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Freizeit & Erholung

Jahrgang 23 · Mai 2012

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

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EXTRA

Kletterhalle „Vertikale“ in Brixen eröffnet

Gefühl der Freiheit VINTL: Der „Brixner“ zu Besuch bei den „Fischerbuibm“ im Flüchtlingszentrum Vintl PORTRAIT: Artur Schmitt, Pfarrer von Natz, Raas, Elvas und Viums KULTUR: Die Musikschule Brixen feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum NATZ-SCHABS: Drei Vorschläge für die Umgestaltung des Nato-Areals in Natz


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Editorial

Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | Flüchtlingszentrum Vintl: Die Fischerbuibm 06 | Interview Michl Laimer: „Langsamer, besser, schöner“ Menschen & Meinungen 16 | Artur Schmitt: „tt wie toller Typ ;-)“ 21 | Pro & Contra 22 | Gastkommentar: Alessandro Marzola 25 | Umfrage: Wie gefällt die „Vertikale“?

>>> 16

Kunst & Kultur  >>> 26 26 | Musikschule Brixen: 50 Jahre Pioniergeist 30 | Ausstellung: Fernöstliches Utopia 31 | Musik: Barocke Meisterwerke 32 | Ausstellungen: Kunst in Gärten, Gassen und Galerien Freizeit & Sport >>> 40 40 | Kletterhalle Vertikale: Ein Gefühl der Freiheit 45 | Tennis: Gemeinsame Ziele Wirtschaft & Umwelt >>> 50 50 | NATO-AREAL IN NATZ: Keine Entscheidung 54 | Event Stampfl Küchen: 10 Jahre Stampfl Küchen 57 | Event Raiffeisen: Verantwortungsbewusstes Wirtschaften 58 | Event Kofler Andreas: Freude im neuen Haus Extra 65 | Freizeit & Erholung

>>> 65

Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf entsprechende multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen: Videodatei

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Der multimediale „BrixnerPlus“ ist als kostenlose App für iPad, iPhone oder iPod touch im App Store erhältlich – oder ganz einfach im Internet: www.brixner.info

Einfach zum Nachdenken Gestern hat das Gericht einem Vergleich zugestimmt, den der ehemalige Stadtrat Franz Stockner und Agronom Rudolf von Unterrichter vorgeschlagen hatten: 18 Monate bedingte Haft wegen Amtsmissbrauchs und Beihilfe. Aus menschlicher Sicht ist die Entscheidung Stockners nachvollziehbar, der offenbar die Causa so schnell wie möglich abschließen wollte – mir persönlich wäre ein „ordentlicher“ Richterspruch lieber gewesen, der klar ausgesagt hätte, ob die beiden nun schuldig oder eben unschuldig sind. So bleibt ein Zweifel, denn der „patteggiamento“ gilt rein rechtlich nicht als Schuldspruch. Wir haben für diese Ausgabe ein einstündiges Gespräch mit dem zurückgetretenen Landesrat Michl Laimer geführt: Befreit von der Last des Amtes, konnte er aus Herzenslust über die Entwicklungen der Gesellschaft und die neuen Herausforderungen der Politik philosophieren. Ich bilde mir ein, dass das Gespräch nicht nur mir, sondern auch ihm Spaß bereitet hat. Nachdem ich das Band ausgeschaltet hatte, sagte er: „18 Jahre lang war ich Landesrat, aber solche Fragen hat mir noch niemand gestellt“. Ich darf das Kompliment erwidern: Seit 35 Jahren führe ich Interviews, aber solche Antworten habe ich auch noch nie von einem Südtiroler Politiker gehört. Sie finden das Gespräch auf Seite 6. Ein paar Seiten später finden Sie einen offenen Brief von Plose-Chef Alessandro Marzola an uns Brixner. In einem Gastkommentar hadert er mit der Stadtkoalition: Sie handelt zögerlich, mutlos, schiebt wichtige Entscheidungen vor sich her. Wenn unsere Kinder heute noch auf der Plose, unserem Hausberg, Ski fahren können, so ist es sein Verdienst. Die Plose, so schreibt er, befindet sich in einem „Prozess des seichten Dahinsterbens“. Er regt zum Nachdenken an – und zum Handeln.

Ihr Willy Vontavon

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Politik & Gesellschaft

FLÜCHTLINGSZENTRUM FISCHERHAUS IN VINTL

Die Fischerbuibm Zwanzig nordafrikanische Flüchtlinge leben derzeit im Flüchtlingszentrum „Fischerhaus“ in Vintl, auf dem kürzlich ein Brandanschlag verübt wurde. Der „Brixner“ gewährt einen Einblick in die Lebensgeschichten von Dagnogo, Balla, Ibrahima sowie Bami – und wie sie nun in Vintl auf eine Chance hoffen.

D

as kleine Holztor zum Vorgarten des Fischerhauses öffnet sich mit einem leisen Summen, noch ehe ich richtig den Klingelknopf gedrückt habe. In der Tür steht ein junger Mann mit einem breiten Grinsen. Man hat mich offensichtlich kommen sehen. Kein Misstrauen, nur pure Freundlichkeit. Deutsch, Italienisch, Französisch – wir einigen uns auf Italienisch, mit dem Deutschen ist es bei ihnen noch nicht so gut, und bei Französisch muss ich leider passen. Bereitwillig hält man mir die Tür auf – vor Zeitungsleuten hat man offensichtlich keine Angst. In einem Aufenthaltsraum sitzen vier der „Fischerbuibm“, wie man die Flüchtlinge in Vintl liebevoll nennt, und arbeiten am Computer. Hausaufgaben. Im Hintergrund läuft der Fernseher. Händeschütteln. Keine Scheu. Man ist Besuch gewohnt. Natürlich möchten sie mit mir reden, am Donnerstag vielleicht, aber bitte vor 17 Uhr, denn dann müssten sie zum Fußballspielen ins Dorf. Wir tauschen Namen aus. Beim Aussprechen tun wir uns gegenseitig gleich schwer. Herzhaftes Lachen. Wir werden uns schon wiedererkennen. Ein fröhliches Tschüss begleitet mich hinaus.

Bürgerkriege zwangen Dagnogo zunächst zur Flucht aus seiner Heimat Elfenbeinküste, dann auch aus Libyen

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Nicht immer glücklich über die freie Zeit. Zwei Tage danach, am

späten Nachmittag im Fischhaus in Vintl. Handwerker sind bei der Arbeit. Kleine Instandhaltungsarbeiten. Hinter dem Haus steht ein Kleinbus von Volontarius. Emsiges Treiben überall, die Gartenbeete sind schon umgestochen. Dagnogo – er hat mir seinen Namen mittlerweile aufgeschrieben - bittet mich in den Aufenthaltsraum und versucht, alle zwanzig Fischerbuibm zusammenzutrommeln. So recht will ihm das nicht gelingen – es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, und immer gibt es ein freundliches Lächeln und einen saloppen Händedruck und hin und wieder auch einen vorsichtigen Blick. Am Nachmittag haben die jungen Männer nämlich frei. Zeit zum Hausaufgabemachen, Zeit ins Dorf zu gehen, Zeit zum Fußballspielen. Sie sind nicht immer glücklich über so viel freie Zeit, würden gerne arbeiten. Noch aber müssen sie lernen. Italienisch, Deutsch, den Umgang mit dem Computer. Andrea und Antonello kommen drei Mal pro Woche zum Unterrichten. An einer kleinen Korkwand

Mit Waffengewalt wurde Balla auf eine Fähre gezwungen: „Wer sich weigerte, wurde erschossen“

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hängen die Stundenpläne. Von 9 bis 13 Uhr wird gelernt, jeden Tag. Dann gibt es Mittagessen. Das Essen werde geliefert. Selber kochen, das könne er sich nicht wirklich vorstellen, denn schließlich kämen sie aus verschiedenen Ländern mit sehr unterschiedlichen Gewohnheiten. Das gäbe nur „una grande confusione“ in der Küche. Und so essen sie, was ihnen gebracht

Dagnogos und Ballas Geschichte. Bereitwillig erzählt er seine

Geschichte. Sein Vater hatte ein kleines Geschäft an der Elfenbeinküste, die sechsköpfige Familie konnte davon leben. Dagnogo wurde mit zehn Jahren nach Mali geschickt zu einem Onkel mütterlicherseits. Dort besuchte er die Koranschule, bis sein Vater bei einem Autounfall ums Leben kam. Als ältester Sohn musste er

„Bei der Flucht hatte ich Angst, einfach nur Angst.“_ Balla, Flüchtling in Vintl wird, und es schmeckt ihnen gut. Überall kleben Plakate mit Zeichnungen, bunt und berührend kindlich. In einem provisorischen Regal stapeln sich Bücher, darunter eines mit dem Titel „Weltnaturerbe Dolomiten“. „Die Bücher hat uns jemand geschenkt.“ Laute afrikanische Musik, Stimmengewirr aus einem Nebenraum. Dagnogo scheint der Trubel nicht zu stören. Alltag im Fischerhaus. Balla gesellt sich zu uns, hellbraune Jacke, rote Schildmütze, 26 Jahre, trauriger Blick. Er tut sich etwas schwer mit dem Reden. Sagt er zumindest. Und hat später Geduld mit mir, als ich es nicht schaffe, mich verständlich zu machen. Die Fischerbuibm haben sehr gut Italienisch gelernt, sprechen besser als so mancher bei uns nach vielen Jahren Unterricht. Dagnogo will das nicht so recht glauben, schüttelt sich vor Lachen. Italienisch ist nicht schwer, mit der deutschen Sprache sei das viel schwieriger. Da habe es bis jetzt nur zu einem „Guten Morgen“ und zu „Wie geht es dir?“ gereicht. Gerade so viel, dass man mit den Menschen im Dorf Kontakt aufnehmen kann. Dieser Kontakt ist wichtig. „Ci vogliono bene.“

zurückkehren und das Geschäft weiterführen. Er tat dies gemeinsam mit seinen beiden Brüdern. Es hätte gut gehen können, wenn im September 2002 nicht der Bürgerkrieg ausgebrochen wäre. Ein Teil der Armee erhob sich gegen die Regierung der Elfenbeinküste und brachte die nördliche Hälfte des Staates unter seine Kontrolle. Diese Entwicklung hat ihren Ursprung in ethnischen Spannungen. In dem ehemals größten Kakaoexportland leben viele Menschen, die aus den angrenzenden Staaten eingewandert sind. Konflikte um Land und den Zugang zu Ressourcen machen die Situation noch schwieriger. Der Staat Elfenbeinküste ist das Ergebnis kolonialer Grenzziehungen, bei denen man weder auf vorher vorhandene geographische oder naturräumliche noch auf religiöse, sprachliche oder kulturelle Grenzen oder Einheiten Rücksicht genommen hat. Das Staatsgebiet vereinigt daher Regionen, die vor dieser Grenzziehung keine gemeinsame Geschichte hatten. Andere Völker wiederum sind durch die Staatsgrenze von Regionen außerhalb des heutigen Staates getrennt, mit denen sie eine gemeinsame Geschichte verbindet.


Fotos: Oskar Zingerle

TREFFPUNKT: Einen Teil ihrer Freizeit verbringen die afrikanischen Flüchtlinge in einem der Aufenthaltsräume, lesen, surfen im Internet – oder erzählen ihre bewegenden Geschichten neugierigen Journalisten

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In Agboville, Dagnogos Heimatort, bekämpften sich zwei ethnische Gruppen, die Abbè und die Djioula, auf grausame Weise. Das Geschäft der drei Brüder wurde niedergebrannt, der Großhändler, von dem sie stets die Waren bezogen hatten, forderte sein Geld, und sie hatten nichts mehr, womit sie ihn hätten bezahlen können. Seine zwei Brüder flohen ins Ungewisse, Dagnogo und seine Mutter haben nie wieder etwas von den beiden gehört. Schließlich war Dagnogos Leben in Gefahr. Über Niger flüchtete er nach Libyen und arbeitete dort als Müllmann, bis auch dort der Krieg ausbrach. Wieder musste er fliehen, wurde auf eine überfüllte Fähre getrieben und kam nach drei schrecklichen Tagen auf dem offenen Meer in Lampedusa an. Er habe unbeschreibliche Angst gehabt. Meer, nichts als Meer, nirgendwo Land in Sicht. Auch Balla war auf dieser Fähre, kennen gelernt haben sich die beiden aber erst in Bozen. Die Angst, die Balla während der Überfahrt ausgestanden hat, ist im Gespräch deutlich spürbar. Von seiner Familie gibt es niemanden mehr. Sein Vater wurde von den Rebellen umgebracht, die Mutter kehrte nach dessen Tod zu ihrer Familie zurück und starb dort einige Zeit später. Balla arbeitete als Bäcker. Als die Rebellen die Überhand bekamen, beschloss er, sein Land zu

verlassen. Er wurde aber überfallen und schwer misshandelt. Trotz seiner Verletzungen gelang es ihm, nach Mali zu flüchten. Ein Bekannter seines Vaters gab ihm etwas Geld, sodass er nach Libyen gehen konnte. Dort fand er Arbeit als Privatgärtner, bis wieder der Krieg sein Leben veränderte. Mit Waffengewalt zwang man ihn, auf eine Fähre zu gehen. Wer sich weigerte, wurde erschossen. „Ich hatte Angst, einfach nur Angst“, sagt Balla.

Gestrandet in Lampedusa. Wäh-

rend er erzählt, überreichen mir Ibrahima und Bami ein Blatt Papier, auf dem sie ihre Geschichte festgehalten haben. Zwei Männer, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, weil sie eine Zukunft haben wollten. Reden möchten sie lieber nicht. Ibrahima ist 22 Jahre alt und nie zur Schule gegangen. In Libyen hatte er Arbeit, „facevo lavoro con un trattore“. Als Gaddafis Truppen ihn anheuern wollten, mit ihnen zu kämpfen, versteckte er sich. Man fand ihn und verfrachtete ihn auf eine Fähre. Auch er strandete in Lampedusa. Bami ist gerade 19 Jahre alt geworden. Seine Kindheit in Burkina Faso war friedlich, die Eltern waren Bauern, die Familie hatte ihr Auskommen. Als Vater und Mutter bei einem Autounfall ums Leben kamen, begann für Bami und seine Schwester eine Odyssee, die Bami schließlich nach Vintl führte.

Das Zusammenleben im Fischerhaus funktioniere ganz gut, meint Dagnogo. „Quando non c’è la scuola, non hai niente da fare, e questo è duro.“ Ein Mann betritt den Raum, wird lautstark begrüßt. „Il nostro fotografo“ Georg Hofer hat ein riesiges Fotoplakat mitgebracht. Das Fischerhaus und seine Menschen. Mit den Flüchtlingen arbeitet er daran, Emotionen durch Fotografien auszudrücken und damit dem Schmerz eine Sprache zu geben. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Bilder können auch helfen. Dagnogo hat wieder Kontakt zu seiner Mutter und seiner kleinen Schwester. Die beiden schlagen sich so durch, die Mutter handelt mit Früchten, die sie irgendwo auftreibt. Balla hat keine Familie mehr. Er wünscht sich nichts sehnlicher als arbeiten zu dürfen. „Arbeit ohne Bezahlung ist keine richtige Arbeit“, sagt er.

Hoffen auf eine Chance. Auf-

bruchstimmung im Fischerhaus. Freundlich, aber bestimmt gibt man mir zu verstehen, dass das Gespräch beendet ist. Es geht zum Fußballspielen ins Dorf. Und am nächsten Tag wird es ein Solidaritätskonzert geben. Menschen gegen Flaschen. Mit dem Molotowcocktail, der nachts die Hauswand getroffen hat, wurde nicht ein Haus getroffen, sondern vor allem die Menschen darin. Beim Konzert treffe ich Andrea Tremolada vom Verein Volontarius.

Er leitet im Auftrag der Autonomen Provinz das Fischerhaus in Vintl, sieht sich als Mediator zwischen den Flüchtlingen und „der Welt hier bei uns.“ Am 25. August vergangenen Jahres war das Haus eröffnet worden, nach und nach kamen Dagnogo, Balla, Ibrahima, Bami und all die anderen, die ihre Heimat verlassen mussten, um leben zu können. Seit fast genau einem Jahr sind sie nun in Italien. Sie kamen von der Elfenbeinküste, aus Mali, Bangladesh, dem Senegal. In Libyen hatten sie Arbeit gefunden. Bis eben der Krieg kam. Sie haben Asyl beantragt, manche von ihnen auch subsidiären Schutz, der unter anderem gewährt wird, wenn bei Abschiebung eine erhebliche konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit besteht. Die meisten von ihnen könnten arbeiten, haben Kurzkurse zur beruflichen Ausbildung belegt, hoffen auf eine Chance. Eine feste Arbeit würde garantieren, dass sie nicht zurückkehren müssen in ihre Heimat, in ein Land, wo sie nicht wissen, ob sie überleben werden. Eine feste Arbeit würde bedeuten, dass sie ihre Würde wieder bekommen. „Grazie“, hat Ibrahima unter seine Zeilen geschrieben und in dieses Wort all seine Hoffnung gelegt.

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 5


Interview

Politik & Gesellschaft

„Langsamer, besser, schöner“ MICHL LAIMER, bis zu seinem Rücktritt vor wenigen Tagen Landesrat für Umwelt, spricht im Interview mit dem „Brixner“ über die sich verändernden Denkweisen der Gesellschaft, die neuen Herausforderungen der Politik und der Lust der Menschen auf einen globalen Paradigmenwechsel. Herr Laimer, laufen Sie jetzt von der Politik davon? MICHL LAIMER: Nun, der Ausstieg aus Landesregierung und Landtag wäre sowieso für das Ende dieser Periode geplant gewesen. Jetzt bin ich vorzeitig aus der Landesregierung ausgeschieden – ungewollt und ungeplant. Es ist nicht ein Davonlaufen, sondern ein Akt der politischen Korrektheit, der durch eine Anzeige und die Ermittlungen des Staatsanwalts entstanden ist. Es ist sicherlich ein Ausstieg, den ich mir so nicht vorgestellt hatte – und vielleicht auch nicht verdient habe, denn es muss immer noch der Grundsatz der Unschuldsvermutung gelten. Aber auf der politischen Ebene wollte ich dieses klare Zeichen setzen. Mit diesem Rücktritt fühle ich mich persönlich am wohlsten. Ich gebe zu, dass mich der Fall, für den Sie angeklagt sind, heute nur am Rande interessiert. Viel mehr möchte ich mit Ihnen diskutieren über den Zustand der Politik und der Gesellschaft in Südtirol. Sind Sie dazu bereit? Und wie! Derzeit befinden wir uns nämlich in einer ganz besonderen Situation – nicht nur in Südtirol, sondern weltweit. Man spricht von Finanz- und Wirtschaftskrise, aber eigentlich stecken wir viel mehr mitten in einem epochalen Wandel, der weit über die vorhin genannten Krisen hinausgeht. Wir erleben gerade einen Systemwandel, den es in dieser Dimension vielleicht in der Geschichte noch nie gegeben hat. Diese Unruhe, die wir derzeit sehen, spüren und erleben, ist ein klares Zeichen, dass eine alte Ordnung zu Ende geht – die von uns verspürte Unordnung ist der Weg hin zu einer neuen Ordnung und neuen Denkweise. Es bricht etwas zusammen, und es entsteht 6

etwas Neues. Das alte Denken von „größer, schneller, mehr“ hat die Menschen nicht glücklich gemacht – ganz im Gegenteil. Jetzt kommt ein neues Denken, das eher dem damaligen Ausspruch von Alexander Langer entspricht: „Langsamer, besser, schöner“. Ich möchte Langers Ausspruch noch ergänzen mit „tiefer, bewusster, respektvoller“. Das ist der einzig mögliche Weg aus dieser Krise. Sie sagen, es gibt weltweit einen Paradigmenwechsel, aber eigentlich habe ich das Gefühl, dass er nur Europa betrifft. Was ist dann mit den Ländern Nordafrikas oder die arabische Welt oder auch Südamerika – auch dort hat es eine große Umbruchstimmung gegeben.

Veränderung liegen auch Chancen. Diese gilt es zu nutzen, und ich glaube, die Menschen spüren diese Lust nach Veränderung. Dieser Wandel lässt sich auch nicht aufhalten, denn die großen Veränderungen sind niemals von oben beschlossen worden, sondern hatten ihren Ursprung immer in den Forderungen der Bevölkerung: Denken Sie an die Französische Revolution oder an den Fall der Berliner Mauer. Jetzt kommt eine noch viel größere, globale Veränderung, die von den Menschen gewollt wird. Wer sich dem entgegenstellt, wird in die Wüste geschickt. Nun, die Lust auf Veränderung kommt in Europa vielleicht aus einem Gefühl der Sattheit, während sie in Nordafrika aus einem

eines alten Systems. Ich glaube schon, dass es trotz der verschiedenen Beweggründe einen roten Faden gibt. Sie waren jetzt 18 Jahre lang Mitglied der Landesregierung. Wie haben sich Politik und Gesellschaft in Südtirol in dieser Zeit verändert? Die ersten 15 Jahre war es relativ homogen und gleichmäßig. Die große Veränderung hat sich mit der letzten Wahl abgezeichnet und im Laufe der Zeit beschleunigt, und jetzt spüre ich politisch in der Südtiroler Gesellschaft eine vollkommen neue Denkweise. In den ersten Jahren sind Beschlüsse der Landesregierung nicht lange hinterfragt worden. Das ist heute nicht mehr so. Heute will man bei

„Wenn wir erkennen, dass nicht alles machbar ist und diese natürlichen Grenzen auch akzeptieren, sind sie keine Grenzen mehr, sondern Ausdruck von Verantwortung und Respekt“_ Michl Laimer Aber Sie haben Recht, es geht besonders um den europäischen Kontinent, der diesen Umwälzungsprozess am intensivsten spürt. Dieser Prozess war dringend notwendig, denn es ist ein Wandel hin zum Besseren. Jetzt erkennen wir, wie verantwortungslos wir mit unseren Ressourcen umgegangen sind. Dieser Wandel ist eine Herausforderung an die Intelligenz des Menschen, denn die zunehmende Weltbevölkerung, die großen Themen wie Energie, Wasser, Lebensmittel fordern die Intelligenz des Menschen heraus. Diese Veränderung birgt Gefahren, aber nur in der

Hungergefühl entsteht. Die zwei Entwicklungen dürfte man eigentlich gar nicht miteinander vergleichen ... Es sind verschiedene Beweggründe, das stimmt. In Europa ist es die Gier, die Übersättigung, die das Grundübel darstellt – die Unersättlichkeit im Haben. Viele Menschen definieren sich allein durch das Haben: „Wenn ich nichts mehr habe, bin ich nichts mehr“. Das Sein durch das Haben zu definieren ist doch erschreckend, oder? In Nordafrika hingegen geht es um den Freiheitswillen, um die Überwindung

den Entscheidungen dabei sein, die Entscheidung eines Gremiums wird nicht mehr akzeptiert. Die Zuschauerdemokratie hat keinen Konsens mehr. Ein anderes Beispiel: Vor zehn oder 15 Jahren hat sich jemand mit allen rechtlichen Mitteln dagegen gewehrt, wenn sein Grundstück enteignet werden sollte. Heute kommt es vor, dass Menschen danach lechzen, dass ihre Grundstücke enteignet werden. Der Bezug zu den Grundwerten hat sich verändert. Die Demokratie braucht mehr Zeit; in wichtige Entscheidungen muss die Bevölkerung intensiv eingebunden werden. Ein


Fotos: Oskar Zingerle

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„Mein Rücktritt ist nicht ein Davonlaufen, sondern ein Akt der politischen Korrektheit“_ Michl Laimer

Neueröffnung im Jazzkeller Brixen am 15. Juni 2012

Öffnungszeiten Mo–Mi 8.30 – 19.30 Do-Sa 8.30 – 24.00 So Ruhetag

Großteil der Entscheidungen liegt heute in der Vor- und Aufbereitung derselben. Eigentlich wäre dies der Beweis, dass die repräsentative Demokratie in einer absoluten Krise steckt.

Gr. Graben Gr. Lauben

Hofgasse

Das ist eine schwierige Frage. Man muss mehr Zeit in die Demokratie investieren, und die gute Aufbereitung, die Information über ein Thema kostet Energie, Zeit und Geld. Ich glaube schon, dass die Menschen in diesem Mitwirken gereift sind. In der Schweiz reagieren die Kommunen auf Wünsche mit großem Pragmatismus: Sie

lassen die Leute darüber abstimmen, ob sie ein neues Hallenbad haben wollen, und die Bevölkerung weiß, dass dadurch ihre eigenen Steuern steigen werden. Entscheidungen werden dadurch besser hinterfragt, denn heute hat ja niemand mehr einen wirklichen Bezug zum öffentlichen Haushalt. Man fordert einfach – der Landeshaushalt ist für die Leute etwas Fremdes, von dem man nur schöpfen kann. Dabei sind wir alle Teil des Haushalts. Es muss also das Ziel sein, dass die

Kl. Lauben

Demokratie wird heute eben anders verstanden. Das will nicht heißen, dass sie in der Vergangenheit falsch war, aber jetzt wird sie anders gelebt und eingefordert, und darauf müssen die politischen Systeme die Antworten geben.

Werden die politischen Entscheidungen durch die basisdemokratische Einbindung der Bevölkerung besser?

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Danke an unseren Partner für die Unterstützung:


Politik & Gesellschaft

Es geht nur über die Brieftasche? Das ist auch eine Methode, aber sie ist schwierig bei Menschen, die eh schon nichts mehr haben. Die viel erfolgreichere Methode ist das Angebot einer attraktiven Alternative. Jemand steigt erst um vom Auto zum öffentlichen Verkehrsmittel, wenn dieses besser, schneller, bequemer und günstiger ist. Dieser Wandel ist möglich, und die Vinschger Bahn ist das beste Beispiel dafür. Kein Vinschger nimmt wegen des Klimawandels den Zug. Die Lösung liegt also in der Innovation und in der Kommunikation.

Michl Laimer: „Lebenslange Politiker – das gibt es ja eigentlich nur in Südtirol“

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Entscheidungen besser werden. Wenn dies durch Einbindung der Bevölkerung dann ein paar Mal danebengeht, ist das auch ein Lernprozess, aber daran führt kein Weg vorbei. Die Gesellschaft gibt den Regierungen die Schuld an der immensen Verschuldung der Länder und Staaten. Dabei war die Politik immer nur getrieben vom Forderungsdenken seiner Wähler ... Jeder private Haushalt weiß, dass er nicht mehr ausgeben darf als er verdient. Die öffentlichen Haushalte haben die Ausgaben von den Einnahmen entkoppelt, und jetzt brechen die Systeme zusammen. Auf der anderen Seite stimmt es, dass die Menschen diese Regierungen gewählt haben. Jetzt, wo man draufkommt, dass das System bricht, schickt man sie in die Wüste oder, wie derzeit in Griechenland, man flieht nach vorn und wählt dieselben Parteien, die den Staat in diese prekäre Situation gebracht haben. Das ist die Gefahr der Demokratie, aber wir müssen vertrauen in den Lerneffekt. Können wir uns diesen Lerneffekt, der vielleicht 20 oder mehr Jahre dauern wird, eigentlich leisten? Sie können doch die Demokratie nicht abschaffen. Der Bürger hat das Recht darauf und ist souverän. Dieses Gespräch erinnert mich an eine Aussage von Helmut Schmid, der im Oktober in einer 8

Fernsehsendung die Demokratie als beste Staatsform in Frage gestellt hat: Er sagte, wir Europäer dürften nicht die Arroganz besitzen, den Chinesen erklären zu wollen, dass sie falsch liegen, weil wir nicht sicher sein können, ob wir denn mit unserer Demokratie richtig liegen. Wer sagt denn, ob unser System wirklich das Richtige ist? Ökologisch gesehen hatten wir bis jetzt ohne Zweifel das falsche System. Wir können doch nicht den Chinesen die Emissionen verbieten, wenn wir selbst jahrzehntelang in diesem Bereich gesündigt haben. Die Lösung liegt sicherlich darin, dass man durch Forschung und Innovation diese neue intelligente Ebene erreicht. Ansonsten wird es die Staatengemeinschaft nicht schaffen, den globalen Klimawandel einigermaßen kontrollieren zu können. Der Kollaps steht bevor; es ist ja unglaublich, dass die jetzt lebende Generation entscheidet über das Schicksal der nächsten Generationen. Die letzte Generation hat im Wesentlichen die heutigen Probleme verursacht – zum Teil unwissend. Wir kennen jetzt aber die Zusammenhänge, und wenn die heutige Generation es nicht schafft, diesen Sprung zu vollziehen, wird der Klimawandel eine Eigendynamik entwickeln, die nicht mehr kontrollierbar und schon gar nicht rückführbar sein wird. Auch ökologisch stehen wir also in einer Zeitenwende. Nach 18 Jahren Erfahrung als Landesrat behaupte ich aber: Die Menschen ändern ihr Verhalten nicht wegen des Klimawandels.

Ein Erfolgsmodell sind auch die Klimahäuser ... Kein Mensch baut ein Klimahaus, weil er dazu gezwungen wird. Er will ein Klimahaus bauen, weil er genau weiß, dass ihm dies Vorteile bringt. Das Wollen ist also entscheidend, über Gebote erreicht die Politik nichts. Das Einzige, was wir müssen, ist zu wollen. Wenn wir das Wollen mit der Eigenverantwortung paaren, dann sind wir am Ziel. Liebe zum Leben ist die leidenschaftliche Akzeptanz von Grenzen. Dieser Satz stammt von Hans Glauber, und wenn wir erkennen, dass nicht alles machbar ist und diese natürlichen Grenzen auch akzeptieren, sind sie keine Grenzen mehr, sondern Ausdruck von Verantwortung und Respekt. Wenn die Menschen dies erkennen, empfinden sie das unbegrenzte Wachstum, das wir bisher gelebt haben, nicht mehr als in, sondern als out. Das bewusste Wahrnehmen von Grenzen ist die Qualität, die wir brauchen. Nehmen wir zum Beispiel Gröden: Alles, was dort in den letzten Jahren dazugebaut worden ist, erhöht keineswegs die Qualität – im Gegenteil. Wenn man erkennt, dass hier eine Grenze erreicht oder bereits überschritten worden ist, dann baut man nichts mehr dazu. Sie sagen, Demokratie kann man nicht abschaffen. Aber Italien und Griechenland beweisen doch derzeit, dass demokratisch gewählte Regierungen, von Sachzwängen gefangen, nicht mehr in der Lage sind, die Probleme des Landes zu lösen. Also müssen technische Regierungen her, von denen die Bevölkerung notwendige Entscheidungen eher akzeptiert. Das ist doch eigentlich

eine Bankrotterklärung unseres Gesellschaftssystems ... Demokratie funktioniert sehr wohl, aber die Politiker haben nicht funktioniert. Sie haben den Menschen nichts zugetraut. Die technische Regierung entscheidet unpopuläre Maßnahmen und ist populärer als jene, die sie nicht getroffen hat. Wenn man den Menschen offen gegenübertritt und erklärt, warum diese Schritte gesetzt werden, warum sie gemacht werden und welchen Zweck sie verfolgen, dann akzeptiert sie der Mensch auch. Eine Politik, die den Menschen immer nur das sagt, was sie hören wollen, darf keine Zukunft haben. Ist diese Sichtweise nicht etwas ... blauäugig? Heute ist Politik für die Leute grundsätzlich uninteressant – sehr viele gehen ja nicht mal mehr zur Wahl. Das Image der Politik bedingt auch, dass sich kaum noch jemand zur Verfügung stellt für politische Ämter. Tja, damit wären wir bei der Rolle der Medien angelangt. Wir leben in einem Medienzeitalter, und die Medien entscheiden darüber, welche Botschaften in welcher Form die Bevölkerung bekommt. Berlusconi ist durch seine eigenen Medien an die Macht gekommen, und Italien hat lange gebraucht, um zu erkennen, dass Berlusconis Show-Politik nicht die Zukunft darstellen kann. Die Menschen wollen seriöse Politik haben, und die Regierung Monti verkörpert dies, und sie wird akzeptiert, obwohl sie nur unpopuläre Maßnahmen setzt. Das ist der Beweis, dass die Menschen sehr wohl demokratisch reif sind und notwendige Maßnahmen mittragen. Die Herausforderung für die Politik liegt also darin, den Mut zu haben, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Politik muss auch immer ein Auftrag auf Zeit sein, und nicht eine lebenslange Aufgabe. Monti sagt bei jeder Gelegenheit, er habe einen Auftrag bis 2013. Der Systemwandel in der Politik geht genau in diese Richtung. Wir kommen in das Zeitalter der Wahrheit. Es bleibt nichts verborgen, alles kommt ans Tageslicht. Heute ist es eher so, dass es eine Reihe von Berufspolitikern gibt. Macht dieser Status die Leute unfrei, richtige Entscheidungen zu treffen, weil sie fürchten, damit die nächsten Wahlen zu verlieren? Berufspolitiker werden schön langsam der Vergangenheit


angehören, denn in den meisten Ländern gibt es entweder parteiinterne Mandatsbegrenzungen oder eben verfassungsmäßige. Auch ohne diese werden Politiker nicht mehr für Jahrzehnte gewählt werden, sondern nur noch für eine bestimmte Zeit. Es

Verantwortung und Politik, und auch hier sind die Medien gefordert. Sie müssen sich der großen Verantwortung bewusst sein, die sie haben. In der Theorie klingt die Politik auf Zeit ja gut, aber in der

Es kann doch nicht sein, dass jemand nur deshalb in der Politik bleibt, weil er zufällig noch nicht das Pensionsalter erreicht hat – ganz im Gegenteil. Jeder muss nach seiner Wahl wissen, wie lange er sich einbringen kann, und er muss auch wissen, dass

„Wir erleben gerade einen Systemwandel, den es in dieser Dimension vielleicht in der Geschichte noch nie gegeben hat.“_ Michl Laimer gibt ein Verfallsdatum für Politiker, auch wenn sie gut gearbeitet haben. Die Politik der Zukunft ist ein Mandat auf Zeit. Wir tun gut daran, die Politiker für ihre Arbeit wieder mehr zu schätzen und ihnen einen Stellenwert zu geben, denn schlussendlich treffen sie Entscheidungen, die sich auf unser Leben auswirken. Wenn wir hier nicht die besten Kräfte ermitteln, wird die Gestaltung und Entwicklung einer Gesellschaft und eines Landes gelähmt. Es braucht einen neuen, positiven Bezug zum Themenbereich

Praxis sehen wir doch an Ihrem Beispiel, dass es vielleicht doch nicht funktioniert. Sie sind jetzt 47 Jahre alt, und auch ohne Ihren Rücktritt wären Sie im nächsten Jahr ausgestiegen. Ein neuer Berufseinstieg ist doch schwierig, oder? Es kann andererseits doch nicht sein, dass jemand nur deshalb in der Politik bleibt, weil er sonst keinen Job mehr hat. Ich habe jetzt Zeit, mich neu zu positionieren, und ich entscheide jetzt selbst, wohin mich der Weg führen wird.

dieses Mandat verfällt. Er muss von vorneherein wissen, dass er sich nach seiner politischen Zeit neu orientieren muss. Dies bedingt auch in der Südtiroler Politik einen akuten Systemwechsel. Gerade in Südtirol haben die Parteien doch dafür gesorgt, dass „ihre“ Mandatare nach dem Ausscheiden aus der Politik Versorgungsposten bekommen haben. Aus einer menschlichen Sicht war dies erklärbar, politisch ist es jedoch schwer argumentierbar.

