Die Wirtschaft - Nr. 21-23, 22. Mai 2015

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Die Wirtschaft Die Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg · 70. Jahrgang

Nr. 21-23 · 22 Mai 2015

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Manfred Rein wiedergewählt

Neues WIFI-Kursbuch

Vom Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer wurde Manfred Rein als Präsident bestätigt.

Das 360 Seiten starke WIFI Kursbuch 2015/16 beinhaltet rund 2.000 Ausbildungsmöglichkeiten.

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Seiten 37-44

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2 · Die Wirtschaft

Magazin n Editorial

n Inhalt Themen der Woche

20-26

Genuss und Denken. Vom 7. bis 16. Juni finden die ersten Vorarlberger Genusstage „FORUM GENUSS ALPEN - Denken und Genießen auf Vorarlberger Art“ statt. Eine Reihe an Veranstaltungen ist geplant.  20

Foto: Darko Todorovic

AdWin2015: Die Gewinner. Zwölf Agenturen und zwei Fotograf/-innen erhielten den Vorarlberger Werbepreis AdWin der FG Werbung und Marktkommunikation.  24,25

Land der Gründer. Die Junge Wirtschaft Vorarlberg hat sich „Gründen und Selbstständigkeit“ als Schwerpunkt gesetzt und ist Mitinitiator von „Land der Gründer“.  26

n Impressum Herausgeber und Medieninhaber: Wirtschaftskammer Vorarlberg – Herstellung: „Die Wirtschaft“ Betrieb gewerblicher Art, beide 6800 Feldkirch, Wichnergasse 9, T 05522/305 – 382, F 05522/305 – 100, E presse@wkv.at, W www.wko.at/vlbg Redaktion: Mag. Herbert Motter, Leiter Abteilung Presse (moh, DW 380), Sabine Barbisch, BA (ba, DW 383), Peter Freiberger (pf, DW 381), Mag. Julia Schmid (ju, DW 496), Mag. Andreas Dünser (ad, DW 387). Redaktionsassistenz: Elke Blecha (DW 382). E-Mail: nachname. vorname@wkv.at Änderung der Zustelladresse: DW 206 Verlagsagenden – Anzeigenannahme: Media Team Kommunikationsberatung Gesellschaft m.b.H., 6832 Röthis, Interpark FOCUS 3, T 05523/52392-0, F 05523/52392-9, E office@media-team.at, W www.media-team.at – Anzeigenleiterin: Ing. Lydia Mathis, T 05523/52392-11, E lydia.mathis@media-team.at Anzeigentarif Nr. 38, gültig ab 1.1.2013. Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach. Jahresbezugspreis: € 27,30. Für Mitglieder der Wirtschaftskammer kostenlos. Nachdruck nur bei voller Quellenangabe gestattet. Offenlegung: Grundlegende Richtung: Wahrnehmung der gemeinsamen Interessen aller Mitglieder der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Offenlegung der Eigentumsverhältnisse nach § 25 Mediengesetz: Wirtschaftskammer Vorarlberg, Wichnergasse 9, 6800 Feldkirch. Siehe auch: wko.at/vlbg/offenlegung Druckauflage: 21.621 (2. HJ 2014) – Fotos ohne Bildnachweis stammen aus unserem Archiv oder von der Bildagentur Thinkstock. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form.

Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein im Gespräch mit einem Heron-Mitarbeiter.

Von Bildung und Export Liebe Leserinnen und liebe Leser, unsere moderne Informations- und Wissensgesellschaft ist darauf angewiesen, höchstmögliche Qualität im Bildungssystem bereitzustellen, um einerseits wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits den Menschen eine lohnende berufliche und private Perspektive zu eröffnen. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur intensiv um das duale Ausbildungssystem gekümmert, sondern sich auch mit großem Engagement in die aktuelle Bildungsdebatte eingebracht. Wir werden daher weiterhin ganz konkret Schulentwicklungsprozesse unterstützen, indem wir unsere Schulen mit den besten Schulen im deutschsprachigen Raum, wie etwa mit der Integrativen Gesamtschule (IGS) Göttingen vernetzen. Derzeit läuft ein Pilotprojekt, über dessen Stand der Projektleiter, Wolfgang Vogelsaenger, in dieser Ausgabe berichtet (Seite 10). Die Wirtschaftskammer tut dies im Wissen um die Herausforderungen der Zukunft, denn nur top ausgebildete Fachkräfte sichern die internationale Konkurrenzfähigkeit un-

seres Wirtschaftsstandortes und eröffnen uns weitere Chancen auf dem internationalen Bankett. Lebenslanges Lernen ist daher auch das Credo der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Mit dem WIFI Vorarlberg als Weiterbildungsinstitution verfügt die Wirtschaftskammer seit über 100 Jahren über den idealen Ansprechpartner, wenn es um berufliche Aus- und Weiterbildung geht. Das Kursprogramm an den drei Standorten Dornbirn, Hohenems und Bludenz kann sich sehen lassen: 2.000 Veranstaltungen aus den unterschiedlichsten Wissensbereichen werden jedes Jahr angeboten! Im WIFI Vorarlberg wird das ausgebildet, was die Wirtschaft braucht (Seite 37-44). Die Bedeutung des Exportes für unser Land ist unbestritten. Um nachhaltig in Nischenbereichen erfolgreich zu sein, braucht es noch mehr Augenmerk auf neue Märkte in Übersee und Fernost. Mit dem Vorarlberger Exporttag am 24. Juni, der größten Exportveranstaltung der letzten Jahre, wollen wir diesem Ziel Rechnung tragen (Seiten 6-9). KommR Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg


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· Magazin · 3

n Kurz notiert Saisonstart der Vorarlberger Freibäder

Sparte Information und „Ja“ zum Rauchverbot, Vorarlberg ist Consulting ist spitze Entschädigung erhöhen Wachstumssieger

Anfang Mai öffnete der Großteil der Vorarlberger Freibäder die Türen für die Sommersaison. In Nenzing und Klösterle erwarten die Badebesucher neue Anlagen. Die Vorarlberger Badesaison 2015 soll bis Mitte September andauern.

Mit einem realen Umsatzwachstum von 2,1 Prozent gegenüber 2013 haben die rund 3.300 aktiven Mitgliedsunternehmen der Sparte Information und Consulting in Vorarlberg 2014 ein solides Geschäftsjahr hinter sich. Weiterhin erfreulich ist die Exportquote der Vorarlberger Consulting- und Dienstleistungsunternehmen, die mit 19,1 Prozent über dem Österreichschnitt (14 Prozent) liegt. „Vorarlberger Dienstleistungs-Know-how ist weltweit gefragt“, freut sich Spartenobmann Dieter Bitschnau.

Ab Mai 2018 darf in der heimischen Gastronomie nicht mehr geraucht werden. Die Sparte Tourismus in der WKV begrüßt das grundsätzlich. Die Höhe der vorzeitigen Abschreibungen und dass es keine Ersatzzahlungen gibt, sorgt hingegen für Kritik in der Branche.

Österreichs Wirtschaft ist 2014 um 0,3 Prozent gewachsen. Über die Bundesländer ist das Wachstum allerdings sehr ungleich verteilt. Laut Bank Austria sind die Unterschiede beim Wachstum außerdem deutlich größer geworden. Mit fast 2,5 Prozent Wachstum hat Vorarlberg im Jahr 2014 die bundesweite Spitzenposition erreicht. Hinter Vorarlberg mit respektablem Abstand lagen mit je 1,2 Prozent die Länder Burgenland und Tirol, es folgten Oberösterreich (+1 Prozent) und Kärnten (+0,4 Prozent).

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg informiert n Kurz notiert „Nein“ zur flächendeckenden Lkw-Maut WKV-Präsident KommR Manfred Rein: „Eine flächendeckende LkwMaut wäre ein Anschlag auf die Regionen und eine Massensteuer, die am Ende des Tages die Bürger zu zahlen hätten.“ Eine solche, von den Landesverkehrsreferenten angedachte Maut, dürfe nicht kommen, weil sie eine reine Geldbeschaffungsaktion auf dem Rücken der Transportwirtschaft und damit letztendlich der Konsumenten wäre“, argumentiert Rein. „Was großartig über die Steuerreform an Entlastung den Bürgern versprochen wurde, würde ihnen damit wieder durch verteuerte Konsumgüter aus der Tasche gezogen.“ Strukturschwache Regionen würden zusätzlich belastet, statt gefördert werden. Nahversorgung finde eben nur statt, wenn sie auch wirtschaftlich vertretbar ist. „Unternehmen aller Branchen werden sich daher genau überlegen, ob der Betriebsstandort in einer abgelegenen Region noch rentabel ist. Damit stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Wer das nicht bedenkt, handelt fahrlässig“, betont Rein.

10 Jahre AdWin im vorarlberg museum

Erfolgreiche Karosserie- Heimischer Handel verzeichnet Umsatzplus bautechniklehrlinge Die Karosseriebautechniklehrlinge ermittelten ihren Landesmeister. Miguel Fleisch (Lehrbetrieb Autohaus Walter Malin Gmbh, Sulz) holte sich den Titel vor Christian Perathoner (Lehrbetrieb Wilfried Mennel, Alberschwende). Dritter wurde Alexander Brunnmayr (Lehrbetrieb Peter Johann Hitzhaus, Hörbranz).

Foto: zurgams

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Vorarlberg nahm das AdWin-Jubiläum zum Anlass, auf die „leuchtendsten Ideen“ der vergangenen 10 Jahre zurückzublicken. In einer von der Werbeagentur zurgams gestalteten Ausstellung im Atrium des vorarlberg museums werden die bisherigen AdWin-Nominierten und -Gewinner noch einmal gezeigt. f

Die AdWin-Ausstellung im vorarlberg museum kann von 28. Mai bis 14. Juni 2015 besucht werden.

Im ersten Quartal 2015 sind die Umsätze im stationären Einzelhandel in Österreich nominell um 1,4 % gestiegen. Diesen positiven Trend toppt derstationäre Einzelhandelin Vorarlberg: Mit einem nominellen Umsatzplus von 3 % (reales Plus: 2,3 %), liegt das Ergebnis deutlich über dem Österreichschnitt.


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Wirtschaftsparlament KommR Manfred Rein als Vorarlberger Wirtschaftskammer-Präsident wiedergewählt

KommR Manfred Rein wurde am Mittwoch von den Delegierten des Wirtschaftsparlaments als Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt und von WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl angelobt. Dem wiedergewählten Präsidenten Rein stehen als Vizepräsidenten auch weiterhin KommR Hermann Metzler, Dr. Josef Rupp sowie Ing. Eduard Fischer, der in der ersten Sitzung des Präsidiums als Vizepräsident (ebenfalls mit Sitz und Stimme im Präsidium) kooptiert wird, zur Seite.

Danke für das Vertrauen In den nächsten fünf Jahren will sich Rein, der sich für das Vertrauen bedankte, noch intensiver für Bildungsanliegen, bessere Rahmenbedingungen für die Unternehmerschaft, den Ausbau der Infrastruktur und den Bürokratieabbau einsetzen. In seiner Rede lud Manfred Rein alle im Wirtschaftsparlament vertretenen Fraktionen ein, sich konstruktiv und zukunftsorientiert zum Wohle der Vorarlberger Unternehmerinnen und Unternehmer einzubrin-

gen. „Die Wirtschaftskammer ist eine Solidargemeinschaft und das ist gut so“, erklärte Rein.

Von der Kriechspur auf die Überholspur „Den von BM Mitterlehner angekündigten Wechsel Österreichs ,von der Kriechspur auf die Überholspur’ kann ich voll unterstützen. Vorarlberg erzielte 2014 mit fast 2,5 Prozent das stärkste Wachstum aller Bundesländer, Österreich gesamt hatte nur 0,3 Prozent Wachstum. Auch heuer werden wir mit prognostizierten plus 1,5 Prozent an der österreichischen Spitze stehen. Solch positive Zahlen fallen einem aber nicht in den Schoß – dahinter stecken Können, Mut, Innovationskraft und der Fleiß der Unternehmer- und Unternehmerinnen sowie ihre hohe Bereitschaft zur Ausbildung und Förderung guter Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen“, betonte Präsident Rein in seiner ersten Rede als wiedergewählter Präsident. WKÖ-Präsident Christoph Leitl gratulierte Manfred Rein zur Wiederwahl und betonte: „„Ich wünsche dir, lieber Manfred, und deinem Team, ein gutes Geschick für die Wirtschaft und damit für die Menn schen in diesem Land.“

Foto: Dietmar Mathis

Auch das gesamte Präsidium der Wirtschaftskammer wurde in seiner Funktion bestätigt.

WKÖ-Präsident Christoph Leitl war der erste Gratulant.

n Zur Person Manfred Rein (geb 1948 in Dornbirn), 1985-1995 Stadtrat in Dornbirn, 1995 bis Ende 2008 Landesrat, zuständig für die Bereiche allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten – insbesondere Wirtschafts- und Verkehrspolitik, Wirtschaftsrecht – insbesondere Gewerbe- und Wasserrecht, Tourismus, Raumplanung und Baurecht, Wohnbauförderung, Verkehrsrecht und Straßenbau zuständig. Seit 2008 Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, seit 1995 Obmann des Wirtschaftsbundes Vorarlberg. Beruflich ist Manfred Rein als Unternehmer im Platten- und Fliesenlegergewerbe tätig. Er ist verheiratet und wohnt in Dornbirn.

Sparte Industrie

Georg Comploj ist neuer Spartenobmann Neuer Spartenobmann der Vorarlberger Industrie ist DI Georg Comploj (Firma Getzner, Mutter & Cie), langjähriger Obmann der Fachgruppe der Textil-und Bekleidungsindustrie. Comploj folgt DI Christoph

Hinteregger (Fa. Doppelmayr) nach, der mit Mag. Jürgen Rauch (Rauch Fruchtsäfte) die Stellvertreter-Funktion übernimmt. Hinteregger wurde zudem zum „Bildungssprecher der Vorarlberger Industrie“ gewählt.


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Sparte Handel

· Sparten · 5

Sparte Bank und Versicherung

Theresia Fröwis ist neue Obfrau Wilfried Hopfner bestätigt

In der konstituierenden Spartenkonferenz des Vorarlberger Handels wurde TheresiaFröwis(SchuhFröwis;Mitte)zurneuenObfraugewählt.Damitübernimmt sie die Agenden des langjährigen Spartenobmanns KommR Gebhard Sagmeister (Sagmeister Herrenmoden GmbH; links), der mit Ing. Walter Pfanner (Pfanner Getränke GmbH; rechts) als Stellvertreter gewählt wurde.

Bei der konstituierenden Sitzung der Spartenkonferenz Bank und Versicherung wurde Betr.oec. Wilfried Hopfner (Raiffeisenlandesbank; 2. von rechts) wiedergewählt. Zu seinen Vertretern im Spartenpräsidium wurden neuerlich Robert Sturn (VLV; rechts), Werner Böhler (Dornbirner Sparkasse; 2. von links) und Dr. Michael Grahammer (Hypo Vorarlberg; links) gewählt.

Sparte Gewerbe und Handwerk

Sparte Information und Consulting

Bernhard Feigl im Amt bestätigt Dieter Bitschnau bleibt Obmann

Auf der Spartenkonferenz vom Gewerbe und Handwerk der WKV wurde das bisherige Präsidium bestätigt. Ing. Bernhard Feigl (Glas Marte, Bregenz; Mitte) wurde wiederum zum Spartenobmann gewählt, ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Ing. Christian Thaler (Thaler Stahlbau, Hard; links) und KommR Susanne Rauch (rechts).

AlsObmannderSparteInformationundConsultingwurdeDieterBitschnau (Mitte) bestätigt. Er ist Geschäftsführer der Kommunikationsagentur wikopreventk mit Standorten in Bregenz, Innsbruck und Wien. Zu seinen StellvertreternwurdenderAltacherVermögensberaterMarkusSalzgeber(links) und der Bregenzer PR-Berater Wolfgang Pendl (rechts) gewählt.

Sparte Verkehr

Sparte Tourismus

Gerhard Berkmann erneut bestellt Hans-Peter Metzler wiedergewählt

Auf der Spartenkonferenz Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Vorarlberg wurde Gerhard Berkmann (Berkmann Transporte + Logistik GmbH; Mitte) als Spartenobmann wiedergewählt. Als Stellvertreter stehen ihm Christoph Linder (STAG – Staubgut-Transport-GmbH; rechts) und Anton Gantner (Anton Gantner Taxi; links) zur Seite.

Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft wählte Hans-Peter Metzler (Hotel „Das Schiff“, Hittisau; Mitte) als Obmann wieder. Elmar Herburger (Hotel Restaurant Mohren, Rankweil; links) ist auch in der neuen Periode einer der Stellvertreter von Metzler. Andrew Nussbaumer (Palast, Hohenems; rechts) ist jetzt weiterer Stellvertreter von Metzler.


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6 · Export · Die Wirtschaft

Exporttag 2015 – Fernmärkte gewinnen immer mehr an Bedeutung Für Vorarlbergs Unternehmen ist es auf Grund des kleinen Binnenmarkts besonders wichtig, neue Märkte und Zielgruppen jenseits der Grenzen zu erschließen. Der Informationsbedarf dazu ist hoch. Daher veranstaltet die Wirtschaftskammer Vorarlberg erstmals am 24. Juni 2015 einen Vorarlberger Exporttag. Von Herbert Motter Rund um Vorarlberg leben sieben Milliarden Menschen. Mit dieser Feststellung will die Wirtschaftskammer auf das Potenzial aufmerksam machen, das im Außenhandel vorhanden ist. Die Wirtschaft in Vorarlberg hat zwar einen Exportanteil von knapp 60 Prozent und ist damit im Vergleich mit den Nachbarregionen führend. Es ist ein riesiges Potenzial vorhanden, das für die Firmen neue Geschäftsfelder, für die Mitarbeiter sichere Arbeitsplätze und für den Standort Sicherheit bringt. Dazu kommen die Chancen, die neue, bislang unbearbeitete Märkte mit sich bringen. Zudem gibt es noch zahlreiche Unternehmen, die die Möglichkeit hätten, ihre Produkte und Dienstleistungen ins Ausland zu verkaufen und es bislang nicht tun.

Neue Absatzmärkte UmeinenachhaltigeEntwicklung der heimischen Exportwirtschaft mittel- und langfristig sicherzustellen, ist es wichtig, diese breiter aufzustellen. Das heißt, es braucht eine Diversifizierung der Absatzmärkte. Zusätzlich zur starken Präsenz in den europäischen Kernmärkten spielen neu Auslandsmärkte eine wesentliche Rolle. „Trotz der Bedeutung des EUMarktes durch Zugewinne von Marktanteilen haben in den letzten

Jahren Fernmärkte in Übersee und Fernost – im Speziellen in der ASEAN-Region – an großer Bedeutung gewonnen. Daher gilt diesen Märkten, die nicht einfach zu bearbeiten sind, in den kommenden Jahren unser spezieller Fokus“, betont Wirtschaftskammer-Direktor Dr. Helmut Steurer.

Perspektiven Die Wirtschaftskammer Vorarlberg zeigt den Vorarlberger Unternehmen die Perspektiven neuer, zukunftsfähiger Fernmärkte auf. Unternehmern soll die Scheu vor diesen mit viel Engagement und Know-how zu bearbeitenden Märkten genommen werden: Dabei können die Unternehmen auf eine äußerst professionelle Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich (AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA) zurückgreifen, die bei der Vorbereitung zur Verfügung steht. Vor Ort – und das überall auf der Welt – ist sie ein verlässlicher Begleiter der österreichischen Unternehmer.

„Der Exporttag bietet eine ideale Gelegenheit, neue Märkte kennenzulernen.“ WKV-Dir. Helmut Steurer

„So viel Export-Know-how auf einen Fleck gab es wohl noch nie in Vorarlberg. 25 Wirtschaftsdelegierte aus 23 Ländern werden beim Vorarlberger Exporttag am 24. Juni 2015imMontforthausFeldkirchunseren Unternehmen in diversen themenspezifischen Workshops oder

persönlichen Beratungsgesprächen zur Verfügung stehen. Der Export war in den letzten Jahrzehnten der Wohlstandsbringer und Wachstumsmotor für Vorarlberg. Damit die heimische Wirtschaft auch in Zukunft erfolgreich wächst und Arbeitsplätze auf lange Zeit gesi-


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chert werden können, braucht es ExportoffensivenunddieErschließung chancenreicher Märkte in Übersee und Fernost. Der Fokus muss sich neben bestehenden Märkten auf neue Wachstumsmärkte konzentrieren. Ein Einstieg in diese ist aber alles andere als leicht. Zur bestmöglichen Unterstützung hat die Wirtschaftskammer daher ein

umfangreiches Netzwerk an Experten jeweils vor Ort - die sogenannten AußenwirtschaftsCenter - aufgebaut. Mit dem Vorarlberger Exporttag bieten wir erstmals ein Format in dieser Größenordnung und Ausrichtung. Diese einmalige Chance gilt es zu nutzen“, so Dir. Steurer.

Der Außenhandel bleibt die Lokomotive unserer Wirtschaft Der Export ist, neben Investitionen und dem Konsum, der wichtigste wirtschaftliche Wachstumstreiber.

Wird dieser beschränkt, können Wachstumserwartungen nicht erfüllt werden. Als offene Marktwirtschaft hat Österreich einen weit verzweigten und hoch differenzierten Außenhandel entwikkelt. Österreichische Exportfirmen vertreiben ihre Fertig- und Zulieferprodukte in rund 220 Ländern. Dank dieser internationalen Verflech-

tung, aber auch dank des EU-Beitritts sowie der EU-Erweiterungswellen 2004 und 2007, von denen Österreich von allen EU-Ländern am meisten profitiert hat, stieg die Exportquote auf fast 60 Prozent des BIP, also werden sechs von zehn Euro des österreichischen BIP durch den Export verdient.

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Daher arbeitet die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA weiterhin daran, Österreichs Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten zu erleichtern und ihre Chancen zu verbessern. Denn das Ziel unserer Unternehmen muss es sein, neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen und sich in neuen Ländern und Hoffnungsbranchen zu positionieren. Gelegenheit dazu bieten die sogenannten BRICS-Länder sowie neue Wachstumsmärkte wie Mexiko, Singapur, Japan, Marokko, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die USA. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer ist mit 112 Stützpunkten (77 AußenwirtschaftsCenter, 35 Außenwirtschaftsbüros) in mehr als 70 Ländern das

Service und Aufgaben • Unterstützung österreichischer Firmen bei der laufenden Marktbearbeitung, Vermittlung von Geschäftspartnern und Aufspüren neuer Geschäftsmöglichkeiten • Bearbeitung von Bezugswünschen österreichischer Firmen im Gastland und ausländischer Firmen in Österreich • Vermittlung von Geschäftskontakten zwischen in- und ausländischen Firmen • Beratung bei Firmengründung im Gastland bzw. in Österreich • Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für österreichische Firmen und Produkte • Information und Berichterstattung über den ausländischen Markt • Herausgabe von Wirtschaftsbulletins mit aktuellen Angeboten aus Österreich • Teilnahme an Messen und Veranstaltungen mit einem eigenen Österreich-Stand • Vertretung Österreichs in internationalen Organisationen

· Export · 7

zweitgrößte Außenwirtschaftsnetz der Welt – nach jenem der USA. Rund 22.000 österreichische Kunden werden jährlich von rund 800 Mitarbeitern direkt vor Ort betreut. Die Außenwirtschaft Austria wurde 2012 vom International Trade Centre (eine gemeinsame Organisation der WTO und der UN) zur besten Außenwirtschaftsorganisation der Welt gewählt. n

n FACTS go-international: wird fortgesetzt Österreichs Exportwirtschaft sorgt für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand im Land. Das Wirtschaftsministerium und die Wirtschaftskammer Österreich erleichtern mit der Internationalisierungsoffensive den Markteinstieg im Ausland. Mit 31.3.2015 ist die reguläre Förderperiode der IO-IV zu Ende gegangen. Derzeit laufen die abschließenden Gespräche für die Fortsetzung eines ähnlichen Programms. Kontaktperson in der Wirtschaftskammer Vorarlberg: Mag. Sandra Haid, Tel. 05522 305 253, Email go-international@wkv.at Vorarlberg im Überblick Aktuelle Zahlen der IO IV vom Zeitraum 1.4.2013 – 31.3.2015 im Bundesländer-Vergleich (Stand: 14. April 2015): In Vorarlberg wurden in diesem Zeitraum (IO IV) insgesamt 662 Förderpakete von 241 Vorarlberger Unternehmen in Anspruch genommen. Internationalisierungsoffensive Die kommende Internationalisierungsoffensive des BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich, die IO-V, beinhaltet eine wesentliche Neuerung: Sie wird auf vier Jahre (bislang zwei) ausgedehnt. In den vergangenen zwei Jahren konnten österreichweit über 5.000 neue Exporteure gewonnen werden. Mit Inkrafttreten ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Ziel sind 8.000 neue Exporteure bis 2019 und das Erreichen der Zielmarke von dann 60.000 Exporteuren. Zusätzlich soll der österreichische Platz unter den Top-5-Pro-Kopf-Exporteuren abgesichert werden.


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8 · Vorarlberger Exporttag · Die Wirtschaft

Der 24. Juni 2015 steht ganz im Zeichen des Exports. Beim Vorarlberger Exporttag werden - erstmalig in dieser Form - 25 Wirtschaftsdelegierte aus 23 Ländern von vier Kontinenten die Markt- und Exportchancen für Vorarlberger Unternehmen in ihrem jeweiligen Land präsentieren. Gerne laden wir Sie zu dieser größten ExportInformationsveranstaltung Vorarlbergs ein, bei der die Welt zu Gast in unserem Land sein wird. Dr. Helmut Steurer (Direktor Wirtschaftskammer)

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Mag. Christina Marent (Außenwirtschaft Vorarlberg)

Experteninformation Den ganzen Tag über informieren Expertinnen und Experten an Informationsständen über wesentliche Fragen rund um Themen wie Förderungen/Finanzierung, Zoll, Transport und Vertragsstrategien. f f f f f

USA Mag. Michael Friedl (New York) Mag. Peter Sedlmayer (Chicago) Dr. Rudolf Thaler (Los Angeles)

Export-Förderwelt: Mag. Sandra Haid, WKV und Jürgen De Costa, Land Vorarlberg Finanzierung und Absicherung im Export: Mag. Helga Pauser, Bank Austria Transport + Logistik: Elke Böhler, Scheffknecht Transporte GmbH und Angelina Fend, SCHENKER & CO AG Zoll - Heinrich Vonbun: Zollamt Feldkirch Wolfurt Vertragsstrategien/Produktpiraterie/Streitbeilegung: Dr. Maximilian Burger-Scheidlin, ICC Austria

09.00 - 16.00 Uhr

Kanada f Dr. Robert Luck (Toronto)

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Brasilien f Dr. Ingomar Lochschmidt (Sao Paulo)

Mexiko f Mag. Friedrich Steinecker (Mexiko)

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Chile f Mag. Wolfgang Köstinger (Santiago)

Kollumb bien f Mag. Alexander Solar (Bogotá)

Argentinien f Mag. Andreas Meindl (Buenos Aires)

Venezuela Mag. Franz Bachleitner (Caracas)

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n Auß schafts

D Deutschland f Dr. Michael Scherz (München)


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· Vorarlberger Exporttag · 9

er Verreinigte Arabische Emirate f Mag. Richard Bandera (Abu Dhabi)

Nigeriia Mag. Gerrit Hengstler (Lagos)

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Südaffriika f Mag. Johannes Brunner (Johannesburg)

Saud di Arab bien f Mag. Pierre Prunis (Riyadh)

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Jordanien J d i f Mag. Isabel Schmiedbauer (Amman/Damaskus)

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Algerien f Mag. Markus Haas (Algier)

Vorarlberger Exporttag 24. Juni 2015, Montforthaus Feldkirch

Israel f Mag. Günther Schabhüttl (Tel Aviv)

Marok kko f Mag. Christoph Plank (Casablanca)

Anmeldung:

www.wkv.at/exporttag Ägypten f Dr. Kurt Altmann (Kairo)

Libyen f Mag. Martin Woller (Tripolis)

Japan f Mag. Michael Otter (Tokio) Schweiz f Mag. Gudrun Hager (Zürich)

Siingapur Mag. Volker Ammann (Singapur)

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Südkorea f Dr. Franz Schröder (Seoul)


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Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Aus Bildung Schulentwicklung in Vorarlberg – ein neuer Weg?? Von Wolfgang Vogelsaenger Als 2014 eine Delegation der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der Arbeiterkammer Wien zu einem Schulbesuch nach Göttingen kam, ahnte ich noch nicht, dass das der Beginn eines wohl einzigartigen Prozesses sein sollte. Die Wirtschaftskammer hatte sich auf den Weg gemacht, gute Schulen in Deutschland zu suchen, um diese dann als Beraterschulen für eine Schulentwicklung in Vorarlberg zu gewinnen. Gewöhnlich wird Schulentwicklung von oben initiiert (Neue Mittelschule) oder von der Basis aus gestartet (freie Schulen). Nach meinen Erfahrungen haben beide Varianten nur eine geringe Breitenwirkung. Staatlich verordnete Schulentwicklung ist oft zu sehr auf Organisationsformen oder die Festlegung von Standards, Prüfungen und Inhalten ausgerichtet. Sie geht von der Theorie und nicht von einer funktionierenden Praxis aus und wird daher oft von Lehrpersonen und Eltern abgelehnt. Mit Recht. Meine Schule konnte nur deswegen den Deutschen Schulpreis 2011 gewinnen, weil wir mit staatlichen Vorgaben kreativ umgehen. Freie Schulen bleiben Exoten, haben kaum Auswirkung auf das Schulsystem an sich. Die Wirtschaftskammer geht einen dritten Weg, der meiner Meinung nach Erfolg verspricht: In Vorarlberg sollen Schulen in einen Schulentwicklungsprozess eintreten, die dann ihrerseits wiederum

Vorbild für andere Schulen sein können. Dabei soll sowohl über die Elternzufriedenheit mit diesen Schulen, als auch über deren Qualität in den Kompetenzen der Schüler deutlich werden, dass gute Schule geht. Auch in Vorarlberg. Als Spezialist für Projektmanagement mit Einfluss und Ressourcen legte die Wirtschaftskammer klare Ziele fest:

Mittelschulen an die IGS Göttingen mit Schul- und Unterrichtsbesuchen, die Schaffung einer gemeinsamen Lernplattform zum Informationsaustausch, die Besuche von Professor Veith, meiner Frau und mir an den Vorarlberger Schulen und das passgenaue Coachen der Vorarlberger Schulleitungen und LehrpersonenwährendihrerArbeit.

l

Eines ist klar geworden: Schulentwicklung geschieht nicht in Seminaren und zentralen Weiterbildungen, sondern im Unterricht selbst. Daher besuchen unsere erfahrenen Pensionäre Birgit Wurtinger und Detlev Oesterhelt die Kollegen in ihren Klassen und geben Feedback und Anregungen aus unserer Göttinger Sicht. Was davon übernommen wird, entscheiden die Vorarlberger Schulen. Auch ist sicher: Schulentwicklung braucht starke und konstante Verbündete wie die Wirtschaftskammer.

Zusammenarbeit ausgewählter Mittelschulen mit einer Leuchtturmschule auf freiwilliger Basis l Schaffung einer breiten Öffentlichkeit für das Projekt l Identifizierung von Mittelschulen, die bereit sind, sich auf den Weg zu machen l Durchführung des Projekts mit dem Ziel, dass sich diese Mittelschulen zu „Magneten“ in der Region entwickeln l Begleitung der Entwicklung dieser Schulen mit Beratung durch die IGS Göttingen und Evaluation durch die Pädagogische Hochschule Feldkirch und die Universität Göttingen l Gewinnen eines BORG zur Zusammenarbeit Jetzt sind wir mitten im Prozess, daher ist eine erste Bilanz zu ziehen – subjektiv aus meiner Sicht des Schulleiters einer der besten Schulen Deutschlands und als Hauptpartner der Wirtschaftskammer, insbesonderealsPartnervonChristoph Jenny und der Projektschulen. Die einzelnen Schritte des Projekts sprechen für eine professionelle Projektplanung: der Paukenschlag des ersten Bildungskongresses in Bregenz, die Veranstaltung im WIFI Dornbirn mit etwa 200 Leitungspersonen, die Gespräche mit dem Inspektorat und dem Landeshauptmann, die Fahrten von Leitungen und Lehrpersonen aus vier

Was ist erreicht? An drei Vorarlberger Mittelschulen wird schon in vielen Klassen nach unserem Tischgruppenmodell gearbeitet. Da dies ein sehr komplexes Lernsetting ist, ist die Begleitung dieser Arbeit durch uns immer wieder wichtig. Es geht nicht nur um eine Änderung der Sitzordnung, sondern um ein anderes, ein schüler- und teamorientiertes Lernen. DabeitreffenwirmitunserenVorstellungen auf äußerst motivierte und engagierte Kollegien. Alle drei Schulen wollen Veränderung, haben schon vieles verändert, um ihre Schulen an den Kindern und den Bedürfnissen unserer modernen Gesellschaft auszurichten. In allen drei Schulen arbeiten höchst motivierte und professionelle Schulleitungen und Lehrpersonen, die

vom Göttinger Modell begeistert sind und die nun versuchen, die dahinterstehende Philosophie in ihre eigenen Schulen einzupassen. Die ersten Erfolge sind schon zu sehen und zu spüren: Entspanntere Lehrpersonen, die Doppelbesetzung in einzelnen Stunden macht plötzlich Sinn, zufriedene und gut miteinander kooperierende Kinder. Spaß am Lernen. Natürlich gab es auch Rückschritte, Misserfolge, Zweifel. Das ist aber normal und war zu erwarten. Trotzdem: Die große Linie stimmt.

