Mai 2018 | Nr. 115 | 3,50 Euro
Passauer freie Presse
Naturparadies Freiheit für Flüsse Naturzerstörung Frust in Freinberg
Foto: Tobias Köhler
Kulturdrama Festspiele im Vergleich
Maurice und die Medien
Die Tragödie
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LOKALES STADT UND LAND
So 22.7. SEILER UND SPEER und weida? Mo 23.7. GÜNTER GRÜNWALD Deppenmagnet Di 24.7. SÜDEN - SCHMIDBAUER • POLLINA • KÄLBERER Ritorniamo! Do samma wieda!
Mi 25.7. RINGLSTETTER & BAND (Support: Pam Pam Ida) Fürcht Euch nicht Tour 2018
Do Fr Sa Sa So
26.7. HELMUT SCHLEICH Kauf, du Sau! 27.7. SCHANDMAUL Leuchtfeuer 2018 28.7. WILLY ASTOR Kindischer Ozean (15 Uhr) 28.7. WILLY ASTOR Best of 29.7. TOCOTRONIC Die Unendlichkeit Live
TICKETS SIND ERHÄLTLICH ÜBER DEN TICKETSERVICE DER PNP UND PAWO, BEI OPTIK SOMMER, IM CAFÉ HORNSTEINER, BEI BÜCHER PUSTET, ÜBER WWW.RESERVIX.DE, UND AN ALLEN BEKANNTEN CTS-VVK-STELLEN UND UNTER WWW.EVENTIM.DE • VERANSTALTER: EULENSPIEGEL CONCERTS, TILL HOFMANN - WWW.EULENSPIEGEL-PASSAU.DE
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„Grenzkontrollen“ beenden!
Flüchtlingsbüro aufgelöst
Zur „Abwehr von Terrorgefahr“ sollen die Einreisekontrollen an der A3 verlängert werden. Der Passauer Jurist und Kreisrat Toni Schuberl fordert in einem Brief an EU-Präsident Juncker deren Abbruch. Denn Bundesregierung und BKA müssen passen, wenn sie nach konkreten Erfolgen dieser „ Terrorabwehr“ befragt werden. Staus und Schleichverkehr belasten die Grenzregion und sorgen für Unfälle.
Nach mehr als drei Jahren kann die Stadt Passau ihr Betreuungsbüro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auflösen. Zur Hochzeit beschäftigte es bis zu 26 Mitarbeiter. 2015 waren 1.800 junge Migranten in Obhut genommen worden, seit Ende 2016 sank die Zahl auf durchschnittlich drei pro Monat. Die Stadt betreut aktuell dauerhaft 23 Klienten, in den Vorjahren waren es fast viermal so viele.
VERKEHR
Kreisverkehr am Fernsehturm
Kameras gegen Kriminalität?
Der Verkehr aus dem zunehmend bebauten Uni- und Klinikviertel kann im Westen nur bergwärts Richtung Neuburger Straße abfließen. An der Kreuzung „Leonhard-Paminger-Straße“ beim Fernsehturm soll künftig ein Kreisverkehr für zügigeren Abfluss sorgen. Als einziger Stadtrat stimmte FDP-Mann Dittlmann dagegen: Die Probleme würden nicht gelöst, sondern verlagert und verschärft.
Knapp 400.000 Euro will die Stadt in die Hand nehmen, um die gefühlte Sicherheit zu erhöhen: Videoüberwachung im Park der Neuen Mitte (Kl. Exerzierplatz, Wochenmarkt, Oide Dult), Beleuchtung der Innpromenade zwischen Karolinenplatz und Uni-Bibliothek, Aufenthaltsraum für Sicherheitskräfte. Das Für und Wider, Datenschutz und Grundrechte werden in den Fraktionen ausführlich diskutiert.
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POLITIK
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Gedenken an Dr. Max Stadler
Verlieren wir Bischof Oster?
Mit einem Festakt im Großen Rathaussaal wird zu seinem fünften Todestag der Passauer Bundestagspolitiker Dr. Max Stadler geehrt. Er galt als Vorzeigepolitiker für bürgernahe, liberale Politik. „In der Sache fest, in der Art verbindlich“, war sein Leitspruch. Jurist Stadler kam 1994 in den Bundestag, war ab 2009 Justizstaatsekretär und erlag mit 64 Jahren am 12. Mai 2013 einem Sekundentod am Golfplatz.
Der Bayerische Rundfunk beruft sich auf schwäbische Kirchenkreise: Der Passauer Bischof Stefan Oster, 53 Jahre alt, gilt als einer der Favoriten für die Bischofsnachfolge in Augsburg. Im nächsten Jahr wird dort der 75-jährige Amtsinhaber seinen Rücktritt anbieten. Oster, seit 2014 in Passau, ist in Augsburg zum Priester geweiht worden, hat dort als Kaplan und im Bistum als Theologie-Professor gewirkt.
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Bürgerblick
Fotos: Stadt Passau, Tobias Köhler
Mi 11.7. WM HALBFINALE Do 12.7. MICHAEL MITTERMEIER LUCKY PUNCH Fr 13.7. SIEGFRIED Götterschweiss und Heldenblut Sa 14.7. DER NINO AUS WIEN VIENNA VIENNA So 15.7. WM FINALE Mo 16.7. GRANADA Baff Tour (Support: Bärenheld) Di 17.7. BENEFIZ KINDERSCHUTZBUND Mi 18.7. EULENSPIEGEL POETRY SLAM VOL. 4 Do 19.7. STEPHAN ZINNER RELATIV SIMPEL Fr 20.7. ALFRED DORFER UND ... / KUNSTNACHT Sa 21.7. CLAUDIA KORECK Holodeck
Politik Lokales
PNP sorgt für Panik
Großalarm wegen Saugnapfpistole
Wie die Stadt schöner gestalten?
Plaudern statt polarisieren Kaffeeklatsch am Kapuzinerplatz Von links: Andreas Rother (SPD), Boris Burkert (Grüne), Holm Putzke (CSU), Hubert Jakob Denk (Bürgerblick), Johann Baumann und Rudolf Ramelsberger (Investorenvertreter Innstadtbrauereiviertel).
Grünanlage statt Parkplätze Unter der hellgrünen Sommerlinde (Bildmitte) sollen die parkenden Autos verschwinden, stattdessen die Anbindung der Wallfahrtstreppe zur Stadt verschönert werden.
E
Devise. Klingt gut: Neuer Raum für Fußgänger, Radfahrer und Grün.
