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Brixner 423 - April 2025

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Jahrgang 36 · April 2025

Einblick in die Mega-Baustelle der Riggertalschleife

Das große Graben Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung


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Inhalt POLITIK & GESELLSCHAFT 04 | RÜCKSIEDLERHAUS IN BRIXEN: Der lange Weg zurück 10 | Gemeinderatswahlen: Lüsen, Mühlbach, Natz-Schabs und Vahrn MENSCHEN & MEINUNGEN 24 | PORTRAIT: Margit Piok 29 | Pro & Contra: Arbeitszeitverkürzung für den öffentlichen Dienst? 30 | Umfrage: Second-Hand-Kleidung oder doch lieber neu? KUNST & KULTUR 32 | ZEHN JAHRE ERLEBNISFÜHRUNGEN: Stadtwache Matthias und andere Gestalten VERANSTALTUNGEN 42 | TIMER: Mai 2025 FREIZEIT & SPORT 50 | SPORTLICHES REVIVAL: Badminton 2.0 WIRTSCHAFT & UMWELT 56 | RIGGERTALSCHLEIFE: Bauarbeiten laufen auf Hochtouren EXTRA 63 | Haus & Garten

Editorial Etappensieg Etwa eineinhalb Jahre nach der Vorlage der ersten Fassung hat der Ministerrat am 9. April den Verfassungsgesetzentwurf zur Autonomiereform gutgeheißen. Hauptziele der Reform sind die Wiederherstellung der Gesetzgebungsbefugnisse, die bessere Absicherung der Autonomie und die Sicherung einiger zusätzlicher Kompetenzen. Die Zustimmung innerhalb der SVP war enorm: 98,37 Prozent der Delegierten stimmten am 14. April bei der außerordentlichen Landesversammlung in Vahrn für den monatelang verhandelten Vorschlag. Der Tenor der Landesversammlung war positiv, die SVP zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Man habe in den Verhandlungen alles herausgeholt, was eben möglich war, und das Ergebnis werde sich als Meilenstein für die Autonomie herausstellen. Auch Rechtsexperten sprachen – teils etwas verhaltener – von einem grundsätzlichen Fortschritt. Kritik kam von der Opposition: Den Grünen waren die Verhandlungen zu wenig partizipativ, und die neugewonnenen Primärkompetenzen hätten auch ihre Schattenseiten. Die Süd-Tiroler Freiheit bleibt ihrer gewohnt überspitzten Rhetorik treu und fürchtet einen Autonomieabbau statt -ausbau. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die direkten Auswirkungen der Reform sichtbar werden, denn der vorliegende Entwurf ist erst ein Etappensieg: Der langwierige legislative Prozess wird wohl frühestens Ende 2026 abgeschlossen sein. Dennoch ist eine lebhafte Diskussion über die Autonomie grundsätzlich wichtig, um ihren Wert stärker ins Bewusstsein zu rücken. Sie ist die Grundlage für die Selbstverwaltung und den Schutz der deutsch- und ladinischsprachigen Minderheit. Dabei dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass sich die Gesellschaft weiterentwickelt hat und manche Konflikte wirklich nicht mehr zeitgemäß sind: Dass Mehrsprachigkeit ein Mehrwert für alle ist, ist in den meisten Köpfen angekommen. Eine moderne Autonomie stärkt Südtirol, ohne die Bevölkerung zu spalten. Ihre Anina Vontavon


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› Politik & Gesellschaft


Brixner Nr. 423

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BRIXEN: Hinter dem vermeintlich unscheinbaren Haus in der Vittorio-Veneto-Straße 33 verbirgt sich eine bewegende Geschichte: Im Rücksiedlerhaus entstanden in den Fünfzigerjahren Wohnungen für Optanten, die nach dem Krieg zurückkehren wollten. Eine Spurensuche mit Zeitzeugen.

„Wir waren glücklich über diese neue und geräumige Wohnung“, bringt die achtzigjährige Seniorin aus Brixen ihre Gefühle von damals auf den Punkt. Ende 1956 oder Anfang 1957 muss es gewesen sein, als sie zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern eine Wohnung im neu errichteten Gebäude in der Vittorio-Veneto-Straße 33 in Brixen bezog. „Die Mutter war schwanger, und den Umzug machten wir mit einem Leiterwagen.“ Viel besaß die Familie nicht. 1954 aus Österreich zurückgekehrt, als Rücksiedler, fand die Familie zunächst Unterkunft im Brixner Franziskanerkloster. „Wir wohnten dort in einer großen Stube, die wir mit wenigen Schränken und Möbeln in ‚Räume‘ unterteilt hatten.“ Zwölf Jahre war sie damals alt. Nach den bescheidenen Verhältnissen, in die sie in den Vierzigerjahren in Österreich geboren wurde, und der überaus prekären Wohnsituation im Kloster ging es nun endlich aufwärts. Der Vater hatte eine feste und sichere Anstellung gefunden, die Mutter trug ebenfalls zum Lebensunterhalt bei, indem sie für andere Menschen Kleidung wusch und bügelte. Und nun die neue, tatsächlich „wunderschöne“ Mietwohnung. Und das neugeborene Schwesterchen. Was für ein Glück! „Heizung gab es keine, sondern einen Holzherd zum Kochen und Heizen in der Küche. Aber ein eigenes Bad – das war damals alles andere als selbstverständlich.“ Eine gemütliche Wohnung zu haben, ein Dach über dem Kopf, das schätzt die Achtzigjährige, die es auch anders kannte, auch noch heute ganz besonders. Sie ist eine von vielen, die damals zurückkehrten. Deren Familie sich erneut für einen Neuanfang in der Heimat entschied. „Der Vater hatte Heimweh“, sagt sie, „die Mutter hätte sich auch vorstellen können, in Österreich zu bleiben.“ Dieses Schicksal teilt die Brixner Seniorin, die anonym bleiben möchte, mit sehr vielen Menschen, die als sogenannte „Rücksiedler und Rücksiedlerinnen“ in den 1940er und 1950er-Jahren wieder nach Südtirol zurückkehrten. Mit im Gepäck hatten sie meistens nicht viel, aber eines ganz bestimmt: die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Und doch erlebten sie „daheim“ nicht selten Ausgrenzung, Armut, Spott und – gerade im Hinblick auf die neu erbauten Wohnungen – wohl auch Neid. „Heim ins Deutsche Reich“ und wieder retour: die Vorgeschichte Im Jahr 1939 wurde die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung Südtirols vor die Wahl gestellt, im faschistischen Italien zu bleiben oder ins nationalsozialistische Deutsche Reich auszuwandern. Historiker nehmen heute an, dass sich im Zuge der sogenannten Option rund 86 Prozent für die deutsche Staatsbürgerschaft und somit fürs Auswandern entschieden. Der eindeutig nationalsozialistisch ausgerichtete „Völkische Kampfring Südtirol“ gab damals aus

 ZURÜCK NACH SÜDTIROL: Im Herbst 1956 zogen die ersten Familien im Rücksiedlerhaus in der VittorioVeneto-Straße ein

Propagandagründen eine noch viel höhere Zahl an. Auch die exakte Zahl der tatsächlich ausgewanderten Menschen lässt sich nicht verlässlich feststellen. Vermutlich verließen rund 79.000 Personen, also etwa ein Drittel der damaligen deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung, das Land. Der Großteil der Optanten wurde im ehemaligen Österreich angesiedelt. 25.000 bis 30.000 Auswanderer kehrten nach dem Krieg wieder zurück. Die genannten Zahlen sind umstritten, doch sie geben einen Eindruck von den vielen Menschen und ihrem schwierigen Schicksal. Nach Kriegsende mussten sie sich als „Staatenlose“ die Frage stellen, ob sie nach Südtirol zurückkehren oder sich im Ausland eine neue Existenz aufbauen wollten. Und wieder machte ihnen die Politik die Entscheidung alles andere als leicht – vom Druck auf Seiten Österreichs zur Rückkehr nach Italien bis zur jahrelangen Unsicherheit in puncto Wiedererwerb der italienischen Staatsbürgerschaft. Rückkehr in ein armes Land

 Alle Wohnungen verfügten, wie der Plan zeigt, sogar über ein eigenes Badezimmer

Der Historiker Stefan Lechner forscht seit Jahrzehnten zur Südtiroler Option und Rücksiedlung. Er konnte mit vielen Menschen sprechen, die Auswanderung und Rückkehr als Erwachsene erlebt hatten. „Die Rücksiedlung hat sich stark auf Bozen konzentriert“, erzählt er, „und ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen bewusst nicht mehr in ihre Ursprungsdörfer zurückwollten, wo sie jeder kannte. Ganz positive Erinnerungen an die Rücksiedlung hatte kaum jemand, mit dem ich gesprochen habe. Südtirol war damals ein armes Land, und die Rücksiedler wurden gewiss nicht mit offenen Armen empfangen – ganz im Gegenteil.“ Unmittelbar nach dem Krieg war eine Rückkehr gar nicht möglich. Die Grenzen waren geschlossen und be-


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wacht, die Alliierten im Land. Am 1. Jänner 1946 erhielt Italien die volle Hoheitsgewalt zurück. Trotzdem machten sich Menschen auf den Weg, und nicht alle schafften es über die Grüne Grenze. Nach langen Verhandlungen wurde erst im Februar 1948 die rechtliche Grundlage für den Wiedererwerb der italienischen Staatsbürgerschaft geschaffen, und zwar sowohl für die in Südtirol lebenden Menschen, die für „das Reich“ optiert hatten und so zu deutschen Staatsbürgern geworden waren, obwohl sie letztendlich gar nicht auswanderten, als auch für diejeni-

 22 Wohnungen, vier Geschäfte und ein Gasthaus fanden im Rücksiedlerhaus Platz

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gen, die ausgewandert waren und nun ein Jahr lang Zeit hatten, die italienische Staatsbürgerschaft zu beantragen. Letztere wurden erneut auf eine harte Probe gestellt. „De facto kamen erst ab Mitte 1949 die ersten Rücksiedler auf legalem Weg nach Südtirol zurück, also erst vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.“ „Zu viele Leute auf einmal“ „Man darf sich das nicht so vorstellen, dass für alle Rücksiedler neue Wohnungen gebaut wurden“, sagt Stefan Lechner, „viele hausten jahrelang in Baracken, in Verschlägen von Kasernen. In Bozen etwa waren zeitweise in den Kasernen sowohl Rücksiedler als auch italienische Flüchtlinge aus Istrien untergebracht.“ Neben dem Rücksiedlerhaus in Brixen standen den Menschen in Bruneck in drei Gebäuden abseits der Stadt 27 Wohnungen zur Verfügung, 35 Wohnungen waren es in Meran, 17 in Sterzing. Am meisten Wohnungen zählten die Gebäude in Rentsch und Haslach. In das Rücksiedlerhaus in der Brixner Vittorio-VenetoStraße 33 zogen ab Herbst 1956 die ersten Mieter ein. Zwei Familien waren bereits in Brixen und lebten dort in einer provisorischen Bleibe, die anderen 20 Familien waren zu diesem Zeitpunkt noch in Österreich, als ihnen die Zuteilung einer Wohnung die Rücksiedlung möglich machte. So vermeldete es zumindest die Tageszeitung „Dolomiten“ am 17. Oktober 1956, also elf Jahre nach Kriegsende und sieben bis acht Jahre, nachdem die Rückkehr auf legalem Wege möglich geworden war. Der Bau der Wohnungen setzte somit erst spät ein, und zwar, wie der Historiker Stefan Lechner sagt, „eigentlich erst zu einem Zeitpunkt, als kaum mehr neue Rücksiedler nachkamen.“ Anders als heute war Südtirol damals ein armes Land; für den Wohnungsbau waren nur wenige Mittel vorhanden. Lechner ist überzeugt davon, dass sicher mehr Menschen zurückgekommen wären, wäre die Wohnungssituation schon früher besser gewesen. Und er fügt hinzu: „Anfangs hatte das Amt für Rücksiedlungshilfe die Erfahrung gemacht, dass zu viele Leute auf einmal gekommen waren, die verzweifelt ein Dach über dem Kopf suchten. Dem wollte man später entgegenwirken, indem man diejenigen unterstützte, die bereits vor der Rückkehr einen Arbeitsplatz und eine Wohnung nachweisen konnten. Es wurden vielen Südtirolern, die im Ausland lebten, die Fahrtkosten nach Südtirol gezahlt, damit sie sich schon vor der Rücksiedlung danach umschauen konnten.“


Brixner Nr. 423 Ortswechsel: Vittorio-Veneto-Straße 33 In Brixen wurde im Oktober 1956 im Beisein von Honoratioren das neu gebaute Rücksiedlerhaus in der VittorioVeneto-Straße eingeweiht. Geplant von C. Tabernar aus Bozen besteht das rechteckige, 45 Meter lange Haus aus zwei spiegelgleichen Baukörpern mit einem vier Meter vorspringenden Gebäudeteil an der Nord- und Südfassade, wo sich der Eingang zu den Wohnungen befindet. Die Baupläne im Amt für Urbanistik in Brixen zeigen, dass der erste, zweite und dritte Stock je sechs Wohnungen umfassen, drei pro Treppenaufgang. Es sind dies zwei EinZimmer-Wohnungen, zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen sowie zwei Vier-Zimmer-Wohnungen, jeweils mit Küche, Bad, Vorraum, kleiner Speisekammer und großteils einem Abstellraum. Alle Wohnungen des Rücksiedlerhauses verfügen außerdem über einen kleinen Balkon oder eine kleine Loggia und zudem teilweise über einen französischen Balkon. Im östlichen Gebäudeteil brachte der Architekt im Erdgeschoss zwei weitere Wohnungen unter. Im Untergeschoss sah Tabernar zwei Waschküchen, Holzlegen, Lagerräume und Kellerabteile für die Wohnungen vor. Hier muss es jedoch zu einer Änderung gekommen sein, da das Mieterverzeichnis von Anfang an auch zwei kleine Wohnungen im Untergeschoss verzeichnet. Durch diese Änderung umfasste das Gebäude schlussendlich 22 Wohnungen. Das steile Satteldach, das beidseitig in ein Walmdach ausläuft, ließ mit seinen Gauben Licht in den Dachboden, der unter anderem Flächen zum Trocknen der Wäsche vorsah.

Stefan Lechner, Historiker: „Erst ab Mitte 1949 kamen die ersten Rücksiedler auf legalem Weg nach Südtirol zurück, also erst vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs“

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Die Miete war selbstverständlich der Wohnungsgröße angepasst: Wohnungen mit vier Zimmern kosteten 10.000 Lire (plus 350 Lire Nebenkosten), mit zwei Zimmern 6.000 Lire (plus 210 Lire Nebenkosten), mit einem Zimmer 4.000 Lire (plus 140 Lire Nebenkosten). Günstiger waren die beiden Wohnungen im Tiefparterre mit 3.500 Lire (plus 140 Lire Nebenkosten) und 4.500 Lire (plus 210 Lire Nebenkosten). Das Zusammenleben regelte die Hausordnung. Haustiere wie Hunde, Katzen, Hühner, Kaninchen oder Meerschweinchen durften nicht gehalten werden; gewaschen wurde turnusweise in der Waschküche, die Wäsche durfte nicht in der Wohnung, auf den Balkonen oder an den Fenstern aufgehängt werden, sondern musste auf dem Dachboden trocknen. Matratzen und Teppiche waren an eigens definierten Stellen auszuklopfen, Tischtücher und Putzlappen durften nur dort „ausgestaubt werden, wo Passanten oder Hausbewohner nicht belästigt werden.“ Aus Sicherheitsgründen waren die Haustüren von 21 Uhr abends bis 6 Uhr Früh abgesperrt. Die Lagerung von leicht brennbaren Gegenständen am Dachboden war untersagt; Holz oder anderes Brennmaterial hatte seinen Platz im Keller und durfte im Übrigen nur dort oder im Freien zersägt oder gespalten werden. Die Hausordnung mahnte zu Ruhe, Ordnung und Sauberkeit und Rücksichtnahme auf die Mitparteien. Metzgerei, Bar, Friseur und Modegeschäft Im Erdgeschoss plante Tabernar außerdem Räume für eine Bar mit Restaurantbetrieb – sie hieß laut Auskunft


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der Zeitzeugin schon von Anfang an „Bar Dolomiten“ –, sowie vier Geschäftslokale mit Lagerräumen, die von der Nordseite aus über eigene Eingänge zugänglich waren. „Am 10. Juni 1957 eröffneten meine Eltern hier die Metzgerei Vontavon“, erzählt Paul Vontavon. Der Eingang zum Geschäft lag an der Nordseite, Arbeitsraum und Lager schlossen sich daran an. „Ich war damals zehn Jahre alt, und ich erinnere mich noch daran, wie ich dem Vater dabei half, im Lager die Mauern für die Kühlzellen zu ändern. Damals war es eine Herausforderung für meinen Vater, überhaupt die Lizenz für die Metzgerei zu bekommen. Richtung Bahnhof standen bereits die Offiziershäuser vom Militär, und die dortigen Bewohner hatten Interesse an einer Metzgerei in ihrer Nähe. Mein Vater sammelte Unterschriften.“ Doch die Konkurrenz blieb nicht untätig, wollte selbst dort eine Filiale eröffnen. „In Trient hat mein Vater schließlich die Lizenz bekommen. 1962 ist unsere Metzgerei vom Rücksiedlerhaus ins gegenüberliegende Haus übersiedelt.“

„ E s war eine Herausforderung für meinen Vater, überhaupt die Lizenz für die Metzgerei zu bekommen“ _ Paul Vontavon, Metzgermeister Die Metzgerei Vontavon gehörte also zu den ersten Mietern, ebenso Otto und Anna Piffer, die ab 1. Juli 1957 Bar und Restaurant führten. Außerdem mieteten sich der Friseur Egon Müller, der Schuhmacher Peter Federer und ein Modegeschäft hier ein. Für die gewerblich genutzten Räume waren zwischen 6.000 und 50.000 Lire Miete zu entrichten. Tabernars Projektbeschreibung von 1954 sah Kosten für das gesamte Bauprojekt in Höhe von 78.084.000 Lire vor; die Tageszeitung „Dolomiten“ berichtete am 17. Oktober 1956 von rund 83 Millionen Lire. Die Bauleitung hatte C. Tabernar inne, die Bauarbeiten führte die Firma Conci aus Milland aus. Der Bauherr des Gebäudes in der Vittorio-Veneto-Straße war die Provinz Bozen. Die Region gewährte Beiträge zum Bau der Gebäude oder auch zum Ausbau von Wohnungen. Mit der Durchführung hingegen war die Provinz Bozen (damals noch nicht autonom) beauftragt. Damals war das Amt für Rücksiedlungshilfe, angesiedelt bei der Region Trentino-Südtirol im Bereich Fürsorge, Anlaufstelle für die Rücksiedler. In den Gemeinden selbst, so auch in Brixen, gab es Rücksiedlungshilfsausschüsse, die Spenden sammelten und Unterkünfte und ausbaufähige Wohnungen suchten. Wohnraum dringend gesucht Abgesehen vom Bau der neuen Rücksiedlungshäuser wurde mit den Mitteln der Provinz und der Region auch anderer Wohnraum für Rücksiedler geschaffen. Man baute Dachböden, Scheunen, Magazine und Kasernen oder bombengeschädigte Wohnungen aus – auch solche, die sich im Privateigentum befanden und dann für einen bestimmten Zeitraum ausschließlich an Rücksiedler vermietet wurden. Eine Auflistung von 1954 enthält die Summe aller von 1949 bis zum März 1954 errichteten oder in Bau befindlichen Wohnungen mit den entsprechenden Baukosten: In Brixen waren damals (also bis zum März 1954 und somit noch vor dem Bau des Hauses in der Vittorio-Veneto-Straße)


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Das Rücksiedlerhaus heute

laut diesem Verzeichnis 26.768.227 Lire in den Ausbau von 43 Wohnungen mit insgesamt 187 Räumen geflossen. Die durchschnittliche Monatsmiete betrug in Brixen für Wohnungen mit einem Raum 1.000 Lire, mit drei Räumen 3.500 Lire, mit vier Räumen 4.750 Lire und mit fünf Räumen 6.800 Lire. Zehn dieser insgesamt 43 Wohnungen befanden sich in der Bortolottikaserne, verfügten über vier, fünf oder sechs Räume, und die monatliche Durchschnittsmiete betrug dort 8.400 Lire. Das Kasernengebäude, das als Rücksiedlerhaus adaptiert worden war, wurde am 26. November 1984 durch einen Brand weitgehend zerstört. Heute steht an seiner Stelle in der Dantestraße das Haus Nr. 31, das dem Wohnbauinstitut gehört.

p Paul Vontavon (Mitte) mit seinen Eltern Arnold und Johanna in der Metzgerei im Rücksiedlerhaus

Heute gehört das stattliche Haus in der Vittorio-VenetoStraße dem Wohnbauinstitut (Wobi) mit einer Wohnung im Privateigentum. Neben regelmäßigen Instandhaltungsarbeiten wurde 1984 eine Tiefgarage gebaut und das Dachgeschoss ausgebaut, sodass fünf weitere Wohnungen gewonnen werden konnten. 2006 wurde eine Rampe und damit ein behindertengerechter Zugang zum Büro errichtet, 2008 die Tiefgarage in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und mit einer Außentreppe versehen; 2011 wurde das Büro im Erdgeschoss renoviert. Bis 1996 war die Mieterservicestelle des Wobi hier untergebracht; heute befinden sich hier die Büros des ASGB. Nach einer umfassenden Renovierung präsentiert sich das Gebäude heute als wahrer Blickfang zwischen den stilistisch höchst inhomogenen Bauten entlang der Vittorio-Veneto-Straße. Die Architekten Davide Remotti und Marco Widmann planten unter anderem je einen Außenaufzug, um alle Wohnungen barrierefrei zugänglich zu machen. Dieses Bauvolumen wurde dabei geschickt in den ursprünglichen Baukörper integriert. Besonders wichtig war dem Wohnbauinstitut die Wärmedämmung im Hinblick auf die Energieeffizienz. Außerdem wurden alle Fenster und Türen ersetzt und das Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Im Untergeschoss entstanden durch eine Neuaufteilung der Kellerabteile zwei zusätzliche Wohnungen. Der Zugang zu den zwei Hauseingängen wurde neugestaltet und überdachte Fahrradabstellplätze geschaffen.

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Zurück in die Nachkriegszeit: Weniger Resonanz als erhofft hatte die Ausbauaktion des Amtes für Rücksiedlung gebracht; es hatte Privateigentümer dazu aufgerufen, ausbaufähigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. In vielen Orten waren die lokalen Rücksiedlungsausschüsse aktiv, um solchen aufzuspüren und zwischen den Eigentümern und dem Land zu vermitteln. Im Umkreis von Brixen wurden auf diesem Weg unter anderen zwei Wohnungen im Fischnallerhaus in Mühlbach gewonnen, ein paar Wohnungen in Vahrn, vier Wohnungen beim Jaufnerhof in Elvas, 18 Wohnungen durch den Ausbau der Ostheimer-Scheune und -Stallungen. Die Kosten für den Ausbau trug in der Regel zur Gänze das Amt für Rücksiedlungshilfe, das die neu gewonnenen Wohnungen anschließend an Rücksiedler vermietete und so Mieteinnahmen generierte. Für die Abwicklung vor Ort war meist ein vom Amt für Rücksiedlungshilfe in Bozen anerkannter Vertrauensmann des jeweiligen Rücksiedlungsausschusses zuständig.

 Im Juli 1957 nahm das Gasthaus im Rücksiedlerhaus seinen Betrieb auf

Foto: Oskar Zingerle

„ D ie Rücksiedler wurden gewiss nicht mit offenen Armen empfangen“ _ Stefan Lechner, Historiker


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Beständiges Lüsen LÜSEN: Hier sind die Gemeinderatswahlen eine gelassene Angelegenheit: Die Südtiroler Volkspartei tritt als einzige Liste an, die amtierende Bürgermeisterin Carmen Plaseller stellt sich erneut zur Verfügung.

„Wir setzen auf Beständigkeit“, schmunzelt Bürgermeisterin Carmen Plaseller, die ihrer zweiten Amtszeit entgegengeht. In kaum einer Gemeinde trifft das Wort Beständigkeit derzeit wohl so genau zu wie in Lüsen: So kandidiert nicht nur die Bürgermeisterin erneut – und das ohne Gegenkandidaten –, sondern auch zwölf der 15 derzeitigen Gemeinderatsmitglieder (allesamt SVP) möchten in den kommenden fünf Jahren weiterarbeiten. Für Plaseller ist dies ein positives Zeichen: „Wir haben im Gemeindeausschuss und im Gemeinderat in der nun fast vergangenen Amtsperiode enorm

gut zusammengearbeitet“, so die Bürgermeisterin. „Alle wollten sich proaktiv einbringen und aktiv für Lüsen arbeiten. Außerdem haben wir uns die Zeit genommen, über Themen ausgiebig zu diskutieren – wenn wir nicht einer Meinung waren, auch mehrmals“, erklärt Plaseller. „Dementsprechend wurden Entscheidungen letztendlich von der breiten Mehrheit getragen.“ Eine Liste, eine Bürgermeisterkandidatin – man könnte es also mit Ruhe angehen lassen? Mitnichten, denn auch im kleinen Lüsen stehen viele Projekte auf dem Wahlprogramm.