Lebenslange Politiker – das gibt es ja eigentlich nur in Südtirol. Es gibt in ganz Italien derzeit keinen Landesrat, der seit 18 Jahren im Amt ist. Solche „Karrieren“ wird es künftig nicht mehr geben. Schauen Sie, wir reden heute vom lebenslangen Lernen, von der Flexibilität in der Berufswahl, von der Bereitschaft, seinen Beruf zu ändern. Ja Herrgott, das muss doch auch für den Politiker gelten! Das ist ja auch gut so. Nach einer gewissen Zeit ist es richtig und gut, dass andere an die Schalthebel kommen. Der Politiker sucht sich dann eben neue Aufgaben. Dasselbe gilt natürlich auch für mich. Ich wusste, dass das auf mich zukommt, stelle mich der Herausforderung, und ich freue mich sogar darauf, etwas Neues zu beginnen. Politiker dürfen Politik nicht zur Lebensaufgabe machen. Heute sind ja sogar die Landtagsabgeordneten Berufspolitiker – was bei dem Gehalt auch kein Wunder ist. Es könnte also eine Vision sein, dass man die Landesregierung vom Landtag trennt, die Exekutive von der

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Politik & Gesellschaft Michl Laimer: „Jetzt erkennen wir, wie verantwortungslos wir mit unseren Ressourcen umgegangen sind“

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Legislative, und dass der Landtag mit erheblich geringerem Gehalt als Nebenbeschäftigung gesehen wird. Die Trennung wird in den nächsten Jahren auch in Südtirol vollzogen werden. Das ist doch der Kern der Gewaltenverteilung: Gesetzgebung, Verwaltung, Gerichtsbarkeit. Die Landtagsabgeordneten sind aber nicht deswegen Berufspolitiker, weil sie viel verdienen. Der Job eines Abgeordneten ist, wenn man ihn ernst nimmt, ausfüllend. Es geht ja nicht nur um die Landtagssitzungen, sondern auch um die Gesetzgebung und um die Nähe zum Bürger. Auch bei einer Kürzung der Gehälter um die Hälfte wäre dies ein Full-time-Job.

gen an die Politik sind aber in der Tat sehr hoch, und jeder stellt die Anforderungen aus seiner eigenen Sicht der Dinge. Der Politiker aber hat die Gesamtsicht zu wahren, den Ausgleich. Steuergerechtigkeit sieht zum Beispiel jeder völlig anders. Jeder ist davon überzeugt, dass er selbst zu viel und der andere zu wenig bezahlt. Der Politiker muss dann dafür sorgen, dass es halbwegs gerecht zugeht, aber

Die Ära Durnwalder geht zu Ende – ist das gut für Südtirol? Südtirol hatte mit Silvius Magnago die richtige Person zur richtigen Zeit: In einer schwierigen Phase

„Es gibt ein Verfallsdatum für Politiker, auch wenn sie gut gearbeitet haben“_ Michl Laimer

Erwartet sich die Bevölkerung zu viel von der Politik?

am Ende ist niemand zufrieden. Gerechtigkeit ist sowieso ein sehr schwieriger Begriff.

Wenn man den Umfragen Glauben schenken kann, dann ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Südtiroler Politik und auch die Zufriedenheit eigentlich sehr hoch, aber die Schlagzeilen in den Medien sehen anders aus. Die Erwartun-

Nehmen wir an, Südtirol wäre politisch instabil, es wird für zwei Jahre eine technische Regierung eingesetzt, und Michl Laimer wäre der Mario Monti Südtirols. Welche notwendigen Entscheidungen würden Sie treffen?

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Diese Politik der Zukunft ist im „Manifest für Südtirol“ eigentlich bereits festgeschrieben. Dieses Manifest – der alte Begriff lautet LEROP – definiert die Grundsätze der Politik in allen Bereichen als vernetzte Gesellschaft mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit, der Partizipation, des Respekts. Wenn diese Grundsätze vermittelt und verinnerlicht werden, dann entwickeln sich alle Bereiche in die richtige Richtung. Auch wenn wir vielleicht die Geschwindigkeit noch etwas ändern könnten, sind wir in vielen Bereichen bereits auf dem richtigen Weg, aber es braucht noch einen gewissen Wandel. Wenn wir alle gemeinsam dieses Konzept begreifen und die Herausforderung annehmen, ein Klimaland zu entwickeln, dann ist das Ziel nahe. Wir haben in den letzten Jahren in Südtirol schöne Häuser gebaut, aber die Behaglichkeit ist uns abhanden gekommen. Es braucht nicht nur die Hardware, sondern auch die Software. Die Software heißt Bildung, Investition in die Köpfe, in eine globale Verantwortung, die lokal heruntergebrochen wird. Wir müssen nur wollen. Dieser Prozess gerät jetzt bei uns in Bewegung, und das ist gut für Südtirol. Die neuen Rahmenbedingungen zwingen uns, diesen Weg einzuschlagen. Er bringt uns alle zu mehr Lebensqualität. Die Aufgabe der Politik ist, die Menschen auf diesem Weg zu begleiten. Die Kultur der Nachhaltigkeit ist etwas, was sich nicht im Kopf abspielt, sondern auch im Herzen.

hat er das Land gefestigt, die Paketmaßnahmen entwickelt. Dann kam der Pragmatiker Durnwalder, die richtige Person, die über Jahrzehnte die von Magnago erreichten Punkte weiterentwickelt und mit Inhalten gefüllt hat. Er hat in Hardware investiert, aber in den letzten Jahren vermehrt auch in die Software. Denken wir nur an die Universität – das ist

nicht nur ein Gebäude, sondern eine Struktur, die eine gewaltige Ausstrahlung hat auf das gesamte Land. Und jetzt kommt eine neue Phase, die wiederum neue Inhalte geben wird. Der Nachfolger von Durnwalder ist nicht gut beraten, wenn er in dessen Fußstapfen treten will. Er hinterlässt dann keine eigenen Spuren. Ich bin davon überzeugt, dass es wieder die richtige Person sein wird, auf dass der sich abzeichnende Wandel so gut wie möglich vollzogen werden kann. Unabhängig davon, wer nun Landeshauptmann sein wird: Nach zehn Jahren sollte wieder ein neuer kommen? Das wird so sein. Ich glaube nicht, dass der nächste Landeshauptmann länger als zehn Jahre im Amt bleiben wird. Das Paradoxe an unserem heutigen Gespräch ist aber doch, dass wir das permanente Wachstum in Frage stellen, das es aber gleichzeitig braucht, weil nur damit die Schulden der öffentlichen Hand getilgt werden können, die wiederum der Bürger in seinem Forderungsdenken verursacht hat. Ich bin nicht überzeugt, dass es Wachstum braucht, um die Finanzprobleme der Länder zu lösen. Albert Einstein hat gesagt, die Denkweise, die zum Problem geführt hat, wird nicht dieselbe sein, die das Problem zu lösen hat. Mit den gleichen Denkmustern, die die heutigen Probleme verursacht haben, werden wir die Probleme nicht lösen können. Es braucht also neue Denkmuster, weil das Wachstumsdenken das Problem – ökologisch auf jeden Fall – vergrößern wird. Wir brauchen nicht ein Wachstum im Sinn von Mehr, sondern wir brauchen ein Wachstum an Intelligenz. Nehmen wir an, das Gericht stellt Ihre Unschuld fest: Wenn ich die Regelung der Mandatsbeschränkung richtig interpretiere, könnten Sie theoretisch wieder Landesrat werden, weil Sie Ihr Mandat mit Ihrem Rücktritt unterbrechen ... Schauen Sie, diesen Rücktritt habe ich mir sehr gut überlegt. Es gab eine Vielzahl an möglichen Varianten, und ich habe mich gefragt, bei welcher Entscheidung ich mich am besten fühle. Ich bin ganz sicher nicht zurückgetreten,


um bei veränderten Rahmenbedingungen wieder zurückzukommen. Ich mache keinen halben Sachen. Gibt es ein „System Südtirol“? Ja, aber im positiven Sinn. Es gibt also nicht ein „System Südtirol“, sondern ein „Modell Südtirol“. Wie sich Südtirol heute präsentiert, ist es in vielen Bereichen ein Land, das von vielen anderen beneidet wird. Moderne Mobilität, saubere Umwelt, funktionierendes Schulwesen, Ehrenamtlichkeit: Das Modell Südtirol ist etwas Positives. Dieses Land hat sich im Laufe der Jahrzehnte viel erarbeitet, und wir ernten jetzt die Früchte. Dieses System müssen wir jetzt in den neuen Zeitenwandel hineinführen und mit neuen Inhalten füllen. Das neue Denken wird die Erfolgsgeschichte Südtirols weiterschreiben. Die Südtiroler Bevölkerung empfindet dies vielleicht anders ... Es ist nicht die Bevölkerung. Es sind manche Oppositionspolitiker, deren Botschaften dann von manchen Medien lautstark transportiert werden. Schenken die Medien der Opposition einen zu großen Lautsprecher? Es geht eigentlich nicht um die Lautstärke. Aber: Wenn eine Bürgerversammlung stattfindet, und von 100 Anwesenden erhebt ein einziger eine kritische Stimme, dann wird ganz sicher nur über diese eine Stimme geschrieben. Der eine, der aufsteht und brüllt, macht die Schlagzeile. Das ist das Problem: Die Gewichtung der Medien bezieht sich fast immer auf das Negative. Es geschieht in diesem Land viel mehr Positives als Negatives. Dieser Fakt wird in den Medien nicht widergespiegelt. Die Medienberichterstattung verläuft genau umgekehrt. Erlauben Sie mir bitte zum Schluss eine flapsige Frage: Wurden Sie geleimt, oder haben Sie selbst geleimt? Ich glaube, dass hier am Ende die Wahrheit herauskommen wird. Am Ende wird sich herausstellen, dass die Entscheidung der Landesregierung richtig war und dass der, der mich angezeigt hat, wohl eher der Täter ist. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 11


Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Skypen mit dem Bischof z Auf neue Wege im Expertenunterricht begibt sich die Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“: Durch den Einsatz neuer Medien werden Fachleute direkt ins Klassenzimmer geholt. Eine Klasse hielt kürzlich eine Videokonferenz mit Bischof Ivo Muser ab, bei der die Schüler Fragen zu unterschiedlichsten Themen stellten, die der Bischof erstaunlich offen

beantwortete. Nach diesem erfolgreichen Experiment folgt am 30. Mai der zweite Versuch: Ab 13:30 Uhr wird eine Klasse mit dem EUAbgeordneten Herbert Dorfmann skypen und ihn zur Europäischen Union befragen – ein Thema, das die Schüler in Wirtschaftskunde behandelt haben. Im kommenden Schuljahr soll diese Art des Expertenunterrichts verstärkt eingesetzt

werden – mit dem Ziel, dass sie zum normalen Bestandteil des Schulalltags wird. db

P&G

Politik & Gesellschaft TILS

Neue Feuerwehrhalle eingeweiht z Das Feuerwehrwesen in Tils hat eine lange Tradition: 1903 war die erste Feuerwehr gegründet worden, aus der 1969 die Feuerwehren Tils und Tschötsch hervorgingen. Zunächst diente der Feuerwehr Tils die alte Feuerwehrhalle in Pinzagen als Stützpunkt, später bezog man eine Räumlichkeit bei der Schule. Der Raum war zwei Meter breit und fünf Meter lang – also gerade groß genug, um das erste Fahrzeug, einen Jeep, unterzustellen. Auch die nächste

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Heimstätte der Feuerwehr im 1987 gebauten Vereinshaus entsprach nicht wirklich den Anforderungen. Nun aber verfügt die Feuerwehr Tils mit ihrem Kommandanten Christoph Hilpold über eine neue Halle, die kürzlich von Pfarrer Luis Gurndin gesegnet wurde. Gleichzeitig mit dem neuen Vereinssitz wurden auch ein neues Geländefahrzeug sowie die Feuerwehrfahne geweiht. Der Bau der Feuerwehrhalle in Tils kostete 1.050.000 Euro. db

Der Frauenhausdienst Brixen sucht engagierte Frauen, die etwa zwei Mal monatlich nächtlichen Präsenzdienst übernehmen. Zum Einstieg wird eine Schulung zum Thema häusliche Gewalt und eine Einführung in den Tätigkeitsverlauf geboten. Infos unter Telefon 0472 820587 oder www.bzgeisacktal.it/ Soziale Dienste.

Auch im heurigen Sommer bieten zahlreiche Vereine und Gruppen ein umfangreiches Freizeit- und Betreuungsangebot für Kinder ab drei Jahren und Jugendliche. Auf der Homepage der Gemeinde www.brixen.it ist das Programmangebot ersichtlich.

Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal hat Beiträge in der Höhe von 4.000 Euro für Veranstaltungen gewährt. Beiträge erhalten der Circolo ACLI Bressanone, die Initiative Tschernobyl-Südtirol Brixen, der ASSV Brixen Behindertensport, die Bürgerkapelle Mühlbach, das Eisacktaler Volkstheater und der ASC Lajen Unicon.


NACHGEFRAGT

„Nicht die EU hat diese Schulden gemacht“ HERBERT DORFMANN, EU-Parlamentarier, über die Gefahr eines griechischen Staatsbankrotts und die schwindende Zustimmung für Europa.

Die Zustimmung für Europa schwindet. Wie bewerten Sie

die Wahlergebnisse in Italien und Frankreich? Die Wirtschaftskrise trifft viele hart. Die Menschen und leider auch manche nationale Politiker geben der EU die Schuld für die Löcher in den nationalen Haushalten. Diese Schulden hat aber nicht die EU gemacht. Wir sollten uns viel mehr die Frage stellen, wie wir unsere Volkswirtschaften wieder auf einen guten Weg bringen und damit den Menschen, vor allem auch den Jugendlichen, wieder Arbeit geben können. Ich denke nicht, dass die Staaten da allein und ohne europäischen Verbund erfolgreicher sein werden.

Welche Politik muss die EU denn nun verfolgen, um langfristig Stabilität und Wachstum zu erreichen? Wir brauchen eine nachhaltige Entwicklung unserer Volkswirtschaften. Bessere Verwaltungen, verbesserte Infrastrukturen, gute und bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung, Investitionen in Forschung und Entwicklung, weniger Barrieren im europäischen Binnenmarkt und eine bessere Abstimmung der Steuersysteme in Europa sind ein paar Ansätze, die uns langfristig absichern könnten.

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Foto: Oskar Zingerle

Herr Dorfmann, die Pleite Griechenlands ist näher denn je. Kann es sich die Europäische Union leisten, diesen Staat fallen zu lassen? Die Union hat in den vergangenen Monaten viel Geld ausgegeben, um einen Bankrott des griechischen Staates abzuwenden. Im Gegenzug haben wir verlangt, dass eine geordnete Staatsverwaltung aufbaut und somit der Staatshaushalt in Ordnung gebracht wird. Eine EU, die ohne Gegenleistung zahlt, wird es nicht geben.

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Schule nach Gebrüdern Durst benannt z Die Brixner Fachoberschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation trägt ab sofort den Zusatz „Julius und Gilbert Durst“ im Namen. Aufgrund von Recherchen unter Einbeziehung von Historikern erwiesen sich die Geschwister als ideale Namensgeber, auch weil die Schule sowohl eine wirtschaftliche als auch eine technisch-kreative Fachrichtung unter einem Dach vereint. Julius Durst strebte in seinem Wirken stets nach Perfektion, vollendeter Form und nach dem Einklang von Technik, Ästhetik und Leistung. Er verkörpert in diesem Sinne die

Foto: Shutterstock

lius) und deren Tochter Philippa, die Töchter von Gilbert, Alice Durst Wintersohle, Evelyn und Irina Durst, die Schwester Irmgard Durst Donà und deren Sohn Alberto. Im Eingangsbereich wurde

eine Gedenktafel zum ehrenden Andenken an die Namensgeber enthüllt. Im Bild: Direktor Markus Liensberger und Alice Durst Wintersohle beim Enthüllen der Gedenktafel. oz

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Brixner Zeitbank in Planung

Ariane Superstar

z Am 17. Mai wurde in Brixen der Verein „Zeitbank“ gegründet, der sich als Einrichtung für Menschen versteht, die gerne helfen, sich aber auch selbst helfen lassen. Jeder, der Mitglieder der „Zeitbank“ wird, kann verschiedene Dienste anbieten, beispielsweise Babysitten, Verrichten von Haushaltsarbeiten, Nachhilfeunterricht oder das Backen eines Kuchens. Die erbrachten Leistungen werden dann dem Dienstleister auf dessen „Zeitkonto“, ähnlich wie bei einem Bankkonto, gutgeschrieben; das Konto des Leistungsempfängers wird mit einem entsprechenden negativen Betrag („Zeitschuld“) belastet. Die Belastung muss durch zu

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kreativ-technische Fachrichtung, während Gilbert die Sicht der Anwender einbrachte und die Wünsche und Ansprüche der Kunden an seinen Bruder herantrug und somit den wirtschaftlichen Zweig verkörpert. Alice Durst, die Tochter von Gilbert, bezeichnet ihren Vater als „Kaufmann“, der in erster Linie für den wirtschaftlichen Bereich und den Betrieb zuständig war. Am 12. Mai fand der offizielle Festakt zur Namensgebung statt. Fast alle Familienangehörigen der Brüder Durst waren dabei anwesend: Eleonore Pasquazzo Durst (Witwe von Ju-

erbringende Dienste ausgeglichen werden; Ziel ist hierbei ein ausgeglichenes Zeitkonto. Hat ein Mitglied Leistungen empfangen, gewährt es die Gegenleistung nicht unbedingt dem Dienstleister zurück, sondern kann diese auch gegenüber anderen Mitgliedern der Zeitbank erbringen. Mitglieder können alle in Brixen und anliegenden Gemeinden ansässigen volljährigen Personen werden. Die erste Vollversammlung des neuen Vereins wird im Herbst stattfinden. Wer schon im Voraus Kontakt mit der „Zeitbank“ Brixen aufnehmen möchte, kann sich an Josef Silbernagl unter der E-MailAdresse jsilbernagl@hotmail.com wenden. aj

z Ariane Profanter ist die diesjährige Gewinnerin des Musik-Talentewettbewerbs „Wolki sucht den Superstar“ der Mittelschule Oswald von Wolkenstein, dessen Finale vor wenigen Tagen in der Aula des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums abgehalten wurde. Mitmachen durften alle, die „gerne singen, einen Song einstudieren und in einer tollen Bühnenshow vor viel begeistertem Publikum auftreten möchten“, wie es in den „Spielregeln“ formuliert worden war. Nach einem Casting wurden 15 Teilnehmer ausgewählt, die in der Folge von Chris Aigner, Sandra Giovinazzo und Andreas Hofer auf das große Finale vorbereitet wurden. Ariane hatte am Ende die Nase vorn – mit dem Stück

„A moment like this“ von Kelly Clarkson. Einen ebenfalls fehlerfreien Auftritt absolvierten die nächstplatzierten Claudia Fischnaller, Valeria Braito, Juliane Hinteregger und Carolin Messner. Julia Debertol wurde mit einem Sonderpreis für Beständigkeit und Fleiß während der Vorbereitungszeit ausgezeichnet. Angesichts dieser Mädchenpower bei der Preisvergabe muss erwähnt werden, dass heuer die Buben mit ebenfalls preisverdächtigen Beiträgen aufgetreten sind: allen voran Publikumsliebling Julian Überbacher in Anzug und Krawatte und starker Bühnenpräsenz mit „Aber bitte mit Sahne“ sowie die beiden hinreißenden Rapper Gabriel Lucerna und Paul Gruber. wv


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Vegan einkaufen und kochen

In Freundschaft verbunden

Foto: Shutterstock

z Veganer vermeiden tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig. Ethisch motivierte Veganer lehnen aber nicht nur tierische Nahrungsmittel ab, sondern sie verzichten auch auf andere Produkte, bei deren Gewinnung tierische Produkte wie beispielsweise Wolle oder Leder verwendet werden sowie Kosmetikartikel und Putzmittel, für die Tierversuche gemacht wurden oder die tierische Inhaltsstoffe enthalten. Christine Messner aus Schalders und Evi Brugger aus Brixen leben seit Jahren als Veganer und haben eine Plattform gegründet, um mit Interessierten und Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. So bieten sie in Brixen die „Initiative Veganes Kochen“ und den „Veganen Einkaufsbummel“ an: „Viele Menschen glauben, die vegane Küche sei etwas Exotisches oder nur von Verzicht geprägt. Unser Anliegen ist es zu zeigen, wie vielfältig diese Küche ist“, erläutern die beiden. „Zudem möchten wir Berührungsängste mit zum Teil unbekannten, aber sehr interessanten Lebensmitteln

nehmen und Ansprechpartner für offene Fragen sein.“ Die vierstündigen Kochtreffs am Nachmittag finden auf Anfrage im Jakob-Steiner-Haus in Brixen statt: „Es geht dabei nicht um professionelle Kochkurse, da wir keine ausgebildeten Köchinnen sind – in erster Linie setzen wir auf die Weitergabe und den Austausch von Information.“ Für Interessierte bieten Christine Messner und Evi Brugger, die auch Mitglieder der „Initiative Tierrechte Südtirol“ sind, zudem ehrenamtlich Vegane Einkaufsbummel in Brixen an. Dieser dauert zirka zwei Stunden und wird bei einem veganen Cappuccino beendet: „Vegan zu leben ist sehr einfach, wenn man nicht alleine alle Infos mühselig zusammentragen muss. Uns ist es daher wichtig, einen Dialog aufzubauen und zu zeigen, dass vegan zu leben ein genussvolles Leben ohne schlechtes Gewissen ist.“ Interessierte für den Kochtreff oder den Einkaufsbummel können sich unter tierrechte@hotmail.com melden und einen Termin vereinbaren. db

z Drei Brixner Bürgermeister, drei Brixner Partnerstädte: Die erste Partnerschaft hatte bereits Zeno Giacomuzzi 1969 mit Rudolf Schlichtinger in Regensburg geknüpft. Der Ort in der Oberpfalz ist heute mit 135.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Bayern. Ihre Altstadt mit dem Bezirk Stadtamhof gehört seit 2006 zum Unesco-Welterbe. Der Austausch mit Regensburg war und ist besonders rege: Begegnungen finden abwechselnd auf dem Bürgerfest und auf dem Altstadtfest statt, bei musikalischen Auftritten und sportlichen Anlässen, unter Jugendlichen und Studenten, Schulkindern und Senioren. 2004 unterzeichnete Bürgermeister Klaus Seebacher den Partnerschaftsvertrag mit Bled (deutsch: Veldes) im slowenischen Oberkrain. Von 1004 bis 1856 wurde die Kleinstadt von den Brixner Bischöfen beherrscht. Im Jahr 2007 besiegelten Albert Pürgstaller und Jana Fischerova schließlich die Partnerschaft mit Havlickuv Brod. Die tschechische Stadt an der Sazava, mit etwa so vielen Einwohnern wie Brixen, war Wohnort des Journalisten, Dichters und späteren Nationalhelden Karel Havlicek, der von 1851 an vier Jahre im Brixner Exil verbrachte. Die Beziehungen zwischen Brixen und seinen drei Partnerstädten reichen viele Jahrhunderte zurück und haben gemeinsame historische Wurzeln.

Welcher Art diese Wurzeln sind und vieles andere mehr zeigt der Film „Freundschaftlich verbunden: Brixen und die Partnerstädte“, der am 11. Mai im Forum in Anwesenheit von Lokalpolitikern und Vertretern der Partnerstädte erstmals einem größeren Brixner Publikum gezeigt wurde. Die 45-minütige Dokumentation wurde im Verlauf des vergangenen Jahres im Auftrag des RAI Sender Bozen von Willi Rainer produziert. Unterstützt wurde das Projekt von der Gemeinde Brixen und den Partnerstädten, der Region Trentino Südtirol und der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Der Film wird am 18. Juni im RAI Sender Bozen nach den Abendnachrichten ausgestrahlt und kann in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. jb

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Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen PFARRER 2.0: Wenn Pfarrer Artur Schmitt freitags im Büro anzutreffen ist, herrscht reger Andrang – über sämtliche Kommunikationskanäle

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PORTRAIT

„tt wie toller Typ ;-)“ ARTUR SCHMITT, Pfarrer von Natz, Raas, Elvas und Viums, über seinen Weg vom Bankkaufmann zum Priester – und über seine täglichen Zweifel.

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chmitt schreibt man mit zwei t, die stehen für toller Typ“, sagt Artur Schmitt mit einem verschmitzten Lächeln. Humorvoll und mit einer sympathischen Portion Selbstironie ausgestattet ist der Pfarrer von Natz, Raas, Elvas und Viums, wohltuend offen und unkonventionell. In der knappen Stunde, die unser Gespräch dauert, klingelt dreimal das Telefon, einmal zeitgleich das Handy und ein weiteres Mal die Türglocke. Eine Jungscharführerin holt Geld zum Eisessen, jemand möchte ein Gespräch, weil die Hochzeit bevorsteht. Freitags, da ist er immer im Widum von Natz anzutreffen, und da sucht man auch den Kontakt zum Pfarrer. Er redet schnell, mit einem fröhlichen Unterton, und man merkt ihm an, dass er sich in seiner Haut wohl fühlt.

sein würde. „Meine Kolleginnen und Kollegen kamen am Morgen in die Bank und wünschten sich nichts sehnlicher, als dass es endlich fünf Uhr sein würde.“ Also dachte er über eine Veränderung nach und begann, in Eichstätt Wirtschaftsethik zu studieren. Im Gespräch mit Freunden, darunter Karl Blasbichler, der heute Pfarrer in Neustift ist, beschloss er, die Studienrichtung zu wechseln und Theologie zu studieren. Er schrieb sich ins Priesterseminar in

Von der Banklehre zum Theologie-Studium. Südtirol hat Artur

Brixen ein und wohnte ein Jahr lang als Gast im Kloster Neustift. In dieser Zeit spürte er, dass ihm „das Klosterleben taugt.“ Er sei der einzige Tourist, der im Kloster Neustift hängen geblieben sei, wird Alt-Abt Chrysostomus Giner später einmal sagen.

Schmitt schon relativ früh kennen gelernt. Ein guter Freund der Familie, der Priester war, hatte ihn als Jugendlicher auf Kloster Säben mitgenommen, und zu Silvester 1990 war er zum ersten Mal im Kloster Neustift. „Ich war ein sehr kirchengebundener Jugendlicher“, erzählt Artur Schmitt, „die Religion gehört nämlich zum Alltag eines Rheinländers ebenso dazu wie Essen und Trinken.“ Er war Teil einer Clique von Jugendlichen, die bis zum Alter von siebzehn, achtzehn Jahren den Ministrantendienst versahen. „Und nachdem ich in der Vorhandy-Zeit groß geworden bin, traf man sich einfach am Samstag zur Vorabendmesse und unternahm danach etwas zusammen.“ Er sei zwar nicht besonders fromm gewesen, habe sich aber immer für Kirchliches interessiert. „Bevor du ins Kloster gehst, lernst du was Anständiges“, hatte seine Mutter immer gemeint. Das war der Grund, warum er eine Banklehre absolvierte. Bald aber merkte Artur Schmitt, dass diese Arbeit auf Dauer nichts für ihn

Die Entscheidung, Pfarrer zu werden, wurde in seiner Familie recht unterschiedlich aufgenommen. Seine Mutter hat gesagt, er hätte ja schon immer gemacht, was er wollte. Und sein Vater hat den Entschluss des Sohnes mit einem „Du spinnst!“ kommentiert. Er ist jemand, den man „überall hinstellen kann, denn die Menschen sind mehr oder weniger überall dieselben.“ Wichtig ist für ihn der gute Kontakt zu seiner Familie, seinen Eltern und dem

„Wenn man sich einer Sache hundertprozentig sicher ist, dann wird man ungerecht.“_ Artur Schmitt

Keine besondere Eingebung. „Ich bin weder vom Pferd gefallen noch hat mich der Blitz getroffen, es gab keinen besonderen Traum und keine Eingebung.“ Die Berufung von Artur Schmitt zum Priester hat sich einfach so ergeben, war kein Ringen um den richtigen Weg, sondern „die Zeit dahin war wie ein langer, ruhiger Fluss.“ Er glaubt an die Berufung durch Gott, „auch wenn der nicht nur ehelos lebende, akademisch gebildete Männer berufen wird.“ Und Artur Schmitt zweifelt jeden Tag. Nicht mehr zu zweifeln würde für ihn bedeuten, dass etwas nicht mehr stimmt. „Wenn man sich einer Sache hundertprozentig sicher ist, dann wird man ungerecht.“ Die Antwort auf seine Zweifel ist immer wieder dieselbe: „Es lohnt sich.“

Bruder, „der verheiratet ist und zwei Kinder hat, also vollkommen normal ist.“ Zwei Jahre lang war Artur Schmitt in Brasilien, zunächst für ein halbes Jahr im Nordosten in João Pessoa, „mitten im Niemandsland“. Dreißig Dörfer, 40.000 Menschen – und ein Pfarrer. São Paulo gefiel dem geselligen Rheinländer schon besser, er hat dort viele Kontakte geknüpft und kehrt regelmäßig in dieses Land zurück. Länger in Brasilien zu bleiben wäre nicht in Frage gekommen, „denn dann hat man Schwierigkeiten, sich bei uns wieder einzugewöhnen.“ Seinen Lebensmittelpunkt hat Artur Schmitt, der zur Unterhaltung Reiseführer liest, es liebt, über Wein zu fachsimpeln und gerne in die Oper und ins Theater geht, nach wie vor in Neustift, „aber im Grunde bin ich jeden Tag woanders.“

Steckbrief

Artur Schmitt wurde am 11. Oktober in Remagen (D) geboren, „einen Steinwurf von der geschichtsträchtigen Brücke von Remagen entfernt.“ Mit seinem älteren Bruder wuchs er im Ahrtal auf. Nach dem Abitur begann er eine zweijährige Ausbildung zum Bankkaufmann, arbeitete dann für ein halbes Jahr im Bankbereich und begann schließlich, in Eichstätt Wirtschaftsethik zu studieren. 1993 wechselte er zum Theologiestudium an das Priesterseminar in Brixen und trat ein Jahr als Novize in das Kloster Neustift ein. 1996 legte er die Ewige Profess ab; 1998 wurde er zum Priester geweiht. Von 1997 bis 2001 leitete Artur Schmitt das Bildungshaus Kloster Neustift, dann ging er für zwei Jahre nach Brasilien. Im Jahr 2003 bekam er mit der Pfarre Villanders seine erste eigene Pfarrei und blieb dort bis zum Sommer 2007. Dann wurde er als Kooperator nach Natz gerufen, seit drei Jahren ist er dort Pfarradministrator. Im Juni wird er sein Doktoratsstudium an der Universität Innsbruck abschließen. In seiner Doktorarbeit hat er sich mit Pastoraltheologie und mit den Laiendiensten in der brasilianischen Kirche beschäftigt.

