eine höhere Mietwagen-Nachfrage, da ihre Volkswirtschaften wieder auf die Füße kommen. Dennoch ist der Mietwagenmarkt

dort unverändert stark fragmentiert. Uber wet­ tet stark auf sein Lateinamerika-Geschäft (trotz Problemen in Brasilien, Peru und Argentinien) – insbesondere nach dem Rückzug aus dem chinesischen Markt vor kurzer Zeit. Regionale und internationale Mietwagen-Unternehmen expandieren weiter, die Preise werden sich wahrscheinlich stabilisieren. Für Kanada wird für 2018 ein Preisanstieg von 4,6 % gesehen, insgesamt klettern die Preise in der Region aber nur um 1 %. Das begrenzte Schienennetz zusammen mit steigenden ProKopf-Einkommen und wachsendem Geschäfts­ reiseaufkommen werden die Mietwagenpreise in Nordamerika wohl in die Höhe treiben. Es bleibt ein Geschäft mit schmalen Margen, auch wenn die Mietwagenanbieter bereits die Betriebseffizienz verbessert und in Technik investiert haben, um ihre Flotten besser zu managen und die Auslastung zu steigern. Sha­ ring-Economy-Anbieter wachsen weiter, bekommen es aber mit stärkerem Wettbewerb durch klassische Taxis und mit behördlichen Vorgaben zu tun. •••

••• Oft treffen Vorhersagen nicht ein Es sind zum Teil heftige Preissteigerungen, die verschiedene Organisationen und Verbände dem Geschäftsreisesektor prophezeien. Tatsächlich aber treffen die i.d.R. nicht im erwarteten Ausmaß ein. Über die Verlässlichkeit von Prognosen gibt es eine faszinierende Arbeit des US-amerikanischen Psychologen Philip Tetlock (Professor an der Universität von Berkley/Kalifornien). Tetlock beschäftigt sich mit dem Umgang von Experten mit Prognosen. Der Wissenschaftler befragte anerkannte Fachleute über konkrete Zukunftsthemen. Er wartete ein paar Jahre ab und glich dann die Aussagen der Fachleute mit der Realität ab. Das Resultat war für die Experten desaströs: Ihre Einschätzungen waren alle komplett falsch, die vorhergesagten Entwicklungen blieben aus.

Die Studie ist typisch: So trafen z.B. die Vorhersagen von Airbus und Boeing in den letzten 10 Jahren zur Entwicklung der Luftfahrt bzw. was den Bedarf an bestimmten Flugzeugtypen betrifft, so gut wie nie ein. Beispiel: Beide Hersteller sagten seit 2005 einen massiven Bedarf an Großflugzeugen vom Schlage A380 oder B 747 voraus. Doch die Realität spricht 2017 eine andere Sprache. Die Airlines lehnen derlei Riesenvögel ab und die Programme des Doppelstöckers sowie des Jumbos werden wohl eingestellt. Im Geschäftsreisesektor gilt Ähnliches: Auch da traf so gut wie nie ein, was „Fachleute“ in die Welt gesetzt hatten. Also sind Zahlen mit teils immensen Preissteigerungen, wie sie die diversen Prognosen behaupten, sehr mit Vorsicht zu genießen.

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Geschäftsreise • Bahn

Text RED Fotos Deutsche Bahn AG

ICE-Triebfahrzeugführer sehen im Führerstand, wie Strom sparend sie unterwegs sind.

AUF GRÜNER SCHIENE UNTERWEGS Laut einer Umfrage ist für 70 % aller Bahnkunden Umweltfreundlichkeit beim Reisen „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“. Zwar ist bei vielen Mobilitätsmanagern und Freiberuflern, die geschäftlich unterwegs sein müssen, das Thema Umweltschutz noch nicht so richtig angekommen; aber auch sie erkennen den Lernprozess, dass die Verringerung der CO2-Emissionen ein entscheidender Schlüssel für Unternehmenserfolg werden wird.

1990

2006

Besonders umweltbewussten Kunden bietet die DB schon seit einigen Jahren Reisen und Trans­ porte mit 100 % Ökostrom an. Im April 2013 erweiterte DB­Fernverkehr diese Angebote. Seitdem fahren alle BahnCard­Inhaber, Nutzer von Streckenzeitkarten und bahn.corporate­ Kunden automatisch mit 100 % Ökostrom in den Fernverkehrszügen. Ambitioniertes Ziel. Bis 2050 (!) strebt die DB einen komplett CO2­freien Schienenverkehr mit 100 % erneuerbaren Energien an. Den Strom hierfür kauft die DB zusätzlich ein. Schon jetzt ist die DB mit einem Anteil von 6 % an der frei

2013

2020

CO 2 – 54% im Schienenverkehr DB-Klimaschutzprogramm 2020 CO 2 – 20% im gesamten DB-Konzern Vision 2050

verfügbaren Ökostrommenge in Deutschland einer der größten Nachfrager und setzt dabei vor allem auf Strom aus Wasserkraft. Daneben spielt auch die Windkraft eine immer größere Rolle. So hat DB Energie Stromlieferungsverträge mit den Betreibern von fünf Windparks abgeschlos­ sen. Auch will man nach Lösungen suchen, wie sich Windenergie speichern lässt. Im Umweltvergleich mit anderen Verkehrsmit­ teln liegt die Bahn nach eigenen Angaben ganz weit vorn. Pro Person und Kilometer fallen bei Reisen im ICE oder IC im Durchschnitt 14 g CO2 an. Im PKW sind es 139 g und im Flugzeug sogar 222 g.

2050

CO 2 – 100%

Klimaschutzziele der Deutschen Bahn: Zwischen 1990 und 2013 hat die DB ihre spezifischen CO2-Emissionen im Schienenverkehr bereits um rund 54 % gesenkt. Bis zum Jahr 2050 sollen alle Züge komplett CO2 - frei fahren. Im aktuellen Klimaschutzprogramm will die DB die spezifischen CO2-Emissionen des gesamten Konzerns zwischen 2006 und 2020 um 20 % senken – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

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Der Mobilitätsmanager 09.2017

Quelle: Deutsche Bahn AG

An den Einstiegstüren der ICE ist zu lesen „Unterwegs mit Ökostrom“. Mehr als drei Vier­ tel aller Fernzüge mit Millionen Fahrgästen, darunter ca. 30 % Geschäftsreisende, fahren ganz automatisch mit Strom, der zu 100 % aus erneuer­ baren Energien stammt, so dass kein CO2 entsteht, Beweis dafür, dass die Schiene das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität ist. In der Strombeschaf­ fung für die Traktion durch DB Energie stieg der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozentpunkte auf 35,2 %. Möglich wurde dies vor allem durch die zusätzliche Beschaffung von Ökostrom durch DB­Fernverkehr für die grünen Angebote.


Bahn

Online-Info www.bahn.de > Nachhaltigkeit I www.vcd.org

DB Energie I Transaktionsmix 2013*

6,5 10,9%

29,9%

64,8% Erneuerbare Energien

35,2% 26,1%

9,1% 16,3%

35,2%

Quelle: Deutsche Bahn AG

Zusätzl. Strommenge für grüne Angebote** 9,1% Kernenergie

16,3%

Steinkohle

29,9%

Braunkohle

10,9%

Erdgas

6,5%

Sonstige

1,2%

* in Deutschland; Vorläufige Werte im Hinblick auf die abschließende Berichterstattung gemäß Energiewirtschaftsgesetz **ohne Umwelt-Plus / Eco Plus

Über 30 Jahre noch soll es dauern, bis die Bahn zu 100 % CO2-frei fahren wird.

Grüne Bahnstationen. Auch am Bahnhof stehen die Zeichen auf grün: So wurde der kli­ maneutrale Bahnhof in Kerpen­Horrem mit modernsten Technologien in Betrieb genom­ men. Beim Bau wurden vor allem Materialien aus der Region und nachwachsende Ressour­ cen wie Holz verwendet. Mit einer Geothermie­ Anlage unter dem Bahnhofsvorplatz und einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach versorgt sich der Bahnhof weitgehend selbst mit Energie. Eine Grünfläche auf dem Dach sorgt dafür, dass das Regenwasser optimal versickern kann und beugt einer Überhitzung des Gebäudes vor. Regenwasser wird aufgefangen und für die WC­ Spülung verwendet. Knapp 9 t CO2 können durch die modernen Technologien jährlich eingespart werden. Ein zweiter grüner Bahnhof ist der in Wittenberg in Sachsen­Anhalt. Auch in schon bestehenden Bahnhofsgebäuden soll die Öko­Bilanz verbessert werden. So werden z.B. alte Lampen durch Stromsparende LED­ Lampen ersetzt. Weniger Luftschadstoffe. Ein Anliegen der DB ist auch die Verringerung der Luftbelastung mit Feinstaub und Dieselrußpartikeln. Mehr als 90 % der DB­Flotte fährt bereits mit Elektrotrak­ tion und erzeugt so keine direkten Schadstoff­ emissionen. Und über ein Drittel der Dieselloks ist mit schadstoffarmen Motoren ausgestattet. Naturschutz von Anfang an. 34.000 km lang ist das Streckennetz der DB. Allein 864 km füh­ ren durch Naturschutzgebiete und weitere 2.272 km durch besonders geschützte Flora­Fauna­ Habitate. Beim alltäglichen Betrieb sowie beim Neu­ und Ausbau von Strecken berücksichtigt die DB die Interessen des Naturschutzes daher

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schon in der Planungsphase. Sind Eingriffe in den Naturhaushalt nicht zu vermeiden, schafft sie einen entsprechenden Ausgleich. Strommix weitestgehend selbst gesteuert. Die DB­Züge sind das Verkehrsmittel mit der größten Menge Ökostrom. Grund: Der Bahn­ konzern kann den Energiemix zum großen Teil selbst steuern. Alle elektrisch betriebenen Züge können über das eigene und autarke Stromnetz deutschlandweit versorgt werden. Bis 2020 will die DB ihren spezifischen CO2­Ausstoß im Ver­ gleich zu 2006 um 20 % senken – und zwar für alle Verkehre: auf der Schiene, auf der Straße, in der Luft und auf dem Wasser. Bahnstrom zwei Mal verwenden. Alle moder­ nen Schienenfahrzeuge der DB wandeln Brems­ energie in Strom um, so dass jede zwölfte Kilo­ wattstunde des Stroms, der durch die Oberleitungen fließt, zum zweiten Mal genutzt wird: Mit Hilfe der Drehstromtechnik verpufft beim Bremsen freigesetzte Energie nicht als Wärme, sondern der mit der so genannten „generatorischen Bremse“ erzeugte Strom wird zurück in die Oberleitung gespeist. Die Energie wird sozusagen recycelt und von anderen Fahr­ zeugen wieder als Antriebsenergie genutzt. Heute bezieht die DB auf diese Art etwa so viel Energie, wie eine Stadt mit rund 230.000 Haushalten verbraucht. Energiesparende Fahrweise. Alle Lokführer sind im energiesparenden Fahren geschult, denn durch die richtige Fahrweise lässt sich viel Energie sparen: Hat ein Zug seine Höchstge­ schwindigkeit erreicht, kann er über weite Strecken rollen und verliert dabei nur gering­

