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PTL/OMF/PMP/1030/10 valido dal 22/04/2010

Ausgabe Nr. 16 vom 27.08.2014/I.P.

Der Überflieger

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KOMMENTAR Tipps zum Ausfliegen!

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Liebe Leser, Eine Landesverwaltung hat es wirklich nicht leicht: Zeigt sie sich großzügig, wie im Falle von Rentenregelungen, dann beschwört sie wütende Proteste herauf; versucht sie zu sparen, ist es auch nicht recht – das beweist die hitzige Diskussion um die Ausschreibung des Behindertentransports. Ich will jetzt gar nicht die Stammtischdiskussionen wiederholen, die vorrechnen, wie man die berichteten 100.000 Euro Ersparnis jährlich alternativ einbringen könnte (meist geht es um Streichung von Sesselwärmerposten und Privilegien – werte Leser, ich muss Sie enttäuschen: So was gibt es in unserem Lande nicht). Formalrechtlich wird an der Ausschreibung schon nichts auszusetzen sein. Es tut aber weh, dass qualifizierte Arbeitsplätze wackeln und Südtiroler Steuergeld aus der Provinz abfließt und nicht wieder der Südtiroler Wirtschaft zugute kommt. Man sollte der süditalienischen Firma, welche die Ausschreibung für sich entschieden hat, ihre Kompetenz nicht von vonherein absprechen. Ich bin aber sehr neugierig, wie ein kommerzielles Unternehmen, das Gewinn erzielen muss und ja nicht aus purer Menschenliebe arbeitet, auf lange Sicht bei ebenso hohem Niveau günstiger sein kann als hiesige Organisationen. Gerade in einem so sensiblen Betätigungsfeld wie der Behindertenbetreuung ist z.B. die Verständigung mit dem Kunden in seiner Sprache zentraler als, sagen wir, in einem Autobahnrestaurant. Die Einstellung Einheimischer könnte helfen, nur: Wo bleibt dann die Einsparung? Weniger Personal? Weniger Lohn? Ich bin mir nicht sicher, ob eine Ausschreibung einer so sensiblen Dienstleistung juristisch wirklich zwingend ist, wie die zuständigen Landesbehörden versichern. Will man den kolportierten Meldungen glauben, dann gibt es unter Rechtsgelehrten abweichende Meinungen – für mich als juristischen Laien ist das ein Zeichen, dass sich schon ein Schlupfloch auftäte, wenn man es denn finden wollte. Sicher bin ich mir aber, dass es dringend eine fachkundige Diskussion darüber braucht, wo denn die Grenze liegt für die Vergabe von grundlegenden Dienstleistungen an Private, Dienstleistungen, die jeden betreffen (können). Wenn der Behindertentransport dem sogenannten freien Markt unterworfen wird, warum nicht die Wasserversorgung? Das Gesundheitswesen? Die Bildung? Der freie Markt ist kein Allheilmittel, das zeigen Beispiele aus vielen Bereichen der Welt – oder würde beispielsweise ein rein privat geführtes Wasserwerk eine 50.000-EuroLeitung zu einem abgelegenen Kunden führen und glücklich seine 350 Euro im Jahr kassieren, wenn es nicht gesetzlich zur Bereitstellung einer Mindestversorgung verpflichtet wäre? Der freie Markt ist im Sozialbereich ein Vorteil für jene, die ihn sich leisten können – durch die Finger schauen die, welche ohnehin zu den Schwächsten gehören. Matthias Willeit – mw@bezirksmedien.it

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Samstag, 20. September ’14 - Verona So. 31.08.

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jeden Mi. Venedig 03. + 10. + 17. + 24.09. + 01. + 08.10.

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So. 07.09.

Bayrische Seenrundfahrt

So. 07.09.

Mayrhofen & Hintertux

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Di. 09. + 16.09. Sirmione & Garda So. 28.09.

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Sa. 13.09.

Oldtimermarkt Imola

So. 14.09.

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Gardaland

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Sa. 11. - 12.10. Watturnier am Chiemsee

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KURZMELDUNGEN Die neue Burg Taufers

Neubau der Feuerwehrhalle

Die Burg Taufers als Miniatur steht im Bürgersaal von Sand und wurde bisher auch bei Festumzügen benützt. „Sie ist zwar wunderschön gemacht“, meinte Peppe Feichter, der Kustos des Bürgersaales „aber einfach zu klein für einen Festumzug, für einen Festwagen bräuchte es schon eine größere, behäbigere, damit das auch nach was aussieht!“ Letzten Herbst besprach er es mit den Krippenfreunden Taufers und Lois Mittermair, Paul Feichter und Meinhard Oberbichler erklärten sich bereit, eine Burg zu bauen. „Dass es eine große Arbeit würde, war uns schon klar“, sagt Lois, „aber mit soviel haben wir nicht gerechnet“. Fast 500 Stunden hat man gebastelt, bis das Werk vollendet war – und alles ehrenamtlich, versteht sich. Interessant sind die liebevollen Details: die

Die Freiwillige Feuerwehr Ehrenburg erhält eine neue Feuerwehrhalle. Die Gemeinde Kiens hat die Arbeiten für den Abbruch und Wiederaufbau der des alten Gebäudes im Mai dieses Jahres ausgeschrieben, und mit Beschluss des Gemeindeausschusses Nr. 120 vom 26.05.2014 wurde der definitive Zuschlag zu einem Vergabebetrag von rund 1,2 Millionen Euro genehmigt. Anfang Juli wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Die Fahrzeuge und Geräte sind derzeit in einer angemieteten Halle in der Industriezone in Ehrenburg untergebracht, wie der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ehrenburg, Theo Falkensteiner, mitteilt. Das neue Gebäude wird voraussichtlich im Sommer 2015 bezugsfertig sein. (SR)

Meilensteine der Geschichte

Kapelle Schlosskreuz, der Torbogen, der Schlossklapf und vor allem das Dach, das mit geklobenen Schindelchen aus Lärchenholz gedeckt ist. Der Rest ist aus Sperrplatten, Gips, Holz, Hartschaum und Farbe gefertigt. Ihre Jungfernfahrt hatte die Burg am 15. August beim traditionellen Festumzug durch Sand, im September wird sie beim Drei-Täler-Treffen Ahrntal, Tauferer- und Zillertal in Mayrhofen im Zillertal unsere nördlichen Nachbarn beeindrucken. (IB)

Vor kurzem erwies sich eine Schottergrube in Obervintl als wahre Fundgrube. Gleich vier römische Meilensteine sind beim dortigen Schotterabbau zum Vorschein gekommen, die daraufhin von den Findern dem Landesamt für Bodendenkmäler gemeldet wurden. Dieses hat die historisch höchst interessanten Fundstücke in Augenschein genommen, deren Bedeutung sofort erkannt und sie sogleich gesäubert und restauriert. Nun konnten die vier Meilensteine der Öffentlichkeit vorgestellt werden – gemeinsam mit einem Ausstellungskonzept. Insgesamt sind im Pustertal mehr Meilensteine zum Vorschein gekommen als im ganzen restlichen Südtirol. Dies weist unter anderem auf die wichtige strategische Bedeutung der Pustertal-Achse im dritten Jahrhundert nach Christus hin. Die Meilensteine bildeten in Zeiten fehlender Karten oder Navigationssysteme wichtige Orientierungspunkte entlang der Straße durch die römische Provinz Noricum, zu der auch das Pustertal einst gehört hat. So weist einer der vier in Obervintl entdeckten Exemplare die Strecke nach Aguntum mit 63 römischen Meilen (das sind rund 90 Kilometer) aus. Laut Experten sollen die Meilensteine in Zukunft wieder in Obervintl aufgestellt werden. (SH)

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Kematen 110, Sand in Taufers

Roberto De Simone und Maria Kemenater sind die Sieger des Kellerbauerlaufs 2014. De Simone, der bereits den diesjährigen Tiefroschtn-XtremLauf gewinnen konnte, bewältigte die achtzehn Kilometer und 1.100 Höhenmeter in 1:41,16 - eine neue Rekordmarke auf der seit 2013 verkürzten Strecke – jedoch musste er dafür an sein Limit gehen, nur sieben Sekunden lagen zwischen ihm und dem zweitplatzierten Christoph Ties. Auch bei den Frauen führte eine hartes Kopf-an-Kopf-Rennen zu einer neuen Bestzeit. Maria Kemenater aus dem Sarntal blieb mit einer Zeit von 2:09,09 nur eine Minute vor Birgit Stuffer vom Team Skialp Gossensass. (RAFE)


KURZMELDUNGEN/INHALT

INHALT

Vor 100 Jahren im Pustertal

Die Schlagzeile auf Seite 1 des „Pustertaler Boten“ vom 28. August 1914 scheint im Nachhinein geradezu prophetisch: „Der Anfang vom Ende“. Lokale Nachrichten gibt es kaum – nur die gute Witterung wird vermeldet und das Ausbleiben der Gäste. Der Krieg setzt der Saison ein abruptes Ende. Das spiegelt sich auch in den Kleinanzeigen, aus denen touristische Angebote verschwunden sind. Kriegsberichte und augenscheinliche Propaganda machen den Großteil der Meldungen aus – feindliche Verluste werden hervorgehoben, eigene bagatellisiert: „…dass auch unsere Verluste groß sind, hat seinen Grund in der Tollkühnheit...“ Die Soldaten seien einfach nicht zu halten, erklären die – Offiziere. Bei aller Kriegsrhetorik: Das Volk sieht der Zukunft mit Sorge entgegen, das beweist z.B. ein Erlass, der das Horten von Silbergeld unter strenge Strafe stellt. Ohnehin wird fleißig zu Spenden für die Soldaten aufgerufen, und diese fließen reichlich: 1.000 Stück Zigaretten vermeldet die Spendenchronik neben Geld, Wäsche und fünf Flaschen Himbeersaft. Inzwischen ist Papst Pius X. verstorben und ein Konklave in Vorbereitung. Ein schweres Erbe, das der neue Papst Benedikt XV. anzutreten hat – bald wird Italien in den Krieg eintreten, und die eine Hälfte der Schäfchen der anderen die Köpfe einschlagen. (MW)

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Strom kommt durch die Luft!

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iederstätter macht’s möglich: Neuer Generator fürs Schlernhaus. Es ist ein ansehnliches Energiepaket, das nun im Schlernhaus zuverlässig für Strom sorgt. Den Transport der 1,7 Tonnen auf 2.457 Meter übernahm der Helikopter. Die verantwortlichen Mechaniker Karl und Christian hatten für die Reise alles flugsicher verzurrt. Die beiden waren auch nochmals richtig gefordert, das „Ding“ auf engstem Raum im Nebengebäude unterzubringen und zu installieren. Der Präsident der Berghüttenkommision CAI Sektion Bozen, Claudio Sartori, war begeistert und sparte nicht mit Lob. Mit dem neuen Atlas Copco QAS60 steht dem Hüttenwirt nun eine Dauerleistung von 55 kW zur Verfügung. Der Turbomotor arbeitet sehr sparsam, die Geräuschentwicklung ist im Vergleich zur Leistung erstaunlich gering. Und um die zuverlässige Wartung in größeren Intervallen kümmert sich selbstverständlich der Niederstätter-Service.

WANDERVORSCHLAG Seite 24

SPORT Seite 28

LOKALES Seite 13

TITEL Bruneck - die kleine, glückliche Gemeinde

Seiten 6–7

LOKALES Nach Murenabgang wird Lift neu gebaut Quantenphysik ganz nah Geschlechtskrankheiten Viehvermarktung mit Tradition Schicksalsschlag Fehlgeburt

Seite 8 Seite 9 Seite 10 Seite 12 Seite 14

FÜR & WIDER Öffnen oder Schließen?

Seite 15

STANDORT Bei uns in St. Georgen - Bruneck

Seiten 16–19

PORTRÄT Peter Auer

Seite 20

JUNG-UNTERNEHMER Faszinierende Hingucker

Seite 21

KULTUR Ein kleiner Grundkurs für Bergbautechnik

Seiten 22–23

SONDERTHEMA Schulstart

Seiten 25–27

SPORT Kicken, rocken, helfen

ANZEIGER

Seite 29 Seite 30–31 5


TITEL AN DER SPITZE

Bruneck – die kleine, glückliche Gemeinde Die Meldung des Wirtschaftsblattes „il sole – 24 ore“ sorgt für strahlende Gesichter in der Brunecker Gemeindeverwaltung – Bruneck ist die lebenswerteste Kleingemeinde Italiens. Mit einem Index von 100,0 liegt die Stadt deutlich vor Sterzing mit 95,4 und Sirmione mit 87.

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Staunend wundert sich der Verfasser des Artikels im auflagestarken „il sole – 24 ore“, ob er in einem Schweizer Kanton sei, wo „…eine schlanke Bürokratie, welche Verschwendung vermeidet, und eine transparente Kommunikation triumphieren?“ Der Pustertaler Hauptort steht im Spitzenfeld der 48 wirtschaftlichen und sozialen Indikatoren, die das „centro studi sintesi“ in 8.100 italienischen Gemeinden über 5.000 Einwohnern untersucht hat (Benessere interno lordo). An die 8.100 italienische Gemeinden über 5.000 Einwohnern haben die Ersteller der Studie in einem ersten Schritt untersucht. Unter den 176 „Finalisten“ ging der Titel „borgo più felice d’Italia 2014“ an Bruneck – die „glücklichste Gemeinde Italiens 2014“. Dabei betont die Untersuchung den gesunden Mix von Wirtschaft, Umwelt und sozialem Umfeld, der die Rienzstadt besonders lebenswert macht. Die acht großen Themenbereiche der Untersuchung waren Ausbildung und Kultur, Teilnahme am politischen Leben, Umwelt, soziale Aktivitäten, Sicherheit, persönliche Aktivitäten und Gesundheit. Kurios scheint an der Studie, dass die meisten der vorne platzierten Gemeinden im Norden Italiens und vor allem in bergigen Regionen liegen.

