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blickpunkt 2 10 www.avu.de

Das Magazin der

EHRENSACHE II

ENdlich!

Dem Sommer entgegen

Weitere Themen

E-Fahrrad: Preisvorteil f端r Gr端nStrom-Kunden

Energiespar-Wettbewerb: CO2OLE HELDEN

Werner Kollhoff: Netzwerken f端r die Kunst


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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

FREIZEIT Radtour EN_ Für Genießer: Radeln auf alten Eisenbahntrassen, geführte Touren und Tipps

ehrenamtliches Engagement ist ein Thema, das

Britta Worms, für den blickpunkt verantwortliche Redakteurin

uns alle angeht. Und es ist schön zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, sich für ei-

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ENERGIE Liebes Klima_ Energie sparen, erneuerbare Energie nutzen – so fördert AVU den Klimaschutz

nen guten Zweck zu engagieren. Sei es mithilfe der Kunst, die uns im Rahmen der Ruhr.2010 ganz besondere Erlebnisse beschert hat – im Sport oder beim Umweltschutz. Wir werden Ihnen in dieser Ausga-

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VOR ORT CO2OLE HELDEN_ Kinder und Jugendliche mit kreativen CO2-Sparideen per Internet gesucht!

be wieder Menschen vorstellen, die sich genau in diesen Bereichen für andere stark machen. Ein Thema liegt der AVU natürlich besonders am Herzen: der Umweltschutz. Und dabei stehen für uns gerade Kinder und Jugendliche im Vordergrund.

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EHRENSACHE

Ihnen zu zeigen, dass Klima- und

Ein Leben für den Judo-Sport_ Verdienstkreuz für Theo Schlieper: Der 66-jährige Judoka trainiert den Nachwuchs

Umweltschutz sich lohnen: für unsere Umwelt und uns selbst – das ist auch das Ziel des Wettbewerbs „CO2OLE HELDEN“. Der ist nicht nur erwähnenswert, weil dabei via Internet die besten CO2-Einspar-

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GENIESSEN

maßnahmen und -Einsparideen

Charmanter Stilmix_ Eintreten und wohlfühlen: Zu Gast in Davids Rathskeller in Gevelsberg

gesucht werden. Er ist auch so besonders, weil er von vielen Klimaschutzorganisationen aus der Region – die alle ehrenamtlich arbeiten – auf die Beine gestellt wurde. Und weil wir das für eine bemer-

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AUF EINEN BLICK

kenswerte Leistung halten, haben

Leine oder Trockner?_ Tipps von Energieberater Paul zum Thema Wäschetrocknen

wir von der AVU uns ebenfalls engagiert und viel Zeit investiert. Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Britta Worms


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Jetzt bewerben Von Schmiedearbeiten mit Schülern bis zur Herstellung von Solarlampen, von den „Kulturstrolchen“ bis zum Walderlebniszentrum: Die Kreativität kennt keine Grenzen beim AVU-Wettbewerb „Junges EN 2010 Plus“, der in diesem Jahr erstmals für das Miteinander der Generationen steht. Bei der ersten Staffel 2010 wählte eine unabhängige Jury 29 Projekte aus, die jetzt fi-

nanziell unterstützt werden. Nun läuft die zweite Staffel auf Hochtouren. Und wer bis jetzt noch nicht aktiv geworden ist, sollte das schnell nachholen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli. Also nichts wie ran! Die AVU freut sich auf kreative Projekte für Jung und Alt. Mehr über „Junges EN 2010 Plus“ erfahren Sie im Internet unter ww.avu.de

Der Wettbewerb „Junges EN 2010 Plus“ hat sich dem Miteinander von Jung und Alt verschrieben.

Leben auf der Sonnenseite Das ganze Jahr über können Sie mit dem AVU-Förderprogramm clever punkten. Und gerade jetzt im Sommer ist die richtige Zeit, über die Nutzung von Sonnenenergie nachzudenken. Sichern Sie sich daher Ihren Zuschuss für die Umrüstung auf Solarthermie zur Warmwasserbereitung. Wenn Sie bereits mit Erdgas heizen, bekommen Sie bis zu 150 Euro. Zusätzlich gibt es einen Bonus zu einer neuen solarthermischen Anlage, wenn Sie gleichzeitig Ihre Heizung auf Erdgas oder Wärmepumpe umstellen. Mehr Infos zum Förderprogramm bekommen Sie in allen AVU-Treffpunkten unter 02332 73-123 und unter www.avu.de

Strom im Stundenplan Die Hauptschule Friedenshöhe in Ennepetal steckt voller

e

Energie! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schon bald ist

Blickpunkt

Tipps und Neuigkeiten, die sich in Euro auszahlen können, bietet der neue „blickpunkt e“. Der kostenlose Newsletter für AVU-Gewerbekunden informiert laufend über neue Energie-Angebote. Viele gute Ratschläge für den effizienten Energieeinsatz in Büro, Geschäft oder Produktion sind ebenso dabei. Außerdem gibt es in jeder Ausgabe viele Kurznachrichten über alles, was sich in Sachen Energie in unserer Region tut … Bestellen können Sie den „blickpunkt e“ auf www.avu.de

sie Kooperationspartner der AVU. Somit wird sie bereits die dritte Partnerschule des Energiedienstleisters sein. „Der bewusste Umgang mit Energie wird immer wichtiger. Da ist es für uns selbstverständlich, die Schulen bei der Vermittlung dieser Kenntnisse zu unterstützen“, sagt Dieter ten Eikelder, kaufmännischer Vorstand der AVU. Schulleiter Michael Münzer ist begeistert: „Von der Kooperation können alle profitieren – Schüler, Eltern und Lehrer.“


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Wer sagt, dass Radeln nur im Flachland SpaĂ&#x; macht? Um sich die romantische Burg Hardenstein anzuschauen, strampeln moderne Pedalritter gern auch ein wenig bergauf.


