KICK MOL! November 2025

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Liebe Fußballfreund*innen, in dieser Ausgabe blicken wir auf zwei Highlight-Veranstaltungen der letzten Wochen zurück. Mit dem Frauenehrenamtspreis machen wir ehrenamtliches Engagement von Vereinsfunktionärinnen sichtbar. Es ist eine sehr gute Gelegenheit, dieses Engagement zu würdigen, weshalb ich an dieser Stelle den Wert dieser Auszeichnung hervorheben möchte. Zudem fand beim FrauenfußballCampus die nächste hochkarätige Netzwerkveranstaltung statt, die weitere wichtige Impulse für den Frauen- und Mädchenfußball in unserer schleswig-holsteinischen Fußballfamilie hervorgebracht hat. Anna Klischies, hauptamtliche Koordinatorin für den Frauenund Mädchenfußball beim SHFV, gibt uns dazu Einblicke, welche Entwicklungsschritte wir mit dem Strategiekonzept seit 2022 bereits gemacht haben, wo wir stehen und wie es nun weitergeht.

Vom SHFV-Talent zur Bundesliga-Torjägerin und Nationalspielerin –der Weg von Selina Cerci ist ein ganz besonderer. Vor allem, wenn man bedenkt, mit welchen Rückschlägen die Stürmerin der TSG Hoffenheim bereits in ihrer Karriere zu kämpfen hatte. Vor kurzem hat sich die DFB-Elf mit Selina Cerci im Halbfinale der UEFA Nations League gegen Frankreich durchgesetzt und für das Finale qualifiziert. Dort geht es in wenigen Tagen gegen Spanien um den Titel. Unsere Redaktion hat sich mit der gebürtigen Kielerin während der vergangenen Länderspielpause unterhalten. Auf Seite 16 lesen Sie im Interview des Monats, warum Selinas Entscheidung für den Profifußball so spät fiel, was ihr in schwierigen Verletzungsphasen geholfen hat und – so viel sei verraten – dass sie den Fußball im Norden immer noch regelmäßig im Blick hat.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen dieser KICK MOL!-Ausgabe!

Ihre

Sabine Mammitzsch

SHFV-Vizepräsidentin für Diversität und Gleichstellung

IMPRESSUM

Herausgeber und Verleger: Schleswig-Holsteinischer Fußballverband e.V., Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Telefon: 0431 6486-156, Fax: 0431 6486-193, www.shfv-kiel.de

Redaktion: Sophia Blum, E-Mail: s.blum@shfv-kiel.de Philipp Paarmann, E-Mail: p.paarmann@shfv-kiel.de Ida Sievers, E-Mail: i.sievers@shfv-kiel.de Telefon Redaktion: 0431 6486-213

Fotos: Agentur 54 Grad, SHFV, Getty Images, Fabrice Coffrini / AFP, Oliver Hardt, Juergen Schwarz, Maja Hitij, Alex Bierens de Haan, Alex Grimm, Thorsten Wagner, Daniela Porcelli

Editorial — Inhalt — Impressum

Bild des Monats

Starke Frauen beim SHFV / Anna Klischies: „Wir sehen, dass es wirkt“

Starke Frauen beim SHFV / Erfolgreiches Symposium beim Frauenfußball-Campus

Starke Frauen beim SHFV / Frauenehrenamtspreis 2025 in Malente vergeben

Neues Förderprogramm für Sanierung von Sportplätzen

DFB-Bundestag 2025

Aus Kiel ins DFB-Dress: Selina Cerci im Interview des Monats

Dennis Kahlert: Der Lewandowski von Klausdorf

Vereinsportrait / TSV Hattstedt: „Ein Schritt in eine neue Ära“

Was macht eigentlich der Herbstjugendbeirat?

Treffen der DFB-Clubberater*innen in Wolfsburg

Kurzmeldungen

Social Media

Anzeigen: torwärts GmbH, Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Telefon: 0431 6486-331

Druck: MHD Druck und Service GmbH, Harmsstraße 6, 29320 Hermannsburg, www.mhd-druck.de

Layout und Gestaltung: Wolf + Brands, Feldstr. 96, 24105 Kiel, wolf-brands.de

VOM DFB-CAMPUS NACH KIEL

Neues Logo, neues Gefährt: Nachdem der Deutsche Fußball-Bund seinen Markenauftritt mit dem neuen Logo modernisiert hat, erscheinen die DFB-Mobile im frischen Design. Auch nach Schleswig-Holstein hat sich ein DFB-Mobil auf den weiten Weg vom DFB-Campus in Frankfurt (Main) gemacht, ist wohlbehalten angekommen und freut sich bereits auf seine ersten Einsätze im hohen Norden.

Das DFB-Mobil soll mit seinen geschulten Trainer*innen auch bei Ihrem Verein mal vorbeischauen? Dann fragen Sie jetzt unverbindlich das DFB-Mobil für den nächsten Besuch an!

„WIR

SEHEN, DASS ES WIRKT“

Frauen- und Mädchenfußball im Fokus:

Strategien, Erfolge und Ausblick

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) hat mit dem Strategiekonzept für den Frauen- und Mädchenfußball ein wichtiges Zeichen gesetzt, um Fußballerinnen wie Funktionärinnen zu stärken. Anna Klischies, Koordinatorin für Frauen- und Mädchenfußball, blickt auf den Frauenfußball-Campus und den Frauenehrenamtspreis zurück und verrät, wie es um die Fußballerinnen im nördlichsten Bundesland steht.

KICK MOL!: Moin Anna, der SHFV hat 2022 das Strategiekonzept entwickelt, das 2023 veröffentlicht wurde. Wie sieht die Bilanz bisher aus?

Anna Klischies: Wir wollten von Anfang an klar messbar machen, wie erfolgreich wir sind. Dank der Reportzahlen des DFB wissen wir jetzt genau, wo wir stehen. Wir haben in den vier zentralen Bereichen unsere Ziele zum Großteil erreicht. Mit den Bereichen meine ich: Trainerinnen-Neugewinnung, mehr Aktive (Erstregistrierung von Spielerinnen, Steigerung der Vereine mit Mädchenmannschaften), mehr Vielfalt in den Gremien und die Sichtbarkeit des Mädchen- und Frauenfußballs. Bei der Anzahl der Vereine mit Mädchenteams haben wir

noch Steigerungspotenzial. Hier beobachten wir, dass es teils zu Abmeldungen kommt, aber die Anzahl der Spielerinnen nicht abnimmt. Viele Mannschaften schließen sich stattdessen zu Spielgemeinschaften zusammen. Dieses Phänomen kennen auch andere Landesverbände, besonders bei den E- und D-Juniorinnen.

KICK MOL!: Das Strategiekonzept wurde bis 2025 angesetzt. Wie geht es nun weiter?

Anna Klischies: Wir setzen die Maßnahmen fort. Zudem wollen wir die Konzepte direkt an die Vereine weitergeben, was bisher gut funktioniert – etwa bei Feriencamps und Schnupperturnieren. Wir haben es geschafft, unsere eige-

Koordiniert den Frauen- und Mädchenfußball im SHFV: Anna Klischies.

nen Maßnahmen stärker in den Fokus zu rücken – genauso wie den bereits bekannten „Tag des Mädchenfußballs“. Das war genau unser Ziel: Aufmerksamkeit schaffen und die Vereine unterstützen. Anders ist es beim FrauenfußballCampus (FFC), dort muss jedes Event neu geplant werden, weil sich die Themen permanent weiterentwickeln und an die Bedürfnisse der Vereine orientiert.

