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ZURICH PRIDE 2018 MAGAZIN Offizielles Programm | 8. – 17. Juni 2018


Everybody matters at the workplace.

Die Credit Suisse ist stolz auf die Vielfalt ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie engagiert sich für Chancengleichheit, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Alter oder Behinderung. Denn Vielfalt ist ein klarer Vorteil für unser Unternehmen. Zu diesem Engagement zählt auch die Unterstützung von externen Organisationen wie der Zurich Pride. Erfahren Sie mehr unter credit-suisse.com/diversity Copyright © 2018 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.


GRUSSWORT DER ZÜRCHER STADTPRÄSIDENTIN Lesben und Schwule mussten lange warten, bis ihnen ein an Rechten und Pflichten ähnliches – nicht aber gleiches – Institut wie die Ehe zugebilligt wurde. Das Partnerschaftsgesetz hat in den letzten zehn Jahren viele Ungerechtigkeiten beseitigt. Aber nicht alle. Ist es gut, dass gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen können? Ja, keine Frage, das ist gut. Dies bietet lesbischen und schwulen Paaren eine gewisse rechtliche Sicherheit. Auch mit der kürzlich eingeführten Möglichkeit der Stiefkindadoption sind wir dem Ziel der rechtlichen und tatsächlichen Gleichstellung ein weiteres Stück näher gekommen. Ist es gut, dass das Partnerschaftsgesetz ein Sondergesetz für gleichgeschlechtliche Paare ist? Nein, das ist nicht gut. Es braucht die Ehe für alle. Sie ist – auch realpolitisch gesehen – der nächste längst fällige Schritt. Menschen in eingetragener Partnerschaft sind heute noch gegenüber Eheleuten benachteiligt: Volladoption, erleichterte Einbürgerung und Zugang zur Fortpflanzungsmedizin sind Verheirateten vorbehalten. Nun sind weder Adoption noch Einbürgerung noch Fortpflanzungsmedizin per Verfassung garantierte Grundrechte. Aber die Gleichheit vor dem Gesetz ist eines. Und wenn es die Möglichkeit der Eheschliessung, der Adoption, der erleichterten Einbürgerung und des Zugangs zur Fortpflanzungsmedizin für die einen gibt, dann muss es sie für alle geben. Hinter der rechtlichen Ungleichheit steht die normative Vorstellung, Heterosexualität sei das Natürliche, das Normale. Aber Menschen lieben auch anders! Ich bin überzeugt, dass nicht nur in der Politik, sondern auch in den Köpfen der meisten Menschen die Zeit reif ist dafür, alte Zöpfe abzuschneiden. Mit sogenannter Normalität und vermeintlicher Natürlichkeit ist heute kein Staat mehr zu machen. Mit Gleichheit vor dem Gesetz schon. Darum: «Same Love – Same Rights» und zwar für alle, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. In diesem Sinne wünsche ich eine bunte, kämpferische und lustvolle Pride. Ihre Corine Mauch Stadtpräsidentin von Zürich


People. Perspectives. Personalities. Yes, we’re open

Diversity ist etwas, das wir schätzen, fördern und tagtäglich leben. Denn wir alle haben unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen. Es sind genau diese Unterschiede, die uns inspirieren und gemeinsam erfolgreich machen. Auch deshalb fördern wir mit dem grossen LGBT-Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiternetzwerk UBS Pride Switzerland den Austausch unter unseren Mitarbeitenden. Diversity bereichert uns, Diversity gehört zu uns. Möchten auch Sie Teil davon werden? ubs.com/pride

© UBS 2018. Alle Rechte vorbehalten.

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3/9/2018 2:22:53 PM


WILLKOMMEN Vorwort von Lea Herzig, Präsidentin Zurich Pride Festival Botschaft unserer Co-Sponsoren

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Statements aus der Politik Nationalrätin Petra Gössi im Interview

Das steckt hinter dem Motto der Pride 2018

35 | Demonstration

POLITIK Pride-Motto «Same Love – Same Rights»

10 | Same Love – Same Rights

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Alle Infos zum bedeutendsten Bestandteil des Festival-Wochenendes

PRIDE WEEK Wochenprogramm Festivalgelände Demonstration Festivalprogramm Freitag Festivalprogramm Samstag Schlager an der Pride

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ORGANISATIONEN TGNS – Transgender Network Switzerland LOS – Lesbenorganisation Schweiz Pink Cross Regenbogenfamilien Milchjugend ZHPF – Zurich Pride Festival Gaysport Zürich Probetrainings

IMPRESSUM Herausgeber Verein Zurich Pride Festival, 8000 Zürich Gesamtverantwortung Kevin Burke, Christian Rohrer Redaktion Kevin Burke, Lea Herzig, Anne-Sophie Morand, David Reichlin Layout & Design Andreas Pernsteiner Textüberarbeitung Anne-Sophie Morand, David Reichlin, Manuel Wirth Anzeigenverkauf Kevin Burke, Mike John, Christian Rohrer Druck FLYERKING Print & More, Kiesbachstrasse 5, 8304 Wallisellen Auflage 10’000 Exemplare

48 52 56 60 64 68 69

NS EUEN U W IR F R H UND A U F DIC N D E . F REU D E IN E

18 | Petra Gössi

Die Präsidentin der FDP im Gespräch zum Thema «Ehe für alle»

Der Verein Zurich Pride Festival ist Mitglied von • European Pride Organisers Association (EPOA) • InterPride (International Association of Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Intersex Pride Coordinators) Die Urheber- und alle anderen Rechte an Inhalten, Bildern oder Fotos gehören ausschliesslich dem Verein Zurich Pride Festival oder den speziell genannten Rechteinhabern und unterliegen dem Schweizer Urheberrecht. Für die Reproduktion jeglicher Elemente ist die schriftliche Zustimmung der Urheber Rechtsträger im Voraus einzuholen. Inhalte Dritter werden als solche gekennzeichnet. Der Verein ist nicht verantwortlich für den Inhalt von Anzeigen.


Zürich Card: Transport + Museen + Führungen + Schifffahrten + Restaurants  + Nightlife + Shopping + Familentipps + Wellness = CHF 27 (24 h) = CHF 53 (72 h) Profitieren Sie von freier Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln und vielen weiteren Vergünstigungen. Erhältlich in der Tourist Information im Hauptbahnhof Zürich, am Flughafen Zürich und bei allen SBB und ZVV Verkaufsstellen. ➡ zuerich.com/zuerichcard


«VON DER RECHTLICHEN GLEICHSTELLUNG SIND WIR NOCH WEIT ENTFERNT!» Sicherlich hast du mitbekommen, wie rund um uns herum die Ehe für homosexuelle Paare geöffnet wird: Deutschland beschloss die völlige rechtliche Gleichstellung im Juli 2017, das neue Gesetz trat bereits am 1. Oktober 2017 in Kraft. In Österreich hat das Verfassungsgericht kürzlich entschieden, dass die Unterschiede zwischen der Ehe und der bisher für gleichgeschlechtliche Paare mögliche Partnerschaft diskriminierend seien. Die «Ehe für Alle» wird daher spätestens am 1. Januar 2019 eingeführt werden. Weiter haben die Australier_innen in einer unverbindlichen Volksbefragung für die «Ehe für Alle» gestimmt und die bestehende Diskriminierung in Sachen Heirat per 1. Januar 2018 abgeschafft, genau wie die Iren dies bereits 2015 taten. Die Zeichen für die LGBTI-Community stehen vielerorts auf Veränderung und rechtliche Gleichstellung – Und in der Schweiz? Das Schweizer Gesetz unterscheidet immer noch deutlich zwischen der Ehe und der eingetragenen Partnerschaft, welche seit dem 1. Januar 2007 für Homosexuelle möglich ist. Im vorliegenden Magazin erfährst du, welche zahlreichen und teils einschneidenden Unterschiede hierbei bestehen (mehr Details ab Seite 10). Wir akzeptieren diese sachlich unhaltbare Ungleichbehandlung nicht länger und fordern die rechtliche Gleichstellung und vollständige Abschaffung der bestehenden Diskriminierungen!

Homosexuell liebende Menschen haben Anspruch auf die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare. Für die gleiche Liebe sollen die gleichen Rechte gelten: «Same Love – Same Rights»! Kommt gemeinsam mit uns auf die Strasse und demonstriert für unsere Rechte, lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir nicht einverstanden sind mit der aktuellen Gesetzeslage. Kommt zahlreich zum Demonstrationsumzug am 16. Juni 2018 nach Zürich. Informiert eure Familien und Freund_innen, seid bunt, laut und stolz! Damit diese politischen Forderungen wirksam auf die Strasse gebracht werden können, leisten im Rahmen der Zurich Pride viele Menschen ehrenamtliche und zeitintensive Arbeit. Ich danke all meinen Mitstreiter_innen herzlich, im Speziellen meinem Vorstandsteam, der ganzen OK-Truppe und allen, die uns in ideeller, finanzieller oder tatkräftiger Art unterstützen und das Zurich Pride Festival 2018 ermöglichen. Euer unermüdlicher Einsatz ist der Wahnsinn! Viel Liebe und Happy Pride! Eure Lea Herzig, Präsidentin Verein Zurich Pride Festival

«Politikerinnen und Politiker in der Schweiz – macht endlich vorwärts!»


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Botschaft unserer Co-Sponsoren  |  Zurich Pride 2018

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WILLKOMMEN AN DER PRIDE 2018 UBS UND CREDIT SUISSE SIND STOLZ AUF DIE VIELFALT IHRER MITARBEITENDEN. DESHALB UNTERSTÜTZEN SIE AUCH DIESES JAHR DAS ZURICH PRIDE FESTIVAL.

«Es gibt sie eben doch: die Lippenbekenntnisse», sagt Patrick Stolz, Head HR von UBS Switzerland, und fährt weiter: «Deshalb haben wir bei UBS schon vor langer Zeit den Worten Taten folgen lassen. Zum Beispiel mit unseren LGBTIMitarbeiternetzwerken UBS Pride mit weltweit über 1000 Mitgliedern. Denn als zukunftsorientiertes Unternehmen sind wir auf die Mitarbeit und das Engagement der Besten angewiesen. Unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Wir wissen, dass uns als Unternehmen Vielfalt bereichert. Folglich gehört Diversität genauso zu uns wie Ideenreichtum, Individualität und Internationalität. Erst so setzen wir uns optimal für unser Unternehmen ein. Zum Wohle von uns allen: unserer Aktionäre, unserer Mitarbeitenden und unserer Gesellschaft. Auf derselben Augenhöhe, offen und mit gegenseitigem Respekt».

Als globaler Finanzdienstleister präsentiert sich die Credit Suisse mit dem Slogan «Everybody matters at the workplace» und ist am Umzug wieder mit einem Wagen präsent. Unser Slogan widerspiegelt Alltag und Kultur der Bank. Die Credit Suisse hat das Ziel, die Chancengleichheit unabhängig von Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Alter oder Behinderung zu gewährleisten. «Zu diesem Ziel zählt auch die wichtige Unterstützung externer Organisationen wie der Zurich Pride», sagt Tarkan Özküp, Leiter Marketing Schweiz.

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Zurich Pride 2018  | Politik | Pride-Motto

SAME LOVE! SAME RIGHTS? Ein Plädoyer für die Eheöffnung von Dr. iur. Anne-Sophie Morand

Das politische Motto des Zurich Pride Festivals 2018 «Same Love – Same Rights» soll unter anderem darauf aufmerksam machen, dass homosexuell liebende Menschen hierzulande in Sachen Ehe nach wie vor nicht die gleichen Rechte haben wie heterosexuelle Menschen. Der folgende Artikel erläutert die wichtigsten rechtlichen Unterschiede der eingetragenen Partnerschaft im Vergleich zur zivilrechtlichen Ehe und zeigt damit auf, dass die Eheöffnung für die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren unabdingbar ist.