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RadtourEN Was haben Radfahrer und historische Dampfloks gemeinsam? Beide mögen keine steilen Berge. Und deshalb haben die EisenbahnPioniere im Ennepe-Ruhr-Kreis schon vor mehr als 100 Jahren Wege gefunden, die die Ortschaften in den Tälern und auf den Bergen ohne allzu große Steigungen miteinander verbinden. Immerhin liegen zwischen dem Ruhrtal in Hattingen und dem Wengeberg in Breckerfeld mehr als 380 Meter Höhenunterschied, die es möglichst kraftsparend zu erklimmen galt.

Die meisten der alten Eisenbahntrassen haben längst ausgedient. Doch nach und nach werden sie aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst und zu Radwegen umgebaut. Den Ennepe-Ruhr-Kreis auf zwei Rädern gemütlich zu erkunden, ist längst keine Zukunftsvision mehr. Sämtliche Radwege im Kreis sind ausgeschildert. Auch wenn (noch) nicht alle über eigene Trassen führen, gibt es genügend Strecken, die abseits der Straßen verlaufen. Natürlich kann man die unterschiedlichen Strecken sportlich-schnell hinter sich bringen,

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.


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Auf den Punkt • Informationen für Radfahrer, Tourentipps und eine Liste der Fahrrad-Verleiher gibt es unter www.ennepe-ruhr-tourismus.de • Der Ruhrtal-Radweg ist unter www.ruhrtalradweg.de zu finden • Wer seine Tour selbst planen will, kann den Radroutenplaner des Verkehrsministeriums NordrheinWestfalen zu Hilfe nehmen: www.radroutenplaner.nrw.de • Der Regionalverband Ruhr ist Herausgeber der folgenden Radwanderkarten, die im Buchhandel erhältlich sind: Ruhrtal-Radweg, Route der Industriekultur per Rad, Tourtipp Elfringhauser Schweiz, Tourtipp Kemnader See, Radkarte Von Ruhr zu Ruhr • Die Radstation im Wittener Hauptbahnhof bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Fahrräder auch für behinderte und leistungsreduzierte Menschen an: www.wabembh.de/radstation_ frame.html • Geführte Radtouren durch das Ruhrtal: www.be2balance.de • Deutschlands größte Mountainbikeschule BIKERIDE: www.bikeride.de

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aber das wäre viel zu schade. Denn links und rechts der Wege gibt es unendlich viel zu entdecken: die zahlreichen mittelalterliche Burgen, die Herrenhäuser und Ruinen entlang der Ruhr, die Zeugnisse der industriellen Entwicklung des Ennepe- oder Heilenbecker Tals, die Bergbaugeschichte, die Altstädte in Hattingen oder Herdecke, die Jakobus-Kirchen in Breckerfeld … Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Inzwischen gibt es für Freizeitradler eine Fülle von Informationsmaterial, mit dem man sich seine ganz persönliche Tour zusammenstellen kann.

Erstmal Probefahren Zu einer Radtour gehört die richtige Ausrüstung. Wer noch nicht weiß, ob ihm das Radfahren wirklich Spaß macht, der kann sich zum Ausprobieren erst einmal ein Fahrrad ausleihen. Die Radstation im Wittener Hauptbahnhof zum Beispiel vermietet eine Vielzahl von Rädern für die unterschiedlichsten Ansprüche, darunter auch Spezialräder für Menschen mit Behinderungen. Mehrere Fahrradhändler bieten ebenfalls einen Verleihservice. Eine Satteltasche oder ein Rucksack sollten vor jeder Tour mit ein paar Lebens-

mitteln für unterwegs und vor allem mit ausreichend Getränken gepackt werden. Flickzeug gehört ebenso in die Tasche wie ein Regenschutz und – für alle Fälle – Verbandskasten und Handy. Auch wenn es nicht vorgeschrieben ist und die hier abgebildeten Freizeitradler fürs Foto darauf verzichtet haben: Einen Helm sollte jeder Radfahrer tragen, nicht nur um den Kindern als Vorbild zu dienen.

Über Stock und Stein Wer noch ein bisschen mehr „erfahren“ will, kann an einer geführten Tour teilnehmen. Zu dem Fahrspaß in einer Gruppe gibt es dann auch noch Geschichten und Erzählungen ebenso wie Sagen und Dönekes. Und vor allem viele Tipps, was man in der Freizeitregion Ennepe-Ruhr erleben kann. Auf sportliche Radler wartet im EnnepeRuhr-Kreis eine wachsende Zahl von Strecken, auf denen man sich – mit oder ohne Führung – mit seinem Mountainbike über Stock und Stein „auspowern“ kann. Nicht von ungefähr hat sich auf Schloss Steinhausen im Wittener Ortsteil Bommern die größte Mountainbikeschule Deutschlands angesiedelt.

Der Ruhrtal-Radweg führt von der Ruhrquelle bei Winterberg bis nach Duisburg. Ein sehr schöner Streckenabschnitt ist der im Ennepe-Ruhr-Kreis: Hier gibt es am Wegrand alte Ruinen, romantische Fährboote und vieles mehr.


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Die umweltfreundlichen E-Fahrräder kommen an. Gut sogar. Sie sind schnell und praktisch. Das schätzen auch Klaus Tödtmann, Geschäftsführer Tourismus der EN-Agentur (li.), und Klaus Bruder, Marketingleiter der AVU.

Ganz entspannt radeln Die steilste Straße im Kreis EN führt aus dem Ruhrtal nach Volmarstein. Auch wenn hier jedes Jahr Mountainbike-Rennen gefahren werden: Freizeitradler wird sicher nichts dazu bewegen, rauf bis zur Burg Volmarstein zu strampeln, selbst wenn man dort mit dem herrlichsten Blick übers Ruhrtal belohnt wird.

