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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 87 I 169. Jahrgang I Dienstag, 3. November 2015

Gute Leistungsschau

Raub mit Wasserpistole Kunsthandwerk

Vielbeachtete Schussübung der Feuerwehr Unteramt in Maschwanden. > Seite 3

Zürcher Obergericht verurteilte einen Ex-Fremdenlegionär aus Affoltern. > Seite 3

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Moritz Häberling, Christoph Roth und Oskar Studer zu Gast im «LaMarotte». > Seite 6

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Kleines Hilfswerk Paul Roos spendet den Gewinn seiner «Lichtbildsymphonien» dem Hilfswerk Lacitos de Luz. > Seite 7

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Weiterer Kandidat Neben Bruno Ruh (SVP) kandidiert Ronald Alder (glp) für den Gemeinderat Ottenbach. > Seite 8

H.U. Steger schenkt Archiv für Zeitgeschichte 2000 Karikaturen Der Maschwander Karikaturist Hans U. Steger hat dem Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich rund 2000 seiner Originalkarikaturen geschenkt, die er während eines halben Jahrhunderts für verschiedene Schweizer Zeitungen und Zeitschriften gezeichnet hat. Im Rahmen eines Erschliessungsprojekts wurden die Originale einzeln verzeichnet und digitalisiert. Sie sind im Internet einsehbar unter (www.afz.ethz.ch). Der Abschluss der Arbeiten wurde Ende letzter Woche in Zürich gefeiert. Mit von der Partie auch Peter Studer, der ehemaligen Chefredaktor des «Tages-Anzeigers», wo Steger jeweils den Samstag-Leitartikel auf Seite 2 mit einer Karikatur bereichert hat. Studer würdigte das Schaffen des 92-jährigen H.U. Steger und lieferte ein paar Müsterchen aus der langjährigen Zusammenarbeit. Eine Zeichnung für den Tagi («Medityrannis») schaffte es sogar bis ans Bundesgericht, das aufgrund einer Klage des Clubs Méditerranée einen Schuldspruch wegen Persönlichkeitsverletzung sprach. Studer, auch Jurist, sprach von einem «sträflichen Fehlurteil», das er heute kaum mehr für möglich hält. (-ter.)

................................................... > Bericht auf Seite 7

Die ausstellenden Künstlerinnen von rechts: Katrin Zuzáková (mit Sohn), Esti Frei, Sandra Canonica, Doris Ess, Marghi Boeschenstein und Michaela Temperli. Im Hintergrund hängen die «Gedankenfäden»-Werke von Esti Frei. (Bild Thomas Stöckli)

Sechs Künstlerinnen zum Jubiläum 50 Jahre Bibliothek Stallikon: das Kunstforum gratuliert mit einer besonderen Ausstellung Sechs Stalliker Künstlerinnen sind es, die aktuell ihre Werke in der Bibliothek Stallikon zeigen. Sie alle liessen sich vom Thema Bibliothek – also Bücher und Papier, aber auch Wissen und Kommunikation – inspirieren. Die Vielfalt der entstandenen Werke

ist beeindruckend: Vom Papierhut über transformierte Buchobjekte bis hin zu Bildern und Skulpturen greifen das Thema auf. Die Ausstellung versteht Ariane Buffat, Leiterin des Kunstforums, als Hommage und Dank an die Biblio-

thek, in der das Kunstforum Gastrecht geniesst. Bei der Neukonzipierung der Bibliothek vor 20 Jahren sind aus diesem Grund extra die Wände freigelassen worden. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

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Wie glücklich macht Geld? Zuger Forum Kirche und Wirtschaft in Kappel mit pointierten Referenten Wie beeinflusst Wirtschaftswachstum und ein adäquater Lohn unser subjektives Glücksempfinden? Was bewirkt Wirtschaftswachstum und wie könnte unsere ökonomische Zukunft aussehen? Mit diesen Fragen befassten sich am Donnerstagabend im Gemeindesaal von Kappel am Albis drei pointierte Referenten im Rahmen der Vortragsreihe Wirtschaft und Werte des Zuger Forums Kirche und Wirtschaft. Ohne jedoch ein einheitliches Bild zu vermitteln. Gemäss internationalen Umfragen erhöht Wirtschaftswachstum zwar das Glücksempfinden. Doch Geld allein macht nicht glücklich. Familie, Freunde, Gesundheit, Vollbeschäftigung und ein politisches System, das wie die direkte Demokratie dem Volk ein Maximum an Mitbestimmung ermöglicht, sind mindestens ebenso wichtig. Nicht erstaunlich, zählen die Schweizerinnen und Schweizer international zu den glücklichsten Völkern dieser Erde.

In Zukunft die Sharing Economie? Als nächste grosse Wirtschaftsrevolution kündigt sich bereits die Sharing Economy an. Uber, Airbnb, ebay und Co haben ihre alteingesessene Konkurrenz finanziell schon überflügelt. Dass man sich Konsumgüter, Taxi, Wohnung und Auto teilt, und dabei nicht mehr auf professionelle Anbie-

Unterhaltsame Runde im Kappeler Gemeindesaal: Moderator Erwin Koller (2. von rechts) flankiert von Simon Jäggi (links), Markus Koch und Bruno S. Frey (rechts). (Bild Martin Platter) ter zurückgreift, ist eine Entwicklung mit enormer Dynamik. Möglich machte dies die digitale Revolution. Dank dem Internet können Dienstleistungen der Kundschaft in Echtzeit zugänglich gemacht werden. Mit durch-

aus positiven Nebeneffekten. Durch das Teilen werden Dienstleistungen günstiger. Autos und Wohnungen werden intensiver genutzt. Das schont Ressourcen und vermindert im Idealfall den Verkehr, da mehr Leute auf

ein Fahrzeug zugreifen. Auf der Strecke bleiben Arbeitsplätze und Steuereinnahmen wegen Schwarzarbeit und nicht deklarierter Leistungen. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

200 45 9 771661 391004


Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).

Männerturnverein Ottenbach

TO D E S A N Z E I G E Tief betroffen müssen wir Abschied nehmen von unserem langjährigen Turnkameraden

Bauherrschaft: Ospena Group AG, Nansenstrasse 5, 8050 Zürich Bauvorhaben: Mieterausbau Gewerberaum zu Restaurant mit Aussenterrasse; Projektänderung Vergrösserung Aussenbestuhlung, Vers.-Nr. 6809, Kat.-Nr. 6809, Obstgartenstrasse 5, Gestaltungsplan OVA-Areal.

Delegiertenversammlung Donnerstag, 19. November 2015, 19.00 Uhr Mehrzweckgebäude Coccolino, Reppischtalstrasse 49, 8143 Stallikon Zusätzliches Traktandum A Statutarische Geschäfte 5a. Ersatzwahl RPK für den Rest der Legislatur Die Unterlagen liegen ab 5. November 2015, beim Sozialdienst Bezirk Affoltern, Obfelderstrasse 41b (3. Stock), 8910 Affoltern am Albis, während den Büroöffnungszeiten zur Einsicht auf. Affoltern am Albis, 3. November 2015 Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Margareta Wildhaber, Präsidentin

Einladung zur ordentlichen Delegiertenversammlung Donnerstag, 26. November 2015, 19.30 Uhr im Mehrzweckraum, 1. Obergeschoss (R1) Haus Rigi, Langzeitpflege Sonnenberg, Melchior-Hirzel-Weg 40, Affoltern am Albis

Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Tante, Cousine und Gotte

Adelheid (Heidi) Dreier-Wiedmer

Heiner Kuntz

27. Februar 1929 – 25. Oktober 2015

29. Juli 1941 – 26. Oktober 2015

Mit Heiner Kuntz verlieren wir einen guten Kameraden, den wir stets in guter Erinnerung behalten werden. Seinen Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.

Nach einem reich erfüllten Leben durfte sie ruhig und friedlich einschlafen. In stiller Trauer: Fritz und Marianne Dreier-Fochesato mit Res, Jeni und Candy Helene und Werner Berglas-Dreier Sandra Oliva-Berglas mit Fabio und Luisa Anna Schär-Dreier Quirin Schär Melanie und Alexander Saner-Schär Heidi und Ueli Suter -Dreier Roni und Jenny Suter mit Moritz, Leo und Ivo Ueli und Sonia Dreier-Aebischer mit Joël Bruno und Rachel Dreier-Riesen mit Cedric und Chantal Erwin und Sabine Dreier-Küpfer mit Alwin, Janosch, Louis und Luna-Malena Verwandte und Bekannte

Männerturnverein Ottenbach

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis

Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr gestalten kann, ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle.

Sekundarschulgemeinde Bonstetten Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A. Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a.A. werden in den Mehrzweckraum des Sekundarschulhauses «Im Bruggen», Trakt D, Bonstetten, eingeladen am: Donnerstag, 3. Dezember 2015, 20.15 Uhr zur Behandlung der folgenden Geschäfte: 1. Genehmigung des Budgets 2016 und Festsetzung des Steuerfusses 2. Genehmigung Betriebs- und Unterhaltsvertrag für die Sportanlage Schachen 3. Genehmigung Antrag zum Leasing der ICT-Infrastruktur Die Anträge und die Akten sowie das Stimmregister liegen auf den Gemeindekanzleien der Kreisgemeinde ab 12. November 2015 während der Bürozeiten zur Einsicht auf. Da die Weisungsbroschüre nicht mehr automatisch in alle Haushalte der Kreisgemeinde verteilt wird, kann sie bei den Gemeinden und der Schulverwaltung abgeholt werden. Zusätzlich kann die Broschüre auf www.sek-bonstetten.ch als PDF heruntergeladen werden.

Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten unserer Gemeinde werden auf Mittwoch, 2. Dezember 2015, 20.15 Uhr, Turnhalle Loomatt zur Gemeindeversammlung eingeladen. Traktanden: 1. Bauabrechnung Schulanlage Pünten 2. Bauabrechnung Kinderkrippe 3. Austritt Teil «Sozialdienst» aus Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern 4. Vereinbarung zwischen den Gemeinden des Bezirks Affoltern über die Beteiligung an den Schulkosten der Asylkinder 2. Phase 5. Voranschlag 2016 der Politischen Gemeinde und Festsetzung des Steuerfusses 6. Umfrage und Verschiedenes Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz (GG, LS 131.1) und nach dem Gesetz über die politischen Rechte (GPR, LS 161). Die Anträge und Akten sowie das Stimmregister liegen während der gesetzlichen Ankündigungsfrist (17. November bis 2. Dezember 2015) in der Gemeindekanzlei (Schalter Erdgeschoss) zur Einsicht auf.

Bonstetten, 3. November 2015

Broschüren mit detaillierter Erläuterung der Geschäfte der Gemeindeversammlung: Die Abonnenten werden ihr persönliches Exemplar bis am 17. November 2015 erhalten. Solange Vorrat können Reserveexemplare im Gemeindehaus bezogen werden. Zudem steht die Broschüre während der gesetzlichen Ankündigungsfrist im Internet zur Verfügung (www.stallikon.ch/gemeindeversammlung). Anmeldungen zur Aufnahme in die Abonnentenliste sind telefonisch, schriftlich oder per E-Mail: (kanzlei@stallikon.ch) an die Gemeindekanzlei zu richten.

Sekundarschulpflege Bonstetten

Stallikon, 3. November 2015

Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz sowie dem Gesetz über die politischen Rechte vom 1. September 2003. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Sekundarschulpflege spätestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung schriftlich einzureichen.

Gemeinderat Stallikon

Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 10. November 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Aeugst am Albis, mit anschliessendem Abdankungsgottesdienst um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche, statt. Anstelle von Blumen gedenke man bitte der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind, Postfach, 3001 Bern, Postkonto 80-48-4, Vermerk: Trauerfall Dreier. Traueradresse: Helene Berglas, Im Winkel 8, 8910 Affoltern am Albis

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist. Franz Kafka

TO D E S A N Z E I G E Unendlich traurig nehmen wir Abschied von

Jean-Claude Mesot 1. Februar 1949 – 31. Oktober 2015

Er ist viel zu früh von uns gegangen. Wir sind dankbar für alles, was wir mit ihm erleben durften. Wir vermissen ihn. Heidi Mathys Violette Mesot Valérie Mesot Maffei und Fabio Maffei mit Mattia und Lena Fabienne Mesot und Philipp Leimbacher mit Luana, Elina und Vivi Eliane und Patrick Furrer mit Seya, Yael und Noe Reto Mathys Anne-Marie und Manuel Ribeiro da Cruz Françoise Mesot Der Abdankungsgottesdienst findet am Freitag, 6. November 2015, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Wettswil statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im Familienkreis. Anstelle von Blumenspenden berücksichtige man den Begleitdienst Knonaueramt, (Bank: Clientis Sparcassa 1816, 8910 Affoltern am Albis, Postkonto 30-38138-8, IBAN: CH05 0681 4276 3673 4090 5, mit Vermerk Jean-Claude Mesot).

1. Begrüssung/Wahl der Stimmenzählerin oder des Stimmenzählers 2. Protokoll der Delegiertenversammlung vom 24. September 2015 3. Anträge 3.1. Budget 2016 3.2. Ersatzwahlen Amtszeit 20142018, gemäss Art 21a der Zweckverbandstatuten Spital Affoltern 3.3. Kreditantrag OVA-Areal 4. Mitteilungen 4.1. Eignerstrategie Spital Affoltern 4.2. Unternehmensstrategie 5. Verschiedenes

Traueradresse: Heidi Mathys, Hofächerstrasse 25, 8907 Wettswil am Albis

Bestattungen Wettswil am Albis Am 31. Oktober 2015 ist in Wettswil am Albis gestorben:

www.spitalaffoltern.ch

Mesot, Jean Claude Charles

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geb. 1. Februar 1949, Bürger von La Verrerie FR, verheiratet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Hofächerstrasse 25. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

Hausen am Albis Am 21.10.2015 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Stettler geb. Huber, Rosa geb. 8. Januar 1926, von Hausen am Albis und Landiswil BE, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Mittwoch, 4. November 2015, um 10.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. 8915 Hausen am Albis, 27. Oktober Bestattungsamt Hausen am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. November 2015

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Eine gelungene Leistungsschau Vielbeachtete Schussübung der Feuerwehr Unteramt in Maschwanden

Sicherung der Fahrzeuges samt Anhänger, das Gespann war in den Haselbach gestürzt. (Bilder Martin Platter)

Die Aufgabenstellung, welche die 80 Feuerwehrleute aus Maschwanden, Mettmenstetten und Knonau an der Jahresschlussübung am Freitagabend ums Schulhaus in Maschwanden zu erledigen hatten, war umfangreich: An vier Orten «brannte» es. ................................................... von martin platter Auf der Wiese neben dem Haselbach in Maschwanden hantierten zwei Feuerwehrleute aus dem «First Responder»-Detachement im Scheinwerferlicht an einer Puppe. Sie supponiert einen Schwerverletzten, der mit dem Auto in den Bach gestürzt war. Es galt, das Unfallopfer mittels Beatmung und Defibrillator wieder ins Diesseits zurückzuholen. Im Hintergrund eine bizarr anmutende Geräuschkulisse aus Kindergelächter und Raunen der Schaulustigen auf Dorfstrasse ... die Schlusssequenz der rund 50 Minuten andauernden Übung der Feuerwehr Unteramt. Oder, wie es Ausbildungschef Martin Pfister ausdrückte, die Leistungsschau. In der Übungsbesprechung mit den Feuerwehroffizieren äusserte sich Pfister begeistert über den «super Ablauf» der Schlussübung.

Wasser marsch! Gleich drei Teams bekämpfen den imaginären Brand beim Schulhaus Maschwanden. Das Wasser stammt aus dem Haselbach. Komplexe Szenarien Die Situation war komplex. Als die Feuerwehrleute um 19.30 Uhr aus Maschwanden, Mettmenstetten und Knonau anrückten, erwarteten sie vier unterschiedliche Aufgabenstellungen. Bei völliger Dunkelheit galt es zu-

nächst einen Brand mit starker Rauchentwicklung im Schulhaus Maschwanden zu bekämpfen. Das Wasser dazu musste aus dem Haselbach abgepumpt werden. Im Gebäude mussten zudem mit Atemschutz zwei Personen gesucht und gerettet werden – eine davon über die Leiter. Danach wurde

Supponierte Erstversorgung eines Schwerverletzten an der Schlussübung der Feuerwehr Unteramt – wie im richtigen Leben mit Dutzenden Schaulustigen. eine Unfallbergung vorgenommen. Ein Auto mit Anhänger, auf dem sich ein grosses Ölfass befand, war in den Haselbach gestürzt. Im Gewässer musste eine Ölsperre errichtet werden und das Gespann zuerst gesichert und dann geborgen werden. Die letzte Szene galt schliesslich der eingangs be-

schriebenen Erstversorgung des Unfallopfers. Beeindruckend war, wie geordnet und speditiv unter dem Kommando von Markus Tschann und seinem Vizekommandant Stefan Kämpfer die verschiedenen Szenarien angegangen wurden. Und: Wie viele Zuschauer die Vorstellung anlockte.

