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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 51 I 169. Jahrgang I Dienstag, 30. Juni 2015

Weichen gestellt

Ämtler Stadtingenieur

Entscheide einer Klausurtagung des Gemeinderates Knonau. > Seite 3

Vilmar Krähenbühl aus Hedingen ist Direktor des stadtzürcherischen Tiefbauamts. > Seite 3

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Wärme aus Holz Heizverbund Kloster Kappel GmbH verfeuert jährlich 1450 Kubikmeter Holzschnitzel. > Seite 5

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Check fürs Kispi Lions-Club spendet 10 000 Franken aus Samichlaussack-Aktion ans Reha-Zentrum. > Seite 7

Neue Perspektiven für den Bezirksgewerbeverband Die Generalversammlung wählte FDP-Kantonsrat Olivier Hofmann zum Präsidenten Nachdem das Präsidium seit längerer Zeit jährlich wechselte und zuletzt interimistisch besetzt war, hat nun der Bezirksgewerbeverband einen «richtigen» Präsidenten: Die Generalversammlung wählte in Hausen FDP-Kantonsrat Olivier Hofmann. Er wird nun die vor Jahresfrist beschlossene Neuausrichtung umsetzen müssen. ................................................... von werner schneiter Immer wieder stand in den vergangenen Jahren die Frage einer Existenzberechtigung des 160-jährigen Bezirksgewerbeverbandes (BGV) im Raum – jene Dachorganisation der sieben Ortsgewerbevereine, die in den 80er- und 90er-Jahren jeweils die Bezirksgewerbeschau organisiert hatte. Diese fand letztmals 1999 statt. An der BGV-Generalversammlung vor einem Jahr gab der Ottenbacher Präsident Remo Marchioni denn auch zu bedenken, dass nicht regionalpolitische, sondern ortspolitische Themen im Vordergrund stehen, die in den Wirkungskreis der örtlichen Gewerbevereine fallen. Die Generalversammlung stimmte damals einer Neuausrichtung des BGV nur knapp zu. Inzwischen ist der Ottenbacher Gewerbeverein gleichwohl auch

aus der Bezirksorganisation ausgetreten. Marchioni schloss an der GV vom letzten Freitag eine Rückkehr in den «Schoss» des Bezirksgewerbeverbandes nicht aus – dann nämlich, wenn ein griffiges Konzept erkennbar sei, wie er betonte. – Die Chancen dazu stehen nicht schlecht, weil mit der einstimmigen Wahl von FDP-Kantonsrat Olivier Hofmann die immer wieder gestellte Forderung nach einer politischeren Ausrichtung erfüllt werden kann, neue Perspektivem entstehen. Der 53-jährige promovierte Ökonom aus Hausen, der als selbstständiger Unternehmensberater tätig ist, löst Thomas Frick ab, Architekt aus Hausen. Dieser versah das Amt während eines halben Jahres interimistisch, nachdem Marcel R. Streiff vom Gemeindepräsidentenverband zum Ämtler Standortförderer gewählt worden war und deshalb seine Doppelfunktion als Präsident und Geschäftsführer des BGV aufgibt.

Statuten als Richtschnur des Handelns Für Olivier Hofmann bilden auch im Säuliamt die rund 3000 Firmen, fast allesamt KMU, das Rückgrat der Wirtschaft. Er wolle als Präsident einen Beitrag für noch bessere Rahmenbedingungen schaffen. Bei seiner Arbeit wolle er nicht einfach losrennen, sondern nach dem Motto «luege, lose, lau-

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Aussergewöhnlich Angela Bozzola aus Obfelden dirigiert seit 30 Jahren in Knonau. > Seite 9

Bibliotheks-Jubiläum «Sitzen auf Sätzen» und «Über die Bücher gehen» – das durften die Besucher der Jubiläumsfeier 40 Jahre Bibliothek Hausen vergangenen Samstag physisch erleben. Möglich machten es ein «Thron» aus Büchern sowie ein Teppich aus Buchumschlägen. Spannend, wie aus dem ursprünglichen «Leseverein zur Belehrung» ein Raum voller Atmosphäre entstanden ist, der zwar nach wie vor Wissen vermittelt, daneben aber sowohl Treffpunkt als auch Rückzugsort ist. (tst.)

................................................... > Bericht auf Seite 6

Der Sozialdienst des Bezirks seit Jahren mit stabilen Kosten

Abschied und Neubeginn, von links: Thomas Frick, während eines halben Jahres Interimspräsident, der neue Präsident Olivier Hofmann und Marcel R. Streiff, abtretender Geschäftsstellenleiter, jetzt Standortförderer. (Bild Werner Schneiter) fe» agieren – und das selbstverständlich nicht als Einzelgänger, sondern im Team. Die Vergangenheit und Leidensgeschichte des BGV interessiere ihn nicht. Der Blick nach vorne sei wichtig. Seine Arbeit folge nach den Vorgaben der Statuten und fusse auf drei Themen: Politik, Öffentlichkeitsarbeit und Mitglieder. Kernthema bleibe die weitere Verbesserung von Rahmenbedingungen für das Gewerbe. «Wir müssen dafür sorgen, dass der

Bezirksgewerbeverband besser wahrgenommen wird und mehr Gewicht erhält», sagte Hofmann, der bereit ist, das Präsidium gleich für mehrere Jahre wahrzunehmen. «Er ist ein Glücksfall für uns», sagte Thomas Frick nach einstimmig erfolgter Wahl für eine zweijährige Amtszeit. Bis Ende Jahr wird Marcel Streiff die Geschäftsstelle noch führen. Präsident und Vorstand haben die Aufgabe, nach einer Lösung zu suchen.

Die von den Gemeindedelegierten einstimmig genehmigte Jahresrechnung 2014 des Zweckverbands Sozialdienst schliesst um 11 Prozent besser ab als budgetiert. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass die Kosten im Zweckverband seit Jahren stabil sind. Werner Michel, der im Vorstand für das Finanzwesen zuständig ist, attestierte den Finanzverantwortlichen des Sozialdienstes hohes Kostenbewusstsein und eine gute Budget- und Ausgabendisziplin.

................................................... > Bericht auf Seite 7 anzeigen

1. Boulder-Weltcupsieg Vier Jahre Gefängnis für Petra Klingler für Berufseinbrecher Triumph der Bonstetterin in China

In Affoltern wegen 16 Einbrüchen verurteilt

Eine Athletin aus Bonstetten an der Weltspitze der Sportkletterer: Petra Klingler (Bild) konnte in China ihren bisher grössten Erfolg feiern. Im chinesischen Haiyang gewann sie den ersten Boulder-Weltcup in ihrer Karriere! Ein herausragender Erfolg nicht nur für die junge Athletin, sondern auch für den Schweizer Klettersport: Sie ist die erste Schweizer Athletin seit 2003, die es auf das Podest in einem Weltcup schaffte! Bereits zweimal hatte die 23-jährige Bonstetterin in dieser Saison das Finale an den Weltcups nur knapp verpasst. Am letzten Wochenende in Chongqing landete sie auf Rang 10, in Vail vor drei Wochen sogar auf dem hervorragenden, aber undankbaren 7. Platz. Am vierten von fünf Boulderweltcups in dieser Saison gelang Petra nun der langersehnte Durchbruch. Vor der Japanerin Akiyo Noguchi und der Britin Shauna Coxsey konnte sie sich ganz an die Spitze bouldern und

Ein geständiger Beschuldigter hatte zwischen März 2006 und November 2012 16 Einbruchdiebstähle verübt. Das Bezirksgericht Affoltern verurteilte ihn wegen Einbruchdiebstahls, betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und mehrfacher Widerhandlung gegen das Ausländergesetz. ................................................... von salomon schneider

zeigte im Finale mit drei von vier Tops im ersten Versuch eine Spitzenleistung. Das Finale des Boulderweltcups 2015 findet am 14./15. August in München statt. In der Gesamtwertung steht Petra Klingler aktuell auf Rang 4 – eine hervorragende Ausgangslage.

Der Beschuldigte hatte mit einem Komplizen über mehrere Jahre immer wieder Einbruchdiebstähle durchgeführt. Sie erbeuteten dabei Bargeld und leicht zu verkaufende Gegenstände im Wert von über 200 000 Franken und verursachten Sachschäden von rund 40 000 Franken. Aufgrund der Regelmässigkeit der Einbrüche und des Wertes der erbeuteten Gegenstän-

de bezichtigte die Staatsanwaltschaft Limmattal-Albis den Beschuldigten des gewerbs- und bandenmässigen Einbrechens. Bei den Einbrüchen hatte der Beschuldigte zudem eine EC-Karte mit Code erbeutet, die er nutzte, um 5000 Franken abzuheben. Dafür wurde ihm betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage vorgeworfen. Da er vor der Verübung der Einbrüche insgesamt acht Mal ohne Aufenthaltsgenehmigung in die Schweiz eingereist war, wurde er zudem der mehrfachen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz beschuldigt. Das Bezirksgericht Affoltern sprach den Angeklagten in allen Belangen schuldig und verurteilte ihn zu vier Jahren Gefängnis als Zusatzstrafe zu einer früheren Verurteilung von 180 Tagen. Das Bezirksgericht blieb damit ein halbes Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft und ein halbes Jahr über dem Antrag der Verteidigung. Weitere Berichte Seite 5

200 27 9 771661 391004


Bestattungen Affoltern am Albis Am 25. Juni 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben

ABSCHIED Nach längeren, tapfer ertragenen Altersbeschwerden ist unsere Mutter, unser Grosi und Urgrosi, unsere Schwägerin und Tante

Hedwig Baumann-Lattmann geb. 3. Oktober 1934, von Stallikon ZH und Gossau ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Büelstrasse 5. Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 3. Juli 2015, 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Stallikon statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Frieda Grau-Gut 8. März 1923 – 24. Juni 2015

wunschgemäss in ihrem geliebten Daheim eingeschlafen. Du hast uns Zeit gegeben, uns von dir zu verabschieden, Tag für Tag ein wenig mehr. Dafür und für alles, was du uns in deinem Leben geschenkt hast, sind wir sehr dankbar. In stillem Gedenken: Edith Jud-Grau Evelyne Jud Roger Jud Ruedi Grau-De Vreede Sabrina und Reto Bader-Grau mit Alex, Rico und Zoe Kilian und Pia Burger mit Lili Verwandte und Freunde

Mettenstetten Am Freitag, 3. Juli 2015, um 13.30 Uhr findet auf dem Friedhof und anschliessend um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche, die Beisetzung und Abdankung für

Frieda Grau-Gut Grossholzerstrasse 6 statt. Der Friedhofvorsteher

Urnenbeisetzung am Freitag, 3. Juli 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten. Anschliessend Abdankung um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche. Statt Blumen gedenke man der Spitex Knonaueramt, Postkonto 87-267156-1, IBAN CH7809 0000 0087 2671 561, mit Vermerk «Entlastungsdienst / Frieda Grau-Gut» oder «Spitex Mettmenstetten / Frieda Grau-Gut». Herzlichen Dank!

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt geht nicht verloren

Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Betreibungsamtes bleiben am Freitag, 3. Juli 2015, wegen Personalreise geschlossen. Die Meldung eines Todesfalls nimmt stellvertretend das Bestattungamt Stallikon, Telefon 044 701 92 00 entgegen. Ihre Gemeindeverwaltung

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Traueradresse: Edith Jud-Grau, Grossholzerstrasse 21, 8932 Mettmenstetten

HERZLICHEN DANK allen Verwandten, Freunden, Nachbarn, Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern für die Freundschaft und Wertschätzung, die

Hugo Wehrli während seinem Leben und beim Abschiednehmen erfahren durfte. Die vielen liebevollen Karten, Briefe, tröstenden Worte, herzlichen Umarmungen, wunderschönen Blumen und Kränze, grosszügigen Spenden, haben uns zutiefst berührt. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Hauser für die persönlich zutreffenden Abschiedsworte. Mit grossem Einfühlungsvermögen vermochte er das Leben von Hugo in Erinnerung zu rufen, es gab uns Trost und Zuversicht, den Blick nach vorn zu richten. Frau Anette Bodenhöfer danken wir für die berührende musikalische Umrahmung an der Orgel und am Klavier. Danke Herrn Bargetzi für die persönliche Rede der KWZ AG. Von Herzen danken wir für die sofortige Hilfe und Reanimation am Unfallort. Grossen Dank dem Ärzteteam Triemli für die fürsorgliche Betreuung. Im Juni 2015

Die Trauerfamilie

Du bisch bi eus gsi, wo mer cho sind und mir sind bi Dir gsi, wo Du gange bisch

TO D E S A N Z E I G E Wir nehmen Abschied von

Hedy Baumann-Lattmann 3. Oktober 1934 – 25. Juni 2015

Nach einem erfüllten Leben ist unser liebes Mami, Omi und Ur-Omi friedlich im Beisein der Familie eingeschlafen. Wir sind dankbar, dass wir mit Dir zusammen sein durften und unsere Gedanken sind bei Dir. In Liebe Eveline und Jakob mit Christian, Ramon und Gabor Köbi und Bernadette mit Jenny Maja und Christian mit Cederic, Lenny und Etienne Werni und Birgit Liliane und Roger mit Dina Willy Die Trauerfeier findet am Freitag, 3. Juli 2015 um 14.00 Uhr in der Kirche Stallikon statt. Die Urnenbeisetzung in Affoltern am Albis wird zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis stattfinden. Es werden keine Leidzirkulare versendet. Traueradresse: Eveline Baumgartner, Massholderenstrasse 19, 8143 Stallikon

Vieli wunderschöni Erinnerigä blibäd a di Zit, wo mir händ därfä mit dir erläbä. Als dritts Grossmami, Fründin und als engschti Nachbarin bisch du ä grossi Bericherig für eus gsi.

Hedi Jetzt häsch därfä in Liebi ga. Bi eus drü L’s blibsch unvergässlich im Herzä - bis au mir eus wieder gsend. Mir nämäd Abschied. Dinärä grossä Familiä wünschäd mir viel Kraft. Liliane, Lynn und Léa Winzenried


Bezirk Affoltern

Dienstag, 30. Juni 2015

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Grundlegende Entscheidungen gefällt und Weichen gestellt! Ergebnisse einer Klausurtagung des Gemeinderates Knonau Die Traktandenliste der diesjährigen Klausurtagung des Gemeinderates war nahrhaft. Viele wichtige Projekte wurden beraten und die Weichen dafür gestellt. Für die Einführung der Tempo-30-Zone im Bereich «Süd» hat sich der Gemeinderat das sportliche Ziel gesteckt, diese bis Ende 2015 eingeführt zu haben. Für die Umgestaltung eines Teilbereichs der Chamstrasse im Zusammenhang mit der Sanierung der Werkleitungen wurden 2 Mio. Franken im Finanzplan für die Jahre 2017 und 2018 eingestellt. Bei den Liegenschaften hat die energetische Sanierung der alten Gebäudeteile des Primarschulhauses Aeschrain höchste Priorität. Mit den Sanierungsarbeiten soll auch der bestehende Mehrzweckraum und die Turnhalle den heutigen Ansprüchen baulich angepasst werden. Hierfür wurden ebenfalls 2 Mio. Franken in den Finanzplan eingestellt (Jahr 2017). Für das Jahr 2016 ist zudem die Sanierung des Bahnhofweges vorgesehen (180 000 Franken). Im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines Gestaltungskonzepts «Dorfkern» wurden diverse Fragen diskutiert, und man konnte sich in sämtlichen Punkten einigen. Das Konzept wird nun durch das Ingenieurbüro gpw, Affoltern, fertiggestellt, so dass dieses durch die Arbeitsgruppe und später durch den Gemeinderat verabschiedet werden kann. Weiter wurden folgende Entscheidungen getroffen: – Energiestadt-Label: Bereits im Jahr 2012 wurde eine erste Bestandesaufnahme im Zusammenhang mit dem Energiestadt-Label durchgeführt.

Vilmar Krähenbühl. (Bild zvg.)

Der neue Zürcher Stadtingenieur – ein Hedinger Vilmar Krähenbühl ist Direktor des Tiefbauamts.