Die nächsten Schritte Die Eltern müssen von den Schulen ins Boot geholt werden. Sie müssen wissen, was ihre Kinder im nächsten Schuljahr erwartet. Es muss geklärt werden, ob die Schulen in den ersten Jahrgängen auf Noten verzichten können, um in Lernentwicklungsberichten eine fundiertere Rückmeldung geben zu können, als dies durch einfache Noten geschieht. Idealerweise würde sich ein BORG dem Projekt anschließen, damit die Eltern sicher sein können, dass die in der Mittelschule gelernten Methoden auch im BORG angewendet werden. Sollte uns dies gelingen, dann wäre der Erfolg des Projekts schon heute sicher. Mir macht die Arbeit in Vorarlberg Spaß. Ich habe viele nette Menschen und eine wunderbare Regionkennengelernt,habeFreunde gewonnen. Es braucht noch viel Arbeit, Kraft und Unterstützung durch die ganze Region Vorarlberg, durch Eltern, Lehrpersonen, Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Der Anfang ist gemacht, ergreifen wir die Chance auf gute Schulen in Vorarlberg. n


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wird Erfolg Vorarlbergs kreative Handelslehrlinge Der Berufswettbewerb „Junior Sales ART DECO“ wird jedes Jahr von der Sparte Handel in der WKV und den kaufmännischen Berufsschulen im Land durchgeführt. Die beste Idee und Umsetzung zum Thema „Colourful World“ lieferte Julia Eienbach. Sie setzte ihr schlichtes Produkt – Gummibären – gekonnt in Szene. Den zweiten Platz erreichte Theresa Koller. Besonders erfolgreich war auch Mira Ender mit ihrer Design-Deckenleuchte. Eine überzeugende Leistung lieferten auch die übrigen Teilnehmer ab, die ex aequo auf dem vierten Platz landeten: Sabrina Moosbrugger, Tanja Müller, Julia Sohm, Annabella Veith und Dominic Zugg. Spartenobfrau Theresia Fröwis und Bildungssprecher Christian Gut ehrten die Sieger nicht nur mit ShoppingGutscheinen - die begehrte ART DECO-Urkunde ist ein Hingucker für jeden Lebenslauf.

Julia Eienbach gewann mit ihrer Schaufensterdekoration den Berufswettbewerb „Junior Sales ART DECO“.

Die motivierten Teilnehmerinnen prüften noch einmal alle Details ihrer Deko-Kojen, bevor die Jury die Bewertung vornahm. Fotos: Udo Mittelberger

Erfolgreiches Vorarlberger Modell zur Vorbereitung auf VWA Knapp 1.000 Vorarlberger SchülerInnen besuchten in diesen Wochen an der FH Vorarlberg einen Workshop zur Vorbereitung auf ihre „Vorwissenschaftliche Arbeit“. Seit 2013 sind die Vorwissenschaftlichen Arbeiten (kurz VWA genannt) ein Teil der Matura. In Vorarlberg werden die Schüler besonders darauf vorbereitet. Neben den Schulen übernehmen auch die FH Vorarlberg und die Vorarlberger Landesbibliothek Teile der Vorbereitungsarbeiten. Dieses

Das Projekt „VWA Workshops“ ist eine Kooperation des Landesschulrats für Vorarlberg mit der FH Vorarlberg und der Vorarlberger Landesbibliothek.

Vorarlberger Modell gilt als Vorzeigemodell für ganz Österreich. Insgesamt 58 Workshops mit jeweils 13 - 19 SchülerInnen wurden von Ende März bis heute von 25 DozentInnen der FH Vorarlberg durchgeführt. 993 SchülerInnen von 14 AHS aus ganz Vorarlberg haben daran teilgenommen. In 230 Workshopstunden unterstützen die DozentInnen die SchülerInnen bei der Themenfindung, erklärten, wie eine wissenschaftliche Arbeit aufgebaut wird und wie man richtig zitiert. Fortgesetzt wird das Workshop-Programm im Herbst mit der Vorarlberger Landesbibliothek.


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12 · Aus Bildung wird Erfolg · Die Wirtschaft

Mit der JOB APP zum neuen Arbeitsplatz Nach langer Arbeitssuche hat Dagmar Almberger das große Los gezogen. Sie arbeitet seit Anfang März als Verkäuferin bei Intersport in Dornbirn. Die Stelle hat sie über die AMS JOB APP gefunden. Geschäftsführer Alexander Borg hat in den letzten zwei Monaten 12 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen, fünf davon über das AMS und ländlejob. Die großzügige Erweiterung des Standorts Dornbirn um ein ganzes Stockwerk hat dies erfordert. Und so bekam auch Dagmar ihre Chance. „Im Herbst habe ich mir die JOB APP besorgt und mich immer wieder auf verschiedene Stellen beworben. Dann ist es plötzlich schnell gegangen: Am Samstag hat die APP gebimmelt, ich habe meine Bewerbung abgeschickt, und am Montag hat mich

Praktisches Tool: die AMS JOB APP.

schon mein neuer Chef angerufen“, erzählt sie. Sie hatte schon eineinhalb Jahre eine Arbeit gesucht und meint, dass sie sich aufgrund ihres Alters, sie ist 49, schwer getan habe. Die gelernte Einzelhandelskauffrau und Mutter von fünf Kindern hat zuvor an der Kassa im Lebensmittelhandel gearbeitet, das wurde ihr aber bald

zu eintönig. Jetzt ist sie sehr froh über ihren neuen Arbeitsplatz. Sie arbeitet Teilzeit, und zwar an Tagen, an denen die Kinderversorgung leicht zu organisieren ist. Am Standort Dornbirn arbeiten 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fünf Lehrlinge. 70 Prozent der Arbeitsplätze sind Vollzeit.

„Dagmar passt sehr gut in die Kinderabteilung“, ist Alexander Borg überzeugt, „sie ist zwar etwas teurer als eine Jüngere, aber mit ihrem Erfahrungshintergrund bestens geeignet, sie weiß, worauf es bei der Beratung ankommt. In der Kinderabteilung beschäftige ich durchwegs Frauen, die selbst Kinder haben. Das hat sich bewährt.“ Mit 3.600 m² Verkaufsfläche ist der Intersport Dornbirn der größte in ganz Österreich, da ist genug freundliches und gut ausgebildetes Personal besonders wichtig. Carmen Zimmermann vom Service für Unternehmen beim AMS Bludenz ist die direkte Ansprechpartnerin von Alexander Borg, wenn er Personal sucht. Doch derzeit muss er sich keine Personalsorgen machen: Seit der Neueröffnung im März bekommt er viele Bewerbungen unaufgefordert zugeschickt. Promotion


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· Aus Bildung wird Erfolg · 13

Vitalakademie – Bildung hat Zukunft Höchste Qualität und Fachkompetenz für Gesundheitsausbildungsinteressierte.

der Diplomausbildung Kräuterpädagogik und Energetik nach TCM ergänzt und bietet den Absolventen weitere berufliche Möglichkeiten.

Das Streben nach Qualität und Fachkompetenz hat sich die Vitalakademie für das Bildungsjahr 2015 zum obersten Ziel gesetzt. Dazu wurden der Ausbildungskatalog und die Homepage überarbeitet. Neue Bildungsprogramme wurden aufgenommen und etablierte Lehrgänge überarbeitet.

Nachhaltiges Ernährungstraining Die Vitalakademie hat sich mit der Ausbildung Dipl. ErnährungstrainerIn zum Ziel gesetzt, Klarheit im „Ernährungsdschungel“ zu schaffen. Ausgebildete ErnährungstrainerInnen leisten einen wertvollen Beitrag in der Gesellschaft.

6-mal in Österreich So garantiert die renommierte Vitalakademie an 6 Standorten österreichweit topaktuelles Wissen, ein hoch motiviertes Referententeam, und neue Jobchancen am Wachstumsmarkt Gesundheit. Seit 2012 starten auch in Vorarlberg regelmäßig Ausbildungen im Bereich Ernährung, Fitness und Soziales. Dieses Angebot im Ländle wird heuer erstmals mit

Gesundheitsfaktor Bewegung Sport und Bewegung sind für die Gesunderhaltung des Körpers und des Bewegungsapparates ein absolutes Muss. Dipl. Fitness- und GesundheitstrainerInnen lernen in der Ausbildung ein umfassendes und zeitgemäßes Fachwissen für Bewegung, Gesundheit und Prävention und sind danach ge-

fragte Fachkräfte mit vielfältigen Berufsmöglichkeiten.

Mentale Stärke Mentaltraining ist ein Weg der Persönlichkeitsentfaltung und fördert Eigenverantwortung und Selbstvertrauen, damit man in Beruf, Alltag oder Sport seinen Weg findet und Ziele konstruktiv erreicht. Als Dipl. MentaltrainerIn begleiten die Absolventen Menschen zu Erfolg und neuen Chancen. Wissensvermittlung nach neuesten Erkenntnissen, Praxisnähe und Anwendbarkeit in Beruf und Alltag - das oberste Ziel der Vitalakademie und die Hauptaufgabe für das engagierte und bestens ausgebildete Trainer- und Referententeam.

„‚Gesundes‘ Wachstum bei laufender Qualitätssicherung. Denn nur wenn unsere Kunden zufrieden sind und uns weiterempfehlen, haben wir unsere Aufgabe gut gemacht“, so Weingartler.

 Informationen Bildungsprogramm in Vorarlberg: f Ernährungstraining f Fitness- & Gesundheitstraining f Mentaltraining Neu ab 2015: f Kräuterpädagogik f Energetik nach TCM In Planung: f Massageausbildungen

Bildungsberaterin Anita Godina

Auf Erfolgskurs Geschäftsführer Mag. Mario Weingartler zeigt sich über die Entwicklungen seiner Gesundheitsakademie erfreut und hat für 2015 klar die Weichen gestellt.

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14 · Aus Bildung wird Erfolg · Die Wirtschaft

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Tischlereizulieferanten Erscheinungstermin 12. Juni 2015 Anzeigenschluss: 2. Juni 2015

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Matura in „einem“ Jahr Schon 300 AbsolventInnen aus Vorarlberg. Die Maturaschule Innsbruck bietet AbsolventInnen von Lehrberufen oder Fachschulen die Chance, in nur einem Jahr eine vollwertige Matura zu erwerben – die Berufsreifeprüfung. Zusätzlich zum bewährten „Vollzeit“-Angebot (Mo bis Fr Vormittag) wird ab Herbst 2014 ein berufsbegleitendes Modell geführt, mit Unterricht von Fr 14.00 bis Sa 16:00. Zielgruppe dafür sind Erwachsene ab 20 Jahren mit mindestens dreijähriger und aktueller Berufstätigkeit. Besondere Features an der Maturaschule: umfassende Bildungsberatung, fortlaufendes Coaching,

Berufsreifeprüfung oder Vorbereitung auf die Uni.

Soft-Skills-Seminare und Fördereinheiten ohne Zusatzkosten.

Mit Vorsprung auf die Uni Am Institut für Studentenkurse haben über 2700 Studierende ihr Latinum für die Universität nachgeholt, Hunderte absolvieren jährlich Vorbereitungskurse für die Studienplätze in Medizin und Psychologie oder bereiten sich auf die Aufnahmeprüfungen und Eingangsphasen von Unis und Fachhochschulen vor. Auch während des Studiums gehen angehende MedizinerInnen hier zur professionellen Prüfungsvorbereitung, ebenso wie Juristen oder BetriebswirtInnen.

n Kontakt Institut Dr. Rampitsch am Bildungszentrum Theresium 6020 Innsbruck Maria-Theresien-Straße 40 Tel 0512 560840 innsbruck@bildungsforum.at www.rampitsch.at


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· Aus Bildung wird Erfolg · 15

Studieren an der Unternehmerischen Hochschule® GeneralManagementCompact: Know-how für Jungunternehmer/innen und Nachwuchsführungskräfte (blended learning) Leadership & Unternehmensentwicklung: Profile entwickeln, Wandel ermöglichen, Wertschöpfung erhöhen

Das MCI Management Center Innsbruck hat sich durch Qualität und Kundenorientierung einen Spitzenplatz in der internationalen Hochschullandschaft erarbeitet.

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Im Rahmen des beispielgebenden Konzepts „Offene Universität Innsbruck“ steht das MCI als Unternehmerische Hochschule® für wissenschaftlich fundierte Lösungskompetenz, Leistungsorientierung, Internationalität und Praxisrelevanz. Aufgrund seines ausgezeichneten Rufs besitzt das MCI große Anziehungskraft nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern spricht Studierende aus aller Welt an.

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Exzellente Studienbedingungen Begrenzte Studienplätze, hoher Praxisbezug, internationale Dozenten, erstklassige Beziehungen zu Unternehmen, intensive Betreuung und hervorragende Infrastruktur bieten exzellente Rahmenbedingungen und die Grundlage für niedrige Dropout-Quoten. 88 % aller MCI-Studierenden beenden ihr Studium erfolgreich innerhalb der vorgesehenen Studiendauer.

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16 · Aus Bildung wird Erfolg · Die Wirtschaft

Erste Absolventen der Elternschule Die erste Seminarreihe der 2014 ins Leben gerufenen Elternschule war ein großer Erfolg. Vier Absolventen erzählen von ihren Erfahrungen. Von Sabine Barbisch Die Elternschule, oder auf Türkisch Anababa Okulu, wurde im vergangenen Jahr von der Wirtschaftskammer Vorarlberg und dem Amt der Vorarlberger Landesregierung ins Leben gerufen. Das Projekt soll speziell Eltern mit türkischem Migrationshintergrund bei der Stärkung ihrer Erziehungskompetenz und im Hinblick auf verschiedenste Anlauf- und Informationsstellen in allen Belangen eine Hilfe sein. Nach dem Eröffnungsbrunch im vergangenen September fand die Auftaktveranstaltung statt. In den vergangenen zehn Monaten wurden die einzelnen Module der Elternschule am Wochenende einmal in Bregenz und einmal in Feldkirch abgehalten. „Wir konnten uns über einen regen Zulauf bei den einzelnen Modulen der Elternschule freuen“, berichtet Mustafa Can, der pädagogische Projektleiter und erzählt weiter: „Im Schnitt haben rund 20 Personen die Sonntagnachmittagskurse besucht, bei denen zahlreiche Themen – vom eigenen Erziehungsverhalten, über das österreichische Bildungssystem, bis hin zu Allem rund um die Lehre – besprochen und diskutiert wurden.“

Im Praxistest Ilhan Bayram (50), Semra Demirel (39), Yurdagül Aksoy (38) ngül Kurt (30) und Son können aus erster Hand beerichten, wie das erste Jahr der Eluternschu le ver-laufen ist: Sie alle sind seit der Geburtsstunde begeistert daaUnd bei. U wir im bevor w das Detail auf a Angebott zu spremmen, betonen chen kom hellig ihre ÜberzeuÜberzeu sie einhellig gung von der Elternschule: Sie alle würden die Module weiterempfehlen und bei einem entsprechenden Angebot auch jederzeit wieder besuchen.

Wichtige Kontakte Familienvater Ilhan Bayram war ein fleißiger und motivierter Teilnehmer der Elternschule. Die Überzeugung, dass auch seine Freunde die Module besuchen, ist ihm trotzdem noch nicht ganz gelungen – Bildung und Erziehung sei ein stark weiblich dominierter Bereich, bestätigt auch Mustafa

Can. Bayram ließ sich nicht beirren und profitiert heute, wie er sagt, vor allem von den „Kontakten, die im Rahmen der Elternschule hergestellt wur-

Neue Themen

Die Teilnehmerinnen der Elternschule waren begeistert vom Inhalt der acht angebotenen Module.

den.“ Den Teilnehmern wurden viele verschiedene Institutionen von den jeweiligen Vertretern vorgestellt. „Zum einen ist es eine große Wertschätzung, wenn z.B. die Vorarlberger Landesschulinspektorin kommt und über ihre Arbeit aufklärt. Zum anderen gab es nach all diesen Präsentationen die Möglichkeit, mit den Referenten persönlich ins Gespräch zu kommen“, ergänzt Can.

Multiplikatoren-Rolle

Im Gespräch mit „Die Wirtschaft“: V.l.n.r.: Songül Kurt, Semra Demirel, Yurdagül Aksoy, Mustafa Can und Ilhan Bayram.

gegründet, in die sie wichtige Informationen und Ansprechpartner für die Jugendlichen schreibt und mit ihnen in Dialog tritt. „Yurdagül ist eine klassische Multiplikatorin und erfüllt damit den Zweck der Elternschule perfekt: Sie kommuniziert die erhaltenen Informationen an die richtigen Personen“, zeigt sich Can erfreut über den Erfolg des Projekts.

Yurdagül Aksoy, Mutter von drei Kindern, gefiel vor allem der Aufbau der Module: „Von Themen, die kleine Kinder betreffen, bis hinauf zum Jugendalter und zur Berufsorientierung war für jede Altersstufe thematisch etwas dabei.“ Sie habe in der Elternschule vieles gelernt, von dem sie davor noch nichts wusste, meint Aksoy. So hat sie die Inhalte gleich dem Praxistest unterzogen und für Viertklässler in ihrer Umgebung eine eigene WhatsApp-Gruppe

Die Aussage von Yurdagül Aksoy und Ilhan Bayram, dass die Elternschule nicht nur wichtig für alle Belange, die im Zusammenhang mit ihren Kindern anfallen, wichtige Inputs lieferte, unterschreiben auch Semra Demirel und Songül Kurt. Die beiden jungen Mütter berichten außerdem, dass sich in den alltäglichen Gesprächen in ihrem Verwandt- und Bekanntschaftskreis viel verändert habe. „Früher gab es die klassischen Smalltalk-Themen, seit dem Besuch der Elternschule sprechen wir viel mehr über Bildung, Lehre und Erziehung“, erzählen sie. „Uns als Initiatoren hat vor allem gefreut, dass sich eine Art Eigendynamik entwickelt hat“, berichtet Can: „Die Teilnehmer haben sich gegenseitig motiviert und auch weitere Familienmitglieder und Freunde vom Besuch der Elternschule überzeugt. Viele haben weite Wege auf sich genommen, um das Angebot in Anspruch zu nehmen.“

Erfolgreiches Pilotjahr „Wir dürfen zu Recht von einem erfolgreichen ersten Pilotjahr der Vorarlberger Elternschule sprechen“, betont der pädagogische Leiter der Elternschule. Mit kleinen Adaptierungen soll die Elternschule heuer im Herbst in die Verlängerung gehen. „Denn die Inhalte, die in der Elternschule vermittelt wurden, sind wichtig für eine erfolgreiche Zukunft unserer Kinder“, sind sich alle einig. f

Aktuelles zur Elternschule finden Sie auf der FacebookSeite: Elternschule/ Anababa-okulu


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Wie viel ist Ihr Unternehmen wert?

Unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens bildet die zukünftige Ertragskraft den Mittelpunkt der Bewertung. Die Eigenkapitalstruktur stellt einen wichtigen ersten Anhaltspunkt zur Ist-Situation im Unternehmen dar. Ertragswertverfahren, wie beispielsweise die Discounted Cashflow-Methode, oder die reine Ertragswertmethode ergänzen die gegenwärtige Unternehmens-Situation mit einem Ausblick in die Zukunft. Damit kann die Frage beantwortet werden, was bzw. wie viel ein Unternehmen mit der vorhandenen Substanz in Zukunft erwirtschaften kann.

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Der Wert eines Unternehmens definiert sich nicht nur aus Angebot und Nachfrage, sondern auch zwischen Hardfacts – Zahlen, Daten, Fakten – und Softfacts – Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen, Branchenattraktivität etc. Unternehmensberater Dr. Herbert Loos.

Diese Kennzahlen haben oberste Priorität im Bewertungsprozess. Einen Vergleichswert zwischen Unternehmen und Markt liefert die zusätzliche Anwendung der Multiplikatorenmethode mit den Wertgrößen EBIT und Umsatz.

Grundlage zur Argumentation Eine seriöse Unternehmensbewertung spielt verschiedene

mögliche Zukunftsszenarien durch. „Aus starken Umsatz- und Ergebnisschwankungen in der Vergangenheit leiten wir einen 3-Jahres-Mittelwert ab – gerade Prognosen von massiven Umsatzsteigerungen sind mit höchster Vorsicht zu genießen“, schildert der renommierte Unternehmensberater Dr. Herbert Loos. Plausible und einfach nachvollziehbare Ergebnisse unterstützen den/die Unternehmer/in

bei der Argumentation des Unternehmenswertes und in Folge dessen auch des Verkaufspreises. „Es geht darum, das Unternehmen als Ganzes, mit Einbezug des zeitlichen Aspektes, zu sehen. Der Hauptwert ist der zukünftige Ertragswert, der, wie das Wort schon sagt, auf die Zukunft des Unternehmens ausgerichtet ist“, ergänzt Loos. Der „wahre“ Unternehmenswert beinhaltet jedoch tiefer gehende Faktoren, wie beispielsweise die Kundenbeziehungen, die Erfahrung und Loyalität der Mitarbeiter/innen und nicht zuletzt die Potenziale und die Attraktivität der Branche – ganz nach dem Motto: „Die inneren Promotion Werte zählen“.

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Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

18 · Aus Bildung wird Erfolg · Die Wirtschaft

Aktion Wirtschaft macht Schule Das Projekt JUNIOR – Schüler gründen Unternehmen – unterstützt von der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Junior Company“ wird SchülerInnen der Oberstufe die Möglichkeit geboten, sich ein Schuljahr lang als „JungunternehmerInnen“ zu beweisen.

JUNIOR Wettbewerb 2015: Mitte Mai 2015 fand in den Räumlichkeiten des WIFI Dornbirn der Junior-Landeswettbewerb für Vorarlberg statt. Von 14 Companies stellten sich neun der Jurierung von vier Jungunternehmer/innen. Neben den AHS und der HAK stellte sich auch eine Junior-Firma einer PTS der Herausforderung. Das Niveau war größtenteils ausgezeichnet. Der 1. Platz war dann doch eine eindeutige Angelegenheit, die Folgeplätze waren aber hart umkämpft und knapp. Sieger: s’täschli HAK Feldkirch, GF: Sophie Walter Lehrerin: Mag. Karina Natter Produktion von Geldtaschen/Handyhüllen 2. Platz: Backstüble BG Dornbirn, GF: Fabian Strasser Lehrerin: Dr. Mag. Erika Schuster Produktion von fertigen Backmischungen 3. Platz: Animalis BG Dornbirn, GF: Anton Schwärzler Lehrerin: Dr. Mag. Erika Schuster Produktion von BIO-Tiernahrung Wachstum undWohlstandin Österreich hängen von einem leistungsfähigen Wirtschaftsstandort ab. Wie erfolgreich der Standort Österreich morgen ist, wird heute in den Klassenzimmern entschieden. Das Interesse junger Menschen an wirtschaftlichen Zusammenhängen und vor allem die Fähigkeit, wirtschaftlich denken und handeln zu können, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Wirtschaftskammer forciert daher neben bildungspolitischen Agenden auch projektbezogene Schwerpunkte.

Wirtschaftskammer-Präsident KommR Manfred Rein: „Unser Anliegen dabei ist es, alle Beteiligten für die Vorteile einer guten Kooperation zwischen „Wirtschaft und Schule“ zu sensibilisieren, die Bildungs- und Berufsberatung zu verbessern, durch gute Kontakte zu Lehrenden und MultiplikatorenunsereAnliegen,Projekteund Produkte erfolgreich zu positionieren, unternehmerisches Denken und Unternehmergeist zu fördern, die Lehrerinnen und Lehrer mit aktuellen, didaktisch aufbereiteten Materialien zu unterstützen sowie die Kompetenz der Schüler in Wirtschaftsfragen maßgeblich zu fördern.“ „Unser Land braucht kreative junge Menschen, die Freude daran haben chancenreiche Veränderungen herbeizuführen und die schon während ihrer Schulzeit die Möglichkeit nutzen sich in unseren Märkten zu bewegen und wohlzufühlen, um im späteren Berufsleben verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen zu können“. Die Teilnahme an einem JUNIOR Programm hat einen nachweislich positiven Einfluss auf Eigeninitiative und Kreativität, die Bereitschaft selbstständig zu handeln und stärkt Zeitmanagement und Teamfähigkeit. „Schwieriger werdende Zeiten erfordern ein höheres Maß an Eigeninitiative. Die Bereitschaft hierzuistinVorarlberg sichtbar und wir wollen dieses Momentum dazu nutzen, den Reiz des Unternehmertums frühzeitig in der Ausbildung unserer jungen Leute zu verankern. Dafür wollen wir Unternehmer im Land motivieren, dass sie mit ihrem Erfahrungsschatz in den Schulen sichtbar werden und sich den Fragen der nächsten Generation stellen“, erklärt VVG-Präsident Dr. Johann nes Ortner.

1. Platz HAK Feldkirch mit der Firma s‘täschli.

2. Platz BG Dornbirn mit der Firma Backstüble.

3. Platz BG Dornbirn mit der Firma Animalis.


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Karoline Mühlburger und Silvia Keckeis, kaleido-büro für gestaltung.

2 x 20: Wohin geht die Gestaltung? Bei der FHV-Vortragsreihe geben GestalterInnen Einblicke in ihre Arbeitsweisen und referieren zu richtungsweisenden Fragen des Designs. Am 2. Juni kommen um 18:00 Uhr Karoline Mühlburger & Silvia Keckeis und erzählen von Kaleido und ihrer Leidenschaft zum Design. „Herz über Kopf – vom Gestalten erzählen”, so betiteln die beiden Gestalterinnen ihren Vortrag. „Wenn man das mit dem Suchen und Finden genauer betrachtet, verhält es sich folgendermaßen: Wer etwas verlegt oder verliert, muss suchen, um das Etwas wieder zu finden. Das liegt in der Natur der Sache. Manchmal, im schönsten aller Fälle, kehrt sich jedoch die ganze Prozedur um und man findet etwas oder jemanden, damit eine wundersam atemberaubende Suche erst beginnen kann. ‘Wer als letzter geht, macht bitte das Licht aus!’ Bei uns leuchtet es stetig, weil wir unser Tun nie verlassen.” Unterhaltsam und abwechslungsreich - so darf man sich die Impulsvorträge bei 2x20 vorstellen. Anschließend gibt es immer eine Frage- und Diskussionsrunde. Und abschließend einen Umtrunk, bei dem noch in die DesignTiefe getaucht werden kann.

Kurzbiografie Karoline Mühlburger und Silvia Keckeis sind beide im Vorderland zwischen Rheintal und Walgau

aufgewachsen. Trotzdem lernen sie sich erst bei ihrem Studium in der Schule für Gestaltung (SFG) in Ravensburg kennen. Sie diplomieren 2006 gemeinsam mit der Arbeit „Es war einmal… (Eventgestaltung Poolbar Festival)“. Acht Jahre später übernehmen sie tatsächlich die Gestaltung des etablierten Feldkircher Alternativ-Kulturfestivals. Nach der SFG arbeiten beide für unterschiedliche Zeit bei der Agentur Sägenvier, bevor sie sich im November 2008 spontan als „kaleido - büro für gestaltung“ selbstständig machen. Zuerst arbeiten sie in Papa Mühlburger‘s Keller, nicht sehr viel später zügeln die beiden in die alte Parkettfabrik Häfele in Sulz. 2011 folgt der erste AdWin. Das Gestaltungsbüro feiert 2015 sein siebenjähriges Bestehen.

n Vortrag 2 x 20: Wohin geht die Gestaltung? Vortragsreihe des Departments für Gestaltung FH Vorarlberg 2. Juni, 18.00 Uhr

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Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

20 · Tourismus · Die Wirtschaft Vom 7. bis 16. Juni 2015 werden die ersten Vorarlberger Genusstage „FORUM GENUSS ALPEN – Denken und Genießen auf Vorarlberger Art“ stattfinden. Veranstalter ist die Fachgruppe Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg und deren Initiative „Vorarlberg isst…“. Von Peter Freiberger

Beim FORUM GENUSS ALPEN werden für Genießer an zehn Tagen verschiedene kulinarische Angebote buchbar sein, die es in dieser Diversität und Anzahl in Vorarlberg selten gegeben hat. Den Veranstaltern ist es wichtig, dass neben dem „Genießen“ auch das „Denken“ nicht zu kurz kommen wird. So sind eine Reihe von Workshops, Diskussionsrunden, sogenannte Salongespräche und Vorträge zu den Themen Regionalität und Nachhaltigkeit vorgesehen. Auch das Thema „Wertschöpfung in der Region“ wird einen Schwerpunkt der Veranstaltung bilden. Zu den Veranstaltungen erwartet man renommierte Diskussionsleiter wie beispielsweise Severin Corti (Der Standard, NEWS), Klaus Buttenhauser (ehem. Falstaff-Chefredakteur, Koch.Campus-Austria Gründer), Christian Seiler (ehem. Profil-Chefredakteur, int. Autor, Publizist, NZZ-Online) und Ernst Schwald (Bodensee Akademie). Zum großen Interesse für die Veranstaltungen tragen auch die renommierten Spitzenköche bei, die sich für Juni in Vorarlberg angesagt haben. Auch mehr als 20 Spitzenköche von außerhalb Vorarlbergs haben ihre Teilnahme am Forum zugesichert. Aus den Top-100 Restaurants weltweit werden sechs Vertreter im Land erwartet, darunter Heinz Reitbauer („Steirereck“ in Wien) und der Vorarlberger Dieter Koschina („Vila Joya“ an der portugiesischen Algar-

ve).Eröffnet wird der Veranstaltungsbogen am 7. Juni 2015 mit einem Aktionstag im Sonntagsgasthaus „Adler“ in EggGroßdorf. Ökonomisch wie auch organisatorisch sinnvoll hat man einige erfolgreich laufende Genussformate in die Veranstaltungsreihe FORUM GENUSS ALPEN integriert. So wird die „Red Summer Night“ des „Jungen Gastgewerbes Vorarlberg“ am 9. Juni im Schützenhaus in Feldkirch gefeiert. Das FORUM GENUSS ALPEN wird auch eine große Bühne für die im Ländle so beliebten Landgasthäuser bieten. Am 10. Juni feiert man im Kleinwalsertal die Eröffnung des ersten kulinarischen Walserwegs – „Önsche Walser Chuche“. Regionalität und Nachhaltigkeit werden bei allen Veranstaltungspunkten einen Schwerpunkt bilden, so auch beim „1. Rankweiler Slow Food Spaziergang“ am 11. Juni. Dieser wird von den Wirtshäusern Rankweiler Hof, Gasthof Schäfle und Gasthof Mohren, zusammen mit dem Weinberg beim Liebfrauenberg und der Brennerei Harald Keckeis, veranstaltet. Die Abschlussveranstaltung am 16. Juni findet im Restaurant „Mangold“ in Lochau statt. Das „Jeunes Restaurateurs d´Europe Österreich Dinner – River & Turf“, mit der Elite der österreichischen Spitzenküche, soll den krönenden Abschluss bilden. Programm: www.forum-genussalpen.at


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Die RAUCH Gruppe ist der mit Abstand größte Fruchtsaftund Teegetränkeproduzent in Österreich und einer der größten in Europa. Als eines der wenigen Unternehmen macht RAUCH die gesamte Verarbeitung von der Frucht bis zur Verpackung und garantiert so beste Qualität.

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22 · Werbung · Die Wirtschaft

DIE NEUEN BEI „VORARLBERG HEUTE“ 19.00 UHR, ORF 2 Thomas Haschberger und David Breznik


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Neue Rekordwerte für das ORF Vorarlberg-Team Der Monat März bestätigt den ORF Vorarlberg mit seinem gesamten Team als regionalen, kompetenten und zuverlässigen Anbieter von Information, Unterhaltung, Sport und Kultur in Vorarlberg und der Region. Sowohl im Fernsehen als auch im Online konnten in den vergangenen Wochen Spitzenergebnisse beim Publikumszuspruch erzielt werden.

im ORF zu den erfolgreichsten Fernsehsendungen. Mit David Breznik und Thomas Haschberger verstärken seit 30. April 2015 zudem zwei neue Gesichter das bestehende Moderatorenteam um Martina Köberle, Christiane Schwald und Daniel Rein.

vorarlberg.ORF.at mit bestem Ergebnis seit zehn Jahren Erfreuliche Zahlen gibt es auch aus der Online-Redaktion des ORF Vorarlberg zu vermelden.

„Vorarlberg heute“ hat neuen Spitzenwert Die regionale Fernsehsendung „Vorarlberg heute“ (täglich, 19.00 Uhr, ORF 2) erreichte am 15. März 2015, dem Tag der Gemeindewahl in Vorarlberg, mit einem Marktanteil von 73 Prozent einen absoluten Spitzenwert. Mit bis zu 118.000 Zuseherinnen und Zusehern allein in Vorarlberg konnte mit dieser Sendung die bisher höchste Reichweite seit Vorliegen der Daten im Jahr 1997 erzielt werden (Quelle: AGTT/ GfK TELETEST). In den Monaten Jänner bis März 2015 kommt „Vorarlberg heute“ im Wochenschnitt auf einen Marktanteil von 63 Prozent, von Montag bis Freitag sogar auf 64 Prozent. Die Sendung ist damit das beliebteste TV-Format in Vorarlberg und gehört im Gesamtverbund „Bundesland heute“

Der März 2015 bescherte den höchsten Wert seit beinahe zehn Jahren. Allein am 15. März 2015, dem Tag der Gemeindewahl in Vorarlberg, waren 1,35 Millionen Page Impressions zu verzeichnen (Quelle: ÖWA-Messung). Auffallend ist, dass selbstrecherchierte und eigens für vorarlberg.ORF.at aufbereitete Geschichten bei den Userinnen und Usern punkten konnten, wie aufwändig grafisch gestaltete Vorwahlberichte oder die Online-Abstimmung zum „Eurovision Youth Contest“ des ORF Vorarlberg.

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100 gehörten Radiominuten auf das Programm von ORF Radio Vorarlberg (Quelle: GfK Radiotest 2. Halbjahr 2014). Von Montag bis Sonntag hören allein in Vorarlberg 115.000 Personen das Regionalradio des ORF, im VierLänder-Eck mit Süddeutschland, der Ostschweiz und Liechtenstein sind es insgesamt rund 240.000 tägliche Hörerinnen und Hörer.

Vom Jahr 2013 auf das Jahr 2014 konnte das Gesamtergebnis von vorarlberg.ORF.at innerhalb eines Jahres insgesamt um 16 Prozent an Zugriffen verbessert werden.

