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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 81 I 169. Jahrgang I Dienstag, 13. Oktober 2015

Textile Kunstwerke

Vorausblickend planen Schmackhaftes Essen

Die Ämtler Quilter zeigen ihre Kreationen an der Ausstellung «Linien» in Bonstetten. > Seite 3

Autobahnzubringer Ottenbach/ Obfelden: Baubeginn wohl nicht vor 2018. > Seite 3

Arbeitslosigkeit: Im Säuliamt stabil auf tiefem Niveau

Kunst und Geschichte in Verbindung

Gegenüber dem Vormonat hat sich die Zahl der Arbeitslosen im September im Bezirk Affoltern praktisch nicht verändert. Die Quote verharrt bei 2,5 Prozent. Auf kantonaler Ebene ist die Arbeitslosenquote binnen Monatsfrist von 3,4 auf 3,5 Prozent gestiegen. «Die konjunkturbedingte Zunahme der Arbeitslosigkeit dauert nun schon mehrere Monate an und betrifft alle Branchen. In der Industrie nahm die Arbeitslosigkeit wegen der direkteren Betroffenheit der Frankenaufwertung am stärksten zu», schreibt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) im jüngsten Bulletin. Gut zwei Drittel des Anstiegs sind auf Saisoneffekte im Bau und in einzelnen Industrie- und Dienstleistungsbranchen zurückzuführen. Im Bezirk Affoltern hält sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Grenzen: Gegenüber dem Vormonat waren in der Region 712 Personen ohne Arbeit – drei mehr. Die Quote verharrt bei 2,5 Prozent. Tiefer ist sie nur in den Bezirken Andelfingen (1,9 Prozent) und Meilen (2,4 Prozent). Demgegenüber liegt die Quote im Bezirk Dietikon bei 4,9 Prozent. (-ter.)

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Die Viehschau Mettmenstetten hatte mehr zu bieten als Prämierungen von Kühen. > Seite 6

Einfühlsam Bauen Unter Schutz gestellte Häuser in Bonstetten mit Neubauten zu einer Einheit verbunden. > Seite 7

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Pneu-Satz gewonnen Auto-Show auf dem Kronenplatz in Affoltern: Der Gewinner des Wettbewerbs ist gekürt. > Seite 9

Ausstellung im Schloss Knonau eröffnet Horizonte Bis Ende Oktober ist eine Ausstellung der Malerin Helga Rost-Haufe und des Skulpteurs Peter Bernhardsgrütter im Schloss Knonau zu Gast. Die Werke erlauben vielerlei unterschiedliche Sichtweisen. Ebenso hat das Schloss mit seiner wechselvollen Geschichte zahlreiche verschiedene Gesichter. ................................................... von bernhard schneider Die Persönlichkeiten von Helga RostHaufe und Peter Bernhardsgrütter prägen ihr Werk zentral. Sie sind «Suchende», deren Werke den Weg, nicht das Ziel widerspiegeln. In einer anregenden literarischphilosophischen Rede näherte sich der Literaturwissenschaftler Siegmund Kopitzki den gestalterischen Werken anlässlich der Vernissage an. Der Besuch der Ausstellung dient als Anlass

zu einem historischen Rückblick auf die wechselhafte Geschichte des Schlosses, welches – geschützt durch einen Wassergraben – unsere Region zusammen mit dem festungsähnlich gebauten Kloster Kappel gegen die Innerschweiz absichern sollte. Bis 1798 war das Schloss ein Ort, den niemand gerne besuchte, denn hier residierten die Landvögte der Stadt Zürich. Wer vor den Landvogt zitiert wurde, den erwartete nichts Gutes. Als der autoritäre Stadtstaat Zürich 1831 vom liberalen Kanton abgelöst wurde, der die Landgemeinden der Stadt Zürich gleichstellte, erübrigte sich die obrigkeitliche Funktion der Anlage jedoch.

Dank privater Initiative erhalten geblieben Für das Schloss begannen deshalb 1831 unruhige Jahre. Dass es erhalten geblieben ist und bis heute Einblicke in die Geschichte zulässt, ist vor allem langjährigen Besitzern zu verdanken:

Der Psychiater Jakob Kläsi erwarb die Anlage 1926, liess sie unter Schutz stellen und hielt sie bis zu seinem Tod 1980 instand. Seit 1998 befindet sich die Anlage wieder in ruhigen Händen. Schloss, Garten und Nebengebäude werden von ihren Besitzern sichtlich gepflegt und unterhalten: Ein historisches Denkmal bleibt dank privater Initiative erhalten. ......................... > Berichte zur Ausstellung und zur Der Skulpteur und sein Werk: Peter Bernhardsgrütter Schlossgeschichte und sein «Circle of life» anlässlich der Vernissage im auf Seite 5 Garten des Schlosses Knonau. (Bild Bernhard Schneider) anzeigen

Ein naturnahes Hobby für jedes Alter Pilzsammler gehen mit offenen Augen durch die Welt Pilze sammeln ist ein Hobby für alle Altersklassen, und Fortgeschrittene können sich bestens mit Anfängern auf die Suche begeben. Deshalb erfreut sich Pilzsammeln gerade bei Familien wieder grösserer Beliebtheit. ................................................... von salomon schneider

niessbar machen können, andererseits geht es auch darum, seinen Blick und seine Fähigkeiten zu schulen. «Allesbringern sagen wir ganz klar, dass sie ihre Strategie anpassen müssen», stellt der Affoltemer Pilzkontrolleur Balint Berg klar. Für viele Anfänger lohnt es sich, mit einem erfahrenen Sammler mitzugehen, der sein Wissen gerne teilt.

Andererseits bieten sich auch regelmässig durchgeführte Anfängerkurse in Pilzkenntnis oder Mitgliedschaften in Pilzvereinen an. So kann man schnell seinen Blick für ein geeignetes Waldstück und schmackhafte und zugleich schwer verwechselbare Pilze schulen. «Steinund Fliegenpilze brauchen beispielsweise ähnliche Bedingungen. Es kann

also gut sein, dass sich spezielle Aufmerksamkeit auszahlt, wenn man einen Fliegenpilz sieht», verrät Balint Berg. Vor dem Kochen lohnt es sich auf jeden Fall, in der Pilzkontrolle vorbeizuschauen. Denn auch erfahrene Sammler können sich in manchen Fällen täuschen. Zudem gibt es ein sicheres Gefühl, gerade wenn man selbstgesuchte Pilze für Gäste kocht.

Frische oder getrocknete Pilze können heute in jedem Supermarkt, zu moderaten Preisen gekauft werden. Der Reiz des Pilzsuchens liegt jedoch sowieso nicht primär beim Essen, er liegt in der Gesamterfahrung. Pilzsammler beobachten das Wetter bereits ab dem Spätsommer genau. Für eine gute Pilzzeit darf es weder zu feucht noch zu trocken sein – dieses Jahr sind beispielsweise sehr wenige Speisepilze gewachsen, aufgrund der Trockenheit.

Es braucht einen feinfühligen Umgang mit der Natur Ein bis zwei Tage nach dem Regen ist eine gute Zeit, um sich auf die Suche zu machen. Anfänger sollten jedoch nicht einfach in den Wald gehen, alle Pilze abreissen und zur Kontrolle bringen. Einerseits gibt es einige sehr stark giftige und auch übelriechende Pilze, welche die gesamte Ernte unge-

200 42 Die ganze Familie schaut gespannt, was der Pilzkontrolleur von den gemachten Funden hält. (Bild Salomon Schneider)

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Liegenschaften Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern

Vom hohen Baum des Lebens fiel leis’ ein müdes Blatt zur Erde nimm Du es Herr, in Deine guten Hände

Vermietungen

Gemeinden im Bezirk Affoltern Entlang Strassen und öffentlichen Wegen gelten nachstehende Vorschriften der kantonalen Strassenabstandsverordnung: • Mauern und Einfriedigungen dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. • Pflanzen, Äste- und Blattwerk von Bäumen und Sträuchern dürfen bis in eine Höhe von 4,50 m nicht über Strassen- und Weggrenzen hinausragen; bei Rad-, Fuss- und Gehwegen bis in eine Höhe von 2,5 m. • Morsche und dürre Bäume oder Äste sind zu beseitigen, wenn sie auf die Strasse stürzen könnten. • Auf der Innenseite von Kurven sowie bei Strassenverzweigungen und Ausfahrten, sind die erforderlichen Sichtbereiche freizuhalten. In diesen dürfen Pflanzen, Mauern und Einfriedigungen eine Höhe von 0,8 m nicht überschreiten. Der Sichtbereich zwischen 0,8 m und 3,0 m ist immer freizuhalten. Dieser Vorschrift ist spezielle Aufmerksamkeit zu schenken. Die Grundeigentümer werden aufgefordert, diese Bestimmungen – im Interesse einer ungehinderten Benützung der Verkehrsflächen und zur Gewährung der Verkehrssicherheit – dauernd zu beachten und ihren Pflichten nachzukommen; die nötigen Arbeiten sind bis spätestens 2. November 2015 auszuführen. Nach diesem Termin werden die Mängel gegen Kostenverrechnung durch die Gemeinde behoben oder in Auftrag gegeben, wobei jede Haftung für unfachgemässes Schneiden von Bäumen und Sträuchern abgelehnt werden muss.