Der Ex-Fremdenlegionär mit der Wasserpistole Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Bezirksgericht Zürich: Räuber aus Affoltern am Albis verurteilt Um seinen illegalen Wettgewinn einzutreiben, hat ein früherer Fremdenlegionär aus Affoltern am Albis ein Zürcher InternetCafé mit einer Wasserpistole überfallen und bis zu 14 000 Franken erbeutet. 14 Monate Freiheitsentzug bedingt lautete nun die Quittung für den reumütigen Ex-Söldner.

Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

................................................... von attila szenogrady «Ich wollte niemanden zusammenschlagen», erklärte der ehemalige Fremdenlegionär auf die richterliche Frage, weshalb er ausgerechnet eine Wasserpistole als Tatwaffe mitgenommen habe. Der heute 26-Jährige aus Affoltern am Albis musste sich am letzten Donnerstag wegen eines Raubüberfalls vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Der serbischschweizerische Doppelbürger hatte am 26. Oktober 2014 an der Badenerstrasse in Zürich ein Internet-Café überfallen, um endlich zu seinem

Recht und Geldgewinn von über 4000 Franken zu kommen.

Mit Wasserpistole bis zu 14 000 Franken erbeutet Fest steht, dass der Beschuldigte aus Affoltern am Albis in jenem Lokal an einem Fussball-Toto teilgenommen und mit einem richtigen Tipp mehrere 1000 Franken gewonnen hatte. Worauf die Bank die Auszahlung in der Folge trotzdem verweigerte und den Beschuldigten vertröstete. Bis dieser beschloss, sein Geld im Rahmen von Selbstjustiz einzutreiben. Begleitet von einem Kollegen betrat er am Tattag das Internet-Café und verlangte erneut seinen Gewinn. Als der Angestellte abweisend reagierte, zückte der Beschuldigte seine Wasserpistole, richtete das Spielzeug auf den Kassier und verlangte Geld. Das eingeschüchterte Opfer zögerte keine Sekunde und übergab dem Besucher den gesamten Geldstock. Laut Anklage mehrere tausend Franken. Gemäss Internet-Café über 14 000 Franken. Sicher ist, dass der Ex-Legionär und sein Begleiter mit

der Beute flüchten konnten. «Ich hätte als Ex-Mitglied der französischen Elitetruppe auch andere Mittel einsetzen können», stellte er vor Gericht klar. So habe er zwei Jahre lang in der Fremdenlegion gedient, gab er zu Protokoll. Allerdings habe er nur 1700 Franken erbeutet. Ein Teil sei auf der Flucht verloren gegangen.

bes eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten fest. So habe das Opfer nicht wissen können, dass die Wasserpistole nur ein Spielzeug gewesen sei, machte die Gerichtsvorsitzende klar. Die finanziellen Forderungen des Internet-Cafés wurden auf den Weg eines Zivilprozesses verwiesen.

wir gratulieren 14 Monate bedingt Schon vier Tage nach dem Überfall konnte die Polizei den Träger der Wasserpistole in Affoltern festnehmen. Der junge Mann gab schnell alles zu, legte dann aber vor Gericht nur ein halbherziges Geständnis ab. So konnte er nicht verhehlen, dass er sich noch immer im Recht fühle. Er habe die Wasserpistole nur mitgenommen, um sich in einem Notfall schützen zu können, gab er an. Seine Verteidigerin setzte sich deshalb für eine milde, bedingte Geldstrafe von 190 Tagessätzen zu 30 Franken ein. Im Gegensatz zum Staatsanwalt, der für den Ersttäter eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten verlangte. Das Gericht setzte zum Schluss wegen Rau-

Zur diamantenen Hochzeit Heute Dienstag, 3. November, dürfen Gertrud und Fredy Lorenz-Hofstetter in Affoltern ihre diamantene Hochzeit feiern. Zum 60-jährigen Ehebund gratulieren wir dem Paar herzlich, wünschen ein freudvolles Jubiläumsfest und alles Gute.

Zum 85. Geburtstag Am Donnerstag, 5. November, feiert Fritz von Aesch seinen 85. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem rüstigen Jubilaren herzlich, wünscht ihm ein freudvolles Geburtstagsfest und alles Gute.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. November 2015

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Ein guter Lohn hilft, glücklicher zu sein Forum Kirche und Wirtschaft in Kappel über den Zusammenhang von Wachstum, Wohlstand und Glück Geld kann glücklich machen, muss aber nicht. Das belegen mehrere internationale Studien. Ab wann Wirtschaftszuwachs und Reichtum zur Belastung wird und wo die Chancen neuer Wirtschaftszweige liegen, darüber diskutierten am Donnerstagabend in Kappel namhafte Referenten. ................................................... von martin platter «Wachstum macht glücklich!» Mit dieser Feststellung eröffnete Wirtschaftsprofessor Bruno S. Frey pointiert die Vortragstrilogie im Rahmen des Zyklus’ Wirtschaft und Werte des Forums Kirche und Wirtschaft der katholischen Kirche Zug, die am Donnerstagabend im gutbesetzten Kappeler Gemeindesaal zu hören war. Frey beliess es aber nicht bloss beim Rezitieren von Umfrageergebnissen zur Korrelation zwischen Einkommen und Lebenszufriedenheit. In einer Umfrage wollte der quirlige Wirtschaftsprofessor auch von den Anwesenden wissen, wie glücklich sie denn seien auf einer Skala von 1 bis 10. Ein unterhaltsamer Einstieg in eine interessante Materie, der keine grossen Abweichungen von den Studienergebnissen zutage förderte. Im weltweiten Vergleich zählt die Schweizer Bevölkerung neben Isländern, Kanadiern und Skandinaviern zu den glücklichsten. Die amüsierten Zuhörerinnen und Zuhörer im Kappeler Gemeindesaal waren sogar noch eine Spur zufriedener wie der Durchschnitt der Schweizer. Gemäss Studie sind in der Schweiz lebende Manschen mit einem Haushalteinkommen zwischen 8000 und 10000 Franken im Monat am glücklichsten, mit einer 8,4 auf der Skala. Drüber sinkt die Rate geringfügig. Selbst darunter ist in der Schweiz niemand todunglücklich. Leute mit Einkommen unter 2000 Franken monatlich beurteilen ihr Glücklichsein noch immer mit einer 7,6.

Glück ist nicht allein vom Geld abhängig Gemäss Frey zeigt das, dass Glück nicht alleine vom Geld abhängig ist. Genetische Voraussetzungen, Gesund-

Interessante Runde: Forums-Geschäftsführer Christoph Balmer (links) mit den Referenten Bruno S. Frey, Markus Koch, Simon Jäggi und Moderator Erwin Koller. (Bild Martin Platter)

heit, Sozialisation, Wirtschaft, Kultur, Religion, Politik, Institutionen und das Lebensalter beeinflussen unser subjektives Glücksempfinden ebenso. Demnach ist man zwischen 40 und 50 am unglücklichsten, während man in der jugendlichen Unbekümmertheit und vor allem im Alter am glücklichsten ist. Wie stark das politische System das Glücksempfinden beeinflusst, zeigt sich am Beispiel USA, wo das Pro-Kopf-Einkommen wohl kontinuierlich wächst, der Prozentsatz sehr glücklicher Menschen jedoch stagniert. Wirtschaftswissenschaftler Simon Jäggi erklärte, wie Wachstum entsteht, wie man es misst und weshalb es wichtig ist. Der Leiter des Ressorts Wachstum und Wettbewerbspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) beantwortetete die Frage nach dem Sinn des Wirtschaftswachstum mit weniger Armut, mehr Wohlstand, mehr Freizeit und Glück, bessere Verarbeitung von Strukturwandeln und weniger soziale Konflikte. Trotzdem sei die Wachstumskritik seit Jahrzehnten präsent. Die These: Eine wachsende Wirtschaft übernutze und zerstöre

unsere natürlichen Grundlagen. Das Wachstumsstreben solle deshalb aufhören, da es uns bereits gut gehe und das Wachstum (bzw. die Ressourcen) ohnehin endlich seien. In seiner Entgegnung unterschied Jäggi zwischen zwei Wachstumskonzepten. Erstens: Mehr Menschen produzieren mehr Produkte und Dienstleistungen. Das generiert jedoch Bevölkerungswachstum mit all seinen negativen Nebenwirkungen. Kommt dazu auch noch Nullwachstum, entstünden soziale Probleme. Zweitens: Eine gleichbleibende Anzahl Menschen produziert mit neuen (innovativen) Methoden mehr Produkte und Dienstleistungen. Dadurch verringern sich die Nebenwirkungen, das Einkommen steigt bei gleichem Arbeitseinsatz oder es gibt mehr Freizeit. Wachstum dank Innovation manifestiere sich in höherer Lebenserwartung, grösserer Mobilität, besserem Umweltschutz, effizienterem Ressourcenverbrauch und geringerer Wochenarbeitszeit bei mehr Einkommen. Jäggi folgerte: Wolle man kein Wachstum, verhindere man auch Innovation.

Wegweisende Zukunftskonzepte Wie die Entwicklung der Zukunft aussehen könnte, darüber referierte der Betriebswirtschafts-Manager Markus Koch. Anhand der globalen Zahlen sieht er die Sharing Economy als nächste grosse Wirtschaftsrevolution. International tätige Unternehmen wie der Taxidienst Uber, die Schlafplatzvermittlung Airbnb und die OnlineAuktionsplattform ebay hätten traditionell ausgerichtete Konkurrenzunternehmen finanziell bereits überflügelt. Möglich wurde die rasant wachsende Wohnungs-, Güter-, Dienstleistungs- und Autoteilet erst durch die digitale Revolution, sagte Koch. Das Internet mache es möglich, die Angebote in Echtzeit direkt zur Kundschaft zu bringen – und das mit einer beängstigenden Dynamik. «Vor fünf Jahren konnte sich auch noch niemand vorstellen, dass heute jeder ein Gerät in der Tasche hat, das die Taschenlampe, das Mobiltelefon, den Fernseher, den Heimcomputer, die Stereoanlage, den Taschenrechner, das Diktafon und die Fotokamera ersetzen wird. Mit dieser Dynamik werden sich weitere techni-

sche Errungenschaften durchsetzen», stellte Koch in Aussicht. Damit wachse die Gefahr für Unternehmen, einen Trend zu verschlafen. Wie rasch das gehen könne, habe sich am Beispiel von Nokia gezeigt. Der einstige Handy-Marktführer sei von den grossen Smartphone-Produzenten buchstäblich vom Markt gefegt worden. Ebenso der frühere Filmhersteller Kodak, der als einer der Pioniere auch Digitalkameras anbot, auf dem Markt jedoch scheiterte. Koch stellte in Aussicht, dass sich beispielsweise mit dem selbstfahrenden Auto, das dereinst auf unseren Strassen verkehren werde, auf einen Schlag zahlreiche Probleme lösen würden. So entfiele rund ein Drittel des Verkehrs in Städten, der nur durch die Parkplatzsuche entsteht. Die jährliche Kilometerleistung von Autos in Privatbesitz, die üblicherweise während 23 von 24 Stunden herumstehen, würden mit Carsharing markant steigen und die Kosten pro gefahrenem Kilometer sinken. Damit könnten die Anzahl Fahrzeuge reduziert und die Ressourcen geschont werden – ohne Komforteinbusse.

Das Bibliotheks-Jubiläum künstlerisch thematisiert Unter dem Titel «50 Jahre Bibi Stallikon» stellen sechs Stalliker Künstlerinnen ihre Werke im Kunstforum aus Das Kunstforum geniesst in der Bibliothek Stallikon seit Jahrzehnten Gastrecht. Das 50-JahreJubiläum der Bibliothek wird deshalb mit einer besonderen Ausstellung gewürdigt. Am Sonntag war Vernissage. ................................................... von thomas stöckli Kurz vor Beginn der Vernissage um 11 Uhr ist es noch still in der Bibliothek Stallikon. Die Ausstellenden und die Bibliothekarinnen sitzen plaudernd beisammen, Sandra Canonica richtet ihre aufgehängten Buchobjekte. «Wissensdurst» heisst eines davon. Es ist ein Duden, versehen mit einem Wasserhahn. Den «Hunger nach Wissen» hat sie mit einem «angebissenen» Wörterbuch dargestellt, wobei die «Bissspur» ausgefräst ist. «Eigentlich bin ich Schmuckgestalterin», sagt Sandra Canonica. Künstlerische Objekte sind allerdings schon

lange ein zweites Standbein geworden. «Die Ideen kommen einfach – an den ungewöhnlichsten Orten», verrät sie. Die Duden für ihre Buchobjekte habe sie in Brockenhäusern und bei Bekannten zusammengebettelt. Genaues Hinsehen lohnt sich beim Werk «Wissenslücke»: Hier klafft im Duden ein kreisrundes Loch durch den Einband und einen Teil der Seiten – just bis zum Substantiv «Wis|sens|lü|cke».

Papier transformiert Esti Frei war selber Bibliotheksleiterin in Stallikon. Als solche hat sie unzählige Bücher gelesen. Und nicht immer hielt der Text, was der Titel versprach. Ihre Arbeiten fassen denn auch jeweils die erste und letzte Seite eines Buchs zusammen. Diese hat sie in Wachs getaucht, eingefärbt und mit Fäden versehen. Anfang und Ende sind also vorgegeben. Und das Dazwischen? «Das soll sich jeder selber denken», sagt die Künstlerin, die ihre Werke – die sie übrigens eigens für die Bibliothek ge-

macht hat – als Anregung versteht, den Gedankenfaden weiterzuspinnen. Im Wirken von Doris Ess spielt Papier d i e zentrale Rolle. «Gebetsbüchlein liegen mir sehr am Herzen», verrät sie. Durch ihre Umgestaltung wird aus dem Alltäglichen etwas Besonderes, Exotisches und zuweilen auch Urtümliches. Dabei baut die Künstlerin immer auf Papier und kombiniert dieses mit natürlichen Materialien. Besonders persönlich und deshalb auch unverkäuflich ist das «Handbuch», wobei es Nachmodellierungen ihrer eigenen Hände sind, die den transformierten Buchkörper umfassen.

denen sie arbeitet. Mit Dampf macht sie diese geschmeidig, um sie dann in die gewünschte Form ziehen zu können. Es sei schwierig, überhaupt noch Hutformen zu bekommen, verrät sie. Das Schönste kommt zum Schluss: Mit verschiedenem Zubehör etwas Besonderes aus dem Hut herausholen. Zum Garnieren wählt Michaela Temperli selbstgestaltete Blüten, Perlen oder Federn. «Für einen aufwändigen Hut braucht man zwei bis drei Tage», verrät die Hutmacherin, die eigens für die Ausstellung in der Bibliothek auch Hüte aus Papier kreiert hat.