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Politik  | Pride-Motto |  Zurich Pride 2018

Das Partnerschaftsgesetz ⁄⁄ Das Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft (sog. Partnerschaftsgesetz) trat am 1. Januar 2007 in Kraft. Mit ihr wurde ein neues Institut des Familienrechts geschaffen. Durch eine Eintragung ändert sich der Personenstand der Partner («in eingetragener Partnerschaft»). Im Gegensatz zum französischen PACS oder der belgischen Gesetzgebung ist die schweizerische eingetragene Partnerschaft nur gleichgeschlechtlichen Paaren vorbehalten. Das Partnerschaftsgesetz ist ein schlankes Gesetz. Die entsprechenden Vorschriften sind weniger umfangreich als jene im Eherecht, da nicht nur bspw. die vermögensrechtliche Beziehung der Partner durch weniger Bestimmungen gekennzeichnet ist, sondern das Partnerschaftsgesetz oft auch auf die Bestimmungen im Eherecht verweist. Zudem hat der Gesetzgeber auf gewisse Bestimmungen bewusst verzichtet, weil diese als zu eng mit der Konzeption der Ehe verbunden gelten oder weil ihnen keine praktische Bedeutung beigemessen wird. Obwohl die Bestimmungen des Partnerschaftsgesetzes oft an die vertrauten Regeln des Eherechts erinnern, sind nach dem heutigen Stand der Dinge bedeutende rechtliche Unterschiede zur Ehe zu verzeichnen. Die wichtigsten werden im Folgenden erläutert. Kein Verlöbnis, keine Trauung, keine Trauzeugen ⁄⁄ Homosexuelle Paare können sich aus rechtlicher Sicht nicht verloben. Regelungen zum Verlöbnis wie bei heterosexuellen Paaren sind im Partnerschaftsgesetz nicht vorhanden. Die rechtliche Bedeutung des Verlöbnisses ist in der Realität zwar gering, dennoch ist es mit Blick auf das Diskriminierungsverbot nicht korrekt, das Verlöbnis eingetragenen Partnern mit dem Argument verfehlter Eherechtsnormen vorzuenthalten. Vor dem Standesamt ist eine weitere Ungleichbehandlung

zu verzeichnen: die Begründung der eingetragenen Partnerschaft erfolgt nicht durch ein klassisches, gegenseitiges «Ja-Wort», sondern durch eine Protokollierung der übereinstimmenden Willenserklärung der Partner gegenüber dem Zivilstandsbeamten. Trauzeugen sind im Partnerschaftsgesetz nicht vorgesehen und anstatt von «Trauung» ist begrifflich von «Eintragung» die Rede. Vermögensrechtliche und erbrechtliche Unterschiede ⁄⁄ Mit dem Güterstand wird festgelegt, wem während der Ehe was gehört und wie Vermögen und Schulden bei Scheidung oder Tod aufgeteilt werden. In der Schweiz sieht das Eherecht drei verschiedene Güterstände vor: die Errungenschaftsbeteiligung, die Gütergemeinschaft und die Gütertrennung. Für verheiratete, heterosexuelle Paare sieht das Gesetz die sogenannte Errungenschaftsbeteiligung als ordentlichen Güterstand vor, sofern nicht durch Ehevertrag einer der andern zwei Güterstände gewählt wird. Für eingetragene Paare gilt der ordentliche Güterstand der Gütertrennung (d.h. Vermögen und Schulden bleiben komplett getrennt). Durch einen Ehevertrag können eingetragene Paare zwar die Errungenschaftsbeteiligung vereinbaren, unklar ist jedoch, ob sie den dritten Güterstand der Gütergemeinschaft auch wählen können (hierbei beinhaltet das sog. Gesamtgut Vermögen und Einkommen beider Ehegatten) – das Gesetz äussert sich nicht dazu. Kurz gesagt: Verheiratete Paare haben die Möglichkeit, aus drei Güterständen zu wählen – eingetragene Paare haben nur zwei Wahlmöglichkeiten auf sicher. Diese Unklarheit schafft nicht nur Rechtsunsicherheit, sondern führt letztlich zu eingeschränkten vermögensrechtlichen Planungsmöglichkeiten, was wiederum bedeutet, dass eingetragene Paare im Vergleich zu verheirateten Paaren bei der erbrechtlichen Planung eingeschränkt sind (z.B. keine optimale Begünstigung der überlebenden Partnerin/des überlebenden Partners).

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Zurich Pride 2018  | Politik | Pride-Motto

Rechtliche Ungleichbehandlung bei Kinderfragen ⁄⁄ Nach dem heutigen Rechtsstand haben gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz keinen Zugang zur Fortpflanzungsmedizin und auch die Adoptionsfrage wird nicht gleich beantwortet wie bei einem heterosexuellen Paar. Der Gesetzgeber geht grundsätzlich davon aus, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder haben (wollen). Dies entspricht jedoch nicht der Realität. Neben der traditionellen Familie existieren hierzulande eine Vielzahl von Familien- und Lebensformen. Zunehmend an Sichtbarkeit gewinnen dabei auch sog. Regenbogenfamilien. In der Schweiz steht der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin nur heterosexuellen Paaren offen. Dies führt bspw. dazu, dass ein lesbisches Paar eine künstliche Befruchtung eines privaten Samenspenders selber zu Hause vornehmen muss, da Ärzte ihnen hierbei nicht helfen dürfen. Auch der Zugang zu einer Samenklinik in der Schweiz ist ihnen verwehrt – es muss hierfür ins Ausland ausgewichen werden. Auch ein schwules Paar muss seinen Kinderwunsch in der Regel im Ausland erfüllen, da die Eizellen- und Embryonenspende sowie Leihmutterschaft hierzulande verboten sind.

In Sachen Adoption hat sich die Situation für gleichgeschlechtliche Paare leicht verbessert. Seit dem 1. Januar 2018 besteht für sie die Möglichkeit zur sog. Stiefkindadoption. Hat ein Partner ein Kind, das nur ein Elternteil hat, kann der zweite Partner das Kind adoptieren. Hiermit wird erstmals ein Kindesverhältnis zu zwei Müttern bzw. zwei Vätern begründet. Verboten ist jedoch nach wie vor das Recht auf eine gemeinschaftliche Adoption eines «fremden Kindes» – dies ist weiterhin nur für heterosexuelle Paare möglich. Die Einführung der Stiefkindadoption ist zwar zu begrüssen, jedoch geht hierbei vergessen, dass ein gleichgeschlechtliches Paar erst einmal eine Unmenge an Voraussetzungen erfüllen muss, bis die Stiefkindadoption durch den zweiten Elternteil abgeschlossen ist. So muss das gleichgeschlechtliche Paar mindestens drei Jahre einen gemeinsamen Haushalt führen, die Pflege und Erziehung des Kindes muss mindestens während einem Jahr erfolgt sein, es ist ein umfangreicher Adoptionsantrag mit zahlreichen Beilagen (Kanton Zürich z.B. 21 Beilagen) einzureichen, die persönlichen Verhältnisse des Paares sind total offen zu legen usw. Kurz gesagt ist eine Elternschaft ab Geburt, d.h. eine originäre Elternschaft, gar nicht möglich. Somit hat ein Wunschkind in einem ersten Zeitraum nur einen rechtlichen Elternteil, der zweite Elternteil hat keine Elternrechte. Bis zur erfolgreichen Adoption führt dies somit zu einer Unsicherheit (z.B. im Erbrecht, Sozialversicherungsrecht, Namensrecht, betreffend die elterliche Sorge, den Unterhalt etc.), der mit zahlreichen (kostspieligen) Dokumenten zur Absicherung des nicht rechtlichen Elternteils und des Kindes entgegengewirkt werden muss. Mit der Stiefkindadoption ist für homosexuelle Paare im Endeffekt zwar eine Lösung vorhanden, nur ist diese als unbefriedigend zu werten. Siehe zu dieser Thematik auch den Artikel des Regenbogenfamilien Dachverbandes auf Seite 60 und 61.


Politik  | Pride-Motto |  Zurich Pride 2018

Problem der Hinterbliebenenrente ⁄⁄ Sowohl in der ersten Säule (AHV) wie auch in der zweiten Säule (berufliche Vorsorge) sind die Voraussetzungen für Hinterbliebenenleistungen beim Tod der versicherten Person für Witwen und Witwer unterschiedlich. Während – vereinfacht ausgedrückt – Witwen unter Umständen eine Rente auch dann erhalten, wenn sie keine Kinder betreuen, erhalten Witwer eine Hinterbliebenenrente grundsätzlich nur, solange sie sich um minderjährige Kinder kümmern (bereits das ist eine Ungleichbehandlung). Die Pensionskassen können allerdings in ihren Reglementen günstigere Lösungen vorsehen. Das Partnerschaftsgesetz sieht vor, dass für den überlebenden eingetragenen Partner, unabhängig davon, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, nur die Regelung gelten muss, welche für den schlechter gestellten Hinterbliebenen bei einer Ehe gilt. Auch beim Todesfall werden Homosexuelle somit diskriminiert. Ungleichbehandlung bei der Einbürgerung von ausländischen Partner_innen ⁄⁄ Ausländische Ehepartner_innen von Schweizerinnen und Schweizern können sich heute erleichtert einbürgern lassen. Für eingetragene Partnerschaften gelten jedoch nicht die gleichen Einbürgerungsregeln. So müssen eingetragene Partner von Schweizerinnen und Schweizern aufwendigere ordentliche Einbürgerungsverfahren durchlaufen, die an strengere Auflagen geknüpft sind. Obwohl für eingetragene Paare zwar wenigstens verkürzte Einbürgerungsfristen gelten, sind gleichgeschlechtlich liebende Partner aus dem Ausland heterosexuellen Ehepartnern in diesem Bereich rechtlich nicht gleichgestellt. Immerhin ist die Thematik im nationalen Parlament bereits Thema gewesen, im 2016 aber durch den Ständerat sistiert worden, da ebenfalls die «Ehe für alle» im Parlament hängig ist und die Eheöffnung die Debatte über eine erleichterte Einbürgerung hinfällig macht. Bis zur Eheöffnung werden ausländische eingetragene Partner somit noch ungleich behandelt.

Kurz gesagt hat eine überlebende eingetragene lesbische Frau, die in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, KEIN Anrecht auf eine WitwENrente, sondern höchstens auf eine WitwERrente. Sie ist also einem WitwER gleichgestellt. Einer überlebenden eingetragenen Partnerin in der AHV steht eine WitwENrente nur dann zu, wenn und solange sie sich um Kinder kümmert. Bei heterosexuellen Frauen ist das anders. Beispiel: • Verheiratete heterosexuelle Frau, 50 Jahre, kinderlos: Wenn ihr Ehemann stirbt, erhält sie eine WitwENrente. • Eingetragene lesbische Frau, 50 Jahre, kinderlos: Wenn ihre eingetragene Partnerin stirbt, erhält sie keine WitwENrente! Stirbt der eingetragene Partner eines Mannes in einer eingetragenen Partnerschaft, hat er den gleichen Rentenanspruch wie ein Mann, der mit einer Frau verheiratet ist. Bei Frauen wird im Sozialversicherungsrecht aber unterschieden.

