Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.
Garage Müller
Dorfstrasse 82 • 8912 Obfelden
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aus dem bezirk affoltern I Nr. 008 I 173. Jahrgang I Dienstag, 29. Januar 2019
Heimleiter geht
Neues Feuerwehrauto
In der Pestalozzi-Stiftung Knonau rumorte es offenbar seit Längerem. > Seite 3
Die Feuerwehr Affoltern hat ihr neues Ersteinsatzfahrzeug übernommen. > Seite 4
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Französische Chansons Glücksgefühle -
Jaap Achterberg hat in Affoltern Jacques Brel interpretiert und kommentiert. > Seite 5
Das Winterkonzert der Orchestergesellschaft hielt, was es versprochen hatte. > Seite 6
Mitdenken? Gerne doch! wollte der Gemeinderat die Inputs der Bevölkerung abholen. Dabei lag der Fokus nicht nur in der Zukunft, also im Soll-Zustand: Die Teilnehmenden waren auch gebeten, den Ist-Zustand festzuhalten und mögliche Lösungswege zu ihren Wunschszenarien aufzuzeigen.
................................................... von livia häberling «Fahren wir innerorts noch 50? Sind Flachdachbauten schön? Wo arbeiten wir in Bonstetten und wäre ein Windpark im Feldenmaas sinnvoll?», fragte der Gemeinderat Bonstetten auf seiner Einladung zum Workshop. «Nein, wir fahren Tempo 30, Flachdachbauten sind nicht schön, wir arbeiten in Co-Working-Spaces und ja, ein paar Windräder wären toll.» So ungefähr war es am Mittag den unzähligen Voten zu entnehmen, die im Lauf des Workshops auf Papier festgehalten worden sind. Diese Forderungen mögen ein bisschen verwegen klingen, doch träumen war erlaubt – nein, sogar erwünscht, am vergangenen Samstag in Bonstetten. Der Gemeinderat hatte die Bevölkerung dazu eingeladen, sich während eines Morgens gemeinsam über die Zukunft ihres Dorfs Gedan-
Träumen erlaubt: eine Lokalwährung und ein Mini Central Park
Die Zukunft von Bonstetten mitgestalten: Auch jüngere Bewohnerinnen und Bewohner kamen dieser Einladung gerne nach. (Bild Livia Häberling) ken zu machen. Rund 150 Personen nutzten die Chance, um ihre Ideen einzubringen. Gefragt waren Denkanstösse zu ganz unterschiedlichen Gebieten. Im Gemeindehaus, im Rigelhüsli sowie im Kirchgemeindehaus konnten sich die Teilnehmenden an
verschiedenen Posten zu Themen wie Energie, Mobilität und Arbeit einbringen. Doch auch zur Freizeit und Kultur, zur Gesellschaft, zu Generationen und zur Gesundheit oder zu den Themen Landwirtschaft, Verdichtung, Gemeindeliegenschaften oder Bestand
Nach dem ersten Teil des Workshops zeigte sich: An Ideenreichtum und Visonen mangelt es den Bonstetterinnen und Bonstettern nicht. Öffentliche Werkräume, ein Postomat, ein Parkhaus im Zentrum, intelligente Strassenbeleuchtung, eine betreute Velowerkstatt oder ein energieautarkes Dorf wurden gewünscht. Aber auch eine Lokalwährung, ein Gratisbus, ein Mini Central Park fanden sich unter den Voten. Jemand regte sogar öffentliche Toi-Toi-Toiletten für den Fall eines Blackouts an. Beim Priorisieren der Ideen zeigte sich, wo die Dorfbevölkerung den grössten Handlungsbedarf sieht: Das Zusammenleben der Generationen, Altersfragen sowie zukünftige Mobilitäts- und Energieformen genossen hohe Priorität. ................................................... > Bericht auf Seite 3
Die Säuliämtler Sportler der Jahres sind gekürt Sportlerehrung im Kasinosaal Affoltern mit neuen Siegern
Sie bringen des Säuliämtler Sports Award zum Glänzen: die Sportler und Sponsoren. (Bild Martin Platter) Nach einem Abstecher im Vorjahr nach Mettmenstetten ins Event-Lokal des «Bahnhöfli» ist die Verleihung des Säuliämtler Sports Award am letzten Sonntagnachmittag ins Kasino zurück-
gekehrt. Nicht mehr als Gala-Anlass mit Band und Unterhaltung, sondern als reine Sportlerehrung, die erneut vom früheren Spitzenläufer Philipp Bandi moderiert wurde.
Bei den Männern gewann erstmals Triathlet Philipp Koutny, bei den Frauen holte sich Concours-Reiterin Elin Ott die begehrte Auszeichnung. Zum besten Team wurde das Tanzpaar
Meilenstein erreicht Raiffeisenbank Kelleramt-Albis: Die Bilanzsumme knackt die Milliarden-Grenze. > Seite 9
Humorvoller Dreiakter
Gut besuchter Workshop zur Entwicklungsplanung Bonstetten 2030 Am vergangenen Samstagmorgen war Bonstettens Bevölkerung eingeladen, ihre Ideen und Wünsche zur Entwicklung des Dorfes einzubringen. Das Interesse war gross: Rund 150 Personen nahmen teil.
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Davide Corrodi und Maja Kucharczyk gekürt.
................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 16
Die Premiere vergangenen Samstag gelang grossartig: Mit Situationskomik und lustigen Wortspielen brachten die Darsteller des Theatervereins Bonstetten ihr Publikum immer wieder zum Schmunzeln und Lachen. Die schauspielerische Leistung überzeugte ebenso wie die geschickt leitende Hand der Regisseurin Miranda Goedhart. Weitere Vorstellungen folgen an den nächsten beiden Wochenenden. ................................................... > Bericht auf Seite 5
Für die WM qualifiziert Nachdem Tim Watter das Säuliamt an den letzten drei Weltmeisterschaften vertreten hat, wird er nun nach seinem Rücktritt nahtlos von seinem Bruder Nick abgelöst: Erstmals schaffte der junge Hausemer beim Snowboardcross-Weltcup in Cervinia den Sprung unter die ersten 24. Diese Rangierung bedeutet das Ticket für die WM. «Ich freue mich riesig, an der WM starten zu dürfen», so Nick Watter. ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen
Todesfälle Bonstetten
Gemeindeversammlung Weil weder von der Politischen Gemeinde noch von der Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis / Aeugst am Albis behandlungsreife Geschäfte vorliegen, wird die Gemeindeversammlung vom 11. März 2019 abgesetzt. Stattdessen lädt der Stadtrat alle Stimmberechtigten der Stadt Affoltern am Albis zu einer Informationsveranstaltung betreffend Spitalabstimmungen im Kasinosaal um 19.30 Uhr ein. Der Stadtrat freut sich auf einen spannenden Abend und auf zahlreiches Erscheinen. 29. Januar 2019 Stadtrat Affoltern am Albis
Strassenbau: Sanierung Strasse «Im Wängli» Betrifft 8910 Affoltern am Albis
Beschluss Glättli-Staub, Elisabeth der ausserordentlichen geboren am 19. November 1922 in Kirchgemeindeversamm- Menzingen ZG, von Bonstetten ZH wohnhaft Im Steinfeld 6, Bonstetten. lung vom 27.1.2019 Es wurde folgendes Mitglied für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022 in die Kirchenpflege gewählt: Herr Fredy Gallmann,1957, Dipl. Arch. FH, Wirtschaftsingenieur STV, Weidstr. 1, 8926 Hauptikon Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung kann bei der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Bei der Bezirkskirchenpflege können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung (gemäss § 147 Gesetz über die politischen Rechte); – innert 30 Tagen Rekurs mit dem Begehren um Berichtigung des Protokolls (gemäss § 54 Gemeindegesetz); – innert 30 Tagen Beschwerde gegen die gefassten Beschlüsse (gemäss § 151 Gemeindegesetz).
Öffentliche Planauflage
Die Rechtsmittel müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten.
Das genannte Projekt wird gemäss § 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegt.
Kirchenpflege Kappel a. A. 27. Januar 2019
Sie verstarb am 24. Januar 2019 in Affoltern am Albis. Andacht: Friedhof Bodenfeld in Bonstetten, am Montag, 4. Februar 2019 um 13.30 Uhr.
Abdankung: Reformierte Kirche in Bonstetten, am Montag, 4. Februar 2019, um 14.15 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten
Obfelden Am 24. Januar 2019 ist in Zürich ZH gestorben:
Nyffenegger, Werner geb. 18. September 1960, von Wyssachen BE, wohnhaft gewesen in Obfelden, Dorfstrasse 51. Es findet keine kirchliche Abdankung in Obfelden statt. Die Friedhofvorsteherin
Strasse Im Wängli (Abschnitt Zürichstrasse bis Wollengasse): Belagssanierung, Aufwertung des Strassenraums und Erneuerung der Strassenbeleuchtung. Rechtliche Hinweise Die Projektunterlagen liegen während 30 Tagen von Dienstag, 29. Januar 2019, an bei der Stadtverwaltung Affoltern am Albis. Tiefbau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, 8910 Affoltern am Albis, während der ordentlichen Schalteröffnungszeiten zur Einsicht auf. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich per Briefpost bei der Anmeldestelle Einsprache erhoben werden. Mit der Einsprache können alle Mängel des Projektes geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das Projekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Einsprache muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG, LS 175.2). Das Verfahren ist für die unterliegende Partei in der Regel kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 VRG). Einsprachen gegen die Enteignung sowie Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten sind von den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei der Anmeldestelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG). Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse Stadt Affoltern am Albis, Abteilung Bau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, Postfach, 8910 Affoltern am Albis
Da streiten sich die Leut herum wohl um den Wert des Glücks. Der eine heisst den andern dumm, am Schluss weiss keiner nichts. Da ist der aller ärmste Mann, dem andern noch zu reich! Das Schicksal setzt den Hobel an Und hobelt alle gleich.
Zeigt sich der Tod einst, mit Verlaub Und zupft mich: «Bruder, kumm.» Da stell ich mich zu Anfang taub Und dreh mich gar nicht um. Doch sagt er: «lieber Valentin, mach keine Umständ, geh!» Dann leg ich meinen Hobel hin Und sag der Welt «Ade!»
Traurig aber froh, dass er von den Folgen seines schweren Hirnschlags erlöst wurde, nehmen wir Abschied von
Stephan Martig 12. März 1932 – 24. Januar 2019
Die Beisetzung mit anschliessender Trauerfeier findet am 1. Februar um 10.00 Uhr in der Kirche Knonau statt. Heidi Martig-Reichwein Beatrix Martig Spiess mit Gregor Spiess und Sebastian Adrian Martig mit Vincent und Rafael, Annet Blom mit Aaron Tamdrin und Tsering Martig, mit Sonam und Anne, Nyima und Nima mit Mila Yangdon und Befakadu Terefe-Martig mit Jabessa und Pema Theodor und Renate Martig Marianne Hofmann-Martig Stephan hat sich sein Leben lang für die Tibeter engagiert, deshalb wäre eine Spende an die Stiftung Vision Himalaya ganz in seinem Sinne. Stiftung Vision Himalaya, 549 Rotweilerstrasse 12, 5201 Brugg, Spendenkonto: Postkonto 60-356739-4, IBAN: CH39 0900 0000 6035 6739 4, BIC: POFICHBEXXX. Traueradresse: Heidi Martig, Oberdorfstr. 16a, 8934 Knonau
Stellenanzeiger Für unsere Schulverwaltung suchen wir eine dienstleistungsorientierte und engagierte
Leitung Schulverwaltung (50 %) Nähere Informationen und das Originalinserat finden Sie unter: www.sek-obfelden.ch
Aufgrund der bevorstehenden Pensionierung unseres langjährigen Mitarbeiters suchen wir per 1. Juli 2019 oder nach Vereinbarung einen/eine
Mitarbeiter/-in Werkdienst (60 – 80 %) Haben wir Ihr Interesse geweckt? Die ausführliche Stellenbeschreibung finden Sie auf unserer Webseite www.stallikon.ch/stellen.
Bezirk Affoltern
Kantonsratswahl: breites Feld In den 18 Wahlkreisen des Kantons gingen insgesamt 1734 Kandidaturen auf 13 verschiedenen Listen ein, darunter befinden sich 156 Bisherige. 723 Kandidaturen entfallen auf Frauen, was einem Anteil von rund 42 % entspricht. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als 2015. Besonders hoch ist der Frauenanteil bei den Grünen mit 53 %. Im Schnitt sind die Kandidierenden 46 Jahre alt – ein Wert, der sich seit 2007 (45 Jahre) kaum verändert hat. Zwischen den Geschlechtern besteht dabei kaum ein Unterschied, wohl aber sind die Bisherigen mit durchschnittlich 51 Jahren etwa fünf Jahre älter als die Neukandidierenden. 49 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Kandidierenden im Bezirk Affoltern. (pd.)
Lokalen Strom fördern Die Schweizer Energiestrategie 2050 sieht vor, dass der grösste Teil des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Ressourcen stammt, insbesondere auch Fotovoltaik (PV). Allerdings seien die Investitionsanreize heute falsch gesetzt, sodass es sich für die Bauherren nicht lohne, in grössere PV-Anlagen zu investieren, finden der Ottenbacher Ronald Alder und zwei andere GLP-Kantonsräte. In ihrem Postulat fordern sie den Regierungsrat auf, innovative Tarifstrukturen zu evaluieren, die lokale Produktion und Nutzung von PV-Strom fördern. So sollen etwa die lokalen Stromproduzenten für ihren Beitrag zur Minderbelastung des Stromnetzes entschädigt werden. (tst.)
Dienstag, 29. Januar 2019
Tempo 30 und mehr Austausch zwischen den Generationen Bonstettens Bevölkerung wünscht sich mehr Gemeinschaft und weniger Individualität Bessere ÖV-Verbindungen, weniger Individualverkehr, eine Gemeindefusion, ein gemeinsames Bezirksspital, generationenübergreifende Wohnformen und eine bessere Energiebilanz: Das wünscht sich Bonstetten für die Dorfzukunft. ................................................... von livia häberling «Chum, tuen es Chläberli für de Märtplatz ane!», «Nei ich bruch no eis für d Dorfbeiz!» So klang es, als es darum ging, die gesammelten Ideen zu gewichten. Vor den Tafeln gab es angeregte und engagierte Diskussionen, und manchmal mussten sich die Teilnehmenden sogar einen Moment gedulden, um ihr Votum abzugeben.