Doch jetzt gibt es eine Möglichkeit, selbst solche extremen Steigungen ohne Schweißausbrüche zu bewältigen – das neue E-Fahrrad, das die AVU und die Hattinger Firma Fahrrad Wurm kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Klaus Tödtmann, Geschäftsführer der EN-Agentur für den Bereich Tourismus, freut sich über die Kooperation der AVU mit dem Fahrradhändler und probierte das neue E-Bike mit dem kleinen, fast unsichtbaren Motor gleich aus: „Lange Zeit war der Ennepe-Ruhr-Kreis mehr ein Trainingsgelände für Tour-de-FranceTeilnehmer, inzwischen fühlen sich hier aber auch normale Radfahrer wohl, zum Beispiel auf den alten Bahntrassen. Und für die restlichen Steigungen gibt es jetzt das E-Fahrrad.“ Das E-Fahrrad der AVU ergänzt das Angebot der EN-Agentur, die bereits seit 2009 ein „EN-Bike“ anbietet. Das E-Rad fährt sich zunächst wie ein ganz normales Fahrrad mit einer – je nach

Ausführung – Sieben- oder Acht-GangSchaltung: Wer vorankommen will, muss in die Pedale treten. Einstellbare Sensoren schalten den Motor erst dann hinzu, wenn es bergauf geht oder Gegenwind dem Fahrer zu schaffen macht. So kommt man dann selbst nach Volmarstein, ohne oben mit

hochrotem Kopf nach Luft zu schnappen. Doch die E-Fahrräder sind nicht nur für die Freizeitgestaltung sinnvoll, weiß Fachmann Sascha Wurm: „Im Alltag können Fahrradfahrer die Elektro-Unterstützung nutzen, um kurze Besorgungen zu machen oder zur Arbeit zu fahren.“

. Das AVU-E-Fahrrad: Preisvorteil von 200 Euro Das AVU-E-Fahrrad gibt es exklusiv nur für GrünStrom-Kunden in zwei Ausführungen: Das „Pedelec Luxe Damen“ kostet 1.499 Euro, das „Pedelec De Luxe Damen und Herren“ gibt es für 1.899 Euro. Die Räder sind weiß, haben ein AVU-eigenes Design und werden speziell nach den Körpermaßen des Kunden gefertigt. Das Fahrrad ist führerscheinfrei, auch Versicherungspflicht besteht nicht. Eine Akku-Ladung reicht für 50 bis 80 Kilometer, das Aufladen über eine normale Steckdose dauert etwa sechs Stunden. Sie bekommen das AVU-E-Fahrrad, indem Sie sich in einem AVU-Treffpunkt eine GrünStrom-Kundenbescheinigung

abholen, oder diese telefonisch unter 02332 73-123 anfordern. Legen Sie diese einfach bei dem AVU-Kooperationspartner Fahrrad Wurm, Kreisstraße 31 in Hattingen, Telefon: 02324 55572, vor und bestellen Sie dort das E-Rad. Die Aktion läuft bis zum Jahresende. Mehr Infos gibt es unter www.avu.de


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Auf sechs Kindergärten und einer Schule in der Region zapft die AVU mithilfe ihrer Ökostromkunden die Sonne an. Andersherum haben sich schon viele Bürger mithilfe der AVU ein eigenes „Sonnenkraftwerk“ aufs Dach gesetzt.

Liebes Klima Na wenn das keine gute Nachricht ist: 97 Prozent der Deutschen befürworten den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Meinungsumfrage der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (Forsa) im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien.

Drei Viertel der deutschen Bevölkerung begrüßen einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien sehr. Mit dieser Unterstützung können erneuerbare Energien auch dann rechnen, wenn die dafür notwendigen Anlagen in der Nachbarschaft der Befragten stehen. Auch der sparsame Umgang mit Energie ist für 96 Prozent der Haus- und Wohnungseigentümer wichtig bis sehr wichtig, so das Ergebnis einer weiteren Forsa-Studie. Doch dabei steht für die meisten Menschen leider nicht die Umwelt im Vordergrund. Die Mehrzahl der Deutschen spart Energie, um Geld zu sparen. Die Generation der über 60-jährigen Hauseigentümer spart bevorzugt, weil Sparsamkeit für sie eine Tugend ist. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist die Hauptmotivation für den schonenden Umgang mit Energie der Klimaschutz. Doch nur 43 Prozent von ihnen finden es „sehr wichtig“, Energie zu sparen.

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.


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In älteren Häusern geht eine Menge Wärme durch ungedämmte Fassaden und Fenster verloren. Die AVU berät, was man dagegen tun kann und zeigt, wo es Fördermittel gibt. Auch mit wenig Geld lässt sich oft viel Energie sparen – zum Beispiel indem man Heizungsrohre und Warmwasserleitungen im Keller isoliert.

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Elektronische Geräte wie Fernseher und Computer bieten nach Meinung der Bundesbürger die größten Einsparmöglichkeiten im Haushalt. Aber nur jeder Fünfte glaubt, dass Heizungen überhaupt Energie verschwenden und bei ihrem Betrieb eine effizientere Nutzung möglich ist. „Viele schätzen den Energieverbrauch im Haushalt falsch ein“, sagt auch Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen EnergieAgentur GmbH (dena).

Sparen kann jeder Die Forsa-Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung Industrieunternehmen und Politiker als die maßgeblichen Akteure in Sachen Klimaschutz sieht. Der Einfluss privater Haushalte wird dagegen als wesentlich geringer eingeschätzt. Dabei ist es oft leicht, das Klima zu schützen. Bereits durch wenige Energiesparmaßnahmen kann eine vierköpfige Familie ihre CO2-Emissionen im Schnitt um ein Drittel senken. Zum Beispiel mit der Entschei-

dung, einen A++-Klasse-Kühlschrank zu kaufen oder zusätzliche WärmedämmMaßnahmen bei der ohnehin anstehenden Hausmodernisierung vorzunehmen. Allein der Verzicht auf die Stand-by-Funktion bei Elektronikgeräten in Deutschland würde 14 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das entspricht der Stromproduktion von zwei Großkraftwerken.

