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Erker Jahrgang 23 - September 2011

Einzelnummer 0,75 Euro - Vers. i. P.A. - 45% - Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96 - Filiale Bozen - I.P.

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

„Berlusconi hat 17 Jahre lang nur heiße Luft gepredigt“ Im Gespräch mit dem ehemaligen SVP-Parlamentarier Hans Widmann

WIPPTAL

Bienenwirte betreuen kleinste Haustiere erker september 11

KULTUR

Franzensfeste wird „dauerhafter Kulturort“

EISHOCKEY

Broncos starten mit sechs Legionären 1


Holt euch gleich denbei s neuen Jausenpasller! der Bäckerei Parde tis! Jede 11. Jause ist gra

Zum Schulbeginn nicht vergessen!

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inhalt

editorial

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titelgeschichte _ 14 Der Erker im Gespräch mit dem ehemaligen SVP-Kammerabgeordneten Hans Widmann: Was bringt das italienische Sparpaket? Und wo könnte Südtirol den Sparstift ansetzen? Widmann, der selbst jahrelang von den paradiesischen Regelungen für Politiker profitieren durfte, geht mit Italiens Regierung hart ins Gericht.

12 _ GRASSTEIN

Bahnhof in Wartestand

20 _ WIRTSCHAFT

Un-erreichtes Wipptal

25 _ UMWELT 44 _ 54 _

Hochwassergefahr in Sterzing KULTUR Der „kleine Rembrandt im Stiegenhaus“ EISHOCKEY Broncos starten mit sechs Legionären

parte italiana 48 _ Alta Val d’Isarco: L’attività dei Servizi sociali nel 2010 50 _ Val di Vizze: No all’eolico 51 _ Cultura: Crocifisso Harder nella chiesa del Santo Spirito 52 _ Arte: Artisti internazionali a Vipiteno 61- 69 _ erker-extra weiterbildung & neue technologien

rubriken 4_ 30 _ 38 _ 70 _ 71 _ 72 _ 73 _ 74 _

Leserbriefe Aus der Seelsorgeeinheit Woher stammt der Name...? Gesundheit Erkoku Leute Rezept Jahrestage

75 _ 76 _ 80 _ 82 _ 84 _ 85 _ 86 _ 86 _

Gemeinden Rätsel Veranstaltungen Kleinanzeiger Pfiffikus Sumserin

Impressum Vor 100 Jahren

Nächster Redaktionsschluss _15.09.11 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker september 11

Liebe Leserin, lieber Leser, vor ein paar Tagen, es war während unserer 15-Minuten-Kaffeepause, gesellte sich ein Mann zu uns an den Tisch. Er erzählte uns von seinen Bergtouren und davon, dass er seit Monaten keine Zeitung mehr liest. Er hat sogar seine Tageszeitung abbestellt. Jemand vom Verlag hatte ihn daraufhin angerufen, wollte wissen warum. Worauf er antwortete: „Weil nur noch Negatives drin steht.“ Schön wär’s, sinnierten wir, wenn es damit getan wäre. Augen zu, Ohren zu, nix sehen und nix hören. Dann passiert (einem) auch nichts. Auch wir hätten in den vergangenen Wochen am liebsten einen großen Bogen um die Medien gemacht. Stattdessen mussten wir uns anhören, dass Italien das Wasser bis zur Unterlippe steht und der Staat in zwei Jahren 45,5 Milliarden Euro einsparen muss, um nicht komplett abzusaufen – und wir mit ihm. Die Schwimmflügel haben schon lange ein Leck. Finanz- und Wirtschaftsminister Giulio Tremonti musste unter dem Druck der Finanzmärkte binnen eines Monats zweimal das Sparpaket ausbessern (noch mehr Einsparungen!) und Politiker gehen sich seit Wochen gegenseitig an die Gurgel, weil jeder woanders sparen möchte. Außerdem bekennt sich noch keiner der Schuldenmacherei schuldig. Wird sich wahrscheinlich auch niemand. Büßen dürfen nun aber alle. Wie wenn einer in der Klasse Dummheiten macht und danach alle Strafaufgaben bekommen. Mitgehangen, mitgefangen. Dazu reicht es schon, als Italiener geboren zu sein. Mit dem ersten Schrei fängt sich ein Neugeborenes bereits 30.000 Euro Schulden ein. Was dieses „Strafpaket“ wirklich bedeutet, wird uns ab Neujahr so richtig bewusst werden. Denn ab 1. Jänner 2012 greifen die meisten Maßnahmen, die in erster Linie einmal mehr das schwächste Glied in der Kette treffen, während die Schönen und Reichen einmal mehr mit einem geschminkten blauen Auge davonkommen. Spart erst einmal der Staat, werden wohl bald auch Regionen, Provinzen und Gemeinden Rippen zeigen. Ob es soweit kommt, dass die Kleingemeinde Franzensfeste von der Landkarte verschwindet? Oder die sechs Wipptaler Gemeinden zum Gemeindenbezirk Südtirol Nord verschmelzen, mit einem einzigen Bezirksbürgermeister und sechs oder sieben Bezirksreferenten? Ein ketzerischer Gedanke ... Bald auch vorbei mit Förderungen, Stipendien, Beihilfen? Und kein Taschengeld mehr für fleißige oder wirklich bedürftige Bürger? Was den eigenen Sparstrumpf betrifft, kursieren inzwischen schon einmal präventive Notfalltipps: Geben Sie innerhalb heuer noch schnell Ihr ganzes Geld aus! Oder – sollte jemand zu viel davon haben – ja nicht auffallen! Dann nehmen sie einem bestimmt nichts weg. Die Redaktion 3


leserbriefe

Privilegien der Politiker Zu Recht werden die maßlosen Gehälter und Privilegien der Politiker in Frage gestellt. Die Initiative für mehr Demokratie ist der Meinung, dass der Grund dafür aber nicht die Notwendigkeit des Sparens sein sollte, sondern die Einsicht, dass damit eine denkbar unbrauchbare Auswahl der politischen Vertretung verbunden ist. Wir brauchen dort, wo es unmittelbar um die Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung geht, nicht Menschen, die viel verdienen wollen und Privilegien brauchen, um sich vom gemeinen Bürger abzuheben. Solchen Politikern fehlt oder sie verlieren gerne den Bezug zu den Verhältnissen, die für die Mehrzahl der Bürger bestimmend sind. Wir brauchen in dieser Funktion vielmehr Menschen, die sich grundsätzlich uneigennützig – also eher zivildienstmäßig – mit den Lebensbedingungen der Bevölkerung auseinandersetzen wollen und wie Katalysatoren mit der Gesellschaft nach Formen der gesellschaftlichen Organisation suchen, die allen dienlich sind. Für die Initiative für mehr Demokratie ist es auch der falsche

Aufgeschnappt

Ansatz, jetzt an die Großherzigkeit der Politiker zu appellieren und an ihre Bereitschaft, bei sich selbst mit dem Sparen zu beginnen. In einem gesunden politischen System darf nicht die politische Vertretung ihre Bezüge festlegen können, sondern gehört es in die Zuständigkeit der Bürger zu sagen, was ihnen die Arbeit der Politiker wert ist. Genau so, wie die politische Mehrheit schon seit vielen Jahren die notwendige direktdemokratische Ergänzung der politischen Vertretung mit der Kompetenz der gesamten Gesellschaft verhindert, so verhindert sie auch gerade in diesem Fall ganz bewusst eine Weiterentwicklung der Demokratie und damit eine Gesundung des politischen Systems. Hätte sie nicht 2005 im Landesgesetz zur Direkten Demokratie explizit die Möglichkeit der Volksabstimmung auch über ihre Gehälter ausgenommen, dann wären jetzt wahrscheinlich schon Vorschläge zu deren Neuregelung auf den Weg gebracht worden. Wen wundert es, dass die SVP auch in ihrem neuen Vorschlag diese Frage der Möglichkeit einer Volksabstimmung entzieht. Initiative für mehr Demokratie

Ristorante dei Senatori

Die Kaste der Unberührbaren den Rest zahlt wohl der Steuerzahler. 4

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Biogasanlage Pfitsch In der Gemeinde Pfitsch reißen die Diskussionen über eine Biogasanlage im Pfitscher Hochtal nicht ab. Als Bürgerliste möchten wir unsere Position dazu darlegen: Wir befürworten den Bau einer Biogasanlage im Hochtal, wenn sie, wie auch von der Landespolitik befürwortet, auf Genossenschaftsbasis betrieben wird und allen Bauern ohne Vorbedingungen offen steht. Sie muss von allen Bauern beliefert werden können und sollte auch von den meisten Bauern genutzt werden, um das Problem des Gewässerund Bodenschutzes im Hochtal zu lösen. Für die Entsorgung der Überschussgülle bietet sich die Bezirksbiogasanlage in Wiesen an. Die Biogasanlage sollte ohne Trocknungsanlage für die Überschussgülle betrieben werden, um die Kosten für den Bau und Betrieb deutlich zu senken und könnte über ein E-Werk mit Beteiligung der Gemeinde und verschiedenen Förderungen von Seiten des Landes finanziert werden. Das Problem der Geruchsbelästigung könnte somit entschärft und die Lebensqualität für die Bevölkerung und die Gäste verbessert werden. Der Tourismus würde auch davon profitieren und das Hochtal würde insgesamt eine Aufwertung erfahren. Es ist unserer Ansicht nach jedoch unbedingt notwendig, dass der Bau einer Biogasanlage auf einem möglichst breiten Konsens fußt und von der Bevölkerung mitgetragen wird, damit wieder Frieden im Hochtal einkehrt und die bestehenden offenen Gräben zugeschüttet werden. Silvia Bacca für die Bürgerliste „Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch“

Vacanze a Mareta Siamo un gruppo di famiglie della Lombardia che da oltre venti anni veniamo a trascorrere le vacanze nel meraviglioso paesino di Mareta. Da alcuni anni a questa parte abbiamo notato che il caratteristico paesaggio sta mutando e che le costruzioni moderne stanno togliendo quanto di bello abbiamo erker september 11

sempre potuto ammirare. In questi giorni abbiamo sentito dire che ci sarebbe intenzione di costruire una centrale idroelettrica sfruttando l’acqua del fiume inserendo la struttura nel paesaggio caratteristico del bosco. Sarebbe veramente un peccato! Che ambienti naturali meravigliosi potremo lasciare ai nostri figli se, per vari interessi, si continua a cementificare? Speriamo che questo non avvenga mai, affinché si possa sempre godere della natura meravigliosa e incontaminata. Un gruppo di famiglie lombarde

(nome conosciuto dalla redazione)

Blumen & Sträucher Wer die Blumen und den Strauch in den Sträuchertrögen in der Marconi-Straße in Sterzing mitgenommen hat, soll sie wieder zurückbringen und einsetzen. Name der Redaktion bekannt

Richtigstellung Das Ölkraftwerk in Graßstein produziert bei voller Leistung 96.000 MW/h elektrische Energie im Jahr. Die Redaktion

Errata Corrige Erker 08/11

Si precisa che i rifugi Cremona (Magdeburgerhütte), Ca. Calciati al Tribulaun e Europa (Landshuterhütte) non fanno parte, come erroneamente scritto nel vostro articolo “Führungskörperschaft für Schutzhütten”, dei 25 rifugi passati alla Provincia, ma sono e rimangono in concessione e gestione al CAI Vipiteno, che provvede come sempre a tutti i lavori di manutenzione degli stessi e alla stipula dei contratti con i gestori. Alla provincia è invece passato, oltre al Vedretta Pendente (Teplitzerhütte), il Vedretta Piana (Grohmannhütte). Adriano Zanella, CAI Vipiteno 5


Foto: Martin Schaller

aktuell

Wipptal

Änderungen im Kindergarten-Plan 16.430 Kinder werden im kommenden Unterweisungsjahr Südtirols Kindergärten aller drei Sprachgruppen bevölkern. Die Kinder werden dort von fast 1.900 Kindergärtnerinnen betreut. Auf Vorschlag von Landesrätin Sabina Kasslatter Mur hat die Landesregierung vor kurzem für den Kindergarten Löwenegg in Sterzing eine neue Halbtagsgruppe genehmigt. Wegen fehlender Kinder geschlossen wird hingegen die Halbtagsgruppe in Ridnaun. Mit reduziertem Personal wird der Kindergarten von Kematen im Pfitschtal weitergeführt.

Kodex auf Deutsch

„Somewhere over the rainbow …“ Nach Regen folgen Regenbögen. Viele Wipptaler haben am Morgen des 9. August einen doppelten Regenbogen bewundert, der sich über den Sterzinger Flugplatz spannte und endlich den Sommer brachte, den wir uns schon seit Wochen wünschen. Martin Schaller hat es geschafft, ihn mit seiner Fotokamera festzuhalten.

Die italienische Straßenverkehrsordnung gibt es seit kurzem erstmals auch in deutscher Sprache. Die Mitarbeiter des Landesamtes für Sprachangelegenheiten haben die 240 Artikel übersetzt und wollen sie ab nun laufend aktualisieren. Zu finden ist der Gesetzestext auf der Bürgernetz-Seite der Anwaltschaft des Landes www.provinz.bz.it (Anwaltschaft/ Aktuelles/ übersetzte Staatsgesetze).

Foto: Armando Passarella

Sterzing

Über 53.000 Patienten behandelt 2010 wurden im Krankenhaus Sterzing 53.021 Patienten fachärztlich behandelt. Davon waren 22,1 Prozent nicht bezirksansässig. Stationäre Aufnahmen gab es im 84 Betten führenden Spital 3.085 und damit um rund 160 weniger als im Vorjahr. Die Patienten verweilten durchschnittlich 5,8 Tage im Krankenhaus. Day-hospital-Aufnahmen wurden 2.195 verzeichnet.

der fuggerroppe

erker ted-umfrage Ergebnis Umfrage August

Sind Sie mit dem Sparpaket der italienischen Regierung einverstanden?

Ja Nein

29,7 % 70,3 %

Die September-Frage Sparen ist angesagt: Könnten Sie sich vorstellen, aus den sechs Gemeinden im Bezirk eine einzige Gemeinde „Wipptal“ zu schaffen?

Stimmen Sie ab auf www.dererker.it! 6

Politiker und schlaue Maxe, legget enk worm un, des Leben hinter der „Treuhond“ weart iatz ungemietlich, kräh, kräh. erker september 11


Wipptal

1.244 Unternehmen Im Wipptal waren 2009 im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich 1.244 Unternehmen mit 6.171 Beschäftigten tätig. Es handelt sich dabei um Betriebe, die ihren Verwaltungssitz in einer der

Im Durchschnitt beschäftigten die Unternehmen im Wipptal 4,66 Personen. Über 43 Prozent der Betriebe haben ihren Sitz in Sterzing; dort arbeitet auch knapp die Hälfte aller in diesem Sektor Beschäftigten. Trotz der Krise Gemeinde Unternehmen Beschäftigte Mittlere Größe verzeichneten die UnternehBrenner 139 466 3,36 men und die Franzensfeste 57 240 4,21 BeschäftigFreienfeld 146 843 5,78 tenzahlen im Pfitsch 147 682 4,64 Vergleich zum Ratschings 217 976 4,50 Vorjahr einen Sterzing 538 2.964 5,51 leichten ZuWipptal 1.244 6.171 4,66 wachs. Der sechs Gemeinden haben. Dies Sektor Handel, Transporte und die jüngsten Zahlen des Lan- Gastgewerbe weist am meisten Undesinstituts für Statistik ASTAT. ternehmen und Beschäftigte auf.

Druckfrische Wipptal-Broschüre Eine Arbeitsgruppe der Bezirksgemeinschaft Wipptal, der Genossenschaft für die Regionalentwicklung und Weiterbildung (GRW) und des Regionalmanagements Wipptal in Steinach hat eine Broschüre über die 18 Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales ausgearbeitet. Es ist eine überarbeitete Auflage der Wipptal-Broschüre, welche die Wipp-Media GmbH 2001 herausgegeben hatte. Mit Texten, Bildern und Zitaten soll die Broschüre, die sowohl in deutscher als auch in italienischer Sprache aufliegt, informieren und Interesse an den Gemeinden wecken. Das Heft, gefördert über den Interreg-Kleinprojektefonds, ist in den Gemeinden und Tourismusvereinen sowie demnächst auch als Download auf deren Internetseiten erhältlich.

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aktuell

Sterzing

Vollgepinkelte Gassen, Lauben und Geschäftseingänge Anfragen und Beschlussanträge der Freiheitlichen

„Untragbare Zustände bei Balneum-Parkplatz“

hochwertigen Balneum-Struktur zusätzlich zu steigern, indem im Tarif für den Besuch des Balneum die Parkgebühren bereits enthalten sein sollten.“

Foto: Martin Schaller

In einer Anfrage an Bürgermeister Fritz Karl Messner werfen die Freiheitlichen dem Stadtrat eine ungleiche Behandlung der Mittelstandswohnungen Parkenden am Balneum-Parkplatz vor und fragen an, was der In einer weiteren Anfrage wollen Stadtrat zu tun gedenke, um al- die Freiheitlichen wissen, welche le Sportler gleich zu behandeln. Maßnahmen die GemeindeverDenn während, so heißt es in waltung zur Realisierung von 35 der Anfrage, „Schwimmer auf Mittelstandswohnungen angedem gebührenpflichtigen Park- strebt hat. Stadtrat Daniele Ferri platz drei Stunden lang kosten- teilt in seiner Antwort mit, dass los parken könnten, müssen sämtliche notwendigen Schritte Fußballspieler, Eisläufer, Eisho- gesetzt worden seien. Gebaut ckeyspieler und Benützer der Turnhalle dafür bezahlen“. Hinzu komme die Tatsache, „dass der 65 PKW fassende Parkplatz vor dem Balneum fast immer leer steht und man die drei Schranken vielleicht entfernen sollte“. In seiner Replik weist Bürgermeister Messner darauf hin, dass „die grundsätz- Balneum-Parkplatz: Gähnende Leere lich gut durchdachte Parkgebührenregelung“ keinesfalls werden müssten die Mitteldas Ziel verfolgte, jemanden zu standswohnungen allerdings von benachteiligen. „Es ging der Ge- einer Genossenschaft oder der meindeverwaltung vielmehr da- Gemeinde. Bedarfserhebungen rum, die Attraktivität der neuen, hätten allerdings ergeben, „dass

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kaum Interesse für Mittelstandswohnungen bestehen“, so Ferri. Bisher liege der Gemeinde jedenfalls kein Antrag vor. Urinpfützen und Erbrochenes Da es in Sterzing bereits des Öfteren Anzeigen gegen Barbetreiber gegeben hätte, weil an Jugendliche unter 16 Jahren Alkohol aufgeschenkt wurde, Anrainer immer wieder Urinpfützen und Erbrochenes vor ihrer Haustür entfernen müssten, sich Bürger dauernd beim Bürgermeister über „nicht mehr zu ertragende Missstände und Ruhestörung sowie vollgepinkelte Gassen“ beschwert hätten, ja „Gassen, Laubenbögen und Geschäftseingänge als Klo benutzt würden“, sollte der Gemeinderat beschließen, dass der Stadtrat gemeinsam mit Ordnungskräften, Kaufleuten und Gastwirten nach Lösungen suche, um dem Missbrauch des Alkoholausschanks an Jugendliche unter 16 Jahren Einhalt zu gebieten, und „alles in seiner Macht ste-

hende unternimmt, dass Anrainer und Wirtschaftstreibende im historischen Zentrum von Lärmbelästigungen sowie vom nächtlichen Urinieren Jugendlicher verschont bleiben“. Glücksspiel und Busparkplatz Ein weiterer Beschlussantrag der Freiheitlichen befasst sich mit Präventionsmaßnahmen zum Glücksspiel in der Stadt, „dessen soziale Auswirkungen auf die Spieler und deren Familien besorgniserregend sind“. Ein dritter Beschlussantrag hat den geplanten Busparkplatz in der Sportzone zum Gegenstand. Darin fordern die Freiheitlichen, dass die bereits getroffenen Beschlüsse zur Errichtung des Busparkplatzes in der Johann-Kofler-Straße revidiert werden sollten, zumal bereits auch die Anrainer in einer Unterschriftenaktion ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht hätten und sich der Parkplatz in einer der größten Wohnbauzonen Sterzings befinde. Über das Abstimmungsverhalten der Gemeinderäte wird der Erker in der kommenden Ausgabe berichten. lg

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Fotos: Martin Schaller

Roßkopf

2012 neuer Mittellift Runder Tisch befasst sich mit Zukunft des Sterzinger Hausbergs.

2012 will die Neue Rosskopf GmbH den Panoramalift durch eine neue Liftanlage ersetzen. Eine mündliche Finanzierungszusage von Landesrat Thomas Widmann hat man bereits erhalten. Den ganzen Sommer über gruben sich auf dem Roßkopf Baggerschaufeln durch die GringesPiste, um diese zu verbreitern und für Skifahrer ansprechender zu gestalten. Durchgeführt werden die umfangreichen Meliorierungsarbeiten, die insgesamt 350.000 Euro kosten, so Geschäftsführer Benno Egger, von der Wipptaler Bau AG. Die Arbeiten machten auch erhebliche Rodungen notwendig. Bereits im Herbst kommenden Jahres, und nicht wie ursprünglich geplant 2013, möchte man den bestehenden Panoramalift, dessen Konzession 2015 verfällt, durch eine neue Liftanlage ersetzen. Dafür sollen demnächst die urbanistischen Weichen gestellt

und die entsprechenden Bauleitplanänderungen durch die Gemeinde vorgenommen werden. Der Sessellift würde rund 100 m länger als die derzeitige Anlage, wobei der Einstieg etwas nach Nordosten verschoben würde, um so auch die Einmündung in die Gringes-Piste zu verbessern. Von Landesrat Thomas Widmann hat man bereits eine mündliche Finanzierungszusage für einen Großteil der sechs Millionen Euro teuren Liftanlage erhalten. Über dieses Vorhaben hinaus befasst sich ein vor rund einem halben Jahr eingesetzter Runder Tisch allgemein mit der Zukunft

des Skibetriebes am Roßkopf. Diesem gehören neben Vertretern der Neuen Rosskopf GmbH die Bürgermeister der Gemeinden Sterzing, Pfitsch und Freienfeld sowie die Präsidenten des Tourismusvereins Sterzing und der Seilbahn Sterzing Roßkopf Raminges AG an. Gemeinsam möchte man ein zukunftsfähiges Konzept erarbeiten. In diesem Zusammenhang wird auch weiterhin die Talabfahrt ins Auge gefasst, deren Finanzierung allerdings erst gefunden werden muss. Neben den Meliorierungsarbeiten an der Gringes-Piste wurden heuer auch die Aus-

sichtsplattform knapp unterhalb des Köpfls fertig gestellt, eine Rampe am ehemaligen Startgelände der Weltcuprennen mit Beschilderung angebracht und die Arbeiten für den Streichelzoo „Rossy-Park“ abgeschlossen. Auch ein neuer Winterwanderweg von der Bergstation zur Kuhalm steht den Gästen im kommenden Winter zur Verfügung. Siebenmal hat man in diesem Sommer die Umlaufbahn bereits um 5.00 Uhr laufen lassen, damit Gäste auf dem Roßkopf den Sonnenaufgang genießen konnten.

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gemeinde freienfeld

Bürokratischer Hürdenlauf Im Herbst 2010 wollte die Wolf System GmbH in der Gewerbezone Freienfeld ihren Betrieb erweitern. Jetzt wird es Spätherbst 2011. Weil die Gemeindeverwaltung gebremst haben soll. Wolf System arbeitet gut. Das Unternehmen aus Freienfeld, das Produktionshallen, Industrie- und Verwaltungsgebäude, Fertighäuser, Rundbehälter, Biogas- und Kläranlagen plant und baut, setzt im Jahr 70 Millionen Euro um. Bald sollen es 100 sein. Wolf will von 250 auf 350 Mitarbeiter aufstocken, sich zudem auf erdbebensichere Häuser, Klimahallen mit Photovoltaikanlagen, fertige Mehrfamilienhäuser und artgerechte Legehühnerställe spezialisieren. Dafür braucht Wolf Platz. In der Gewerbezone Freienfeld soll deshalb der Betrieb um ein neues Bürogebäude mit FertighausShowroom, Verwaltungsbüros, Parkplätzen und eine Produktionshalle erweitert werden. Das Bürofundament sollte schon vor einem Jahr stehen. Jetzt wird es Spätherbst 2011. „Diesen Verzug“, ärgert sich Geschäftsführer Robert Stafler „hätte es nicht geben müssen.“ Sein Ärger richtet sich vor allem gegen die Gemeindeverwaltung, die ihre Möglichkeiten nicht genutzt haben soll, dem Betrieb weiterzuhelfen. Das große Warten begann Mitte September 2010 mit der Einreichung des Infrastrukturplanes für den Bau einer Zufahrtsstraße und der Betriebserweiterung. Diesen holt üblicherweise die Gemeinde selbst ein. Stafler wollte und durfte die „Rennereien“ selbst erledigen, „um Zeit zu sparen“. Womit er nicht gerechnet hat: „Erst nach sieben Monaten wurde der Plan im Gemeindeamt 10

zum ersten Mal in die Hand genommen, nach weiteren drei vom Gemeinderat genehmigt.“ Zehn Monate, viele Besprechungen und auch Geld seien Stafler dadurch verloren gegangen. Sogar Berufsfeuerwehr, Amt für Gewässerschutz, Amt für Wassernutzung, Wildbach, Eisenbahn und Autobahn/ANAS hätten „nur drei bis vier Monate gebraucht“, um ihr Gutachten schriftlich oder zumindest mündlich abzugeben. Stafler spricht von einer „teilweise inkompetenten Vorgangsweise“. Dabei habe die Gemeinde keinerlei Kosten zu tragen und nichts weiter zu tun, als das Grundkonzept abzusegnen. Bürgermeister Armin Holzer ist verwundert, als er von Staflers Kritik hört. „Zumal es uns mit vereinWolf-Geschäftsführer Robert Stafler: ten Kräften „Hätte mir mehr gelungen ist, operatives Bemühen das erwei gewünscht.“ terte Areal baureif zu machen“. Vor kurzem wurde die Baukonzession für die Erweiterung des Bürogebäudes ausgestellt. Die Ausweisung des Areals zwischen Autobahn, Eisenbahn und Eisack ist nicht ganz problemlos verlaufen. Auch im Land war man sich uneins. Der Freienfelder Gemeinderat hatte Staflers Antrag um Bauleitplanänderung genehmigt. Die Landesraumordnungskommission stellte ein negatives Gutachten aus, die Landesregierung wiederum ein positives. Bis die geänderten Durchführungsbestimmungen im Gemeinderat eintrafen, so Holzer, war es bereits der 10. Dezember. „Vorher konnten wir die Projekte nicht in

Das Wolf-Gelände in der Gewerbezone in Freienfeld: demnächst um ein neues Bürogebäude mit Fertighaus-Showroom, Verwaltungsbüros, Parkplätze und eine Produktionshalle erweitert.

Angriff nehmen.“ Danach folgten weitere Hürden. Der Infrastrukturplan, den Staflers Vertrauensingenieur ausgearbeitet habe, sei fehlerhaft gewesen und musste erst den Durchführungsvorschriften angepasst werden. Stafler winkt ab. „Davon erfährt man oft erst nach der Einreichung.“ Sein Ingenieur habe schnell reagiert. Bis ihm die Gemeinde notwendige Änderungen mitteilte, seien aber Wochen verstrichen. Beide, Holzer wie Stafler, listen sich gegenseitig weitere Vorkommnisse auf, die zu Verzögerungen geführt hätten, und auch, wann und wie sie sich eingesetzt hätten, „dass etwas weitergeht“. „Komisch“ fand Stafler, dass die Gemeinde für den Grundkauf zur Betriebserweiterung die Rangordnung angewandt hatte – eine Methode, um Spekulationen zu vermeiden. „Das kostete mich weitere zwei Monate.“ Die Gemeinde hätte das Gesetz aussetzen können, damit er die Zuweisung zwei oder drei Monate früher erhalten hätte. Sie habe es nicht getan. Holzer stellt klar: „Wir waren stets bemüht, uns einzusetzen, damit Wolf in der kürzest möglichen Zeit sein Vorhaben realisieren kann – jedoch immer unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Fristen.“ Die Verordnung für Zuweisung von Arealen in Gewerbezonen, so Holzer, habe der Gemeinderat 2002 – Robert Stafler war damals Ratsmitglied – erlassen. „Wolf feilschte über Monate am Text der einseitigen Verpflichtungserklärung und verzögerte damit die Zuweisung selbst.“ Stafler kann das „übervorsichtige Verhalten der Gemeinde“ nicht verstehen. „Ich hätte mir mehr operatives Bemühen gewünscht, kein Warten, bis irgend etwas eintrifft, das dagegen sein

könnte.“ Die Übervorsichtigkeit, so Stafler, rühre wohl auch daher, dass die Opposition in Freienfeld förmlich darauf warte, bis die Regierungspartei den kleinsten Fehler mache. Inzwischen liegt ein Ausführungsprojekt zur Genehmigung vor. Die Unterlagen zur Planung des Gehsteiges, so Holzer, würden aber noch fehlen. Diesen hatte die Gemeinde auf ihrer Ratssitzung im Juni von Wolf gefordert. Stafler und Gemeinde diskutieren nicht zum ersten Mal miteinander. Als in der Stafler-Säge Bürgermeister Armin in Mauls drei Holzer: „Arbeiten Blockheizimmer unter Einhaltung der gesetzkraftwerke lichen Vorschriften geplant waund Fristen.“ ren, zog Bürgermeister Holzer „wegen Mängel im ersten Protokoll“ die Baukonzessionen rückwirkend zurück. Derzeit konkurrieren Stafler und Gemeinde um ein mittelgroßes E-Werk in der Maulser Säge. „Dies sollte mit unserem Antrag um Betriebserweiterung nichts zu tun haben“, sagt Stafler. „Wir behandeln jeden Antrag objektiv und werden dies auch weiterhin tun“, verteidigt sich Holzer. Am Ende entkräften beide, um Wogen zu glätten. Holzer sagt: „Wir sind stolz darauf, dass in unserer Gemeinde ein Unternehmen wie Wolf System angesiedelt ist und wertvolle Arbeitsplätze schafft.“ Und Stafler: „Ich bin überzeugter SVPler und will niemanden persönlich angreifen“, um dann hinzuzufügen: „Meine Meinung lasse ich mir trotzdem nicht verbieten.“ rb erker september 11


Keine Windräder in Pfitsch Südtirol bleibt windkraftfrei. Das hat die Landesregierung im Februar dieses Jahres entschieden. Einzige Ausnahme: der Sattelberg und das Sandjoch in der Gemeinde Brenner. Dem hat auch die Gemeinde Brenner bereits mehrheitlich zugestimmt. Dann hat sich der Wind gedreht: Im Mai hat die Landesregierung neue Voraussetzungen für Windkraftanlagen festgelegt. Demnach muss an einem Standort der Wind im Jahresschnitt mit mindestens sechs Metern pro Sekunde wehen; die Höhengrenze wurde auf 2.600 m angehoben. Damit könnten nun im Wipptal auch in Pfitsch, Ratschings, am Jaufenpass und am Penser oder Valser Joch Windparks errichtet werden. Kürzlich ist die Änderung der Durchführungsverordnung zum Landesraumordnungsgesetz in Kraft getreten. Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung brachte die Bürgerliste „Gemeinsam für Wiesen Pfitsch“ ihre ablehnende Haltung zum Ausdruck. Auch die SVP-Gemeinderäte und SVP-Ortsausschüsse der Gemeinde Pfitsch trafen sich zu einer Aussprache. Dabei kam auch das negative Gutachten der Amtsdirektorenkonferenz zum E-Werksprojekt der Gemeinde zur Sprache, das im vergangenen Jahr eingerei-

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cht worden ist. Windräder, so Bürgermeister Johann Frei in einer Presseaussendung, würden einen nicht minder großen Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild darstellen und

seien daher ebenfalls abzulehnen. Laut gelt e n d e r Durchführ u n g s v e rordnung blieben einige dafür in Frage kommende Gebiete der Gemeinde, die zwar über die notwendige Windstärke verfügen, unter 2.600 m liegen und bei denen die Erreichbarkeit gegeben sei, schon auf Grund des geltenden

Landschaftsplanes der Gemeinde ausgeschlossen. „In einigen Bereichen müsste er jedoch diesbezüglich abgeändert bzw. ergänzt werden. Damit es nicht notwendig ist, im Nachhinein zu reagieren und damit Spekulationen im Vorfeld ausgeschaltet bleiben, sollte der Gemeinderat auf diesem Gebiet die erforderlichen Schritte einleiten, um Windräder zu verhindern“, so der Bürgermeister. Laut Energielandesrat Michl Laimer seien über dies Windräder in Pfitsch derzeit nicht möglich, da die Stromleitungen heute schon überlastet seien. lg

Windpark Brenner

Umweltbeirat dagegen Eigentlich hätte der Umweltbeirat die Antwort innerhalb 24. Juli geben müssen. Das „Nein“ kam einen Monat später. Die Beiräte – sieben stimmten dagegen, einer dafür – lehnen damit zwei Windparkprojekte am Brenner ab. Die WPP1 AG plant am Sattelberg 22 Anlagen mit einer Jahresproduktion von rund 111.000 Megawattstunden (MWh), die Elektrogenossenschaft Pflersch am Sandjoch neun. Den positiven Aspekten, so Umweltagentur-Direktor Luigi Minach, stünden „gravierende negative Auswirkungen“ gegenüber. Für den Materialtransport müssten eine Seilbahn errichtet sowie Straßen für 100 Tonnen schwere Baustellenfahrzeuge befahrbar gemacht werden. Rückbau und Begrünung seien nur begrenzt möglich. Die Windräder seien vom besiedelten Gebiet aus sichtbar, was den ökologischen Wert der Landschaft mindere. Windkraftanlagen und Freileitungen würden Flora und Fauna „unwiederbringlich“ beeinträchtigen und den Brenner als alpenquerende Vogelhauptzugroute gefährden. Im Umweltamt waren 24 Stellungnahmen gegen die beiden Windparkprojekte eingegangen (der Erker berichtete). Die Gesellschafter der WPP 1, „überrascht“ vom negativen Gutachten, sind weiterhin davon überzeugt, ihr Projekt trage wesentlich zur Produktion von grüner Energie und zur nachhaltigen Entwicklung von Südtirol bei. Nicht so die Freiheitlichen. Sie sprechen von einer „schallenden“ Ohrfeige, die Grünen von einer „klaren Antwort“. Die Landesregierung werde sich schwer tun, das Projekt dennoch glaubwürdig zu genehmigen, heißt es aus dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz. Nun könnten auch die beiden Konventionen, welche die Gemeinde Brenner mit den Projektbetreibern 2009 abgeschlossen hatte, hinfällig sein. Denn der Gemeinderat stimmte den Vorhaben ausdrücklich nur unter der Bedingung zu, dass die große Umweltverträglichkeitsprüfung positiv ausfällt. Die endgültige Entscheidung wird die Landesregierung in die nächsten Wochen treffen. So würden die Windparks sicher nicht gutgeheißen, so Energielandesrat Michl Laimer. Ein Hintertürchen lässt er aber offen. Die beiden Projekte dürfen vermutlich überarbeitet werden.

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aktuell

Graßstein

Bahnhof in Wartestand In Graßstein ist seit Jahren ein Verladebahnhof geplant. Fraglich ist, ob er überhaupt gebaut wird.

Thomas Widmann hat vieles vor in den nächsten Jahren: autofreie Gemeinden, neue Öffi-Abos, Tourismuszüge, die Skigebiete verbinden, und E-Bikes, mit denen auch Untrainierte schnell unterwegs sind, Metrobusse und innerstädtische Trams. Über den Bahnhof in Graßstein schweigt der Mobilitätslandesrat in seiner Halbzeitbilanz. Dabei müsste er schon längst umgebaut sein. Zwei Jahre ist es her, dass die Landesregierung einen neuen Verladebahnhof mit Containerterminal in Graßstein genehmigt hat. „Eine notwendige 12

und sinnvolle Einrichtung“, lobte Landeshauptmann Luis Durnwalder. Güter wie Holz oder Öl müssten dann nicht mehr eigens nach Trient oder Verona und wieder zurück transportiert werden, nur um sie dort verladen zu können. Der Bahnhof könnte dem Norden Bozens, dem Eisack- und Wipptal und dem Pustertal nützen und gleichzeitig helfen, schwer beladene LKW von der Straße zu holen. Der Bahnhof in Graßstein hat auch eine historische Bedeutung. Im 19. Jahrhundert war er wegen des nahe gelegenen Granitbruches einer der wichtigsten Frachtbahnhöfe der Brennerbahn. Nach der Stilllegung der Granitbrüche in den 60er Jahren diente er als Umschlagplatz für Viehtrans-

„Das soll sich jetzt ändern“, schallt es aus der Landesregierung seit Jahren. Immerhin hat die italienische Bahngesellschaft RFI den Bahnhof inzwischen dem Land Südtirol übergeben, und dieses wollte daraus ein Logistikzentrum bauen. Es sollen nicht nur Güter verladen, sondern auch Aushubmaterial abtransportiert werden, das beim Bau des Brennerbasistunnels anfällt. Schotter, der beim Bau gewonnen wird, soll über Förderbänder von der BBT-Baustelle Mauls nach Graßstein gefahren werden. Begonnen haben die Arbeiten noch immer nicht. Nur das Bauschild, das beim symbolischen Spatenstich im September 2009 feierlich aufgestellt wurde, soll wieder abmontiert worden

So soll der Verladebahnhof aussehen, wenn er gebaut wird. porte nach Bayern. Seit diese Transporte auf die Straße verlegt worden sind, dämmern die Geleise vor sich hin. Zwölf sind es, über zehn wächst Gras.

sein. Die Combi Nord AG ist beauftragt, den Bahnterminal zu errichten und zu führen. Mehrheitseigentümer der Ge-

sellschaft ist die Italcombi AG mit operativem Sitz in der Gewerbezone Freienfeld. Der „Dienstleister im unbegleiteten kombinierten Verkehr“ transportiert lose Güter wie Marmormehl, Quarzsand und andere Schüttgüter in Silocontainern und verkehrt auf allen Routen zwischen Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Das Unternehmen wäre im Grunde startklar für den Bau“, sagt Combi-Nord-Geschäftsführer Helmut Gamper. Laut ihrer Homepage sind so gut wie alle Genehmigungen eingeholt. „Nach Unterzeichnung der notwendigen Verträge mit dem Land Südtirol und der BBT-Gesellschaft könnte der Ausbau beginnen.“ Doch eilig scheinen es die Projektpartner mit dem Umbau nicht zu haben. Auf der geplanten Baustelle lagert die RFI derzeit Schienen und Betonklötze, weil sie zwischen Sterzing und Brixen den Schienenstrang erneuert. Auch die BBT-Gesellschaft ist bis jetzt ohne Verladebahnhof klargekommen. Im Mai 2008 h a t t e d e r S p re n g vortrieb des 1,8 km langen Erkundungsstollens in Mauls begonnen. Das Material holte ein Konsortium der schotterverarbeitenden Unternehmen Beton Eisack, Progress und Wipptaler Bau ab. Ab Herbst soll das blauweiße Förderband bei der Durcherker september 11


querung der periadriatischen Naht 500 Meter nördlich der BBT-Baustelle in Mauls zum Einsatz kommen. Noch beginnt und endet es im nichts, es soll aber – wie BBT-Beobachtungsstellenleiter Martin Ausserdorfer sagt, demnächst fertiggestellt werden. Dann transportiert das Förderband das Ausbruchmaterial über Eisack, Autobahn und Zug, um es in der Deponie Genauen II endzulagern, weil es wegen der schlechten Qualität nicht weiterverarbeitet werden darf. Das restliche Material gelangt über ein Förderband im Erkundungsstollen nach Aicha zur Weiterverarbeitung. Wie es mit dem Verladebahnhof weitergeht, scheint keiner genau zu wissen. „Ob der Verladebahnhof eingerichtet wird, können wir nicht bestimmen“, meint Ausserdorfer. Und: Falls es eine Verlademöglichkeit geben sollte, werde der Markt regeln, ob sie genutzt werde oder nicht. Die BBT-Gesellschaft ist sich also noch nicht sicher, ob sie das Material vor Ort verwendet oder es außerhalb des Bezirkes verkauft. Auch welche Schotterfirmen das Material aus dem BBT weiterverarbeiten dürfen, ist noch offen. Die BBT SE hat entschieden, bei den nächsten Ausschreibungen das Ausbruchmaterial nicht mehr den Baufirmen zu überlassen, sondern es vorerst selbst zu behalten, „um eine bessere Steuerungsfunktion zu garantieren“. Keine Antwort, wie es um den Bahnhof steht, bekam der Erker vom zuständigen Mobilitätslandesrat Thomas Widmann. Die E-Mails an ihn blieben unbeantwortet. Auch die rund 30 Einwohner von Graßstein warten erstmal ab. „Man hört weder Positives noch Negatives. Geschimpft wird wahrscheinlich erst, wenn es soweit ist“, sagt ein Graßsteiner. Einen Verladebahnhof, der noch mehr Lärm mit sich bringen werde als es vorbei klappernde Züge ohnehin schon tun, wolle freilich niemand. Kommt der Bahnhof, würden zuerst Lärmschutzwände errichtet, finanziert über Ausgleichszaherker september 11

lungen für den Brennerbasistunnel. „Damit geben wir uns zufrieden, denn verhindern können wir den Bahnhof sowieso nicht.“ 2005 kursierte das Gerücht, dass statt einem Verdalebahnhof ein Treibstofflager geplant sei. Die Landesregierung dementierte es mehrmals. Freiheitliche wie Grüne erkundigten sich bei den aktuellen Fragestunden im Landtag immer wieder, wie es mit dem Verladebahnhof weitergehe. 2010 bekamen sie zur Antwort, man stehe in Verhandlungen mit RFI, könne mit dem Bau aber bald beginnen. Im Februar dieses Jahres sagte Durnwalder: „RFI-Generaldirektor Mauro Moretti ist grundsätzlich einverstanden, allerdings müssen die technischen Details noch grundlegend überprüft werden.“ Laut Combi-Nord-Chef Gamper sei das Projekt momentan auf Eis gelegt. Dass es endgültig gestorben ist, will er nicht behaupten. „Gut möglich, dass es plötzlich heißt, wir müssen sofort mit dem Umbau beginnen.“ Den Verladebahnhof, glaubt Gamper, brauche es irgendwann so oder so. Die EU sieht in ihren Ausschreibungen die Nutzung des Bahnhofes in Graßstein vor. Werden die Haupttunnel ab dem nächsten Jahr gebaut, würden pro Tag 3.000 bis 4.000 m3 Aushubmaterial anfallen. Bei der „riesigen 24-Stunden-Baustelle“ müssten auch die LKW den ganzen Tag über fahren. Mit Schienenverkehr würden hingegen zwei bis drei Fahrten am Tag reichen. „Die Waggons könnten Material abtransportieren und Zement, Eisen, Dübel und anderes Material hinbringen. Es gäbe keine Leerfahrten.“ Um den Bahnhof zu bauen, so Gamper, brauche die Gesellschaft zunächst vor allem eines: die Sicherheit von Land, BBT SE und RFI. Die Sicherheit, dass der Bahnhof am Ende auch genutzt wird. Diese könnte ihm zum heutigen Zeitpunkt noch niemand geben. „Wahrscheinlich“, so Gamper, „sind andere Interessen im Moment gewichtiger.“ rb 13


titelgeschichte

„Berlusconi hat 17 Jahre lang nur heiße Luft gepredigt“ Spätestens jetzt sind die fetten Jahre vorbei. Italien muss im Eiltempo rund 45,5 Milliarden Euro einsparen, will es nicht im Schuldenmeer versinken. Neben dem Staat trifft es nun auch Regionen, Provinzen und Gemeinden, vor allem aber seine Einwohner. Der Erker hat mit dem ehemaligen SVP-Parlamentarier Hans Widmann über die schwierige Zukunft des Landes gesprochen.