Tempo-30 und eine Gemeindefusion Bei den Themen Verkehr und Mobilität wünscht sich die Bonstetter Bevölkerung zukünftig besonders werktags noch bessere Anbindungen ans ÖVNetz, beispielsweise mittels eines 15Minuten-Takts ins Dorf. Daneben fanden verkehrsberuhigende Massnahmen breite Unterstützung. Besonders die Tempo-30-Zone im Dorfkern erhielt viel Zuspruch, was wohl auch
Am Schluss bedankte sich Gemeindepräsident Erwin Leuenberger bei den Teilnehmenden für ihr Engagement. dem zweiten grossen Anliegen – sichere Schulwege für die Kinder und Jugendlichen – zuträglich wäre. Die Energieproduktion wünschen sich die Einwohnerinnen und Einwohner künftig durch Windkraft- oder Solaranlagen. Daneben soll der Energieverbrauch durch Minergiebauten, eine
ökologische Bauordnung oder intelligente Strassenbeleuchtungen gesenkt werden, um näher in Richtung der 2000-Watt-Gesellschaft zu kommen. Auch die Idee eines energieautarken Dorfes fand Anklang. Bei den Themen Gesellschaft, Generationen und Gesundheit wurde insbesondere die Idee
Redaktion: Livia Häberling Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch
einer Fusion Bonstettens mit Wettswil und Stallikon breit unterstützt. Ebenso tauchte die Forderung auf, Bonstetten solle dem Spitalzweckverband wieder beitreten. Und auch öffentlicher Marktplatz oder ein Kultur- und Freizeitzentrum fanden bei der Bevölkerung Anklang.
Zentraler Wohnraum für Senioren
Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch
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Bei diesem Workshop-Teilnehmenden konnte der öffentliche Marktplatz besonders punkten.
Im Lauf des Morgens kam zu den verschiedenen Themen ein reger Austausch zustande. (Bilder Livia Häberling)
Ebenfalls ein dominierendes Thema war das Wohnen im Alter. Gewünscht werden gut erschlossene, generationenübergreifende Wohnformen zu bezahlbaren Preisen, wobei die noch bestehenden Grünraumflächen zu bewahren und die Bauzonen nicht auszuweiten seien. Ausserdem wurde in Sachen Ernährung der Wunsch nach lokal produzierten Lebensmitteln breit unterstützt. In einem nächsten Schritt wird der Gemeinderat die Ideen, Wünsche und Visionen zusammentragen und sie anlässlich einer zweitägigen Klausur im März auswerten. Und dann ... dürfte es spannend werden.
wir gratulieren
Heimleiter Daniel Schnyder geht
In der Pestalozzi-Stiftung Knonau rumorte es seit Längerem Am 25. August 2015 übernahm Daniel Schnyder von Dieter Loosli die Heimleitung der Pestalozzi-Stiftung Knonau. Nach dreieinhalb Jahren ist nun Schluss: Per Ende Juli tritt er von seinem Amt zurück. Der Grund sind anhaltende interne Unstimmigkeiten.
stiessen später unter Daniel Schnyder zum Team. Alle drei Lehrpersonen haben ihre Stelle per Ende Schuljahr im Sommer 2019 gekündigt. «Der Stiftungsrat ist jedoch stets hinter Daniel Schnyder gestanden und hat ihm in seiner Arbeit den Rücken gestärkt», betont Renate Weisbrod-Aebli.
Unterbelegung: 8 von 24 Plätzen sind frei
................................................... von livia häberling «Damit die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sich bei uns wohlfühlen, erachten wir eine gute Heimatmosphäre als wichtig», ist auf der Homepage der Pestalozzi-Stiftung Knonau zu lesen. Weniger angenehm soll die Stimmung seit Längerem unter den Mitarbeitenden gewesen sein. Auf Anfrage bestätigte Stiftungsratspräsident Dr. Robert Karrer den Wechsel: «Daniel Schnyder hat sich dazu entschlossen, die Stiftung zu verlassen.» Zu den Gründen für seinen Abgang wollten sich sowohl Karrer als auch Schnyder nicht äussern. Ganz überraschend kommt die Demission
War seit August 2015 im Amt: Daniel Schnyder. (Archivbild Thomas Stöckli) allerdings nicht – und sie dürfte wohl nicht ganz freiwillig erfolgt sein. Intern soll es unter dem neuen Leiter zu einiger Unruhe gekommen sein. Stiftungsrätin Renate Weisbrod-Aebli bezeichnete den Heimleiter-Wechsel als «anspruchsvoll». Ausserdem bestätigte sie, dass die Fluktuation in den vergangenen dreieinhalb Jahren hoch gewesen sei. Von den drei Hauptlehrern war nur der Schulleiter in der Ära Loosli angestellt worden. Die anderen beiden
Derzeit führt eine externe Fachperson im Auftrag des Stiftungsrats mit sämtlichen Mitarbeitenden Gespräche. Die Auswertung soll bis Ende Januar vorliegen und Aufschluss darüber geben, wo der Schuh drückt. Die Suche nach einer Nachfolge läuft derzeit; Daniel Schnyder wird die Stiftung per Ende Juli – und damit auf das Ende des laufenden Schuljahres hin – verlassen. Die Herausforderungen für die Pestalozzi-Stiftung dürften auch in den kommenden Jahren nicht kleiner werden. Seit Längerem kämpft das Schulheim mit der mangelnden Auslastung: Von den 24 Plätzen sind gemäss Renate Weisbrod-Aebli derzeit 16 belegt.
Zum 90. Geburstag In Zwillikon feiert heute Dienstag, 29. Januar, Otto Fontana seinen 90. Geburtstag. Zum hohen «Runden» wünschen wir alles Gute und gute Gesundheit.
Zum 85. Geburtstag Am Donnerstag, 31. Januar, darf Margrit Baur in Affoltern auf stolze 85 Lebensjahre zurückblicken. Wir wünschen nur das Beste und gratulieren von Herzen.
Zum 80. Geburtstag In den nächsten Tagen werden gleich zwei Jubilare in Affoltern ihren 80. Geburtstag begehen. Heute Dienstag, 29. Januar, ist dies Peter Brändli und am Donnerstag, 31. Januar, August Schönenberger. Wir wünschen den beiden viel Freude am Jubeltag und ein tolles neues Lebensjahr. anzeige
Bezirk Affoltern
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Dienstag, 29. Januar 2019
Feuerwehr Affoltern hat neues Ersteinsatzfahrzeug übernommen Ein neues Ersteinsatzauto komplettiert den Fahrzeugpark der Feuerwehr Affoltern. Seit einigen Tagen steht es schon im Depot, ab Februar ist es auch im Einsatz. ................................................... von thomas stöckli Die innere Verdichtung stellt die Feuerwehren im Knonauer Amt vor neue Herausforderungen. Sie müssen sich mit zunehmend engeren Platzverhältnissen in den Quartieren und verkehrsberuhigten Gebieten arrangieren. Das gilt insbesondere für den Bezirkshauptort, wo die innere Verdichtung bereits stattfindet – mit dem entsprechenden Bevölkerungswachstum. Verkehrsberuhigte und teilweise zuparkierte Strassen sind nicht für herkömmliche Feuerwehr-Lastwagen ausgelegt. Das Kommando der Feuerwehr Affoltern hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich – gestützt auf das Fahrzeugkonzept der kantonalen Gebäudeversicherung (GVZ) – mit dem künftigen Fahrzeugbedarf auseinandergesetzt. Die zentrale Erkenntnis daraus: Ein leichtes, wendiges Ersteinsatzfahrzeug (EEF) muss her. Gerade bei kleineren Ereignissen, welche die Mehrheit der Feuerwehreinsätze ausmachen, hat das seine Vorzüge. Kürzlich durfte die Feuerwehr Affoltern ihr neues EEF – einen Iveco mit Rusterholz-Aufbau – in Empfang
Feuerwehrkommandant Marcel Büchner (links) und Markus Meier, Stadtrat Sicherheit, nahmen das neue Ersteinsatzfahrzeug entgegen. (Bild Michael Huber) nehmen. Kernstück ist ein Hochdruck-Schnellangriff mit 60 Metern Schlauchlänge. Kombiniert mit einem 800-Liter-Wassertank ist man so für einen effizienten Einsatz bei kleinen Bränden gerüstet.
«Den künftigen Herausforderungen gewachsen» Ein Vorzug gegenüber dem bisherigen Equipment ist der Beleuchtungszylinder, der mit minimem Aufwand eine gleichmässige Ausleuchtung des Schadenplatzes ermöglicht. Weiter ist das EEF mit einer Fahrer- und Mann-
schaftskabine bestückt und kann so rasch mit einem Teil der benötigten Feuerwehrleute ausrücken. Voll ausgerüstet kostet das neue Ersteinsatzfahrzeug knapp 200 000 Franken. Davon übernimmt allerdings die GVZ die Hälfte. Eine Investition, die sich lohnt, ist Feuerwehrkommandant Marcel Büchner überzeugt: «In Verbindung mit den vorhandenen Fahrzeugen sind wir so den künftigen Herausforderungen gewachsen.» In den kommenden Tagen werden die Fahrer am neuen Fahrzeug ausgebildet, ab Anfang Februar steht das EEF dann bereits im Einsatz.
Wunderschöner Jahresbeginn
«Erlebnisse» im sonnigen Berner Oberland Das Tropenhaus in Frutigen mit der einheimischen KaviarProduktion und Thun mit Altstadt und Schloss an der Aare waren die beiden «Schauplätze» am vergangenen Wochenende. Nach einer kurzweiligen Fahrt mit der SBB und der BLS trafen die 21 Personen von «Erlebnisse» am Samstag, 26. Januar, um 9.30 Uhr in Frutigen im Berner Oberland ein. Nach einem kurzen Spaziergang war die Gruppe bereits im Tropenhaus und bereit für die sehr fachkundige Führung von zirka anderthalb Stunden. Im ersten Teil der Führung waren die Störe, die Kaviarproduktion und natürlich das warme Wasser aus dem Lötschberg-Basistunnel Thema. Und eben dieses «Tunnel-Wasser», das mit 17 Grad aus dem Tunnel fliesst und nicht einfach in die Kander geleitet werden darf, ist der Ausgangspunkt für das Ganze. Zur Abkühlung dieses zu warmen Wassers wurden vor 10 Jahren die Kaviar-Produktion und das Tropenhaus eröffnet. Zuerst konnte die Gruppe von vielen Arten der Störe Kenntnis nehmen. Ebenso die Hege und Pflege dieser Fische über mindestens sechs Jahre, bevor dann der Kaviar gewonnen werden kann. Nach diesen 6 Jahren können pro Fisch in der Regel 800 Gramm Kaviar gewonnen werden. Die «Ernte» des Kaviars ist für die Störe das Ende des Lebens. Nebst dem Kaviar wird fast der ganze Fisch verarbeitet. Sei es als Störfleisch oder die Haut (ein Stör hat keine Schuppen) als Leder. Der zweite Teil der Führung galt dem Tropenhaus und seinen Pflanzen und den tropischen Früchten. Und hier ist es so, dass die da produzierten Früchte im hauseigenen Restaurant angeboten werden oder im Shop gekauft werden können. Der erste Teil des Ausfluges wurde mit einem feinen
Vor dem Schloss Thun. (Bilder zvg.) Mittagessen im Tropenhaus abgeschlossen. Um 14 Uhr begann dann beim Bahnhof Thun die interessante Führung durch die Altstadt und das Schloss. Die sehr gute Führerin verstand es ausgezeichnet, die Zuhörenden in den Bann zu ziehen und für Thun zu begeistern. Sowohl der Thunersee als auch die Aare und die Kander waren und sind Thema für die Stadt. Die aufgezählten Gewässer waren bis vor wenigen Jahren immer wieder für Hochwasser und Überschwemmungen in der Stadt verantwortlich. Schlimmer wurde es vor vielen Jahren, als die Kander in den Thunersee umgeleitet wurde. So wurde ein früherer Stadtgraben zur Inneren Aare ausgebaut und so hat es nun im Zentrum zwei Aareläufe und eine Insel. Da diese Massnahme noch nicht genügte, wurde noch ein unterirdischer Entlastungsstollen gebaut. Es folgte ein Bummel entlang der Aare zum Rathaus, durch die Altstadt und mit dem erst drei Monate alten Lift hinauf zum Schlossberg. Hoch über Thun genoss die Gruppe die herrliche Sonne und den Blick auf die umliegenden Schneeberge des Berner
Oberlandes. Zum krönenden Abschluss folgte die Führung durch das sehr schöne Schloss. Nebst der interessanten Geschichte waren auch die Handwerkskunst, vor allem die der Zimmerleute eindrucksvoll. Somit ging für die Gruppe aus dem Säuliamt bei schönstem Wetter und zwei interessanten Themen der Besuch im Berner Oberland zu Ende. Als nächste Anlässe stehen zwei Schneeschuh-Touren auf dem Programm. Otto Steinmann Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen unter www.erlebnisse.ch/fotolabum.
Verschiedene Störe im Tropenhaus.
Bezirk Affoltern
Dienstag, 29. Januar 2019
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Jaap Achterberg interpretiert Jacques Brel Französische Chansons, komponiert von einem Belgier und vorgetragen von einem niederländischen Schauspieler Das Publikum wusste: Trotz grosser Begeisterung gibt es bestenfalls eine einzige Zugabe. Man hätte dem Schauspieler und den drei Musikern am vergangenen Samstag im Lager der Buchhandlung Scheidegger gern länger zugehört. ................................................... von regula zellweger Das Drei-Mann-Orchester begann einen fröhlichen, beschwingten Walzer zu spielen ... und spielte und spielte. Jaap Achterberg, nah am Mikrofon, ging mit der Musik mit und sang ... und sang ... nicht! So begann der Abend im Lager der Buchhandlung Scheidegger mit «La valse à mille temps», Musik und Text von Jacques Brel – ohne Text von Jaap Achterberg. Das Publikum war gleich in bester Stimmung. Jaap Achterberg erklärte, dass Brel ein begnadeter Schnellsprecher gewesen wäre – er nicht. Und überhaupt, dass er hier wäre, daran sei Franco schuld. Franco Mettler!
Perfektes Zusammenspiel Franco Mettler spielte an diesem Abend Klarinette, Saxofon und Akkordeon – und prägte mit der Wahl seines Instrumentes den Klang und die Atmosphäre jedes Chansons. Bereits zur vorherigen Produktion «All The world is green – Balladen von Tom Waits» hatte Mettler den Schauspieler und Sprecher Jaap Achterberg überredet. Und nun zu «Achterberg singt Jacques
Brel». Franco Mettler, Daniel Sailer, Kontrabass, Marco Schädler an den Tasten und Achterberg haben die Musik zu den Liedern neu arrangiert. Daniel Sailer bewies, wie vielseitig sein Instrument ist, dass ein Kontrabass in warmen Tönen singen und auch den chaotischen Lärm in der Hölle intonieren kann. Ab dem zweiten Lied sang dann Achterberg Chansons von Jacques Brel in Achterberg-Manier. Er führte von Chanson zu Chanson mit biografischen Informationen und eigenen Erinnerungen und Statements – er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er fesselt mit seiner Sprache, aber auch mit seiner Mimik und Gestik.
Jacques Brel Der bekannte Chansonnier Jacques Brel, 1929–1978, ist in Schaerbeek bei Brüssel aufgewachsen und sprach sowohl Flämisch als auch Französisch. In Paris musste er lange auf seinen Durchbruch warten, zu dem ihm Musikproduzent Jacques Canetti (Bruder des Schriftstellers Elias Canetti) verhalf. Verheiratet war Brel mit Miche, die beiden hatten drei Töchter und blieben trotz zahlreicher Aussenbeziehungen immer zusammen. Ein zentrales Thema in Brels Œuvre ist die Liebe. Er sang französisch, aber als Flame übersetzte er Chansons auch ins Niederländische. Ideal für Jaap Achterberg, der nicht nur Französisch mit Piaf-likem rollendem Rrrr, sondern auch in seiner Muttersprache sang. Das zweithäufigste Thema von Brels Liedern ist der Tod. Tief getrof-
Jaap Achterberg sang Chansons von Jacques Brel und wurde von Daniel Sailer (links) mit Kontrabass und Franco Mettler (rechts) mit Akkordeon, Klarinette und Saxophon begleitet. (Bild Regula Zellweger) fen hat ihn der Tod seines Freundes Georges Pasquier, genannt «Jojo». Brel starb 49-jährig an Lungenkrebs.
