Der Altstadtbrief Kempten 2020 - Jubiläumsausgabe

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DER F R E U N D E D E R A L T S T A D T K E M P T E N S e.V. gegründet 1980 · 41. Jahrgang · Ausgabe Nr.47 / 2020 · Sonderedition zum 40. Geburtstag

Ein gemeinsames Ziel: Die Attraktivität unserer Altstadt von Oberbürgermeister Thomas Kiechle

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ehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Altstadt, es ist mir eine große Freude, Ihnen zum 40-jährigen Bestehen Ihres Vereins zu gratulieren. 40 Jahre, das sind unzählige Stunden an ehrenamtlicher Arbeit und großem Einsatz Ihrerseits. Und so danke ich der Vorstandschaft, insbesondere dem Vorsitzenden Dietmar Markmiller, und allen Mitgliedern für ihr Engagement und ihr Wirken für unsere schöne Altstadt. Seit 1980 setzt sich der Verein in vorbildlicher und engagierter Weise für die Kemptener Altstadt ein und

gibt wesentliche Impulse zur Stadtentwicklung. Die Altstadtfreunde gehören für die Stadt Kempten zu den zentralen strategischen Partnern,

wenn es um die wichtigen Fragen der Innenstadt geht. Dabei scheuen die Verantwortlichen auch nicht zurück, den Finger in die ein oder andere Wunde zu legen. Das ist für uns, die Stadtpolitik und die Verwaltung, nicht immer angenehm, aber dank der konstruktiven Zusammenarbeit finden wir doch immer eine Lösung. Die besondere Hinwendung der Mitglieder zu den Zielen des Vereins wird auch daran deutlich, dass es seit der Gründung nur vier Vorsitzende gab: Gertraud Schwarz als Initiatorin der Altstadtfreunde, Hans Bader von 1989 bis 1992 und Hansjürg Hensler, der den Altstadtfreunden 18 Jahre lang vorstand und sein Amt 2010 an Herrn Markmiller übergab.

Die AltstadtTraudl

Für die Stadt Kempten weiß ich es sehr zu schätzen – und das darf ich auch für meine Amtsvorgänger sagen – dass wir mit den Altstadtfreunden so aktive Bürgerinnen und Bürger an der Seite haben, die unsere wunderschöne Stadt gemeinsam mit uns voranbringen wollen. Denn so unterschiedlich die Interessenlage der Beteiligten manchmal sein mag - wir haben doch alle ein gemeinsames Ziel: die Attraktivität unserer Altstadt und damit unserer ganzen Stadt zu stärken. Für die Zukunft wünsche ich den Altstadtfreunden weiterhin viel Erfolg! Ihr Thomas Kiechle, Oberbürgermeister Kempten (Allgäu)

40 Jahre Altstadtfreunde: Ein Jubiläum, das ganz anders kam

von Dietmar Markmiller, Vorsitzender

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iebe Mitglieder und Freunde der Altstadt, im Altstadtbrief 2019 hatte ich noch auf die Veranstaltungsplanungen für das Jahr 2020 hingewiesen. Leider kam alles vollkommen anders in diesem Jahr. Wir mussten unsere Besichtigungen des Wasserkraftwerkes an der Keselstraße und des Restwasserkraftwerkes in der Kaufbeurer Straße absagen. Ebenso nicht stattfinden konnte unser Altstadtfest mit Kindertag, unsere Jahreshauptversammlung und auch die Feier anlässlich der Vereinsgründung vor 40 Jahren sowie die Ausstellung der Arbeiten der Architekturstudenten zur Burghalde.

Sonderedition zum Jubiläum Nicht nur aufgrund der „pandemischen Ausnahmesituation“, die dem Jahresablauf ihren Stempel aufzwingt, sondern auch wegen

des 40-jährigen Vereinsgeburtstags haben wir uns im Vorstand entschieden, eine Sonderedition des Altstadtbriefes herauszubringen. Ursprünglich war geplant, mit einer Ausstellung die Gründung und Entwicklung der Altstadtfreunde Revue passieren zu lassen. Weil dies ebenso wie viele andere Veranstaltungen nicht möglich war, möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser, einladen, uns mit diesem Altstadtbrief gemeinsam auf den Weg zu machen durch 40 Jahre Altstadtfreunde e.V. Die Auswahl aus dem umfangreichen Archiv des Vereins, das nicht nur aus allen bisherigen Altstadtbriefen besteht, ist uns nicht leicht gefallen. Glauben sie mir, viele Bilder, die hier nicht abgedruckt sind, hätten eine Veröffentlichung verdient. Den Altstadtbrief machen aber nicht nur Bilder aus, sondern ebenso die zahlreichen Beiträge, die darin zu lesen sind. Damit auch Sie an der Gesamtheit der Inhalte aller Altstadtbriefe teilhaben können, ist unser Ziel, in nächster Zeit möglichst das gesamte Material auf unserer Website bereitzustellen. Wenn man sich mit vier Jahrzehnten Altstadtfreunde beschäftigt und beim Durchlesen der Altstadtbriefe feststellt, mit welcher Leidenschaft sich alle Beteiligten seit Jahrzehnten für die Altstadt eingesetzt haben, ist das für uns als aktueller Vorstand ein großer Ansporn, diese Arbeit fortzuführen und für die Belange der Altstadt Sorge zu tragen.

Die Prägenden: Schwarz und Hensler

In den 40 Jahren Vereinsgeschichte bin ich erst der vierte Vorsitzende. Mein Vorgänger und Mentor Hansjürg Hensler sowie die allererste Vorsitzende Gertrud Schwarz – liebevoll auch „Altstadt Traudl“ genannt (siehe nebenstehenden Artikel) – haben unseren Verein stark geprägt. Ebenso Hans Bader, der Nachfolger von Frau Schwarz, war ein Streiter den Verein, wenn auch nur drei Jahre lang. Zwei Namen verbindet man besonders mit den Altstadtfreunden: Schwarz und Hensler. Beide haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist. Ein Verein, der sich nicht verbiegen lässt, der Stellung bezieht, wenn es darauf ankommt, und zugleich auch Alternativen bietet, wenn Dinge nicht so laufen, wie sie sollten. Hansjürg war bekannt für seine prägnaten Aussagen wie zum Beispiel das

VERSPÄTETE AUSGABE

Lockdown-bedingt hat sich die Produktion diese Sonderausgabe organsiatorisch, personell und durch Lieferengpässe leider mehrfach verzögert. Wir bitten um Ihr wertes Verständnis.

„Betonmikado am Rathaus“, wie er die Steinquader bezeichnete, die am Platz vor dem Ponikauhaus unsere Partnerstädte symbolisieren. Frau Schwarz wird vielen in Erinnerung bleiben, nicht nur, weil sie auch im hohen Alter noch öffentliche Veranstaltungen besuchte und dort bei Diskussionen ihr langjähriges Wissen einbrachte. Manch einer staunte, wie detailliert sie Vieles noch wusste. Beide waren sie Unikate, und wenn ich an sie denke, zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht und ich empfinde Dankbarkeit, dass sie sich mit so großem Engagement für unsere Altstadt eingesetzt haben. Leider sind beide nicht mehr unter uns. Frau Schwarz verstarb erst Anfang Dezember letzten Jahres unerwartet.

