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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 96 I 166. Jahrgang I Dienstag, 4. Dezember 2012

Betriebsleitermodell

Neuer Vertrag

Stigeli, Affoltern: Gemeinsame Führung von Bad und Gastronomie hat sich bewährt. > Seite 3

Hedingen bleibt bei der Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich. > Seite 3

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Seltenes Handwerk Augenschein bei einer faszinierenden Seilerei nach alter Tradition. > Seite 4

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«Gruss aus Hausen» Auf die Ausstellung von alten Postkarten in der Bibliothek folgt nun ein Buch. > Seite 4

Delegierte über die Besetzung des Spitalpräsidiums nicht einig Thomas Jucker setzte sich in einer Kampfwahl knapp gegen Bertram Thurnherr durch In einer Kampfwahl ums SpitalPräsidium setzte sich der ehemalige Hausemer Gemeinderat Thomas Jucker gegen den Hedinger Finanzvorstand Bertram Thurnherr an der Delegiertenversammlung knapp durch. An einer ausserordentlichen DV wollen die Delegierten zudem im Februar 2013 die Rahmenbedingungen der neuen Rechtsform beraten.

stetten. Sie nimmt den permanenten Sitz der Bezirksärztegesellschaft wahr und löst Dr. Daniel Zimmermann ab. Zum anderen Stephan Breidenstein, der in Affoltern als Rechtsanwalt tätig ist und in Wettswil wohnt. Er setzte sich in einer Kampfwahl gegen den Aeugster Rechtsanwalt Jürg Burger durch und ersetzt Kerstin Moeller, ehemalige Gemeinderätin in Mettmenstetten.

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Gemeinschaftsprojekt Ämtler Jugendarbeiten gewinnen «Laureus Girls in Sport Award». > Seite 7

Stimmungsvoller Start in den Advent in Wettswil Bereits zum 14. Mal wurde in Wettswil der erste Advent mit einem ganz besonderen Weihnachtsmarkt gefeiert. Ein dichter Besucherstrom schlenderte in Wettswil am ersten Adventssonntag trotz Schneegestöbers an den fast 70 Markständen vorbei. Die Marktbesucher genossen die vorweihnachtliche Stimmung sichtlich. (mm)

................................................... > Bericht auf Seite 5

anzeigen

Weichen gestellt für neue Rechtsform Die Abstimmung über die Neubesetzung des Präsidiums der Betriebskommission ging auf Antrag zwar in geheimer Form über die Bühne. Es ist aber offensichtlich, dass sich unter den Gemeinde-Delegierten eine 7:7-Pattsituation ergeben hat. Der scheidende Präsident, Reinhold Spörri, stimmte in dieser geheimen Abstimmung mit und führte ein 8:7-Verhältnis zugunsten von Thomas Jucker herbei – seine Präferenzen sind bekannt... Im Weiteren wählte die DV zwei neue Mitglieder der Betriebskommission: zum einen Dr. Agnes Rothenfluh, in Knonau praktizierende Ärztin aus Mettmen-

Die Delegierten des Spitals Affoltern haben die Weichen gestellt für die künftige Rechtsform des Spitals, die auf das Rechnungsjahr 2014 hin in Kraft treten soll: Eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die zu 100 Prozent den Verbandsgemeinden gehört, soll das Gemeindevermögen in Form der Spitalliegenschaften sichern. Eine zweite Aktiengesellschaft, die ebenfalls von den Gemeinden kontrolliert wird, aber die Möglichkeit enthält, beispielsweise die Bevölkerung, die Ärzte oder ein anderes Spital mit einer Minderheit zu beteiligen, soll für den Betrieb zuständig sein. Im Februar

Bei Conforama in Wallisellen (gegenüber Glattzentrum) und in Schlieren (im Wagi-Shopping) herrscht vom 4. bis zum 17. Dezember wieder vorweihnachtliche Bestpreisstimmung. Weihnachtsmänner passen Sie auf: alle Wii- und PS3-Spiele sind jetzt

Nach den Wahlkampf ums Spitalpräsidium: Der neue Präsident Thomas Jucker (links) und Bertram Thurnherr. (Bild Bernhard Schneider)

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werden die Delegierten über die Rahmenbedingungen entscheiden, um namentlich die Möglichkeiten der demokratischen Einflussnahme und die Finanzkompetenzen zu regeln. Der Ent-

scheid der Delegierten fiel einstimmig. (-ter./bs.) ................................................... > Berichte auf den Seiten 6/7 – Kommentar unten

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kommentar

Nun müssen alle am gleichen Strick ziehen von werner schneiter

D

as einzig Konstante im Gesundheitswesen sind Veränderungsprozesse. Sie machen auch vor dem Spital Affoltern nicht Halt. Eine grosse Zäsur in der über 100jährigen Institution stellt die anstehende Bildung einer neuen Rechtsform dar – Betriebs-AG und gemeinnützige AG stehen im Vordergrund. Das ist ein komplizierter Vorgang, der den Beizug von Fachleuten nötig macht – und Delegierte, allesamt «Milizler», vor grosse Herausforderungen stellt. Als Vertreter der Trägergemeinden kommt ihnen eine wichtige Rolle zu; sie sind bei der jetzt noch geltenden Rechtsform als Gemeinderäte sozusagen Bindeglied zwischen Spital, Gemeinden und der Basis. In dieser Rolle müssen Delegierte auch mit der Betriebskommission zusammenarbeiten. In der Vergangenheit war

da oft «Sand im Getriebe»; einzelne Delegierte beklagten mangelnde Information, ja fühlten sich sogar ohnmächtig und beschuldigten die Betriebskommission (BK), eigenmächtig zu handeln. In letzter Zeit ist aber der Austausch zwischen BK und Delegierten besser geworden; vor wichtigen Geschäften, die von der DV behandelt werden müssen, trifft man sich zu Gesprächen und Vorverhandlungen – nicht zuletzt ist das auch ein Verdienst des Hedinger Finanzvorstands Bertram Thurnherr, der ebenso hartnäckig wie erfolgreich mehr Transparenz eingefordert hat. Inzwischen sind diese GemeindeDelegierten zwar besser informiert, aber unter sich gleichwohl in zwei Lager gespalten. Das hat sich bei den Wahlgeschäften erneut deutlich gezeigt, als es bei der Neubesetzung des Präsidiums zu einer 7:7-Pattsituation kam – nicht zum ersten Mal. Allerdings gibt es auch positive Signale: Die

Sachgeschäfte waren alle unbestritten. An der Delegiertenversammlung mangelte es auch nicht an Bekenntnissen zum Spitalstandort Affoltern, nicht an solchen zur Zusammenarbeit. Wenn sich die Spitaldelegierten nicht dem Vorwurf von Lippenbekenntnissen aussetzen wollen, müssen sie sich nun in dieser schwierigen, alle Beteiligten fordernden Situation auf dem Weg zur neuen Rechtsform finden – und an einem Strick ziehen. Alle sind nun gefordert: die neu zusammengesetzte BK und die Delegierten, um gemeinsam eine neue Rechtsform zu erarbeiten, die bei den Stimmberechtigten aller Gemeinden auf Zustimmung stösst. Sonst ist das Spital ernsthaft gefährdet. Und das wäre keineswegs im Sinn der Stimmberechtigten, die soeben dem Energie- und Verpflegungszentrum mit überwältigendem Mehr zugestimmt und damit gezeigt haben, dass sie das regionale Spital langfristig erhalten und weiterentwickeln wollen.

Kappel: Beitritt zum Heizverbund Kloster Erneut hat die Gemeinde Kappel über einen Holzschnitzel-Heizverbund entschieden. Sie lässt ihre Gemeindeliegenschaften aber nicht am inzwischen gemeindeeigenen Wärmeverbund Tömlimatt anschliessen, sondern zusammen mit drei weiteren Parteien am Heizverbund des Klosters Kappel. Das löste an der Kappeler Gemeindeversammlung am Freitagabend eine längere Diskussion aus.

Viel schiefgelaufen in der Vergangenheit Der Rückweisungsantrag des früheren Schulpflegers Ueli Wüest, der 2007 den Wärmeverbund im Schulhaus Tömlimatt mitinitiiert hatte, blieb jedoch chancenlos. Zu viel war in der Zwischenzeit mit der Heizanlage und dem Wärmeverbund schiefgelaufen. Aus den verschiedenen Voten war klar herauszuhören, dass die Stimmbürger genug hatten von Wüests leeren Versprechungen. Die Budgets von Gemeinde und reformierter Kirchgemeinde, sowie die beiden Bauabrechnungen wurden dagegen anstandslos gutgeheissen. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 9

200 49 9 771661 391004


Gemeinde Hausen am Albis

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN

Sekundarschulgemeinde Bonstetten

allen, die uns beim Abschied von

Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A.

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Hausen a. A.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 29. November 2012

Politische Gemeinde Hausen a. A.

1. Genehmigung des Voranschlages 2013 und Festsetzung des Steuerfusses auf 15 % Das Protokoll liegt ab 5. Dezember bei den Gemeindeverwaltungen Bonstetten, Stallikon und Wettswil a. A. zur Einsicht auf. Rechtsmittel Stimmrechtsrekurs: Im Zusammenhang mit der Gemeindeversammlung kann die Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung gemäss dem Gesetz über die politischen Rechte spätestens innert 5 Tagen, ab dieser Publikation, geltend gemacht werden (§ 151a Gemeindegesetz). Gemeindebeschwerde: Die Beschlüsse der Gemeindeversammlung können von den Gemeindebehörden, von Stimmberechtigten und von denjenigen Personen, die gemäss § 21 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes berechtigt sind, innert 30 Tagen, ab Publikation, durch Beschwerde angefochten werden (§ 151 Gemeindegesetz). Protokollberichtigungsrekurs: Begehren um Berichtigung des Protokolls können in Form des Rekurses innert 30 Tagen, von der Auflage an gerechnet, erhoben werden (§ 54 Gemeindegesetz). Rekurse oder Beschwerden sind beim Bezirksrat Affoltern, Postfach, 8910 Affoltern a. A., einzureichen. Die Eingaben müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Bonstetten, 4. Dezember 2012 Sekundarschulpflege Bonstetten

Peter Dunkel begleitet und getröstet haben mit lieben Worten und persönlichen Briefen.

Gemeindeversammlungen

Danke – für die einfühlsame Gestaltung der Abschiedsfeier von Pfarrer Hanns Huppenbauer und der Organistin für die speziellen, treffenden Musikbeiträge – den Frauen der Spitex Affoltern am Albis für ihre Pflege. So war es möglich, dass Peter zu Hause sterben konnte, wie es sein Wunsch war – für die Blumen und Spenden für späteren Grabschmuck, und allen, die an der Abschiedsfeier teilnahmen.

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Hausen am Albis werden auf Mittwoch, 5. Dezember 2012, in den Gemeindesaal im Schulhaus Weid, eingeladen zur Behandlung folgender Geschäfte: 1. 19.00 Uhr: Reformierte Kirchgemeinde 1.1. Genehmigung Voranschlag 2013 und Festsetzung des erforderlichen Steuersatzes

Mettmenstetten, im Dezember 2012

Die Trauerfamilien

(19.30 Uhr: Sekundarschulgemeinde) 2. 20.00 Uhr: Politische Gemeinde 2.1. Voranschlag des Politischen Gemeindeguts für das Jahr 2013 und Festsetzung des erforderlichen Steuersatzes 2.2. Genehmigung folgender Bauabrechnung: Ausbau Huebersbergbach, Türlen. Abrechnung Fr. 416 822.40 (bewilligter Kredit Fr. 515 000.–) 2.3. Genehmigung der Wasserversorgungsverordnung (WVVO) 2.4. Genehmigung der Siedlungsentwässerungsverordnung (SEVO) 2.5. Zwischenbilanz Legislaturschwerpunkte 2010/14: Information des Gemeinderates (keine Beschlussfassung) Die Anträge der reformierten Kirchgemeinde sowie der Politischen Gemeinde liegen den Stimmberechtigten mit dem Stimmregister und den dazugehörenden Akten im Gemeindehaus Hausen am Albis, Zugerstrasse 10, Einwohnerkontrolle (1. Obergeschoss, links), ab Mittwoch, 21. November, zur Einsicht auf. Diejenigen der Kirchgemeinde können auch im Kirchensekretariat eingesehen werden. Die Weisung wird allen Haushaltungen zugestellt. Im Anschluss an die Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde wird ein Apéro offeriert.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. Dezember 2012

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Neues Betriebsleitermodell im «Stigeli» Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Affoltern Das Betriebsleitermodell, welches die beiden Profitcenter Bad und Gastronomie unter einer gemeinsamen Führung versteht, wird in verschiedenen Bädern mit Erfolg angewandt. Aufgrund der positiven Erfahrungen in diesen Gemeinden hat der Gemeinderat beschlossen, das Betriebsleitermodell im Freibad Stigeli auf Beginn der Saison 2013 einzuführen. Durch die Einführung des neuen Betriebsmodells sollen mittelfristig Im Freibad Stigeli wird auf die Saison 2013 das Betriebsleitermodell eingeführt. (Bild Thomas Stöckli) die Betriebsdefizite reduziert werden. Anspruch an das Angebot und das Per- Verkehrsrichtplan genehmigt Die Anforderungen an Bäder än- sonal. In Zukunft ist es nicht mehr dern sich kontinuierlich. Zeitgemäs- ausreichend, ein Bad nur zu verwal- Im Januar 2012 beschloss die Gemeinses, betriebswirtschaftlich fundiertes ten. Rote Zahlen von unattraktiven deversammlung Affoltern am Albis Management und vor allem Marketing und unrentablen Bädern können auf- den kommunalen Richtplan Verkehr sind gefragt. Der Bademeister bzw. die grund knapper Finanzhaushalte der mit Änderungen festzusetzen. InsbeKioskfrau von gestern müssen zuneh- Gemeinden nicht mehr ausgeglichen sondere wurde ein Antrag angenommend zu Bäderbetriebsmanagern wer- werden. Diese Umstände verlangen in- men, der eine teilweise Aufhebung den. Mit den Ansprüchen der Klientel novative Ansätze und vor allem eine der Spange über die Autobahn A4, die an eine möglichst vielseitig nutzbare Geschäftsführung unter betriebswirt- Erstellung einer Verbindungsstrasse Bäderlandschaft ändert sich auch der schaftlichen Gesichtspunkten. zwischen Spange und der Zwilliker-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 475 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Hedingen bleibt bei der BVK Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Das Personal und die Rentnerinnen und Rentner der Gemeindeverwaltung Hedingen inkl. Schule und reformierte Kirchgemeinde bleiben für die gesetzlich vorgeschriebene berufliche Vorsorge auch weiterhin bei der Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich (BVK) versichert. Den Entscheid, den neuen Vertrag mit der BVK zu unterzeichnen, hat der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit einer Vertretung des Personals und nach Anhörung der Rechnungsprüfungskommission gefällt. Dabei spielte vor allem eine Rolle, dass zurzeit auf dem Markt keine klar besseren und günstigeren Alternativen ersichtlich sind, welche den Versicherten die gleichen Leistungen garantieren. Zudem bietet die beschlossene Revision der BVK aus Sicht des Gemeinderates genügend Gewähr dafür, dass sich die in der Vergangenheit gemachten Fehler nicht mehr wiederholen sollten. Auch der von der BVK vorgelegte Sanierungsplan scheint marktgerecht und durchdacht.

Gestaltung des Kreisels Der Gemeinderat hat beschlossen, auf dem Kreisel keine Linde mehr zu pflanzen. Stattdessen wird der Kreisel als Blumenbeet mit diversen mehrjährigen Florarten und in der Mitte mit einer Gruppe von mittelgrossen immergrünen Föhren bepflanzt. Über die Adventszeit soll die Föhrengruppe mit einer Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet werden. Der heute provisorisch aufgestellte Pflug wird wieder entfernt. Darlehen an den neuen Verein Spitex Knonaueramt: Mit der Gründung des neuen Vereins Spitex Knonaueramt war vorgese-

hen, dass alle beteiligten Gemeinden dem Verein unverzinsliche Darlehen als Betriebskapital gewähren, deren Höhe sich nach einem bestimmten Verteilschlüssel richtet. Für die Gemeinde Hedingen hätte dies einen Betrag von 78 000 Franken bedeutet. Da solche Darlehen aber nicht in allen Gemeinden möglich sind, hat der Vorstand des Vereins beschlossen, die Gemeinden auf freiwilliger Basis um die Gewährung von zusätzlichen Darlehen zu ersuchen, welche dafür zu einem marktüblichen Ansatz von 2 Prozent verzinst werden. Der Gemeinderat Hedingen ist diesem Ersuchen nachgekommen und gewährt dem Verein Spitex Knonaueramt nun ein Darlehen in der Höhe von 150 000 Franken.

Reparaturen im Werkgebäude Im Werkgebäude an der Vorderen Zelglistrasse sind in einer Wohnung und im Treppenhaus die Dachfenster undicht und es dringt Wasser ein. Zudem wurde festgestellt, dass bei der Heizung einzelne Leitungen, Pumpen, Ventile und defekte Steuerungselemente ersetzt werden müssen. Für diese Reparaturen wird mit Kosten von rund 70 000 Franken gerechnet.

strasse sowie einen Halbanschluss von der Muristrasse in das Industriegebiet Lindenmoos verlangte. Die Baudirektion des Kantons Zürich hat nun festgestellt, dass ein solcher Beschluss nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde fällt. Die von der Gemeindeversammlung verlangten Eintragungen müssten im regionalen Verkehrsrichtplan vorgenommen werden. Der Gemeinderat wurde angewiesen, bei der Drucklegung die rechtskräftigen Festlegungen des regionalen Verkehrsrichtplans korrekt darzustellen. Gemäss der kantonalen Verfügung haben die oben erwähnten Änderungen der Gemeindeversammlung keine rechtliche Wirkung. Damit beim kommunalen Verkehrsrichtplan keine Missverständnisse entstehen, werden in der endgültigen Druckversion nur die behördenverbindlichen Eintragungen dargestellt.

Kommunikationsreglement Die Gemeinde Affoltern am Albis verfügt erstmals über ein Kommunikationsreglement. Darin enthalten sind eine Leitidee, die Vorgehensweise und Tonalität sowie die dazugehörenden Massnahmen. Information aus erster Hand schafft Transparenz und Vertrauen. Sie beugt Gerüchten vor und verhindert Unsicherheit sowie Spekulation. Information fördert die Bereitschaft

zur Mitarbeit am politischen Geschehen und soll die Kommunikation anregen und fördern. Bei der Vorgehensweise und der Tonalität wird Wert auf eine aktive, sachliche, objektive und wahre Information gelegt, welche umfassend zielgruppen- und mediengerecht aufbereitet wird. Das neue Kommunikationsreglement wird demnächst auf der Homepage der Gemeinde aufgeschaltet.