Das flache Land «Le plat pays qui est le mien», ein musikalisches Gemälde, das den Heimatländern sowohl von Brel als auch von Achterberg entspricht, war das erste Lied, das Achterberg an diesem Abend sang. «Sur la place» erzählt, wie ein Mädchen selbstverloren auf einem Platz tanzt, die Menschen in den Häusern bewegt, berührt – und sie mit dieser Rührung wieder allein lässt. In «Montmartre» transportierte das Akkordeon die typische Pariser Atmosphäre. Brels Lieder sind oft mit Frauennamen betitelt. Beispielweise er-
zählt er von Mareike. In Brügge erinnert eine Statue an Brels Chanson «Mareike». Städte und Landschaften spielen eine Rolle. Brel beschreibt die belgische Stadt Liège, deutsch Lüttich, holländisch Luik, eine graue, schmutzige Bergbaustadt an der Maas: «Ce soir il neige, sur mes rêves et sur Liège, que le fleuve transperce sans bruit.» Heute Nacht schneit es, auf meine Träume und auf Lüttich, das der Fluss geräuschlos durchdringt.
Amsterdam Das Chanson «Amsterdam» erzählt vom wüsten Treiben der Seeleute bei Landgang. Jaap Achterberg arbeitete als junger Mann als Sozialarbeiter in Amsterdam. Er sang das Lied in seiner
Muttersprache. Auch das bekannte Lied «Ne me quitte pas», «Verlass mich nicht» interpretierte er ins Niederländisch. Die Übersetzung «Laat me niet alleen» ist für Achterberg stimmiger als der französische Originaltitel. Das Lied handelt von einem Mann, der eine Frau in wachsender Verzweiflung bittet, ihn nicht zu verlassen. Brels Chansons erzählen von Gefühlen und wecken Emotionen. Achterbergs Interpretationen muss man sehen und fühlen – nicht nur hören. Seine Mimik und Gestik und das Erleben des Zusammen-Spiels mit den drei Musikern faszinieren. Zugaben hat Brel nie gemacht. Achterberg auch nicht. Brel nur einmal in Moskau. Und Achterberg in Affoltern am Albis.
Zweimal Brel Jacques Brel war in Affoltern bereits am Abend zuvor musikalisch aufgeführt worden – mit grosser Begeisterung beklatschte das Publikum im «LaMarotte» die Zephyr Combo, deren Belgischer Akkordeonist (Geert Dedappe) und Drehleiherspieler das «flache Land» auf Flämisch und die wilden Matrosen im Hafen von Amsterdam besang (nebst etlichen eigenen Kompositionen). Viel Puste bewies HeliconSpieler Leon Schaetti, Sprachkaskaden in Französisch sind nebst herzergreifendem Geigenspiel Esther Nydeggers Stärke, Rolf Caflisch legte den rhythmischen Teppich. (db)
Heitere Turbulenzen auf temporärem Campingplatz «Camping-Fründe» – Humorvoller Dreiakter des Theatervereins Bonstetten Unter der Regie von Miranda Goedhart begeistert der Theaterverein Bonstetten in einer witzigen Komödie. Die Premiere vergangenen Samstag gelang grossartig; weitere Vorstellungen folgen an den nächsten beiden Wochenenden.
rundum. Zum Schluss gab es verdient lang anhaltenden und herzlichen Beifall, den sich alle am Stück Beteiligten (inklusive Sarah von Allmen und Tanja Moll für die Maske, Michi Moll für Licht und Technik sowie Hama TV für Video und Thomas Enderle für Drucksachen) mit gutem Recht teilen dürfen. Theaterfreunden, welche die Premiere am vergangenen Samstag verpasst haben, sei empfohlen: Hingehen und sich köstlich amüsieren!
................................................... von urs e. kneubühl Die Burleske «Camping-Fründe» des Theatervereins Bonstetten birgt eine charmante wie witzige Intensität. Die Gefühlswelt der Menschen, die auf der Bühne handeln und dulden, wird von diesen selbst und Spielleiterin Miranda Goedhart flott und deutlich erlebbar ins Licht gehoben, wodurch das Ganze herrlich starke menschliche wie persönliche Akzente erhält. Und über allem thronen Spielfreude, Schalk, Witz und Turbulenzen, die das Premierenpublikum im voll besetzten Gemeindesaal vergangenen Samstag rasch und anhaltend zu begeistern wussten.
Verzwickt-witzig-turbulente Komödie Was für ein Bild: Da stehen Palmen, Wohnwagen, Zelte, ein Kiosk und sonnen sich Leute. Ein temporärer Campingplatz im Gemeindesaal Bonstetten, der – trotz winterlicher Kälte draussen – kräftige Sommer-Gefühle auslöst. Der Dreiakter «Camper-Fründe» von Marcel Schlegel, bestrickend inszeniert und gespielt vom Theaterverein Bonstetten, vermag allerdings noch einiges mehr: Die verzwickt-witzig-turbulente Komödie verknüpft zugespitzte Alltagssituationen mit Irrungen und Wirrungen, generiert Situationskomik sowie Wortwitz und stei-
«Camper-Fründe», weitere Aufführungen am Freitag/Samstag, 1./2. Februar, jeweils 20 Uhr; Sonntag, 3. Februar, 14 Uhr; Freitag, 8. Februar, 20 Uhr, sowie Samstag, 9. Februar, 19 Uhr (Derniere) im Gemeindesaal Bonstetten. Vorverkauf unter www.theater-bonstetten.ch.
Mit der Ankunft der extrovertierten Alexandra Moser (Nadia Goedhart, 2. v. l.) und ihrem unterwürfigen Ehemann Ingo (Markus Enk, links) gedeiht das Chaos. gert sich von einer Posse in den nächsten Spass. Ausnahmslos der Wirklichkeitsnähe entsprungene, liebenswürdige Kapriolen, welche vom Ensemble unter die Lupe genommen und genüsslich zur Schau gestellt werden. Die Geschichte, souffliert von Myrtha Aeberli, spielt im Tessin. Traumhaftes Wetter, sommerliche Temperaturen – Camperleben, wie man es sich wünscht. Das geniessen auch der Dauercamper Armin Stämpfli (Beni Janz) und seine Kreuzworträtsel lösende und liebend gern tratschende Ehefrau Gisela (Erika Umiker). Mit von der harmonischen Partie sind auch ihre direkten Dauerplatznachbarn, das stets gut gelaunte Ehepaar Gerber (Sibylle Birrer und Stefan Bürgi). Alles passt: Die beiden Damen hecheln Wesentliches und Scheinwichtiges durch, während ihre besseren Hälften den gemütlichen Camper-
alltag mit flotten Sprüchen ergänzen. Mit den ankommenden Neulingen Karin, Markus und Tochter Gina Wipf (Beatrice Spiller, Kurt Good und Dominique Binder) allerdings ändert sich schon mal einiges, weil etwa Vater Wipf seine Tochter vom quirligen Platzwart-Sohn Luca Salvatore Campanile (Kaspar Locher) fernhalten will. Als schliesslich auch noch die neureiche und extrovertierte Alexandra Moser (Nadia Goedhart) mit ihrem geradezu sklavisch unterwürfigen Mann Ingo (Markus Enk) eintrifft, gedeiht das Chaos zusätzlich.
Überzeugende Bühnenleistung So nehmen sie ihren Lauf, die Irrungen, Wirrungen, Verführungen, Entgleisungen, Überraschungen… und so kommt es schliesslich auch zu Versöhnungen, aber auch zu einem unerwar-
teten Ausgang. Das fein ausgesuchte und erbaulich umgesetzte Lustspiel brachte die Besucher durchgehend zum Schmunzeln und Lachen, einerseits durch die Situationskomik und andererseits durch lustige Wortspiele. Die tieferen Zusammenhänge werden dabei aber nie verspielt, sondern bleiben dort, wo sie in der Komödie hingehören und wo man sie aufspüren muss, in der Tiefe. Jegliche Handlung wird dabei ausnehmend ins Menschliche übergeleitet, sodass das Gespielte an Wirkung gewinnen kann. Die einzelnen Figuren der «Camper-Fründe» sind mit starkem Profil versehen und alle Akteure lassen spüren, dass sie sich in ihren Rollen wohlfühlen und diese mit grosser Freude und viel Herz ausfüllen. Die schauspielerische Leistung aller Darstellenden, ebenso die geschickt leitende Hand der Regisseurin jedenfalls überzeugen
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Bezirk Affoltern
Dienstag, 29. Januar 2019
Anhaltende Glücksgefühle ausgelöst Das Winterkonzert der Orchestergesellschaft am vergangenen Wochenende hielt, was es versprochen hatte dritten Teil kehrte die musikalische Lebenslust überschwänglich zurück in den Konzertsaal, der sich am vergangenen Freitagabend in der reformierten Kirche befand.
................................................... von susanne crimi Mit Spannung erwartete das Publikum am Freitagabend in der reformierten Kirche Affoltern die Mitglieder der Orchestergesellschaft Affoltern. Beim Studieren des Programmes fiel besonders in Auge, dass es sich bei den angekündigten Konzertstücken um Titel handelte, die von Komponisten aus dem 20. Jahrhundert oder aus der Epoche des Barock geschrieben wurden. Kann dies so bunt gemischt vorgetragen werden, ohne dass sich das womöglich beisst? Es konnte – und wie! Die feinen Flötentöne und das Pizzicato der Geigen am Anfang der «Elizabethan Serenade» von Ronald Binge (1910–1979) liess auf den Gesichtern der Zuhörer ein Lächeln erscheinen und die herrlich leichte Weise verführte beinahe dazu, sich im Takt der Melodie leise hin und her zu wiegen. Geschrieben wurde dieses bekannte Beispiel der «British Light Music» 1951 für das Mantovani-Orchester, für das es zu einem grossen Erfolg wurde. Fremdautoren verfassten auch Textfassungen dazu, in Deutsch hiess der Titel «Hör mein Lied, Elisabeth». Antonio Vivaldis Konzert für 3 Violinen in F-Dur war natürlich geprägt durch die typische barocke Spielweise. Die drei Solistinnen Sunita Abplanalp, Anna Srodecka und Gioia Steiner nahmen das Publikum bei den ersten Klängen für sich ein. Im ersten Satz spielten die drei die ersten Takte zusammen mit dem Orchester, bis dann die Themen von einer jungen
Hollywood und Ohrwürmer
Die Orchestergesellschaft Affoltern mit Dirigent Hugo Bollschweiler und den drei Violinistinnen Anna Srodecka, Sunita Abplanalp und Gioia Steiner. (Bild Susanne Crimi) Geigerin zur anderen weitergegeben wurden. Mal «unterhielten» sich die Violinen in ihren eigenen Dialogen, mal spielten sie im Kontext des Orchesters mit. Der zweite Satz, herrlich am Cembalo von Jonas Zürcher begleitet, war klagend-süss anzuhören, zwei Violinen spielten eine schmelzende Melodie und Anna Srodecka trug das Thema an der Violine gezupft weiter. Zurück zum munteren barocken Spiel im Vivaldi-Stil durften die Anwesenden erfahren, was «Glücksmusik» zur Zeit des Barock bedeutete und auch bis heute noch vermittelt.
Entweder ist Musik einfach nur gut oder schlecht Hugo Bollschweiler, der Orchesterleiter erklärte dem anwesenden Publikum den Unterschied zwischen U- und E-Musik, fasste aber auch zusammen, dass es eigentlich gar keine so grossen
Differenzen gebe, weil doch schliesslich nur entweder gute oder eben schlechte Musik zu definieren sei. Allerhöchstens könne man feststellen, das E-Musik etwas ernster daherkomme und vielleicht U-Musik mehr Lebenslust und Vitalität vermittle. Ausserdem sei er, als er im Internet zum Thema «Glück» habe recherchieren wollen, über den Begriff «Glühwein» gestolpert, was beim Genuss desselben ab einer gewissen Menge bestimmt ebenfalls Glückgefühle auslösen könne. Mit Eric Coates (1886–1957) «Miniature Suite» kehrte die Orchstergesellschaft musikalisch zurück ins 20. Jahrhundert. Diese Komposition erinnerte stark an die Filmmelodien der Filme, die in den 50er-Jahren entstanden sind und Geschichten erzählten von der «guten alten Zeit» – und immer ein Happy End hatten. Im zweiten Satz überraschte Konzertmeisterin
Susanne Dubach mit einem herrlichen Solo, die Melodie wurde tragisch und schmerzerfüllt und die «Unterhaltung» wurde grösstenteils zwischen Violine, Bratsche und Cello geführt. Der dritte Satz war erneut unbeschwert und heiter und die Walzerklänge zeigten deutlich, dass der Komponist unter grossem Einfluss von Richard Strauss gestanden hat. Mit Johann Sebastian Bachs Konzert für drei Violinen in D-Dur kehrte die Orchestergesellschaft zurück ins barocke Zeitalter. Die drei jungen Frauen, die als Solistinnen an der Violine beeindruckend spielten, wurden beim Allegro ausschliesslich durch das Streichensemble der Orchestergesellschaft begleitet, einzig ein Fagott unterbrach die reine Streichmusik. Der zweite Satz, Adagio, gefühlvoll vorgetragen durch die drei Solistinnen und Jonas Zürcher am Cembalo, vermittelte träumerische Leichtigkeit. Mit dem
Mit den Kompositionen von Leroy Anderson (1908–1975), einem amerikanischen Komponisten, durften die Zuhörer nebst einem Zeitsprung zurück ins 20. Jahrhundert auch gleich etwas «Hollywood-Feeling» mitnehmen. Mit «Arietta», «Summer Skies» und vor allem «Sleigh Ride» wurden wahre Ohrwürmer, die stark an die Filme, in denen Doris Day oder Judy Garland meist die Hauptrollen spielten, vorgetragen. Einfach «Wohlfühlmusik» vom Feinsten durften sich die Zuhörenden zu Gemüte führen lassen. Der Komponist war bekannt für seine Einbindungen von ungewöhnlichen «Instrumenten», die er in seine Stücke einbaute, so zum Beispiel das Geräusch einer Schreibmaschine bei «The Typewriter» oder im «Sandpaper Ballet» tatsächlich Sandpapier. Bei «Sleigh Ride» waren dies Schlittenglocken, die das Gefühl, in einem Pferdeschlitten durch eine tief verschneite Landschaft zu fahren, verstärkten. Die gefühlvolle Perkussion von Mario Holten beim diesjährigen Konzert der Orchestergesellschaft wertete die vorgetragenen Stücke entsprechend auf. Der begeisterte Applaus zeigte am Schluss des Konzertes auf, dass das Publikum die vergangenen 75 Minuten wohl sehr genossen hatte.