VIEL LOB – ABER ZU WENIG BETEILIGUNG AM POLITISCHEN LEBEN Das „Centro studi sintesi” hebt die guten Ausbildungsmöglichkeiten, die kulturellen Angebote und die gesunde Wirtschaft her, die den Bewohnern ein gutes Leben ermöglichen – ebenso wie vielen Pustertalern, welche viele dieser Angebote auch nutzen können. Zu den Stärken Brunecks zählen laut der Studie das hohe Einkommen, gemessen an den mittleren Erträgen der IRPEF, der über dem Durchschnitt der 176 „Finalisten“ liegt. Ebenso fand das Müllsammelsystem der Gemeinde Beifall und die Überwachung der Luftqualität – für die Ersteller der Studie Zeichen des hohen Umweltbewusstseins. Allerdings ist die Bilanz nicht ganz makellos: Zu den schwächeren Punkten zählen laut der vorliegenden Untersuchung eine sehr zurückhaltende Teilnahme am politischen Leben. Wir haben mit einigen gesprochen, die Bruneck mitgestalten:

POSITIVER WERBEEFFEKT Für das Stadtmarketing Bruneck ist der Titel „borgo più felice d’Italia 2014“ naturgemäß sehr erfreulich, wie dessen Leiterin Dr. Miriam Lanz feststellt: „Wir sind sehr froh über den

Spitzenplatz, nicht nur wegen der Wirkung nach außen, sondern auch nach innen. Ein Ziel des Stadtmarketing ist es ja, auch Einheimische für ihren Heimatort zu begeistern. Daneben erwarten wir auch positive Auswirkungen für den Tourismus, denn eine solche Auszeichnung wertet die Gemeinde auf und verbessert das Image. „il sole – 24 ore“ ist ein renommiertes Blatt, dessen Leser Qualitätstourismus schätzen. Sehr befriedigend ist, dass die Studie die kulturelle Vielfalt der Stadt hervorhebt, um die ja auch wir uns sehr bemühen. Bruneck schafft es, sowohl ein Konzert einer traditionellen Musikkapelle als auch eine Lesung italienischer Autoren in authentischer Weise zu präsentieren. Dass schätzen Gäste und Einheimische. Allerdings zeigt die Studie auch auf, dass bestimmte Indikatoren noch verbesserungswürdig sind, etwa der Verkehr. Trotz des Lobes müssen wir uns bewusst sein, dass wir weiterhin alle gemeinsam an unserem hohen Qualitätsstandard arbeiten müssen.“

HOHER STELLENWERT DER BILDUNG UND KULTUR Die Direktorin des Sprachen- und Realgymnasiums Bruneck, Dr. Anna Klammer ist nicht


TITEL verwundert, dass Bruneck im Bereich „istruzione“ – Bildung punkten konnte: „In Bruneck gibt es ein ganz vielfältiges Bildungsangebot – das beginnt in den Grundschulen, die verschiedene Varianten wie Montessori- oder Ganztagesschule anbieten, geht über das breite Angebot an den Mittelschulen bis hin zu den Oberschulen, die vom humanistischen bis zum berufsbildenden Bereich kaum Wünsche offen lassen. Auch die Strukturen sind größtenteils wirklich gegeben, wenn auch, soweit ich weiß, die Räumlichkeiten nicht überall ausreichen, so dass Zwischenlösungen gefunden werden müssen. Gute Bildung ist also möglich, weil die Voraussetzungen, die Strukturen da sind, aber

auch die Zusammenarbeit der Bildungsträger untereinander ist reibungsfrei: Es herrschen sehr gute Voraussetzungen.“ Dir. Klammer hebt auch das gute Verhältnis zu den politischen Stellen hervor: „Man fühlt sich im Gespräch mit Entscheidungsträgern gleichwertig und ernst genommen. Bildung nimmt auch in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert ein. Ich kann jetzt natürlich nur für die Eltern unserer Schüler sprechen, aber ich merke: Es ist ihnen absolut bewusst, dass in dieser komplexen Welt Bildung ein sehr wichtiges Rüstzeug für ihre Kinder ist.“

EINE LEISTUNG VON VIELEN Der freiheitliche Gemeinderat Bernd Ausserhofer bezog in einer Presseaussendung Stellung zur Studie und betonte, dass der Spitzenplatz auch „…der überragenden Leistung der vielen Vereine und dem einsatzfreudigen Unternehmertum der Bevölkerung anzurechnen ist.“ Für Ausserhofer gelte in besonderer Weise den Bürgern und Bürgerinnen ein Dank, die sich um die Stadtgemeinde bemühen und die Augen für die Stadtentwicklung offen halten würden. Trotz des von der Studie gelobten Bürokratieabbaus sieht Gemeinderat Ausserhofer

noch Handlungsbedarf: „Es müssen weitere Maßnahmen gesetzt werden. Die Gemeindeverwaltung alleine kann nicht sämtliche bürokratischen Hindernisse bewältigen, da sowohl die europäische, die staatliche und regionale Ebene Bürokratie produzieren, die eigentlich abgebaut werden sollte.“ Besonders drängend ist für Ausserhofer die Regulierung des Verkehrsflusses in und außerhalb der Stadt, für die er eine Bypass-Straße vorschlägt.

ERFREUT, ABER NICHT SELBSTZUFRIEDEN Die Telefone stehen bei Bürgermeister Dr. Roland Griessmair nicht mehr still: Medien, Mitarbeiter und Bürger haben Fragen, Lob und Anregungen. „Viele Brunecker und Feriengäste sind stolz auf ihren Heimat- oder Urlaubsort. Bruneck war zwar schon 2009 von „Panorama“ und mehrmals von „legambiente“ ausgezeichnet worden, ein Spitzenplatz in dieser Studie war aber nicht abzusehen – bei 8.000 Konkurrenten. Für das gute Abschneiden hat der ausgewogene Mix gesorgt. Besonders positiv schlug der Bereich Umwelt zu Buche, etwa mit dem Fernheizwerk und der Mülltrennung. Außerdem hat Bruneck im Verhältnis zu den Einwohnern die höchste Zahl an Einpendlern, also ein gesundes Arbeitsangebot. Vielleicht ist die Auszeichnung auch eine Anregung an alle Bürger, das Gesamtbild als positiv zu sehen, auch wenn nicht alles perfekt ist. Aber: Wer zufrieden ist, wird träge. Besonders beim Verkehr müssen wir noch nachbessern, um auf Spitzentage wie im August besser reagieren zu können. Da werden die Südausfahrt, das neue Parkhaus und die Umfahrung St. Georgen für Entspannung sorgen, ebenso wie eine flexiblere Parkraumbeschilderung. Die bemängelte politische Teilnahme der Bürger führe ich auf die niedrige Wahlbeteiligung bei den Gemeinderatswahlen und den Europawahlen im Schatten der Rentendiskussion zurück. (MW)

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DIE PLATZIERUNG BRUNECKS IM EINZELNEN „Materielle Lebensumstände“ (z.B. Einkommen, Spareinlagen) – 2. Platz „Bildung und Kultur“ – 2. Platz „Beteiligung am politischen Leben“ – 131. Platz „Soziales“ (z.B. Personen über 65, Arbeitslosigkeit) – 11. Platz „Sicherheit“ – 8. Platz „Umwelt“ – 1. Platz „Persönliche Aktivitäten“ (z.B. Kinoeintritte, Restaurants, Reisebüros) – 9. Platz „Gesundheit“ – 7. Platz

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Nach Murenabgang wird Lift neu gebaut CORVARA – Ende April ist im südwestlichen Teil von Corvara am „Crep dl Sela“ eine 1,5 Hektar große Mure abgegangen ist. Danach schienen die Bauvorhaben für den neuen Verbindungslift „Borest“ zwischen Corvara und Colfosco in Gefahr geraten zu sein.

A

ls die Mure im April mit einer Länge von 350 m und 60 m Breite an einen neu errichteten Häusersiedlung vorbeischlitterte und zunächst 10 Personen evakuiert werden mussten, glaubte keiner an ein Bauvorhaben für den neuen Verbindungslift. Der wiederum war schon seit drei Jahren in Planung und dient als wichtige Verbindung für die Sellarunde. Nach all der anfänglichen Aufregung scheint, alles in Bewegung zu geraten. Die Bauplanung steht und die Sicherungsmaßnahmen rund um den Lift sind im Gang.

Wie geht es mit dem Liftbau weiter? Die Planung steht seit 3 Jahren. Es war Zeit für einen neuen Lift, da auch die 20-jährige Revision gegriffen hat. Zudem ist es ein

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Puschtra: Herr Bürgermeister, was können Sie über die Mure berichten? Robert Rottonara: Der Schlamm ist nicht

ausgetrocknet, dafür hat es diesen Sommer zu viel geregnet. Jedoch hat sich im oberen Teil eine Kruste von 20-30cm gebildet. Wir beginnen mit dem Abräumen der Abrisskante und dem Ausschöpfen des unteren Teils. Wichtig ist jetzt die Sicherung der Trasse und der neue Schutzwall für die Anwohner der betroffenen Siedlung. Geologen, Zivilschutz, Wildbachverbauung, Liftgesellschaft und ich stehen in ständigem Kontakt. Auch eine Studie ist in Auftrag gegeben worden. Es ist bereits viel und schnell gehandelt worden.

„Genau mein Style!“ 8

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wichtiger Verbindungslift mit ca. 2Mio. Durchfahrten pro Saison. Da wird nicht nur unser Interesse geweckt, sondern auch das des Landes. Ende Juni ist bereits alles genehmigt worden und die Bauarbeiten haben begonnen. Die neue Umlaufbahn hat hohe Sicherheitsauflagen, alle Eventualitäten sind abgeklärt worden, es soll schließlich keine Gefahr bestehen. Die einzige Änderung, die vorgenommen worden ist, ist die Versetzung zweier Pfeiler. Um eine bessere Anbindung an den Boe und das Edelweißtal zu garantieren, sind die Stationen ein wenig nach oben versetzt worden. Ende November dürfte das Projekt abgeschlossen sein. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit aller. (VK)


LOKALES WISSENSCHAFT

Quantenphysik ganz nah SEXTEN – Im vergangenen Juli fand im „Center of Astrophysics“ in Sexten eine Konferenz mit hochrangigen internationalen Professoren für Quantenphysik statt. Daran nahmen auch viele nationale sowie internationale Studenten teil. Ziel der Konferenz war es, eine neue Quantentheorie zu diskutieren.

Puschtra: Herr Tokasi, wie gefiel Ihnen die Konferenz im beschaulichen Sexten?

Sahand Tokasi: Die Konferenz war sehr nützlich für mich, weil ich Kontakt mit fast allen führenden Wissenschaftlern in diesem Themengebiet knüpfen konnte. Wir alle konnten untereinander Ideen austauschen und es war sehr motivierend für mich über eine Theorie zu sprechen, die bei vielen Wissenschaftlern noch keinen Anklang findet. Die Konferenz war auch sehr produktiv für mich, da wir noch offene Fragen aufgedeckt haben, die für mich als hoffentlich zukünftigen Quantenphysiker von höchstem Interesse sein könnten. Wie fanden Sie das Hochpustertal? Durch das „Couch-Surfing“ konnte ich bei einer sehr netten Familie in Innichen wohnen und lernte dadurch auch sehr viele Einheimische kennen. Die Familie nahm mich zum wunderbaren Karersee mit und nebenbei konnte ich auch noch die ausgezeichnete Südtiroler Küche kennenlernen. Mit den Einheimischen kam ich sehr schnell

in Kontakt, denn viele waren auch sehr nett und offen zu mir. Ich hatte eine tolle Zeit in Innichen und Sexten und werde deshalb

auch sicher meine Familie im Iran und meine Freunde in Belgien dazu ermutigen, dieses großartige Fleckchen Erde zu bereisen. (MB)

QUANTENPHYSIK:

Die Quantenphysik befasst sich mit den kleinsten uns bekannten Teilchen, bei welchen die „normalen“ Regeln der Physik allerdings nicht mehr greifen; in diesem Bereich gelten andere, weitaus komplexere Regeln. Die Teilnehmer des Kongresses in Sexten diskutierten über eine alternative Theorie (Bohm’sche Mechanik), welche einer momentan allgemein anerkannten Theorie widersprechen würde. Die Aussage der alternativen Theorie, dass Informationen mit einer unendlichen Geschwindigkeit, schneller als Licht, übertragen werden können, stimmt nämlich nicht mit Einsteins Theorie überein.

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ereits seit dem Jahre 1990 werden in Sexten regelmäßig Kongresse, Kurse und Workshops ausgerichtet. Internationale Wissenschaftler und Forscher sollten das Dorf im obersten Pustertal, mit Unterstützung des Tourismusvereins und der Gemeinde Sexten, als Treffpunkt nutzen können, um über Themen im Bereich Astrophysik, Kosmologie und Physik zu diskutieren. Im vergangenen Kongress, welcher in den Räumlichkeiten der Grundschule Sexten ausgerichtet wurde, beleuchteten Physiker und Quantenphysiker aus aller Welt eine neue, noch relativ umstrittene Theorie in der Quantenphysik, bei welchem viele Physik- und QuantenphysikStudenten, hauptsächlich aus Italien und Deutschland, teilnahmen. Unter diesen Studenten befand sich auch Sahand Tokasi aus dem Iran, welcher zurzeit in Belgien theoretische Physik studiert.

Mo – Fr: 8.30 – 12.00 Uhr 15.00 – 19.00 Uhr Bis Ende Oktober jeden Samstag Nachmittag bis 18.00 Uhr geöffnet.