Neuer BVK-Vertrag unterzeichnet Der Gemeinderat hat mit der BVK einen neuen Vertrag für die berufliche Vorsorge des Personals der Gemeindeverwaltung und des Hauses zum Seewadel unterzeichnet. Bereits im September hatte der Gemeinderat beschlossen, bei der BVK zu bleiben, sofern sich das Personal ebenfalls mit dem Verbleib einverstanden erklärt. Die Personalvertretung hat zwischenzeitlich alle Mitarbeitende der Gemeinde befragt. Das Ergebnis zeigt, dass auch das Personal keine andere Versicherungslösung wünscht.

Und übrigens ... ... treten am 1. Januar 2013 die neue Polizeiverordnung und die dazugehörige kommunale Ordnungsbussenverordnung in Kraft. (tro)

Helfen macht Spass! Der Samariterverein Ottenbach im Zentrum des Dorfes. Samariter werden an Anlässen oder Veranstaltungen meistens zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter beachtet. Für einmal tritt der Samariterverin Ottenbach aus dem Schatten und präsentiert sich mit vielen lustigen und tollen Christbaumdekorationen, die allesamt vorwiegend aus dem Ma- Christbaum des Samaritervereins mit lustigen Dekoratioterial vom Posten- nen. (Bild zvg.) dienst gebastelt worden sind. Altbewährtes wie die auch gemeinsame, vereinsübergreifenPäckchen wird ergänzt durch lustige de Übungen gehören dazu und förKugeln mit Pflastern oder Rettungsde- dern den gegenseitigen Austausch. cken. Genauso kreativ will der Verein Ein Verein lebt von seinen aktiven auftreten und sich präsentieren. Es ist Mitgliedern. Deshalb freut er sich ein aktiver, innovativer Verein mit al- 2013 auch auf neue Mitglieder. tersdurchmischten Mitgliedern, der sich durch seine Individualität aus- Samariterverein Ottenbach zeichnet und wo Spass nicht zu kurz kommt. Die traditionellen «Pommes- Weitere Informationen unter www.samariter-ottenFrites-Essen», Vereinsausflüge aber bach.ch.

wir gratulieren anzeige

Erschliessung des Areals Schweizer Das Areal der Firma Ernst Schweizer AG wird heute vollständig über den Bahnhofplatz erschlossen. Neben dem Personal befahren dabei auch sämtliche Zu- und Weglieferer mit zum Teil grossen Lastwagen diese Zufahrt. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die Machbarkeit einer alternativen Zufahrt von der Maienbrunnenstrasse her sowie deren Kosten abzuklären. Mit dieser Studie wurde das Ingenieurbüro ewp AG in Affoltern beauftragt. (büc)

Zum 80. Geburtstag In Zwillikon feiert Helene Erpen-Studer heute Dienstag, 4. Dezember, den 80. Geburtstag, wozu wir herzlich gratulieren. Wir wünschen einen schönen Festtag.

Zum 80. Geburtstag Marianne Auth-Schreiner, wohnhaft in Affoltern, dürfen wir ebenfalls zum 80. Geburtstag gratulieren. Sie feiert morgen Mittwoch, 5. Dezember. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. Dezember 2012

Seilherstellung, ein seltenes Handwerk Augenschein bei einer faszinierenden Seilerei nach alter Tradition Die Verantwortlichen der Aeugster SVP-Ortspartei machten es sich zur Aufgabe, einer traditionsreichen Berufsgattung auf den Grund zu gehen. Sie organisierten eine Betriebsbesichtigung bei der landesweit einzigartigen Seilerei Kislig in Winterthur. Die Teilnehmer kamen in den Genuss eines Erlebnisses der besonderen Art. ................................................... von karl straub Die Herstellung von Seilen ist ein Gewerbe mit jahrhundertealter Tradition. Das Herstellungsprinzip ist bis heute immer das gleiche geblieben. Aus Hanf-, Flachs- oder Baumwollfasern werden seit jeher, neuerdings auch aus Kunstfasern Schnüre gesponnen, die nachher zu Seilen zusammengedreht werden. Die Herstellung von Seilen aus Stahldrähten, also die Produktion von Stahlseilen ist viel jüngeren Datums und ist bei der besuchten Seilerei kein Thema. Wie in anderen

Das «Seilerhuus» in Aeugst. (Bild zvg.)

Bereichen auch, hat in der jüngeren Vergangenheit im Seilereigewerbe eine grundlegende Umwälzung stattgefunden. Seile aus natürlichen oder synthetischen Materialien werden in den modernen Betrieben heute meistens mit computergesteuerten Automaten hergestellt. Die gute alte Seilerei ist deshalb am Verschwinden. Um aus der Nähe zu erfahren, wie in früheren Zeiten Seile hergestellt wurden, brauchen wir nicht ins Freilichtmuseum Ballenberg zu gehen. In Winterthur bietet sich ein Anschauungsunterricht an, der der Realität viel näher kommt.

Eine der letzten ihrer Art Seit 1878 werden in der Winterthurer Seilerei Kislig Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert. In der Schweiz ist diese Seilerei einzigartig und die letzte ihrer Art. Sie war bis 2002 in Familienbesitz. Seither sorgt der junge Inhaber, Martin Benz, für den Weiterbestand der Produktion. In der Seilerei vereinen sich Geschichte und Moderne. Sie funktioniert einerseits als Schauseilerei, anderseits ist

sie ein innovativer Einmannbetrieb, der mit seinen Nischen- und Spezialprodukten am Markt erfolgreich ist. Die Seilerei ist einer der ältesten noch aktiven Handwerksbetriebe in Winterthur. Die unscheinbare nostalgisch anmutende Holzbaute inmitten eines Wohnquartiers entpuppt sich beim Betreten und bei näherer Betrachtung als 100 Meter langes Gebäude mit unvergleichlicher Atmosphäre. Der seit 1878 praktisch unverändert gebliebene lange und schmale Holzbau enthält die für Seilereien typische Seilerbahn. Darin sind alle für die Herstellung von Seilen und Schnüren benötigen Maschinen und Einrichtungen untergebracht. Einige von ihnen sind über 120 Jahre alt und stehen immer noch im täglichen Gebrauch. Der Betrieb beliefert Private mit Kleinstmengen, führt aber auch Grossaufträge aus. Abnehmer sind Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, das Bau- und Ausrüstungsgewerbe, Spielplatzbauer, Zirkusartisten und so weiter.

Aeugst, einst Sitz einer Seiler-Dynastie An der Allmendstrasse 10 in Aeugst existiert bis auf den heutigen Tag eine als Seilerhaus bezeichnete und auch so angeschriebene Liegenschaft. Das Haus war über Generationen hinweg Wohnsitz der Familie Bär, die eine weit über das Knonauer Amt hinaus bekannte Seilerei betrieben hat. Der Name Bär bürgte für hervorragende Qualitätsseile. Zu den Grossabnehmern gehörten die SBB und die damalige Kriegstechnische Abteilung in Bern. Die freistehende gedeckte 100 Meter lange Seilerbahn stand auf einer Matte auf der Höhe des Hauses Allmendstrasse 13. Nach 140 Jahren erfolgreichen Wirkens wurde das traditionsreiche Unternehmen noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges stillgelegt. Damit ging ein für Aeugst wichtiger Gewerbezweig unter. 1946 wurde die Seilerbahn mit dem typischen Aussehen abgetragen. Ob der Besuch der Seilerei Kislig einen historischen Bezug zum einstigen dorfeigenen Seilereigewerbe hat, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall ist es das Verdienst der Organisatoren, mit der Betriebsbesichtigung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein einmaliges Erlebnis vermittelt zu haben.

«Gruss aus Hausen»: Die Autoren René Marthaler (rechts) und Heini Ehrensperger. (Bild zvg.)

«Gruss aus Hausen» zum Zweiten Auf die Ausstellung folgt ein Buch Im Nachgang zur überaus rege besuchten Ausstellung «Gruss aus Hausen» im Juli dieses Jahres haben die Ausstellungsmacher nun ein Bändchen gleichen Titels herausgebracht. Dieses wurde am letzten Novembertag in der Bibliothek Hausen einer schönen Schar Interessierter präsentiert und überreicht. Georges Köpfli, Kulturvorstand, würdigte die Arbeit von René Marthaler und Heini Ehrensperger. Ein wesentlicher Teil, ja sogar die Basis dieses Werkleins sind die Postkarten aus der Sammlung von Walter Bär. Der Text ist sehr aktuell und zeigt auf, was mit all den Gebäuden von vor mehr als hundert Jahren geschah und noch geschehen wird.

Es zeigt auch, wie Institutionen kommen und verschwinden, seien es die Bauern, die Textilfabriken und die Gaststätten, allen voran das einstige Kurhaus Albisbrunn. Fast jede Schweizer Gemeinde könnte ein ähnliches Bild- und Geschichtsdokument herausgeben, die Postkarten von damals, rund 1860 bis 1925 sind noch weit gestreut vorhanden. Dass Hausen eine aktive dem Kulturellen geneigte Bürgerschaft hat, ist nicht nur erfreulich, sondern auch ein kleines Positivum, auf das man stolz sein soll und darf. Fürs Ohr sorgte der Barde Martin Flückiger, für den Gaumen Susi Fischlin von der Bibliotheksleitung. (RS)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. Dezember 2012

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Vorweihnachtlicher Adventszauber 14. Adventsmäärt in Wettswil am ersten Adventssonntag

Weihnachtliche Stimmung: Samichlaus und Schmutzli im Schneegestöber. (Bilder Martin Mullis)

Im Namen des OKs sorgte Karin Seger mit Glühwein für etwas Wärme.

Die 70 Verkaufs- und Ausstellungsstände am traditionellen Wettswiler Adventsmäärt zeigten auch dieses Jahr eine erfreuliche Vielfalt an Kunsthandwerk, kulinarischen Köstlichkeiten und fantasievolle Geschenkartikeln. Im Wettswiler Dorfkern herrschte grosser Besucherandrang und eine festliche vorweihnachtliche Stimmung.

narischen Angeboten verwöhnt. Glühweingewürz, Marroni- und Bratwurstdüfte förderten zusätzlich den Appetit und das Raclettestübli, betrieben vom OK Herbschtmäärt, wurde förmlich von Marktbesuchern allen Alters überrannt. Im Türmlihaus wurde Gerstensuppe serviert und auch der Durst wurde auf äusserst vielfältige Art bekämpft. Neben den traditionellen Adventsgetränken Punsch und Glühwein machte an einem Verkaufsstand mit Absinth

Der Adventsmäärt in Wettswil zeigte einmal mehr eine überaus grosse Auswahl sowohl an Geschenken, Kunsthandwerk und fantasievollen weihnachtlichen Artikeln wie auch eine Fülle von kulinarischen Köstlichkeiten. Angeboten wurden Adventskränze und Kerzen in allen Formen und Farben, grosse und kleine Engel, Chlausfiguren, Stoffe, Gewürze und viele Teesorten. Das am Sonntag zeitweise herrschende Schneegestöber sorgte zusätz-

lich für eine ganz besondere vorweihnachtliche Stimmung. Der Besucherandrang war derart gross, dass es zwischen den fast 70 Marktständen gelegentlich zu regelrechten Fussgängerstaus kam. Selbst der Samichlaus samt Schmutzli, Wagen und Esel blieb zwischen den Gästen und den vielen aufgeregten Kindern stecken. An den stimmungsvoll dekorierten Verkaufsständen wurde der Marktgast mit einer breiten Palette von kuli-

sogar die grüne Fee dem Christchindli ein wenig Konkurrenz. Ein Drehorgelspieler verbreitete zusätzlich eine weihnachtliche Atmosphäre und liess manchen bezaubert in die Tasche greifen, um in den Schlitz der Blechkasse die eine oder andere Münze oder gar Banknote zu stecken. Der grösste Teil des Reinerlöses geht in diesem Jahr an die zürcherische Pestalozzistiftung in Knonau. Martin Mullis

Unerwarteter finanzieller «Zustupf» Legat von Ernst Blaser für die Gemeinde Ottenbach – Aktuelles aus der Ratsstube Mit der Vermächtnisanzeige vom 16. Juli 2012 wurde dem Gemeinderat Ottenbach mitgeteilt, dass Ernst Blaser, geboren am 27. November 1925, gestorben am 27. Juli 2011, der Politischen Gemeinde Ottenbach ein zweckgebundenes Legat in der Höhe von Franken 100 000 Franken vermacht hat. Die Verwendung des Legats ist zweckgebunden für Unterhalts-, Erneuerungs- und Instandstellungsarbeiten der Isenbergstrasse sowie der Werkleitungen beim Heimwesen «Blaser» Kat.- Nr. 944 einzusetzen. Bei den in der Vermächtnisanzeige erwähnten Werkleitungen handelt es sich gemäss dem Testamentverfasser, Notar Armin Hiltpold, vermutlich um ein Missverständnis. Im Jahr 2005 ist man davon ausgegangen, dass sich die Werkleitungen (Wasser und Abwasser) ebenfalls in der Isenbergstrasse befinden, was nicht dem Ist- Zustand entspricht. Daher kann der Betrag von 100000 Franken ausschliesslich für den Unterhalt der Isenbergstrasse eingesetzt werden. Der Gemeinderat hat die Annahme des Legates beschlossen und freut sich über den unerwarteten finanziellen «Zustupf».

Anschlussvertrag BVK Personalvorsorge Am 2. April 2012 verabschiedete der Kantonsrat das Sanierungspaket zur nachhaltigen Finanzierung der BVK Personalvorsorge (Bewilligung einer Einmaleinlage von 2 Mrd. Franken und Genehmigung der Statutenrevision vom 9. November 2011). Als Konsequenz sind die bestehenden Anschlussverhältnisse den neuen Bestimmungen anzupassen. Die Finanzdirektion hat deshalb einen «Anschlussvertrag 2012» erlassen, der den angeschlossenen Arbeitgebern zur Unter-

zeichnung vorliegt. Mit dem Abschluss des neuen Vertrages wird der bisherige Versicherungsvertrag per 1. Januar 2013 ersetzt. Der Gemeinderat hat der Unterzeichnung des Anschlussvertrages zugestimmt.

Direktzustellung der Steuererklärungen Seit einigen Jahren bewerkstelligt das Scan Center der Stadt Zürich das (gesetzlich vorgeschriebene) Einlesen der Steuererklärungen für die elektronische Weiterbearbeitung durch das Steueramt. Allerdings ist ein nicht zu unterschätzender logistischer Aufwand damit verbunden. Die eingehenden Steuererklärungen müssen aufbereitet, Lieferscheine ausgefüllt und der Versand bereitgestellt werden. Nach dem Einscannen werden die Steuererklärungen wieder zurückgenommen und nach der Bearbeitung dem Kanton abgeliefert. Der elektronische Workflow des Kantonalen Steueramtes wird laufend ausgebaut mit dem Ziel, den Veranlagungs- und Verarbeitungsprozess für die Gemeinden vollständig papierlos abzuwickeln. Mit der direkten Zustellung der Steuererklärung durch die Steuerpflichtigen an das Scan Center der Stadt Zürich wird ein erster Schritt in diese Richtung eingeleitet. Die Kosten von Fr. 2.00 pro Steuererklärung sind moderat. Die jährlich wiederkehrenden Kosten belaufen sich bei gegenwärtig rund 1500 Steuerpflichtigen somit auf ca. Fr. 3000.-. Dieser Betrag wird mit den wegfallenden administrativen und logistischen Aufgaben mehr als wettgemacht. Um eine merkliche Entlastung in den genannten Bereichen zu erzielen, hat der Gemeinderat die Auftragsvergabe an das Scan Center der Stadt Zürich genehmigt. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, hat der Gemeinderat im

vergangenen Sommer beschlossen, per 1. Januar 2013 auf das neue EDV System des Verwaltungs- und Rechenzentrums St. Gallen (VRSG) umzusteigen. Daraus ergeben sich für Sie als Steuerpflichtige einige Änderungen, über welche wir Sie hier gerne informieren möchten. Neuerungen: – Steuerpflichtige erhalten die Steuererklärung Anfang Jahr direkt vom Rechenzentrum der VRSG. – Das Rückantwortcouvert der Steuererklärung wird mit der Adresse des Scan Centers Zürich versehen sein (Sie können aber auch wie bisher die Steuererklärung direkt beim Gemeindesteueramt abgeben). – Der Steuererklärungseingang wird beim Scan Center beim Einscannen der Steuererklärung direkt im System vermerkt. – Die provisorische Steuerrechnung 2013 werden Pflichtige bereits im Februar 2013 via Rechenzentrum der VRSG erhalten. – Es steht ein E-Service via Internet zur Verfügung, über welchen man von zu Hause aus eine Fristverlängerung für die Steuererklärung eingeben oder Einzahlungsscheine bestellen oder sein Steuerkonto abfragen kann. – Es besteht die Möglichkeit, die Steuererklärung auch online einzureichen. Detaillierte Informationen zur Online-Einreichung der Steuererklärung oder zu den E-Services erhalten Sie mit dem Steuererklärungsversand und mit dem Rechnungsversand im nächsten Jahr.

Neue Abfahrtszeit der Buslinie 212, gültig ab 9. Dezember Ab dem bevorstehenden Fahrplanwechsel werden entlang der Dorfstrasse in Obfelden zwei zusätzliche Haltestellen «Bachstrasse» und «Gessners-

trasse» eingeführt. Diese unbestrittene Verbesserung für die Obfelder Postauto-Benützer bedingt eine kleine Änderung bei den Abfahrtszeiten in Ottenbach. Neu wird die Buslinie 212 in Richtung Bahnhof Affoltern a.A. an den Haltestellen «Ottenbach Post», «Rigiblick» und «Rickenbach» 2 Minuten früher abfahren. Wir ersuchen die Busbenützer um Kenntnisnahme

Förderbeiträge Hochstamm-Obstbäume Die im Jahr 2006 abgeschlossenen Vereinbarungen mit den Landwirten für Gemeindebeiträge an den Erhalt von Hochstammobstbäumen sind Ende 2011 abgelaufen. Auf Antrag der Kommission Natur und Landschaft genehmigte der Gemeinderat den Antrag des Ackerbaustellenleiters, die Förderbeiträge für die Periode 2012 bis 2016 beizubehalten. Pro Baum wird ein Beitrag von 15 Franken ausgerichtet. Im Voranschlag ist der jährliche Beitrag von ca. 10 000 Franken enthalten. Aktuell haben sich im Rahmen des kommunalen Vernetzungsprojektes (VNP) neun Landwirte verpflichtet, 632 Hochstammobstbäume für die nächsten sechs Jahre zu erhalten oder abgehende Bäume zu ersetzen. Die finanzielle Unterstützung ist ein sinnvoller Beitrag, damit die landschaftsprägenden Bäume, welche zur Biodiversität einen sehr wichtigen Beitrag leisten, erhalten bleiben. Die Beiträge werden im Rahmen des VNP ausbezahlt. Mit der Verlängerung des Förderbeitrags bis 2016 fällt deren Ende auf dasjenige der VNP-Beiträge zusammen.