Übergang ins Zweidimensionale Vergessenes Handwerk Gegen 11.30 Uhr hat sich die Bibliothek mit Vernissage-Besuchern gefüllt. Besonders gefragt ist Michaela Temperli. Ihre Hut-Kreationen und das unbekannte Handwerk, das dahintersteckt, interessieren. Eigens für diesen Anlass hat sie auch die Materialien mitgebracht, mit

Bildhauerin Katrin Zuzáková ist mittlerweile zwar in Obfelden zu Hause, wuchs aber in Stallikon auf. Ihre Skulpturen formt sie mit der Kettensäge. «Sie sollen archaisch und ursprünglich wirken», so die junge Künstlerin. Diese Rohheit wird durch eine Patinierung noch unterstrichen. Auf Holz aufgeklebte Monotypien stellen den

Übergang zwischen ihren dreidimensionalen Skulpturen und den zweidimensionalen Bildern dar. Das grosse Thema ist hier das Gespräch, der Dialog. Mit Marmormehl gibt Marghi Böschenstein ihren Bildern eine plastische Wirkung. Es sind allerdings die Drahtgeflechte, die im wahrsten Sinne des Wortes hervorstehen – und das zeichnerische Element ersetzen. Auf diese Technik ist sie durch einen Zufall gestossen: Nach einem Sturm blieb ein Faden am Fenster ihres Ateliers haften. «Es sah aus wie ein Vogel», erinnert sich die Künstlerin, die den Faden erst für Draht hielt. Die Vielfalt, mit welcher die Stalliker Künstlerinnen das Thema «50 Jahre Bibi Stallikon» umgesetzt haben, hat das Vernissage-Publikum sichtlich. beeindruckt. Wer die Gelegenheit verpasst hat, der kann die Ausstellung noch bis zum 1. Februar besuchen. Ausstellung noch bis 1. Februar im Kunstforum, Schulhaus Loomatt, Stallikon.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. November 2015

Hat Handwerk noch goldenen Boden? Die Kunsthandwerker Moritz Häberling, Christoph Roth und Oskar Studer zu Gast im «LaMarotte» Am Samstagabend hatten die waschechten Handwerker das Sagen im Affoltemer «LaMarotte». Dabei stellte sich heraus, dass Handwerk noch immer gefragt ist, aber nicht mehr wie früher in grosser Masse. ................................................... von martin platter Das Bild, das die drei Kunsthandwerker Moritz Häberling, Christoph alias Stöff Roth und Oskar Studer am Samstagabend vom Berufsstand des Handwerkers gezeichnet haben, ist ein zwiespältiges. Echtes Handwerk ist zwar noch immer gefragt und wird heute, weil es eben nur noch selten zu sehen ist, in einzelnen Branchen sogar als Kunsthandwerk bezeichnet. Aus Rentabilitätsgründen und schlicht auch wegen des fehlenden Wissens beziehungsweise fehlender Sensibilität und Fantasie der Planer ist es jedoch deutlich weniger gefragt wie noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Das ist die Quintessenz der unterhaltsamen fünf Stunden im Affoltemer Kellertheater LaMarotte, moderiert von «Anzeiger»-Chefredaktor Werner Schneiter. Bezogen auf die drei früheren Schulkollegen, die alle die Oberstufe in Hausen besucht hatten, kann man zwar klar sagen, dass Handwerk noch immer goldenen Boden hat. Bis es jedoch so weit ist, ist Talent, Können, Kreativität und vor allem Eigeninitiative gefragt. Gemein ist dem Trio zeichnerisches Talent, ein überragendes räumliches Vorstellungsvermögen, überdurchschnittliches Wissen in der Materialkunde sowie ein ausgeprägtes Interesse an Kunsthistorik, alten Produktionsmethoden und Bauweisen, die in der Masse zumeist der Industrialisierung und der Globalisierung zum Opfer gefallen sind. Das Trio hat sich mit seiner Spezialisierung ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, dass sich in Kreisen des Denkmalschutzes und zugewandten Planern und Bauherren herumgesprochen hat.

Zuerst Hochbauzeichner, dann Hafner Stöff Roth hat zuerst Hochbauzeichner gelernt. Bei Bauführungen haben ihn in alten Gebäuden immer wieder die kunstvollen Holz- und Kachelöfen fasziniert, die aber allzu oft abgerissen und entsorgt wurden. Deshalb hat der Rifferswiler auch noch Hafner gelernt; ein Beruf, der heute Ofenbauer heisst, weil den Begriff Hafner offenbar niemand mehr verstehe, wie Roth ausführte. anzeige

In den Pausen sangen und jodelten die beiden «Ämtler Jodlerfünde» Heidi Roth (links) und Vreni Eichmann begleitet von Lucia Strickler am Akkordeon.

Vielseitig begabt: Die Kunsthandwerker Christoph Roth (links), Oskar Studer, Moderator Werner Schneiter und Moritz Häberling. (Bilder Martin Platter)

Hafner komme vom Grobkeramiker, der einst präzise Gefässe modelliert hat. Mit der Zeit habe die Nachfrage jedoch nachgelassen. Die bequemeren Elektro-, Gas- und Ölheizungen haben die Holzfeuerungen zusehends verdrängt. Damit hat sich auch das Berufsbild gewandelt. Nur noch selten gebe es Ofenbauer, die wie er Kacheln selber anfertigten, sagte Roth. Die dazu nötigen Formen aus Holz baue ihm jeweils Oski Studer. Die ursprüngliche Technik des Kachelund Ofenbaus habe sich über die Jahrhunderte kaum verändert. Noch immer sei in erster Linie Handarbeit mit «alten» Materialien angesagt. Neue Baustoffe bzw. Klebstoffe hätten sich nicht bewährt. «Kacheln halten bis 200 Jahre, der Ofen selber bis 100 Jahre», wobei er immer wieder Exemplare antreffe, die viel älter seien. «Es ist vor allem die Erfahrung, die ich bei Restaurationen und Abbrüchen sammle, die Gold wert ist», sagte Roth. Das sei es auch, was er an seinem Beruf so liebe: die Vielseitigkeit und Abwechslung im Wechselspiel von Bauen, Restaurieren und Abbrechen. Wegwerfen sei nicht sein Ding. Seit geraumer Zeit sammelt er alte Öfen. In besonderer Erinnerung ist ihm nach einer Feuersbrunst die Rekonstruktion der Kachelöfen im Zürcher Zunfthaus der Zimmerleute geblieben. «Bei der Begehung nach dem Brand hat sich anhand von Fragmenten herausgestellt, wie der Kachelofen beschaffen war. Der Zufall wollte es, dass im Landesmuseum ein baugleiches Exemplar zerlegt eingelagert war. Es wurde als Leihgabe ins Zunfthaus gegeben. So wurde das Zunfthaus zur Aussenstation des Landesmuseums», erzählte Roth, der den Ofen aufbauen durfte. Roth bedauert, dass man in der

den. Heute ist das nicht mehr gefragt.» Er habe schon in der Lehre gerne geschmiedet. Aber schon damals habe ihm der Arbeiter gesagt, das sei vorbei. Stirbt der Beruf aus? Von seinen Lehrlingen habe nur einer ein eigenes Geschäft eröffnet. Die Projekte, die Häberling bereits ausführen durfte, zeigen jedoch, dass es durchaus einen Markt für hochwertige Schmiedekunst gibt. Gearbeitet hat der Uerzliker mit seinem Team schon im Bundeshaus, im Opernhaus und an zahlreichen weiteren bekannten Schweizer Kirchen und Gebäuden moderner und klassischer Prägung. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm die Renovation der Villa Patumbah in Zürich. Dabei galt es nicht nur den riesigen Zaun inklusive gusseiserner Säulen wiederherzustellen – Häberling eignete sich dazu das Wissen eines Eisengiessers an. Auch an der stählernen Fassade eines Seitentrakts hatte der Zahn der Zeit schon arg genagt. Daneben betätigen sich Häberling und seine Frau Margrit gerne auch kulturell, machen in Volkstheatern mit oder organisieren auf ihrem Grundstück oder in der Kiesgrube Uerzlikon Anlässe wie den Feuerzauber, der schweizweit Beachtung fand.

Branche über Lehrlingsmangel klagt. Aber es wundert ihn nicht. Schweizweit würden nur noch 15 bis 20 Ofenbauer ausgebildet. Viele arbeiteten jedoch nicht lange auf dem Lehrberuf, da meist nur noch vorgefertigte Bausätze montiert würden. Umso mehr freut Stöff Roth, dass er sein grosses Fachwissen im Betrieb an seinen Sohn Ueli weitergeben kann, der Zimmermann gelernt hat.

Zuerst Metallbauschlosser, dann Kunstschmied Auch bei Moritz Häberling haben drei seiner sechs Kinder ähnliche Berufswege wie der Vater eingeschlagen. Wobei: Der Beruf Kunstschmied, den der Uerzliker ausübt, kann man so eigentlich gar nicht lernen. «Ich habe eine Metallbauschlosserlehre absolviert. Da man Schmied und Kunstschmied nicht lernen kann, bezeichne ich mich als Metaller», bekennt Häberling. Seinen Werdegang haben seine Interessen und Talente vorgegeben: Ein gutes Auge, Interesse an Kunstgeschichte und Architektur sowie ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Häberling interessiert sich zudem für die Entwicklungsgeschichte der industriellen Fertigung und historischen Stahlbau. Um zu restaurieren, müssen die Stahlkompositionen zuerst in ihre Einzelteile zerlegt werden. Über den Rost zu streichen, werde zwar immer wieder praktiziert, sei aber nur von kurzer Dauer. Nieten sei angesagt, Schweissen nur im Holzkohlefeuer. Dazu braucht es allerdings siliziumfreien Stahl, erklärte Häberling. Wie Roth beobachtet auch er die Entwicklung der Berufslehre mit gemischten Gefühlen: «Wir mussten bei der Abschlussprüfung noch schmie-

Zuerst Schreiner, dann Holzbildhauer Oskar Studer wiederum legte den Grundstein zu seiner beruflichen Laufbahn mit einer Lehre in der Schreinerei Cochard in Mettmenstetten, die auf Stilmöbel spezialisiert war. Die Schnitzereien wurden jedoch immer auswärts gegeben, was Studer bedauerte. Er beschloss deshalb, an der Bildhauerschule in Brienz (wo er bis heute in der Aufsichtskommission sitzt und als Experte Lehrabschlussprüfungen

abnimmt) eine dreijährige Zusatzlehre anzuhängen. Schon damals war die Bildhauerschule auf Stil- und kunstgeschichtliche Schnitzereien spezialisiert. «Noch heute können nur sechs bis acht Kandidaten die Lehre nach einer Aufnahmeprüfung antreten», erklärt Studer. Mit seinem Kunsthandwerk hat der Hausemer, der sein Atelier in Türlen neben dem Restaurant Erpel betreibt, internationale Anerkennung erlangt. Seine Spezialität sind Kirchenorgeln, besser gesagt: die kunstvollen Schleiergitter, die die Mechanik der riesigen Instrumente verbergen. Auf die Idee gekommen ist er durch den früheren Uerzliker Orgelbauer Peter Ebell. Das Talent, die Kreativität, Präzision und Hingabe, mit der Studer zuwerke ging, sprach sich unter den Denkmalpflegern rasch herum. Bald schnitzte er Akantusblätter fürs Opernhaus, Engel für Kirchen, Ornamente fürs Geländer am Limmatquai, die Häberling anschliessend als Vorlage für die stählernen Abbilder dienten, aber auch Skulpturen auf Bestellung zum Beispiel für Preisverleihungen (u. a. für den Säuliämtler Sports Award, Red Bull Velodux). Zu den Paradestücken zählen die Schleiergitter aus Mahagoni für eine Orgel für Taipeh, ein flügelförmiger Tisch für den spanischen Architekten, Bauingenieur und Künstler Santiago Calatrava sowie Requisiten (eine Geige mit geschnitztem Löwenkopf) für die Verfilmung des Kinderbuches «Shana, das Wolfsmädchen» von Federica de Cesco. «Nachwuchsprobleme haben wir in unserem Beruf nicht. Es ergibt keinen Sinn, jedes Jahr 30 Personen auszubilden, wenn danach nur sieben auf dem Beruf arbeiten können», schloss Studer dem Abend versöhnlich.


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Dienstag, 3. November 2015

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Weltpolitische Zeitgeschichte auf Papier von Maschwanden nach Zürich Gegen 2000 Original-Karikaturen von Hans U. Steger jetzt im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich Gegen 2000 seiner Originalkarikaturen hat Maschwander Hans U. Steger dem Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich geschenkt. Der Abschluss des Projekts wurde im kleinen Kreis gefeiert, wo der 92-Jährige alte Bekannte traf. ................................................... von werner schneiter Der erste Kontakt zu H.U. Steger sei 1980 erfolgt – zu einem Zeitpunkt, als seine bissigen Karikaturen den samstäglichen Leitartikel auf Seite 2 des «Tages-Anzeigers» bereichert haben, sagte Werner Hagmann, der den Dokumentationsbereich Politische Zeitgeschichte leitet. Nach 2003 kamen dann die ersten Karikaturen ins Archiv für Zeitgeschichte. Nun sind es gegen 2000 Originale, gezeichnet in der Zeitspanne vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 90er-Jahre und veröffentlicht im «Nebelspalter», in der «Weltwoche» und im «Tages-Anzeiger» – eine Vielfalt an politischen Ereignissen, die beeindrucke, fügte Hagmann bei. Inzwischen lagern die Originale in säureresistenten Behältnissen, sind registriert und im zeitgeschichtlichen Kontext eingeordnet sowie auf der Online-Datenbank abrufbar (www.afz.ethz.ch). Noch immer wird der Bestand ergänzt, zuletzt mit Stegers «Sprachmüll»-Büchlein. Leider seien Karikaturen im historischen Archiv lange Zeit vernachlässigt worden. Mittlerweile seien sie als vollwertige Quellen anerkannt, sagte Werner Hagmann.

Spannende Reise durchs weltpolitische Zeitgeschehen H.U. Stegers Karikaturen sind nach Presseorgan geordnet und versehen

mit Informationen – eine Arbeit, die laut Archivarin Gaby Pfyffer zum Teil grossen Aufwand erforderte, vor allem bei Karikaturen mit vielen Köpfen und bei der Frage, auf welches tagespolitisches Ereignis sich das Werk beziehe. Sie bezeichnet die Arbeit mit Stegers Karikaturen und seine Texte dazu als ausserordentlich spannende Reise durch die weltpolitische Zeitgeschichte, die einen Blick aus dem Augenblick heraus auf ein bestimmtes Ereignis ermöglicht. «In der Datenbank haben wir zwar jedes Detail erfasst, aber Lustiges, Trauriges, Anklagendes lässt sich nicht verzeichnen. Das erschliesst sich erst bei der Betrachtung der Karikatur», sagte Gaby Pfyffer.

Wegen «Medityrrannis» vor Bundesgericht Peter Studer, ehemaliger Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» ist ein langjähriger Weggefährte von H.U. Steger. Ihre ersten Kontakte gehen ins Jahr 1967 zurück. Studer war damals Auslandredaktor und erinnert sich, dass Stegers erste Karikatur bereits für Wirbel sorgte. Unter dem Titel «Medityrannis» fasste der Maschwander das Geschehen rund ums Mittelmeer zusammen, nahm darin Tyrannen und Diktatoren aufs Korn – und provozierte damit eine Klage des Clubs Méditerrannée, einem Reiseveranstalter, der wegen Persönlichkeitsverletzung vor Handelgericht zog. Vor Bundesgericht kam es schliesslich zum Schuldspruch, den Peter Studer als «sträfliches Fehlurteil» bezeichnet und das heute wohl nicht mehr zustande käme. «Das Bundesgericht legt heute den Karikaturen-Begriff anders aus», sagte Studer. Anders im Fall von Nico, dem langjährigen Karikaturisten des Tagis. Dieser zeichnete den in Neapel 1000er-Noten an der Wäscheleine aufhängenden Hans W. Kopp. «Eine inhaltliche Fehlaussa-

Vor der Karikatur, die das Bundesgericht beschäftigt hat. Von links: Ex-Tagi-Chefredaktor Peter Studer, H.U. Steger, Archivleiter Dr. Gregor Spuhler und Dr. Werner Hagmann, Dokumentationsbereich Zeitgeschichte. (Bild Werner Schneiter) ge, weil Kopp nie wegen Geldwäscherei verurteilt wurde», so Jurist Studer. Als Tagi-Chefredaktor habe er nie eine Karikatur von Steger zurückgewiesen – auch wenn diese sehr boshaft gewesen seien. Er erinnere sich noch gut an jene Zeit, als Steger jeweils am Freitagabend um 19 Uhr mit wehendem Mantel in die Redaktion gestürmt sei. Als er ihn einmal gefragt habe, weshalb er seine Karikaturen stets handschriftlich kommentiere, habe Steger geantwortet: «Damit der Chefredaktor nichts abändern kann ...» Stegers Karikaturen seien oft zeitlos, sagte Studer mit Blick auf ein Werk, das nach der UNO-Abstimmung 1986 veröffentlicht wurde. Es thematisiert Asyl, Flucht, Fluchtgeld.

