Ausgabe Nr. 20 29. September 2022 46. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14tägig – Preis: € 1,80 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: „Im Reich der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reich der Gedanken.“ Arthur Schopenhauer
Mit einem großen Blasmusikfest...
Benefizflohmarkt bei MaWeKo
Am Sonntag, 9. Oktober, wird von 8 bis 14 Uhr zu einem Benefizflohmarkt am Parkplatz des Autohauses MaWeKo geladen. Der Reinerlös der Standgebühren und Spenden wird dabei direkt dem Volkshilfe Bezirksverein Ausseerland-Salzkammergut übergeben. Wenn Sie Kleidung, Schuhe, Spielsachen, Accessoires, etc. verkaufen wollen, bitte per Telefon melden: 0660/1551152.
Das Gesicht der Politik ...feierte die Stadtkapelle Bad Aussee kürzlich ihr hundertjähriges Gründungsjubiläum. Mehr dazu ab Seite 12.
Vorstellung der Architektur des neuen Leitspitals Am 26. September wurde im Gemeindeamt von Stainach-Pürgg das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbes für das neue Leitspital des Bezirks Liezen der Öffentlichkeit präsentiert.
Es gibt Tage, an denen Superlative fast schon inflationär verwendet werden. So geschehen letzten Montag, als sich im Rahmen der Vorstellung des Siegerprojektes gleich acht Per sonen den Fragen der anwesenden Journalisten stellten und die „Magie des ersten Augenblicks“ auf sich wirken ließen, wie es Gesundheits landesrätin Juliane Bogner-Strauß nannte, als sie unter anderem ihre Kollegin Soziallandesrätin Doris Kampus sowie Ernst Fartek, Vorstand der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H., Robert Schütz, Geschäftsführer der Klinik Diakonissen Schladming, Michael Anhammer und Arch. DI Thomas Jedinger, Franz und Sue ZT GmbH und Architekten Maurer & Partner ZT GmbH, Michael Koren, Geschäfts -
führer des Gesundheitsfonds Steier mark sowie Roland Raninger, Bürgermeister der Gemeinde Stainach-Pürgg, begrüßte. „Ich habe mich auf Anhieb in dieses Projekt verliebt, es fügt sich so wunderbar in die Landschaft ein und man wird sich dort – selbst wenn es einem nicht so gut geht – willkommen fühlen und dank des Holzes, welches überall verbaut sein wird, einen beschleunigten Heilungsprozess bemerken“, so die Gesundheitslandesrätin. Sie hielt fest, dass „viele Menschen ins Spital gehen, obgleich sie im niedergelassenen Bereich der Ärzte viel besser aufgehoben wären. Auch darauf wurde Bedacht genommen.“ Soziallandesrätin Doris Kampus meinte, dass „sich dort alle Menschen – Patienten ebenso wie
Mitarbeiter – wohlfühlen werden. Die Bevölkerung muss über dieses zukunftsweisende Projekt informiert und eingebunden werden. Es hat nun ein Gesicht und es wird sicherlich eine positive Diskussion hervorrufen.“ Für KAGes-Vorstand Ernst Fartek hat man eine vollkommen neue Planung für ein Krankenhaus erstellt. So wurden zum Beispiel die Ambulanzbereiche massiv vergrößert, weil „ein Spital nicht mehr nach Betten gemessen wird. Der Arzt muss schnell beim Patienten sein. Es haben sich die Parameter geändert und ich bin froh, dass die Jury das Projekt einstimmig zum Sieger gewählt hat – weil es einfach das beste Projekt ist.“ Fortsetzung auf Seite 3
Mit der Vorstellung der Architektur des neuen Leitspitals in StainachPürgg hat das größte Projekt des Bezirks ein Gesicht bekommen. Das (Polit-)Theater versteht es ja vorzüglich, mit lächelndem Gesicht gegebene Versprechen zu brechen, wie man es im Ausseerland mit dem Versprechen der „Aufrechterhaltung der Chirurgie bis zur Eröffnung des neuen Hauses“, des nunmehrigen Landeshauptmanns Christopher Drexler, äußerst schmerzhaft erfahren musste. Daher muss man umso aufmerksamer sein, ob man uns nicht hinter der lärchenholzverschalten Fassade des neuen Hauses im Ennstal am Ende ein „Tischfeuerwerk“ an Gesundheitsdienstleistungen andreht und als „zeitgemäße, moderne Medizin“ verkauft. In aller Deutlichkeit: Wir brauchen kein Leitspital, in dem die drei anderen Häuser des Bezirks eingedampft wurden. Wir brauchen ein Haus, welches uns nur mehr in Extremfällen dazu veranlasst, nach Salzburg oder Graz fahren zu müssen. Alles andere wäre inakzeptabel! EGO