Mehr als nur mitreissende Live-Musik Der Musikverein Hedingen überzeugte am Jahreskonzert vom Samstagabend auch durch das «Fine-Tuning» hinter den Kulissen.
mal Custers Kavallerie – breitete sich nicht nur vor dem geistigen Auge aus, sie wurde auch auf die grosse Leinwand neben der Bühne projiziert. Gefühlvolle Perkussionsklänge und harmonische Flöten fielen auf.
................................................... von christine häusermann
Grosser Zuwachs an Mitgliedern
spielen. Manch andere Musikkappelle kann von einem solchen Zuwachs nur träumen. In Hedingen ging die Rechnung möglicherweise auch auf, weil Dirigent Jürgen Röhrig die Kurse für Erwachsene selber leitete, wie er nach dem Konzert meinte. Das gäbe den Neuen, die ihr Instrument erst seit zwei, drei Jahren spielen, mehr Sicherheit. Wieder zu einem homogenen Orchester zu werden, sei die Herausforderung für Musiker und Dirigent. Das Probenwochenende, das der Verein im November durchführte, sei dafür sehr wertvoll gewesen. Den Neuen gegenüber stehen aber auch einige sehr geübte, langjährige Mitglieder. Zwei von ihnen, Fredi Baumann und Fritz Schwarzbach, werden dieses Jahr am Musiktag in Hausen für 60 Jahre Blasmusik spielen geehrt und ausgezeichnet. Highlights im Stück «Frozen» des amerikanischen Komponisten Stephen Bulla, geschrieben für den gleichnamigen Walt-Disney-Film, waren der schön gespielte Saxofonpart und die wunderbaren Bässe. Die tiefen Bleche können noch präziser werden, dafür brillierte die Perkussion beim
«La Storia» von Jacob de Haan hätte Der Saal verdunkelt sich und zum trei- man sich vielleicht noch etwas breiter benden Rhythmus des Schlagzeugs und tragender wünschen können. De und der Perkussion laufen die Stars Haan macht bewusst keine Angaben, des Abends ein: herausgeputzt in ele- wie die Musik entstanden ist und gantem Schwarz, die Herren mit klei- überlässt es dem Zuhörer, seine eigene ner Fliege. Der Hedinger Musikverein Geschichte zu erfinden. Die typische versteht den Auftritt. Er intoniert De-Haan-Komposition bietet annicht einfach Musikstücke, die Musi- spruchsvolle, wechselnde Tempi und ker nutzen ihre Instrumente auch dynamische Klangbilder. Die Klarinetselbstbewusst, um die Zuhörer auf das ten und die tiefen Bleche dominieren Konzert einzustimmen. Das holt das die ruhigen Passagen. Hier zeigte sich Publikum ab, wärmt beide Seiten auf wohl auch, wie anspruchsvoll es ist, und animiert alle wie ein Cüpli. viele Neumitglieder in ein Orchester Sehr festlich legten sie los mit zu integrieren, die Einsätze wirkten «Fanfare Festival». Den jungen öster- manchmal etwas verschoben. reichischen Komponisten Michael Präsident Thomas Graf wies in seiGeiser rührten wohl nostalgische Ge- ner Ansprache darauf hin, dass neben fühle an vergangene kaiserlich-könig- drei jungen Talenten auch sieben(!) liche Herrlichkeit – ein triumphaler Mitglieder aus der Bläserklasse für ErStart mit grosser Verheissung und mit wachsene neu beim Musikverein mitvielen Möglichkeiten, die Töne blitzen zu lassen. Vize-Dirigentin Monika Raschle übernahm den Taktstock bei der «Blue Ridge Saga» von James Swearingen und «musizierte» aufs Schönste mit ihrem Orchester, wie der Tischnachbar anerkennend meinte. Die grossartige Landschaft der amerikanischen Blue Rigde Mountains – mal Südstaaten-Epos, Carlos Santana persönlich (rechts oben) unterstützt den MV Hedingen am Jahreskonzert. (Bild ch)
Finale. In «Blue Sky», einem Konzertmarsch des Japaners Tohko Takagi, kamen vor der Pause die Marschmusikfreunde voll auf ihre Kosten.
Musikauswahl begeisterte Mit «African Groove», «Santana, a Portrait», «Grease» – «Don’t Stop Me Now» und dem «Eighties Flashback» liessen die Hedinger ein Feuerwerk moderner, allesamt anspruchsvoll arrangierter Popmusik los. Sie gehorchten Freddie Mercury aufs Wort und liessen sich nicht mehr aufhalten, sondern führten das Publikum mit ihren Klängen in den musikalischen Weltraum. Die Musikauswahl für dieses Jahreskonzert fand beim begeistert klatschenden Publikum grossen Anklang. Karibische Reggae-Rhythmen stimmten fröhlich, im Santana-Medley mit den Ohrwürmern wie «Oye come va» und «Europa», überzeugte einmal mehr «Mr. Chickenskin» Michael Graber, diesmal als Solist auf seinem Tenorsaxofon, aber auch die soliden Flöten und das laute, kecke kleine Blech. «Grease» lief wie geschmiert, bei «Queen» gab es kein Halten mehr, der Drummer wirbelte, das kleine Blech kam trocken und ätzend, wie man sich das wünscht und die Flöten harmonierten virtuos. Und die «80erJahre» durchliefen alle Register souverän. Logo, hat man auch schon lange hinter sich. Präsident Thomas Graf, mit dem verdienten Bierchen in der Hand, war nach dem Konzert gelöst und sehr zufrieden mit dem musikalischen Auftritt seines Vereins und Dirigent Jürgen Röhrig, der an der Bar chillte, war es auch. «Ich dachte, wir müssten aufgrund der vielen Neuzugänge mit dem Niveau zurückschrauben, aber das mussten wir gar nicht gross. Technik und Intonation boten nicht besondere Probleme. Die Integration der Neuen ist sehr gut gelungen durch
intensive Probenarbeit, individuelle Betreuung und Registerproben.» Das Jahreskonzert des Hedinger Musikvereins hat einmal mehr gezeigt, dass Livemusik nicht zu überbieten ist und ein ganzes Orchester eine besonders vielfältige Klangwelt bietet. Der Musikverein Hedingen kommuniziert durch seine Musik, setzt auf den sympathisch unaufgeregten Moderator René Polster, der die kurzgehaltenen Ansagen mit wenigen Details bereichert, die Lichtshow ist zurückhaltend, dafür untermalen die projizierten Farbbilder die Musik und werten das Konzert auf – mal sind es Landschaftsbilder, mal sind die Musiker und ihre polierten Instrumente in Close-up-Aufnahmen in Szene gesetzt. Dazu trägt auch «Hoffotograf» Markus Jelk bei, der die Auftritte jeweils dokumentiert.
Sich getragen fühlen beflügelt Dass die musikalischen Hedinger aber auch ein besonderes Wohlwollen und viel Unterstützung durch Sponsoren, andere Vereine und Gemeindebehörden spüren, hilft sicher mit, erfolgreich zu sein. Die Sponsorenliste ist lang, die Tombola wird zum unterhaltenden Lottomatch. Der Damenturnverein und die Modellflugzeuggruppe «bespielen» Küche und Service, Proberäume können Hedinger Vereine gratis benützen. Behördenmitglieder lassen sich das Jahreskonzert des Musikvereins nicht entgehen: «En super Sound», meinte Gemeinderätin Christine Erni in der zweiten Halbzeit enthusiastisch und Gemeindepräsident Ruedi Fornaro, den seine Frau Jacqueline zum Konzert begleitete, sagte: «Vereine sind ganz wichtig, sie vernetzen die Generationen, machen sowohl Jugendarbeit als auch Altersarbeit und stärken den Zusammenhalt im Dorf immens.»
Forum
Dienstag, 29. Januar 2019
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ämtler kantonsräte meinen
Olivier Hofmann (FDP, Hausen)
Kantonaler Richtplan ja, aber keine Zersiedlungsinitiative Als Mitglied der Kommission für Energie, Verkehr und Energie habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit dem kantonalen Richtplan und dessen Weiterentwicklung befasst. Der Plan gibt Aufschluss über den Stand der Planung bezüglich Siedlung, Landschaft, Verkehr, Versorgung und Entsorgung sowie öffentliche Bauten und Anlagen. Er ist quasi eine Gesamtschau der räumlichen Ordnung im Kanton. Der Plan lenkt und koordiniert die Entwicklung im Kanton in die erwünschte Richtung und hat einen Planungshorizont von mindestens 25 Jahren. Zu den wichtigen Geschäften, welche die Kommission in letzter Zeit behandelt hat, zählten das Depot der Limmattalbahn, die Glatttal- und Oberlandautobahn, das Rosengartenprojekt in der Stadt Zürich, der Innovationspark Dübendorf und die Kehrichtschlackendeponie Tägnauer-
holz. Bei jedem dieser Projekte galt es, eine Vielzahl von Interessen abzuwägen und die beste Lösung für die Betroffenen und den Kanton zu finden. Auch wenn man über einzelne Projekte durchaus unterschiedlicher Meinung sein kann, lässt sich das Ergebnis als Gesamtes sehen: Der Kanton Zürich hat seine Hausaufgaben gemacht und verfügt über einen guten, umfassenden Richtplan. Leider haben nicht alle Kantone so gut gearbeitet wie der Kanton Zürich und es gibt auf eidgenössischer Ebene aus raumplanerischer Sicht durchaus noch Handlungsbedarf, der angegangen werden muss. Die am 10. Februar 2019 zur Abstimmung kommende Zersiedlungsinitiative der Jungen Grünen ist dazu jedoch der falsche Weg. Die von der Initiative verlangte nach innen gerichtete Siedlungsentwicklung
ist zwar prinzipiell zu begrüssen, der vollständige Einzonungsstopp geht jedoch viel zu weit und ist angesichts der Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung völlig unrealistisch: Der Bund rechnet mit zehn Millionen Einwohnern bis im Jahr 2045. Der Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum müsste bei Annahme der Initiative gänzlich innerhalb der bestehenden Bauzonen gedeckt werden. Dies würde den Spielraum des Kantons übermässig einschränken und insbesondere auch dem Wirtschaftsstandort schaden, da es noch schwieriger würde, Platz für neue Firmen zu finden oder bestehende Betriebe zu vergrössern. Aus diesem Grund werde ich am 10. Februar Nein zu der Zersiedlungsinitiative sagen und mich auch in Zukunft weiter für einen guten Zürcher Richtplan einsetzen.
Wassergesetz: zurück zum Absender Abstimmung vom 10. Februar. Gewässer sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Naherholung für Menschen und sollten grundsätzlich Allgemeingut sein. Wo verschiedene Interessen bestehen, müsste eine offene Interessenabwägung durchgeführt werden können. Genau diese Interessenabwägung wird aber verhindert, indem das neue Gesetz das Interesse von privaten Grundeigentümern schon zu Beginn weg priorisiert (§17). Konkret sollen mit dem neuen Wassergesetz Gewässerabstände so eng wie möglich gehalten werden, damit möglichst nahe ans Wasser gebaut werden kann. Pestizide und Dünger können vermehrt in Gewässernähe ausgebracht werden. Die gemessenen Werte von Giftstoffen in Zürcher Ge-
wässern sind aber heute schon grenzwertig. Zudem wird die Renaturierung von Bächen erschwert, weil Revitalisierungen weder Bau- noch Agrarland tangieren dürfen. Das wirkt sich nachteilig auf den Artenschutz und die Biodiversität aus. Fazit: Statt dass mit dem neuen Gesetz eine bessere Wasserqualität, mehr Artenschutz und sauberes Trinkwasser angestrebt wird, droht mit dem Gesetz die Wasserqualität weiterhin zu sinken. Wird der Klimawandel nicht gebremst, nehmen die Extremwetter und damit auch die Hochwasserrisiken zu. Schon jetzt wohnt jede siebte Person in der Schweiz in einem von Hochwasser gefährdeten Gebäude. Doch entgegen der Empfehlung von Experten will das neue Wassergesetz
die Anforderungen an den Hochwasserschutz senken! Im Gesetz soll der Standard insbesondere für Neubauten weit unter dem heute üblichen Niveau zu liegen kommen. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern wälzt das Risiko von den Eigentümern via Versicherungen auf die Allgemeinheit und insbesondere auf künftige Generationen ab. Der Regierungsrat hat ursprünglich einen guten, konsistenten Gesetzesentwurf für das neue Wassergesetz vorgelegt. Die Grünliberalen lehnen das von den alt-bürgerlichen Parteien verschlimmbesserte Gesetz ab und fordern einen neuen Entwurf auf Basis des regierungsrätlichen Vorschlages. Nicole Beck-Taubenest, Aeugst, Kantonsratskandidatin Grünliberale
Spital-Zweckverband führt in Sackgasse Abstimmung vom 19. Mai. Der Zweckverband (ZV) ermöglicht es Gemeinden, Gemeindeaufgaben gemeinsam in einer überkommunalen Organisation zu bewältigen. Früher war die Spitalgrundversorgung eine Gemeindeaufgabe, für die deshalb richtigerweise ein ZV etabliert wurde. Heute betreibt der ZV jedoch Aufgaben der Gesundheitsversorgung, für die die Gemeinden nicht mehr zuständig sind. Löst ein ZV Gemeindeaufgaben, dann haben die von ihrem Gemeinderat bestimmten Delegierten die Fachkenntnisse, um in der Delegiertenversammlung kompetent mitzuwirken. Dies ist bei den heutigen komplexen, gemeindefernen Spitalthemen nicht mehr gewährleistet. Es sind nicht die restriktiven Finanzkompetenzen im Spital-ZV, welche das unternehmerische Handeln einschränken, denn die Kompetenzanzeige
ordnung hätte längst via Statutenänderung angepasst werden können. In die Sackgasse führen den ZV vielmehr die komplizierten Entscheidungsstrukturen über mehr als drei Stufen (Spitalleitung, Betriebskommission [BK], Delegiertenversammlung und teilweise Stimmberechtigte): Dies macht die Organisation träge, ohne dass die einzelnen Stufen einen wirklichen Mehrwert zur Entscheidungsfindung beitragen. Zudem ist oft die Verantwortung für die Entscheidungen diffus: Die BK denkt, es entscheiden dann noch die Delegierten und diese meinen, die BK habe bereits eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen. Deshalb gibt es im Zweckverband nicht bessere, sondern langsamere und problematischere Entscheidungen. Gutes Beispiel ist das Verpflegungszentrum, das über lange Zeit von allen Entscheidungsstufen bearbeitet wurde. Trotzdem sind heute alle
der Meinung, dass die Entscheidung falsch war, denn man hätte höchstens die halbe Summe (10 statt 20 Mio.) dafür ausgeben dürfen! Helfen die demokratischen Strukturelemente des Zweckverbandes und das Öffentlichkeitsprinzip? Nur insofern als damit Fehlleistungen von unerfahrenen und wenig fachkundigen Politikern öffentlich gemacht werden können. Aber das Ziel muss sein, die Weiterführung der heutigen Spitalinstitutionen durch professionelle Drittinvestoren zu gewährleisten. Diese regulieren sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen selber – wie unsere gesamte Wirtschaft. Verlassen wir die Sackgasse des Zweckverbandes: Am 19. Mai: Ja und zweimal Nein! Besuchen Sie www.bthurnherr.ch Dr. Bertram Thurnherr, alt Gemeindepräsident, Hedingen