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Zurich Pride 2018  | Politik | Pride-Motto

FAZIT: ES IST ZEIT FÜR DIE EHEÖFFNUNG Die eingetragene Partnerschaft ist ein eheähnliches Rechtsinstitut, das aus rechtlicher Sicht gegenüber der Ehe als minderwertig bezeichnet werden muss. Eingetragene Paare haben in der Schweiz nicht die gleichen Rechte und Pflichten, da das Partnerschaftsgesetz über 20 rechtliche Unterschiede zur Ehe kennt.

Damit den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung getragen werden kann und die bestehenden Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Paaren gegenüber Ehegatten eliminiert werden, ist die Öffnung der Ehe dringend notwendig. Gleichgeschlechtlich liebende Menschen dürfen in Sachen Ehe keine Menschen zweiter Klasse bleiben, sondern sollen mit gleichen Rechten und Pflichten heiraten können. Die heutige Bundesverfassung steht einer Eheöffnung für LGBTIs jedenfalls nicht entgegen.

Insbesondere muss von der überholten Vorstellung Abschied genommen werden, dass ein Kind nur zwei Elternteile verschiedenen Geschlechts haben kann. Die Realität spricht eine andere Sprache – die Politik und damit einhergehend das Recht sollte dieser Realität entsprechen, anstatt sie zu unterdrücken – oder um es mit den Worten des britischen Premier David Cameron zu sagen: «Wenn die Liebe von Menschen durch das Gesetz entzweit wird, dann ist es das Gesetz, das geändert werden muss.»

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Neben den erläuterten Ungleichbehandlungen besteht auch eine Vielzahl von kleinen, aber feinen Differenzen, die eingetragene Partner immer wieder daran erinnert, dass sie nicht der Ehe gleichgestellt sind. So muss z.B. auf Steuer- und anderen amtlichen Formularen stets angegeben werden, ob man verheiratet ist oder sich in «eingetragener Partnerschaft» befindet. Wenn der Partner oder die Partnerin stirbt, ist die verbleibende Person nicht verwitwet, sondern lebt in einer «durch Tod aufgelösten Partnerschaft».


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Zurich Pride 2018  | Politik | Statements

IM GESPRÄCH

STATEMENTS AUS DER POLITIK Unsere Gesellschaft und unsere Gesetze haben mir bisher ein sorgloses Leben ermöglicht. Ich durfte heiraten und eine Familie gründen, ohne dass dies irgendjemand hinterfragt hätte. Und das nur deshalb, weil die Natur für mich entschieden hat, dass ich heterosexuell bin. Habe ich deswegen andere Rechte verdient? Sicher nicht... – also gilt: Same Love – Same Rights!

MARTIN LANDOLT Präsident BDP Schweiz und Nationalrat

Same Love – Same Rights. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, und trotzdem keine Wirklichkeit, und das in einen modernen Rechtsstaat. Ich bin stolz, dass die Pride selbstbewusst für gleiche Rechte einsteht und die Liebe feiert. Auf dass bald rechtlich Realität wird, was längst sein sollte.

KATHRIN BERTSCHY Vizepräsidentin GLP Schweiz und Nationalrätin

REGULA RYTZ Präsidentin Grüne Schweiz und Nationalrätin

Als die grüne Nationalrätin Ruth Genner vor 20 Jahren die «Ehe für alle» forderte, war dies in der konservativen Schweiz noch ebenso neu wie kühn. Und leider chancenlos. Doch die Zeiten haben sich geändert. Der nächste Anlauf wird gelingen! Eine zeitgemässe Familienpolitik heisst für uns Grüne nicht Heirat für die einen und eingetragene Partnerschaft für die anderen. Sondern gleiche Rechte für alle Menschen. Punkt.

Die LGBTI-Community kämpft seit langem für ihre rechtliche Gleichstellung. Der Kampf ist aber noch nicht vorbei und das Ziel in greifbarer Nähe. Unsere Community ist ein unbestreitbarer Teil der Schweizer Gesellschaft und hat die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung verdient – und zwar kompromisslos!

CHARLES SCHNYDER Co-Leiter AG LGBTI der JCVP Schweiz

MATHIAS REYNARD SP Nationalrat

Il reste encore beaucoup à faire en Suisse pour atteindre l’égalité des droits. Heureusement, deux dossiers pourraient enfin avancer au Parlement cette année: le mariage pour tous et la lutte contre l’homophobie. Le peuple suisse est favorable à ces progrès. Il est temps que le Parlement se réveille.

Wir brauchen eine queere und feministische Bewegung, die Geschlechterrollen aufweicht, die Machtstrukturen durchbricht und die eine Gesellschaft fordert, die endlich keinen Menschen mehr diskriminiert und allen die gleichen Rechte zugesteht. Egal, welche Farbe meine Haut oder mein Pass hat und egal, welchen Kontostand ich habe, egal wen ich liebe und welchem Geschlecht ich mich zuordne. Queer Revolution Now!

TAMARA FUNICIELLO Präsidentin JUSO Schweiz


Politik  | Statements |  Zurich Pride 2018

Wir haben bei verschiedensten Politikerinnen und Politikern nachgefragt und wollten wissen, was für sie das diesjährige Motto «Same Love – Same Rights» bedeutet.

HANS-UELI VOGT SVP Nationalrat

Nichts am Zusammenleben, der Fürsorge und der Liebe zweier Menschen gleichen Geschlechts ist auch nur im Geringsten weniger wert, weniger gut als am Zusammenleben, der Fürsorge und der Liebe zweier Menschen unterschiedlichen Geschlechts. Darum legitimiert nichts die Gesellschaft, den Staat oder irgendeinen Einzelnen, das Zusammenleben, die Fürsorge und die Liebe zweier Menschen gleichen Geschlechts anders, schlechter zu behandeln.

Gleiche Rechte für Menschen jeglicher sexueller Orientierung sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Dafür setze ich mich weiter ein. So unterstütze ich die «Ehe für alle» ebenso wie einen zusätzlichen Zivilstand im Sinne des französischen «pacte civil de solidarité (PACS)». Natürlich auch für alle.

RUTH METZLER-ARNOLD Ehemalige Bundesrätin CVP

Seit den parlamentarischen Beratungen zum Gesetz über die eingetragene Partnerschaft sind rund 15 Jahre ins Land gezogen. Viele homosexuelle Paare haben diese Möglichkeit genutzt, um ihrer Partnerschaft einen rechtlichen Rahmen zu geben. Im geltenden Gesetz sind die homosexuellen Paare in den meisten Bereichen den Ehepaaren gleichgestellt, allerdings nicht in allen. Das war damals politisch der richtige Weg. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Zeit nun reif ist, um über weitere Gleichstellungsschritte zu diskutieren – die Politik ist gefordert!

ANDREA CARONI FDP Ständerat

Das Pride-Motto spricht uns Jungen Grünliberalen aus dem Herzen. Wir wollen aber nicht nur 100 % gleiche Rechte, sondern auch ein besseres gesellschaftliches Klima erreichen, was dringend nötig ist. Die sehr verbreitete Homo- und Transphobie in der Schule sowie die massiv höhere Suizidgefährdung bei jungen LGBTI sind z.B. auch heute noch traurige Realität. Mit unserer progressiven Politik setzen wir uns dafür ein, dass sich alle Jungen frei entfalten dürfen.

PASCAL VUICHARD Co-Präsident Junge GLP Schweiz, Vizepräsident GLP Schweiz

Wir kämpfen! Bis jede Art von Liebe anerkannt ist, bis das ganze Spektrum von Genderidentitäten akzeptiert ist, bis die Gleichstellung erreicht ist, bis Mensch Mensch und Liebe Liebe ist.

MAJA HAUS Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz

Die Liebe kennt kein Geschlecht. So sollte es auch mit den Rechten in der Zivilgesellschaft sein. Die Bemühungen des Zurich Pride Festivals sind deshalb sehr wichtig. Wir werden uns auf der politischen Ebene für Eure Rechte engagieren.

ANDRI SILBERSCHMIDT Präsident Jungfreisinnige Schweiz

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Zurich Pride 2018  | Politik |  Nationalrätin Petra Gössi im Interview

NATIONALRÄTIN PRÄSIDENTIN DER PETRA GÖSSI DIE FDP. DIE LIBERALEN SCHWEIZ IM KURZINTERVIEW TEXT: DR. IUR. ANNE-SOPHIE MORAND

Gemäss Umfragen der Schweizer Bevölkerung ist eine Mehrheit für eine Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare. Auch das Lager der Politiker im Schweizer Parlament, die gegen eine Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare sind, wird immer kleiner. Wie ist Ihre persönliche Einstellung zur Eheöffnung? ⁄⁄ Als Liberale bin ich der Überzeugung, dass alle ihr Leben so gestalten und leben sollen, wie sie oder er es für richtig hält. Die Politik muss in diesem höchstpersönlichen Bereich vor allem darum besorgt sein, die Realitäten, die das Leben der Bevölkerung widerspiegeln, gesetzlich abzubilden. Deshalb habe ich den Vorstoss «Ehe für alle» im Parlament unterstützt. Die GLP ist 2013 federführend gewesen und hat mit GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy eine Parlamentarische Initiative betr. Eheöffnung eingereicht. Konkret verlangt die Initiative, dass alle rechtlich geregelten Lebensgemeinschaften für alle Paare geöffnet werden, ungeachtet ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung. Gleichgeschlechtliche Paare sollen also heiraten dürfen, und heterosexuelle Paare sollen eine eingetragene Partnerschaft eingehen können. Wie positioniert sich die FDP betreffend diese Initiative? ⁄⁄ Hierzu wird sich die FDP-Liberale Fraktion in kommender Zeit befassen, sobald die Vorlage in der zuständigen Kommission im Parlament wieder behandelt wird. Die FDP setzt sich für familienpolitische Anliegen aller Paare ein. So haben wir beispielsweise an der Einführung der Stiefkindsadoption mitgewirkt.

Im Jahre 1999 versenkte der Nationalrat eine parlamentarische Initiative der Grünen, die ebenfalls eine Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe verlangte. U.a. war damals auch die FDP einstimmig gegen die Eheöffnung. 18 Jahre später, im Jahre 2017, musste der Nationalrat nun entscheiden, ob er die Eheöffnung für Homosexuelle vorantreiben will oder ob er die 2013 eingereichte Initiative abschreiben will. Eine Abschreibung fand nur in der SVP-Fraktion eine Mehrheit. Aus der FDP kam dieses Mal nur gerade eine einzige Nein-Stimme. Es scheint, als ob sich die FDP gesellschaftspolitisch langsam öffnet. Wie erklären Sie diesen Wandel? ⁄⁄ Die Gesellschaft hat sich verändert und das spiegelt sich auch in der FDP wider. Wir tragen gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung und bieten Lösungen, die alle Menschen in diesem Land und die ganze Schweiz weiterbringen.

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Politik  |  Nationalrätin Petra Gössi im Interview  |  Zurich Pride 2018

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Nichtsdestotrotz wird die FDP in der Bevölkerung oftmals noch als homophobe Partei angesehen. Was machen Sie persönlich, um von diesem eher konservativen Image betreffend LGBTI-Anliegen wegzukommen? ⁄⁄ Das wichtigste ist, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die freie Lebensgestaltung ein liberales Anliegen ist. Mit unseren Werten Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt sind wir auf einem guten Weg, wie man an unseren Erfolgen in den Kantonen sieht. Immer mehr Menschen erkennen, dass wir freiheitliche und fortschrittliche Lösungen bieten. Was macht die FDP konkret, um die Gleichstellung und den Schutz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen zu fördern? ⁄⁄ Innerhalb der FDP gibt es Radigal, unsere Vereinigung von und für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle, die eben diese Anliegen vorantreibt. Ansonsten setzen wir uns generell dafür ein, dass man in der Schweiz ein freies, eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben führen kann.