Erker: Herr Widmann, sind Sie ein sparsamer Mensch? Hans Widmann: Eigentlich schon. Wo knausern Sie am meisten? Im Prinzip nirgends. Ich habe mir z war ein schönes Auto geleistet, zum Leben brauche ich sonst aber nicht viel. Die ganze Welt ist zurzeit auf Sparkurs, auch die italienische Regierung. Sie will in zwei Jahren 45,5 Milliarden Euro einsparen. In Italien ist jahrzehntelang geluder t worden.

Jetzt wird die Rechnung präsentiert. Staat und öffentliche Körperschaften dürfen n i c h t mehr ausgeben als sie einnehmen. Wo hat die Regierung Geld hinausgeschleudert? Sie hat einfach drauflos gewirtschaftet. Die öffentliche Verwaltung stellte beispielsweise haufenweise Mitarbeiter ein. Die Meinung, je mehr Mitarbeiter ein M i -

nister hat, desto angesehener ist er, hat sich bis in die kleinste Einheit eingebürgert. Jetzt sieht es fast so aus, als wären die öffentlichen Bediensteten an der Schuldenkrise schuld. Für weitere zwei Jahre friert die Regierung nun ihre Gehälter ein. Ministerpräsident Silvio Berlusconi glaubt nach wie vor, nur er könne Italien retten. Berlusconi hat 17 Jahre lang nur heiße Luft gepredigt. Er hat keine einzige Reform durchgeführt, nur Schulden angehäuft und seine Interessen vertreten. Dabei hatte 2006 die Mitte-Links-Regierung angefangen, den Staat in Ordnung zu bringen. 2008 stoppte die populistische Rechte alles wieder. Viele Italiener lieben ihn trotzdem. Berlusconi ist Italiens bester Verkäufer. Seine Medien helfen ihm dabei. Ein Volk, das frühmorgens den Fernseher ein- und spätabends wieder ausschaltet, vergisst bei der ganztägigen Unterhaltung mit Sing und Sang und spärlich gekleideten Frauen das Wesentliche. Ist Italien noch zu retten? Italien ist geopolitisch wichtig und hat vor allem im Norden eine gut funktionierende Wirtschaft. Die Italiener haben verhältnismäßig viel gespart. Wird in der Verfassung festgeschrieben, dass keine zusätzlichen Schulden mehr gemacht werden dürfen, muss der Staat nicht den Bach runter gehen. Eine Verfassungsänderung dauert aber lange. Diese Zeit hat Italien nicht mehr. Schon den Schuldenstand von 120 auf mindestens 100 Prozent des Bruttosozialproduktes – 60 Prozent sollten es laut Maastricht-Kriterien sein – abzubauen, wird wehtun. Irgendjemand wird dies aber bezahlen bzw. erleiden müssen. 70 Prozent der Italiener sind mit dem Sparpaket nicht einverstanden, weil es die breite Masse trifft. Das ist die einfachste Lösung. Die Regie-

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rung erwischt alle Staatsangestellten, Arbeitnehmer, Pensionisten – diejenigen, die am wenigsten Schuld haben. Wenn schon, sollten die Sparmaßnahmen alle im gerechten Ausmaß treffen, nicht immer dieselben. Vielleicht braucht es diese Krise auch, damit Rentner und Arbeitnehmer endlich politisch umdenken und sich daran erinnern, wer ihre wirklichen Vertreter wären.

wie bei den Invalidenrenten. Zudem sollte jeder, der Steuern hinterzieht, kein Anrecht auf irgendwelche öffentliche Unterstützung haben. Von ganz oben bis ganz unten muss einkommens- und vermögensmäßig in allen Bereichen eine Linie der Angemessenheit, der Ausgewogenheit und der Gerechtigkeit ohne Ausnahme und ohne Ansehen durchgezogen werden. Alle Reformen Was müssen Berlusconis Nach- müssen angegangen werden: eine Verwaltungsreform, die folger anders machen? Sie müssen Schulden abbauen, den Staat modernisiert, eine Jurationalisieren, wo es geht, die stizreform, die das gleiche Recht für alle Steuerhinterbeschleuziehung und nigt, die die Schwarzentschlosarbeit besene Bekämpfen, die kämpfung Wirtschaft der Krimiankurbeln, nalität, die große VermöEinfühgen und Firung eines nanzgewinne echten endlich richMinisterpräsident Silvio Berlusconi: Föderalistig besteuern. „Italiens bester Verkäufer“ mus, die Es kann nicht Reform sein, dass derjenige, der Gelder hin- und des Parlaments, ein neues Wahlherschiebt, keine oder nur 12,5 gesetz, das den Bürgern eine Prozent Steuern zahlt, andere echte Mitbestimmung garanhingegen 23, 33, 43 und bis zu tiert. über 50 Prozent blechen müssen. Ich würde auch wieder eine Werden noch weitere SparpaSteuer auf Erbschaften mit Frei- kete folgen? beträgen einführen. Zu besteu- Die bisherigen werden nicht die letzten gewesen sein. ern sind auch große Vermögen. Was müsste sich in der öffent- Politiker predigen oftmals Wasser und trinken selbst erlelichen Verwaltung tun? Sie müsste ähnlich funktionieren sensten Wein. Ihre Futtertröge wie ein privates Unternehmen, haben sie bei Sparmaßnahmen das sich auch immer wieder nicht oder kaum angetastet. neu ausrichten muss, um im in- An den Gehältern der Banker, die Millionen im Jahr te r n at i o n a l e n verdienen, stößt sich Wettbewerb zu Politikergehälniemand, obwohl bestehen. Nicht ter sind auf ein sie und ihre Finanzdie kleinen Anangemessenes Maß j o n g l e u re u n s d i e gestellten sollen zurechtzustutzen. Finanzkrise einge wegrationaliKeine übertriebenen brockt haben. Aber sier t, sondern Entschädigungen und es stimmt schon. Podie Generaldiweg mit dem Firlelitikergehälter muss rektoren ausgefanz von Privilegien“ man transparent wechselt werden, wenn sie die Planziele nicht gestalten und auf ein angemeserreichen. Ausmisten müsste die senes Maß zurechtstutzen. Keine Regierung auch bei den Sozial- übertriebenen Entschädigungen hilfeempfängern. In Italien gibt und weg mit dem Firlefanz von es immer noch viel Missbrauch Privilegien.

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In Rom gibt es eine ganze Rei- tig waren. Waren die Reformen die zumindest den Landtagsabgut durchdacht, brauchen Poli- geordneten der Regierungsparhe davon. Das Privileg, gratis auf der Au- tiker auch keine Angst davor zu tei übrig geblieben ist. tobahn und mit dem Flugzeug haben, nicht mehr gewählt zu Und für den von Arbeitsplatz zu LandeshauptArbeitsplatz, also Die Südtiroler sind ein bequemes Volk. Sie fordern und mann? Wahlkreis – Rom – schimpfen und wählen trotzdem jedes Mal dieselben.“ Ruhig mehr Wahlkreis, fahren zu dürfen, lässt sich ja noch begrün- werden. Aber heute verteidigt bei der Verantwortung, die er für den. Warum Parlamentarier aber man lieber die Mehrheit und so- alle übernommen hat. günstiger die Haare schneiden mit den eigenen Sessel. Würden Politiker aussterben, oder sehr günstig in der Mensa essen dürfen, ist nicht zu recht- In Südtirol sind Krisen bis jetzt wenn sie zu Normalverdienern fertigen, ebenso wenig wie die immer stark abgefedert wahr- degradiert würden? Gratiseintritte für Fußballstadien, genommen worden. Leben wir Nein, aber vieles würde sich ändern. Ein gewisses Grundgehalt Kino, Theater und Konzerte. Das auf einer „Insel der Seligen“? hat mit dem Amt eines Politikers K risen wie jene Anfang der braucht es. Alle Abende außer 1980er haben uns nie im Aus- Haus, bis Mitternacht Anrufe entnichts zu tun. maß anderer Länder erreicht. Wir gegen nehmen, sich anpöbeln H a t k e i n S e n a t o r o d e r haben vergleichsweise eine gute lassen: Für 3.000 Euro macht das K a m m e ra b g e o rd n e te r e i n öffentliche Verwaltung, die ver- kein Mensch. Als Politiker bist du sucht hauszuhalten und schul- bei x Maturabällen eingeladen, schlechtes Gewissen dabei? Von diesen Möglichkeiten erfährt denfrei ist. Das muss man aner- was ja auch schön ist, zahlst aber man erst, nachdem man gewählt kennen. Die meisten Unterneh- jedes Mal Eintritt, isst und trinkst, kaufst Lose und Rosen. Ich habe meistens zwischen 200 und 250 , 63, ist Euro gespendet. Dann fragt dich gebürtiger Rodenecker und lebt vielleicht ein Grauviehzuchtverseit den 80er Jahren in Ridnaun. ein, ob du nicht für 500 oder 600 Von 1970 bis 1992 war er führenEuro eine Glocke kaufen möchder Gewerkschafter beim ASGB test. Und dann schicken dir die und mehrere Jahre Vorsitzender Schützen einen Brief, ob du ihdes Wirtschafts- und des Sozialinnen nicht ein Gewehr spendiestitutes. Widmann ist ein Vollblutren möchtest. Solche Geschenke politiker. Von 1998 bis 2007 war er werden ausbleiben. Mandatare, SVP-Parteiobmannstellvertreter, die nicht der Landesregierung zeitweise Mitglied des Europarates angehören, müssen diese Aussowie Sekretär des Ausschusses gaben aus eigener Tasche zahfür Arbeit und Sozialversicherung. len. Hat der Politiker einen luVon 1992 bis 2008 saß er als Kamkrativeren Nebenberuf, wird er merabgeordneter in Rom. Heute seine größte Energie auch eher engagiert sich Widmann als Vizedorthin verlagern. Die Frage ist, präsident der Lebenshilfe und ist ob sich ein Normalverdiener den freier Publizist. Politikerstress überhaupt antun würde. worden und ins Parlament einge- mer unserer kleinstrukturierten zogen ist. Solche Möglichkeiten Wirtschaft tun in Krisenzeiten Wo könnte Südtirol sparen? nützt man oder auch nicht. alles, um ihren Betrieb zu retten, Immer wieder kommt die Diswährend die Manager von Groß- kussion auf, Gemeinden zuEineinhalb Jahre vor den Wahl- konzernen plötzlich verschwin- sammenzulegen. en werden selten unpopuläre den und auch noch eine schöne Ein heikles Thema. Bevor bei Maßnahmen ergriffen. Wird in Abfindung mitnehmen. Leistungen für die Bürger geder Politik zu sehr in Wahlperiospart wird, sollte zuerst überden gehandelt? Auch Südtirol muss sparen. legt werden, ob es wirklich alle Leider ja. Verantwortungsbe- Viele fordern eine Kürzung 104 Provinzen – außer die auwusster wäre es, in Generati- von Politikergehältern. Was tonomen – und über 8.000 Geonsperioden zu denken und Re- wäre ein gerechter Lohn für ei- meinden in Italien wie auch alle formen sofort nach den Wahlen nen Landtagsabgeordneten in Verwaltungsräte der öffentlichen einzuführen. Tun sie weh, merken Südtirol? Betriebe braucht, um das Land die Bürger bis zur nächsten Wahl, 5.000 Euro ohne Privilegien rei- gut zu verwalten. dass sie am Ende doch vernünf- chen aus, bei der Verantwortung, Sie haben vorhin das schul-

Hans Widmann

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denfreie Land Südtirol gelobt. Dafür stehen heute aber immer mehr Gemeinden in der Kreide ... Stimmt schon. Den Gemeinden könnte das Land ruhig mehr Kompetenzen übergeben, muss ihnen dann aber auch das nötige Geld mitgeben. Danach muss die Gemeinde haushalten. Einzelne Gemeinden werden es mit Investitionen auch gut gemeint haben, weil von den Bürgern heute viel Druck kommt. Vielleicht haben wir die Bürger auch ein bisschen verwöhnt, weil wir ihnen riesige Theatersäle, Luxusfeuerwehrhallen und alles Mögliche gebaut haben. So etwas wird halt zur Gewohnheit. Was eine Gemeinde, ein Dorf hat, muss das Nachbardorf auch haben – wehe, wenn nicht! Manche wollen auch in der Landwirtschaft Sparpotential sehen. Ich gebe Gottfried Tappeiner Recht, der sagt, auch Landwirte sollten zur Kassa gebeten werden. Diese Ausnahmeregelungen in der Landwirtschaft sind wohl allen unverständlich, außer vielleicht den Bauern selbst. Verdient ein Bauer nichts, braucht er auch nichts zu zahlen und muss sich dafür vielleicht einmal einen Traktor mit dem Nachbarn teilen. Verdient er viel, soll er auch viel zahlen. Unsere echten Bergbauern brauchen sich aber keine Steuersorgen zu machen. Ist heute die Politik europaweit überhaupt noch imstande, auf Herausforderungen der Zeit zu reagieren? Schwierig. Inzwischen reguliert sich die Weltwirtschaft selber und die Politik schaut oft nur noch zu. Eine Finanzkrise ist die Folge. In England hat man Menschen mit niedrigen Einkommen und Arbeitslosen die letzten Sozialleistungen gestrichen. Den Mut, sich die Bankiers des Londoner Finanzzentrums an die Brust zu nehmen, hatte die Regierung nie. Die Politik muss sich aufraffen, das Ruder wieder selbst in die Hand zu nehmen und ausgeerker september 11


brand. Gewalt lehne ich strikt ab. Wenn sich Politiker jetzt aber mit großen Augen fragen, warum es diese Proteste gibt, ist das blanker Hohn.

Auszug aus dem Sparpaket* Wie Italien in den nächsten zwei Jahren 45,5 Milliarden Euro sparen will • 54.000 Posten von Politikern werden gestrichen • Neue Regeln für Berufskategorien mit Staatsprüfung • Feiertage werden auf die Wochenenden verlegt • Schrittweise Anhebung des Rentenalters für Frauen von 60 auf 65 Jahre • Verzögerung des Rentengeldes für „neue“ Frühpensionisten • Spätere Auszahlung der Abfertigung im öffentlichen Dienst (24 Monate) • Liberalisierungen für Dienste (Müll, Transport, Licht) • 5 Prozent zusätzliche Steuern auf Gehälter zwischen 90.000 und 150.000 Euro • 10 Prozent zusätzliche Steuern auf Gehälter über 150.000 Euro • Einheitliche Steuer von 20 Prozent auf Wertpapiere und Bankkonten • Steigerung der Gemeindesteuern • Senkung des Limits über Bargeldeinzahlungen auf 2.500 Euro • Steuer auf erneuerbare Energien • Erhöhung der Mehrwertsteuer möglich • Höhere Abgaben auf Glückspiele, höhere Steuern auf Tabakwaren • Geöffnete Geschäfte an Sonn- und Feiertagen • Gefängnis- und Geldstrafen für Beschäftigung von Schwarzarbeitern • Beitrag von Regionen mit Sonderstatut (Südtirol: 354 Millionen Euro im Jahr 2012) • Gemeinden können Aufschlag auf Einkommenssteuer IRPEF erhöhen • Öffentliche Körperschaften mit weniger als 70 Beschäftigten, die keine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, müssen aufgelassen werden • Zusammenlegung von Kleingemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnern • Deutliche Senkung der Referenten und Gemeinderatsmitglieder in Gemeinden bis zu 10.000 Einwohner • Abschaffung der Provinzen mit weniger als 300.000 Einwohnern oder weniger als 3.000 km2 Fläche * Änderungen möglich

wogen zu regieren. Gibt es kein Umdenken, werden die Proteste Nachahmer finden. Helfen Proteste?

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Sie werden helfen. Ich hoffe nur, dass sie nicht ausarten und schon vorher Gehör finden. Sonst gibt es einen Flächen-

Könnte es irgendwann auch in Südtirol zu Ausschreitungen kommen? Ich hoffe nicht, dass es dazu kommen muss. An der Studentenrevolte 1968/69 hatten sich auch kaum Südtiroler beteiligt, wie sie sich auch bei Streiks nicht hervortun.

die alle auf provisorische Arbeitsverträge hinauslaufen. Junge Menschen bekommen nach dem Studium oder der Ausbildung jahrelang keinen fixen Arbeitsplatz, nur niedrige Löhne oder Gehälter, können sich keine Wohnung leisten, bekommen keine Kredite. Unter diesen Umständen ist es für sie fast unmöglich, an Familienplanung zu denken.

Unsicher ist auch, ob sie später eine Rente erhalten werden. Ist das derzeitige Rentensystem in Italien langfristig überhaupt finanzierbar? Ein friedliches In der alten Volk also, die Form sicher Südtiroler. nicht. ItaliAber auch ein ens früheres bequemes. paradieD e n n s i e fo rsisches Rendern und tensystem schimpfen und w u rd e s e i t wählen trotzStudentenrevolte in England: 1992 nach dem jedes Mal „Hoffe, dass es in Südtirol nicht und nach redieselben Verzu solchen Ausschreitungen formiert. Mit treter. Sorgen kommen muss“ 15 Arbeitsbereiten mir jahren dar f vor allem die prekären Arbeitsverhältnisse schon länger niemand mehr der Jugendlichen. Die Jugend- in Rente gehen. Wer kurz vor arbeitslosigkeit ist von fünf auf und ab 1996 angefangen hat neun Prozent gestiegen. Mich zu arbeiten, wird wahrscheinwundert, dass sich die Politik lich eine Rente von weniger als und vor allem die Jugendorga- 50 Prozent des Durchschnittsnisationen erst jetzt mit diesem lohnes der letzten zehn Jahre Phänomen beschäftigen und da- erhalten. Schon in den 90er Jahren besagte eine Statistik, von sprechen. dass die Italiener durchschnittlich 29 Jahre lang eine Pension Zu spät? Seit der Arbeitsmarktreform der beziehen. Weil wir alle älter Regierung 2003 gibt es 40 ver- werden, wird es in nicht allzu schiedene Arbeitsverhältnisse, ferner Zukunft dazu kommen,

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titelgeschichte

dass die Jugendlichen von heute bis 68 und 70 Jahre arbeiten werden müssen. Wesentlich ist, dass verschiedene Ausstiegsszenarien geschaffen werden, denn es gibt Berufe, in denen man nicht bis 70 arbeiten kann. Wer in Rente geht, sollte aber auf jeden Fall ein menschenwürdiges Dasein haben.

schon dran, auf etwas zu verzichten.

Landesentwicklungsprogramm und der erste Landesgesundheitsplan, die beide von den damaligen Landesregierungen fast vollständig übernommen wurden. Diese Kommission besteht schon lange nicht mehr; die neue Politikergeneration legte keinen Wert mehr auf die Mitarbeit der Sozialpartner, sie wollte alles selbst bestimmen. Eine Möglichkeit bestünde in der Aufwertung des SVP-internen Sozialpartnerforums. Aber auch dieses führt nur ein Mauerblümchendasein.

Möglich a l s o, d a s s R e n t e n rückwirkend gekürzt wer„Es wäre die Aufgabe von den? Soziallandesrat Richard Es gibt be Theiner, in der Landesre- r e i t s e i n e gierung Budgets einzufor- solche Maßdern und wenn nötig auf nahme. Wer Wie hoch wäre eine den Tisch zu hauen.“ ein Einkommenschenwürdige m e n o d e r Die Regierungspartei spricht Rente? eine Rente von mehr als 90.000 aber oft von der Wichtigkeit Eine menschenwürdige Minde- Euro jährlich hat, wird auf den der Sozialpartnerschaft. strente sollte zwischen 800 und darüber liegenden Teil einen So- In Wirklichkeit gibt es sie nicht. 1.000 Euro betragen. lidaritätsbeitrag von fünf Prozent Bestenfalls geht es um ein Anbezahlen; wer mehr als 150.000 hörungsverfahren. Die GewerkWas halten Sie von Pensplan? Euro bezieht, zahlt zehn Prozent. schaften und die Sozialverbände Wir können mit diesem Zusatzfordern seit langem, dass sie bei rentensystem zufrieden sein. Ein Sie waren zwölf Jahre lang füh- der Gestaltung des Landeshaussolches System braucht es. Die render Gewerkschafter beim haltes mitreden können, in dem nächsten Generationen werden ASGB. Welche Rolle spielt die Sinne, dass vorher der Bedarf für nicht mehr 75 und 80 Prozent soziale Lobby in Südtirol? die einzelnen Sektoren abgedes Durchschnittslohnes der ver- Keine, weil es keine eigentliche stimmt und dann von der Politik gangenen zehn Jahre erhalten, Lobby gibt. In den 80er Jahren die Finanzmittel zur Verfügung sondern zwischen 45 und 50. Ju- funktionierte im Rahmen des gestellt werden. Es wäre dann gendliche sollten ab Beginn ihres damaligen Wirtschafts- und So- die Aufgabe von Soziallandesrat Arbeitslebens Geld für eine Zusatzrente beiseite legen, Die Sozialpartnerschaft, von der die Südtiroler Regierungsparsonst schaut es trüb aus. tei immer spricht, gibt es in Wirklichkeit nicht.“ Die öffentliche Rente kann kein fettes Leben garantieren. zialinstitutes (heute Volksgrup- Richard Theiner, in der Landespeninstitut) eine Sozialpartner- regierung das entsprechende Sie erhalten 5.500 Euro Rente kommission, der die vier Wirt- Budget einzufordern und wenn im Monat. Da kann man schon schaftsverbände – KVW, ASGB, nötig auf den Tisch zu hauen. Es neidisch werden. SBB und der Natur- und Umwelt- reicht nämlich nicht, die Mittel Sicher kann man das. Aber das schutzverband – angehörten. im Sozialbereich nicht zu kürzen, sind Bestimwenn immer mungen, die mehr Bedarf „Vielleicht irgendwann besteht. braucht es dieingeführt wurIn diesem ese Krise auch, den. Im LandSinne ist es damit Rentner tag erhalten die unerlässlich, und ArbeitnehAbgeordneten dass der mer endlich poseit 2008 keine Landeshauslitisch umdenPo l i t i k e r r e n t e halt einmal ken und sich mehr. Ähnliches auf den Kopf daran erinnern, wird auch auf gestellt wird wer ihre wirkdie zukünftigen und neue lichen Vertreter Parlamentarier Prioritäwären.“ zukommen. ten gesetzt we rd e n . D e n Würden Sie freiwillig auf einen In dieser Kommission wurde Sozialverbänden in den meisten Teil Ihrer Rente verzichten? damals sozialpartnerschaftlich Fällen zu bescheiden, dass für Rente bleibt Rente. Im Zuge der um Lösungen und Konzepte ge- die vorgebrachten Anliegen kein Sparmaßnahmen komme ich rungen. So entstanden das erste Geld vorhanden ist, bedeutet ei-

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gentlich nicht Politikgestaltung. Warum hapert es an der Basis? Haben denn nicht alle dieselben Interessen? Offiziell schon. Die Gewerkschaften ihrerseits und die Sozialverbände andererseits gehen oft getrennte Wege. Nicht selten ist es der eigene Kirchturm, der eine gemeinsame Vorgangsweise verhindert. Dazu kommt die politische Jungfräulichkeit, auf welche die Verbände wert legen, was zur Folge hat, dass sie keine politische Durchschlagskraft haben und sie deshalb politische Leichtgewichte sind. Wenn man zum Beispiel vom Soziallandesrat erwartet, dass er die sozialen Anliegen in der Landesregierung kraftvoll und erfolgreich vertritt, muss man ihm zuerst bei den Wahlen das politische Gewicht mit auf den Weg geben. Die Gewerkschaften und die Sozialverbände müssen der Landesregierung ernsthaft zu verstehen geben, dass es durchaus politische Konsequenzen geben kann, wenn grundlegende Forderungen nicht erfüllt werden. Sie sind auch freier Publizist. Schon ein neues Buch im Kopf? Ich denke daran. Derzeit bin ich Vizepräsident der Lebenshilfe und vertrete ihre Interessen nach außen. Vergangenen Winter habe ich auch die Biathlon-Europameisterschaften in Ridnaun mitorganisiert. Gut möglich, dass ich wieder ein Buch schreibe. Über welches Thema? Das weiß ich nicht. Schreiben ist aber meine Lieblingsbeschäftigung. Wenn ich nicht Politiker geworden wäre, dann bestimmt Journalist. Das Buch „Andreas Hofer und seine Erben“ habe ich innerhalb von drei Wochen geschrieben. Das Schwierigste ist, mich vor den Computer zu setzen. Das Schreiben geht dann fast von alleine.

Interview: Renate Breitenberger erker september 11


Pfitsch

Tauziehen um Biogasanlage Einmal mehr hatte sich der Gemeinderat von Pfitsch Anfang August mit der geplanten Biogasanlage im Pfitscher Hochtal zu befassen. Neuerlich kam es dabei zu einer lang andauernden und lebhaften Debatte. Die beiden Bürgerlisten „Gemeinsam für Wiesen Pfitsch“ und „Lista Civica“ forderten in einem Beschlussantrag, dass die Anlage nur dann gebaut werden sollte, wenn auch die Mehrheit der Bauern dahinter stehe. Davon scheint man derzeit allerdings meilenweit entfernt. Unter den Bauern haben sich nämlich zwei Lager gebildet; eine Gemeinschaftsanlage für alle Bau-

tionsveranstaltung mit den beiden Landesräten Hans Berger und Michl Laimer sowie Ernesto Scarperi, Direktor vom Amt für Gewässerschutz, den verfahrenen Karren aus dem (Biogas-) Dreck ziehen. Doch es wird wohl so kommen wie schon manches Mal vorher: Von jener Gruppierung, die damit nicht einverstanden ist, wird sich wahrscheinlich niemand herbemühen. E-Werk am Überwasserbach Die KOR-Gesellschaft, die ein E-Werk am Überwasserbach im Pfitschtal betreibt, hat für eine Verlegung der Wasserfassung

das Projekt bereits positiv beurteilt. Im Projekt sind auch Ausgleichsmaßnahmen in Höhe von 50.000 Euro vorgesehen. E-Werk im Talschluss Neuerlich debattiert wurde auch über ein E-Werk im Talschluss von Pfitsch. Dort hat die Gemeinde zu einem bereits bestehenden Projekt im Mai 2010 ein Gegenprojekt eingereicht, dieses ist allerdings von der UVP-Direktorenkonferenz negativ bewertet worden. Die Entscheidung der Landesregierung steht noch aus.

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Trinkwasserleitung

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Nach der Fertigstellung des ersten Bauloses zur Erneuerung der Trinkwasserleitung im Pfitscher Hochtal (Stein – Kinzen) hat der Gemeinderat nun auch das Ausführungsprojekt für das zweite Baulos (Kinzen – St. Jakob) gutgeheißen. Kostenpunkt: 500.000 Euro. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 begonnen. Umbuchungen

ern ist nicht in Sicht. Am Ende haben die Bürgerlisten den Antrag zurückgezogen. Nun soll eine von der Gemeinde Pfitsch in Zusammenarbeit mit dem Ortsbauernrat organisierte Informaerker september 11

nach oben angesucht, wodurch die Leistung des Kraftwerks verdoppelt werden könnte. Daraufhin hat Anfang Juli ein Lokalaugenschein stattgefunden. Die UVP-Direktorenkonferenz hat

In seiner dritten Haushaltsänderung hat der Gemeinderat 45.000 Euro für den Bau des neuen Dorfplatzes in Wiesen vorgesehen. 35.000 Euro wurden für die energetische Sanierung des Volksschulgebäudes und die Anbringung einer Photovoltaikanlage ausgewiesen. Die Musikkapelle Wiesen erhält für den Ankauf neuer Trachten einen Beitrag von 27.000 Euro, mit der Bereitstellung von 102.000 Euro wurde die Finanzierung für die Neugestaltung der Sportzone Wiesen abgeschlossen.

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I-39049 Wiesen-Pfitsch Pfitscherstraße 53E Tel. +39 0472 765 373 info@holz werkstatt.it www.holzwerkstatt.it

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wirtschaft

Un-erreichtes Wipptal Geht es um Wohlstand, Lebensqualität und Vollbeschäftigung, bekommt Südtirol Bestnoten. In punkto Erreichbarkeit fällt es durch den Rost. Das soll sich jetzt ändern. Die schlechte Bewertung kam 2002 mit der Erhebung des Schweizer Forschungsinstitutes BAK Basel Economics. Darin ging es um die „kontinentale“ Erreichbarkeit, die Erreichbarkeit der Regionen im Alpenraum. Bozen schnitt dabei am schlechtesten ab. Die Provinzhauptstadt musste sich mit 19 Städten, wie Frankfurt (Platz 1), Zürich (2), Mailand (3), München, Wien, Salzburg, Genua oder Innsbruck, messen. Südtirol, heißt es seither vor allem in Wirtschaftskreisen, habe „bei der nationalen und internationalen Anbindung noch sehr viel aufzuholen“. Wie Südtirol – schlechte Noten nicht gewohnt – in Zukunft mit anderen Alpenstädten gleichziehen kann, zeigen Handelskammerpräsident Michl Ebner, Luciano Partacini und Oswald Lechner vom Wirtschaftsforschungsinstitut auf. In „Zukunftswerkstätten“ – Informations- und Dialogabenden – schmieden sie gemeinsam mit Bezirksgemeinschaften und Interessierten Ideen, wie ihr Bezirk besser erreichbar gemacht werden könnte. Heuer war die Zukunftsschmiede im Vigil-Raber-Saal in Sterzing zu Gast, 20 Interessierte inklusive Referenten nahmen daran teil. Der Erreichbarkeit werde leider wenig Bedeutung beigemessen, so Lechner. Dabei betreffe das Thema jeden einzelnen Wipptaler. Waren auf den Zug, Menschen in die Waggons Für das Wipptal an der Brennerlinie ist die Erreichbarkeit Segen 20

Für das Wipptal ist die Erreichbarkeit Segen und Fluch zugleich: Das Tal an der Brennerlinie ist reich an Verkehrswegen und genauso reich an Verkehr, Lärm und Abgasen. Im Bild die Mautstelle Sterzing.

und Fluch zugleich: Das Tal ist reich an Verkehrswegen und genauso reich an Verkehr, Lärm und Abgasen. Solche und andere Probleme soll nun der Brennerbasistunnel zwischen Innsbruck und Bozen lösen, wird er 2025 fertig gestellt. Langfristig, so der Plan, wird die Hälfte aller Güter, die Südtirol durchqueren, auf der Schiene transportiert. Derzeit karren Züge jährlich 650.000 Tonnen Güter durch das Land. Klare Visionen gibt es auch beim Personentransport. Jahr für Jahr sollen fünf Prozent mehr Südtiroler öffentliche Verkehrsmittel nutzen – bis 2020 ein Vorzeigewert erreicht ist. Auch Gäste, die nach Südtirol kommen wollen, sollen Alternativen zum Auto entdecken. In fünf Jahren soll jeder zehnte Urlauber mit dem Bus, Zug oder Flugzeug ins Land kommen und auch jeder zehnte Südtiro-

ler ohne Auto verreisen. Dasselbe gilt auch für die Wipptaler, zumal sieben von zehn im Jahr mindestens einmal ins Ausland oder in eine andere italienische Provinz fahren. Noch scheint von diesem großen Umdenken wenig spürbar. Das Auto bleibt eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel. 2009 rollten mehr als 25 Millionen Fahrzeuge auf der Brennerautobahn durch Südtirol. Zwischen 2000 und 2007 war der Verkehr jedes Jahr um rund 2,3 Prozent gestiegen, der Schwerverkehr um 2,7 Prozent. Nur die Wirtschaftskrise brachte einen Einbruch, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Zahlen spiegeln sich auch im Wipp- und Eisacktal wider: Allein zwischen Brenner und Sterzing rauschen täglich rund 25.000 Fahrzeuge über die Autobahn. Zwischen Sterzing und Brixen sind es rund 27.000. Vor

allem an Wochenenden und am Morgen ist die Autobahn oft überlastet. Ähnlich die Situation auf der Staatsstraße: Zählungen haben ergeben, dass täglich 7.256 Autos Sterzing auf der SS 12 passieren. Die Zählstelle Thuins an der SS 44 schafft es auf 13.755 Fahrzeuge am Tag. Seit die Verbindungen von Sterzing nach Bozen verbessert und die Benzinpreise in die Höhe geschnellt sind, fahren immerhin mehr Wipptaler mit dem Zug. 2010 pendelten rund 740 Wipptaler regelmäßig nach Bozen, 690 nach Brixen. Am Bozner Bahnhof steigen täglich 210 Pendler in den Zug, um ins Wipptal zu gelangen. In Brixen sind es 530. Der Halbstundentakt kommt bei den Pendlern gut an, beim Bahnverkehr läuft aber noch nicht alles wie geschmiert: Die Zuganbindungen nach Brenner erker september 11


und Innsbruck finden die Wipptaler Bürgermeister „katastrophal“. Urlauber aus Sterzing würden mit dem Taxi bis zum Brenner fahren, um dort in den Zug zu steigen. Die Strecke von Sterzing nach München und umgekehrt sei „eine Weltreise von acht Stunden“, da in Innsbruck und am Brenner umgestiegen werden müsse. Hinzu kämen Schwierigkeiten, sich eine Fahrkarte zu besorgen. An den italienischen Bahnhöfen gibt es keine Tickets der deutschen oder österreichischen Bahngesellschaft. Und: In den Fahrplänen der Trenitalia scheinen teilweise die Züge der Konkurrenz gar nicht auf. Die internationale Zuganbindung – in Sterzing halten diese Züge nicht – sei „unzumutbar“, nicht nur für Berufstätige, die über die Grenze pendeln müssen, so die Bürgermeister. Es brauche eine gute Lösung, einen durchgehenden Zugverkehr Innsbruck–Bozen, hieß es in der Werkstatt. Treffen habe es zwar zwischen den Bahngesellschaften gegeben, bei Gesprächen sei es aber auch geblieben.

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Südtirolern und Gästen soll als „Autoersatz“ neben dem Zug auch das Flugzeug schmackhaft gemacht werden. Der Flughafen Bozen ist wie der Brennerbasistunnel nicht unumstritten. Was für das Pfitschtal die Anbindung über den öffentlichen Bus, sei für international ausgerichtete Unternehmen der Flughafen, um die Arbeitsplätze absichern zu können, meinen die Referenten. Und Touristiker sagen: Ohne Flughafen sei Südtirol keine weltweit erreichbare Destination und folglich kämen keine neue Gäste. 2010 startete am Bozner Flughafen 16.473 Mal ein Flugzeug. Davon waren über 10.000 Flüge Privatsportflüge (2009 waren es 1.700 mehr), 3.200 Militärflüge oder kommerzielle Flüge; 2.600 waren Linienflüge. Erreichbarkeit sei auch für Forschung, Wissenschaft und Kultur (Kongresse) von Bedeutung wie auch für kleine Unternehmen, Schüler und Pendler, oder wenn internationale Sportevents veranstaltet werden sollen, hieß es in der Zukunftswerkstatt. Ein ideales Südtirol soll fast rund um die Uhr erreichbar sein, nicht nur auf der Straße, auf der Schiene und in der Luft, sondern auch digital: Dazu brauche es ein flächendeckendes Internetund Mobiltelefonnetz, stets auf den aktuellsten Stand gebracht. Läuft alles nach Plan, gibt es bis 2013 im ganzen Land kein Funkloch mehr. rb

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aktuell

Wipptal

Raumentwicklungsplanung berücksichtigt Naturgefahren Damit sich Lebensräume nachhaltig entwickeln können, muss den Naturgefahren Rechnung getragen werden. Im Wipptal arbeitet das Land derzeit unter Einbeziehung der Bevölkerung an einem Integralen Raumentwicklungskonzept (IREK) für ausgewählte Lebensräume. IREK-Foren mit Führungskräften der am Projekt beteiligten Landesabteilungen für Brand- und Zivilschutz sowie für Wasserschutzbauten fanden kürzlich in Mareit, Gossensaß und Kematen statt. Die Analyse von Naturgefahren stand in den vergangenen Monaten im Wipptal auf der Tagesordnung: In Mareit und Gossensaß wurden die Gefahren,

die das Wasser – besonders das Hochwasser – mit sich bringt, untersucht, in Kematen hingegen der Schwerpunkt auf Lawinenabgänge gesetzt. „Dabei wurden Szenarien möglicher Risiken, Gefahrensituationen und Schäden erarbeitet und Lösungsansätze diskutiert“, so die Direktoren der beiden Landesabteilungen, Hanspeter Staffler und Rudolf Pollin-

ger. Die Gefahrenanalyse ist Teil des Interreg-Projekts IREK. Ziel des Projektes ist es, auf der Grundlage der erhobenen Naturgefahrendaten eine nachhaltige Raumentwicklung zu planen und dabei die Bevölkerung mit einzubeziehen. Bei der Gestaltung der Raumentwicklung geht es darum, die bestehenden und künftigen

Lebensräume zu gestalten und durch innovative Maßnahmen zu schützen. Die Bevölkerung wird in die Arbeit durch Informationsveranstaltungen eingebunden. Solche Foren sind nun in Mareit, Gossensaß und Kematen angelaufen. „Die IREK-Foren sind eine Plattform des Informationsund Meinungsaustausches sowie der Konsensfindung. Sie können somit als beratende Gremien der Projektträger gelten“, so Roland Fasolo von der Landesabteilung Brand- und Zivilschutz. Demnächst werden weitere Foren organisiert, „um dem Ziel einer nachhaltigen Raumentwicklung unter Berücksichtigung der Naturgefahren und unter Einbeziehung der örtlichen Interessensvertreter ein Stück näher zu kommen“, so Willigis Gallmetzer von der Landesabteilung Wasserschutzbauten. Am Projekt sind auch Vertreter örtlicher Körperschaften, Vereine und Verbände sowie Obleute von Interessensvertretungen beteiligt.