Baubewilligungen Folgende Baubewilligungen wurden erteilt: – Roger Hegetschweiler, Auf dem

Rain 1; Kat.- Nr. 1193, Einbau einer Garage in der Scheune – Roger Hegetschweiler, Auf dem Rain 1; Kat.- Nr. 1193, Aufbau einer Photovoltaikanlage auf einem Ökonomiegebäude – Hauspracht GmbH, Schachenstrasse 43, 8633 Wolfhausen, Abbruch Scheune, Neubau Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen, Salzrain 3a, Garagenbau mit Terrasse am Salzrain 3, 8913 Ottenbach, Kat.- Nrn. 1316 und 1317 – Huwiler Hausbau Generalunternehmen, Hinterbergstrasse 47, 6312 Steinhausen, Abbruch und Neubau Doppel- EFH mit Doppelgarage, Bachweg 4 und 6, 8913 Ottenbach, Kat.- Nr. 734 Daneben erteilte die Hochbaukommission Baufreigaben für kleinere Vorhaben im Anzeigeverfahren.

In Kürze – Der Gemeinderat hat dem FC Birmensdorf einen einmaligen Unterstützungsbeitrag von 250 Franken zugesprochen. Fünf Jugendliche aus Ottenbach sind im Verein vertreten. – Der Gemeinderat hat dem neuen Ottenbacher Chor einen einmaligen Unterstützungs-Startbeitrag von 500 Franken zugesprochen. Der bisherige Frauenchor wurde bekanntlich umgewandelt. Neu können dem Chor auch Sänger beitreten. – Der Gemeinderat hat eine Anzahl Grundstückgewinnsteuern veranlagt. Daraus ergibt sich ein Steuerertrag von Fr. 42 909.20.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. Dezember 2012

Thomas Jucker setzte sich mit 8:7 Stimmen gegen Bertram Thurnherr durch Wieder eine äusserst knappe Entscheidung bei der Besetzung des Spitalpräsidiums Thomas Jucker, ehemaliger Gemeinderat in Hausen, ist neuer Spitalpräsident und Nachfolger von Reinhold Spörri. Er setzte sich an der Delegiertenversammlung in einer Kampfwahl gegen den Hedinger Finanzvorstand Bertram Thurnherr durch, der zuvor in die Betriebskommission gewählt worden war. ................................................... von werner schneiter Beim Auftakt zu den Wahlgeschäften herrschte unter den Delegierten Einstimmigkeit: Ohne Gegenstimme wurde die in Knonau praktizierende Ärztin Dr. Agnes Rothenfluh (Mettmenstetten) in die Betriebskommission (BK) gewählt, sozusagen der Verwaltungsrat des Spitals – als Vertreterin der Bezirksärztegesellschaft, der ein permanenter Sitz zusteht. Sie ersetzt den in Affoltern praktizierenden Arzt Dr. Daniel Zimmermann. Als Nachfolger für die ehemalige Mettmenstetter Gemeinderätin Kerstin Moeller stand der in Affoltern tätige und in Wettswil wohnhafte Rechtsanwalt Stephan Breidenstein für einen Sitz in der Betriebskommission bereit. Bei seiner Vorstellung betonte er, wie sehr ihn das «Modell Affoltern» überzeuge. Mit der neuen Rechtsform sei das Spital auf dem richtigen Weg. «Ich bin sehr motiviert, in der Betriebskommission zu arbeiten», sagte Breidenstein.

«Ich bin geeigneter» Seine Kandidatur blieb jedoch nicht die einzige; der Aeugster Delegierte Rolf Todesco brachte den Aeugster Rechtsanwalt Jürg Burger ins Spiel. Das FDP-Mitglied sagte sogleich, was ihm nicht passt. «Die Zusammenarbeit zwischen Betriebskommission und Delegieren entspricht nicht meinen Vorstellungen. Die Gemeinde-Delegierten werden marginalisiert. Ich setze mich dafür ein, die Stellung der Delegierten zu stärken», sagte Burger, auch auf die Notwendigkeit hinweisend, den Kontakt zur Bevölkerung zu verstärken. Als Rechtsanwalt, der intensiv im Be-

Neu in der Betriebskommission: Stephan Breidenstein... reich des öffentlichen Rechts arbeitet, hält er sich für geeigneter als Gegenkandidat Breidenstein – eine Aussage, die wohl nicht gut ankam. Stephan Breidenstein setzte sich mit 10:1 Stimmen durch. Auf Antrag des Knonauer Gemeinderats Rico Roth wählten die Delegierten auch den Hedinger Finanzvorstand Bertram Thurnherr als neues Mitglied in die BK – einstimmig. Er habe gespürt, dass der Wirkungsgrad seiner Aktivitäten rund ums Spital nicht optimal sei, deshalb stelle er sich für die Betriebskommission zu Verfügung, sagte der Hedinger Finanzvorstand. Er betonte die Wichtigkeit, die anstehenden Veränderungen gut über die Runden zu bringen – indem man auch zu einem Schulterschluss mit den Gemeinden kommen müsse. Gut sei,

dass wichtige Geschäfte vor der DV unter den Delegierten in offener Form diskutiert werden. «Da haben wir einiges in Gang setzen können», sagte Bertram Thurnherr. Rico Roth doppelte mit einem weiteren Antrag nach: Er schlug Thurnherr auch gleich als Präsidenten vor. «Nicht, dass ich Thomas Jucker infrage stelle. Aber für die Zusammenarbeit zwischen Delegierten und Betriebskommission ist er der richtige Mann», fand Roth.

Mit der neuen Rechtsform auf dem richtigen Weg Im Rahmen der Vorstellungsrunde beantwortete Thomas Jucker vorerst die Frage, weshalb er nach seinem Rücktritt im Gemeinderat Hausen nun BK-

...und Agnes Rothenfluh. (Bilder Bernhard Schneider) Präsident werden will. Er habe damals in Hausen seinen Rücktritt aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen eingereicht. Sein Gesundheitszustand habe sich inzwischen stabilisiert, und er sei in der Lage, dieses Amt zu bewältigen. Als Präsident wolle er der Zusammenarbeit zwischen BK und Delegierten Sorge tragen – eine Zusammenarbeit, die inzwischen auch besser sei. Mit der neuen Rechtsform sei das Spital auf dem richtigen Weg – richtig sei aber auch, dass vor der Abstimmung über die neue Rechtsform unter den Delegierten nochmals intensiv diskutiert werden könne. Wichtig sei es ausserdem, das Spital als Einheit zu führen – ein Spital, hinter dessen Modell er zu hundert Prozent stehe. Der Antrag auf eine geheime Ab-

Ja zu den Bauabrechnungen

«Es war eine intensive Zeit» Betriebskommissionspräsident und -mitglieder verabschiedet Der zum Spitalpräsidenten gewählte Thomas Jucker verabschiedete seinen Vorgänger Reinhold Spörri mit viel Lob: «Engagiert, zuverlässig, fachkompetent, aber manchmal auch trocken und etwas pedantisch», sagt er 10 Jahre gehörte Reinhold Spörri, der ehemalige Affoltemer Finanzminister, der Betriebskommission an. Eineinhalb Jahre präsidierte er diese, und zuvor wirkte er als Vizepräsident. In dieser Zeit war viel Bewegung am Spital Affoltern, «eine intensive Zeit», so Thomas Jucker. Es gab schwierige personelle Veränderungen, die Beschaffung eines Computertomografen, das Bestehen auf der Spitalliste des Kantons, das Aufgleisen der neuen Rechtsform und zahlreiche Bauvorhaben, wie zuletzt das überwältigende Ja der Stimmberechtigten zum Kredit von gut 18 Mio. Franken für ein neues Verpflegungsund Energiezentrum. «Ja, ich habe viel erlebt in diesen zwölf Jahren; das Gesundheitswesen

Verabschiedete sich als Präsident der Betriebskommission: Reinhold Spörri. ist ja ständig in Bewegung», sagte der scheidende Präsident Reinhold Spörri. Er hofft, dass das Spital die gute Ausstrahlung nach aussen aufrechterhalten kann – und wer tatsächlich ein

Spital benötigt, den Weg nach Affoltern findet. Spörri wird das Geschehen in Affoltern während etwa dreier Monate nicht mehr so intensiv verfolgen. Er verreist zusammen mit seiner Frau

stimmung bei der Präsidiumswahl erreichte schliesslich das nötige Quorum. Thomas Jucker, bisher Vizepräsident, erhielt 8 Stimmen, Bertram Thurnherr 7. Offenkundig ist, dass es unter den Delegierten zu einer 7:7Pattsituation kam. Bei geheimen Abstimmungen stimmt jedoch der Präsident mit, in diesem Fall noch der abtretende Reinhold Spörri. Seine Präferenzen sind bekannt... Nach der Wahl sagte Thomas Jucker: «Mein Ziel ist es auch, jene sieben Delegierten ins Boot zu holen, die gegen mich gestimmt haben». Zum Schluss, nach der mehr als zweistündigen Versammlung bestimmten die Delegierten den Stalliker Gemeindepräsidenten und BK-Mitglied Walter Ess zum Vizepräsidenten der Betriebskommission – einstimmig.

Annemarie nach Neuseeland und frönt seinem Hobby, dem Winzern. Zuvor lobte Spörri auch das Wirken von Heidi Fraefel als Delegierte. «Sie hat viel Engagement gezeigt und wertvolles Fachwissen eingebracht – auch in Kommissionen und Arbeitsgruppen. Heidi Fraefel scheidet bekanntlich per Ende Jahr vorzeitig aus dem Gemeinderat Affoltern aus. «Eine Fachfrau im besten Sinne», so bezeichnete der abtretende Spitalpräsident das scheidende Betriebskommissionsmitglied Kerstin Moeller aus Mettmenstetten. Sie stiess 2006 als Gemeinderätin zur Betriebskommission und hat von ihrer Tätigkeit am Spital in Schwyz viel Fachwissen einbringen können. Sie arbeitete ebenfalls intensiv in Arbeitsgruppen mit und begleitete Projekte. Verdient gemacht hat sich Kerstin Moeller auch bei der integrierten Versorgung im Knonauer Amt, im Bereich von Palliative Care und bei Personalfragen am Spital Affoltern. (-ter.)

Die Bauabrechnungen boten an der Delegiertenversammlung des Spitals Affoltern keinen Diskussionsstoff; sie wurden allesamt einstimmig genehmigt. Bei der Erweiterung der Langzeitpflege Sonnenberg (Haus Pilatus) wurde seinerzeit ein Kredit von 12,1 Mio. Franken genehmigt, der nun um 1,6 Mio. Franken überschritten wird – zur Hauptsache wegen der Teuerung. Hier genehmigte die DV auch einen Nachtragskredit von 665 000 Franken für den Bau und die Einrichtung einer Wäscherei im Erweiterungsbau. Nicht ausgeschöpft werden musste der Kredit hingegen bei der Sanierung des Altbaus der Langzeitpflege Sonnenberg. Dem genehmigten Kredit von 920 000 Franken stehen effektive Kosten von 897 000 Franken gegenüber. Weil bei der Fassadensanierung mehr Aufwand nötig war, um eine Aussendämmung anzubringen, stiegen die Kosten der Sanierung des Altbaus Haus Pilatus von 496 000 auf 621 000 Franken. (-ter.)


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Dienstag, 4. Dezember 2012

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BVK-Sanierung belastet auch das Spital Ausgeglichenes Budget des Spitals Affoltern trotz Planungsunsicherheit.

Die Delegierten der Gemeinden (vorne) vor zahlreichem Publikum gaben den Auftrag zur Ausarbeitung der neuen Rechtsform des Spitals Affoltern. (Bild Bernhard Schneider)

Spital Affoltern soll langfristig erhalten bleiben Die Delegierten stellen die Weichen für die neue Rechtsform Die Delegierten des Spitalzweckverbands haben den Bericht zur neuen Rechtsform zur Kenntnis genommen und die Betriebskommission beauftragt, ihrem Antrag entsprechend eine neue Rechtsform für das Spital zu erarbeiten. Eine ausserordentliche Delegiertenversammlung soll im Februar 2013 die entsprechenden Rahmenbedingungen beschliessen. ................................................... von bernhard schneider Gemäss dem einstimmigen Entscheid der Delegierten geht die Betriebskommission bei der Erarbeitung der neuen Rechtsform von folgenden Eckwerten aus: Die Nachfolge des bisherigen Zweckverbands tritt eine gemeinnützige Aktiengesellschaft im ausschliesslichen Besitz der Gemeinden an. Ihr gehören die Vermögenswerte der Gemeinden, nämlich die Liegenschaften, die dadurch langfristig gesichert werden. Diese Liegenschaften-AG gründet eine Betriebs-AG, die alle Aufträge des Spitals wahrnimmt. Über die entsprechenden Rahmenbedingungen, na-

mentlich betreffend den demokratischen Einfluss von Gemeinden und Bevölkerung auf das Spital und die finanziellen Kompetenzen befinden die Delegierten im kommenden Februar. Im Mai 2013 soll die neue Struktur von den Delegierten verabschiedet werden. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Stimmberechtigten der 14 Verbandsgemeinden kann die neue Struktur auf das Rechnungsjahr 2014 in Kraft treten.

Das vielfältige Angebot beibehalten «Die Betriebskommission will am vielfältigen Angebot und am Modell Affoltern festhalten, die Arbeitsplätze sichern, das Risiko der Gemeinden limitieren und die Möglichkeit schaffen, dass sich die Bevölkerung am Spital beteiligt», erklärte der scheidende Präsident der Betriebskommission, Reinhold Spörri, die Absicht hinter der Reorganisation. Der heutige Zweckverband ohne eigene Rechnung belasse eine unlimitierte Haftung bei den Gemeinden und erlaube keine eigene Buchhaltung des Spitals. Dies bedeute, dass Gewinne und Defizite vollumfänglich auf die Gemeinden verteilt werden müssten und das Spital keine Rückstellungen für Investitionen bil-

den könne – obwohl die Tagespauschalen des Akutspitals auch die Investitionen finanzieren müssen. Spörri wehrte sich vehement gegen die im Vorfeld aufgestellte Behauptung, das Spital solle privatisiert werden: «Die Aktiengesellschaft ist oft auch für die öffentliche Hand eine geeignete Gesellschaftsform. Das Spital wird auch als gemeinnützige Aktiengesellschaft vollumfänglich in der Hand der Gemeinden bleiben.» Die vorgeschlagene Lösung sei nach einem eingehenden Vergleich aller Möglichkeiten am besten geeignet, die Gesundheitsversorgung des Bezirks mit einem eigenen Spital langfristig zu erhalten. Während die Liegenschafts-AG vollumfänglich in Gemeindebesitz bleiben soll, besteht bei der BetriebsAG die Möglichkeit, die Bevölkerung, die Ärzte oder ein anderes Spital in die Trägerschaft miteinzubeziehen. Die Aktienmehrheit soll auch hier im Besitz der Gemeinden bleiben.

Wohnortnahe medizinische Versorgung Die Überlegungen der Betriebskommission zur neuen Struktur gründen auf der Feststellung, dass die bisherige

Form des Zweckverbandes angesichts der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen von Bund und Kanton keine zweckmässige Rechtsform mehr sei: «Spital und Pflegheim Affoltern gewährleisten eine hochwertige, wohnortnahe medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung. Diese den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Region entsprechende Rolle soll trotz veränderter Rahmenbedingungen auch in Zukunft wahrgenommen werden. Mit der Umwandlung des Zweckverbandes in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft für die Liegenschaften und in eine Betriebsgesellschaft für den Betrieb von Spital und Pflegeheim sollen die Weichen gestellt werden, damit die Grundaufgaben auch in Zukunft wahrgenommen werden können.» Die Betriebskommission nahm den Antrag der Delegierten, im Februar die Rahmenbedingungen festzulegen und nicht erst im Mai über das fertige Paket abzustimmen, zustimmend entgegen. Der so bereinigte Antrag fand einstimmige Zustimmung der Delegierten. Die Ottenbacher Delegierte Rita Ackermann brachte es auf den Punkt: «Es ist das Anliegen der Delegierten, dass speditiv an diesem Projekt weiter gearbeitet wird.»

Das Budget des Spitals Affoltern ist mit zahlreichen externen Unsicherheiten behaftet. Es unterscheidet zwischen kantonalem und kommunalem Auftrag sowie Nebenbetrieben, die nicht unmittelbar dem Spitalbetrieb zugeordnet werden können. Die Delegiertenversammlung hat dem Budget, das 9.6 Millionen Franken Investitionen vorsieht, einstimmig zugestimmt. Erste Unsicherheit: Die Spitaltarife, die bereits in diesem Jahr für den kantonalen Auftrag lediglich provisorisch festgelegt worden sind, stehen noch immer nicht definitiv fest. Spitaldirektor Fredy Furrer ist allerdings zuversichtlich, denn der Kanton Zürich arbeitet mit den tiefsten Ansätzen aller Deutschschweizer Kantone – noch tiefer dürften sie nicht fallen. Zweite Unsicherheit: Die Beamtenversicherungskasse BVK, der auch das Spital Affoltern angeschlossen ist, weist eine Unterdeckung auf, die ausgeglichen werden muss. Der Deckungsgrad liegt nämlich bereits im dritten Jahr in Serie unter der statutarisch vorgegebenen Mindesthöhe von 90 Prozent. Deshalb verpflichten Statuten und bundesrechtliche Vorgaben zum Handeln. Dieser periodenfremde Aufwand wurde im letzten Jahrzehnt verursacht und muss jetzt beglichen werden. Der Kanton hat bereits einen Beitrag von 256 000 Franken zugesagt, da der Staat in der Vergangenheit von zu tiefen Staatsbeiträgen an die Pensionskassen von Organisationen wie dem Spital Affoltern profitiert hat. Für die Gemeinden bleibt im Jahr 2013 ein Beitrag von 572 000 Franken an die Sanierung der Pensionskasse. Der kommunale Auftrag betrifft die Langzeitpflege der 14 Verbandsgemeinden. Für die Gemeinden ist ein Aufwand von 10,2 Millionen Franken budgetiert, der nach einem Schlüssel, der Steuerkraft, Einwohnerzahl und Pflegetage berücksichtigt, auf die Gemeinden verteilt wird. Der Aufwand der Gemeinden setzt sich zusammen aus einem Ertragsüberschuss von 605 000 Franken und Investitionen von 9.6 Millionen. Der kantonale Auftrag betrifft namentlich den Akutbereich und sieht bei einem Aufwand von 39.5 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 994 000 Franken vor, welcher der Investitionsrechnung gutgeschrieben werden soll. (bs.)