Die Burghalde: Herzensangelegenheit und Vertröstungen

Hansjürg Hensler, Vorsitzender 1992 - 2010

Beiden war die Burghalde eine Herzensangelegenheit. Diese Leidenschaft teile ich. Deshalb kämpfe auch ich seit nun schon über zehn Jahren für eine Aktivierung der Burghalde. Einiges Positives wurde bereits realisiert, z.B. der Kinderspielplatz oder der Märchensommer vom Theater Kempten. Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite 

von Ralf Lienert

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ertraud Schwarz, in Kempten als die Altstadt-Traudl vielen Mitbürgern bekannt, war die erste Vorsitzende des Vereins der Altstadtfreunde. Am 1. Dezember 2020 ist sie im Alter von 91 Jahren in ihrem Elternhaus an der Burgstraße gestorben.

Sie galt als Kämpferin für die Altstadt und machte sich bis zu ihrem Tod Gedanken über die Entwicklung der Stadt. Zuletzt über die Zukunft von Allgäuhalle, Sparkassenquartier, Seilbahn und öffentlichen Toiletten. Die Altstadt-Traudl war aber auch immer Zeitzeugin für die große Spanne zwischen Weimarer Republik und dem wiedervereinigten Deutschland. Wie oft erzählte sie über ihre Kindheit mit acht Geschwistern, ihr Pflichtjahr im Dritten Reich, den Einmarsch der US-Armee 1945 und ihre Ausbildung in der Stiftsstadt. Dort hatte sie ihren Mann Johann kennen und lieben gelernt. Beide heirateten 1950 in der Basilika und zogen in der Burgstraße ein, wo die junge Mutter im familieneigenen Milchladen mitanpackte. 1977 organisierte sie mit den Herren Opitz aus dem Ankergässele und Herz vom St.-Mang-Platz das erste Altstadtfest. Schnell erkannten die Herren den unbändigen Willen und die Durchsetzungskraft der Kauffrau. Als Vereinsvorsitzende klopfte sie am Rathaus an und sagte zu OB Dr. Josef Höß: Sie sind der Diener der Stadt und ich ihre Magd. Bis 1989 stand sie an der Spitze der Altstadtfreunde und auch danach pflegte sie einen engen Kontakt mit der Stadtspitze: „Wir haben aber nie gestritten, sondern immer nach einem Weg gesucht.“ Ihre Wünsche verteilte sie nicht nur an ausgewählte „Macher“ der Stadt, sie pflegte auch ein breites Netzwerk und lud Politiker, Unternehmer und Heimatfreunde in ihre gute Stube ein. Dort zeigte sie die Entwicklung der Altstadt und des 1972 vergrößerten Kemptens auf. Für jeden Gast waren dies kurzweilige und eindrucksvolle Stunden. Jetzt hat sie sich verabschiedet mit dem Satz: „Alter und Fortschritt kann man nicht verhindern. Mit guten Taten aber vieles lindern.“


Ausstellung von Studentenentwürfen für die Burghalde Ich erhoffe mir, dass die Arbeiten der Architekturstudenten über die Burg­ halde dazu beitragen, dass Thomas Kiechle derjenige Oberbürgermeister sein wird, der ein Gesamtkonzept für die Burghalde in Auftrag gibt. Die Ausstellung der Arbeiten soll im Mai 2021 im ehemaligen Reglerhaus in der Webergasse stattfinden. Wir werden sehen, ob die Ideen der Studenten zu einem der Hauptschauplätze unserer langen Kemptener Geschichte die Initialzündung bewirken, die ich mir wünsche. Seit 40 Jahren ist die Burg­halde ein Hauptthema aller meiner Vorgänger, und ebenso lange hören die Altstadtfreunde immer nur Vertröstungen. Hauptargument gegen umfangreiche und allumfassende Konzepte waren seither finanzielle Aspekte unterschiedlicher Couleur. Selbst der Vorschlag der Altstadtfreunde, einen Masterplan zu entwickeln, um daraus Einzelmaßnahmen ableiten zu können, wenn dann Geld vorhanden wäre, wurde nie wirklich motiviert aufgenommen. Wie wir aus dem Projekt „Iller erleben“ wissen, sind die Kos-

Kulturbrache auf der Burghalde: Nur wenige Ausnahmen geben den Zuschauerrängen der Freilichtbühne noch ihren Sinn zurück – dank Einzelinitiativen wie dem Märchensommer der Kemptener Theaterdirektorin Silvia Armbruster. Foto: Ulrike Rottenburger / T:K

ten für einen professionell durch Architektenbüros erstellten Masterplan für eine Stadt in der Größe Kemptens überschaubar.

Wo fängt die Altstadt an und wo hört sie auf? Für uns als Vorstand und aus städtebaulicher Sicht ist die Altstadt längst nicht nur der innere Kern rund um das Rathaus bis zur Illerstraße oder bis unterhalb der Burghalde. Sie erstreckt sich demnach hoch bis zur Keselstraße. Ebenso gehört jenseits der Iller die Füssener Straße dazu.

Deswegen ist für uns nicht nachvollziehbar, warum man bei der Bauverwaltung nach der Burghalde in südlicher Richtung aufhört, sich Gedanken über die Gestaltungsqualität der Wohnbebauung zu machen.

Für die Altstadt-Süd fehlt ein Bebauungsplan Ein Beispiel dafür ist das geplante Containerhaus in der südlichen Altstadt in der Dornstraße und die damit verbundene Fällung einer offensichtlich gesunden 100-jährigen Rosskastanie. Wir machen nicht mal

für diesen konkreten Fall jemanden einen Vorwurf. Denn in diesem Bereich gibt es keinen Bebauungsplan. Somit greift Paragraph 34 des Baugesetzbuches (BauGB), der besagt, dass ein Vorhaben zulässig ist, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung sowie der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die aktuelle Thematik hat ihre Ursachen viele Jahre bis Jahrzehnte früher, denn bei der Stadtverwaltung fühlte sich in der Vergangenheit keiner wirklich dazu berufen, sich der Sensibilität des Bauens im Bereich der Altstadt südlich der Burg­halde anzunehmen. Eine spezielle Satzung für die baulichen Zeitzeugen des Arbeiterwohnens und der Industriekultur in der Altstadt oder auch eine zielgerichtete Erweiterung der bestehenden Altstadtsatzung, die zudem einen Baumschutz gewährleistet, wären hier hilfreich. Dass dies mit Aufwand verbunden ist und nicht mal nebenbei gemacht werden kann, keine Frage. Aber dem gegenüber steht der Nutzen einer solchen Sat-

zung, die ausufernden Bauanträgen gerade auch im Falle von Nachverdichtungen Einhalt gebietet.

