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P.P. 2540 Grenchen Post CH AG

23. Mai 2019 | Nr. 21 | 80. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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> IN DIESEM STADT-ANZEIGER Auf ein Wort mit ... Luzia Meister Grenchen ist attraktiver, als viele glauben – sagt die sympathische Stadtschreiberin.

WOCHENTHEMA

Die neue Vizepräsidentin KERSTIN SCHLUP hat Anfang Jahr das bekannte Coiffeurgeschäft «Création Marc» an der Bahnhofstrasse in Grenchen übernommen. Nun wurde sie in den Vorstand von Coiffure Suisse Kanton Solothurn für eine Legislatur von drei Jahren gewählt. Sie unterstützt den Vorstand als Vizepräsidentin. JOSEPH WEIBEL

A

m vergangenen Montag konnte sie bereits die «nationale Verbandsluft» schnuppern. Sie begleitete eine Solothurner Delegation an die Delegiertenversammlung von Coiffure Suisse in Zürich.

Verschiedene Verbandsaufgaben

Coiffure Suisse hat verschiedene Aufgaben und Pflichten. So werden regelmässig die Mitglieder besucht und überprüft, ob die allgemeinverbindlichen Vorschriften des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) eingehalten werden. Der Verband rekrutiert neue, aktive und junge Mitglieder und fördert die Findung von künftigen Lernenden. Im Weiteren soll das Image des Berufsstandes ständig gefördert werden.

Die Grenchnerin ist bestens bekannt

Kerstin Schlup übernahm von ihrem Geschäftspartner Fritz Schlup

Kerstin Schlup, seit Anfang Jahr Inhaberin von Création Marc in Grenchen, ist neue Vizepräsidentin von Coiffure Suisse Solothurn.

TREFFPUNKT GRENCHEN

(Bild: zvg)

Anfang Jahr die Führung von Création Marc in Grenchen. Sie arbeitet seit Jahren an der (H)Aarewelle, dem Anlass «Lernende Frisieren» in Solothurn mit, teilweise auch im OK. «Wir kennen sie deshalb bestens, und persönlich trat sie Anfang Jahr in die Vereinigung Coiffure Suisse Solothurn ein», sagt Verbandspräsident

Peter Kräuchi (Solothurn). Der Posten des Vizes ist schon längere Zeit vakant. Die engagierte Grenchner Geschäftsfrau stellte sich für das Amt zur Verfügung. Der Mitgliederbestand des Solothurner Verbands beträgt 81 Mitglieder. Präsident Peter Kräuchi bezeichnet den Bestand als «konstant».

6/7 Stiftung Rodania

Seit über 30 Jahren begleitet und betreut die «Rodania – Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen» Erwachsene mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung.

14/15 Tschudin AG

Die Schleifmaschinenherstellerin Tschudin AG bezieht ihren Neubau in Grenchen und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

31 Heidi Grolimund

Schon als Kind hat Heidi Grolimund unter starkem Muskelzittern gelitten. Doch erst mit 50 Jahren erhält sie die Diagnose «juveniles Parkinson-Syndrom».

Diese Woche im GSA, SZ und GT


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Veranstaltungen

Donnerstag, 23. Mai 2019 | Nr. 21

YOGA Erhalten Sie mit Yogaübungen Ihre Beweglichkeit, üben Sie Atemachtsamkeit, fördern Sie Ihr Körperbewusstsein und Ihre innere Ruhe. Die Kurse sind auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt. Gerne lade ich Sie zu einer kostenfreien Schnupperstunde ein. Weitere Infos bei Christine Inniger dipl. Yogalehrerin YCH Tel. 032 525 47 49 und www.yogafürdich.ch

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Amtliche / Kirche

Nr. 21 | Donnerstag, 23. Mai 2019

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

Stadt Grenchen

Baudirektion

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KIRCHEN GOTTESDIENSTE REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 26. Mai 10.00 Konfirmation Grenchen. Pfarrer Peter von Siebenthal. Dienstag, 28. Mai 19.00 Ökumenisches Friedensgebet in der St.-Josefs-Kapelle,Tunnelstrasse. Pastoralassistentin Gudula Metzel. Donnerstag, 30. Mai 10.00 Auffahrt. Gottesdienst in der Kapelle in Staad. Pfarrer Roger Juillerat. Anschliessend herzliche Einladung zum Risotto-Essen bei Christian Schwarz. Markuskirche Bettlach Freitag, 24. Mai 15.15 Ökumenischer Gottesdienst im Alterszentrum Baumgarten. Pfarrerin Susanna Meyer. 16.00 Fiire mit de Chline in der Markuskirche. 16.00 Stars und Stärnli im Kirchgemeindehaus Markus. Sonntag, 26. Mai 10.00 Kein Gottesdienst. Für die ganze Kirchgemeinde findet der Gottesdienst in Grenchen statt. RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 25. Mai 9.00 Rosenkranz,Taufkapelle. 17.30 Eucharistiefeier mit KiGo, Kindergottesdienst. Sonntag, 26. Mai 10.00 Eucharistiefeier. 10.00 Eucharistiefeier in Spanisch, Taufkapelle. 11.15 Eucharistiefeier in Italienisch. Dienstag, 28. Mai 9.00 Wortgottesdienst entfällt. 19.00 Ökum. Friedensgebet, Josefskapelle. Mittwoch, 29. Mai 18.30 Eucharistiefeier. Donnerstag, 30. Mai Christi Himmelfahrt 10.00 Eucharistiefeier. 10.00 Eucharistiefeier in Spanisch, Taufkapelle. CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Christkatholische Kirche St. Peter und Paul Sonntag, 26. Mai Kein christkatholischer Gottesdienst in Grenchen. Dienstag, 28. Mai 19.00 Ökumenisches Friedensgebet in der Josefskapelle, Gudula Metzel.

