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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

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aus dem bezirk affoltern I Nr. 58 I 168. Jahrgang I Freitag, 25. Juli 2014

Jubiläumsproduktion

Wassermassen

Raffaele Cavallaro, Präsident der Aemtler Bühne, im Interview. > Seite 3

Die Pegel vieler Ämtler Gewässer stiegen von Sonntag auf Dienstag bedrohlich an. > Seite 7

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Kurzfilm Regisseurin Irene Ledermann drehte in Affoltern – mit lokalen Statisten. > Seite 8

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Sommer-Erlebnis Weitere Bilder vom Leserfoto-Wettbewerb im «Anzeiger». > Seite 10

Strassenbau: Ein Luxusproblem Auch diesen Sommer werden wieder viele Strassen im Säuliamt saniert Wer momentan über Kantonsstrassen durchs Säuliamt fährt, begegnet zahlreichen Baustellen, die den Verkehr verlangsamen. Einerseits kann das ein Ärgernis sein, andererseits sind dank regelmässiger Bautätigkeit Strassen und Leitungen in gutem Zustand. ................................................... von salomon schneider Wer mit dem Auto Überland nach Süditalien fährt, bemerkt bereits kurz nach Chiasso erste Veränderungen im Strassenzustand. Auf und neben den Strassen befindet sich mehr Abfall und erste Schlaglöcher verursachen eine holperige Fahrt. Je weiter man gegen Süden kommt, desto schlechter wird der Strassenzustand und wer übernachtet, kann auch das Leitungswasser im Hotel nicht mehr trinken.

Standortvorteil Infrastruktur Dass gerade die Verkehrsinfrastruktur wichtig ist, für die Attraktivität einer

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Allegra! Sommerserie: Hochgefühle für Werner Schneiter im Unterengadin. > Seite 15

Die Getreideernte leidet Die Getreidekulturen gediehen dieses Jahr dank des milden Frühlings überdurchschnittlich gut. Die Nässe der letzten Tage trübten allerdings die Freude der Bauern, bewirkte sie doch, dass mit der Ernte zugewartet werden muss. Da die Frucht auch bei Regenwetter weiter reift und schliesslich keimt, führt das zu sogenanntem Auswuchsgetreide, welches nur noch als Tierfutter verwendet werden kann. Zumal es da und dort noch einige Tage dauert, bis die Böden so weit abgetrocknet sind, dass sie wieder befahren werden können. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Fünf Kilogramm giftige Pilze Die Ottenbacherstrasse in Zwillikon ist noch bis morgen Samstag gesperrt. (Bild Salomon Schneider) Region, hat die Bodenpreisanalyse im «Anzeiger» vom vergangenen Dienstag aufgezeigt. Um die Attraktivität zu erhalten, sind auch Infrastruktursanierungen nötig, wie sie momentan im

Säuliamt vorgenommen werden. Um diese wirtschaftlich möglichst verträglich zu gestalten, wird ein Grossteil der Instandhaltungsarbeiten während der Sommerferien durchgeführt.

Auch wenn Baustellen ärgerlich sein können, keine Baustellen wären wohl noch viel ärgerlicher. ................................................... > Bericht auf Seite 7

«Im Moment sind es vielleicht nur Schnitte»

Jetzt spriessen sie wieder aus dem Boden, die Pilze. Doch beim Sammeln ist Vorsicht angebracht. In rund 100 Kontrollen haben die Pilzkontrolleure des Bezirks im letzten, eher durchschnittlichen Jahr insgesamt 115 Kilogramm Pilze von privaten Sammlern geprüft. Davon waren 5 kg giftige Pilze. Es lohnt sich also, die gesammelten Pilze von einem ausgewiesenen Kontrolleur prüfen zu lassen. ................................................... > Bericht auf Seite 12

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Sina Thüring schreibt über Selbstverletzung Aufgrund von Erfahrungen im Freundeskreis begann Sina Thüring sich für das Thema Selbstverletzung zu interessieren. Als Abschlussarbeit der 3. Sekundarklasse hat sie ein Buch darüber geschrieben. Peter Burkhard, Gesamtleiter «Die Alternative» in Ottenbach. (Bild Urs E. Kneubühl)

Ein beispielhaftes Lebenswerk «Die Alternative»: Peter Burkhard geht Über 40 Jahre hat sich Peter «Pesche» Burkhard für den Verein für umfassende Suchttherapie «Die Alternative» und seine Institutionen engagiert. Jetzt geht der Pionier der entwicklungsorientierten Suchtberatung in Pension. Mit Engagement und Herzblut war er stets bei der Sache und an der Arbeit, die er zu keiner Zeit als Jünger und Sachwalter des Zweckdienlichen ausgeübt hat, sondern aus und mit Überzeugung. Die damalige sozialtherapeutische Gemeinschaft Ulmenhof in Ottenbach, die er, 22-jährig, mitbegründet hat, ist unter der Ägide von Burkhard zu einem kompletten Be-

treuungsnetz mit Beratungs- und Nachsorgestelle, Rehabilitationszentrum, Kinderhaus, Integrationswohnungen sowie internen Werkstätten mit Integrationsarbeitsplätzen Vertrieb und Laden gewachsen. «Die Alternative» ist damit längst eine über die Landesgrenze hinaus bekannte und anerkannte Institution und ihr Gesamtleiter Peter Burkhard eine hoch geschätzte und geachtete Kapazität. Am 5. September wird Pesche Burkhard die Gesamtleitung an den bestens eingeführten Stephan Germundson übergeben. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 9

«‹Du denkst vielleicht, dass du alles unter Kontrolle hast. Du hast das Gefühl, hier und dort ein paar kleine, seichte Schnitte, die nicht tief sind, werden schnell und einfach wieder heilen.› Ich sage nichts. Das dachte ich eigentlich, ja. ‹Doch da liegst du falsch. Du kannst es nicht steuern. Es ist unmöglich, es zu beherrschen. Das Selbstverletzen beherrscht dich. Es ist eine Sucht. Die Schnitte werden tiefer und es werden Narben entstehen. Es wird Wochen, sogar Monate brauchen, bis sie heilen und Jahre, bis sie verblassen. Klar, im Moment sind es nur einige Schnitte. Doch du wirst bald herausfinden, dass du abhängig davon bist. Du wirst es keinen Tag aushalten, ohne zur Klinge zu greifen. Du wirst dich verrückt machen, wenn deine Haut juckt und brennt, deine Hände zittern, dein Kopf hämmert und du siehst verschwommen, weil du versuchst, deine Gedanken von der Selbstverletzung fernzuhalten. Du ver-

Sina Thüring ist stolz auf ihr Buch «Lost». (Bild Salomon Schneider) suchst, nicht nachzugeben. Doch du wirst es tun.›» Das Buch Lost geht unter die Haut wie das vorhergegangene Zitat. Über der ganzen Geschichte liegt eine tiefe Schwermut, die bis zum Schluss anhält, nicht zuletzt weil Sina Thüring sich intensiv mit Dramaturgie beschäftigt hat. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 8

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über Roland Erichsen, geb. 7. Juli 1954, von Horgen ZH, Im Steingarten 7, 8914 Aeugst am Albis, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern vom 15. Juli 2014 als geschlossen erklärt worden. Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 574 8910 Affoltern am Albis

Oberstufenschulhaus Ennetgraben Affoltern am Albis Einbürgerungen

Submission

Mit Beschluss vom 14. Juli 2014 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen:

Affoltern am Albis Submission (offenes Verfahren)

– BOJESCU Simona, 1988, Staatsangehörige von Rumänien – RAJAMOHAN Ahalyan, 2000, Staatsangehöriger von Sri Lanka – MEMEDI Lerikson, 1997, Staatsangehöriger von Mazedonien

Bezug der Ausschreibungsunterlagen: www.simap.ch

Bauvorhaben Gesamtsanierung Schulhaus Ennetgraben, Affoltern am Albis Leistungen: BKP 221.1 Gerüste (Fassadengerüst)

Gemeinderat Affoltern am Albis

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Konkurseröffnung

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Affoltern am Albis, 19. Juli 2014

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).

Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 574 8910 Affoltern am Albis

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Datum der Konkurseröffnung: 18. Juni 2014 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist bis 25. August 2014 Vergleiche im Übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 25. Juli 2014.

Aeugst am Albis

Landumlegung N4 Affoltern Einladung zur Schlussversammlung der Landumlegung N4 Affoltern Ort:

Restaurant Krone, Zürcherstrasse 26, 8908 Hedingen Datum: Mittwoch, 27. August 2014 Zeit: 20.00 Uhr Traktanden 1. Begrüssung und Rückblick 2. Wahl der Stimmenzähler 3. Genehmigung der Schlussabrechnung vom 15. Mai 2014 4. Entlastung des Vorstandes 5. Auflösung der Landumlegungsgenossenschaft N4 Affoltern 6. Verschiedenes Diese Einladung erfolgt gemäss § 100 ff des Gesetzes über die Förderung der Landwirtschaft vom 2. September 1979. Jedes aktuelle Mitglied hat eine Stimme. Stellvertretung mit schriftlicher Vollmacht ist zulässig, jedoch darf niemand mehr als zwei Stimmen abgeben. Der Vorstand lädt ausdrücklich auch die Grundeigentümer ein, die einmal Mitglied waren, aber bereits aus der Landumlegung entlassen worden sind. Sie können an der Schlussversammlung ohne Stimmrecht teilnehmen. Affoltern a. A., den 25. Juli 2014 Der Vorstand

Bauherrschaft: Holzkorporation Ottenbach, Christian Kohler, Steinernstrasse 13, 8913 Ottenbach Bauvorhaben: Abbruch und Neubau Waldhütte (Vers.-Nr. 427), auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1566 (Zone Wald)

Stallikon Bauherrschaft: Jan Munzinger, Bucheneggstrasse 58, 8143 Stallikon, vertreten durch Projektverfasser Studio Silo Architekten, Klosbachstr. 153, 8032 Zürich Bauvorhaben: Nachträgliche Bewilligung Erweiterung Küche und Entree (bereits erstellt in den 60er-Jahren), Bucheneneggstrasse 58, Kat.-Nr. 6123, Assek.-Nr. 458, Landwirtschaftszone

Bauherrschaft: Altorfer Walter, Büelstrasse 1, 8914 Aeugst am Albis Bauvorhaben: Einbau einer dachinternen Solarstromanlage bei der bestehenden Liegenschaft Kat.-Nr. 1793, GV-Nr. 1074, Zone: K2 A, Büelstrasse 1, Gemeinde Aeugst am Albis

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindezentrum Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: Ruth Ringger, Ringstrasse 8, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Aufstellen von Holzsichtschutzwänden (bereits erstellt), Kat.-Nr. 828, Ringstrasse 8, Wohnzone W2c

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindezentrum Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: Uster AG Planer + Architekten, Zugerstrasse 15, 8820 Wädenswil Projektverfasser: Uster AG Planer + Architekten, Zugerstrasse 15, 8820 Wädenswil Bauvorhaben: Abbruch Gebäude Vers.-Nrn. 403, 405, 407 und 409, Neubau Wohn- und Gewerbehaus mit Tiefgarage, Kat.-Nrn. 475 und 6351, Innere Grundstrasse 3 + 5, Zentrumszone Z4

Ottenbach Bauherrschaft: Albin und Margrit Herzog, Jonenstrasse 32, 8913 Ottenbach Projektverfasser: Ringger Tanner Architekten, Zürichstrasse 120, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Projektänderung; Umbau Scheune für Hobbytierhaltung, Umnutzung von Rinder- zu Schafstall, Neubau Zaun um Wiese (Vers.-Nr. 577), an der Steinernstrasse 20 auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1538 (Zone Landwirtschaft)

«Ein weites Herz müsst Ihr haben.»

TODESANZEIGE Ein Lebenskreis hat sich überraschend früh und plötzlich geschlossen. Wir trauern um unsere Schwester, Schwägerin, Freundin und Bekannte

Ruth Schuler 21. Januar 1960 – 12. Juli 2014

Stallikon Bauherrschaft: Sommerhaus AG, Hinterbergstrasse 47, 6312 Steinhausen Projektverfasser/-in: A2017 GmbH, Räffelstrasse 11, 8045 Zürich Bauvorhaben: Abbruch bestehende Liegenschaft, Neubau 4 Reihenhäuser, Massholderenstrasse 4, Kat.-Nr. 408, Zone W2/35

Wettswil am Albis

Affoltern am Albis, 25. Juli 2014

Schuldner: Erbschaft der Susanne Wolter, geb. 8. Juli 1983, von Bichelsee-Balterswil TG und Unterägeri ZG, wohnhaft gewesen Niederfeldstr. 47, 8932 Mettmenstetten, gestorben am 24. Februar 2014.

Ottenbach

Gesuchsteller: Erben Trachsler, vertreten durch Silvia Zobrist, Schmittengässli 8, 5604 Hendschikon Bauvorhaben: Balkon-Teilverglasungen beim Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 371 auf Kat.-Nr. 3714 an der Eggstr. 3 (Kernzone)

De Plättlileger

wohnhaft gewesen in Menzingen

Wir werden sie in lieber und dankbarer Erinnerung behalten. Aeugst am Albis, im Juli 2014 Sepp Schuler und Silvia Fuchs Anverwandte, Freunde und Bekannte Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankung findet am Dienstag, 29. Juli 2014, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Aeugst am Albis statt. Besammlung um 13.45 Uhr beim Friedhofsgebäude. Anstelle von Blumen gedenke man im Sinne der Verstorbenen der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung, Bleulerstrasse 60, 8008 Zürich, Postkonto 87-713581-4, Vermerk: Ruth Schuler. Gilt als Leidzirkular. Traueradresse: Sepp Schuler, Hübscherenstrasse 4, 8914 Aeugst am Albis

walter-staehli@bluewin.ch 079 696 89 21, 8909 Zwillikon

Qualität aus Freude am Beruf

Bestattungen Affoltern am Albis Am 21. Juli 2014 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Bertha Baumann-Muheim geb. 1. Januar 1916, Witwe des Hans Baumann, von Attelwil AG, wohnhaft gewesen in Zwillikon, Haldenrain 12. Urnenbeisetzung am Donnerstag, 31. Juli 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hausen am Albis Am 19. Juli 2014 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Gerber Alfred geb. 5. Mai 1929, von Langnau i. E., wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Dienstag, 29. Juli 2014, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung auf dem Friedhof statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

«wer ballast abwirft, gewinnt leichtigkeit»

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Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

TODESANZEIGE Traurig nehmen wir Abschied von unserem Vater, Grossdädi, Bruder, Schwiegervater, Götti und Freund

Alfred Gerber 5. Mai 1929 – 19. Juli 2014

Du hast uns Zeit gegeben, uns von dir zu verabschieden. Deine Kräfte waren am Ende, dein Lebenskreis schloss sich. Mit vielen schönen Erinnerungen lebst du in unseren Herzen weiter. Wir vermissen dich. In Liebe und Dankbarkeit Beatrice und Alois Schuler-Gerber mit Jasmine und Nadja Jürg Gerber mit Melanie und Sarah Verwandte und Freunde

Fahrzeuge

Die Trauerfeier findet am Dienstag, 29. Juli 2014, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof in Hausen am Albis statt.

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Traueradresse: Beatrice Schuler-Gerber, Rossbergstrasse 12a, 6410 Goldau


Bezirk Affoltern

«Guetzlibacken» mit René Rindlisbacher Vom 28. bis 29. November werden Renzo Blumenthal, André Dosé und René Rindlisbacher an der diesjährigen Swiss Handicap in der Messe Luzern ihr Können unter Beweis stellen dürfen. Für das grosse Guetzlibacken mit Schweizer Persönlichkeiten wird die nationale Messe für Menschen mit und ohne Behinderung auch dieses Jahr eine eigens dafür eingerichtete Backstube aufbauen und die Kleinen aus der Kinderwelt mit den Grossen aus der Schweizer Promiwelt zusammenbringen. Mit dabei sind auch Sabine Dahinden, Alain Sutter und Shayade Hug, amtierende Miss Earth Schweiz, um nur einige zu nennen. «Einen Teil der Guetzli dürfen die Kinder behalten, der Rest wird zugunsten der Stiftung ‹Denk an mich› versteigert», kommentiert Ewa Ming, Gründungsmitglied der Swiss Handicap. Auf der Messe warten viele weitere Prominente und Highlights auf die Besucher, etwa die Swiss Handicap Night, welche schon im vergangenen Jahr bei allen Besuchern für Begeisterung sorgte. Weitere Infos zur Swiss Handicap vom 28. bis 29. November unter www.swiss-handicap.ch.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Heute Freitag, 25. Juli, feiern Pia und Armin Mondgenast-Nussbaumer in Obfelden die goldene Hochzeit. Wir gratulieren herzlich und wünschen einen schönen Festtag.

Zum 90. Geburtstag Am Sonntag, 27. Juli, feiert Max Strickler aus Stallikon den 90. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich zu diesem Ehrentag und wünschen ein schönes Geburtstagsfest.

Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Interview mit dem Präsidenten der Aemtler Bühne 1984 gegründet, kann die Aemtler Bühne heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum begehen. Das tut sie unter anderem mit Kurt Schwitters’ musikalischer Groteske «Zusammenstoss» ab 2. August im Kreuzgang des Klosters Kappel. Für Raffaele Cavallaro ist das Jubiläum in diesem Sinne Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. «Anzeiger»: Die Aemtler Bühne spielt zu ihrem 30-Jahr-Jubiläum Kurt Schwitters’ musikalische Groteske «Zusammenstoss». Ein mutiger Schritt, aber wohl auch logisch? Raffaele Cavallaro: Ja, die Produktion zu unserem Jubiläum ist rundum ein Zusammenstoss! Wie meinen Sie das? Zum einen stossen in diesem Stück verschiedene Medien und Disziplinen wie Sprache, Musik und Tanz aufeinander. Zum anderen prallen mit dem Originalschauplatz Berlin und dem Spielort Kloster Kappel ein Inbegriff fieberhafter Betriebsamkeit und Zentrum kommerzieller Vergnügungen mit einem religiösen, spirituellen Ort zusammen … Trotz aller Gegensätzlichkeiten ist aber alles ein gutes Zusammenspiel? Ja, die Kooperation mit dem Kloster Kappel ist, wie auch Regisseur Dodó Deér mit Begeisterung bestätigt, äusserst angenehm und aufbauend. Markus Sahli, der theologische Leiter des Klosters, hat ja auch eine Rolle im Stück übernommen. Ebenso gut harmonieren die Profis mit den Laien. ...............................................................