Normalität im Lauf von 2021 Ich möchte dieses Jahr gar nicht, wie in den Jahren zuvor üblich, einen mehrseitigen Bericht des Vorsitzenden präsentieren. Das Jahr 2020 – wie nun ebenso dieses neue Jahr – wirkt gefühlt auf unser aller Aktivitäten wie ein mächtiger Bremsklotz, und wir können nur hoffen, dass wir im Spätsommer wieder einigermaßen einen Normalzustand erreichen und all unseren verschiedenen Engagements wieder nachkommen können. Wie sagt man auch so schön: „Bilder sagen mehr als 1000 Worte.“ Deshalb viel Spaß beim Durchblättern und Durchlesen dieser Sonder­ edition des Altstadtbriefes 2020 zu unserem 40. Geburtstag. Im Namen des Vorstandes wünsche ich Ihnen Gesundheit und Zufriedenheit – insbesondere und gerade für dieses neue Jahr. Bleiben Sie gesund. Herzlichst, Ihr Dietmar Markmiller

Mit oder ohne Kultur: Wie wollen wir in unserer Stadt leben? von Stephan A. Schmidt, Vorsitzender artig e.V.

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ühnen für Musiker, Schauspieler und Poeten: geschlossen. Ausstellungsflächen und Ateliers: dicht. Kinos ebenso. Im Land der Dichter und Denker ist für Dichter kein Platz, und viele Denker sprechen nur deswegen nicht von der größten Katastrophe für die Kultur seit Mitte des letzten Jahrhunderts, weil ja irgendwann nach Lockdown Nr. 4 oder 5 die Türen wieder öffnen werden. Doch auf die Frage, ob der Spuk dann ein Ende hat, gibt es eine beängstigende Antwort: mit ziemlicher Sicherheit nicht. Denn bis dahin werden etliche Türen sowie dahinter die Räume und deren Akteure fehlen. Klar, der Trümmerhaufen heute ist nicht der von damals, aber auch nach 2020 und 2021 wird der Tanz darauf kein lustiger sein. „Corona“ verändert nichts, es beschleunigt nur und kristallisiert Entwicklungen, die bereits zuvor vorhanden waren. Wie z.B. in der Digitalisierung, im Online- und Einzelhandel, im Gesundheitswesen, und so auch in der Kultur. So wie es noch nie ein Zurück in eine „gute alte Zeit“ gab, so wird es keines in die Normalität vor Corona geben. Dazu ist zu viel kaputtgegangen. Und es wird noch mehr kaputtgehen, auch aufgrund schrumpfender öffentlicher wie privater Gelder. In den kommenden Verteilungskämpfen im Kommunalen, z.B. zwischen Sport, Kultur, Feuerwehr oder City-Management, für den Schuldenabbau oder das Gesundheits- und Sozialwesen, braucht es mehr als zuvor Politiker mit Blick für das Ganze, und nicht für die, die am lautesten schreien. Wobei es oft meine Kritik an den „Kulturellen“ war, dass sie am leisesten jammern, und zudem jeder für sich, statt sich endlich vor Ort ähnlich ei2 nem Stadtsportverband zu ei-

ner starken Stimme zu vereinen. Auch bundesweit wird ein solcher Schulterschluss nun, wenn auch wohl zu spät, unter Kulturschaffenden besprochen. Dazu ganz konkret aus meinem Umfeld: Der Exodus Kulturschaffender hat spätestens seit Herbst 2020 begonnen, und ich rede nicht von Zehn, sondern von bald Hunderten im Allgäu: Hier der studierte Profimusiker, der zum Schreiner umschult, da die extrem wachsende Zahl an Online-Kleinanzeigen auch für hochwertige gebrauchte Instrumente, dort die Schauspielerin und der Bildhauer, die es zurückzieht in die Großstädte, in denen sie studiert haben, oder weil es dort (seit jeher) mehr Flächen, mehr Community oder Atelier- und Artist-in-Residence-Programme gibt. Und das nicht in bayerische Städte, denn die miesesten, langsamsten oder überhaupt keine Coronahilfen gab es in Bayern. Während Arbeitnehmer trotz Kurzarbeit fast automatisch auf 90 % ihrer Bezüge kamen, hieß es z.B. für Musiker, sie sollten doch erst mal die teure Geige verkaufen, um dann - was! - Harz IV zu beantragen. Währenddessen wurde ihnen gebetsmühlenhaft von Politkern aller Couleur bescheinigt, sie seien „systemrelevant“. Aber wie soll Kunst, wie sollen Kulturschaffende in einem System, das sie mit Berufsverbot belegt,

„relevant“ sein können? Zumal sich das „System“ real nur auf vegetative Grundfunktionen beschränkt – also auf den täglichen Neandertaler-Turnus Schlafen, Jagen (bzw. Lebensmittel einkaufen), Essen, Schlafen... Plus für die, die’s dürfen: arbeiten. Und wie soll man bitteschön „systemrelevant“ sein, wenn in Politikerinterviews bis hin zu Hygieneschutzverordnungen von vielem die Rede ist, aber von Kultur, von Bühnen und Museen wenn überhaupt - erst hinter Vergnügungtempeln und Bordellen? Wir „Kulturellen“ sind also ganz offensichtlich nicht systemrelevant, und vielleicht sollten wir das auch gar nicht wollen. Nichts desto trotz verkaufen sich viele, klammernd an einen letzten Strohhalm in einem wirtschaftsrelevanten System, als „Standortfaktor“ oder Teil einer millionenschweren „Creative Industries“. Eine Museumsmacherin aus Oberbayern sagte jüngst, sie wäre bald lieber Pfarrerin oder Stadtparkgärtner, denn da müsste sie ihren Job nicht als Standortfaktor und systemrelevanten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt verkaufen oder gar für Park oder Kirche auch noch Eintritt verlangen. Stattdessen kam ein Stadtrat mit dem Vorschlag, dass sie doch über ihre Besucherzahlen eine Grafik der Übernachtungszahlen aus dem Tourismus­

Nach 34 Jahren Leerstand seit Oktober 2020 ein neuer Ort auch für Kultur: Die Zwischennutzung des „Regler“ durch das architekturforum allgäu hat begonnen. Foto: Hermann Rupp

amt legen solle – vielleicht sehe man ja dann, was Kultur bewirke. Allen anderen aber stellt sich die grundlegende Frage: Wie wollen wir in Zukunft in unserer Stadt miteinander leben – und das auf auch ohne Corona schrumpfenden Kulturflächen? (siehe Tabelle unten) Alleine, nur zwischen Steinen und unter Dächern, nur schlafen, arbeiten, shoppen und essen? Oder mit Kultur und Künstlern, die

uns jenseits von Dschungelcamp und Nachrichten Visionen oder Geschichten erzählen, die – zumindest bisher – von Generation zu Generation die Erinnerung weitergeben, was man kritisch sah oder wovon man träumte? Wir müssen reden, nicht nur wegen Corona: Über die Zukunft einer Einkaufsstadt, und wie wir darin zusammen leben wollen – nicht nur vegetativ, sondern in und mit Kunst und Kultur.