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Š 2018 Accenture. All rights reserved.

INCLUSION ENABLES INNOVATION Accenture is proud to support Zurich Pride 2018. At Accenture, inclusion and diversity are fundamental to our culture and core values. We believe our rich diversity makes us stronger, smarter and more innovative, which helps us better serve the needs of our clients and our communities. Learn more at accenture.com/diversity


Pride Week  | Wochenprogramm |  Zurich Pride 2018

VIELSEITIGES PROGRAMM IN DEN TAGEN VOR DEM FESTIVAL-WOCHENENDE LADEN DIVERSE VEREINE UND VERANSTALTER ZU DEN UNTERSCHIEDLICHSTEN LGBTI-ANLÄSSEN EIN.

OSG | VEREIN OUTDOOR SPORTS FOR GAYS

5-STÜNDIGE LGBTI WANDERUNG IN DER INNERSCHWEIZ Fernab vom urbanen Umfeld des Prideevents laden wir vom OSG zu einer gemütlichen Wanderung ein. Auf einer einfachen Route (Niederrickenbach – SAC-Hütte Briesenhaus – Musenalp) in den Bergen der Innerschweiz lernt man Gleichgesinnte kennen. Zieh dem Wetter entsprechende Kleidung und Schuhe an und nimm in einem Rucksack etwas zu trinken und eine Zwischenverpflegung mit. Eine zusätzliche Verpflegungsmöglichkeit besteht bei einer ausgiebigen Rast in einer gemütlichen SAC-Hütte. Die Wanderung wird einfach sein und erfordert keine spezifischen Anforderungen. Abfahrt ab Zürich HB um 08.04 Uhr, ab Luzern um 09.10 Uhr. Wann: 09.30 Uhr Wo: Niederrickenbach, Talstation Gondelbahn Details: www.gaypeak.ch

SONNTAG

10. 06.

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  | Wochenprogramm

SONNTAG

10. 06.

L-PUNKT

SCOTLAND YARD: WHERE IS MS. X? Auch dieses Jahr spielen wir das bekannte Brettspiel nach, jedoch in Zürich im Massstab 1:1! Willkommen sind alle Menschen, die eine wilde Schnitzeljagd mögen. Dazu benötigst Du nur dem Wetter angepasste Kleidung, gute Schuhe und ein geladenes Handy. Wann: ab 13.30 Uhr, 3 – 4 Stunden Wo: Vor der Zentralbibliothek, Predigerplatz, 8001 Zürich

RICHARD WAGNER MUSEUM

RICHARD WAGNER UND LUDWIG II. VON BAYERN In der einstündigen Führung liegt der Fokus auf dieser Königsfreundschaft – mit einem queeren Akzent. Anschliessend erklingt der Erard-Flügel von Richard Wagner für ein kleines, halbstündiges Konzert. Eintritt inkl. Konzert CHF 8, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wann: ab 15.00 Uhr, 1 Stunde Führung, ½ Stunde Konzert Wo: Richard Wagner Museum, Richard Wagner Weg 27, 6005 Luzern Details: www.richard-wagner-museum.ch/besuch/veranstaltungen

DIENSTAG

12. 06.

PINK CROSS

HOMOSEXUALITÄT IM SPORT Während viele gesellschaftliche Bereiche sich in den letzten Jahren geöffnet haben, so schreitet diese Entwicklung im Sport langsamer voran. So wagen noch immer wenige Spitzensportler_innen ihr Coming Out aus Angst vor negativen Konsequenzen. Die Diskussion soll den Gründen für Homophobie im Sport nachgehen, aber auch aufzeigen, wo und wie sich im Sport etwas Richtung mehr Akzeptanz bewegt. Wir freuen uns sehr, dass wir den Fussball-Schiedsrichter Pascal Erlacher für die Teilnahme am Podium gewinnen konnten. Auch wird Simon Weber von den Queer Football Fanclubs mitdiskutieren. Wann: ab 19.30 Uhr, ca. 1.5 Stunden Wo: Sphères, Hardturmstrasse 66, 8005 Zürich Details: www.pinkcross.ch/agenda


Pride Week  | Wochenprogramm |  Zurich Pride 2018

TGNS | TRANSGENDER NETWORK SWITZERLAND

EIN GESPRÄCH MIT… TRANS MENSCHEN In einem der Human Library angelehnten Format sprechen trans Menschen in kleinen Gruppen mit den anwesenden Gästen über ihr Leben und was es bedeutet trans zu sein. Wann: ab 19.00 Uhr, 3 Stunden Wo: Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich Details: www.tgns.ch/de/agenda

EDUQUEER | FACHGRUPPE BILDUNG VON PINK CROSS, LOS, FELS & TGNS

HOMO- UND TRANSPHOBIE AUF DEM SCHULHOF – WIR TUN WAS DAGEGEN! Open Space-Halbtag mit dem Ziel konkrete Umsetzungsideen für Vielfalt in und um die Schulen und Gymnasien zu erarbeiten. Im Zentrum steht die kontroverse Frage, was tun gegen Homo- und Transphobie an Schulen. Auf dem aktuellen Wissen der Teilnehmenden werden Diskussionspunkte ausgearbeitet. Diese werden in Kleingruppen diskutiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Wichtig ist dabei eine offene Form und die Möglichkeit sich informell auszutauschen. Meist ergibt sich aus solchen Randgesprächen der effektive Mehrwert von Tagungen. Dieser Umstand soll mit der Open Space Methode genutzt werden. Teilnehmende: Alle, insbesondere Lehrer_innen, Schüler_innen und Personen aus der Queer-Family. Anmeldung bitte per E-Mail an info@eduqueer.ch. Wann: von 14.00 bis 18.00 Uhr Wo: Pädagogische Hochschule Zürich PHZH, Lagerstrasse 2, 8090 Zürich Details: www.eduqueer.ch

ARBEITSGEMEINSCHAFT SWISS LGBTI LABEL – NETWORK & WYBERNET

LAUNCH SWISS LGBTI LABEL Das Swiss LGBTI Label wird vorgestellt und offiziell lanciert. Der Nutzen für die LGBTI Community, für Unternehmen und Organisationen wird aufgezeigt. Die Ziele und die Wirkung des LGBTI Labels wird dargestellt – das Swiss LGBTI-Label soll Unternehmen und Organisationen künftig anspornen und gleichzeitig unterstützen ein Klima der Inklusion und Gleichstellung für LGBTI Mitarbeitende zu erreichen. Die soll mit einem zu vergebenden LGBTI Label AWARD erfolgen. Wann: ab 19.00 Uhr bis ca. 21 Uhr Wo: Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

DIENSTAG

12. 06. MITTWOCH

13. 06. n um W ir bit te eldung . m n A rasche hmere Die Teiln hränk t. c s e b t is zahl

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  | Wochenprogramm

«METAMORPHOSIS»

Freier Eintrit t!

PHOTO-AUSSTELLUNG | 6. – 17. JUNI 2018 Ausstellungsort: Photobastei, Shilquai 125, 3. OG, 8005 Zürich Öffnungszeiten Mittwoch – Samstag: 12.00 – 21.00 Uhr Sonntag: 12.00 – 18.00 Uhr Weitere Informationen: www.photobastei.ch/exhibition-details/402

Die Ausstellung von Fotograf Pascal Bovey entführt ihre Besucher_innen in die Welt der Travestie und des Drag. Er zeigt anhand von Portraits die faszinierende Verwandlung seiner Protagonisten in ihre individuellen Kunstfiguren. Jedem der Künstler sind zwei Bilder gewidmet: Auf dem einen wird er als Mann, auf dem anderen als vermeintliche Frau gezeigt. Die Doppelportraits begeistern durch die Symbiose aus Echtem und Künstlichem und lassen so Realität und Show raffiniert miteinander verschmelzen. Video-Installationen mit Sequenzen aus den Shootings, spannende Making-off Bilder und Statements der Modelle verleihen der Ausstellung zusätzliche Vielseitigkeit und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen – auf die Schminktische und in die Garderoben der schimmernden Stars.

MITTWOCH

13. 06.

PASCAL BOVERY PHOTOGRAPHY

PODIUMSDISKUSSION «METAMORPHOSIS» Anlässlich der Fotoausstellung Metamorphosis findet eine Podiumsdiskussion zum Thema der Travestie und des Drag statt, durch den Abend führt Jazzmin Dian Moore. Die Bar ist offen und die Ausstellung kann auch nach dem Gespräch noch besucht werden. Der Eintritt ist frei. Wann: ab 20.00 Uhr, ca. 1 Stunde Wo: Photobastei, 3. OG Shilquai 125, 8005 Zürich Details: www.photobastei.ch/exhibition-details/402


Pride Week  | Wochenprogramm |  Zurich Pride 2018

MILCHJUGEND

FALSCHSEXUELLE STADTFÜHRUNG Das «Niderdörfli» ist heute wie früher ein Hotspot der queeren Szene. Es ist ein Ort an dem politisiert, Kultur geschaffen und gefeiert wird. In einer Stadtführung werden Mona Gamie und Vicky Goldfinger uns die Vergangenheit und Gegenwart dieses kultigen Ortes näherbringen. Wann: ab 19.30 Uhr, 1.5 Stunden Wo: Hauptbahnhof Zürich, unter dem Engel in der Halle Details: milchjugend.ch/kalender/#agenda

CHOR ROSA

AUFTRITT CHOR ROSA UND FILMVORFÜHRUNG «ANDERS ALS DIE ANDEREN (1919)» Der Chor ROSA singt im Programm «Kann denn Liebe Sünde sein?» schillernde Schlager aus den wilden 20ern! Darunter rosige Perlen aus der damaligen queeren Szene wie die erste Schwulenhymne Das Lila Lied. Begleitet vom Streichensemble ROSA-Saiten. Danach folgt der Film «Anders als die Anderen» aus dem Jahre 1919. Dies ist der erste Film überhaupt, der das Thema Homosexualität offen behandelte. Leider wurde er durch die wiedereingeführte Zensur im zweiten Weltkrieg zerstört. Inzwischen wurden die noch erhaltenen Fragmente aus einer Kopie aus der Ukraine wiederhergestellt, so dass dieser historische Film noch 40 Minuten dauert. Als zusätzliche Attraktion wird der Stummfilm live vertont! Wann: ab 20.15 Uhr, 2 Stunden Wo: Arthouse Uto, Kalkbreitestrasse 3, 8004 Zürich Details: chor-rosa.ch/auftritte

HELDENBAR ZÜRICH

OFFICIAL ZURICH PRIDE WARM-UP DJ Mel Nagelbein – finest deephouse

Queer, schwul, lesbisch, bi, hetero. Komm vorbei und tanz dich warm fürs bevorstehende Pride Wochenende. Die Heldenbar ist mittlerweile der am längsten laufende regelmässige Gay-Event in Zürich. Freier Eintritt. Wann: 20.00 – 02.00 Uhr Wo: Provitreff, Sihlquai 240, 8005 Zürich Details: www.heldenbar.ch

MITTWOCH

13. 06.

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  | Wochenprogramm

DONNERSTAG

14. 06.