••• Zahlen und Fakten 14 Fussballfelder misst die größte Fotovoltaik-Anlage auf Flächen der DB. Seit Oktober 2013 liefert das Solarkraftwerk in Güsten (auf einem ehemaligen Rangierbahnhof errichtet) bei Magdeburg Strom für 1.500 Haushalte. 60 Prozent der DB-Loks können Bremsenergie zurückspeisen. Dies erspart der DB jährlich den Einsatz von 10 % Energie. 30.000 t CO2 ersparen die Unternehmen der Umwelt, die auf das Angebot Eco Plus von DB Schenker Rail setzen. 250.000 Kunden fahren mit dbconnect/ „Flinkster“. Das Carsharing-Angebot ist das größte in Deutschland: In über 300 deutschen Städten steht an 1.700 Stationen eine Flotte von 4.000 Fahrzeugen zur Verfügung, darunter viele Elektrofahrzeuge. Im DB Umweltzentrum arbeiten Fachleute daran, die ökologischen Ziele zu entwickeln und unterstützen die Geschäftsfelder bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen auf dem Weg zum Umwelt-Vorreiter.

fügig an Tempo – und damit auch an Energie. Allein zwischen Hamburg und München kann ein Lokführer mit geschickter Fahrweise und unter günstigen Bedingungen in einem ICE rund 4.000 kWh Strom einsparen – so viel wie eine vierköpfige Familie im Jahr verbraucht. Wie effizient ihre Fahrweise ist, sehen die Lok­ führer an Energieverbrauchsanzeigen im Füh­ rerstand. Zudem erhalten sie Rückmeldungen zu ihrem persönlichen Energieverbrauch. Nicht zuletzt sind es Energiespartage oder ­wettbe­ werbe und die Honorierung besonderer Ein­ sparbemühungen, die den sportlichen Ehrgeiz der Mitarbeiter weiter anstacheln. •••

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Hotel & Veranstaltung • Neue Häuser

Text JB Foto Park Plaza Online-Info www.dmm.travel/news/hotel

DMM SERVICE: NEUE BETTEN FÜR GESCHÄFTSREISENDE

LONDON: NEUE DESIGN-HOTELS London ist nach wie vor Europas Top-Business-Ziel, die Zahl der Hoteleröffnungen weiterhin hoch. Im Trendviertel Shoreditch etwa steht jetzt das extravagante Nobu-Hotel mit 150 Zimmern. Am Leicester Square hat gerade ein MGallery by Sofitel mit 86 Zimmern eröffnet. Ein neues klei­ nes Boutique-Hotel gibt es nahe Oxford Street in Westminster. Das Mandrake mit nur 34 Zimmern hat vor wenigen Tagen seine ersten Gäste empfangen. Unterdessen feiert Park Plaza mit dem London Waterloo (Foto) die größte Neueröffnung des Jahres: Das 494-Zimmer-Haus liegt an der Waterloo Station und gegenüber der Lambeth North Station.

Deutschland: Hampton in Hamburg, Jaz in Stuttgart Berlin: Am 21. August hat am Oranienplatz in Kreuzberg das Orania mit 50 Zimmern eröffnet. Es versteht sich als luxuriöses Künstler-Hotel. Auf der Museumsinsel empfängt das Capri by Fraser mit 143 Serviced Apart­ ments seine ersten Gäste. Ein Glasboden in der Lobby bietet einen Blick auf archäologische Spuren unter dem Fundament. Braunschweig: Rund 300 Meter von der Volkswagen-Halle entfernt hat das 94. B&B-Hotel eröff­ net. Hamburg: Das Hampton by Hilton City Centre (161 Zi.) nahe Haupt­ bahnhof empfängt seine ersten Gäste. Die Eröffnung des Luxushotels Fontenay hat sich erneut auf voraussichtlich Dezember verschoben. ­Heidelberg: Im Frühjahr 2018 öffnet in der Speyerer Straße ein Star Inn mit 215 Zimmern. Ingelheim: Im Zentrum hat das neu erbaute IBB-Hotel mit 109 Zimmern eröffnet. Leipzig: Im alten Ring-Messehaus hat das

Travel24-Hotel mit 170 Zimmern eröffnet. Im September feiert das neue Budget-Hotel Loginn by Achat Soft-Opening, am 1. Oktober öffnet der volle Betrieb. Ab 15. November empfängt das neue Adina Hotel mit 166 Apart­ ments seine ersten Gäste. München: Im August hat Leonardo das Munich City East in Neuperlach-Süd mit 216 Zimmern eröffnet. Mit 434 Zimmern hat in Schwabing ein achtes Motel One eröffnet. Offenburg: Im ehemaligen Offenburger Gefängnis von 1840 öffnet Ende September das Design-Hotel „Liberty“ mit 38 Zimmern, Restaurant und Terrasse. Rosenheim: B&B hat ein Budget-Hotel mit 98 Zimmern nahe Bahnhof eröffnet. Stuttgart: Das Jaz in the City im Turm „Cloud No 7“ eröffnet mit 166 Zimmern im September, ein Jahr später als geplant. Ende 2017 soll das Arthotel ANA, ein Longstay-Hotel mit 63 Apartments, eröffnen.

Europa: Interconti in Ljubljana, Motel One in Zürich Linz: Das Star Inn Promenadengalerien mit 129 Zimmern soll noch im September eröffnen. Es entsteht in einer ehemaligen Schule von 1851. Ljubljana: Im August öffnet ein Intercontinental mit 165 Zimmern. Madrid: Das neue Hotel Círculo Gran Vía mit 71 Zimmern ist ein Adults-

only-Hotel und gehört zur Autograph Collection. Venedig: Im Stadtteil Mestre hat das Four Points by Sheraton Venedig Mestre eröffnet. Vor den Toren der Stadt steht das erste A&O-Hotel Italiens. Zürich: Mit 394 Zimmern hat im historischen Zentrum der Stadt ein zweites Motel One eröffnet.

International: Moxy in Osaka, Melia in Shanghai Chengdu: In der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan bietet ein neues Waldorf Astoria 289 Zimmer auf Fünf-Sterne-Niveau. Houston: Am internationalen Flughafen eröffnet Marriott ein Four Points mit 123 Zimmern. Kairo: Das Sheraton am Nilufer hat nach Komplettreno­ vierung wieder geöffnet. Lecong: In der südchinesischen Stadt hat das Sofitel Foshan mit 325 Zimmern eröffnet. Los Angeles: Im 73-stöckigen Wilshire Grand Center hat ein Interconti mit 889 Zimmern eröffnet. Am

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Sunset Boulevard in West Hollywood begrüßt das neue Hotel The Jere­ my mit 286 Zimmern seine ersten Gäste. Lucknow: In der indischen Industriestadt öffnet ein Novotel mit 106 Zimmern. Moskau: Pentaho­ tels eröffnet Mitte 2018 ein 228-Zimmer-Haus nahe Roter Platz. Osaka: Das Moxy Osaka Honmachi mit 155 Zimmern soll Ende 2017 eröffnen. Shanghai: Mit dem W Shanghai The Bund hat ein neues 374-ZimmerNobelhotel eröffnet. Melia ist mit dem Shanghai Hongqiao präsent.

Der Mobilitätsmanager 09.2017


E X K L U S I V

I N

J E D E R

A U S G A B E :

G E S C H Ä F T S W A G E N

D E S

M O N A T S

September 2017

NewFleet

www.newfleet.de

Foto: flickr Nicolas Marschall

Geschäftswagen aktuell

Fuhrparks im Dieseldilemma •••

Kaum Durchblick


Geschäftswagen • News

Business Mobility-Anbieter meldet Bestwerte

Jaguar ergänzt seine SUV-Familie. Unterhalb des Verkaufsschlagers F-PACE, folgt der kompakte E-PACE. Er kombiniert sportwagenartiges Design und Handling mit der Variabilität und Alltagstauglichkeit eines SUV. Der E-PACE wartet mit Allradtechnologie sowie modernen Benzinund Dieselmotoren auf. Das Auto bietet vernetzte Systeme und Sicherheitsfeatures. Markteinführung ist Anfang 2018.

Alphabet Deutschland hat erstmals die Marke von 150.000 Bestandsfahrzeugen überschritten: 152.500 Pkw und leichte Nfz sind im Portfolio (+ 6,5 % zu 2016). Die Zahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge ist um 4,6 % auf knapp 55.000 gestiegen. Fahrt aufgenommen hat auch der Bereich eMobility: Seit Anfang 2015 hat sich der eMobility-Bestand fast verdoppelt – rund 3.000 über Alphabet geleaste Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride sind auf Deutschlands Straßen unterwegs. Die Kooperation mit Digital Energy Solutions, einem Joint Venture der BMW AG mit der Viessmann Group, erweitert seit Kurzem die eMobility-Lösung AlphaElectric.

Foto: Jaguar

Jaguars Neuer E-PACE

• • • Renault

Foto: Renault

Mit dem Trafic SpaceClass präsen­ tiert Renault eine besonders kom­ fortable Variante mit Platz für bis zu neun Personen. Über 50 Sitz­ konfigurationen sind möglich. Das Wohlbefinden an Bord steigern Klimaautomatik, individuelle LED-Lesespots und – je nach Aus­ stattung – Lederpolsterung. Sei­ tenscheiben und Heckscheibe

sind dunkel getönt. Renault bietet für den Van ein Ausstattungspaket an, mit dem er sich in ein mobiles Büro verwandeln lässt. Die Einrich­ tung umfasst drehbare Sitze und einen zusammenklappbaren Tisch samt Staufächern. Serie sind USBSchnittstellen und Stromanschlüs­ se zum Aufladen von elektroni­ schen Geräten. Mit dem Media Nav Evolution und dem R-LINK Evolution stehen zwei Multi­ mediasysteme mit 7“Touchscreen-Monitor zur Wahl. Äußere Merk­ male sind ein verchromter Kühlergrill, Stoßfänger in Wagenfarbe und „Space­ Class” Logo. •••

Foto: Opel

FLEXIBLES MULTITALENT

• • • Opel

NEUER GRANDLAND X Im Herbst tritt der neue Grand­ land X als drittes Mitglied der Opel X-Familie an. Er folgt auf Cross­ land X und Mokka X. An der Front dominiert oberhalb der Schutzele­ mente der Grill mit dem zentralen Opel-Blitz. Auf Wunsch ist er in Zweifarblackierung zu haben, bei der das optisch „schwebende“ Dach kontrastierend in Schwarz

glänzt. Der Neuling verfügt über viele Assistenz- und KomfortFeatures und AGR-zertifizierte Ergonomie-Sitze. Bestens vernetzt sind Grandland X-Fahrer und Pas­ sagiere mit den Android Auto und Apple CarPlay kompatiblen Intel­ liLink-Systemen und dem Onlineund Service-Assistenten Opel OnStar inkl. WLAN-Hotspot. •••

höhere Qualität im Innenraum, verbesserte Fahrleistungen und neue Nissan Intelligent Mobility Technologien für mehr Komfort und Sicherheit. Neuer Leaf übernimmt mit ProPILOT Park das automatische Einparken.