............................................................... Zurück ins Jahr 1984. Wer hatte die Idee zur Gründung einer Theatergruppe? Die Idee hatte Heiri Landis (auch er spielt mit), und im November damals trafen sich dann eine Schar Theaterbegeisterter zur Gründungsversammlung. Marcel Landolt wurde erster Präsident der Aemtler Bühne.

Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Ich gehe davon aus, die Zielsetzung war, wie bei vielen Laientheatern, die Bevölkerung in der Region regelmässig mit ein paar frohen Stunden zu erfreuen – und hat sich daran etwas geändert? Nein, grundsätzlich hat sich daran nichts geändert. Die Leute zu unterhalten, ist nach wie vor unser Prinzip.

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

Allerdings ist gerade die Aemtler Bühne im Verlaufe ihrer Geschichte wachsend anspruchsvoller geworden, oder?

Gesamtauflage: 23 913

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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«Die Jubiläumsproduktion wird ein begeisterndes Erlebnis!»

«Die Leute zu unterhalten, ist nach wie vor unser Prinzip.» Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Freitag, 25. Juli 2014

Mitglied werden Die Aemtler Bühne zählt über 170 Vereinsmitglieder, die alle vom Theatervirus infiziert sind und sich mit viel Herzblut und ohne Honorar für die Aufführungen engagieren. Einsatz- und Entfaltungsmöglichkeiten gibt es ausreichend, sowohl auf, als auch hinter und neben der Bühne. Die Mitgliedschaft kostet pro Jahr für Jugendliche bis 25 Jahre 50, als Einzelmitglied ab 25 Jahren 70 und als Paarmitglied 120 Franken. Anmelden bei Aemtler Bühne, 8910 Affoltern am Albis oder goggo.zweifel@aemtlerbuehne.ch

nach einer echten Aemtler Bühne, einem eigenen Theater. Wird es aber nicht zunehmend schwieriger, Spieler, Vereinsmitglieder und schliesslich auch Publikum zu bekommen? Unser Verein ist ordentlich speziell zusammengesetzt – glücklicher- und verdankenswerterweise mit vielen eigentlichen «Passivmitgliedern», die den Verein mit ihrem Jahresbeitrag unterstützen. Dann haben wir zahlreiche Mitglieder, die gerne auch aktiv mitspielen, und schliesslich eine Gruppe jener Raffaele Cavallaro, Präsident der Aemtler Bühne, freut sich auf die Jubiläumsproduktion «Zusamebenfalls sehr menstoss», in seiner Hand das informative und reich illustrierte Programmheft. (Bild Urs E. Kneubühl) wichtigen MitglieExperiment gelungen also; das gibt si- der, die im Hintergrund tatkräftig mitDie Aemtler Bühne hatte von Anhelfen. fang an den Anspruch, hochstehendes cherlich Mut für eine Fortsetzung? Wir werden nach der offiziellen Theater zu machen und das «VolksUnd von allen drei «Kategorien» haben schauspiel» damit neu zu beleben. Da- Jubiläumsfeier im November dieses her wurden die leitenden Funktionen Jahres, quasi als Schlusspunkt unseres Sie genügend? Grundsätzlich können wir überall für die Produktionen jeweils durch Jubiläumsjahres, die «Junge Aemtler Profis besetzt. Das war und ist aber Bühne» ins Leben rufen. Raiffeisen noch Mitglieder gebrauchen, da ist jedurchaus auch eine Art Gratwande- Mettmenstetten hat uns als Partner dermann herzlich willkommen, ganz rung, die mit dem «Zusammenstoss» bereits Unterstützung für die nächsten besonders als Helfende «hinter der Bühne». Da wünschen wir uns, dass es zum 30-Jahr-Jubiläum eine Spitze er- Jahre zugesagt. noch mehr Helferinnen und Helfer gereicht. Ist für das Theaterspielen auf dem Land ben wird, die sich zu eigentlichen ArFand in den 30 Jahren des Bestehens je- aber überhaupt noch genügend Platz in beitsgruppen zusammenfinden, wie einer Zeit, wo das Fernsehen und das Inter- dies zum Beispiel bei unserer Techdes Jahr eine Aufführung statt? nik-Crew der Fall ist; das ist eine GrupJa, es begann 1985 mit «Hasepfäffer» net sogar die Kinos verdrängt? Ja, durchaus, wie unsere Aufführun- pe, die nun schon seit Jahren sehr iniund 1997 sowie 2003 waren es gar jeweils zwei Aufführungen. Im informa- gen, die ja jeweils regelrechten Erleb- tiativ und aktiv zusammenarbeitet. tiven und reich illustrierten Pro- nisabenden gleichkommen, Jahr für ............................................................... grammheft von «Zusammenstoss» sind Jahr bestätigen. Das Ganze läuft je«In unseren Köpfen die Plakate sämtlicher Aemtler-Büh- weils um ein Vielfaches familiärer ab, als ein Kinobesuch oder eben auch der ne-Stücke abgebildet. schwebt der Wunsch nach Internet-Konsum. In diesem Sinne Das Bestehen der Aemtler Bühne wäh- sind unsere Aufführungen auch ein einem eigenen Theater.» rend 30 Jahren, das darf man sicherlich so gutes Stück Standortmarketing. festhalten, verleiht der jüngeren Bezirksge............................................................... Kann man gar sagen, dass das Interesse schichte einen besonderen kulturellen Akfür die direkte Unterhaltung, wie sie die Die finanziellen Aufwendungen wachsen zent? mit den Ansprüchen. Inwiefern sind Sie und Ja, das sehe ich auch so. Der Stellen- Aemtler Bühne bietet, wächst? Unbedingt. Wir haben für «Zusam- der Vorstand diesbezüglich gefordert? wert der Aemtler Bühne ist sehr hoch, Wir sind uns durchaus bewusst, das Theater wird getragen von weiten menstoss» in den ersten Tagen im Vorverkauf bereits über tausend Bil- dass unsere Ansprüche hoch sind und Teilen der Bevölkerung. lette absetzen können und sind über- uns entsprechend fordern. GleichzeiSie haben das Präsidentenamt vor vier zeugt, dass es auch kräftig so weiter tig ist es uns aber auch wichtig, dass Jahren übernommen, was sind Ihre persönli- geht … Auch durch die Mund-zu- die Grundwerte der Aemtler Bühne erchen Schwerpunkte für die Aemtler Bühne? Mund-Propaganda von begeisterten halten bleiben und dass der Status der Laienbühne bleibt. Das ist einmal die Beibehaltung des Zuschauern. hohen Niveaus, dann ist es aber auch Nun steht mit dem Jubiläumsstück «ZuWas es ja auch braucht für das Jubilädie Weiterführung der guten Tradition sammenstoss» wiederum eine grosse Hermit immer wieder überraschenden umsstück. ausforderung bevor. Was erwarten Sie? Das ist richtig. Wir bieten in sämtliAufführungen. Last but not least ist es Ich kann sagen, ich spüre, ja, ich die Förderung der Theaterbegeisterung chen Vorstellungen insgesamt einige weiss es: Es wird ein schönes und bebei der Jugend, auch das ist eine gut ge- Plätze mehr als bei normalen Produkgeisterndes Erlebnis für alle. tionen. Entsprechend liegt auch der pflegte Tradition der Aemtler Bühne. Aufwand für das Jubiläumsstück um Interview: Urs E. Kneubühl ............................................................... einiges höher als bei einer normalen Produktion, nämlich um etwa das «Wir werden Ende dieses Achtfache. Und dennoch haben wir Jahres die ‹Junge Aemtler die Eintrittspreise nur marginal erhöht. Bühne› ins Leben rufen.»

«Zusammenstoss» im Kloster Kappel

............................................................... Sie unterstreichen die Jugendarbeit … Ja, sie gehört seit eh und je zur Aemtler Bühne – denken wir an das Kindertheater, aber auch an die Jugendförderung, die im vergangenen Jahr mit «AugenKlick» als Vollproduktion einen begeisternden Höhepunkt erlebt hat. Zudem gibt es etliche Mitglieder, die zuvor im Kinder-, dann im Jugendtheater mitgemacht haben, die heute bei der Aemtler Bühne mitspielen.

Nochmals zum Verein: Ein Theater, das so erfolgreich ist, hat normalerweise als eindeutige «Heimat» ein eigenes Spielhaus. Wo ist die Aemtler Bühne zu Hause? Im ganzen Bezirk Affoltern, wie ja der Zusatz «Theater im Knonauer Amt» sagt … Seit 2011 sind wir eigentlich im Gasthaus zum Weissen Rössli in Mettmenstetten beheimatet. Hier geniessen wir jederzeit Gastrecht. Aber wir müssen uns durchaus Gedanken machen für die Zukunft. In unseren Köpfen schwebt der Wunsch

Die Jubiläumsproduktion der Aemtler Bühne, Kurt Schwitters’ musikalische Groteske «Zusammenstoss» wird vom 2. August (Premiere) bis 13. September 2014 im Kreuzgang des Klosters Kappel als Freilichtaufführung gespielt, wobei ein grosser Teil der Anlage gedeckt ist. Tickets und Infos: www.aemtlerbuehne.ch. Vorverkauf: ZKB-Filialen in Affoltern, Bonstetten und Hausen, Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, und Drogerie Rütimann, Hausen.


Liegenschaften WIR DANKEN HERZLICH

Verkäufe

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Umzüge für die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von

Jean-Pierre Achermann erfahren durften. Besonders danken wir – der Leitung und dem Personal vom Senevita in Affoltern am Albis für die liebevolle Betreuung und Begleitung; – der Spitex Hausen am Albis für die Unterstützung; – allen, die Jeampi auf seinen Wegen begleitet haben. Eggenwil, Uerzlikon, im Juli 2014

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Renate Schönholzer-Heim hat uns tief berührt. Wie die vielen verschiedenen Blüten und Blumen die Abdankungsfeier reich beschmückten, so lassen auch die vielen geschilderten Erlebnisse in Dankbarkeit ein farbiges Lebensbild der Verstorbenen erblühen – vielen herzlichen Dank! In berührender und gleichzeitig erbauender Beerdigungsfeier haben wir gemeinsam Abschied genommen, gestaltet durch Frau Pfarrerin Susanne Sauder-Ruegg und bereichert durch die schönen musikalischen Beiträge von Gabriele Weber (Sopran) und Ursula Hauser (Orgel) – ein grosses Dankeschön. Für die sorgfältige, verständnisvolle und liebenswürdige Begleitung und Pflege unserer Mutter und Schwester in den letzten Monaten möchten wir uns bei Monika Suter wie auch beim ganzen Team des Alters- und Pflegeheimes Birkenrain in Zürich ganz herzlich bedanken, insbesondere für die achtungsvolle, medizinische Betreuung durch Dr. M. Fischinger und die liebevolle Begleitung bis zum letzten Atemzug durch Margrit Brunner, Sterbebegleitung. Wir bedanken uns auch für die vielen, grosszügigen Spenden und bleiben in herzlicher Verbundenheit. Im Juli 2014

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Betriebsferien vom 28. Juli bis 9. August 2014 Unser Geschäft bleibt über diese Zeit geschlossen. Wir freuen uns, Sie ab Montagnachmittag, 11. August 2014, wieder bedienen zu dürfen und Ihnen bereits die ersten Herbstneuheiten zeigen zu können.

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Bezirk Affoltern

Freitag, 25. Juli 2014

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Regenperiode: Die Getreideernte leidet Überdurchschnittlich hoher Ertrag, aber grosse Qualitätseinbussen Dank des milden Winters und des warmen und schönen Frühlings ist die Vegetation weiter fortgeschritten als in durchschnittlichen Jahren. Trotz guten Ertrags kam die Regenperiode wegen der Ernte im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Die Getreidebauern erleiden qualitativ zum Teil grosse Einbussen. ................................................... von martin mullis Die Getreidekulturen gediehen dank des milden Frühlings überdurchschnittlich gut. Die Landwirte erwarteten deshalb im Ackerbau eine eher überdurchschnittlich gute Ernte. Die doch eher nassen letzten Tage sowie die gegenwärtige Regenperiode bewirken jedoch, dass mit der Ernte zugewartet werden muss. Da die Frucht auch bei Regenwetter weiter reift und schliesslich keimt, führt das zu sogenanntem Auswuchsgetreide, welches für Brot die Backfähigkeit verliert und letztendlich nur noch als Futtergetreide verwendet werden kann. Die dadurch erfolgte Deklassierung zu Futter

führt wiederum zu einem enormen Einkommensverlust. Gegenwärtig führte das Regenwetter bereits zu einer fünfzigprozentigen Abklassierung und damit zu fast 30 Prozent Mindereinnahmen. Xaver Amgwerd, zuständig für die Sammelstelle der Landi in Mettmenstetten, spricht von einer kleinen Katastrophe für die Bauern. Eine grosse logistische Herausforderung verursachte auch das schöne und warme Wetter der vergangenen Wochen sowohl für die Bauern als auch für die Sammelstelle. Gerste, Raps und die Brotgetreidesorten wurden praktisch gleichzeitig erntereif und einige wenige wirklich schöne und warme Tage wollen natürlich die allermeisten Landwirte für die Ernte nutzen. Die gegenwärtige Regenperiode kam für die Ackerbau betreibenden Bauern zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Die Verluste gehören zum unternehmerischen Risiko Die Erntearbeiten geraten so zu einem eigentlichen Wettlauf mit der Zeit. Die Frucht wächst weiter doch die nassen Böden können nicht befahren werden.

Die äusserst ungünstigen Wetterverhältnisse sind nicht versicherbar und für die Landwirte gehören solche Verluste zum unternehmerischen Risiko. So setzten die Bauern alles daran, die Ernte so gut und so schnell wie möglich einzufahren. So lieferte am letzten Dienstag trotz strömendem Regen Reto Andermatt aus Jonen, gut 12 Tonnen Weizen, welche Tage vorher geerntet wurden, bei der Sammelstelle in Mettmenstetten ab. Landwirt Martin Suter aus Mettmenstetten musste von fünf Hektaren Weizen aus Qualitätsgründen bereits gut die Hälfte als Futterweizen abklassieren. Auch wenn die gegenwärtige Schlechtwetterperiode bald endet, muss mindestens zwei bis drei Tage zugewartet werden, bis die Böden abgetrocknet sind und befahren werden können, gibt Martin Suter zu bedenken. Die Bauern haben die freie Wahl, wo sie anliefern möchten, Sammelstellen sind in der Region allerdings eher selten. Die Preise unterscheiden sich nur marginal, für die Landwirte sind bei der Wahl der Anlieferungsstelle verschiedene Kriterien wichtig. Langjährige Bindung, Anfahrtstrecke und natürlich auch die gewünschte Lieferzeit spielen da eine grosse Rolle.

Der Weizen konnte gerade noch rechtzeitig geerntet werden: Reto Andermatt aus Jonen AG, kippt 12 Tonnen Weizenkörner bei der Sammelstelle in Mettmenstetten. (Bild Martin Mullis)

Die Abgänger halten bereits 70 Bienenvölker Imker-Grundkurs 2013/14 abgeschlossen Der Grundkurs für künftige Bienenhalter des Bienenzüchtervereins Bezirk Affoltern (Bzva) fand in den letzten Tagen ein Ende. Beim gemütlichen Grillieren rund um den Lehrbienenstand im Feldenmaas, Hedingen, konnten ein letztes Mal im Rahmen des Kurses Erfahrungen ausgetauscht werden.

Bei strahlend schönem Badewetter erzielten die Schwimmschüler in der ersten Ferienwoche grosse Fortschritte.

Spass mit Lerneffekt im «Stigeli» Kinderschwimmkurse in Affoltern waren ein voller Erfolg Nach einigen Jahren kursfreiem Badebetrieb im Stigeli, bot die Schwimmschule Röteli erstmals wieder Sommerferienkurse an. Und in der letzten Ferienwoche gibt es eine Fortsetzung. Trotzt des kühlen Wochenstarts konnten am Montagvormittag 70 erwartungsvolle Kinder begrüsst werden. Bereits um 9 Uhr starteten die älteren

in zwei Gruppen. Um 10 Uhr waren denn alle gefordert: 18 «Krebse»/«Seepferde» und 14 «Frösche» stellen eine Herausforderung an die Schwimmleiter. Diese waren bestens vorbereitet. Schliesslich waren mit Severin, Daniel und Nelly Röthlisberger drei bestens ausgebildete Schwimmleiter im Wasser. Badbetriebsleiter Toni Bösch stellte sich mit Freude als Hilfsleiter bei den «Fröschen» zur Verfügung und Li-

Aktivitäten ins Bad bringen – das strebt «Stigeli»-Betriebsleiter Toni Bösch an. Dazu muss auch die Infrastruktur stimmen. Bewährt haben sich die Leih-Liegestühle und kürzlich wurde der Spielplatz erneuert. (Bilder Thomas Stöckli)

lian kümmerte sich herzlich um die Kleinsten in der Gruppe Krebsli . Obwohl sich die Vier- bis Fünfjährigen am Anfang noch sehr zögerlich mit dem kühlen Wasser vertraut machten, erzielten sie im Laufe der Woche bei strahlend schönem Badewetter riesige Fortschritte. Mit strahlenden Augen nahmen sie dann am letzten Kurstag ihre verdienten Schwimmabzeichen in Empfang. In der fünften Schulferienwoche, 11. bis 15. August, führt die Schwimmschule Röteli nochmals für alle Stufen (von «Krebs» bis «Eisbär») Schwimmkurse durch. Und es geht weiter: «Wir werden mit Freude in Zukunft immer in der ersten und letzten Zürcher Ferienwoche Schwimmkurse anbieten», verspricht Nelly Röthlisberger. Neu ist auch ein Spiel- und SpassKurs im Angebot für Kinder ab ca. sieben Jahren, die sichere Schwimmer und Taucher sind. Neben Stafetten, werden auch Tauchen, Turmspringen und Wasserball Inhalt des Kurses sein. «Wir hoffen damit vielen älteren Kinder ein Angebot, das ihren Fähigkeiten und Wünschen entspricht, zu bieten», so Nelly Röthlisberger. (pd) Anmelden unter www.schwuemschuel-roeteli oder direkt an der Stigeli Kasse.