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75 Jahre Bäckerei Walcher Erst kürzlich feierten wir mit Kunden und Mitarbeitern unser 75-jähriges Bäckerhandwerk. Der Einladung zum „Tag der offenen Tür“ in unsere Bäckerei folgten zahlreiche Kunden und Freunde, die sich für das so wichtige Grundnahrungsmittel Brot interessierten. Wir ehrten auch unsere Seniorchefs Hildegard und Fritz Walcher sowie Mitarbeiter für ihre langjährige Treue.

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und unsere Bauern. Auf dieses nachhaltige Denken sind wir sehr stolz. Wir möchten uns vor allem bei unseren zahlreichen treuen Kunden herzlich bedanken. Ihr gebt uns täglich den nötigen Ansporn, diesem Weg zu folgen. Mit unseren neuen „Vollnatur“Produkten verzichten wir nun auch gänzlich auf Fertigmischungen und Backhilfsmittel und werden in Zukunft auch heimisches Korn beziehen. Zu wissen, was wir zu uns nehmen, ist unsere leidenschaftliche Herausforderung. Für uns und unsere Nachkommen. Fragen Sie in unseren Fachgeschäften nach.

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Foto: Rudi Sparber

Mehr Kunststoff in den Müll

Stadtbrunnen sprudelt wieder Mit dem Bau des Stadttheaters im Jahr 2000 wurde auch die großzügige Parkanlage mit dem Stadtbrunnen realisiert. Der Brunnen wurde von dem aus Südtirol stammenden und in Wien lebenden freischaffenden Bildhauer und Künstler Josef Colz gestaltet, dem Bruder des Architekten des Theaterbaus Albert Colz. Der Künstlerentwurf „Tanz der Musen“ sah in der ursprünglichen Fassung das Wasserbecken mit sechs Meter Durchmesser vor, einen lebhaften acht Meter hohen Wassersprudel und die tanzenden Musen, vier überlebensgroße Bronzebüsten in tanzendem Reigen. Mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse konnte zur Eröffnung des Theaters das Becken verwirklicht und eine der vom Künstler vorgesehenen Figuren angekauft werden. Dabei handelt es sich um Terpsichore (altgriech. „die Tanzfreudige“), die Muse der Chorlyrik und des Tanzes. Da weitere Stifter nicht gefunden werden konnten, blieb der Brunnen unvollständig und seit einiger Zeit

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war auch der Wassersprudel nicht mehr in Betrieb. So beriet sich der Stadtrat im Herbst zur Wiederinstandsetzung des Brunnens und zur Umgestaltung. Die Sanierungsarbeiten wurden in den letzten Wochen abgeschlossen. Die Bronzefigur, die Muse des Tanzes, begrüßt heute den Besucher des Theaters am Vorplatz des Portals. Der Brunnen wurde wieder mit einem lebhaften, fröhlichen Wassersprudel ausgestattet und belebt den Garten.

Erst durften es nur Kunststoffbehälter bis fünf Liter sein. Weil in den Containern aber alles andere landete, disponierte die Bezirksgemeinschaft Wipptal um. Ab sofort können in den halbunterirdischen Sammelbehältern, Recycling- und Minirecyclinghöfen auch Kunststoffverpackungen wie Flaschen, Reinigungsflacons, Verpackungsfolien für Toilettenpapier, Schutzfolien und Joghurtbehälter entsorgt werden. Eine Liste aller sammelbaren Verpackungen liegt im Umweltamt der Bezirksgemeinschaft Wipptal oder in den Steuerämtern der Gemeinden auf und ist im Internet unter www. wipptal.org abrufbar. Landet anderer Müll in den Tonnen, büßen dafür die Gemeinden, weil ihnen die Belohnung für saubere Mülltrennung gestrichen oder reduziert wird. „Was sich am Ende auch auf die Kosten der Müllentsorgung und den Steuerzahler auswirken wird“, heißt es in einer Pressemitteilung des Umweltamtes.

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SĂźdlich von Sterzing haben im FrĂźhjahr die Arbeiten zur Aufweitung des Eisacks im Bereich der Stadtgemeinde begonnen. Bei diesen vom Flussraumforum vorgeschlagenen und von der Landesabteilung Wasserschutzbauten durchgefĂźhrten Arbeiten handelt es sich um das erste Baulos des EU-Projektes „Hochwasserschutz Sterzing“, das rund 800.000 Euro kostet. FĂźr die kommenden Jahre sind weitere VerbauungsmaĂ&#x;nahmen in Richtung Norden geplant. Im Laufe der Geschichte wurden der Sterzinger Talkessel und auch die Stadt selber immer wieder von teilweise verheerenden Ăœberschwemmungen und Vermurungen heimgesucht. Eine 2005 von Andreas Zischg fĂźr das Amt fĂźr Wildbach- und Lawinenverbauung durchgefĂźhrte Studie liefert anhand historischer Quellen eine detaillierte Chronik der Ăœberschwemmungen und Vermurungen im Sterzinger

Ein erstes Hochwasser ist bereits fĂźr das Jahr 590 n. Chr. dokumentiert. Ab dem Hochmittelalter werden Ăœberschwemmungen dann in mehr oder weniger regelmäĂ&#x;igen Abständen verzeichnet. Immer wieder ist in Aufzeichnungen die Rede von „ständig Gefahr“, „Pach kommen von Stertzingen“, „GĂźssgang“, „vliessend wasser“, im Jahr 1520 sogar von „SĂźndflut“: „An snnd augustintag des 1520. Jars ain solich graussam gewasser vnd sundtflus komen, das davon ain ganntze verzagnus des volcks enntstanden ist ...“ Als weiteres Beispiel sei hier jene verheerende Ăœberschwemmung aus dem Jahr 1853 erwähnt, Ăźber die es damals hieĂ&#x;: „Von der Stange an ist der Fehrnbach in seinem alten Rinnsale auf die unterhalb befindliche Lagerer- oder Gasteiger BrĂźcke losgestĂźrmt, hat die linksseitige Hälfte derselben fortgeschwemmt, den BrĂźckenkopf erker september 11

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Talbecken. Bei seiner Arbeit ist Zischg auf rund hundert Quellen von Ăœberschwemmungen bzw. Vermurungen gestoĂ&#x;en.

24.03.2011 16:54:04 Uhr


Güssgang“ und ssend wasser“ drohen immer eder die Stadt Aufweitung des Eisacks begonnen/ Projekt auf drei Jahre angelegt

zerstört und unterhalb und oberhalb des Letzteren die Archen auf mehr als 25 Klafter Länge eingeris-

bis zur Ärarial-, Post- und Kommerzialstrasse ergossen, und die Hauptkommunikation in der sog.

Hochwassergefahr im Stadtbereich von Sterzing

sen. Das alte Bachbett ganz verlassend, hat sich dann das Gewässer verheerend über die schönen Felder, Wiesen und Moose von Vill bis Thumburg, Sprechenstein und erker september 11

Hilbe nach Gasteig, Jaufental, Mareit, Ridnaun und Unterackern für Fuhrwerke völlig gesperrt.“ Besonders während des Höhepunkts vor der Kleinen Eiszeit um 1850

häuften sich solch extreme Unwetterschäden. 1871 waren in Sterzing die meisten Häuser bis zu einem Meter hoch überschwemmt. Und so ließe sich die Liste beliebig fortsetzen. 1985 war in der Tageszeitung Dolomiten zu lesen: „Der Eisack wütete im Raum Sterzing besonders stark, und zwar bei Maibad und in der Handwerkerzone von Wiesen. Er trat beidseitig über die Ufer, obwohl man Hunderte von Sandsäcken aufgestapelt hatte. Buchstäblich in letzter Sekunde konnte die Brücke bei Maibad gerettet und eine Katastrophe verhütet werden ...“ Die Untersuchung Zischgs hat deutlich gemacht, dass die Ursachen von Überschwemmungen im Sterzinger Talbecken in erster Linie im Zusammentreffen lang anhaltender Niederschläge und beschleunigter Schnee- bzw. Gletscherschmelze liegen. Die Murtätigkeit im Fallerbach sei hingegen vor allem auf Sommergewitter zurückzuführen. Nach der Regulierung der Bäche wurden Überschwemmungen zumeist durch Dammbrüche oder zu kleine Durchgänge bei Brücken verursacht. Die meisten Austritte wurden im Laufe der Jahre bei der Lagererbrücke, der Autobahnunterführung am Mareiterbach und am Eisack südlich von Sterzing registriert. Auf das Nadelöhr bei der Autobahnbrücke über den Mareiterbach wurde immer wieder hingewiesen. Diese Engstelle soll nun genauso beseitigt werden wie jene in Sterzing. Die vor kurzem begonnenen Arbeiten werden rund drei Jahre in Anspruch nehmen. Durch die Aufweitung des Flussbettes wird der Flusslauf jetzt also nicht nur ökologisch und landschaftlich aufgewertet, naturnaher und dadurch auch wieder attraktiver gestaltet; dadurch, dass dem Eisack nun wieder etwas mehr Platz eingeräumt wird, soll in erster Linie die Hochwassergefahr in Sterzing für die Zukunft maßgeblich vermindert werden. lg 25


aktuell

Sterzing

1,5 Kilometer Panorama 70.000 Euro hat es gekostet, den Wanderweg Nummer 21 zum Panoramaweg zu machen: mit Holzzäunen, Schotterstücken, Holz-

krainerwänden und 700 Laufmetern Neuweg. Der 1,5 Kilometer lange Weg führt nun durch den Bannwald oberhalb von Sterzing

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bis Unterried. Forstinspektorat Sterzing, Gemeinde Sterzing und Tourismustreibende haben das Konzept im Rahmen eines LeaderFörderprogrammes ausgearbeitet, erstere haben die Arbeiten durchgeführt. 22.000 Euro steuerte die Gemeinde bei, der Rest wurde über Leader finanziert. Demnächst wird der Weg nach Oberried fortgeführt, wo auch der alte Hohlweg zur Burg Straßberg saniert wird. Im Leader-Programm 2012 ist geplant, auch den alten Wanderweg von Thuins wieder begehbar zu machen. Der Weg führt von der Talstation der Roßkopf-Seilbahn über die Rodelbahn und das „Wasserhäusl“ nach Thuins.

Schwein gehabt Vielleicht wollte es den vieldiskutierten Sadobre-Parkplatz besichtigen, vielleicht hoffte es auf eine Mitfahrgelegenheit: Mitte Juli streunte neben Hauptstraße und Autobahn im Sterz i n g e r Ta l k e s s e l ein Wildschwein herum. Aber nicht lange. Der Sterzinger Jäger Walter Grossteiner (im Bild) erlegte den 35 kg schweren Überläufer und schoss damit das erste Wildschwein im Revier Sterzing. Im Revier Mauls lief dem Jäger Dietmar Saxl vor kurzem ebenfalls ein Wildschwein vor die Flinte. Laut Jagdverband drängen immer mehr Wildschweine nach Südtirol. Die Tiere sind äußerst paarungsfreudig und vervierfachen sich innerhalb eines Jahres. Wildschweine durchwühlen Felder und Wälder und sollen dabei einen größeren Schaden anrichten als durch das Fressen. Um den Bestand so gering wie möglich zu halten, erlaubt das Jagdgesetz zwischen 1. Mai und 15. Dezember Wildschweine zu erlegen.

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Kitzmutter sucht Kumpanen Ihre Mission hat sie sich nicht ausgesucht, sie kam zu ihr, vor drei Jahren. Zwei verwaiste Kitze kämpften damals ums Überleben. Karin Kanestrin half ihnen, zog sie groß und ließ sie frei. Im Sommer darauf brachte ihr der Revierleiter ein zwei Wochen altes Bockkitz. Hunde hatten es lahm gebissen. Karin fütterte es mit Ziegenmilch. Heute springt der Bock in den Kastelruther Wäldern herum. Derzeit pflegt die Kastelrutherin ein Damhirschkalb, tränkt es alle zwei Stunden. Dafür braucht sie Zeit. Deshalb hat die 48-jährige Buch- und Zeitungsverkäuferin ihren Beruf aufgegeben, um sich in Vollzeit den Wildtieren zu widmen. Vom Gesetz her ist das, was Karin macht, nicht in Ordnung. Das Landesgesetz verbietet es,

in Südtirol Wildtiere zu halten und aufzuziehen. Karin macht es trotzdem. Weil sie das Gesetz sinnlos findet. „Es erlaubt, verletzte Tiere zu erlegen, verbietet es aber, sie zu heilen.“ Deshalb will Karin das Gesetz ändern. Mit Hilfe einer mobilen Wildauffangstation, der ersten in Südtirol. In Kastelruth wer-

den jährlich 150 Wildtiere totgefahren. Überlebende holt Karin mit ihrer mobilen Pferdebox ab. Die Box ist mit Heu, Wasser und notwendigen Mitteln ausgestattet und bleibt Krankenstation an der Unfallstelle, bis die Tiere wieder auf den Beinen sind. Neun hat Karin in den vergangenen drei Jahren wieder in die Freiheit

entlassen. Karins Engagement ist inzwischen auch dem Amt für Jagd und Fischerei zu Ohren gekommen. Eine Strafe wurde der Gesetzesbrecherin aber nicht aufgehalst. „Weil sie wissen, dass ich damit niemandem schade.“ Jetzt will sie in Südtirol noch mehr Freiwillige dazu animieren, solche mobilen Auffangstationen für Wildtiere aufzubauen (Tel. 339 6285908 oder E-Mail karinkanestrin@ymail.com). Ihre Initiative hat Sympathisanten gefunden. Ein Spendenkonto ist eingerichtet, manche schenken ihr Nahrungsmittel. Karin ist davon überzeugt, für eine gute Sache zu kämpfen. „Der Mensch hat eine Verantwortung. Er soll da, wo er Schäden verursacht, auch das Gleichgewicht wieder herstellen.“ rb

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landwirtschaft

Bienenwirte betreuen die kleinsten Haustiere

Wie schließt ein Bienenvolk so klein doch so viel tausend Wunder ein.

Bienenkönigin mit ihrem Hofstaat Die Vereinstätigkeit der Bienenzüchter in Sterzing und Umgebung weist in den vergangenen 110 Jahren eine recht bewegte Geschichte auf, die zudem – wie jene anderer Organisationen – von den großen politischen Umwälzungen beeinflusst wurde. Obwohl es kaum schriftliche Quellen gibt, ist Bienenhaltung in Klotzbeuten und Strohkörben bei uns so alt wie die Besiedelung des Landes durch Menschen, auch weil Honig früher der einzige Süßstoff war. Die Überlegung, ein Zusammenschluss sei für die Bienenhalter vor allem zum Erfahrungsaustausch und wohl auch für Schulung vorteilhaft, bewog 26 Männer mit Weitblick 1901 unter Führung des aus Stilfes stammenden und in Sterzing wohnhaften Büchsenmachers Justin Wieser zur Gründung des „Bienenzüchterzweigvereins für Sterzing und 28

Umgebung“, also keines Orts-, sondern eines Bezirksvereins, der dem „Bienenzüchter-Zentralverein für Deutsch-Tirol“ angeschlossen wurde. An der Landwirtschaftsschule Schloss Moos fand 1912 ein Fortbildungskurs für Lehrer und Imker statt. „Am schönen Bienenstande des Herrn Dratter (Tratter), Bauer in Wiesen hatten wir Gelegenheit uns praktisch in der Bienenzucht auszubilden“, liest man in einem Bericht. Der Enkel Friedrich Tratter führt heute noch die Bienenhaltung in dritter Generation weiter. Der Erste Weltkrieg schränkte das Vereinsleben drastisch ein. 1917 begann Pater Romedius Girtler – in deutschsprachigen Regionen als „Bienenmuch“ (1887 – 1976) bekannt – seine Tätigkeit als Wanderlehrer für Bienenzucht und übte sie bis 1972 aus. In Bozen geboren, verbrachte er seine Kinderjahre in Sterzing und lernte bei einem Bauer in Flains die Welt der Bie-

nen kennen. P. Romedius gilt als Pionier und wohl bekanntester Bienenfachmann unseres Landes. Sein 1925 erschienenes Buch „Bienen-Much“ erfuhr bis heute zahlreiche Auflagen und wird immer noch geschätzt. Beim Lehrer Johann Zößmayr in Tschöfs hielt der „Much“ 1921 einen Bienenzuchtkurs, an dem an die 30 Personen, darunter zwei Mädchen, teilnahmen. Girtlers Vorträge mit eigenen Lichtbildern zogen im Inund Ausland viele Zuhörer und Zuschauer an. 1972 wurde dem Bienenmuch unter Bürgermeister Karl Oberhauser das Ehrenzeichen in Gold der Stadt Sterzing verliehen. Justin Wieser war Obmann bis 1920. Politisch bedingt, klaffte dann bis 1943 die ObmannLücke, die im selben Jahr vom Sterzinger Taxiunternehmer Johann Keim bis 1948 geschlossen wurde. Ihm folgte für fünf Jahre der Lehrer, bekannte Wanderlehrer und langjährige emsige Schriftleiter des „Imker-Bote“,

Peter Hasler. Die nächsten sechs Jahre stand Lehrer Karl Wild dem Verein vor. Von 1959 bis 1966 war Josef Pichler, „Pauler“ in Niederried, Bezirksobmann. Wütete Anfang der 50er Jahren die Tracheenmilbe verheerend in den Bienenvölkern, kam in dieser Periode auch noch die Nosema hinzu, zu deren Bekämpfung Pichler wortstark aufrief. 15 Jahre wirkte anschließend der Lehrer und Botaniker Josef Wieser äußerst erfolgreich an der Spitze der Bienenwirte, so dass in der Chronik von einer „Ära Wieser“ und von einer „Zeit des Blühens und Gedeihens“ gesprochen wird. 1981 stellte sich Wieser nicht mehr der Wahl. 1984 beschloss die Vollversammlung, Josef Wieser den Titel eines Ehrenobmannes zu verleihen. Wiesers Nachfolger als Bezirksobmann wurde der Gemeindesekretär von Freienfeld Josef Teissl bis 1996, unterbrochen von einer dreijährigen „Interimsperiode“ durch Peter Hasler. Von 1996 bis erker september 11


Als echte Pioniertaten des Wipptaler Imker-Bezirkvereins gelten die 1961 angeschaffte, landesweit erste Imkerkerze, die vom Schloss-Moos-Kaplan Johann Pintar gesegnet wurde, sowie das von Karl Wild 1994 verfasste reich bebilderte „Sterzinger Imkerbuch“. Es ist Südtirols erstes

ersten Imker-Bezirksfahne, die vor allem durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Familie Markart, Koflbauer, ermöglicht wurde. Fahne und Imkerkerze symbolisieren bei Festlichkeiten und Versammlungen den Zusammenhalt der Bienenwirte. Zudem werden sie beim Begräbnis eines Vereinsmitgliedes als letzter Gruß mitgetragen. 1997 musste der Vereinsbienenstand nach Thuins verlegt werden. Die Segnung erfolgte durch den Pfarrer von Ratschings (und Imker) Nikolaus Reiterer. Derzeit sind die Vorarbeiten zur Errichtung eines Bienenlehrpfades in Trens im Gang. Bienenhaltung ist heute wegen Mangel an blühenden Wiesen und Feldern, importierten Schädlingen und Krankheiten viel schwieriger, arbeits- und kostenaufwändiger geworden, obwohl den Imkern eine Reihe von besseren technischen Geräten zur Verfügung stehen. Trotzdem: Jeder Mensch, der sich mit diesen phänomenalen Geschöpfen befasst, die nicht nur Honig, Wachs, Pollen, Propolis, Bienengift und Gelee Royale (Weiselfuttersaft) produzieren, sondern vor

Der erste Lehrgang für Imker des Bezirkes Sterzing dürfte jener im Jahre 1921 in Tschöfs gewesen sein, den der Bienenmuch P. Romedius Girtler mit dem Tschöfer Lehrer Zößmayr (im Bild mit Pfeife) im dortigen Schulhaus abhielt. Jüngster Teilnehmer war mit elf Jahren Josef Tratter (im Vordergrund ganz links), der spätere Boarbauer in Wiesen.

Imkerbuch auf Bezirksebene. Josef Rampold schrieb in der Rezension: „ … der Verfasser berührt Themen und Probleme, die weit über den Raum des Bezirkes hinausgehen und für die Imker des ganzen Landes von Interesse sind.“ Aufsehen erregte 2002 die Anschaffung der landesweit

allem durch die Blütenbestäubung für die Erhaltung unseres Ökosystems unverzichtbar sind, ist fasziniert von der Wunderwelt der Bienen. Imker bestätigen mit Überzeugung das Sprichwort „Zuerst hatte ich die Bienen – jetzt haben die Bienen mich“. Norbert Bacher

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ackern (1981), den Segen erteilte Pater Stephan Baumgartner, und besonders das 1982 veranstaltete Jubiläumsfest zum 80-jährigen Bestehen des Vereins mit großer Ausstellung und dem gleichzeitig stattfindenden „Österreichischen Erwerbsimkertreffen“ in Sterzing. Auch ein Umzug fand statt. Ein unvergessliches Glanzlicht war 2001 die 100-Jahr-Feier im Stadttheater mit Festmesse (Dekan Hubert Unterweger), Fahnensegnung, Honig- und Geräteausstellung, Vorträge und Tag der offenen Tür. Auch ein vom Obmann zur Verfügung gestellter prachtvoller Figurenstock mit dem Wappen des Südtiroler Imkerbundes konnte bewundert werden. Vorgeführt wurde auch die 1. Wipptaler „Bienenkönigin“ in schmuckem Kleid.

Repro: Norbert Bacher

2002 übernahm der Wiesner Johann Hofer die Vereinsführung, die seither Michael Wild aus Trens innehat. Vo n A u ß e n s t e h e n d e n k a u m wahrgenommen ist die Imkerschaft, geführt von den Obleuten, unterstützt von Vorstandsmitgliedern, Ortsobleuten, Mitgliedern und engagierten Mitarbeitern, im Laufe von 110 Jahren sehr aktiv gewesen. Zählte der Verein 1902 (laut Kramer) 41 Mitglieder und 1946 deren 44, sind zehn Jahre später 191 Imker vermerkt. 1994 sank die Zahl auf 171, die der Bienenvölker betrug 1.730. Derzeit halten 116 Imker und Imkerinnen 1.106 Bienenvölker. Einige der markantesten Meilensteine seien in Erinnerung gerufen. Im Vordergrund standen stets der Kampf gegen Bienenkrankheiten und Bienenschädlinge. Seit drei Jahrzehnten wütet die VarroaMilbe, die viele Altimker zunächst mutlos werden ließ. Groß geschrieben wird die Ausund Weiterbildung sowie die Pflege der Geselligkeit. Dazu gehören Ausflüge und Wanderungen. Als wichtig erachtet werden die Sensibilisierung der Jugend und die Öffentlichkeitsarbeit. Zur Tradition geworden sind die abwechselnd in den Orten des Bezirkes gestaltete Ambrosiusfeier im Dezember und die Jahresversammlung, meist im Februar. Auch bei den Imkerstammtischen wird am Vereinsstand in Thuins „gefachsimpelt“. Von der Bevölkerung gut besucht sind die Honigverkostungen und die Lehrstunden für Grund- und Mittelschüler bei Bienenständen – initiiert vor allem durch Johann Hofer. An feierlichen Marksteinen zu nennen sind die Eröffnung des Vereinsbienenstandes in Unter-


Aus der Seelsorgeeinheit Wipptal

Seelsorgeeinheit im Web Mit der Gründung der Seelsorgeeinheit Wipptal (SSEW) wurde auch beschlossen, die heutige Informationstechnik zu nutzen und eine eigene Internetseite einzurichten. Der Webauftritt ist unter www. seelsorgeeinheit-wipptal. net erreichbar. Hauptziel des Internetauftritts ist es, die Wipptaler in zeitgemäßer Form über die Dienste und Veranstaltungen im Gebiet der Seelsorgeeinheit zu informieren. Ein weiteres Ziel liegt in der verstärkt notwendigen Vernetzung bzw. Zusammenarbeit der 16 Pfarreien untereinander. Die Verwaltung der Webseite und das Veröffentlichen oder Ändern der verschiedenen Informationen funktioniert über ein modernes so genanntes Content-Manegement-System. Eine oder mehrere Personen jeder Pfarrei haben Zugang zu diesem System und können somit die gewünschten Inhalte ohne viel Aufwand online stellen. Regelmäßig geschieht dies bei den Pfarrbriefen, die derzeit bereits für acht Pfarreien online abrufbar sind. Von der Startseite aus erreichen die Webseitenbenutzer die wichtigsten Informationen. Eine Grafik zeigt das Einzugsgebiet der SSEW mit den einzelnen Pfarreien. Grundlegende Informationen über jede Pfarrei werden mit einem Mausklick auf den gewünschten Pfarreinamen angezeigt. Die Gottesdienstzeiten im Dekanat, die Beichtpläne sowie Informationen über den Caritas-Infopoint oder über Brautleuteseminare werden auch bereits auf der Startseite angeboten. Daneben findet man den Veranstaltungskalender, Links zu den aktuellen Pfarrbriefen, eine Bildergalerie sowie eine kleine Wettervorhersage für das Wipptal. Für die Zukunft ist neben der Vervollständigung und dem Ausbau der bisherigen Angebote auch die Einrichtung einer kleinen Liturgiebörse geplant, wo für die Seelsorger und die Laienmitarbeiter ein kleiner Fundus an nützlichen Unterlagen für verschiedene liturgische Feiern geschaffen werden soll.

Karl Polig, technischer Administrator

Stellenwechsel Bischof Karl Golser hat entschieden. Mit 1. September gibt es in der Diözese BozenBrixen wieder Änderungen beim Personal. Zwei davon betreffen das Wipptal: Josef Knapp (l.), Dekan in Sterzing, Moderator der Seelsorgeeinheit Wipptal und Pfarrer von Ried und Telfes, gibt sein Amt als Pfarrseelsorger von Mareit und Ridnaun ab. Sein Nachfolger ist Thomas Stürz (r.), der bisher als Seelsorger in der Seelsorgeeinheit Wipptal tätig war. 30

aktuell

Zwei Wipptaler erhalten Tiroler Verdienstmedaille 48 Südtiroler wurden am 15. August in der Innsbrucker Hofburg von den beiden Landeshauptleuten Luis Durnwalder und Günther Platter für besondere Verdienste im sozialen, kulturellen und kirchlichen Bereich mit der Tiroler Verdienstmedaille ausgezeichnet. Unter den Geehrten befinden sich auch zwei Wipptaler: Klara Markart (90) aus Pflersch und Alfred Dalla Torre (71) aus Sterzing. Klara Markart Klara Markart wurde am 21. Dezember 1920 auf d e m e l t e rlichen Hof im Weiler Boden in Pflersch geboren und wuchs dort in den harten Jahren der faschistischen Verwaltung auf. Sie musste, wie damals nicht anders möglich, die Grundschule in italienischer Sprache besuchen. „Dies gefiel meinen Eltern, besonders meinem Vater Paul, einem echten Tiroler Bauern, ganz und gar nicht“, erzählt Markart. „Er schickte mich 1934 mit 14 Jahren nach Matrei am Brenner, wo ich Deutsch lesen und schreiben lernen durfte. 1935 kehrte ich wieder nach Pflersch zurück, um 1936 nach Bozen zu gehen. Dort besuchte ich die Marienschule, die als Haushaltungsschule geführt wurde.“ In jener Zeit blühten in Südtirol in manchen Dörfern die deutschen Geheimschulen, Katakombenschulen genannt, auf. „Wir Mädchen wurden in der Marienschule in Bozen heimlich zu Katakombenlehrerinnen ausgebildet“, so Klara Markart weiter. „Als solche unterrichtete ich auf unserem Bauernhof in Pflersch von 1937 bis 1939 die Talkinder heimlich in der Muttersprache. Dies war

sehr gefährlich. Leicht konnte diese Art von Untergrundschule von den italienischen Behörden entdeckt werden. Plötzlich flüsterten die wenigen Kinder in der verbotenen Klasse ‚Die Carabinieri kommen!‘. Schnell verschwanden Übungsblätter, Hefte und Tintenfässer in einem sicheren Versteck. Ich hatte Glück und wurde nie erwischt.“ Nach dem Optionsjahr 1939 besuchten die Kinder der Deutschland-Optanten nicht mehr die italienische Schule. In Pflersch aber unterrichtete Klara Markart die Kinder weiter in der Muttersprache. Im Bergtal wanderte kaum jemand aus. In Südtirol sollte die deutsche Schule nun wieder aufgebaut werden. Klara Markart besuchte während des Zweiten Weltkrieges zu Beginn der 1940er Jahre deutsche Sprachkurse und wurde Hilfslehrerin. Nach dem Krieg holte die junge Frau ab 1947 in Fernkursen die Lehrerbildungsanstalt nach und maturierte 1953. Anschließend erhielt sie eine Planstelle an der Volksschule in Innerpflersch. 1984 trat sie in den Ruhestand. Sie führte nun ein beschauliches Leben in ihrer Pflerer Bergwelt und betreute in ihrem Haus viele Jahre lang Altpfarrer Johann Mantinger, der vor zweieinhalb Jahren gestorben ist. Heute noch sieht man die in Ehren ergraute Frau auf ihren Spaziergängen und in der Kirche. Alfred Dalla Torre Der 2003 in den Ruhestand getretene Leiter der Geschäftsstelle der Buchhandlung Athesia in Sterzing, Alfred Dalla Torre, wurde am 4. Jänner 1940 in Brixen als fünftes von sieben Kindern einer Handwerkerfamilie geboren. Nach der Pflichtschule trat er 1956 als Lehrling bei Athesia ein, absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und übernahm ab 1965 bis zu seiner Pensionieerker september 11


rung die Leitung der AthesiaGeschäftsstelle in Sterzing. Dort beriet er mit viel Kompetenz die zahlreichen Kunden. Die Ehrung des Landes Tirol wurde ihm wegen sein e s e h re n amtlichen Einsatzes für die Pfarrgemeinde Sterzing zuteil. Ihr fühlt er sich besonders verbunden. Schon in Brixen diente er der Diözese als Jungscharführer der Katholischen Jugend und war viele Jahre Diözesanjugendführer. Einmal in Sterzing, bot er seine Dienste der Pfarrgemeinde an, war von 1975 bis 1985 Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und sitzt auch heute noch in verschiedenen Fachausschüssen. Sorgsam verwaltete er die Finanzen des Pfarrgemeinderates und war geschäftsführender Vorsitzender des Vermögensverwaltungsrates, Mitglied des Liturgieausschusses und des Pfarr-

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ausschusses sowie von 1972 bis 2000 des Friedhofskomitees. Seit 1966 sitzt er im Vorstand der Katholischen Männerbewegung und ist deren Vorsitzender im Dekanat. Weiters arbeitete er von 2005 bis 2011 im Vorstand der Kolpingfamilie Sterzing mit. Besonders bemühte sich Alfred Dalla Torre in diesen Jahren um die Sanierung des Pfarrwidums von Sterzing (1972 – 1975), um die Sanierung der Pfarrkirche (1980 – 1984 und ab 2008) und um die Errichtung des neuen Friedhofes (1988 – 1990). Seine Mitarbeit bot er auch bei der Sanierung der Kirche von Thuins und der Urtlkapelle in Sterzing (2008 – 2009) an. Derzeit sitzt er für Sterzing im Pfarreienrat der Seelsorgeeinheit Wipptal und ist deren Ausschussvorsitzender. Er ist auch befugt, Wortgottesdienste zu leiten. Alfred Dalla Torre ist mit Franziska Rainer verheiratet, Vater von zwei Söhnen und Opa von drei Enkelkindern.

Günther Ennemoser

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vereine Sterzing

Vortrag über Elektrosmog

Elektrosmog und Gesundheit betrifft alle. Der Körper ist eine perfekte Antenne, aber niemand will und kann auf Geräte des täglichen Gebrauchs verzichten. Francesco Imbesi spricht am 22. September um 20.00 Uhr in der Stadtbibliothek Sterzing über die Beeinflussung des Menschen durch Nieder- und Hochfrequenz. Der Referent, der u. a. für die Verbraucherzentrale Südtirol arbeitet, wird dabei auch Vorsorgemaßnahmen aufzeigen. Stellungnahmen von Ärzten und Politikern kommen beim Informationsabend genauso wenig zu kurz wie die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen. Aus organisatorischen Gründen sind Platzreservierungen innerhalb 16. September (Tel. 767235) erwünscht. Der Eintritt ist frei.

Bergmesse am Zinseler

40 Jahre AVS Gossensaß Auf der „Bad-Alm“ unterhalb Zirog feierte der AVS Gossensaß um Ortsstellenleiter Peter Thaler vor kurzem sein 40-jähriges Bestehen. Bruno Vigl hatte die Ortsstelle Anfang der 1970er Jahre gegründet. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Mitglieder viele freiwillige Stunden in die Instandhaltung der Wege investiert, Brücken gebaut und unzählige Hinweisschilder angebracht. Der AVS unternahm Sommerhochtouren und Winterskitouren im gesamten Alpenraum sowie Jugendzeltlager und Hüttenlager. Das Spielhahnrennen am 1. Mai am Hühnerspiel zählt mittlerweile zu den Klassikern im alpinen Skitourenlauf. Vize-Bürgermeisterin Dolores Oberhofer Leitner dankte dem Alpenverein für die rege Tätigkeit und „den ehrlichen Einsatz für den Umweltschutz“, der durch die geplante Errichtung eines Windparks am Brennerkamm eine harte Bewährungsprobe zu bestehen habe. Her-

mann Steiner überbrachte Glückwünsche der Sektion Sterzing. Für die musikalische Umrahmung sorgten die „Pflerer Gitschn“. AVS-Landesleiter Georg Simeoni überreichte langjährigen Mitgliedern und Alpinisten, die bereits vor der Gründung der Ortsstelle Mitglieder des Alpenvereins waren, Ehrenmedaillen. Günther Ennemoser, Josef Festini, Richard Micheli, Richard Nußbaumer, Pepi Seidner, Peter Thaler und Marlene Volgger wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Eine Medaille für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Hermann und Hermine Heidenberger, Oswald Holzer, Roman Kral, Paula Pedergnana, Franz Pittracher, Oskar Pittracher, Siegfried Salzburger sowie Anna und Sepp Windisch. Die Ortsstelle hat zu ihrem Jubiläum eine neue Vereinsbroschüre herausgegeben.

Kinderferien in Sterzing Das Spiel bildet die Persönlichkeit. Wenn Kinder die Welt erforschen, tun sie dies mit einer natürlichen Neugier. Um sie auf ihrer Entdeckungsreise zu begleiten, bot der Verein VKE mit seinen Betreuern und Praktikanten in diesem Sommer wieder acht Wochen voller Spiel, Sport, Spaß, Kultur und Bewegung in der Natur. Die Kinderbetreuung nehmen inzwischen Einheimische und Gäste, Eltern und Großeltern, Berufstätige und Alleinerziehende in Anspruch. Wipptal

Therapeuten auf vier Pfoten

Am 4. September feiert die Pfarrgemeinde Stilfes traditionsgemäß auf dem Hausberg Zinseler um 12.00 Uhr eine hl. Messe. Pfarrer Paul Valentini zelebriert die Messfeier, die von der Musikkapelle Stilfes musikalisch umrahmt wird. Vor genau 25 Jahren haben Freiwillige am Zinseler ein neues Gipfelkreuz aufgestellt, nachdem das alte durch Blitzschlag schwer beschädigt worden war. 32

Tiere begleiten den Menschen seit frühesten Zeiten. Manche sind mehr als ein Begleiter: Hunde, Pferde, Lamas, Katzen, Vögel und Kaninchen werden heute auch eingesetzt, um Menschen mit psychischen, psychosomatischen und physiologischen Störungen zu helfen. Zu ihnen kann der Mensch tiefe Beziehungen entwickeln, weil sie positive Gefühle vermitteln und ihre Gelassenheit ansteckt. Birgitta Hörmann Prieth mit Aourie von den Geislerspitzen, Kathi Frick mit Maja, Kirsten

Carola Kjaer Grünfelder mit Aik und Stefanie Recla mit Konan le Bosseur vom Dogteam Wipptal lassen sich seit Juli von Leiterin Victoria Seitz aus Deutschland zu Therapiehundeteams ausbilden. Den Hunden werden besondere Fähigkeiten wie Nervenfestigkeit, Gehorsam und Ausgeglichenheit abverlangt. Ausgebildete Therapiehundeteams besuchen regelmäßig soziale Einrichtungen wie Seniorenheime, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser, um Menschen zu begleiten und Freude zu bereiten. erker september 11


Wipptal

Ausbildungslehrgang zum Notfallseelsorger Sterzing

Einem Kind für bestimmte Zeit ein Zuhause geben Sind Eltern aus schwerwiegenden Gründen zeitweise nicht in der Lage, die Erziehungsaufgaben zum Wohle ihres Kindes zu erfüllen, wird es notwendig, das Kind vorübergehend einer Pflegefamilie oder Pflegeperson anzuvertrauen. Ein Pflegekind aufzunehmen ist eine anspruchsvolle Aufgabe und zugleich eine wertvolle Erfahrung, die einer guten Vorbereitung bedarf. Für Familien, Paare oder Einzelpersonen, die ein Pflegekind – halbtags, ganztags oder stundenweise – aufnehmen möchten,

findet am 29. September im Sozialzentrum Wipptal „Fugger“ in Sterzing um 19.30 Uhr ein Infoabend statt. Sozialassistentin Karoline Wieland und Psychologe Luis Gruber referieren über Aufgaben und Anforderungen, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie und dem Sozialdienst. Nähere Infos gibt es unter der Rufnummer 726000.

Wiesen

Weißkreuzler unter sich Sumo-Ringen, Kistensteigen und „T-Wall“: Die Jugendgruppe des Weißen Kreuzes Sterzing um Jugendleiterin Silvia Rainer und der Zivilschutz um Einsatzleiter Martin Longo haben sich für das Jugendzeltlager im Gemeindepark Wiesen einiges ausgedacht. Rund 150 junge Weißkreuzler aus ganz Südtirol nahmen am Zeltlager, bei dem es um Spiel, Spaß und gegen-

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seitiges Kennenlernen ging, teil. Am letzten Abend gab es ein Konzert der Gruppe „X-Large“, einen KaraokeWettbewerb und eine Spieleolympiade. Interessierte Jugendliche können am 24. September um 15.00 Uhr im Zivilschutzzentrum in die Tätigkeit der Weiß-Kreuz-Jugend hineinschnuppern oder erhalten nähere Infos unter der Rufnummer 333 4327626.

Notfallseelsorge ist ein Dienst an Menschen in akuten Krisensituationen, die durch Tod, Unfall oder Katastrophen ausgelöst wurden. Der freiwillige Dienst, seit 1997 im Landesrettungsverein Weißes Kreuz aufgebaut, wird im Raum Sterzing seit 2001 angeboten. Die Gruppe besteht derzeit aus zwölf Mitgliedern. Notfallseelsorger betreuen Betroffene, indem sie für die Menschen da sind, sind bemüht, das familiäre und soziale Netz zu aktivieren und auf eine psychosoziale Weiterbetreuung zu verweisen. Außerdem begleiten sie Hinterbliebene beim Abschiednehmen von Verstorbenen und fördern somit eine gesunde Trauerkultur. Nun möchte sich die Gruppe im Wipptal verstärken, um so einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst zu gewährleisten. Dafür sucht die Notfallseelsorge Sterzing sozial engagierte Menschen, die in diesem Dienst mitarbeiten wollen. Im September beginnt ein neuer Ausbildungslehrgang. Voraussetzungen sind ein Alter zwischen 28 und 60 Jahren, Lebenserfahrung (Beziehungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, psychische Belastbarkeit, Distanz, Diskretion, Flexibilität), Zeit für Bereitschaftsdienste und regelmäßige Nachbesprechungen der Einsätze in der Gruppe, religiöse und weltanschauliche Offenheit sowie Interesse zur Auseinandersetzung mit Grundthemen des Lebens und Aus- und Fortbildung in den Bereichen Psychotraumatologie, Notfallseelsorge, Krisenintervention und Erste Hilfe. Nähere Informationen erteilt Gruppenleiterin Anna Mayr unter der Rufnummer 335 8434019.

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vereine

Minis in Lagerstimmung

Sommerzeit ist Zeltzeit. Der Jugenddienst Wipptal organisierte mit den Pfarreien von Sterzing und Telfes vor kurzem ein Zeltlager in Taufers. Die Ministranten erwartete eine Spieleolympiade, ein Ausflug nach Heiliggeist im Ahrntal und eine Messe mit Kooperator Michael Horrer.