QUEER ALTERN

VORFÜHRUNG TELEARENA 1978 MIT GESPRÄCH Der Verein queerAltern zeigt die legendäre Telearena von 1978 zum Thema Homosexualität in seiner vollen Länge (2h20). Nach einer kurzen Pause gibt es eine Gesprächsrunde mit zwei Vertreter_innen, die damals in der Runde sassen: Heidi Oberli (Biel) und sowie Leni Anderfuhren (Basel). Davor, ab 17.30 Uhr, kann im Restaurant ein Abendessen eingenommen werden (Reservation aufgrund beschränkter Platzzahl erwünscht unter 044 240 52 75), womit man sich gute Plätze für die Vorführung sichern kann. Wann: ab 19.15 Uhr, 3 Stunden Wo: Restaurant Zeughaushof, Kanonengasse 20, 8004 Zürich Details: queeraltern.ch/aktuell/#agenda

LESBENORGANISATION SCHWEIZ LOS

KICK IT! DAS FUSSBALLTURNIER FÜR QUEERE FRAUEN Achtung, fertig... kick it! Die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) organisiert ein Turnier für alle, die gerne kicken: Neugierige Anfängerinnen, routinierte Superfussballerinnen und alle dazwischen und ausserhalb! Melde dein Team (5-6 Personen) oder auch einfach dich als Einzelperson bis am 7. Juni an unter info@los.ch. (Anfeuernde Zuschauerinnen braucht‘s übrigens auch!) Wann: ab 18.00 Uhr, 4 Stunden Wo: Kantonsschule Zürich Nord (Turnhalle), Birchstrasse 107, 8050 Zürich Details: www.los.ch

In fos zu beiden Filmen und Vorverkauf : pinkapple.ch 19.00 UHR | GAYCATION – ORLANDO / UKRAINE Ellen Page, Ian Daniel (Hosts) · USA 2016 · E, E / Russ / e · 90 Minuten

Ellen Page und ihr bester Freund Ian Daniel kreierten das TV-Format «Gaycation» (Viceland), in dem sie LGBTI-Kulturen rund um den Erdball auf einer persönlichen Reise erkunden – hier widmen sie sich zwei Brennpunkten der aktuellen Weltgeschichte: Orlando, wo ein Mann im Gay Club Pulse 49 Menschen tötete, und der Ukraine, wo sie zwei Jahre nach der Revolution LGBTI-Aktivist_innen treffen.


Pride Week  | Wochenprogramm |  Zurich Pride 2018

Med. dent. Klaas Friedel

swissdentalcenter.ch beim Escher-Wyss-Platz Zürich

IE 2 ZÜRICH V O M E S U O H T AR 21.00 UHR | CH-VORPREMIERE: LOVE, SIMON Greg Berlanti · USA 2018 · E / d · 110 Minuten

Der junge Simon ist schwul, doch das soll niemand wissen. Über den Schul-Chat freundet er sich online mit einem anderen anonym lebenden schwulen Mitschüler an. Ohne zu wissen, wer der Unbekannte ist, verliebt sich Simon in ihn und wird so unachtsam, dass ausgerechnet Klassenclown Martin von seinem Geheimnis erfährt. «Love, Simon» gilt als erste schwule Highschool-Romantic-Comedy, die von einem Major-Studio aus Hollywood produziert wurde. Rührend, witzig und hinreissend – Newcomer Nick Robinson besticht in der Titelrolle. Pink Apple zeigt «Love, Simon» als CH-Vorpremiere.

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  | Wochenprogramm

FREITAG

15. 06.

ZURICH PRIDE FESTIVAL

ÖFFNUNG FESTIVALGELÄNDE Auch dieses Jahr findest Du auf dem Kasernenareal die Infostände der LGBTI-Organisationen und die Bars, sowie die grosse Bühne mit den Live-Acts und unserem Infozelt und Fundbüro gleich links von der Bühne. Im Zeughausinnenhof gibt es eine grosse Auswahl an kulinarischen Leckereien und die beliebte Schlagerbar, sowie neu auch ein Kinderparadies mit Hüpfburg. Ebenfalls neu ist die zweite, kleinere Polit- und Kulturbühne im hinteren Teil vom Kasernenareal. Schau Dich um und geniess mit Deinen Freunden_innen die einmalige Stimmung am grössten LGBTI-Event der Schweiz! Wann: ab 16.00 Uhr Wo: Kasernenareal, 8004 Zürich Details: www.zurichpridefestival.ch

SWISS GEAR HEADS

FETISCH-CITY-WALK Swiss Gear Heads organisiert in Zusammenarbeit mit schwulengeschichte.ch eine Führung durch das schwule Zürich. Start und Ende bei Infostand Swiss Gear Heads auf dem Festivalgelände, Kasernenareal. Ein Erscheinen in Fetisch ist willkommen, aber nicht notwendig. Dauer ca. zwei Stunden mit Getränkepause. Wann: ab 16.00 Uhr, 2 Stunden Wo: Infostand Swiss Gear Heads, Kasernenareal, 8004 Zürich Details: the-swiss-gear-heads.jimdosite.com/termine

HEAVEN CLUB ZÜRICH

OFFICIAL ZURICH PRIDE OPENING PARTY Der bekannte Gayclub im Herzen von Zürich engagiert sich sehr für eine starke Pride-Bewegung und ist stolz wieder das Opening der Zurich Pride organisieren zu können. In der ersten Hälfte der Nacht heizt Bambi Mercury die Tanzfläche ein. Die Berlinerin gehört zu den aufstrebenden Drag Stars und hat sich zudem mit ihren fulminanten Shows einen grossen Namen gemacht. Wer es noch extravaganter möchte, auf den wartet Charlet C.House. Das IT-Girl der Szene versprüht nicht nur einen ordentlich Hauch Glamour, sondern sorgt mit ihrem Set aus Pop und House für ausgelassene Partystimmung. Wann: ab 23.00 Uhr, Eintritt: CHF 15 Wo: Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich Details: www.heavenclub.ch


DJ


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Pride Week  | Wochenprogramm |  Zurich Pride 2018

ZURICH PRIDE FESTIVAL

DEMONSTRATIONSUMZUG MIT POLITISCHEN REDEN Der bedeutendste Bestandteil des Festival-Wochenendes! Nimm deine Freunde, Familie und Arbeitskollegen und unterstütze den Aufruf zur Gleichstellung mit dem friedlichen Marsch durch die Zürcher Innenstadt. Start Umzug: 13.30 Uhr, Dauer: ca. 3 Stunden Treffpunkt: ab 12.00 Uhr, Helvetiaplatz, 8004 Zürich Details: www.zurichpridefestival.ch/demonstration

SAMSTAG

16. 06.

PRIDE FESTIVAL

ÖFFNUNG FESTIVALGELÄNDE Wann: ab 14.00 Uhr Wo: Kasernenareal, 8004 Zürich Details: www.zurichpridefestival

DACHVERBAND REGENBOGENFAMILIEN

FAMILIENOASE AUF DEM FESTIVALGELÄNDE Kinderolympiade, Schminken, Sirupbar, Basteln, Popcorn, Planschbecken, Ballone und Hüpfburg – alles was das Kinderherz begehrt! Wann: 14.00 bis 20.00 Uhr Wo: Zeughaushof, 8004 Zürich Details: www.zurichpridefestival

VEREIN ZURICH PRIDE FESTIVAL

OFFICIAL ZURICH PRIDE PARTY Wer nach dem Kasernenareal noch weiterfeiern möchte, geht an die offizielle Zurich Pride Party. Diese findet dieses Jahr wieder an zwei Locations statt – im Plaza und im Hive. Die Party ist der Abschluss des zweitägigen Festivals und lädt Besucher ein, mit Angehörigen der LGBTI-Community und Freunden zu feiern. Wann: ab 23.00 Uhr Club 1: Plaza Klub, Badenerstrasse 109, 8004 Zürich Club 2: Hive Club, Geroldstrasse 5, 8005 Zürich Details: www.zurichpridefestival.ch

C HF 3 0 1 Ticket – 2 Clubsn ab 18 Jah

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  | Wochenprogramm

SONNTAG

17. 06.

HOMOSEXUELLE ARBEITSGRUPPEN ZÜRICH

HAZ-SONNTAGSBRUNCH Auch diese Jahr organisiert HAZ den beliebten Brunch zum Ausklang vom Zurich Pride Festival. Wann: ab 10.00 Uhr, 4 Stunden Wo: Restaurant Zeughaushof, Kanonengasse 20, 8004 Zürich Details: www.haz.ch/angebot/gruppen/#agenda

REFORMIERTE KIRCHE KANTON ZÜRICH

GOTTESDIENST «SAME SAME BUT DIFFERENT» Das diesjährige Motto der Zurich Pride «Same Love – Same Rights» macht darauf aufmerksam, dass homosexuell liebende Menschen in der Schweiz noch immer nicht die gleichen Möglichkeiten haben wie Heterosexuelle und fordert die gleichen Rechte für alle Liebenden. Nicht als Kontrapunkt, sondern in Ergänzung betont unser Gottesdienst, dass wir Menschen vor Gott gerade deshalb so gleich sind, weil wir äusserst vielfältig sind. Neben den gleichen Rechten wird vor allem die Vielfalt im Fokus des Feierns sein. Wann: ab 14.00 Uhr mit anschliessendem Apéro Wo: Kirche St. Felix und Regula, Hardstrasse 76, 8004 Zürich Details: www.zwischenraum.net Mitwirkende: Remo Crivelli (Alphorn und Hackbrett), Philippe Frey (Orgel), Irene Schwyn (ref. Pfarrerin), Melanie Handschuh (christkath. Pfarrerin), Meinrad Furrer (röm.-kath. Seelsorger), Mitglieder der evang.-meth. Kirche Zürich 2 und des Zwischenraums Sponsoren:


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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  | Festivalgelände

FESTIVALGELÄNDE FREITAG, 15. JUNI & SAMSTAG, 16. JUNI 2018 Das Zurich Pride Festival findet auch in diesem Jahr auf dem Zürcher Kasernenareal und Zeughaushof statt. An den zwei Tagen werden auf der Festivalbühne musikalische Acts, DJs und auch politische Statements zu sehen und hören sein. Ergänzt wird das Festival durch das reichhaltige kulinarische Angebot an den Essensständen, die zahlreichen Bars und von Infoständen von LGBTI-nahen Organisationen und Betrieben.

Das Festivalgelände auf dem Kasernenareal und Zeughaushof ist in knapp zehn Minuten zu Fuss vom Zürcher Hauptbahnhof aus zu erreichen. Der Eintritt zum Zurich Pride Festival ist wie immer kostenlos. Unterstützen kannst du den Event mit deiner Konsumation an unseren Bars und Essensständen. Öffnungszeiten Festivalgelände Freitag 15. Juni, 16.00 bis 24.00 Uhr Samstag 16. Juni, 14.00 bis 24.00 Uhr

Militärstrasse

2

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K an o n en

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ZHPF Office 1 Kasernenareal

Zeughausstrasse

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Schlagerbar

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Politik- und Kulturbühne

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Hauptbühne Infostände Verkauf / Essen Bar

Viva con Agua Schweiz ist eine Initiative, die sich für die Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern engagiert. Darüber hinaus sind Klimaschutz und die Verbesserung der sportlichen Infrastruktur in den Projektgebieten Ziele der Initiative. Genau wie letztes Jahr, kannst du auch dieses Jahr deinen Getränkebecher beim Viva con Agua Stand (rechts von den WC-Anlagen) zurückgeben und spendest somit dein Depot für gute Zwecke.


Pride Week  | Demonstration |  Zurich Pride 2018

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DEMONSTRATION SAMSTAG, 16. JUNI 2018 Der friedliche Demonstrationsumzug der Zurich Pride ist die politische Manifestation der LGBTI-Community der gesamten Schweiz und deren Freunde.