Passau um den richtigen Weg in die Zukunft ringt. Der individuellen Mobilität dienen oder einer Stadt mit neuen Wohlfühlräumen? KURZPARKZONE BLOCKIERT FUSSGÄNGERROUTE
Der Kapuzinerplatz habe keine Aufenthaltsqualität, meint vor allem Grünen-Stadtrat Stephan Bauer. Stimmt bedingt. Zwei alte Linden prägen sein Gesicht, hübsche, alte Häuser umgeben ihn, das renovierte Zugangsportal zur Wallfahrtsstiege lockt Gläubige und Touristen an. Auf einer gepflasterten Hochterrasse hat sich ein Café mit Domblick angesiedelt. Die Stadtgärtner haben unter der größeren Winterlinde Rasen angesät und Märzenbecher gepflanzt, der Bauherr auf seiner Terrasse blühende Magnolien. Der Verkehr, der hier durch eine abknickende Vorfahrt gebremst wird, ist nicht lauter als am Kirchenplatz. Eine neue Querungshilfe am Neutorgraben und der alte Zebrastreifen Richtung Schmiedgasse unterstützen die Fußgänger, 16
die Kurzparkzone jedoch behindert ihre Route. Der Bürgerblick-Herausgeber hatte Parteien und Investoren auf die Kaffeehausterrasse am Kapuzinerplatz eingeladen. Um die Interessen auszuloten, die Beteiligten ins Gespräch zu bringen. Die Antragsteller selbst, Mangold und Synek, hatten sich entschuldigt. „Mir geht es allein um den Erhalt der Anwohnerparkplätze“, stellte SPD-Stadtrat Andreas Rother klar. Ansonsten sei er als Neustifter in dieser Angelegenheit emotionslos. Einigkeit herrschte zwischen Grünen-Politiker Boris Burkert und CSU-Vertreter Holm Putzke: auf keinen Fall neue Autostellplätze am Innufer ausweisen! Er sei den Grünen näher als man glaubt, verblüffte CSU-Mitglied Rudolf Ramelsberger, ein Vertreter der Investoren, die Runde. Er belegte es mit Visionen, die sein Arbeitgeber, Baulöwe Michael Kapfinger, hegt. „Die Autos müssen oben verschwinden“, wenigstens der ruhende Verkehr, lautet ihre
ANWOHNERSTELLPLÄTZE INS PARKHAUS VERLAGERN
Fotos: Stefan Schopf, Tobias Köhler / Grafik: Kurt Meyer
s hatten sich Fronten gebildet, denn es gibt verschiedene Interessen. Wie soll der verkehrsumtoste Kapuzinerplatz, Nahtstelle zwischen der historischen Innstadt und dem neuen Quartier auf dem ehemaligen Innstadtbrauereigelände, künftig gestaltet werden? Neuer Raum für Fußgänger und Stadtgärtner? Hübsches Pflaster statt grauer Asphalt? Ausgerechnet die Ökoparteien, Grüne und ÖDP, hatten sich entschlossen, die „grüne“ Neugestaltung zu verhindern. Sie wollten mit ihrem Antrag, der auf den ersten Blick kurios erschien, Schlimmeres verhindern. Denn die Stadtverwaltung hatte geplant, Autostellplätze, die am Kapuzinerplatz verloren gehen, ans Innufer zu verlagern. Da bleibt besser alles beim Alten und die Natur am Fluss unangetastet, so der Riegel, den Urban Mangold (ÖDP) und Karl Synek (Grüne) mit ihrem Antrag vorschieben wollten. Der Kapuzinerplatz kann als Exempel dafür gesehen werden, wie
Der Journalist unterstellte, die Investoren wollten nur verdienen, ihre Parkhäuser gefüllt sehen. Bekanntlich gibt es dort ausreichend Kapazitäten. Doch sie meinen es offenbar aufrichtig: Die Stadt könne jederzeit als Co-Investor selbst daran mitwirken, Anwohnerstellplätze ins neue Parkhaus oder in die geplante Tiefgarage unter dem Paradiesgarten zu verlagern. „Man kann mit uns über alles reden“, meinte Ramelsberger Richtung Rother, dem Vertreter der Rathausregierung. PARADIESGARTEN WIRD NICHT BEBAUT
Einige Anwohner und Geschäftsleute der Umgebung sind bereits Dauermieter (65 Euro im Monat) im Parkhaus an der Kapuzinerstraße geworden. Als bequeme Kurparkzone (1 Euro die Stunde) haben es abends Kneipen- und Theaterbesu-
cher entdeckt. Ramelsberger, der grüne CSU-Mann, zieht eine Skizze aus der Tasche, ein Plan, der nicht spruchreif ist, aber untermauert, was der Investor unter neuer städtischer Lebensqualität versteht. Er will einen autofreien „Grünzug“, wie er es nennt, für Fußgänger und Radfahrer parallel zum Durchgangsverkehr schaffen. Von der Löwengrube über vorhandene Innenhöfe der stillgelegten Brauerei bis hin zum Paradiesgarten, wo derzeit die Archäologen graben. Der Paradiesgarten, der zuletzt als unbefestigter Parkplatz diente, soll nicht bebaut werden, sondern neu gestaltet seinem Namen wieder gerecht werden. Die lockere Kaffeerunde brachte neue Erkenntnisse. Das Rathaus verkündete kurz darauf, dass der Kapuzinerplatz wie geplant autofrei „aufgehübscht“ werde, die Ersatzstellflächen am Innufer vom Tisch seien. Stattdessen stellten die Stadtwerke Ausweichflächen am Neutorgraben. Konflikt gelöst. Es wurde einstimmig so beschlossen. 17
Das rote Nachrichtenlaufband im Netz der „Passauer Neue Presse“ schreckte die Bürger auf: „Eilmeldung! - Großeinsatz in Passau: Person mit Waffe gemeldet“. Hätte der Online-Redakteur ein paar Minuten abgewartet, sich vor dem Schnellschuss nach der tatsächlichen Lage erkundigt, er hätte keine unnötige Panik verbreitet, der Polizei und sich erspart, eine Entwarnung folgen zu lassen: keine Feststellungen, kein Ereignis. Der übereilige PNP-Alarm hatte letztendlich die Polizei überhaupt erst zur Pressemitteilung gezwungen. Was war passiert? Eine besorgte Bürgerin hatte gemeldet, sie haben auf der Straße einen jungen Mann gesehen, der etwas bei sich trage, was wie eine gefährliche Waffe aussehe. Bei der ersten Kontrollfahrt der Polizei ist der beschriebene Bursche nicht angetroffen worden, weitere Erhebungen forschten ihn aus: ein 16-Jähriger, der eine schwarze Spielzeugpistole bei sich hatte, die Saugnapfpfeile abschießen kann. Nicht verboten, frei im Handel erhältlich. Wegen des Wirbels wurde die „Anscheinswaffe“ beschlagnahmt. Schon das erste Wort der Eilmeldung war übertrieben: „Großeinsatz“. Es waren drei Fahrzeuge ausgerückt, sechs Zivil- und Streifenpolizisten. Kein Notarzt, keine Feuerwehr. Mai 2018
Bürgerblick
Lokales Dackelmuseum
Geburtstagsausflügler aus Österreich Mit ihren Enkeln, Dackelbesitzer Nici und Geburtstagskind Sophie, beide 14, ist die 75-jährige Marianne Plettenbacher aus Steyr mit dem Zug angereist.