Senioren und Familien im Fokus Zunächst jedoch ein Rückblick auf die erste Amtszeit von Plaseller: „Unser größtes Projekt war sicherlich die Beteiligung am Seniorenzentrum in Vahrn“, erklärt die Bürgermeisterin. Lüsen beteiligt sich mit zehn Betten am neuen Zentrum in der Elisabethsiedlung nahe des Brixner Krankenhauses, das gemeinsam mit den Gemeinden Vahrn und Brixen gebaut wird. Fünf der insgesamt geplanten 53 Millionen Euro Gesamtkosten fallen auf die Gemeinde Lüsen – für die Dimension der Gemeinde eine

erhebliche Summe, „aber dank einiger Fördergelder von Land und Staat konnten wir den Selbsterhalt immerhin auf vier Millionen Euro verringern“, sagt Plaseller. „Außerdem handelt es sich bei der Seniorenbetreuung um einen ungemein wichtigen Dienst für unsere Gemeinde, in den wir investieren müssen.“ Schnell merkte man in Lüsen, dass die Entfernung nach Vahrn für die Tagespflege von Seniorinnen und Senioren eine Hürde sein könnte – und man machte sich an das Vorhaben, eine geeignete Form der Tagespflege in Lüsen anzubieten. „Vor allem Gemeinde-

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 Die amtierende Bürgermeisterin Carmen Plaseller geht ohne Konkurrenz ins Rennen

rat Johann Grünfelder hat sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt, und mittlerweile ist die Planung des Tagespflegeheims für Senioren so gut wie abgeschlossen“, erzählt Plaseller. 2026 würde man gerne mit dem Bau beginnen. Sehr gut angenommen wurde zudem das Angebot der Sommerbetreuung für Kindergarten- und Grundschulkinder: „Wir waren 2021 mit 16 Kindern gestartet – vier Jahre später besuchen 74 Die Kandidatinnen und Kandidaten der Gemeinde Lüsen: Bürgermeisterkandidatin: Carmen PLASELLER (SVP)

SVP Lüsen: Herbert (Elektriker) FEDERSPIELER Andrea (Prist) FISCHNALLER Johann GRÜNFELDER Evelyn HINTEREGGER Franz (Lüsnerhof) HINTEREGGER Gerhard HINTEREGGER Heike HINTEREGGER Markus (Koch) HINTEREGGER Werner HINTEREGGER Benedikt (Plansol) KANEIDER Alfred KASER Martin (Grossplon) KASER Valentin KASER Veronika KASER Klaus MITTERRUTZNER Margherita PLAICKNER Dominik WINKLER

Kinder das Sommerangebot“, freut sich Plaseller. Eine derart starke Steigerung stellt für eine Gemeinde eine Herausforderung dar, die sie jedoch gut bewältigt hat. „Die Kinder freuen sich, Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen, und für die Eltern ist es eine wichtige Hilfe, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern“, so Plaseller. Straßensanierungen und Reparaturen Neben dem Fokus auf Familie und Senioren standen in den vergangenen fünf Jahren einige Infrastrukturprojekte auf der Liste der Gemeinde Lüsen – und vor allem eins davon war intensiver als zunächst angenommen. Die Gemeindestraße auf die Lüsner Alm sollte ursprünglich „nur“ neu asphaltiert werden. „Bei den Vorbereitungen stellten wir aber fest, dass der Unterbau der Straße sehr instabil ist – und aus der Asphaltierung wurde eine komplette Sanierung“, so Plaseller. Auch finanziell war das eine Herausforderung, denn das Projekt kostet insgesamt vier Millionen Euro. „Landesbeiträge haben uns in diesem Moment ebenfalls sehr weitergeholfen, und mittlerweile ist die Sanierung so gut wie abgeschlossen“, sagt Plaseller. Auch nach den Unwettern 2023 standen mehrere größere Reparaturarbeiten an den Straßen an, „und Infrastrukturarbeiten wie die Trinkwasserversorgung sind bei uns sowieso ein Dauerthema.“ Eine Analyse des Gemeindeentwicklungsprogramms hat ergeben,

dass fast 50 Prozent der Gemeindebevölkerung in Einzelgehöften wohnen; diese mit ausreichender Infrastruktur zu versorgen ist eine konstante Herausforderung, die die Gemeinde auch in der kommenden Amtszeit beschäftigen wird. „Aber insgesamt sind wir eigentlich sehr gut aufgestellt“, sagt Plaseller. Vor allem möchte die Bürgermeisterin in den kommenden fünf Jahren auch in den Zusammenhalt ihrer Gemeinde investieren, denn: „Die Vereine leben und pflegen unsere Gemeinschaft, und das müssen wir unbedingt auch in Zukunft unterstützen“, unterstreicht Plaseller. 18 Kandidaten, 15 Plätze Insgesamt stehen diesmal etwas weniger Kandidaten zur Verfügung als bei der letzten Wahl, was die Chancen für die Kandidatinnen und Kandidaten vergrößert, in den Gemeinderat einzuziehen: 15

Plätze stehen zur Verfügung, 18 Namen sind auf der Liste. Gerhard Hinteregger, Heike Hinteregger, Werner Hinteregger, Valentin Kaser, Margherita Plaickner und Dominik Winkler sind neue Gesichter auf der SVP-Liste. Der Gemeindeausschuss, der neben Bürgermeisterin Plaseller und Vize Martin Kaser aus Herbert Federspieler, Andrea Fischnaller und Klaus Mitterrutzner besteht, tritt geschlossen wieder an. Meinrad Flenger, Hannes Federspieler und Michaela Oberhauser treten indes nicht mehr an. Spannend wird sein, wie sich die Beständigkeit der Optionen auf die Wahlbeteiligung auswirkt: Bei der letzten Gemeinderatswahl waren es noch 73,5 Prozent. Damals trat neben Plaseller noch Markus Hinteregger an – Plaseller holte 79,1 Prozent der Stimmen. Ob die Bevölkerung diesmal auch zahlreich zur Wahlurne schreitet? anina.vontavon@brixner.info

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Ein Match im selben Trikot MÜHLBACH: Eine Gemeinde mit vielen Bergen im Rücken und großen Projekten im Blick steht vor einer Wahl, die auf den ersten Blick wenig Spielraum lässt: Die Südtiroler Volkspartei (SVP) ist die einzige Partei, die vier Listen und mit Susanne Rieder und dem amtierenden Bürgermeister Heinrich Seppi gleich zwei Kandidaten für das Bürgermeisteramt stellt. Der Versuch einer Bürgerliste ist gescheitert. Fotos: Mirjam Unterfrauner

Rieder: „Mehr Diskussionskultur“

Die Bürgermeisterkandidatin Susanne Rieder fordert mehr Kommunikation und hat die Alltagsbedürfnisse der Menschen im Blick

Vielerorts in Südtirol stellt sich die Frage, ob Gemeindewahlen überhaupt noch klassische Parteiwahlen sind. Oder sind es längst Personenwahlen, in denen individuelle Profile mehr zählen als Parteilogos? Gemeinden wie Niederdorf zeigen, dass diese Richtung denkbar ist. In Mühlbach scheint man hingegen noch weit davon entfernt zu sein: Die Gemeinde setzt nämlich auf vier eigene SVPListen für die Fraktionen Meransen, Spinges, Mühlbach und Vals. Jede kleine SVP-Liste bringt eigene Namen und eigene Miniprogramme. Das hat Konsequenzen: Wer eine Liste ankreuzt, kann Kandidatinnen und Kandidaten anderer Fraktionen nicht mehr direkt unterstützen – auch dann nicht, wenn er deren politische Positionen teilt – eine Praxis, die die Initiatorin der gescheiterten Bürgerliste und der amtierende Bürgermeister als Kirchturmdenken bezeichnen. „Wir sind eine Gemeinde, eine Schicksalsgemeinschaft“, sagt der amtierende Bürgermeister Heinrich Seppi. „Demokratiepolitisch ist es problematisch, dass ich mich bei der Wahl auf eine Ortsliste festlegen muss.“

Der amtierende Bürgermeister Heinrich Seppi will umsetzen, was begonnen wurde – Stichwort Musikschule oder Seilbahn – und Neues anschieben

Eine einheitliche, große SVP-Liste fand in den Parteigremien keine Mehrheit. Also bleibt jede Fraktion unter sich. Und unter der Oberfläche brodeln Spannungen, geplatzte Vorhaben, politische Fehlstarts. Seppi: „War und bin Bürgermeister für alle“ Heinrich Seppi sieht die Ausgangslage gelassen. „Mit zwei Bürgermeisterkandidaten haben die Leute eine Auswahl – andernfalls wäre es ja keine Wahl.“ Für ihn selbst ist es wichtig zu wissen, wo er bei den Bürgern steht. Seppi ist ein Macher, pragmatisch, direkt, unaufgeregt. Unter seiner Führung ist viel vorangetrieben worden: Parkhaus, Musikschule, Tennishalle, Schulsanierungen – Projekte mit Sichtbarkeit, teils verwirklicht, teils noch in der Ausführungsphase. Und bei seinen Herzensprojekten Mobilitätszentrum und Seilbahn muss sich der gelernte Bauingenieur noch etwas in Geduld üben: „Wir kämpfen mit Verzögerungen aufgrund neuer Umweltprüfungsrichtlinien vom Land und wollen mögliche Formfehler vermeiden.“

Seppi ist ein Fleißarbeiter – selbst diejenigen, die ihm vorwerfen, zu tourismusorientiert zu handeln, müssen ihm zugestehen, dass er nicht untätig war. Allerdings sei er zu wenig familienorientiert, meinen einige. Erst kurz vor der Wahl wurde ein Spielplatzprojekt auf die Agenda gesetzt – für manche ein politisches Signal in letzter Minute, für andere unbegründete Kritik, wenn man an den neuen Kindergarten, das Seniorenwohnheim oder die Schulsanierungen erinnert. Er selbst sieht sich jedenfalls erfüllt in dem, was er vor fünf Jahren bei seiner ersten Bürgermeisterkandidatur versprochen hatte: „Ich war und bin ein Bürgermeister für alle.“ Und weiter: „Mehr kann man in einer Amtsperiode einfach nicht machen.“ Sein Ziel für die nächsten fünf Jahre: Kontinuität und Weiterentwicklung. Er will umsetzen, anschieben, realisieren. Auf seiner Agenda stehen neben energetischen Sanierungen auch ein Trainingslokal für die KarateSektion und die Überlegung, statt klassischer Reihenhäuser kompaktere Wohneinheiten im Bereich des leistbaren Wohnens zu realisieren.

Die Herausforderin des amtierenden Bürgermeisters heißt Susanne Rieder – eine Frau, die sich in der noch immer von Männern dominierten Politszene behauptet. Sie tritt nicht von außen gegen Seppi an, sondern aus dem Inneren der Partei. Ihre Agenda ist klar: mehr Kommunikation, mehr Beteiligung und mehr Rücksicht auf das Dorf- und Vereinsleben. Sie fordert eine nachhaltige Dorfbildgestaltung und will den Alltagsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht werden, etwa durch lebendige Geschäfte und Vereine in der Marktgemeinde. Rieder spricht vom fehlenden roten Faden in der jetzigen Verwaltung, von nebeneinander statt miteinander geplanten Projekten. Als Gemeinderätin hat sie viele Projekte mitgestaltet – „es ist viel passiert“, gibt sie zu. Doch für sie bleibt die Quintessenz: „Vieles wurde nicht zu Ende gedacht.“ An dieser Stelle setzt sie an und schöpft aus ihrer Erfahrung in der Bezirksgemeinschaft Eisacktal: Mobilitätskonzepte durch Fußund Radwege ergänzen, das Standortmarketing für lebendige Dörfer stärker gestalten. Sie möchte bestehende Strukturen bewahren, anstatt immer neue Projekte zu starten. Sie will Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder erhalten und zum Teil durch die Ortstaxe finanzieren. Ihren Politikstil beschreibt sie mit Dialog statt Durchmarsch, Struktur statt Einzelmaßnahmen und einem Bekenntnis zur sanften Mobilität. Sie möchte Bürgermeisterin für alle sein – wie Seppi auch, nur eben mit anderem Fokus. Und vielleicht ist es gerade der Politikstil, der die beiden Kandidaten im Kern am meisten unterscheidet. „Was eine positive Streit- und Diskussionskultur in der Gemeinde anbelangt,


Brixner Nr. 423 können wir in Mühlbach sicher noch viel lernen“, sagt Rieder. Was beide Bürgermeisterkandidaten eint: der Wunsch nach einem fairen Wahlkampf – getragen von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung für die Qualitäten des jeweils anderen. Auf die Frage, wie sie ihre Chancen auf den Bürgermeistersessel einschätzt, antwortet Rieder entschieden und bejahend. Sie ist eine Frau mit dickem Fell, einem offenen Ohr und der Bereitschaft, Mühlbach zu gestalten. Einige Überraschungen Bis hierher wirkt alles harmonisch und einig. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell, dass hinter diesem Bild von Geschlossenheit eine Geschichte aus Überraschungen und Irritationen steckt. Wer verstehen will, wie es in Mühlbach zur innerparteilichen Doppel-Kandidatur kam, muss mit Kathrin Oberleitner sprechen, der Vorsitzenden des SVP-Koordinierungsausschusses. Sie schildert einen Prozess, der vieles war – nur nicht geplant. „Die Ortsausschüsse wollten ursprünglich nur einen Bürgermeisterkandidaten stellen“, sagt sie. Der Grund: „Man rechnete fest mit einem Gegenkandidaten aus der Bürgerliste.“ In Meransen und Spinges war die Sache klar – Heinrich Seppi wurde als Wunschkandidat genannt. Auch in Vals und Mühlbach rangierte er weit oben. Doch dort tauchten weitere Namen auf, darunter Susanne Rieder. Dass beide nun gegeneinander antreten, ist das Resultat einer unerwarteten Wendung: Zunächst schien sich die Kandidatur einer Bürgerliste abzuzeichnen. Kein Anti-SVP-Projekt, betont die Initiatorin Teresa Kiermayer, sondern ein „Pro-Vielfalt-Statement“. „Es ging nie darum, gegen etwas zu sein“, sagt sie, „sondern um Vielfalt, um eine echte Alternative für unsere Gemeinde.“ Doch alles kam anders als geplant: Die Bürgerliste verkündete plötzlich, keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. Die SVP-Ortsgruppen reagierten schnell: Dann eben zwei eigene Kandidaten – Seppi und Rieder. Ein Versuch, die demokratische Auswahl zu wahren. Doch dann die nächste Überraschung: Von der Bürgerliste wurde keine Kandidatenliste eingereicht – der Versuch verlief im Sand. Mehrfacher Kandidatenabsprung

in letzter Minute, fehlende Namen, eine zerbröselte Liste – eine, die sich von Anfang an schwer formieren ließ. „Die Unterstützung aus der Bevölkerung war da – der Mut, es durchzuziehen, anfangs auch. Aber die Dynamiken in den einzelnen Fraktionen waren sehr herausfordernd“, sagt Kiermayer. Auf die Frage, was sie damit konkret meine, antwortet sie: „Gegenwind. Diskrepanzen. Dadurch ist es zur Auflösung gekommen.“ Mehr möchte sie dazu nicht sagen. Inoffiziell gibt es Gerüchte, Mutmaßungen und offene Fragen. Die Enttäuschung ist so groß, dass sie dazu führte, was Politik eigentlich nicht sein soll: beleidigend, persönlich. Doch Kiermayer sagt: Die Bürgerliste werde diese fünf Jahre nutzen, um sich neu und breitgefächert aufzustellen. Starke Frauen in der Politik – das bleibt mitunter ein Ziel einiger in der Gemeinde, im Kleinen sichtbar darin, dass Mühlbach auch eine Bürgermeisterkandidatin hat. „Dafür habe ich mich stark eingesetzt. So gibt es wenigstens in diesem Punkt eine Wahlmöglichkeit“, sagt Kiermayer. Über Parteigrenzen hinaus Was bleibt, ist das Fehlen einer parteipolitischen Alternative – in einer Gemeinde, die vor Jahren noch als Hochburg der Freiheitlichen galt. Auch diese Partei ist hier inzwischen nicht mehr präsent. Zwei ihrer ehemaligen Vertreter treten nun unter dem Dach der SVP an – als Unabhängige. Die Konsequenz: Die SVP dominiert das Spielfeld allein. Auf herausfordernde Dynamiken in seiner Gemeinde angesprochen, zeigt sich Amtsinhaber Heinrich Seppi unbeeindruckt: „Wer mit einer eigenen Liste antritt, muss auch klar sagen, was er anders machen will und die Leute hinter sich bringen. Ohne konkrete Kritik an der bisherigen Verwaltung fehlt der politische, inhaltliche Kompass.“ Dass es keine Opposition gibt, bedauert Seppi nicht. Der demokratische Wert bei der Gemeindewahl in Mühlbach liegt jetzt ganz klar an der Vielfalt der Personen, Ideen und Haltungen, die zur Wahl stehen. Ein Gemeinderat kann über Parteigrenzen hinausdenken. Es geht um die Sache, um eine offene Streitkultur als ein Maßstab für eine lebendige Demokratie. lisa.hintner@brixner.info

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Gemeinde Mühlbach Bürgermeisterkandidaten: Susanne RIEDER (SVP) Heinrich SEPPI (SVP)

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03.05

14:00 bis 22:00 Uhr

BAN WINZER

TAG DER OFFENEN KELLER

KLAUSEN - VILLANDERS - FELDTHURNS

SVP Meransen: Daniel FISCHNALLER Georg FISCHNALLER Stefan GRUBER Simon HINTERLECHNER Moritz OBERHOFER Julia OBERLECHNER Kathrin OBERLEITNER Gerhard PABST Arnold RIEDER Manuela RIEDER

SVP Mühlbach: Sophie BIAMINO Irmgard DORFMANN Manfred EBENSBERGER Gebhard LANZ Andrea ROGEN Maximilian SUMMERER Georg VAJA (unabhängig) Erich WINKLER Oskar ZINGERLE

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BRENNENDE LIAB KLAUSNER GARTENTAGE UND

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SVP Spinges: Helga OBERHUBER Ewald ROGEN Marion UNTERTHINER Georg WINKLER Jakob ZATHAMMER

SVP Vals: Josef FISCHNALLER Martina FISCHNALLER Fabian GRUBER Andreas HOFER Alois LEITNER (unabhängig) Gisella MAIR

24.0525.05 10:00 bis 19:00 Uhr

EVENTS BY:


› Politik & Gesellschaft

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Kurs halten oder Kurswechsel?

Foto: Georg Hofer

Foto: Oskar Zingerle

NATZ-SCHABS: Bürgermeister Alexander Überbacher (SVP) möchte nach zehn Jahren im Amt weiterregieren; mit Michael Baumgartner (Bürgerliste) und Andreas Köck (Süd-Tiroler Freiheit) stellen sich zwei Herausforderer. Fünf Listen, viele Themen und ein Ziel: die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten.

Alexander Überbacher (SVP), der amtierende Bürgermeister von Natz-Schabs, tritt erneut an

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Für die Süd-Tiroler Freiheit geht der langjährige Gemeinderat Andreas Köck als Bürgermeisterkandidat ins Rennen

Allerspätestens mit der Wahl 2020 ist in Natz-Schabs wieder Ruhe in die Gemeindestube eingekehrt. Bürgermeister Alexander Überbacher (SVP) konnte damals 75,6 Prozent der Stimmen für sich gewinnen und damit für klare Verhältnisse sorgen. „In den letzten fünf Jahren haben wir intensiv gearbeitet: von der Bildung und der Kinderbetreuung über Sozialpolitik bis hin zur Mobilität konnten wir in guter Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden vieles voranbringen“, zieht der Bürgermeister Bilanz. Die Stimmung ist gut in Natz-Schabs, und Überbacher möchte diese Stabilität fortführen: „Eigentlich sind zehn Jahre als Bürgermeister bereits eine lange Zeit, aber in den kommenden fünf Jahren stehen viele bereits begonnene oder geplante Projekte vor der konkreten Umsetzung, für die eine gewisse Kontinuität hilfreich ist. Deshalb kandidiere ich gerne erneut“, sagt Überbacher. Wie 2020 treten auch in diesem Jahr in Natz-Schabs fünf Listen an: die SVP wie gewohnt mit den drei kleinen Listenzeichen NatzRaas-Viums, Schabs und Aicha, die Bürgerliste und die Süd-Tiroler Freiheit, die aus der ehema-

Die Bürgerliste Natz-Schabs stellt mit Michael Baumgartner ebenfalls einen Bürgermeisterkandidaten

ligen Dörferliste entstanden ist. Neben Überbacher bewerben sich zwei weitere Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters: Michael Baumgartner geht für die Bürgerliste ins Rennen, Andreas Köck für die Süd-Tiroler Freiheit. Der Gemeinderat wird in der kommenden Legislaturperiode vergrößert und besteht künftig aus 18 anstatt aus 15 Personen. SVP: bewährte und neue Gesichter „Bewährtes erhalten, Zukunft gestalten“ lautet der Wahlkampfspruch der Südtiroler Volkspartei in Natz-Schabs. Die Volkspartei setzt mit ihren insgesamt 24 Kandidatinnen und Kandidaten auf eine Mischung von altbewährten und neuen Gesichtern: Die derzeitigen Ausschussmitglieder Carmen Jaist (Raas), Helmut Plaickner (Natz), Brigitte Vallazza (Aicha) und Georg Zingerle (Schabs) stellen sich erneut zur Verfügung. Von den derzeitigen SVP-Gemeinderäten kandidieren Harald Fischnaller (Schabs) und Klaus Peintner (Viums) erneut. Bürgermeister Alexander Überbacher zeigt sich mit „seiner“ Truppe sehr zufrieden: „Unser Team kommt aus allen Frak-

tionen und ist im Gemeindeleben sehr verwurzelt.“ Das sei vor allem für die kleineren Anliegen relevant, die dem Bürgermeister ebenso wichtig sind wie die Großprojekte: „Unsere Kandidaten wissen genau, wo in ihrer Fraktion der Schuh drückt – kleinere Projekte können dadurch schnell umgesetzt werden.“ Inhaltlich legt die SVP ein Augenmerk auf die Mobilität, also die Riggertalschleife mit Bahnhof sowie die Umsetzung der Nord- und Südspange in Schabs. „Das Potenzial der Riggertalschleife liegt nicht ‚nur‘ im Bahnverkehr: Durch die Ausgestaltung des Bahnhofs und des Mobilitätszentrums in Schabs kann sie den Verkehrsfluss insgesamt enorm verbessern.“ Auch das Bildungshaus in Raas steht schon lange auf der Wunschliste der Gemeinde und soll nun endlich umgesetzt werden. „Das Bildungshaus wird ein Zentrum für Bildung und Begegnung, das allen Generationen neue Möglichkeiten eröffnet“, steht im Wahlprogramm der SVP. Themen, die fast alle Gemeinden in Südtirol betreffen – leistbares Wohnen, Ausbau der Kleinkind- und Kinderbetreuung, günstige Tarife für Gemeindegebühren – stehen ebenfalls auf der To-Do-Liste.


Brixner Nr. 423 Bürgerliste: „Können vieles besser“ Die Bürgerliste ist im scheidenden Gemeinderat mit drei Personen vertreten und machte in der nun endenden Amtszeit vor allem aufgrund von Besetzungsschwierigkeiten von sich reden: Franz Vitroler hatte sein Amt als Gemeinderat sofort nach der Wahl nicht angenommen, Andreas Unterkircher schied nach einer Sitzung wegen Unvereinbarkeit aus. Die Nächstgewählten Florian Tröbinger und Deborah Casale Goggi nahmen das Amt ebenfalls nicht an. Im Dezember 2023 trat Michael Zöbl nach drei Jahren als Gemeinderat zurück, die potenziellen Nachrücker Elisabeth Tauber und Gerhard Schatzer nahmen das Amt nicht an. Letztendlich zog damit die neuntgewählte Kandidatin Veronika Welponer mit 35 Stimmen für die letzten eineinhalb Jahre in den Gemeinderat ein. Elisabeth Baumgartner Tröbinger und ihr Neffe Michael Baumgartner blieben dem Gemeinderat hingegen fünf Jahre lang treu. Michael Baumgartner stellt sich nun auch als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung. „Engagiert und entschlossen wollen wir unsere Heimatgemeinde positiv weiterentwickeln“, ist auf einem Flyer der Bürgerliste zu lesen. Der Bürgermeisterkandidat hat sich für die Kandidatur entschieden, weil er der Meinung ist, „vieles in der Gemeindepolitik besser machen zu können“ als die bisherige Regierung. Inhaltlich setzt Baumgartner auf eine familienfreundliche Politik; außerdem sind ihm der Umweltschutz, die Verbesserung der Verkehrssicherheit in den Dörfern und mehr Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger bei Großprojekten und

-events wie etwa dem Alpen Flair Festival wichtig. Die Bürgerliste besteht aus zwölf Kandidatinnen und Kandidaten, davon fünf Männer und sieben Frauen. Interessanterweise stellen sich Kandidaten, die bereits in der letzten Amtszeit ihren Platz im Gemeinderat abgelehnt hatten, erneut zur Wahl. Das Ziel der Bürgerliste? „Wir wollen mitregieren – die Anzahl der Gemeinderäte also unbedingt ausbauen“, so Baumgartner. STF mit Köck voran Bleibt noch die Dörferliste, die derzeit mit Andreas Köck und Siegfried Schrott im Gemeinderat vertreten ist. Nach zehn Jahren als eigene Liste hat sich die Dörferliste für die kommenden Gemeinderatswahlen mit der Süd-Tiroler Freiheit zusammengeschlossen und tritt nun unter deren Listenzeichen an. Bürgermeisterkandidat ist der langjährige Gemeinderat Andreas Köck. „Ich kenne die Gemeindepolitik sehr gut und habe mich deshalb entschlossen, als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stehen“, sagt Köck. Politisch setzt die Dörferliste eher auf eine konstruktive Oppositionspolitik. „Wir sind keine grundsätzlichen Nein-Sager, sondern erheben unsere Stimme nur, wenn es nötig ist“, erklärt der Bürgermeisterkandidat. In den kommenden fünf Jahren gelte es, viele wichtige Entscheidungen zu treffen, und die Süd-Tiroler Freiheit möchte die Gemeindepolitik aktiv mitgestalten. Inhaltliche Schwerpunkte sieht Köck bei der Umsetzung der Riggertalschleife, des Bildungshauses Raas und der Umgestaltung des Nato-Areals: „Wir stellen uns eine sanfte, ruhige Lösung vor, die der Bevölkerung zugutekommt, und

keinen Touristentempel“, sagt Köck dazu. Für die Süd-Tiroler Freiheit treten vier Frauen und vier Männer an, wobei laut Köck „die Liste bislang etwas auf Schabs konzentriert war. Dieses Mal ist es uns gelungen, auch Personen aus den anderen Dörfern für eine Kandidatur zu begeistern.“

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Martin OBERHOFER Siegfried (Sigi) SCHROTT Johann (Sepp) THALER Evi WINKLER

anina.vontavon@brixner.info

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Gemeinde Natz-Schabs Bürgermeisterkandidaten: Michael BAUMGARTNER (Bürgerliste Natz-Schabs) Andreas KÖCK (Süd-Tiroler Freiheit) Alexander ÜBERBACHER (SVP)

Bürgerliste Natz-Schabs: Elisabeth (Liesl) BAUMGARTNER Benjamin DE LORENZO GARDINAL Helene ENGL TAUBER Martina MAIR AM TINKHOF Shaman REICHEGGER Gerhard SCHATZER Gabriele SCHNAPPER Mirea TAUBER GABRIELI Florian TRÖBINGER Andreas UNTERKIRCHER Veronika WELPONER

Süd-Tiroler Freiheit: Markus (Mack) BERGMEISTER Elisabeth (Lisa) EBNER Elisabeth (Lisi) LANZ

SVP Aicha: Katharina GURSCHLER Simon MAYR Brigitte VALLAZZA Stefan ZINGERLE

SVP Natz-Raas-Viums: Stefan DELTEDESCO Veronika (Vroni) FISCHNALLER Markus (Perri) GRUBER Franziska (Franzi) HILPOLD Carmen (Trinner) JAIST Gabriel KLEMENT Franz Josef MICHAELER Daniel MITTERRUTZNER Klaus PEINTNER Helmut (Koaser) PLAICKNER Karin RADMÜLLER Simon ÜBERBACHER

SVP Schabs: Harald FISCHNALLER Ruth GRÜNFELDER Elias KNOLLSEISEN Martin OBERHAUSER Benjamin RALSER Khadeja (Malleier) SARFRAZ Georg ZINGERLE

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Drei Listen, ähnliche Ideen VAHRN: SVP, Grüne Bürgerliste Vahrn und die neu gegründete Bürgerliste „Zukunft Vahrn – Futuro Varna“ werben um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Alle drei Parteien bieten auch einen Bürgermeisterkandidaten an. Zwar hat jede der Listen thematisch ihre Schwerpunkte etwas anders sortiert, aber bei genauerem Hinsehen erkennt man doch viele Überschneidungen. man mit Videoüberwachung und anderen Maßnahmen entgegenwirken will. Ein wichtiges Ziel von „Zukunft Vahrn“ ist außerdem eine Lösung für den Vahrner See: „Es ist eine wichtige Naherholungszone, die von den Vahrnern sehr geschätzt wird, und wir wollen uns daher bemühen, im Dialog mit den Besitzern den See wieder für alle öffentlich zugänglich zu machen“ – ein Thema, das sich übrigens auch die Grüne Bürgerliste für die kommende Amtsperiode auf die Fahne geschrieben hat… Neueinsteiger bei der Grünen Bürgerliste Die Grüne Bürgerliste tritt im Gegensatz zur Gemeinderatswahl 2020 diesmal mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten an, nämlich Julian Rossmann. Es ist zwar seine erste Kandidatur für den Vahrner Gemeinderat, er ist aber kein unbeschriebenes Blatt in der Politikszene mehr, kandidierte bei den letzten Gemeinderatswahlen in Brixen und sitzt im Vorstand der Südtiroler Grünen. Für die Grüne Bürgerliste Vahrn leistete der Politikstudent bereits in der Vergangenheit viel Hintergrundarbeit. „Wir wollen eine Alternative

zu Andreas Schatzer anbieten“, sagt der 26-Jährige. „Ich fände es toll, wenn er mein Vizebürgermeister würde, so könnte ich von seiner Erfahrung lernen und gleichzeitig unsere Politik für Vahrn durchsetzen“, so der Bürgermeisterkandidat. Die Liste kam letztes Mal auf 20 Prozent der Stimmen, was man diesmal halten oder ausbauen möchte. Bei der Kandidatensuche tat sich auch die Grüne Bürgerliste anfangs etwas schwer, fand aber schlussendlich doch acht Personen, von denen die Hälfte italienischer Muttersprache sind. Als Grund für die schwierige Kandidatensuche sagt Rossmann, dass „die Menschen keinen Bezug zur Gemeindepolitik haben.“ Schuld sei die mangelnde Kommunikation und Transparenz der bisherigen Verwaltungen. „Die Leute wissen nicht, was ein Gemeinderat eigentlich tut, und vermutlich wissen das auch viele Räte nicht, die bisher in dem Gremium saßen.“ Die Lösung für das Problem sieht Rossmann darin, die Menschen verstärkt in eine frühzeitige Kommunikation einzubeziehen; der sogenannte Bürgerhaushalt wäre für Julian Rossmann so ein Instrument. „Für Vahrn wurde die Einführung eines solchen Haushaltes zwar verein-

bart, aber bis heute noch nicht umgesetzt“, bemängelt er. Im Wahlprogramm der Grünen Bürgerliste stehen erwartungsgemäß Themen mit ökologischem Fokus wie der Rückbau der Brennerstraße und die Umwandlung der Alten Straße in eine Fahrradstraße. Der Fahrradweg von Schabs sollte nach Vorstellung der Grünen Bürgerliste bis zum „Felder“ baulich getrennt weitergeführt werden und nicht in die Alte Pustertaler Straße münden. Beim leistbaren Wohnen wünscht man sich 100 Prozent gemeinwohlorientiertes Wohnen – etwa mit kreativen Lösungen, wie sie derzeit in Brixen angedacht sind. Schatzer soll’s noch einmal machen Bei der SVP bildete sich, wie bei den Vorbereitungen zu Gemeinderatswahlen in Vahrn üblich, eine sechs- bis siebenköpfige Arbeitsgruppe. Geleitet wird sie von Margareth Mair Engl: „Zunächst war unklar, ob unser amtierender Bürgermeister Andreas Schatzer aufgrund der Mandatsbeschränkung noch einmal zur Wahl antreten darf.“ Im Jänner kam die hart erwartete Zusage Schatzers, dass er als