ORF Radio Vorarlberg klare Nummer eins „Das Ergebnis bestätigt uns als wertvolle Plattform für unsere Partner. Für Wirtschaftstreibende sollte der ORF Vorarlberg ein fester Bestandteil in der Kommunikations-Jahresplanung sein.“ Eva-Maria Thurnher, Leiterin „Kreation & Kommunikation“ ORF Vorarlberg

Der Radiotest für das 2. Halbjahr 2014 bestätigt ORF Radio Vorarlberg im Gesamtradiomarkt (Personen ab 10 Jahre) als Marktführer in Vorarlberg. Der Sender bleibt damit das erfolgreichste Radio im Bundesland. Mit 39 Prozent Marktanteil im Gesamtwochenschnitt entfallen von 100 gehörten Radiominuten in Vorarlberg 39 auf ORF Radio Vorarlberg. Bei den Personen ab 35 Jahren setzen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sogar in 47 von

„Diese sensationellen Zahlen freuen mich und das gesamte Team außerordentlich und bestätigen uns im täglichen Tun, Vorarlberg und die Region mit gut recherchierten und ausgewogenen Inhalten in Fernsehen, Online und Radio zu versorgen und damit dem Auftrag als Landessender gerecht zu werden!“ Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

Foto: Darko Todorovic

24 · AdWin 2015 · Die Wirtschaft

Die Gewinner des diesjährigen AdWin: Insgesamt zwölf Agenturen und zwei Fotograf/-innen kürte die unabhängige Expertenjury mit den begehrten Trophäen des Vorarlberger Werbepreises der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. So lang war die Liste der AdWinGewinner noch nie: Insgesamt zwölf Agenturen, darunter auch zwei Arbeitsgemeinschaften und zwei Fotografen, sind die „leuchtendsten Vorbilder“ der Vorarlberger Kreativlandschaft. Unter diesem Motto stand der diesjährige AdWin, bei dem sich 42 Kommunikationsagenturen, 14 Berufsfotografen und elf Mitglieder anderer Fachgruppen der international besetzten und unabhängigen Fachjury stellten. Bei der Gala am 13. Mai in Montforthaus Feldkirch wurden die Sieger ausgezeichnet.

Breites Leistungsspektrum Neu war dieses Jahr die Wildcard für Ersteinreicher. Diese Chance auf eine Gratiseinreichung nützten 30 Agenturen. Weil Fotografie unmittelbar mit Werbung und Kommunikation verbunden ist, gab es erstmals auch zwei Sonderkategorien für Fotografen. „Erfreulich ist, dass

sich mit 31 Einreichungen die Anzahl der Arbeiten in den beiden Sonderkategorien Fotografie zum letzten AdWin verdoppelt hat“, erklärt Jörg Ströhle, AdWin-Organisator und Geschäftsführer der Agentur zurgams, die den Werbepreis dieses Jahr organisierte. Die unabhängige Jury aus internationalen Fach-Expert/-innen wählte aus 204 Einreichungen die Sieger aus.

Die ausgezeichneten Arbeiten der AdWin-Gewinner 2015 im Überblick

Internationale Ansprüche erfüllt AdWin-Juryvorsitzender Stefan Zschaler, Geschäftsführer der Hamburger Werbeagentur Leagas Delaney, ist von der Leistung der Vorarlberger Werbeszene begeistert: „Wir haben sehr konzentriert nach ungewöhnlichen Ideen und effektvollen Arbeiten gesucht – und sie auch gefunden. Das Niveau war sehr gut, einige Umsetzungen können sogar internationalen Ansprüchen standhalten.“ Fachgruppenobmann Wolfgang Pendl, Geschäftsführer der Presseagentur Pzwei, erläutert die Bedeutung des AdWin: „Seit zehn Jahren zeigt der AdWin eindrucksvoll das breite Leistungsspektrum und die hohe Qualität der Vorarlberger Werbe- und Kommunikationsbranche. Er hat auch bei unseren Kunden, den Vorarlberger Unternehmen, einen hohen Stellenwert.“

Die Arbeitsgemeinschaft ikp Vorarlberg und Andreas Haselwanter Grafik Design gewann den AdWin in der Kategorie PR-Kampagne für eine Arbeit für den Kunden pm Training und Partner.

b.packaging gewann für den Kunden Produkte und Gestaltung München einen AdWin in der Kategorie Packaging und Display.

Den AdWin in der Kategorie Kommunikation im Raum gewannen Weber, Mathis + Freunde für den Messestand von Getzner Werkstoffe.

Einen AdWin gab es auch für die ARGE Baschnegger Ammann und Partner und ikp Vorarlberg in der Kategorie Kunst, Kultur und Soziales. Sie wurden vom verein kultur krumbach und der Gemeinde Krumbach beauftragt.


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Die Werbeagentur IRR entschied die Kategorie Außenwerbung mit Plakaten im Auftrag von Dornbirn Tourismus und Stadtmarketing GmbH für sich . Ein für die Hilti AG produzierter Werbespot bescherte der Zero Division GmbH einen AdWin in der Kategorie Film.

Die limemotion og wurde in der Kategorie Social Media, Online Marketing, Mobile Marketing im Rahmen der Arbeit für die Montafon Tourismus GmbH geehrt.

In der Kategorie Corporate Design wurde die Agentur Zeughaus mit einem AdWin ausgezeichnet.

Zeughaus gewann einen weiteren AdWin in der Kategorie Dialog Marketing und Promotion - für eine Kampagne der Katholischen Kirche Vorarlberg.

Den AdWin in der Kategorie Sonderpreis Fotografie Auftragsarbeit/ Werbung holte sich Markus Gmeiner für Weber, Mathis und + Freunde. Kunde war der Messepark.

In der Kategorie Webdesign gewann die b2b digital marketing GmbH die begehrte Trophäe für den Kunden upsynth GmbH.

Das Büro Magma/ Magdalena Türtscher bekam bei deren erster Einreichung den AdWin in der Kategorie Printkommunikation verliehen - für die Gestaltung des Buches für die Alchemilla Kräuterfrauen.

Jasmi Elmi wurde in der Kategorie Sonderpreis Fotografie Editorial freie Arbeit für das Ländle Magazin ausgezeichnet.

Für die Anziehbar gewann Andreas Haselwanter Grafik_und Design den AdWin in der Kategorie Event.

· AdWin 2015 · 25

WWP WeiratherWenzel & Partner überzeugte in der Kategorie Kommunikations- und Werbekampagne für den Kunden A1 Telekom Austria.


26 · Gründen in Vorarberg ·

Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Gründerland-Initiative soll Österreich zur Nr. 1 in Europa machen Der Wirtschaftsstandort Österreich steht vor einer Herausforderung: Das Gründungsumfeld muss attraktiver werden. Die Junge Wirtschaft Vorarlberg hat sich das Thema „Gründen und Selbstständigkeit“ als Schwerpunktthema gesetzt und ist Mitinitiator der Initiative „Land der Gründer“. Die Junge Wirtschaft pocht auf rasche Umsetzung der Gründerland-Maßnahmen und auch die Sommergespräche am 18. Juni 2015 im Alten Hallenbad in Feldkirch stehen ganz im Zeichen der Gründer/innen. Gemeinsam mit Staatssekretär Harald Mahrer und der Start-up-Community startete die Junge Wirtschaft Anfang des Jahres die Initiative „Land der Gründer“. Das Ziel: Aus der heimischen Gründer- und Startup-Szene heraus eine umfassende Strategie und wirksame Maßnahmen zu erarbeiten, um Österreich zum Gründerland Nr. 1 in Europa zu machen. Als Ergebnis eines breiten Stakeholder-Dialogs legten die Initiatoren 40 konkrete Maßnahmen – in den fünf zentralen Themengebieten Innovation,

chen Maßnahmen der GründerlandStrategie befinden sich auch einige Anliegen der Jungen Wirtschaft. „Viele regulatorische und finanzielle Hürden für die Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hindern heute junge Unterneh-

Gründungen: Relevanz für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes

denn neugegründete Unternehmen schaffen bereits im ersten Betriebsjahr durchschnittlich 2,4 Arbeitsplätze. Unternehmensgründerinnen und -gründer tragen damit maßgeblich zur Weiterentwicklung unseres Wirtschaftssystems bei und kurbeln den Arbeitsmarkt an. Um den technologischen Wandel aber als Chance nützen zu können und aktivzugestalten,brauchenwireine neue Gründerzeit mit einem unterstützenden Umfeld“, so Flatscher.

Sommergespräche

merinnen und Unternehmer daran, schnell zu wachsen und neue Ideen auf

„Die erarbeiteten Maßnahmen sollen endlich dazu führen, Hürden zu beseitigen.“ Stefanie Walser, Vorsitzende Junge Wirtschaft

Finanzierung, Bewusstseinsbildung, Netzwerke sowie Infrastruktur und Regulatorik – für Gründer fest: „Die erarbeiteten Maßnahmen sollen dazu führen, dass Hürden in Form von falschen Regelungen, überbordender Bürokratie oder fehlender Infrastruktur nun endlich beseitigt werden“, so die JWV-Vorsitzende Stefanie Walser. Unter den unterschiedli-

gung“, hebt JWV-Geschäftsführer Peter Flatscher eine Kernforderung hervor.

den Markt zu bringen. Eine Streichung der Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter oder die erste Mitarbeiterin sowie die Halbierung der Lohnnebenkosten des zweiten Mitarbeiters bzw. der zweiten Mitarbeiterin jeweils im ersten Jahr der Anstellung bringen wesentliche Erleichterungen in einer wichtigen Entwicklungsphase und forcieren zudem Wachstum und Beschäfti-

Im Jahr 2014 wagten etwa 28.000Österreicher/innen - davon etwa 1.000 Vorarlberger/innen - den Weg in die Selbstständigkeit. „Dabei besitzen Gründerinnen und Gründer ein riesiges Beschäftigungspotenzial,

Bei der Unternehmensgründung variieren nicht nur die Geschäftsideen und beruflichen Erfahrungen sehr stark, auch die persönlichen Motive und Ziele sind dabei verschieden ausgeprägt. Die diesjährigen Sommergespräche finden daher unter dem Titel “Gründerland Österreich“ statt. Die Junge Wirtschaft Vorarlberg geht damit gezielt der Frage nach, „Was ist das Erfolgsgeheimnis einer erfolgreichen Unternehmensgründung?“ und „Was unterscheidet den Standort Vorarlberg möglicherweise von anderen?“. Nach der Keynote von Whatchado-Gründer Ali Mahlodji diskutiert das Podium über die Umweltbedingungen für Unternehmensgründer/innen. Mit dabei ist auch der aus „2 Minuten 2 Millionen: Die PULS 4 Start UpShow“ bekannte Vorarlberger Danin el Zech.

n Factbox JWV-Sommergespräche – Gründerland Österreich Wann: Donnerstag, 18. Juni 2015 Beginn: 19.00 Uhr Wo: Altes Hallenbad, Feldkirch Programm: Keynote von Ali Mahlodji Diskussionsrunde

Afterparty mit Drinks & Sound FREIER EINTRITT Infos & Anmeldung: Nadiné Sonderegger E Nadine.sonderegger@jwv.at T 05522/305 455 www.jwv.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

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Gesucht, gefunden: Bei Messerle in Ihrer Nähe. Bei Messerle in Mäder ist die Vielfalt ganz normal. Ein breites Angebot von Bürobedarf, Bürogeräten, Büromöbeln bis hin zu Verpackungen oder Saisonund Werbeartikeln steht für alle zur Verfügung. Jetzt, wo die Fest- und Grillsaison wieder startet, sind besonders die Outdoor-Sets von Messerle gefragt. Tischgedecke, Servietten, Tischtuchrollen, Teller oder Besteck gibt’s in vielen Variationen, sodass keine Wünsche offen bleiben.

Bosse neu bei Messerle Sehenswert sind die ästhetisch herausragenden Büromöbel unseres neuen Partners Bosse aus Deutschland. Hochwertige Chromrohre umrahmen Paneele aus Holz- und Glasoberflächen.

Die Kollektion umfasst Empfangstheken, Sideboards, Tische, Sitz- und Loungemöbel, Regale, Schränke, Konferenzanlagen, Stehpulte und Medienmöbel. Bosses Modul Space Einrichtungsprogramm unterstützt kreatives Arbeiten, lässt Freiraum oder Nähe zu und sieht nebenbei noch unverschämt gut aus. Es ist zeitlos, mobil, flexibel und offen für alle Möglichkeiten, weil es nach dem einfachen Baukastenprinzip funktioniert. Ab sofort im Schauraum bei Messerle in Mäder.

n Kontakt Messerle GmbH. Neue Landstraße 9 6841 Mäder T 05523 5991-70 info@messerle.at www.messerle.at www.messerleoffice.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

28 · Industrie/Bank und Versicherung · Die Wirtschaft

Für die Jugend, ohne Wenn und Aber Ein österreichweit einzigartiges Ausbildungsmodell sichert die Qualität in der Lehre. Die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie geht seit 1980 einen eigenen Weg in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Seit damals existiert ein Ausbildungsprämiensystem,indessenFondsvon den V.E.M.-Mitgliedsunternehmen heute 2,4 Promille der Bruttolohnund Gehaltssumme jährlich einbezahlt werden.

Eigene Fachkräfte Ziel ist es noch heute, Unternehmen dafür zu begeistern, im eigenen Betrieb Lehrlinge zu Fachkräften auszubilden. Sie bekommen für jeden Lehrling nach dem zweiten Lehrjahr eine Unterstützung von 4.500 Euro, wenn der oder die Lehrlinge einen nach dem zweiten Lehrjahr angesetzten Lehrlingsleistungswettbewerb positiv abschlie-

ßen konnten. Bis Anfang 2015 sind es über 23,6 Millionen Euro, die über den VEM Fonds in die Aus- und Weiterbildung in Vorarlberg investiert wurden.

V.E.M.-Erfolgsfaktoren Pro Jahr stellen die Firmen der V.E.M. Produkte im Wert von knapp vier Milliarden Euro her. Davon werden weit über 90 Prozent in die ganze Welt exportiert. Es sind Möbelbeschläge, Leucht- und Lichttechnologien, Krane, Seilbahnen, Strom, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge, Bauteile für Autos, Motorräder, Handys, Flugzeuge oder Satelliten und vieles andere mehr. Ein wesentlicher Grund für diese Erfolge ist die technische Kompetenz der Betriebe, die faszinierende Dynamik von Forschung und Entwicklung, die hohe Anzahl an Erfindungen und Patenten. Ein anderer Erfolgsfaktor ist vor allem das Können und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Viele von ihnen haben in der V.E.M. Karriere

Eine Lehre in der V.E.M. reicht von Hightech-Berufen bis zu handwerklich orientierten Berufen für unterschiedliche Fähigkeiten und Talente.

gemacht, viele davon starteten mit einer Lehre: als Elektrotechniker-/in, Konstrukteur/-in, Kunststoff- oder Oberflächentechniker/-in. Du bist neugierig auf die V.E.M und willst noch mehr erfahren?

Dann klick rein auf www.vem.at oder besuche uns auf facebook. com/vemkarriere – hier erfährst du alles rund um die Lehre in der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie und die einzelnen Untern nehmen.

FiRi-Kongress zum 10-Jahres-Jubiläum Vor zehn Jahren startete das inzwischen österreichweit erfolgreiche Ausbildungsmodell „FiRi“ von Vorarlberg aus. Zum Jubiläum findet am 11. und 12. Juni der 1. FiRi-Kongress statt. Im Jahr 2005 startete der Ausbildungsschwerpunkt Finanz- und Risikomanagement – kurz „FiRi“ genannt - erstmals in den 5 Vorarlberger Handelsakademien mit 108 Schülern. Zwei Jahre zuvor beschlossen die Vorarlberger Banken und Versicherungen, als Hauptarbeitgeber von HAKAbsolventen, interessierten Schülern – den potenziellen Mitarbeitern von morgen - mehr praxisnahes Fachwissen anzubieten, als es der bisherige Lehrplan vorsah. Schule und Wirtschaft konnten durch die intensive Zusammen-

Spartenobmann Wilfried Hopfner bei einer FiRiZertifikatsübergabe.

arbeit eine äußerst praxisnahe Lösung gestalten. 10 Jahre später kann das Projekt auf einen erfolgreichen Verlauf zurückblicken: Weitere 5 Landeskammern haben das Vorarlberger Konzept aufgegriffen und an den Handelsakademien in ihren Bundesländern integriert. Mit den Jahren erlangte das Projekt auch im Hinblick auf das geforderte

Entgegenwirken des fehlenden Finanz- und Versicherungswissens in der österreichischen Bevölkerung an Bedeutung. Im Rahmen der Lehrplanreform 2014 würdigte schlussendlich auch das Bundesministerium für Bildung und Frauen den Erfolg von FiRi und nahm es offiziell in den HAK-Lehrplan auf. Nachdem sich rund 2.700 Schüler in ganz

Österreich für FiRi entschieden haben sowie 890 Absolventen die zusätzliche, freiwillige Zertifizierung der Wirtschaftskammer erfolgreich abgeschlossen haben, ist es an der Zeit, diese Erfolgsgeschichte gebührend zu feiern:

FiRi-Kongress Am 11. und 12. Juni findet im Montforthaus Feldkirch anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der 1. FiRi-Kongress statt. Professoren, Schüler und Wirtschaftsvertreter aus ganz Österreich, die am Projekt mitwirken, treffen sich, um neue Impulse für ihre tägliche Arbeit zu generieren und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Somit ist sichergestellt, dass sich das Projekt auch in den kommenden Jahren dynamisch weiterentwickeln kann. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.firi.at.


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Werbung · 29

Jetzt Exportchancen nutzen mit der Bank Austria, DEM Partner bei Auslandsgeschäften. Der niedrige Eurokurs begünstigt die österreichische Exportwirtschaft. Die Bank Austria steht außenhandelsorientierten Unternehmen mit kompetenter Beratung und Unterstützung durch maßgeschneiderte Finanzierungs-, Zahlungsverkehrs- und Absicherungslösungen zur Seite. Herr Winter, wie schätzen Sie die weitere wirtschaftliche Entwicklung ein? Ich denke, dass zumindest zwei Faktoren der österreichischen Wirtschaft in den kommenden Monaten zu mehr Schwung verhelfen sollten: Das sind der schwächere Euro und das billigere Öl. Der Euro hat im vergangenen halben Jahr gegenüber dem US-Dollar um über 20 Prozent an Wert verloren. Das hilft der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Exportwirtschaft und eröffnet neue Absatzchancen für exportorientierte Unternehmen außerhalb des Euroraums. Aufgrund der gelockerten Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist

n Factbox Weltweit zuhause Unternehmen profitieren mehrfach von der internationalen Ausrichtung der Bank Austria bzw. der UniCredit: f Starke Wurzeln in 17 Ländern Europas (davon 14 Länder in Zentral- und Osteuropa) f Weltweites Netzwerk in 50 Märkten darunter USA und Asien f Zugang zu rund 4.000 Partnerbanken in 150 Ländern f Höchste Servicequalität in den Bereichen Exportfinanzierung, Dokumenten- und Garantiegeschäft, Absicherung von Währungsrisiken und grenzüberschreitender Zahlungsverkehr f Unterstützung bei der Auswahl von Förderungen: http://foerderratgeber.bankaustria.at

Quelle: UniCredit Bank Austria Economics & Market Analysis

zu erwarten, dass der schwache Eurokurs und dessen exportstützende Wirkung längere Zeit erhalten bleiben. Außenhandel als Schlüssel zum Erfolg – welchen Beitrag leistet die Bank Austria? Wir stellen Unternehmen alles aus einer Hand zur Verfügung, was sie im Rahmen ihrer Außenhandelsaktivitäten benötigen: Das beginnt bei der Finanzierung und geht über das Akkreditiv- und Dokumentengeschäft bis hin zu Lösungen für die Zins- und Währungsabsicherung. Damit machen wir die weltweiten Geschäfte der österreichischen Unternehmen auch weltweit sicher. Inwieweit profitieren Unternehmen vom umfassenden Netzwerk der Bank Austria? Als Finanzpartner im grenzüberschreitenden Geschäft begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden über unser dichtes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa, unsere Niederlassungen in den USA und Asien, sowie rund 4.000 Korrespondenzbanken an jeden Punkt der Welt. Das gilt auch und insbesondere für exportorientierte Klein- und Mittelbetriebe (KMU).

Wir unterstützen sie durch umfassendes Beratungs-Know-how und genaue Kenntnis der lokalen Märkte, höchste Servicequalität und sorgen mit professionellen Lösungen für einen sicheren und reibungslosen Ablauf des Auslandsgeschäfts.

Hans Winter, Leiter Firmenkunden Vorarlberg.

Übrigens setzt schon jedes zweite Unternehmen in Österreich, das im Außenhandel tätig ist, auf die Expertise und Verlässlichkeit der Bank Austria. Um exportieren zu können, muss oft zuerst im Inland investiert werden. Gibt es dafür spezielle Vorfinanzierungen? Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB), mit der die Bank Austria seit vielen Jahren hervorragend zusammenarbeitet, hat

eine Möglichkeit geschaffen bzw. ausgeweitet, Materialien und Investitionen zu finanzieren, die im österreichischen Betrieb für das Vorbereiten und Abarbeiten konkreter Exportaufträge erforderlich sind. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Investition in zusätzliche Kapazitäten oder in Maschinen und Anlagen handeln, die zur Be- und Verarbeitung im Inland nötig sind. Was kostet diese Vorfinanzierung? Die Konditionen sind äußerst attraktiv. Sie entsprechen jenen, welche auch für Investitionen bzw. Beteiligungen im Ausland zur Anwendung kommen. Detaillierte Informationen dazu bietet unter anderem unser Förderratgeber im Internet.

n Kontakt Hans Winter, Leiter Firmenkunden Vorarlberg, Tel. +43 (0)5 05 05 - 68111 hans.winter@unicreditgroup.at http://foerderratgeber. bankaustria.at


Nr. 21-22 · 23. Mai 2015

30 · Branchen · Die Wirtschaft

n Kurz notiert

n Kommentar

Schulautonome Tage: „Brauchen einheitliche Lösung“

Entlastung für Kleinverdiener erreicht!

„WirforderndieVereinheitlichung der schulautonomen Tage, um berufstätige Eltern und Familien im ohnehin schwierigen Drahtseilakt zwischen Beruf und Betreuungspflichten zu erleichtern“, bekräftigt Evelyn Dorn, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Vorarlberg (FiW), anlässlich der zahlreichen Fenstertage in diesem Schuljahr.

14 Wochen Ferien plus Fenstertage sind zu viel „Wir wissen, dass sich vor allem Eltern mit mehreren Kindern, die unterschiedliche Schulen besuchen, für die Betreuung an schulautonomen Tagen mehrfach frei nehmen müssen - und das zusätzlich zu den rund 14 Wochen Schulferien pro Jahr, in denen es auch immer noch an adäquater Betreuung mangelt“, betont Dorn. Zudem sei es Familien nicht möglich,

Gerade wenn Kinder aus einer Familie verschieden Schulen besuchen führen die nicht-einheitlichen Fenstertage zu Betreuungsengpässen. Foto: Thinkstock

Urlaub oder Aktivitäten gemeinsam zu planen. „Wir brauchen einen Ferienplan mit einer einheitlichen Festlegung der schulfreien Tage. Dieser liefert sowohl einen eltern- als auch kindergerechten

Lösungsansatz und ermöglicht eine bessere Planung im Vorfeld“, fordert die FiW-Vorsitzende und betont einmal mehr die Notwendigkeit, eine Verkürzung der Schul-Sommerferien konkret zu diskutieren.

Kühlgerätetausch-Aktion: Jetzt profitieren! Kompetente Beratung Ein sparsamer und effizienter Auf www.vkw.at kann man den Umgang mit Energie ist wichtig – in erster Linie in Hinblick auf Förderantrag downloaden. Der Enerausgefüllt ausgefüllte Antrag kann das Vorarlberger Ziell der Ener von jeedem Vorarlbergieautonomie, vor allem a hre ger Elektro- und aber auch um Ih „Service, EiinrichtungsfachGeldbörse auf Dauerr Qualität, Berah händler bestätigt zu schonen. w werden. Sobald tung - dafür d der Antrag unAttraktive stehen wir.“ t terschrieben ist, TauschReinhard Linder, FGO Elekw wird er zusamaktion m tro- und Einrichtungsmen mit einer Um den Umstieg aauf Rechnungskopie an fachhandel ein energiespareendes die VK KW geschickt und ät zu di t Kühl- oder Gefriergerät die entsprechende Prämie erleichtern, fördert die VKW in wird als einmalige Gutschrift auf Kooperation mit der Fachgruppe die Stromrechnung angerechnet. des Vorarlberger Elektro- und Die Vorarlberger Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der Einrichtungsfachhändler sind Wirtschaftskammer Vorarlberg kompetente und serviceorientierbis Ende des Jahres den Tausch te Ansprechpartner, wenn es um eines alten Kühlschranks oder den Austausch von Kühlgeräten einer alten Gefriertruhe gegen ein geht. A++ oder A+++-Gerät. Außerdem werden Altgeräte zurückgenommen und fachgerecht 120 Euro gibt es, wenn ein Ge- entsorgt und auch bei der Planung frier- oder Kombigerät getauscht von neuen Elektogeräten wird wird, 80 Euro für den Kühlschrank. man professionell beraten.

f

Alle Infos zur GerätetauschAktion finden Sie unter W www.vkw.at oder unter T +43 5574 9000

Der Umstieg auf energiesparende Kühlgeräte wird mit bis zu 120 Foto: Thinkstock Euro gefördert.

EPU zeichnen sich durch ihre Innovationskraft, die Besetzung von Nischenmärkten und ihre Nähe zum Kunden aus. Wie alle Unternehmer sind sie den Risiken des Marktes voll ausgesetzt, was sich in stark schwankenden Einkommen niederschlagen kann. Mit der Steuerreform hat die Bundesregierung eine Entlastung von Personen mit geringem Einkommen versprochen und ist mit der Ausweitung der sogenannten Negativsteuer für GSVG-Versicherte, die unterhalb der Einkommensteuergrenze liegen, einer Forderung der Wirtschaft nachgekommen. Ab 2016 können sich Gewerbetreibende unterhalb der Einkommensteuergrenze bis zu 110 Euro an bereits bezahlten SVA-Beiträgen wieder rückerstatten lassen. Eine Maßnahme, die viele EPU und Kleinunternehmen etwas entlasten wird. Für EPU konnte bereits vieles erreicht werden. Aber es bleibt noch einiges zu tun. Konkret: f Absenkung der Mindestbeitragsgrundlagen in der gewerblichen Sozialversicherung auf das Niveau der ASVG-Beschäftigten (Geringfügigkeitsgrenze). f Krankengeld rückwirkend bereits ab dem ersten Tag der Krankheit bei langanhaltender Erkrankung (6 Wochen). f Kleinunternehmerregelung durch Wegfall des fünfjährigen Betrachtungszeitraums vereinfachen. f Beseitigung der Vorsteuerabzugsbeschränkungen bei PKW und Kombis. f Unbürokratische pauschale steuerliche Begünstigung für Büro bzw. Arbeitsplatz im eigenen Wohnungsverband. f Vereinfachte Betriebsausgabenpauschalierung für EPU mit Umsätzen unter 30.000 Euro und vereinfachte Steuererklärung. Nur wenn die Unternehmen den Rücken frei haben, um sich auf ihre unternehmerische Tätigkeit zu konzentrieren, werden sie Wachstum und Wertschöpfung erzielen und werden die Pläne der Bundesregierung auf Selbstfinanzierung der Steuerreform aufgehen. Susanne Rauch, EPU-Sprecherin


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Werbung · 31

Ihr Logistikpartner vor Ort: Terminkurier Austria Über Nacht in ganz Europa: Bei Terminkurier sind Schnelligkeit und Verlässlichkeit Pflicht. Was tun, wenn ein dringend benötigter Dichtungsring eigentlich schon gestern in London hätte sein müssen oder ein OP-Team in Madrid auf medizinisches Equipment wartet? Man ruft bei Terminkurier in Hörbranz an. Schließlich hat sich das Unternehmen auf Terminsendungen und Sonderfahrten spezialisiert. Seit 21 Jahren werden in ganz Europa Dokumente, Pakete und Paletten versandt. Und das so schnell wie möglich, das heißt über Nacht. „Ein Paket, das um 17 Uhr bei uns ist, ist um 9 Uhr morgens schon im Hamburg“, erklärt Geschäftsführer Werner Schuh. Möglich ist das über die „Overnight“-Netzwerke. Mit mehreren hundert Stationen, die diesen Netzwerken angehören, ist es so möglich, eine pünktliche Abholung sowie Zustellung zu garantieren. Pro Land gibt es auch nur einen Preis, keine Unterteilung in Zonen. „Und unsere Preise sind seit zehn Jahren fast dieselben“, betont Schuh.

Kunden durch Mundpropaganda 500 Firmenkunden zählt Terminkurier in Vorarlberg. Und auch wenn es an Konkurrenz

nicht mangelt, der Unterschied zeige sich neben der schnellen Zustellung (auch Samstags- und Feiertagszustellungen) bei Längen und Gewichten. 300 kg pro Packstück und bis zu 3 Meter Länge sind möglich. Für die optimale Abwicklung der Abholung und Zustellung sorgen die 40 Mitarbeiter.

Geschäftsführer Werner Schuh.

„Ein Ausfall einer Maschine wegen eines fehlenden Ersatzteils kann großen finanziellen Schaden anrichten. Deshalb gewinnt der Einsatz eines verlässlichen und schnellen Kurierdienstes immer mehr an Bedeutung. Einen Fehler macht man in unserem Geschäft nur einmal“, ist Schuh überzeugt. Dass man keinen einzigen Kunden in den letzten Jahren verloren habe und viele Neukunden über Mundpropaganda gewonnen werden, spreche für die Zuverlässigkeit von Terminkurier. Sie erreichen uns unter Telefon 05573 83500 oder per E-Mail unter office@berkamm.com


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

32 · Branchen/Werbung · Die Wirtschaft Fachgruppentagungen Sparte Gewerbe und Handwerk Innung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker WIFI Campus, Dornbirn Dienstag, 16. Juni 2015, 17:30 Uhr 17.30 - 18.30 Uhr Tagung der Innung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker Tagesordnung 1. Eröffnung und Begrüßung 2. Aktuelle Information sowie Berichte des Innungsmeisters und der Berufsgruppensprecher 3. Grundumlagenbeschluss (keine Erhöhung) aufgrund der Wirtschaftskammerwahlen 2015 4. Delegierung des Rechtes zur Beschlussfassung des Budgetvoranschlages und -abschlusses der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker an den Fachgruppenausschuss gem. § 65 Abs. 1 WKG 18.30 - 18.45 Uhr Pause 18.45 - 19.45 Uhr Vortrag & Diskussion mit Eur. Phys. Dipl.-Ing Alfred Mörx „Überblick über die aktuelle Entwicklung in der Schutztechnik von Niederspannungsanlagen“ ab 20.00 Uhr Gemütlicher Ausklang bei einem sommerlichen Buffet in der „wirtschaft“. Ameldung Bitte um verbindliche Anmeldung bis 02.06.2015 unter www.wkv.at/event/306 und Bekanntgabe, ob Sie zum Essen bleiben möchten.

Innung der Metalltechniker & Innung der Mechatroniker WIFI Campus, Dornbirn Donnerstag, 18. Juni 2015, 17:30 Uhr 17.30 - 18.30 Uhr Tagung der Innung der Metalltechniker Tagung der Innung der Mechatroniker Tagesordnung der getrennt stattfindenden Tagungen 1. Eröffnung und Begrüßung 2. Aktuelle Information sowie Berichte der Innungsmeister und der Berufsgruppensprecher 3. Grundumlagenbeschluss (keine Erhöhung) aufgrund der Wirtschaftskammerwahlen 2015 4. Delegierung des Rechtes zur Beschlussfassung des Budgetvoranschlages und -abschlusses der Metalltechniker/Mechatroniker an den Fachgruppenausschuss gem. § 65 Abs. 1 WKG 18.45 - 19.45 Uhr Gemeinsamer Vortrag mit Mag. Gudrun Hager – Wirtschaftsdelegierte der WKÖ in der Schweiz zum Thema „Der starke Franken - Herausforderung und Chancen für Vorarlberger Unternehmen“

VVG: Erfolgreichstes Jahr seit Bestehen In der kürzlich abgehaltenen Vollversammlung der VVG im WIFI in Dornbirn boten Vorstand und Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 die besten Zahlen seit dem Bestehen (Gründung: 1958). Die Vorarlberger Volkswirtschaftliche Gesellschaft (VVG) agiert als Vorfeldorganisation der Wirtschaftskammer Vorarlberg seit über 50 Jahren im Feld Jugend-BildungWirtschaft. Im Bereich Schule und Wirtschaft wird Schülerinnen und Schülern Wirtschaftswissen vermittelt und Unternehmertum sichtbar gemacht. Der Bereich Jugend und Betrieb fördert die Lehre in den Bereichen Sozial- und Selbstkompetenz der Jugendlichen. In der Vollversammlung konnte Präsident Dr. Johannes Ortner für

das vergangene Jahr 2014 die erfolgreichsten Zahlen seit Bestehen berichten: In 258 Veranstaltungen gab es über 11.000 Teilnehmer/innen. 45.000 Seminarstunden wurden dabei geleistet. Geschäftsführer Michael Haim hob den aktuellen Schwerpunkt Regionale Wirtschaftskreisläufe als besonders erfolgreich hervor. Auch der Schaffar-Tag für Volksschulen, an dem sich 240 Firmen beteiligten, war mit 2400 Teilnehmern besonders erfolgreich. Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein zeigte sich beeindruckt von dem Geleisteten: „In Formaten wie Abenteuer Werkzeug oder Gschäfta lerna wird Lust auf Wirtschaft gemacht, in Ausstellungen wie die Regionalen Wirtschaftskreisläufe wird sie erklärt. Die Wirtschaftskammer ist stolz darauf, diesen Verein zu fördern, der es immer wieder schafft, unsere Schulen mit der Wirtschaft zu verbinden.“

ab 20.00 Uhr Gemütlicher Ausklang bei einem sommerlichen Buffet in der „wirtschaft“. Anmeldung Bitte um verbindliche Anmeldung bis 04.06.2015 unter www.wkv.at/event/299 und Bekanntgabe, ob Sie zum Essen bleiben möchten. Die Weichenstellungen setzt der bewährte Vorstand (Bild von links): Christoph Jenny (Wirtschaftskammer), Verena Brunner-Loss (Brunnerbuch), Bernhard Geiger (Geigerbau), Jutta Frick (Hotel Bad Reutte), Dr. Johannes Ortner (Präsident; Raiba Landesbank); Markus Ohneberg (Rauch Fruchtsäfte) mit WKV-Präsident Manfred Rein.


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Firmenportrait · 33

Beispiele für gelungene Arbeiten des Teams von Frigesch Lampelmayer - von Verpackungsfotos und Modeaufnahmen bis zu Büchern.

Fotowerk: Stets in Bewegung „Immer einen Schritt voraus, denn Stillstand gibt es nicht.“ So lautet das Credo von Fotowerk Lampelmayer in Dornbirn Schwefel. Werbefotografie, Modefotografie und Foodfotografie - das sind die besonderen Stärken von Firmenchef Frigesch Lampelmayer. Zusammen mit seiner Tochter Katharina, die er selbst zur Fotografin ausgebildet hat, und zwei weiteren Mitarbeiterinnen setzt er die Motive im Studio in Dornbirn Schwefel bekannt gekonnt in Szene.