Die Sanierung der alten Gebäudeteile des Primarschulhauses Aeschrain hat höchste Priorität. (Bild Werner Schneiter) Dannzumal fehlten ganz wenige Punkte für die Zertifizierung. In der Zwischenzeit wurden diverse energiewirksame Massnahmen getroffen. Die Firma Planar AG, Zürich, wurde nun

damit beauftragt, eine erneute Bestandesaufnahme durchzuführen mit dem Ziel, dass die Gemeinde Knonau im Jahr 2016 das Energiestadt-Label zugesprochen erhält.

– Der Gemeinderat wird unter Beizug einer Beratungsfirma und unter Mitarbeit des Gemeindeschreibers ein Leitbild (Festsetzung von politischen Schwerpunkten) erarbeiten. (M.E.)

Zwölf Jahre war er Stellvertreter des Stadtingenieurs. Per 1. Juni trat Vilmar Krähenbühl nun die Nachfolge von François Aellen an, der als Direktor zum Umwelt- und Gesundheitsschutz wechselt. Krähenbühl, der in Hedingen wohnt und sich dort auch in der Rechnungsprüfungskommission engagiert, ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. 1987 trat er als Projektleiter beim Tiefbauamt ein. 1997 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung, seit 1999 leitet er den Bereich «Projektierung und Realisierung». Aufgrund seiner ausgezeichneten Leistungen wurde Krähenbühl 2003 zum stellvertretenden Stadtingenieur befördert. «Mit Vilmar Krähenbühl steht ein bestens ausgewiesener Fachmann mit reicher Erfahrung zur Verfügung», so Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger. Aufgrund seines Werdegangs kennt Vilmar Krähenbühl die Aufgabengebiete des Tiefbauamts, und er ist mit den Mitarbeitenden der städtischen und kantonalen Amtsstellen vernetzt, mit denen das städtische Tiefbauamt zusammenarbeitet. (pd.)

Sperrung der Jonenbachstrasse

Personelle Änderungen in den Tagesstrukturen

Bauarbeiten in Rifferswil ab 4./5. Juli

Aus der Primarschule Hausen am Albis

Zugunsten einer sicheren und leistungsfähigen Infrastruktur erneuert das kantonale Tiefbauamt seit März 2015 an der Jonenbachstrasse im Abschnitt Albisstrasse bis Engelgasse den Fahrbahnbelag, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen. Zudem werden die Lage der beiden Bushaltestellen optimiert und die Haltestellen behindertengerecht ausgebaut.

Seit März 2015 arbeitet Andrea Grob aus Bonstetten in den stetig wachsenden Tagesstrukturen als Betreuerin und Köchin. Die zirka 120 Mahlzeiten in der Woche bereiten wir wie bis anhin täglich frisch zu. Auf Claudia Walser, als kompetente, flexible und fröhliche Betreuerin

Nun stehen noch die abschliessenden Belagsarbeiten bevor, für die aus

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280

Gründen der Einbauqualität, der Effizienz und der Arbeitssicherheit die Jonenbachstrasse im betroffenen Abschnitt für den Verkehr gesperrt werden muss. Die Vollsperrung beginnt am Samstag, 4. Juli, 5 Uhr, und dauert bis Sonntag, 5. Juli, zirka 5 Uhr. Diese Arbeiten erfordern trockenes Wetter. Sollten die Witterungsverhältnisse den Einbau des Belags nicht zulassen, so werden die Arbeiten auf den nächsten regenfreien Wochenendtag verschoben. Für Fussgänger ist der Zugang zu den Liegenschaften jederzeit gewährleistet. Anwohnende, die während der Vollsperrung auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, wird empfohlen, dieses ausserhalb des Baustellenbereichs zu parkieren. Für den Durchgangsverkehr ist eine Umleitung über Ober-Rifferswil (Verzweigung Hauserstrasse, Dorfplatz, Mettmenstetterstrasse) sowie die Mettmenstetter- und Albisstrasse signalisiert. Auch der öffentliche Verkehr ist von der Strassensperrung betroffen. Die Postauto-Linien 223, 225 und N24 werden über die Mettmenstettenstrasse – Albisstrasse umgeleitet. Die Haltestelle «Unterrrifferswil» wird durch eine Ersatzhaltestelle an der Kreuzung Albisstrasse/Jonentalstrasse/Jonenbachstrasse ersetzt. Zu beachten sind auch die Fahrgastinformationen in den Bussen und an den Haltestellen.

kann die Schule schon mehr als drei Jahre zählen. Urs Lehner begleitet die Kinder im Rahmen von Generationen im Klassenzimmer.

Noch freie Plätze Die Tagesstrukturen sind sehr gut be-

Eine Übersicht aller kantonalen Strassenbaustellen unter: www.tba.zh.ch/baustellen

Urs Lehner, Margrit Martin, Claudia Walser, Andrea Grob, von links. (Bild zvg.)

sucht. Am Freitag hat es noch freie Plätze. Für weitere Informationen steht die Schule gerne zur Verfügung, Telefon 079 217 97 08. Oder man besuche die Homepage: www.primarhausen.ch. Margrit Martin, Leiterin Tagesstrukturen


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 30. Juni 2015

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Im Klosterareal wird mit Holz geheizt Tag der offenen Tür des Heizverbundes Kloster Kappel GmbH

Der Bunker fasst 150 Kubikmeter Holzschnitzel. Wird Buchen- und Eichenholz geliefert, so wiegt der Kipper 38 Tonnen.

Anlagewart Ernst Galliker am Computer für die Steuerung, beobachtet von Holzverbund-Geschäftsführer Gerhard Gysel, Kappelerpflege-Präsident Andreas Müller und vom Kappeler Gemeinderat Hans Arnold (v.l.). (Bilder Werner Schneiter)

Netto können im Klosterareal in Kappel jährlich mehr als 80 000 Liter Heizöl eingespart werden – dank einer Heizanlage für neun Gebäude, die mit Holzschnitzeln aus dem Oberamt und Biogas aus dem benachbarten Landwirtschaftsbetrieb befeuert wird.

Holzschnitzeln gespeiste Feuerung die Hauptwärme-Erzeugerin, derweil der Biogaskessel des Landwirtschaftsbetriebes 10 bis 15 Prozent Wärme beisteuert. Dass sind rund 40 000 Kubikmeter. Für die Spitzenlastabdeckung sowie die Notheizung funktioniert eine Ölfeuerung. Der Ölverbrauch von jährlich 18 000 Litern ist natürlich wesentlich geringer als zuvor; netto können pro Jahr rund 80 000 Liter eingespart werden. Zu den Kernstücken der Anlage gehören auch zwei imposante Wärmespeicher mit je 12,5 Kubikmeter Inhalt; diese sowie die gesamte An-

................................................... von werner schneiter Gut eineinhalb Jahre nach Inbetriebnahme präsentierte die Heizverbund

Kloster Kappel GmbH die Anlage am Samstag im Rahmen eines Tags der offenen Tür. Die Holzschnitzel-Heizanlage ist ein gemeinsames Werk der Landeskirche, der Politischen Gemeinde Kappel, der Kirchgemeinde Kappel und des Vereins Kloster Kappel. Rund 1,6 Mio. Franken wurden insgesamt investiert, wobei die Klimastiftung sowie das kantonale Amt für Wasser, Energie und Luft (Awel) zusammen rund 10 Prozent der Investitionskosten tragen. Mit einer Leistung von 550 KW ist die jährlich mit 1450 Kubikmetern

lage werden durch ein ausgeklügeltes System gesteuert, damit sie ruhig und konstant läuft. «Ohne einen computergesteuerten Leitrechner könnte die Anlage nicht wirtschaftlich betrieben werden», sagt Gerhard Gysel, Geschäftsführer der Heizverbund GmbH, gleichzeitig darauf hinweisend, dass der Verbund nicht gewinnorientiert arbeite.

Elektrofilter ist Pflicht Die Holzschnitzel stammen aus den Wäldern des Oberamtes. Das Holz

wird von Karl Burkard gehäckselt. Ist das Buchen- und/oder Eichenholz, dann ist der volle Kipper 38 Tonnen schwer. Der Bunker fasst nach den Worten von Anlagewart Ernst Galliker 150 Kubikmeter Holzschnitzel, die beim Verbrennen zu Feinstaub werden. Dieser wird mit einem Elektrofilter eliminiert – ein umweltschonender Vorgang, der bei dieser Anlagengrösse gesetzlich vorgeschrieben ist. «Ich staune immer wieder, wie viel Staub da produziert wird», sagt Gerhard Gysel. Alle zwei Jahre erfolgen Luftqualitätsmessungen.

10 000 Ecstasy-Pillen für über 100 000 Franken verkauft

Wegen mehrfachen Diebstahls verurteilt

13 Monate bedingt für dealenden Koch aus dem Bezirk Affoltern

Junger Erwachsender schuldig

Laut Anklage hat ein junger Koch aus dem Säuliamt nicht nur Ecstasy-Tabletten für über 100 000 Franken verkauft, sondern auch einen albanischen Heroinhändler einen Monat lang illegal in seiner Wohnung beherbergt. Das Gericht sah nur die Drogendelikte als erwiesen an.

Mit einem Komplizen ist ein junger Mann im Frühling 2014 in zwei Gastrolokale in Affoltern eingestiegen. Das Bezirksgericht Affoltern hat den geständigen Mann nun zu acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

................................................... von attila szenogrady

Es war am 3. Februar 2014, als in seiner Wohngemeinde die Handschellen klickten. Die Polizei nahm nicht nur einen heute 24-jährigen Schweizer Koch fest, sondern führte auch einen illegal eingereisten albanischen Heroinhändler ab. Der Ausländer lebte bereits seit einem Monat bei seinem Schweizer Gastgeber und hatte ihm dafür im Voraus 1000 Franken bezahlt. Die Drogenfahnder stellten in der Wohnung nicht nur Heroin, sondern auch Ecstasy-Tabletten sowie Marihuana sicher. Der Koch verbrachte danach 120 Tage in Untersuchungshaft und gab

dabei einen schwunghaften Handel mit Ecstasy-Pillen zu. So hatte er zwischen April 2013 bis zu seiner Festnahme vom Wohnort aus rund 10 000 Tabletten an diverse Abnehmer verkauft. Zu einem Stückpreis zwischen acht Franken und 20 Franken. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl rechnete einen beachtlichen Umsatz von über 100 000 auf. Einen Teil der Drogen setzte der Beschuldigte auch in Zürich und im Borderlineclub in Basel ab. Am Donnerstag zeigte sich der Beschuldigte bei den Drogendelikten im Wesentlichen geständig und gab finanzielle Gründe als Tatmotiv an. Auch heute verdiene er als temporär eingesetzter Koch lediglich zwischen 1000 Franken und 2500 Franken im Monat, gab er an.

Albaner beherbergt Die Staatsanwaltschaft lastete ihm zusätzlich die Förderung des rechtswidrigen Aufenthaltes an und verlangte eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten. So hatte der Beschuldigte in einem Club einen Albaner kennengelernt und diesen vier Wochen lang in seiner Wohnung beherbergt. Er ha-

be nicht gewusst, dass sich der Mann illegal in der Schweiz aufgehalten und ein Drogendealer gewesen sei, sagte er vor den Schranken aus. Der Verteidiger verlangte deshalb Teilfreisprüche und setzte sich für eine erheblich mildere Sanktion in Form einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 20 Franken ein. So habe sein Klient nicht gewusst, dass sein Gast rechtswidrig in der Schweiz gelebt habe, plädierte er.

13 Monate bedingt Das Gericht kam zum Schluss bei den Drogendelikten zu klaren Schuldsprüchen und verwies auf die früheren Geständnisse des Ecstasy-Dealers. Beim Verstoss gegen das Ausländergesetz sprachen die Richter den Koch mangels Vorsatz jedoch frei. Wobei Fahrlässigkeit für einen Schuldspruch nicht ausreiche. Das Gericht hielt dem Koch eine gewisse Reue, aber auch eine schwierige Jugend zugute. Deshalb setzte es zum Schluss im Gegensatz zu beiden Parteianträgen eine bedingte Freiheitsstrafe von 13 Monaten fest. Bei einer Probezeit von zwei Jahren.

................................................... von salomon schneider Die Staatsanwaltschaft beschuldigte den jungen Erwachsenen des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs und der mehrfachen Zuwiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, sich am 23. März 2014 mit einem Komplizen gewaltsam Zutritt zum Lokal und dem danebenliegenden Nightclub verschafft und Bargeld und Wertgegenstände entwendet zu haben. Der Beschuldigte beging die neuerlichen Delikte während der Probezeit nach bedingter Entlassung aus dem Strafvollzug. Da sich der Beschuldigte mit einem vorzeitigen Strafantritt und Massnahmenvollzug einverstanden er-

klärt hatte, hatte er bereits vor dem Urteil des Bezirksgerichts Affoltern einen Teil der Haftstrafe verbüsst.

Ins offene Massnahmezentrum Das Bezirksgericht Affoltern sprach den Beschuldigten in allen Punkten schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten und ordnete gleichzeitig seine Einweisung in ein offenes Massnahmezentrum für junge Erwachsene ein, das für seine tiefe Rückfallquote bekannt ist.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 30. Juni 2015

Es begann mit einem Bretter-Verschlag 40 Jahre Bibliothek Hausen: An der Jubiläumsfeier haben Protagonisten über die Erfolgsgeschichte berichtet Bibliotheksleiterin Susanne Fischli und ihr Team haben am Samstag dazu eingeladen, das 40-Jahre-Jubiläum der Bibliothek Hausen im einstigen Gemeindesaal zu feiern. Es lockte eine spannende Zeitreise. ................................................... von thomas stöckli Von der Bücherausgabe jeweils nach der Kirche im Dachgeschoss des Sek.Schulhauses bis zur modern ausgestatteten Bibliothek hat sich einiges getan. Und genau diese Entwicklung stand bei der Jubiläumsfeier 40 Jahre Bibliothek im einstigen Gemeindesaal Hausen. Eingeladen waren deshalb auch neun Ehrengäste, welche diese Entwicklung geprägt haben. Sie liessen die Zuhörer an ihren Erlebnissen teilhaben. Allen voran Elsbeth Rüegg. Sie war nicht nur ein Vierteljahrhundert für die Bibliothek tätig, sondern hat ihr auch einen finanziellen Grundstock gestiftet. Ganz genau erinnert sie sich, wie mit der Einführung des Frauenstimmrechts der Gemeindesaal zu klein wurde, und ein neuer Verwendungszweck gesucht wurde. So brachte sie eine Idee aus ihrer Zeit in Amerika ein: eine Bibliothek mit Bücherregalen frei im Raum statt an den Wänden. Vorerst bekam die Bibliothek allerdings nur einen kleinen Bretterverschlag in einer Ecke des Saals. Es sollte noch weitere vier Jahre gehen, bis die Gemeindeversammlung den 35 000Franken-Kredit für den Umbau des Saals zur Bibliothek sprach. Hans Schwendener berichtet von den Ausstellungen des Ortsmuseums – grosse Teile stammten aus der privaten Sammlung des damaligen Feuerschauers.

Bibliotheksleiterin Susanne Fischli (ganz rechts) und die Ehrengäste, welche die Bibliothek Hausen mitgeprägt haben. Von links: Lorenz Curt, Hans Schwendener, Kathrin Elmiger, Heide Dihr, Elsbeth Rüegg, Therese Keel, Priska Rösch, Edith Kohler und Georges Köpfli. (Bilder Thomas Stöckli)

Begrüssungsworte von Gemeindepräsident Stefan Gyseler.

Vorbei am Literatur-Thron, müssen die Besucher «über die Bücher gehen».