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

BRIXEN

Junges Redetalent z Am 21. April fand wieder der Jugendredewettbewerb der Südtiroler Bauernjugend statt. In den einzelnen Alterskategorien traten Jugendliche gegeneinander an und maßen ihr Können in den Formen der klassischen Rede und der Spontanrede. Einen Erfolg in der Wertung der Spontanrede konnte dabei die Brixnerin Sandra Jöchler erzielen: Mit 15 Jahren die Jüngste ihrer Alterskategorie (Jahrgänge 1997-1994), holte sie sich den Sieg mit ihrer Antwort

auf die Frage, ob Markenkleidung unbedingt sein müsse. „Bei der Spontanrede war ich gar nicht aufgeregt, da ich die klassische schon hinter mir hatte und es mir sowieso leichter fällt, frei zu reden“, erzählt Sandra Jöchler. Auch mit ihrer klassischen Rede konnte sie überzeugen und durfte sich deshalb über den zweiten Platz in der Gesamtwertung freuen, knapp hinter dem Gesamtsieger Martin Blaas aus Meran.  aj

M&M Menschen & Meinungen

IN EIGENER SACHE

(Fast) synchroner Kindersegen

Der Spruch vom Much

I woaß schun, prum i koane Zeitungen mehr les. Aus jeder Ausgobe grinst mi der Walter un ...

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z Aus der hauseigenen Grafikabteilung erreichten uns vor einigen Monaten höchst erfreuliche Nachrichten: Vroni Oberleitner und Heidi Oberhauser gaben bekannt, ihr jeweils zweites Kind zu erwarten, und zwar nach Errechnung des Geburtstermins – zufällig beide (!) – am 4. April! Mit weiteren Übereinstimmungen wollten es Klein-Johann und Klein-Emil dann doch nicht übertreiben: Johann erblickte am 27. März das Licht der Welt, Emil am 8. April. Das „Brixner“-Team freut sich und wünscht Eltern und Kindern alles

Beste für die Zukunft. Bild links: Vroni Oberleitner mit dem kleinen

Johann, rechts Heidi Oberhauser mit Emil.  oz

Exzellente Leistungen im Fach Chemie: Alexander Rabensteiner vom Realgymnasium Brixen kam bei der Südtiroler Chemieolympiade unter die besten Acht und erhielt dafür bei der Diplomübergabe auf Schloss Rechenthal unter anderem eine Medaille in Bronze.

Anlässlich des Alpinitreffens hat der ehemalige Senatspräsident und derzeitige Senator Franco Marini Brixen einen Besuch abgestattet. Marini hatte in Brixen seinen Militärdienst absolviert und zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung der Stadt.

Das Altstadtkomitee Brixen hat sich um die neuen Mitglieder Joachim Kerer, Benjamin Profanter, Oliver Schenk und Philipp Gummerer erweitert. Weiterhin im Amt sind Helmuth Kerer als Präsident sowie Zeno Giacomuzzi, Hansjörg Auer, Adriano Gallonetto, Reinhold Nössing und Kurt Rastner.


O o op s

mein Hoppala

Claudio Zorzi, Präsident der Südtiroler Skilehrer

„Da fehlt doch noch was!“ Zwanzig Jahre mag es wohl her sein: Ich war damals Skischulleiter auf der Plose, und mein Büro war in der Bergstation eingerichtet. Zu jener Zeit fand Ende Jänner in Brixen ein Neurologen-Kongress statt. Am Vormittag gab es Seminare, und zu Mittag zog es die Fachärzte auf die Piste. Eines Nachmittags waren alle Skilehrer ausgebucht – aber gegen 14 Uhr kam noch ein Neurologe in der Bergstation an und wollte einen Skilehrer buchen. Ich erbarmte mich seiner mit den Worten „Ich bin ganz schnell angezogen“ und eilte in den Keller, um mich auszustatten. Fünf Minuten später stand ich in voller Montur vor ihm und rief: „Es kann losgehen!“ Er musterte mich gründlich und zeigte dann in Richtung Boden: „Da fehlt doch noch was!“ Und tatsächlich: Ich stand da mit Turnschuhen an den Füßen! In der Eile hatte ich vergessen, meine Skischuhe anzuziehen. Also bat ich nochmals um ein bisschen Geduld, und dann ging es wirklich flott auf die Piste. Einige meiner Kollegen haben die Szene wohl mit angesehen und sich vor Lachen „derkugelt“. Am Abend durfte ich auf diese Blamage hin eine Runde ausgeben. BRIXEN / SINGAPUR

Fußballmatch am anderen Ende der Welt z Eine besonders lange Reise haben einige Brixner für ein Fußballmatch auf sich genommen: In Singapur warteten nicht nur eine hohe Luftfeuchtigkeit auf sie, sondern auch ein hochmotiviertes Südstern-Singapur-Team. Die in Singapur lebenden Südtiroler zwangen die Gäste in die Knie und beendeten das schweißtreibende Match mit 9 zu 4 Toren. Die Niederlage steckten die Gäste allerdings spätestens bei einem kühlen Bier aus der Heimat

wieder weg. Genossen wurde dies im exklusiven „Senso“-Restaurant in Singapur, das vom Südtiroler Ivan Haller geführt wird. Im Bild die Hobbyfußballer aus Südtirol im schwarzen und das Südstern-Team-Singapur im roten Trikot: Thomas Kerschbaumer, Simon Falser, Zeno Kerschbaumer, Christian Vent, Gianfranco Capaldo, Alex Sperandio, Hannes Hellweger, Herbert Pohl, Manuel Furlotti, Alois Furlotti, Wally Mairegger und Giovanna Pollo.  eh

Leser kochen für Leser

mmh!

Veganer KidneybohnenBasilikum-Burger > Zutaten für 4 Personen

> Zubereitung

250 g gekochte Kidneybohnen 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe ½ Bund Basilikum 2-3 Stück getrocknete Tomaten 5 EL Olivenöl 1 ½ TL Salz, Pfeffer 1 Prise Zimt und Kümmel 100 g Paniermehl ohne Schweineschmalz 2 EL Olivenöl

Bohnen, Zwiebel, Knoblauch, Basilikum, Tomaten, Olivenöl, Salz, Zimt, Kümmel und Pfeffer im Mixer pürieren. Das Paniermehl zugeben und mit den Händen zu einen glatten, festen Teig kneten. Daraus flache Küchlein formen, mit Öl bepinseln und auf jeder Seite bei mittlerer Hitze 5 Minuten im Backrohr grillen. Dazu passen Kartoffel vom Rohr, Gemüse und Salat. Man kann den Burger auch mit Sesamburger, Salat, Ketchup als Burger im herkömmlichen Sinn zubereiten.

Evi Brugger ernährt sich bereits seit Jahren vegan – also ohne den Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch oder Honig. Mit diesem Rezept zeigt sie auf, dass auch in der veganen Küche nicht auf den Genuss verzichtet werden muss. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Voting

Ihre Meinung online

Ergebnis der Online-Umfrage:

„Freuen Sie sich auf die Brixner Kletterhalle?“ 4,42% Ja, weil ich selbst aktiv bin oder zu klettern beginnen möchte 30,88% Ja, weil ich der Meinung bin, dass es sich hierbei um eine sinnvolle Struktur handelt und dass die Nachfrage groß sein wird. 52,94% Nein, weil die Investition entschieden zu hoch ist. 11,76% Nein, weil ich die Kletterhalle selbst nie nutzen werde.

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Wer wird Fußball-Europameister?“ > Spanien > Italien > Deutschland > England > Keine dieser Mannschaften Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19


Menschen & Meinungen

BRIXEN / LONDON

LAMMento

Lutz Chicken in der „Times“

Dallas, Texas „Tja.“ Mehr sagte der Franz nicht, als er die Titelseite der tageszeitung vor der Nase hatte, die ihrerseits durch einen inzwischen zehn Minuten alten Cappuccino-MilchFleck unweigerlich die Aufmerksamkeit der Umgebung auf sich zog. „Da wird der Planer wohl in Texas in Urlaub gewesen sein“, sagte er nach einer Pause, die unsere Neugier nur noch steigerte. Texas? Ich sah Frieda an, wie sie verzweifelt die Brücke suchte zwischen Brixen und Dallas, dabei hatte sie sie ja vor der Nase, sozusagen. Die Brücke. „Neun Millionen Euro!“, sagte der Franz. „Für eine Brücke!! Die noch dazu nur eine Kopie ist einer bereits bestehenden!!! Also nicht einmal ein Unikat!!!!“ Franz wurde von Satz zu Satz lauter, bis er den Vier-Rufezeichen-Lärmpegel erreicht hatte, was ein klarer Beweis dafür war, dass er sich ordentlich ärgerte – dabei wusste er noch gar nicht, dass er einen Milchfleck auf der Nase hatte, was den neutralen Betrachter dann irgendwie doch amüsierte, was seinen eigenen Lärmpegel noch um ein weiteres Rufezeichen ansteigen ließ: „60 Meter hoch soll dieses Ungetüm werden!“ Frieda, die sich von hinten an Franz angeschlichen hatte und mit einer blitzschnellen Wischbewegung den Milchfleck eliminierte, sagte in ihrer gewohnt unendlichen Weisheit: „Da will sich wohl jemand ein Denkmal setzen, das die Allgemeinheit bezahlen darf“. Lustig ist ja, sag ich, dass der Planer gleichzeitig gegen einen 40-Meter-Masten für die Seilbahn ist. „Vielleicht sollte man ihm den Planungsauftrag geben“, sagt der Franz, „dann wär das Problem vom Tisch“. Die Frage ist nur: Welchen Masten kopiert er dann?

z Eine ganze Seite widmete am 12. Mai die renommierte britische Tageszeitung „The Times“ dem Brixner Arzt und Bergsteiger Lutz Chicken, der bekanntlich am 8. September 2011 in Brixen verstarb. Chicken, der durch seine Himalaya-Expedition 1939 und die daraus resultie-

rende siebenjährige Internierung in Indien in Bergsteigerkreisen weltbekannt war, arbeitete ab 1948 in unserer Stadt als äußerst geschätzter und beliebter Arzt der Allgemeinmedizin. „His desire to heal the sick was stronger than his wish to escape“, schreibt „The Times“ – und nimmt damit Bezug auf die Zeit der Internierung, in der die meisten Kollegen von Chicken zu fliehen versucht hatten – er aber als Arzt im Lager bleiben wollte, weil eben „seine Sehnsucht, Kranke zu heilen, stärker war als sein Wunsch zur Flucht“. Im Grunde aber bringt dieser Satz das Leben von Chicken wohl auf den Punkt, denn auch in Brixen war er zuallererst Arzt aus Leidenschaft. Autor des Nachrufs ist übrigens Roger Croston: „Ich war vor drei Jahren in Brixen und habe Chicken in seinem Haus interviewt“, schreibt Croston unserer Redaktion, „aber erst jetzt erfahre ich über die OnlineAusgabe Ihrer Zeitschrift von seinem Tod“. Croston hat uns einige historische Bilder geschickt aus der Zeit in Indien – eines davon mit Bert Paidar, Hans Lobenhoffer, Ludwig Schmaderer, Heinrich Harrer und Lutz Chicken. Einzig Lobenhoffer ist heute noch am Leben.  wv

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Pro& Contra Sollte der Kleine Graben verkehrsberuhigt werden? Der Hintergrund:

Auf gemeindepolitischer Ebene wird derzeit diskutiert, den Autoverkehr im Kleinen Graben und in der Regensburger Allee durch noch zu bestimmende Maßnahmen zu reduzieren – wie es im Übrigen im Koalitionsprogramm SVP/PD/GBL festgeschrieben steht.

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Heinz Dellago, ehemaliger Anrainer am Kleinen Graben: „Jetzt ist die Zeit reif dafür“ Ja Das Gute: Brixen verfügt bereits jetzt über eine sehr weitläufige Fußgängerzone, um die uns viele Gemeinden beneiden. Der Autoverkehr ist beinahe in der gesamten Altstadt nur eingeschränkt möglich. Das bedeutet eine hohe Lebensqualität für Bürger und auch für Besucher. Die Fußgängerzone wurde in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich ausgedehnt, zuletzt um die Trattengasse, die dadurch zu einer der schönsten Straßen der Stadt geworden ist. Dank Westumfahrung hat der motorisierte Individualverkehr nun seit letztem Jahr eine zusätzliche großzügige Möglichkeit, an der Stadt vorbeizukommen. Jetzt ist die Zeit dafür reif, die Fußgängerzone um einen neuen Teil zu erweitern, sprich um den kleinen Graben. So ließen sich wichtige Einrichtungen wie Universität, Gesundheitssprengel und Forum stärker an den Stadtkern binden. Der kleine Graben dient zurzeit nämlich vorwiegend als „Schleichweg“ durch die Stadt, vor allem von und nach Milland. Dies war möglicherweise vor Bestehen der Westumfahrung auch nötig, da diese Route die stark belastete Staatsstraße als einzige Nord-Süd-Transitroute entlastet hat. Nun besteht genügend Kapazität – dieser Schleichweg wird überflüssig. Ich kann es nicht verstehen, dass Kaufleute und Gastwirte gegen diese Erweiterung der Fußgängerzone sind. Sie lädt geradezu zum Verweilen ein und steigert so die Attraktivität der Lokale und Geschäfte enorm. Das Beispiel Altenmarktgasse zeigt dies deutlich: Gegen deren Umwandlung in eine Fußgängerzone haben sich die Kaufleute vor vielen Jahren auch massiv gewehrt, heute wäre eine Öffnung für den Individualverkehr undenkbar. z

Hanspeter Federer, Ortsobmann der Brixner Kaufleute: „Es besteht überhaupt kein Handlungsbedarf“ Nein Vor der Öffnung der Westumfahrung bestand in der Tat Handlungsbedarf: Die Venetostraße war überlastet, und viele Millander haben damals den Schleichweg über Kassianstraße und Kleinen Graben verwendet, um dem Stau auszuweichen. Dies ist heute nicht mehr der Fall, weshalb eine Verkehrsberuhigung am Kleinen Graben grundsätzlich nicht mehr notwendig ist. Außerdem: In der Regensburger Allee und am Kleinen Graben befinden sich auf kürzester Strecke nicht weniger als vier Zebrastreifen, die auch intensiv genutzt werden – weshalb der Verkehr hier sowieso nur sehr langsam rollen kann. Angedacht ist eine Einbahnregelung, gegen die schon allein die Tatsache spricht, dass hier Stadtbusse in beiden Richtungen verkehren müssen, weil ansonsten das gesamte Nahverkehrskonzept überarbeitet werden müsste. Eine weitere Verkehrsberuhigung am Kleinen Graben würde zudem bedeuten, dass der Verkehr auf die Venetostraße verlagert würde. Hier haben wir aber jetzt schon katastrophale Luftwerte, die sich dadurch noch weiter verschlechtern würden. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Brixen mit seiner 2,5 Kilometer großen Fußgängerzone bereits genug „verkehrsberuhigt“ worden ist – es besteht kein Handlungsbedarf mehr. Zum Vergleich: Hannover hat 500.000 Einwohner und eine Fußgängerzone von drei Kilometern, Heidelberg hat 150.000 Einwohner und eine Fußgängerzone von 1,6 Kilometern, Innsbruck mit 120.000 Einwohnern zwei Kilometer. Bei solchen Entscheidungen muss die Gemeindeverwaltung extrem vorsichtig und umsichtig sein, weil sie äußerst negative Auswirkungen haben können, die man heute noch gar nicht erahnen kann. z

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Menschen & Meinungen

Gastkommentar: Alessandro Marzola

Offener Brief an die Brixner Gemeindepolitik L iebe Brixner, bitte erlaubt mir, Euch allen gemeinsam einen Brief zu schreiben, um mit Euch über die Plose zu reden. Die Plose, unser Hausberg, darf nämlich nicht alleiniges Thema der Politik, der Koalition oder Opposition sein – die Plose geht uns alle an. Leider habe ich aber das Gefühl, dass sehr wenig unternommen wird, um den Ploseberg – auch die Liftgesellschaft und alles, was damit zusammenhängt – in einem angemessenen Rahmen zu unterstützen, damit es eine bessere Zukunft geben kann. Derzeit befindet sich das Unternehmen Plose nämlich in einem Prozess des seichten Dahinsterbens. 2008 wurde durch die Malik-Studie dagegengesteuert und ein touristisches und gesellschaftliches Leitbild für Brixen und den Berg erarbeitet. Dank dieses Leitbildes und der Maßnahmen, die sich daraus ableiten lassen, sollte der touristische Standort Brixen attraktiver und damit auch langfristig gesichert werden. Und: Brixen sollte mit dem Berg zusammenwachsen. Es folgten lobenswerterweise erste Maßnahmen, die die Studie vorgeschlagen hatte, und es herrschte eine sehr positive Aufbruchstimmung:

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Die Touristiker in unserer Gemeinde haben plötzlich wieder an sich selbst und an die Potentiale von Brixen und seinem Berg geglaubt. Es entstanden tolle Produkte wie die „Brixen Mobil+“-Karte für uns Brixner, die „Brixen Card“ für unsere Gäste, die Rodelbahn „RudiRun“, der „Double FunPark Plose“, der „WoodyWalk“ – die Brixnerinnen und Brixner haben sich begeistern lassen! Im Winter kaufen derzeit knapp 3.000 Jugendliche die Saisonkarte, und

und negatives Bild, in dem ich klar erkenne, dass die Brixner Politik keine Lehre aus den Ereignissen der Vergangenheit gezogen hat. Es wird so lange über die Projekte diskutiert, bis der Enthusiasmus, die Kraft und die Überzeugung, die darin stecken, totgeredet worden sind. Die Hotelzonen sind ein gutes Beispiel dafür. Es gab schon in den vergangenen Jahrzehnten Versuche, neue Hotels zu bauen – und dies geschah über die Ausweisung von Tourismuszo-

Höhe von maximal 5 Millionen Euro, die über ein PPP-Modell aufgebracht werden könnten. Und natürlich braucht es auch die klare Botschaft von Brixen nach Bozen: „Wir brauchen und wollen diese Seilbahn!“ Stattdessen wird jahrelang darüber diskutiert, ob ein solches Geschenk überhaupt sinnvoll sei und ob es denn eine bessere Alternative zum Standort Bahnhof geben würde. Eine Reihe von Lokalpolitikern – auch der Mehrheit – stellt sogar eine

„Während Ihr redet, geht der Plose der Atem aus“_ Alessandro Marzola, Plose Ski AG im Sommer haben nahezu 4.000 Brixner eine „Brixen Mobil+“Karte in ihrer Tasche. Aber: Die Plose braucht vor allem auswärtige Gäste, um zu überleben, denn sie steuern zu 85 Prozent am Umsatz bei. Die wichtigen Infrastrukturprojekte, die in der Malik-Studie definiert wurden, um Brixen als Tourismusdestination langfristig wettbewerbsfähig zu machen, sind heute nach über vier Jahren immer noch nicht umgesetzt worden. Mir scheint dies wie ein Déjàvu-Erlebnis, ein Bild der Vergangenheit, das sich in meinem Kopf wiederholt. Es ist ein trauriges

nen – genauso wie heute. Leider wurde damals wie heute kein einziges dieser Hotels errichtet. Der Hofburggarten ist immer noch nur Gerede. Und bei der Seilbahn redet man sich den Mund fusselig und schiebt eine dringende Entscheidung auf. Gerade bei der Seilbahn habe ich kein Verständnis mehr für die zaudernde Gemeindepolitik: Das Land hat klare Bereitschaft signalisiert, die Seilbahn gemeinsam mit dem faszinierenden Mobilitätszentrum selbst zu bauen und auch die Führung der Seilbahn zu übernehmen. Die einzige Verpflichtung der Gemeinde wäre ein fixer Beitrag in der

Studie in Frage, die mit einer professionellen Vorgehensweise ein klares Ergebnis gebracht hat. Landesrat Thomas Widmann sagt, nur der Standort Bahnhof wäre auch wirtschaftlich sinnvoll und entspräche der Vision seines Amtes, die Berggebiete an die Eisenbahn direkt anzubinden. Die Brixner Politik müsste jetzt nur noch „Ja“ oder „Nein“ sagen, und zwar schnell, denn ansonsten wird das Geld in ein anderes Seilbahn-Projekt investiert, und Brixen schaut wieder durch die Finger. Was tut hingegen die Politk? Sie zögert. Der Bürgermeister, der die Lösung längst im Blick hat, rennt gegen Wände.


Dabei beobachte ich Eure unentschlossene Haltung bei so vielen wichtigen Angelegenheiten. Durch diese Haltung wird alles auf die lange Bank geschoben. Tatsache ist, dass Ihr mit dieser konservativen ängstlichen Haltung darauf verzichtet, proaktiv unsere Gegenwart und Zukunft zu gestalten, was die eigentliche Aufgabe der Politik wäre. Jede wichtige Entscheidung bringt Veränderungen mit sich, und das Wort Veränderung wird in Brixen leider grundsätzlich negativ assoziiert. Aber: Nur wer den Mut hat, sich zu verändern und sich an ändernde Rahmenbedingungen anzupassen, kann auch die Chance nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Statt zu entscheiden, redet Ihr endlos über Projekte und habt dabei vergessen nachzufragen, ob überhaupt noch Zeit ist für langes Gerede. Stellt Euch vor, Notärzte würden am Unfallort minutenlang darüber diskutieren, wie sie den Patienten am besten reanimieren könnten – und dies, obwohl sie klare Anleitungen zu dessen Rettung mit auf den Weg bekommen haben. In unserem Fall ist die Anleitung das Malik-Projekt, und dieses gilt es umzusetzen, um den „Patienten Brixen“ zu retten. Während Ihr redet, geht der Plose nämlich der Atem aus. Ich kann mir mittlerweile die Zukunft in Brixen sogar ohne Plose vorstellen, denn durch Eure zuwartende Haltung werde ich gezwungen, mich mit diesem Szenario auseinanderzusetzen. Die Schließung der Plose würde

langsam und lautlos geschehen – ganz unspektakulär. Die Folgen wären jedoch dramatisch. Und das ist mein ganz persönliches Problem. Ich bin nämlich inzwischen ein leidenschaftlicher Brixner, die Plose empfinde ich als schönsten Berg der Welt, mit einem Panorama, das einfach atemberaubend ist. Das wäre aber noch lange kein Grund, die Plose als gut erschlossenes Erholungsgebiet zu erhalten. Mir geht es um die 200 Arbeitsplätze, die auf der Plose verlorengehen würden – das sind 200 Familien, die ich sehr intensiv als Freunde empfinde. Mir geht es um die Zukunft von Afers und St. Andrä, um das Wohlbefinden seiner Einwohner. Mir geht es auch um Brixen, mit seinem wunderbaren Zentrum, das unbedingt zusätzliche Gäste und Kunden braucht, die heute – und morgen! – auch wegen der Plose kommen. Mir geht es um meine und unsere Kinder, die auch in zehn Jahren noch auf der Plose skifahren und wandern sollen, ohne mit dem Auto auf den Berg fahren zu müssen. Für Euch ist die Plose eine Selbstverständlichkeit. „Wenn sie es bisher geschafft hat, dann wird sie auch weiterbestehen!“, so Eure Einstellung. Ich muss leider sagen, dass Eure endlosen Diskussionen mir die Hoffnung auf eine Zukunft genommen haben. Ich stelle mir inzwischen ernsthaft die Frage: Weitermachen oder aufgeben? Aus betriebswirtschaftlicher Sicht besteht gar kein Zweifel – sofort aufgeben und eine kontrol-

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lierte Schließung der Plose anpeilen. Man würde keine Schulden hinterlassen, und man würde den Berg auch wieder aufräumen. Es wäre alles wie früher, so wie es vielleicht dem einen oder anderen gefallen könnte. Eine solche Entscheidung fällt mir unglaublich schwer, denn es hängen viel zu viele Schicksale mit der Plose zusammen. Trotzdem: Einerseits trage ich eine große Verantwortung gegenüber jenen Menschen, die hier oben leben, aber andererseits kann nur ein profitables Unternehmen eine solche Verantwortung übernehmen, und die Liftgesellschaft erfüllt diese Voraussetzung heute leider nicht. Dabei wäre es so einfach. Ich glaube nach wie vor an das Potential der Plose, aber sie braucht

geeignete Rahmenbedingungen, die die Politik schaffen muss. Jetzt. Ich wünsche Euch allen den Mut, die wichtigen und richtigen Entscheidungen jetzt zu treffen. Durch Eure Entscheidungen könnt Ihr neue Impulse für Brixen setzen und somit auch die Voraussetzungen schaffen, damit an diesem Standort eine Zukunft möglich ist. Brixen ist auch meine Heimat. Hier bin ich zu Hause, und ich wünsche mir nichts mehr, als dass auch meine Kinder, wenn sie groß sind, eine so lebenswerte Stadt vorfinden, wie wir sie heute haben. Alessandro Marzola, Plose Ski AG

Zum Autor

Alessandro Marzola wurde 1969 in Bozen geboren. Studium der Wirtschaftswissenschaften, zweijähriges Management eines deutschen Konzerns in Bogotá. Marzola ist Geschäftsführer der Plose Ski AG und Mitglied des Verwaltungsrates der Südtiroler Volksbank.

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Umfrage

Wie gefällt die „Vertikale“? Das Kletterzentrum „Vertikale“ ist seit kurzem geöffnet, und der große Ansturm ließ nicht lange auf sich warten. Wir haben uns bei den Besuchern umgehört, was Sie von der neuen Kletterhalle halten.

Die Schweizerin Cornelia Hellstab urlaubt derzeit mit ihrer Familie in Brixen: „Wir haben von der Kletterhalle gelesen und sind ganz begeistert. Für die Stadt Brixen ist die Halle sicher ein großer Pluspunkt. Wir kommen nun noch viel lieber hierher. Die Kletterhalle gefällt uns von außen und von innen und ist ein tolles Freizeiterlebnis für die ganze Familie.“

Renato aus Brixen klettert schon seit Längerem: „La palestra va benissimo. È da tanto che faccio questo sport ed è la seconda volta che vengo qui a Bressanone. La palestra è molto funzionale, e spero che si mantenga. Anche se arrampicarsi sulle montagne è tutta un’altra cosa, anche qui si può fare l’allenamento all’esterno, e questo é fantastico. Prima andavo anche a Bolzano e a Sesto per allenarmi, ma visto che sono brissinese è molto più comodo avere la palestra qui in città.“

„Die Vertikale hat mich zum Klettern gebracht“, sagt Hugo Knollseisen. „Ich habe mich zwar schon einmal im Klettern versucht, damals war ich in einer weiter entfernten Halle – das war mir aber zu umständlich. Seit die Kletterhalle in Brixen geöffnet hat, bin ich schon einige Male hier gewesen und bin total begeistert.“

Sophia Letrari ist das erste Mal im Boulderraum: „Wir sind mit der Klasse hier; Klettern ist ein Wahlfach, und der Kurs ist voll besetzt. Ich bin begeistert und werde auch in meiner Freizeit Kurse besuchen. Die Betreuung passt, und jeder hat die Möglichkeit, sich im Klettern zu versuchen. Die Kletterhalle ist eine sehr gute Investition für Brixen. Allein in meinem Freundeskreis haben ganz viele vor kurzem mit dem Klettern angefangen.“

„Ich komme eigens aus Gröden, um hier zu klettern“, sagt Matteo Forni, der bereits seit sieben Jahren begeisterter Seilkletterer ist. „Vorher sind wir immer nach Bozen gefahren – Brixen ist aber natürlich noch praktischer. Die Halle gefällt mir wahnsinnig gut, es gibt tolle Routen, und es ist für jeden etwas dabei. Besonders praktisch ist die Halle in Brixen auch für die Klettergruppen, die vorher immer in Bozen trainierten.“

„Ich klettere bereits seit vier Jahren und habe schon einige Boulderräume gesehen – aber so groß wie dieser war noch keiner“, sagt Matthias Obergasser. „Ich komme fast jeden Nachmittag mit meinen Freunden her, und immer mehr Leute in meinem Alter fangen mit dem Bouldern an. Es ist auch sehr praktisch, dass man sich die Ausrüstung direkt in der Halle ausleihen kann.“

Auch Livio Prinoth kommt aus Gröden und ist bereits seit 20 Jahren dem Klettersport „verfallen“: „Früher bin ich immer nach Bozen gefahren, aber an Brixen schätze ich ganz besonders die vielen technischen Routen. Mir gefällt die Halle auch von außen gut, sie ist sehr futuristisch. Ich finde, dass sich die Investition ins Kletterzentrum für die Stadt Brixen sicher lohnen wird“.

„Ich arbeite in Brixen und komme am Nachmittag mit meinen Kollegen des Öfteren zum Klettern“, sagt Thomas Lechner. „Bei uns im Dorf boomt der Klettersport derzeit, und seit es die Halle in Brixen gibt, kommen viele meiner Kollegen auch hierher. Das einzige Manko ist das Parken: Wenn man eine Tageskarte für die Kletterhalle nimmt, muss man doch noch einige Euros für das Parkticket einkalkulieren.“ 25


Kunst & Kultur

JUBILÄUM DER MUSIKSCHULE BRIXEN

50 Jahre Pioniergeist

Seit dem Schuljahr 1961/1962 erlernen Kinder und Jugendliche in der Musikschule Brixen das Musizieren. Früher wie heute ist von den Lehrern und Verantwortlichen eine große Portion Idealismus und Pioniergeist gefordert, denn nach wie vor hat die Musikschule keine adäquate Unterkunft – und mit der Fünf-Tage-Woche sind weitere Probleme dazugekommen. Ein Streifzug durch die bewegten Zeiten der Jubilarin, beginnend in der Zukunft.

D

ie Schulreform ist eine der Ursachen dafür, dass die Zeiten an der Musikschule Brixen nicht nur in Vergangenheit bewegt waren, sondern es auch in Zukunft bleiben werden. Im September vollzieht sich der Übergang des heutigen „Instituts für Musikerziehung“ zum Bildungsressort aus pädagogischer, mit dem Jahreswechsel dann auch aus buchhalterischer Sicht. „Was das genau bedeuten wird, ist für uns noch nicht ganz klar“, sagt Musikschuldirektor Hans Peter Stifter.

Anekdoten Ein Lehrer soll einmal während des Musikunterrichts eingenickt sein. Einer der Schüler ist daraufhin ins Sekretariat gerannt und vermeldete, der Lehrer sei gestorben. Großes Glück hatte unser Re-

dakteur Anton Rainer – ehemaliger Schüler der Musikschule Brixen. Mit der Schultasche am Rücken bekam als kleiner Junge Übergewicht am Geländer im Stiegenhaus, stürzte in die Tiefe und landete auf einem schmiedeeisernen Schirmständer. Dass er sich dabei nicht schwer verletzt hatte, ist ein unglaublich glücklicher Zufall. Die Schultasche federte den Aufprall ab und verhinderte Schlimmeres. Der verbogene Schirmständer steht heute noch an seinem Ort. Die Geländer im Stiegenhaus sind mittlerweile erhöht worden.