Seine Dackelschau polarisiert: Museumsgründer Josef Küblbeck.
Fotos: Tobias Köhler
Mit Liebe zum Detail
Selfie mit Golddackeln Für Michael N‘Guessan, 25, Wirtschaftsstudent von der Elfenbeinküste, ist diese Schau eine exotische Erfahrung.
Kreuzfahrttouristen aus den USA Beim Landgang lassen sich diese beiden Bostoner, Stadtplaner Lee Pouliot, 32, und Frauenarzt Nathan Macedo, 29, von bayerischer Dackelliebe anstecken.
Die Welt wundert und amüsiert sich
Dem Dackel ein Denkmal gesetzt
A
n diesem sonnigen Samstag funkelt der Riesendackel vor der Eingangstreppe noch goldiger. Touristen aus aller Welt, die, ausgespuckt von Kreuzfahrtschiffen, zum Stephansdom ziehen, bleiben vor dem Eckhaus am Residenzplatz entzückt stehen und schießen Erinnerungsfotos. Der Inhaber im grasgrünen Gewand, Josef
Küblbeck, tritt auf Wunsch der Promijäger bereitwillig vor die Tür. Im Fernsehen, im Radio, im Netz - überall wird das Dackelmuseum am Residenzplatz als kuriose Weltneuheit angepriesen. Ein Selbstläufer. Die Betreiber mussten kaum selbst die Werbetrommel rühren. „Ein meditatives Erlebnis“, lobt ein Kurgast die Schau. Beleuchete 22
Vitrinen im schwarzen Gewölbe, 2.000 Dackelexponate, klassische Klaviermusik. Ob der Ruhm verdient oder unverdient ist, ob Kitsch oder Kunst, darüber streiten sich die Gemüter. Die erhabene Dreiflüssestadt unfreiwillig erhoben zur Dackelmetropole - ihr Reichtum an Pracht und Kultur wird es verkraften.
Droht der Untergang der Stadt Passau, wenn eilige Touristen sich ernsthaft die Frage stellen: Dackelmuseum oder Stephansdom? Dass Dackelfreunde tatsächlich nur wegen dieser Schau in die Stadt kommen, lässt sich kaum leugnen. An einem Wochenende haben wir Stichproben gemacht (siehe Fotos): Es kommen Besucher aus aller Welt, zehn bis fünfzehn pro Stunde. Die Schau ist täglich bis auf freitags geöffnet von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, weitere 5 Euro die Broschüre, Kinder und Dackel sind frei. Die Kasse klingelt. „Wer so viel Liebe ins Detail steckt, dem kann man nicht böse sein“, sagt eine Passauer Bürgerin, die mit der mit der Kassenfrau über die Anfeindungen diskutiert. „Wer auf der hohen Bühne steht, der muss auch Kritik aushalten“, sagt Küblbeck selbstbewusst Er kenne das seit 25 Jahren. Für ihn gibt es keinen Zweifel: „Dackel sind die besseren Menschen.“ Treuherzig, ehrlich und anspruchslos.
Dackelfreunde aus Belgien Olaf Hermann, 51, mit Ehefrau Saskia, 47, und Sohn Arnand, 17, gab auf der Rückreise vom Kroatienurlaub Gas, damit sie die Öffnungszeiten nicht verpassten. 23
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Bürgerblick
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2018
Jedes Wochenende von 10. Mai bis 14. Oktober.
Fahrplan 2018 Fahrkarten im Zug. Passau Hbf
Nebensaison
10. Mai bis 22. Juli sowie 15. September bis 14. Oktober jeden Samstag und Sonntag sowie an allen Feiertagen*
Hauptsaison
28. Juli bis 9. September (bay. Schulferien) jeden Samstag und Sonntag auch 15. August (Mariä Himmelfahrt)
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Zusätzlicher Bedarfshalt: Neuhausmühle (zwischen Fürsteneck und Röhrnbach).
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Passau Hbf an
www.ilztalbahn.eu 0 8 5 8 1 /24 9 8 9 7 1 3 6
Erst in unserem letzten Briefwechsel hast Du die Bildunterschrift in der PNP zur neuen bayerischen Landwirtschaftsministerin kritisiert: „Agrarministerin Michaela Kaniber zieht im Landtag die Blicke mancher Männer auf sich.“ Das kann man durchaus für sexistisch oder einfach nur für peinlich und daneben halten. Jetzt wurde seitens der PNP ein journalistischer Gutmach-Versuch unternommen und Frau Kaniber von ihrer Position als parlamentarisches Pin-up-Girl zu ihrer von Natur her angestammten Mutterrolle befördert. „Sie hätte so gerne ein viertes Kind“, steht in der Überschrift im Bayernteil der Heimatzeitung vom 21. April. Leider ohne Ausrufezeichen – das hätte die Verzweiflung und den Schmerz der
31. Mai (Fronleichnam) 15. August (Mariä Himmelfahrt) 3. Oktober (Tag der dt. Einheit) Historischer Verkehr am 23./24. Juni sowie am 13./14. Oktober. Die Ilztalbahn wird ehrenamtlich betrieben.