Drei oder fünf Franken Stundenlohn «Die Ansicht war: ‹Ihr habt ein tolles Hobby›», erinnert sich Kathrin Elmiger, wie zu ihrer Anfangszeit als Bibliothekarin der Stundenlohn von drei oder fünf Franken gerechtfertigt wurde. Therese Keel erzählt, wie das Bibliotheksteam jeweils zum jährlichen «Grosseinkauf» in die Buchhandlung Scheidegger fuhr, wo sich jeder einen Stapel Bücher herauspickte und man sich dann im Hinterzimmer auf rund drei Bananenschachteln voll einigte. Als die Gemeindeverwaltung 1996 neue PCs anschaffte, wollte Heide Dihr die alten für die Bibliothek übernehmen, was ihr erst nach langem Ringen erlaubt wurde. Zweieinhalb Jahre dauerte es, bis der ganze Be-

Bibliothekarinnen: Silvia Scheiwiller, Lourdes Kreidler und Katrin Tandler.

Die Schwestern Mena (links) und Hanna Taverna haben für die Musik gesorgt.

stand aufgenommen war. So hatten die bisherigen Karteikästchen 1999 ausgedient. Edith Kohler trieb die Entwicklung hin zu DVDs und CDs voran. «Wenn die Jungen kommen, dann nehmen sie vielleicht auch mal ein Buch mit», so ihre Überlegung, die sich dann auch bestätigt hat. «Gearbeitet haben immer die Frauen», spielt

Lorenz Curt seinen eigenen Einfluss in der Bibliothekskommission herunter. Priska Rösch schliesslich legt dar, wie die neuen Büchergestelle ausgewählt und die Archivbestände vom Estrich ins ehemalige Gefängnis im Keller gezügelt wurden. Am erstaunlichsten ist, dass die Bibliothek überhaupt ihr Jubiläum an

Beim Apéro bietet sich Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen.

diesem Ort feiern darf. Das Projekt für eine neue Schul- und Gemeindebibliothek im Wiesentäli wurde nämlich angenommen aber nie realisiert, das sei vielleicht auch gut so, meint der damalige Befürworter Georges Köpfli mittlerweile, schliesslich wird die besondere Atmosphäre im früheren Gemeindesaal immer wieder gelobt.

«Lesen erweitert den Horizont und öffnet Türen», verkündete Gemeindepräsident Stefan Gyseler zu Beginn der Festlichkeiten. Das bestätigte sich denn auch in den angeregten Gesprächen beim Apéro. Zusätzlichen Gesprächsstoff lieferte dabei ein BilderWettbewerb, der zum genauen Hinschauen einlud.

Der Schulpsychologische Dienst des Bezirks Affoltern erweitert sein Einzugsgebiet Delegiertenversammlung des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern vom 25. Juni 2015 in Knonau Bei schönstem Sommerwetter versammelten sich die Delegierten des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern am 25. Juni 2015 im Stampfisaal Knonau zur halbjährlichen Versammlung. Auf besonderes Interesse stiess diesmal das Traktandum Erweiterung Pensenpool Schulpsychologischer Dienst. Einstimmig, ohne lange Diskussion, verabschiedeten sie die beantragte Pensenerhöhung. Auch die Abnahme der Jahresrechnung 2014 sowie die Geschäfte der Heilpädagogischen Schule wurden einstimmig gutgeheissen. Im Verlaufe der letzten Jahre hat sich im Bildungswesen vieles verän-

dert, mit weitreichenden Auswirkungen auf die Schulpsychologischen Dienste. Diese werden heutzutage von den Schulbehörden vermehrt auch beratend beigezogen, um die immer umfangreicheren und komplexeren Anforderungen von Seiten des Kantons zum Wohle der Kinder umzusetzen. Dass die vorhandenen Ressourcen längst nicht mehr ausreichend waren, zeigte sich schon in den vergangenen Jahren. Die Zahl der Abklärungen und Beratungsstunden hat bei gleichem Pensenvolumen kontinuierlich zugenommen, im laufenden Schuljahr phasenweise im Vergleich zum zehn-

jährigen Mittel um über 40 %. Mit Übergangslösungen war diese enorme Zunahme nicht mehr zu bewältigen. Mit Beschluss vom 4. März 2015 hat nun der Regierungsrat erstmals verbindliche Zahlen vorgelegt, welche die Pensen der Schulpsychologischen Dienste in Abhängigkeit von den zu betreuenden Schülerinnen und Schülern festlegen. Pro 100 Kinder sollen 0,08 Vollzeiteinheiten Schulpsychologie zur Verfügung stehen. Mit dieser Berechnung liess sich endlich die Unterdotierung des SPD Affoltern in Zahlen ausdrücken. Weiter legt der Regierungsrat die Mindestgrösse der Schul-

psychologischen Dienste fest. Diese sollen mindestens drei Vollzeitstellen Schulpsychologie umfassen. Kleine Dienste haben nun zwei Jahre Zeit, um sich einen Partner zu suchen oder sich an einen grösseren Dienst anzuschliessen. Die Primarschule Aesch bei Birmensdorf hat diesbezüglich schon gehandelt und wird ab Schuljahr 2015/16 alle schulpsychologischen Leistungen des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern beziehen. Die Pensenerhöhung auf 490 % Schulpsychologie und 150 % Sekretariat SPD waren denn auch unbestritten.

Die Jahresrechnung 2014 schliesst mit einem um rund 1,2 % geringeren Aufwand gegenüber dem Voranschlag ab, bei Ausgaben von 5,38 Mio. Franken. Die Erträge liegen mit 2 259 141 Franken gesamthaft nur geringfügig unter dem Budget. Durch Mehrerträge bei Staatsbeiträgen und IV-Leistungen fiel die Belastung für die Verbandsgemeinden geringer aus als geplant. Die Finanzvorständin bedankte sich bei allen für die hohe Ausgabendisziplin. Die Rechnung 2014 wurde ohne Gegenstimme angenommen. (CK)


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Zweckverband Sozialdienst Bezirk: Seit Jahren stabile Kosten Die Delegierten der 14 Ämtler Gemeinden verabschieden die Jahresrechnung 2014 Die Delegierten der 14 Ämtler Gemeinden genehmigten am vergangenen Donnerstagabend in Maschwanden Jahresrechnung und Geschäftsbericht 2014. Alexandra Zürcher ist ab 1. September neue Kesb-Präsidentin. ................................................... von urs e. kneubühl Lediglich über zwei statutarische Geschäfte hatte die Delegiertenversammlung des Zweckverbands Sozialdienst am vergangenen Donnerstagabend im Mehrzwecksaal «Gerbi» in Maschwanden zu befinden. Im Anschluss daran gab es Informationen zum Projekt «Konsens 2016» und zum Voranschlag für das nächste Jahr, zudem stellte sich die neue Präsidentin der Kindesund Erwachsenenschutzbehörde Kesb, Alexandra Zürcher, vor. Seitens der diesmaligen «DV-Herbergsgemeinde» Maschwanden überbrachte deren Vizepräsident Christian Gabathuler die Willkommensgrüsse. «Wir freuen uns, dass der Sozialdienst für die Durchführung seiner Delegiertenversammlung auch die mit 664 Einwohnern kleinste Gemeinde des Bezirks berücksichtigt», sagte Gabathuler, vermerkte allerdings gleichzeitig auch, dass dies «flä-

chenmässig nicht zutrifft, da Wettswil doch noch etwas kleiner ist». Der Maschwander Vizepräsident liess in einem kurzen Abriss die Geschichte des Veranstaltungsortes «Gerbi» sowie der Gemeinde Revue passieren. Einst unter den Herren von Eschenbach war Maschwanden ein äusserst wichtiges Amt, weshalb diese etwas ausserhalb des heutigen Dorfkerns auch entsprechend ein «Städtli» bauten, das allerdings später von den Habsburgern geschleift wurde. Auch von verkauften Kirchenfenstern, dem ergiebigen und die Gemeindefinanzen äufnenden Kiesabbau sowie – in der aktuellen Zeit vom neuen Naturschwimmbad und den Alterswohnungen beim Volg erfuhren die Delegierten. 2017, so schloss Christian Gabathuler seine launige und humorvolle Ansprache, wird mit dem Baubeginn auf der Dorfstrasse eine Tempo-30-Zone eingerichtet.

Kosten seit Jahren stabil Einstimmig genehmigten die Gemeindedelegierten die Jahresrechnung 2014, welche im Ergebnis um 792 230 Franken oder 11 Prozent besser abschliesst, als veranschlagt. Bei einem Aufwand von 10,6 Millionen und einem Ertrag von 4,2 Millionen entfällt dabei in der laufenden Rechnung

ein Aufwandüberschuss von 6,4 Millionen Franken auf die Verbandsgemeinden. Gegenüber der Rechnung 2013, die mit einem fast gleich hohen Aufwandüberschuss abschloss, stieg dieser im Rechnungsjahr 2014 um 0,55 Prozent. Die grösste Differenz zum Voranschlag 2014 bei den Aufgabenbereichen, nämlich -281 029 Franken, gibt es bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb, was sich damit erklärt, dass die Kesb erst seit 1. Januar 2013 operativ ist, weshalb bei der Budgetierung im Jahr 2013 entsprechend noch nicht auf Erfahrungszahlen abgestützt werden konnte. Mit 99 312 Franken mehr liegt zudem bei den Einzelkonten nach Aufgaben eine grössere Differenz beim Konto «Unterhalt Gebäude»; wegen des Abrisses der Liegenschaft Seewadel benötigte der Bereich «Persönliche Hilfe» neue Büroräumlichkeiten, der Einbau der Büros in die neu dazugemieteten Geschäftsräumlichkeiten schlug sich entsprechend nieder. In seinen Ausführungen hielt Werner Michel, im Vorstand für das Ressort Finanzen zuständig, fest, dass die Kosten im Zweckverband Sozialdienst mittlerweile seit Jahren stabil sind. Generell attestiert er den Finanzverantwortlichen des Sozialdienstes ein hohes Kostenbewusstsein und eine

gute Budget- sowie grosse Ausgabendisziplin. Im Anschluss verabschiedete die Delegiertenversammlung auch den Geschäftsbericht 2014 unisono.

Neue Kesb-Präsidentin ab 1. September Margareta Wildhaber, Präsidentin des Zweckbereichs Sozialdienst, informierte im Anschluss an die statutarischen Geschäfte kurz über den Stand des Projektes «Konsens 2016», welches primär zum Ziel hat, dass der Zweckverband die Gemeinden auch in Zukunft in den Bereichen Sozialdienst und Kesb in ihren Bedürfnissen mit entsprechenden Dienstleistungen unterstützen kann. Insbesondere soll damit auch offen gehalten werden, dass der Ende dieses Jahres aus dem Verband austretende Bezirkshauptort zukünftig Leistungsmodule vom Sozialdienst beziehen kann. Das Projekt, welches sich auf eine Umfrage bei den Verbandsgemeinden stützt und unter aktiver Mitarbeit der Gemeindedelegierten erarbeitet wurde, ist nach Erachten des Zweckverbandsvorstandes eine zukunftsgerichtete, betriebswirtschaftlich und politisch tragfähige Lösung. Die entsprechende Statutenrevision ist zurzeit bei den Gemeinden zur Vernehmlassung, entscheiden dar-

über werden schliesslich die Gemeindeversammlungen bis Ende 2015. Damit die revidierten Statuten ab 2016 Gültigkeit haben, braucht es die Zustimmung aller 14 Ämtler Gemeinden. Werner Michel gab anschliessend einige Informationen zum Voranschlag 2016, welcher – wegen des Austritts der Gemeinde Affoltern – für die 13 verbleibenden Vollmitgliedsgemeinden ausgearbeitet wird. Das Grobbudget, in welchem die Mehrkosten im Asylbereich, berücksichtigt werden, wird den Gemeinden im kommenden Monat zugestellt, der definitive Voranschlag, so rechnet der Vorstand, soll bis Ende August definitiv verabschiedet sein. Mit Alexandra Zürcher wird auf 1. September eine neue Präsidentin die Leitung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde übernehmen. Sie hat Jus studiert und besitzt sowohl das Anwaltspatent als auch den Ausweis einer eidgenössischen Sozialversicherungsfachfrau. Nach ihrer Arbeit als selbstständige Anwältin sowie ab 2014 als Behördenmitglied der Kesb Luzern-Land kehrt Alexandra Zürcher, welche aus Sins AG stammt und auch schon in Mettmenstetten wohnhaft war, mit der Übernahme der Präsidentschaft der Kesb Bezirk Affoltern in ihre engere Heimat zurück.

Lions-Club spendet Geld aus Samichlaussack-Aktion 10 000 Franken für das Rehabilitationszentrum des Kinderspitals Zürich in Affoltern Die Situation ist paradox: Die ServiceClubs in der Region haben es aus Datenschutzgründen, und weil die Menschen immer besser abgesichert sind,

laufend schwerer, Empfänger für ihre Spenden zu finden. Aber noch ist die Lage nicht aussichtslos. «Wir können Spenden immer gut gebrauchen», sag-

te Ruth Meierhofer-Luzi, Verwaltungsund Ökonomie-Leiterin des Reha-Zentrums des Kinderspitals in Affoltern, und freute sich sichtlich über den Zu-

stupf. Das wiederum freute die illustre Delegation des Lions-Clubs, die für die Checkübergabe gekommen war. Reto Studer, zusammen mit Ola Schroeder zuständig für die Aktivitäten des Service-Clubs, sagte: «Das Geld stammt aus dem Verkauf von Samichlaussäcken während der letztjährigen Vorweihnachtszeit.» Schulleiter Richard Kissling erklärte den Verwendungszweck: «Wir arbeiten derzeit an einem grafischen Konzept, damit sich die Kinder bei uns besser orientieren können.» Dazu werden die einzelnen Stockwerke einem Tier anstatt einer Nummer zugeordnet; eine Etage Delfin, ein Stockwerk Bär. In einer weiteren Phase werde die Bemalung von Bo-

anzeige

Fröhliche Checkübergabe des Lions-Clubs an das Kispi in Affoltern. Von links der künftige Lions-Präsident Charly Höhn, der amtierende Vorsitzende Markus Sandhofer, Ola Schroeder und Reto Studer (Aktivitäten) sowie die Kispi-Mitarbeiter Dr. Huub van Hedel (Forschung, Therapie), Ruth Meierhofer-Luzi (Leiterin Ökonomie, Verwaltung) und Schulleiter Richard Kissling. (Bild Martin Platter)

den und Wänden mit den passenden Farben vorgenommen: Blau beim Delfin, Braun beim Bären. «Das erleichtert die Orientierung für die Kinder wesentlich», hat Kissling festgestellt.

Stockwerk mit Löwen? Die Frage von Lions-Präsident Markus Sandhofer, ob es denn auch ein Stockwerk mit Löwen geben werde, verneinte Kissling lachend und konterte: «Sollte das Gebäude jedoch dereinst um ein Stockwerk aufgestockt werden, kommen wir auf den Wunsch zurück.» (map.)


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Bereit für Anforderungen der Arbeitswelt Der Abschlussjahrgang an der Sek. Obfelden beweist Talent, Kreativität und Durchhaltewillen Handwerklich, kreativ und sportlich – die Schülerinnen und Schüler der 3. Sek. ObfeldenOttenbach haben am Donnerstag im Zendenfrei ihre Abschlussprojekte präsentiert. ................................................... von thomas stöckli Der Weg von der Idee zum Produkt verläuft selten gradlinig. Diese Erfahrung dürften fast alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an der Sek. Obfelden gemacht haben. Nino Leutert und Noé Büchler etwa haben für ihren Hasenstall-Eigenbau zu lange Schrauben gewählt. Das brachte ihr Projekt zwar kurz ins Stocken, fertig geworden ist es trotzdem. Stolz präsentieren sie ihren zweistöckigen Bau auf Rollen mit Wintergarten und Fenster in Hasenform. Anderen Schülern helfen – das war die Motivation von Gian Z’Graggen. So hat er eine Webseite gestaltet, auf welcher er mit Lehrvideos Schulstoff vermittelt. «Gian’s Education Network – kurz: Gedunet – nennt sich die Plattform, auf welcher der Satz des Pythagoras ebenso anschaulich dargestellt wird wie Bildung des «Present Simple» im Englisch. Die Filme hat der Schüler selbst gedreht, geschnitten, hochgeladen und verlinkt.