Nach über zehn Jahren, sechs Grundkursen und unzähligen Referaten bei den Vereinsanlässen, konnte Harry Wey wieder eine Klasse mit sehr interessierten Teilnehmern in die Welt der Bienen entlassen. Der Vorstand des Bzva und viele bestens ausgebildete Nachwuchsimker sind ihm dankbar für die Arbeit der letzten zehn Jahre, und wünschen ihm für die Zeit mit seinen privaten Bienen alles Gute. Der Grundkurs des Bzva fing im Frühling 2013 mit 16 Teilnehmern an. Wegen einer Bienenstichallergie und fehlender Zeit mussten zwei Personen den Kurs abbrechen, die Allergie wird aber beim Arzt behandelt, dieser Teilnehmer möchte nach der Desensibilisierung wieder einsteigen. Nach einem Spätzugang zum Kurs konnten

jetzt im Sommer 2014 15 Teilnehmer den Kurs erfolgreich abschliessen. Die meisten der Teilnehmer durfte BzvaPräsident Guido de Pretto mittlerweile als Neumitglieder begrüssen, einige, die ihre Bienen auf Zuger Gebiet halten, sind im Zuger Verein.

800 Bienenvölker im Bezirk Alle Kursabgänger halten mittlerweile eigene Bienen. Es gibt Zweierteams und Einzelpersonen die zwei bis fünf Völker halten, eine Gruppe mit acht bis zehn Völkern sowie vier Kursabgänger die bereits zehn bis 15 Völker halten. Die insgesamt rund 70 Bienenvölker der abschliessenden Kursteilnehmer sind im ganzen Säuliamt, im Kanton Zug und sogar im Wallis stationiert. Im Bezirk Affoltern werden rund 800 Bienenvölker von 110 aktiven Mitgliedern des Bzva gepflegt. Der nächste Grundkurs findet 2015/16 statt. Interessierte Personen können sich auf der Vereins-Homepage informieren und anmelden. Für Fragen stehen die Vorstandsmitglieder gerne über das Kontaktformular und E-Mail bereit. Infos unter www.bienen-affoltern.ch.

Die meisten Grundkursteilnehmenden 2013/14 mit dem scheidenden Lehrer Harry Wey (hinten oben links). (Bild zvg.)


Bezirk Affoltern

Freitag, 25. Juli 2014

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Strassenbau reagiert auf Mehrverkehr 2014 werden wieder diverse Strassen saniert – durch den Mehrverkehr werden die Sanierungs-Abstände kürzer Im Kanton Zürich gibt es 1450 Kilometer Strassen, deren Belag durchschnittlich 25 Jahre lang hält. Das führt zu 50 Kilometern, die jährlich saniert werden müssen. Über den Sommer kommt es deshalb auch im Säuliamt zu Verkehrsbehinderungen durch Baustellen.

hindertengerecht ausgestaltet. Ende September kommt es an der Gemeindegrenze Stallikon/Aeugst zu einer Vollsperrung. Auch in Ottenbach wird eine Kantonsstrasse saniert. Aufgrund der Erneuerung des Brückenbauwerks beim Fabrikkanal, wird, vom 23. Juni bis Ende September, ein Lichtsignal den Verkehr regeln. Eine grössere Strassensanierung steht Bonstetten an. Ab dem 4. August wird die Isenbachstrasse, von der Stations- bis zur Buecheneggstrasse, saniert und neue Leitungen eingezogen. Der Verkehr wird deshalb einstreifig geführt, wobei der Bus in beide Richtungen verkehrt. Die Arbeiten sollen Mitte 2015 abgeschlossen sein.

................................................... von salomon schneider Jährlich werden im Kanton Zürich 10 000 neue Fahrzeuge eingelöst, wobei die durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Fahrzeug steigt. Das führt auch im Knonauer Amt zu massiv mehr Verkehr. Durch das zunehmende Verkehrsaufkommen wird der Strassenbelag stärker beansprucht und muss immer schneller erneuert werden. Das zeigt sich auch an den zahlreichen Baustellen, die momentan die Durchfahrt durch das Säuliämtler Strassennetz verlangsamen.

Strassenbau ist hoch komplex Thomas Maag von der Zürcher Baudirektion erklärt, mit welchen Schwierigkeiten der Kanton bei Strassenbauprojekten zu kämpfen hat: «Die Verkehrsteilnehmer wollen, dass es möglichst schnell geht. Die Anwohnenden wollen nicht in ihrer Nachtruhe gestört werden. Die Gewerbetreibenden wollen, dass ihre Geschäfte weiter zugänglich sind. Die umliegenden Gemeinden wollen keinen Umleitungs-

Auch in Hausen, Zwillikon und Stallikon wird gebaut

Durch die Sanierung des Brückenbauwerks über den Fabrikkanal entstehen Wartezeiten. (Bild Salomon Schneider) verkehr. Die Steuerzahler wollen, dass es möglichst wenig kostet, und alle wollen während der Bauzeit trotz Werkleitungsarbeiten Wasser, Gas, Strom, TV, Internetversorgung und freien Zugang zu Haus und Garage haben.» Eine weitere Herausforderung sei die Koordination mit den Gemeinden und den Werkleitungseigentümern.

Denn wenn eine Strasse aufgerissen werde, sei es sinnvoll, im selben Zug auch die Leitungssysteme zu erneuern und zu revidieren. Es sei aber in den seltensten Fällen möglich, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. «Deshalb bitte ich vor allem um eines: Verständnis», ergänzt Thomas Maag. Auch gesetzliche Veränderungen führen zu Bauvorhaben. So wird im

neuen Kinder- und Erwachsenenschutzrecht (KESR) die Behindertengerechtigkeit von neuen öV-Haltestellen vorgeschrieben.

Lichtsignale und Sperrungen Deshalb werden mit der Belagserneuerung die Bushaltestellen an der Reppischtalstrasse auch im selben Zug be-

In Hausen wird die Albisstrasse grossflächig saniert, von der Oberalbisstrasse bis Tüfenbach. Seit dem 30. Juni werden Leitungen und Strassenbelag saniert. Auch hier wird die Bushaltestelle behindertengerecht ausgestaltet. Die Arbeiten sollen Anfang Oktober fertig sein. Zudem wird die Albisstrasse vom Mitteldorfweg bis zur Heischerstrasse saniert. Seit dem 10. Juli werden Strassenbelag, Fussgängerinsel und Bushaltestelle saniert. Die Arbeiten dauern noch bis Ende August. Weitere Baustellen befinden sich in Zwillikon (Bericht im Anzeiger vom 15.07.2014) und in Stallikon, in Richtung Birmensdorf/Uitikon.

Die Wassermassen kamen innert 48 Stunden Die Pegel vieler Ämtler Gewässer stiegen von Sonntag auf Dienstag bedrohlich an Bis zu 80 mm Regen fielen im Säuliamt von Sonntag auf Dienstag. Die zwei Tage Dauerregen wirkten sich auch deutlich auf den Pegelstand der Ämtler Gewässer aus. Die Reuss trat bei Obfelden und bei Ottenbach knapp übers Ufer. ................................................... von thomas stöckli Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet, dann zeigt die Natur ihre zerstörerische Kraft. Das zeigte sich zwischen Sonntag und Dienstag diese Woche: Von 200 m³ pro Sekunde verdreifachten sich die Wassermassen an der Messstelle in Mühlau innert 48 Stunden fast auf 560 m³ pro Sekunde. Entsprechend trat der Fluss sowohl in Obfelden als auch in Ottenbach über die Ufer. In kleinerem Rahmen zwar, aber noch drastischer wirkte sich der Dauerregen auf den Haselbach aus: Die anzeigen

Messstelle in Maschwanden registrierte in derselben Zeit einen Anstieg der Durchflussmenge von unter 200 auf über 5700 Liter pro Sekunde.

Rückhaltebecken bewährt sich Durch das Bett des Jonenbachs in Zwillikon flossen am Sonntagabend pro Sekunde noch weniger als ein halber Kubikmeter Wasser, 48 Stunden später waren es mehr als 12 m³ – und es wäre noch deutlich mehr gekommen, schliesslich stieg der Pegel des Rückhaltebeckens in Affoltern gleichzeitig um rund sieben Meter an. Ebenso schnell wie die Wassermassen gekommen sind, waren sie fast überall auch wieder verschwunden. Als Zeugen bleiben die eine oder andere überschwemmte Wiese. Im Vergleich zu anderen Regionen blieb der Schaden im Säuliamt allerdings klein. Insbesondere an den Voralpen sowie in der Ostschweiz hat der intensive Dauerregen zu Hochwasser und Erdrutschen geführt.

Im Pontonier-Zelt an der Reuss bei Ottenbach gab es bereits nasse Füsse. (Bild Salomon Schneider)


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Bezirk Affoltern

Freitag, 25. Juli 2014

Wenn man gegen sich selbst kämpft Sina Thüring schrieb als Abschlussprojekt der Sekundarschule «Lost – die Geschichte einer Süchtigen»

Sina Thüring hat die Thematik der Selbstverletzung auch künstlerisch verarbeitet. (Bilder zvg.)

Vom Bedürfnis nach Schmerz bis zur Selbstverstümmelung ist es ein weiter Weg. Wer mit seinen psychischen Schmerzen nicht zurechtkommt, überträgt sie manchmal auf die physische Welt. Sina Thüring hat ein Buch zu diesem Thema geschrieben. ................................................... von salomon schneider Anne ist ein «gewöhnliches» Mädchen, das durch den Tod ihrer Mutter und die Alkoholkrankheit ihres Vaters in ein psychisches Tief gerissen wird. Als sie mit ihrem Vater zu dessen neuen

Freundin zieht, wird sie auch noch sozial entwurzelt. Von der neuen Familie wird sie schlecht behandelt, in der Schule ist sie eine Aussenseiterin. Sie kommt mit dem psychischen Schmerz, der Einsamkeit, dem Gefühl ungeliebt zu sein und den Schuldgefühlen nicht mehr zurecht und fängt an den physischen Schmerz zu suchen. Sie fängt an sich zu verletzen und ist bald gefangen im Strudel von Selbstmitleid, Selbsthass und Selbstverletzung. Dies ist der Anfang des Buches «Lost» das Sina Thüring als Abschlussarbeit der dritten Sekundarklasse geschrieben hat. Eindrücklich erzählt sie, wie jede kleine Enttäuschung, jede Zurückwei-

sung und jede Unsicherheit eine kleine Wunde in der Psyche des jungen Mädchens zurücklassen und autoaggressiv von der psychischen zur physischen Selbstzerstörung führen.

Eine alltägliche Realität Sina Thüring hat die Geschichte zwar erfunden. Auf das Thema ist sie jedoch wegen einer Freundin gekommen: «Eine meiner Freundinnen hat mit mir über ihr selbstverletzendes Verhalten gesprochen. Anfangs war ich schockiert, doch dann habe ich mich ins Thema hineingelesen und gemerkt, dass sie nicht die Einzige in meinem Bekanntenkreis ist, die sich

selbst verletzt.» Als es um die Themenwahl für die Abschlussarbeit ging, sei das Thema für sie klar gewesen – auch, um einen Weg zu finden, mit dem Thema umzugehen. Selbstverletzung ist ein erschreckend häufig auftretendes – und oft unbemerktes – Phänomen. Statistiken zur Selbstverletzung gibt es keine. Solche Statistiken würden auch wenig Sinn machen, da die Dunkelziffer in diesem Bereich riesig wäre. Bei der Selbstverletzung geht es nicht um Aufmerksamkeit. «Die Betroffenen versuchen – oft verzweifelt – die Selbstverletzung zu verbergen, auch wenn sie im tiefsten Innern eigentlich entdeckt werden wollen», erklärt Sina Thüring. Experten von Fachstellen in Deutschland gehen davon aus, dass etwa ein Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 35 Jahren selbstverletzende Tendenzen aufweise. Frauen seien sechsmal öfter betroffen als Männer. Im Gegenzug sind Männer, nach Zahlen des Bundesamtes für Statistik, stärker suizidgefährdet. 2012 sind in der Schweiz 752 Männer und 285 Frauen durch Suizid gestorben.

ring Interviews mit drei Betroffenen geführt, alle aus dem Bekanntenkreis. Auch über Internetforen erfahre man viel zu diesem öffentlich totgeschwiegenen Thema. «Manchmal fiel es mir sehr schwer, über das Thema zu schreiben, da es mich hinuntergezogen hat. Das Interesse, meine Freunde und die gute Betreuung durch Rolf Oberhänsli haben mich aber immer wieder motiviert», erläutert Sina Thüring. Als nächstes wird Sina Thüring eine KV-Lehre bei AS-Aufzügen beginnen. Das Abschlussprojekt «Lost» wurde mit der Bestnote bewertet.

Ein Buch über Selbstverletzung schreiben Zu Beginn der Recherchen für ihr Buch hat Sina Thü- Der Arm als Ventil für die emotionale Ohnmacht.

Auch als Schauspieler klein anfangen Der Kurzfilm «Best Buddies» wurde in Affoltern gedreht – mit lokalen Statisten Der Schweizer Filmlandschaft befindet sich in Aufbruchsstimmung, seit auch Schweizer Filmschaffende vom EU-Filmförderungsprogramm profitieren können. Die erfolgreiche Affoltemer Regisseurin Irene Ledermann drehte in der vergangenen Woche den Film Best Buddies, mit Ämtler Statisten. ................................................... von salomon schneider

Im Kurzfilm Best Buddies geht es um zwei beste Freunde, die alles teilen und sich manchmal auch dabei filmen. Als ein Freund wütend auf den anderen ist, veröffentlicht er ein kompromittierendes Filmchen über den anderen via soziale Medien. Am vergangenen Freitag war der Film bis zu diesem Punkt gedreht. Für die letzte Szene, dem Eclat an der Jugendparty, wurden 40 Statisten benötigt, auch einige Säuliämtler meldeten sich. Die Szene wurde auf dem «Hornbach Areal» in Affoltern gedreht, das leer steht und sich gut eignet, um eine Jugendparty zu inszenieren. «Es ist immer schwierig, Objekte zu finden, die lange genutzt werden können und nicht

übermässig viel kosten. In Affoltern finde ich zum Glück immer wieder solche Objekte für meine Filme», kommentiert Irene Ledermann die Wahl des Sets. Bereits ihr Film Schonzeit wurde in Affoltern gedreht.

Auf Laienschauspieler gesetzt Film ist ein sehr aufwendiges Medium. Geschichte, Bild, Ton und Stimmung laufen ineinander über und müssen aufeinander abgestimmt sein. Wenn das Drehbuch einmal steht, in diesem Fall wurde es von Irene Ledermann selber geschrieben, müssen Schauspieler gecastet werden. Das Casting sei besonders schwierig gewesen, meinte Irene Ledermann: «Da wir einen Jugendfilm drehten, mussten wir auf Laienschauspieler zurückgreifen. In diesem Alter hat einfach noch keiner eine abgeschlossene Schauspielausbildung.» Auch die Wahl der Schauplätze und Bewilligungen und die Finanzierung würden viel Zeit in Anspruch nehmen.

Irene Ledermann instruiert die Statisten (links), während Ton- und Bildcrew die Aufnahmen im Detail besprechen. Schauspielerfahrung ist schwer zu kriegen Am Drehabend trafen die 40 Statisten gegen 21.30 Uhr ein. Es herrschte angespannte Stille. Die Regieassistenten bereiteten die Statisten auf ihre Rolle

(Bild Salomon Schneider)

vor, während Irene Ledermann die Schauspieler einwies. Die Anwesenheit der ca. 60 Personen, Geflüster und Lichteffekte liessen das nüchterne dunkle «Hornbach-Areal» beinahe

mystisch wirken. Eine der Statistinnen war die Affoltemerin Paula Foster, die schon bei mehreren Produktionen als Statistin mitgearbeitet hat: «Ich nutze jede Gelegenheit, um Erfahrung als

Schauspielerin zu sammeln. Auch in dieser Branche muss man klein anfangen.» Schauspieler und Statisten waren stark gefordert, da die Dreharbeiten bis nach Mitternacht dauerten.


Bezirk Affoltern

Freitag, 25. Juli 2014

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Die Alternative - beispielhaftes Lebenswerk eines Pioniers Zur Pensionierung von Peter Burkhard, Fachmann für Suchtrehabilitation Peter «Pesche» Burkhard, Gesamtleiter des Vereins für umfassende Suchttherapie «Die Alternative» in Ottenbach und Pionier der entwicklungsorientierten Suchtberatung, geht in Pension. Über 40 Jahre hat er die Geschicke des Vereins und seiner Institutionen mit Engagement und Herzblut geprägt und ab 1992 als Gesamtleiter geführt. ................................................... von urs e. kneubühl Menschen und Gesichter trifft man unzählige am Tag. Das läppert sich über die Jahre ganz schön zusammen. Und wenn man die meisten von ihnen – weder aus Unfreundlichkeit oder Abgunst – auch vergisst, so bleiben doch einige, Familie, Verwandte und Freunde ausgeschlossen, die bleibenden Eindruck hinterlassen. Pesche Burkhard ist ein solcher Mensch. Der 1949 im Zürcher Oberland Geborene besitzt einen ausgeprägten Sinn für den Menschen mit allen seinen Stärken und Schwächen. Dazu hat er Selbstdistanz, die im Letzten einem geschulten Urteil für das rechte Mass und dem umsichtigen Umgang mit einer ebenso delikaten wie geliebten Sache entspricht und entspringt. Seine Arbeit hat er nie als Jünger und Sachwalter des Zweckdienlichen ausgeübt und dabei bewiesen, dass er beileibe keiner ist, der flugs Wein in Wasser verwandelt, um dieses dann ebenso behende auf seine Mühlen zu leiten. Dazu ist er zu ehrlich. Und so ist denn auch der Weg Pesche Burkhards nicht durch Meinung, sondern durch Einsichten bestimmt, Überzeugung ist ihm ein persönliches Element und nicht ein Attribut, das man von irgendwem oder irgendwoher empfangen hat.