TREFFPUNKT: Helvetiaplatz, 8004 Zürich ab 12.00 Uhr

Der Umzug wird am Samstag 16. Juni 2018 in der Innenstadt von Zürich durchgeführt. Sämtliche LGBTI-orientierten und -freundlichen Organisationen und Menschen aus dem In- und Ausland sind eingeladen, an der Demonstration teilzunehmen und ihre politische Botschaft kundzutun. Anmelden unter: www.zurichpridefestival.ch/anmeldung-demo

DEMONSTRATION: Start des Umzugs: 13.30 Uhr Dauer: ca. 3 Stunden

Einzelpersonen oder Gruppen im Freundeskreis müssen sich nicht anmelden und dürfen wie es ihnen gefällt an der Demonstration mitlaufen. Der Umzug ist wie immer bunt, vielfältig und gut besucht. Den genauen Routenplan findest du auf unserer Webseite.

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Besuche uns an der Pride in Zürich und erzähle uns DEINE Geschichte.


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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  |  Festivalprogramm Freitag

FESTIVALPROGRAMM FREITAG, 15.06.2018

BETTY FROM «THE L-WORD»  Die berühmte Frauenband aus den USA kommt an die Pride. Bekannt geworden ist sie durch die erfolgreiche Fernsehserie «The L-Word – Wenn Frauen Frauen lieben», für die sie die Titelmusik und Gastauftritte in der Serie gemacht haben. Die Frauen der Band setzen ihre Berühmtheit besonders gern und oft für die Rechte aller Frauen ein und sind deshalb auch die gesamte Prideweek über in Zürich. Sie werden an einigen Anlässen teilnehmen und freuen sich sehr auf die Zeit in der Schweiz. Am Freitagabend ist ihr grosser Auftritt auf der Festivalbühne und dann werden sie ihr gesamtes musikalisches Können zum Besten geben. So viel sei verraten: es wird rocken. www.hellobetty.com

Programmänderungen vorbehalten.

Immer ak tuell!

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Pride Week  |  Festivalprogramm Freitag  |  Zurich Pride 2018

  BJÖRN AGAIN – THE AUSTRALIAN ABBA SHOW Die international gefeierte BJÖRN AGAIN Show wurde 1988 in Melbourne gegründet und ist konzipiert als eine australische ABBA Show. Die Show hat schon seit langem weltweiten Kultstatus und kommt wieder zurück an die Zurich Pride. Denn bereits im Jahr 2007 sorgten sie auf dem Turbinenplatz für Euphorie und Gänsehaut und nach satten 11 Jahren schwärmen die Pride-Besucher_innen immer noch von diesem Konzert. Es wird Zeit dies zu wiederholen und einen weiteren unvergesslichen Pride Moment zu schaffen. www.bjornagain.com

  DJ STEVE BAM Das Heaven war sein Sprungbrett in eine erfolgreiche DJ-Karriere. Dort machte er die ersten Gehversuche und steigerte sich bis hin zur Perfektion. Natürlich hat es sich auch mittlerweile herumgesprochen, dass er äusserst gekonnt den Spagat aus Pop und House auf den Dancefloor zaubert. facebook.com/stevebam91

 MODERATION: ALEXANDER WENGER Der 31-jährige Zürcher steht zum dritten Mal in Folge auf der Pride Bühne und moderiert die Show am Freitag. Alexander stand schon bei TeleZüri, fürs Schweizer Radio und Fernsehen und der «Miss Earth Schweiz» Wahl vor der Kamera. Ausserdem war er bereits fürs Magazin «DISPLAY» tätig und hat sich bei «du-bist-du» als Berater engagiert. Heute arbeitet er als Produzent bei der TV Produktionsfirma «B&B EndemolShine». www.alexanderwenger.ch

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  |  Festivalprogramm Freitag

SISSY THAT PRIDE – MAKE SWITZERLAND DRAG AGAIN Ein Drag-Travestie-Burlesque Feuerwerk mit Jeff van Phil, Schrista Schellenberg, Lola Collins, Vava Vilde, Gloria Gaybar und Shiaz Legs Zürich ist eindeutig das Epizentrum der neuen Schweizer Dragqueen-Welle. Aber es gibt auch Talente im Rest des Landes, die sich bereits einen grossen Namen gemacht und eine grossartige Bühnenerfahrung haben. Diese Künstler holt sich die Pride nun auf die Bühne und bietet dem Festivalbesucher eine buntes und sehr unterhaltsames Showfeuerwerk. Jeff van Phil, eine gefeierte Burlesque-Queen aus Solothurn – Gloria Gaybar, der La Cage aux Folles-Star aus Lausanne – Lola Collins die Liza Minelli vom Genfer See – Schrista Schellenberg, die Badenerin Entertainerin mit einem Miss Heaven Titel – Shiaz Legs, die Schweizer Dragbotschafterin in Berlin und als Specialguest Vava Vilde aus dem grossen Kanton. facebook.com/lolacollins2016 facebook.com/gloriagaybar facebook.com/jeff.vanphi facebook.com/yeffil facebook.com/vava.vilde facebook.com/julian.fricker

Programmänderungen vorbehalten.


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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  |  Festivalprogramm Samstag

Immer ak tuell!

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FESTIVALPROGRAMM SAMSTAG, 16.06.2018

 JADE PEARL BAKER Glamouröse Erscheinung trifft charackteristischen Gesang. Als Travestiekünstler tritt Jade für die Freiheit eines jeden Menschen ein, sich zu zeigen, wie es einem beliebt. Mit einem Gespür für Eleganz und einer Stimme über vier Oktaven, werden Jazz- und Blues Klassiker wiederbelebt und rhythmische Eigenkompositionen zu charmanten Herausforderungen für Herz und Fantasie. Jade ist auf CSD's, Strassenfesten, sowie Bars und Clubs der Berliner Szene unterwegs und hüpft dann und wann auch gerne einmal über die Fernsehbildschirme wie z.B als charismatische Kandidatin bei «The Voice of Germany» im Team Fanta. Am Festivalsamstag wird sie die Besucher mit einem Mix aus Lana de Rey und Amy Winehouse in ihren Bann ziehen. www.instagram.com/jade_pearl_baker

Programmänderungen vorbehalten.


Pride Week  |  Festivalprogramm Samstag  |  Zurich Pride 2018

 JESSIQUOI JESSIQUOI ist die aktuelle Berner Entdeckung, wobei sie eigentlich Australierin mit Schweizer Wurzeln ist. Frische Beats irgendwo zwischen Electronica, World, Rap, Gesang, schrillen Farben und einer schier unendliche Kreativität. Diesen Mix bringt sie mit einer Leichtigkeit und Nonchalance live auf die Zurich Pride Bühne, dass einem schwindelig werden kann. www.jessiquoi.com

 DABU FANTASTIC – THE BOMBASTICS Mit ihrem Erfolgsalbum «Drinks» haben Dabu Fantastic unzählige ausverkaufte Konzerte & Festivals gespielt und ihre «Angelina» wurde zum grössten Schweizer Hit der letzten Jahre. Eigentlich wäre es da im Sommer 2018 an der Zeit, um an neuer Musik zu arbeiten. Machen sie auch – aber daneben lassen es sich Dabu Fantastic nicht nehmen an ganz wenigen, ausgesuchten Konzerten das zu machen, was sie am allerbesten können: Die Stimmung zum Kochen bringen. Das Zurich Pride Festival hat es geschafft, unter einer dieser wenigen Anlässe zu sein, an denen sie auftreten. www.dabufantastic.ch

 MODERATION: GOSSIPA Gossipa – die Queen of Gossip – ist nicht nur bekannt für ihren unstillbaren Durst nach Tratsch & Klatsch, sondern auch für ihre schrillen Outfits. Ob als lebender Christbaum oder Regenbogen-fliegendes Einhorn – sie macht immer und überall eine gute Figur! Zu ihrem Markenzeichen gehört ihre #Echt-Schaumstoff-Perücke, sowie die direkte und freche Art. Als langjährige Klatschspalten-Journalistin hat sie schon so mit manchem Promi geflirtet. Im Jetset-Leben kennt sie sich aus und immer wieder kommen #Schlagzeilen aus ihrem Haus! www.gossipa.net

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  |  Festivalprogramm Samstag

DJ BEN BAKSON  Musik war von Anfang an ein grosser Teil von ihm. Als er Anfang zwanzig mit dem Clubbing begann, entwickelte er seinen Musikgeschmack mehr und mehr, so dass er 2016 beschloss, Musik zu machen, anstatt sie nur zu hören, und wurde ein professioneller DJ. Sein Musikstil ist eher kommerziell, mit harten und energiegeladenen Beats. Vocals sind für ihn sehr wichtig, da er glaubt, dass sie die Seele eines jeden Songs sind und nur sie starke Emotionen erzeugen können. Diese grosse Energie auf der Tanzfläche zu erschaffen und zu übertragen und die Menge in Ekstase zu versetzen, ist seine Mission. www.djbenbakson.com

 DJ CHARLET C.HOUSE Als Ikone des Nachtlebens der Spreemetropole und Resident des GMF Club versprüht sie immer etwas Grossstadtfeeling in Zürich. Die Newcomer Drag-Djane hat es mit ihrem POPMIX binnen kürzester Zeit bis ins legendäre GMF in Berlin geschafft. Durch die Reportage auf RTL 2 hat sich das Interesse an der Figur CHARLET CRACKHOUSE extrem gesteigert. Sie ist national unterwegs und verzaubert jedes Publikum mit Ihrer sexy Ausstrahlung. Des Weiteren konnte man sie bereits in den Berliner Clubs GMF und Goya, sowie bei der «Sexy»-Partyreihe in Köln, Zürich, München, Hamburg, Dresden, Leipzig, Erfurt in Aktion erleben. Ihr Name versteht sie übrigens als Hommage an Charlotte aus SATC und Amy Winehouse, also darf man auf die Berliner DRAG ATTACK gespannt sein! www.facebook.com/charlet.crackhouse Programmänderungen vorbehalten.

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Zurich Pride 2018  |  Pride Week  |  Schlager an der Pride

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FREITAG, 15.06. & SAMSTAG 16.06.2018 Schlagerspass mit Gay-Appeal und DJ Wollana – ein Synonym. Seit nunmehr 25 Jahren unterhält er die Zürcher Schlagerszene bestens und feiert dabei an seinen bunten Sets auch kräftig selber mit. Dabei traf er auf die sublimen NoNameDivas. Der Funke sprang sofort über und et voilà – auch heuer unterstützen ihn die flotten Diven wieder am Mischpult.

SAMSTAG, 16.06.2018 Ein absoluter Leckerbissen am Pride Samstag: die Highlights aus den zahlreichen Bühnenprogrammen von Lola Glitter & Romy Travis. Es wird geschlagert was das Zeug hält – ein Pridebeben – lass es leben – lass uns was erleben...