dreifachen Mutter und Blicke-auf-sich-Zieherin noch drastischer ausgedrückt. Es war übrigens eine weibliche Redakteurin, die dafür verantwortlich zeichnet, dass sich (wohl nicht nur männliche) CSU-Wähler und Bischof-Oster-Fans denken: „Dann soll’s halt daheim bleiben, die Duschn, und nicht den Männern ihre Ministerämter wegnehmen.“ Ich bin schon gespannt auf die nächste PNP-Überschrift. Vielleicht so etwas wie: „Ministerin Kaniber bald zu alt für viertes Kind? Mutterkreuz in Gefahr!“ Bischof Oster hat übrigens mit ein paar Exzellenz-Kollegen einen Brief an den lieben Gott (den richtigen, den katholischen) geschrieben und ihn eindringlich und mit Fristsetzung auf-
gefordert, Feuer und Schwefel auf die deutsche Bischofskonferenz herabregnen und außerdem jeden Lutheraner, der die Hand nach einer Hostie ausstreckt, vom Blitz erschlagen zu lassen. Sollte seine Dreifaltigkeit dieser Forderung nicht umgehend nachkommen, sähe man sich gezwungen, zeitnah die Inquisition, die Bartholomäusnacht und (als Zeichen von Großmut und Gnade) den Ablasshandel wieder einzuführen. Hilfsweise könnten in einem ersten Schritt Protestanten in überwiegend katholischen Regionen verpflichtet werden, eine Binde mit einem aufgestickten „P“ gut sichtbar am Oberarm zu tragen.
Deine Kathi
Angezählt und aufgedackelt
x Bedarfshalt, bitte beim Zugpersonal melden. Zum Einstieg bitte gut sichtbar am Bahnsteig warten.
Fürsteneck
Waldkirchen an
Lieber Tölpel!
Passauer Tölpel
Liebe Kathi!
Wie dieser Bischof tickt, war doch von Anfang an klar. Also uns und allen sonstigen in der Aufklärung Angekommenen. Aber mit dem Thema bin ich ohnehin durch. Ich weiß auch nicht, wen ich schräger finde: einen Bischof, der halt so ist, wie er ist oder Menschen, die ein Problem damit haben, dass sie nicht gemeinsam zur Kommunion gehen können. Ich finde es viel spannender, dass nach Jahren blinder Begeisterung sogar die PNP umgefallen ist und sich mit Befremden über den Passauer Bischof geäußert hat, beziehungsweise äußern musste, um nicht den Leserzorn auf sich zu ziehen. Aber FrömmelFreak Birkenseer ist ja sehr flexibel in seiner Meinungsbildung und -äußerung. Eine noch kürzere Messias-Amtszeit als Oster hatte wohl der bis vor kurzem nahezu vergötterte EW-Intendant Bauer. (Beim Ver-
fassen dieser Zeilen war er zumindest noch Intendant.) So viel Lob (und Vorschusslorbeeren) in so kurzer Zeit hat man selten gelesen. Irgendwie ist man jetzt aber pleite, Frau Weber ist irgendwie sauer und weiß auch gar nicht mehr so genau, ob Herr Bauer wirklich „so toll“ ist und schuld sind aber, wie immer, die anderen – also vice versa. Eine ganz andere Frage würde ich gerne noch stellen. Was wird eigentlich aus der Konzerthausgeschichte, wenn – ich trau es mich gar nicht zu schreiben – die EW tatsächlich irgendwann pleite sein könnten? Ich fordere im Übrigen die Stadt Passau auf, ab sofort sämtliche Marketing- und Tourismusförderungsmaßnahmen einzustellen und als Ersatz hierfür ausschließlich Presseerklärungen von Konservengeneral Greipl sowie den Betreibern des Dackelmuseums zu vertei25
len. Edel-Altstadt-Bewohner Greipl schafft es als kauzig-skurriler Kleinstadt-Grantler immerhin regelmäßig in die Süddeutsche, die Residenzplatz-Dackel aus dem Stand in die New York Times. Wenn Du jetzt noch ein Video auf Youtube stellst, wo der Greipl „Wann ich mit meinem Dackel zur Liesl ummi wackel“ singt, dann kannst Du die Lände für die Kreuzfahrtschiffe bis zum Kachlet erweitern.
Dein Tölpel Zum Autor Karl-Heinz Hasenöhrl ist Verfasser und Betreiber des Blogs „Wahlinfo-Passau“.
www.wahlinfo-passau.de April 2018
Bürgerblick
Reise
Leben mit dem Wasser
Nach der Flut vor fünf Jahren riefen die Passauer nach „Retensionsflächen“. Wenn Flüsse sich ausbreiten können, schwächt es ihre Hochwasserwellen ab. In Kroatien haben sie der Save nach der Flutkatastrophe 1974 die Freiheit zurückgegeben. Die Bauern leben mit dem Wasser und werden belohnt mit dem Reichtum der Tierwelt.
Text: Hubert Jakob Denk Fotos: Ingo Zahlheimer/ Tobias Köhler
D Wo der Fluss seine Freiheit hat
Leben mit dem Wasser 42
Amazonas in Europa Pappeln, Weiden und Eichen ragen aus dem versunkenen Land. Der Fluss darf sich bei Hochwasser auf einer Fläche ausbreiten, die dreimal die Größe des Attersees misst.
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ie unbefestigte, vom Damm abfallende Straße verschwindet im Wasser. Vor einem halb aufschwimmenden Buswartehäuschen liegt ein alter Holzkahn angekettet. Wolken und Weiden spiegeln sich in dem glatten See, der bis zum Horizont reicht. Viele kleine und große grüne Inseln scheinen darin zu schwimmen. Es sind einzelne Baumkronen oder die Kronen ganzer Wälder. Versunkene Auwälder. „Solange hat die Flut noch nie gedauert“, erzählt Marvin, blauer Kapuzenpulli, grüne Latzhose, und lässt sein neues Kunststoffboot neben dem Holzkahn zu Wasser. Jetzt kann der 32-Jährige gleich testen, ob sein alter 5-PS-Motor stark genug ist. Er hat den beiden Naturfotografen aus Passau, Ingo Zahlheimer und Tobias Köhler, angeboten, sie in diese geheimnisvolle, versunkene Landschaft mitzunehmen. Mai 2018
Bürgerblick
Reise
Leben mit dem Wasser
Im Reich der Störche Wohl in keiner anderen Siedlung der Erde versammeln sich Störche so geballt wie in dem kroatischen Dorf Cigoc: 36 Paare wurden im Vorjahr gezählt. Auf fast jedem zweiten Haus findet sich ein Storchennest. Die alten Holzgebäude im typischen Baustil dieser Region stehen unter Denkmalschutz. In Bayern ist jeder Storch eine Sensation: Bayreuth erließ eine polizeiliche Anordnung zum Schutz seines Paares.