ZOE mit 2.430 Einheiten per Ende Juni 2017 (erstes Halbjahr 2016: 1.279 Fahrzeuge; +90,0 %).

••• Geschäftswagen Audi: Kooperation mit der Johan­ nes-Kepler-Universität Linz (JKU). Gemeinsame Forschung am intelligenten Auto der Zukunft. Mit dem Lehrstuhl für Bioinformatik von Prof. Sepp Hochreiter will Audi den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Automobil vorantreiben. Zweites e-tron-Modell ab 2019. BMW: Ab 2021 kommt der i5 als Mix aus Crossover und Schrägheck auf der Grundfläche des 4er Gran Coupé. Reichweite je nach Batterie bis zu 750 km. Beim autonomen Fahren erreicht der i5 das Level 4. Auch 2021 kommt der Nachfolger des 2er Active Tourer. Gran Tourer entfällt. E-Autos: Neuzulassungen von Elektro-Pkw haben im 1. Hj. 2017 deutlich zugelegt. Insgesamt wur-

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den 22.465 neue Pkw mit Elektroantrieb zugelassen (Zuwachs von 113 %). Der Elektroanteil an allen neuen Pkw hat sich gegenüber dem Vorjahr von 0,6 % auf 1,3 % mehr als verdoppelt. Der Marktanteil der deutschen Konzernmarken steigt im ersten Halbjahr weiter auf 61 %. Ein wichtiger Treiber ist der Umweltbonus. Hyundai: Nach fünftüriger Steilheckversion und Kombi jetzt auch Schrägheckvariante des i30. Anfang 2018 wird der Fünftürer mit der Linienführung eines klassischen Coupés in Deutschland erhältlich sein. Nissan: Neue Top-Version Qashqai Tekna+ ergänzt das Ausstattungsprogramm. Die Modifikationen konzentrieren sich auf Außen­design,

Renault: Neue Topmotorisierung im Renault Espace. Benziner ENERGY TCe 225 EDC. 1,8 l, 165 kW, NEFZ-Verbrauch 6,8 l/100 km. 153 g CO2. Von Januar bis Juni 2017 stiegen die Zulassungen auf dem deutschen Markt um 59,7 % auf 2.802 rein elektrisch betriebene Pkw und leichte Nfz (Januar bis Juni 2016: 1.755 Einheiten). Der Renault Marktanteil liegt per Ende Juni bei 23,5 %. Das mit Abstand meistgekaufte Elektromodell in Deutschland bleibt der

Shell: Kooperation mit NewMotion, Anbieter von intelligenten Lade­ lösungen zum Strombezug. Kunden der Shell Card mit Profi Paket können an ca. 50.000 Ladestationen europaweit Strom für Elektrofahrzeuge beziehen. Sono Motors: Münchner Start-up präsentierte Prototyp des Sion. Das E-Auto (Reichweite 250 km) verfügt über Solarzellen, die pro Tag Sonnenlicht für 30 km aufnehmen. 2019 Start der Produktion. Tesla: Model 3 Long Range (Reichweite bis 500 km) ab Mitte 2018 in Deutschland. Standard-Model 3 (Reichweite bis 350 km) ab 2019.

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Täglich aktuelle News unter www.newfleet.de

News • • • Fiat

• • • NewMotion

INTELLIGENTE LADESTATIONEN NewMotion, Anbieter von intelli­ genten Ladelösungen für Elektro­ autos, bietet mit „Think Plus“ nachhaltige und auf Firmenstand­ orte abgestimmte Ladestationen sowie intelligente Services für Unternehmen. Durch Vernetzung mit der Cloud kann der Ladestand­ ort einfach verwaltet werden. Dynamisches Lastmanagement er-

möglicht die automatische Verteilung verfügbaren Stroms, auch wenn unerwartete Gäste ihre Fahrzeuge aufladen. Mobilitäts­ verantwortliche haben jederzeit Einblick in die Ladedaten ihrer Fuhrparks und können die verfüg­ baren Ladestationen optimal nut­ zen. Für die Wartung der Ladesta­ tionen bietet NewMotion einen

24/7-Kundenservice, der auch Fernwartung miteinschließt. Kun­ den der Shell Card mit Profi Paket können zukünftig an den rund 50.000 Ladestationen von New­ Motion europaweit Strom für Elektrofahrzeuge beziehen, was besonders Flotten mit Hybridfahrzeugen zugute­ kommt. •••

Die neueste Modellgeneration des Fiat 500L, die sich nun in die Karosserievatianten Urban, Cross und Wagon unterteilt, bietet mehr Style, mehr Technologie und mehr Personality. Der 500L Cross kann sein Talent auch abseits befestig­ ter Wege ausspielen dank um 25 mm erhöhter Bodenfreiheit und Unterfahrschutz. Mit bis zu sieben Sitzen bietet der Fiat 500L Wagon die höchste Variabilität und das größte Raumangebot. Auch der Innenraum wurde neu designt. Verfügbar ist u.a. ein bivalentes Triebwerk (Bernzin und CNG) mit 59 kW. •••

Foto: FCA

Foto: New Motion

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Geschäftswagen • Dieselantrieb

Text RED Foto BMVI

„Wir wissen, dass sich unsere Mitglieder und sicher auch die meisten anderen Fuhrpark­ betreiber in Deutschland einen ehrlicheren Blick auf das Thema wünschen. Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, wie ein beginnender Restwert­ einbruch aufgrund von ange­ kündigten Fahrverboten durch ­‚intensive Beratung in Kunden­ gesprächen und Aufklärung‘ ­abgefedert werden soll.“ Marc-Oliver Prinzing I Vorsitzender Bundesverband Fuhrparkmanagement e.V. Dieselgipfel: Nach dem ersten unbefriedigenden folgt ein zweiter.

FUHRPARKS HÄNGEN IN DER LUFT Die Autoindustrie hat den Ruf des Diesels schwer beschädigt, sind sich Experten einig. Und der ­„Dieselgipfel“ endete mit einem unbefriedigenden Ergebnis. Anders als Bundesregierung, Hersteller und der VDA in ihren Statements Glauben machen, ist die Fachwelt überzeugt, dass das angebotene Software-Update und Sonder­ prämien für neue Dieselautos die Luft in Großstädten nicht viel ­sauberer machen werden. Die Sorge bleibt, dass es sehr wohl zu Fahrverboten kommen kann. Ein wichtiger Faktor im Neuwagenmarkt sind die gewerblichen Zulassungen von Firmenfuhr­ parks. Noch gibt es keine wirkliche, marktreife Alternative für lange Strecken, die den Diesel unter betriebswirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten ablösen könnte. Dieselantriebe sind nach wie vor die Leistungsstärksten, nicht

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nur bei Transportern und Lkw. Elektrofahrzeuge sind bisher einfach noch nicht so weit – was die Reichweite, die Wirtschaftlichkeit und die flä­ chendeckenden Lademöglichkeiten betrifft, so sieht es derzeit der Verband der markenunab­ hängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF). Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat die DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH in Kooperation mit dem Bundesverband Fuhr­ parkmana­gement e.V. (BVF) eine Befragung bei Fuhrparkleitern durchgeführt. Danach spielt der Diesel in den Fahrzeugflotten nach wie vor eine zentrale Rolle: 86 % der Fahrzeuge in Firmen­ fuhrparks sind Selbstzünder-Pkw. Benziner spie­ len mit 11 % eine untergeordnete Rolle. Und Hybri­ de, rein batterieelektrisch betriebene Autos sowie Gasfahrzeuge sind noch die Ausnahmen. Diesel-Bestellungen. Eine Abkehr vom Diesel in Unternehmensflotten wurde im August noch nicht festgestellt: 87 % der Fuhrparkleiter hat­ ten bis dahin die Order von Diesel-Pkw nicht reduziert. Unter Gesichtspunkten der Kosten und des CO2-Ausstoßes ist für sie der Selbst­ zünder weiter die wichtigste Antriebsart. Fokussiert man nur diejenigen, die sich als Dienst­ wagenberechtigte ihre Autos (unter Einhaltung der firmeninternen Richtlinien / der FuhrparkPolicy) selbst aussuchen/konfigurieren dürfen, dann liegt der Wert dieser User-Chooser immer noch bei 67 %. Die meisten Flottenverantwort­

lichen und Dienstwagenberechtigten machen sich freilich kaum Gedanken, wie das Abgas­ drama in den Griff zu bekommen ist. Statement des Fuhrparkverbands. MarcOliver Prinzing, Vorsitzender des Fuhrparkver­ bands: „Die Fuhrparkverantwortlichen sehen und erleben Probleme mit dem Diesel in der Praxis längst anders. Das hat aus unserer Sicht nichts mit der Technologie oder mit der Wirt­ schaftlichkeit zu tun, sondern in erster Linie mit dem Verhalten der Politik und der Hersteller. Es wird bereits genug beschwichtigt und schön­ geredet. Wir wissen, dass unsere Mitglieder und sicher auch die meisten anderen Fuhrparkbe­ treiber in Deutschland sich einen ehrlicheren Blick auf das Thema wünschen. Nicht nachvoll­ ziehbar ist, wie ein beginnender Restwertein­ bruch aufgrund angekündigter Fahrverbote durch ‚intensive Beratung in Kundengesprä­ chen und Aufklärung‘ abgefedert werden soll.“ Dem Verband wurde von verschiedener Seite zugetragen, dass Leasinggesellschaften bereits jetzt die kalkulierten Restwerte von Dieselfahr­ zeugen nach unten korrigiert haben. Damit verteuert sich die Mobilität für Fuhrparkbe­ treiber zusätzlich. Während der Verband der marken­unabhängigen Fuhrparkmanagement­ gesellschaften (VMF) keinen Einbruch von DieselFahrzeugen in Fuhrparks sieht, lediglich von einem Schock für alle vom Imageschaden und