Jugendarbeiten gewinnen «Laureus Girls in Sport Award» Affoltern, Mettmenstetten, Obfelden-Ottenbach und Hausen erfolgreich Die Laureus Foundation Switzerland unterstützt in der Schweiz verschiedene Projekte, die Integration, soziale Kompetenz und Chancengleichheit von benachteiligten jungen Menschen fördern. Dieses Jahr wurde erstmals der «Laureus Girls in Sport Award» an drei ausgewählte Projekte verliehen, darunter ein Gemeinschaftsprojekt der Jugendarbeiten Affoltern, Mettmenstetten, Obfelden-Ottenbach und Hausen. Solidarität mit benachteiligten Kindern in der Schweiz: Unter diesem Motto fand die sechste Laureus Charity Night statt. Internationale Sportgrössen wie US-Schwimmlegende Mark Spitz, Boris Becker, sowie angesehene Persönlichkeiten aus Kultur und Wirtschaft trafen sich im Hangar des Fliegermuseums Dübendorf. Unter den illustren Gästen befanden sich auch zwei Repräsentantinnen des Projekts «Girls on the Dancefloor», welches von den Jugendarbeiten Affoltern am Albis, Mettmenstetten, Obfelden-Ottenbach und Hausen als Ge-

meinschaftsprojekt unter vielen anderen den «Laureus Girls in Sport Award» gewonnen hatte. So durfte ein Check im Wert von 5000 Franken entgegengenommen werden, überreicht von Nationalrätin Pascale Bruderer. Die Förderung von Mädchen im Sport ist gerade im Jugendalter ein wichtiges Thema. Während die Jungen eher in Vereinen Sport ausüben, ziehen sich die Mädchen in diesem Alter tendenziell aus dem sportlichen Geschehen zurück. Hier greifen die Jugendarbeiten mit vereinten Kräften ein. Mit dem Projekt «Girls on the Dancefloor» wurde eine nachhaltige Förderung für Mädchen geschaffen. Die Teilnehmerinnen besuchen einen Tanzkurs, geleitet von der Pädagogin und Tanzlehrerin Iris Beyli. Regelmässige Trainings und sonstige gemeinsame Aktivitäten, wie zusammen kochen und essen, schaffen ein Gruppengefühl. Eine Präsentationsreihe Ende 2013 bringt die Motivation, den Kurs kontinuierlich zu besuchen, und sorgt

Janine Brunke (links, Jugendarbeit Affoltern) und Chantal Kamm (Jugendarbeit Mettmenstetten). (Bild zvg.) für einen unvergesslichen Abschluss des Projektes. Gleichzeitig schafft die Vernetzung der verschiedenen Gemeinden einen aktiven Austausch,

Barrieren zwischen den Mädchen werden abgebaut. Die Jugendarbeiten freuen sich über die hochrangige Auszeichnung, sie stecken in den letzten

Zügen der Planung für den Start des Kurses. Weitere Informationen zum Projekt findet man Anfang 2013 unter www.ja-aaa.ch.


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Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach Alle Vorlagen an der Kappeler Budgetgemeindeversammlung angenommen Sollen die Gemeindeliegenschaften dem nahen Heizverbund des Klosters Kappel angeschlossen werden oder der gemeindeeigenen Holzschnitzelheizung im weiter entfernten Schulhaus Tömlimatt? Um diese Frage drehte sich eine längere Diskussion, an deren Ende sich das Gros des Souveräns für das Naheliegende entschied. ................................................... von martin platter Mit vier Geschäften befasste sich die zweite Einheitsgemeindeversammlung von Politischem und Primarschulgemeindegut am Freitagabend im Kappeler Mühlesaal. Der Holzschnitzelheizungsvorlage gereichte es dabei einmal mehr zum Hauptthema. Der Gemeinderat beabsichtigt, das Haus zur Mühle mit dem Mühlesaal und den darüber liegenden Wohnungen sowie den Gemeindesaal dem Heizverbund Kloster Kappel GmbH anzuschliessen. Zusammen mit dem Verein Kappelerhof, der bereits ein kleines Fernwärmenetz mit (sanierungsbedürftiger) Holzschnitzelheizung betreibt, der Landeskirche mit Seminarhotel, Kirche und Kloster sowie der reformierten Kirchgemeinde soll der bestehende Heizungsverbund erweitert und die Leistung der Heizzentrale mit einem neuen Kessel auf 550 Kilowatt erhöht werden. Ergänzt wird die Warmwasseraufbereitung mit einem bestehenden 72-kW-Biogaskessel sowie in Hoch- und Tieflastzeiten mit einem ebenfalls bereits vorhandenen 230kW-Ölkessel im Kloster.

Konkurrenzfähiges Konzept Der Anteil der Politischen Gemeinde am 1,5-Millionen-Franken-Projekt beläuft sich auf 330 000 Franken, über den der Souverän zu befinden hatte. Wobei in diesem Betrag noch 54000 Franken für eine Solaranlage auf dem Dach des Hauses zur Mühle enthalten sind. Sie liefert im Sommer das Warmwasser für die Wohnungen, da in dieser Zeit der geringe Wärmebedarf in

einem unrentablen Verhältnis zum Wärmeverlust der Fernleitung steht. Gemäss Heizungsplaner Andreas Keel, der das Projekt ausführlich vorstellte, könne mit diesem Heizungsverbund das beste Kosten-Nutzenverhältnis bei geringen Emissionen erreicht werden. Das hätten Berechnungen von sechs unterschiedlichen Varianten ergeben. Mit der vorliegenden werde eine Anschlussdichte von 2,1 Megawattstunden pro Meter Fernleitung erzielt. Die Vollkosten betrügen 16 bis 18 Rappen pro Kilowattstunde. Das sei konkurrenzfähig gegenüber einer Öl- oder Wärmepumpenheizung. Der ehemalige Liegenschaftsverwalter der Primarschulpflege, Ueli Wüest, bemängelte, dass nicht auch der Anschluss an den gemeindeeigenen Wärmeverbund Tömlimatt geprüft worden sei und stellte einen Rückweisungsantrag. Zusammen mit dem früheren Schulpräsidenten und von Januar bis August auch Gemeinderat Andreas P. Herren, der nicht zur Gemeindeversammlung erschien, sitzt Wüest noch immer im Vorstand des Wärmeverbunds Tömlimatten GmbH.

Die Glaubwürdigkeit verspielt Ein Wärmeverbund mit turbulenter Geschichte: Im Juni 2007 hatte das Kappeler Stimmvolk mit seiner Zustimmung für den 340 000-FrankenKredit entgegen der Empfehlung der damaligen Rechnungsprüfungskommission den Bau der Holzschnitzelheizung im Schulhaus Tömlimatt bewilligt. Mitte 2008 wurde die Heizung in Betrieb genommen. Die Probleme begannen bereits bei der Erstellung. 168 000 Franken (teils unvorhersehbare) Mehrkosten, überrissene Forderungen eines Handwerkers, der überraschende Tod des Planers, technische Mängel an der Anlage und eine Schulpflege, die mit dem Projekt überfordert war, verzögerten die Bauabrechnung über Jahre. Erst im Juni 2011, nachdem der Souverän einer Bürgschaft von weiteren 96 000 Franken zugestimmt hatte, damit der Heizverbund seinen Betrieb nicht einstellen musste, wurde die Bauabrechnung nach langer Diskussion abgenommen. Was dem Stimm-

Anlässlich der Gemeindeversammlung stellte Präsident Kurt Bär die Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung vor. Von links: Finanzverwalterin Eveline Fenner-Merz, die neue Gemeindeschreiberin Stefanie Forlin, Steuersekretärin Eliane Häfliger-Siegenthaler und die Leiterin Einwohnerkontrolle, Nicole Wanger. (Bild Martin Platter) volk damals noch nicht gesagt wurde: Mit der Liquidation des Konsortialpartners Huberringger würden weitere 42 000 Franken an der Schulgemeinde hängen bleiben. Die in Aussicht gestellten, zusätzlichen Fernwärmeabnehmer, mit der die Heizung ausgelastet und damit profitabel hätte werden sollen, wurden dagegen nicht akquiriert. Obschon das eines der Hauptargumente gewesen war, mit dem die beiden Schulpfleger das Geschäft 2007 beim Stimmvolk beliebt gemacht hatten. Gebetsmühlenartig hatten Herren und Wüest stets aufs Neue beteuert, sich nun auf die Suche nach neuen Wärmebezügern zu machen. Aber noch heute läuft die Anlage nur auf nicht sehr umweltschonender Zweidrittellast. Mit diesem Gebaren verspielte die Schulpflege nicht nur ihre Glaubwürdigkeit. Es führte letztlich zur Bildung der Einheitsgemeinde.

Abweisende Reaktionen Entsprechend abweisend waren die Reaktionen im Saal, als Wüest wieder-

holt mehr Zeit forderte, um sein Anliegen eingehend zu prüfen. Keel rechnete vor, dass alleine die Fernleitungslänge vom Tömlimatt bis zum Gemeindesaal mit allen von Wüest in Aussicht gestellten Hausanschlüssen rund 650 Meter betrage. Damit werde im allerbesten Fall eine Anschlussdichte von einem Megawatt pro Meter erreicht. Dabei handle es sich aber lediglich um vage Annahmen. Während beim Heizverbund Kloster bereits definitive Zusagen vorlägen, erklärte Keel. Gemeindepräsident Kurt Bär wollte die Vorwürfe, der Wärmeverbund Tömlimatten sei nie in Betracht gezogen worden und die Stimmbürger würden mit dem Anschluss an den Heizverbund Kloster überrumpelt, nicht auf sich sitzen lassen. Andreas Herren, der Geschäftsführer der Tömlimatten GmbH, habe fast an jeder Gemeinderatssitzung teilgenommen, an denen über den Anschluss an den Heizverbund Kloster beraten wurde. Eingebracht habe er sich diesbezüglich aber nie, sagte Bär. Ein Einwohner des Tömlimatt-Quartiers berichtete,

dass er und vier weitere potenzielle Wärmeabnehmer aus der Nachbarschaft anlässlich der Einweihung der Heizanlage 2008 ihr Interesse angemeldet hätten. Von den Verantwortlichen habe sich jedoch nie jemand gemeldet. Inzwischen habe man sich für andere Heizsysteme entschieden. In der Abstimmung unterlag der Rückweisungsantrag Wüest schliesslich deutlich mit nur neun Ja-Stimmen. Für das Anschlussbegehren und den Kreditantrag der Gemeinde stimmten 39. Die verbleibenden zwei Bauabrechnungen wurden ebenso oppositionslos abgenommen wie die Budgets 2013. Bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 90 Prozent sieht dasjenige der Gemeinde einen voraussichtlichen Aufwandüberschuss von 158 000 Franken vor. Der Voranschlag der reformierten Kirchgemeinde endet gemäss Vorhersage von Kirchenpräsident Ueli Buri wahrscheinlich mit einem Defizit von knapp 11 000 Franken, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 14 Prozent.

Zweiter «Drü Dörfli Priis» an ein Frauen-Quartett 2008 wurde in der Gemeinde Kappel erstmals der «Drü Dörfli Priis» verliehen, eine Anerkennung für besondere Leistungen im Dienste der Allgemeinheit. Die mit 1000 Franken, einer Urkunde und einem Apéro für die Anwesenden dotierte Zuwendung ging an die Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon, die 2014 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern wird. 2012 steht ein Frauenquartett mit gänzlich anderer Ausrichtung am Die Gewinnerinnen des «Drü Dörfli Priis» Brigitte Schildknecht (l.), Esther Gräzer, Elsi Krättli und höchsten in der Madeleine Buchmeier flankiert von Gemeindepräsident Kurt Bär (l.) und Gemeinderat Hans Arnold. Gunst der Juroren: (Bild Martin Platter) Madeleine Buchmeier, Esther Gräzer, Elsi Krättli und organisieren die vier Frauen im De- weihnachtlich geschmückte Sujets, Brigitte Schildknecht. Seit zehn Jahren zember die Adventsfenster. Jeweils 24 verteilt auf alle drei Dörfer in der Ge-

meinde Kappel. «Das ergibt total 240 Abende, die Organisation und das Selberschmücken der eigenen Adventsfenster noch nicht eingerechnet», würdigte Gemeinderat Hans Arnold in seiner kurzen Laudatio das kulturelle Engagement der Frauen. Im Gegenzug bedankte sich Madeleine Buchmeier bei der Kirchenpflege und den veranzeige

schiedenen Fenstergestaltern für die Unterstützung sowie bei den Besuchern für ihr Interesse. Esther Gräzer widmete den Preis allen Teilnehmern: «Vor den Fenstern habe ich sehr viele schöne Begegnungen erleben dürfen. Ich bin dankbar, dass ich hier in Kappel am Albis wohnen darf.» (map.)


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Forum

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Dienstag, 4. Dezember 2012

Fukushima: Mythen, Hypothesen und Fakten So lautete der Titel eines Vortrages, zu dem die SVP Ortspartei Mettmenstetten den Kernphysiker und Strahlungsexperten Dr. Walter Rüegg im Rahmen ihrer Herbstversammlung vom 30. November 2012 eingeladen hatte. Die Veranstaltung war öffentlich, allerdings nahmen trotz des hochinteressanten Themas nur wenige SVPNichtmitglieder die Gelegenheit wahr, sich auf einem Gebiet weiterzubilden, wo Mythen und Desinformationen vorherrschen. Wann hat man schon Gelegenheit, einem derart ausgewiesenen Fachmann zuzuhören? Dr. Rüegg hat 20 Jahre an der ETH und am PaulScherrer-Institut (PSI) geforscht, später in der ABB auf dem Gebiet Elektronik und Sensorik. Er war viele Jahre lang Chefphysiker in der Schweizer Armee und hat sich intensiv mit Nuklearwaffen und Radioaktivität befasst. Einen kompetenteren Sprecher zum Thema Fukushima kann man sich gar nicht vorstellen.

Einst Strahleneuphorie Dr. Rüegg begann seine Ausführungen mit einem kurzen geschichtlichen Überblick. Heute mutet es eher seltsam an, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine richtiggehende Strahleneuphorie herrschte. Es gab damals diverse strahlende Produkte zu kaufen wie radioaktive Crèmen, Wolle, aber auch eine Radium-Schokolade! Dies hatte auch damit zu tun, dass man Strahlung nicht messen konnte. Praktische Messinstrumente gab es erst seit ca. 1930. Die Herren Geiger und Muller erfanden das nach ihnen be-

nannte Instrument anno 1928. Radioaktive Strahlung ist an sich etwas Natürliches und kommt überall vor. Die Experten streiten sich lediglich darüber, wo der Schwellenwert liegt, unter dem die radioaktive Strahlung ungefährlich ist. Denn es gibt Städte mit natürlicher Strahlung, die nach den heutigen Grenzwerten langst evakuiert sein mussten. Im iranischen Kurort Ramsar, eine der beliebtesten Feriendestinationen am Kaspischen Meer, herrscht beispielsweise eine so hohe natürliche Strahlung, dass die Einwohner wahrend ihres Lebens eine Strahlendosis erhalten, die über der tödlichen liegt. Die durchschnittlichen Dosen liegen hier um 10 ƒÊ Sv/h, das ist mehr als das 15- Fache der Evakuationsdosis von Tschernobyl. Wissenschaftliche Untersuchungen fanden keine negativen Effekte auf die Gesundheit. Weder ist die Krebsrate erhöht, noch gibt es Hinweise auf mehr genetische Schäden oder Missgeburten. Auch in der Schweiz haben wir Gebiete, diese liegen in den Bergen, vor allem im Wallis, Tessin und Graubünden, wo die natürliche Strahlung alle Grenzwerte und die Evakuationskriterien überschreiten. Dazu ist zu sagen, dass die heutigen Strahlenschutzvorschriften fatalerweise davon ausgehen, das jede Strahlung schädlich ist und es keinen Schwellenbereich gibt, in dem Strahlung harmlos ist. Jede auftretende Schädigung könne linear aus bekannten Wirkungen hochdosierter Strahlenwerte extrapoliert werden. Eine solche Auffassung ist wissenschaftlich nicht haltbar, denn nachweislich haben geringe Strahlungsdo-

Bonstetten: Finanzund Aufgabenplan Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) ist nebst dem Gemeinderat und der Primarschulpflege eine selbstständige und unabhängige Behörde. Sie untersteht der Aufsicht des Bezirksrates. Das Gemeindegesetz umschreibt im § 140 ihre Aufgaben wie folgt: Die RPK prüft alle Anträge von finanzieller Tragweite an die Gemeindeversammlung, insbesondere Voranschlag, Jahresrechnung und Spezialbeschlüsse. Sie klärt die finanzrechtliche Zulässigkeit, die finanzielle Angemessenheit und die rechnerische Richtigkeit ab. Sie erstattet dazu Bericht und Antrag. Die RPK Bonstetten hat über einige Monate zusammen mit dem Gemeinderat und der Primarschulpflege die Finanz- und Aufgabenplanung für die Jahre 2012 bis 2016 diskutiert. Es hat sich gezeigt, dass für die Voranschläge der Politischen Gemeinde und der Primarschule für das Jahr 2013 der Steuerfuss um insgesamt 4% angehoben werden muss. Die Gründe dafür sind zusätzliche Belastungen des Ge-

meindehaushaltes, nämlich: – die Kapitalfolgekosten der hohen, geplanten Investitionen für den Neubau eines Schulhauses für die Primarschule und für den Neubau eines Feuerwehrgebäudes im Heumoos für die Politische Gemeinde – die betrieblichen und personellen Folgekosten dieser Investitionen – die im Voranschlag 2013 deutlich gestiegenen Aufwendungen. Zusätzlich wird aufgrund der vorübergehenden wirtschaftlichen Abschwächung für das Jahr 2013 ein leicht rückläufiger Gemeindesteuerertrag erwartet. Die RPK beurteilt die vorgesehene Erhöhung des Steuerfusses als unumgänglich. Sie empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2012 zu besuchen, um sich ein Bild der finanziellen Situation der Gemeinde Bonstetten zu machen und um mitzuentscheiden. RPK Bonstetten

sen – solche unter 200 mSv (mSv = tausendstel Sievert) – positive gesundheitliche Wirkungen. Dies ist sogar von der Unscear akzeptiert, dem aus 72 Wissenschaftern aus 18 Ländern bestehenden U.N. Comittee on the effects of atomic radiation. Die Unscear hat übrigens am 23. Mai 2012 verlauten lassen, dass die gesundheitlichen Folgen der Fukushima-Katastrophe klein sein werden. Es gibt keine klinisch beobachtbaren Effekte, auch Dr. sc.nat. Walter Rüegg (links) und Louis Hafner, der Organisator des Abends. (Bild zvg.) nicht unter den am meisten bestrahlten Einsatzkräften. zu den extremistischen Prognosen von es wegen der Fukushima-Katastrophe Dies war natürlich keine schlagzeilen- Kernkraftgegnern, die bis zu 100 Mil- keine Strahlenkranke gibt. Weder gab trächtige Nachricht und fand deshalb lionen Tote (Christopher Busby) als es akute Todesfälle noch eine Erhöin den hiesigen Medien nur ein be- Folge der Fukushima-Katastrophe pro- hung der Zahl von Krebserkrankunscheidenes Echo. Ebenso wenig las phezeit hatten. gen. Diese liegen sowohl bei der Bevölman von den 600 Todesfällen, welche kerung als auch bei den Einsatzkrafaufgrund der erzwungenen Evakuatiten weit unter der Nachweisgrenze. on der Gegend um Fukushima ver- Wirkungen überschätzt Im Anschluss an sein spannendes zeichnet wurden. Das ist jedenfalls Zusammenfassend hielt Dr. Rüegg Referat beantwortete Dr. Rüegg noch deutlich mehr als die 345 Krebsfälle, fest, dass die Wirkungen von radioak- mehr als eine halbe Stunde lang die die ohne Evakuation als Folge der tiven Strahlen in der Bevölkerung ex- zahlreichen Fragen aus dem PubliStrahlung zu erwarten gewesen wa- trem überschätzt werden. Hauptgrün- kum. Es war ein denkwürdiger Abend, ren. Dies hat eine Studie der renom- de dafür sind Unwissen, falsche bzw. welcher die Teilnehmer mit vielen mierten kalifornischen Stanford Uni- fehlende Risikokommunikation sowie neuen Erkenntnisse und Einsichten versity aufgezeigt. Diese nüchternen übertriebene und intransparente belohnte. Fakten stehen in krassem Gegensatz Überregulierungen. Tatsache ist, dass SVP Mettmenstetten

Spital Affoltern: Es braucht eine Vernehmlassung Wem soll das Spital Affoltern gehören? – Die Betriebskommission kennt die Antwort bereits. Am letzten Donnerstag beschlossen die Delegierten des Zweckverbandes mit einem Grundsatzentscheid die Weichen für die Privatisierung des Spitals. Doch auf welcher politischen Grundlage gründet der Entscheid für die Privatisierung? Die Bevölkerung wurde bisher aussen vor gelassen und soll nach einer Informationskampagne im Herbst 2013 der Privatisierung zustimmen. Diese Politik der vollendeten Tatsachen ist ein Hochrisikospiel, welches kaum Unterstützung in der Bevölkerung finden wird und unnötig Unruhe in das Spital bringt.