Dies macht er seit vielen Jahrzehnten schon sehr erfolgreich, wie die große Zahl langjähriger Stammkunden aus der Wirtschaft beweist. Relativ neu ist noch das Studio im Schwefel 39, in das die Firma im Herbst 2014 umgezogen ist. „Unsere Kunden und wir freuen uns hier über die sehr persönliche Atmosphäre“, sagt Lampelmayer. Technisch befindet sich das Studio selbstredend auf dem neuesten Stand. Dies stellt einen Teil des Erfolgsrezepts dar, genau wie die Teamarbeit in der Firma, die besonders starker Zusammenhalt auszeichnet.

Frigesch Lampelmayer und seine Tochter Katharina.

„Wir sind immer in Bewegung und für den Kunden da“, betont Tochter Katharina Lampelmayer. Nichts ist zu aufwendig, wenn es um die Erfüllung von Kundenwünschen geht. In dem Studio wurde eigens eine hochmoderne Küche für die Foodfotografie eingerichtet. Solche Aufnahmen wecken in Frigesch Lampelmayer eine besondere Leidenschaft. Hier kommt es beispielsweise auf winzige Handgriffe beim Drapieren einer Zutat an. Verpackungsfotos für bekannte Unternehmen wie 11er oder Hanro gehören zum täglichen Geschäft des Fotowerks. Dabei hält jedoch niemals Routine Einzug. Der Meisterbäcker Ölz, Rauch Fruchtsäfte, Mäser und Migros zählen zu den bekanntesten, vielfach langjährigen Kunden, für die Frigesch und Katharina Lampelmayer auch zahlreiche Werbebroschüren fotografieren. „Unsere Partner sind die Werbeagenturen der Unternehmen, wir bieten komplette Packages von der Idee bis zu den druckfertigen Daten an“, sagt Frigesch Lampelmayer. Er und sein Team organisieren für ein Shooting bei Bedarf alles von A bis Z. Für Modeaufnahmen werden beispielsweise

Models und Stylisten organisiert und die Locations gesucht. Dabei arbeitet das Team mit internationalen Agenturen zusammen. Auf die Suche nach der geeigneten Location macht sich Frigesch Lampelmayer selbst: „Dabei lege ich großes Augenmerk darauf, dass das richtige Gefühl bei den Aufnahmen herüberkommt.“ Quasi als Spezialdisziplin machen Frigesch Lampelmayer und seine Tochter auch Aufnahmen für diverse Bücher - für Eigenpublikationen oder im Auftrag, wie zuletzt etwa für die Privatkäserei Rupp. Stillstand gibt es beim Fotowerk Lampelmayer tatsächlich n nicht.

n Kontakt

Fotowerk Lampelmayer Gmbh Schwefel 39, A-6800 Dornbirn T +43 5572 - 26990 E studio@fotowerk.cc www.fotowerk.cc


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

34 · Story · Die Wirtschaft

Auf den Spuren von Markenpiraterie und Produktfälschungen Fotos: Thinkstock, Freiberger

Christoph Öhe hat ein Unternehmen mit einem klaren Ziel gegründet: Er führt eine Detektei gegen Wirtschaftskriminalität. Von Sabine Barbisch Anfang des heurigen Jahres war es für Christoph Öhe soweit: Er wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit dem landläufigen Klischee eines Detektives, der sich mit einer Kamera bewaffnet in einem Auto oder hinter einem Busch verschanzt, um allerhand Übeltäter auf frischer Tat zu ertappen, hat sein Berufsalltag allerdings wenig zu tun, wie er im Gespräch mit „Die Wirtschaft“ erklärt. Öhe sieht sich mit seiner Detektei vielmehr als Partner im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität.

Anfang 2002 bei einem internationalen Konzern in die Abteilung ‚Brand Integrity‘ - dem Kampf gegen Produktfälschungen - in Lausanne eingestiegen.“

Eine Art Projektmanager

Eine unterschätzte Gefahr

„Wenn eine Firma mit Produktpiraterie oder Wirtschaftskriminalität konfrontiert ist, analysiere und ch den Sach Sachrecherchiere ich verhalt und scchreibe einen akribiscchen ür Bericht, der fü einen etwa-igen Gang vors Gericht wichtig ist.

Der Wirtschaftsstandort Vorarlberg, mit seinen vielen erfolgreichen Unternehmen, die Innovation und For Fortschritt stets

Zwei Jahrzehnte g Erfahrung Christoph Öhe hat das Geschääft von l r t Zwölf Z ölf der Pike auf gelernt. Jahre lang war er Zollwachebeamter - neun Jahre davon im Kampf gegen die organisierte grenzüberschreitende Kriminalität beschäftigt. Während dieser Zeit bekam er das Angebot eines großen internationalen Tabakkonzerns, in die Privatwirtschaft zu wechseln. „Wäre ich Beamter geblieben, hätte ich meine Karriere vorzeichnen können. Ich habe aber die Herausforderung angenommen und bin

Mit unserem klassischen Verständnis von „Detektivarbeit“ hat Christoph Öhes Detektei wenig zu tun.

Öhe hat h sein berufliches Leben dem Ka ampf gegen W Wirtschaftskriminalität verschrieben.

vorantreiben, ssei für Wirtscchaftskriminellle ein durchaus „attraktives“ Gebiet, ssagt Öhe: „Wir h b hi r l haben hierzulande viele erfolgreiche Marken, doch noch hält es kaum ein Unternehmen für nötig, im Kampf gegen Markenpiraterie oder Produktfälschungen aktiv zu werden. Dabei sind viele Firmen gerade im Elektronikbereich - von Angriffen dieser Art bedroht.“ Ganz im Gegensatz zu den großen Sport-, Zigaretten- oder Getränkeherstellern, die laut dem Experten eigene Abteilungen für den Schutz ihrer Produkte haben.

Vielschichtige Folgen Wird man Opfer dieses Zweigs der Wirtschaftskriminalität, können die Folgen verheerend sein, weiß Christoph Öhe: „Da ist zum einen der wirtschaftliche Aspekt, aber auch die Folgen eines Imageschadens können enorm sein. Stellen sie sich, vor eine Fälschung Ihres Produkts taucht auf dem Markt auf und ist, gelinde gesagt, Schrott. Der Kunde nutzt das Produkt nach dieser Erfahrung nicht mehr, kauft es kein zweites Mal und empfiehlt es auch nicht weiter.“ Aber auch den Gesundheitsaspekt will der Experte nicht unterschätzt wissen: „Durch gefälschte Medikamente, Anabolika oder Steroide aus dem Internet können schwere Schäden entstehen“, warnt er.

Zahlreiche Möglichkeiten Steht der Verdacht im Raum, dass ein Unternehmen im Visier von Kriminellen steht oder gar schon Opfer von illegalen Machenschaften wurde, kommt Öhe ins Spiel: „Zuerst beschäftige ich mich im Detail mit dem Unternehmen selbst, dann mache ich operative Untersuchungen, Test- oder Scheinkäufe.“ Aber auch (bezahlte) Informanten oder ‚Under-Cover-Stories‘ seien Möglichkeiten, Fälschern auf die Schliche zu kommen, gibt er einen Einblick in verschiedene Varianten der Handhabe.

Brenzlige Situationen Für die professionelle Ausübung seines Berufs seien gute Menschenkenntnis und perfekte Umgangsformen Pflicht, betont Öhe. Die ebenfalls essenziellen Fremdsprachenkenntnisse hat er sich im Laufe seiner Karriere angeeignet. Viel Erfahrung und eine akribische Dokumentation sind laut Öhe ebenso unerlässlich für das erfolgreiche Aufklären eines Tatbestands, wie das Vertrauen zum auftraggebenden Unternehmen. Im Zuge seiner langjährigen Karriere hat Christoph Öhe viel erlebt. Es habe auch durchaus brenzlige Situationen, zum Beispiel bei Hausdurchsuchungen gegeben. Er erzählt außerdem von vielen spektakulären Fällen, wie einem ganzen Container voller gefälschter Zigaretten, die in Türblättern versteckt waren oder verflochtenen Kellersystemen in Wien, die als Lager für den Handel mit gefälschten Produkten dienen. „Durch die Wirtschaftskriminalität gehen alleine in der EU viele Milliarden Euro verloren. Das ist nicht nur ein ökonomischer Schaden für Staaten und Unternehmen - Käufer und Konsumenten setzten damit auch ihre Gesundheit aufs Spiel“, macht Öhe abschließend auf die Gefahren gefälschter n Produkte aufmerksam.


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· Traumhaus Althaus · 35

Nachhaltigkeit als oberste Maxime Hohe Qualität und höchster Einsatz für Lösungen, die Ansprüche der Kunden um Aspekte der Nachhaltigkeit bereichern: Dafür stehen die Partnerbetriebe „Traumhaus Althaus“. Die Plattform feiert heuer ihren 15. Geburtstag. Die „Traumhaus Althaus“-Partnerbetriebe garantieren den Kunden ökologische und energie-optimierte Althaussanierung in höchster Qualität.

Zum einen verpflichten sich „Traumhaus Althaus“-Partnerbetriebe zur regelmäßigen Weiterbildung bei den Plattformtagen. Sie gewinnen dabei sowohl an Management- als auch an Fachkompetenz. Mit dem Verständnis für Gesamtzusammenhänge und Kenntnissen über ökologische Baumaterialien, Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger können sie ihren Kunden die passenden Lösungen empfehlen.

Ökologische Modernisierung

Um die Betriebe dabei zu unterstützen, diesen hohen Anspruch zu erfüllen, hat das Energieinstitut Vorarlberg die Plattform gegründet. „Dabei profitieren sie von der Kompetenz, der Vernetzung und den passgenauen Weiterbildungsangeboten der Plattform“, informiert deren Leiter Kurt Hämmerle. Darüber hinaus hat sich die Marke als Gütesiegel etabliert. Einen Umstand, den Hämmerle auf vier Erfolgsfaktoren zurückführt:

Zum anderen empfehlen die „Traumhaus Althaus“-Partnerbetriebe energieoptimierte und ökologische Modernisierung von Altbauten im Wohnbau. In der Umsetzung bieten sie höchste Qualität bei Ausführung und Abläufen. So ermöglichen sie dem Kunden „Bauen mit Freude“. Darüber hinaus profitieren „Traumhaus Althaus“-Partnerbetriebe von den branchenübergreifenden Kontakten innerhalb der Plattform. Sie beraten die Kunden ganzheitlich, empfehlen einander gegenseitig und kooperieren bei Projekten. Sie ziehen auch Nutzen

Plattform für den Austausch

Inputs von den Handwerkern

Bauen ökologischer gestalten

Entspricht der Firmenphilosophie

Marbod Lins, Lins dach & fassade GmbH: Die Plattform bietet wichtige Informationsund Ausbildungsveranstaltungen an. Es werden alternative Dämmmaterialien vorgestellt und aktuelle Förderungen besprochen. Die Informationen erfolgen gewerkübergreifend. Die Zusammenarbeit von Handwerkern in der Gruppe wird verbessert. Dadurch entsteht für den Endkunden ein reibungsloser Ablauf der Sanierung.

DI Dr. Andrea Vogel-Sonderegger, Planungsbüro: Über die Plattform erhalten wir viele Inputs von den Handwerkern. Auf Stammtischen zu gewissen Themen bekommen wir viel Wissen, das wir in unsere Arbeit einfließen lassen können. Gerade beim energiesparenden Bauen gibt es laufend Produktentwicklungen Dabei schätze ich den gegensetztigen Austausch sehr.

Dipl.Arch-FHBmst.GerhardMüller, Müller Bau GmbH & Co KG: Unser Ziel ist es, das Land beim Erreichen der Energieautonomie zu unterstützen. Als Mitglied in der Traumhaus-Althaus-Familie schätzen wir das Wissen und die Erfahrung der Handwerksbetriebe. Die stete Weiterbildung und das Ziel aller, Bauen energieeffizienter und ökologischer zu machen, bewahrt uns weiterhin unsere Unabhängigkeit.

DI (FH) Stephen Kaltheier, Planungsteam E-Plus GmbH Wir verfolgen die Niedrigstenergiehaustechnologie seit unserer Studienzeit. Der Plattform sind wir kurz nach deren Gründung beigetreten, weil unsere Firmenphilosophie vertreten wird und wir über die Plattform in Richtung ökologisches und nachhaltig-effizientes Bauen und Sanieren wirken können.

Die Mitglieder der Plattform „Traumhaus Althaus“.

aus Kooperationen, die über die Plattform hinausgehen.

Gemeinsame PR Schließlich machen „Traumhaus Althaus“-Partnerbetriebe gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und

Foto: Darko Todorovic

Energieinstitut gründete die Plattform

treten zusammen auf Messen auf. Dadurch bringen sie dem Kunden alle Aspekte des guten Sanierens näher. Der kann nachhaltig davon profitieren Weitere Infos: www.partnerbetrieb.net


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36 · Werbung · Die Wirtschaft

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WIFI Vorarlberg Die Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg · 70. Jahrgang

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Das neue Kursbuch ist da! n Erfolgsstory

Das neue WIFI-Programm bietet ab Herbst 2015 insgesamt 2.000 Kursveranstaltungen, in deren Rahmen wieder 900 Trainer im Einsatz sein werden. Auch im kommenden Kursjahr gibt es wieder zahlreiche Neuheiten im Programm. Zwei neue Universitätslehrgänge werden erstmals im WIFI Vorarlberg angeboten: der MSc Bilanzbuchhaltung und der MSc Personalmanagement, Führung und Organisation (siehe Seite 39). Eine absolute Innovation ist auch der Lehrgang zum Trainer für Deutsch als Fremdsprache: Personen, die diesen Lehrgang abgeschlossen haben, sind befähigt Deutsch als Fremdsprache bzw. als Zweitsprache zu unterrichten (mehr auf Seite 44). Ebenfalls neu im Programm ist die Reihe „Toolbox für den souveränen Lehrgangsabschluss“. Sie besteht aus Kurzseminaren wie beispielsweise „Von der Idee zur Projektarbeit“ oder „Endlich frei von Prüfungsangst“. Abgerundet wird das neue WIFIKursprogramm mit Seminaren zu Themen wie „Internationales Steuerrecht“, „Web 2.0 - Modernes Onlinemarketing mit Facebook“ oder der Ausbildung zum Energieeffizienzbeauftragten.

Durchlässigkeit der Bildungswege „Wichtig ist uns die Durchlässigkeit der Bildungswege – das heißt, bei uns kann man mit dem Vorbereitungskurs auf

Redaktion: Mag. Julia Schmid

Stufe für Stufe höher mit dem WIFI

Oliver Dobler.

Das neue Kursbuch liegt druckfrisch in allen WIFI-Standorten auf und kann auch übers Internet angefordert werden.

die Lehrabschlussprüfung beginnen, sich durch den Besuch von hochwertigen Lehrgängen als Fachkraft weiterqualifizieren und schließlich im Rahmen einer akademischen Ausbildung ein Master-Degree erwerben! Unseren Teilnehmern stehen also alle Bildungsoptionen offen“, fasst Institutsleiter Dr. Thomas Wachter die WIFI-Programmphilosophie zusammen.

Neue Chancen mit der Berufsmatura „Mit der Berufsreifeprüfung im Lebenslauf kommt man weiter. Nicht nur im Beruf - sondern auch auf Universitäten und Fachhochschulen. „Die Berufsreifeprüfung ist gleich viel wert wie eine Voll-Matura. Sogar mehr: Mit dem praktischen Hintergrund einer Berufsausbildung hat man in vielen Studien Vor-

teile. Auch im Beruf hat man mit der Berufsreifeprüfung die Nase vorn“, ist sich Thomas Wachter sicher. Die Berufsreifeprüfung kann man ganz einfach am WIFI absolvieren: Im September starten wieder vier berufsbegleitende Vorbereitungslehrgänge (Deutsch, Englisch, Mathematik sowie wahlweise die Fachbereiche Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen oder Wirtschaftsinformatik).

WIFI Info-Wochen im Juni Fester Bestandteil des WIFI Jahres sind mittlerweile die regelmäßig stattfindenden InfoWochen: Zwischen 8. und 19. Juni finden im WIFI Vorarlberg wieder zahlreiche Info-Abende statt. Informationen dazu und das neue Kursprogramm findet man im Internet unter: wifi.at/vlbg

„Ich hatte nach dem Abschluss meiner Lehre als Maschinenmechaniker ein konkretes Karriereziel vor Augen, wollte in die Arbeitsvorbereitung wechseln und Abteilungsleiter werden“, erklärt Oliver Dobler seine Motivation, die gesamte REFA Ausbildung im WIFI zu absolvieren. „Die Ausbildung war damals letztlich der Grundstein für meine weitere berufliche Entwicklung und hat mich nachhaltig geprägt.“ Oliver Dobler erreichte seine Ziele, sein Weiterbildungshunger war deshalb aber noch lange nicht gestillt: Nach dem Abschluss des Projektmanagement Lehrgangs im WIFI entschied er sich, den Universitätslehrgang zum Business Manager zu belegen. Seit Februar 2015 hat er seinen Abschluss in der Tasche! Heute ist er zu 50 Prozent als Projektmanager in einem Technik-Unternehmen tätig, nebenberuflich berät er kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Betriebsoptimierung, Zeitwirtschaft und Interim Management.


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Kurse im Herbst 2015 f

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CNC-Einstiegskurs Start: 31.8.2015 Ansprechpartner: Ingrid Rehm, DW 451 CNC-Maschinenbediener Start: 14.9.2015 und 28.9.2015 Ansprechpartner: Ingrid Rehm, DW 451 Interner Energie–Auditor nach ISO 16247 Start: 1.10.2015 Ansprechpartner: Martina Köb, DW 469 Technische Grundlagen Start: 30.11.2015 Ansprechpartner: Eva Kohler, DW 451 Infoabend Six Sigma Termin: 16.2.2016 Ansprechpartner: Martina Köb, DW 469 Beratung & Anmeldung WIFI Vorarlberg T +43 (0)5572 3894-DW I www.vlbg.wifi.at

n Schweissen Schweiß-Kurse f

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Info-Abend „Schweißwerkmeister-Lehrgang“: Termin: 15.9.2015, 18 – 20 Uhr, WIFI Dornbirn, Anmeldung erforderlich! Vorbereitungslehrgang (VLG/IWS) zum „Schweißwerkmeister-Lehrgang“ Start: 12.10.2015 Hauptlehrgang (IWS) zum „SchweißwerkmeisterLehrgang“ Start: 8.1.2016 Info-Abend zum „Schweißtechniker“ (Weiterbildungslehrgang) IWT-Lehrgang Termin: 15.9.2015, 20 – 22 Uhr, WIFI Dornbirn, Anmeldung erforderlich! Lehrgangsstart: 15.1.2016 Beratung & Anmeldung: Peter Pryjmak T 05572 / 3894 – 479 E pryjmak.peter@vlbg.wifi.at

REFA-Ausbildung: Effizientes Produktmanagement garantiert Bereits im Oktober startet die nächste REFA Grundausbildung 2.0 - erster Karrierebaustein in Sachen Arbeitsprozessplanung. Leistungsfähigkeit und Erfolg eines Unternehmens werden entscheidend durch die Gestaltung von Prozessen und Arbeitsplätzen geprägt. Dazu müssen Prozessdaten professionell ermittelt und angewendet werden. Im Rahmen der REFA 2.0 Grundausbildung werden anhand vieler praktischer Beispiele REFAMethoden zur Analyse, Gestaltung und Optimierung von Arbeitsplätzen und Arbeitsprozessen vermittelt. So werden die Teilnehmer zu Planungs-Profis von Arbeitsprozessen und der Umsetzung betrieblicher Optimierungsprozesse. Ziel ist, die betrieblichen Arbeitsaufgaben und -abläufe zu strukturieren und zeitlich zu bewerten. Remo Hagspiel vom WIFI: „Die 200 Trainingseinheiten umfassende REFAGrundausbildung ist der erste

Foto: Thinkstock

n Technik

Die nächste REFA Grundausbildung startet im Oktober.

Karrierebaustein für eine fundierte betriebs- und arbeitswirtschaftliche Basisausbildung und ist nicht nur für Arbeitstechniker, Prozessplaner, Arbeitsvorbereiter und Meister, sondern auch für alle Personen, die am Arbeitsstudium interessiert sind, eine gute Wahl. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen zu den vier Modulen erhalten die Teilnehmer die Urkunde „REFA Grundschein Ar-

beitsorganisation“. Damit tragen Sie den Titel REFA-Arbeitsorganisator. REFA Grundausbildung 2.0 Start: 12.10.2015 Trainingseinheiten: 200 Kosten: 3.200 Euro Beratung und Anmeldung: Eva Kohler T 05572 / 3894-451 E kohler.eva@vlbg.at

Schweißaufsichtspersonen tragen enorme Verantwortung Wer einwandfrei schweißen will, muss Arbeitsabläufe planen und überwachen. Das WIFI bietet mit den Lehrgängen für Schweißaufsichtspersonal eine praxisnahe Ausbildung. Schweißen ist ein spezieller Prozess, da sich das Endergebnis – „die Schweißnaht“ – nicht immer allein durch Prüfen vollständig verifizieren lässt. Die Qualität der Schweißnaht muss in das Produkt „eingearbeitet“ werden. „Das bedeutet, dass es zur Verwirklichung einer einwandfreien und fehlerfreien Schweißnaht einer optimalen Schweißtechno-

logie, ständiger Überwachung und genauer Verfolgung spezieller Arbeitsabläufe während des Fertigungsprozesses bedarf“, erklärt Peter Pryjmak, im WIFI zuständig für den Fachbereich Schweißtechnik. Wann immer Hersteller ein bestimmtes Qualitätsniveau angeben, müssen sie in der Fertigung auch fachgerecht überprüfen und überwachen. Dafür braucht man verschiedene Kenntnisse und Fertigkeiten aus der Schweißtechnik. Je größer die Anforderungen an die Schweißverbindung, umso umfangreicher ist die geforderte Qualifikation des Schweißaufsichtspersonals.

Schweißtechnisches Personal muss in Abhängigkeit von der Art und Komplexität der Fertigung nach EN ISO 14731 einer der nachstehenden Gruppen zugeordnet werden: International Welding Engineer (IWE), International Welding Technologist (IWT) oder Internationel Welding Specialist (IWS).

Lehrgänge ab Herbst Das WIFI ist für die Ausbildung von Schweißaufsichtspersonal nach IIW-Richtlinien bzw. nationalen Richtlinien durch das „Accredited National Body (ANB)“ akkreditiert. Die nächsten Lehrgänge starten im Herbst (siehe Randspalte).


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Unilehrgänge Jetzt Akademiker werden - am WIFI Vorarlberg n Überblick

Akademische Abschlüsse sind wichtige Qualifikationen für Führungspositionen. Im Herbst erweitert das WIFI Vorarlberg sein Angebot um zwei neue Lehrgänge. Alle WIFI Master- und Universitätslehrgänge verbinden branchenübergreifende, umfassende Management-Skills mit praxisorientierten Trainings. Die Teilnehmer erwerben sich so Know-how für ihre berufliche Praxis - und einen anerkannten Abschluss gleich dazu. Die Lehrgänge sind so konzipiert, dass sie neben der Berufstätigkeit absolviert werden können. Die Lerneinheiten sind geblockt. Je nach Abschluss dauern die Lehrgänge zwei, drei oder vier Semester. Um teilnehmen zu können, ist vor allem eines wichtig: qualifizierte, mehrjährige Berufspraxis. In vielen Fällen ist die Matura keine zwingende Voraussetzung!

Neu: MSc Bilanzbuchhaltung Aufstiegswillige Bilanzbuchhalter bereiten sich im neuen akademischen Lehrgang MSc Bilanzbuchhaltung auf Leitungspositionen in den Bereichen Rechnungswesen oder Controlling vor. Die Teilnehmer vertiefen dabei Bilanzierungs- und Steuer-Knowhow aus wirtschaftlicher und rechtlicher Sicht, werden fit im internationalen Reporting und strategischen Controlling und erweitern Führungs- sowie Selbst-

Alle Uni-Lehrgänge f

Akademischer Handelsmanager und MSc Handelsmanagement Starttermin: Herbst 2015

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Akademischer Experte für Marketing und Verkauf und MSc Marketing- & Verkaufsmanagement Starttermin: 1.10.2015

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MSc Bilanzbuchhaltung Starttermin: September 2015

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Personalmanagement, Führung und Organisation MSc Info-Abend: 9.9.2015, Dornbirn Starttermin: 30.10.2015

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Business Manager MAS Info-Abend: 12.11.2015, Dornbirn Starttermin: 12.2.2016

Foto: Thinkstock

Der Praxisbezug ist bei allen Unilehrgängen ein wichtiger Faktor.

kompetenz. „Wer bereits die WIFIBilanzbuchhalterprüfung abgelegt hat, steigt gleich im dritten Semester ein und erwirbt in einem Jahr den Masterabschluss“, so WIFI Institutsleiter Dr. Thomas Wachter.

Neu: MSc für Personalmanager Ebenfalls neu im Programm ist der Universitätslehrgang Personalmanagement, Führung und Organisation in Kooperation mit der Donau-Universität Krems. Im WIFI Vorarlberg werden die Teilnehmer im Rahmen der beiden Kurse „Human Resource Generalist Basis“ und „Human Resource Generalist Professional“ optimal auf den Einstieg in den Universitätslehrgang vorbereitet.

Unilehrgang für IT Manager Auch im Bereich IT hat das WIFI eine Top-Ausbildung auf akademischem Niveau im Programm. Der Masterlehrgang „Management in Information and Business Technologie“ bietet die Kombination von IT-Kompetenzen und wirtschaftlichem Know-how. Die Ausbildung deckt folgende Fachbereiche ab: aktuelle und zukünftig relevante ITSysteme, betriebswirtschaftliche Anwendung sowie Management und Führung. Beratung und Informationen WIFI Vorarlberg Info-Center T +43 (0)5572 3894-425 E info@vlbg.wifi.at vlbg.wifi.at/Lehrgaenge/uni.php

Advanced Academic Business Manager MBA Starttermin: 21.9.2015 f

Management in Information and Business Technologies Info-Abend: 25.6.2015, Dornbirn Starttermin: September 2015

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Akademischer Industrial Engineer Info-Abend: 14.6.2016 Starttermin: Oktober 2016

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Aufbaulehrgang Bachelor of Arts in Graphic Design Termine auf Anfrage


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Leben macht die Arbeit süß! Sabine Asgodom gibt im ersten WIFI Stars Vortrag des neuen Kursjahres Einblicke in eine gelungene Work-Life-Balance. Viele Jahre galt im Business das Motto: höher, schneller, weiter. Heute ist Umdenken gefragt! Wir wissen jetzt, dass Erfolg im Beruf langfristig nur in Kombination mit Zufriedenheit im Privatleben zu erreichen ist. Doch wie ist es möglich, beides zu verbinden, ein erfolgreiches Berufsleben und ein glückliches Privatleben? Sabine Asgodom gibt zahlreiche Tipps, wie man ein eigenes, ganz persönliches Work-Life-Konzept entwickeln kann, um innere Balance zu finden und ein erfülltes Leben zu führen, im Job und privat. (Termin siehe Kasten unten).

unserer Wirkung im Beruf hängt von unserem Auftreten ab. Ob wir ernst genommen und respektiert werden, ob wir überzeugend verhandeln oder begeistern können. Ausstrahlung kommt vom inneren Strahlen. Überzeugen kommt von Überzeugung. Auftreten hat mit Haltung zu tun. Sabine Asgodom erarbeitet mit den Teilnehmern in diesem Tagesseminar die Schritte zu mehr Souveränität im Berufsalltag und ebnet somit ihren Weg zu mehr Erfolg! Souverän im Job Termin: 20.10.2015, Di 9 - 17 Uhr WIFI Dornbirn Beitrag: 430 Euro Kursnummer: 12827.03 Persönliche Beratung: Barbara Mathis, T 05572/3894-461 E mathis.barbara@vlbg.wifi.at

Ein-Tages-Seminar: Souverän im Job

„Wer Vertrauen verspielt, hat ein Problem!“

Am Tag nach ihrem WIFI StarsAuftritt hält Sabine Asgodom einen Tages-Workshop zum Thema „Souverän im Job - erfolgreich mit der SUCCESS-Formel. 90 Prozent

n WIFI Stars 2015/2016

Top-Referenten zu Gast Auch 2015/16 sind wieder internationale Referenten im WIFI-Campus zu Gast. Die Vorträge werden von der Wirtschaftskammer unterstützt, die Teilnahme kostet daher nur je 55 Euro. Interessenten können die WIFI Stars entweder einzeln oder als Abo buchen. Im Abo betragen die Kosten 245 Euro für fünf Abende. Sie sparen 30 Euro. f

„Leben macht die Arbeit süß“ Sabine Asgodom Termin: 19.10.2015, 19 Uhr „Die wertvollsten Ressourcen der Zukunft“

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Sabine Asgodom ist eine der bekanntesten Management-Trainerinnen im deutschsprachigen Raum.

Erik Händeler Termin: 24.11.2015, 19 Uhr „Mit der Disziplin und der Willenskraft der Shaolin zum Erfolg“, Marc Gassert Termin: 24.2.2016, 19 Uhr „Der Makel der Marke“ Saliya Kahawatte Termin: 13.4.2016, 19 Uhr „FISCH! Ein ungewöhnlicher Motivationsvortrag“ Michael Ehlers Termin: 18.5.2016, 19 Uhr Anmeldung: E info@vlbg.wifi.at T 05572/3894-424 Abo-Kursnr: 28810.03

Bereits Anfang April begeisterte Ralph Goldschmidt die Zuschauer mit seinen Ausführungen zum Thema Vertrauen als ökonomische Macht. „Vertrauen ist ein Gut, das ich nicht kaufen kann. Wenn ich es aber nutze, kann es sich vermehren“, so definierte Ralph Goldschmidt gleich zu Beginn der Veranstaltung den Begriff Vertrauen. Seine weiteren Ausführungen drehten sich im Anschluss darum, wie es gelingen kann, sowohl im beruflichen wie im privaten Umfeld gesunde, tragfähige - kurz vertrauenswürdige - Beziehungen aufzubauen und warum das gerade auch in ökonomischer Hinsicht für Unternehmen so wichtig ist. Der Wert einer Marke spiegle, so Goldschmidt, das Vertrauen von Kunden und Partnern wider. Ob in einem Unternehmen eine vertrauenswürdige Unternehmenskultur herrsche, hänge auch starkt von den Führungskräften ab.

Ralph Goldschmidt.

„Wer seiner Führungskraft und dem Team vertraut, legt seinen Fokus auf die Stärken, ist offener und motivierter. Ist das Vertrauensverhältnis gestört, geht viel Energie im Kampf mit Team oder Vorgesetztem verloren.“ Eine positive Vertrauenskultur spiegle sich auch immer in den Unternehmenszahlen wider. Eine Studie belegt diese These: Die Rendite von Aktionären war drei Mal so hoch in Unternehmen, in denen eine vertrauensvolle Unternehmenskultur herrschte. Goldschmidt abschließend: „Ich bin überzeugt davon, dass geringes Vertrauen auch die beste Firmen-Strategie zum Scheitern bringen kann.“


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 Thema Führung

Das Wissen um Systeme erleichtert Führungsarbeit

Nicole Berti, Gestaltung und Kommunikation

Der Lehrgang Systemisches Leadership wurde für Führungskräfte konzipiert. Systemisches Denken löst sich von den klassischen Ursache-Wirkung-Rezepten. Es geht darum zu verstehen, wie Kräfte in einem System wirken und wie man mit diesem Wissen neue Lösungsmöglichkeiten entwickeln kann. „Wenn Sie beispielsweise ein Problem in einem Team lösen möchten, macht es wenig Sinn, das Team isoliert zu betrachten. Denn das Team besteht aus einzelnen Mitgliedern, die in unterschiedlichen Beziehungen zueinander stehen. Jede Handlung eines Einzelnen löst eine Reaktion aus und beeinflusst damit das ganze System. Gleichzeitig ist das Team auch Teil eines größeren

„Dem Kunden muss man aktiv zuhören“ Marketing- und Verkaufsprofi Alexander Muxel erklärt im Interview, was einen gutenVerkäufer ausmacht und wie er die Look & Feel Kurzseminar-Reihe in WIFI konzipiert hat.

Führungskräfte haben es schwer! Sie sollen den Unternehmenserfolg garantieren, zugleich aber auch Vorbild und qualifizierter Begleiter für ihre Mitarbeiter sein. Damit dieser Spagat gelingt, ist das sensible Zusammenspiel zwischen Management, Führung und Mitarbeitern besonders wichtig. Das WIFI hat eine Reihe von Kursen im Programm, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

„Das Wissen um Systeme hilft mir bei meiner gestalterischen Arbeit und dabei, gemeinsam mit dem Kunden authentische Kommunikation mit Bestand zu entwickeln.“

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Ganzen, z. B. einer Firma, und hat auch dort eine Rolle in diesem übergeordneten Umfeld inne. Auch das Umfeld beeinflusst das Team wesentlich“, erklärt Lehrgangsleiter Kambiz Poostchi. Ziel des Lehrganges ist es, den Teilnehmern die Grundwerkzeuge systemischen Denkens und teamorientierter Kommunikation nahezubringen und ihnen Werkzeuge für den Umgang mit Konflikten und Krisen mitzugeben. Gleichzeitig lernen sie die Struktur hinter systemischen Prozessen zu erkennen und Gruppen und Teams in Veränderungsprozessen zu begleiten. Wer einen ersten Einblick in das Thema Systemisches Leadership erhalten möchte, für den ist das Ein-Tages-Seminar „Führung muss führen“ optimal. In acht Trainingseinheiten bekommt man eine Einführung ins systemische Denken und die teamorientierte Kommunikation. f

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Systemisches Leadership Info-Abend: 1.6.2015, 18 Uhr, WIFI Dornbirn Start Lehrgang: 17.9.2015 Kursnummer: 12801.03 Führung muss führen Termin: 2.6.2015, 9 - 17 Uhr, WIFI Dornbirn Kursnummer: 12701.03 Anmeldung & Beratung: Barbara Mathis T 05572/3894-461 E mathis.barbara@vlbg.wifi.at

Sie führen im WIFI die Seminar-Reihe „Look&Feel“ durch. Die Inhalte reichen von B2B-Marketing bis hin zu Low Budget Marketing. Was hat es mit diesen Themen auf sich? Als Business Coach nehme ich in KMUs interimistisch die Funktion eines Marketing- und Vertriebsleiters ein. All diesen Themen begegne ich dort täglich als Herausforderungen für die Unternehmen, unabhängig vom angebotenen Produkt oder der Dienstleistung. Warum gibt es Verkäufer, die den doppelten Umsatz erzielen wie andere? Natürlich spielt dabei die Qualität des Verkaufsgebietes und des KundenstockseinegroßeRolle.Daneben sind aber zwei beeinflussbare Faktoren enorm wichtig. Einerseits das eigene „Gedanken-Management“ des Verkäufers, wie z.B. die Eigen-Motivation, sein „Chancen-Denken“ und seine Ausstrahlung. Andererseits ist der professionelle Umgang mit dem Kunden matchentscheidend. Das umfasst z.B. das sogenannte „Walkinginyourcustomer’sshoes“. Aber auch die klare Nutzen-ArgumentationundseineAbschluss-Stärkeinder Verhandlung. Schlussendlich noch sein Verhalten nach dem Verkaufsabschluss, denn nach dem Verkauf ist vor dem Verkauf! Was ist das Geheimnis eines erfolgreichen Verkaufsgesprächs? Dem Kunden muss man „aktiv“ zuhören, das heißt auch nachhaken, ihn ernst nehmen (z.B. Notizen machen) und ihn vor allem ausreden lassen. Man sollte bewusst den Nutzen-Verkauf statt den ProduktVerkauf in den Vordergrund stellen.