Bundesrat Leuenbergers Schnauz provozierte Briefwechsel H.U. Steger skizzierte seinen beruflichen Weg, der in der Kunstgewerbeschule bei Ernst Gubler begann – eine dreieinhalbjährige Ausbildung. «Ich habe danach ein Diplom erworben und alles gelernt – nur nicht, wie eine Stelle zu finden ist», sagte Steger. Seine Suche führte ihn über die «Annabelle» zum «Schweizer Spiegel», danach zum «Nebelspalter» und schliesslich zur «Weltwoche», damals unter der Leitung von Emmanuel Gasser. Dort hat H.U. Steger seine erste Karikatur von Professor Sauerbruch veröffentlicht. Seine Ausführungen

schloss H.U. Steger mit einer amüsanten Begebenheit: Bundesrat Moritz Leuenberger habe sich gut für eine Karikatur geeignet. Als dieser plötzlich seinen Schnauz wegrasierte, protestierte H.U. Steger und schrieb dem Magistraten einen Brief mit der Aufforderung, den Schnauz wieder wachsen zu lassen, ansonsten sei das unfair gegenüber dem Karikaturisten. Leuenberger teilte ihm brieflich mit, dass er den Schnauz nicht wachsen lassen werde, weil dann andere reklamieren würden. «Sie haben ohne Schnauz weniger Arbeit zum gleichen Lohn. Ich habe hingegen finanziellen Mehraufwand, weil ich mehr Rasierschaum benötige ...», hielt Bundesrat Leuenberger fest.

Ein kleines Hilfswerk, das Leben verändert Paul Roos spendet den Gewinn seiner «Lichtbildsymphonien» dem Hilfswerk Lacitos de Luz Jedes Jahr präsentiert der Rifferswiler Architekt Paul Roos seine «Lichtbildsymphonien», bewegende Fotografien mit sanfter klassischer Musik untermalt. Der Gewinn der Veranstaltung vom vergangenen Donnerstag im Kasinosaal Affoltern geht an das Hilfswerk Lacitos de Luz, der Zugerin Simone Dahli.

gibt es auch in Chinas urbanen Gebieten Slums. Grundsätzlich gibt es aber keine vergleichbare Armut wie beispielsweise in Brasilien mehr. Auch die Bauern auf dem Land können von ihrem Beruf leben. Damit die Bauern überleben können, setzt der Staat Preise für Landwirtschaftsprodukte fest, die ein Überleben ermöglichen, auch wenn alles noch von Hand angebaut wird.» Er halte dies für gar keine so schlechte Idee.

................................................... von salomon schneider

Eine Symphonie aus Bild und Ton

Paul Roos begrüsste die über 100 Besucherinnen und Besucher im Affoltemer Kasinosaal: «Das Entdecken neuer Orte ist für uns wie ein Virus. Wir kommen einfach nicht davon los. Deshalb stellen wir auch dieses Jahr wieder unsere Reise vor. Der Erlös dieses Abends geht an das kleine Hilfswerk Lacitos de Luz der Zugerin Simone Dahli. Ich unterstütze lieber kleine Projekte, wo das Geld nicht irgendwo in der Administration hängen bleibt.»

Vom Ferienprojekt zur Organisation Simone Dahli stellte anschliessend das von ihr aufgebaute Hilfswerk vor: «Vor Jahren war ich in Brasilien in den Ferien. Es hat mir dort sehr gut gefallen, jedoch wollte ich etwas gegen die

Der Architekt Paul Roos und Simone Dahli, Gründerin des Hilfswerks Lacitos de Luz (Schleifchen des Lichts) unterhalten sich nach der Präsentation der «Lichtbildsymphonien» über Heimat, Reisen, Armut und Glück. (Bild Salomon Schneider) Armut unternehmen.» Bei ihrer nächsten Reise hat sie als Physiotherapeutin für behinderte Kinder gearbeitet, ihre Bekannte um Spenden angefragt und anschliessend auch im weiteren Umfeld nach Geld für ihre Projekte ge-

sucht. Gut zehn Jahre später hat sie ein Kinderheim für über 100 Kinder aufgebaut; ihr Hilfswerk Lacitos de Luz unterstützt zahlreiche Kinder, damit sie eine Ausbildung machen können.

Nach dem Vorstellen ihrer Organisation übergab Simone Dahli das Wort wieder an Paul Roos, der von seiner letzten Chinareise erzählte, die er gemeinsam mit seiner Frau unternommen hatte: «Wie überall auf der Welt,

Im Anschluss wurde der Kasinosaal abgedunkelt und Paul Roos liess die Bilder zu sanfter klassischer Musik für sich selbst sprechen. Ab und zu untermauerten kurze Bildlegenden, die erzählten Geschichten. Mit seiner analogen HasselbladKamera fing Paul Roos Bilder von unglaublicher Intensität und Tiefenwirkung ein. Von den Reisfeldern Chinas bis zu den Tempelstädten Myanmars bewies er ein hervorragendes Auge, durch die Perspektivenwahl Alltägliches speziell wirken zu lassen ... Für seine Präsentation erntete Paul Roos lang anhaltenden Applaus. Er rechnet damit, dass er «Lacitos de Luz» zwischen 4000 und 7000 Franken zukommen lassen kann – für ein Hilfswerk mit rund 30 000 Franken Jahresumsatz eine relevante Summe.


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Forum

Dienstag, 3. November 2015

Ronald Alder in den Gemeinderat Ottenbach

Silvio Hasler, Kandidat der SVP

«Engagiert fürs Dorf, konstruktiv für die Gemeinde, motiviert für Herausforderungen».

Ersatzwahl in die Rechnungsprüfungskommission Affoltern.

Ronald Alder bewirbt sich um den freiwerdenden Gemeinderatssitz in Ottenbach, weil er dazu beitragen will, dass im Gemeinderat wieder konstruktiv an den Herausforderungen gearbeitet wird. Wenn amtierende und abtretende Gemeinderäte sich in der Öffentlichkeit über mangelnde Zusammenarbeit beklagen, dann ist dies bestimmt nicht zielführend. Ein frischer Wind ist darum notwendig. Ronald Alder ist der richtige Mann dafür. Er ist ausgebildeter dipl. Umwelt-Naturwissenschafter ETH mit einem Executive MBA. Er ist verheiratet, Vater von vier Söhnen und wohnt seit 14 Jahren in Ottenbach. Beruflich arbeitet er als Abteilungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung in einem Biotechnologieunternehmen. Am Samstag, 7. November, von 9 bis 12 Uhr vor dem Volg in Ottenbach: Man lerne Ronald Alder näher kennen und freue sich auf eine kleine Überraschung. Er will sich dafür einsetzen, dass Ottenbach einen Dorfplatz erhält, der diesen Namen auch verdient. Wichtig ist ihm auch, dass die The-

ber, um 18.30 Uhr im Gemeindesaal statt.

Konstruktiv, initiativ und führungserfahren

Ronald Alder. (Bild zvg.) men Energieeffizienz und erneuerbare Energien in die Praxis umgesetzt werden, auch zum Nutzen der lokalen Gewerbebetriebe. Darum bringt er sich als Präsident der neugegründeten Energiekommission konkret in das Gemeindeleben ein. Unter seiner Leitung findet bereits die erste öffentliche Informationsveranstaltung zur Förderung von energiebewusster Modernisierung und Wertsteigerung von Wohnbauten am Dienstag, 17. Novem-

GLP: Jetzt erst recht Nach dem erfolgreichen Start des «Polit-Stammtischs» der Grünliberalen im September findet am Donnerstag, 5. November der zweite Anlass «Grünliberale am Puls» ab 19.30 Uhr im Restaurant Weingarten in Affoltern statt. Eingeladen sind alle Mitglieder und Sympathisanten der Grünliberalen, aber auch alle anderen an nachhaltiger Politik interessierten Personen aus der Region. Zusammen mit den Gästen möchte der Vorstand in gemütlichem Rahmen am Stammtisch bei einem Getränk und einer Pizza diskutieren, wie es nun, nach dem für die Grünliberalen leider schlechten Wahlresultat, mit der Energiewende weitergehen kann. Wie man in letzter Zeit der Presse entnehmen konnte, hat ja in der

Schweiz nicht nur der Käse Löcher, sondern auch der weltweit älteste noch aktive Atomreaktor in Beznau. Da ist es umso wichtiger, dass alles unternommen wird, um ein möglichst rasches Abschalten der auch für unsere Region gefährlichen Atomkraftwerke durch die Energiewende sicherzustellen. Was können wir hier in der Region tun, um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten? Was können die Grünliberalen in Bern unternehmen? Wir freuen uns auf Beiträge und Ideen der Stammtisch-Teilnehmer! Das erste Getränk geht auf die Kasse der Grünliberalen. Dr. Thomas Beck, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt

Kluger Mitbürger Meine Stimme geht bei der Erneuerungswahl des freiwerdenden Gemeinderatssitzes vom 22. November an Ronald Alder. Gerade in einer sehr schwierigen Situation, wie sie zurzeit in der Ottenbacher Ratsstube herrscht, ist ein klarer, sachlich politisierender und kluger Mitbürger gefragt. Ronald Alder packt an und stellt sich den Herausforderungen, wenn er sagt, dass er für dieses Amt bereit ist. Er hat ein offenes Ohr für neue Ideen, ist gradlinig in seiner politischen und persönlichen Haltung und kompromissfähig, wie es sich für einen Gemeinderat gehört. Ich habe ihn immer

als sehr konstruktiv denkenden und arbeitenden Menschen erlebt mit einem hohen Grad an diplomatischem Geschick. Mit seinem Leistungsausweis und seiner Erfahrung bringt er ideale Voraussetzungen für diese Aufgabe mit. Stärken wir unseren Gemeinderat mit einer Person, der einen respektvollen Umgang pflegt und das Gemeinwohl an vorderste Stelle stellt. «Miteinander leben, füreinander da sein und gemeinsam weiterkommen», ist sein Credo.

Ihn interessiert das Ressort «Gesundheit und Soziales», das nun frei wird, weil es hier auch um die Zukunft des Spitals (Zweckverband, Langzeitpflege ...) geht und allgemein um das Wohl der Bevölkerung. Er hat vielfältige erfolgreiche Erfahrung mit komplexen Projekten, bringt langjährige Führungserfahrung und Fachwissen in den Bereichen Umwelt und Medizin mit. Gegenüber Herausforderungen hat er immer eine positive Einstellung. Ronald Alder schätzt Ottenbach mit seiner hohen Lebensqualität und wunderschönen Lage an der Reuss und möchte sich für die Menschen in der Gemeinde engagieren. Die dafür notwendige Zeit nimmt er sich und die Lust dazu hat er im Gepäck. Ronald Alder ist eine konstruktive, initiative und führungserfahrene neue Kraft für den Gemeinderat von Ottenbach. Unterstützungs-Komitee Ronald Alder in den Gemeinderat Ottenbach

Im Getöse der Ständeratswahlen drohen Wahlgeschäfte auf Gemeindeebene unterzugehen. Zu Unrecht notabene. Am 22. November 2015 haben wir eine Wahl für eine bedeutende Funktion zu treffen. Für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 ist ein Mitglied für die Rechnungsprüfungskommission neu zu bestimmen.

Beim Lesen des Leserbriefs von Herrn Häusermann kam ich mir ein wenig wie ein Fussballschiedsrichter in einem Match vor. Der Schiri kann nur beurteilen, was er sieht und hört – dies ohne die Spieler zu kennen. Wortwahl und Inhalt deuten auf ein persönliches Problem hin, das der Leserbriefschreiber mit einzelnen Akteuren im Gemeinderat hat resp. hat-

Die SVP Affoltern schätzt sich glücklich den Wählern mit Silvio Hasler einen idealen Kandidaten zur Wahl vorschlagen zu können. Silvio Hasler, geboren 1957, verfügt als Betriebsökonom über die notwendige Sachkompetenz, um die Rechnungen der diversen Güter der Gemeinde und der weiteren Institutionen kritisch zu beurteilen und zu hinterfragen. Aus seiner beruflichen Tätigkeit als EDV-Leiter ist er Team- und Führungsarbeit gewohnt. Er wohnt mit seiner Familie (Ehefrau, zwei erwachsene Kinder) seit Jahren in der Gemeinde und ist mit den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen in Affoltern vertraut.

Silvio Hasler, SVP-Kandidat für die RPK Affoltern. (Bild zvg.)

Ferngesteuerte, verlorene Figuren Mobilfunk: Fluch oder Segen? «Anzeiger» vom 30. Oktober. Wie ferngesteuerte, verlorene Figuren bewegen sie sich. Sie tragen alle etwas vor sich her. Ein rechteckiges Ding, wie eine Art Kompass. Sie werfen immer wieder erwartende Blicke darauf, tippen, streichen und drücken es. Wenn sie sich irgendwo hinsetzen, scheinen die geheimen Kommandos noch verstärkt, denn nun klauben auch diejenigen, die das Ding nicht ständig vor sich hertragen, es aus Taschen und Schulranzen, aus Säcken und Etuis und ein kollektives Tippen, Streichen, Drücken hebt an. Dann gibt es die anderen, deren Zentrale etwas ganz anderes meldet:

Schmerz! Puren körperlichen Schmerz. Wie Nadelstiche in den Ohren, wenn einer der Ferngesteuerten den Kompass auf Kopfhöhe richtet. Wie Krämpfe in den Extremitäten, wenn zu viele Verlorene gleichzeitig tippen, streichen, drücken. Ihre Zentrale meldet: Alarm! Aber da sie in der Minderheit sind, werden sie nicht ernst genommen, sondern belächelt, da die Studien der verlorenen Kompassfiguren Entwarnung geben. Die Grenzwerte sind schliesslich eingehalten. Und immer mehr Antennen müssen errichtet werden, damit die geheimen Kommandos die Verlorenen noch besser erreichen können. Nutzungsbedürfnisse sagen sie dem. Die Verlo-

renen merken nicht, dass es schon längst keine Bedürfnisse mehr sind, die sie mit ihren Kompassgeräten befriedigen, sondern Gewohnheiten, Suchtverhalten, und dass sie körperliche Gewalt gegen die anderen ausüben. Wäre es eine intelligente Gesellschaft, würden Symptome einer Minderheit wahrgenommen und das eigene Suchtverhalten hinterfragt. Ist es wirklich notwendig, dauernd wie eine verlorene Figur ferngesteuert hinter einem Kompass herzugehen? Oder ist es auch möglich, sich wieder mit den eigenen Sinnen, Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen zu verbinden? Marlise Santiago, Ebertswil

Spital Affoltern, ein Ort der Menschlichkeit Im Januar 2015 hat unsere Schwester und Freundin das erste Mal den Spital Affoltern aufgesucht. Bei ihr wurde eine schwere Krankheit diagnostiziert, an der sie wahrscheinlich irgendwann sterben würde. Seither musste sie immer wieder ins Spital eingewiesen werden und wurde diesen Oktober von ihrer Krankheit erlöst. Wir, die

Angehörigen und Freundinnen, durften während diesen schwierigen Monaten miterleben, wie ihre Krankheit im Spital enorm professionell angegangen wurde. Helena wurde mit ebenso viel Menschlichkeit, Würde und enormer Fürsorge bis zuletzt gepflegt. Trotz der schwierigen Zeit wurde der Patientin die Lebensqualität er-

Susanna Forster, Ottenbach

te. Ich erinnere mich, dass ich mich in derselben Rolle fühlte, als derselbe Leserbriefschreiber die Abwahl des ehemaligen Gemeindepräsidenten herbeischrieb. Dass er jetzt nochmals Herrn Weber abqualifiziert, betrachte ich (um im Fussballjargon zu bleiben) als nachtreten. Auf dem Fussballfeld würde Herr Häusermann dafür die rote Karte erhalten – im «Anzeiger» erhält er dafür noch Raum bei Leserbriefen. Walter Dobler, Ottenbach

SVP Affoltern

Sachkompetenz vorhanden

Nachgetreten «Viererbob», Leserbrief im «Anzeiger» vom 27. Oktober.

Die SVP empfiehlt der Wählerschaft Silvio Hasler als die ideale bürgerliche Ergänzung der bestehenden RPK zur Wahl und dankt für die Unterstützung.