Förderprogramm der AVU Klimaschutz ist bei der AVU schon lange ein Thema. Bereits vor zwölf Jahren legte der Energiedienstleister ein Förderprogramm auf, das den Menschen in der Region EN die Nutzung der erneuerbaren Energien leichter gemacht hat. Im Laufe der Jahre entstanden so Windkraftanlagen, Biogasanlagen, Wasserkraftwerke und bis heute 435 Fotovoltaikanlagen in der Region, die von umweltbewussten Bürgern mit Förderung der AVU errichtet wurden. Anfang dieses Jahres wurde das Fördeprogramm von der AVU neu aufgelegt. Es ist für Kunden da, die zum Beispiel bei der Haussanierung eine umweltfreundliche

GrünStrom-Ernte Natürlich wird auch hier in der Region erneuerbare Energie erzeugt, von der AVU und von ihren umweltbewussten Kunden. Und so flossen allein 2009 im AVU-Stromnetz knapp 17 Millionen Kilowattstunden (kWh) grüner Strom: Fast 7,3 Millionen kWh davon stammten aus Windkraftanlagen, rund 5 Millionen kWh aus Biomasse, 1,5 Millionen kWh aus Deponiegasanlagen, knapp 1 Millionen kWh aus Wasserkraft und 2,2 Millionen kWh aus 435 Fotovoltaikanlagen.

Heizung einbauen, Solarthermie für die Warmwasserbereitung nutzen, Erdgas statt Benzin tanken wollen und für vieles mehr. Ganz egal, ob man einfach nur den Haushalt energieeffizienter machen möchte oder ganze Gebäudebereiche sanieren will – die AVU hilft ihren Kunden dabei und zwar mit einer satten Förderung. Denn energiesparende Vorhaben belohnt die AVU finanziell. „Wir helfen unseren Kunden beim Energiesparen, indem wir sie mit barem Geld unterstützen. Ganz bewusst, denn unser Ziel ist, gemeinsam mit unseren Kunden für eine intakte Umwelt in der Region EN zu sorgen“, erklärt Winfried Hoppmann, Leiter Markt und Vertrieb der AVU.

GrünStrom wirkt doppelt „Liebes Klima – ich schütze Dich mit GrünStrom!“ – so wirbt die AVU seit Jahren für ihr Ökostromprodukt. GrünStrom-Kunden schützen das Klima gleich doppelt: Erstens wird ihr Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt, und zweitens unterstützen die Kunden mit einem Cent netto für jede verbrauchte Kilowattstunde die Errichtung neuer Fotovoltaikanlagen im Ennepe-Ruhr-Kreis. GrünStrom ist also ein Fördermodell. Und noch etwas macht den Ökostrom der AVU so besonders: Die Kunden arbeiten eng mit dem Unternehmen zusammen. Einmal im Jahr trifft sich ein GrünStromKundenbeirat (siehe Seite 11) und entscheidet über die Verwendung der Erlöse aus dem Vorjahr. In der Vergangenheit wurden aus den Fördergeldern unter anderem sieben Fotovoltaikanlagen auf sechs Kindergärten und einer Schule in der Region errichtet. GrünStrom ist mit dem Ökostrom-Zertifikat des TÜV Nord ausgezeichnet. Das Siegel garantiert, dass der Förderbeitrag der GrünStrom-Kunden dem Bau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Stroms zugute kommt. Neutral und fachkundig überprüft, ist der Ökostrom der AVU somit ein echtes Qualitätsprodukt.


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Das GrünStrom-Sonnenkraftwerk bildet optisch eine Einheit mit dem Dach der neuen Sportanlage in Haßlinghausen.

Sonnige Aussichten GrünStrom-Kunden können mitbestimmen, in welche regionalen Klimaschutzprojekte ihre Förderbeiträge investiert werden. Eine Standortentscheidung fiel auf die neue Haßlinghauser Sportanlage.

Erst vor ein paar Tagen trafen sich alle GrünStrom-Kunden der AVU – und das nicht nur, um einen neuen Kundenbeirat zu wählen. Sie waren gekommen, um bei der Einweihung der GrünStromFotovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Sportanlage am Landringhauser Weg im Sprockhöveler Ortsteil Haßlinghausen dabei zu sein. Das neue „Sonnenkraftwerk“ ist erst auf den zweiten Blick als solches zu erkennen: Direkt mit dem Dach verbunden sind die Module, sodass sie von einer „normalen“ Dachfläche kaum zu unterscheiden sind. Die Anlage besteht aus sogenannten Dünnschichtmodulen, die bereits im Werk auf das Dachelement „laminiert“ werden. So wurden sie angeliefert und dann montiert. Bisher bestanden Fotovoltaik-Anlagen aus (nachträglich) aufgeständerten Modulen. Weitere Vorteile dieser Bauweise sind die optischen Verbesserungen und die Gewichtseinsparung. Im Oktober 2009 unterzeichneten Sprockhövels Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid, Ralph Holtze, Betriebsleiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGS)

und der AVU-Vorstand Dr. Claus Bongers den Vertrag, der die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Sprockhövel und dem Energieversorger für die Anlage am Landringhauser Weg regelt.

„Ein gutes Modell“ Bei der Einweihung ging der Bürgermeister auf die Finanzierung durch die GrünStrom-Kunden ein: „Hier sehen die AVUKunden direkt, was mit ihren Fördergeldern geschieht. Das ist ein gutes Modell, um erneuerbare Energien in unserer Stadt zu fördern.“ Und der technische Vorstand der AVU ergänzte: „Das Engagement der umweltbewussten Kunden ist uns wichtig und wird von uns weiter unterstützt.“ Die Fotovoltaikanlage in Haßlinghausen erzeugt nun schon seit einigen Monaten Strom, und während bei Sonnenschein die Fußballspieler auf dem Sportplatz Energie verbrauchen, entsteht direkt daneben neue Energie durch die Sonne. Eine weitere Anlage, die aus dem GrünStrom-Fördertopf unterstützt wird, entsteht gerade auf der alten Brennerei Saure in

Gevelsberg. Das historische Gebäude wird derzeit renoviert und vom Gevelsberger Verschönerungsverein zum Kulturzentrum „kornbrennerei“ ausgebaut. Michael Pfleging, Vorsitzender des Vereins, freut sich sehr über die Unterstützung der AVU: „Unser Verein ist seit 1899 mit Themen rund um die Natur befasst, und da ist eine Fotovoltaikanlage für unser neues Kulturzentrum das passende ,Geschenk‘.“

Auf den Punkt Für alle, die aktiv die Umwelt schützen wollen, ist GrünStrom optimal. Der Ökostrom der AVU wird zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen gewonnen und ist vom TÜV Nord zertifiziert. Zusätzlich geht automatisch 1 Cent netto pro Kilowattstunde in einen Förderfonds. Und der wird zurzeit zum Bau von Fotovoltaikanlagen hier in der Region EN genutzt. Garantiert! Denn ein „GrünStrom-Gremium“, bestehend aus GrünStrom-Kunden, entscheidet, auf welchen gemeinnützigen oder öffentlichen Einrichtungen im EnnepeRuhr-Kreis neue Fotovoltaikanlagen aus den Fördergeldern gebaut werden.