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Dieselantrieb

Online-Info www.fuhrparkverband.de I https://dieselbarometer.dat.de I www.bmvi.de I www.vmf-fuhrparkmanagement.de

verunsicherten Kunden spricht, hört der Fuhr­ parkverband von seinen Mitgliedern anderes. Und aus dem Handel wird über längere Stand­ zeiten sowie über geringere Preise im Ankauf berichtet. Bei einzelnen Dieseln werden aktuell nicht nur deutlich mehr Gebrauchtfahrzeuge angeboten, sondern die Restwerte sind teilwei­ se um über 5 % niedriger als im Vorjahr. Ausweg CNG? Prinzing verweist in Bezug auf Alternativen für Firmenflotten auf Erdgasfahr­ zeuge. Die machte übrigens auch der Volkswa­ gen Konzern in Hamburg auf den CNG Mobility Days vielen eingeladenen Großkundenchefs schmackhaft. Mit den CNG Mobility Days set­ zen VW, Gasnetzanbieter und die Betreiber von CNG-Tankstellen ihre Initiative zum Ausbau der Erdgas-Mobilität in Deutschland fort. Bis 2025 soll die Zahl der mit CNG (Compressed Natural Gas) betriebenen Autos auf 1 Mio.verzehnfacht und das CNG-Tankstellen-Netz auf bundesweit 2.000 Standorte ausgebaut werden. Mit der Nutzung von CNG, das neben konventionellem Erdgas auch Bio-Erdgas sowie mit Öko-Strom erzeugtes synthetisches Erdgas sein kann, wird ein sofort wirksamer Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen geleistet. CNG-Autos haben neben deutlich geringeren Emissionen wirtschaftliche Vorteile gegenüber dem Diesel (geringere Kfz-Steuer, bis zu 50 %

weniger Kraftstoffkosten) und sie sind in der Anschaffung nahezu auf gleichem Preisniveau wie Dieselfahrzeuge. Lediglich fehlendes Knowhow bei der Vermarktung auf Seiten des Handels und der Leasinggesellschaften führen zu etwas geringeren Restwerten. Auf der letzten „Konferenz zur Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung“ im Juni hat der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Bartle verkündet, dass man Erdgas als interessante Technologie auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Wirtschaft (Ziel 2050) quasi „entdeckt“ habe. Dies ist wohl auch der Tatsa­ che geschuldet, dass die Kanzlerin das „Elek­ troziel“ kassiert hat, da es erkennbar unrealis-

tisch, der Druck beim Thema CO2 aber zu groß ist. Eine Fixierung der Politik auf Elektro-Fahr­ zeuge ist laut BVF der völlig falsche Weg. Fuhrparkbetreiber tragen im Zuge der vermeint­ lich kostenfreien Behebung des Dieselskandals einen hohen Aufwand. Jeder Fuhrparkprofi weiß, dass Transaktionskosten ein Ärgernis sind. Zusätzliche Verwaltungskosten und Arbeitsausfall belasten den Eigentümer/Besitzer von Autos, nicht den Verursacher. Eventuell auftretende Probleme infolge der Softwarenachrüstung, weiterer Nachbesserungsbedarf, fehlende klare Statements zur Handhabung von Herstellern und der Politik führen zu weiterer Verunsiche­ >>> rung, warnt der BVF.

••• DAT Diesel-Barometer Juli 2017 Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT, international tätiges Unternehmen der Automobilwirtschaft, das gemäß Auftrag umfassende Kraftfahrzeugdaten erhebt, aufbereitet und der Branche bereitstellt) hat aktuelle Zahlen zur Auswirkung der Diesel-Diskussionen auf den Automobilmarkt vorgelegt. Dazu waren verantwortliche Vertreter von über 400 Automobilbetrieben sowie zusätzlich knapp 180 Fuhrparkbetreiber befragt worden. Was, wenn die Diesel-Subvention endet? Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei weiterem Hickhack um das Thema Dieselabgasreinigung und fortschreitender Zukunftsfähig­keit der Elektromobilität der Staat von sich aus plötzlich entdeckt, dass er einen Fehlanreiz korrigieren muss. Denn dem Staatssäckel entgehen Jahr für Jahr 4,4 Mrd. Euro, weil er auf Dieselkraftstoff je Liter 18,4 Cent weniger Energiesteuer erhebt als auf Benzin. Noch sieht das Bundesfinanzministerium keinen Handlungsbedarf. Aber wenn der Diesel und seine steuerliche Förderung noch mehr ins Gerede kommen, wenn der Industrie der Kostenaufwand für eine echte Abgasreinigung zu teuer wird, wird es Konsequenzen geben. Und dann schlägt die Stunde der EMobilität und wer weiß, vielleicht sogar die des noch höchst unbeliebten CNG.

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Geschäftswagen • Dieselantrieb

Fotos BMVI Online-Info www.fuhrparkverband.de

„Der BVF will im Interesse ­seiner Mitglieder konkrete und nachvollziehbare Szenarien für den Einsatz der Dieseltechno­logie in deutschen Fuhrparks entwickeln und eine erste Empfehlung für Fuhr­park­betreiber geben – differenziert nach den Problematiken und Fragestellungen der unterschiedlichen Fuhrpark-Arten.“ Axel Schäfer I Geschäftsführer Bundesverband Fuhrparkmanagement e.V. Unterschiedlicher Meinung: Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Umweltministerin Barbara Hendricks.

••• Volvos konsequenter Schritt Als erster großer Autobauer wendet sich Volvo wegen der steigenden Kosten bei der Abgasreinigung vom Diesel ab. Und die Schweden wollen ab 2019 neue Fahrzeuge generell mit E-Antrieben (Hybride, BEVs) versehen. VW bekennt sich zum Diesel, investiert aber mit 9 Mrd. Euro dreimal so viel Geld in alternative Antriebe. Daimler will ebenfalls am Diesel festhalten, rechnet aber mit knapp einem Viertel batterieelektrischer Autos am eigenen Absatz bis 2025. Die Audi-Strategie sieht bis zu diesem Zeitpunkt ein Drittel Elektro und zwei Drittel Verbrenner vor. BMW-Chef Harald Krüger meint, nichts deute auf einen Tod des Diesels hin. Der saubere Diesel habe noch eine lange Zukunft vor sich. Toyota/ Lexus, das schon seit Jahren auf alternative Antriebe setzt, ist als Hybrid-Pionier einer der großen Profiteure der Dieselthematik, wie sie so schön umschrieben wird, auf dem deutschen Automarkt. Das Problem, weshalb nahezu alle deutschen Autobauer am Diesel festhalten: Sie schaffen ohne ihn die EU-Vorgabe (95 g CO2/km pro verkauftem Fahrzeug ab 2021) nicht. Toyota, Tesla & Co. können darüber nur lachen.

Die Autokonzernchefs müssen sich Kritik der Kanzlerin und ihres Herausforderers anhören.

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Restwerte fallen. Alarmiert sind neben den Leasinganbietern die Handelsbetriebe. Denn ihr Geschäft wird zunehmend schwieriger. In einer Händlerbefragung der Deutschen Automobil Treu­ hand (DAT) gaben 58 % der Automobilhändler an, derzeit gebrauchte Diesel mit höheren Rabat­ ten als sonst üblich zu verkaufen. Bei Neuwagen griffen 36 % zu diesem Mittel. Auch beim Ankauf von Selbstzündern zeigen sich die Autohäuser vorsichtig: 65 % nehmen sie nur noch zu niedri­ geren Preisen in Zahlung. Und auch der Restwert wird zum Problem: Laut Auswertung haben Dieselfahr­zeuge nach drei Jahren mit 55,4 % vom Listenpreis einen geringeren Restwert als ver­ gleichbare Benziner (56,4 %). Laut DAT-Aus­ wertung haben Diesel mit 94 Tagen inzwischen eine deutlich längere durchschnittliche Standzeit bei Händlern als Benziner (82 Tage). Aus Kreisen der Leasing­anbieter ist zu hören, dass die bisher gewohnten moderaten Leasingraten wohl nicht mehr zu halten sein werden. GW-Preise im Sinkflug. Wer z.B. als Freibe­ rufler seinen bisherigen Diesel an seinen Händler zurückgeben oder an Privat verkaufen will, wird das Auto nur schwerlich los, sollte er es nicht geleast haben. Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer Inland und Sprecher der Geschäftsleitung, kritisiert, dass das Hin und Her bei den Fahrverboten die Gebrauchtfahrzeug­ werte inzwischen deutlich belasten. Der über­ proportionale Diesel-Wertverlust wird sich fortsetzen, fürchtet Nietzschmann. Düstere Zukunft. Was die mittelfristige Zukunft des Diesels betrifft, geben sich die Fuhr­ parkleiter skeptisch. 40 % von ihnen glauben, dass die Bedeutung des Diesels im Vergleich zum Benziner abnehmen wird. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (55 %) stimmte der Aus­ sage zu, dass bei ihnen mittelfristig vermehrt alternative Antriebe in der Pkw-Flotte geplant

seien. In einer repräsentativen Umfrage (Mitte Juli 2017) von Autoscout24 machen sich rund 60 % der befragten Autofahrer Gedanken rund um den Abgasskandal und die Diskussion von Fahrverboten. Von den Haltern von Dieselfahr­ zeugen sind es sogar zwei Drittel (67 %). Nur noch 15 % der Befragten würden sich beim Kauf eines Fahrzeugs als erstes nach Dieselautos umschauen. Auch unter den aktuellen Diesel­ besitzern ist es lediglich noch ein Drittel (38 %). Der BVF will im Interesse seiner Mitglieder kon­ krete und nachvollziehbare Szenarien für den Einsatz der Dieseltechnologie in Fuhrparks entwickeln und Flottenchefs eine erste Emp­ fehlung geben, differenziert nach den Proble­ matiken und Fragestellungen der unterschied­ lichen Fuhrpark-Arten, so BVF-Geschäftsführer Axel Schäfer. Der BVF hofft, so Schäfer weiter, dass sich die Hersteller auf innovative Weiter­ entwicklung von alternativen Antrieben und den Ausbau der Infrastruktur konzentrieren, statt weiterhin auf die alte Welt zu setzen. Diesel oder doch Benziner? Generell wirkt sich der Preisvorteil vom Diesel eher bei groß­ volumigen Fahrzeugen aus sowie für Vielfahrer, in der Regel ab 20.000 km pro Jahr. Der ADAC hat im Frühjahr 2017 einen groß angelegten Kostenvergleich mit mehr als 1.600 Fahrzeugen unternommen. Auch AUTO BILD hat Anfang 2017 in einem zweiteiligen Test insgesamt 19 Benzin-Diesel-Paare getestet und ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen festgestellt. In seinem groß angelegten „Eco Test 2017“, bei dem Mes­ sungen auf dem Abgasprüfstand durch reale Straßenmessungen ergänzt wurden, gab es so gut wie keine Vorteile mehr für den Diesel. Club-Vize Ulrich Klaus Becker riet Ende Juni 2017 dazu, mit dem Neuwagenkauf noch zu warten, bis Modelle mit dem Standard Euro 6D auf den Markt kommen. Und wer noch klüger ist, der greift zum Plug-in-Hybrid. •••

Der Mobilitätsmanager 09.2017


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Die Renault BUSINESS Edition bringt Ihr Geschäft in Fahrt. Dank attraktiver Leasingangebote und dem Full Service Paket ab 1 € netto mtl.1 Renault Mégane Grandtour BUSINESS Edition ENERGY dCi 110: 169,– € netto monatlich, Leasingsonderzahlung 0,– €, Laufzeit 48 Monate, Gesamtlaufleistung 40.000 km. Ein Angebot (zzgl. 19 % USt. und Überführung) für Gewerbekunden der Renault Leasing, Geschäftsbereich der RCI Banque S. A. Niederlassung Deutschland, Jagenbergstraße 1, 41468 Neuss. Gültig bis 31.12.2017.