KICK MOL!: Welche Entwicklungsschritte beobachtest du derzeit beim Frauen- und Mädchenfußball im SHFV?

Anna Klischies: Wir haben an Glaubwürdigkeit zurückgewonnen und deutlich gemacht, dass der Frauen- und Mädchenfußball eine wichtige Säule innerhalb des Verbandes darstellt. Ein wichtiges Signal ist auch das Comeback des LOTTO NORDCUP. Frauen- und Mädchen- soll auf einer Stufe mit Herren- und Juniorenfußball stehen, was den Stellenwert angeht. Das ist spürbar. Viele Vereine melden sich aktiv, geben Feedback und entwickeln neue Ideen. Und wir schaffen es durch Maßnahmen wie den FFC, Vereine nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb zusammenzubringen.

KICK MOL!: Der FFC hat sich etabliert. Am 8. November fand kürzlich das nächste Treffen im Uwe Seeler Fußball Park in Malente statt. Wie hat sich das Event entwickelt? Anna Klischies: Die erste Veranstaltung fand im März 2024 statt, inzwischen sind wir bei der vierten. Die Reichweite hat sich verdreifacht, die Anmeldezahlen steigen stetig. Zum ersten Mal konnten wir vier und damit mehrere Workshops mit spannenden Themen anbieten. Es hat sich mittlerweile ein Pool von Helfer*innen aus den Teilnehmer*innen entwickelt, der Frauenfußball-Campus trägt sich selbst nach außen und wird von Vereinsakteur*innen repräsentiert. Das zeugt von einem starken Netzwerk. Als SHFV sind wir der Startpunkt, alles Weitere geschieht Hand in Hand mit den Teilnehmer*innen. Wenn man solch ein Netzwerk etabliert, ist anfangs immer Geduld nötig. Jetzt sehen wir, dass sie sich ausgezahlt hat, und das motiviert uns enorm. Von Jung bis Alt, von der aktiven Spielerin bis zur Funktionsebene – alle sollen davon profitieren.

KICK MOL!: Welche Rolle spielt der FFC im Vergleich zu anderen Projekten?

Anna Klischies: Der SHFV ist deutschlandweit der erste Landesverband, der dieses Format umgesetzt hat. Wir haben damit im DFB-Gebiet die Initialzündung gegeben. Viele Aktionen zeigen: Wir trauen uns, Vorreiter zu sein. Andere Landesverbände, wie der Württembergische Fußballverband e.V., ziehen nach, oft unter einem anderen Titel, aber mit dem gemeinsamen Ziel: Netzwerken und Vereine zusammenbringen. Auch der DFB ist inzwischen stärker eingebunden, verstärkt uns mit Referent*innen und fördert so den Austausch.

KICK MOL!: Du hast es erwähnt, zuletzt waren mehrere DFB-Funktionärinnen vor Ort ...

Anna Klischies: Das zeigt, dass wir ein sehr hohes Ansehen genießen und als Vorbild gesehen werden. Obwohl

Der Frauenfußball-Campus ist für Anna Klischies eine Herzensangelegenheit.

Mit freundlicher Unterstützung der

der DFB-Bundestag nur einen Tag vorher stattfand, merken wir großes Interesse und Wertschätzung. Die Beteiligung und Rückmeldungen aus den Vereinen bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

KICK MOL!: Im Oktober haben wir zuvor wieder zehn Preisträgerinnen beim Frauenehrenamtspreis ausgezeichnet – ebenfalls eine Veranstaltung, um starke Frauen im schleswig-holsteinischen Fußball in den Mittelpunkt zu stellen ...

Anna Klischies: Der Frauenehrenamtspreis ist ein Highlight-Event! Hier geht es um Wertschätzung für die Leistungen, die in den Vereinen, aber auch im Verband erbracht werden. Frauen, die prägende Akzente setzen, werden ausgezeichnet. Wir fördern damit auch kleine, aber wichtige Erfolge, stärken Einsatzbereitschaft, bieten Impulse und ermutigen Frauen, Verantwortung in Vereinen zu übernehmen. Wenn man so will, kann der FFC der Start sein und der Frauenehrenamtspreis die Anerkennung dafür.

KICK MOL!: Zum Abschluss, welche Botschaft möchtest du Frauen im SHFV-Gebiet vermitteln?

Anna Klischies: Traut euch! Das ist einer unserer Leitgedanken. Wir wollen Frauen und Mädchen darin bestärken, mutig zu sein, sich einzubringen und Positionen in Vereinen zu übernehmen. Dabei sollen sie den Mut haben, ihre ganz eigene persönliche Note einzubringen, neue Ideen umzusetzen und ihren individuellen Stil in die Vereinsarbeit einfließen zu lassen. So können sie nicht nur Verantwortung übernehmen, sondern auch Identifikation und Zusammenhalt im Verein schaffen. Wir setzen auf Kontinuität, Netzwerke und wollen Erfolge sichtbar machen. Und wir sehen, dass es wirkt. ■

Ihr habt Interesse, beim FrauenfußballCampus dabei zu sein? Alle Infos gibt’s hier:

FUSSBALL VERBINDET:

Erfolgreiches Symposium des Frauenfußball-Campus

Bilden ein starkes Netzwerk: die Teilnehmer*innen beim Frauenfußball-Campus.

Am 8. November 2025 traf sich der Frauenfußball-Campus Schleswig-Holstein mit freundlicher Unterstützung der VR-Banken zum zweiten Mal in diesem Jahr – insgesamt bereits zum vierten Mal – im Uwe-Seeler-Fußball-Park in Malente. Als Symposium kamen insgesamt 68 Teilnehmende aus ganz Schleswig-Holstein zusammen – Engagierte und Vertreter*innen aus der vielfältigen Fußballlandschaft nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und gemeinsame Synergien zu schaffen.

Die Veranstaltung bot erneut eine inspirierende Plattform für Austausch, Weiterbildung und Netzwerkpflege – und wurde von den Teilnehmenden als rundum gelungen wahrgenommen. Bereits beim gemeinsamen Frühstücksimbiss, bei dem sich bekannte Gesichter aus dem Campus und neu gewonnene Teilnehmende begegneten, kam eine offene und motivierte Stimmung auf, die sich durch den gesamten Tag zog.

Vier Workshops – vier Perspektiven

Im Mittelpunkt des Symposiums standen vier thematisch vielfältige Workshops, die gezielt auf die verschiedenen Rollen im Fußball ausgerichtet waren:

Workshop Trainer*innen

Elke Opitz, Journalistin und Autorin (u. a. für die DFB-Fachzeitschrift Fußballtraining Junior), gab praxisnahe Einblicke

in die verschiedenen Kommunikationsstrategien mit Eltern im Kinder- und Jugendfußball.

Workshop Schiedsrichter*innen

Susann Kunkel, Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses beim SHFV, und Moiken Wolk, Abteilungsleiterin Schiedsrichter*innen beim DFB, beleuchteten aktuelle Entwicklungen im Schiedsrichter*innenwesen und diskutierten Herausforderungen sowie Chancen für mehr Diversität und Wertschätzung im Amt.

Workshop Führungsspielerinnen

Saskia Wichert, Freelancerin und Autorin im Bereich Sports Management, sprach über die verschiedene Bedeutung von Führungsverhalten auf und neben dem Platz und gab Impulse, wie Spielerinnen ihre Rolle als Teamstütze und Vorbild aktiv gestalten können.