Alexander Muxel.

Zudem gilt: Keine Angst vor dem Preis! Die Abschluss-Signale sollte man rechtzeitig erkennen und gekonnt „den Sack zumachen“.

 Thema Verkauf Look & Feel Seminare f

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B2B-Marketing – Wenn Profis unter sich sind Termin: 16.10.2015, 13.30 bis 17 Uhr Megatrends – konkrete Auswirkungen auf Konsumenten und Hersteller Termin: 4.12.2015, 13.30 bis 17 Uhr Beratung & Anmeldung: Eva Hehle T 05572 3894 - 475 E hehle.eva@vlbg.wifi.at

Diplom-Lehrgang Verkaufs- und Vertriebsmanagement In diesem Lehrgang bekommen die Teilnehmer die grundlegendsten Fragen im Vertrieb und Verkauf beantwortet. f Kostenloser Info-Abend: Oktober 2015 f Start Lehrgang: November 2015 f Beratung & Anmeldung: B. Sohm, T 05572/3894-489 sohm.brigitte@vlbg.wifi.at


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Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Körper- und Energiearbeit: verschiedene Wege, ein Ziel Der Cranio Sacralen Körperarbeit liegt die Arbeit mit der rhythmischen Pulsation im Körper zugrun-

de. Diese Pulsation wird - neben Herzschlag und Atmung - als dritter Lebenspuls bezeichnet. Gearbeitet wird am ganzen Körper durch sanfte Berührung, mit Schwerpunkt Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sacrum). Das Erlernen verschiedener Techniken, ein anatomisches Grundverständnis, das Training der Wahrnehmung verschiedener Gewebsschichten sowie Erfahrungen über die zahlreichen, dem Körper innewohnenden Lebens- und Selbstheilungskräfte sind Bestandteil der Ausbildung.

Neu: Kinesiologie

„Einzige Voraussetzung ist Interesse und die Bereitschaft zum Ausprobieren.“ Konstantin Jordanidis, Lehrgangsleitung Kinesiologie

Kinesiologie wird als die Lehre der Bewegung verstanden. „Mithilfe des kinesiologischen Muskeltests legen wir, vorbei am Verstand, an Widerständen, an Vorstellungen und Konzepten, einen Zugang zu Informationen aus tiefen Schichten des Bewusstseins. Dort liegen die Antworten auf Probleme und Symptome“,erklärtLehrgangsleiterKon-

Foto: Thinkstock

Gleich zwei Ausbildungen im Bereich Komplementärmedizin sind heuer neu im Programm: Cranio Sacrale Körperarbeit und Kinesiologie.

Komplementäre Methoden sehen Gesundheit als ausdrückliches Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele.

stantin Jordanidis. Hauptaufgabe des Kinesiologen ist es, die Kunden mit diesen Antworten in Kontakt zu bringen. So werden seelische, geistige und körperliche Dynamiken Teil des Gesundungsprozesses und neue Ressourcen werden freigelegt. Die Absolventen beider Lehrgänge erhalten ein WIFI-Diplom.

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Cranio Sacrale Körperarbeit Kostenloser Info-Abend: 14.9.2015 Start Lehrgang: 23.10.2015 Kinesiologie Kostenloser Info-Abend: 25.1.2016 Start Lehrgang: 26.2.2016 Persönliche Beratung Beate Amann, T 05572/3894-473 amann.beate@vlbg.wifi.at

 Ordinationsassistentin

Anspruchsvoller und vielseitiger Beruf Ordinationsassistentinnen sind die ersten Ansprechpartner der Patienten in einer Praxis. Ihre Aufgaben sind somit vielseitig: Sie erledigen die administrativen Aufgaben in einer Praxis, assistieren bei Untersuchungen und kümmern sich um die Patienten, hören ihnen zu und erklären ihnen den Ablauf der Untersuchungen. Diese Aufgaben erfordern ein hohes Maß an Organisationstalent, aber auch Kommunikationsstärke, Menschenkenntnis und Geduld. Seit knapp zwei Jahren müssen Ordinationsassistentinnen, die bei niedergelassenen Ärzten medizinische Tätigkeiten verrichten, eine gesetzlich vorgeschriebene

Ausbildung vorweisen. Das WIFI bietet in regelmäßigen Abständen Ausbildungslehrgänge an. Der nächste Lehrgang „Ordinationsassistenz“ startet bereits am 16. Oktober 2015. Im Rahmen der Ausbildung stehen Themen wie etwa die ethischen Aspekte der Gesundheitsversorgung, Anatomie und (Patho-) Physiologie, Arzneimittellehre oder auch die Grundlagen der Infektionslehre und Hygiene auf dem Lehrplan. „Der Beruf der Ordinationsassistentin ist extrem vielseitig und anspruchsvoll. Wer medizinisch interessiert ist, gerne mit Menschen arbeitet, aber auch ein Händchen für Organisation

der vorgeschriebenen Stunden als Praktikum in einer Ordination absolviert werden. Im theoretischen Teil stehen Fächer wie Erste Hilfe und Verbandslehre, Anatomie und Pathologie oder auch Arzneimittellehre auf dem Stundenplan. f

Der Beruf ist sehr vielseitig.

hat, für den ist dieser Lehrgang sicher richtig“, erklärt Monika Giselbrecht, die diese Ausbildung für das WIFI organisiert. Der Lehrgang umfasst insgesamt 650 Stunden, wobei die Hälfte

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Ordinationsassistenz Beitrag: 3.490 Euro Ort: WIFI Dornbirn Termin Herbst 2015 16.10.2015 - Nov. 2016 Termin Frühjahr 2016 6. April - Nov. 2016 Persönliche Beratung Sandra Geißinger T 05572/3894-467 geissinger.sandra@vlbg.wifi.at


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Fotos: WDA Vorarlberg

Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Die WDA bietet eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung für eine Karriere in der Kreativ- und Kommunikationsbranche.

Kreativer Nachwuchs im Vormarsch Das WIFI hat eine ganze Reihe von Kreativ-Ausbildungen im Programm. Beim Schnuppernachmittag der Werbe Design Akademie (WDA) kann man am 29. Mai 2015 ab 13:30 Uhr den Studenten über die Schulter schauen! Die WDA richtet sich an junge, grafisch talentierte und kreative Personen, die ihre berufliche Zukunft im Bereich Gestaltung sehen. Kreativität, Professionalität, Praxisbezug und Experimentierfreudigkeit prägen die intensive zweijährige Ausbildung. Über 2.000 Unterrichtseinheiten, ein sechswöchiges Praktikum und der Diplomabschluss garantieren einen erfolgreichen Einstieg in die Welt der Werbung und der Kommunikation. Nach dem Abschluss sind die Absolventen Allrounder und können sowohl im kreativen als auch kommunikativen Umfeld Fuß fassen: Ob Werbeagentur, Grafikbüro oder Marketingabteilung, die Möglichkeiten sind vielfältig und abwechslungsreich. WDA-Studentin Isabella Gural hat ihr Praktikum bei der Agentur Super absolviert und war begeistert: „Dank des hohen Praxisbezugs im Unterricht, konnte ich in

der Agentur sofort an Projekten mitarbeiten. Und auch Christian Feuerstein von Super zeigte sich begeistert: „Isabella war schnell ein Teil des Teams und hat sich sofort sehr konstruktiv und kreativ eingebracht. Mit ihrem Talent und ihrer Offenheit bringt sie beste Voraussetzungen für unsere Branche mit. Besonders ihre

illustrativen Fähigkeiten haben es uns angetan.“

WDA-Luft schnuppern! Unter dem Motto „Lieber mitten drin als nur dabei!“ findet am Freitag, den 29. Mai 2015 ab 13:30 Uhr ein Schnuppernachmittag im WIFI Dornbirn statt. Interessenten können sich dabei über die Ausbildung in der Werbe Design Akademie informieren. Alle Details finden sich auch im Internet unter: www.wda-vlbg.at

 WIFI Kreativausbildungen f

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WDA | Werbe Design Akademie Schnuppernachmittag: 29.5.2015, 13.30 Uhr WDA-Start: 14.9.2015 Fachakademie Medieninformatik & Mediendesign Info-Abend: 24.6.2015 Start: 7.9.2015 Lehrgang Grafik- und Mediengestaltung Start: 6.10.2015 Webdesign Lehrgang

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Start: 6.10.2015 Digitale Fotografie Basislehrgang Start: 29.9.2015 Masterclass Photography Info-Abend: 18.6.2015 Start: 22.9.2015

www.wifi.at/vlbg

„Aufgeregt und etwas nervös trat ich mein Praktikum bei der Agentur Super an. Ich fand mich aber schnell zurecht und durfte gleich an realen Projekten mitarbeiten. Dass ich mein Wissen im Arbeitsalltag sofort anwenden konnte, ist ein Beweis für den hohen Praxisbezug an der Werbe Design Akademie. Natürlich habe ich auch viel dazugelernt: unter anderem, dass der Zusammenhalt in der Agentur wichtig für gute Ergebnisse ist.“ Isabella Gural, WDA Studentin


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Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Immer mehr Menschen wollen Deutsch lernen Der neue Lehrgang zum DaF- und DaZ-Trainer trägt der stetig steigenden Zahl von Deutschlernenden Rechnung. Denn auch der Bedarf an gut ausgebildeten Deutsch-Trainern steigt kontinuierlich.

Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration von Zuwandernden. Sie bildet den Zugang für jeden, der eine andere Kultur kennenlernen oder sie verstehen will. Mit 100 Millionen Muttersprachlern ist Deutsch die meistgesprochene Sprache in Europa. 2015 gibt es nach einer aktuellen Erhebung des Goethe-Instituts weltweit rund 15,4 Millionen Deutschlernende.

Moderner Unterricht mit top ausgebildeten Trainern Angesichts der hohen Aktualität des Themas Migration - auch in Bezug auf ausländische Fach- und

WIFI ist einziger Anbieter in Vorarlberg Wer sich zum DaF/DaZ-Trainer ausbilden lassen wollte, musste bis jetzt in andere Bundesländer ausweichen - ab 9. Oktober bietet das WIFI den ersten, zweisemestrigen Lehrgang im Land an! In diesem Basislehrgang erwerben die Teilnehmer die theoretischen, aber vor allem auch praktischen Grundlagen, die sie für das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache sowie Deutsch als Zweitsprache in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen benötigen. Judith Berger-Neustädter dazu:

„Schon während der Ausbildung werden die Teilnehmer praktische Unterrichtserfahrung sammeln.“ Mag. Judith Berger-Neustädter, Lehrgangsleiterin

Am 9. Oktober startet die neue Ausbildung zum DaF/DaZ-Trainer im WIFI Vorarlberg.

 Alle Fakten im Überblick Lehrgang zum DaF/DaZ-Trainer

Führungskräfte - hat das WIFI in den letzten Jahren seine Angebote im Bereich Deutsch als Fremdsprache stark ausgebaut und ist heute mit über 60 Kursen im Jahr der größte Anbieter im Land. „Ein moderner, abwechslungsreicher und vor allem praxisnaher Unterricht ist bei der Arbeit mit Erwachsenen entscheidend“, erklärt Lehrgangsleiterin Mag. Judith Berger-Neustädter, die selbst seit dreizehn Jahren im WIFI Deutsch als Fremdsprache auf allen Leistungs-Niveaus unterrichtet. Ein besonderer Fokus muss deshalb auf der Lehreraus- und -fortbildung liegen. Auch deshalb ist die Idee entstanden, eine Ausbildung zum DaF/ DaZ-Trainer (Deutsch als Fremdbzw. Zweitsprache anzubieten.

„Besonders wichtig ist uns, dass die Teilnehmer schon während ihrer Ausbildung Praxiserfahrungen in Form von Hospitationen und selbst gehaltenen Stundensequenzen sammeln. So lernen sie hautnah die besonderen Herausforderungen im Unterricht mit Erwachsenen kennen.“ Der neue Lehrgang richtet sich an alle Interessierten, die mit dieser Zusatzausbildung die Qualifikation für einneuesBerufsfelderlangenmöchten. Eine der Voraussetzungen zur Teilnahme ist die Studienberechtigung (siehe Kasten rechts). Wer allerdings die ÖIF-Zertifizierung haben will, braucht ein abgeschlossenes Studium und mindestens 450 Stunden Unterrichtspraxis.

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Trainingseinheiten: 200 Beitrag: 2.475,- Euro inkl. Unterlagen Ort: WIFI Dornbirn Abschluss: WIFI Diplom und Teilnahmebestätigung Voraussetzungen: Studienberechtigung (Matura), Deutsch als Muttersprache oder Deutschkenntnisse auf mindestens Sprachlevel C1, Aufnahmegespräch Voraussetzungen für ÖIF Zertifizierung: Abgeschlossenes Studium und mind. 450 TE Unterrichtspraxis Kostenlose Info-Abende: 8. Juni 2015, 18.30 - ca. 20 Uhr, WIFI Dornbirn 9. September 2015, 18.30 - ca. 20 Uhr, WIFI Dornbirn Lehrgangsstart: 9. Oktober 2015 bis Juni 2016 Persönliche Beratung: Mag. Christa Tschofen, MBA T 05572/3894-474 E tschofen.christa@vlbg.wifi.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

Extra

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Umwelt & Energie

Energie - Herausforderung für Betriebe und Politik gleichermaßen Der sorgsame Umgang mit Energie ist für Vorarlberger Betriebe nicht nur ein Lippenbekenntnis und das Thema „Energie“ ist für verbrauchende Unternehmen ebenso relevant wie für Unternehmen aus dem Bereich der sogenannten „green economy“. Energie ist Chance und Herausforderung für die Vorarlberger Wirtschaft, zugleich, Herausforderung aber auch für die Politik.

beitsplätze und somit Wohlstand. Die Unternehmen haben das erkannt und ein deutliches Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit Energie - auf allen Ebenen von der Produktion bis hin zur Mobilität - entwickelt. Freiwillig und eigenverantwortlich!

Chancen einräumen

Von Marco Tittler, Leiter WKV-Wirtschaftspolitik Dass sich die Vorarlberger Wirtschaft zu einer ressourcenschonenden Produktion bekennt und in Sachen Energieeffizienz bereits große Anstrengungen unternommen und Erfolge erzielt hat, lässt sich anhand zahlreicher Beispiele dokumentieren. Im Programm Energiezukunft Vorarlberg des Landes ist die Wirtschaft ein wesentlicher Unterstützer und hat in einer eigenen Arbeitsgruppe auch bereits zahlreiche Vorschläge eingebracht. Viele Vorarlberger Betriebe setzen auf freiwilliger Basis bereits wesentliche Akzente in puncto Energieeffizienz und übernehmen dabei eine Vorreiterrolle weltweit. Diese Initiativen entfalten ihre Wirkung. Während der Energieverbrauch in den letzten Jahren de facto konstant gehalten werden konnte, stieg das Brutto-regionalprodukt und somit der Output deutlich an! Vielen Vorarlberger Betrieben in den unterschiedlichsten Branchen, wie zum Beispiel der Beleuch-

steht aber auch für nachhaltige Produktion, bewusst hergestellte Produkte und einen sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Energie wird aber auch mehr und mehr zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

„Allein kann die Wirtschaft das nicht schaffen. Es braucht entsprechende Rahmenbedingungen.“ Marco Tittler, Wirtschaftspolitik

tung,Haustechnik,Geothermieoder Windkraft ist es zudem gelungen, wesentliche Innovationen zu entwickeln und große technologische Sprünge mitzugestalten.

„Made in Vorarlberg“ „Made in Vorarlberg“ steht für zahlreiche Innovationen aus dem Energiesektor. „Made in Vorarlberg“

In einem Hochlohn- und Hochsteuerland müssen Unternehmen an jeder Kostenschraube drehen, um international auch weiterhin wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben. Vorarlberg ist aufgrund der Exportorientierung und der exponierten Lage im Dreiländereck in einer besonderen Situation. Die Vorarlberger Firmen stehen im unmittelbaren Wettbewerb mit Mitbewerbern aus der ganzen Welt. Für eine wettbewerbsfähige Vorarlberger Wirtschaft ist daher eine globale Betrachtung unter geeigneter Vernetzung der Themen Energie, Klima- und Umweltschutz wesentlich. Nur eine international wettbewerbsfähige Wirtschaft sichert der Region Vorarlberg die notwendige Wertschöpfung, Ar-

Die große Herausforderung für die Zukunft besteht darin, die Wirtschaft bestmöglich zu unterstützen und ihr Chancen und sofern möglich auch Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten aus anderen Ländern einzuräumen. Vorteile gegenüber Ländern, in welchen ökologische Standards, Menschenrechte, Arbeitnehmerschutz und sozialer Frieden unter Umständen nur eine untergeordnete Rolle spielen, die aber mit den gleichen Produkten auf den Weltmärkten um Kunden werben, wie es die heimischen Unternehmen machen. Das kann die Wirtschaft nicht alleine schaffen, hier braucht es Rahmenbedingungen durch die Politik. Aktuell scheint es der Politik nicht zu gelingen, die wesentlichen Entwicklungen zu steuern. Die Umsetzung der EU-Energierichtlinie und die teilweise drastischen Verschiebungen bei der Finanzierung der Ökostrom-Aufwendungen sind dabei nur zwei bespiele für eine mangelhafte Umsetzung. Die Schwierigkeit besteht darin, Entwicklungen auf dem einen Bereich zuzulassen und zu fördern, gleichzeitig aber andere Bereiche nicht zu belasten und im globalen Wettbewerb zu benachteiligen. Eine zugegebenermaßen schwierige Aufgabe, aber eben gerade deswegen n eine Herausforderung!


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

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Rädler-Baustoffe stellte den neuen bereits gedämmten Hightech Ziegel MZ70 vor! Als sich die Bauherrenfamilie Boll aus Sulz für den Bau ihres Traumhauses entschieden hatte, war auch die Frage nach dem idealen Baustoff rasch geklärt: „Wir haben bei der Bauweise ganz bewusst ein Massivhaus aus Tonziegel gewählt, denn die Eigenschaften des Ziegels mit hohem Schallschutz, Brandschutz, Wärmespeicher, hohem Wärmedämmwert und der Diffusionsoffenheit haben uns überzeugt.“ „Außerdem wollten wir von der schnellen Bauweise, und der hohen Wertbeständigkeit des Hauses profitieren“, sagt Bauherr Johannes Boll.

Die fachliche Begleitung und die Baustellenlogistik übernahm die in Baustoffen sehr erfahrene Fachfirma Rädler. Dass der Rohbau ab Kellerdecke innerhalb zwei Wochen stand, überraschte selbst das ausführende Bauunternehmen.

Wohlfühloase in höchster Qualität Heraus kam eine energieoptimierte Wohlfühloase, die Johannes Boll und seine Ehefrau Raiza nicht mehr missen wollen. „Das Raumklima ist hervorragend, die Luftfeuchtigkeit ist wunderbar, im Sommer ist das Haus angenehm warm, aber nicht überhitzt, und im Winter haben wir immer eine optimale Raumtemperatur.

Kundenservice ist bei Rädler großgeschrieben: rasche Anlieferung von Baustoffen mit Spezialfahrzeugen.

Einzigartige Fachberatung

Begleitung durch Rädler Beim Projekt in Niedrigenergiebauweise wurde der MZ70 in der Stärke 36,5 cm verwendet.

Schneller und sauberer Baufortschritt mit bereits wärmegedämmten Hightech Ziegeln MZ70.

Die Bauprofis schätzen vor allem die exzellente Fachberatung der geschulten Mitarbeiter, denn bei Rädler dreht sich alles nur um Baustoffe. Diese werden nicht in einer Zusatzabteilung wie in den sogenannten „Baumärkten“ verkauft, sondern es ist unsere Kernkompetenz und jahrzehntelange Erfahrung. Der Kunde bekommt hier das richtige Produkt zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis!

„Baustoffe sind unser Kerngeschäft, dort kennen wir uns aus und können unseren Kunden den größten Zusatznutzen stiften.“ Dr. Reinhard Lutz, Firmenchef Rädler Baustoffe

...dort wo der Profi kauft! Als Komplettanbieter von Baustoffen sorgt das Familienunternehmen Rädler dafür, dass die Baumaterialien in der richtigen Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorhanden sind. Hierfür steht allen Baukunden an den Standorten Wolfurt und Dornbirn ein umfangreiches Baustofflager zur Verfügung.

Traumhaus der Familie Boll.

n Kontakt

August Rädler GmbH 6922 Wolfurt - 6850 Dornbirn wolfurt@raedler-baustoffe.at dornbirn@raedler-baustoffe.at www.raedler-baustoffe.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

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Anstrengungen zum Energiesparen werden verdoppelt Startschuss für die Energiesparoffensive 2020: Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen in Vorarlberg 150 GWh Energie eingespart werden. Das entspricht einer Heizölmenge von rund 15 Millionen Liter bzw. dem Stromverbrauch von 6.500 Haushalten pro Jahr.

Markus Wallner, Landeshauptmann gungen zur Energieeinsparung gleich, 4,2 Millionen Euro werden von Land Vorarlberg und VKW investiert. „Ein klar definiertes Etappenziel auf dem Weg in Richtung Energieautonomie ist es, bis zum Jahr 2020 in Vorarlberg um 15 Prozent weniger Energieverbrauch und um 18 Prozent weniger CO2Emissionen als im Jahr 2005 zu haben. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger soll gegenüber 2009 um rund 13 Prozent gesteigert werden“, erklärt Landesrat Erich Schwärzler das Engagement. Um diese Ziele zu erreichen, benötigt es unter anderem eine spürbare Reduktion des Energieverbrauchs

– und die neue Energiesparoffensive 2020 werde einen wichtigen Beitrag dazu leisten. „Hinter all diesen Maßnahmen steht das Ziel, Energie erneuerbar, verfügbar und leistbar zu halten“, ergänzt Landeshauptmann Markus Wallner.

Bündelung der Maßnahmen Im Rahmen der Initiative sollen einerseits bestehende Maßnahmen gebündelt und untereinander abgestimmt – und andererseits in den nächsten fünf Jahren weitere Initiativen und Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Die Basis dafür bilden die 101 enkeltauglichen Maßnahmen der Energieautonomie Vorarlberg. Die Energiesparoffensive fokussiert mit Schwerpunkt Strom auf die Bereiche „Haushalt“, „öffentliche Hand“ sowie „Industrie und Gewerbe“. Bei letzteren sollen unter anderem die lernenden Energieeffizienz-

netzwerke weiter ausgebaut werden. Ebenso ist eine Umrüstaktion von Lager- und Verkaufshallen auf LED sowie eine Schwerpunkt-Aktion zur Steigerung der Energieeffizienz bei KMU und Tourismusbetrieben geplant. Das Einsparpotenzial der Energiesparoffensive 2020 für Industrie und Gewerbe beträgt rund 16 GWh oder 1,6 Millionen Liter Heizöl pro Jahr.

n Facts Die Maßnahmen im Rahmen der Energiesparoffensive 2020 sollen folgende Verbraucher unterstützen: f Haushaltsstrom bzw. Betriebsstrom f Beleuchtung (Gebäude, Straßenbeleuchtung, etc.) f Warmwasseraufbereitung (z.B. Energiesparbrause, thermische Solaranlage) f Gewerblich/industrielle Prozessenergie

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

Das von Land Vorarlberg, VKW und Energieinstitut geschnürte Paket hat es in sich: In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 150 Gigawattstunden (GWh) Energie eingespart werden – das entspricht einer Heizölmenge von ca. 15 Millionen Liter bzw. dem Stromverbrauch von 6.500 Haushalten pro Jahr. Die als Energiesparoffensive 2020 bezeichnete Aktion kommt einer Verdoppelung der Anstren-

„Hinter all diesen Maßnahmen steht das Ziel, Energie erneuerbar, verfügbar und leistbar zu halten.“

„Einmal volltanken, bitte!“ Schritt für Schritt zur Energieautonomie

Was bringt wahre Lebensqualität? Zum Beispiel die natürliche Kraft der Sonne zu tanken. Schon durch kleine Schritte gelingt es, den Alltag kostengünstiger, erfüllter und vor allem nachhaltiger zu gestalten. So haben wir es auch in Zukunft natürlich warm.

www.vorarlberg.at/energieautonomie


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Mit der Kraft der Sonne Wenn sich ein Hausbesitzer dazu entschließt eine PV-Anlage zur sauberen Erzeugung von Stromenergie zu bauen, dann ist die Vergabe eines solchen Auftrages eine Vertrauenssache. Wie bekomme ich die entsprechende Qualität der Module, wo werden sie erzeugt, wer macht die fachgerechte Montage auf dem Dach oder an der Fassade? Die Firma energia solar, Feldkirch, ist schon über 15 Jahre auf dem Markt erfolgreich tätig und unzählige Anlagen produzieren Strom für die zufriedenen Kunden. Ebenfalls erfolgreich, seit über 115 Jahre, ist die Firma Lins dach&fassade, Feldkirch und Bludenz. Die Spezialisten von Lins dach&fassade bauen die Anlagen fachgerecht auf die Dächer. Denn nur ausgebildete Dachdecker haben das Know-how für die richtige

Montage der PV-Anlagen. Die Stärken liegen im dachintegrierten Einbau von PV-Anlagen. Dies ist wesentlich für optisch anspruchsvolle Lösungen, die auf die Architektur abgestimmt sind. Ergänzt werden diese Spezialisten von guten Elektropartnern, die für die fachgerechte Anbindung von Wechselrichter, Sicherung, und Einspeisung zuständig sind. Sämtliche Ansuchen, Bewilligungen und Förderanträge werden gerne im Namen der Kunden erledigt. Diese Kombination von Partnern mit einer reibungslosen Abwicklung hat sich schon über Jahre bewährt.

n Kontakt

Feldkirch-Altenstadt T 05522 83600 www.energiasolar.at

Erfolgreiche EUREM-Manager: Betriebliche Energieeffizienzlösungen rechnen sich Mit großem Erfolg laufen die Ausbildungen zum qualifizierten Europäischen Energiemanager (EUREM). Weltweit sind mehr als 4.200 Europäische Energie Manager in 26 Staaten tätig – 566 davon in Österreich. Seit nunmehr schon 11 Jahren betreibt die WKÖ Kurse für fortgeschrittenes Energiemanagement, die sich nach wie vor größter Nachfrage erfreuen. In Vorarlberg startet der fünfte EUREM-Lehrgang am 13. Juni 2015. Wie vielfältig die Lösungen der EUREM-Energiemanager sind, zeigen die im Kurs ausgearbeiteten Projekte - hier einige Beispiele aus der Praxis: f

Überarbeitung von Druckluftsystemen durch Schließung von Lecks, Austausch von Kompressoren, Reduzierung

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der Leerlaufzeiten, Isolierung von Leitungen, hydraulischer Abgleich Regeltechnische Optimierung von Lüftungsanlagen Reduzierung der Energieverluste eines Kondensat-Systems, Wärmerückgewinnung aus dem Rauchgas eines Drehrohrofens Umstellung der Leuchtmittel auf LED-Technologie Thermische Sanierung von Gebäudehüllen, Sockelwärmeerzeugung mit Wärmepumpe, Dachdämmung.

Die in diesem EUREM-Lehrgang bearbeiteten Projekte lösen Investitionen von rund 19 Mio. Euro aus, denen in Summe jährliche Energiekostenersparnisse von rund 750.000 Euro gegenüberstehen. Der Wert der Energieeinsparungen über alle bisherigen 25 EUREM-Lehrgänge in ganz Österreich nähert sich der Schallmauer von 1 Million Megawattstunden.


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Nachhaltiges Planen und Bauen mit i+R Die i+R Industrie- & Gewerbebau GmbH hat zwei neue Standbeine: Der Lauteracher Bauspezialist bietet sein Know-how verstärkt im Hotelbau an. Und mit dem Geschäftsbereich i+R sanieren & bauen ist das Unternehmen nun auch Ansprechpartner für private Bauherren. Die i+R Industrie- & Gewerbebau hat in den vergangenen Jahren ihr Portfolio ständig erweitert. Heute vereint die hundertprozentige Tochter der i+R Gruppe den klassischen Industriehallenbau, Architekturbau, den modularen „multi-line-Systemhallenbau“ und moderne Energielösungen unter einem Dach. Neu dazugekommen sind nun Hotelbau und Sanierung. „In beidem greifen wir auf jahrzehntelange Erfahrungen unserer Baugruppe zurück. Damit

wollen wir am Markt nun verstärkt Fuß fassen. Dies zeigt schon der neue Auftragseingang in der Höhe von € 8.500.000 von der Fa. TOX Pressotechnik in Weingarten“, freut sich Geschäftsführer Peter Mostögl auf neue Herausforderungen. Jüngstes Vorzeigeprojekt ist das Holiday Inn Express in Friedrichshafen, das im vergangenen Herbst eröffnet wurde. „Wie bei allen Objekten übernehmen wir auch im Hotelbau auf Wunsch die gesamte Bauabwicklung mit Projektentwicklung, Budgetierung und Vergabe von Einzelaufträgen bis zur Schlüsselübergabe“, erklärt Mostögl.

Gewerbliche und private Bauherren in besten Händen Neuerdings führt die i+R nicht nur den Bau von Industrie- und Gewerbebauten aus: Mit ihrer

„Mit unseren Firmen decken wir die Kernkompetenzen Planen, Entwickeln und Bauen ab.“ Peter Mostögl, Geschäftsführer der i+R Industrie- & Gewerbebau GmbH neuen Tochterfirma i+R sanieren & bauen übernimmt sie auch die Sanierung von in die Jahre gekommenen Betriebsgebäuden. Dieses Know-how können sich aber nicht nur gewerbliche Kunden, sondern auch private Bauherren zunutze machen.

Die i+R sanieren & bauen bietet ein Rundum-sorglos-Paket für alle. „Was bei Großprojekten zählt, ist auch bei kleineren Aufträgen wichtig: Hinsichtlich Planung, Ausführung und zeitlichem wie wirtschaftlichem Rahmen richten wir uns ganz nach den Vorstellungen unserer Kunden“, so Geschäftsführer Peter Mostögl. Immer häufiger wird beispielsweise der Wunsch nach zukunftsfähigen Energielösungen geäußert. Mit der i+R geotech und i+R energie ist der Bauspezialist dafür gut aufgestellt und stattet sämtliche Gebäudeformen mit Erdsonden und Photovoltaikanlagen aus oder rüstet sie auf.

n Info www.ir-industrie-gewerbebau.at

... wir sanieren & bauen und

setzen auf saubere, nachhaltige Energieformen! Photovoltaikanlagen und Wärmegewinnung aus der Tiefe macht Sie energieautonom und zum Vorbild für eine lebenswerte Umwelt.

Aussteigen – umsteigen! i+R sanieren & bauen GmbH Neubau EFH / Sanierung T +43 (0) 5574 / 6888-2900

Wir sind Ihr Partner für Behördenansuchen, professionelle Planung, Abwicklung und Umsetzung, zum Fixpreis & Fixtermin!

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Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

50 · Umwelt & Energie · Die Wirtschaft Seit 30 Jahren setzt sich das Energieinstitut Vorarlberg gemeinsam mit vielen Partnern für ein zukunftsfähiges, kostengünstiges Bauen ein. Vom Energiespar- bis zum Plusenergiehaus, vom Solarselbstbau bis zur Photovoltaikaktion, von Einzelmaßnahmen bis zur Lebenszyklusbetrachtung: Das Vorarlberger Baugeschehen hat in den letzten drei Jahrzehnten Quantensprünge absolviert und ist Vorbild für viele Regionen Europas geworden.

Die ersten Schritte Wenige Jahre nach der Gründung des Energiesparvereins 1985 wurden mit dem Vorarlberger Energiesparhaus zum ersten Mal Kriterien der Energieeffizienz in der Wohnbauförderung des Landes berücksichtigt. Die Förderung war zum wichtigen energiepolitischen Lenkungsinstrument geworden, das sie auch heute noch ist. Und insbesondere vor dem Hintergrund der Energieautonomie Vorarlberg ist sie so bedeutsam, wie nie zuvor.

Von der Wiege bis zur Bahre Mit der Einführung der Ökologischen Baustoffdatenbank, die später zur öbox und dann 2008 zur baubook wird, beginnt die Ökologisierung des Wohnbaus. Sie befasst sich erstmalig mit den Auswirkungen der eingesetzten Baustoffe auf die Umwelt, aber auch auf die Gesundheit der Bewohner, und entwickelt sich derzeit in Richtung einer lange fälligen Gesamtbetrachtung von der Wiege bis zur Bahre der Baustoffe. Dadurch wird es nicht nur möglich, die Auswirkungen des Bauens sorgsam abzuschätzen, sondern auch den Bauleuten die Transparenz jener Baustoffe zu erhöhen, aus denen sich die eigenen vier Wände zusammensetzen.