Menschlichkeit, Würde und enormer Fürsorge: Lob für das Spital Affoltern. (Bild -ter.)

höht und dies alles hat uns wiederum enorm gut getan und uns in den Sorgen entlastet. Wir schätzen dieses Engagement enorm. Herzlichen Dank für diesen Ort der Menschlichkeit. Doris Christen und Helenas Freundinnen, Aarau


Gewerbe/Dienstleistungen

Spannung pur

Ziel: Weltspitze

Erfolgsautorin Mitra Devi liest am Freitagabend in der Bibliothek Ottenbach. > Seite 11

Die Schweizer Skiakrobaten nutzen die unspektakuläre Saison für den Aufbau. > Seite 15

«Mir san mir – seit 13 Jahren!» Finetra AG: Affoltemer Fachgeschäft feiert Geburtstag Kommendes Wochenende, vom 6. bis 8. November, feiert Finetra AG, das Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel in Affoltern, seinen 13. Geburtstag mit einem Oktoberfest, Jubiläumsschnäppchen und Sonderkonditionen. Das Oktoberfest beginnt als grösstes Volksfest der Welt jeweils Ende September auf der Münchner Wiesn. Heuer findet es Anfang November noch ein Aufflammen in Affoltern. Die Finetra AG – «himmlisch schlafen und wohnlicher Garten» – feiert nämlich ihr 13-Jahre-Jubiläum vom 6. bis 8. November bayerisch, mit einem verspäteten Oktoberfest! Wer allerdings am verlängerten Jubiläums-Wochenende von Freitag bis Sonntag bei Besim Bulica und seinem Team im Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel an der Zürichstrasse 130 im Bezirkshauptort vorbeischaut, kommt vor allem auch dazu, die Herbstneuheiten im Bereich Schlafen kennenzulernen und profitiert zusätzlich von Jubiläumsschnäppchen sowie verlängerten Zuger-Messe-Konditionen. «Die Idee zum verspäteten Oktoberfest als Geburtstags-Event hat sich

Dienstag, 3. November 2015

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Wieder gepunktet Mit müden Beinen vom grossen Cupfight empfing der FCWB den FC Kosova. > Seite 17

Thema Bewegungsapparat Gabriela Krauer lädt in ihre TCM-Praxis

Das ausgeschlafene Finetra-Team mit Besim Bulica, Bernadette Schneebeli und Bajrush Bulica (von links). (Bild zvg.)

Zum 8. nationalen Tag der chinesischen Medizin lädt Gabriela Krauer am Samstag, 7. November, in ihre Praxis für traditionelle chinesische Medizin in Affoltern.

aus unserem Selbstverständnis heraus entwickelt, dass die Finetra AG seit 13 Jahren so speziell ist, wie ihre Angebote, Produkte und Dienstleistungen», sagt Geschäftsführer Besim Bulica. «Das ‹Mir san mir› der Bayern passt da selbstredend bestens, und wir wollen dieses ‹wir sind wir› auch nach 13 Jahren tagtäglich weiterhin beweisen.» Während des verlängerten Jubiläumswochenendes vom Freitag, 6. November, bis Sonntag, 8. November, soll es entsprechend erbaulich und gemütlich zu- und hergehen im Affoltemer Schlaf- und Gartenmöbel-Fachgeschäft ganz nah beim Kronenplatz, wie der rührige Finetra-Geschäftsführer weiter ausführt: «Für Nachtwandler und Tagträumer präsentieren wir die aktuellen Herbstneuheiten im Bereich Schlafen, natürlich mit Information und Beratung. Dazu bieten wir ausgesproche-

Der Tag der Akupunktur/TCM ist ein Tag der offenen Praxistüren. Therapeuten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in der ganzen Schweiz öffnen ihre Praxen und zeigen ihre Methoden. So auch Gabriela Krauer in Affoltern. Speziell im Fokus ist in diesem Jahr die Behandlung des Bewegungsapparates. Bei Rückenschmerzen kann die Akupunktur effektiv Schmerzen lindern oder ganz beseitigen. Auch bei Kopfschmerzen oder Migräne kennt die TCM verschiedene Möglichkeiten, diese zu lindern oder zum Verschwinden zu bringen. Wer den ganzen Tag am Bildschirm sitzt, wird oft durch Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich geplagt. Durch ständiges Sitzen in Fehlhaltung, einseitig und dauerhaft angespannt, verhärten sich die Muskeln und beginnen zu schmerzen. Die TCM löst sanft die Blockaden und

ne Jubiläumsschnäppchen zu Tiefstpreisen und auf die regulären Preise denselben Rabatt wie an der vergangenen Zuger Messe.» Die Finetra AG ist neben den qualitativ hochstehenden Markenprodukten, die geführt werden, auch für seine individuelle, fachlich kompetente und lösungsorientierte Beratung sowie dynamischen Service bekannt. Besim Bulica: «In der Beratung und im Kundenservice kommt bei uns die gleiche Sorgfalt zum Tragen, die wir der Auswahl unserer Lieferanten widmen. Deshalb können sich die Kunden bei uns jederzeit auf fachkundige und tatkräftige Unterstützung verlassen.» (kb.) Jubiläumswochenende 13 Jahre Finetra AG, Zürichstrasse 130, Affoltern. 6. bis 8. November. Freitag von 9 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 17 Uhr und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Gabriela Krauer. (Bild zvg.) hilft präventiv, neuen Verspannungen vorzubeugen. Gabriela Krauer führt eine Praxis für traditionelle chinesische Medizin in Affoltern, direkt beim Bahnhof. Die TCM kennt verschiedene Wege, Probleme im Bewegungsapparat erfolgreich zu behandeln. Dafür werden verschiedene Methoden der TCM angewendet: Akupunktur, chinesische Kräuter, Tuina, Ernährung und auch Schröpfen. (pd.) Tag der offenen Tür am Samstag, 7. November, 11 bis 17 Uhr, Bahnhofplatz 1, (bei Remax), Affoltern. Tel. 079 523 80 80, www.akupunktur-krauer.ch.

Starke Kräuter für turbulente Zeiten

Textile Leckerbissen stark reduziert

Kräuterkurs bei Ernestine Astecker, Jonen

Am 6. und 7. November wird sich die Verkaufsfläche des Ladengeschäfts der Weisbrod-Zürrer AG in Hausen am Albis für zwei Tage verdoppeln. Auf der Rampe und den dahinterliegenden Gängen werden textile Leckerbissen zu stark reduzierten Preisen angeboten. Die Idee für diesen Sonderverkauf entstand durch die Übernahme des Krawattenstofflagers der Tochterfirma aus Zürich. Das eigene bereits sehr umfangreiche Stofflager gelangte dadurch an die Kapazitätsgrenze. Doch

Heilkräuter werden seit Urzeiten bei verschiedenen Beschwerden oder vorbeugend zur Gesunderhaltung eingesetzt. Unsere Grossmütter wussten um die vielfältigen Wirkungen als wohltuender und heilsamer Tee, stärkende Tinktur, belebendes Kräuterelixier oder lindernde Salbe. Der Alltag ist oft geprägt von Hektik, Mehrfachbelastungen, Stress, Überforderung. Als Folge können sich Nervosität, Gereiztheit, Spannungszustände, Schlafstörungen, Erschöpfung, Burn-out, Ängste, depressive Verstimmungen, Herzbeschwerden zeigen. Seit Urzeiten werden Heilkräuter bei verschiedensten Beschwerden und Krankheiten angewendet. Als entspannender oder schlaffördernder Tee, stärkende Kräutertinktur, belebendes Kräuteröl aktivieren sie die Selbstheilungskräfte des Körpers und helfen

Körper, Seele und Geist ins Gleichgewicht zu bringen. Warum weckt Basilikum die Lebensgeister und hilft bei Konzentrationsstörungen? Welche Kräuter stärken den Menschen bei Erschöpfung und helfen bei Stimmungsschwankungen? Wie wird die Passionsblume bei Schlafstörungen oder Anspannung eingesetzt? Warum helfen Dillsamen oder Melisse Kindern in den Schlaf und wie werden sie angewendet? Welche Kräuter gehören in eine gemütsaufhellende Teemischung? Antworten zu diesen Fragen und wertvolle Tipps gibt der Kräuterkurs von Ernestine Astecker.

Selber ein Kräuterprodukt herstellen Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in diesem Kurs Heilkräuter, Wirkungen, Kräuter-Rezepturen und Anwendungsmöglichkeiten zur Selbstanwendung kennen und stellen selber ein belebendes oder entspannendes Kräuterprodukt her. Die Grenzen der Selbstbehandlung werden aufgezeigt. Kursleiterin Ernestine Astecker, Homöopathin und Apothekerin, freut sich auf interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (pd.) Kräuterkurs am 18. und 25. November, 19.30 bis 21 Uhr im Kreativ- und Gesundheitshaus Zum Löwen, Obschlagenstr. 2 in in Jonen. Kurskosten 70 Franken für beide Abende inkl. Skript und Material für das im Kurs hergestellte Kräuterprodukt. Infos und Anmeldung: kontakt@eastecker.ch,

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Veranstaltungen

Dienstag, 3. November 2015

Kunsthandwerk aus Glas und Holz

Krimi und Spurensuche

Ausstellung bei Schneiters in Affoltern

Mit Film und Buch: Mitra Devi zieht Ottenbach in ihren Bann

Sie zeigt ihre handgemachten Glasjuwelen in allen möglichen Variationen, er steuert seine edlen Holzarbeiten bei – die Ausstellung von Martina und Bruno Schneiter hat es in sich. Vom 5. bis 8. November an der Mühlebergstrasse 8 in Affoltern.

Spannung pur ist angesagt, wenn Erfolgsautorin Mitra Devi am 6. November um 20 Uhr in der Bibliothek Ottenbach liest.

Zweimal im Jahr präsentiert Glaskünstlerin Martina Schneiter-Lüchinger ihre neusten Kreationen der Öffentlichkeit im Obergeschoss der familieneigenen Scheune. Vom 5. bis 8. November bereits zum elften Mal. Neu sind diesmal die Kombination von Glasperlen und Halstüchern aus edlen Stoffen – meist Seide – sowie die silbernen Kugel-Anhänger. Fürs kleine Budget empfiehlt sich ein Blick in die Schnäppchen-Ecke. «Ich schaue immer nach neuen Kombinationen», verrät Martina Schneiter. Dabei lässt sie sich auch gerne von der Natur inspirieren. So setzen auch Federn ihre Glasperlen in Szene, seien es orange bis dunkelgrün schillernde Fasan- oder dunkelgraue Perlhuhn-Federn mit weissen Punkten. Zu ihren Ausstellungen lädt Martina Schneiter jeweils auch andere Kunstschaffende ein. Diesmal ist wieder ihr Mann Bruno Schneiter mit von der Partie. Er zeigt seine Holzarbeiten. Von der edlen Pfeffer- und der Salzmühle bis zum stilvollen Füllfederhalter schafft er alles aus der Vielfalt an Hölzern der hiesigen Wälder.

Martina Schneiter zeigt eine bunte Vielfalt an Glasjuwlen. (Bild tst.) Ausstellung vom 5. bis 8. November an der Mühlebergstrasse 8 in Affoltern. Donnerstag und Freitag 18 bis 21 Uhr, Samstag 13 bis 18 Uhr, Sonntag,

(tst.)

13 bis 17 Uhr. glasjuwelen.jimdo.com/.

«Der Blutsfeind», der fünfte und bis jetzt letzte Band der Reihe, führt direkt in Zürcher Bankenkreise, wo Privatdetektivin Nora Tabani auf höchst mysteriöse Weise unter die Opfer eines Überfalles gerät und hautnah miterlebt. Die spannende Geschichte, in der auch ihr Partner Jan Berger und die Polizei mit der Sondereinheit Skorpion mitspielen, fesselt von der ersten Seite an. Was es mit dem «Blutsfeind» auf sich hat, da tappt natürlich auch Nora Tabani im Dunkeln. Wer steckt hinter dem Bankraub in der Zürcher Innenstadt? Und kann sich die Privatdetektivin aus der Geiselhaft befreien? Anschliessend an den spannungsreichen Unterhaltungsteil geht Mitra Devi mit den Zuschauern auf Spurensuche: Die Luzerner Regisseurin Bea Huwiler hat mit Mitra Devi den Dokumentarfilm «Crime – auf Spurensuche mit der Krimiautorin», gedreht. Sie zeigt wie die Autorin recherchiert, Schauplätze observiert, Einblick in die Gerichtsmedizin erhält, wie sie sich inspiriert und nicht zuletzt «transpiriert». Mindestens drei Monate mit bis zu zehn Stunden Schreiben und Recherchieren pro Tag sind für die Rohfassung eines neuen Buches nötig. Ein Jahr lang begleitete Bea Huwiler Mitra Devi beim Schreiben und auf der Pirsch. Die Moderatorin Mona Vetsch führt mit vertieften Fragen durch den

Mitra Devi erzählt kurz, trocken und mit viel schwarzem Humor. (Bild zvg.) Film und entlockt Mitra Devi Geheimnisse des literarischen Handwerks.

Raffiniert komponierte Geschichten Mitra Devis 14. Buch «Der Blutsfeind» knüpft nahtlos an die Erfolge ihrer früheren Werke an und wurde mit dem Zürcher Krimipreis ausgezeich-

net. Sehr empfehlenswert sind auch ihre anderen mörderischen Geschichten: Kurz, trocken und mit viel schwarzem Humor. Bekannt ist der Krimigeschichtenband «Mord in Switzerland», den sie zusammen mit Petra Ivanov, der zweiten, grossen Krimautorin der Schweiz, 2013 herausgab. Mitra Devi sagt man nach, sie sei eine der wenigen Schweizer Schriftstellern, die von ihrer Kunst leben können. Das verwundert nicht: Neben den Schreibenden findet man Mitra Devi auch unter Filmemachern, den Malern und Grafikern und den Journalisten. Ursprünglich kommt die 1963 Geborene aus der grafischen Kunst: So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ihre Vielseitigkeit und ihr kreatives Denken in den raffiniert komponierten Geschichten eine wesentliche Rolle auf ihrem Weg zum Erfolg spielt. Spannung, Nervenkitzel und viel Humor: die Bibliothek Ottenbach lädt ein zu einem ganz besonderen Krimiabend, wobei auch für das Kulinarische auf besondere Weise gesorgt sein wird: mit Mordshäppchen! Weitere Infos unter www.mitradevi.ch.

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Die weltweit lautesten Pantomimen «Starbugs» kommen mit «Crash, Boom, Bang» nach Obfelden Unterhaltung und Action pur gibts am Samstag, 14. November, in der Obfelder Zendenfrei-Halle. Die «Starbugs» lassen es mit ihrer Show «Crash, Boom, Bang» so richtig krachen. Ein fulminantes Spektakel für die ganze Familie.

mimen der Welt spielen mit allem, was ihnen in die Hände kommt. Und das sind nicht nur Klischees. Wie lebendige Cartoons springen, tanzen und reiten die Komiker durch ihre Sketches und machen dabei vor nichts Halt, ausser vor der Pause.

Die Starbugs sind seit Jahren international erfolgreich. Von New York bis Tokio haben sich die drei Komiker mit einer einzigartigen Mischung aus Tanz, Akrobatik, Sound und nonverbaler Comedy in die Herzen des Publikums gespielt. Gastspiele in über dreissig Ländern, eine Tournee mit dem Circus Knie, mehr als zwanzig TV-Shows und unzählige Preise sprechen für sich. Der Name «Crash, Boom, Bang» ist Programm. Die «Starbugs» lassen es in ihrer ersten abendfüllenden Show so richtig krachen. Die lautesten Panto-

Bewegung und Rhythmus

ohne Worte auskommt. Präzis, schnell und ungeheuer witzig. Samstag, 14. November, Zendenfrei. Beginn 20, Türöffnung 19.15 Uhr, Kultur-Bar, Eintritt 30 (Legi: 25, Familien: 70) Franken, auch für Kinder und Jugendliche geeignet; Tickets Reservieren unter www.kulturobfelden.ch.

«Starbugs» kommen vom Breakdance. Davon übrig geblieben ist die Liebe zu Bewegung und Rhythmus. Die drei Berner tanzen rasant auf vielen Hochzeiten, gelegentlich auch mit falschen Damen. Eben noch auf dem Tanzparkett, findet man sich im wilden Westen und in der nächsten Sekunde auf einer grossen Konzertbühne wieder. Mit «Crash, Boom, Bang» ist fast alles möglich – nur schubladisieren lässt es sich nicht. Unter der Regie von Nadja Sieger «Nadeschkin» ist ein fulminantes Spektakel entstanden, das ganz

Kultur im Abo Ab 2016 gibt es in Obfelden eine Kultur-Jahreskarte zum Preis von 120 (statt 180) Franken, die zum Eintritt an sechs Veranstaltungen innert zwölf Monaten berechtigt. Gratis dazu gibt es an jeder Veranstaltung ein Getränk von der Kulturbar. Infos unter www.kulturobfelden.ch.

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Pantomimen mit Liebe zu Bewegung und Rhythmus. (Bild zvg.)