Vernehmlassung mit Varianten Die SP forderte deshalb im Hinblick auf die letzte Delegiertenversammlung von den Delegierten eine breite Vernehmlassung um die Zukunft des

Spitals durchzuführen. Diese Vernehmlassung soll sich nicht auf eine Variante beschränken, sondern neben der Privatisierung auch die Weiterführung des Zweckverbandes oder einer anderen geeigneten öffentlich-rechtlichen Trägerschaft beinhalten.

Schreiben an die Betriebskommission abrufbar Das Aufzeigen von Vor- und Nachteilen der verschiedenen Varianten ist für eine fundierte Entscheidfindung unentbehrlich. Die Vernehmlassung ermöglicht der Spitalführung zudem, die Stimmung in der Bevölkerung und konkrete Problemlagen bereits vor der Abstimmung zu erkennen und allenfalls Korrekturen vorzunehmen. Die Forderung nach einer Vernehmlassung bleibt auch nach dem abschlägigen Entscheid gegenüber unserem Ersuchen bestehen. (Das Schreiben an die Betriebskommission und an die Gemeinde-

Delegierten ist abrufbar www.spaffoltern.ch).

unter

Das Spital der Bevölkerung Die Abstimmung zur Spitalküche zeigte, dass wir ein starkes Bezirksspital wollen. Die Rechtsform bildet hierzu die Basis. Sie muss der strategischen Ausrichtung entsprechen. Die Anbindung des Spitals an die Gesundheitsversorger und die Bevölkerung ist beim heutigen «Modell Affoltern» entscheidend. Umso bedeutender ist deshalb deren früher Einbezug in die Entscheide um die Zukunft des Spitals. Nur so ist eine ehrliche Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen des Spitals möglich. Es ist weder das Spital der Betriebskommission noch der Delegierten. Es ist unser Spital, das Spital der Bevölkerung. Deshalb müssen wir mitreden – und zwar von Beginn weg. SP Bezirk Affoltern

Voranschlag der Politischen Gemeinde Hausen wird von der SVP trotz RPK-Rückweisungsantrag unterstützt Der Antrag der RPK, das Budget 2013 der politischen Gemeinde zurückzuweisen und in korrigierter Form erneut vorzulegen, hat unter den Mitgliedern nach zähen Diskussionen keine Mehrheit gefunden. So wird der Gemeinderat diesmal noch in seiner Finanzpolitik gestärkt und unterstützt. Gespannt hat man die sachlichen, fundierten Ausführungen des RPK-Präsidenten Stefan Gyseler über die trüben und nach seinen Aussagen besorgniserregenden Aussichten für den kurz- und mittelfristigen Finanzbedarf der Oberämtler Gemeinde zur Kenntnis genommen. Gyseler blendete zurück und hält fest, dass die RPK be-

reits schon vor zwei Jahren vor explodierenden Kosten warnte. Die Finanzvorsteherin der Gemeinde Hausen, Angela Studer, nutzte ihrerseits die Plattform und die rege Diskussion mit überaus kritischen und fachbezogenen Fragen aus dem Parteiforum. Gemäss ihren Aussagen ist sich der Gemeinderat bewusst, dass bezüglich der Finanzen sofortiger Handlungsbedarf besteht. Der Gemeinderat wird sich im Januar an einem ausserordentlichen Workshop den Finanzen widmen und die nötigen Strategien und Schritte bis zum Budget 2014 einleiten. Die Abnahme der Bauabrechnung Ausbau Huebersbergbach, Türlen mit

rund 19 Prozent unter dem budgetierten Bruttokredit fand unter den Mitgliedern Einstimmigkeit. Die neue Wasserversorgungsordnung, kompetent und ausführlich präsentiert vom Werkvorstand Christoph Tandler, hat einen nicht unbedeutenden Systemwechsel in der Tarifordnung. Unter anderem sollen die Grundgebühren neu den budgetierten Gesamtaufwand der Laufenden Rechnung mit 55% bis 65% abdecken. Über den Wasserhaushalt, schon immer ein «Heiligtum» in Hausen, entbrannte eine heftige kontroverse Diskussion, die nur mit einer knappen Mehrheit zu-

gunsten der neuen Verordnung ausfällt. Noch einmal geht es ums Wasser, diesmal aber um Schmutzwasser. Die neue Siedlungsentwässerungsverordnung, welche die Verordnung über Abwasseranlagen aus dem Jahre 1970 und den Gebührenteil aus dem Jahre 1997 ablösen soll. Auch hier hatte Tandler einen schweren Stand, den kritischen Fragen aus der Versammlung gegenzuhalten. Dass keine Reduktionen mehr über die Abwassergrundgebühren getätigt werden können, entsprechend heutigen gängigen Normen und Vorschriften, fand wenig Verständnis.

Wie schon bei der Wasserversorgungsordnung folgt man dem Antrag des Gemeinderates mit einer knappen Mehrheit. Der Voranschlag der Kreisschulgemeinde Sekundarschule Hausen, wurde nach Anhörung der zuständigen Schulpflegemitglieder gutgeheissen. Anschliessend an die Parteiversammlung diskutierten die Anwesenden beim traditionellen «Chlaushock» in einer gemütlichen Runde rege über «saubere und schmutzige Wässerlein» und den zukünftigen hoffentlich ernst gemeinten Sparwillen des Gemeinderates. Kurt Gaisser, SVP Hausen


Gewerbe

Dienstag, 4. Dezember 2012

«Humor Sapiens»

Bücherabend

Marco Rima ist am Donnerstag, 6. Dezember, im Kasinosaal in Affoltern. > Seite 17

Hardy Ruoss stellt in der Regionalbibliothek in Affoltern Neuerscheinungen vor. > Seite 19

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Zweiter Sieg Ämtler Eishockeyaner gewinnen gegen Dielsdorf-Niederhasli II nach Penaltyschiessen. > Seite 21

Kreatives Nähen, Weinbar, Schlagzeug- und Gitarrenschule Besondere Vielfalt im Atelier an der Lindenmoosstrasse in Affoltern Die Schlagzeugschule Roli Elmer, die Guitarschool Nino Lentini sowie Maja Jossi mit ihrem Atelier für kreatives Nähen «Guapa» und Patrizio Iacobucci mit «Strapis Weinbar» bieten neu an der Lindenmoosstrasse 19, Affoltern, besondere Vielfalt.

Stock an der Lindenmoosstrasse 19. Patrizio Iacobucci bietet seine auserlesenen, speziellen Weine aus verschiedensten Provenienzen Italiens – bereichert mit feinen Häppchen – jeweils am Mittwoch ab 17 Uhr und am Samstag ab 13 Uhr oder nach Vereinbarung an. Hier finden Weinliebhaber fein selektierte Weine aus kleinen Weingütern, die allerdings den Vergleich mit namhaften Grössen nicht zu scheuen brauchen und immer eine Entdeckung sind.

................................................... von urs e. kneubühl «... nach dem Entsorgungszentrum, am Bahngleis links, dann findest du uns gleich im dahinter liegenden Industriegebäude im 1. Stock», erläutert Roli Elmer. Vor Kurzem hat er seine Schlagzeugschule von der Seewadelstrasse hierher verlegt, an die Lindenmoosstrasse 19 in Affoltern. Aha, nach der Entsorgung gibt es also doch noch etwas, denkt der Schreibende schmunzelnd und stellt gleichzeitig fest, wie lange es her ist, seit er das letzte Mal hier spazieren war. Hier, «versteckt» hinter dem ÖkiHof, hat sich mittlerweile ein regelrechtes Kultur-Gewerbezentrum gebildet. Eine Gesundheits- und Lebenshilfepraxis findet sich genauso, wie ein Fotostudio, eine Vergolderei, ein Glasund Kunst-Atelier, eine Ballettschule, ein Tonstudio oder ein Refugium für Ruhe und Entspannung. Und neu eben auch die Gemeinschaft mit Guapa – kreatives Nähatelier für Bekleidungen –, Strapis Weinbar, die Schlagzeugschule von Roli Elmer und die Gitarrenschule von Nino Lentini.

Schlagwerke, Gitarre, Bass, Trompete «Es ist eine wunderbare Symbiose entstanden», sagt Roli Elmer. Den gros-

Bald auch Apéros, Konzerte und Workhops

Symbiose aus kreativem Nähatelier und Musikschulen, neu an der Lindenmoosstrasse 19, Affoltern, von links: Nino Lentini, Maja Jossi und Roli Elmer. Nicht auf dem Foto: Patrizio Iacobucci von Strapis Weinbar. (Bild Urs. E. Kneubühl) sen, lichten Raum hat man entsprechend aufgeteilt, damit die gegenseitige Ungestörtheit gewahrt ist, aber ohne Helligkeitsverluste. Für Elmer, der seine Schlagzeug- und Trommelschule – Djembé, Kongas usw. – für Kinder und Erwachsene zuvor 15 Jahre lang in einem Kellerlokal betrieben hat, ist der «Aufstieg» in den ersten Stock, ans Tageslicht, eine Bereicherung. Hier bekommen seine Schülerinnen und Schüler mehr Raum, mehr Licht und mehr Luft – und auch eine Ecke, um sich vor der vereinbarten Lernstunde etwas warm spielen zu können, gibt es. Mit Roli Elmer ist auch Nino Lentini mit der Affoltemer Filiale der Guitarschool Sound am Albis vom Keller an der Seewadelstrasse in den 1. Stock

an der Lindenmoosstrasse 19 umgezogen. Lentini, der auf die enge Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Moon-Music und Godin baut, arbeitet seit 2006 mit Dani Zürcher und seinem Sound am Albis als Gitarrenlehrer zusammen. Jetzt hat er nicht nur neue musikalische Einflüsse in seine Lehrstunden einbezogen, sondern längst auch sein Schul-Instrumentarium erweitert: Bei ihm können Kinder und Erwachsene vom Anfänger bis zum Profi neben Gitarre auch das Trompetespielen erlernen oder verfeinern.

Kreative Kleidung – selektive Weine Maja Jossi ist die Initiantin dieser besonderen Vielfalt im ersten Stock am

neuen Domizil. Vorher betrieb sie ihr kreatives Nähatelier Guapa in der ehemaligen Post am Fabrikweg 11 im Bezirkshauptort. Nach ihrer «Entdeckung» der Räumlichkeiten an der Lindenmoosstrasse suchte sie Mitmieter, die sie schliesslich in den beiden Musiklehrern Roli Elmer und Nino Lentini fand. Ihre ideenreichen Schneiderei- und Näharbeiten – primär Bekleidung für Frauen, aber auch Accessoires – sind zeitlos und individuell auf jeden einzelnen Typ abgestimmt. Dabei folgt sie keinesfalls irgendwelchen Modetrends, sondern regt selber neue Tendenzen an. Geradezu eine ideale Ergänzung zum harmonischen Zusammenspiel von kreativem Nähen und Musikschulen ist schliesslich auch Strapis Weinbar neu im ersten

Im Gewächshaus tafeln Restaurant «Drunder & Drüber» in Hedingen In der ehemaligen Gärtnereihalle an der Affolternstrasse in Hedingen eröffnete neu das Restaurant «Drunder & Drüber» seinen Betrieb. Auf zwei Etagen bieten Restaurant und Banketträume im loftähnlichen Stil urbane Gemütlichkeit. Der Name «Drunder & Drüber» ist im neu eröffneten Restaurant sozusagen Programm. Während im Erdgeschoss neben einer riesigen Apérobar ein Bankettraum für 30 bis 70 Personen Platz bietet, finden die Gäste im vorderen Teil unter einem eingezogenen Zwischenboden einen Gastraum mit viel Holz und sichtbaren Lüftungsrohren, in dem man sich sofort wohl fühlt. Im darüber befindlichen Restaurant im ersten Stock laden urbane Ambiance und viele verspielte Details zum gemütlichen Tafeln ein. Das «Drunder & Drüber» darf ohne Zweifel

das Label jung, frisch und innovativ in Anspruch nehmen. Auf der Speisekarte finden sich neben den Fleischgerichten vor allem auch für Fischliebhaber und Vegetarier mehrere verführerische Vorschläge. Die Mittagskarte bietet fünf Menüs an und die Abendkarte wird auch anspruchsvolle Gourmets zufriedenstellen. Das im Restaurant integrierte Blumengeschäft gibt dem Lokal einen einzigartigen Touch und erinnert an die ehemalige Gärtnerei. Dass das Motto der neuen Gaststätte in Hedingen «Bi eus gahts immer drunder und drüber, aber nie denäbed» auch wirklich eingehalten wird, dafür sorgen Els Imhof, René Rindlisbacher (ebenfalls Restaurant Central, Affoltern ) und Jörg Gleissner (Chef de Service). (mm) Restaurant «Drunder & Drüber» Affolternstrasse 5, 8908 Hedingen Telefon 044 760 28 92, www.drunderunddrueber.ch

Chefin Els Imhof mit ihrem «Küchenburschen» René Rindlisbacher. (Bild Martin Mullis)

Klar gibts im neuen Domizil von Jossi, Elmer, Lentini und Iacobucci jederzeit auch frisch gebrühten Kaffee oder Espresso und einen gemütlichen Schwatz. Das nutzen bereits Eltern, die damit die Wartezeit überbrücken, während ihre Sprösslinge in einer der Musikschulen auf derselben Etage oder in der Ballettschule im gleichen Haus lernen. Zukünftig will die vielfältige Etagengemeinschaft ihr schmuckes Ambiente aber auch für ApéroVeranstaltungen (nach Vereinbarung) öffnen und gelegentlich verschiedene Workshops und «Hauskonzerte» im kleinen Rahmen veranstalten – zirka 50 bis 80 Gäste haben Platz. Die kreative Gemeinschaft im 1. Stock an der Lindenmoosstrasse 19, Affoltern, ist wie folgt erreichbar: Schlagzeug- und Trommelschule Roli Elmer über Telefon 079 460 72 44 und www.rolielmer.ch Nino Lentinis Gitarren, E-Bass- und Trompetenschule über Telefon 076 583 55 64 und www.soundamalbis.ch Maja Jossis kreatives Nähatelier Guapa und Strapis Weinbar, Patrizio Iacobucci, über Tel. 044 776 89 91 und www.maja-guapa.ch


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Gewerbe

Dienstag, 4. Dezember 2012

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Speisen wie die alten Rittersleut «S’Beizli» von Heinz Fischlin beim Schweikhof bietet eine spezielle Atmosphäre

Fredi Früh mit einer PRS P-22. (Bild zvg.)

Bluesworkshop im Musikhaus Übersichtlich, geschmackvoll und modern eingerichtet: Am letzten Samstag feierte das Musikhaus Hofmann die Eröffnung ihres neuen Ladenlokals am Fabrikweg 11 in Affoltern. Die grossen Schaufenster bieten Einblick ins stilvolle Intérieur. Die Grösse des Lokals ermöglicht es, alle Instrumente geschmackvoll auszustellen: Akustische und elektronische Schlagzeuge, Blasinstrumente, Klaviere, ein Flügel von Yamaha, akustische Gitarren und neu eine ganze Wand mit elektrischen Gitarren der Firma PRS. Um diese schönen Gitarren vorzustellen, lädt das Musikhaus Hofmann am Samstag, 8. Dezember, von 14 bis 16 Uhr zu einem Bluesworkshop mit dem Gitarristen Fredi Früh ein. In den zwei Stunden demonstriert Fredi Früh verschiedene Konzepte der Blues Improvisation. Er sagt: «Die Einfachheit des Blues lässt sehr viel Freiheit zu in der Gestaltung der Improvisation. Meine Absicht in diesem Workshop ist es, einen Einblick in meine Toolbox zu geben und auf Impulse und Fragen des Publikums einzugehen.» Mit den neuen Verstärkern von der italienischen Firma «The Valve», die auch vorgestellt werden, lässt sich ein eindrücklicher, nuancierter Sound kreieren, der das Herz von Blues- und Rockfans höherschlagen lässt. Alle diese Artikel werden bis zu den Weihnachten zum Aktionspreis abgegeben.

In absehbarer Zeit wird das Restaurant Schweikhof in Ebertswil seine Tore voraussichtlich für immer schliessen. Verdursten muss deswegen aber niemand. Gleich neben dem beliebten Ausflugsziel hat eine Besenbeiz geöffnet, die bezüglich Ambiance ihresgleichen sucht. ................................................... von martin platter Der Empfang von Heinz Fischlin ist herzlich. «Was möchtest du trinken?», fragt der Altbausanierer aus Hünenberg, der sich mit dem Einrichten und Betreiben der Besenbeiz gleich neben dem Restaurant Schweikhof einen Lebenstraum erfüllt hat. Das ungezwungene «Du» passt zum Typ und Konzept des neuen Gastronomiebetriebes am Fusse des südöstlichen Albis-Ausläufers hoch über Sihlbrugg. Wir lassen uns im «Rittersaal» nieder. Kein allzu grosser, ebenerdiger, wohlig beheizter Raum mit wuchtigen Mauern und einem stattlichen Gewölbe. Früher, als das Anwesen noch ein Landwirtschaftsbetrieb war, diente er als Lager für Obst, Rüben und Kartoffeln. Fischlin hat ihm mit einem Kronleuchter, verschiedenen Schwertern (die aber alle nach unten hängen, was das Zeichen für Frieden ist), Ritterrüstungen und allerlei passendem Zierrat eine mittelalterliche Atmosphäre angedeihen lassen. An einem der wuchtigen Holztische sitzt Bernhard Stübi, der Patron und Hausherr des Schweikhofs, bei einem Glas Wein. Er freut sich sichtlich über Fischlins Engagement. Die Geschichte nahm aber zunächst einen anderen Lauf.