Kulturflächen in Kempten 2000 – 2020: Eine Inventur Die Bevölkerung wuchs seit 2000 um rund 15 %, aber wachsen auch Kleinkunst- und große Bühnen sowie Räume für zeitgenössische, also lebende Künstler*innen? (statt toten Römern) – Zeit also für eine Inventur: Nachfolgend nicht berücksichtigt sind Flächen, die keiner regelmäßigen Bespielung auch durch hiesige Kulturschaffende (z.B. das neue Kempten Museum) oder überwiegend kommerzieller Unterhaltung (BigBox, Diskotheken u.ä.) dienen.  Minus

 Plus

2003  Haus International, Beethovenstr. 200x  Freilichtbühne Burghalde: stetig weniger Kulturveranstaltungen 200x  Allgäuhalle: stetig weniger Events 2006  Klim Bim (mit kl. Bühne), Burghaldegasse 2007  Live Club, Thomas-Dachser-Str. 2008  Altstadt-Engel, Bäckerstr. (seit 1472, mit kl. Bühne) 2008  Razzmatazz (Kolpinghaus) 2009  Connies Bar (kl. Konzerte, Lesungen), Bäckerstraße 2009  Wirtshaus Valentin, An der Sutt, mit kl. Bühne: Im nachfolg. Irish Pub finden kaum Konzerte statt. 2012  Galerie am Fürstenhof 2013  Klecks am Hofgarten (mit Bühne) 201x  Jugendzentrum: immer weniger Konzerte 201x  Ritterkeller, Burgstraße: immer weniger Konzerte 2017  Tafelhaus Kempten, Beethovenstr. 2019  Foyer zum Hofgartensaal: Miete inzwischen unbezahlbar 2019  Galleria Müßiggengelzunfthaus 2019  Kornhaus (Wiedereröff. 2022 mit mehr Flächen, vermutl. teurer für gehobenere Veranstaltungen, „Kunstgewölbe“ im UG fällt weg) 2019  Stiftsmälzerei / Kunsthalle: Gewölbekeller im UG der SMS wird nicht mehr für Kultur genutzt 2020  Kunstarkaden (Sparkasse)

2001  Kempodium, Untere Eicher Str. 2003  Künstlerhaus, Beethovenstraße 2004  Haus International, Poststraße

2007  Stadttheater Sanierung u. Ausbau

2012  Galerie Kunstreich, Schützenstr.

2016  Theaterwerkstatt, Franz-Tröger-Str. 2017  U1 Underground Art Project in der Freudenbergunterführung 2017  13th Floor Kulturetage Parkhotel 2018  Kunstarkaden (Sparkasse) 2019  Der Salon, Müßiggengelzunfthaus

2020  Lollipop, Kulturraum Freudental 2020  Haus der Baukultur, Webergasse


Stiefkind Bushaltestelle: Wenn die Fahrgäste im Dunklen oder im Regen stehen. von Dr. Michael Büssemaker

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elchen konstruktiven Beitrag leisten die Bushaltestellen, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern? Wie ausgeprägt ist die Barrierefreiheit einzelner Haltestellen? Wie sicher ist die Haltestelle für Alleingehende in der Dunkelheit? Entspricht die Ausstattung aktuellen Standards? Wo finden wir positive Beispiele im Altstadtgebiet? Diese und andere Fragen hat sich eine Arbeitsgruppe der Altstadtfreunde e.V. in Kempten gestellt. Das Team hat flächendeckend im Altstadtgebiet von Kempten alle Bushaltestellen, abgesehen vom ZUM besichtigt, bewertet und mit Maßnahmenvorschlägen versehen. Dies erfolgte nach einem einheitlichen, von den Altstadtfreunden ausgearbeiteten Bewertungsmuster. Die Besichtigungen haben tagsüber, zu Verkehrsspitzenzeiten und in den Abendstunden stattgefunden. Dietmar Markmiller, Vorsitzender: „Wir haben bei der Haltestelle vor dem historischen Rathaus höchste Priorität der Nachrüstung gesehen. Bei drei weiteren Halte-stellen im Altstadtbereich sehen wir ebenfalls Handlungsbedarf. Wir empfehlen in einem Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Kempten in einer angemessenen Zeit eine deutliche Verbesserung; dies kann auch in kleinen Schritten erfolgen“. Die Altstadtfreunde sind sich einig, dass in der Innenstadt nicht Maßstäbe von Neubaugebieten auf der grünen Wiese anzulegen sind. „Haltestellen im Altstadtbereich standardgerecht auszubauen oder nachzurüsten, ist immer ein Kompromiss zwischen Platzmangel, denkmalgeschützter Umgebung und hoher Dichte vieler Aktivitäten“, so Dr. Michael Büssemaker, Initiator der Haltestellenaktion.

Haltestelle „Rathaus“: Keine Überdachung, keine Barrierefreiheit, schwieriges Pflaster, keine Beleuchtung

Haltepunkte „Residenz / Pfeilergraben“ im hoch frequentierten Stadtbereich: vier Haltepunkte in enger Folge, keine Überdachungen (Vordach Kaufhof ist kein Ersatz), keine Barrierefreiheit

für Alleingehende in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Welche vier Haltestellen schlagen die Altstadtfreunde mit abgestuften Prioritäten zur Aufwertung vor? Haltestelle „Rathaus“ mit vorrangigem Handlungsbedarf, Haltestelle „Illerstraße“ in Fahrtrichtung Illerbrücke, mehrere Haltepunkte „Residenz / Pfeilergraben“ sowie „Parktheater“.

zone und wichtige Dienstleistungseinrichtungen. Vorgeschlagen wird eine völlige Neuordnung mit transparentem Unterstand, einem barrierefreien Zugang, eine bessere Beleuchtung und Fahrradständern.

Vorgeschlagen wird, die in Fahrtrichtung Illerbrücke gelegene Haltestelle etwa 100 m in Richtung Stadttheater zurückzuverlegen. Hier ist durch eine Ausbuchtung der historischen Stadtmauer ausreichend Spielraum für

Haltestelle „Rathaus“ Bei der Wertigkeit des Standortes ist diese Haltestelle eine Zumutung für alle Beteiligten, die das historische Rathaus, die Bürgerinformation, das Bürgerbüro der Stadt, Teile der historischen Altstadt, die Freitreppe und die Kneipenszene anstreben. Die Haltestelle besteht aus einer Beschilderung, Untergrund aus Kopfsteinpflaster, einem schwer lesbaren Fahrplan und einer nicht überdachten Sitzbank. „Weder eine Visitenkarte für unsere Stadt noch für das Bussystem“, so die Altstadtfreunde. Vorgeschlagen wird ein transparenter, verglaster Unterstand, ohne dass das denkmalgeschützte Rathaus angegriffen wird, ein barrierefreier Untergrund mit erhöhtem Einstiegsbereich, eine Kenn-

Haltestelle „Illerstraße / Mühlberg“: Weniger Ausstattung geht kaum, für eine konstruktive Nachbesserung fehlt der nötige Platz. 100 m weiter nördlich ist Platz für mehr Spielraum.

einen transparenten Wetterschutz, für Fahrradständer und eine barrierefreie Ausgestaltung gegeben.