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veranstaltungen

Expedition ins Reich der Pflanzen Botanik-Grundkurs vom Naturnetz Unteramt Wer möchte wissen, wie die Blumen am Wegesrand heissen? Wie man einen Holunder von einem Schneeball unterscheidet? Warum an manchen Orten mehr Pflanzenarten wachsen als an anderen? Welche OrchideenArten sich im Unteramt entdecken lassen? Antworten auf diese Fragen – und noch vieles mehr – vermittelt dieser Botanik-Grundkurs. Der Kurs öffnet die Augen für die faszinierende Pflanzenwelt vor der Haustüre. Er vermittelt botanische Grundkenntnisse und es werden die wichtigsten Pflanzenfamilien der Region vorgestellt. Neben vier TheorieAbenden finden vier Exkursionen statt, auf denen die häufigsten Blütenpflanzen, Sträucher und Bäume vor Ort bestimmt werden. Ziel ist es, 50 bis 60 einheimische Pflanzenarten zu erkennen. Vorkenntnisse sind keine nötig. Am Schluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden eine Bestätigung. Die vier Theorieabende finden montags ab 18.30 bis 21 Uhr in der Primarschule Bonstetten statt, die Exkursionen jeweils samstags von ca. 9 bis 13 Uhr auf ausgewählten Routen im Unteramt.

Lerchensporn. (Bild zvg.) Am 11. und 16. April geht es um Wald und Frühblüher, am 9. und 21. Mai um Kulturland und Ruderalstandorte. Die Themen vom 30. Mai und 4. Juni lauten Wiesen und Hecken, am 13. und 18. Juni geht es um Ufervegetation und Flachmoor. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, lohnt sich ein frühes Anmelden. (pd.) Kurskosten (inkl. umfangreiches Kursmaterial) für Nicht-Mitglieder: 220 (Lehrlinge/Studenten 160) Franken. Anmelden bis 29. Januar 2016 bei Hans Ulrich Schaer, Hofwies 2, 8906 Bonstetten, huschaer@naturnetz-unteramt.net oder unter www.naturnetz-unteramt.net.

Herausforderung Siedlungsentwicklung Dorfrundgang in Hedingen am Samstag Nachdem der erste Termin für den Dorfrundgang zur Siedlungsentwicklung in Hedingen kurzfristig abgesagt werden musste, konnte als Ersatztermin der Samstag, 7. November, gefunden werden. Start ist um 14 Uhr beim Schulhaus Schachen Gamma in Hedingen (Schachenstrasse 7). Die abschliessende Diskussion findet im Singsaal Güpf statt. Die Veranstaltung wird rund zweieinhalb Stunden dauern. G8908 lädt alle Interessierten aus der ganzen Region ein, zusammen mit zwei Fachleuten die aktuellen und künftigen Herausforderungen für die Siedlungsentwicklung zu diskutieren. In einem ersten Teil werden konkrete Situationen in Hedingen angeschaut. Im zweiten Teil werden der Handlungsbedarf und die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden anhand

weiterer Beispiele und Erfahrungen der Experten diskutiert. Wo und wie soll die mit der Wohnraumzunahme verbundene Siedlungsentwicklung stattfinden? Welche Anforderungen stellen sich an die bauliche Entwicklung unserer Gemeinden, damit die Lebensqualität trotz zunehmender Grösse und Dichte hoch bleibt? Begleitet wird die Veranstaltung durch zwei renommierte Fachleute: Katrin Jaggi ist selbstständige Expertin für Planung, Städtebau und Architektur. Reto Pfenninger leitet das Institut Architektur an der Fachhochschule Nordwestschweiz, das an der Wanderausstellung «Dichte begreifen» des Kantons Zürich beteiligt war, die Ende 2014 in Affoltern Halt gemacht hatte. Weitere Infos unter www.G8908.ch.

Jagdhorn in der Kirche Hubertusmesse, 8. November, in Affoltern Bläsermusik aus der Jägermesse in B-Dur von Hermann Neuhaus bereichert den Gottesdienst vom Sonntag, 8. November, 10.30 Uhr, in der kath. Kirche Affoltern. Die Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe Züri-Falke – alles aktive Jäger – blasen in B-Dur das Fürst-Pless- und das eine Oktave tiefer gestimmte Parforcehorn. Beide Hörner sind Naturwaldhörner ohne Ventile und dienten früher den Jägern zur Verständigung

auf der Jagd. Die Züri-Falke beherrschen neben der Jägermesse ein ansehnliches Repertoire von Jagdmelodien und -signalen. Die ursprünglichen Melodien der Hubertusmesse sind über 200 Jahre alt und nach dem liturgischen Aufbau einer katholischen Messe geordnet. Auch in der Schweiz gehört es heute zum jagdlichen Brauchtum, Gottesdienste der Jäger mit einer Hubertusmesse oder einer Hubertusfeier besonders feierlich zu gestalten. (pd.)

Alle aktive Jäger: die Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe Züri-Falke. (Bild zvg.)


Vermischtes

Dienstag, 3. November 2015

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Wenn ein junger Zivi sich unter die Bären mischt … … kommt er auf die Welt. Und überlebt er, hat er einiges zu berichten – Erlebnisse im Albisbrunn Das Aktivitätenlager der Gruppe «Bärenwald» fand diesen Herbst erstmals in und um Hausen statt. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde durften sich die sieben Bären in der Landschaftspflege vielseitig austoben. Mit beeindruckendem Flair nahmen sich Patrick Wyss (Gemeinde Hausen) und Robi Püntener (Förster) der Jungs an. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle! Mit mitreissendem Geschick motivierten und führten sie die Bären zum Erfolg: Die getane Arbeit nach vier schweisstreibenden Tagen darf sich sehen lassen…

Tag 1: Juchbach und Schiessstand Die erste Aufgabe bestand darin, den Juchbach auf einer Länge von rund 1 km von Sperrholz und sonstigen Fremdkörpern zu säubern. Gleich zu Beginn musste eine morsche Baumhütte, die seit Jahren über dem Bach gehangen hatte, abgebrochen werden. Wer hätte gedacht, dass man mal etwas kaputt machen darf und der Gemeinde damit zugleich einen Dienst erweist? Man staunt, wie viel Müll (Reifenpneus, Waffen, Plastiktüten, Dolendeckel, altes Werkzeug etc.) in solchen Bachtobeln gedankenlos «entsorgt» wird. Rund eine Tonne Sperrmüll kam letztendlich auf die Waage. Doch anteilmässig war dies nichts im Vergleich zur Totholzmenge, die es die Böschung hochzuschleppen galt. So

nicht als Bären, sondern als flying pinguins. Die Idee von Coach Patrick, die Wiese bäuchlings und in einem Affenzahn runterzuheizen, war der krönende Abschluss des verregneten Dienstagnachmittags.

Gruppe «Bärenwald»: Aktivlager in der Landschaftspflege. (Bild zvg.) war denn die Suppe über dem Feuer und die mittägliche Siesta in der Sonne mehr als verdient. Als der Juchbach sauber war, ging es weiter zu den Zielscheiben des Schützenstandes. «Schiessscharten zu! Wir sind keine Lebendziele.» Und los ging es mit Rodung und Entbuschung rund um die Scheiben. «Timber!» Erstmals kamen auch Fadenmäher und gefährliche Dreizack-Motorsensen zum Einsatz. «Jungs, das ist ein Gewehr … mit dem Unterschied, dass man hiermit nicht nachladen muss!», warnt Patrick Wyss. Faszination pur! Die Bären gehen ab! Nach einer knappen Stunde ist Feierabend. Schweissgebadet und zufrieden: «So sauber war es noch nie um die Zielscheiben!»

Tag 2: Lieneren- und Heischbach Der zweite Tag begann am Lienerenbach. Das Hangwasser wird hier entlang einer steilen Weide in aufgereihten Betonschalen talwärts geführt, um

Das Kino ist da! 40 Jahre Filmklub Muri – Teil 1: Anfänge September 1975 – wer im ländlichen Freiamt jenseits von Spaghetti-Western und seichter Unterhaltung anspruchsvolle Kinofilme erleben will, löst ein Kino-Billet in Zürich oder Luzern. Aus einer verrückten Idee fünf junger filmbegeisterter Murianer entstand etwas, was nun seine 40. Saison erlebt: der Filmklub Muri (FKM). In verschiedenen Räumlichkeiten wurden seither dem interessierten Publikum über tausend nationale und internationale Kinoproduktionen gezeigt und rund 120 000 Eintritte verzeichnet. Seit 1989 hat der FKM mit dem Kino Mansarde im Ostflügel des Klostergebäudes seine Heimat gefunden.

Die frühen Jahre In einem Zeitungsbericht über die GV des «Jugendforums Muri» (JUFO) wird erstmals die Idee eines Filmklubs erwähnt. Die Zielstellung klingt anspruchsvoll: «Gute Filme nach Muri bringen, typische Jugendprobleme via Film darstellen und so das Verständnis zwischen Jung und Alt fördern.» Fünf junge Murianer gründen den «unabhängigen Filmklub Muri» und finden im Herbst 1976 – ganz pragmatisch – ihre erste Heimstätte im Kino Pax. Eines der auch noch heute aktiven FKM-Mitglieder aus den Anfangsjahren ist Hardy Ketterer. Viscontis «Tod in Venedig» war der Auslöser seines Engagements im Klub. Anlässlich der Vorführung dieses Filmes mit einem der damals üblichen 16-mm-Projektoren war Ketterer mit der Einstellung und Bildschärfe des Gerätes nicht zufrieden. Und prompt hatte er den «Job» des Operateurs inne. Nach Schliessung des Kinos Pax im Frühling 1977 findet der FKM seine neue Heimat im Hotel Ochsen. Im Stile eines «Landkinos» wird durch die Klubmitglieder viel improvisiert und mit Herzblut möglich gemacht.

Ein Schiffsmast im Kino Kinovorstellung im Hotel Ochsen heisst: Einräumen des Saals am Vorabend, Aufbau der Projektionstechnik,

Installation der Leinwand. Die Bestuhlung kommt aus der Beiz und am Ende der Vorführung ist Abbau des gesamten Equipments und «besenreine» Übergabe des Saals angesagt. Ein Beispiel für den Erfindungsreichtum der Crew ist der Rollmechanismus der Kinoleinwand. Um das Spannen der Leinwand zu erleichtern, wird der ausgediente Schiffsmast eines Bootes vom Hallwiler See zweckentfremdet. Bald erwirbt der FKM den ersten eigenen 16-mm-Projektor, welcher Anfang der 80er-Jahre von einem 35-mm-Gerät nebst einer Dolby-Stereo-Anlage abgelöst wird. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass zunehmend weniger gute Filme in 16 mm verfügbar wurden. Die obligatorische Filmpause wird zum Film-Rollenwechsel benötigt. In «Heimarbeit» wurden zuvor die sieben bis acht Rollen vom Filmverleih zu zwei zusammengeklebt, anschliessend mussten diese Klebestellen wieder entfernt und die Rollen zurückgesendet werden. Eine selbstgebaute Projektorkabine minimierte die Störgeräusche während der Vorführung. Von Mitte Oktober bis März wurden so zehn bis zwölf Filme vorgeführt. Zum Eintrittspreis von sechs Franken. Ab den 80er-Jahren findet im Sommer dazu ein Open-Air-Kino statt. So pilgern 1983 zu «Hair» 1000 Zuschauer zur Vorführstätte auf den Pausenplatz des eben frisch gebauten Oberstufenschulzentrums Bachmatten.

Die erste Dekade Zum ersten Jubiläum nach zehn Jahren veranstaltet der FKM im August 1985 ein dreitägiges Open-Air-Filmfest. Gezeigt werden «Höhenfeuer», «Amarcord» und «Back to the Future». Das von der Schule ausgesprochene Schülerverbot schafft es bis in die nationalen Medien. Radio und Fernsehen DRS berichten darüber. Letztlich wird es aufgehoben – aber erst nach dem Open Air. Der nächste Teil der Serie zur FKM-Geschichte gibt Einblicke in die Professionalisierung des Kinobetriebes und zeigt Highlights der 80er und frühen 90er.

der Humuserosion vorzubeugen. Die Aufgabe bestand darin, jede einzelne Betonschale von Schlamm und Erde freizuschaufeln. Den schlammbespritzten Bären sah man an, wie fleissig sie bei der Sache waren. Doch am Nachmittag wurden sie beim Entbuschen am Heischerbach von einem Platzregen überrascht. Dieser war so hartnäckig, dass sich die Jungs nach und nach in den Kleinbus verkrochen. Alle? Weit gefehlt! Als Chef Patrick die Aktion abbrechen wollte, hielt Yul verbissen die Stellung: Als letzter stand er mit durchnässten Socken im gefährlich angeschwollenen Bach. Er trotzte nicht nur Wind und Wetter, sondern auch seinem Chef: «Nei Mann, das müemer jetzt fertig mache!» Der «dureputzende» Platzregen war d i e Gelegenheit, nochmal zur Betonrinne zurückzukehren und die Arbeit vom Morgen zu begutachten. Als dann der Ruf «Ausnahmsweise früher Feierabend!» erscholl, flogen die Bären jauchzend den Steilhang runter. Aber

Tag 3 und 4: Ried (Hinteralbis) und Holzschlag (Türlen) An den letzten beiden Tagen nahm Förster Robi die Jungs unter seine Fittiche. Ein Waldried (Moorwiese) bei Hinteralbis ist in den vergangenen zehn Jahren ziemlich weit zugewachsen. Einzelne kleinere Bäume zeigten die einsetzende Verwaldung an. Die neue Aufgabe bestand darin, die gesamte Fläche zunächst von Totholz zu befreien, sodann zu roden, entbuschen und mähen. Der Försterchef legte sich mit seiner Kettensäge derart ins Zeug, dass er bald am ganzen Körper dampfte und die beeindruckten Bärenjungs («du rüüchsch ja wiene Locki!») ganz einfach mitriss. Wieder kamen verschiedene Motorsensen zum Einsatz und mehrere Jungs avancierten zu stolzen Mähspezialisten. Am Nachmittag stand die Besichtigung eines grösseren Holzschlags am Ufer des Türlersees auf dem Programm. Dank der Führung von Robi durften die Jungs ganz nahe ran ans Geschehen. Die riesigen, programmierbaren Robotermaschinen erinnerten an die Kinoserie Transformers und

flössten selbst den hartgesottenen Bären sichtlich Respekt ein. Wie riesige Buchen in Sekundenschnelle gepackt, und unter Getöse zerlegt und zu Schnitzeln verarbeitet werden, das hat wohl noch keiner so hautnah erlebt. Nach dieser Motivationsspritze ging es wieder zurück zum Ried. In Sachen Motivationsspritzen scheint sich Robi auszukennen, denn am nächsten Tag hiess es: «Heute machen wir das Ried fertig. Sobald wir fertig sind, habt ihr frei, egal wann das sein wird!» Nach dieser Einleitung machten die Jungs ihrem Namen alle Ehre. Ausnahmslos verwandelten sie sich in solche Arbeitstiere (Bären eben), dass das Ried schon kurz vor Mittag picobello sauber war. Unter zufriedenem Teamapplaus wurde die Arbeit beschlossen. Zurück blieben Freude und Stolz über die getane Meisterleistung, für welche die Gemeinde ohne die Albisbrunner eine ganze Woche statt anderthalb Tage hätte einplanen müssen. Um 16 Uhr besammelte man sich nochmals im Wald. Zum gemeinsamen Abschluss und als Dankeschön stiftete die Gemeinde ein Zvieri. Patrick und Robi teilten sich die zusammenfassende Rede, in der Lob und Freude über die erfolgreiche Zusammenarbeit gebührend zum Ausdruck kamen. Daniel Zimmermann, Zivildienstleistender Albisbrunn

Barcelona von nah: lebendig – quirlig – dynamisch Wettswiler 49-er auf Jubiläumsreise in der katalanischen Metropole Einmal mehr liess sich der Wettswiler 49er-Jahrgang zu seinem Schnapszahl-Geburtstag eine Reise der Superlative einfallen. Vier Tage stolze Vergangenheit, grosse Architektur, moderne Stadtgestaltung, viel Kultur und Geselligkeit standen in Barcelona auf dem Programm. 27 Teilnehmer gehörten Mitte Oktober zum Tross, der sich aus 49-ern, deren Partnern oder Partnerinnen und weiteren Freunden zusammensetzte. einwand- und zu 99 % pannenfrei verlief die Gesamtorganisation in Wettswil und vor Ort durch das Barcelonavertraute 49-er-Ehepaar Bertschi. Nach gemeinsamem Flug (in aller Herrgottsfrühe!) und dem Transport ins Hotel ging es direkt ins vielseitige Programm. Zuerst – weil hotelnah – stand ein Besuch der Schweizerschule Barcelona an. Schlag auf Schlag folgten danach die Abstecher zur imposanten Plaça d’Espanya und hinauf zum Gelände der Olympischen Spiele 1992. Im Gegensatz zu den olympischen «Ruinen» anderer Olympiaorte sind diese Anlagen auch heute noch sehr gut ausgelastet. Faszinierend und sportlich auch der folgende Abstecher auf den «Aussichtsberg» Montjuic mit dem Castell, von dem aus in Sonnenuntergangsstimmung weite Teile Barcelonas und seines grossen Hafens überblickt werden konnten. Das folgende Nachtessen fand hoch über der Stadt in einem Restaurant in der alten Stierkampfarena statt, die zu einem Konsum- und Eventtempel umgebaut ist, sind doch Stierkämpfe seit einigen Jahren in Katalonien verboten.