Zuerst als Stammgast im Schweikhof Als Stammgast im Schweikhof kannte Fischlin vor allem dessen Wirt Oswald

den ist. «Die Dekoration stammt aus verschiedensten Quellen. Viele Stücke haben mir Gäste geschenkt, die sich von meinen Ideen anstecken liessen», erklärt der 55-Jährige. Nicht ganz einfach war der Einbau der Küche, die den baulichen, brandschutztechnischen und hygienischen Vorschriften der verschiedenen Kontrollinstanzen zu genügen hatte. Die Gäste-Toiletten wurden im benachbarten Stöckli der Stübis eingebaut. Fischlins Stolz ist Heinz Fischlin (links) und Bernhard Stübi stossen im Rittersaal der neuen Besenbeiz beim Restaurant aber klar der Rittersaal: «Er ist die Schweikhof auf gutes Gelingen an. (Bild Martin Platter) perfekte Kulisse «Ossi» Steif und Koch Rudolf «Rudi» Möglichkeit ist gross, dass die Besitzer- für spezielle Anlässe, Partys und GeTrexler. Zufällig nahmen Steif und familie Stübi das Haus saniert und an- burtstage bis etwa 25 Personen.» Die Fischlin letzten Februar an derselben stelle des Restaurants Wohnraum Spezialitäten des «Beizlis» sind Gersauer Käsekuchen, Wild, auf Bestellung Safari in Tansania teil und lernten sich schafft. So ist die Idee entstanden, im Ne- auch Wildsau am Spiess, und sechs bei der Arbeit in einem Kinderheim besser kennen. Aus den angedachten bengebäude eine Besenbeiz einzurich- verschiedene Käsefondues. «Die MiPlänen, das Restaurant Schweikhof ten. Bernhard Stübi war sofort einver- schungen dazu stammen aus verschiekünftig sieben Tage pro Woche zu öff- standen, als sich Fischlin auf Ermunte- denen Alpkäsereien im Muotathal. Ich nen, wurde dann aber nichts. Wie rung von Steif dazu anerbot. Bei einer kenne jeden Produzenten persönlich. Fischlin später erfuhr, wird die Gast- Altbausanierung hatte Stübi den Ebenso den Jäger, der mir das Wild stube des Restaurants voraussichtlich Handwerker bereits von seiner besten aus dem Bisistal liefert», erklärt Fischim Frühling 2013 aus feuerpolizeili- Seite kennengelernt und war begeis- lin, dessen Weinkarte ebenfalls eine Erwähnung wert ist. Neben gehaltvolchen Gründen geschlossen. Den Aus- tert von seiner anpackenden Art. len Schweizer Tropfen führt der Gastschlag gaben die über der Gaststube wirt verschiedene «Primitivi» zu sehr liegenden vier Zimmer. Sie hätten reellen Preisen. nicht mehr bewohnt werden dürfen, Umbau mit Herzblut da im Brandfall ein zweiter Fluchtweg Mit viel Herzblut machte sich Fischlin fehlte. Auch die Restaurant-Küche ist an den Ausbau der alten Scheune. Im Offen ist von Freitag bis Montag, jeweils ab 10 Uhr nicht mehr auf dem neuesten Stand Aussenraum, der früher als Durch- morgens bis mindestens 21 Uhr abends, je nach und bedürfte einer Sanierung. fahrt gedient hatte, entstand die offe- Gästeaufkommen auch länger. Spezialwünsche erWie es mit dem Schweikhof wei- ne Gaststube, die einem Wohnraum in füllt Fischlin auch ausserhalb der ordentlichen Öfftergeht, ist deshalb noch offen. Die einem alten Bauernhaus nachempfun- nungszeiten. Ein Anruf genügt: 079 218 59 59.

Von ausgefallen bis feierlich In Mettmenstetten steht der traditionelle Advents-Rundgang bevor Am Sonntag, 9. Dezember, zwischen 11 und 17 Uhr öffnen das Keramikatelier «zum Schärbe», das Blumengeschäft «Fleur Creative», die Brennerei «Tröpfli» und die Vitalis Drogerie ihre Türen. Verwöhnt werden Besucher mitGlühwein, Lebkuchen und mehr. Marianne Bischof ist bekannt für ihre fantasievollen Kreationen aus Keramik. Immer wieder überrascht sie aufs Neue mit ihren modernen Ideen, Formen und Farben, welche gekonnt mit klassischen Elementen verbunden werden. Im Atelier finden sich nicht nur Dekorationsgegenstände, sondern auch viele Gebrauchskeramiken, die den Alltag beleben. Beim Anblick dieser Kreativität gelüstet es einen selber, Hand anzulegen und seine persönlichen Keramiken zu töpfern. Dies ist bei den regelmässig durchgeführten Kursen von Marianne Bischof möglich. Der eigenen Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Schmuck aus Silber und Stein gehören ebenso zum Sortiment des Ateliers «zum Schärbe» wie Stelen mit Raku-Keramik und freche Glaswaren aus Recycling-Glas.

Floristik und Destillate In eine andere Welt eintauchen ist im Blumengeschäft «Fleur Creative» an der Zürichstrasse möglich. Charmant begrüsst werden Besucher von der Inhaberin Christine Nick und der Floristin Olivia Ferrari. Mit ihren bezaubernden

schaft – für jeden gibt es in der Brennerei die passende Flasche. Damit man das Glasblasen selber erleben kann, ist im «Tröpfli» ein Glasbläser zu Besuch, bei welchem sich eigene Weihnachtskugeln blasen lassen. Ein unvergessliches Erlebnis.

Sinnlich, gesund Die Vitalis Drogerie hält auch dieses Jahr wieder ein verführerisches Sortiment bereit. Egal ob für den Partner, den Enkel, die Freundin oder die Eltern – das Team um die Geschäftsführerin Andrea Seiler weiss das richtige Geschenk. In der Vitalis Drogerie finden sich sinnliche Geschenke für die Körperpflege, Spezielles für den Gaumen, moderne Düfte und vieles mehr. Nicht nur mit Geschenkideen wird man durch die kalte Jahreszeit begleitet, auch für die Gesundheit ist die Vitalis Drogerie Anlaufstelle. Mit warmem Tee und einer süssen Verführung kann man gestärkt den Rundgang geniessen.

Vier Geschäfte laden nach Mettmenstetten. (Bilder zvg.) Blumenarrangements lassen die beiden Profis in eine andere Welt eintauchen. In einer Welt voller Farben, Düfte und Formen kommen auch für das Zuhause neue Ideen auf. Mit ausgefallenen Wohnaccessoires vom «Fleur Creative» weht schnell ein frischer Wind durch die eigenen vier Wände. Vieille Prune, Himbeergeist, die Neuheiten Vieille Kirsch-Cerise und Rosenliqueur sind nur wenige Schätze aus dem Reich von Angit und Franz Hager. Immer wieder überraschen die kreativen Köpfe der Brennerei «Tröpfli» ihre Kunden mit neuen, unbekannten Kreationen aus ihren Edelstahltanks und Holzfässern. Die Vielfalt an Destillaten und Liqueurs ist beeindruckend und macht Lust auf mehr. Die edlen Tropfen erleben in aussergewöhnlichen Flaschen ihre Krönung. Ob Hobby, Beruf oder Leiden-

Advents-Rundgang am Sonntag, 9. Dezember, 11 bis 17 Uhr, Keramikatelier «zum Schärbe», Blumengeschäft «Fleur Creative», Brennerei «Tröpfli» und Vitalis Drogerie, Mettmenstetten.

Zu jeder Bestellung eine Überraschung Weihnachtsstimmung bei Stilltop Fünf Jahre Stilltop – als Abschluss zum Jubiläumsjahr werden die Kundinnen vorweihnächtlich überrascht: jeder Bestellung (www.stilltop.ch) liegt ein praktisches Glamourmom Stilltop bei – solange Vorrat.

tere innovative Firma aus dem dänischen Heimatland von Heidi Struchen. byStroom produziert sowohl trendige Schwangerschafts- und Stillkleidung wie auch ein grosses WickeltaschenSortiment. Es sind Wickeltaschen, die auch der Papa gerne trägt und die man auch in der windelfreien Zeit nicht mehr beiseite legt. Mit dem praktischen Glamourmom Stilltop möchte sich Geschäftsführerin Heidi Struchen bei ihren Kundinnen für ihre Treue bedanken. (bg/bp)

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist es besonders wichtig, dass frau sich in ihrem Körper gut fühlt und nicht auf trendige und zugleich funktionale Mode verzichten muss. Mit dem Vertrieb der Marken Glamourmom, Milker und Carriwell hat Stilltop Produkte im Angebot, die sowohl optisch wie auch funktional überzeugen. Im Online-Shop finden sich neben modischer Umstandskleidung auch die lässigen und funktionalen Stilltops und -kleider, die diskretes Stillen ermöglichen. Ganz neu ist auch die dänische Marke byStroom Da kommt Freude auf: Überraschungsgeschenk bei Bestelvertreten; eine wei- lung. (Bild zvg.)


Verkäufe Liebe Kundin, lieber Kunde Wir bedanken uns ganz herzlich für das Vertrauen, das Sie uns in diesem Jahr entgegengebracht haben.

Per sofort oder nach Vereinbarung

Baumschulist/-in/Kundengärtner/-in Pflanzen-Center Mettmenstetten Ihr Aufgabengebiet umfasst folgende Tätigkeit: Sie werden als Verkaufsberater in unserem Pflanzen-Center eingesetzt. Kleinere Aufträge in Kundengärten ergänzen Ihren Tätigkeitsbereich.

Wir schätzen uns glücklich, Sie zu unseren Kunden zählen zu dürfen. Als Dank gewähren wir Ihnen

10% Rabatt auf alle Artikel vom 6. bis 22. Dezember 2012 (bei Abholung und Barzahlung, nicht kumulierbar) Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und fürs neue Jahr Glück, Erfolg und Gesundheit!

Ihr Profil: • Abgeschlossene Berufslehre als Baumschulist/-in oder Landschaftsgärtner/-in • Berufserfahrung im Bereich Pflanzenpflege und Unterhalt von Gärten • selbstständiges und exaktes Arbeiten • sehr gute Pflanzenkenntnisse • schnelle Auffassungsgabe, belastbar, verantwortungsbewusst • seriöses und pflichtbewusstes Arbeiten • Freude und Interesse am Beruf • Muttersprache Deutsch • Alter 25 bis 35 Jahre Unser Angebot: Wir bieten Ihnen eine vielfältige und selbstständige Arbeit in einem motivierten Team mit guten Anstellungsbedingungen. Keine Temporärbüroanfragen nur Festeinstellungen! Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Schönenberger Söhne AG Herr Jörg Schürmann Wissenbach 28, 8932 Mettmenstetten Tel. 044 767 09 60, E-Mail: baumschule@gartenbau-schoenenberger.ch

Prochema Baar AG ist ein führendes, kompetentes Handelsunternehmen in den Marktbereichen Bügel-/ Waschtechnik und Ladeneinrichtungen. Zur Ergänzung unseres kleinen Teams suchen wir nach Vereinbarung einen

Lager-/Speditionsmitarbeiter/ Allrounder Ihre Haupttätigkeiten sind das Rüsten, Bereitstellen und Verpacken von Aufträgen für den Kurier- sowie den LKW-Versand. Bei der Warenanlieferung und Einlagerung sind Sie sowohl für die quantitative als auch die qualitative Kontrolle verantwortlich. In den Nebentätigkeiten unterstützen Sie uns in der Werkstatt bei leichteren Reparaturarbeiten von Elektrogeräten, bei Montagen unserer Ladenbausysteme und kleineren Unterhaltsarbeiten im und um das Gebäude. Wir wenden uns an eine junge, dynamische Persönlichkeit mit sehr gutem Deutsch in Wort und Schrift, die handwerklich begabt ist und einen Fahrausweis Kat. B besitzt. Sind Sie interessiert? Dann freut sich Herr Urs Riboni auf Ihre Bewerbungsunterlagen. Prochema Baar AG Falkenweg 11b, 6340 Baar Tel. 041 768 00 50 E-Mail: urs.riboni@prochema.ch www.prochema.ch

Für die tägliche Unterhaltsreinigung suchen wir in Affoltern am Albis ab 7. Januar 2013

Reinigungspersonal Einsätze: Teilzeit Mo–Fr ab 18 Uhr Voraussetzung: Deutschkenntnisse, CH-Pass oder Niederlassung C. Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Telefon 044 905 29 30

Teilzeit-Coiffeuse Bucher Hair, Adliswil In unserem modernen Coiffeursalon haben Sie die Möglichkeit, weitgehend selbstständig Ihre Berufserfahrung in verschiedenen Fachbereichen einzusetzen. 40- bis 50 %-Arbeitspensum. Auf Ihre schriftliche Bewerbung freuen wir uns. Bucher Hair Filiale Adliswil Bergstrasse 4, 6206 Neuenkirch Telefon 079 432 14 17

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 07.30–12.00 und 13.15–18.00 Uhr Samstag 07.30–15.00 Uhr Bitte beachten Sie, dass unser Geschäft vom 23. Dezember 2012 bis 3. Januar 2013 und jeden Montag geschlossen bleibt.


Veranstaltungen

Dienstag, 4. Dezember 2012

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«Ich provoziere gerne!» Marco Rima kommt mit seinem Programm «Humor Sapiens» am 6. Dezember nach Affoltern Marco Rima feiert sein 30-JahreBühnenjubiläum. Die Bühnenshow «Humor Sapiens» ist am Donnerstag, 6. Dezember, im Kasinosaal in Affoltern zu sehen. Der Zuger Comedystar nimmt in seinem neuen Program kein Blatt vor den Mund. Auch nicht im Interview. Marco Rima, man hat lange nichts von Ihnen gehört. Wo waren Sie? Marco Rima: Im April bin ich 50 geworden, aus diesem Anlass habe ich eine Auszeit genommen – ich war mit meiner Frau Christina und unserer zweieinhalbjährigen Tochter Malea in Neuseeland, Südostasien, Australien und New York unterwegs. Und jetzt komme ich gerade von Mallorca.

burtstag war ein Ausgangspunkt. Ich bin dann darauf gekommen, dass ich in den Sechzigerjahren geboren bin, dann kamen die wilden Siebziger, dann die Achtziger. In dieser Zeit ist auf der Welt viel passiert, und plötzlich war ich in der Geschichte drin. Ich fange mit normalen Facts an. John F. Kennedy wird Präsident der vergeigten Staaten, Martin Luther King erfindet in der Schweinebucht den Minirock, die Beatles schlucken die Antibabypille und planen die erste Mondlandung in Woodstock. Die fünf letzten Jahrzehnte dienen als Aufhänger. Ich steige mit dem 7. April 1961 ein, da werde ich als «Humor sapiens», also als Vertreter einer neuen Menschengattung, geboren. Ich kann dann immer meine Geschichte mit dem Weltgeschehen verbinden.

Geniessen Sie das Leben jetzt von seiner Sonnenseite und nehmen es gemütlich? Im Gegenteil, auf Mallorca schreibe ich zur Zeit acht bis zehn Stunden täglich, also sehr zielgerichtet, an meinem neuen Programm. Dabei unterstützen mich die Autoren Andreas Gaw und Michael Gremlich. Die Umgebung hat eine kreative Kraft, das ist unglaublich, und wir kommen gut vorwärts.

Man kann also etwas lernen? Ja klar, das sind wahnsinnig intelligente Themen. Aber nicht ausschliesslich. Ich werde auch wieder unter die Gürtellinie gehen. Wie man mir das ja immer vorwirft. Und ja, ich gebe es zu: Ich liebe den versauten Witz! Aber nur, wenn er schmutzig ist. Dies werde ich mit einer kurzen Kaffeefahrt in die Semantik erklären. Da

Marco Rima nimmt im neuen Programm kein Blatt vor den Mund. (Bild zvg.) Am 9. März war Tourneestart. Worum geht es in Ihrem neuen Programm? Im Prinzip muss man sich ja jedes Mal wieder ein Stück weit neu erfinden. Aber man kann sich auch nicht komplett anders geben. Mein 50. Ge-

werde ich einige unanständige Begriffe erklären, wie zum Beispiel ... Sparen Sie sich diese Aufzählung! Wir lassen uns gerne überraschen. Macht es Ihnen Spass, zu provozieren? Ja, das hat wohl etwas mit einem Urtrieb zu tun. Ich musste schon immer «ums Verrecken» auffallen. Da ich in der Schule nicht gerade mit herausragenden Leistungen glänzte, musste ich umlagern. Ich habe gemerkt, wenn ich eine ‹grosse Schnorre› habe, dann falle ich auf und komme auch bei den Mädchen an. Ich habe wegen meiner Grossmäuligkeit aber auch viel geweint, weil ich falsch eingeschätzt wurde. Eigentlich war ich sehr schüchtern. Es war alles nur Fassade! Aber ich provoziere auch, weil es mich reizt, Sachen auszusprechen, über die man nicht reden darf. Etiketten, Hierarchien, Tabus, Gesellschaftskonformität. Man spricht heute von Political Correctness und gewaltfreier Kommunikation. Wollen Sie ein Gegenpol dazu sein? Ich bin ja ein sozial engagierter Mensch, aber mit den Chaoten, die in Zürich alles zusammengelegt haben, würde ich kein Gespräch suchen, auch

nicht mit «Tubeln», die in Fussballstadien randalieren. Es gibt aber auch «Tubelpolitiker» und Vorfälle, über die ich mich aufrege: Beispielsweise über Roman Polanski, der sich vor seinem Prozess drückt und in Zürich noch mit einem Filmpreis ausgezeichnet wird. Während zur selben Zeit ein Carl Hirschmann für ein viel weniger schweres Vergehen eine mehrjährige Gefängnisstrafe erhält. Werden Sie mit dem Alter bissiger? Gezwungenermassen. Und auch politischer? Ich glaube nicht, dass die Leute von mir politische Statements wollen. Das eine oder andere werde ich von mir geben, aber ich möchte nicht als politisches Kabarett wahrgenommen werden. Das machen ja andere Leute wie Lorenz Keiser oder Franz Hohler sensationell gut. Ich möchte einfach unterhalten. Interview: Christoph Soltmannowski «Humor Sapiens»: Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr, Kasinosaal in Affoltern. Abendkasse ab 18 Uhr offen. Vorverkauf: ticketcorner.ch, Telefon 0900 800 800 (Fr. 1.19, Festnetztarif).