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Herr Kollhoffs Gespür für Orte Wo Kunstschaffende und Kunstliebhaber sich begegnen, da ist der Ennepetaler Werner Kollhoff ganz bestimmt nicht weit. Der freischaffende Künstler hat ein tolles Gespür für starke außergewöhnliche Räume, die schon für sich alleine eine große Anziehungskraft besitzen.

Werner Kollhoff will mit der Gruppe „Kunstraum“ seine Wahlheimatstadt kulturell beleben. Hier bereitet der Künstler eine Ausstellung in der Kluterthöhle vor.

Kommt das Gespräch auf die Kunstevents „Nature Art“ (2003) im Hülsenbecker Tal und „Höhlenkunst“ (1997) in der Kluterthöhle, dann fällt immer auch der Name Werner Kollhoff. Der 54-jährige studierte Kunstpädagoge lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in der Klutertstadt. Dort, in seinem idyllisch gelegenen Häuschen, entstehen seine Arbeiten, die sich in den letzten Jahren auf zwei- und dreidimensionale Hinterglasmalerei konzentrieren. Der gebürtige Essener und ehemalige Lehrer holt Künstler aus der

Region und sogar aus dem benachbarten Ausland nach Ennepetal. „Meine Stärke liegt eindeutig in der Vernetzung, nicht nur vor Ort“, beschreibt der Kreative sein Talent. Mit der Gruppe „Kunstraum“ vereint er gleichgesinnte Künstler. Aktuell zählt die Gruppe 15 Mitglieder, von denen eines sogar aus Vilvoorde kommt und ein anderes aus Maastricht. Außergewöhnliche Ausstellungsflächen sind das Markenzeichen des sympathischen Künstlers. Die findet er zum Beispiel in der Tiefgarage der örtlichen Sparkasse oder Kollhoff in seinem Atelier. Sein derzeitiges Metier ist die mehrdimensionale Hinterglasmalerei.

Auf den Punkt Gruppe Kunstraum Werner Kollhoff Willringhauser Straße 147 58256 Ennepetal info@kunstraum-en.de

in einer ehemaligen Gießerei. „Als Gruppe wollen wir die Stadt kulturell beleben und den Blick des Betrachters auf Alltägliches und Vergängliches richten“, ist sein Credo.

Inspiriert von der Jugend So ist die Ruhr.2010 natürlich eine ganz besondere Herausforderung für ihn. Zur Local-Heroes-Woche in Ennepetal organisierte er in der City ein „offenes Atelier“ in einem ehemaligen Supermarkt und er stellt gemeinsam mit „Kunstraum“ in der barocken Voerder Johannes Kirche Kunstobjekte aus. Bis September sind die Exponate dort zu sehen. Eines verliert Werner Kollhoff bei seinem Schaffen nie aus den Augen: den Bezug zur Jugend. Immer wieder arbeitet er mit jungen Menschen, lässt sich von deren Unbefangenheit inspirieren. Vielleicht liegt hier das Geheimnis des „Jungbrunnens“ seiner künstlerischen Ausdruckskraft.


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Coole Sache: Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Friedenshöhe in Ennepetal sind schon aktiv in Sachen Klimaschutz.

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Schon seit ein paar Wochen werden in der Region EN „CO2OLE HELDEN“ gesucht. Coole Helden, das sind Kinder und Jugendliche mit cleveren Ideen für den Klimaschutz. Das sind junge Menschen, die Umweltverschmutzung total uncool finden und die mit pfiffigen und kreativen Ideen CO2 einsparen wollen.

CO2OLE HELDEN ist ein Wettbewerb, der online abläuft – denn das Internet ist aus dem Leben unseres Nachwuchses nicht wegzudenken. Auf der Internetseite www.coolehelden.de – natürlich CO2 frei gehostet – können Kinder und Jugendliche ihre cleveren Ideen gegen den Klimawandel einsenden und tolle Preise gewinnen.

Betriebes, Gruppen aus Sportvereinen oder vielleicht ein aktiver Freundeskreis können sich bewerben. Die Idee zu CO2OLE HELDEN stammt übrigens von der Lokalen Agenda 21 aus Wetter. Da die engagierte Gruppe sich schnell klar war, ein solches Großprojekt

nicht allein stemmen zu können, wurden Partner gesucht und viele tatkräftige Helfer gefunden: Bei anderen regionalen Umweltschutzorganisationen, der SIHK Hagen und bei der AVU. Und sogar Landrat Dr. Arnim Brux ist als Schirmherr im Boot.

Ideen mit Eigensinn Gesucht sind alle unter 21, die den Klimaschutz aktiv anpacken möchten. Mit eigenen Ideen. Mit eigenen Konzepten. Mit Lösungen, die vielleicht völlig neue Wege beschreiten. Der Kreativität sind bei dem Wettbewerb keine Grenzen gesetzt. Die Teilnehmer können ihre Mittel selbst wählen und allein bestimmen, wer an ihren Projekten mitarbeitet: Ob alleine, im Team, mit der ganzen Klasse oder in einer Projektgruppe ist egal. Auch Kindergartengruppen, die Auszubildenden eines

Coole Helden – große Taten Willst Du auch Deine coolen Klimaschutzideen unter die Leute bringen? Bist Du unter 21 und aus dem EN-Kreis? Dann nichts wie los! Melde Dich unter www.coolehelden.de an. Für alle Altersgruppen gibt es tolle Preise zu gewinnen. Einsendeschluss für Deine CO2-Sparideen ist der 31. August 2010. Und mit etwas Glück bist ja auch Du einer derjenigen, die am 25. September beim „Energie-Picknick“ der AVU auf dem Siegertreppchen stehen und zum CO2OLEN HELDEN ernannt werden.