Foto: Oskar Zingerle

Foto: Christoph Tauber

Die parteipolitische Ausgangssituation ist in Vahrn ähnlich wie schon bei der Wahl 2020 – mit zwei Unterschieden: zum einen treten alle drei Parteien mit einem Bürgermeisterkandidaten an, und zum anderen geht der 2020 angetretene Lega-Listenführer Ivan Maschi diesmal mit seiner eigenen Liste ins Rennen und lässt seine „Stammpartei“ außen vor. „Wir treten mit einer Bürgerliste an, um nicht von den nationalen Koalitionsparteien abhängig zu sein und uns voll auf Vahrn konzentrieren zu können – ohne Einfluss aus Bozen oder Rom“, sagt Maschi, der in der vergangenen Amtszeit auch im Gemeindeausschuss vertreten war. Die Vertretung der zweiten Sprachgruppe ist im Ausschuss nämlich verpflichtend, sofern diese mit mindestens zwei Mandataren im Rat präsent ist. Maschi führt als Bürgermeisterkandidat selbst die Liste „Zukunft Vahrn“ an, die weitere vier Kandidaten für den Gemeinderat ins Rennen schickt. Für die nächste Amtsperiode hat „Zukunft Vahrn“ ein Zehn-PunkteProgramm erstellt. Maschi nennt daraus beispielhaft die verstärkten Bemühungen im Kampf gegen die illegale Müllentsorgung, der

Der amtierende Bürgermeister Andreas Schatzer (SVP) will Weichen für die Zukunft stellen: Verdone-Kaserne, Bahnhof, Ortskern

Julian Rossmann (Grüne Bürgerliste Vahrn) möchte als Bürgermeister Umweltthemen und leistbares Wohnen in den Fokus rücken

Ivan Maschi (Zukunft Futuro Lista Civica Varna Bürgerliste Vahrn), Bürgermeisterkandidat, ist die Naherholungszone Vahrner See ein wichtiges Anliegen


Brixner Nr. 423

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haus und mit Eltern-Kind-ZenDie Kandidatinnen trum realisieren möchten. Abund Kandidaten gesehen davon sind wir in der der Gemeinde Vahrn Endphase zur Fertigstellung des Seniorenwohnheimes, und das GeBürgermeisterkandidaten: meindeentwicklungsprogramm Ivan MASCHI (Zukunft Futuro Lista konnte ebenso nicht wie geplant Grüne Civica Varna Bürgerliste Vahrn) abgeschlossen werden“, zählt derBürgerliste VAHRN Julian ROSSMANN (Grüne Bürgermeister auf. Logo der Grünen Bürgerliste Vahrn

Grüne Bürgerliste VAHRN

Für die Kandidatensuche ließ sich die SVP so einiges einfallen. Bereits im Dezember traf man sich mit den Vereinsvorständen und bat sie, potenzielle Kandidaten namhaft zu machen sowie Themenvorschläge einzubringen. Auch die Haushalte hatten die Gelegenheit, im Rahmen einer Postkartenaktion Kandidaten vorzuschlagen. Alle 200 so ermittelten Personen wurden kontaktiert, und so tritt die SVP diesmal mit der maximal möglichen Anzahl von 27 Kandidaten zur Gemeinderatswahl an. Besonders stolz ist Mair Engl auf die noch nie dagewesene Anzahl von zehn Kandidatinnen. „Wir haben aber auch eine ausgewogene Verteilung der Altersgruppen und Wirtschaftszweige sowie an neuen und erfahrenen Kräften“, fügt sie hinzu. Mit einer weiteren Postkartenaktion „Deine Ideen sind wertvoll“ befragte die SVP die Haushalte nach ihren Themenvorschlägen für die kommende Amtszeit. Die Ergebnisse – auch jene der Vereinsbefragung im Dezember – wurden auf mehreren Thementischen ausgewertet und in Rücksprache mit dem Ortsausschuss in das Wahlprogramm eingearbeitet. Dieses enthält unter anderem eine Reihe von Maßnahmen im Sozialbereich, etwa den Ausbau der Ferienbetreuung in den Herbst- und Faschingsferien für die Kindergarten- und Grundschulkinder, den Ausbau von Sprachförderungsmaßnahmen für Kinder, neue Räume für das Eltern-Kind-Zentrum, die Aufwertung von Naherholungszonen, den Bau eines neuen Spielplatzes in der Sportzone Vahrn, die Errichtung einer neuen Bibliothek, den Ausbau der Jugendarbeit mit dem Jugenddienst Brixen. Wohnen mit Preisbindung ist ebenso ein Thema für die kommenden Jahre sowie die Umsetzung der ersten Maßnahmen aus dem Planungswettbewerb für das Kasernenareal. oskar.zingerle@brixner.info

Grüne Bürgerliste VAHRN

Grüne Bürgerliste Vahrn: Dominik RABANSER Federica LUCCHI Marco FONTANA Francesca CAZZARA Daniele Giuseppe BONACCORSO Maria ÜBERBACHER Peter TAUBER

SVP Vahrn: Manfred CLARA Johann FALLER Astrid FISCHNALLER DURNWALDER Franz GRUBER Manfred HEIDENBERGER Florian JÖCHLER Anna (Anni) KAINZWALDNER ÖTTL Walter KERER Alexander MAIR Margareth MAIR ENGL Gabriela MAIR AM TINKHOF Sigrid MAIRHOFER MICHELER Julia NIEDERKOFLER Daniel NIEDERSTÄTTER Stefan OBERRAUCH Florian ÖTTL Wilfried (Willi) PIOK Raphaela ROSSMANN Daniel SCHATZER Sandra STEINEGGER Evelin STEINER Alexander TAUBER Jakob TAUBER Christian UNTERTHINER Elisabeth VALLAZZA Andreas ZINGERLE

SCHÖNHEITSBEHANDLUNGEN

Mitsprache bei Kandidaten- und Themenfindung

Bürgerliste Vahrn) Andreas SCHATZER (SVP)

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Zukunft Futuro Lista Civica Varna Bürgerliste Vahrn: Alan CENTOFANTE Barbara LARCH Lavinia SALVARO Matthias SCANDARIATO

SONDERWOCHEN

Bürgermeisterkandidat für die SVP antreten werde. Man habe schon überlegt, ob man noch eine zweite Person für das Bürgermeisteramt ins Rennen schicken solle, sagt Mair Engl. „Schlussendlich haben wir uns auf Andreas als einzigen Kandidaten geeinigt. Er ist ein sehr guter Bürgermeister und ausgesprochen fachkundig“, sagt sie. Andreas Schatzer machte sich die Entscheidung, noch einmal als Bürgermeister anzutreten, nicht leicht: „Nachdem mein Stellvertreter Dietmar Pattis angekündigt hatte, aus beruflichen Gründen weder als Bürgermeister noch für den Ausschuss oder für den Rat zur Verfügung zu stehen, wurde ich doch vermehrt darauf angesprochen, noch einmal anzutreten. Mit meinen 65 Jahren fühle ich mich zu jung, alle Ämter hinzulegen, und auf der anderen Seite fängt man in diesem Alter auch keine völlig neuen Sachen an.“ Amtsmüdigkeit ist Schatzer jedenfalls keine anzumerken, wenngleich es auch nicht ganz leicht war, ihn für ein kurzes Interview zu erwischen. Die Liste der Vorhaben, die in der Vergangenheit angestoßen wurden oder sich gerade in Umsetzung befinden, ist lang. „Der Wettbewerb zur Verdone-Kaserne ist abgeschlossen – eines der großen Vorhaben für Vahrn in den nächsten zwei, drei Jahrzehnten“, beginnt Schatzer. Hier gelte es jetzt, die entscheidenden Weichen zu stellen, damit der Ort das Potenzial voll ausschöpfen könne. „Wir haben vom Land außerdem die Eisackstraße sowie die Brennerstraße vom Rondell Vahrn bis zum Rondell Pustertaler Straße übernommen, und hier ist die große Herausforderung, diese rückzubauen und Verkehr zu reduzieren. Lärmschutz im Bereich Autobahn und Eisenbahn ist in Vahrn immer ein großes Thema, weiters ist uns ein Zugbahnhof versprochen worden, was zuletzt zumindest zeitlich ein bisschen ins Stocken geraten ist.“ Viel Potenzial sieht Schatzer ebenso wie die Grüne Bürgerliste in der ganzen Thematik der Radwege – „sowohl die überörtlichen als auch innerörtlichen Verbindungen. Generell muss Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Gemeinden mehr Niederschlag finden.“ Das Projekt „Mittelpunkt – Ortskern Vahrn“ hat Schatzer ebenso noch auf seiner To-Do-Liste, „wo wir eine neue Bibliothek mit Gast-

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› Politik & Gesellschaft

BRIXEN/LÜSEN/VAHRN

Seniorenzentrum vor Fertigstellung Nach wie vor planmäßig verlaufen die Arbeiten zum Seniorenzentrum in der Elisabethsiedlung: „Derzeit sind wir am Einrichten“, erklärt Wolfgang Plank, Geschäftsführer der Konsortialgenossenschaft, die das Bauprojekt im Auftrag der drei Eigentümergemeinden Brixen, Vahrn und Lüsen abwickelt. Ende April sollen die Tischlerarbeiten bereits fertig sein; die Arbeiten zur Außengestaltung beginnen in diesen Tagen. „Das Gebäude dürfte Ende Juni oder Anfang Juli fertiggestellt sein“, sagt Plank mit hörbarer Freude, „danach können wir das Haus dem ÖBPB ‚Zum heiligen Geist‘ zur Nutzung übertragen.“ Die ersten Gäste des Seniorenzentrums werden mit einiger Wahrscheinlichkeit im September oder Oktober einziehen können; als erste werden jene Gäste „übersiedeln“, die heute im Sanatorium untergebracht sind. Plank geht davon aus, dass im Frühling 2026 alle 84 Heimplätze sowie 30 Wohnungen für begleitetes und betreutes Wohnen besetzt sein dürften. Auch die Finanzierung des 53 Millionen Euro teuren Projekts habe „reibungslos geklappt“, sagt Plank: 23 Millionen Euro werden über öffentliche Beiträge gedeckt, für die restlichen 30 Millionen haben die drei Gemeinden ein 20-jähriges Darlehen aufgenommen. 47 Prozent davon übernimmt Brixen, wv 45 Prozent Vahrn und acht Prozent Lüsen.

SCHABS

Foto: Oskar Zingerle

Neuer Kindergarten und Kita eröffnet

Mit der feierlichen Einweihung, begleitet von musikalischen Beiträgen und Kinderaufführungen, wurden der neue Kindergarten und die Kindertagesstätte in Schabs

kurz

notiert

offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Der Bau war Teil eines umfassenden Projekts, das bereits 2018 mit dem Umbau der Grundschule begann: Die Aula

Seit Kurzem kann man die Gemeinderatssitzungen der Gemeinde Brixen im Live-Stream auf ihrem offiziellen YouTubeKanal verfolgen. Man kann dabei zwischen der deutschen und italienischen Sprachversion wählen.

wurde damals dem Kindergarten zugeführt, eine Mensa und neue Lehrerräume geschaffen. 2022 folgte die energetische Sanierung der Schule mit neuen Fenstern, Türen und Fassadendämmung. Der eigentliche Neubau des Kindergartens und der Kita begann dann im Herbst 2023: In nur 15 Monaten entstand ein modernes Gebäude mit Platz für 50 Kindergarten- und 30 Kita-Kinder. „Für den Kindergarten war es optimal, dass man im Herbst in die neue, bereits in einer ersten Bauphase errichtete Kita übersiedeln konnte und keine Container oder andere

temporäre Möglichkeiten gefunden werden mussten“, sagte Gemeindereferent Georg Zingerle. Die Baukosten von 4,3 Millionen Euro wurden zum Großteil über EU-Mittel aus dem Wiederaufbaufonds PNRR (57,2 Prozent) sowie Landesgelder (21 Prozent) gedeckt; der Rest wurde von der Gemeinde finanziert. Besonders gelungen ist die funktionale Ausstattung: Neben eigenen Zufahrten und einer Kurzparkzone für Eltern wurden ein Bewegungsraum, ein direkter Zugang zur Turnhalle und separate Eingänge für außerschulische Aktivitäten geschaffen. lv

Rund 400 Kinderärztinnen und Kinderärzte aus aller Welt tauschten beim 58. Internationalen Osterkongress für pädiatrische Fortbildung in Brixen neue Erkenntnisse aus. Seit den Siebzigerjahren wurde die Kinderheilkunde auch in Südtirols Krankenhäusern zunehmend verbessert.

Am 13. April stellte der „Club Alfa Romeo Dolomiti“ in Brixen seltene historische und moderne Autos der Marke Alfa Romeo auf dem Hartmannsplatz auf. Mit dabei waren auch die Dienstfahrzeuge der Polizei, Carabinieri, Finanzpolizei und der Ortspolizei Brixen.


Brixner Nr. 423

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„Außerordentliches Ergebnis“

Herr Landeshauptmann, bei der SVP-Landesversammlung in Vahrn stimmten 98,37 Prozent für die Autonomiereform. Zufrieden mit diesem Ergebnis?

Angesichts der Bedeutung dieser Entscheidung ist eine so breite Zustimmung ein außerordentliches Ergebnis – noch dazu, da es in geheimer Abstimmung erfolgt ist. Was sind die nächsten Schritte?

Nun sind die zwei Landtage von Südtirol und dem Trentino sowie der Regionalrat aufgefordert, ihre Gutachten abzugeben. Dann wird auch noch die Konferenz der Regionen ein Gutachten

abgeben, wobei der Südtiroler Landeshauptmann in der zuständigen Kommission den Vorsitz führt. Anschließend wird sich wieder die Regierung damit befassen und den Verfassungsgesetzentwurf definitiv genehmigen, um ihm dann zum einen ans Parlament und zum anderen auch an die Republik Österreich weiterzuleiten. Was ist aus Ihrer Sicht der größte Vorteil dieser Reform?

Sie enthält Bestimmungen zur Wiederherstellung der einzelnen Gesetzgebungsbefugnisse, die durch die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes in Folge der Verfassungsreform 2001 ein-

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geschränkt worden waren. Sie regelt die Grenzen der Gesetzgebung neu. Insbesondere wird die Grenze der staatlichen Wirtschafts- und Sozialreformgesetze abgeschafft. Diese ist bei Südtirols Gesetzgebung künftig also nicht mehr zu berücksichtigen. Weiters findet sich in der Reform eine Regelung, mit der die Durchführungsbestimmungen zum Autonomiestatut künftig noch besser dazu verwendet werden können, die Autonomie laufend an neue Gegebenheiten anzupassen und weiterzuentwickeln. Und sie enthält auch eine bessere innerstaatliche Absicherung gegen einseitig vorgenommene Abänderungen.

Foto: Oskar Zingerle

Landeshauptmann ARNO KOMPATSCHER zum klaren Bekenntnis der SVP-Landesversammlung zur Autonomiereform – und zu den nächsten Schritten.

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20 › Politik & Gesellschaft SÜDTIROL

Foto: Damian Pertoll

„b*coop“ ausgezeichnet

für 15.000 Euro. Insgesamt waren für den Wettbewerb 27 Projekte eingereicht worden, von denen eine Fachjury die drei besten auswählte. Der Sieger wurde durch

PR-Info

Die Brixner Bürgergenossenschaft b*coop ist die Gewinnerin des Wettbewerbs „Gemeinsam für unsere Zukunft“ des Raiffeisenverbandes Südtirol und erhielt da-

Herzlich willkommen im Golfclub Sterzing! Unsere 7-Loch-Executive-Anlage eignet sich hervorragend sowohl für Anfängerinnen und Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Interessierte können auch ohne Clubzugehörigkeit das Golfspielen erlernen. Ab Mai bieten wir Anfängerkurse für Kinder ab 12, Jugendliche und Erwachsene an. Anmeldung unter +39 333 815 4350 oder per E-Mail an info@golf.bz.it. Nach Vereinbarung können auch professionelle Golfstunden gebucht werden: dienstags bei PGA Professional Malcolm Harrison (T +39 366 533 2376) und mittwochs bei PGA Professional Martin Turley (T +43 699 1353 0700). Spezialangebot Anfängerkurs mit Platzreife und Mitgliedschaft!

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eine öffentliche Online-Abstimmung ermittelt. Der zweite Platz und ein Preisgeld von 10.000 Euro gingen an „The CUBO – Compact Urban Built Optimization“, Platz

drei und 5.000 Euro an das Projekt „Bedarfsgerechte, nachhaltige Bewässerung im Wein- und Obstbau“. Mit dem Wettbewerb „Gemeinsam für unsere Zukunft“ will der Raiffeisenverband innovative und nachhaltige Projekte für ein lebenswertes Südtirol fördern. Karl Michaeler, Präsident der b*coop, betont: „Viele gute Ideen aus der Bevölkerung scheitern an fehlenden Strukturen. Unsere Genossenschaft bietet einen idealen Rahmen, um soziale und gemeinschaftliche Projekte umzusetzen.“ Die Bürgergenossenschaft b*coop setzt die unterschiedlichsten Projekte um, darunter die Förderung lokaler Produzenten oder generationenübergreifendes Wohnen. Zudem übernahm b*coop im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Eisacktal die Führung des Frauenhausdienstes. Außerdem ist sie für die Pluribar und das Winternachtquartier in av Milland verantwortlich.


Brixner Nr. 423

B ESTE B ERATUNG Q UALITÄT

BRIXEN/SÜDTIROL

Aufbruch nach Dho Tarap

Seit Kurzem ist Albert Gruber aus Brixen der Präsident des Vereins „Soziales Netzwerk Südtirol“. „Ich verstehe mich als Übergangspräsident“, sagt Gruber, „und möchte meine Zeit unter anderem dafür verwenden, einen jüngeren Nachfolger zu finden.“ Außerdem möchte er das Netzwerk bekannter machen. Der Verein unterstützt Hilfsprojekte

auf der ganzen Welt. Gruber selbst ist vor allem in Nepal aktiv: „Seit 1994 fliege ich regelmäßig dorthin und begleite verschiedene Hilfsprojekte“, erzählt er dem „Brixner“. Unter anderem entstanden in den letzten Jahren ein Elektrizitätswerk, Familienhäuser, sanitäre Anlagen, Trinkwasserleitungen und ein Gesundheitscenter. Für sein nächstes Projekt möchte er Photovoltaik-

anlagen ins Dorf Dho Tarap bringen. Es befindet sich in der abgeschiedenen Region Dolpo im Nordwesten des Landes an der Grenze zu Tibet. Straßen und andere Infrastruktur gibt es nicht: Das Dorf ist nur über eine fünftägige Wanderung zu erreichen. „Durch die Errichtung von Photovoltaikanlagen können die Bewohner selbst Strom erzeugen“, so Gruber. Im August bricht er auf, um sein Vorhaben umzusetzen; er wird mehrere Monate in Nepal verbringen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden sowie Benefizaktionen: Gruber verkauft asiatische Kunstwerke, und der Erlös geht an das Projekt. Wer selbst Kunstobjekte beisteuern oder Wanderschuhe oder Ähnliches spenden möchte, kann sich direkt an Gruber wenden: info@gruber-albert.info. av

BRIXEN

Fotos: Bea Hinteregger

Weniger Unfälle 2024 gingen die Verkehrsunfälle in der Gemeinde Brixen um 20 Prozent zurück. Insgesamt 41 Vorfälle verzeichnete die Brixner Ortspolizei, einer davon verlief tödlich aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit. Die Gemeinde Brixen führt den Rückgang der Unfälle auf den Streifendienst und die Mobilitätsmaßnahmen zurück. Insgesamt sei das Verkehrsverhalten im Gemeindegebiet sicherer geworden, wie Zahlen belegen, die die Ortspolizei jüngst präsentierte: 60 Prozent weniger Strafen wegen fehlendem Sicherheitsgurt; weniger Autos seien ohne Versicherung unterwegs gewesen. Vier Führerscheine wurden 2024 aufgrund von Trunkenheit am Steuer entzogen; diese Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Knapp 11.130 Stunden Streifendienst leistete die Ortspolizei im Jahr 2024. 9.634 Verwaltungsstrafen, weniger als im Vorjahr, wurden ausgestellt, was unter anderem auf die Aussetzung der automatisierten Geschwindigkeitsmessung zurückzuführen ist. Die Einnahmen aus den zahlungspflichtigen

Parkplätzen beliefen sich 2024 auf 1,35 Millionen Euro. Neben den Verkehrskontrollen setzt die Ortspolizei auch auf Prävention: Sie führt regelmäßig Kurse und Fortbildungsstunden in Schulen durch. Im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung wurden 2024 insgesamt 63 Personen wegen verschiedener Delikte angezeigt, 130 illegale Müllentsorgungen sowie

39 Verstöße gegen die Verordnung zum Schutz der öffentlichen Ruhe und des Stadtbildes festgestellt. Der „Codice Rosso“ zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen führte 2024 genauso wie 2023 zu drei Anzeigen. 2024 wurden vier neue Polizistinnen und Polizisten sowie zwei Verwaltungsmitarbeitende eingestellt. av

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22 › Politik & Gesellschaft BRIXEN

Besuch in Regensburg

42 Schülerinnen und Schüler der italienischsprachigen Brixner Mittelschule Alessandro Manzoni fuhren kürzlich nach Regensburg, um der dortigen Realschule „Am Judenstein“ einen Besuch abzustatten. Begleitet wurden sie dabei von sechs Lehrpersonen und Schulleiterin Manuela Bernarolli.

Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler aus Brixen nicht nur das bayerische Schulsystem mit seinen Lernmethoden kennen, sondern nutzten auch die Gelegenheit, Kontakte mit den deutschen Mitschülerinnen und Mitschülern zu knüpfen. Die Brixner Schulkinder besuchten

Unterrichtsstunden und konnten sich anschließend in Kleingruppen mit den Schülern aus Regensburg über Hobbies, Freizeit und das Leben in der jeweiligen Stadt austauschen. Die Städtepartnerschaft zwischen Brixen und Regensburg gibt es bereits seit 1969. Sie wird von beiden Seiten aktiv gepflegt,

etwa mit gegenseitigen Besuchen. Erst im letzten Jahr erschien das Buch „Geschichte(n) zweier Städte“, das die Stadtarchive der beiden Städte ins Rampenlicht rückt und im Rahmen des Altstadtfestes im Vorjahr präsentiert wurde. av

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BRIXEN

Der Brixner Panathlon Club lädt ein Der sportliche Lebenslauf von Alessandra Campedelli (im Bild) aus Rovereto ist ziemlich spannend: Seit 1996 arbeitet sie entweder als Trainerin oder als Talentcoach für weibliche Volleyball-Teams – zunächst für Trentino Volley und Verona Volley, später für den Sportverein „Lodovico Pavoni“ aus Brescia. 2016 übernahm sie die Leitung der italienischen Gehörlosen-Nationalmannschaft der Frauen, mit der sie 2019 bei den Europameisterschaften die Goldmedaille gewann. 2021 übersiedelte sie nach Teheran und wurde die erste Trainerin der Frauennationalmannschaft des Iran – ein Auftrag, den sie ein Jahr später allerdings nicht erneuerte, weil ihr Verband trotz des gewaltsamen Todes von Jina Mahsa Amini die iranische Regierung weiterhin unterstützen

wollte. Campedelli wird am Freitag, 16. Mai, um 19:30 Uhr auf Einladung des Brixner Panathlon Clubs im Astra von ihren Erfahrungen erzählen und ihr Buch vorstellen, in dem sie erklärt, dass der Sport zu einem beeindruckenden Mittel des sozialen Wandels werden kann, zu einem Mittel des Dialogs, das keiner Sprache bedarf. Der international tätige Panathlon Club unterscheidet sich von den restlichen Service-Clubs Rotary, Lions, Kiwanis und Zonta dadurch, dass er sich auf den Bereich des Sports fokussiert: „Bei uns geht es um Förderung und Verbreitung von Kultur und sportlicher Ethik“, sagt die derzeitige Präsidentin des Brixner Clubs, Maria Cristina Ugolini, „unser Ziel ist es, die Werte des Sports als Mittel zur Ausbildung und Verbesserung des Individuums und als Mittel der Solidarität zwischen

Menschen und Gemeinschaften zu vertiefen, zu fördern und zu verteidigen.“ wv

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Bezirksversammlung fördert den Ideenaustausch „Der Austausch ist wichtig“, sagt Angelika Mitterrutzner, Präsidentin des Katholischen Familienverbandes (kfs), und sie meint damit auch den Austausch zwischen den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Eine solche Gelegenheit zum Ideenaustausch bot sich kürzlich bei der Bezirksversammlung des Bezirkes Eisacktal/Wipptal, zu dem Vertreter aller 15 Zweigstellen gekommen waren. In und um Brixen gibt es die Zweigstellen Vahrn, Brixen/Milland, Lüsen, Neustift und St. Andrä. Bei der Bezirksversammlung in Vahrn hob Angelika Mitterrutzner einmal mehr die Werte Begeisterung, Leidenschaft und Lebensfreude als die treibenden Kräfte im Leben hervor. „Diese Werte“, so die Präsidentin, „lassen uns das Schöne im Leben erkennen und genießen und verbinden uns, um uns selbst zu verändern und über uns hinauszuwachsen.“ Außerdem hob sie die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor. Schließlich engagieren sich in ganz Südtirol über 1.000 Ehrenamtliche in den

Dörfern und Gemeinden und bieten verschiedene Veranstaltungen, Kurse und Projekte für Familien und Kinder an. Dass dieses Engagement nicht selbstverständlich ist, zeigte sich einmal mehr bei der Zweigstelle Brixen/Milland, die bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres mit der Suche neuer Vorstandsmitglieder begonnen hatte – letztendlich mit Erfolg, denn der neue Vorstand unter Zweigstellenleiterin Miriam Zenoni nahm heuer seine ehrenamtliche Arbeit auf (der „Brixner“ berichtete in der Ausgabe Nr. 422 vom vergangenen März). Erst vor wenigen Tagen organisierte die Zweigstelle Brixen/Milland das traditionelle Palmbesenbinden. job


24 › Menschen & Meinungen

JOURNALISTIN

Foto: Oskar Zingerle

PORTRAIT: Interessiert an den Menschen und voller Leidenschaft für ihren Beruf: Die Brixnerin MARGIT PIOK leitet als Chefredakteurin das Landespresseamt in Bozen – mit einem sicheren Gespür für das Wesentliche.


