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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 62 I 168. Jahrgang I Dienstag, 12. August 2014

Zu grosser Aufwand?

Strom aus der Reuss?

Landschaftsqualitätsprojekt Zürich Süd kurz vor Abschluss. > Seite 3

Ottenbach: EKZ hat vertiefte Variantenstudien in Auftrag gegeben. > Seite 3

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Kampf um Hanf Staatsanwaltschaft: KV-Hanfdieb in Ebertswil kassierte Schnitte und Strafe. > Seite 5

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Erlebnisreich Sommerserie: Freiämter Sagenweg lockt Familie Stöckli auch bei Regen aus dem Haus. > Seite 6

Kaum Amtsmüdigkeit bei den Ämtler Kantonsräten Fünf treten 2015 wieder an – nur Jakob Schneebeli kündigt den Rücktritt an Fünf der sechs Ämtler Kantonsräte streben im Frühjahr 2015 eine weitere Amtsdauer an. Jakob Schneebeli, der SVP-Vertreter aus Affoltern, kündigt nach zwei Amtsdauern seinen Rücktritt an. ................................................... von werner schneiter In den kommenden Wochen und Monaten beschäftigten sich die Bezirksparteien mit den Kantonsratswahlen, suchen nach geeigneten Kräften, um ihre Listen zu bestücken bzw. zu komplettieren. Rund acht Monate vor dem Wahltermin ist schon bereits klar, welche Absichten die sechs Vertreter des Bezirks im Rathaus an der Limmat hegen: Fünf der sechs Mandatsträger haben Lust, eine weiter Amtsdauer anzuhängen. Nur Jakob Schneebeli macht den Schnitt und beendet seine Karriere in der kantonalen Legislative nach zwei Amtsdauern. «Acht Jahre im Kantonsrat – das ist für mich die Idealvorstellung», sagt der SVP-Vertreter aus Affoltern, der als Gemeinderat auch Exekutiveerfahrung hat. Der erste Teil der ersten Amtsdauer beinhalte den Lernprozess, danach könne man auch etwas bewirken, fügt er bei und ist überzeugt, dass die SVP im Herbst eine gut ausgewogene Liste präsentieren wird. Und auf dieser Liste wird Landwirt Martin Haab aus Mettmenstetten der mutmassliche Spitzenkandidat sein – er, der 2011 in den Rat eingetreten ist und sich in seinen Berufsthemen profiliert hat – dies, nachdem er, wie er

anfügt, am Anfang «ins kalte Wasser» geworfen worden sei und viel habe lernen können. Dazu gehört auch, sich in diesem weitläufigen Themenfeld, das im Rat behandelt wird, nicht zu verirren und sich auf gewisse Sachbereiche zu konzentrieren. «Bildung und Gesundheit liegen mir weniger», sagt er.

Vom Kantonsrat der Sprung in den Nationalrat? Es ist nicht auszuschliessen, dass für Martin Haab im Herbst 2015 ein Ersatzmann oder eine Ersatzfrau nachrücken muss. Denn der Mettmenstetter trachtet nach «höheren Weihen». Er macht sich Hoffnungen auf ein Nationalratsmandat. Haab sitzt im Zürcher Bauernverband im leitenden Ausschuss. Und dieser Bauernverband beansprucht auf der Zürcher SVP-Nationalratsliste einen aussichtsreichen Spitzenplatz. Einiges hängt davon ab, ob die alten «Schlachtrösser» Max Binder und Ernst Schibli, beides Landwirte, nochmals antreten wollen – und ob ihnen dann der wesentlich jüngere Haab vorgezogen wird. Spannung ist angesagt.

Pensum von rund 40 Prozent Hans Läubli, Grünen-Vertreter aus Affoltern, ist bereit für eine dritte Legislaturperiode. Die Arbeit mache Spass, sei aber aufwändig, sagt er mit Blick auf sein Präsidium in der prestigeträchtigen Justizkommission des Kantonsrates. Sein Pensum umfasst derzeit rund 40 Prozent. Das ist auch mit

Blick auf seine Aktivitäten im Rat erklärbar. Über 20 Vorstösse hat Läubli als Erstunterzeichner bisher eingereicht; bei mindestens ebenso vielen ist er als Mitunterzeichner in Erscheinung getreten – so viele wie kein Ämtler Vertreter im Rat. Seine Kernanliegen sind die Umwelt, die Raumplanung, aber auch die Verkehrs- und Kulturpolitik. «Anliegen aus dem Bezirk sind mir hier natürlich auch wichtig», fügt Läubli bei.

Moritz Spillmann: «Ich will die Kantonsschule in Affoltern» Auch Moritz Spillmann (SP, Ottenbach) bewirbt sich im Frühjahr für eine zweite Amtsdauer. «Ich konnte in der Fraktion und in der Partei sehr rasch Verantwortung übernehmen», hält er fest. Spillmann ist Vizepräsident der kantonalen SP und zum anderen Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur in der SP-Fraktion. «Das eröffnet Möglichkeiten zur Gestaltung der Politik und der Partei und auch im Kantonsrat – und das gefällt mir, auch wenn es ab und zu frustrierend ist, wenn einem die – zu engen – Grenzen aufgezeigt werden», hält Spillmann fest. Der Mittelschullehrer ist Mitglied in der Kommission für Bildung und Kultur (Kbik), und so liegt es auf der Hand, dass er seine Präferenzen weiter in der Bildungspolitik hat. «Ich will die Kantonsschule in Affoltern. Das ist nicht nur bildungspolitisch einer der wichtigsten Entscheide für das Säuliamt. Dafür braucht es ein starkes Lobbying», sagt Moritz Spillmann.

Säuliämtler Hilfe in Minsk Sonny Schönbächler Berater bei gigantischer Indoor-Anlage Sonny Schönbächler, der Skiakrobatik-Olympiasieger von 1994, hat zusammen mit Nationaltrainer Michel Roth bei der Realisierung einer gigantischen Wasserschanzen-Indoor-Anlage in Minsk als Berater gedient. Dazu sind die beiden jährlich zwei- bis dreimal in die weissrussische Hauptstadt geflogen. «Eine spannende Aufgabe. Wir haben auch viel profitieren können», bilanziert der Säuliämtler. Inzwischen ist das Beratermandat beendet, die 40 Millionen Euro teure Halle steht. «Wir haben mitgeholfen, dass hier etwas für den Sport, für die Jugend und für die Bevölkerung entsteht», sagt Schönbächler auf die Frage, ob hier auch dem mit eiserner Hand regierenden weissrussischen Präsidenten Lukaschenko zugedient worden sei. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 15

In Minsk beim Bau einer grossen Wasserschanzen-Indoor-Anlage als Berater dabei: Sonny Schönbächler – hier im Jumpin, wo am kommenden Sonntag das Freestyle-Masters stattfindet. (Bild Werner Schneiter)

Eine eigene Welt Seit gut einem Jahr sitzt Olivier Hofmann (FDP, Hausen) im Kantonsrat – als Nachfolger von Kurt Weber. Klar, dass er 2015 nochmals antritt. Den Ratsbetrieb nimmt er als «eigene Welt» mit eigenen Abläufen und eigenem Vokabular» wahr, die als Neuling nicht immer sofort durchschaubar ist – auch der Breite der Materie wegen. Und wegen der teilweisen Komplexität. «Allein der Finanzplan hat etwa 600 Seiten Umfang», sagt er und schiebt nach, dass es unmöglich sei, überall sich vertieft mit Themen zu befassen. Generell bezeichnet Hofmann den Ratsbetrieb als hochspannend; man könne da viel lernen. Und zudem sei er in zwei hochspannenden Kommissionen aktiv: Als Ökonom und Banker liegt im die Arbeit in der ZKBKommission, aber er hat auch Freude an der Mitarbeit in der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kefu), einer bedeutungsvollen Fachkommission. «Eine Amtsdauer ist zu wenig», begründet der Grünliberale Hans Wiesner aus Bonstetten seine erneute Kandidatur. Er ist Mitglied der Justizkommission, will aber auch dazu beitragen, dass sich Ökologie und Ökonomie «unter einen Hut bringen lassen». Eines seiner Anliegen ist die Besteuerung des Flugverkehrs. «Ich sehe nicht ein, weshalb da der Strassenverkehr allein zur Kasse gebeten werden soll», fügt er bei – und glaubt, dass die 19 Mitglieder umfassende GLP-Kantonsratsfraktion auch in dieser Frage Gewicht hat.

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«Sommer-Erlebnis» Der Leserfoto-Wettbewerb des «Anzeigers» dauert noch bis morgen Mittwoch. > Seite 7

Arbeitslosenquote im Säuliamt unverändert tief: 2,3 Prozent Im Säuliamt verharrt die Arbeitslosenquote bei 2,3 Prozent, im Kanton Zürich bei 3,1 Prozent. Gemäss einer Mitteilung des kantonalen Amtes für Arbeit und Wirtschaft (AWA) verzeichnen vor allem das Baugewerbe und teils auch die Gastronomie rückläufige Arbeitslosenzahlen, derweil die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen leicht angestiegen ist. «Beide Effekte sind für die Sommermonate üblich», schreibt das AWA. Im Bezirk Affoltern waren Ende Juli 651 Personen ohne Arbeit gemeldet, sechs mehr als vor Monatsfrist. Die Quote von 2,3 Prozent gehört zu den tiefsten im Kanton Zürich. (-ter.)

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Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren müssen alle unsere Liquidationsangebote vom 12. bis zum 25. August verschwinden. Eckpolstergruppen, Zimmer, Diverse Möbel, Deko, TV, Informatik, Hi-Fi und noch mehr: entdecken Sie alle Angebote in unserem Katalog! Conforama – so schön wohnen, so günstig.

Gefängniswärterin in Affoltern in Untersuchungshaft Weil sie verdächtigt wird, Drogen für Insassen ins Gefängnis geschmuggelt zu haben, ist eine 29-jährige Mitarbeiterin des Gefängnisses Affoltern in Untersuchungshaft gesetzt worden. Das meldete der «Blick» am Samstag. Sie soll bereits seit einem Monat hinter Gittern sitzen. Grund dafür ist laut der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis Kollusionsgefahr. Angaben, welche Art, welche Menge und in welchem Zeitraum die Frau Drogen ins Gefängnis geschmuggelt haben soll, machte die Staatsanwaltschaft wegen des laufenden Verfahrens keine. Die Frau ist seit letztem Jahr im Gefängnis in Affoltern tätig und nicht die erste Aufseherin im Kanton Zürich, die verbotene Gegenstände ins Gefängnis gebracht hat. Ein Fall geht laut NZZ ins Jahr 2009 zurück, als ein Aufseher Handys, Memorys und Anabolika in die Haftanstalt Pöschwies geschmuggelt hatte.