Betont die Bedeutung des gegenseitigen Austausches: Sabine Mammitzsch.

Workshop Vereinsmanagement

Melanie Frehse (Trainerin, Vorständin und selbstständige Unternehmerin) thematisierte praxisorientiert, wie Vereine sich zukunftsfähig aufstellen, Strukturen stärken und das Ehrenamt gezielt fördern können.

Netzwerken und Gemeinschaft im Fokus

Neben dem fachlichen Input stand das Miteinander im Mittelpunkt. Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit, Wertschätzung und konstruktivem Austausch – über Vereins- und Funktionsgrenzen hinweg. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, Ideen zu teilen und Inspiration für die eigene Vereinsarbeit mitzunehmen. Unter den zahlreichen Teilnehmenden befanden sich auch Spielerinnen, Trainer und Funktionäre der sonst rivalisierenden Vereine Holstein Kiel und VfB Lübeck, die die Gelegenheit nutzten, sich engagiert über den Frauenfußball auszutauschen und gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln. „Eine einzigartige Geste“, kommentierte SHFVVizepräsidentin Sabine Mammitzsch.

Der Frauenfußball-Campus Schleswig-Holstein hat sich damit erneut als zentrale Plattform für Vernetzung, Wissenstransfer und Motivation etabliert. Die positive Resonanz zeigte, dass der eingeschlagene Weg, Akteurinnen und Akteure aus allen Bereichen des Fußballs zusammenzubringen, die Gemeinschaft stärkt und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Fußballs im Land setzt.

„ActToEffect“: Der Frauenfußball-Campus animiert dazu, mutig zu sein und sich einzubringen.

Setzen ein gemeinsames Zeichen: Vertreter*innen von Holstein Kiel und VfB Lübeck.

Stimmen zum Frauenfußball-Campus

Sabine Mammitzsch, SHFV-Vizepräsidentin Diversität und Gleichstellung: „Der Austausch war sehr informativ – sowohl für die Referentinnen als auch für die Teilnehmenden. Wir haben heute ein Netzwerk bilden können. So kann jede und jeder mit neuen Impulsen in die Vereine zurückkehren. Wir haben noch Nachholbedarf, wenn es darum geht, Nachwuchskräfte zu gewinnen und Führungspositionen mit jungen Frauen zu besetzen. Hier beim Frauenfußball-Campus sind viele interessierte Persönlichkeiten dabei, die Lust haben, etwas auf die Beine zu stellen.“

Susann Kunkel, Vorsitzende SHFV-Schiedsrichterausschuss: „Die Atmosphäre war sehr angenehm und vertraut. Auch viele neue Gesichter waren dabei. Wir sollten die unterschiedlichen Bereiche des Frauenfußballs noch viel mehr vernetzen. Der Frauenfußball-Campus bietet genau diese Möglichkeit.“

Elke Opitz, FFC-Referentin: „Der Austausch ist wichtig. Beim Frauenfußball-Campus kann man so viel mitnehmen. Als Gemeinschaft profitieren wir voneinander, das Miteinander funktioniert hier hervorragend. Der Frauenfußball ist ein Bereich, der eine große Zukunft vor sich hat.“

Melanie Frehse, FFC-Referentin: „Es ist sehr schön zu sehen, wie viele junge Frauen sich im Fußball in Schleswig-Holstein engagieren und Interesse an diesem eigentlich sehr männerlastigen Sport zeigen und ihre Ideen einbringen. Auch wenn wir in einer digitalen Zeit leben, sind persönliche Treffen wie diese sehr wichtig.“ ■

Mit viel Freude u. a. als FFC-Referentin dabei: Susann Kunkel (Mitte).

„DIE LEISTUNG SOLL ANERKENNUNG ERFAHREN“ Frauenehrenamtspreis 2025 in Malente verliehen

Auch in diesem Jahr wurde wieder der Frauenehrenamtspreis gemeinsam vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband und der Sparda-Bank Hamburg verliehen. Bereits seit 2006 wird diese bundesweit einzigartige Auszeichnung verliehen, die Frauen im Ehrenamt eine Bühne schaffen soll. Immer noch erfahren Frauen in ehrenamtlichen Positionen oftmals zu wenig Sichtbarkeit, weshalb es dem SHFV ein Anliegen ist, diese starken Persönlichkeiten und Vorbilder in den Fokus zu rücken.

Neun Preisträgerinnen folgten der Einladung in den Uwe Seeler Fußball Park nach Malente, um ihre Auszeichnung entgegenzunehmen. Zum Auftakt der Veranstaltung hielten Gudrun Förster, 1. Stellvertretende Bürgermeisterin von Malente, und Kerem Bayrak, SHFV-Vizepräsident Soziales, ein Grußwort, bevor die Ehrungen an die diesjährigen Preisträgerinnen übergeben wurden. Außerdem wurde als besondere Überraschung Bianca Freytag und Filiz Gustke die silberne Ehrennadel des SHFV überreicht sowie der Vereinsförderpreis ausgelost, der an die SpVgg. Putlos ging.

Unter den Preisträgerinnen ist auch Eileen Stein vom FC Krogaspe. Für sie gehört der Verein und Ehrenamt von Kindheit an dazu: „Für mich war es selbstverständlich, ehrenamtlich im Vorstand tätig zu sein. Ich wollte dem Verein etwas zurückgeben“, erklärt die 2. Vorsitzende. „Ich freue mich, dass wir Preisträgerinnen diese Anerkennung bekommen, und würde mich freuen, wenn das Ehrenamt, gerade im Frauenbereich, in Zukunft deutlich sichtbarer wird und immer mehr Frauen ein Ehrenamt übernehmen.“

Danke ans Ehrenamt: Der SHFV-Frauenehrenamtspreis rückt Engagierte und ihre Leistungen in den Fokus.

In einer Talkrunde ging es um Weiterentwicklung –u.a. im Ehrenamt.

Ulrike Krieger, Vorsitzende des Ausschusses für Ehrenamt- und Freiwilligenmanagement im SHFV, erklärt, dass der Frauenehrenamtspreis genau dafür da ist: Frauen im Ehrenamt sichtbar zu machen und Wertschätzung auszudrücken. „Die Leistung von Frauen in Verein soll eine Anerkennung erfahren und sie sollen auf eine Bühne gestellt werden, dafür haben wir den Frauenehrenamtspreis!“

Am Nachmittag wurde der Tag mit einer Talkrunde mit spannender Besetzung abgerundet. Mit dabei waren Julia Porath, 1. Vorsitzende, Coach und Trainerin –Sporteltern United e.V., Melanie Knierim, Sportkoordinatorin, Doris Birkenbach, Vizepräsidentin Sjsh, sowie

ist Preisträgerin

Christian Arp von der Sparda-Bank Hamburg. Sie alle tauschten sich zu Themen wie die Weiterentwicklung im Frauen- und Mädchenfußball sowie insbesondere der Stärkung des Ehrenamtes aus und lieferten hilfreiche Perspektiven und Lösungsansätze.