Warten auf den Partner Störche bleiben ihrem Horst treu, aber nicht unbedingt ihrem Partner. Das Weibchen legt zwei bis fünf Eier. Klappernd werden Artgenossen begrüßt oder vertrieben.
Marvin stammt aus dem Dorf Cigoc, das einen halben Kilometer hinter dem Damm liegt. Er ist der Freund der Wirtstochter, die mit ihrer Familie die einzige Pension des Ortes führt. Ein zweistöckiges Holzhaus mit Ziegelwalmdach, eine Scheune, ausgebaut zum Restaurant, eine kleine Holzhütte als Ferienappartement, dahinter ein kleiner Campingplatz. Über den Dachgiebel der Pension haben sie ein Stück rutschfeste schwarze Matte gelegt, damit die Krone des Hauses besser hält: ein kunstvoll geflochtenes Storchennest. „Sie werden bald da sein“, kündigt Marvin an. Die Bewohner befänden sich gerade auf der Rückreise von Südafrika. Cigoc an der Save war das erste Dorf in Europa, das die Auszeichnung zum Europäischen Stor44
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Bürgerblick
Veranstaltungen
K U N S T & K U LT U R
05.05. | Samstag
06.05. | Sonntag
07.05. | Montag
11.05. | Freitag
12.05. | Samstag
REDOUTE Lisa Fitz
KLEINER EXERZIERPLATZ Nachmittagskonzert
CAFÉ DUFTLEBEN Jazz im Kaffeehaus Schüler der Musikfachschule Plattling und ihr Lehrer Martin Jungmayer geben Jazzklassiker zum Besten. 19 Uhr | Eintritt frei
ZAUBERBERG Magic Stage Offene Bühne für Musiker und Musikbegeisterte. 20 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS Dramenwettbewerb Unter dem Motto „Schreib´s auf Bairisch!“ haben rund 50 Autoren eigene Texte eingereicht. Schauspieler des Landestheaters lesen an zwei Nachmittagen die Besten vor und eine Jury kürt den Sieger, dem 500 Euro winken. 15:30 Uhr | Eintritt frei
Der Berg ruft Viele dürften es mitbekommen haben: Mit dem „Zauberberg“ hat der Musikförderverein Passau einen neuen, zentralen Veranstaltungsort gescha en. Zahlreiche Spender unterstützten das Projekt mit insgesamt knapp 16.000 Euro, mit denen die Räume am Fuße des Löwenbrauerei-Hügels saniert und lärmgeschützt werden konnten. Die Alte Heimstätte des Vereins – die „Ta-
bakfabrik“ in der Innstadt – war nicht nur mit weiten Fußmärschen verbunden, sondern wegen Lärmschutzes in der Zahl der jährlich erlaubten Konzerte stark limitiert. Nun kann regelmäßig größeren Bands eine Bühne geboten werden. So etwa dem zyprischen Trio „Monsieur Doum-ani“, die ihre traditionelle Musik mit modernem Einschlag am 23. Mai präsentieren. Zum 1. Mai sind die
Schweden von „Bellaroush“ zu Gast. Eintritt sind stets geldbeutelverträgliche sechs Euro, wer will, kann mit einem Unterstützerti- cket für zehn Euro die Konzertgage erhöhen: Die Di erenz geht komplett an die auftreten- den Künstler. Einen zauberhaften Mai wünscht Ihnen, Dominik Kalus
Neues Programm der alteingesessenen Kabarettistin. Gewohnt direkt geht es um Gesellschaft, Politische Korrektheit und die sterbende Diskussionskultur. 20 Uhr | 23 Euro, ermäßigt 15 Euro
06.05. | Sonntag OPERNHAUS Lucrezia Borgia
01.05. | Dienstag
02.05. | Mittwoch
03.05. | Donnerstag
04.05. | Freitag
05.05. | Samstag
ZAUBERBERG Der Berg ruft Konzert zweier funkiger HipHop-Bands: Zweiraumsilke aus Erlangen und den Schweden von Bellaroush (Foto). 20 Uhr | ab 6 Euro
UNIVERSITÄT Diskussion: Fakenews-Panik Renate Schroeder, Direktorin der Europäischen Journalisten-Föderation, und andere Gäste besprechen das problematische Verhältnis zwischen PR und Journalismus vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen. Ort: WiWi Hörsaal 5. 16 Uhr | Eintritt frei
STEPHANSDOM Geistliches Konzert Die Dommusiker bringen die „Messe in D-Dur“ von Antonin Dvořák und zwei Stücke von Felix Alexandre Guilmant (1837–1911) zur Aufführung. 19:30 Uhr | 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
SCHARFRICHTERHAUS Philipp Weber
ZAUBERBERG Metal-Abend Konzert der Bands „Abstractyss“, „Knaat“ und „Mindead“. Anschließend legt „DJ Hacke“ auf. 20 Uhr | 6 Euro
04.05. | Freitag
In seinem Programm „Weber N°5: Ich liebe ihn!“ wehrt sich der fränkische Verbraucherschützer und Lebensmittelkabarettist gegen Manipulation und Marketing. 20 Uhr | 22 Euro, ermäßigt 10 Euro
CAFÉ MUSEUM Daniel Wildner Jazz Session
UNIVERSITÄT Filmreihe Osteuropa Dokumentation über die kontroverse Thematik der Sudetendeutschen. Die Filmautorin Veronika Kupková ist anwesend und stellt sich anschließenden Fragen. Ort: Lounge in der Zentralbibliothek. 16 Uhr | Eintritt frei Der Passauer Gitarrist lädt ein zur Jamsession. Amateur und Profi sind gleichermaßen willkommen! 20:30 Uhr | Eintritt frei
KOHLBRUCK Feuerwerk Wie jedes Jahr zündet die Stadt ein großes Feuerwerk für alle Besucher. 22 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS Sinfoniekonzert
