was war das für ein sportlicher Auftakt in das neue Jahr!? Wieder einmal war die Kieler Arena beim LOTTO MASTERS ausverkauft.
Wieder einmal erlebten wir eine mitreißende Atmosphäre. Und wieder einmal war das Traditionsturnier spannend bis zum Schlusspfiff. Meine Glückwünsche gehen an den SV Todesfelde, der den Titel in der 26. Ausgabe dank einer cleveren Vorstellung im Endspiel verteidigen konnte.
Besonders freut mich, dass die Rückkehr der Fußballerinnen tags darauf ein voller Erfolg war. Der LOTTO NORDCUP fand vor einer starken Kulisse statt und überzeugte nicht nur fußballerisch. Die Stimmung in der Halle hat mich nachhaltig beeindruckt. Den neu angefertigten, goldenen Pokal durften die Holstein Women nach einem packenden Turnierverlauf nach oben reißen. Gratulation! In der Titelstory dieser Ausgabe blicken wir auf beide Turniere zurück und zeigen die schönsten Bilder des Wochenendes.
Das Jahr beginnt für den schleswig-holsteinischen Fußball aber auch mit traurigen Nachrichten. Unsere Verbandssportlehrerin Anouschka Bernhard ist nach einer schweren Krankheit am 15. Januar gestorben. Ihre Verdienste auf DFB- und SHFV-Ebene suchen ihresgleichen. Am Silvestertag verstarb zudem mit Jürgen Gohr der Leiter der SHFV-Kommission Sicherheit. Auch er hinterlässt eine große Lücke.
Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen. In dieser Ausgabe möchten wir beiden gedenken.
Ihr
Uwe Döring
SHFV-Präsident
IMPRESSUM
Herausgeber und Verleger: Schleswig-Holsteinischer Fußballverband e.V., Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Telefon: 0431 6486-156, Fax: 0431 6486-193, www.shfv-kiel.de
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Layout und Gestaltung: Wolf + Brands, Feldstr. 96, 24105 Kiel, wolf-brands.de
WINTERVORBEREITUNG LÄUFT
Der Ball rollt wieder! Viele Teams haben in Schleswig-Holstein wieder die Vorbereitung aufgenommen – und trotzen der Eiseskälte und dem Schnee. So wie das Regionalliga-Team des VfB Lübeck, das bereits seit dem 13. Januar auf dem Trainingsplatz steht und für die zweite Saisonhälfte schwitzt. Cheftrainer Guerino Capretti versammelte zum Auftakt 21 Akteure auf dem verschneiten Kunstrasen an der Lohmühle. Auch wenn das Winterwetter den einen oder anderen Trainingsplan durcheinanderwirbeln dürfte: Der SHFV wünscht allen Mannschaften im hohen Norden eine erfolgreiche Rückrunde!
LOTTO MASTERS 2026: SV Todesfelde gewinnt die 26. Ausgabe
Der SV Todesfelde hat die 26. Ausgabe des LOTTO MASTERS gewonnen. In der ausverkauften Wunderino Arena in Kiel sicherte sich das Team von Cheftrainer Björn Sörensen vor 8.650 Zuschauer*innen den Titel. Im Finale besiegte der Titelverteidiger die Jungstörche von Holstein Kiel mit 3:1. „Wenn alle Vorrundenspiele mit maximal einem Tor Unterschied enden, zeigt das, dass die richtigen acht Mannschaften da waren“, bilanzierte SHFV-Präsident Uwe Döring.
Erneut begeisterte das LOTTO MASTERS mit spektakulären Toren, Einlagen und einer Pyro-Show zu Beginn der Veranstaltung. Bereits die Vorrunde hatte einige Überraschungen zu bieten: So setzten sich in Gruppe A der Heider SV und VfR Neumünster durch, die Lübecker Regionalligisten vom VfB und 1. FC Phönix mussten bereits nach der Gruppenphase die Segel streichen. Die Auswahl von Holstein Kiel gewann vor dem SV Todesfelde die Gruppe B und qualifizierte sich damit erstmals seit 2018 für die Endrunde.
Die Halbfinalspiele waren spannend und torreich zugleich. Der SV Todesfelde besiegte den Heider SV mit 3:2, Holstein Kiel setzte sich mit 4:2 gegen den VfR Neumünster durch.
So ging es ins große Endspiel, in dem der SV Todesfelde die Oberhand behielt und am späten Samstagabend den Siegerpokal in die Höhe streckte. „Wir haben uns im Turnierverlauf gesteigert. Wir sind etwas holprig gestartet, hatten gegen Holstein ein bisschen Glück, aber im Halbfinale haben wir uns dann durchgesetzt“, sagte Björn Sörensen. „Den Titel zu verteidigen hat sich die Mannschaft verdient.“
Bester Spieler des Turniers wurde Islam Matene (Holstein Kiel), der gemeinsam mit seinem Teamkollegen Laurynas Kulikas ebenfalls zum erfolgreichsten Torschützen des Turniers (4 Treffer) ausgezeichnet wurde. Christopher Newe (VfR Neumünster) wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Die Individualehrungen fanden mit großzügiger Unterstützung der VR-Banken statt.
Zudem wurden beim LOTTO MASTERS 2026 erstmals Schiedsrichterassistenten eingesetzt, die die Hauptschiedsrichter Jan-Christian Meyer, Bela Bendowski und Steffen Brandt insbesondere im Bereich der Strafräume bei den schnellen, zweikampfintensiven Spielen erfolgreich unterstützten. ■
Zum dritten Mal Sieger beim LOTTO MASTERS: der SV Todesfelde.
Mirko Boland (re.) bittet zum Tanz.
Benjamin Petrick (re.) behauptet den Ball im Finale gegen Holstein Kiel.
Draußen Eiseskälte, drinnen Feuer auf den Rängen
Sturmtief „Elli“ hielt Norddeutschland Anfang Januar in Atem. Besonders im Süden SchleswigHolsteins beeinträchtigten Schneefälle und orkanartige Böen den Verkehr. Doch pünktlich zum LOTTO MASTERS zog das Unwetter von dannen. Zwar maß das Thermometer vor der Kieler Arena frostige Temperaturen im tiefen Minusbereich, doch in der Halle heizten die Fans den Spielern ordentlich ein. Der SV Todesfelde stellte mit rund 1.300 Zuschauer*innen erneut den größten Fanblock – gefolgt vom Heider SV (700) und dem VfR Neumünster (500).
Holstein Kiel spielt groß auf
Erstmals seit 2018 überstanden die „Störche“ von Holstein Kiel beim LOTTO MASTERS wieder die Gruppenphase. Unter Coach Linus Schewior gelang der KSV gar die Qualifikation für das Endspiel, was die Fans in der Wunderino Arena mit spürbar zunehmender Unterstützung belohnten. Zwar unterlag man im Finale dem SV Todesfelde mit 1:3, setzte aber dennoch mit dem Auftreten ein Ausrufezeichen. Zudem hatte man mit Islam Matene (Foto) den besten Spieler des Turniers in den eigenen Reihen.