Am meisten Aufmerksamkeit zog das gigantische Pool-Billiard von Sandro Meyer und Jonas Micros auf sich. Eingelocht wird beim «Poolball» mit dem Fuss statt mit dem Queue. (Bilder Thomas Stöckli)

Ein artgerechter Hasenstall. Nino Leutert zeigt den Eigenbau, den er gemeinsam mit Noé Büchler realisiert hat.

Jugend im Zweiten Weltkrieg «Wie war das damals, Oma?», hat Annina Battaglia gefragt und Spannendes erfahren über die Jugendzeit ihrer Grossmutter in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs. Andere forschten über Cannabis, Schokolade oder Teddybären, planten einen Küchenumbau, sammelten Spenden für einen guten Zweck oder schrieben ein Buch. Und sogar sportlich wurde den Besuchern mit einem Workout gleich zu Beginn einiges abverlangt.

Grilladen oder Pizza? Das Cheminée von Fabian Flüeler kann beides. Bis zu 150 Stunden haben einige der Schüler in ihre Projekte investiert. Dass sich der Aufwand für sie gelohnt hat, konnte man an den stolzen Ge-

sichtern ablesen, mit denen sie ihre Produkte und den Arbeitsprozess am vergangenen Donnerstagabend im Zendenfrei präsentierten.

Der Bierkisten-Kart von Lukas Bolzli und Christofe Paca bekommt Starthilfe. Verpflegt wurden die Besucher unter anderem mit Würsten und Pizzas – wobei auch die Cheminées und der Ofen dazu Projektarbeiten waren.

Weiter wurden Fruchtgetränke sowie Kaffee und Kuchen verkauft. Der Reinerlös wird für die Abschlussreise am 7. Juli verwendet.

Kreativ und zum Teil sehr aufwändig erarbeitet Projektarbeiten zum Schulabschluss der Sekundarschule Hedingen Die Projektarbeiten welche die Schulabgänger der Sekundarschule Hedingen am Donnerstagabend präsentierten erhielten grosse Aufmerksamkeit. Eltern und Verwandte bestaunten die Konstruktionen und Konzepte der Sekundarschüler.

Mini-Wasserfall, Heuballenpresse und ein 3D-Drucker

................................................... von martin mullis Das Sekundarschulhaus Güpf in Hedingen verwandelte sich am letzten Donnerstagabend in eine Ausstellungshalle für kreatives Schaffen. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Verwandte und Lehrkräfte zirkulierten vom Pausenplatz in die Schulzimmer, aufgeregt die Einen, stolz die Anderen. Alle Beteiligten genossen offensichtlich das grosse Interesse der zahlreichen Besucher in einer überaus erfreulichen und anregenden Atmosphäre. Der Projektunterricht im letzten Schulhalbjahr vor dem Einstieg in das Berufsleben, hat in der Sekundarschule Hedingen bereits Tradition. Roland Graf, eine der drei verantwortlichen Lehrpersonen, welche die Projektarbeiten begleiteten, erklärt, dass Planen, Umsetzen und anschliessend den Ablauf zu reflektieren das vorrangige Ziel dieses Unterrichtes ist. Und die 25 Schülerinnen und Schüler bewiesen, dass sie mit ihrer

Visagistin als Hobby, will jedoch Pflegefachfrau lernen: Antonella Damiano. (Bild Martin Mullis) grossen Fantasie und Kreativität, aber auch mit enormen Anstrengungen dieser Aufgabe absolut gerecht wur-

den. Die Palette der erarbeiteten Projekte reichte vom Musikvideo, über die Restaurierung einer Heuballen-

presse, einem Gartenbrunnen, einem 3D-Drucker bis hin zum Kochbuch mit glutenfreien Rezepten.

So zeigte Jonas Troxler auf dem Schulhausplatz einen von ihm entworfenen und gebauten Metallbrunnen. Der als Gartenzier gedachte kleine Wasserfall fand grosse Beachtung. Als Make-upArtistin, eine Kunst der Maskenbildner und Visagisten, zeigte sich Antonella Damiano und erntete mit ihrer künstlerischen Begabung grosse Aufmerksamkeit und viele staunende Blicke. Ebenfalls bestaunt wurde das Projekt von Dario Stähli: Die bei einem Ungetüm von Traktor stehende ältere Heuballenpresse war von ihm technisch überholt worden und zum besseren Verständnis hat er die einzelnen Werkteile zusätzlich beschriftet. Julian Bersnak wiederum präsentierte neben einem Computer mit riesigem Bildschirm einen eigenhändig zusammengestellten 3D-Drucker, welcher zum Beispiel Handy-Hüllen aus Plastik herstellen kann. Fast nicht zu glauben, dass den Projektverfassern lediglich 150 Franken für ihre Projektumsetzung zur Verfügung standen. Da war unschwer festzustellen, dass bei allen Arbeiten viel Aufwand und noch mehr Herzblut mit im Spiel war. Bemerkenswert auch, dass von den 25 Schulabgängern jeder einzelne bereits eine Lehrstelle oder eine geeignete Anschlusslösung besitzt.


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Angela Bozzola dirigiert seit 30 Jahren in Knonau Es ist eine aussergewöhnliche Leistung, einen Chor über diese lange Zeit zu dirigieren, zu motivieren und zusammenzuhalten. Angela BozzolaDürst begann ihr Engagement vor 30 Jahren, als es noch einen Männerchor und einen Frauen- und Töchterchor Knonau gab. In der Zeit der vielen Umwälzungen dirigiert sie heute den fusionierten Gesangverein Knonau in Verbindung mit dem Ad-hoc-Chor Obfelden. Die gesamte Sängergemeinde gratuliert und dankt Angela Bozzola für diesen aussergewöhnlichen Einsatz für die Förderung und den Erhalt des Gesanges. Wir alle hoffen, dass Angela Bozzola noch viele weitere Projekte, vom Kinderchor bis zum Oratorium, realisieren kann.

Ein Jubiläumskonzert Dieses besondere Dienstjubiläum sollte auch mit einem besonderen Konzert gekrönt werden. Am 26. September 2015, um 17 Uhr, wird in der Kirche Obfelden die «Petite Messe sole-

nelle» von Gioachino Rossini aufgeführt. Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit dem reformierten Kirchenchor Richterswil durchgeführt. So werden rund 80 Sängerinnen und Sänger auftreten, zusammen mit vier Solisten und begleitet von zwei Klavieren und einem Harmonium.

Gesamtprobe in Obfelden Bis vor Kurzem haben die beiden Chöre getrennt geprobt, der Kirchenchor Richterswil unter der Leitung ihres Kantors und Organisten Andreas Zwingli und Knonau-Obfelden mit Angela Bozzola. An der ersten Generalprobe vom Samstag, 27. Juni in Obfelden waren daher alle gespannt auf das Zusammentreffen der Chöre diesseits und jenseits des Zimmerberges. Nur so viel sei verraten: Es klappte wunderbar zusammen! Die Singenden freuen sich daher, wenn ein zahlreiches Publikum Angela Bozzola zu ihrem Dienstjubiläum die Ehre erweist und das Konzert in Obfelden besucht – ein lohnender Anlass! Bruno Grob

Die Jubilarin Angela Bozzola bei der Gesamtprobe in Obfelden. (Bild zvg.)

forum

Bürgerrechte sind nicht verhandelbar! An der Gemeindeversammlung der reformierten Kirche Affoltern am Albis, vom 21. Juni 2015, beantwortete die Kirchenpflege eine Anfrage der beiden Erstunterzeichnenden sowie sieben Mitunterzeichnenden. Die Eingabe erfolgte gemäss Zürcher Kirchenordnung, Art. 160, und Zürcher Gemeindegesetz, Art. 51. Der Wortlaut: «Was gedenkt die Ref. Kirchenpflege, unter Einbezug der Versammlung der Ref. Kirchgemeinde Affoltern, zu unternehmen, damit der rechtmässige Zustand bezüglich der nicht einstimmig verabschiedeten Statuten des Vereins Kappelerhof / Verein Kloster Kappel wieder hergestellt wird?» Die Anfrage erfolgte in Kenntnis, dass die geänderten Statuten des Vereins Kappelerhof in Kraft gesetzt wurden, ohne dass die Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Affoltern die Statuten zur Einsicht, zur Beratung und schon gar nicht zur Verabschiedung erhalten hatte. Anstelle der Gemeinde verabschiedete die Ref. Kir-

chenpflege die geänderten Statuten des Vereins Kappelerhof in eigener Regie, obwohl als Eigentümer der Klosterdomäne Kappel (Kloster- und Ökonomiegebäude, altes Schulhaus, Wohnhäuser und Bauernhof sowie Wald) die 13 Ref. Kirchgemeinden und, als 14. Mitglied, die Zürcher Landeskirche im Grundbuch eingetragen sind. In Sachen Kappelerhof steht der reformierten Kirchenpflege seit fünf Jahren lediglich die Wahl der drei Delegierten in die Kappelerpflege zu. Alle anderen Rechte, insbesondere zum Beispiel die Genehmigung von Statuten, speziell eine Änderung des Zweckartikels des Vereins Kappelerhof, stehen den Mitgliedern, vertreten durch die Kirchgemeindeversammlungen, zu. Diese Bürgerrechte dürfen keinesfalls durch irgendwelche Neu- oder Fehlinterpretationen der Gesetze infrage gestellt oder gar geschmälert werden. Neue Bestimmungen in den Statuten bedürfen zwingend der Ge-

Die EU vor dem Abgrund? nehmigung durch die Kirchgemeindeversammlung. Sie ist uneingeschränkt die Legislative. Die Kirchenpflege ist die Exekutive, welche die Beschlüsse auszuführen und der Kirchgemeindeversammlung Rechenschaft darüber abzugeben hat. Der Kirchenpflege kommen vom Grundsatz der in der Schweiz auf allen Ebenen des Staats (Gemeinde, Kantone, Bund) hoch gehaltenen Gewaltentrennungen (Volk, Regierungen, Gerichte), keine legislativen, gesetzgeberischen Funktionen und Rechte zu. Hält man sich nicht daran, und sind, wie hier, 14 Mitglieder mit Anteilen an der grossen Klosterdomäne Kappel beteiligt, werden später unweigerlich Schwierigkeiten betreffs Zuständigkeiten die Folge sein. Das muss vermieden werden. Jakob U. Blickenstorfer, ehemaliger Vizepräsident der reformierten Kirchenpflege Affoltern; Hans Rudolf Haegi, ehemaliger Präsident der reformierten Kirchenpflege Affoltern

Das Schicksal unseres Spitals liegt in den Händen der Hausärzte Meine Mieterin hat im Garten gearbeitet. Am späten Abend merkt ihr Freund, dass sie am Rücken eine rote Schwellung hat. Ein Zeckenbiss! Sie ruft die Ärztefon-Notfallzentrale an und was sagt man ihr, der Frau, die 400 Meter von unserem Spital entfernt wohnt?» Gehen Sie bitte sofort in das Unispital in Zürich, wo man sie behandeln wird». Dieser Vorfall hat mich veranlasst, darüber nachzudenken, weshalb unser Spital nicht überall so ausgelastet ist, wie man es nutzen könnte. Denken wir unter anderem als Ursache an unsere beliebten Hausärzte, die Vertrauenspersonen aller Patienten. Vertrauensperson deshalb, weil jemand, von dem man sich berühren lässt, unweigerlich unser Vertrauen geniesst. Da befinden sich die Ärzte in einer komfortablen Situation. Sie geniessen das volle Vertrauen ihrer Kunden. Deshalb ja auch die unerhört hohen Preise ausserhalb jeglicher Konkurrenz! Insbesondere bei den Fachärzten. Wenn nun aber das Ärztefon einer Frau aus Affoltern in einer Angelegenheit, die unser Spital mit links behan-

deln kann, nach Zürich weist, dann können sich die Hausärzte, die an diesem Dienst zugunsten ihrer Freizeit teilnehmen, ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Was ist da eigentlich los? Vor zwei Jahren hat mich der pensionierte Hausarzt Benninger aus Mettmenstetten in diesem Blatt übel angepflaumt und dabei zugleich verkündet, dass die Hausärzte nie und nimmer Patienten in unser Spital schicken würden, so lange Fredi Furrer dort als Direktor funktioniere. Nun haben wir von unserem Verein aus Furrer durch unsere offenen, unverblümten Informationen über seine Untaten weggebracht. Aber was tun die Hausärzte? Gestern habe ich dem Spitaldirektor a.i. empfohlen, eine Statistik darüber zu führen, welche Hausärzte vom Bezirk wie viele Patienten an unser Spital überweisen. Wir gehen davon aus, dass nur zu einem Drittel aller potenziellen Fälle eine Überweisung an das nahe liegende Spital Affoltern erfolgt. Das muss ändern, meine Herren! Wenn das nicht der Fall ist, dann empfehlen wir dem Spital, eine

eigene grosse, bezirksweit agierende Permanence mit lokalen Filialen einzurichten, welche die meisten Hausarztpraxen zu ersetzen vermöchte, ob das den betagten Hausärzten, die stets um ihr Einkommen bangen, gefällt oder nicht: Unser Spital hat aufgrund des neoliberalen FDP-Furzes, überall, auch bei der Humanmedizin artfremd Wettbewerb einzuführen, nun seit 2012 in der realen Wirklichkeit des hart umkämpften Medizin-Marktes zu bestehen. Voilà, arrangieren wir uns und begeben wir uns mit dem Spital an den Markt mit einer Permanence. Dieses Mal aber nicht mit einem hasardeuren Projekt, wie das unselige, stümperhaft aufgegleiste OVA-Vorhaben, das nur den Immobilien-Leuten, die ihr Haus nicht vermieten können, geholfen hätte. Übrigens: Dieser Rückzug von der OVA hat noch immer nicht stattgefunden. Noch immer laufen die Mietzinse zulasten des Spitals in diesem unseligen OVA-Gebäude! Noch immer profitiert die Intus des Herrn Robert Marty, FDP, davon! Hans Roggwiler, Zwillikon

Die Freunde einer Annäherung der Schweiz an die EU in unserem Land überschlagen sich mit gut gemeinten Lösungsvorschlägen. Vor allem Journalisten, die zum grossen Teil dem EU beitrittsfreundlichen Lager zugeordnet werden können, bemühen sich ihren Lesern Ideen zur Vermeidung des Euro-Debakels und dem drohenden Staatsbankrott von Griechenland näherzubringen. Das Grundproblem des Konflikts, die Fehlkonstruktion EU allerdings wird bewusst nicht angesprochen. Ich habe nie geglaubt, dass es staatliche Institutionen geben kann, die ohne ernsthafte demokratische Grundlage Stabilität garantieren können. Die EU ist Beispiel dafür. Übrigens, das Problem aller sozialistisch geprägten Staatsmodelle, weil sie darauf ausgerichtet sind, die Beteiligten glauben zu lassen, sie könnten, ohne allzu viel beizutragen, vor allem profitieren. Die EU steuert auf eine Katastrophe zu. Mit der Einheitswährung wurde die Fehlkonstruktion EU vorangetrieben und dürfte schneller als ich es für möglich gehalten habe dem Ende entgegensteuern. Man könnte sich als Kritiker einer Annäherung der Schweiz an die EU an dieser Entwicklung freuen, wenn es nicht auch für uns Folgen haben wür-

de. Unsere Währung dürfte weiter unter Druck geraten, und unsere wichtigsten Handelspartner in Europa drohen unter den Problemen der EU zu schwächeln. Obwohl ich nicht zu Pessimismus neige: Das sind keine rosigen Aussichten für unser Land und seine Volkswirtschaft. Leider wird in dieser Situation nicht darauf hingewiesen, dass es für die Menschen keine Institutionen braucht, die nicht zu Lösungen von Problemen beitragen. Ein freier Markt in Europa allein ist der Vorteil für alle. Dazu braucht es allerdings keinen Bundesstaat oder ein ähnliches Gebilde mit nicht kompatiblen gesellschaftlichen und politischen Vorstellungen der einzelnen Staaten. Trotz völlig unterschiedlicher Nationalstaaten wird in Brüssel ein Parlament und eine Regierung mit einem bürokratischen Verwaltungsapparat mit dem Namen Europäische Union installiert. Es ist klar, dass Deutschland als wichtigster Teilstaat der EU den Takt angibt. Es wird die Richtung eingeschlagen die Mutti Merkel selber einschlagen will. Das Friedensprojekt EU ist nicht nur in sich gefährdet, sondern ist ein von der Elite geschaffenes Projekt, welches den Frieden in Europa ernsthaft infrage stellen kann. Toni Bortoluzzi, Affoltern