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Kath. Kirchgemeinde Bonstetten Einladung zur ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung am Dienstag, 9. September 2014, 20.15 Uhr, im Pfarreiheim St. Mauritius Bonstetten, Stationstrasse 31 Traktanden: 1. Eröffnung der Kirchgemeindeversammlung und Wahl der Stimmenzähler 2. Information über das Bauprojekt Mauritiuspark und Finanzierung des Bauvorhabens 3. Anträge zur Finanzierung, zur Miete und Kooperation mit der Kirchenstiftung sowie zu den Kreditverträgen mit der finanzierenden Bank 4. Varia Stimmberechtigt sind alle Mitglieder der römisch-katholischen Kirchgemeinde Bonstetten (Katholiken der drei politischen Gemeinden Bonstetten Stallikon und Wettswil), welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitz des Schweizer Bürgerrechts oder der Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligung sind und im Aktivbürgerrecht nicht eingestellt sind. Die zur Behandlung kommenden Akten und Kommentare liegen ab Dienstag, 26. August 2014, im Pfarreisekretariat während den Bürozeiten (08.00 bis 12.00 Uhr), ebenfalls vor der Versammlung im Pfarreiheim zur Einsicht auf und ebenfalls sind diese auf der Homepage der Pfarrei (www.kath.ch/bonstetten) ab 26. August 2014 einzusehen. Apéro im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung. Katholische Kirchenpflege St. Mauritius, Bonstetten

Strassensperrung Wegen der Erstellung des Kanalisationsanschlusses ist die Gartenstrasse zwischen der Zürichstrasse und Gartenhof, vom 12. August bis 15. August 2015 für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Zeughaus- und Loorenstrasse und wird signalisiert. Wir danken den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für das entgegengebrachte Verständnis und sind bemüht, die Behinderung auf das notwendige Minimum zu beschränken. Affoltern am Albis, 12. August 2014 Sicherheitsabteilung, Gemeinde Affoltern am Albis

Polizeibewilligung für Feuerwerk (gemäss Art. 22 Abs. 2 Polizeiverordnung) Datum: Samstag, 16. August 2014 Zeit: zwischen 21.45 Uhr und 21.55 Uhr (10 Minuten) Hotel Uto Kulm, Ort: 8143 Uetliberg Umfang: 50 Feuerwerkskörper Grund: private Feier Stallikon, 12. August 2014 Polizeivorsteherin

Und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände und er winkt und lächelt leise und die Reise ist zu Ende (Matthias Claudius)

Mit der Naturschutzkommission unterwegs Die Naturschutzkommission der Gemeinde Hedingen hat die Aufgabe, den Gemeinderat in allen Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes zu beraten und den Unterhalt und die Pflege der kantonalen und kommunalen Schutzobjekte zu überwachen. Sie erfüllt diese Aufgabe unter anderem durch regelmässige Begehungen der Objekte, bei welchen vor Ort der Zustand überprüft und allfällige Pflegemassnahmen festgelegt werden. Möchten Sie einmal der Naturschutzkommission bei der Arbeit über die Schulter schauen und kennenlernen, welche Schutzobjekte auf dem Gebiet der Gemeinde Hedingen existieren? Am Montag, 8. September 2014, 13.30 bis ca. 17.00 Uhr, bietet sich Ihnen Gelegenheit, bei einem solchen Umgang dabei zu sein. Falls Sie daran interessiert sind, melden Sie sich bei der Gemeindeverwaltung Hedingen, Bereich Umwelt (044 762 25 62) oder per E-Mail via umwelt@hedingen.ch.

Ruth Siegenthaler geb. Burkhardt

* 26. 2. 1932

ȴ 5. 8. 2014 Knonau

In stiller Trauer:

Reinhold Siegenthaler Barbara Siegenthaler, Jürg Raidt und Eva Lea Sonja Costa-Burkhardt und alle Angehörigen Knonau, den 7. August 2014 Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 12. August 2014 um 10.00 Uhr in der Kirche Knonau statt. Traueradresse: Barbara Siegenthaler, Seminarstrasse 44, 5400 Baden

HERZLICHEN DANK für die zahlreichen, liebevollen Worte und Briefe, die wir in den letzten zwei Wochen erhalten haben. Wir freuen uns, wenn wir alle mit Ernst Baltisberger im Herzen verbunden sind.

Ruth Baltisberger aus Affoltern a. A. und Angehörige


Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. August 2014

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Landschaftsqualitätsprojekt Zürich Süd kurz vor Abschluss Informationsveranstaltung für Landwirte und Gemeindevertretungen Die Landschaftsqualität ist ein neu eingeführter Schwerpunkt der Agrarpolitik 14/17. Die landwirtschaftlichen Bezirksvereine Affoltern und Horgen sind nun daran, ein entsprechendes Projekt zu erarbeiten. Am vergangenen Mittwoch wurden die Landwirte und Gemeindevertretungen über die Massnahmen informiert. ................................................... von marianne voss Die Bäuerin in der Tracht im Garten oder Kühe mit schmucken Glocken, wird das in Zukunft Beiträge generieren? Nein, das dann doch nicht. Vielen Landwirten ist der Sinn für solche humorvollen Bemerkungen jedoch vergangen. Sie ärgern sich über die Erfindung eines weiteren Projekts, das wieder vermehrt Administrativaufwand im Büro und Kontrollkosten nach sich zieht. Gemäss der vom Bund verordneten Agrarpolitik 14/17 sollen in Zukunft gewisse Massnahmen, die zur Vielfalt, Charakteristik und Aufwertung der Landschaft beitragen, Landschaftsqualitäts-Beiträge für die Bauern auslösen. Solche Massnahmen können zum Beispiel HochstammObstgärten, vielfältiger Getreideanbau oder Fruchtfolgen mit blühenden Hauptkulturen sein. An der Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Affoltern im letzten Mai wurden die Bauern bereits über das bevorstehende Landschaftsqualitätsprojekt (LQP)

informiert (der «Anzeiger» hat darüber berichtet). Seither sind die beiden Landwirtschaftlichen Bezirksvereine Affoltern und Horgen gemeinsam am Werk und haben zusammen mit Mérylle Censier, Vertreterin des Zürcher Bauernverbandes, und Ursula Bollens vom Büro planikum eine Arbeitsgruppe gebildet. Am vergangenen Mittwoch waren die Landwirte und Gemeindevertretungen eingeladen, sich über den Stand der Dinge zu informieren. Der Aufmarsch auf dem Hof der Familie Duperrex im Uttenberg war trotz Ferienzeit und relativ gutem Wetter gross.

Mehr Aufwand als Nutzen? Martin Haab, Präsident des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Affoltern, erklärte zu Beginn, es gehe immer ein Raunen durch die Menge, wenn vom LQP die Rede sei. «Heute wollen wir nicht darüber diskutieren, ob dies ein sinnvolles Instrument ist oder nicht. Es ist einfach eine der fünf Säulen der Agrarpolitik 14/17. Punkt.» Das Projekt habe für viel Unmut gesorgt. Es bestehe die Befürchtung, dass der Aufwand für die Bauern grösser sei als der Nutzen. Der Präsident gab nochmals einen Überblick, worum es geht. Um die vom Bund bereitgestellten Beiträge abholen zu können, muss gemäss Agrarpolitik 14/17 ein LQP erarbeitet werden, das eine Landschaftsanalyse mit Zielen und Schwerpunkten beinhaltet sowie konkrete Massnahmen für die Bauern vorschlägt. Das LQP baut auf den landwirtschaftlichen und landschaftlichen Stärken der Region auf und soll bewirken, dass ortstypische

Landschaftselemente gefördert, gepflegt, erneuert und erhalten werden. Das erarbeitete Projekt wird schliesslich vom Kanton und Bund geprüft und genehmigt. Ein LQP ist nicht zu verwechseln mit verschiedenen andern Landschaftsprojekten, die im Säuliamt bereits bestehen, wie ein LEK oder ein Vernetzungsprojekt. Jeder Landwirt kann beim LQP selber entscheiden, ob er eine Massnahme anmelden und erfüllen möchte oder nicht. Je nach Situation kann er Sie informierten über das Landschaftsqualitätsprojekt. Von links: Martin Haab, Ursula Bollens, mit wenig Auf- Mérylle Censier und Ernst Brändli (Bezirksverein Horgen). (Bild Marianne Voss) wand Beiträge abholen, zum Beispiel, wenn er sowieso die verschiedenen Landschaftstypen in herumschlagen möchten. Ein jüngerer schon einen Hochstamm-Obstgarten der Region und die definierten Ziele. Landwirt meinte relativ gelassen: hat, traditionelle Getreidearten an- In mehreren Gruppen erlangten die «Warten wirs ab, was für Unterlagen baut oder Blumen entlang von seinen Landwirte Kenntnisse über den Land- im Winter tatsächlich ins Haus komWegrändern wachsen. schaftstyp, in dem ihr Betrieb liegt. Es men. Über diesen Vorschlag müssen ja bestand auch die Möglichkeit, über nun noch die Ämter drüber. Vermutdie vorgeschlagenen Massnahmen zu lich muss ich dann gar nicht mehr viel Abwarten bis zum Winter diskutieren, sie anzupassen oder wei- entscheiden.» Und Martin Haab empAn der Veranstaltung letzte Woche tere Vorschläge einzubringen. fahl zum Schluss humorvoll: «Legt Einige der anwesenden Bauern nun die Liste unter das Kopfkissen ging es darum, den Anwesenden den Projektstand zu erörtern und die kon- regten sich auf und hatten schon ent- und überlegt euch bis im Winter, welkreten Massnahmen aufzuzeigen. Ur- schieden, dass sie sich nicht mit zu- che Massnahmen ihr anmelden möchsula Bollens erläuterte die Situation, sätzlichen Formularen und Kontrollen tet.»

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 12. August, feiert Fritz Robert Hurni in Affoltern den 80. Geburtstag. Zum «Runden» gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubilaren einen schönen Festtag.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch

Zum 80. Geburtstag Else Hanneruth Rouichi-Jacob darf morgen Mittwoch, 13. August, in Affoltern ihren 80. Geburstag feiern. Die besten Glückwünsche begleiteten die Jubilarin. Alles Gute!

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913

in kürze

Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Die kantonale Volksinitiative «Bezahlbare Kinderbetreuung für alle» ist zustande gekommen. Die erforderliche Anzahl von 6000 Unterschriften wurde übertroffen, wie die Prüfung durch die Direktion der Justiz und des Innern ergeben hat. (ki.)