Planauflage

EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen Info: www.emk-grenchen.ch Sonntag, 26. Mai 19.00 Gottesdienst.

Grenchen, 23. Mai 2019

GEMEINDE FÜR CHRISTUS GfC Freiestrasse 30, Grenchen Sonntag, 26. Mai 9.45 Gottesdienst mit Kinderprogramm

Bauplatz Planverfasser

Baudirektion, Dammstrasse 14 Grenchen Einsprachefrist 7. Juni 2019 Einsprachen sind begründet und im Doppel bei der Baudirektion einzureichen. BAUDIREKTION GRENCHEN

IMPRESSUM

Einladung zur Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Leugene Dienstag, 25. Juni 2019, 17 Uhr, Schlössliheim, 2542 Pieterlen

Der Mensch im Zentrum

Patricia Bühler

Hilfe für Grundpflege, Haushalt und Gesellschaft etc.

Bielstrasse 9 2540 Grenchen

Termine auf Anfrage

078 819 08 60

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Traktanden: 1. Begrüssung und Feststellung der Stimmenverhältnisse Formelle Genehmigung des Protokolls der Abgeordnetenversammlung vom 15. Mai 2018 2. Kenntnisnahme des Jahresberichts des Präsidenten 3. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 unter Vorbehalt des fakultativen Referendums 4. Genehmigung des Budgets 2020 unter Vorbehalt des fakultativen Referendums 5. Genehmigung des neuen Kostenteilers 6. Verschiedenes Pieterlen, 22. Mai 2019 Gemeindeverband Leugene Der Vorstand

6. Flohmarkt Brocante

1. Juni 2019 – 2536 Plagne 9.00 bis 15.00 Uhr - 30 Aussteller Parkplätze – Restauration

amtlicher Anzeiger für die Stadt Grenchen, www.grenchnerstadtanzeiger.ch Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach, Romont, Lengnau,Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Erscheinungsweise: wöchentlich, Donnerstag Herausgeber: AZ Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen Geschäftsführerin: Lara Näf, 032 654 10 66, lara.naef@chmedia.ch Redaktion: Grenchner Stadt-Anzeiger Dejo Press GmbH J. Weibel Tel. 032 652 66 65 redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch Inseratenverkauf: AZ Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, 032 654 10 60 inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Druckerei: Mittelland Zeitungs Druck AG, Neumattstr. 1, 5001 Aarau Inserateschluss: Mittwoch, 10.30 Uhr Inseratepreis: mm sw CHF -.85 / mm farbig CHF 1.21 Stellen: mm sw CHF -.96 Immobilien: CHF -.96 alle Preise zuzüglich 7,7% MwSt. Auflage WEMF-beglaubigt: 23 521 Ex. (WEMF 2018) Copyright: AZ Anzeiger AG Der Grenchner Stadt-Anzeiger ist Mitglied des Bieler Regio-Kombis Plus Ein Produkt der

Verleger: Peter Wanner www.chmedia.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB:

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Grenchen

Nr. 21 | Donnerstag, 23. Mai 2019

Vom Turnsäckli bis zum Ehering

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Hochbetrieb im Messerestaurant. (Bild: Archiv)

GRENCHEN Verlorene Dinge sind in der Regel nicht einfach weg. Sie wurden zwar vergessen und liegen gelassen, doch irgendwer findet sie meist und bringt sie oft auch in ein Fundbüro. Eine Umfrage in den Grenchner Fundbüros hat allerdings gezeigt, dass manchmal sogar wertvolle Gegenstände nicht mehr abgeholt werden. STEFAN KAISER (TEXT UND FOTO)

E

s ist schier unglaublich, was in der Schweiz tagtäglich alles verloren geht, oder besser gesagt: vergessen wird und liegen gelassen bleibt. Denn das meiste wird auch wiedergefunden, ist also nicht verloren, und wird danach auch in ein Fundbüro gebracht. Allein in der Fundzentrale der SBB in Bern werden täglich rund 400 Gegenstände abgegeben, die in den Verkehrsmitteln der SBB und fast zwei Dutzend angeschlossener Verkehrsbetriebe gefunden wurden. Und durch eine Verlustmeldung am Schalter (Gebühr von 15 Franken), via Hotline 0848 44 66 88 (8 Rp. pro Minute) oder kostenlos übers Internet (www.sbb.ch/fundservice) stehen die Chancen recht gut, dass man seine verlorenen Gegenstände relativ rasch wiederbekommt, indem man sie sich an den nächstgelegenen Bahnhof mit Fundbüro schicken lassen kann. Nicht abgeholte Sachen werden schliesslich durch die Fundsachen.ch GmbH versteigert. Aktuell stehen z. B. viele Skateboards und sogar ein Rollstuhl im Angebot.

Nach Verlust ein paar Tage warten

Etwas anders läuft es ab, wenn man etwas z. B. in der Stadt Grenchen verloren hat. Je nach Ort werden die Fundgegenstände hier von Privatpersonen oder Gemeindearbeitern auf der Stadtpolizei an der Simplonstrasse abgegeben. Und darunter befinden sich teilweise auch sehr wertvolle Dinge wie Uhren, Schmuck und Handys – es seien auch schon ServicePortemonnaies mit hunderten von Franken darin abgegeben

Rolf Keller von der Doppelturnhalle in der Schwimmhalle fand schon einen diamantbesetzten Ehering, den jemand vergessen hatte – und nicht wieder abholte … worden. Wenn man etwas selber nicht wiederfindet, lohnt es sich allerdings, ein paar Tage oder Wochen zu warten, bis man zur Polizei geht, weil auch ein zufälliger Finder den Gegenstand wahrscheinlich nicht genau am Tag des Verlusts findet und ihn erst später bei der Polizei abgibt. Die abgegebenen Dinge werden auf dem Posten ebenfalls elektronisch im Onlineportal easyfind.ch erfasst, das auch mit der SBB-Datenbank vernetzt ist, und können so wiedergefunden werden. Die Fundsachen werden von der Polizei ein Jahr lang aufbewahrt, danach werden sie verwertet und verkauft, und der Erlös fliesst dem Blumenhaus Buchegg zu.