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Zurich Pride 2018  | Organisation | TGNS

WORAUF WIR STOLZ SEIN DÜRFEN! DIE PRIDE IST MEHR ALS EINE PARADE, EIN TAG ODER EIN GANZER MONAT VOLLER VERANSTALTUNGEN. DIE PRIDE IST HARTE, SOLIDARISCHE ARBEIT FÜR SCHEINBAR UNERREICHBARE ZIELE. DIE PRIDE IST DER STOLZ AUF GROSSE UND KLEINE SIEGE IM ANGESICHT DER WIDRIGKEITEN. ALS VEREIN VON UND FÜR SCHWEIZER TRANS MENSCHEN SETZT SICH TGNS TAGTÄGLICH DAFÜR EIN, DASS DIE TRANS GEMEINSCHAFT AN JEDER PRIDE GRUND ZUM FEIERN HAT. TEXT: JANNA KRAUS

© Alexandra Jäggi

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Worauf dürfen wir als Verein stolz sein? Wir dürfen dieses Jahr besonders stolz sein auf die direkte Arbeit mit der Community, auf grosse Events, produktive Treffen, beharrliche und kompetente Aufklärungsaktionen. Auf produktive Workshops an den trans Tagungen in Sursee und Yverdon, überfüllte Vorträge zu trans Kindern in Schulen und Gesellschaft, Gespräche mit Entscheidungsträger_innen wie BR Simonetta Sommaruga und viele andere Veranstaltungen zum Wohle der trans Gemeinschaft. Daneben standen die alltäglichen Aufgaben, die vielleicht nicht immer Schlagzeilen machten, aber das Fundament und Herz unserer Vereinsarbeit bilden. Die nie enden wollende Auseinandersetzung mit den Medien in Form von Interviews, Lob, Beschwerden, Auskünften zu Themen wie Unisextoiletten, Bachelor und dem dritten Geschlechtseintrag.


MAGENTAMITGLIEDER Magenta-Mitglieder unterstützen den Verein Zurich Pride Festival als Sponsoren. Der Mitgliederbeitrag und die Unterstützung als MagentaMitglieder betragen zusammen mindestens CHF 300.

Projektstart trans welcome auf dem Bundesplatz

Der unermüdliche Einsatz unserer Berater_innen in den Bereichen Coming-out, Recht, Arbeitswelt und trans Kinder. Seit Februar ist Alecs Recher, Leiter unserer Rechtsberatung, nach Jahren der ehrenamtlichen Arbeit in ein bezahltes Angestelltenverhältnis übergegangen, ein grosser Schritt! Und wir sind besonders stolz auf die Lancierung der schweizweiten Aktion trans welcome, die Wirtschaft und Politik dazu aufruft, trans Menschen in der Arbeitswelt aktiv und nachhaltig zu unterstützen und zu fördern. Ein gesichertes Auskommen, Sichtbarkeit im Job und Schutz vor Diskriminierung legen das Fundament für Gleichstellung im Alltag und damit für eine selbstbestimmte Existenz. So soll es weitergehen! Mehr Informationen zu unserem Onlineportal «trans welcome» unter www.transwelcome.ch Mehr über unsere Arbeit erfahrt ihr auf www.tgns.ch

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitgliedern für die grosszügige finanzielle Unterstützung!

Privatpersonen: Andreas von Rosen Chriss Kling-Jagodzinska Marcel Hophan Martin Freiherr von Pallandt Oliver Meyer Pierre-Alain Meyer Pierre-André Francesio Roger Heinrich Susanne Dirk Thomas Fuchs Stéphane Gerber

Vereine & Unternehmen: Boyahkasha Verein Cranberry AG Display Media AG Moustache Sauna Restaurant Predigerhof GmbH Restaurant Turbinenhalle Bar AG The Body Clinic AG


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Zurich Pride 2018  | Organisation | LOS

DIE WOHL VERDIENTE HAUPTROLLE WAS SOLLEN EIGENTLICH ALLE DIESE OFFIZIELLEN TAGE DER SICHTBARKEIT? UND WAS KANN ICH TUN, WENN ICH NICHT ELLEN DEGENERES BIN? EIN TEXT ÜBERS SEHEN UND GESEHEN WERDEN. TEXT: ANNA ROSENWASSER

Liebe Leser_innen, ich habe eine Aufgabe für Sie. Lesen Sie bitte das folgende Wort durch und überlegen Sie sich, was daran ungewöhnlich sein könnte: visibility. Viele «I»s, oder? Und eher schwierig auszusprechen, würde ich sagen? Was ich an «visibility» ebenfalls bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass das Wort mehrere Bedeutungen hat: Einerseits «Sichtbarkeit», andererseits aber auch «Sicht». Wenn am «Day of Lesbian visibility» also einige Englischsprachige scherzten «Someone finally give the lesbians some glasses!», dann war das gar kein so schlechtes Wortspiel: Als wäre nicht die Sichtbarkeit, sondern die Sicht der Lesben schlecht. Wir Queers haben also einiges mit dem Wort «visibility» gemeinsam: Nicht jede Person versteht es und viele finden es etwas anstrengend – obwohl es eben total wichtig ist.

© zvg

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Setzen Sie aber bitte spätestens jetzt Ihre Lesebrille auf, denn: Das mit der Sichtbarkeit ist durchaus auch ein ernstes Thema. Nicht umsonst gibt es den Tag der trans* Sichtbarkeit am 31. März, den Tag der lesbischen Sichtbarkeit am 26. April und den Tag der bisexuellen Sichtbarkeit am 23. September. Einfach einen Tag erfinden? «Was für ein Blödsinn», hör ich jedes Jahr viele Mitmenschen ausrufen, «wofür brauchen wir diese ganzen erfundenen Tage? Die sind in etwa so nutzlos wie der Tag des Kuchens, der Tag des Apfels oder der Schnitzel-Blowjob-Tag!» (Wir können den Sinn dieser kulinarischen Tage gern diskutieren, wobei ich Sie warnen muss: Beim Thema Schnitzel-Blowjob-Tag werde ich bitzli hässig.) Und diese kritischen Stimmen mögen recht haben: Alleine einen Tag der Sichtbarkeit aus dem Boden zu stampfen, bringt nie-


Organisation  | LOS |  Zurich Pride 2018

Die Chance der Schwulen Sie haben vielleicht gemerkt: Das L, das B und das T sind vertreten in der Liste der Sichtbarkeitstage. Und was ist mit dem G für Gay, also den schwulen Männern? – Auch sie haben ihren Kampf zu kämpfen, aber verglichen mit anderen queeren Identitäten haben sie gewissermassen einen Sichtbarkeits-Vorsprung.

«Lesbian is not a dirty word» Schild an der Demo der letztjährigen Lesbenkonferenz in Wien.

mandem was. Diese Sichtbarkeitstage aber gehören zum Kontext eines aufrechten Kampfs, gesehen zu werden: als trans, lesbische, bisexuelle Personen und alle dazwischen und ausserhalb. Lassen Sie mich Ihnen aus der Warte der Journalistin sagen: Wir sind froh darum, ein wichtiges Thema wie LGBTI an irgendeiner Form von Aktualität aufhängen zu können – und sei es nur ein erfundener Tag (zur Erinnerung: Weihnachten und Ostern sind auch erfunden), der uns ein Argument mehr gibt, das queere Thema in der Redaktion durchzubringen. Die meisten Chefetagen sind nämlich in heterosexueller und/oder männlicher Hand; das beeinflusst, welche Themen man als wichtig erachtet, enorm. Umso mehr Argumente brauchen wir Journalist_innen. «Aber morgen ist genau dieser offizielle Tag! Das sind News!», kann da helfen. (Was noch mehr hilft: Mehr queere Journalist_innen in Redaktionen!)

Das bedeutet für schwule Männer auch eine Chance: Sie können sich für unsere Rechte stark machen und andere queere Menschen stärken. So kann Sichtbarkeit geteilt werden, wovon die ganze Community profitiert. Unter den Frauen ist TV-Star Ellen DeGeneres mein Lieblingsbeispiel: Ihre Talkshow sehen Folge für Folge über 2.7 Millionen Zuschauer_innen. Und wen lädt Ellen unter anderem in ihre Show ein? Junge queere Menschen. Den schwulen James Charles, Make-Up-Legende der Teenager. Miley Cyrus, Pop-Sternchen und offen pansexuell. Die aufstrebende Sängerin Halsey, die gern ihre Bisexualität thematisiert. Ja, klar, wir alle sind nicht Ellen. Aber wir können uns gegenseitig ins positive Rampenlicht rücken, um die Sichtbarkeit queerer Identitäten zu fördern. Sichtbarkeit heisst, richtige Pronomen zu benutzen und unsere Mitmenschen auch dann zu korrigieren, wenn die betreffende Person nicht anwesend ist. Sichtbarkeit heisst, Journalist_innen auf queere Vielfalt hinzuweisen, auch wenn wir selbst schon genannt worden sind. Sichtbarkeit heisst auch, stolz queer zu sein – für jede Person, die sich selbst noch nicht outen konnte oder wollte. Sichtbarkeit heisst: Nicht zufrieden sein mit einer Nebenrolle, wenn uns doch allen eine Hauptrolle zustünde. Die LOS setzt sich für die Gleichberechtigung von lesbischen, bisexuellen und allen queeren Frauen ein. Unterstütze unseren Kampf für mehr Sichtbarkeit: www.los.ch/beitreten

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Zurich Pride 2018  | Organisation |  Pink Cross

BEWEGUNG KOMMT VON BEWEGEN GERECHTIGKEIT: EIN VOLLZEITJOB VERBÜNDET RUND UMS JAHR AN DER PRIDE DEMONSTRIEREN WIR FÜR UNSERE RECHTE – ABER WAS KÖNNEN WIR DAS RESTLICHE JAHR ÜBER TUN, UM GEHÖRT ZU WERDEN? EIN ÜBERBLICK ÜBER UNSERE BAUSTELLEN UND STRATEGIEN. TEXT: RENÉ SCHEGG

Es ist gut, jedes Jahr Pride zu feiern und für unsere Rechte zu demonstrieren – es ist wichtig, uns in all unserer Vielfalt zu zeigen und für rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz zu kämpfen. Unsere Bewegung hat vieles bewirkt, dennoch gibt es noch viel zu tun. Für uns als Pink Cross ist dies Auftrag und Verpflichtung, sich mit starker Stimme zusammen mit der ganzen Community einzusetzen. Wir wissen: Mit euch zusammen bewegen wir Gesellschaft und Politik. Zu diesem Bewusstsein gehört die Tatsache, dass wir auch ausserhalb der Pride (oder, je nach Sommer-Agenda, der Prides) das ganze Jahr über Kämpfe für Gleichberechtigung ausgetragen werden müssen: Das fängt bei den Jüngsten an und kennt gegen oben keine Altersgrenze. Die Gesellschaft, welche Kinder und Schüler_innen erfahren, ist zukunftsprägend. So verbringen wir in den obligatorischen Schulen und weiterführenden Bildungsinstitutionen alle wichtigen Jahre. Es sind Jahre, welche nicht selten mitbestimmend sind, wie selbstbewusst wir uns in der Öffentlichkeit und Gesellschaft bewegen. Bereits heute gibt es Schulprojekte von und für LGBTI-Menschen – doch ein Problem bleibt bestehen: Diese Schulprojekte erreichen nicht alle Schüler_innen und sind auf den Goodwill der Lehrpersonen und Schulleitungen angewiesen. Mit dem Lehrplan 21 soll sich dies verbessern, doch in vielen Kantonen wird dieser noch nicht vollständig umgesetzt. Der Lehrplan 21 bietet uns aber die Grundlage, um wirklich aktiv zu werden und eine Verbesserung für alle Schüler_innen zu erreichen.