Das Haus als Kraftprotz Mitte der Achtziger begann ein Haufen verrückter Pioniere, Kupferrohre und geschwärzte Bleche zu Solaranlagen zusammenzulöten, um ihr Warmwasser mit der

Zukunftsfähiges Bauen in Perfektion: das architektonisch, energetisch und ökologisch beispielhafte Pfarrhaus Krumbach. Sonne zu produzieren. Sukzessive wurden Solaranlagen zum Thema, marktreife Produkte ließen nicht lange auf sich warten. Den Turbo zündeten die ersten Solarnachrüstaktionen in den Gemeinden und die Förderungen des Landes – bis 25 Jahre später Solaranlagen quasi verpflichtend in die Wohnbauförderung aufgenommen wurden. So wurden seither auf Vorarlbergs Hausdächern annähernd 300.000 Quadratmeter thermische Solaranlagen installiert – was Vorarlberg zur Solarregion Nummer eins in Europa macht. Seit 2011 wird die Nutzung der Sonnenenergie durch die Errichtung unzähliger kleiner und großer Photovoltaikanlagen befeuert – allein von 2012 bis 2013 hat sich deren Fläche in Vorarlberg fast verdreifacht.

autonomie Vorarlberg konkrete Reduktionsziele für den Gebäudeverbrauch bis 2020 verabschiedet werden, rückt das Thema Sanierung in den Vordergrund. Die Wohnbauförderung verlagert ihren Schwerpunkt und bricht damit einen veritablen Sanierungsboom vom Zaun, der das Vorarlberger Handwerk an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringt. Mittlerweile hat sich das Geschehen eingependelt, der Fokus bleibt aber darauf gerichtet, den Energieverbrauch des Gebäudebestandes zu reduzieren – was auch gelingt, wenn man einen Blick auf das aktuelle Monitoring der Energieautonomie Vorarlberg wirft.

Verjüngungskuren sind angesagt

Vor rund 30 Jahren machte das Baby „Zukunftsfähiges Bauen“ in Vorarlberg seine ersten zaghaften Schritte. Die aktuellen Diskussio-

Als im Rahmen der Energie-

Wir stecken in der Pubertät

nen lassen vermuten, dass wir in der Pubertät angelangt sind. Also an jenem Punkt, an dem manche meinen, wir wären schon viel zu erwachsen und sollten lieber wieder ein bisschen kleiner werden in den Ambitionen. Manche hingegen, wir wären noch viel zu wenig erwachsen und zukunftsfähig und sollten uns nach der Decke strecken. Indem wir uns nämlich noch stärker mit den Ressourcen beschäftigen, die wir in die Errichtung der Gebäude stecken – und wie wir beim Abbau der Gebäude damit umgehen. Erst wenn uns das gelingt, sind wir erwachsen geworden und in der Energieautonomie angekommen. Fest steht: In den Kinderschuhen steckt das zukunftsfähige Bauen in Vorarlberg jedenfalls nicht mehr – dank der Lenkungsinstrumente des Landes, den engagierten Vorreitern aus der Wirtschaft und nicht zuletzt dem Energieinstitut Vorarlberg. Promotion


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

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Neutrale Analyse des Energieverbrauchs „Ist unser Energieverbrauch eigentlich normal in unserer Branche?“, fragt sich mancher Unternehmer. Eine neutrale Analyse mit Branchenvergleich gibt die Auskunft. Energiekosten lasten auf allen produzierten Gütern und Dienstleistungen. Was jedoch viele Unternehmer nicht beachten: Dies sind keine Fixkosten! Mit den heute verfügbaren Technologien können die Energiekosten deutlich gesenkt werden. BrennwertTechnik im Heizraum, LEDs im Schauraum, Photovoltaik am Dach und Gebäudedämmung sind nur einige wenige Beispiele, wo angesetzt werden kann.

Um den Energieverbrauch zu reduzieren, ist es notwendig, dass man permanent ein Auge darauf hat. Neutrale Energieberater bieten Unterstützung.

„Sowohl Objekte im Bestand, als auch im Neubau, können angemeldet werden.“ DI Markus Kaufmann, Programmleiter Energieberatung für Unternehmen

Woran sich ein günstiger Zeitpunkt erkennen lässt Ein günstiger Zeitpunkt, sich dem Thema Energieoptimierung zu widmen, ist immer dann gegeben, wenn absehbar wird, dass… u eine Erweiterung/Vergrößerung des Betriebes notwendig wird, u Anlagen an ihr Lebensende kommen, u ein Gebäude langsam renoviert gehört, um dem heutigen Standard zu entsprechen und dessen Werterhalt gesichert wird soll. Neben den oben genannten Ver-

änderungen im Betrieb ist ein weiterer guter Indikator für den Start einer Energieanalyse dann gegeben, wenn ein einzelner großer Energieverbraucher identifiziert worden ist. Ein Druckluftkompressor ist hier namentlich als Beispiel zu nennen.

Neutrale Ingenieurbüros zu geförderten Konditionen Seit 2004 vermittelt das Energieinstitut Vorarlberg neutrale Energieberater aus einem Pool von externen Ingenieurbüros. Ingenieurbüros sind durch ihre Standesregeln zu neutralen Beratungen verpflichtet. In Summe wurden bereits über 900 Betriebe beraten. Durch das Netzwerk der Energie-Experten können alle technischen Themenfelder für alle Unternehmensarten und -größen bedient werden. Gebäude, Heizung, Lüftung, Klima, Solar, PV, Strom, Beleuchtung, Druckluft,

Abwärme, Dampf, Motoren, Server und IT, usw. Für jedes Thema ist mindestens ein Experte verfügbar. Durch eine Förderung aus Mitteln des Landes Vorarlberg und des Umweltministeriums können die Beratungsstunden der Energieprofis mit bis zu 50 % Förderung versehen werden.

Wie geht man konkret vor Die Bestellung einer „Energieberatung für Unternehmen“ startet den Prozess der Optimierung Vorort im Betrieb. Das Angebot ist für KMUs, Industriebetriebe, Vereine, konfessionelle Einrichtungen und Gemeindeobjekte (mit und ohne Gebäudeimmobiliengesellschaft) verfügbar. Als Spezialität ist auch Support bei der Einreichung zur Förderung der Investition bei der KPC verfügbar. Beachten Sie die Einreichfristen bei der KPC! Anmeldung unter: www.EnergieCheck.at

n Facts f f f f

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60 Betriebe werden jährlich beraten 20 Topberater 30 – 50 % Förderung für die Beratung Durchschnittliche Investition nach der Beratung ca. 100.000,- Euro Beratungsdauer bedarfsorientiert von 1 bis 70 Stunden

n Kontakt

Markus Kaufmann T 05572 / 31 202-68 markus.kaufmann@energieinstitut.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

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Das Klimaneutralitätsbündnis auf Facebook: www.facebook.com/ klimaneutralitaetsbuendnis2025

Zehn Vorarlberger Unternehmen haben das Klimaneutralitätsbündnis 2025 gegründet. Die Teilnehmer haben sich für ihr Engagement das Ziel gesetzt, alle ihre Aktivitäten bis 2025 klimaneutral zu stellen. Mit einem freiwilligen Bündnis wollen die beteiligten Unternehmen ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten und auf regionaler und globaler Ebene das 2°C-Ziel der Vereinten Nationen unterstützen.

Messen – Reduzieren – Kompensieren – Zertifizieren Die von illwerke vkw koordinierten Maßnahmen im Klimaneutralitätsbündnis umfassen fünf Schritte. Zuerst wird der CO2Fußabdruck jedes teilnehmenden Unternehmens gemessen und Energiesparpotenziale aufgezeigt.

Als zweiter Schritt werden Effizienzmaßnahmen umgesetzt, um den Energieverbrauch und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Darauf liegt der Schwerpunkt der gemeinsamen Maßnahmen. Was in den Unternehmen nicht reduziert werden kann, wird durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten mit höchsten Standards und einer ausgewogenen Mischung an regionalen und globalen Projekten kompensiert. Als vierter Schritt werden die Gründungsmitglieder und Unternehmen, die zukünftig dem Bündnis beitreten, dabei unterstützt, eine Zertifizierung nach ISO 14064 – Treibhausgasbilanzierung und Verifizierung – zu erreichen. Schließlich sollen als letzter Schritt die gemeinsamen Anstrengungen kommuniziert und damit transparent gemacht werden.

aber auch davon überzeugt, dass ftiigung durch die intensive Beschäft mit den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz sowohl Einsparpotenziale als auch Imagegewinn und damit klare Wettbewerbsvorteile entstehen.“

Dr. Christof Germann, Vorstandsmitglied von illwerke vkw: „Wir wollen durch diese Initiative unsere Verantwortung als Unternehmen wahrnehmen. Wir sind

Das Klimaneutralitätsbündnis steht allen interessierten Unternehmen offen. Die Höhe der Teilnahmegebühren orientiert sich an der Zahl der Mitarbeiter.

„Das in Vorarlberg etablierte Klimaneutralitätsbündnis 2025 geht genau den richtigen Weg und setzt dazu auf ein „intelligentes“ Kompensationsprogramm. Das ist ein Hoffnungszeichen für die Welt in schwierigen Zeiten. Jetzt gilt es, den Anfang in Vorarlberg an vielen Stellen in Österreich und Europa zu multiplizieren“, so Prof. DDr. Franz Josef Radermacher, wissenschaftlicher Berater für das Projekt von der Universität Ulm.

Bündnis ist für neue Partner offen

Dr. Germann: „Je mehr Unternehftv voller men teilnehmen, desto kraft wird die Initiative und desto stärker profitieren die Bündnisteilnehmer vom gegenseitigen Austausch. Unser Ziel ist es, als Vorarlberger Wirtschaft die Energieautonomie des Landes und damit auch den globalen Klimaschutz zu unterstützen.“

n Info Die Gründungsmitglieder des Klimaneutralitätsbündnis 2025: f f f f f f f f f f

11er Nahrungsmittel GmbH ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG Julius Blum GmbH CST Claus Steurer Haberkorn GmbH Hypo Landesbank Vorarlberg Rhomberg Bau GmbH Schwärzler Hotels und Gastronomie Sutterlüty Handels GmbH illwerke vkw


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Verleihung der ÖKOPROFIT®-Zertifikate Bereits zum 20. Mal wurden die ÖKOPROFIT®-Zertifikate an Vorarlberger Unternehmen verliehen. Insgesamt konnten 172 Betriebe im Jubiläumsjahr das Zertifikat von Landesstatthalter Mag. Karlheinz Rüdisser im Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch entgegen nehmen. Erfreuliche Entwicklung und viele Vorteile Seit 20 Jahren gibt es in Vorarlberg die Möglichkeit, mit der ÖKOPROFIT® -Zertifizierung ein anerkanntes und praxiserprobtes Umweltmanagementsystem im Betrieb einzuführen. Heuer haben insgesamt 172 Unternehmen sich dazu entschlossen – fünf davon zum ersten Mal. Die Vorteile einer Zertifizierung sind vielfältig. ÖKOPROFIT® ist sehr praxisnah und leicht in den betrieblichen Alltag zu integrieren. Mit der Erstzertifizierung werden alle umweltrelevanten Bereiche eines Betriebes durchleuchtet und dabei Maßnahmen ausfindig gemacht, die dem Unternehmen ökologische und ökonomische Vorteile sowie Effizienzoptimierungen eröffnen. ÖKOPROFIT® hilft Unternehmen dabei, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen

und wettbewerbsfähig zu bleiben - gerade hinsichtlich der Themen Energie und Ressourcen. „Die Bereitschaft für nachhaltiges Handeln in den Unternehmen ist erfreulich groß. Mit dem Programm wird ebenfalls ein wichtiger Beitrag für das Ziel geleistet, bis 2050 die Energieautonomie für Vorarlberg zu erreichen“, erklärt Landeshauptmann Markus Wallner. Wer sich länger mit ÖKOPROFIT® befasst, merkt, dass es Sinn macht, systematisch und regelmä-

Das Reisebüro Rhomberg ist seit zehn Jahren ÖKOPROFIT-zertifiziert.

ßig bestimmte Daten zu erheben und Umweltschutz im betrieblichen Alltag als selbstverständliche, betriebswirtschaftliche Maßnahme zu integrieren. Was sich heute noch nicht rechnet, kann in zwei Jahren schon wirtschaftliche Relevanz haben, je nachdem, wie sich Preise und Kosten entwikkeln. Wer den Überblick hat, kann rascher handeln. Das gilt für die großen Industriebetriebe genauso wie für kleine Handwerksbetriebe oder Dienstleister.

Rüdisser. Er sieht auch noch viel Potential im ÖKOPROFIT®Netzwerk in Vorarlberg: „Aus der Kooperation und dem Miteinander profitieren alle involvierten Partner.“ Mit dem Verein ÖKOPROFIT® soll dieses Miteinander in Zukunft noch weiter gestärkt werden. Das Netzwerk bietet vielfältige Austauschmöglichkeiten zum Thema, wertvolle Informationen und Inputs sowie Chancen zur zukunftsweisenden Vernetzung.

Besondere Ehrung Erstmals erhielten zwei der 167 rezertifizierten Betriebe zum 20. Mal das ÖKOPROFIT®-Zertifikat. Die Unternehmen Zumtobel und Tridonic zählen zu den Vorarlberger ÖKOPROFIT®-Pionieren und wurden dafür besonders geehrt. 20 weiteren Betrieben wurde für ihr 10-jähriges Engagement im Umweltbereich gedankt. Die langjährige Teilnahme am Programm zeigt, dass es sich für Unternehmen jedenfalls lohnt mit dabei zu sein. „ÖKOPROFIT® zeigt, dass sich aktive Umweltmaßnahmen und erfolgreiches Wirtschaften nicht ausschließen, sondern sinnvoll ergänzen“, sagt Wirtschaftsreferent Landesstatthalter Karlheinz

n Info ® Be tr ie b

Amt der Vorarlberger Landesregierung, Bregenz Mag. Gerda Schmid Abteilung Allg. Wirtschaftsangelegenheiten (VIa) Koordination ÖKOPROFIT T 0043 (0)5574-511-26121 (vormittags) gerda.schmid@vorarlberg.at www.oekoprofit-vorarlberg.at


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n Zertifizierte Betriebe Erstzertifizierte 2015

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Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Straßenbau Richter Fertigungstechnik GmbH RIMC Seehotel Am Kaiserstrand Hotel Betriebs GmbH Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH/ Vorarlberg Museum Walter Hepp GesmbH

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Rezertifizierte 2015 f f

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11er Nahrungsmittel GmbH ABF Arbeitsinitiative Bezirk Feldkirch, Bereich Holzbau & Landschaftspflege ABO gemeinnützige Projekt GmbH Adolf Rupp OG Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG Werk Fussach Alvaris Profile Systems GmbH AMANN die DachMarke GmbH Amann Reisen Amt der Stadt Dornbirn Amt der Vorarlberger Landesregierung Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Hochbau und Gebäudewirtschaft aqua muehle frastanz soziale dienste gemeinnützige GmbH Armin Keckeis Installations GmbH Arula GmbH Auto Gerster GesmbH Autohaus Niederhofer GmbH Autohaus Pirker GmbH & Co KG Auttec Automationstechnologie für Gebäude GmbH Bachmann electronic GmbH BAUR Prüf- und Messtechnik GmbH Bayer Kartonagen GmbH Berchtold Installationen GmbH Bezirkshauptmannschaft Bludenz Bezirkshauptmannschaft Bregenz Bezirkshauptmannschaft Dornbirn Bezirkshauptmannschaft Feldkirch Bitschnau Metallverarbeitung GmbH Brauerei Fohrenburg GmbH & Co KG Büronetti, Bonetti GmbH & Co KG Burtscher Böden GmbH Culture Factor Y DIETRICH Luft+Klima GesmbH Dobler Hochbau GmbH, Dobler Holzbau GmbH

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Doma Solartechnik GmbH Dorfelektriker Mittelberger GmbH DORF-Installationstechnik GmbH Dornbirner Jugendwerkstätten Dornbirner Seilbahn GmbH Dornbirner Sparkasse Bank AG E+E Rhomberg GmbH EGD Installations GmbH Einkaufszentrum Messepark Verwaltungs GmbH Eisbär Trockentechnik GmbH Elektrizitätswerke Frastanz GmbH Elektro Decker GmbH Elektro Madlener GmbH Elektro Obwegeser GmbH Elektrotechnik Fink GmbH Elmar Graf GmbH Ender Klimatechnik GmbH Energieinstitut Vorarlberg ENTNER-DACH GmbH & Co KG ERM Energie Ressourcen Management GmbH ETG Energie- und Sanitärtechnik GmbH EU-RO Handelsges. m.b.H. Faigle Kunststoffe GmbH Fässler Wolfgang GmbH Fetzel Maschinenbau GmbH Gemeinde Zwischenwasser Getzner Textil AG GIKO Verpackungen GmbH Gmeiner Bodenbeläge Gort Rudolf GmbH Gruber Klimatechnik GmbH Haberkorn GmbH Hans Künz GmbH Hans Paterno GmbH & Co KG Hartmann Fensterbau GmbH Hehle Reisen GesmbH & Co KG Hilti & Jehle GmbH, Zentrale + Bauhof Götzis Hölzl Gravuren GmbH, HÖLZL Gravurtec Hörburger GmbH Huber Tricot GmbH, Arula GmbH i+R Bau GmbH i+R Holzbau GmbH Identec Solutions AG inatura Erlebnis Naturschau GmbH Ing. Christian Dobler Installationstechnik Ing. Wolfgang Boch GmbH & Co KG Ingenieurbüro Brugger GmbH Innotech GmbH J. Ammann Bauges.m.b.H Jäger Bau GmbH Josef Feuerstein GmbH & Co KG

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Josef Mäser GmbH Jugendinformationszentrum Vorarlberg Jung Energielogistik GmbH Karl Gabriel Baumeister GmbH Kiechel & Hagleitner GmbH Klaus Rettenhaber, Fenster - Fassaden - Service Kongresskultur Bregenz GmbH Kranz luft - klima - technik GmbH Küng Bau GmbH KW open promotion consulting & trading gmbH Landeskrankenhaus Bludenz Landeskrankenhaus Bregenz Landeskrankenhaus Feldkirch Landeskrankenhaus Hohenems Landeskrankenhaus Rankweil Liebherr-Werk Nenzing GmbH LIGNUM GmbH Loacker Touristik GmbH Malerei Christoph Bitschnau GmbH Markus Stolz GmbH & CoKG Medap Josef Gesson GmbH Messerle GmbH Metalldecken-Spenglerei Thomas Fehr Micheli Transporte GmbH MO Catering GmbH Monacor Electronic Vertriebs-GmbH Mondelez Österreich Production GmbH Müller Bau GmbH & Co KG, Müller Wohnbau GmbH Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH NIGGBUS GmbH ÖBB-Postbus GmbH, Bus-Service-Center Offsetdruckerei Schwarzach GmbH OJAD Offene Jugendarbeit Dornbirn Otto Wohlgenannt GmbH Peter Gesellschaft m.b.H. pratopac GmbH Preite Verputz & Trockenbau GmbH Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald RALA Lampert GesmbH Rechtsanwalt SV Dr. Anton Schäfer LL.M. Reisebüro Breuss Touristik GmbH & Co KG Reisebüro Rhomberg GmbH Reisegger Elektro Ges.m.b.H. & Co KG REWIN Austria GmbH Rhomberg Bau GmbH

® Be tr ie b f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f

Rupp AG/Privatkäserei Rusch Abdichter, Spengler + Dachdecker GmbH SafeSide Consulting GmbH SCHARFSINN - Mediengestaltung Scheiber Abdichtungs- und Beschichtungstechnik GmbH Schenker & Co AG Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH Schlosserei Kalb SeneCura Sozialzentrum Bludenz gGmbH SeneCura Sozialzentrum Haus Lauterach gGmbH SeneCura Sozialzentrum Hohenems gemeinnützige GmbH smile&more Praxis Dr. Thomas Bischof Sodexo Service Solutions Austria GmbH Stadt Dornbirn: Wasserwerk Stadtgärtnerei Bregenz Stemer Spenglerei & Dachdeckerei GmbH stromaufwärts Photovoltaik GmbH TECTUM GmbH TFE Textil GmbH TGS Technischer Gebäude Service GmbH Tischlerei Schwendinger GmbH Tobias Behrens e.U. Dach und Fassaden Tomaselli Gabriel BauGmbH Trans-o-Park Verwaltungs GmbH Tridonic GmbH & Co KG Ulrich Heinzle GmbH & Co KG Umweltverband Vorarlberg Vbg. Brauereigenossenschaft Frastanz reg. Gen.m.b.H. VIGL-Druck GmbH Vlbg. Fliesenpool GmbH, Nenzing + Götzis Volksbank Vorarlberg e. G. WEBER, MATHIS OG WEGWEISER Büro für gute Ideen Wilhelm + Mayer Bau GmbH WITZEMANN + FRITZ GmbH Wolf Zargen GmbH & Co KG Zimmermann Bau GmbH Zumtobel Lighting GmbH Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg


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Die Traditionsunternehmen Dorfinstallateur und Weiler Möbel haben nicht nur Verstand und Weitblick gemeinsam – über 80 Jahre Erfahrung und viel Gefühl für Individualität sind Garant für Wohlfühlen nach Maß. „Täglich nach vorne blicken – genau das war es, was uns motiviert hat, nach dem Großbrand vor einem Jahr weiter zu machen und mit neuem Konzept und bewährtem Team wieder mit viel Elan durchzustarten“, so Peter Prantl, Geschäftsführer von Weiler Möbel. In einer Rekordzeit von nur zehn Monaten wurde der neue Unternehmenssitz geplant und umgesetzt.

Energie – wertvolles Gut Dabei setzte man bei der Ausführung der Heizungs- und Kältetechnik, Sanitär- und Gebäudeinstallationen auf das Know-How des Dorfinstallateurs, mit dem eine jahrzehntelange Partnerschaft in der Vollbad Kooperation verbindet. „Die schlüssige Tatsache,

dass das, was „gern gmacht“ auch noch „guat gmacht“ wird, war im dichten Zeitfenster für unseren Projektauftrag der entscheidende Faktor“, weiß Geschäftsführer Gerd Loacker. Der Dorfinstallateur zeichnet sich durch energieeffiziente Lösungen in Sanitär-, Heizung-, Kälte- und Klimatechnik aus. Bei Weiler Möbel wird zur Wärmeerzeugung auf Biomasse gesetzt. Sämtliche Holzabfälle aus der eigenen Tischlerei werden in einem Schredder zu Hackschnitzeln verarbeitet, die zum Anfeuern des Heizkessels verwendet werden. Bei der Arbeit anfallende Sägespäne werden mittels einer Absauganlage gesammelt, gefiltert und ebenfalls zugeheizt. Sogar die Abwärme der laufenden Maschinen wird für den Heizprozess mitgenutzt. „Mit der Länge der von uns verlegten Heizungsrohre in den Betondecken könnte man locker die Strecke eines Marathons beheizen“, so Rudi Huggle, bauleitender Monteur über die 45 Kilometer verlegten Betonkernaktivierungsrohre. Die Betonkernaktivierung sorgt für angenehme Temperaturen in der Ausstellung und kann gleichermaßen zur Heizung und Kühlung eingesetzt werden.

Modernste Tischlerei Vorarlbergs Auf einer Gesamtfläche von fast 10.000 m2 ist Beeindruckendes entstanden. Der attraktive Neubau kann den von Weiler Möbel einzigartigen Kundennutzen noch besser präsentieren und umsetzen. Denn wer denkt, Weiler Möbel ist nur ein exklusives Möbelhaus – der irrt: „Wohlfühlen nach Maß“ ist das Credo – dies bedeutet für den Kunden eine Beratung mit ganzheitlicher Betrachtung der individuellen Wohnsituation. Egal, ob es um ein einzelnes Möbelstück oder eine komplette Raumplanung geht, den Innenarchitekten und Einrichtungsberatern der hauseigenen Planungsabteilung ist keine Aufgabe zu klein und keine Herausforderung zu groß. Jeder individuelle Kundenwunsch -von Privatperson oder Unternehmen - ist dank eigener Polsterei und Tischlerei einfach umsetzbar. Und in der Abteilung für Raumausstattung können die passenden Textilien und Bodenbeläge gleich mit ausgesucht werden. „Durch den Neubau konnte unsere Tischlerei optimal an unsere Ansprüche angepasst werden. Und wir dürfen

ungeniert behaupten, dass wir mit unserem neuen Maschinenpark und eigener Lackiererei über die modernste Tischlerei im ganzen Land verfügen“, freut sich Gerhard Hafner, Leiter der Tischlerei von Weiler Möbel.

Badsanierung aus einer Hand Dorfinstallateur, Dorfelektriker, Weiler Möbel und Fliesenpool sind die Gründer von Vollbad – der Badsanierung aus einer Hand. Seit fast zwanzig Jahren besteht die intensive Kooperation zwischen den vier leistungsstarken Handwerksbetrieben, bei der sich der Kunde dank nur einem Ansprechpartner viele Wege und viel Zeit erspart. Die komplette Abwicklung von der Beratung über Auswahl, Angebot, Terminplanung bis zur exakt abgestimmten Ausführung und Übergabe erfolgt innerhalb von nur 14 Arbeitstagen. Ein Kundenvorteil, der überzeugt.

n Kontakt www.dorfinstallateur.at www.weilermoebel.at www.vollbad.at


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UNSER FIRMENPAKET: PLANUNG, FERTIGUNG UND MONTAGE DURCH UNSERE TISCHLEREI.

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Nach ISO 50001 / EN16001

EMS-Energiemanagementsysteme

Online lesen: wko.at/vlbg

Generelles Ziel dieser Norm ist es, Organisationen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Ein systematisches Energiemanagement führt zur Reduzierung des Energieaufwandes, der Energiekosten und der Treibhausgasemissionen. Aufgabe eines Energiemanagementsystems ist es, die Energiesituation im Unternehmen zu ermitteln, auf Basis konkreter Daten die Energiepolitik eines Unternehmens neu zu definieren und die Energiebilanz zu verbessern. Weiters müssen Faktoren, die den Energieverbrauch beeinflussen, identifiziert werden, um sie zu überwachen und zu messen. Der Energiemanager eines Unternehmens ist dafür verantwortlich, die definierten Ziele zu verfolgen und die erreichten Ergebnisse kontinuierlich zu verbessern. Die entscheidende Komponente in einem Energiemanagementsystem ist ein wirkungsvoller und kontinuierlicher Energiecontrolling-Regelkreis. Dieser besteht aus den vier Stufen: 1. Kontinuierliche Datenerfassung und Messung 2. Energieanalyse (Soll-Ist-Vergleich), Bildung von Kennzahlen, Benchmarking 3. Planung und Konzeption von Energieeffizienzmaßnahmen 4. Kontrolle und Korrektur

Was bringt ein Energiemanagementsystem im Einzelnen? f

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Durch die Identifizierung von „Energieverschwendern“ und Einleitung von Maßnahmen ergibt sich eine Reduzierung der Energiekosten (Verbrauch, Spitzenlast, Blindstrom) Reduzierung des Klimakillers CO² (Green IT, Zero carbon offices, Kyoto …) Stabilisierung von Prozessen (Verbesserung der Spannungsqualität) Instandhaltungskosten werden durch eine Pro-aktive Wartung und reduzierte Stressfaktoren verringert Versorgungsausfälle, z.B. durch Oberschwingungen, Spannungseinbrüche oder Transienten, werden vermieden Sensibilisierung der Mitarbeiter bezüglich Energiesparen und Klimaschutz Erfüllung gesetzlicher Rahmenrichtlinien, Energiesteuerermäßigung Koststellenmanagement ermöglicht verbrauchsorientierte Kostenzuordnung Umweltschutz und Imagepflege

n Web www.hpbischof.at


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Innovationen

Foto: Thinkstock

Extra

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Die Vorarlberger sind Meister in Sachen „Innovation“ und melden relativ gesehen österreichweit die meisten Patente an.

Starker Standort für Innovationen In Vorarlberg stammen fast 80 Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung von den Unternehmen selbst. Das ist österreichweit Spitze. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg und das Land vergeben gemeinsam im Abstand von zwei Jahren den Innovationspreis Vorarlberg. Insgesamt nicht weniger als knapp 400 Projekte wurden in den vergangenen Jahren bei 14

„Innovationen finden unabhängig von der Betriebsgröße statt.“ KommR Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Ausschreibungen eingereicht. 83 Unternehmer konnten seit dem Jahr 1988 diesen bedeutenden Preis entgegennehmen. Allein diese Zahlen demonstrieren auf eindrucksvolle Weise den Ideenreichtum und den Willen zu Innovationen der heimischen Unternehmen.

Netzwerke als Quelle für Innovationen „Unseren Unternehmen gelingt es auf hervorragende Weise, technologisches Wissen erfolgreich in Form von neuen Produkten, Verfahren, Prozessen und Dienstleistungen umzusetzen. Innovation findet unabhängig von der Betriebsgröße statt. Auch Netzwerke haben sich zu einer wichtigen Quelle für Innovationen entwickelt. Zum einen wollen wir außergewöhnliche Entwicklungsleistungen auszeichnen und zum anderen Klein- und Mittelbetriebe zu neuen Innovationen motivieren“, erklärt Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Eine besondere Stärke Vorarlbergs liegt darin, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu fast 80 Prozent von den heimischen Unternehmen getragen werden und lediglich ein Fünftel der Gelder aus dem öffentlichen Sektor und der EU kommen. Das ist österreichweit der höchste betriebliche Anteil und belegt eindrucksvoll die starke Fokus-

sierung unserer Wirtschaft auf das Thema „Forschung und Innovation.“ Neben dem breiten Angebot an Unterstützungsmaßnahmen in Form eines umfassenden Wirtschaftsförderprogramms und den Beratungsdienstleistungen für Innovationsprojekte wird vom Land Vorarlberg der Aufbau von überbetrieblichen F&E-Strukturen stark forciert. n

Patente: In Relation betrachtet, sind die Vorarlberger österreichweit Spitze Im Jahr 2014 wurden beim Österreichischen Patentamt 3.111 Erfindungen (Patente und Gebrauchsmuster zusammengerechnet) angemeldet, davon stammen 2.642 von Österreicherinnen und Österreichern. Misst man die Pro-Kopf-Erfindungsquote der Bundesländer und nicht die absolute Zahl der angemeldeten Erfindungen, ergibt sich eine Reihenfolge, die

die Innovationskraft der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger unterstreicht: Vorarlberg führt dieses Ranking nämlich mit 81 Anmeldungen pro 100.000 Einwohnern an. In absoluten Zahlen wurden in Vorarlberg im Vorjahr 157 Patente angemeldet. Dazu kamen noch 147 Gebrauchsmuster. Insgesamt waren es somit 304 Anmeldungen.


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4Pneumatik 4Hydraulik 4Elektr. Linearantriebe 4Bildverarbeitung n

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Innovativ – zuverlässig – flexibel

Industrie 4.0: Vorarlberger Projekte Die Automatisierung von Entwicklungs- und Konstruktionsprozessen bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der industrieorientierten Forschung der V-Research GmbH. Hinter V-Research steht unter anderem der „Verein zur Förderung der industriellen Forschung“, dem auch die Wirtschaftskammer Vorarlberg angehört. V-Research konnte in mehreren Projekten für Firmen wie Liebherr, Schelling und die Hans Künz GmbH zeigen, dass durch die Automatisierung der Konstruktion und Produktkonfiguration eine Reihe wichtiger Wettbewerbsvorteile realisiert werden können.

Die Projekte stehen im Zusammenhang mit „Industrie 4.0“, der sogenannten vierten industriellen Revolution. Zu den Wettbewerbsvorteilen zählen: u

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Signifikante Reduktion des Konstruktionsaufwands um bis zu 90 % Spürbare Senkung der Produktionskosten durch Variantenmanagement Geringere Kapitalbindung durch Minimierung der Bauteilevielfalt Vermeidung von Fehlerfolgekosten Entscheidender Vorsprung im Vertrieb durch die softwareunterstützte Anlagenkonfiguration vor Ort, gemeinsam mit dem Kunden Sicherung von Expertenwissen

Automatisierung bringt Wettbewerbsvorteile.

Im Rahmen der Automatisierung von Engineering-Prozessen entwickelt V-Research neben dem Thema Konstruktionsautomatisierung auch cyber-physikalische Systeme zur Unterstützung der

Entscheidungsfindung in der Projektierungsphase komplexer Produktionsanlagen. Mithilfe der Projekte soll der Industriestandort zukunftssicher gemacht werden. n


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Laser-Forschungsprojekt der FHV in San Francisco ausgezeichnet Hohe Auszeichnung für Mechatronik-Studentin Bernadette Egle und FHVForschungsmitarbeiter Matthias Domke. Die Präsentation ihres Forschungsprojektes wurde bei der weltgrößten Messe für Laser, Photonik und biomedizinischer Optik in San Francisco als bestes Students-Poster ausgezeichnet. Das Vorarlberger Forschungsduo setzte sich dabei gegen StudentInnen renommierter Hochschulen aus Asien, Europa und den USA durch. Sie konnten zeigen, wie bei Hochleistungselektronikchips die Schnittqualität durch die Bearbeitung mit Ultrakurzpuls Laser verbessert werden kann. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit fließen nun in die Forschungs- & Entwicklungsarbeit bei Infineon ein. Ob im Auto, in der Industrieelektronik oder bei Chipkarten – Infineon Elektronikchips stecken in vielen Anwendungen des Alltags. Diese Chips werden zu Tausenden auf 60 μm dünnen SiWafer gefertigt und müssen anschließend ausgeschnitten werden. Dazu wird standardmäßig eine Diamantsäge verwendet. In diesem Verfahren kann es jedoch zu mikroskopisch kleinen Absplitterungen kommen. Für Infineon stellt sich daher die Frage, ob die Schnittqualität (und damit verbunden auch die Ausfallssicherheit der Chips) durch die Verwendung der präzisesten verfügbaren Laser verbessert werden kann. Solche werden in Vorarlberg von Spectra Physics Rankweil hergestellt. Da die FH Vorarlberg mit ihrem „Josef Ressel Zentrum für Materialbearbeitung mit ultrakurz gepulsten Laserquellen“ über diesen Laser und das entsprechende

Matthias Domke und Bernadette Egle mit einem Si-Wafer, aus dem die Chips mittels Laser ausgeschnitten werden.

Forschungs-Know-how verfügt, wandte sich Infineon mit ihrer Fragestellung an die Vorarlberger Hochschule.