Eheringe, Littering und Fussbälle

Wahrscheinlich die meisten Dinge gehen in Grenchen allerdings in den Schulhäusern «verloren». Dabei handelt es sich meistens um

Kleidungsstücke, Turnsäckli oder Regenschirme, die in den Garderoben und Gängen vergessen werden. Diese Dinge werden von den Schulhausabwarten jeweils an eine öffentlich zugängliche Stange gehängt oder in eine Kiste gelegt, damit sie sich die Kinder unkompliziert wiederholen können. Wertgegenstände wie Uhren, Schmuck und Handys werden allerdings weggeschlossen und eine Zeit lang aufbewahrt. Beim Abholen handhaben es die Abwarte jeweils sehr unterschiedlich. Matthias Hess vom Schulhaus IV etwa bietet jeden ersten Dienstag im Monat in der grossen Pause einen Abholtag an, wobei man ihn natürlich auch dazwischen immer ansprechen darf. Wertgegenstände würden in der Regel sehr schnell abgeholt, Kleider allerdings nicht, und die landen dann vor den Ferien jeweils in der Altkleidersammlung. «Da bei uns

auch Vereine verkehren, hatte ich auch schon einen Ehering unter den Fundsachen», schmunzelt er, als er auf die kuriosesten Funde angesprochen wird, «es fanden sich aber auch einzelne Turnschuhe, Unterhosen und ein Paar nigelnagelneue Turnschuhe.» Auch Rolf Keller von der Doppelturnhalle in der Schwimmhalle hatte einmal einen diamantbesetzten Ehering gefunden – der nicht abgeholt wurde. «Und während vor Jahren noch sehr viel mehr liegen blieb, sind es heute vor allem noch Kleider, die vergessen werden», hält er fest. Über 95 Prozent davon würden allerdings nicht abgeholt, und diese Kleider spendet er jeweils der Kleidersammlung beim Tierheim Aarebrüggli, das pro Kilo Altkleider eine kleine Gebühr dazuverdient. Simone Kocher im Schulhaus Kastels ist aufgefallen, dass auch relativ viele Tupperware liegen bleibt und führt dies auf die moderne Wegwerfgesellschaft zurück. «Das Thema Abfall ist in unserem Schulhaus allerdings ein grosses Thema», erklärt sie und freut sich, dass immer wieder freiwillige Fötzelaktionen und andere Projekte durchgeführt werden. Und auch Yves Farine vom Schulhaus Eichholz sammelt fleissig Fundsachen ein. «Früher gingen die Lehrer nach den Turnstunden noch durch die Garderoben und sammelten Liegengebliebenes ein, heute liegt das vor allem an mir.» Und er weiss noch von anderen speziellen Verluststücken: Fussbälle auf dem Flachdach der Turnhalle. Ein- bis zweimal pro Woche holt er sie dann runter, damit sie die Kinder bei ihm abholen und weiterspielen können.

Die Jubiläums-MIA steht vor der Tür

GRENCHEN Hereinspaziert in die Tennishalle zur 30. MIA in Grenchen. In sechs Tagen wird sie eröffnet – an einem neuen Standort. «Alles ist gerüstet», meldet MIA-Chef Christian Riesen. Die Besucherinnen und Besucher der JubiläumsMIA können sich auf einige Highlights freuen. JOSEPH WEIBEL

E

s hat doppelt so viele Aussteller (über 100), und vier Fünftel der Aussteller stammt aus dem Grossraum Grenchen, verriet Christian Riesen Anfang Juni dem Grenchner Stadt-Anzeiger. Der umtriebige MIA-Macher wirkt entspannter als auch schon. Es habe viele Anziehungspunkte dieses Jahr. Konkret heisst das: Die Grenchner Aviation Days gehen gleichzeitig über die Bühne. Damit ist der neue Standort in und um die Tennishalle natürlich goldrichtig gelegen. Am Wochenende locken ausserdem noch das Heli-Weekend und eine Flugshow der Schweizer Flugwaffe. Wie letztes Jahr herrscht am Abend Hochbetrieb im Partyzelt. Radio 32 ist Messe-

radio, TeleBielingue Messe-Fernsehen. Neben dem offiziellen Messerestaurant bei der Tennishalle bieten sich weitere Verpflegungsmöglichkeiten auf dem ganzen Gelände. Die 30. MIA wird sozusagen eine Heim-Messe. 80 Prozent der Aussteller stammen aus Grenchen und der Region. Die Messe soll laut Messechef Riesen LiveCharakter haben. Einige Aussteller werden ihre Tätigkeit live aufführen. Die Messe wird am kommenden Mittwoch um 14 Uhr offiziell eröffnet und dauert bis Sonntag, 2. Juni.