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Der alte Fabrikkanal in Ottenbach. Bereits vor über 170 Jahren wurde hier die Wasserkraft genutzt. (Bild Thomas Stöckli)

Strom aus der Reuss bei Ottenbach? EKZ hat vertiefte Variantenstudien in Auftrag gegeben Vor einem Jahr hat der «Anzeiger» berichtet, dass das EKZ prüft, ob im bestehenden Fabrikkanal Haas ein Kleinwasserkraftwerk wirtschaftlich betrieben werden kann. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge? «Wir haben bei einem Ingenieurbüro vertiefte Variantenstudien in Auftrag gegeben», verrät Priska Laïaïda, Leiterin Unternehmenskommunikation bei EKZ, auf An-

frage. «Sobald die Resultate vorliegen, werden wir diese mit dem Kanton besprechen.» Ob das Kleinwasserkraftwerk wirtschaftlich betrieben werden kann, hängt nämlich auch von den Bedingungen ab, die der Kanton in Bezug auf den Denkmalschutz und die wasserrechtliche Konzession stellen wird. «Aus diesen Gründen können wir zurzeit noch nicht abschätzen,

wann mit einem Entscheid zu rechnen ist», so Priska Laïaïda weiter. Für eine Nutzung der Wasserkraft an dieser Stelle spricht, dass die Fassung sowie der Zu- und Ablaufkanal vorhanden und grösstenteils frisch saniert sind. Bereits vor über 170 Jahren wurde hier die Wasserkraft genutzt, erst für eine Mühle, später für die Seidenweberei Haas. (tst.)

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. August 2014

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Kampf um Hanf: Tränengas, Samurai-Schwert und Baby-Phone Staatsanwaltschaft: KV-Hanfdieb kassierte Schnitte und Strafe Blutiger Kampf um Hanf: Bei einem Einbruch in eine IndoorHanfplantage in Ebertswil wurde der junge Dieb dank eines BabyPhones vom Besitzer überrascht. Dieser ging mit einem SamuraiSchwert auf den Eindringling los und verletzte ihn mit mehreren Streichen. ................................................... von attila szenogrady

Der Kampf um hochwertigen IndoorHanf kann im Kanton Zürich brutale Formen annehmen. Dies zeigt ein nun bekannt gewordener Fall aus dem Bezirk Affoltern. Fest steht, dass ein heute 21-jähriger KV-Lehrling aus dem Kanton Luzern zusammen mit seinem Cousin in Ebertswil in einer Scheune eine Indoor-Hanfanlage plündern wollte.

Wegen Baby-Phone aufgeflogen Sicher ist, dass der junge Luzerner aus der Region Nebikon in der Nacht mit einem Brecheisen die Scheune bei einem Gehöft aufbrach und zusammen mit seinem um vier Jahre älteren Vetter in den Produktionsraum eindrang.

Die beiden Einbrecher begannen sogleich mit Scheren die Hanfstauden abzuscheiden und in Kehrichtsäcke zu stopfen. Doch dann hatten die Langfinger Pech. So hatten sie nicht mit einem eingeschalteten Baby-Phone gerechnet. Das Gerät weckte im Nebengebäude den damals 43-jährigen Besitzer der Indoor-Hanfplantage auf.

Tränengas-Spray gegen Samurai-Schwert Der aufgeweckte Hanfbauer nahm nicht nur einen 42-jährigen Kollegen, sondern auch sein Samurai-Schwert zum Tatort mit. Dort kam es sogleich zu einem brutalen Zweikampf. Wobei der jüngere Einbrecher einen Tränengasspray einsetzte und diesen gegen das Gesicht des Schwertkämpfers sprühte. Dieser liess sich dadurch nicht aufhalten und schlug mit der japanischen Stichwaffe wiederholt auf den Gegner ein. Der KV-Lehrling erlitt an den oberen Extremitäten sowie am Oberkörper diverse Schnittverletzungen und suchte zusammen mit seinem Cousin das Weite. Beide Einbrecher flüchteten mit einem Personenwagen bis nach Hausen, wo sie anhielten und kurz nach vier Uhr von einer Passantin gesehen wurden. Die Frau alarmierte die Kan-

tonspolizei Zürich, worauf der verletzte Luzerner in ein Spital eingeliefert und dort ambulant behandelt wurde. Die Fahnder entdeckten kurz darauf die Hanfanlage mit rund 30 abgeernteten Pflanzen. Dabei kam heraus, dass auch der Besitzer aufgrund einer Rötung der Bindehaut sowie Prellungen Verletzungen erlitten hatte. Alle vier Männer wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Kurosh mag Reis. (Bild Ute Ruf) Geldstrafe und Busse Der Vorfall vom Januar 2012 zog nun auch rechtliche Folgen nach sich. Wie aus einem aktuell eröffneten Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV hervorgeht, wurde der 1992 geborene KVLehrling aus dem Kanton Luzern wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung Körperverletzung, Drogendelikten sowie Vergehens gegen das Waffengesetz zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu 110 Franken verurteilt. Die 4950 Franken muss er bei einer Probezeit von zwei Jahren nicht bezahlen. Im Gegensatz zu einer zusätzlichen Busse von 400 Franken sowie 900 Franken Verfahrenskosten. Die drei weiteren Beschuldigten werden in getrennten Verfahren beurteilt. Das Urteil gegen den Luzerner ist laut Staatsanwaltschaft rechtskräftig.

leserbrief

Einseitig oder nicht? Dass die Berichte von Frau Holenstein so viel Kritik bewirken, gibt mir zu denken. Die einzige wirklich sachliche Rückfrage war die, wie der «Anzeiger» dazu komme, eine solche Artikelserie abzudrucken. Dies aber ist Sache des «Anzeigers» und hat mit Frau H. nichts zu tun; es gibt ja auch andere ganzseitige Erfahrungsberichte aus aller Welt – und niemand stellt dazu Fragen. Ich habe selber ähnliche Einsätze erlebt und möchte deshalb ein paar Dinge richtigstellen: 1. Frau H. berichtet ihre Erfahrungen. So hat sie die Situation dort auf der Westbank erfahren. Ihr dabei Einseitigkeit und Unglaubwürdigkeit zu unterstellen, ist ein Zeichen für schlechtes Zuhören. Müsste die Frage nicht an die Kritiker zurückgehen, ob sie die Sache unglaubwürdig finden, weil das Gehörte nicht glauben wollen? Dafür könnte es verschiedene Gründe geben. 2. Kritik an der Politik der israelischen Regierung zu üben, hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Einmal ist der Staat Israel kein semitischer, sondern ein Viel-Völker-Staat. Die Tatsache kann wohl nicht geleugnet werden, dass diese Politik in vielem der seinerzeitigen Apartheidpolitik Südafrikas ähnlich ist. Ganze Bevölkerungsteile werden abgeschottet vom übrigen Teil, obwohl sie für ihre Arbeit die

sogenannten Grenzen überschreiten müssen. Und so, wie wir als Christen jene Menschen verachtende Politik als Unrecht erklären mussten, so müssten wir das auch dem Staat Israel gegenüber tun, obwohl es vielleicht noch schwieriger ist gegenüber einem christlichen Staat. 3. Damit sind wir bei der Frage der Ideologie. Heisst Kritik an dieser Politik, dass wir einer Ideologie, etwa der Hamas verfallen sind? Mit Nichten! Wir suchen, Fakten ans Tageslicht zu bringen, die durch Ideologie – in diesem Fall eine Israelische – verschwiegen werden. Ich erhalte regelmässig die Newsletter «Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina», und vernehme daraus, wie zunehmend mehr Israelische Bürger sich der Kritik an dieser Politik anschliessen und Israels Vorgehen gegen Gaza verurteilen, ja sogar junge Israelis sich der Hamas anschliessen. Ich habe ebenso kürzlich «The Jewish Voice in Germany» gelesen, eine Stimme, die wenig anderes als israelische Propaganda wiedergab. Aber genau so tönen für mich die beiden letzten Leserbriefe, die in scheinbar sachlichem und freundlichem Ton davon reden, dass Israel sich an alle Verträge halte. Dazu kann ich Ihnen nur den Artikel in der letzten Monatsausgabe des

«Monde Diplomatique» über Gaza empfehlen, der darüber informiert, was jeweils mit den Verträgen geschehen ist. Die israelische Ideologie will sich jedenfalls nicht an die seinerzeit festgehalten Grenzen halten. Und die ganze Siedlungspolitik Israels läuft gegen die Verträge und ist eine Provokation für Palästinenser, die dadurch vertrieben werden. 4. Ich meine, wir sollten klar unterscheiden zwischen dem Volk der Juden und dem heutigen Staat Israel. Das Volk der Juden ist für uns Christen eine religiöse Grösse. Dass die in der Welt weit verstreuten Juden auch ein Heimatland haben wollten, ist anerkannt. Der heutige Staat Israel aber ist das Produkt einer Ideologie, die sich zwar auf die religiösen Wurzeln dieses Volkes stützt, aus diesen Wurzeln aber einen Anspruch auf einen Staat wie seinerzeit unter König David ableitet (so sehr eindeutig die israelische Nationalhymne). Wir müssen Wege finden, wie wir die Menschenverachtende Politik des Staates Israel verurteilen, zugleich aber das Volk der Juden achten. Denn auch die Bürger dieses Staates nehmen durch sie ebenso Schaden wie die Palästinensische Bevölkerung, die aus ihrem Wohngebiet vertrieben wurde. Hanns Walter Huppenbauer, Affoltern

«Jetzt viele Leute sagen Grüezi» Als Asylant im Säuliamt, Teil 5 ................................................... von ute ruf Sage nicht: «Ich hatte» und «ich war», sage lieber: «Ich habe» und «ich bin». Das sei eine iranische Redensart, erzählt Hossein. Es sei nicht gut, immer an früher zu denken und er fragt: «Ute, was ist los? Wenn ich früher spazieren in Dorf, ungefähr zwei Leute sagen ‹Grüezi›, jetzt viele Leute sagen ‹Grüezi›.» «Sie kennen dich nun, wissen aber noch nicht, wie du über den Islam denkst.» «Ich Islam nicht wählen, ich bekomme das Religion von meinen Eltern. Für Maryam und mich nicht wichtig. Wir machen nicht Ramadan und gehen nie in Moschee. Wir denken: Alle Religionen sind okay, Hauptsache: Der Mensch ist gut. Und Islam soll nur Religion sein, nicht Politik! Im Iran sind Menschen nicht mehr frei. Polizei sucht und sucht. Ich denke: Warum ist das Problem passiert für uns? Ich bin da, unsere Eltern sind dort, sechstausend Kilometer weg, das ist traurig, aber hier ist Sicherheit. Vielleicht, wenn Bewilligung zum Hierbleiben, wir können einmal Ferien machen in Türkei und dort Eltern treffen, drei Jahre nicht mehr gesehen, wäre schön …» Hossein und Maryam sind politische Flüchtlinge. Sie sind nicht wegen des Wohlstands in die Schweiz gekommen. Es ging ihnen finanziell nicht schlecht im Iran, sein Vater hat dort ein kleines Fuhrunternehmen. In einer Affoltemer Kirche, so erzählt Hossein, wird dienstags gratis Essen ausgegeben. Das sei eine gute Sache, aber nicht für ihn. Einmal sei er hingegangen und habe in der Reihe mit vielen anderen vor der Essensausgabe gewartet. Das mache er nie mehr. «Ich schäme.»