Bachelor-Arbeit im Forschungsbereich Bernadette Egle hat die Frage von Infineon im Rahmen ihrer Bachelorarbeit untersucht. Dabei konnte die 22-jährige Studentin aufzeigen, wie der Laser einzustellen ist, um die höchste Schnittqualität zu erreichen. „Es hat zahlreiche Versuche und genaue Analysen gebraucht. Schlussendlich konnten wir nachvollziehbar aufzeigen, wie der Schnittprozess optimiert werden kann“, erzählt die Mechatronikerin rückblickend. Betreut wurde sie bei ihrer Bachelorarbeit von Matthias Domke, einem jungen Forschungsmitarbeiter im Josef Ressel Zentrum der FH Vorarlberg. Gemeinsam präsentierte das Forschungsduo ihre Ergebnisse dem Infineon ExpertInnen-Team Gernot Fasching, Marius Bodea und Elisabeth Schwarz in München. „Ich habe den Anwesenden

gezeigt, welche Methoden wir angewendet haben und welche Ergebnisse wir bisweilen erzielt hatten“, berichtet die BachelorAbsolventin. „Dann haben wir das Thema gemeinsam mit den Infineon Leuten und Professoren der Uni Linz diskutiert.“

Internationale Auszeichnung beim weltgrößten Fachkongress Matthias Domke präsentierte nun die Ergebnisse der Arbeit auf der Photonics West in San Francisco: „Hier treffen sich LaserForscherinnen und -Forscher aus der ganzen Welt und tauschen sich über neue Erkenntnisse und neue Forschungsansätze aus“, erklärt Matthias Domke. „Unter anderem waren auch zwei aktuelle Nobelpreisträger auf der Tagung.“ Rund zehn Universitäten und Hochschulen haben in diesem Rahmen sogenannte StudentsPoster präsentiert. Auf diesen Postern werden Forschungsprojekte in einer kurzen, standardisierten Form wissenschaftlich vorgestellt. „Ich denke, wir können wirklich stolz darauf sein, dass wir

uns in diesem Umfeld mit unserer Arbeit durchsetzen konnten.“

Studium und Forschung gehen Hand in Hand „Diese internationale Auszeichnung zeigt, dass Studium und Forschung an der FH Vorarlberg Hand in Hand gehen und dass unsere Studierenden sich in diesem forschungsstarken Umfeld absolutes Top-Know-how aneignen“, freut sich Stefan FitzRankl, Geschäftsführer der FH Vorarlberg, über den Erfolg von Egle und Domke. „Darüber hinaus zeigt sie, wie erfolgreich die Zusammenarbeit der FH Vorarlberg mit ihren Unternehmenspartnern funktioniert – in diesem Fall mit Spectra Physics in Rankweil. Der Hersteller von Ultrakurzpuls Lasern ist unser Kooperationspartner im Josef Ressel Zentrum, wo wir anwendungsorientierte Grundlagenforschung im Laserbereich betreiben.“

n Informationen FH Vorarlberg www.fhv.at/forschung/mikrotechnik


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Digitale Medien in Arbeits- und Lernumgebungen Innovative Konzepte und Technologien zur Unterstützung von teamorientierten Arbeitsprozessen und digitaler Weiterbildung. Modernes Zusammenarbeiten im Team und die Weiterbildung in der Arbeitswelt orientieren sich immer stärker an modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Der digitale, verteilte Raum bietet sowohl Möglichkeiten als auch Herausforderungen für Teamwork, Weiterbildung und vernetztes Arbeiten. Jederzeit verfügbare Smartphones und Tablets sowie neu aufkommende technologische Errungenschaften, z.B. Wearable Computing oder Smart Environment, beeinflussen unsere aktuellen und zukünftigen Lernund Arbeitsprozesse.

Neue Konzepte und Strukturen „Digital Collaboration“- das digitale Zusammenarbeiten - betrifft sowohl die Wirtschaft als auch das Bildungswesen. Mobile- und Cloud-Computing bieten Grundlagen für Konzepte wie Massive Open Online Courses (MOOC) oder Bring-Your-Own-Device (BYOD). Langjährig bewährte Strukturen und Ansätze in der Arbeitswelt und in der Wissensvermittlung müssen jedoch an die technologischen Neuentwicklungen angepasst werden. Denn „Digital Game-Based Learning“ bzw. „Gamification“ werden unsere Arbeits- und Lernerfahrungen durch spielbasierte Ansätze entscheidend verändern.

Forschung für nutzerzentrierte Technologien UCT Research, das interdisziplinäre Forschungszentrum für nutzerzentrierte Technologien an der FH Vorarlberg, betreibt in diesem Themenkomplex Forschung und Projekte mit dem Ziel, Arbeitsund Lernprozesse aus Sicht der

„Gamification“ verändert Benutzeroberflächen in Arbeitsprozessen.

BenutzerInnen zu optimieren. Im Zuge des Projekts LiTech werden dabei in Kooperation mit innovativen Unternehmen sowie der TU Graz und der Paris-Lodron Universität Salzburg aktuelle Problemstellungen aus der Wirtschaft gelöst.

Auf dem Usability Day XIII, der am 12. Juni 2015 an der FH Vorarlberg stattfindet, werden in Frage kommende Lösungen vorgestellt und deren Nutzen in Expertenkreisen kritisch durchleuchtet. Dazu stellenFachleuteKonzepteundtech-

n Tagung Digitale Medien in Arbeits- und Lernumgebungen: Tagung für digitale Zusammenarbeit und mobiles / spielbasiertes Weiterbilden Auf der Grundlage von aktuellen Forschungsthemen und technologischen Neuheiten wirft die Tagung einen Blick in die nahe Zukunft des Zusammenarbeitens und Unterrichtens in der digitalen Welt. Verschiedenste Aspekte werden beleuchtet und thematisieren dabei Spezialgebiete und Schnittstellen aus Forschungsbereichen wie: f Digital Game-Based Learning f Augmented-Reality & VR f Digital Collaboration und Cloud Computing f Mobile Learning und Massive Open Online Courses f Personalisierte Lernumgebungen Die Tagung richtet sich an folgende Zielgruppen: f Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Industrie f Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft f Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologie, personalisierten Lernumgebungen, virtuellen Lern- und Arbeitsräumen, Mobile- und Online Learning, Digital Game-Based Learning und Augmented-Reality & VR Technologien f Pädagogische Einrichtungen, Hochschulen, Mittelschulen und Grundschulen sowie deren Interessenvertretungen f Wissenschaftlich Interessierte aus den Bereichen Pädagogik, Sozialwissenschaften und Technikwissenschaften

nologischeAnsätzeindenBereichen digitale Kollaboration, mobile Schulung, spielbasierte Weiterbildung und Cloud Computing vor und machen diese im Schnittfeld zwischen Wissenschaft und Praxis einem breiten Publikum zugänglich. Die BesucherInnen erhalten Einblick in Beiträge von WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen, Technologieanbietern sowie Erfahrungsberichte von Arbeitsgruppen und Lehreinrichtungen. Bringen Sie Ihre Meinung und Erfahrung in die Diskussion ein und informieren Sie sich über die neuesten technologischen Trends. Melden Sie sich auf www.fhv.at/ uday zu dieser Tagung an! Enthalten in 90 Euro Tagungsgebühr sind Buffet und Tagungsunterlagen sowie der Tagungsband mit allen Beiträgen in gedruckter Form. Vorträge und Ausstellung können auch kostenfrei besucht werden. Promotion

n Informationen uDay XIII Ausstellung und Vorträge Freitag, 12. Juni 2015 FH Vorarlberg in Dornbirn Zielgruppen: Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie, Bildungswesen und Politik Weitere Infos auf www.fhv.at/uday


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· Innovationen · 63

Kompetenzaustausch und Technologietransfer … als Erfolgsfaktoren für Innovationsprojekte. Attraktive Förderzuschüsse von Land Vorarlberg und Bund. Werden Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die Wirtschaft übertragen und verwertet, beschreibt das den Prozess des Technologietransfers. Diese Weitergabe von technischem Wissen geschieht in Österreich insbesondere durch universitäre und überbetriebliche Forschungseinrichtungen, in Vorarlberg etwa durch die FH Vorarlberg oder das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik.

Externe Kompetenz nutzen Technologietransfer ist in den meisten Fällen ein wesentlicher Impuls für erfolgreiche Innovationen und Entwicklungen und wird daher vom Land Vorarlberg und nationalen Förderstellen attraktiv unterstützt. Mit 40 % Zuschuss forciert etwa die „Förderung von Technologietransfer“ der Vorarlberger Landesregierung die Vergabe von technischen Forschungsprojekten an wissenschaftliche Einrichtungen. Der Zuschuss richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Vorarlberg. „Mit der an-

gebotenen Unterstützung wollen wir KMU ermöglichen, von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu profitieren und diese in marktfähige Produkte und Anwendungen umzuwandeln“, beschreibt der Leiter der Wirtschaftsabteilung, Harald Moosbrugger, das Ziel der Förderung.

Harald Moosbrugger, Leiter der Wirtschaftsabteilung, Land Vorarlberg.

Einfache Beantragung Neben der regionalen Förderung für Technologietransfer bietet etwa die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) mit dem Innovationsscheck eine attraktive Unterstützung für Kompetenzaufbau. KMU können einmal jährlich Leistungen von österreichischen Forschungseinrichtungen im Wert von EUR 5.000 in Anspruch nehmen. Damit ist beispielsweise die Entwicklung eines Prototyps oder eines Umset-

zungskonzepts, Vorarbeiten für F&E-Projekte oder die Erstellung von Analysen zum Innovationspotenzial einer Produktidee möglich.

Wertvolle Experteneinschätzung Hinsichtlich der Feststellung der Umsetzbarkeit von Ideen, fördert die FFG mit dem Instrument Feasibility Studie gezielt auch technische Machbarkeitsstudien, die bei Forschungseinrichtungen beauftragt werden. Bis zu 60 % von maximal EUR 80.000 Gesamtkosten sind förderbar, inklusive Personal- und Reisekosten. Dadurch sollen Ideen extern abgeschätzt und Lösungen für bestehende Probleme bei der Umsetzung gefunden werden.

Rechtzeitige Abklärung „Da bei allen Förderprogrammen eine Einreichung bereits vor Projektbeginn erfolgen muss, ist die laufende Abklärung der Förderwürdigkeit von Vorhaben sinnvoll. Die WISTO informiert Sie gerne über die möglichen Förderinstrumente für Innovationsprojekte und hilft auch bei der Antragsstellung“, erklärt Rudolf Grimm, Förderexperte der WISTO. Zusätzlich unterstützt die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) auch bei der Suche nach geeigneten wissenschaftlichen

Rudolf Grimm, Förderexperte der WISTO.

Einrichtungen. Mit einem weitreichenden Netzwerk an hochkarätigen Forschungseinrichtungen können die relevanten Stellen für einen erfolgreichen Technologietransfer schnell und einfach idenPromotion tifiziert werden.

n Kontakt

WIRTSCHAFTS-STANDORT VORARLBERG GMBH (WISTO) Hintere Achmühlerstraße 1 6850 Dornbirn 05572 552 52 wisto@wisto.at www.wisto.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

64 · Innovationen · Die Wirtschaft

n Textilinstitut

Stiftungsprofessur ging nach Dornbirn Drei Stiftungsprofessuren wurden im Vorjahr in Österreich vergeben. Die Professur für „Advanced Manufacturing“ ging an Dornbirner Institut für Textilchemie und Textilphysik. Hauptziel der Stiftungsprofessur ist der nachhaltige und außerdem langfristige Aufbau von Forschungskompetenz und von Lehrangeboten in Forschungsthemen, die für den Innovationsstandort Österreich von strategischer Bedeutung sind. Beim Institut für Textilchemie und Textilphysik unter der Leitung von Univ.-Prof. Thomas Bechtold, handelt es sich um eine Außenstelle der Universität Innsbruck. Das Institut sicherte

sich die Professur zusammen mit mehreren Industriepartnern - darunter unter anderen Getzner Textil AG, Fussenegger und Grabher Textilveredelung, Benninger AG, Alge Elastic und Schoeller GmbH. Das Vorhaben adressiert neue Produktionstechniken, die für die Herstellung von flexiblen technischen Textilien, Leichtbaustrukturen, textilverstärkten Verbundstoffen, aber auch von Sensoren oder textilen Elektroden wesentlich sind. Mit der Stiftungsprofessur ist das Institut in der Lage, eine zweite Professur samt Stabsstellen einzurichten, wofür ein Budget von 3 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung steht.

Gantner Instruments landet Erfolg bei Airbus Gantner Instruments ist Spezialist für die Erfassung von elektrischen, thermischen und mechanischen Größen. Tätigkeitsschwerpunkte sind in der Mess- und Prüftechnik für Industrie und Forschung, vor allem im Prüfstandsbau und oft im automotiven Umfeld. Typische Anwendungen sind Motor- und Komponentenprüfstände, Systeme für Maschinenüberwachung oder Kraftwerksmonitoring. 2014 hat die Firma ihren bisher größten Einzelauftrag gewonnen und wird diesen Mai mit der Auslieferung beginnen. Es handelt sich dabei um die komplette mess- und regeltechnische Ausstattung von 40 Materialprüfständen bei Airbus Helicopters (früher Eurocopter). Mit Technik von Gantner können bis zu 16 Hydraulikzylinder synchron mit 2kHz geregelt und parallel dazu die

gewonnenen Messwerte von über 1.000 Sensoren mit 10kHz erfasst werden. Mit solchen Systemen können einfache Komponenten, aber auch ganze Helikopteraufbauten auf Festigkeit oder bspw. Materialermüdung getestet werden. Neben der technischen Machbarkeit zählten vor allem hohe Qualität und Prozesssicherheit zu den Auswahlkriterien. Das Schrunser Unternehmen wurde 2004 gegründet und beschäftigt mittlerweile 70 Mitarbeiter an 8 Standorten weltweit. Jährlich werden über 15.000 Messgeräte gefertigt und geliefert.

n Kontakt Gantner Instruments GmbH Montafonerstraße 4 A-6780 Schruns Tel.: +43 5556 77463 office@gantner-instruments.com www.gantner-instruments.com

Weltneuheit: fliegende Muster-Säge Der bisher größte Auftrag im Bereich Strangpressausrüstungen lässt unsere Techniker-Herzen höher schlagen. „Ende 2014 beauftragte das süddeutsche Unternehmen ST Extruded Produkt Group uns als Generalunternehmer mit der Entwicklung einer fliegenden Muster-Säge plus Musterübernahmewagen in Kombination mit dem bewährten Doppelpuller. „Weltmarkt-Innovationen sind immer etwas Besonderes. Dass unser Lösungsansatz im hart umkämpften Markt die Ausschreibung gewann, verdanken wir vor allem dem großen technischen Vertrauen in unsere Arbeit und dem guten Ruf in der Branche“, bestätigt Arno Reisch erfreut.

Zeitersparnis durch Innovation Ein Produktionswechsel der Aluprofil-Form findet heute teils

Neuste Innovation made by Reisch – fliegende Muster-Säge.

die fliegende Muster-Säge, wie sie bis dato nur als stehende Säge verfügbar war.“

Vorteile der fliegenden Muster-Säge

mehrmals täglich statt. Jede Unterbrechung im Produktionsablauf ist zeitraubend und kostenintensiv. Dennoch wird von nahezu jedem neu gepressten Profil ein Muster zur Qualitätskontrolle benötigt. An diesem Punkt wurde angesetzt, erklärt Reisch in kurzen Worten: „Das neu gepresste, zirka 500 Grad heiße Aluminiumprofil wird von einem der beiden Über-

kopf-Puller in Richtung Kühltisch geführt. Direkt nach der Presse sorgt eine ebenfalls im Auftrag befindliche intensive Profilkühlung (Quench) für die geforderten Abkühlraten. Umgehend nach der Quench wird bei Bedarf ein zirka 600 Millimeter langes Musterprofil herausgesägt, ohne den Extrusionsprozess zu unterbrechen. REISCH konstruiert dazu

„Bis jetzt gab es Muster-Sägen und fliegende Sägen, aber noch keine Kombination. Das Verbinden beider Funktionen in einer Einheit sichert dem Kunden einen wesentlichen Vorsprung in der Produktion. Er muss nicht mehr die gesamte Produktionsstrecke stoppen, um die Qualität festzustellen, sondern kann lückenlos produzieren“, unterstreicht Arno Reisch die Vorteile auf den ersten Blick. Das Auftragsvolumen der Weltneuheit liegt bei etwa 1,5 Millionen Euro und befindet sich momentan in der Planungsphase. Im August wird die Anlage bei der ST Extruded Produkt Group im deutschen Vogt installiert und ist ab September in Betrieb. Promotion www.reisch.at


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Pfanner Schutzbekleidung GmbH, gegründet 1990, ist Entwickler und Hersteller von Arbeitsschutzkleidung für Berufe mit Extremsituationen. Das Unternehmen steht für hochkarätige Innovationen, maximale Sicherheit und besten Tragekomfort. Seine Kunden aus den Bereichen Forst und Baumpflege, Luftrettung, Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie sowie Offshore vertrauen seit über 20 Jahren auf kompromisslose Funktionalität – weltweit.

Innovationspreisträger für Sicherheit Bei aller technischen Raffinesse ging Pfanner noch einen Schritt weiter. Die Kleidung sollte nicht nur verlässlich schützen, sondern den Träger zusätzlich gut erkennbar machen. Als Erster im Markt präsentierte der Innovationspreisträger des Landes Vorarlberg, anstelle gedeckter Grün- und Erdtöne, Schutzkleidung in kräftigen Signalfarben, Rot und Gelb. Das österreichische Unternehmen hat sich mit seinen kontinuierlichen Neu- und Weiterentwicklungen einen festen Platz in der Branche erarbeitet. „Wir verfolgen keine flüchtigen Trends. Zwar haben unsere Produkte ein modernes und formvollendetes Design, den Fokus haben wir jedoch immer

auf die höchsten SicherheitsStandards gerichtet. Sogar über die vorgegebenen Normen hinaus“, so Firmengründer und Geschäftsführer Anton Pfanner.

Leicht, bequem und äußerst robust Montagearbeiten an Windkraftanlagen, Einsätze mit Motorsägen, an rotierenden Teilen oder auf Ölbohrinseln stellen harte Anforderungen. Die Schutzkleidung muss leicht und bequem zu tragen, dennoch äußerst robust sein. Zum Beispiel vor zurückschlagenden Ästen, scharfen Sägezähnen und unkontrolliert umherfliegenden Spänen und Splittern schützen. Außerdem resistent gegen Wind, Nässe und extreme Temperaturen sein. Und das durchgängig, von Kopf bis Fuß.

Der Geniestreich Protoss® Integral.

Der Pfanner Schutzbekleidung GmbH ist mit der Markteinführung des Protos® Integral ein absoluter Genie-Streich gelungen. Die Vision eines Kopfschutzes, der in extremen Situationen maximale Sicherheit gewährleistet, und das

mit funktionell flexiblen Elementen, ist Wirklichkeit geworden. Was ihn einzigartig macht: das „Protos® Integral System“. Schlagfestes Visier, verspiegelte Schutzbrille, Gehör- und Nackenschutz sowie Kinnriemen und Hinterlüftung sind in der Helmschale eingebettet. Durch die Integral-Technologie ist ein Hängenbleiben an Ästen, Gestrüpp oder anderen Hindernissen absolut unmöglich. In Forst und Baumpflege, Industrie und Rettungsbereich sowie beim Kletter-, Rad- und Skisport sind die Ansprüche an einen Kopfschutz hoch und ganz individuell. Durch die flexible Ausstattung bedient der Protos® Integral alle Felder. Die innenliegenden Schutz-Elemente lassen sich innerhalb von Sekunden passgenau für den jeweiligen Einsatz in Position bringen. Ganz einfach, mit nur zwei Fingern. Selbst bei Arbeiten über Kopf sitzt der Helm immer perfekt. Eine spezielle Dämpfungskonstruktion reduziert die Wucht vor vertikalen und horizontalen Schlägen. Die ausgeklügelte Wabenstruktur des Crash Absorbers, die zu 95 % aus Luft und 5 % Koroyd besteht, sorgt für eine 5-fache Schlagabsorbierung und macht den Protos® Integral obendrein zu einem absoluten Leichtgewicht. Hightech, die übrigens auch beim Airbus 380 eingesetzt wird. Bei allem Schutz lässt Protos den Komfort niemals außer Acht.

· Innovationen · 65

Die KlimaAIR® Technologie sorgt für optimale Tragebedingungen. Je nach Witterung, bei heißem, kaltem oder feuchtem Wetter der Lüftungsschieber regelt die Luftzufuhr. Für den Kopfschutz werden hochwertige Rohstoffe und Zubehörteile auf strengstem Umweltstandard verwendet. Der Grundstein für ein schadstofffreies Produkt. Pfanner und Protos legen generell großen Wert auf Nachhaltigkeit und die regionale Herkunft der Baustoffe.

Nachhaltigkeit und Verantwortung Die Firma Pfanner, ausgezeichneter Lehrbetrieb und rund 50 Mitarbeiter stark, verfolgt bei den Themen Nachhaltigkeit und Verantwortung eine ganz klare Linie: Es werden nur erstklassige, nachweisbar schadstofffreie Fasern und Kunststoffe verwendet. Zudem produziert das Unternehmen ausschließlich in Europa und unter europäischen ArbeitsbedinPromotion gungen.

n Kontakt Pfanner Schutzbekleidung GmbH Marktstraße 40 A 6845 Hohenems Tel +43 59 50 50 –200 info@pfanner-austria.at www.pfanner-austria.at


Nr. 21-23 路 22. Mai 2015

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· Innovationen · 67

Der Tag, an dem in Ihrem Unternehmen das Licht ausgehen könnte. An diesem Tag stellt Microsoft den Support für den Windows 2003 R2 und den Small Business Server (SBS) 2003 endgültig ein. Gibt es also irgendein Problem mit Ihren Servern, sind Sie auf sich allein gestellt. Aber keine Sorge – WIR sind für Sie da. Wir helfen Ihnen noch rechtzeitig, Ihren eigenen Weg in Richtung Zukunft zu gestalten – mit flexiblen, umfassenden und bewährten Lösungen, die direkt auf Ihre Geschäftsziele zugeschnitten sind. Die Huber EDV - Ihr Netzwerkund IT-Betreuer, findet mit Ihnen die besten Lösungen, mit denen der Betrieb Ihrer Server sichergestellt wird. Vermeiden Sie Sicherheits- und Compliance-Risiken. Microsoft wird nach dem Ende des erweiterten Supports am 14.07.2015 keine Updates, Hotfixe oder SecurityPatches mehr bereitstellen. Erfahren Sie von unserem praxiserprobten Team das Beste aus beiden Welten. Wir zeigen Ihnen gerne die Vorteile der Migration auf einen Windows Server 2012 in Verbindung mit Office 365.

Verwenden Sie Office 365 auf jedem Gerät, egal ob PC, Tablet oder Handy.

Benötigt wird für den heutigen Arbeitsplatz die Freiheit und Flexibilität, von überall aus arbeiten zu können – während gleichzeitig sichergestellt ist, dass Daten und Anwendungen geschützt sind.

Windows Server 2012 Vor-Ort-Kontrolle Ihrer Daten u

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„Durch Cloud-basierende Dienste lässt sich die Infrastruktur erheblich vereinfachen.“ Geschäftsführer Alexander Huber

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Bereitstellung eines nahtlosen Remotezugriffs auf Anwendungen und Daten – hochgradig gesichert Den benötigten Datenschutz auf Enterprise-Niveau erhalten, unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens Die Speicherkapazität erhöhen, die Ihren Mitarbeitern zur Verfügung steht – ohne Ausfallzeit Leichte Verwaltung Ihrer Cloud- und Vor-Ort-Umgebung, was sicherstellt, dass alles gesichert ist und reibungslos funktioniert.

Office 365 Cloud-basierte Produktivität u

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Die vertrauten Office-Anwendungen mit Cloud-Services wie E-Mail, Dateifreigabe & HD-Videokonferenz zusammenbringen Office über verschiedene Geräte hinweg (PC, Mac, Tablet, und Smartphone) verwenden und wissen, dass die Software immer aktuell ist Robuste Sicherheit mit automatischer Datensicherung, strikter Privatsphärenrichtlinie sowie immer aktuellem, erstklassigem Schutz vor Malware Produktivitätstools nutzen, die große Firmen ebenfalls verwenden – zu bezahlbaren Kosten und ohne vorherige Infrastruktur-Investitionen

Technologie sollte ein Erfolgsfaktor sein, der Ihnen hilft,

Änderungen vorauszusehen, zu verwalten und schnell darauf zu reagieren. Technologie sollte das Leben einfacher machen und die Flexibilität bieten, schnell auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren zu können – sei es durch einen Ausbau der Infrastruktur für Ihre Geschäftsanwendungen oder durch Hinzufügen neuer PCs, Geräte und Apps, die Ihren Mitarbeitern eine optimale Arbeitsweise ermöglichen. Für weitere Informationen und eine maßgeschneiderte Beratung kontaktieren Sie uns unter:

n Kontakt Huber EDV GmbH Lustenauerstraße 66 A 6850 Dornbirn Tel +43 5572 34749 info@huberedv.at


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68 · Die Wirtschaft

Extra

Karriere mit Lehre

Karriere mit Lehre: Erfolgsgeschichte „Made in Vorarlberg“ „Eines gleich mal vorweg: Die Lehre ist keineswegs an die Wand gefahren, wie manche derzeit zu betonen versuchen. Dass weniger Betriebe ausbilden, ist ein Faktum. Verantwortlich dafür ist die demografische Entwicklung“, erklärt Dr. Christoph Jenny, Bildungssprecher der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

im Vergleich zum Jahr mit dem höchsten Lehrlingsstand 2011. Das macht die Suche nach (geeigneten) Lehrlingen für die Betriebe immer schwieriger. Fast die Hälfte der Betriebe bilden nur einen Lehrling

Von Herbert Motter

Höchster Anteil an ausbildungswilligen Betrieben 2.143 Betriebe bedeuten aber auch, dass rund 20 Prozent aller Betriebe mit mindestens einem Beschäftigungsverhältnis das Heft selbst in die Hand nehmen und für eigene Fachkräfte sorgen. Für 2015 prognostiziert das AMS einen Anstieg auf etwa 20,5 Prozent. Kein anderes Bundesland hat damit einen höheren Anteil an ausbildungsaktiven Betrieben. Zum Vergleich, Tirol liegt bei 14,6 Prozent, Niederösterreich bei 11,4 Prozent und Wien gar nur bei 7,2 Prozent.

50 Prozent der Fachkräfte in Vorarlberg werden über die Lehre ausgebildet. Mit ein maßgeblicher Grund für den ausgezeichneten wirtschaftlichen Erfolg des Landes. 2.143 Betriebe in Vorarlberg bilden aktuell aus. Das war schon einmal anders. Vier Jahre früher waren es noch um 200 Lehrbetriebe mehr. Für Christoph Jenny, Bildungssprecher der Wirtschaftskammer Vorarlberg, sind die Gründe allerdings schnell erklärt.

Höchste Lehrlingsquote

Gut ausgebildete, motivierte junge Menschen sind gefragter denn je. Die duale Ausbildung genießt in Vorarlberg auch weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Daran ändert auch ein Schlechtreden der Lehre nichts.

Demografiebedingt Aufgrund der demografischen Entwicklung und den damit verbundenen Jahrgangsrückgängen rechnet die Vorarlberger Wirtschaft mit bis zu 500 Jugendlichen (15-Jährige) weniger, die eine Lehre beginnen. So die Zahl

aus. Gerade diese Betriebe bekommen den Geburtenrückgang und das sinkende schulische Niveau der Bewerber zu spüren. Zum anderen haben Umstrukturierungen in den Betrieben zu einer Ausbildungspause oder zur Aufgabe der Lehrlingsausbildung geführt.

„Bis 2011 ist die Zahl der Lehrlinge gestiegen, auch ohne Anreizsystem wie etwa einem Blum-Bonus, dann hat die Demografie voll zugeschlagen. Dennoch entscheidet sich immer noch Jahr für Jahr über die Hälfte der 15-Jährigen für eine Lehre. Vorarlberg ist das einzige Bundesland mit Lehrlingszahlen in dieser Größenordnung“, betont Jenny. In den letzten zehn Jahren fiel einzig 2004 und 2009 der Wert unter die 50-Prozent-Marke.

Die hohe Quote liege, so der WKV-Bildungssprecher, zum einen am Engagement der Vorarlberger Ausbildungsbetriebe und zum anderen an den vielen Aktivitäten rund um das Thema Lehre. Seit Jahren legt die Wirtschaftskammer den Fokus auf die Qualität der Ausbildung. Spezielle Kursangebote für Lehrlinge,

„Es ist schon höchst eigenartig, wenn ein langjähriger Partner in Lehrlingsfragen, die Lehre plötzlich kaputtredet.“ Christoph Jenny

die Zertifizierung von Ausbildern, hochwertige Fachausbildungen übers WIFI, Coachings für Lehrlinge und Betriebe, regelmäßig stattfindende Lehrlingswettbewerbe sowie die Verleihung des Prädikats ,Ausgezeichneter Vorarlberger Lehrbetrieb‘ sind nur einige der Qualitätsmaßnahmen. Dass die Arbeiterkammer Vorarlberg, als langjähriger Partner dieser vielen Initiativen, die Lehre nun schlechtrede und deren Erfolg für den Wirtschaftsstandort verkennt, kann Jenny nicht nachvollziehen.

Am Geld scheitert die Lehre nicht „Mehr Geld in der Lehrlingsausbildung muss nicht mehr Qualität heißen, denn, die die ausbilden, tun dies aus Überzeugung heraus. Und die Erfahrung zeigt ganz klar: Das ist die größte Motivation, um den eigenen Nachwuchs auszubilden“, bekräftigt Christoph Jenny. Nicht umsonst schielen weltweit immer mehr Länder neidvoll nach Vorarlberg, wenn es um die Lehrlingsausbildung geht. n


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Karriere mit Lehre · 69

Lehre: ein Vorarlberger Qualitätsprodukt Die Lehrlingsausbildung ist in Vorarlberg ein bewährtes Erfolgsmodell. „Sie bietet jungen Leuten eine Ausbildung mit guten Perspektiven und Chancen für die Zukunft“, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. In Vorarlberg absolviert jeder zweite Jugendliche eine Lehrlingsausbildung. Der ÖsterreichSchnitt liegt mit der Quote von rund 40 Prozent deutlich darunter. Die Lehre bietet eine enorme Bandbreite an Qualifikationsmöglichkeiten – von der Integrativen Berufsausbildung (Teilqualifizierung, verlängerte Lehre) bis zu High-Tech-Berufen und zur Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung. „Das duale Ausbildungsmodell nimmt Rücksicht auf die unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnisse der Jugendlichen

und bietet vielfältige berufliche Chancen und Möglichkeiten“, sagt der Landesstatthalter.

Lehre hat Zukunft Schule und Lehrbetrieb, Theorie und Praxis sind bei der dualen Ausbildung optimal miteinander verschränkt. „Daraus erwachsen jene Qualitätsstandards, für die Vorarlberg im In- und Ausland bekannt ist“, betont Landeshauptmann Wallner. „Neben der guten Infrastruktur und dem qualifizierten und engagierten Lehrpersonal in den Berufsschulen tragen auch die Lehrbetriebe zum Erfolg unserer Lehrlingsausbildung ganz wesentlich bei“, betont Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser.

Erfolgsmodell „Lehre und Matura“ Um die Lehre noch attraktiver zu machen, hat das Land Vorarlberg zusammen mit den Sozialpartnern in den vergangenen Jahren

Hohe Qualität in der Lehrlingsausbildung

Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landeshauptmann Markus Wallner: „Eine Lehre legt den Grundstein für viele interessante Zukunftschancen.“

immer wieder neue Impulse gesetzt. Im Jahr 2009 wurde das „Vorarlberger Lehrlingsmodell“ (Lehre und Matura) eingeführt. Lehrlinge mit hohem Maß an Lernbereitschaft und Motivation können sich bereits während der Lehrausbildung auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten und in einem Zeitraum von fünf Jahren sowohl die Lehre als auch die Berufsreifeprüfung abschließen. Neben der Möglichkeit eines

Universitäts- oder Fachhochschulstudiums eröffnen sich damit auch viele neue Karrierechancen im Betrieb. Bereits zum zweiten Mal nach 2014 konnten jetzt Berufsreifeprüfungs-Zeugnisse überreicht werden. Zwölf junge Menschen haben die Matura positiv absolviert, weitere acht Personen haben einzelne Teilprüfungen noch ausständig, die sie bis Frühsommer 2015 absolvieren können.

Die duale Ausbildung in Vorarlberg ist ein Erfolgsmodell. In über 2.000 heimischen Betrieben werden rund 7.500 engagierte Lehrlinge in fast 170 verschiedenen Lehrberufen ausgebildet. Unsere talentierten Lehrlinge sind immer wieder besonders erfolgreich bei nationalen und internationalen Lehrlings-Wettbewerben. Damit dieser erfolgreiche Vorarlberger Weg auch in Zukunft möglich ist, gibt das Land Vorarlberg allein im kommenden Jahr rund 40,3 Millionen Euro für die Berufsschulen im Ländle aus. www.vorarlberg.at/wirtschaft


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70 · Karriere mit Lehre · Die Wirtschaft

Überbetrieblich mit einem ausgesuchten Bildungsangebot

EXTRIX Lehre amKumma EXTRIX so heißt die Lehrlingsinitiative der Wirtschaft amKumma, die sich seit 2011 in den Gemeinden Altach, Götzis, Koblach und Mäder um das Thema Lehre in der Region kümmert. Ziel von EXTRIX ist es eine Plattform für Jugendliche, Betriebe, Eltern und Schulen zum Thema Lehre anzubieten. Im Kernteam, das aus Firmenchefs und Lehrlingsausbildnern besteht, werden die Seminarangebote in den Bereichen Persönlichkeitsbildung, wirtschaftliches Denken, Suchtprävention, Kommunikation, Teambildung oder Nachhilfe ausgearbeitet und den Ausbildungsbetrieben angeboten.

Schulen – Eltern – Jugendliche - EXTRIX Wichtig ist es, bereits im Entscheidungsprozess über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten

zu informieren. Hier ist EXTRIX in direktem Kontakt mit den Schulen, spricht mit den Eltern bei Schulveranstaltungen und geht auch direkt in die Klassenzimmer.

