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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 55 I 178. Jahrgang I Dienstag, 16. Juli 2024
«Lieben, dienen, dranbleiben»
Barfuss durchs Moor
Stephan Fässler ist als neuer Gemeindeleiter der Pfingstgemeinde Affoltern eingesetzt worden. Seite 5
In einem Teil des Seleger Moors ist ein Sinnesgarten entstanden. Schuhe und Socken haben darin nichts verloren. Seite 7
Waghalsige Stürze in die Tiefe Freestyle-Night in Mettmenstetten Daniel Vaia Skiakrobaten auf Weltklasse-Niveau, Nachwuchs-Skiakrobaten, tollkühne BMX-Fahrer, Fallschirmspringereinlagen, Bars und Livemusik bis spät in die Nacht: Es dürfte nur wenige Anlässe in der Schweiz geben, die auf engem Raum an einem einzigen Tag so viel Abwechslung und Unterhaltung bieten wie die Freestyle-Night in Mettmenstetten. Auch dieses Jahr, bei der 20. Auflage des Sport-Unterhaltungs-Musik-PartyEvents, haben sich wieder weit über 2000 Besucherinnen und Besucher vergnügt.
mannschaft schaffen. Die Anlage in Mettmenstetten zählt zu den besten weltweit. Sie bildet aus Sicht von Nationalmannschaftstrainer Roth die Grundlage für die langjährigen Erfolge des Schweizer Skiakrobaten-Teams in internationalen Wettbewerben. Für den Präsidenten der Anlage, Andreas Isoz, stehen bei den Freestyle-Nächten jeweils der Sport und die Freude im Vordergrund, nicht der Profit. «Alle Helferin-
Zahlreiche Stars kamen
Augenblicke vor dem Sprung: Weltklasse-Skiakrobat Pirmin Werner auf dem höchsten Punkt der Anlage. (Bild Daniel Vaia)
Stars der diesjährigen Auflage waren die Schweizer Skiakrobaten (Aerials) Noé Roth und Pirmin Werner. Roth ist amtierender Weltmeister (2023) und zweifacher Gesamtweltcupsieger (2020 und 2023), Werner schloss die letzte Saison als Zweiter im Gesamtweltcup aus. Mit dabei im Publikum: Michel Roth, Trainer der Ski-Freestyle-Nationalmannschaft. Zwar ist der Winter noch weit weg, doch sind Trainingseinheit mit Wettbewerbscharakter wie im Wasserschanzen-Trainingscenter «Jumpin» in Mettmenstetten jeweils willkommen. Und weil im kommenden Winter (März 2025) im eigenen Land, in St. Moritz, die WM der Ski-Freestyler und Snowboarder stattfindet, sind die Erwartungen dieses Jahr besonders hoch. Für Spektakel auf der Wasserschanze sorgten aber auch die vielen Nachwuchs-Akrobatinnen und -Akrobaten. Einige von ihnen bewiesen am Samstag erstmals überhaupt vor grösserem Publikum ihren Mut und ihr Können. Die Besten unter ihnen, so die Hoffnung des Trainerstabs in Mettmenstetten, werden es später mal in die Junioren-National-
«Alle Helferinnen und Helfer hinter den Kulissen arbeiten ehrenamtlich.» Andreas Isoz, «Jumpin»-Präsident
nen und Helfer hinter den Kulissen arbeiten ehrenamtlich.» Oft resultiere sogar ein finanzieller Verlust, so Isoz.
Andreas Isoz sprang auch mit Zur Freude der vielen Einheimischen im Publikum vollführte Isoz am Samstag sogar persönlich ein paar Sprünge von der Schanze. Er zählte vor 15 Jahren selbst einmal zu den Top Ten der Freestyler weltweit. Er weiss, was es heisst, sich vor Publikum auf einer Schanze in die Tiefe zu stürzen.
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Bonstetten: Studienauftrag
Stallikon: Das Wer ist der Höchste Ernte: «Achtung, Feiern geht weiter im ganzen Land? fertig, los!»