Traurig, aber in Liebe und Dankbarkeit für die vielen schönen, gemeinsamen Jahre, nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Schwägerin

Ruth Widmer-Pfenninger

Büro-/Gewerbe

22. Januar 1930 – 7. Oktober 2015

Nach einem reich erfüllten Leben hat ihr Herz aufgehört zu schlagen. Ruth ist nach kurzem Aufenthalt im Spital Affoltern von ihren Altersbeschwerden erlöst worden. Affoltern am Albis, 7. Oktober 2015 In stiller Trauer: Felix und Rita Widmer-Kreienbühl Markus und Claudia Widmer-Huttner Pascal Widmer mit Laura Brunner Marcel Widmer und Angela Fäh Hedi Girardi-Widmer Verwandte und Freunde Urnenbeisetzung im Familien- und engsten Freundeskreis am Freitag, 16. Oktober 2015, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis. Anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle. Anstelle von Blumenspenden bitten wir den Verein Spitex Knonaueramt, Postkonto 87-267156-1, IBAN CH78 900 0000 8726 7156 1, zu berücksichtigen (Vermerk: Ruth Widmer-Pfenninger). Traueradresse: Markus Widmer, Pionierstrasse 12, 8400 Winterthur

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Affoltern am Albis, 13. Oktober 2015

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Affoltern am Albis Am 7. Oktober 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ruth Widmer geb. Pfenninger geb. 22. Januar 1930, Witwe des Widmer, Karl, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis, Obere Seewadelstrasse 12. Urnenbeisetzung am Freitag, 16. Oktober 2015, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

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Bezirk Affoltern

Bonstetten: Brand in Einfamilienhaus Ein Brand in einem Einfamilienhaus hat in Bonstetten 50 000 Franken Schaden verursacht. Zwei Personen wurden ins Spital eingeliefert. Beim Brand in einem Einfamilienhaus in Bonstetten ist am frühen Donnerstagmorgen, 8. Oktober, ein Schaden in der Höhe von rund 50 000 Franken entstanden. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gefahren. Die Hausbewohner wurden um zirka 05.30 Uhr von Rauch geweckt. Der 69-jährige Mann löschte in der Folge das Feuer, das im Keller ausgebrochen war. Er und seine 63 Jahre alte Frau wurden durch einen Rettungswagen wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftungen ins Spital gefahren. Neben dem lokalen Hitzeschaden beim Boiler blieben im ganzen Haus Rauchund Russschäden zurück. Die Schadenshöhe wird auf etwa 50 000 Franken geschätzt. Abklärungen des Brandermittlers der Kantonspolizei Zürich ergaben, dass das Feuer aufgrund einer technischen Ursache ausgebrochen sei. (pd.)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am kommenden Donnerstag, 15. Oktober, feiern Elsbeth und Ueli StettlerEbnöther die goldene Hochzeit. Dem Paar gratulieren wir herzlich zum Ehrentag und wünschen ihm alles Gute.

Dienstag, 13. Oktober 2015

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Vielfalt an textilen Kunstwerken Die Ausstellung «Linien» der Säuliämtler Quilter in Bonstetten Unter dem Begriff Quilt versteht man ein Kunstwerk aus Textilien wie Steppdecken, Wandteppiche oder Zierdecken. Die Herstellung der vielfach auch aus bunten Resten und Flicken zusammengesetzten Patchwork-Stücke verlangt viel Fantasie und fachliches Können. ................................................... von martin mullis Die Vernissage der Ämtler Quilter fand am letzten Wochenende im Kirchgemeindehaus in Bonstetten statt. Die Präsentation der textilen Kunstwerke dauert noch bis nächsten Sonntag, 18. Oktober. Die Ausstellung mit dem Titel «Linien» zeigt farbenprächtige und fantasievolle Kunstwerke aus den verschiedensten Textilien. Bereits waren einige der kleinen und grossen Meisterwerke aus den verschiedensten Stoffen, von Topflappen bis hin zu quadratmetergrossen Einzelarbeiten, mit einem roten Punkt als verkauft gekennzeichnet. Käthy Gubler, Vorstandsmitglied des Vereins Ämtler Quilter, freut sich über das grosse Interesse, welches die Ausstellung bereits am ersten Wochenende fand. An den Wänden hängen die vielfältigsten Stoffbilder mit variationsreichen Motiven. Abstrakte Perspektiven, das Matterhorn in 16-facher Ausführung bis hin zu Städtebildern wurden am Sonntagnachmittag von den zahlreichen Besuchern bewundert.

Zur goldenen Hochzeit Zum 50-jährigen Ehebund dürfen wir auch Dora und Konrad Probst-Eggenschwiler in Obfelden gratulieren. Sie feiern die goldene Hochzeit ebenfalls am kommenden Donnerstag. Herzliche Gratulation!

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Leidenschaft für Kunstwerke aus Stoff Der Verein Ämtler Quilter besteht bereits schon seit 28 Jahren und die rund 50 Mitglieder aus der ganzen Region zeichnen sich durch ihre Begeisterung für Textilien und natürlich ihre Fantasie und ihr Interesse für Farben und Gestaltung aus. Ein Quilt-Kunstwerk weist meistens eine längere Geschichte auf und

Würden sich über männliche Mitglieder freuen: Die Quilterinnen Christa von Ballmoos (links) und Nelly Tester. (Bild Martin Mullis)

verlangt immer auch eine Leidenschaft für Stoffe. Wer sich von der Quilt-Kunst begeistern lassen möchte, wird herzlich zu einem Schnupperbe-

such eingeladen. Die Quilterinnen treffen sich regelmässig am letzten Dienstagabend des Monats im Kirchgemeindehaus in Bonstetten. Und, wie

Vorstandsmitglied Käthy Gubler explizit festhält, sind Männer im momentan aus lauter Frauen bestehenden Verein, durchaus willkommen.

Baubeginn für den Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden wohl nicht vor 2018 Das Strassenbauprogramm 2016 bis 2018 des Regierungsrates Im Bauprogramm 2016 bis 2018 setzt der Regierungsrat die Schwerpunkte auf die siedlungsverträgliche Gestaltung der Kantonsstrassen in dicht besiedelten Räumen sowie auf Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr. Baubeginn für den Autobahnzubringer Ottenbach/ Obfelden ist nicht vor 2018.

seitigung von Unfallschwerpunkten werden daher ein wichtiges Ziel der Strasseninfrastrukturplanung bleiben. Weiterhin ist das Kantonsstrassennetz bezüglich Verkehrssicherheit und – insbesondere in den stark verkehrsbelasteten Agglomerationsgebieten – bezüglich des Verkehrsflusses zu verbessern.

Mit vielen Massnahmen sollen zudem die Verkehrssicherheit auf den Strassen erhöht und dicht besiedelte Gebiete in der Agglomeration besser erschlossen werden. Mit dem Bauprogramm erstattet der Regierungsrat dem Kantonsrat jährlich Bericht über die Bautätigkeit auf den Staatsstrassen für die kommenden drei Jahre. Enthalten sind die kurz- und mittelfristig geplanten Infrastrukturmassnahmen zur Erreichung der übergeordneten Strategien und verkehrspolitischen Ziele. Im Richtplan vom 29. April 2015 wird der Abstimmung zwischen Siedlung und Verkehr eine besondere Bedeutung beigemessen. Die siedlungsverträgliche Gestaltung der Kantonsstrassen in dicht besiedelten Räumen und die Be-

In diesem Zusammenhang wird das Verkehrsmanagement auf dem Staatsstrassennetz weiterhin an Bedeutung gewinnen. Auf der Grundlage des vom Kantonsrat 2010 beschlossenen Rahmenkredits werden die Konzepte zur regionalen Verkehrssteuerung umgesetzt. Damit wird eine Verstetigung des Verkehrsflusses angestrebt, damit die Reisezeiten im motorisierten Individualverkehr und im strassengebundenen öffentlichen Verkehr innerhalb der Agglomerationen auch bei weiterem Verkehrswachstum verlässlich bleiben. Der Regierungsrat rechnet zwischen 2016 und 2018 mit jährlichen Nettoinvestitionen zwischen 97 und 107 Millionen Franken.

Verstetigung des Verkehrsflusses angestrebt

Verbesserungen für Langsamverkehr Auch in den kommenden Jahren soll die Verkehrssicherheit für Fussgänger in Siedlungsgebieten verbessert werden. Rund 10 Millionen Franken stehen jährlich für Schutzvorrichtungen oder kombinierte Rad-/Gehweganlagen zur sicheren Erschliessung von Neubaugebieten zur Verfügung. Zudem sollen Lücken im Wegnetz geschlossen werden. Auch beim Veloverkehr werden Lückenschliessungen und Netzergänzungen sowie die Verbesserung der Sicherheit, insbesondere auf Schulwegen, vorangetrieben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Förderung des Alltagsverkehrs. Eine zentrale Massnahme ist der Velonetzplan, der derzeit erarbeitet wird. Dadurch findet erstmals eine systematische Planung der Veloinfrastruktur im Kanton, in den Regionen und Gemeinden statt. Der Velonetzplan löst die Radwegstrategie von 2006 ab und bildet eine Grundlage für die regionalen Richtpläne.

Autobahnzubringer: 4 Jahre Bauzeit Beim Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden erfolgt voraussichtlich

auf Ende Jahr die Projektfestsetzung. Da mit Einsprachen zu rechnen ist, kann der Baubeginn nicht vor 2018 erwartet werden. Die Bauzeit beträgt vier Jahre.