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Ein Leben für den Judo-Sport Vom „Schreibtischtiger“ zum Globetrotter – ein weiter Weg? Nicht für Theo Schlieper. Der Weltenbummler liebt die Ferne, Motorräder und seine Heimat Hattingen. Aber seine ganz besondere Leidenschaft entdeckte er bereits im Alter von 14 Jahren auf der Matte, beim Judo-Sport. „Da bewege ich mich wie eine Katze“, sagt der heute 66-Jährige schmunzelnd. Schlieper spricht ruhig, gelassen und überlegt. Ungefähr so stellt man sich den kernigen Rentner auch als Kämpfer vor.

Seit mehr als 46 Jahren macht sich Theo Schlieper für seinen Verein, den 1. JJJC Hattingen, stark. Über vier Jahrzehnte als Geschäftsführer, heute als

2. Vorsitzender. Für sein Engagement bekam Theo Schlieper von Landrat Dr. Arnim Brux das Bundesverdienstkreuz überreicht, weil er stets dem Prinzip des gegenseitigen

Helfens und Verstehens gefolgt ist. Ganz besonders Kinder und Jugendliche liegen dem 66-Jährigen am Herzen – für sie hat er Trainingsangebote in den Stadtteilen


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Kinder und Jugendliche liegen dem Hattinger Theo Schlieper besonders am Herzen: „Wer in der Sporthalle aktiv ist, macht auf der Straße keinen Blödsinn.“

Die Welt zu bereisen, das ist wohl der Traum vieler junggebliebener Rentner. Theo Schlieper hat sich den Traum auf seinem Edel-Motorrad erfüllt.

Welper, Niederwenigern, Winz-Baak und in der Stadtmitte organisiert. Doch wie passt das alles zu einem Finanzbeamten, einem Schreibtischtiger? „Ganz einfach, mein Vater war auch beim Finanzamt und sagte eines Tages: ‚Stell’ dich da mal vor‘ “, erinnert er sich. Und so war Theo Schliepers Berufsweg vorgezeichnet. Doch das viele Sitzen machte ihn nicht glücklich. „Abends tat mir zwar der Kopf weh, aber die Muskeln hatten nix getan“, erzählt er. Dann ging er auf die Matte. „Der Judo-Sport, das war mein Leben“, sagt er. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2000 zog es den Judoka in die Ferne. Er war

schon in Kanada, China, Australien, Russland, der Mongolei und in den USA. Besonders an die Motorradtouren quer durch die Staaten erinnert er sich gern. Seine Garage hängt voller Andenken – vom Route 66Schild bis zum Büffelhorn.

Mit Herzblut Am Judo-Sport haben ihn die notwendige Disziplin und der Respekt vor dem Übungspartner gereizt. Seinen Club leitete er mit Herzblut, als „Lokomotive, die immer Funken sprühen muss“. Heute sprühen diese Funken vermehrt aus dem Auspuff seines Edel-Bikes. Auf die Matte geht er

nicht mehr. Der schwarze Gürtel mit dem 5. Dan (maximaler Rang, der im JudoSport durch Prüfung erlangt werden kann) spannt ein wenig über dem Bauch – seine Maschine stört es nicht. Und so kostet er die Pferdestärken seines Zweirades aus – natürlich mit der gewohnten Disziplin eine Judokas.

Auf den Punkt Hattinger Judo- und Jiu-Jitsu-Club 1954 e.V. Halweg 89, 45527 Hattingen 49, Telefon 02324 965620 Fax 02324 945198 Internet: www.1-jjjc-hattingen.de Email: info@1-jjjc-hattingen.de


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Davids Rathskeller ist eine schöne Melange aus Wiener Kaffeehaus, französischem Landgasthof und urwestfälischer Gaststätte.

Charmanter Stilmix Wenn die Abendsonne scheint über Gevelsberg, dann füllt sie auch die gemütliche Gaststube von Davids Rathskeller mit sanftem Licht. Entlang der großzügigen Fensterfronten des 100 Jahre alten Eckhauses zur Südstraße hin zieht sich ein schmales Podest, auf dem die Gäste leicht erhöht mit Blick auf die belebte Mittelstraße sitzen, jeder Tisch dezent von den anderen abgegrenzt – und doch befindet man sich in angenehmer, unaufdringlicher Gemeinschaft mittendrin im Geschehen.

Im angrenzenden Raum haben Inhaber David Reeb und seine Frau Uta einen geschlossenen Raucherbereich eingerichtet, der mit altmodischer Holztäfelung, polierten Kupferrohren und umlaufenden Spiegelfronten an die Kaffeehäuser früherer Zeiten erinnert. 60 Gäste finden in den beiden Räumen Platz, weitere 40 draußen auf dem breiten Gehweg: Unter den riesigen roten Markisen mit einem Windfang zum oberen Ende der Mittelstraße hin sitzt es sich hier auch abends angenehm – es ist wie ein Stückchen Urlaubslaune in der Stadt. David Reeb hat sein Handwerk in seiner Heimat Lothringen gelernt. Seit Ende der 90er-Jahre lebt der 36-Jährige nun im EnnepeRuhr-Kreis und hat unter anderem schon in der legendären Kornbrennerei „Habbel’s“ gekocht und zuletzt gleich gegenüber im

Alten Postwagen, bevor er Anfang des Jahres im „Rathskeller“ die erste eigene Gaststätte eröffnete. Gemeinsam haben die Eheleute Reeb dem Haus ein unverwechselbares Gesicht gegeben. Sie schaffen es, den Charme eines Wiener Kaffeehauses mit der Frische eines schlichten französischen Landgasthofes und der Vertrautheit einer gutbürgerlich-westfälischen Gaststätte zu vereinen.

Unverwechselbarer Stil Was er dabei auf den Tisch bringt, bezeichnet David Reeb als „moderne deutsche Küche“. Ob nun Schnitzel, Steaks, Fisch,

Davids Rathskeller Mittelstraße 55, Tel. 02332 5096866, Davids-Rathskeller@gmx.de


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Bei den Spirituosenfindet man neben Weinbrand und Whisky natürlich Spezialitäten aus Habbel’s Brennerei.