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Stifter schaut mit gemischten Gefühlen in die Zukunft: „Von politischer Seite hat man uns versprochen, dass alles so weitergehen wird wie bisher.“ Der Grund für die Neustrukturierung liegt hauptsächlich im Einsparpotenzial durch die Nutzung von Synergien. Die Hoffnung des Direktors ist, „dass es in Zukunft leichter sein wird, mit den Schulen zusammenzuarbeiten.“ Im Hinblick auf die viel diskutierte Fünf-Tage-Woche möchte er beispielsweise anregen, dass die Brixner Schulen den Nachmittagsunterricht streuen sollten – das heißt, dass die Nach-

mehr möglich sein“, gibt Hans Peter Stifter zu bedenken. Lediglich einige Oberschulen in Brixen werden dienstags und donnerstags nicht Nachmittagsunterricht haben, was die Situation zumindest ein kleines bisschen entschärft. Warum die Sorge groß ist, mit der Fünf-TageWoche umgehen zu können, begründet Stifter auch mit der Tatsache, dass Schüler nur mehr wenig Übungszeit haben werden, weil sich der Schulunterricht auf viereinhalb Tage komprimiert. Landesrätin Sabina Kasslatter Mur argumentiert, dass nach der Umstellung eine Schulstunde pro

In Mühlbach ist die Fünf-TageWoche schon seit einigen Jahren Realität, und der Musikschulunterricht funktioniert hier trotzdem einwandfrei. Man könnte also annehmen, dass dies dann

„Der vorhandene Pioniergeist, gepaart mit einer besseren Struktur könnte die Musikschule sicherlich sehr viel weiter bringen“_ Margot Federspieler, Klavierlehrerin mittagsunterrichte nicht nur an zwei, sondern möglichst an vier Wochentagen stattfinden sollten. „Das würde uns sehr helfen, alle Schüler weiterhin im Musikschulunterricht unterzubringen“, so Stifter. Derzeit steht nämlich im Raum, dass alle Schulen an denselben Tagen Nachmittagsunterricht haben. Das heißt, den Musikschulen bleiben nur mehr zwei Tage übrig. „Unsere Lehrer unterrichten derzeit 24 Wochenstunden, aufgeteilt auf vier Tage. Wenn zwei davon wegfallen, wird das nicht

Woche entfällt und daher auch mehr Zeit zum Üben da ist, aber die Musiklehrer halten dagegen: „Die Kinder müssen täglich üben und können das nicht aufs Wochenende konzentrieren“, erklärt Margot Federspieler, langjährige Klavierlehrerin in Brixen. „Ein weiterer Punkt ist, dass wir verstärkt auf das Ensemblespiel setzen möchten, also unterrichtsübergreifendes Zusammenarbeiten, was noch schwieriger wird als es eh schon ist, wenn die Freiräume der Schüler immer knapper werden.“

auch in Brixen zu bewerkstelligen sein werde. „Das war bisher nur deshalb möglich, weil wir im Einzugsgebiet genügend Schulen mit Sechs-Tage-Woche haben und somit ausgleichen können“, relativiert Hans Peter Stifter. „Lehrer, die montags und mittwochs in Mühlbach unterrichten, sind dienstags und donnerstags in Brixen.“ Nach momentanem Stand der Dinge könnte das ab nächstem Schuljahr nicht mehr funktionieren, wenn nämlich überall dienstags und donnerstags Nachmittag Schulunterricht stattfindet.


JUBILÄUMSKONZERT: Zum Festakt des 50. Geburtstags der Musikschule erbrachten mehrere Schülerensembles beachtliche musikalische Leistungen

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Musizieren ist zeitintensiv. In

der Tat scheint die Zeitverfügbarkeit der Kinder und Jugendlichen zwischen Schule, Vereinen und Freizeitbeschäftigungen immer knapper zu werden. Kann das Musizieren da nicht einen Ausgleich darstellen? „Wenn ein Schüler sein Instrument einigermaßen beherrscht und ein Stück spielen kann, dann ja“, räumt Federspieler ein. „Aber bis es soweit ist, bedeutet regelmäßiges Üben auch harte Arbeit. Es geht darum, etwas Neues zu schaffen, motorisch neue Verknüpfungen herzustellen. Dazu braucht es Konzentration, und wenn man müde ist, fällt auch das Üben schwer.“ An den Schulen ist es üblich, so genannte Wahlpflichtangebote anzubieten, die die Schüler selbst auswählen können. Im Bildungsgesetz ist sogar vorgesehen, dass die Stunden, die die Kinder in der Musikschule absolvieren, der Wahlpflichtquote an den Schulen gutgeschrieben werden können. Die Schulen sind aber autonome Körperschaften, und sie dürfen selber entscheiden, ob sie das wollen oder nicht. „Viele Schulen haben sich leider dagegen

entschieden, weil sie sich in die Pflichtquote nicht dreinreden lassen wollen und weil sie früher oder später dadurch vielleicht auch Stellen verlieren könnten“, so Stifter. Dabei hat man in der Musikschule eine Umfrage unter den Eltern gemacht, wonach es durchaus Interesse geben würde, den Musikunterricht für das Wahlpflichtkontingent anzuerkennen. Trotz all der widrigen Umstände will Hans Peter Stifter den Kopf nicht hängen lassen: „Wir werden uns bemühen, Wege zu finden – so wie es die Musikschule Brixen in Vergangenheit schon immer getan hat. Auch wenn die Umstände auf den ersten Blick nicht ganz positiv stimmen, wollen wir nicht resignieren und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und unsere erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.“

Auf Standortsuche. Noch einen

weiteren Klotz schleppt die Musikschule Brixen seit Jahren an ihrem Bein herum: das Raumproblem. „Dieses Gebäude ist nicht nur zu klein, sondern auch sicherheitsmäßig nicht in Ordnung“,

erklärt Stifter. Es fehlen eine Brandmeldeanlage, Feuerlöschvorrichtungen, Notausgänge, ein Aufzug. Das Gebäude ist in keiner Weise behindertengerecht. Schon seit den 90er Jahren bemüht man sich um eine baldige Lösung. Bis vor Kurzem sah man im Priel-Areal eine gute Standort-Alternative, derzeit ist das St.-Josef-Missionshaus der bevorzugte Kandidat für die neue Unterkunft. „Priel ist immer noch im Hinterkopf und nach wie vor eine Möglichkeit, aber die Gemeinde favorisiert klar den Standort Missionshaus, weil dort auch die Universität einen Zubau plant und die beiden Vorhaben dann gemeinsam realisiert werden könnten“, erklärt Stifter. Auch hier gibt es ein Potenzial an Synergien zwischen den beiden Einrichtungen: zum Beispiel ein großer Vortragssaal, den weder Uni noch Musikschule täglich nutzen, aber beide brauchen. Derzeit verhandelt das Land mit den Missionaren, wie ein gemeinsames Miteinander aussehen könnte; einen Teil des Gebäudes wollen die Missionare nämlich auch weiterhin für sich behalten. Hans Peter Stifter hofft,

„dass sich die Entscheidung nicht mehr allzu sehr in die Länge zieht, denn die Standortfrage ist erst der erste Schritt, dann werden der politische und bürokratische

info Berühmte Töchter und Söhne der Musikschule Brixen Claudia Federspieler (Komponistin und Flötistin – unter anderem im Bruckner Orchester Linz) Reinhold Brunner (freiberuflicher Klarinettist) Tobias Chizzali (Domkapellmeister in Bozen) Heinrich Walder (Domkapellmeister in Brixen) Andre Schuen (Bariton – zurzeit unter anderem an der Oper Graz) Irene Troi (Violinistin) Manuela Kerer (Komponistin) Carolin Ralser (Flötistin) Hans Peter Kammerer (Sänger an der Wiener Staatsoper) Hannes Kerschbaumer (Komponist) 27


Kunst & Kultur

Bereits vor der offiziellen Gründung der Musikschule im Schuljahr 1961/62 gab es in Brixen Initiativen zur musikalischen Grundausbildung der Kinder

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Weg, Projektierung und Bauphase noch weitere Jahre in Anspruch nehmen.“ Das italienische „Istituto Musicale Vivaldi“ erhält derzeit eine neue Struktur. Von der grundsätzlichen Sinnlosigkeit, Musik als einzige Universalsprache nach Sprachgruppen zu trennen einmal abgesehen, hätte man sich hier zumindest eine Einrichtung teilen können. Der Leiter des „Istituto

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Musicale Vivaldi“, Giacomo Fornari, hat – beim Jubiläumsfest im Interview darauf angesprochen – ins selbe Horn gestoßen, dass diese Trennung nicht sinnvoll sei. Leider ist dieser Zug bereits abgefahren.

Enormer Andrang und Kostenbeteiligung. Momentan besuchen

über 1.200 Kinder, Jugendliche und auch einige Erwachsene die Musikschule Brixen. Die Wartelisten besonders für Gitarre, Schlagzeug und Klavier sind wie jedes Jahr sehr lang. In den Außenstellen Mühlbach und vor allem Vintl dagegen ist der Unterricht für Steirische Harmonika sehr gefragt. Bei der Diskussion

über den enormen Andrang an den Musikschulen kommt meist auch die Finanzierungsfrage ins Spiel. Die Eltern tragen nämlich nur fünf Prozent der Kosten, der Rest wird von der öffentlichen Hand bezahlt. In einem „Brixner“Interview vor rund einem Jahr forderte der ehemalige Musikschuldirektor Christian Graf mehr Mut ein, höhere Gebühren einzuheben und meinte, eine privatwirtschaftlichere Ausrichtung der Musikschulen wäre sinnvoll. Unter dem Aspekt, dass im öffentlichen Bereich die Kosten zurzeit kritisch unter die Lupe genommen werden, rückt die Frage, ob den Eltern eine Kostensteigerung zuzumuten wäre, erneut in den Vordergrund. Hans Peter Stifter plädiert auf jeden Fall dafür, die Schwelle nicht zu hoch anzusetzen, damit jeder, der die Musikschule besuchen möchte, dies auch tun kann, und damit dies keine Frage des Geldes sei. „Die Gebühren sind erst letztes Jahr angehoben worden, wenngleich sie im europäischen Vergleich immer noch niedrig sind.“ Die öffentliche Hand könne sich Bildung insgesamt durchaus etwas kosten lassen, ist Stifter der Ansicht. „Die Breitenförderung ist schon unsere Aufgabe, und wenn diese nicht mehr funktioniert, bedeutet das früher oder später das Aus für die Musikschule.“

Eduard Oberhauser, langjähriger Gitarrenlehrer an der Musikschule, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die Musikschule sollte von den Kosten vollkommen entkoppelt werden. Das Bedürfnis liegt beim Kind, die Entscheidung treffen die Eltern. Es gibt Fälle, in denen ein Kind sehr begabt ist, dies von den Eltern auch toleriert, aber nicht übermäßig geschätzt wird. Ein solches Kind darf vom Unterricht auch nicht ausgeschlossen werden.“ Margot Federspieler findet das neue Tarifsystem weitaus gerechter als vorher: „Es ist gut, dass wir jetzt eine pauschale Studiengebühr und nicht mehr eine zeitgebundene haben. Früher haben Schüler, die aufgrund ihres Fleißes oder Talentes Einzelstunden bekommen haben, ungerechterweise auch mehr bezahlt. Außerdem gibt es jetzt eine Geschwisterermäßigung, die den Familien entgegenkommt.“ Wenn schon, dann bestünde laut Federspieler in der bereits aufgebauten Doppelgleisigkeit mit den Mittelschulen musikalischer Ausrichtung und mit den sozialwissenschaftlichen Gymnasien Einsparpotential: Dort wird kostenloser Instrumentalunterricht angeboten. „Die Lehrer dort bekommen zwar keine feste Anstellung, sind aber gehaltsmäßig besser eingestuft als wir in der Musikschule. Diese Praxis treibt eine Kluft in unsere Berufsgruppe.“

einstellen; Proteste in den Medien blieben erfolglos. Mitte der 50er Jahre spürte der Kulturverein, dass es wieder an der Zeit wäre, einen weiteren Versuch zum Aufbau einer Musikschule zu wagen. Ab 1958 wurden mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde pädagogisch fundierte Musikkurse zur Grundausbildung der Kinder angeboten. In der Grundschule unterrichteten die Musiklehrer Marlene Goldiner, Raimund Federspieler und später auch Mitzi Sigmund jeweils ab 16 Uhr Singen, Blockflöte und Gitarre. Einmal in der Woche musizierte man im Kinderdorf. 1961 dann der dritte und entscheidende Anlauf zur Gründung einer Musikschule: Das Südtiroler Kulturinstitut übernahm die Musikkurse des Kulturvereins, der ebenso wie die Gemeindeverwaltung sehr erleichtert über diese finanzielle Entlastung war. 189 Schüler schrieben sich im ersten Schuljahr ein; erster Direktor war

Hans Simmerle aus Deutschnofen. Mit der „Alten Post“ hatte die Musikschule auch eine feste Unterkunft erhalten; 1980 zog man in die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Domkapitels in der Albuingasse um. 700 Schüler waren zum damaligen Zeitpunkt eingeschrieben, aufgeteilt auf 17 Lehrpersonen. Mittlerweise besuchen über 1.200 Schüler den Unterricht in Brixen – bei 50 Lehrpersonen. Und weil die Räumlichkeiten dieselben geblieben sind, mussten immer wieder zusätzliche Räume angemietet werden: Erlerhaus, Kassianeum, Vinzentinum und Priesterseminar dienten als Außenstellen. 1977 fasste man alle Musikschulen des Landes im „Institut für Musikerziehung“ zusammen, dessen Existenz mit dem heurigen Jahr zu Ende geht, wenn die Musikschulen in das Bildungsressort übergehen und den Brixner Pionieren erneut bewegte Jahre ins Haus stehen werden.

Im Rückblick Die erste Pionierin der Brixner Musikschule hieß Johanna Blum. Trotz der Wirren des Zweiten Weltkriegs und trotz der Tatsache, dass ihr Haus in Bozen fast völlig zerbombt war, stürzte sie sich voller Tatendrang in den Aufbau einer Musikschule. Im Oktober 1944 öffnete die erste Kreismusikschule ihre Tore in einem Haus in der Stadelgasse. Die Lehrer unterrichteten rund 200 Schüler in Klavier, Blockflöte, Gitarre, Zither, Harmonika, Blechblasinstrumenten und Singen mit Musikerziehung. Fast täglich mussten Lehrer und Schüler den Unterricht unterbrechen und den Luftschutzkeller aufsuchen. Trotz aller Widrigkeiten besuchten bis zum Ende des ersten Musikschuljahres noch 100 Schüler den Unterricht, gaben Schülerkonzerte, musizierten im Lazarett und im Spital. Aufgrund der knappen Geldmittel musste Bürgermeister Otto von Guggenberg im Sommer 1945 aber den Musikschulbetrieb


Das Musizieren in Gruppen hat eine große Bedeutung im Unterricht und sollte in Zukunft einen noch höheren Stellwert in der Musikschule bekommen

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Den Geist der Pioniere weiterleben. Das Selbstverständnis der

Musikschule Brixen brachte Direktor Hans Peter Stifter anlässlich der Jubiläumsfeier auf den Punkt: „Wir wollen den Geist unserer Pioniere weiterleben, den man nach wie vor spürt.“ Den Geist einer Johanna Blum beispielsweise, die nach dem Krieg versucht hat, eine Musikschule aufzubauen, aber an der Finanzierung gescheitert ist. Und auch heute ist von den Lehrpersonen in Brixen noch sehr viel Pioniergeist gefragt. VizeDirektorin Barbara Pasquazzo kann dies nur bestätigen: „Ich als Münchner Kindl spüre diesen Geist ganz deutlich auch im Unterschied zu anderen Musik-

schulen: das Engagement, über das normale Stundenkontingent hinaus bei der Sache zu sein, die Bereitschaft, mehr zu leisten als normal wäre, Großartiges zu leisten.“ Man habe diesen Geist am Beispiel des Konzertes zur Jubiläumsfeier im Forum deutlich erkennen können. „Deutschland hat auch gute Musikschulen, aber so etwas Sagenhaftes habe ich dort nie gehört – vom Orchester über die Chöre bis hin zu den Klaviersolisten. Wenn man sich vor Augen hält, unter welch schlechten Bedingungen geprobt worden ist, bekommt diese Leistung noch eine besondere Note. Dass Schüler und Lehrer trotzdem

durchgehalten haben, ist sehr lobenswert“, schwärmt Pasquazzo. Margot Federspieler räumt aber auch ein, dass irgendwann genug sein müsse mit der Pionierzeit: „Die mangelhafte Struktur zehrt im Laufe der Zeit schon an der Motivation: Es gibt zum Beispiel kein Lehrerzimmer, was dazu führt, dass sich die Lehrerschaft in kleine Zellen aufteilt, weil sie keinen geeigneten Treffpunkt hat.“ Die Musikschule schöpfe derzeit nur einen Bruchteil ihres Potenzials aus. „Der vorhandene Pioniergeist, gepaart mit einer besseren Struktur und einer guten Persönlichkeit an der Spitze, könnte die Musikschule sicherlich sehr viel weiter bringen“, so Federspieler. Eduard Oberhauser fordert aber eine strikte Trennung zwischen Struktur und Unterricht ein: „Wesentlich ist immer noch, was mit den Schülern passiert, und hier hat die Struktur sicher keine Schuld.“ Direktor Stifter ist sich sicher, dass man sich mit einer geeigneten Struktur besser entfalten könne. Seine Vision ist, dass sich die Musikschule dann aus drei Gesichtspunkten heraus verstärkt entwickeln muss: zum einen dem Ensemblespiel, dem derzeit die geeigneten Räume fehlen, zum zweiten der Erweiterung des Angebotes, beispielsweise eines EBass- oder Jazz-Piano-Unterrichts, und zum dritten, indem man ein

info

Hans Peter Stifter (41) lebt in Oberrasen im Pustertal. Nach der Matura Querflöten- und Musikwissenschaftsstudium in Innsbruck und Wien. Unterrichtstätigkeit beimInstitut für Musikerziehung und in verschiedenen öffentlichen Schulen, seit 2005 Direktor der Musikschule Vintl, seit 2011 Direktor der Musikschule Brixen. 

offenes Haus sein wolle, in das viele Menschen hereinkommen und den Kosmos der Musik entdecken können.

oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

info Musikschule Brixen feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einer Reihe von Konzerten Was bereits Ende April mit einem Festakt unter Anwesenheit zahlreicher Gäste, Lehrer und Schüler, mit einem Festvortrag über die Bedeutung der Musik für den Menschen, mit launigen Reden und viel anspruchsvoller Musik begangen wurde, erfuhr im auslaufenden Schuljahr seine höchst unterhaltsame und ideenreiche Fortsetzung mit einer Reihe von Konzerten. Das erste Konzert dieser Reihe anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Musikschule Brixen erlebte das Publikum Anfang Mai im Forum Brixen. Wichtigstes Element der musikalischen Darbietungen an diesem Abend sollte das 40-köpfige Musikschulorchester unter der Leitung von Felicitas Schweizer-Kostner sein, das mit der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel die dem Anlass angemessene Atmosphäre schuf. Diese am 17. Mai 1749 uraufgeführte Gelegenheitsmusik, die der

britische König Georg II. anlässlich des Aachener Friedensschlusses in Auftrag gegeben hatte, ist ein Werk voller musikalischer Effekte, anpackend im Tempo und melodisch einfallsreich. SchweizerKostner führte die zum Teil noch sehr jungen Musiker sicher über technisch schwierige Passagen und nützte ihren jugendlichen Enthusiasmus für eine mitreißende Darbietung. Ein Chor von fast ebenso vielen Kindern trat für den nächsten Programmpunkt auf: Das Programm war eine Hommage an den erfolgreichen französischschweizerischen Kinofilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (Originaltitel: „Les Choristes“) aus dem Jahr 2004. In diesem Film, der – mit wenigen Ausnahmen – durchgängig mit Laien besetzt ist, spielt der Chorgesang eine wichtige Rolle. Drei Lieder aus dem Film wurden mit Orchesterbegleitung vorgetragen: „Sieh auf deinem Weg“, „Sanft weht ein Hauch überm Meer“

und „Papierflieger“. Valeria Gasser hat nicht nur eine brillante Arbeit in der Stimmpflege geleistet, sondern auch an der Aussprache gefeilt und auf starke Bühnenpräsenz gesetzt. So konnte der musikalische Funke überspringen. Der Nachwuchspianist und Schüler von Barbara Pasquazzo, Jakob Mitterrutzner, zeigte mit dem 2. Satz aus Shostakovichs Konzert Nr. 2 in F-Dur außergewöhnliche Musikalität und technische Virtuosität. Der zweite Teil des Konzerts stand im Zeichen der Vokalmusik: „Cantus feminae“ nennt sich das Ensemble unter der Leitung von Valeria Gasser. Es trug zwei Lieder von Friedrich Semtana vor: „Die Schwalben“ und „Sonnenuntergang“. Carmen Declara leitet das „Vokalensemble“, das mit drei ganz unterschiedlichen folkloristischen Balladen reüssierte. Beiden gemeinsam sind die saubere Intonation und die kultivierte Aussprache.

Das im Wettbewerb „Prima la musica“ sehr erfolgreiche Hornquartett „Two and two“ (Lehrer: Manfred Messner) trat vor das Publikum gleichsam als Generalprobe für den Auftritt beim Bundeswettbewerb, dessen Teilnahme sie sich beim Landeswettbewerb erspielt hatten. Zum Schluss sollte noch einmal das Orchester seine begleitende Funktion erfüllen. Zwei äußerst talentierte junge Damen, Cornelia Messner und Sophie Melzer, spielten den 2. Satz Larghetto aus dem Konzert in d-moll für zwei Klaviere und Orchester von Francis Poulenc und bewiesen einmal mehr, welche Türen jungen Menschen durch die Musik geöffnet werden, wenn sie sich einlassen auf diszipliniertes Üben und die vielseitigen Möglichkeiten, sich musikalisch auszudrücken. Barbara Fuchs

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DIVERSES

Kunst & Kultur

Fernöstliches Utopia Foto: Oskar Zingerle

Gerade rechtzeitig zum Internationalen Museumstag wurde der restaurierte Chinesische Turm im Hofburggarten im Rahmen des Projektes „Open City Museum“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Chinesische Turm im Südwesten des Hofburggartens wurde kürzlich restauriert. Eine Ausstellung ist auf Anfrage noch in den nächsten Wochen zu besichtigen

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M

it einem Hauch Fernost sprenkelte die Stadt Brixen die Feierlichkeiten rund um den Pagodenturm im Südwesten des Baumgartens. Die Bevölkerung war eingeladen, den Einflüssen des Orients im 18. Jahrhundert im Hofburgareal nachzuspüren, begleitet von exotischen Klängen, Teezeremonien, schwebenden Glückslampions und der Fotoausstellung über chinesische Mitbürger. Die Direktorin des Amtes für Bau- und Kunstdenkmäler, Waltraud Kofler Engl, leitete die Themenführung „Sehnsucht nach dem Paradies – Chinoiserien in Brixen“ und beeindruckte die unzähligen Besucher mit ihrem breitgefächerten Wissen über die fernöstliche Kunst und den fürstbischöflichen Garten, dessen kulturhistorische Bedeutung sie nie müde wird zu betonen.

Der Hofburggarten früher. Zeitgleich mit dem Umzug des Bischofs Bruno von Kirchberg wird 1265 erstmals ein Pomarium erwähnt, das den bischöflichen Haushalt mit dem Luxusgut Obst versorgte. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage nach dem Vorbild italienischer Fürstenhöfe ausgebaut mit Arkadenhof, Theater, Lust- und Ziergärten mit Oran30

gerie, Volieren, Fischkalter und Hirschställen im Herrengarten. Der Baumgarten zeigte schon damals das heutige Ausmaß von drei Hektar Streuobstwiese mit einem nicht mehr vorhandenen Gewächshaus. Die zweigeschossigen Pavillons wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter Fürstbischof Lodron in die heutige Form gebracht und dienten dem sommerlichen Aufenthalt der hohen Geistlichkeit.

Sehnsucht nach einer exotisch heilen Welt. Die im 18. Jahrhun-

dert von Frankreich ausgehende Vorliebe für fernöstliche Kunst und Kultur und die Faszination für die geheimnisvolle Ferne fanden in ganz Europa auch in adeligen und bürgerlichen Stadthäusern Eingang. Noch bis ins 19. Jahrhundert blieb asiatisches Dekor bei Porzellan, Seide, Tapeten und Mobiliar in Mode, und das konfuzianische Staatswesen galt bis dahin als vorbildlich. Neben europaweit bekannten Bauten in München, Potsdam, Kew bei London und Palermo gibt es auch in Brixen Zeugnisse dieser Sehnsucht nach exotischen „Heilen Welten“. Im chinesischen Kabinett in der Hofburg finden sich bemalte Tapeten von Franz Altmutter, im

Japanischen Turm im Südosten stellen rot lackierte Säulen einen Bezug zu Japan her, und im Haus Scheuchegg ist das Turmzimmer mit exquisiten Chinoiserien ausgemalt.

Der Chinesische Turm im Hofburggarten. Die Restaurierung

des Chinesischen Turms will Kofler Engl als Auftakt für die geplante denkmalgerechte Wiederherstellung des gesamten historischen Baumgartens und dessen öffentlicher Nutzung verstanden wissen. Der zweigeschossige Chinesische Turm mit doppeltem Pagodendach, steinerner Freitreppe und Terrasse mit Ausblick zitiert im äußeren Erscheinungsbild chinesische Formen, nicht jedoch in der Ausstattung des Innenraumes. Spätklassizistische Dekorationsmalereien mit Blumenvasen und Blumengehängen, fragmentarisch erhaltene Landschaften in den Feldern über den Fenstern und ein geröteter Abendhimmel mit fliegenden Vögeln folgen der europäischen Tradition. Das bei der Restaurierung freigelegte Zitat aus Senecas Briefen an Lucilius „O BEATA SOLITUDO, O SOLA BEATITUDO“ (O gesegnete Einsamkeit, o einzige Glückseligkeit) nimmt Bezug auf die Funktion des

Pavillons als Ort des Rückzugs und der Ruhe. Möglicherweise wusste Fürstbischof Lodron um die chinesische Tradition, nach einer bestandenen Prüfung, notwendig für die Ämtervergabe, Gedichte an die Wände der Pagode zu schreiben, um zuteilgewordene Ehre und Glück festzuhalten. „Glück, komm zu mir“ heißt sinnigerweise auch die begleitende Fotoausstellung des jungen Brixner Fotografen Giovanni Melillo Kostner. Sie zeigt Momentaufnahmen chinesischer Mitbürger in Südtirol und die ihrer Verwandten in China. Die Fotoserie wurde schon mehrfach weltweit gezeigt und aus aktuellem Anlass mit Bildern vom Chinesischen Kabinett in der Hofburg ergänzt. In der Pergola wurde während des dreitägigen Happenings des interkulturellen „Open City Museum“-Projekts, kuratiert von Martha Jiménez Rosano, die Serie „Chinese everyday people“ präsentiert. „Beijing Silvermine“ aus dem Archiv des französischen Sammlers Thomas Sauvin dokumentiert in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Künstler Lei Lei gerettetes Fotomaterial aus einer Recyclinganlage. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


MUSIK

Barocke Meisterwerke Bach-Passion und Händel-Oratorium: Zwei barocke Meisterwerke eröffneten das Konzertjahr der Initiative Musik und Kirche.

Vom Pfadfinderensemble zur Weltspitze. Die völlig unpräten-

tiöse Art zu musizieren erklärt sich aus der Geschichte dieses Ensembles. Der damals 18-jährige Schmidt-Gaden übernahm 1956 den als Pfadfinder- und Singgruppe gegründeten Chor und führte ihn in den vergangenen Jahrzehnten an die Spitze der weltbesten Knabenchöre. Das Publikum im Brixner Dom erlebte nicht nur bestens intonierte und nahezu mühelos gestaltete Ensembleleistungen – der Chor wurde kongenial ergänzt durch das Orchester l’arte del mondo –, sondern vor allem durch überirdisch schön gestaltete Soloarien des Sopran- und Altsolisten, die beide auch im Chor mitwirkten. Die entrückte Leichtigkeit, mit der die Koloraturen, etwa in der Arie „Zerfließe mein Herze“,

Foto: Konrad Eichbichler

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it zwei Konzertereignissen im Dom hat die Brixner Initiative Musik und Kirche ihr diesjähriges Programm eröffnet. Dabei wurden zwei Meisterwerke barocker Komponisten dargeboten, bei denen Interpreten, Besetzung und Ausführung nicht unterschiedlicher hätten sein können. Da beeindruckte Anfang April zunächst der Tölzer Knabenchor unter der Leitung des hochbetagten und begnadeten Chorpädagogen Gerhard SchmidtGaden mit einer an Präzision und Dichte kaum zu überbietenden Aufführung der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Sie ist neben der Matthäus-Passion die einzige zur Gänze erhaltene Passion Bachs und erlitt nach ihrer letzten Aufführung zu Bachs Lebzeiten 1749 ein ähnliches Schicksal. Sie bedurfte erst der Wiederentdeckung durch den Romantiker Felix Mendelssohn Bartholdy. Seither zählt dieses für Knabenchor und -solisten sowie kleine Orchesterbesetzung geschriebene Werk zu den Glanzstücken der Kirchenmusik. Das ist wohl vor allem der vielschichtigen Darstellung des Leidens Jesu zu verdanken, die eine mitleidende Betrachtung und meditative Versenkung ermöglicht.

Der 50 Mitglieder starke Chor des Collegio Ghislieri setzt in seiner Darstellung auf große Gesten durch dynamische Kontraste und klangfarbliche Effekte

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gestaltet wurden, brauchte keinen Vergleich mit erwachsenen Interpreten zu scheuen. Zu Tränen gerührt spendete das Publikum frenetisch Applaus.

Kollektives Leiden des Volkes Israel. Das Oratorium „Israel in

Ägypten“, das Anfang Mai durch den Chor des Collegio Ghislieri aus Pavia und das ungarische Kammerorchester Capella Savaria unter der Leitung von Nicholas McGegan aufgeführt wurde, zählt zu Händels populärsten Oratorien. Das dargestellte Leiden ist hier nicht mehr individuell, sondern betrifft das kollektive Schicksal der Unterdrückung und Erniedrigung des jüdischen Volkes, wie es im Alten Testament geschildert wird. Wohl aus diesem Grund hat Händel für dieses Werk vor allem beeindruckende Chöre gestaltet, deren Erzählung nur gelegentlich durch Soloarien unterbrochen wird. Der jüdische Gründungsmythos beginnt im ersten Teil mit der detailreichen Darstellung der über das Volk Israel hereinbrechenden Prüfungen und Plagen. Der aus 50 Mitgliedern bestehende Chor, der zu einem guten Teil aus exzellent geschulten Laien besteht, setzt in seiner Darstellung vor allem auf

große Gesten durch dynamische Kontraste und klangfarbliche Effekte. Dies geht zwar manchmal auf Kosten von Transparenz und Präzision, vor allem bei den Einsätzen einzelner Stimmgruppen, lässt aber dank einer sehr engagierten und authentischen Musizierweise durchaus dichte und anrührende Klangbilder entstehen. Im zweiten Teil weichen die trüben Klagen einem beinahe hemmungslos ausufernden Lobpreis Gottes, der durch die eingestreuten Arien von Silvia Frigato und Karin Selva (Sopran), dem

Countertenor Raffaele Pe, dem Tenor Baltazar Zúñiga und den Basssolisten Marco Bussi und Sergio Ladu eine individuellemotionale Komponente erhält. Unter der mitreißend-dynamischen Gestaltung leidet gelegentlich die Intonation, was der Gesamtwirkung allerdings nichts von ihrer Überzeugungskraft nimmt. Den begeisterten Applaus verdienen die Interpreten aus Pavia und Ungarn für ihre beachtliche Ensembleleistung allemal. Barbara Fuchs Leserbrief an: echo@brixner.info

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Maka des Martin Kaser St. Lorenzen · Tel. 347 1624369 info@maka.bz · www.maka.bz 31


Kunst & Kultur

AUSSTELLUNGEN

Kunst in Gärten, Gassen und Galerien Im Frühling erwacht die Natur, Blumen und Sträucher sprießen aus der Erde. Auch die Künstler öffnen jetzt die Ateliers und beleben den öffentlichen Raum mit ihrer Kreativität.

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unstbegeisterte kommen zurzeit an den verschiedensten Orten unserer Stadt voll auf ihre Kosten. Im Herrengarten ragen zwei bemerkenswerte Skulpturen von Lokalmatador Manfred Mureda aus dem Grün der Staudenkräuter, in der Galerie Hofburg bezauberten bis vor Kurzem Erna Valentinis fantastische Papierwelten. Im Marzari-Garten ist die Themenausstellung „Der lange Weg des Elefanten“ angelaufen und, und, und ...

Vorhang auf. Ende April wur-

den die Großen Lauben vor dem Rathaus zum Schauplatz einer Performance der besonderen Art. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Maria Walcher wollte die Gruppe „StoffArt“ der Gaia Mureda auf die prekäre Situation der Menschen aus meist fremden Kulturen aufmerksam machen, die im Verein tätig sind. Der Vorhang mit applizierten Erfahrungsberichten, in den sich die lebende Schaufensterpuppe einhüllte beziehungsweise sich enthüllte, symbolisiert die Sichtbarkeit der einzelnen Schicksale. Menschen können Einblicke in ihr Leben gewähren, aber auch verwehren.