Brixner Nr. 423 „Normalerweise stelle ich die Fragen“, sagt Margit Piok schmunzelnd. Seit knapp einem Jahr ist sie Chefredakteurin im Landespresseamt. Sie sei überrascht gewesen über den Anruf, die Bitte um ein Interview. So interessant sei sie nun auch wieder nicht. „Ich bleibe einfach lieber im Hintergrund.“ Trotzdem entwickelt sich ein sehr angenehmes Gespräch, ungezwungen, offen, gespickt mit tiefen Einblicken in ihr privates Leben und voller Emotionen, wenn es um ihren Beruf geht. Gar einiges habe sich verändert im vergangenen Jahr, „aber das habe ich ja gewusst und gewollt.“ Margit Piok liebt die Herausforderung, immer wieder. „Es war einfach Zeit für eine Veränderung.“ Ihr erstes Redaktionspraktikum hat sie „im tiefsten Schwarzwald“ bei der „Schwäbischen Zeitung“ gemacht, mit knapp 20 Jahren. „Und es war ein Traum“, sagt sie. „Dieser Job hat mich gepackt und nie wieder losgelassen.“ Sie wusste mit beeindruckender Klarheit, dass sie nie einen anderen Beruf ausüben möchte. Das Feuer, das damals entfacht wurde, lodert bis heute. „Brixen war mein Wohnzimmer“ Seit diesem Praktikum sind 30 Jahre vergangen, Jahre, in denen sie Erfahrungen sammelte und in denen sie sich entschloss, nach Südtirol zurückzukommen, hier zu bleiben. Jahre, die sie als Journalistin eintauchen ließen in das Leben der Menschen. Margit Piok ist durch und durch Brixnerin: „Brixen war mein Wohnzimmer“, 22 Jahre lang. So lange hat sie bei der Tageszeitung „Dolomiten“ gearbeitet, zunächst als Lokalredakteurin, dann als Redaktionsleiterin. „Ich mag die Stadt, und ich mag die Menschen.“ Jeder Tag war anders. Wertschätzung, Vertrauen, Vertraulichkeit. Den Menschen sehen, nicht die Geschichte dahinter. So oft es eben ging. Die Tagespresse ist rasant, da bleibt nicht viel Zeit für ausgedehnte Recherchen. Das Gespür für das, was zählt, für das, was die Leser wissen müssen, ist umso mehr gefragt. Margit Piok hat dieses Gespür. Sie ist ein Mensch, der zuhören kann, jemand, bei dem man das Gefühl hat, dass er hinter die Kulissen zu blicken versteht. „Draußen bei den Menschen zu sein“, das fehlt ihr jetzt ein bisschen. Es sei nicht einfach gewesen zu gehen. Neue Herausforderung, einen Schritt weiter gehen, „wenn nicht jetzt, wann dann?“ Neun Mitarbeiter gehören zu ihrem Team, die Rolle als Führungskraft ist noch immer ein wenig ungewohnt. Allen gerecht zu werden, „wann immer das möglich ist“, und dabei den hohen Anspruch an ihre Aufgabe nicht aus den Augen zu verlieren – „manchmal ist das eine Gratwanderung.“ Die größte Herausforderung war für sie aber der Bereich der sozialen Medien, „den musste ich mir erobern.“ Die direkte Kommunikation mit den Bürgern sei spannend, mit jungen Menschen arbeiten zu dürfen, überhaupt tun zu dürfen, das alles eröffne neue Horizonte. Als Chefredakteurin könne man viel bewegen. Die institutionelle Kommunikation der Landesverwaltung und der Landesregierung, die Landeszeitung, die das vielfältige Südtirol widerspiegelt – all das macht ihr Spaß und ist Herausforderung zugleich. Unaufdringlich und professionell Margit Piok ist mit drei älteren Geschwistern aufgewachsen. „Alles Individualisten“, sagt sie. Sie ist ein Mensch, der nicht gerne im Rampenlicht steht, auch nicht im Beruf. Pressekonferenzen zu moderieren mag sie nicht so sehr, „da schäle ich mich lieber.“ Aber sie kann es. Mit einer klaren Haltung, unaufdringlich und professionell, den Blick auf das Wesentliche gerichtet.

 AUFMERKSAM: Margit Piok kann zuhören und interessiert sich für vieles

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„Ich kann nicht sagen, dass ich ein besonderes Talent für irgendetwas habe.“ Dies aus dem Mund einer Frau zu hören, die seit drei Jahrzehnten ihr ganzes Herzblut in den Journalismus steckt, ist erstaunlich. „Es interessiert mich einfach ganz vieles.“ Die Idee, Journalistin zu werden, sei schon während der Zeit an der Fachoberschule für Wirtschaft in Brixen entstanden. Hineingeboren in eine „typische Lehrerfamilie“, hatte es eine Zeit lang nämlich so ausgesehen, als ob sie auch diesen Weg einschlagen sollte. „Nachdem meine Eltern aber gesehen haben, dass ich wirklich Journalistin werden will, haben sie mich umfassend unterstützt.“ Nach der Maturaprüfung studierte sie Politikwissenschaften und Geschichte in Innsbruck, war im Rahmen dieses Studiums ein Jahr lang in Rom und absolvierte in dieser Zeit auch die studienbegleitende Journalistenausbildung in Print, Hörfunk und Fernsehen an der Katholischen Journalistenschule in München. Es gab Praktika bei den „Ruhr Nachrichten“, beim Bayerischen Rundfunk und beim „Münchner Merkur“. Beim „Merkur“ hätte sie einen unbefristeten Vertrag unterschreiben können, aber es zog sie zurück nach Südtirol. Irgendwann gab es auch den Traum, Kinderbuchautorin zu werden, „aber das ist schon lange vom Tisch.“

„ D ieser Job hat mich einfach gepackt und nie wieder losgelassen“ _ Margit Piok, Journalistin Aufatmen in der Natur Margit Piok ist ein sehr naturverbundener Mensch: der Wald, die Berge, unerschöpflicher Ausgleich zur Hektik des Alltags. Sie könnte „ewig im Wald sein“; dort kann sie atmen, die Ruhe in sich aufsaugen. „In der Stadt fühle ich mich einsamer als im Wald“, sagt sie. Und ein bisschen bergsüchtig sei sie auch. „Auf einem Gipfel geht mir einfach das Herz auf.“ Weitblick. Perspektivenwechsel. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Laufen. In ihrem kleinen Büro im 4. Stock des Landhauses 1 steht eine Sporttasche in der Ecke. Training, wann immer das möglich ist, mit ihrer Familie, ihrem Mann, der als freiberuflicher Journalist arbeitet, und den zwei Söhnen Paul und Theo lebt sie in Albeins. Da kann es schon mal sein, dass sie auf dem Heimweg in Klausen aus dem Zug aussteigt und den Rest der Strecke läuft. Vor ihrem 50. Geburtstag will sie einen Marathon bestritten haben, erzählt sie im Gespräch. Suche nach Herausforderung auch hier. Anfang April dann die Nachricht über WhatsApp: Sie hat ihren ersten Marathon gefinisht, den „Lake Garda 42“ von Limone über Arco nach Malcesine. Vier Tage vor ihrem 50. Geburtstag hat sie sich ihren Traum erfüllt. Wer Margit Piok kennt, weiß aber, dass es neue Herausforderungen und neue Träume geben wird.

marlene.kranebitter@brixner.info


26 › Menschen & Meinungen

EISACKTAL

Krapf neuer Bezirksvertreter Christian Krapf (Duka AG) ist der neue Vertreter für den Bezirk Eisack- und Wipptal im Unternehmerverband Südtirol. Er wurde kürzlich bei der Jahresversammlung des Bezirks im Unternehmerverband, die im Milchhof Brimi in Vahrn stattfand, für drei Jahre in dieses Amt gewählt; sein Vize ist Stefan Barbieri (Barbieri Electronic). Zu den Anliegen im Bezirk zählen laut Krapf unter anderem „der Kontakt zu den Schulen im Bezirk, um den jungen Menschen die Welt der Industrie und die Chancen, die unsere Betriebe bieten, näher zu bringen. Zudem werde ich mich darum bemühen, den Zusammenhalt der Mitgliedsunternehmen im Bezirk weiter zu stärken“, wie er betonte. 69 Unternehmen zwischen Sterzing und Klausen mit insgesamt 5.161 Mitarbeitenden sind Teil des Bezirks Eisack- und Wipptal im Unternehmerverband. Christian Krapf ist CEO der Unternehmensgruppe Haka, zu der unter anderem die Duka AG gehört. Er leitet die Gruppe gemeinsam mit seinem Bruder Daniel und seinem Vater und Duka-Firmengründer Hans Krapf. Duka beschäftigt mittlerweile über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. av

BRIXEN

44 neue Firmlinge Der „Brixner“ berichtete in Ausgabe Nr. 392 vom September 2022 von der Anhebung des Firmalters, vor Kurzem fand im Brixner Dom nun die erste Firmung statt: Bischof Ivo Muser spendete 44 Jugendlichen aus den Pfarreien Brixen und Milland sowie zwei Erwachsenen aus Obermais das Sakrament der Firmung. Die Jugendlichen hatten sich seit Jänner 2024 auf diesen besonderen Tag vorbereitet: Bei Veranstaltungen, Aktionen und gemeinsamen Erlebnissen setzten sich die nun frischgebackenen Firmlinge mit ihrem Glauben auseinander. Im

kurz

notiert

Februar 2025 fand ein Treffen mit dem Firmspender statt: An diesem Abend nahm sich Bischof Ivo Muser zunächst Zeit, die Fragen der Jugendlichen zu beantworten und stand beim gemütlichen Beisammensein noch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Im März versammelten sich die Firmlinge schließlich mit ihren Familien und Freunden im Brixner Dom zur Firmspende, musikalisch umrahmt vom Schulchor und dem Instrumentalisten-Ensemble des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums unter der Leitung von Michael Braun. Bischof Muser

ermutigte in seiner Predigt die Firmlinge, ihren Glauben aktiv zu leben, ihre Talente zu entdecken und sie für die Gemeinschaft einzusetzen. Rund 70 junge Menschen

aus Brixen und Milland bereiten sich seit wenigen Wochen auf die nächste Firmung vor, die am 26. April 2026 im Dom stattfinden wird. ap

Marco Politi, Vatikan-Experte und Autor des Buches „Der Unvollendete. Papst Franziskus’ Erbe und der Kampf um seine Nachfolge“, sprach am 1. April in der Brixner Cusanus-Akademie über seine These, dass der Papst in der Kirche viel Gutes angestoßen, aber nicht vollendet habe.

Othmar Bernhart wurde nach einem erneuten Auswahlverfahren Ende März als Primar der Inneren Medizin am Krankenhaus Brixen bestätigt. Bernhart leitet die Abteilung in Brixen seit 2018. Seine Schwerpunkte sind die interdisziplinäre Endoskopie und Ultraschalluntersuchungen.

Bei der gemeinsamen Plenarsitzung der Südtiroler Superiorenkonferenz (SKS) und der Vereinigung der Ordensoberinnen Südtirols (VOS) Ende März im Kloster Neustift wurden Prälat Eduard Fischnaller und Sr. Christina Irsara als Vorsitzende der SKS und der VOS wiedergewählt.


O o op s

Brixner Nr. 423

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LAMMento

mein Hoppala

Patrick Faller, Brixen

Multitasking

Elefant auf Glatteis

Irgendwie passiert mir zwar ständig irgendwas Peinliches, doch diese Geschichte gehört in diesem Jahr zu meinen persönlichen Highlights. Kürzlich war ich als Beifahrer mit meinem Chef bei einem bekannten Brixner Unternehmen, um dort eine Bestellung abzuholen. Ich stieg direkt vor dem Haupteingang aus, er wollte dort im Auto auf mich warten. Vollkonzentriert erledigte ich die Abholung und verließ in Gedanken versunken das Geschäft. Multitaskingfähig wie ich bin, checkte ich auf dem Rückweg mein Smartphone und öffnete die Beifahrertür des mittlerweile geparkten Autos. Als ich einsteigen wollte, ertönte ein lauter Schrei, der mich zusammenzucken und vom Handy aufschauen ließ. Wahrscheinlich habe ich den mir unbekannten Herrn auf der Fahrerseite, der dort wohl ebenfalls auf jemanden gewartet hatte, zu Tode erschreckt. Ich entschuldigte mich natürlich sofort bei ihm mit „sorry, falsches Auto!“ und suchte leicht verwirrt nach dem richtigen Gefährt. Mein Chef hatte die ganze Situation von seinem Auto aus beobachtet und konnte sich vor Lachen kaum noch halten.

„Jetzt werden wohl auch die beschränktesten Amis irgendwann zur Erkenntnis gelangen, dass sie sich mit ihrer Stimme für Donald Trump ordentlich ins Knie geschossen haben“, sagt der Franz, während er sich einen Schluck Natty Light gönnt, und er verzieht dabei das Gesicht, als ob ihm grad seine Geschmacksknospen Hausverbot erteilt hätten. Ich wär’ mir da nicht so sicher, sag ich, denn nur denkende Menschen ändern ihre Meinung – und denken scheint ja weder seine noch die Stärke seiner Wähler zu sein. „Es scheint, als ob Gesellschaften manchmal nur durch einen ordentlichen Griff ins Klo erkennen, dass sie Opfer von ignoranten Populisten geworden sind“, sagt Frieda. „Wenn diese Dummies dann plötzlich an der Regierung sind, scheitern sie normalerweise kläglich – mit der Anmut eines Elefanten auf Glatteis.“ Stimmt, sag ich, und man kann froh sein, wenn es als Folge nicht zu kriegerischen Dramen kommt – hatten wir doch alles schon mal. „Kann sich noch jemand an die Dilettanten der Cinque Stelle erinnern?“, sagt Frieda. „Die haben es mit ihrer Schnapsidee des reddito di cittadinanza zumindest nur geschafft, dass die halben Hotels an der Adria geschlossen blieben, weil kein Personal mehr da war.“ – „Gottseidank sind wir Südtiroler gscheider“, sagt der Franz, „bei uns sind Populisten nach wie vor eine Randerscheinung, wenn auch eine ziemlich unappetitliche.“ Noch, sag ich. Auch Südtirol ist nicht immun gegen ignoranten Populismus. Gewisse Wahlergebnisse wären sonst nicht erklärbar.

Leser kochen für Leser

Low-CarbPizzateig > Zutaten 2 Eier 2 Dosen Thunfisch > Zubereitung Zwei Eier in einer Schüssel schlagen. Zwei Dosen Thunfisch abtropfen lassen, zum Ei geben und die Mischung mit einem Zauberstab gründlich durchmischen Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und

rund formen. Der Boden sollte eine Dicke von einem halben Zentimeter haben. Den Thunfischboden im vorgeheizten Backofen 10 bis 15 Minuten bei 180°C Luft backen. Danach aus dem Ofen nehmen und nach Belieben belegen.

Sonja Untersteiner ist nicht nur Krankenschwester aus Leidenschaft, sondern auch eine begeisterte Hobbyköchin. Mit diesem sehr unkomplizierten Rezept gelingt die Low-Carb-Pizza sicherlich.

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28 › Menschen & Meinungen WM technics sucht

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Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, deren Beitrag uns bis zum 15. April 2025 erreicht hat. ACHTUNG! Neue Abonnenten müssen uns unabhängig von der Zahlung des Beitrags auch ihre Adresse mitteilen – am besten HIER:

Alternativ können Sie uns Ihre Adresse auch per E-Mail an abo@brixner.info oder telefonisch unter 0472 060200 mitteilen.

Sie wollen „Freund“ oder „Gönner“ unserer Zeitschrift werden? Südtiroler Volksbank: IBAN IT76 X 05856 58220 070570164004 Raiffeisenkasse Eisacktal: IBAN IT57 A 08307 58221 000300005452 Südtiroler Sparkasse: IBAN IT68 T 06045 58220 000000855000 BancoPosta: IBAN IT76 V 07601 11600 000042779405


PRO&CONTRA

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Sollte die Arbeitszeit der öffentlichen Bediensteten auf 36 Wochenstunden gekürzt werden?

Der Hintergrund: ULLI BAUHOFER, öffentliche Bedienstete im AGB/CGIL: „Öffentliche Arbeitsplätze würden wieder attraktiver“

Nach langen und intensiven Verhandlungen zwischen den verschiedenen Gewerkschaften und der von der Landesregierung beauftragten Verhandlungsagentur zu Lohnanpassungen im öffentlichen Sektor kam überraschend auch die Forderung einer Arbeitszeitverkürzung.

JA

Ja, die Zeit ist reif für diese Diskussion im gesamten öffentlichen Bereich. Der erste Vorstoß kam von der Politik während der Wahlkampagne zu den Landtagswahlen. Die Landesregierung hat dann allerdings die Einschränkung der Reduzierung auf 36 Stunden nur für sanitäre Berufsbilder vorgesehen. Eine diesbezügliche Spaltung des Personals wollten und können wir nicht unterstützen; so ist bereits im Oktober 2023 eine von allen Gewerkschaftsorganisationen unterzeichnete Forderung für den gesamten Bereich vorgelegt worden. Heuer wird die Reduzierung für einige Berufsbilder im Sanitätsbetrieb eingeführt und für jene der Seniorenwohnheime diskutiert. Eine Arbeitszeitverkürzung für alle würde ein starkes Zeichen für das im Dienst stehende Personal sein – auch weil wir nicht den gesamten Inflationsausgleich für den Zeitraum 2022-2024 erhalten werden. Zudem würde sie ein Plus an Lebensqualität darstellen. Arbeitszeitverkürzung kann nicht einfach mit einer Minderung der Produktivität verbunden werden. Die bereits angelaufene neue Definition von Arbeitsabläufen mittels innovativer technischer Systeme soll und wird eine Vereinfachung bewirken. Nicht zu unterschätzen ist die bereits schwierige Personalrekrutierung in den öffentlichen Verwaltungen: Durch die Reduzierung auf 36 Stunden würden Arbeitsplätze wieder attraktiver. Eine Arbeitszeitverkürzung ist also Fortschritt und kein Rückschritt.

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„Das wäre der vollkommen falsche Ansatz“

NEIN

In einer Zeit, in der der demografische Wandel in allen Bereichen immer stärker zu spüren ist – in zehn Jahren werden uns etwa 30.000 Arbeitskräfte fehlen – ist eine Arbeitszeitverkürzung der falsche Weg. Eine Verkürzung der Arbeitszeit würde die Qualität unserer strategischen Dienste gefährden und infolgedessen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und unserer Unternehmen. Nur wenn es uns gelingt, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, werden wir aber unseren Wohlstand und vor allem auch die Wohlfahrt, also unsere Sozialleistungen, langfristig sichern können. Uns muss bewusst sein, dass wir in zehn Jahren mit 20 Prozent weniger verfügbaren Arbeitskräften eine ähnliche Wirtschaftsleistung schaffen müssen, um die Sozialleistungen zu erhalten. Das gilt auch für die öffentliche Verwaltung: Mit 20 Prozent weniger Personal muss dieselbe Verwaltungsleistung geschafft werden – kürzere Arbeitszeiten würden hier weitere Probleme schaffen. Um attraktive Arbeitsplätze zu bieten, gilt es vielmehr, die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken, indem in Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in Flexibilität sowie in steuerliche Entlastungen von freiwilligen Zusatzleistungen, wie zum Beispiel Überstunden, investiert wird. Eine Reduzierung der Arbeitszeit der Mitarbeitenden in der öffentlichen Verwaltung ist in diesem Sinn der vollkommen falsche Ansatz.

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SANDRO PELLEGRINI, Präsident Südtiroler Wirtschaftsring

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30 › Menschen & Meinungen

Second-Hand-Kleidung oder doch lieber neu?

Fotos: Melanie Vitroler

UMFRAGE: 19 Kilogramm Kleidung, Schuhe und Textilien kauft der EUBürger laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Europäischen Umweltagentur EUA pro Jahr. Worauf achten Menschen in Brixen beim Kleidungskauf und beim Umgang mit Ressourcen?

„Wenn ich Kleidung für mich kaufe, achte ich sehr auf die Qualität und auf den Preis, zu teuer darf es auch nicht sein, so im mittleren Bereich. Ich hoffe, dass die gute Qualität länger hält. Bei den Kindern hingegen achte ich weniger darauf“, sagt Rebecca Oberhofer, die auch viel online kauft – auch gebraucht, „damit man nicht immer eigens nach Innsbruck fahren muss.“

„Wir pflegen und flicken unsere Kleidung und tragen zuhause ein anderes Gewand als außer Haus. Mein Mann achtet sehr auf den Wasserverbrauch, nimmt etwa das Wasser vom Salatwaschen zum Blumengießen. Gemüse kommt hauptsächlich aus unserem Garten, Fertiggerichte gibt es keine, und Reste werden gegessen oder weiterverwendet“, erzählt Verena Kronbichler.

„Beim Wasser achte ich sehr aufs Ressourcensparen“, sagt Celli Lamber, „denn Wasser ist die Quelle für alles. Man muss sorgsam damit umgehen, auch wenn wir hier genug haben. Ob Beregnung oder Schwimmbäder – man muss es sinnvoll einsetzen. Außerdem habe ich kein Auto und brauche somit auch keine fossilen Brennstoffe.“

„Auf die Dinge, die man besitzt, aufzupassen, etwa auf die Kleidung, das ist immer noch meine Devise und verlängert ihre Lebensdauer“, sagt Lorenz Kaser. „Wir kaufen bewusst ein und werfen möglichst keine Lebensmittel weg. Wichtig finde ich, wie man seine Kinder erzieht – dass sie nicht immer mit der neuesten Mode gehen müssen, sondern auch so gut ausschauen.“

Elisa Leitner kauft „auch Second-Hand-Kleidung. Vor allem gefragte Marken kaufe ich vintage, was oft ja einfach cooler ist. Ich finde diese Kleidungsstücke meistens online. Wenn Kleidung nicht mehr gefällt oder nicht passt, dann tausche ich viel mit meinen Freundinnen oder schenke Kleidungsstücke auch gerne weiter, statt sie zurückzuschicken.“

„Diese Jacke habe ich in den Achtzigern und Neunzigern getragen“, sagt Margareth Hofer, „und nach Jahren im Schrank trage ich sie nun praktisch täglich. Außerdem flicke ich gerne meine Kleidung und das, was mir die Enkelkinder bringen. Früher habe ich genäht und gestrickt. Der sorgfältige Umgang mit Ressourcen begleitet mich schon mein Leben lang.“

Kathrin Kelderer trägt ihre Kleidung, „bis es nicht mehr geht. Was kaputt ist, wird geflickt. Für die Kinder kaufe ich sehr viel zweiter Hand, und zwar online oder bei ‚Pumuckl‘. Gut erhaltene Kinderkleidung gebe ich weiter. In Bezug auf Lebensmittel versuche ich, so wenig wie möglich zu verschwenden oder wegzuwerfen.“

„Qualitativ hochwertige Kleidung kaufen und länger tragen – das ist das, was ich mache“, sagt Manuel Rigger, zumindest in puncto Kleidung. „Auch bei den Lebensmitteln achten wir auf lokale Produkte. Damit unterstützt man die Südtiroler Wirtschaft, und die Produkte haben einen kürzeren Weg ins Geschäft.“


Brixner Nr. 423

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Valentin‘s way to PROGRESS – als Multitalent zum Softwareentwickler „Je kniffliger, desto besser“ – so oder so ähnlich lautet die Prämisse von Valentin Hellweger. Der intellektuell, musikalisch und sportlich begabte Rasner schlägt heute in der Softwarefirma der Progress Group Wurzeln – und das, obwohl er ursprünglich eigentlich nichts mit Programmieren am Hut hatte.

Valentin verbrachte als Jugendlicher einige Sommer im Sägewerk seines Onkels. Dort hat er erstmals erlebt, was körperlich arbeiten wirklich bedeutet, und freute sich jedes Mal, im Herbst wieder die Schulbank drücken zu dürfen. Sich selbst beschreibt Valentin als handwerklich eher unbegabt, was man ihm bei all seinen anderen Talenten wohl schwer übel nehmen kann. Seine Freizeit verbringt Valentin damit, Fußball zu spielen und seine musikalischen Fähigkeiten mit Trompete, Klavier und Gitarre weiter auszubauen. Letzteres brachte sich das Multitalent kurzerhand mal eben so selbst bei. Nach seiner Schulzeit entschied sich Valentin, „technische Mathematik“ in Innsbruck zu studieren. In diesem Fach geht es vor allem darum, komplizierte Sachverhalte zu verstehen und zu verknüpfen, neue Lösungsideen zu erarbeiten und zu beweisen, dass diese funktionieren. Valentin‘s way to PROGRESS Durch seine vielfältige Ausbildung stand Valentin die Berufswelt offen – überzeugt hat ihn aber dann der spannende Bereich MES (eine spezielle Software für die Produktionssteuerung), der ihm bei der PROGRESS GROUP vorgestellt wurde. Im ersten Bewerbungsgespräch wurde schnell klar, dass Valentin im MES-Bereich, also im Entwicklungs- und Softwarebereich, genau richtig aufgehoben ist. Dort sah er sich auch selbst sehr gut: „Neues herausfinden, Dinge weiterbringen, mich irgendwo einarbeiten, wo sich noch nie jemand zuvor reingefuchst hatte – genau das gefällt mir!“ Im Laufe seiner

Karriere lernte er das Programmieren und konnte so schrittweise immer tiefer in diversen Aufgabenbereichen mitwirken. Aus dem MES-Entwicklungsbereich, in den er eingestiegen war und wo er über Jahre hinweg viele innovative Projekte weitergebracht hatte, ist nun ein eigenes neues Team hervorgegangen – das CADTeam, für welches Valentin die technische Leitung übernommen hat. Jeden Tag eine neue Herausforderung Valentins Aufgabenbereich als technischer Leiter des CAD-Teams liegt darin, Hilfsmittel zu erstellen, um Betonfertigteile möglichst schnell und effizient planen zu können. Diese Hilfsmittel werden dann von den technischen Zeichnern genutzt. Für eine vielfach begabte Person wie Valentin ist das hier das echte Paradies. Er empfindet es als sehr befriedigend, vor herausfordernden Aufgaben zu stehen und diese dann in kleinen Schritten zum Erfolg zu bringen. Die Lösungen stehen dann nicht wie in seinem Studiengang rein hypothetisch in der Luft, sondern finden konkrete Anwendung und erleichtern anderen ihren Job – wie beispielsweise aktuell ein neues Planungsprogramm, das zusammen mit der eigenen Fertigteilproduktion entwickelt wird. „Ich möchte Projekte weiterbringen – für mich, für meine Abteilung und für die Firma selbst, das bedeutet ‘we are PROGRESS‘ für mich.“

We are PROGRESS Unsere Mission ist es, nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Menschen zu schaffen. Unsere Unternehmensgruppe hat sich auf Maschinen und Software für die Automatisierung der Betonfertigteilproduktion ausgerichtet. Unsere Gesamtlösungen integrieren die gesamte Prozesskette vom Vertrieb über die Planung und Produktion bis hin zur Abrechnung. Verschiedene Software-Applikationen erleichtern und verbessern den Arbeitsablauf in Bezug auf Geschäfts- und Produktionsprozesse. Für mehr Infos besucht unsere Website: www.progress.group

PR-Info

„Interessen? Ja, also da gibt es einige…“


32 › Kunst & Kultur

Foto: Philipp Seyr

e h c M a a w t t t h d i a a t s e G r e e S d an d stalt e n n u


Brixner Nr. 423

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BRIXEN: Das letzte Maiwochenende steht ganz im Zeichen der Stadtgeschichte, wenn Brixen Tourismus das zehnjährige Jubiläum der „Erlebnisführungen“ feiert. Mit dabei: alte und neue Gesichter – von der Stadtwache Matthias bis zum Zauberlehrling des Lauterfressers.