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LOKALES Puschtrarisch leicht gemacht Pössl

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Meine alte Freundin Anna ist ein häuslicher Typ. Am liebsten ist sie in ihrer Wohnung und wühlt und stöbert in ihren Sachen und Kisten herum. Sortiert Krimskrams, flickt was hier, bastelt dort was zusammen. „Dei pösslt geang umanondo“, würde ein Ahrntaler dazu sagen. Pössl ist ein altes Wort für spielen. Mit „Gipössle“ oder „Pösslzeug“ ist einerseits eine Spielsache gemeint, es kann aber auch noch was anderes bedeuten: Ein Gerät, von eher minderwertigerer Qualität und ohne großen Nutzen. Meine Tante kommentierte meine Absicht, ein angeblich wunderbares Universalschneidegerät für die Küche zu kaufen mit den Worten „des isch la a Gipössle“. Shoppingsender bieten jede Menge „Gipössle“ an. Eine andere Bezeichnung für „pössl“ ist „kriesn“ – auf Deutsch in etwa: herumtun. Benutzt man etwa dann, wenn jemand minutenlang versucht einen Faden in die Nadel zu fädeln und es will einfach nicht gelingen. Nicht in Ordnung ist es, wenn jemand in den Sachen anderer herumspioniert, wenn er „schtrielt“. Eine Vielzahl an Beschreibungen haben die Talbewohner außerdem für schlampiges Essverhalten oder den nachlässigen Umgang mit Lebensmitteln. Beispiel: Ich esse eine Wassermelone. Trage ich die saftige Frucht von der Ablage zum Tisch und tropfe dabei den Boden voll, dann nennt sich das „trebon“. Wenn ich die Melone unkonzentriert schlingernd herumtrage, dann ist das „schnagon“ („Net umanondoschnagon“, mahnt die Mama ihr Kind). Und beim Essen der Melone: Wenn ich vom großen Stück herunterbeiße und es schlürfend in den Mund befördere, nennt sich das „sulfton“- so wie Kühe das Wasser aus dem Trog heraussaufen. Das geht gar nicht. Schlussendlich noch das sabbern, bei den Pusterern „pofn“ genannt. Kleine Kinder dürfen das, deswegen tragen sie ja auch ein „Pofale“ (Lätzchen). (NO)

FOLGEN DES LEICHTSINNS

Geschlechtskrankheiten sind auch im Pustertal nicht ausgerottet Lust kann bisweilen unangenehme Folgen mit sich bringen: Geschlechtskrankheiten. Das Bewusstsein dafür ist in den letzten Jahren gesunken, daher haben die Fälle von sexuell übertragbaren Krankheiten zugenommen – auch im Pustertal.

„Die fehlende Information ist ein nationales Problem“, meint Dr. Carla Nobile, Primaria für Dermatologie in Bruneck. „Viele glauben, AIDS sei die einzige Krankheit, die sexuell übertragbar sei. Das ist eine riskante Wissenslücke, denn Gonorrhoe, Clamydien, PapillomaViren sind auch gefährlich. Im Pustertal beobachte ich eine deutliche Zunahme bei der Hepatitis C und der Syphilis in den letzten Jahren. Syphilis ist eine sehr gefährliche Krankheit, die unbehandelt bleibende körperliche Schäden verursachen kann.“ Durch die gesteigerte Mobilität und Fernreisen werden immer wieder Infektionen „importiert“. So ist die „Durchseuchungsrate“ in den Ländern Osteuropas

bis zu hundertmal höher als bei uns – Sexualkontakte dort also auch hundertmal riskanter. Dr. Nobile wird mit Patienten jeder Altersstufe konfrontiert, sowohl unter zwanzig als auch über 55 Jahren. Sie führt das auf eine mangelnde Aufklärung der Jugendlichen über die Gefahren eines ungeschützten Geschlechtsverkehrs zurück und darauf, dass ältere Menschen auch bei uns ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern haben können. „Wir hatten durchaus schon Patienten über 60 mit einer HIV-Neuinfektion“, sagt sie. Der Hauptrisikofaktor sei ungeschützter Geschlechtsverkehr – der wirksamste Schutz die Verwendung eines Kondoms. „Andere Verhütungsmittel verhindern nur eine Schwangerschaft. Ein Kondom hingegen ist eine Barriere auch gegen Krankheitserreger – nur benutzen es recht wenige“, sagt Dr. Nobile. Fehlt es, kann ein regelrechter Ping-Pong-Effekt eintreten, z.B. bei Clamydien: „Der eine Partner steckt den anderen an, wird vielleicht geheilt und steckt sich wieder durch den mittlerweile erkrankten Partner an.“ Verkompliziert wird die Behandlung auch dadurch, dass viele der sexuell übertragbaren Krankheiten Sekundärinfektionen nach sich ziehen, die geschädigte Schleimhäute oder ein zerstörtes Immunsystem überwinden können. Geschlechts-

krankeiten seien ein Tabuthema und mit viel Scham besetzt, auch wenn die Behandlung absolut anonym sei: „Oft genug erlebe ich, dass sich jemand über seinen Partner ansteckt, der seine Erkrankung – oder einen Verdacht – verschwiegen hat.“ Selbst die wenigen Impfmöglichkeiten werden kaum genutzt. „Das HPV – das humane PapillomaVirus – z.B. ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Es gäbe eine sehr wirksame kostenlose Impfung, die aber vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen sollte – viele Eltern weigern sich aber, ihre Tochter impfen zu lassen.“ Hat jemand den Verdacht, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu haben, so wird er anonym behandelt. (MW) Daten über sexuell übertragbare Krankheiten werden nur für ganz Südtirol erhoben und nicht auf Bezirke oder Gemeinden aufgeschlüsselt, da sie anonym sind. In Südtirol gibt es pro Jahr an Neuinfektionen - ca. 20 AIDS-Fälle (Versagen des Immunsystems, Tod durch Folgekrankheiten, Behandlung in Bozen) - 28 Fälle von Syphilis (kann das Nervensystem schädigen bis hin zum Tod führen) - 180 Fälle von PapillomaViren (können Krebs auslösen) - allein in Bruneck über 100 Fälle von Clamydien. - Die Dunkelziffer neben diesen „offiziellen“ Fällen dürfte aber deutlich höher sein.


LOKALES

Kultur braucht Wirtschaft – Wirtschaft braucht Kultur BRUNECK – Mit der Berufung von Gertrud Niedermair Pescoller in den Stadtrat kommt nicht nur ein neues Gesicht in den Gemeindeausschuss von Bruneck. Die Karten wurden auch bei der Ressortvergabe neu gemischt.

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ür die Berufung von Gertrud Niedermair Pescoller in den Stadtrat gab nicht der Wahlsieg den Ausschlag, sondern die gesetzlich vorgesehene Frauenquote und der Verzicht von Margit Auer Ellemunter auf das Amt. „Als mir Bürgermeister Roland Griessmair das Angebot unterbreitete, mich als Stadträtin zu berufen, bedurfte es einer raschen Entscheidung. Die politische Arbeit hat mich sehr interessiert, und die neue Aufgabe bot einen großen Anreiz“, gesteht die neue Stadträtin. Bereits im Wahlkampf waren ihre Schwerpunkte Kultur und Wirtschaft klar definiert: „Diese Lebensbereiche sind für mich keine Gegensätze, sondern sie ergänzen sich.“

Ihr Werdegang widerspiegelt diese politische Haltung. Die ausgebildete Musiklehrerin verließ den Schulbetrieb, stieg in das Unternehmen ihres Mannes ein und schloss ein Hochschulstudium in Wirtschaft ab. „Die Kultur war mir stets ein Anliegen. Heute bin ich selbst Unternehmerin. Eine gute Wirtschaft ist notwendig für eine florierende Gesellschaft. Die Kultur dagegen ermöglicht, zu reflektieren“, ist Gertrud Niedermair Pescoller überzeugt. In den letzten drei Legislaturperioden war die Kultur mit dem Sozialwesen in einem Ressort vereint. Für die neue Stadträtin hat der Bürgermeister den Amtsbereich Kultur nun mit der Wirtschaft verbunden. Hinzu kommen das Stadtmarketing

und die Beziehungen zur Ortschaft Bruneck Stadt. Den persönlichen Kontakt zu den Bürgern ermöglicht die wöchentliche Sprechstunde. Alle Vereine wurden zu einem Gespräch geladen: „In Bruneck sind über 80 Vereine kulturell aktiv. Die Stadt hat eine hohe Veranstaltungsdichte und verfügt über ein breit gefächertes Kulturangebot. Diesen Standard gilt es zu erhalten.“ Für konkrete Ideen, so die Stadträtin, die sie in ihrer Amtszeit umsetzen möchte, sei es noch zu früh. Zunächst gehe es darum, den Istzustand zu studieren. An Engagement würde es nicht fehlen. (SP)

Lernschwäche bei Kindern, Konzentrationsstörung, Zappelphilipp

DR. MED. KARIN BOTCHEN Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin St. Georgen, Ahraue 12b Tel. 0474-830 494 Mobil 346 621 68 84 info@botchen.it

In der übernächsten Ausgabe lesen Sie über: Schönheit von innen nach außen

Frau Dr. Botchen – worauf sollen Eltern bei ihren Kindern aufpassen? In unserer heutigen Gesellschaft gibt es auch für Kinder immer mehr Herausforderungen. Kindergarten, Schule, Hausaufgaben, Nachmittagsprogramm. Kinder haben oft einen Stundenplan wie Erwachsene. Dazu kommen Fernsehen, Computer, soziale Medien. Das alles verursacht Stress, Leistungsdruck, Versagensängste, Spannungen, Aggressionen. Wundert es dann noch, wenn Kinder hyperaktiv werden oder sich nicht mehr konzentrieren können? Wenn Kinder Nägel kauen oder Schlafstörungen entwickeln? Wenn Kinder sich zu wenig bewegen und Fast-Food essen? Ab wann sollte man etwas unternehmen? Wenn Kinder über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten immer wieder auffällig werden, klagen oder wenn Rückmeldungen aus Kindergarten oder Schule kommen, dass sich Verhaltensauffälligkeiten einschleichen, spätestens dann sollte gehandelt werden.

Was kann man tun? Kinderärzte sind hier spezialisiert. Aber es gibt noch mehr. Gerade die Kinder reagieren noch gut auf sanfte Methoden. Je nach Symptomen oder Beschwerden kann mit Akupunktur viel erreicht werden. Dabei verwendet man Magnetkügelchen statt Nadeln. Bewegung, Ernährung und genügend Flüssigkeitszufuhr sind selbstverständliche Säulen. Gute Erfahrungen werden weltweit gemacht mit der lokalen OzonTherapie. Hierbei wird das Gas vergleichbar mit einem Zäpfchen eingebracht. So profitieren Kinder von allen Vorteilen des medizinischen Ozons: Steigerung der Konzentration, Verbesserung der Leistung, Stabilisierung der Stimmung, Verbesserung des Schlafes, weniger anfällig für Erkältungen, Regulierung der Verdauung, um nur einige zu nennen. Gibt es Einschränkungen bei Alter? Seit in Südtirol die alternative Medizin und speziell die Ozontherapie eingeführt wurde, sind Patienten aller Altersklassen mit gutem Erfolg behandelt worden. 11


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Viehvermarktung mit Tradition ST. LORENZEN – Bei Viehversteigerungen rückt die Versteigerungshalle am östlichen Dorfrand ins Zentrum des Dorfgeschehens. Sie gehört heute zum Lokalkolorit der Gemeinde. Doch die Vermarktungsanlage ist in die Jahre gekommen. Investitionen sind notwendig. Fragen nach der Rentabilität werden laut.

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„Bei den Versteigerungen in St. Lorenzen fühlt man die Lebendigkeit der Viehwirtschaft! Hier ist der persönliche Kontakt zu den Viehhaltern, die ihre Tiere meist selbst anliefern, gegeben und ein direkter Einblick in den Versteigerungsablauf wird möglich“, hebt der Obmann des Kovieh Lorenz Gasser die Wichtigkeit des Standortes St. Lorenzen für die Viehversteigerungen hervor. Das ganze Jahr über werden hier jeden zweiten Dienstag Schlachtviehversteigerungen abgehalten, so der Obmann: „Das Kovieh organisiert knapp ein Viertel seiner Versteigerungen in St. Lorenzen. Im Vorjahr waren das 22 Schlachtviehversteigerungen. Dabei wurden 3.853 Tiere vermarktet.“ Zu jenen des Kovieh kommen noch die Versteigerungen des Fleckviehzuchtverbandes, wie dessen Obmannstellvertreter Michael Treyer anführt: „Der Fleckviehzuchtverband hält jährlich sieben Zuchtviehversteigerungen

in St. Lorenzen ab. Für die Bauern des Pustertals, in dem landesweit am meisten Viehhaltung betrieben wird, ist der Standort hier unverzichtbar. Er ist Informationsquelle, Orientierung und Treffpunkt.“ Ebenso unterstreicht der Landesobmannstellvertreter des Südtiroler Bauernbundes Viktor Peintner die besondere Bedeutung der Markthalle: „Es ist wichtig, dass wir auch in der Peripherie, und nicht nur auf Bozen zentriert, Standorte belassen. Austauschmöglichkeiten bleiben vor Ort erhalten und zum Wohlbefinden der Tiere verkürzen sich die Anlieferungswege.“

INVESTITIONEN Doch die Struktur, die Eigentum der Gemeinde St. Lorenzen ist und von dieser an die Südtiroler Zuchtverbände vermietet wird, bedarf der Sanierung. Die Sicherheitsstandards müssten erneuert werden. Renovierungsarbeiten wären nötig, so Bürgermeister Helmut Gräber. Die Geldmittel für die notwendigen Investitionen sind laut Beschluss der alten Landesregierung aufzuteilen unter Gemeinde, Land und Viehzuchtverbänden. Nachdem die Zuchtverbände aufgrund der drastischen Kürzungen, wie Michael Treyer beteuert, nicht mehr in der Lage seien, Geldmittel beizusteuern, wäre die Gemeinde doch bereit, für ihr Drittel aufzukommen, wie der Bürgermeister bestätigt: „Für uns als Gemeinde bedeutet die

Versteigerungshalle eine Aufwertung des Dorfes. Unseren Teil der Kosten stellen wir bereit. Auch dem Parkplatzproblem, das bei Versteigerungen gegeben ist, kann Abhilfe geschaffen werden.“

RENTABILITÄT Nachdem in St. Lorenzen die vermarktete Rinderstückzahl im Vergleich zu Bozen geringer ist, stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. „Mit ein Grund für den Zweiwochenrhythmus der Versteigerungen des Kovieh ist auch, dass genügend Tiere anfallen. Mindestens 150 Tiere sollten vermarktet werden, damit sich eine Versteigerung finanziell rechnet“, gibt Lorenz Gasser Aufschluss. Viktor Peintner verweist gerade deshalb auf die Notwenigkeit, dass alle Pustertaler Viehbauern ihre Tiere auf den Schlachtviehversteigerungen auftreiben, nur so könne auch langfristig am Standort St. Lorenzen festgehalten werden. (SP) Als Markt für Schlacht- und Zuchtviehversteigerungen wurde die Vives im Jahr 1973 in Bozen gegründet. Noch im selben Jahr hatte man sie um die beiden Vermarktungsorte Mals und St. Lorenzen erweitert. Während die Versteigerungen im Vinschgau bereits im Jahr 1988 wieder eingestellt wurden, ist die Versteigerungshalle in St. Lorenzen nach wie vor in Gebrauch.