Etwas gegen die Klimaerwärmung tun In der 5./6. Klasse von Knonau haben wir das Thema Klimawandel durchgenommen. Damit unsere Erde nicht kaputt geht, wollen wir auch etwas dazu beitragen. Der Verzehr von Fleisch tut unserer Erde nicht gut. Die Tiere stossen CO2-haltige Gase aus, und auch die Verarbeitung des Fleisches ist umweltbelastend. Deshalb werden wir unsere Eltern bekochen, um ihnen zu zeigen, wie einfach und köstlich vegetarisches Essen sein kann. Bitte denken Sie an unsere Zukunft. Indem Sie unser Projekt unterstützen, können Sie einen Beitrag zur Reduzierung der Klimaerwärmung beisteuern. Wir würden uns sehr über Ihre Mithilfe in Form von Spendengeldern freuen. Bitte schicken Sie Ihre Spende an die Kontonummer: CH97

0900 0000 8000 7030 8, mit Vermerk «Klimapioniere». Lars Stöckli, Sarina Brüniger und Silvan Aschwanden, Schüler der 5. und 6. Klasse aus Knonau

Immer mit vollständiger Adresse Die Redaktion erhält regelmässig Zuschriften, die keine vollständige Postadresse der Autorin oder des Autors enthalten – die E-MailAdresse allein reicht nicht. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken und eine Telefonnummer angeben. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Lebensraum pflegen

Würdiger Abschluss

Die Vernetzungskommission in Maschwanden lädt zum Landschaftstag. > Seite 12

Die Schweizer Streethockey-Nati um Jérôme Weber begegnet Kanada auf Augenhöhe. > Seite 15

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Turbulente Rennen Remo Lips schafft es in Spa (BEL) zweimal aufs Podest der Gentlemen-Wertung. > Seite 17

«Knonauer Ur-Dinkel» und «Baaregge-Wegge» Urdinkel-Brottaufe in Knonau

Engel-&-Völkers-Mitarbeitende in Affoltern mit Managing Direktor Julian Lander (3. von rechts). (Bild Werner Schneiter)

Der Immobilienmarkt im Säuliamt ist nach wie vor interessant Immobilienspezialist Engel & Völkers lud in Affoltern zum Apéro Seit rund eineinhalb Jahren betreibt Immobilienspezialist Engel & Völkers in Affoltern ein sogenanntes «Satellitenbüro» – mit gutem Grund: Das Säuliamt ist weiterhin Wachstumsgebiet, der Immobilienmarkt aber nicht «überhitzt». Engel & Völkers ist eine auf Immobilienverkauf und -beratung spezialisiertes Unternehmen, das weltweit tätig ist und über ein riesiges Netzwerk verfügt, in Hongkong genauso wie in Holland oder Schweden. Und seit rund eineinhalb Jahren gibt es im Winkel 1 in Affoltern ein «Satellitenbüro» mit drei Mitarbeitenden und einer Assistenz. Zuvor wurde das Säuliamt von

Thalwil aus betreut. Der lokale Markt rechtfertigt aber einen Ableger, zumal die Wachstumsphase in der Region anhält. «Hier ist der Markt stabil und nicht überhitzt», sagt Managing Director Julian Lander.

Besonders gefragt: Alleinstehende Einfamilienhäuser Im Säuliamt besteht für zuziehende Familien mit Kleinkindern die Chance, das Platzangebot im Wohnbereich nach eigenen Wünschen zu vergrössern – und das zu einem Preis, der im Vergleich zu anderen Regionen – zum Beispiel im Zugerbiet – tiefer liegt. «Besonders gefragt sind alleinstehende Einfamilienhäuser oder Wohnungen, die im Parterre liegen und über einen

Gartensitzplatz verfügen. Auch hier ist das Preisniveau im Säuliamt attraktiv», sagt Julian Lander Allerdings, räumt er ein, sei die Finanzierung durch die Banken schwieriger geworden. Es dauere heute eindeutig länger, bis Bauwillige eine definitive Zusage erhalten. «Da wird doppelt oder gar dreifach abgesichert», fügt der Immobilienspezialist bei. Trotzdem boomt das Geschäft. «Wir haben jeden Monat ein bis zwei Beurkundungen, aber auch Vermietungen», freut sich Julian Lander. Hier spricht er von einem aktuellen Geschäft: von der Vermietung einer Liegenschaft an einer Toplage in Aeugst am Albis mit 2800 Quadratmetern Umschwung und 400 Quadratmetern Wohnfläche. (-ter.)

Eine stattliche Anzahl interessierter lich sind die beiden Brote (nebst vieBrotgeniesser fanden sich am Sams- len anderen Dinkel-Produkten) jeweils tag, 20. Juni, vor der Bäckerei Iten in rund um die Woche in der Bäckerei Knonau ein. Von Livemusik begleitet Iten in Knonau, im Verkaufsladen in durch den Musikverein Mettmenstet- Affoltern, im Obfelder Dorfmärt, im ten, konnten sie die verschiedenen Spar in Mettmenstetten, im Dorfladen Dinkelprodukte der Bäckerei degustie- in Uerzlikon und im Denner in Kapren. Höhepunkt war natürlich die Ent- pel. Auf Vorbestellung kann das Mehl hüllung der beiden Brotnamen, welche zu 100 Prozent aus Ämtler Mehl in der Bäckerei in Knonau auch für und Wasser hergestellt werden. Mit eigene Backkreationen bezogen wergrosser Freude enthüllten die beiden den. Und wer weiss, mit etwas Glück Initianten Andreas Iten und Andres verrät der Bäckermeister dabei noch Mohni die Tafel mit den beiden Na- einen Tipp fürs Ansetzen des Teiges? men. Ein 420 g dunkles Brot erhielt den Namen «Knonauer Ur-Dinkel» und (pd.) ein Zopfgebäck in der rustikalen Holzschale wurde auf den Namen «Baaregge-Wegge» getauft. Letzteres ein Hinweis auf den Weiler Baaregg in Knonau, wo der Urdinkel von der Familie Mohni nach IP-SuisseLabelvorgaben angepflanzt wird. Der Bäckermeister Andreas Iten erläutert der interessierten Zuhörerschaft den aufwendigen und gepflegten Entstehungsprozess eines Dinkelbrotes. Dieser lohne sich aber auf jeden Fall, denn das Ergebnis sei nicht nur ein geschmacklich ansprechendes Brot. Dinkel-Brot habe anerkanntermassen eine positive Wirkung auf die Gesundheit und werde auch von Ernährungsberatern Daumen hoch: Andres Mohni (links) und Andreas Iten empfohlen. Erhält- stehen hinter den neuen Urdinkel-Broten. (Bild zvg.)

Tanzend in den Sommer

«Schluck» ab morgen wieder offen

Die Tanzschule Baar bietet Kurse an

Das Baurekursgericht des Kantons Zürich hat sich in einem Zwischenentscheid für den Betrieb der Schluck-Bar entschieden. Wiedereröffnung ist morgen Mittwoch, 1. Juli, ab 16 Uhr.

Die Tanzschule Baar bietet auch diesen Sommer wieder ein abwechslungsreiches TanzkursAngebot. Zur Auswahl stehen verschiedene Tanz-Themenwochen, die jeweils Dienstag bis Donnerstagabend absolviert werden können. Zur Auswahl stehen so aktuelle Tänze wie Tango Argentino, West-Coast-Swing oder Salsa. Doch auch die Klassiker, wie Standard und Latein sind im Angebot. Innerhalb der Themenwoche sind die einzelnen Abende auch einzeln buchbar. So können die Tanzpaare, die etwa ausschliesslich Jive lernen möch-

ten, sich diese Tanzabende herauspicken. Für die Tanzpaare, die während der Sommer-Wochen ihre Tanzkenntnisse auffrischen möchten, wird der Besuch der Übungskurse empfohlen. Dies ist ein freies Tanzen unter Aufsicht einer Tanzlehrerin. Besonders die Montag- und Freitagabende sind reserviert für Privatstunden. Diese sind geeignet für das Einstudieren einer eigenen Choreografie für den Hochzeitstanz, für das Auffrischen von Tanzkenntnissen oder nicht zuletzt, um im Lieblingstanz zusätzliche Figuren zu lernen. (pd.) Kursprogramm unter www. tanzschulebaar.ch.

Baurekursgericht korrigiert Gemeinderats-Beschluss

Das Baurekursgericht hatte kein Verständnis für die Argumente des Gemeinderates und wertete die Argumente, die für einen Weiterbetrieb der Schluck-Bar sprachen, als überwiegend. Nach vier Monaten erzwungener Pause und den Verdienstausfällen sei dies eine freudige Nachricht, heisst es beim «Schluck»-Team. Seit am 9. Februar die Gemeinde Bonstetten erstmals mitteilte, eine Wiedereröffnung der Schluck-Bar kön-

ziehen, versuchen wir jetzt schnellstens, die Wiedereröffnung mit unseren treuen Freunden und Gästen zu organisieren.» Nun geht es darum, mit dem Nachbar eine definitive Lösung um die Lärmthematik im Garten zu finden. Bar-Team «Schluck»: Morgen Mittwoch ist Wiedereröffnung. (Bild sals) Beim scheint man jedenne nach der Pinselrenovation nicht falls zuversichtlich, dass die Schluckmehr erfolgen, setzte sich das Team je- Bar bald wieder in ruhigere Gewässer den Tag mit aller Kraft ein, den steuert. «Auf ein Wiedersehen mit un«Schluck» möglichst bald wieder eröff- seren Gästen freuen wir uns sehr.» nen zu können. «Nach so langem Tau- (pd.)


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Vermischtes

Dienstag, 30. Juni 2015

Nach über 34 Jahren in Pension Es war ein hartes Stück Arbeit auf den Baustellen, doch nun ist es geschafft. Mit 65 Jahren geht Willi Christen bei SHS Haustechnik in den wohlverdienten Ruhestand.

Ehemalige Kiesgruben wie diese (Hinterdorf) tragen wesentlich zu neuen Lebensräumen und Vernetzungsmöglichkeiten für Tier- und Pflanzen bei. (Bild zvg.)

Neue Lebensräume brauchen Pflege

Am 1. März 1981 zog es den damals 31-jährigen gelernten Sanitärinstallateur vom luzernischen Sursee ins Säuliamt zur SHS Haustechnik AG. Hier übernahm er unter anderem die Ausbildung von angehenden Installateuren, darunter war auch der heutige Geschäftsleiter Peter Feuz. Aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung wechselte er einige Jahre später von der Abteilung Sanitär in den Kundendienst. Willi Christen war sowohl als Sanitärinstallateur wie auch als Servicemonteur ein angesehener Fachmann. Seine angenehme, ruhige und hilfsbereite Art wurde von der Kundschaft wie auch von seinen Vorgesetzten und Arbeitskollegen sehr geschätzt. Mit Willi Christen verabschiedet sich ein loyaler Mitarbeiter und ein liebenswürdiger Arbeitskollege. Heute nach Arbeitsschluss wird die Geschäftsleitung zusammen mit SHS-Pensionären und der gesamten Belegschaft auf Willi Christen anstossen und zu seinen Ehren ein Grillfest am Sitz der SHS abhalten. Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Mitarbeitende danken ihm für die langjährige Treue zum Unternehmen. Ihm und seiner Lebenspartnerin Ruth wünschen sie von Herzen alles Gute und viele spannende Momente im neuen Lebensabschnitt.

Landschaftstag Maschwanden, ein Öffentlichkeitsanlass der Vernetzungskommission Am Landschaftstag vom kommenden Samstag, 4. Juli, in Maschwanden informieren Experten an drei verschiedenen Standorten über die Lebensräume und ihre «Bewohner». Die Gemeinde Maschwanden hat sich 2000/2001 am Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Albis-Süd, das durch die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) initialisiert wurde, beteiligt. Damit die Bewirtschafter von den Beitragsmöglichkeiten der Ökoqualitätsverordnung des Bundes (ÖKV) profitieren konnten, musste das LEK Maschwanden an die neuen Richtlinien von Bund und Kanton angepasst werden. 2008 konnte die 1. Etappe (2003 bis 2008) und 2014 die 2. Etappe anzeige

erfolgreich abgeschlossen werden. Am 20. Mai 2015 hat nun die Baudirektion des Kantons Zürich auch die 3. Etappe genehmigt, neu für acht Jahre. Fast alle Landwirte beteiligen sich an diesem Projekt. Insgesamt sind in Maschwanden rund 20 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen als Biodiversitätsförderflächen angemeldet, 9% gelten sogar als ökologisch wertvolle Biodiversitätsförderflächen. Das Vernetzungsprojekt hat damit die vorgegebenen Flächenziele übertroffen. Die Vernetzungsbeiträge an die Bewirtschafter werden zu 90 % vom Bund übernommen. Die restlichen 10 % übernehmen Kanton und Gemeinde, wobei der Kanton die Restfinanzierung in den Fördergebieten für Biodiversitätsförderflächen übernimmt.

Grosser Aufwand für Tier- und Pflanzenvielfalt Mit dem Landschaftstag 2015 will die Vernetzungskommission der Bevölkerung einen Einblick in die Bewirtschaftung und Pflege dieser Flächen durch die Landwirte ermöglichen. Aufgezeigt werden aber auch Auswirkungen und Bedeutung dieser Arbeit für die Tier- und Pflanzenwelt anhand von konkreten Beispielen. Ebenfalls am realen Beispiel soll deutlich werden, welchen Beitrag ehemalige Kiesgruben zu neuen Lebensräumen und Vernetzungsmöglichkeiten für Tier- und Pflanzenwelt leisten können. Der Landschaftstag beginnt auf dem Hof Weid der Familie Brand-Erb. Anschliessend informieren Experten

an drei verschiedenen Standorten über die Lebensräume und ihre «Bewohner». Bei Harald Cigler, Amphibienspezialist, stehen die Amphibien und ihre Lebensweise und Bedürfnisse an den Lebensraum im Mittelpunkt. Daniel Winter, Projektleiter im Maschwander Vernetzungsprojekt, stellt den Lebensraum «Obstgarten» vor und informiert über die verschiedenen Baumarten, Wiesenpflanzen, Vögel und andere Tiere. Hanspeter Tschanz, Fachstelle Naturschutz, und Marino Crescionini, Agir, erläutern die neu entstehenden Lebensräume durch das fachgerechte Auffüllen der Kiesgrube im Hinterdorf Maschwanden. (ga) Landschaftstag Maschwanden, Samstag, 4. Juli, 13.30 Uhr Hof Weid, Familie Brand-Erb.

Willi Christen (Bild zvg.)


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Dienstag, 30. Juni 2015

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Das innere Leuchten weitergegeben Sommer-Konzert der Orchestergesellschaft in Affoltern – eine Reise für Fantasie und Gehör Es scheint, als hätte sich die reformierte Kirche Affoltern am Sonntagabend das Motto «Das innere Leuchten» des diesjährigen Sommerkonzertes verinnerlicht – der Kirchenraum erstrahlte im Licht der Abendsonne, welche durch die bunten Kirchenfenster besondere Lichteffekte an die Wände zauberte. ................................................... von susanne crimi Gespannt, wie die Orchestergesellschaft, unter der Leitung des Dirigenten Hugo Bollschweiler, das Thema musikalisch umsetzen werde, füllten die Zuhörer den Kirchenraum. Zumindest in der Auswahl der Komponisten W.A. Mozart, Peter von Winter, Franz Berwald und Léo Delibes erschien es eindeutig: Da muss einer dem Nächsten wohl das innere Licht des Komponierens weitergegeben haben.