Das «Viejo Barcelona» Der nächste Tag stand im Zeichen des alten Stadtkerns, des «Viejo Barcelona». Von Touristen überflutet zeigte sich die Rambla, die Pracht-Fussgänger-Strasse. Befand man sich jedoch in

den Seitenstrassen, so fand man in den ruhigen Zonen des Barri Gotic attraktive Höfe mit lauschigen Bäumen, enge Gassen mit gepflegten Häusern, den eindrücklichen und farbigen Mercado oder die grosszügig und vielfältig angeleg- Die Wettswiler 49-er in Barcelona. (Bild zvg.) ten, zentrumsnahen und schattigen Parkanlagen. Der ges bildete ein Besuch des Mercat del Weg führte auch zu dem wegen seiner Born, ein ehemaliger Marktplatz aus Architektur zum Weltkulturerbe zäh- dem frühen 18. Jh., dessen Halle heute lenden Palau de la Musica, zur immen- aber hochinteressante Ausgrabungen sen Kathedrale sowie zu Kirchen, Plät- aus der Urzeit der Stadt ausstellt. zen und Orten, die für die Geschichte Kataloniens und Spaniens von Bedeutung waren. Zu einem weiteren Höhe- Stätten des Weltkulturerbes punkt gestaltete sich das Mittagessen Den Abschluss bildeten am Rückreisein einem Lokal, dass Jahrhunderte alt tag Besuche bei zwei Stätten, die zum ist, immer von der gleichen Familie Weltkulturerbe gehören: einerseits geleitet wurde und wird und von dem beim Hospital de la Santa Creu / Santa nur «Eingeweihte» den Eingang ken- Pau, andererseits – auch das konnte nen. nicht fehlen – bei der Sagrada Familia, leider bei und nicht «in»! Das Hospital gab einen architektonisch und fachDas moderne Barcelona lich einmaligen Einblick ins GesundGanz im Zeichen des neuen Barcelona heitswesen vergangener Zeitepochen. stand der dritte Tag. Die Stadt präsen- Da wurden in den grossen Sälen bis zu tiert sich modern, vielfältig und vital. 40 Patienten oder Patientinnen und Grosse Projekte werden grosszügig mehr mit heute vorsintflutlich anmuund zukunftsgerichtet realisiert (gele- tenden, damals aber durchaus modergentlich aber auch ohne Rücksicht auf nen Methoden und Mitteln gepflegt. Verluste!). Nein, es war nicht in Paris, Und schliesslich das Gaudí-Erbe par als man beim barcelonesischen Arc de excellence: die Sagrada Familia, eingeTriomf stand und dahinter die grosse bettet in Kräne und Baugerüste, das Anlage des Parc de la Ciutadela ab- unendliche Bauwerk, das nach neusschritt. Mit dem öV ging es dann zum ten Berichten 2025 und einem jährliMeer mit seinen imposanten Bauten, chen Aufwand von € 40 Mio. beendet Museen und Gebäuden, bei denen teil- werden soll. Obwohl der Reisegruppe weise weltberühmte Architekten Pate ein Blick ins Innere aus logistischen standen. Man staunte über das Port Fo- Gründen verwehrt war, ist auch das rum, den Port Olympic (der ehemalige Äussere der Kirche eindrücklich geolympische Hafen) mit seinen schnitti- nug, wuchtig und in den Einzelheiten gen (und teuren!) Jachten und schliess- dennoch verspielt. So ging eine denklich über das Olympische Dorf, dessen würdige, in allen Belangen gelungene, Wohnungen heute allesamt privat ge- gut strukturierte Reise zu Ende. nutzt werden. Den Abschluss des Ta- Ernesto Meier


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Sport

Dienstag, 3. November 2015

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«Man muss ihnen Zeit geben» Schweizer Skiakrobaten wollen an die Weltspitze heran In einem eher unspektakulären Saisonprogramm sticht am ehesten noch der Weltcup in Sierra Nevada (Spanien) heraus. Dort finden im Winter 2016/17 die Weltmeisterschaften statt. ................................................... von thomas stöckli Mit Christopher Lambert hat zwar der letzte der goldenen Mettmenstetter Skiakrobaten-Generation Lambert/ Isoz/Hächler den Rücktritt erklärt. Weil das Jumpin seit je Heimbasis der Schweizer Skiakrobaten ist, darf man sich im Säuliamt auch über die Fortschritte der anderen Athleten freuen. Tanja Schärer etwa: Die Urdorferin und klare Nummer eins der Schweizer Frauen hat sich nach überstandener Schulteroperation auf der Wasserschanze bereits an die ganz grossen Schwierigkeiten herangetastet. Nun gilt es, das Gelernte auch auf Schnee umsetzen zu können. «Wenn das gelingt, könnte es schon diese Saison gute Resultate geben», meint AerialsCheftrainer Michel Roth optimistisch. «Technisch ist sie eine der Besten weltweit.»

In der WM-Saison Dreifachsaltos mit fünf Schrauben? Noch etwas Zeit brauchen auch Mischa Gasser und Dimitri Isler. «Sie haben auf der Wasserschanze massiv Fortschritte gemacht», sagt Roth. Die

Sportler-RS bot ideale Voraussetzungen. So haben beide nun drei verschiedene Dreifachsaltos mit vier Schrauben im Repertoire. «In der WM-Saison, denke ich, werden sie dreifach mit fünf Schrauben springen», so Roth. Die Weltcupsaison beginnt am 19. und 20. Dezember in Bejing, China. Anfang 2016 geht es in die USA, wo vom 14. bis 16. Januar in Lake Placid und vom 4. bis 6. Februar in Deer Valley weitere Wettkämpfe auf höchster Ebene anstehen. Über Moskau (13. Februar) und Minsk (20. Februar) zieht der Weltcup-Tross dann nach Spanien. In Sierra Nevada steht am 27. Februar der WM-Testevent auf dem Terminplan. Wer national die Nase vorn hat, das entscheidet sich an den Schweizer Meisterschaften vom 12. und 13. März in Airolo.

Eigener Ski nochmals etwas leichter Grosse Hoffnung setzt das Schweizer Team nach wie vor auf den eigenen Ski. Auf diese Saison hin wurde der noch leichter. Gerade mal 800 Gramm wiegt die neuste Version. «Bei fünf Schrauben machen einige hundert Gramm weniger plötzlich sehr viel aus», so Michel Roth. Das Potenzial für gute Leistungen ist also vorhanden – wenn alles gut läuft. «Wir sind eine kleine Truppe», ist sich auch Michel Roth bewusst, «wenn Tanja ausfällt, dann ist niemand mehr da.» Noch nicht, denn mittelfristig rücken durchaus auch Junge nach ...

Aerials-Cheftrainer Michel Roth (rechts) glaubt an das Potenzial seiner Athleten: Tanja Schärer, Dimitri Isler und Mischa Gasser (von links) haben ihre Möglichkeiten auf der Jumpin-Wasserschanze bereits angedeutet. (Bild Thomas Stöckli)

Pistolenschützen der Kapo Zürich holten überraschend Gold

SilatPlus räumt ab am Austrian Open

Schweizer Sektionsmeisterschaft 2015 Thun

Erfolgreiche Pencak-Silat-Kämpfer

Am Start waren anfänglich 30 Vereine aus der ganzen Schweiz. Am Sonntag, 25. Oktober, fand in Thun BE der Final der besten sechs Vereine im Feld B statt. Die Schweizer Sektionsmeisterschaft hat einen hohen Stellenwert im Schweizer Schiesswesen. Dies lässt

nicht wenige Vereine einen grossen Aufwand betreiben, um die Qualifikation für den Final zu erreichen. Im Frühling starteten im Feld B über die Distanz 25 Meter 30 Vereine in die 1. Hauptrunde zur prestigeträchtigen Sektionsmeisterschaft. Für die 2. Hauptrunde qualifizierten sich die 16 besten Vereine. Am Schluss bleiben 6 Vereine übrig, welche zur

Die Siegermannschaft der Kapo Zürich. Hintere Reihe von links: René Hunziker, Luigi Casagrande, vorne: Thomas Huber, Samuel Maag, Paul Stutz. (Bild zvg.)

Ausmarchung des Schweizer Sektionsmeisters antreten durften.

Goldener Herbsttag brachte den Kapo-Schützen den Sieg Es war ein herrlicher Herbsttag. Die Farben der Laubbäume strahlten facettenreich in den schönsten BraunGelb- und Rottönen, derweil sich die besten Vereine in der Thuner Guntelsey zur Kürung der Sektionsmeister einfanden. Noch nie hatte sich der Schiessverein der Kantonpolizei Zürich für den Final der SSM qualifiziert. Dieses Jahr schafften die Zürcher Polizisten den Final ganz knapp als 6. Verein. Ohne grosse Erwartungen und als Aussenseiter sind die fünf Schützen am Sonntag früh zu diesem Final in Thun angetreten. Schon nach dem ersten Schützen lag die Kantonspolizei Zürich mit 145 Punkten, punktgleich mit Adliswil, an der Spitze. Bereits nach dem zweiten Schützen übernahmen die Zürcher Polizisten die alleinige Führung. Nach konstanten Leistungen aller nachfolgenden Schützen erreichte die Kapo Zürich mit sieben Punkten Vorsprung überraschend den Schweizer Meistertitel. Zu diesem Topresultat haben folgende Schützen beigetragen: Paul Stutz, 146; Samuel Maag, 145; René Hunziker, 144; Thomas Huber, 143, und Luigi Casagrande 142 Punkte. «Dieser Titel ist mein schönstes Abschiedsgeschenk als Präsident des Schiessvereins der Kantonspolizei Zürich», meinte Paul Stutz, Zwillikon, zum erfolgreichen Abschneiden am Final der Schweizer Sektionsmeisterschaften in Thun. Nach nunmehr 20-jähriger Tätigkeit als Präsident des Kapo-Schiessvereins tritt Ehrenpräsident Paul Stutz auf die Generalversammlung 2016 zurück. (pd.)

Das Austrian Open vom 24. und 25. Oktober wurde vom PSVÖ organisiert und diverse Schulen aus Österreich wie auch aus England, der Schweiz und Deutschland nahmen daran teil. Acht Schüler aus der Perisai Diri Schule SilatPlus in Hausen am Albis durften auch mitmachen und haben beachtliche Resultate erzielt. Noa Apter aus Hausen holte sich bei den Mädchen bis 50 kg die Goldmedaille im Tanding (Zweikampf). Weiteres Gold holten zweimal Paul Meier im Tanding der Knaben bis 40 kg und in der Seni (kunstvolle Form) mit Stock sowie Enrico Lombar-

di mit dem Fächer. Marius Schülin gewann in der Seni mit Doppelschwert Silber. Die Silberauszeichnung von Noah Frei und die Bronzemedaille von Marius Schülin aus Aeugst nebst Sieger Paul Meier belegen die Dominanz im Tanding Knaben bis 50 kg. Die Jugendlichen kämpften in der Erwachsenkategorie, was ihre Leistungen noch wertvoller macht. Bei den Frauen bis 60 kg holte Nina Frei Silber, Simon Föry machte es ihr bei den Männern bis 70 kg gleich. Bei den Männern bis 75 kg erkämpften sich Enrico Lombardi Bronze, Daniel Repérant Platz 5.

Erfolgreich mit Fächer, Doppelschwert und im Tanding (Zweikampf). (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 3. November 2015

Spiel verloren – als Veranstalter gepunktet Nach WBs Cup-Achtelfinal gegen den FC Thun bleiben ausschliesslich positive Erinnerungen zurück «Wir glauben an unsere Chance, etwas ganz Grosses erreichen zu können,» so lautete das Credo von WB-Präsident Markus Fischer vor dem Vereinshöhepunkt. In der Tat fehlte vor Wochenfrist nur wenig zur Sensation. WB überraschte mit forschem Auftritt, forderte Superligist Thun alles ab und verliess den Platz trotz 1:2-Niederlage erhobenen Hauptes. Um die Rahmenbedingungen für das tolle Fussballfest zu schaffen, haben die Verantwortlichen in unzähligen Stunden Grandioses geleistet. Eine stattliche Tribüne wurde errichtet, gesamthaft wohnten 1500 Zuschauer der Partie bei. Vor dem Match stimmten sich die Besucher beim Apéro ein, eine ideale Bühne, um Bekannte zu treffen, sich auszutauschen und zu fachsimpeln. «Ich tippe auf ein Unentschieden, dann Verlängerung – und WB gewinnt das Elfmeterschiessen!», das die kühne Prognose von WB-Gründungspräsident Tury Rombach. So daneben lag er im Nachhinein nicht. Anders natürlich die Berner Gäste, die unisono einen klaren Sieg ihres Teams voraussagten. Selbstredend, dass nach der Partie nicht minder engagiert die Analysen erfolgten. Das Resultat ist bekannt, der Match bereits Geschichte, zurück bleiben die Erinnerungen an ein faires, spannendes Spiel und einen rundum geglückten Anlass. Dem Fussballclub Wettswil-Bonstetten gelang es nach den Cuphighlights 2010 und 2012 auch heuer, eine Grossveranstaltung dank viel Können und grossem Engagement top durchzuführen. (kakö)

Die Teams begrüssen sich vor Spielbeginn, flankiert von WB-Junioren. (Bilder Kaspar Köchli)

Noldi Ackermann (WB-Sportausschuss), Thun-Spieler Sandro Wieser und Ex-Aarau-Trainer Sven Christ (von links).

Jeff Saibene (li.) und Ruben Goedhart (WB II) kennen sich vom FC St. Gallen.

«Sportpanorama»-Produzent Tobias Ellenberger, Moderator Jann Billeter und WB-Webmaster David Reindl (von links).

Gute Stimmung: WB-Trainer Martin Dosch, WB-Mitgründer Tury Rombach, Thun-Sportchef Andres Gerber (von links).