Musikverein und Bläserschule

Singspiel-Derniere in Bonstetten

Kirchenkonzert in Ottenbach

Josef, Sohn des Jakob, wurde seinerzeit von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft worden – und dort Jahre später zum Herrscher gemacht. 30 Erwachsene und 40 Kinder und Jugendliche haben gemeinsam das Singspiel «De Zäller Josef» einstudiert – eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten. Insbesondere die Besetzung der zahlreichen männlichen Rollen – allen voran der 12 Söhne Jakobs – war anfänglich ein schwieriges Unterfangen, gelang aber letztlich doch, weil sich etliche unter 10-jährige Knaben bereit erklärten, eine solche Rolle zu übernehmen – einhergehend mit viel Text, den es auswendig zu lernen galt. Intensiv wurde Tag für Tag an Text und Liedern gearbeitet. Auch das Orchester schenkte sich nichts und studierte selbst in der Freizeit gewisse knifflige Passagen immer und immer wieder ein. Die Singspieltruppe führte das Werk seither in verschiedenen Ostschweizer Städten und sogar im Vor-

Der Musikverein Ottenbach lädt zum traditionellen Kirchenkonzert in der Adventszeit. Eröffnet wird es vom Brassensemble der Bläserschule des Musikvereins unter der Leitung von Markus Steimen. Seit über zwanzig Jahren führt der MVO in Ottenbach seine eigene Bläserschule mit ausgewiesenen Musiklehrern. Die Idee dazu war natürlich, eigenen Nachwuchs auszubilden, der mit dem Verein durch diese Ausbildung verbunden bleibt. Bis heute hat das leider nur in seltenen Fällen geklappt, da die meisten Schüler aufhören, sobald sie in die Lehre kommen oder einfach andere Prioritäten setzen. Trotzdem führt der Verein seine Bläserschule weiter und leistet damit einen beachtlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Dorfes.

Dirigent lvo Raimann hat mit seinem Verein ein feierliches und gefälliges Programm mit Werken von Mozart bis Mark Knopfler einstudiert und wird diesmal, ganz Mann der Tat, gleich selbst ein Solo geben. Natürlich nicht mit dem Taktstock, sondern auf seinem geliebten Euphonium. Seinen Stecken wird dabei der frischgebackene Trompeterwachtmeister Sandro Haller schwingen, der ansonsten auf der ersten Klarinette einen sehr guten Job abliefert und der gleich an der ersten Probe mit seiner präzisen Stabführung überzeugte. Es wird also nicht nur feierlich sondern auch spannend, wenn der MVO am 8. Dezember um 19.30 Uhr in der Ottenbacher Kirche willkommen heisst. Die Bevölkerung ist herzlich dazu eingeladen. (dh) Kirchenkonzert am Samstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr in der Kirche Ottenbach.

«De Zäller Josef» am Sonntag in der «Mormonen»-Kirche

Lichterglanz in Mettmenstetten

Verführung durch die Frau Potiphars. (Bild zvg.) arlberg auf. Am Sonntag, 9. Dezember, gastiert sie zur Derniere in Bonstetten im Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Wintersaison im «Hosechnopf»

Viele Mettmenstetter Kinder haben St. Nikolaus am letzten Samstagabend dabei unterstützt, die Lichter am Christbaum vor dem Gemeindehaus anzuzünden.

Die Kleider- und Spielsachengestelle in der MüZe-Kleiderbörse Hosechnopf sind gefüllt mit schönen, bunten, warmen Winterkleidern und herzigen Spielsachen.

Bei kaltem Winterwetter lud der St. Nikolausverein Knonau Mettmenstetten zum ersten Mal zu einer kleinen Feier beim Christbaum ein, der wie jedes Jahr vom Gewerbeverein MKM aufgestellt und geschmückt wurde. An zwei adventlich dekorierten Ständen wurde Glühwein und Punsch ausgeschenkt, und es gab feinen Lebkuchen, verschiedene Zöpfe, Nüssli und vieles mehr. Beim Eindunkeln läuteten die Kirchenglocken, der Musikverein Mettmenstetten spielte feierliche und fröhliche Stücke und dann kam der St. Nikolaus, begleitet von seinem Schmutzli. Er begrüsste Kinder und Erwachsene, berichtete über die Entstehung des Christbaums und erzählte den Kindern eine Geschichte. Um

Mit dem Verkauf von günstigen Kinderkleidern soll ein sinnvolles Angebot aufrechterhalten werden. Im Angebot stehen auch spezielle Dinge wie Autositze, Velositze, Reisebetten etc. Es können laufend saisongerechte Kinderkleider und Spielsachen in Kommission gebracht werden. Als Mitglied des Vereins Mütterzentrum erhält die Kundin 50% des Erlöses, ansonsten 40%. Aus Platzgründen verkauft die Börse keine Kinderwagen, es gibt dafür ein börseneigenes Anschlagbrett für Gratisinserate, das jeder nutzen kann. Das MüZe ist ein lebendiger Betrieb. Frauen, die in der Kleiderbörse mitarbeiten, sind erfahrene Mütter,

Der St. Nikolaus erzählte den Kindern eine Geschichte. (Bild zvg.) 17.30 Uhr wurden dann die Lichter des Baumes mit einem lauten Countdown entzündet. Viele Erwachsene und Kinder freuten sich über den gelungenen Anlass; dies könnte der Be-

ginn einer schönen und langjährigen Tradition werden! St. Nikolausverein Knonau Mettmenstetten, Ursula Storz

an der Heumattstrasse 2. Die rund 2½-stündige Vorführung (mit halbstündiger Pause) beginnt um 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

die die Möglichkeit nutzen, ihren Familienalltag zu erweitern. Sie schätzen die Abwechslung bei der Arbeit und den Austausch mit anderen Frauen. Bei Interesse an einer Mitarbeit freut sich die Co-Leiterin Martina Kummer über eine Kontaktaufnahme.

Dienstag- und Donnerstagnachmittag sowie Freitagmorgen Die MüZe-Kleiderbörse öffnet ihre Tür jeweils dienstags und donnerstags, 14 bis 17 Uhr (Annahme und Verkauf), sowie freitags, 9 bis 11 Uhr (nur Verkauf). Neu hat die Börse zusätzlich in den Monaten September, Oktober und November sowie März, April und Mai jeweils am Mittwoch von 9 bis 11 Uhr offen. In den übrigen Monaten bleibt die Börse am Mittwochvormittag geschlossen. Die Kleiderbörse ist zu diesen Zeiten telefonisch erreichbar unter 044 760 12 77. Infos: www.mueze-affoltern-am-albis.ch.


veranstaltungen

Burnout holt Gammenthaler ein «Wahnsinn» in Affoltern Wie vorangezeigt, bringt Kultur in Affoltern am Samstag, 8. Dezember, Michel Gammenthaler mit seinem Programm «Wahnsinn» nach Affoltern in den Kasinosaal. Ist er nun zaubernder Komiker oder komischer Zauberer? «Dass man nicht mehr so fragt, sondern einfach sagt: Gammenthaler, das ist mein Ziel», bemerkt er selbst. «Ich bin der grösste Kleinkünstler der Schweiz», hält er fest, «ich bin 1.94 gross.» Er hat letztes Jahr aber auch den 1. Platz im Comedy Rating der SonntagsZeitung erreicht. Und war dieses Jahr mit dem Circus Knie auf Tournee. In «Wahnsinn» allerdings hat ihn, wie so viele in unserer stressigen Zeit, ein Burnout eingeholt. Er versucht trotzdem aufzutreten, aber er schafft es nicht einmal mehr, einen Anfang zu finden, und sogar der «todsichere» Kartentrick, zu dem er in der Not greift, «verreckt ihm ab». Nervenzusammenbruch. Klinik. Sechs Monate später: Zum erfolgreichen Abschluss der Behandlung durch Prof. Dr. Berti Kubitzki-Bleichenmoser soll er in der Klinikmensa vor einem ausgesuchten Publikum von Ex-Patienten und Ermüdungs-Depressiven – vor uns also – sein Programm aufführen. Bevor er so weit ist, möchten ihn verschiedene wohlmeinende Ratgeber dafür fittrimmen. Da ist einmal der gefühlig-schleimige Stadtschamane Volker Hagemann, der ihm helfen möchte, die künstlerischen Schwingen wieder zu entfalten. Da sind der tuntige Lebensberater Serge Widmer und die rüstig-durchtriebene Alte, Hedy Hegetschweiler. Alle bleiben sie leider ohne Erfolg. Es braucht den düsteren Mentalisten Dimitri Banocek und seine brachial-dubiosen Methoden, um Gammenthaler

Michel Gammenthaler: Zaubernder Komiker oder komischer Zauberer? (Bild zvg.)

wieder fit für die Bühne zu bekommen. Natürlich spielt Michel Gammenthaler alle seine Figuren selber. Er spielt sie sehr präzise und mit einem Minimum an Requisiten. Nichts wirkt forciert. Und die fantastischen Zaubertricks kommen wie nebensächlich daher, ebenso wie die treffsicheren Pointen, die seine Figuren ins Publikum abfeuern. Knapp und platziert. Verschlankung ist Gammenthalers Zauberwort. Am Schluss des Programms hat man viel gelacht und viel gestaunt, und man bedauert, dass der Zauber schon vorbei ist. Samstag, 8. Dezember, im Kasinosaal, Marktplatz 1, Affoltern. Vorverkauf Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, Telefon 044 762 42 42, Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr. Wegen des Chlausmarkts ist die Zufahrt zur Tiefgarage nur via Zürichstrasse möglich.

Driss wird vom querschnittgelähmten Baron Philippe als Krankenpfleger angeheuert. (Bild zvg.)

«Intouchables» und «Der Schlunz» Kino in der Kirche Bonstetten Driss wird vom querschnittgelähmten Baron Philippe als Krankenpfleger angeheuert. Der Luftikus, geboren im Senegal und in einem Pariser Vorstadtquartier heimisch geworden, kommt frisch aus dem Knast, ist arbeitslos und hat sich eigentlich nur pro forma für den Job beworben. Doch das ist der Beginn einer wundersamen Freundschaft. – ein «Feel-Good-Movie»! (Freigegeben ab 6 Jahren, empfohlen ab 10 Jahren). Parallel dazu im KirchgemeindeHaus Bonstetten: Kinderfilm mit Betreuung: «Der Schlunz». Schlunz und die Geschwister Lukas und Nele erleben spannende Abenteuer, hecken lustige Streiche aus und gehen dabei jenen Fragen des christlichen Glaubens

auf den Grund, die für die Erwachsenen so ganz selbstverständlich sind. Der Schlunz ist ein kleiner Junge, der sein Gedächtnis verloren hat, aus dem Wald auftaucht und ausgerechnet von der frommen Familie Schmidtsteiner gefunden wird. Sie können den Schlunz vorübergehend bei sich aufnehmen und werden fortan mit Fragen bombardiert wie «Warum betet ihr vor dem Essen?» oder «Kann man statt Amen auch ‹Ende der Durchsage› sagen?». Die brave, christliche Welt der Familie wird ganz schön auf den Kopf gestellt ... (freigegeben ab 6, empfohlen ab 8 Jahren). Freitag, 7. Dezember, 19 Uhr in der reformierten Kirche Bonstetten. Eintritt frei.


Veranstaltungen

Dienstag, 4. Dezember 2012

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Ein leidenschaftlicher Leser

Weihnachtsmarkt in Rifferswil

Hardy Ruoss stellt in der Regionalbibliothek in Affoltern Neuerscheinungen vor

16. Auflage am Sonntag, 9. Dezember – mit nahezu 60 Ausstellenden.

Am Dienstag, 4. Dezember, um 20 Uhr lädt die Regionalbibliothek Affoltern zu einem Bücherabend mit dem bekannten Literaturvermittler Hardy Ruoss ein. Wer Bücher liebt und an Literatur interessiert ist, hat oft das gleiche Problem wie Bibliothekarinnen: Auf dem Schreibtisch sammeln sich Rezensionen von Neuerscheinungen, die man unbedingt lesen möchte. Am Radio hört man hochinteressante Buchbesprechungen, der Literaturclub macht neue Titel schmackhaft, es gibt Shortlists und Buchpreise und in den Buchhandlungen liegen die neuen Romane verführerisch nach Genre assortiert bereit. Man fragt sich schon im November, ob man an Weihnachten vielleicht die Verwandtschaft ausladen sollte oder liebäugelt sehnsüchtig mit

einem längeren Urlaub auf einer fernen Insel.

Bücherflut Bei der Fülle von Neuerscheinungen den Überblick zu behalten, ist ganz schön schwierig und der Bücherstapel neben dem Bett sollte ja auch nicht ins Schwindelerregende wachsen. In einer solchen Situation ist ein Abend mit Hardy Ruoss sehr hilfreich. Der Literaturkritiker, Dozent und Literaturvermittler ist Vielleser von Berufung und aus Leidenschaft. Er trifft eine Auswahl an Büchern und präsentiert diese auf unwiderstehliche, interessante und sympathische Art.

Ansteckende Faszination Hardy Ruoss versteht es, Bücher prägnant, mit Tiefsinn und Humor vorzustellen. (Bild zvg.)

Am Dienstagabend stellt Hardy Ruoss belletristische Werke, Kriminalromane, Lyrikbände und Essays vor und

verrät, weshalb ihn einzelne Bücher besonders faszinieren und fesseln. Der Literaturkenner ist ein begnadeter Rhetoriker und es gelingt ihm, seine Begeisterung für die ausgewählten Bücher auf die Zuhörenden zu übertragen und diese zur Lektüre zu verführen. Dieser Anlass bietet vermutlich keine Lösung für den Stapel neben dem Bett und die Zeitnot, ist aber ganz bestimmt anregend und interessant. Die meisten der vorgestellten Bücher werden in der Bibliothek vorhanden und ausleihbereit sein, um die eine oder andere lange Winternacht zu verkürzen. Der Eintritt ist frei und im Anschluss lädt das Team der Regionalbibliothek zu einem Apéro und zum Verweilen ein. Ursula Schiesser Dienstag, 4. Dezember, 20 Uhr, Regionalbibliothek, Obere Seewadelstrasse 14, Affoltern.

Traditionsgemäss am zweiten Sonntag im Dezember findet der Weihnachtsmarkt in Rifferswil – bereits zum 16. Mal – statt. Der traditionelle Markt mit der besonderen weihnächtlichen Stimmung wird niemanden enttäuschen. Auf dem Dorfplatz werden nahezu 60 Aussteller und Ausstellerinnen verschiedene handwerkliche und hausgemachte Sachen zum Verkauf anbieten. Auch dieses Jahr hat es reichlich Verpflegungsmöglichkeiten. In der Engelscheune wird Raclette sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Ebenfalls werden die Besucher mit Bratwürsten, Pizze, Berlinern und Glühwein verwöhnt. Von 14 bis 16 Uhr besucht der Samichlaus mit dem Eseli die jüngsten Besucher. Um 13.30 Uhr sorgt der Jugendchor Focus Team mit einem Platzkonzert für die musikalische Unterhaltung. Auch das Restaurant Post ist an diesem Sonntag geöffnet.

Wie der Welt-Atem

Trio Gilbo’a – Klezmer

Kraftvoll, samtig, präzise, kompakt – Pierre Favre in Hausen

Konzert im «Pöschtli», Aeugstertal

Ein musikalisch-rhythmischer Leckerbissen der Extraklasse: Pierre Favre and the Drummers mit Markus Lauterburg, Valeria Zangger, Chris Jaeger Brown. Freitag, 7. Dezember, Gemeindesaal Weid in Hausen.

Mittwoch, 12. Dezember, 20.30 Uhr – Konzert im «Pöschtli» Aeugstertal

Was gut zu Hausen und Umgebung passt; Pierre Favre wollte einst Bauer werden. Aber manchmal scheinen Lebens-Wege wie von geheimer Hand vorgezeichnet zu sein. Favres Bruder, der ein kleines Tanzorchester im Jura führte, zwang den damals 15-jährigen, Schlagzeug zu spielen, und schon Tage

später war Favre leidenschaftlicher Schlagzeuger. Heute blickt der 75-Jährige auf 60 reiche Musikerjahre zurück. Seit er 1953 sein erstes Jazzkonzert gehört hatte, galt seine Liebe dieser Musikrichtung. Er erlebte und prägte den Free Jazz mit all seinen – aus heutiger Sicht mitunter auch seltsamen – Auswüchsen mit. 1969 brachte er seine erste Solo-Platte «Drum Conversations» heraus. Die wurde ein Erfolg. Aber bei den Vertretern der reinen Lehre des Free Jazz galt Pierre Favre fortan als Verräter, denn er wollte Musik machen und nicht nur Krach. Ihn interessierten die Feinheiten. So er-

weiterte und modifizierte er das klassische Drum-Set, umgab sich mit subtilen Klangerzeugern, bei denen von ihm selbst entwickelte Gongs und Becken eine grosse Rolle spielten.

Mit der Samtpfotigkeit von Katzen In Hausen wird Favre mit seinem Percussionensemble «The Drummers» auftreten. Mit Valeria Zangger, Chris Jaeger Brown und Markus Lauterburg, sind damit einige der besten Schlagzeuger der Schweiz aus unterschiedlichen Generationen vertreten. «Pierre Favre, der es schon alleine schafft, ein ganzes Orchester zu sein, spielt mit dem vierköpfigen Ensemble ganze ausgereifte Orchester-Suiten», schrieb Christian Rentsch im Schweizer Jazz&Blues Magazin. Oder Christoph Merki im Tagesanzeiger: «Am fesselndsten ist dieses Quartett, wenn es mit einer Seele atmet, wenn alle vier Drummer präzise dieselben komplexen Rhythmen und raffinierten Akzente spielen. Das bedeutet auch keineswegs eine triviale Massierung des Klanglichen. Meist spielen diese Perkussionisten nämlich mit der Samtpfotigkeit von Katzen. Und daraus resultiert am Ende paradoxerweise eine Art luftige Dichte.» Die letzte Veranstaltung von Kultur im Dorf in diesem Jahr ist also ein Percussion-Quartett der ersten Güte, das den Hausemer Gemeindesaal nach allen Regeln der Kunst «bedrummen» wird. (San) Freitag, 7. Dezember, 20.15 Uhr, Gemeindesaal Weid in Hausen. Kulturbar und Kasse sind ab 19.30 Uhr

Pierre Favre (2.v.l.) und «seine» Drummers. (Bild zvg.)

geöffnet. Infos: www.pierrefavre.ch.