Mechaniker, Weltverbesserer und ein einschneidendes Ereignis In Wald, zwischen Rüti ZH und Winterthur aufgewachsen, lernte Peter Burkhard Mechaniker und engagierte sich in der Jugend- und Gewerkschaftsbewegung. «Ich war, wie viele damals, beseelt vom Gedanken, die Welt gerechter machen zu wollen, wobei ich mich vor allem für Organisationsstrukturen und Beziehungsgeflechte interessierte, Das einzelne Individuum stand in meiner geistigen Arbeit noch nicht im Vordergrund», sagt er

und schildert übergangslos ein Ereignis in seinem persönlichen Umfeld, was dies umgehend änderte. Ein guter Freund, mit welchem er zusammen eine Zeitung herausgegeben hatte, war eines der ersten Amphetamin-Opfer der Schweiz. «Für mich war sein Tod eine echte Zäsur, ein Einbruch, aus welchem mein Interesse am Wer, Was und Warum geweckt wurde und gewachsen ist.» Pesche zog in die Stadt Zürich, in eine Gemeinschaft an der Pestalozzistrasse, und knüpfte gute Kontakte zu Psychiatern der Klinik Burghölzli. Die Themen Drogen, Sucht, Probleme und Opfer manifestierten sich zu jener Zeit in Zürich noch nicht mit Schlagzeilen, waren Interessierten aber gegenwärtig. Mit Mitbewohnern aus Studentenkreisen war sich Pesche Burkhard allerdings dann rasch im Klaren: Wir müssen etwas tun. Die Idee zur Gründung eines Vereins, der sich der Problematik annehmen sollte, wurde geboren und mit Unterstützung der evangelischen Gesellschaft fand man in der Stadt auch ein Haus zur Umsetzung der Pläne.

Mit 22 Jahren Mitbegründer des Ulmenhofs In Kenntnis der Bestrebungen der jungen Stadtzürcher Gruppe meldete sich der damalige Pfarrer von Ottenbach und bot seinerseits das ehemalige und leer stehende Mädchenheim Ulmenhof zur Nutzung an. Peter Burkhard: «Unsere Gruppe teilte sich auf, im Fokus, den Ulmenhof und das Haus in Zürich künftig als sozialtherapeutische Einrichtungen zu nutzen. Vom Kanton erhielten wir Unterstützung für ein Experimentaljahr im Ulmenhof und es meldeten sich auch viele Interessierte, die mitmachen wollten.» Das Ziel war ein möglichst basisdemokratisches Zusammenleben von Drogenfreien und Süchtigen unter einem Dach, um so eine «gewaltfreie Gesellschaft im Kleinen» zu schaffen. Nach vier Monaten und vielen Vollversammlungen allerdings sah man sich vorerst der Wunschbilder beraubt. «Es war vor allem die drogenfreie Kerngruppe, welche die Gespräche und Abläufe bestimmte, während die Klienten – überfordert – inaktiv blieben. So zogen wir dann die Konsequenzen, überlegten, was die eine, aber wichtige Gruppe mundtot macht und unter welchen Bedingungen alle mitmachen würden.» Die Strukturen wurden verfeinert und am 24. August 1972 lag dann ein Konzept vor – die eigentliche

Nachfolge geregelt und Hände nicht in den Schoss legen Peter Burkhards Nachfolge als Gesamtleiter ist geregelt: Stephan Germundson heisst der neue Mann an der Spitze des Vereins für umfassende Suchttherapie «Die Alternative», Ottenbach. Ganz neu ist der Neue allerdings nicht. «Ich kenne Stephan von seinem früheren Engagement in unseren Institutionen her und wir haben schon damals intensiv zusammengearbeitet. Er kennt die Institutionen und den Verein bestens und ist ein Mensch, der es schafft, Andere zu fördern und stark zu machen. Ich bin überzeugt, dass das eine sehr gute Lösung ist», sagt Pesche Burkhard. Er selbst hat sein Arbeitspensum in der Übergabephase auf 80 Prozent reduziert und wird dieses weiter herabsetzen, bis dann am 5. September die offizielle Stabsübergabe stattfinden wird. Der Wissenstransfer ist in einem dreijährigen Prozess sorgfältig und gut vorbereitet worden. «Ich bin denn auch ausgesprochen zuver-

sichtlich, dass der Wechsel und die Integration reibungslos funktionieren werden», meint Burkhard. Er selbst wird sich vorerst so etwas wie ein «Sabbatjahr» gönnen, ist allerdings da, sollte man ihn brauchen. Auch im Verein wird er für ein Jahr zurückhaltend sein und die Anfragen von Dritten – Stiftungen, Trägerorganisationen etc. – beantwortet er vorerst alle negativ. «Ich freue mich darauf, wieder Herr über den eigenen Terminkalender zu sein und auch wieder stressfrei denken zu können.» Seine Kolumne im «Anzeiger» – die «Randnotizen» – wird er allerdings weiter in unregelmässigen Abständen schreiben und mit der Sie&M GmbH, der «Denkwerkstatt für soziale Innovationen, Entwicklungen & Motorradtouren» hat er sich eine weitere Aktivität schon aufgebaut. Allerdings, so merkt er «hoch und heilig» an: «Einen 100-ProzentJob werde ich nicht mehr ausfüllen.» (kb.)

integrierte «Aussenstation» des Betreuungsnetzes. Der Ruf der Alternative und von Peter Burkhard hatte sich mittlerweile allen Fachkreisen und auch darüber hinaus mitgeteilt, aber als die «Ulmenhöfler» von Professionalisierung sprachen und daran gingen, diese umzusetzen, gab es erneut Bedenken. «Die Stimmen, das Konzept liesse sich nicht professionalisieren, weil damit zu markante Veränderungen einhergehen würden, waren von aussen und vor allem auch von FachleuGrossartiges geleistet: Peter Burkhard, Gesamtleiter «Die Alternative» in Ottenbach und Pionier der entwicklungsori- ten vielfach und entierten Suchtberatung, geht in Pension. (Bild Urs E. Kneubühl) deutlich zu vernehmen. Wenn ich Geburtsstunde der sozialtherapeuti- nun zurückblicke, stelle ich mit grosschen Gemeinschaft Ulmenhof. Pesche ser Freude, Genugtuung und Stolz fest, dass dies doch gelungen ist.» Burkhard war 22.

Leben unter der Armutsgrenze und argwöhnische Beäugung

Sucht- und Drogenproblem ist nicht verschwunden

Die Anfänge waren hart und voller Entbehrungen. «Die ersten zehn Monate lebten wir alle unter der Armutsgrenze, aber wir waren glücklich, ein Dach über dem Kopf und zu Essen zu haben, ja, selbst die Beiträge für die Krankenkasse und Versicherungen haben wir stets pünktlich bezahlt. So konservativ waren wir …» Peter Burkhard lacht und schält gleich auch noch heraus: «Dieses Leben unter einfachsten Bedingungen hat uns aber allen einen grossen Zusammenhalt gegeben.» Von aussen wurde das «Experiment Ulmenhof» nach wie vor neugierig wie argwöhnisch beäugt. Die Zahl jener, welche davon ausgingen, der Versuch werde scheitern, war jedenfalls weit grösser, als die Reihe derer, die auf einen Erfolg hofften. Pesche war mittlerweile – 1984 – vom Verein als Projektleiter angestellt. In der neuesten Ausgabe von «akut», dem Infomagazin des Vereins Die Alternative mit dem Titel «42 Jahre Zukunft», notieren die Vereinsvorstands-Frauen Barbara Meister, Elisabeth Frei und Margrit Frei dazu: «Mit viel Spürsinn und Geschick – stets die optimale Entwicklungschance für Klientinnen und Klienten im Auge – baute Pesche das heute immer noch geniale sozialtherapeutische Betreuungsnetz auf.»

«Die Professionalisierungsphase hiess auch Abschied nehmen von alten Idealen und Ideen – doch den Grundsätzen unseres Ursprungsmodells wollten wir treu bleiben, und Pesche war für uns der Garant auch in einem neuen Kontext unser Menschenbild in den Konzepten den entstehenden Institutionen sichtbar zu machen», schreiben die Vereinsvorstand-Frauen im «akut». Pesche Burkhard wurde ab 1992 vom Verein als Gesamtleiter aller Institutionen eingesetzt. Das Kinderhaus Tipi in Birmensdorf kam dazu, die internen Werkstätten wurden um die Integrationsarbeitsplätze Paletti, den Vertrieb Octopus und den Bistroladen Affair, den jetzigen Geschenkladen der Alternative, erweitert und die Integrationswohnungen Bachmoos in Obfelden wurden eröffnet, als Starthilfe für Mütter und Väter mit ihren Kindern zur Reintegration in die Gesellschaft. Pesche Burkhard sieht den Menschen als unvollkommenes Wesen. «Während die einen ganz gut damit zurechtkommen, können andere nur sehr schlecht damit umgehen. Dabei sind sie allerdings nicht unvollkommener als die einen, das darf man nie vergessen.» Mit dem «Verschwinden» der offenen Drogenszenen, so Burkhard, sei das Sucht- und Drogenproblem nicht auch verschwunden. «Lediglich das Bewusstsein über das Problem ist dadurch wieder gefährlich oberflächlicher geworden. Wir stellen beispielsweise seit Jahren eine dramatische Zunahme des Kokainkonsums in der Hochfinanz fest, wobei ansteigend Leute in die Phase des Kontrollverlustes geraten. Gleichzeitig geht auch unsere Abwehr gegen Medikamente zunehmend verloren, die kulturelle Barriere senkt sich hier immer tiefer. Was diesbezüglich mit Ritalin und aufputschenden Mitteln am Arbeitsplatz passiert, ist höchst bedenklich.»

Weiterentwicklung und Professionalisierung Das Modell entwickelte sich strukturell und institutionell weiter: Zum Ulmenhof, als Zentrum des sozialtherapeutischen Geschehens, und der 1981 eingerichteten Beratungs- und Nachsorgestelle Kanu, als zentrale Anlaufstelle, kam – unter der mittlerweile längst sichtbar gewordenen Verelendung und dem raschen Fortschreiten der HIV-Problematik in Drogenkreisen – das Zwei-Generationen-Modell im stationären Bereich dazu. «Als erste Institution für Drogenabhängige öffnete sich der Ulmenhof für abhängige Eltern mit ihren Kindern. Die Alternative wurde zur Anwältin der ‹vergessenen Kinder›», liest man im «akut» weiter. Dazu kamen auch die Tagesstruktur Fidibus für die Kinderbetreuung, das Fischerhuus in Birmensdorf, als Rehabilitationszentrum nach der stationären sozialtherapeutischen Phase, sowie die sozialtherapeutische Gemeinschaft Brotegg in Frauenfeld, als

Sisyphus-Arbeit? - Jein! Erstaunt ist der in den Ruhestand tretende Gesamtleiter des Vereins für umfassende Suchttherapie «Die Alternative» darüber nicht. «Was oft vergessen wird, wenn über Drogen und Suchtprobleme gesprochen und politisiert wird, ist die Tatsache, dass Rausch- und Aufputschmittel, genauso Medikamente, zuerst einmal ein gigantischer Wirtschaftsfaktor sind. Die Marktmechanismen, die dahinter ste-

cken, sind gewaltig und haben auch starke Auswirkungen auf die Aussenpolitik verschiedenster Länder, wie das Beispiel des ehemaligen MedellínKartells, das neben dem Cali-Kartell Anfang der 1980er- bis Mitte der 1990er-Jahre der grösste Kokain-Exporteur weltweit war, damals gezeigt hat. Die Gesundheitspolitik rangiert dagegen erst ganz weit hinten.» Das erschwere die Therapiearbeit zusätzlich, meint Pesche Burkhart. «Wir standen und stehen unter immensem Druck, Jahr für Jahr nur einigermassen eine ausgeglichene Rechnung hinzukriegen und das geht den anderen Institutionen in der Suchttherapie genauso. Das behindert allerdings Innovationen, die weiter nötig sind.» Denn ohnehin sei die Planung der Institutionen höchst schwierig, weil Veränderungen mit wahnsinniger Geschwindigkeit ablaufen. «Das ist sehr belastend und eben genauso entwicklungshemmend.» Dennoch, Pesche Burkhard hat sämtliche kalten Duschen und Rückschläge überstanden, ohne in seiner Überzeugung erschüttert und in seinem Engagement gebremst worden zu sein. «Sich dauernd mit ‹Zerbrochenem› zu beschäftigen, ist nicht gerade angenehm. Ich habe dabei viel Bescheidenheit gelernt. Und meine grössten Lehrmeister fand ich da zuweilen auch unter den Klienten. So frage ich mich oft, wenn ich einzelne Schicksale sehe, hätte ich den Mut auch, aussteigen zu wollen aus der Sucht und einen Neuanfang zu wagen?» Als Sisyphusarbeit sieht er sein Engagement lediglich in Bezug auf die besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklung mit der zunehmenden Verkommerzialisierung und der Idealisierung von Leistung, die zum zentralen Lebensmittelpunkt hochstilisiert wird. «Wenn ich dagegen heute einzelne Menschen sehe, die ich vor Jahren in der Therapie erlebt habe, und feststelle, dass diese sich persönlich und menschlich erfreulich entwickelt haben, dann trifft der Sisyphus-Begriff keinesfalls zu.»

Es ist der Kern, der Pesche Burkhard ausmacht So oder so, die Alternative, ihre Institutionen und ihre Arbeit, und damit auch Pesche Burkhard, haben in den über 40 Jahren nicht einfach nur «überlebt», sondern sind erfreulich gediehen. Das durch hartes Ringen und tiefe Überzeugung Erreichte hat in mehr als einer Hinsicht entsprechend herausragende Konsequenzen ausgelöst und gute Erfolge gebracht. Pesche Burkhard war dabei stets federführend. Sieht man heute auf die Leistungen, Stadien, aber auch auf die harten Prüfungen auf Pesche Burkhards Weg zurück, so will es scheinen, als ob sich alles vereint hätte, um dieses Lebenswerk beispielhaft zu machen. Was er in all den Jahren, unermüdlich wirkend, liebenswürdig und hoch kompetent werbend sowie mutig kämpfend für jene, die durch das Netz unserer leistungsorientierten Gesellschaft gefallen sind und noch fallen, getan hat, lässt sich an den Erfolgen der Alternative, ihrer Institutionen und ihrer Bestrebungen ermessen und ist in der hohen Achtung, die Peter Burkhard als Kapazität weitherum geniesst, erwiesen und verzeichnet. Allerdings macht es wenig Sinn, den Weg einer solchen, verdienten Persönlichkeit – so rudimentär dies an dieser Stelle nur möglich ist – nachzuverfolgen, wenn man dabei versäumen würde, durch die Aussenhaut von Handlungen und Entscheidungen auf das Wesen und den Kern dieser Persönlichkeit vorzustossen. Exakt aber dieses einnehmende Wesen, dieser philanthropische Kern ist es, die Pesche ausmachen und in dem alle seine Taten und Bestimmungen gründen.


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Forum

Freitag, 25. Juli 2014

«Mein Sommer-Erlebnis»

Verschwörungstheorien oder mutige Berichte?

Leserfoto-Wettbewerb im «Anzeiger»

Reaktionen auf die Serie von Pia Holenstein

Wenn etwa die Kinder im Garten mit dem Rasensprenger spielen, der Lebenspartner auf dem Trottinett den Berg hinabsaust oder der Hund sich am exotischen Strand mit einer Krabbe anlegt, können tolle Fotos entstehen. Unter dem Titel «Mein SommerErlebnis» veröffentlicht der «Anzeiger»

ab sofort und bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tolle Motive, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte, Dynamik und spannende Farb-Kompositionen. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert.

Ihr Bild schicken Sie in Originalgrösse mit Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte vermerken, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben. Die Redaktion entscheidet über die Publikation, die Gewinner werden benachrichtigt.