LOKALES

Die Eingeweich(t)en Seltsame Szenen spielen sich seit einigen Wochen an Südtirols Badeseen, Fließgewässern und Schwimmbädern ab: Gruppen von Musikanten waten mit Taucherbrille, Schwimmhosen und Instrumenten bewehrt durch das (zumeist recht kalte) Wasser und musizieren. Fragt man nach dem Grund, so heißt es: „Cold Water Challenge!“

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ie „Kalt-Wasser-Herausforderung“ ist ein Jux, der aus Österreich hereingeschwappt ist: Über das Internet werden Musikkapellen nominiert, die innerhalb von 48 Stunden im, auf, über, unter dem Wasser musizieren müssen, ansonsten sind sie eine zünftige Marende schuldig. Die Aktion wird gefilmt und als Beweis ins Netz gestellt, wo sich die Videoclips größter Beliebtheit erfreuen. Wer die Herausforderung annimmt, darf seinerseits drei weitere Musikkapellen nominieren – ein bisschen Schadenfreude dürfte zur Popularität dieses Trends beitragen. Wir haben einige Musikanten befragt, was sie zur Teilnahme bewogen hat. Toni Willeit, Tubist der MK Pfalzen, hatte das Feld anfangs den jüngeren Musikanten überlassen wollen. „Jetzt bin ich

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aber froh, dass ich mit dabei war – es war eine große Hetz, auch wenn wir mit unserem Floß auf dem Issinger Weiher Schiffbruch erlitten haben und an Land schwimmen mussten. Aber ein bisschen ausflippen hie und da tut ganz gut, man ist ja sonst immer viel zu normal!“ Der Obmann der MK Taisten, Gerhard Haspinger, war erstaunt über die positive Reaktion: „Sehr viele sprechen uns auf den Videoclip an. Die Aktion war eine Riesengaudi, vor allem für den Nachwuchs. Nachdem uns eine österreichische Partnerkapelle nominiert hat, war es für uns eine Ehrensache, in ein Taistner Gewässer zu steigen – was nicht leicht zu finden ist. Den Rudlsee auf 2.200 Metern haben wir ausschließen müssen, weil wir nicht sicher waren, ob das Eis schon weg ist, so haben wir uns für

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den Kneippweg entschieden.“ Auch für den Trompeter Markus Engl von der MK Kiens stand der Spaß im Vordergrund: „Wir sind nach einem Abendkonzert in mitgebrachten, wassergefüllten Waschzubern marschiert, natürlich barfuß. Die ganze Aktion ist morgens angekündigt worden und abends ging’s los, jung und alt – locker und mit viel Gelächter.“ (MW)

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LOKALES

Schicksalsschlag Fehlgeburt Man nennt sie „Sternenkinder“ – jene Kinder, die nie das Licht der Welt erblicken und bereits vor der Geburt im Mutterleib sterben. Viele Frauen trifft dieser Schicksalsschlag in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft. Für manche eine große psychische Belastung.

EINE GESCHICHTE VON VIELEN Schon lange wünschen sich Frau B. und ihr Partner ein Kind. Dann, endlich, die Gewissheit: schwanger! Die erste Visite verläuft sehr gut, es wird ein Ultraschalltermin vereinbart. Das Paar freut sich riesig auf die ersten Bilder des Ungeborenen. Doch etwas stimmt nicht: Die Ärztin kann keinen Herzschlag mehr feststellen. Schock und Trauer sind groß. Es folgen Auskratzung und ein kurzer Krankenhausaufenthalt. „Medizinisch wurde ich einwandfrei versorgt, alle haben sehr vorbildlich gehandelt. Dennoch fühlte ich mich allein gelassen. Es gab

so viele unbeantwortete Fragen“, erzählt sie. „Mir wurde zwar psychologische Betreuung angeboten, aber ich lehnte zunächst ab, weil ich dachte, ich schaffe das auch alleine.“

PSYCHOLOGISCHER DIENST BIETET HILFE „Diese Reaktion ist sehr typisch“, erklärt Frau Dr. Barbara Kaute vom psychologischen Dienst des Krankenhauses Bruneck. Der Dienst ist Anlaufstelle für betroffene Frauen und Paare. „Sobald ich die Meldung erhalte, dass eine Frau eine Fehlgeburt erlitten hat und stationär aufgenommen wurde, stelle ich

mich dort vor und biete meine Hilfe an“, schildert Frau Dr. Kaute den Ablauf. „Auf diese Weise erreichen wir die meisten Betroffenen. Leider nehmen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nur noch sehr wenige das Angebot wahr.“ Oft holt das Geschehene die betroffenen Frauen erst später ein. „Oft reagiert das soziale Umfeld mit Unverständnis oder Ablehnung, was meistens für die betroffenen Frauen das Schlimmste ist. Manche fallen dann in ein tiefes Loch, werden depressiv. Diese Frauen können sich jederzeit an uns wenden, auch wenn die Fehlgeburt bereits länger zurück liegt,“ betont Frau Dr. Kaute.

MEDIZINISCHE VERSORGUNG UND SOZIALE ASPEKTE Dass es sehr unterschiedliche Bewältigungsstrategien gibt, schildert auch Gynäkologe Dr. Wilfried Grießmair. „Manchmal sind Schock und Trauer groß, es gibt aber auch Frauen, die sehr abgeklärt und nüchtern reagieren.“ Ihm selber gehe es jedes Mal nahe, wenn er den Tod eines Kindes im Mutterleib feststellen muss. Von medizinischer Seite ist eine zeitnahe Auskratzung bzw. Ausschabung notwendig. Das Gewebe wird nach Bozen geschickt, um die Ursache

für die Fehlgeburt feststellen zu lassen. Eine Nachuntersuchung wird zwar nicht standardmäßig angeboten, erfolgt aber auf Wunsch der Patientin. Es sei wichtig, dass die Frauen von ihrem sozialen Umfeld aufgefangen werden, oder eben seelsorgerische oder psychologische Hilfe erhalten, so Dr. Grießmair.

IN STILLEM GEDENKEN Auf einigen Friedhöfen finden sich Gedenkstätten, wo betroffene Familien ihrer Ungeborenen gedenken können, so z. B. in Bruneck und St. Sigmund. Hier kann man seinem Sternenkind im Stillen nahe sein und Kraft schöpfen für den Alltag und die Zukunft. (SR)

2013 gab es in Südtirol 747 Fehlgeburten, die eine Einlieferung in ein privates oder öffentliches Krankenhaus erforderlich machten. 6,3 von 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter (15 – 49 Jahre) verlieren ihr Kind frühzeitig durch eine Fehlgeburt. Bei Frauen über 40 Jahren ist die Abbruchquote mehr als doppelt so hoch wie in der Altersklasse der 35 bis 39-jährigen. 2013 sind die Frauen bei einer Fehlgeburt durchschnittlich 34,5 Jahre alt.

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Psychologischer Dienst Bruneck: 0474/581803, Dr. Barbara Kaute. Der psychologische Dienst versteht sich auch als Anlaufstelle für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch und gibt Hilfestellung bei Problemen und Fragen nach der Geburt eines Kindes.


FÜR & WIDER

Die Discountkette LD Market / MD Discount gehört der LiLLo AG mit Sitz in Gricignano d‘Aversa. Hundertprozentiger Besitzer der Lillo AG ist der Bozner Unternehmer Patrizio Podini. Die Lillo AG hatte 2013 die italienische Discountkette Ld mit 320 Filialen um 150 Millionen Euro übernommen und ist in Italien derzeit der drittgrößte Anbieter in diesem Bereich.

MEINUNGEN ZU AKTUELLEN THEMEN

Öffnen oder Schließen? Der Hintergrund: An der Brunecker Nordumfahrung schwelt seit Jahren ein Rechtsstreit zwischen der Stadtgemeinde und der DiscountGruppe LD / MD. Im Zuge der Liberalisierung unter der Regierung Monti hatte das Unternehmen eine Meldung über den Beginn der Handelstätigkeit hinterlegt, und zwar nur wenige Tage, bevor ein Landesgesetz die Ansiedelung von Einzelhandelsbetrieben im Gewerbegebiet sehr restriktiv regelte. Die Gemeindeverwaltung war der

Auffassung, dass die Niederlassung nicht rechtens sei, weil ihrer Ansicht nach, nach heutigen Bestimmungen kein Handel möglich ist. Widerstand kam und kommt auch von Seiten des Hds, des Verbandes für Handel und Dienstleistungen, der einen Abwanderung von Betrieben aus dem Zentrum befürchtet. Vor zwei Jahren hatte der damalige Bürgermeister Dr. Christian Tschurtschenthaler schon einmal die Schließung der Filiale verfügt – dagegen setzte sich der

Eigner der Lebensmittelkette mit einem Rekurs zur Wehr und erreichte in der ersten Instanz einen vorläufigen Sieg. Die Gemeinde rekurrierte ihrerseits, im Moment ist das Verfahren zweitinstanzlich beim Staatsrat in Rom anhängig und noch nicht entschieden. Die Wiedereröffnung der Filiale 2014 wurde im heurigen Juli mit einer weiteren Schließungsverfügung seitens der Gemeinde beantwortet, die das Verwaltungsgericht in einer Dringlichkeitsverordnung

FÜR

WIDER

DR. DIETER SCHRAMM, RECHTSANWALT DER LILLO AG

DR. MOSER PHILIPP, BEZIRKSPRÄSIDENT DES HDS PUSTERTAL

Dr. Dieter Schramm ist der Meinung, dass Südtirol großflächigen Einzelhandel in Gewerbegebieten vermeiden sollte: „Handelsflächen „auf der grünen Wiese“ auszuweisen ist ein Fehler, das zeigen Beispiele aus dem Ausland. Den Standort am Nordring halte ich aber für einen Einzelfall. Die Niederlassung ist Stadtnah eröffnet worden und bedient Wohnbauzonen, sie ist in den urbanen Kontext eingebunden. Rechtlich steht mein Mandant auf sicheren Beinen – das Landesgesetz, das 2012 die Grundlage für die Schließung der Filiale durch die Gemeinde bildete, wurde für verfassungswidrig erklärt. Daher war auch die Schließung 2012 rechtswidrig, ebenso wie die heurige Verfügung, die ja durch eine Dringlichkeitsverfügung schnell wieder aufgehoben wurde. Die Benutzungsgenehmigung ist da und regulär, auch die Anzahl der Parkplätze entspricht den Bestimmungen.“

wiederum ausgesetzt hat. Den juristischen Hintergrund scheinen unklare Raumordnungsbestimmungen zu bilden: Laut Gemeinde habe die Lillo AG, Betreiber der Discount-Ketten LD und MD, keinen Rechtstitel, um nach den heutigen Spielregeln ein Lebensmittelgeschäft in einem Gewerbegebiet zu eröffnen, wie es jenseits des Nordrings ausgewiesen ist. Das Unternehmen beruft sich auf die im Jahr 2012 geltenden Regeln. (MW)

„Der Hds hat naturgemäß wenig Freude an Einzelhandel im Gewerbegebiet – Osttirol ist ein warnendes Beispiel. Dort haben Discountläden im Gewerbegebiet dazu geführt, dass es in 12 der 33 Gemeinden kein einziges Geschäft mehr gibt. Betriebe in den Zentren können nicht mit großen Discountern auf der grünen Wiese konkurrieren, schon allein wegen der höheren Mieten. Eine Verarmung der Gemeinden wäre die Folge. Auch spricht die rechtliche Lage gegen eine Eröffnung eines Discounters am Nordring: 2012 – noch unter der Regierung Monti – gab es einen einzigen Tag, an dem die Anmeldung möglich war, danach haben sich die gesetzlichen Voraussetzungen geändert. Darauf baute die Gemeinde Bruneck ihre Schließungsverfügung auf, nachdem sie die rechtliche Lage bewertet hatte. Zudem ist die Benutzungsgenehmigung nicht gegeben, und es sind zu wenige Parkplätze vorhanden.“

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Bei uns in St. Georgen - Bruneck

S

t. Georgen am Eingang zum Tauferer Ahrntal liegt auf 832 Metern Meereshöhe in einer Entfernung von ungefähr einem Kilometer zu Bruneck. Das inmitten von landwirtschaftlich genutzten Äckern und Wiesen gelegene und von der Ahr zweigeteilte Dorf mit heimeliger Atmosphäre ist vom Naturschutzgebiet Ahrauen umgeben. Diese stellen ein wichtiges Rückzugsgebiet für viele seltene Tierund Pflanzenarten dar. Die ehemals

selbstständige Gemeinde an der Ahr – damals auch St. Georgen bei Bruneck genannt – wurde 1928 gegen den Willen der Einwohner an die Gemeinde Bruneck angeschlossen. So ist St. Georgen auch heute noch eine Fraktion des Pustertaler Hauptortes mit ungefähr 2.000 Einwohnern.