> FAKTEN 30. MIA 2019: 29. Mai bis 2. Juni 2019 Ausstellungsort: Tennishalle Grenchen und Gelände Parkplätze: 700 (direkt neben dem Festgelände) Öffnungszeiten: 29. Mai: 14 bis 21 Uhr, 30. Mai bis 1. Juni: 11 bis 21 Uhr, 2. Juni: 11 bis 17 Uhr; www.mia-grenchen.ch

NEUES VON DER STANDORTFÖRDERUNG DER STADT GRENCHEN 4 Fragen an Angela Kummer, Museumsleiterin

Unternehmens-Erfolg dank der Höheren Fachschule für Technik Mittelland

A

m diesjährigen InnovationsFrühstück der Grenchner Wirtschaftsförderung im Tissot Velodrome zeigte Daniel Bloch von der Camille Bloch sehr anschaulich, wie die Idee für Ragusa Blond in Kanada entstanden ist. Manchmal liegen InnovationsImpulse aber auch vor der Haustüre, wie ein Beispiel der Höheren Fachschule für Technik Mittelland (hftm) zeigt, das ebenfalls im Velodrome vorgestellt wurde.

Herausforderung eines Zulieferers

Ein Zulieferer aus der Region gelangte mit einer Idee für eine Diplomarbeit an die hftm: Bisher wurden Elemente für die Automatikgetriebe eines deutschen Fahrzeugherstellers durch einen deutschen Lieferanten bearbeitet. Neu sollten diese Elemente in der Schweiz schneller, günstiger und von besserer Qualität als bei der deutschen Konkurrenz bearbeitet werden. Zwei Studenten vom Studiengang «Techniker HF Maschinenbau» der hftm erstellten für den Zulieferer eine Machbarkeitsstudie und definierten in der Diplomarbeit die Eckpunkte und die Prozessabläufe für eine automatisierte Fertigungsstrasse sowie das Qualitätsmanagementsystem.

Erfolgsgeschichte einer Diplomarbeit

Dank des überzeugenden Konzeptes erhielt das Schweizer Unternehmen den Auftrag für den deutschen Fahrzeughersteller. Bereits während

Karin Heimann, Standortförderin Grenchen der Ausbildung konnte einer der beiden Studenten eine verantwortungsvolle Stelle beim Zulieferer übernehmen. Er initiierte die Installation und das Programmieren der Fertigungsstrasse und ist heute als Produktionsleiter tätig.

Gewinn für alle Beteiligten

Der hftm-Absolvent ist überzeugt, dass er nur dank der praxisnahen Ausbildung an der hftm die Aufgabenstellung bewältigen konnte. Der Zulieferer hat nach eigenen Angaben einen Produktionsleiter gewonnen, der nicht nur mit viel Theorie, sondern auch mit viel Verständnis für die Praxis die täglichen Herausforderungen anpackt. Und die Höhere Fachschule für Technik Mittelland in Grenchen und Biel zeigt mit diesem Beispiel, dass sie in unserer Wirtschaftsregion nicht nur als Fachkräfte-Lieferantin, sondern auch als Impulsgeberin für Innovationen eine wichtige Rolle spielt.

«Wir sind ein Teil der lebendigen Tradition»

GRENCHEN Die 37-jährige Angela Kummer ist Museumsleiterin des Kultur-Historischen Museums in Grenchen. Für die Gemeinderätin der Stadt hat der Internationale Museumstag seit Jahren eine ganz besondere Bedeutung, und die Historikerin engagiert sich mit viel Herzblut für diesen Traditionsanlass. Angela Kummer, was macht die Faszination des Internationalen Museumstags in Grenchen aus? Angela Kummer: Unsere Museen laden anlässlich dieses Tages dazu ein, über den Einfluss der lebendigen Traditionen auf unser alltägliches Leben nachzudenken. Es ist quasi ein Tag der offenen Tür. Man kann sich auf unterhaltsame und anregende Weise mit den vielfältigen Ausdrucksformen des immateriellen Kulturlebens auseinandersetzen. Man kann an diesem Tag irgendein Museum seiner Wahl besuchen. Wir sind damit selbst ein Teil der lebendigen Traditionen. Was konnten Sie den Grenchnerinnen und Grenchnern an diesem Tag bieten? Wir konnten der interessierten Bevölkerung zeigen, was wir im Museum alles machen. Wichtig ist heute mehr denn je, dass den Besuchern die Möglichkeit gegeben wird, etwas zu entdecken und etwas auszuprobieren. Sobald man selbst kreativ werden kann, hat ein Museumsbesuch nicht nur den Charakter einer Ausstellung oder einer Führung. Man wird Teil des Ganzen. Die Idee ist es, dezentral ge-

Museumsleiterin Angela Kummer zeigt den jüngsten Besuchern im Schreibatelier, wie man mit Handlettering schön Schriften kreieren kann. (Bild: Daniel Martiny) nerell die Museen dem Publikum näher zu bringen. Es soll ein eigentlicher Familientag werden.

ein Wörter-Quiz zu organisieren und auch eine Lesung zu Mazzini und seinen Briefen zu präsentieren.

Mit welchem Thema vermochten Sie das Publikum ins Museum zu locken? Die lebendigen Traditionen gehören heute zu den spannendsten, dynamischsten und beliebtesten Themen in Museen. Im Zeitalter der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung ist die Erhaltung des Kulturgutes zu einem zentralen Anliegen unserer Gesellschaft geworden. Wir haben im Kultur-Historischen Museum Grenchen den Tag zum Anlass genommen, das sogenannte Handlettering vorzustellen, alte Schreibutensilien und Schreibmaschinen zu zeigen,

Und wie lautet ihr Fazit zum diesjährigen Internationalen Museumstag? Wir durften alle einen spannenden Tag im Museum erleben. «Vom Brief zum SMS – Schreiben und Sprache im Wandel der Zeit» war ein weitreichendes, überaus komplexes und sehr interessantes Thema. Der Publikumszuspruch war dementsprechend gross. Die Führung, die Lesung und das offene Schreibatelier mit Handlettering, das Museumscafé und WortQuiz kamen allgemein sehr gut an, und ich freue mich bereits heute auf eine neue Herausforderung im nächsten Jahr. Daniel Martiny


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FC Grenchen aktuell

Donnerstag, 23. Mai 2019 | Nr. 21


Menschen

Nr. 21 | Donnerstag, 23. Mai 2019

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AUF EIN WORT MIT ... LUZIA MEISTER Die Grenchner-Stadt-Anzeiger-Serie

Eine Frau, ganz schön taff und einfach sympathisch JOSEPH WEIBEL

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uzia Meister ist ein Begriff in der Stadt – noch mehr: Sie ist eine Institution. Eine sympathische Frau dazu – immer gut aufgelegt, gut drauf und trotzdem mit der vornehmen Zurückhaltung, so wie man es bei vielen Menschen vermisst. Luzia Meister ist Stadtschreiberin von Grenchen.