Für einige Augenblicke ins Mittelalter eintauchen? Gemustert und befragt von der Stadtwache Matthias an einem der Stadttore Brixens um Einlass zittern? Dem Malergesellen zuhören, der selbst fleißig mitarbeitete, als der prächtige Kreuzgang ausgemalt wurde? Von den Sorgen der Magd des Bischofs hören, die 1525 den Bauernaufstand miterlebte und in dem Wirrwarr der Zeit nicht wusste, wie es nun wohl mit ihr weitergehen wird? Die theatralischen Erlebnisführungen durch Brixen machen dies möglich und Geschichte hautnah und höchst kurzweilig erfahrbar. Denn begleitet von einem Erlebnisführer, der auf dem Weg durch die Stadt allerlei Kurioses, Wichtiges und Nebensächliches zu erzählen weiß, trifft man an vielen Stationen auf Schauspielerinnen und Schauspieler im Kostüm, die ihr neugieriges Publikum wie Zeitgenossen ihrer Epoche behandeln. Sie schlüpfen in die Rolle von Menschen, die vor hunderten von Jahren hier lebten und arbeiteten, eingebunden in gesellschaftliche Strukturen, die uns heute unbekannt sind. Und doch sind uns die Personen von damals irgendwie vertraut: Als Menschen aus Fleisch und Blut nehmen sie uns mit in ihren Alltag mit seinen Herausforderungen und lassen uns teilhaben an ihren Hoffnungen, Wünschen und Träumen.

an vom Projekt „Erlebnisführungen“ begeistert war, heute die Schauspielerinnen und Schauspieler für die Führungen ausbildet und selbst als Schauspieler so manche Geheimnisse der Bischofsstadt näherbringt. Erich Meraner und Martina Rabensteiner sind als externe Mitarbeiter in das von Brixen Tourismus ins Leben gerufene und auch dort verankerte Projekt involviert. Dass ihnen die Führungen und die unterhaltsame, aber faktenbasierte Vermittlung von

„ I n Südtirol ist Brixen die einzige Stadt, die dieses personell durchaus aufwändige Format im Angebot hat“ _ Martina Rabensteiner, freie Projektmitarbeiterin

Geschichte erlebbar machen? Ja, das geht – auch in Brixen! Zehn Jahre sind inzwischen vergangen, seit Werner Zanotti, Geschäftsführer von Brixen Tourismus, in Brixens Partnerstadt Regensburg fündig wurde. Stadtmaus heißt das Unternehmen, das sich dort auf packende Stadtführungen spezialisiert hat. 2015 kam die Stadtmaus nach Brixen (der „Brixner“ berichtete in Ausgabe Nr. 316, Mai 2016) und erarbeitete für die Bischofsstadt zwei Erlebnisführungen mit dem Titel „Auf den Spuren des Elefanten“ und „Hexen, Henker und Halunken“ – beide seither echte Dauerbrenner im Programm von Brixen Tourismus. Während „Auf den Spuren des Elefanten“ wichtige Etappen der Brixner Stadtgeschichte erzählt und dabei mehrere Jahrhunderte streift – auch der Elefant Soliman auf seiner Reise von Portugal nach Wien im Jahr 1551 darf dabei natürlich nicht fehlen –, richtet sich „Hexen, Henker und Halunken“ an ein erwachsenes Publikum, das sich abends in den dunklen Gassen auf allerlei Schauergeschichten aus der Vergangenheit einlässt – damals, als das Mittelalter in Sachen Aberglaube, Hexereien und Meuchelmorden wirklich „dunkel“ war. Theaterstück mit Stationen „Wer einmal bei einer unserer Erlebnisführungen dabei war, wird danach mit anderen Augen durch Brixens Altstadt gehen“, verspricht Erich Meraner, der von Anfang

 STRENG BEWACHT: An der Stadtwache Matthias kommt man nicht so einfach vorbei

Geschichte ein echtes Anliegen sind, wird im Gespräch mit beiden schnell deutlich. „Mich hat damals, vor zehn Jahren, der Begriff ‚theatralische Erlebnisführung‘ neugierig gemacht“, sagt Martina Rabensteiner. „Unser Programm richtet sich an alle – Einheimische und Gäste.“ Dass das Projekt nun sein zehnjähriges Jubiläum feiern kann, zeigt, dass die Erlebnisführungen nach wie vor sowohl Geschichtsmuffel als auch historisch Interessierte gleichermaßen in ihren Bann ziehen. „In Südtirol ist Brixen die einzige Stadt, die dieses personell durchaus aufwändige Format im Angebot hat“, weiß Rabensteiner, und sie verweist auf die Komplexität, die hinter einer so unterhaltsamen Führung steckt. Da gilt es einmal zu recherchieren, Ideen zu sammeln, die Texte zu schreiben und die exakte Dramaturgie jeder theatralischen Erlebnisführung zu entwickeln. Es gilt zu klären, welchen Weg durch die Stadt die Gruppen im Laufe der Führung nehmen, wo sie dabei Halt machen, wo die Schauspieler auftreten oder wo sie die Kostüme wechseln können – denn schließlich schlüpfen sie nicht selten in mehrere Rollen. „Ganz wichtig ist bei so einer Führung das Timing“, erklärt Martina Rabensteiner den komplexen Ablauf, bei dem alle beteiligten Rädchen bestens ineinandergreifen müssen. Ja, die theatralische Erlebnisführung läuft anders ab als eine herkömmliche Stadtführung, bei der die Schwerpunkte spontan nach den Interessen einer Gruppe gesetzt werden oder Einzelpersonen dem Stadtführer Löcher in den Bauch fragen können. Die theatralische Erlebnisführung hingegen präsentiert sich fast schon wie ein Theaterstück an verschiedenen Stationen.


34 › Kunst & Kultur Heil- und Hausmittel. Diese zwei Erlebnisführungen werden derzeit nicht angeboten. Dafür steht aber bald eine ganz neue Kinder- und Familienführung auf dem Programm: Die „Zauberhafte Schatzsuche in Brixen“ wurde anlässlich des runden Jubiläums der Erlebnisführungen neu konzipiert. „Sie richtet sich an Kinder im Grundschulalter“, erzählt Erich Meraner, „und feiert am 31. Mai ihre Premiere.“ Deswegen sei auch nur wenig vorab verraten: „Es geht um die Welt der Zauberei: Ein Lehrling des Lauterfressers wird zusammen mit den Kindern einige knifflige Aufgaben zu lösen haben – quer durch Brixen. Und, wer weiß, vielleicht findet man am Ende ja einen Schatz?“

Magd Clara entgeht nichts Wurden die ersten zwei theatralischen Erlebnisführungen noch von der Stadtmaus in Regensburg entwickelt, so zeichnet heute das Brixner Team selbst für die im Laufe der Jahre neu ins Programm genommenen Erlebnisführungen verantwortlich. Etwa für die Magd Clara (Familienführung „Magd Clara und der Elefant des Kaisers“), die die Ankunft des Elefanten Soliman vor mehr als 450 Jahren miterlebt hat. Als Dienstmagd von Andrä Posch, dem Wirt „Am hohen Felde“, der seinen Gasthof nachher PR-wirksam nach dem Elefanten benannte, kam sie dem Dickhäuter während seines Aufenthalts im verschneiten Brixen ganz besonders nahe. Und auch sonst weiß sie, kindgerecht aufbereitet, allerlei zu berichten, denn schließlich hat eine Magd ihre Augen und Ohren überall, sowohl bei den Herrschaften als auch unter ihresgleichen.

Martina Rabensteiner: „Unser Programm richtet sich an alle – Einheimische und Gäste“

Ein Wochenende lang Brixens Geschichte erleben

„ Wer einmal bei einer unserer Erlebnisführungen dabei war, wird danach mit anderen Augen durch Brixens Altstadt gehen“ _ Erich Meraner, Schauspieler

Foto: Hannah Seyr

In den vergangenen Jahren waren außerdem die „Ploselisl“ oder der „Plosemichl“ mit Familien auf dem WoodyWalk unterwegs und entführten dort ihr Publikum in die zauberhafte Welt der Sagen und Geschichten. Die theatralische Erlebnisführung „Ärzte, Apotheker, Aphrodisiaka“ hingegen richtete sich an ein erwachsenes Publikum, das darin allerlei über kuriose, oft lebensgefährliche Kuren erfuhr, die nicht nur bei Pest und Cholera zum Einsatz kamen – aus heutiger Sicht ein durchaus nicht ungefährlicher Mix aus Giftmischerei und uraltem Wissen über

Das zehnjährige Jubiläum des Projekts „Erlebnisführungen“ soll ausgiebig gefeiert werden, und zwar weniger mit Reden als mit dem Publikum selbst. „Wir laden alle, sowohl Erwachsene als auch Familien mit Kindern, herzlich dazu ein, das kostenlose Angebot an diesem Wochenende zu nutzen,“ sagt Rabensteiner. Geplant sind – wie könnte es auch anders sein? – verschiedene Erlebnisführungen. Los geht es bereits am 30. Mai mit der Abendführung „Hexen, Henker und Halunken“ (21 Uhr). Am Samstag, 31. Mai, startet um 10:45 Uhr erstmals die neue Kinderführung „Zauberhafte Schatzsuche in Brixen“. Um 11 und um 14 Uhr kann man Brixen „Auf den Spuren des Elefanten“ erkunden, nachmittags hat die Magd Clara ihren Einsatz („Magd Clara und der Elefant des Kaisers“, wird in deutsch um 15:30 Uhr und italienisch um 16 Uhr angeboten), und abends um 21 Uhr lehren einen die „Hexen, Henker und Halunken“ das Gruseln. Außerdem finden in der Stadtbibliothek um 9 und um 14 Uhr Lesungen mit Schauspielerinnen und Schauspielern in deutscher und italienischer Sprache statt. „Für den Festakt im Innenhof der Stadtbibliothek, der um 10 Uhr beginnt, haben wir uns ebenso eine Überraschung ausgedacht“, sagt Martina Rabensteiner, „denn wir wollen auch diese Feierstunde auf gemeinsame und unterhaltsame Weise mit unserem Publikum begehen.“ Gefeiert wird sozusagen bis in den Sonntag hinein, denn auch am 1. Juni, dem Weltkindertag, werden am Vormittag die zwei Kinderführungen angeboten („Zauberhafte Schatzsuche in Brixen“ um 10 Uhr und „Magd Clara und der Elefant des Kaisers“ um 11 Uhr in italienischer Sprache und um 11:30 Uhr in deutscher Sprache). Die Teilnahme an den Erlebnisführungen ist an diesem Wochenende kostenlos; aus organisatorischen Gründen ist aber eine Anmeldung bei Brixen Tourismus notwendig (Tel. 0472 275252).

johanna.bampi@brixner.info

 Erich Meraner: „In der neuen Erlebnisführung geht es um die Welt der Zauberei“


Brixner Nr. 423

Ein Stück Südtirol Brimi – das ist der echte Geschmack Südtirols. Natürlich, ursprünglich und mit Liebe gemacht. Ein echtes Original, das in keinem Zuhause fehlen darf.

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36 › Kunst & Kultur

MUSIK

Foto: Felix Bacher

Ausverkauft! „Es war für mich ein einmaliges Erlebnis, eine Überdosis Emotionen, Gänsehaut pur!“ – Max von Milland schwärmt auch Tage nach seinem restlos ausverkauften Konzert im Bozner Waltherhaus von den umgangssprachlichen Vibes, die sowohl vom Publikum als auch von der Band deutlich gespürt wurden. Zwei Stunden lang unterhielt der Brixner das Publikum mit mitreißenden Rhythmen und klassischem Mitsing-Stadionpop. Teresa Staffler und Emily Ferri spielten saubere Keyboards und unterstützten Max im Chorgesang, Robby Nogler sorgte am Schlagzeug für den richtigen Rhythmus, und Multiinstrumentalist Simon Gamper wechselte höchstprofessionell von einem Instrument zum nächsten – gerade so, wie es der jeweilige Song verlangte. Ein besonderes

Highlight war der Südtiroler Chor Choriosum unter der Leitung von Hannes Knollseisen, der die ersten drei und die letzten vier Lieder begleitete und mit der Band zu einem außergewöhnlichen Klangkörper verschmolz. Besonders emotional: Der Chor sang „Leg di her“ ganz allein und ohne Unterstützung der Band. Besondere Höhepunkte waren „Red mit mir“ oder „Brennende Herzen“, aber auch die energiegeladenen Hits wie „Hoi!“, „Tanz“ und „Ciao, Servus, Griass di & Baba“ ließen das Publikum nicht mehr auf den Stühlen sitzen – spätestens hier tanzte der ganze Saal. Das Konzert wurde von rocknet.bz mit Unterstützung der Stiftung Sparkasse und der Spezialbier-Brauerei Forst wv veranstaltet.

Foto: Jorin Flick

THEATER

Millands sieben Geißlein Mit viel Witz, Tanz und Gesang brachte das Theater Brilland unter der Regie von Lisi Kiebacher das Stück „Sieben Geißlein auffrisiert“ auf die Bühne des Jugendheims in Milland. In sieben gut besuchten Vorstellungen wurde das bekannte Grimm-Märchen „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“ schwungvoll und mit zahlreichen regionalen Anspielungen neu interpretiert. Das Publikum durfte sich über originelle Anspielungen wie das berühmte Kamutmehl der Pizzeria Trametsch, erfundene Gesangsvereine in Milland sowie ironische Kommentare zum Um-

kurz

notiert

gang mit Bär und Wolf freuen. Besonders die lebhaften Tanz- und Gesangseinlagen verliehen dem Stück eine mitreißende Dynamik. Ein Höhepunkt waren die Szenen im Einkaufsladen, in der die humorvoll-poetischen Dialoge für viele Lacher sorgten – insbesondere, als der Wolf Hilfsmittel für das Überlisten der sieben Geißlein brauchte. Für einen besonderen Moment sorgte das Traditional „Ei ei ei ei die Goaß is weg“, das als letzter Wunsch des Geißleins Schreck vor dessen tragischem Ende durch den Wolf gesungen wurde – eine Gesangeinlage, die

„Rückblicke“ heißt die vom Verein eu-art-network organisierte Gemeinschaftsausstellung internationaler Künstler und Künstlerinnen im Historischen Badhaus in Kulmbach in Bayern, an der auch Karolina Gacke teilnimmt und die bis zum 1. Juni zu sehen ist.

beim Publikum bestens ankam. Den überraschenden Abschluss bildete das Durchbrechen der vierten Wand: Nach kurzer Diskussion, in der die Schauspieler ihre Rollen verlassen hatten, entschieden sich die Figuren, den

Wolf nicht im Brunnen ertrinken zu lassen. Am Schluss gab es noch ein Loblied auf die Mutter Zieglinde („Mähm“) der sieben Geißlein. Ein versöhnliches Ende für ein kreatives und pointiertes jmf Theatererlebnis.

Bis 22. Juni zeigt Laurenz Stockner in seiner Ausstellung „Hyle“ aus Kupfer und Stahl geformte Gefäße im Bergfried von Schloss Tirol. Für seine fast schwebenden Schalen mehrfach ausgezeichnet, beschäftigte er sich zuletzt mit der Standhaftigkeit und Materialität zylindrischer Gefäße.

Seit Kurzem liefern die Website „2025.euregio.info“ und der Instagram-Account „euregio_museum_museo“ gebündelte und aktuelle Informationen zum Programm des unter dem Motto „Weiter sehen“ stattfindenden Euregio-Museumsjahrs, an dem sich auch Museen in und um Brixen beteiligen.


Brixner Nr. 423

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„Heilige Plätze“

Herr Lanz, am 18. Mai um 18 Uhr gibt es ein Orgelkonzert an einem ungewöhnlichen Ort, der Mariahilfkapelle in St. Andrä. Wie kam es dazu?

Seit einigen Jahren arbeiten wir gemeinsam mit den Tiroler Landesmuseen an einem Projekt, bei dem der Organist Peter Waldner auf verschiedenen historischen Orgeln in Südtirol bereits mehrere CDs eingespielt hat. Wichtig ist uns dabei aber auch, die Orgeln in unser Konzertprogramm einzubeziehen. Am 18. Mai um 18 Uhr spielt Peter Waldner in der Mariahilfkapelle in St. Andrä auf der historischen Köck-Orgel.

Was können Sie zu dieser Orgel und zum Programm sagen?

Die Orgel stammt aus dem Jahr 1699 und wurde vom Brixner Orgelbauer Franz Köck (1661–1719) gebaut. Peter Waldner wird Werke von Johann Pachelbel und Gregorio Strozzi spielen, also von zwei Komponisten, die zu der Zeit lebten, als die Orgel in der Mariahilfkapelle gebaut wurde. „Heilige Plätze“ heißt das Programm am 24. und 25. Mai im Brixner Dombezirk. Was verbirgt sich dahinter?

Beim Brixner Dombezirk dürfte es sich um einen bereits in vorchristlicher Zeit verehrten Kraftplatz handeln, an dem im ersten

nachchristlichen Jahrtausend die entsprechenden Sakralbauten errichtet wurden. Das Programm verweist auf diese Kraftquellen und „Heiligen Plätze“. Am 24. Mai musiziert im Kreuzgang und in der Johanneskapelle das Ensemble Spinario mit Werken von Rupert Hubert, und in der Liebfrauenkirche bringen Ausführende aus dem Gadertal Franz Complois „Maria tla Revelaziun“ für Sopran-Solo, Saxofon, Chor und Orgel zur Aufführung. Beim Gottesdienst am Sonntag singt der Domchor unter der Leitung von Andrea Tasser Robert Schumanns Missa Sacra für Solisten, Chor und Orgel. johanna.bampi@brixner.info

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Foto: Oskar Zingerle

JOSEF LANZ, künstlerischer Leiter von Musik Brixen, über zwei besondere Aufführungen im Mai in St. Andrä und im Brixner Dombezirk.


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38 › Kunst & Kultur

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MUSIK

In Gedenken an Pater Josafat Im April wäre Pater Josafat 100 Jahre alt geworden. In Brixen war er als bescheidener und empathischer, aber auch streitbarer Kapuzinermönch bekannt. Der in Regensburg diplomierte Kirchenmusiker gab Gitarren- und Geigenunterricht und gründete und leitete den Chor der Kapuzinerkirche. Einer, der Pater Josafat kannte und sehr schätzte, ist der Mediziner und leidenschaftliche Hobbymusiker Bruno Pasquazzo. So reifte im Jahr 2023 der Plan, eine Messe zum Andenken an den beliebten Kirchenmusiker zu komponieren. Im Herbst 2024 konnte mit den Proben begonnen werden; beim Sonntagsgottesdienst am 25. Mai um 9:30 Uhr wird ein Projektchor mit den Sängerinnen und Sängern des um weitere Stimmen verstärkten Kapuzinerchores unter der Leitung des Komponisten und mit seiner Frau Barbara Pasquazzo an der Orgel die „Orgelsolomesse in F zum Gedenken an den 100.

Geburtstag von Pater Josafat“ zur Uraufführung bringen. Die Messe beschreibt Bruno Pasquazzo selbst als „nicht ganz einfach“ und als „harmonische Komposition mit einem gewissen Anspruch.“ Da während der Messe selbstredend die liturgische Handlung im Vordergrund steht, entschied man sich für eine konzertante Aufführung als öffentliche Generalprobe im

Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 23. Mai mit Beginn um 20:30 Uhr. Neben der neuen Orgelsolomesse werden auch von Pater Josafat komponierte oder arrangierte Werke für Violine (Raffaela Zanella) und Orgel sowie für vierstimmigen Chor zu hören sein. Barbara Fuchs wird Ausschnitte aus den Lebenserinnerungen des job Kapuzinerpaters lesen.

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„Community-Dance-Camp“ – schon der Name der einwöchigen Tanzwerkstatt macht deutlich, was dem Kreativteam und insbesondere dem Leiter Ewald Kontschieder wichtig ist: die Gemeinschaft und der Tanz. Und so lädt das Tanzkollektiv Südtirol auch heuer wieder junge Menschen von neun bis 20

Jahren ins Heim des Herz-JesuInstituts in Mühlbach ein. Gemeinsam erarbeiten sie dort vom 19. bis 26. Juli ein Tanzstück zum Thema „Earth Song“ und bringen es sowohl in Mühlbach als auch beim Festival Tanz Bozen auf die Bühne. „Alle können tanzen“, ist Ewald Kontschieder überzeugt.

Vorkenntnisse sind also nicht notwendig, allenfalls „Freude an Bewegung und Offenheit, sich auf neue Erfahrungen einzulassen und gemeinsam mit anderen kreativ zu sein.“ Heuer kann die Community-Dance-Academy, das Jugendprojekt des Tanzkollektivs Südtirol, auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken. „Aus diesem Anlass“, so Kontschieder, „arbeiten wir dieses Mal mit der Jazzakademie Meran für die LiveMusik bei der Tanzwerkstatt und den Aufführungen zusammen.“ Beim Tanztraining und der Erarbeitung der Choreografie werden die jungen Menschen von Sabrina Fraternali, Anastasia Kostner, Iosu Lezameta, Martina Marini und Adriana Sellemond begleitet, die viel Erfahrung und Empathie mitbringen. „Tanzen ist wertvoll für die Entwicklung der Persönlichkeit“, sagt Kontschieder; das Community-Dance-Camp gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit dazu. Anmeldungen werden bis zum 1. Juni entgegengenommen: info@communitydance.it. job


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THEATER

mit allen Nuancen seiner Stimme und seiner ausdrucksstarken Gestik. Mal lief er durchs Publikum, mal sprang er voller Energie über die Bühne, rauchte nebenbei eine Zigarre oder haute mit aller Kraft auf die Becken des Schlagzeugs. Die Elektro-Rock-Klänge von Fritz Rainer und Hanns Clasen am Schlagzeug und der E-Gitarre trugen ebenso wie die Videoprojektionen und speziellen Lichteffekte dazu bei, die Dramaturgie der Balladen bis ins körperlich Spürbare zu steigern. Hochmair ravt die zeitlosen Themen wie Liebe, Freundschaft, Krieg und Frieden, Tod und Glück in einer Form, die jeglichen Staub von den klassischen Texten nimmt und die Literaturunterricht zum theatralischen Erlebnis der Extraklasse macht. Das Publikum honorierte die ungewohnte Vorstellung im Forum mit tosendem Applaus

und durfte den Schauspieler samt Band im Anschluss auch noch persönlich treffen. sd

Bild Andrea Widauer

Philipp Hochmair ist in der Theater- und Filmwelt seit Langem ein Begriff. Der österreichische Schauspieler interpretiert Klassiker aus Theater und Dichtung auf seine ganz eigene Weise, experimentell und avantgardistisch. Auch das Brixner Theaterpublikum erlebte in der Aufführung „Schiller Balladen Experiment“ einige der bekanntesten Gedichte von Schiller in einer für die meisten wohl noch nie gesehenen Form. Zusammen mit seiner Band „Die Elektrohand Gottes“ rockte Hochmair den „Ring des Polykrates“, den „Handschuh“, „Die Bürgschaft“ und den „Taucher“ wie auch den „Erlkönig“ von Goethe. Er rezitierte die hochdramatischen Balladen, deren Inhalte sich ohne weiteres als Drehbücher für spannende Filme eignen würden, mit seinem ganzen Körper,

Foto: Stephan Brückler

Die Schiller-Show

DAS TIROLER LANDESTHEATER KOMMT NACH BRIXEN Programm im Gepäck in der Dekadenz Zum zweiten Mal in Brixen Am Dienstag, 6. Mai 2025, ist Nach 2023 ist Brixen zum zweidas Tiroler Landestheater mit ten Mal Teil der «Tournee» und Intendantin Irene Girkinger zu die Dekadenz erstmals idealer Gast in der Dekadenz in Brixen Rahmen für die Programmund präsentiert allen theaterpräsentation der Spielzeit 25/26. interessierten Menschen den Intendantin Irene Girkinger Spielplan für die kommende und die Spartendirektor:innen Saison. präsentieren den Spielplan und Schon seit Beginn der geben spannende Einblicke in Intendanz von Irene Girkinger die neue Spielzeit. Im Anschluss geht das Tiroler Landestheater mit dem Format «Programm im bleibt Zeit für Fragen und Gespräche mit der Intendantin und Gepäck» auf Tournee. Die Idee dahinter ist, den Landestheater- ihrem Team. spielplan der jeweils kommenden PROGRAMM IM GEPÄCK Spielzeit theaterinteressierten Dienstag / 6.5.25 / 18.30 Uhr Menschen in ganz Tirol und In der Dekadenz den angrenzenden Regionen, Obere Schutzengelgasse 3A vor Ort und aus erster Hand I–39042 Brixen vorzustellen. Eintritt frei, ohne Anmeldung

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Deutsche Kultur


40 › Kunst & Kultur

THEATER

Woyzeck auf höchstem Niveau Das Theaterstück „Der Erbsenfresser“ unter der Leitung von Nathaly Ebner ist eine Adaption des Dramenfragments „Woyzeck“ des deutschen Dramatikers Georg Büchner und wurde an vier Terminen im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen aufgeführt. Die Darstellerinnen und Darsteller Christina Agreiter, Annalena Burger, Tazio Dalsass, Melanie Kemenater, Maren Liensberger, Martina Pernthaler, Alex Profanter und Julian Stuefer brachten die tragische Geschichte des einfachen Soldaten Franz Woyzeck mit hoher Intensität

auf die Bühne. Woyzeck wird von seinem Hauptmann und einem Arzt ausgebeutet und gerät durch Eifersucht und Wahn in einen psychischen Ausnahmezustand. Als er von der Affäre seiner Freundin Marie erfährt, treiben ihn innere Stimmen dazu, sie mit einem Messer im Wald zu töten. In seiner zerrütteten Welt aus Armut, Angst und zunehmender Eifersucht verliert er zusehends den Bezug zur Realität. Die Inszenierung überzeugte durch ein raffiniertes Bühnenbild, das mit hunderten Erbsen gestaltet war. Mit minimalen Requisiten wurden eindrucksvoll verschie-

dene tierische und menschliche Rollen dargestellt. Besonders hervorzuheben ist die musikalische Untermalung, die jede Szene atmosphärisch verstärkte. Das Publikum wurde regelrecht in die Gedankenwelt von Woyzeck hineingezogen; die Darstellung der verschiedenen Stimmen war

außergewöhnlich gut umgesetzt. Die Gefühlsregungen der Zuschauer schwankten zwischen Gelächter über die dargestellten Absurditäten und Betroffenheit über den inneren Schmerz von Woyzeck. Theater auf höchstem Niveau! jmf

Beispiel: Können Arnika-Globuli die Welt retten? Oder: Wie nachhaltig sind eigentlich Eier von freilaufenden Landtagsabgeordneten? Nach anfänglichen selbstverschuldeten Startschwierigkeiten begibt sich Lobis auf eine gefährliche Irrfahrt und gerät zwischen die Fronten. Auf der einen Seite lauert die globale Verwirrung im Zeitalter von Fake News und Desinformationsflut, und auf der anderen Seite stehen die genauso verwirrenden, wahrscheinlich altersbedingten Unzulänglichkeiten. Frühdemenz? Man weiß es nicht. Aber Wissen ist sowieso Zweifel, denn nur, wer alles glaubt, kann sich seiner

Sache wirklich sicher sein. Auf seinem Trip durch den Irrgarten des Lebens sucht Lukas Lobis nach einem Ausweg. Dabei trifft er auf seltsame Zeitgenossen und verstrickt sich in haarige Situationen. Am Ende holen ihn seine Tiroler Wurzeln ein – und eine überraschende Erkenntnis. Lukas Lobis tourt vom 13. bis 30. Mai durch ganz Südtirol; am Donnerstag, 15. Mai ist er im Forum Brixen zu Gast. Die Eintrittskarten kann man bequem online erwerben: www.mytix.bz wv

KABARETT

Lukas Lobis ist „verwirrt“

Unter der Regie von Robert Palfrader präsentiert der Brixner Kabarettist Lukas Lobis eine spannende satirische Reise durch

die Irrungen und Wirrungen des postfaktischen Zeitalters. Dabei geht es ganz nebenbei auch um existenzielle Fragen. Zum


Auf Tuchfühlung mit Krimis Schaurig, gruselig, spannend, nervenaufreibend, mysteriös, humorvoll, fesselnd – die Liste der Adjektive, mit denen man das Genre Kriminalroman beschreiben kann, ist lang. Und mindestens genauso facettenreich sind die Krimis mit oder ohne Südtirolbezug, die beim ersten Südtiroler Krimifestival am 26. April in Brixen nicht nur die Herzen von eingefleischten Krimifans höherschlagen lassen. Heidi Troi und Simone Dark hatten die Idee zum Festival und organisierten unter dem Dach des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen den Krimiabend mit zwölf Autorinnen und Autoren aus Südtirol, Deutschland und Österreich, die jeweils eine halbe Stunde lang aus einem ihrer Kriminalromane lesen: Benno Pamer, Moni Reinsch, Simone Dark, Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck,

Holger August, Heidi Troi, Drea Summer, Manfred Baumann, Lutz Kreutzer, Roland Hebesberger und Thorsten Schleif. Der Abend im Astra beginnt um 18 Uhr und endet mit einem „kriminellen Get Together“, bei dem die Autoren nochmals hautnah erlebt und durchaus in ein persönliches Gespräch verwickelt werden können. Um 20:30 Uhr kreieren die „Fünf Muskeltiere“ des TPZ nach den Eingaben des Publikums in ihrer Impro-Show ein ganz neues Kriminalstück. Tickets für Südtirols erstes Krimifestival gibt es auf der Website www.krimifestival.com; Einlass ist jede halbe Stunde. Wie viele Lesungen man besuchen möchte – oder anders gesagt: wieviel Nervenkitzel man aushält –, das muss jeder für sich entscheiden. Geplant ist ein Abend mit Open job End.

An der Villnößer Haltestelle nimmt das BBT-Projekt der Zulaufstrecke Franzenfeste–Waidbruck konkret Gestalt an: Hier wird zurzeit die Tunnelbohrmaschine (TBM) zusammengebaut, die sich in wenigen Monaten auf ihre anspruchsvolle Reise begeben wird. Läuft alles nach Plan, wird der Startschuss für den Vortrieb im Juni 2025 erfolgen. Die hochmoderne TBM ist mit beeindruckenden Spezifikationen ausgestattet, um diese große Herausforderung zu meistern: Mit einem Bohrkopfdurchmesser von 9,68 Metern und einer Leistung von 6.910 kW (9.395 PS) ist die Maschine bestens gerüstet, um sich durch das anspruchsvolle Gestein zu arbeiten. Der Bohrkopf wird mit einem Druck von bis zu 400 bar gegen das Gestein gepresst und erreicht Drehgeschwindigkeiten von maximal 4,5 Umdrehungen pro Minute. Dieser Druck, in Kombination mit der Drehbewegung, sorgt dafür, dass das Gestein effizient ausgebrochen wird. Der kalkulatorische maximale Vortrieb liegt bei rund 8 Zentimetern pro Minute. Auf ihrem Weg durchquert die TBM verschiedenste geologische Formationen, darunter Porphyroid, andesitische

Lava, Phyllit und Paragneis. Auch auf brüchige Materialzonen wird die TBM stoßen, für die spezielle Vorkehrungen getroffen wurden. Das ausgebrochene Material wird über ein leistungsfähiges Förderbandsystem direkt ab der TBM abtransportiert, um den kontinuierlichen Vortrieb sicherzustellen. Die 2.000 Tonnen schwere TBM wird in zwei Tunnelröhren insgesamt rund 16 Kilometer durchbohren. Die erste Tunnelröhre vom Prader-Areal nach Waidbruck umfasst eine Länge von 8.648 Metern, die zweite Röhre zurück Richtung Norden 7.485 Meter. Der Rest wird im Sprengvortrieb ausgeführt. Die Realisierung dieses BBTStreckenabschnitts markiert einen bedeutenden Schritt für die Infrastrukturentwicklung und die Entlastung des Eisacktales von Verkehr und Lärm.