GESCHICHTSTRÄCHTIGES ST. GEORGEN Zweifelsohne stellt St. Georgen eine der ältesten Siedlungen des Pus-

tertals dar. Oberhalb des Dorfes am Weg zum „Kofler am Kofl“ befinden sich zwei Hügel - die Große und die Kleine Pipe - auf denen Spuren vorgeschichtlicher Wallburgen wahrzunehmen sind. Diese belegen die frühe Besiedlung dieses Ortes. Urkundlich erstmals erwähnt – und zwar in der Funktion als Gerichtsstätte – wurde St. Georgen erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 861. Ein Zeuge aus dieser und noch früherer Zeit, nämlich ein Gerichtsstein, der im Volksmund Palmstein

genannt wird, liegt heute noch vor der Kirche. Er ist knapp drei Meter lang und ungefähr 1,5 Meter breit, mit einer Wölbung im Boden gelagert und an der flachen Oberseite mit einigen Schalen bedeckt. Die Funktion dieser Schalen ist noch heute nicht eindeutig geklärt, doch fest steht: Dieser Stein hatte eine große Bedeutung für St. Georgen als damalige Dingstätte. Der Name Palmstein deutet auf das mittelhochdeutsche Wort „palm“ hin, das die Bedeutung von „flache Hand“

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hat. Und in der Tat waren diese Palm- oder Gerichtssteine an ihrer Oberseite stets flach – auch der St. Georgener Gerichtsstein erinnert bei genauem Hinschauen in seiner Form an eine überdimensionale, ausgestreckte Handinnenfläche. Heute liegt dieser einst so wichtige Steinblock eher verwaist im gepflasterten Grundstück vor der Kirche, obwohl ihm schon allein aus historischer Sicht einiges mehr an Aufmerksamkeit gebühren würde. Geschichtlich interessant ist auch die schöne Dorfkirche: Ursprünglich war St. Georgen eine schon lange bestehende Urpfarrei, als diese im fernen Jahr 1014 auf Wunsch von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde nach Gais verlegt wurde. So wurde die St. Georgener Kirche damals zur Filialkirche der Pfarrkiche von Gais, also zur Kaplanei. Erst 1932 wurde das Gotteshaus von St. Georgen erneut zur Pfarrkirche erhoben. Der spätgotische, in seinen Fundamenten jedoch weitaus ältere Kirchenbau ist dem hl. Georg geweiht. Ihre heutige Gestalt hat die Kirche mit neugotischem Hochaltar im Jahre 1475 erhalten. Bemerkenswert an diesem Kirchenbau sind auch die Fresken an der Außenwand: Zu sehen sind dort der heilige Christophorus und

ristischer Hinsicht Glück gebracht. Denn egal ob im Sommer oder im Winter, das charmante Urlaubsdorf bietet seinen Besuchern beste Bedingungen für erholsame Ferientage sowohl auf dem Land, als auch in der ein Kilometer entfernten Stadt. In nur wenigen Minuten lässt sich Bruneck über den Rad- oder Fußweg erreichen. Insbesondere als Ausgangspunkt für Berg- und Wandertouren, zu Skipisten, Langlaufloipen und Rodelbahnen weiß St. Georgen bei seinen Gästen zu punkten. Herrlich geeignet ist das Dorf auch für gemütliche Spaziergänge, schließlich ist die Ortschaft von den naturbelassenen Ahrauen umgeben und über eine wenig befahrene Straße gelangt man nach Greinwalden und Pfalzen, eine Strecke, die auch bei Mountainbikern sehr beliebt ist. À propos Fahrrad: St. Georgen liegt direkt am Pustertaler Radweg, der von Lienz in Ostirol bis nach Mühlbach führt. Nur wenige Fahrminuten von St. Georgen entfernt liegt der Südtirols Skiberg Nummer eins, der Kronplatz, der vor allem im Winter mit einer bunten Palette an unterhaltsamen Wintersportarten für jeden Geschmack Tausende an Gästen von nah und fern anlockt. Wer Nordic Walking bevorzugt, ist

die Kreuzigungsgruppe, ein Werk des Meisters Hans von Bruneck aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Die Edelansitze Gießbach und Gremsen zeugen heute noch vom Aufenthalt erzbischöflicher Amtsverwalter im Dorf. Den Teil des Ortes am rechten Ufer der Ahr nannte man unter Einheimischen ursprünglich schlicht Gießbach. Hauptsächlich ist diese Bezeichnung auf den gefürchteten Hirschbrunngraben zurückzuführen, der hier von den Höhen des Sambock auf 2.397 Meter Meereshöhe herunterkommt und den Ort wiederholt durch seine Güsse bei starkem Regen oder Hagel durch Muren und Überschwemmungen gefährdet hat. Wohl aus diesem Grund steht hier auch das „Gießbachstöckl“, eine hoch am Waldrand stehende Mariahilfkapelle, die heute noch das Ziel vieler Wallfahrer ist.

LANDRUHE UND STADTNÄHE Abseits der Hauptstraße, die durch St. Georgen führt, zeigt sich das Dorf als ein eigentlich ruhiges Plätzchen. Hübsche Cafés und ein einladender Dorfkern mit schönen, teils noch alten Höfen prägen das Ortsbild. Die Kombination zwischen der Ruhe am Land und der Nähe zur Stadt haben St. Georgen in tou-

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in St. Georgen ebenfalls an der richtigen Adresse. Hier gibt es nicht nur jede Menge schöne Gehwege, auch eine Nordic Walking Schule hat hier ihren Sitz. Übrigens ist St. Georgen in den „Nature Fitness Park Kronplatz Dolomiti“ eingebunden, der Routen in allen Schwierigkeitsgraden zu bieten hat.

WICHTIGER WIRTSCHAFTSSTANDORT Das Gebiet rund um St. Georgen ist ein ideales Ausflugsziel für Kulturinteressierte, Erholungssuchende und Sportfans. Ein breites Angebot, das vom Mountainbikern bis hin zum Rafting reicht, sorgt für die Möglichkeit einer abwechslungsreichen Freizeitgestaltung. Schöne Ausflugsziele auf Almen, Anhöhen und Berggipfel in der nahen Umgebung lassen auch die Herzen von Wanderern und Bergsteigern höher schlagen. Freunden des Wintersports stehen zudem die zahlreichen Attraktionen des nicht weit entfernten Skigebietes Kronplatz zur Verfügung. Doch nicht nur als Wohn- und Urlaubsgebiet hat sich die Brunecker Fraktion St. Georgen einen Namen gemacht. Durch ihre günstige Lage in Stadtnähe ist die Ortschaft St. Georgen auch ein beliebter Standort für Handwerk,

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Handel und Industrie geworden. Dies ist am steten Wachstum der Gewerbezone und am Beispiel verschiedener St. Georgener Traditionsunternehmen gut zu erkennen. Wie beispielsweise an der Metzgerei Laner in St. Georgen, die seit bereits 15 Jahren die Nahversorgung im Ort mit Südtiroler Qualitätsfleisch ausschließlich von einheimischen Bauern, aber auch mit Obst, Gemüse, Milchprodukten, Brot und Reinigungsmitteln gewährleistet. Sehr großen Wert legen die Inhaber und Mitarbeiter der Metzgerei Laner auf Sauberkeit, Freundlichkeit und Kundenbetreuung. Zudem wird auch Catering geboten: Auf Vorbestellung werden feinste Brötchen und qualitätsvoller Aufschnitt für die verschiedensten Anlässe vorbereitet. Dabei werden natürlich auch spezielle Kundenwünsche immer wieder gerne erfüllt. Und wichtig zu erwähnen ist auch, dass es sich dabei stets um laktose- und gluteinfreie Produkte handelt! Seit bereits knapp zehn Jahren führt und betreut Brigitte Pfeifhofer mit ihrem geschulten Team in St. Georgen die Zweigstelle des Fachreformhauses Naturwelt Vitasan, das seinen Firmensitz in Sand in Taufers hat. Die vielfältige Naturpalette reicht von qualitativen Nahrungsergänzungsprodukten über Naturkosmetik bis hin zu biologischer Naturkost und Fachliteratur. Immer mehr gefragt ist auch die große Esoterik-Abteilung mit fachlicher Beratung und den selbst entwickelten Aura Color Light Essenzen, die dabei helfen, die Harmonie von Körper, Geist und Seele zu fördern. In den letzten Jahrzehnten sind St. Georgen und Bruneck beinahe

„zusammengewachsen“: St. Georgens Gewerbezone und der Nordring Bruneck fließen heute schon fast nahtlos ineinander über. Am Nordring haben sich mittlerweile viele wichtige Betriebe etabliert wie zum Beispiel die Firma Pezzei Metallform: In bereits dritter Generation wird der Betrieb nun von Martin Pezzei geführt, der im Jahr 2007 die Firma von seinem Vater Hans-Jörg übernommen hat. Die Zufriedenheit der Kunden steht heute wie damals an erster Stelle. Dafür sorgen aktuell sechs qualifizierte Angestellte, wobei zwei langjährige Mitarbeiter das Grundgerüst des Betriebes bilden. Der Schwerpunkt der heutigen Arbeiten liegt in der Metallkonstruktion, Blechverarbeitung und in speziellen Einzelanfertigungen, Innen- und Außengestaltungen, Treppen, Geländern, Umzäunungen, Ski- und Radständern und vielem mehr. Dank des technischen Büros sind die Möglichkeiten der Verarbeitung verschiedenster Materialien immer auf dem neuesten Stand, um gemeinsam mit den Kunden individuelle Lösungen auszuarbeiten. Gift Prints am Nordring von Bruneck bietet einen professionellen Rundum-Service, wenn es ums Thema Foto geht: Es besteht die Möglichkeit der eigenen Fotoausarbeitung in verschiedenen Formaten und von allen Datenträgern in Top Qualität. Zudem erwartet die Kunden eine große Auswahl von Fotoalben für jeden Anlass. Ein eigenes Fotostudio steht für Familienaufnahmen, Kinderporträts, Passbilder, Erinnerungsfotos aus der Schwangerschaft und vielem mehr zur Verfügung. Gleichzeitig fungiert Gift Prints als Abholstelle für das bekannte CEWE Fotobuch. Und hier werden auch klassische und kreative Bilderrahmen nach Maß angefertigt, z.B. aus Altholz,


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Gift Prints - Ihr Fotofachgeschäft vis à vis vom Autohaus Moser

Sauberkeit und Freundlichkeit wird in der Metzgerei Laner groß geschrieben

aus alten Fensterrahmen usw. in den verschiedensten Größen. Gift Prints übernimmt auch verschiedene Grafikgestaltungen für Einladungen, Visitenkarten, Flyer und Plakate. Und all diese Arbeiten werden natürlich hausintern im Betrieb gemacht.

mit der Firma Car-Shop, woher Autozubehör, Dachträgersysteme, Fahrradträger, Car-Audio-Anlagen und vieles mehr bezogen werden können. Zudem führt die Garage International auch Elektrofahrräder, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen!

Seit 2009 am Nordring vertreten ist auch die neue Garage International der Brüder Larentis Raimondo und Claudio, die es sich zum Ziel gemacht haben, ihren Kunden einen Rundum-Service anzubieten. Im Verkauf findet man(n) und frau auf über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche Neu- und Gebrauchtwagen aller Marken und Modelle. Die modern ausgestattete Werkstatt und das kompetente Team garantieren einen umfassenden Reparaturservice und Reifendienst. Die Garage International ist zudem amtlich anerkannte Werkstatt für die gesetzlich vorgeschriebenen technischen Fahrzeugprüfungen (Collaudo). Die Pflege des eigenen Autos kann man der innovativen Waschanlage von Garage International anvertrauen. Auf Anfrage kann man sogar eine Tiefenreinigung der Autositze vornehmen lassen. Besonders gelungen ist auch der Zusammenschluss

Ein wahres Traditionsunternehmen ist der Heizungs-Fachhandelbetrieb Imperial, der seit bereits knapp 30 Jahren besteht. Die Firma Imperial ist ein Heizungs-Fachhandelsbetrieb mit der Haupttätigkeit im Bereich Alternativ-Energie mit Schwerpunkt Biomasse- und Solarheizsysteme. Selbstverständlich werden auch Heizkessel für Öl und Gas, Speicher für verschiedene Anwendungen, Solaranlagen und Zubehör geführt. Die große Stärke von Imperial liegt nach wie vor im innovativen Bereich „Heizen mit Biomasse“. Und Imperial blickt noch weiter in eine umweltfreundliche Zukunft: Schon bald werden immer mehr Wärmepumpen auf den Markt kommen (seit 1. Juli D1 StromTarif), worauf Imperial natürlich schon bestens vorbereitet ist! Bereits jetzt hat das vorausblickende Unternehmen schon ziemlich einige Anlagen in Betrieb. (SH)

&

Laner Albert & Co. OHG Ahrntalerstraße 24 - 39031 St. Georgen/Bruneck Tel.: 0474 55 44 33 - Fax: 0474 53 74 92 info@metzgereilaner.it

Fabrikstraße 2 39031 Bruneck / Nordring Wir befinden uns gegenüber dem Autohaus Moser

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Fotoalben Rahmen Passbilder Digitalisierung • Digitaldruck • Fotogeschenke Montag - Freitag: 08.30-12.00 Uhr 14.30-18.30 Uhr Samstag: 08.30-12.00 Uhr info@giftprints.it Tel.: 0474 55 21 83

Studioaufnahmen & Grafik 19


PORTRÄT

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ür Peter Auer gibt es kaum einen schöneren Beruf als Mesner, seine kristallblauen Augen strahlen, wenn er davon erzählt. Seit 25 Jahren ist er Mesner und wurde dafür kürzlich im Rahmen einer Messfeier mit einem Diplom und einer Ehrennadel ausgezeichnet. Er ist auch Gebietsvertreter der Mesner im Pustertal.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit? Ich finde sie sie sehr interessant und sie gefällt mir sehr gut. Bei großen Festen, wie zu Ostern oder Weihnachten bin ich immer nervös, ob wohl alles klappen würde, auch wenn der Ablauf mehr oder weniger derselbe ist. Aber eine gewisse Spannung ist immer da, sie legt sich erst, wenn die Messe fast fertig ist.