Im Verhandlungsbericht aus Bonstetten informiert die Gemeinde darüber, dass sie einen Studienauftrag erteilt hat. Dieser steht im Zusammenhang mit dem Bau des Verwaltungszentrums Heumoos, wodurch im Dorfzentrum mehrere Liegenschaften frei werden und neu genutzt werden können. Der Studienauftrag beziehe sich nicht nur auf die gemeindeeigenen Liegenschaften, sondern zeige ganz allgemein das Potenzial für den Dorfkern auf, heisst es im Bericht. Nach den Sommerferien möchte der Gemeinderat den Studienauftrag und insbesondere die bestgeeignete Studie der Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung vorstellen. (red)
Rund drei Wochen ist es her, seit Stallikon sein 900-Jahre-Jubiläum mit einem grossen dreitägigen Fest feierte. Nun steht in zwei Wochen die nächste Sause an, und zwar zum 1. August. Zu diesem Zweck lädt die Gemeinde ins Werk- und Feuerwehrgebäude Pünten ein. Bereits gefeiert haben auch die Jungbürgerinnen und Jungbürger, wie dem Verhandlungsbericht zu entnehmen ist. Rund 70 junge Erwachsene mit Jahrgang 2006 folgten der Einladung der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil, die auf den Zugersee führte. Dabei wurden sie von einer Behörden- und Verwaltungsdelegation aus den drei Unteramtsgemeinden begleitet. (red)
In der diesjährigen Sommerserie suchen die «Anzeiger»-Journalisten und Journalistinnen die Höhe. Aber nicht nur hohe Bauwerke und Orte sind das Ziel, sondern auch Menschen, welche im übertragenen Sinne hoch hinaus wollen. Den Auftakt zur Serie, die bis Mitte August in jeder Ausgabe des «Anzeigers» publiziert wird, macht «Anzeiger»-Mitarbeiter Daniel Vaia. Der Zürcher macht sich augenzwinkernd Gedanken, den höchsten Berg im Bezirk populärer zu machen. Das ist? – Genau, der Bürglen. Mit seinen 915 m ü. M. ist er der höchste Berg des Bezirks Affoltern. Der Üetliberg kommt gerade mal auf 871 Meter, ist jedoch deutlich bekannter. (red)
Das äusserst unstete Frühlings- und Sommerwetter macht den Säuliämtler Landwirten und Landwirtinnen in vielerlei Hinsicht Mühe. Auch beim Heu und einigen Obstsorten treibt ihnen der Regen die Sorgenfalten ins Gesicht. Landwirt Peter Junker aus Mettmenstetten beschreibt die Heuernte rückblickend als ein dauerndes «Achtung, fertig, los!», sobald die Sonne schien. Kirschen platzten wegen der vielen Feuchtigkeit auf oder verfaulten. Immerhin: Bei Zwetschgen, Äpfeln und Birnen gibt es Grund zur Zuversicht. «Diesen Frühling hatten wir keine Probleme mit Frost, und Zwetschgen sowie Kernobst sind weniger anfällig», weiss Landwirt Daniel Rüttimann. (red)
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schöne Ferienbilder haben «Anzeiger»Leserinnen und -Leser eingesendet. Seite 8
«Ich kam mit 21 Jahren als Flüchtling alleine in die Schweiz.» Yasar Atilgan, Gastwirt.
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(Bild Brigitte Reemts Flum)
Neuer Kapo-Chef fürs Amt Die Regionalpolizei der Kantonspolizei Zürich besteht aus fünf Abteilungen. Sie stellt als Frontpolizei die Grundversorgung im ganzen Kantonsgebiet sicher und wird seit 2019 von Werner Schmid geleitet. Die Regionalabteilung Limmattal/Albis hat nun seit zwei Monaten einen neuen Chef: Es ist der 55-jährige Alois Züger, der damit neben dem Säuliamt auch für die Bezirke Dietikon und Horgen zuständig ist. Züger kam im Jahr 1993 zur Kantonspolizei und absolvierte die klassische Grundlaufbahn. So fungierte er unter anderem als Sachbearbeiter bei zwei Abteilungsleitenden, als Kreischef in Schlieren und Dienstchef der zentralen Datenverarbeitung. Auch die Umzugsplanung beim neuen Polizei- und Justizzentrum gehört dazu. 2022 wurde er zum Chef des kriminalpolizeilichen Datenmanagements ernannt, einer Supportabteilung innerhalb der Kriminalpolizei. Mit seiner Ernennung zum Chef der Regionalabteilung Limmattal/ Albis löste Alois Züger Jann Leutenegger ab, der zum Chef der Kriminalpolizei ernannt wurde und in früheren Jahren als Bezirkschef in Affoltern tätig gewesen ist. Im Gespräch mit dem «Anzeiger» spricht Alois Züger über seinen Führungsstil, aber auch über die Herausforderungen im Bereich der Kriminalität und wie man sie in den Griff bekommen will. (red)
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