2

Renault Mégane Grandtour ENERGY dCi 110: Gesamtverbrauch (l/100 km): innerorts: 4,2; außerorts: 3,4; kombiniert: 3,7; CO2 -Emissionen kombiniert: 95 g/km. Renault Mégane Grandtour, Renault Scénic und Renault Talisman Grandtour: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 6,0–3,5; CO2 -Emissionen kombiniert: 135–90 g/km (Werte nach Messverfahren VO [EG] 715/2007). Zzgl. 19 % USt., Angebot enthält einen Renault Full Service Vertrag, bestehend aus der Abdeckung aller Kosten der vorgeschriebenen Wartungs- und Verschleißarbeiten sowie Hauptuntersuchung (HU) inkl. Mobilitätsgarantie für die Vertragsdauer von 48 Monaten bzw. 40.000 km ab Erstzulassung gemäß Vertragsbedingungen, nur in Verbindung mit einem Leasingvertrag der Renault Leasing. 3 Z. B. Renault Mégane Grandtour: 2 Jahre Renault Neuwagengarantie und 3 Jahre Renault Plus Garantie (Anschlussgarantie nach der Neuwagengarantie) für 60 Monate bzw. 100.000 km ab Erstzulassung gem. Vertragsbedingungen. Abb. zeigt Renault Mégane Grandtour BUSINESS Edition, Renault Scénic BUSINESS Edition, Renault Talisman Grandtour BUSINESS Edition, jeweils mit Sonderausstattung. Renault Deutschland AG, Postfach, 50319 Brühl. 1

Renault empfiehlt


Geschäftswagen • Interview

Katharina Schmidt, Head of Consulting & Corporate Vehicle Observatory und Sprecherin für den CVO

Text RED Fotos GZ

Denkfabrik Arval-Zentrale Oberhaching – hier entstehen für jeden Kunden individuelle Angebote.

INDIVIDUELL WIE EIN FINGERABDRUCK Das aktuelle CVO Fuhrpark-Barometer 2017 des Leasingspezialisten Arval bestätigt, dass Leasing mit Kilometervertrag für Mobilitätsmanager weiter an Bedeutung gewinnt. Im Gespräch mit Katharina Schmidt (Head of Consulting & Corporate Vehicle Observatory bei Arval Deutschland) ging es aber auch um Perspektiven der Leasingbranche vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussion um den Diesel, Fahrverbote und mehr. Arval hat es erneut geschafft, einen umfassen­ den Überblick über den Status quo und die Zukunftsperspektiven der beruflichen Mobilität in Deutschland und Europa zu geben. Neben klassischen Managementthemen wie Fuhrpark­ merkmalen und Finanzierungsformen nimmt die aktuelle Studie auch technologische Zukunftsthemen in den Blick.

95g/km zu reduzieren. Dies geschieht stufen­ weise. Die Industrie kommt dabei ihrer Pflicht nach, alle neu gewonnen Informationen zu verwerten und erforderliche Maßnahmen zur Nachbesserung zu initiieren. In diesem Sinne verorten wir auch die Ergebnisse des „DieselGipfels“. Hier wurden wichtige Schritte zu noch umweltverträglicherer Mobilität eingeleitet.

NewFleet: Kommen wir gleich mal zu einem echten Brennpunkt: Als Sie das CVO FuhrparkBarometer 2017 erstellten, konnten Sie nicht wissen, dass es den „Diesel-Gipfel“ geben wird und erst recht nicht, welches Resultat er bringen sollte. Nun ist die Katze aus dem Sack. Was denken Sie denn über das Ergebnis? Katharina Schmidt: Das CVO Fuhrpark-Baro­ meter beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit beruflicher Mobilität. In dieser Zeit gab es etli­ che Themen, die die berufliche Mobilität tou­ chiert und die Fuhrparkmanager beschäftigt haben. Die Einführung der „EU Green Legisla­ tion“ ist hierfür ein Beispiel. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht hat, auf europäischer Ebene bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen für alle neu zugelassenen Fahrzeuge verbindlich auf

Wir hören von vielen Firmenkunden, dass deren Verunsicherung absolut nicht gewichen ist. Auch Fuhrparkverantwortliche glauben, dass nur eine Hardware-Lösung sinnvoll sein kann, wie sie der ADAC als Verpflichtung für die Autobauer fordert. Was sagen denn Ihre Kunden und wie reagieren Sie auf deren drängende Fragen? Die Erfahrungen aus der jüngsten Nachrüstaktion zeigen uns, dass diese sehr geräuscharm ver­ laufen ist. Insofern erwarten wir auch für künf­ tige Maßnahmen keine große Verunsicherung. Zudem ist ein Großteil der Firmenfahrzeuge bereits mit der neuesten EURO 6-Technologie ausgestattet. Daher besteht hier derzeit keine Veranlassung für etwaige Nachrüstungen. Unser Portfolio an Automobilien, die auch umwelt­ technisch auf dem neuesten Stand sind, ist für

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uns immer noch die beste Antwort auf entspre­ chende Fragen unserer Kunden. Beim Fuhrparkverband heißt es, dass auf die Flottenverantwortlichen höhere Kosten zukommen werden, nachdem Leasinganbieter infolge des Diesel-Chaos und dem jetzt schon offenkundigen Restwertverfall selbst modernerer Selbstzünder anders kalkulieren müssen. Derzeit existieren noch wenig verlässliche Zah­ len und Fakten, wonach wir etwaige künftige Fuhrparkkosten vorhersagen können. Bei einem Bestandsfuhrpark wird es keine Änderun­ gen geben, sofern die üblichen variablen Kosten wie Kraftstoff oder Versicherung stabil bleiben. Bei der Nutzung neuer und alternativer Antriebstechnologien sind deutsche Fuhrparkmanager eher träge, um es vorsichtig zu formulieren. Warum ist das Ihrer Meinung so und welche Rolle spielen alternative Antriebe für Sie? Wir sehen schon, dass die deutschen Unterneh­ men neue Technologien für gewisse Phasen und Testläufe projektieren. Jedoch darf man vor allem auf Flottenebene die Augen vor den spürbar höheren Kosten nicht verschließen, die

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Interview

Online-Info www.arval.de I www.csa-eu I https://www.arval.de/de/cvo

Tamara Meier, Marketing- und Kommunikationschefin sorgt für Transparenz beim Leasinganbieter; rechts beantworten Experten Kundenanfragen.

mit diesen Technologien bislang noch verbun­ den sind. Zudem sind Elektro-/Hybrid- oder CNG-Fahrzeuge aus heutiger Sicht in vielen Firmen als Volumenmodell noch nicht geeig­ net. Bedenkt man das Nutzungsprofil eines Vielfahrers mit 30.000 – 40.000 km pro Jahr und eine Flottengröße von 100 Fahrzeugen, so hat man häufig nicht die nötige Infrastruktur zum Betanken oder Laden. Für CNG gibt es deutsch­ landweit bislang nur ca. 900 Tankmöglichkei­ ten. Beim Laden von Stromern kommt noch ein weiterer Faktor ins Spiel – die Ladedauer. Wir sind uns sicher, dass langfristig betrachtet diese Faktoren im Flottenbereich immer weniger ausschlaggebend sein werden, jedoch ist noch ein gutes Stück Weg bis dahin zurückzulegen. Der Volkswagenkonzern und Industriepartner verstärken ihre Initiativen für Erdgas-Mobilität. Im CVO-Barometer aber melden Sie, dass die Alternative auf Gas-Basis nahezu keine Rolle spielt. Könnte es jetzt nicht doch zu einem Gesinnungswandel kommen? Sofern sich das zur Verfügung stehende Tank­ stellennetz ausweitet und wir künftig eine grö­ ßere Auswahl an Fahrzeugen zu Preisen wie beim Verbrenner haben, sehen wir durchaus Potenzial für den Ausbau des Erdgasantriebs in Flotten. Bis dahin sieht es jedoch in Flotten so aus, dass in Folge mangelnder Tankmöglich­ keiten mit Benzin nachgetankt werden muss. Dies macht den Betrieb unwirtschaftlich. Raten Sie Ihren Kunden noch uneingeschränkt zum Diesel oder raten Sie auf Nachfrage von Kunden schon mal, es mit innovativeren Antrieben zu versuchen? Arval Consulting steht Kunden und interessier­ ten Unternehmen für eine genaue Analyse des

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Fuhrparks gerne zur Verfügung. Hierbei erarbei­ ten wir für das jeweilige Unternehmen die wirt­ schaftlich sinnvollste Lösung unter Einbindung aller Unternehmensziele und unter Berücksich­ tigung der jeweils spezifischen Firmenphiloso­ phie. Eine pauschale Aussage zu Gunsten oder Ungunsten eines bestimmten Antriebs ist vor dem Hintergrund dieses Beratungsansatzes genauso wenig sinnvoll wie die Festlegung eines Unternehmens auf nur eine bestimmte Fir­ menwagenregelung von vornherein. Jeder Fuhr­ park ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Daher sollten Unternehmen gemeinsam mit ihren Partnern genau überlegen, welchen Zweck der Fuhrpark hat und welche Ziele damit verbunden sind. Mitarbeitermotivation, Ver­ triebsfuhrpark, Transportaufgaben, gemischte Formen sind hierfür nur einige wenige Beispie­ le. Bei Einführung neuer Technologien spielen auch die Fahrzeugnutzer eine wichtige Rolle, denn Autos müssen nicht nur auf die Nutzungs­ profile, sondern auch auf die Nutzerprofile passen. Ein Beispiel: Eine Firma stellt Mitarbei­ tern Benefit-Fahrzeuge zur Verfügung, welche ausschließlich zur privaten Nutzung überlassen werden. Entsprechend einer internen Vorgabe müssen dies aber E-Fahrzeuge sein. Hier läuft das Unternehmen Gefahr, am Nutzerprofil vor­ bei zu handeln, denn möglicherweise hat der Nutzer a) keine Möglichkeit es privat zu laden und möchte b) weite Strecken damit fahren. Sie sehen, eine einseitige Empfehlung ist nicht immer die beste Strategie. Bei der Frage nach der Finanzierungsmethode, welche deutsche Flottenmanager bevorzugt nutzen, favorisiert fast die Hälfte der Befragten (47 %) Leasing mit Kilometervertrag. Damit ist dies die hierzulande mit Abstand am häufigsten

••• CVO Fuhrpark-Barometer 2017 „Mit dem CVO Fuhrpark-Barometer gibt Arval einen umfassenden Überblick über den Status quo und die Zukunftsperspektiven der beruflichen Mobilität in Deutschland und Europa. Neben klassischen Mana­ gementthemen wie Fuhrparkmerkmalen und Finanzierungsformen nimmt die Studie in ihrer neuesten Ausgabe auch wieder technologische Zukunftsthemen in den Blick. Hierzu zählen, wie schon in den vergangenen Jahren, Telematik und alternative Antriebslösungen. Durch Outsourcing des Flottenmanagements bietet sich vielen Firmen zudem die Chance, die administrativen Strukturen des Unternehmens weiter zu verschlanken. Damit können Unternehmen sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und Mehraufwand vermeiden. Denn: Neben den klassischen Dienstleistungen wie Wartungs- und Reifenservices bieten Leasingunternehmen auch Online ReportingTools und flexible Mietmodelle an. Damit setzt sich ein Trend fort, der nun bereits seit mehreren Jahren anhält.   Für das CVO Fuhrpark-Barometer 2017 wurden im Auftrag von Arval Deutschland in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 3.632 Fuhrparkentscheider in zwölf europäischen Ländern sowie der Türkei befragt – davon 300 in Deutschland.

verwendete Finanzierungsmethode für Fahrzeugflotten – gefolgt vom Kauf (30 %), dem Leasing mit Restwertvertrag (17 %) und dem Autokredit (6 %). Das können keine neutralen Zahlen sein. Denn wir hören insbesondere von KMU, die den Barkauf als für sie bedeutsamer einschätzen. Was ist denn nun richtig? Die Ergebnisse des CVO Fuhrpark-Barometers für Deutschland basieren auf den Aussagen von 300 befragten Fuhrparkmanagern. 160 Fuhr­ >>>

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Geschäftswagen • Interview

Online-Info www.arval.de I www.csa-eu I https://www.arval.de/de/cvo

Hauptfinanzierungsmethoden (Entwicklung 2013 bis 2017)

Die öffentliche Diskussion um den Diesel und die Folgen

Welche Methode nutzen Sie momentan hauptsächlich zur Finanzierung Ihrer Firmenfahrzeuge?