Doppelblitz über dem Lindenberg: Zum richtigen Zeitpunkt den Auslöser betätigt in Affoltern. (Bild Pascal Halder)

In ihrem Blog schreibt Pia Holenstein: «Man nennt mich hier im Dorf wohl etwas extremistisch, weil ich relativ klar linke Positionen vertrete.» Dieser Extremismus, so viel wird schnell klar, schlägt auch bei ihrer Betrachtung der Geschehnisse im Nahen Osten voll durch. Denn Pia Holenstein hat sich als «Menschenrechtsbeobachterin» nach Palästina geschickt, unvoreingenommen, wie sie behauptet. Und sie beginnt ihren Bericht im «Anzeiger» so, wie es Menschen mit zweifelhafter Gesinnung tun, wenn sie über Israel herziehen: Holenstein betont ihre «jüdischen Freunde», bemüht in hinlänglich bekannter Manier den «Zitierjuden». Dann legt sie los und «berichtet». Offenbar, wie sie selber schreibt, ist sie jeweils am Ort des Geschehens eingetroffen, nachdem das angeblich schlimme Ereignis schon lange vorbei war. Das hat bei «Menschenrechtsbeobachterinnen» in Palästina Tradition: Erst kommen, wenn alles vorbei ist, alles vorbehaltlos glauben, sich empören, keine kritischen Fragen stellen. Wer einmal den Suchbegriff «Pallywood» (in Anspielung auf «Hollywood») bei Google eingibt, findet Hunderte Filme und Dokumente, die zeigen, wie schamlos von palästinensischer Seite und von der sich um die Palästinenser kümmernden Wohltätigkeitsindustrie gelogen wird: «Tote» und «Schwerverletzte» stehen nach dem Fototermin wieder auf und spazieren davon etc. Das legitime Bedürfnis der Menschen in Israel, das von seinen arabischen Nachbarn seit Jahrzehnten angegriffen und terrorisiert wird, das Recht der israelischen Frauen, Männer und Kinder, in Frieden leben zu können ohne Raketenangriffe aus Gaza und ohne palästinensische Selbstmordattentäter, die sich in Restaurants und Bussen in die Luft jagen, hat in Holensteins Weltanschauung keinen Platz. Israel war zu jeder Zeit bereit, Land gegen Frieden zu tauschen, obwohl es damit schlechte Erfahrungen

gemacht hat: Im Jahr 2005 zog sich Israel vollständig aus dem Gazastreifen zurück. Dann kam die Hamas, danach flogen Tausende Raketen aus Gaza Richtung Israel. Dennoch unterstützt Holenstein die Hamas, die in kürzester Zeit eine islamische Schreckensherrschaft installiert hat, die Frauen unterdrückt und Andersdenkende ohne Skrupel tötet, täglich. In Anbetracht all dieser Umstände sollte sich jeder Schweizer überlegen, ob er der Heks, die das ganze «Menschenrechtsbeobachterinnen»-Theater in Palästina mitfinanziert, seine Spenden zukommen lassen möchte oder nicht lieber einer Organisation, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Michael von Arx, Hausen ......................................................................... Pia Holenstein sei Dank für die mutige Berichterstattung von ihrem Einsatz in der Westbank. Ich kann diese Erfahrungen von einer Reise mit Heks vor knapp zwei Jahren bestätigen: Die täglichen Schikanen durch das israelische Militär, der seit Jahrzehnten geplante fortschreitende Ausbau israelischer Siedlungen, die ungleiche Verteilung der Wasserressourcen usw. machen deutlich, worum es Israel geht: um die Annektierung des ganzen Landes und damit die schrittweise Verdrängungen und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung. Am 3. Juli wurde in Bern den Schweizer Kirchen ein Appell überreicht, der die Kirchenleitungen darum bittet, die Stimme der palästinensischen Christinnen und Christen im sog. «Kairos Dokument» endlich ernst zu nehmen und ein klares Wort zur unhaltbaren Besetzung palästinensischen Landes zu sagen. Unter den gut 1200 Unterzeichnenden dieser Petition befinden sich zahlreich namhafte Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Politik (www.kairos-palaestina.ch). Peter Dettwiler, Knonau

Die Landstreicher waren da Pirmin und seine Schwester Louisa geniessen das sonnige Wetter auf dem Spielplatz beim Wohnheim Paradies ob Mettmenstetten. (Bild Monika Müller)

Warum auch in die Ferne schweifen ... Der Steinhauser Weiher ist doch so nah! (Bild Ernst Neurauter)

Letzte Woche waren die Landstreicher bei uns in Obfelden und haben unverständliche Linien und Muster auf die Quartierkreuzung vor unserer Siedlung gemalt. Niemand weiss, was die Linien zu bedeuten haben. Keiner erklärt uns, wozu sie gut sein sollen. Aber wir wissen alle: Sprayereien kosten Geld – ob auf Wändern oder Strassen. Das Geld von uns Steuerzahlern. Und wir wissen alle, Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Entweder für die Landstreicher oder für etwas Sinnvolles. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin nicht gegen Tempo 30 in den Quartieren. Nicht weil ich das Tempo mag, sondern weil ich das Abstimmungsergebnis akzeptiere. Ich bin auch nicht gegen Umweltschutz. Wir fahren ein Hybridfahrzeug und ich pendle mit dem Zug zur Arbeit. Wir haben auch begriffen, dass Auto fahren die Umwelt belastet. Aber hier beginnt mein Problem. Wie sollen solche Muster auf der Strasse der Umwelt helfen? Die Gemeindearbeiter haben ihre Geräte nicht mit dem Fahrrad hergebracht und die Maschinen arbeiten nicht mit Solarstrom. Farben enthalten schädliche Stoffe, die sich in die Luft verflüchtigen. Warum braucht es neben Tempo 30 noch Hindernisse, die nicht nur hässlich sind, viel graue Energie zur Herstellung verbrauchen und die Si-

cherheit reduzieren weil alles unübersichtlicher wird? Ohne solche Schikanen könnte mein Hybridfahrzeug bei Tempo 30 rein elektrisch fahren. Da ich wegen der Hindernisse immer wieder stoppen und anfahren muss, braucht mein Benzinmotor Treibstoff und produziert Abgase. Wo ist da die grüne Logik? Kann mir jemand erklären, wozu das alles gut sein soll? Hat jemand versucht, den rätselhaften Linien zu folgen? Braucht wirklich jemand Hindernisse mit Slalom-Markierungen auf Nebenstrassen? Wenn es denn wenigstens Blumentöpfe wären! Aber Stangen und Schilder? Bitte hört auf, unser Dorf zu verschandeln und die Verkehrsteilnehmer als hirnlose Wesen zu behandeln, die man leiten und überwachen muss. Wie wäre es, wenn man statt dieser sinnlosen und energieverschwendenden Einrichtungen etwas Gescheiteres mit dem Geld machen würde? Neue Bücher für die Bibliothek? Computer für die Schule? Eine Carreise mit den Senioren? Einen Zustupf für die Vereinskasse? Natürlich könnte man das Geld auch einfach nicht ausgeben. Aber das wäre dann eine politische Aussage, die ich nicht machen will. Mir geht es wirklich nur darum, Unsinn zu beenden, der niemandem nützt, hässlich ist und dazu gefährlich. Werner Wider, Obfelden


Gewerbe/Dienstleistungen

Mit Zirkus

Trotz Schmerzen

Kolibri Mettmenstetten im Sommerlager in Madetswil. > Seite 13

Aeugster Adrian Brennwald war am Eiger Ultra Trail bei den Schnellsten. > Seite 17

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Freitag, 25. Juli 2014

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Neues Quartier Serie «Menschen im Säuliamt»: Lea Bobst engagiert sich für das Projekt Europaallee. > Seite 19

steuern

Zahlreiche Neuheiten an zwei Ständen Ernst Schweizer AG an der Messe Bauen & Modernisieren, Zürich Vom 4. bis 7. September zeigt die Ernst Schweizer AG an zwei Ständen in Zürich Neuheiten und ästhetisch wie qualitativ überzeugende Produkte aus nachhaltiger Produktion. Die Vielzahl von Exponaten und Produkten für Neubau oder Sanierung – die meisten davon erfüllen die Minergie-Anforderungen – spricht alle Besuchergruppen an. Am Hauptstand A15 in der Halle 1 ist dies etwa die Schiebetür ST. Sie ermöglicht dank dem neuen Abdeckprofil die absolute Barrierefreiheit bei bodenbündiger Festverglasung. Architekten können sich auch vom neuen und hochwertigen Farbkonzept für Holz/Metallsysteme überzeugen. Die hochwetterfesten und tiefmatten Pulverlacke garantieren eine längere Farb- und Glanzstabilität und sind weniger kratzanfällig. Die neue intelligente Paketbox plus wird sicher auch die Besucher der Messe Bauen & Modernisieren mit ihrem einfach bedienbaren System verblüffen. Die intelligente und empfängerunabhängige Lösung für das sichere Zustellen von Paketen begeistert seit ihrer Lancierung. In der Halle 6 am Stand E19 präsentiert sich der Geschäftsbereich Sonnenenergie-Systeme von Schweizer.

Was sind die Hauptaufgaben des Kantonalen Steueramtes Zürich? Die Mitarbeitenden des kantonalen Steueramts betreuen das Steuerwesen im Kanton Zürich. Das kantonale Steueramt Zürich ist verantwortlich für den Vollzug der direkten Steuern des Bundes, des Kantons und der Gemeinden, der Erbschafts- und Schenkungssteuern, der Quellensteuer sowie der Nachsteuern und der Steuerstrafen. Das Kantonale Steueramt beaufsichtigt und unterstützt die 171 Gemeindesteuerämter bei der Veranlagung der direkten Steuern, bei der Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer sowie beim Steuerbezug und bei der Rechnungsführung.

fahren vor Steuerrekursgericht und die Prozessführung in den Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungs- und Bundesgericht. Die Dienstabteilung Spezialdienste untersucht und entscheidet im H.U. Meuter. Nachsteuerund Steuerstrafverfahren. Sie erstattet Strafanzeigen wegen Steuerbetrug und vertritt den Kanton in den Rechtsmittelverfahren hinsichtlich Nachsteuern und Steuerbussen.

Bereich Produktion

Das modulare und bewährte Fotovoltaik-Montagesystem VivatFix ist aerodynamisch optimiert, im Windkanal getestet und eignet sich bestens für Folien-, Bitumen- und bekieste Flachdächer. (Bild zvg.) Neben Bewährtem zeigt er das neue Fotovoltaik-Montagesystem Flachdach VivatFix. Dank seines geringen Eigengewichts ist es besonders auch für Dächer mit begrenzter Traglastreserve geeignet. Der Grossflächenkollektor Doma Flex ist einer der leistungsstärksten der Branche. Neu ist er mit farbigen Gläsern erhältlich. Dies räumt Architekten und Bauherren bei ihren ästhetischen Überlegungen mehr Freiheit ein, da sie nicht mehr

nur durch Standardfarben begrenzt sind. Und für Einfamilienhausbesitzer interessant: Mit dem System SolarCompactline für die Warmwasserbereitung können mit den drei Komponenten Sonnenkollektor, Wassererwärmer und Verbindungsleitungen bis zu 80 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs gedeckt werden. Weitere Neuheiten rund um Sonnenenergiesysteme finden sich ebenfalls an diesem Stand. (pd.)

Fünf Sterne gehen nach Bonstetten Hohe Auszeichnung für das Kosmetikinstitut Star Cosmetic

Der Bereich Produktion bildet den grössten Bereich im kantonalen Steueramt und ist für das Kerngeschäft Steuereinschätzung verantwortlich. Die Gebietsdivisionen Nord, Süd und Stadt Zürich sowie die Branchendivisionen Bau, Dienstleistungen und Konsum schätzen die Staats-, Gemeinde- und die direkte Bundessteuer der ihnen zugeteilten Steuerpflichtigen ein und legen den Rückerstattungsanspruch bei der Verrechnungssteuer fest. Sie entscheiden bei sämtlichen Steuerpflichtigen des Kantons über Einsprachen und vertreten den Kanton Zürich vor dem Steuerrekursgericht. Die Division Bücherrevision führt Buchprüfungen im Veranlagungsverfahren für die Branchendivisionen durch. Weitere Organisationseinheiten sind die Dienstabteilung Wertschriften, welche das Thema Wertschriften im weitesten Sinne steuerrechtlich bearbeitet und die Dienstabteilung Inventarkontrolle/Erbschaftssteuer, die für alle steuerrechtlichen Fragen bei Schenkungen und im Todesfall zuständig ist.

Bereich Logistik Im Bereich Logistik sind die betrieblichen Querschnittsfunktionen, insbesondere die Informatik, zusammengefasst. Unter anderem gehört zu diesem Bereich die Dienstabteilung Zentrale Aktenkanzlei dazu, welche die sehr grosse Anzahl von Steuerakten bewirtschaftet.

Bereich Finanzen Im Bereich Finanzen sind mehrheitlich Organisationseinheiten zusammengefasst, die sich mit Finanz- und Bezugsfragen befassen. Insbesondere gehören zu diesem Bereich die Dienstabteilung Bundessteuer und die Dienstabteilung Quellensteuer.

Stabsbereich Qualitätssteuerung Im Stabsbereich Qualitätssteuerung werden hauptsächlich Aufsichtsaufgaben im Steuerwesen des Kantons Zürich wahrgenommen. Hans Ulrich Meuter Quelle: Die detaillierten und verbindlichen Regelun-

Gutes Aussehen liegt heute im Trend. Ganz gleich ob mit 20, 30, 40 oder 50+ – Frauen wollen heute möglichst schön sein und es auch so lange wie möglich bleiben. Grundlage einer schönen Erscheinung ist ein gesundes, straffes und gepflegtes Hautbild. Und wo findet man heutzutage mehr Kompetenzen, diesen Wunsch zu realisieren, als in der modernen qualifizierten Kosmetikpraxis? Obwohl es nach offiziellen Angaben in der Schweiz derzeit über 5500

Fünf Sterne für Kim Vonlanthen von Star Cosmetic, Bonstetten. (Bild zvg.)

Kosmetikstudios gibt, sind aussergewöhnliche Beauty- und Anti-AgingSpezialisten die Ausnahme. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Fachkosmetikerinnen ehrte nun drei erlesene Kosmetikinstitute mit der 5-Sterne-Auszeichnung. Als eines der führenden Institute in der Schweiz wurde die Star Cosmetic GmbH in Bonstetten, mit dieser begehrten Auszeichnung bedacht.

Für jeden Beauty-Wunsch eine wirksame Lösung Bereits seit Jahren ist Inhaberin Kim Vonlanthen mit ihrem Team als Experten für Anti Aging weit über die Kantonsgrenzen bekannt. Hier findet Frau und Mann die Beauty-World der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein einmaliges Vital- und Beautykonzept baut die Haut auf, regeneriert, macht einfach schöner. Ganz gleich, was der Wunsch ihrer Kundin ist, Kim Vonlanthen hat für jeden Beauty-Wunsch eine wirksame Lösung. Schnell ein straffes Hautbild, ein paar Fältchen weniger? Mit dem original Meso-Beauty-Lift, werden Fältchen einfach weggerollt! Ablagerungen, Unreinheiten, Verhornungen? Aquabration klärt das Hautgefüge, sorgt für samtig weiche Haut mit der natürli-

chen Kraft des Wassers – sanft und gründlich.

Schritt für Schritt zum eigenen Schönheitsideal Wie das zu erreichen ist? Die Preisträgerin erläutert stolz: «Jede Kundin erhält zu Beginn eine detaillierte Hautanalyse. Hier werden sowohl Schwachstellen als auch das Regenerationspotenzial ermittelt. Aufgrund der hier gesammelten Fakten und Beauty-Wünsche erhält dann jede Kundin ihr einzigartiges Beauty System, bestehend aus Behandlungen in der Praxis, abgestimmtem Pflegekonzept zu Hause sowie Körperübungen und schmackhafter Vitalkost. Nichts wird vergessen. So entsteht ein Programm, das Schritt für Schritt zum eigenen Schönheitsideal führt und jeden Tag Freude bereitet.» Mehr als tausend begeisterte Kunden haben sich inzwischen schon im Tagebuch der Star Cosmetic verewigt. Sie schwärmen nicht nur von den Behandlungen, sondern vor allem von der herzlichen und liebevollen Umsorgung bei Kim Vonlanthen und ihrem Team. (pd.) Schnuppertermin mit kostenloser Hautanalyse vereinbaren unter Telefon 044 760 17 27.

Bereich Recht Der Bereich Recht besteht aus den Dienstabteilungen Recht und Spezialdienste. Zu den Hauptaufgaben der Dienstabteilung Recht gehören insbesondere die Entscheide über Steuerbefreiungen, die Unterstützung der Organisationseinheiten in den Rechtsmittelveranzeige

gen sind in der Verordnung über die Organisation des kantonalen Steueramtes vom 1. Juni 2014 enthalten. Hans Ulrich Meuter ist dipl. ing. agr. ETH, lic. iur und dipl. Steuerexperte. Er leitet die Division Dienstleistungen des kantonalen Steueramtes Zürich und ist Co-Präsident der FDP Ortspartei Affoltern. Seine Kolumnen beinhalten vor allem das Steuerrecht, die Steuer- und die Agrarpolitik. Dabei handelt es sich um persönliche Auffassungen. (Red.)


Evang.-methodistische Kirche vermischtes Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 27. Juli 9.45 Gottesdienst (Heinz Bähler) Kinderhort

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 27. Juli 10.00 Gottesdienst (Predigt: Doris Habegger) Ferien-KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Obfelden

Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionalgottesdienst mit Taufe von Marie Czasch Pfarrerin Bettina Stephan Pfarramtsvertretung vom 28. Juli bis 11. August: Pfarrerin Elisa Maria Jodl Huppenbauer, Affoltern, Tel. 044 760 18 08

Freitag, 25. Juli 19.00 Concerto Piccolo mit Debra Fesslmeier (Mandoline) und Angela Bozzola (Piano) Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Aeugst, Pfrn. Bettina Stephan Fahrdienst Martha Fischer Telefon 044 761 03 55

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 26. Juli 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 27. Juli 10.00 Gottesdienst, «Sorglos?» (Matthäus 6, 33) Pfr. W. Schneebeli Mittwoch, 30. Juli 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Vikarin Susanne Brüngger

www.kircheobfelden.ch

Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionaler Gottesdienst in Aeugst Pfarrerin Bettina Stephan Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Sonntag, 27. Juli 10.00 Regional-Gottesdienst in Stallikon mit Pfr. Matthias Ruff

Sonntag, 27. Juli 9.30 Regional-Gottesdienst in Kappel Pfr. Christoph Hürlimann Fahrdienst: 9.10 Uhr ab Volg

Ref. Kirche Hausen a. A.