Ursprünglich bezeichnete man mit Klezmer den jüdischen Musiker, der an Hochzeiten und anderen Festen zum Tanz aufspielte. Heute versteht man unter Klezmer auch den entsprechenden Mu- Das Trio Gilbo’a: Georges Müller (Klarinette), Urs Stirnimann sikstil, dessen Ele- (Gitarre), Gallus Burkard (Kontrabass). (Bild zvg.) mente so verschiedenartig sind, wie die Länder, aus de- schaft die Juden in den Schtetln vornen die Juden nach Israel einwander- übergehend von den Sorgen des Hunten oder in denen sie heute noch le- gers, der Armut und der Verfolgung ben. Die vorwiegend durch osteuropäi- ab. Die Klarinette eignet sich hervorrasche Länder wie Rumänien, Bulgarien, gend für diese ausdrucksvolle Musik: Polen, Ungarn und der Ukraine beein- Sie vermag gleichsam zu lachen und flusste Musik klingt für unsere west- zu weinen, kann krächzen und jameuropäischen Ohren fremd, ist aber mern. Die Musiker des Trio Gilbo’a durch ihre ausdrucksstarken Melodien pflegen diesen faszinierenden Musikleicht erkennbar. Ihre meist orientali- stil schon seit vielen Jahren. Ihre perschen Tonreihen drücken sowohl Me- fekte Technik und das tiefe Wissen lancholie als auch Fröhlichkeit aus. über die Klezmermusik erlauben es ihDas Repertoire von Gilbo’a umfasst nen, ihr Publikum immer wieder aufs traditionelle Lieder, wie sie in den jü- Neue zu begeistern. Die Musiker: Georges Müller (Kladischen Ghettos Osteuropas gespielt rinette), Urs Stirnimann (Gitarre), Galwurden. Ebenso wie Soul und Blues der lus Burkard (Kontrabass). Schwarzen in Amerika ein Aufschrei (fl) gegen die Versklavung durch die Weissen waren, lenkte die Klezmermusik Konzertbeginn: 20.30 Uhr. Essen gibts um 19 Uhr. mit ihrem Feuer und ihrer Leiden- Reservierung unter Telefon 044 761 61 38.

Festklänge von Bach, Vivaldi und Händel Adventskonzert des reformierten Kirchenchors Affoltern unter der Leitung von Rico Zela Am 9. Dezember um 17 Uhr werden die Kantate «Nun komm der Heiden Heiland». BWV 62, von Johann Sebastian Bach und das Gloria, RV 589, von Antonio Vivaldi, und zwischen den Werken die unbekannte aber hörenswerte Ouvertüre zur Oper «Atalanta» von G.F. Händel, in der reformierten Kirche von Affoltern erklingen. Die Kantate, in welcher der Chor im Anfangs- und Schlusschor mitwirkt, ist eine der wenigen erhaltenen Kantaten für den 1. Advent. Luthers Adventslied (Nun komm der Heiden Heiland), welches als melo-

dische Basis für die Kantate dient, wird von Bach beim Schlusschoral im Diskant und beim Anfangschor gleich in allen Stimmlagen mehrfach verwendet. Dazwischen erklingen die stolzmächtige Bass-Arie «Streite, siege, starker Held!» und die kontrastierende, feierliche Tenorarie «Bewundert, o Menschen, dies grosse Geheimnis», umrahmt von zwei Secco-Rezitativen. Aufgrund ihrer kompositorischen Vollendung gilt die Kantate, wie viele andere von Bachs Vokalwerken, als Meisterwerk.

Das weltberühmte «Gloria» Das weltberühmte «Gloria» des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi ist ein zwölfteiliges Werk über den Messeteil, mit Soloarien (Sopran/Mezzosopran), gross angelegten Chorteilen und virtuosen Orchesterpassagen in welchen nebst den Streichern auch die Oboe und Trompete prachtvoll eingesetzt werden. Es gehört aufgrund seiner vorbildhaften Kompositionsweise, welche alle kontrapunktischen und kompositorischen Möglichkeiten seiner Zeit in

meisterhafter Weise aufzeigt, nicht umsonst zu den populärsten Vokalwerken- der abendländischen Chorliteratur.

Einstimmen in die Weihnachtszeit Dieses wunderschöne Konzert am Sonntag, 9. Dezember, um 17 in der reformierten Kirche Affoltern sollte man zur festlichen Einstimmung auf die Weihnachtszeit nicht verpassen. Für den reformierten Kirchenchor Affoltern: Susanne Dietrich


Sport

Dienstag, 4. Dezember 2012

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Der zweite Sieg EHC AH – Dielsdorf-Niederhasli II 6:5 n.P. Das 6:5 nach Penaltyschiessen gegen Dielsdorf-Niederhasli II bringt den Säuliämtlern den Anschluss ans hintere Mittelfeld. Wieder brauchte es dafür einen starken Goalie Nabil El Nadeim. ................................................... von thomas winter

Daniel Joller (rechts) überwindet mittels Kopfball den Mendrisio-Torwart zum 2:1 für den FCWB. (Bild Kaspar Köchli)

Auch Mendrisio besiegt 1. Liga Classic: FC Wettswil-Bonstetten – FC Mendrisio-Stabio 2:1 (2:1) Nach einem packenden ErstligaFight, aus welchem der FC Wettswil-Bonstetten am Samstag als 2:1-Sieger über Mendrisio-Stabio hervorging, überwintern die Ämtler auf dem hervorragenden 5. Rang – eine gute Ausgangslage für die Anfang März beginnende Rückrunde. ................................................... von andreas wyniger Sensationelle 16 Punkte aus den letzten sechs Spielen katapultieren Wettswil-Bonstetten bis auf den 5. Zwischenrang hinauf, eine stolze Serie. «Aber», so Trainer Martin Dosch nach dem letzten Spiel des Jahres: «wir dürfen vor allem mit den letzten sechs Wochen sehr zufrieden sein, trotzdem beträgt unser Vorsprung auf den Abstiegsstrich nur neun Punkte. Grund zur Euphorie besteht also noch lange nicht». Recht hat er, obwohl anzufügen ist, dass auch der Rückstand auf Tabellenführer Zug 94 nur selbige neun Zähler beträgt. Das Spiel vom Samstag eröffneten beide Mannschaften mit einem Feuerwerk. Bereits in der zweiten Minute gelang dabei Tas-

temel nach einem Corner die 1:0-Führung der Ämtler. Nur 180 Sekunden später die Antwort der Tessiner. Wieder nach einem Eckball war es Perrone, der zum 1:1 ausglich. Den trotz eisiger Kälte aufmarschierenden 157 Zuschauern wurde danach eine fantastische Partie geboten. Ein unglaublich hohes Spieltempo, flotte Kombinationen und spielerische Leckerbissen prägten die Szenerie. Die überragenden Tastemel und Gjergji aufseiten des FCWB sorgten dann nach 24 Minuten beinahe für die erneute Führung. Gjergji spielte dabei den Ball umsichtig quer auf Tastemel. Dieser tankte sich in ungeheurem Tempo bis zur Grundlinie durch und flankte aus vollem Lauf zum Zentrum, wo Makuka mit einem Kopfball nur ganz knapp am Gästegoalie scheiterte. Praktisch mit dem Pausenpfiff gingen die Ämtler dann doch noch in Führung. Illi schlug einen Freistoss auf Joller, welcher zum 2:1 einköpfte.

65 Minuten ein Hands als letzter Mann beging und vom Schiedsrichter mit der roten Karte vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde. Aber, wie sich die Rotschwarzen danach wehrten, war erste Sahne. Anstatt sich erdrücken zu lassen, spielte man flott vorwärts und kam zu Chancen. Aber Tastemel allein gegen den Mendrisio Goalie, Hasani mit einem Kopfball nach Tastemel Flanke, zweimal Tastemel mit guten Distanzschüssen sowie Gjergji scheiterten allesamt. Der Sieg geht damit in Ordnung und hat einmal mehr bewiesen, dass WettswilBonstetten in dieser Besetzung jeden Gegner der Gruppe schlagen kann. Mit dieser tollen Leistung verabschieden sich die Ämtler nun in die wohlverdiente Winterpause und man darf sich jetzt schon darauf freuen, wenns Anfang März wieder losgeht. Matchtelegramm: FCWB - FC Mendrisio-Stabio 2:1 (2:1); Stadion Moos, 157 Zuschauer. Tore: 2. Tastemel 1:0, 5. Perrone 1:1, 45. Joller 2:1. FCWB: Merlo;

Kämpferischer FCWB zu zehnt Nach dem Wiederanpfiff fanden beide Teams sofort wieder zu einem hervorragenden Erstligaspiel. Unglücklich für die Ämtler, dass Buchmann nach

Joller, Popov, Bonnemain, Illi; Buchmann, Y. Schlüchter, Makuka, Hasani, Tastemel (82. Balaj); Gjergji. Voranzeige: Dienstag, 4.12.12, 19.00, Sportplatz Moos, FCWB 1 - GC U21 (Testspiel)

Affoltern-Hedingen schaffte zwar wieder keinen Sieg nach der regulären Spielzeit, doch waren hinterher alle mit den zwei Punkten zufrieden. Dies vor allem deshalb, weil die Gäste aus dem Zürcher Unterland eigentlich mehr vom Spiel hatten, aber wie vor Wochenfrist Bassersdorf aus ihren Chancen nichts anzufangen wussten. Dies lag wiederum daran, dass Nabil El Nadeim im Affoltemer Tor eine tadellose Leistung zeigte. Er hielt die Seinen wie vor Wochenfrist im Spiel. Dazu kam noch die Effizienz, des EHC Affoltern, der mit vielleicht zwanzig Chancen fünf Tore schoss. Wie schon gegen Basserdorf gingen die Gastgeber bis zur ersten Pause durch Pascal Rüegsegger (11. Minute) und Marco Kälin (15. Minute) mit 2:0 in Führung. Vor allem das 2:0 durch Marco Kälin war sehenswert: Er schüttelte seinen Gegenspieler bei einem Break ab und schoss sicher zum 2:0 ein. Doch dann kam wieder das «schwache Drittel» von Affoltern. Zwischen der 21. und 37. Minute drehten die Gäste das Spiel vom 0:2 zum 3:2. Immerhin konnten die Einheimischen drei Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels durch Michael Sidler ausgleichen. Doch die Freude hielt nur kurz. Nach 16 Sekunden im Schlussdrittel markierte Dielsdorf in Unterzahl das 4:3. Doch auch diesen Dämpfer steckten die Affoltemer weg und drehten das Spiel zu ihren Gunsten vom 3:4 zum 5:4. Dies geschah zwischen der 48. und der 53. Minute. Jetzt verpassten es die Gastgeber den Vorsprung zu konservieren. Nur gerade 79 Sekunden nach dem Führungstreffer Affolterns zog Dielsdorf-Niederhasli II wieder gleich.

mas Binzegger trafen, brachten vier Dielsdorfer den Puck nicht an Affoltern-Keeper Nabil El Nadeim vorbei. Damit blieben dem EHC Affoltern-Hedingen zwei Punkte. Die Affoltemer haben den Sieg nicht gestohlen, jedoch muss angemerkt werden, dass die Gäste mehr vom Spiel hatten. Im Abschluss sündigte Dielsdorf-Niederhasli II aber schwer. Demgegenüber war AffolternHedingen effizienter. Mit dem doppelten Punktgewinn hat Affoltern-Hedingen zwar die rote Laterne nicht abgeben können, aber der Anschluss ans hintere Mittelfeld ist geschafft. Am kommenden Samstag spielt das Team von Coach-Präsident Werner Reiterhauser auswärts gegen Glarus. Die Glarner haben wie Affoltern noch nie in der regulären Spielzeit gewonnen. Das Spiel hat also für den weiteren Verlauf der Meisterschaft grosse Bedeutung. Mit einem Sieg könnte Affoltern das Schlusslicht an Glarus abgeben. Mit dem in den letzten Partien gewonnenen Selbstvertrauen sollte ein weiterer Erfolg möglich sein. Allerdings müssen die Affoltemer aufpassen, denn nicht jeder Gegner lässt so viele Chancen aus wie Dielsdorf-Niederhasli II am Sonntagmittag. EHC Affoltern-Hedingen - Dielsdorf-Niederhasli II 6:5 (2:0, 1:3, 2:2, 1:0) n.P.. - Trainingshalle Zug. SR: Gril/Huber. - Tore: 11. Rüegsegger (Binzegger) 1:0. 15. Kälin (Brügger) 2:0. 21. Pascal Droz (Nicolas Droz) 2:1. 29. Armari (Albrecht) 2:2. 37. Nicola Droz (Buchs) 2:3. 40. Sidler (Binzegger, Sattlegger, Ausschluss Frighetto) 3:3. 41. Pascal Droz (Nicolas Droz, Ausschluss Lang!) 3:4. 48. Brügger (Kälin, Rüegsegger) 4:4. 53. Heller (Kälin, Brügger) 5:4. 54. Pascal Droz (Ganer, Nicolas Droz) 5:5. 65. Binzegger 6:5. Penaltyschiessen: Buchs -. Sattlegger +. Oswald -. Heller -. Pascal Droz -. Binzegger +. Albrecht -. EHC Affoltern-Hedingen: El-Nadeim; Bechelen, Risi; Rüegsegger, Strebel; Binzegger, Sattlegger, Sidler; Kälin, Heller, Brügger; Xavier Nietlisbach, Toggenburger, Bärtsch. - Strafen: Affoltern-Hedingen 10mal 2 Minuten; Dielsdorf-Niederhasli II 8mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten. - Bemerkungen: Affoltern ohne Bischof, Bitzi (beide verletzt); Pfister, Joel Nietlisbach, Jud, Burch, Bischofberger. 30. Dielsdorf-Niederhasli II verschiesst Penalty. 51. Time-Out Dielsdorf-Niederhasli II. 60. Time-Out Affoltern.

Die Ämtler waren effizienter In der regulären Spielzeit fielen keine Tore mehr. Auch die nötig gewordene Verlängerung brachte noch keinen Sieger, sodass wie gegen Bassersdorf das Penaltyschiessen entscheiden musste. Dabei haben die Affoltemer das bessere Ende für sich behalten. Während Andreas Sattlegger und Tho-

3. Liga, Gruppe 3: Sursee - Bülach II 2:6. Seetal Bassersdorf 6:3. Affoltern-Hedingen - DielsdorfNiederhasli II 6:5 n.P.. Seewen - Illnau-Effretikon 1:3. - Tabelle: 1. Bülach II 9/26 (62:26). 2. Sursee 9/20 (47:27). 3. Seewen II 7/16 (38:29). 4. Bassersdorf 9/16 (34:39). 5. Seetal 8/14 (37:37). 6. Illnau-Effretikon 8/13 (40:32). 7. Limmattal Wings 7/9 (20:31). 8. Dielsdorf-Niederhasli II 9/9 (35:44). 9. Engelberg-Titlis 8/5 (23:39). 10. Glarner EC 9/5 (39:50). 11. Affoltern-Hedingen 9/5 (32:53).

ZKB neuer Partner des Kantonalen Schwingerverbands

Gerechtes Unentschieden

Den Abschluss der Sponsoringvereinbarung gaben der Präsident des Zürcher KantonalSchwingerverbandes, Rolf Lussi, und Bruno Dobler, Vizepräsident des Bankrates, kürzlich im Rahmen der Vertragsunterzeichnung in Zürich offiziell bekannt.

Nach ihrem Auftaktsieg in der Zürcher Meisterschaft suchten die Ämtler auch im zweiten Kampf den Vollerfolg. Mit dem erreichten 3:3 können sie aber durchaus leben.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) tritt bereits seit einigen Jahren bei den jährlich stattfindenden Zürcher Kantonal-Schwingfesten als Hauptsponsorin auf. Mit dem neuen Engagement will die ZKB den Schwingsport im Kanton noch gezielter unterstützen und die bisherige Zusammenarbeit weiter ausbauen. «Die Bodenständigkeit und regionale Verwurzelung der Schwinger passt zu unserer Geschäftsphilosophie. Beeindruckt hat uns auch die Schwingfestatmosphäre mit Zuschauern aus allen Schichten und jeden Alters», so Bruno Dobler. Rolf Lussi ergänzte: «Der Zürcher KantonalSchwingerverband freut sich sehr, dass wir mit der ZKB einen Partner ge-

Schachclub Wettswil und Zimmerberg trennen sich 3:3

................................................... von kaspar köchli

Rolf Lussi (links), Zürcher SchwingerPräsident, und Bruno Dobler, Vizepräsident des Bankrates. (Bild Werner Schaerer) funden haben, der eine langfristige Zusammenarbeit anstrebt. Durch die Vertragsdauer von drei Jahren mit Verlängerungsoption können wir besonders im Bereich unserer Nachwuchsförderung Kontinuität gewährleisten.» Erstmals in der über 100-jährigen Geschichte des Zürcher Kantonal-Schwingerverbandes mit rund 5500 Mitgliedern, wurde ein Sponsoringvertrag auf Verbandsebene abgeschlossen.

In der Meisterklasse gastierte Wettswil in Thalwil beim Klub Zimmerberg. Obschon ersatzgeschwächt – die drei Besten fehlten – spielte es keck auf. So lancierte Hans-Jörg Illi (Ex-Coach des Damen-Nationalteams) einen fulminanten Angriff und auch Theo Heldner schritt mit seinen schwarzen Figuren mutig nach vorne. An diesen beiden Brettern machte sich jedoch nach zweieinviertel Stunden Ernüchterung breit. Die starken Zimmerbergler konterten geschickt und gingen ihrerseits etwas glückhaft mit 2:0 in Führung. Wettswil war nun gefordert, blieb aber in

dieser bedrohlichen Situation kühl und souverän.

Resultate: Zürcher Mannschaftsmeisterschaft, 2. Runde, Meisterklasse: Zimmerberg - Wettswil 3:3: Felix Csajka (2274 Elo) - Theo Heldner (2122) 1:0; Heiri

Mitte Dezember der letzte Ernstkampf Am hintersten Brett erreichte Werner Funk gegen seinen höher klassierten Antipoden ein sicheres Remis, mit dem gleichen Resultat trennte sich David Klee von seinem jungen, talentierten Gegner. Schliesslich wurde in den verbleibenden zwei Partien nochmals kräftig Gas gegeben. Die Rechnung ging auf. Beide Wettswiler münzten ihre sorgfältig aufgebauten Stellungen sicher zum Sieg um und das 3:3-Gesamtunentschieden war Tatsache. Das Schlussresultat ist gerecht und entspricht dem Kräfteverhältnis. Nach seinem internen, traditionellen Chlaus-Plauschturnier, wo die Geselligkeit Regie führt, steht für den Schachclub Wettswil Mitte Dezember der letzte Ernstkampf im 2012 auf dem Programm. Mit einem Sieg gegen Wollishofen möchte er das Jahr auch sportlich positiv ausklingen lassen.

Tanner (2117) - Hans-Jörg Illi (2042) 1:0, Kurt Blattner (2052) - Philipp Aeschbach (2040) 0:1; JeanPierre Monsch (1958) - Kaspar Köchli (2028) 0:1, Thomas Goldie (1886) - David Klee (1921) remis, Dominik Popp (1845) - Werner Funk (1732) remis.


AFFOLTERN a. A.

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Telefon 043 243 11 55 E-Mail: nomi@ fotostudiogottheil.ch www.fotostudiogottheil.ch

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096_2012  

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