Zwölf Porträts in SW. Einen Blick

in sein neu eröffnetes Atelier in Stufels – das immer mehr zum Künstlergassl wird – gewährt uns auch Hartwig Thaler mit zwölf Portraits in Schwarz-Weiß. Der Brixner Künstler ist bislang vor allem durch Monumentalwerke und Installationen über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden. Nach mehreren Anläufen präsentiert er nun zur allgemeinen Überraschung erstmals Portraits in SW. Die Protagonisten seiner Kohlestiftzeichnungen sind Freunde, Bekannte und Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Politik, Frauen und Männer, jede und jeder eine ganz persönliche Inspirationsquelle für den Künstler. Fotografischen Wieder32

erkennungseffekt sucht man vergeblich, in den markanten Linien scheinen die Charakterzüge tief eingegraben zu sein, die beigefügten Elemente vervollständigen das Bild, das sich der Portraitist von seinem Gegenüber gemacht hat. „Das Portrait“, sagt Hartwig Thaler, „ist ein besonderer Dialog zwischen Modell und Künstler. Ich versuche mich einzulassen auf einen faszinierenden Menschen, in dessen Gesicht sich seine Persönlichkeit zeigt: Helles und Dunkles, Freude, Hoffnung, Trauer und Angst“.

Martin Tschöll in der Stadtgalerie. Viel Freude bereitete

Kuratorium-Mitglied Sergio Sommavilla dem Vinschger Künstler Martin Tschöll aus der geschützten Werkstatt Prad, als er ihn letzthin für eine Ausstellung in die StadtGalerie holte. Damit endet sein Außenseiter-Dasein und er wurde „Einer, der seinen Namen bewohnt“. Diese sinnige Bezeichnung stammt von Martin Tschölls pädagogischem Begleiter Dietmar Raffeiner, der mit seinem „Versuch einer Annäherung“ in der Eröffnungsrede berührende Momente heraufbeschwor. Wie auch immer die Einschränkung des Schützlings betrachtet werden will, Martin Tschöll lässt sich keinesfalls in ein gängiges Schema pressen. Spontan und leidenschaftlich gestaltet er seine fantastischen Tierformen, die er aus Abfallholz völlig individuell gestaltet, immer der augenblicklichen Eingebung folgend. Martins Kunst ist frei von jeglichen Vorbildern und Dogmen, es ist ein Spiel mit ungewissem Ausgang, manchmal realistisch anmutend, dann wieder verfremdet und abstrakt. Seine Tierfiguren sind wild, schräg, zart, sinnlich, unschuldig, ganz wie der Künstler selbst, der mit ihnen redet und durch sie spricht.

„Alles Recht“. Eine ansprechende Ausstellung ist die derzeit laufende in der StadtGalerie mit dem

Mit einer Performance machte die Künstlerin Maria Walcher in Zusammenarbeit mit der Gruppe „StoffArt“ auf die prekäre Situation der Menschen aus fremden Kulturen aufmerksam

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provokanten Titel „Alles Recht“. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund, deren Mitglieder die teilnehmenden Künstler selbst per Voting auf basisdemokratischer Ebene ermittelt haben, ganz im Sinne der aktuellen Diskussion um die Macht er Kuratoren. Das Projekt basiert laut Thomas Sterna auf einem Experiment, bei dem ein berühmter Geiger nach

einem umjubelten Konzert dasselbe Programm in einer U- Bahn spielte. Ergebnis: 1 Zuhörer, 35 Dollar Einnahmen. Die Probe aufs Exempel bestätigt die Bedeutung des Rahmens für die Wahrnehmung; so adelt zum Beispiel ein berühmtes Museum automatisch die Arbeit des Künstlers. Gino Alberti, Paul Feichter, Thaddäus Salcher, Hubert Scheibe und Barbara Tavella, vom Zufall


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zusammengeführt, entwickelten ein individuelles Konzept und führten die Verwirklichung eigenhändig aus. Salcher erforscht Mensch und Materie in seinen Kupferreliefs, Tavella collagiert Bilder neu, Scheibe lädt kleine Formate mit großem Gestus energetisch auf, und Albertis Bettgestell ist eine Persiflage auf die Bilderwelt der Romantik. Paul Feichter nimmt direkten Bezug zum Virtuosen in der U-Bahn und stellt drei riesige Schalen aus Holz in den Raum. Aufmerksamkeit garantiert!

Kunstkooperation Brixen-Regensburg. Garantiert aufgefallen sind die Vertreter des Kuratoriums StadtGalerie Alex Pergher und Sergio Sommavilla auch in Regensburg mit ihrer „Kunstkooperation“ zwischen Brixner und Regensburger Künstlern im

Historischen Museum. Außer den hierzulande bereits bestens bekannten Wigg Bäuml und Stefan Göler, Jürgen Schönleber und Günther Kempf haben sich auch einige junge neue Gesichter dem künstlerischen Dialog der Partnerstädte gestellt. Eveline Kooijman besticht durch düstere Donauansichten, Jasmin Schmidt beeindruckt mit einem „Gestöber“, das an den Supergau an der Börse gemahnt, Florian Topernpong verarbeitet mitteleuropäische Denkmuster zu witzigen Schnittmengen-Graphiken, und das Künstler-Duo „Frischwasserzone“ tobt sich im „Live“-Panoptikum aus. Die Brixner Künstler scheinen vordergründig philosophische Inhalte zu verarbeiten (Hans Knapp) oder Seelenzustände (Hannes Vonmetz Schiano, Alex Pergher). Auf experimentellen

Foto: Oskar Zingerle

Foto: Oskar Zingerle

Martin Tschöll gestaltet spontan und leidenschaftlichTierformen aus Abfallholz – immer der augenblicklichen Eingebung folgend

Im Herrengarten ragen zwei bemerkenswerte Skulpturen von Lokalmatador Manfred Mureda aus dem Grün der Staudenkräuter

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Pfaden wandelte Leander Piazza mit seinem fotographisch nachempfundenen Werk. Sergio Sommavilla vertraute hingegen auf die Wirkung seiner vergeistigten Köpfe. Maria Stockner widmet sich in ihren textilen Installationen frauengeschichtlichen Thematiken, während Josef Rainer mit urbanen Alltagssituationen in „verrückten“ Dimensionen spielt.

Mit seinen zweisprachig beschrifteten Witzbildern ironisiert Heinz Mader sein eigenes malerisches Tun. Ein aufwändig gestalteter Katalog der Kuratoren Pergher und Sommavilla begleitet die sehenswerte Schau. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

LIVE IN CONCERT

Meine Meinung

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Irene Dejaco

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Am Freitag, den 4. Mai, habe ich mir drei „Surrogates“ herbeigezaubert wie im gleichnamigen Film mit Bruce Willis. Als bekennender Kulturjunkie hatte ich die Klone bitter nötig, denn ich sollte bei vier, nein, eigentlich fünf Vernissagen dabei sein, die alle zwischen 17 und 19 Uhr stattfanden. Die Eröffnung auf Schloss Runkelstein über die jüdische Präsenz in Bozen hab ich mir gleich abgeschminkt; aus berufsethischen Gründen wählte ich selbstredend die Franzensfeste, wo der Startschuss fiel zur Dauerausstellung über die Festung selbst. Um 17.30 Uhr schickte ich Klon I ins Domcafé, wo die Fotoausstellung „Der geheime Garten“ von 2011 das Warten auf die Werkschau „Der lange Weg des Elefanten“ verkürzen soll. Klon II erschien wie verabredet um 18.45 Uhr in der StadtGalerie, wo die Gemeinschaftsausstellung von fünf Künstlern des Südtiroler Künstlerbundes eröffnet wurde. Klon III konnte ich in den Port zurückschicken, denn inzwischen war ich von Franzensfeste zurück und schaffte es mit wehenden Rockzipfeln grad noch rechtzeitig zur Vernissage in Stufels von Hartwig Thalers SW- Portraits. Puuh, das war knapp! Fazit: Entweder Künstler hassen Presseleute, oder der Begriff „Koordination“ kommt in ihrem Sprachgebrauch nicht vor.

www. b iker days. eu

SÜ D T IR O L | ITA LY

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Foto: Oskar Zingerle

Kunst & Kultur

AUSSTELLUNG

Zwischen den Horizonten z Drei großformatige Reproduktionen des Gadertaler Künstlers Giancarlo Lamonaca hängen seit eineinhalb Jahren im neuen Stiegentrakt des Brixner Krankenhauses: Horizon no. 1, no. 5 und no. 4. Der Rotary Club Brixen hat nun eines der Werke – Horizon no. 4 –, das bisher als Leihgabe im Besitz des Gesundheitsbezirkes Brixen war, der Brixner Bevölkerung gestiftet. „Normalerweise suchen sich die Räume Kunstwerke aus,

hier ist es genau umgekehrt: Das Kunstwerk hat einen Raum gefunden, in dem es hervorragend zur Geltung kommt“, freute sich Generaldirektor Siegfried Gatscher anlässlich der Übergabe. Bürgermeister Albert Pürgstaller bedankte sich beim Rotary Club und beim Künstler für das Werk: „Gerade hier im Krankenhaus finden Menschen die Zeit, mit dem Werk und dadurch indirekt mit dem Künstler in Dialog zu treten.“

Es sei eine erfreuliche Initiative des Rotary Clubs, gerade jetzt – in Zeiten des Sparens – in Kunst zu investieren und damit ihren Stellenwert zu unterstreichen. Das Kunstwerk wird zusammen mit anderen Bildern Lamonacas fixer Bestandteil im Hauptstiegenhaus des neuen Traktes im Krankenhaus. Alle drei Werke stammen aus Lamonacas Ausstellung „It happens between horizons” aus dem Jahr 2009. oz

K&K Kunst & Kultur

MUSIK

„Woher i eigentlich kimm“ z Max von Milland veröffentlicht am 17. August sein erstes Album. Erscheinen werden die zwölf Songs beim deutschen Label Wildwechsel/Universal. Hören kann man auf dem Album mit dem Namen „Woher i eigentlich kimm“ selbstgeschriebene Songs des Brixner Liedermachers im Südtiroler Dialekt. Eine Portion Romantik, Wehmut und viel Heimatverbundenheit kommen in den Texten zum Ausdruck. Die erste Single „Leg di her“ läuft bereits auf dem deutschen Musiksender Viva und in verschiedenen Südtiroler und deutschen Radiosendern. Der

kurz

notiert

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in Berlin lebende Max Hilpold besinnt sich in seinen Texten auf seine Wurzeln. „In der Muttersprache kann man sich am besten ausdrücken, und meinen Gefühlen kann ich so am stärksten Ausdruck verleihen – deshalb habe ich mich dafür entschieden, meine Lieder in Dialekt zu singen“, sagt der Brixner. Mal euphorisch, mal nachdenklich, mal rockig – die Songs sind aber vor allem eins: authentisch. Der Musiker mischt neben Pop und Rock auch Ansätze von Indie-Musik in seine Lieder und gestaltet das Album so besonders abwechslungsreich.

Viele Dichter und Musiker haben sich bereits mit dem Thema „Wein“ beschäftigt und mancherlei Weisheit und Humorvolles gefunden. Einiges davon präsentiert der Männerchor Neustift bei seinen Konzerten „Wein und Poesie“ am 2. Juni in der Stiftskellerei Neustift (19 Uhr) und am 3. Juni in der Eisacktaler Kellerei (16 Uhr).

Als Produzenten konnte er Olaf O.P.A.L. gewinnen, der unter anderem schon Bands wie Juli, die Sportfreunde Stiller und Christina Stürmer produzierte. „Es war eine wunderbare Zusammenarbeit, und

ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, so Max Hilpold. Die erste Single „Leg di her“ ist ab dem 15. Juni erhältlich. Mehr Infos zu Max von Milland gibt’s unter www.maxvonmilland.com. eh

Ab 2. Juni ist im Diözesanmuseum Hofburg Brixen die Sonderausstellung „Inmitten von Vergänglichkeit. Malerei von Ute Rakob“ zu sehen. Die Künstlerin greift Vergängliches im Sinne von Abfall auf und verwandelt es mit ihrer höchst subtilen und altmeisterlichen Maltechnik in eine transzendente Welt.

Am 2. und 3. Juni geht das 10. Zugluft-Fest des HdS im Brixner Lido über die Bühne: Neben den Konzerten zahlreicher Bands wird auch ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten – unter anderem mit Hochseilgarten, Feuershow, Body Painting und einer Modeschau des Weltladens.


NACHGEFRAGT

„Viele Ideen im Kopf“ ANNA HEISS, 24 Jahre jung und Mitglied des Ensembles „VonPiderzuHeiss“, über ihren Weg zum Theater und die Inszenierung ihres neuen Stücks „Pool“. Schon als 18-Jährige haben Sie beim Jugend- und Medienfestival für den Kurzfilm „Fahrschein“ den Hauptpreis gewonnen. Trotzdem zieht es Sie zum Theater? Der Kurzfilm ist nicht allein mein Werk: Das Ganze wurde von Thomas Troi geleitet, das Script stammt aus einem Übungsbuch für Filmstudenten. Ich hätte schon Lust, wieder filmisch zu arbeiten, mir schwirren da so ein paar Ideen im Kopf herum. Grundsätzlich habe ich aber eine gewisse Scheu vor den digitalen Medien, ich bin nicht sehr technikaffin. Nach „Elefantenmensch“ inszenieren Sie zurzeit „Pool“ vom

bekanntesten Vertreter des „InYer-Face-Theatre“, Mark Ravenhill. Sozialkritische Hintergründe sind Ihnen wichtig? „Der Elefantenmensch“ war natürlich sozialkritisch ausgerichtet, bei „Pool (Kein Wasser)“ geht es um Neid und Missgunst im Kunstbetrieb. Mein Hauptkriterium in der Stückwahl ist nicht Gesellschaftskritik: Ich suche nach Protagonisten, mit denen ich mich identifizieren kann und nach Stoffen, die mich inspirieren. Dass die Leute mitund nachdenken, ist mir schon wichtig.

Foto: Günter Unger

Frau Heiss, Sie kommen wie mehrere in Ihrem Team aus dem Theaterpädagogischen Zentrum Brixen (TPZ). Hat Sie der Erfolg dort darin bestärkt, an der Uni Wien Theater, Filmund Medienwissenschaften zu studieren? Das TPZ hat mich natürlich an das Theater herangeführt und mich auch zur theoretischen Reflexion über Theater bewogen. Die Besuche von Theaterfestivals haben mein kritisches Urteilsvermögen geschult. Kunst und Kultur erschien mir damals als die einzig vertraute Welt, daher die Studienwahl.

irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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MUSIK

Kunst & Kultur

VocalArt in der Oberpfalz z Zu einer Konzertreise mit dem Ziel Waldsassen in der Oberpfalz, wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt, brach das Brixner Vokalensemble VocalArt Anfang Mai auf. Schon seit längerem hatten die Stadtpfarre Waldsassen und Domkapellmeister Andreas Sagstetter das Ensemble unter der Leitung von Heinrich Walder eingeladen. Zu seinem 20-jährigen Bestandsjubiläum, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde, konnte das Vorhaben nun endlich verwirklicht werden. Die im 12. Jahrhundert entstandene und nach dem Dreißigjährigen Krieg im Prager Barock wiedererrichtete Zisterzienserabtei, deren Ausmaße jenen des Doms von Passau gleichkommen, bildete den feierlichen Rahmen des Konzerts. Walder hatte ein ebenso abwechlsungsreiches wie anspruchsvolles Programm von

der Hochromantik bis zur Moderne einstudiert, das unter das Motto „Cantate Domino“ gestellt wurde. Zahlreich erschienene und durch regelmäßig stattfindende Basilikakonzerte verwöhnte Zuhörer der Region wollten sich den Auftritt des Südtiroler Chores nicht entgehen lassen, der durch die Bozner Organistin Elena Borgogno und der Altsolistin Renate Unterthiner verstärkt wurde. Nach dem „Allegro con Brio“ aus der Orgelsonate in B von Mendelssohn wurde mit der Motette „Cantate Domino“ des zeitgenössischen Komponisten John Rutter das Konzert eröffnet. Die Kritik kommentierte den Vortrag mit den Worten „rhythmisch zündend, impulsiv, fast forsch“. Auch die folgenden Perlen hochund spätromantischer Kompositionen, etwa „Cantique de Jean Racine“ für Chor und Orgel von Gabriel Fauré, „Drei geistliche Lieder für Alt-Solo, Chor und Orgel“ von Mendelssohn oder Brahms’

„Geistliches Lied“ wurden „zu einem stets sinnvoll differenzierten Gesamtklang“ geformt, der „eine klare Artikulation der Texte erlaubt und die geschulte Musikalität der Sänger offenbart“, heißt es in der Presse dazu. Dass das

Publikum „von den stimmlichen Leistungen der Brixner Sängerinnen und Sänger sehr angetan war“, ließ sich am langen Beifall ablesen, für den es mit einem „Sanctus“ von Mendelssohn als Zugabe bedacht wurde. bf

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Der weibliche Körper vollbringt während der Schwangerschaft und Geburt wahre Höchstleistungen; in der Zeit danach ist achtsam mit ihm umzugehen. Die Brixner Physiotherapeutin und dreifache Mama Carmen Arnold beschreibt in ihrem Buch „Sanfte Gymnastik nach der Geburt für Mama & Baby“ eine Vielzahl von sanften, aber gezielten Übungen, die der geschwächten und teilweise überdehnten Muskulatur wieder Halt, Kraft und Form verleihen. Und da es für frischgebackene Mütter meist schwierig ist, sich Zeit für Gymnastikübungen freizuhalten, wird das Baby in das gesamte Übungsprogramm miteingebunden. Die gemeinsame Gymnastik kann zuhause durchgeführt werden und sorgt für eine wohltuende Auszeit, die Mutter und Kind gleichermaßen Freude bereitet.

Arnold Carmen: Sanfte Gymnastik nach der Geburt für Mama & Baby. Weger-Verlag 2012


MUSIK

DIVERSES

„Bon Jovi“ am Domplatz

Festung kann gemietet werden

hauser, „dass die Musikschulen nicht nur Bach und Mozart im Programm haben, sondern eben auch gute Rockmusik.“ Drei Gitarristen, zwei sich abwechselnde Bassisten, ein Schlagzeuger, ein Sänger, eine Keyboarderin und zwei Chordamen werden versuchen, die Bon-Jovi-Klassiker möglichst originalgetreu nachzuspielen. Die Termine: 6. Juni (UFO Bruneck), 7. Juni (Rathausplatz Bozen) und 8. Juni (Domplatz Brixen). Beginn ist jeweils gegen 21 Uhr; der Eintritt ist natürlich frei. wv

z Die Festung Franzensfeste kann für kulturelle und soziale Veranstaltungen angemietet werden, wobei die Nutzung im Einklang mit dem Charakter und der Identität des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes stehen muss. Ausgeschlossen sind dabei parteipolitische Veranstaltungen; religiöse Veranstaltungen können nur in der Kapelle abgehalten werden, sofern die Zustimmung der Pfarrei vorliegt. Um die Festung Franzensfeste anmieten zu können, muss ein Ansuchen an das Ressort für Denkmalpflege, Bildungsförderung, deutsche Kultur und Museen gestellt werden: Dieses enthält unter anderem eine Beschreibung der Veranstaltung mitsamt der Angabe des Grundes, warum der Veranstalter die Festung als geeignet betrachtet. Beigelegt werden muss unter anderem auch ein Finanzierungsplan. Die Landesverwaltung behält sich ein Mitspracherecht für

das inhaltliche Konzept vor. Ein Führungskomitee prüft die Anfragen und erteilt die eventuelle Genehmigung. Nach der positiven Annahme des Gesuchs kann die Anfrage an die Abteilung Vermögensverwaltung gerichtet werden. Die Ansuchen sollten mindestens 30 Tage vor Beginn der Veranstaltung abgegeben werden. Für die Sicherheitsaspekte muss der Veranstalter selbst sorgen und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie Auflagen wie Feuerwehr-Präsenz organisieren und das Pflichtenheft des Vermögensamtes, das Richtlinien zu Kaution, Mietkosten und Bewachung enthält, einhalten. Eine Weitergabe der Konzession an Dritte ist nicht möglich. Alle Informationen zur Vermietung sowie die Pläne der einzelnen Räumlichkeiten finden sich unter „Festung Franzensfeste – Veranstaltungen“ auf der Homepage www.provinz.bz.it/hochbau. db

Foto: Oskar Zingerle

Foto: Klaus Ramoser

z Nach Pink Floyd, den Rolling Stones und Dire Straits kommen im Juni auch die Edelrocker aus New Jersey, Bon Jovi, auf die Bühne am Brixner Domplatz – nicht im Original natürlich, denn für den entsprechenden Ansturm wäre der Domplatz wohl zu klein, sondern wieder als Schülerprojekt. Zum vierten Mal bringen Schüler der Musikschulen von Brixen, Bozen und Eppan Musik einer bekannten Rockformation auf die Bühne. „Wir wollen damit beweisen“, sagt Projektleiter Walter Unter-

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Foto: Johann Zugschwert

MUSICAL

Kunst & Kultur

Josef & Ryan z Nach dem großen Erfolg des Musicals „Paulus“ bringt das Bildungshaus Kloster Neustift in Zusammenarbeit mit der Musicalbühne Hartberg ein zweites Stück auf die Bühne: das Musical „Josef & Ryan“. Die biblische Josefsgeschichte beinhaltet das Abenteuer eines jungen Mannes, der von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft wird, seinen Weg schließlich in Ägypten findet und durch seine Träume und sein großes Gottvertrauen sein Leben und das Leben vieler anderer verändert. Doch was wäre, wenn diese Geschichte auch heute noch eine Bedeutung hätte und das Leben eines Menschen beeinflussen könnte? Ryan ist ein junger Mann voller Zorn und Aggressionen. Seine Eltern sind tot, sein kleiner Bruder lebt im Waisenhaus, und sein Leben erscheint ihm sinnlos und leer. Eines Tages stiehlt er einer

geheimnisvollen alten Frau ein Amulett. Was er nicht weiß, ist, dass diese Frau in Wirklichkeit ein Engel ist und dass dieses Amulett eine ganz besondere Kraft hat. Es bringt Ryan zurück in Josefs Zeit. Das Musical „Josef & Ryan – A dreamer’s heart“ von Sarah Hucek und Alois Lugitsch erzählt die Geschichte zweier junger Männer, die verschiedener nicht sein könnten.

Beide jedoch erkennen letztendlich in den Höhen und Tiefen ihres Lebensweges die Führung eines Gottes, der es gut mit ihnen meint. Die Geschichte, die in London und Ägypten spielt, spannt im künstlerischen Sinn einen weiten Bogen von Elementen aus Jazz, Tanzmusik bis hin zu orientalischen und ägyptischen Klängen. Die extremen Gegensätze in Text,

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Musik, Tanz, Schauspiel und Bühnenbild machen dieses Musical zu einem vielseitigen und monumentalen Bühnenwerk. Aufgeführt wird das Musical am Freitag, 8. und Samstag, 9. Juni auf dem Stiftsplatz des Chorherrenstifts Neustift – nähere Infos in unserem Veranstaltungskalender timer. db


Foto: Rixa Rottonara

THEATER

Rotierendes Theater Vahrn z Im Jänner gründeten zwölf Theaterspieler im Alter von 16 bis 25 Jahren das „Rotierende Theater Vahrn“, um „eine Plattform zu schaffen, auf der wir auf selbständigem Weg organisieren, spielen und aufführen können“. Die Spieler entspringen dabei hauptsächlich der Theaterwerkstatt Rot des TPZ Brixen; zur Obfrau der neuen Theatergruppe wurde Viktoria Obermarzoner gewählt. Unter der Regie von Joachim Goller präsentiert das Rotierende Theater nun ihre erste Theaterproduktion „Telmah, Prinzessin von Dänemark“ – eine Bearbeitung des Shakespeare-Klassikers Hamlet. Inszeniert wird das Stück in einer „frischen, emanzipierten und von Frauenpower gestärkten Version“, so die Theatergruppe. Premiere

feiert sie damit am 1. Juni im Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz, weitere Aufführungen

finden am 2., 3., 6. und 7. Juni statt. Weiters wird das Rotierende Theater Ende Juni am

internationalen Jugendtheaterfestival in Kremsmünster teilnehmen. db

THEATER

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Mairhofer als eine tragende Säule des Vereins hervor und versprach ihm, den Verein in seinem Sinne weiterzuführen. Ebenso dankte er den ehemaligen Ausschussmitgliedern Silvester Duregger, Walter Plank, Walter Kerer und Peppi Prantner für ihren Einsatz und unterstrich die Bedeutung ihrer Erfahrungen – verbunden mit der Bitte, dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Im Bild: der neue Ausschuss der Heimatbühne Vahrn. db

STADTZENTRUM h

Fisch

Bühne, der mit Leib und Seele, Verstand und Humor seine vielfältigen Tätigkeiten ausübte. Der neu gewählte Vorstand der Heimatbühne Vahrn setzt sich nun aus Christian Mairhofer (Obmann), Trudi Gargitter (Stellvertreterin), Stefan Braun (Spielleiter), Patrizia Fidanzi (Schriftführerin), Ulrike Assner (Kassierin), Petra Kralinger, Christian Unterthiner sowie den Kassenprüfern Sabrina Oberhuber und Sergio Faustini zusammen. Der neue Obmann hob Hermann

hrung Westumfa

z Nach 15 Jahren Einsatz für die Heimatbühne Vahrn hat Hermann Mairhofer seinen Rücktritt als Obmann bekanntgegeben. Aus diesem Grund stand die vergangene Jahreshauptversammlung ganz im Zeichen einer Ehrung für den langjährigen Obmann: Der Bezirksobmann der Eisacktaler Bühnen, Sepp Mitterrutzner, sprach Hermann Mairhofer großes Lob und Anerkennung aus, und auch der Vahrner Bürgermeister Andreas Schatzer unterstrich den unermüdlichen Einsatz Mairhofers nicht nur in seiner Vereinsfunktion, sondern auch als Brückenbauer zwischen den Gemeinden Vahrn und Mils – weshalb eine offizielle Partnerschaft mit der Nordtiroler Gemeinde im Herbst 2012 angestrebt wird. Als Dankeschön überreichten die Ausschussmitglieder Patrizia Fidanzi und Petra Kralinger dem scheidenden Obmann ein Fotoalbum und verlasen ein Gedicht über den Menschen Hermann auf der

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Freizeit & Sport

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KLETTERHALLE VERTIKALE ERÖFFNET

Ein Gefühl der Freiheit

Das Kletterzentrum „Vertikale“ hat seine Tore geöffnet und ist nun bereit, „beklettert“ zu werden. Am Tag der offenen Tür machte sich nicht nur die Kletterszene ein Bild über das Innere der Halle, sondern auch viele neugierige Brixner.

E

s ist eines der extravagantesten Gebäude in Brixen und sticht bereits bei der Einfahrt in die Stadt von Norden her ins Auge: das neue Kletterzentrum „Vertikale“ mit seiner spektakulären Lochblech-Fassade

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und ihrem, wie man im Italienischen sagen würde, „effetto vedo e non vedo“. Einzigartig in Südtirol, ja in ganz Europa ist diese Art von Fassade für eine Kletterhalle – und dem entsprechend polarisiert sie auch.

Wichtig ist jedoch nicht, ob die Fassade der Halle gefällt oder nicht, sondern einzig und allein der Nutzen, den diese sportliche Struktur der Stadt Brixen und vor allem der Südtiroler Kletterszene bringen wird.

Einfach abhängen! Klettern ist

trendy, und so gab es bereits in den ersten Tagen eine Vielzahl an Interessierten, die sich die „Vertikale“ ansehen wollten – sei es bei der Eröffnung wie auch beim Tag der offenen Tür.


HOCH HINAUS: In der Kletterhalle sollen insbesondere Kinder und Schulklassen für den Sport begeistert werden

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Junge, ältere, sportliche oder auch weniger sportliche Brixner und Nicht-Brixner bekam man in und rund um die Halle an den beiden Wochenenden zu Gesicht. Der Klettersport boomt,

ohne Seil in Absprunghöhe kann auch schon von den Kleinsten gefahrfrei praktiziert werden. Ralf Preindl vom AVS Brixen kann dies nur bestätigen: „Das Klettern ist nicht nur eine

Klettern für Jedermann. Der

Klettersport steckt an und erfreut sich wahrscheinlich genau deshalb über eine große Fangemeinde bei Jung und Alt in ganz Südtirol. Eben nicht nur die

„Das Klettern ist auch eine Art Therapie, bei der man abschalten und im wahrsten Sinne des Wortes ‚abhängen’ kann.“_ Ralf Preindl, AVS Brixen und das ist insbesondere, wenn man sich bei den Jugendlichen umhört, eine Tatsache. Wer nicht klettert, bouldert oder slacklined, ist derzeit in sportlicher Hinsicht nicht auf dem neuesten Stand. Auffallend waren die vielen lachenden und fröhlichen Gesichter der Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen, die sich im Boulderraum oder auf dem Kletterturm in der Halle versuchten. Das Bouldern ist in der Tat der neueste „Boom“ unter den Jugendlichen. Das Klettern

kraftintensive Sportart, sondern vor allem auch eine Art Therapie, bei der man abschalten und im wahrsten Sinne des Wortes ‚abhängen’ kann.“ Genau diesen positiven und entspannenden Eindruck übertragen die Kletterer auch den Besuchern am Tag der offenen Tür. Irgendwie fühlt man sich sofort aufgefordert zum Mitmachen und würde sich am liebsten gleich selbst in die Kletterwand hängen, um das Gefühl der Freiheit mit den Anderen zu teilen.

Südtiroler Kletterer sollen die Halle nutzen, sondern auch im immer stärker werdenden Klettertourismus möchte sich das Brixner Kletterzentrum „Vertikale“ einen Namen machen. 1.600 Quadratmeter vertikale Kletterfläche sowie ein 400 Quadratmeter großer Boulderraum, der zudem der größte zwischen Verona und München ist, sollen auch von einer breiten Masse genutzt werden. 150 Routen im Innen- und Außenbereich von einfach bis schwierig sind für Anfänger und Fortgeschrittene,

für Kinder, Erwachsene und sogar für Profis geeignet. Das breite Spektrum der Zielgruppe stimmt auch die Betreiber positiv und lässt auf eine gute Auslastung des Kletterzentrums hoffen.

Für Schüler und Hausfrauen. Der

Klettersport hat auch das Herz von Grund- und Mittelschülern bereits erobert. Diese können es kaum erwarten, die Kletterwände und den Boulderraum auszuprobieren. „Darum bieten wir auch

info Die Kletterhalle „Vertikale“ ist von Montag bis Freitag von 12 bis 22:30 Uhr, am Samstag von 10 bis 22:30 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20:30 Uhr geöffnet. Schulklassen können auf Anfrage auch am Vormittag die Kletterhalle nutzen. Anmeldungen zu den Kursen und weitere Informationen findet man auf der Homepage www.vertikale.it 41


Freizeit & Sport

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für interessierte Schulklassen Kletterkurse an. Einige der Lehrer haben bereits Klettererfahrung und können diese dann ihren Schützlingen weitergeben. Die Kletterhalle wird für Schulklassen auch am Vormittag geöffnet“, so Preindl. Generell werden in der „Vertikale“ zahlreiche Kurse für Kletterer und jene, die es noch werden wollen, angeboten. Ob für Anfänger, Fortgeschrittene, Hausfrauen oder Berufstätige – die Zeiten und Inhalte der Kurse werden genau auf die Anforderungen der Zielgruppe ausgerichtet. Die Kletterausrüstung kann für 8 Euro in der Kletterhalle ausgeliehen werden. Auch wer alleine zum Klettern kommen möchte, kann dies in der „Vertikale“ tun: Zwei Selbstsicherungsanlagen ersetzen dabei den „zweiten Mann“ und sichern automatisch im Falle eines Sturzes.