Hilfsbereit Er hilft gerne, pumpt das Velo einer Nachbarin auf. «Funktioniert wieder einwandfrei», meint er. «Was kennst denn du für tolle Sätze?!!» Hat er in der Velowerkstatt aufgeschnappt. Nun hat er sich auf die Liste der freiwilligen ehrenamtlichen Helfer im Dorf setzen lassen, die für Senioren und Seniorinnen kleine Dienstleistungen anbieten, etwas reparieren oder montieren. Mit Holz kenne er sich am besten aus, habe drei Jahre im Iran als Schreiner gearbeitet, «wann ich war jung, wann ich war Sohn.» «Sohn?» Ja, Sohn sage man im Iran zu einer männlichen Jungfrau.

die Treppe hinab. Er brachte es sofort an – ein graviertes Namens-Täfeli für seinen Briefkasten. Vor einiger Zeit hatte er mich mal gefragt, ob so eine Gravur teuer sei, und ich hatte gesagt: «Hossein, es gibt Wichtigeres als so ein Schild», bis ich ihn näher kennen lernte und merkte: Er will es schön haben und ordentlich, er mag keine Provisorien.

Geldgeschenke melden Asylbewerber müssen Geld, das sie von jemandem erhalten, der Asylbehörde melden. Dieser Betrag wird ihnen dann von ihrer monatlichen Zuwendung abgezogen. Diese beträgt, ich wiederhole es, 1200 Franken plus die 160 Franken, die Hossein nun mit seinem 60-Prozent-Job in der Velowerkstatt verdient. Anbei noch eine Korrektur: Die Wohnung wird ihnen nicht von der Gemeinde bezahlt. Für sämtliche Kosten von Asylbewerbern ist der Kanton zuständig. Die Gemeinde hilft nur bei der Organisation, z.B. von Wohnungen. Wenn Hossein mir also einen Gefallen tut (er hat mir auch eine Duschtüre entfernt und einen Rollo montiert), will ich mich natürlich revanchieren, aber wie? Hossein hat 5 oder 6 Freunde im Kanton Zürich. Familien kennen sie nur in Erlenbach, Uster, Schöfflisdorf, Bern und Lausanne. Aber diese zu besuchen ist teuer. Von der Gemeinde können Asylbewerber Tageskarten zu 40 Franken beziehen. So konnten sie im Juli ihre Freundin in Lausanne besuchen. Da sie dort übernachteten, benötigten sie vier Tageskarten, also 160 Franken. Deshalb hatte ich folgende Idee, mich für Hosseins Hilfsdienste zu bedanken: Ich lieh ihnen für ein paar Tage mein schnelles Auto. «Aber Bussen bezahle ich keine», lachte ich. «Ich freue, oh, ich freue, aber was Leute denken: Typisch Asylant, Geld nehmen von Kanton, aber fahren weisses Coupé!» «Ach was, es gibt genug nette Leute im Dorf. Vielleicht winkt euch sogar jemand zu!»

Als Asylant im Säuliamt Hossein Gorji wohnt zusammen mit seiner Frau und ihrem Baby seit zwei Jahren im Säuliamt. Sie warten auf eine Aufenthalts-Bewilligung.

Die Einladung Als Maryam neulich für mich und meine Freundin aus Berlin ein feines iranisches Essen kochte, brachte ich Blumen aus meinem Garten mit und ein Mini-Geschenk-Päckchen, nur so gross wie die Schleife darauf. Hossein packte es aus, strahlte und rannte damit

Bisher erschienen: Nichts wie weg! Flucht aus dem Iran in die Schweiz, 18. Juli Mit falschem Pass in Kloten gelandet, 22. Juli Ohne Arbeit ist es langweilig, 30. Juli Velos reparieren und Wortschatz erweitern, 5. August


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Serie

Dienstag, 12. August 2014

Zwischen Hirschen und Zwergen, Hexen und kultischen Steinformationen Sommerserie (8): Der Freiämter Sagenweg lockt auch bei Regenwetter aus dem Haus Vom Tierpark in Waltenschwil bis zum Erdmannlistein an der Grenze zu Bremgarten sind es keine anderthalb Kilometer. Auf dieser Strecke lässt sich allerdings einiges erleben.

erspähen. Beliebt bei den Kindern ist der «Zwerg von Muri». Der Sage nach hat dieser den Sennen über dem Kloster die morgendliche Früharbeit abgenommen. Zum Dank kleideten die Sennen das armselig gewandete Helferlein neu ein. «Jetzt bin ich ein Herr, jetzt bin ich kein Senn, kein Knechtlein mehr», jubelte der Zwerg mit Blick in den Spiegel – und ward nie mehr gesehen. Glanzstück in der künstlerischen Umsetzung von Plastikerin Silja Coutsicos ist allerdings nicht der bunte Zwerg mit Schlips und Wams, sondern der gebogene VerzerrSpiegel aus Chromstahl mit seinem rostenden Zierrahmen.

................................................... von thomas stöckli Wie so oft in diesem Sommer regnet es. «Was macht ihr an solchen Tagen mit drei kleinen Kindern?», werden wir immer wieder gefragt. Zu Hause bleiben? Das ist sicher eine Option, aber auch ein regnerischer Tag in der Natur hat durchaus seinen Reiz. Also Regenkleidung und Gummistiefel montieren und ab. Zum Beispiel zum Freiämter Sagenweg. In unmittelbarer Nähe zum Säuliamt – rund 20 Minuten dauert die Anfahrt ab Bonstetten oder Hedingen, von Ottenbach ist es eine gute Viertelstunde – gibt es hier einiges zu entdecken. Kaum losgefahren, beginnt im Auto das Unterhaltungsprogramm: «Wohin gehen wir?», will die Dreijährige wissen. Bevor ich mit Erklären fertig bin, ruft der Zweijährige ganz enthusiastisch: «Traktor!» und deutet auf den Hof, an dem wir vorbeifahren. «Ich sehe Kühe», meldet sich nun auch die bald Fünfjährige zu Wort. Mit Fragen und Entdeckungen vergeht die Zeit wie im Flug. Und schon sind wir in Waltenschwil bei Bremgarten. Vom Dorfrand geht es zu Fuss auf einem Feldweg nordostwärts hügelan. Gross ist die Freude, als hinter einem Maisfeld der Tierpark auftaucht. Jetzt rennen alle drei Kinder los. Während die rund dreimonatigen Kitze das Weite suchen, kommen die ausgewachsenen Sikahirsche neugierig näher – und lassen sich auch gerne mit Löwenzahn füttern.

Baumriesen, Moosteppiche und Farnfelder Bald einmal haben wir das Ende des Sagenweges erreicht – oder eigentlich den Anfang, denn die Nummerierung der zwölf Stationen beginnt auf der Bremgarter Seite. Wollen wir noch weiter zum Erdmannlistein? Und auf einmal scheint die Müdigkeit, die sich bei den beiden Kleinen bereits bemerkbar gemacht hat, verflogen. Die grosse Felsformation – eine kultische Steinsetzung? – lockt mit ihren Möglichkeiten zum Klettern oder Unterschlupf Suchen. Hier finden sich fast immer andere Kinder zum Spielen. Heute allerdings nicht. Zurück geht es auf einer anderen Route. Abseits der Kunstwerke des Sagenwegs nehmen die Sinne die Natur noch stärker wahr. Die Regentropfen rauschen hoch im Blätterdach, zwischen den Baumriesen dehnen sich Moosteppiche und Farnfelder aus. Am Wegrand schaffen Ameisen emsig Baumaterial für ihr grosses Nest herbei. Wir halten inne und schauen zu. Alle Kinder möchten nun Händchen halten und so gehen wir zu viert nebeneinander. Schliesslich verirrt sich bei diesem Wetter kaum jemand in den Wald und wir haben den ganzen Weg für uns. Die Kräfte scheinen bei den Kleinen nun allerdings merklich zu schwinden. Auf einer Bank machen wir einige Minuten Zwischenhalt. Der Hinweis auf das Sika-Wild hilft, dass sich alle nochmals aufraffen. Und etwas später freuen sich die Hirsche über eine weitere Portion Löwenzahn.

Arme, Beine und Haare sind zugleich Körper und Flammen Weiter geht es auf dem Freiämterweg in den Wald. Dieser Kulturwanderweg führt über 180 Kilometer durch die natürlichen Landschaften zwischen Lindenberg und Mutschellen. Seit einem guten Jahr ist er mit dem 46 Kilometer langen Ämtlerweg verbunden. Die Schnittstelle, der «Frei-Ämtler-Platz», liegt im Jonentobel zwischen Zwillikon und Jonen. Kaum im Wald, wartet die nächste Entdeckung: Vier Meter hoch ragt er aus dem Buschwerk, der brennende Mann, von Bildhauer Rafael Häfliger aus weichem Berner Sandstein gespitzt. Seine Arme, Beine und Haare sind zugleich Körper und Flammen. Von solchen «brennenden Männern» pflegten die Freiämter Wirte, die mit Kollegen den Wein im Elsass holten, die schaurigsten Geschichten zu erzählen. Wenige Schritte weiter wartet das Inventar der «Waltenschwiler Hexe». Sogleich wollen die Kinder in den Hexenkessel – oder noch besser auf den grossen Hexenbesen, der da zwischen den Bäumen hängt. Der wilde Ritt macht den Mädchen allerdings nicht lange Freude: zu stark schlägt es sie auf den angehängten Schaukelsitzen hin und her. Selbst für Erwachsene ist dies eine Mutprobe. «Benutzung auf eigene Gefahr», heisst es auf einem Warnschild.

Ein verzerrtes Gruppenbild mit dem herausgeputzten «Zwerg von Muri». (Bilder Thomas Stöckli)

Wo es «Anzeiger»Journalisten hinzieht Juli/August – Ferienzeit: Schweizer schwärmen aus, verbringen ihre Ferien an allen Ecken dieser Welt. Oder geniessen die schönste Zeit des Jahres in der Heimat. Zu Hause oder in den Bergen, am Fluss oder in der Badi. Oder auf «Balkonien». Über ihre Lieblingsdestinationen berichten Mitarbeitende des «Anzeigers» im Rahmen der Sommerserie 2014. (-ter.)

Die Sikahirsche freuen sich über den Löwenzahn ... Bereits erschienen: 15. Juli: «Kraft und Schönheit der Natur» – mit Marianne Voss auf Corvo. 18. Juli: «Der Säbelzahntiger in der Waldlichtung» – mit Martin Mullis im Ämtler Wald. 22. Juli: «Unter der Linde vor der Kirche» – mit Regula Zellweger im Bergdorf Ernen. 25. Juli: «Allegra! – Hochgefühle im Unterengadin» – mit Werner Schneiter im Bündnerland. 29. Juli: «In der Ruhe liegt die Kraft» – mit Salomon Schneider im Tessin.

Zerrspiegel mitten im Wald Es folgen eine Klanginstallation, eine Bahn mit mannshohen Kegeln und diverse Skulpturen. Und jeder versucht, den jeweils nächsten Posten zuerst zu

5. August: «Soweto – farbig statt schwarzweiss» – mit Bernhard Schneider in Südafrika. 8. August: «Kontrast zur überreglementierten Schweiz» – mit Martin Platter in Kambodscha.