Die Wiesner Ministranten verbrachten heuer ein Hüttenlager in San Lugano, organisiert von der Pfarrei Wiesen. In der Kneipp-Anlage in Altrei kühlten sich die Kids die Füße und wärmten sie nachts am Lagerfeuer. Auch eine Schatzsuche und der Besuch im Naturparkhaus Trudner Horn durften nicht fehlen.

500 JAWA-Mitglieder

Das Projekt JAWA (Junge Aktive Wipptaler Wollen Anpacken) kommt gut an. Jugendliche ab 13 Jahren können in sozialen Einrichtungen des Wipptales einige Stunden mithelfen und erhalten dafür Punkte, die sie in Gutscheine einlösen können. Vor kurzem hat sich die 14-jährige Sophie Steindl aus Trens eingeschrieben; sie ist das 500. Mitglied. 34

Pfitscher „Sommererlebnisse“ 90 Kinder aus Wiesen und Pfitsch nahmen heuer an den „Sommererlebnissen“ der Grundschule Kematen und der Gemeinde Pfitsch teil. Das Betreuerteam um Renate Rainer bot den Kindern abenteuerliche Tage mit Basteln, Spielen, Sommerrodeln im Stubaital, einer „Nacht der Tie-

re“ mit Zeltlager und einer Schatzsuche mit Förster n, Ausflügen nach Neustift und auf den Ritten sowie Wanderungen und einer Radtour in Pfitsch. D a s S o m m e rc a m p schloss im August mit einem Gottesdienst auf dem Sportplatz von Pfitsch und einem Grillfest.

Sommer unter Freunden Sechs Wochen lang hatten 155 Kinder in Stange mit Basteln, Ausflügen, Steinmänner bauen, Schwimmen, Klettern, Ponyreiten, Zelten und anderen Erlebissen verbracht. Mitte August endete in Ratschings bei einer Feier mit Tänzen, Zauberkünsten und Umtrunk das Gemein-

deprojekt „Sommer unter Freunden“, das die pädagogische Leiterin Evelyn Haller sowie Luise Markart organisiert hatten. Vergessene Kleidungsstücke und Schuhe können bis Ende Oktober im Gemeindeamt von Ratschings abgeholt werden. In den Bibliotheken der Gemeinde liegen ab Schulbeginn Foto-CDs zur Ausleihe auf.

Ein cooles Sommercamp Ende Juli fand unter dem Motto „Abenteuer Heimat“ zum zweiten Mal ein Sommercamp für Grund- und Mittelschüler der Gemeinde Brenner statt. 66 Mädchen und Buben besuchten, von mehreren Lehrerinnen betreut, dabei u. a. die Erlebnisbäder Seefeld und Fügen im Zillertal. Höhepunkt war eine Wanderung zur Radlseehütte mit Übernachtung. Abenteuerlich ging es beim Raften auf dem Eisack zu. Be-

geistert waren die Teilnehmer auch von den Reitstunden in Sterzing, dem Besuch des Hochseilgartens in Issing und einer Schatzsuche in Begleitung von Forstbeamten. Ein Fußballturnier, veranstaltet vom ASV Gossensaß, rundete das Sommercamp ab. Bürgermeister-Stellvertreterin Dolores Oberhofer Leitner dankte den Betreuerinnen für die gelungenen Wochen und lud Kinder und Begleiter zu einem kleinen Grillfest. rr erker september 11


Gemeinschaftstag in Ladurns Vor kurzem trafen sich Mitglieder des Landesverbandes psychisch Kranker mit Angehörigen und Freunden zu einem unterhaltsamen Tag in Ladurns. Organisiert wurde das Treffen einmal mehr von Franz Mair, Obmann der Arbeitsgruppe Wipptal. Neben verschiedenen Spielen stand

auch eine Wanderung mit anschließendem Grillfest auf dem Programm. Das Musikduo Oswald Salcher und Felix Kofler unterhielt die Teilnehmer, darunter auch Bürgermeister Franz Kompatscher und Landespräsidentin Siglinde Jaitner, mit flotten Liedern. rr

Alle in einem Boot Die Eltern der einschulenden Kinder schenkten der „roten Gruppe“ des Kindergartens „Maria Regina Pacis“ Sterzing vor kurzem ein gemeinsames Rafting auf dem Eisack. Nach anfangs zögernder Begeisterung der Mamis starteten alle zusammen in zwei Booten und hatten sichtlich Spaß dabei.

Ausflug zum Kehlsteinhaus Ende Juli organisierte das Bibliotheksteam von Mauls in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Bildungsausschuss eine Busfahrt nach Berchtesgaden zum Kehlsteinhaus. Nach der abenteuerlichen Auffahrt über die Kehlsteinstraße ging es mit dem messingverkleideten Aufzug 124 m durch den Berg ins „Adlernest“. Dort wohnte man einer überaus interessanten Führung bei. Ein kurzer Abstecher ins kleine Städtchen Berchtesgaden rundete den Ausflug ab.

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kultur

Franzensfeste

Große Ausstellung bis 2019 geplant

In der gemeinsamen Bewerbung Südtirols mit den anderen Regionen Nordostitaliens zur Europäischen Kulturhauptstadt 2019 sieht Kulturlandesrätin Kasslatter Mur die Chance, Kultur in der Gesellschaft stärker zu verankern. Der Landesregierung hat sie vorgeschlagen, in der Franzensfeste eine umfassende Ausstellung als Projekt der Bewerbung zur Kulturhauptstadt bzw. Kulturregion 2019 umzusetzen. Daneben hängt die geplante Ausstellung aber auch mit dem Gedenken an den Ersten Weltkrieg zusammen und soll die Aus-, Ein- und Zuwanderung in Südtirol in den vergangenen 100 Jahren thematisieren. „Mit der Ausstellung sollen die Migration rund um den Ersten Weltkrieg, die Option, die Zuwanderung italienischer Arbeiter bis hin zur Migration in unserer Zeit dargestellt werden“, so Kasslatter Mur. Die Idee für das Projekt kam Kasslatter Mur in Norddeutschland bei der Besichtigung des „Deutschen Auswandererhauses“ in Bremerhaven, das 2007 zum Europäischen Museum des Jahres gekürt worden ist und die Geschichte der Menschen erzählt, die mehr als ein Jahrhundert lang von Bremerhaven aus ihre Heimat Richtung Amerika verlassen haben. Die Landesrätin kann sich vorstellen, ähnlich wie dort den Besuchern 36

eine konkrete Identität zuzuteilen: „Der Besucher könnte in die Rolle der Optantin, die aus Südtirol abwandern muss, oder des Carabiniere, der nach Südtirol versetzt wird, schlüpfen und kann dann über diese emotionale Selbsterfahrung auch das Verständnis für die jeweils andere Position und Herkunft wachsen lassen.“ Nach außen hin würde eine solche Ausstellung sehr viel von den Besonderheiten unseres Landes konzentrieren, ist Kasslatter Mur überzeugt. Eine Arbeitsgruppe des Kulturressorts soll in Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Hochbau das Projekt nun vorantreiben.

„Dauerhaft zum besonderen Kulturort machen“ Im Gespräch mit Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur Erker: Nach der Ausstellung „Manifesta“ sentation bieten. Für Skulpturen ist sie besonders 2007 und der Landesausstellung 2009 fin- geeignet. Außerdem ist die denkmalgeschützte det derzeit mit „FigurA“ eine weitere bedeu- Festung an sich schon eine große Attraktion, die tende Ausstellung in Franzensfeste statt. durch die Eröffnung eines Bistros, um das wir uns Was macht die Festung als Ausstellungsort erfolgreich bemüht haben, zusätzlich an Reiz geso attraktiv? winnt. So können die Besucher dort noch angeLandesrätin Sabina Kassnehmer verweilen. latter Mur: Die laufende Ausstellung „FigurA“, welche die Wie groß war der Geschichte der Skulptur in Besucherzustrom Südtirol, im Bundesland Tirol bei den bisherigen und im Trentino nach 1945 Ausstellungen? präsentiert, ist die dritte der Ich freue mich sehr, bedeutenden Ausstellungen dass das Publikumsin der Festung, die wir als interesse für die groprofilierten und wichtigen ßen Ausstellungen Kulturort im Land etablieren des Landes insgesamt wollen. Die Franzensfeste ist und insbesondere für als Ausstellungsort beson- Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur: die Veranstaltungen ders attraktiv, weil das riesi- „Die Besonderheit unseres Landes vermitteln“ in der Festung sehr ge Gelände und die zahlreigroß ist. Die Landeschen Gebäude vielfältige Möglichkeiten der Prä- ausstellung Labyrinth::Freiheit 2009 haben über Foto: lpa

Landesrätin Sabina Kasslatter Mur plant für die Bewerbung zur Kulturregion 2019 und zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg eine große Ausstellung in der Franzensfeste zur Aus-, Zu- und Einwanderung im Südtirol des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

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Für die Bewerbung Südtirols als europäische Kulturregion 2019 planen Sie in der Festung bis 2019 eine weitere große Ausstellung über den Ersten Weltkrieg. Wie darf man sich diese vorstellen? Angelehnt an das Konzept des „Deutschen Auswandererhauses“ in Bremerhaven soll in der Franzensfeste ein Ausstellungsangebot entstehen, das die Aus-, Ein- und Zuwanderung in Südtirol vom Ersten Weltkrieg über die Zeit der Option bis in unsere Zeit thematisiert. Die Besucher sollen die Möglichkeit erhalten, in das recherchierte Leben einer wirklichen Person zu schlüpfen und den Ausstellungsparcours in dieser Rolle und aus dieser Perspektive zu durchlaufen: als Optant oder als Industriearbeiter aus dem Süden. Dieser emotionale Zugang soll den einzelnen Sprachgruppen in unserem Land auch die jeweils anderen Erfahrungswelten näher bringen, zugleich historisches Wissen vermitteln und der Verständigung dienen. Im Rahmen der Bewerbung als Kulturregion 2019 kann durch eine solche Ausstellung die „Besonderheit“ unseres Landes interessant und gut vermittelt werden, auch nach außen. In Bremerhaven ist das Schiff die starke Metapher der Migration, in der Franzensfeste können es der Zug und die Autobahn sein. Franzensfeste ist heute jener Südtiroler Ort mit dem größten Ausländeranteil; da ist wohl auch die geplante Ausstellung zur Aus-, Zuund Einwanderung in Südtirol im 20. Jahrhundert bis heute der denkbar geeignetste Ort? Ja, ich denke, dass gerade diese Gemeinde ein guter Ort ist, um dieses Thema glaubwürdig zu bearbeiten und auch den Ort und seine Bewohner in die Auseinandersetzung miteinzuerker september 11

beziehen – das ist ja auch bei der Landesausstellung schon erfolgreich geschehen. Was erwarten Sie sich von dieser Ausstellung? Ich habe gleich mehrere Erwartungen an diese Ausstellung. Zum einen soll sie meiner kulturund bildungspolitischen Absicht gerecht werden, dass historisches Wissen der Bevölkerung zeitgemäß vermittelt wird. Dann soll die Ausstellung die Franzensfeste dauerhaft zum besonderen Kulturort machen, der auch für Touristen einen interessanten und innovativen Einblick in die Geschichte des Landes bietet, welcher der Friedensarbeit und Völkerverständigung verpflichtet ist. Südtirol hat sich in den vergangenen Jahren von einem Auswanderungs- zu einem wohlhabenden Zuwanderungsland entwickelt. Wie beurteilen Sie Chancen und Risiken der anhaltenden Zuwanderung? Ich halte es für wichtig, dass die Migrationsbewegungen in Europa gesellschaftspolitisch thematisiert und bearbeitet werden. Die Bevölkerung soll sich gemeinsam mit den Migranten damit auseinandersetzen. Das ist meiner Ansicht nach die beste Voraussetzung dafür, dass Ängste und Ablehnungen gar nicht erst aufkommen. Die Ausstellung in der Franzensfeste soll ein Beitrag dazu sein. Der obere Teil der Festung wird bis heute nicht museal genutzt. Wird künftig auch d i e s e r F e s t u n g s b e re i c h ausgebaut und für Ausstellungen in Betracht gezogen werden? Ich bin selber immer wieder überrascht, wie groß und vielfältig die Franzensfeste ist. Der obere Teil der Festung ist besonders interessant und wir sind daher danach bestrebt, ihn in Zukunft ebenfalls für das kulturelle Angebot zugänglich zu machen. Aber in Zeiten, in denen gespart werden muss, ist das natürlich auch eine Frage des Geldes. lg

Milow rockt die Festung Foto: Andreas Moser

100.000 Menschen gesehen. Auch die Besucherzahlen der Skulpturausstellung „FigurA“ entwickeln sich, wie erwartet, sehr gut, die Ausstellung ist besonders gut gelungen.

Der Sommerhit des Jahres 2011 stammt aus seiner Feder: Mit dem Hit „You and Me“ hat es Milow auf Platz 1 aller Charts geschafft. Anfang August war der 30-jährige Musiker aus Belgien nun live in der Festung Franzensfeste zu hören, die als Austragungsort ein wohl einmaliges Flair ausstrahlt. Mit seiner Gitarre und seiner markanten und doch sanften Stimme verzauberte er das Publikum und präsentierte seine neuesten selbstgeschriebenen Songs.

Gekommen ist der junge Chartstürmer Milow alias Jonathan Vandenbroeck Milow quasi aus dem Nichts. Mit dem Hit „You don’t know“ hat er seiner Heimat Belgien innerhalb kürzester Zeit sämtliche Hitparaden gestürmt. Seitdem hat er sich auch weit über die Landesgrenzen hinaus mit seinen Balladen, Schmusesongs und Gute-Laune-Liedern einen Namen gemacht und die Herzen der Fans erobert. Das Publikum in Franzensfeste war begeistert.

„FigurA“ in der Franzensfeste

Noch bis zum 21. Oktober steht die Festung Franzensfeste im Zeichen der figurativen Skulptur. Die Ausstellung „FigurA“ zeigt moderne und zeitgenössische Werke von Künstlern aus Tirol, Südtirol und dem Trentino. Am 10. September um 17.00 Uhr führt Kurator Peter Weiermair durch die Ausstellung und wird dabei Konzept, Auswahl und Präsentation erläutern sowie auf die Entwicklung der Bildhauerei nach dem Zweiten Weltkrieg eingehen. Am 17. September stellen sich die beiden Kuratoren der Ausstellung, neben Weiermair auch Carl Kraus, einer Diskussion zum Thema „Die Zukunft der Figur“, an der auch verschiedene Kunstschaffende und Kunstkritiker teilnehmen werden. Die Gesprächsrunde in der Franzensfeste findet um 17.00 Uhr statt. Am 24. September führt Kurator Kraus gemeinsam mit den Bildhauern Walter Moroder und Bruno Walpoth durch die Ausstellung, am 1. Oktober die Künstlerin Julia Bornefeld und ihr Kollege Hubert Kostner. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 11.00 und 18.00 Uhr zugänglich.

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woher stammt eigentlich der name ...

kultur

Pfitsch?

Das Pfitschtal, das nordöstlich von Sterzing orographisch links abzweigt und sich tief in die Zillertaler Alpen eingräbt, bildet heute zusammen mit dem Dorf Wiesen die Gemeinde Pfitsch. Das Hochtal, dessen Siedlungen Kematen mit den Weilern Wehr, Ried, Burgum, Fußendraß, Wieden, Brunn, Grube, Rain, Platz sowie Überwasser (Außerpfitsch) und St. Jakob mit den Weilern Wald, Knappen, Lehen, Sand, Kinzen, Anger, Holz sowie Stein (Innerpfitsch) das eigentliche „Pfitsch“ bilden, war seit jeher ein bedeutender Übergang ins benachbarte Zillertal. Der Name Pfitsch wird urkundlich erstmals im Jahre 1186 in einem Güterverzeichnis der Augustiner-Chorherren erwähnt. Im Jahr 1241 taucht die Bezeichnung „Phizze“ auf und auch die Urbare des Hochstifts Brixen erwähnen zwischen 1253 und 1400 ebenfalls häufig die Schwaighöfe „im Phitsch“. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts setzte sich die Schreibweise „Pfitsch“ endgültig durch. Während die Sage von einem einstigen See, dessen Wassermassen sich in den Sterzinger Talkessel ergossen haben sollen und damit aus dem Tal „hinausgepfitscht“ sind, berichtet, wird der Name heute etymologisch vom lateinischen Wort „fictas“ in der Bedeutung von „eingerammten Pfählen“ abgeleitet. Solche Pfähle dienten einer Verbauung (Wehr) und können gleichzeitig mit dem Ortsnamen Wehr in Verbindung gebracht werden. Harald Kofler 38

Schatztruhe Pfitscherjoch Die Vermutung ist bestätigt: Das Pfitscherjoch war schon 7.000 Jahre v. Chr. ein zentraler Alpenübergang. Zehn Universitätsstudenten des Institutes für Archäologien in Innsbruck graben seit Juni am 2.250 m hoch gelegenen Joch nach Beweisen. Auf zwei Moränenhügeln fanden sie Feuerstein. Dieser, so Universitätsprofessor Walter Leitner, komme zwar in den südlichen oder nördlichen Kalkalpen, nicht aber am Pfitscherjoch vor. Jägergruppen müssen also bereits seit der

Mittelsteinzeit von Süden nach Norden und von Norden nach Süden über das Pfitscherjoch gezogen sein. Im August schaufelten die Studenten beim langen See und den Felssturzblöcken auf der Lavitzalm Erde frei. „Ufer und Felsen wurden in der Steinzeit als Lagerstelle genutzt. Vielleicht finden wir noch Feuerstellen“, so Leitner. Die bis dato einzigen archäologisch erforschten Funde, darunter Bergkristalle, befinden sich u. a. in Burgum, einem Seitental von

Verzeichnis öffentlicher Räume Seit kurzem ist ein digitales Verzeichnis der öffentlichen Säle und Versammlungsräume in Südtirols Gemeinden online. So bekommen Interessierte eine Übersicht über die Eigenschaften, Ausstattung und Mietkosten sämtlicher Räumlichkeiten in den einzelnen Gemeinden, die für Veranstaltungen angemietet werden können. Das elektronische Portal ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen, italienischen und ladinischen Kulturämter des Landes und der Südtiroler Informatik AG. Zu finden ist das Portal im Bürgernetz unter www.provinz.bz.it/de/dienste/verzeichnis-oeffentlicher-raeume. asp.

Pfitsch, und in der Bergkristallkluft am Finkenberg. Steinzeitjäger nutzten den Kristall seit dem 6. Jahrtausend v. Chr. als Rohstoff, um Klingen, Schaber, Kratzer und andere Geräte herzustellen. Die Ausgrabungen, die Teil eines dreijährigen InterregIVProjektes des Vals-, Pfitschund Zillertales sind, stehen noch am Anfang. Sobald die Funde gewaschen, gereinigt, dokumentiert und beschrieben sind, werden sie der Gemeinde Pfitsch zur Ausstellung freigegeben.

Südafrikanischer Chor in Wiesen Am 23. September gibt der südafrikanische Chor Ubuntu im Rahmen einer mehrwöchigen Europatournee auch im Vereinshaus von Wiesen ein Konzert. Der 40-köpfige Chor, der bereits mehrere Preise erhalten hat, wirbt um Offenheit und Herzlichkeit aller Menschen, Völker und Länder der Erde. Die Mitglieder sind zum größten Teil Zulus und Sothos und kommen aus verschiedenen Townships Südafrikas. Das Konzert, das um 20.00 Uhr beginnt, erzählt musikalisch die Geschichte Südafrikas von den Anfangszeiten bis zur Gegenwart. erker september 11


Sterzing

Visuelle Eindrücke in der Galerie „Lilie“

Adlernebel, Christine Schölzhorn (Sterzing)

Nautilus, Simon Rainer’s Sevenfusionarts (Ridnaun)

arched over the moon Jan Holzmann (Ridnaun)

Medusa, Wolfgang Nitz (Egg)

In der Galerie Lilie in der Sterzinger Neustadt findet noch bis zum 13. September die erste internationale Kunstausstellung „United-Art-Gallery“ des neu gegründeten Wipptaler Kunstvereins „Vision-Art-Union“ statt. Nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten durch Vereinsobmann Simon Rainer in Zusammenarbeit mit Vereinsmitgliedern und Künstlern konnte in

Buchillustrationen, Andrea Kuritko (Ridnaun)

Madonna, Lidia Lombardi (Sterzing)

Schleckzuig, Doris Moser (Freienfeld)

Sterzing das erste Projekt mit Malereien, Fotografien, Skulpturen und mit Ridnauner Naturfotos illustrierten Lyrikbänden verwirklicht werden. Die Eröffnung mit rund 200 Gästen war ein großer Erfolg. Teilnehmende Künstler aus Südtirol sind Simon Rainer, Andrea Kuritko, Lidia Lombardi, Jan Holzmann, Christine Schölzhorn, Doris Moser, Wolfgang

Nitz, Margot Neuner; aus Österreich Andreas J. Berger, Christine Genc; aus Deutschland Steffi C. Holder sowie die Autoren Wolfgang Schulze (Eutin) und Martin Huber (Wien). Nun plant der Verein weitere Ausstellungen in Südtirol und Österreich. Die Ausstellung in der Galerie Lilie ist von Montag bis Samstag von 16.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

Hobbykünstler in Gossensaß

Alexander Wieser, abstrakte Arbeit

Von Anfang August bis zum 4. September stellen in Gossensaß Freizeitmaler und andere Kunstschaffende ihre Werke aus. Die Kunstschau geht auf eine Initiative der in Gossensaß lebenden Freizeitmalerin Annelies Bacher zurück. Ihrem Aufruf folgten 17 Hobbykünstler aus dem Wipp- und Eisacktal, die an erker september 11

13 Orten, in Hotels, Gasthöfen, Pensionen, Schaufenstern, im Tourismusbüro und im Rathaus von Gossensaß, ihre Arbeiten zur Schau stellen. Gezeigt werden Aquarelle, Collagen, abstrakte Malerarbeiten, Zeichnungen, Wollarbeiten sowie Holzund Tonskulpturen. Vize-Bürgermeisterin Dolores

Petra Frei, Blumenvase (Aquarell)

Oberhofer Leitner zeigte sich bei der Vernissage darüber erfreut, dass man sich in Gossensaß an eine solche Ausstellung heranwage. Sie sei ein wertvoller Versuch, das Schaffen von Freizeitund Hobbykünstlern der Öffentlichkeit näherzubringen. rr 39


Mauls

„Ich war im Krieg“ Geschichtswerkstatt Freienfeld zeigt Wanderausstellung Vom 18. September bis zum 2. Oktober ist im Haus Kramer in Mauls gegenüber dem Romantik Hotel Stafler die Wanderausstellung „Ich war im Krieg“ zu sehen. Grundlage der Ausstellung bilden Fotos aus dem Privatbesitz von Luis Raffeiner und dessen Erinnerungen an die Kriegsjahre als Wehrmachtssoldat im Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vom Amt für Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv, den beiden Landesbibliotheken und der Edition Raetia organisiert. Die meisten der Bilder wurden von Raffeiner selbst vor und während des Russlandfeldzuges geknipst. Sie zeigen zu Beginn noch Kameraderie, militärischen Alltag und „Kriegsspiele“ in der Kaserne, bald aber auch Zerstörung und Kriegsverbrechen an der Front. L u i s R a ff e i n e r wurde 1917 in Karthaus im Schnalstal geboren und wuchs in der Zeit des Faschismus auf. Ende 1939 optierte er für Deutschland und wurde vom italienischen Heer in die Wehrmacht überstellt. Als Panzerwart einer Sturmgeschützabteilung zog er 1941 in den Krieg gegen Russland. Dort erlebte er, wie er selbst sagt, „Krieg in seiner brutalen und grausamen Wirklichkeit“. Kurz vor Kriegsende geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Eröffnet wird die Ausstellung am 18. September um 19.00 Uhr im Romantik Hotel Stafler mit einer Einführung durch Historiker Leopold Steurer. Luise Ruatti liest dazu passende Stellen aus dem Buch „Wir waren keine Menschen mehr“. Die Ausstellung ist vom 18. September bis zum 2. Oktober mittwochs, donnerstags und freitags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr zugänglich. Schulklassen können telefonisch (Tel. 771158 oder 647182) einen Termin vereinbaren. 40

kultur

Sterzing

„Geld regiert die Welt“ Dreharbeiten für Dokumentarfilm über die Fugger Der historische Ratssaal von Sterzing war Anfang August Schauplatz für Dreharbeiten für einen zweiteiligen historischen Dokumentarfilm über den Aufstieg und Niedergang der Augsburger Unternehmer-Dynastie der Fugger.

Die Fugger schufen die G r u n d l a g e n u n s e re s Wirtschaftssystems. Als Kreditgeber für Kaiser und Päpste beeinflussten sie maßgeblich die Politik ihrer Zeit. Auch ihr privates Leben war nicht frei von Skandalen und tragischen Momenten. Teil 1 des 100-minütigen Doku-Films der Florianfilm GmbH aus Köln mit Regisseur André Schäfer – das Drehbuch stammt von Werner Köhne – erzählt den Aufstieg der Augsburger Weberei zu einem europaweiten Unternehmen. Besonders das heutige Tirol spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Geschichte wird anhand der Biografie Jacob Fuggers erzählt und endet, als „Jacob der Reiche“ sich mit der von ihm finanzierten Königswahl Karls V. auf dem Höhepunkt seiner Macht befindet. Der Augsburger Geschäftsmann war Anfang des Der historische Ratssaal von Sterzing ist u. a. Drehort für den Dokumentarfilm über die Kauf16. Jahrhundertes der mannsfamilie der Fugger. Im Bild Ulrich Fugger. bedeutendste Kaufherr, Montanunternehmer und Bankier Europas. in Bozen auch der historische Ratssaal in Rückblenden verbinden diesen glanzvollsten Sterzing, jene Südtiroler Stadt, die auch den Moment mit der 100-jährigen Geschichte Beinamen „Fuggerstadt“ trägt. seines Hauses. Der History-Streifen „Geld regiert die Welt: Teil 2 erzählt die letzten Jahre Jacob Fug- Die Fugger“ mit gespielten Nachstellungen gers, die von Krisen und privaten Enttäu- konkreter geschichtlicher Ereignisse in mögschungen gekennzeichnet sind. Nach sei- lichst authentischer Weise, so genannten nem Tod übernimmt sein Neffe Anton das „Reenactments“, wird vom Südtiroler FilmUnternehmen und baut es global weiter über förderfonds unterstützt und von ZDF, WDR die Grenzen Europas bis nach Südamerika und vom RAI Sender Bozen mitfinanziert. aus. Doch die Vergrößerung und Unkontrol- Die Fugger-Geschichte ist eines der 19 lierbarkeit der Firma begründet auch den Projekte, die in diesem Jahr auf Vorschlag Abstieg der Dynastie. von Landesrat Thomas Widmann vom Land Drehorte in Südtirol waren neben Schloss Südtirol gefördert und von der Business LoKallmünz in Meran und Schloss Runkelstein cation Südtirol (BLS) betreut werden. erker september 11


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G’schmackige Runde

Einkaufen wie die Könige

Knödelfest in der

Sterzinger Fußgängerzone Der Grundteig ist fast immer derselbe: getrocknete Weißbrotwür fel, Eier, geröstete

Zwiebel, etwas Mehl und Milch. Runde Kugeln drehen, in Salzwasser ein paar Minuten köcheln lassen, fertig. In Südtirol dampfen Knödel schon seit Generationen in den Kochtöpfen. Wie viele Knödelsorten es inzwischen gibt, ist nicht bekannt. Denn dauernd werden neue erfunden. Wer am Sonntag, den 11. September, in der Sterzinger Altund Neustadt vorbeischaut, kann ein paar klassische, vegetarische, exklusive und süße Kreationen davon probieren. Gastwirte schöpfen bis 19.00 Uhr Knödel auf die Teller. Den

ersten machen Bürgermeister Fritz Karl Messner und andere Prominente aus Politik und Wirtschaft um 11.30 Uhr. G e g e s s e n w i rd a n einem 300 m langen Tisch. Musikkapellen und Volkstanzgruppen unterhalten Erwachsene und Kinder, die sich z wischendurch auch an der Schminkecke und bei Lama-Trekking austoben können. D a s K n ö d e l re z e p t klingt einfach, das Knödelrollen ist es nicht. Ein flottes Händchen braucht, wer es schafft, in drei Minuten 39 möglichst gleich geformte Knödel zu drehen. Wer den Rekord vom Jahr 2010 schlagen will, kann es der Fachjury auf dem Stadtplatz um 15.30 Uhr zeigen. Mitrollen dürfen maximal 15 Teilnehmer, die sich für fünf Euro im Tourismusverein Sterzing anmelden können (Fax 765441, E-Mail info@infosterzing.com). Die handgedrehten Knödel darf zum Schluss jeder mit nach Hause nehmen. Knödel schmecken übrigens auch bei Wind oder Regen. Das Knödelfest des Tourismusvereines Sterzing und der Gastbetriebe steigt bei jeder Witterung.

Shopping auf dem „Roten Teppich“ in Sterzing Wem heutzutage der Teppich ausgerollt wird, der muss entweder ein Star oder ein Staatsoberhaupt sein. Nicht so in Sterzing. Dort darf am 17. und 24. September sowie am 1. und 8. Oktober jeder über einen roten Teppich schreiten. Dieser führt durch die Alt- und Neustadt, in die Geizkofler- und Bahnhofstraße, zum Untertorplatz, in die Frundsbergstraße und ins City Center direkt in Geschäfte und Lokale – und zu besonderen Attraktionen. Am 17. September feiert die Gemeinde ihre 40-jährige Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Kitzbühel. Um 10.30 Uhr marschieren Abordnungen durch die Stadt, um den „Roten Teppich“ am Stadtplatz mitzueröffnen. Zu Mittag enthüllen die Partner in der Kitzbühlerstraße eine Sonnenuhr und eine Gedenktafel zum runden Jubiläum. Um 16.00 Uhr konzertiert die Stadtkapelle Kitzbühel, in der Pause unterhält der Volkstanzkreis Wipptal. Den Abend gestalten die Joe Smith Band und Volksmusikant Herbert Pixner im Stadttheater.

Ganz anders präsentiert sich die Stadt am 24. September. Am „Tag der Spiele“ können kleine und große Besucher eine Modell-Rennbahn testen, Tiere streicheln und an den Stationen des VKE verschiedene Spiele ausprobieren. Außerdem gibt es um 16.00 Uhr einen Luftballonstart am Stadtplatz. Am 1. Oktober rollen alte Vespas durch die Stadt, der 8. Ok-

tober stimmt mit gerösteten Kastanien auf die Törggelezeit ein. Auch Speis und Trank sowie ein traditionelles Präsent fehlen heuer nicht. Wer an diesen Samstagen in drei teilnehmenden Geschäften einkauft, darf eine Überraschung mit nach Hause nehmen. Und das Parken ist an allen vier Samstagen auf den öffentlichen Parkplätzen gratis. Änderungen im Programm möglich.

Ohne Geld einkaufen Seit zwei Jahren sind im Tourismusverein Sterzing und in den Raiffeisenkassen des Wipptales bunte Einkaufsgutscheine zu zehn Euro erhältlich. Diese können in über 100 Geschäften, Bars, Restaurants und Beherbergungsbetrieben eingelöst werden. Die Gutscheine sind nicht nur ein bequemes Zahlungsmittel, sondern auch eine passende Geschenksidee für Freunde. erker september 11

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Sandjoch/ Wiesen

„Welcome to Bavaria“ Satirisches Kurzfilmprojekt von Matthias Kossmehl Das Sandjoch an der österreichisch-italienischen Grenze und ein Gartenhäuschen in Wiesen boten Ende Juli die Filmkulisse für den satirischen Kurzfilm „Welcome to Bavaria“, die sehr aufwendige Laureatsarbeit des Münchner Studenten Matthias Kossmehl an der Bozner Fakultät für Design und Künste.

„Singen auf Säben“ Sieben Wipptaler Chöre – der Mädchen- und Frauenchor Innerratschings, der Männergesangverein 1860 Sterzing, die Pfarrchöre von Gossensaß und Sterzing sowie die Kirchenchöre von Ridnaun, Mauls und Stilfes – nehmen am 25. September am Bezirkssingen des Südtiroler Chorverbandes und des Verbandes der Kirchenchöre Südtirols auf Kloster Säben teil. Insgesamt sind 18 Chöre aus dem Eisack- und Wipptal zu hören. Die Veranstaltung beginnt mit einem Gemeinschaftsgottesdienst um 10.30 Uhr in der Kreuzkirche auf Säben mit dem Klausner Dekan Gottfried Fuchs. Anschließend tragen die einzelnen Chöre Lieder vor. Abgeschlossen wird das Singen gegen 15.45 Uhr mit zwei von allen Chören gemeinsam vorgetragenen Liedern. Der Pfarrchor Sterzing lädt alle interessierte Personen ein, am Fest mitzuwirken und dafür an drei Proben im Margarethenhaus in Sterzing (13., 20. und 22. September, 20.00 Uhr) teilzunehmen.

Mareit

Jagdlieder auf Schloss Wolfsthurn Am 18. Sept e m b e r v e ranstaltet der Kirchen- und Männerchor von Mareit unter der Leitung von Anna Maria Staffler im Innenhof von Schloss Wolfsthurn ein Chorkonzert der besonderen Art. Passend zum Ambiente werden acht Südtiroler Männerchöre eine Auswahl von verschiedenen, teilweise altbekannten Jagdliedern zum Besten geben. Das Konzert beginnt um 11.00 Uhr und findet bei jeder Witterung statt. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt. 42

Bei den Dreharbeiten im Gartenhäuschen der Familie Trenkwalder in Wiesen

Als Abschlussprojekt seines Studiums drehte Matthias Kossmehl mit Studenten der renommierten Filmakademie Ludwigsburg, der bayerischen Akademie für Fernsehen, der Dokumentarfilmschule Zelig und der Uni Bozen einen etwa zehnminütigen Kurzspielfilm mit dem Titel „Welcome to Bavaria“. In der bayerischen Bergidylle werden von einem Tag auf den anderen die Grenzen geschlossen. Der Grund: die nicht abreißende Flüchtlingswelle aus Afrika. Der junge Grenzer Bernie muss daraufhin einen Grenzposten – Drehort ist das Sandjoch – mitten im Nirgendwo bewachen. Doch eines Nachts passiert, womit so wirklich eigentlich niemand gerechnet hat: Bernie steht tatsächlich einem afrikanischen Flüchtling gegenüber. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und erzählt mit Witz und Humor das Aufeinandertreffen zweier Kulturen. Dabei reflektiert der Regisseur die politische Flüchtlingsdebatte Europas mit einer Portion Satire, ohne den ernsten Hintergrund der Geschichte zu verleugnen. Nach langer und schwieriger Drehortsuche entschied sich Kossmehl

für Südtirol, auch wenn der Film eigentlich in Bayern spielt: „Wir haben lange im bayerischen und österreichischen Grenzgebiet nach einem geeigneten Drehort gesucht, die Wahl fiel dann aber auf Südtirol, weil wir dort vor Ort in Pauli und Peter Trenkwalder, die schon mit Filmgrößen wie Joseph Vilsmaier und der Geißendörfer Film zusammen gearbeitet haben, die beste Unterstützung erhalten haben.“ Drehorte waren das Sandjoch und das Gartenhäuschen der Familie Trenkwalder in Wiesen. Die Darsteller Maximilian Brückner (Bernie), der bereits als Kommissar der Krimireihe Tatort zu sehen war, Heinz Joseph Braun (Tourist) und Njamy Sitson (Flüchtling) haben kostenlos gearbeitet. Die Musik stammt von Christoph Well (Biermösl Blosn). „Mein Bruder und ich waren uns von Anfang an einig, dass man ein ambitioniertes Studenten-Projekt wie dieses unterstützen muss“, so Pauli Trenkwalder. Und wer weiß, vielleicht erinnert sich der eine oder andere aus dem Team in ein paar Jahren an die guten Bedingungen vor Ort und kommt dann mit einer richtigen Kinoproduktion nach Südtirol. lg erker september 11


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kultur

Der „kleine Rembrandt im Stiegenhaus“ Harder-Kruzifix bleibt in Sterzing

Am 14. September, dem Tag der Kreuzerhebung, findet in der Heilig-Geist-Kirche am Sterzinger Stadtplatz die feierliche Anbringung und Segnung des spätgotischen Kruzifixes von Hans Harder statt, das der örtliche Geschichts- und Museumsverein für Sterzing gesichert hat. Manchmal rauschen auch heute noch Aufsehen erregende Nachrichten aus dem Bereich der Kunstgeschichte durch den Blätterwald - immer dann, wenn aus heiterem Himmel ein besonderer Fund eines verloren geglaubten oder bis dato unbekannten Kunstwerkes gelingt. In bescheidenerem Rahmen, jedoch regional nicht weniger wichtig, war dies auch vor nunmehr knapp zwei Jahren in Sterzing der Fall. Vom wenig beachteten Kruzifix zum spätgotischen Kunstwerk Der Restaurator Christoph Hofer wurde von der viele Jahre in Sterzing ansässigen Familie Domanig gebeten, sich ein in ihrem Familienbesitz im Stiegenhaus befindliches Kruzifix näher anzusehen. „Früher befand es sich am Familiengrab unter den Arkaden, vor Jahrzehnten war es dort entfernt worden, da es sich wohl um ein bedeutenderes Kunstwerk handeln sollte“, so die Familie. Bei der ersten Besichtigung folgte einer der Augenblicke, in denen die Augen eines Kenners zu leuchten beginnen: eine handwerklich auf allerhöchstem Niveau ausgeführte Christusfigur, eines jener seltenen bis heute nicht beachteten Werke aus der Zeit um 1500. Sterzings goldenes Zeitalter In wenig mehr als einem halben Jahrhundert, in der Zeit zwischen etwa 1460 und 1525 entstand in Sterzing beinahe all jenes, des-

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Röntgenbild (Anstückung mit deren Holzverbindung)

1402 werden heute Erasmus von Bruneck zugeschrieben, wobei „zugeschrieben“ bedeutet, dass sie ohne letzte Sicherheit mit dem Namen eines großen Meisters jener Epoche verbunden werden. Dies ist das oftmalige Dilemma in der Zeit vor 1500, hernach können durch die vermehrt einsetzende schriftliche Überlieferung (anhand von Rechnungen oder anderen urkundlichen Notizen) oft Werke mit bestimmten Werkstätten und Meistern fest zugeordnet werden. Der Fall von Hans Harder gebiert sich diesbezüglich sehr ähnlich. Vom urkundlich bekannten „Meister Hans von Brixen“ bis zu seiner Verbindung mit einer Gruppe von Werken in der Sterzinger Gegend vergingen Jahrzehnte. Nicolò Rasmo wagte es als erster, den Namen Harder mit der bis dahin Multscher zugeschriebenen Kreuzträgergruppe in der Sterzinger Pfarrkirche in Verbindung zu bringen. In den vergangenen Jahren beschäftigte sich vor allem Ulrich Söding von der Universität München mit diesem – wie er selber schreibt – wenig bekannten Meister. Söding war es auch, der auf Anfrage von Christoph Hofer dieses „Sterzinger Kruzifix“ gemeinsam mit Landeskonservator Leo Andergassen begutachtete und es einer Hans Harder zugeschriebenen Werksgruppe zuordnen konnte.

Kreuzträger in der Sterzinger Pfarrkirche ...

... und Kruzifix von Hans Harder

„Harder muss in Sterzing bleiben“ und das schwierige Finanzjahr 2010

sen sich die Stadt heute rühmt: die wichtigsten Bauwerke und heutigen Wahrzeichen (Pfarrkirche, Zwölferturm, Rathaus) sowie Vigil Rabers Schriften. Wohlstand verband sich mit einem Kunstsinn auf hohem Niveau. Zu diesen Zeugnissen einer für die Stadt bedeutenden Zeit gehören auch einzelne meisterhafte

Werke der Schnitzkunst, deren Schöpfer lange vollkommen verborgen blieb.