Ein Abend im Zeichen der Romantik: Die Niederbayerische Philharmonie spielt Bedrich Smetana, Franz Schubert und ein Violinkonzert des Skandinaven Jean Sibelius (1865-1957). 19:30 Uhr | ab 8 Euro 58
OPERNHAUS Coleman´s Eleven
REDOUTE Parapluie Mit Akkordeon, Violine und Kontrabass führt das Quartett ein in die musikalische Welt der 1920er und 1930er Jahre. „Im Mostfass nach Berlin“ ist das neunte Programm in über zwanzig Jahren Zusammenspiel. 19:30 Uhr | 15 Euro
Musikdirektor Basil H. E. Coleman lässt das legendäre „Rat Pack“ neu auferstehen: Neben umtriebigem Charme und Wortwitzen gibt es die größten Hits von Frank Sinatra, Dean Martin und Co. zu erleben. 19:30 Uhr | ab 8 Euro
Unter den Platanen im Klostergarten spielt die Blaskapelle „FF Hötzdorf“ auf. Nur bei gutem Wetter! 15 Uhr | Eintritt frei SCHLOSS FREUDENHAIN Akkordeon-Konzert Zusammen mit der Cellistin Lida Limmer präsentiert das Passauer Akkordeon-Orchester unter der Leitung von Gerhard Koschel Werke von Ludwig van Beethoven, Camille Saint-Saëns und Igor Strawinsky. 18 Uhr | 10 Euro
UNIVERSITÄT Vortrag: Die neue Seidenstraße Hermann Kreutzmann, Geographie-Professor aus Berlin, spricht über die symbolträchtige Handelsroute zwischen Europa und Asien und ihre wichtige Rolle in den aktuellen zwischenstaatlichen Beziehungen. Ort: Audimax, Innstraße 31. 19 Uhr | Eintritt frei
11.05. | Freitag OPERNHAUS Antigone
CAFÉ MUSEUM Aaron Brooks
SCHLOSS FREUDENHAIN Makapeo Die Obernzeller Big Band lädt ein zum Maitanz. Das Motto Solokonzert des ehemaligen „Simeon Soul Charger“-Sängers. Aaron Brookes steht für psychedelischen Rock- und Progsound in Perfektion. 20:30 Uhr | Eintritt frei, Spende erbeten
12.05. | Samstag INNPROMENADE Flohmarkt Bei gutem Wetter bis 18 Uhr; Aufbau ab 6:30. 9 Uhr | Eintritt frei
07.05. | Montag REDOUTE Volksmusikkonzert
SCHARFRICHTERHAUS Gankino Circus
Oper von Gaetano Donizetti über die Papsttochter und Femme fatale Lucrezia Borgia (1480-1519). Es geht um Machtpolitik, blutige Intrigen und die Frage nach der Verantwortlichkeit des Einzelnen in einer Welt voll Mord und Verrat. 16 Uhr | ab 8 Euro
Zwiefache, Polka und bayerische Märsche mit den Musikanten von der „Waidler Musi“. 15 Uhr | 5 Euro
Antike Tragödie des Sophokles (496 – 406 v.Chr.). Ein Begräbnis entfacht einen Streit zwischen Menschen, in den die Götter eingreifen. Zum letzten Mal in Passau. 19:30 Uhr | ab 7,50 Euro
Turbulente Volksmusik-Kabarettgruppe aus Franken. 20 Uhr | ab 10 Euro
lautet „Pura Vida“, es winken Karibische Rhythmen und Hits aus Latin- und Weltmusik. 19 Uhr | Eintritt frei, Spende erbeten OBERNZELL Pop-Songs im Chorklang A-Capella-Lieder von Interpreten wie den Wise Guys und den Prinzen mit dem LTO-Chor aus Obernzell. Ort: Rittersaal. 19:30 Uhr ZEUGHAUS Metal-Konzertabend In der „Exitus-Night“ treten auf die Bands „Advena“, „Pain Is“, „I´m your Nemesis“ und „A Feast for Crows“. 20 Uhr | 8 Euro
KOHLBRUCK
JUNGE SZENE
SCHARFRICHTERHAUS
SONSTIGES
www.passau-event.de
Tabakfabrik www.mfv-passau.de
Milchgasse 2 | 94032 Passau Tel.: 0851 35900 Fax: 0851 2635 info@scharfrichter-haus.de www.scharfrichter-haus.de
Universität (Innstraße 29); Stephansdom (Altstadt); Exerzierplatz (Neue Mitte); Schloss Freudenhain (Am Freudenhain); Café Duftleben (Theresienstraße); Innpromenade (Gottfried-Schäffer-Strasse); Rittersaal (Obernzell);
X-Point Halle Messestraße 12 Dreiländerhalle Dr.-Emil-Brichta-Straße 11
Zauberberg www.zauberberg-passau.com Zeughaus www.zeughaus-passau.de
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Mai 2018
Bürgerblick
Veranstaltungen
Tanz an der Tanke Alte Tanke | Please Refuel | 19. Mai
13.05. | Sonntag
13.05. | Sonntag
15.05. | Dienstag
17.05. | Donnerstag
18.05. | Freitag
18.05. | Freitag
REDOUTE Busenfreundinnen
OPERNHAUS Dramenwettbewerb Unter dem Motto „Schreib´s auf Bairisch!“ haben rund 50 Autoren eigene Texte eingereicht. Schauspieler des Landestheaters lesen an zwei Nachmittagen die besten vor und eine Jury kürt den Sieger, dem 500 Euro winken. 15 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS Der Graf von Luxemburg
BAD GRIESBACH Maiwanderung Erkundung der Rottaler Hügellandschaft von Bad Griesbach aus zum Geburtsort des Heiligen Bruder Konrad in Parz. Treffpunkt ist der Stadtturm am ZOB. 8 Uhr | 7 Euro
OPERNHAUS Im weißen Rössl
KLAVIERHAUS MORA Schubert Pur Der Passauer Pianist Peter Walchshäusl widmet sich dem facettenreichen Klavierwerk Franz Schuberts. Der abschließende Teil trägt den Titel „Schubert – der Geläuterte“. 19:30 Uhr | 20 Euro, Schüler frei
Muttertagskonzert dreier Freundinnen: Elizabeth Immelman (Sopran), Juliane Dietrich (Sopran) und Zsuzsanna Lugosi (Piano). Opern-Melodien, Chansons und große Gefühle. 15:30 Uhr | 23 Euro Schauplatz der Party: eine aufgelassene Tankstelle.