Entdeckt: Der «brennende Mann» ragt übers Buschwerk.

... der Nachwuchs hält sich aber lieber etwas fern.


Forum

Dienstag, 12. August 2014

«Mein Sommer-Erlebnis» Leserfoto-Wettbewerb: Bilder einsenden noch bis morgen Mittwoch

Ein prächtiger Pfau. (Bild Simon Neukom)

Feuerwerk in Zwillikon mit Mond am 1. August 2014. (Bild Paul Stutz)

Letzte Chance

Dieses Hochzeitsfoto ist für jeden «modernen» Balinesen Pflicht.

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Viele sind in dieser Zeit verreist, andere haben die warmen Tage zu Hause verbracht. Zu erleben gab es in jedem Fall einiges. Unter dem Titel «Mein Sommer-Erlebnis» veröffentlicht der «Anzeiger» noch bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tolle Motive, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte, Dynamik und spannende Farb-Kompositionen. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert. Die Vielfalt der bisher eingesandten Bilder kann sich durchaus sehen lassen: Spektakuläre Naturaufnahmen, lustige Tierfotos und tolle Wassereffekte, aber auch Gemütlichkeit und Idylle haben die «Anzeiger»-Leser mit ihren Kameras festgehalten – um ihr Erlebnis mit dem ganzen Bezirk zu teilen. Wer jetzt noch am Wettbewerb teilnehmen möchte, der kann sein Bild bis morgen Mittwoch einsenden, und zwar in Originalgrösse mit Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte vermerken, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben. Die Redaktion entscheidet über die Publikation, die Gewinner werden im Laufe der nächsten Wochen benachrichtigt. (tst.)

Sonnenaufgang in Marina di Ginosa, Italien. (Bild Anna Pérez-Cea)

(Bild Peer Messerli)

Idylle am Türlersee. (Bild Carmen Storni)

Zum Sommer gehört der «Sommervogel» mit seiner schönen Farb-Komposition. (Bild Conny Tanner)

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Gewerbe/Dienstleistungen

«Go to spell»

«Musig im Dorf»

Das Projekt des «Singing Postman» Michael A. Williams geht in die fünfte Runde. > Seite 11

Mit dem Quartett VanDango wurde der Bonstetter Dorfplatz zur Tanz- und Festbühne. > Seite 13

Frischer Wind im Spital Affoltern 11 neue Lernende starten ins Berufsleben Auch dieses Jahr durfte das Spital Affoltern elf neue Lernende willkom-

men heissen. Das Spital Affoltern freut sich über den Neuzuwachs und

wünscht allen einen guten Start ins Berufsleben und viel Erfolg.

Dienstag, 12. August 2014

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Nicht belohnt Der FC Wettswil-Bonstetten startet mit einer 3:2-Auswärtsniederlage beim FC Gossau SG. > Seite 14

Der HEV aktualisiert sein Verzeichnis Handwerker und Dienstleister aufgeführt Der Hauseigentümerverband (HEV) Albis mit über 3300 Mitgliedern gibt zum 11. Mal das Handwerker- und Dienstleistungsverzeichnis für den Bezirk Affoltern heraus. Das neue Handwerker- und Dienstleistungsverzeichnis wird im Januar 2015 allen Verbandsmitgliedern sowie auch interessierten Haus- und Stockwerkeigentümern abgegeben. Ebenfalls ist das Verzeichnis im Internet unter www.hev-albis.ch, Rubrik HEV-Gewerbe aufgeschaltet. Dadurch sind die Angaben einem noch grösseren Personenkreis zugänglich. Durch den Eintrag im gedruckten Verzeichnis und der Veröffentlichung im Internet profitieren die Inserenten gleich zwei

Mal! Das Verzeichnis hilft den Hausbesitzern bei Renovationen und Umbauten die richtigen Ansprechpartner zu finden. Soeben wurden die Anmeldungsunterlagen für die Brancheneinträge an ca. 550 Unternehmungen im Bezirk Affoltern sowie den angrenzenden Gemeinden versandt. Das Ziel ist wiederum die Herausgabe eines umfassenden, möglichst vollständigen Verzeichnisses der Handwerker- und Dienstleistungsbetriebe der Region Albis. Wer keine Unterlagen erhalten hat, aber im Verzeichnis erscheinen möchte, kann die Anmeldungsunterlagen anfordern. Anmeldeschluss ist der 2. September 2014. Kontakt: HEV Albis, Postfach 364, 8910 Affoltern a.A, oder info@hev-albis.ch.

Energiesparpotenzial aufzeigen Energieberatung im Säuliamt Oberer Reihe: Mélanie Aline Berlincourt (FaGe), Tamara Radenkovic (AGS), Jessica Frey (Köchin), Anita Leutert (FaGe), Leonie Perret (FaGe), Stephanie Eisold (Kauffrau), Sara Ziegler (FaGe). Untere Reihe: Vivianne Keusch (Fachfrau Hauswirtschaft), Chantal Zürcher (AGS), Jeannine Schmid (FaGe), Janis Karcher (FaGe). (Bild zvg.)

Neu auch Secondhand-Mode Vier Geschäfte unter einem Dach in Uerzlikon Albin Meier ist bekannt für seine Bilder und Schnitzereien, Margrit Ziswiler steuert Esoterik, Astrologie und Lebensberatung bei und neu bringt ihre Schwester Uschy Schmid ihr Flair für Mode mit einem SecondhandLädeli mit ein. Was Stoffqualität angeht, kennt sie die Unterschiede. «Ich habe früher selber genäht», verrät Uschy Schmid. Das Wissen kommt jetzt der Kundschaft zugute: «Wir achten darauf, dass die Qualität stimmt», verspricht sie. Und als modisch interessierte Frau, weiss sie auch, was der Kundschaft steht und was nicht. So rät sie auch schon mal vom Kauf ab, wenn etwas nicht passt. Etwas Einfaches, Elegantes oder gar Extravagantes? Damen und Herren werden fündig im Secondhand-Lädeli an der Kappelerstrasse 3. Vom leichten Sommerkleidchen über stilvolle Abendroben und Anzüge bis hin zur thailändischen oder bayrischen Tracht – letztere sogar mit Hornknöpfen – reicht das Angebot. Weil die Kleidungsstücke nach Farben sortiert sind, fällt das Kombinieren noch leichter. Wickeljupes für den Sommer finden sich ebenso wie Strickpullover und Wintermäntel. Besonders gut liefen bisher die Ledersachen. «Da ist schon einiges weg», verrät Uschy Schmid. Schuhe und Schals, Hüte und Taschen runden das Angebot ab. Mehr

Uschy Schmid bringt ihr Modewissen in Mimis Secondhand-Lädeli ein. (Bild tst.) Accessoires und Schmuck sollen in Kürze dazukommen.

Hereinschauen erwünscht «Ab 30 Jahren aufwärts haben wir für jedes Alter etwas», verspricht Uschy Schmid. Davon darf sich jede und jeder selber überzeugen. «Man muss nichts kaufen und kann einfach mal unverbindlich hereinschauen», so Margrit Ziswiler. Während die Frau in der Mode schmökert oder bei Margrit Ziswiler Rat sucht, steuert der Mann oft gleich zu Albin Meier. «Die Männer schauen zu, wie ich male, schnitze – oder sie

helfen mir beim Kaffee trinken», verrät er und schmunzelt. Es sind vier unterschiedliche Läden, die sich da unter dem Dach der alten Sennhütte zusammengefunden haben. Die Kunden müssen nicht alles gut finden, sollen sich aber willkommen fühlen. Um das zu unterstreichen, haben Margrit Ziswiler und Albin Meier die Treppe bunt gestrichen. Das alte Haus habe keine Schaufenster, umso mehr seien alle willkommen, die hereinschauen wollen. (tst.) Mimis Secondhand-Lädeli, Kappelerstr. 3, Uerzlikon. Samstags 9 bis 16 Uhr, Dienstag und Mittwoch 14 bis 18 Uhr. Infos: Telefon 044 764 32 70.

Die Energieberatung steht Immobilienbesitzern und Mietern ab dem 19. August wieder zur Verfügung. In der Schweiz verursacht jede Person im Jahr durchschnittlich 5,3 Tonnen CO2. Dieser Wert soll im Rahmen der Energiestrategie 2050 auf 1 bis 1,5 Tonnen CO2 pro Kopf reduziert werden. Vom Gesamtenergieverbrauch entfällt rund 40 % auf die Gebäude. In diesem Bereich gibt es entsprechend ein grosses Energiesparpotenzial. Dieses hängt stark von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Gebäudes gültigen Bauvorschriften ab. So benötigt ein 1975 erstellter typischer Neubau rund 22 Liter Heizöl-Äquivalente pro m². Dies ist fast sechsmal mehr als ein Neubau nach dem Minergiestandard von 2009. Undichte Fenster, eine schlecht gedämmte Gebäudehülle oder eine alte Heizung belasten unsere Umwelt und kosten unnötig viel. Möchten Sie einen Überblick über mögliche Effizienzmassnahmen an Gebäudehülle und Haustechnik sowie allgemeine Energiespartipps und Umsetzungsratschläge erhalten? Nutzen Sie das Angebot der Energieberatungsstelle. Die-

se wurde von der Supportorganisation «EnergieRegion Knonauer Amt» initialisiert und steht seit 11. September 2012 der Bevölkerung im Knonauer Amt zur Verfügung. Die Erstberatung beinhaltet eine Vorgehensberatung zur Abschätzung des Ist-Zustandes Ihrer Liegenschaft und zur Ermittlung möglicher energiesparender Massnahmen. Zehn Gemeinden im Bezirk beteiligen sich mit 100 Franken an den Kosten der Erstberatung, sodass deren Einwohner von einem vergünstigten Preis von 50 Franken profitieren. Einwohner der Gemeinden Bonstetten, Kappel, Obfelden und Rifferswil bezahlen für die Erstberatung den vollen Betrag von 150 Franken. Ab dem 19. August stehen wieder jeden Dienstag, von 14 bis 19 Uhr, abwechslungsweise die zertifizierten Energieberater Peter Ackermann, Paul Alther und Mike Weber im Märtkafi am Marktplatz, 2. Obergeschoss, Affoltern gerne zur Verfügung. Olivier Hofmann, Präsident Supportorganisation EnergieRegion Knonauer Amt Infos unter www.energieregion-knonaueramt.ch. Anmelden via Koordinationsstelle Standortförderung Knonauer Amt, Telefon 043 333 55 66.