Schiedsrichter überzeugen – Sparda-Kooperation geht weiter
Mit Jan-Christian Meyer, Bela Bendowski und Steffen Brandt schickte der SHFV-Schiedsrichterausschuss eine Mischung aus Erfahrung und Talent ins 26. LOTTO MASTERS. „Interessant wird in diesem Jahr die Kombination der Schiedsrichter mit Schiedsrichterassistenten, die insbesondere im Bereich der Strafräume die Schiedsrichter bei den schnellen, zweikampfintensiven Spielen unterstützen soll“, sagte Susann Kunkel, Vorsitzende des SHFV-Schiedsrichterausschusses, vor dem Turnier. Die Pilotierung sollte vollends aufgehen, die Unparteiischen überzeugten auf dem Feld – und wie bereits im Vorjahr mit dem Flock der Sparda-Bank Hamburg auf dem Rücken, die das Schiedsrichterwesen in Schleswig-Holstein weiter fördert.
VfR Neumünster feiert starkes MASTERS-Comeback
Der VfR Neumünster wusste bei seiner Rückkehr unter dem Kieler Hallendach zu überzeugen: Erstmals seit 2018 waren die Lila-Weißen wieder beim LOTTO MASTERS dabei – und es gelang direkt der Sprung ins Halbfinale. Cheftrainer Danny Cornelius, selbst als Spieler früherer MASTERS-Sieger, stellte sein Team hervorragend ein, rund 500 Fans peitschten die „Veilchen“ von den Rängen an. In der Vorrunde ließ man beide Lübecker Regionalligisten hinter sich, im Halbfinale scheiterte man an Holstein Kiel.
Young Stars 2026
Am Tag des LOTTO MASTERS wurden die Young Stars 2026 in feierlichem Rahmen im Haus des Sports ausgezeichnet. Bei einer gemütlichen Kaffeetafel erhielten die jungen Ehrenamtlichen Anerkennung für ihr Engagement. Anschließend besuchten die Geehrten gemeinsam das LOTTO MASTERS in der Wunderino Arena. Spannende Spiele, spektakuläre Tore und der Aufenthalt im VIP-Bereich mit Austausch und Gesprächen machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Herzlichen Glückwunsch an Erik Ian Schwarz (TSV Dannau), Jonas Thun (SV Kickers Hennstedt, nicht auf dem Foto), Lilly Westphal (Eckernförder SV) und Aileen Tobiesen (SV Frisia 03 Risum Lindholm).
MASTERS-STIMMEN:
Markus Wichmann Heider SV
„Die Kulisse war wieder hervorragend – viele Zuschauer, tolle Stimmung. Wenn man im Halbfinale steht, will man natürlich ins Finale. Dennoch bin ich sehr stolz auf die Mannschaft. Besonders für unsere vielen Fans freut es mich, dass wir ihnen in diesem Jahr das Halbfinale schenken konnten.“
SV Todesfelde
Kenny Korup
VfR Neumünster
„Seit 2018 hat keiner mehr den Titel verteidigt, das ist uns nun gelungen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, das ist für uns ein Riesenerfolg. Holstein Kiel hat heute den besten Fußball gespielt, dennoch haben wir das Finale verdient gewonnen.“
„Dass wir wieder dabei waren, war für die ganze Stadt etwas Besonderes. Die letzten zwei Jahre sind wir knapp dem Abstieg entgangen, nun waren wir wieder für das LOTTO MASTERS qualifiziert. Mit dem Weiterkommen hat niemand gerechnet. Die Emotionen, die Unterstützung der Fans waren unbeschreiblich.“
„Unser Minimalziel war es, mal wieder das Halbfinale zu erreichen. Wir wollten die Halle begeistern. Im Finale hatte ich das Gefühl, dass viele Fans auf unserer Seite waren. Dass wir das dank unserer spielerischen Leistung geschafft haben, macht mich sehr stolz und freut mich für meine Mannschaft.“
„Die Auszeichnung als Spieler des Turniers bedeutet mir sehr viel. Beim LOTTO MASTERS zu spielen, war immer mein Traum. Dass es jetzt so Realität geworden ist, ist außergewöhnlich. Natürlich hätten wir gerne das Finale gewonnen, aber ich kann mich trotzdem freuen.“
SHFV-Präsident
„Die Spiele waren sehr ausgeglichen, was für den Turnierverlauf sehr positiv war. Im Vergleich zum letzten Jahr gab es zudem deutlich weniger Zweikämpfe an der Bande, die Schiedsrichter haben das gut unterbunden.“
VfR Neumünster
„Wir haben die Rückkehr komplett genossen. Wir hatten viel Spaß auf dem Rasen. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Kaum einer hatte uns so eine Vorrunde zugetraut. Wir versuchen, diese Leistung mit in die Rückrunde zu nehmen. Glückwunsch an den SV Todesfelde und an Holstein Kiel – die Erfahrung hat dieses Turnier gewonnen.“
Holstein Kiel
Holstein Kiel
LOTTO NORDCUP 2026:
Holstein Kiel gewinnt die Neuauflage
Der Sieger des LOTTO NORDCUP 2026 lautet Holstein Kiel. Vor 2.709 Zuschauer*innen in der Wunderino Arena in Kiel gewann das Team von Cheftrainer Stefan Fischer den Titel. Im Endspiel setzte sich die KSV im Entscheidungsschießen gegen den Kieler MTV durch. Das Turnier der Fußballerinnen wurde erstmals seit 2013 wieder in der Landeshauptstadt ausgetragen.
„Wir haben den LOTTO NORDCUP nach 13 Jahren wieder ins Leben gerufen, das Interesse und die Stimmung in der Halle waren überragend. Ich freue mich, wenn wir das Turnier über die nächsten Jahre etablieren können“, sagte SHFV-Präsident Uwe Döring.
Nach der stimmungsvollen Eröffnungszeremonie und einer spektakulären Pyro-Show wurde die erste Partie zwischen IF Stjernen Flensborg und SV Henstedt-Ulzburg angepfiffen – und die Fußballerinnen waren endgültig in der Kieler Arena zurück. Es dauerte keine drei Minuten, bis Sophia Schalke vom SV Henstedt-Ulzburg den Premierentreffer erzielte und für den ersten Torjubel des Sonntags sorgte.