Haltestelle „Parktheater“ „Erbärmlicher geht es kaum“, so die Altstadtfreunde: eine Busspur und eine Beschilderung mit Fahrplan. Es fehlen ohne Platzmangel Sitzmöglichkeiten sowie ein transparenter Unterstand. „Wir haben es hier nicht mit irgendeiner Haltestelle zu tun; in der Nachbarschaft befinden sich Einrichtungen des gesellschaftlichen Lebens, die Zugänge zur Fußgänger-

Haltestelle „Residenz / Pfeilergraben“ In enger Abfolge von insgesamt 100 m gibt es hier vier Haltepunkte, nur teilweise mit Sitzbänken und Mülleimern ausgestattet. Es fehlen an allen Haltepunkten transparente Überdachungen und barrierefreie Zugänge. Die Altstadtfreunde: „Eine Überdachung des Fußwegebereichs durch die Firma Kaufhof ist kein Ersatz für Haltestellendächer.“ Der Standort in Nähe von Residenzplatz, Wochenmarkt, zu hoch-

Haltestelle „Burgstraße / Freudental“: ein positives Beispiel unter den Aspekten Platzbedarf, Sicherheit, Ausstattung und Barrierefreiheit

Es geht den Altstadtfreunden nicht nur darum, Situationen zu kritisieren und Veränderungen vorzuschlagen. Auch positive Beispiele werden gewürdigt. Dazu zählt die Haltestelle „Burgstraße / Freudental“. Er entspricht den gängigen Regeln der Platz­aufteilung, der Barrierefreiheit, der Ausstattung und der Sicherheit

zeichnung des Haltestellenumfeldes als Parkverbotszone und eine bessere Ausleuchtung der Umgebung.

Haltestelle „Illerstraße / Mühlberg“ Hier ist als Folge der räumlichen Enge auf den Gehwegen wenig Spielraum einer deutlichen Verbesserung.

Haltestelle „Parktheater“: Wenig attraktiv, keine geordnete Haltestelle, fehlende Überdachung, keine Barrierefreiheit. Aber großer Spielraum für eine völlige Neuordnung.

wertigen privaten und öffentlichen Einrichtungen und dem Kopfbereich der Fußgängerzone verdient mehr als nur eine Beschilderung mit Sitzmöglichkeiten. Die Altstadtfreunde wünschen überdachte Wartebereiche und eine barrierefreie Gesamtsituation. Die Maßnahmen an allen vier Orten brauchen Vorbereitungszeit und sind nicht zum Nulltarif zu haben. Aber es gibt erste kleinere Lösungen, die mit geringen Kosten verbunden, unbürokratisch zu erledigen sind und punktuelle Verbesserungen darstellen. Dazu zählen Piktogramme auf der Fahrbahn, lesbare Fahrpläne auch für Rollstuhlfahrer, präzisere Beleuchtungen und Parkverbotsschilder im Umfeld. Unabhängig davon stellt sich die Frage, weshalb vor dem Stadttheater in beiden Fahrtrichtungen keine Haltestellen existieren?

Bewertungskriterien waren u.a.: 1. Raumaufteilung • Aufenthaltsbereich (Größe) • Abstand Gebäude / Einstiegskante • Oberflächenbeschaffenheit • fehlende / mögliche Busbucht 2. Lage, Umfeld u. Sicherheit • sichere Erreichbarkeit (generell sowie für Alleingänger im Dunkeln) • Querungshilfe / Ampel • Piktogramme • Tempobegrenzung • Parkverbot beidseitig • Beleuchtung 3. Barrierefreiheit • Hochborde inkl. Abmessung • Blindenleitsystem • Bodenbelag rollstuhlgeeignet • Haltestellenumfeld barrierefrei • Höhe / Lesbarkeit Fahrplan 4. Fahrgastunterstand • vorhanden / Größe • transparent • Sitzbank 5. Kennzeichnung & Information • Beschilderung vorhanden / lesbar • Liniennummer und Fahrziele • Hinweis auf Schulbusse • Hinweis auf Sonderfahrten • Lesbarkeit u. Höhe Fahrplan • Ausleuchtung generell u. Fahrplan 6. Sauberkeit und Gepflegtheit • Zustand Haltestelle und Umfeld • Abfalleimer vorhanden 3 • Entwässerung


40 Jahre Altstadtfreunde – eine bemerkenswerte Bürgerinitiative von Herbert Singer, Geschäftsführer Sozialbau

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ehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann in Kempten eine erste Erneuerung alter Bausubstanz in der Stadt. Es war eine Pioniertat des Kemptener Oberbürgermeisters August Fischer, als er im Jahr 1955 von seinem Stadtbauamt einen Plan zur Sanierung der Kemptener Altstadt erstellen ließ und es 1958, zu einer Zeit großer Wohnungsnot, wagte, das ehemalige Gasthaus „Lamm“ an der Gerberstraße mit acht Wohnungen abbrechen zu lassen. Diese erste Maßnahme wurde der Sozialbau übertragen, die 1956 gegründet und erstmals auf dem Gebiet der Altstadtsanierung tätig wurde. Anstelle des alten Gemäuers entstanden 22 neue Wohnungen.

Modell Kempten Desolate Wohn- und Arbeitsverhältnisse hatten im Umfeld des Rathauses bereits um das J­ ahr 1955 erste Sanierungsmaßnahmen ausgelöst. Dank Anfangserfolgen wurde Kempten bundesweit zum Modell für die Stadterneuerung und erhielt 1963 erste Unterstützungen aus Fördermitteln. Zur Durchführung der Stadterneuerung wurde die Städtebau-Gesellschaft für Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen mbH als Tochter der Sozialbau gegründet. Sanierungsgebiete wurden festgelegt und zunehmend engagierten sich auch Privatleute, Investoren und Eigentümer für Kemptens Stadterneuerung.

Gründung der Altstadtfreunde In der Altstadt war die Sozialbau der hauptsächliche Investor. Und mit dem Erfolg wandten sich seit etwa 1963 immer mehr Bürger angesichts der Fördermöglichkeiten an den Sanierungsträger Städtebau, um ihre Altbauten in einem Betreuungsverfahren erneuern zu lassen oder andere Objekte zu erwerben. Allmählich gelang es, zahlreiche Bürger zur aktiven Mitwirkung an der Sanierung zu gewinnen. Doch mit dem Zuzug vieler Gastarbeiter in den 1960-iger Jahren wurde die Wohnungsnot abermals verschärft. Die Altstädter unter der Burg­ halde machten aus ihrer Besorgnis kein Hehl. Traudl Schwarz, später als „Altstadt-Traudl“ bekannt, erinnerte sich: „Die junge Generation war weggezogen, alte Leute hatten oft kein Geld, um ihre Häuser zu sanieren; sie vermieteten daher an Ausländer. Die Zustände unter der Burghalde wurden, nicht nur baulich, immer schlechter und waren schließlich beängstigend.“ Eine zukunftsorientierte, solide Stadtplanung musste sich um die baldige Lösung der Probleme unter der Burghalde kümmern. 1980 wurde „Unter der Burghalde“ zum Modell für die Integration ausländischer Mitbürger und zum neuen Sanierungsgebiet erklärt. 4 Aus altstädtischen Stamm-

die Vitalisierung der ehemaligen Spinnerei und Weber westlich der Iller engagiert. Wohnen, Leben und Arbeiten in einem Quartier, fußläufig zur Innenstadt und mit direkten Verbindungen in den grünen Naherholungsraum umzusetzen, waren die Herausforderungen. Um dieses Ziel zu realisieren, erwarb die Sozialbau das ehemalige Textilquartier an der Iller, bestehend aus der „Alten Spinnerei“, der früheren Weberei in der „SheddachHalle“ mit Schlichterei und der Pförtnervilla.