Interessante Fakten zur BBT­Zulaufstrecke Franzensfeste–Waidbruck: Aktuell wird die TBM bei der Villnößer Haltestelle zusammengebaut. Läuft alles nach Zeitplan, erfolgt der Bohrstart Ende Mai/Anfang Juni 2025. Der Durchmesser des Bohrkopfes beträgt 9,68 Meter. Die TBM wird mit 6.910 kW (9.395 PS) angetrieben. Der Bohrkopf drückt sich mit 400 bar an das Gestein und dreht sich dabei max. 4,5-mal pro Minute. Durch den Anpressdruck und die Drehbewegung wird das Gestein ausgebrochen. Der kalkulatorische maximale Vortrieb liegt bei 8 Zentimetern in der Minute. Die TBM wird auf ihrer Reise auf Porphyroid, andesitische Lava, Phyllit, Paragneis und brüchiges Material treffen. Der Abtransport des Ausbruchmaterials erfolgt über ein Förderband direkt ab der TBM. Insgesamt wiegt die TBM ca. 2.000 Tonnen. Es werden zwei Tunnel gebohrt, die erste Röhre umfasst eine Länge von 8.648 Metern, die zweite 7.485 Meter.

www.bbtinfo.eu

PR-Info

LITERATUR

Brixner Nr. 423 ‹ 41 Startklar für den Tunnelvortrieb: Zusammenbau der Tunnel­ bohrmaschine an der Villnößer Haltestelle


42 › TIMER Mai 2025

BILDUNG MIT WEITBLICK Handyfotografie Tauchen Sie ein in Themen wie Licht, Bildkomposition und Bildbearbeitung am Handy. Sa., 24.5. und So., 25.5., jeweils 9–17 Uhr

Malen mit Aquarell Hier lernen Sie die Grundtechniken der Aquarelltechniken kennen oder Sie können schon vorhandenes Wissen durch neue Anregungen vertiefen. Sa., 14.6. bis So., 15.6., jeweils 9–17 Uhr

Philosophie als Lebenskunst – Denken, Staunen, Handeln Fähigkeiten wecken und Stärken erkennen Das Seminar ist eine Gelegenheit, um tiefer in dein eigenes Potenzial einzutauchen und ein klareres Verständnis für deine Fähigkeiten zu entwickeln. Mo., 5.5., 9–17 Uhr

Aktive Stressbewältigung durch „Minuten-Trainings“ Im Mittelpunkt des Seminars stehen kleine Tipps mit starker Wirkung für die aktive Stressbewältigung. Mo., 5.5., 9 –17 Uhr

Chancen.Gerechtigkeit für Frauen in Kirche und Gesellschaft Podiumsdiskussion mit Frauen in leitenden Positionen in Kirche und Gesellschaft. Mo., 5.5., 19:30–21:30 Uhr

Atem – Geschenk zur Lebendigkeit Mit Hilfe von einfachen Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen kommen wir dem Geschenk des Atems auf die Spur und schulen unsere Empfindungsfähigkeit für Leib und Seele. Fr., 9.5. und Sa., 10.5., jeweils 9–17 Uhr

ICH und DU – Neue Wege in der Liebe In diesem Seminar bekommen Paare die Möglichkeit, über ihre Liebesbeziehung und Partnerschaft, ihre Erwartungen, Stereotype, Vorbilder zu reflektieren und zu diskutieren. Sa, 17.5., 14:30–18:30 Uhr und So., 18.5., 9–17:30 Uhr

„Reset & Move“. Heilfasten mit Holistic Training Diese Art des Fastens ist ein tiefgreifendes Erlebnis, das deine Energie auflädt, dich mental stärkt, inspiriert und dich mit neuer Lebenskraft erfüllt. So, 18.5. bis Do., 22.5., 9–19 Uhr und Fr., 23.5. 9–12 Uhr

Dieses Seminar eröffnet neue Perspektiven und philosophische Zugänge, um das eigene Denken zu weiten und bewusstere Entscheidungen für das Leben zu treffen. Fr., 20.6., 15–21 Uhr und Sa., 21.6., 9–17 Uhr

Ikonen-Malkurs. Thema: Der Erzengel Michael Gemeinsam mit dem erfahrenen Ikonenmaler Roberto Zaniolo erlernen wir in diesem Kurs Schritt für Schritt das Ikonen-Malen. Der Kurs ist für Anfängerinnen und Anfänger gedacht, das Thema in diesem Jahr ist der Erzengel Michael. Mo., 21.7. bis Sa., 26.7., jeweils 9–17:30 Uhr und So., 27.7., 9–12:30 Uhr

Yogawoche: Auszeit 50+ Raus aus dem Alltag und ein paar Tage ganz für sich selbst genießen mit einer Yogapraxis, die maßgeschneidert die Probleme des Alters wie Knie-, Rücken- und Schulter-Schmerzen berücksichtigt. Mo., 11.8., ab 10 Uhr, Di., 12.8. bis Fr., 15.8., jeweils 7:30–21 Uhr und Sa., 16.8. bis 13:30 Uhr

Cusanus.Sommer – Trommel und Spaß Ein Sommer voller Klänge der Trommeln! Durch das Trommeln lernen Grundschulkinder, Gefühle und Stimmungen wahrzunehmen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Mo., 25.8. bis Fr., 29.8., jeweils 9–14 Uhr (Gleitzeit 8:30–9 Uhr)

Ausbildung zum/r Mentaltrainer/in. Diplom-Lehrgang Bei gleicher Ausbildung und gleichen Voraussetzungen führt der bessere Zugang zur mentalen Stärke zum Erfolg! Mentale Stärke ist daher nicht das Resultat, sondern die Voraussetzung für den Erfolg. Beginn: Fr., 3.10., achtteiliger Lehrgang

Geburtsvorbereitung kompakt Sich als Paar ein Wochenende Zeit nehmen für das Schwanger-Sein, Mutter-Werden, Vater-Werden, Familie werden. Sa., 24.5., 9–18 Uhr und So., 25.5., 9–17 Uhr

Cusanus-Akademie Seminarplatz 2 | I-39042 Brixen/Südtirol T +39 0472 832 204 | www.cusanus.bz.it


TIMER

TIMER Mai 2025

Klangpracht und geniale Meisterwerke MUSIK: Das Programm von „Musik & Kirche“ bietet im Mai und Juni Konzerte voller Vielfalt und Tiefe und macht die spirituelle Bedeutung von Musik erlebbar. Auch heuer spannt die Reihe „Musik & Kirche“ einen einzigartigen musikalischen Bogen durch das Jahr. Im Mai und Juni bietet sie herausragende Werke und neue Repertoire-Entdeckungen mit bewussten Raumbezügen. Musikalische Unikate in erlesenen Besetzungen

Foto: Konrad Eichbichler

Am 12. Mai stehen in der Kirche des Priesterseminars geistliche Werke des Barockkomponisten Leopold von Plawenn auf dem Programm – ein Glanzlicht Südtiroler Musikgeschichte. Die En-

sembles Voces Suaves und vita & anima bringen seine Motetten und eine Litanei zur Aufführung. Am 17. Mai erklingt im Dom die monumentale 53-stimmige Missa Salisburgensis von Heinrich Ignaz Franz Biber mit prachtvoller barocker Klangarchitektur in venezianischer Mehrchörigkeit. Das Ensemble Concerto Stella Matutina musiziert mit zwei Gesangschören, zwei Streicherchören, Flöten, Oboen, Zinken, Posaunen und zehn Trompeten. Fortgesetzt wird ein innovatives Orgelprojekt in Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen, bei

Mai 2025

Montag, 12. Mai, 20 Uhr Barocke Sakralmusik von Leopold von Plawenn Voces Suaves, vita & anima

Kirche des Priesterseminars, Brixen

Samstag, 17. Mai, 18 Uhr Heinrich Ignaz Franz Biber: Missa Salisburgensis Concerto Stella Matutina

Dom, Brixen

dem historische Orgeln in Südtirol präsentiert und dokumentiert werden. Am 18. Mai stellt Peter Waldner die Köck-Orgel der Mariahilfkapelle in St. Andrä vor.

Sonntag, 18. Mai, 18 Uhr Historische Orgeln in Südtirol (Eintritt frei)

„Heilige Plätze“

Sa., 24. und So., 25. Mai „Heilige Plätze“ (Eintritt frei)

Am 24. und 25. Mai wird der Blick auf die spirituelle Dimension der Sakralbauten im Dombezirk gelenkt – „Heilige Plätze“ als Kraftorte mit jahrtausendealter Geschichte. Es werden Kompositionen von Rupert Huber, Franz Comploi und Robert Schumann im Kreuzgang, in der Liebfrauenkirche, in der Johanneskapelle und beim abschließenden Gottesdienst im Dom aufgeführt. Dvořáks eindrucksvolles „Stabat Mater“ erleben wir am 4. Juni im Dom mit dem Haydn Orchester, dem Südtiroler Vokalensemble, dem Gürzenich Chor Köln und vier Südtiroler Solistinnen und Solisten. Das Werk gehört zu den ergreifendsten und erfolgreichsten geistlichen Werken der Musik überhaupt.

Peter Waldner

Mariahilfkapelle, St. Andrä

Rupert Huber, Franz Comploi, Domchor Brixen, Andrea Tasser

Dombezirk, Brixen

Mittwoch, 4. Juni, 20 Uhr Antonín Dvořák: Stabat Mater Südtiroler Vokalensemble, Gürzenich Chor Köln, Haydn Orchester

Dom, Brixen

Kartenvorverkauf: www.mytix.bz oder Tourismusbüro Brixen

Infos: Stiftung Musik Brixen, www.musikbrixen.it

37 ANSICHTSKARTEN Theatergruppe Raas

Man könnte meinen, Avery Sutton hätte einen Lauf. Nach einer achtjährigen Kulturreise quer durch die Kontinente hat der junge Amerikaner endlich seine große Liebe gefunden. Die Hochzeit steht bereits ins Haus, genau wie der Nachwuchs. Jetzt gilt es nur noch eine Hürde zu nehmen: die Familie. Freuen Sie sich auf eine schräge Familienkomödie von Michael McKeever – hinreißend skurril, urkomisch und doch sehr berührend. Regie: Ulrich Kofler Besetzung: Florian Barth, Margit Deltedesco, Petra Fink Taschler, Andreas Penn, Gaby Engl Liensberger, Roberta Volgger Deltedesco

‹ 43

9. Mai (Premiere) * Freitag, Saal der Grundschule, Raas Weitere Aufführungen: Montag, 12. Mai, 20 Uhr Mittwoch, 14. Mai, 20 Uhr Samstag, 17. Mai, 20 Uhr Sonntag, 18. Mai, 20 Uhr Dienstag, 20. Mai, 20 Uhr Eintritt: 12 Euro, Grund- und Mittelschüler 6 Euro

Reservierung: Online: einfach QR-Code scannen und Sitzplätze wählen WhatsApp: Name, Aufführungstag, Anzahl Telefonisch: Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr unter Tel. Nr. 339 276 38888


44 › TIMER Mai 2025 Freitag, 2. Mai Theater

Vortrag 20 Uhr

Liebe, Lügen, Landluft Heimatbühne Afers Grundschule, Afers

Samstag, 3. Mai Führung

10:30 Uhr

Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg Brixen

Konzert

Psychische Gesundheit und geschlechtsspezifische Unterschiede mit Dr. Sigrid Lun Stadtbibliothek, Brixen

Diverses

ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

20 Uhr

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Pfeffersberg Forum, Brixen

Theater

18:30 Uhr

20 Uhr

Donnerstag, 8. Mai Diverses 18–20:30 Uhr Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen

Buchvorstellung 19:30 Uhr

Freitag, 9. Mai Theater

Konzert 20 Uhr

Io.Co Show Dekadenz, Brixen

Theater

20 Uhr

37 Ansichtskarten Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Theater

20 Uhr

Liebe, Lügen, Landluft Heimatbühne Afers Grundschule, Afers

Samstag, 10. Mai Führung 10:30 Uhr

Liebe, Lügen, Landluft Heimatbühne Afers Grundschule, Afers

Total behindert? mit der Autorin Mareike Sölch Stadtbibliothek, Brixen

Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg Brixen

Montag, 5. Mai Kino

Musik

Apericena con la storia (dt., it.) Zwischenkriegszeit und Flucht von Nazi-Verbrechern durch Südtirol Theater Don Bosco, Brixen

20 Uhr

Filmclub: Marianengraben (dt. mit it. UT) Astra, Brixen

Dienstag, 6. Mai Führung Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

15 Uhr

Vorträge/Film

19:30 Uhr

Neustifter Singstund’ für alle, die gern singen Vereinssaal, Neustift

Konzert

20 Uhr

Jazz mit dem Wiener Trio Tree mit Georg Vogel, Andreas Waelti und Michael Prowaznik Dekadenz, Brixen

18 Uhr

Muttertagskonzert mit dem Vinzentiner Mädchen- und Knabenchor und mehreren Ensembles Vinzentinum, Brixen

Montag, 12. Mai Konzert

20 Uhr

Barocke Sakralmusik von Leopold von Plawenn mit dem Vokalensemble voces suaves und dem Instrumentalensemble vita & anima Kirche des Priesterseminars, Brixen

ab 16 Uhr

Sonntag, 11. Mai Konzert

17 Uhr

Muttertagskonzert mit dem JSO Matteo Goffriller Forum, Brixen

Theater

20 Uhr

37 Ansichtskarten Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

KULTURZENTRUM ASTRA Literarisches Speed-Dating

SOUND CONNECTION Il Centro Giovani Connection compie 40 anni e per celebrare questo importante anniversario ha organizzato una serie di eventi speciali. Tra questi, la rassegna SOUND CONNECTION, interamente dedicata alla musica, promette serate indimenticabili all’insegna del ritmo, del divertimento e della condivisione. Concerti, DJ set e performance live animeranno le serate, trasformando il Centro in uno spazio dove ballare, cantare, incontrarsi e brindare insieme. Una vera festa della musica, pensata per coinvolgere giovani e meno giovani, affezionati di lunga data e nuovi curiosi. Segnatevi le date e non mancate: la musica vi aspetta!

10 maggio, ore 20:30 * Sa., Mood Bloom 14 giugno, ore 20:30 * Sa., Tribulation Soundarmy 19 luglio, ore 20:30 * Sa., Peter Burchia CGC, Via Ponte Widmann, 4/A

Alice. Ein Musical für Groß und Klein Musicalclub Brixen Fr., 23. Mai, 19 Uhr

Foto: Patrick Faller

Il Centro Giovani Connection festeggia 40 anni con la rassegna musicale „SOUND CONNECTION“

* Mi., 21. Mai, 19 Uhr * Marianengraben Kino (Filmclub) Mo., 5. Mai, 20 Uhr

Alice. Ein Musical für Groß und Klein Musicalclub Brixen Sa., 24. Mai, 19 Uhr

DJ-Workshop mit Davide Piras (mit Voranmeldung) Do., 8. Mai, 20:30 Uhr

Alice. Ein Musical für Groß und Klein Musicalclub Brixen Mo., 26. Mai, 10 Uhr

Pub Quiz Mi., 14. Mai, 19 Uhr

liter.astra Literaturkreis Mi., 28. Mai, 19 Uhr

* * *

Hiebe statt Liebe Vortrag von Miriam Oberstaller Do., 19:30 Uhr

* * *

*

Jimi Henndreck Konzert und CD-Release Sa., 17. Mai, ab 21 Uhr

*

Infos: www.astrabx.com


TIMER Mai 2025 Kabarett 15 Uhr

20 Uhr

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Verwirrt mit Lukas Lobis Forum, Brixen

Diverses

Musik/Literatur

ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 14. Mai Vortrag

18 Uhr

Marcello Fera solo: Canti dal Silenzio ZeLT im Keller Dekadenz, Brixen

Freitag, 16. Mai Freilichttheater

Diverses

Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg Brixen

Hofburg und Dombezirk WIR BEDANKEN UNS BEI UNSEREN SPONSOREN Hofburg, RINGRAZIAMOBrixen I NOSTRI SPONSOR ROSSOCORSA BOLZANO

VA L ⁄ 19 V I Uhr

Konzert

24.–26. MAI / MAGGIO '24

2. RE

Muttertagskonzert mit dem Vinzentiner Mädchen- und Knabenchor und mehreren Ensembles Vinzentinum, Brixen HISTORISCHES REVIVAL ⁄⁄

15 Uhr

BRIXEN – ST. ANDRÄ

2° RE

IN ZUSAMMENARBEIT MIT IN COLLABORAZIONE CON

Missa Salisburgensis von H.I.F. Biber Dom, Brixen

⁄⁄

Donnerstag, 15. Mai Führung ORGANISATION ORGANIZZAZIONE

CLASSIC CAR 2

20 Uhr

37 Ansichtskarten Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

18 Uhr

AL ⁄

Theater

21 Uhr

Samstag, 17. Mai Führung 10:30 Uhr

Konzert

20 Uhr

Dienstag, 20. Mai Führung

ab 21 Uhr

15 Uhr

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Theater

37 Ansichtskarten Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Konzert

Inselhüpfen Herz-Jesu-Institut, Mühlbach

19 Uhr

20 Uhr

Theater 20 Uhr

Südtiroler Siedlungen: Condominium in mind von Wittfrida Mitterer Geschichtsverein Brixen Adrian-Egger-Saal im Alten Rathaus, Brixen

Pub-Quiz Astra, Brixen

Kleinkunst What the Franz? Dekadenz, Brixen

VIV

Dienstag, 13. Mai Führung

‹ 45

20 Uhr

37 Ansichtskarten Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Jimi Henndreck: Konzert und CD-Release Astra, Brixen

Sonntag, 18. Mai Konzert

18 Uhr

Historische Orgeln in Südtirol mit dem Organisten Peter Waldner Mariahilfkapelle, St. Andrä

Diverses

Theater

Spieletreff Vintlerhof, Milland

20 Uhr

37 Ansichtskarten Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Museum

Freilichttheater ganztägig

Internationaler Museumstag Sonderprogramm in vielen Südtiroler Museen (freier Eintritt) Pharmaziemuseum, Hofburg, Brixen

ab 20 Uhr

21 Uhr

Inselhüpfen Theaterverein Mühlbach Herz-Jesu-Institut, Mühlbach

Mittwoch, 21. Mai Literatur

19 Uhr

Literarisches Speed-Dating Astra, Brixen

RIEVOCAZIONE STORICA BRESSANONE – S. ANDREA

DANKE FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG GRAZIE PER IL VOSTRO SOSTEGNO

„EARTH SONG“

CLASSIC CAR Historisches Revival Brixen – St. Andrä

Freitag, 23. Mai 15–17 Uhr: Technische Abnahme und Ausgabe der Startnummern 17:30 Uhr: Ausstellung der Fahrzeuge auf dem Domplatz in Brixen Samstag, 24. Mai 10 Uhr: 1. Paradefahrt Milland – St. Andrä 11 Uhr: 2. Paradefahrt Milland – St. Andrä

und Samstag, 23. und 24. Mai * Freitag Brixen – St. Andrä

Tanztheater-Camp

Mach die Bühne zur Welt – und die Welt zu deinem Tanz! Beim Tanzprojekt „Earth Song“ wirst du Teil eines kreativen Abenteuers, das Musik, Bewegung und deine Ideen zu einer Vision für eine bessere Zukunft vereint. Zeig der Welt, was in dir steckt! Für 9- bis 19-Jährige. Mit Live-Musik in Zusammenarbeit mit Musikern der Meraner Jazzakademie. Mit Sabrina Fraternali, Anastasia Kostner, Iosu Lezameta Martina Marini, Adriana Sellemond u.a.

19. Juli bis Sa., 26. Juli * Sa., Herz-Jesu-Institut, Mühlbach Aufführungen: Mühlbach und Bozen, 26. Juli beim Tanzfest Einschreibegebühr: 380 Euro inkl. Unterbringung, Verpflegung (Reduzierung für Geschwister, Stipendien möglich); Anmeldung: bis 1. Juni Kontakt und Infos: Tel. 348 7933 930 oder 340 7681 273 Einschreibung: www.communitydance.it


46 › TIMER Mai 2025 Musical

Donnerstag, 22. Mai Führung

15 Uhr

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Konzert

20 Uhr

Jazz mit Hilde mit Julia Brüssel, Marie Daniels, Maria Trautmann, Emily Wittbrodt Dekadenz, Brixen

Freilichttheater

21 Uhr

Inselhüpfen Theaterverein Mühlbach Herz-Jesu-Institut, Mühlbach

Freitag, 23. Mai Literatur

18:30 Uhr

Literaturmenü mit Markus Fritz und Donatella Gigli Stadtbibliothek, Brixen

19 Uhr

Diverses

15–24 Uhr

Freilichttheater

21 Uhr

Alice. Ein Musical für Groß und Klein Musicalclub Brixen Astra, Brixen

Gaming tournament + silent disco Stadtbibliothek, Brixen

Vortrag

Heilige Plätze Kreuzgang, Liebfrauenkirche und Johanneskapelle, Brixen

Viel gut essen theater praesent Dekadenz, Brixen

Musical

Dienstag, 27. Mai Diverses ab 20 Uhr

Konzert

19:30 Uhr

3 Träume – eine Reise Anna Bacher Gruber liest aus ihrem Gedichtband, Gabi Winck erzählt von ihrem Radabenteuer in Ruanda, organisiert von Bildungsausschuss und Bibliothek Rathaus, Mühlbach

Konzert

20:30 Uhr

Orgelsolomesse in F zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Pater Josafat Lesung aus P. Josafats Lebenserinnerungen „Beim Schopf genommen“ Kapuzinerkirche, Brixen

Inselhüpfen Herz-Jesu-Institut, Mühlbach

17 Uhr

19 Uhr

Alice. Ein Musical für Groß und Klein Musicalclub Brixen Astra, Brixen

Theater Viel gut essen theater praesent Dekadenz, Brixen

20 Uhr

Sonntag, 25. Mai Theater

18 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Freilichttheater

21 Uhr

Inselhüpfen Theaterverein Mühlbach Herz-Jesu-Institut, Mühlbach

Mittwoch, 28. Mai Theater

20 Uhr

Inselhüpfen Herz-Jesu-Institut, Mühlbach

Es kann doch nur besser werden Theaterverein Praxenknecht Dekadenz, Brixen

Samstag, 24. Mai Diverses 10 u. 11 Uhr

Donnerstag, 29. Mai Führung

Classic Car Paradefahrten Milland – St. Andrä

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Freilichttheater

21 Uhr

15 Uhr

CGC Via Ponte CGC Via Pon Widmann, 4/A Widmann, 4/

CONNECTION QUEST MÄNNERCHOR NEUSTIFT*giochi da*giochi tavolo da tavolo Neustifter Historical

In occasione dei suoi 40 anni, il Centro Giovani Connection lancia una nuova rassegna pensata per chi ama immergersi in mondi fantastici, risolvere enigmi e condividere momenti epici: Connection Quest. APRILE Otto APRILE appuntamenti divisi in due percorsi: – 4 serate dedicate ai giochi da tavolo, per sfidarsi tra carte, pedine e strategie. – 4 sessioni di Dungeons and Dragons, dove vivere incredibili avventure di ruolo, tra magia, misteri e draghi da affrontare. Un’occasione unica per conoscere altri appassionati, imparare nuove regole o riscoprire il piacere del gioco in compagnia, il tutto guidato da esperti e master pronti a rendere ogni incontro speciale. MAGGIO Che MAGGIO tu sia un novizio o un veterano, Connection Quest è la tua chiamata all’avventura. Ti aspettiamo!

Der Männerchor Neustift präsentiert – in Zusammenarbeit mit dem Theaterverein Neustift und den Vereinen des Dorfes – das Neustifter Historical. Dieses Singspiel erzählt die Geschichte Neustifts von der Entstehung bis heute. Regie: Leo Ploner Drehbuch: Martin Ogriseg Musikalische Leitung: Benedikt Baldauf

*

29. Mai, 20 Uhr (Premiere) * Donnerstag, Haus Voitsberg, Vahrn Weitere Aufführungen: Samstag, 31. Mai, 20 Uhr Sonntag, 1. Juni, 20 Uhr Montag, 2 Juni, 17 Uhr

Il gioco prende vita al Centro Giovani Connection

Freitag, 6. Juni, 20 Uhr Samstag, 7. Juni, 20 Uhr Sonntag, 8. Juni, 20 Uhr

Kartenreservierung: ab 12. Mai: Tel. 347 587 3902 (Mo.–Fr. 16–19 Uhr) Freie Platzwahl. Einlass eine Stunde vor Beginn Eintritt: 25 Euro Erwachsene, 10 Euro Kinder bis 14 Jahre Info: info@maennerchor-neustift.it mit einem historisch kulinarischen Gruß aus der Küche

23 aprile - 23 agosto, ore 20 CGC, Via Ponte Widmann, 4/A

*giochi da tavolo

Connection Quest – giochi da tavolo Mer., 23 aprile, ore 20: Traditori segreti APRILE 14 maggio, ore 20: Economia e investimenti GIUGNO Mer., GIUGNO Mer., 18 giugno, ore 20: Leggiamoci il pensiero Mer., 23 luglio, ore 20: I nuovi grandi classici Connection – dungeons and dragons Ven., 30 maggio, ore 20: Il segreto della manticora MAGGIO Ven., 27 giugno, ore 20: La caccia al cervo dorato Ven., 18 luglio, ore 20: Nei profondi abissi LUGLIO LUGLIO Sa., 23 agosto, ore 20: Il signore dei vampiri

GIUGNO


TIMER Mai 2025

ZONTA VINTAGE BAZAR Taschen und Tücher Der Zonta Club Brixen organisiert am 9. und 10. Mai den Zonta Vintage Bazar. Der Erlös aus dem Verkauf kommt Bedürftigen aus dem Raum Brixen zugute.

9. Mai, 17–19 Uhr * Freitag, Samstag, 10. Mai, 10–13 Uhr Boutique Hotel Badhaus Passage Innenhof Adlerbrückengasse 5, Brixen

Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift – eine Auswahl für Mai 2025 Berufsbegleitende Lehrgänge Lehrgang: Kräuterpädagogik 2025/2026 Mo., 12.5.2025 bis Sa., 9.05.2026 (20 Tage) Lehrgang: Bewegungs- und Gesundheitstrainerin und -trainer für Kinder Di., 23.5.2025 bis Fr., 13.3.2026 (19 Tage)

Wein & Köstlichkeiten Prickelnder Muttertag – Sekt & Rosé Mi., 14.5., 18:30–21:30 Uhr Frühlingshafte Cocktails aus Südtiroler Zutaten Fr., 22.5., 18:30–21:30 Uhr

Kunst & Kreativität

JUGENDSINFONIEORCHESTER MATTEO GOFFRILLER Muttertagskonzert

Das Konzert ist mit einigen Juwelen aus dem beliebten Repertoire des Sinfonieorchesters geschmückt. Perfekt und passend als Hommage an alle Mütter. Auf dem Programm stehen Werke von Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber, Aram Khachaturian, Dmitri Shostakovich, Edward Elgar und Leroy Anderson. Künstlerische Leitung: Stephen Alexander Lloyd Solistin: Julia Frenademez, Fagott

11. Mai, 17 Uhr * Sonntag, Forum Brixen Reservierung bis 9.5.: Büro Brixen Tourismus, Tel. 0472 27 52 52 Ticketverkauf am 11.5. ab 16 Uhr: Abendkasse im Forum Eintritt: 15 Euro Erwachsene, 5 Euro ermäßigt (Kinder 5–14 Jahre), 13 Euro Senioren, Kinder unter 5 Jahren frei

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Deine Karikaturbiene – Zeichenworkshop mit Jochen Gasser Sa., 10.5., 9:30–17 Uhr Grundlagen Illustration Fr., 16.5. bis Sa., 17.5., 9:30–17 Uhr

Natur & Umwelt Die Kunst des Parfumkreierens – Naturparfum selbst herstellen Fr., 23.5., 9:30–14 Uhr Shampoo- und Duschbars selber herstellen Fr., 23.5., 14:30–20 Uhr

Gesundheit & Wohlbefinden Grundlagen des Beckenbodentrainings Mo., 12.5. bis Di., 13.5., 9–17 Uhr Gehörtraining: Besser hören und Tinnitus sanft lindern Do., 15.5. bis Sa., 17.5.