Was haben Finanzskandale des 21. Jahrhunderts mit einem Kruzifix des 15. Jahrhundert gemeinsam? Vier Kruzifixe von Hans Harder waren Ulrich Söding bekannt, diese Neuentdeckung war das fünfte. Nur eine kleine Gruppe und die Besitzerfamilie wurden zu diesem Zeitpunkt in die Sachlage einge-

Kunstwerke suchen ihre Meister Die Fresken der Spitalskirche zum Heiligen Geist am Sterzinger Stadtplatz aus dem Jahr

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weiht; alles einem kleinen Verein Mögliche zu unternehmen, dass dieses fortan in Sterzing bleiben soll, wurde beschlossen. Allein, finanzielle Mittel in einem schwierigen Finanzjahr zu besorgen, gestaltete sich zu einem weiten Weg. Ein offener und lauterer Handel für beide Seiten wurde per Handschlag besiegelt, unabhängige Schätzungen dieses Kunstwerkes wurden vorgenommen. An dieser Stelle gebührt der Familie Domanig großer Dank; die Untergrenze der Schätzungen wurde akzeptiert, dem Geschichts- und Museumsverein Sterzing wurde die nötige Zeit gegeben (und die ins Auge gefasste Frist mehrmals verlängert), getragen vom ausdrücklichen Wunsch der Familie, dass dieses Kruzifix fortan öffentlich zugänglich und in Sterzing bleibe. Auf der anderen Seite wurden nicht wenige Wege beschritten, eigentlich alle erdenklichen; mehrmals schien das gesamte Projekt vor einem unerfüllten Ende, und es war einmal mehr die großzügige Förderung durch die Stiftung Südtiroler Sparkasse, die den Erwerb dieses vor Jahrhunderten in Sterzing geschaffenen Kunstwerkes ermöglichte.

Ridnaun

Neugestaltung des Altarraumes in der Pfarrkirche Die Pfarrkirche von Ridnaun, ein „Juwel barocker Baukunst im Wipptal“, so Diözesankonservator Karl Gruber, hat durch eine neue Altarraumgestaltung mit Altar, Ambo und Priestersitz eine künstlerisch interessante Aufwertung erfahren.

Der würdigste Platz für ein großes Werk? Genau jene Hand voll Männer war es, die sich nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages im Dezember vergangenen Jahres gemäß der verbindlichen Bitte der Familie Domanig auf die Suche nach einem nicht nur geeigneten, sondern würdigen Platz für dieses Kruzifix machten. Vorschläge wurden ausgearbeitet und wieder verworfen, am Ende fand sich die Verbindung einer um 1400 entstandenen gotischen Kirche der Sterzinger Bürger mit dem Werk eines um 1470 in Sterzing lebenden Meisters der Spätgotik – die Spitals- oder Heilig-Geist-Kirche am Stadtplatz. Es folgten die Begutachtung und Hilfe von Landeskonservator Andergassen, die Kontaktaufnahme mit der örtlichen Pfarrgemeinde, womit ein großes Kunstwerk einen beinahe für ihn geschaffenen Platz finden konnte. Nach Gesprächen mit der Stadtgemeinde beschloss auch der Gemeinderat im Juni dieses Jahres eine formale Anmietung des Kruzifixes, womit die Arbeit des Geschichts- und Museumsvereins finanziell entlastet und gleichzeitig gewürdigt wurde. Es bedurfte vieler – einige wurden bereits genannt –, diesen nicht einfachen Drahtseilakt durchzuführen. Abschließend ergeht ein großer Dank an Dekan Josef Knapp und Don Giorgio Carli für ihre Aufgeschlossenheit, auf dass dieses Kruzifix, dessen Anbringung und Segnung am 14. September bei der Messfeier um 18.30 Uhr erfolgen wird, für die kommenden Jahrhunderte eine Bereicherung für die Stadt in jeder Hinsicht sein möge. Über die außerordentliche kunstgeschichtliche Bedeutung dieser hier geschilderten Geschichte soll eine vom Geschichts- und Museumsverein mit hochrangigen Experten geplante Veranstaltung im Herbst dieses Jahres nähere Auskunft geben.

Dietrich Thaler

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Pfarrgemeinderatspräsident Hermann Wild

Geplant und durchgeführt wurde die Neugestaltung des Altares vom Rittner Künstler Franz Messner. Die Altarweihe nahm im Auftrag des Bischofs Seelsorgeamtsleiter Eugen Runggaldier zusammen mit Seelsorger Thomas Stürz vor. In seiner Predigt ging Runggaldier von der aktuellen Hungersnot in Ostafrika aus. Es gebe aber im Leben des Menschen nicht nur den Hunger nach Brot und Wasser, sondern auch einen Hunger nach Anerkennung, Geborgenheit und Liebe. Dieser Hunger werde durch das Wort Gottes gestillt, das vom Ambo aus die Liebe und Zuwendung Gottes zusagt und die Menschen um den Altar herum zur Gemeinschaft versammelt. Runggaldier rief die Gläubigen auf, sich regelmäßig um den Tisch des Brotes und des Wortes zu versammeln, auch in Zukunft, auch wenn es immer weniger Priester gebe. Vom Altar und vom Ambo aus könnten sie Kraft schöpfen für den Alltag. Die Weihe des Altares selbst vollzog sich nach der gesungenen Allerheiligenlitanei in mehreren symbolträchtigen Handlungen. Zunächst besprengte der Priester den Altar mit Weihwasser, dann salbte er ihn an fünf Stellen mit dem Chrisamöl und schließlich wurde darauf Weihrauch verbrannt. Nach dem Weihegebet wurde der Altar geschmückt und für die Gabenbereitung hergerichtet. Daraufhin wurde die erste Messe gefeiert, die vom

Kirchenchor mit passenden Gesängen festlich mitgestaltet wurde. Anschließend an die Messe brachte Pfarrgemeinderatspräsident Hermann Wild seine Freude über die gelungene Neugestaltung des Altarraumes zum Ausdruck und dankte allen, die dazu beigetragen haben. Zufrieden zeigte sich Wild auch damit, dass die Kosten von insgesamt 115.000 Euro zum größten Teil durch Beiträge von Gemeinde und Land, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, der Raiffeisenkasse Wipptal und der Volksbank gedeckt werden konnten, so dass die Pfarrgemeinde selbst nur wenig belastet wurde. Ein besonderer Dank erging an Künstler Franz Messner aus Klobenstein, der sich ideenreich und engagiert seiner Aufgabe gestellt habe, so Wild. Sowohl Altar als auch Ambo und Priestersitz wurden aus einem einzigen Findling Passeirer Marmors geschaffen. Die Gestaltung von Altar und Ambo orientiert sich mit ihren schrägen Seitenflächen an den Bergen und Kristallen und damit an der großen Bergbautradition von Ridnaun. Die schlichte und ungeschnörkelte Form steht in einem provozierenden Kontrast zum farbenfrohen barocken Inneren der Kirche und fordert den Betrachter zur innerlichen Auseinandersetzung heraus. Alle Beteiligten und die Bevölkerung zeigten sich erfreut über das gelungene Werk. ss 45


kultur

Sterzing

Klausen

Joe Smith Band in Concert

Frauenchor Stilfes beim Gasslsingen

„The Best of musical“ und Herbert Pixner im Stadttheater Nach den erfolgreichen Konzertshows der Joe Smith Band mit den Latin Dancers und Startrompeter Vlado Kumpan gibt es Mitte September im Stadttheater Sterzing nun eine neue Show mit The Best of Musical und Herbert Pixner.

„Isch die Lieb net a Wunda und für alle Leit gleich?“ Mit diesen und ähnlichen Liedern beteiligte sich der Frauenchor Stilfes Ende Juli am Gasslsingen in Klausen. Das Repertoire der Sängerinnen unter der Leitung von Katharina Hasler umfasste Liebeslieder, Abendlieder bis hin zu afrikanischen Klängen.

Drei weitere Chöre – der Kastelruther Viergesang, der Männergesangsverein Brixen und der Frauenviergesang „De Cater“ aus Gröden – sorgten mit ihren Liedern für eine besondere Atmosphäre in den malerischen Gassen der Stadt. Die Zuhörer dankten es mit viel Applaus.

Im September im Stadttheater: Joe Smith Band mit Herbert Pixner und den beiden Musicalinterpretinnen Beatrix Reiterer und Doris Warasin

Als Gastsolist tritt beim Showabend in Sterzing mit Herbert Pixner einer der zurzeit erfolgreichsten Südtiroler Musiker auf. Ausverkaufte Konzerte, Auftritte in Rundfunk und Fernsehen sowie mehrere CD-Einspielungen als Solist oder mit diversen Ensembles haben ihn zu einer Leitfigur der „neuen Volksmusik“ gemacht. „Was Paganini an der Geige war und Jimi Hendrix an der Gitarre, ist Herbert Pixner an der Ziach, der Steirischen Harmonika, einem Instrument, geschaffen, Schunkelmusik zu spielen. Doch Pixner spielt Blues und Jazz und Niedagewesenes: Landler, die nach Jugend und Rebellion klingen. Pixner hat die Volksmusik verändert, sie wiederbelebt, seine Lieder laufen in Discos; seine Videos sind ein Renner auf YouTube; und immer mehr junge Bands spielen auf ihren Konzerten seine Stücke nach“, so heißt es in Geo-Special. Einige seiner Kompositionen werden von der Joe Smith Band und Herbert Pixner ganz eigen arrangiert und neu interpretiert. Außerdem wird die Band um Bandleader Pepi Haller aus Telfes Melodien aus den erfolgreichsten und bekanntesten Musicals präsentieren. Mit Beatrix Reiterer (u. a. Engagements am Staatstheater Kassel, der Deutschen Oper am Rhein und dem Musicaldome Köln) und Doris Warasin (u. a. Engagements am Schauspielhaus Hamburg und am Raimundtheater Wien) konnten dafür zwei Musical-Interpretinnen der Extraklasse gewonnen werden. Zudem wird als Tenor auch Stadttheaterpräsident Gerhard Haller wieder mit dabei sein. Durch den Abend führt einmal mehr ORF-Moderatorin Sabine Amhof. Der Konzertabend am 17. September findet um 20.30 Uhr, am 18. September um 19.30 Uhr statt. Konzertkarten können im Tourismusverein Sterzing unter der Rufnummer 765325 vorbestellt werden. 46

Mauls

Musik verbindet

Anfang August war die Musikkapelle Mauls zu Gast bei ihrer Patenkapelle in Rohrdorf im Allgäu, um die mittlerweile 40-jährige Freundschaft zu feiern. Im Jahr 1971 fand auf Initiative des damaligen Obmannes der Musikkapelle Mauls, Franz Tatz, und des Kapellmeisters der Musikkapelle Rohrdorf, Hermann Wunn, ein erstes Zusammentreffen in Rohrdorf statt. Im darauf folgenden Jahr gastierte die Musikkapelle Rohrdorf zum ersten Mal in Mauls. Damit war der Grund-

stein für eine lange Freundschaft gelegt, die besonders auch in den Gastgeberfamilien gepflegt wird. 1975, als die Musikkapelle Rohrdorf ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, hat die Musikkapelle Mauls die Patenschaft übernommen. Beim diesjährigen Aufenthalt in Rohrdorf gestaltete die Musikkapelle Mauls den Gottesdienst mit und spielte anschließend beim Dorffest auf. Auf dem Programm stand auch eine Führung durch die Stadt Isny im Allgäu. erker september 11


Volksmusik- und Volkstanzkreis wählt neuen Ausschuss Seit über 20 Jahren bietet der Volksmusik- und Volkstanzkreis Wipptal „offene Tanzabende“ unter der Anleitung eines Tanzlehrers an. Zudem können sich bei Anfängerkursen Interessierte im Walzer-, Polka- und Boarischen Schritt versuchen. Ein Tageslehrgang bietet überdies die Gelegenheit, auch anspruchsvolle Tänze aus dem gesamten Alpenraum zu erlernen, die beim Landeskathreinfest im Kursaal von Meran auf der Tanzfolge stehen. Der traditionelle Almtanz und der Musikantenhoangart ziehen alljährlich Tanz- und Musizierfreudige aus nah und fern an. An verschiedenen Orten wird auch Kindertanz angeboten; in Pfitsch und Gasteig stieß dieser im vergangenen Jahr auf besonders reges Interesse. Das monatliche Volksliedsingen bietet Interessierten

Gelegenheit, unter Anleitung eines Chorleiters alpenländisches Liedgut aufzufrischen oder zu erlernen. Das erste Treffen findet am 26. September im Vereinshaus von Wiesen statt. Am 6. Oktober beginnt wieder das offene Tanzen im Sterzinger Vigil-RaberSaal; ein Anfängerkurs ist für Jänner geplant. In den nächsten drei Jahren steht Helene Nössing dem Verein als Obfrau und Tanzleiterin vor; Ziehorgelspieler Karl Wieser ist ihr Stellvertreter. Schriftführerin bleibt Marialuise Depian, Kassierin Roswitha Wieser. Zilli Oberhofer organisiert die Singabende und pflegt die Kontakte zum Südtiroler Volksmusikkreis. Neu im Ausschuss sind Kindertanzreferentin Brigitte Amort Schmidberger, Traudl Rainer und Karl Putzer.

Sterzing

Livekonzert mit Sisyphos Der Jugenddienst Wipptal organisiert in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Sterzing am 17. September auf dem Platz vor der deutschsprachigen Oberschule in Sterzing ein Livekonzert mit der Gruppe Sisyphos. Nach dem Sieg beim Italian Liveaward 2011 erreichte die 2002 gegründete Sterzinger Band das Semifinale des International Live Award im Wiener Gasometer und schließlich das Finale, das Anfang Mai im Wiener Prater stattgefunden hat. Unter den mehr als 1.000 teilnehmenden Bands aus sechs Nationen belegte Sisyphos den zweiten Rang. Von einer anfangs eher Roots-Reggae-orientierten Band entwickelte Sisyphos mit der Zeit einen ganz eigenen Stil; Experimente mit neuen Technologien und Effekten gehören ebenso zu ihrer Musik wie dreisprachige Texte. „Die wichtigsten Stile, die erker september 11

sich in unserem Sound vermischen, sind Dub und Reggae, doch uns verbindet ein noch viel wichtigerer Konsens: Wir wollen satte Bässe, bombige Beats und eine pausenlose Show bieten, in der sich keiner widersetzen kann, seinen Körper zur Musik zu bewegen. In den dreisprachigen Texten unserer Songs spiegelt sich unsere Philosophie des Respekts und des Miteinander wider.“ 2009 veröffentlichte die Band das erste Album „Borderclash“; zurzeit arbeitet die Gruppe an einem neuen Tonträger. Das Konzert in Sterzing beginnt um 19.30 Uhr mit der Gruppe Straight Flush, um 20.15 Uhr steht die Gruppe Strange View auf der Bühne. Ab 21.00 Uhr wird dann Sisyphos mit ihrem „alpine Reggaesystem“ das Publikum zum Tanzen bringen. Der Eintritt ist frei.

Duell im Stollen Lange Nacht der Museen in Maiern

Am 17. September um 19.30 Uhr veranstaltet die BergbauWelt Ridnaun Schneeberg eine Sonderführung durch den Schaustollen, wobei auch seltene, einzigartige Organismen vorgestellt werden, die sich in der Finsternis entwickeln. Anschließend trifft man sich, eingehüllt in warme Decken, zum Duell im Stollen, einem außergewöhnlichen Experiment zweier Lyriker und einer Naturfotografin. Andrea Kuritko zeigt Fotos über die faszinierende mykologische Welt im Stollen. Dazu tragen zwei namhafte Lyriker aus Wien, Christine Genc und Martin Huber, passende Texte vor. Das Ganze steigert sich zu einem spannenden Duell zwischen Bild und Sprache in der urigen Felsenhöhle des Schaustollens. Anschließend genießen die Besucher in der Knappenstube typische Südtiroler Köstlichkeiten, die von verschiedenen Sponsoren bereitgestellt werden. Auf dem Museumsareal wird ein alter Bergmannsbrauch vorgeführt, das Böllerschießen mit Karbid. Der Eintritt ist frei. 47


notizie dall’alta val d’isarco

Rendere più sicuro l’asse viario del Brennero Questo l’obiettivo del progetto PARAmount La provincia di Bolzano capofila nello studio che coinvolge tutti i paesi dell’arco alpino Fortezza una delle zone più a rischio

Wipptal

L’attività dei Servizi sociali nel 2010 Numerose ed apprezzate le forme di assistenza nel Comprensorio Alta Valle Isarco

I l p ro g e t t o PA R A m o u n t h a c o m e s c o p o l’individuazione e la mitigazione dei pericoli naturali lungo le arterie di comunicazione, valorizzando nel contempo la diversità del patrimonio naturale e culturale e salvaguardando la popolazione e le infrastrutture dai rischi naturali. Il progetto intende affrontare la problematica dell’accessibilità delle zone alpine tramite lo sviluppo di protocolli che consentano la gestione della sicurezza e l’ottimizzazione delle risorse ad essa destinate sulle arterie di comunicazione, la riduzione dei costi diretti ed indiretti nel caso di catastrofe, la previsione dei rischi e la programmazione di misure di messa in sicurezza sia temporanee che permanenti. L a P ro v i n c i a A u t o n o m a d i B o l z a n o , c o n l’operatività dell’Ufficio Geologia e Prove Materiali e il supporto dell’intero Dipartimento Opere Pubbliche e della Ripartizione Protezione Civile, sarà capofila nello sviluppo del progetto per quel che riguarda i pericoli generati da frane di crollo, ribaltamento, scivolamento di porzioni di pareti rocciose e caduta massi. È quindi necessario il rilevamento e la valutazione del pericolo, della vulnerabilità e del rischio e dell’effettiva funzionalità delle opere di protezione contro la caduta massi lungo la strada statale del Brennero secondo delle linee guida redatte in collaborazione con gli altri enti dei paesi membri della comunità europea siti nello "Spazio alpino" e l’individuazione di un’area test su cui proporre le adeguate misure di mitigazione. L’asse del Brennero è la principale arteria che collega l’Italia al Nord Europa e la nostra provincia al Tirolo con il passaggio di importanti infrastrutture come l’Autostrada del Brennero e la Ferrovia (RFI). In Alto Adige sono stati rilevati ben 648 punti dove esiste il pericolo di caduta massi. In 19 punti il pericolo risulta essere molto alto, in 500 alto e in 141 medio-alto. In totale, secondo la direttrice del progetto, Claudia Strada, sono 3.800 i tratti di strada a rischio. Uno dei punti più problematici è la zona di Fortezza, dove in passato molte persone hanno perso la vita, ed è per questo che, in base agli studi e ai rilevamenti svolti, a breve verrà fatta una lista di priorità per provvedere a risolvere il problema. 48

Come di consueto, a fine giugno, l’amministrazione dei Servizi sociali rende pubblico il bilancio dell'attività svolta nell’annata passata. Il comprensorio della Wipptal è il più piccolo dell’Alto Adige, comprende sei comuni e 19.278 abitanti, di cui 9.838 uomini e 9.440 donne. Ciò non toglie che sia protagonista di un'intensa attività al servizio della comunità. Centri sociali Nel Centro Sociale Wipptal “FUGGER” si trovano le strutture abitative ed occupazionali per adulti portatori di handicap. Le strutture sociali Wipptal “TRENS” si compongono di convitti e laboratori protetti per persone affette da malattie psichiche o da dipendenze. In queste strutture, nel corso del 2010, sono state assistite 72 persone. La vendita di prodotti e l’offerta di servizi ha generato proventi per un importo di 162 mila euro, che ha consentito di coprire i premi mensili (78 mila E) e i costi dei materiali (47 mila E). Il 25% di questi ricavi (E 33 mila) restano a disposizione di servizi sociali della comunità. Nel 2010 per la prima volta per entrambe le strutture è stata fatta una lista d’attesa, questo conferma purtroppo l’aumento di utenti sempre più giovani con problematiche e malattie complesse. Distretto sociale Il distretto sociale è un servizio a disposizione dei cittadini in situazioni di vita sociale difficili. Assicura un’assistenza di base con prestazioni ambulanti, le quali vengono per lo più fornite nella sede del distretto e direttamente a casa delle persone. Ai fini della tutela e sostegno sociale dei minori sono stati assistiti 189 bambini e adolescenti: 29 di loro sono seguiti dal 2010 e per 31 si è invece conclusa l’assistenza. Nel comprensorio durante l’anno, per ciò che riguarda l’assistenza domiciliare, sono state prestate 18.360 ore a 401 persone. Hanno usufruito del-

la casa di cura giornaliera 34 anziani. Il servizio “pasti su ruote” è stato offerto a 130 persone. Nel 2010 sono state accolte 2.001 domande e 2.668 sono state le prestazioni di assistenza economica. La spesa totale è aumentata del 1,82% rispetto all’anno precedente ed è pari a quasi 1 mln di euro. Il 77% dell’assistenza riguarda cittadini europei e il 23% cittadini non europei. Collaboratori Alla fine del 2010 i servizi sociali contavano 86 collaboratori, 72 (81%) donne e 14 uomini (19%). Il 45% del personale lavora part-time, di cui il 97% donne. Oltre al personale di ruolo, i servizi hanno usufruito anche della collaborazione di praticanti (38 studenti e studentesse) e di 18 volontari, che hanno prestato ben 1.456 ore. Il Servizio Sociale ha collaborato positivamente con le strutture nel settore dell’educazione, dell’istruzione, della formazione, della giustizia e della salute. Progetti e iniziative 2010 Tra i progetti sono stati offerti pomeriggi di assistenza per alunni della scuola primaria e, in collaborazione con il servizio giovani e il VKE, il progetto “Jawa”. Con la collaborazione di volontari sono stati offerti corsi di Nordic Walking per malati psichici e corsi di lingua per immigrati. cm erker september 11


Wipptal

Alto Adige

Gli extracomunitari in provincia di Bolzano sono quasi 21 mila Aumentano le donne: per ricongiungimento familiare ma anche per l’esplicazione di particolari mansioni

In base ai dati ASTAT, elaborati dall’archivio dei permessi di soggiorno del Ministero dell’Interno, al 31.12.2009 la popolazione straniera extracomunitaria in possesso di un valido permesso di soggiorno in provincia di Bolzano era pari a 20.926 unità. In termini percentuali l’incidenza degli stranieri soggiornanti sulla popolazione residente è pari al 4,1%. Tale dato è sottostimato per il fatto che i minorenni stranieri non necessitano di un permesso individuale e sono prevalentemente a carico dei genitori. Rispetto al 2008 si registra un aumento di 2.970 unità. Le donne aumentano più dei maschi (1.576 le prime e 1.394 i secondi): prosegue pertanto il trend di un "riequilibrio" tra i generi (all’inizio il fenomeno migratorio aveva un forte tasso di mascolinità), giungendo ormai ad un 47,0% di donne sul totale. Il maggior peso assunto da qualche anno dalla componente femminile è in parte legato ai ricongiungimenti familiari, come si può evincere dalla frequenza per stato civile, che vede un 62,7% di coniugati tra gli stranieri soggiornanti, segnale di una graduale trasformazione dell’immigrazione da individuale a familiare.

erker september 11

Il ritmo di "riavvicinamento" della componente femminile a quella maschile è in ogni caso abbastanza lento. L’equilibrio tra generi è però anche dato da un aumento degli arrivi femminili derivante dalla domanda di certe mansioni più tipicamente svolte da donne. Riguardo alla provenienza, si nota che gli albanesi da soli sono 3.875 unità, cioè il 18,5% di tutti gli extracomunitari soggiornanti; seguono nell’ordine 2.280 marocchini (10,9%) e poi pachistani, macedoni e serbi; le altre cittadinanze sono tutte sotto le 1.000 unità. Che gli stranieri siano in maggioranza in età lavorativa non è certo un fatto sorprendente: è solo un dato statistico, che però ci informa delle dimensioni schiaccianti di questa maggioranza: 95,7%. Gli over 65 sono al 3,5%, mentre sul totale della popolazione residente sono circa al 18%. Il lavoro subordinato rappresenta lo scopo prevalente della presenza degli stranieri, a conferma del fatto che le opportunità occupazionali restano il fattore attrattivo principale della popolazione immigrata. Ad esso fanno seguito i motivi familiari (in sostanza i ricongiungimenti) che, come detto sopra, sono in continuo aumento e costituiscono ormai il 39,5% dei permessi.

Anche la Comunità Comprensoriale contro il megaparcheggio TIR Approvata una risoluzione per la riduzione del traffico merci su strada attraverso il Brennero Il consiglio comprensoriale nella seduta del 25 luglio ha ritenuto opportuno adottare una delibera di massima riguardante la programmata realizzazione di un parcheggio TIR nell’"areale Sadobre", considerato che una struttura del genere avrà un impatto non indifferente sull’intera Alta Val d’Isarco. Il consiglio comprensoriale sottolinea l’importanza della realizzazione di un effettivo e obbligatorio sistema di trasporto merci su rotaia, in modo da ridurre drasticamente il numero di camion in transito attraverso il Brennero, con l’introduzione di una borsa di transito delle Alpi per stabilire la verità dei costi e un divieto di transito notturno per i veicoli pesanti sull’intera A22, quantomeno nell’ambito alpino. La risoluzione viene approvata con 6 voti favorevoli e 1 astenuto, Chiara Martorelli, che appoggia il provvedimento ma dubita della sua attuabilità.

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notizie dall’alta val d’isarco

Alta Val di Vizze

Val di Vizze: no all'eolico

„La Provincia è mobile, Là dove i lamponi qual piuma al vento...“ maturano (?) in serra Le direttive dell’amministrazione provinciale sui parchi eolici mutano ad ogni capriccio del vento

Non si vuole qui disquisire a favore o contro la creazione dei parchi eolici, ma piuttosto sottolineare come la Provincia legiferi in materia con la coerenza di una banderuola. Il 21 febbraio scorso la Giunta Provinciale aveva deciso che l’Alto Adige sarebbe dovuto restare una zona libera da impianti eolici, eccezion fatta per la zona del Brennero. Questo perché si riteneva che il luogo presentasse le condizioni ideali: vento a 6/7 m al secondo, la zona interessata è relativamente limitata, non è visibile dal fondo valle, ed è già servita da una strada militare. Ed ecco che un comunicato della Giunta Provinciale del 16 maggio modifica la suddetta decisione del 21 febbraio. Ora, nel cosiddetto Klimaplan, si definiscono delle direttive che non escludono la realizzazione di impianti eolici in altri siti, a condizione che vengano rispettate alcune norme. Nel comunicato si specifica che per una ragionevole utilizzazione dell’energia eolica deve sussistere una velocità del vento di almeno 6 m/sec., misurata a 30 m di altezza dal suolo, la quota limite viene portata da 2.500 a 2.600 metri di altitudine. Questa situazione sussiste in 5 siti della provincia: nell’Alta Val Venosta, al Brennero, a Valles e in due siti della Pusteria. Il comunicato appare ambiguo perché, nel definire le condizioni ottimali per la realizzazione dei parchi eolici, non dice se essi potranno essere realizzati anche in altre zone, oltre a quella del Brennero, data per esclusiva nel febbraio scorso. Si sa infatti che già esistono dei progetti per realizzare tre pale eoliche da parte della società degli impianti sciistici di 50

Valles, ed una da parte del Comune di Rio di Pusteria. Alle condizioni su menzionate potrebbero essere realizzati impianti eolici anche in Val di Vizze, sul Passo Giovo, al Pennes, tanto per restare nella Wipptal. Nell’ultima riunione del consiglio comunale di Val di Vizze la lista civica “Gemeinsam für Wiesen Pfitsch” ha sollevato il problema. Ma anche consiglieri SVP e gli SVPOrtauschüsse del Comune di Vizze si sono incontrati per affrontare questa tematica. In questa occasione è tornato in discussione il parere negativo della Conferenza dei servizi in materia ambietale della Provincia contro la realizzazione di una centrale idroelettrica presentato lo scorso anno. Il sindaco Frei, in un comunicato stampa, ha osservato che la realizzazione di un impianto eolico per la produzione di energia elettrica rappresenta un’aggressione non meno grave al paesaggio naturale di quanto faccia una centrale elettrica. In Val di Vizze sono diversi i siti che rispondono alle condizioni poste dalla Provincia per la realizzazione dei parchi eolici. E il consiglio comunale dovrà intraprendere i passi necessari per impedirlo.

Ultimissime No della Conferenza dei servizi in materia ambietale della Provincia al progetto di parco eolico di Sattelberg, nel comune di Brennero. L’ultima parola spetta comunque alla Giunta Provinciale. Con il vento che tira ... staremo a vedere.

Secondo l’opposizione il fotovoltaico non serve affatto alle serre ma è finalizzato unicamente alla produzione di energia elettrica da parte di privati Sono molte le critiche mosse alla costruzione delle estese serre con pannelli fotovoltaici nell’Alta Val di Vizze. Le strutture provocano un forte impatto visivo nel paesaggio

ti—viticoltura). Laimburg ritiene che una produzione di lamponi in serre non è in alcun modo sostenibile dal punto di vista economico e non è consigliabile dal punto di vista tecnico. La Ripartizione agricoltura chiarisce che l’installazione di moduli fotovoltaici a tale altitudine non comporta alcun risultato soddisfacente per la coltura. Il progetto, pertanto, sembra essere finalizzato unicamente alla produzione di energia.

alpestre di una delle poche vallate rimasta incontaminata, e non sono mancate le lettere di dissenso di affezionati turisti arrivate alla nostra redazione. Per capire come sia stato possibile arrivare a ciò abbiamo intervistato la portavoce del gruppo Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch, Silvia Bacca, la quale ci ha riferito che l’iter ha avuto inizio nel marzo del 2010 in seguito alla richiesta di un contadino di poter realizzare una serra per la produzione di lamponi. Lo stesso contadino nel maggio 2010 ha ripresentato il progetto, sempre per la costruzione della serra, ma con l’aggiunta di pannelli fotovoltaici. La richiesta viene approvata dalla commissione edilizia. Da lì a poco altri contadini hanno poi presentato la domanda per la realizzazione di serre con pannelli fotovoltaici. Il gruppo Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch ha subito espresso parere negativo, per una serie di motivazioni che vedremo di seguito. Il sindaco del Comune di Val di Vizze, Johann Frei, si è trovato in una posizione scomoda in quanto, a suo avviso, approvato un progetto, non si poteva fare a meno di approvare anche gli altri presentati. Il gruppo d’opposizione ha richiesto i pareri tecnici dell’Ufficio sperimentazione agraria Laimburg e della Ripartizione agricoltura (ufficio frut-

A quanto pare però a nulla sono serviti questi pareri negativi e i lavori sono continuati. Il gruppo Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch, in data 12 ottobre 2010, ha presentato alla Giunta provinciale un esposto ai sensi dell’articolo 105 della legge urbanistica provinciale, facendo valere le seguenti censure: a causa dei pannelli fotovoltaici viene compromesso l’utilizzo delle serre, in quanto l’ombreggiatura delle colture risulta essere quasi totale e, a questa altitudine, ciò non comporterebbe alcun risultato. tanto più in una zona limite per la coltivazione dei lamponi. Inoltre, la commissione edilizia comunale in sede di esami dei progetti, non ha tenuto conto dell’aspetto paesaggistico. La Giunta provinciale ha sottolineato però che sono stati trasmessi anche pareri positivi, in parte dallo stesso Ufficio di Laimburg, al quale i committenti si erano già rivolti nelle fasi preparatorie per consulenze specialistiche. Essi avrebbero quindi operato in buona fede, fidando nella correttezza tecnica delle consulenze. La Giunta ha rigettato l’esposto di Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch in quanto la costruzione, al momento della presentazione del ricorso, era già in fase avanzata, per cui non sussisteva l’interesse pubblico concreto per giustificare un intervento d’ufficio. cm erker september 11


Vipiteno

Il crocifisso di Harder nella chiesa del Santo Spirito 14 settembre: una data simbolica Per la collocazione e la benedizione del crocifisso di Hans Harder (vedi articolo in Erker, agosto 2011) nella chiesa del Santo Spirito a Vipiteno è stata scelta la data del 14 settembre, giorno della festa dell’Esaltazione della Croce. Una festa già celebrata a Gerusalemme nel IV secolo, che ebbe origine probabilmente dalla dedicazione delle basiliche costantiniane, in occasione della quale si esponevano appunto le reliquie delle Vera Croce. Con questo gesto il Geschichtsund Museumsverein di Vipiteno e la Comunità parrocchiale vipitenese hanno rispettato la volontà della famiglia Domanig (che era la proprietaria della scultura) che la scultura fosse esposta al pubblico. Questo prezioso crocifisso, che aveva protetto una casa privata, si apre ora ad una dimensione pubblica, con una destinazione non puramente museale ma essenzialmente religiosa, oggetto di venerazione da parte della comunità dei fedeli. Un nuovo gioiello nello scrigno La chiesa del Santo Spirito, o dell’Ospedale, costruito nel 1399 è un piccolo scrigno nel cuore della città, corredato da splendidi affreschi, eseguiti da Erasmo da Brunico nel 1402. In questa bellissima ed emozionante "bibbia dei poveri" manca la scena centrale della crocifissione, probabilmente rimossa durante il rimaneggiamento della nicchia dietro l’altare. Così sembra confermare anche un frammento della scena nell’intradosso sinistro: Maria, con un coltello che le strazia il petto, è a stento sorretta nei pressi di un uomo croerker september 11

Foto: A. Passarella

Gli affreschi della chiesa come degna cornice di questa pregevole scultura tardogotica

Maria ai piedi della croce

Il Ritrovamento della Vera Croce

cifisso, probabilmente il ladrone alla destra di Gesù, di cui si vede solo il braccio destro. Il crocifisso di Harder, nella sua toccante icasticità, dovrebbe rievocare tutta la sconvolgente scena della crocifissione mancante.

studiosi dei crocifissi tardogotici in Tirolo, afferma che il luogo preferito per l’esposizione del crocifisso era in genere anche in Tirolo l’arco trionfale (Triumphbogen, Fronbogen), a qui veniva appeso. Nella nostra chiesetta quest’arco non c’è, ma la soluzione scelta rispetta comunque questo tipo di collocazione, che certo risulterà ancora più emozionante quando sarà stata completata un’adeguata illuminazione.

Sopra l’altare del sacrificio Date le sue modeste dimensioni (circa m 1,30), il crocifisso si perderebbe nella grande nicchia spoglia. Si è pensato allora di collocarlo appeso sopra l’altare, calato dal soffitto, posizione per altro non insolita. Anzi lo stesso Ulrich Söding, uno dei maggiori

Esaltazione e Ritrovamento della Croce La liturgia cristiana conosce due

Il Cristo crocifisso di Hans Harder

feste della croce: l’Esaltazione (14 settembre) e il Ritrovamento (3 maggio). Sulla parete nord della navata destra è appunto affrescato il ritrovamento della Vera Croce da parte di S. Elena. Un altro elemento in più per confortare la scelta del Geschichtsund Museumsverein di esporre il crocifisso di Hans Harder in questa chiesa cittadina. La benedizione del crocifisso e la Santa Messa avranno luogo mercoledì 14 settembre alle ore 18.30. ap 51


notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

Un gruppo di artisti internazionali anima l’estate vipitenese Un’insolita e interessante mostra nella galleria del Lilie

Durerà fino al 13 settembre prossimo (apertura dal lunedì al sabato dalle 16 alle 20) la mostra di artisti internazionali United Art Gallery, che aveva preso il via il 26 luglio nella nuova “Galleria Lilie -Temporary Stores”, messa a disposizione dal Della Vedova Group. Tredici artisti provenienti da Germania, Austria e dall’Alto Adige espongono i loro dipinti, fotografie, sculture, mentre in un angolo lettura sono esposte alcune poesie su foto che ritraggono il paesaggio naturale di Ridanna. Il progetto è affascinante soprattutto per l’inusuale varietà di oggetti esposti e per il diverso carattere artistico dei tre paesi rappresentati ed è stato realizzato soprattutto per ini-

ziativa di Simon Rainer, che nella primavera del 2011 ha fondato il gruppo artistico Vision Art Union. L’iniziativa verrà ripetuta a Kufstein e Vienna. Prende così il via anche la nuova Galleria Lilie-Temporary Stores del Della Vedova Group, i cosiddetti negozi a tempo, spazi di diverse dimensioni, che potranno essere presi in affitto e occupati come negozi o aree espositive per un periodo di tempo prestabilito e limitato in base alle esigenze del cliente.

Il parco del Teatro comunale prima e dopo la „cura"

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erker september 11


calendarietto CAI Brennero 11.09.11: Raduno giovanile CAI-SAT in Val Badia. Vipiteno

Sempre appassionante il „Memorial Luca Cemin“ Il torneo amichevole di calcio, alla sua 4a edizione, si è svolto nel ricordo di un amico tragicamente scomparso Ad inizio agosto si è svolta presso la zona sportiva di Vipiteno la 4°edizione del torneo federale intitolato a Luca Cemin, il giovane vipitenese tragicamente scomparso in mon- La squadra vincente del tagna. Le squadre parte- Campo di cipanti sono state Trens i l C F Vi p i t e n o , i l Campo di Trens, il Prati di Vizze, il Bressanone ed il Chiusa. Il torneo, diretto da arbitri federali, è stato organizzato dalla società del CF Vipiteno e ha visto tra i principali coordinatori Fabio Giovanelli e Augusto Costa. Il prossimo anno il CF Vipiteno proverà ad allargare gli inviti ad altre squadre fuori dal circondario, così da rendere il torneo sempre più prestigioso e conosciuto. Il torneo, visto il periodo di preparazione ai vari campionati, ha dato modo a tutte le squadre partecipanti di provare i vari moduli di gioco e di inserire i nuovi giocatori, soprattutto i giovani provenienti dal

CAI Fortezza 18.09.11: Rifugio Forcella Vallaga.

proprio vivaio. La squadra vincitrice del trofeo è stata il Campo di Trens, che ne Luca Cemin era anche detentrice. La compagine guidata da Renè Rella si è imposta in finale sulla formazione del Prati di Vizze di mister Guido De Angelis, 3° si è piazzato il Chiusa, 4° il Bressanone e 5° il CF Vipiteno di mister Silvano Zanetti. Capocannoniere dell’edizione è risultato Valentin Hofer, del Prati di Vizze e quale miglior portiere è stato eletto Manuel Rella del Campo di Trens. mm

Vipiteno

Yoseikan Budo in espansione Ottimi risultati nella stagione 2010/11 Per la sezione dello Yoseikan Budo della Polisportiva Vipiteno l’anno 2010/2011 è stato ricco di buoni risultati e novità. Infatti sono stati circa 60 i membri attivi che in diverse gare hanno raggiunto ottimi risultati. Il clou della stagione è stato il Campionato Italiano a Latina, dove gli atleti si sono distinti, vincendo tre titoli di vice-campione d’Italia con Stefan Rainer, David e Fabian Graber, un terzo posto è stato raggiunto da Felix Tock e un quarto posto da Nadia Wild. Tra le novità di questa stagione va segnalato il “Progetto scuola”, realizzato presso la scuola media “Vigil Raber”, con l’obiettivo di diffondere fra gli studenti la gioia del movimento attraverso erker september 11

CAI Vipiteno 18.09.11: Il grande giro della Tofana di Rozes con lo AVS Sterzing. Giovanile 11.09.11: Raduno giovanile in Val Badia. MTB 10.09.11: Chiusa-VillandroRenon-Bolzano-Chiusa.

diversi principi dello Yoseikan Budo. È stato inoltre organizzato, in collaborazione con la società sportiva Fejdjux di Bressanone, un campo estivo con il motto “Divertimento, giochi, sport e avventura”: i bambini e i giovani hanno imparato il rispetto verso il lavoro di squadra e di coordinamento attraverso giochi di avventura, diverse discipline sportive tra cui l’equitazione, il nuoto e il tiro con l’arco. I budokas grandi e piccoli ripartono con gli allenamenti nel mese di settembre, per due volte alla settimana nella palestra tripla di Vipiteno. Inoltre vengono offerti anche corsi di cardio training per chiunque li richiedesse. cm

ARCI Vipiteno 25.09.11: “Gli anni folli 1918-1933”. Mostra di pittura a Ferrara, Palazzo dei Diamanti. Bus da Vipiteno, Piazza Fuori Porta, ore 8.00. Info: 0472/764239; 333/8324629. Film in lingua italiana 15.09.11, 22.09.11, 29.09.11: Cinema Comunale Vipiteno, 20.30. 01.10.11: “CABARETTANDO”. La compagnia “Sipario Amico” di Merano presenta “CABARETTANDO”, composta di 5 divertenti atti unici dei grandi autori teatrali A. Campanile, M. di Martino, K. Valentin, A. Nicolaj, D. Buzzati. Regia di S. Feller, con C. Luise, I. Repole, D. Bernardo, G. Venturi, G. Zacchino, U. Massarini, A. Pilotto e S. Feller. Teatro Comunale Vipiteno, 20.30. Biblioteca civica Vipiteno 22.09.11: Conferenza in lingua tedesca su “Elettrosmog e salute”, tenuta dal dr. Imbesi. Biblioteca Civica di Vipiteno, ore 20.00. Prenotazione posto al n. 0472/767235. Udienza Difensore civico 23.09.11: Udienza del Difensore civico presso la sede dell’Ispettorato all’agricoltura, Via Stazione 2, Vipiteno, ore 9.30-11.30, meglio su appuntamento. Per informazioni: tel. 0471/301155.