Nach einer ereignis- und torreichen Gruppenphase standen die Regionalligisten Holstein Kiel und SV Henstedt-Ulzburg standesgemäß auf den Plätzen eins und zwei. Ebenfalls für die Endrunde qualifizierten sich der Kieler MTV und der
Der Moment der Erlösung: Die KSV-Spielerinnen feiern nach der Neunmeter-Entscheidung.
SSC Hagen Ahrensburg. Die VR-Banken Oberligisten von IF Stjernen Flensborg und dem Eichholzer SV schieden nach der Vorrunde aus.
Die Halbfinalpartien waren ausgeglichen, es entschieden Nuancen. Beide Spiele gingen ins Neunmeterschießen, in denen Holstein Kiel und der Kieler MTV Nervenstärke bewiesen und vom Punkt erfolgreich waren. Im Finale zwischen den beiden Kieler Teams stand es nach regulärer Spielzeit dank eines Holstein-Treffers Sekunden vor Schluss 2:2, womit die Entscheidung wieder aus neun Metern fallen musste – und mit Holstein Kiel den glücklichen Sieger fand.
„Insgesamt war dieses Turnier unfassbar gut“, bilanzierte Stefan Fischer. „Die Atmosphäre, die man hier in der Halle spürt, ist so freundlich, so sportlich und so familiär, dass man gerne hierher kommt. Was meine Spielerinnen für eine Leidenschaft in diesen Sport legen, ist beeindruckend.“
Beste Spielerin des Turniers wurde Arjela Lako von Holstein Kiel. Katharina Speeth vom Kieler MTV wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt, Indra Hahn (4 Tore) erzielte die meisten Treffer des LOTTO NORDCUP 2026. Die Individualehrungen fanden mit großzügiger Unterstützung der VR-Banken statt.
Als Schiedsrichterinnen waren Nicole Hartma ring-Jaacks (TSV Dahme), Anika Bargholz (TSV Bollingstedt-Gammellund) und Mirka Derlin (TSV Dahme) im Einsatz und bestachen durch eine souveräne Spielleitung. ■
Die Holstein Women jubeln beim LOTTO NORDCUP mit dem Siegerpokal.
Finale auf Augenhöhe: Holstein behielt im Kieler Duell mit dem KMTV knapp die Oberhand.
Innenministerin beim LOTTO NORDCUP
Hoher Besuch beim LOTTO NORDCUP: Innenministerin Magdalena Finke (CDU) besuchte die Neuauflage des Hallenturniers der Fußballerinnen in der Landeshauptstadt. So fieberte Finke von der Tribüne aus mit und übergab anschließend den neu angefertigten Siegerpokal gemeinsam mit LOTTO-Geschäftsführerin Jessica Witthaus an die Siegerinnen von Holstein Kiel. Witthaus sagte nach dem Turnier: „Der LOTTO NORDCUP hat meine Erwartungen übertroffen. Es waren zwei tolle Fußballtage. Wir sind froh, als Partner dabei sein zu dürfen.“
Goldene Ehrennadel für Günter Scheibenpflug
Am Rande des LOTTO NORDCUP übergab SHFV-Präsident Uwe Döring die Goldene Ehrennadel an Günter Scheibenpflug. Mehr als 30 Jahre lang war „Scheibe“ als Physiotherapeut und Referent für den SHFV tätig. Er begleitete zahlreiche Verbandsauswahlen der Junior*innen bei ihren Lehrgängen sowie mehr als 1000 Trainer*innen im Bereich der Qualifizierung, wo er Weiterbildungsangebote zum Tapen und Verbinden gab. „Scheibe“ ist ein sehr zuverlässiger und warmherziger Mensch, der mit seiner positiven und zuversichtlichen Art beeindruckt. Im vergangenen Oktober feierte er seinen 80. Geburtstag. Ende 2025 begab er sich in den wohlverdienten Ruhestand. Alles Gute, „Scheibe“!
Von der Kreisliga zur
besten NORDCUP-Torhüterin
Erst wechselte KMTV-Schlussfrau Katharina Speeth 2024 von der Kreis- in die Regionalliga, überzeugte u.a. im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum. Beim LOTTO NORDCUP wurde die 26-Jährige nun zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Mit ihrem Team ging es bis ins Endspiel, wobei Speeth mit zahlreichen Paraden großen Anteil daran hatte. „Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. Ich habe versucht, äußerlich ruhig zu bleiben, bin innerlich aber explodiert, weil ich mich sehr gefreut habe“, so Speeth nach dem Turnier.
Susan Albers rockt auch am Sonntag
Traditionell singt Susan Albers (feat. Chrissy-Chris-Cross & Tobsen-Didi) bei der Eröffnungszeremonie des LOTTO MASTERS. Auch bei der Wiederauflage des LOTTO NORDCUP war Albers dabei und sorgte für ein überzeugendes „Welcome to Kiel!“. 2015 erschien die für das Kieler Hallenturnier geschriebene Hymne, mit der die Teams das erste Mal den Kunstrasen in der Wunderino Arena betreten.
Viel los auch neben dem Spielfeld
Auf dem Kunstrasen bekamen die mehr als 2700 Zuschauer*innen beim LOTTO NORDCUP bereits einiges geboten. Auch neben dem Spielfeld war am Turniertag in der Kieler Arena viel los: So absolvierten weit mehr als 100 junge Fußballerinnen das DFB-Fußballabzeichen. Zudem fand am Mittag eine Netzwerkveranstaltung zum Frauen- und Mädchenfußball statt. In einer Talkrunde sprachen Sabine Mammitzsch (SHFV-Vizepräsidentin Diversität und Gleichstellung), Svenja Nefen (Aufsichtsratsmitglied Holstein Kiel), Carolin Ranft (Frauenfußball-Campus und TSB Flensburg) sowie Ulf Paetau (VR-Banken) über Ansätze zur Weiterentwicklung der Fußballerinnen im Land.