Christian Arp, Abteilungsleiter Marktbereich Nord der Sparda-Bank Hamburg, zeigt sich zufrieden mit der Veranstaltung und den Ehrungen: „Viele Frauen mit total tollen, interessanten, vielfältigen Tätigkeiten haben heute hier eine Bühne bekommen“. Die Sparda-Bank unterstütze die Preisverleihung weiterhin gerne. Der gemeinsame Tenor: Ehrenamt ist unverzichtbar und ehrenamtlich Tätigen gehört eine besondere Bühne. ■

Das sind die Preisträgerinnen 2025:

Eileen Stein (FC Krogaspe / KFV Holstein)

Stefanie Bendzko (TSV Kappeln – FSG Ostseeküste / KFV Schleswig-Flensburg)

Beate Spaethe (TSV Wentorf-Sandesneben / KFV Herzogtum-Lauenburg)

Imka Rückerl (NFC Kellinghusen / Mühlenbarbek 02 / KFV Westküste)

Anja Peters (TSV Nahe v. 1924 / KFV Segeberg)

Manuela Granbau (TSV Goldebek / KFV Nordfriesland)

Andrea Seemann (Eckernförder SV / KFV Rendsburg-Eckernförde)

Maike Jäkel-Zander (SpVgg. Putlos e.V. / KFV Ostholstein)

Jana Wehner (SV Großhansdorf / KFV Stormarn)

Tanja Potratz-Jankwitz (FC Süd Kiel / KFV Kiel)

Manuela Granbau gehört zu den Ausgezeichneten.

Stefan Wiese gratuliert Anja Peters zum Frauenehrenamtspreis 2025.

Ulrike Krieger hielt die Laudatio für Anja Seemann.

Eileen Stein (2.v.l.)
2025. (V.l.) Stefan Wiese, Christian Arp und Kerem Bayrak gratulieren.

NEUES FÖRDERPROGRAMM

für Sanierung von Sportplätzen gestartet

Ein neues Förderprogramm dient der Sanierung von Sportanlagen – auch in Schleswig-Holstein.

Ihr Sportplatz muss dringend saniert werden? Die Kabinen oder der Zuschauerbereich sind völlig veraltet? Dann aufgepasst: Der Bund hat ein Förderprogramm aufgesetzt, das neue Mittel zur Modernisierung und Sanierung von Sportanlagen im Breitensport bereitstellt. Die erste Bewerbungsphase hat begonnen und läuft bis 15. Januar 2026.

Wichtig zu beachten: Antragsberechtigt sind nur Städte und Gemeinden. Objekte, die sich im Eigentum eines Vereins befinden, sind ebenfalls förderfähig. Die Förderanträge müssen jedoch über die jeweiligen Kommunen gestellt werden. Bedeutet für interessierte Vereine, dass sie sich schnellstmöglich mit ihrer Kommune kurzschließen und abstimmen sollten.

Das Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten umfasst in der ersten Phase insgesamt 333 Millionen Euro bis Ende 2026. Weitere Förderrunden für die Jahre 2027 und 2028 sind geplant. Insgesamt sollen bis zu einer 1 Milliarde Euro für die Modernisierung und Sanierung von Sportanlagen des Breitensports vom Bund bereitgestellt werden. Zuständig für das Projekt ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das dem Bundesbauministerium (BMWSB) untersteht.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Das ist ein positives Signal. Die Sanierung von Sportstätten ist nicht nur eine sportpolitische, sie ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Dieses Förderprogramm ist ein wichtiger Impuls, kann aber nur ein erster Schritt für den Erhalt und die nachhaltige Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur in Deutschland sein. Eine Investition von einer Milliarde Euro verteilt über drei Jahre reicht bei weitem nicht aus. Der DFB und seine

Landesverbände werden sich hier weiterhin deutlich für Verbesserungen einsetzen, es handelt sich um ein zentrales Thema für die Zukunft des Breitensports.“ ■

Die Förderdetails im Überblick:

• Fördergegenstand: Sanierung und Modernisierung von Sportanlagen, inklusive Kunstrasenplätzen, Umkleiden, Funktionsgebäuden. Bei Gebäuden steht die energetischeSanierung im Fokus.

• Förderhöhe: Mindestens 250.000 Euro, maximal acht Millionen Euro pro Projekt.

• Förderquote: Bis zu 45 % Bundesanteil, bei Haus haltsnotlage der Kommune bis zu 75 %.

• Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen. Vereinseigene Anlagen sind nur über die Kommune förderfähig.

• Einreichungsfrist bis 15. Januar 2026 über das Förder portal easy-Online

Alle weiteren wichtigen Infos zum Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ finden Sie im FAQ:

Erste Liga –auch beim Konto.

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DFB-BUNDESTAG 2025:

Bernd Neuendorf bleibt DFB-Präsident –

SHFV-Funktionäre in Gremien gewählt

beim Bundestag als DFB-Präsident

Neben DFB-Vorstandsmitglied und SHFV-Präsident Uwe Döring waren Martina Rocksien (Vorsitzende SHFVSportgericht), Henning Peitz (SHFV-Vizepräsident für Kreisbelange) sowie die SHFV-Geschäftsführer Tobias Kruse und Dr. Tim Cassel stimmberechtigt. Beim Bundestag wurden mit inhaltlichen Beschlüssen und personellen Entscheidungen wichtige Weichen für die Zukunft gelegt.

So wurde der amtierende DFB-Präsident Bernd Neuendorf in seinem Amt bestätigt. Weiterhin dem DFB-Präsidium gehört SHFV-Funktionär Stephan Grunwald an, der seit 2022 als DFB-Schatzmeister tätig ist. Uwe Döring, seit 2019 SHFV-Präsident, wurde als Vorstandsmitglied wiedergewählt. Sabine Mammitzsch (Neuendorf: „Sie hat ihr Amt mit hoher Einsatzbereitschaft und Leidenschaft für den Frauen- und Mädchenfußball ausgeübt“) trat als ehemalige DFB-Vizepräsidentin nicht wieder zur Wahl an.

Über die personelle Besetzung in den Gerichten wurde ebenfalls abgestimmt. So wurde Marc Aurel Schaa, Vorsitzender des SHFV-Sportjugendgerichtes, als DFB-Besitzer des Norddeutschen Fußball-Verbandes bestätigt. Auch Dr. Marcus Georg Tischler, Beisitzer des SHFV-Sportjugendgerichtes, wurde in seiner Funktion als Beisitzer DFB im Sportgericht wiedergewählt.

Neben der personellen Ausrichtung des DFB standen weitere wichtige Tagesordnungspunkte auf der Agenda.

Am Freitag, 7. November, hat der 45. ordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes am DFBCampus in Frankfurt stattgefunden.

Auch der Schleswig-Holsteinische Fußballverband war – vertreten durch mehrere Präsidiumsmitglieder und die Geschäftsführung – vor Ort.

So wurde die Ausgliederung der Frauen-Bundesliga beschlossen, die dadurch weiter professionalisiert und wirtschaftlich gestärkt werden soll. Der DFB bekräftigte sein Vorhaben, in den kommenden Jahren 100 Millionen Euro in den Frauen- und Mädchenfußball zu investieren. Damit sollen Vermarktungserlöse gesteigert und Strukturen verbessert werden, um nachhaltig die besten Fußballerinnen in Deutschland zu halten.

Zudem wurde der Masterplan 2026 zur Zukunftsstrategie Amateurfußball vorgestellt, der für die Landesverbände und somit auch für den SHFV von besonderer Bedeutung ist. Hier geht es darum, flächendeckend die Fußballvereine in Deutschland und damit die Basis zu stärken. Weitere wichtige Anträge betrafen unter anderem Änderungen bei der 3. Liga, der Spielordnung, der Jugendordnung sowie Anpassungen des Ethik-Kodex. ■

Ein DFB-Funktionär mit SHFV-Wurzeln: Stephan Grunwald ist seit 2022 als Schatzmeister im Amt.