Vorausschauende Planung dank Gesamtverkehrskonzept Das Strassennetz trägt die Hauptlast bei der Bewältigung des Verkehrsaufkommens (70 Prozent motorisierter Individualverkehr, 30 Prozent öffentlicher Verkehr). Um den grösstmöglichen volkswirtschaftlichen Nutzen zu erzielen, werden bei Neu-, Aus- und Umbauten frühzeitig die verschiedenen Bedürfnisse abgestimmt und die Wirkungen berücksichtigt. Zu beachten sind somit die verkehrlichen Anforderungen für den Autoverkehr, für den strassengebundenen öffentlichen Verkehr, für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie für Velofahrende wie auch die gewünschte Umwelt- und Siedlungsentwicklung. Grundlage für eine solche Planung ist das 2006 vom Regierungsrat beschlossene Gesamtverkehrskonzept, dessen Neuauflage derzeit in Bearbeitung ist. (ki.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. Oktober 2015

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Herrschaftssitz, Bollwerk, Dorfbeiz, Museum und Ettikettenschule Das Schloss Knonau und seine wechselvolle Geschichte Das Schloss Knonau zählt vermutlich zu den ältesten noch bewohnbaren Schlössern des Kantons Zürich. Es wurde möglicherweise bereits im 13. Jahrhundert angelegt, wurde um 1500 zu einem Wasserschloss ausgebaut und diente dann als Sitz des Zürcher Landvogts. Seine Lage weist darauf hin, dass es von Beginn weg als Bollwerk gegen die Innerschweiz diente. ................................................... von bernhard schneider Im 13. Jahrhundert gehörte Knonau zur Grafschaft Schnabelburg. Nach der Zerstörung der Schnabelburg übernahmen die Habsburger 1309 die hiesigen Grafschaftsrechte. Da ihr Interesse an den Gebieten westlich der Albiskette aber sehr beschränkt war, nutzten sie die Grafschaft eher als Ertragsquelle und verliehen sie gegen einen Zins. Der Zürcher Ritter Götz Mülner, Sohn des Stadtzürchers Rudolf Mülner und der Agnes von Hünenberg, erwarb zahlreiche Vogteirechte der von finanziellen Nöten geplagten Habsburger, so auch die Vogtei Knonau.

Enge Verwandtschaftsbeziehungen Der städtische Adel war, wie das Beispiel der Verbindung der Mülner mit den Hünenbergern zeigt, eng verschwägert mit dem Adel der weiteren Umgebung. Nach Mülners Tod 1336 gelangte die Vogtei Knonau an den Ritter Gottfried von Hünenberg. 1381 gliederten die Herren von Hünenberg ihrer Vogtei Knonau die Vogtei Aeugst, Borsikon und Breitmatt an. Wie viele Landadlige gerieten auch die Herren von Hünenberg im 14. Jahrhundert in finanzielle Schwierigkeiten. Die Vogteirechte wechselten zwar in den folgenden Jahren mehrfach die Hand, doch die Familie, die

diese Vogteirechte als Lehensleute faktisch ausübte, und zwar unabhängig davon, wem das «Investment» Vogtei Knonau gerade gehörte, entwickelte sich zu den eigentlichen Machthabern in Knonau und Umgebung: Die Familie Meyer von Knonau, deren Amt als Meier – also Verwalter herrschaftlicher Rechte – zu ihrem Namen Das Schloss Knonau war als spätgotischer Musterbau Vorbild für zahlreiche weitere Zürcher geworden war. Herrschaftssitze. Blick von Norden auf Schloss, Garten und die 1786 gepflanzten Platanen. (Bild bs)

Die Meyer von Knonau Allerdings lebte die Familie Meyer von Knonau zu dieser Zeit nicht mehr in ihrem Herkunftsdorf. 1363 sind sie als Stadtzürcher bezeugt. Im 14. Jahrhundert war es Landadligen – und dazu zählten auch reiche Verwalter von Herrschaftsrechten – noch möglich, das städtische Bürgerrecht zu erwerben. Johannes Meyer von Knonau gelangte 1371 als erster seines Geschlechts in den Zürcher Rat. Sein Sohn Johannes war 1394 bis 1408 gar Bürgermeister der Stadt Zürich. Er erwarb 1399 die Vogteirechte über Knonau, Aeugst, Borsikon und Breitmatt von seinem Ratskollegen Johannes von Seon, auch er ein eingebürgerter Landadeliger. Ob das Schloss Knonau bereits von den Eschenbachern, von den Herren von Hünenberg oder erst von einem Repräsentanten der Familie Meyer von Knonau errichtet worden ist, lässt sich den Urkunden nicht entnehmen. Auf jeden Fall diente das damalige Schloss spätestens am Ende des 14. Jahrhunderts als Landsitz der Meyer von Knonau. 1507/08 wurde es neu gebaut und anschliessend vom ersten Landvogt, Niklaus Bluntschli, bezogen, obwohl

die Vogteirechte zu diesem Zeitpunkt noch immer bei den Meyer von Knonau lagen. Was vermutlich bereits anlässlich des Neubaus geplant war, wurde ab 1508 umgesetzt: Die Stadt Zürich erwarb alle Rechte der Meier von Knonau in Knonau, Mettmenstetten, Aeugst und Hausen zusammen mit dem Schloss. Damit konnte die Stadt Zürich eine straff organisierte Landvogtei arrondieren, die von 1512 bis 1798, die Gemeinden des heutigen Bezirks Affoltern, ohne das Unteramt (Bonstetten, Stallikon und Wettswil), umfasste.

Spätgotischer Musterbau Baugeschichtlich handelt es sich beim Schloss Knonau um ein spätgotisches Wasserschloss. Es ist das älteste Gebäude, das Zürich als repräsentativen Landsitz erbauen liess. Es wurde zum baulichen Vorbild der Vogteisitze in Greifensee (Wiederaufbau 1520), Rheinau (1551), Bubikon (Ritterhaus, 1570 umgebaut), Eigental bei Berg am Irchel (1588) und Flaach (Ende 16. Jahrhundert). Der Wassergraben, der das Schloss umspülte, wurde vom Wattbach ge-

speist. Als nahezu stehendes Gewässer, das mehr einem Teich als einem Bach entsprach, zog es in den Sommermonaten so viele Mücken an, dass sich die Landvögte während dieser Zeit möglichst oft nicht im Schloss aufhielten, bis der Graben 1787 bis 1789 endlich aufgefüllt wurde. Die Angst vor Eindringlingen war demnach grösser als der Ärger über die Mücken.

Revolution und Verzicht auf den Herrschaftssitz Die beiden Platanen im Schlosshof wurden 1786 gepflanzt. Sie gelten heute als die mächtigsten Bäume dieser Art in der Schweiz. Drei Jahre später, 1789, brach in Paris die Französische Revolution aus, die Europa in den nächsten Jahrzehnten grundlegend veränderte. Der Einmarsch napoleonischer Truppen in der Eidgenossenschaft 1798 führte zuerst zum helvetischen Zentralstaat, ohne Rücksicht auf den zuvor nur lockeren Zusammenhang der eidgenössischen Stände. Die neue Staatsorganisation führte zum Bürgerkrieg und wurde 1803 noch unter französischer Herrschaft durch die Mediationsverfassung ersetzt.

Das Schloss diente vorübergehend als Wohnung des Pfarrers, bis Unterstatthalter Johann Heinrich Frick 1807 als Pächter einzog. Ab 1815 residierte der Oberamtmann, der eine neu geschaffene Funktion ausübte, im Schloss Knonau. 1831 wurden mit der liberalen Verfassung die Bezirke geschaffen. Ein obrigkeitlicher Sitz erübrigte sich nun. An einer Versteigerung erwarb Gemeindepräsident und Posthalter Caspar Syz das Gebäude, in dem bis 1887 neben der Poststelle auch ein Gasthof geführt wurde.

Historisches Erbe Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb der Psychiater Professor Jakob Klaesi 1926 die ganze Anlage und richtete darin eine Nervenheilanstalt ein. Er veranlasste 1949, dass die Anlage unter Denkmalschutz gestellt wurde. Nach dem Tod des Professors 1980 erfolgten erneut verschiedene Handwechsel. Dabei wurde der Besitz aufgeteilt und an verschiedene Interessenten verkauft. 1998 erwarb Jörg Wolfgang von Sachsen das Schloss und die dazugehörende Orangerie und es kehrte Ruhe ein. Er öffnet die Türen für Ausstellungen, für Schulklassen, die sich mit der Geschichte ihrer Umgebung befassen, und führt im Rahmen der «Etikettenschule» Kurse an, in deren Rahmen Kinder, Erwachsene und Prominenz im korrekten Benehmen geschult werden. Das Schloss Knonau veranschaulicht heute ein historische Erbe. Die Zeit, da die Landvögte unsere Region kontrollierten – als Vertreter der Gnädigen Herren von Zürich, wie sich Bürgermeister und Rat bis 1798 nannten – wurde mit der liberalen Verfassung von 1831 endgültig beendet. Erst eine liberale Geisteshaltung ermöglicht es, sich kritisch mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen – und Repräsentationsgebäuden wie dem Schloss Knonau offen und unvoreingenommen zu begegnen.