Was als private Geburtstagsfeier vor vier Jahren begann, ist heute eine öffentliche Tanzveranstaltung mit Hunderten Besuchern: das „Please Refuel“-Festival an der „Alten Tanke“ im oberösterreichischen Donautal. Unter freiem Himmel kann bis in die Nacht zu Techno- und House-Klängen getanzt werden. Die Veranstalter – vier seit Schulzeiten befreundete Passauer Burschen, darunter Bürgerblick-Reporter Tobias Mayerhofer – kümmern sich selbst um Aufbau, Marketing und Musik. So sei die Bühne selbstgezimmert, die Deko selbstgebastelt und die Erdbeeren für den Erdbeerlimes selbstgepflückt, erzählen sie. Alteingesessene Passauer DJs teilen sich heuer die Plattenteller mit DJs aus Wien und Augsburg. Der Veranstaltungsort ist eine stillgelegte Tankstelle in der Gemeinde Freinberg, etwa zehn Autominuten von Passau entfernt. Damit niemand laufen muss, werden Pendelbusse eingesetzt. Die Tickets kosten im Vorverkauf 7 Euro, an der Abendkasse 9 Euro. Termin: 19. Mai, Beginn: 15 Uhr. Die „Alte Tanke“ ist beliebt bei Freiluftveranstaltern. Vor vier Jahren fand hier das „Dahoam-Festival“ (Rock- und Indiemusik) statt. Dominik Kalus
VESTE OBERHAUS Museumstag Schüler vom Wilhelm-DiessGymnasium Pocking führen in zeitgenössische Kunst zwischen Graffiti und Recycling ein. 10 Uhr | Eintritt frei SCHLOSS FREUDENHAIN Pop-Songs im Chorklang
CAFÉ DUFTLEBEN Salon im Kaffeehaus
Leichte klassische Musik auf hohem Niveau mit dem Quartett „Salon Bravour“. 19 Uhr | Eintritt frei ZEUGHAUS Poetry Slam Dichterwettstreit mit Textern aus Deutschland und Österreich. 20 Uhr | 5 Euro
UNIVERSITÄT Faust – Der Tragödie erster und zweiter Teil In einer Ringvorlesung werden Einblicke in die mediale Vielfalt der Faust-Rezeption vom Spätmittelalter bis in die aktuelle Gegenwart vermittelt. Ort: Philosophicum HS 4 18:15 Uhr | Eintritt frei
Turbulente Operette von Franz Lehár (1870-1948). Schauplatz ist die Pariser Bohème vor 100 Jahren, Handlungsmittelpunkt eine Scheinehe und die Frage, was mehr Gewicht hat: Geld oder Liebe? 16 Uhr | ab 8 Euro OPERNHAUS Der bayerische Sturm
Abendkonzert des Domorganisten Ludwig Ruckdeschel. 19:30 Uhr | 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
Freilichttheater im Burginnenhof der Veste Oberhaus.
CINEPLEX Filmvorführung: 2467 km Konzertreihe mit weiblich besetzten Bands jenseits von Klischees oder Emanzipationsdebatten. Es spielen „Intra“ (Stonerrock aus Linz; Foto), „I Saw Medusa“ (Rock aus Bamberg) und „Flokati“ (Grunge aus Passau). 20 Uhr | 6 Euro
18.05. | Freitag KLAVIERHAUS MORA Schubert Pur
Der Sturm (um 1611) gehört in Shakespeares letzte Schaffensperiode. Noch einmal entfaltet der Theatertitan in diesem Schauspiel sein ganzes dichterisches Können und breitet seine immerwährenden Themen von Liebe, Verrat und Leidenschaft aus. Die märchenhafte Welt des Sturm wird zum Abbild unserer Realität, die Insel zur Utopie einer neuen und besseren Ordnung. 19:00 Uhr | ab 8 Euro
19.05. | Samstag
Der Passauer Pianist Peter Walchshäusl widmet sich dem facettenreichen Klavierwerk Franz Schuberts. 19:30 Uhr | 20 Euro, Schüler frei
63 Tage war der Umweltaktivist Pascal Rösler mit einem Stand-Up-Paddle-Board auf der Donau unterwegs, bis er das Schwarze Meer erreichte. Sein Ziel: Auf die Verschmutzung der Gewässer aufmerksam machen. Zwei Filmer haben sein Abenteuer begleitet. 20 Uhr | 12 Euro
OPERNHAUS Im weißen Rössl Singspiel des Österreichers Ralph Benatzky (1884-1957) um ein Beziehungsgeflecht in einem Hotel. Es spielt der „Jugendclub Passau“, eine Gruppe aus Nachwuchsdarstellern, die jede Saison ein Stück erarbeitet. 19:30 Uhr
OPERNHAUS
JUNGE SZENE
SCHARFRICHTERHAUS
SONSTIGES
Gottfried-Schäffer-Str. 2+4 Passau-Altstadt www.theater-passau.de
Tabakfabrik www.mfv-passau.de
REDOUTE
Zauberberg www.zauberberg-passau.com
Milchgasse 2 | 94032 Passau Tel.: 0851 35900 Fax: 0851 2635 info@scharfrichter-haus.de www.scharfrichter-haus.de
Veste Duftleben Oberhaus (Theresienstraße), (Hals); SchlossDomplatz Freudenhain (Altstadt), (Am Stephansdom Freudenhain); (Altstadt), Café Duftleben St. Nikola (Theresienstraße); (Universität) Universität (Innstraße 29); Stadtturm am ZOB (Bad Griesbach); Stephansdom (Altstadt); Cineplex (Nibelungenplatz); Klavierhaus Mora (Neue Mitte).