Mit dem «Radel» unterwegs

Zufall oder nicht? Jedenfalls ist Luzia Meister, Rechtsanwältin von Beruf, schon einzigartig. Sie arbeitete vor dem Ruf nach Grenchen in (früher) typischen Männerdomänen. Sie hat sich bestens ohne Auto eingerichtet; wenn sie ausnahmsweise doch eines braucht, mietet sie ein Mobility-Auto. Vom alten Familienauto, ein DKW 1958, das unbewegt in der Garage steht, konnte sie sich allerdings nicht trennen. Ihr primäres Fortbewegungsmittel ist das Velo. Wenn also eine Frau auf einem Rad (noch) ohne Motor, mit wehendem Haar und immer einem Lächeln im Gesicht, an Ihnen vorbei rauscht, so ist es ziemlich sicher Frau Meister. Als sie am 1. Februar 2010 ihre Stelle als Stadtschreiberin antrat, wollte sie wissen, wohin es sie verschlagen hat: «Ich ging fast täglich mit dem Rad auf Erkundungstour.» Sie habe ja (noch) niemanden gekannt. Sie schmökerte in alten Jahrbüchern und fand immer mehr Gefallen an dieser Kleinmetropole. «Zwischenzeitlich kenne ich viele Leute hier – und sie mich natürlich auch.»

treterin und Vizepräsidentin von Pro Velo Schweiz (vormals IG Velo). In dieser Organisation ist sie seit sagenhaften 40 Jahren aktiv und trat 2018 als Vizepräsidentin von Pro Velo Schweiz zurück; zwölf Jahre war sie Mitglied der Kommission des «Schweizerischen Fonds für Unfallverhütung im Strassenverkehr», gewählt von höchster Stelle übrigens: vom Bundesrat. Wie empfand sie die Stadt bei diesem vorerwähnten Erstkontakt? Das wisse sie nicht mehr. «Es ging ja nicht um ein Städteranking, sondern um eine Preisverleihung», meint sie schlagfertig. Natürlich ist diese Frau nicht immer gleichsam locker vom Hocker. Aber sie wirkt völlig entkrampft und weiss auf jede Frage eine treffende Antwort.

Ganz schön viel erlebt

Das kann mit ein Grund sein. Aber eine entscheidende Rolle dürfte wohl ihr schulischer, ehrenamtlicher und beruf-

«Ich gehe gerne mit Leuten essen»

Menschenscheu ist Grenchens Stadtschreiberin, die in ziemlich genau einem Jahr und sechs Tagen 60 Jahre alt wird, jedenfalls nicht. In einem Interview in den Anfängen ihrer Tätigkeit in Grenchen erwähnte sie, dass sie gerne mit Leuten essen gehe. Was passierte? Sie erhielt von einer Dame einen Anruf, ob sie auch mit ihr essen gehen würde. Und: Wie war die Antwort? Natürlich sei sie gegangen; es war eine sehr interessante Frauenrunde. Diese Aussage passt zur Art und Weise, wie sie sich schlau machte über jene Stadt, die attraktiver sei, als manche glauben, auch einige Alteingesessene selbst. Das Lob hat Gewicht, steht doch ihr Herkunftsort Riehen in Städterankings regelmässig weit vorne. Und sie lebte und arbeitete schon in vielen Städten (u. a. Basel, Zürich, Genf, Fribourg, Aarau, London, New York).

licher Rucksack sein – prall gefüllt mit eindrücklichen Bildungs- und Berufswegen. Sie studierte nach der Matura in Basel und Fribourg Rechtswissenschaften und belegte Wirtschaftsfächer. Im Kanton Aargau arbeitete sie anschliessend an verschiedenen Gerichten und legte das Anwaltsexamen ab. Bei der damaligen Bankgesellschaft machte sie eine zweijährige Finanzfachausbildung und wirkte anschliessend für zehn Jahre beim Bankverein als Rechtskonsulentin. Noch heute trifft sie sich alle zwei Monate mit ehemaligen Bankanwälten zum Talk und gemütlichen Zusammensein – seit 20 Jahren notabene. 1999 wurde sie zum «Departementssekretär» des Finanzdepartements Basel-Stadt gewählt und arbeitete für weitere zehn Jahre in dieser anspruchsvollen Stellung. Danach war sie als Anwältin für den Schweizer Ombudsmann in Zürich tätig zur Bewältigung der zahlreichen Fälle aus der Finanzkrise.