Erste Sinfonie des Wunderkindes Mozart W.A. Mozarts Sinfonie Nr. 1, KV 16, schrieb das Wunderkind Wolfgang im zarten Alter von neun Jahren. Durch eine ausgedehnte Lungenerkrankung seines Vaters war die Familie gezwungen, längere Zeit in London zu verbringen – das Musikgenie vertrieb seine Langeweile mit der Niederschrift dieser Sinfonie. Seine Schwester Nannerl musste sich zu ihm setzen und alles ab- und mitschreiben. Dabei erwähnte er folgendes Detail: «Er-

Die Orchestergesellschaft mit Solist Stefan Buri am Fagott verzauberten ihr Publikum in der von der Abendsonne beleuchteten reformierten Kirche. (Bild Susanne Crimi) innere mich daran, dass ich dem Waldhorn was Rechtes zu tun gebe…» Als Gäste der Orchestergesellschaft durften Andrea Rüegge und Simone Wettenschweiler unter Beweis stellen, dass der kleine Mozart diese Anweisung an sich selbst tatsächlich eingebaut hat. Das Werk hat eine ausserordentliche Ausstrahlung – einerseits glaubt man, die Sehnsucht des Kindes nach Freiheit und Spiel in einem lichten Wald zu hören, gleichzeitig ist eine beeindruckende Reife zu vernehmen, bei der das Genie bereits durchkommt.

Solist Stefan Buri wird mit dem Fagott zum Reiseführer Mit Stefan Buri hat die OGA einen virtuosen Fagott-Solisten gewinnen können. Zwei Konzertstücke stellten sein beachtliches Können unter Beweis.

Mit Peter von Winters Concertino für Fagott und Orchester in c-Moll liess er sein Instrument mit dem warmen und zurückhaltenden Timbre ertönen. Zeit seines Lebens ein anerkannter und erfolgreicher Musiker ist von Winter, ein deutscher Komponist und Kapellmeister und beinahe der «Erbe Mozarts», heute fast vergessen. Zumindest für die Dauer des Concertinos erstrahlte sein Können noch einmal und verleiht auch dem Fagott ein viel zu selten hörbares Leuchten. Das Konzertstück für Fagott und Orchester von Franz Berwald, einem schwedischen Komponisten, der Zeit seines Lebens eher Ablehnung denn Anerkennung erntete, liess eine ganz andere Art Musik erklingen. Vielleicht waren seine etwas kühnen und virtuellen musikalischen Umsetzungen für das damalige konservative Publikum nicht nachvollziehbar oder schlicht zu modern. Der heutige Zuhörer wurde

mit der Musik allerdings in die skandinavischen Weiten und schroffen Landschaften entführt, wo auch der Himmel mit den Nordlichtern innerlich leuchtet. Wunderbar eignete sich das Fagott – meisterhaft von Stefan Buri gespielt – als eine Art Reiseführer der Fantasie und des Gehörs. Das Publikum bedankte sich mit einem lange anhaltenden Applaus. Stefan Buri, sympathisch bescheiden, liess sich dadurch zu einer kurzen, witzigen Zugabe überreden. Die letzten Takte aus «Mit Fagottes Hilfe», einem neuzeitlichen Konzertstück des Österreichers Pirchner, überraschten die Zuhörer – und damit verliess Stefan Buri die Konzertbühne.

Französischer Hofstaat tanzt Mit «Le roi s’amuse» des französischen Komponisten Léo Delibes begleitete die OGA das Publikum an den Hof ei-

nes der grossen Könige Frankreichs. Zugrunde liegt dieser mehrsätzigen Suite von Barocktänzen eine Balletszene für ein Drama von Victor Hugo, welches auch die Grundlage von Verdis Oper «Rigoletto» bildete. Tschaikowski hat in einem Brief diese Suite als charmante Musik beschrieben und das ist sie bis in die heutige Zeit geblieben. Vor dem inneren Auge tanzten Hofstaat und Narren, grazile Frauen und reich gewandete Herrschaften. Einmal mehr ist es der Orchestergesellschaft gelungen, einen Sommerabend zu einem Highlight werden zu lassen. Inzwischen war die Abendsonne untergegangen, und die Kirchenfenster hatten aufgehört, ihre lichten Farben auf die Wände zu reflektieren. Aber die Gesichter des Publikums liessen darauf schliessen, dass etwas des inneren Leuchtens noch nach Hause getragen wurde.

GeGe-Bilder wecken noch immer Emotionen Eine Ausstellung zu George Gessler und seinen Frauenbildern Frauenbilder von GeGe – George Gessler: Die am Sonntag in Adliswil eröffnete Ausstellung zeigt vor allem Bilder aus seiner letzten Schaffensperiode. Viele davon werden erstmals ausgestellt. Bernhard Schneider, Autor des Buches über Leben und Werk von GeGe, hat seine Ansprache zur Vernissage für den Abdruck zur Verfügung gestellt. ................................................... von bernhard schneider Das Werk «enthält die Denk- und Gefühlsweise des Orients; es duftet und glüht darin, wie ein Harem voll verliebter Odalisken mit schwarzen, geschminkten Gazellenaugen.» Dieser Satz könnte GeGes Haremsdamen – die Odalisken – die in Adliswil ausgestellt sind, meinen. Doch weit gefehlt. Er stammt aus Heinrich Heines Geschichte der neueren schönen Literatur von 1833 und bezieht sich – auch dies durchaus zu Recht – auf Goethes «West-östlichen Divan». Dass ein Zitat zu Goethe auch zu GeGe passt, ist kein Zufall. Goethe ist vermutlich derjenige Künstler, der GeGe am stärksten geprägt hat, mehr als alle Maler, auf die der Künstler aus Ottenbach Bezug genommen hat. Diese Feststellung spricht für die Qualität seines Werks: Es ist voller Bezüge und Inspirationen, es enthält dann und wann eine Hommage an einen anderen Maler, aber keine Kopien.

Leidenschaft und Traum Wie vielfältig das Werk von GeGe ist, zeigen die beiden bisherigen Ausstel-

lungen dieses Jahres beispielhaft: Sakrale Bilder unter dem Titel «Kunst & Passion» im Kloster Gnadental zu Ostern, nun die Ausstellung «Traum-Welten, Frauen-Bilder» in der Galerie arpa in Adliswil. Leidenschaft und Kernkompetenz von arpa ist es, Geschichten zugänglich zu machen. Was passt besser zu diesem Anliegen als die Präsentation von Traumwelten, die GeGe in Bildern erzählt? Im Bereich der Spiritualität hat sich GeGe intensiv mit dem ewigen Werden und Vergehen auseinandergesetzt: mit einem Thema, das in Goethes Faust II ähnlich metaphorisch wie in GeGes Bildern dargestellt wird. Auch das «Ewigweibliche», das uns am Ende von Faust II «hinan zieht», wie es Goethe formuliert, hat beide Künstler in ähnlicher Weise interessiert. Zunächst konkret und sinnlich. Aber nicht nur. Ein Schlüsselbegriff bei Goethe ist die «Entsagung». Im stark autobiografisch geprägten Roman «Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden» gelangt der Begriff gar in den Titel. Diese Entsagung hebt die Anziehung zwischen Mann und Frau von der sinnlich-konkreten auf eine abstrakt-imaginäre Ebene. Das «Ewigweibliche» wird zum Sinnbild für das ewige Werden und Vergehen – und gelangt damit auf eine spirituelle Ebene. Damit ist der Kreis zur Osterausstellung geschlossen.

Die Treue zu Dominique Die heitere Sommer-Ausstellung in Adliswil bildet auf den ersten Blick ganz konkrete Frauen ab. Doch das Konkrete sind die Geschichten, die GeGe so realistisch erzählt hat, dass man sie als real empfunden hat. Es sind Ge-

fühle, die GeGe mit den ab 1998 gemalten Odalisken auslösen wollte, keine konkreten Begebenheiten. Idealtypisch ist die Geschichte von Dominique, der virtuellen Geliebten von GeGe, die ihn fast sein ganzes Leben lang begleitet hat. Dabei ist eigentlich unwesentlich, ob Dominique wirklich für GeGe als reale, sinnliche Frau existiert hat. Im Buch «Ein Leben in Bildern» über sein Leben und Werk werden dazu verschiedene Ansichten geäussert. Dies ist keineswegs ein Zufall, denn GeGe hat die Dominique-Geschichte jedes Mal anders erzählt – vom Bild einer flüchtig durchhuschenden Frau auf der anderen Strassenseite im Paris der Nachkriegszeit bis zu einer gemeinsamen Tochter, die GeGe angeblich zwanzig Jahre nach dem ersten Treffen begegnet ist. Das Titelblatt des Buches über Leben und Werk des Künstlers zeigt die von einem amerikanischen Offizier verlassene Dominique. Oder ist es eine Form der Auseinandersetzung mit der Einsamkeit der Zurückgebliebenen als eine der vielen Folgen von Kriegen? Wie dem auch sei. Für das Werk von GeGe ist nicht wichtig, wie real die Inspirationsquelle gewesen ist, sondern, wie er eine Geschichte in seiner Imagination entwickelt hat – und wie sie sich in der Imagination der Betrachterinnen und Betrachter weiterentwickelt. Dominique hat in seiner Vorstellung gelebt, ist älter geworden, ist fröhlich oder – vor allem – traurig. Ihr blieb er während zweier Ehen treu. Sie war das Ewigweibliche in seiner Vorstellung.

GeGes Figuren Ähnliches gilt für seine Odalisken. Sie sind die Hauptfiguren in den Bildern.

Autor Bernhard Schneider referiert an der Vernissage in Adliswil über GeGe, Goethe und die Frauen; rechts Katharina Gessler. (Bild Erika Schmid) Oft war es nur ein flüchtiger Augenblick einer Begegnung, den er gespeichert hat. Er benötigte keine Skizzen, um eine Figur noch nach Jahren perfekt in ihren Bewegungen darstellen zu können. Seine Modelle lebten in seiner Vorstellung. So konnte er sie drehen und wenden, wie er es für die Darstellung seiner Geschichte benötigte. GeGe betonte immer wieder, er male Figuren, keine Personen. GeGes Sohn Cesare brachte es auf den Punkt: «Die einzelne reale Person hat für GeGe wenig Bedeutung.» Den Kampf gegen Kunstrichtungen, die sich seiner Ansicht nach auf Kleckse auf der Leinwand beschränkten, führte GeGe leidenschaftlich und mit viel Spass an Polemik. Denn für ihn war Abstraktion so strukturiert, dass die Figuren seiner Bilder die Betrachterinnen und Betrachter das Abstrakte spüren liessen: Das Gefühl, das seine Figur Dominique in diesem Bild beim Betrachter hervorrief, interessierte ihn, nicht die

mögliche reale Geschichte, die dahinter stand. Wir können die Bilder dieser Ausstellung betrachten und analysieren. Oder wir können uns auch ganz einfach über Werke freuen, die uns in ihrer Sinnlichkeit in den Bann schlagen, und dabei die Gefühle spüren, die uns GeGe entlocken wollte. Die virtuose Darstellung konkreter Figuren zur Spiegelung des Abstrakten mag ein Grund sein, weshalb es sich auch heute noch lohnt, Goethe zu lesen. Und es ist zweifellos auch ein Grund, sich heute und in Zukunft mit dem Werk des 2012 verstorbenen Künstlers GeGe zu befassen. Denn als Figur ist er noch immer so gegenwärtig wie Dominique und seine Odalisken. GeGe, Traum-Welten und Frauen-Bilder, Galerie arpa, Albisstrasse 36, 8134 Adliswil vis-à-vis Nelson Pub, bis 27. September, jeweils 14 bis 18 Uhr. Anmeldung erwünscht, Telefon 044 709 09 90.


veranstaltungen

«Celtic Treasures» mit Nutan Manuela Bloch, Silke Sada Dyk, Roman Haller und Stefanie Haller (von links). (Bild zvg.)

Musik aus der keltischen Schatztruhe Konzert auf dem Märtplatz in Affoltern «Celtic Treasures» bringt Leben auf den Märtplatz: Am Sonntag, 5. Juli, um 17 Uhr findet unter dem Kasinovordach das nächste Konzert im Rahmen von «Kultur am Platz – Musig us em Amt» statt. Nach dem beschwingten Auftakt mit den «Krainerkameraden» im Juni werden beim kommenden Anlass wieder ganz andere Klänge ertönen: «Celtic Treasures» spielt mit ihren irischen, schottischen und keltischen Weisen Musik aus der alten Zeit. Traditionellerweise werden diese Lieder in Irland einstimmig und ohne instrumentale Begleitung gesungen und sind unter dem Begriff Sean-Nós (der Alte Weg) bekannt. Die Gruppe «Celtic Treasures» hat aber ihre eigene musikalische Form gefunden: Sie singen die keltischen Lieder zweistimmig in gälischer und englischer Sprache und begleiten sie instrumental. Diese neu arrangierten Lieder könnten deshalb auch als Nos-Nua (der Neue Weg) bezeichnet werden. «Celtic Treasures» kommt mit einer Vielzahl besonderer Instrumente auf den Märtplatz, die bisher wohl

noch nie an diesem Ort zu hören waren. Die drei Musikerinnen und der Musiker stammen alle aus der Region (Rifferswil, Wettswil und Zürich). Dies sind Silke Sada Dyk (Gesang, Bodhran), Nutan Manuela Bloch (Gesang, Gitarre), Stefanie Haller (Harfe) und Roman Haller (Flute, Irish Whistles, Uillean-Pipes).

Eine Reise in die alte Zeit Man darf sich also nächsten Sonntagabend bezaubern lassen, wenn «Celtic Treasures» ihre musikalische, keltische Schatztruhe öffnen und in die alte Zeit entführen: Manchmal melancholisch, wehmütig, zart – dann wieder lustig, überraschend und kraftvoll berühren die Lieder und die Melodien die Herzen der Zuhörenden. Um sich schon vor dem Konzert zu treffen, ist ab 16 Uhr das Märtkafi geöffnet. Veranstaltet wird das Konzert von Kultur Affoltern. (pd.) Sonntag, 5. Juli, 17 Uhr, Märtplatz Affoltern. Eintritt frei, Hutkollekte. Märtkafi offen ab 16 Uhr. Das Konzert findet unter dem Kasinovordach statt. Weitere «Kultur am Platz»–Konzerte: 30. August: Apple’s Paradise Big Band; 13. September: Barakuda. www.goramahagat.ch.

Mit jungen Musikern aus dem Knonauer Amt Orchesterkonzert in Affoltern und Uitikon Das Orchester der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal unter der Leitung von Jonathan Brett Harrison führt Werke von Antonio Vivaldi, Pietro Mascagni, Pjotr Tschaikowski, Johannes Brahms, Ernest Bloch, Aaron Copland und Jay Ungar auf. Solistinnen sind die Geigerinnen Miriam Brang, Sarah Ihn und die Cellistinnen Linda Messerli und Xenia Burkard. Das Konzert ist am Samstag, 4. Juli, 20 Uhr, in der reformierten Kirche Affoltern und am Sonntag, 5. Juli, 11 Uhr im Gemeindesaal Uitikon zu hören. Die jungen Musikerinnen und Musiker freuen sich auf ein zahlreiches Publikum. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben.

Solistin Miriam Brang. (Bild zvg.)

Ein Ständchen in Zwillikon Der Musikverein Hedingen spielt auf zum «Sommerabend-Ständli» in Zwillikon. Das schon zur Tradition gewordene Konzert findet am Freitag, 3. Juli, um 20 Uhr beim Dorfmuseum Affoltern in Zwillikon statt. Ab 19.30 Uhr

sind die Grillmeister bereit, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Würsten und Getränken zu versorgen. Der Anlass findet nur bei guter Witterung statt. Auf ein zahlreiches Erscheinen freut sich der Musikverein Hedingen.