«Chrampf»-Sieg gegen Männedorf Der FC Affoltern gewinnt umkämpftes Spiel an der Goldküste In einem mit gelben Karten gespickten Spiel siegt der FCA gegen Männedorf an der oberen Goldküste mit 1:2. Torschützen waren Bilic und Antenen. Das Fazit des FCA-Trainers Filipovic vorneweg: «Es war kein guter Match. Schlussendlich haben aber drei Punkte herausgeschaut und wir sind weiterhin dran am Leader, dem FC Blue Stars.» Ein treuer Fan der Säuliämtler brachte den Spielverlauf mit einem treffenderen Spruch auf den Punkt: «Das war wieder so ein Match, in dem du um ein Jahr gealtert bist.» Beide haben Recht: Trainer und Fan. Erstaunlich ist, wie die FCA-ler ihre Spielweise dem der Gegner anpassen. Gegen gute Teams, gegen solche, die im oberen Teil der Tabelle spielen, spielen die Ämtler gut; auf einem hohen fussballerischen Niveau. Gegen Mannschaften aus dem Kellerabteil der Liga, die eine eher bescheidene Fussballkultur pflegen, passt sich der FCA an. So war es auch im vergangenen Sonntagsspiel. Die erste Halbzeit war weder spielerisch noch von der Torausbeute her

wenige vorhanden. In der zweiten Halbzeit kamen die Ämtler besser ins Spiel ohne jedoch grosse Fussballkunst zu zelebrieren. Das Tor von C. Antenen entstand aus der einzigen wirklich sehenswerten Aktion. Er wurde von der Grundlinie aus direkt angespielt, nahm das Leder gekonnt an und vollführte die Antenen-Pirouette, mit der er den Torwart Nue Dushaj entwischt gleich zwei Gegnern. (Bild zvg.) düpierte und nur sehenswert. In der 17. Minute war es noch einzuschieben brauchte. Anteder FC Männedorf, der zum Torerfolg nen C. war es auch, der in der 75. Mikam. Den ersten Schuss auf das Ämt- nute im 16-er gefoult wurde. Bilic ler Tor konnte Torhüter Steiner mit nahm Mass und liess dem Männedoreiner Glanzparade noch abwehren, fer Goalie keine Chance. Bemerkenswert beim Spiel war die den Nachschuss jedoch nicht mehr. Folglich musste der FCA einem Rück- Anzahl gelber Karten, die der Schiedsstand hinterherlaufen. Echte Torchan- richter mit der grossen Kelle verteilte. cen waren jedoch auf beiden Seiten Der Gastgeber sah fünf Mal gelb und die Ämtler sogar sechs Mal. Erstaunlich nur, dass es keine Ampelkarte gab. So endete ein eher bescheidenes Spiel mit 1:2 für das Fanionteam des FC Affoltern. Fivat und Ägerter stiegen beide zum Der einzige, der mit dem SpielverVerteidigungskopfball hoch. Die Follauf aus seiner Sicht zufrieden war, ge war eine tiefblutende Kopfwunde war Masseur und Physiotherapeut bei Fivat und ein angeschlagener Bruhin: «Es gab keine Verletzte», so Kiefer bei Libero Ägerter. Ausserdem sein Fazit aus medizinischer Sicht. Das musste der Spielertrainer Käslin vernächste und letzte Spiel der Hinrunde letzt ausgewechselt werden. Unter findet am kommenden Samstag, um dem Strich sieht es wie folgt aus: Die 18 Uhr im heimischen Moss statt. Die Veteranen überwintern auf dem 3. Klosterbuben aus Einsiedeln werden Tabellenplatz; nur drei Punkte hinerwartet. Volkmar Klutsch ter dem Leader Oetwil-Geroldswil. Die Rückrunde startet am 8. April Spieler: Steiner, Bala I, Bala II, Bilic, Luchsinger, 2016 in Schlieren gegen den dortiDushaj, Good, Salis, Rako M., Antenen C., Antenen S. gen FC. (VK)

Clubfarben waren Trumpf: WB-Fans Nicole Gallmann, Andreas Hummel.

Trotz der Spielansetzung auf Mittwochabend strömten gesamt 1500 Zuschauer ins Wettswiler Moos.

Frauen des FC Hausen im Cup-Viertelfinal FC Hausen – Team Furttal 2:0 (2:0) Nachdem die Mädels um Trainer Schneebeli und Schürmann bereits zwei Teams aus der 3. Liga aus dem Cup eliminiert hatten, gastierte am letzten Donnerstag der Zweitligist vom Team Furttal auf dem Jonentäli. Der Auftrag war klar formuliert: Von Anfang an Druck machen und ein frühes Tor erzielen. Die Umsetzung gelang auf die Schnelle. Bereits in der 9. Minute brachte Selina einen Eckball traumhaft in den Strafraum, wo Aniek den Ball völlig unbedrängt per Kopf ins Tor brachte. In der Folge sahen die zahlreichen Zuschauer flüssige Kombinationen des Heimteams. Das Gästeteam kam kaum zu nennenswerten Chancen, da alle Bemühungen durch die solide Abwehr entschärft wurden. Es kam noch besser, denn in der 44. Minute war es Daniela, die nach vor-

angegangenem Pfostenschuss den Ball über die Linie schob. Nach der Pause folgte eine System-Umstellung auf 4-4-2. Die Gegnerinnen versuchten nun raschmöglichst den Anschlusstreffer zu erzielen, kamen auch zu einigen Chancen, die aber alle vergeben, oder durch Sina zunichtegemacht wurden. Auch das Heimteam kam immer wieder dank schönen Kombinationen zu weiteren Chancen, doch Tore fielen nicht mehr. So gewannen die Hausemerinnen 2:0 und empfangen am 12. April 2016 auf dem Jonentäli zum Cup-Viertelfinal das Zweitliga-Team aus Richterswil/Wädenswil. ( flo/ts) Aufstellung: Sina Baumann, Annika Bill, Philine Lebküchner, Alina Gäumann, Aniek ten Siethoff, Florence Jucker, Livia Fontana, Daniela Guidon, Melina Steinemann, Selina Plüss, Seraina Sommer. Weiter für Hausen im Einsatz: Vanessa Sticher, Debby Bächli, Sibylle Forster, Vanessa Schrutt.

FCA-Veteranen siegen in Urdorf Im letzten Spiel der Hinrunde besiegten die FCA-Veteranen die alten Herren aus Urdorf am vergangenen Freitag mit 1:2. Auf einem sehr tiefen Boden und bei winterlichen Temperaturen konnten sich die Säuliämtler in einem kampfbetonten Spiel durchsetzen. Matchwinner war mit zwei Abstaubertoren Patrick «Padi» Wälter, der Trainer der FCA-Senioren, der als «Leihgabe» die Veteranen unterstützte. Das Spiel forderte aber auch seinen Tribut:

Ersatz: Ägerter, Bumbach, Kaufmann.

Geschafft: Die Frauen des FC Hausen stehen im Cup-Viertelfinal. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 3. November 2015

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Mit müden Beinen gepunktet Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Kosova 1:1 (0:0) Es galt, den grossen Cupfight vor wenigen Tagen gegen den FC Thun abzuhaken und den Fokus wieder auf die Meisterschaft zu richten. In dieser war WBs Höhenflug zuletzt von den Grasshoppers II gestoppt worden, nun wollten die Ämtler wieder Fahrt aufnehmen. ................................................... von kaspar köchli Bei prächtigem Herbstwetter und grosser Zuschauerkulisse gastierte der FC Kosova auf dem Wettswiler Moos. Kaum angepfiffen, landete ein Schuss Bozics im Aussennetz, allerdings sollte dies für lange Zeit die einzige Chance bleiben. Der Match gestaltete sich ausgeglichen. Den Kosovaren gelang es immer wieder, mit genauem Passspiel und gepflegtem Aufbau, in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Endstation bedeutete aber regelmässig das geordnet stehende WB-Abwehrgefüge, Torchancen blieben generell vorerst Mangelware. Einzig Machado auf der einen, und Hotnjani auf der anderen Seite prüften die Aufmerksamkeit der Schlussmänner ernsthaft. Kurz vor der Pause herrschte plötzlich Aufruhr vor dem Kosova-Gehäuse, als Gjergjis scharfe Hereingabe, wohl als Schuss geplant, an einigen torhungrigen WBBeinen vorbei durch den Fünfmeterraum zischte.

Beide Teams erhöhen Tempo Kosova stürmte aus der Kabine und erlangte in Minutenfrist zwei hochkarätige Gelegenheiten. Nur mit Glück nicht in Rückstand geraten, reagierte WB seinerseits mit gefälligen Offensivaktionen. Eine davon schloss Bozic, assistiert von Machado, überlegt zum Führungstreffer ab (51. Minute). Das Spiel war jetzt lanciert und wurde

Kosova befreit den Ball vor dem kopfballbereiten rotschwarzen Yannick Waser (Nr. 14). (Bild Kaspar Köchli) richtig gut. Kosova erlebte eine Schrecksekunde, als sein Torsteher Proietti WBs Gjergji anschoss, von dessen Körper der Ball am Pfosten vorbeikullerte. Ein Freistoss der Gäste prallte von der kompakten WB-Vierermauer ab, der Nachschuss überflog den Ballfänger, später spielte Dakouri in vielversprechender Ausgangslage ausgerechnet den Offside stehenden Mitspieler an.

Beide Teams suchen die Entscheidung Und plötzlich stand es dann doch 1:1 – eine minime Unachtsamkeit in der Verteidigung nützte Kosovas Berisha

eiskalt zum Ausgleich (65. Minute). Nun wogte das Geschehen hin und her, beide Teams suchten die Entscheidung, sie gingen dadurch höhere Risiken ein. Ein Foulspiel Machados taxierte der Schiedsrichter sehr streng mit der Roten Karte, der Gefoulte trug mit seinem Tarzan-Schrei wohl das seine dazu bei. Kaum war der Schock vorbei, stürmte WB selbst zu zehnt nach vorn. Die Stimmung wurde hitziger, die Zweikämpfe gewannen an Intensität, jeder Partieausgang war jetzt möglich. Gjergjis Top-Chance aus halbrechter Position vereitelte der hellwache Proietti, dann verwehrten die Unparteiischen wohl zu Recht Machado das 2:1 wegen Offside.

Bachmann hält das Unentschieden in extremis fest Die Reihe war jetzt wieder an den Gästen, sie vergaben in den letzten Minuten zweimal die Entscheidung: ein Ball flog um Handbreite am leeren Tor vorbei und in der Nachspielzeit erhechtete sich Bachmann in extremis das Leder. Schiedsrichter Gianforte pfiff daraufhin ab, die Begegnung endete leistungsgerecht unentschieden. Kosova führte eine feine Spielklinge, besass wohl mehr Ballbesitz, die Torchancen präsentierten sich aber ausgeglichen. Bei WB war eine leichte Müdigkeit nicht von der Hand zu weisen. «Die Beine waren nach dem Cup-

spiel auf dem tiefen Terrain doch viel schwerer, als wir glaubten», so Trainer-Assistent Nanzi Caduff und er schloss: «Der heutige Gegner war gut, wir müssen mit dem einen Punkt zufrieden sein.» Der FCWB liegt mit 15 Punkten aus zwölf Spielen auf dem achten Zwischenrang. Das nächste Spiel findet am nächsten Sonntag auswärts in Thalwil statt. Sportanlage Moos, 315 Zuschauer, Schiedsrichter Gianforte. FCWB: Bachmann; Buchmann (77. Sampaio Rocha), Waser, Badalli, Goljica, Studer; Schneebeli, Gjergji, Bozic, Peter (72. Gouiffe à Goufan); Machado. Tore: 51. Bozic 1:0, 65. Berisha 1:1.

Anna Stüdeli siegt in der Jahreswertung

Punktgewinn knapp verpasst

Schlusslauf regionale Jugend-OL-Meisterschaft

Affoltern-Hedingen hatte auswärts bis kurz vor Schluss einen Punktgewinn in Griffweite. Am Schluss fehlte aber die Kraft.

In aussichtsreicher Position startete Anna Stüdeli zum Finallauf dieser OLSaison. Dank guten Leistungen und ihrer Teilnahme an vielen Wertungsläufen belegte die junge Mettmenstetterin vor dem Schlusslauf den dritten Rang. Das Rennen im Wangenerwald bei Brüttisellen forderte von den Athleten noch einmal alles ab. So verzeichnete auch Stüdeli zu Beginn eine kleinere Unsicherheit. Die Nervosität legte sich dann aber rasch und sie konnte ihre technischen Fähigkeiten ausschöpfen. Ein wahrer Sturmlauf bescherte der jüngsten in den Säuliämtler Reihen schliesslich den Sieg in der Jahreswertung. Knapp am Podest vorbei rannte Helena Laasch aus Wettswil. Sie zeigte wiederholt sehr gute Leistungen. Mit ihrem fünften Platz erreichte Sie den vierten Rang in der Gesamtwertung. Sie zeigt sich zuversichtlich für die kommende Saison. «Mit einem soliden Training im Winter liegt fürs nächste Jahr eine weitere Steigerung drin. Ich bin motiviert und freue mich, auch auf nationaler Ebene mithalten zu können.» Das Potenzial dazu hat sie in dieser Saison mehrfach aufgezeigt. Die Junioren der OLG Säuliamt reisen jeweils gemeinsam zu den OLWettkämpfen. Die muntere Truppe freut sich mit, wenn es einzelnen besonders gut gelaufen ist. Sie motivieren sich aber immer auch gegenseitig, wenn jemand eine Aufmunterung

brauchen kann. So wird der Einzelsport OL automatisch zum Gruppenerlebnis. Beim gemeinsamen JahresSchlussessen werden dann auch die lustigsten Episoden des OL-Jahres nochmals aufgetischt und gemeinsam darüber geschmunzelt. Während der kommenden Wintermonate trainieren die OL-Läufer wöchentlich in der Halle. Kondition und Koordination werden gleichermassen trainiert, wie der Spass in der Gruppe sich weiterentwickelt. Ein toller Zusammenhalt, welcher auch im Frühlingslager jeweils stark zum Ausdruck kommt. Das nächste Mal Ende April 2016 in der Region Solothurn. (AST)

Säuliämtler in der Gesamtrangliste: Kategorie D10: 3. Anna Stüdeli, 251 Punkte; 15. Lisa Bozzolo, 45. Kategorie H10: 10. Jan Leisinger, 191; 16. Luca Bozzolo, 75; 17. Sven Kehrle, 63; 21. Aaron Stüdeli, 54. Kategorie D12: 27. Sophia Jegher, 28. Kategorie H12: 30. Dani Bienz, 82; 31. Jonas Leisinger, 74; 34. Adrian Cernin, 63. Kategorie D14: 21. Annik Leutert, 84; 29. Julia Jegher, 30; 32. Belinda Piffri, 0. Kategorie H14: 14. Simon Leisinger, 162; 21. Joel Annen, 116. Kategorie D16: 12. Sofia Strahl, 166. Kategorie H16: 15. Severin Laasch, 90. Kategorie D18: 4. Helena Laasch, 204. Kategorie H18: 6. Fabian Pöschel, 175; 15. Andreas Eisenring, 156.

Eishockey 4. Liga: Sursee II – EHC Affoltern-Hedingen 5:4

Es ist wie schon so oft in der Vergangenheit: Affoltern-Hedingen kann für die Auswärtspartie gegen Sursee nur gerade neun Spieler aufbieten. Und dieses Manko sollte letztlich ausschlaggebend sein. Die Säuliämtler hielten über die ganze Spielzeit gegen die Luzerner mit. Sie liessen sich auch durch den 1:3-Rückstand nach der Spielhälfte nicht entmutigen. Vielmehr war dieser Treffer der Start zu einer temporären Wende. Der Grund: Die Affoltemer waren für die nächsten drei Treffer besorgt und führten nach 46. Minute plötzlich mit 4:3. Leider konnte das Team von Coach-Präsident Werner Reiterhauser die Führung nicht lange verteidigen. Bereits eine Minute später glichen die Luzerner die Partie wieder aus. Mehr noch: In der 55. Minute gelang dem Gastgeber das 5:4. Die Besucher hatten dann, so sehr sie sich auch bemühten, nicht mehr die Kraft, das Steuer noch einmal herumzureissen. Sursee II war so in einer ausgeglichenen Partie der glückliche Sieger. Jedenfalls brach AffolternCoach Werner Reiterhauser den Stab über seiner Mannschaft nicht. Attestierte ihr gekämpft zu haben. Es freute ihn auch, dass am Schluss nur ein Affoltemer auf der Strafbank gesessen sei. So wenige Strafen haben die Affoltemer schon lange nicht mehr kas-

siert. Doch dieser Umstand bringt noch keine Punkte. Am nächsten Sonntag (14.45 Uhr, Trainingshalle Zug) spielen die Affoltemer zu Hause gegen die Limmattal Wings. Affoltern-Coach Werner Reiterhauser hofft, dass zu diesem Spiel wieder mehr Spieler aufs Matchblatt geschrieben werden können. Dann könnte vielleicht auch der erste Sieg anzeige

in der regulären Spielzeit Tatsache werden. Thomas Winter Sursee II – EHC Affoltern-Hedingen 5:4 (2:1, 1:2, 2:1). Tore: 13. Veronesi (Bischofberger) 0:1. 17. Bachmann 1:1. 20. Hänggi (Schmid) 2:1. 26. Hänggi 3:1. 35. Walter (Bischofberger) 3:2. 37. Bischofberger (Roth, Ausschluss Hänggi) 3:3. 46. Heller (Bischofberger) 3:4. 47. Schmid (Ineichen) 4:4. 55. Vonella (Grüter) 5.4.


Veranstaltungen Generalversammlung Skiclub Hausen a.A. Samstag, 7. November, um 20.00 Uhr im GEMEINDESAAL Hausen G채ste und Interessenten f체r eine Neumitgliedschaft (ab Jahrgang 1999) sind herzlich willkommen. Anmeldung direkt an der Generalversammlung. Gratis-Nachtessen und Souvenirstand nach der Versammlung. Homepage: www.skiclub-hausen.ch

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087 2015  

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