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Sonntag, 27. Juli 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Kappel mit Pfarrer Christoph Hürlimann

Sonntag, 27. Juli 10.00 Kirche Stallikon: Regionalgottesdienst für Stallikon-Wettswil und Bonstetten mit Pfr. Matthias Ruff Fahrdienst: Anmeldung 26. August, Telefon 044 777 99 72

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 27. Juli 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Kappel mit Pfarrer Christoph Hürlimann

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Mittwoch, 30. Juli 17.00 KEIN offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 31. Juli 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Christoph Hürlimann

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden, Pfr. Wey Fahrdienst ab Kirche Knonau um 9.45 Uhr

Ref. Kirche Maschwanden Samstag, 26. Juli 14.00 Hochzeit von Beat und Chantal Wetli-Häberling Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionalgottesdienst Predigt: Pfrn. Susanne Wey Orgel: Silvia Seipp

Ref. Kirche Mettmenstetten Samstag, 26. Juli 19.30 Neumondsingen Leitung Elsbeth Durrer Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden Pfrn. Susanne Wey www.ref-mettmenstetten.ch

Sonntag, 27. Juli 10.30 Gottesdienst Kinderhort, Sonntagsschule Sammelklasse www.etg-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Ottenbach

Ref. Kirche Rifferswil

Sonntag, 27. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Aeugst Pfarrerin Bettina Stephan Fahrdienst auf Anfrage bei J. Grossmann, Tel. 044 760 08 76

Evang. Täufergemeinde Weidstrasse Mettmenstetten,

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Ref. Kirche Bonstetten

Ref. Kirche Hedingen

Sonntag, 27. Juli 9.45 Gottesdienst mehr unter www.pga.ch

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 26. Juli 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 27. Juli 9.00 Eucharistiefeier Freitag, 1. August 9.15 Eucharistiefeier anschl. Anbetung

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 27. Juli 10.00 Eucharistiefeier Dienstag, 29. Juli 19.30 Abendmesse Freitag, 1. August 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst mit Aussetzung des Allerheiligsten

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 26. Juli 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 27. Juli 11.00 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 27. Juli 9.30 Wortgottesdienst mit Matthias Kühle-Lemanski

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 27. Juli 10.30 Eucharistiefeier Donnerstag, 31. Juli 9.00 Eucharistiefeier

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 27. Juli 9.45 Gottesdienst «Weltproblem Nr. 1» Pfr. Ueli Baltensperger Kinderhüeti, Kids-Treff-Ferienprogramm Montag, 28. Juli 11.30 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

August-Programm 2014 Jeden Dienstag SENIOREN 60plus Gemeinsames Spiel und Gespräche 14 Uhr, Chilehuus im Park, Affoltern Th. Seeburger+Team, 044 761 58 94 Mittwoch, 20./27. August 2014 FITNESS ab 60 Seniorenturnen für sie und ihn Kath. Pfarreizentrum: 9.00 Uhr Turnhallen: Ennetgraben: 12.45 und 14.00 Uhr Zwillikon: 13.30 und 14.35 Uhr Donnerstag, 7. Juli 2014 WANDERGRUPPE Hasliberg Wanderzeit: ca. 3 Std. 6.50 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitung/Anmeldung: Florian Püntener, 044 761 39 19 Donnerstag, 14. August 2014 SENIORENTREFF Wurst und Musik Grillieren auf der Chilehuus-Terrasse (bei nasser Witterung drinnen) Ruth Bernhard begleitet uns auf dem Keyboard 14.00 Uhr, Chilehuus im Park Ausk.: Vreni Eugster, 044 761 53 67 Donnerstag, 14. August 2014 EXKURSION Agrovision Burgrain, Alberswil Die Zukunft unserer Landwirtschaft Führung ca. 1½ Std. 8.20 Uhr Bahnhof Affoltern Verpflegung im Restaurant Leitung/Anmeldung: Ursula Frutig, Tel. 044 761 80 66 Donnerstag, 21. August 2014 BERGWANDERUNG Braunwald–Rietstöckli Wanderzeit: 4½ Std.; Picknick 6.45 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitung/Anmeldung: Hans Heierli, 044 761 84 43 Donnerstag, 21. August 2014 SPAZIERGRUPPE Erdmanndlistein–Bremgarten Spazieren: 1½ Std. 8.35 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitung/An-, Abmeldung: Guido Jud, 044 761 28 91 Dienstag, 26. August 2014 GRATISAUSFLUG nach Stansstad für mobilitätsbehinderte Senioren Auskunft u. Anmeldung bis 16. Aug.: Susanne Schmid, Ortsvertretung Pro Senectute, 044 761 34 42 Donnerstag, 28. August 2014 MITTAGSTISCH 11.15 Uhr, Restaurant Rosengarten Fr. 17.–, An-, Abmeldung: Susanne Schmid, 044 761 34 42 Ortsvertretung Pro Senectute Infos: Walter H. Hess, 044 761 87 42

Wer keine Überraschungen erleben will, sollte die ganze Ernte einem Pilzkontrolleur vorlegen. (Bild: Hans-Peter Neukom)

Vorsicht beim Pilzen Ein Besuch bei der Pilzkontrolle lohnt sich Jetzt spriessen sie wieder aus dem Boden, die Pilze, auch in der Region Affoltern. Die Pilzkontrolleure des Bezirks warnen davor, gesammelte Pilze nicht prüfen zu lassen. Das ist auch nötig: Letztes Jahr entdeckten sie nämlich fünf Kilogramm giftige Pilze. Plötzlich sind sie da, die vielen Pilze im Wald, klein und unauffällig wie viele Becherlinge, gross und in Büscheln wie der Hallimasch oder auffällig wie der bekannte Fliegenpilz mit seinen rot leuchtenden Fruchtkörpern und den weissen Flöckchen auf dem Hut. Und fast ebenso schnell wie sie gekommen sind, sind sie wieder weg. Pilze sind launische und geheimnisumwobene Individuen der Natur. In manchen Jahren lassen sich gewisse Arten kaum blicken, in anderen schiessen sie in Mengen aus dem Boden. Letzteres ist dieses Jahr wieder der Fall. «Durch das in den letzten Wochen feuchtwarme Wetter ist schon früh eine artenreiche Pilzflora auch in den Regionen um Affoltern zu beobachten», sagen Christian Klee und Pamela Roesch, Pilzkontrolleure für Affoltern und Jonen mit den jeweils angeschlossenen Gemeinden. Sie haben bereits alle Hände voll zu tun. So prüften sie in den vergangenen Wochen auch ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten die Pilzernte von Sammlerinnen und Sammlern. Dabei kontrollierten sie vor allem Speisepilze wie SommerSteinpilze, Flockenstielige HexenRöhrlinge, Perlpilze, Eierschwämme und Champignons.

Über 100 Kilo Pilze geprüft Doch die Pilzkontrolleure aus dem Bezirk warnen: Auch gefährliche Giftpilze wie etwa der Pantherpilz, verschiedene Risspilzarten oder der tödlich giftige Grüne Knollenblätterpilz wurden bereits gefunden. «Beim geringsten Zweifel lasse ich meine Pilze immer von einem ausgewiesenen Kontrolleur prüfen», sagt eine passionierte Affoltemer Sammlerin und ergänzt: «Dies ist allemal sicherer als vor der Pilzmahlzeit ein Stossgebet zum Himmel zu schicken.» So prüften die Pilzkontrolleure des Bezirks im letzten, eher durchschnittlichen Jahr in rund

100 Kontrollen insgesamt 115 Kilogramm Pilze von privaten Sammlern. Davon waren 82 kg Speisepilze, 28 kg ungeniessbare und 5 kg giftige Pilze. Bei den 13 Kontrollen mit Giftpilzen handelte es sich um folgende Arten: Tiger-Ritterling, Kahler Krempling, Pantherpilz, Karbol-Champignon, Grünblättriger Schwefelkopf sowie verschiedene Arten der Gattung Risspilz und Rötling. Wie wichtig diese Arbeit ist, belegen die rund 40 kg giftige Knollenblätterpilze, die in den letzten zehn Jahren allein die Pilzkontrolleure im Kanton Zürich aus dem privaten Sammelgut aussortiert haben. Diese Menge hätte 800 Pilzliebhaber töten können! Denn Knollenblätterpilze enthalten gefährliche Zellgifte, genannt Amatoxine, die zu starken Schäden der Leber und in schweren Vergiftungsfällen – ohne medizinische Behandlung – gar zum Tod führen können. «Die Möglichkeit, geerntete Wildpilze von ausgebildeten Fachleuten kontrollieren zu lassen, hat zweifellos schon viel Leid verhindert und Leben gerettet», sagt Christian Klee. Damit helfen auch die Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleure des Bezirks nicht zuletzt, hohe Therapiekosten einzusparen.

Pilze kennenlernen Wo aber kann man besseres Wissen über Pilze erlernen, wenn nicht im Pilzverein? In acht Lektionen, die jeweils zwei Stunden dauern, vermittelt Kursleiterin Pamela Roesch den Teilnehmenden viel Wissenswertes rund um das grosse Reich der Pilze. Dabei sollen ausgewählte Themen wie Ökologie, Verbreitungsstrategie, Gattungslehre, Artenbestimmung, Giftpilze und Pilzgifte, einschlägige Pilzliteratur und vieles mehr zur Sprache kommen. Da jeweils auch eine kleinere Pilzausstellung stattfindet, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, eigens gesammelte Pilze zu den Kursabenden mitzubringen. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse zu Pilzen erforderlich. (hpn) Der Kurs findet vom 2. September bis 21. Oktober statt, jeweils am Dienstag von 20 bis 22 Uhr im Stadtschulhaus Bremgarten. Die Kurskosten betragen 300 Franken pro Person. Anmeldungen bei Pamela Roesch, Telefon: 056 634 14 71, E-Mail: pam_roesch@gmx.ch.

Pilzkontrolle: Wo und wann? Der Affoltemer Pilzkontrolle sind die Gemeinden Aeugst, Hausen, Hedingen, Kappel, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Rifferswil, Stallikon und Wettswil angeschlossen. Sie wird von fünf ausgebildeten Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleuren geleitet und befindet sich im Clubraum des Bachhauses am Bachweg 7 in Affoltern. Öffnungszeiten, ab August bis Ende Oktober: Mittwoch, Samstag und Sonntag 18.30 bis 19 Uhr. Während den

Schonzeiten vom 1. bis 10. jeden Monats bleibt das Lokal jeweils geschlossen. Der Pilzkontrollstelle in Jonen sind die Gemeinden Ottenbach und Bonstetten angeschlossen. Diese wird von Pamela Roesch geleitet und befindet sich am Feldweg 5 in Jonen. Die Öffnungszeiten sind ab Mitte August bis Ende Oktober am Samstag und Sonntag von 17 bis 18 Uhr. Von Montag bis Freitag werden Pilze nach telefonischer Vereinbarung geprüft. (hpn)


Vermischtes

Freitag, 25. Juli 2014

Zirkusvorstellung zum Abschluss Sommerlager 2014 von Kolibri Mettmenstetten im Pfadiheim Bläsimühli in Madetswil Wie jedes Jahr in der ersten Sommerferienwoche fand das Kolibri-Lager statt, dieses Jahr unter dem Thema «Es Dach überem Chopf – behüetet». Knapp 40 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren waren dabei. Am Sonntag, 13. Juli, machten sich die Kolibris mit ihrem persönlich gestalteten Dach über dem Kopf (Hut), auf den Weg Richtung Madetswil. Gemeinsam genossen sie die Woche bei viel Sonnenschein. Ob basteln, Geschichten hören, singen, spielen am Bach, auf der Wiese oder im Schopf – das Programm war abwechslungsreich! Die Tageswanderung führte auf den Erlebnisweg Wildberg, wo bräteln inklusive Schlangenbrot nicht fehlen durfte. An der Lagerolympiade konnten sich die einzelnen Gruppen an verschiedenen Posten in Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Koordination messen. Am Schlussabend gab es eine Zirkusvorstellung, mit verschiedenen Verpflegungsständen in der Pause. Die Kinder (und Leiter) übten fleissig an ihren Darbietungen, um diese am Abend präsentieren zu können! Das kreative und vielseitige Zirkusprogramm gefiel allen sehr! (pd)

Gut gelaunt im Sommerlager: die Kolibris mit ihren persönlich gestalteten Hüten. (Bilder zvg.)

Am Schlussabend gab es eine Zirkusvorstellung.

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Feuerwerk auf dem Kronenplatz «Ich bin total im Seich», sagt Walter Baltisberger. In den Tagen vor dem 1. August ist er ein gefragter Mann. Der «Raketenwalti» verkauft auch dieses Jahr zum Nationalfeiertag wieder Feuerwerk auf dem Kronenplatz in Affoltern – und zwar vom Montag, Walter Baltisber28. Juli, bis Freitag, ger. (Archivbild) 1. August. Grossfeuerwerk der Klasse IV darf seit diesem Jahr nur noch von ausgebildeten Pyrotechnikern abgebrannt werden. Auf die Auswahl hat dies allerdings kaum einen Einfluss: «Wir kompensieren das mit Kleinerem», sagt Baltisberger und betont: Wir haben ganz viel Neues und natürlich das Altbewährte.» Wer die Feuerwerks-Prüfung hat, bekommt natürlich weiterhin Grossfeuerwerk. Baltisberger am Nationalfeiertag für sein privates Feuerwerk zu engagieren, dürfte allerdings schwierig werden: «Ich habe nur noch einen Termin frei», verriet er am vergangenen Mittwochmorgen. (pd)

Das kreative und vielseitige Programm kam gut an.

Jungschi: Wundervolle Lagerwoche in Ägypten Die Jungscharen aus Affoltern und Mettmenstetten erlebten eine mitreissende und wundervolle Lagerwoche! Hier die Fortsetzung zum Zeitungsbericht vom 18. Juli. Die elf Brüder von Josef, welche ihn als Sklave verkauft haben, kommen nach Ägypten, um Getreide für ihr hungerndes Volk zu kaufen. Josef erkennt seine Blutsverwandten und möchte ihnen eine Lektion erteilen. Er lässt seinen Goldkelch in einen der Getreidesäcke hineinschmuggeln. Nachdem er die Brüder gehen lässt und sie sich einen kleinen Vorsprung verschafft haben, veranlasst Josef eine Verfolgung mit all seinen Dienern, damit seine Brüder wieder zurück nach Ägypten kommen. Die Verfolgung ge-

Am letzten Tag dürfen die Eltern noch etwas Lagerluft schnuppern. (Bild zvg.) lingt den Kindern, indem sie der Schnitzelspur folgen und die Getreidesäcke mit verschlüsselten Geheimzahlen öffnen.

Bei der Rückkehr, auf dem Lagerplatz, gibt sich Josef seinen Brüdern zu erkennen und vergibt ihnen ihr Vergehen. Er veranstaltet ein riesiges

Fest mit Tanz, Gesang und Unterhaltungsprogramm. Die Kinder organisieren, planen und führen ihre einstudierten Sketchs und Theater vor. Bis spät in die Nacht wird die Versöhnung in Ägypten gefeiert. Am letzten Lagertag werden die Eltern mit einem königlichen Brunch willkommen geheissen und dürfen von der köstlichen Lagerluft schnuppern, bevor die Zelte abgebrochen werden. Das ganze Lager verlief unfallfrei und die Jungschis wurden mit genialem Wetter beschenkt. Schon bald wird die Jungschar Affoltern, genannt Tschägg-Point, ihr 10-jähriges Bestehen feiern! Das Strassenfest findet am 23. August an der Alten Obfelderstrasse 24 in Affoltern statt. Infos unter www.sunntig.ch.

Aeugster Senioren zu Gast im Simmental Seit vielen Jahren reisen die Seniorinnen und Senioren von Aeugst regelmässig für eine Woche in die Ferien. Mit dem Car liessen sich die Gruppe und das «altbewährte» Begleitteam Pfarrerin Bettina Stephan, Esther Scherer und Christian Stuckert, von Sepp Scherer über den Brünig ins Berner Oberland fahren. Vom 21. bis 28. Juni diente das Hotel Krone in Lenk als Zuhause. Feines Essen, Ausflüge, Wanderungen, Besichtigungen, Geistiges und Geistliches in Wort und Musik, Singen, Spielen und Vorlesen – und das meiste davon bei herrlichem Sommerwetter – standen auf dem Programm. Die vielen Erlebnisse, Eindrücke und Begegnungen in dieser Woche wurden in einem Gedicht zusammengefasst, das von den Teilnehmern Ernst und Trudi Rathgeb geschrieben wurde: «E tolli Feriewuche isch es gsi, mit vill Sunneschi und fascht kei Räge – drum säged mir glücklich und zfriede ganz herzliche Dank – de Esther, de Bettina und am Christian für die wunderschöne Täg i de Lenk», heisst es darin. Für das Begleiter-Team: Esther Scherer

Die Aeugster Senioren geniessen die Schönheit der Natur im Berner Oberland. (Bild zvg.)

Vitamine für Alt und Jung. (Bild zvg.)

Fruchtig unterwegs Die Spielgruppe Fidibus war einmal mehr zu Besuch in der Langzeitpflege Sonnenberg. Als Abschluss vor den grossen Sommerferien besuchte die Spielgruppe Fidibus erneut die Langzeitpflege Sonnenberg. Um dem traurigen Regenwetter ein wenig zu entfliehen, beschlossen Lorena Della Torre, Leiterin der Spielgruppe Fidibus, und die Leiterin der Aktivierung, Cécile Trachsler die Stimmung mit einem Fruchtsalat aus saisonalen Früchten aufzuheitern. Nachdem die Kleintiere des Spitals Affoltern mit Gemüsen und Früchten versorgt worden waren, versammelten sich die Kinder sowie die Bewohner der Langzeitpflege im Aktivierungsraum und bereiteten alles für ein gemeinsames Zvieri vor. Kinder und Bewohnerinnen schälten und schnitten eifrig Äpfel, Melonen, Nektarinen und was sie sonst noch so im prallen Früchtekorb fanden. Auch wenn viel genascht wurde, reichte der fertige Fruchtsalat, um alle mit genügend Vitaminen zu versorgen. Mit so viel Energie kann auch der hiesige Sommerregen locker überstanden werden. Das nächste Zusammentreffen wird mit einer andern Gruppe im Herbst dieses Jahres stattfinden. Die Spielgruppenleiterin Lorena Della Torre verabschiedet alle Kinder, die nun in den Kindergarten kommen ganz herzlich und wünscht ihnen bei ihrem neuen Schritt viel Spass und Freude.


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Veranstaltungen

agenda

Studenten werben an Ämtler Haustüren

Freitag, 25. Juli Obfelden 19.00-19.30: Concerto piccolo numero sei. Debra Fesslmeier (Mandoline), Angela Bozzola (Klavier): Ludwig van Beethoven, Sonatine, Adagio ma non troppo; Raffaele Calace, Salve, Bolero. Eintritt frei, Kollekte. Ref. Kirche.

Zwillikon 18.00-20.00: Spaghetti-Schiessen der Feldschützengesellschaft Zwillikon. Schützenhaus.

Samstag, 26. Juli Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische und italienische Köstlichkeiten, Handwerk und Schmuck. Marktplatz.

Mettmenstetten 10.00-16.00: Brocki wird von Jugendlichen auf freiwilliger Basis gestaltet und geführt, Erlös zugunsten eines Hilfwerkes. Brocki im «Güetli» Rossau.