Hatte die öffentliche Diskussion um den Diesel Folgen für Ihre Dienstwagenpolitik im Blick auf Modelle oder CO2 -Grenzwerte?

40%

Autokredit

50% 29%

33% 21% 6% 2013

20%

Leasing mit Restwertvertrag

53% 26% 20%

mit Kilometervertr.

56%

23% 19%

58%

22% 18%

1%

1%

2%

2%

2014

2015

2016

2017

*Kauf = Barkauf und Kredit (ohne Autokredit); Daten konsolidiert: 3-Jahres-Durchschnitt für große u. sehr große Firmen

keine Folgen

Gesamt

Ja, wenige Folgen

Ja, viele Folgen

Angaben in Prozent 83

D

11 89

EU

D Kleine Fuhrparks* EU

86

D Mittlere Fuhrparks* EU

85

D Große Fuhrparks* EU

83 8

91

6 63

12 3

88 73

6

10 2 19

83

8 14 3

*Kleiner Fuhrpark: 1 bis 9 Fahrzeuge; Mittlerer Fuhrpark: 10 bis 49 Fahrzeuge; Großer Fuhrpark: ab 50 Fahrzeuge

Im CVO Fuhrpark Barometer werden im Auftrag von Arval alljährlich die aktuellen Marktentwicklungen am Flottenmarkt untersucht. 2017 wurden in insgesamt 3.847 Interviews Fuhrparkmanager von Unternehmen aller Branchen mit mindestens einem Firmenfahrzeug befragt.

parkleiter gehörten Firmen mit bis zu 99 Mitar­ beitern an und 140 befragte Fuhrparkverant­ wortliche arbeiten in Unternehmen mit über 100 oder sogar mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die Befragungsergebnisse der großen Unterneh­ men schlagen gegenüber den Umfragewerten aus den kleineren Firmen insofern überdurch­ schnittlich stark zu Buche, da mit wachsender Unternehmensgröße Leasing mit Kilometerver­ trag immer mehr zur Standard­Finanzierungs­ form für Flotten wird. Würde man ausschließ­ lich Fuhrparkmanager aus KMU befragen, dann fiele das Ergebnis klar zu Gunsten der Finan­ zierungsform des Kaufs aus. Ein richtig oder falsch gibt es hier demnach nicht, sondern es liegt an der Ausgangsbasis der Befragung. Im jüngsten CVO sagen Sie, nur 26 % der deutschen Fuhrparkmanager überlegen, eine der Mobilitätsalternativen – Carsharing, Fahrgemeinschaften und Mobilitätsbudget/-karten – in den kommenden drei Jahren in ihren Unternehmen einzuführen. Wie weit ist denn Arval, auch solche Dienstleistungen anzubieten? Arval beschäftigt sich gruppenweit schon seit geraumer Zeit mit Mobilitätslösungen, die eine gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen oder eine Plattform für die Nutzung von alternativen Mobi­ litätslösungen mit einschließen. Vor allem beim Thema Carsharing gibt es in den Ländern, in denen Arval aktiv ist, verschiedene Ausprägun­ gen. Wir bei Arval Deutschland beispielsweise analysieren gegenwärtig die Anforderungen unseres Heimatmarktes sehr intensiv, um uns im Anschluss auch bei diesem Thema bestmög­ lich für unsere Kunden aufzustellen. Daneben bietet die Arval Gruppe mit Arval Mobility Link eine Plattform, bei der die Nutzer frei entschei­ den können wie sie sich beruflich fortbewegen möchten. Auch hier prüfen wir intensiv, welche Chancen dieses Modell auf dem deutschen Markt hat. Indes ist die klassische Mobilität via Dienstwagen immer noch State­of­the­Art.

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Das CVO FuhrparkBarometer 2017 bestätigt, dass Leasing mit Kilometervertrag für Mobilitätsmanager weiter an Bedeutung gewinnt. Das gilt insbesondere für den deutschen Markt. Von aktueller Bedeutung sind aber auch die Perspektiven der Leasingbranche vor dem Hintergrund des Diesel-Zirkus. In Deutschland antworten nur 8 % der Fuhrparkverantwortlichen auf die Frage, ob sie in einem Teil ihres Fuhrparks Telematik nutzen, mit ja. Dabei sollte die Ortung eines Geschäftswagens kein unwichtiger Aspekt sein. Worauf beruht Ihrer Meinung nach diese Skepsis? Wir sehen großes Potenzial in der Telematik. Daher bieten wir unseren Kunden in Kürze auch eine eigene Telematiklösung (Arval Acti­ ve Link) an. Ein Viertel der großen Unterneh­ men in Deutschland nutzt bereits Telematik, auch wenn sie hier noch weniger verbreitet ist als im restlichen Europa. Wir erwarten aber, dass die Nachfrage in diesem Bereich weiter steigen wird. Denn Telematik ermöglicht die signifikante Senkung laufender Kosten im Fuhr­ park, wie etwa des Kraftstoffverbrauchs oder der Wartungskosten. Wir spüren allerdings, dass Telematik für viele unserer Kunden noch sehr erklärungsbedürftig ist. Insbesondere in Deutschland spielt hier das Thema Datenschutz eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang.

Wie wird sich das Geschäftsmodell von Leasingunternehmen im Zusammenhang mit der Unternehmensmobilität „morgen“ verändern? Zukunftsthemen wie alternative Antriebe, auto­ nomes Fahren und alternative Mobilitätsaspek­ te bringen momentan viel Schwung in die Dis­ kussion um den Fuhrpark von morgen. Durch die aktuelle Diesel­Thematik aber auch den kommenden Wechsel von NEFZ zu WLTP wird diese noch zusätzlich befeuert. In diesem Zu­ sammenhang werden Sichtweisen über Auf­ bau, Zuschnitt und Struktur von Fuhrparks kritisch hinterfragt und neu definiert werden. Unternehmen beginnen verstärkt Informatio­ nen zu Fahrzeugen und deren Kosten ins Kalkül zu ziehen, aber auch weiche Faktoren, wie etwa die Macht der Motivation zu berücksichtigen und über neue Formen der beruflichen Mobi­ lität nachzudenken. Arval unterstützt seine Kunden bei diesem Prozess mit Informationen und einer umfangreichen Expertise zum kom­ plexen Thema. Hierbei stehen wir nicht nur für persönliche Gespräche zur Verfügung, sondern organisieren auch Roundtables, CAP Meetings und Workshops. Mit Autorenbeiträgen in Fach­ medien und einem umfangreichen Angebot an Whitepapern, Büchern und Broschüren und nicht zuletzt mit dem jährlichen CVO Fuhrpark­ Barometer runden wir unser Infoangebot ab. Zu guter Letzt: Wie halten Sie persönlich es denn mit innovativen Antrieben, mit ÖPNV, Bahn und Flugzeug, wenn Sie zur Arbeit fahren oder geschäftlich verreisen? Ich bin mit dem Auto und häufig mit dem Flug­ zeug geschäftlich unterwegs. Zudem hat Arval vor Jahren die „Fahrrad Challange“ etabliert, bei der jährlich ein Preis an die TOP drei Fahrer unserer Kollegen mit den meisten zurückgeleg­ ten Fahrrad­Kilometern vergeben wird. Ich will in Zukunft auch das Rad nutzen, gerade, weil ich in der Nähe wohne und an „Büro­Tagen“ mein Auto nicht zwangsläufig benötige. •••

Der Mobilitätsmanager 09.2017

Quelle: CVO Fuhrpark Barometer 2017

Kauf*


Fahrbericht • Ford Fiesta

Text RED Fotos GZ (1) I Ford (2/3) Online-Info www.ford-geschaeftskunden.de

Die 8. Generation des Ford Fiesta ist intelligenter und effizienter. Und sie sieht richtig gut aus.

Neuer Ford Fiesta: Ein intelligenter Kleinwagen.

ZIEMLICH ERWACHSEN, DER KLEINE Der Ford Fiesta ist bei vielen ­Firmen zuhause. Gut ein Viertel der Kölner Produktion geht an die gewerbliche Klientel, 2017 werden das noch über 6.000 Einheiten sein. Das in Europa meist verkaufte „Kleinwagen“-Modell hat sparsamere Motoren erhalten und ist up-to-date. Der in achter Generation erwachsen geworde­ ne Fiesta wird als Benziner und Diesel ange­ boten. Varianten mit Erd- bzw. Flüssigkeits­ antrieb sind ebenso ausgeschlossen wie eine elektrische Version, die sich gerade für urbane Regionen anbieten würde. Die Selbstzünder­ variante soll immerhin noch 30 % ausmachen. Der Fiesta ist übrigens komplett in Deutsch­ land entwickelt worden und gebaut wird er ausschließlich im europäischen Stammwerk in Köln-Niehl. Exterieur. In Sachen Design orientierten sich die Kölner an Kundenstudien, die keine Revo­ lution wollen, sondern eine behutsame Weiter­ entwicklung des Exterieurdesigns. Deswegen sieht ein Fiesta eben aus wie ein Fiesta. Dank der um 71 mm längeren Karosserie vermittelt die Seitenansicht ein die Keilform deutlicher betonendes Profil. Interieur. Das Cockpit richtet sich klar auf den Fahrer aus, greift aber auch den verstärkten Trend hin zur Einbindung mobiler Multimedia-

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Geräte auf. Mit nochmals verbesserter Ergono­ mie und besonders berührungsfreundlichen Soft-Touch-Materialien wirkt der Innenraum geräumiger und hochwertiger. Den hinteren Passagieren kommen 12 mm mehr Kniefreiheit sowie moderne, besonders schlanke Sitze zugute, die sehr guten Seitenhalt bieten. Die Anzahl der Schalter und Knöpfe wurde gegenüber dem Vorgängermodell um nahezu die Hälfte redu­ ziert. Die Funktionen des Konnektivitäts- und Entertainmentsystems Ford SYNC 3 werden entweder über den gut erreichbaren Touch-

screen oder über Sprachbefehle gesteuert. Auch das zentrale Display und die Grafik der übrigen Monitore wurden so gestaltet, dass alle Infor­ mationen auf einen Blick erfassbar sind. Der Kofferraum lässt sich dank der breiter öff­ nenden Heckklappe noch einfacher be- und entladen. Modelle. Den Kleinwagen wird es in insgesamt sieben Ausstattungsvarianten geben, zugleich haben die Kunden zig Möglichkeiten der Indi­ vidualisierung. •••