Sport

Dienstag, 30. Juni 2015

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Selbst die besten Teams sind in Reichweite Sensation verpasst – mit der WM in Zug darf die Streethockey-Schweiz trotzdem zufrieden sein Für zehn Tage lag der Fokus der Streethockey-Welt auf Zug und der Schweiz. Der Gastgeber darf mit Rang sechs zufrieden sein – fast hätte es für Jérôme Weber in seinem letzten Spiel noch zu einem Sieg gegen Rekordweltmeister Kanada gereicht. ................................................... von thomas stöckli Mit einem 4:1 in der Barrage gegen BPool-Gruppensieger Italien hatte sich die Schweiz am Donnerstagabend doch noch in die Viertelfinals gerettet. Wie schon gegen Tschechien und Griechenland war es Yves Stucki, der das erste Tor für die Schweiz erzielte. Diesmal traf er zum 1:1-Ausgleich und legte zu Beginn des Schlussdrittels mit dem siegsichernden 3:1 nach. Mit dem Pass zum 4:1 durfte sich der Bonstetter in den Diensten der Oberwil Rebells somit drei Skorerpunkte gutschreiben lassen. Im Viertelfinale wartete mit den USA allerdings ein ganz grosser Gegner. Die Amis sind als einzige Mannschaft ohne Punktverlust durch die Gruppenphase gekommen. Es vermag deshalb kaum zu erstaunen, dass die Schweizer wie gegen die Kanadier und die Tschechen zu Beginn überrollt wurden. Immerhin gelang es, den Schaden in Grenzen zu halten. So ging es mit 0:1 in die erste Pause. Im Mitteldrittel schienen die Schweizer in der schwülen Bossard-Arena dann immer besser ins Spiel zu finden. Trotzdem waren es die Amerikaner, die ihre

Ein würdiger Karriere-Abschluss für Jérôme Weber im Tor. Führung ausbauen konnten. Das 1:2 durch Tim Müller in der 26. Minute brachte dann allerdings die Hoffnung zurück – für 44 Sekunden. So lange dauerte es nämlich, bis die USA den Zweitore-Vorsprung wieder herstellten. Im letzten Drittel sollte es dann knüppelhart kommen: Das 1:4 nach einem unnötigen Ballverlust von Stucki steckten die Schweizer noch weg, vom 1:5 – in der 43. Minute in Unterzahl erzielt – bis zum 1:7 dauerte es dann keine Minute. Kein Wunder, dass sich dieses starke US-Team bis in den Final spielen sollte. Dort hatte es allerdings etwas überraschend das Nachse-

Die Schweiz darf sich über eine tolle Heim-WM und einen respektablen 6. Rang freuen. (Bilder zug2015)

hen gegen Titelverteidiger Slowakei – in der Gruppenphase hatten die USA dieses Duell noch mit 4:3 für sich entschieden.

Gegen Kanada fehlt das Glück Anders als in anderen Sportarten bedeutet das Scheitern in der K.o.-Phase beim Streethockey noch nicht das Turnierende, da sämtliche Ränge ausgespielt werden. Nach einem souveränen 6:2 gegen Portugal durfte die Schweiz so um Rang fünf spielen. Gegner waren allerdings die Kanadier, gegen die man in der Gruppenphase noch deutlich mit 2:7 unterlegen war.

Diesmal erwischte die Schweiz den besseren Start: Kurz nach der ersten Pause schoss Stucki die Schweiz mit 2:0 in Front. Der Rekordweltmeister schien im Stolz verletzt und schlug zurück. So hiess es zehn Minuten später 2:4. Ein Torhüterwechsel sollte fürs letzte Drittel nochmals einen Impuls geben. Und tatsächlich: Mit Jérôme Weber zwischen den Pfosten drehte die Schweiz auf und fand zurück ins Spiel. Sie schaffte den Ausgleich und liess sich auch vom erneuten Führungstreffer der Kanadier nicht aus dem Konzept bringen. 5:5 hiess es nach der regulären Spielzeit. Die Verlängerung musste

entscheiden. Und da schien das Happy End für die Schweiz greifbar. Keiner dürfte sich den Erfolg so sehr gewünscht haben wie der Wettswiler Goalie, schliesslich würde er mit diesem Spiel seine erfolgreiche Karriere beenden. Das entscheidende Tor gelang dann allerdings den Kanadiern. Immerhin: mit WM-Rang sechs hat die Streethockey-Schweiz einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und mehr als einmal bewiesen, dass selbst die besten Teams in Reichweite sind. Jérôme Weber schaffte es auf eine Fangquote von 80.36 %. Yves Stucki war mit sechs Toren und zwei Assists bester Skorer seines Teams.

Faire Spiele – keine gravierenden Verletzungen Schweisstreibendes Grümpelturnier des FC Affoltern – hervorragende Rasenflächen Die junge Frau sinkt zu Boden, der Schweiss tropft ihr bei gefühlten 30 Grad von der Stirn. Sie wird von der Mutter aufgemuntert, weil das Spiel verloren ging: Juni – Grümpelturnierzeit. Auch in Affoltern, wo sich von Freitag bis Sonntag 90 Mannschaften duellierten: Jugendliche, bestandene Gewerbler, arrivierte Fussballer und solche, die im Mixed-Team dem Ball nachjagten. Angefeuert von Eltern, Verwandten und Bekannten. «Die spielen aber unfair, immer den Ellbogen draussen», erzürnt sich der Fan einer Mannschaft. Nun, so arg wars nicht – jedenfalls nicht über die ganze Turnierzeit. «Wir haben faire Spiele erlebt, gravierende Verletzungen gab es nicht», resümierte OK-Präsident Harry

Torerfolg dank turnerischer Einlage ... (Bild Werner Schneiter)

Wettstein am Sonntagnachmittag. Vielleicht auch deshalb nicht, weil sich die Rasenflächen in hervorragendem Zustand präsentierten. «Dafür gebührt der Gemeinde Affoltern ein Dank», fügt Wettstein bei. In guter Form zeigten sich die Grümpelturnierbesucher und -besucherinnen auch an den Unterhaltungsabenden, die ansprechend besucht waren. Kleiner Wermutstropfen: «Bei den Schülermannschaften hätten wir eine grössere Beteiligung erwartet», sagt der OK-Präsident. Das Schülerturnier ist seit drei Jahren ins FCA-Grümpi integriert. (-ter.) ................................................... > Ausführlicher Bericht in der kommenden Freitagausgabe

Sportliche und andere Höhepunkte Das Grümpi in Knonau ist zugleich auch ein Dorffest Am 4. und 5. Juli findet in Knonau das 44. Grümpi statt – ein aus dem örtlichen Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenkender Event, organisiert vom Turnverein, der Damenriege und dem Dunnschtig-Club. Gespielt wird samstags ab 8.30 Uhr und sonntags ab 9 Uhr. Fussballerisch ist man gespannt auf die vielen Youngsters, die ihren Idolen Messi, Ronaldo und anderen nacheifern, unterstützt von den frenetisch mitgehenden Eltern, deren Puls meist höher ist als derjenige der Spieler. Oder die hart umkämpften Spiele der Elite, oder die Mix-Kategorie ... Am Samstag findet um 11 Uhr eine ökumenische Andacht

mit einem bekannten Sportler statt, und ab 16 Uhr gibt es dann wieder Spiele für jedermann, begleitet erneut vom bestbekannten Haselbacher Steinstossen – wer wird dieses Jahr Champion? Für das leibliche Wohl sorgen die drei Organisationsvereine gemeinsam: die bestbekannte Festwirtschaft von TV und DR, der Pastastand des DCK («dörf’s es bitzeli meh si?») mit den berühmten Knonauer Saucen, über Wochen feingetunt und abgeschmeckt.

Der Unterhaltungshöhepunkt: Live-Acts am Samstagabend Was am Samstagabend geboten wird, muss sich vor dem «Caliente» in Zürich nicht verstecken. Um 19.30 Uhr

spielt das weitherum bekannte Trio Räbbergfäger auf; dieses Trio ist weit und breit das einzige Trio, das zu viert spielt! Diesen Leckerbissen sollte man sich nicht entgehen lassen. Und ab ca. 22 Uhr rocken die «Lost Keys» aus Hausen den Sportplatz. Bereits zum dritten Mal werden sie versuchen, die frenetisch mitgehende Menge an Lärm und Schweiss zu übertreffen – die beiden letzten Male stand es unentschieden; wer triumphiert dieses Mal? Schon fast Tradition am Samstagabend: Die Grümpi-Bar der Organisatoren, mit den hauseigenen DJs. Sie werden das Mikrofon wohl wieder direkt dem am Sonntagmorgen beginnenden Jurywagenmitglied übergeben. (pd.)

Fussballerisch ist man gespannt auf die vielen Youngsters, die ihren Idolen Messi, Ronaldo und Co. nacheifern. (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 30. Juni 2015

Anmut und Perfektion auf dem Parkett Internationales Tanzturnier im Gemeindesaal Hausen Über 60 Paare sah das internationale Tanzturnier des Tanzsportklubs Zug (Tscz) vergangenen Samstag im Gemeindesaal Hausen am Start. Zehn Stunden lang boten sie in den lateinamerikanischen und den Standard-Tänzen grossartigen Sport mit viel Eleganz. Mit einem gelungenen wie attraktiven Programm, dem internationalen TsczCup – dem grössten Tanzturnier der Schweiz vor der Sommerpause – brachte der Tanzsportklub Zug vergangenen Samstag grossartigen Tanzsport in die Gemeindehalle in Hausen. Es war bereits die 22. Austragung des sportlich auf hohem Niveau stehenden Tscz-Tanzevents. 15 einzelne Turniere in zwei Disziplinen – Standardtanz und Lateinamerikanischer Tanz – wurden ausgetragen. Brillante Drehungen auf dem Parkett, Takt, Dynamik, Haltung und selbstredend Technik waren die Dinge, die es in den sechs verschiedenen Alterskategorien – Schüler, Junioren, Hauptkategorie und Senioren I bis III – zu bestaunen und zu beklatschen gab. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal sieben Jahre jung, der älteste brachte es auf 65 Lenze. Und das Publikum sorgte für ein tolles Ambiente und Super-Stimmung. Während das Publikum es sich in der Halle bei tropischen Temperaturen am Rande gemütlich machte und von aussen über so viel Eleganz, Anmut und Perfektion staunte, durchlebten die Tanzpaare anstrengende Minuten, in denen sie um einen Platz auf dem Treppchen kämpften. Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slow Fox und Quick-

step als Standardtänze sowie im lateinamerikanischen Bereich mit Samba, Cha Cha, Paso doble, Rumba und Jive, choreografisch geschickt verpackt, forderten ganz schön.

Gute Säuliamtler Leistungen Der veranstaltende Tscz hatte einige «heisse Eisen» im Feuer. Allen voran den amtierenden dreifachen Schweizer Juniorenmeister und in den Standardtänzen für die Jugend-Weltmeisterschaften 2015 nominierten Hausemer Davide Corrodi mit Partnerin Victoria-Maria Risler. Corrodi/Risler, die eigentlich der Kategorie Jugend der 16- bis 18-Jährigen angehören, mussten bei ihrem Heimspiel allerdings eine Kategorie höher, in der Hauptkategorie für über 19-Jährige antreten – die Kategorie Jugend wird in der Schweiz turniermässig nicht getanzt. Dennoch schlugen sich Corrodi/Risler hervorragend, tanzten technisch präzise, sehr weich und elegant. Bei den Standardtänzen in der Hauptkategorie B-S resultierte Rang vier und bei den lateinamerikanischen in der HK D-S gar Rang drei. Mit dem Paar Oswald Zemp und Beatrice Künzi reüssierten weitere Tscz-Mitglieder in der Hauptkategorie DC Standard ebenfalls mit dem dritten Rang, bei den Senioren I C-S Standard reichte es dem Paar zu Rang sechs. Zwei Podiumsplätze ertanzte sich bei den Junioren CB das zweite einheimische Paar, der Mettmenstetter Dominik Zimmermann mit Partnerin Darya Akmedova. Die Bronzemedaillengewinner der letzten Schweizer Meisterschaften in den Standardtänzen wussten auch am Heimturnier zu glänzen: Rang zwei im Standardtanz

Technisch präzise, weich und elegant: Davide Corrodi (Hausen) und Victoria-Maria Risler zeigten beim internationalen Tanzturnier in Hausen ihre Klasse. und lateinamerikanisch Platz drei. In der Hauptkategorie B-S holten sie den siebten Rang. Und auch im Feld der

Der Mettmenstetter Dominik Zimmermann und Darya Akmedova reüssierten in der Kategorie Junioren mit einem zweiten und einem dritten Platz. (Bilder zvg.)

Senioren wussten Einheimische zu brillieren: Jasmin Corrodi aus Hausen und ihr Partner Martin Schmidlin hol-

ten sich sowohl bei den Senioren II C-S, als auch bei den Senioren III C-S jeweils den Sieg. (pd.)

Schweizer Meister im Lead-Klettern

OLG Säuliamt mit Verletzungspech

Michel Erni holt Nachwuchs-Titel

Am vergangenen Wochenende fanden in den Jura-Hängen bei St. George über dem Genfersee ein nationaler Orientierungslauf über die Mitteldistanz und die Schweizermeisterschaften im Staffel-Orientierungslauf statt – fast ohne Erfolgsmeldungen für die OLG Säuliamt

An den Schweizer Meisterschaften im Rahmen des Mammut Youth Climbing Cups waren Leistungen auf erstaunlich hohem Niveau zu bestaunen. Affoltemer Michel Erni überzeugte mit Durchhaltewillen und Konzentration und schaffte es in seiner Kategorie zuoberst aufs Podest. In Lenzburg traten am Samstag in den Junioren-Alterskategorien U12, U14 und U16 knapp 90 Nachwuchsklette-

rer an, um sich den Titel des Schweizer Meister im Lead, der Königsdisziplin, zu ergattern. Auf einer vorgegebenen Route klettern die Sportler am Seil befestigt und klinken sich jeweils selbst an den Expresshaken ein. Dabei geht es darum, wer in der vorgegebenen Zeit am weitesten kommt. Da diese etwa fünfzehn Meter hohen Wände sehr anspruchsvoll sind, endet ein Lauf nicht selten im Seil. Für das Regionalzentrum Zürich startete Michel Erni aus Affoltern und erzielte das beste Zürcher Resultat. (pd.)

Michel Erni auf dem Weg zum Schweizer Meistertitel U14. (Bild zvg.)

Schweizer Meisterschaften im Staffelorientierungslauf

Beide Wettkämpfe fanden in zwei benachbarten, typischen Jurawäldern auf gut 1000 Metern über Meer statt und boten höchst anspruchsvolles Juragelände! Das abwechslungsreiche und teilweise sehr fein coupierte Gebiet zwang alle Läufer zu dauernder und sorgfältiger Kartenarbeit. Nur wer seine Konzentration während des ganzen Laufes auf sehr hohem Niveau halten konnte und dabei stets konsequent die Laufrichtung mit dem Kompass kontrollierte, hatte eine Chance, ohne Fehler durchzukommen. Zudem erschwerten steile, mit Felsen durchsetzte Hänge und ein sehr ruppiger Untergrund das Vorwärtskommen. Überwachsene Karstgebiete und weitläufige Steinfelder forderten dauernde Aufmerksamkeit und ein stetes Auf und Ab stellte hohe Ansprüche an die Kondition und Koordination. Die Bahnen des nationalen OL in der Mitteldistanz führten für alle Kategorien durch karstiges und von vielen kleinen Dickichten durchsetztes Gebiet. Von der OLG Säuliamt vermochten einzig die Senioren August Grüniger von Rifferswil und Kaspar Oettli aus Hausen sowie die Aeugsterin Yvette Zaugg auf das Podest zu laufen. Alle anderen verloren in dem anspruchsvollen Wald des Mont Chaubert zu viel Zeit.