«Die Schönheit der Dinge lebt in der Betrachterseele» Ausstellung von Helga Rost-Haufe und Peter Bernhardsgrütter: Künstlerischer Dreiklang im Schloss Knonau Die Bilder von Helga Rost-Haufe, die Skulpturen von Peter Bernhardsgrütter und das Schloss Knonau bilden einen faszinierenden Dreiklang. An der Vernissage zur Kunstausstellung im und um das Schloss stellte Kulturredaktor Siegmund Kopitzki die Malerin und den «Kunstwerker», wie er sich selbst nennt, vor. ................................................... von bernhard schneider Sie male aus ihrem Inneren heraus, meist ohne Skizze, erklärt Helga Rost-Haufe bei einer kleinen privaten Führung durch ihre Gemälde, die wirken, als seien sie gezielt für die kleine Galerie in der Orangerie des Schlosses Knonau gemalt worden. Die Dame, die vor Elan, Witz und Energie sprüht, wirkt viel jünger als ihr Lebenslauf vermuten lässt. In Dresden lebend forschte sie zehn Jahre lang als Pharmakologin und Biochemikerin. In den 60er-Jahren zog sie in den Süden, nach Konstanz. Seit 1971 ist sie freischaffende Künstlerin, neben zahlreichen Tätigkeiten als Dozentin, Ausstellungsorganisatorin und Fachbeirätin.

sionalität ihrer Bilder. Sie sei eine Malerin ohne Alterswerk: «In ihrem Werk herrscht ewige Jugend. Ihre Bilder sind Erfüllung, kein Versprechen.»

Die grossen Stahlskulpturen von Peter Bernhardsgrütter kommen im Schlosspark besonders gut zur Geltung. Vor dem Haupteingang des Schlosses, unter den beiden Platanen, steht die «Last der Gier». Der «Circle of life» steht vor der Südfassade. Als «Kunstwerker» bietet Bernhardsgrütter Objekte an, die er als Einzelstücke gemäss den Wünschen der Auftraggeber als Sichtschutz, Möbel, Brunnen, Feuerstelle oder Lampen gestaltet.

Ein eigenständiges Werk

Für alle Besuchenden eine individuelle Entdeckungsreise «Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.» Dieser Satz des Philosophen David Hume beschreibt die Ausstellung treffend. Die Bilder von Helga Rost-Haufe mit ihren feinen Reliefs und unzähligen Details müssen zuerst entdeckt werden, verändern sich beim Näherkommen und Zurücktreten, lösen im Betrachter ebenso wie die Stahl-Skulpturen von Peter Bernhardsgrütter individuelle Eindrücke aus. Je nach Betrachtungswinkel fügen sie sich mit dem Schloss und seinem Garten im Hintergrund zu einem persönlichen Bild zusammen, das sich mit jedem Schritt verändert. «Das Ate-

Das Triptychon von Helga Rost-Haufe wirkt, als sei es exakt für diesen Raum geschaffen worden. (Bild Bernhard Schneider) lier von Peter Bernhardsgrütter verströmt den Duft einer Schlosserei», stellte Siegmund Kopitzki, Kulturredaktor des Konstanzer Südkuriers, in seiner Laudatio anlässlich der Vernissage vom Samstag fest. Kunstschaffen bereite Spass und sei gleichzeitig harte Arbeit: «Bei der Arbeit mit Stahlblech fliesst auch Schweiss.» Bernhardsgrütter zähle nicht zu den Skulpteuren, welche die Handar-

beit delegierten: «Er legt selbst Hand ans Werk. Wie einst der grosse Eisenplastiker Jean Tinguely.» Auf der grossen grünen Wiese um den einstigen Bauernhof herum, den der Skulpteur von seinem Grossvater geerbt hat, «stehen die Skulpturen als zu Stahl gewordene Mythen.» Auch Helga Rost-Haufe beherrsche die Skulptur – vielleicht mit ein Grund für die angedeutete Dreidimen-

Farbe – auch Grau sei dazu zu zählen – Licht und Raum seien Gegenstand und Inhalt ihrer Kunst, ihre Werke erklärten nichts: «Es sind Bilder, die sich selbst genug sind.» Die Kunstgeschichte und ihre Repräsentanten kenne sie sehr wohl. Aber sie lehne sich nicht an Vorbilder an, sondern schaffe etwas Eigenes. Der Weg sei das Ziel beider Künstler der Ausstellung, stellte Kopitzki fest. Als «moderne Suchende» sei ihre Arbeit ein Prozess, der nicht abgeschlossen sei, so lange sie als Künstlerin, als Künstler wirkten. Er schloss mit einem Zitat von Shakespeare: «Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können.» Im Gespräch fügte Helga Rost-Haufe bei: «Und wir wissen nicht, was die Betrachter in unserem Werk sehen.» Die Ausstellung im Schloss Knonau dauert bis zum 30. Oktober und ist täglich von 16 bis 20 Uhr oder nach Absprache zugänglich. Kontakt: info@schlossknonau.ch


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«Wir kommen wegen des guten Essens» Die Viehschau Mettmenstetten hatte mehr zu bieten als Prämierungen von Kühen Mit über 100 Landwirten und Besuchern aus der Region war die Viehschau Mettmenstetten sehr gut besucht. Als Ehrengäste war das OK des Zürcher KantonalSchwingfestes 2016 zu Besuch. Sie begutachteten einen Stier von Martin Haab, den der Sieger als Lebendpreis gewinnen kann. ................................................... von salomon schneider Jedes Jahr treten rund 250 Kühe in den 14 Kategorien an der Viehschau der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung an. Dank des stabilen Wetters waren es dieses Jahr sogar 264 Kühe, von 24 verschiedenen Höfen. Während in den unterschiedlichen Kategorien vergleichbare Kühe antraten, wurde die über alle Tiere schönste Kuh, zur «Miss Mettmenstetten» gekürt. Die Viehschau Mettmenstetten ist jedoch nicht nur bekannt für die Kühe; das heimliche Highlight ist das Mittagessen in der Festwirtschaft. Dies zeigte sich daran, dass kurz vor dem Mittagessen die Besucherzahl sprunghaft anstieg. «Wir kommen jedes Jahr hierher zum Essen. Es ist währschaft und immer hervorragend zubereitet», schwärmte eine Obfelderin, die mit der gesamten Familie gekommen war.

Nicht mit Appenzell vergleichbar Die sozialen Kontakte sind indes auch der Hauptgrund, weshalb Viehschauen überhaupt noch durchgeführt werden. Denn für die Zucht gibt es längst einen internationalen Markt, bei dem der Stammbaum jedes Tiers eine wichtige Rolle spielt. Auch wenn Viehschauen im Säuliamt eine tiefe Verankerung geniessen,

Moment der Entscheidung: Der Preisrichter begründet die Platzierung der einzelnen Kühe. Kräftige Euter sind dabei am wichtigsten. (Bilder Salomon Schneider) an Volksfeste wie im Appenzellerland, wo die Kühe geschmückt werden und die Landwirte in der Sonntagstracht erscheinen, kommen die regionalen Viehschauen nicht heran. «Auch hier ging es bis in die 1970er-Jahre primär um die Schönheit der Kühe, aber das Tragen von Trachten war bei uns nie üblich», erläuterte der alt Landwirt Alfred Haab. Er war in den 1970er-Jahren im OK der Viehschau der Mett-

menstetter Viehzuchtgenossenschaft und zentral daran beteiligt, dass nicht mehr die schönsten, sondern die leistungsfähigsten Kühe prämiert werden.

Ein Muni für das Zürcher Kantonal-Schwingfest Als Ehrengäste der Viehschau waren das OK des Zürcher Kantonal-Schwingfestes 2016 und der Gemeinderat der

Martin Haab (links) präsentiert Hans Frei, dem OK-Präsidenten des Zürcher Kantonal-Schwingfestes 2016, den «Muni», der dort als Lebendpreis gewonnen werden kann.

Gemeinde Regensdorf, wo das Schwingfest stattfinden wird, anwesend. Die Gemeinde sponsort den «Muni», der dort als Lebendpreis gewonnen werden kann. In der Vorselektion entschied sich das OK für einen Stier von Martin Haab. Dieser wurde im Rahmen der Viehschau kritisch betrachtet. «Es ist ein kräftiges, sehr ruhiges Tier, das sich gut eignet», stellte der OK-Präsident des Schwingfests, alt

Kantonsrat und Landwirt Hans Frei fest. Dass der «Schwingfest-Muni» aus der Staatskasse der Gemeinde Regensdorf bezahlt wird, ist für Martin Haab indes kein Problem: «Die Durchführung eines Schwingfestes ist eine Ehre für eine Gemeinde. Ob es in Ordnung ist, mit Steuergeldern einen Schwingpreis zu sponsern, muss die Gemeinde selber entscheiden.»

Lausbuben im Doppelpack: Aufgrund der Herbstferien fanden sich auch zahlreiche Kinder an der Viehschau Mettmenstetten ein. anzeige

Gut zureden hilft, denn für viele Kühe ist der Rummel rund um die Preisverleihung ein Stress und sie werden unruhig.

Während die Bauern mit den Kühen im Kreis gehen, werden diese vom Preisrichter in der Mitte angeschaut und bewertet.