Grenchen ist eine Jungstadt

Spätestens jetzt dürfte allen klar sein, dass Luzia Meister weder eine Frau der schnellen Entschlüsse noch der regen Stellenwechsel ist. In acht Monaten ist es auch wieder ein Dezennium her, als die quirlige Dame nach Grenchen kam und sich dachte, in dieser «schrägen» Stadt könnte es spannend werden. Vom ersten Tag an wohnte sie hier – genau genommen im Kastels an der Hohlenstrasse. Sie sei Teil einer Jungstadt. Bitte? «Wir haben keine Altstadt; wurden erst spät zur Stadt, also nenn ich Grenchen eine Jungstadt.» Grenchen sei in seiner Art einzigartig mit offen orientierten Menschen. «Die Stadt ist nicht zu gross und auch nicht zu klein.» Die Partnerstädte Neckarsulm (D) und Séléstat (F) kennt sie ebenso wie den Patenort Unterschächen oder Mazzinis Heimat im etwas ferneren Italien. Die von ihr angesprochene Offenheit offenbarte sich schon 1835, als Grenchen diesem Revoluzzer aus Italien Asyl gewährte. «Dieser traditionellen Offenheit gegenüber Neuem und anderem müssen wir Sorge tragen.» Unangesprochen schwärmt Luzia Meister vom Velodrome, das als Leuchtturm weit über Grenchen hinaus strahle. «Überhaupt!», hakt sie nach, «die Sportstättenszene hier ist einzigartig.» Punkt. Sie muss nicht alles aufzählen. Findet diese Frau überhaupt noch private Abwechslung oder steckt sie immer in ihrem friedlichen Kampf für diese Stadt, für die Velofahrer und

Ganz fremd war ihr die Stadt Grenchen aber schon vor ihrer heutigen Tätigkeit nicht. Sie war bei der Preisverleihung für beispielhafte Fussgängerzonen zugegen – als Ver-

Am kommenden Samstag kommen die Schlagerfreunde voll auf ihre Kosten. Im Luxory-Saal an der Maienstrasse 6 in Grenchen kommt es zur tollen Musikshow mit G. G. Anderson, Monika Martin und Mario & Christoph. Türöffnung ist um 18 Uhr. mgt Der Grenchner Stadt-Anzeiger verlost einmal zwei Tickets. Was Sie tun müssen: Rufen Sie uns morgen Freitag, 24. Mai 2019, um 11.50 Uhr an. Der erste Anrufer gewinnt die beiden Tickets. Telefon: 032 654 10 66.

Family Time in Solothurns Altstadt

D

er BEKB-Familientag jährt sich sage und schreibe zum 17. Mal. Treffpunkt ist kommenden Sonntag um 11 Uhr in Solothurns Altstadt. Ob Gross oder Klein: Familien mit ihren Kindern finden alles, was das Herz begehrt. Auf der Hauptbühne vor der St.-Ursen-Kathedrale wird gesungen. Der vielseitige Sänger, Kinderlieder- und Geschichtenschreiber Simu Fankhauser tritt auf. Märchenshows gibt es auf zwei

Vorname/Name: Luzia Meister Wohnort: 2540 Grenchen Geburtsjahr: 1960 Beruf/Funktion: Anwältin

> FÜNF FRAGEN Meine Lieblingsdestination: Immer mal woanders hin (mit dem Zug). Lieblingsspeise: Es gibt so viel Gutes, Abwechslung auch mit einfachen regionalen Zutaten. Aufsteller der Woche: Die spriessende Natur mitten in der Stadt, das gelungene Konzert im Gewächshaus Ettingen. Auf was kann ich nicht verzichten: Liebe Menschen, fordernde Aufgaben. Ich würde nie: … eine solche Frage beantworten?

für die Menschen, die Nachhaltigkeit nicht nur als Wort kennen, sondern auch leben? Viel Freizeit bleibt nicht, aber sie ist da. Sie singt seit 30 Jahren im Kammerchor Notabene Basel und entspannt sich bei der Pflege von Mutters Garten in Riehen oder beim «Dinge reparieren». Und sie hat eine Familie, die in ihrer Heimat lebt. Sie schätzt den Kontakt zur Mutter, zum älteren Bruder (Ökonom), zur jüngeren Schwester (Germanistin) und deren Kinder. Die Familie ist und bleibt ihr wichtig. «Riehen und Basel sind auch für öV-Nutzer wie mich nicht weit entfernt.»

Integration ist ihr wichtig

Vielleicht zieht es sie nach der Pensionierung wieder zurück? Luzia Meister guckt mich fragend an. «Ich weiss es noch nicht. Ich kenne hier eigentlich schon mehr Leute als in Basel.» Aus ihrer Stimme spürt man ein «Wir»-Gefühl, das sie für diese Stadt entwickelt hat. Den Willen, sich einzugliedern, verlangt sie als Integrationsbeauftragte von den Migrant/innen. Ihr Team führt jährlich über 150 Zuzügergespräche; da wird ganz deutlich gemacht, dass sie deutsch lernen müssen. Sie blickt kurz aber versonnen auf die blühenden Blumen und Sträucher im Stadtpark. «Ich kann mich nicht sattsehen an dem wunderschönen Grün in der ganzen Stadt. Entlang den Strassen. Sie verbreiten Lebendigkeit, Farbe und auch schöne Düfte.» Das sei jetzt ein ernstgemeintes Lob an Stadtgrün gewesen. Man muss sie einfach mögen, diese Frau, die wir immer wieder auf ihrem Velo treffen, wenn sie mit wehendem Haar und einem Lächeln im Gesicht durch die Stadt radelt.