NORDCUP-STIMMEN:
Uwe Döring
SHFV-Präsident
„Die Fans haben tolle Spiele gesehen. Bis zum Schluss war es sehr spannend, was das Turnier zusätzlich sehr attraktiv gemacht hat.“
Artur Wilk
SV Henstedt-Ulzburg
Holstein Kiel
„Wir haben uns auf dieses Event sehr gefreut. Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Es waren zwei sehr enge Halbfinals. Wir hatten uns mehr vorgenommen, uns hat am Ende etwas das Glück gefehlt.“
„Wir sind sehr glücklich über den Erfolg, aber ich muss auch den anderen Mannschaften mein Lob aussprechen. In den Spielen war alles drin. Die Oberligisten waren nicht einfach zu bespielen, sie haben alles gegeben. Wir sind als Favorit ins Turnier gegangen, die Belastung hat man meinen Spielerinnen auch angemerkt. Zwei Neunmeterschießen zu gewinnen, zeugt von Nervenstärke – Hut ab! Wer das Turnier nicht miterlebt hat, hat etwas verpasst.“
Indra Hahn
SV Henstedt-Ulzburg
„Es ist immer schön, eine Auszeichnung zu erhalten. Dass ich die beste Torschützin des Turniers bin, spiegelt natürlich auch die Mannschaftsleistung wider. Natürlich wäre es noch schöner gewesen, das Turnier zu gewinnen.“
SSC Hagen Ahrensburg
„Es war ein tolles Event, das dem Frauenfußball in Schleswig-Holstein sehr viel gegeben hat. Die Zuschauer haben auch unseren Spielerinnen viel gegeben. Wir haben die Oberliga gut vertreten. Der Durchmarsch der Regionalligisten ist ausgeblieben.“
Kieler MTV
„Es war ein überragender Tag in der Kieler Arena. Am Ende Holstein Kiel den Vortritt lassen zu müssen, tut etwas weh, aber wir haben eine gute Leistung abgerufen und sind zufrieden, als Oberligist dabei gewesen zu sein.“
„Über die Auszeichnung als Spielerin des Turniers freue ich mich sehr, damit hätte ich nicht gerechnet. Ohne mein Team wäre das nicht möglich gewesen.“
Arjala HolsteinLako Kiel
Fenja Bannach, Finn Porath und Marcel Rapp holten den Titel im vergangenen Jahr –wer folgt auf sie?
SHFV-WAHLEN:
Fußballer*innen und Trainer des Jahres 2025
Noch bis zum 4. Februar läuft das Voting!
Mit dem 26. LOTTO MASTERS und der Rückkehr des LOTTO NORDCUP ist das Fußballjahr 2026 in Schleswig-Holstein bereits mit einem echten Höhepunkt gestartet. Gleichzeitig richtet sich der Blick zurück: Welche Persönlichkeiten haben das vergangene Jahr besonders geprägt? Wieder suchen der Schleswig-Holsteinische Fußballverband und LOTTO Schleswig-Holstein gemeinsam die Fußballerin, den Fußballer sowie den Trainer des Jahres.
Bis einschließlich 4. Februar 2026 um 23:59 Uhr können Fans unter www.voting.shfv-kiel.de ihre Stimme abgeben und ihre Favoritin oder ihren Favoriten unterstützen. Eine Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des SHFV sowie Sportjourna-
DIE TOP 10 STEHEN ZUR WAHL:
Fußballer des Jahres 2025
Alexander Bernhardsson
Dominic Hartmann
Yannik Jakubowski
Kjell Peeke Knaak
Fabian Landvoigt
Fabio Maiolo
Steven Skrzybski
Marvin Thiel
Jannes Vollert
David Zec
listen hat vorab eine Auswahl getroffen und pro Kategorie jeweils zehn Nominierte bestimmt. Nun liegt es an Ihnen mitzuentscheiden, wer die Auszeichnungen für das Fußballjahr 2025 erhält.
Die Teilnahme lohnt sich doppelt: Neben der Mitwirkung an der Wahl nehmen alle Abstimmenden automatisch an einem Gewinnspiel teil. Zu gewinnen gibt es unter anderem Eintrittskarten für ein DFB-Länderspiel sowie für die LOTTO-Pokalfinals der Frauen und Herren 2026. Wer tritt die Nachfolge der bisherigen Titelträger an? Stimmen Sie ab und entscheiden Sie mit! ■
Fußballerin des Jahres 2025
Laura Bahr
Fenja Bannach
Sarah Begunk
Indra Hahn
Kira Hasse
Malin Hegeler
Jennifer Michel
Hannah Östermann
Alia Redant
Chiara-Sophie Silberstorff
Trainer des Jahres 2025
Christiano Adigo
Guerino Capretti
Marco Cloppatt
Danny Cornelius
Stefan Fischer
Jan Frederik Kaps
Marc Mandel
Marcel Rapp
Nicola Soranno
Björn Sörensen
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Jubel beim JFV Lübeck: 2025 gelang der historische Aufstieg in die DFB-Nachwuchsliga.
„WIR GEHÖREN ZU DEN ABSOLUTEN AUSSENSEITERN“
Berkan Algan startet mit dem JFV Lübeck in die DFB-Nachwuchsliga
Ende 2025 schaffte der JFV Lübeck Historisches: Die U19-Junioren stiegen dank einer überragenden Hinrunde als Meister der Regionalliga Nord in die DFB-Nachwuchsliga auf. Dort geht es nun gegen die Nachwuchsteams etablierter Bundesligisten. Im KICK MOL!-Interview spricht der neue Trainer Berkan Algan (früher u.a. Altona 93 und ETSV Hamburg) über die Herausforderungen, die das Abenteuer DFB-Nachwuchsliga mit sich bringt.
KICK MOL!: Moin Berkan. Nach dem Aufstieg in die DFB-Nachwuchsliga hast du vor wenigen Wochen die U19 des JFV Lübeck übernommen. Dein erster Eindruck: Was bedeutet der Aufstieg für den Verein?
Berkan Algan: Ich spüre bei allen Beteiligten viel positive Aufregung. Natürlich ist die DFB-Nachwuchsliga für uns Neuland. Im Verein wird akribisch an allen Ecken und Enden gearbeitet, damit wir auch dort erfolgreich auftreten.
KICK MOL!: Wie liefen die ersten Wochen für dich persönlich?
Berkan Algan: Die ersten Wochen waren nicht einfach. Ich muss erst einmal jeden kennenlernen, die Grundfähig-
keiten erkennen. Der Start war aufgrund der Wetterlage sehr ungünstig. Natürlich gilt das für alle Mannschaften, aber für jemanden, der das Team gerade erst kennenlernt, ist das nicht einfach. Wir machen das Beste daraus. Sehr dankbar bin ich für die Möglichkeit, Ende Januar ein Trainingslager auf Mallorca abzuhalten, in dem es endlich darum geht, nicht nur Läufe zu absolvieren, sondern Fußball zu trainieren.
KICK MOL!: Für Außenstehende war die Situation kurios: Dein Vorgänger Marco Cloppatt schaffte den historischen Aufstieg, dann folgte die Trennung und deine Vorstellung. Wie hast du das erlebt?
Berkan Algan: Natürlich kann das überraschend wirken, wenn man aufsteigt und jemand Neues übernimmt. Aber das sind Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. Ich habe mich schnell für diese Aufgabe begeistert.
KICK MOL!: Inwiefern ist die neue Aufgabe auch für dich ganz persönlich eine Herausforderung?
Berkan Algan: Klar, auch für mich ist das ein wichtiger Schritt. Natürlich habe ich bereits mit Top-Talenten gearbeitet, sie zu gestandenen Spielern geformt. Ein Beispiel ist Boris Tomiak, den ich bei Altona 93 trainiert habe und der mittlerweile bei Hannover 96 mit Top-Leistungen überzeugt. Nun darf ich wieder mit jungen Spielern in einem ähnlichen Alter arbeiten. Es geht darum, möglichst schnell zu analysieren, auf welchem Level wir stehen.