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Dienstag, 13. Oktober 2015

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Beispiel für einfühlsames Bauen Unter Schutz gestellte Häuser in Bonstetten mit Neubauten zu einer Einheit verbunden Vier Häuser mit einer insgesamt 230-jährigen Geschichte, die 1784 begann und 2014 endete, präsentieren sich an der Chapfstrasse in Bonstetten harmonisch wie ein Weiler im Dorf. Eigentlich sind es fünf Objekte, die an der Chapfstrasse 22a bis 24b stehen, hat das 1784 erbaute Wohnhaus doch noch ein 1861 dazu erstelltes Nebengebäude, ein Waschhaus. Die mit dem Wohnhaus erstellte Scheune wurde 1988 in ein Wohnhaus umgebaut. 2011 kam das Doppeleinfamilienhaus auf dem Land davor dazu. Schliesslich wurden dann 2013 das alte Wohnhaus und das Waschhaus umgebaut. Auf letzteren lag ein Schutzvertrag mit zahlreichen Vorgaben. Bekanntlich werden durch solche die Sanierungsarbeiten nicht gerade erleichtert und sie verteuern einen Umbau. Das Haus an der Chapfstrasse 22a stellte die Architektin vor grosse Herausforderungen. Zum einen mussten die Vorgaben umgesetzt werden und zum andern sollte das Haus nach dem Umbau für zukünftige Bewohner nach heutigem Verständnis behaglich und wohnlich sein. Die Architektin und die Besitzer des Hauses setzten alle Vorgaben ausgezeichnet um (siehe unten). Was die Planung versprach, konnte schliesslich realisiert werden, auch wenn die Zusammenarbeit mit den am Bau beteiligten Partnern immer wieder auch herausfordernd war. Da für alle Objekte die gleiche Bauherrschaft zuständig war, wurde beim Neubau, dem Doppel-Einfamilienhaus, darauf geachtet, dass sich alle Objekte gut in ein Gesamtbild einfügen. Aussenansichten, Fassaden und Umgebung sollten ein Ganzes werden und sich auch gut ins Dorfbild einpassen. So entstand schliesslich aus verschiedensten Teilen ein gelungenes Ganzes, das heute bei der Bevölkerung

grossen Zuspruch findet.

Fast wie zu Gotthelfs Zeiten

Umgebautes Wohnhaus aus dem Jahre 1784, Waschhüsli und Teil Neubau im Hintergrund. (Bilder zvg.)

Das Dachgeschoss vor dem Umbau ...

... und danach.

Riegel im 1. Obergeschoss – nach dem Umbau sichtbar gemacht.

«Aus Alt mach Neu», das ist nicht immer so einfach. Vor allem, wenn ein Haus von aussen weiterhin so aussehen soll, wie bis anhin – oder gar so, wie seinerzeit, als es gebaut wurde. Die Aussenansicht ist in erster Linie für die Bevölkerung und das Dorfbild wichtig. Ein Zeitzeuge soll sichtbar erhalten bleiben. Im Innern aber gibt es in der Regel wesentlich mehr zu erhalten. Gleichzeitig muss das Alte mit Neuem eine Verbindung eingehen, gibt es doch vieles, was nicht mehr vorhanden oder unbrauchbar geworden ist. Alt und Neu muss nach der Sanierung für viele Jahre den Ansprüchen und Nutzungen der künftigen Bewohner dienen. Genau hier liegt die Herausforderung. Beim Rundgang durch das Haus an der Chapfstrasse 22a kann sich der Besucher vom gelungenen Resultat überzeugen. Insgesamt ist heute mehr vom ursprünglichen Wesen des Hauses zu sehen und zu spüren, als während der letzten Jahrzehnte. Auch der Übergang von der herkömmlichen, originalen Bausubstanz zu neuen Elementen, ist bestens gelungen. Die Liegenschaft wird mit einer Erdsonde beheizt und hat gar Minergie-Standard. Insgesamt steht hier eine Immobilie mit viel Geschichte, zeitgemässem Standard und sie ist mit 200 Quadratmetern Wohnfläche (Wohn- und Nebengebäude zusammen) erstaunlich gross. Hier lassen sich Wohnen und Arbeiten (oder Hobby) ideal miteinander verbinden. Dank dem wohnautarken Waschhaus kann das Objekt auch als Zwei-Generationen-Immobilie genutzt werden. Fazit: hier ist für einmal ein gelungenes Beispiel entstanden, das nicht nur den Bewohnern, sondern auch Nachbarn und Spaziergängern viel Freude macht. (pd.)

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Super Idee! Und jetzt Verena Diener, Kommentar im «Anzeiger» vom 9. Oktober. Wenn Verena Diener nach dem Rücktritt aus dem Ständerat wirklch so einen «Nebenjob» noch übernehmen will, dann wäre der Spital sicher in guten Händen. Sie hat letztlich als Haupt- oder mindestens als Mitverantwortliche geholfen, den Spital überhaupt noch am Leben zu erhalten, als er sozusagen eidgenössisch schon auf der Abschussliste stand. Sie könnte unserm Bezirk wirklich etwas Gutes tun, trotz all der unverständlichen und unverständigen, eingebildeten Gegner und Besserwisser und «direkten Demokraten». Auf alle Fälle lohnt es sich, diese Idee zu verfolgen und im Kopf zu behalten. David Künzler, Hausen am Albis

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Spital: Keine schöne Baustelle Betriebskommission des Spitals: Präsidentin tritt vorzeitig zurück und Kommentar, «Anzeiger» vom 9. Oktober. Der abgetretenen Spital-Präsidentin haben wir zu verdanken, dass wir ihr Credo als ihre Hinterlassenschaft lesen konnten: «Es bestehen keine Anzeichen für die dringend notwendige Neuausrichtung». Dazu der Chefredaktor weiter: die Sicherung der Zukunft des Spitals Affoltern erfordert einen fundamentalen internen Wandel, und das Bedenkliche: dass wir es mit Schlüsselpersonen im Spital zu tun haben, die sich diesem Wandel verweigern, obwohl die Zeichen auf Sturm stehen. Das sind wahrlich deutliche Worte von einem Chefredaktor, der Bescheid weiss. Das sind aber auch unsere Worte seit nun bereits zwei Jahren. Da wir mit unserem Verein aber von Behörden und ihren Mitläufern stets niedergeschrieben worden sind, musste man diese Erkenntnisse nie ernst nehmen. Als kleines Vermächtnis gehen wir hier unser 8-Punkte-Programm in Stichworten weiter. Wer es genauer wissen will, möge in unsere Homepage lesen, die übrigens tagtäglich von 50 bis 70 Leuten während mehreren Minuten besucht wird. 1. Die Vergangenheitsbewältigung soll ab sofort nicht mehr Sache der Betriebskommission sein. Die Delegierten setzen eine mit Weisungsbefugnis ausgestattete Kommission dazu ein. Dies ist deshalb nötig, weil weder

Statthalter noch Bezirksrat ihres Amtes walten, wie man das erwarten dürfte. 2. Der Direktor des Spitals darf nicht mehr mit Sekretariatsarbeiten für die Delegierten und die BK belastet werden. Diese Stabsstelle ist in eine Gemeindeverwaltung auszulagern. Das bisherige System fördert die Intrigen-Anfälligkeit. 3. Die Delegierten müssen gestärkt werden, um die BK enger zu begleiten. Auch sie bedürfen der Weisungs-Berechtigung. Sie sollen neu einen eigenen Präsidenten erhalten, um eigenständig gegenüber der BK auftreten zu können. Die Delegierten sind neu von der Bevölkerung zu wählen. Neu sollen auch andere Stimmberechtigte, als Gemeinderäte abgeordnet werden können. Wir dürfen diese wichtige Aufsichtsinstanz nicht mehr alleine den meistens überlasteten Gemeinderäten überlassen. 4. Unser Spital bekommt einen gegenüber der Direktion mit Weisungsrecht ausgestatteten Ombudsmann oder eine Ombudsfrau, für das Personal und für die Patienten. Dieser Stelle soll ein Sekretariat ausserhalb dem Spital zur Verfügung stehen, das an den bekannt gewordenen Fällen dran bleibt, bis eine Verbesserung nachhaltig eingeleitet worden ist. 5. Für ein kleines Regionalspital mit lediglich 75 Akutbetten (wir bezweifeln diese Zahl) sind 6(!) Chefarztstellen in Anbetracht des neuen Gesundheitsgesetzes nicht mehr tragbar. Die mittlerweile hohe Verschuldung von 51 Millionen Franken innert kür-

zester Zeit ruft schrill nach ausserordentlichen Sofort-Massnahmen. Die künftig auf 3 reduzierten Chefarztstellen sind neu auszuschreiben, wobei sich die jetzigen Stelleninhaber neu bewerben können. Aber wir werden es nicht mehr zulassen, dass die Psychiatrie mit lediglich 23 Betten und das Palliative Care mit 10 Betten je einen eigenen Chefarzt mit den bekannten überrissenen Löhnen tragen muss. 6. Sollten unter den Chefärzten weiterhin solche sein, die gegenüber den nötigen einschneidenden Massnahmen sich widersetzen und sich weigern, an der Neuausrichtung aktiv mitzumachen, müssen klare Sanktionen getroffen werden. Es muss klar sein, dass sie dadurch 650 Arbeitsplätze akut gefährden. 7. Alle Behörden betreiben künftig eine transparente und offene Information. Alle Bewohner vom Bezirk müssen berechtigt sein, von ihnen an das Spital gestellte Fragen innerhalb von 48 Stunden beantwortet zu erhalten. Die Bevölkerung wird künftig regelmässig im 20-Tagesrhythmus über die Vorgänge am Spital im Anzeiger informiert. 8. Über die Einweisungen von Patienten durch die hiesigen Hausärzte wird regelmässig eine Statistik veröffentlicht. Es muss erkennbar werden, dass die Hausärzte hier unser Spital aktiv und nicht nur verbal unterstützen. Verein Pro Zweckverband Spital Affoltern, H. Roggwiler, Präsident www.verein-zweckverband.ch