(Foto: Alex Grimm/Getty Images)

Bernd Neuendorf wurde
bestätigt. (Foto: Alex Grimm/Getty Images)

AUS KIEL INS DFB-DRESS

Selina Cerci: „Rückschläge gehören dazu“

Während sie vor zehn Jahren noch auf den Plätzen Schleswig-Holsteins kickte, spielt

Selina Cerci nun bei der TSG Hoffenheim in der Google Pixel Frauen Bundesliga – und für die deutsche Nationalmannschaft. Dort hat sie sich kürzlich für das Finale der Nations League qualifiziert, wo es am 28. November und 2. Dezember gegen Spanien geht. Mit der KICK MOL!-Redaktion spricht die 25-Jährige über ihren Lebens- und Karriereweg – von den Jungs beim SV Friedrichsort, zu den B-Mädchen von Holstein Kiel bis zur Bundesliga-Torschützenkönigin.

KICK MOL!: Moin Selina! Vervollständige doch bitte den Satz: Fußball in Schleswig-Holstein bedeutet für mich ...

Selina Cerci: ...etwas ganz Besonderes, weil ich hier meine ersten Schritte gegangen bin. Wenn ich an die Anfänge meiner Karriere zurückdenke, ist da immer noch ein besonderes Gefühl.

KICK MOL!: Wie beschreibst du deinen Start im schleswig-holsteinischen Fußball?

Selina Cerci: Ich habe angefangen bei den Jungs vom SV Friedrichsort, bin dann zu den B-Mädchen von Holstein Kiel gewechselt. In der Auswahl habe ich unter

Dieter Bollow gespielt. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken, weil er immer an mich geglaubt hat. Zudem erinnere ich mich noch gut an die Spiele mit der SHFV-Auswahl beim Länderpokal in Duisburg.

KICK MOL!: Mit den Jungs im Verein auf dem Platz, mit den Mädels in der Auswahl – war das für dich eine große Umstellung?

Selina Cerci: Es war eher eine Hilfe. Bei den Jungs lernt man eine andere Zweikampfhärte, eine andere Spielart und -weise. Eine Anna-Lena Stolze (Anm.d.Red. gebürtige Lübeckerin und Bundesliga-Spielerin beim 1. FC Köln) hat auch lange bei den Jungs gespielt. Dieter Bollow sagte

Selina Cerci stand in beiden Nations-League-Halbfinalspielen gegen Frankreich auf dem Platz.
(Foto: Alex Bierens de Haan/Getty Images)

oft in den Besprechungen, dass Anna-Lena halt so gut ist, weil sie bei den Jungs trainiert und sich ihre Dynamik daher holt.

KICK MOL!: Gab es für dich den einen entscheidenden Moment, in dem dir klar war: Ich möchte Fußballprofi werden?

Selina Cerci: Tatsächlich kam dieser erst recht spät. Ich hatte meinen ersten Profivertrag in Bremen unterschrieben, habe dort ein Jahr in der Bundesliga gespielt, in dem wir leider abgestiegen sind. Auch zu der Zeit habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht, sondern war einfach froh über meinen ersten Profivertrag und blieb auch in der 2. Liga. Erst als Turbine Potsdam, damals noch im oberen Bundesliga-Drittel, angeklopft hatte, habe ich wirklich gemerkt: Ich kann es, möchte den Weg einschlagen und Profifußballerin werden!

KICK MOL!: Wenn du heute junge Spielerinnen in den Auswahlmannschaften beobachtest – was würdest du ihnen mit auf den Weg geben, was du früher gerne gehört hättest?

Selina Cerci: Dass man immer Spaß haben und die Leidenschaft nie verlieren sollte! Ohne Spaß kann man keine Leistung bringen. Und es ist wichtig, an seine Träume zu glauben. Man kann alles schaffen, wenn man es wirklich möchte.

KICK MOL!: Du musstest dich in den letzten Jahren immer wieder nach Verletzungen zurückkämpfen, hattest 2022 einen Kreuzbandriss erlitten, im Juli 2023 hast du dich erneut am Knie verletzt. Wie hast du es geschafft, diese Zeit zu überstehen?

Selina Cerci: Ich habe meinen Körper nochmal von einer anderen Seite kennengelernt, habe mein Leben abseits des Profisports neu kennengelernt. Meine Familie und Freunde waren in der schweren Zeit für mich da. An sich bin ich ein sehr positiver Mensch und bin die Phasen auch immer recht schnell optimistisch angegangen. Das war ausschlaggebend für den guten Verlauf. Rückschlage wie dann die zweite Verletzung gehören im Profisport leider mit dazu. Man darf den Kopf nicht hängen lassen, muss immer weitermachen. ››

„ERST ALS TURBINE POTSDAM, DAMALS NOCH IM OBEREN BUNDESLIGA-DRITTEL, ANGEKLOPFT
HATTE, HABE ICH WIRKLICH GEMERKT: ICH KANN

ES,

MÖCHTE DEN WEG EINSCHLAGEN UND

PROFIFUSSBALLERIN

WERDEN!“

Selina Cerci, Nationalspielerin

Mit der schleswig-Holsteinischen U14-Auswahl nahm

Selina Cerci (li.) 2014 bei den Ländervergleichen des DFB in Duisburg teil. (Foto: Thorsten Wagner/Getty Images)

In der Saison 2024/25 gingen die Torjäger*innenkanonen an Selina Cerci (TSG Hoffenheim, li.) und Harry Kane (FC Bayern München). (Foto: Alex Grimm/Getty Images)

KICK MOL!: Diese Mentalität dürfte dir nicht nur in der Bundesliga, sondern auch bei Länderspielen helfen. Du bist mittlerweile eine gestandene Nationalspielerin. Wo liegen die Unterschiede für dich zwischen DFB und Verein?

Selina Cerci: Hier spiele ich mit Spielerinnen zusammen, die sehr viel internationale Erfahrung haben und auf einem noch höheren Niveau trainieren. Die Trainingsintensität in der Nationalmannschaft ist eine andere. Gerade wenn du von kleineren Vereinen kommst, dann ist das erstmal eine Umstellung – aber man gewöhnt sich schnell dran.

KICK MOL!: 2022 wurdest du das erste Mal nominiert ...

Selina Cerci: Das ging alles recht schnell. Es war ein sehr besonderes Gefühl, den Anruf zu erhalten und wenig später den Adler auf der Brust zu tragen, auch wenn ich mich danach zeitnah verletzt habe.

KICK MOL!: Ihr habt euch für das Finale der Nations League qualifiziert. Am 28. November steigt das Hinspiel gegen Spanien in Kaiserslautern. Was erwartest du für eine Atmosphäre?

Selina Cerci: Gerade zur EM in der Schweiz haben wir die Unterstützung gespürt. Viele waren sogar in den Stadien vor Ort, da hat es sich immer wie ein Heimspiel angefühlt. Wenn wir hier in Deutschland spielen, sind die Stadien voll. Das bedeutet uns viel. Wir freuen uns sehr auf diese Spiele und ich bereite mich selbst mental, als auch mit dem Team zusammen gut vor.

KICK MOL!: Zuletzt im Halbfinale gegen Frankreich war auch deine Familie im Stadion. Wie oft hast du die Chance, in der Heimat vorbeizuschauen?