Der obligatorische Hundekurs gehört abgeschafft Abstimmung vom 10. Februar. Da ich in einem Haushalt mit Hunden aufgewachsen bin, weiss ich, dass ein regelmässiger Besuch eines Hundekurses durchaus sinnvoll sein kann. Der obligatorische Hundekurs mit rund 14 Lektionen für grosse Hunde erfüllt dies nicht. Ein Ausbau des Obligatoriums wäre jedoch unverhältnismässig und nicht zielführend. Eine Verkürzung des Obligatoriums, wie es der Regierungsrat möchte, wäre ebenfalls nicht sinnvoll. Da bis heute statistisch nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Zahl der Beissvorfälle abnimmt, wenn für die Hundehalter eine Ausbil-
dungsverpflichtung besteht, gibt es keinen Grund, um am Ausbildungsobligatorium festzuhalten. Zudem ist es unverhältnismässig, wenn erfahrene Hundehalter beim Erwerb eines neuen Hundes erneut einen Ausbildungskurs besuchen müssen. Das Obligatorium verursacht des Weiteren einen bürokratischen Kontrollaufwand für die Gemeinden. Fazit: Der obligatorische Hundekurs ist zwar gut gemeint, aber bringt wenig bis nichts und verursacht unnötige Kosten. Sagen Sie Ja zur Änderung des Hundegesetzes. Alain Schwald, Wettswil, Präsident FDP Bezirk Affoltern
Gesundheitsversorgung erhalten Aufgrund des Artikels Versorgungssicherheit im Bezirk, unterzeichnet von den SVP-Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten, wurde ich verschiedentlich angesprochen. Es gilt in diesem Zusammenhang generell festzuhalten, dass die drohende Schliessung des Bezirksspitals und die auseinanderfallende Zusammenarbeit der Gemeinden bei der Pflege einen Versorgungsverlust für die Bevölkerung darstellt. Diese Entwicklung muss verhindert werden. Es gilt, sich für die Erhaltung dieser Strukturen einzusetzen, dort wo es nötig ist, auf Kantons- oder dann auf
Gemeindeebene. Das schliesst Anpassungen, wie neue und effizientere Organisationsformen, nicht aus. Im Gegenteil, zur Stärkung der bestehenden Einrichtungen und der Dienstleistung sind Korrekturen unumgänglich. Deswegen muss man aber nicht mit Massnahmen dazu übergehen, die Zusammenarbeit auf Bezirksebene infrage zu stellen und damit die Versorgung zu schwächen. Ich unterstütze deshalb die bestehenden Einrichtungen unserer Gesundheitsversorgung. Hans Finsler, Affoltern a. A., Kantonsrat SVP
In Kontakt mit der Regierung Etwas vom Schönsten an der Schweizer Politik ist, dass sie greifbar ist. Bundesräte pendeln teilweise alleine mit dem Zug nach Bern und einem Regierungsrat kann man auch mal beim Einkaufen über den Weg laufen. Der Kontakt zwischen der Politik und der Bevölkerung ist ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie. Vor allem dann, wenn man auch Zeit hat, sich zu unterhalten mit den Frauen und Männern, die sich in der Politik für unsere Gesellschaft einsetzen. Am nächsten Samstag, 2. Februar, bietet sich eine gute Gelegenheit für solche Gespräche. Mario Fehr, Regie-
rungsrat und Vorsteher der Sicherheitsdirektion, besucht die Gemeinde Hedingen und freut sich darauf, Sie bei einem Brunch kennenzulernen. Ab 10.30 Uhr lädt die SP Bezirk Affoltern zusammen mit der Ortspartei von Hedingen zum Zmorge-Buffet ein im Chilehuus an der Oberdorfstrasse 1. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und angeregte Gespräche mit Mario Fehr und den Kantonsratskandidaten und -kandidatinnen der SP Bezirk Affoltern. Simon Vergés, Bonstetten, SP Bezirk Affoltern
Ex Muros: Initiative eingereicht Am 16. Januar beschloss das Ämtler Ex-Muros-Initiativkomitee, die 800 Unterschriftenbogen mit den 1800 Unterschriften von reformierten Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern – grossenteils aus dem Knonauer Amt – einzureichen. Unter schwierigsten Voraussetzungen, verursacht durch die Erfindung sogenannt sensibler Daten in Zürich, war es von Anfang an unmöglich, eine ordentliche Unterschriftensammlung zu organisieren und durchzuziehen. So konnte das Quorum von 2000 gültigen Unterschriften bis Ende November leider nicht erreicht werden. Eine Einreichung damals hätte dem Zürcher Ref. Kirchenrat die Möglichkeit gegeben, die Ex Muros-Volksinitiative auf eine Einzelinitiative her-
abzustufen – mit allen sich daraus für das Initiativkomitee ergebenden Nachteilen. Da der Zürcher Ref. Kirchenrat jedoch beabsichtigt, die kirchlichen Volksinitiativen nicht mehr zu bekämpfen, sondern zu fördern – ja, eventuell sogar mit finanziellen Beiträgen zu unterstützen –, wurde das Quorum per Neujahr 2019 auf nur noch 1000 Unterschriften reduziert. Nun kann das Ex Muros-Initiativkomitee als erste aktive kirchliche Gruppe davon profitieren. Vor Wochenfrist wurde nun fast das Doppelte der für eine landeskirchliche Volksinitiative benötigten Unterschriften eingereicht. Urs Stettler, Kappel a. A., Ex Muros-Initiativkomitee
Veranstaltungen Restaurant Adler Kappel am Albis mit allem drum und dran vom Dienstag, 29. Januar bis Freitag, 1. Februar 2019 unsere beliebte Metzgete mittags und abends Wir freuen uns auf Ihre Reservierung. Renata Schönbächler und Team Telefon 044 764 18 40
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Gewerbe/Dienstleistungen
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In gut vier Monaten
Das Musiktheater Plissé gastiert am 2. Februar im «Rössli» in Mettmenstetten. > Seite 11
Das Regionalturnfest war Thema an der Generalversammlung des TV Obfelden. > Seite 15
Dienstag, 29. Januar 2019
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Kein GP Osterhas Die Absage des 40. Radkriteriums führte zu einer langen Diskussion an der GV des RRC Amt. > Seite 16
Nach 100 Jahren wurde die Milliarden-Grenze geknackt
Sehr gutes Jahresergebnis für die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis
Ohne Stress zur neuen Traumküche. (Bild zvg.)
Sorgenfrei umbauen Info-Abend bei Kilian Küchen in Cham Gut beraten ist, wer sich am Infoabend vom 20. Februar oder 27. März von Kilian Küchen zum bevorstehenden Küchenumbau informiert. Sehr oft sind am Küchenumbau interessierte Eigenheimbesitzer verunsichert und haben viele offene Fragen. Sie machen sich Überlegungen zur Planung, zum Ablauf und zu den Kosten. Oft sind es auch Befürchtungen, wie ob die Wohnung vor Schmutz und Staub geschützt werden kann oder ob dann der Umbau auch termingerecht fertig wird. Das auf Küchenumbau spezialisierte Team von Kilian Küchen in Cham weiss um diese Ängste und Befürchtungen und hat die entsprechenden Antworten und Lösungen: Ein einfacher und einmaliger FünfPhasen-Plan garantiert einen sorgenfreien und termingerechten Küchenumbau. Ein Beispiel daraus: Kilian Küchen übernimmt die Bauführung, inklusive Koordination der Handwerker und sorgt mit bewährten Abdeckungen für eine staubfreie Wohnung.
So kann der Kunde auf Wunsch während des Umbaus in die Ferien fahren und sich auf eine termingerecht umgebaute neue Küche freuen. Damit wirklich keine Fragen zum Küchenumbau unbeantwortet bleiben, lädt Kilian Küchen am 20. Februar oder am 27. März zum kostenlosen und unverbindlichen KüchenumbauInfoabend nach Cham ein. Während zwei Stunden erhalten die Teilnehmenden alle relevanten Informationen für einen reibungslosen Küchen(um)bau. Die Infos, Tipps und Anregungen zu Raumgestaltung, Budgetierung, Planung und zeitlichem Ablauf des Küchenumbaus begeistern die Teilnehmenden immer wieder aufs Neue, wie die Teilnehmerstimmen auf der Website www.kiliankuechen.ch zeigen. (pd.) Nächste Informationsabende: 20. Februar, 27. März. Anmeldung per Telefon: 041 747 40 50, per Mail: info@kiliankuechen.ch oder via Website: www.kiliankuechen.ch. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Kilian Küchen GmbH, Hinterbergstrasse 9, Cham (vis-à-vis Coop bau+hobby).
«Zuckerwatte» im Sihlwald Wer an kalten, schneelosen und windstillen Wintertagen durch den Sihlwald spaziert, trifft gelegentlich auf merkwürdige, zuckerwatteähnliche Gebilde am Waldboden. So genanntes Haareis bildet sich unter bestimmten Bedingungen auf feuchtem Totholz.
flüssiges Wasser im Baumstück vorhanden, so wächst das Naturphänomen wie lebendiges Haar aus dem Totholz heraus. Der Pilz sorgt dafür, dass sich die Eiskristalle fadenförmig aneinander reihen. Die «Eis-Zuckerwatte» bildet sich über Nacht und hält sich nur kurz. An der Sonne schmilzt Haareis sehr rasch. Im Schatten bleibt es auch mal einen Tag lang erhalten. Wind zerstört die feinen Gebilde sofort. Haareis ist deshalb an windstillen Tagen in schattigen Mulden häufig zu entdecken. Es befindet sich immer in Bodennähe. Es lohnt sich, sich an einem graufeuchten kalten Wintertag im Sihlwald auf die Suche dieses Zaubers zu machen.
Die geheimnisvollen, an Haarbüschel erinnernden, langen und filigranen Kristalle des Haareises bilden sich ausschliesslich auf feuchtem Totholz. Im Naturwald Sihlwald hat es reichlich davon, denn hier werden abgestorbene Bäume und Äste liegen gelassen. Es bildet aber längst nicht jeder tote Ast diese besondere Eisform an kalten Tagen aus. Die Hauptrolle bei der Entstehung der weniger als ein Zehntel Millimeter dünnen Eiskristalle spielt ein Pilz: Nur Totholz, das von der Rosa getönten Gallertkruste (Exidiopsis effusa) befallen ist, bildet Haareis aus. Ist Haareis kann erstaunliche Formen annehmen. (Bild zvg.)
Die Raiffeisenbank KelleramtAlbis mit Hauptsitz in Oberlunkhofen und Geschäftsstelle in Affoltern hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Bilanzsumme stieg um 2.2 Prozent auf 1006 Millionen Franken. Die Erwartungen bei den Hypothekarausleihungen, den Kundengeldern und dem Geschäftserfolg wurden übertroffen.
Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis gibt es seit dem Jahr 1919. Der Hauptsitz befindet sich in Oberlunkhofen, im Bild die Geschäftsstelle in Affoltern. (Bild zvg.)
Vertrauensbeweis in turbulentem Jahr
Erträge wachsen weiter
Die Kundenausleihungen stiegen im vergangenen Jahr um 5.4 Prozent auf 883.20 Millionen Franken. Auf der Passivseite konnten die Kundeneinlagen um 2.9 Prozent auf 851.0 Millionen Franken gesteigert werden. Dieses Wachstum von rund 24 Millionen Franken an zugeflossenen Kundengeldern sowie der Zuwachs auf 8928 Genossenschaftsmitglieder bestätigt der Bankleitung und dem Verwaltungsrat das grosse Kundenvertrauen trotz einiger Herausforderungen im letzten Jahr.
Erfreulich entwickelte sich auch die Ertragsseite. Obwohl das Zinsengeschäft von engen Margen beeinflusst wird, konnte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 2.3 Prozent auf 10.33 Millionen Franken gesteigert werden. Aufgrund von verstärkten Umsätzen nahm der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 16.9 Prozent zu. Der Geschäftsaufwand stieg aufgrund des Wachstums ebenfalls leicht an. Daraus resultieren ein Anstieg des Geschäftserfolgs von 10.20 Prozent auf 4.71 Millionen Fran-
ken und ein Jahresgewinn von 1.41 Millionen Franken. (+ 9.9 Prozent). Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis wurde 1919 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 100-Jahre-Jubiläum. Sie hat sich zu einer wichtigen Finanzdienstleisterin in der Region entwickelt. Am Hauptsitz in Oberlunkhofen und in der Geschäftsstelle in Affoltern arbeiten 40 Mitarbeitende, zwei davon sind in Ausbildung. Die Bank weist eine Bilanzsumme von rund 1006 Millionen Franken aus und zählt 17 000 Kundinnen und Kunden. Davon sind 8928 als Genossenschafter Mitbesitzer der Bank. (pd.)
Neues Domizil – eine historische Stätte
roosarchitekten neu im ehemaligen Sägereibetrieb Schneebeli Weniger als einen Steinwurf vom alten Ort entfernt, haben roosarchitekten GmbH im Winkel 5 in Affoltern neue Büroräume bezogen. Der Umzug wurde mit einem Apéro für Geschäftspartner gefeiert. Viel Fensterglas sorgt am neuen Domizil für Licht. Der Bürotrakt befindet sich an historischer Stätte am Jonenbach – dort, wo sich einst der legendäre Sägereibetrieb Schneebeli befand. Daran erinnert das mit viel Holz bestückte Intérieur des 80 Quadratmeter umfassenden Bürotrakts in der ersten Etage. Die roosarchitekten GmbH beschäftigt dort drei Mitarbeitende und einen Lernenden; das Hauptgeschäft mit 23 zum grossen Teil langjährigen Fachkräften ist in Rapperswil domiziliert – in einem ehemaligen Pfarrhaus. Das Architekturbüro wurde vor rund 35 Jahren von Paul Roos gegründet. Er, ein leidenschaftlicher Fotograf und bekannt durch die einem guten Zweck dienenden «Lichtbildersinfonien», bringt sich im Betrieb immer noch aktiv ein. Als Geschäftsführer fungiert sein Sohn Bernhard Roos, der kurz nach der Gründung ins Geschäft des Vaters eingestiegen ist und heute das Geschäft führt – ein Betrieb, der sich stetig entwickelt hat. Die Architekten sind auf verschiedenen Ebenen tätig
Luden Geschäftspartner zu einem Apéro im neuen Domizil ein, von links: Geschäftsführer Bernhard Roos, Gründer Paul Roos und Olivier Mangili, Filialleiter in Affoltern. (Bild Werner Schneiter) und beteiligen sich erfolgreich an Wettbewerben. Das Tätigkeitsfeld reicht von der Sanierung von Altbauten bis zu grossen Wohnüberbauungen mit Mehr- und Einfamilienhäusern, auch von Baugenossenschaften. Ebenso tragen Gebäude im öffentlichen Bereich die Handschrift der roosarchitekten GmbH, zum Beispiel Hallenbäder und Turnhallen in der Stadt Zürich. Aufträge gibt es ausserdem von der Denkmalpflege. «Unser
derzeitiges Auftragsvolumen beträgt gut 250 Millionen Franken», sagt Paul Roos mit sichtlichem Stolz. Am neuen Domizil im Winkel 5 in Affoltern teilt man sich die obere Etage mit André Mörgeli, einem Bauherrenvertreter. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür am 23. März 2019 kann sich die Bevölkerung ein Bild machen von der neuen Wirkungsstätte der roosarchitekten GmbH. (-ter.)