SP: Pia Holenstein – Kandidatin mit Profil Pia Holenstein, die Nationalratskandidatin der SP Affoltern, ist wie ihre Partei für eine moderne, aufgeschlossene und freundliche Schweiz, in der es allen wohl ist. Holensteins In- Pia Holenstein. teressen und Enga- (Bild zvg.) gements sind in verschiedenen Bereichen angelegt. Neben Literaturwissenschaft, die sie studiert und auch an der Universität gelehrt hat, publiziert sie, führt Vereine und organisiert Veranstaltungen, unterrichtet auf verschiedenen Stufen, am liebsten aber Deutschlernende. Das passt zur jahrelangen politischen Tätigkeit, die im besten Sinn sozial ausgerichtet ist. Natürlich ist da auch Freude an kreativen Lösungen, am Vermitteln und Aushandeln. Es gefällt ihr auch, ihre Meinung öffentlich zu vertreten. Das hat zweifellos Nachteile. Doch ist es ihr wichtig, im Wahlkampf klar zu zeigen, wo sie steht und wer sie ist – mit Ecken und Kanten. Ist sie eine Parteisoldatin? Die Frage findet sie lustig. Die SP sei eben eine Partei, welche mit ihrer Grundhaltung übereinstimme. Darüber hinaus hat sie es schon immer verstanden, die Beschlüsse in der Partei mitzubestimmen. Sie denkt und arbeitet mit in der Bildungskommission und in der Fachkommission Aussenpolitik in Bern. Daher kann sie durchaus von sich behaupten, eigenständig und kompetent zu politisieren. Die Demokratie sei eine grossartige Einrichtung, aber man dürfe nicht zulassen, dass sie zu einer Diktatur der Mehrheit werde, zumal wenn die Mehrheit nur noch egoistisch statt solidarisch entscheide. In der Flüchtlingsdebatte sei zum Beispiel auch der Ton entscheidend: Ob die Menschen für lange oder kurze Zeit aufgenommen werden, sei erst die zweite Frage. Die erste Reaktion sei doch, sie aufzunehmen und ja, willkommen zu heissen. Die Offenheit und auch Verantwortlichkeit gegen aussen ist für Pia Holenstein selbstverständlich. Die Schweiz könne eine gewichtige Stimme haben in Europa und in der Welt – aber nur, wenn sie sich nicht isoliere. Sie setzt sich für die Menschenrechte ein, in Kolumbien, Palästina, aber auch an Kongressen in der Schweiz und im Ausland. Umso unvorstellbarer sei ihr das Ansinnen, die internationalen Verträge zu kündigen. Die vorbildliche Rolle der Schweiz bei Völkerrecht und Menschenrecht auszuhebeln – nicht umsonst ist die Genfer Konvention so wichtig – findet sie grotesk. Doch nachdem bereits ein Minarettverbot in der Verfassung stehe, dürfe man sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Vernunft siege, sondern man müsse mit aller Macht gegen destruktive Vorstösse kämpfen. Gibt es denn da nur Ernst und keinen Spass? Eigentlich findet sie die Weltlage schon zum Heulen. Aber das ist auch ihr Impuls zum Politisieren. Dort eingreifen, wo man etwas zu ändern vermag, gibt ein gutes Gefühl. Um der Hilflosigkeit etwas entgegenzusetzen. Dann kann man sich auch wieder entspannen und das Leben und die Freundschaften geniessen. Und die Wahlkämpfe? Eigentlich müsse sie sich überwinden, Menschen anzusprechen, welche kein Interesse an Politik oder linker Politik haben. Trotzdem schätze sie die intensiven und bereichernden Gespräche, die sich dabei ergeben. Diese Pulsnahme sei politisch unerlässlich und es gebe auch immer wieder positive Überraschungen. Etwa, wenn man in völlig Fremden Gleichgesinnte entdecke: «Mini Frau und ich händ Si scho lang gwählt...». SP Bezirk Affoltern


Gewerbe/Dienstleistungen

Blues und Balladen

Punkt erkämpft

«Sir» Oliver Mally und Martin Baselberger konzertieren im «Pöschtli», Aeugstertal. > Seite 11

Der FC Affoltern blieb auch im 29. Meisterschaftsspiel ungeschlagen. > Seite 13

Dienstag, 13. Oktober 2015

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Wie eine Niederlage Nationalliga-B-Aufsteiger Wettswil muss sich gegen Olten mit einem 4:4-Remis begnügen. > Seite 13

Gutschein für einen Pneu-Satz gewonnen Wettbewerb der Auto-Show in Affoltern

Hula macht Freude, fordert und fördert Koordination, Kraft, Geschmeidigkeit und Balance. (Bild zvg.)

Hula – Tanz aus Hawaii Einführungskurse in Affoltern Am Mittwoch, 21. Oktober, beginnt der neue Hula-Einführungskurs in Affoltern. Der Hula-Einführungskurs findet über acht Abende statt. Eltern sind herzlich eingeladen auch ihre Kinder mitzubringen. Am 28. Oktober startet zudem ein spezieller Kinderkurs, jeweils mittwochs, von 17 Uhr, bis 17.50 Uhr. Hula tanzen ist momentan optimal, weil die Tage kürzer werden und etwas Sonne von Hawaii gebraucht werden kann, weil Hula spannend ist, weil Hüften und Rücken nach Bewegung rufen, weil die Musik gefällt, weil es immer positiv ist, Neues zu lernen. Hula ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht, aber gerade deshalb so reizvoll. Hula macht Freude, fordert

und fördert Koordination, Kraft, Geschmeidigkeit, Balance, ist gleichzeitig anstrengend und entspannend. Im Hula erzählen die Tanzenden mit den Händen Geschichten. Sie lernen weiche Hand- und Hüftbewegungen, Grundschritte kennen und koordinieren sowie eine erste einfache Choreografie.

Mit kulturellem Hintergrund Hula ist eine Tanz- und Erzählkunst mit Inhalt, eingebettet in den kulturellen Hintergrund, das macht ihn so einzigartig und kostbar. Ein grosses Spektrum von ganz einfachen bis sehr komplexen Tänzen, Rhythmen, Musik (auch zum selber Spielen), Texte, Sprache, Geschichte und vieles mehr – wer sich vertiefen möchte, findet ein wei-

tes Feld. Hula braucht etwas Geduld (vor allem mit sich selber), Humor, Neugier und Freude an der Bewegung, dann kann es eine spannende Reise werden: von der Schweiz nach Hawaii und wieder zurück. Kursleiterin Manja Jansch (Kaimi Schweiz) ist langjährige Tänzerin und Schülerin der Hula-Meisterin Roselle Keliihonipua Bailey aus Maui, Hawaii, welche regelmässig in der Schweiz unterrichtet. Sie organisiert im Weiteren auch Kinderkurse sowie private Auftritte. (pd.) Einführungskurs: 21. Oktober bis 9. Dezember, acht Mittwochabende von 19.15 bis 20.30 Uhr in den Räumen der Shindo Schule an der Zürichstrasse 49, bis 17.50 Uhr. Anmeldung und Infos: Manja Jansch, 056 634 27 05, manja@kaimi.ch, www.kaimi.ch.

Jedes Jahr macht die Spielgruppe Fidibus einen Ausflug in die Langzeitpflege des Spitals Affoltern. Dieses Jahr bastelten sie mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Herbstdekorationen.

Generationenübergreifender Spass Bei den Bewohnern angekommen, ging es auch schon bald los und das gesamte Herbstbastelmaterial wurde auf grossen Tischen ausgebreitet und präsentiert. Die gebildeten Pärchen – bestehend aus je einem Kind und einem Mitglied der älteren Generation

Schnell, natürlich und so fein Trudi Bühler lehrt effektive Kochkünste

Affoltern. Kinderkurs ab 28. Oktober, mittwochs 17

«Jetzt falled d Blettli, de Summer isch verbi ...»

Auch in diesem Spielgruppenjahr besuchten die Fidibus-Kinder gemeinsam mit ihrer Leiterin, Lorena Della Torre, die Langzeitpflege Affoltern und läuteten damit, zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Herbst ein. Die kleinen Rucksäcke vollgepackt mit Herbstblättern, Tannenzapfen, Kastanien und vielen Naturmaterialien, liefen die Kinder zusammen mit Lorena zum Bahnhof, wo sie freudig ins Postauto stiegen.

Zusammen mit weiteren Garagisten aus der Region beteiligte sich die Volvo-Garage Herzog aus Ottenbach am 19. September an der Auto-Show auf dem Kronenplatz in Affoltern – und erhielt mit dem Modell XC90 mit Twin Engine besondere Aufmerksamkeit. Grosse Aufmerksamkeit galt aber auch dem Wettbewerb, aus dem Thomas Denzler aus Affoltern als Sieger hervorging. Er durfte den Gut- Garagist Albin Herzog (rechts) überreicht Wettbewerbsgeschein für einen winner Thomas Denzler den Gutschein für einen PneuSatz Pneus in Emp- Satz. (zvg) fang nehmen. Der zweite Preis geht an Daniel Rodel (Cas- dritte an Karl Haller (Benzingutschein tro-Öl im Wert von 200 Franken), der für 50 Franken). (pd.)