Basisseminar: Klangschalenmassage Do., 22.5., 9–18 Uhr Wir erwarten ein Baby! Vorbereitungskurs auf Geburt und Elternschaft Sa., 24.5. 9–18 Uhr Sa., 28.6., 9–18 Uhr

Beruf- & Arbeitswelt Special Event - 20 Jahre Master-Lehrgang. Unternehmenskultur im Wandel. 20 Jahre Wirtschafts- und Unternehmensentwicklung Fr., 8.5., ab 16.30 Uhr (kostenlos) Körpersprache spricht zuerst. Gestik, Mimik und Körper in der Rhetorik Di., 13.5., 9–17 Uhr Für Führungskräfte: Erste Hilfe für die Seele Di., 13.5., 14–18 Uhr Rhetorik für Frauen. Im Beruf und Alltag überzeugen Fr., 16.5. bis Sa., 17.5., 9–17 Uhr Finanzbuchhaltung für Anfängerinnen und Anfänger Mo., 19.05. bis Mi., 21.5., 9–17 Uhr

Arbeitssicherheit Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten Livello 1 & Livello 2 Mi., 14.5., 8–17 Uhr Sicherheitskrus für Bedienerinnen und Bediener von Motorsägen Mi., 21.5., 8–17 Uhr

Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it


48 › TIMER Mai 2025 Musiktheater

20 Uhr

Neustifter Historical mit dem Männerchor und dem Theaterverein Neustift Haus Voitsberg, Vahrn

Freitag, 31. Mai Führung

21 Uhr

Hexen, Henker und Halunken kostenlose Erlebnisführung Treffpunkt Tourismusbüro, Brixen

Samstag, 31. Mai Lesungen/Führungen ab 9 Uhr Kostenlose Erlebnisführungen und Lesungen mit Schauspielerinnen und Schauspielern Stadtbibliothek, Brixen Treffpunkt Führungen: Tourismusbüro, Brixen

Festival

15–24 Uhr

Zugluft Jakob-Steiner-Haus, Milland

Musiktheater

20 Uhr

Neustifter Historical mit dem Männerchor und dem Theaterverein Neustift Haus Voitsberg, Vahrn

Ausstellungen StadtGalerie bis 31. Mai Imaginarium. Die neue Fotografie im digitalen Zeitalter und dem der künstlichen Intelligenz mit Arbeiten von Matteo Pizzolante, Alessandro Calabrese, Luca Baioni Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr Hofburg Brixen bis 29. Juni Berty Skuber. Anthology bis 31. August 1525–2025. Einbruch – Umbruch – Aufbruch täglich 10–17 Uhr Neue Kunst Galerie Kloster Neustift bis 3. Mai Peter Burchia bis 4. Oktober Markus Gasser (im Innenhof) 17. Mai bis 21. Juni Walter Dalfovo Eröffnung: Fr., 16. Mai, 17:30 Uhr Mo.–Sa. 10–17 Uhr

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Staudenparadies, Brixen bis 25. Oktober SculpGarden ’25 Kunstkreis St. Erhard Mo.–Fr. 9–12 Uhr und 15–18 Uhr, Sa. 9–12 Uhr Kloster Neustift 10. Mai bis 31. Oktober Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525 Mo.–Sa. 10–17 Uhr Eröffnung: Fr., 9. Mai, 17 Uhr Galerie 90, Mühlbach bis 31. Mai LOVE YOU? … YES! bis 31. Oktober Peter Fellin. „Objekte“ im Wolkensteinerkeller Mi.–Sa. 17–19 Uhr Festung Franzensfeste bis 9. November Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum Di.–So. 10–16 Uhr

Märkte Bauernmarkt mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn Samstag, 3. Mai, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn Benefiz Zonta Vintage Bazar Freitag, 9. Mai, 17–19 Uhr Samstag, 10. Mai, 10–13 Uhr Passage Hotel Badhaus, Brixen Eventmarkt SELBERGMOCHT Samstag, 24. Mai, 9–16:30 Uhr Domplatz, Brixen

SOMMERWOCHEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Bunt, kreativ und voller Sommerfreude – unser abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche Wissenschaftliche Illustration Kunst und Natur für Jugendliche (12–15 J.) Mo., 7.7. bis Fr., 11.7, jeweils von 8:30 – 12:30 Uhr Wir tanzen uns die Welt, wie sie uns gefällt! Tanzspaß für Kinder (9–11 J.) Mo., 28.7. bis Fr., 1.8., jeweils von 8 – 14 Uhr Neustifter Orgelwoche Mo., 28.7. bis Fr., 1.8., mit oder ohne Übernachtung im Schülerheim

Neustifter Musikwoche Singen und Musizieren für Kinder und Jugendliche (9–18 J.) Sa., 2.8. bis So., 10.8., mit Übernachtung im Schülerheim Hüttenabenteuer für Jugendliche (12–15 J.) Mi., 13.8. bis Sa., 16.8., mit Übernachtung in Zans, Villnöß Schritt für Schritt zum eigenen Comic Kreative Sommerwoche für Kinder und Jugendliche (11–14 J.) Mo., 18.8. bis Fr., 22.8., jeweils von 9 – 16:30 Uhr Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it


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50 › Freizeit & Sport

Badminton 2.0 SPORT: Die Sektion Badminton des SSV Brixen führte in den letzten Jahren ein eher ruhiges Dasein – nun ist das sportliche Revival angesagt.


Brixner Nr. 423 t SCHNELLIGKEIT GEFRAGT: Badminton gilt als die schnellste Sportart der Welt

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dies wird der weltweit verbreiteten Sportart nicht gerecht. Geht es beim Freizeitspiel Federball darum, möglichst viele Ballwechsel ohne Spielfeld und Netz zu erreichen, ist Badminton ein Wettkampfsport mit festen Regeln – auf einem genau definierten Spielfeld mit Netz. Im Einzel mit zwei Spielern oder im Doppel zu viert sind schnelle Reflexe, Kondition und taktisches Geschick ebenso gefragt wie Konzentrationsfähigkeit und eine gewisse Schnelligkeit. Gespielt wird heute vor allem in Hallen; in den Anfangszeiten des Badmintonsports wurde man in England auf der Suche nach geeigneten Orten schon mal in Kirchen fündig, in denen die Raumhöhe dem Federball freien Flug erlaubte und die Zuschauer dem Geschehen sogar auf Sitzplätzen folgen konnten. Badminton gilt als die schnellste Sportart der Welt: Im Normalfall erreicht der Ball eine Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern; der Weltrekord liegt bei knapp 500 Kilometern pro Stunde. Seit 1996 gehört Badminton zudem offiziell zu den olympischen Bewerben.

„ B adminton eignet sich für alle Altersklassen, als Freizeit- oder als Wettkampfsport“ _ Uwe Sima, Badmintonspieler

Fotos: Oskar Zingerle

Neue Gesichter, neue Ideen

Es ist wohl einige Jahrzehnte her, dass die Brixner Badmintonmannschaft auch auf nationaler Ebene mitmischte. Wie andere Südtiroler Hochburgen dieser Sportart erlebte man damals auch in Brixen eine sehr aktive Zeit und im Laufe der Jahre dann leider einen Rückgang des Interesses, der Mitgliederzahlen, der Erfolge. Ein Auf und Ab, mit dem viele Disziplinen leben müssen, bestimmt von externen Faktoren wie Trends und Bevölkerungsentwicklungen, aber auch von internen Bedingungen. Nach dieser ruhigen Epoche, in der immer wieder einige jugendliche Athleten gute nationale Ergebnisse erzielten, im Turnierbereich der Erwachsenen hingegen relativ wenig los war, ist in der Badminton-Sektion des SSV Brixen mit ihren 60 Mitgliedern in der diesjährigen Saison nun jedoch viel Aufbruchstimmung spürbar. Badminton versus Federball Zunächst zur Sportart: Im alltäglichen Sprachjargon wird Badminton manchmal mit Federball gleichgesetzt, doch

Zurück nach Brixen: Bereits vor einem Jahr, im Frühjahr 2024, erkannten einige Mitglieder die Notwendigkeit, im Erwachsenenbereich neue Akzente zu setzen. Mit den Vorstandswahlen im letzten Herbst wurde das Führungsgremium der Badminton-Sektion zum Teil neu strukturiert, die Zuständigkeiten wurden intern neu verteilt. Mit neuen Gesichtern kamen aber auch frische Ideen und zusätzlicher Schwung in die Gruppe. Derzeit sind vier Trainerinnen und Trainer am Werk: drei im Kinder- und Jugendbereich und dem Parasport, einer ist für die Erwachsenen zuständig. Die Spielerinnen und Spieler im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren treffen sich ein- bis zweimal wöchentlich zum gemeinsamen Training und bestreiten vorwiegend VSS-Turniere. Die Sektionsleitung ist sehr froh, dass viele Eltern die sportlichen Aktivitäten ihrer Söhne und Töchter tatkräftig unterstützen und zu Wettkämpfen mitfahren: „Ohne die Unterstützung und das Interesse der Eltern ist es für jüngere Kinder schwierig, über längere Zeit am Ball zu bleiben“, so Trainerin Simone Schenk, „aber auch für den Verein selbst ist die Mitarbeit der Familien unverzichtbar.“ Neueinsteiger willkommen In der Sportgruppe finden sich Jugendliche ab 12 Jahren; sie bleiben dem Badminton meist bis zum Ende ihrer Oberschullaufbahn treu und trainieren ebenfalls zweimal wöchentlich. Wettkampfmäßig sind sie in und außerhalb der Provinz auf nationaler Ebene unterwegs. Auch in dieser Altersklasse wollen die Vereinsverantwortlichen neue Anreize schaffen, zusätzliche Aktive gewinnen und die bisherigen Spieler möglichst lange im Verein behalten. „Ein Kommen und Gehen ist in einem bestimmten Alter in allen Sportarten gang und gäbe“, so Schenk, „doch wenn ehemalige Spieler als Erwachsene wieder zu uns finden, ist dies für uns von großem Wert.“


52 › Freizeit & Sport

Um mehr Kinder für diese Sportart zu begeistern, will man Badminton vermehrt in Grund- und Mittelschulen vorstellen und Interessierte zum Probetraining einladen. Social-Media-Aktionen und klassisches Werbematerial wie Flyer sollen dabei zum Einsatz kommen. Die Eintrittsbarrieren sind niedrig; es braucht zum Starten wenig Material, die Kostenbeiträge sind gering. Den Mitgliedern werden auf Wunsch Schläger zur Verfügung gestellt; einfache Hallenturnschuhe wie für den Turnunterricht reichen aus. Auch in puncto Bekleidung gibt es für die Badmintonspieler keine besonderen Must-haves, und die grundlegenden technischen Fähigkeiten sind normalerweise relativ rasch erlernt, ob man nun sechs oder 60 Jahre alt ist.

p Zweimal pro Woche wird in der Coni-Halle Badminton gespielt

Freizeitsportler mit Ambitionen Der erst vor Kurzem ernannte Sektionsleiter Martin Saboth kümmert sich seit letztem Herbst gemeinsam mit Uwe Sima, selbst begeisterter Spieler und Sportler in verschiedenen Disziplinen, vermehrt um den Erwachsenenbereich. „Wir haben gemerkt, dass die Bedürfnisse und Ambitionen in unserer Freizeitgruppe sehr unterschiedlich waren und wollten diesem Umstand gerecht werden“, so Saboth, „daher bieten wir zweimal pro Woche nun ein betreutes Training an, bei dem die technischen und taktischen Fähigkeiten verbessert werden. Im Anschluss daran wird gespielt, wobei der Trainer wiederum korrigiert oder auch mitspielt.“

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Brixner Nr. 423

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Die Strategie hat sich bislang als erfolgreich erwiesen, das Interesse am Badminton bei den Erwachsenen ist gestiegen. Einige der Neuzugänge stammen aus Indien und Pakistan – Länder, in denen Badminton zu den Nationalsportarten zählt. Diese neuen Mitglieder bringen teilweise ein hohes sportliches Niveau mit. „Einige unserer Erwachsenen möchten einfach nur freizeitmäßig spielen, andere nehmen gern auch an Wettkämpfen teil“, erzählt Sima. In diesem Sinne hat ein Teil der Erwachsenen in der laufenden Saison in Marling, Bozen und Klausen erstmals Wettkampfluft geschnuppert und war gemeinsam mit den Jugendlichen bei einem Turnier in Chiari. Mit dem Badmintonverein Klausen traf man sich zu einer internen Challenge. Offene Türen Damit dienstags und donnerstags am Nachmittag wie am Abend in der Coni-Halle möglichst viele Federbälle durch die Luft zischen, möchte das Team rund um den neuen Vorstand verstärkt auf die Angebote seiner Sportart aufmerksam machen. „Unser Sport ist niederschwellig, er kann freizeit- wie wettkampfmäßig in allen Altersklassen betrieben werden, kostet in der Ausrüstung und in der Ausübung nicht viel und führt Menschen zusammen, die sich gern gemeinsam bewegen“, so Saboth. Er und seine Mitarbeiter möchten darüber hinaus das sportliche Leben in Brixen mit einigen Badmintonturnieren bereichern und sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht besser aufstellen. Die Einladung zum Hineinschnuppern in die Brixner Badmintonwelt richtet sich an Jung und Alt, an jene, die vor langer Zeit an lauen Sommerabenden Federball gespielt haben ebenso wie an Kinder und Jugendliche, die sich im breiten Sportangebot der Stadt noch keiner Disziplin verschrieben haben.

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54 › Freizeit & Sport

LEICHTATHLETIK

Brixia Next Gen Über 40 Jahre lang führte das sogenannte Brixia Meeting junge Leichtathleten und Leichtathletinnen aus ganz Europa nach Brixen, wo die Besten ihrer Teams in den einzelnen Disziplinen starteten. Dieses hochkarätige U18-Meeting organisierte bis 2024 die Leichtathletiksektion des SSV Brixen. Nun übernimmt die SG Eisacktal in Zusammenarbeit mit dem Landeskomitee Südtirol des Nationalen Leichtathletikverbandes das Zepter. Dass die Sportveranstaltung Brixen erhalten bleibt, wird von Vertretern der Sportwelt wie der lokalen und der Landespolitik begrüßt. Für den SG-Coach Franco Cubich, der mittlerweile die höchste Ausbildungsstufe als Trainer erklommen hat, bedeutet dies eine neue Herausforderung als „Organizzatore tecnico“. Rund 600

Sportlerinnen und Sportler samt Trainer- und Begleitmannschaft werden am 25. Mai in der Sportzone Süd erwartet; 16 Teams aus vier Nationen sicherten sich ihre Teilnahme bereits Anfang April. Neben zehn italienischen Regionen und einer Vertretung der Nationalmannschaft werden Leichtathleten aus Bayern, dem Tessin und Slowenien am Start sein. Die Schiedsrichter für dieses europaweit bedeutendste U18-Turnier werden von der Lombardei gestellt. Karl Hinterlechner, Präsident des gastgebenden Vereins SG Eisacktal Raiffeisen, arbeitet seit Monaten mit seinem Team am sd bunten Rahmenprogramm.

BRIXEN

Sportlich mit Abzeichen 2024 bewiesen 18 Kinder und sechs Erwachsene, dass sie den vom Deutschen Sportabzeichen gestellten Herausforderungen in puncto Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination gewachsen sind. Im Laufe des Jahres musste ein vorgegebenes Leistungsniveau in verschiedenen Sportarten erreicht werden, um mit Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet zu werden. Im Fokus stehen beim Deutschen Sportabzeichen keineswegs sportliche Glanzleistungen, sondern Vielseitigkeit und regelmäßige Aktivität. Zur Auswahl stehen je nach Kategorie Aktivitäten wie

kurz

notiert

Schwimmen, Laufen, Radfahren und viele Bereiche der Leichtathletik. Erich Barth organisierte lange Zeit die Abnahmen und erhielt erst vor Kurzem selbst seine 55. Auszeichnung in Gold aus den Händen von SG-Eisacktal-Präsident Karl Hinterlechner, dessen Verein vor einigen Jahren die Organisation übernommen hatte und dabei auf die tatkräftige Unterstützung von Alexander Ebner zählen durfte und darf. Sportabzeichen-Anwärter müssen kein vorgegebenes Training absolvieren; sie sollen vielmehr dazu motiviert werden, sich regelmäßig und vielseitig zu

bewegen. Die SG Eisacktal bietet für die „Prüfungen“ verschiedene Termine an oder vereinbart diese ganz individuell mit den Interessierten, für die es ansonsten keine Zugangsbedingungen und

auch nur sehr geringe Kosten gibt. Seit 55 Jahren stellen sich jüngere und ältere Aktive in Brixen der sportlichen Herausforderung des Deutschen Sportabzeichens. sd

Violetta Vegni und Giada Babbo vom SSV Brixen Südtirol Handball kämpften kürzlich als Teil der italienischen Handball-Nationalmannschaft um die WM-Teilnahme, hatten aber gegen Gegner Rumänien keine Chance. Die Qualifikationsspiele endeten 18:31 in Chieti sowie 30:21 in Bistrita.

Erfolgreicher Auftritt für Karate Mühlbach bei den Südgames in Ulm: Alle fünf Athleten standen auf dem Podest, Lorenz Mantinger holte Silber, die anderen Bronze. Das internationale Turnier im anspruchsvollen Round-Robin-Modus forderte Fitness und Taktik. Trainer Pezzei zeigte sich stolz auf die Leistungen seines Teams.

In Brixen fand kürzlich das Finale des größten „Siedler von Catan“-Turniers Südtirols statt, organisiert vom Spieleverein Dinx: Die besten 16 Spieler aus den Vorrunden traten dort gegeneinander an. Zuvor hatten über 100 Teilnehmer in vier Vorrunden um den Einzug ins Finale gespielt.


Brixner Nr. 423

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„Neue Impulse einbringen“ SAMUEL VILEI, der neue Ortsstellenleiter der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung (C.N.S.A.S.) in Brixen, über den Generationenwechsel, Kontinuität und Herausforderungen. Herr Vilei, was veranlasste Sie dazu, die Ortsstelle Brixen zu übernehmen?

Seit vielen Jahren verbinde ich mein Leben mit der Bergrettung. Die dort gelebte Kameradschaft und das umfassende Fachwissen, das mir nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im zwischenmenschlichen Miteinander vermittelt wurde, haben mich nachhaltig geprägt. Aktiv Verantwortung zu übernehmen ist mir wichtig. Ich möchte die Tradition festigen, den Zusammenhalt stärken und neue Impulse einbringen, um die bewährten Werte mit frischem Engagement zu verbinden.

Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer neuen Amtszeit?

Mit dem Generationenwechsel eröffnen sich neue Perspektiven. Der Erfahrungsschatz der langjährigen Mitglieder soll erhalten bleiben; zugleich will ich modernen Ideen Raum geben. Der intensive Austausch und die enge Kooperation mit anderen Rettungsorganisationen wie dem BRD, der Flugrettung oder dem Weißen Kreuz stehen dabei im Fokus. Gemeinsame Trainings und abgestimmte Einsätze sichern unsere schnelle Einsatzbereitschaft. Außerdem möchte ich die Begeisterung für unseren Dienst an die junge Generation weitergeben.

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an Konzerttagen von 10 - 14Uhr Tel.: 3792075025

Eintrittspreis: Erwachsene 22€ - Kinder (7-14 Jahre) 10€

Wie gestaltet sich der Alltag in der Berg- und Höhlenrettung?

Unser Einsatzspektrum ist breit gefächert: Ob klassische Such- und Bergungsaktionen im alpinen Gelände, Hilfeleistungen bei Freizeitunfällen oder technische Einsätze an exponierten Standorten – kein Tag gleicht dem anderen. Während im Sommer vor allem Wanderer und Mountainbiker auf unsere Unterstützung zählen, stehen im Winter Skitouren und Lawinenabgänge im Vordergrund. Daneben sind regelmäßige Übungen, technische Schulungen und die sorgfältige Wartung unserer Ausrüstung essenziell. mats.helmersson@brixner.info

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Unsere Steuernummer 81 03 3 6 6 021 8 Wir von der Sektion Brixen im AVS mit unseren Ortsstellen Feldthurns, Lüsen, Mittewald, Mühlbach, Terenten, Vahrn und Vintl setzen uns für den Erhalt der Naturlandschaft ein, kümmern uns um die Instandhaltung des Wanderwegenetzes im Gebiet und legen großen Wert auf die Jugendarbeit.

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56 › Wirtschaft & Umwelt

Olympia-Zug ist abgefahren MOBILITÄT: Wer in den letzten Wochen und Monaten zwischen Mühlbach und Vahrn unterwegs war, hat die gewaltigen baulichen Eingriffe, die vor allem im Bereich Raststätte Lanz bis Ladestatt vorgenommen werden, zweifelsohne nicht übersehen. Die Riggertalschleife wird gebaut, und zwar mit Hochdruck – auch wenn inzwischen längst feststeht: Zu den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 wird das Bahnprojekt nicht wie ursprünglich geplant fertiggestellt sein.


Brixner Nr. 423

Just an dem Tag, an dem wir uns ein Bild über den aktuellen Fortschritt der Arbeiten zum Bau der Riggertalschleife machen, steht die gesamte Pustertaler Bahnlinie von Franzensfeste bis Innichen erstmals komplett still. Zwischen Franzensfeste und Bruneck ist das bereits seit Dezember so, und auch im Vinschgau ist die Bahnlinie zwischen Laas und Mals derzeit gesperrt, ab Herbst bis Frühjahr 2026 dann die gesamte Strecke Meran-Mals. Will heißen: Die Absicht der Landesregierung, der Schiene für den Personennahverkehr mehr Bedeutung zuteil werden zu lassen, ist nicht mehr zu übersehen. Es wird gerade massiv investiert und ausgebaut – ganz zu schweigen vom Bau des Brenner Basistunnels, dem europäischen Bahnprojekt schlechthin, von dem vor allem Südtirol und noch mehr das Eisacktal profitieren werden, wie es von politischer Seite prophezeit wird. Landesrat Daniel Alfreider, der sich sowohl als Parlamentarier in Rom wie auch als Mitglied der Landesregierung entscheidend für den Bau der Riggertalschleife eingesetzt hat, begründet die strategischen Anstrengungen in Richtung Schiene treffend: „Vor 150 Jahren haben wir die Eisenbahn gebaut, weil es keine Autos gab. Heute müssen wir wieder in die Eisenbahn investieren, und zwar, weil es zu viele Autos gibt.“ Bei der Riggertalschleife handelt es sich um einen knapp vier Kilometer langen Bahnabschnitt, der an der Abzweigung in Vahrn – etwa auf Höhe der Autobahnüberführung beim Filippi – beginnt. Wenige hundert Meter unterhalb der Autobahneinfahrt taucht die Bahnlinie in

p DAS GROSSE GRABEN: Auf der knapp vier Kilometer langen Trasse der Riggertalschleife herrscht emsiges Treiben; LKWs, Bagger und Arbeiter sind überall im Einsatz

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den Untergrund ab, um direkt am Riggertal wieder ans Tageslicht zu kommen und dort parallel zur Landesstraße SS 49 bis zum Schabmer Ortsteil Raut zu führen. Beim ehemaligen Bahnwärterhäuschen in Schabs – es ist inzwischen dem Erdboden gleichgemacht worden – vereint sich die geplante Riggertaltrasse wieder mit der bestehenden, von Franzensfeste kommenden Linie, um rund 300 Meter weiter durch den zukünftigen Bahnhof von Schabs zu führen. Mit nur geringfügigen Trassenänderungen geht es weiter bis zur Raststätte Lanz, wo ein zweites Gleis für eine Ausweichstelle entstehen wird, damit sich Züge dort kreuzen können, was für die Erhöhung der Streckenkapazität absolut notwendig sein wird. Straßenrückbau und Verkehrsberuhigung in Schabs Genau dort starten wir unsere Tour – etwas südlich des Putzerhofes, in dessen Bereich derzeit riesige Mengen an Erdreich abgelagert worden sind. Es handelt sich dabei um Zwischenlagerungen von Erdmassen, die im Bereich Raut für den Bau des Tunnels ausgehoben worden sind. Nach Fertigstellung wird von diesem Material nichts mehr hier sein, sondern es wird wiederum im Bereich Raut verwendet, wo der besagte Aushub wieder aufgefüllt und das Gelände neu modelliert werden wird. Die Gemeindeverwaltung von Natz-Schabs versucht derzeit, hier noch Optimierungswünsche einzubringen, denn der Verkehr


58 › Wirtschaft & Umwelt Schabs bekommt einen Bahnhof

vom Pustertal soll künftig nicht mehr über die Schabser Höhe nach Brixen gelangen, sondern über Ladestatt. Die heutigen Rampen beim Sonneck und Peintnerhof sollen entsprechend rückgebaut werden. Das wiederum eröffnet die Chance, die heute getrennten Ortsteile Schabs und Raut zusammenwachsen zu lassen, was man jetzt mit den besagten Wünschen zur Geländemodellierung frühzeitig begünstigen möchte. Doch zurück in den Norden der Baustelle: Dort fällt auf, dass die Bahntrasse im Bereich der Raststätte Lanz auf einer Höhe von etwa zwei Metern mit Erdreich aufgeschüttet worden ist – eine ebenfalls vorübergehende Maßnahme, damit die großen Baumaschinen den Bereich befahren können, die derzeit das Gelände bergseitig stabilisieren. Es ist nämlich genau jener Bereich, in dem die erwähnte Ausweichstelle entsteht. Das heißt, dass die Trasse dort entsprechend verbreitert werden muss. Direkt neben der Landesstraße wird auf Schienenniveau ein Bauwerk entstehen, in dem die gesamte Technik für den neuen Abschnitt der Riggertalschleife untergebracht sein wird. Wie das gesamte Südtiroler Bahnnetz, wird auch die Pustertaler Linie mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Das erklärt übrigens die häufig gestellte Frage, warum die Bahnstrecke ab Mühlbach ins Pustertal trotz des Baus der Riggertalschleife nicht in Betrieb geblieben ist. Die notwendige Sperre wird genutzt, um die umfangreiche Modernisierung auf dem gesamten Abschnitt durchführen zu können und der Strecke weitere Sperrungen zu ersparen.

p Am Bereich Raut wird sowohl die Bestandsstrecke als auch die Riggertalschleife unterirdisch vorbeigeführt, das Gelände anschließend neu modelliert

Wir bewegen uns weiter Richtung Schabs und halten im Bereich Ochsenwirt/Rieshof. Von der Straße können wir von hier aus jenen Bereich bestens einsehen, an dem später der künftige Bahnhof des Ortes entstehen wird. Neben der riesigen Schneise, die in das Gelände gegraben worden ist – die Bahngäste werden vom oberirdischen Bahnhof zum erheblich tieferliegenden Bahngleis hinuntergehen oder eben mit dem Aufzug hinunterfahren müssen – fällt ein riesiger Erdwall auf, der neben der bestehenden Straßenbrücke aufgeschüttet worden ist. Die Brücke wird nämlich abgebrochen und der Verkehr vorübergehend auf dem aufgeschütteten Erdreich vorbeigeführt. Schaut man sich die Pläne an, sieht man, dass hier nicht nur eine Zughaltestelle errichtet wird, sondern dass hier nicht zuletzt durch das Einwirken der Gemeindeverwaltung von Natz-Schabs und einer eigens gegründeten Initiativgruppe Parkraum, Fahrradtrassen und Bushaltestellen konzeptionell in das neue Verkehrsensemble integriert werden. Wir drehen unseren Blick Richtung Süden und sehen jenen Bereich, in dem die künftige Riggertalschleife von der Bestandsstrecke Richtung Aicha/Franzensfeste abzweigen wird. Da die vom Riggertal kommende Gleistrasse an der Abzweigung erheblich tiefer liegt als das heutige, von Aicha kommende Gleis, muss dieses im Bereich Raut abgesenkt werden. Sowohl die Bestandsstrecke als auch die neue Gleistrasse werden von der Gärtnerei bis zum künftigen Bahnhof in Tunnels geführt, wodurch der Ortsteil Raut

„ Vor 150 Jahren haben wir die Eisenbahn gebaut, weil es keine Autos gab, und heute müssen wir wieder in die Eisenbahn investieren, weil es zu viele Autos gibt“ _ Landesrat Daniel Alfreider

BRIXEN

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FÄLLIGKEIT AKONTOZAHLUNG

eine merkliche Verbesserung der Lärmsituation erfahren wird. Die Linie Richtung Riggertal wird dagegen teils im Tunnel, teils oberirdisch oder in Galerien verlaufen, die zur Straße hin geöffnet sind. Im Bereich der Straßenkreuzung Ladestatt unterhalb der Gärtnerei passieren die Gleise jenen Bereich, an dem

Wir bitten alle Steuerpflichtigen, die es noch nicht gemacht haben, die notwendigen Dokumente wie Mietverträge, Nutzungsleihe oder Ersatzerklärungen bei uns abzugeben. Diese Unterlagen sind innerhalb 30. Juni vorzuweisen, andernfalls verfällt der Anspruch auf Herabsetzung der Steuersätze.