Die Familie ist ihr wichtig

Treffende Antwort

Schlagerabend im Luxory

> STECKBRIEF

verzauberten Bühnen. Auf dem Marktplatz sorgt Clown Pepe mit seinem Strassentheater für viel Clownerie und Lacher. Karusselle, Kinderschminken und viele Spiele ergänzen den reichhaltigen Rahmen. Der BEKB-Familientag vom 26. Mai 2019 ist kostenlos und richtet sich an die ganze Bevölkerung. Er findet bei jeder Witterung statt von 11 bis 16.30 Uhr. mgt Weitere Details: www.bekb.ch/familientage

Leuchtende Kinderaugen – das verspricht der BEKB-Familientag. (Bild: Archiv)

BS. in Riehen g a lt u h c S m ersten ter vor ihre Luzia Meis ) ilienarchiv (Bild: Fam


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Immobilien

Donnerstag, 23. Mai 2019 | Nr. 21

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AKTUELL


Nr. 21 | Donnerstag, 23. Mai 2019

Diverses

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Veranstaltungskalender

Donnerstag, 23. Mai 2019 | Nr. 21

«Influencer – Berufe der Zukunft?» Einladung zum Grenchner Wirtschaftsforum Am Donnerstag 6. Juni, laden der Industrie- und Handelsverband Grenchen und Umgebung, der Gewerbeverband Grenchen, zusammen mit der Stadt Grenchen und der Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn zum Wirtschaftsforum ein. Die Referate von Bruno Bucher, Dozent für Digital Marketing an der Berner Fachhochschule, Vasco Branschi und Thierry Moser (beide

MELDEN SIE IHREN ANLASS! Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles –›

Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Die Daten werden gleichzeitig auch für die Printagenda in

den Ausgaben az Grenchner Tagblatt, az Solothurner Zeitung, ot Oltner Tagblatt sowie deren Onlineveranstaltungskalendern verwendet. Eintragungen bis 10 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

IN GRENCHEN IST WAS LOS!

DONNERSTAG, 23. MAI

DIENSTAG, 28. MAI

SAMSTAG, 1. JUNI

14.30 Uhr: CinéTreff – «Monsieur Claude 2». Kino für Senioren und auch die die es werden wollen. Kino Rex, Bielstrasse 17.

7.00–12.00 Uhr: Markt mit Frischprodukten. www.gvg.ch Marktplatz.

10.00–17.00 Uhr: 12. Heliweekend. Die Ausstellung mit Helikopter aus der ganzen Schweiz. Es stehen über 1400 Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplätze sind kostenpflichtig. www.heliweekend.ch Flughafen Grenchen, Flughafenstr. 117.

FREITAG, 24. MAI 7.00–12.00 Uhr: Markt mit Frischprodukten. www.gvg.ch Marktplatz. 11.30 Uhr: Suppentag im Zwinglihaus Grenchen. Der Erlös geht an «Brot für alle». Keine Anmeldung nötig. Zwinglihaus, Zwinglistr. 9.

SAMSTAG, 25. MAI 13.30–16.00 Uhr: Die Kapelle Allerheiligen ist geöffnet. Kapelle Allerheiligen, Allerheiligenstr. 13.30–16.30 Uhr: Exkursion «Das Schattendasein der Moose». Exkursion unter der Leitung von Heike Hofmann, Uni Zürich, Projektleiterin «Moosflora der Schweiz». Mitbringen: Lupe, möglichst 10fach, falls vorhanden. Treffpunkt: 13.30 Uhr beim Bahnhof Nord in Grenchen. www.vnsg.ch Besammlung Bahnhof Nord. 17.00 Uhr: Fussball Meisterschaftsspiel 2. Liga: FC Grenchen 15 – HNK Croatia. Stadion Riedern. 17.30 Uhr: Schnupperabend beim Männerchor CantaGaudio. Gemütlicher Singabend im Kreise von CantaGaudio für Singinteressierte. Unter der Leitung des Dirigenten Jürg Michel Rickli werden zwei Lieder einstudiert. Parktheater, Lindenstrasse 41.

SONNTAG, 26. MAI 13.30 Uhr: Coop Kinderland Openair 2019. Erlebnis für Gross und Klein. Das Coop Kinderland Openair zählt mit 40 000 Teilnehmenden zu einem der erfolgreichsten Familien-Events in der Schweiz. www.coopkinderland.ch Stadtpark, Lindenstrasse 41.; Vorverkauf: www.ticketcorner.ch 13.30–18.00 Uhr: Wasserpumpen mit Terre des hommes am Kinderland Openair Stadtpark Grenchen. Stadtpark, Lindenstrasse 41.

18.00 Uhr: Einladung zum öffentlichen Vortrag. Information über die Inhalte des Evivo Trainings. Spitex-Dienste Grenchen, Girardstrasse 17. 19.30 Uhr: «Verdichten oder Zersiedeln: Was bedeutet das für die Biodiversität?». Vortrag von Simona Kobel, Pro Natura Schweiz. Eintritt frei. Parktheater (Ratssaal), Lindenstrasse 41.

MITTWOCH, 29. MAI 14.00–21.00 Uhr: 30. Mittelländer Ausstellung MIA. Die Familienmesse in Grenchen. Der Eintritt ist frei und es stehen über 1400 Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplätze sind kostenpflichtig. Tennishalle, Flughafenstrasse 38. 21.30 Uhr: «Light Food @ Mia Grenchen». Light Food mit special Guest Buddy Dee an der MIA in Grenchen. Ausstellungs- und Tennishalle.

DONNERSTAG, 30. MAI 11.00–21.00 Uhr: 30. Mittelländer Ausstellung MIA. Die Familienmesse in Grenchen. Der Eintritt ist frei und es stehen über 1400 Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplätze sind kostenpflichtig. Tennishalle, Flughafenstrasse 38.

FREITAG, 31. MAI 11.00–21.00 Uhr: 30. Mittelländer Ausstellung MIA. Der Eintritt ist frei und es stehen über 1400 Parkplätze zur Verfügung. Tennishalle, Flughafenstrasse 38. 21.00 Uhr: Jersey Julie. American Roots Music. Rössli Pub, Bielstrasse 7.