Selina Cerci: Als ich damals in Bremen gespielt habe, war das natürlich einfacher, weil die Fahrt nach Hause nur zwei Stunden gedauert hat. Mittlerweile sehe ich meine Familie schon weniger. Als ich verletzt war, habe ich besonders gemerkt, wie viel Zeit man mit der Familie verpasst hat durch die Jahre als Fußballerin. Mit 14 war ich aus dem Haus, bin auf ein Internat in Magdeburg gegangen. Aber das gehört oft dazu, wenn man sich für den Weg als Profifußballerin entscheidet. Meine Familie unterstützt mich auf jeden Fall sehr, indem sie mich oft besucht. Zudem ist der Hamburger SV aufgestiegen. Das bedeutet ein weiteres Auswärtsspiel im Norden.

KICK MOL!: Inwiefern verfolgst du noch den Fußball in Schleswig-Holstein?

Selina Cerci: Ich verfolge die Holstein Women, weil dort eine sehr gute Freundin spielt. Und ab und zu schaue ich, wie es bei den SHFV-Auswahlen läuft.

KICK MOL!: Abschließend:

Dein Weg aus Kiel zur Nationalspielerin zusammengefasst in drei kurzen Punkten?

Selina Cerci: Natürlich meine Familie als Unterstützung. Mein Ehrgeiz. Und Spaß. ■

Mit Laura Freigang und Selina Cerci haben gleich zwei aktuelle Nationalmannschaftsspielerinnen eine schleswig-Holsteinische Vergangenheit. (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images)
Jubel bei Selina Cerci: Die Angreiferin hat sich zu einer festen Größe in der DFB-Elf entwickelt.
(Foto: Maja Hitij/Getty Images)
Bei Turbine Potsdam reifte in Selina Cerci (hier gegen Lena Oberdorf) die Überzeugung, Profifußballerin zu werden. (Foto: Maja Hitij/Getty Images)

Greift mit eurem Verein nach den Sternen!

Das eigene Ding muss man nicht alleine machen.

Wir wissen, dass man nur in einer starken Gemeinschaft erfolgreich sein kann. Deshalb zeichnen wir mit dem Deutschen Olympischen Sportbund Vereine aus, die sich besonders für unsere Gesellschaft engagieren. Mit der Initiative „Sterne des Sports“ können wir zuversichtlich nach vorne blicken und sagen: Morgen kann kommen. Wir machen den Weg frei.

Mehr erfahren Sie ab dem 1. April unter vr-mv.de/sterne oder bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank.

Die großen Aufgaben unserer Zeit lösen wir nur zusammen. Deshalb entscheiden wir mit unseren Mitgliedern gemeinsam, wie wir als Bank handeln. Und obwohl diese Idee schon mehr als 170 Jahre alt ist, könnte sie kaum moderner sein.

DER LEWANDOWSKI VON KLAUSDORF

Dennis Kahlert erzielt Fünferpack binnen elf Minuten

Auf Dennis Kahlerts Treffsicherheit kann sich der

Freitagabend. Flutlicht. Kreisliga. Im Derby zwischen der U23 des TSV Klausdorf und dem Raisdorfer TSV steht es unerwartet deutlich 0:3. Jetzt noch locker auslaufen und dann ab ins Wochenende? Von wegen! Die 78. Minute läuft und Dennis Kahlert trifft. Der Ehrentreffer!? Oder passiert hier noch etwas?

„Es kam eins zum anderen“, erinnert sich Kahlert. „Wir hatten plötzlich wieder das Gefühl: Da geht noch was!“ Rund 200 Zuschauer*innen sind gekommen. Klaus Schnoor, alteingesessener Klausdorfer und an diesem Abend Stadionsprecher, sorgt für die Extra-Portion an Derby-Stimmung. Und plötzlich kippt das Spiel. Kahlert trifft zwei Minuten nach dem ersten zum zweiten Streich – oben in den Knick. Die Spannung ist zurück.

Bis zur 70. hielt der Tabellenvorletzte aus Raisdorf prächtig dagegen. Kahlert lobt den Gegner: „Raisdorf war gut eingestellt, war defensiv stark, hat mich gut aus dem Spiel genommen.“ Offensiv präsentierten sich die Gäste kaltschnäuzig, trafen per Konter. Doch was jetzt passiert, bezeichnet der 34-Jährige als „die Magie vom Aubrook“.

3:3, 4:3, 5:3! Stadionsprecher Schnoor kann den Torschützen bereits im Schlaf rauf- und runterbeten: Kahlert, immer wieder Kahlert! Alle fünf Tore gehen auf das Konto des Stürmers. Zwischen der 78. und 89. Spielminute, binnen elf Minuten! Robert Lewandowski schaffte es 2015 mit Bayern München gegen

0:3 lag die Zweitvertretung des TSV Klausdorf im Derby gegen den Raisdorfer TSV hinten –bis zur 78. Minute. Dann dreht der Gastgeber so richtig auf. Innerhalb von elf Minuten fallen fünf Tore. Und Angreifer Dennis Kahlert versprüht einen Hauch Robert Lewandowski am Aubrook.

den VfL Wolfsburg in neun Minuten, fünf Treffer zu erzielen. Daran müssen auch Kahlert und seine Mitspieler sofort auf dem Platz denken. Kahlert schmunzelt, als er an eine Unterhaltung mit einem Teamkollegen kurz vor Abpfiff denkt: „Jetzt kannst du mich Robert nennen!“

Die Krönung? Das 5:3! Sechs Gegenspieler lässt der Angreifer aussteigen, drei per Beinschuss und schießt dann frei vorm Tor ein. Kahlert macht aber auch klar, dass die Aufholjagd nicht allein sein Verdienst, sondern das Ergebnis einer herausragenden Teamleistung sei. „Klar steht mein Name darunter, aber es waren alles schön herausgespielte Tore.“ Ohne die junge Mannschaft – Kahlert ist mit 34 Jahren der älteste in der von Jesper Grohmann trainierten Truppe – wären nicht nur die Tore nicht möglich gewesen. Klingt irgendwie abgedroschen. Aber Kahlert macht klar: Das Team bedeute ihm enorm viel.

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses steht die Zweite des TSV Klausdorf auf Rang neun, im Tabellenmittelfeld der Kreisliga Ostholstein. Kahlert ist mit 16 Treffern erfolgreichster Torschütze der Liga. Im Saisonverlauf soll es darum gehen, den Anschluss zu den Top-5 zu halten. Aber eines scheint klar: Der 17. Oktober wird so schnell aus den Köpfen der Klausdorfer nicht ver schwinden. 78., 80., 85., 87., 89.! Kahlert: „Das war schon einmalig!“

Klausdorfer Ekstase: Jubeltraube im Kreisliga-Derby gegen Raisdorf.
TSV Klausdorf verlassen.

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Die Liga-Mannschaft des TSV Hattstedt ist im Sommer in die Landesliga aufgestiegen.

„EIN SCHRITT IN EINE NEUE ÄRA“

Aufregende Zeiten beim TSV Hattstedt: Der Verein aus dem Kreis Nordfriesland spielt seit dieser Saison in der Landesliga. Ohnehin weist ein Blick auf die Zahlen darauf hin, dass die Fußballabteilung bei den Grün-Weißen boomt. Der TSV Hattstedt – zwischen Weiterentwicklung und dem Besinnen auf seine Wurzeln.