Schnell kochen, mit natürlichen Lebensmitteln und dabei den Gaumen verzaubern, so sollen Gerichte nach Trudi Bühler sein. In der Auseinandersetzung mit der Thematik Ernährung begegnet den Menschen als häufigstes Argument die Zeitnot. Trudi Bühler als leidenschaftliche und kreative Köchin zeigt an zwei Abenden wie mit natürlichen Zutaten, ohne Zusatzstoffe, saisonale und regionale Lebensmittel auf eine schnelle und bekömmliche Art zubereitet werden. Berücksichtigt wird, dass alle sechs Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit vorhanden sind. Dies befriedigt alle Sinne, schafft einen natürlichen Ausgleich zwischen Mensch und äusseren Einflüssen und bringt ein harmonisches Gefühl. Die Rezepte sind äusserst schmackhaft und auf die knappe Zeit vieler abge-

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Aina, Nieke, Lorena Della Torre, Alexandra, Jade und Remo freuen sich auf den Herbst. (Bild zvg.) aus der Langzeitpflege – konnten sich entscheiden, ob sie lieber eine Vogelscheuche oder einen Flugdrachen basteln wollten. Danach verteilten sich die Teams um die Tische und diskutierten erstmal über das kreative Vorgehen. Kaum waren die Pläne geschmiedet, wurden schon die ersten Leimspuren auf die Blätter gezogen und die Bilder mit herbstlichen Farben verzaubert. Die

Stimmung war harmonisch und die Pärchen ergänzten einander gegenseitig mit den jeweiligen Fähigkeiten prächtig. Die Ergebnisse des Bastelnachmittags konnten sich sehen lassen und wurden voller Stolz den Mamis und Papis zu Hause präsentiert. Den Abschluss dieses gelungenen Besuchs bildete ein Spaziergang zurück in die Spielgruppe – begleitet von warmen Sonnenstrahlen. (pd.)

stimmt. Für den Single- sowie den Klein- und Familienhaushalt eine wertvolle Bereicherung. Die Natur schenkt gerade aktuell farbenfrohes Gemüse und Früchte aus reicher Ernte. Diese, mit wärmenden Gewürzen geschmackvoll zubeTrudi Bühler. (zvg.) reitet, ergänzt mit weiteren vollwertigen Nahrungsmitteln sind natürliche Rezepte gegen den Herbst- und Winterblues. Neugierig geworden? (pd.) Zwei Kochabende: 28. Oktober und 4. November, 19 bis 21.30 Uhr, 160 Franken, Schulhaus Wygarten, Mettmenstetten. Anmelden bis 23. Oktober bei Trudi Bühler, 079 410 23 26, trudibuehler@bluewin.ch www.ayurveda-erleben.ch.


veranstaltungen

«Blues und Balladen» Konzert im «Pöschtli», Aeugstertal Oliver Mally und Martin Baselberger konzertieren am Mittwoch, 21. Oktober, im «Pöschtli», Aeugstertal. Schon dreimal traten «Sir» Oliver Mally und Martin Gasselsberger im ausverkauften «Pöschtli»-Saal auf und begeisterten Oliver Mally. (Bild zvg.) das Publikum. «Sir» Oliver Mally wird als Österreichs fast ausschliesslich eigene Songs, die Blues-Aushängeschild weit über die sich teils in der Tradition eines Steve Grenzen hinaus sehr geschätzt und Earle oder Townes van Zandt bewegen hat sich längst zum Songwriter von aber auch von Blues-Legenden wie grossem internationalen Format ent- Muddy Waters, Lightnin’ Hopkins wickelt. Er absolviert mittlerweile oder John Lee Hooker stark beeinflusst jährlich rund 180 Auftritte, seine Tour- sind; und es hört sich an, als hätten neen führen ihn durch ganz Europa. sie die letzten 60 Jahre nichts anderes Mally spielte schon mit Künstlern wie gemacht, als in den Südstaaten der Louisiana Red, Champion Jack Dupree, USA gegen Kost und Logis aufzutreten. Big Jay Mc Neely, Larry Garner, Lucky Mally und Gasselsberger strotzen bei Peterson, Billy Branch, Big «Lucky» ihren Auftritten nur so von Energie, Carter und der Bluesharp-Legende ihre Mimik zeugt von der tiefen LeiSugar Blue. Bereits 13 Mal wurde er denschaft, die sie für die Musik aufzum «Besten Blues-Rootskünstler» Ös- bringen. Aufgrund ihres feinnervigen terreichs gewählt. Seine Stimme und Zusammenspiels und des Gefühls für Gitarre verkörpern den Blues, wie Atmosphäre ist ein musikalisch spanman ihn selten zu hören bekommt: nender Abend garantiert. Die internawenn Mally lustvoll leidend B.B.-King- tionale Presse, bis hin zur amerikaniKlänge aus seiner Gitarre zutzelt, ist schen «Blues-Revue», überbietet sich Memphis, Tennessee, nichts weiter als denn auch mit Lob für ihre gemeinsaeine geografische Nebensächlichkeit. me Aufnahme: «...und wieder ein GeUnterstützt von der diffizilen Tas- niestreich. Wahre Harmonie! Ein Altenarbeit seines kongenialen Songwri- bum für die Ewigkeit!» terpartners Martin Gasselsberger beweist Mally, dass sich akustischer Konzert mit «Sir» Oliver Mally und Martin Baselberger Blues, einfühlsame Balladen und me- am Mittwoch, 21. Oktober, 20.30 Uhr, im «Pöschtli», lodischer Jazz wunderbar ergänzen. Aeugstertal. Essen gibts um 19 Uhr. Reservierung Die beiden Ausnahmekünstler spielen unter Telefon 044 761 61 38.

Gemeinsam zupacken Stiftung Reusstal lädt zum Pflegeeinsatz Die Stiftung Reusstal lädt Interessierte auf Samstag, 17. Oktober, von 8.30 bis zirka 16 Uhr, zum Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet ein. Ziel ist die Pflege von Biotopen als Lebensräume für Teichrohrsänger, Ringelnatter und Schwertlilie. Der Treffpunkt befindet sich beim Zieglerhaus in Rottenschwil. Das Mittagessen wird von der Stiftung Reusstal offeriert. (sals/pd.) Anmeldung erforderlich, bis 14. Oktober, unter: Telefon 056 634 21 41, info@stiftung-reusstal.ch Infos: www.stiftung-reusstal.ch

Rückzugsräume brauchen Pflege. (zvg.)

Ausstellungen Aeugst am Albis

Bonstetten

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «schäre-stei-papier» Susanne Bucher - Faszination Papierarchitektur, Siegfried Dörfler - Kerbschnitzen. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/ 14-16.30 Uhr. Bis 19. November.

Reformiertes Kirchgemeindehaus, Am Chileweg 7: «Linien». Quiltausstellung Ämtler Quilter Bonstetten. Textile Arbeiten, Karten, Gemeinschaftsquilts. Mit Kaffeestube. Mo bis Do, 14-18, Fr, 14-20, Sa/So, 10-17 Uhr. Bis 18. Oktober.

Affoltern am Albis

Kappel am Albis

Galerie 100, Zürichstrasse 100: 2. Bilderbörse. Alte und neue Meister wie Pechstein, Soutine, Friedrich, Donatello, Dante, Erni, Jacobi, Geffels u.v.m. Do/Fr, 1518.30, Sa, 10-16 Uhr, Verkauf bis 24. Oktober. www.galerie100.ch.

Kloster Kappel (Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception), Kappelerhof 5: Tägliche Führung um 13.30 Uhr durch die Ausstellung «Lebenskunst & Totentanz». Bis 22. November.

Bonstetten

Rifferswil

Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Malerei und Objekte. Beate Bitterwolf, Anneliese Hophan,Silvia Jeanneret. Do/Fr, 14-18, Sa/So, 13-17 Uhr. 17. Oktober bis 6. Dezember. Kunstfenster, Dorfstr. 13, So 14-17 Uhr.

Park Seleger Moor: Seerosen, Farngarten, Rhododendren- und Azaleensammlung, spiegelnde Teiche, Herbstfärbung. Fachkundige Führungen und Kinderwelt «Moorli». Park und Pflanzenverkauf täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.


Sport

Dienstag, 13. Oktober 2015

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Nummer eins im Schweizer Judo-Ranking U18 und U21 Aline Erni hat ihre Top-Form einmal mehr bestätigt Am 22. November kämpfen die besten Judokas der Schweiz in Magglingen um die nationalen Einzeltitel. Aline Erni aus Affoltern hat nochmals bewiesen, dass ihre Form stimmt. Kürzlich durfte Aline Erni vom Budo Sport Club Affoltern am Albis als jüngstes Judo-National-Kadermitglied am 3T-Trainingscamp in Tenero teilnehmen. Über 500 Sporttalente, mit einer Swiss Olympic Talents Card National, trainieren während einer Woche im Tessin. Dort bietet Swiss Olympic den jungen Sportlerinnen, Sportlern und Trainern eine einmalige Möglichkeit, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Trotz Muskelkater startete sie am Samstag darauf in das letzte RankingTurnier in diesem Jahr. In der Kategorie U18 bestätigte sie ihre Top-Form und beendete ihre Kämpfe vorzeitig mit der Höchstwertung. Bei den Damen U21 kämpfte Aline in der ersten Begegnung gegen die amtierende Schweizer Meisterin. Die Gegnerin wurde von Aline gewürgt und diese musste sich geschlagen geben. Im Final stand nun die erst 14 Jahre alte Schweizerin, der 18-jährigen Italiene-

rin eine Wertung erzielen. In der Verlängerung gewinnt diejenige, welche zuerst eine Wertung erzielt. Nach fast vier Minuten Golden Score hebelte Aline die Italienerin und gewann so nochmals Gold.