Pink Cross  | Organisation |  Zurich Pride 2018

Mit einem neuen Projekt wollen wir erreichen, dass alle Schüler_innen von der Primarschule bis hin zu Gymnasium, Berufsschulen und Hochschulen mit dem Thema LGBTI konfrontiert werden. Es darf nicht weiterhin von der Lehrperson abhängen, ob Schüler_innen über LGBTIs informiert werden oder nicht! Schulen dürfen keine Homo- und Transphobie an ihren Schulen dulden, sondern müssen sich aktiv für ein offenes Klima einsetzen. Nach den Schulen sind wir erst recht konfrontiert mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen, sei es bei der Arbeit, bei der rechtlichen Absicherung der Partnerschaft oder den Aufbau einer Familie, bei dem Freizeit- oder Sportverein bis zu einer sensibilisierten Pflege in Altersstrukturen. In all diesen Feldern sind wir aktiv: So stehen wir in Bundesbern in regelmässigem Kontakt mit Parlamentarier_innen, um die rechtliche Gleichstellung auf allen Ebenen zu erreichen. Niemand darf vor dem Gesetz diskriminiert werden und der Staat hat den Auftrag, die Rechte aller zu schützen.

Mit der Ehe für alle wollen wir die gleiche Anerkennung unserer Partnerschaften und Familien erreichen, mit dem erweiterten Diskriminierungsschutz im Gesetz und der Erfassung von Hassreden und Hassverbrechen sollen diese strafrechtlich effektiver verfolgt werden können. Dazu begleiten wir verschiedene Vorstösse, namentlich die Erweiterung der Antirassismusstrafnorm um die Kriterien sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität und die statistische Erfassung von Hassverbrechen (sogenannte hate crimes). Wenn es um die Akzeptanz geht, dann müssen wir die ganze Gesellschaft erreichen – vom Fussballfeld bis zum Eiskunstlauf, vom Stammtisch bis zum Opernsaal. Wenn wir als LGBTI-Community solidarisch zusammenstehen, werden wir unübersehbar und unüberhörbar. Die Pride ist ein Ort für diese Stimme, doch sie muss das ganze Jahr hörbar bleiben in Politik und Gesellschaft. Dafür brauchen wir die Stimme von jede_r und jede_m. Zusammen bewegen wir etwas.

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Zurich Pride 2018  | Organisation | Regenbogenfamilien

SAME LOVE – SAME RIGHTS! «EHE FÜR ALLE»: GLEICHSTELLUNG AUCH IN PUNCTO FAMILIEN(GRÜNDUNG)! TEXT: MARIA VON KÄNEL

Seit Inkrafttreten des Partnerschaftsgesetzes 2007 wurden einige Ungleichbehandlungen zur Ehe beseitigt. In Bezug auf die rechtliche Absicherung von Regenbogenfamilien und LGBTI-Personen mit Kinderwunsch besteht aber weiter grosser Handlungsbedarf. Die Revision des Adoptionsgesetzes und damit die Zulassung gleichgeschlechtlicher Paare zur Stiefkindadoption hat im Parlament und in der Öffentlichkeit grosse Diskussionen darüber ausgelöst, wie eine Familie aussehen darf und welche Familienformen anerkannt und gefördert werden sollen. Dank jahrelanger Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit konnte die dringende Gesetzesrevision durchgebracht und einem Referendum getrotzt werden. Elf Jahre nach Inkrafttreten des Partnerschaftsgesetzes können nun gleichgeschlechtliche Paare die Kinder ihrer Partnerin oder ihres Partners adoptieren.

Der Prozess dazu ist aufwändig und kostspielig. Im Kanton Zürich braucht es ein Dossier an 20 verschiedenen amtlichen Dokumenten sowie ausführliche Biografien der Eltern und der Kinder und es muss mit Kosten von bis zu CHF 1’000 pro Kind gerechnet werden. Das Prozedere bei verheirateten Paaren sieht jedoch anders aus: Wird ein Kind innerhalb einer bestehenden Ehe geboren, erhalten Eltern und Kind automatisch alle Rechte ungeachtet davon, ob ein Kind mittels Samenspende eines anderen Mannes gezeugt wurde. Von Gleichstellung sind wir also weit entfernt! Damit ein Paar die Stiefkindadoption beantragen kann, muss es mindestens drei Jahre einen gemeinsamen Haushalt führen. Nicht alle gleichgeschlechtlichen Paare konnten Herausforderungen gemeinsam bewältigen, einige Beziehungen sind auseinanderge-


Regenbogenfamilien  | Organisation |  Zurich Pride 2018

gangen, bleiben aber weiterhin gemeinsam Eltern. Die Möglichkeit auf rechtliche Absicherung der sozialen Eltern und der Kinder sind damit aber nicht mehr gegeben, das heisst, die betroffenen Kinder und deren soziale Eltern bleiben weiter rechtlich ungenügend geschützt. Im Gegensatz dazu können getrenntlebende heterosexuelle Eltern bei Geburt des Kindes eine einfache (Vaterschafts-)Anerkennung machen. Es spielt keine Rolle, ob die Beziehung bereits vor oder kurz nach der Geburt auseinandergeht: Kind und Elternteil können durch ein einfaches amtliches Dokument abgesichert werden. Die Stiefkindadoption ist ein wichtiger Meilenstein für die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung von Regenbogenfamilien und LGBTI-Personen mit Kinderwunsch. Dennoch ist es ein Flickwerk und für die betroffenen Familien unbefriedigend, da sie hohe Hürden zu bewältigen haben und es auf viele der Familien nicht zutrifft, weil sie keine «Stief-

familien», sondern ursprüngliche Kernfamilien sind. Weil die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität der Eltern keinen Einfluss auf die Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder haben, müssen LGBTI-Paaren dieselben Möglichkeiten zur Familiengründung offenstehen wie heterosexuellen Paaren, d.h. Zugang zur gemeinschaftlichen Adoption und künstlichen Befruchtung. Zur Absicherung bereits bestehender und künftiger Familien muss eine Elternschafts-Anerkennung ermöglicht werden. Weiter braucht es gesamtgesellschaftliche Diskussionen zur Anerkennung verschiedener Familienmodelle (z.B. Co-Elternschaft, Mehrelternschaft) sowie zu Familiengründung (z.B. Eizellenspende, Leihmutterschaft). Es braucht also in der ganzen Debatte der «Ehe für alle» eine klare Haltung für die tatsächliche Gleichstellung auch in puncto Familien(gründung)!

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Zurich Pride 2018  | Organisation | Milchjugend

FÜR EINE FALSCHM I LC H SEXUELLE BEWEGUNG! JUGEND

FALSCHSEXUELLE WELTEN

SCHULTER AN SCHULTER, HAND IN HAND, GEGEN NORMEN – WIDERSTAND! TEXT: MAX KRANICH

Zum zweiten Mal in Folge positioniert sich die Jugendpride, als Zusammenschluss der Schweizer Jugendgruppen, zum Thema Normen. Das ist kein Zufall. Seit einigen Jahren setzen sich vor allem junge Menschen vermehrt mit Ihrer Identität auseinander und trauen sich aus traditionellen Rollen und Sexualitäten, die ihnen in Ihrer Erziehung, von ihrem Umfeld und in der Schule vorgeschrieben wurden, auszubrechen. Als Gesellschaft haben wir uns viele «entweder – oder» geschaffen. Cis oder Trans, Hetero oder Homo, normal oder abnormal. In diese werden wir eingeteilt, ob wir nun wollen oder nicht. Sich davon zu befreien ist ein emanzipatorischer Akt, der Mut erfordert und je nach Umfeld anstrengend und folgenreich sein kann.

Diese Erfahrungen des «nicht Passens» werden von Politik und Gesellschaft ausführlich diskutiert und kommentiert, konkrete Veränderungen lassen aber auf sich warten. Die Ehe für alle ist ein richtiges und wichtiges Anliegen. Gleichstellung endet aber nicht beim Gesetz, genau so wenig wie unsere Anliegen bei einer Partnerschaft enden. Die queere Community besteht aus einer unzählbaren Anzahl an Identitäten und Orientierungen, sie alle werden strukturell und vor dem Gesetz diskriminiert. Trans* Menschen steht nach dem Outing ein juristischer Spiessrutenlauf bevor und nicht-binäre Menschen fallen komplett aus dem staatlich anerkannten Geschlechtersystem.


Milchjugend  | Organisation |  Zurich Pride 2018

Asexuellen Personen wird vorgeworfen, dass sie zu wenig Sex hätten, während man nicht monogamen Menschen vorwirft sie hätten zu viel. Gegen Normen zu kämpfen ist nicht, wie gerne behauptet wird, eine Modeerscheinung, es ist ein seit langem andauernder Kampf, der 1969 mit dem Stonewall Aufstand, angeführt durch schwarze trans* Frauen, zum ersten Mal physischen Ausdruck fand. Bei unserer Pride, welche aus dem Kampf um das Stonewall-Inn entstand, geht es heute zwar nicht mehr ums Überleben wie das 1969 der Fall war, aber sie ist noch genauso notwendig. Wir kämpfen immer noch dafür, dass Männer* High Heels und Make-up tragen können, dass Frauen* auch mit kurzen Haaren und Anzug als Frauen* betrachtet werden, sowie dagegen, dass mensch sich überhaupt als Frau* beziehungsweise Mann* identifizieren muss. An der Pride wird unser Ideal für einen Moment Realität. Unsere Community zeigt sich mit all ihren Facet-

ten. Ein heiteres und friedliches Beisammensein aller Farben des Regenbogens. Niemand passt nicht dazu, alle können sie selbst sein. Selbstbewusst und stolz sind wir gemeinsam anders, gemeinsam falsch. Für einen Tag ist die ganze Stadt queer. Die Milchjugend will mehr Pride, das ganze Jahr, deshalb schaffen sich unsere Aktivist_innen eigene Welten: seien das Partys, Schulgruppen, ein Kulturfestival oder ein gemeinsames Wochenende. Welten, in denen junge Menschen sie selbst sein und ausprobieren können. Durch den Rückhalt in der Community gestärkt können wir uns der Gesellschaft stellen und grundsätzliche Veränderung einfordern. Für alle Farben und alle Formen. Wenn du mitmachen willst, dann findest du uns hier: milchjugend.ch/mitmachen Wenn du mehr Geld als Zeit hast, dann unterstütze uns hier: milchjugend.ch/spenden

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Zurich Pride 2018  | Organisation | ZHPF

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Der Verein Zurich Pride Festival fördert und fordert die Akzeptanz und Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transmenschen und Intersexuellen (LGBTI) in der Schweiz. Wir konzentrieren unsere Aktivitäten auf die jährlich stattfindende Zurich Pride Week. Während dieser Woche bieten wir – in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen LGBTI-Vereinen und Gruppierungen – eine vielfältige Palette an Veranstaltungen. Höhepunkte sind unter anderem der politische Demonstrationsumzug und das Festival auf dem Zürcher Kasernenareal. Mit dem Pride Gottesdienst am Sonntag endet der grösste LGBTI Anlass der Schweiz. Alle Details und weitere Informationen:

www.zurichpridefestival.ch * Preis für Privatpersonen

Setze dich für die Community ein! Mit deinem Engagement und deiner Mitgliedschaft in einem LGBT-Verein unterstützt du nachhaltig die LGBT-Community der Schweiz. Sei auch du ein Teil unserer aktiven Bewegung, die sich für deine Anliegen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport einsetzt. Für nur 30 Franken jährlich* wirst du Mitglied und kannst über die Zukunft des Vereins mitbestimmen. zurichpridefestival.ch/mitglied-werden


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Zurich Pride Magazin 2018  

"Same Love – Same Rights" soll darauf aufmerksam machen, dass homosexuell liebende Menschen in der Schweiz noch immer nicht die gleichen Rec...

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"Same Love – Same Rights" soll darauf aufmerksam machen, dass homosexuell liebende Menschen in der Schweiz noch immer nicht die gleichen Rec...

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