Veranstaltungen
Dienstag, 29. Januar 2019
Platz für Neues schaffen
«Kalberei»
11. April: Secondhand-Event für Frauenkleider in Knonau
Musiktheater-Quartett Plissé im «Rössli»
Am Donnerstag, 11. April, findet in Knonau der zweite Secondhand-Anlass für Frauenkleider statt.
Am Samstag, 2. Februar, gastiert das Musiktheater Plissé mit Annete Burkhardt, Esther Keller, Maja Oezmen und Manuela Sauser mit ihrem Programm «Kalberei» im «Rössli» in Mettmenstetten.
Secondhand-Kleider sind im Trend. Immer mehr Menschen kaufen bewusster ein und machen sich Gedanken zum Thema Umwelt und Menschenrechte. Die globalen Folgen von kommerziellem Kleiderkonsum sind jedoch weitreichend. Missstände wie Kinderarbeit und Ausbeutung von Näherinnen und Nähern, Rohstoffproduktion mit Giftbelastung für die Umwelt, Tierleid und Textilien, die mit Giftstoffen belastet sind und unserer Gesundheit schaden, sind leider untrennbar vom konventionellen Modekonsum. Insgesamt werden in der Schweiz jährlich 90 000 Tonnen Klei-
Für jeden Geschmack hat es etwas Passendes dabei. (Bild zvg.) der verkauft und 46 000 Tonnen in gutem Zustand wieder eingesammelt. Anhand der Fakten wird deutlich, dass nachhaltiges Handeln auch im Bereich Mode wichtig ist. Doch Kleider einkaufen darf weiterhin Spass machen. Am Secondhand-Event haben Kundinnen die Möglichkeit, ganz in der Nähe tolle
Stücke für ihren Kleiderschrank zu finden. Angenommen und verkauft werden saubere und gut erhaltene Pullover, Hosen, Jacken, Schuhe, Taschen und Accessoires für Frauen. Fehlkäufe und Kleider, die zu gross oder zu klein geworden sind, können so eine neue Besitzerin finden. Ob jung oder alt, reich oder arm, jede kann zu nachhaltigem Kleiderkonsum beitragen. Deshalb lohnt es sich, am Secondhand-Event teilzunehmen, Kleider zu verkaufen oder neue Schmuckstücke zu fairen Preisen zu erstehen. (pd.) Secondhand-Event für Frauenkleider in Knonau im Mehrzwecksaal Stampfi, 11. April, von 16 bis 20 Uhr. Unter secondhand.knonau@gmail.com erhalten Kundinnen ihre persönliche Kundennummer, um Kleider verkaufen zu können.
Ämtler Bibliotheken im Februar Bibliothek Aeugst Mittwoch, 6. Februar, 10 Uhr: Buchstart – Värsliziit. Gemeinsam mit dem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen. Für Eltern mit Kindern zwischen 9 Monaten und drei Jahren. Samstag, 9. Februar, 10 bis 12 Uhr: Buch & Kaffee. Brandneue Medien für die Skiferien liegen in der Bibliothek bereit. Alle sind herzlich zu Kaffee und Zopf eingeladen. Mittwoch, 13. Februar, 14 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer. Für Kinder ab drei bis vier Jahren. Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Montag von 18 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen.
Regionalbibliothek Affoltern Freitag, 1. Februar, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Dienstag, 5. Februar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Freitag, 8. Februar, 20 Uhr: Lesung mit Sunil Mann. Der Schweizer Krimiautor liest schwarze Texte. Dazwischen werden Häppchen und Wein serviert. Eintritt: 20 Franken. Anmeldung erforderlich (beschränkte Platzzahl): bibliothek@stadtaffoltern.ch oder Telefon 044 761 44 09. Montag, 11. Februar, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 13. Februar, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Mensch Keun» von Peter Weibel diskutiert. Freitag, 15. Februar, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 16. Februar, 11 bis 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind herzlich eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Donnerstag, 21. Februar, 15 bis 15.30 Uhr: Buchstart-Treff. Samstag, 23. Februar, 11 bis 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März gelten die normalen Öffnungszeiten.
Bibliothek Bonstetten Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März ist die Biblio-
thek jeweils am Montag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Bibliothek Hausen Während der Sportferien vom 11. bis 23. Februar ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr geöffnet.
Bibliothek Hedingen Mittwoch, 13. Februar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern von 9 bis 24 Monaten. Mit Versen und Fingerspielen in die Welt der Sprache eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen. Mittwoch, 20. Februar, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von vier bis sechs Jahren. Ein spannender Geschichtennachmittag in der Bibliothek. Während der Sportferien vom 25. Februar bis 9. März ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
Bibliothek Kappel Während der Sportferien vom 11. bis 23. Februar bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Knonau Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März bleibt die Bibliothek geschlossen. Ausserhalb der Ferien gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 15 bis 18 Uhr, Donnerstag, 17 bis 19 Uhr und jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr.
Bibliothek Maschwanden Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Mettmenstetten Ab 7. Februar ist die Bibliothek neu auch am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Mittwoch, 13. Februar, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen. Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Montag und am Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Bibliothek Obfelden Freitag, 1. Februar, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Während der Sportferien vom 4. bis 16. Februar ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Mittwoch, 27. Februar, 16 bis zirka 16.30 Uhr: Kamishibai: «Der Grüffelo» von Axel Scheffler und Julia Donaldson wird erzählt. Eine Geschichte für Kinder ab vier Jahren. Mittwoch, 27. Februar, 19.30 Uhr: 1. Lesekreis. Diskutiert wird das Buch «Lila» von Marilynne Robinson.
Bibliothek Ottenbach Dienstag, 19. Februar, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Liedli und Versli». Reime und Fingerverse für Eltern mit Kleinkindern von 0 bis 3 Jahren. Freitag, 22. Februar, 15 bis 17 Uhr: Bibikafi «International». Ungezwungener Begegnungstreff für alle, mit Kaffee und Kuchen. Mittwoch, 27. Februar, 14 Uhr: Kamishibai-Geschichten für Kinder ab 3 Jahren. Während der Sportferien vom 4. bis 16. Februar ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Erweiterte Öffnungszeiten bis zu den Frühlingsferien: Die Bibliothek ist zusätzlich am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
Bibliothek Rifferswil Während der Sportferien vom 11. bis 23. Februar ist die Bibliothek jeweils am Samstag von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet.
Bibliothek Stallikon Die neuen Bücher für Erwachsene – deutsche und englische Belletristik, Sachbücher und Hörbücher, die anlässlich des Bücherapéros vom 26. Januar auflagen – stehen bereit. Kuti Arcade, die Spielkonsole für spielerisches Lernen mit spannenden Quiz-Fragen, befindet sich bis Mitte März in der Bibliothek. Neu ist die Bibliothek Stallikon auch auf Instagram: www.instagram.com/bibi.stallikon. Das Bibliotheksteam informiert über Neuheiten, Buchtipps, Veranstaltungen etc. Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Bibliothek Wettswil Mittwoch, 13. Februar, 15 bis 17 Uhr: Kinder-Flohmarkt für Medien. Mittwoch, 27. Februar, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von neun bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 27. Februar, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von drei bis füf Jahren. Während der Sportferien vom 18. Februar bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. (I.S.)
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Musiktheater, eine Bühne, vier Holzbockleitern. Weniger ist mehr, wenig besser! Die Leitern stehen für vier Berggipfel. Hier oben lebt sichs gut mit der Rundumsicht auf die Welt, auf das verschlafene Dorf unten im Krachen und auf die benachbarten Gipfel. Es sind keine Karriereleitern, die Chantale, Jolanda, Erika und Silvia hochgetreppelt sind, um das einfache Leben zu finden. Es ist auch kein Leiterli-Spiel, das die Damen hochgewürfelt hat, und erst recht kein Gipfeltreffen, zu dem sie angerückt sind. Es ist, wie es ist! Unter den Leitern hängt und wippt, was die Damen zum Leben brauchen, dazu schnurrt das alte Radio den Wetterbericht vor sich hin und bringt das Leben vom Tal hoch. Das bläht die Fantasie der Damen auf und die Stimmung galoppiert mit ihnen über die Gipfel – bis das Wetter
«Plissé»: Musiktheater-Quartett mit Annete Burkhardt, Esther Keller, Maja Oezmen und Manuela Sauser. (Bild zvg.) umschlägt. Daran ist der Gletscher schuld, der wieder einmal kalbt, ohne dass er etwas abwirft. Überstehen die vier diese Kalberei und greift das einfache Leben den Damen unter die Arme, bis sich die Sicht klärt? (pd.) Samstag, 2. Februar, 20.15 Uhr, Restaurant Rössli, Mettmenstetten. Billettreservierungen unter www.bieus.ch oder Telefon 044 767 02 01 (Restaurant Rössli). Für Gäste, die im Restaurant Rössli essen, sind die Sitzplätze im Theatersaal mit Namen reserviert. Für Ticketbestellung ohne Essen gibt es einen reservierten Sitz mit freier Platzwahl. Eintritt: 35 Franken / 30 Franken (Legi/AHV). Abendkasse ab 19.30 Uhr. Weitere Informationen: www.plisse-musiktheater.ch.
Gewaltfrei kommuniziert Gross war das Interesse am Referat von Rolf Bänteli über Gewaltfreie Kommunikation, zu dem die reformierte Kirche Wettswil mit dem Café Mama einlud. Ein bunt durchmischtes Publikum aus dem ganzen Knonauer Amt versammelte sich am 18. Januar. Dass es sich dabei nicht einfach um ein gewöhnliches Referat handelte, wurde den Besucherinnen und Besuchern beim Eintreten in den Saal schnell klar. Alles war kunstvoll dekoriert und entführte die Anwesenden in eine stimmungsvolle Winterlandschaft. Dem Café-Mama-Team war es ein Anliegen, auch an diesem Abend einen Ort zum Wohlfühlen und für Begegnungen zu schaffen. Rolf Bänteli brach das Eis mit einem aktiven Einbezug der Teilnehmenden von Anfang an, so zum Beispiel mit der Frage, wo überall Gewalt im Alltag erlebt wird, was für Gefühle dies auslöse und welche Bedürfnisse dabei zu kurz kämen. An einer anschaulichen Geschichte illustrierte er, dass Gefühle nicht die direkte Reaktion auf ein Geschehen sind, sondern nicht erfüllte Bedürfnisse diese Emotionen hervorrufen. So löste die Vorstellung, in den Ferien eingeschneit zu werden, bei einigen Teilnehmenden fiktive Freude aus, während andere in derselben Situation eher mit Besorgnis oder Ärger reagieren würden. Der Referent, GFK-Trainer und Paartherapeut, gab einen kurzen Einblick in das
Leben von Marshall B. Rosenberg, dem Begründer der Gewaltfreien Kommunikation. Gewaltfrei, weil Rosenberg während seiner Kindheit und Jugendzeit viel Gewalt erfuhr und später bewusst an Orten arbeitete, wo auch physische Gewalt vorherrschend war. Schliesslich fand der Referatsabend bei einem Glas Wein und einem reichhaltigen Apéro im Café-MamaStil sowie bei angeregten Gesprächen seinen Ausklang.
Halbtägiges Seminar mit Rolf Bänteli Wer mehr über Gewaltfreie Kommunikation erfahren möchte, hat die Möglichkeit, am 9. Februar ein viereinhalbstündiges Grundlagenseminar mit Rolf Bänteli zu besuchen. An diesem Seminar lernen die Teilnehmenden die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg; die Methode, um sich in vier Schritten (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) klar auszudrücken; empathisches Zuhören; die Anwendung an eigenen Beispielen und in praktischen Übungen. (pd.) Grundlagenseminar mit Rolf Bänteli, Samstag, 9. Februar, 9 bis 13.30 Uhr, im Saal der reformierten Kirche Wettswil, Husächerstrasse 10. Unkostenbeitrag: 35 Franken, inklusive Verpflegung und Getränken (ausreichend Pausen während des Seminars). Anmeldung bis 5. Feburar an Nadine Häfliger, nadine@svenhaefliger.ch, Platzzahl beschränkt. Weitere Infos finden sich auf: www.kirche-stallikon-wettswil.ch sowie auf: www.gewaltfreikommunizieren.ch.
«Das herzige Schaf» in Affoltern Am Mittwoch, 6. Februar, von 14 bis 16 Uhr erleben die Kinder im Kafi vom Familienzentrum einen ganz besonderen Nachmittag. Die Kinderbuchautorin Ulrike Schembs kommt mit ihrem neuen Bilderbuch und erzählt die Geschichte vom herzigen Schaf, das sich nach dem Meer sehnt und sich auf die Reise dorthin begibt. Am Ziel angekommen, erlebt es etwas ganz Besonderes, mit dem es niemals gerechnet hätte. Im Anschluss an die Geschichte basteln die Kinder zusammen mit der Kinderbuchautorin ein herziges Schaf, das sie mit nach Hause nehmen können. Die Teilnahme ist kostenlos, Kosten nur für die eigene Konsumation. (GS)
Uli Schembs kommt mit ihrem Kinderbuch ins Familienzentrum. (Bild zvg.)
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Sport
Dienstag, 29. Januar 2019
Gut gekämpft und doch verloren
Die Damen 1 von Volley S9 sind in die Rückrunde gestartet
Vier Turniere, drei Podestplätze
Rony Hegetschweiler auf Erfolgskurs Der Mettmenstetter Rony Hegetschweiler konnte am kantonalen Junioren-Badmintonturnier in Uster seinen ersten Sieg verbuchen. Rony Hegetschweiler ist lizenzierter Badmintonspieler in der Juniorenmannschaft des Badmintonclubs Affoltern. Angefangen hat alles vor ein paar Jahren, als Rony, wie so viele andere in seinem Alter, mit Familie und Kollegen im Garten Federball spielte. Daraus entwickelte sich mit der Zeit eine Faszination für den fliegenden Ball (Shuttle). Da neben dem Turnverein (Jugi) und der Pfadi noch Platz für ein weiteres Hobby war, suchte sich Rony dafür einen geeigneten Club. Vor gut drei Jahren, entschied er sich, dem Badmintonclub Affoltern beizutreten.
Die Damen-1-Mannschaft von Volley S9 ist motiviert, weiterzukämpfen. (Bild zvg.)
Für das Damen-1-Team von Volley S9 fand am letzten Donnerstag das zweite Spiel der Rückrunde in der dritten Liga statt. Mit einem Kader von zehn Spielerinnen trat die Mannschaft zum Auswärtsmatch an. Mit grosser Vorfreude und starkem Willen starteten die Spielerinnen ins Spiel. Bei den ersten Ballwechseln war eine gewisse Nervosität des Teams spürbar. Unruhe und einige Missverständnisse brachten das Damen-1-
Team bereits früh in einen 0:5-Rückstand. Nach einem Time-out konnte die Mannschaft erste Punkte erzielen und den Gegner erstmals unter Druck setzen. Leider wurden die Spielerinnen durch ihren Einsatz nicht belohnt und der erste Satz ging deutlich an die Gegner von Voléro Zürich. Im zweiten Satz startete die Mannschaft mit einer neuen Aufstellung. Durch starke Annahmen und Angriffe konnten wichtige Punkte erzielt werden. Dadurch war der Spielstand im zweiten Satz deutlich ausgeglichener.