Freitag, 25. Juli 2014

Das SRK will neue Mitglieder gewinnen Seit Anfang Juni und bis Ende Oktober sind Studenten für das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Kanton Zürich unterwegs. Nächstens läuten sie in Aeugst, Rifferswil, Stallikon und Wettswil an den Haustüren, um neue Mitglieder zu gewinnen. Die Studentinnen und Studenten sind von Tür zu Tür unterwegs und informieren vor Ort über die vielfältigen Tätigkeiten des SRK Kanton Zürich. Sie tragen ein Namensschild sowie einen persönlichen Ausweis bei sich und sind mit einer weissen Weste mit rotem Rand und dem Rotkreuz-Logo auch optisch gut zu erkennen. Die Gemeinden, in denen sie im Auftrag des SRK Kanton Zürich unterwegs sind, werden jeweils aktuell auf der Website unter www.srkzuerich.ch publiziert.

Keine Barspenden oder Barbeträge Das SRK Kanton Zürich ist dringend auf verlässliche Mitglieder angewiesen, um seine Dienstleistungen im Kanton Zürich weiterhin nachhaltig und planbar erbringen zu können. Durch die Haustürwerbung können SRK-Mitarbeitende persönlich mit Interessierten in Kontakt treten. Sie gehen unmittelbar auf Fragen ein und informieren, wofür die Beiträge eingesetzt werden. Da keine Listen geführt werden, ist es auch möglich, dass bereits bestehende Mitglieder Besuch von den jungen SRK-Mitarbeitenden erhalten. Aus Gründen der Sicherheit und Seriosität dürfen die Studentinnen und Studenten keine Barspenden oder Barbeträge entgegennehmen. (pd) Weitere Infos unter Telefon 044 388 25 05.

Musikerin Debra Fesslmeier. (Bild zvg.)

Mandoline und Klavier

Ottenbach 21.00: Disco Dance Party mit DJ Tomko. Hits aus den 70er- bis 90er-Jahren und mehr . . . (Letzte vor der Sommerpause) Bar offen ab 20 Uhr. Güggel-Bar, Rickenbach 3.

Nächstes Concerto piccolo in Obfelden Am Freitag, 25. Juli, um 19 Uhr spielen Debra Fesslmeier und Angela Bozzola in der reformierten Kirche Obfelden Stücke für Mandoline und Klavier von Beethoven und Calace.

Montag, 28. Juli Hausen am Albis 07.00: Wanderung Pazolastock 2740 m, sportlich/anspruchsvoll: Mit PW zum Oberalppass, Pazolastock-Badus Hütte, Lai da TumaTschamut. Wanderzeit: ca. 5 Std., Aufstieg 920 m Abstieg 1258 m. Auskunft/Anmeldung bis Freitagabend: Vreni Zürcher, Tel. 044 764 07 62. Treffpunkt Parkplatz Chratz.

Mit den weissen Westen und dem Rotkreuz-Logo sind die SRK-Mitarbeitenden auch optisch gut zu erkennen. (Bild zvg.)

Morgen Samstag ist Waldfest

Ausstellungen Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «waldsichten»-Hermann Hess verbindet seine berufliche Tätigkeit beim kantonalen Forstdienst mit seinen Eindrücken als Waldgänger. Karten- und Inventurauswertungen sowie eigene Fotos ergeben Über- und Ansichten aus den Waldverhältnissen im Oberamt. Mo 8-11.30/16-18.15, Di/Do 8-11.30, Mi 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 21. August.

Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Space Toys» Eine Reise in die fantastischen Welten der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Mi-So, 1118 Uhr. Bis 31. Oktober.

Affoltern am Albis Spital: Werke von Eveline Stauffer und Rita Häfliger, Bilder von Stefanie Grenacher, Fotokunst von Alex Ochsner. Bis Ende Oktober.

Hausen am Albis Hirschen-Bar, Ebertswilerstrasse 2: Kunst in der Hirschen-Bar: «Waldgeflüster» mit Dalia Noack. Mo-Fr, 17-01.30 Uhr, Sa 20.3001.30 Uhr.

Rifferswil Park Seleger Moor: «Erleben Sie Natur» Das grösste Blütenparadies der Schweiz. Rhododendren, Azaleen, Pfingstrosen, Seerosen, Farngarten. Regelmässige Erlebnistage, Makrofotografie-Workshops und Malkurse siehe www.selegermoor.ch Park und Pflanzenverkauf täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

Das bekannte Uerzliker Waldfest findet wieder statt. Morgen Samstag, 26. Juli, öffnet es um 18 Uhr seine Pforten. Endlich ist wieder Sommer und das Uerzliker Waldfest steht vor der Tür. Die Organisatoren vom Unihockey Club Kappel empfangen morgen Samstag, 26. Juli, ab 18 Uhr – bei jeder Witterung. Für die sichere Hin- und Retourfahrt ab und nach Mettmenstetten, Rifferswil sowie Hausen konnte ein Shuttle-Taxi eingerichtet werden. Es bietet eine bequeme Möglichkeit für die Reise zum Waldfest und kann für fünf Franken pro Person und Fahrt genutzt werden. (pd.)

Stallikon Schulhaus Loomatt: Buchzeichen-Ausstellung im Kunstforum Stallikon. Zeichnungen der Stalliker Primarschüler und -schülerinnen. Während der Schulferien: Di 19-20.30 Uhr. Bis 13. September.

Shuttle: Abfahrt Hausen Post: 19/20/21 Uhr; Rifferswil Gemeinde: 19.10/20.10/21.10 Uhr; Mettmenstetten Volg: 19.20/20.20/21.20 Uhr; Mettmenstetten Bhf: 19.25/20.25/21.25 Uhr. Rückfahrt stündlich zwischen 1 und 5 Uhr.

agenda-einträge anzeige

Veranstaltungshinweise für die Agenda in der Ausgabe des «Anzeigers» von Mittwoch, 30. Juli: Angaben bis spätestens Montag, 16 Uhr per E-Mail an: agenda@affolteranzeiger.ch

Debra Fesslmeier begann vor zehn Jahren den Mandolinenunterricht bei Jeannette Vogt in Kriens und führt ihn seit sechs Semestern bei Valerij Kisseljow in Zürich weiter. Die Freude an der Musik wurde in der Familie über die Generationen weitergegeben. Sowohl Debras Mutter wie auch deren Tante spielten bereits Mandoline. Die Musik kam zwar nie als Berufswunsch in Frage, dafür hat Debra viel Freude anzeige

daran, in der Freizeit klassische Werke zu erarbeiten und vorzutragen. Die Biologiestudentin der Universität Zürich tritt zum dritten Mal im Rahmen der Concerti piccoli in Obfelden auf und hat 2011 und 2013 am Schweizerischen Jugendmusik-Wettbewerb teilgenommen. Debra Fesslmeier und Angela Bozzola spielen Duo-Stücke sowie ein Solo-Stück von Ludwig van Beethoven (Sonatine; Adagio ma non troppo) und Raffaele Calace (Salve; Bolero). Auch das sechste Konzert in diesem Jahr steht unter dem Patronat der reformierten Kirche und dauert wie gewohnt rund eine halbe Stunde. (pd) Reformierte Kirche Obfelden, 25. Juli, 19.00 bis 19.30 Uhr, Eintritt frei - Kollekte.


Serie

Freitag, 25. Juli 2014

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Allegra! – Hochgefühle im Unterengadin Sommerserie (4): Zernez – das Tor zum Schweizerischen Nationalpark ................................................... von werner schneiter Auf Mallorca in Palma Nova an den Ballermann? Bei 42 Grad im Schatten an den Sandstrand, sich zu jenen Abertausenden gesellen, die sich tagsüber einen Sonnenbrand holen und nachts die Sau rauslassen? Massentourismus? Nein danke! Das war einmal – bei mir in den 70er-Jahren, als Ferien das Synonym für Rummel bildete. Längst vorbei. Meine Frau Bernadette und mich zieht es sommers (aber auch in anderen Jahreszeiten) seit vielen Jahren in die Berge. Und in jene, die das Engadin zu einem der höchstgegelegen bewohnten Täler Europas formen. Genauer: ins Unterengadin. Und noch genauer: nach Zernez, dem 1474 Meter über Meer liegenden Tor zum Schweizerischen Nationalpark, dessen 100 Jahre Bestehen dieses Jahr gefeiert werden. Unter anderem mit einem grossen Fest am 1. August in Zernez, das vom SF direkt übertragen wird.

Zernez – ein idealer Ausangspunkt Wandern, joggen, biken, erholen, geniessen: Das sind die Leitwörter, die in unseren Ferien gelten. Sie lassen sich täglich ohne Umstände umsetzen, weil sich tausend Möglichkeiten und Varianten präsentieren, weil man auch nach über 25 Jahren Engadin-Ferien immer wieder Neues entdecken kann – in einer Landschaft, die einzigartig ist. Und weil Zernez den idealen Ausgangspunkt bildet: Mit dem Postauto ist das Münstertal via Ofenpass in knapp einer Stunde zu erreichen, dann gehts weiter ins nahe Vinschgau im Südtirol. Oder man steigt auf Süsom Givè (Ofenpasshöhe, 2149 M.ü.M) aus und nimmt den Weg nach Lü, das zusammen mit Lüsai (70 Einwohner) die höchstgelegene politische Gemeinde der Schweiz bildet und über eine Kirche verfügt, deren Dach von einem Herrn namens Christoph Blocher gesponsert wurde. Anderntags ist eine Wanderung dem Inn entlang Richtung Scuol angesagt, beispielsweise via Guarda über den Weiler Bos-cha nach Ardez – allesamt wunderschöne, unversehrte Unterengadiner Dörfer, die Gedanken an den «Schellenursli» hochkommen lassen (der gemäss Kinderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet aus Guarda stammt). Oder man fährt von Scuol mit der Gondelbahn auf Motta Nalus und läuft nach Ftan. Oder zum Schloss Tarasp und dann nach Sur-en. Oder Sent – Val Sinestra – Vnà – Sent. Wer höher hinaus will, hat ebenfalls tausend Möglicheiten, steigt von Zernez zu den Macun-Seen (2600 M.ü.M) hoch und hernach nach Lavin hinab. Oder kraxelt auf den Piz Linard, mit 3411 Meter über Meer die höchste Erhebung im Unterengadin. Regelmässig zieht es uns über den Maloja ins Bergell, wo sich ein Marsch ab Casaccia Richtung italienische Grenze schon deshalb lohnt, weil im im Hotel Corona in Vicosoprano Coniglio con Polenta locken. Natürlich bietet auch der 170 Quadratkilometer umfassende Nationalpark unzählige Bewegungsmöglichkei-

Auf der Wanderung mit Vierbeiner Jaro von Scuol nach Vulpera über Avrona nach Tarasp-Fontana. Im Hintergrund Schloss Tarasp. (Bild zvg.)

Im Schloss Wildenberg in Zernez ist die NationalparkVerwaltung untergebracht. In früheren Zeiten war hier die Gemeindeverwaltung heimisch. ten mit Wanderzeiten von zwei bis acht Stunden: Im Val Trupchun, Chamanna Cluozza oder im Val Mingèr, wo 1904 der letzte ursprüngliche Bär der Schweiz erlegt wurde. Es ist unberührte Landschaft mit Tannen-, Föhren und Lärchenwäldern, einer einzigartigen Tierwelt, Flora und Fauna. Es ist die Ruhe, die im Herbst höchstens durch das Röhren der Hirsche oder durch einen tosenden Bach unterbrochen wird. Es ist auch das unvergleichlich tiefe Blau des Himmels, das den Unterländer nach oben zieht. Seit wir vom treuen Vierbeiner Jaro in die Ferien begleitet werden, ist das National-

Sommerserie: Wo es die «Anzeiger»-Journalisten hinzieht Juli/August – Ferienzeit: Schweizerinnen und Schweizer schwärmen aus, verbringen ihre Ferien an allen Ecken dieser Welt. Oder geniessen die schönste Zeit des Jahres in der Schweiz. Zuhause oder in den Bergen, am Fluss oder in der Badi. Oder auf «Balkonien». Über ihre Lieblingsdestinationen berichten Mitarbeiten-

de des «Anzeigers» im Rahmen der Sommerserie 2014. (-ter.) Bereits erschienen: 15. Juli: «Kraft und Schönheit der Natur» – mit Marianne Voss auf Corvo.

Das 2008 eingeweihte Nationalpark-Informationszentrum in Zernez. Am 1. August steigt das grosse Fest zum 100-Jahre-Jubiläum des Schweizerischen Nationalparks - mit einer Ansprache von Bundesrätin Doris Leuthard. SF ist live dabei. (Bilder Werner Schneiter)

parkgebiet allerdings tabu. Hunde sind dort nicht mal angeleint zugelassen; wer es trotzdem wagt, riskiert eine hohe Busse.

Auf den Spuren von Viktor Röthlin … Für den Schreibenden, der auch gerne joggt, ist das Engadin ein ebenso grosses Eldorado wie für Wanderfreunde. «Ich gehe drei Wochen ins Höhentraining», verkünde ich meinen Kollegen jeweils vollmundig vor der Abreise. Und wähne mich dann auf den Spuren von Viktor Röthlin, der sich auch in diesem Sommer im Höhentrainingslager im Engadin den letzten Schliff für seinen letzten Marathon an den Europameisterschaften im August in Zürich holt. Ich fahre mit der Rhätischen Bahn von Zernez nach Samedan und laufe retour Richtung Unterengadin – mit 10 km/h deutlich langsamer als der amtierende Marathon-Europameister Viktor Röthlin … Je nach Formstand steige ich in Zuoz oder S-chanf wieder in den Zug. Mit schweissfreien Klamotten, versteht sich.

18. Juli: «Der Säbelzahntiger in der Waldlichtung» – mit Martin Mullis in einem Ämtler Wald. 22. Juli: «Unter der Linde vor der Kirche» – mit Regula Zellweger im Walliser Bergdorf Ernen.

… und im Kontakt mit Einheimischen Während ich mich läuferischen Aktivitäten hingebe, zieht Ehefrau Berna-

dette einen Relax-Tag ein, spaziert mit Jaro ums Dorf, schwimmt im Zernezer Familienbad und gönnt sich hernach im Hotel Alpina bei den Wirtsleuten Ruth und Giovanni Pretto oder bei der Familie Vitalini im Hotel Spöl einen Apéro. Sie ist dort an den Stammtischen unter Freunden, zu denen wir im Dorf heute, nach so vielen Jahren, zahlreiche Einheimische zählen dürfen. Es sind Freundschaften, die auch ausserhalb unserer Ferien gepflegt werden. Freundschaften, die man sich als Zürcher im Unterengadin gewissermassen «verdienen» muss. Engadiner begegnen Unterländern anfänglich eher mit «gesunder» Zurückhaltung, bleiben mit der romanische Sprache (Vallader im Unterengadin) vorerst unter sich. Das ändert sich aber im Laufe der Zeit, auch wenn wir uns mit Romanisch (noch) schwertun: zu einer Bestellung im Restaurant oder zu dem einen oder anderen Satz reichts aber. Die Begegnung mit Einheimischen – auch das gehört zum Salz in der Suppe unserer Sommerferien. Da diskutiert man mit Chasper Buchli, dem ehemaligen Gemeindepräsidenten von Zernez, lernt durch ihn im Südtiroler Vinschgau den ehemaligen Direktor des Stelvio-Nationalparks kennen.

Oder man unterhält sich im Hotel Bahnhof mit Robert Giacometti, dem Präsidenten der Nationalparkskommission. Kaum über die Bären. Diese bieten in Zernez unter den Einheimischen erstaunlich wenig Gesprächstoff – viel weniger als die Jagd, auch wenn dieser Bär M25 im Mai diesen Jahres zwischen Chiuos-chel-Brail (der Grenze zwischen Unter- und Oberengadin) und Zernez von einem Autofahrer fotografiert wurde. Das Thema «Jagd» ist allgegenwärtig. Sie wird auch in Zernez mit veritabler Leidenschaft praktiziert und zelebriert. Natürlich sind uns auch die Verkäuferin im Coop, der Schlosser, der Bahnarbeiter, der Getränke- und der Antiquitätenhändler bekannt oder Landwirt Mario Minsch, dem wir ein paar Stunden beim Heuen helfen oder mit ihm zum Mittagessen ins italienische, zollfreie Livigno fahren, das nur eine gute halbe Autostunde von Zernez entfernt liegt. Es sind allesamt bereichernde Begegnungen mit Ansässigen, die jenen oft vorenthalten sind, welche sich Ferien in fernen Ländern leisten und nicht viel mehr als die Hotelanlage zu Gesicht bekommen. Ja, es entwickeln sind Hochgefühle im Engiadina bassa. Jährlich wiederkehrende.