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Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde Brixen – www.brixen.it

Im Falle von Neubau, Wiederaufbau oder Erweiterung einer Immobilie muss die GIS auf den Marktwert des Baugrundes berechnet werden. Für eine korrekte Berechnung muss die Kubaturberechnung vorgelegt werden.

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Brixner Nr. 423

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BEREIT FÜR NEUE PERSPEKTIVEN?

Die aufgeschütteten Erdhügel zwischen Raststätte Lanz und Putzerhof sind nur provisorisch und werden wieder entfernt

zu einem späteren Zeitpunkt ein halbunterirdisches Rondell gebaut werden wird. Über dieses wird die bestehende Straße nach Aicha erschlossen, ebenso die Zufahrt in die Zone Ladestatt und – wenn es nach dem Gemeindeentwicklungsprogramm von Natz-Schabs geht – in weiterer Folge mithilfe einer neuen Spange nach Raut sowie die Spinger Straße. Richtung Süden hingegen entsteht die neue Spange in die Gewerbezone Förche und von dort Richtung Raas und Natz. Letztere Vorhaben werden vom Land verwirklicht. „Die technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie wird derzeit der internen Projektprüfung der Abteilung Tiefbau des Landes unterzogen, und parallel dazu wird die Bauleitplanänderung vorangetrieben“, informiert der Bürgermeister von Natz-Schabs, Alexander Überbacher. Die Bauarbeiten betreffen auch die Autobahn

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Am Übergang ins Riggertal bereiten die Bagger derzeit das Gelände für die Brücken-Widerlager vor, auf die die spätere Bogenbrücke aus Stahlverbundbau aufgesetzt wird. Auf der anderen Talseite gelangt die Bahn auf Vahrner Gemeindegebiet. Ab hier muss das Gleis relativ steil abfallen, um die Brennerstraße und anschließend die Brennerautobahn unterqueren zu können. Zwischen Straßenkörper und Tunnel ist das Erdreich zum Teil nur drei Meter stark. Der Tunnel wird in offener Bauweise errichtet; das heißt, dass die Spuren der Autobahn teilweise verlegt werden müssen, während der Tunnel unter die A22 gebaut wird. Ist auch diese Hürde genommen, gelangt die Bahnlinie wieder an die Oberfläche – etwa im Bereich des Hundetrainingsplatzes. Der Fahrradweg sowie die Bahn- und Straßenunterführungen Richtung Vahrner See müssen in diesem Bereich etwas verlegt werden und der neuen Bahnlinie Platz machen. Im weiteren Verlauf Richtung Süden wird die Riggertalschleife in die Brenner-Bestandsstrecke einmünden. So weit, so gut. Obwohl die Riggertalschleife – wie eingangs erwähnt – nicht pünktlich zu Olympia 2026 fertig sein wird, ist die mit PNRR-Mitteln (rund 150 Millionen Euro) finanzierte Riggertalschleife ohnehin ein Projekt, dessen großer Mehrwert im langfristigen Vorteil für die Pendler von und aus dem Pustertal liegt. Aus diesem Blickwinkel ist die Verzögerung vielleicht weniger schmerzlich. Mit einer Inbetriebnahme der Riggertalschleife ist angeblich im Laufe des Jahres 2026 zu rechnen. Die Bestandsstrecke Richtung Franzensfeste wird in jedem Fall noch heuer in Betrieb genommen.


60 › Wirtschaft & Umwelt

UMWELT

Grüne Energie Mit der Eröffnung des zweiten Biomasseheizwerks in Vahrn ist die Fernwärmeversorgung der Gemeinde Vahrn vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. Auch Brixen profitiert: Der Anteil grüner Energie steigt dort auf über 60 Prozent. Das Heizwerk ging nach einem Jahr Bauzeit bereits im Herbst 2024 in Betrieb. Kürzlich fand die offizielle Einweihung samt Tag der offenen Tür statt. Die Fernwärme VahrnBrixen Konsortial GmbH errichtete die Anlage gemeinsam mit der Gemeinde Vahrn und den Brixner Stadtwerken. Mit einer thermischen Leistung von 12,3 Megawatt und einer elektrischen von 1,8 Megawatt ersetzt das neue Werk jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden fossile Energie. Zusätzlich erzeugt es 9 Millionen Kilowattstunden Grünstrom

sowie 336.000 Kilowattstunden aus Photovoltaik. Die Hackschnitzel stammen von lokalen Betrieben, was die regionale Wertschöpfung stärkt. Insgesamt werden mit beiden Biomasseheizwerken 3.300 Haushalte in Vahrn, Brixen und Natz-Schabs versorgt. Die Gesamtinvestition betrug rund 20 Millionen Euro; davon stammen 2,3 Millionen Euro aus Fördermitteln. Beim Tag der offenen Tür konnten Interessierte das Werk besichtigen und sich über Technik und Klimaschutz informieren. „Das neue Biomasseheizwerk ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Energiewende“, betonte Alexander Tauber, Geschäftsführer der Fernwärme Vahrn-Brixen Konsortial GmbH bei der Einweihung. av

MOBILITÄT

737 Gebote für E-Bikes Die E-Bike-Versteigerung der Gemeinde Brixen im März stieß auf großes Interesse: Insgesamt wurden für die 86 E-Bikes 737 Gebote von 397 Bürgerinnen und Bürgern abgegeben. Die gebotenen Beträge lagen zwischen 450 und 1.292 Euro. In diesen Tagen werden die ersteigerten E-Bikes ihren neuen Besitzerinnen und Besitzern übergeben; die drei E-Bikes, für die keine Gebote abgegeben wurden, werden der Ortspolizei zur Verfügung gestellt. Die ersteigerten E-Bikes stammen vom Projekt „eBike2Work“, deren Leihvertrag Ende 2024 ausgelaufen

kurz

notiert

war; sie wurden vor der Versteigerung technisch überprüft. „In Brixen haben wir uns bewusst dafür entschieden, diese E-Bikes direkt unseren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen, damit sie weiterhin aktiv zur nachhaltigen Mobilität beitragen können“, erklärt Mobilitätsstadtrat Thomas Schraffl. Die Entscheidung stehe laut Schraffl im Einklang mit dem nachhaltigen städtischen Mobilitätsplan sowie dem Biciplan (der „Brixner“ berichtete in der Ausgabe Nr. 401 vom Juni 2023). Auch die dritte Ausgabe von „eBike2Work“ ist

Im Rahmen des Projekts Youth Alpine Interrail werden 150 Interrail-Pässe für den Sommer 2025 an junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren verlost. Damit soll der Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel gefördert werden. Bewerbungen sind bis zum 15. Mai unter www.yoalin. org möglich.

bereits angelaufen: Die Online-Bewerbung lief bis zum 20. April. Die Gemeinde stellt 65 neue E-Bikes zur Verfügung; der Erlös der Versteigerung von knapp 63.000 Euro floss direkt in die Anschaffung von neuen E-Bikes. Pendlerinnen und

Pendler erhalten die Fahrräder für maximal drei Jahre und müssen dafür lediglich einen jährlichen Wartungsbeitrag von 220 Euro entrichten. Die Zuteilung findet voraussichtlich im Mai sowie im av Herbst statt.

Michael Huber ist der neu gewählte HGV-Obmann in Vahrn und folgt damit auf Alex Clara. Simon Stolz wurde zum neuen HGV-Obmann von Mühlbach/ Vintl gewählt und löst Ewald Rogen ab, der sich nicht mehr der Wahl stellte. Neu gewählt wurden auch die Ortsausschüsse.

In der Gemeinde Brixen wurden im Jahr 2024 rund 12.000 Tonnen Siedlungsabfälle (und damit 2,1 Prozent mehr als 2023) gesammelt, 74,2 Prozent davon waren getrennt gesammelte Abfälle. Bei knapp 100.000 Zutritten wurden im Recyclinghof Brixen etwa 3.300 Tonnen Abfälle angeliefert.


Brixner Nr. 423

STADTGEHEIMNISSE Wer war Ignaz Mader?

Wer sich irgendwie mit Häuser- und Höfegeschichte in und um Brixen befasst, wird unwillkürlich auf das beachtliche Schrifttum des Brixner Gemeindearztes und Geschichtsforschers Ignaz Mader stoßen. Ignaz Mader wurde am 10. Juni 1866 in Nassereit im Oberinntal geboren, wuchs in Lermoos und Hall auf und studierte in Innsbruck und Wien Medizin. Im Jahre 1896 ließ er sich in Brixen als praktischer Arzt nieder und erwarb sich nicht nur in der Stadt hohes Ansehen, sondern war auch ein beliebter „Bergbauern-Doktor“. Die vier bis fünf Stunden entlegenen Höfe suchte er im Sommer wie im Winter zumeist zu Fuß auf, da die Straßen ja erst später ausgebaut wurden. War der Kranke versorgt, ließ er sich vom Gesunden erzählen und vertiefte dann seine Gespräche durch sorgfältiges Studium der Archivalien. Sein großes Verdienst ist es, dass er die althergebrachten Namen sammelte, erklärte und aufzeichnete. Während er seine Forschungsarbeiten über Afers, Lüsen, Natz, den St. Andräer Berg, das alte Gericht Salern, Pfeffersberg, Aicha, Spinges, Vals und Meransen, Mühlbach und Rodeneck noch selbst veröffentlichen konnte, erlebte er das Erscheinen der „Brixner Häusergeschichte“, seines umfangreichsten Werkes, nicht mehr; er verstarb nämlich 1953 in seiner alten Heimat, wohin er sich in seinem Alter zurückgezogen hatte. Zuvor hatte ihn die Universität Innsbruck zum Ehrenmitglied ernannt und die Stadt Brixen 1952 mit dem Ehrenring ausgezeichnet. Es dauerte dann aber bis 1989, bis eine Straße nach ihm benannt wurde, die vom ed Stadtteil Zinggen-Rosslauf zur Dantestraße führt. Anregungen: redaktion@brixner.info

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UMWELT

Eine halbe Tonne Müll gesammelt

Am 22. März, dem Weltwassertag, beteiligte sich der Fischereiverein Eisacktal am ersten landesweiten „River CleanUp Day Südtirol“. Rund 20 freiwillige Helferinnen und Helfer reinigten in Brixen und Vahrn die Ufer von Eisack und Rienz. In nur vier Stunden sammelten sie beeindruckende 475 Kilogramm Müll – darunter Autoreifen, Fahrräder, Hausmüll, Flaschen, volle Hunde­ kotsäckchen und jede Menge weiteren achtlos weggeworfenen Unrat. Die Aktion war Teil einer landesweiten Initiative des Fischereiverbands Südtirol, an der sich zahlreiche Vereine beteiligten. Ziel ist es, nicht nur die Gewässer

sauber zu halten, sondern auch ein Zeichen gegen illegale Müllentsorgung zu setzen und das Umweltbewusstsein zu stärken. Der gesammelte Abfall wurde in Müllsäcken entlang der Dämme bereitgestellt und anschließend von den Brixner Stadtwerken fachgerecht entsorgt. Die Aktion endete mit einem gemeinsamen Mittagessen am Fischerteich – als Dankeschön für das Engagement aller Beteiligten. Der Fischereiverein Eisacktal wollte mit dieser Initiative ein klares Zeichen für gelebten Naturschutz setzen und hofft auf mehr Rücksichtnahme gegenüber unseren Flüssen. oz

Neue Unternehmen in und um Brixen

Starthilfe Leben im Fluss ----------------------------------------Melanie Kreidl, Physiotherapeutin Plosestraße 27 39042 Brixen Tel. 346 5437297 info@lebenimfluss.it www.lebenimfluss.it Nach langjähriger Tätigkeit im öffent­ lichen Gesundheitsbereich bietet Melanie Kreidl nun in Milland individuelle und kompetente Physiotherapie für Menschen mit neurologischen Erkran­kungen wie Morbus Parkinson oder nach Schlaganfall sowie für Patienten nach Unfällen, Operationen und

Verletzungen des Bewegungsapparats. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge werden Themen wie Rückengesundheit, Meridian- und Elemente-Lehre sowie Wissen zur Kräuterheilkunde bei Kursen, Vorträgen und Gesundheitswanderungen vermittelt.


62 › Wirtschaft & Umwelt

„Positiv, aber…“ ALESSANDRO MARZOLA, Geschäftsführer der Plose Ski AG, über die vergangene Wintersaison.

Insgesamt sind wir zufrieden: Skifahren erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Plose erhält regelmäßig eine sehr positive Resonanz, was die Pistenverhältnisse anbelangt, und wir investieren weiterhin in die Qualität unseres Skigebiets. Auch die neue Kabinenbahn lockt mehr Menschen auf die Skipisten. Dementsprechend konnten wir in der vergangenen Saison mehr Skifahrerinnen und Skifahrer bei uns willkommen heißen: Im vergangenen Winter waren etwa 210.000 Skifahrer

unterwegs. Das geht in die richtige Richtung, hat aber noch Ausbaupotenzial: Wir hätten eigentlich eine Kapazität für 500.000 Gäste. Der Wermutstropfen ist das Parkplatzproblem. Hier sind wir leider noch nicht in der Lage, alle zufriedenzustellen. Was macht die Parkplatzsituation so komplex?

Grundsätzlich stehen uns aufgrund des großen Buswendeplatzes und der Tatsache, dass wir die Wiese nebenan nicht mehr nutzen können, etwa 200 Parkplätze weniger zur Verfügung als früher. Außerdem verkaufen wir Jahr für Jahr mehr Saisonkarten

an Einheimische, die tendenziell eher mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Zudem gilt: Bevor wir das Problem lösen können, muss eine endgültige Entscheidung bezüglich der Seilbahnverbindung von Brixen nach St. Andrä und zur Talstation fallen. Sollte die Seilbahn kommen, wird sich die Parkplatzsituation von alleine entspannen; falls nicht, müssen wir gemeinsam mit der Gemeinde eine Lösung für die Mobilität am Ploseberg anstreben. Ich hoffe deshalb auf eine baldige Entscheidung, denn erst dann macht es für uns Sinn, mittelfristig weiterzudenken. anina.vontavon@brixner.info

Beatrice Egli 30.05.2025

in Glurns Festival Gelände

Drei L eine Bäünder, hn e

get your ticket

venosta-festival.com

Foto: Oskar Zingerle

Herr Marzola, die Skisaison auf der Plose ist kürzlich zu Ende gegangen. Wie blicken Sie zurück?

PR-Info

VENOSTA FESTIVAL – Beatrice Egli am 30. Mai 2025 in Glurns

Glurns – Im Juni 2024 begeisterte die Musikband „Herbert Pixner & the Italo Connection“ das Publikum in Glurns und setzte damit ein starkes Zeichen für das Venosta Festival. Auch die zweite Ausgabe dieses Jahres verspricht musikalische Höhepunkte: Am 30. Mai tritt die bekannte Schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli mit ihrer Band in Glurns auf. Tickets sind bereits online unter www.venosta-festival.com sowie in den Tourismus-Informationsbüros in Mals, Glurns, Reschen und St. Valentin auf der Haide erhältlich. Bis zum 30. April können Tickets zum Vorverkaufspreis von 55,- € erworben werden. Das Venosta Festival rückt die kulturelle Vielfalt im Dreiländereck Südtirol, Österreich und Schweiz in den Mittelpunkt und feiert die enge Verbundenheit der Regionen. Weitere Highlights sind das „Mountainstory Bergfilmfestival“ am 8. August, bei dem Künstler Filme, Fotos und Bilder rund

um alpine Landschaften präsentieren, sowie der Auftritt der bayerischen Band LaBrassBanda am 6. September in Glurns. Kombitickets für die Konzerte von Beatrice Egli und LaBrassBanda sind zum Vorteilspreis von 85,- € erhältlich.


Brixner Nr. 423

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Italienisches Wohndesign VENETA CUCINE: Das Einrichtungshaus Veneta Cucine begeistert mit designstarken Qualitätsküchen und Wohnlösungen. weniger um eine Ausstellung als vielmehr um ein Planungszentrum, in dem Fachberater auf alle

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Beim Rundgang durch das Einrichtungshaus Veneta Cucine wird schnell klar: Hier handelt es sich

Inneneinrichter/Raumplaner (m/w) gesucht!

Für den Standort in Brixen sucht Veneta Cucine eine/n Einrichtungsberater/in im Verkauf. Aufgaben: direkter Kundenkontakt und Erarbeitung individueller Einrichtungslösungen softwaregestützte Einrichtungsplanung Erstellung Kostenvoranschlag und Verkauf Vor-Ort-Besuch beim Kunden zur Maßaufnahme und Beratung

Anforderungsprofil: Deutschkenntnisse Erfahrung im Bereich Innenraumplanung sowie idealerweise Kenntnisse in Grafik- und Rendering-Programmen Dynamik, Genauigkeit und Verkaufsorientierung

Interessierte werden gebeten, ihren Lebenslauf (mit Foto) an info@arredobene.it zu senden.

Fragen des Wohnens die passende Einrichtungslösung finden. Doch vor allem ist Veneta Cucine auf die Planung und Realisierung von Küchen spezialisiert. Aus der Materialund Kombinationsvielfalt, die sich im Einrichtungshaus präsentieren, verwirklicht Veneta Cucine jede noch so spezielle Wunschküche. Dabei bilden vor allem zwei Küchenmodelle das Herzstück der Küchenwelt von Veneta Cucine: das Küchensystem „Lounge“ und das Küchenmodell „Milano“. Zeitgemäß und modern: Lounge Ausgeprägte Modularität, großzügige Proportionen und innovative Kombinationen vereinen sich im innovativen Küchensystem

„Lounge“ mit dem Ziel, Wohnküchen in den Lieblingsplatz im Wohnraum zu verwandeln. Zu den Charakteristika von „Lounge“ zählen die großen Staubereiche in den Unter- und Hochschränken sowie die Verwendung spezieller Materialien – von Edelhölzern oder speziell bearbeiteten Hölzern über Laminat, Stahl, lackiertes Glas bis hin zu Canneté. Für Designliebhaber: Milano Das Küchenmodell „Milano“ ist Ausdruck eines Stils, der in der Tradition italienischer Qualität und Architektur wurzelt. Wesentliche Gestaltungsmerkmale bilden die geniale Raumgestaltung und die klare, ausdrucksstarke Dekoration ohne Übermaß und Redundanz.


64 › EXTRA: Haus & Garten

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FINSTRAL: Wäre es nicht schön, jeden Tag draußen in der Natur zu sein – und zwar unabhängig vom Wetter? Im Garten zu sitzen, obwohl es regnet oder schneit? Mit einem Wintergarten von Finstral wird dies möglich.

Info

Ganzjährige Wohlfühlatmosphäre Über Finstral

Bis ins Detail durchdacht Bei seinen Ganzjahres-Wintergärten setzt Finstral auf hochwertige Isolierverglasung und verwendet im Kern der Profile – also in den Teilen des Wintergartens, die nicht aus Glas sind – wärmedämmenden Kunststoff. Diese Kombination kann sogar beim Energiesparen helfen, fungiert der Wintergarten doch gleichzeitig als Pufferraum

zum angrenzenden Wohnbereich. Für die Außenseite kommt robustes, pflegeleichtes Aluminium zum Einsatz, das mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und in ver-

schiedenen Farben immer passend zur Architektur des Hauses erhältlich ist. Innen können Kunden nach Belieben zwischen Aluminium, Kunststoff oder Holz wählen.

Foto: Marek Vogel

Die Wintergärten von Finstral sind dermaßen gut isoliert, dass sie an 365 Tagen im Jahr als Wohnraum nutzbar sind. Egal, ob frostige Temperaturen oder die brennende Sommersonne – das Raumklima im Wintergarten bleibt angenehm konstant und wohltemperiert.

Gegründet im Jahr 1969, ist Finstral heute einer der führenden Hersteller von Fenstern, Haustüren und Glaswänden in Europa. Das einzigartige Produktsortiment des Südtiroler Familienunternehmens ermöglicht dank konsequent modularer Konstruktion die individuelle Komposition von Fenstern, Haustüren und Glaswänden. Dabei ist nahezu alles mit allem kombinierbar. Vor allem deshalb, weil Finstral mit seinen 1.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 14 Werken nahezu alles selbst macht: Von der Entwicklung der Profile bis hin zur hauseigenen Produktion – die Südtiroler liefern immer alles aus einer Hand.

Ein Ganzjahres-Wintergarten von Finstral erhöht die Wohnqualität enorm

Nutzen Sie das neue WintergartenGesetz!

Mehr Raum. Mehr Leben. Der Wintergarten von Finstral. Wäre es nicht schön, jeden Tag Platz zu haben für das, was uns glücklich macht … fürs Malen, Musikhören, Lesen oder Pflanzen, fürs Allein- und fürs Zusammensein? Mit einem Ganzjahres-Wintergarten von Finstral kommen Sie raus aus dem Stress, auch wenn Sie drinnen bleiben. Immer.

finstral.com


Brixner Nr. 423

Rein ins Garten­ vergnügen! GÄRTNEREI AUER: Frische Pflanzen aus eigener Produktion, gelebte Nachhaltigkeit und kompetente Beratung – die Gärtnerei Auer ist für die Gartensaison gerüstet. Noch bevor es überall zu grünen und blühen beginnt, herrscht in der Gärtnerei Auer bereits emsiges Treiben: Gartenpflanzen und Balkonblumen werden gezüchtet, Außenbeete vorbereitet, Frühlingskompositionen zusammengestellt und das Angebot in den weitläufigen Verkaufsräumen und im Außenbereich auf den Frühling und Frühsommer eingestimmt. Alles für den Gemüsegarten Gartenfreunde können es kaum mehr erwarten: Die Garten- und Hochbeete sind bereit und werden, sobald es die Temperaturen zulassen, bepflanzt. Die Gärtnerei Auer hat sich darauf bestens vorbereitet und bietet zum Frühlingsbeginn ein vielfältiges, regional gezogenes Sortiment an biologischen Gemüse- und Zierpflanzen. Nachhaltigkeit, die Wurzeln schlägt Seit über 90 Jahren arbeitet die Gärtnerei im Einklang mit der Natur – heute mehr denn je im Zeichen der Regionalität und Ökologie. Die Gemüse- und Jungpflanzen werden nach EU-Bio- und Bioland-Richtlinien gezogen, der

Einsatz effektiver Mikroorganismen fördert gesunde Böden und kräftige Pflanzen – ganz ohne chemisch-synthetische Spritzmittel. Farbenpracht für Balkon und Terrasse Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Balkonkästen und Terrassen in kleine Blühoasen zu verwandeln. Hierzu bietet die Gärtnerei Auer eine große Auswahl an bienenfreundlichen, robusten Balkonpflanzen – von Klassikern wie der „Brennenden Liab“ bis zu besonderen Blühwundern, die bis in den Spätherbst Farbe und Freude bringen. Gerne unterstützt das Fachpersonal bei der Auswahl, Kombination, Pflege und Standortwahl. Persönlich. Regional. Kompetent. Erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner stehen in der Gärtnerei mit Rat und Tat zur Seite – beim Zusammenstellen von idealen BeetKompositionen, bei der Auswahl der Pflanzen für die individuellen Innen- und Außenbereiche genauso wie bei floristischen Arrangements für besondere Anlässe.

Brixen · 0472 836 329 · www.auer.it IM MAI auch am Samstagnachmittag geöffnet.

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Die Brixner

Ist der Spruch der „guten alten Zeit“ nur ein Fake, ein romantisierender rosaroter Blick auf die Vergangenheit? Wer den Zustand des algenbefallenen Eisacks auf dem Titelbild des „Brixner“ Nr. 3 vom April 1990 sieht und mit der heutigen sehr ordentlichen Situation vergleicht, kommt ziemlich schnell zu letzterer Erkenntnis. „Ist der Eisack noch zu retten?“ titelte damals der „Brixner“. „Die geringe

Auf dieser Seite veröffentlichten wir bisher ein Extrakt jener Ausgabe der „Brixener Chronik“, die vor 100 Jahren erschien. Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun 35 Jahre zurückblicken. Über diesen QR-Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe:

Der „Brixner“ Nr. 3 April 1990 In der Umfrage geht es ums liebe Geld und ums Parken: „Voraus-

Wassermenge, die jahreszeitbedingt zunehmende Helligkeit und Temperatur, hauptsächlich aber die starke Belastung mit Stickstoff und Phosphor sind die Hauptfaktoren, die ein derartig starkes Algenwachstum im Eisack bewirken.“ Es seien vor allem „die Haushaltsabwässer (besonders phosphathaltig wegen der Waschmittel) und die landwirtschaftlichen Abwässer aus der Schabser Gegend (stark stickstoffhaltig), die den Großteil des ‚Algenfutters‘ stellen.“ Was man sich heute gar nicht mehr

vorstellen kann: Damals gab es noch keine funktionierende Kanalisation: „Der Eisack wird sich erst dann wieder erholen können, wenn die im Bau befindliche Kanalisierung von Vahrn, Brixen und Schabs fertiggestellt, zusammengeschlossen und funktionstüchtig ist“, wobei

der „Brixner“ damals die Konjunktion „und“ unterstrichen hat, was auf einen gewissen Zweifel an der Effizienz der damaligen Infrastrukturen hinweisen könnte. S. 4 „Unserm Michl zum Gedenken“ schrieb der

„Brixner“ einige Seiten später. In einem kurzen Text verabschiedeten sich „Deine Fußballkameraden“ von Michl Unterthiner, der, wie man einige Seiten vorher nachlesen kann, „bei einem schlimmen

sichtlich ab Juli kassiert die Gemeinde Brixen für das Abstellen des Vehikels auf den beiden großen Parkplätzen in der Bahnhofstraße und am Prielgrund sowie vor dem Hartmannsheim“. Der Kaufmann Franz Jöchler war damit einverstanden: „Mir ist aufgefallen, daß Brixen die einzige Stadt ist, wo man fürs Parken nicht bezahlen muß. Man muß halt für die Beschäftigten in der Stadt eine Parkmöglichkeit schaffen, wo sie nicht bezahlen müssen. Sonst kommt das den Mitarbeitern zu teuer. Die Dauerparker sollen verbannt werden.“ Nun, eigentlich logisch.

Sind es aber nicht gerade die in der Altstadt Arbeitenden, die man als „Dauerparker“ beS. 13 zeichnen muss?

„Zu den heurigen Gemeindewahlen in Vahrn gibt es allerhand Interessantes zu berichten“, schrieb der „Brixner“ auf Seite 27: „Man stelle sich diese politisch abstruse Situation vor: Der Bürgermeister Emil Burger – der ja von Vahrn-Hauptort ist – kandidiert mit seinen Mannen (Heinrich Clara, Ernst Parschalk, Lotte Ducati, Walter Putzer, alle Vahrn-Hauptort) auf der Fraktionsliste der SVP Schalders, obwohl sich der Ortsausschuß von Vahrn mehrheitlich für eine gemeinsame SVP-Liste ausgesprochen hat.“ In der nächsten

Ausgabe gab es dazu einen bitterbösen Leserbrief. Es bleibt spannend. S. 27

Ebenfalls spannend war das nebenstehende ganzseitige Inserat eines Brixner Reisebüros: „Endlich. Brixen wird zum Nabel der Welt.“ Jetzt wissen wir, seit wann wir das Zentrum des Universums sind ;-).

Gas-Unglück in der Brixner Musterfirma Alupress“ tragisch ums Leben gekommen war. „Bereits beim ersten Training nach seinem Tod haben wir den Michl vermißt, doch im Gedenken wird er ewig mit uns S. 15 spielen – und wir für ihn.“

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Lesen Sie den „Brixner“ kostenlos online oder in der „Brixner“-App!

Impressum Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, www.brixner.info redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info E-Mail-Adressen der Redaktion: vorname.nachname@brixner.info Anzeigenleitung: Sonja Messner Tel. +39 0472 060212, sonja.messner@brixmedia.it Verlag: Brixmedia GmbH

Herausgeber: Willy Vontavon (wv) Chefredakteurin: Anina Vontavon (av) Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job), Sabine Dejakum (sd), Mats Helmersson (mh), Ernst Delmonego (ed), Lisa Hintner (lh), Jorin Massimo Flick (jmf), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Benjamin Zwack (bz), Stephanie Risse (sr), Lena Thielemann (lt), Lia Vontavon (lv), Oskar Zingerle (oz), Anja Prosch (ap) Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz) Grafik: Mirjam Unterfrauner Druck: Athesia Druck GmbH

Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Mai 2025 Nächster Redaktionsschluss: 10. Mai 2025 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109 Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

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AM MUSBERG


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