Lehrstellenbörse – offene Lehrstellen in der Region Besonderes Augenmerk wird auf die Vermittlung von offenen Lehrstellen gelegt. Dazu wurde auf der Homepage www.extrix.at die Lehrstellenbörse installiert. Auf dieser haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich das Angebot der offenen Lehrstellen in der

Region amKumma anzusehen. Mit einem direkten Link können sie sich über die Ausbildungsbetriebe auf deren Homepage informieren. Einfach und schnell besteht das Angebot, die Bewerbung oder die offenen Fragen an den zuständigen Lehrlingsausbildner per Mail zu senden. Seit dem Start wurden bereits über 150.000 Klicks auf der EXTRIX Homepage gezählt. Für die Vielfalt und die Qualität der Ausbildungsbetriebe spricht, dass die Hälfte der Lehrlinge aus den benachbarten Orten kommen. Sämtliche Aufgaben von EXTRIX werden von der Wirtschaft amKumma organisiert und abgewickelt. Sie steht im engen Kontakt mit den Gemeinden Altach, Götzis, Koblach und Mäder.

n Kontakt

EXTRIX – Lehre amKumma Manfred Böhmwalder T 0664 500 9 800 kontakt@extrix.at | www.extrix.at

n EXTRIX Betriebe f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f f

Arula Bell Ofenbau Berchtold Sport + Fashion Dorfelektriker Dorfinstallateur Elektro Madlener ENDER Klima- und Kältetechnik epos Computer Fliesenpool Gaulhofer Gemeinde Altach Gemeinde Koblach Gemeinde Mäder Hölzl Gravurtec Hörburger Installationen Huber Tricot Lampert Bäckerei - Konditorei Längle Tischlerei LOACKER TOURS Marktgemeinde Götzis MESSERLE Montfort Kunststofftechnik Müller Wohnbau Peter Dach und Wand Raiffeisenbank Altach Riedmann Super. Der Markt Seewald Öfen wärme aus götzis SOLA Messwerkzeuge Sommer Messtechnik Sozialdienste Götzis Stark Spannsysteme Tischlerei Manfred Ender Vonblon Engineering

Gute Nachricht für über 400 Lehrstellenanwärter in der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie Professioneller Auswahlprozess: Anfang April erhielten die zukünftigen Fachkräfte ihre Zusage für eine Lehre in einem Unternehmen der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.). DieV.E.M.stehtfürLehrlingsausbildung auf höchstem, internationalen Niveau. Genauso professionell wie die Ausbildung selbst ist der Auswahlprozess in den Unternehmen der Branche. In den vergangenen Monaten wurden unter den vielen Interessenten für eine Lehrstelle jene ausgewählt, die das Potenzial für einen technischen Zukunftsberuf haben. Sie erhielten Anfang April, übrigens landesweit einheit-

Viertel davon wird im Sommer die Lehre abschließen und ihre Karriere als Experten in der Produktion oder im betrieblichen Management fortsetzen. Diese Fachkräfte sind, wie Kempf betont, „schon bestens in die betrieblichen Prozesse integriert, leisten bereits jetzt und in Zukunft noch mehr ihren Beitrag, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen zu sichern und weiter auszubauen.“

Top-Ausbildung in einem V.E.M.-Unternehmen.

lich, die Zusage für ihre Lehrstelle. Das branchenweit koordinierte Auswahlverfahren bietet laut Fachgruppengeschäftsführer Mag. Mario Kempf, „höchste Fairness für die Interessenten und sichert gleichzeitig das für die V.E.M. unbe-

dingt notwendige Top-Niveau der zukünftigen Technikerinnen und Techniker.“ Derzeitabsolvieren1.320Lehrlinge ihre Ausbildung in einem V.E.M.Unternehmen. Etwas mehr als ein

Das Rennen um die besten Nachwuchskräfte wird immer herausfordernder. „Es ist zu spüren, dass der allgemeine Ausbildungsstand, insbesondere hinsichtlich (Natur-) Wissenschaft und Technik (inkl. Mathematik) abnimmt. Hier wäre ein besseres Fundament vonseiten der Schulen wünschenswert“, erklärt V.E.M.-Geschäftsführer Kempf.


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Karriere mit Lehre · 71

Hightech formt Produkte von morgen Schnupperlehrlinge, die durch die blitzsauberen Hallen bei Lercher Werkzeugbau in Klaus laufen, sind von den großen CNCMaschinen fasziniert. Mit 42.000 Umdrehungen in der Minute frisst sich der Fräskopf durch einen tonnenschweren Stahlblock als wär‘s Butter. Auf den tausendstel Millimeter genau entstehen so feinste Strukturen, die später einmal einem Kunststoffprodukt seine Form geben. Denn der Stahlblock ist Teil eines Spritzguss-Werkzeugs, mit dem eine Etage höher – Kunststoffteile in Millionenauflage produziert werden. 32 Spritzguss-Automaten – teilweise mit Roboter-Entnahmen – lassen so Möbelbeschläge, Gehäuse für medizinische Produkte oder Elektronikbauteilen für die Automobilindustrie entstehen. Mehr als 90 Mitarbeiter beschäftigt Lercher heute. Sandra

Ender-Lercher und ihr Bruder Dominik Lercher führen den Betrieb, der letztes Jahr gerade wieder 3000 Quadratmeter dazugebaut hat. Das mit dem Hans-Huber-Preis ausgezeichnete Ausbildungskonzept von Lercher bindet die Lehrlinge sehr rasch in die laufende Produktion ein. Wochenlanges Herumfeilen an Übungsstücken gibt es hier nicht. Die Auszubildenden lernen schnell alle

verwendeten Technologien kennen und zu bedienen. So fühlen sie sich als vollwertiger Teil des Prozesses und des Teams. Zwei von drei Lercher-Lehrlingen schließen erfahrungsgemäß mit Auszeichnung ab. Zurzeit werden 22 Lehrlinge in den Berufen WerkzeugbautechnikerIn, KonstrukteurIn, KunststofftechnikerIn und als Bürokauffrau/-mann, ausgebildet. Auch die soziale Verantwortung nimmt man bei

Lercher sehr ernst. Von täglich frischen Äpfeln bis hin zu monatlich angebotenen sportlichen Events wie Tischtennisspielen, Schneeschuh-Wandern, Golfspielen und Kart-Fahren reicht das Angebot für die Mitarbeiter. Teamgeist und Selbstvertrauen werden z.B. auch beim Schluchtenfox im Ebnit (September) oder bei einer gemütlichen GrillInstruktion durch Profi-Griller Thomas Heinzle gefördert.

n Info

Lercher Werkzeugbau GmbH info@lercher.at www.lercher.at

unseren erfolg verdanken wir mitarbeitern, die sich niemals mit dem mittelmaß zufrieden geben. das schafft eine kultur der human high tech. und alle gemeinsam können wir uns so vom rest ein gutes stück...

abheben Mit über 90 Mitarbeitern gehören wir zu den führenden Werkzeugbau-Unternehmen der Region. In tonnenschwere Stahlkörper fräsen, schleifen und erodieren wir feinste Strukturen, die später einem Kunststoffprodukt seine Form geben. Mit diesen sogenannten Spritzgusswerkzeugen produzieren wir dann im Haus die unterschiedlichsten Kunststoffteile - von Möbelbeschlägen und medizinischen Geräten bis hin zu Elektrosteckern – tausendfach, millio-

nenfach. Blitzsaubere Hallen, High-TechArbeit im tausendstel Millimeter-Bereich, ein Familienunternehmen mit jungem Führungsteam und Lehrlinge, die regelmäßig mit ausgezeichnetem Erfolg ihre Ausbildung abschließen - das ist Lercher. Wir arbeiten für Weltmarktführer und High-Tech-Leader, machen dich zum Profi und kümmern uns auch um unsere Gesundheit. Denn die Lercher Teamdays bieten jeden Monat spannende sportliche Herausforderungen.

R ALS: I LERCHE IKER/IN LEHRE BE AUTECHN B G U E Z K • WER N UKTEUR/I • KONSTR NIKER/IN H C TOFFTE S T S N U K • Lercher Werkzeugbau GmbH Treietstraße 1, 6833 Klaus Tel. +43 5523 624170 info@lercher.at www.lercher.at

werkzeugbau kunststoffspritzguss


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72 · Karriere mit Lehre · Die Wirtschaft

Bauen aus Leidenschaft – Kompetenz und Innovation Wilhelm+Mayer mit Innovation in der Lehrlingsausbildung. Tradition versteht man beim Götzner Bauunternehmen als Verpflichtung, sich den sich ständig ändernden Bedingungen der Märkte zu stellen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dabei ist einer der Kernfaktoren des Erfolges die permanente Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Sie sind es letztlich, die die Leistungen auf den Baustellen, in der Technik, im Verkauf und in der Verwaltung erbringen. Ihr gekonntes Zusammenspiel ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf dem Markt zu bestätigen.

Innovation in der Lehrlingsausbildung Die letzte Innovation im Mitarbeiterbereich ist die Funktion

Wilhelm+Mayer Lehrlingscoach Lucas Bolter (weißer Helm) mit Lehrlingen.

eines begleitenden Lehrlingsbetreuers. Er betreut die Lehrlinge vor Ort auf den Baustellen und arbeitet mit ihnen zusammen. Bei der gemeinsamen Arbeit sind Stärken und Schwächen der Lehrlinge konkret auszumachen. Problemen, auch außerhalb der Baustellenarbeit, kann gezielt auf den Grund gegangen werden. Diese fachliche und menschliche Begleitung wird von den Lehrlingen und den leitenden Polieren im Betriebsablauf sehr geschätzt.

Denn selten hat ein Polier, der für den zügigen Ablauf und die Qualität der erbrachten Leistungen auf der Baustelle maßgebliche Verantwortung trägt, auch die Zeit, sich eingehender um die jüngsten Mitarbeiter zu bemühen.

Konzept orientiert sich an den Stärken Das neue Konzept setzt bei den Stärken der Lehrlinge an, versucht Schwächen zu reduzieren

und ermöglicht es, die Laufbahn der Lehrlinge zu steuern. Letztlich sollte es dazu führen, dass jeder Lehrling sich nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entwickeln kann. Engagierter Lehrlingscoach bei Wilhelm+Mayer ist Lucas Bolter, der mit einer Lehre beim Götzner Bauunternehmen begann, die Bauhandwerkerschule besuchte und dann in unterschiedlichen Bausparten als Facharbeiter und Polier tätig war. Mit seiner Erfahrung, dem Talent und seinem Kommunikationsgeschick war er eine Idealbesetzung für diese neue Stelle.

n Info Wilhelm+Mayer Bau 260 Mitarbeiter in unterschiedlichsten Bausparten 26 Lehrlinge www.wilhelm-mayer.at


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Sozialwirtschaft als Partner Foto: Thinkstock

Extra

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80 Prozent der erwerbstätigen Menschen werden im Laufe ihres Lebens im nahen oder weiteren Sinn pflegende Angehörige. Aus der Vielfalt an Angeboten das richtige für die individuellen Erfordernisse zu filtern, ist essenziell.

Fast jeder Erwerbstätige wird im Laufe des Lebens zum pflegenden Angehörigen. Die Angebote, eine solche Herausforderung zu meistern, sind vielfältig. Die Tatsache, dass es ein großes Angebot an unterstützenden Dienstleistungen und Institutionen im Falle eines Pflegefalles in der Familie gibt, macht es nicht unbedingt einfacher, das richtige zu finden. Edith Ploss hat sich vor acht Jahren mit ihrer „Mobilen Seniorenberatung“ selbstständig gemacht, um genau hier zu helfen: „Im Angestelltenverhältnis als Dipl. Sozialarbeiterin habe ich die Notwendigkeit gespürt, dass die ‚nachgehende Arbeit‘, (ausschließlich Hausbesuche) allen Beteiligten Sicherheit gibt und ich mir so ein wirkliches Bild der Situation vor Ort machen kann.“ Ihre Klienten sind ältere Menschen und Menschen während oder nach einer schweren Erkrankung sowie deren Angehörige.

Viele Betroffene Rund 80 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung finden sich laut Ploss im Laufe des Lebens und im engeren oder weiteren Sinne in

ne zu arbeiten, sondern auch Familienangehörige miteinzubeziehen.“ Dabei sei es auch oft der Fall, dass sich auch die Verwandten zum ersten Mal Gedanken über Vorsorgemaßnahmen für sich selbst machen würden.

„Der Kernbereich meiner Arbeit dreht sich um die Frage: Hilf mir, wonach ich fragen soll.“ Edith Ploss

der Rolle eines pflegenden Angehörigen wieder: „Viele Angehörige spüren, dass Hilfe und Unterstützung notwendig wird.“ Im Rahmen eines Beratungsgesprächs werden Fragen aus allen Themenbereichen behandelt: Finanzielle Entlastungen, Förderungen und Befreiungen, Isolationsprophylaxe, rechtliche Grundinformationen, Entlastungen im Alltag, Infos speziell für pflegende Angehörige, 24-Stunden-Pflege, diverse Hilfsmittel etc.

Familie miteinbeziehen Ploss berichtet, dass bei ihren Beratungen bis zu zehn Personen am Tisch sitzen können: „Es ist wichtig, nicht nur mit den Betroffenen allei-

Eine Frage der Balance Während ihrer langjährigen Tätigkeit hat Ploss oft die Erfahrung gemacht,dassdie„Angehörigenund Betroffenen schon früh spüren, dass der Alltag aus dem Gleichgewicht geraten ist“, sich das einzugestehen sei schwierig, aber sehr wichtig für die weitere Vorgangsweise. Sie erklärt: „Eine Balkenwaage ist im Gleichgewicht, wenn man älter oder krank wird, gerät diese aus der Balance. Oft bedürfte es in dieser Phase nur kleiner Gewichte, sprich Maßnahmen, um die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Passiert aber nichts, gerät die Situation immer stärker aus der Balance und zur Lösung dieser Problematik werden dann große Veränderungen nötig.“ Gerade für Erwerbstätige ist die Pflegetätigkeit für einen Angehörigen eine große Herausforderung. Edith Ploss informiert: „Für pflegende Angehörige, ob angestellt oder selbstständig, gibt es Mög-

lichkeiten in punkto Pensions- und Krankenversicherung, Urlaub und Entlastung. Aber auch das Betreuungsnetzwerk kennenzulernen ist wichtig, damit eine Entlastung im Berufsalltag sowie das Arbeiten ohne schlechtes Gewissen möglich ist.“

Neues Projekt Nach wie vor seien es vor allem Frauen, die Arbeitszeit reduzieren würden, um Verwandte zu pflegen. Am Anfang sei dieser Prozess meist schleichend, kontinuierlich würden aber Arbeit und Verantwortung ansteigen. „Oftmals kämpft man sich mehr schlecht als recht durch. Es ist, als ob man ein Puzzle ohne Vorlage machen würde, ich gebe meinen Klienten im Rahmen meiner Beratung quasi die Vorlage“, erklärt Ploss. Die engagierte Harderin plant aktuell ein neues Projekt zu dem Thema: In verschiedenen Firmen möchte sie auf ihre Tätigkeit aufmerksam machen, damit die jeweiligen Mitarbeiter zu einem vergünstigen Tarif die Möglichkeit haben, sich über sämtliche Angebote im Bereich der Pflege zu informieren und deren berufliche Tätigkeit „im Fall der Fälle“ nicht durch das pflegerische Engagement eingeschränkt wird. n


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74 · Sozialwirtschaft als Partner · Die Wirtschaft Zukunftsinstitut:

Innovativ ist, mit (Langzeit-)Arbeitslosen zu planen Sie suchen einen loyalen Schlosser oder eine verantwortungsvolle Verkäuferin mit Erfahrung? Können Sie sich dafür eine/n 50-jährige/n Mitarbeiter/in vorstellen? Das Zukunftsinstitut arbeitet mit der Caritas Vorarlberg aktuell am „Trend Report“ zu Herausforderungen und Entwicklungen am Vorarlberger Arbeitsmarkt. Dass ältere Arbeitssuchende viel Potenzial bieten, unterstreicht Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut: „Die über 50-Jährigen sind lernfreudiger und fitter denn je, denn wir bleiben länger jung und altern langsamer. Dieser ‚Down-AgingEffekt’ wird sich noch weiter verstärken.“ Die steigende Anzahl älterer Arbeitsloser ist ein erster Ausblick auf den Megatrend Silver Society – also eine immer älter werdende Bevölkerung. „Westli-

che Gesellschaften ‚produzieren’ derzeit systematisch ältere Arbeitslose, indem sie sich auf die wenigen ‚Nachwachsenden’ konzentrieren“, weiß Gatterer. Auch Arbeitgeber verkennen noch zu oft das Potenzial dieser Gruppe, – nämlich leistungsfähige, verlässliche MitarbeiterInnen, die über Berufserfahrung verfügen. Die große und weitgehend undiskutierte Gefahr besteht dabei darin, dass solche ‚Silver Potentials‘ als wertvolles Potenzial für den Arbeitsmarkt verloren gehen und gesellschaftliche Probleme verstärkt werden.

Zum Dialog einladen Der Trend Report zum Arbeitsmarkt Vorarlberg erscheint im Sommer 2015. Ziel ist es, das ungenützte Potenzial Älterer zu veranschaulichen und Unternehmen und Sozialpartner für den Dialog zu gewinnen.

„Auch die Vorarlberger Arbeitsmarktpolitik braucht einen langfristig orientierten Masterplan. Dafür ist es wichtig, vorherrschende Denkmuster zu überwinden und Chancen aufzuzeigen.“ Karoline Mätzler, Caritas Vorarlberg

Bewerberpool der Caritas Einen Pool mit rund 50 motivierten BewerberInnen bietet die carla Personalvermittlung. Diese schärft gemeinsam mit Unternehmen die Jobprofile und wählt passende Kandidaten aus. Kostenlose Schnuppertage und Praktika sowie detaillierte Informationen über mögliche Förderungen durch das AMS erleichtern die Entscheidung.

Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut.

n Info Alle Jobprofile unter: www.carla-vorarlberg.at carla Personalvermittlung Caritas Vorarlberg T 05522 200 4652 personalvermittlung@caritas.at

Palliativ Care weitet sich aus

Wir unterstützen palliative Einrichtungen und Weiterbildung. Bankverbindung: IBAN: AT41 5800 0163 8638 1015 / BIC: HYPVAT2B


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Sozialwirtschaft als Partner · 75

Die Werkstätten der pro mente Vorarlberg sind verlässliche Partner für Industrie und Gastronomie

Professionelle Dienstleister mit sozialer Verantwortung Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind die 4 Werkstätten der pro mente Vorarlberg verlässlicher Partner für Unternehmen im Land. Gemeinsam ist allen, dass sie Menschen, die durch seelische Krisen gehen, wieder auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Die Werkstätten in Dornbirn und Feldkirch haben sich auf die Bereiche Schlosserei, Tischlerei bzw. industrielle Lohnarbeiten spezialisiert. Für Vorarlberger Industrie- und Gewerbebetriebe konnte dadurch ein wichtiges Ergänzungsangebot, auch die Produktion in kleinen Losgrößen, geschaffen werden. In der Werkstätte Volldampf in Hard lassen, neben vielen Privatkunden, zahlreiche Gastronomiebetriebe ihre Wäsche reinigen und bügeln. Sie alle loben die Sorgfalt, mit

der gearbeitet wird und sind mit Leistung und Zuverlässigkeit sehr zufrieden.

n Ju-on-Job

Gut etabliert Die Anforderungen in Projekten wie diesen sind groß. Gilt es doch einen Spagat zwischen wirtschaftlich-finanzieller Professionalität und den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen der Frauen, Männer und Jugendlichen, die hier arbeiten, zu spannen. Im Laufe der Jahre haben sich die Werkstätten in der Unternehmenslandschaft sehr gut etabliert. Professionalität, hohe Flexibilität, Termintreue und Qualität sind die wichtigsten Gründe, die von Seiten der Industriebetriebe und Gastronomie für die kontinuierliche Zusammenarbeit genannt werden.

n Weinregal

In der Werkstatt in Feldkirch werden auch innovative Möbel gefertigt. Besonders gefragt ist das selbst konstruierte Weinregal, das in zahlreichen privaten und gastronomischen Weinkellern zu finden ist.

n Infos f f f

www.promente-v.at

Die Ju-on-Job Werkstatt am Zanzenberg in Dornbirn ist eine berufsorientierte Werktherapie für Jugendliche. Das Angebot umfasst die Herstellung von Holzmöbeln (individuelle Einzelanfertigungen unter Verwendung ökologischer Materialien), kleinere Malerarbeiten, Durchführung von Umzügen sowie Entsorgungsaufträge.

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Werkstatt Dornbirn: 05572-53180 werkstaette.dornbirn@promente-v.at Werkstatt Feldkirch: 05522-44099 werkstaette.feldkirch@promente-v.at Volldampf Hard: 05574-83394; volldampf@promente-v.at; Ju-on-Job Dornbirn: 05572 208181 juonjob@promente-v.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

76 · Sozialwirtschaft als Partner · Die Wirtschaft

„Vorsorgen und profitieren“ mit den SVA-Gesundheitsangeboten!

Wirtschaftstreibende, die für ihre Gesundheit vorsorgen, profitieren von den zahlreichen SVA-Angeboten, wie dem Vorsorgeprogramm „Selbständig Gesund“ und dem „SVA Gesundheitshunderter“. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft – kurz SVA - betreut als gesetzliches Versicherungsinstitut der Selbständigen allein im „Ländle“ über 35.000 UnternehmerInnen und deren Angehörige in den Bereichen Kranken- und Pensionsversicherung. Ihren Sitz hat die Landesstelle Vorarlberg – unweit der Wirtschaftskammer – an der Bärenkreuzung in Feldkirch. Ein 50-köpfiges Team gewährleistet die soziale Absicherung der Wirtschaftstreibenden.

Wir wollen Wirtschaftstreibende dazu animieren, sich aktiv und eigenverantwortlich um die Erhaltung ihrer Gesundheit zu bemühen – denn gesunde Unternehmerinnen und Unternehmer haben mehr Erfolg und sind Vorbilder für ihre Mitarbeiter und Partner!“

Mit fünf Gesundheitszielen zum halben Selbstbehalt Großen Anklang findet das 2012 eingeführte SVA-Vorsorgeprogramm „Selbständig Gesund“. Jeder selbständig Erwerbstätige, der im Zeitraum von sechs Monaten fünf - mit dem Arzt seines Vertrauens bei einem Gesundheitscheck vereinbarte - Gesundheitsziele erfüllt, kann sich den Selbstbehalt für alle (zahn)ärztlichen Behandlungen bis zum nächsten „Check“ halbieren (10 statt 20%). Dabei profitiert man gleich doppelt – einerseits durch höhere Lebensqualität, andererseits auch finanziell – jährlich erspart sich jeder Teilnehmer von „Selbständig Gesund“ im Durchschnitt 65,60 Euro.

SVA Gesundheitshunderter für gesundheitsfördernde Maßnahmen

Dr. Reinhold Hämmerle, Direktor der Landesstelle Vlbg.

„Unsere Bemühungen zielen in erster Linie darauf ab, unsere Kunden im Krankheitsfall, bei Mutterschaft, bei Arbeitsunfähigkeit aber auch in allen Aspekten der Pensionsversicherung bestmöglich zu versorgen und zu betreuen“, betont Dr. Reinhold Hämmerle, Direktor der Landesstelle Vorarlberg. „Außerdem setzen wir seit einigen Jahren vermehrt auf Prävention.

Wer mindestens 150,00 Euro in seine Gesundheit investiert, erhält einmal pro Jahr 100,00 Euro zurück – den SVA Gesundheitshunderter. Berücksichtigt werden Ausgaben für ein SVA-Programm (SVA Camps, No-Smoking Camp etc.), ein qualifiziertes Angebot eines SVA-Kooperationspartners, oder – unter bestimmten Kriterien – auch für ein individuelles Programm. Außerdem wird die Anschaffung von Sportartikeln in Verbindung mit den Programmen der SVA oder der SVA-Kooperationspartner zusätzlich mit einem EXTRA-Gesundheitshunderter gefördert.

Nähere Infos unter www.svagw.at

Eine optimale soziale Absicherung erfordert ein hohes Maß an Beratung und Information. Das Team der Landesstelle Vorarlberg setzt deshalb auf ein breites Serviceangebot. Neben der Erreichbarkeit per Telefon, Fax oder E-Mail bietet die SVA diverse Online-Services an. Versicherte können beispielsweise online Rechnungen einreichen, rasch und sicher Anträge stellen oder das eigene Pensionskonto abfragen. Seit wenigen Wochen ist das neu gestaltete ServicePortal unter www.svagw.at online. Auch auf Facebook informiert die SVA und steht für Fragen zur Verfügung. Zusätzlich besteht in der Kundenzone in Feldkirch, aber auch bei monatlichen Sprechtagen in Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Egg, Lustenau und Schruns jederzeit die Möglichkeit zu einem persönlichen Beratungsgespräch. Promotion

n Info

LANDESSTELLE VORARLBERG Schlossgraben 14 A-6800 Feldkirch www.svagw.at Kundenzone: Mo-Do 07:30 – 14:30 Uhr Fr 07:30 – 13:30 Uhr Versicherungsservice: T 05 08 08 – 2029 VS.VBG@svagw.at Pensions- und Pflegegeldservice: T 05 08 08 – 2039 PPS.VBG@svagw.at Gesundheitsservice: T 05 08 08 – 2049 GS.VBG@svagw.at


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Sozialwirtschaft als Partner · 77

Gesund beraten mit fit2work

fit2work unterstützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit2work ist eine Beratungsinitiative, die die österreichische Bundesregierung ins Leben gerufen hat. In über 40 Beratungsstellen in ganz Österreich stehen Expertinnen und Experten zur Verfügung. Die fit2work-Beraterinnen und Berater kennen das weitreichende Gesundheitsangebot und zeigen passende Lösungen für gesundheitliche Probleme auf. Zusätzlich unterstützen sie bei der Kontaktaufnahme mit den verantwortlichen Institutionen und stehen ihren Klientinnen

Bei gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz hilft fit2work.

und Klienten mit Rat und Tat zur Seite. Die Beratung ist kostenlos und natürlich auch vertraulich.

Zurück in ein gesundes Arbeitsleben Manfred B. konnte sich dank fit2work beruflich neu orientieren: „Meine fit2work-Beraterin und ein Arbeitsmediziner analysierten meine körperlichen Belastungen und stellten fest, dass ich meine bisherigen Tätigkeiten nicht mehr ausüben sollte, um langfristig körperlich gesund zu bleiben. Deshalb entschied ich mich, mein bisheriges Hobby, die Physik, zum Beruf zu machen: Dank Zusammenarbeit von fit2work mit dem AMS konnte ich eine Optikerlehre, gefördert durch das AMS, beginnen. Mein Lehrbetrieb wird mich nach Abschluss weiter übernehmen“, freut sich Manfred B. n

Information: Alle Infos unter www.fit2work.at

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Spendenkonto IBAN: AT343743800000044255 / BIC: RANMAT21

Egal, ob chronische Rückenschmerzen, langwierige Verletzungen oder psychische Erschöpfungszustände: Aufgrund vielfältiger Einflussfaktoren gibt in Österreich jede/r Dritte an, unter gesundheitlichen Beschwerden am Arbeitsplatz zu leiden. Lange Krankenstände und der drohende Verlust des Arbeitsplatzes sind oft die Folge. Das kostenlose Beratungsangebot von fit2work bietet Hilfe zur Selbsthilfe: Als Drehscheibe weist fit2work den Weg durch den Dschungel an medizinischen, therapeutischen und sozialarbeiterischen Angeboten, stellt die richtigen Kontakte her und vermittelt so die passende Unterstützung für jeden einzelnen Fall. Auch Behindertenbetreuer Manfred B. war von gesundheitlichen Problemen betroffen: „Ich habe fast 15 Jahre lang in der Betreuung von Menschen mit schwerer Behinderung gearbeitet. Das Heben ist sehr anstrengend, aber es gehört zu meinem Beruf einfach auch dazu. Nachdem ich mehrere Bandscheibenvorfälle erlitten hatte, wusste ich: So kann es einfach nicht weitergehen und wandte mich deshalb an die fit2workBeratung“, erzählt der 48-Jährige.

Robert Kneschke – Fotolia

Drehscheibe für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

78 · Familie & Beruf · Die Wirtschaft

Vorteil für den Wirtschaftsstandort, Gewinn für die Gesellschaft

Eine familienfreundliche Unternehmenskultur ist heute ein wesentliches Kriterium für die Lebensqualität von Familien mit Kindern und ein Schlüssel zum betrieblichen Erfolg, betont Landeshauptmann Wallner: „Wenn familiäre Bedürfnisse im Arbeitsalltag berücksichtig werden, bedeutet das mehr Motivation, mehr Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenbindung, weniger Personalfluktuation, weniger Krankenstände. Das ist auch ein bedeutender Faktor beim Wettbewerb um die besten Köpfe.“

Foto: Privat

Auch heuer lädt das Land Vorarlberg in Kooperation mit den Sozialpartnern alle Unternehmen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen im Lande zur Teilnahme an der Initiative „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“ ein.

enbewusste Unternehmenskultur und Personalpolitik zertifizieren lassen. Bewertet werden flexible Arbeitszeit- und Karenzmodelle, Möglichkeiten zum Wiedereinstieg, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegetätigkeit sowie Chancengleichheit in Führung und Weiterbildung.

n Info Erfreulicherweise sind viele heimische Unternehmen schon seit Langem engagiert in diese Richtung unterwegs. An den bisherigen neun Auszeichnungen seit 1998 haben über 350 Betriebe in Vorarlberg teilgenommen, allein 2014 bekamen 65 das Gütesiegel „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“. Im

Jahr 2014 ging der Österreichische Staatspreis „Familienfreundlichster Betrieb“ in drei von fünf Kategorien an Vorarlberger Betriebe bzw. Organisationen. Die Initiative „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“ richtet sich im Zwei-Jahres-Rhythmus an Unternehmen und Institutionen. Diese können sich für ihre famili-

Interessierte Betriebe können sich schon jetzt melden und bekommen ab Mitte Mai die Bewerbungsunterlagen zugesandt. Diese können bis Freitag, 14. August 2015, beim Fachbereich Jugend und Familie des Landes Vorarlberg eingereicht werden. T +43 (0)5574 / 511-24144 familie@vorarlberg.at www.vorarlberg.at/familieundberuf

Millennium Park: Arbeitsraum mit Zukunft Der Millennium Park in Lustenau ist ein modernes Betriebsgebiet mit hohen architektonischen Ansprüchen, sowie einem umfangreichen Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot. Die zentrale Lage mit idealer Verkehrsanbindung an den Autobahnanschluss Dornbirn-Süd, die gute Erreichbarkeit von der Schweiz und Deutschland aus und die nahe gelegene Bushaltestelle machen den Standort zusätzlich attraktiv.

Flexible Arbeitsräume Das Competence Center RHEINTAL und der icub im Millennium Park sind innovative Büro-, Gewerbe- und Technologiestandorte mit modern ausgestatteten Büroflächen, die flexibel unterteilbar sind und individuell an die Bedürfnisse der Unternehmen adaptiert werden können. Die Arbeitswelten ändern sich. Kooperationen, Synergien und Austausch gewinnen zunehmend an Bedeutung. KOMPAKT@icub

ermöglicht, im komplett ausgestatteten Büro unabhängig zu agieren und gleichzeitig durch die Nutzung gemeinsamer Infrastrukturen Austausch und Kooperationsmöglichkeiten zu fördern. Ein umfassendes Leistungspaket zum Pauschalfestpreis. Mehrere Veranstaltungs- und Seminarräumlichkeiten, Parkplätze und die beiden Gastronomiebetriebe „La Forchetta“ und „Mon Ami“ bieten eine gute Infrastruktur im Millennium Park.

KIMI Kinderbetreuung Die KIMI (Kinderbetreuung Millennium Park) im Competence Center RHEINTAL bietet ein ganztägiges Betreuungsangebot für Kinder von einem halben Jahr bis zu sechs Jahren an. Mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten und einem hochwertigen pädagogischen Konzept wird für die Mitarbeiter am Standort Millennium Park ein entscheidender Beitrag zur Verbindung von Familien- und Berufsleben geschaffen. Promotion

n Informationen

zum Standort und Mietmöglichkeiten: PRISMA Zentrum für Standortund Regionalentwicklung GmbH CAMPUS V Hintere Achmühlerstraße 1 6850 Dornbirn Tel +43/5572/22 1 22 20 www.prisma-zentrum.com

Competence Center RHEINTAL.

Arbeits- und Lebensraum.

KIMI Kinderbetreuung.


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015 Die Wirtschaft

· Familie & Beruf · 79

Kinder entdecken die große weite Welt Mehr als nur Betreuung. Die Vorarlberger Landesregierung und die Gemeinden verfolgen gemeinsam das Ziel, in allen Landesteilen eine qualitativ gute, verlässliche und flexible Kinderbetreuung anzubieten. In Kooperation mit den Gemeinden, privaten Trägern, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen investiert das Land Vorarlberg auch im Jahr 2015 in den kontinuierlichen Ausbau der Kinderbetreuung in Vorarlberg. Neben der Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen, werden auch die Öffnungszeiten bestehender Einrichtungen stetig ausgeweitet. Was Gruppengröße und Betreuungsschlüssel angeht, ist Vorarlberg Vorreiter im Bundesländervergleich. In einer Gruppe mit Kindern unter drei Jahren dürfen beispielsweise maximal acht bis

neun Kinder betreut werden. Die Betreuung kann optimal erfolgen, da der Betreuungsschlüssel dem Alter der Kinder und deren Bedürfnissen entsprechend individuell angepasst wird. Auch die Betreuung durch Tagesmütter ver-

zeichnet weiterhin eine steigende Nachfrage.

„Kinderbetreuung ist eine wichtige familienergänzende Leistung. Sie ermöglicht den Eltern, Familie und Beruf gut zu vereinen und fördert soziales Lernen unter Kindern.“ Katharina Wiesflecker, Landesrätin

Landesrätin Wiesflecker verweist darauf, dass in vertretbarer Entfernung eine verlässliche, leistbare, ganzjährige und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zur Verfügung stehen soll. Land und Gemeinden bieten auch einen eigenen Ausbildungslehrgang sowie verschiedene Weiterbildungsangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Betreuungseinrichtungen an. Denn qualifi-

ziertes Personal gibt Sicherheit und Orientierung und schafft Vertrauen. Die vielfältige Betreuungslandschaft in Vorarlberg bietet den Kindern ein angenehmes und für ihre Entwicklung förderliches Umfeld. Durch altersgemäße Inhalte und Methoden wird eine positive Grundhaltung, Offenheit und Wertschätzung vermittelt. Weitere Infos unter: www.vorarlberg.at/familypoint

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

Nicht daheim und doch zuhause!

Liebevolle Begleitung in den ersten Lebensjahren

Die Kinderbetreuung in Vorarlberg stellt jedes Kind mit seinen besonderen Wünschen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt und begleitet das Kind von der ersten Ablösung aus dem Elternhaus hin zum Kindergarten. Die Betreuung durch pädagogisch qualifiziertes Personal fördert die geistige, seelische und körperliche Entwicklung. Informationen zu Kinderbetreuungsangeboten erhalten Sie in Ihrer Wohnsitzgemeinde oder beim Familypoint. www.vorarlberg.at/familypoint


Nr. 21-23 · 22. Mai 2015

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* Ergebnisse der LAE 2013, Reichweite (LpA) Wochentitel – Gesamtösterreich