«Selbstlöschende» Bilder sind Illusion Die auf «selbstlöschende» Foto- und Video-Messages spezialisierten App snapchat verzeichnete innert einem halben Jahr weltweit ein Wachstum von 67 Prozent. Die Jugendorganisation Pro Juventute macht auf die Risiken der Technologie aufmerksam: «Jugendlichen wird mit Apps wie snapchat eine riskante Scheinsicherheit vorgemacht», erklärt Urs Kiener, Jugendpsychologe bei Pro Juventute. «Dass die Bilder sich von selbst löschen, ist irre-

führend. Es genügt ein simpler Screenshot und ein intimes Selfie kann missbräuchlich verbreitet werden.» Pro Juventute klärt Jugendliche seit Monaten in einer aktuellen Kampagne über die Risiken von Sexting-Missbrauch auf. Urs Kiener: «Sobald ein Bild verschickt wird, verliert der Jugendliche die Kontrolle darüber. Daran ändern auch solche Apps wenig.» Weitere Infos unter www.projuventute.ch.


veranstaltungen

«Go to spell» geht in die fünfte Runde Die Proben starten am 28. August Diesen Dezember gibt es bereits die fünfte Auflage des 2007 ins Leben gerufenen Gospelprojekts von Michael A. Williams, dem «Singing Postman» von Affoltern. Zusammen mit Sängerinnen und Sängern aus der Region schwarzen Gospel zu singen und den Reinerlös einem guten Zweck in der Umgebung zu spenden, ist die Idee des bekannten Sängers und «passionierten Pöstlers» Michael A. Williams. Die grossen Erfolge der letzten vier Konzertreihen spornten ihn und das OK an, dieses Jahr wieder neu zu starten.

Männer- und Altstimmen gefragt Sänger und Sängerinnen jeden Alters sind gesucht, die Spass und Freude am Singen haben. Insbesondere auch Männer- und Altstimmen sind gefragt. Eingeladen sind alle Interessierten, die mit Freude und Begeisterung singen – insbesondere natürlich gerne Gospel – und so das Projekt unterstützen. Zwei mit «A.» prägen das Projekt massgeblich: Neben dem charismatischen Solisten Michael A. Williams, wird auch dieses Jahr wieder Thomas

Michael A. Williams singt Gospels mit Herzblut. (Bild zvg.) A. Friedrich (Dirigent des Swiss Gospel Choir) die Chorleitung übernehmen. Die Proben finden vorwiegend donnerstags (und zweimal an einem Dienstag) jeweils von 19.30 bis 22 Uhr im Singsaal des Stadtschulhauses Bremgarten (Bezirksschulhaus) statt. Von den neun geplanten Konzerten finden deren drei im Bezirk statt: am 6. Dezember in der reformierten Kirche Obfelden, am 7. Dezember am Chlausmärt in Affoltern und am 28. Dezember in der katholischen Kirche in Affoltern. Infos zu Proben und Konzerten: www.gotospell.ch. Anmelden unter anmeldung@gotospell.ch oder Telefon 056 633 60 40 (Coiffure Artist).

Der gemischte Chor Wettswil-Bonstetten unter Leitung von Esther Kreis. (Bild zvg.)

Singe, wem Gesang gegeben! Gemischer Chor sucht Sänger für Projekt Der gemischte A-cappella-Chor Wettswil-Bonstetten unter neuer Leitung von Esther Kreis sucht für ein neues Chorprojekt im November 2014 noch weitere Sänger und Sängerinnen in allen Gesangslagen (Sopran, Alt, Tenor, Bass). Einzige Bedingung: Freude am Singen und aktives Mitmachen! Gesangs- und Chorerfahrung bzw. Notenkenntnis ist erwünscht, jedoch nicht Voraussetzung. Die Chormitglieder und ihre Dirigentin freuen sich auf jede Sängerin und jeden Sänger aus allen Altersstufen. Neumitglieder sind selbstver-

ständlich ebenfalls willkommen; einfach mal für eine Schnupperstunde vorbeikommen! Der Auftritt ist am Freitag, 7. November, abends, im Gartencenter Guggenbühl. Die Chorproben sind ab 21. August donnerstags um 20 Uhr im Singsaal des Schulhauses Wolfetsloh, Wettswil. Anmelden bei Dirigentin Esther Kreis, Telefon 044 342 46 49 oder 079 312 08 83, esther.kreis@bluewin.ch oder Präsidentin Barbara Maas, Telefon 056 634 53 92, barbara.maas@kralewski.com.

Mit dem Gemeindeverein ins Bergwerk und Museum Riedhof in Aeugstertal Im Rahmen seiner öffentlichen Veranstaltungsreihe ist der Gemeindeverein Stallikon am Samstagvormittag, 23. August, zu Gast beim Bergwerkverein Riedhof in Aeugstertal. Im Aeugstertal sind Ende des 18. Jahrhunderts Kohlevorkommen entdeckt worden. Während drei Abbauperioden zwischen 1786 und 1814, 1917 und 1921 (1. Weltkrieg) sowie von 1942 bis 1947 (2. Weltkrieg) ist in einem Stollensystem (7 km lang) nach verschiedenen Methoden Kohle abgebaut worden. In Spitzenzeiten bot das Bergwerk 260 bis 300 Personen Arbeit und Auskommen. Von 1942 bis 1947 wurden 31 400 Tonnen Kohle abgebaut. Der 2002 gegründete Bergwerkverein Riedhof (www.bergwerk-riedhof.ch) hat es möglich gemacht, dass das nach 1947 in Vergessenheit geratene, regional bedeutende Industrie-

denkmal heute für Gruppen wieder zugänglich ist. Der Verein betreibt das Bergwerkmuseum im Weiler Aeugstertal. Ausgestellt sind Werkzeuge, Pläne und viele andere Exponate aus den aktiven Abbauzeiten. Nach einem kurzen Fussmarsch (10 Minuten) erreicht man den Eingang des Stollensystems, das heute wieder teilweise offen und mit Führung begehbar ist. Wie erwähnt: der Anlass ist öffentlich und die Einladung richtet sich nicht nur an die Vereinsmitglieder, sondern auch an die ganze Bevölkerung von Stallikon. Den Riedhof erreicht man vorteilhaft mit dem Postauto (Linie 235), Sellenbüren ab 8.18 Uhr, Stallikon ab 8.21 Uhr. (-/Bi) Auskünfte und Anmeldungen (bis 15. August) an Margrit Real, Telefon 044 700 31 53 oder margrit_real@hotmail.com. Der Anlass beginnt um 8.30 und endet mit einem Apéro um 11.30 Uhr. Kleiner Unkostenbeitrag für Führung und Apéro. Weitere Infos unter www.gemv-stallikon.ch.


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Vermischtes

Dienstag, 12. August 2014

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Der Dorfplatz als Tanz- und Festbühne Das Berner Quartett VanDango zu Gast in Bonstetten bei «Musig im Dorf» Ende Juni verbannte das garstige Wetter die Festgesellschaft ins Gemeindehaus und schmälerte die Stimmung. Der zweite diesjährige Anlass am vergangenen Samstag gelang nun perfekt – dank neuem Konzept und wohlwollenden Temperaturen. ................................................... von kaspar köchli «Endlich mal wieder ideales Open-AirWetter» triumphierte Beatrice Liera, Präsidentin des gemeinnützigen Bonstetter Vereins «Musig im Dorf». In der Tat goutierten die Festbesucher den milden Sommerabend und marschierten zahlreich auf. Und sie bereuten es nicht. Nach einer Anlaufzeit gelang es dem renommierten Berner Quartett VanDango schliesslich endgültig, sein Publikum zu fesseln. Soul, Blues, ein bisschen Country und Jazz – die rhythmischen Klänge animierten zum Tanzen. Als ehemalige Mitglieder der berühmten Polo Hofers Schmetterband

Der Bonstetter Dorfkern wurde zum Festplatz. (Bilder Kaspar Köchli) powerten im Hintergrund Mauro Zompicchiatti (Bass) und Thomas Wild (Schlagzeug), während vorne Marianna Polistena mit ihrem Keyboard und Gesang verzückte. Komplettiert wurde das Ensemble mit der jungen Jazzerin, Sängerin und Songschreiberin Antonia Giordano. Die Vielfalt der Musik beeindruckte.

Neues Konzept und Wetterglück Dank neuem Konzept – die Bühne wurde zentral platziert – kam die Band besser zu Geltung und die Zuschauer waren näher am Geschehen. Das gesamte Ambiente nahm durch diese ausgeklügelte Retusche perfekte Form an.

Das Freude versprühende Berner Quartett VanDango. Kulinarisch lockten nach dem feinen Bruschetta-Apéroteller vor allem die Penne Filippo mediterraneo, mit oder ohne Pouletfilets. Als harmonischer roter Begleiter dazu empfahl sich der italienische Primitivo. Zur perfekten Choreografie der Veranstaltung passte, dass sich ein mächtig angestautes Gewitter erst Mi-

nuten nach Konzertschluss über dem Dorfplatz entlud. Die immer noch zahlreichen Gäste rückten nun in der schmucken Bar zusammen. «Freunde treffen, neue Leute kennenlernen, zusammen feiern – ein grandioser Anlass», schwärmte eine Besucherin, stellvertretend für viele.

Seit 30 Jahren begeistert der «Biber» sein Publikum Zum Premieren-Wochenende des Jubiläumsprogramms fanden am Samstag über 500 Zuschauer nach Arni «Traumhaft» heisst das diesjährige Programm des Jugendzirkus Biber. Am Samstag wurde in Arni Premiere gefeiert. Das Publikum war begeistert. ................................................... von thomas stöckli Ein Dreizehnjähriger lancierte zusammen mit sieben Kameraden ein Zirkusprojekt – als reinen Zeitvertreib während der Sommerferien. Das war vor 30 Jahren. Längst vergessen? Mitnichten! Der Pioniergeist dieses Jungen sollte Früchte tragen. Von Jahr zu Jahr wurde das Projekt Jugendzirkus Biber grösser. Mit den Artisten- und Besucherzahlen stieg auch der Aufwand; Infrastruktur, Wagenpark und Technik wurden professioneller und grösser. Zirkus-Gründer Beat Rhyner war am Samstag mit im Publikum. Ausserdem auch der Präsident eines anderen Kinderzirkus – ein Zeichen der Wertschätzung. Die über 500 Besucher der ersten beiden Vorstellungen dürften ihr Kommen denn auch nicht bereut haben. Die jungen Artisten bewiesen, was sie in den vergangenen Monaten gemeinsam erarbeitet haben. «Traumhaft» heisst das Jubiläumsprogramm. Und auch diesmal fügen sich die einzelnen Nummern zu einer Geschichte zusammen. Diesmal geht es um eine Gruppe von Mädchen, deren Träume Realität werden – und die sich schliesslich in der Traumwelt verirren. Auch Ämtler Artisten prägen das «Biber»-Programm. Noah aus Knonau, Manuela aus Mettmenstetten und Anina aus Obfelden gehören zu den routinierten in der «Biber»-Crew und auch die Wettswiler Zwillingsschwestern Romy und Valérie Schnorf haben ihre Sporen schon abverdient. Den grössten Applaus erntete bei der Premiere allerdings die «Biber»Band. So wagten sich die Musiker diesmal sogar in die Manege und verblüfften mit Marsch- und gar Lauf-Choreografien. Und zum Schluss durfte natürlich auch das «Happy Birthday» zum Zirkus-Jubiläum nicht fehlen.