Wie kamen Sie zu diesem Beruf? Nach dem Besuch der Mittelschule arbeitete ich im Gastbewerbe, bei der Gemeinde Sand und schließlich bei der Kläranlage in St. Lorenzen, hierzu besuchte ich mehrere Kurse für Kläranlagenwärter in Kufstein und Wien. Seit 1996 machte ich nebenberuflich Mesner in der Kirche in St. Moritzen bei Sand. Als vor 18 Jahren die Mesnerstelle an der Pfarre Taufers frei wurde, hab ich mich dafür beworben, seitdem ist Mesner mein Hauptberuf, ich bin also für die Pfarre Taufers und für St. Moritzen zuständig.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Ich bin gerne in den Bergen unterwegs zum wandern, im Winter auch zum rodeln, oder setze ich mich ins Auto und fahre durch die Gegend, auch reisen gefällt mir, um andere Länder kennen zu lernen. Ich mag Geselligkeit, mich mit Freunden treffen oder im Internet surfen. Auch für Chronik interessiere ich mich.

Was ist Ihr Aufgabenbereich? Ich muss täglich die Kirchen in der Früh auf- und abends zusperren, dann bin ich für sämtliche Reinigungsarbeiten in den Kirchen, der Michaelskapelle, der Lourdesgrotte sowie im Friedhofsbereich zuständig; besonders aufpassen

„DIE STERBEGLOCKE IN ST. MORITZEN LÄUTE ICH HÄNDISCH, WEIL ICH DENKE, SECHS MINUTEN ZU LÄUTEN IST MAN EINEM VERSTORBENEN EINFACH SCHULDIG.

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muss man bei der Reinigung der Kunstgegenstände und Kelche. Des Weiteren muss ich schauen, dass immer Kerzen, Hostien, Messwein und Blumenschmuck da sind. Auch das Öffnen von Gräbern

Peter Auer

aus Sand in Taufers „Mesner zu sein ist ein schöner Beruf. Ich kann mithelfen und dazu beitragen, den Leuten schöne Messfeiern zu gestalten.“

bei Beerdigungen fällt in meinen Arbeitsbereich, aber da hilft mir immer jemand, alleine würde ich das nicht schaffen. Einmal pro Woche steige ich die 103 Stufen im Pfarr-Kirchturm hinauf und kontrolliere den Glockenstuhl und die sechs Glocken. Die Sterbeglocke in St. Moritzen läute ich händisch, weil ich denke, sechs Minuten zu läuten ist man einem Verstorbenen einfach schuldig, und nicht bloß auf einen Knopf zu drücken. Dann gilt es noch die Messgewänder für den Pfarrer und die Ministranten herzurichten, hierbei muss ich auf die richtige Farbe achten: violett für Advent, die Fastenzeit und bei Beerdigungen; weiß bei Erstkommunion, Firmung, Hochzeiten, zu Ostern, Weihnachten, Allerheiligen;

rot zu Pfingsten oder bei besonderen Gedenktagen von Heiligen und grün für die restliche Zeit im Jahreskreis. Ebenso stelle ich das Messlektionar bereit, wo für jeden Tag vom Direktorium der Diözese die entsprechende Lesung und das Evangelium vorgesehen ist. Somit ist ihr Wochenpensum voll… Ich habe schon meinen freien Tag, meist den Mittwoch, falls aber grad da eine Beerdigung anfällt, kann ich mir einen anderen freien Tag nehmen. Ich hab zwar einen gewissen Freiraum und kann mir die tägliche Arbeit einteilen, ich bin aber auch verantwortlich, dass alles passen muss.

Würden Sie den Beruf als Mesner empfehlen? Ja, auf jeden Fall. Wir haben auch Fortbildungskurse, wo es immer wieder Neues zum lernen gibt. Einige schreckt ab, dass man gerade an Wochenenden da sein muss, aber das ist nur eine Sache der Einstellung. Rückblickend bedeuten für mich die 25 Jahre eine schöne, aber auch eine anstrengende Zeit, ich habe schon viel erlebt in all den Jahren. Meine Begeisterung zu diesem Beruf sie ist sehr groß. Besonders freut es mich, wenn ich von den Kirchenbesuchern höre, dass es eine schöne Messfeier war. Wie haben Sie die Jubiläumsfeier empfunden? Es war für mich eine sehr ergreifende Feier, als ich nach der Kommunion am Altar stand neben der Mesnerfahne und Mesnerkerze; auch eine Vertretung der Mesnergemeinschaft war anwesend. Die Jubiläumsfeier hat mir gezeigt, dass meine Arbeit in der Pfarrei geschätzt wird, viele Leute kamen anschließend persönlich zu mir, um zu danken. Mesner ist ein schöner Beruf und ich kann mir gut vorstellen, diesen noch viele Jahre zu machen. (IB)


JUNG-UNTERNEHMER

Faszinierende Hingucker Eine Brunecker Firma hat sich auf die Veredelung von Textilien spezialisiert und bietet ein reichhaltiges Angebot an Textildruckverfahren und Bestickungen an.

Puschtra: Was bietet Ihre Firma an? Evelyn Auer: Eine Vielfalt an Produkten, wie hochwertige Arbeitsbekleidung, Jacken, T-Shirts, Polo Shirts, Sicherheitsschuhe, Kochbekleidung, Schürzen, Sportbekleidung, Einkaufstaschen, Caps, Mützen. Wir realisieren Bestickungen im Corporate Design, mit Firmenlogo, Emblem, Namen, Slogan z.B. für Hotel und Gastronomie wie Handtücher und Bademäntel mit gesticktem Logo oder Sportbekleidung mit Logo, Spruch und Namen. Textildruck bieten wir in verschiedensten Druckverfahren an. Wie erkennt man eine sauber ausgeführte Stickerei? Die Stickerei ist die hochwertigste Form der Textilveredelung und auf nahezu jeder Art von Gewebe einsetzbar. Sie zeichnet sich durch ihre besondere Optik, Qualität und sehr lange Haltbarkeit aus. Eine Stickerei mit geringer Stichdichte lässt den Hintergrund des Textils sichtbar werden, die Kosten sind zwar geringer, jedoch wird das Erscheinungsbild dadurch negativ beeinträchtigt, die Stickerei wirkt unsauber. Genau so verhält es sich, wenn eine zu hohe Stichdichte gewählt wird, auch wird der Tragekomfort dadurch beeinträchtigt, da die Stickerei starr und steif wird. Es bedarf daher an Erfahrung, die richtige Stichdichte und Stichart zu wählen. Die Sticharten, das Material, das Motiv, die spätere Beanspruchung und der gewünschte Tragekomfort lassen die unterschiedlichsten Sticktechniken zum Einsatz kommen. Wie werden die Motive erstellt? Meist hat der Kunde bereits eine bestimmte Vorstellung, wie die Textilien veredelt werden sollen.

schen. Kreativität, Professionalität, Flexibilität und Genauigkeit zählen zu unseren Stärken. Worin besteht Ihr Werbekonzept? Eine starke Mundwerbung durch zufriedene Kunden, die uns weiterempfehlen, ist unseres Erachtens die beste Art von Werbung, dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren Kunden recht herzlich bedanken.

Wir beraten dabei den Kunden, wie die Vorgaben am besten umgesetzt werden können. Gibt es gestalterische Trends? In letzter Zeit wird vermehrt auf eine ästhetisch dezente Anbringung des Logos Wert gelegt. Mit der Bekleidung soll zwar die Angehörigkeit zu einem Betrieb gezeigt und gestärkt werden, jedoch in einer nicht zu aufdringlichen Art und Weise. Kann man auch individuelle Muster in geringer Stückzahl oder sogar als Einzelstück anfertigen lassen? Wir bedrucken und besticken sowohl Kleinstauflagen als auch Großaufträge. Einzelstücke sind auch machbar, wobei aber zu beachten ist, dass dies mit größerem Aufwand und etwas höheren Kosten verbunden ist. Jedoch hat man anschließend ein Produkt, von dem man weiß, dass man es selbst kreiert hat und es dadurch einen großen persönlichen Wert erhält. Wie lange ist die Lieferzeit? Die Lieferzeiten sind unterschied-

lich, durchschnittlich liefern wir in zehn Werktagen. Wer sind vorwiegend Ihre Kunden? Firmen, Handwerker, Gastwirte, Clubs, Vereine aber auch Privatpersonen. Wir sind unseren Kunden bei der Gestaltung von Textilien behilflich und kreieren originelle Designs speziell nach Ihren Wün-

Wie sehen Sie den Standort Pustertal? Als sehr gut, da es viele Betriebe, Hotels und Vereine im Pustertal gibt. Bruneck als Standort für unser Geschäft ist ideal, da es zentral liegt und vom gesamten Pustertal leicht erreichbar ist.

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Achtung Blitzschlag! Skiunfälle

Während die Wohngebäudeversicherung vor finanziellen Folgen AuchSchaden wer felsenfest auf denamSchiern steht springt nach einem durch Blitzschlag Haus schützt, kann sich verletzen. Die meisten Schidie Hausratversicherung bei Schäden der Einrichutng ein. ÜberUnfälle passieren ohne Fremdeinwirkung. spannungsschäden sind im TirolEr Wohnhaus-Produkt bereits Deshalb über eine Baustein Unfallverenthalten. Sonstsollte kannman man sich sie als eigenen mitversichern.sicherung Für höherwertige elektronische GewerbebeGedanken machen.Gräte Sei bzw. es durch triebe empfiehlt sich der Abschluss einer eingenen Elektronikvereine Familienunfallversicherung oder durch sicherung. verlorene Daten haftet die Hausratsversicherung ein Für maßgeschneidertes Produkt für Jugendlijedoch che. nicht.Wichtig Tipp: Bei herausziehen! ist Gewittern vor allem,Stromstecker den Invaliditätsfall

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und die Unfallkosten (Abtransport mit dem Hubschrauber) zu versichern. Tipp: Mit Ihrem Agenten Ihr Risiko einschätzen und die Versicherungssumme ermitteln.

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KULTUR

Ein kleiner Grundkurs für Bergbautechnik TEIL I – Ferienzeiten sind oft auch Museumszeiten. Da kann es sein, dass es uns in eines der Pustertaler Museen zieht. Sollte für Sie das Bergbaumusum in Prettau oder in Steinhaus zum kulturellen SommerHappening werden, seien Ihnen in zwei Raten einige bergbautechnische Hilfen mitgegeben, denn die Bergbautechnik ist ein schwieriges Feld und liegt uns heute viel ferner als zu den Zeiten, als Tirol und Bergbau ganz eng zusammengehörten.

VOM FINDEN DES ERZES IN FRÜHERER ZEIT Die ersten Erze fanden die Menchen an der Erdoberfläche in Form von Ausbissen von unterirdischen Erzlagern. Dass bei diesen ersten Funden der Zufall eine große Rollle spielte, davon zeugen viele Sagen, welche von Tieren berichten, die durch ihr Scharren mit den Hörnern oder Hufen auffällige Gesteine ans Licht brachten, welche sich dann als Silber- oder Kupfererz herausstellten. Allmählich spezialisierten

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sich einzelne Menschen auf die Suche nach Erzen und erwarben durch Erfahrung und durch genaue Beobachtung der Natur Kenntnisse, die sie in den Augen der anderen mit einer Ära des Geheimnisvollen umgaben. In den Sagen tauchen sie als „Venedigermanndln“ (in Tirol) oder als „Wale“ (nördlich der Alpen) auf, die von weit herkommen und die Gegend nach Hinweisen auf Erzlagerstätten absuchen. Sie waren

nicht mehr nur auf Erzausbisse angewiesen, denen man nachgraben konnte, sondern auch in der Lage, aus der Beschaffenheit des Wassers oder aus dem Pflanzenwuchs („Zeigerpflanzen“) einer Gegend auf Erzvorkommen zu schließen. Sie bedienten sich auch der Wünschelrute. Tirol, das im 15. und im 16. Jahrhundert das in Europa führende Bergbaugebiet war, wurde damals systematisch nach Erzlagerstätten abgesucht, und zwar bis ins Hochgebirge hinauf. Man

ist dann auch jeder Spur nachgegangen, wobei allerdings sehr viele Schürfe über Versuche nicht hinausgekommen sind.

DIE ABBAUTECHNIK Die Arbeit unter Tage richtete sich an den Arbeitsgeräten aus, die zur Verfügung standen. Solange sie aus Bronze bestanden, konnte man nur jenes Erz fördern, das entweder in der Nähe der Oberflläche vorkam

oder in weicheres Gestein eingelagert war. Aber auch als man Werkzeuge aus Eisen herstellen konnte, war der Bergmann bei der Arbeit unter Tage vor allem auf seine Körperkraft und seine Geschicklichkeit angewiesen, wenn er Stollen und Schächte vortrieb oder Erz abbaute. Aber es war damit möglich, in größere Tiefen vorzudringen und jedem Gestein beizukommen. Die wichtigsten Werkzeuge des Bergmannes waren Schlägel und Eisen. Das Spitzeisen, in das ein Stiel eingesetzt war, wurde auf das Gestein aufgesetzt und mit dem Schlägel angetrieben. Diese Arbeit nannte man das Schrämen. Sie war sehr anstrengend und nur bedingt wirkungsvoll. Wenn das Gestein eher hart war, schaffte ein Knappe, wenn Stollen aufgefahren wurden, nur wenige Zentimeter Vortrieb pro Schicht. Natürlich verfügten die Bergleute über weitere Werkzeuge (kleinere und größere Hämmer, Spitzhacken, Hebstangen, Schaufeln usw.). Schlägel und Eisen blieben aber, bis im 17. Jahrhundert das Schwarzpulver im Bergbau zum Einsatz kam, die wirkungsvollsten Werkzeuge zur Erzgewinnung.