Alte Spinnerei

Die „SheddachHalle“ mit Ölturm und „Schlichterei“ im Vordergrund

tischrunden bildete sich noch im selben Jahr der Verein „Freunde der Altstadt Kempten e.V.“ unter Vorsitz von Traudl Schwarz. Die Stadt und die Städtebau GmbH unterstützten ein Zusammenwirken mit den Bürgern; es wurde ein Beratungsbüro für regelmäßige Sprechstunden mit einem türkischen Sozialpädagogen, einem Vertreter des Sanierungsträgers und einem städtischen Beamten besetzt.

Bemerkenswerteste Bürgerinitiative Die Erfolgsstory „Unter der Burghalde“ hätte allerdings nicht ohne die „wohl bemerkenswerteste Bürgerinitiative Kemptens in unserer Zeit“ geschrieben werden können, titelte die Allgäuer Zeitung 1988 über die „Altstadtfreunde“. Viele Aktivitäten der „Altstadtfreunde“ rüttelten damals tausende von Bürgern wach. Teils unbequeme Mahner blieben die Vereinsvorsitzenden Traudl Schwarz, Hans Bader und Hansjürg Hensler und forderten auch, die letzte unbewältigte städtebauliche Maßnahme der Altstadt, das „Schwanengelände“, zwischen Burgstraße und Bäckerstraße anzupacken. Die Vitalisierung des Quartiers „Unter der Burghalde“ im Herzen der Altstadt begann im Jahr 2003 mit dem Initialprojekt des IT-Unternehmens „Soloplan“ der Familie Heidl unter Federführung der Sozialbau und der darunter errichteten öffentlichen Quartiersgarage „Parkhaus-Altstadt“. Äußerst spektakulär verlief dabei die Umsetzung der denkmalgeschützten 500-jährigen Arkadenwand. Quellen: Altstadtsanierung Kempten, Herausgeber Sozialbau, 1970. Sanierung von Städten und Dörfern, Herausgeber Stadt Kempten, 2000

Lückenschluss an der Burgstraße Dass sich Altstadt und Moderne ausgezeichnet ergänzen lassen, hat die Sozialbau dann mit dem baulichen Lückenschluss - prämiert beim Baupreis Allgäu 2009 - zwischen „Soloplan“ und „Altstadt-Engel“ gezeigt. Mit dem als zeitgemäße Lochfassade altstadtgerecht gestalteten Dienstleistungsgebäude entstanden 2008/2009 rund 2.800 m² Nutzfläche für die Mieter „Telis-Finanz AG“ und „Barmer-GEK“ sowie 39 Privatstellplätze. Neue Arbeitsplätze konnten aufgrund

der Investition von Sozialbau für die Altstadt angesiedelt werden und aus früher unansehnlichen Hinterhöfen hat sich ein herrlich begrünter und ruhiger Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität entwickelt. Seit mittlerweile sieben Jahren präsentiert sich das zertifizierte Passiv-Bürohaus S4, An der Stadtmauer 4 - prämiert beim Baupreis Allgäu 2013 und 2015 ausgezeichnet mit dem bedeutenden Thomas-Wechs-Preis - als zukunftsweisendes Bürogebäude in der Kemptener Altstadt. Als Passivhaus energetisch hochwertig gebaut, verfügt es über 2.600 m² Bürofläche; es heizt ressourcenschonend mit Grundwasserwärme. Dies überzeugte auch Siemens als Premiummieter und weitere angesiedelte Top-Firmen, die das moderne Tagungszentrum mit Empfangsservice und Platz für bis zu 140 Personen samt Catering-Service sehr schätzen. 122 Parkplätze in der öffentlichen Quartiersgarage „Parkhaus-Altstadt“, direkt unter dem Bürogebäude, optimieren zwischenzeitlich die Infrastruktur für das umliegende Altstadt-Quartier bis zum St.-Mang-Platz. Auch in die denkmalgeschützten Gebäude Bäckerstraße 9, ehemals „Schwarzer Adler“ für die Nutzung durch den Stadtjugendring, sowie in die Modernisierung des „Altstadt-Engels“ an der Burgstraße 2 hat die Sozialbau kräftig investiert. Zum St.-Mang-Platz hin konnte die Sozialbau die ganzheitliche städtebauliche Entwicklung mit der Sanierung der ehemaligen „Rosen-Apotheke“, einem Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert, und der Bäckerstraße 25 im Jahr 2011 abschließen. Das Fazit für das „Schwanengelände“ ist hoch erfreulich: Insgesamt rund 20 Mio. Euro hat die Sozialbau auf dem Areal zwischen Burg­straße und Bäckerstraße investiert, um 9.000 m² zukunftsorientierte Dienstleistungsflächen und 180 öffentliche und private Tiefgaragenstellplätze entstehen zu lassen. Rund 350 neue Arbeitsplätze beleben seither die Reichsstadt und schaffen wieder Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Neues Leben an der Iller – Keselstraße Nicht unmittelbar in der Altstadt, aber nicht minder ambitioniert, hat sich die Sozialbau in den Erhalt und

Die historisch wertvolle, denkmalgeschützte „Alte Spinnerei“ wurde ab 2013 saniert. Herausfordernd war dabei, die einzigartigen Holzbalkendecken und Stützenkonstruktionen mit Kapitellen, die durch die Belastung mit Webstühlen bis zu 25 cm durchgebogen waren, wieder in die Waage zu heben und zu ertüchtigen. 2014 konnten die ersten Mieter in den Nordteil des Gebäudes einziehen, bis 2016 erfolgte die komplette Fertigstellung als modernes Büro-, Schulungs- und Arbeitsgebäude auf rund 4.000 m² Nutzfläche.