••• Technische Daten und Betriebskosten Ford Fiesta 3-Türer

1,0 l EcoBoost 6-Gang Auto. 1,5 l TDCi

Motor I Hubraum (cm3) R 3/4 I 998

R 4/4 I 1.499

Leistung (kW/ PS) bei min −1

88 /120 bei 3.600

74/100 bei 4.500 – 6.500

Drehmoment (Nm) bei min −1

170 bei 1.500 – 4.000

270 bei 1.750 – 2.500

L x B x H (mm) 1)

4.040 x 1.941 x 1.476

4.040 x 1.941 x 1.476

Kofferrauminhalt (l) I Zuladung (kg) 269 – 1.093 I 451

269 – 1.093 I 467

Beschleunigung (s) 2)

9,0 I 195

I V.max (km/h) 12,2 I 118

Verbrauch/100 km (l) I CO2 (g/km) 3) 5,2 I 118

3,5 I 89

Netto-Preis (€)

14.075,63 17.478,99

Betriebskosten (Cent/km)

29,5 (36 Mon., 40.000 km)

32,5 (36 Mon., 40.000 km)

44,1 (60 Mon., 20.000 km)

46,8 (60 Mon., 20.000 km)

Versicherung HP / TK / VK

16 / 17 / 17

17 / 19 / 17

1) Breite

inkl. Spiegel

2) von

0 auf 100 km/ h

3) nach

NEFZ

••• Unsere Meinung Der neue Fiesta ist größer geworden, intelligenter und sportlicher. Ob man den Diesel in diesem Segment noch braucht, sei dahingestellt. Der Kleinwagen bietet mehr Qualität in Sachen Materialauswahl, Verarbeitung, Vernetzung und Fahrdynamik. Nach einem Knopfdruck genügen Kommandos wie „Ich muss tanken“, „Ich suche einen Parkplatz“, „Ich will zum Hotel xy“ usw., um sich z.B. ans Ziel lotsen zu lassen. Kurzum: Ein im Segment wichtiges Auto, das alles mitbringt, was Mobilitätsmanager in diesem Segment erwarten.

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Geschäftswagen • Interview

Interview GZ Fotos Athlon (1/2) I Standortinitiative Seestern Düsseldorf (3)

(1)

Mit dem Umzug 2018 ist die Übernahme durch Daimler auch räumlich abgeschlossen.

(2)

Helma Karohl zum Thema „Grüne Mobilität“.

ATHLON LEBT „GRÜNE MOBILITÄT“ Auch Mobilitätsmanager, Dienstwagennutzer und Freiberufler wollen, dass sich etwas ändert beim Verkehr. Sie müssen mobil sein, ohne Klimagase, Lärm und Stau zu erzeugen. Deshalb arbeiten auch Anbieter wie Athlon daran, es den Kunden so einfach wie möglich machen, ihr Ziel schnell, zuverlässig und bequem, klima- und umweltfreundlich zu erreichen. Dazu braucht es eine Verkehrswende, an der auch Leasinganbieter mitarbeiten (müssen). Wir sprachen mit Helma Karohl (Commercial Director bei Athlon) zum Thema „Grüne Mobilität“ Überall denken Verantwortliche in der Mobili­ tätsbranche, auch bei den Leasinganbietern, über neue und vor allem ökologischere Formen der Mobilität nach, mit Verkehrsträger über­ greifenden Lösungen. NewFleet: Athlon ist einer der führenden Anbieter von Mobilitätslösungen für Unternehmen in Europa. Den Gedanken der Mobilität erfassen Sie ganzheitlich, also gesellschaftlich und wirtschaftlich. Bedeutet das nicht automatisch, auf den Zug der „grünen Mobilität“ aufzuspringen? Helma Karohl: Bei der ganzheitlichen Betrach­ tung gehört selbstverständlich der Umweltschutz dazu, worauf wir mit nachhaltigen Leasingkon­ zepten reagieren. Wir müssen nicht erst auf den Zug der „grünen Mobilität“ aufspringen, weil wir schon längst darauf sind. Athlon ist z.B. einer der ersten Fuhrparkspezialisten, der Elektroau­ tos mit ins Portfolio aufgenommen hat. Durch unsere langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen wir über umfassendes Know-how und viele Kooperationspartner. So können wir unse­ ren Kunden garantieren, dass sie eine 360-GradBeratung bezüglich ihres E-Fuhrparks erhalten, von Fahrzeugwahl und Fuhrparkverwaltung, über Ladeinfrastruktur, Reparatur und Wartung der Ladeinfrastruktur bis hin zu dem Bezug von zertifiziert grünem Strom.

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Mit Dieselgate gewinnt seit das Thema „Grüne Mobilität“ im Segment Fuhrparks an Bedeutung. Welche Auswirkungen haben die Nachrichten über die Dieselproblematik auf Sie? Das „National Forum Diesel“ ist noch nicht lange her und die Entwicklungen in diesem heiklen Bereich sind derzeit auch noch nicht absehbar. Wir als Leasing-Unternehmen behal­ ten aber selbstverständlich diese Thematik stets im Blick, sodass wir auf mögliche Entscheidun­ gen und Entwicklungen flexibel, schnell und angemessen reagieren können. Bis dato spricht Athlon von Mobilitätslösungen mit Leasing, Fuhrparkmanagement, Car Rent und Car Sale. Würde es sich nicht gut machen, auch „Grüne Mobilität“ als Dienstleistung für Ihre Kunden anzubieten bzw. zu bewerben? „Grüne Mobilität“ ist für uns ein sehr wichtiges Thema. Aus diesem Grund bieten wir in diesem Bereich zum Beispiel die Elektromobilität an. Aber auch Konzepte wie Kraftstoffreporting, My Benefit Kit oder Bonus Malus gehören in diesem Bereich zu unserem Portfolio. Hier wer­ den Kunden beispielsweise für jedes eingespar­ te Gramm CO2 mit Fahrzeugextras belohnt. Noch sind die meisten Geschäftswagen in Firmenfuhrparks mit fossilen Verbrennungsmo-

toren ausgestattet. Sie sorgen nach Kritikermeinung für giftige Luft in den Städten. Sind Hybrid-Fahrzeuge und evtl. reine batterieelektrisch betriebene Automobile aus Ihrer Sicht schon reif für Fuhrparks? Athlon bietet seinen Kunden schon seit Jahren die Möglichkeit an, Hybrid- und Elektrofahr­ zeuge zu beziehen. Wenn diese Fahrzeuge ihren Leistungen entsprechend richtig einge­ setzt werden, sind sie auf jeden Fall eine Berei­ cherung für den Fuhrpark. Die Verunsicherung betreffend die Wahl der geeigneten Motorisierung für Firmenfahrzeuge wächst auch bei Flottenkunden. Spüren Sie bereits Reaktionen Ihrer Kunden und was? Wir nehmen eine leichte Verunsicherung bei unseren Kunden wahr. Allerdings sorgen unsere nachhaltige Beratung und individuellen Mobi­ litätslösungen sowie unsere innovativen Service­ konzepte dafür, dass diese nicht lange anhält. Als vertrauensvoller Partner garantieren wir auch Flottenkunden, die für sie individuell beste Lösung zu finden. Die Grünen wollen ab 2030 keine neuen Verbrennungsmotoren zulassen. Norwegen hat sich auf das Jahr 2025 festgelegt, Holland denkt über 2028 nach, Frankreich und Großbritannien

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Interview

Online-Info www.athlon.com/de

(3)

Neues Headquarter: am Düsseldorfer Seestern.

streben das Jahr 2040 für ein Verbrennerverbot an. Wie wird das Thema bei Ihnen diskutiert? Wir sind sehr flexibel aufgestellt und führen, wie bereits erwähnt, schon seit Jahren Elektro­ fahrzeuge in unserem Portfolio. Wenn ein sol­ ches Verbot auch in Deutschland kommen wird, ist Athlon schon heute sehr gut aufgestellt. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Hindernisse auf dem Weg zur grünen Mobilität, sprich, Fahrzeugen mit alternativen Antrieben? Sind es die noch zu geringe Reichweite, die zu hohen Kosten, die Infrastruktur in Sachen Lademöglichkeiten? Momentan weisen Elektrofahrzeuge noch höhere Anschaffungskosten auf als andere Fahrzeuge. Allerdings ist gerade jetzt viel Bewe­ gung im Markt, die Diskussion um Verbrenner nimmt auch in der Öffentlichkeit sichtbar an Fahrt auf. Ansonsten liegen die Hindernisse weniger an der Infrastruktur oder der Reichwei­ te, sondern viel mehr am richtigen Einsatz der Fahrzeuge. Hier hilft Athlon gerne und berät die Fuhrparkmanager. Es gibt eine Reihe zunehmend interessanter Aspekte rund um die Grüne Mobilität, denken wir an Corporate Carsharing oder neuerdings auch ans Fahrrad. Etliche Leasingunternehmen

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bieten Firmenkunden Diensträder für deren Mitarbeiter als einen Baustein grüner Mobilität an. Kopenhagen gilt weltweit als Vorbild für Grüne Mobilität. Dort fahren mehr als die Hälfte der Bürger/innen mit dem Fahrrad zur Arbeit und innerhalb der Metropole auch zu Kunden. Welche Rolle spielt Corporate Carsharing bei Ihnen und ist ein Leasingmodell Dienstfahrrad für sie eine Option? In unserem Unternehmen haben wir bereits Corporate Carsharing eingeführt und für unse­ re Kunden bieten wir mit unserem Produkt My Benefit Kit neben dem Dienstwagen auch Zugang zu einer Plattform an, über die z.B. Car­ sharing und Fahrräder bezogen werden kön­ nen. Hinter diesem flexiblen Angebot steckt folgendes Prinzip: Wer seinen Dienstwagen sparsamer dimensioniert, kann das verbleiben­ de Budget anders verwenden, etwa für ein Fahr­ rad, das neue Smartphone oder andere Ange­ bote, die die persönliche Motivation steigern.

••• Neues Business-Quartier Seestern

Zu guter Letzt: Wie halten Sie es persönlich mit dem Thema „Grüne Mobilität“? Ich persönlich nutze die Unternehmens-Carpo­ licy von Athlon, in welcher wir bei Nichtaus­ schöpfung des Budgets und Unterschreitung der CO2-Grenze die eingesparte Leasingrate auf unser Bruttogehalt ausgezahlt bekommen und

somit davon profitieren. Als Vielfahrerin habe ich auf diese Weise ein hochwertiges, sicheres Fahr­ zeug. Ich reize dieses jedoch, auch der Umwelt zuliebe, nicht aus. Des Weiteren nutze ich das Auto nur, wenn es unbedingt sein muss. Zudem nehme ich die Flexibilität des Homeoffice wahr, welche jedem Mitarbeiter bei Athlon zusteht. •••

Die Athlon Germany GmbH, Daimler-Tochter und führender Anbieter von gewerblichem Fuhrpark-Leasing und Fuhrpark-Management, wird 2018 eine neue Firmenadresse in der Rheinmetropole Düsseldorf beziehen. Das Unternehmen mietet eine rund 8.500 m2 große Bürofläche im „The Frame“ genannten Gebäude Am Seestern 24. Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 520.000 m2 verteilt auf über 30 Immobilien gehört der Seestern rund um die Brüsseler und Lütticher Straße zu den begehrtesten Bürostand­ orten im Großraum Köln/Düsseldorf/Ruhrgebiet. Beschäftigte, Anwohner und sonstige Nutzer loben insbesondere die erstklassige Infrastruktur, die kurzen Wege und eine enge Verzahnung von Arbeit und Freizeit dieses Business-Quartiers. Der Fuhrparkexperte hat die Fläche elf Jahre mit Verlängerungsoption um weitere vier Jahre angemietet. Mit dem Athlon-Vertragsabschluss ist das durch seine innovative Fassade bekannte „The Frame“ nun voll vermietet.