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Die Betreiber der Kletterhalle pochen vor allem auf eins: Eigenverantwortung. „In der Kletterhalle wurden alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, aber die meisten Kletterunfälle passieren durch falsche Sicherung. Wir sichern uns zwar mit einer Unterschrift ab, aber doch muss jeder selbst die Gefahren insbesondere beim Seilklettern einschätzen“, sagt Preindl. Auch wenn in der Salewa-Kletterhalle in Bozen kürzlich einige Unfälle passiert sein sollen, ist der Klettersport bei richtiger Handhabung generell ungefährlich – dies bestätigt auch Ralf Preindl vom AVS. „Die meisten Fehler passieren durch Unwissen, zu wenig Konzentration und Unachtsamkeit beim Sichern – deshalb sollte jeder, der die Kletterhalle betritt, sich die Grundkenntnisse in einem

Grundkurs aneignen oder sich einen Kletterlehrer nehmen“, so Preindl. Die „Vertikale“ bietet ab Herbst 2012 verschiedene Arten von Kursen an, die zwischen 40 und 60 Euro kosten. Die Kletterhalle selbst übernimmt die Haftung nur für Unfälle, die auf das Material, also auf die Kletterhalle selbst, zurückzuführen sind. Deshalb ist es besonders wichtig, konzentriert und vorsichtig zu sein und auf die in der Kletterhalle hingewiesenen Regeln zu achten. Kinder können auch ohne Eltern in die Kletterhalle; auch sie sollten jedoch den Grundkurs besucht haben und die Eltern müssen für ihre Kinder haften. Vorteilhaft ist es für alle Kletterer, Mitglieder des CAI oder des AVS zu sein, um sich somit auch selbst für eventuelle Unfälle abzusichern. Die Mitgliedschaft kann direkt in der Kletterhalle beantragt werden. Wer die Kletterhalle öfters besuchen möchte, kann anstelle der Tageskarte auch eine Jahres-, Halbjahres- oder Punktekarte erwerben.

Wichtige Regeln. Wie beim Ski-

sport, gibt es auch beim Klettern einige Grundregeln, die vor Unfällen schützen: Zum einen sollte der Kletterer maximal 30 Prozent mehr Gewicht auf die Waage bringen als derjenige, der sichert. Wichtig ist auch, dass die Sportler in der Kletterhalle selbst die Augen offen halten und sich nicht im so genannten Sturzraum aufhalten. „Wenn jeder mit etwas Hausverstand bei der Sache ist und sich auf seine Aufgaben und auch auf seine Mitkletterer konzentriert, können Unfälle vermieden werden“, sagt Ralf Preindl. „Man kann sich gar nicht vorstellen, was wir alles schon gesehen haben.


Manche Menschen denken einfach nicht mit und meinen, dass sie alles schon können – das ist dann einfach unverantwortlich. Die Mitarbeiter der ‚Vertikale’ sind darum bemüht, den Kletterern zu helfen und Ratschläge zu geben. Aber wir können nicht auf jeden Einzelnen aufpassen, sondern nur an die Kletterer appellieren und hoffen, dass sie die Gefährlichkeit des Sportes nicht unterschätzen“, sagt Preindl.

Große Begeisterung. Der Spaß-

faktor am Klettern ist enorm. Kinder, Jugendliche und Erwachsene tummeln sich bereits an den ersten Tagen nach der Eröffnung in der „Vertikale“. „Die Schnupperkurse, die derzeit angeboten werden, sind schon fast ausgebucht – aber ab Herbst gibt es wiederum ein breites Angebot“, so Preindl weiter. Dass die Kletter- und Boulderszene besonders bei den Jugendlichen ständig wächst, ist in Anbetracht der großen Nachfrage bei den Kursen nicht zu übersehen. Der Sport ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung, er schweißt die Jugendlichen auch zusammen. Besonders am Nachmittag kommen viele Jugendliche ohne ihre Eltern in die Kletterhalle und können

Der Boulderraum ist mit 400 Quadratmetern der größte zwischen Verona und München

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sich dort austoben und trainieren. Auch die Hilfsbereitschaft steht im Klettersport an erster Stelle. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ist das Klettern eine tolle Sportart, sie hilft abzuschalten und Stress abzubauen.

Ein Mehr für Brixen. Trotz der

tollen Angebote und der großen Begeisterung in der Kletterszene sind die Brixner jedoch geteilter Meinung: Die einen finden die 3,3 Millionen Euro teure Kletterhalle, die von Land und

Gemeinde getragen wurden, eine notwendige Investition in die Stadt, in die Jugend und in den Sport, und die anderen sehen den silbernen Block als protzig, kostenintensiv und überflüssig an. Wie auch immer – ein Pluspunkt


Freizeit & Sport Klettern mit Ausblick: Durch die Lochblech-Fassade wird der Blick nach Außen nicht eingeschränkt

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ist die Kletterhalle für Brixen in touristischer, sportlicher und jugendfördernder Hinsicht allemal. Dieser Überzeugung ist nicht nur der AVS, der die Halle betreiben wird, sondern auch die Gemeindeverwaltung. „Die Kletterhalle ist ein Mehr für Brixen und eine Investition in die Zukunft der Stadt und in die Jugend sowie ein Ort der Begegnung für Menschen aller sozialen Schichten und Altersgruppen“, sagt auch Bürgermeister Albert Pürgstaller.

Ideale Bedingungen. Ganze

elf Jahre hat der AVS auf „seine“ Kletterhalle gewartet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Differenzen über den Standort

hat sich die Gemeinde gemeinsam mit dem AVS für die Zone Priel entschieden. „Die Architekten, die Bauleiter sowie die baubeteiligten Firmen haben sich ins Zeug gelegt, um das große Projekt problemlos abzuwickeln“, sagt Preindl. Besonders wichtig sei es, in einer Kletterhalle ein angenehmes Klima zu schaffen: Es darf nicht zu warm und auch nicht zu kühl sein. Auch ein angenehmes „Lüftchen“ gibt den Kletterern das Gefühl, sich im Freien zu befinden. Die Lochblech-Fassade schafft es zudem, den Blick von innen nach außen nicht einzuschränken und schirmt gleichzeitig einen Großteil der Sonneneinstrahlung ab – „somit haben wir die idealen

Bedingungen geschaffen“, so Ralf Preindl. Wer sich die Kletterhalle bei Nacht ansieht, den wird die architektonische Leistung abermals überraschen – die Fassade scheint in der Finsternis komplett zu verschwinden, und plötzlich sind die 20 Meter hohen Kletterwände vom verblüfften Betrachter einsehbar.

Rosige Aussichten. Der große Besucheransturm beim Tag der offenen Tür und in den Tagen

danach lässt die Betreiber optimistisch in die Zukunft blicken. In der Zwischenzeit haben die Brixner noch Zeit, sich an die Ästhetik der „Vertikale“ zu gewöhnen. Eines ist dabei aber bereits sicher: Ein Mehr für Brixen und ein Blickfang ist das Kletterzentrum „Vertikale“ allemal.

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Die außergewöhnliche Fassade der „Vertikale“ löste unterschiedliche Reaktionen aus

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TENNIS

Gemeinsame Ziele Im Dezember vorigen Jahres haben sich der Tennisverein Brixen und der Tennis Club Bressanone zusammengeschlossen. Entstanden ist der neue Verein „Tennis Brixen Bressanone“. Dies war der Startschuss zu neuen Zielen sportlicher und struktureller Natur.

P

räsident des neuen Brixner Tennisvereins ist Christof Dejaco, der die treibende Kraft für den erfolgreichen Zusammenschluss war. Nach jahrelangen Diskussionen war es ihm und Fabio Filippi, dem Präsidenten des Tennis Clubs, gelungen, endlich die Zusammenlegung zu erreichen. „Leicht ist dies nicht gewesen, aber schlussendlich haben doch die besseren Argumente und die Vernunft gesiegt“, erläutert Christof Dejaco. Zum Vizepräsident wurde Fabio Filippi ernannt. Vor kurzem fanden auch die Neuwahlen des Ausschusses statt, dem neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten nun auch Paolo Fellin, Stefan Constantini, Christoph Nössing, Dario Todeschi und Luciano Buttazzoni angehören.

Drittgrößter Tennisclub Südtirols. Auch ein neues Vereinsstatut

wurde mittlerweile ausgearbeitet, da aus den zwei vorhandenen – teils veralteten – Statuten ein neues formuliert werden musste. Laut Paolo Fellin wurden dabei „großteils die bestehenden Satzungen übernommen, aber es mussten auch einige wichtige Änderungen eingebaut werden.“ Durch den Zusammenschluss, der rein rechtlich eine Einverleibung des Tennis Clubs in den Tennisverein war, ist der neue Brixner Tennisverein nun mit seinen etwa 270 Mitgliedern nach Meran und Bozen zum drittgrößten Tennisclub in Südtirol aufgestiegen. Rein strukturmäßig hat sich durch den Zusammenschluss noch nicht viel geändert. Die Mauer, die die insgesamt acht Tennisplätze der zwei Vereine trennte, wurde bereits vor einigen Jahren abgetragen. Auch die Umkleidekabinen werden weiterhin von beiden benutzt, da es ansonsten zu Platzmangel kommen würde. Lediglich der Barbetrieb des Clubs wurde mittlerweile geschlossen. Das neue gemeinsame Vereinsleben findet seitdem im alten Vereinshaus des Tennisvereins an der Süd-West-Seite der Plätze statt,

Ein neuer Ausschuss wird den vereinten Brixner Tennisverein „Tennis Brixen Bressanone“ nun in eine gemeinsame Zukunft führen

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wobei sich laut Dejaco bereits ein „ausgesprochen gutes Feeling zwischen den Mitgliedern der beiden Ex-Vereine gebildet hat.“ Organisatorisch sei man bereits auf dem richtigen Weg, auch wenn noch nicht alles genau definiert ist.

wobei dieses laut Auskunft der Gemeinde erst noch bestimmt werden muss. Die Entscheidung über Verbleib oder Aussiedlung dürfte in der Gemeindestube jedenfalls bereits in den nächsten Monaten fallen.

Neuer Vereinssitz als Ziel. „Eines

Sportliche Ziele. Sportlich gese-

der größten Ziele, wenn nicht das wichtigste Ziel des Vereins, ist die Realisierung von neuen Strukturen, da die bestehenden Anlagen mittlerweile zu klein geworden sind“, so Dejaco. Die Anlagen sind zudem bereits an die 35 oder teilweise sogar 50 Jahre alt und bedürfen einer notwendigen Sanierung. „Unser Anliegen ist dabei, einen neuen Vereinssitz am ehemaligen Standort des Clubs zu bauen und die bestehenden Strukturen des Vereins mit anderen Notwendigkeiten auszulasten.“ Allerdings steht hinter diesem Vorhaben ein großes Fragezeichen, da die Gemeinde Brixen plant, das gesamte Areal einer anderen Zweckbestimmung zuzuführen. Demzufolge sollte dem neuen Tennisverein ein anderes Areal zugesprochen werden,

hen hat sich der neue Ausschuss zum Ziel gesetzt, den bestehenden Tennisbetrieb auszubauen und laufend zu verfeinern. Derzeit nehmen etwa 15 Mannschaften an den verschiedenen Meisterschaften teil. Aushängeschild ist dabei die Mannschaft der Serie C, der dritthöchsten italienischen Liga, der mit Alexander Hornof, Markus Fink, Joy Vigani, Saro Scaggiante und Markus Ritsch nur einheimische Spieler angehören. Im heurigen Jahr spielte man zwar laufend gegen den Abstieg, aber schlussendlich konnte vor kurzem der Verbleib in der Serie C bestätigt werden. Das Hauptaugenmerk legt der Verein aber auf die Jugendarbeit. Nach jahrelanger Krise im Tennissport ist laut Fellin wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen:

„Während der letzten zehn Jahre sind kaum Jugendliche neu in den Verein eingetreten. Nun gilt es, dieses Loch an fehlenden Spielern zu stopfen. Wie es aussieht, läuft es gut: Nicht nur weltweit, sondern auch in Brixen ist wieder ein Aufschwung zu erkennen.“ Im heurigen Jahr konnten beispielsweise drei Brixner Jugendspieler ein provinziales Jugendturnier gewinnen: Christian Fellin in der Kategorie U10, Michael Kerschbaumer in der U16 und Nachwuchshoffnung Joy Vigani ebenfalls in der U16. Mit dem Ziel, gute Jugendspieler heranzubilden, ist der Verein nun drauf und dran, die Brixner Tennisschule neu zu strukturieren. Derzeit wird das Training vom Pustertaler Tennisservice geleitet, demnächst will man aber wieder auf eigene Trainer zurückgreifen. Dejaco spricht dabei von der Vision eines Eisacktaler Tenniszentrums, das allerdings die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen der Umgebung voraussetzt. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 45


Freizeit & Sport

DIVERSES

Sport & Spaß mit Handicap z Die Sektion Behindertensport des SSV Brixen organisierte in der Sportzone Süd gemeinsam mit der Oberschule für Soziales ein Sportevent für Menschen mit Behinderung. Rund 50 junge Menschen mit Beeinträchtigung aus den Bezirksgemeinschaften Bruneck, Sterzing, Brixen und

Bozen wurden mit Aktions-, Geschicklichkeits- und Sinnesspielen unterhalten. Tanz, Spiel und Spaß stand an diesem Tag im Vordergrund, den die Teilnehmer bereits mit Spannung erwarteten. Bei Wiener Schnitzel und Pommes frites erholten sich die Jugendlichen von den Strapazen. eh

F&S Freizeit & Sport RADSPORT

Mit dem Rad nach Venedig z Von Bozen nach Venedig mit dem Fahrrad: Dieser besonderen Herausforderung haben sich zwölf radbegeisterte Freunde gestellt. Rund 250 Kilometer legten die Hobby-Radler in drei Tagen zurück; die erste Übernachtung stand nach 110 Kilometern in Borgo Valsugana und die zweite nach weiteren 100 Kilometern in Camposampiero auf dem Programm. Die Gruppe mit Linda Stricker, Augustin Grüner, Claudio und Lisi Zocchi, Helmuth und Relindis Profanter, Hugo und Lydia Götsch, Doris Lutteri, Petra und Helene Rier sowie Claudia Heiss

kurz

notiert

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hat die Strapazen mit viel Spaß und Humor überbrückt und auf diese auf dem Markusplatz in Venedig angestoßen. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte und die Radler hie und da aufgrund des starken Regens eine Zwangspause einlegen mussten, war die Stimmung alles andere als getrübt. Die Rad-Tour geht großteils über Fahrradwege oder kleinere Nebenstraßen; der steilste Anstieg von Trient über Vigolo Vattaro nach Caldonazzo wird über eine Autostraße zurückgelegt. Mit etwas Kondition und eventuell auf Elektro-Bikes ist

Christian Obrist ist bei seinem Saisondebüt die 800 m in 1:49.00 gelaufen. Damit belegte der Brixner beim stark besetzten Lauf im Rahmen des Quercia d’Oro in Rovereto Rang drei. Den Sieg sicherte sich schließlich der Kenianer Geoffrey Kibet Matum mit einer Zeit von 1:48.35.

diese mehrtätige Radtour für jeden Hobby-Radler schaffbar. Zurück fuhr die Gruppe mit dem Zug; die Räder wurden mit dem Fahrrad-

taxi wieder nach Bozen gebracht. Weitere Infos und noch mehr Fahrradtouren findet man unter www.suedtirol-rad.com. eh

Bei der 16. Ausgabe der AVSBouldermeisterschaft „Climbo“ in Brixen konnte die Favoritin und Heimathletin aus Brixen, Andrea Ebner, den Sieg bei den Frauen erklettern. Sie bewältigte dabei alle drei Finalboulder auf Anhieb.

Der SSV Brixen hat die Fußballmeisterschaft der Oberliga mit 42 Punkten auf dem 7. Platz beendet. Der Lokalrivale des S.C. Plose schaffte mit 35 errungenen Punkten den 13. Platz und konnte sich damit aus eigener Kraft aus der Abstiegszone retten.


NACHGEFRAGT

„Erfolgreich ja, aber nur im Team“ ANNARES AUER, mit fünfzehn Jahren die Jüngste im Team der SSV-Handballmannschaft, über ihre erste Saison in der abgelaufenen A2-Meisterschaft. Frau Auer, wie sind Sie zum Handballspielen gekommen? Vor allem aber: Wie haben Sie es so jung in die erste Mannschaft der Brixnerinnen geschafft? In der zweiten Klasse Grundschule habe ich mit der Ballspielstunde beim ASV Schabs begonnen. Margit Peintner war meine erste Trainerin – sie trainierte uns danach in Vahrn und begleitete uns mit der U12-Mannschaft zu den ersten Turnieren. Mit dem SSV Brixen spielte ich die Landesmeisterschaften der U14 und U16, und im Herbst 2011 schaffte ich den Sprung in die erste Mannschaft des SSV Brixen. Dort war ich mit

15 Jahren die Jüngste; als Trikotnummer wählte ich die Fünfzehn.

Savini und den erfahreneren Spielerinnen.

Sie gelten als großes Talent: Worin liegt Ihre Stärke? Na ja, ich bin mit 1.77 cm groß gewachsen, habe Ehrgeiz und einen starken Willen, bin schnell und durchsetzungsfähig und denke beim Spielen nicht zu viel nach. Und ich habe großen Spaß und eine starke Motivation! Sicher muss ich mich noch verbessern, so in der Technik und im Zusammenspiel mit dem Pivot und den Flügelspielerinnen. Aber ich habe in den vielen Trainings und 20 Meisterschaftsspielen schon viel gelernt, vom Trainer Ernani

Und wenn Sie auf die abgelaufene Saison zurückblicken? Dann weiß ich zuallererst, dass wir nur im Team stark und erfolgreich sind und ich nur ein kleines Rädchen davon bin. Wir sind natürlich stolz, dass wir wiederum beste Südtiroler Mannschaft sind, obwohl wir gerade mal einen Altersdurchschnitt von 18 Jahren aufweisen. Gemeinsam haben wir Niederlagen verarbeitet und unsere Siege, speziell in der Rückrunde, gefeiert. Das hat uns enorm zusammengeschweißt. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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BERGSPORT

Freizeit & Sport

„Berg muss unberührt bleiben“ z „TrentoFilmFestival“, Diskussionsrunde „Quo CLIMBis?“ und „International.Mountain.Summit.“ (IMS) – drei Veranstaltungen, die dem Thema Berg gewidmet sind und in Zukunft miteinander enger verbunden werden sollen. Das Filmfestival, das 1952 von der Stadt Trient und dem italienischen Alpenverein ins Leben gerufen worden war, ging vom 26. April bis zum 6. Mai mit Filmvorführungen, Buchpräsentationen, Video-Installationen, Foto-Ausstellungen, Mountainbike-Touren und nächtlichen Wanderungen in der Regionalhauptstadt über die Bühne und verzeichnete einen Besucherzuwachs von über 20 Prozent. Am 6. Mai befassten sich sechs Top-Bergsteiger auf

Über die Rolle der Alpenvereine kam es vor einheimischen und auswärtigen Alpinisten, Journalisten aus Europa und Übersee sowie zahlreichen Bergbegeisterten zu einem lebhaften Schlagabtausch zwischen dem Hausherrn und einem Vertreter des ÖAV. Kurzum, ein Vorgeschmack auf die

Veranstaltungen, die vom 20. bis zum 27. Oktober im Rahmen des vierten IMS in Brixen über die Bühne gehen werden. In Kürze schon läuft der IMS Photo Contest an. Er ist unter das Motto „Mountain Traces“ gestellt. Interessierte können ihre Bilder ab dem 1. Juni einsenden. jb

BADMINTON

HANDBALL

Zahlreiche Titelgewinne

Hoch hinaus

z Mitte Mai fanden in Mailand die Jugenditalienmeisterschaften in Badminton statt. Mit dabei war auch eine Delegation des SSV Brixen, wobei Eliane Thomaser in der Kategorie U15 den ausgezeichneten zweiten Platz erreichte und den Sieg nur äußerst knapp verfehlte. Auch im U15 Mädchendoppel war für Eliane Thomaser zusammen mit Christine Peer eine Finalteilnahme in Reichweite. Peer verletzte sich jedoch im Viertelfinale, das noch gewonnen werden konnte. Schlussendlich konnte trotzdem der dritte Rang im Doppel erreicht werden. Diese Erfolge sind unter anderem dem Cheftrainer Fredyno Saha aus Malaysia zu verdanken, der bereits das zweite Jahr mit viel Fachwissen und großem Einfühlungsvermögen die Kinder und Jugendlichen

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Einladung von Reinhold Messner und den Veranstaltern des IMS auf Schloss Sigmundskron mit der Zukunft des Alpinismus und den vom Tourismus gewollten Eingriffen im hochalpinen Raum. Hervè Barmasse aus dem Aostatal, Albert Precht aus Bischofshofen, Heinz Mariacher aus Wörgl mit Wohnsitz am Karerpass, Hanspeter Eisendle aus Sterzing, Denis Urubko aus Kasachstan und Roger Schäli aus der Schweiz diskutierten über den echten Alpinismus (Gibt es auch einen falschen?), über EliteBergsteigen und über die Wildheit und Gefährlichkeit sowie über die Eigenverantwortung des Alpinisten, der das Abenteuer sucht. Einhellig die Forderung: „Der Berg muss unberührt und wild bleiben!“

des SSV Brixen trainiert. Auch die „Over“-Mannschaft des SSV Brixen konnte bei der Italienmeisterschaft große Erfolge erzielen und stellte mit neun Italienmeistertiteln, drei zweiten Plätzen und drei dritten Plätzen den erfolgreichsten teilnehmenden Verein. Die Goldmedaille holten sich Bernhard Thomaser, Ester Solderer, Renate Griesbauer, Helmut Sigmund, Christoph Dejaco, Jolanda Plunger und Elmar Dejaco. Für einen außergewöhnlichen Erfolg bei den Jugend-Italienmeisterschaften sorgte zudem die Brixnerin Klaudia Grünfelder, die heuer nicht mehr im Dress des SSV Brixen antrat, sondern für Polisportiva Palermo spielte. Sie holte sich in der Kategorie U17 den Sieg und kann sich nun Jugend-Italienmeisterin nennen. to

z Auf eine tolle Meisterschaftssaison 2011/12 können die Sportler, Trainer und Vorstandsmitglieder der Handballjugend von Brixen zurückblicken. Und sie ist noch nicht zu Ende! Denn die U16Burschen haben den Titel des Regionalmeisters gewonnen: zehn Siege, ein Unentschieden gegen den AS Mori und eine einzige Niederlage gegen die Youngsters Meran sind die großartige Bilanz. Drei Jahre lang hat Übungsleiter Silvano Rigatti mit den Jungs gearbeitet und eine technisch sichere und kompakte Mannschaft geformt. Der Lohn dafür ist die Teilnahme an den U16-Italienmeisterschaften, die vom 31. Mai bis 3. Juni in Fasano/Apulien über die Bühne gehen werden. Diese sollten ursprünglich Mitte Mai ausgetragen werden, wurden aber kurzfristig auf das Monatsende verlegt. Das hat zur Folge,

dass die Italienmeisterschaften der U16 gleichzeitig mit denen der U20 in Oderzo/Veneto stattfinden. Für die Brixner ist dies ein Nachteil, denn einige der 15- und 16-Jährigen haben bereits in der Mannschaft der unter Zwanzigjährigen wichtige Tore geworfen, und auch dieses Team hat sich für die nationalen Meisterschaften qualifiziert. Erich Federspieler, Verantwortlicher für den Jugendsektor, sagt: „Die Qualifikation der U20-Mannschaft hat uns doch überrascht, und es ist für die beiden Trainer Aaron Mussner und Ronald Tinkhauser nicht einfach, ein Team aufzustellen, das chancenreich ins Turnier gehen kann. Bei den U16-Burschen jedoch rechnen wir mit einer erfolgreichen Teilnahme am Schlussturnier. Wir sind sogar überzeugt, dass wir bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden können!“ jb


LAUFEN

Brixen Dolomiten Marathon und Women’s Run z Am Samstag, 30. Juni, steigt die dritte Auflage des Brixen Dolomiten Marathons. Auch heuer sieht die Streckenführung den Start auf dem Domplatz in Brixen vor; das Ziel liegt auf dem Ploseberg – dazwischen liegen 42,195 Kilometer und 2.340 Höhenmeter. Da sich nicht alle Läufer diesen Kraftakt zutrauen, ist die Bewältigung der Strecke auch in einer MarathonStaffel in Vierer-Teams möglich. Die Organisatoren haben heuer außerdem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm organisiert, das auch die traditionelle Pastaparty, viel Musik und Unterhaltung umfasst. Am Vortag des Marathons findet um 19 Uhr in der Brixner Altstadt zu-

dem der erste Women’s Run statt: Frauen laufen dabei gemeinsam 4,2195 Kilometer im Altstadtkern und unterstützen damit das Brixner Frauenhaus sowie die Südtiroler Sporthilfe. Eine offizielle Zeitnehmung oder Startnummern gibt es bei diesem Lauf nicht; einzige Teilnahmebedingung ist das Tragen eines einheitlichen T-Shirts, das vor dem Start an die Läuferinnen verteilt wird. Pro Athletin gehen drei Euro an die Frauen und Kinder im Brixner Frauenhaus, ein Euro wird der Südtiroler Sporthilfe gespendet. Am Domplatz messen sich auch die Kinder an einem „Kids Minitrail“. Anmeldungen zum Brixen Dolomiten Marathon und auch zum Women’s Run unter www.brixenmarathon.it. db

Foto: Oskar Zingerle

DIVERSES

Yes, I can! z Wie kann ich gesteckte Ziele mit gesundem Selbstbewusstsein erreichen? Wie wichtig sind Teilziele auf dem Weg zum Endziel? Wie verbessere ich meine Konzentration im Wettkampf? Welche Techniken helfen mir, den Stress vorm und beim Wettkampf in Griff zu bekommen? Diesen und ähnlichen Fragen wurde beim 2. Tag der Sportpsychologie (ZSM) in der Cusanus Akademie in Workshops nachgegangen. Dazu brachte der Sportpsychologe Gabriele Ghirardello praktische Beispiele: Alex

Schwazer, amtierender Olympiasieger im Gehen, Giovanni Stroppa, Trainer des FC Südtirol, und FC-Fußballer Alessio Grea zählen zu seinen Schützlingen. Das Zentrum für Sportpsychologie und Mentaltraining um Astrid Plank, Martin Volgger und Valentin Piffrader konnte über hundert Teilnehmer begrüßen: junge und ältere Athletinnen und Athleten, Vereinsvorstände und Trainer aus Brixen

„Weil Papi sagt, dass es schnell gebaut ist, für immer hält und genau so wird, wie ich es mir vorstelle.“

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und ganz Südtirol. Die Organisatoren betonten die Wichtigkeit des mentalen Trainings und forderten zum einen die Institutionalisierung des Mentaltrainers speziell an den Sportoberschulen und zum anderen die psychologische Betreuung auch beim Sportnachwuchs. An der Podiumsdiskussion, die von Jimmy Nussbaumer moderiert wurde, nahmen der Pusterer Eishockeyspieler Christian Mair, die

Mountainbikerin Eva Lechner und der Snowboarder Roland Fischnaller sowie der Jugend-EishockeyTrainer Andzejs Mitkevics und der Nationaltrainer der Snowboarder Erich Pramsohler aus Villnöss teil. Die Schlussfolgerung lautet: Da Rennen im Kopf entschieden werden, muss der Persönlichkeitsentwicklung und der Stärkung der Psyche mehr Wert beigemessen werden. jb

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Wirtschaft & Umwelt

NEU GESTALTEN: Das Nato-Areal in Natz-Schabs bietet unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten; welcher Weg gegangen wird, ist noch unklar


UMGESTALTUNG DES NATO-AREALS IN NATZ

Keine Entscheidung

Aus 77 Projekten zur Umgestaltung des Nato-Areals in Natz hat eine Jury drei Vorschläge ausgewählt. Unterschiedlicher könnten die Ideen allerdings nicht sein, und wie schlussendlich das Areal genutzt werden wird, ist noch nicht entschieden.

E

nde April fand im Vereinshaus von Natz das Preisgericht für den Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Nato-Areals statt. Der Wettbewerb war bei Landschaftsplanern und Architekten aus dem In- und Ausland auf breites Interesse gestoßen, und so hatte die neunköpfige Jury mit Bürgermeister Peter Gasser, dem Direktor des Landesressorts für Bauten Josef March, Klaus Platter von den Gärten Schloss Trauttmansdorff, Tourismusexperten Otmar Michaeler, Christoph Engl von der Südtiroler Marketing Gesellschaft (SMG), Andreas Braun, den Architekten Walter Angonese und Andrea Boschetti sowie Gemeindereferent Johann Huber eine beachtliche Herausforderung zu meistern, denn es galt, aus 77 eingereichten Projekten das beste auszuwählen. Letztendlich wurde kein herausragender Sieger ermittelt, sondern drei Projekte teilten sich gemeinsam den ersten Rang. Mit dieser Entscheidung präsentierte die Jury der Gemeinde drei völlig unterschiedliche Wege für die zukünftige Nutzung, die nun in der weiteren Bewertung und Diskussion sowohl mit der Gemeinde als auch mit der Südtiroler Landesverwaltung als Grundeigentümer bewertet werden müssen.

Hoher Turm als Hotel. Eines die-

ser drei erstplatzierten Projekte stammt vom Architekten Joachim Wieser aus Sölden. Er sieht auf dem Areal den Bau eines Hotels vor, das sich architektonisch von allen anderen Häusern im Lande und wohl auch darüber hinaus unterscheiden würde. Der

Architekt hat in seinem Plan einen etwa 60 Meter hohen Turm mit 15 Stockwerken und 140 Betten vorgesehen. Jurymitglied Christoph Engl, als SMG-Direktor ein Experte in Sachen Tourismus, zeigte sich von dieser Idee angetan: „Der Planer hat sich den Standort sehr genau angesehen und dabei erkannt, dass es sich um einen besonderen Ort handelt. Wenn

Park vorgesehen, der untertags auch anderen Personen als den Hotelgästen offenstehen könnte. Natürlich ließe sich ein solches Vorhaben nur als Investition von privaten Investoren verwirklichen. Für die öffentliche Verwaltung entstünden weder Investitions- noch Folgekosten, sondern sie könnte durch den Verkauf des Areals wohl einen beträchtlichen Erlös

gesamte Fläche des zur Verfügung stehenden Areals für die Naherholungszone verplant. Sie würden teilweise die am Rand bestehenden Apfelwiesen in das Nato-Areal hinein ausweiten und an der nordöstlichen Seite das Biotop Sommersürs, dass sich nur unweit des Nato-Areals befindet, mit dieser neuen Naherholungsfläche zusammenführen. Dazu

„Wenn hier ein hohes Hotelgebäude ähnlich einem Leuchtturm entstehen würde, dann gäbe es wegen der großartigen Rundumsicht keine gute oder schlechte Seite, denn unabhängig, wohin man sich wendet: Der Blick ist gleichwertig“_ Christoph Engl, Direktor SMG hier ein hohes Hotelgebäude ähnlich einem Leuchtturm entstehen würde, dann gäbe es wegen der großartigen Rundumsicht keine gute oder schlechte Seite, denn unabhängig, wohin man sich wendet: Der Blick ist gleichwertig“. Er ist überzeugt, dass sich auch international bekannte Architekten an einem Planungswettbewerb für solch ein Vorhaben beteiligen würden und ein solches Haus das Potential hätte, weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt zu werden. Der Planer hat den Hotelturm auf einem mehrere Stockwerke hohen, breiter angelegten Sockel gestellt, in dem alle Servicebereiche des Hotels untergebracht werden könnten. Rund um das Hotel ist in diesem Vorschlag ein

erzielen. Ob und wie ein solch herausragendes Hotel die Tourismuswirtschaft in Natz-Schabs und in der Umgebung positiv beeinflussen könnte, müsste noch weiter diskutiert werden.

Wasserlandschaft mit Naturbadeteich. Eine völlig andere Vision stellt das zweite Siegerprojekt der Architekten Markus Fiegl und Marek Jahnke aus Berlin dar. Sie planen eine Wasserlandschaft, die als Naturbadeteich im Sommer von der Bevölkerung genutzt werden könnte. Das umliegende Gelände würde als Naherholungszone gestaltet; ein oder zwei kleine Gebäude würden als Umkleiden, Toiletten oder für Veranstaltungen genutzt. Die beiden Architekten haben in ihrem Projekt nicht die

müsste die Gemeinde sowohl die Apfelwiesen, die zwischen dem Nato-Areal und dem Biotop liegen, wie auch das Biotop selbst ankaufen. Würden einige Flächen im Nato-Areal wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt, ließe sich ein solches Vorhaben unter Umständen kostengünstig durch einen Tausch realisieren. Die Jury befand in ihrer Bewertung, dass es sich bei diesem Projekt um eine interessante Renaturierung mit Erholungscharakter handeln würde, das zwar kein besonderes Aufsehen erzeugen würde, aber für die Bevölkerung der Gemeinde sicher von hohem Wert wäre. Was die Folgekosten betrifft, so ist es allerdings fraglich, ob man einen Naturbadeteich 51


Wirtschaft & Umwelt

ohne größere Auflagen und geringen Kosten betreiben kann. Die Pusterer Gemeinde Gais hat erst vor wenigen Tagen die Erfahrung gemacht, dass ihre beliebte „Locke“, ein seit Jahrzehnten viel besuchter Badeteich, heuer womöglich trocken bleiben muss, weil sie nicht in der Lage ist, die

gestiegenen Anforderungen in Sachen Hygiene und anderes zu erfüllen.