Ein gemütlicher Nachmittag
Leider mussten sich die Spielerinnen im zweiten Satz geschlagen geben. Auch im dritten Satz war die Stimmung gut und das Team kämpfte um jeden Ball. Dennoch wurden die Frauen nicht belohnt und verloren das zweite Rückrundenspiel 0:3. Trotz der Niederlage ist die Damen-1-Mannschaft von Volley S9 motiviert weiterzukämpfen. Die Spielerinnen sind zuversichtlich, in den folgenden Rückrundenspielen den einen oder anderen Sieg nach Hause zu bringen. (PaS)
Die beiden Erstplatzierten dürfen an die Schweizer Meisterschaft Der Badminton Verband Region Zürich führt, zusammen mit verschiedenen Vereinen, eine jährliche Juniorenmeisterschaft durch. Mit seiner Motivation, sich mit anderen im Wettkampf zu messen, hat Rony Hegetschweiler seine mentale Stärke, die Technik und die Ausdauer kontinuierlich verbessert. Obwohl erst 12 Jahre alt, ist er bei den U15-Junioren hervorragend in die neue Turniersaison gestartet. Nach drei Podestplätzen in
Der 12-jährige Mettmenstetter Rony Hegetschweiler (Mitte) ist erfolgreich in die Turniersaison gestartet. (Bild zvg.) Nürensdorf, Uster und Rapperswil führt er aktuell die Jahresmeisterschaft an. Am Ende der Spielsaison können jeweils die beiden Erstplatzierten an der Schweizer Meisterschaft in Olten teilnehmen. Bereits letztes Jahr erreichte dort Rony den guten 10. Rang. (pd.) Am Samstag, 18. Mai, führt der BC-Affoltern in der Sportanlage Schachen in Bonstetten ebenfalls ein Junioren-Meisterschaftsturnier durch. Der Anlass ist öffentlich und für Verpflegung ist gesorgt.
Starke Leistungen der jüngsten Volleyballtalente
FCA-Jassmeisterschaft vom 21. Januar
Erfolgreiches Turnier-Wochenende für Volley S9
Obwohl es bereits die 36. Austragung der Jassmeisterschaft des FC Affoltern war, hat dieser Anlass nicht wenige Begeisterte angezogen. Wie im letzten Jahr konnte das OK auch in diesem Jahr wieder ein volles Haus vermelden.
Das Wochenende vom 19. und 20. Januar gehörte den jüngsten S9-Volleyballerinnen und -volleyballern.
nun wieder die Küchencrew gefordert. Mit Routine und Übersicht wurden die Jasserinnen und Jasser verköstigt. Nach der Ziehung der Gewinner beim Schinkenlotto folgte die Rangverkündigung. Das Turnier wurde durch die zwei Stammgäste Annemarie Kälin und Hans Heiri Winkler mit 5311 Punkten gewonnen. Sie verwiesen das Duo Paula und Gody Plankensteiner auf den zweiten Platz. Im dritten Rang klassierten sich Daniel Huber und Andre Steinmann. Die nächste Ausgabe wird im Januar 2020 durchgeführt. Die Anmeldeformulare werden zirka Anfang November 2019 auf der Homepage www.fcaffoltern.ch aufgeschaltet. Die ganze Rangliste der diesjährigen Jassmeisterschaft ist ab sofort ebenfalls auf dieser Homepage einsehbar. Alex Roshardt
100 Jasserinnen und Jasser verbrachten einen gemütlichen und abwechslungsreichen Nachmittag im Singsaal in Zwillikon. Mit dem obligaten Apéro startete der Anlass wie gewohnt und dabei konnte auch der gut bestückte Gabentisch einer ersten Inspektion unterzogen werden. Danach wurde geschoben, gestochen oder die Stirn gerunzelt, geglückte Passen wurden eingehend analysiert und es offenbarten sich auch einige stille Geniesser. Nach den ersten zwei Passen stellte die Küchencrew, bestehend aus den Ü-30- und Ü-40-Fussballern des FCA, das Kuchenbuffet, den Pausentee und Kaffee bereit – das durch die hungrigen Teilnehmenden gleich wieder abgeräumt wurde. Dank dieser Stärkung konnten auch die folgenden drei Passen mit viel Elan bewältigt werden. Nachdem die jassbegeisterten Teilnehmer ihren Teil zu diesem gemütlichen Jassnachmittag beige- Spielleiter Alex Roshardt (Mitte) mit den Siegern tragen hatten, war Annemarie Kälin und Hans-Heiri Winkler. (Bild zvg.)
Los ging es am Samstag, 19. Januar, zum nationalem U11-Kids-Tag nach Seon. Mit dabei war ein U11-Team mit den jüngsten Mädchen und Jungs zwischen 6 und 8 Jahren. Das Team nahm bereits zweimal an regionalen Spieltagen teil und musste sich bis anhin immer den stärkeren und meist auch grösseren Gegnern geschlagen geben. Aber an diesem Samstag hatte das Team das gute Gefühl, dass es endlich mal ein Spiel gewinnen könnte. Nachdem sich alle Kinder gemeinsam mit «Volito», dem Kids-Volley-Maskottchen, aufgewärmt haben, ging es los mit dem ersten Spiel. Dabei zeigten die Kids, dass sich fleissiges Training ausbezahlt: Sie konnten sich viele schöne Punkte erspielen und zwei von vier Spielen gewinnen. Als Belohnung durfte sich jedes Kind ein Geschenk von Volito aussuchen.
Volleyball U-13: Aller guten Dinge sind drei Am dritten Spieltag der U-13-Volleyball-Meisterschaft machten sich am Sonntag, 20. Januar, drei motivierte Mädchenteams von Volley S9 und drei engagierte Jungs der Volley-S9-Boys auf den Weg ins winterliche Wald. Sie wollten beweisen, dass sie weitere Fortschritte im technisch schwierigen Sport gemacht hatten. Die Teams Volley S9-1 und 3 spielten gemeinsam in der vierten Stärkeklasse, das Team 2 in der 5. Stärkeklasse. Bei den Jungs gab es nur eine Stärkeklasse mit fünf Teams, die sich spannende Spiele lieferten. Die Teams starteten sehr gut in den Turniertag. Der sichere Service trug viel dazu bei und ist sehr entscheidend auf diesem Niveau. Es zeigte sich, dass die drei Monate seit
Auch beim club-internen Derby zeigten die Spielerinnen von Volley-S9 vollen Einsatz. (Bild zvg.) Saisonbeginn schon Fortschritte in der Ballbeherrschung gebracht haben. Dass im Volleyball nicht nur eine sichere Technik, sondern auch gute Nerven und – noch wichtiger – Freude am Spiel gefragt sind, zeigte sich im clubinternen Derby S9-1 gegen S9-3. Nach einem ersten Satz, der ausgeglichen voranschritt und aus Sicht des Teams 3 nur knapp mit 23 zu 25 verloren ging, konnte das Volley-S9-1-Team den 2. Satz mit 25:10 klar für sich entscheiden. Das S9-1-Team konnte nicht nur das Derby gegen die Kolleginnen gewinnen, sondern setzte sich auch bei allen anderen Teams mit 2:0-Sätzen durch. Das S9-3-Team konnte ebenfalls alle übrigen Spiele gegen Gegner wie Mini Embri 2, VBC Dürnten, VBC Rüschlikon in zwei Sätzen für sich entscheiden, sodass die Niederlage gegen das eigene Team bald vergessen war. Das S9-2-Team in der 5. Stärkeklasse war ebenfalls erfolgreich und von Anfang an wach, konzentriert und voll dabei. Somit konnten drei von vier Spielen mit 2:0 gewonnen werden, lediglich das Spiel gegen Spada Academica wurde zu einer
ausgeglichenen Angelegenheit und ging schlussendlich knapp mit 1:2 verloren. Die Volley-S9-Boys konnten aufgrund von Verletzungen und Abwesenheiten nur mit drei Jungs anreisen. Weil beim Minivolleyball jedoch mit je vier Spielern gespielt wird, konnte jeweils ein Spieler der Gegnermannschaft ausgeliehen werden. Die Jungs haben sich mit dieser Situation gut zurechtgefunden und auch die ausgeliehenen Spieler haben sich gut und mit Freude ins S9-Team integriert. Da der grosse Favorit Näfels nicht vor Ort war, hatte S9 gute Chancen auf erfreuliche Resultate. Einzig vor dem Gegner Zuzu war der Respekt gross. Aber durch gute Services, welche teilweise schon mit Druck von oben gespielt wurden und gutem Einsatz, konnten die S9-Boys alle Spiele gewinnen. Nun bleiben wieder zwei Monate Zeit, um sich weiterzuentwickeln. Es war ein gelungenes Volleyball-Wochenende, das allen Beteiligten viel Freude brachte. Die Trainer waren stolz auf ihre Schützlinge und diese freuten sich über ihre guten und erfolgreichen Spiele. So kann es weitergehen! (pd.)
Sport
Nick Watter für WM qualifiziert
Dienstag, 29. Januar 2019
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Der Turnverein Obfelden freut sich auf sein Regionalturnfest Die Generalversammlung bot interessante Einblicke in den aktiven Sportverein
Nick Watter. (Bild zvg.) Nachdem das erste Weltcup-Rennen der Saison 18/19 in Montafon Österreich wegen Schneemangels abgesagt werden musste, fand der Snowboardcross-Auftakt vor Weihnachten in Cervinia statt. Dort wurden gleich zwei aufeinanderfolgende Rennen ausgetragen, die für die WM-Qualifikation in Solitude entschieden. Erstmals schaffte der junge Säuliämtler aus Hausen am Albis in Cervinia den Sprung unter die ersten 24, bei idealen Wetter- und Schneeverhältnissen. Diese Rangierung bedeutet das Ticket für die WM. «Ich freue mich riesig, an der WM starten zu dürfen», meinte Nick Watter nach der Nomination. Am 31. Januar müssen sich die Fahrer mit zwei Zeitläufen im 48er-Tablau einreihen, die Finalläufe werden am 1. Februar in 6er-Heats gefahren. Nick Watter dazu: «Wenn es mir gut läuft, kann ich am Sonntag, 3. Februar, allenfalls den Mixed-Teamwettkampf bestreiten.» Sechs Fahrer des Schweizer Teams packen diese Chance. Während bei den Damen Lara Casanova, Muriel Jost und Sina Siegenthaler starten, sind es bei den Herren zusammen mit Nick Watter, Kalle Koblet und Jérome Lymann. (pd.)
Endstation Halbfinal für Petra Klingler Im Parkhaus von Saas-Fee traf sich die Eiskletter-Elite am Wochenende zum Lead- und Speed-Weltcup. Petra Klingler aus Bonstetten konnte sich im Lead problemlos für den Halbfinal qualifizieren, verpasste dann als 13. allerdings die Finalqualifikation.
An der Generalversammlung des Turnvereins Obfelden vom vergangenen Freitag erhielt man einen Einblick in einen gesunden Sportverein. Die wichtigsten Ämter konnten ohne Probleme vergeben werden. Neben den üblichen Geschäften stand auch das Regionalturnfest in Obfelden im Fokus. Vereinspräsident Davide Anderegg begrüsste die 65 Stimmberechtigen in der Brunmatt zur 138. Generalversammlung und wickelte die Vereinsgeschäfte zügig und unterhaltsam ab. Bei den Vorstandsämtern stellten sich die zur Wahl stehenden Mitglieder nochmals zur Verfügung, allerdings vorerst nur für ein Jahr. «Es ist an der Zeit, dass jüngere Mitglieder bald mehr Verantwortung übernehmen», führte Anderegg aus. Kassier Roger Büchler konnte über einen positiven Rechnungsabschluss berichten. Sehr gute Zahlen gab es bei der Gewerbe-Expo-Bar und dem Fussball-Grümpi. Oberturner Roman Niederhäuser erläuterte das Jahresprogramm mit dem eigenen Turnfest in Obfelden und dem Eidgenössischen in Aarau als Höhepunkte. Bei den Jahresberichten erfuhr die Versammlung, wie es Jugend- und Geräteriege ergangen ist und auch die eine oder andere Anekdote aus der Aktivriege. Geräteriegenleiter Stephan Niederhäuser gab offiziell bekannt, dass dies sein letzter Jahresbericht gewesen sei und er seine Leitertätigkeit nach 19 Jahren an Martin Häberling übergebe. Zudem wurde bekannt, dass Niederhäuser vom Zürcher Turnverband zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Als neues Freimitglied für zehn Jahre im Verein wurde Manuel Anneler ausgezeichnet. Auch die beiden 15-Jahre-Jubiläen von Manuel Bulliard
Die gut 80 Stimmberechtigen, Mitturner und Gäste an der Generalversammlung des Turnvereins Obfelden.
OK-Präsident Mirco Kurt informierte die Vereinsmitglieder über das Regionalturnfest Obfelden im Mai/Juni 2019 und Roger Vögtle wurden belohnt. Bei den Wortmeldungen am Schluss der Versammlung dankte Stephan Hinners im Namen des Gemeinderats Obfelden für den grossen Einsatz und für die Organisation des Turnfestes. Er freue sich, in Obfelden für ein
«Churze Chut»
Heinzer-Doppelsieg am Huuser Langlauf auf dem Mittelalbis Eine Ablösung bei halber Distanz genügte Organisator Bruno Heinzer, um das Langlaufrennen des Skiclubs Hausen auf dem Mittelalbis zu gewinnen. Bei den Frauen triumphierte Heinzers Gattin Eliane.
Wochenende «Stadtluft» zu schnuppern, wenn sich dessen Einwohnerzahl gegen 10 000 bewegen wird. OK-Präsident Mirco Kurt gab am Ende der GV einen detaillierten Einblick in die aktuellen Themen rund um das Regionalturnfest Obfel-
den, welches in gut vier Monaten stattfindet. Die Organisatoren freuen sich, am 25. und 26. Mai sowie am 1. und 2. Juni 2019 auch der Bevölkerung der Region den Turnsport näherzubringen und freuen sich bereits jetzt auf ein grosses Fest. (dst)
Ein unvergesslicher Schneetag
Schulkinder aus Affoltern auf der Mörlialp Skipiste statt Klassenzimmer: Die Klassen aus dem Schulhaus Butzen in Affoltern erlebten am 24. Januar einen aufregenden Schneetag auf der Mörlialp. Viele Kinder haben noch nie Skischuhe getragen, einen Stemmbogen gemacht oder einen Sessellift benutzt. Genau dies will Swiss-Ski zusammen mit dem Verein Schneesportinitiative Schweiz ändern und hat deshalb vor 15 Jahren die Schneespasstage, seit 2015 «Swisscom SnowDays School», ins Leben gerufen. Die Schulklassen aus Affoltern nutzten dieses attraktive Angebot und ermöglichten so den 130
................................................... von martin platter Es ist nicht so, dass der Huuser Langlauf am letzten Samstag kurz vor Mittag von Teilnehmern überrannt worden ist. Es war ein kleines Grüppchen, das sich auf dem Mittelalbis beim Bauernhof von Eliane und Bruno Heinzer eingefunden hatte. Allesamt sollten es am Ende des anspruchsvollen Langlauf-Wettkampfes in die Top-10 schaffen. Die relativ warmen Temperaturen in der Nacht und am Morgen hatten das perfekt präparierte Zweikilometer-Schneeband für klassischen und Skating-Laufstil weicher gemacht. An den Vortagen konservierten Minustemperaturen die verbleibenden knapp 25 Zentimeter Schnee, die noch in der weitgehend sonnengeschützten Mittelalbis-Hochebene liegen. Um 11 Uhr erfolgte der Start und Bruno Heinzer setzte sich sogleich an die Spitze des drei Runden zählenden Männerrennens, das stellenweise
Geräteriegenleiter Stephan Niederhäuser präsentierte zum letzten Mal den Jahresbericht. (Bilder zvg.)