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Geschäftswagen • Geschäftswagen des Monats

Text RED Fotos Volvo

Innovatives Cockpit, durchwegs intuitiv bedienbar.

Volvo‘s neuer XC60 ist der Hammer. Ein SUV, der auch bei Firmenkunden viele Freunde gewinnen wird.

Dresden: Fertig zur Ausfahrt zu allen deutschen Volvo-Handelsbetrieben.

BESTSELLER IN ZWEITER GENERATION Für den schwedischen Hersteller ist der XC60 besonders wichtig. Das Mitteklasse SUV ist in Deutschland Volvos meist verkauftes Modell. Und so sind denn die Erwartungen an den Nachfolger sehr hoch. Alles in allem kommt der XC60 dem XC90 optisch wie technisch nahe. Von der Seite ist das SUV der Premiumklasse kaum vom bisherigen Modell zu unterscheiden. Ausgewogene und langgestreckte Proportionen, kurze Überhänge an Front und Heck sowie die nach hinten gerückte Fahrgastzelle sind typi­ sche Merkmale des Exterieurs. Der markanten Frontpartie verleihen T-förmige LED-Tagfahr­ leuchten mit dem inzwischen charakteristischen „Thors Hammer“-Motiv und der aufrecht stehen­ de Kühlergrill eine unverwechselbare Optik. Schnörkellos und kraftvoll wirkt auch die Heck­ ansicht, die durch elegante LED-Rückleuchten in markentypischer Gestaltung geprägt wird.

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Rundherum haben die Schweden ein sehr attraktives Fahrzeug kriert. Deshalb wird auch der neue XC60 das beste Pferd im Stall bleiben. 2018 sollen bis zu 17.000 Einheiten verkauft werden, überwiegend an gewerbliche Kunden, so Deutschlandchef Thomas Bauch. Im laufen­ den Jahr macht der „alte“ XC60 noch gute 2/3 der Verkäufe aus. Rückenwind verleihen dürfte dem Neuling nicht nur sein attraktives Äußeres nebst ebenso attraktivem Innenleben, sondern auch die Tatsache, dass die Marke bei der aktu­ elle J.D. Powers Werkstattstudie in Sachen Kundenzufriedenheit auf Platz 1 vor den deutschen Premiumanbietern gelandet ist. Seit 2008 wur­ den in Deutschland mehr als 90.000 Einheiten verkauft, 2016 waren es allein 14.525. Interieur-Design. Generation 2 des XC60 ent­ steht wie die gesamte 90er Familie auf Basis der skalierbaren Produkt-Architektur SPA (Scalable Product Architecture). Der Innenraum des 5-Türers mit fünf komfortablen Sitzplätzen ist hell, freundlich und strahlt Wohlfühlatmosphä­ re aus. Die Materialien sind aufeinander abge­ stimmt und sorgfältig verarbeitet. Eine interes­ sante Alternative zu Alu und Carbon ist das längsmaserige Treibholz. Der tablet-artige und

hochformatig angeordnete Touchscreen bildet das Herzstück des Sensus Bedien- und Infotain­ ment-Systems. In Kombination mit einer digi­ talen Instrumentenanzeige und Head-up-Dis­ play ergibt sich eine intuitive und individuell einstellbare Benutzerschnittstelle. Über „Apple CarPlay“ und „Android Auto“ lassen sich Fea­ tures und Services, die man vom Smartphone und Tablet kennt, im Fahrzeug nutzen. Übri­ ••• Unsere Meinung Volvo hat nach fast neun Jahren Bauzeit die zweite Generation des XC60 in den Markt gebracht. Das Mittelklasse-SUV, dynamischer, eleganter und innovativer als der Vorgänger, nimmt optisch und technisch Anleihen vom XC90. Der „Arbeitsplatz“ ist von vielen Bedienknöpfen des vormaligen XC60 auf der Mittelkonsole befreit worden. Im wichtigsten Modell der Schweden auf dem deutschen Markt sind dieselben hochkomfortablen und langstreckentauglichen Sitze verbaut wie im XC90. Der Wagen bietet ungemein viel aktive Sicherheit und teilautonomes Fahren. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Geschäftswagen, wobei wir noch den D4 empfehlen, aber gerne auch den T8, den es seit einigen Tagen ebenfalls gibt.

Der Mobilitätsmanager 09.2017


Volvo XC60

Online-Info www.volvocars.de

Das Design des neuen XC60 ist stimmig, das Interieur bietet Wohlfühlambiente und viel Platz.

gens: Beim Infotainment ist der XC60 Vorreiter in Bezug auf die neuen Grafiken. Die werden mit dem nächsten Update beim Service im Handels­ betrieb auch in die anderen neuen Modelle aufgespielt. Auffallend: Die Menge an Bedienknöp­ fen auf der Mittelkonsole des Vorgängers ist verschwunden. Gut so. Wie sitzt es sich? Die serienmäßigen Kom­ fortsitze sind dem XC90 entnommen, dement­ sprechend vielfahrer- bzw. langstreckentaug­ lich sind sie auch. Versehen mit elektrischer Höhen- und Neigungseinstellung vorn bieten sie ausgezeichneten Komfort. Auch nicht unwichtig: Kopf- und Beinfreiheit sind perfekt. Sicherheit. Ab 2020 soll niemand mehr in einem neuen Volvo bei einem Unfall getötet oder schwer verletzt werden. Und deshalb setzt der Wagen mit Innovationen auf den Gebieten der aktiven, passiven und präventiven Sicherheit Maßstäbe. So verfügt das City Safety Notbrems­ system mit Fahrzeug-, Motorrad-, Fußgänger-, Fahrradfahrer- und Wildtier-Erkennung über eine neue Lenkunterstützung. Die Gefahr einer Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen senkt die Oncoming Lane Mitigation, die erkennt, wenn der Wagen die Fahrbahnmarkie­ rung überfährt und auf die Spur eines entge­ genkommenden Fahrzeugs steuert. Dann greift

das System ein und steuert das Auto durch einen automatischen Lenkeingriff zurück in die richtige Spur. Optional ist u.a. das Pilot Assist System, das teilautonomes Fahren bei Geschwindigkeiten bis 130 km/h ermöglicht – ohne dass ein anderes Fahrzeug vorausfährt. Motoren und Getriebe. Die Kunden haben die Wahl unter zwei Benzin-Direkteinspritzern, zwei effizienten Turbodieseln und einem fort­ schrittlichen Plug-in-Hybridantrieb im XC60 T8 Twin Engine AWD. Das Highlight der Antriebspalette bringt eine Systemleistung von 300 kW (407 PS). Diese Antriebskombination ermöglicht auch rein elektrisches Fahren bis zu 45 km Reichweite. Die 2,1 l Verbrauch lassen wir mal so stehen; Mit dem Hybriden machen gewerbliche Kunden am wenigsten falsch.   Fahrwerk. Die Grundlage für ein komfortables und kultiviertes Fahrerlebnis liefert das kom­ plett neu entwickelte Fahrwerk. Optional ist eine adaptive Luftfederung in Verbindung mit der aktiven Four-C-Fahrwerkstechnik; beim T8 Twin Engine AWD zählt es in den Ausstattungs­ linien Momentum und Inscription zur Serien­ ausstattung. Die Niveauregulierungsautomatik der Luftfederung sorgt unabhängig von der Anzahl der Passagiere oder vom Beladungszu­ stand für ein gleichbleibendes Niveau an Bo-

denfreiheit. Höchste Ansprüche an Traktion und Fahrstabilität erfüllt der permanente All­ radantrieb. Ausstattung. Der Neuling wird in den Aus­ stattungslinien Momentum, R-Design und Inscription angeboten und fährt bereits in der Einstiegsversion Momentum mit zahlreichen Sicherheits- und Komfortfeatures vor. An Bord sind in der Einstiegsversion auch das Infotain­ ment-System Sensus Connect mit BluetoothFreisprecheinrichtung samt Audio-Streaming, Sprachsteuerung und Internetzugang sowie das Audiosystem High Performance Sound. Die Bedienung erfolgt über den 9“-Touchscreen im Zentrum der Mittelkonsole. Ebenfalls im Seri­ enumfang: Zwei-Zonen-Klimaautomatik und CleanZone Luftqualitätssystem. Für hohen Fahr- und Bedienkomfort sorgen zudem Berg­ anfahrassistent, Bergabfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Einparkhilfe hinten usw..   Wie fährt er sich? Wir meinen, sehr gut. Im Komfort-Modus, den wir bevorzugen, spürt man Fahrbahnunebenheiten so gut wie gar nicht. Im Dynamik-Modus, den man eigentlich nicht braucht, kommt es selbst bei flott gefah­ renen Kurven kaum zu Wankneigungen. Ins­ gesamt fährt sich der neue XC60 überaus ent­ spannt. •••

••• Technische Daten und Betriebskosten Volvo XC60

D4 AWD Momentum

D5 AWD

T8 Twin Engine AWD R-Design

Motor I Hubraum (cm3)

R4 I 1.969

R4 I 1.969

R4 I 1.969

Leistung (kW/ PS) bei min −1

140/190 bei 4.250

173/235 bei 4.000

235/320 bei 5.700

65/87 bei 7.000

Drehmoment (Nm) bei

min −1

300 bei 1.750 - 2.500

480 bei 1.750 – 2.250

400 bei 2.200 – 5.400

240 bei 0 – 3.000

Verbrauch/100 km (l) I CO2 (g/km) 1)

5,1 (D) I 114

5,5 (D) I 139

2,1 (S)

17,8 kWh/100 km

Beschleunigung (s) 2) I V.max (km/h)

8,4 I 205

7,2 I 220

5,3 I 230

L x B x H (mm) 3)

4.688 x 2.117 x 1.658

4.688 x 2.117 x 1.658

4.688 x 2.117 x 1.658

Kofferrauminhalt (l) I Zuladung (kg)

505 – 1.432 I 529

505 – 1.432 I 530

505 – 1.432 I 526

Netto-Preis (€) Basis

40.378,15

44.201,68

58.319,33

Betriebskosten (Cent/km)

52,5 (36 Mon., 40.000 km)

km)

52,0 (36 Mon., 40.000 km)

81,6 (60 Mon., 20.000 km) 90,9 (60 Mon., 20.000 km)

80,0 (60 Mon., 20.000 km)

Versicherung HP / TK / VK

19 / 22 / 18

18 / 20 / 25

1) nach

NEFZ / EU6

www.dmm.travel

2) von

0 auf 100 km/h

3) Breite

inkl. Spiegel 

60,5 (36 Mon., 40.000 19 / 22 / 18

Elektromotor

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