Rezept_2_2010 Bouillabaisse Ca. 1 kg Fisch (z.B. Knurrhahn, Rotbarbe, Petersfisch) >> 200 g Garnelen mit Schale >> 300 g Miesmuscheln oder Venusmuscheln >> 5 EL Olivenöl >> 1 Möhre >> 1 Zwiebel >> 1 Fenchelknolle >> 4 Knoblauchzehen >> 3 Streifen unbehandelte Zitronenschale >> 2 EL Tomatenmark >> 4 Stiele Thymian >> 2 Lorbeerblätter >> 6 g Safranfäden >> 1 dcl Noilly Prat (weißer Wermut) >> 2 dcl Weißwein >> 600 g Tomaten

Pasta oder Salate – wie schon bei der Inneneinrichtung mixt der Deutsch-Franzose auch in der Küche das Beste aus Tradition und Moderne zu einem ganz eigenen, unverwechselbaren Stil, garniert mit Kreativität und frischen Kräutern. Auf seiner Saisonkarte findet man köstliche jahreszeitliche Gemüsespezialitäten ebenso wie Steaks vom Grill oder extra für Fleischesser „Davids Pfanne“: Steaks von Rind, Schwein und Pute werden mit frischen Champignons, Zwiebeln und Paprika angebraten und in der gewünschten Sauce gargezogen – „meine Empfehlung ist die Pfeffersauce“, sagt David Reeb, „das schmeckt am besten – eine super Kombination!“ Obwohl auch die PommérySenfsauce ihre Vorzüge hat ...

Verführerische Kreationen Wer will, kann sich in eine Liste eintragen und wird per E-Mail über alle Aktionen, zum Beispiel die wöchentlich wechselnde Mittagskarte informiert. Auf der Abendkarte stehen Vorspeisen wie Carpaccio mit Räucherlachsstreifen, Zucchini-Reibekuchen mit Sauerrahm oder gratinierter Ziegenkäse mit Feldsalat und Himbeerdressing. Es gibt eine kleine Kinderkarte und eine mit verführerischen Desserts. Auf der Spirituosenkarte findet man natürlich Spezialitäten aus der Brennerei „Habbel’s“, es gibt Köstritzer Schwarzbier und eine kleine, handverlesene Weinauswahl. Zu ausgesuchten Kaffeespezialitäten bekommt man täglich selbst gebackenen Kuchen – Versuchungen wie Rotkäppchentorte mit Stachelbeer-Baiser, Kirschen mit Nuss-Nougat-Sahne, Erdbeerund Pfirsichtorte und stets frische Waffeln – nicht nur Wochenmarkt-Besucher sollten hier unbedingt mal eine Kaffeepause einlegen! Davids Rathskeller ist an sieben Tagen in der Woche geöffnet – für Frühaufsteher schon ab 10 Uhr – und zwar so lange, bis alle Gäste zufrieden nach Hause gehen.

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Foto: © ALEAIMAGE / iStockphoto, © Ashley Kirk / iStockphoto

Küchenchef David Reeb (vorn) mixt das Beste aus Tradition und Moderne.

Vom Fisch die Filets auslösen und in kleine Stücke schneiden. Kopf und Gräten beiseite legen. Garnelen aus der Schale lösen. Schalen zu den Gräten legen. Muscheln unter kaltem Wasser abbürsten, Bärte entfernen, geöffnete und beschädigte Muscheln entfernen. Fischreste und Garnelenschalen in einen Topf geben und mit 2 l kaltem Wasser auffüllen. Bei mittlerer Hitze 30 Minuten leise köcheln lassen (nicht kochen) und den Schaum abschöpfen. Dann die Fischbrühe vorsichtig durch ein feines Küchensieb in einen Topf gießen (ca. 1,5 l). 2 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Fischfilets darin kurz anbraten. Leicht salzen und pfeffern, aus der Pfanne nehmen und abgedeckt beiseite stellen. Möhre schälen und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel und Fenchel grob würfeln. Knoblauch andrücken. Restliches Olivenöl in derselben Pfanne erhitzen, Zwiebel, Fenchel, Knoblauch, Zitronenschale und Tomatenmark kurz andünsten. Thymian, Lorbeer und Safran zugeben. Mit Noilly Prat ablöschen. Übrige Brühe und Wein zum Gemüse geben. Zugedeckt bei milder Hitze 30 Minuten kochen. Tomaten überbrühen, abschrecken, häuten, vierteln und entkernen. Mit Fischfilets, Garnelen und Muscheln in die Brühe geben und zugedeckt weitere 3 bis 4 Minuten ziehen lassen. Ungeöffnete Muscheln entfernen. Guten Appetit!


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Sauber bleiben!

Einfach und bequem

Neue Waschvollautomaten können mehr als nur waschen: Sie bieten zahlreiche SpezialProgramme etwa für Dessous, Outdoor-Bekleidung, Jeans und Daunen. Hier ein paar grundsätzliche Dinge, die Sie beim Waschmaschinenkauf beachten sollten: Große Klappe Maschinen mit Jumbo-Trommel liegen im Trend. Gut für Familien: Sie waschen bis zu sieben Kilo in einem Waschgang. Singles kommen mit einer kleineren

Für Fragen und Wünsche steht Ihnen die AVU gern zur Verfügung. Auskünfte über alle Angebote und Dienstleistungen erhalten Sie bei der AVU-Hotline. Sie erreichen uns ganz einfach von zu Hause aus.

Maschine meist gut zurecht, die auch weniger Wasser verbraucht. AAA-Effekt Das erste A auf dem Energielabel steht für hohe Energieeffizienz, das zweite für gute Waschwirkung und das dritte für große Schleuderkraft. Maschinen, die sich mit AAA schmücken, findet man in der obe-

02332 73-123 – das ist Ihre Servicenummer. Montags bis freitags sind wir von 8 bis 18 Uhr für Sie da.

ren Preisklasse. Schleudern 1.000 bis 1.200 Umdrehungen reichen aus, wenn die Wäsche auf der Leine getrocknet wird. Schneller schleudern muss man nur beim maschinellen Trocknen. Wasser stop! Nützlich sind Aqua-stop-Systeme mit Sicherheitsventil am Wasserhahn und einer Bodenwanne mit Schwimmerschalter. Kann bösen Überraschungen vorbeugen.