KICK MOL!: Was ist dein erster Eindruck von der Mannschaft?
Berkan Algan: Die Mannschaft ist sehr hungrig und bringt eine gewisse Grundqualität mit – sonst wäre sie auch nicht aufgestiegen. Wir müssen unsere Stärken nun bündeln, gegebenenfalls uns punktuell noch verstärken, was natürlich in der Winterpause unfassbar schwer ist. Unser Ziel ist mindestens Platz vier, um in der Liga zu bleiben. Das wird – wenn man die Namen der Konkurrenz betrachtet – eine große Aufgabe, ist aber auch umso motivierender.
KICK MOL!: Ab sofort geht es gegen Hertha BSC, Hansa Rostock oder Arminia Bielefeld. Inwieweit nehmt ihr die Rolle des Underdogs an?
Berkan Algan: Wenn man die Infrastruktur der Nachwuchsleistungszentren betrachtet, gehören wir natürlich zu den absoluten Außenseitern in dieser Liga. Das ist jedem bewusst. Es geht darum, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen.
KICK MOL!: Auch organisatorisch dürfte auf euch einiges seit dem Aufstieg zugekommen sein.
Berkan Algan: Mit Thomas Oelfke und Bianca Freytag haben wir zwei Vorsitzende, die quasi pausenlos arbeiten. Dazu kommt mit Daniel Woitke unser Teammanager.
Berkan Algan wurde nach dem Aufstieg als neuer Cheftrainer vorgestellt. (Foto:
Deren Einsatz muss man lobend hervorheben. Auch Matthias Kurtz ist eine große Unterstützung. Das Team ist sehr engagiert. Das Telefon steht eigentlich nicht still, es muss eher ständig nachgeladen werden.
KICK MOL!: Wie wollt ihr das Kapitel DFB-Nachwuchsliga sportlich angehen?
Berkan Algan: Eine Antwort hierauf zu geben, wäre zu früh. Wir müssen uns dafür noch besser kennenlernen. Uns fehlen aufgrund der Witterung zwei Wochen Vorbereitung, sonst wären wir sicher schon weiter. Jetzt schauen wir von Woche zu Woche, alles andere ist Zukunftsmusik. Aber: Die Jungs sind bereit, Leistung zu bringen.
KICK MOL!: Am 8. Februar soll es mit dem Duell gegen den 1. FC Magdeburg losgehen – ein weiterer klangvoller Name. Wie besonders wird es, sich mit diesen Teams zu messen?
Berkan Algan: Sehr besonders. Man muss den Hut vor denjenigen ziehen, die das beim JFV Lübeck über die Jahre hinweg ermöglicht haben. Das ist ein Projekt, das langfristig auf die Beine gestellt und mit viel Fleiß betrieben wurde. Respekt an die Hauptverantwortlichen und auch an meinen Vorgänger! Nun gilt es, dieses Projekt weiterzuführen. ■
Lennard Luth (li.) erzielte einen Treffer beim knappen Erfolg im Viertelfinale des SHFV-LOTTO-Pokals.
Niklas Heiden)
Marcel Zym (Mitte) war in der Hinrunde erfolgreichster Torschütze (7 Treffer) des Teams.
Die erste Herren spielt nach dem Aufstieg im letzten Jahr in der Verbandsliga West.
SV GRÜN-WEISS TODENBÜTTEL
„Denken Sie groß“
Wie der SV Grün-Weiß Todenbüttel in einem 1.000-Einwohner-Dorf 900 Mitglieder zählt? Mit Gemeinschaft. Die hat über Jahre zu einem einzigartigen Zusammenhalt und einer ganz besonderen Infrastruktur geführt. Denn welcher Dorfklub kann schon von sich behaupten, an seinen Fußballplätzen neben dem Sportlerheim ein Fitnessstudio und einen Spabereich mit Sauna und Barfußpfad zu haben!?
Beste Rahmenbedingungen für einen Amateurfußballer:
Die ersten Herren sind vergangenes Jahr in die Verbandsliga aufgestiegen und wollen sich dort etablieren. „Wir haben schon die Ambitionen mit den Möglichkeiten und Gegebenheiten, die wir im Verein haben, Verbandsligafußball zu bieten“, meint Finn-Patrick „Poldi“ Pohlmann, Zuständiger für den Herrenfußball.
Seit zwei Jahren bringt Liga-Trainer Eike Schneider mit eigener Spielidee und eigener Philosophie ganz neuen Schwung in die Gruppe. Um die Mannschaft und Trainer herum hat der Verein auch personell ein professionelles Team zusammengestellt: Co-Trainer Christopher Spirius, der eine Schulung macht, um als Torwarttrainer im gesamten Verein zu fungieren, eine Fitnesstrainerin für die Winterpause, eine Physiotherapeutin und drei Betreuer*innen, die sich um medizinische Bedürfnisse und die Spieltagorganisation kümmern.
Zudem erfahren die angereisten Schiedsrichter in Todenbüttel eine ganz besondere Wertschätzung: Bei Heimspielen ist für die Schiedsrichter*innen stets gesorgt durch Thomas Hansen, der für deren Betreuung zuständig
ist. Schiedsrichter*innen im Verein zu gewinnen, sei trotz des Fokus ein schwieriges Thema. Aber auf ihre erfolgreichen Schiedsrichter sind Grün-Weiß stolz, versichert der 1. Vorsitzende des Vereins, Torben Paulsen. Jan-Christian Meyer pfeift für den SV Grün-Weiß Todenbüttel und war zuletzt auf großer Bühne wie z.B. beim LOTTO MASTERS im Einsatz.
Neben den Herrenmannschaften gibt es auch zusammen mit anderen Vereinen in den umliegenden Dörfern zwei Frauenteams und A- bis G-Junioren als Spielgemeinschaft.
Die LED-Flutlichtanlage wurde auf Hinweis einer entsprechenden Förderung gemeinsam mit dem Hauptsponsor und dem Einsatz von einigen Fußballern installiert.
Das Fitnessstudio sorgte für Mitgliederzuwachs im Verein und trägt nun einen erheblichen Teil zum Erhalt des Gemeinschaftsgefühls bei.
Die Zusammenarbeit mit Lütjenwestedt läuft schon immer gut - „seit ich denken kann“, sagt Paulsen, der noch selbst aktiv ist. Darüber hinaus wird so auch die Verantwortung verteilt.
Der Fußballplatz und die Umkleidekabine sind das Herzstück.