Ein Kunstatelier im Freien. Ein

völlig anderes Konzept präsentierte das Architekturbüro „Feld 72“ aus Wien als dritte im Bunde der Sieger. Dieses Projekt

will die Umzäunung und die eingeschränkte Zugänglichkeit belassen. Damit bliebe das Geheimnisvolle aufrecht, das das Areal über viele Jahrzehnte zu etwas Besonderem gemacht hat. Christoph Engl urteilt: „Das war das einzige Projekt, das mit der Geschichte dieses Grundstücks

intelligent umgegangen ist. Die Architekten gewähren nur jenen Eintritt, die eine besondere künstlerische Idee verwirklichen wollen.“ Es würde sozusagen zu einem Kunstatelier, das zeitlich begrenzt genutzt werden kann. Um so etwas erfolgversprechend umsetzen zu können, wäre ein Kurator nötig. Andererseits hielten sich sowohl die Investitionsals auch die Folgekosten in einem überschaubaren Rahmen; zudem hätte dieses Projekt das Potential, internationale Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Konkrete Planung wird erst folgen. Bürgermeister Peter Gasser

Projekt Kunstraum: Das Geheimnisvolle aufrecht erhalten, den Ort als Kunstatelier nutzen (Architekturbüro Feld 72)

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Projekt Leuchtturm: Ein hoher Hotelturm mit teils öffentlicher Nutzung der Parkanlage (Joachim Wieser)

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Projekt Naturraum: Eine Wasserlandschaft mit Naturbadeteich und Anbindung des Biotops (Markus Fiegl, Marek Jahnke)

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betonte, dass auch andere Planer teilweise ähnliche Konzepte wie Hotels, Bildungsstrukturen oder Erholung mit Wasserelementen präsentiert hatten. Die Jury hat zudem auch durchaus ungewöhnliche Ideen begutachtet: Ein Projektant plante einen Platz für Abenteuer- und Kriegsspiele, ein anderer sah den Ort geeignet für eine Universität für den Gastronomiebereich. Eine Idee widmete sich einem Farbtherapiezentrum, und ein Projektant wollte ein Aufnahmezentrum für Kleinkriminelle errichten. Die Jury konnte sich mit Projekten wenig anfreunden, in denen mehrere Funktionen gleichwertig vereint wurden, und sie beurteilten die eine oder andere Wirtschaftlichkeitsrechnung als abenteuerlich – die Investitionskosten lagen im Bereich zwischen einer bis hundert Millionen Euro. Abschließend betonte Bürgermeister Peter Gasser, dass es sich hier nur um Ideen handelt, die konkrete Planung müsse erst folgen. Aber immerhin gibt es nun Vorschläge, die man diskutieren und bewerten kann. Dazu werden alle Projekte öffentlich ausgestellt und neben dem Gemeinderat auch Vereine und Verbände in die Diskussion miteinbezogen. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat in einem ersten Gespräch schon wissen lassen, dass die öffentlichen Mittel in Zeiten des Sparzwanges begrenzt seien. Man könnte auch sagen: Je höher die Kosten, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass beim Nato-Areal alles bleibt wie es heute ist.

annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


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Firmeninhaber Ma mit seiner Frau Ca nfred Stampfl rmen

Das Team von Stampfl Küche-Wohnen

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10 Jahre – Danke!

Stampfl Küche-Wohnen feierte vor kurzem sein 10-jähriges Bestehen und präsentiert sich dazu jetzt sichtbar größer und noch schöner.

z Zum runden Firmenjubiläum zieht Stampfl Küche-Wohnen positiv Bilanz: In seiner 10-jährigen Tätigkeit ist das Brixner Einrichtungsstudio zu einer Adresse für geschmackvolles Wohnen avanciert

Stampfl Küche-Wohnen bedankt sich bei allen seinen Lieferanten zum gelungenen Umbau mit Vergrößerung seiner Ausstellung, insbesondere bei:

und hat sich als hochwertige Marke für schönes Wohn- und Küchendesign etabliert. Diesen großen Erfolg hatte Firmeninhaber Manfred Stampfl zum Anlass genommen, die Ausstellung am

Firmensitz zu erweitern und die Schaufenster zu vergrößern, um noch mehr faszinierende Einblicke in die Welt schönen Wohnens zu gewähren: Zu sehen sind die neuesten Wohn- und Küchen-

Verlegung des Natursteinbodens

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trends, derzeit mit vielen raffinierten Materialkombinationen wie beispielsweise Holz mit Granitarbeitsplatten oder Tapeten mit Hochglanzakzenten. Doch nicht nur das Wissen um die aktuellsten

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Trends zeichnet das kleine, aber fachlich äußerst kompetente Team von Stampfl Küche-Wohnen aus: Von der stilsicheren Beratung, geschmackvollen Planung sowie Unterstützung bei der Wahl des Bodens und des Lichtdesigns bis hin zur Realisierung begleiten die Wohnexperten die Kunden auf dem Weg zu ihrem ganz persönlichen Wohntraum.

Gelungene Jubiläumsfeier. Am

19. Mai feierte Stampfl KücheWohnen mit zahlreichen Kunden, Lieferanten, Freunden, Bekannten und Familien sein 10-Jahr-Jubiläum. Die Gäste genossen sichtlich

das gesellige Beisammensein und staunten nicht schlecht, als Profikoch Martin Pramstaller mit der neuen Dampfgarer-Generation von Miele kulinarische Köstlichkeiten wie Spargel mit Bozner Sauce, Spinatknödel mit Gemüse, Fleisch- und Fischspießchen sowie Pflaumenkompott zum Verkosten zauberte. Und auch die Heimkinoanlage von Loewe, die von Elektro Reichhalter vorgeführt wurde, begeisterte in Sachen Bild- und Tonqualität. Großes Interesse zog unter anderem auch das neue mit einem Designpreis ausgezeichnete Dunstabzugssystem von Bora auf sich, das Kochdünste extrem

leise zwischen den Kochfeldern nach unten abzieht, wodurch das Kochen noch angenehmer und die Wohnqualität um ein Vielfaches erhöht wird. Für die Verpflegung der Gäste hatte Manfred Stampfl seinen Bruder Christian und dessen Team von der Weingalerie engagiert, die mit leckeren Häppchen, erlesenen Weinen und Getränken sowie professionellem Service rundum für eine Super-Stimmung sorgten. In seiner Festansprache bedankte sich Manfred Stampfl insbesondere bei seinen Mitarbeitern für die großartige Zusammen-

arbeit, bei seiner Frau Carmen und seinen vier Kindern für ihre Unterstützung und nicht zuletzt bei den vielen anwesenden zufriedenen Kunden, die gerade durch ihre begeisterte Weiterempfehlung dem Einrichtungsstudio viele Aufträge bescherten und bescheren.

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Die Bürgermeister und Albert PürgstalAndreas Schatzer ler

Erich Überbacher, Karl Leitner, Rudi Rienzner, Walter Mitterrutzner und Helmut Amort

EVENT

Wirtschaften mit Verantwortung Knapp 560 Mitglieder nahmen im Jahr der Neuwahlen an der Vollversammlung der Raiffeisenkasse Eisacktal am 27. April im Forum Brixen teil. Mit einem Jahresgewinn von 1,8 Millionen Euro und einem Zuwachs des Kundengeschäftsvolumens von 3,7 Prozent konnte Präsident Rudi Rienzner gute Geschäftsergebnisse für das Jahr 2011 präsentieren. z Zufrieden zeigten sich Präsident Rudi Rienzner und Direktor Karl Leitner mit dem Geschäftsergebnis des Jahres 2011: Mit einer Steigerung von 3,7 Prozent erreichte das Kundengeschäftsvolumen zum Jahresende über 804,1 Millionen Euro. Trotz der Schulden- und Wirtschaftskrise, die das zweite Halbjahr 2011 entscheidend prägte, entwickelten sich insbesondere die Kundenausleihungen, die mit einem starken Plus von

Präsident Rudi Rienzner

7,2 Prozent auf 355,6 Millionen Euro gesteigert werden konnten, sehr gut. Diese nachhaltige Versorgung der einheimischen Wirtschaft mit Krediten gelang vor allem durch verschiedene Initiativen zur nachhaltigen Liquiditätssicherung sowie durch Streuung von Risiken. Bei den direkten Kundeneinlagen konnte eine leichte Steigerung von 0,7 Prozent auf 365,3 Millionen Euro erzielt werden; ebenso wies das Volumen der indirekten

Walter Mitterrutzner, Präsident des Aufsichtsrates

Die Ehrungen für die 30- und 50-jährige Mitgliedschaft

Direktor Karl Leitner

Einlagen einen guten Zuwachs von 2,5 Prozent auf 83,1 Millionen Euro auf. Der Jahresgewinn belief sich auf rund 1,8 Millionen Euro; das Eigenkapital konnte auf 53,2 Millionen Euro gesteigert werden.

Verwaltungs- und Aufsichtsrat neu gewählt. Folgende Mitglieder

wurden in den Verwaltungsrat gewählt: Helmut Amort, Hansjörg Auer, Hermann Goller, Markus Huber, Peter Kostner, Albert Obrist, Walter Oberegger, Rudi Rienzner, Erich Überbacher, Manfred Mair Widmann und Martin Zingerle. Die Aufsichtsräte

50 Jahre Mitglied: Antonia Rauchegger mit Alex Ladurner

Verabschiedung nach 36 Jahren im Aufsichtsrat: Emil Burger

Walter Mitterrutzner (Präsident) und Christine Öhler Peintner wurden für drei weitere Jahre im Amt bestätigt; für den nach 36 Jahren ausscheidenden Emil Burger trat Manfred Psaier in den Aufsichtsrat.

„Kapital als soziale Verantwortung“ Neben den Ehrungen für

die 30- und 50-jährige treue Mitgliedschaft bei der Raiffeisenkasse zählte der Vortrag „Das Kapital als soziale Verantwortung“ von Walter A. Lorenz, Rektor der Freien Universität Bozen, zu den Höhepunkten des Abends.

Walter Lorenz und Europaparlamentarier Herbert Dorfmann

Gastreferent Walter Lorenz 57


Wirtschaft & Umwelt

Günther und Andre as Kofler

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EVENT

Freude im neuen Haus

Malermeister Andreas Kofler aus Mühlbach „malt Freude ins Haus“ – wie er selbst in seinem Werbeclaim sagt. Mit seiner neuen Betriebshalle hat sich der Unternehmer nun auch selbst eine Freude bereitet – und hat Kunden, Freunde und Familie bei einer Einweihungsfeier daran teilhaben lassen. z LVH-Präsident Gert Lanz war einer unter vielen Gästen bei der Einweihungsfeier: „Andreas arbeitet mit seinem vierköpfigen Team sehr innovativ und fortschrittlich“, sagte er, und meinte damit unter anderem die außergewöhnliche Kompetenz des Unternehmens in Sachen Farbgestaltung. Diese Arbeitsweise könne für viele ein Vorbild sein, so Lanz. Andreas Kofler selbst scherzte in seiner Ansprache zu diesem Thema: „Es braucht net lei an Rolla, an Pinsl, a Spåchtl und a Stafflei.“ Um zeitgerecht und flexibel arbeiten zu können, müsse man heute sehr umfassend ausgerüstet sein, und dafür biete das neue Gebäude nun ausreichend Platz. In der

Tat ist die Eröffnung der neuen Betriebshalle für den Malerbetrieb ein Meilenstein – zumal sich die kleine Werkstatt vorher mitten in der Fußgängerzone im Dorf befand. „Dieses Gebäude ist für mich ein Lebenswerk – die Erfüllung eines Wunsches, den ich schon seit der Übernahme des Betriebes von meinem Vater gehegt hatte“, freute sich Andreas Kofler. In die Gratulantenschar reihte sich auch Bürgermeister Christoph Prugger ein, der betonte, dass es auch für die Gemeindeverwaltung eine große Freude sei, wenn unternehmerische Initiativen in der Gemeinde gelängen. Prugger gratulierte zu dem

Bauwerk und wünschte der Familie, dass sie auch das „notwendige Quentchen Glück“ haben möge. „Wer weiß, was Klein Simon um die Dreißiger Jahre mit dem Malerbetrieb vorhaben wird ...“, wagte der Bürgermeister augenzwinkernd noch einen Ausblick in die Zukunft.

Attraktion: Mit einem Hubschrauber konnten sie Mühlbach und Umgebung einmal aus der Vogelperspektive betrachten.

Mühlbach aus der Vogelperspektive. Trotz kleiner Schwierigkeiten beim Postversand der Einladungen waren zahlreiche Kunden, Lieferanten, Freunde und Bekannte gekommen, um dem Malermeister zur neuen Betriebshalle zu gratulieren. Als besonderes Zuckerle wartete auf die Gäste eine außergewöhnliche

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Dagmar Mitterrutzner, Evelyn Aigner, Andreas Kofler

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Andras Kofler, Gerd Lanz

Enrico Apolloni, Claudia Rogen

Renate und Gottfried Überbacher Gerd Lanz

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Simon und Günther Kofler

Gerd Lanz, Christoph Prugger

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BRIXEN

Energetische Gebäudesanierung z Welche Vorteile bringt eine energetische Gebäudesanierung? Worauf muss man achten? Welche Steuervorteile ergeben sich? Diesen Fragen will die Vereinigung Südtiroler Freiberufler im Rahmen eines Informationsabends nachgehen, der am 6. Juni um 20 Uhr im Saal der Raiffeisenkasse Eisacktal stattfinden wird. Ruben Erlacher aus Klausen wird den

Aspekt Bauphysik und Energie im Gebäudehaushalt betrachten, Manfred Psaier aus Brixen den wirtschaftlichen Teil mit Abschreibungsmöglichkeiten und Beiträgen. Zum Schluss wird Andreas Leiter aus Bruneck den rechtlichen und urbanistischen Teil vortragen. Anschließend soll in einer Diskussionsrunde über das Thema fachkompetent diskutiert werden.

„Dieses Thema ist für alle Immobilienbesitzer interessant“, unterstreicht Bezirksobmann Heinrich Ferretti (im Bild). wv

W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN

Selbstgebackenes Brot am Bauernmarkt z Frisches Obst, frisches Gemüse, sonstige hofeigene Produkte und ab nun auch frisches selbstgebackenes Brot bietet der Bauernmarkt am Brixner Hartmannsplatz – mit dieser Neuigkeit starten die 15 Mitglieder in die Sommersaison. Dass die Regionalität bei den Käufern eine immer größere Rolle spielt, beweist der steigende Erfolg des wöchentlich stattfindenden Marktes. Dass es nun neben Almkäse, Kräutern, Säften, Obst und Gemüse

kurz

notiert

60

auch selbstgebackenes Brot zu erwerben gibt, verdankt der Bauernmarkt dem Landwirt Andreas Baldauf vom Köfelehof in Pairdorf. Der Pfeffersberger hat vor vier Jahren seine Leidenschaft fürs Brotbacken entdeckt und baut seither auch selbst Roggen und Weizen an. Die im Holzofen hergestellten Brote werden ab nun jeden Samstag bis Oktober von 7.30 bis 13 Uhr auf dem Bauernmarkt verkauft. Nachdem der Köfelehof von der

Auch heuer bietet die Gemeinde Brixen in Zusammenarbeit mit der Plose Ski AG und dem Tourismusverein Brixen wieder die „Plose Summercard“ an. Die Karte ermöglicht die Benutzung der Plose-Seilbahn für eine Berg- und Talfahrt täglich vom 16. Juni bis zum 7. Oktober.

Milchwirtschaft alleine nicht mehr leben konnte, beschloss Andreas Baldauf zusammen mit seiner Frau und seinen Eltern umzusteigen und steht nun vier Mal wöchentlich in

der hofeigenen Backstube. „Für den Brotmarkt ist der Verkauf von frischem Brot eine große Bereicherung“, sagt Sepp Jocher, Obmann des Bauernmarktes. eh

Fast 200 Personen jeden Alters beteiligten sich an der ersten KneippRallye Südtirols im Bildungshaus Neustift, organisiert vom Südtiroler Kneippverband. Ziel der KneippRallye ist es, das Kneippen vielen Menschen zu vermitteln und aufzuzeigen, dass dies eine effiziente Gesundheitsmethode ist.

Die Grundschule in Vahrn wurde nach dem verstorbenen ehemaligen Landeshauptmann Silvius Magnago benannt. Bei der offiziellen Namensgebung Ende Mai wurde auch die neue Schulmensa und das neu gestaltete Areal vor der Bibliothek seiner Bestimmung übergeben.


STADTGEHEIMNISSE Welche Bedeutung hat das Fresko im Innenhof des Alten Rathauses?

EISACKTAL

Plus an Gästen

Im Alten Rathaus von Brixen unter den Großen Lauben befindet sich im Innenhof ein Fresko, das das biblische Thema des Königs Salomon aufgreift. Zwei Frauen streiten dabei um ein Kind und beanspruchen dieses als ihren Sprössling. Sie rufen König Salomon als Richter an, der den Streit mit einem Urteil schlichtet, das als salomonisches Urteil zu einem geflügelten Wort besonders in Rechtsfällen geworden ist: Der König befiehlt nämlich, das Kind entzwei zu schneiden und je eine Hälfte den beiden Frauen zu geben. Die leibliche Mutter bittet daraufhin den König, das Kind nicht zu töten – sie würde lieber auf das Kind verzichten als es getötet zu wissen. König Salomon erkennt daraufhin in ihr die wahre Mutter. Dieses Urteil des Salomon diente bei der Ausstattung von profanen Bauten öfters als Exempel für die Herrschertugenden Gerechtigkeit und Weisheit. Und auch im Brixner Rathaus sollten die Ratsherren mittels des Freskos daran erinnert werden, klug und weise zu handeln. Anregungen: redaktion@brixner.info

z „Das Jahr 2011 war mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent bei den Nächtigungen und von 2,6 Prozent bei den Ankünften das erfolgreichste Jahr im Fünfjahres-Zeitraum“, erläuterte Josef Thaler, Präsident des Tourismusverbandes Eisacktal, bei dessen Vollversammlung. Zwar war ein Rückgang von 2,96 Prozent bei den italienischen Gästen zu verzeichnen, doch konnte dieser durch den Zuwachs von 2,38 Prozent bei den deutschen Gästen aufgefangen werden. Auch das beträchtliche Plus von 8,51 Prozent an österreichischen Gästen trug zum positiven Ergebnis bei. Um von den beiden Hauptmärkten Deutschland und Italien weniger abhängig zu sein, sei es jedoch weiterhin wichtig, die Internationalisierung zusammen mit der Südtiroler Marketing Gesellschaft (SMG) zu forcieren. Josef Thaler sprach sich weiters für eine finanzielle Absicherung der Tourismusorganisationen auf Landesebene aus, um Planungssicherheit zu erlangen und die Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können: „Wir hoffen, dass auf

Landesebene in dieser Richtung etwas passiert, müssen aber auch unsere Hausaufgaben dahingehend erledigen“. Geplant sei deshalb eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge der Mitgliedsvereine im Eisacktal. Auch müsse die Bündelung der finanziellen Mittel des Verbandes und der Vereine beibehalten und verstärkt werden, um auf dem Markt ein Minimum an Sichtbarkeit zu erlangen. Ein Schwerpunkt in den Ausführungen des Direktors des Tourismusverbandes Eisacktal, Thomas Plank von der SMG, war die Produktentwicklung: Er erläuterte die Projekte zur Profilierung „Eisacktal – Tal der Wege“, die zusammen mit den Tourismusvereinen und den Bezirksgemeinschaften Eisacktal und Wipptal entstehen. Einen langen Weg hat hingegen Evi Tschöll, Mitarbeiterin des Tourimusverbandes Eisacktal, hinter sich: Für sie war es bereits die 16. Vollversammlung, der sie als Mitarbeiterin beiwohnt, und sie erhielt dafür einen bunten Blumenstrauß. Im Bild: Präsident Josef Thaler, Evi Tschöll, Direktor Thomas Plank. db

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„Qualitätsbetriebe der Region“ Anzeigenschluss: 15. Juni Für Anzeigenreservierungen:

Sonja Messner, Tel. 0472 060 212, E-Mail: sonja.messner@brixmedia.it Evi Hilpold, Tel. 0472 060 214, E-Mail: evi.hilpold@brixmedia.it 61


Kostet nix!

Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen

z In Brixen beginnt jetzt die Zeit des Schenkens, denn Mitte Mai hat der erste „Umsonstladen“ Brixens im Laubendurchgang eröffnet – zumindest für jene Zeit, in der das Lokal nicht vom nächsten Mieter besetzt wird. Anstelle von verwaisten Wänden stehen im Umsonstladen nun tausende Produkte in den Regalen: Interessierte können bis zu drei Produkte ihrer Wahl pro Tag mitnehmen, und dies für 0 Euro. „Es handelt sich um gebrauchte, aber gut erhaltene Alltagsware“, erklärt Ruth

Volgger. Die Geschäftsfrau und Immobilienmaklerin hatte nicht nur die Idee für diesen Laden, sondern überzeugte auch den Besitzer des Geschäftslokals sowie das Haus der Solidarität (HdS), die dieses Projekt nun mittragen. Brixen liegt damit im Trend, denn in vielen anderen europäischen Städten gibt es inzwischen ähnliche Geschäfte. „Ein Umsonstladen lädt ein, über die eigenen Konsumgewohnheiten nachzudenken, Produkte weiterzuverwenden anstatt sie wegzuwerfen und eine konkrete Hilfe für Einkommensschwache

zu leisten“, fügt Miriam Zenorini, die Projektleiterin im HdS, hinzu. Neben der Gratisware findet sich im Laden, der Ende Juli wieder seine Tore schließen wird, auch ein Bücherflohmarkt. Die Bücher stammen von Südtiroler Bibliotheken sowie von Privatpersonen und kosten je einen Euro. Die Einnahmen kommen dem Haus der Solidarität zugute; zwei Gäste des HdS sind auch die „Verkäufer“ im Laden. Geöffnet ist der Umsonstladen durchgehend von 10 bis 18 Uhr. db

3fiori bar.café.jazzkeller ---------------Bäckergasse 3, 39042 Brixen Tel. 0472 837966 www.3fiori.com info@3fiori.com

Nach fünf Jahren Führung des Hotels Schloss Sonnenburg in St. Lorenzen haben das HotelierPaar Markus Frischknecht und Isabel Pinto nun den Jazzkeller in Brixen übernommen. Mitte Juni eröffnen sie nach kurzer Umbauphase das 3fiori und bieten ausgesuchte regionale Produkte und feine Snacks in geschmackvoller Jazz-Atmosphäre. Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info

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NACHGEFRAGT

„Neue Führung, neue Eintrittspreise“ Herr Fischnaller, plant die Gemeindeverwaltung heuer große Änderungen bei der Führung des Badeteiches? Der beliebte Naturbadeteich in Lüsen wurde seit seiner Eröffnung im Jahr 2004 von der Gemeinde an den Tourismusverein Lüsen verpachtet. Da der Tourismusverein sich für den Sommer 2012 nicht mehr bereit erklärt hat, den Teich zu pachten, wird er nun von der Gemeinde direkt geführt. Für die Koordinierung sämtlicher Aktivitäten im Naturbadeteich wird von der Gemeinde ein Verantwortlicher beauftragt werden.

Warum wollte der Tourismusverein Lüsen den Badeteich nicht mehr führen? Der Tourismusverein gab in erster Linie organisatorische und steuerrechtliche Gründe für seinen Entschluss an, den Badeteich nicht mehr führen zu wollen. Diese Entscheidung ist für die Gemeindeverwaltung auch verständlich, denn der Tourismusverein gibt damit natürlich auch Verantwortung ab. Gibt es aufgrund der neuen Führung durch die Gemeinde nun auch Neuerungen für die Besucher des Naturbadeteichs, was die Preise betrifft?

Ab der Sommersaison 2012 wird die Gemeinde Lüsen einen Badeaufsichtsdienst gewährleisten, der in der Tat erhebliche Kosten zur Folge haben wird. Aus diesem Grund besteht für die Gemeinde die Notwendigkeit, von den Besuchern eine Gebühr einzuheben, um diese Spesen zu decken. Die Höhe dieses Eintrittspreises steht allerdings heute noch nicht fest – sicher ist aber, dass wir diesen Eintrittspreis familienfreundlich gestalten werden. Der Badeteich bleibt auf jeden Fall zwischen Mitte Juni und Ende August geöffnet.

Foto: Oskar Zingerle

JOSEF FISCHNALLER, Bürgermeister von Lüsen, über die Änderungen, die sich in der heurigen Sommersaison am Naturbadeteich von Lüsen ergeben.

annika.joechler@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steffi + Lydia

A A H R FÜ

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E G Ä N UND

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MÜHLBACH – TEL.: +39 347 0669428

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Ein Wander- und Ausflugsparadies Radlseehütte

Gampenalm

Panoramawanderung Radlsee und Königsanger

2.284 m ü.d.M. · Sarntaler Alpen Christian Gschnitzer · Tel.+Fax 0472 855230 oder 338 5075298 · www.radlseehuette.it Geöffnet bis Anfang November; Wir bieten jeden Tag typische Südtiroler Bergsteigerkost, hausgemachte Spezialitäten und leckere Nachspeisen. Jeden Donnerstag ist traditioneller Knödeltag. Übernachtungsmöglichkeit im Zimmer sowie im Lager. 19.8. Königsangermesse, 23.9. Radlsee-Kirchtag, im Oktober Radlseelauf, 27./28.10. Abschlussfeier mit Radlsee-Hütten-Cup-Prämierung

Vom Garner Wetterkreuz Aufstieg auf Steig Nr. 10 zur Radlseehütte. Nach gemütlicher Rast weiter zum Hundskopf, dann zu den Steinmännchen und über den Grad zum Seenock und auf den Gipfel des Königsanger. Südseitiger Abstieg über den rot punktierten Weg bis zum Steinernen Männchen und wieder zurück auf Steig Nr. 10. Gesamtgehzeit: 4,5 bis 5 Stunden. Tipp: Großer Radlsee-Hütten-Cup (DamenHerren-Kinder) mit Prämierung der fleißigsten Hüttenbesucher der Saison und Preisverlosung unter allen Teilnehmern!

Rundwanderung zur Gampenalm

2.062 m ü.d.M. · Villnöss Fam. Messner · Tel. 348 2721587· www.gampenalm.com · info@gampenalm.com. Geöffnet von Mai bis November sowie im Winter. Beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt im Naturpark Puez-Geisler. Schmackhafte Hausspezialitäten mit Naturprodukten aus eigener Produktion. Übernachtungsmöglichkeiten im Sommer (30 Betten).

Halslhütte

Mair in Plun

Rundwanderung großer Gabler

1.866 m ü.d.M. · Villnöss/Würzjoch Fam. Messner · Tel: +39 0472 521267 · Privat +39 0472 521299 · martinmessner@dnet.it Öffnungszeiten: von Mitte Mai bis Anfang November sowie von Weihnachten bis Ende März. Schöner Almgasthof am Fuße der Aferer Geisler, direkt an der Würzjochstraße. Gemütliche Stube, große Sonnenterrasse, Liegewiese, Kinderspielplatz und großer Gratisparkplatz. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Peitlerkofel, zu den Aferer Geislern mit Tulln, Plosegebiet sowie Gabler mit Dolomitenrundblick. Übernachtungsmöglichkeiten.

Ausgangspunkt Parkplatz Halslhütte: Über den Weg Nr. 4 und 8 Richtung Plose bis zur Abzweigung Steig Nr. 7A und weiter zum Großen Gabler (2.571 m mit wunderschönen Dolomiten Rundumblick!). Vom Gabler östlich über die Wiesen der Jöcher zurück zur Halslhütte. Gehzeit: ca. 4 Stunden

Vom Zanser Parkplatz auf Weg Nr. 6 in Richtung Tschantschenon, weiter auf Weg Nr. 35 zur Gampenalm. Zurück auf Weg Nr. 33 über Kaserillbach zum Zanser Parkplatz. Gehzeit: ca. 2 Stunden

Der familienfreundliche Wandertipp

1.860 m ü.d.M. · Villanderer Alm Fam. Erlacher · Tel. 335 474625 Geöffnet von Pfingsten bis Allerheiligen, von Weihnachten bis Ostern; Gemütliche Jausenstation mit Sonnenterrasse, großem Spielplatz und Streichelzoo. Wir verwöhnen Sie täglich mit Südtiroler Hausmannskost!

Vom Parkplatz bei der Gasser Hütte auf dem Wanderweg Nr. 1 zur Jausenstation Mair in Plun (Gehzeit: 30 Minuten), von Mair in Plun zur Totenkirche (Gehzeit: 1 Stunde) oder zum Rittner Horn 2.270 m ü.d.M. (Gehzeit: 2,5 Stunden) Tipp: leicht begehbar, ideal auch für Familien mit Kinderwagen!

Ausflugstipps, die Lust zum Loswandern machen!


Auf zum „Alpen Flair“Festival nach Natz!

FREI.WILD

Vom 22. bis zum 24. Juni findet ein nie dagewesenes alpines Mega-Event statt: Das „Alpen Flair“-Festival in Natz will von der ersten Auflage an zu Südtirols größtem Volksfest werden. In Südtirol findet das Oktoberfest sozusagen bereits Ende Juni statt: Vom 22. bis zum 24. Juni lädt das „Alpen Flair“-Festival in Natz-Schabs Tausende von Menschen zum ausgelassenen Feiern ein. Neben der auch für das berühmte Münchner Traditionsfest so charakteristischen alpenländischen Feierkultur mit Bier, leckeren regionalen Spezialitäten und geselligem Beisammensein bietet das Festival in Natz echte Musik-Highlights, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Mit Auftritten unter anderem der Musikgruppen Frei.Wild, The Baseballs und StahlZeit sowie des deutschen Schlagerkönigs Jürgen Drews wird an diesen drei Tagen von Schlager über Volksmusik bis Rock alles geboten, was für Super-Stimmung sorgt.

Fan-Radmarathon nach Natz. Wenn am 22. Juni der Startschuss für die gigantische Großveranstaltung fällt, hat so mancher Frei.Wild-Fan vermutlich bereits eine sportliche Höchstleistung hinter sich. Über Internet und Presse ruft die Brixner Deutschrock-Band derzeit zu einem Radmarathon

auf, der ab dem 13. Juni von Halle an der Saale in Deutschland bis nach Natz führen wird. Was Hansi Hinterseer mit Bergwanderung und anschließendem Open Air bereits etabliert hat, veranstalten Frei.Wild nun quasi für „echte Rocker“: Über mehr als 600 Kilometer führt der Marathon-Ausflug zum finalen Gipfelkonzert. Frei.Wild- und Rockfans lassen sich bei dieser Gelegenheit auch einen Besuch im neu eröffneten bandeigenen Label-Laden „Rookies & Kings Undergroundstore“ in der Weißlahnstraße 15 in Brixen nicht entgehen, finden sie hier doch kultige Streetware und Accessoires, Tonträger ausgewählter Labelbands und Südtiroler Musikgruppen, Fanartikel sowie ein Piercing- und Tattoostudio ganz im Zeichen des Rock’n’RollZeitgeistes.

Freier Eintritt zum Festival. Ne-

ben der Alpen-Stage, auf der am Freitag, 22. Juni, unter anderem Schlagerkönig Jürgen Drews und am Samstag, 23. Juni, auch Frei.Wild auftreten werden, gibt es ein umfangreiches DJ-Programm, eine stimmungsvolle Disco-Alpenhöhle

Die Brixner Deutschrock-Band Frei.Wild sowie ein gemeinschaftliches Public Viewing der Fußball-Europameisterschaft. Der Eintritt zu diesem MegaEvent ist kostenlos. Da jedoch aus Sicherheitsgründen nur eine begrenzte Anzahl Besucher auf das Gelände gelassen werden darf, gibt es derzeit Tickets für den symbolischen Betrag von 15 Euro im Vorverkauf. Die Tickets dienen rein der Platzsicherung, die Gebühr wird bei Einlass zur Gänze rückerstattet. Mehrere Tausend Tickets sind bereits verkauft. Die Natzner Vereine, die diesen Mega-Event

in Zusammenarbeit mit Frei.Wild organisieren, zeigen sich äußerst zufrieden zum angelaufenen Kartenvorverkauf. Gleichzeitig empfehlen sie allen, die noch keine Tickets haben, sich möglichst bald welche zu besorgen um sicherzustellen, dass man am Ende auch wirklich aufs Fest der Superlative gelassen wird. Erhältlich sind diese über die Homepage www.alpen-flair.com, über den Onlineshop von Frei.Wild sowie im Label-Laden „Rookies & Kings“ in der Weißlahnstraße 15 in Brixen.