Neun Siege in den Kategorien U18 und U21

Aline Erni. (Bild zvg.) rin gegenüber. Hier zahlte sich ihre gute Kondition aus, denn in der regulären Kampfzeit konnte keine Kämpfe-

Am 22. November kämpfen die besten Judokas der Schweiz in Magglingen. Aline Erni hat sich für die Schweizer Einzelmeisterschaft bereits im ersten Turnier qualifiziert. Während des Jahres finden in der Schweiz acht Rankingturniere statt. Aline stand bei sieben dieser Turniere in der Kategorie U18 auf dem 1. Platz, bei den Damen (U21) erkämpfte sie sich bei jedem Turnier einen Podestplatz, zweimal als Siegerin ganz zuoberst. Einmal musste sie gesundheitshalber zu Hause bleiben. Die Athletin trainiert im Leistungszentrum um die 15 Stunden in der Woche. Um diesen Trainingsaufwand und all die Auslandaufenthalte mit der Schule zu vereinbaren, besucht sie das Sportgymnasium Zürich. Der Budo Sport Club Affoltern unterstützt Aline mit neuen Kimonos. (pd.)

In Unterzahl einen Punkt erkämpft Fussball 2. Liga: FC Affoltern – FC Lachen/Altendorf 2:2 (1:2) Die erste Mannschaft des FC Affoltern erkämpfte sich in Unterzahl einen Punkt und blieb auch im 29. Meisterschaftsspiel nacheinander ungeschlagen. Die Säuliämtler holten zweimal einen Rückstand auf, schliesslich rettete Torhüter Steiner mit mehreren guten Paraden das Unentschieden.

Anfang September gelang dem Schachclub Wettswil gegen das renommierte Baden furios sein erster Sieg in der Nationalliga B. Jetzt legte er eindrücklich nach und knöpfte Olten einen Punkt ab. Aufsteiger Wettswil ist definitiv in der Nationalliga B angekommen. Seinem Triumph über Baden folgte ein 4:4 gegen Olten. Allerdings fühlt sich das Unentschieden wie eine Niederlage an: Mitabstiegskandidat Nimzowitsch Zürich gewann völlig unerwartet gegen Winterthur und konnte sich von den hinteren Rängen absetzen.

net werden konnten. Überraschend gelang dem Solothurner aber noch eine rettende Abwicklung in den Remishafen.

Gerechtes Unentschieden An den hinteren Tischen diktierten die Oltner das Geschehen. Wettswil hielt krampfhaft dagegen, musste jedoch an zwei Brettern kapitulieren. Immerhin vermochten die letzten beiden Heimischen, Hanspeter Bieri und Theo Heldner, ihre kritischen Stellungen zäh zu verteidigen und verdient ins Remis einzulenken. Das 4:4Schlussresultat entspricht dem Gezeigten. Olten rettete damit seinen Ligaerhalt. Wettswil hingegen müsste in den letzten zwei Runden mindestens noch drei Punkte holen. Ein schier unmögliches Unterfangen, da es noch in Chiasso gegen das bärenstarke Mendrisio anzutreten hat. Kaspar Köchli Schweizer Mannschaftsmeisterschaft, Nationalliga B, 7. Runde: Wettswil – Olten 4:4. Marcel Hug (2274 Elo) – Bruno Kamber (2301) remis; Daniel Christen (2256) – Björn Holzhauer (2273) 1:0; Sacha Georges (2211) – Robin Angst (2163) 1:0; Philipp Aeschbach (2230) – Peter Hohler (2132) remis; Werner Aeschbach (2097) – Zeno Kupper (2188) 0:1; Hanspeter Bieri (2082) – Daniel Reist (1998) remis; Theo Heldner (2077) – Philipp Hänggi (2060) remis; Urs Allenspach (1924) – David Monnerat (2000) 0:1.

Logisches Überlegen gefordert Beginn Jugendschach in Hausen Der erste Spielabend in der Zwinglistube neben der reformierten Kirche ist am Donnerstag, 29. Oktober.

Torhüter Steiner hielt den FCA im Spiel

In der zweiten Halbzeit konzentrierten sich die Einheimischen wieder aufs Fussballspielen. Der FCA war ge-

Schach, Nationalliga B: Wettswil – Olten 4:4

Im Gasthof Hirschen starteten die Heimischen motiviert und auch erfolgreich in den Wettkampf. Schon nach einer Stunde kristallisierten sich an den vier Spitzenbrettern vorteilhafte Stellungen heraus. Tatsächlich wurden in diesen Partien nach langem Kampf drei Zähler erobert (zwei Siege, zwei Remis). Nicht zufrieden mit der Punkteteilung war Philipp Aeschbach. Er hatte vehement die Festung seines Widersachers Peter Hohler – Bruder des Schriftstellers und Kabarettisten Franz Hohler – gestürmt, sodass dessen trostlos herumstehende Figuren scherzhaft als «Totemügerli» bezeich-

Die erste Halbzeit stand für den FCA unter einem denkbar schlechten Stern. Von Beginn weg wurde gegen die Entscheidungen des unsicher agierenden Schiedsrichters reklamiert. Diese Undiszipliniertheiten wurden mit mehreren gelben Karten bestraft, Höhepunkt war der Platzverweis gegen Shala nach einem Foulspiel in der 27. Minute. Verbale Äusserungen von Spielern, Betreuern und Zuschauern beider Lager liessen die Emotionen auf und neben dem Spielfeld hochkochen.

Erneuter Ausgleich in Unterzahl

Ein Unentschieden das schmerzt

Initiatives Wettswil startet gut

................................................... von walter zech

Nebst den geschilderten Vorkommnissen wurde den zahlreichen Zuschauern ein intensives, abwechslungsreiches Spiel geboten. In der 9. Minute setzten sich die Lachner auf der rechten Seite durch und die Hereingabe wurde von Mattia zur Führung verwertet. Nach einer Viertelstunde fischte Torhüter Steiner einen eigentlich gut geschossenen Penalty aus der Ecke und hielt damit den FCA im Spiel. In der 32. Minute erkämpfte Salis mit letztem Einsatz an der Grundlinie den Ball und die anschliessende Flanke von Alen Rako verwertete sein Bruder Marco mit einem wuchtigen Kopfstoss zum Ausgleich. Nur sechs Minuten später entwischte der Lachner Nosiadek der FCA-Abwehr und erzielte die erneute Führung für die Märchler.

Philipp Aeschbach (links) teilte mit Peter Hohler den Punkt. (Bild Kaspar Köchli)

FCA-Torhüter Andy Steiner hielt das Unentschieden fest. (Bild zvg.) willt, auch mit einem Mann weniger den Rückstand aufzuholen, musste aber immer wieder auf die gefährlichen Konter der schnellen Lachner Stürmer aufpassen. In der 60. Minute setzte sich Dushaj auf der rechten Seite energisch durch und am Fünfmeterraum lenkte Marco Rako die Hereingabe zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich in die Maschen. Zehn Minuten später legte sich Dushaj den Ball etwas zu weit vor und verpasste die Führung für den FCA. Gegen Ende des Spiels stand dann Torhüter Steiner mehrmals im Mittelpunkt, in grossartiger Manier wehrte er mehrere gute Schüsse ab. Nochmals

für Aufregung sorgte der Schiedsrichter in der Nachspielzeit. Er unterbrach das Spiel anstatt Vorteil laufen zu lassen, Alen Rako hätte alleine auf das Lachner Tor losziehen können. Fazit von Trainer Dragan Filipovic: «Wenn man fast 70 Minuten mit einem Mann weniger noch zweimal einen Rückstand aufholt, dann muss man von einem gewonnenen Punkt sprechen.» Sportplatz Moos, 130 Zuschauer. Tore: 9. Mattia 0:1, 32. Marco Rako 1:1, 38. Nosiadek 1:2, 60. Marco Rako 2:2. FCA: Steiner, Salis, Sq. Bala, Luchsinger, Sb. Bala, Konate, Shala, Ismajlaj, M. Rako (72. Premananthan), Dushaj (79. C. Antenen), A. Rako.

Das Schachspiel hat für Jugendliche nach wie vor eine grosse Anziehungskraft. Das schachliche Denken fördert bei jungen Menschen das logische Überlegen sowie die notwendige Ausdauer, um ein Problem anzugehen und zu lösen. Deshalb führt der Schachclub Hausen in der Spielsaison 2015/16 für Mädchen und Knaben im Alter von fünf bis 15 Jahren wiederum ein Schachturnier durch, das sich über rund 15 Spielabende vom November bis April erstreckt. Der erste Spielabend, der der näheren Information und der Einteilung dient, findet am Donnerstag, 29. Oktober, von 19 bis 20 Uhr statt. Der Treffpunkt beziehungsweise die Lokalität ist wie immer die Zwinglistube neben der reformierten Kirche in Hausen. Da auch Anfänger willkommen sind, wird in zwei oder sogar drei Stärkeklassen gespielt. Die Teilnahme ist kostenlos. Hat man die

Schach hat für Jugendliche nach wie vor eine grosse Anziehungskraft. (Archiv) Anmeldung verpasst, kommt man am ersten Abend einfach rechtzeitig zur Zwinglistube. (pd.) Anmelden bei Andreas Tandler, Telefon 079 615 67 22 oder info@schausen.com.


Stellenanzeiger

Veranstaltungen SIR OLIVER MALLY «Blues & Ballads» Mittwoch, 21. Oktober, 20.30 Uhr

Pöschtli Aeugstertal 044 761 61 38

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081 2015  

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