Neben den Trainer*innen, die man mit Goodies wie dem Zugang zum Fitnessstudio motivieren möchte, sollen auch junge Spieler*innen überzeugt werden. „Wir sehen da schon einen positiven Effekt“, meint Pohlmann. Selbst bei Verletzungen gerate man so nicht aus den Augen, sondern bleibe stets Teil des Teams. „Die Spieler haben in dem Gesundheitstreff die Möglichkeit, ihre Reha während der Trainingszeiten zu absolvieren und danach ganz normal mit dem Team zusammenzusitzen. Das bringt Gemeinschaft.“
Gemeinschaft ist auch ein wichtiger Aspekt beim Anbau an sich gewesen. 2018 fing alles an mit der Idee, eine Sauna am Turnerweg zu errichten, in der man nach dem Fußballtraining entspannen kann. Schnell wurde klar: Mit den entsprechenden Fördertöpfen kann der Verein größer denken. So kam es zu einem kompletten Wellnessbereich: Die Sauna, ein Bereich zum Entspannen und ein kleiner Außenbereich zum Abkühlen wurden erbaut. Drinnen gibt es Liegen, draußen einen Barfußpfad.
Die Investition in die Infrastruktur war ein voller Erfolg: Die Fitnesssparte, in der Nicht-Fußballer*innen Mitglied sein müssen, um dort zu trainieren, hat dem Verein gut 200 neue Mitglieder beschert. Insgesamt nutzen inzwischen
MANNSCHAFTEN: Herren I-III, Frauen als SG GWT/MTSV, Junior*innen (A-G) auch als SG Holstein, Altliga
250 Leute den Gesundheitstreff, 37 weitere verbleiben vorerst auf der Warteliste. Einmal wurde der Fitnessbereich bereits erweitert, um dem Ansturm gerecht werden zu können.
Alles auf der Anlage läuft in Eigenregie des Vereins. Die Gemeinde unterstützt, man ist sich wohlgesonnen. Und doch betont Paulsen, dass letztlich auch über 200 Helfer*innen beim Anbau beteiligt waren. Insgesamt 18.000 Stunden Eigenleistung brachten die Vereinsanhänger*innen ein. „Man merkt, dass junge Leute so eine ganz andere Beziehung zu dem Anbau haben.“ Eigenes ist sichtbar und man höre oft Sprüche wie „Guck mal, das habe ich gebaut“, erklärt Torben Paulsen. Und das ist auch, was die Bauten ausmacht. Der 1. Vorsitzende beschreibt das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl der Grün-Weißen zu ihrer Heimatanlage mit den Worten: „Wenn mal etwas nicht ganz perfekt ist, ist das nicht schlimm. Da steckt viel Liebe drinnen.“ ■
Nach dem Saunagang lädt der Barfußpfad im Außenbereich des Spas zum Abkühlen und Auffrischen ein.
Die Sportanlage von oben aus der Vogelperspektive.
HALLENLANDESMEISTERSCHAFTEN 2026: Wer krönt sich zum Hallenkönig?
Bei den C-Junioren jubelten im Vorjahr die Spieler des
Bei den Frauen setzte sich der SV Henstedt-Ulzburg durch.
Winterzeit ist Hallenfußballzeit: Zwischen dem 31. Januar und dem 8. Februar 2026 finden in Schleswig-Holstein die SHFV-Hallenlandesmeisterschaften statt. Sei dabei und unterstütze die Teams vor Ort.
Eröffnet werden die Hallenlandesmeisterschaften am 31. Januar in Eckernförde. Dort treten am gesamten Wochenende die C- und B-Juniorinnen sowie die besten Herren- und FrauenTeams des Landes auf dem Hallenparkett gegeneinander an. Eine Woche darauf, am 7. und 8. Februar, spielen die Junioren in Henstedt-Ulzburg um den Hallentitel.
Bei den Jugendteams sichern sich die Sieger der vorausgehenden Kreismeisterschaften den direkten Einzug in den Landesvergleich. Wenn die talentiertesten Nachwuchsspielerinnen und -spieler der Region aufeinandertreffen, ist Spannung vorprogrammiert. Auch bei den Frauen und Juniorinnen werden die Teilnehmerinnen über die Kreismeisterschaften bestimmt. Je nach Anzahl der Meldungen finden einige dieser Turniere sogar kreisübergreifend statt.
Die Herren treten ebenfalls im Rahmen der Kreismeisterschaften an, um sich einen der begehrten Startplätze bei den Landesmeisterschaften zu sichern. Wer sich hier behauptet, hat beste Chancen, in der Halle für eine großartige Atmosphäre zu sorgen.
Die Hallenlandesmeisterschaften sind jedoch nicht nur sportlich ein Höhepunkt: Alle siegreichen Teams können sich zudem auf attraktive Prämien freuen – ein zusätzlicher Anreiz, um alles in die Waagschale zu werfen. ■
Die Turniere in der Übersicht:
Samstag, 31.01.2026
C-Juniorinnen | Eckernförde | Beginn: 10:00 Uhr
Herren | Eckernförde | Beginn: 14:00 Uhr
Sonntag, 01.02.2026
B-Juniorinnen | Eckernförde | Beginn: 10:00 Uhr
Frauen | Eckernförde | Beginn: 14:00 Uhr
Samstag, 07.02.2026
D-Junioren | Henstedt-Ulzburg | Beginn: 10:00 Uhr
B-Junioren | Henstedt-Ulzburg | Beginn: 15:00 Uhr
Sonntag, 08.02.2026
C-Junioren | Henstedt-Ulzburg | Beginn: 10:00 Uhr
A-Junioren | Henstedt-Ulzburg | Beginn: 15:30 Uhr
SC Weiche Flensburg 08.
Mehr Zeit für den {Sport
VON DER KREISBIS ZUR OBERLIGA:
Das sind die besten Schütz*innen der Jugend-Spielklassen
Von den Gegenspielern kaum zu stoppen: Timm Keller erzielte 17 Treffer in der A-Jugend-Oberliga.
Die Hinrunde ist gespielt, die ersten Entscheidungen sind gefallen: Ob bei den Juniorinnen oder Juniorinnen, ob in der Kreis- oder Oberliga – die Zuschauer*innen auf den Fußballplätzen in Schleswig-Holstein haben eine ganze Reihe an Treffern gesehen. Wir stellen die besten Schütz*innen der ersten Saisonhälfte vor – von der C- bis zur A-Jugend.
Was kaum überraschen dürfte: Der SV Eichede stellt den erfolgreichsten Schützen der A-Jugend-Oberliga. Das Team aus Stormarn dominierte die Hinrunde in Schleswig-Holsteins höchster Spielklasse, kassierte nicht eine Niederlage. Ganze 68 Tore erzielte das Team in gerade einmal elf Partien. Das macht mehr als 6 Tore pro Spiel – womit derzeit nicht einmal der FC Bayern mithalten kann. Den Platz an der Sonne der besten Torschützen teilen sich sogar zwei SVE-Spieler: Timm Keller und Tom Spöhring erzielten je 17 Treffer.