11.00 Uhr: «Romeo & Julia» – Offene Probe. Das Ensemble der Grencher Freilichtspiele beim Proben besuchen, rund 2 Wochen vor der Uraufführung. www.freilichtspiele-grenchen.ch. Freilichtspielplatz Eichholz. 13.00 Uhr: Schweizermeisterschaft Hornussen NLB. Heimspiel der Hornusser Grenchen. Hornusserhüttli, Hornusserweg. 13.30–16.00 Uhr: Die Kapelle Allerheiligen ist geöffnet. Kapelle Allerheiligen, Allerheiligenstr. 14.00–21.00 Uhr: 30. Mittelländer Ausstellung MIA. Eintritt frei. Die Parkplätze sind kostenpflichtig. Tennishalle, Flughafenstrasse 38.

SONNTAG, 2. JUNI 10.00–17.00 Uhr: 12. Heliweekend. Die Ausstellung mit Helikopter aus der ganzen Schweiz. Es stehen über 1400 Parkplätze zur Verfügung. www.heliweekend.ch Flughafen Grenchen, Flughafenstr. 117. 10.30 Uhr: Die Vereinigung Pro Jazz präsentiert an ihrer nächsten Matinee die Jersey Julie Band. Das Konzert findet je nach Witterung auf der Terrasse oder im Foyer statt. Eintritt frei, Kollekte. Parktheater (Foyer), Lindenstrasse 41. 14.00–21.00 Uhr: 30. Mittelländer Ausstellung MIA. Der Eintritt ist frei und es stehen über 1400 Parkplätze zur Verfügung. Tennishalle, Flughafenst. 38. 14.30 Uhr: Fussball Meisterschaftsspiel 2. Liga: FC Grenchen 15 – SC Blustavia. Stadion Riedern. 17.00 Uhr: Konzert im Bachtelen: «Nemati und Geiser». Konzert der Sonderpädagogisches Zentrum Bachtelen (Girardsaal), Bachtelenstr. 24.

Mitgründer der Artworth GmbH), informieren über den Nutzen von Influencern für das lokale Gewerbe und die Industrie. Um den Teilnehmenden aus dem Gewerbe zu ermöglichen, auch am Forum teilzunehmen, beginnt es erst um 19 Uhr! Anmeldung bis 30. Mai, an info@ihvg.ch oder 032 654 99 10. Bitte um Angabe Anzahl Personen. Donnerstag, 9. Juni, 19 Uhr Grenchner Wirtschaftsforum, Parktheater, Ratssaal

Foto: zvg

Grenchner Fan-Bus – Jetzt anmelden! Am Donnerstag, 8. August jassen die auserkorenen Grenchnerinnen und Grenchner in der Live-Sendung in Walenstadt oder Flums gegen Balsthal. Dafür benötigen sie die Unterstützung durch die Grenchner Fans. Ab sofort besteht die Möglichkeit sich für die Fanreise anzumelden.

Reservieren Sie sich jetzt Ihren Sitzplatz. Die Kosten für die Hin- und Rückreise sowie ein Fan-Package belaufen sich voraussichtlich auf 25 Franken pro Person. Reservieren Sie jetzt Ihren Sitzplatz unter www.grenchen.ch/anmeldung

«Mis Gränche – dis Gränche! Entdecken Sie jetzt die Sonnenseiten der Wohnstadt Grenchen» Versteckte Dinge – versteckte Orte. Entdecken Sie mit uns historische Spuren und eher versteckte Dinge und Orte vom Stadtzentrum zum Parktheater. Für Detektive oder solche die es werden wollen... Im Anschluss an die Führung offeriert

das Restaurant Parktheater jeder teilnehmenden Person ein nichtalkoholisches Getränk. Mittwoch, 19. Juni 2019, 17.30 Uhr. Anmeldung unter www.jurasonnenseite.ch.

Information Heliweekend Im Rahmen des diesjährigen Heliweekends finden folgende Trainings und Vorführungen der Schweizer Luftwaffe und des Breitling Jet Teams statt:

12 und 12.15 Uhr, 14 und 14.30 Uhr, 16 und 16.15 Uhr, Sonntag, 2. Juni: zwischen 15 und 15.45 Uhr. Kurzfristige Änderungen vorbehalten.

Mittwoch, 29. Mai: zwischen 14.30 und 15.15 Uhr, Freitag, 31. Mai: zwischen 14 und 14.15 Uhr, Samstag, 1. Juni zwischen 10.45 und 11 Uhr,

Im Namen aller Beteiligten und Besucher danken die Organisatoren der Bevölkerung der umliegenden Gemeinden im voraus für das Verständnis, welches sie dem Anlass entgegenbringen.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Kultur-Historisches Museum, Absyte: «Der Mann aus dem Frühmittelalter». «Die verdrängte Tragödie – der Generalstreik in Grenchen». Gastausstellung «Adelasius Ebalchus zum Leben erweckt. Die Rekonstruktion eines Gesichts». www.museumgrenchen.ch Sa, So, Mi 14–17 Uhr Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse: «Uwe Wittwer – Die schwarzen Sonnen». Gemälde, Aquarelle und Inkjetprints. Thomas Woodtli – Bühne frei für’s Museum. Intervention_3. www.kunsthausgrenchen.ch Mi, Do, Fr, Sa 14–17 Uhr, So 11–17 Uhr

DEMNÄCHST

FREILICHTSPIEL Vom 15. Juni bis 13. Juli findet in Grenchen wieder das beliebte Freilichtspiel statt und man darf gespannt sein, wie Iris Minder die Novelle «Romeo und Julia» von Gottfried Keller umsetzen wird. Ein Besuch wird sich auf jeden Fall lohnen. Weitere Informationen und Spielplan unter www.freilichtspiele-grenchen.ch

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Grenchner Stadt-Anzeiger 21/2019

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