Pierrot-Pyramide.

«Tüüfeli» Manuela flattert mit flammenden Flügeln, dem Publikum gefällt es. (Bilder Thomas Stöckli)

Vorstellungen: Fr., 15. August, 19 Uhr; Sa., 16. August, 19 Uhr; So., 17. August, 14 Uhr; Fr., 29. August, 19 Uhr; Sa., 30. August, 19 Uhr; So., 31. August, 14 Uhr; Fr., 5. September, 19 Uhr; Sa., 6. September, 14 und 19 Uhr. Infos: www.jugend-circus-biber.ch.

Noah lässt einmal mehr die Diabolos wirbeln.

Atemberaubende Artistik hoch über der Manege.


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Sport

Dienstag, 12. August 2014

Der engagierte Auftritt des FCWB wurde nicht belohnt Fussball 1. Liga Classic: FC Gossau SG – FC Wettswil-Bonstetten 3:2 (1:1) Mit einer 3:2-Auswärtsniederlage beim FC Gossau SG startete der FC Wettswil-Bonstetten in die Spielzeit 2014/2015. Die junge Mannschaft hinterliess einen engagierten, kämpferischen Auftritt. Die Hypothek von drei Gegentoren wog allerdings gegen die in den entscheidenden Momenten clever agierenden St. Galler zu schwer. ................................................... von marc enskat Nach 25 Minuten des gegenseitigen Abtastens durften die Gäste die Hilfe von Glücksgöttin Fortuna in Anspruch nehmen. Nachdem die Ordnung im Mittelfeld verloren ging und sich ein Gossauer gegen zwei Gegenspieler durchsetzen und mustergültig seinen Sturmkollegen bedienen konnte, rettete der Pfosten für den geschlagenen Torhüter Bachmann. Mit dem ersten gefährlichen Angriff zwölf Minuten

später folgte die sehenswerte Führung für den FCWB. Nachdem sich Baumgartner auf der Seite herrlich durchsetzen konnte und Acosta bediente, welcher zur Mitte flankte, konnte der Heimtorhüter einen ersten Abschluss noch parieren. Die Abwehr geriet jedoch genau in die Beine von Neo-Ämtler Stürmer Dukhnich, welcher am weiten Pfosten keine Mühe hatte, zu vollenden. Die Führung hielt jedoch nicht lange. Nur zwei Minuten später zeigte der nicht immer sicher wirkende Referee auf den Penaltypunkt zu Gunsten der Gossauer. Ein Ämtler-Verteidiger liess sein Bein stehen und der Stürmer nahm dieses Geschenk dankend an. Ein Penalty den nicht jeder Unparteiische gepfiffen hätte. Beim fälligen Strafstoss hatte Torhüter Bachmann keine Chance. Kurz vor der Pause sogar noch die Möglichkeit zur Führung für die St. Galler, als ein flacher Ball aus dem Mittelfeld an Freund und Feind vorbei bei einem Stürmer des FC Gossau landete, welcher unbehelligt auf Bachmann losziehen konnte. Der Abschluss geriet je-

doch links neben das Tor. Ein 1:1 Unentschieden zur Pause, mit welchem die Anhänger aus dem Kanton Zürich sehr gut leben konnten.

zwei Gegenspieler, wählte aber für Abschluss die nahe Ecke, welche vom St. Galler-Keeper sicher abgedeckt wurde.

Ämtler Auftritt lässt hoffen Clevere Gastgeber Gleich nach Wiederbeginn die Führung für das Heimteam. Nach einem Einwurf stand ein St. Galler-Stürmer alleine vor Gästetorhüter Bachmann und überlobte diesen zur Führung für den FC Gossau. Nach 70 Minuten folgte die vermeintliche Vorentscheidung. Die Heimmannschaft profitierte von einem Ballverlust im Mittelfeld, der Ball wurde steil in die Spitze gespielt. Beim Abschluss hatte Torhüter Bachmann die Finger noch am Ball, konnte den 3:1 Rückstand aber nicht mehr verhindern. Der FCWB liess sich durch den Rückstand jedoch nicht entmutigen und kam zehn Minuten vor Schluss noch zum Anschlusstor. Ein Corner wurde von den St. Gallern nur ungenügend geklärt, der Ball landete in den Beinen von Lienhard und dessen Schuss fand den Weg in die Ma-

Neuzuzug Oleg Dukhnich erzielte für den FCWB den ersten Saisontreffer.

Über die gesamte Spielzeit gesehen ist der Sieg des FC Gossau nicht unverdient. Aus Sicht des FCWB darf der Auftritt für die kommenden Aufgaben durchaus zuversichtlich stimmen. An der Einstellung mangelte es nicht. Der Wille zum Sieg war bis zum Schlusspfiff vorhanden. Wenn es nun noch gelingt, etwas cleverer zu agieren und den einen oder anderen Fehler abzustellen, werden die ersten Punkte nicht lange auf sich warten lassen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag, um 16.00 Uhr im Heimspiel gegen AC Taverne.

(Bild Kaspar Köchli) Matchtelegramm: FC Gossau - FC WB 3:2 (1:1).

schen. Drei Minuten vor Schluss hatte Gjergji noch die grosse Chance auf den Ausgleich, gegen die nach einer gelb-roten Karte nur noch zu zehnt agierenden Gossauer. Er umspielte

Sportplatz Buechenwald, Gossau SG, 335 Zuschauer. FCWB: Bachmann, Baumgartner, Kalyon, Lienhart, Waser (73. Yondhen Ch.), Gouiffe a Goufan, Pesic (61. Lauper), Bonfardin (90. Zimmermann), Acosta, Gjergji, Dukhnich.

Weichenstellung in Richtung Profi-Tennis Die Wettswiler Juniorin Jenny Dürst an der United School of Sports Sie ist eines der vielversprechendsten Tennistalente der Region: Nun hat die 15-jährige Wettswilerin Jenny Dürst einen der begehrten Ausbildungsplätze an der United School of Sports erhalten und macht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Profi-Tennis.

Adrian Brennwald. (Archivbild)

Adrian Brennwald gibt Forfait Er wäre einer der grossen Favoriten gewesen am Swiss Irontrail, mit Start und Ziel in Davos (vgl. Interview im «Anzeiger» vom 8. August). Doch nun musste Adrian Brennwald seine Teilnahme am Ultra-Berglauf über 202 km kurzfristig absagen. «Der Oberschenkel macht mir doch mehr Probleme als am Anfang angenommen», so der Aeugster. «Ich konnte seit dem Eiger Trail noch keinen Meter rennen.» Das war vor gut drei Wochen. In anderthalb Wochen will Brennwald wieder mit dem Lauftraining anfangen. Bis dahin hält er sich auf dem Rad in Form. (tst.)

«Die nächsten vier Jahre werden für Jennys sportliche Karriere entscheidend sein», prognostiziert Andrea Dürst, die den Weg ihrer Tochter seit deren ersten Schritten im Tennis aus nächster Nähe mitverfolgt. In der jüngsten Vergangenheit konnte sich die Familie Dürst über eindrückliche Erfolge freuen: Als Nr. 84 der Schweiz schnuppert die noch als R1 eingestufte Jenny bereits an der N-Klassierung. In ihrem Jahrgang hat sie sich unter den Top-Ten der Schweiz etabliert, und mit dem TC Weihermatt erreichte sie die zweite Runde der Aufstiegsspiele in die NLB. Selbst knappe Niederlagen wie das 5:7, 3:6 an Pfingsten nach einer 5:1-Führung gegen die Nr. 26 der Schweiz machen offensichtlich, dass die Differenz zur nationalen Spitze nicht mehr gross ist. Im Juli schlug Jenny auf dem Weg ins Finale des Marly Open gar zwei N4-Spielerinnen. «Was Druck und Variation betrifft, kann ich gut mithalten», meint sie selbst dazu, «der Unterschied zu den Top-Spielerinnen liegt noch in der Athletik und im mentalen Bereich.» Einschätzungen, die von Experten wie dem ehemaligen Spitzenspieler Stephan Medem geteilt werden, der als Spezialist für die mentalen Aspekte im Tennis gilt und Jenny gelegentlich coacht. Um sich körperlich dem schnellen und athletischen Spiel der Topspielerinnen kontinuierlich anzunähern, hat Jenny mittlerweile ihr Krafttraining im Team Training in Hedingen intensiviert.

Voraussetzungen für den Erfolg optimieren Eine weitere wichtige Weichenstellung erfolgt nach den Sommerferien mit dem Eintritt in die UNITED School of sports. «Mit diesem Schritt werden

ideale Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Jenny ihr Potenzial voll ausschöpfen und entwickeln kann», ist Andrea Dürst überzeugt. In der Tat ist das Konzept der Schule mit Standorten in Zürich und St. Gallen darauf ausgerichtet, Leistungssportlern optimale Rahmenbedingungen zu bieten und ihnen gleichzeitig eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich zu ermöglichen. Zurzeit nehmen 230 Talente, die in rund 30 Sportarten aktiv sind, dieses Angebot in Anspruch. Dass der Weg an die Spitze hart erkämpft werden muss, ist Jenny bewusst, aber sie glaubt daran, es schaffen zu können. «Vieles ist eine Frage der Einstellung», sagt sie, In den vergangen acht Jahren konnte sich Jenny Dürst kontinuierlich steigern. (Bild zvg.) «und momentan und Guido Baumann die Tennisschule Zweck wurde das «Team Jenny» gebin ich topmotiviert.» Zuversichtlich stimmt Jennys Be- let’s play des TC Wettswil leitet. gründet und eine neue Homepage lantreuerstab die Tatsache, dass sich die ciert, auf der Interessierte die wesentWettswilerin, die 2006 als R9 und Nr. lichen Informationen zu Jennys Ten11 000 der Schweiz in den Turnierbe- Professionalisierung nislaufbahn finden. Ausserdem ist Jentrieb einstieg, in den vergangen acht der Kommunikation ny derzeit mit einem Projekt auf der Jahren kontinuierlich steigern konnte. Durch die Intensivierung des Trai- Internet-Crowdfounding-Plattform «I Nicht das Brechen von Altersrekorden nings und der Turniereinsätze, die zu- believe in you» vertreten, die zur Fiin der Rangliste, sondern die nachhal- nehmend mit Auslandreisen verbun- nanzierung von Schweizer Sportprotige Entwicklung hatte im Förderungs- den sind, ist der finanzielle Aufwand jekten lanciert wurde. konzept für Jenny erste Priorität. für die Betreuung von Jenny erheblich Die Rahmenbedingungen für eine «Schnelle und grosse Sprünge sind im gestiegen. Mit einer Professionalisie- erfolgreiche Tenniskarriere scheinen Sport oft trügerisch und von Rück- rung von Marketing und Kommunika- also gegeben. Ob Jenny zum kleinen schlägen gefolgt, zum Beispiel in Form tion soll auf verschiedenen Ebenen Kreis derjenigen gehört, die ihre von Verletzungen», weiss Andrea versucht werden, potenzielle Gönner Chance packen können, wird die ZuDürst, die bei Swiss Tennis die Ausbil- und Sponsoren anzusprechen, sie für kunft weisen müssen. (BK) dungen zur Tennislehrerin und Trai- Jennys Weg zu interessieren und über nerin Wettkampf durchlaufen hat und die aktuellen Entwicklungen auf dem Mehr Infos unter www.jennyduerst.ch, gemeinsam mit Caroline Cecchetto Laufenden zu halten. Zu diesem www.ibelieveinyou.ch (Jenny Dürst eingeben).