Traf ebenfalls 17-mal in der A-JugendOberliga: Tom Oliver Spöhring.
Mit 26 Buden die meisten Tore der Hinrunde in den JugendSpielklassen gelang Zaid Abdullah Al-Jurani (A-Jugend) vom TSB Flensburg. Dafür benötigte der Offensiv-Akteur nur sieben (!) Partien. Die Flensburger setzten sich souverän in der Qualifikationsstaffel Nord durch und starten in der Rückrunde nun in der Oberliga.
Die meisten Treffer der Hinrunde bei den C- und B-Juniorinnen gelang Emilia Lumi Otto (24 Tore) vom Team Sylt. Sie geht in der Kreisliga der C-Juniorinnen auf Torejagd. Das Team von der Nordsee-Insel steht in der Kreisliga (Nord-Staffel) auf Rang eins, gewann jedes der sieben Spiele und kassierte nur drei Gegentreffer. ■
Ole Meierkord geht für Weiche Flensburg erfolgreich auf Torejagd. (Foto: Mathias Richter)
Junioren
OBERLIGA
17 Tore Timm Keller, SV Eichede
17 Tore Tom Oliver Spöhring, SV Eichede
15 Tore Mattis Poul Markmann, SG GO Göhl/Oldenburg
Am 15. Januar 2026 ist Anouschka Bernhard nach schwerer Krankheit verstorben.
Geboren am 5. Oktober 1970 in Waiblingen (Baden-Württemberg), hat sie den deutschen Fußball über Jahrzehnte hinweg geprägt. Nach ihrer sehr erfolgreichen Zeit beim Deutschen Fußball-Bund arbeitete sie seit 2020 als Verbandssportlehrerin beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband und entwickelte den Frauen- und Mädchenfußball im Land maßgeblich weiter.
Anouschka war eine herzliche Person mit einer großen Leidenschaft für den Fußball. Ihre Expertise suchte und sucht ihresgleichen. Anouschka vermittelte klare Prinzipien und stand für einen respektvollen Umgang miteinander. Der Fußball war für sie mehr als Leistung und Ergebnis, es ging ihr stets um die Entwicklung der Persönlichkeiten und die Freude am Spiel. Diese Haltung begleitete sie durch ihre gesamte Laufbahn.
Als aktive Spielerin lief sie für den VfL Sindelfingen und den FSV Frankfurt auf. Mit dem FSV gewann sie zweimal die Deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal sowie den DFB-Supercup. Zwischen 1991 und 1997 gehörte sie der deutschen Nationalmannschaft an, mit der sie 1995 Europameisterin und im selben Jahr Vize-Weltmeisterin wurde. In 47 DFB-Einsätzen gelang ihr ein Tor.
Nach dem Ende ihrer beeindruckenden aktiven Karriere blieb Anouschka dem Fußball eng verbunden. Sie arbeitete u.a. als Trainerin beim FSV Frankfurt, war Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC und schloss 2009 ihre Ausbildung zur Fußballlehrerin ab. Von 2011 bis 2020 trainierte sie die U16- und U17-Nationalmannschaften des DFB. In dieser Zeit gewann sie mehrere Europameistertitel und begleitete zahlreiche Spielerinnen auf ihrem Weg in die A-Nationalmannschaft.
2020 wurde Anouschka ein wichtiger Teil der SHFV-Familie und übernahm als Verbandssportlehrerin die sportliche Leitung im Frauen- und Mädchenbereich einschließlich aller Juniorinnen-Auswahlmannschaften. Sie entwickelte die Spielerinnen kontinuierlich weiter und hatte großen Anteil an ihrer sportlichen sowie persönlichen Entwicklung. Auch in der Ausbildung der Trainerinnen und Trainer im Landesverband war sie eine wichtige Ansprechpartnerin und Mentorin. Auch dort wurde ihre kompetente und menschliche Art sehr geschätzt.
Mit Anouschka Bernhard verliert der schleswig-holsteinische Fußball nicht nur eine einzigartige Fußballerin, sondern einen Menschen, der durch Klarheit und Wärme den Sport in unserem Landesverband nachhaltig geprägt und besser gemacht hat. Anou, du wirst uns sehr fehlen. ■
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TRAUER UM JÜRGEN GOHR
Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband trauert um Jürgen Gohr, der am Silvestermorgen 2025 im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Mit Jürgen Gohr verliert der SHFV eine Persönlichkeit, die sich aus voller Überzeugung in verschiedenen Funktionen für den Amateurfußball eingesetzt hat.
Dabei stellte er niemals die eigene Person in den Vordergrund und erledigte seine Aufgaben mit großer fachlicher und menschlicher Kompetenz. Bei seinem Heimatverein TSV Gudow war er über mehrere Jahrzehnte aktiv als Trainer, Betreuer, Platzwart, 1. Vorsitzender und bis vor wenigen Jahren auch als Betreuer der Alten Herren.
Für den Kreisfußballverband Herzogtum Lauenburg agierte der beruflich als Bauamtsleiter der Gemeinde Gudow tätige Gohr ab 2008 als Beauftragter für das Projekt „SH kickt fair“, das sich für Fair Play und Gewaltprävention auf und neben den Fußballplätzen in Schleswig-Holstein einsetzt.
Seine überzeugende Arbeit für den Kreisfußballverband blieb auch den damals für die Präventionsarbeit Verantwortlichen auf SHFV-Ebene um den Sicherheitsbeauftragten Eddy Münch nicht verborgen, der Jürgen Gohr 2017 in die SHFV-Kommission Sicherheit berief und 2019 zu seinem Nachfolger ernannte. Fortan war Jürgen Gohr in seiner Funktion als Sicherheitsbeauftragter des Verbandes Beisitzer im Herrenspielausschuss und zuständig für alle sicherheitsrelevanten Themen im Spielbetrieb.
Er sorgte für die Einhaltung der SHFV-Sicherheitsrichtlinie in der Flens-Oberliga der Herren und im LOTTO-Pokal, überprüfte die Sicherheitsvorkehrungen in den Stadien sowie die Ausbildung der Sicherheitsbeauftragten der Vereine und begleitete sogenannte „Risikospiele“ zusammen mit den zuständigen Vertreter*innen der Polizei.
Besonders bei den großen, zuschauerträchtigen Veranstaltungen des Verbandes, wie dem LOTTO MASTERS oder dem Finaltag der Amateure, waren
seine Qualitäten gefragt. Er analysierte das Hallenoder Stadionumfeld und deren sicherheitsrelevanten Aspekte und erstellte zusammen mit den Verantwortlichen der Vereine, der Polizei sowie der Feuerwehr und den Rettungsdiensten maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte, die allen Zuschauer*innen einen ungefährdeten Besuch der Fußballspiele ermöglichten.
