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066_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 66 I 176. Jahrgang I Dienstag, 30. August 2022

Stadtfest Affoltern

Stadtpräsidentin Eveline Fenner über die kommenden vier bunten Festtage in Affoltern. > Seite 3

Neubau Heumoos

Der Bonstettemer Gemeinderat ist mit der Planung des Neubaus einen Schritt weiter. > Seite 4

Expo Obfelden

Die Messe war nicht nur fürs Gewerbe ein Stelldichein, sondern auch für die Bevölkerung. > Seite 8

Spannende Geschichte Chilbis im Säuliamt

Auf einem Dorfrundgang zeigte sich die Entwicklung von Obfelden. > Seite 8

Jüngste Ämtler Gemeinde boomt 175 Jahre Obfelden: Jubiläumsbrunch im Rahmen der Expo

> Weitere Berichte auf Seite 3

von Werner Schneiter

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Wandel und Veränderung, aber Charakter und Identität von Obfelden bewahren: Gemeindepräsident Stephan Hinners am Jubiläumsbrunch im Rahmen der Expo. (Bild Werner Schneiter) Zusammen etwas erreichen, das habe in Obfelden also eine lange Tradition – zuletzt eindrücklich illustriert im Rahmen des Turnfestes mit rund 4000 Teilnehmenden vor drei Jahren.

Infrastrukturaufgaben warten Auch die Kombination von Expo und Dorfjubiläum zeuge von einer starken Gemeinschaft. «Zusammen neue Ideen

entwickeln, Sachen anpacken, etwas entstehen lassen, das bleibt: Für das steht unsere Gemeinde, die zweitgrösste im Bezirk», sagte der Gemeindepräsident, natürlich darauf hinweisend, dass sich Obfelden wandeln und verändern wird. «Wir werden verschiedene Infrastrukturaufgaben anpacken müssen. Unser Siedlungsgebiet wie auch unsere Dorfstrasse werden mittelfristig ihr Gesicht stark verändern. Das wird nicht einfach und

Ämtler Klubs ohne Sieg

Flüsterbeläge sind gefragt

Sowohl der FC Wettswil-Bonstetten als auch der FC Affoltern konnten ihre Partien am Wochenende nicht gewinnen.

Auf den Kantonsstrassen in Ottenbach und Obfelden ist es zu laut – Tempo 30 und lärmarme Beläge sollen helfen.

Der FC Wettswil-Bonstetten verlor am Wochenende seine Partie auswärts gegen den USV Eschen/Mauren mit 2:3. Lange sah es danach aus, als ob die Ämtler die Partie für sich entscheiden könnten. Doch vor allem in der zweiten Hälfte lag das Glück aufseiten des Heimteams aus dem Ländle. Morgen Mittwoch spielt der FCWB um 20 Uhr zu Hause das Nachtragsspiel gegen den FC Kosova. Zum Auftakt in die neue Saison gelang auch dem FC Affoltern kein Sieg. Gegen den FC Oetwil-Geroldswil schaute nur ein 2:2 heraus. Der FCA ist am Donnerstag bereits wieder im Regionalcup gegen Altstetten im Einsatz. (red.)

von luc müller

> Weitere Berichte auf Seite 20

Das Warum zum Wechsel Biglers Wenn ein alt Nationalrat der FDP zur SVP wechselt, dann interessieren die Gründe. Für welche Inhalte Hans-Ulrich Bigler als Wirtschaftspolitiker steht, ist kein Geheimnis. Künftig will er sich in der SVP dafür einsetzen, die bürgerliche Politik zu schärfen. Dem Wirtschaftspolitiker, der in Affoltern wohnt, geht es um die Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen. «Dafür habe ich mich in der Vergangenheit hartnäckig eingesetzt – und werde es auch in Zukunft weiterhin tun», betont er. (tst.)

Zwar werden Siedlungsgebiet und Dorfstrasse das Gesicht von Obfelden verändern. Gelingt es, den Charakter und die Identität zu bewahren, dann sieht Gemeindepräsident Stephan Hinners die jüngste Gemeinde des Bezirks vor einer spannenden, erfolgreichen Zukunft, wie er am Brunch zum 175-Jahre-Jubiläum ausführte.