Hören ist Gold wert Zu einem Gespräch gehören mindestens zwei Menschen, die miteinander reden und einander zuhören. Ist einer der beiden Faktoren beeinträchtigt, führt dies zu Kommunikationsproblemen. Über den Hochtonverlust und seine Folgen. Einfluss auf „klares Verstehen“ haben die hohen Töne, die am Eingang der Hörschnecke wahrgenommen werden. Gerade dieser Teil des Ohres ist jedoch besonders von Umgebungslärm betroffen. Die ständige Beanspruchung führt zu Hörminderung, wodurch beispielsweise Stimmen dumpf und unverständlich erscheinen. „Klares Verstehen“ bereitet zunehmend Schwierigkeiten. Was sind die Ursachen dafür?

anhaltender Lärm wirken sich verheerend aus. Sind die Zellen einmal geschädigt, nehmen sie den Schall kaum noch war. Im Alltag haben Menschen mit Hochtonverlust oft das Gefühl, ihre Gesprächspartner würden nuscheln. Das Sprechen erscheint unklar. Legen sich Hintergrundgeräusche wie Stimmengewirr, Musik oder Lärm über die Sprache, wird das Gefühl des „Nichtverstehens“ zusätzlich verstärkt.

Ursachenforschung im Gehörgang. Die Sinneszellen unserer

mir oder den anderen, wenn ich in der Gruppe schlecht verstehe? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die vom weit verbreiteten Hochtonverlust betroffen sind. Sich wegen des schlechten Verstehens anderer

Extra

Freizeit & Erholung

BESSER HÖREN

Hörschnecke halten beständig hoher Belastung nicht stand und sterben ab. Faktoren wie mangelnde Durchblutung, Altersbeschwerden und hauptsächlich

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„Liegt es an mir?“ Liegt es an

jedoch als schwerhörig zu empfinden kommt ihnen nicht in den Sinn. Schließlich hat sie der tropfende Wasserhahn im Bad die ganze Nacht über wach gehalten. „Hören tu ich also noch gut“, so ihre Schlussfolgerung. Falsch! Denn der tropfende Wasserhahn wird im Tieftonbereich wahrgenommen. Solch tiefe Töne werden meist gehört, weil die Sinneszellen dafür im Inneren der Hörschnecke gut geschützt sind. Es sind die hohen Frequenzen, die beim Hochtonverlust nicht mehr optimal arbeiten. Gespräche werden anstrengend, ständig nachfragen möchte man nicht.

„Wie verschaffe ich mir Klarheit?“ Das eigene Empfinden des schlechten Verstehens

HÖRBAR GUTE LÖSUNGEN!

anderer ist nur ein erstes Indiz. Klarheit über einen Hörverlust im Hochtonbereich verschafft jedoch erst ein Hörtest. Ein solcher Test funktioniert ganz einfach: Über einen Kopfhörer werden Töne ausgesendet. Werden sie gehört, wird dies dem Hörakustiker mitgeteilt. Die eine Stunde, die der Hörtest dauert, sollte man sich nehmen, denn gutes Hören erleichtert den Alltag. Wer eine Höranalyse durchführen oder ein Hörsystem in einem Praxistest ausprobieren möchte, ist bei den Fachberatern von „Besser Hören“ in besten Händen. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.


AUTO BRENNER

Unterwegs mit größtem Komfort Für alle, die gerne unterwegs sind und sich dabei wie zu Hause fühlen möchten, bieten die Freizeit- und Reisemobile von Volkswagen vielseitige Ausstattung und unvergleichlichen Komfort. Als trendiges Zuhause auf Rädern präsentiert sich der VW California Beach. Das kompakte Reisemobil überzeugt mit einem variablen Innenraum, ausstattbar bis zu sieben Sitzen und serienmäßig mit manuell zu betätigendem Aufstelldach. Ob für Familienausflüge oder für Outdoor-Sportarten: Der California Beach bietet damit großzügig Raum für jedes Freizeitabenteuer. Dank permanentem Allradantrieb „4Motion“ bewegt sich das Reisemobil auf jedem Terrain sicher und souverän, zu jeder Jahreszeit und Witterung. Kraftvolle TDI-Motoren mit innovativer CommonRail-Technologie sorgen für jede Menge Fahrspaß bei gleichzeitig geringem Kraftstoffverbrauch und sind in Kombination mit der BlueMotion Technology besonders umweltschonend. Das Basismodell gibt es bereits ab 31.449 Euro netto zum Losfahren.

Die Komfortversion. Im Gegen-

satz zu seinem Bruder Beach sind beim VW California Comfort zwar

Der California Beach – das günstigste Wohnmobil von Volkswagen nur bis zu fünf Sitze möglich, dafür ist die Komfortversion serienmäßig mit Küchenzeile, Kühlschrank, zwei Kochfeldern, einer

Vielzahl von Stauräumen sowie mit Standheizung ausgerüstet. Im Nettopreis ab 43.583 Euro ist selbstverständlich auch das

Aufstelldach enthalten – in der Komfortversion ist dieses elektrisch und damit noch bequemer bedienbar.

Mal Caddy, mal Mini-Wohnmobil. Auf den ersten Blick ein

Der California Comfortline – die komfortabelste Art zu reisen

Auto Brenner BRIXEN • Bahnhofstraße 32 • Tel. 0472 519 440 BOZEN • Lanciastraße 3 • Tel. 0471 519 440

Im Showroom von Auto Brenner in Bozen kann derzeit der neue VW Caddy Tramper als aufgebautes Mini-Wohnmobil besichtigt werden

ganz normaler Caddy, lässt sich der neue VW Caddy Tramper in kürzester Zeit in ein MiniWohnmobil adaptieren und eignet sich damit für den spontanen Campingausflug, ohne auf den alltäglichen Komfort verzichten zu müssen. Der Tramper ist in zwei verschiedenen Längen und mit drei verschiedenen Motorenvarianten erhältlich und bereits ab 17.332 Euro netto zu haben. Die Freizeit- und Reisemobile von Volkswagen sind derzeit zu sehen im neuen NutzfahrzeugeShowroom bei Auto Brenner in Bozen. Zu den Modellen und deren Ausstattungen informiert das Team von Auto Brenner in Brixen und Bozen und lädt Interessierte zur Probefahrt. 67


Freizeit & Erholung

Die Genusseinkehr auf der Plose

ROSSALM

Extra

Immer mehr Einheimische entdecken das Naherholungsgebiet mit großem kulinarischen Angebot auf der Plose, wobei insbesondere das Almgasthaus Rossalm ein beliebtes Einkehrziel für viele Genuss-Ausflügler ist.

Der große Kinderspielplatz ist ein wahres Kinderparadies Die Rossalm hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bevorzugten Ausflugsziel im Wanderparadies der Plose entwickelt. Die zahlreichen Besucher wissen die vielen Besonderheiten des Almgasthauses zu schätzen, ganz besonders die schmackhafte Tiroler Bauernkost, die vielen Südtiroler Spezialitäten und italienischen Köstlichkeiten. Aber auch das idyllische Ambiente, die

herzliche Gastfreundschaft von Rossalm-Wirt Peter Hinteregger und seinem stets freundlichen Team sowie die schönste Kulisse weit und breit, ein atemberaubender Panoramablick auf die Dolomiten, machen die Einkehr jedes Mal wieder lohnenswert. Erreichbar ist die Rossalm über den gemütlichen und erlebnisreichen Familienrundwanderweg „WoodyWalk“ von der Plose-Kabinenbahn aus oder – etwas anspruchsvoller – ab der Halslhütte oder Skihütte.

von Hochzeiten, Familien- und Geburtstagsfeiern bis hin zu Firmen- oder Vereinsfeiern. Das beschauliche Ambiente und

genial zusammengestellte Festmenüs lassen jedes Fest zu einem unvergesslich schönen Erlebnis werden.

Almatmosphäre der Extraklasse.

Almgasthaus Rossalm*** Afers 350, Palmschoß 39042 Brixen Tel. 0472 521326 www.rossalm.com info@rossalm.com 68

Ein Ort für besondere Feiern. Das Almgasthaus Rossalm erweist sich zudem als idealer Rahmen für extravagante Festlichkeiten,

In der Rossalm werden typische Südtiroler Leibgerichte serviert

Foto: © Tourismusverband Eisacktal

Ausspannen beim erfrischenden Fußbad im Kneippgarten Foto: © Tourismusverband Eisacktal

Mit größeren und kleineren Highlights bietet die Rossalm ihren Gästen eine Almatmosphäre der Extraklasse. Ob auf kulinarischer Genusswanderung, zum Kneippen oder Sonnenanbeten auf den kuscheligen, mit Schaffell überzogenen Zirmholz-Liegen, während die Kinder nach Herzenslust auf dem spannenden Kinderspielplatz herumtollen: Auf der Rossalm fühlen sich die Kleinen ganz in ihrem Element und die Großen so richtig wohl.


CARACOLITO

Ideales Sommergetränk Geschmackvoll, bekömmlich und mit nahezu null Kalorien: Tee ist ein idealer Durstlöscher im Sommer. Bei Caracolito am Domplatz erhält man nicht nur schmackhafte Tees, sondern auch leckere Rezepte für Eistees zum Selbermachen. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist aufgrund des vermehrten körpereigenen Wasserverlustes auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Sind es unter normalen Bedingungen 1,5 bis 2 Liter, die man täglich trinken sollte, um den Wasserhaushalt in Balance zu halten, so sind es an heißen Sommertagen entsprechend mehr. Als Durstlöscher eignen sich besonders ungezuckerte Früchteund Kräutertees – egal, ob kalt oder warm. „Immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge von Tee auch im Sommer, insbesondere von natürlichem Eistee“, erklärt Ruth Dorfmann vom Tee- und Kaffee-Fachgeschäft Caracolito in Brixen, „Tees lassen sich einfach und schnell zubereiten und sind eine kalorienarme Alternative zu den gekauften, oftmals zuckerreichen Durstlöschern. Viele Teesorten eignen sich als Grundlage für die Zubereitung von Eistee, insbesondere Schwarz-, Weiß- und Grüntees sowie viele Kräutertees. Kombiniert mit Zitrone, Ingwer, frisch gepressten Fruchtsäften oder Fruchtstückchen und eisgekühlt ergeben sich natürlichleckere Erfrischungsgetränke für die ganze Familie, für zuhause oder in der Thermoskanne auch für unterwegs.“

Ruth Dorfmann (rechts) und Mitarbeiterin Helene Habicher

Bei Caracolito findet man eine große Auswahl feiner Teeund Kaffeemischungen, das dazu passende Zubehör sowie sorgsam ausgesuchte Lebensmittel und Delikatessen bekömmlich und wohltuend, je nach Teesorte und Kräutermischung mit unterschiedlichen Wirkungen: „Sehr gefragt sind spezielle Kräutermischungen mit positiven Wirkungen auf den Gesundheits- und Gemütszustand – mal wird eine verdauungsfördernde, mal eine entschlackende Teemischung gewünscht, mal eine anregende, mal eine entspannende. Die persönliche Beratung ist sehr wichtig, um den Kunden bei der optimalen Teewahl bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Ruth Dorfmann.

Caracolito jetzt am Domplatz. Vor rund zwölf Jahren hat

Genuss mit Wohlfühlgarantie. sich Ruth Dorfmann mit ihrem Tee ist nicht nur ein Genussgetränk, sondern gleichzeitig sehr

Einladend präsentiert sich das Fachgeschäft für Tee und Kaffee am neuen Standort am Domplatz

Fachgeschäft für Tee und Kaffee selbstständig gemacht und mit ihrer langjährigen Erfahrung und sicherem Feingespür ein erlesenes Sortiment zusammengestellt. Dieses umfasst, ganz im Trend hin zu regionalen und biologischen Produkten, viele hervorragende Südtiroler Qualitätsprodukte, darunter die biologisch zertifizierten Kräutertees des Pusterer Kräuterlandhofs Bergila sowie die geschmackintensiven Teesorten der Südtiroler Teemarke Viropa. Das Sortiment wird durch die ausgezeichneten Kaffeemischungen der traditionsreichen Brixner Kaffeerösterei Harrar sowie den Gourmet-Kaffeemischungen der Völser Spezialitätenrösterei Caroma abgerundet.

Vor kurzem ist das Brixner Fachgeschäft für Tee und Kaffee übersiedelt und präsentiert sich jetzt noch größer und einladender am neuen Standort am Brixner Domplatz. Neben den zahlreichen offenen und geschlossenen Tees und den hochwertigen Kaffeemischungen, die auf Wunsch im Geschäft frisch gemahlen werden, wird das Angebot durch ein umfangreiches Tee- und Kaffeezubehör ergänzt. Ausgesuchte Lebensmittel und Spezialitäten wie weiße und schwarze Trinkschokolade, Sarntaler Tafelschokolade oder Südtiroler Honigspezialitäten runden das Sortiment ab. Damit findet man bei Caracolito nicht nur viele natürlich leckere Genussgetränke und Delikatessen für jeden Tag, sondern auch ganz besondere Geschenkideen, die jeden Haushalt bereichern und garantiert Freude bereiten.

Caracolito Das Fachgeschäft für Tee & Kaffee Domplatz 8, 39042 Brixen Tel. 0472 832753 www.caracolitobrixen.mx35.de caracolito_teekaffee@hotmail.com

Entdecken auch Sie die Vorzüge eines selbst zubereiteten Eistees im Sommer, zum Beispiel:

Eistee Apfel-Minze

Zutaten für 8 Gläser: 1 l Apfelsaft 1 l Wasser 10 g frische Minze 4 EL Zitronensaft Zubereitung: Wasser zum Kochen bringen, danach Zitronensaft beigeben und die Minzeblätter ca. 5 Minuten ziehen lassen. Abseihen und vollständig abkühlen lassen. Apfelsaft und Eiswürfel dazu geben, ggf. nachsüßen. Tipp: Ein Paar frische Minzblättchen in der Kanne sind dekorativ und verleihen zusätzlich Geschmack!

Eistee mit Rooibos

Zutaten für eine Teekanne: 1 l Wasser 3 EL Rooibos, wie Orange, Lemon, fruchtiger Rooibos (z. B. Africa Queen) 1 Zitrone frisch gepresst Zubereitung: Den Tee mit einem Liter heißem (nicht kochendem) Wasser aufgießen und anschließend 5 bis 7 Minuten ziehen lassen. Zitrone auspressen und mit dem Tee vermengen. Danach den Eistee kaltstellen (eventuell Eiswürfel dazugeben). Tipp: Nach dem Erkalten kann man den Tee mit beliebigen Säften verfeinern – am besten eignen sich dazu Apfelsaft, Holundersirup oder aber auch Mineralwasser. 69


FLUGHAFEN INNSBRUCK

Urlaub ab der ersten Minute Foto: Flughafen Innsbruck

Urlaubsgefühle wecken, Fernweh lindern, den Alltag hinter sich lassen – all dies und noch viel mehr verheißt das Sommerprogramm 2012 des Flughafens Innsbruck, mit Anflug auf viele attraktive Urlaubsdestinationen.

Antalya Brac Faro NEU Heraklion Hurghada Kalabrien NEU Kefalonia Korfu Kos London Mallorca Manchester Preveza/Lefkas Rijeka/Krk Rhodos Sardinien

3x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 4x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl. 1x wöchentl.

April-Oktober Mai-Oktober April-Juni Mai-Oktober April-Oktober Mai-Oktober Mai-September Juni-September Mai-Oktober Mai-September Mai-Oktober Mai-September Mai-September Mai-Juli Mai-Oktober Mai-September

Ab Innsbruck in die Ferne. Mit

mehrmals täglichen Anbindungen an Frankfurt (www.lufthansa.com)

und Wien (www.austrian.com), die als internationale Drehkreuze fungieren, kann man von Innsbruck aus das ganze Jahr bequem und entspannt zu Fernreisen in die schönsten Gegenden der Welt abheben. Wer sich lange Anfahrtswege sparen möchte, sollte im Reisebüro seines Vertrauens am besten nach Urlaubspaketen ab Innsbruck fragen.

Service und Komfort ab der 1. Minute. Egal für welche

Destination man sich entscheidet: In jedem Fall profitiert man vom besonderen Service und Komfort am Flughafen Innsbruck. Kurze Wege, Übersichtlichkeit und angenehmes Ambiente erleichtern den Start in den Urlaub. Informationen zum Flugplan und zum Flughafen findet man topaktuell unter www.innsbruck-airport.com. Wer sich außerdem die App von der Homepage auf das eigene Smartphone lädt, wird künftig noch schneller über aktuelle Abflüge und Ankünfte informiert und bleibt auf dem Laufenden. Foto: Walter Kaller

Charterflüge Sommer 2012

In nur wenigen Flugstunden erreicht man vom Flughafen Innsbruck aus die attraktiven Sonnendestinationen dieses Sommers: Antalya, Brac, Heraklion, Hurghada, Kefalonia, Korfu, Kos, Mallorca, Manchester, Preveza/ Lefkas, Rhodos, Rijeka/Krk und Sardinien; neu dazugekommen sind in diesem Sommer die Destinationen Faro, Kalabrien und Pescara. Sonne, Strand, wunderschönes Meer, landschaftliche Besonderheiten, gutes Essen, Badeund Tauchvergnügen, vielfältiges Freizeit- und Sportangebot – das Urlaubsprogramm 2012 bietet für jeden Geschmack das Passende. Begehrte Linienflüge in diesem Sommer sind aber auch Amsterdam mit zwei Flügen pro Woche mit Transavia (www.transavia.com), London mit bis zu drei Flügen mit easyJet (www.easyjet.com) sowie Palma de Mallorca mit vier Flügen pro Woche mit NIKI (www.flyniki.com).

Linienflüge Sommer 2012 Amsterdam • Frankfurt • London Mallorca • Wien Stand 11.05.12, Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten.

www.innsbruck-airport.com

Schöner kann ein Urlaub nicht beginnen: kurze Anfahrtswege, keine langen Wartezeiten, einsteigen und abfliegen


ZELGER Hörexperten

Hörgeräte in historischem Gemäuer Mit der Errichtung des neuen Zelger Centers im geschichtsträchtigen „Haus Paolina“ in der Stadelgasse 15A ist Zelger Hörexperten nun täglich vor Ort präsent. Mit der neuen Geschäftsstelle in Brixen entsteht das vierte Zelger Center in Südtirol. Entsprechend dem Geschäftskonzept „Raum für Innovation, Transparenz und Kundennähe“ werden auch im neuen Zelger Center die Kompetenz als Hörexperten mit 30-jähriger Erfahrung und der Einsatz technischer Spitzenprodukte verknüpft. „Wir wollen Ansprechpartner in allen Hörbelangen sein. Unsere Stärke ist die individuelle Beratung und Betreuung, die von der Auswahl der Hörgeräte über die Anpassung bis hin zum Service nach dem Kauf reicht. Mit der Errichtung

eines eigenen Zelger Centers im Bezirk Brixen sind wir nun täglich für unsere Kunden da und bieten ihnen die Sicherheit einer langfristigen Betreuung“, begründet Roland Zelger die Entscheidung.

Hightech in denkmalgeschütztem Gemäuer. Das neue Geschäft

zeichnet sich nicht nur durch die zentrale Lage aus, sondern setzt auch in architektonischer Hinsicht Akzente. Die Eigenheiten des denkmalgeschützten Gebäudes mit dem um 1600 entstandenen Kern verleihen dem für das Unternehmen typischen architektonischen

Erscheinungsbild eine besondere Note. Im stilvollen Ambiente können Interessierte sich unverbindlich beraten lassen, einen Hörtest machen, die neuesten Hörsysteme probieren und die Vorteile eines maßgefertigten Gehörschutzes kennenlernen. Zelger Hörexperten zählt zu den führenden Hörgeräte-Unternehmen in Italien. Mit Produkten der führenden Hersteller zu konkurrenzfähigen Preisen und einem einzigartigen Paket an kostenlosen Serviceleistungen hebt sich das Traditionsunternehmen von den Mitbewerbern ab.

info Das Zelger-ServicePaket: • Gratis-Hörtest • Unverbindliches Probetragen für einen Monat, mit Rückgabegarantie • Unterstützung bei der bürokratischen Abwicklung zum Erhalt von Beiträgen • Fünf Jahre Garantie: zur gesetzlich vorgesehenen Garantie von zwei Jahren zusätzlich drei Jahre Zelger-Garantie bei vielen Geräten • Verlust- und Diebstahlversicherung für fünf Jahre bei vielen Geräten • Beste Qualität zum besten Preis

Jetzt neu: Zelger Center Brixen Ein einzigartiges Ambiente im Spannungsfeld zwischen High-Tech und Geschichte, in welchem wir unsere Kunden noch besser betreuen können. Wir erwarten Sie!

Brixen Stadelgasse 15A Tel. 0472 970 778 Mo.-Fr. 8.30-12.30 Uhr 14.00-18.00 Uhr www.zelger.it

Hören Sie auf uns.

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EDELWEISSHÜTTE

Freizeit & Erholung

Genussvolle fünf Jahre Die Edelweißhütte an der Würzjochstraße feiert heuer fünf Jahre unter der Führung von Peter Michaeler und seinem Team, die seither mit hervorragender Südtiroler Küche und herzlicher Gastlichkeit Touristen und Einheimische gleichermaßen begeistern.

Extra

Seit Jahren erfreut sich die Edelweißhütte an der Würzjochstraße einer stetig zunehmenden Beliebtheit bei seinen Gästen, unter denen sich viele einheimische Stammgäste befinden. Der

Die Edelweißhütte ist ein beliebtes Ausflugsziel

Grund dafür liegt vor allem bei den Menschen, die den Berggasthof seit mittlerweile fünf Jahren mit Gastlichkeit und Leben füllen: Pächter Peter Michaeler steht als passionierter Koch selbst in der Küche und kreiert von Mai bis November täglich hausgemachte Spezialitäten und Mehlspeisen, die selbst Kenner und Genießer der Südtiroler Küche immer wieder aufs Neue begeistern. Insbesondere die Tirtln, Schweinshaxen und Krapfen, die sonntags auf der Karte stehen, ziehen viele Sonntagsausflügler in den Berggasthof

direkt an der Würzjochstraße. Seine Mutter Helene ist die gute Seele des Hauses – sie hilft tatkräftig mit und ist immer dort zur Stelle, wo gerade Not am Mann ist. Ein junges, engagiertes Team sorgt hingegen dafür, dass auch im Service alles wie am Schnürchen läuft und sich die Gäste rundum wohlfühlen. Das Ambiente im beschaulichen Berggasthof zu Füßen des Peitlerkofels tut sein Übriges, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten: Die rustikale Bauernstube, der gemütliche

Peter und Helene Michaeler

„Sie suchen für Ihr Fest das Besondere? Feiern Sie doch bei uns! Gerne organisieren wir Ihre Geburtstags-, Familien- oder kleinere Gruppenfeier, auf Wunsch inklusive Übernachtung.“

Wintergarten und die Sonnenterrasse mit atemberaubendem Panoramablick laden zum geselligen Beisammensein und Verweilen ein. Und wer sich eine längere Auszeit vom Alltag gönnen möchte, dem bietet die Edelweißhütte die Übernachtung in gemütlichen Zimmern mit Frühstück oder Halbpension – ideal für einen entspannten Kurzurlaub oder für erholsame Ferien mit Almflair.

1.860 m ü.d.M.

Ein Ausflugsziel zum Verweilen. Hausgemachte Südtiroler Spezialitäten vor herrlicher Bergkulisse, mit herzlicher Gastlichkeit serviert: schöner kann Südtiroler Hochgenuss nicht sein! Täglich geöffnet von Mai bis November

Tipp

Jeden Sonntag verwöhnen wir Sie mit hausgemachten Tirtln, Schweinshaxen und Krapfen. Für Familienfeste und kleinere Gruppenfeiern Reservierung erwünscht. Übernachtungsmöglichkeit in komfortablen Zimmern!

Würzjochstraße/Villnöss | Coll 32 - 39040 Villnöss Tel. +39 0472 521216 | E-Mail: edelweisshuette@gmail.com facebook: Edelweisshuette Villnoess-Funes

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TIROLER SOMMERBAHNEN

Die Gipfelstürmer 17 Tiroler Sommerbahnen laden ein, die Nord- und Osttiroler Bergwelt zu erleben, zu entdecken und zu genießen. Wir sitzen in der Gondel und begrüßen den Tag. Es ist ruhig am Berg. Nur die Sonne strahlt uns entgegen und will uns den Weg auf den Gipfel zeigen, obwohl wir dorthin auch ganz ohne sie finden würden. Wir haben nämlich den leichten und bequemen Aufstieg mit einer Tiroler Sommerbahn gewählt. Denn wenn der Berg ruft, dann dürfen alle einsteigen – Sportler, Naturliebhaber, Actiontypen, Genießer und Familienmenschen. So steht also frühmorgens schon Spannung auf dem Programm. Was werden wir sehen? Was werden wir erleben? Klein und Groß freuen sich auf dieses Bergabenteuer. Die Augen glänzen vor Aufregung, die Muskeln werden für ihre bevorstehende Aufgabe gewärmt. Wir sind für jedes Abenteuer gerüstet, haben Bikes und Rucksäcke mit dabei

und blicken einem abwechslungsreichen Tag entgegen – mit einer sportlichen Einheit für die Fitten, einer Entdeckungsreise für die Wissbegierigen, einer Tierbegegnung für die Naturbegeisterten und einem genussvollen Sonnenbad für die Erholungsbedürftigen.

17 Tiroler Sommerbahnen, 17 aufregende Bergerlebnisse. Die

Bergstation ist Ausgangspunkt, Zielpunkt und Mittelpunkt aller Sommerbahnen-Attraktionen. Hier findet jeder, was er für einen perfekten Tag braucht – von Kinderspielplätzen und Märchenpfaden über Bike-Trails und Wanderwege bis hin zu Fliegern, Flitzern und Coastern. Neben einer tollen Aussicht lockt Spiel, Sport und Action auf den Berg. Fröhliche Kindergesichter gesellen sich zu

satten Leckermäulern und kräftige Sportlerwadeln zu Adrenalin getränkten Nerven. Die Tiroler Sommerbahnen machen jeden Tag zum Erlebnis, mit all ihren kreativen Ideen, ihren Überraschungen und der gesamten Schönheit der Natur. Alt und Jung dürfen nach Herzenslust lachen, spielen, toben, wandern, biken oder schlemmen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, aufregend, spannend und überraschend zugleich und machen aus allen Gipfelstürmern.

Gipfelstürmer werden – und gewinnen! Die Tiroler Sommer-

bahnen suchen das schönste Bergerlebnis. Dazu einen Tag mit einer der 17 Tiroler Sommerbahnen verbringen, das Bergerlebnis mit der Kamera festhalten und den ganzen Sommer über monatlich

zahlreiche Lifttickets, Rucksäcke prall gefüllt mit original Tiroler Spezialitäten von Handl Tyrol sowie tolle Sommerbahnen-Erlebnispackages gewinnen! Also, Gipfelstürmerbild gleich hochladen und gewinnen auf www.sommerbahnen.tirol.at

info Die 17 Tiroler Sommerbahnen Erlebniswelt Serfaus Sommerfunpark Fiss Tiroler Zugspitzbahn Stubaier Gletscher Nordkette Innsbruck Wanderparadies Rofan Hintertuxer Gletscher Adlerbühne Mayrhofen Spieljochbahn Fügen Lauserland Alpbachtal Alpinolino Westendorf Hexenwasser Hochsöll Filzalmsee Brixen im Thale Kaiserwelt Scheffau Ellmis Zauberwelt Ellmau Alleskönnerberg Fieberbrunn Lienzer Schlossberg www.sommerbahnen.tirol.at

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Impressum die viele Neugierige herbeigelockt hatte, schlichten. Es stellte sich heraus, daß die verhängnisvolle Leiter in einem anderen Hause vergessen worden war.

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Klaus Ramoser (kr) Annika Jöchler (aj) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Elisabeth Stürz (es) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info

Zum Ankauf der Hachel

Mai 1912

Hotelvergrößerung Jarolim Samstag, 4. Mai 1912 Das Brixener Gemeinwesen wird in den nächsten Jahren vielleicht eine sehr beachtenswerte aufsteigende Entwicklung nehmen. Dem gesteigerten Fremdenverkehr, der heute schon etwas mehr bemerkbar ist, hat eine Hotelgesellschaft bereits Rechnung getragen, indem sie das ehemals gutbesuchte Café Pircher ankaufte und an dessen Stelle einen Neubau erstehen läßt. Und nun ist das Bahnhof-Hotel gefolgt, das unter der fachkundigen Führung des Ehepaares Jarolim schon im Laufe der Jahre sich einen wohlbegründeten Ruf als ausgezeichnetes bürgerliches Hotel erworben hat, in dem sich gut und preiswürdig leben läßt. Von Baumeister Gstrein wird

Dienstag, 14. Mai gar bald von selbst immer weiter empfehlen, zumal wenn die Küche ihren bewährten Ruf sich zu bewahren versteht.

Riesen-Blumenstock Donnerstag, 2. Mai 1912 Eine Sehenswürdigkeit, die schon zahlreiche Bewunderer gefunden hat, ist im Besitze der Familie Schwaighofer, Trattengasse. Es ist ein Margheritenstock von ganz absonderlichen Dimensionen. Die Höhe beträgt einen Meter und der Umfang der Krone fast drei Meter. Der Riesen-Blumenstock, der allgemein Aufsehen erregt, steht zurzeit im Topfe in der Spezialitätentrafik Schwaighofers, wird aber in Bälde in einen Garten umgesetzt, wo er

Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 verena.campestrini@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. Juni 2012 Nächster Redaktionsschluss: 6. Juni 2012 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 74

nämlich dem erst vor wenigen Jahren bedeutend erweiterten Hotel ein neues zweites, beziehungsweise drittes Stockwerk aufgesetzt und das ganze Hotel so modern ausgestattet werden, daß es auch verwöhnteren Ansprüchen genügen wird. Nach der schon am 1. Juni geplanten Eröffnung der neuen Räumlichkeiten wird das Bahnhof-Hotel Jarolim 42 Zimmer mit 60 Betten (gegen früher 22 Zimmer mit 30 Betten) zählen, eine Zentralwarmwasserheizung, Bäder und eine Staubsaugeranlage besitzen. Die Küche wird in das Souterrain verlegt. Da das Bahnhof-Hotel auch so günstig gelegen ist, daß es einen herrlichen Ausblick auf die Zillertaler Gletscher gewährt, so wird sich das Unternehmen, in das in letzter Zeit auch Herr Jarolim jun. tatkräftig eingreift,

Welch glücklicken Griff die Stadtgemeinde Brixen mit dem Ankauf der Hachel getan hat, bestätigt unter anderem eine Bemerkung des „Pustertaler Boten“. Das genannte Blatt schließt die Mitteilung über den erfolgten Ankauf mit den Worten: „Die Stadtgemeinde Brixen dürfte sehr gut spekuliert haben, denn dieses Anwesen mit der großen Wasserkraft ist unter Brüdern das doppelte wert“. Gewiß ein beruhigendes Urteil!

Verhütetes Unglück Samstag, 25. Mai Ein Taglöhner, in Stufels wohnhaft, erlitt vor einigen Tagen, wie schon öfter, einen epileptischen Anfall. Zur kritischen Zeit ging der Mann eben mit einem Kerzenlicht über die Hausstiege. Beim Sturz fiel das Licht in eine offen Wäschetruhe, die darob in Gefahr stand, in Brand zu geraten. Glücklicherweise kamen rasch hilfsbereite Kräfte herbei, die den bedauernswerten Mann in seine Kammer brachten und das Feuer erstickten.

bis zum Herbst bleibt. Von entzückender Schönheit ist die Krone mit zirka 300 blühenden Blumen und vielen Knospen.

Die vergessene Leiter Dienstag, 7. Mai Eine Vergesslichkeit gab Freitag abends Anlass zu einer sehr unliebsamen Szene. Ein Kaminkehrer hatte sich nach des Tages Last und Mühe zu einem Tropfen in ein Gasthaus zurückgezogen. Als er dasselbe verließ, vermisste er seine Leiter. Darob gab es einen argen Spektakel, da der Kaminkehrer annahm, man habe ihm die Leiter versteckt. Schließlich musste die Polizei bei der Szene,

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige K ­ uriositäten werden ohne K ­ orrektur beibehalten.


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Brixner 268 - Mai 2012