Dort wo einst Theodor Storms Schimmelreiter über den Deich ritt, reitet heute der TSV auf der Erfolgswelle. Im Sommer setzte sich die Ligamannschaft in packender Art und Weise in den Qualifikationsspielen durch. 3:1 gegen Azadi Lübeck, 2:2 gegen den Wiker SV, 3:0 beim VfR Horst – ungeschlagen ließ der TSV Hattstedt die Aufstiegsrunde und damit auch die Verbandsliga hinter sich.

Im Waldstadion rollt seitdem der Ball der zweithöchsten Spielklasse des Landes. Für den Klub aus dem Dorf, das rund 2.600 Einwohnerinnen und Einwohner zählt, ist der Landesliga-Aufstieg die Bestätigung für die kontinuierliche Arbeit, ein „Riesenerfolg“, wie Thomas Jensen sagt. „Für uns ist die Landesliga ein Schritt in eine neue Ära.“

Was der 1. Vorsitzende des TSV damit meint, sind die neuen Herausforderungen, die der TSV stemmen muss –organisatorisch sowie infrastrukturell. Jensen: „Wir wollen diese Chance nutzen, um den Verein insgesamt weiter-

zuentwickeln – sportlich, strukturell und in der Nachwuchsförderung. Wir wollen auf unserem größten Erfolg der Vereinsgeschichte aufbauen, nicht uns darauf ausruhen.“ Dabei gehe es darum, den TSV zukunftsfähig aufzustellen. So sollen Trainingsbedingungen und Vereinsanlagen Schritt für Schritt verbessert, die Jugendarbeit weiter gestärkt und das Ehrenamt unterstützt werden.

Ein Beleg, dass sich der TSV derzeit auf der Erfolgsspur befindet, ist der große Zulauf, den der Verein erfährt. 14 Teams und rund 350 Mitglieder zählt die Fußballabteilung mittlerweile, jede Altersklasse ist mit mindestens einer Jugendmannschaft besetzt. Zudem konnte im Sommer eine dritte Herrenmannschaft ins Leben gerufen werden. „Der TSV lebt – mit Herz, Zusammenhalt und viel Ehrenamt“, betont Jensen.

Ein Schlüssel sei die feste Verankerung im Dorfleben. Bei Grün-Weiß gehe es um Zusammenhalt, Ehrenamt, Gemeinschaft. „Wir wollen Menschen zusammenbringen,

Die TSV-Jugendabteilung erfährt derzeit starken Zuwachs.

unabhängig von Alter oder sportlichem Können. Diese Verbundenheit mit dem Ort, mit den Familien und mit den Mitgliedern macht uns aus – das ist unsere Identität“, so der 1. Vorsitzende. „Wir leben im TSV Hattstedt Gemeinschaft und Offenheit – und genau das spricht viele Menschen an.“

Nicht ohne Grund heißt es in der Vereinshymne „Bei dir sind wir zuhaus“ und „eine Familie, eine Mannschaft, ein Wir“! Jensen be tont, dass es den Grün-Weißen darum gehe, allen Fußballerinnen und Fußballern eine Heimat zu geben. Hier kann sowohl leistungsorientiert als auch aus Spaß am Fußball gespielt werden – mit engagierten Trainerinnen und Trainern, in einer Atmosphäre, in der sich Spielerinnen und Spielern und Familien wohlfühlen. „Hier zählt nicht, woher du kommst, sondern dass du dabei bist“, so Jensen. „Wir sind eine Familie, die sich gegenseitig unterstützt – auf dem Platz, in der Kabine und im Alltag – sowie in guten und in schlechten Zeiten.“

Die Sportanlage in Hattstedt: Die Pflichtspiele finden im Waldstadion statt.

NAME: TSV HATTSTEDT

KREIS: KFV NORDFRIESLAND

GRÜNDUNGSJAHR: 1935

MITGLIEDER: CA. 1150 (DAVON RUND 350 IM FUSSBALL)

MANNSCHAFTEN: 1., 2., 3. HERREN, A- BIS G-JUGEND

forderung bedeutet. Wenn es uns gelingt, uns dort zu behaupten und mittelfristig zu etablieren, wäre das ein großer Erfolg für den TSV Hattstedt.“

Als sportliches Hauptziel hat man in Hattstedt den Landesliga-Klassenerhalt ausgerufen. Dafür dürfte es ebenfalls entscheidend sein, bis zum Schluss zusammenzustehen. Nach der Hinrunde belegt man Platz 14 und damit einen direkten Abstiegsplatz, hält aber den Anschluss zum rettenden Ufer und hat noch alle Trümpfe in der Hand. Die erfolgreichste Phase erlebte das Team von Cheftrainer Sebastian Kiesbye im Oktober, als man dreimal in Folge ungeschlagen blieb und gegen die direkte Konkurrenz wie den TSV Kropp und TSV Friedrichsberg-Busdorf dreifach punktete. Jensen: „Wir wissen, dass diese Liga für uns Neuland ist und eine große Heraus-

Aufregende Zeiten beim TSV Hattstedt! Eine Vielzahl an Teams, wachsende Zahlen an Spielerinnen und Spielern, die erste Herrenmannschaft in der Landesliga: Der Verein aus Nordfriesland will und muss sich weiterentwickeln. Aber dennoch gilt es, so zu bleiben, wie man zu dieser grün-weißen Einheit zusammengewachsen ist: ein lebendiger und bodenständiger Verein mit einem Herzen für die Gemeinschaft. ■

Erst kürzlich fand beim TSV ein Vereinsdialog mit Teilen des SHFV-Präsidiums statt.

Thomas Jensen ist 1. Vorsitzender des TSV Hattstedt.

Was ist eigentlich ...

Beim Jugendbeirat werden richtungsweisende Entscheidungen zur Zukunft des Jugendfußballs in Schleswig-Holstein diskutiert.

...DER SHFV-JUGENDBEIRAT?

Wie entstehen eigentlich Änderungen in der Jugendordnung – und wer entscheidet darüber? Diese Fragen stellen sich viele Engagierte auf und neben dem Platz. Denn meist erfahren die Vereine nur von den endgültigen Beschlüssen des Präsidiums. Dass davor jedoch ein intensiver Austausch- und Abstimmungsprozess steht, ist den wenigsten bewusst.

Im Hintergrund sammeln die ehrenamtlichen Gremien sowie die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in Kiel und Malente kontinuierlich Rückmeldungen aus den Vereinen: Kritik, Ideen und Anregungen aus der Praxis. Diese werden gebündelt, sortiert, priorisiert – und schließlich dem Jugendbeirat vorgelegt, der über mögliche Anpassungen berät.

Der Jugendbeirat des SHFV tagt zweimal im Jahr – zuletzt am 18. Oktober – und setzt sich aus den elf Vorsitzenden der Kreisjugendausschüsse, den Kreisvertreter*innen für den Mädchenfußball sowie den Mitgliedern der Verbandausschüsse für Jugend- und Mädchenfußball zusammen.

Hier werden zentrale Themen des Jugendspielbetriebs diskutiert: etwa die Spielklassenstruktur, die jährliche Staffeleinteilung, der Spieleraustausch zwischen Mannschaften eines Vereins oder Sonderregelungen wie Rückversetzungen aufgrund des biologischen Alters oder aufgrund von leistungsmilderndem Handicap.

Wenn eine Anpassung eine Änderung der Jugendordnung erfordert, kann der Jugendbeirat selbst Anträge an das Präsidium stellen. Diese gelten als angenommen, sofern sie

nicht mit einer Dreiviertelmehrheit abgelehnt werden – der Jugendbeirat hat also ein starkes Mitspracherecht.