Medici e farmacie di turno: v. p. 81 53


eishockey

Broncos starten mit sechs Legionären

Verteidiger Aaron Power

Verteidiger Brian Lee

Stürmer Dirk Southern

Stürmer Josh Prudden

Flügelstürmer Ryan Ginand Flügelstürmer Randall Gelech

Der WSV Sterzing hat in den vergangenen Wochen eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt, um in der Serie A1 bestehen zu können. Der Startschuss für die 78. EishockeyMeisterschaft fällt am 24. September. Nach zahlreichen Unsicherheiten rund um den Hockeyclub aus Pontebba startet die Meisterschaft der Serie A1 nun doch mit zehn Mannschaften. Pontebba konnte das finanzielle Fiasko abwenden, einen neuen Sponsor finden und spielt so nun doch noch offiziell wieder in der höchsten Liga mit. In der höchsten italienischen Eishockeyliga spielt heuer auch Serie-A2-Aufsteiger Broncos Sterzing. Der WSV Sterzing hat den US-Torwarttrainer Kevin Reiter unter Vertrag genommen. Für den 1981 in Pittsburgh/ Pennsylvania geborenen Reiter ist Sterzing die erste Station als Vollzeittrainer. Als aktiver Spieler verbrachte er zwei Saisonen in der englischen EIHL, wo er 2007/08 sogar zum besten Torhüter der Liga gewählt und für 54

das All-Star-Team nominiert wurde. Neben seiner Karriere als aktiver Spieler arbeitete Reiter aber bereits seit 1997 bei diversen Torhüter-Camps als Instruktor mit. Der Kontakt mit Kevin Reiter wurde Torwarttrainer Kevin Reiter über Trainer Oly Hicks hergestellt, der ihn bereits seit einiger Zeit kennt: „Ich bin froh, dass wir einen Mann wie Kevin für unser Trainerteam gewinnen konnten. Mit seinen fundierten Kenntnissen im Torwarttraining sowie mit seinem reichen Erfahrungsschatz als Spieler und auch als Trainer wird er allen Torhütern in unserem Verein eine wertvolle Hilfe sein. Ich kenne ihn, er ist hoch motiviert und ich bin mir sicher, dass er die ideale Ergänzung für unser Team mit Alex Gschliesser, Mitch Pohl und mir sein wird“, so Hicks. Während des Eistrainings hat sich Thomas Pichler bei einem unglücklichen Sturz hinter dem Tor einen Bruch des Sprunggelenks zugezogen. Er wurde noch am selben Tag

im Sterzinger Krankenhaus erfolgreich operiert, wird aber voraussichtlich für gut zwei Monate ausfallen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er im Trockentraining einen Rippenbruch erlitten. Nachdem Wunschkandidat Chris Blight bei Ritten unterschrieben hat, haben die Broncos mit dem 25-jährigen offensiven Flügelstürmer Ryan Ginand Ende August den Sturm komplettiert. Ginand (177 cm, 80 kg), 1986 in Massachusetts (USA) geboren, kann auch als Center eingesetzt werden und besetzt als sechster Transfercard-Spieler die letzte geplante Ausländerstelle im Team der Wipptaler. Die bereits verpflichteten Transfercard-Spieler, die Verteidiger Brian Lee und Aaron Power sowie die Stürmer Josh Prudden und Dirk Southern, sind am 25. August zum Team gestoßen, während der wiederbestätigte Randall Gelech aus familiären Gründen erst am 30. August zur Mannschaft gekommen ist. Mit dem Hockey Club Meran Junior hat der WSV Sterzing für die kommende Saison erker september 11


Testspiele in Sterzing 11. 09: Broncos – Landshut Cannibals 17. 09: Broncos – Ritten Sport ein Farmteam-Abkommen getroffen. Durch diese enge Zusammenarbeit beider Vereine erhalten einige Sterzinger Jugendspieler die Chance, sich im Meraner Team zu bestätigen und umgekehrt.

Play-offs auf, während die beiden Letzten im Play-out um den Klassenerhalt kämpfen. Die Punkteregelung bleibt unverändert: Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gibt es drei Punkte, für einen Erfolg in der Verlängerung (fünf Minuten) zwei Punkte und für eine Niederlage nach Verlängerung einen Punkt. Nach erfolgloser Verlängerung fällt Neue Regeln die Entscheidung im Penalty-Schießen. für die neue Saison Die Play-offs werden, vom Viertelfinale bis Die erste Meisterschaftsphase wird in zwei zum Endspiel, im Best-of-seven-Modus Grunddurchgängen mit je einer Hin- und ausgetragen. Anders als in der Regular Rückrunde ausgetragen. Anschließend ab- Season dauert die Verlängerung in der solvieren die vier bestplatzierten Teams, mit K.o.-Phase zehn Minuten, dabei dürfen Punktegutschriften ausgestattet (4 Punkte wie gewohnt nur vier Feldspieler pro Team für den Erstplatzierten, 3 für den Zweiten, aufs Eis. Vor einem eventuellen Penalty2 für den Dritten und 1 für den Vierten), Schießen muss zumindest die benötigte Eisfläche zwischen den beieine Zwischenrunde, in den Toren gereinigt werden. welcher der Sieger des Die ersten neun Spiele der Broncos Bei einem möglicherweise titelneu eingeführten Ligaentscheidenden Finalspiel (SePokals ermittelt wird. 24.09.11 Alleghe – Broncos rie beim Stand von 3:0, 3:1, 3:2, Auch die restlichen 29.09.11 Broncos – Asiago 3:3) wird die Verlängerung bis sechs Teams bestreiten 01.10.11 Broncos – Pontebba zum Golden Goal gespielt. eine weitere Hin- und 06.10.11 Valpellice – Broncos Rückrunde. Sie gehen 08.10.11 Broncos – Fassa Italienpokal mit halbierter Punktezahl 13.10.11 Ritten – Broncos und Supercup ins Rennen. Nach Ab15.10.11 Broncos – Bozen schluss der Zwischen18.10.11 Cortina – Broncos In der kommenden Saison runde steigen die ersten 22.10.11 Broncos - Pustertal werden ausschließlich Erstligavier Mannschaften in die

Die zehn Mannschaften der Serie A1 HC Asiago (Meister) HC Pustertal (Sieger Italienpokal) Ritten Sport (Sieger Supercup) HC Alleghe HC Bozen SG Cortina HC Fassa FVG Pontebba HC Valpellice WSV Sterzing Broncos (Meister A2) Meisterschaftsbeginn: 24.09.2011 Meisterschaftsende: spätestens mit dem siebten Finalspiel am 21.04.2012 teams bei der Vergabe des Italienpokals mitmischen. Die vier bestplatzierten Mannschaften nach der ersten Hin- und Rückrunde werden den Pokalsieger unter sich ausmachen. Der Tabellenführer der zweiten Liga ist nicht mehr teilnahmeberechtigt. Ort und Datum der Finalrunde sind noch offen. Den Supercup ermitteln wie üblich der amtierende Meister und der aktuelle Pokalsieger, also der HC Asiago und der HC Pustertal. Auch hier müssen die Austragungsstätte und der genaue Termin noch festgelegt werden. bf

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eishockey

„Wollen Play-off-Einzug ohne Zittern“ WSV-Präsident Robert Stafler über die Ziele der Broncos, Schwierigkeiten im Vorfeld und Ambitionen im Jugendsektor

Erker: Herr Stafler, mit wel- Kern an einheimischen Spielern chen Erwartungen gehen die und wenigen Legionären im obeBroncos in die A1-Meister- ren Mittelfeld etablieren und in schaft? den Play-offs für ÜberraschunRobert Stafler: Es soll unter- gen sorgen. Die Mannschaft soll haltsames, attraktives die ZuschauEishockey geboten er unterhalten werden. Die Spieler und für unsesind hungrig und wolre einheimilen sich beweisen. Das schen Spieler gilt sowohl für die eingleichzeitig ein heimischen als auch für Sprungbrett für die Transfer-Spieler. Wir g r ö ß e re H e rhoffen natürlich, dass a u s f o rd e r u n uns die Fans auch in gen im Ausland den schwierigeren Phasein. sen der Meisterschaft treu bleiben und mit eiWie schwierig ner tollen Stimmung die Robert Stafler: „Broncos war es, die sind für jeden ein unange- M a n n s c h a f t Mannschaft antreiben. nehmer Gegner.“ und das UmWie lauten das Saisonziel und die mittelfristige Zielsetzung? Unser Saisonziel ist ein komfortabler Play-off-Einzug ohne Zittern. Danach kann alles passieren. Unsere Jungs haben schon im vergangenen Jahr bewiesen, dass sie für jeden ein unangenehmer Gegner sind. Mittelfristig wollen wir uns mit einem starken

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feld auf A1Niveau zu bringen? Die sportliche Leitung hat den Auftrag erhalten, um die einheimischen Spieler der vergangenen Saison ein konkurrenzfähiges und attraktives Team aufzubauen. Dies ist, glaube ich, gelungen, ohne das Budget zu strapazieren. Die Ergebnisse werden einige überraschen,

konnten wir uns doch bereits in der A2 mit einigen Serie-ATeams messen. Luft nach oben ist immer vorhanden, das ist klar. Wie hoch ist das Budget für die Meisterschaft? Eine genaue Budgetzahl möchte ich aus diversen Gründen nicht nennen. Es ist sicher eines der kleinsten Budgets in der Serie A und liegt nicht wesentlich höher als jenes der Serie A2, zumal ein großer Teil in Jugendarbeit und Fixkosten fließt. Daher ist der Budgetsprung trotz Aufstieg in einem vertretbaren Rahmen geblieben. Natürlich sind wir auf Sponsoren angewiesen; auf diesem Wege möchte ich ihnen danken und sie bitten, uns weiterhin zu unterstützen. Durch die TV-Übertragungen und die erhöhte Medienpräsenz in der A1 sind wir für das Wipptal ein noch besserer Werbeträger. Das Trainerteam im Jugendsektor wurde verstärkt. Welche Ziele strebt der Verein in

der Jugendarbeit an? Durch die Erweiterung unseres Trainerteams um Torwarttrainer Kevin Reiter können nun auch die Torhüter von der Laufschule bis hin zur ersten Mannschaft optimal betreut werden. Die Zusammenarbeit mit dem Sterzinger Sportgymnasium trägt nach drei Jahren bereits erste Früchte. Derzeit sind 33 Schüler der Disziplin Eishockey eingeschrieben, Tendenz steigend. Die Verpflichtung des Torwarttrainers wird auch die Attraktivität dieses Angebots deutlich heben. Ziel des Vereins und der vier Trainer ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche an ein hohes Niveau des Eishockeysports heranzuführen und ihnen den Sprung in die besseren europäischen Ligen und somit ein Leben als Profisportler zu ermöglichen. Gleichzeitig sind wir bemüht, sie auch auf dieses Leben vorzubereiten.

Interview: bf

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FuĂ&#x;ball

Michael Bacher kehrt zurĂźck

AS Casale Calcio trainiert in Sterzing

Vorstand, Trainer- und Betreuerstab von AS Casale Calcio mit BĂźrgermeister Fritz Karl Messner (3. v. l.) und Tourismusdirektor Josef Turin (2. v. r.) sowie Hotelier-ehepaar Margit und Helmut Messner Foto: graphic Kraus, Sterzing

„Wir mĂśchten unbedingt wieder nach Sterzing kommen“, so Generalsekretär Sandro Zaio vom Casale Calcio beim Empfang mit BĂźrgermeister Fritz Karl Messner und Tourismusdirektor Josef Turin im Hotel „Zoll“, wo die Kicker aus dem Piemont drei Wochen lang logierten. Betreuerstab und Spieler des 1909 gegrĂźndeten Clubs waren vollauf zufrieden mit Gastfreundschaft, Trainings- und Freizeit-

mĂśglichkeiten und gehen nun optimistisch in die neue Saison. Von Mitte Juli bis Anfang August hat das Team verschiedene Freundschaftsspiele in der Region ausgetragen. Das erste Meisterschaftsspiel in der Lega Pro Seconda Divisione (ehemals Serie C2) geht fĂźr den Club aus Casale Monferrato in der piemontesichen Provinz Alessandria am 4. September gegen San Marino Ăźber die BĂźhne.

Im Rahmen eines FrĂźhschoppens fand im Juli die Verlosung der Lotterie 2011 des ASV Jaufental statt. Folgende Losnummern wurden dabei gezogen: 741, 1289, 1967, 2126, 2127, 3430, 2585, 68, 98, 277, 380, 395, 469 536, 600, 627, 809, 979, 982, 1080, 1342, 1358, 1408, 1409, 1730, 1848, 2115, 2321, 2478, 2915, 3140, 3175, 3191, 3315, 3543, 3618, 3664, 3690, 3820, 4073, 4407, 4489, 4675, 4833, 4898, 4958, 5122, 5237, 5432, 5604.

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Michael Bacher aus Mauls wechselt von Cremonese zu seinem frĂźheren Arbeitgeber. Der 23-jährige Mittelfeldspieler kehrt nach einer verkorksten Saison beim lombardischen Club in die Reihen des FC SĂźdtirol zurĂźck. „Ich hätte mir gewĂźnscht, dass der Deal mit dem FC SĂźdtirol schon viel frĂźher Ăźber die BĂźhne gegangen wäre“, so Bacher. Bei dem von sportlichem Misserfolg, mehreren Trainerwechseln und schlieĂ&#x;lich dem Wettskandal gebeutelten Traditionsclub Cremonese absolvierte Bacher in der abgelaufenen Saison 15 Meisterschaftsspiele, allerdings nur deren zwei Ăźber die volle Spielzeit. „Ich habe ein schweres Jahr hinter mir. In der kommenden Saison will ich unbedingt regelmäĂ&#x;ig auflaufen“, blickt der Maulser Profikicker wieder zuversichtlich in die FCS-Zukunft. Bachers Vertrag bei Cremonese lief eigentlich bis zum 30. Juni 2012. Der FC SĂźdtirol konnte mit dem US Cremonese aber eine einvernehmliche LĂśsung finden und den jetzigen Transfer von Bacher zur weiĂ&#x;roten Mannschaft besiegeln. Bacher hat einen Einjahresvertrag bis zum 30. Juni 2012 unterschrieben. In der kommenden Saison einschlieĂ&#x;lich der Jahre in den Jugendmannschaften wird er bereits seine elfte Saison fĂźr den FC SĂźdtirol spielen. In der 1. Mannschaft hat Bacher 113 Spiele bestritten, alle in der 2. Division der Lega Pro, und dabei sechs Tore geschossen. Er war einer der Hauptakteure beim historischen Aufstieg in die 1. Division.

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FuĂ&#x;ball

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sport

Zehnkampf

Lanthaler ist VizeItalienmeister

GossensaĂ&#x;

Foto: Giancarlo Colombo/Fidal

In 35.45 Minuten aufs HĂźhnerspiel

Zehnkämpfer Lukas Lanthaler feiert heuer einen Erfolg nach dem anderen: Ende Juli gewann der Sterzinger bei der Italienmeisterschaft in Formia mit 6.949 Punkten die Silbermedaille hinter dem mehrfachen Italienmeister Paolo Mottadelli (7.250). Die Ergebnisse im einzelnen: 100 m: 11,51 sec.; Weit: 6,64 m; Kugel: 12,19 m; Hoch: 1,88 m (neue Saisonbestleistung); 400 m: 50,12 sec.; 110 m H: 14,87 sec.; Diskus: 35,64 m; Stab: 4,30 m; Speer: 47,90 m; 1.500 m: 4.43,87 min. Fßr Lanthaler war es die vierte Medaille bei Italienmeisterschaften in Folge. 2008 war er ebenfalls Zweiter. Lanthalers Saison ist damit nahezu vorßber. Highlight war der Europacup Anfang Juli in Brixen, wo der bald 27-Jährige entscheidend zum Aufstieg Italiens in die Super League beigetragen hat. Mit 7.221 Punkten war er zweitbester Italiener. Mitte September bestreitet Lanthaler voraussichtlich noch einen StundenZehnkampf in der Schweiz.

62 Sportler, darunter bekannte Athleten, nahmen Ende Juli am 1. Berglauf der Sektion Skialp des ASV GossensaĂ&#x; vom Ibsenplatz auf das HĂźhnerspiel teil. Die 3,1 km lange Strecke weist einen HĂśhenunterschied von 1.000 m auf. Favorit Urban Zemmer, der „LĂśwe vom Panider Sattel“, wurde seinem Ruf gerecht und erreichte in 35.45 Minuten als erster das Ziel. Zweiter wurde mit zwei Minuten RĂźckstand Marco Facchinelli aus dem Trentino, Dritter Lokalmatador Roberto De Simone (39.16 min.). David ThĂśni aus

(v. l.) Marco Facchinelli, Urban Zemmer und Roberto De Simone

GossensaĂ&#x; querte die Ziellinie als FĂźnfter in 40.38 Minuten. Bei den Frauen siegte Irene Senfter vom SV Jenesien „Soltnflitzer“ in 47.28 Minuten vor Alessandra Valgoi aus der Alta Valtellina und die fĂźr den Sportverein GossensaĂ&#x; startende Valentina Danese. rr

Ratschings

Windisch und Sanfilippo holen Sieg 130 Athleten, darunter 13 Wanderer sowie 21 Kinder und Jugendliche, nahmen Anfang August am 21. Ratschinger Berglauf auf die Wasserfalleralm teil. Den Lauf dominierten die beiden jungen Biathleten Federica Sanfilippo aus Ridnaun und Dominik Windisch aus Rasen. Windisch benĂśtigte fĂźr die 6,1 km lange Strecke 36.12,17 Minuten und sicherte sich den Tagessieg mit rund 1,5 Minuten Vorsprung auf den VillnĂśsser Martin Obexer und Karl HĂśller aus MĂślten. Sanfilippo gewann in 45.44,82 Minuten mit rund 1,5 Minuten Vorsprung auf Biathlon-Teamkollegin Karin Oberhofer aus Feldthurns und Anna Pfitscher aus St. Martin in Passeier. Andrea Parigger vom Club Bike Alpin wurde Vierte.

Siege in den weiteren Kategorien gingen an Brigitte Gitzl (Polisportiva Sterzing), Martin Larch (ASV Mareit), Gerhard Holzer (Telmekom Team Sßdtirol) und Raimund Seebacher (ZKG Vintl). Den Kinder- und Jugendlauf gewannen Isabell HÜller (ASV MÜlten), Florian Obexer (Telmekom Sßdtirol Team), Ramona Leitner (ASV Ratschings) und Jonas Obexer (Telmekom Sßdtirol Team). Fßr die GehÜrlosensportgruppen zählte der Berglauf zur 3. Deaf-Berglauf-Cup-Serie. Siege gingen an Karin Prusa (56.17,39 min.) vom Wiener GSC, Monika Lenhardt (Wiener GSC), Manuel Dalla Torre (Sßdtiroler GSG), Daniele Bellito (ANU Montebelluna) und Helmuth Kubu (GSC Graz).

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Reitsport

Springreiter- und Dressurturnier in Thumburg Auf der Reitsportanlage Thumburg zeigten Ende Juli Dressurund Springreiter ihr Können. Im Dressurbewerb E100 und F100 siegten die Österreicherinnen Lisa Rigger und Brigitte Kurka. Nicola Metzger gewann den Bewerb E210. Den Tagessieg im höchsten Bewerb des Tages – einer M-Dressur – konnte Tina Dyck aus Lana mit der Traumnote von 7,35 % erreiten. Auch die Dressurreiterinnen Andrea Hofer vom veranstaltenden Reitverein Sterzing und Monika Wechselberger vom Reitverein Wiesen zeigten gute Leistungen.

Das B100-Springen gewann Anna Bernardi, im B110-Bewerb setzte sich mit Vera Senoner eine weitere Grödnerin durch. Philipp Planatscher zeigte einen schnellen fehlerlosen Ritt. Den Bewerb mit einer Höhe von 115 cm gewann die Trientnerin Karin Schindele, das 120-cm-Springen entschied Egon Gatterer aus Bruneck für sich. Das höchste Springen des Tages mit 135 cm Höhe gewann der Sterzinger Karl Wechselberger auf Niagara vor Vittorio Cavalieri auf Marisol aus Trient. Organisiert hatte das Turnier der Reitverein Sterzing-Thumburg um Präsident Hans Planatscher.

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„Nach 10 Einheiten fühlst du dich besser, nach 20 Einheiten siehst du besser aus und nach 30 Einheiten hast du einen anderen Körper“ Joseph Pilates Praxis PhysioVital Gänsbacherstraße 46 39049 Sterzing

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Trainiert wird in Gruppen mit maximal 8 Personen, damit jeder Teilnehmer die volle Aufmerksamkeit erhält - denn es zählt die Qualität der Übungen, um ein Wohlfühl-Ergebnis zu erzielen.

Spiel, Sport und Budo Yoseikan Budo ist eine Verbindung asiatischer Kampfkünste, bei der neben dem Körper auch der Geist und die Willensstärke trainiert werden. 2010 zählte die Budosektion der Polisportiva Sterzing 60 Mitglieder, die auch erfolgreich Wettkämpfe bestreiten. Bei den diesjährigen Italienmeisterschaften nahe Rom holten Stefan Rainer, Fabian Graber und David Graber einen VizeItalienmeistertitel, Felix Tock wurde Dritter, Nadia Wild Vierte. Auch bei einem Freundschaftsturnier gegen Clubs aus Brixen, Klausen, Ritten und Villnöß schlugen sich die Sterzinger Athleten gut. Heuer haben die Budokas erstmals ein Sommercamp mit anerker september 11

sprechendem Rahmenprogramm angeboten und Schülern an der Mittelschule „Vigil Raber“ beim Projekt „Spiel, Sport und Budo“ die Sportart näher gebracht. Ab September bietet der Budokaclub für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren wieder zweimal wöchentlich ein Training in der Dreifachturnhalle in Sterzing an. Für Frauen gibt es ein CardioTraining. 59


golf

Foto: Rudi Sparber?

Die Golfsprache Beim Golf dominieren englische Fachausdrücke. Das ist nicht verwunderlich, da das Golfen in Schottland entwickelt wurde und auch die ersten Golfregeln dort niedergeschrieben wurden. Einige Beispiele: Bunker: Unter Bunker versteht man die Sandgrube beim Green (Greenbunker) oder am Fairway (Fairwaybunker), die ein Hindernis darstellt. Chip: Ist ein Schlag, der ab etwa 10 m vor dem Green gespielt wird. Eagle: Spielen eines Lochs mit zwei Schlägen unter Par. Par: Anzahl der Schläge, die ein Spieler im Idealfall für ein Loch benötigen sollte. Auf einem Platz gibt es Par-3-, Par-4-, Par-5-Löcher, für die man drei, vier oder fünf Schläge benötigen sollte. Das Par eines Lochs richtet sich nach dessen Länge. Fade: Schlag, bei dem der Ball in der Luft eine leichte Kurve von links nach rechts beschreibt. Zuviel Fade heißt Slice. Fore: Warnruf auf dem Golfplatz, wenn andere Spieler durch einen aus der Richtung geratenen Ball in Gefahr sind. Handicap: Vorgabe, welche die Spielstärke eines Amateurgolfers ausdrückt. Ein Spieler mit Handicap 54 (höchstmöglich) darf einen Platz mit Par 72 mit 126 Schlägen bespielen. Ein Spieler mit HCP 20 spielt den Platz also mit 92 Schlägen. Sein Handicap erwirbt man in so genannten vorgabewirksamen Turnieren. Hole in One: Der Spieler schlägt den Ball vom Abschlag direkt ins Loch. Pro: Abkürzung für Professional: ein Golfer, der für das Spielen bezahlt wird (Unterscheidung in Playing und Teaching Pros). Pros haben kein Handicap, spielen also immer ohne Vorgabe. Put: Ist der Schlag, mit dem der Ball am kurzgemähten Rasen (Green) eingelocht (gerollt) wird. Rabbit: Liebevolle Bezeichnung für Anfänger (auch Duffer). Score: Schlagzahl für ein Loch oder die gesamte Runde. Tee: Sowohl die Abschlagzone jedes Lochs als auch der kleine Holzstift, auf dem man den Ball beim Abschlag legen darf, damit der Schlag etwas leichter fällt. Trolly: Golfwagen zum Ziehen der Ausrüstung. 60

15 Jahre Golfclub Sterzing

Passionierte Golfer: (v. l.) Baron Gobert von Sternbach, Mario Kasslatter und Gerold Häusler

Mit einem Jubiläumsturnier hat der Golfclub Sterzing Mitte August sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Ein Grund für den Erker, sich mit dem Thema Golfsport im Wipptal näher zu beschäftigen. „Angefangen hat alles mit einer Wiese, die nicht gemäht war, und einigen Abschlagplätzen“, erinnert sich der Präsident des Golfclubs Sterzing, Gerold Häusler. Zu Beginn waren es 30 engagierte Golfer, heute zählt der Club 230 Mitglieder aus dem südlichen und nördlichen Wipptal. Das aktuelle Gelände des Golfplatzes in Thumburg nördlich der Burg Reifenstein wurde in den vergangenen Jahren in mühevoller Arbeit zu einer beeindruckenden naturnahen Anlage umgestaltet. „Wir haben 296 Bäume gepflanzt und drei Teiche angelegt. Dass dieser kleine Platz heute so gut ankommt und was wir daraus gemacht haben, erfüllt mich jedesmal mit Stolz“, so Häusler. Der Golfplatz Sterzing verfügt über eine Fläche von sechs Hektar, ist aber nur ein 7-Loch Platz. Damit fehlen der Anlage zwei zusätzliche Spielbahnen, um den internationalen Standards eines 9-Loch-Platzes zu entsprechen. „Leider besitzen wir nicht den notwendigen Grund, um die Anlage zu erweitern. Der Golfplatz ist ein ausgezeichneter Trainingsplatz, wir sind Mitglied beim italienischen Golfverband und haben eine eigenständige Turnier- und Handicapverwaltung“, so Häusler, „aber es fehlen zwei weitere Bahnen für offizielle Turniere.“ Der Grund des Golfplatzes gehören zu 90 Prozent der Sadobre-

Gesellschaft. Im Rahmen der 15-Jahr-Feier konnte der Club dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Benedikt Gramm, die Zusicherung abringen, dass die Golfanlage im Rahmen der geplanten Umbauarbeiten nicht angetastet wird. „Das ist für uns sehr wichtig, endlich haben wir einen entsprechenden Vertrag“, so Häusler. Ziel des Vereines bleibt aber, in den nächsten zwei Jahren Flächen für eine 9-LochAnlage von den benachbarten Bauern anzumieten. Warum spielt man eigentlich Golf? „Es ist ein wunderschöner Sport in der freien Natur, ein toller Ausgleich zur Arbeit und eine Möglichkeit, zu mentaler Stärke zu gelangen. Wer mit dem Golfen beginnt, bleibt fast immer dabei und ist davon fasziniert; der Sport hat hohes Suchtpotential.“ Voraussetzungen für das Golfen, so Häusler, seien Lust und Ausdauer. In der Vergangenheit galt Golf als elitäre Sportart, das hat sich mittlerweile geändert. „Alle gesellschaftlichen Schichten sind in unserem Club vertreten. Es ist auch keine Frage des Geldes mehr. Der einmalige Mitgliedsbeitrag beim Golfclub Sterzing beträgt etwa 400 Euro. Damit kann man von April bis November spielen, so oft man will.“ Auch der Golftourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung. „Vie-

le verbringen auch wegen der Möglichkeit, hier Golf spielen zu können, ihren Urlaub im Wipptal. Es gibt sogar Leute, die sich in Sterzing eine Wohnung gekauft haben, weil es hier einen Golfplatz gibt“, so Häusler. Und wer hätte das gedacht: Mit mehr als 60 Millionen Spielern ist Golf der mit Abstand beliebteste Sport der Welt. Kurios: Südkorea ist golfverrückt, dort schwingt jeder Zehnte regelmäßig den Golfschläger. Südkoreanische Profis dominieren auch die Weltspitze. Wegen Platzmangels sprießen dort digitale Golfspielhallen wie Pilze aus dem Boden. bf Golfclub Sterzing Gegründet: 1996 Präsident: Gerold Häusler Erster Vereinspräsident war Luis Eppacher. Auf ihn folgten Jan Pardeller, Karl Tatz und Josef Turin. Clubsekretär: Günther Wieland Pro: Martin Turley Headgreenkeaper: Hubert Schwarz Mitglieder: 230, darunter 18 Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren Spielbahnen (Loch): 7 Loch , Länge: 1.100 m, Par: 23 Übungsmöglichkeiten: Driving Range (zehn Rangeabschläge, davon vier überdacht), Putting Green, Pitching Green, Chipping Green, Übungsbunker www.golf.bz.it erker september 11


Erker-Extra

weiterbildung & neue technologien Zukunftsweisende Arbeitsplätze für Wipptaler Gemeinden Die Wirtschaftskrise hinterlässt auch in Südtirol ihre Spuren. Viele Bürgermeister sorgen sich um ihre Gemeinden: Wie kann man der Abwanderungsproblematik entgegenwirken? Welche Perspektiven bietet der heimische Arbeitsmarkt? Vor diesem Hintergrund hat das EURAC-Institut für Public Management vor kurzem eine Initiative gestartet und in Workshops

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gemeinsam mit Bürgermeistern und Unternehmern Bedürfnisse und Potentiale der Südtiroler Bezirke durchleuchtet. Gute Arbeitsplätze bedeuten Wirtschafts- und Lebensqualität, hieß es auf einem Workshop im Wipptal. Es brauche Initiativen zur verstärkten Beschäftigung von Senioren, neue Formen der Kleinkinderbetreuung, Jobangebote für einheimische Studenten

in den Sommermonaten, eine Förderung des Unternehmertums vor Ort bis hin zu Agenturen für spezialisierte Mitarbeiter. Potential sahen Vertreter des Wipptals auch in den Bereichen Energie und Sanierung, Tourismus und regionale Kreisläufe sowie in der Vermittlung spezialisierter Arbeitskräfte. Auch kurze Kreisläufe im Lebensmittelbereich wie Kornanbau, Ver-

sorgungsstationen an Radwegen mit bäuerlichen Produkten als Zusatzerwerb für Bauern und die verstärkte Ausbildung zur Tagesmutter sollen gefördert werden. Die Ideen aus den Workshops werden nun von der EURAC ausgewertet. Danach betreut das Institut zusammen mit einer Arbeitsgruppe deren Umsetzung.

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weiterbildung & neue technologien

„In Südtirols Garagen rosten Weltinnovationen vor sich hin“ Energie, Verkehr und Tagestourismus sind drei Stärken, die Gemeinden und Wirtschaftstreibende im Wipptal mehr nutzen sollten, sagt Managementconsultant Christian Haberfellner. Im Erker spricht der Geschäftsführer des Beratungsunternehmens E2M Research Group über die lokale Wirtschaft, „die sich wappnen muss, um Krisen schadlos zu überstehen“. Erker: Herr Haberfellner, welchem Markt gehört die Zukunft? Christian Haberfellner: Die Zukunft gehört dem Service und den Dienstleistungen. Schwer tut sich derzeit die Baubranche. An Branchen würde ich den Markt aber nicht festmachen. Schaffe ich es, mich zu positionieren, kann ich fast nichts falsch machen.

Ich beneide niemanden, der sich selbstständig gemacht hat, auch wenn ich es jedem empfehlen würde. Aber eines ist auch klar: 80 Prozent, die selbstständig werden, sollten ihre Fähigkeiten besser in bestehende Strukturen einbringen. Gewisse Unternehmen könnten dem Markt schaden. In Südtirol bewegen sich die Preise dramatisch abwärts, der Deckungsbeitrag ist dünn. Das kommt daher, dass viele Kleinunternehmen nie gelernt haben, betriebswirtschaftlich zu rechnen. Aus dem Lehrling wird ein Geselle, der glaubt, genauso gut sein Geld verdienen zu können wie der Chef, und sich selbstständig macht, oft ohne betriebswirtschaftliche Ausbildung. Eine gefährliche Entwicklung.

Ein Fehler von Kleinunternehmern also? Die Gesetzgebung und die Bürokratie machen das Unternehmertum in Italien sowieso schwer. Auf dem freien Markt zu be- Selbstständig sein ist teuer. Ein stehen, ist heute nicht ein- Metallbauunternehmen, das mefach. talltragende Konstruktionen erUnsere Gesellschaft spürt den richten will, braucht heute eine enormen Druck in der Wirtschaft. ISO-Zertifizierung, und die kostet Unternehmer bringt das an ihre mindestens 15.000 Euro. Grenzen. Ein Südtiroler Holz- Unternehmen wollen nicht wachschnitzer sen. Das ist das konkurriert Problem. Aus Sterzing könnte mit chinesiSicht des Einzelsich zur größten schen Fabrinen kann ich das Raststätte der Welt ken, die das verstehen. Volksentwickeln.“ Zeug conwirtschaftlich tainerweise nach Europa schip- gesehen kann das fatale Folgen pern. Ist der Kunde kein Experte, haben. Unternehmen sind nicht erkennt er nicht einmal den Un- krisenresistent. Wir haben die terschied. Ein guter Unterneh- Auswirkungen der Wirtschaftskrimer muss sich deshalb weitere se noch immer nicht richtig reaStandbeine und neue Märkte lisiert. Die Unternehmen stehen suchen. massiv unter Druck, ihre Reserven sind aufgebraucht. Ist das Risiko für Selbstständige heutzutage größer? Wer wird überleben?

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„Je mehr Möglichkeiten die Technologie bietet, desto wichtiger wird das Streben nach Einfachheit.“ Hermann Simon, deutscher Wirtschaftsprofessor

Eine Tischlerei im Eisacktal hat vor fünf Jahren erkannt, dass es eine Krise geben wird, und hat sich am Schweizer Markt positioniert. Heute macht sie 50 Prozent des Umsatzes in der Schweiz. Die Betriebe müssen heute so agieren, als ob in fünf Jahren die nächste große Krise käme. Statt neue Hallen zu bauen, sollte besser in Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung investiert werden.

Welche Rolle spielt Familienfreundlichkeit? Dieser steht die italienische Gesetzgebung noch etwas im Weg. Unternehmen, die es trotzdem schaffen, flexibel auf ihre Mitarbeiter zu reagieren, stehen unterm Strich besser da. Lassen sich Wirtschaft und Familienfreundlichkeit überhaupt vereinbaren? Ja. Nicht vereinbaren lässt sich die surreale Vorstellung, zuhause für den Betrieb zu arbeiten. Ich

Qualifiziertes Personal ist heute schwierig zu finden. Unternehmen, die fähig sind, Mitarbeiter zu halten, sind die Sieger von morgen. Nicht durch Zufall wirbt Mac Donald’s, wie gut es seinen Mitarbeitern geht. Wir sind nicht mehr gewohnt, um Dinge zu kämpfen. Auch Mitarbeiter gehen häufig den bequemsten Weg, wollen möglichst Christian Haberfellner: viel Freizeit, was „Das Wipptal muss j a a u c h v e rwieder attraktiv werden ständlich ist. Im für seine Nachbarn im Zeitalter des InNorden.“ dividualismus ist es wichtig, dass es mir gut geht bin für eine strenge Trennung zwiund nicht der Gemeinschaft. In schen Familien- und Berufsleben. Summe entwickelt sich aber ein Es braucht flexible Arbeitszeiten und flexible Öffnungszeiten der volkswirtschaftliches Problem. Kinderhorte und Kindergärten. Wie soll der perfekte Mitar- Der Druck lastet vor allem auf den Frauen schwer. Naherholbeiter sein? Mühsam. Weil er uns darauf bedarf gibt es wie überall auch aufmerksam macht, wo wir uns in Südtirol. Sonst gäbe es nicht verbessern können. In gewissen diese hohe Scheidungsrate. Dingen ist er sogar besser als der Chef. Natürlich muss jeder Sie sehen einen Zusammenhart an sich arbeiten. Die große hang zwischen Scheidungen Kunst ist es, sich gemeinsam in und familienunfreundlichen eine Richtung zu entwickeln. Da Betrieben? hapert es noch. Mitarbeiter wol- Natürlich. Wer ständig Überstunlen sich heute privat weiterentwi- den macht, erst nicht weiß, wockeln, weil es die Unternehmen her Aufträge bekommen, dann nicht schaffen, durch die Arbeit gleich mehrere auf einmal erledigen muss, steht permanent unter Ziele zu vermitteln. erker september 11

Druck. Daran scheitern oft Beziehungen. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Handel, Landwirtschaft und Industrie in Südtirol? Zusammengearbeitet wird nicht viel. Unternehmer wollen verständlicherweise frei entscheiden. Kooperieren widerspricht dieser Philosophie. Kooperationen können förderlich sein, sind aber keine Allheilmittel. An Schnittstellen gibt es aber gewaltiges Potential. Zum Beispiel? Die Landwirtschaft erzeugt weltbeste Produkte, die touristischen Betriebe kaufen sie aber woanders. Die Gründe sind klar: Sie wollen ein schön aufbereitetes Rind, nicht das ganze, das beste Filetstück. Ein Hotelgastwirt könnte seine Doppelbetten beim Tischler um die Ecke kaufen und der Tischler könnte transportierfähige Möbel produzieren. Ich träume immer noch von einer Kooperation zwischen Tischlern und der Designuniversität in Bozen. Einer produziert Stühle, der andere Betten. Dieses Südtiroldesign gäbe es auch noch in 20 Jahren. Von der finnischen Möbelfirma IKEA können wir noch so viel lernen, sie überlässt nichts dem Zufall. Welche Marketingstrategien bewähren sich? Die Statistik sagt: „50 Prozent des Marketings sind für die Katz“; 50 Prozent sind richtig. Gut wäre zu wissen, welches. Marketing wird immer wichtiger, allerdings muss es auf den Kunden fokussiert sein. Ich muss wissen, warum der Kunde bei mir einkaufen will. Ein junger Häuslbauer träumt von Sicherheit, Besitz, Familie. Damit muss ich ihn ansprechen, nicht mit technischen Details wie Isolierung oder Klimahaus. Ich gehe zum Schlosser xy, weil die Mitarbeiter freundlich sind, fesch 63


weiterbildung & neue technologien

„Das Einzige, was bei der Menschheit ausgereift ist, ist die Technologie.“ Erhard Blanck, deutscher Schriftsteller

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Weiterbildung im Herbst Die KVW Bildung um Leiterin Brigitte Abram bietet ab September wieder ein buntes Kursprogramm in Sterzing. Erstmals veranstaltet der KVW mit alpha beta piccadilly auch im Wipptal einen professionellen Sprachkurs. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Mensch und Gesellschaft wie das bewährte Elternseminar „Starke Eltern – Starke Kinder®“ im Oktober. In Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Wipptal und der Mittelschule „Konrad Fischnaler“ sind am 27. September zwei Veranstaltungen zum Thema „Pubertät“ geplant. Ein Feldenkrais-Seminar richtet sich speziell an Kinder. Auf Vorträgen vermitteln Referenten den kreativen Umgang mit Geld und was bei der Erstellung des Testamentes zu beachten ist. Weitere Vorträge drehen sich um Burnout, Sturzprävention und das Wort der Bibel. Neben Bewegung kommt auch die Kreativität nicht zu kurz: in Vorbereitung auf die Weihnachtszeit flechten Kursteilnehmer Dekorationen aus Weiden. Die aktuelle Kursbroschüre liegt im Bezirksbüro der KVW Bildung, Streunturngasse 5 in Sterzing, auf oder ist im Internet unter www.kvw.org abrufbar. Das Titelbild stammt von den Künstlern Silvie Riant und Robert Egger.

angezogen sind, sauber auf der Baustelle arbeiten und mein Problem lösen. Das ist Markenbildung. Das müssen wir noch lernen, nicht nur in Südtirol. Wir kämpfen um weniger werdende Ressourcen, der Kunde ist so eine.