Schulkindern im Skigebiet Mörlialp ein unvergessliches Erlebnis im Schnee. Oob Anfänger oder Fortgeschritte – alle kamen in den Genuss der Tipps von Ski- und Snowboardlehrern. Die Skilifte Mörlialp stellten für alle Kinder eine Tageskarte zur Verfügung. Die Skischule Mörlialp hat die Kinder den ganzen Tag zu Spezialkonditionen betreut. In dieser Saison dürfen weitere 30 Ortschaften mit zirka 400 Schulklassen dabei sein. So kommen vom Januar bis März rund 8000 Kinder in den Genuss eines unvergesslichen «SnowDays school». (pd.)
Noch führt Knut Buengen am Huuser Langlauf auf dem Mittelalbis, doch der spätere Sieger Bruno Heinzer ist bereits in Lauerstellung. (Bild Martin Platter) recht coupiert ist. Er blieb jedoch nicht alleine. Der auf dem Oberalbis wohnende Knut Buengen heftete sich in den Windschatten des früheren Schweizer Langlauf-Meisters und übernahm kurz darauf die Führung. Als ihn Heinzer Mitte der zweiten Runde jedoch ablöste und das Tempo hochhielt, konnte Buengen nicht mehr mithalten. Er erreichte das Ziel als Zweiter. Dritter wurde Ueli Grüninger. Bei den Frauen war das Rennen weni-
ger umkämpft. Eliane Heinzer war die einzige Starterin. Resultate Männer (6 km): 1. Buno Heinzer (Jg. 1954) 19:31 Min. 2. Knut Buengen (70) 20:18. 3. Ueli Grüninger (69) 22:05. 4. Hans Spinner (53) 24:31. 5. Thomas Heimann (75) 25:54. 6. Dietmar Hinteregger (74) 26:22. 7. Bruno Vogel (49) 28:27. 8. Beat Schaller (58) 33:26. Frauen (4 km): 1. Eliane Heinzer (55) 19:20. Weitere Informationen unter skiclub-hausen.ch.
130 Schulkinder aus Affoltern genossen den Schneetag auf der Mörlialp. (Bild zvg.)
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Sport
Dienstag, 29. Januar 2019
«... And the winners are …» 12. Säuliämtler Sports Award im Kasino Affoltern Am zwölften Säuliämtler Sports Award am Sonntagnachmittag hat sich erneut gezeigt: Eltern sind nicht nur die Vorbilder und Impulsgeber für den sportlichen Erfolg ihrer Schützlinge. Sie sind auch die besten Stellvertreter – vor allem die Mütter. ................................................... von martin platter Erneut galt es, die besten Säuliämtler Newcomer und Erwachsenensportler beiderlei Geschlechts sowie das beste Team zu küren, das in einer Vorauswahl durch eine Fachjury nominiert und schliesslich durch die Publikumswahl vor dem Anlass gewählt wurde. Ausserdem wurden erstmals die beiden Swiss-Skills-Medaillengewinner aus dem Bezirk Affoltern, Rahel Weber und Stephan Frank, im Rahmen der SSA geehrt. Den Abend eröffnete Bandi aber nicht wie üblich mit den Newcomern, sondern mit Davide Corrodi, der zusammen mit seiner Tanzpartnerin Maja Kucharczyk bei den Mannschaften nominiert war. Da der Tanzsportler und temporäre Weltranglistenerste an diesem Abend noch eine andere Verpflichtung hatte und wenig später gehen musste, durfte er als Erster über die glamourös wirkende Welt des Turniertanzes erzählen, die in Tat und Wahrheit knallharter Spitzensport ist. Es war ein gutes Omen, denn das Tanzpaar setzte sich später gegen die Sportschützen Affoltern und die Pontonierfahrer Ottenbach durch. Den Preis nahm seine stolze Mutter und Trainerin Jasmin Corrodi entgegen.
Ganzer Stolz der Eltern Auch bei den Newcomern war mit Colette Roth-Brand eine Mutter auf der Bühne, die für ihren erfolgreichen Sohn Noé einsprang, der zeitgleich an Areals-Wettkämpfen in den USA im Einsatz stand. Noé ist vor einem Jahr in Weissrussland erst 17-jährig Weltmeister im Ski-Kunstspringen geworden und war eines der jüngsten Mitglieder im Olympia-Aufgebot von Pyeongchang. Mutter Colette Brand war einst selber eine der erfolgreichsten Aerials-Spezialistinnen. Sie gewann 13 Weltcup-Triumphe, den
Die Säuliämtler Sports Award-Sieger Philipp Koutny, Jacqueline Schneebeli und Elin Ott. (Bilder Martin Platter) Gesamtweltcup und den Demonstrationswettkampf an den Winterspielen 1992 in Albertville. Als Olympiadritte von Nagano trat sie 1998 zurück. Zwei Jahre später kam Noé zur Welt. Der Clou: Beide wurden beziehungsweise werden von Michel Roth trainiert, dem Ehemann beziehungsweise Vater der zwei. So erstaunt es nicht, dass Noé seine Mutter an den olympischen Winterspielen 2022 in Peking sogar noch überflügeln will. Und, dass er
Ringer Nino Leutert und Mountainbiker/Radquerfahrer Timo Müller auch an den SSA hinter sich gelassen hat. Bei Newcomerin Jacqueline Schneebeli wiederum waren es der Vater und der Grossvater, die sie mit dem Mountainbike-Virus infiziert hatten. 2018 wurde Jacqueline im Crosscountry Schweizer Juniorenmeisterin, erreichte den siebten Platz an der Weltmeisterschaft in Lenzerheide und gewann die Gesamtwertung des
Ausgezeichnete Handwerker Mit Goldmedaillengewinnerin Rahel Weber aus Obfelden und Bronzemedaillengewinner Stephan Frank aus Hedingen wurden erstmals im Rahmen des Säuliämtler Sports Award auch die Preisträger der diesjährigen Lernberufsmeisterschaften SwissSkills in Bern geehrt. Der in Affoltern wohnende Nationalrat und Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler, sprach die Laudatio für die beiden ausgezeichneten Berufsleute. Er sagte: «Im Sport ist es wie im Beruf. Da wird jeden Tag aufs Neue Spitzenleistung erbracht.» Um die Besten ihres Fachs zu ermitteln, habe der Gewerbeverband mit weiteren Berufsverbänden die Stiftung Swiss-
Skills gegründet. 2014 wurden erstmals zentral in Bern Schweizer Meisterschaften in 171 nichtakademischen Berufen aus den Branchen Handwerk, Industrie und Dienstleistung ausgetragen. Die 20-jährige Rahel Weber, die in Baar und Lindencham in der Bäckerei von Rotz die Lehre zur Konditorin-Confisseurin gemacht hatte, darf nun dank ihrem Swiss-Skills-Sieg im August an den WorldSkills in Kazan (Russland) teilnehmen. Stephan Frank lernte zuerst Zimmermann, holte seine Bronzemedaille aber als Spengler EFZ – und das mit nur zehntägiger Vorbereitung. Weber indes bereitete sich zwei Monate auf die Herausforderung vor. (map.)
Mannschaftskategoriensponsor Walo Rüegg flankiert von Jasmin Corrodi, stellvertretend für ihren Sohn Davide und dessen Tanzpartnerin Maja Kucharczyk. Proffix Swiss Bike Cups. Dennoch zeigte sich die Hauptikerin überrascht, dass sie als Newcomerin den SSA überreicht erhielt und dabei Bogenschützin Janine Hunsberger und Radrennfahrerin Lara Stehli ausstach. «Beim Rennen weisst du in etwa, welches deine härtesten Konkurrentinnen sein werden. An einer Sportlerwahl ist das völlig offen», begründete Schneebeli.
Nicht immer einfach mit der Lehre Mit Elin Ott holte sich erstmals eine Concours-Reiterin den SSA in der Hauptkategorie – nachdem sie dies 2014 bereits bei den Newcomern geschafft hatte. Die 19-Jährige wurde 2018 Schweizer Meisterin Young Rider und kommt ebenfalls aus einem Elternhaus, wo der Vater (Andreas) und der Grossvater (Peter) erfolgreiche Turnierreiter sind bzw. waren. Elin Ott sagte: «Für mich ist der Award ein Zeichen der Wertschätzung für meine Leistungen im letzten Jahr.» Es sei eine Herausforderung, neben dem Sport auch gute Leistungen in der (KV-)Lehre zu bringen, die im Frühling zu Ende gehe. «Bis ich 21 bin, möchte ich mich als Halbprofi versuchen und schauen, was ich erreichen kann.» Drei Pferde stehen Ott aus dem elterlichen Gestüt in Rossau zur Verfügung: Oklahoma, mit der Ott gross geworden ist und ihren ersten Grand Prix gewinnen konnte. Auf Nanu konnte sie Schweizer
Meisterin werden. Mit Ekina, derzeit verletzt, war sie 2016 an der EM. Ebenfalls für den SSA nominiert waren die Hausemer Skeletonfahrerin Alena Huber und die Obfelder Marathon-Läuferin Susanne Rüegger. Bei den Männern gewann erstmals Philipp Koutny. Der Aeugster Triathlet gewann in seinem zweiten Profijahr seinen ersten Ironman und schrammte mit einer Siegerzeit von 8:01:18 Stunden für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen nur knapp am Schweizer Rekord vorbei. An der Ironman-WM auf Hawaii wurde er 15. «Ich habe nicht damit gerechnet, diesen Award zu gewinnen. Mit Teamund Trainerwechsel war ich in letzter Zeit zu beschäftigt, um Werbung für die Sportlerwahl zu machen», sagte Koutny. Nach fünf Jahren im Team Koach sei es an der Zeit für neue Impulse. Von weiteren Trainings-, Ernährungs- und Aerodynamikoptimierungen auf wissenschaftlicher Basis erhofft sich der 35-Jährige nochmals einen Leistungssprung. Der Gewinn des Ironman Zürich und ein Top-5Resultat auf Hawaii sind seine grossen Ziele. Den SSA verpasst haben Bikemarathon-Seriensieger Urs Huber, der den Award bereits 2008, 2009 und 2016 verliehen bekam und Rad-BrevetFahrer Bela Takacs, der mit Schlagfertigkeit und witzigen Antworten einen unterhaltsamen Schlusspunkt setzte.
Kein GP Osterhas dieses Jahr
Diskussionsreiche Generalversammlung des Radrennclubs Amt Die Absage des 40. Radkriteriums GP Osterhas am Ostersamstag führte zu einer langen Diskussion an der GV des organisierenden RRC Amt. Die Stadt Affoltern riet zur Verschiebung ins Jahr 2020, weil sie in der Affoltemer Industrie ein Verkehrschaos befürchtet.
Zahlreiche RRC-Amt-Kids-Biker holten im letzten Jahr Podestplätze oder wie die beiden Leaderinnen Shana Huber (Bild) und Sara Käppeli sogar den EKZ-Cup-Gesamtsieg in ihrer Altersklasse. (Bild Martin Platter)
In seiner ersten Generalversammlung als neuer Präsident des Radrennclubs Amt konnte Cyrill Rütimann auf ein durchaus gelungenes Vereinsjahr zurückblicken. Dank des beliebten Kids Bike Treffs ist der Säuliämtler Veloverein im 53. Jahr seines Bestehens weiter am Wachsen. 33 Eintritte standen 17 Austritten gegenüber, wovon zwei durch alters- bzw. krankheitsbedingte Hinschiede, die von den 25 Anwesenden mit einer Schweigeminute bedacht wurden. Auch sportlich und finanziell steht der Verein gut da. Urs Huber, der einzige Profi-Radsportler im Club, konnte trotz Schlüsselbeinbruch zahl-
reiche Erfolge einfahren und auch unter den Kids-Bikers hat es etliche, die zu den Besten ihres Jahrgangs gehören. Die Rechnung konnte mit einem Plus abgeschlossen werden. Im Budget 2019 wird jedoch ein mutmassliches Defizit resultieren. Deshalb, und um sich für künftige Ausgaben besser zu wappnen, beschloss die GV eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge von 80 auf 150 Franken. Die Mehreinnahmen sollen nicht nur in neue Trikots investiert werden. Das Angebot für die jungen Rennfahrer wird laufend erweitert.
40. GP Osterhas erst im Jahr 2020 Eine längere Diskussion entstand um den Traditionsanlass des RRC Amt, den GP Osterhas. Dass die Rundstrecke auf der Lindenmoosstrasse in der Affoltemer Industrie verkehrstechnisch immer mehr unter Druck steht, ist nichts Neues. 2018 konnte das Donnerstagabendrennen nicht mehr durchgeführt werden. Es wäre die 50. Saison gewesen, womit es das älteste seiner Art in der Schweiz ist. Das
weckte bei den Mitgliedern keine gute Vorahnung. Bis heute konnte keine geeignete Nachfolgerunde für die jährlich zehn Trainingsrennen gefunden werden. «Wird dem 40. GP Osterhas das gleiche passieren?», wurde denn auch mehr als einmal in die Runde gefragt. GPO-OK-Präsident Marcel Frei musste wegen seiner ungenügenden Kommunikation gegenüber dem RRCAmt-Vorstand und den GPO-OK-Mitgliedern Kritik über sich ergehen lassen. Dennoch gab er sich zuversichtlich, dass der 40. GPO 2020 auf der Lindenmoosstrasse stattfinden wird. Das Rennen in diesem Jahr durchzuführen, wäre jedoch eine Hau-RuckÜbung geworden. Bedingt durch die neuen Einkaufscenter, die im letzten Jahr eröffnet worden seien, fehlten der Stadt Erfahrungswerte bezüglich des Verkehrsaufkommens. Deshalb sei man zur Übereinkunft gekommen, das Rennen wie bereits 2009 (nach dem 30-Jahre-Jubiläum) für ein Jahr auszusetzen. Er habe jedoch die Zusicherung der Stadt erhalten, dass der GPO 2020 wieder stattfinden werde. Frei stellte sich denn auch nochmals
der Aufgabe und wurde von der Versammlung wieder gewählt. (map.) anzeige