Darüber hinaus verfolgt das Gremium das Ziel, landesweit einen möglichst einheitlichen und kindgerechten Spielbetrieb zu gestalten, der die Interessen von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt.

Euer Beitrag zählt!

Habt ihr Ideen, Kritik oder Verbesserungsvorschläge? Dann wendet euch an euren zuständigen Kreisjugendausschuss –und gestaltet so aktiv mit, wie der Kinder- und Jugendfußball in Schleswig-Holstein weiterentwickelt wird. ■

Starkes Mitspracherecht: Die Stimme des Jugendbeirats hat Gewicht.

DFB-CLUBBERATER*INNEN TREFFEN SICH IN WOLFSBURG:

Vereinsqualität steigern, Amateurfußball

stabilisieren

Das Projekt Club-Berater*innen, unterstützt durch DFB-Partner Volkswagen, ist ein zentraler Bestandteil des DFB-Masterplans. Ziel des Projekts ist es, die Vereinsqualität zu steigern und den Amateurfußball langfristig zu stabilisieren.

Vom 09. bis 11. Oktober 2025 fand das 4. DFB-Club-Berater*innen-Event in der Volkswagen Arena beim VfL Wolfsburg statt. Teilgenommen haben Clubberater*innen aus allen 21 Landesverbänden. Der Fokus der Veranstaltung lag auf dem gegenseitigen Wissensaustausch, um die Vereinsberatung weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken.

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband wurde durch alle vier Clubberaterinnen Sunna Gündel, Christoph Blöh, Björn Oliver Schmidt und Fyn Rohde sowie DFB-Masterplankoordinator Phillip Portwich vertreten. Neben intensiven Workshop-Phasen zu unterschiedlichen Themenbereichen stand insbesondere das Netzwerken zwischen den Landesverbänden im Mittelpunkt. Der offene Austausch fördert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern bietet wertvolle Impulse und die Möglichkeit, von den vielfältigen Erfahrungen der Kolleginnen zu profitieren.

Ein besonderes Highlight war eine Talkrunde mit Nationalspielerin Sophia Kleinherne und DFB-Vizepräsident Peter Frymuth (Spielbetrieb und Fußballentwicklung). Sophia Kleinherne berichtete eindrucksvoll über ihren bisherigen

Sie beraten die Vereine rund um Herausforderungen und Lösungsansätze: die DFB-Clubberater*innen.

Karriereweg und darüber, wie Vereine und Spielerinnen durch ihr Engagement und ihre Vorbildrolle zu mehr Sichtbarkeit im Frauenfußball beitragen können.

Darüber hinaus bot das Programm mehrere Impulsvorträge zu aktuellen Themen wie Digitalisierung, Schulfußball und gesundheitsorientierte Fußballangebote. Diese Inputs gaben den Teilnehmenden wertvolle Anregungen für die eigene Beratungsarbeit in den Vereinen.

Insgesamt überzeugte das DFB-Club-Berater*innenEvent 2025 durch eine gelungene Mischung aus fachlichem Austausch, praxisnahen Inhalten und gemeinschaftlichen Aktivitäten. Die Veranstaltung wurde von allen Teilnehmenden als inspirierend und wertschätzend empfunden – und lieferte zahlreiche Ideen und Impulse für die zukünftige Arbeit im Vereinsfußball.

Sie haben Fragen rund um die SHFV-Clubberatung? Hier erhalten Funktionär*innen und Vereinsmitarbeiter*innen der Fußballvereine Informations-, Qualifizierungs- und Beratungsangebote! ■

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KURZMELDUNGEN

rund um den Ball

DOSB und GEMA gemeinsam für Sport und Musik

Gute Nachrichten für Deutschlands Sportvereine: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die GEMA haben sich nach intensiven Verhandlungen auf eine Fortführung des bestehenden Pauschalvertrages zur Musiknutzung in Sportvereinen geeinigt. Damit können Sportvereine auch zukünftige Musik einfach und rechtssicher einsetzen. Der Pausschalvertrag hat eine lange Laufzeit bis 2029 und stellt sicher, dass Musikschaffende für ihre Werke angemessen vergütet werden.

Mehr Infos:

Sparda-Bank Integrations-Cup 2026: Bewerbungsfenster ist geöffnet

Der Sparda-Bank Integrations-Cup ist der traditionsreichste Wettbewerb im Bereich Soziales im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband. Mit unserem Premiumpartner, der Sparda-Bank Hamburg, unterstützen wir seit 2008 unsere Vereine, die sich durch ihre Integrationsarbeit verdient gemacht haben. Hierbei werden jedes Jahr Prämien im Wert von mehr als 30.000 Euro direkt an die teilnehmenden Vereine ausgeschüttet. Am 21. Februar 2026 findet das Qualifikationsturnier der Herren in der Halle in Schönberg statt. Das Landesfinale der Frauen und Herren steigt am 21. Juni im Uwe Seeler Fußball Park in Malente.

Mehr Infos und Anmeldung:

U16-Juniorinnen holen Silber in Barsinghausen

Beim Norddeutschen Turnier in Barsinghausen haben die U16-Juniorinnen des SHFV den zweiten Platz belegt. Erster wurde Niedersachsen. „Nicht nur aufgrund der Platzierung, sondern vor allem in Art und Weise des Auftretens haben wir Schleswig-Holstein sehr gut vertreten“, resümierte Verbandssportlehrer Tobias Nehren, der das Team vor Ort betreute.

Mehr Infos:

Mit Alisa Kühl: U17-Juniorinnen belegen Platz zwei in EM-Quali-Vorrunde

Die U 17-Juniorinnen des DFB haben die erste Runde der EM-Qualifikation auf dem zweiten Platz abgeschlossen und sich somit für die zweite Runde qualifiziert. Das SHFV-Talent Alisa Kühl (Hamburger SV) wurde beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen Irland eingewechselt. Zum Auftakt gab es ein 2:1 (2:0) gegen Belgien. Gegen den Gruppenersten Frankreich setzte es eine späte 0:1 (0:0)-Niederlage. Die zweite EM-Qualifikationsrunde wird im März 2026 ausgespielt.

Foto: Oliver Hardt/Getty Images

Im Oktober 2025 verstarb im 89. Lebensjahr unser allseits geschätzter Schiedsrichter und Sportfreund

Rolf Freitag

Rolf war bis 2017 über 43 Jahre als Schiedsrichter für seinen Heimatverein SpVgg. Lütau aktiv und wird uns immer in Erinnerung bleiben, weil er seine letzten Spiele mit über 80 Lebensjahren souverän geleitet hatte.

Auch dem Schützenverein Lütau war er über Jahrzehnte verbunden und hatte im Jahr 1978/79 die Königswürde inne.

Ehrungen mit der silbernen und goldenen Schiedsrichternadel sind nur kleine Wertschätzungen für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Wir verlieren mit Rolf einen vorbildlichen, aufrichtigen und engagierten Menschen und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Kreisfußballverband Herzogtum Lauenburg

Uwe Brügmann 1. Vorsitzender

Frank Pufahl Kreisschiedsrichterausschussvorsitzender

Mit Sicherheit Fair Play.

Wir wünschen viel Spaß und sportlichen Erfolg.

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Spielteilnahme ab 18. Glücksspiel kann süchtig machen. Infos unter lotto-sh.de

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