Warum soll der Verstand aussetzen? Südtirol ist das Land der nicht durchgeführten Innovationen. Man entwickelt bis zum Prototypen, merkt, dass eine Vermarktung schwierig ist, und sucht um das nächste Projekt an, weil es eh gefördert wird. Mir blutet das Herz, wenn in Garagen Weltinnovationen vor sich hinrosten. Ein Mann hat ein Gerät entwickelt,

Welche Rolle spielt dabei das Internet? Um Entwicklungen des Internets kommt kein Unternehmer herum. Mich wundert, dass noch keine Baugesellschaft ihren Kunden, die eine Kondominiumwohnung gekauft haben, im Internet einen Account eingerichtet hat, wo sie Vereinbarungen mit dem Bauherr n, Terminpläne oder ein aktuelles TagesDie Eisacktal-Studie bild der Baustelle abrufen Wirtschaftsverbände haben 2009 ein Handkönnen. buch zur Stärkung der Wirtschaftskraft ausarbeiten lassen. Die Ergebnisse dienen nun den Ist, wer jedem Trend Unternehmern und Gemeinden im Eisacktal folgt, nicht ein 0815-Beals Kompass. Die beiden Wirtschaftswissentrieb? schaftler Christian Haberfellner und Richard Wir müssen den GroßHammer haben die Studie koordiniert. trends von morgen folgen. Wellness von heute ist die Pflicht, wir müssen die Kür suchen, die irgendwann wieder zur Pflicht wird, und dann weitertüfteln. Meine Bewunderung gilt einem Hotel in Nordtirol mit eigener Innovationsabteilung. Gastwirte wie Mitarbeiter überlegen sich in Workshops laufend, was sie den Kunden morgen zusätzlich anbieten. Wir führen so viele Dinge ein, sehen zwar, dass sie nicht gut ankommen, wollen aber nichts verändern, auch wenn wir uns noch fünf Jahre darüber ärgern. Viele Unternehmen verlassen sich auf Förderungen, wenn es eng wird. Sind Förderungen ein Fluch oder ein Segen? Beides. Die Förderlandschaft in Südtirol ist eine der führenden in ganz Europa. Sechs Millionen Euro stehen für Innovationsförderung zur Verfügung, ein Drittel für kleine, ein Drit-

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tel für mittlere und ein Drittel für große Unternehmen. Leider führt das auch dazu, dass bei manchem der gesunde Hausverstand aussetzt.

Die langfristigen Ideen der Eisacktaler Marketing: eine einheitliche Vermarktungsinitiative schaffen; Leute von Autobahn in die Stadt holen; eine Marktkultur aufbauen; das Städtemarketing fördern. Profil der Region: Freizeitpark und Region, familienfreundlichste Region. Kompetenzzentren: Zentrum für Werbesprache aufbauen, ein Kompetenzzentrum für Sprache oder Kostenkalkulation, für Berufe im Bereich Metall, Glas und Holz, PC-Unterstützung für Kleinbetriebe. Ausbildung: Master in Kommunikationswissenschaften, Zentrum für Weiterbildung in der Freizeit schaffen, eine Handwerksakademie aufbauen. Ihre kurzfristigen Ideen Initiativen/ Lehrgänge zu Themen wie „richtig kalkulieren“, energieeffizientes Bauen, Innovationen, Kooperationsmanagement, Standortmarketing, Zusammenarbeit zwischen Design-Uni und Handwerk, Nordtiroler als Kunden zurückgewinnen, Kulturprogramme, Schnellsprachkurse. Leitfaden und Studie wurden im Rahmen des EU-Entwicklungsprogramms EFRE von der Europäischen Union, dem Land Südtirol und dem italienischen Staat finanziert. Nähere Informationen über die Studie im Internet unter www.lvh.it. erker september 11


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„Kopf schlägt Kapital“ das auf Wasserbasis in Obstgärten Unkraut vernichten kĂśnnte. Eine Innovation mit Weltniveau. Aber sie bleibt im Tagesgeschäft hängen, weil Kunden bei ihm Balkone oder TĂźrstĂścke bestellen und ihm die Zeit fehlt, an der Erfindung weiterzuarbeiten. Die Idee verrottet im Keller – eines von 50 Beispielen. Typisch SĂźdtirol? Typisch SĂźdtirol. Ich bin nicht gezwungen zu verkaufen, es wird auch nicht geprĂźft. Da entwickle ich lieber etwas Neues, statt den steinigen Weg der Vermarktung zu gehen. Sie haben eine Wirtschaftsstudie Ăźber das Eisacktal ausgearbeitet. Ist sie so ausgefallen, wie Sie es erwartet hätten? In den GrundzĂźgen ja. Das Eisacktal unterscheidet sich zu wenig von anderen Regionen, ein Profil fehlt und der Verkehr wird negativ gesehen, statt ihn als Ressource zu nutzen.

auch nicht. Vielleicht sind wir inzwischen vom Wohlstand verwÜhnt, vielleicht haben wir auch etwas die Gastfreundschaft verlernt. Ich frage mich, warum Konzepte wie ein Haus des Handwerks, ein Haus des Sßdtiroler Produktes, eine Raststätte mit Sßdtiroler Produkten noch nicht umgesetzt worden sind. Solche Einrichtungen entlang der Autobahn sind ein unbedingtes Muss. Auch das Potential des Designer Outlets Brenner ist noch nicht ausgeschÜpft. Ich muss eine kindergerechte Umgebung schaffen, einen Funpark, wo die Eltern ihre Kinder abgeben kÜnnen und inzwischen relaxen kÜnnen. Innovativ wäre auch eine Seilbahn von der Autobahn zum Outlet. Und: Wir mßssen wieder attraktiv werden fßr unsere Nachbarn im Norden.

Den Tagestourismus also ankurbeln? Das Pflerschtal ist fĂźr mich eines der schĂśnsten Täler der Alpen, ein Paradies fĂźr Skitourengeher. Das Wipptal kĂśnnte sich zum KĂśnnen die Ergebnisse auch Eldorado fĂźr Nordtiroler Sportler auf das Wipptal umgemĂźnzt entwickeln. Eine solche Kulisse und stabiles Wetter hat die nĂśrdwerden? Teilweise. Im Wipptal wĂźrde die liche Brennerseite nicht zu bieten. Studie vermutlich deutlicher aus- Der Tourismusverband Eisacktal will sich als Tal der fallen. Dem Wege profilieren. Wipptal fehlen Dem Wipptal Mal sehen, wie erst recht ein fehlen ein Profil sich die R egion Profil und ein und ein Konzept entwickelt. Konzept zur zur WirtschaftsWirtschaftsententwicklung.“ Wie wird sich die wicklung. SĂźdlokale Wirtschaft tirol ist ein Paradebeispiel fĂźr Nahversorgung in den nächsten 20 Jahren sowie handwerkliche und tou- verändern? ristische Dienstleistungen. Ganz 1969 flog man mit weniger SpeiEuropa beneidet es dafĂźr. Die cherplatz auf den Mond, als Vision, SĂźdtirol zu einem ener- heute eine Speicherkarte fĂźr das gieautarken Land zu machen, Handy hat. Die Entwicklung geht rasant weiter. Wir kommen in finde ich toll. ein Zeitalter der RohstoffverteuWelche Stärken sehen Sie im erung. Der Aktienmarkt wird an Bedeutung verlieren, der TourisBezirk noch? Sterzing kĂśnnte den Verkehr nut- mus sich innerhalb Europas stark zen und sich zur grĂśĂ&#x;ten Rast- entwickeln. Betriebe werden stätte der Welt entwickeln. Täg- wachsen: von drei auf fĂźnf bis lich fahren Millionen Fahrzeuge acht Mitarbeiter. 20 Prozent der vorbei. Wir haben es in SĂźdtirol Betriebe werden der Marktbereiaber immer noch nicht geschafft, nigung zum Opfer fallen. die Leute von den StraĂ&#x;en herInterview: rb unterzuholen und versuchen es

Weiterbildung ist einziger Garant fĂźr Erfolg Die Welt und ihre Gesellschaft befindet sich zurzeit in einem Umschwung. Neue Energiequellen werden gesucht, neue, verbesserte Methoden und Technologien werden auf dem Markt verlangt. Egal welcher Sektor: Ăœberall ist diese Entwicklung zu spĂźren. Auch wir Spengler sind auf dem gesamten Spektrum von der Spenglertechnik bis hin zur BetriebsfĂźhrung gefordert. Um Neues entstehen zu lassen, bedarf es vor allem auch der entsprechenden Ausbildung und der kontinuierlichen Weiterbildung unter dem Motto: „Lebenslanges Lernen ist in einer sich immer schneller bewegenden Welt Garant dafĂźr, auf der StraĂ&#x;e des Erfolgs zu bleiben.“ Da unsere Mitarbeiter das HerzstĂźck unseres Unternehmens sind, werden sie laufend weitergebildet. Neue Verarbeitungstechniken, moderne Betriebs- und PersonalfĂźhrung so-

Spenglermeister Peter Trenkwalder

wie Optimierungsprozesse in der Auftragsabwicklung stehen dabei im Vordergrund. Diese Weiterbildung ermĂśglicht es uns, mit der Zeit Schritt zu halten und auf der Ăœberholspur zu bleiben. Die beste Investition fĂźr die Zukunft unseres Unternehmens ist die Weiterbildung der Mitarbeiter, denn nur gemeinsam sind wir stark und nur so kĂśnnen wir positive Entwicklungen im Unternehmen herbeifĂźhren. Wie sagt man so schĂśn: „Kopf schlägt Kapital“

Trenkwalder & Partner *PE+VUO

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... wenn innovative LĂśsungen gefragt sind!

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TROYER AG – traditionsreiche Technik mit „neuem“ Namen Nach dem im Frühjahr 2010 erfolgreich abgeschlossenen Neubau einer zweiten Werkshalle in der Industriezone Unterackern gab es im zweiten Halbjahr im traditionsreichen Sterzinger Unternehmen weitere Neuerungen: Im November 2010 wurde die Umwandlung von einer GmbH in eine AG vollzogen und aus der „Turbinenbau Troyer GmbH“ entstand die „Troyer AG“. „Das Wort ‚Turbinenbau‘ wurde von der Firmenbezeichnung herausgenommen, weil es den Leistungsumfang des Unternehmens nicht zur Gänze widerspiegelt", so Präsidentin Maria Luise Troyer. Schon des Öfteren habe es einer Erklärung bedurft, warum das Unternehmen „Turbinenbau Troyer“ heißt, aber trotzdem auch Elektrotechnik und Steuerungen herstellt. „Außerdem wurde der Name nicht nur auf dem italienischen Markt, sondern auch im deutschen Sprachraum mehrfach falsch geschrieben. Vom ‚Turbinenbaum‘ bis zu ‚Tribünenbau‘ oder ‚Turbinenbua‘ kam so ziemlich alles vor“, lacht Vertriebschef Norbert Troyer. „Da es mit einer einfachen Bezeichnung sehr schwierig ist, den gesamten Leistungsumfang des Familienbetriebes zu umschreiben und gleichzeitig den Familiennamen in der Firmenbezeichnung zu erhalten, wurde der prägnante Namen ‚Troyer AG‘ gewählt.“ Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft war vor allem aus technischen Gründen notwendig, um die Gesellschafternachfolge sauber regeln zu können. Nicht geändert haben sich die Unternehmensphilosophie und das Geschäftsfeld des seit 1934 be66

stehenden Unternehmens: qualitativ höchstwertige Wasserkraftanlagen samt Steuerungen und Energieverteilung entwickeln, fertigen, in Betrieb nehmen und diese Anlagen dann warten. Mittlerweile ist aus dem Handwerksbetrieb ein Industrieunternehmen mit 115 Mitarbeitern geworden, das in einem zukunftsträchtigen Sektor tätig ist und vom Entwicklungsingenieur in Maschinenbau oder Elektrotechnik über Konstrukteure, Elektriker, Softwaretechniker, Maschinenschlosser, Projektmanager bis zum Monteur und Wartungstechniker sehr viele Berufsbilder abdeckt. Obwohl die Nutzung der Wasserkraft zur Erzeugung von elektrischer Energie bereits seit nunmehr über 130 Jahren bekannt ist, besteht immer noch reichlich Gelegenheit, Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor zu betreiben: Verbesserung der hydraulischen Profile, neue Fertigungsmethoden oder eine bessere Regelungs- und Steuerungstechnik sind nur einige der vielen Themenbereiche, die bei der Troyer AG eine große Rolle spielen. Nicht zuletzt kommt noch dazu, dass praktisch jede Anlage ein Prototyp ist, denn die Rahmenbedingungen und die Anforderungen sind für jedes Projekt verschieden. „Leider ist es derzeit sehr schwierig, Personal zu finden“, klagt Maria Luise Troyer, „denn wir setzen vor allem auf einheimische Kräfte, die im Unternehmen wachsen und Erfahrungen sammeln können. Derzeit leiden wir vor allem in der Elektrotechnik unter großen Schwierigkeiten, da wir zu wenig Mitarbeiter haben, um die sehr gute Marktlage auch entsprechend ausnützen zu können. Man muss aber schon

dazusagen, dass dies sehr erfreuliche Probleme sind, besonders in einer Zeit, in der die allgemeine Situation in einigen Sparten sehr ungewiss ist. Die umweltfreundliche Energieerzeugung ist aber ein langfristig zukunftsfähiger Bereich, der ständig an Stellenwert gewinnt“, ist die Präsidentin zuversichtlich.

Tag der offenen Tür am 24. September Am 24. September öffnet die Troyer AG für alle Interessierten ihre Türen, um einen Blick in das Unternehmen zu werfen. Als besonderes Highlight werden Führungen im Eisackkraftwerk „Lurx“ des Städtischen Elektrizitätswerkes Sterzing angeboten. Programm Ab 13.30 Uhr: Werksführungen mit Vorführung der Arbeitsplätze in den technischen Abteilungen und Erklärungen der Kraftwerksteile finden laufend statt. Ein kleiner Imbiss wird ab 16.30 Uhr serviert. Um 14.00 Uhr und 16.30 Uhr werden geführte Besichtigungen des Kraftwerkes Lurx durchgeführt, die Anmeldung erfolgt am Firmengelände. Zuerst fahren die Besucher in zur Verfügung gestellten Kleinbussen nach Gossensaß zur Wasserfassung, danach erfolgt die Besichtigung des Krafthauses mit der maschinellen Ausrüstung (Gesamtdauer: ca. 1,5 h). Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Familie Troyer erker september 11


Spitzentechnologie. Planung und Realisierung von Wasserkraftanlagen von der Konzepterstellung bis zur Inbetriebnahme.

ab 13.30 Uhr mit geführten Werksbesichtigungen, kleinem Imbiss und Möglichkeit zur Kraftwerksbesichtigung Lurx (Abfahrt 14.00 und 16.30 Uhr vom Firmengelände).

Reliability beyond tomorrow.

Troyer AG Karl v. Etzel Straße 2 39049 - Sterzing / Italien erker september 11

Tel. +39 0472 765 195 Fax +39 0472 766 356 www.troyer.it / info@troyer.it 67


weiterbildung & neue technologien Freienfeld

Schnelles Internet für Sadobre

Innerhalb Dezember wird das Gewerbegebiet Sadobre in Freienfeld an das Glasfasernetz angebunden. Glasfaserkabel ermöglichen es, besonders schnell im Internet zu surfen. Freienfeld gehört zu den fünf Pilotgemeinden Südtirols, in deren Gewerbegebiet das Hochgeschwindigkeitsnetz verlegt wird. Die Verlegung der Kabel finanziert die Business Location Südtirol (BLS), die landeseigene Gesellschaft für Standortmarketing und Betriebsansiedlungen.

Schulbeginn Die Schüler der Mittelschule „Vigil Raber“ versammeln sich am Montag, den 12. September, um 8.00 Uhr zum Eröffnungsgottesdienst in der St. Margarethenkirche, jene der Mittelschule „Konrad Fischnaler“ um 8.00 Uhr in der Kapuzinerkirche. Anschließend erfolgt die Klassenzuweisung. Der Unterricht endet um 10.15 Uhr.

Auswendiglernen So schulen Sie Ihren Geist kinderleicht

„Festgemauert in der Erden, steht die Form, aus Lehm gebrannt“ - Mussten Sie Schillers Glocke in der Schule auch auswendig lernen? Menschen müssen ein Leben lang auswendig lernen, wenn sie geistig fit bleiben wollen. Auch heute, in einer Zeit, in der Computer unseren Alltag bestimmen, müssen sie in der Lage sein, bestimmte Dinge „einfach so“ zu wissen. Sei es die PIN-Nummer für die Bancomatkarte, die Funktion der Kamera oder eine Tastenkombination Ihres Telefons, um sie im Alltag anwenden zu können. Es liegt uns Menschen nicht unbedingt, solche Fakten zu behalten. Das ist auch kein Wunder: Das Gehirn des Menschen ist kein Zahlen- und Datenfresser. Aufgrund seiner Evolution ist es dafür gemacht, darüber nachzudenken, wie der Mensch überleben und sich Nahrung beschaffen kann - aber nicht dafür, sich endlose Textzeilen und Zahlenkolonnen zu merken. Die Wiederholung macht’s Gerade weil Ihr Gehirn kein Freund des Auswendiglernens ist, sollten Sie diese Fähigkeit immer wieder schulen. Dabei reicht es aber nicht, dass Sie sich eine Textzeile einmal kurz ansehen. Die Kunst liegt in der richtigen Wiederholung, im Training Ihres Gehirns. Das haben Neurologen, also Gehirnforscher, mittlerweile herausgefunden. Ihr Gehirn hat eine besondere Art zu arbeiten. Wollen Sie sich etwas merken, ver-

suchen die entsprechenden Nervenzellen, sich miteinander zu verbinden. Sie strecken und dehnen sich aus, um gegenseitig in Kontakt zu treten. Dieser Effekt hält aber nur einige Minuten lang an. Danach ziehen sich die Nervenzellen wieder zusammen. Wollen Sie etwas dauerhaft im Gedächtnis behalten, müssen Sie Ihre Nerven auch ständig anregen. So bildet sich nach und nach eine stabile Verbindung zwischen diesen Nervenzellen: Sie behalten das Gelernte im Gedächtnis. Das Zauberwort heißt also Wiederholung - und zwar zur richtigen Zeit. Vielleicht kennen Sie es aus eigener Erfahrung oder von Ihren Kindern: Da hat man drei Stunden lang Vokabeln gelernt - und beim Test doch versagt. Kein Wunder. Egal, ob Sie zehn Minuten oder drei Stunden am Stück lernen, Ihr Gehirn hakt das als einmaliges Lernen ab. Erst wenn Sie wiederholen, wird der Stoff als wichtig erkannt - daher sind zehn Minuten an vier Tagen auch sinnvoller als vierzig Minuten an einem Tag. Beginnen Sie Ihren Lernprozess richtig Wie gehen Sie aber vor, wenn Sie etwas auswendig lernen wollen oder müssen? Zunächst befassen Sie sich mit dem Text. Das können Sie an dem Tag tun, bevor Sie anfangen zu lernen, oder aber eine Stunde vorher. Lesen Sie den Text zweimal langsam durch, damit Sie sich mit ihm vertraut

Wir laden ein zum Infoabend am Dienstag, den 6. September um 20.00 Uhr, im Stadttheater von Sterzing (Konferenzraum Untergeschoss).

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Sanft mobil mit E-Bike machen. Danach klappen Sie ihn zu und versuchen, sich an die wichtigsten Stichpunkte zu erinnern.

einmal wiederholen, merken Sie es sich genauso gut, als wenn Sie den Text drei- bis viermal lesen.

1. Lernen Sie in Stücken Nehmen Sie einen Vierzeiler. Nun lernen Sie zunächst die erste Zeile (also den ersten Vers) auswendig. Dann wenden Sie sich dem zweiten Vers zu und prägen sich diesen ein. Wiederholen Sie jetzt Vers eins und zwei am Stück. Dann prägen Sie sich den dritten und vierten Vers ebenso ein. Danach wiederholen Sie das gesamte kleine Gedicht. Auf diese Weise können Sie sich auch lange Texte oder Vokabeln merken, eben alles, was Sie auswendig lernen möchten oder müssen.

4. Wiederholen Sie Ihre Lerneinheiten Wichtig ist der richtige Abstand der Wiederholungen. Setzen Sie die erste Wiederholung acht Stunden nach dem Lernvorgang an. Das bedeutet, am nächsten Morgen, wenn Sie gelernt haben, bevor Sie ins Bett gegangen sind. Oder am Abend, wenn Sie sich gegen Mittag mit Ihrem Text befasst haben. Die zweite Wiederholung erfolgt genau nach einem Tag, die dritte genau zwei Tage nach der zweiten Wiederholung. Sie werden merken, dass Ihr Text sich nun schon so gut in Ihrem Gehirn verfestigt hat, dass Sie ihn ohne Vorlage wiederholen können. „Schuld“ daran sind die Lernpausen, die Sie machen. In diesen befasst sich Ihr Unterbewusstsein nämlich weiterhin mit dem Text, es verknüpft neue Informationen mit schon vorhandenen und stellt weitere Nervenverbindungen her. Diese tragen dazu bei, dass sich das Gelernte in Ihrem Gehirn verfestigt.

2. Lassen Sie es langsam angehen Wenn Sie zum ersten Mal etwas auswendig lernen, ist Ihre MerkKapazität begrenzt. Sie schaffen dann vielleicht 30 neue Vokabeln, eine dreiviertel Seite eines Gedichts oder eine halbe Seite eines Textes in einer fremden Sprache. Umgerechnet bedeutet das, dass Sie sich nicht mehr als 20 Minuten Auswendiglernen pro Tag zumuten sollten. Dann beenden Sie Ihre Übung - und machen am nächsten Tag weiter. 3. Machen Sie Pause Fünf Minuten von den 20 Minuten, die Sie am Tag für das Auswendiglernen verwenden sollten, müssen Sie in eine Lernpause investieren. Sie sollten Ihre Lerneinheit so aufbauen, dass Sie sich zehn Minuten dem Text oder den Vokabeln widmen. Dann und das ist ganz wichtig - machen Sie fünf Minuten lang Pause. In dieser Zeit erledigen Sie etwas ganz anderes. Kochen Sie sich einen Kaffee, schauen Sie nach der Post - Hauptsache, Sie beschäftigen sich nicht mit dem, was Sie gerade noch gelernt haben. Nach dieser Pause beschäftigen Sie sich wieder mit dem Text: Wiederholen Sie ihn im Kopf. Einen Teil werden Sie wieder vergessen haben und Sie müssen für diese Stelle auf Ihre Notizen oder in Ihr Buch schauen. Dennoch ist eine solche auswendige Wiederholung sehr wichtig. Denn wenn Sie etwas auf diese Weise

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Problemlos aufwärts treten, mit eingebautem Rückenwind: Seit kurzem lässt sich Ratschings auch mit Elektrofahrrädern erkunden. Die akkubetriebenen E-Bikes, die es mit Motorunterstützung auf 25 km pro Stunde bringen, können in der Sportzone Ratschings, bei Rent a Bike Schölzhorn und in der Pizzeria „zum Sepp“ halbtags oder ganztags ausgeliehen werden. Eine Akkuwechselstation steht im Weiler Gasse in Ridnaun. Nähere Infos gibt es unter der E-Bike-Hotline (Info und Wartung) unter der Rufnummer 760627. Die E-Bikes gehören zum Angebot „Perle der Alpen“, einem Netzwerk von 24 Urlaubsorten in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz, die sanftes mobiles und umweltfreundliches Reisen anbieten. Ratschings ist seit einigen Jahren Mitglied.

5. Behalten Sie den Text Ihr ganzes Leben lang Wollen Sie einen Text ein Leben lang behalten, zum Beispiel Vokabeln einer Fremdsprache oder ein Gedicht, das Ihnen besonders am Herzen liegt, müssen Sie einfach weiter wiederholen. Den Zeitabstand für diese Wiederholungen können Sie sich selbst setzten: Sie verdoppeln einfach den vorherigen Abstand der Wiederholung. Die nächste Wiederholung fände dann nach vier Tagen, nach acht, 16, einem Monat oder zwei Monaten statt. Das können Sie natürlich zwischendurch machen - Sie sind so sicher, dass Sie kein Buch mehr brauchen. Nutzen Sie die Zeit in einer Warteschlange oder beim Sport und wiederholen Sie Ihren Text im Kopf. Jedes halbe Jahr sollten Sie sich dann eine kurze Wiederholung gönnen - so bleibt alles frisch und jederzeit abrufbar in Ihrem Gedächtnis.

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soziales

gesundheit

Familiengeld: ein Ansuchen reicht Ab 1. September brauchen Familien nicht mehr jährlich um Familiengeld ansuchen. Jetzt reicht ein einziges Ansuchen. Dies gilt auch für Anträge, die vor diesem Termin eingereicht worden sind. Mit dem Familiengeld – 100 Euro pro Monat – unterstützt das Land die Betreuung und Erziehung der Kinder bis zum dritten Lebensjahr (36 Monate). Die Zugangskriterien bleiben dieselben. Anrecht auf Familiengeld hat, wer ein jährliches Einkommen und Vermögen unter 80.000 Euro vorweisen kann. Neu ist auch, dass die Anträge nur noch von den Patronaten angenommen werden. Keine Änderung gibt es beim Ansuchen um das regionale Familiengeld. Dort muss weiterhin jährlich im Zeitraum zwischen dem 1. September und 31. Dezember angesucht werden. Derzeit erhalten rund 12.000 Familien in Südtirol das Familiengeld des Landes. Die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) des Landes zahlte 2010 rund 16 Millionen Euro für rund 80 Prozent der Kinder unter drei Jahren aus.

Netzwerk gegen das Ausbrennen Vertreter psychiatrischer und psychologischer Einrichtungen in Südtirol haben unlängst ein Netzwerk gegen Burnout gegründet. Seminare und Informationsveranstaltungen in Südtirol sollen helfen, dem Ausgebranntsein entgegenzuwirken. In den 1970er Jahren litten daran rund zehn Prozent der Angestellten. 20 Jahre später waren es 15 bis 20 Prozent der arbeitenden Bevölkerung. Unter Burnout leidet, wer sich auf Dauer innerlich leer und erschöpft fühlt, von seinen Aufgaben und Bedürfnissen entfremdet lebt (Zynismus gegenüber Schutzanbefohlenen und Klienten, kaum Pausen, schlechte Körperhygiene, sozialer Rückzug) und in seiner Leistungsfähigkeit nachlässt. Hält dieser Zustand lange an, können seelische Störungen wie Depressionen, Angst- und Suchtkrankheiten oder psychosomatische Beschwerden entstehen. Heute erkrankt jeder vierte Europäer innerhalb eines Jahres an psychischen Störungen. Dies führt zu einer Produktivitätseinbuße von drei bis vier Prozent. Koordiniert wird das Netzwerk von den Psychiatern Josef Schwitzer, Giancarlo Giupponi und Roger Pycha.

Buchbörse Schmökern, mitnehmen und zurückbringen. Die Abteilungen Gynäkologie, HNO, Pädiatrie, Orthopädie und Traumatologie am Krankenhaus Brixen stellen Interessierten Bücher zur Verfügung, die auch ausgeliehen werden können. Kommt die Buchbörse gut an, will der Gesundheitsbezirk Brixen das Angebot auf weitere Abteilungen ausweiten. Wer dem Krankenhaus Bücher zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter der Rufnummer 812123 melden. 70

Natrium sulfuricum D6 Schüßlersalz Nr. 10 Hinter Schüßlersalz Nr. 10 verbirgt sich im Prinzip das wohlbekannte Glaubersalz (chemische Bezeichnung Natriumsulfat). In Dosierungen von 10 bis 30 Gramm wird es schulmedizinisch bei starker Verstopfung verwendet. In der Volksmedizin wird Natriumsulfat gerne als Darmreinigungsmittel vor Fastenkuren eingesetzt. In verdünnter und potenzierter Form verwenden es Homöopathen als Leber- und Gallemittel. Folgender Beitrag beschäftigt sich mit der Anwendung von Natrium sulfuricum als Schüßlersalz. Unser Körper speichert diesen Betriebsstoff dort, wo er ihn am meisten braucht, in der Leber und in der Galle. In diesem Organ kommt es mit Hilfe dieses Mineralsalzes zu einer Anregung der Bildung von Gallenflüssigkeit. Dadurch kann man seine positiven Eigenschaften auf die Fettverdauung ableiten. Schüßlersalz Nr. 10 könnte man auch als Entschlackungssalz bezeichnen. Seine wichtigste Tätigkeit besteht darin, die Leber im Abbau von Giftstoffen zu unterstützen. Eine gute Versorgung mit diesem Mineralstoff führt zu einer beträchtlichern Leberentlastung. Schadstoffe, die unser Körper

nicht verarbeiten kann, werden mit Wasser gebunden. Damit verlieren diese Stoffe ihre Schädlichkeit. Liegt nun eine Unterversorgung mit Natrium sulfuricum vor, können diese Schlackstoffe nicht mehr richtig abtransportiert werden. In Folge kann es zu den typischen Zeichen einer Verschlackung kommen: Tränensäcke, geschwollene Finger und Beine, Juckreiz auf der Haut und Ekzeme. Häufig berichten Betroffene auch über schmerzende Gelenke ohne erkennbare Ursache und Spannungskopfschmerzen. Mit Hilfe von Schüßlersalz Nr. 10 wird die Ausscheidung von Wasser und erker september 11


Schlacken aus dem Gewebe gefĂśrdert. Seine reinigenden Eigenschaften kĂśnnen wir uns auch im Hinblick auf den Darm zunutze machen. SchĂźĂ&#x;lersalz Nr. 10 hat eine regulierende Wirkung auf den Darm: Es kann bei Verstopfung verbunden mit Blähungen genauso zum Einsatz kommen wie bei Durchfall. Durch die Anregung der Tätigkeit der BauchspeicheldrĂźse hilft dieser Mineralstoff ganz allgemein bei einer schlechten Verdauung. In solchen Fällen bringt die Einnahme von Natrium sulfuricum gewĂśhnlich recht rasch Linderung. Bei einer länger bestehenden Be-

lastung im Leberstoffwechsel verbunden mit Wassereinlagerungen im KĂśrper kann es länger dauern, bis eine Besserung eintritt. AuĂ&#x;erdem ist in diesen Fällen eine Dosierung von 30 Tabletten aufgeteilt Ăźber den Tag nĂśtig. Zur unterstĂźtzenden Behandlung der oben genannten Hautprobleme wie Juckreiz und Ekzeme steht uns SchĂźĂ&#x;lersalz Nr. 10 auch als Salbe zur VerfĂźgung.

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Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU?

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Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefßllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und BlÜcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das LÜsungswort (= Gebiet, in dem ein Herzog herrscht).

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Folgende Buchstaben werden vorgegeben: E

G

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H

M

O

R

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U

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Dr. Maria Rosa Prader tritt in den Ruhestand Schaug amoll her, wer do vun Erker auserlocht: Des isch inser schneidiger Tati und der weart in 22. September 40 Johr. Uanzelne graue Haarler hot er earscht, oftramoll tian die Puander awia weah, ober sischt isch inser Tati für olls zi hobm. Mit Schwung und viel Geduld is der beschte Tati, den man hobm konn. Mir gratuliern von Herzen und wünschen Dir Gsundheit und Freide. Deine Gitschn Nadine und Mirjam mit Mami.

Hoi Evelin, wir gratulieren Dir zu Deinem Studienabschluss! Iatz hosches gschofft. Noch fünf horte Johr isch Dein Kindertraum Tierärztin wohr gewordn. Mir wünschn Dir nou viel Glück und Freide für Dein nuidn Beruf. Deine Eltern, Deine Schwester mit Familie, Dein Freund Alois sowie gonz bsunders Patenkind Sabine.

Na guate Nocht. Wer hot des Foto vi ins gemocht? Des war jo gelocht, hattn mir in 7. und 16. September nit an Enk gedocht. Olls, olls Guate zin 30. und 35. Geburtstog wünschen Enkre Eltern, Geschwister, Nadine, Julian und Enker groaßer Schotz Tina.

19. September 30 Jahre Es freit ins gonz bsunders heint, dass miar terfn gratuliern in zwoa gonz bsundre Leit. Die Mamme und die Marialuise, es isch wirklich wohr, wearn 75 und 40 Johr. Miar wünschn in beade viel Gsundheit und Gottes Segn und recht viel Humor af oll ihrn Wegn.

Ende August trat Dr. Maria Rosa Prader in den Ruhestand. Mehr als drei Jahrzehnte lang war sie als Kinderärztin in Sterzing tätig. Als Leiterin der Neugeborenenstation im Krankenhaus Sterzing hat sie von 1980 bis 1991 unzählige Neugeborene in ihren ersten Stunden versorgt und viele davon als Kinder und Jugendliche als Wahlkinderärztin noch weitere Jahre ärztlich betreut. Ihre Praxis eröffnete sie im Oktober 1980. Anfang der 90er Jahre, als Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien in den Militärkasernen von Wiesen un-

21. September 20 Jahre

Alles Gute zu Eurem Geburtstag wünschen Euch von Herzen

Noar isch es wirklich wohr, dr Pepi weard schun 45 Johr? Mit die Kiah hot er a Riesnfreid, des wissen eh olle Leit. Is Leidn isch a schun do, die grauen Hoor schaugn awia hervor. Sellewegn welln mir nit long redn und Dir zin Geburtstog gratuliern.

Eure Eltern Franz und Monika, Michi und Babsi mit Familien,Tiziana und Anita mit Armin.

Dein Schotzi Veronika

Zwei Sterne damals vom Himmel fielen. Älterwerden war ihr Ziel. Vital und fit sein noch dazu. Das Größte für uns, das seid Ihr.

Wanted

Enkre Familie Vor 85 Jahren wurde die Giggler Luise geboren und hat nie den Mut verloren. Du hattest Höhen, gingst durch Tiefen, warst immer da, wenn wir Dich riefen. Wir danken Dir für alle Tage und wünschen Dir noch schöne Jahre. Alles Gute wünschen die Kinder mit Familien

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tergebracht wurden, kümmerte sie sich um die rund 90 Kinder und Jugendlichen und galt für viele Frauen als wichtige Ansprechpartnerin. Zudem hat Dr. Prader auch in der Mütterberatung gearbeitet.

13. September 1980 Na, wer kannt des do sein? So ein süßes Mädelein. Es kennt mir’s glabm, es isch wor, des isch die Martina, de weard 30 Johr! Viel Gsundheit und viel Glück, und bleib so, wia Du bisch! Dein Schotzi

Oh Schreck, oh Schreck, dor Sommerboy hot in 3er weck. Doch sei nit traurig, Du wersch schun seh’n, afn Gardasea werd schun decht no dor Wind awie wehn. Folls sell amol nit aso isch, nimm’s trotzdem wacker und genehmig dir an kluan „Osacker“. Drum frei Di an dor nuidn Zohl, es bleib Dir kuane ondere Wohl. Olles Guate zum runden Geburtstog wünschn Dir Deine Kollegn.

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rezept

Tortellini mit Nussfüllung Mauls

„Die Freude am Herrn ist meine Kraft“ Das Fest des Kirchenpatrons St. Oswald König nahm die Pfarrgemeinde Mauls zum Anlass, das 50-jährige Priesterjubiläum mit dem Ortskind und derzeitigen Dekan von Bruneck, Anton Pichler, zu feiern. Auf dem Festplatz begrüßte Ortsseelsorger P. Pius Leitner den Jubilar und erinnerte an das „adsum“ (hier bin ich), das er 1961 vor dem Bischof in Brixen gesprochen und in den fünf Jahrzehnten öfters willig wiederholt hat. Die Vereine mit Fahnen und die Festgemeinde begleiteten den Dekan, die Priester und Ordensleute in die festlich geschmückte Kirche, wo Pfarrgemeinderatsvorsitzender Toni Puner die Festgäste begrüßte. Dekan Pichler bekundete in der Predigt seine Freude über das Fest und erzählte aus seinem Leben. 1937 in Bozen geboren, wuchs er beim Waschtlegghof auf. Nach seiner Ausbildung im Vinzentinum und im Priesterseminar wurde er 1961 zum Priester geweiht, anschließend war er Präfekt und Präses im Vinzentinum, Kooperator und Provisor in Gais und St. Martin in Gsies, Kooperator in Innichen, Pfarrer in Gossensaß und in Seis am Schlern. Seit 1998 wirkt er als Dekan von Bruneck und Pfarrer von Stegen. Er äußerte die

Ausgewandert? Sie kennen Wipptaler, die sich im Ausland ein neues Leben aufgebaut haben und Lust hätten, uns darüber zu erzählen? Oder Sie haben selbst die Koffer gepackt, um in die große weite Welt hinauszuziehen? Dann melden Sie sich doch in unserer Redaktion unter der Rufnummer 766876 oder per E-Mail an info@ dererker.it. erker september 11

Grundrezept für den Nudelteig (4 Portionen): 250 g Weizenmehl, 2 – 3 Eier, ½ Teel. Kräutersalz, 2 Essl. Öl. Zubereitung: Alle Zutaten mischen und gut verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie verpacken und etwa eine Stunde kühl stellen. Für die Füllung: 150 g Walnüsse, etwas geriebenen Käse (evtl. Bergkäse), 2 – 3 Essl. Sahne, 2 Teel. Zitronensaft, 1 Knoblauchzehe, Kräutersalz, Pfeffer nach Belieben. Zubereitung: Walnüsse hacken, mit geriebenem Käse und etwas Sahne verrühren. Die Knoblauchzehe schälen, kleinwürfelig schneiden und dazugeben. Mit Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken. Den Nudelteig nicht zu dünn ausrollen und mit einer Ausstechform (7 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Jeweils einen Teel. der Nussmasse auf die Kreise geben und die Ränder mit kaltem Wasser bestreichen. Dann die Kreise zu einem Halbmond zusammenfalten und an den Rändern gut festdrücken, damit später beim Kochen nichts von der Masse auslaufen kann. Die beiden Spitzen des Kreises zusammenziehen und aneinanderdrücken; somit entsteht die traditionelle „Tortelliniform“.

große Bitte, dass die gläubigen Väter und Mütter den Glauben weitergeben, um ihn auch in die Zukunft zu tragen. Musikalisch mitgestaltet wurde der Festgottesdienst vom Maulser Kirchenchor mit der Messe in „D“ von Faist. Anschließend traf sich die Pfarrgemeinde auf dem überdachten Festplatz zu einem Umtrunk. Die Musikkapelle gab zu Ehren des Jubilars ein Festkonzert und Frauen überraschten ihn mit einer Jubiläumstorte. Seine Primizlader trugen die vielen von Lehrer Hans Sorg gereimten Primizladeverse vor und die Jugendband Sysiphos beendete mit ihrem Konzert den Festtag.

Die Tortellini in kochendem Wasser etwa 7 –10 Minuten köcheln lassen und dann mit zerlassener Butter und frischen Salbeiblättern oder Olivenöl servieren. Rezept von Ulli Mair, Pretzhof in Tulfer

Häufig gestellte Fragen zum Thema Erreichbarkeit *

Wird sich die Lärmsituation mit dem Brenner Basistunnel im Wipp- und Eisacktal verbessern? DR. ARMIN HOLZER

Bitte

beachten Sie den Redaktionsschluss am 15. September.

Präsident der Bezirksgemeinschaft Wipptal

» Ja, weil die Güterzüge unterirdisch am Wipp- und Eisacktal vorbeigeführt werden. Auf der Bestandsstrecke werden die Regionalzüge wie im Pustertal und Vinschgau verkehren. «

* Diese und weitere Fragen wurden im Frühjahr 2011 anlässlich von Diskussionsveranstaltungen in den Bezirken gesammelt. Alle Fragen samt ausführlichen Antworten sowie die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen:

www.zukunftswerkstatt.bz.it 73


jahrestage

Wenn Ihr an uns denkt, erinnert Euch an die vielen schönen Stunden, die wir gemeinsam verbracht haben.

3. Jahrestag Rudolf Riz

12. Jahrestag Christian Riz

† 27.10.2008

† 25.09.1999

Wir gedenken Euer ganz besonders beim Gedächtnisgottesdienst am Samstag, den 1. Oktober, um 19.30 Uhr in der St. Margarethenkirche von Sterzing. Wir danken allen, die daran teilnehmen. Marta und Elisabeth mit Familie Danksagung Es ist sehr hart, wenn sich des Vaters Augen schließen, der stets so treu für uns geschafft. Wenn auch die Tränen heimlich fließen, uns bleibt der Trost Gott hat es so gemacht. Danke Tate für alles!

Wir danken allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten für die innige Anteilnahme, die vielen tröstenden Worte, gesprochen und liebevoll geschrieben, die Zeichen des Mitgefühls, die Gebete sowie für die vielen Geld-, Mess-, Blumen- und Kerzenspenden. Herzlich danken möchten wir Herrn Pfarrer Thomas Stürz, dem Kirchenchor Ridnaun, den Ministranten und Mesnern für die würdevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes. Weiters danken wir der Freiwilligen Feuerwehr, den Sportvereinen, der Heimatbühne Ridnaun, der Knappenkapelle, den Vorbetern, Fahnenträgern, Kranzträgern und allen, die einen Dienst geleistet haben. Ein besonderer Dank gilt unserem Hausarzt Dr. Stefan Gögele, dem Haus- und Krankenpflegedienst, den Ärzten und Pflegepersonal der Abteilung Medizin des Krankenhauses Sterzing für die herzliche Betreuung. Franz Brunner Vergelt’s Gott allen, die unseren lieben Franzl auch weiterhin in Erinnerung behal„Auer Franzl“ - Ridnauner Beck ten und ihn im Gebet einschließen. * 05.10.1936 † 10.08.2011 Moidl mit Rita, Egon und Ulrich mit Familien

1. Jahrestag Paul Brunner † 14. September 2010

Du bist nicht mehr unter uns, doch Deine Spuren sind überall.