Pauls Tipp – Leine oder Trockner? Liebe Leserinnen und Leser! Wer die Umwelt schützen will, hängt nasse Wäsche am besten auf die Leine, heißt es. Doch das stimmt nicht immer! Trockenraum: Carl-Otto Gensch vom Freiburger ÖkoInstitut e.V. sagt: „Wenn Sie Ihre Wäsche in einem beheizten Raum trocknen, dann brauchen Sie langfristig mehr Energie als beim Einsatz eines guten Wäschetrockners.“ Der einfache Grund: Energieberater Paul gibt gute Tipps. Damit das in der feuchten Wäsche enthaltene Wasser verdunsten kann, ist Wärme notwendig. Doch diese Feuchtigkeit muss anschließend wieder aus

dem Raum befördert werden. Und beim Lüften geht wertvolle Heizenergie verloren. Wäschetrockner: Wäschetrockner sind nicht gerade sparsam. Klassische Abluft- oder Kondensationstrockner findet man deshalb auch nur in der Effizienzklasse B. Ein A tragen Geräte mit eingebauter Wärmepumpe.

Diese nutzen die Abwärme, was den Energieverbrauch um rund 40 Prozent reduziert. Der höhere Kaufpreis für einen Wärmepumpentrockner wird aber durch die Stromeinsparung im Laufe der Zeit wieder ausgeglichen. Leine: Im Sommer gilt natürlich schon wegen des frischen Duftes: Rauf auf die Leine!


18 _ 19 _ AU F E I N E N B L I C K

Mitmachen und gewinnen Unsere Rätselfrage lautet: Wie heißt der Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, bei dem viele Klimaschutzorganisationen der Region und die AVU die besten CO2-Einsparideen suchen?

Senden Sie ihre Antwort an: AVU-blickpunkt, Stichwort Rätselfrage, An der Drehbank 18, 58285 Gevelsberg. Oder mailen Sie uns Ihre Antwort an die Adresse blickpunkt@avu.de. (Bitte geben Sie auch dabei Ihren Namen und Ihre Adresse mit an.) Zu gewinnen gibt es als 1. Preis 150 Euro, als 2. Preis 90 Euro, der dritte Gewinner erhält 60 Euro. Wie immer dürfen sich AVU-Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen nicht am Rätsel beteiligen.

Einsendeschluss: 15. August 2010 Das war die Lösung: Die Ausstellung „Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen“, die im Rahmen der Ruhr.2010 im Museum Henrichshütte in Hattingen zu sehen ist. Aus den richtigen Antworten des Rätsels im letzten Heft wurden folgende Gewinner gezogen: 1. Preis: H. und E. Jahnscheck aus Ennepetal, 2. Preis: Renate Eckhoff aus Wetter und 3. Preis: Horst Kemna aus Sprockhövel.

AVU-Treffpunkte Breckerfeld Schulstraße 1 dienstags 9 bis 13 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr Tel. 02332 73-827 Fax: 02332 73-832 Ennepetal Voerder Straße 70 montags und dienstags 14 bis 18 Uhr mittwochs, donnerstags und freitags 9 bis 13 Uhr Tel. 02332 73-826 Fax: 02332 73-833 Gevelsberg Mittelstraße 53 montags bis freitags 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr Tel. 02332 73-315 Fax: 02332 73-599 Hattingen Augustastraße 10 montags bis freitags 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr Tel. 02332 73-823 Fax: 02332 73-834 Schwelm Bahnhofstraße 3 montags bis freitags 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr Tel. 02332 73-821 Fax: 02332 73-831

Der kundennahe Service rund um alle Energiethemen in den AVU-Treffpunkten

Sprockhövel Hauptstraße 56 montags und donnerstags 14 bis 18 Uhr dienstags, mittwochs und freitags 9 bis 13 Uhr Tel. 02332 73-828 Fax: 02332 73-836 Wetter Kaiserstraße 78 montags, dienstags, mittwochs und freitags 9 bis 13 Uhr donnerstags 14 bis 18 Uhr Tel. 02332 73-825 Fax: 02332 73-835

Impressum Herausgeber: AVU Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen, An der Drehbank 18, 58285 Gevelsberg, Internet: www.avu.de, Telefon: 02332 73-168, Fax: 02332 73-314, E-Mail: blickpunkt@avu.de; Mitarbeiter: Petra Backhoff, Walter Fischer, Studio Henkel, Martin Leclaire, Carmen Möller-Sendler, Jörg Prostka, Jürgen Taake. Redaktion: Britta Worms. Verantwortlich: Klaus Bruder in Zusammenarbeit mit Kerstin Mahnke, Frank Trurnit & Partner Verlag GmbH, Putzbrunner Straße 38, 85521 Ottobrunn. Layout/Satz: Sabine Drösler, FT&P, Ottobrunn; Druck: Hofmann Druck, Nürnberg. Der blickpunkt wird im Auftrag der AVU an alle Haushalte im AVU-Netzgebiet kostenlos vierteljährlich verteilt.

QUIZ Ja, ich will gewinnen! Der Klimawettbewerb heißt …


GrünStrom für die Beine

Das AVU-Elektro-Fahrrad: bequem und umweltfreundlich Exklusiv für unsere GrünStrom-Kunden gibt es bei Fahrrad Wurm in Hattingen das AVU-E-Fahrrad in edlem Design. Es ist in den Varianten „Pedelec De Luxe Damen/Herren“ (1.899 €) und „Pedelec 7 Gang Luxe Damen“ (1.499 €) erhältlich. Die Fahrräder werden speziell nach Ihren Körpermaßen gefertigt. Sichern Sie sich den Preisvorteil von 200 € gegenüber dem Marktpreis! Die Aktion läuft bis zum Jahresende 2010.

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Bitte freimachen, falls Marke zur Hand

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AVU blickpunkt Stichwort Rätselfrage An der Drehbank 18 58285 Gevelsberg

Blickpunkt 02 / 2010  

Kundenmagazin der AVU AG für den Kreis Ennepetal

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