Sport

Freitag, 25. Juli 2014

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Trotz Schmerzen bei den Schnellsten Adrian Brennwald am Eiger Ultra Trail Am Eiger Ultra Trail im Berner Oberland bewies der Aeugster Adrian Brennwald, dass er zu den besten Ultra-Bergläufern gehört. Das Resultat: die viertschnellste Zeit überhaupt und ein Podestplatz in seiner Altersklasse. ,Nur noch etwas Muskelkater und Blasen an den Füssen, habe er, verrät Adrian Brennwald. Und das, nachdem er drei Tage zuvor einen 101 Kilometer langen Berglauf mit 6700 Höhenmetern bewältigt hat – in gerade mal 12½ Stunden. Die Rede ist vom Eiger Ultra Trail. über die Grosse Scheidegg, Wengen, Männlichen und der Traverse unter der Eiger Nordwand führt diese besondere Laufstrecke. Und lange war nicht klar, ob der Aeugster Ultra-Athlet im Berner Oberland überhaupt an den Start gehen konnte. Erst drei Wochen zuvor hatte er den Dolomiten-Marathon bestritten, lief danach noch einige Male in den Bergen – und prompt machten ihm die Muskelverhärtungen im Bein wieder zu schaffen. Nur schon beim normalen Gehen schmerzte es. Erst zwei Tage vor dem Start beschloss Brennwald, trotzdem am Eiger Ultra Trail zu starten. Mit seinem guten Resultat ist er umso mehr zufrieden. Zumal die Konkurrenz äusserst stark war. Und das Wichtigste: Das Bein schmerzte nach dem Lauf nicht mehr als zuvor. Doch nun zum Rennverlauf: Beim Startschuss um 4.30 Uhr war es im Start- und Zielort Grindelwald noch finster. Mit Stirnlampen, aber doch schon kurzärmlig, machten sich die meisten Läufer auf den langen Weg. Und trotz schmerzendem Bein kam Brennwald gut weg. Auf die Grosse Scheidegg kam der Aeugster in einer

Fünfer-Spitzengruppe. Bis Kilometer 25 blieb diese zusammen, dann zogen die ersten beiden davon. Die nächsten 30 Kilometer lief Brennwald mit dem Deutschen Mathias Dippacher. Es wurde nun immer heisser. «Ich habe über 10 Liter getrunken», rechnet Adrian Brennwald aus. Die enorme Flüssigkeitszufuhr blieb nicht ohne Folgen: «Ich bekam dadurch Probleme mit dem Bauch», so Brennwald. Und just in diesem Moment forcierte Dippacher das Tempo und der Aeugster musste abreissen lassen. Die 1000 Höhenmeter von Wengen auf den Männlichen wurden zur Qual. Neun Minuten verlor Brennwald allein auf diesem Abschnitt auf den einstigen Gefährten. Doch die Krise ging vorüber und auf den letzten 30 Kilometern war der Aeugster wieder fast gleichschnell unterwegs. Auf diesem Abschnitt säumten auch viele Touristen die Laufstrecke und feuerten die Athleten lautstark an. Das Ziel bereits in Sichtweite, gilt es auf dem Eiger Ultra Trail noch eine Schlaufe mit 300 Höhenmetern zu bewältigen. «Das ist mental nicht einfach», weiss Brennwald. Doch auch diese letzte Herausforderung meisterte er souverän und erreichte das Ziel in Grindelwald nach 12 Stunden und 32 Minuten als Vierter überhaupt und als Dritter seiner Altersklasse. Keine zwölf Stunden später sollte er bereits wieder an der Laufstrecke stehen und die letzten Läufer anfeuern. Von Grindelwald waren die Lichtpunkte der Stirnlampen unter dem Eiger deutlich zu sehen. In gut zwei Wochen steht mit dem Irontrail in Davos die nächste Herausforderung an. «Das ist schon nochmals ein anderes Kaliber», weiss Brennwald. Bei einer Laufdistanz von 201.8 km, werden dort 11 480 Höhenmeter zu bewältigen sein. (tst.)

Fröhliche Stimmung nach der Siegerehrung: Sandra Dänzer mit der Siegestrophäe im Festzelt. (Bild Kurt Müller)

Das Team Koach zählt viele Trümpfe AK-Sieg von Sandra Dänzer in Roth unter 10 Stunden Das Wetter in Roth hat an der Challenge vom Sonntag über die Ironman-Distanz von den Athletinnen und Athleten mit Hitze, Wind und Regen alles abverlangt. Coach Kurt Müller freute sich sehr, dass die siebenköpfige Team-Koach-Delegation dennoch vollzählig das Ziel erreichte – Sandra Dänzer gar als Siegerin ihrer Altersklasse. «Sandra hat ihren Leistungszenit noch lange nicht erreicht», sagt Kurt Müller. Im Frühjahr gewann sie in ihrer Altersklasse eine Woche, nachdem sie von einem Auto angefahren worden war, mit einem Ersatz-Rennrad die Halbdistanz von St. Pölten, und nun, mit dem neuen, noch kaum eingefahrenen Triathlon-Rad, die Volldistanz von Roth mit der ausgezeichneten Schlusszeit von 9:55 Stunden und satten 52 Minuten Vorsprung auf die Zweitklassierte ihrer Altersklasse. Mit ihrer Laufzeit von 3:22 für den abschliessenden Marathon lag sie im Bereich der Profi-Athletinnen. Im Overall-Klassement der Frauen erreichte sie Rang 14. Auf die Teilnahme an Weltmeisterschaften verzichtet sie in diesem Jahr und gibt dem Ironman

Mallorca den Vorzug, um ihr Leistungspotenzial weiter aufzubauen. Für nächstes Jahr ist die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii das Saisonziel. Kurt Müller freute sich, dass Nicole Willi ihren ersten Wettkampf über die Ironman-Distanz erfolgreich zu Ende führte. Auch die anderen Team-Mitglieder, Christian Fässler, Yves Salzmann, Stefan Aufdermauer, Marco Thomi und Frank Panknin, konnten ihre Ziele erreichen. Für Kurt Müller ist wichtig, die Ziele seiner Athletinnen und Athleten individuell festzulegen, sie zu fördern und fordern, nicht zu überfordern. Die Aufbaustrategie legt er deshalb mit allen einzeln fest.

Céline Schärer Schweizer Meisterin Im Rahmen des Europacups in Genf fand am Wochenende gleichzeitig die Schweizermeisterschaft der Profis über die Olympische Distanz statt. Céline Schärer vom Team Koach errang den Titel. Der Start gelang der starken Schwimmerin zwar nicht nach Wunsch und sie musste die Lücke zur Spitzengruppe zuerst schliessen, hielt dann aber problemlos mit. Auf dem Rad verrichtete sie viel Führungsarbeit

– bei den Profis ist über die olympische Distanz Windschattenfahren erlaubt, im Gegensatz zu den Amateuren und zu den Mittel- und Langdistanzwettkämpfen. Beim Laufen musste sie kämpfen angesichts des Trainingsrückstands, den eine Verletzung zu Jahresbeginn verursacht hatte, «aber ich spüre, dass ich eine gute Grundlage haben. Die Geschwindigkeit fehlt noch, aber mit jedem Rennen geht es besser.»

Ironman Zürich am Sonntag Als Fan seiner Teamkollegen mit in Roth dabei war Urs Müller, der übermorgen Sonntag in Zürich um 6.45 Uhr zum Ironman startet, genauso wie Céline Schärer, mitten in der 13-köpfigen Team-Koach-Gruppe. Kurt Müller rechnet mit einigen weiteren Qualifikationen für die Ironman-WM auf Hawaii. Bereits am Samstag starten weitere Team-Mitglieder auf kürzeren Distanzen. Die Wechselzone befindet sich auf der Landiwiese. Auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer steht ein spannendes, attraktives Wettkampfwochenende bevor, bei voraussichtlich sommerlichem Wetter. (tk.) Weitere Infos unter www.kmsportcoaching.ch.

Dringend gesucht: Mixed- und Schüler-Teams Grümpi Obfelden: Am Montag ist Anmeldeschluss!

Adrian Brennwald hat keine Zeit, das Bergpanorama zu geniessen. (Bilder zvg.)

In der Morgendämmerung unterwegs.

Durchbeissen – das gehört dazu.

Am Samstag, 16. August, findet in Obfelden das beliebte Fussball-Grümpelturnier statt. In insgesamt 8 Kategorien kann angetreten werden. Die Anmeldefrist läuft am kommenden Montag, 28. Juli, ab. Am Obfelder Grümpelturnier können in acht Kategorien Jung und Alt mitmachen. Dringend gesucht werden Teams in der Kategorie Mixed. Hier spielen gemischte Fussball-Teams mit mindestens drei Damen gegeneinander. Bei den Schülern werden ebenfalls in allen Altersklassen noch Mannschaften gesucht. Dieses Jahr duellieren sich neu auch die fünf Obfelder Weiler. Wer für seinen Dorfteil an den Start will, findet die fünf Captains auf der Grümpi-Webseite. Er kann sich direkt bei ihnen melden. Das Grümpi in Obfelden findet am letzten Samstag der Sommerferien, am 16. August, statt. Wer sich vom

Bei den Herren duellierten sich 2013 die «Pirates of Lötschenmatt» und «Hotel Barcelona Ola!». (Bild zvg.) Fussball-Fieber packen lässt, melde sich bis am 28. Juli an. (dst)

Anmelden unter www.tvobfelden.ch oder Telefon 078 740 8912.


Extra

Freitag, 25. Juli 2014

menschen im säuliamt

Lea Bobst: «Die Europaallee ist ein extrem spannendes und dynamisches Projekt» Die Herkunft aus dem Kanton Bern hört man Lea Bobst noch an. Sie lebt aber schon seit einigen Jahren im Säuliamt und arbeitet in Zürich als Gebietsmanagerin im derzeit entstehenden Stadtteil Europaallee beim Hauptbahnhof. ................................................... mit lea bobst sprach marianne voss Aufgewachsen sei sie in einem kleinen Dorf, in Boll, im Kanton Bern. «Ich hatte eine sehr schöne Kindheit in einem gut behüteten Umfeld», erzählt Lea Bobst in ihrem Dialekt mit Berner Akzent. Unser Treffpunkt in Zürich, im neuen Stadtteil Europaallee direkt beim Hauptbahnhof, ist ein grosser Gegensatz zum kleinen Dorf. Hier entsteht bis 2020 ein modernes neues Quartier mit Studien- und Arbeitsplätzen, Wohnungen, Geschäften, Restaurants und Freizeitangeboten. Im Infozentrum, wo wir uns gegenübersitzen, kann man sich über das Projekt informieren. Hier starten auch Führungen, die für Gruppen angeboten werden. Lea Bobst kennt in den bereits fertiggestellten Gebäuden sämtliche Verantwortlichen der Läden und Restaurants. Denn die Erstvermietung dieser Lokale gehört zu ihren Aufgaben. Als sogenannte Gebietsmanagerin vernetzt sie Planung, Bau und Betrieb. Zu Beginn war sie auch für strategische Themen zuständig und befasste sich zum Beispiel mit Entscheidungen, welchen Stil die neuen Läden und Restaurants haben sollen und wer mit welchen Angeboten in das neue Quartier passt. Wenn sie von gelungenen Verhandlungen oder erfolgreichen Umsetzungen berichtet, sind ihr grosses Engagement und ihre Begeisterung für diese Aufgabe spürbar. Sie betont: «Das Projekt Europaallee ist extrem spannend und dynamisch. Es gibt kaum ein weiteres so grosses Projekt von zentraler Bedeutung.» Sie sehe das Resultat von dem, was sie tue und entscheide. Das sei sehr befriedigend. Und sie könne ihren Tagesablauf selber gestalten und sich so auch die nötige Abwechslung einrichten. Ihr Arbeitgeber ist die SBB Immobilen, die auch Bauherrin dieses neuen Stadtteils ist.

Im Spital Affoltern geboren

nagement, wo ich 2009 abschloss.» Nach der Ausbildung kehrte sie kurzfristig nach Bern zurück, «doch in Zürich gab es die wirtschaftlich spannenderen Jobs».

Zurück im Dorf

Lea Bobst engagiert sich beruflich für das Projekt Europaallee in Zürich und geniesst das Wohnen und Leben im ländlichen Heisch. (Bild Marianne Voss) Enge Beziehung zur Zwillingsschwester Lea Bobst hat drei Schwestern, eine davon ist ihre Zwillingsschwester. Ja, sie sehe gleich aus und sie habe zu ihrer Zwillingsschwester wirklich eine ganz spezielle Beziehung. «Sie ist und war schon immer meine engste Bezugsperson.» In vielen Bereichen seien sie bis heute sehr ähnlich, zum Beispiel in der Art, sich zu kleiden oder die Freizeit zu verbringen. Es gebe aber auch andere Bereiche, wo sie sich

bewusst voneinander abgrenzten. Ihre Schwester sei zum Beispiel sehr interessiert an Kunst, dazu habe sie jedoch nicht den gleichen Zugang. Als einzige der vier Schwestern hat sie nicht das Gymi, sondern eine Lehre absolviert. Sie wurde Drogistin, spürte aber schon während der Ausbildung, dass sie nicht wirklich in eine Drogerie passt. «Ich musste mich nach der abgeschlossenen Lehre neu orientieren und entschied mich für das Fachhochschul-Studium Betriebsökonomie mit Schwerpunkt Facilityma-

Seit drei Jahren wohnt Lea Bobst mit ihrem Mann im Säuliamt. Zuerst in Mettmenstetten, jetzt in Hausen. Dort, im gemütlichen Dorfteil Heisch fühlt sie sich im Hausteil einer altehrwürdigen Liegenschaft sehr wohl. «Ich bin ein Sommermensch und geniesse jetzt den Garten mit Salat, Tomaten, Zucchetti und vielem mehr.» Ihren Mann Benjamin Sutter – ein alteingesessener Hausemer – hat sie beim Ultimate Frisbee kennen gelernt. «Ultimate Frisbee ist eine eher unbekannte Randsportart. Am besten stellt man sich ein American Football Feld vor mit einem Frisbee statt einem Ball.» Es sei eine extrem faire Sportart ohne Schiedsrichter, wo beispielsweise ein Foul im Gespräch ausdiskutiert werde. Ein weiteres Hobby, in welches das Paar gemeinsam gerne viel Zeit investiert, ist ihr umgebautes Büssli, ein Mini-Wohnmobil. Sie waren damit schon bis nach Norwegen unterwegs und haben die grosse Freiheit und Flexibilität genossen. «Wir gehen oft auch nur für einige Tage auf Reisen. Wir überlegen uns jeweils zuerst, wohin es uns ungefähr zieht, und dann fahren wir los.» Während dieser kürzeren oder längeren Ferien geniesse sie es, das Leben einfach «vorewäg» zu nehmen, ohne viel zu planen. «Wir beschränken uns dann nur noch aufs Wesentlichste wie den Übernachtungsplatz, das Essen und natürlich die Zweisamkeit.»

Serie «Menschen im Säuliamt»

Nevin, 13. Juli.

David, 15. Juli.

Malia, 16. Juli.

Silja Elena, 16. Juli.

In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen – egal ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt -, die im Säuliamt wohnen oder in unserm Bezirk ihren Arbeitsplatz haben. Die Serie erscheint in loser Folge.

Jan, 17. Juli.

wetter

volg-rezept

Gefüllter Pouletschenkel mit Beerensauce Zubereitung

Zutaten für 4 Personen 2 EL Johannisbeergelee 2 EL Sonnenblumenöl 4 Tropfen Tabasco, Salz, Pfeffer aus der Mühle 1 Peperoni 4 Pouletschenkel Zahnstocher

bauernregel Johannisbeersauce:

«Ist die Spinne träg am Fangen, Gewitter bald am Himmel hangen.»

4 EL Aceto balsamico rosso 2 EL Johannisbeergelee. 100 g Johannisbeeren

1. Für Marinade Gelee, Öl und Tabasco mischen. Salzen und pfeffern. Peperoni längs in Streifen schneiden. Pouletoberschenkel an der Innenseite dem Knochen entlang aufschneiden. Knochen vom Fleisch lösen und am Gelenk durchtrennen. Knochen entfernen. 2. Pouletschenkel innen mit Marinade bestreichen. Peperonistreifen in Oberschenkel legen. Fleisch ums Gemüse schliessen und mit Zahnstocher fixieren. Aussen mit Marinade bestreichen und 30 Min. ziehen lassen. 3. Für Sauce Balsamico mit Gelee verrühren und pikant würzen. Johannisbeeren daruntermischen. Pouletschenkel auf heissem Grill rundum 10 Min. grillieren. Bei mittlerer Hitze weitere 15 Min. grillieren. Mit Sauce servieren. Tipp: Dazu passt Kartoffelstock im Gemüsering. Anstelle von frischen Johannisbeeren aufgetaute verwenden, oder eine andere Beerensorte, z.B. Himbeeren. Zubereitung: ca. 20 Min. + 30 Min. marinieren + 25 Min. grillieren.

19

Mia, 17. Juli.

Joel, 18. Juli. (Bilder Irene Magnin)

gedankensprünge Partnerwahl Für meine praktisch tadellose Hellblau gestreifte Badehose Habe ich ein Inserat verfasst: Suche Traumfigur die zu mir passt Martin Gut


Veranstaltungen

1.-August-Feier 2014 Affoltern am Albis und Zwillikon Affoltern am Albis ab 11.00 Uhr auf dem Marktplatz Spiel der Harmonie Affoltern am Albis Festansprache 11.30 Uhr Regine Aeppli, Regierungsratspräsidentin Festwirtschaft Zwillikon ab 19.30 Uhr Festplatz oberhalb Rütirain Lampionumzug 20.30 Uhr ab Volg Musikverein Hedingen ab ca. 21.00 Uhr Festwirtschaft mit Barbetrieb Grosses 1.-August-Feuer und Feuerwerk Parkplätze beim Schulhaus Zwillikon Auf Ihren Besuch freuen sich Gemeinderat und Sportclub Zwillikon

Reisen mit Freunden Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

Telefon 044 761 01 55

Tagesfahrten Pässefahrt Oberalp–Lukmanier– Gotthard Fr. 40.– Donnerstag, 7. August 2014 09.00 Uhr Berner Seeland Fr. 38.– Donnerstag, 4. September 2014 09.30 Uhr

Ferienreisen 2014 Wachau– DZ/HP Fr. 790.– Dürnstein–Wien 18. bis 22. August 2014 Südtirol DZ/HP Fr. 730.– 29. September bis 3. Oktober 2014 Semino Rossi DZ/HP Fr. 445.– inkl. Eintritt klingende Bergweihnacht in Seefeld 10. bis 12. Dezember 2014

www.aemtler-car.ch

Stelle gesucht 70 bis 100 %

Restaurant Hirschen Obfelden Telefon 044 761 42 06 25. Juli, ab 19 Uhr Musik im Zelt «Jauk-Power» Stimmungsmusik Eintritt frei

Motivierte Detailhandelsangestellte mit rund 30-jähriger Erfahrung sucht neue Herausforderung. Angebote bitte unter Chiffre 4051, Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 8910 Affoltern am Albis.

Bruna Bortoluzzi und Team

Haushalthilfe mit langjähriger Erfahrung

Stellenanzeiger

hat noch freie Kapazität Wenn Sie Hilfe im Haushalt benötigen, kontaktieren Sie mich unter Telefon 079 640 33 07

Erscheinungsweise vor dem 1. August Mittwoch, 30. Juli 2014 Inserateannahmeschluss: Dienstag, 29. Juli, 08.00 Uhr Todesanzeigen: Dienstag, 29. Juli, 11.00 Uhr

In der Woche 31 erscheint nur eine Ausgabe des Anzeigers aus dem Bezirk Affoltern

Druck • Verlag • online Obere Bahnhofstrasse 5 • 8910 Affoltern a. A. Telefon 058 200 5700 • Fax 058 200 5701 www.affolteranzeiger.ch

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058 2014  

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