Wir feiern am Mittwoch, den 14. September, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing den Gedächtnisgottesdienst. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt‘s Gott. In Liebe Deine Frau Maria mit Kindern und Familien

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Menschen, die wir lieben, sterben nie, sie bleiben uns im Herzen erhalten.

7. Jahrestag

Kurt Leitner Lieber Ku rt, wir gedenken Deiner ganz besonders am Mittwoc h , den 14. September 2011, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Ein Dank allen, die daran teilnehmen und ihn auch weiterhin in guter Erinnerung behalten. Elisabeth, Martin und Helene Leitner Menschen, die wir lieben, sterben nie. Sie bleiben uns im Herzen.

Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

1. Jahrestag Franz Braunhofer † 8.9.2010 In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an Dich bei der hl. Messe am 11. September um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie Es bleiben die Erinnerungen und der Dank für alles, was Dein Leben uns brachte.

15. Jahrestag Josef Hasler Zimmermeister

In Liebe Deine Familie

4. Jahrestag Schon wieder jährt sich der traurige Tag, an dem Du uns so plötzlich verlassen musstest. In Liebe gedenken wir Deiner,

lieber Armin,

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Wir gedenken Deiner im gemeinsamen Gebet bei der hl. Messe am Montag, den 5. September, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. In Liebe Deine Familie Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte ein Engel den Arm um Dich und sprach: Komm heim.

Rudolf Siller

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am 4. September um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Stilfes.

Menschen, die wir lieben, sterben nie, sie bleiben uns im Herzen erhalten.

2. Jahrestag Anton Oberprantacher

am Sonntag, den 11. September, um 8.00 Uhr in der St. Stephanuskirche in Ried. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Lieben

* 10. Februar 1944 † 10. Juli 2011 DANKE allen, die an uns gedacht und mit uns mitgefühlt haben, für das tröstende Wort, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, wenn Worte fehlten, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, für ein stilles Gebet. Es ist schwer, einen lieben Menschen zu verlieren. Tröstend ist es aber zu wissen, dass viele ihm so viel Freundschaft, Liebe und Wertschätzung entgegengebracht haben. Unser besonderer Dank gilt den Ärzten und Krankenpflegern des Krankenhauses Sterzing, insbesondere Frau Dr. Birgit Heinke und Primar Dr. Josef Frötscher, für die liebevolle Begleitung unseres Vaters. Danken möchten wir auch den Hausärzten Dr. Esther Niederwieser und Dr. Stefan Gögele für ihre Aufmerksamkeit und Hilfe. Wir bedanken uns auch bei Pater Meinrad und Schwester Beatrix für die vielen Besuche und aufmunternden Worte für unseren Vater im Krankenhaus. Klara, Dagmar, Judith, Barbara und Matthias

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jahrestage

Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt still, und wenn sie sich wieder weiterdreht, ist nichts mehr, wie es war. Die Tage, Wochen, Monate vergehen irgendwie, jedoch unfassbar bleibt der Tag, an dem Du, lieber Tate, von uns gegangen bist.

Es bleiben die Erinnerungen und der Dank für alles, was Dein Leben uns brachte.

2. Jahrestag Josef Amrain † 19. September 2009

In Liebe gedenken wir Deiner bei der Jahresmesse am Sonntag, den 25. September, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die daran teilnehmen und Dich in ihre Gebete einschließen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

Du fehlst uns!

Deine Familie Lieber Peter,

1. Jahrestag Franz Rainer † 16. September 2010

In Liebe denken wir an Dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 18. September, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Innerratschings. Deine Familie

Die Gedanken der Erinnerung bilden eine Brücke über das Leben hinaus.

Peter Wurzer † 25. September 2003

allzu früh bist du von uns gegangen. Doch immer noch begegnen uns Spuren Deines Lebens und Deiner Liebe. Ganz besonders gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am Samstag, den 24. September, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Ein Dank gilt allen, die daran teilnehmen, sein Grab besuchen und Peter im Herzen bewahren. Deine Lieben

... Die Zeit vergeht und bleibt doch steh’n. Die Gedanken an Dich werden nie vergeh’n ...

Du warst geliebt in Deinem Lebenslauf, unsere Liebe zu Dir hört niemals auf. Es tut weh, Dich nicht mehr zu haben, aber die schönen Erinnerungen kann niemand begraben. Drum schau auch jetzt auf unsere Wege, dass wir die rechten geh’n, und bitt’ für uns dort oben, bis wir uns wiederseh’n.

3. Jahrestag Franz Seehauser Schon wieder jährt sich der Tag, an dem Du uns verlassen musstest. In Liebe gedenken wir Deiner, lieber Vater, am Sonntag, den 11. September, um 10.30 Uhr in der Wallfahrtskirche von Trens. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und Dich in lieber Erinnerung behalten. Deine Lieben

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2. Jahrestag Martin Plank † 11. September 2009 Es war schön, Dich zu haben. Gedanken, Gefühle und Augenblicke werden uns stets an Dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und Dich nie vergessen lassen. Deine Schritte sind verstummt, doch die Spuren Deiner Liebe und Arbeit sind überall. Ganz besonders denken wir an Dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 11. September, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen und Dich in Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott. Manuela mit Sandra und Maximilian Deine Eltern und Geschwister mit Familien

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Vor einem Jahr bist Du gegangen auf eine Reise ohne Wiederkehr, ein tiefer Schmerz hält uns umfangen, wir vermissen Dich so sehr! Du hast gelebt für Deine Lieben, all Deine Müh’ und Arbeit war für sie. Gute Mutter, ruh in Frieden, wir vergessen Deiner nie!

Erika Plank Wwe. Fallmerayer

1. Jahrestag Juliane Leitner geb. Nitz *19. Juli 1926

Danksagung Wir danken den Verwandten, Freunden und Bekannten für die innige Anteilnahme, die tröstenden Worte, gesprochen oder liebevoll geschrieben, die Zeichen des Mitgefühls, die Gebete und die hl. Messen sowie die Blumen- und Kerzenspenden. Herzlich danken möchten wir auch der Geistlichkeit für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes, den Ministranten, dem Vorbeter, den Sarg- und Kranzträgern, Oswald Salcher und Werner Haller für die musikalische Umrahmung der Trauerfeier, Familie Thaler für das liebevolle Entgegenkommen, für die Fürbitten, Frau Dalla Torre für das Dasein in schwierigen Zeiten. Ein besonderer Dank dem Primar Dr. Josef Frötscher, Hausarzt Dr. Pietro Stefani, dem Weißen Kreuz und Dr. Roberto Camuso sowie dem Bestattungsdienst Kofler. Ein Dankeschön an alle, die Erika auch weiterhin in Erinnerung behalten und im Gebet ihrer gedenken. In Trauer Greti Plank-Wegscheider mit Familie Wir gedenken unserer Verstorbenen am Samstag, den 3. September, um 20.00 Uhr in Tschöfs.

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner ganz besonders bei der Abendmesse am Samstag, den 24. September, um 19.30 Uhr in der St. Margarethenkirche in Sterzing. Wir danken allen, die daran teilnehmen und unsere Mama in lieber Erinnerung behalten. In Liebe Deine Kinder mit Familien In Liebe gedenken wir Deiner, liebe Helene, am Samstag, den 17. September, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen, sowie für die Blumen und Kerzen, die immer wieder auf ihrem Grab stehen.

Helene Wild 8. Jahrestag † 23. September 2003

In großer Liebe Deine Familie Gedanken – Augenblicke – sie werden uns immer an Dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und Dich nie vergessen lassen.

Danksagung Auch wenn Du nicht mehr bei uns bist, in unseren Herzen lebst Du weiter.

1. Jahrestag Dora Aukenthaler Wwe. Mair

Rimani sempre nei nostri cuori. Wir danken allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und den Trauergästen aus Pfitsch, die unsere Gattin, Mutter und Oma Maria Sieff geb. Graus am 6. Juli am Brenner zu Grabe geleitet haben. Ein besonderer Dank gilt den Geistlichen Don Giorgio Carli, unserem Pfarrer Stefan Stoll und Pater Meinrad für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes und der Begräbnisfeier. Danken möchten wir auch dem Pfarrchor Brenner, dem Trompeter und Organisten für die musikalische Begleitung der Trauerfeier sowie den Ärzten und dem Personal im Krankenhaus Sterzing für die liebe Betreuung. Möge die Verstorbene immer in Eurer Erinnerung bleiben. Ringraziamo tutti coloro che hanno partecipato al funerale di mia moglie, nostra mamma e nonna Maria Sieff, nata Graus il 6 luglio al Brennero. Die Trauerfamilie Famiglia Sieff erker september 11

† 22. September 2010

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich ganz besonders beim Gottesdienst am Sonntag, den 4. September, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe Deine Familie Die Zeit vergeht, die Erinnerung nie, Spuren von Liebe bleiben.

2. Jahrestag Johann Gschnitzer † 8. September 2009 In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich ganz besonders am Freitag, den 9. September, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Lieben 77


aus den gemeinden Geburten

kolewski (30.07.2011, Sterzing).

Brenner: Rosa Perkmann (11.07.2011, Wien). Maria Gschnitzer (28.07.2011, Sterzing). Pfitsch: Nadine Gschnitzer (16.07.2011, Sterzing). Lisa Mair (23.07.2011, Bozen). R a t s c h i n g s : Leo Eisendle (22.07.2011, Sterzing). Sterzing: Matteo Baccellini (16.07.2011, Bozen). Tayyba Nasar Muhammad (17.07.2011, Sterzing). Davide Giardino (20.07.2011, Sterzing).

Baukonzessionen

Todesfälle Freienfeld: Wilhelm Hofer, 70, (08.07.2011, Sterzing). Kreszenz Salcher, 82, (26.07.2011, Sterzing). P f i t s c h : E r i c h M a i r, 8 0 , (04.07.2011, Sterzing). Erika Noggler-Wieser, 62, (26.07.2011, Innsbruck). Ratschings: Rudolf Siller, 67, (10.07.2011, Ratschings). Josef Klotz, 80, (15.07.2011, Sterzing). Sterzing: Josefine Weissteiner, 74, (11.07.2011, Sterzing). Hermann Dellago, 85, (18.07.2011, Sterzing). Rosa Oberbichler, 80, (19.07.2011, Sterzing). Friederika Stampfer, 90, (24.07.2011, Sterzing). Eheschließungen Freienfeld: Martine Mairhofer und Gabriel Baumgartner (22.07.2011, Trens). Pfitsch: Irene Eberle und Christian Fliri (15.07.2011, Pfitsch). Agnieszka Meirowska und Antonio D’Angelo (07.07.2011, Anzio). Ratschings: Katharina Gander und Thomas Gschliesser (09.07.2011, Obertelfes). Sabrina Rainer und Manfred Kruselburger (23.07.2011, Jaufental). Sterzing: Sandra Rauchegger und Werner Recla (09.07.2011, Hall in Tirol). Antonella Trivisani und Andrea Palumbo (09.07.2011, Alberobello). Julia Auckenthaler und Helmut Überegger (09.07.2011, Sterzing). Carmelina Chiparo und Luigi D’Avino (15.07.2011, Sterzing). Bernadette-Maria Sophie Benndorf und Patrick Alexander Ka-

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Brenner: Helmut Hochrainer, Rita Prantner, Pflersch 23: Anbringung Photovoltaikanlage, Bp.348, K.G. Pflersch. Waldinteressentschaft Brenner: Errichtung eines Zufahrtsweges, Gp.388/3 und 389/1, K.G. Brenner. Freienfeld: Johann Hochrainer, Trens, A.-Zigau-Straße 17: Sanierung des Daches sowie Einsetzen von Fenstern bei der Holzhütte des „Spingersanterhofes“, Bp.216, K.G. Trens. Bodenverbesserungskonsortium Freienfeld: Errichtung eines Hofzufahrtsweges bei der Hofstelle „Rieper“ in Egg, Gp.1585, 1586 und 1588, K.G. Stilfes. Karl Rainer, Martin Rainer, Trens, Obkirchweg 6: Energetische Sanierung des Wohngebäudes und Neubau einer Erstwohnung, Bp.25, Gp.32/1, K.G. Trens. Wolf System GmbH, Gewerbezone Wolf 1: Erweiterung des Bürogebäudes, Bp.413, Gp.599/1 und 601, K.G. Trens. Albert Aichholzer, Judith Aichholzer, Josefa Barbara Rogger, Elfriede Volgger, Valgenäun 32: Bau eines Wohngebäudes mit Garagen, Bp.90, K.G. Trens. Lorenz Fleckinger, Irmgard Oberleiter, Stilfes 79: Errichtung eines Hobbyraumes im Dachgeschoss mit neuer Dachgaube, Bp.381, K.G. Stilfes. Maria Schwazer, Justin Wieser, Stilfes 78: Errichtung eines Hobbyraumes im Dachgeschoss mit neuer Dachgaube, Bp.382, K.G. Stilfes. Margareth Markart, Elzenbaum 2/1: Energetische Sanierung mit Erweiterung und Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.105, K.G. Stilfes. Pfitsch: Interessentschaft Wiesen: Sanierung einer Holzbrücke in Afens, Gp.1795, K.G. Wiesen. Marianne Obkircher, Helmuth Überegger, Julia Aukenthaler, Wiesen, Eisackstraße: Sanierung des Wohngebäudes, Bp.454, K.G. Wiesen. Gemeinde Pfitsch: Infrastrukturen für die Wohnbauerweiterungszone C2 „Ex-Kaserne“, Wiesen. Martin Messner, St. Jakob 2: Bodenangleichungsarbeiten, Gp.1124/1, 1125/2 und 1136,

K.G. Pfitsch. Karl Holzer, Kinzen 92: Auffüllarbeiten, Gp.1763/24 und 1763/25, K.G. Pfitsch. Karl Holzer, Kinzen 92: Projekt zur Sanierung des Wirtschaftsgebäudes, Bp.281, K.G. Pfitsch. Erich Tratter, Wiesen, Hintere Gasse 165: Umbau des Heizraumes, Bp.4, K.G. Wiesen. Heidrun Stötter, Wiesen, Bahnhofstr. 36B: Errichtung einer Garage, Bp.220/5, K.G. Wiesen. Alfred Astenwald, Kematen 60: Errichtung eines überdachten Fahr- und Motorradparkplatzes mit Solaranlage, Gp.38, K.G. Pfitsch. Ratschings: Martin Morandell, Rudolf Plank, Johann Stauder, Margherita Überbacher, Andreas Weinreich, Evi Wild, Gasteig, Angerweg: Errichtung einer Überdachung der Garagenrampe, Bp.513, K.G. Jaufental. Pierluigi Casnati, Pardaun 9: Bauliche Umgestaltung für die Überdachung der Terrasse, Bp.595, K.G. Ratschings. Leopold Volgger, Ridnaun: Meliorierungsarbeiten und Errichtung eines neuen Weges auf der Almwiese, Gp.422, K.G. Mareit. Ratschings-Jaufen GmbH, Innerratschings: Erweiterung des Kinder-Ski-Landes, Bp.354, Gp.1804/2, K.G. Ratschings. Erika Maria Walter, Untertelfes 16: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses, Bp.127, K.G. Telfes. Gemeinde Ratschings: Bau der Erschließungsanlagen in der Erweiterungszone „C3“-Schafer II in Stange, versch. Gp., K.G. Ratschings. Heinrich Haller, Ridnaun, Entholz: Planierungsarbeiten auf der Zunderspitzalm, Bp.416 und 417, Gp.1612 und 1613/2, K.G. Ridnaun. Rosa Brunner, Stange 40: Bauliche Umgestaltung des Dachgeschosses, Bp.443, K.G. Ratschings. Heidi Baur, Stange 20: Einbau eines unterirdischen Flüssiggastanks, Bp.10/1, K.G. Ratschings. Max Rainer, Gasteig, Hauptstr.15A: Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses, Bp.288, K.G. Jaufental. Sterzing: Paolo Costa, Helga Teissl, Thuins 121: Energetische Sanierung mit Erweiterung des Wohnhauses, Bp.278, K.G. Thuins. Evelyn Bresciani, Deutschhausstr.18: Sanierung

des Erdgeschosses, Bp.505, K.G. Sterzing. Helmuth Siller, Geizkoflerstr.13: Sanierung und Erweiterung der Bp.29/2, K.G. Sterzing. Josef Seeber, Olga Wieser, St.-Margarethen-Str.59: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Wohngebäudes, Bp.582, K.G. Sterzing. Helmuth Gogl, Ried 11: Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes, Bp.40, K.G. Ried. Hugo Pirozzi, Tschöfs: Errichtung eines Kellers zur Verarbeitung und Lagerung von lw. Produkten, Bp.239, K.G. Tschöfs. Gemeinde Sterzing: Aufstellen von zwei Hinweistafeln bei den Stadteinfahrten. Walter Gschnitzer, Tschöfs 49: Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes, Bp.60, K.G. Tschöfs. Peter Langer, Neustadt 1: Änderung der Zweckbestimmung von Detailhandel in Dienstleistung von Räumen, Bp.43/1 und 44, K.G. Sterzing. Stefan Marcotto, Lydia Öttl, M.-Gaismair-Siedlung 17: Sanierung und bauliche Umgestaltung für die Errichtung einer Terrasse, Bp.181, K.G. Thuins. Rudolf Hofer, Brennerstr.18: Aufteilen der Wohnung Nr. 1 im Erdgeschoss in zwei Kleinwohnungen, Bp.1039, K.G. Sterzing. Alberto Perini, Marconistr. 5: Einbau eines Flüssiggastankes, Bp.304, K.G. Sterzing. Norbert Lanthaler, Tschöfs 46: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Wirtschaftsgebäude, Bp.83, K.G. Tschöfs. David Kofler, Karin Wieser, Thuins 22: Erhöhung des westlichen Dachflügels und Errichtung eines Unterstandes für Pferde, Bp.24, Gp.185/1, K.G. Thuins. Karin Schölzhorn, Deutschhausstr.16: Bauliche Umgestaltung, Bp.545, K.G. Sterzing. RAS RundfunkAnstalt Südtirol, Bozen: Verlegung einer neuen Telekommunikationsleitung Gasteig – Sterzing. Lw. Gen. Milchhof Sterzing, Jaufenstr.108: Neugestaltung der Einfahrt, Bp.170/1, K.G. Thuins. Bayernland Sterzing GmbH, Jaufenstraße: Bau des Betriebssitzes, Gp.628/10, K.G. Thuins. Funde und Verluste siehe www.fundinfo.it

erker september 11


rätsel

Lösungswort

erker september 11

Auflösung in der nächsten Nummer 1

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veranstaltungskalender

Konzerte 2. September: Konzert der Polizeimusik Tirol, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 4. September: Konzert der Knappenkapelle Ridnaun, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 17. und 18. September: „The Best of musical“ mit der Joe Smith Band und Herbert Pixner, Stadttheater Sterzing, 20.30 Uhr bzw. 19.30 Uhr. Kartenvorverkauf Tel. 765325. 1 8 . S e p t e m b e r : Chorkonzert mit Jagdliedern, Innenhof Schloss Wolfsthur n, Mareit, 11.00 Uhr. 23. September: Konzert des südafrikanischen Chores Ubuntu, Haus der Dorfgemeinschaft Wiesen, 20,00 Uhr. 25. September: „Singen auf Säben“, Bezirkssingen der Chöre aus dem Wipp- und Eisacktal, 10.30 Uhr. 8. Oktober: Konzert der Gruppe Titlà, Kulturhaus Trens, 20.00

U h r. R e s e r v i e r u n g Te l . 3 3 9 7172739 (18.00 – 20.00 Uhr) oder ba-trens@rolmail.net. Vorträge 29. September: „Einem Kind für bestimmte Zeit ein Zuhause geben“, Infoabend, Sozialzentrum Wipptal „Fugger“, Sterzing, 19.30 Uhr.

Unterhaltung 4. September: Kirchtag am Roßkopf. 11. September: Knödelfest, Stadtzentrum Sterzing, ab 11.00 Uhr. 11. September: Kirchtag in Gossensaß, ab 10.45 Uhr. 24. September: Almabtrieb, Maiern, ab 10.30 Uhr. 26. September: Volksliedsingen mit Hermann Pircher, Vereinshaus Wiesen, 20.00 Uhr.

Sport

Laufzentrum Wipptal & Kids on move organisiert I organizza Schwimmen I Nuoto MO & FR LU & VE

14.00 – 16.00 Uhr ore 16.00 – 18.00

Volleyball für Mädchen/Turnen, Bewegung mit Musik I Volley per bambine/ginnastica, aerobica DI MA

16.00 – 18.00 Uhr ore 16.00 – 18.00

Gymnastik für Kindergartenkinder I ginnastica per bambini in etá pre-scolastica DO GIO

16.00 – 18.00 Uhr ore 16.00 – 18.00

Beginn: Mitte September Inizio: metà settembre Info Tel. 339 2198864 Übungsleiter I Insegnanti: Günther Holzknecht & Barbara Perini

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8. September: Seniorenwanderung Wildlahnerweg – Geraerhütte, AVS Sterzing. 11. September: 25-Jahr-Feier Hochfeilerhütte, AVS Sterzing. 18. September: Gemeinsame Wanderung mit CAI, AVS Sterzing. 25. September: Bergtour Edelrauthütte – Napfspitze, AVS Sterzing.

Verschiedenes Bis 13. September: Ausstellung „United-Art-Gallery“, Galerie „Lilie“, Sterzing, Montag – Samstag, 16.00 – 20.00 Uhr. Bis 21. Oktober: „FigurA“, Skulpturenausstellung, Festung Franzensfeste, Dienstag – Sonntag, 11.00 – 18.00 Uhr. 3. September: Tag der offenen Tür am Imkervereinsstand. 4. September: Bergmesse am Zinseler, 12.00 Uhr. 17. und 24. September, 1. Oktober: Der Rote Teppich, Mode, Musik und Leckerbissen, Sterzing, Fußgängerzone.

17. September: Sonderführung „Duell im Stollen“, BergbauWelt Ridnaun Schneeberg, 19.30 Uhr. 18. September – 2. Oktober: Wanderausstellung „Ich war im Krieg“, Haus Kramer, Mauls. Jeden 2. Samstag im Monat: „Demenz“, Treffen der Selbsthilfegruppe für Angehörige, Sterzing, Treffpunkt ConTakt, Bahnhofstr. 6, 17.00 Uhr. Jeden 2. Mittwoch im Monat: Stammtisch für Eltern von Kindern mit Behinderung im Hubertushof, 20.00 Uhr.

Kurse Ab September: Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene sowie Wassergymnastikkurse, Schwimmschule Pol. AVI Sterzing. Infos und Einschreibungen Tel. 338 6002385. Da settembre: ripartono i corsi nuoto per bambini ed adulti e i corsi di ginnastica in acqua organizzati dalla scuola nuoto della Pol. AVI Vipiteno. Iscrizioni ed informazioni tel. 338 6002385. Pilates-Kurse ab 19. September, Praxis PhysioVital, Sterzing. Tel. 347 656 7076. Programm siehe Seite 59. Ab 26. September: „Der Neue Yogawille“, Entwicklung von innerer Ruhe, Entspannung und seelischer Beziehungsfähigkeit,

SVPSprechstunden

10 Einheiten, 100 Euro, 18.00 – 19.30 / 20.00 – 21.30 Uhr, Sterzing, Anmeldung: Tel. 340 3644547, www.anna.steeman.it.

Sprechstunden 23. September: Sprechstunden der Volksanwältin in der Außenstelle des Landwirtschaftsinspektorates Sterzing, Bahnhofstr.2, 9.30 – 11.30 Uhr; Voranmeldung möglich unter Tel. 0471 301155. Das Arbeitsamt ist am Montag und am Donnerstag von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Jeden Montag: Beratung der Verbraucherzentrale, Neustadt 21, 9.30 – 12.30 Uhr. Jeden 1. Montag im Monat, 9.00 – 11.00 Uhr, jeden 3. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sprechstunden der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Anlaufstelle für Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder: Beratungsangebot in Sterzing: jeden ersten Donnerstagvormittag nach Terminvereinbarung unter der kostenlosen Grünen Nummer 800601330. Jeden Freitag, 16.00 – 17.00 Uhr, Zeitbank, Neustadt 21, Tel. 723755 oder 339 8698659.

Vereine und Verbände KVW

Bezirksobmann Christian Egartner

Montag, 05.09.2011, von 10.30 bis 12.00 Uhr Montag, 12.09.2011, von 10.30 bis 12.00 Uhr Montag, 19.09.2011, von 10.30 bis 12.00 Uhr Montag, 26.09.2011, von 10.30 bis 12.00 Uhr L.-Abg. Dr. Veronika Stirner

Donnerstag, 29.09.2011, von 11.00 bis 12.00 Uhr (mit Voranmeldung unter 0471 946275)

Die Sprechstunden finden in der SVPBezirkskanzlei in Sterzing, Neustadt 24, Kolpinghaus, 2. Stock, statt. Tel. 765911.

14. und 21. September: „Gartenkräuter, mehr als nur Gewürze“, 2 Abende, 19.30 – 22.00 Uhr, KVW Kursraum, mit Dora Veronika Margesin Somvi, Kräuterexpertin und Wanderführerin. Ab Mitte September: „Tanzen ab der Lebensmitte“, mittwochs in Sterzing, 16.00 – 17.30 Uhr, donnerstags in Stilfes, 15.00 – 16.30 Uhr. 16. September – 23. Dezember: „Russisch zum Reinschnuppern“, 15 Abende, 19.30 – 21.30 Uhr, KVW Kursraum, mit Katja Huebser. erker september 11


sonn- und feiertagsdienste veranstaltungskalender Apotheken

19. September – 24. Novemb e r : „Deutsch für Anfänger A1.1“, 20 Abende, jew. Mo. und Do., 19.00 – 21.00 Uhr, mit Christine Zwischenbrugger Haller (Ort wird noch bekannt gegeben). 27. September: „Mach dich schlau, rechne genau“, Vortragsabend in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Südtirol, 19.30 – 21.30 Uhr, KVW Kursraum. 27. September: „Plötzlich ist alles anders! Jugendliche in der Pubertät“, in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Wipptal und der Mittelschule „Konrad Fischnaler“, 14.00 – 16.00 Uhr, Mittelschule „Konrad Fischnaler“, Sterzing. 27. September: „Pubertät: Turbulente Zeiten für alle“, Vortragsabend in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Wipptal und der Mittelschule „Konrad Fischnaler“, 19.30 – 21.30 Uhr, Mittelschule „Konrad Fischnaler“, Sterzing. 3. Oktober – 14. November: „Gesund und fit mit Yoga“, 7 Abende, 19.45 – 21.15 Uhr, Jugenddienst Wipptal, Streunturngasse 5, Sterzing, mit Rakesh Nanda. Informationen und Anmeldung: 0474 530547, nandayoga@yahoo.it. Infos und Anmeldung: KVW Bildung Bezirk Wipptal, Streunturngasse 5, Sterzing. Tel. 0472 765418, bildung.wipptal@kvw. org, www.kvw.org. Jugenddienst 17. September: Livekonzert mit den Gruppen Sisyphos, Strange

Meditationsabende Schamanische Reisen zur Seele und in die eigene Mitte

In diesem Meditationszyklus steht die Seele im Mittelpunkt. Samstags von 19.00 – 21.30 Uhr am 15. Oktober, 12. November, 10. Dezember 2011, 14. Jänner, 11. Februar, 3. März 2012. Ort: Aula der Schule in Stange Referentin: Vera Griebert-Schröder Anmeldung: Renate Braunhofer-Senn, Tel. 0472 766057 (abends) oder sennrenate@alice.it erker september 11

View und Straight Flush, Oberschulplatz Margarethenstraße Sterzing, 19.30 Uhr. 25. September: Jugendwallfahrt nach Maiern, Start 8.00 Uhr Pfarrkirche Sterzing, Anschlussmöglichkeiten: 9.30 Uhr Pfarrkirche Untertelfes, 10.45 Uhr, Pfarrkirche Mareit; 15.00 Uhr Jugendmesse in der Laurentiuskirche (Rückfahrt mit Bus). Informationen: Tel. 767890.

Dienstag, Mittwoch und Freitag: 15.00 – 17.00 Uhr. Tel. 768067; E-Mail: sterzing@elki.org. Alle Kursangebote unter: www. elki.org Tauschmarkt: Öffnungszeiten dienstags und mittwochs 9.00 – 11.00 Uhr, dienstags und freitags 15.00 – 17.00 Uhr. Tel. 333 7866337.

ElKi Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 9.30 – 11.30 Uhr,

Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024 Apotheke Paracelsus Tel. 764940 Stadtapotheke Tel. 765397 Apotheke Wiesen Tel. 760353 Apotheke Gilfenklamm Apotheke Paracelsus

Der wöchentliche Bereitschaftsdienst (samt Feiertagsdienst) beginnt jeweils am Freitag um 19.00 Uhr. Arzneimittelausgabestelle Gossensaß: Mo – Fr, 9.00 – 12.00 Uhr, Mo, Mi, Fr, 15.00 – 18.00 Uhr, Tel. 632364.

Märkte

Kolpingfamilie 4. September: Kolpingmesse bei der Kastellacke am Roßkopf um 11.30 Uhr und anschließendes Grillfest. Infos unter Tel. 756720

01.09. – 02.09.: 03.09. – 09.09: 10.09. – 16.09.: 17.09. – 23.09.: 24.09. – 30.09.: 01.10. – 07.10.:

5. und 20. September: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 Uhr. 6., 13., 20. und 27. September, 4. Oktober: Sterzlmarkt, Stadtplatz, 8.30 Uhr. 11. September: Flohmarkt, Brenner, 8.00 Uhr. 12. und 26. September: Viehund Krämermarkt, Sterzing, 8.00 Uhr. 18. September: Flohmarkt, Sterzing, 8.00 Uhr.

Gemeinde Brenner I Comune di Brennero

Einladung

Invito

Geschätzte Mitbürger der Gemeinde Brenner!

Stimati cittadini e cittadine!

Die Gemeindeverwaltung Brenner lädt hiermit alle Vereine und alle Personen, die in irgendeiner Form einen freiwilligen Dienst leisten bzw. geleistet haben, zur Feier zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ am 11. September ein.

L’Amministrazione comunale di Brennero invita tutte le associazioni e tutte le persone che in qualche modo svolgono o abbiano svolto servizio di volontariato alla festa “anno europeo delle attività del volontariato” che avrà luogo l’11 settembre.

Programm 9.45 Uhr: Heilige Messe im Gemeindepark, Ansprache des Bürgermeisters 10.45 Uhr: Umtrunk und Konzert der Musikkapelle Obernberg

Programma ore 9.45: Santa messa nel parco comunale a seguire discorso del Sindaco ore 10.45: rinfresco e concerto con la banda musicale di Obernberg

Die Gemeindeverwaltung freut sich auf eine zahlreiche Teilnahme.

L’Amministrazione comunale si rallegra per una numerosa partecipazione.

Praktische Ärzte 03.09.: 04.09.: 10.09.: 11.09.: 17.09.: 18.09.: 24.09.: 25.09.:

Dr. Eugen Sleiter, Tel. 320 7780947 Dr. Alberto Bandierini Tel. 764144, 388 7619666 Dr. Stefan Gögele Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Franz Keim Tel. 764577, 335 6951031 Dr. Wilhelm Seppi, Tel. 764656 Dr. Esther Niederwieser, Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Pietro Stefani Tel. 760628, 349 1624493 Dr. Konrad Wieser Tel. 764771, 335 299342

Der jeweils Dienst tuende Arzt kann von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden.

Tierärzte 03./04. 09: Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) 10./11. 09: Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Heinrich Forer) 17./18. 09: Dr. Heinrich Forer (Dr. Bruno Prota) 24./25. 09: Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) 01./02. 09: Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Heinrich Forer)

Der in Klammern angeführte Tierarzt versieht den Dienst Samstagvormittag in seiner jeweiligen Zone. Dr. Heinrich Forer, Tel. 764636, 347 7514146 Dr. Bruno Prota, Tel. 647454, 329 2179979 Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 3888 766666 Kleintier-Notfalldienst: T i e r k l i n i k T h u m b u r g , Te l . 3 3 5 7054058, 335 1206704, 335 259994 Sterzing, Frundsbergstraße 13, Tel. 766666, 388 8766666, 328 0514167

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wipptaler pfiffikus Auflösung des Vormonats: Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Brücke nach Elzenbaum nun endlich fertig gestellt worden. Nachdem die erste Baufirma in Konkurs gegangen war, musste die Brennerautobahn die Arbeiten an eine zweite Firma übergeben, wodurch es zu dieser Zeitverzögerung kam. Das Mammutprojekt führt von der Brennerstraße unterhalb von Schloss Sprechenstein über den Wipptaler Radweg, den Eisack und die Autobahn hinüber zu Burg Reifenstein. Das Los bestimmte

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Sou, Stottfescht hot’s huire wieder kuens getrogn und de poor Latearmfeschtler sein schun wieder vergessn. De russischn Ziechorglschpieler ba Stott au und de Laggl, de sich in lebate Schtatuen verwondln kennin, sein iatz olle verschwundn. A Zoachn, dass der Summer schun bold ummer isch. Jo zearscht hot er jo gor nit amol richtig kemmin giwellt. Kolt und noss is die längschte Weil giwesn. Und olle Leit warn schier derzappert. Bsunders die Wirte. Isch a zi verstiehn! Und noar isch er dechter kemmin: der Summer. Und mit ihn de gonzn Hordn Leit, de mit Windjacke um in Orsch gebundn und an Kerbl in der Hond die gonzn Walder gschtürmt hobn: de Schwamblklauber. Und weil man jo eh woaß, wou de meischtns her sein, hoaßt man se a die Fungaioli. Mir mochatn de jo nicht assunter, weil selber geah i niemer recht in Wold, weil mier bringg oftramol mein Nochbor a Sackl voll Schwammler fir an Reis oder a Gollasch. Ober wie mier mein ondrer Nochbor, der Ferschter, derzehlt hot, derwiehln de gonze Woldstriche und zi olln Iberfluss verdreckn ihre nou olls mit ihmmenen Müll. Und wer soll do noar auraumen? Die Besitzer nit, die Wirte a nit, a die Gschaftsleit nit, der Verschienerungsverein woll a nit, oder die Gemeinde? Wohrscheinlich niemand, außer es gibb vielleicht an Beitrog van Lond!

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vor 100 jahren 08.09.1911 (Aus dem Eisaktal). In Freienfeld haben sich mehrere Einheimische zusammengetan, um am Eisak unterhalb Freienfeld ein kleines elektrisches Werk zu errichten. Die Kommission soll nächstens schon hierher kommen. Mit dem Baue soll dann im Herbst begonnen werden. – In Anwesenheit des Bezirksoberkommissärs v. Strele wurde am 2. des Monats die Neuwahl der Magistratsvorstehung von Sterzing vorgenommen. Es wurde die bisherige Vorstehung, und zwar Josef Domanig, Kaufmann, als Bürgermeister, Jakob Stifter, Kaufmann, als Vizebürgermeister und Josef Vetter, Uhrmacher, als 2. Magistratsrat wiedergewählt. (Tiroler Volksblatt)

08.09.1911 (Tiroler Volksbote)

erheblich zurückgegangen. Für Kälberkühe der besseren Sorte zahlte man 600 bis 800 Kronen, für mittlere Milchkühe 440 bis 520 Kronen, für bessere ältere Milchkühe 300 bis 380 Kronen, für trächtige Kalbinnen 320 bis 440 Kronen. Die besten drei- bis vierjährigen Ochsen kosteten das Paar 1.300 bis 1.400 Kronen, die mittleren dreijährigen 820 bis 1.240 Kronen und die zweijährigen 600 bis 800 Kronen. Schweineferkel im Alter von drei Wochen galten per Stück 11 bis 12 Kronen, vier Wochen alte Schweine 13 bis 16 Kronen, sechs Wochen alte 15 bis 18 Kronen, sieben Wochen alte 18 bis 22 Kronen. Die Preise für Jungschweine sind ebenfalls erheblich zurückgegangen. Der Handel war flau, da fremde Händler wenig anwesend waren. Der Viehverkehr war nur ein lokaler, da in anderen Bezirken noch das Marktverbot besteht. Der gedrückte Handel ist damit zu erklären, daß die Viehbesitzer das auf den Markt gebrachte Almvieh im Frühjahr zu hohen Preisen angekauft haben und es nicht mit Verlust abgeben wollten. Wer nicht zum Verkauf gezwungen war, trieb das Vieh unverkauft heim. Die Qualität des Rindviehes war eine gute. Der Krämermarkt war von verschiedenen auswärtigen Händlern, besonders von solchen mit Obst besucht. Sämtliche dürften gute Geschäfte gemacht haben. (Tiroler Volksbote)

wald a. E., Franzensfeste, Militär-Haltestelle Franzensfeste, Vahrn, Brixen) verkehren täglich folgende Züge: Brenner ab: 3.50 Uhr, Brixen an: 5.13 Uhr, Brenner ab: 7.28 Uhr, Brixen an: 9.00 Uhr, Brenner ab: 9.14 Uhr, Brixen an: 11.36 Uhr, Brenner ab: 11.49 Uhr, Brixen an: 13.10 Uhr, Brenner ab: 12.30 Uhr, Brixen an: 13.36 Uhr (Express-Zug), Brenner ab: 12.38 Uhr, Brixen an: 15.35 Uhr, Brenner ab: 13.56 Uhr, Brixen an: 15.16 Uhr, Brenner ab: 15.20 Uhr, Brixen an: 18.16 Uhr, Brenner ab: 17.01 Uhr, Brixen an: 18.20 Uhr, Brenner ab: 18.50 Uhr, Brixen an: 20.59 Uhr, Brenner ab: 21.21 Uhr, Brixen an: 23.23 Uhr, Brenner ab: 0.59 Uhr, Brixen an: 3.14 Uhr. (Tiroler Volksblatt) ••• 30.09.1911 (Aus dem Eisaktal). Der Partieführer Josef Meßner, genannt Mulser, von Thuins, wurde am 25. des Monats Nachmittag eine Viertelstunde oberhalb Gasteig auf der Jaufenstraße, als er einen mit Schotter beladenen Wagen des Lastenautos abkuppeln wollte, von diesem beinahe erdrückt. Der Schwerverletzte erlitt einen Bruch des rechten Schulterblattes und auch innere Verletzungen. (Tiroler Volksblatt) ••• 22.09.1911 (Aus dem Amtsblatte). Folgende Versteigerung findet statt: Am 14. Oktober die dem Maurermeister Christian Eisendle in Sterzing gehörenden Liegenschaften Haus Nr. 149. Bewertet wurden dieselben auf 9.435 Kronen. (Tiroler Volksbote) •••

08.09.1911 (Tiroler Volksbote)

22.09.1911 (Tiroler Volksbote)

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22.09.1911 (Sterzing, Hl. Kreuz-Markt). Am 12. September wurden am Hl. KreuzMarkt 350 Rinder, 100 Schweine und 2 Ziegen aufgetrieben. Die Preise beim Rindvieh sind im Vergleich zu den Frühjahrsmärkten

30.09.1911 (Aus dem Fahrplan der k. k. privat. Südbahngesellschaft, gültig ab 1. Oktober 1911). Vom Brenner bis Brixen (Haltestellen: Brennerbad, Schelleberg, Pflersch, Gossensaß, Sterzing, Freienfeld, Mauls, Grasstein, Mitte-

30.09.1911 (Aus dem Eisaktal). Am Sonntag verunglückte der 19jährige Arbeiter Portolo Avanzini auf der Jaufenstraße, woselbst er beim Schotterführen mit einem Lastenauto beschäftigt war. Es wurde nämlich beim Auto eine Reparatur vorgenommen, wobei Avanzini durch einen Eisenstift einen komplizierten Schädelbruch erlitt und im schwerverletzten Zustande in das Spital nach Sterzing überführt werden mußte. (Tiroler Volksblatt) Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

Erkerimpressum Der Erker _ erscheint monatlich in einer Auflage von 6.400 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St. Bürozeiten Montag - Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr Dienstag und Freitag Nachmittag geschlossen

Redaktion italienischer Teil: Alberto Perini (ap) Sportredaktion: Bernhard Fichter (bf), erkersport@yahoo.it Mitarbeiter dieser Nummer Norbert Bacher, Günther Ennemoser (rr), Harald Kofler, Karl-Heinz Sparber, Siegfried Siller (ss), Dieter Thaler, Dr. Andrea Winkler, Chiara Martorelli (cm), Mirko Minzoni (mm) Lektorat: Barbara Felizetti Sorg

Eigentümer und Herausgeber: WIPP-Media GmbH

Sekretariat/ Werbung: Erna Eisendle (erna@dererker.it)

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Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9. 12. 1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Für den Inhalt von Anzeigen gewerblicher Art zeichnet die Redaktion nicht verantwortlich. Eingesandte Bilder und Texte verbleiben im Eigentum der Redaktion. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigung jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

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