Sport

Dienstag, 12. August 2014

Sonny Schönbächler: Vom Jumpin in Mettmenstetten (Bild) als Berater nach Weissrussland. (Bild Werner Schneiter)

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Vor der Halle in Minsk, v. l.: Sonny Schönbächler, Nikolai Kozeko, Michel Roth.

Ämtler «Entwicklungshilfe» in Minsk Sonny Schönbächler und Michel Roth beim Bau einer Indoor-Wasserschanzenanlage als Berater dabei Sonny Schönbächler, Skiakrobatik-Olympiasieger von 1994, und Nationaltrainer Michel Roth waren beim Bau einer gigantischen Wasserschanzen-Indoor-Anlage in Minsk als Berater dabei – ein abenteuerliches Unterfangen. ................................................... von werner schneiter Die Weissrussen rüsten weiter auf und wollen ihre derzeitige Vormachtstellung in der Skiakrobatik zementieren. Was liegt da näher als der Bau einer Wasserschanzenanlage mit komfortablen, ja luxuriösen Trainingsbedingungen? Die Anfänge eines Projekts in der weissrussischen Hauptstadt Minsk liegen rund sechs Jahre zurück, und sie haben ihren Ursprung im Jumpin in Mettmenstetten, der europaweit einzigen Freiluftanlage in dieser Grösse. Regelmässig sind hier die weissrussischen Spitzenathleten zu Gast, holen sich sommers jenen Schliff, den sie winters in Spitzenresultate umwandeln. Seit 1998 hat Weissrussland in der Skiakrobatik an allen olympischen Winterspielen mindestens eine Medaille gewonnen, 2010 erstmals eine

goldene. Und mit Anton Kuschnir stellt Weissrussland auch den Olympiasieger von Sotschi. Er und weitere Weltklasse-Athleten treten am kommenden Sonntag im Jumpin auf (siehe Kasten). So nahmen die Weissrussen vor Jahren Mass in Mettmenstetten. Pläne für eine Indoor-Wasserschanzenanlage in der Hauptstadt Minsk konkretisierten sich – auch dank eines Oligarchen, der dem weissrussischen Skiverband angehört und entsprechend investierte. Mit Sonny Schönbächler und Mi-

chel Roth verpflichteten die Erbauer zwei auf diesem Gebiet erfahrene Schweizer als Berater. Und das in einem Land, das von Diktator Lukaschenko mit eiserner Hand geführt wird? Für Sonny Schönbächler spielen in diesem Fall politische Fragen überhaupt keine Rolle. «Wir machten das, weil wir damit etwas für die Jugend, für den Nachwuchs, aber auch für die Bevölkerung tun können», sagt der Olympiasieger von 1994 in Lillehammer, Inhaber des Fitnesscenters Somasana in Affoltern.

Weltklasse am 17. August im Jumpin Am kommenden Sonntag, 17. August, treffen sich mindestens 7 der 20 weltbesten Skiakrobaten auf der Wasserschanze im Mettmenstetter Jumpin. Das Freestyle-Masters ist eine erste Standortbestimmung für den kommden WM-Winter. Die internationale Konkurrenz wird angeführt vom Weissrussen Anton Kuschnir, dem Olympiasieger von 2014 in Sotschi. Die Schweizer sind mit Mischa Gasser, Dimitri Isler, dem zurückgetretenen Andreas Isoz und

dem Vorjahres-Zweiten und Teamleader Christopher Lambert am Start. Bei den Damen trifft Tanja Schärer, die beste Schweizerin, auf internationale Konkurrenz.

Indoorhalle so gross wie das Mettmenstetter Jumpin Zwei bis dreimal pro Jahr flogen Schönbächler und Roth nach Minsk. Sie brachten neben Know-how jeweils auch Material mit und erlebten, wie in der weissrussischen Hauptstadt die weltweit grösste Anlage entsteht. Sie kostet rund 40 Millionen Euro und verfügt über einen Sprungturm von 45 Meter Höhe, von Michel Roth entworfene Schanzen – die Kernstücke der Anlage, die nicht nur professionelles Training zulässt, sondern ein veritabler Wellnesstempel ist – mit Thermalbad, Saunas, Restaurants, einer Dreifachturnhalle unterhalb des Anlaufs, Fitnessräumen, Rutschbahnen usw. «Es ist ein öffentlich zugänglicher Indoor-Park für die ganze Bevölkerung», sagt Sonny Schönbächler. Alles ist aus Metall gebaut, auch die Bubbles-Anlage und die Schanzen.

Das Programm (Eintritt frei) 10.15 Uhr: Training Qualifikation 10.20 bis 11 Uhr: Qualifikation 12 bis 13 Uhr: Training Final 14 bis 15.30 Uhr: Final (beste acht Frauen und zwölf Männer)

Komplizierte Entscheidungswege Nicht alles verlief nach Plan; es kam zu Konstruktionsfehlern. So wurde unter anderem anfänglich nicht beachtet, dass sich Chlor und Metall nicht vertragen. Etliche Pannen waren das

eine, die komplizierten Planungsvorgänge das andere. «Die Entscheidungswege waren sehr kompliziert. Aber Trainer Nikolai Kozenko konnte auch mitentscheiden; er hat vom Staatspräsidenten die höchsten Auszeichnung erhalten und geniesst Diplomatenstatus», erklärt Sonny Schönbächler. Sitzungen dauerten lange, manchmal sassen da zwölf Personen an einem Tisch, aber letztlich nahmen sie die Ratschläge der Schweizer Berater ernst. «Sie hörten von A bis Z auf uns», fügt Schönbächler bei. Planung und Bau liefen frei von Korruption, weil man sich – ministerienübertreifend – gegenseitig kontrolliert hat. Inzwischen ist das Beratermandat der Schweizer beendet. Sonny Schönbächlers Bilanz ist positiv. «Es war sehr spannend und lehrreich». Minsk hat er als einladende Hauptstadt wahrgenommen, auch wenn die Polizei in der Stadt allgegenwärtig ist und selbst bei kleinsten Verstössen hart durchgreift – etwa dann, wenn jemand beim Überqueren der Strasse die Überführung nicht benutzt oder ohne Ausweis unterwegs ist. Das passierte Michel Roth, der deswegen während dreier Stunden auf dem Polizeiposten verweilen musste . . .

Suche nach den Schnellsten und nach dem besten Weiler Ein sportliches Wochenende in Obfelden Am kommenden Samstag findet zum 42. Mal das Fussball-Grümpi statt: fast 30 Teams sind mit dabei. Am Sonntag wir der und die Schnellste aus Obfelden gesucht. Für den Laufwettbewerb kann man sich noch bis Samstag via Internet anmelden. Erstmals wird am Grümpi der beste Obfelder Weiler gesucht. Im «WilerCup 2014» treten die fünf Dorfteile Bickwil, Toussen, Wolsen, Ober- und Unterlunnern gegeneinander an. Gerne dürfen die Obfelderinnen und Obfelder ihren Dorfteil vor Ort unterstützen. Die Fussball-Teams messen sich im Spiel um das runde Leder am Sams-

tag ab 10 Uhr auf dem Sportplatz Zendenfrei. Am Sonntag folgt der Laufwettbewerb «Der schnellste Obfelder». Die Anmeldung ist ab 9 Uhr vor Ort geöffnet oder bis Samstag noch im Internet aufgeschaltet. Ein Start ist für Jung und Alt möglich. Gestartet wird in 16 Kategorien. An beiden Tagen werden Akteure und Zuschauer von der Festwirtschaft verpflegt. Am Samstag profitieren zudem Familien von einem günstigen Pastamenü und die Open-Air-Bar auf dem Sportplatz Zendenfrei ist geöffnet. Anmeldung für den schnellsten Obfelder und weitere Infos unter www.tvobfelden.ch.

Bei den Kleinsten durften letztes Jahr auch mal die Geschwister mithelfen. (Bild zvg.)


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JAHRESKREISFEST FÜR FRAUEN «Kräuterweih – schneiden und bewahren»

Freitag, 15. August 2014 DAUER

Fahrzeuge

19.00 Uhr Bahnhof Hedingen bis ca. 21.55 Uhr Bahnhof Hedingen LEITUNG Jren Omlin Fachperson Ritualgestaltung und freie Seelsorgerin Rüchligstrasse 2C, 8913 Ottenbach, 079 733 40 29/jren.omlin@bluewin.ch ANMELDUNG nicht nötig Anlass findet bei jeder Witterung statt BITTE MIT dem Wetter entsprechenden Kleidung und guten Schuhen (wir laufen ca. 1½ Std.) wenn möglich eine Sorte Kräuter aus dem Garten mitbringen KOSTEN Fr. 25.–

Kaufe Autos auch Jeeps und Lieferwagen, alle Marken & Jg., km & Zustand egal, gegen gute Barzahlung & gratis Abholdienst (CH-Unternehmer). Telefon 079 777 97 79 auch Sa/So.

Veranstaltungen

Stellenanzeiger Schulzweckverband Bezirk Affoltern Heilpädagogische Schule Die HPS Affoltern ist eine Tagessonderschule für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren mit geistiger oder mehrfacher Behinderung, welche mit vier Klassen im Primarschulhaus Stigeli in Affoltern am Albis integriert ist. Wir suchen für das Schuljahr 2014/2015:

Pädagogische Mitarbeiterin Pädagogischen Mitarbeiter Montag und Dienstag (7 Stunden/Woche) ➢ zur Unterstützung der Heilpädagogin im Unterricht ➢ Begleitung eines Schülers mit Mehrfachbehinderung im Schwimm- und Werkunterricht sowie am Mittagstisch

Jahrespraktikantin/Jahrespraktikant Pensum 35 bis 40 Wochenstunden 13 Wochen Ferien Richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung an: Heilpädagogische Schule, Schulleitung, Butzenstrasse 2, 8910 Affoltern a. A. Weitere Auskunft erteilt: Frau Jrène Dubs, Schulleiterin, Telefon 043 333 98 40 E-Mail: leitung@hps-bezirk-affoltern.ch www.hps-affoltern-am-albis.ch

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062 2014  

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