Revitalisierung Sheddachhalle Als weiterer Baustein wurde der südliche Anbau der „SheddachHalle“, die „Schlichterei“, mit rund 800 m² Fläche im Jahr 2017 saniert, um hier das „Digitale Gründerzentrum Allgäu“ unterzubringen. Sensibel wurden Einbauten und Konstruktionen wiederverwendet, Neuinstallationen Aufputz gesetzt und Fehlstellen bewusst gezeigt, um den Industriecharakter soweit wie möglich zu erhalten. Das digitale Gründerzentrum steht Startup-Unternehmen als „coole“ Location mit 16 Arbeitsplätzen samt Veranstaltungs-

So sind 46 neue Loftwohnungen als Mietwohnungen entstanden, die in dieser Form und Lage im Allgäu einzigartig sind. Die denkmalgeschützte Klinkerfassade blieb erhalten. Die Rundbogenfenster wurden passend zur Fassade neu erstellt, die Oberlichter der Sheddächer wieder geöffnet. Zusätzliche Aufenthaltsqualität schaffen zwei Quartiersplätze sowie ein Kinderspielplatz. Mit einer Tiefgarage für 80 Pkw sowie viel Platz für Fahrräder werden bisherige Parkplatzengpässe des gesamten Quartiers Keselstraße im Untergeschoss der „SheddachHalle“ mit beseitigt. Seit Sommer 2019 sind die 46 Loft-Wohnungen bezogen. Als abschließender Quartiersbaustein wurde die ehemalige Pförtnervilla zu einem hochwertigen Bürogebäude umgebaut und saniert, die Gründerzeit-Fassade behutsam restauriert. Die 450 m² Nutzfläche auf drei Etagen konnte im Herbst 2018 den neuen Nutzern übergeben werden. Im Herbst 2019 hat die Sozialbau an der „Keselstraße“ ein modernes Wohn-, Kreativ- und Dienstleistungsquartier vollendet, in welchem Denkmalschutz bestens mit den Ansprüchen an hochwertiges Wohnen und Arbeiten vereint wurde. Die Gesamtinvestition als Anlagevermögen der Sozialbau für das Quartier beläuft sich auf rund 30 Mio. Euro.

Sozialbau erhält begehrte Immobilienpreise

Mit gleich zwei begehrten Immobilien-Preisen wurde die Sozialbau im September 2020 für ihr Engagement in Kemptens Stadtquartiere ausgezeichnet. Der Präsident, Axel Gedaschko, des Spitzenverbandes der deutschen Wohnungswirtschaft in Berlin, würdigte konkret drei außergewöhnliche Projekte mit 180 Wohnungen von Sozialbau, die bezahlbares Bauen und Wohnen in Kempten ermöglichen: die „SheddachHalle“ der ehemaligen Weberei aus 1890, „Wohnen im Calgeer-Park“ als Revitalisiertes „Schwanengelände“ zwischen Burgstraße und Umnutzung des Bäckerstraße ehemaligen Labühne zur Verfügung. Das Konzept zaretts aus 1935 und das „MehrGeist so erfolgreich, dass bis Sommer nerationenWohnen“ in Thingers als 2021 auch der noch zu sanierende städtebauliche Erneuerung anstelle Ölturm für Neugründer fertigge- eines Parkhauses aus den 1970iger stellt wird, um weitere Arbeitsplätze Jahren im innovativen „Kemptener Modell“. Den Bayerischen Denkmalzu schaffen. Parallel wurde das Herzstück, die pflegepreis 2020 in Silber erhielt die Industriehalle der ehemaligen We- Sozialbau für die Revitalisierung der berei mit ihren prägnanten Shed- „Alten Spinnerei“ als modernes Büdächern, zu neuem Leben erweckt, rogebäude an der Iller. Im November dieses Jahres bekam ohne den historischen Charme der Industriearchitektur zu zerstö- die Sozialbau den renommierten ren. Die alte Stahlkonstruktion der Denkmalpreis des Bezirks Schwa„SheddachHalle“ wurde bis auf die ben 2019 für die denkmalpflegeriBodenplatte vollständig zurück- sche Sanierung und Umnutzung der gebaut und hunderte Stahlstützen „SheddachHalle“ und Schlichterei und Träger zwischengelagert. Nach zuerkannt. Auch beim 1. Deutschen Errichtung einer neuen Bodenplatte Immobilienpreis der „immowelt“ wurde die sandgestrahlte, neu be- IT-Plattform sprang die „Sheddachschichtete Konstruktion aufwändig Halle“ unter über 1.300 Mitbewerwiederaufgebaut und die raffiniert bern in der Kategorie „Projekt des geplanten Galerie-Wohnungen ein- Jahres“ auf den hervorragenden zweiten Platz. gebaut.


40 Jahre

Über uns: Altstadtbrief Nr. 01/1980

1980 - 2020

für eine lebenswerte Altstadt Kemptens Geschichte im Spiegel des Altstadtbriefes

N

iemand kann die Geschichte der Altstadtfreunde und zugleich auch die jüngere Geschichte der Altstadt selbst besser erzählen und im wahrsten Sine des Wortes widerspiegeln, als der Altstadtbrief mit seinen bisher 46 Ausgaben seit 1980 – und das in dieser 47. Ausgabe ganz klassisch in schwarzweiß (natürlich nur farblich, nicht aber inhaltlich). Auf den folgenden Seiten haben wir Ihnen eine Auswahl verschiedenster Themen zusammengestellt, die die Menschen seit 40 Jahren bewegen und die Stadtansichten aufzeigen, die die Jüngeren unter uns schon nicht mehr kennen.

Sie möchten zu einem unserer vergangenen oder aktuellen Themen mehr erfahren? Die Altstadtbriefe der letzten 20 Jahre finden Sie auf www.altstadtfreunde-kempten.de unter Downloads sowie die jüngeren Ausgaben zum Durchblättern direkt am PC unter www.issuu.com/altstadtfreunde-kempten. Nun wünschen wir Ihnen eine spannende wie vielfältige Entdeckungsreise durch die jüngere der insgesamt mehr als 2000 Jahre währenden Geschichte unser aller Stadt, in der wir gut und gerne miteinander leben wollen.

Über uns: Altstadtbrief Nr. 02/1981

Über uns: Altstadtbrief Nr. 07/1983

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Burghalde: Altstadtbrief Nr. 11/1985

Über uns: Altstadtbrief Nr. 10/1985

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 23/1996

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Burghalde: Altstadtbrief Nr. 19/1992


Burghalde: Altstadtbrief Nr. 24/1997

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 23/1996

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 24/1997

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 03/1988

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 31/2004 >>

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>> Fortsetzung Burghalde: Altstadtbrief Nr. 31/2004

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 31/2004

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 37/2010 >>

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Burghalde: Altstadtbrief Nr. 32/2005


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Burghalde: Altstadtbrief Nr. 41/2014

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 40/2013

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 41/2014 >>

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Burghalde: Altstadtbrief Nr. 41/2014

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 41/2014

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 45/2018


Burghalde: Altstadtbrief Nr. 45/2018

Burghalde: Altstadtbrief Nr. 45/2018

Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 03/1981

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Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 03/1981

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Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 12/1986

Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 09/1984

Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 14/1987


Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 16/1989

Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 23/1996

Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 17/1990

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Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 18/1991

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Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 37/2010