DAS SCHIESSEN IM UNTERTAGEBERGBAU Obwohl das Schießpulver in Europa seit ungefähr 1300 bekannt war, wurde es im Bergbau erst mehr als 300 Jahre später erfolgreich eingesetzt. Der Tiroler Bergmann Kaspar Weindl gilt als Erfinder des Schießens im Bergbau, seit er im Jahre 1627 in einem Bergwerk bei

Schemnitz (Banská Stiavnica in der Slowakei) erfolgreich mit Schwarzpulver exsperimentiert hat. Soweit man heute weiß, ist in Südtirol erstmals im Jahre 1637 im Kupferbergwerk von Prettau gesprengt worden. Beim Schießen wurde zunächst mit einem Meißel ein 4050 cm tiefes Loch in das Gestein gebohrt, das dann etwa zur Hälfte mit Schwarzpulver gefüllt wurde und bis auf den Zündkanal so fest wie möglich verrammt wurde, damit bei der Zündung die Explosionskraft des Pulvers besser wirkte. Anfangs trieb man einen Holzpflock in das Bohrloch und bohrte in diesen Pflock den Zündkanal, der dann mit fein zerriebenem Schwarzpulver gefüllt wurde, das mit einem in flüssigem Schwefel gertänkten Wollfaden, dem die Funktion einer Zündschnure zukam, angezündet wurde. Der Holzpflock wurde durch die sogenannte Lehmbesetzung abgelöst, indem man das Bohrloch, in das die Pulverpatrone versenkt wurde, mit Lehm oder Ton verschloss, den man mit einem Stampfwerkzeug feststieß. Die Pulverpatrone wurde mit der Raumnadel verbunden, die den Zweck hatte, im festgestampften Lehm die Öffnung für das Schießrohr freizuhalten, die zur Zündung diente. Wenn der Lehm festgestampft war, wurde die Raumnadel herausgezogen und das Schießrohr hineingeschoben. Als Schießrohre verwendete man mit fein gemahltem Schwarzpulver gefüllte Strohhalme,die später von dünnen Eschen- oder Holunderzweigen abgelöst wurden, deren


KULTUR Mark man herausgestochen und mit zerstoßenem Pulver gefülllt hatte.

SCHINEN UND MESSEN Das Vermessen der Bergwerke war die Aufgabe der Schiner oder Markscheider. Ihre Arbeit brachte Ordnung in die Vergabe der Abbaufelder, und zwar über und unter Tage. Sie waren die wichtigsten Helfer des Bergrichters, wenn es Konflikte wegen der Festlegung von Grenzen gab, die von den verschiedenen Unternehmern einzuhalten waren. Im Kupferbergwerk von Prettau gab es eigene Schiner erst ab ca. 1700, vorher lieh man sich bei

Gelegenheit Schiner benachbarter Bergwerke aus. In Prettau sind insgesamt an die 400 Grubenkarten und Schinzüge enthalten, die von den Schinern gezeichnet worden sind. Da die Arbeit im Bergwerk hart und das gewonnene Erz sehr wertvoll war, war es wichtig, verlässliche Maße zu haben. Das gebräuchlichste Längenmaß war die Bergklafter, in Prettau betrug sie 1,77 m. Das Erz wurde in Kübeln gemessen. 1 Kübel fasste etwa 50 kg Erz. Das Wiener Pfund zu 0,56 kg und der Wiener Zentner zu 56 kg waren die allgemein gebräuchlichen Gewichtseinheiten.

vor Ort zu bringen, war die Aufgabe der Focher, die händisch zu betätigende Blasbälge in Bewegung setzten, die über hölzerne oder kupferne Röhren entweder frische Luft in oder verbrauchte Luft aus dem Berg pumpten. Die Berglampe war ein verlässliches Luftmessgerät. Wenn sie erlosch, wussten die Bergleute, dass kein Sauerstoff mehr in der Grube war und verließen diese fluchtartig. Ab dem 16. Jahrhundert baute man auch über Wasserkraft angetriebene Blasbälge, die in manchen Bergwerken bis weit ins Industriezeitalter herauf den Ansprüchen genügten.

Das in den Gruben eines Bergwerkes anfallende Grundwasser musste gehoben werden, wenn die Gruben nicht absaufen sollten. Dazu wurden zunächst einfache Schöpfkübel aus Holz oder Leder verwendet, die bei geringer Tiefe händisch gehoben wurden und bei größerer Tiefe mit

Hilfe eines Haspels. Wenn es sich um größere Tiefen handelte, wurden die Stollen so zu den Zechen vorgetrieben, dass das anfallende Wasser durch sie abfließen konnte. Wenn das nicht möglich war, war man gezwungen, Wasserkünste zu entwickeln. Darunter verstand man mit Wasserkraft betriebene Pumpwerke, die in der Lage waren, das Wasser aus einer bestimmten Tiefe zu heben. Zu den Wasserkünsten gehörten die Stangenkünste, die von einem Wasserrad angetrieben wurden. Diese bestanden aus Holzstangen mit herausgebohrten Kernen, die senkrecht übereinander angeordnet waren. In ihnen liefen hölzerne Kolben, welche das Wasser hoben. Staunen erregte die große Wasserkunst im Bergwerk am Falkenstein in Schwaz, sie galt gewissermaßen als montanistisches Weltwunder. Kleinere Bergwerke, in denen das Grubenwasser nicht mit Wasserkraft gehoben wurde, verfügten über Treträder, die von zwei Mann in in Bewegung gehalten wurden und die an Förderseilen hängenden Wassertonnen hoben.

Sie eigneten sich auch für tiefere Schichten. Erst mit der Elektrifizierung der Bergwerke frühesten zu Ende des 19. Jahrhunderts begann das Zeitalter der elektrisch betriebenen Pumpen.

HOLZKOHLE Der Bergbau benötigte riesige Holzmengen, vor allem das Rösten und das Schmelzen des Erzes waren große Holzfresser. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war die Holzkohle der einzige Energieträger, mit dem man Metalle wie das Kupfer schmelzen konnte (Schmelzpunkt 1.083°). Die Wälder um die Bergwerke herum waren zu deren Nutzen reserviert. Die Holzarbeit besorgten Leute aus der Gegend. Die Köhlerei war nicht nur im Ahrntal, sondern auch in Taufers, Rein, Mühlwald und sogar in Antholz ein einträglicher Wirtschaftszweig, da das Bergwerk ein sicherer Abnehmer war. Der Bedarf war groß, im 18. Jahrhundert z. B. entfielen auf jeden Zentner Feinkupfer 10 bis 20 Zentner verbrauchte Holzkohle. (RT)

BEWETTERUNG Unter Bewetterung versteht man die Versorgung des Bergwerkes mit Frischluft, was vor allem beim Vortrieb von tiefen Stollen und Schächten notwendig war, solange diese nicht mit anderen an den Tag führenden Öffnungen verbunden waren, die einen Luftzug entstehen ließen und so für die natürliche Bewetterung sorgten. Frische Luft

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WANDERVORSCHLAG

Zum Peitlerkofel Anspruchsvolle Gipfeltour mit einmaligem Rundpanorama an der Grenze des Gadertales.

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on vielen Orten des Pustertales aus ist der Große Peitlerkofel, ladinisch Sas de Pütia, ein Magnet für die Augen. Sein relativ frei stehender Gipfelaufbau steht wie ein Obelisk in der Landschaft und ist durch seine charakteristische Form leicht erkennbar. Auch wenn vor allem seine Nordwand grau und abweisend wirkt, ist der knappe Dreitausender ein überaus lohnender Wanderberg, der jedoch absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Der Gipfelanstieg ist mit Drahtseilen gesichert, und es empfiehlt sich für gehtüchtige Kinder und weniger Geübte eine Klettersteigausrüstung anzulegen. Wer die Kraxelei nicht möchte, begnügt sich mit dem Kleinen Peitlerkofel, der ein geringfügig niedrigeres, aber ein genauso lohnendes Gipfelziel darstellt. Der Normalweg vom Würzjoch aus wird in der Wandersaison viel begangen, weshalb sich ein frühzeitiger Aufbruch empfiehlt; durch seine nach

allen Himmelsrichtungen offene Position eignet sich der Gipfel auch besonders um das Schauspiel eines Sonnenauf- oder Unterganges zu genießen. Im südöstlichen Erosionsbereich des Massivs, das Sie am Zustiegsweg noch vor der Peitlerscharte passieren, sollten Sie nicht versäumen, einige der zahllosen Steinchen genauer unter die Lupe zu nehmen und vielleicht haben Sie das große Glück, auf versteinerte Fossilien, vor allem Muschelabdrucke, zu stoßen.

WEGBESCHREIBUNG: Ausgangspunkt ist das Würzjoch (2007 m), das wir vom Gadertal abzweigend über St. Martin in Thurn oder über Welschellen und Untermoi erreichen. Wir schlagen in südlicher Richtung den Wanderweg Nr. 8A ein, der uns durch schöne Zirbenbestände und über die Kompatschwiesen, zum Fuß des Berges leitet. Der schmaler werdende Steig führt uns in felsiges Gelände und nach einer etwas ausgesetzten

Stelle stoßen wir auf den Weg Nr. 4, der uns steil zur Peitlerscharte (2361 m) emporführt. Von der Scharte geht es nun links ab und in lang gezogenen Serpentinen die Südflanke des Berges hinauf. Bei der Scharte auf ca. 2780 m Höhe haben wir nun die Möglichkeit, links abbiegend zum Kleinen Peitler (2813 m) zu wandern oder geradeaus den leichten Klettersteig in Angriff zu nehmen; eine Sicherung mittels Klettersteigset empfiehlt sich vor allem bei feuchter Witte-

rung oder bei großem Andrang im Gipfelbereich, zumal das Gelände teilweise ziemlich abgespeckt und rutschig ist. Rückweg am Hinweg. Tipp: Lang, aber lohnend ist es, als Rückweg die Nr. 35 bzw. 8 ab der Peitlerscharte über das Göma-Joch einzuschlagen; man erreicht damit eine Umrundung des gesamten Peitlerkofelmassivs (zur Gesamtgehzeit + 1 ½ Std.).

Gesamtgehzeit:

5 Stunden

Höhenunterschied:

ca. 880 Meter

Schwierigkeit:

mittel, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich!

Familienfreundlichkeit: für gehtüchtige Kinder und Senioren Kartenmaterial:

Tappeiner: Dolomiten, Blatt 131; 1:70.000


SONDERTHEMA

WENN DIE SCHULE ANGST MACHT

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aut Studien aus Deutschland leidet jedes zehnte Kind an Schulangst. Diese kann sich in regelmäßigen, andauernden körperlichen Beschwerden, z.B. Bauch- und Kopfschmerzen, oder in psychologischen Reaktionen äußern, wie es Aggressionen, Rückzug, Lustlosigkeit oder die Vermeidung bestimmter Themen sind. Schulangst kann durch negative Erfahrungen oder übertriebene Erwartungen ausgelöst werden, wobei verschiedene Kinder auf dieselbe Situation völlig anders reagieren: Nimmt eines eine kleine Hänselei auf die leichte Schulter, löst diese beim anderen Selbstzweifel aus. Kinder mit Schulangst brauchen Unterstützung, und der erste Schritt muss sein, herauszufinden, was das Kind fürchtet: Ist es Mobbing? Fehlende Akzeptanz? Kritik seitens der Eltern oder der Lehrer? Hat es Angst, vor einer Gruppe zu sprechen oder Fehler zu machen? Erst dann kann man gezielt auf die Auslöser von Schulangst reagieren. Grundvoraussetzung für einen Abbau der Ängste ist, dass das Schulkind eine Stütze hat, am besten die Eltern, aber auch Verwandte oder Lehrer. Oft hilft schon ein geduldiges Zuhören über

die schlimmsten Befürchtungen hinweg, weil das Kind sich verstanden fühlt und weiß, dass auf Hilfe zählen kann. Psychologen raten Eltern aber davon ab, Kinder von der Schule zu nehmen oder selbst bei jeder Schwierigkeit quasi als „Racheengel“ aktiv zu werden: Dann wird den Problemen nur ausgestellt, sie werden aber nicht gelöst, oder besser gesagt: Sie werden nicht vom Kind gelöst. Sehr häufig sind übrigens übertriebene Erwartungen Grund für Schulangst. Wenn jedoch Fehler erlaubt sind und das Kind nicht zeit seines Lebens der Mittelpunkt des familiären Universums gewesen ist, sind Enttäuschungen leichter zu verkraften. Auf keinen Fall sollte man das Kind auslachen, die Ängste bagatellisieren oder, ebenso schlimm, dramatisieren. Wie im Alltag ist auch ein Schulleben völlig ohne Stress- und Angstsituationen kaum möglich. Kinder können daran aber wachsen, wenn sie merken, dass sie Enttäuschungen, Stresssituationen und Prüfungen durch Zielstrebigkeit, Ausdauer und Einsatz meistern können.

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Malen , Basteln , Schreiben ... alles für die Schule! I-39031 BRUNECK - Industriezone West - J.-G.-Mahl-Str. 23 - Tel. 0474 411113 - Fax 0474 410063 www.papyrex.it - info@papyrex.it

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SONDERTHEMA

DAS HANDWERKSZEUG FÜR'S ABC Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – das gilt auch für ihr Handwerkszeug: Die Schultasche, die Griffelschachtel und das Schreibmaterial. Besonders die Schultasche kann ein Statussymbol für die Kleinen sein, doch sollte man bei allen ästhetischen Ansprüchen nicht vergessen, dass sie gut sichtbar sein muss.