Gottfried-Schäffer-Str. 2 | Passau Passau-Altstadt www.redoute.de
Zeughaus www.zeughaus-passau.de
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Kunst auf der Höhe
ZAUBERBERG Female Fronted Singspiel des Österreichers Ralph Benatzky (1884-1957) um ein Beziehungsgeflecht in einem Hotel. Es spielt der „Jugendclub Passau“, eine Gruppe aus Nachwuchsdarstellern, die jede Saison ein Stück erarbeitet. Die musikalische Leitung übernimmt Basil H. E. Coleman (Foto). 19:30 Uhr |
14.05. | Montag
15.05. | Dienstag
A-Capella-Lieder von Interpreten wie den Wise Guys und den Prinzen mit dem LTOChor aus Obernzell. 17 Uhr
STEPHANSDOM Dommusik
Freiluftspektakel
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Kultur genießen, wo nicht nur die Bühne, sondern auch das Drumherum eine traumhafte Kulisse abgibt – das ermöglichen die Burgenfestspiele auf der Veste Oberhaus. Von 22. Juni bis zum 14. Juli wollen die Künstler des Landestheaters mit einer Oper, einem Musical und einem Sinfoniekonzert unter freiem Himmel begeistern. Den Anfang macht Richard Wagners fliegender Holländer. Die tragisch-romantische Oper um den verfluchten Segler der Weltmeere ist am 22. und 23. Juni sowie am 14. Juli zu sehen. Verantwortlich für Regie und Ausstattung sind Johannes Reitmeier, der frühere Intendant des Landestheaters und der Bühnenbildner Michael D. Zimmermann. Beide arbeiteten schon vergangenes Jahr bei der Erfolgsproduktion „Lucia di Lammermoor“ zusammen. Ganz andere, heitere Töne bietet das Musical „Blues Brothers“. Die Kultgeschichte um die schrägen Brüder Jake und Elwood Blues wird am 30. Juni sowie am 1., 7. und 8. Juli aufgeführt. Flotte Rhythmen inklusive! Das Sinfonieorchester rundet am 6. Juli das Programm unter anderem mit Ravels „Bolero“, Dukas‘ „Der Zauberlehrling“ und Dvořáks Sinfonie „Aus der neuen Welt“ ab. Der Vorverkauf läuft. Die Abendkasse öffnet jeweils 90 Minuten vor Beginn der Vorstellung am Veranstaltungsort. Bleibt nur, auf gutes Wetter zu hoffen. Bei Regen finden die Veranstaltungen wie gewohnt im Opernhaus statt. Dominik Kalus Mai 2018
Bürgerblick
Veste Oberhaus | Burgfestspiele | 22. Juni bis 14. Juli
Open-Air-Electro-Festival
Tickets: +49 [0]851-56096-26
www.ew-passau.de
E W - V O R S P I E L | 2 0 .- 2 2 . 6 . 2 0 1 8
F E S T S P I E L W O C H E N E N D E 1 | 2 3 .- 2 4 . 6 . 2 0 1 8
Monika Drasch: Auf der böhmischen Grenz
Eröffnungsfestakt
EW-Schafkopfturnier
Eröffnungskonzert: Marienvesper
Modern String Quartet: The Rite of Swing
Martin Grubinger
PREMIERE Richard Wagner: Der fliegende Holländer*
Minguet Quartett
*Tickets nur über das Landestheater Niederbayern erhältlich
Mozart: Sinfonien und Serenaden
F E S T S P I E L W O C H E N E N D E 2 | 2 7. 6 .- 1 . 7. 2 0 1 8
F E S T S P I E L W O C H E N E N D E 3 | 4 .- 8 . 7. 2 0 1 8
Liederabend mit Marianne Beate Kielland
Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau und Daniel Müller-Schott
Yesterday Once More: Spark – die klassische Band
Bruckner Orchester Linz und Markus Poschner
Superfusion mit Florian Willeitner
Festspielball der Europäischen Wochen
DIE LETZTE
Joseph Haydn: Die Jahreszeiten
Bamberger Symphoniker und Enoch zu Guttenberg
Matinee mit Julian Prégardien
Donau in Flammen meets Europäische Wochen
Quadro Nuevo: Ragazzo Music
Bei schönem Wetter muss das Blech glänzen: Autowaschanlagen erleben einen Ansturm.
Katholischer Festgottesdienst
Georg Muffat: Missa in labore requies
21. Passauer Tetralog Schiffskonzert: A cappella ahoi! Klavierrecital mit Grigory Sokolov
Notruf aus der Waschanlage
F
reitagmittag beginnt das Wochenende. Woran denken viele da bei schönem Wetter zuerst? Richtig: Autowäsche! Ein sauberer Wagen sorgt für ein gutes Gefühl. In der Sonne funkelt das Blech. „Es herrschte ein richtiger Ansturm auf unsere Waschstraßen“, berichtet ein Tankstellenbetreiber von diesem ersten frühsommerlichen Tag. Es ging nicht ohne Wartezeiten ab. Und dann wunderte er sich, denn plötzlich stand
draußen ein Streifenwagen. Ein Notruf aus der SB-Waschstraße hatte den Polizeieinsatz ausgelöst. Was war passiert? Einer Altstädter Geschäftsfrau ist an der SB-Waschanlage der Geduldsfaden gerissen. Ihrem Eindruck nach gab sich der Autofahrer vor ihr, ein Innstädter Transporteur, zu lange der Autowäsche hin. Er betrieb angeblich Intensivpflege mit dem Schwamm. Die Autofahrerin ermahnte den Mann zur Eile. Nach einem erfolg-
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losen Wortgefecht schritt sie zur Tat. Sie wollte Stoßstange an Stoßstange dessen Wagen aus dem Weg schieben! Gelungen ist dies offenbar nicht. Der Bedrängte rief empört die Polizei. Er bat um eine „Unfallaufnahme.“ Die herbeigerufenen Polizeibeamten konnten keinen Unfallschaden feststellen, aber zumindest den Streit schlichten. Es war einer der vielen Polizeieinsätze, die nicht im Pressebericht landen. Schwamm drüber!
F E S T S P I E L W O C H E N E N D E 4 | 1 1 .- 1 5 . 7. 2 0 1 8
F E S T S P I E L W O C H E N E N D E 5 | 1 8 .- 2 2 . 7. 2 0 1 8
Deutsche Streicherphilharmonie: Mozart-Klavierkonzert
Vivi Vassileva – Die Percussion-Prinzessin
Die Zauberflöte
Sol Gabetta und Kammerorchester Basel
Kit Armstrong: Orgel
Windsbacher Knabenchor
Kit Armstrong: Klavier
Morgenstund-Fahrt nach Böhmen
Ludwig van Beethoven: Eroica
Vokalensemble der EW: Klang der Ewigkeit
Abschlussfest der Internationalen Sommerakademie Aldersbach*
Schubert im Dom Orgelrecital mit Katta: Veni, Sancte Spiritus
*Tickets erhältlich unter www.konzert-haus.de
Evangelischer Festgottesdienst Gábor Boldoczki: Bohemian Rhapsody Abschlusskonzert: Regensburger Domspatzen
N A C H K L A N G B U R G H A U S E N | 2 7.- 2 9 . 7. 2 0 1 8 Hugo von Hofmannsthal: Jedermann
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Monat 2017
Bürgerblick
Rubrik Sub
HE AV Y
RUM B AVA RI A N BL END
Bereits in den 1950er Jahren belieferte Stefan Penninger III. das Graphit-Bergwerk in Hauzenberg-Kropfmühl, dessen Stollen auch unter unserer Brennerei verlaufen. Die Bergleute verlangten nach harter Arbeit in staubiger Umgebung besonders nach hoch-aromatischem Jamaica-Rum. Jahrzehnte später lässt Destillateurmeister Stefan Penninger V. die RumBlending-Tradition des Hauses Penninger wieder aufleben:
GRAPHIT RUM – DER BAVARIAN BLEND!
Alte Hausbrennerei Penninger. Independent Bavarian Craft Distillers - since 1905. 68