Beim Norddeutschen Fußballverband war er als Vertreter des SHFV seit 2021 Mitglied der Kommission Prävention und Sicherheit und dort zuständig für Sicherheitsbeobachtungen und die Ausbildung neuer Sicherheitsbeobachter auf Regionalligaebene.
„Jürgen Gohr war ein ruhiger, humorvoller Mensch, der mit seiner zurückhaltenden, aber in der Sache bestimmten Art seine Aufgaben als Sicherheitsbeauftragter hervorragend erledigt hat. Er leistete zuverlässig eine Arbeit, die eher abseits der großen öffentlichen Wahrnehmung stattfindet, aber für den Verband und alle Zuschauer*innen der Spiele doch von so elementarer Bedeutung ist“, so SHFV-Präsident Uwe Döring. „Wir werden Jürgen sehr vermissen.“ ■
KURZMELDUNGEN
rund um den Ball
Hauptrundenstaffeln der Junioren-Kreis- und Verbandsspielklassen eingeteilt
Nach einer spannenden Vorrunde stehen die Ober-, Landes- und Verbandsligisten für die Hauptrunde fest. Die Qualifikation zu den Verbandsspielklassen wurde in der Saison 2025/26 bereits zum zweiten Mal gespielt und das Interesse an diesem Format war nochmals deutlich größer als im Vorjahr. Für die Qualifikation zu den Verbandsspielklassen wurde erneut eine übersichtliche Gesamttabelle programmiert, die mit über 200.000 Seitenansichten in dieser Saison einen erneuten Besucherrekord verzeichnete. Der SHFV gratuliert dem SV Eichede (A-Junioren), dem Heider SV (B-Junioren) und dem FC Kilia Kiel (C-Junioren) jeweils zum ersten Platz in der Oberliga-Vorrundenstaffel und dem damit verbundenen Startplatz bei den Hallenlandesmeisterschaften im Februar.
Mehr Infos:
10. Ausgabe: FUSSBALL.DE sucht „Amateure des Jahres 2025/2026“
FUSSBALL.DE, das Amateurfußballportal des DFB und seiner Regional- und Landesverbände, feiert Jubiläum: Zum zehnten Mal werden die Amateurfußballerin und der Amateurfußballer des Jahres gesucht. Spielerinnen und Spieler, die Herausragendes leisten – auch und besonders im Vereinsleben – und den Amateurfußball so faszinierend machen, können sich bis zum 22. Februar selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Dabei gibt es attraktive Preise zu gewinnen: Trikotsätze, einen Siegerpokal und eine Reise als VIP zu einem deutschen Länderspiel der Männer oder Frauen im Jahr 2026 mit einer Begleitung.
Mehr Infos:
Danke ans Ehrenamt: Ein besonderer Abend beim KFV Westküste
Am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamts, lud der KFV Westküste nach Sarzbüttel ein, um ehrenamtliches Engagement im Fußball zu würdigen. Rund 40 Gäste nahmen teil, gedachten zunächst den verstorbenen Goldnadelträgern Holger Waller und Dieter Voß und tauschten sich dann über aktuelle Entwicklungen wie z.B. im Spielbetrieb aus. Neben einem Dank an alle Ehrenamtlichen wurden langjährig Engagierte geehrt, darunter Harald Wulf mit der Goldenen SHFV-Ehrennadel. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die überraschende Auszeichnung von Günther Sendel (Foto) mit dem DFB-Ehrenamtspreis 2026, die Axel Rohde aus dem SHFV-Ehrenamtsausschuss überreichte.
Zum kompletten Bericht:
C-Lizenz, JutZ und KitZ: Jetzt noch schnell für die nächsten Lehrgänge anmelden!
In den kommenden Wochen und Monaten finden beim SHFV die nächsten Lehrgänge statt. Und: Es gibt für beide Weiterbildungsformate noch Kapazitäten. Melden Sie sich jetzt noch schnell an. Das SHFV-Kindertrainer*in Zertifikat ist ein idealer Einstieg für alle Kindertrainer*innen (Bambini bis E-Jugend), die keine Lizenz besitzen. Das SHFVJugendtrainer*in Zertifikat ist eine Weiterbildung für Trainerinnen und Trainer im Jugendfußball. Die C-Lizenz des SHFV umfasst drei Ausbildungsprofile: C-Lizenz Kinder (Bambini bis E-Jugend), C-Lizenz Jugend (D-Jugend bis A-Jugend) und C-Lizenz Erwachsene.
Zu den Lehrgängen:
Der KFV Lübeck trauert um Gerd Franck, der im Alter von 89 Jahren nach schwerer Krankheit Mitte Dezember verstorben ist.
Gerd Franck
Mit Gerd Franck verloren wir einen überaus beliebten und engagierten Sportfreund des Lübecker Fußballs. Seine beson deren Interessen galten der Schiedsrichterei, in deren Wirkungskreis Gerd seit 1957 bis zum Schluss beständig unterwegs gewesen ist. In dieser Zeit pfiff er nicht nur in der Oberliga, sondern war sich auch nicht zu schade, um Spiele in unterklas sigen Bereichen zu übernehmen.
Neben seinen Tätigkeiten auf dem Platz begleitete Gerd auch viele Aktionen rund um die Ausbildung und Unterstützung von Neuanwärtern für das Schiedsrichteramt. So wirkte er auch viele Jahre im Schiedsrichterausschuss des KFV Lübeck mit, wo er mit seinen Impulsen und Denkanstößen für einen reibungslosen Umgang und Erfolg des Schiedsrichterwesens im KFV beitragen konnte. Sein Rat war auch nach seinem Wirken im Ausschuss eine wichtige Unterstützung für die agierenden Personen.
Als DFB-Ehrenamtsträger war Gerd auch in seinem Heimatverein 1. FC Phönix Lübeck ein unverzichtbares Element und machte sich ebenso im Vereinsleben und in der Unterstützung im Alt-Herren-Fußball einen Namen im Lübecker Fußballsport.
Wir werden Gerd nicht vergessen.
Peter Reinecker
1. Vorsitzender KFV Lübeck
Michael Rosenthal
2. Vorsitzender KFV Lübeck
Alexander Roppelt
Schiedsrichterausschuss KFV Lübeck
lotto-sh.de
Spielteilnahme ab 18. Glücksspiel kann süchtig machen. Infos unter www.check-dein-spiel.de
LOTTO Schleswig-Holstein ist gelistet in der von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder verö entlichten Liste (Whitelist) der zugelassenen Glücksspielanbieter.