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euchtende Farben und Reflektoren beugen auf dem winterlichen, dunklen Schulweg einem Malheur vor. Experten raten zu Rückentaschen, weil diese die Muskulatur und die Wirbelsäule der Kinder gleichmä-

ßiger belasten als solche, die nur in einer Hand gehalten werden. Die Schultasche sollte individuell verstellbar sein, nicht drücken

Mode für Groß & Klein – alles für die Schule Innichen, Alter Markt 10, Tel. 0474 913366 www.tempele.com 26

und sich auch von kleinen Händen öffnen lassen. Vielleicht kann man zum Kauf ein Heft im A4-Format und ein Pausenbrot mitnehmen: Die coolste Spiderman-Schultasche nützt nicht viel, wenn man Hefte, Bücher und Zwischenmahlzeit nur mit Gewalt hineinstopfen kann. Das Material muss wasserdicht sein – nicht immer selbstverständlich bei den billigeren Modellen. Und am wichtigsten: Die Schultasche sollte möglichst leicht sein, um die Kinder nicht übermäßig zu belasten, denn Hefte und Bücher sind schwer genug. Eine leere Schultasche wiegt etwa 1,2 Kilogramm. Oft sind Kinder übermäßig gewissenhaft und nehmen brav alles mit, was irgendwie mit der Schule zu tun hat. Es empfiehlt sich, aus dem Packen der Schultasche besonders bei Anfängern ein kleines Ritual zu machen, damit die Kinder nur mitnehmen, was sie wirklich benötigen. Aber die Schule ist nicht um ein Uhr aus: Kinder brauchen auch zu Hause einen Arbeitsplatz, an dem Sie ungestört lernen und ihre Hausaufgaben machen können. Wenn es der Platz erlaubt, ist ein eigener Schreibtisch besser als der Küchentisch – schon allein der

Störungen wegen. Der Schreibtisch und der Stuhl sollten aber höhenverstellbar sein, damit sie mit dem Kind „mitwachsen“ können. Eine geneigte Schreibfläche beugt Rückenproblemen vor. Abzuraten ist aber von fixen Kombinationen – sind Stuhl und Tisch miteinander verbunden, erlauben sie nicht mehr verschiedene Sitzpositionen. Damit von Anfang an Ordnung herrscht, müssen Schubladen und anderer Stauraum vorhanden sein. Den Ordnungssinn einen jungen ABC-Schützen trainiert auch ein Federmäppchen, in der jeder Stift und jede Gummi ihren Platz hat. So gehen Füllfedern, Tintenpatronen und Filzstiftkappen nicht so leicht verloren. Die (praktischere) Griffelschachtel mit losem Inhalt ist eher etwas für Veteranen der Schulbank, die auf der Suche nach dem richtigen Schreibwerkzeug schneller sind.


SONDERTHEMA

LERNEN LERNEN

Angebote

Kinder haben eine natürliche Neugierde und freuen sich auf Neues. Die Schule ist da keine Ausnahme. Aber nicht immer ist alles beim ersten Mal „drin“, und was ein Meister werden will, muss üben. Viele Kinder brauchen in der ersten Zeit Lernhilfen, damit die ungewohnte neue Routine sitzt.

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ilfreich sind vor allem dreierlei: Eine ruhige Lernumgebung ohne Ablenkungen, erreichbare, realistische Lernziele und gute Zeiteinteilung. Eine ausgezeichnete Leistung in jedem Fach ist kein realistisches Lernziel – überzogene Ansprüche stellen Kinder und Jugendliche vor unlösbare Aufgaben und führen zu Frust. Besser ist es, Probleme in kleine, zu bewältigende Bereiche aufzuteilen. Für jedes Alter gilt aber: Nie ganz kurz vor Prüfungen lernen! Das menschliche Hirn ist nicht dafür gemacht, am Vorabend einer Testarbeit das halbe Buch auswendig zu lernen und es zu begreifen. Das führt zu Stress, und am übernächsten Tag ist alles wieder vergessen, man kann von neuem beginnen – mit zusätzlichem Lernstoff. Das Hirn braucht Wiederholung, jeden Tag eine Viertelstunde Mathe zu lernen ist effektiver als einmal in der Woche fünf Stunden. Am effektivsten ist es, im Unterricht aufzupassen und zu fragen – dafür sind Lehrer ja da. Und auch das Durchlesen der Mitschrift am Nachmittag kann Wunder wirken, besonders wenn diese (übersichtliche) Mitschrift am Rand Platz für Bemerkungen und Notizen lässt. Nachhaltiges Lernen braucht eine regelmäßige Beschäftigung gerade mit dem, was noch nicht so gut sitzt. Aber: Abwechslung! Sehr ähnliche Fächer hintereinander zu büffeln, führt eher zu Verwirrung und Verwechslungen. Gerade für die vielen Dinge, die man auswendig lernen muss, ist es nützlich, viele Sinne einzusetzen: Sich etwas aufzuschreiben, vorzulesen, vielleicht zu zeichnen oder auszuprobieren ist viel wirkungsvoller als eine Strategie al-

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lein. Zu einer guten Zeiteinteilung gehört aber auch, dass Hobbys und Freizeit nicht vollständig durch die Schule ersetzt werden: Das führt nur zu Frust und Unwillen. Und

oft ist es so, dass gerade in der Ruhephase „der Knopf aufgeht“. Übrigens: Kleine Belohnungen sind oft große Motivatoren!

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MOUNTAINBIKE-RENNEN

Dabei sein ist alles Paragraphen-Reiter hätten Peter Rabensteiner beinahe das Rennwochenende beim MTB-Enduro-Event am Kronplatz vermiest. Der Puschtra-Biker hatte dennoch seinen Spaß.

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ar es hartnäckiger Sportsgeist oder doch eher Frustbewältigung? Peter Rabensteiner aus Reischach hat allen Widerständen zum Trotz alles aus sich und seinem Bike rausgeholt, hat sich verausgabt und gekämpft, obwohl er wusste, dass es eigentlich umsonst ist. Wahrscheinlich hat er mit seiner trotzigen Reaktion ganz einfach die Enttäuschung aus den Beinen strampeln wollen, nachdem ihm die Rennleitung einen Tag vor dem Start zum für ihn wichtigsten Rennen des Jahres kurzerhand die Teilnahme verweigert hat. Was war das bitte für ein Theater, am letzten Juli-Wochenende, beim Moutainbike-Enduro-Rennen am Kronplatz? Da macht sich Peter voller Vorfreude auf zum angekündigten Up- und Downhill-Speaktakel, nur um dort zu erfahren, dass man ohne gültiges sportärztliches Attest nicht am Wettkampf teilnehmen darf. „Internationale Standards“ schimpft sich das, der globale Radsportverband UCI (Union Cycliste Internationale), Träger des Rennens am Kronplatz, bestand hartnäckig auf die Einhaltung der medizinischen Statuten. Kein Attest – kein

Start, so simpel lautete die Devise. Dass Peter dennoch auf die Rennstrecke durfte, hat er dem Einsatz zweier einflussreicher Kollegen zu verdanken, die nichts unversucht ließen, um Peter eine Teilnahme außerhalb des Klassements zu ermöglichen.

HOCHKLASSIGES HEIMSPIEL Diese kleine Chance hat der 28jährige konsequent genutzt und Vollgas gegeben. „Das freie Fahren auf dem anspruchsvollen und rassigen Parcours hat mir trotz allem viel Spaß gemacht“, so Rabensteiner, der, ganz Vollblutradler, die Posse bei der Startnummernvergabe entspannt und sportlich

nimmt. Immerhin dabei, wenn auch nicht mittendrin, war er beim angekündigten Event der Superlative am Brunecker Hausberg. Zum zweiten Mal nach 2013 ging dort am letzten Juli-Wochenende ein Stop der „European Enduro Series“ über die Bühne. Das international hevorragend besetzte Rennen führte die Rider über fünf Sonderprüfungen steil bergab und anstrengend bergauf rund um den „Giggo“. Ein echtes Eldorado für Enduro-Spezialisten wie Peter, dazu noch in seiner sportlichen Heimat, wo er vor fünf Jahren zum ersten Mal ein Downhill-Bike gefahren und dem Reiz dieses Sports schnurstracks erlegen ist. Seither spielt der Drahtesel in seinem Leben eine zentrale Rolle. „Meine Arbeitszeiten als Bike-Mechaniker sind so eingerichtet, dass ich viermal pro Woche eine Runde drehen kann“, skizziert der in Reischach lebende Freigeist seinen üblichen Freizeitrhythmus, der ihm Entspannung, Naturerlebnis und Fitness in einem gibt. „Beim Radeln bin ich glücklich und mit allen Sinnen dabei“, erzählt Peter, der sämtliche Trails des Brunecker Talkessels, vom Grubbachkamm über die Süd-

flanken der Olanger Dolomiten bis hin zur ausgewachsenen BikerSpielwiese am Kronplatz in und auswendig kennt. Wer selbst schon einmal einen Downhill-Ride am Kronplatz gemacht hat, kann Peter gut verstehen. Ein fantastisches Panorama rundherum, professionell arrangierte Trails allenthalben und funktionierende Infrastrukturen machen das Radeln hier zu einem echten Hochgenuss. Überflüssig zu erwähnen, dass dieser Sport mit seiner Kombination aus Speed, Überwindung und Nervenkitzel für massig Adrenalin sorgt und meist schon die erste Fahrt richtig süchtig macht.

MENS SANA IN CORPORE SANO „Die Bedingungen auf der Strecke waren am Sonntag beim Rennen noch ein Stück reizvoller als sonst“, bemerkt Peter spitzbübisch, „weil der viele Regen für unberechenbares Terrain gesorgt hat. Rutschig ging‘s her, und angenehm schmutzig, ganz genau so, wie es sein soll.“ Regenschlachten dieser Art machen allerdings nur Fahrern Spaß, die auch die nötige Substanz dafür mitbringen, so wie Peter, denn für „Graziella“-Piloten sind


SPORT derartige Rennen definitiv nichts. „Na klar ist das sehr anstrengend“, entgegnet Peter nüchtern, „aber gerade bei solchen Anlässen merkt man, wie viel und regelmäßiger Sport deine Fitness trimmen. Ich liebe es, aktiv zu sein, im Sommer wie im Winter“, spricht der gebürtige Kastelruther seine anderen Schwächen an, wie etwa das Skifahren oder das Klettern. Und auch das Wellenreiten taugt ihm gut, aber dafür hat er seit seiner Rückkehr von einer neunmonatigen Australienreise im Jahr 2005 leider

keine Zeit mehr gehabt. Wie auch immer, fit ist er, der Peter, „und deshalb auch ganz selten verletzt“, und mindestens so groß wie seine Athletik ist auch seine Wissbegierde. Eigentlich ist Peter ja gelernter Maurer, doch dann entschied er sich, die Matura nachzuholen und machte folglich einen Abstecher in die Gastronomie, bevor er seine Leidenschaft fürs Zweirad entdeckte und schließlich als BikeMechaniker anheuerte. Peter fährt also nicht bloß Rad, sondern er lebt diesen Sport, vom Alpha bis zum

Omega, und er will sich laufend verbessern. „Ich fühle mich nicht „gedisst“, wenn mir ein jüngerer Fahrer das Hinterrad zeigt“, so Peter, „ganz im Gegenteil, denn nur beim Fahren mit besseren Ridern kann ich was lernen und mir was abschauen.“ Sein Erfolgsmodell der „best practice“ konnte er beim Enduro-Rennen am Kronplatz leider nicht anwenden, wie oben beschrieben, des fehlenden Attests wegen, und so musste er ganz am Ende des Feldes, mit rustikalem Zeitabstand, den „Giggo“ runter rocken.

WAS SOLL‘S!? Nichtsdestotrotz hat er seinen Lehren aus diesem sportpolitischen Hickhack ziehen können. „Schwamm drüber, es war dennoch schön, und als allernächstes werde ich mir ein medizinisches Zeugnis besorgen“, gibt sich Peter versöhnlich. „Damit ich demnächst beim Rennen am Reschensee und ganz sicher wieder im kommenden Jahr hier am Kronplatz Vollgas geben kann.“ Na dann kann sich die Konkurrenz aber warm anziehen. (RAFE)

BENEFIZ-FESTIVAL

Kicken, rocken, helfen Die diesjährige Auflage des „Rock‘n Metal Soccer“ - Benefizfestivals in Luttach war eine gelungene Mischung aus Fußball, starker Musik und Liebe für den Mitmenschen. Klingt widersprüchlich? Ist es aber nicht.

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eit es das Metal-SoccerFestival gibt, haben die Freunde der harten Musik enorm an Ansehen gewonnen. Von wegen 150 Dezibel und 150 Bier und fast ebenso viele Schlägereien! Bei diesem bemerkenswerten Fest in der Sportzone von Luttach geht‘s vor allem darum, Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Nachmittags spielen verschiedene Musik-Bands gegeneinander Fußball und der Sieger des

kleinen Turniers darf dann abends als letzter die Bühne rocken - üblicherweise vor ausverkauftem Haus und mit fantastischer Stimmung, denn das Publikum weiß, dass mit jedem konsumierten Getränk bedürftigen Menschen geholfen wird. Insgesamt acht Bands aus dem In- und Ausland lieferten sich auch 2014 hart umkämpfte Fußballspiele auf dem Kleinfeldplatz, um sich einen prominenten Startplatz beim nachfolgenden

Konzert zu sichern. Der Sieg ging an die Melodic Deathmetal Band „Fightcast“ aus Italien, die sich in einem spannenden Finale gegen die Titelverteidiger „Not Bound By Convention“ aus Olang durchsetzen konnte. Dritter wurden „Tuxedo“ aus dem Zillingtal, vor „Killing Age“ aus dem schwäbischen Esslingen. Pech hatten die Tiroler „Liquid Steel“, die aufgrund einer Bandabsage kurzfristig eingesprungen waren. Ihr Gitarrist verletze sich

bereits beim ersten Spiel ausgerechnet an der Hand. So musste die Band unverrichteter Dinge vorzeitig wieder abreisen. Die Eröffnung des Konzert-Abends erledigten folglich die Lokalmatadoren von „Sagorah“. Die Veranstalter werden demnächst mitteilen, wer dieses Jahr den Erlös der Veranstaltung erhalten soll. Die Übergabe der Spende für den guten Zweck wird in den Herbstmonaten stattfinden. (RAFE)

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