Weil sich gleich vier Läufer im Vorfeld oder gar noch am Samstag verletzten, mussten für die Schweizer Staffelmeisterschaft am Sonntagmorgen mehrere Staffeln umgestellt werden. An Medaillenränge war in dieser Situation leider nicht mehr zu denken. Einzig die Seniorinnen mit Lucia Hasler, Yvette Zaugg und Ursi Wolf vermochten eine Silbermedaille für die OLG Säuliamt sicherzustellen. Von einem Ausfall vermochte auch Lotti Spalinger zu profitieren. Sie verhalf dem Team der OL Zimmerberg mit einer soliden Leistung auf dem zweiten Teilstück zum Sieg. Trotz dem Verletzungspech wird der Anlass allen Säuliämtlern in guter Erinnerung bleiben, weil beide Anlässe hervorragend organisiert waren und bei besten Wetterbedingungen durchgeführt werden konnten. Zudem konnten alle Klubmitglieder viel profitieren. Wer sich in diesen Wäldern zurechtfindet, wird in unseren Mittellandwäldern mit der Orientierung keine Schwierigkeiten haben.

stetten) 54:32. H55 (3.3 km, 170 m, 12 Po.): 1. Kaspar Oettli (Hausen) 30:56. 8. René Vock (Bonstetten) 37:01. H65 (2.6 km, 160 m, 12 Po.): 1. Max Moosberger (Wangen b. Olten) 32:39. 9. Kurt Baumann (Ebertswil) 39:54. 34. Hannes Zaugg (Aeugst) 56:44. H70 (2.3 km, 140 m, 10 Po.): 1. Ernst Baumann (Schwarzenbach SG) 27:21. 20. Markus Hasler (Bonstetten) 50:42. H80 (2.0 km, 110 m, 10 Po.): 1. August Grüniger (Rifferswil) 28:14. DE (4.1 km, 200 m, 13 Po.): 1. Simone Niggli (Münsingen) 31:49. 39. Lena Spalinger (Luzern) 55:24. DB (2.0 km, 135 m, 9 Po.): 1. Ursula Wey (Schwyz) 26:09. 13. Myrta Vock (Bonstetten) 57:11. D40 (2.8 km, 170 m, 14 Po.): 1. Käthi Widler (Winterthur) 30:27. 20. Dagmar Cerninova (Urdorf) 57:27. D55 (2.4 km, 120 m, 9 Po.): 1. Regina Neukom (Adliswil) 33:21. 7. Lotti Spalinger (Hedingen) 35:49. D65 (2.2 km, 140 m, 9 Po.): 1. Ruth Wydenkeller (Winterthur) 28:13. 3. Yvette Zaugg (Aeugst) 30:04. 4. Lucia Hasler (Bonstetten) 32:16. Staffelmeisterschaft Bois Rond, Saint-George, 28. Juni: H18: 1. OLK Rafzerfeld / ANCO / OLG Pf 3:02:01 . 7. OLG Säuliamt/OLG Chur / OLG Sä 3:56:38 Fabian Pöschel 1:29:54 (11.) Andreas Eisenring 1:15:56 (8.) Rolf Camathias 1:10:48 (5.). HE: 1. OLV Baselland 2:53:03. 36. OLG Säuliamt /OLC Winterthur / 4:41:28 Michael Weber 1:15:57 (23.) Martin Giger 1:59:37 (41.) Samuel Imhof 1:25:54 (29.) H185: 1. OL Horn-

3. Nat. OL Mitteldistanz, Mont Chaubert, Saint-

bach/OL Regio Wil/OLG S 2:43:50. 16. Wein-Schüttler

George, 27. Juni: H12 (2.2 km, 120 m, 10 Po.): 1.

/ OLG Säuliamt 5:24:24 Werner Schönenberger

Pascal Schärer (Mönchaltorf) 15:09. 44. Adrian

1:38:02 (17.) Martin Altenburger 1:39:38 (17.)

Cernin (Urdorf) 39:52. H18 (3.8 km, 200 m, 11 Po.):

Hannes Zaugg 2:06:44 (17.). DAK: 1. OL Zimmerberg

1. Noel Boos (Malters) 29:58. 29. Fabian Pöschel

/ OL Zimmerberg 2:19:00. 17. OLG Säuliamt / OLG

(Bonstetten) 44:49. 33. Andreas Eisenring (Bonstet-

Säuliamt 3:01:51 Lena Spalinger 50:53 (10.)

ten) 49:12. HE (5.1 km, 245 m, 16 Po.): 1. Fabian

Michelle Zehnder 1:03:30 (17.) Helena Laasch

Hertner (Winterthur) 33:37. 55. Andreas Stalder

1:07:28 (19.). D135: 1. OLG St. Gallen/App. / OLG St.

(Malters) 58:14. HAL (4.5 km, 210 m, 14 Po.): 1.

2:20:09. 13. OLV Zug / OLG Säuliamt / OLV Z 3:06:11

Lukas Schulthess (Illnau) 35:36. 7. Michael Weber

Karin Müller 1:11:55 (15.) Kathrin Schweizer

(Affoltern) 42:42. HAM (3.9 km, 180 m, 11 Po.): 1.

1:02:13 (13.) Cornelia Müller 52:03 ( 7.). D160: 1.

Stefan Brauchli (Therwil) 35:19. 9. Thomas Scherer

OL Zimmerberg / OLG Säuliamt / 2:52:55 Regina

(Mettmenstetten) 43:43. 22. Ondrej Cernin (Urdorf)

Neukom 54:24 ( 1.) Lotti Spalinger 54:11 ( 1.) Arlette

54:59. H45 (4.2 km, 215 m, 16 Po.): 1. Beat Oklé

Piguet 1:04:20 (3.. D185: 1. OLG Welsikon /Piz Hasi /

(Winterthur) 35:55. 30. Zbynek Cernin (Urdorf)

OLG W 3:07:34. 2. OLG Säuliamt / OLG Säuliamt

51:59. H50 (3.8 km, 170 m, 14 Po.): 1. Kornel Ulrich

3:12:01 Lucia Hasler 1:03:26 (2.) Yvette Zaugg

(Immensee) 34:08. 56. Christian Matter (Mettmen-

1:12:26 ( 2.) Ursula Wolf 56:09 (2.).


Sport

Dienstag, 30. Juni 2015

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Turbulente Rennen in den Ardennen Adac GT Masters: Remo Lips in Spa Francorchamps (BEL) zweimal auf dem Podest der Gentlemen-Wertung Die beiden Rennen zum Adac GT Masters in Spa Francorchamps dürfte man bei RWT Racing noch länger in Erinnerung behalten. Die Ränge eins und zwei in der Gentlemen-Wertung bringen Remo Lips näher an die Spitze. Die Ardennen-Achterbahn zeigte sich von vornherein eher schwierig. Zudem hielten sich die Erfahrungswerte des Sportwagenteams aus Eberbach in Grenzen. «Uns fehlte sicherlich ein Testtag, um noch besser aussehen zu können», sagte Remo Lips. Trotzdem: was RWT Racing in beiden Läufen letztendlich leistete und wie man die Corvette vorbereitet hat, kann sich sehen lassen. «Obwohl ich Spa zu meinen Lieblingsstrecken zähle, konnten wir auf Anhieb nicht alles umsetzen», meint Sven Barth. Die Qualifying-Performance machte Probleme, so dass eine Steigerung nicht möglich war.

Sieg in der Gentlemen-Wertung Im ersten Lauf lief es trotzdem ziemlich gut. Von Startplatz 18 aus ins Rennen gegangen, konnte sich die RWTCorvette kontinuierlich nach vorn bringen. «Wir kamen immer besser in Fahrt und konnten sogar an die Führungsgruppe heranfahren», so Barth weiter. An Daniel Keilwitz kam er allerdings nicht vorbei, «sonst hätte ich noch um Rang sechs fighten können.» Mit dem 10. Platz und dem Sieg in der Gentlemen-Wertung war man im RWT-Lager trotzdem zufrieden. Der zweite Lauf wurde fast zur Katastrophe. Noch in der Einführungsrunde begann es in Spa wie aus Kübeln zu regnen. Zuerst folgte der Rennabbruch, der den Teams die Möglichkeit gab, die Reifen zu wechseln. Danach wurde das Rennen neu gestartet. «Es war eher eine Schifffahrt, die Sicht war gleich Null. Trotzdem herrschte grosse Fairness auf der

Strecke. Man weiss ja nie, was passieren kann», so Sven Barth. Dementsprechend lies der Rennverlauf fast keine Überholmanöver zu und die Positionen waren schnell bezogen.

Qualifying-Performance im Fokus Im Ziel wurde die RWT-Corvette auf Rang 12 notiert und fuhr in der Gentlemen-Wertung mit Platz zwei erneut aufs Podest. «Ich konnte in der Gentlemen-Wertung auf die Spitzenreiter Boden gut machen. Somit können wir ganz zufrieden sein», so Remo Lips. Die beiden Rennen in Spa Francorchamps verdeutlichten allemal, dass man im Team weiter versucht, Probleme in den Griff zu bekommen und das bestmögliche herauszuholen. Mit den bevorstehenden Aufgaben wächst auch die Routine und die Erfahrungswerte helfen für die Zukunft weiter. «Das Hauptaugenmerk gilt immer noch der Qualifying-Perfor-

Sonne, Sprints und heisse Feger

Gut im Rennen: die RWT-Corvette von Remo Lips und Sven Barth. (Bild zvg.) mance», so Sven Barths abschliessende Einschätzung. «Hier müssen wir

weiter zulegen, um das zeigen zu können, was eigentlich möglich ist.»

Vielfältig trainieren

Erfolgreicher Abschluss der Donnerstagabendrennen des RRC Amt Freie Plätze bei Unterämtler J+S-Kids Zehn Abendrennen, davon nur an einem echtes Schmuddelwetter, und keine gravierenden Unfälle: Die Organisatoren um Urs Staub sind zufrieden mit dem Ausgang der AbendrennenSerie. Genau 100 mehr oder weniger regelmässige Starter fuhren ihre Radrunden in der Affoltemer Industrie.

Erste Handballluft schnuppern, tschutten, einmal wie Roger Federer trainieren oder einfach Spass an einem vielfältigen Training haben – die Unterämtler J+S-Kids machen all dies möglich. Fussball und Handball, Volleyball, und Tennis, Unihockey und Streethockey in einem Verein? Ja, bei den J+S-Kids machen selbst der Skiklub, der Turnverein und die Feldschützen mit. Wer möchte dabei sein? Nach den Sommerferien sind noch einige wenige Plätze frei am Freitag, 17.15 bis 18.30 Uhr, in der Dreifachturnhalle Bonstetten. Teilnahmeberechtigt sind Kinder ab fünf

................................................... von martin platter «Wir haben heuer 78 Startnummern fürs Hauptrennen und 22 beim Nachwuchs ausgegeben. Nur an einem Abend regnete es. Das Wichtigste aber ist: Wir hatten keine gravierenden Unfälle. Das ist sehr erfreulich», fand Urs Graf, OK-Präsident der Donnerstagabendrennen, anlässlich seiner kurzen Dankesrede an die Teilnehmer am letzten Donnerstagabend in der Affoltemer Industrie. Auch René Graf, der Präsident des organisierenden Radrennclubs Amt zeigte sich erfreut: «Mit dem 63-jährigen Wisel Bravin und meinem sechsjährigen Sohn Jan hatten wir an unseren Rennen ein verblüffend grosses Altersspektrum.» Zu ergänzen wäre noch, dass Bravin trotz seines Alters mit dem Feld des Hauptrennens mithalten konnte. Das will etwas heissen. Vor allem wenn Profis wie Urs Huber dem Abendrennen einen Besuch abstatteten, konnte es sehr schnell werden. Auf der coupierten Runde an der Lindenmoosstrasse wurden durchschnittliche Stundenmittel nahe der 45-kmMarke gemessen. Das zehnte und damit letzte Rennen der Saison 2015 machte keine Ausnahme. Es verlief

Jahren bis und mit Jahrgang 2005 aus den Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Der Mitgliederbeitrag bis Ende Jahr beträgt 40 Franken. J+S-Kids bietet ein regelmässiges wöchentliches Training mit polysportiven Lektionen und bringt Kindern ab dem Kindergartenalter verschiedene Sportarten näher. Mädchen und Buben trainieren in altersgerechten Gruppen. Die neun teilnehmenden Vereine leiten in einem festgelegten Turnus die Trainings. Bei den Leitern handelt es sich um diplomierte J+S-Kids-Leiter der beteiligten Sportvereine. Administration/Anmeldung: Karin Auf der Maur, Tel. 044 700 55 65, karin.aufdermaur@bluewin.ch.

Animierte Rennen auch am Finale 2015 der RRC-Donnerstagsrennen in der Affoltemer Industrie. (Bilder Martin Platter) bei besten äusseren Bedingungen sehr animiert und endete diesmal mit dem Sieg des früheren Masters-Weltmeister Michi Themann, der sich damit den zweiten Platz in er Schlusswertung sicherte. Gesamtsieger wurde zum zweiten Mal nach 2013 Andreas Caruso, der schon am GP Osterhas mit dem zweiten Platz im Masters-Rennen auf seinen guten Formstand hingewiesen hatte.

Trainer und «Schützling» überragend

Themann ist Trainer von Caruso und zeigte sich entsprechend stolz über die Leistung seines «Schützlings». «Andreas hat in dieser Saison grosse Fortschritte gemacht», attestierte Themann und ergänzte: «Am Vortag ist Andi noch die Masters-Schweizermeisterschaft in der Nähe von Lausanne gefahren. Trotz des coupierten Parcours erreichte er den 9. Platz.» «Aus mir wird wohl nie ein Bergfahrer», relativierte Caruso lachend. «Aber dieser Gesamtsieg an den Abendrennen freut mich sehr. Es ist immer schön, wenn man als Vereinsfahrer die eigene Rennserie gewinnen kann.» Im Unterschied zum Sieg von 2013, der Gesamtsieger Andreas Caruoso (Mitte) flankiert von seinem eher durch Zufall (regelmässige Trainer und Zweitplatzierten Michi Theman (links) und Starts und günstige Oliver Rinner, der Dritter wurde.

Rennkonstellation) zustande kam, habe er heuer dank des geringeren Körpergewichts und der besseren Form eine aktive Rolle in den Rennen spielen können. «Mein Traum war es, Angriffe zu lancieren und über genügend Kondition zu verfügen, um auch alleine einige Runden vor dem Feld herzufahren. Das ist mir heuer gelungen.» Aber: «Radkriterien sind immer auch eine Mannschaftsleistung. Michi Themann, Michel Bravin und Marco Rimensberger haben mich beim Erreichen meiner Resultate stets unterstützt», gibt Caruso den Dank weiter.

Auch der Nachwuchs begeisterte Bei den Kids gaben am letzten Abend vor allem die RRC-Fahrer Timo Müller und Jan Tillmann Vollgas. Die beiden überrundeten zusammen mit dem späteren Sieger Noa Pappaleo und Fritz Benkert das gesamte Feld und landeten schliesslich auf den Ehrenplätzen zwei und drei. Im Schlussklassement schwang Pappaleo schliesslich mit einer makellosen Siegserie von acht Siegen obenaus. Dann folgt eine ganze Armada starker RRC-Nachwuchsfahrer: Cedric Graf, Franceso aruso, Nico Huter, Julia Flüeler, Jana Felsberger und Timo Müller in dieser Reihenfolge auf dem Plätzen zwei bis sechs. Achter wurde Jan Graf vor den weiteren RRC-Nachwuchsfahrern Philippe Kemmler, Elia Felsberger, Jan Tillmann, Leonie Müller, Yanis Kemmler, Linus Schmucki, Mike Huter und Ilona Tillmann. Komplettes Klassement mit Fotos des letzten Rennens unter rrc-amt.ch und auf facebook.

Spass an einem vielfältigen Training. (Bild zvg.)

Im neuen Gewand Schwingklub Albis wurde eingekleidet Passend zur neuen Saison gab es beim Schwingklub Albis neue Jacken – Dank grosszügiger Unterstützung durch die Firma stone-style und deren Geschäftsinhaber Marcel Meyer und

Christian Berweger. Die Schwinger und Schwingerfreunde können sich nun mit der neuen Jacke auf und neben dem Sägemehlplatz präsentieren. Anja Bernhard

Über 30 Nachwuchs- und Aktivschwinger posierten fürs Foto, zusammen mit den Geschäftsinhaber von der Firma stone-style aus Uerzlikon. (Bild Anja Bernhard)


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051 2015  

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