Altstadtsanierung: Altstadtbrief Nr. 37/2010


Iller - Pflege und Reaktivierung: Altstadtbrief Nr. 13/1987

Iller - Pflege und Reaktivierung: Altstadtbrief Nr. 26/1999

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TENS e.V. FREUNDE DER ALTSTADT KEMP

24. Jahrgang

18

Nr. 30 / 2003

Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 10/1985


Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 10/1985

Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 11/1985

Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 17/1990

19


Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 42/2015

20


21


22


23


Historie: Altstadtbrief Nr. 20/1993

24

Historie: Altstadtbrief Nr. 17/1990


Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 11/1985

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26


Gerberstraße: Altstadtbrief Nr. 32/2005

27


28

Die Chapuis-Villa: Altstadtbrief Nr. 21/1994 >>


>> Fortsetzung Die Chapuis-Villa: Altstadtbrief Nr. 21/1994

Die Chapuis-Villa: Altstadtbrief Nr. 22/1995

29


Beginenhaus: Altstadtbrief Nr. 29/2002

30

Beginenhaus: Altstadtbrief Nr. 28/2001

Beginenhaus: Altstadtbrief Nr. 29/2002 >>


>> Fortsetzung Beginenhaus: Altstadtbrief Nr. 29/2002

Doppelstadt Kempten >>

31


>> Fortsetzung Doppelstadt Kempten

Der Schlangenbach: Altstadtbrief Nr. 26/1999

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>> Fortsetzung Der Schlangenbach: Altstadtbrief Nr. 26/1999


>> Fortsetzung Der Schlangenbach: Altstadtbrief Nr. 26/1999

Parken & Verkehr: Altstadtbrief Nr. 11/1985

Das Schwanengelände: Altstadtbrief Nr. 34/2007 >>

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St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 22/1995

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St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 25/1998

>> Fortsetzung St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 28/2001

St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 28/2001 >>

>> Fortsetzung St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 28/2001

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>> Fortsetzung St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 28/2001

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St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 30/2003 >>

>> Fortsetzung St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 28/2001

>> Fortsetzung St.-Mang-Platz: Altstadtbrief Nr. 30/2003


>> Fortsetzung St.-Mang-Platz:

Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 12/1986 >>

>> Fortsetzung Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 12/1986

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Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 14/1987 >>

>> Fortsetzung Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 14/1987

Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 17/1990

Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 18/1991


Beitrittserklärung Ich trete mit Wirkung vom DATUM dem Verein FREUNDE DER ALTSTADT KEMPTENS e.V. bei. VORNAME

NAME

GEBURTSDATUM

STRASSE

HAUSNUMMER

PLZ

WOHNORT

TELEFON

E-MAIL

Der Jahresbeitrag für Einzelpersonen beträgt 20,- Euro. Gläubiger-Identifikationsnummer DE87ASF00000663823

Mandatsreferenz ___________________ (wird vom Verein ausgefüllt)

SEPA-Lastschriftmandat Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 21/1994

Ich ermächtige den Verein Freunde der Altstadt Kemptens e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom Freunde der Altstadt Kemptens e.V. auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. NAME, VORNAME KONTOINHABER NAME DER BANK

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DE_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ UNTERSCHRIFT

DATUM, ORT

Bitte senden Sie dieses Formular ausgefüllt per Post oder Fax an: Freunde der Altstadt Kemptens e.V. • Vogtstraße 8 • 87435 Kempten • Fax: 0831-5128727 Falls Sie diese Zeitung nicht zerschneiden möchten, nutzen Sie bitte die Beitrittserklärung zum Herunterladen als PDF unter www.altstadtfreunde-kempten.de/downloads

VE RS PÄ TE TE AU SG AB E

Liebe Freunde der Altstadt, liebe Mitglieder. E-Mails, Telefon oder gar Videokonferenzen ersetzen keine redaktionelle Treffen, die Corona- bzw. Lockdown-bedingt leider nicht möglich waren. Daher hat sich die Produktion diese Sonderaus gabe organsiatorisch, personell, beim Versand sowie durch Lieferengpässe z.B. beim Papier und aus weiteren Gründen mehrfach und in der Summe um knapp drei Monate verzögert. Wir hoffen, Sie können dies nachvollziehen, haben dennoch viel Freude an dieser Sonderausgabe und bitten um Ihr wertes Verständnis.

Impressum

Der Altstadtbrief, nunmehr im 41. Jahr, erscheint in unregelmäßiger Folge, jedoch mindestens einmal jährlich. Verantwortlich für den Inhalt ist der Vorstand, vertreten durch den Vorsitzenden. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers wieder. Herausgeber: Freunde der Altstadt Kemptens e.V.  Vogtstraße 8  87435 Kempten E-Mail: info@altstadtfreunde-kempten.de  Fax: 0831 512 87 27 Redaktion:

Dietmar Markmiller (Vorsitzender), Ursula Speiser, Sandra Wölfle, Stephan A. Schmidt

Layout/Satz: KuMaKom Gesellschaft für Kultur- & Markenkommunikation UG, Kempten Nachdruck, auch in Auszügen, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und des jeweiligen Autors / Fotografen. Für Ihre Mitgliedschaft im Freunde der Altstadt Kemptens e.V., der als parteipolitisch neutrale und unabhängige Bürgerinitiative seit 1980 seine Kompetenz beweist, gibt es gute Gründe. Von seinen Aufgaben und Zielen seien einige stichwortartig genannt: • • • • • • •

Kontaktpflege zwischen Altstadtbürgern Ansprechpartner für Probleme Mittler zwischen Bürgern und Stadtverwaltung unbequemer Mahner (wenn nötig) Erhalt der Nahversorgung und der Vielfalt des urbanen Lebens in unserer Altstadt Bewahrung der Unverwechselbarkeit des historischen Stadtbildes Mitwirkung bei wichtigen Entscheidungen

Damit wir unsere Aufgaben und Ziele weiterhin erfolgreich wahrnehmen können, bitten wir Sie herzlich um Ihre Mitgliedschaft und / oder Ihre Spende.

Rathausplatz: Altstadtbrief Nr. 22/1995

Bankverbindung: Sparkasse Allgäu IBAN: DE42 7335 0000 0000 0572 40

www.altstadtfreunde-kempten.de

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40 Jahre Altstadtfreunde. die Sozialbau gratuliert.

Miteinander ist einfach.

Stets gefordert, hinterfragt, nach den besten Konzepten für die Altstadt gerungen – so haben sich die Altstadtfreunde seit 40 Jahren als unbequeme Mahner um die Vereinsvorsitzenden Traudl Schwarz, Hans Bader und Hansjürg Hensler für ihre geliebte Altstadt eingesetzt. „Geliefert“ hat die Sozialbau u. a. auf dem „Schwanengelände“ und dort in 9.000 m² Dienstleistungsflächen und 180 TG-Stellplätze für rund 350 neue Arbeitsplätze in der Altstadt investiert. Die Sozialbau unterstützt auch weiterhin das breite bürgerschaftliche Engagement aller Mitglieder um den Vorsitzenden Dietmar Markmiller mit den besten Wünschen für die Zukunft.

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