Gewerbeausstellung, Apéro für neu Zugezogene, Dorfrundgang, Konzerte, Jubiläumsbrunch: Obfelden hat ein langes Festwochenende hinter sich. Die Expo bildete das Kernstück des 175-jährigen Dorfjubiläums. Anstelle eines Festaktes lud die Gemeinde am Sonntagmorgen auf dem Festgelände bei der Mehrzweckhalle Zendenfrei zu einem Jubiläumsbrunch ein. Mehr als 170 Personen bedienten sich am reichhaltigen Buffet des Restaurants Central, derweil Gemeindepräsident Stephan Hinners in seiner Kurzansprache einen Blick zurück und einen nach vorne warf. Obfelden ist die jüngste Gemeinde im Bezirk. 1837 scheiterte ein erster Versuch, sich von Ottenbach zu trennen. Dies gelang schliesslich 10 Jahre später. Die fünf Ähren im Gemeindewappen symbolisieren die fünf Weiler, die das Dorf bilden. Stephan Hinners erinnerte an die früheste Entwicklung, geprägt von den damaligen Seidenbaronen Stehli. Zu einem Bahnhof reichte es nicht, aber Verkehrsthemen beschäftigten das Dorf schon in seinen Anfängen: Einwohner, die – bevor sie die Felder bestellten – mit Ross und Wagen Steine zu den Baustellen von Kirche und Pfarrhaus transportierten. Und die Bevölkerung Holz aus den Wäldern für den Dachbau besorgt hat.

In Aeugst, Bonstetten und Knonau fanden wieder die traditionellen Chilbis statt. > Seite 9

Diskussionen auslösen», fügte er bei. Gelingt es, Charakter und Identität von Obfelden zu bewahren, wie das in den letzten 175 Jahren der Fall gewesen ist, dann sehe ich die Gemeinde vor einer spannenden und erfolgreichen Zukunft. Obfelden boomt, Obfelden ist in, zu uns kommt man gerne», schloss Stephan Hinners.

> Weitere Berichte auf Seite 8 und 13

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Neuer Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach hat Einfluss

Der neue Autobahnzubringer A4 Obfelden/Ottenbach hat Auswirkungen auf den Verkehr. Die Zufahrt zum neuen Verkehrskreisel in Ottenbach über die Rickenbachstrasse hat nun mehr Verkehr, wie Peter Angst, Leiter Fachstelle Lärmschutz beim Tiefbauamt des Kantons Zürich erklärt.

Lärmbelastung berechnet «Mit der Lärmschutzsanierung auf den Kantonsstrassen haben wir in Obfelden und Ottenbach noch gewartet, bis nun das neue Teilstück des Autobahnzubringers im Juni eröffnet werden konnte»,

betont Angst. «Wir haben kürzlich die Lärmbelastung durch den Verkehr in den Dörfern Ottenbach und Obfelden berechnet», erklärt Angst. Es gibt Orte, an denen der Strassenlärm die Grenzwerte, wie sie die Lärmschutzverordnung des Bundes verlangt, überschreiten. Nun sollen lärmarme Beläge und Tempo-30-Strecken dafür sorgen, dass der Strassenlärm weniger wird. An folgenden Kantonsstrassen in Obfelden ist es zu laut: MettmenstetterDorf-, Ottenbacher-, Muri- und Turbinenstrasse. In Ottenbach ist der Strassenlärm auf den folgenden Kantonsstrassen ebenfalls zu hoch: Zwilliker-, Affoltern- und Rickenbacherstrasse.

Tempo 30 im Dorfzentrum geplant Die Jonen-/Affolternstrasse und die Rickenbacherstrasse auf dem Gebiet der Gemeinde Ottenbach zählen zum

Strassennetz des Kantons Zürich und werden im Kataster als regionale Verbindungsstrasse (Jonenstrasse) beziehungsweise Hauptverkehrsstrasse (Affolternstrasse) und als regionale Verbindungsstrasse (Rickenbacherstrasse) geführt.

Sanierung ab 2024 «Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und der Werterhaltung müssen die Jonen-/Affolternstrasse und die Rickenbacherstrasse instand gesetzt werden», schreibt der Zürcher Regierungsrat in einem Beschluss vom 6. Juli 2022. Die Sanierungen dürften 2024 starten. Im Dorfzentrum werden auf der Jonen-, der Affoltern- und der Muristrasse Tempo-30-Strecken signalisiert und ein lärmarmer Belag eingebaut.

> Interview auf Seite 5

14.08. – 04.12.2022

RICHARD GERSTL

Inspiration – Vermächtnis 20035 9 771661 391004


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